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Eine Wolke im Kosmos: Science Fiction Fantasy Großband 3 Romane 4/2022
Eine Wolke im Kosmos: Science Fiction Fantasy Großband 3 Romane 4/2022
Eine Wolke im Kosmos: Science Fiction Fantasy Großband 3 Romane 4/2022
eBook326 Seiten4 Stunden

Eine Wolke im Kosmos: Science Fiction Fantasy Großband 3 Romane 4/2022

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Über dieses E-Book

Dieser Band enthält folgende SF-Abenteuer:

Aron Lubor und die Wolke des Verderbens (Harvey Patton)

Planet der Horusmenschen (Alfred Bekker/Wilfried A. Hary)

Raumschiff der Riesenspinnen (Alfred Bekker/Wilfried A. Hary

Im Jahre 3009 fliegt das Raumschiff PERENDRA XX3 im Auftrag des Irdischen Weltenbundes den kaum erforschten, 5000 Lichtjahre von der Erde entfernten Perseus-Arm der Milchstraße an. Dort trifft die Besatzung auf fremdartige Alien-Völker und Nachfahren menschlicher Kolonisten, zu denen schon vor Jahrhunderten der Kontakt abbrach. Außerdem treffen sie überall auf die Schiffe der echsenartigen Mharaav, die die Menschen als feindliche Eindringlinge betrachten.

Der Auftrag für die hundert Mann Besatzung der PERENDRA XX3 lautet, so viele Erkenntnisse wie nur irgend möglich über das unbekannte Sternengebiet zu sammeln.
Die PERENDRA XX3 steuert dazu immer wieder einzelne Planetensysteme an, wo die Besatzung Kontakt mit den dortigen Lebensformen und Kulturen aufnimmt. Außerdem sucht man nach Hinweisen auf die Herkunft der kriegerischen Mharaav, die irgendwo in den Tiefen des Perseus-Arms ihr geheimnisumwittertes Sternenreich haben.

Auf der Reise entdeckt die Crew der PERENDRA XX3 ein gigantisches Raumschiff, das in einen Gasriesen zu stürzen droht. An Bord werden Lebenszeichen angemessen, also entschließt sich Captain Dalbo zu einem Rettungseinsatz. Doch kaum hat die Truppe das fremdartige Raumschiff betreten, wird das Erkundungsteam gefangengenommen und in einen Kokon gesperrt.
SpracheDeutsch
HerausgeberAlfredbooks
Erscheinungsdatum3. Apr. 2022
ISBN9783745223514
Eine Wolke im Kosmos: Science Fiction Fantasy Großband 3 Romane 4/2022
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Autor

Alfred Bekker

Über Alfred Bekker: Wenn ein Junge den Namen „Der die Elben versteht“ (Alfred) erhält und in einem Jahr des Drachen (1964) an einem Sonntag geboren wird, ist sein Schicksal vorherbestimmt: Er muss Fantasy-Autor werden!  Dass er später ein bislang über 30 Bücher umfassendes Fantasy-Universum um  “Das Reich der Elben” schuf, erscheint da nur logisch. Alfred Bekker wurde am 27.9.1964 in Borghorst (heute Steinfurt) geboren und wuchs in den münsterländischen Gemeinden Ladbergen und Lengerich auf. Schon als Student veröffentlichte Bekker zahlreiche Romane und Kurzgeschichten und wurde Mitautor zugkräftiger Romanserien wie Kommissar X, Jerry Cotton, Rhen Dhark, Bad Earth und Sternenfaust und schrieb eine Reihe von Kriminalromanen.   Angeregt durch seine Tätigkeit als Lehrer wandte er sich schließlich auch dem Kinder- und Jugendbuch zu, wo er Buchserien wie 'Tatort Mittelalter', ‘Ragnar der Wikinger’,  'Da Vincis Fälle - die mysteriösen Abenteuer des jungen Leonardo’', 'Elbenkinder', 'Die wilden Orks', ‘Zwergenkinder’, ‘Elvany’, ‘Fußball-Internat’, ‘Mein Freund Tutenchamun’, ‘Drachenkinder’ und andere mehr  entwickelte. Seine Fantasy-Zyklen um 'Das Reich der Elben', die 'DrachenErde-Saga' ,die 'Gorian'-Trilogie, und die Halblinge-Trilogie machten ihn einem großen Publikum bekannt.  Alfred Bekker benutzte auch die Pseudonyme Neal Chadwick,  Henry Rohmer, Adrian Leschek, Brian Carisi, Leslie Garber, Robert Gruber, Chris Heller und Jack Raymond. Als Janet Farell verfasste er die meisten Romane der romantischen Gruselserie Jessica Bannister. Historische Romane schrieb er unter den Namen Jonas Herlin und Conny Walden.  Einige Gruselromane für Teenager verfasste er als John Devlin. Seine Romane erschienen u.a. bei Lyx, Blanvalet, BVK, Goldmann,, Schneiderbuch, Arena, dtv, Ueberreuter und Bastei Lübbe und wurden in zahlreiche Sprachen übersetzt., darunter Englisch, Niederländisch, Dänisch, Türkisch, Indonesisch, Polnisch, Vietnamesisch, Finnisch, Bulgarisch und Polnisch.

