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Mord vor ausverkauftem Haus Berlin 1968 Kriminalroman Band 20
Mord vor ausverkauftem Haus Berlin 1968 Kriminalroman Band 20
Mord vor ausverkauftem Haus Berlin 1968 Kriminalroman Band 20
eBook195 Seiten2 Stunden

Mord vor ausverkauftem Haus Berlin 1968 Kriminalroman Band 20

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Mord vor ausverkauftem Haus

Berlin 1968 Kriminalroman Band 20

von Tomos Forrest



Der Umfang dieses Buchs entspricht 166 Taschenbuchseiten.



Alles scheint drunter und drüber zu gehen in dem kleinen, aber feinen Theater in der Kantstraße. Erst geht es um einen Giftanschlag, dann wird eine junge, attraktive Schauspielerin durch einen herabstürzenden Scheinwerfer getötet. Unfall? Mord? Bernd Schuster muss mit dem Ensemble auf Tournee gehen, aber auch Franziska hat in diesem Fall eine ganz besondere Rolle übernommen…
SpracheDeutsch
HerausgeberAlfredbooks
Erscheinungsdatum14. Juni 2021
ISBN9783745215625
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    Mord vor ausverkauftem Haus Berlin 1968 Kriminalroman Band 20 - Tomos Forrest

    Mord vor ausverkauftem Haus

    Berlin 1968 Kriminalroman Band 20

    von Tomos Forrest

    Der Umfang dieses Buchs entspricht 166 Taschenbuchseiten.

    Alles scheint drunter und drüber zu gehen in dem kleinen, aber feinen Theater in der Kantstraße. Erst geht es um einen Giftanschlag, dann wird eine junge, attraktive Schauspielerin durch einen herabstürzenden Scheinwerfer getötet. Unfall? Mord? Bernd Schuster muss mit dem Ensemble auf Tournee gehen, aber auch Franziska hat in diesem Fall eine ganz besondere Rolle übernommen...

    Copyright

    Ein CassiopeiaPress Buch CASSIOPEIAPRESS, UKSAK E-Books, Alfred Bekker, Alfred Bekker präsentiert, Casssiopeia-XXX-press, Alfredbooks, Uksak Sonder-Edition, Cassiopeiapress Extra Edition, Cassiopeiapress/AlfredBooks und BEKKERpublishing sind Imprints von

    Alfred Bekker

    © Roman by Author

    Cover: Nach Motiven und Grischa Georgiew 123rf – Steve Mayer, 2021

    Titel/Charaktere/Treatment © by Marten Munsonius & Thomas Ostwald, 2021

    Roman – Nach Motiven von Guy Brant – by Tomos Forrest, 2021

    © dieser Ausgabe 2021 by AlfredBekker/CassiopeiaPress, Lengerich/Westfalen in Arrangement mit der Edition Bärenklau, herausgegeben von Jörg Martin Munsonius.

    Die ausgedachten Personen haben nichts mit tatsächlich lebenden Personen zu tun. Namensgleichheiten sind zufällig und nicht beabsichtigt.

    Alle Rechte vorbehalten.

    www.AlfredBekker.de

    postmaster@alfredbekker.de

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    Zum Blog des Verlags geht es hier

    https://cassiopeia.press

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    1

    In dem Zimmer befanden sich zwei Männer. Ihren Mienen war anzusehen, dass sie Streit hatten. Heftigen Streit, denn sie vermieden es, sich anzublicken.

    Der Ältere war nur klein. Fast unscheinbar, was seine Statur betraf. Allerdings steckte er in einem teuren Maßanzug, und der erinnerte daran, dass es bei einem Mann nicht unbedingt auf die Körpergröße ankam.

    Der Mann stand am Fenster und schaute hinaus. Seine Hände hatte er hinter dem Rücken verschränkt. Sie rangen miteinander. Ein Zeichen äußerster Erregung.

    „Damit muss Schluss sein‟, stieß er wütend hervor. „Ein für alle Mal, sage ich dir. Sonst geschieht ein Unglück."

    Der Jüngere saß am Tisch. Sein Gesicht war finster und trotzig. Auch er war elegant gekleidet, wenn auch ein wenig playboyhaft. Sein Oberlippenbart gab ihm das Aussehen eines kecken Verführers, und der war er ja wohl auch.

    Vor ihm stand eine Cognacflasche, aus der er sich in kurzen Abständen immer wieder einschenkte und das Glas anschließend mit einem Zug leerte. Seine Bewegungen wirkten bereits etwas unsicher.

