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Nachhaltigkeit würde der Liga guttun: Wie der Profifußball positiven Einfluss auf Gesellschaft und Umwelt nehmen kann

Nachhaltigkeit würde der Liga guttun: Wie der Profifußball positiven Einfluss auf Gesellschaft und Umwelt nehmen kann

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Nachhaltigkeit würde der Liga guttun: Wie der Profifußball positiven Einfluss auf Gesellschaft und Umwelt nehmen kann

Länge:
236 Seiten
1 Stunde
Herausgeber:
Freigegeben:
22. März 2022
ISBN:
9783754962039
Format:
Buch

Beschreibung

Nachhaltigkeit ist mittlerweile auch im Profifußball angekommen. Allerdings nimmt dieses Thema bei den meisten Clubs noch immer keinen hohen Stellenwert ein. Genauso fehlt bisher ein umfassendes Konzept, das sowohl die ökologische, die ökonomische als auch die soziale Säule der Nachhaltigkeit abdeckt.

Dieses Buch soll Ihnen die Möglichkeit geben, den eigenen Verein auf das Thema Nachhaltigkeit hin abzuklopfen und gegebenenfalls Dinge kritisch zu hinterfragen. Es werden konkrete Vorschläge unterbreitet, wie die Liga in Zukunft nachhaltig agieren und positiven Einfluss auf Gesellschaft und Umwelt nehmen kann. Aber auch das Fanverhalten in Bezug auf Nachhaltigkeit beim Fußballschauen wird ausführlich reflektiert.
Herausgeber:
Freigegeben:
22. März 2022
ISBN:
9783754962039
Format:
Buch

Über den Autor


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Buchvorschau

Nachhaltigkeit würde der Liga guttun - Christoph Kessel

Einleitung

Fußball und Nachhaltigkeit sind zwei Begriffe, die weltweit an Bedeutung gewinnen. Fußball ist wahrscheinlich die Sportart, die in den meisten Ländern rund um den Globus gespielt und verfolgt wird, sei es im Stadion, vor dem Fernseher, in der Kneipe, unterwegs auf dem Smartphone oder zufällig beim Straßenkick um die Ecke. Das Spiel mit dem Ball fasziniert uns Menschen unabhängig von Geschlecht, Religion, Einkommen und Weltanschauung.

Nachhaltigkeit ist wahrscheinlich der Schlüssel, um in Zukunft überhaupt noch Fußball schauen zu können, schließlich steht die Welt vor gravierenden Herausforderungen. Gerade die Klimaproblematik ist durch die Pandemie ein wenig aus dem Fokus geraten, da Covid-19 in den letzten beiden Jahren weltweit die Schlagzeilen dominiert hat. Trotzdem sind die Bekämpfung des Klimawandels, der Schutz der Umwelt und ein faires Miteinander langfristig die wichtigen Themen, die global anzugehen sind.

Ein auf Nachhaltigkeit ausgerichtetes Agieren des Fußballs, insbesondere der Profivereine, aber auch der Verbände, kann für viele Menschen ein Vorbild sein. Einer Studie des Beratungsunternehmens McKinsey zufolge achten bereits drei Viertel aller deutschen Verbraucher:innen beim Einkauf auf die Nachhaltigkeit der Produkte.¹ Das Thema ist mittlerweile in der Gesellschaft angekommen. Daher ist auch anzunehmen, dass sich immer mehr Fußballfans mit dem Thema Nachhaltigkeit beschäftigen.

Natürlich gibt es nicht den Fan an sich. Allerdings identifizieren sich viele Fans mit einem Club und investieren oftmals sehr viel Zeit und Geld in ihr Hobby. Im Unterschied zu anderen Freizeitbeschäftigungen wirken Fans direkt auf das eigene Steckenpferd, den geliebten Verein, ein. Die breite Mehrheit der Fans würde von sich auch nicht behaupten, Kunde zu sein. Fans des eigenen Vereins zu sein, legt eine wesentlich größere Bindung nahe. Im besten Fall möchten sich Fans im eigenen Verein einbringen. Das ist trotz Ausgliederung der Profimannschaften in der Männer-Fußballbundesliga in den meisten Clubs bis heute möglich. Unabhängig davon haben Fußballfans Ansprüche an den eigenen Verein. Diese können recht unterschiedlicher Natur sein. Ob die breite Mehrheit dem sportlichen Erfolg allerdings heute noch alles unterordnen würde, darf bezweifelt werden.

