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Trouble für Wild Bill: Wild Bill - Gottes eigenes Land Band 4
Trouble für Wild Bill: Wild Bill - Gottes eigenes Land Band 4
Trouble für Wild Bill: Wild Bill - Gottes eigenes Land Band 4
eBook155 Seiten2 Stunden

Trouble für Wild Bill: Wild Bill - Gottes eigenes Land Band 4

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Über dieses E-Book

James Butler Hickok, genannt Wild Bill genießt die Ruhe, die ihn momentan umgibt. Er hofft, dass er für immer seine aufregende Vergangenheit hinter sich gelassen hat und sie ihn nicht wieder einholt. Aber sie kommt mit der Frau und den Kindern seines Freundes Frank Williams zu ihm zurück. Von ihr erfährt er nicht nur vom gewaltsamen Tod ihres Mannes, sondern auch, welche Männer dafür verantwortlich sind, Männer, mit denen er noch eine offene Rechnung hat.

Während diese Männer in dem Ort Ragstock die Waffen sprechen lassen und alles und jeden niederschießen, der ihnen bei ihrem Vorhaben in die Quere kommt, macht sich Wild Bill auf den Weg, einen Fehler aus früheren Tagen zu berichtigen …
SpracheDeutsch
HerausgeberAlfredbooks
Erscheinungsdatum28. Aug. 2021
ISBN9783745218152
Trouble für Wild Bill: Wild Bill - Gottes eigenes Land Band 4
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    Buchvorschau

    Trouble für Wild Bill - Tomos Forrest

    Wild Bill – Gottes eigenes Land

    Band 4: Trouble für Wild Bill

    ––––––––

    von Tomos Forrest und Horst Weymar Hübner

    ––––––––

    Klappentext:

    James Butler Hickok, genannt Wild Bill genießt die Ruhe, die ihn momentan umgibt. Er hofft, dass er für immer seine aufregende Vergangenheit hinter sich gelassen hat und sie ihn nicht wieder einholt. Aber sie kommt mit der Frau und den Kindern seines Freundes Frank Williams zu ihm zurück. Von ihr erfährt er nicht nur vom gewaltsamen Tod ihres Mannes, sondern auch, welche Männer dafür verantwortlich sind, Männer, mit denen er noch eine offene Rechnung hat.

    Während diese Männer in dem Ort Ragstock die Waffen sprechen lassen und alles und jeden niederschießen, der ihnen bei ihrem Vorhaben in die Quere kommt, macht sich Wild Bill auf den Weg, einen Fehler aus früheren Tagen zu berichtigen ...

    ***

    Copyright

    Ein CassiopeiaPress Buch: CASSIOPEIAPRESS, UKSAK E-Books, Alfred Bekker, Alfred Bekker präsentiert, Casssiopeia-XXX-press, Alfredbooks, Uksak Sonder-Edition, Cassiopeiapress Extra Edition, Cassiopeiapress/AlfredBooks und BEKKERpublishing sind Imprints von Alfred Bekker

    © Roman by Author

    © Cover: Kathrin Peschel nach einem Motiv von Edward Martin, 2021

    Lektorat/Korrektorat: Kerstin Peschel

    © dieser Ausgabe 2021 by AlfredBekker/CassiopeiaPress, Lengerich/Westfalen in Arrangement mit der Edition Bärenklau, herausgegeben von Jörg Martin Munsonius.

    Die ausgedachten Personen haben nichts mit tatsächlich lebenden Personen zu tun. Namensgleichheiten sind zufällig und nicht beabsichtigt.

    Alle Rechte vorbehalten.

    www.AlfredBekker.de

    postmaster@alfredbekker.de

    ***

    Zur Person Wild Bill

    James Butler Hickok, genannt Wild Bill, ist eine historische Figur. Er kam am 27.5.1837 als viertes von sechs Kindern im US-Staat Illinois auf einer Farm zur Welt. Sein Vater war überzeugter Gegner der Sklaverei und wurde deshalb schwer misshandelt. Mit achtzehn Jahren wurde Hickok Mitglied der Jayhawkers, die gegen Bushwhacker-Banden, die Befürworter der Sklaverei, kämpften. Man beschrieb ihn als schießwütigen Mann, der seine Navy Colts schneller zog und abfeuerte als mancher andere. Die Begegnung mit William F. Cody, dem späteren Buffalo Bill, ist verbürgt. Hickok starb im August 1876 in Deadwood, South Dakota.

    ***

    1. Kapitel

    Sein Aussehen hatte er verändert.