    Auch seine Stimme klang nicht besonders fest, als er widersprach: „Karen ist meine große Liebe. Ich werde sie heiraten, und davon wirst auch du mich nicht abbringen."

    „Große Liebe?, krächzte der Alte. „Dass ich nicht lache! Ich habe schon lange aufgehört, deine großen Lieben zu zählen. Waren es hundert? Oder mehr?

    „Ich bin nun mal ein Neumann, entgegnete der andere spöttisch. „Und die Neumanns haben Erfolg. Das muss ich dir doch nicht erklären.

    Der Alte ruckte herum. In seinen grauen Augen glomm ein wütendes Feuer. Er stampfte mit dem Fuß auf.

    „Nein!, tobte er. „Das brauchst du mir wirklich nicht zu erklären. Aber es ist ein Unterschied, ob man die Neumann-Werke leitet oder diesen Namen in den Dreck zieht. Du sollst die Firma übernehmen. Da kann ich wohl von dir einen einigermaßen normalen Lebenswandel verlangen.

    Wieder hielt sich der Jüngere an den Cognac, dessen Wirkung nun nicht mehr zu übersehen war. Kleine Schweißperlen bildeten sich auf seiner Stirn. Er griff sich an den Kragen, lockerte die Krawatte, und öffnete den obersten Knopf seines Hemdes.

    Er erhob sich mühsam und musste sich an der Tischkante festhalten.

    Der Alte warf ihm einen beunruhigten Blick zu. „Früher – früher hat dich mein Lebenswandel nicht gestört, Dad. Da warst du stolz auf deinen Sohn, der bei den Frauen mächtig Chancen besaß. Was hat sich, äh, geändert?"

    Der junge Mann griff mit fahrigen Händen nach der Flasche, verschüttete einen Teil davon und hob das Glas wie ein Verdurstender an die Lippen. Doch bevor er trank, weiteten sich seine Augen. Er knallte das Glas auf den Tisch zurück und starrte seinen Vater entgeistert an.

    Der Alte wandte sich nach kurzem Zögern hastig ab. „Deine Frauen haben sich geändert, fauchte er. „Erst waren es Damen der besseren Gesellschaft, die dich interessierten. Dann wurden dir diese zu langweilig, und du wandtest dich kleinen Sekretärinnen und Ballettratten zu. Und inzwischen gefällt es dir, Huren mit Neumann-Marks zu füttern.

    „Karen ist keine Hure." Der junge Neumann sah aus, als wollte er sich auf seinen Vater stürzen, aber dazu stand er nicht mehr fest genug auf den Beinen.

    „Dann soll sie sich gefälligst nicht so benehmen. Ich lasse mir nicht meinen guten Namen und alles, was ich aufgebaut habe, ruinieren. Ich werde ihr fünftausend Mark bieten."

    „Wofür, Dad?"

    „Dafür, dass sie dich künftig in Ruhe lässt."

    „Und wenn sie ablehnt?"

    Der Alte ballte die Hände und sagte heiser: „Dann wird sie mich kennenlernen."

    Sein Sohn lachte mühsam auf. „Willst du etwa mit mir in Konkurrenz treten? Aus dem Alter bist du wohl heraus, du Lustmolch. Aber wenn du unbedingt willst, kannst du ihr dein Angebot gleich unterbreiten. Ich bin gespannt, wen sie vorzieht." Er lachte wieder, aber es hörte sich eher wie ein schwindsüchtiges Bellen an.

    „Verschwinde!‟, befahl der Alte energisch. „Von Geschäften hast du ja noch nie etwas gehalten. Also misch dich auch jetzt nicht ein."

    Leichtfüßige Schritte waren zu hören. Sie kamen deutlich näher.

    Der junge Neumann grinste. „Ich gehe ja schon‟, lallte er und torkelte am Tisch vorbei, gegen den er so heftig stieß, dass die Flasche umfiel.

    Der Alte sah ihm kopfschüttelnd nach, als er durch die Tür verschwand.

    Dann ruckte er zur anderen Seite herum, wo eine gertenschlanke, aber mit allen Merkmalen verführerischer Weiblichkeit reichlich gesegnete, Blondine erschienen war. Das Mädchen war ziemlich aufdringlich geschminkt und sein unmotiviertes Gelächter passte zu dem ordinären Gesamteindruck.

