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Dämonenhasser Tony Ballard - Neue Abenteuer 18 - Zwei Horror-Romane
Dämonenhasser Tony Ballard - Neue Abenteuer 18 - Zwei Horror-Romane
Dämonenhasser Tony Ballard - Neue Abenteuer 18 - Zwei Horror-Romane
eBook206 Seiten2 Stunden

Dämonenhasser Tony Ballard - Neue Abenteuer 18 - Zwei Horror-Romane

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Über dieses E-Book

Dieser Band enthält zwei neue Abenteuer mit Tony Ballard aus der Feder von A.F.Morland:

Die Vergessene

Der greise Hehler hustete sich die halbe Lunge aus dem Leib. Sie betraten das Höllenhaus - und hatten augenblicklich das Gefühl, in eine andere Welt gelangt zu sein. Unbegreifliches und Unbeschreibliches empfing sie - vom Gefühl her. Optisch schien jedoch alles in Ordnung zu sein. Trevor Sizemore drehte sich einmal um die eigene Achse. Obwohl das unheimliche Gebäude schon so lange leer stand, lag nirgendwo Staub...

Die Brutstätte des Bösen

Loxagon, dessen Vater, Asmodis, ihn mit einer Schakalin namens Karsha gezeugt hatte, starrte mich voller Feindseligkeit und Verachtung an. Er hatte große Ähnlichkeit mit seinen beiden Elternteilen - sowohl mit dem Höllenfürsten als auch mit der Schakalin. "Dämonenhasser!", knurrte er. - "Was willst du denn hier?", schnauzte ich ihn an. - "Mir gehört dieses Haus." - "Dir?" - "Der Hölle - und somit mir." - "Ich werde deiner Teufelsklinik den Garaus machen", kündigte ich an. - Loxagon verzog sein behaartes, dreieckiges Gesicht, das nach unten spitz zulief, zu einem breiten, widerlichen Grinsen. "Du hast dir viel vorgenommen, Tony Ballard. Zu viel, wenn du mich fragst ..."
SpracheDeutsch
HerausgeberAlfredbooks
Erscheinungsdatum30. Aug. 2021
ISBN9783745218237
Dämonenhasser Tony Ballard - Neue Abenteuer 18 - Zwei Horror-Romane
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Autor

A. F. Morland

A. F. Morland schrieb zahlreiche Romane und ist der Erfinder der Serie Tony Ballard.

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    Buchvorschau

    Dämonenhasser Tony Ballard - Neue Abenteuer 18 - Zwei Horror-Romane - A. F. Morland

    Dämonenhasser Tony Ballard - Neue Abenteuer 18 - Zwei Horror-Romane

    A. F. Morland

    Dieser Band enthält zwei neue Abenteuer mit Tony Ballard aus der Feder von A.F.Morland:

    Die Vergessene

    Der greise Hehler hustete sich die halbe Lunge aus dem Leib. Sie betraten das Höllenhaus – und hatten augenblicklich das Gefühl, in eine andere Welt gelangt zu sein. Unbegreifliches und Unbeschreibliches empfing sie - vom Gefühl her. Optisch schien jedoch alles in Ordnung zu sein. Trevor Sizemore drehte sich einmal um die eigene Achse. Obwohl das unheimliche Gebäude schon so lange leer stand, lag nirgendwo Staub...

    Die Brutstätte des Bösen

    Loxagon, dessen Vater, Asmodis, ihn mit einer Schakalin namens Karsha gezeugt hatte, starrte mich voller Feindseligkeit und Verachtung an. Er hatte große Ähnlichkeit mit seinen beiden Elternteilen – sowohl mit dem Höllenfürsten als auch mit der Schakalin. „Dämonenhasser!, knurrte er. - „Was willst du denn hier?, schnauzte ich ihn an. - „Mir gehört dieses Haus." - „Dir?" - „Der Hölle – und somit mir. - „Ich werde deiner Teufelsklinik den Garaus machen, kündigte ich an. - Loxagon verzog sein behaartes, dreieckiges Gesicht, das nach unten spitz zulief, zu einem breiten, widerlichen Grinsen. „Du hast dir viel vorgenommen, Tony Ballard. Zu viel, wenn du mich fragst ..."

