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Mut- Die Überlebensgeschichte der Belinda Lange
Mut- Die Überlebensgeschichte der Belinda Lange
Mut- Die Überlebensgeschichte der Belinda Lange
eBook270 Seiten3 Stunden

Mut- Die Überlebensgeschichte der Belinda Lange

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Über dieses E-Book

Die faszinerende Geschichte von Belinda Lange, die in kurzen Abständen sämtliche Gefühle, die ein Mensch haben kann, erlebt hat und mit ihnen Achterbahn fuhr.
Angst, Trauer, Spannung, Liebe, Affären, Glück lagen so dicht beeinander.
Sie nimmt uns mit in ihren Alltag und auf ihre Reisen und wir erleben unglaubliche, phänomenale Ereignisse. Wenn Sie das Buch gelesen haben werden Sie mehr Lebensfreude haben, Mutig sein und auf alle Fälle Lächeln!
SpracheDeutsch
Herausgeberepubli
Erscheinungsdatum22. Jan. 2014
ISBN9783844263879
Mut- Die Überlebensgeschichte der Belinda Lange
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    Buchvorschau

    Mut- Die Überlebensgeschichte der Belinda Lange - Belinda Lange

    Mut -

    Die Überlebens-Geschichte

    der Belinda Lange

    Zur Autorin:

    Das erste Buch von Belinda Lange ist ihre eigene Geschichte.

    In ihrem turbulenten Leben erhält sie in kurzen Abständen schlimme Krankheits-Diagnosen und lernt damit zu leben.

    Sie macht in diesem Buch Mut und Hoffnung und schildert

    einen Weg, das eigene Leben - trotz allem - zu lieben.

    Belinda Lange ist 1968 in Hamburg geboren und lebt heute in München.

    Sie absolvierte 2 Berufsausbildungen, hat in vielen Berufssparten gearbeitet und reiste als Kind schon durch die Welt.

    Seit 20 Jahren liebt sie es, Griechenland zu bereisen.

    Impressum:

    Mut- Die Überlebensgeschichte der Belinda Lange

    Belinda Lange

    Copyright:© 2014 Belinda Lange

    published by: epubli GmbH, Berlin

    www.epubli.de

    ISBN: 978-3-8442-6387-9

    Ich widme dieses Buch meiner Mutter, die mich seit

    meinem ersten Atemzug durch mein Leben begleitet.

    Hierfür bin ich ihr unendlich dankbar.

    Mama, ich liebe Dich!

    Inhaltsverzeichnis

    Vorwort

    Rückblick 1999

    Sommer 2005 und mein Seelenpartner

    Griechenland- meine Energie-Quelle

    Thessaloniki und der kleine Prinz

    2008 ohne Abschied

    Eine Affäre und das Herz

    Dolce Vita

    Der Schlaganfall - einfach mal lächeln

    Entzündliche ZNS Erkrankung und eine neue Chance

    Engel und jeden Tag eine gute Tat

    Wunderbare Chefs - Kreta meine 2. Heimat

    Multiple Sklerose - Das kleine Glück

    Hoffnung und eine Reha

    Begegnungen mit ganz besonderen Menschen

    Freunde- Heilungen

    Gott und mein liebster Pfarrer

    Loslassen- Alleine

    Ärzte

    Diagnose Borderline Tumor

    Fremde Länder

    Reisen- um dem Alltag zu entfliehen

    Meine Tipps für Sie

    Frühlingserwachen und 10 € Bitte

    Vom Sommer in den Antragsdschungel

    Brenden

    Weihnachten – auf dem Amt

    2012 - wundersame Geschichten vom Storch

    Ostern 2012- das Fest der Auferstehung

    Bürokratiewahnsinn- Ist Deutschland noch zu retten?

    Begegnungen mit Engeln

    Das Leben – Ein Puzzle

    Danksagung

    Kontakt

    Vorwort

    Ich schreibe dieses Buch für alle Menschen die neuen Mut brauchen, die die Hoffnung fast verloren haben und den Glauben an sich selbst und an andere aufgegeben haben.

