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Eine Leiche zum Lunch
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eBook210 Seiten2 Stunden

Eine Leiche zum Lunch

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Über dieses E-Book

London 1887 - Ein Koffer mit einer zerstückelten Frauenleiche, zwei Ermittler, die unterschiedlicher nicht sein können.
Lady Celeste Montgomery, erste weibliche Pathologin des Scotland Yard, und Detective Inspector Archibald Primes werden unfreiwillig zu Partnern gemacht.
Mit Charme und Witz begeben sich die beiden ungleichen Kriminalisten auf Mörderjagd.
SpracheDeutsch
Herausgeberepubli
Erscheinungsdatum13. Juli 2016
ISBN9783741831263
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    Buchvorschau

    Eine Leiche zum Lunch - Thomas Riedel

    Eine Leiche zum Lunch

    Ein Fall für Montgomery und Primes

    Kriminalroman

    von

    Susanne Danzer & Thomas Riedel

    Bibliografische Information durch

    die Deutsche Nationalbibliothek:

    Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet diese Publikation in der Deutschen Nationalbibliografie; detaillierte bibliografische Daten sind im Internet über

    http://dnb.de abrufbar

    1. Auflage

    Covergestaltung:

    © 2016 Buchcoverdesign: Sarah Buhr - www.covermanufaktur.com

    unter Verwendung von Bildmaterial von:

    ventdusud /www.shutterstock.com

    Impressum

    Copyright: © 2016 Susanne Danzer & Thomas Riedel

    https://www.facebook.com/MontgomeryPrimes

    Druck und Verlag: epubli GmbH, Berlin, www.epubli.de

    Für Moni Kaspers

    »Aber die Zeiten vergehn,

    es vernarben die Wunden,

    und arglos über die Stätten des Mords

    wandelt ein junges Geschlecht.«

    Emanuel Geibel (1815-1884)

    Der alte Godric Henderson lümmelte sich in einer Ecke vor dem Zeitungskiosk im Bahnhof Paddington, an der Kreuzung Bishop’s Bridge Road und Praed Street herum. Er hatte noch einen warmen Schluck Whisky in seinem Flachmann, nippte daran und verzog das Gesicht ob des schalen Geschmacks. Er interessierte sich in keiner Weise für die architektonischen Detailarbeiten des 1854 eröffneten Hauptgebäudes, das von den Zeitungen hochgelobt wurde. Er konnte diesem Tamtam um das Gebäude allerdings nichts abgewinnen. Gemäuer war Gemäuer.

    Henderson konnte man nicht unbedingt als hübschen Mann bezeichnen. Trotz seiner Hasenscharte war er auch nicht hässlicher als viele andere. Er hatte jedoch etwas an sich, wofür er in sentimentalen Stunden seinen Eltern, die er nie kennengelernt hatte, dankbar war: Er besaß die Fähigkeit unauffällig zu sein. So unscheinbar, dass sich keiner an ihn zu erinnern vermochte. Ein Umstand, der ihm bei seinem Beruf alles andere als hinderlich war.

    »Nur vierzig Penny …«, flüsterte ihm ohne jede Vorwarnung eine verbrauchte weibliche Stimme von hinten zu, der Geruch von Knoblauch und billigem Fusel senkte sich bis auf Hendersons Magengrund.

    »Wofür?«, fragte er abweisend zurück und wandte den Kopf ein Stück herum.

    »Für ein Mädchen … jung und unverbraucht«, raunte sie. »Sie ist gerade erst sechszehn geworden. Ein hübsches Ding. Jungfräulich und gesund. Sie wären der Erste. Das sollten Sie sich nicht entgehen lassen.«

    »Lass mich in Ruhe, Alte!«

    Die Frau mit der Alkoholfahne rückte näher an ihn heran.

    »Ich sage dir, die ist nicht so wie die anderen, die ist aus gutem Haus. Sauber und süß. Hat noch alle Zähne. Sie will etwas verdienen …«

    »Ich brauche kein Mädchen, und wenn ich eines will, dann suche ich es mir selbst! Hau ab!« Er machte eine abwehrende Handbewegung, um sie zu verscheuchen.

    Die Frau murmelte etwas vor sich hin, was er nicht verstand und bekam plötzlich einen weinerlichen, klagenden Ton in ihre Stimme: »Dann schenk‘ mir doch wenigstens eine Zigarette«, bettelte sie ihn an. »Du hast bestimmt welche. Der Herr soll es dir tausendfach vergelten.«

    Henderson fasste in seine Hosentasche und angelte ein zerknülltes Etwas hervor, das einmal einer Zigarette ähnlich gesehen haben mochte, jetzt nur noch schwerlich als solche zu erkennen war. Es war die letzte, die er bei sich hatte. Mit spitzen Fingern hielt er sie rückwärts über seine Schulter, nur um die Frau endlich loszuwerden.