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    Buchvorschau

    Eine Wolke im Kosmos - Alfred Bekker

    Harvey Patton, Alfred Bekker, Wilfried A. Hary

    Eine Wolke im Kosmos: Science Fiction Fantasy Großband 3 Romane 4/2022

    UUID: c1eb4961-7808-446a-96a1-e3a42026d149

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    Inhaltsverzeichnis

    Eine Wolke im Kosmos: Science Fiction Fantasy Großband 3 Romane 4/2022

    Copyright

    Aron Lubor und die Wolke des Verderbens

    Im Kosmos der Serie 'Weg in die Galaxis' sind bisher erschienen:

    Copyright

    Die Hauptpersonen des Romans:

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    ​Planet der Horusmenschen: Raumschiff Perendra XX3 Band 1

    Raumschiff der Riesenspinnen: Raumschiff Perendra XX3 – Band 2

    Eine Wolke im Kosmos: Science Fiction Fantasy Großband 3 Romane 4/2022

    Alfred Bekker, Wilfried A. Hary, Harvey Patton

    Dieser Band enthält folgende SF-Abenteuer:

    Aron Lubor und die Wolke des Verderbens (Harvey Patton)

    Planet der Horusmenschen (Alfred Bekker/Wilfried A. Hary)

    Raumschiff der Riesenspinnen (Alfred Bekker/Wilfried A. Hary

    Im Jahre 3009 fliegt das Raumschiff PERENDRA XX3 im Auftrag des Irdischen Weltenbundes den kaum erforschten, 5000 Lichtjahre von der Erde entfernten Perseus-Arm der Milchstraße an. Dort trifft die Besatzung auf fremdartige Alien-Völker und Nachfahren menschlicher Kolonisten, zu denen schon vor Jahrhunderten der Kontakt abbrach. Außerdem treffen sie überall auf die Schiffe der echsenartigen Mharaav, die die Menschen als feindliche Eindringlinge betrachten.

    Der Auftrag für die hundert Mann Besatzung der PERENDRA XX3 lautet, so viele Erkenntnisse wie nur irgend möglich über das unbekannte Sternengebiet zu sammeln.

    Die PERENDRA XX3 steuert dazu immer wieder einzelne Planetensysteme an, wo die Besatzung Kontakt mit den dortigen Lebensformen und Kulturen aufnimmt. Außerdem sucht man nach Hinweisen auf die Herkunft der kriegerischen Mharaav, die irgendwo in den Tiefen des Perseus-Arms ihr geheimnisumwittertes Sternenreich haben.

    Auf der Reise entdeckt die Crew der PERENDRA XX3 ein gigantisches Raumschiff, das in einen Gasriesen zu stürzen droht. An Bord werden Lebenszeichen angemessen, also entschließt sich Captain Dalbo zu einem Rettungseinsatz. Doch kaum hat die Truppe das fremdartige Raumschiff betreten, wird das Erkundungsteam gefangengenommen und in einen Kokon gesperrt.