    Es soll in erster Linie Mut machen nicht aufzugeben und zu leben.

    Ich bin nun zum wiederholten Male von Freunden, Therapeuten, Ärzten und meiner Familie animiert worden dieses Buch zu schreiben.

    Hier lesen Sie meine eigene Geschichte und dass das Leben manchmal seltsame Wege geht.

    1999 Traumatisches Erlebnis im privaten Bereich

    2005 Verlust eines Seelenpartners

    2008 Herzoperation,

    2009 Schlaganfall und Bandscheibenvorfall,

    2009 Erstdiagnose Entzündliche ZNS Erkrankung (Zentrales Nervensystem),

    2010 Multiple Sklerose,

    Februar 2011 Diagnose Eierstock Krebs - Borderline Tumor

    April 2012 erneute Katheder-Ablation am Herzen

    Meine Geschichte soll allen Menschen, egal welcher Schicksalsschlag sie getroffen hat, wissen lassen, dass es überall Menschen gibt, die gleiche oder ähnliche Erfahrungen gemacht haben.

    Wenn man wieder raus geht in das Leben ist man niemals alleine!

    Vielleicht spricht es auch Menschen an, denen es gut geht, dass sie sich bewusst erinnern wollen, dass das Wichtigste in unserem Leben die Gesundheit ist.

    Ich habe mir vorgenommen so Vieles zu schreiben und muss endlich damit beginnen zu berichten, über all die vielen Ereignisse in den letzten Jahren, über die Liebe, Affären, die Gesundheit, Chefs, Freunde, Hoffnung, Gott und das kleine Glück.

    Doch am meisten wünsche ich mir, dass es ganz viel Liebe in die Herzen der Menschen bringt.

    Rückblick 1999

    Ich hoffe sehr, dass Sie da draußen wenigstens einen guten Freund haben, dem Sie sich anvertrauen können. Ich hoffe, dass dieser Freund Sie dann auffängt.

    Denn meine Freunde haben es getan.

    Mein Leben hat viele Tiefen und Höhen und meine besten Freunde kennen diese Geschichten, haben diese zusammen mit mir erlebt, mich begleitet. Haben es oft nicht fassen können. Ich muss dazu sagen, dass ich ein sehr risikobereiter Mensch bin und dadurch habe ich wahrscheinlich mehr Erlebnisse als andere Menschen. Gute wie Schlechte.

    Mein traumatischstes Erlebnis war 1999. Ich trennte mich von einem Partner, der sich daraufhin so stark in seiner Ehre gekränkt fühlte, dass er Amok lief.

    Ich hatte beschlossen mich nach einem halben Jahr Partner-schaft von ihm zu trennen.

    Ich versuchte in einem ruhigen Gespräch, bei mir zu Hause, ihm meine Gedanken und meinen Wunsch der Trennung nahe zu bringen. Ich versuchte es ihm so diplomatisch wie möglich zu erklären.

    Doch er kam mit dieser Situation überhaupt nicht klar. Für ihn brach eine Welt zusammen.

    Seit meiner Ausbildung als Köchin bewahrte ich meine Profi-Messer in einem Messerblock in der Küche auf.

    Zuerst lief er in den Flur und sperrte meine Haustür und die Tür zum Wohn-/Essbereich hinter sich zu. Er steckte die Schlüssel in seine Hosentasche. Dann ging er in die Küche, nahm ein Messer mit einer 30 cm langen Klinge aus dem Messerblock, stürzte sich auf mich und hielt mir das Messer an den Hals. Ich fiel zu Boden und dann schrie er mich an, dass er mich umbringen würde, wenn ich nicht mit ihm zusammenbleiben würde.

    Ich hatte Todesangst! Es dauerte Stunden und er ließ nicht locker.

    Ich redete mit Engelszungen auf ihn ein, versuchte ihn zu beruhigen.