    Copyright

    Ein CassiopeiaPress Buch: CASSIOPEIAPRESS, UKSAK E-Books, Alfred Bekker, Alfred Bekker präsentiert, Casssiopeia-XXX-press, Alfredbooks, Uksak Sonder-Edition, Cassiopeiapress Extra Edition, Cassiopeiapress/AlfredBooks und BEKKERpublishing sind Imprints von

    Alfred Bekker

    © Roman by Author / Titelbild: Werner Öckl

    © dieser Ausgabe 2021 by AlfredBekker/CassiopeiaPress, Lengerich/Westfalen in Arrangement mit der Edition Bärenklau, herausgegeben von Jörg Martin Munsonius.

    Die ausgedachten Personen haben nichts mit tatsächlich lebenden Personen zu tun. Namensgleichheiten sind zufällig und nicht beabsichtigt.

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    Alles rund um Belletristik!

    Die Vergessene

    ​A.F.Morland

    Es ist niemals klug, schlafendes Unheil zu wecken, doch woher hätten Trevor Sizemore und Wyatt Simms ahnen sollen, dass sie das schon bald tun würden?

    Wenn sie bekifft waren – und das waren sie sehr oft -, kamen ihnen immer wieder die verrücktesten Ideen. Und so nahm das Verderben seinen Lauf ...

    „Ich bin mal wieder klamm", sagte Sizemore. Er zupfte seine Hosentaschen heraus und zeigte, wie deprimierend leer sie waren.

    Simms – rothaarig und sommersprossig wie ein Ire - kicherte, weil er stets alles lustig fand, was sein Kumpel sagte, wenn er eingeraucht war. „Bist du doch immer."

    Sizemore stopfte seine Taschen wieder in die Hose. „Wir müssen was dagegen unternehmen."

    Simms nickte. „Okay. Ich bin dabei. Was stellst du dir vor?"

    „Wir überfallen Brendan Ashmore und rauben ihn aus."

    „Den Hehler?"

    „Warum nicht?"

    Simms kicherte wieder blöd. „Ja, warum eigentlich nicht?"

    *

    Ich stand auf unserer Penthouse-Terrasse, mit einem Glas Pernod – selbstverständlich pur - in der Hand, und ließ nachdenklich meinen Blick über das nasse Dächermeer von Belgravia schweifen. Es hatte vor kurzem geregnet. Jetzt schien die Sonne vom unbefleckten blauen Himmel.

    Als wären da nie Wolken gewesen. Das ist typisch für London. Mal so, mal so. Man kann sich nie darauf verlassen, dass man nicht nass wird, wenn man bei Sonnenschein aus dem Haus geht. Mein Handy klingelte.

    „Ballard."

    Eine angenehme, wohlklingende Frauenstimme fragte: „Spreche ich mit Mr. Tony Ballard persönlich?"

    „Das tun Sie."

    „Wunderbar."

    „Ich brauche nichts und kaufe nichts", stellte ich gleich klar.

    „Oh, ich möchte Ihnen nichts verkaufen, Mr. Ballard, versicherte mir die bestens geschulte Lady. „Es geht um eine Umfrage ...

    „Und zum Schluss werden Sie dann doch versuchen, mir etwas anzudrehen, fiel ich ihr trocken ins Wort. „Kürzen wir die Farce einfach ab, okay?, schlug ich vor. „Vielen Dank für Ihren Anruf. Versuchen Sie Ihr Glück woanders. Ich wünsche Ihnen viel Erfolg und einen schönen Tag." Damit legte ich auf und leerte mein Glas mit einem raschen Ruck.

    „Warum so unfreundlich?", fragte Vicky hinter mir.

    Ich drehte mich um. Die Sonne verwandelte ihr schulterlanges blondes Haar in pures Gold und ihre veilchenblauen Augen strahlten heute besonders intensiv. Ihr Lächeln machte sie über alle Maßen attraktiv. Die ganze Welt musste sie dafür lieben.