    »Danke, mein Freund«, hauchte sie und wieder umgab ihn eine Welle von Knoblauch, schlecht gepflegten Zähnen und Fusel. »Du brauchst nicht gleich grob zu mir zu werden, wenn ich dir ein Angebot mache«, fügte sie hartnäckig hinzu. »Ich hatte eben den Eindruck, dass du ein Mädchen brauchst. Du wirkst ganz schön angespannt. Wollte nur dein Bestes. Deshalb braucht niemand ruppig zu werden. Schließlich sind wir doch alle nur arme Schlucker, die mit sich nichts Vernünftiges anzufangen wissen …«

    »Geh‘ doch endlich, du altes Weib!«, grollte er.

    »Ja, ja, ich gehe ja schon … ich gehe ja schon … ich gehe ja . . .«

    Ihre Stimme summte noch eine ganze Weile in Hendersons Ohren. Er wandte sich halb der Frau zu und sah sie mit unsicheren Schritten auf ein weibliches Wesen zuwanken, das ungefähr so reizvoll wie ein Klavierbein war, an dem der Lack abzublättern begann.

    Das soll wohl ihre Sechzehnjährige aus gutem Haus sein. Er schüttelte ungläubig den Kopf.

    Henderson wandte sich wieder ab.

    Gewiss, dachte er, alles arme Schlucker, aber vielleicht gehöre ich nicht mehr lange dazu. Fügte er voller Vorfreude in Gedanken grinsend hinzu.

    Seine kleinen, aus schmalen Sehschlitzen schießenden Wieselaugen, deren Farbe in Strafkarten und Entlassungspapieren von Dartmoor und Wandsworth immer wieder anders angegeben wurde, weil sie kaum zu definieren war, diese Augen hefteten sich wieder auf einen Punkt, wie sie es schon vorher getan hatten, ehe die Frau mit ihrem Vierzig-Penny-Angebot gekommen war.

    Der Punkt war eigentlich ein Rechteck. Ein, wie er fand, sogar recht ansehnliches Quadrat, und dem Anschein nach neu, funkelnagelneu.

    »Wer mit einem solchen Koffer auf Reisen geht«, sagte er leise zu sich selbst und rieb sich die Hände voller Vorfreude, »der wird kaum Altwaren darin herumtragen.«

    Er war sich sicher, dass im Inneren etwas Wertvolles zu finden war, das sich hoffentlich gut zu Geld machen ließ, und je länger er den Koffer betrachtete, desto sicherer war er sich in dieser Annahme. Sein Hehler würde sich freuen.

    Außerdem erinnerte ihn die Farbe des Gepäckstücks an etwas. An eine Zugreise, bei der ihm Elizabeth, seine alte Flamme, wegen eines gewöhnlichen Straßenmädchens aus Eifersucht zwei Zähne ausgeschlagen hatte. Unwillkürlich musste er lächeln. Es lag schon Jahrzehnte zurück und doch entsann er sich daran als sei es gestern gewesen.

    Seit einer Viertelstunde lungerte er nun hier herum und umkreiste mit seinen Pupillen diesen wertvollen Lederkoffer.

    Selbst bei seinem, durch jahrelange Übung, stark ausgeprägten Misstrauen hatte er keinen Menschen in der Bahnhofshalle entdecken können, der irgendwelche Besitzrechte auf den Koffer auch nur ansatzweise erhoben hätte, sei es durch einen gelegentlichen Blick oder durch eine Bewegung.

    Es konnte gar nicht anders sein: Der Koffer war herrenlos. Er spürte dies mit dem unfehlbaren Instinkt eines begabten und am Leben gereiften Diebes. Nun, wenn es keinen Besitzer gab, dann würde er sich des armen Gepäckstücks annehmen.

    Eine gewisse Erregung hatte ihn gepackt. Es schien einer jener Glücksfälle zu sein, den man sich selbst im Gefängnis nur an Feiertagen erzählte: Der Koffer war von jemandem vergessen oder absichtlich zurückgelassen worden.

    Konnte es sein, dass ihn jemand hier deponiert hatte, um in der Nähe etwas zu erledigen? Dann würde Derjenige wiederkommen, sobald er sein Vorhaben durchgeführt hatte. Henderson war unsicher. Es ärgerte ihn, denn je länger er wartete, desto geringer wurde seine Chance, die Beute in die Finger zu bekommen.