    Copyright

    Ein CassiopeiaPress Buch: CASSIOPEIAPRESS, UKSAK E-Books, Alfred Bekker, Alfred Bekker präsentiert, Casssiopeia-XXX-press, Alfredbooks, Uksak Sonder-Edition, Cassiopeiapress Extra Edition, Cassiopeiapress/AlfredBooks und BEKKERpublishing sind Imprints von

    Alfred Bekker

    © Roman by Author / COVER LUDGER OTTEN

    © dieser Ausgabe 2022 by AlfredBekker/CassiopeiaPress, Lengerich/Westfalen in Arrangement mit der Edition Bärenklau, herausgegeben von Jörg Martin Munsonius.

    Die ausgedachten Personen haben nichts mit tatsächlich lebenden Personen zu tun. Namensgleichheiten sind zufällig und nicht beabsichtigt.

    Alle Rechte vorbehalten.

    www.AlfredBekker.de

    postmaster@alfredbekker.de

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    Alles rund um Belletristik!

    Aron Lubor und die Wolke des Verderbens

    Weg in die Galaxis – Raumschiff PLUTO 12

    von Harvey Patton

    Der Umfang dieses Buchs entspricht 136 Taschenbuchseiten.

    Als der Planet Ramon im fernen Lyk-System von Schwarzen Raumern zerstört wird, überlebt eine Hand voll Ramoner die Katastrophe. In verzweifelter Lage setzen sie alles daran jene Sauerstoffwelt wiederzufinden, die nach uralten Berichten ideal für eine Besiedlung ist und nur von Halbwilden bewohnt sein soll.

    Über dem gesuchten Planeten entkommt der Humanoide Aron Lubor als einziger ihrem explodierenden Suchschiff ARIT. Mit dem Raumer gehen die Koordinaten Ramons verloren. Von Peter Lorre, dem Sohn des Besitzers der HFL-Raumschiffwerft gerettet und von Ärzten operativ auf das Seh- und Hörvermögen der Menschen umgestellt, wird Aron Lubor dessen Freund. Lorre verdankt es dem Ramoner, daß seine Raumjacht PLUTO mit dem ersten Transitionstriebwerk ausgerüstet wird, und Aron Lubor kann hoffen, mit ihr seine Heimatwelt Ramon wiederzufinden.

    Hinter dem Planet Pluto entdeckt die PLUTO einen vor 1350 Jahren teilzerstörten Kugelraumer und richtet ihn als Basis I für das Schiff ein. Wenig später stößt man im Alpha Centauri-System auf den zur selben Zeit entvölkerten Planeten Enigma (Rätsel) und neben einer gigantischen Stadt auf dem Gebirgskontinenten Mih eine intakte Defensivzentrale, die sich als Basis II anbietet.

    Die Suche nach dem Lyk-System mit seinem Planeten Ramon ist eine Kette dramatischer Abenteuer. Erst in letzter Minute werden die wenigen Überlebenden einer vom Aussterben bedrohten Rasse durch Einsatz eines alt-Ramonischen Raumers nach Kuus in Sicherheit gebracht.

    Doch nach wie vor stellen die Schwarzen Raumer der Zyklops die größte Gefahr im Spiralarm der Galaxis dar, die zuletzt vor 1350 Jahren Planeten vernichteten oder entvölkerten, bis die PLUTO die Einsatzhäfen der schwarzen Roboterschiffe entdeckt und auch den Planeten im Leerraum, auf dem die schlummernde Brut der Zyklops auf ihr Erwachen wartet. Durch das Auftauchen der PLUTO in seiner Ruhe gestört, vernichtet der Brutplanet sich selbst.

    Der Exodus der Terraner nach Enigma im Alpha Centauri nimmt seinen Anfang. Die kleine Raumjacht wird durch die größere PLUTO 2, mit Hilfe Ramonischer Ingenieure auf den höchsten Stand gebracht, abgelöst. Niemand an Bord ahnt, was ihnen die Zukunft noch bringen wird. Die Crew der PLUTO 2, nun zweiundzwanzig Personen stark, kennt nur ein Ziel, das Universum für die Terraner zu erforschen und ihr Weg führt von Stern zu Stern.