    „Weil diese so genannten seriösen Umfragen neuerdings so nervig zunehmen, dass mir bereits jeder Hang zur Höflichkeit abhanden gekommen ist, knurrte ich. „Es vergeht ja kaum noch ein Tag, an dem ich nicht von diesen genialen Verkaufsstrategen belästigt werde.

    „Sie machen bloß ihren Job", erwiderte meine Frau verständnisvoll.

    „Meinetwegen, gab ich zurück. „Ist mir recht. Aber bitte nicht bei mir.

    Vicky trug ein bunt bedrucktes knielanges Seidenkleid, das ihre atemberaubende Figur sanft umschmeichelte. Sie sah bezaubernd aus, kam langsam auf mich zu und küsste mich liebevoll. Ich begann zu schmelzen und umarmte sie. Mehr Zärtlichkeiten waren uns dann aber leider nicht gegönnt, weil in diesem Moment jemand an der Tür läutete.

    Vicky löste sich von mir. „Ich geh schon."

    Sie verließ die Terrasse und kam mit Mr. Silver zurück.

    „Hallo, Nachbar, was gibt’s?", erkundigte ich mich.

    Der Ex-Dämon runzelte die Stirn. Irgendetwas schien ihn zu beunruhigen. „Nichts Gutes, fürchte ich, Tony."

    Ich sah den Hünen mit den Silberhaaren gespannt an. „Was ist passiert?"

    „Wartoc ..."

    Mir schoss Kälte in die Brust. „Was ist mit ihm?"

    Der Silberdämon ließ ratlos die Schultern hängen. „Wenn ich das bloß wüsste."

    „Hat er gesundheitliche Probleme?"

    „Er benimmt sich so seltsam, zeichnet wie besessen, schmiert ein Blatt nach dem andern voll."

    „Das muss ich sehen", sagte ich und ging mit Vicky und dem Hünen nach nebenan.

    *

    Der Grund, weshalb Trevor Sizemore an chronischer Geldnot litt, war die wunderschöne Julia Lewitt. Jeder hatte sie haben wollen. Er hatte sie bekommen – leider, wie sich im Nachhinein herausgestellt hatte.

    Sie hatte ihm den Kopf verdreht. Das war für sie nicht schwierig gewesen. Er hatte sie geschwängert. Das war für ihn auch kein Problem gewesen.

    Aber er hätte sie nicht heiraten sollen, denn sie hatten überhaupt nicht zueinander gepasst. Und damit hatten die Schwierigkeiten begonnen.

    Streit. Prügel. Versöhnung ... Streit. Prügel. Versöhnung ... Streit. Prügel. Versöhnung. Scheidung ... Nach nur einem Jahr war Trevor Sizemor wieder Single gewesen, und Julia Lewitt hatte ihn mithilfe eines fuchsschlauen Scheidungsanwalts nach allen Regeln der Kunst abgezockt.

    Wenn sein bester Freund aus frühester Jugend, Wyatt Simms, ihn nicht bei sich aufgenommen hätte, wäre er auf der Straße verrottet.

    Und das mit nur zwanzig Jahren. Er hasste den mit der Scheidung einhergehenden immerwährenden Kampf gegen seine lästige Geldknappheit.

    Kaum hatte er ein bisschen was beisammen, stand schon wieder eine Unterhaltszahlung vor der Tür und plünderte gnadenlos sein mageres Sparschwein.

    Das würde sich wohl nie mehr ändern, wenn er nicht endlich einmal mehr abstaubte, als immer nur das bisschen, das bei den kleinen Einbrüchen so rumkam, die er mit seinem gleichaltrigen Kumpel verübte.

    Ein großes Ding mit einem Ertrag, der sie etwas länger über Wasser hielt, war ihnen bis jetzt noch nicht geglückt. Doch das sollte sich ändern.

    Der alte, schlitzohrige Hehler hatte sie lange genug über den Tisch gezogen. Jedes Mal, wenn sie ihm ihre Sore angeboten hatten, hatte er sie mit lächerlich geringen Summen abgespeist. Mehr könne er leider nicht zahlen, hatte er stets mit höchstem Bedauern und weinerlicher Miene gesagt, als würden sie ihm schrecklich leid tun.

