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Die Hüter des Sakraments: Teil 1

Die Hüter des Sakraments: Teil 1

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Die Hüter des Sakraments: Teil 1

Länge:
96 Seiten
1 Stunde
Herausgeber:
Freigegeben:
13. Nov. 2019
ISBN:
9783750211452
Format:
Buch

Beschreibung

Jack, ein gläubiger Katholik und Computerfreak, gerät durch Zufall in den Konflikt zwischen dem Vatikan und zweier geheimer Bruderschaften. Dabei stellt er sehr schnell fest, dass die Kirche nicht nur barmherzig und fürsorglich ist. Im Gegenteil, sie versucht ihre vermeintlichen Ansprüche auch wider besseren Wissens mit aller Gewalt durchzusetzen. Bald erkennt Jack, dass zwischen der christlichen Version der Schöpfungsgeschichte, wie er sie bisher kannte und der Version der Hüter des Sakraments ein gewaltiger Unterschied besteht. Auch Jesus scheint nicht derjenige zu sein, den die Bibel beschreibt. Doch die Hüter sind im Besitz des größten Artefakts das die Menschheit sich vorstellen kann. Diesen Konflikt muss Jack für sich lösen.
Herausgeber:
Freigegeben:
13. Nov. 2019
ISBN:
9783750211452
Format:
Buch

Über den Autor


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Buchvorschau

Die Hüter des Sakraments - Manfred Arlt

Kapitel:1 Einleitung

Liebe Leserin, lieber Leser,

auch ich lese das Vorwort eines Buches normalerweise nicht. Weil mich nicht interessiert, dass sich der Autor bei seiner Frau, den Eltern, den Kindern, dem Hund und der Katze auf diesem Wege für die Unterstützung bei der Erstellung seines Werkes bedankt. Das soll er gefälligst persönlich machen. Und auch dem Eichhörnchen im Garten, das ihn so oft neu inspirierte, sollte er lieber ein paar Erdnüsse spendieren, als sich in einem Buch zu be­danken. Die meisten Eichhörnchen, die ich kenne, kön­nen nämlich gar nicht lesen. Vielmehr möchte ich diese Gelegenheit nutzen, Sie um einen Gefallen zu bitten. Ich bin oft von Bekannten an­gesprochen worden, dass ich doch auch diese oder jene Idee in die Geschichte hätte einarbeiten können. Nur kannte ich diese Ideen leider nicht. Sollte Ihnen etwas einfallen, das zu dem Gedanken dieses Buches passen wür­de, teilen Sie es mir bitte mit. Eine Plattform dafür habe ich auf meiner Homepage www.manfredarlt.com eingerichtet. Vielleicht werden in einem zweiten Band ja Ihre Ideen mit einfließen. Ich würde mich sehr freuen. Es sei noch einmal ausführlich darauf hingewiesen, dass es sich hier nur um eine fiktive Geschichte handelt und ich auf gar keinen Fall die Bibel in Frage stellen oder gar anzwei­feln möchte.

Und nun viel Spaß beim Lesen.

Manfred Arlt (und das Eichhörnchen)

Kapitel 2: *Jack the Hacker*

Ihre Reise begann vor der Ewigkeit. Und ihr Ziel war Hier und Jetzt. Doch hier herrschte das absolute Nichts. Die Unwissenden riefen: Was wollt ihr hier? Es gibt hier nur das Nichts.

Da aber nahmen sie das Nichts und begannen es zu for­men.

Und siehe aus dem Nichts formten sie die Sonne.

Denn sie sind die Schöpfer.

Sie sprachen: Die Sonne ist die Kraft der Unendlichkeit

Und deshalb soll sie der Mittelpunkt sein.

Dann formten sie aus dem Nichts die Planeten, auf dass sie die Sonne bis zum Ende der Zeit auf festen Bahnen umkrei­sen sollten.

Die Unwissenden riefen wieder: Was sollen Sonne und Planeten hier?

Doch sie sprachen, wenn die Zeit es will, wird aus dem Nichts das ewige Leben entstehen, denn das Nichts ist ein nie versiegender Quell. Man muss nur danach su­chen. Auch wir haben sie gefunden.

Denn wir sind die Schöpfer.

Dann gaben sie den Planeten ihre Namen. Sie nannten sie Merkur, Venus, Erde, Mars, Jupiter, Saturn Uranus, Neptun und Pluto. Und sie sagten, dass die Erde der wichtigste Planet wäre. Denn sie zeichnet mit der Venus den Schlüssel zur Ewigkeit ins Firmament.

Jeder, der sehen kann, wird ihn sehen.

Dann setzten sie ihre Reise fort, um das nächste Nichts zu suchen. Denn sie sind die Schöpfer.

Die Schöpfungsgeschichte: Vers 1

Zugegeben, der Text hatte mir beim ersten Lesen eine leichte Gänsehaut beschert. Doch dann hatte ich mich einfach nur aufgeregt. Dafür hatte ich mehr als acht Stunden mit der stärksten Firewall gekämpft, die mir je­mals untergekommen war. Hatte meinen Supertrojaner geopfert und das alles nur für diese paar blöden Zeilen. Die Schmerzen in meinem linken Bein hatten sich mitt­lerweile so verstärkt, dass ich erst meine Medikamente nehmen musste und mich dann in die Waagerechte be­gab. Nun konnte ich in Ruhe meine Gedanken ordnen.