    Im Kosmos der Serie 'Weg in die Galaxis' sind bisher erschienen:

    Spur ins andere Kontinuum

    Planet der Maschinen

    Die Rebellen von G’oerr

    Jagd durch das Sol-System

    Das Cyborg-Projekt

    Herrscher über ein Dutzend Welten

    Aron Lubor und die Energiefalle

    Aron Lubor und der Sprung ins All

    Aron Lubor und die Sklavenwelt Pygma

    Aron Lubor und die Macht im Dunkeln

    Aron Lubor und das Echo aus der Vergangenheit

    Aron Lubor und die Falle im Nichts

    Aron Lubor und die vergessene Kolonie

    Aron Lubor und die Fremden

    Aron Lubor und der Ringplanet

    Aron Lubor – Gefangen im All

    Aron Lubor und der Sprung in die Vergangenheit

    Aron Lubor und die Macht der Doraner

    Aron Lubor und die Wolke des Verderbens

    Copyright

    Ein CassiopeiaPress Buch: CASSIOPEIAPRESS, UKSAK E-Books und BEKKERpublishing sind Imprints von Alfred Bekker

    © by Author / COVER ADELIND MIT PIXABAY/STEVE MAYER

    © dieser Ausgabe 2018 by AlfredBekker/CassiopeiaPress, Lengerich/Westfalen in Arrangement mit der Edition Bärenklau, herausgegeben von Jörg Martin Munsonius.

    Die ausgedachten Personen haben nichts mit tatsächlich lebenden Personen zu tun. Namensgleichheiten sind zufällig und nicht beabsichtigt.

    Alle Rechte vorbehalten.

    w ww.AlfredBekker.de

    postmaster@alfredbekker.de

    Die Hauptpersonen des Romans:

    Aron Lubor: Augenfarbe schockgrün, silberglänzendes Haar, schulterlang, hat mit seinen breiten Schultern und schmalen Hüften Ähnlichkeit mit Peter Lorre. Alter: Laut eigenen Angaben ca. 26 bis 29 Jahre. Humanoide aus dem Lyk-System vom Planeten Ramon.

    Peter Lorre: Sohn des Connor Lorre, Besitzer der HFL, der größten Raumschiffwerft der Erde, 27 Jahre alt, 1,78 groß, strohblond mit dem Aussehen eines Wikingers und 81 Kilo schwer. Er ist Inhaber der ›Großen Lizenz‹ und weltraumsüchtig. Trotz seiner Jugend schon examiniert in Kybernetik, Raumschiffbau und Astronavigation. Zuverlässig, reaktionsschnell und draufgängerisch, aber kein Supermann.

    Elaine Tacled: 23 Jahre, die attraktive Jugendfreundin Peter Lorres, schwarz und langhaarig, technisch hochbegabt, bekommt aber jedes Mal einen Wutanfall, wenn man bei Verteilung der Arbeit auf sie als Frau Rücksicht nimmt. Geht netten Männern nie aus dem Weg.

    Björn Grenell: 26 Jahre, 1,76 groß, 84 Kilo schwer, Peter Lorres Studienfreund aus den letzten Semestern. Dunkelbraunes Haar, eisgraue Augen, ein Mann der Ruhe und der Zurückhaltung und der richtige Ausgleich für Peter Lorre und Elaine Tacled.

    Icinu: Aron Lubors Frau, mit schulterlangem, silberglänzenden Haar, schockgrünen Augen, besitzt die Idealfigur einer terranischen Frau, ausgeglichener Typ mit enormen Kenntnissen der Ramonischen Technik, nach eigenen Angaben 25 Jahre alt.

    1

    »… eröffne ich hiermit die konstituierende Sitzung des Weltrates«, sagte Pjotr Lazarev feierlich in die vor dem Rednerpult aufgebauten Mikrofone.

    Der Vorsitzende der der terranischen Wehraumbehörde war in diesem Moment in allen Ländern der Erde zu sehen, denn sämtliche Videostationen des Erdballes übertrugen die feierliche Zeremonie. Zahlreiche Kameras waren in dem großen Sitzungssaal aufgebaut oder schwebten auf kleinen Antigravplatten durch den Raum. Sämtliche Objektive waren auf die bullige Gestalt des sowjetischen Diplomaten gerichtet, dessen tatkräftigem Wirken es zum großen Teil zu verdanken war, daß die Bildung dieses ersten repräsentativen Gremiums der gesamten Erde zustande gekommen war.