    Immer wenn ich in meinem Leben in Extremsituationen gekom-men bin, hat mein Kopf völlig klar und logisch funktioniert. Das ist mein Glück. Ich blieb völlig ruhig und versuchte auf ihn einzugehen.

    Ich versprach ihm, dass ich es mir noch einmal überlegen würde, wir über alles reden könnten.

    Er war groß, über 1,80 Meter, war kräftig und ich hatte unter ihm keine Chance. Seine Augen funkelten mich an und er war sehr aggressiv.

    Er packte mich an den Haaren, fuchtelte mit dem Messer permanent vor meinen Augen herum.

    Dann riss er mir die Kleider vom Leib und vergewaltigte mich.

    Nach dieser grauenvollen Tat musste er zur Arbeit gehen und

    verließ somit dann Gott sei Dank das Haus.

    Ich rief sofort meine Mutter im Büro an, berichtete ihr alles und sie ließ augenblicklich alles liegen und stehen und machte sich auf den Weg zu meiner Wohnung.

    Ich hatte Angst und wollte meine Wohnung verlassen. Horst, der Sohn meiner Nachbarn Lothar und Anna kam gerade ins Treppenhaus rein und sah mich an. Ich brach in Tränen aus und er fragte mich, was passiert sei.

    Ich erklärte ihm alles, und er bot sich an mich sofort zur nahegelegenen Polizeistation zu fahren.

    Aber zuerst fuhren Horst und ich mit dem Auto zum nahe-gelegenen Baumarkt und kauften ein neues Schloss, denn mein Ex- Partner hatte natürlich den Schlüssel mitgenommen.

    Meine Mutter war inzwischen aus dem Büro gekommen und wir warteten bis Horst das neue Schloss eingebaut hatte.

    Wir fuhren zur nächsten Polizeistation und ein Beamter nahm den Fall auf.

    Es kam zu einer Gerichtsverhandlung bei der mein Ex-Partner mit einer kleinen, lächerlichen Geldstrafe davon kam!

    Er verfolgte mich nach dieser Geschichte noch fast ein Jahr, aber die Polizeibeamten erklärten mir, dass sie nur eingreifen könnten, wenn ich wieder tätlich angegriffen werde.

    Ich wohnte teilweise bei Freunden. Meine Freunde haben mich daraufhin abwechselnd von meiner Arbeit abgeholt.

    Eine Auszeit hatte ich nicht. Ich habe an dem Wochenende, als es passierte, bei meinem damaligen Chef angerufen und ihm alles erzählt.

    Ich habe weder von ihm noch von meinen Kollegen, denen ich es erzählt hatte, Mitgefühl oder Verständnis erhalten! Der Betrieb musste weiter laufen, wenn da jeder mit seinen Privatproblemen ankäme!

    Die einzigen die mich in dieser Zeit aufgefangen und beschützt haben, waren meine Freunde und ein Polizist, der den Fall betreut hat. Von ihm bekam ich viele gute Ratschläge. Er hat mich daheim, am Tatort des Geschehens aufgesucht und sehr lange und ruhig mit mir gesprochen, mir gute Tipps und Verhaltensregeln gegeben. Er war sehr engagiert, und bis heute habe ich immer noch sporadisch Kontakt zu ihm.

    Er ist mir ein guter Freund geworden, den ich in meinen schlechten Tagen immer anrufen konnte und mit dem ich mich auch heute noch per Email austauschen kann. Er liebt seinen Beruf und gibt mir bis heute immer ein sicheres Gefühl.

    Er riet mir sechs Jahre lang, dass ich unbedingt eine Therapie machen müsste. Das erlebte, traumatische Ereignis könnte ich alleine nicht aufarbeiten.

    2004 bin ich dann zusammengebrochen. Es begann schleichend. Ich konnte mich nicht mehr konzentrieren. Alles war mir zuviel.

