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Der Perfekte Fehltritt (Ein spannender Psychothriller mit Jessie Hunt—Band Achtzehn)

Der Perfekte Fehltritt (Ein spannender Psychothriller mit Jessie Hunt—Band Achtzehn)

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Der Perfekte Fehltritt (Ein spannender Psychothriller mit Jessie Hunt—Band Achtzehn)

Länge:
296 Seiten
3 Stunden
Herausgeber:
Freigegeben:
16. Juni 2022
ISBN:
9781094353944
Format:
Buch

Beschreibung

„Ein Meisterwerk der Thriller und Mystery-Romane. Blake Pierce hat hervorragende Arbeit geleistet, indem er Charaktere entwickelt hat, die so gut beschrieben sind, dass wir uns in ihren Köpfen fühlen, ihren Ängsten folgen und ihren Erfolg herbeiwünschen. Dieses Buch garantiert Ihnen aufgrund der vielen Wendungen Spannung bis zur letzten Seite."
--Bücher und Filmkritiken, Roberto Mattos (Verschwunden)

DER PERFEKTE FEHLTRITT ist Buch Nr. 18 einer neuen Psychothriller-Reihe des Bestsellerautors Blake Pierce, deren erster Teil Die Perfekte Frau, mit über 5.000 Fünf-Sterne-Bewertungen und 900 Fünf-Sterne-Rezensionen nunmehr zum Nr. 1 Bestseller geworden ist.

Ein wohlhabender Ehemann wird nach seiner 50. Geburtstagsparty ermordet aufgefunden, einem verschwenderischen Treiben, in das ein Dutzend anderer Paare und ein Privatjet während einer ausschweifenden Nacht involviert waren. Jessie ist überfordert, als sie in die Welt der Ultrareichen eindringt und die schmutzigen Beziehungen zwischen den Paaren und Freunden aufdeckt. So viele Leute, so schien es, wollten ihren Gastgeber tot sehen.

Aber die Wahrheit, findet Jessie, ist viel komplexer - und umso unheimlicher.

Ein tempogeladener Psychothriller mit unvergesslichen Charakteren und herzzerreißender Spannung. Die JESSIE HUNT-Serie ist eine fesselnde neue Serie, die Sie bis spät in die Nacht blättern lässt.

Buch #19 (DAS PERFEKTE GERÜCHT) der Serie ist jetzt ebenfalls erhältlich.
Herausgeber:
Freigegeben:
16. Juni 2022
ISBN:
9781094353944
Format:
Buch

Über den Autor

Blake Pierce is author of the #1 bestselling RILEY PAGE mystery series, which include the mystery suspense thrillers ONCE GONE (book #1), ONCE TAKEN (book #2) and ONCE CRAVED (#3). An avid reader and lifelong fan of the mystery and thriller genres, Blake loves to hear from you, so please feel free to visit www.blakepierceauthor.com to learn more and stay in touch.


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Der Perfekte Fehltritt (Ein spannender Psychothriller mit Jessie Hunt—Band Achtzehn) - Blake Pierce

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der perfekte fehltritt

(ein spannender psychothriller mit jessie hunt – band achtzehn)

