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Die Patientin, die ihr Kind verschenkte: Arztroman
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eBook131 Seiten1 Stunde

Die Patientin, die ihr Kind verschenkte: Arztroman

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Über dieses E-Book

Arztroman von A. F. Morland

Der Umfang dieses Buchs entspricht 101 Taschenbuchseiten.

Ellen Werth - die liebenswerte junge Frau - wird während ihrer Schwangerschaft von Dr. Kayser betreut. Alles scheint ohne Komplikationen zu verlaufen - bis Ellen eines Tages viel zu früh Wehen bekommt und Dr. Kayser das Geheimnis ihres Lebens erfährt.

Petra Brendler ist Ellens Schwester und sehr unglücklich darüber, dass sie selbst kein Kind bekommen kann, obwohl sie und ihr Mann sich sehnlichst Nachwuchs wünschen. Entsetzt muss sie miterleben, dass Ellen überstürzt in die Seeberg-Klinik eingeliefert wird und ihr Leben an einem seidenen Faden hängt. Dr. Kayser kennt die beiden Schwestern schon seit Jahren. Er weiß um Ellens Träume und unerfüllte Sehnsüchte, er kennt Petras größten Wunsch - den nach einem Kind. Doch als er von Ellens Plänen erfährt, ist Sven Kayser fassungslos …
SpracheDeutsch
HerausgeberAlfredbooks
Erscheinungsdatum23. Feb. 2019
ISBN9783745208160
Die Patientin, die ihr Kind verschenkte: Arztroman
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Autor

A. F. Morland

A. F. Morland schrieb zahlreiche Romane und ist der Erfinder der Serie Tony Ballard.

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    Buchvorschau

    Die Patientin, die ihr Kind verschenkte - A. F. Morland

    Die Patientin, die ihr Kind verschenkte

    Arztroman von A. F. Morland

    Der Umfang dieses Buchs entspricht 101 Taschenbuchseiten.

    Ellen Werth – die liebenswerte junge Frau – wird während ihrer Schwangerschaft von Dr. Kayser betreut. Alles scheint ohne Komplikationen zu verlaufen – bis Ellen eines Tages viel zu früh Wehen bekommt und Dr. Kayser das Geheimnis ihres Lebens erfährt.

    Petra Brendler ist Ellens Schwester und sehr unglücklich darüber, dass sie selbst kein Kind bekommen kann, obwohl sie und ihr Mann sich sehnlichst Nachwuchs wünschen. Entsetzt muss sie miterleben, dass Ellen überstürzt in die Seeberg-Klinik eingeliefert wird und ihr Leben an einem seidenen Faden hängt. Dr. Kayser kennt die beiden Schwestern schon seit Jahren. Er weiß um Ellens Träume und unerfüllte Sehnsüchte, er kennt Petras größten Wunsch – den nach einem Kind. Doch als er von Ellens Plänen erfährt, ist Sven Kayser fassungslos …

    Copyright

    Ein CassiopeiaPress Buch: CASSIOPEIAPRESS, UKSAK E-Books und BEKKERpublishing sind Imprints von Alfred Bekker

    © by Author /COVER MARA LAUE

    © dieser Ausgabe 2019 by AlfredBekker/CassiopeiaPress, Lengerich/Westfalen in Arrangement mit der Edition Bärenklau, herausgegeben von Jörg Martin Munsonius.

    Die ausgedachten Personen haben nichts mit tatsächlich lebenden Personen zu tun. Namensgleichheiten sind zufällig und nicht beabsichtigt.

    Alle Rechte vorbehalten.

    www.AlfredBekker.de

    postmaster@alfredbekker.de

    1

    Ellen Werth betrat die Grünwalder Arztpraxis mit einer riesigen Bonbonniere in der Hand. Erlesenste Köstlichkeiten aus allerbester Schweizer Schokolade. Die beiden Arzthelferinnen Gudrun Giesecke und Marie-Luise Flanitzer machten große Augen.

    „Wat is denn dat?", fragte die grauhaarige Schwester Gudrun, eine gebürtige Berlinerin.