    Wer jetzt auf James Butler Hickok, genannt Wild Bill, traf, hätte seine schulterlangen Haare und den charakteristischen Schnurrbart vermisst. Bill hatte seine Haare deutlich stutzen lassen und zu dem Schnurrbart kam nun auch ein breiter Kinnbart dazu.

    Natürlich hatte das alles einen Sinn, auch wenn man sein Konterfei vergeblich auf einem Steckbrief suchen würde. Doch die Zeit, die er nach dem großen Bürgerkrieg in Missouri verbrachte hatte, prägte sein Leben auch für die nächste Zeit. Wild Bill überlegte ernsthaft, ob er nicht das wilde, verrückte Leben in den Städten einfach aufgeben sollte und stattdessen sein Glück irgendwo auf einer kleinen Ranch oder Farm finden konnte. Die Gelegenheit schien zum Greifen nahe, als er günstig Pferde ankaufen konnte und einen seiner zahlreichen Träume damit in greifbare Nähe gerückt sah. Er würde Pferde züchten. Außerordentlich gute, kräftige Pferde, die ihm die Armee zu sehr guten Preisen abnahm.

    Wild Bill begann damit, sich ein neues Leben aufzubauen, und Oak City, der kleine, verschlafen wirkende Ort im Grenzgebiet von Texas, schien ihm dafür die ideale Grundlage zu sein. Hier könnte er sich wohlfühlen.

    Doch dann kam ihm dieser verfluchte Henry Fronwall in den Weg, wie aus heiterem Himmel. Bill war auf dem Rückweg von einer Ranch, bei der er sich einen wunderbar für seine Zwecke geeigneten Zuchthengst angesehen hatte. Guter Stimmung trat er nach der Einigung über den Kaufpreis mit seinem Besitz den Rückweg an und achtete dabei nicht sonderlich auf seine Umgebung.

    Die Zeiten waren ruhiger geworden, der große Krieg beendet, die umherstreifenden Indianerhorden weitgehend vertrieben und in anderen Gebieten angesiedelt. So mochte es ein wenig nachlässig erscheinen, wenn er nicht, wie er es sonst getan hatte, ständig kritisch seine Umgebung auf verdächtige Zeichen absuchte. Wild Bill bemerkte deshalb die großen Bussarde erst relativ spät, als er die kleine Anhöhe überwand und sich wunderte, warum diese Vögel so dicht über ihm kreisten. Erst jetzt wurde es ihm bewusst, dass er die Ursache für ihr Verhalten fast erreicht hatte.

    Da lag ein Körper lang ausgestreckt, und wenige Schritte davon entfernt graste scheinbar ganz friedlich ein Pferd.

    Bills Kopf flog herum und musterte die benachbarten Hänge, ohne jedoch etwas entdecken zu können. Er zog einen seiner beiden Revolver heraus und spannte den Hahn, richtete sich etwas im Sattel auf und lauschte. Aber das einzige Geräusch, das an seine Ohren drang, war das Graszupfen des Pferdes.

    Er hielt sein Tier an und glitt aus dem Sattel, um sich dem Körper zu nähern. Während er in leicht gebückter Haltung zu der Stelle lief, erkannte er immer mehr Einzelheiten. Das Gras ringsumher war zerstampft, als hätte es einen Kampf von Reiter zu Reiter gegeben. Ungewöhnlich, denn eine Auseinandersetzung zwischen Weißen wäre sicher auf einige Distanz mit Schusswaffen erfolgt, und an einen Indianerüberfall mochte Wild Bill nicht glauben. Er erinnerte sich nicht, in den letzten Monaten auch nur einen einzigen Indianer aus der Ferne gesehen zu haben.

    Der Mann vor ihm war tot, daran bestand kein Zweifel mehr.

    Er lag auf dem Bauch, sein Hut war ihm vom Kopf gefallen, als ihn der Schuss traf. Bill vermutete, dass er von vorn erschossen wurde, denn beim Austreten der Kugel wurde dem Mann fast der gesamte Hinterkopf weggerissen.

    Kein schöner Anblick, dazu kamen die zahlreichen brummenden, grünschillernden Fliegen, die jetzt von ihm aufstiegen.

    Bill steckte den Revolver ein und bemühte sich, den Toten auf den Rücken zu drehen, was ihm schließlich auch gelang. Aber die schreckgeweiteten, erstarrten Augen machten den Anblick des Toten nicht gerade erträglicher. Dagegen wirkte das Einschussloch in seiner Stirn eher harmlos. Jedenfalls im Vergleich zu der Austrittsstelle. Bill sah sich um, konnte aber kein Anzeichen entdecken, die ihm die Anwesenheit des Schützen verrieten.