    Ich war mittlerweile nach Nordrhein Westfalen umgezogen, hatte einen neuen Partner und einen neuen Job. Nebenbei machte ich nach Dienstschluss noch ein Fernstudium.

    Der erneut stressige Job, die neue Partnerschaft, das Fern-studium und das nie bearbeitete Trauma zehrten an meiner Psyche und an meinem Körper.

    Nicht nur dass die Konzentration nachließ, es war mir schon zuviel mir morgens einen Kaffee zu machen.

    Noch dazu kam, dass ich morgens mit dem Auto 80 km zur Arbeit fahren musste.

    Eines Tages fuhr ich auf die Autobahn und die entgegen-kommenden Autos blendeten mich so sehr in meinen Augen, dass ich davon ganz nervös geworden bin. Ich fuhr auf den nächstgelegenen Rastplatz und machte eine kurze Pause.

    Ich wollte aber nicht zu spät in die Arbeit kommen und fuhr nach 5 Minuten weiter.

    Ich hätte auf eine andere Autobahn wechseln müssen aber ich verpasste die Anschlussstelle. Ich geriet in Panik. Ich fuhr wieder auf einen Rastplatz und rief meinen Freund an. Ich erzählte ihm tränenaufgelöst, dass ich mich nicht mehr auskennen würde und nicht mehr in die Arbeit finden würde.

    Ich hatte das Glück, dass er selbstständig war und sich seine Zeit frei einteilen konnte.

    Er kam an den Rastplatz gefahren, beruhigte mich erst mal und ich fuhr mit ihm zurück nach Hause.

    Für diesen Tag meldete ich mich krank.

    In den darauffolgenden Wochen war ich immer wieder völlig fertig, mein Körper fühlte sich schlapp an, ich hatte keine Energie mehr.

    Ich bekam Schlafprobleme, lag nächtelang wach.

    Eines Samstags ging ich in die Fußgängerzone und wollte etwas einkaufen.

    Ich wusste auf einmal nicht mehr wo ich mich befand. Ich hatte keine Ahnung mehr, welche Bahn oder Straße ich nehmen müsste um nach Hause zu kommen. Ich setzte mich mitten in der Fußgängerzone auf den Boden und weinte. Passanten kamen vorbei und fragten, ob sie mir helfen könnten.

    Ich sagte ihnen, dass mir schlecht sei und mich nur ein wenig ausruhen wollte. Ich rief wieder meinen Freund an und er kam und holte mich ab. Ich beschrieb ihm total umständlich wo ich mich befand. Ich nannte ihm die Namen der umliegenden Geschäfte und er machte sich auf den Weg.

    Dann kam Weihnachten und er meinte ich sei total überarbeitet und wir würden erst mal ein paar Tage nach Holland fahren, ein Ferienhaus mieten und ich müsste endlich einmal total abschalten.

    Als wir dort ankamen, freute ich mich auf eine schöne, ruhige Woche.

    Wir richteten uns im Haus gemütlich ein, ich legte mich ins Bett und wollte einfach nur noch schlafen.

    Mein Freund hat versucht mich zu wecken. Nach 8 Stunden Schlaf, nach 10 Stunden Schlaf, nach 12 Stunden Schlaf. Ich war so müde und erschöpft, dass ich einfach nicht mehr aufstehen konnte. Er machte mir liebevoll etwas zu Essen, brachte es mir ans Bett. Ich blieb auch am darauffolgenden Tag im Bett. Ich schlief und schlief.

    Am dritten Tag stand ich das erste Mal wieder auf, duschte und wir machten einen Spaziergang am Meer. Das tat gut.

    Ich fühlte mich aber immer noch nicht ausgeruht. Weihnachten verbrachte ich liegend auf dem Sofa am Kamin. Ich schlief wieder ununterbrochen.

    Nach einer Woche mussten wir zurück nach Hause fahren.

    Ich hatte noch Urlaub und fuhr auf Besuch zu meiner Mutter nach München.

    Dort angekommen schlief ich wieder ununterbrochen und dann beschloss ich endlich zum Arzt zu gehen.