    „Das ist für Sie beide", antwortete Ellen Werth und überreichte den Schwestern das süße Präsent.

    Die grauhaarige Gudrun sah ihre viel jüngere Kollegin an. „Muss man dat als Bestechung ansehen? Sie stieß ihr den Ellenbogen leicht in die Seite. „Wat meenste, Marie-Luise?

    „Keine Sorge, sagte die schwangere Patientin. „Ich rechne mit keiner Sonderbehandlung, möchte nicht vor allen anderen Patienten drangenommen werden, und bin ganz bestimmt auf keine wie immer gearteten Vergünstigungen scharf.

    „Also keene Bestechung", stellte Schwester Gudrun lächelnd fest.

    „Keine Bestechung", bestätigte Ellen Werth.

    Gudrun sah ihre Kollegin wieder an. „Dann – denke ick – können wa dat Jeschenk ohne schlechtes Jewissen annehmen."

    Ellen Werth nickte. „Das können Sie."

    „Nun, denn bedanke ick mir janz herzlich im Namen der jesamten Belegschaft" , sagte Gudrun Giesecke mit freudig leuchtenden Augen.

    Obwohl dies Marie-Luise Flanitzer mit einschloss, bedankte diese sich gesondert für die süße Spende.

    „Sieh dir an, wat da alles drin is, Marie-Luise, seufzte die Berlinerin, während sie die auf dem Deckel der Pralinenpackung abgebildeten Meisterwerke der Schweizer Konfiseriekunst begeistert betrachtete. „Ick werde platzen. Und du wirst so viel zunehmen, dat deine Waaje Bitte nich zwee uff eenmal ächzt, wenn du dich druff stellst.

    Ellen Werth wies auf die elegante Konfektschachtel. „Ich hab’ sie nicht gekauft. Ein Kunde hat sie mir geschenkt, und da ich in der Schwangerschaft ohnedies schon reichlich zugelegt habe, möchte ich nicht noch runder werden." Sie strich mit beiden Händen über ihren Bauch; sie war im siebten Monat.

    „Sehr vernünftig, lobte Gudrun Giesecke. „Schwester Marie-Luise und ick tun Ihnen jenau jenommen einen Jefallen, wenn wir dat Jeschenk annehmen, sehe ick dat richtig?

    „Völlig richtig. Ellen Werth nickte bestätigend. „Was ich nicht im Haus habe, kann mich nicht in Versuchung bringen.

    „Weg mit der Bonbonniere, Marie-Luise. Schwester Gudrun schob der Kollegin die Schachtel unter den Arm. „Sonst müssen wa mit dem Chef teilen, wenn er se sieht. Sie schmunzelte. „Quatsch. Er könnte natürlich wat abhaben, aber ick möchte nich, dat er mit mir meckert, wenn er mir mit dieser fein verpackten Kalorienbombe sieht."

    Ellen Werth begab sich ins Wartezimmer. Ein weißhaariger Patient sah von der Illustrierten auf, in der er las. Die Schwangere grüßte. Der alte Mann nickte und grüßte zurück. Ellen setzte sich schwerfällig und nahm sich ebenfalls eine Illustrierte.

    Es dauerte nicht lange, bis sich die Tür zu Dr. Kaysers Sprechzimmer öffnete und eine kleine, rundliche Frau herauskam.

    Der Grünwalder Arzt bat den weißhaarigen Patienten zu sich, und Ellen war eine Weile allein. Das Kind in ihrem Bauch fing an zu strampeln.

    Sie zuckte manchmal heftig zusammen, zog die Luft scharf ein und stöhnte: „Uh, nicht so doll."

    Ellen trug ein hübsches Umstandskleid, in dem ihr Bauch reichlich Platz hatte. Sie war vierundzwanzig und seit einem Jahr verheiratet.

    Ihr Haar war lang und blond und umrahmte ein engelhaftes Gesicht. Aber sie war kein Engel. Jedenfalls fühlte sie sich nicht wie einer. Sie fand, dass sie eine ganz normale Frau war. Nichts Besonderes. Einfach nur eine Frau mit Vorzügen und Schwächen, guten und schlechten Eigenschaften, wie sie jede andere Frau auch hatte.