    Zuerst hatte es den Anschein gehabt, als solle auch dieses Vorhaben wieder, wie so viele zuvor, infolge der eigensüchtigen Interessen der sieben irdischen Machtblöcke im Sande verlaufen. Die große Wende hatte dann die Landung eines Raumschiffes der Neraga im Gelände der HFL am Großen Sklavensee in Kanada und das gewaltsame Eingreifen eines Schwarzen Raumers gebracht. Diese Ereignisse hatten viel Aufsehen erregt und die Politiker aller Seiten hatten nun begriffen, daß sie nicht mehr länger so tun konnten, als wäre die Menschheit im All allein.

    An die Anwesenheit einiger hundert Ramoner, die zumeist ihre Fähigkeiten in den Dienst der HFL gestellt hatten, hatte man sich relativ rasch gewöhnt und war darüber zur Tagesordnung übergegangen. Nun waren aber weitere Außerirdische auf der Bildfläche erschienen, und auch mit Besuchen der Doraner war zu rechnen, die die PLUTO 2 auf ihrer Welt nahe dem Zentrumskern der Milchstraße aufgesucht hatte. Mit ihnen hatte man vereinbart, daß sie Enigma, den Planeten ihrer Ahnen, in naher Zukunft aufsuchen würden. Daß man ihnen dann schon aus Höflichkeit Besuche auf Terra, das nach kosmischen Begriffen nur einen Katzensprung von Alpha Centauri entfernt war, nicht verwehren kannte, lag auf der Hand.

    Es ging einfach nicht an, daß man fremden Spezies eine Erde zeigte, die uneins und von politischen Querelen beherrscht war, das hatte Lazarev den Staatsmännern eindeutig klargemacht. Es mußte zumindest nach außen hin so aussehen, als wäre Terra eine Einheit; ein junger Planet zwar, aber doch eine Welt, mit der die älteren Spezies dieses Spiralarms ernsthaft zu rechnen hatten.

    Die Verhandlungen, die sich längere Zeit hindurch nur mühsam dahin geschleppt hatten, waren daraufhin plötzlich sehr rasch voran gekommen. Nun war es soweit, und in DaCern-City in Mexiko fand die Bildung des Weltrates statt.

    Pjotr Lazarev ließ den ostentativen Beifall der geladenen Gäste abklingen und nahm dann wieder das Wort. »Wir kommen zum ersten Punkt der Tagesordnung: Die Wahl des Vorsitzenden und seiner Stellvertreter steht auf dem Programm. Als Kandidaten für diese Ämter bewerben sich …«

    Connor Lorre, der Chef der HFL-Raumschiffwerke, der die Übertragung in seinem Bungalow am Großen Sklavensee sah, zog eine Grimasse.

    »So ein Theater!« murmelte er vor sich hin. »Diese so genannte Wahl ist ja doch nur eine Formsache, die Rollenverteilung hat unter Ausschluß der Öffentlichkeit längst schon stattgefunden. Man will den Leuten ebenso Sand in die Augen streuen, wie man es mit Besuchern von fremden Welten vorhat …«

    Auch er war als eine der bedeutendsten Persönlichkeiten der irdischen Wirtschaft dazu eingeladen worden, doch er hatte es vorgezogen, diesem Affentheater, wie er es respektlos nannte, fernzubleiben. Der grauhaarige Riese wußte genau, daß es nach dieser Einigkeit vortäuschenden Zeremonie fast im gleichen Trott weitergehen würde, wie zuvor. Zwar hatten sich die Gegensätze zwischen den Machtblöcken weitgehend abgeschliffen, aber jeder wachte eifersüchtig darüber, den Status quo zu erhalten und keinen Fingerbreit seiner Positionen aufzugeben. Zumindest so lange, wie sich nichts tat, das die Völker zum Zusammengehen einfach zwang.

    Wenn ich könnte, würde ich hier etwas nachhelfen …! dachte Connor Lorre und steckte sich eine seiner Havannas an.

    Dann sah er zu, wie die zweihundertzehn Delegierten in seltener Einmütigkeit ganz wie erwartet das schweizerische Mitglied des Rates, Dr. Andreas Utz, zum Vorsitzenden bestimmten. Mit gleicher Selbstverständlichkeit wurden der Russe Wladimir Poreschenk, der Nordamerikaner James Outstrider und der Chinese Deng Song als Stellvertreter gewählt, womit von vorn herein feststand, welche Machtblöcke in diesem Gremium die Akzente zu setzen gedachten.