b l a k e   p i e r c e

Blake Pierce

Blake Pierce ist Autor der erfolgreichen Mystery-Reihe RILEY PAGE, die aus siebzehn Büchern besteht. Blake Pierce ist ebenfalls Verfasser der MACKENZIE WHITE Mystery-Reihe, die vierzehn Bände umfasst; der AVERY BLACK Mystery-Reihe mit sechs Büchern; der fünfbändigen KERI LOCKE Mystery-Reihe; den sechs Büchern der MAKING OF RILEY PAIGE Mystery-Reihe; der KATE WISE Mystery-Reihe, die aus sieben Büchern besteht; der CHLOE FINE Psycho-Thriller-Reihe, die sechs Bände umfasst; der fünfzehnteiligen JESSE HUNT Psycho-Thriller-Reihe (Fortsetzung folgt); der Psycho-Thriller Reihe DAS AU-PAIR, die aus drei Bänden besteht; der ZOE PRIME Mystery-Reihe, die sechs Teile umfasst; der ADELE SHARP Mystery-Reihe mit zehn Bänden (Fortsetzung folgt); der LONDON ROSES EUROPAREISE Cosy-Krimi-Reihe, die bisher aus sechs Büchern besteht (Fortsetzung folgt); den drei Büchern des neuen LAURA FROST FBI Thrillers (Fortsetzung folgt); der neuen ELLA DARK FBI Thrillern mit bisher sechs Büchern (Fortsetzung folgt); der EIN JAHR IN EUROPA Cosy-Krimi-Reihe aus bisher drei Bänden (Fortsetzung folgt); der dreiteiligen AVA GOLD Mystery-Reihe (Fortsetzung folgt); sowie der RACHEL GIFT Mystery-Reihe, die aktuell aus drei Büchern besteht (Fortsetzung folgt).

Als treuer Leser und lebenslanger Fan des Genres rund um Mystery und Thriller, hört Blake gern von Ihnen, also besuchen Sie die Seite www.blakepierceauthor.com, um mehr zu erfahren und in Kontakt zu bleiben.

Copyright © 2021 by Blake Pierce. Alle Rechte vorbehalten. Vorbehaltlich der Bestimmungen des U.S. Copyright Act von 1976 darf kein Teil dieser Publikation ohne vorherige Genehmigung des Autors in irgendeiner Form oder mit irgendwelchen Mitteln reproduziert, verteilt oder übertragen oder in einer Datenbank oder einem Abfragesystem gespeichert werden. Dieses eBook ist nur für Ihren persönlichen Gebrauch lizenziert. Dieses eBook darf nicht weiterverkauft oder an andere Personen weitergegeben werden. Wenn Sie dieses Buch mit einer anderen Person teilen möchten, kaufen Sie bitte für jeden Empfänger ein zusätzliches Exemplar. Wenn Sie dieses Buch lesen und Sie es nicht gekauft haben, oder es nicht nur für Ihren Gebrauch gekauft wurde, dann senden Sie es bitte zurück und kaufen Sie Ihre eigene Kopie. Vielen Dank, dass Sie die harte Arbeit dieses Autors respektieren. Dies ist eine erfundene Geschichte. Namen, Charaktere, Unternehmen, Organisationen, Orte, Ereignisse und Vorfälle sind entweder das Ergebnis der Phantasie des Autors oder werden fiktiv verwendet. Jede Ähnlichkeit mit tatsächlichen Personen, ob lebendig oder tot, ist völlig zufällig. Jacket image Copyright Forewer, verwendet unter der Lizenz von Shutterstock.com.

BÜCHER VON BLAKE PIERCE

EIN RACHEL GIFT FBI-SUSPENSE-THRILLER

IHR LETZTER WUNSCH (Band #1)

IHRE LETZTE HOFFNUNG (Band #2)

DIE FÄLLE DER AVA GOLD

BEUTESTADT (Band #1)

ANGSTSTADT (Band #2)

EIN LAURA FROST FBI-THRILLER

VOR LANGEM VERSCHWUNDEN (Band #1)

VOR LANGEM ENTDECKT (Band #2)

BEREITS IN DER FALLE (Band #3)

BEREITS VERMISST (Band #4)

BEREITS TOT (Band #5)

EIN ELLA-DARK-THRILLER

IM SCHATTEN (Band #1)

WEGGENOMMEN (Band #2)

AUF DER JAGD (Band #3)

EIN JAHR IN EUROPA

EIN MORD IN PARIS (Band #1)

TOD IN FLORENZ (Band #2)

RACHE IN WIEN (Band #3)

EIN TODESFALL IN SPANIEN (Band #4)

LONDON ROSES EUROPAREISE

MORD (UND BAKLAVA) (Band #1)