    Thorsten, ihr Mann, war Vertreter. Er bereiste ganz Deutschland, war viel unterwegs – und Ellen war dadurch viel allein. Manchmal, wenn sie sich ganz besonders einsam fühlte, fragte sie sich, ob sie die richtige Wahl getroffen hatte. Sie kam sich hin und wieder wie ein Single vor. Ein verheirateter Single. Wie paradox!

    Eine Mutter betrat mit ihren beiden Kindern das Wartezimmer. Sie sprach flüsternd mit ihnen, setzte sich und holte ihr Strickzeug aus der großen Handtasche.

    Als ein Ehepaar in mittleren Jahren ins Wartezimmer kam, verabschiedete sich Dr. Sven Kayser von dem weißhaarigen Patienten und forderte Ellen auf, einzutreten.

    Sie legte die Illustrierte weg und stand auf. Der Grünwalder Arzt gab ihr die Hand und fragte freundlich: „Wie geht es Ihnen, Frau Werth?"

    „Normal, gab Ellen zur Antwort. „Den Umständen entsprechend.

    Dr. Kayser schloss die Tür und forderte die Schwangere auf, sich zu setzen. „Mit der morgendlichen Übelkeit ist es vorbei?"

    „Schon lange."

    „Sie befinden sich seit einem Monat in der Belastungsphase", sagte der Allgemeinmediziner und Geburtshelfer.

    „Das spüre ich ganz deutlich. Ellen stemmte ihre Hände ins Kreuz. „Manchmal tritt mich mein Baby so kräftig, als hätte es etwas gegen mich. Vorhin erst wieder, draußen im Wartezimmer … Und dabei ist es nicht einmal ein Junge, der sich auf eine Fußballerkarriere vorbereitet, sondern ein Mädchen.

    „Haben Sie schon einen Namen für die Kleine?", erkundigte sich Sven Kayser.

    „Mein Mann möchte sie Sandra nennen."

    „Ein hübscher Name."

    „Mir würde Melanie besser gefallen, aber wir werden sie wohl auf den Namen Sandra taufen lassen."

    Dr. Kayser untersuchte die Patientin gründlich. Während der Ultraschalluntersuchung gab sich Sandra ganz friedlich. Sie lutschte an ihrem Daumen und war ein artiges Baby.

    „Was wollen Sie?, sagte der Grünwalder Arzt lächelnd. „Die Kleine ist doch sehr brav.

    „Ja, jetzt. Aber wenn sie ihre Turnstunde hat …" Ellen verdrehte die Augen.

    „In zwei Monaten ist es ausgestanden, tröstete Dr. Kayser die Patientin. „Dann liegt Ihr Baby in seiner Wiege und wird Ihnen sehr viel Freude machen.

    Ellen Werth sah nicht so aus, als würde sie ihm das glauben. Nachdem sie sich angezogen hatte und wieder auf dem Patientenstuhl saß, sah der Grünwalder Arzt sie prüfend an. „Darf ich Sie was fragen, Frau Werth?"

    „Was?"

    „Freuen Sie sich auf das Baby?"

    „Warum möchten Sie das wissen?", fragte Ellen ernst zurück. Andere werdende Mütter hätten nicht auf diese Weise geantwortet.

    Dr. Kayser hob die Schultern. „Ich habe, ehrlich gesagt, nicht den Eindruck, dass Sie sich freuen."

    Ellen schwieg.

    „Haben Sie irgendwelche Probleme, Frau Werth?"

    Ellen sagte nichts.

    „Sie wissen, Sie können mit mir über alles reden."

    Ellen schlug die Augen nieder, presste die Lippen zusammen und schüttelte – scheinbar trotzig – den Kopf. „Da ist nichts, worüber ich mit Ihnen reden möchte, Herr Doktor", erwiderte sie mit leiser Stimme.

    ,,Ist mit

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