    »Na, dann macht mal so weiter«, knurrte Lorre und sah zu, wie nun Dr. Utz, ein untersetzter rotgesichtiger Mann, das Rednerpodium bestieg, um seine Jungfernrede zu halten.

    2

    L’UNION DES CIEL-LABS, Geneve/Suisse

    »Dear Mr. Peter Lorre!

    We hope, you will be so kind …«

    So hatte ein Brief des oben genannten Instituts für Weltraumforschung in Genf an den Sohn des HFL-Chefs begonnen, unterzeichnet mit Dr. Utz, denn dieser war der Chef der Arbeitsgemeinschaft der Europäischen Weltraumlabors. In ihm war Peter Lorre gebeten worden, so bald wie möglich einen neuen Auftrag für das Institut zu übernehmen.

    Schon einmal hatte die PLUTO-Crew für die Union gearbeitet, als sie das Objekt Nov-33 erforschte anschließend in den Bann eines Neutronensterns geriet und durch das Para-Kontinuum in jenes System geschleudert wurde, in dem einst ein Teil der Doraner gelebt hatte, das nun aber von den Nedicurb bewohnt wurde. Es geschah nicht oft, daß Peter Zeit für solche Expeditionen fand, beim ersten Mal war zwischen der Bitte aus der Schweiz und der Durchführung fast ein Jahr vergangen. Diesmal waren es nur sechs Monate gewesen – als das Schreiben, abgegangen war, hatte Dr. Utz noch nicht einmal im Traume daran gedacht, daß er einmal Vorsitzender des Weltrates sein würde …

    Reza Katte, der kleine Astro-Experte der PLUTO 2, war es gewesen, der Peter Lorre an diesem Auftrag erinnert hatte, als es endlich einmal eine ruhige Zeit für Schiff und Besatzung gab. Aron Lubor und Björn Grenell hatten ihn unterstützt und so war das Schiff schließlich zum Objekt B-143 aufgebrochen, einem Dunkelnebel im Sternbild Adler, etwa 3000 Lichtjahre von der Erde entfernt.

    »Das verspricht ja eine ausgesprochen langweilige Angelegenheit zu werden«, hatte Elaine Tacled gemault, die das Abenteuer über alles liebte – nicht nur im Weltraum. Peter Lorre hatte nur die Schultern gehoben.

    »Das kann man von hier aus noch nicht sehen, Elaine. Im Übrigen ist unsere PLUTO ja schließlich ein Forschungsschiff, das hast du scheinbar schon ganz vergessen.«

    Eine einzige Transition hatte ausgereicht, um das Schiff bis an die vordere Grenze der Dunkelwolke zu bringen. An Bord befand sich nur die 22-köpfige Stammbesatzung, Gäste wie Orsoth Unig waren diesmal nicht mit an Bord.

    B-143 war eine sehr unregelmäßig gegliederte Wolke und wurde deshalb in den Sternkarten auch mit dem Namen Dreiteilige Höhle belegt. Sie bedeckte ein Gebiet von fast zwanzig Lichtjahren, doch es gab in ihr auch Zonen, die frei von interstellarer Materie waren. Eine solche Zone reichte von der Seite her bis zu ihrem Mittelpunkt und war vermutlich einst der Anlaß für diese Namensgebung gewesen.

    Die PLUTO 2 hatte ihre Erkundungsfahrt bei den südlichen Ausläufern der Wolke begonnen. Reza Katte und seine Gehilfen, zeitweise von Aron Lubor, Peter Lorre oder Björn Grenell unterstützt, hatten alle Hände voll zu tun. Die Spektrografen, Analysatoren, Energie-Meßgeräte und Strukturtaster waren laufend in Betrieb und lieferten immer neue Diagramme, die es zu lesen und auszuwerten galt. War man an einer Stelle fertig, ging es per Kurztransition weiter zum nächsten Meßpunkt, und dort begann alles wieder von vorn.

    Zuweilen tauchte der Raumer auch kurz in die Wolke ein, um Proben der Stoffe nehmen zu können, aus denen sie bestand.