    Von einer Bekannten bekam ich die Adresse des Arztes, der heute noch mein Hausarzt ist.

    Bei ihm brach ich dann endlich völlig zusammen und erzählte ihm alles was ich in den letzten Jahren erlebt und verdrängt hatte.

    Ich hatte ein Burn-Out Syndrom und außerdem ein Trauma.

    Er schrieb mir sofort eine Notfalleinweisung für eine Kur-Klinik mit Therapie.

    Ein paar Tage später erhielt ich ein Schreiben von einer Klinik am Chiemsee.

    Dort verbrachte ich 10 Wochen. Endlich kam ich zur Ruhe. Konnte mir alles von der Seele reden, konnte spazieren gehen, die Landschaft genießen.

    Ich dachte endlich zur Abwechslung nur an mich und nahm das Therapieangebot in allen Bereichen in Anspruch.

    Es war Balsam für meine Seele.

    Sommer 2005 und mein Seelenpartner

    Es war Sommer und ich habe meinen allerbesten Freund, den ich jemals in meinem Leben hatte, als Freund verloren. Unsere Wege haben sich nach 8 Jahren intensivster platonischer Freundschaft getrennt. Wenn es im Leben einen Seelenpartner gibt, dann ist er es. Wir hatten so unglaublich viele schöne Erlebnisse zusammen. Und dann war er auf einmal nicht mehr da, weil er sich entschieden hatte seinen persönlichen Weg, ohne seine beste Freundin weiter zu gehen. Wir hatten so viele schöne Momente zusammen, haben Ausflüge zusammen gemacht, in den besten Restaurants gegessen, liebten beide schnelle Autos, das Theater und die Natur.

    Doch das Besondere an unserer Freundschaft waren die stundenlangen Gespräche und Diskussionen.

    Das Austauschen der persönlichen Erfahrungen ob es sich nun um den geschäftlichen oder privaten Bereich handelte.

    Sein Leben plätscherte immer gleichmäßig und ruhig dahin, meines dagegen war gefüllt mit großer Spontaneität und Risikobereitschaft.

    Ich arbeitete in mehreren Bundesländern, bin dadurch oft umgezogen, habe mir meinen Jugendtraum erfüllt und bin ins Ausland ausgewandert um dort als Kinder-Animateurin zu arbeiten und um dort zu leben.

    Als ich nach Deutschland zurückkehrte hatte ich viele Erfahrungen in den unterschiedlichsten Branchen und Berufen gesammelt. Ich war immer bereit für neue Herausforderungen in meinem Leben.

    Es gab unzählige Abende in denen ich uns etwas gekocht habe, wir einen guten Rotwein, am liebsten einen Nobile de Montepulciano, zusammen getrunken haben und wir so in das Gespräch oder die Diskussion vertieft waren, dass wir oftmals erst spät nachts das erste Mal auf die Uhr schauten und es nicht glauben konnten, wie die Zeit vergangen war.

    Er war ein ganz besonderer Mensch für mich, weil ich ihm Hundertprozent vertrauen konnte. Er war immer für mich da und hat mir geholfen.

    Wir konnten über dieselben Dinge lachen, wir hörten am Liebsten die Dire Straits und sehr oft haben wir das gleiche Wort oder einen Satz zur selben Zeit gesagt.

    Er hat mich begleitet durch einige vorausgegangene Schick-salsschläge, die mein Leben sehr geprägt haben.

    11. Februar 2005 - Auszüge aus meinem Tagebuch -

    …soeben haben wir eines der schönsten Telefongespräche beendet, das ich gerne in Erinnerung behalten möchte. Und ein bisschen geschmeichelt fühle ich mich nun und finde es sehr schön, dass wir wieder einmal das gleiche Empfinden haben, dass es keinem von uns so leicht fallen würde dieses Land zu verlassen, weil wir ein anderes Jobangebot bekommen haben und den Anderen dann zurückzulassen würden. Ein sehr schönes Kompliment das mich bewegt hat. Ich danke Dir dafür.

