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Die kühne Fahrt der "Deutschland": Im Handels-U-Boot von Bremen bis Baltimore und zurück.
Die kühne Fahrt der "Deutschland": Im Handels-U-Boot von Bremen bis Baltimore und zurück.
Die kühne Fahrt der "Deutschland": Im Handels-U-Boot von Bremen bis Baltimore und zurück.
eBook110 Seiten

Die kühne Fahrt der "Deutschland": Im Handels-U-Boot von Bremen bis Baltimore und zurück.

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Über dieses E-Book

Im Handels-U-Boot von Bremen bis Baltimore und zurück. Veröffentlicht nach Aufzeichnungen eines Augenzeugen. Der Autor beschreibt ausführlich die Geschichte eines für den Frachtverkehr konzipierten U-Bootes. Neben U-Deutschland gab es noch U-Bremen. Mit der Planung und Umsetzung des Vorhabens betrat man völliges Neuland und so mussten schließlich Schwierigkeiten und gewaltige Herausforderungen bewältigt werden.
SpracheDeutsch
Herausgeberepubli
Erscheinungsdatum26. Okt. 2017
ISBN9783745035940
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    Buchvorschau

    Die kühne Fahrt der "Deutschland" - Artur Brehmer

    Die kühne Fahrt der „Deutschland"

    Im Handels-U-Boot von Bremen bis Baltimore und zurück.

    Auf Grund authentischen Materials und Mitteilungen eines Teilnehmers.

    von

    Artur Brehmer

    ______

    Erstmals erschienen bei:

    Berthold Siegmund G. m. b. H., Berlin, 1916

    __________

    Vollständig überarbeitete Ausgabe.

    Ungekürzte Fassung.

    © 2017 Klarwelt-Verlag

    ISBN: 978-3-96559-067-0

    www.klarweltverlag.de

    Inhaltsverzeichnis

    Titel

    H.=U.

    Zum Geleit!

    Das U-Boot und seine Geschichte.

    Das Handels-U-Boot.

    Die Männer des Gedankens und die Männer der Tat.

    Vorbereitungen zur Fahrt.

    Die „Deutschland".

    An Bord.

    Die Vorbereitungen in Amerika.

    Wie die „Deutschland" in Baltimore einfuhr.

    Begegnung auf See.

    Was Kapitän König erzählt!

    Ein Intermezzo auf dem Grunde des Meeres.

    Die Stimme der Welt.

    Machenschaften.

    Die Ausfahrt aus der Chesapeakebai.

    Auf der Rückfahrt.

    Die Rückkehr der „Deutschland".

    Das glückhafte Schiff.

    Nachwort.

    H.=U.

    Über den Wellen machen wir streitig,

    Albion, dir die Herrschaft und Macht;

    Unter den Wellen hat unser Können

    Uns die alleinige Herrschaft gebracht.

    Unsere Flagge weht auf dem Meere,

    Unter dem Meere zieht unser Geist,

    Der sich kühn in den Werken des Krieges,

    Herrlich in denen des Friedens erweist.

    Sieh, unsre Boote, die tauchenden, schnellen,

    Pirschen an deine Riesen sich an,

    Zwingen sie nieder zum Grunde des Meeres,

    In des Todes gewaltigen Bann.

    Und sie durchbrechen die Netze der Tücke,

    Die du, gleich Fallen, ihnen gelegt:

    Deutscher Geist ist’s, der durch die Wässer

    Sie nach den fernen Gestaden hin trägt.

    Deutscher Geist ist’s, der sie ersonnen,

    Deutscher Geist ist’s, der sie bemannt

    Und die friedliche Brücke des Handels

    Jetzt durch die Wasser des Ozeans spannt!

    Über den Wellen machst du uns streitig,

    Heut noch „vielleicht", die Herrschaft und Macht,

    Unter den Wellen hat unser Können

    Längst uns zu deinem Herrn gemacht!

    Zum Geleit!

    ie Märchen von gestern sind die Wahrheiten und Wirklichkeiten von heute. Keine Zeitepoche jedoch hat uns den Märchenhaftigkeiten, die sehnsuchtsgleich in der Seele der Menschheit gelebt und geschlummert haben, näher gebracht, als die, in der wir jetzt leben. Alle Träume der Welt scheinen heut in Erfüllung zu gehn. Wir sind die Herren der Erde, wir die Gebieter der See, wir die Beherrscher der Lüfte. Ja. selbst die geheimnisvollen Wellen des Äthers haben wir zum Teil schon in unsere Dienste gezwungen. Der Weltengeist hat die Erde erfüllt: unser Wünschen wurde zum Denken, unser Denken zum Schaffen, unser Schaffen zum Schöpfen. Wir haben die Erde umspannt und in eiserne Fesseln geschmiedet. Wir haben die für Äonen zusammengeschweißten Teile der Welt voneinander getrennt, uns neue Wege zu bahnen und die alten zu kürzen. Wir haben das Schwingen der Wellen im Raum über uns, zu Schwingen des Wortes gemacht, das über die Erde und über den Ozean fliegt und uns mit jeglichem Punkte des Erdballs verbindet. Wir haben die Lüfte zum Weltmeer gemacht, das unsere Schiffe und Kreuzer befahren, und haben die Tiefen der See uns als Brücken des Weltverkehrs erobert. Wir haben Gigantengedanken des Friedens in die titanische Kriegszeit gezwängt, und aus der Sintflut des Krieges, von ihm und seinen Nöten geboren, tauchte das U-Boot des Handels, gleich einem Symbol, gleich einer Arche empor, das Heck unvergänglich mit Palme und Ölzweig und Lorbeer geziert, die — eine neue Gallion den deutschen Adler umgibt!