TOD (UND APFELSTRUDEL) (Band #2)

VERBRECHEN (UND BIER) (Band #3)

EIN UNGLÜCKSFALL (UND GOUDA) (Band #4)

EIN UNHEIL (UND EIN PLUNDERSTÜCK) (Band #5)

CHAOS (UND EIN HERING) (Band #6)

ADELE SHARP MYSTERY-SERIE

NICHTS ALS STERBEN (Band #1)

NICHTS ALS RENNEN (Band #2)

NICHTS ALS VERSTECKEN (Band #3)

NICHTS ALS TÖTEN (Band #4)

NICHTS ALS MORD (Band #5)

NICHTS ALS NEID (Band #6)

NICHTS ALS FEHLER (Band #7)

NICHTS ALS VERSCHWINDEN (Band #8)

NICHTS ALS JAGEN (Band #9)

NICHTS ALS ANGST (Band #10)

NICHTS ALS PLÜNDERN (Band #11)

DAS AU-PAIR

SO GUT WIE VORÜBER (Band #1)

SO GUT WIE VERLOREN (Band #2)

SO GUT WIE TOT (Band #3)

ZOE PRIME KRIMIREIHE

GESICHT DES TODES (Band #1)

GESICHT DES MORDES (Band #2)

GESICHT DER ANGST (Band #3)

GESICHT DES WAHNSINNS (Band #4)

GESICHT DES ZORNS (Band #5)

GESICHT DER FINSTERNIS (Band #6)

JESSIE HUNT PSYCHOTHRILLER-SERIE

DIE PERFEKTE FRAU (Band #1)

DER PERFEKTE BLOCK (Band #2)

DAS PERFEKTE HAUS (Band #3)

DAS PERFEKTE LÄCHELN (Band #4)

DIE PERFEKTE LÜGE (Band #5)

DER PERFEKTE LOOK (Band #6)

DIE PERFEKTE AFFÄRE (Band #7)

DAS PERFEKTE ALIBI (Band #8)

DIE PERFEKTE NACHBARIN (Band #9)

DIE PERFEKTE VERKLEIDUNG (Band #10)

DAS PERFEKTE GEHEIMNIS (Band #11)

DIE PERFEKTE FASSADE (Band #12)

DER PERFEKTE EINDRUCK (Band #13)

DIE PERFEKTE TÄUSCHUNG (Band #14)

DIE PERFEKTE GELIEBTE (Band #15)

DAS PERFEKTE IMAGE (Band #16)

DER PERFEKTE SCHLEIER (Band #17)

DER PERFEKTE FEHLTRITT (Band #18)

CHLOE FINE PSYCHOTHRILLER-SERIE

NEBENAN (Band #1)

DIE LÜGE EINES NACHBARN (Band #2)

SACKGASSE (Band #3)

STUMMER NACHBAR (Band #4)

HEIMKEHR (Band #5)

GETÖNTE FENSTER (Band #6)

KATE WISE MYSTERY-SERIE

WENN SIE WÜSSTE (Band #1)

WENN SIE SÄHE (Band #2)

WENN SIE RENNEN WÜRDE (Band #3)

WENN SIE SICH VERSTECKEN WÜRDE (Band #4)

WENN SIE FLIEHEN WÜRDE (Band #5)

WENN SIE FÜRCHTETE (Band #6)

WENN SIE HÖRTE (Band #7)

DAS MAKING OF RILEY PAIGE MYSTERY-SERIE

BEOBACHTET (Band #1)

WARTET (Band #2)

LOCKT (Band #3)

NIMMT (Band #4)

LAUERT (Band #5)

TÖTET (Band #6)

RILEY PAIGE MYSTERY-SERIE

VERSCHWUNDEN (Band #1)

GEFESSELT (Band #2)

ERSEHNT (Band #3)

GEKÖDERT (Band #4)

GEJAGT (Band #5)

VERZEHRT (Band #6)

VERLASSEN (Band #7)

ERKALTET (Band #8)