    Man fand vornehmlich Stickstoff, Wasserstoff, Sauerstoff, Kohlenstoff und Andere in den verschiedensten, hauptsächlich gasförmigen Verbindungen. Daneben gab es eine ganze Anzahl von weiteren Elementen in Spuren und feinste Teilchen fester Materie, die zum Teil radioaktiv aufgeladen waren. Alles in allem war die Materiedichte aber so gering, daß selbst in den Gebieten stärkster Ballung kaum mehr als 1500 Atompartikel auf den Kubikzentimeter entfielen. Nur der Umstand, daß diese Wolke im Durchschnitt etwa acht Lichtjahre stark war, machte sie zu einem Objekt, das auch von der Erde aus beobachtet werden konnte.

    Eine Woche verging, in der ein Viertel der Besatzung stark beansprucht war, während sich bei den anderen die Langeweile breitzumachen begann. Für sie gab es praktisch nichts zu tun, und so wurde der Fitneßraum der PLUTO 2 stark frequentiert und die Kartenspiele erheblich abgenutzt. Doch hier fehlte der richtige Reiz, denn Spielen um Geld war an Bord strikt untersagt. So atmeten alle auf, als Peter Lorre über Interkom bekanntgab, daß man am Ende des großen Hufeisens angelangt war, wie er es infolge der Gestaltung der Dunkelwolke formulierte.

    Die Hauptarbeit war getan, die Folien und Vakuumbehälter mit Materialproben häuften sich und würden der Union auf Monate hinaus Arbeit geben. Nun galt es noch, die Wolke auf der Gegenseite zu umrunden, damit ihre genauen Ausmaße festgestellt und kartographisch erfaßt werden konnten.

    Ein Sprung über zwölf Lichtjahre wurde programmiert, Elaine Tacled und Icinu brachten das Schiff in die Transition. Als es hinter der Wolke wieder in den Normalraum zurückkam, erlebten alle eine ziemliche Überraschung.

    Auf dieser Seite fluoreszierten die Materialmassen im hellen Licht zweier Sonnen, die sich dicht vor den Grenzen der Wolke befanden und sie zum Aufleuchten brachten. Reza Katte war verblüfft, und Peter Lorre, der sich im Astro-Lab befand, pfiff durch die Zähne.

    »Wer hätte das gedacht! Wie kommt es, daß diese Sonnen nicht durch die Wolken dringen, Reza?«

    Der Astro-Experte hob die Schultern. »Vermutlich gibt es im Innern Zonen dichter Ballungen, die das einfallende Licht weitgehend absorbieren, anstatt zum Leuchten angeregt zu werden. Das kommt ganz auf die chemischen Verbindungen dieser Materie an. Wenn es dort zum Beispiel …«

    »Geschenkt, Reza«, winkte Peter ab, der keine Lust hatte, sich einen längeren Vortrag voller Spezialausdrücke anzuhören. »Wir führen jetzt die Vermessungsarbeiten durch, damit haben wir noch zwei Tage zu tun, außerdem machen wir eine Reihe von Aufnahmen, die später spektroskopisch ausgewertet werden können. Dann kann mir das Objekt B-143 gestohlen bleiben, mitsamt den beiden Sonnen.«

    »Das hast du dir so gedacht …!« murmelte oben in der Kommandozentrale Elaine Tacled vor sich hin, die über den Interkom mitgehört hatte. Sie war darin anderer Ansicht – und wenn Elaine sich etwas in den Kopf setzte, war das angeblich stärkere Geschlecht fast immer hoffnungslos unterlegen …

    3

    Minutenlanger Beifall klang durch den Sitzungssaal, als der frisch gebackene Vorsitzende des Weltrates seine Rede beendet hatte. Alles klatschte hingerissen, Dr. Utz verneigte sich dankend und verließ das Podium.

    Connor Lorre setzte das Glas mit dem Longdrink ab, und ein sarkastisches Lächeln spielte um seinen Mund. »Puh!« machte er und schüttelte den Kopf. »Alles gut und schön und richtig, was dieser Mann sagt – und zugleich so weltfremd, daß es nur aus dem Munde eines völlig unpolitischen Wissenschaftlers kommen kann. Dieser Utz mag ein hervorragender Astrophysiker sein, aber davon, wie es wirklich in der Welt zugeht, hat er keine blasse Ahnung! Ein Strohmann wie er im Buche steht, der von den anderen lediglich als Aushängeschild benutzt wird, mehr ist er kaum.«