    Es war Zeit, dass sie sich von ihm holten, was ihnen zustand. Sein Safe war angeblich zum Bersten voll mit Geld. Sie mussten ihn nur knacken.

    Da sie nicht die Absicht hatten, Brendan Ashmore umzulegen, kauften sie zwei giftgrüne Grinch-Masken, damit er ihnen hinterher keine Schwierigkeiten machen konnte.

    An die Bullen hätte er sich zwar bestimmt nicht gewandt, denn das waren schließlich jedes Hehlers natürliche Feinde, aber Brendan Ashmore hatte in der Unterwelt eine Menge guter Freunde – vom einfachen Trickdieb bis zum versierten Berufskiller -, die ihm aus den unterschiedlichsten Gründen einen Gefallen schuldeten, und wenn er ein Mitglied der letzteren Berufsgruppe um Hilfe gebeten hätte, hätten sich Sizemore und Simms schon sehr bald die Radieschen von unten angesehen. Dass sie das nicht wollten, war klar. Niemand möchte das. Brendan Ashmore wohnte neben einem Höllenhaus.

    So nannte der Volksmund das große, graue, finstere, verlassene Gebäude, das einmal ein Nervensanatorium – eine „Irrenanstalt" - gewesen war.

    Der Aufenthalt in diesem Haus der Schande war für die bedauernswerten geisteskranken Patienten die Hölle gewesen, denn das grausam-perverse Personal hatte sie gepeinigt, gedemütigt, gequält, geschlagen, gefoltert und manchmal sogar getötet. Schreckliche, abartige Dinge waren in dieser Anstalt des Grauens, die, so sagte man im Geheimen, von Teufeln und Dämonen geleitet worden war, vorgefallen. Unglaubliches. Unvorstellbares. Bluttriefendes.

    Da jedoch die grausigen Behauptungen niemals bewiesen werden konnten, hatte auch niemand etwas dagegen unternommen. Irgendwann war die Anstalt des Schreckens dann aufgegeben und die verrückten Insassen auf andere Kliniken aufgeteilt worden. Warum sich das Teufels-Personal aus dieser Anstalt zurückgezogen hatte, kam nie heraus.

    Seitdem stand das Gebäude in Brendan Ashmores unmittelbarer Nachbarschaft leer und war dem Verfall preisgegeben. Es hielt sich seit Jahren ein nicht offizielles Gerücht, wonach es in der Anstalt spukte.

    Den alten Hehler kümmerte das jedoch nicht. Er hatte nicht die Absicht, in das Haus einzubrechen und sich dahingehend Gewissheit zu verschaffen.

    Solange die – unbestätigten - Geister drüben blieben und ihn nicht behelligten, hatte er keine Veranlassung, etwas gegen sie zu unternehmen.

    Abgesehen davon, dass er gar nicht gewusst hätte, wie man solche gruseligen Umtriebe bekämpfte und verhinderte. Als sich Trevor Sizemore und Wyatt Simms bewaffnet und maskiert bei ihm Einlass verschafften, saß er in seinem Büro, an einem Schreibtisch aus dunkler Mooreiche, vor seinem geöffneten Notebook und skypte mit Anatol Ionescu, einem rumänischen Geschäftspartner. Es ging um wertvolle Ikonen, die bis vor kurzem in einem düsteren Karpaten-Schloss gehangen hatten.

    Heiße Ware. Und das drückte natürlich auf den Preis. Dementsprechend niedrig war Brendan Ashmores Angebot. So niedrig, dass der kahlhäuptige Rumäne fragte: „Wollen Sie mich beleidigen, Brendan?"

    „Nichts liegt mir ferner als das, Anatol, gab der weißhaarige Brite so aufrichtig wie möglich zurück. Er war trotz seiner siebzig Jahre noch immer verflixt hell im Kopf, wenn es um profitable geschäftliche Abschlüsse ging. Seine Unschuldsmiene war sehenswert. Er legte die runzeligen Hände auf seine Brust und fuhr scheinheilig fort: „Für Sie sind die Dinger doch so gut wie wertlos. Sie können sie in ganz Rumänien niemandem anbieten. Und ich weiß auch nicht, ob ich hier einen Käufer dafür finden werde. Wenn ich Ihnen die Ikonen abnehme, tue ich das aus reiner Freundschaft. Weil Sie mir sympathisch sind. Ich gehe damit ein hohes Risiko ein. Vielleicht bleibe ich auf der Ware sitzen. Von einem solchen Verlust würde ich mich sehr lange nicht erholen, deshalb muss ich ihn so niedrig wie möglich halten.

