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Die Erben des Bischofs: Tore aus Bronze 2
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Die Erben des Bischofs: Tore aus Bronze 2
eBook170 Seiten2 Stunden

Die Erben des Bischofs: Tore aus Bronze 2

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Über dieses E-Book

Die Erben des Bischofs: Tore aus Bronze 2

Historischer Roman von

Tomos Forrest, Alfred Bekker & Marten Munsonius

nach einem Exposé von Alfred Bekker



Der Umfang dieses Buchs entspricht 161 Taschenbuchseiten.



Die Geschichte des Erzbistums Mainz von der Erbauung des Doms bis weit ins 13. Jahrhundert hinein ist eine Zeit voller Umbrüche und schwerwiegender politischer Ereignisse. In faszinierender Erzählweise wird der Leser mitgenommen auf eine Zeitreise, die zwei Familien in der Stadt Mainz betrifft. Personen und Familie um den Erbauer des Doms, Erzbischof Willigis, wie auch die Familie des Bronzegießers Berengar werden einfühlsam und detailliert geschildert und bringen uns diese wenig bekannte Zeit näher.

Willigis, Benediktiner-Mönch aus dem Kloster St. Johannes vom Berge, strebt nach mehr; mehr Wissen, mehr Können, mehr, als das Kloster zu bieten hat. Dabei kommt ihm die Freundschaft des Bischofs Volkold zugute, der ihn dem Kaiser vorstellt. Sein Mitbruder William neidet ihm diese Freundschaft.

Die Nachkommen von Willigis sind auch weiterhin mit Mainz verbunden, sein Enkel ist Stadtkommandant. Doch ein schreckliches Unglück treibt ihn, sich dem Kreuzfahrerheer anzuschließen, um Jerusalem zu befreien. Sein engster Freund Ulrych, Enkel des Bronzegießers Berenger, kommt in wirtschaftliche Schwierigkeiten.
SpracheDeutsch
HerausgeberAlfredbooks
Erscheinungsdatum19. Sept. 2021
ISBN9783745218954
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    Buchvorschau

    Die Erben des Bischofs - Tomos Forrest

    Die Erben des Bischofs: Tore aus Bronze 2

    Historischer Roman von

    Tomos Forrest, Alfred Bekker & Marten Munsonius

    nach einem Exposé von Alfred Bekker

    Der Umfang dieses Buchs entspricht 161 Taschenbuchseiten.

    Die Geschichte des Erzbistums Mainz von der Erbauung des Doms bis weit ins 13. Jahrhundert hinein ist eine Zeit voller Umbrüche und schwerwiegender politischer Ereignisse. In faszinierender Erzählweise wird der Leser mitgenommen auf eine Zeitreise, die zwei Familien in der Stadt Mainz betrifft. Personen und Familie um den Erbauer des Doms, Erzbischof Willigis, wie auch die Familie des Bronzegießers Berengar werden einfühlsam und detailliert geschildert und bringen uns diese wenig bekannte Zeit näher.

    Willigis, Benediktiner-Mönch aus dem Kloster St. Johannes vom Berge, strebt nach mehr; mehr Wissen, mehr Können, mehr, als das Kloster zu bieten hat. Dabei kommt ihm die Freundschaft des Bischofs Volkold zugute, der ihn dem Kaiser vorstellt. Sein Mitbruder William neidet ihm diese Freundschaft.

    Die Nachkommen von Willigis sind auch weiterhin mit Mainz verbunden, sein Enkel ist Stadtkommandant. Doch ein schreckliches Unglück treibt ihn, sich dem Kreuzfahrerheer anzuschließen, um Jerusalem zu befreien. Sein engster Freund Ulrych, Enkel des Bronzegießers Berenger, kommt in wirtschaftliche Schwierigkeiten.

    Copyright

    Ein CassiopeiaPress Buch: CASSIOPEIAPRESS, UKSAK E-Books, Alfred Bekker, Alfred Bekker präsentiert, Casssiopeia-XXX-press, Alfredbooks, Uksak Sonder-Edition, Cassiopeiapress Extra Edition, Cassiopeiapress/AlfredBooks und BEKKERpublishing sind Imprints von

    Alfred Bekker

    © Roman by Author

    nach einem Exposé von Alfred Bekker

    Cover: Rembrandt, Peale Motive - Steve Mayer, 2021

    © dieser Ausgabe 2021 by AlfredBekker/CassiopeiaPress, Lengerich/Westfalen in Arrangement mit der Edition Bärenklau, herausgegeben von Jörg Martin Munsonius.