    Das U-Boot und seine Geschichte.

    Fliegen und tauchen!

    Hoch in die Lüfte fliegen, dem Adler gleich und noch höher! Tief in die See hinab tauchen wie die flinken Leiber der Haie und Fische! Die Ätherhöhen atmen und die Welt überblicken, sich selber wiegend zwischen Sonne und Erde! Hineindringen in die dunklen Abgrundtiefen des Meeres und so die gewaltige Welt seines Rätsellebens enthüllen. Delphingleich auf seinen Fluten sich tummeln und in seine Fluten sich stürzen, das waren die großen Jahrtausendträume der Menschheit. Unserer Zeit war es vorbehalten, sie beide uns zu erfüllen. Immer schon finden wir Spuren vom Hauche dieser Erfüllung. Für den Flug, von Ikaros an, bis zu Lilienthal, bis zu den Wrights und den Helden unserer jetzigen Flüge, den großen unsterblichen Helden der Luft. Aber auch das Tauchboot, das ein neues Weltproblem uns erfüllt hat, können wir weit, weit zurückverfolgen in Geschichte und Sage. Von Laotse, dem heiligen Manne, berichten die alten chinesischen Schriften, er sei, um in voller Abgeschiedenheit, nicht nur von den Menschen, sondern vom ganzen Leben getrennt, nachsinnen zu können, in eine Kugel gestiegen, in der er sich auf den heiligen Grund des Wei-Flusses hinabließ. Hier blieb er so lange, dass er das Aufgehen der Sonne achtundachtzig, mal nicht mit ansah, dann aber tauchte er wieder empor und entstieg, tiefer, neuer, aus sich selbst geschöpfter Weisheit voll, von allen verehrt, der geheiligten Kugel. In dem großen chinesischen Religionsstifter müssten wir also im Grunde den Vater des Tauchbootes sehen, und im Fakirismus, der nicht nur in der indischen Welt, sondern auch in der chinesischen und der japanischen seinen Boden hat, den Schöpfer des großen Unterseebootgedankens.

    Ein Jahrtausend lang ist es dann ziemlich still von dem Tauchen.

    Nur die Dichter träumen noch weiter davon, denn das Träumen ist ihr Beruf.

    Im vierzehnten Jahrhundert aber finden wir in der Chronik eines deutschen Schreibers eines Bootes Erwähnung getan, in dem „ein seltsamer Mann nach seinem Belieben auf dem Wasser dahinfahren konnte, wie es einem Boote Wohl ansteht, mit ihm aber auch in die Tiefe versinken konnte, ohne dass ihm solches an seinem Leibe im geringsten geschadet hätte, also dass er in ihm, unter dem Wasser wohl an die achtzehn Tage vergnüglich lebete und dann wieder emporkam".

    Auch Meister Lionardo da Vinci, der sich, wie man weiß, mit allen Problemen der Welt und des Lebens befasste, und der Lösung manch eines sehr nahe kam, hat uns Zeichnungen und Grundrisse von Booten hinterlassen, die durch das Einlassen von Wasser bis auf den Grund des Meeres versinken und durch das Auspumpen desselben sich wieder heben sollten.

    Diese Boote hatten die Gestalt eines Fisches und Flossen wie dieser, die dann von innen durch eine Kurbel bewegt wurden; und in diesen Schiffen sah der Meister, der alles Wissen seiner Welt in sich vereinte, nicht nur eine große Ergötzlichkeit, sondern auch eine gewaltige Waffe gegen die immer mächtiger werdenden Flotten der sich befehdenden Völker und Republiken.

    Ein wirkliches Unterseeboot baute aber doch erst Cornelius Drebbel, der 1624 mit seinem von ihm erfundenen und von ihm erbauten Wunderschiff die Themse von Westminster bis Greenwich unter Wasser befuhr, „also dass man vermeinte, er sei mit dem leibhaftigen Satan im Bunde".

    Diese Befürchtung, „die nicht ohne weiteres von der Hand zu weisen war", machte denn auch seinen Versuchen ein vorzeitiges und unrühmliches Ende, denn er selber musste sein Boot unter Anrufung Gottes vernichten.

    Fast 180 Jahre später baute wieder ein Engländer, baute David Bushnell ein Boot, das bestimmt war, nicht nur unter Wasser zu fahren, sondern auch an dem Boden eines feindlichen Schiffes eine Höllenmaschine anzubringen, die es nach einer bestimmten Zeit in die Luft fliegen ließ.

    „Und damit Ben Akiba, der behauptet hat, es sei alles schon dagewesen, auch in Sachen des U-Bootes recht behalten soll, sei auch des Fultonschen Unterseebootes Erwähnung

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