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Das unendliche Sein: Balladenzyklus
Das unendliche Sein: Balladenzyklus
Das unendliche Sein: Balladenzyklus
eBook68 Seiten34 Minuten

Das unendliche Sein: Balladenzyklus

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Über dieses E-Book

Philosophie und Esoterik verbinden sich in neun Balladen mit 375 Versen mit den Themen Kosmos, Gott, Teufel, Liebe, Tod, Seele und Geist, dem menschlichen Sehnen und Erfahren und der drohenden Apokalypse.
Die Erkenntnisse, die aus der Dichtung gewonnen werden können, eignen sich als Helfer und Wegweiser für jeden, der bereit ist sich zu öffnen, um die Grenzen des Erfahrbaren zu überschreiten und so die Ängste zu überwinden, die durch die Unausweichlichkeit des Todes uns Menschen begleiten.
Die Verse sind auch eine Reflexion der geistigen und moralischen Verfassung unserer heutigen Gesellschaft.
SpracheDeutsch
Herausgeberepubli
Erscheinungsdatum8. März 2014
ISBN9783844277517
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    Buchvorschau

    Das unendliche Sein - Dieter Arndt

    Inhaltsverzeichnis

    Der Dialog 4

    Die Seele 13

    Unendlich 16

    Mephisto 19

    Felia und Leonidas 24

    Der Träumer 30

    Der Präsident 34

    Die Apokalypse 38

    Der Monolog 42

    Der Dialog

    Ich werfe mich zu Deinen Füßen

    in Demut, Furcht und Ehrerbietung,

    erlaube Herr, Dich so zu grüßen.

    Erhebe dich, du Menschensohn,

    dein Antlitz will ich frei erblicken,

    um deine Seele zu erkennen,

    so fürchte nicht den Gottesthron.

    Oh Herr, ich bitte um Erbarmen,

    mein Drang zu Dir war Menschensehnen,

    auch Unart war’s, Dich zu bedrängen,

    mich wünschend zu Dir zu begeben.

    Den Wunsch vor tiefen Dank zu setzen

    ist allgemeine Menschart

    anstatt die Gunst des Seins zu ehren

    und hohen Sinns nach Hohem strebend

    zu freuen sich an Land und Meeren.

    Doch zweifle nicht mit bangem Herzen,

    all deine Fragen will ich hören,

    da ich dich hob in meine Sphären,

    um diese Gunst dir zu gewähren.

    Dennoch bedenke, dass mein Wort

    des Menschen Geist in Grenzen misst,

    und dass des Menschen tiefe Seele

    nur Teil von meinem Geiste ist.

    Oh Herr, ich danke dieser Gnade,

    die Du mit Geste mir gewährst

    und bitte auf die folgend Frage

    Dein hohes Wort, das tief mich ehrt.

    So wünsche ich mit ganzem Herzen

    den Sinn zu sehen, den Du ersiehst

    in dem, was Menschen Liebe nennen,

    die Frohsinn bringt und zugleich Schmerzen.

    Als ich die Welt erschaffen hatte

    mit Wasser, Land und Tier und Pflanzen,

    war hingezogen ich dem Ganzen.

    Unwiderstehlich wuchs mein Drängen,

    dabei zu sein in dieser Welt,

    als schaffend Wesen zu gestalten,

    was bindet und zusammenhält.

    Ich schuf den Menschen nach dem Bilde,

    das nahe meinem Bilde ist

    und gab ihm auch ein messend Teil

    des Geistes, der mein Wesen ist.

    Ich schuf den Mann und auch das Weib,

    sie sollten stark verbunden sein,

    in Treue liebend sich vereinen,

    sich mehren und die Welt gestalten

    nach meinem Plan im Geiste rein.

    Die Liebe so geschaffen ward

    von Mann und Frau nach Gottesart.

    Die Liebe gab ich einst als Kraft,

    damit der Mensch stets Gutes schafft,

    stets suche sie und bleib ihr treu.

    Die Liebe bindet, stärkt und drängt

    den Menschen hin zu vielem Tun,

    sie kann bewirken und sie lenkt

    den Menschen stets aufs neu.

    Das Lieben Menschen ich verlieh

    als Lebensmaß und hohes Ziel,

    soll irdisch Sein in Waage halten

    in einer Welt in Harmonie.

    Doch ist sie nicht ein Teil von mir,

    denn meine Art es ist,

    die Welt der Welten zu gestalten

    mit Sonnen, Sternen, kosmisch Weben

    und allem Werden und Vergehen.

    So muss mein Geist sich weit entfalten

    und ohne Liebe kraftvoll walten.

    Doch liebt der Mensch stets wechselhaft,

    erst froh gesinnt, dann voller Leid,

    was falsch erkannt als bindend Band

    ist oft ein Schwert in schwacher Hand,

    das schwankend ist und ohne Kraft.

    Die Liebe ist oft Illusion,

    verführend, fordernd und zerstörend,

    kaum einigt sie, da trennt sie schon,

    schafft Hass und Reue, Angst und Tränen.

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