VERFOLGT (Band #9)

VERLOREN (Band #10)

BEGRABEN (Band #11)

ÜBERFAHREN (Band #12)

GEFANGEN (Band #13)

RUHEND (Band #14)

GEMIEDEN (Band #15)

VERMISST (Band #16)

AUSERWÄHLT (Band #17)

EINE RILEY PAIGE KURZGESCHICHTE

EINST GELÖST

MACKENZIE WHITE MYSTERY-SERIE

BEVOR ER TÖTET (Band #1)

BEVOR ER SIEHT (Band #2)

BEVOR ER BEGEHRT (Band #3)

BEVOR ER NIMMT (Band #4)

BEVOR ER BRAUCHT (Band #5)

EHE ER FÜHLT (Band #6)

EHE ER SÜNDIGT (Band #7)

BEVOR ER JAGT (Band #8)

VORHER PLÜNDERT ER (Band #9)

VORHER SEHNT ER SICH (Band #10)

VORHER VERFÄLLT ER (Band #11)

VORHER NEIDET ER (Band #12)

VORHER STELLT ER IHNEN NACH (Band #13)

VORHER SCHADET ER (Band #14)

AVERY BLACK MYSTERY-SERIE

MORDMOTIV (Band #1)

FLUCHTMOTIV (Band #2)

TATMOTIV (Band #3)

MACHTMOTIV (Band #4)

RETTUNGSDRANG (Band #5)

SCHRECKEN (Band #6)

KERI LOCKE MYSTERY-SERIE

EINE SPUR VON TOD (Band #1)

EINE SPUR VON MORD (Band #2)

EINE SPUR VON SCHWÄCHE (Band #3)

EINE SPUR VON VERBRECHEN (Band #4)

EINE SPUR VON HOFFNUNG (Band #5)

INHALT

KAPITEL EINS

KAPITEL ZWEI

KAPITEL DREI

KAPITEL VIER

KAPITEL FÜNF

KAPITEL SECHS

KAPITEL SIEBEN

KAPITEL ACHT

KAPITEL NEUN

KAPITEL ZEHN

KAPITEL ELF

KAPITEL ZWÖLF

KAPITEL DREIZEHN

KAPITEL VIERZEHN

KAPITEL FÜNFZEHN

KAPITEL SECHZEHN

KAPITEL SIEBZEHN

KAPITEL ACHTZEHN

KAPITEL NEUNZEHN

KAPITEL ZWANZIG

KAPITEL EINUNDZWANZIG

KAPITEL ZWEIUNDZWANZIG

KAPITEL DREIUNDZWANZIG

KAPITEL VIERUNDZWANZIG

KAPITEL FÜNFUNDZWANZIG

KAPITEL SECHSUNDZWANZIG

KAPITEL SIEBENUNDZWANZIG

KAPITEL ACHTUNDZWANZIG

KAPITEL NEUNUNDZWANZIG

KAPITEL DREISSIG

KAPITEL EINUNDDREISSIG

KAPITEL ZWEIUNDDREISSIG

KAPITEL DREIUNDDREISSIG

EPILOG

KAPITEL EINS

DeDe Albright dachte, sie hätte schon alles gesehen. Aber sie irrte sich. Dieses Mal war es anders.

Nach vierzehn Jahren als Flugbegleiterin, von denen sie die letzten sechs auf Privatjets gearbeitet hatte, war sie mit allen Arten von Verhalten konfrontiert worden. Auf Linienflügen hatte sie schon mehrere Sexszenen auf der Toilette beendet und sogar ein paar Rendezvous direkt am Platz, bei denen nur eine Decke verbarg, was darunter vor sich ging.

Bei mehreren Gelegenheiten musste sie widerspenstige Passagiere mit Kabelbindern festbinden, weil diese eine Flugbegleiterin angegriffen hatten, als ihr die vegetarischen Mahlzeiten ausgingen, oder weil man versucht hatte, in das Cockpit einzudringen, um mit dem Kapitän ein „Gespräch unter vier Augen" zu führen. Sie brachte sogar einen Air Marshal dazu, einen Mann zu verhaften, der alle Miniflaschen mit Alkohol direkt aus ihrem Servicewagen gestohlen hatte.