    Als wäre es gestern gewesen...

    Ein hektischer Tag neigte sich dem Ende zu. Ich verteilte die letzte Post und sprach mit meiner Kollegin Paula über das bevorstehende Wochenende. Ich hatte einer Freundin versprochen auf ihr Baby aufzupassen und das Wochenende bei Ihr zu verbringen. Wieder einmal hatte ich mich überreden lassen.

    Paula erzählte mir, dass sie dieses Wochenende ein Gartenfest vorbereiten müsste, dazu aber keine Lust hätte. Ihr Mann wollte den Abschluss zum Landschaftsgärtner feiern. Es kämen so viele Leute die sie nicht kennen würde und sie wäre viel lieber alleine am Wochenende. Wir zwei Frauen tauschten uns aus und Paula lud mich spontan ein mit ihnen gemeinsam zu feiern. Das freute mich sehr und ich stimmte zu.

    Ich konnte zum Glück meinen Babysitterdienst kurzfristig absagen.

    Freitagnachmittag fuhren wir gemeinsam vom Büro aus mit dem Auto zum Kindergarten, um Lucy, die Tochter von Paula, abzuholen. Wir saßen fröhlich im Auto und fuhren aus der Stadt zu einem kleinen Ort, in eine kleine abgelegene Siedlung. In einer Seitenstrasse in dem das Haus, mit einem wunderschönen Garten, das den Eltern von Paula gehörte stand.

    Wir bereiteten einige Salate vor, doch Lucy begann sich zu langweilen. Wie gut, dass die Großeltern ein paar neue Straßenmalkreiden besorgt hatten.

    Ich sagte Lucy, dass wir die Farben gleich ausprobieren würden.

    Ich lag also mit Lucy auf der Straße. Es war ein herrlicher warmer Sommertag, dieser 17. Juli und ich hatte noch keine Gelegenheit gehabt mich umzuziehen. Mein Blazer hing über dem Gartenzaun und meine weiße Bluse zeigte erste Kreide-spuren. Es war heiß auf dem Asphalt. Völlig in Gedanken lag ich auf der Strasse und malte mit Lucy viele schöne Bilder.

    Ich hörte von weitem ein Auto kommen. Lucy sprang zur Seite doch ich nahm den Wagen erst wahr, als dieser kurz vor mir anhielt. Ich verlor keinen Blick, aber ich hörte wie jemand

    ausstieg und zum Kofferraum ging. Ich nahm wahr wie Getränkekisten ausgeladen wurden und dass Paula mit jemandem sprach. Erst jetzt sah ich, dass es sich bei dem Wagen um einen Audi handelte. Meine Lieblingsautomarke.

    Endlich stand auch ich von der Strasse auf und im nächsten Augenblick stellte meine Kollegin uns einander vor.

    Belinda das ist Maurice, Maurice das ist Belinda.

    Wie viele Sekunden es waren kann ich nicht mehr sagen.

    Sekunden, in denen ich wusste, dass mein Seelenpartner vor mir stand. Sekunden in denen ich nichts sagen konnte. Sekunden, die mir wie Minuten vorkamen, in denen wir uns in die Augen gesehen haben und ich dachte, dass ich mich gleich darin verliere. Sekunden in denen man nichts sagen kann! Sekunden später in denen man denkt: Wie sehe ich aus (die Frisur, die Bluse voll mit Kreide….)? Ist es ein Traum? Was war passiert?

    Ich weiß heute nicht mehr wie viele Menschen auf dem Gartenfest gewesen sind, wann die meisten gegangen sind, was es zu Essen gab, außer meinem Steak, das ich mit einem Vegetarier geteilt habe! Ich kann mich aber an unsere Gespräche erinnern, dass wir Rotwein getrunken haben, dass wir am Lagerfeuer in Korbstühlen saßen. Ich kann mich an

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