Es werden sicherlich immer mehr Fans auch in Bezug auf das nachhaltige Agieren Forderungen an den eigenen Verein stellen. Einhergehend mit dieser These hat die Deutsche Fußball Liga am 14. Dezember 2021 einen Grundsatzbeschluss gefasst, Nachhaltigkeitskriterien verpflichtend in ihre Lizenzierungsordnung aufzunehmen.² Eine große Debatte zum Thema Nachhaltigkeit wird in diesem Jahr womöglich auch aus Anlass der Vergabe der Fußballweltmeisterschaft im Männerfußball verstärkt geführt werden. Schließlich treffen sich am Jahresende die besten Länderauswahlen im Emirat Katar zum Kräftemessen.

Dieses Buch soll Fußballfans in die Lage versetzen, das eigene Verhalten in Bezug auf Nachhaltigkeit beim Fußballschauen zu reflektieren. Gleichzeitig soll es eine Möglichkeit bieten, den eigenen Verein auf das Thema Nachhaltigkeit hin abzuklopfen und gegebenenfalls Dinge kritisch zu hinterfragen, damit das Fazit, „eine klare Haltung, mit dem Bekenntnis zur Nachhaltigkeit in den zentralen Dimensionen Ökologie, Ökonomie, gesellschaftlicher Verantwortung und guter Führung,"³ welches die Taskforce Zukunft Profifußball in ihrem Ergebnisbericht Anfang 2021 vorgestellt hat, tatsächlich auch vor Ort gelebt wird.

Warum eigentlich Nachhaltigkeit?

Im Leitfaden zum Deutschen Nachhaltigkeitskodex (DNK) wird in diese Frage wie folgt eingestiegen: „Die Welt steht vor großen ökologischen und sozialen Herausforderungen. Sensibilisiert durch Medienberichte und kritische Nichtregierungsorganisationen (NGO) gelangen Themen wie die Achtung von Menschenrechten, die Bekämpfung von Korruption, Umwelt-, Arbeitnehmer- und Sozialbelange – auch in Drittstaaten – immer mehr ins öffentliche Bewusstsein."⁴ Der professionelle Fußball in Deutschland ist längt globalisiert. Scouts suchen auf Sportplätzen rund um den Globus nach dem nächsten Talent. Bekleidung und Fußbälle werden längst nicht mehr in Deutschland hergestellt. Sponsoren aus vielen Ländern rund um den Globus stehen mittlerweile in Geschäftsbeziehungen zu den Profivereinen in Deutschland. Mit dem Fußball werden Milliardenbeträge weltweit umgesetzt. Daraus entsteht eine Verantwortung des Fußballs, der weit über die Interessen des eigenen Vereins hinausgeht. Die meisten Proficlubs in Deutschland sind betriebswirtschaftlich gesehen kleine oder mittelständische Unternehmen. In anderen Teilen der deutschen Wirtschaft wurde diese Verantwortung längst erkannt – teilweise bereits vor Jahrzehnten. Gleichzeitig steht nach eigener Aussage die Männer-Fußballbundesliga im Wettbewerb mit anderen Profiligen hauptsächlich in England, Spanien, Frankreich und Italien. Das Thema Nachhaltigkeit tatsächlich in den nächsten Jahren ernsthaft in den Strukturen der Vereine zu implementieren, bietet auch die Chance, sich gegenüber anderen Ligen eindeutig zu positionieren. Vielleicht wird der eine oder andere Star nicht dem Ruf des noch größeren Geldes folgen, sondern sich bewusst und immer noch finanziell bestens ausgestattet für das Kicken in Deutschland entscheiden. Dass Fußballspielende mehr als Tore schießen können, haben in den letzten Jahren bereits einige Spielerinnen und Spieler bewiesen. Da das Thema Nachhaltigkeit nicht in allen Ländern bislang einen hohen Stellenwert hat, können die Fußballligen der Frauen und Männer im besten Fall sogar über die Grenzen hinweg als Vorbild agieren und Menschen für das Thema begeistern.

Definition von Nachhaltigkeit

„Nachhaltigkeit bedeutet, mit den Ressourcen zu haushalten. Hier und heute sollten Menschen nicht auf Kosten der Menschen in anderen Regionen der Erde und auf Kosten zukünftiger Generationen leben. Nachhaltigkeit betrifft alle Bereiche unseres Lebens und Wirtschaftens und ist folglich eine Aufgabe der ganzen Gesellschaft. Das Leitbild verlangt nach einer gesellschaftlichen Entwicklung, die ökologisch verträglich, sozial gerecht und wirtschaftlich leistungsfähig ist."⁵ Das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, nukleare Sicherheit und Verbraucherschutz (BMU) zeigt mit dieser Definition, dass Nachhaltigkeit

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