In Privatjets waren die Herausforderungen anders. Da gab es verwöhnte, anspruchsvolle Passagiere, die sich berechtigt fühlten, sie anzuschreien, wenn etwas nicht perfekt war. Sie hatte mit verwöhnten Kindern zu tun, die es für einen Spaß hielten, Sitze als Trampoline zu benutzen oder zu versuchen, Kabinenfenster einzuschlagen. Und dann waren da noch der ständige Alkohol- und Drogenkonsum.

Der Jet war mit genug Alkohol ausgestattet, um eine ganze Studentenverbindung zu versorgen, aber die Leute hatten oft das Bedürfnis, noch weiterzugehen. Und jeder schien sein bevorzugtes chemisches Aufputschmittel mitzubringen. Sie erinnerte sich an das eine Mal, als einem Mann ein volles Tütchen Kokain aus dem Handgepäck fiel, als er den Gang hinunterging, und sie ihm hinterherlaufen musste, um es zurückzugeben.

Aber das war nichts im Vergleich zu der Gruppe auf ihrem aktuellen Flug. Der Jet hatte eigentlich Platz für neunzehn Gäste, aber auf dieser Reise waren es nur sieben. Dennoch machten sie ihre begrenzte Anzahl durch ihre Wildheit mehr als wett. Die Reise von San Francisco nach Los Angeles dauerte normalerweise nur eine Stunde, aber sie nahmen eine alternative Route, die über den Pazifischen Ozean nach Westen führte, um die Flugzeit und damit die Partyzeit zu verdoppeln.

Alle nutzten die zusätzliche Stunde voll aus und schienen sich nicht daran zu stören, dass es an ein Montagmorgen kurz nach 10 Uhr war. Sie wusste, dass dieser Ausflug Teil einer Feier zu einem fünfzigsten Geburtstag war, aber selbst, wenn man das bedenkt, erschien es ihr übertrieben.

Zwei Männer saßen sich auf plüschigen Ledersesseln gegenüber und zogen Koks vom Kartentisch vor ihnen. Zwei Frauen lieferten sich eine Art Tequila-Wettkampf mit Salz und Limetten. Ein anderer Kerl, der gerade nackt für seine Freunde getanzt hatte, wühlte in einem Tütchen, das mit mehreren bunten Pillen gefüllt war.

Aus dem Soundsystem ertönte basslastige House-Musik, und die Beleuchtung war auf „Dance Club"-Modus umgeschaltet worden, was bedeutete, dass die Kabine abgedunkelt war, mit einem kaleidoskopischen Sprühregen aus Regenbogenlichtern und gelegentlichem Stroboskoplicht als Zugabe. DeDe hatte etwa zwanzig Minuten nach Beginn des Fluges Kopfschmerzen bekommen, die seitdem nur noch schlimmer geworden waren.

Das einzig Positive war, dass niemand sie für viel zu brauchen schien, also ging sie zum vorderen Teil der Kabine, durch die Kombüse zur kleinen Toilette für die Besatzung, wo sie hoffte, zwei Minuten Ruhe zu finden. Sie schloss die Tür und holte ein paar Mal tief Luft.

Als sie sich im Spiegel betrachtete, fragte sie sich, wie lange sie noch so weitermachen konnte. Sie war sechsunddreißig und begann, die Auswirkungen der vielen Jahre in der Luft zu spüren. Sie litt unter ständigem Schlafmangel, ihre Haut litt unter der trockenen Kabinenluft, und sie hatte mindestens sechs Freunde, die in den letzten fünf Jahren an Krebs erkrankt waren. Alle von ihnen waren jünger als sie.