    „Ich bin Karen, stellte sich das vollbusige Kind vor. „Und du bist vermutlich mein Schwiegerpapa. Sie lachte grell und ließ den Mann zusammenzucken.

    „Ich bin Südermann Vater‟, entgegnete er steif. Er hielt die Luft an, als die Blondine an ihm vorbei schwebte. Ihr aufdringlicher Duft nach billigem Parfüm nahm ihm den Atem. „Ich will Ihnen ein Geschäft vorschlagen."

    Sie sah ihn fragend an und warf ihm einen koketten Blick zu.

    „Rüdiger und Sie, fuhr er fort, „Sie passen nicht zusammen. Das sehen Sie sicher ein.

    „Wir lieben uns", kam es einfältig.

    „Fünftausend Mark lieben Sie sicher noch mehr." Er griff in sein Jackett und holte ein Scheckbuch heraus.

    Die Blondine zeigte sich interessiert. Ihre Zungenspitze huschte über ihre Lippen. Die Augen verengten sich.

    Ihre Stimme hatte plötzlich einen anderen, einen drohenden Klang, als sie sagte: „Weiß Rüdiger, dass er Ihnen nur fünf lumpige Lappen wert ist?"

    „Ich verstehe nicht."

    „Du wirst gleich verstehen, Neumann-Daddy. Ich liebe deinen Sprössling ganz wahnsinnig. So ungefähr für fünf Millionen. Bei dieser Summe könnte ich mein Herzeleid vergessen."

    Sie baute sich vor dem Mann auf und atmete so tief ein, dass Neumann eine trockene Kehle bekam.

    „Erpressung?, keuchte er. „Sie wagen es, Forderungen zu stellen? Jetzt kriegen Sie keinen Pfennig. Verlassen Sie auf der Stelle mein Haus.

    Karen ließ sich nicht einschüchtern. „Lass Dampf ab, empfahl sie. „Oder soll ich deinem Vorstand flüstern, was du mir für unanständige Angebote gemacht hast?

    „Unanständig?"

    „Du wolltest mich deinem Sohn abkaufen, ist es nicht so?"

    „Na – natürlich nicht. Ich denke ausschließlich an den guten Ruf der Firma."

    „Den kannst du vergessen, falls du dich nicht von den fünf Millionen trennst."

    Neumann rang nach Atem. „Das können Sie nicht tun. Sie würden mich ruinieren."

    „Na, wenn schon, Opa! Hauptsache, mir geht’s gut. Also was ist? Ich warte auf eine Antwort."

    „Die sollst du bekommen", schrie der Mann. Mit zwei Schritten war er bei einem mächtigen Schreibtisch, riss die Schublade auf und hielt plötzlich eine Pistole in der Hand.

    Das Mädchen wich erschrocken zurück. „Das tust du nicht‟, flüsterte sie verstört. „Das ist nur ein Scherz, nicht wahr?"

    „Es ist mir bitterernst. Von einer wie dir lässt sich ein Neumann nicht die Pistole auf die Brust setzen. Lieber drückt er selbst ab."

    Karen senkte ihre Stimme. Ihr Blick verschleierte sich.

    „Unsinn, hauchte sie. „Wir werden uns schon einig. Bestimmt. Sie ging mit wiegenden Hüften auf den Alten zu, während sie begann, die Knöpfe ihrer Bluse zu öffnen.

    „Du elendes Miststück!, brüllte Neumann in ohnmächtiger Wut. „Und an so eine wollte sich mein Sohn hängen.

    Dann schoss er.

    Karen stand stocksteif. Ihre Hände, die eben noch an ihrer Bluse hantiert hatten, suchten einen Halt in der Luft, der nicht vorhanden war.

    Neumann starrte auf die Waffe in seiner Hand. Er steckte sie hastig ein und verließ gehetzt den Raum.

    Er sah nicht mehr, wie Karen langsam zusammenbrach, sich noch ein letztes Mal aufbäumte und schließlich bewegungslos auf dem Teppich liegenblieb.

    2

    Während sich der rote Samtvorhang vor der dramatischen Szene des Kriminalstücks schloss, brandete unten im Zuschauerraum Beifall auf. Das Publikum war begeistert.

    Die erschossene Karen richtete sich erstaunlich schnell wieder auf und trippelte von der Bühne, auf der bereits die Dekoration in fliegender Hast umgebaut wurde.