    Der Tote trug nur ein einfaches, blaues Hemd, über der Drillichhose jedoch Chaps, am Sattelhorn hing ein Lasso, das Gewehr im Scabbard war eine einfache, nicht sehr weit tragende Waffe. Alles schien auf einen einfachen Cowboy hinzuweisen, und Bill konnte sich keinen Grund vorstellen, der diesem Mann das Leben gekostet hatte.

    Er erhob sich, um einen Blick in die Satteltaschen zu werfen, und näherte sich langsam dem weidenden Pferd, um es nicht zu verjagen. Es schnaubte einmal unwillig, blieb aber ruhig, als Bill es erreichte und einen Blick in die Satteltaschen warf. Als er nach dem in Leinen gewickelten Bündel griff, es herausnahm und schließlich öffnete, war ihm das Motiv für den Mord klar. Aber er hatte keine Zeit mehr, darüber länger nachzudenken.

    „Mein Eigentum. Und keine hastige Bewegung, mein Freund!", klang eine harte, schneidende Stimme hinter ihm.

    Verdammt! Der Kerl saß hinter den Felsen und ich Hornochse laufe hier in die Falle!, dachte Bill beim Klang der Stimme.

    „Schön langsam die Revolver herausziehen und fallen lassen. Ich habe meinen Colt genau auf deinen Hinterkopf gerichtet. Wenn du also nicht wie er enden willst, mach keinen Unsinn!", befahl der Mann, und Bill gehorchte. Er zog langsam erst den rechten, anschließend den linken Revolver aus dem Holster und ließ sie auf den Boden fallen.

    „Sehr gut, mein Freund. Ich sehe, du bist ein kluges Kerlchen! Jetzt schön langsam herumdrehen!"

    Wieder gehorchte Bill und erstarrte, als er das Gesicht seines Gegenübers erblickte.

    Allerdings hoffte er zugleich, dass der Kerl seine Reaktion nicht bemerkt hatte. Auf jeden Fall erkannte auch er ihn.

    „James Butler Hickok! Das musste ja nun nicht auch noch sein, dass ausgerechnet du mir über den Weg läufst. Pech gehabt, mein Freund, jetzt habe ich keine andere Wahl mehr, nachdem du weißt, wer den Wells-Fargo-Mann erschossen hat!"

    Bill brach der Schweiß aus und lief ihm langsam den Nacken herunter.

    Das sah nicht sonderlich gut für ihn aus, denn er wusste, dass dieser Bursche, der ihn mit dem Revolver bedrohte, in mindestens drei Staaten steckbrieflich gesucht wurde. Henry Fronwall war ein bekannter Postkutschenräuber und hatte wohl in seinem Leben schon ein halbes Dutzend Menschen bei seinen Überfällen erschossen. Bill hatte ihn einmal in Springfield fast so weit, dass er ihn festnehmen konnte – als seine Kumpane auftauchten und eine wilde Schießerei begannen, die ihm in letzter Minute die Flucht ermöglichten. Das alles schoss ihm blitzschnell durch den Kopf, und zugleich überlegte er krampfhaft, wie er aus dieser Situation lebend herauskommen sollte.

    „Hör zu, Mann, ich weiß nicht, wer du bist und was hier passiert ist. Ich habe mit der ganzen Sache nichts zu tun und bin nur auf dem Heimweg. Lass uns einen Handel machen. Ich gebe dir den Inhalt meiner Brieftasche und du lässt mich laufen. Es lohnt sich in jedem Fall für dich, denn ich habe gerade ein paar Pferde verkauft und eine Menge Dollars eingesteckt."

    Sein Gegenüber zeigte plötzlich in seinem hässlichen Gesicht, das Bill unwillkürlich an eine Spitzmaus erinnerte, ein breites Grinsen.

    „Das hört sich doch gut an! Dann werf’ mir mal die Brieftasche herüber, aber keine schnellen Bewegungen! Ich schieße sofort!"

    Damit hob er die Revolverhand etwas, und Bill sah direkt in den Lauf.

    „Keine Sorge, ich will nur friedlich nach Hause reiten!, antwortete er und senkte langsam eine Hand auf Brusthöhe. „Ich hole jetzt die Brieftasche heraus, in Ordnung?

    Der andere nickte nur und fuhr sich nervös mit der Zunge über die Lippen.

    Bill fasste in seine Innentasche, fühlte den Griff des Derringers und zog ihn zusammen mit der dünnen Lederbrieftasche heraus.

    „Hier ist sie, fang auf!", rief er und schleuderte die Brieftasche zu Fronwall hinüber. Der war dadurch abgelenkt, versuchte, sie im Flug zu fassen und erkannte nicht, dass Bill plötzlich einen doppelläufigen Derringer auf ihn richtete