In der Hackerszene hatte ich mir mit der Zeit einen erstklassigen Ruf erworben. Kein Wunder, mit meinem verkrüppelten Bein hatte ich nicht die Möglichkeit, ein interessanteres Hobby auszuüben. Alle sportlichen Akti­vitäten waren von vornherein ausgeschlossen und mein Freundeskreis war auch nicht besonders groß. Irgendwie hatte ich mich auf Computer und Internet eingeschossen. Da verbotene Sachen durchaus einen Reiz auf mich ausüben, fing ich irgendwann an, mich in der Grauzone des Netzes herumzutreiben. Hier habe ich dann meine Berufung gefunden. Es gab keine Seite, die ich nicht irgendwann knacken konnte. Anfangs nur aus Spaß an der Freude. Später entdeckte ich dann eine gewisse kriminelle Energie in mir, obwohl ich eigentlich ein sehr religiöser Mensch bin. Besonders Seiten mit pornographischen Inhalten hatten sich als sehr lukrativ erwiesen. Je perverser, desto besser. In dieser Branche wird eine Geldmenge umgesetzt, die man sich nicht vorstellen kann. Jedenfalls ich konnte das zunächst nicht. Die Betreiber einer einigermaßen profitablen Pornoseite haben kein Problem damit, monatlich 100,00 € ab­zudrücken, damit ihre Zugangsdaten nicht veröffentlicht werden oder die Seite mal aus unerfindlichen Gründen abstürzt. In gewisser Art und Weise bin ich als Crash-Tester ja so etwas wie ein freiberuflicher Mitarbeiter. Sehr frei, zugegeben. Das macht bei mittlerweile fast fünfzig Seiten einen schönen Nebenverdienst. Mit dem Geld, das ich vom Arbeitsamt und der Krankenkasse bekomme, hätte ich mir meine technische Ausrüstung niemals leis­ten können.

Gestern hatte ich beim Blind surfen durch Zufall eine IP-Adresse entdeckt, die es in dieser Art eigentlich gar nicht geben durfte. Neugierig geworden, schaute ich mich auf diesem Server ausgiebig um. Aber es gab nichts zu finden, absolut nichts. Dieser Server war total leer, als wäre er gerade erst ausgepackt worden.

Mittags hatte ich einen Termin bei meinem Physio­therapeuten. Danach wählte ich diese Adresse noch ein­mal an, ein zweiter Blick konnte ja nicht schaden. Diesmal erlebte ich jedoch eine böse Überraschung. Eine mir to­tal unbekannte Firewall schützte jetzt den Server. So was hatte ich noch nicht gesehen. Aber jetzt war mein Jagd­instinkt geweckt. Ich konnte sehen, wie die Sicherheits­vorkehrungen stetig weiter verbessert wurden. Da muss­te jemand sitzen, der seinen Job verstand, leider! Vor einigen Tagen hatte ich einen neuen Trojaner programmiert, auf den ich super stolz war. Ich hatte ihn noch nicht eingesetzt. Seine Signatur konnte deshalb noch von keinem Schutzprogramm erkannt werden. Also versuchte ich, diesen Kerl in die noch nicht ganz fertige Absicherung zu schleusen.

Irgendwann schaffte ich es. Der Trojaner hatte sich als Teil des Schutzwalls implementiert. Schnell deakti­vierte ich ihn wieder und war riesig gespannt auf das, was da so aufwendig geschützt werden sollte. Schließ­lich war ich *Jack the Hacker*.

Abends startete ich dann meinen Angriff. Obwohl ich mit dem Trojaner ein Bein im Feindesland hatte, kostete es unglaubliche Mühe, in den Server einzudringen. Das einzige, was ich dort fand war ein Verzeichnis, in dem jeder Ordner wieder einzeln geschützt war. Ich fand kei­ne Möglichkeit, auch nur einen dieser Ordner zu öffnen. Schließlich war ich mit meinem Latein am Ende. Das Einzige, was ich jetzt noch machen konnte, war, den Datenverkehr zu beobachten und auf eine Eingebung zu warten. Die kam allerdings schneller als ich gehofft hatte. In unregelmäßigen Abständen wurden kleine Datenpakete an jeden einzelnen Ordner auf den Server geschickt und die Ordner schickten eine Art Bestätigung zurück. Schnell erkannte ich, dass diese Daten die neues­ten Virenkennungen waren, mit denen alle Systeme in Echtzeit aktualisiert wurden. Ich war fasziniert. Meine Hochachtung vor dem unbekannten Systemadministrator stieg rapide.

Mir war klar, dass ich nur einen begrenzten Zeitraum zur Verfügung haben würde, sobald ich den nächsten Schachzug startete. Mein Adrenalinspiegel war auf dem Höchststand. Beim

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