    Die ausgedachten Personen haben nichts mit tatsächlich lebenden Personen zu tun. Namensgleichheiten sind zufällig und nicht beabsichtigt.

    Alle Rechte vorbehalten.

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    Alles rund um Belletristik!

    1.

    „Meister Gerbold nebst Sohn Germo! So früh schon auf den Beinen, die Herren?"

    Gerbold drehte sich erstaunt nach der bekannten Stimme um.

    „Joachim von Amönesburg, welche Freude!", antwortete der in Mainz bekannte und hoch geehrte Meister der Bronzegießerwerkstatt, und sein Sohn zog artig die Kappe herunter.

    Die drei Männer blieben mitten auf der Straße, die zum Rhein herunterführte, stehen und musterten sich kurz. Der reiche Patrizier und Ratsvorsitzende war in kostbare Gewänder gekleidet. Sein fast knöchellanges Oberteil wurde nach byzantinischem Vorbild aus Seide gefertigt und aufgrund des noch etwas frischen Aprilwetters an diesem 17. April des Jahres 1054 noch mit einem seitlich offenen Mantel ergänzt. Seine langen, dunklen Haare trug Joachim von Amönesburg offen, was ihm ein wenig Kühnes zu seinem scharf geschnittenen Gesicht verlieh. Der Patrizier war in Bezug auf sein Äußeres sehr eitel und zeigte sich in keiner Ratsversammlung in Mogontiacum in einer Bekleidung, die er schon einmal getragen hatte. Seine noch sehr dichten Kopfhaare, die nur wenige Silberfäden aufwiesen, wurden täglich von einer Magd sorgfältig und lange Zeit gebürstet.

    Meister Gerbold dagegen, der ehemalige Gassenjunge und Dieb, wurde durch seine schwere Arbeit geprägt. Zudem hatte er längst das achte Lebensjahrzehnt erreicht, ging leicht gebeugt, aber noch immer mit elastischem Schritt. Seine einst breiten Schultern waren ein wenig schmaler geworden, die durch schwere Arbeit gekräftigten Muskeln seiner Oberarme verschwanden unter dem aus Wolle gefertigtem Hemd-Rock. Dazu hatte er sich entschlossen, eine der neu für ihn gefertigten, gut anliegenden Hosen zu tragen.

    In der Frühe dieses Tages, als Gerbold, wie an jedem Morgen, mit dem ersten Hahnenschrei aufgestanden war, hatte ihm seine geliebte Affra nahegelegt, doch endlich keine hosa mehr zu tragen. Das wäre etwas für alte Männer, und als Gerbold lachend gefragt hatte, ob er denn nicht schon längst ein Greis geworden wäre, hatte sie ihn lachend in die Arme geschlossen und ihn innig geküsst.

    „Nein, gewiss nicht!, lachte Affra danach ein wenig atemlos und machte sich wieder von ihm frei. „Der Herr hat uns mit einem hohen Alter gesegnet, und wir können das Wohl und Aufstreben unserer geliebten Kinder erleben. Hoffentlich auch das eines Enkels, der ja nun wohl jeden Tag als neuer Erdenbürger begrüßt werden kann.

    „Ach Affra, seufzte der alte Meister. „Wie schön du doch noch immer bist! Ja, der Herr meint es wirklich gut mit uns. Ich bete täglich zu ihm, dass nun auch Coleta bald mit einem gesunden Kind niederkommt.

    Dann hatte er dem Wunsch seiner Frau entsprochen und seine alte Kleidung nicht mehr angelegt, zumal es ohnehin ein umständlicher Vorgang war.