    „Ehe ich Ihren Preis akzeptiere, verbrenne ich die Kultbilder lieber."

    „Ach, kommen Sie, Anatol, das können Sie doch nicht machen. Man zerstört keine Kunstwerke, die Menschen vor langer Zeit mühsam geschaffen haben."

    „Dann machen Sie mir ein vernünftiges Angebot, verlangte der glatzköpfige Rumäne. „Ich habe noch ein anderes Eisen im Feuer.

    „Meinen Sie Ihren Landsmann in New York?"

    „Vielleicht."

    „Sie scheinen nicht auf dem Laufenden zu sein, mein Lieber. Brendan Ashmore lächelte in die Webcam. „Der gute Nicolae Bakdasch hat sich aus dem Geschäft zurückgezogen.

    „Das ist nicht wahr, widersprach Anatol Ionescu. „Er hat mich kürzlich hier in Bukarest besucht.

    „Wann genau?"

    „Vor drei Monaten", antwortete Ionescu.

    „Und vor zwei Monaten hatte er einen schweren Schlaganfall, kann nicht mehr reden, nicht mehr gehen, liegt im Bett und scheißt und pisst in seine Windeln. Sie können das gerne nachprüfen, wenn Sie mir nicht glauben. Vielleicht ist er inzwischen bereits tot. Meine Information ist schon ein paar Tage alt."

    Während das Feilschen noch eine Weile weiterging, bis die Geschäftsmänner sich auf einen Preis geeinigt hatten, mit dem beide einigermaßen leben konnten, ließen Trevor Sizemore und Wyatt Simms erkennen, dass sie als Einbrecher doch nicht ganz so unbegabt waren, wie es manchmal den Anschein hatte. Sie gelangten in das Haus des Hehlers, ohne dass er es mitbekam. Brendan Ashmore trennte die Skype-Verbindung, klappte den Laptop zu, erhob sich und rieb sich erfreut die Hände. Er konnte mit dem ausgehandelten Deal mehr als zufrieden sein.

    Gemächlichen Schrittes verließ er sein Büro und riss im nächsten Moment erschrocken seine alten Augen auf. Zwei mit schweren Pistolen bewaffnete Kerle standen vor ihm. Sie trugen Grinch-Masken.

    *

    Seit einiger Zeit machte uns der Mensch-Dämon Professor Mortimer Kull, der wohl größenwahnsinnigste Wissenschaftler aller Zeiten, wieder das Leben schwer.

    Der gottverfluchte Bursche war ungemein intelligent, extrem bösartig, grausam und von einem abartigen Forschungsdrang beseelt. Sein verbrecherischer Pioniergeist kannte keine Grenzen. Er war – leider – ein Genie.

    Es gab nur wenige Feinde, die noch gefährlicher waren als er. Loxagon zum Beispiel. Und Mago, der Schwarzmagier und Jäger abtrünniger Hexen.

    Deshalb war es auch nicht verwunderlich, dass er mit Letzterem ein Bündnis anstrebte, zu dem es aber meines Wissens noch nicht gekommen war.

    Professor Mortimer Kull wollte sich so breit wie möglich aufstellen. Mit seiner Organisation des Schreckens, kurz OdS genannt, deren Stützpunkte über den ganzen Globus verteilt waren. Mit Mago und seinen Schergen. Mit dem Ober-Ghoul Gaddol. Und mit dessen rechter Hand Smarrax.

    Seine widerliche Höllenhörigkeit war ekelerregend. Niemand buhlte so sehr um Loxagons Gunst wie er. Es war zum Kotzen, mit welch hündischer Unterwürfigkeit er dem Herrscher im Reich der Verdammnis bei jeder sich bietenden Gelegenheit in den Arsch kroch.

    Immerhin hatte ihm dieses abstoßende Verhalten den

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