Sie war auf Privatjets umgestiegen, weil sie es satt hatte, sich mit dem Gezeter auf kommerziellen Flügen herumzuschlagen. Aber an Tagen wie diesem fragte sie sich, ob sie einen Fehler gemacht hatte. Sie hatte noch nie mit einer Überdosis oder einer Alkoholvergiftung auf einem Linienflug zu tun gehabt, aber bei dieser Bande schien das eine reale Möglichkeit zu sein.

DeDe sammelte sich, um wieder hinauszugehen, und erinnerte sich daran, dass der Flug nur noch eine halbe Stunde dauern würde. Sie öffnete die Tür und sah einen Mann direkt vor ihr stehen. Es war der nackte Tänzer, der vorhin in dem bunten Pillenpäckchen gewühlt hatte. Er war jetzt größtenteils angezogen. Seine Augen waren rot und so wild wie sein fliegendes blondes Haar. Er stank nach Whiskey und Gras.

„Es tut mir leid, Sir, sagte sie diplomatisch. „Sie können gerne diese Toilette benutzen, aber die Passagiertoilette im hinteren Teil ist viel geräumiger.

„Ich hatte eigentlich gehofft, dass wir uns die hier teilen könnten, lallte er und trat vor, um ihr den Weg zu versperren. „Du weißt schon, sie einweihen oder so.

„Das ist in Ordnung, Sir, sagte sie und versuchte, diplomatisch zu sein. „Wir werden bald landen und ich muss helfen, alles vorzubereiten.

„Ich verspreche, dass es nicht so lange dauern wird", murmelte er, beugte sich vor, schlang seine Arme um ihre Taille und drückte mit beiden Händen auf ihren Hintern. Sie wollte sie wegschlagen, aber der Raum war zu eng, als dass sie sich hätte bewegen können. Er war jetzt mit ihr in der Toilettenkabine und drückte sie rückwärts gegen den Spiegel. Sie spürte die Panik in ihrer Brust aufsteigen. Bei all dem Lärm und dem Wahnsinn um sie herum war es möglich, dass niemand ihre Hilfeschreie hören würde, wenn er die Tür schloss und verriegelte.

Sie wollte gerade zu einem Knie in die Leiste greifen, als sie eine Stimme hinter dem Mann hörte.

„Mr. Thacker, sagte jemand laut und bestimmt. „Es ist Zeit, auf Ihren Platz zurückzukehren.

Der Mann drehte sich in dem engen Raum herum. DeDe sah, dass die Person Anna De Luca war, die andere Flugbegleiterin. Anna war jung, hübsch und immer gut gelaunt. Sie erhob fast nie ihre Stimme, aber jetzt tat sie es.

„Willst du dich uns anschließen, Baby?", bot er an.

„Vielleicht ein anderes Mal", sagte sie, weniger energisch als zuvor. „Kommen Sie, Mr. Thacker...Gareth, Sie wollen doch nicht diese Art von Typ sein, oder?"

Gareth schien die Frage zu überdenken, bevor er sich wieder DeDe zuwandte und ihr ins Ohr flüsterte.

„Betrachten wir das als Vorspiel. Ich komme später für mehr zurück."

Dann trat er zurück, drehte sich in die andere Richtung und stolperte an Anna vorbei, wobei er ihr im Vorbeigehen einen Kuss zuwarf.

„Geht es dir gut?", fragte sie, als er außer Hörweite war.

„Er hat gesagt, dass er noch nicht fertig ist, sagte DeDe ihr. „Ich habe wirklich Angst, dass er wieder versucht, mich in die Enge zu treiben. Er war so aggressiv. Ich denke daran, den Kapitän zu alarmieren. Vielleicht kann er kurz zurückkommen und dem Kerl Angst einjagen.

„Das könntest du tun, sagte Anna. „Aber es könnte alles noch schlimmer machen. Thacker könnte versuchen, dich feuern zu lassen. Er ist ein großer Musikproduzent. Ich habe gehört, dass er sehr rachsüchtig sein kann. Ich habe einen anderen Vorschlag.