    Außerdem war da der hochaufgeschossene Bobby, der alle sechs bis sieben Minuten durch die Halle schlenderte, gelangweilt stehenblieb, seinen Blick gewichtig über die Menschenmenge schweifen ließ und sich dann wieder auf seinen Rundgang begab. Der Mann schien auf etwas herumzukauen, und pflegte seine mahlenden Kieferbewegungen, die Henderson stark an ein Rindvieh erinnerten, nur zu unterbrechen, wenn ein anderer Yardbeamter in Zivil oder eine respektable Person die Bahnhofshalle durchschritt. Dann zog er seinen Bauch ein, straffte sich und verschränkte die Hände würdevoll hinter dem Rücken.

    Henderson begann zu rechnen. Er kam zu dem Schluss, dass der wiederkäuende Bobby genau dreieinhalb Minuten nach seinem letzten und vor seinem nächsten Auftritt am weitesten vom Fundort entfernt sein musste.

    Das war der richtige Augenblick. Genau dann musste er zuschlagen.

    Der Anblick des ledernen Koffers stimmte ihn so gut gelaunt, dass er dem kugelrunden Reisenden, der sich unmittelbar neben ihm eine Zeitung kaufte, mit einer altbewährten Bewegung flinker Finger die Zigarettenpackung aus der Jackentasche zog und sich gemütlich eine davon anzündete.

    Das Rindvieh, wie er den Bobby, in einem Anfall von staatsbürgerlicher Respektlosigkeit, inzwischen nannte, trat eben erneut durch die Schwingtür.

    Henderson warf einen Blick auf die große Uhr in der Halle.

    Dreizehn Minuten vor neun Uhr.

    Immer noch stand der Koffer unberührt an seinem Platz, nur knapp neben einem Fahrkartenschalter und schien ihn geradezu anzuflehen sich seiner anzunehmen.

    Wieder kam ein kurzer Zweifel auf. Hatte vielleicht der Schalterbeamte ein Auge auf den Koffer? Möglicherweise bat ihn der Besitzer darum, um seinen Erledigungen, ungehindert von einem sperrigen Gepäckstück, nachzugehen. Womöglich war er nur kurz um die Ecke, um sich noch Irgendetwas für die Reise zu besorgen, wo immer sie ihn hinführen mochte.

    Er verwarf diesen Gedanken sofort wieder. Nein, das konnte nicht sein, denn dann hätte der Fahrkartenverkäufer längst einmal einen Blick darauf werfen müssen. Nein, nein, das war seine Sternstunde. Diesmal konnte nichts schiefgehen.

    Der Bobby bewegte sich zur Schwingtür hinaus, um seine Runde von neuem zu beginnen. Henderson schmunzelte. Sogar in dessen Bewegungen schien sich das Wiederkäuen bemerkbar zu machen, was sich an seinem breitbeinigen, wiegenden Gang zeigte.

    Er spürte die aufkommende Nervosität, die jeden Schauspieler vor dessen Auftritt befällt, in seinen Gliedern. Er knackte mit den Knöcheln seiner Finger, um diese zu lockern und geschmeidig zu machen. Es war ein angenehmes Gefühl, das ihm Schwung verlieh und die letzten Hemmungen nahm, die, wie er sich eingestehen musste, bisweilen immer noch ihr Unwesen in seinem Inneren trieben. Glücklicherweise nur selten und in zunehmendem Alter immer weniger. Er liebte diesen Moment der Vorfreude.

    In elf Minuten wurde es neun Uhr.

    Er warf seine Zigarette zu Boden und trat sie beiläufig aus. In einem Anfall plötzlicher Dankbarkeit an das Schicksal tat er etwas, was er noch nie in seinem Leben getan hatte: Er steckte dem kugelrunden Reisenden, der in seiner Zeitung las, die Zigarettenpackung wieder zurück in die Jackentasche. Gerade rechtzeitig, denn im nächsten Augenblick fasste der Mann danach und steckte sich eine der runden langen, filterlosen Dinger in den Mund.

    Der Zeiger der Uhr war eine Minute vorgerückt.

    Hendersons Bewegungen wurden mit einem Mal gleitend. Mit der Ruhe eines selbstbewussten Meisters löste er sich von seinem sicheren Standort neben einer Säule, an die er sich gelehnt hatte, und überquerte mit klackernden Schritten, die die Absätze seine Schuhe verursachten, die Halle.

    In der Mitte hielt er noch einen Augenblick inne, so als sähe er sich nach einem Gepäckträger um, bevor er weiterpirschte, wie ein Weidmann auf der Jagd nach einem Hirsch.

    Dann schritt er, nachdem sein Bemühen scheinbar erfolglos war, geradewegs auf seine Beute zu. Mit Mühe verkniff er sich ein fröhliches Pfeifen, das bereits über seine Lippen kriechen wollte, denn es hätte ihn gar zu verdächtig gemacht.