    Sie wusste, dass der Applaus nur zu einem geringen Teil ihrer Darstellung galt. Sie hatte in dem Stück nur eine winzige Rolle inne. Sie war Statistin, mehr nicht. Dass sie ein paar Sätze sprechen und auf der Bühne sogar sterben durfte, lag nur daran, dass sie zu dem Autor und dem Regisseur ziemlich nett gewesen war. Die Schauspielerei war ein verdammt harter Job. Besonders hier in West-Berlin, wo es in der Kulturszene brodelte und die vielen kleinen und großen Bühnen sich Konkurrenz machten.

    Das Zugvogel-Theater konnte mit den großen, namhaften Bühnen nicht konkurrieren. Ihm fehlten die Stars mit den zugkräftigen Namen. Was nützte es da, dass das Stück von Stefan M. Wishold, dem Bestsellerautor der Jahre 1966 und 1967, ein Erfolg wurde. Die Bühnenfassung wurde ein richtiger Reißer mit allen Schikanen. Einen solchen Volltreffer landete man nicht in jeder Saison, schon gar nicht in dem kleinen Theater, das sich auf Volkstheater und Kriminalstücke spezialisiert hatte. Mit dem witzigen Namen wollte man selbstironisch auf die ständig weiterziehenden Schauspieler verweisen. Die meisten Namen verblassten bereits seit einiger Zeit, denn die betreffenden Schauspieler sah man schon lange nicht mehr in den großen Filmen oder auf wirklich großen Bühnen in der Bundesrepublik.

    Karen schob sich an ein paar Bühnenarbeitern vorbei, die ihr sehnsüchtige Blicke hinterherschickten. Für diese Männer war sogar sie schon unerreichbar.

    Sie eilte zu den Garderoben. Das Stück lief noch über eineinhalb Stunden, aber für sie war bereits Feierabend.

    Aus einer der Türen schoss Wilhelm Städtler heraus. Er verkörperte auf der Bühne den alten Neumann und machte einen erregten Eindruck.

    „Ich mache das nicht mehr länger mit", fauchte er die Blondine an, die ihn verständnislos ansah.

    „Was ist los, Willi?", gurrte sie. Längst hatte sie sich zur Gewohnheit werden lassen, sich mit allen Männern, die es in irgendeinem Bühnenberuf schon weitergebracht hatten als sie selbst, gut zu stellen. Ein Mädchen mit aufregender Figur, aber nur mäßigem Talent, brauchte nun mal Schützenhilfe. Wenn Wilhelm Städtler, der die Sechzig schon vor ein paar Jahren überschritten hatte, dieser Schütze war, dann sollte ihr das recht sein. Sie konnte sich nicht leisten, wählerisch zu sein.

    „Um ein Haar hätte er die ganze Szene geschmissen", wütete der Alte.

    „Wer?"

    „Meissner natürlich. Wer sonst? Zum Glück haben die Zuschauer nichts gemerkt, weil sie glaubten, das Gestotter gehöre zu der Rolle. Aber ich habe die Nase voll. Wenn ihm die Rolle nicht passt, dann soll er das gefälligst Franzen sagen. Auf der Bühne hat er zu spuren, sonst sage ich ihm mal meine Meinung."

    „Von dir kann Alfred noch viel lernen, Willi, säuselte Karen. „Du kannst uns allen eine Menge beibringen. Auch mir.

    Städtler warf ihr einen missmutigen Blick zu, wurde aber zusehends freundlicher, als er ihre verheißungsvollen Augen und das nicht weniger verheißungsvolle Dekolleté sah.

    Er räusperte sich. An solche Sachen durfte er jetzt nicht denken. Er hatte noch zu spielen. Ehe er Zeit hatte, sich um die niedliche Kleine zu kümmern, lag sie längst mit einem Jüngeren im Bett.

    „Ach, lass mich doch in Ruhe!", erwiderte er barsch. Die verpasste Gelegenheit und der Ärger mit Meissner machten ihn aggressiv und ungerecht.

    Er drängte sich an ihr vorbei, und Karen versäumte nicht, sich so in den Weg zu stellen, dass er sie berühren musste.

    Sie spürte, wie er wie unter einem elektrischen Schlag zusammenzuckte. Amüsiert und mit zusammengekniffenen Augen blickte sie ihm nach.

    „Dich kriege ich schon noch", murmelte sie. „Im nächsten Stück will ich nicht nur die hübsche Leiche spielen. Und du wirst

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