    Diese aus gewickeltem Wollstoff bestehende Beinkleidung war längst nicht mehr seinem Stand angemessen, und Affra hatte ihm das neue Kleidungsstück am Morgen hingelegt. Ein breiter Ledergürtel und eine einfache Wollkappe machten sein Äußeres vollständig. Man sah auch seiner Bekleidung an, dass sie teuer war und mit aufwändigen Stickborten am Halsausschnitt und Hemdrand eingefasst wurde. Vater und Sohn waren fast vollständig gleich gekleidet, und das aus gutem Grund. Germo, der junge Meister, wollte seinen Vater auch nach diesem Gang noch begleiten.

    Nach dem Besuch des Badehauses, zu dem sie beide unterwegs waren, wollte Germo seinem Vater eine Arbeit in der Werkstatt zeigen und mit ihm ein paar Aufträge durchsprechen.

    Die Ähnlichkeit der beiden Bronzegießer erstreckte sich nicht nur auf eine Gleichheit bei der Bekleidung. Wer in ihre von der Sonne gebräunten, freundlich lächelnden Gesichter blickte, erkannte sofort die große Ähnlichkeit. Der junge Germo war fast so etwas wie eine jüngere Ausgabe des alten Meisters, der einst von Erzbischof Willigis den Auftrag erhielt, die riesigen Türen für die neue Kirche, den Dom zu Mogontiacum  anzufertigen. Und Germo, der nur wenige Monate vor dem Tod des Ziehvaters seines Vaters, dem Meister Berenger, im Jahre 1120 geboren wurde, bekam zusammen mit seinem Vater Gerbold die ehrenvolle Aufgabe, diese Türen erneut in die neu aufgebaute Kirche einzufügen. Der noch unter dem alten Erzbischof Willigis begonnene Wiederaufbau der abgebrannten Kathedrale konnte im Jahre 1036 durch Bischof Bardo geweiht werden.

    Der Brand des Domes zu Mogontiacum im Jahre 1009, der dem Erzbischof Willigis fast den Lebensmut geraubt hätte, wäre da nicht seine Katerina treu an seiner Seite gewesen, hatte die gewaltigen Bronzetüren kaum beschädigt. Als dann der Wiederaufbau begann, hatte Meister Berenger die Türen in seine Werkstatt geschafft, etwas überarbeitet und sowohl Gerbold wie Germo sorgten dafür, dass die riesigen Türen wohlverwahrt gelagert wurden. Bis dann der große Tag kam, an dem sie in den Neuaufbau nahtlos eingefügt wurden und im ganzen Land Stürme der Begeisterung entfachten. In der Folgezeit wünschten sich viele Bischöfe ähnliche Türen für ihre Gotteshäuser.

    Jetzt blickten die beiden Meister den Patrizier fragend an. Als neu gewählter Gildemeister hatte Germo gelegentlich an Ratssitzungen teilgenommen, die von dem Kaufmann geleitet wurden und ihn dabei als durchaus umgänglichen, aber auch in seinen Ansichten oft recht einseitigen Mann kennengelernt. Die beiden achteten einander, denn seit Gerbold die Werkstatt Berengers übernommen und dessen Werk in gleicher Qualität fortsetzte, war das Ansehen der Bronzegießerei im gesamten Kaiserreich gestiegen. Und sein Sohn war früh in die Fußspuren des Vaters getreten. Inzwischen musste Germo, wie auch schon früher sein Vater und dessen Ziehvater Berenger, oft wochenlang mit seinen Gesellen und einem Ochsenkarren voller Werkzeuge durch das Land reisen, um Aufträge für Kirchentüren und auch immer häufiger für Adelssitze zu erledigen.

    „Ihr Herren Meister, auf ein Wort. Unser Treffen fügt sich wunderbar, denn ich hätte Euch sonst noch heute in Eurer Werkstatt aufgesucht. Sagt einmal, wollt Ihr zufällig auch in das Badehaus gehen?"

    „Ja, das war unsere Absicht, Herr von Amönesburg. Ich habe eine anstrengende Arbeit hinter mir und wollte es mir einmal wieder richtig gut gehen lassen, antwortete Germo vergnügt. „Da bot es sich an, den Herrn Vater zu begleiten!

    „Ausgezeichnet!, schmunzelte der Kaufmann. „Wenn Ihr es erlaubt, würde ich dieses wunderbare Zusammentreffen gern nutzen, um mit Euch ein Geschäft zu bereden.