    Mit der Miene eines Mannes aus der Provinz, der im Gewirr der Großstadt etwas unbeholfen war, trat er an den Fahrkartenschalter heran und fragte, fast stotternd:

    »Wann geht der Nachtzug nach Edinburgh?«

    »Wenn Sie nach Edinburgh wollen, würde ich Ihnen raten, vom Zentralbahnhof zu fahren. Hier kommt kein Zug dorthin durch.«

    »Ich dachte es mir«, nickte er freundlich. »Das werde ich wohl machen, wenn ich nach Schottland kommen will. Ich habe nur noch einiges zu erledigen. Ich danke Ihnen, Sir. Vielen Dank für Ihre Freundlichkeit.«

    Damit fasste er wie selbstverständlich nach dem Koffertragegriff, hob in an und ging davon.

    Der Schalterbeamte lächelte unverbindlich und wandte sich dem nächsten Fahrgast zu, der mit einigen Wünschen seine Aufmerksamkeit verlangte.

    Henderson fielen zwei Dinge auf, während er sich zielstrebig dem Ausgang zuwandte: Erstens, dass der Koffer verdammt schwer war und ihm ganz schön zu schaffen machen würde. Das Zweite war, dass er etwas zu spät mit der Aktion eingesetzt hatte, weil ihm der Trick mit der Auskunft erst auf dem Weg eingefallen und es zudem ein wenig stümperhaft ausgeführt worden war. Sein schauspielerisches Können schien ein wenig eingerostet zu sein.

    Jedenfalls zeigte der Zeiger der Uhr bereits auf acht Minuten vor neun Uhr morgens.

    In etwa einer Minute, höchstens eineinhalb, wenn er Glück hatte, musste das Rindvieh wiederkommen.

    In der Ausgangstür stieß er mit einer älteren Dame zusammen, deren exquisite Kleidung nicht ganz zu ihrem Vorstadtdialekt passte, mit dem sie ihn für seine Ungeschicklichkeit wüst beschimpfte, während sie ihren ins Rutschen gekommenen übertrieben großen Hut, wieder in die korrekte Position brachte.

    Von Sekunde zu Sekunde wurde der Koffer schwerer, sodass es ihm beinahe den Arm aus der Schulter zu kugeln schien.

    Henderson brach der Schweiß aus, seine Stirn glänzte und seinen mittlerweile feuchten Handflächen, drohte der glatte Griff des Koffers zu entgleiten.

    Für ihn erwies sich, wovon er überzeugt war, dass heute sein Glückstag war. Eine freie Kutsche kam herausfordernd auf ihn zu, als hätte der Lenker ausschließlich auf ihn gewartet.

    Er brauchte die Linke nur ein wenig anzuheben und der Kutscher hielt die Pferde an, sprang vom Bock, ließ ihn einsteigen und verstaute den Koffer, mit einem angestrengten Schnaufen, hinten, auf der dafür vorgesehenen Gepäckablage, ehe er wieder aufstieg.

    »Wohin?«, fragte der Mann.

    »Wie bitte?«

    »Wohin wollen Sie, Sir?«, wiederholte der Kutscher.

    »Hmm … Soho, Foley Street, das letzte Haus rechts.«

    Er rief es ihm zu, ohne seinen Kopf aus dem Fenster zu halten, denn er hatte ein paar aufgeregte Leute entdeckt, von denen jetzt einer hektisch auf die Kutsche deutete. Der Fahrer ließ die Pferde antraben, als der Bobby zu der Gruppe trat, um den Grund für die Aufregung zu erfahren.

    Und dann ging es sehr rasch.

    Keine Minute später setzte sich eine weitere Kutsche in Bewegung, die ihnen folgte.

    »Machen Sie schneller!«, rief Henderson dem Mann auf dem Kutschbock zu.

    »Ich weiß nicht, ob ich nicht lieber stehenbleibe und die Herren frage, was sie von Ihnen wollen, Sir!« gab er zurück, nachdem er einen Blick hinter sich geworfen hatte.

    »Das könnte ich Ihnen sagen, wenn ich Zeit hätte!«, erwiderte Henderson patzig und ließ sich rasch eine Schauergeschichte einfallen. »Ich bin Privatdetektiv, obwohl ich Ihnen das eigentlich nicht sagen dürfte, wegen der Geheimhaltung. Die Herren dahinten haben es auf mein Gepäck abgesehen, in dem ich alle Indizien mitführe, die ihre Schandtaten aufdecken werden! Beweise, die mehr als brisant sind und die umgehend zu meinem Auftraggeber gelangen müssen. Deshalb ist eine Verzögerung unerwünscht und kann von mir nicht hingenommen werden.«

    Die Verfolger holten etwas auf.

    »Können Sie sich ausweisen, Sir?«, fragte der Kutscher, dem die Geschichte so noch nicht ausreichte.

    »Sicher!«, rief er mit gespielter Empörung. »Wenn wir die Bande losgeworden sind,

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