„Was?"

„Rede mit Edward Morse, dem Geburtstagskind, und sage ihm, wie unwohl du dich fühlst, sagte Anna. „Es ist seine Party und sein Flug. Er ist derjenige, der die Verantwortung trägt. Außerdem ist er auch eine große Nummer. Er will keine schlechte Presse. Wenn er Angst hat, dass du ihn verklagen könntest, wird er seinen Kumpel schnell zurückrufen. Wenn er nicht reagiert, kannst du immer noch mit Captain Graynamore sprechen.

Die Idee machte Sinn. Sie wollte nicht zur drastischen Option greifen, wenn sie es vermeiden konnte. Ihr Ziel war es, diesen Flug zu verlassen, ohne angegriffen oder gefeuert zu werden, und wenn ein Gespräch mit dem Mann, der das alles bezahlte, beides verhindern konnte, war es einen Versuch wert.

„Danke, Anna", sagte sie und ging zu Morse hinüber, der auf dem besten Platz im Flugzeug saß, auf der rechten Seite, mit Blick nach vorn. Es sah so aus, als hätte ihn die ganze Party eingeholt, und er war eingenickt. Wie er das bei dem ganzen Trubel um ihn herum geschafft hatte, war ihr ein Rätsel.

Als sie näherkam, kamen ihr Zweifel. Würde es ihn verärgern, wenn sie ihn weckte, um sich zu beschweren? Sie wollte nicht ausgerechnet die Person verärgern, deren Hilfe sie brauchte. Sie stand über ihm und überlegte, wie sie weiter vorgehen sollte. In diesem Moment bemerkte sie den Sabber, der aus seinem offenen Mund über sein Kinn lief. Er sah eher aus, als wäre er ohnmächtig geworden, als wäre er eingeschlafen. Sie dachte an ihre frühere Besorgnis über eine Überdosis. War das nun möglich?

Trotz ihrer Besorgnis klopfte sie ihm sanft auf die Schulter.

„Mr. Morse, sagte sie leise, „Es tut mir leid, Sie zu stören, aber ich muss mit Ihnen sprechen.

Er reagierte nicht, also rüttelte sie mit etwas mehr Kraft an seiner Schulter. Sein Hals baumelte träge zur Seite und war in einem unbequemen Winkel gebogen. Er schien sich nicht daran zu stören. Als sie genauer hinsah, schien er sogar überhaupt nicht mehr zu reagieren. Er atmete nicht.

„Wachen Sie auf, Mr. Morse", sagte sie laut in sein Ohr, während sie kräftig an seiner Schulter rüttelte.

Sein ganzer Körper sackte zur Seite und sein Kopf schlug hart gegen das große Fenster neben ihm, bevor er sich nach vorne räkelte und auf die Armlehne knallte. DeDe schrie auf.

Trotz der pulsierenden Musik und dem Wirrwarr der Leute war ihre Stimme laut zu hören. Alle drehten sich um. Einige von ihnen sahen den Mann und begannen ebenfalls zu schreien. DeDe schaute zu Anna, die schnell die Musik ausschaltete und die Lichter wieder auf normal stellte.

„Gehen Sie zur Seite, sagte einer der Männer, „Ich bin ein Arzt.

DeDe sah ihn an. Sogar in diesem schrecklichen Moment nahm ihr Gehirn die Ironie zur Kenntnis, dass ein Mann, der sich der Gesundheit der Menschen verschrieben hatte, in und um beide Nasenlöcher herum eine solide Ladung weißen Pulvers hatte. Der Arzt fühlte den Puls von Morse, als er seinen Kopf an die Brust des Mannes legte. Nach ein paar Sekunden blickte er auf und sagte mit überraschend ruhiger Stimme: „Eddie ist tot."