    Nun brachten die Kameras wieder Pjotr Lazarev ins Bild, der die Sitzung weiter leitete. »Das Wort hat nun der Leiter der asiatischen Delegation und Stellvertretende Vorsitzende des Weltrates, Mister Deng Song. Darf ich bitten?«

    Deng Song nickte, erhob sich und ging mit energischen Schritten auf das Podium zu. Sein verschlossener Gesichtsausdruck, das kurz geschorene Haar und der betont einfache Anzug gaben ihm das Aussehen eines Asketen. Und doch stand hinter diesem Mann die geballte Macht der Asiatischen Föderation, die aus China, Indien und den meisten fernöstlichen Kleinstaaten gebildet war, und damit fast die Hälfte der Erdbevölkerung repräsentierte.

    Er begann zu reden und damit gleich mit einer Brüskierung der ganzen Versammlung, denn er bediente sich des Mandarin, der chinesischen Einheitssprache. Das war nicht vorgesehen, man hatte als selbstverständlich angenommen, daß er wie alle anderen sich des New-English bedienen würde, das sich seit langem als offizielle Umgangssprache aller internationalen Behörden durchgesetzt hatte.

    Es dauerte Minuten, bis endlich die Stimme eines Dolmetschers in die Übertragung eingeblendet wurde, der die Ansprache Deng Songs zu übersetzen begann. Connor Lorre saß mit verkniffenem Gesicht da, seine Gedanken waren alles andere als erfreulich.

    »Wenn das so weitergeht, dann kann sich der ganze Waltrat gleich heute begraben lassen!« knurrte er wütend.

    Der Chinese sprach eine Viertelstunde, und was er sagte, war genau das, was der Chef der HFL erwartet hatte.

    Es war im Wesentlichen eine Eloge auf die Asiatische Föderation und auf die Führungsmacht China im besonderen. Er wies darauf hin, daß seine Vorfahren die Erfinder der Rakete gewesen seien, daß sie also gewissermaßen als Pioniere der Raumfahrt anzusehen wären. Das war zwar ebenso an den Haaren herbeigezogen wie seine Behauptung, ohne die alte chinesische Kultur hätte sich die Menschheit nie zur gegenwärtigen zivilisatorischen Höhe entwickeln können, doch er trug es so vor, daß man ihm ansah, daß er selbst daran glaubte. Auch der Hinweis auf die großen sozialistischen Errungenschaften Asiens fehlte nicht; auch nicht der, daß seine Föderation dar bei weitem größte Machtfaktor der Welt sei und darum dazu berufen, bei der Vertretung der Erdbevölkerung gegenüber außerirdischen Wesen die führende Rolle zu spielen.

    Sparsamer Beifall geleitete ihn vom Podium, nur die Delegierten Asiens klatschten wie besessen. Kaum jemand im Saal hatte außer ihnen seine Worte verstanden, aber die meisten konnten sich ihren Inhalt auch so vorstellen.

    »Pioniere der Raumfahrt – pah!« sagte Lorre und stieß seine Zigarre in den Aschenbecher. »Jahrzehntelang haben die sich nur auf den Bau von Interkont-Raketen mit Atomköpfen spezialisiert; heute haben sie weniger Raumschiffe als das kleine Europa, und wie groß ihre Errungenschaften sind, zeigt die Tatsache, daß ihr Lebensstandard noch unter dem der Südamerikanischen Union liegt! Und die wollen die erste Geige spielen …«

    Indessen hatte der Chef der TERRA STATES den nächsten Redner aufgerufen, seinen Landsmann Wladimir Poreschenk. Dieser sprach ein etwas hartes, aber gut verständliches Neu-Englisch und wirkte mit seiner Körperfülle und dem roten runden Gesicht wie ein gemütlicher Hausvater alter Prägung. Connor Lorre schenkte sich einen neuen Drink ein, lehnte sich zurück und lauschte, auch diesmal mit einiger Skepsis, auf die Ausführungen des Vertreters der Sozialistischen Union, deren Führungsmacht die Sowjetunion war.

    4

    »Na, wie sieht es aus?« fragte Aron Lubor, als er das Astro-Lab der PLUTO 2 betrat. Reza Katte und seine beiden Gehilfen Nodal Evan und Nain Wong waren so in ihre

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