KAPITEL ZWEI

Sobald Jessie das Garagentor geschlossen und ihr Haus in Mid-Wilshire betreten hatte, spürte sie, dass etwas nicht stimmte. Obwohl es 11 Uhr vormittags war, war es verdächtig ruhig. Sie wusste, dass ihre Halbschwester Hannah, die bei ihr lebte, in der Schule war, aber Ryans Schicht in der Central Station in der Innenstadt begann erst mittags. Normalerweise bedeutete seine Anwesenheit Sport im Fernsehen und jede Menge Lärm, wenn er im Haus herumwuselte. Die Stille war beunruhigend.

„Ryan, verkündete sie, „ich bin zu Hause.

Sein Auto stand in der Garage, und er hatte nicht per SMS mitgeteilt, dass sich seine Pläne für den Vormittag geändert hatten, also war sie sicher, dass er da war. Aber sie erhielt keine Antwort. Sie versuchte, nicht überzureagieren, als sie in die Küche ging, die leer war.

Nur weil er vor neun Monaten mit einem Messer angegriffen worden war und wochenlang im Koma gelegen hatte, bedeutete das nicht, dass automatisch etwas nicht stimmte, wenn er nicht sofort antwortete. Immerhin hatte er dank ständiger und aggressiver Rehabilitationsmaßnahmen mehr als neunzig Prozent seiner körperlichen Funktionen wiedererlangt und war letzten Monat wieder für den aktiven Dienst zugelassen worden.

„Ryan, rief sie, als sie den Flur zu ihrem Schlafzimmer hinunterging. Sie bemühte sich, die Besorgnis aus ihrer Stimme herauszuhalten. „Bist du da?

Es kam immer noch keine Antwort, aber sie glaubte, ein schabendes Geräusch aus dem Hinterhof zu hören. Vorsichtig ging sie weiter, ohne den Drang zu verspüren, ihre Waffe zu entsichern. Langsam öffnete sie die Tür und spähte nach draußen.

Dort stand die Liebe ihres Lebens auf einer fadenscheinigen Leiter und versuchte, die Dachrinne zu reinigen. Er schwitzte stark und summte mit seinen Kopfhörern im Ohr ein Lied, das sie nicht entschlüsseln konnte. Er nahm ihre Anwesenheit nicht wahr, was ihr die Möglichkeit gab, ihn ausführlich anzustarren, ohne dass er errötete.

Er hatte die muskulöse Figur von 93 Kilogramm, die ihn vor dem Koma ausgemacht hatte, noch nicht ganz wiedererlangt, aber er arbeitete hart daran, sie zurückzubekommen. Und in seinen Jeans und dem weißen T-Shirt sah er immer noch aus wie ein Model für ein Herren-Fitness-Magazin. Sein kurzes schwarzes Haar und seine dunkle Haut schienen in der hellen Vormittagssonne zu leuchten. Aus diesem Winkel konnte sie seine warmen, braunen Augen nicht sehen, aber sie waren bereits fest in ihrem Gedächtnis verankert.

„Ist dir nicht kalt in diesem T-Shirt?", rief sie ihm zu. Es war immer noch Februar und die Temperatur bewegte sich um die zwölf Grad.

Er blickte sich um, verwirrt, weil er etwas anderes als die Musik in seinen Ohren hörte. Als er sie unter sich stehen sah, brach er in ein breites Grinsen aus und seine gefühlvollen Augen flackerten vor Freude. Er schaltete seine Musik aus.

„Was hast du gesagt?", fragte er.

„Ich habe gefragt, ob dir nicht kalt ist."

„Nein, sagte er lässig, als er die Stufen der Leiter hinunterstieg. „Als ich erst einmal losgelegt habe, ist mir ziemlich schnell warm geworden. Aber ich riskiere gerne eine Abkühlung, um eine kleine Pause mit dir zu machen. Wie war die Uni?

Sie wollte gerade antworten, als sein Schuh auf der Leiter ausrutschte. Er hielt sich an den Seiten fest, um nicht zu stürzen, tat dies aber mit solcher Kraft, dass die Leiter zur Seite

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