    Vater und Sohn wechselten einen raschen Blick, und Germo lächelte freundlich.

    „Das können wir gern tun, Herr von Amönesburg. Es sei denn, Ihr wollt nicht nur ein erquickendes Bad nehmen!" Der junge Meister ließ seine Stimme so ausklingen, als wäre da noch eine Ergänzung erforderlich.

    Prompt hob der Patrizier seinen Kopf und sah den Sprecher erstaunt an. „Wie ... meint Ihr das, Germo? Ich will doch nicht hoffen ..."

    „Herr von Amönesburg, ich dachte da an die Arbeit des Baders zum Aderlass oder Zahnbrechen. Das wäre doch bei einem Gespräch im Badezuber wenig erbaulich."

    In das ausbrechende Lachen von Vater und Sohn stimmte nach einem kurzen Zögern nun auch der Patrizier ein. Man sah ihm die Erleichterung an, denn wer ein Badehaus besuchte, nahm sehr häufig auch eine Hübschlerin mit in seinen Zuber.

    Alle drei Männer waren in dem Eckhaus am Ende der Straße, unmittelbar am Rheinufer, gut bekannt. Zacharias, der Bader, hatte ein grundsolides Haus errichtet, das sich bald großer Beliebtheit erfreute. Das Untergeschoss mit den Badestuben war aus Bruchstein errichtet und erhielt gewölbte Decken. Der obere Teil des Hauses in der üblichen Holzausführung wurde vom Bader und seiner Familie bewohnt.

    Zacharias stammte ursprünglich aus einer langobardischen Familie, die nach Italien abgewandert war. Dort erlernte er sein Handwerk in der Art, wie es schon von den Römern seit Jahrhunderten gepflegt wurde. Als er sich während einer Wanderschaft entschloss, in der Stadt am Rhein sein ständiges Domizil aufzuschlagen, brachte er Neuerungen in die Stadt, die man so bislang noch nicht kannte. Ein Badehaus in Mogontiacum bot bis zur Eröffnung seiner Einrichtung nur Schwitzbäder. Zacharias aber belebte das Geschäft durch seine riesigen Badezuber, und in späteren Jahren ließ er einen weiteren Steinbau anfügen, in dem es sogar ein Bassin gab. Die Lage zum Rhein war für die Wasserversorgung geradezu ideal. Die Zuber und das Bassin erfreuten sich bei den Reichen der Stadt schnell größter Beliebtheit.

    Es konnte nicht ausbleiben, dass sich auch bald darauf die erste Hübschlerin bei Zacharias meldete, und nach anfänglichem Zögern stellte er nur zu schnell fest, dass er sich damit eine zusätzliche Einnahmequelle geschaffen hatte, die das ganze Badehaus noch beliebter werden ließ.

    Aber Zacharias war kein Dummkopf.

    Als er den Patrizier in Begleitung der beiden Meister erkannte, hielt er sich mit der Bemerkung zurück, dass die von ihm bevorzugte Laurentia zur Verfügung stände. Seiner überschwänglichen Begrüßung erfolgte der Rückzug der Herren in zwei getrennte Abteilungen, die Auskleidekammern, und betraten dann, jeder mit einem dünnen Badehemd bekleidet, den gut beheizten Raum mit dem großen Zuber. Hier waberte ihnen schon feucht-warme Dampfluft entgegen, vermischt mit dem Geruch von Kräutern. Zacharias war ein wahrer Künstler in seinem Beruf und wusste, welche Mischungen den Männern gefielen – und bei den Frauen verließ er sich ganz auf den Geschmack seiner Ehefrau.

    „Aufgepasst, Vater, die Treppenstufen sind feucht und rutschig!", mahnte Germo und hielt die Hand seines Vaters, als der alte Mann behutsam die hölzernen Stufen hinaufstieg, sich dort zunächst rittlings auf den breiten Zuberrand setzte und dann mit einem wohligen Stöhnen in das gewärmte Wasser rutschte.

    Während des Badevorgangs wurde immer wieder einmal heißes Wasser durch einen der Badeknechte herangeschleppt und behutsam von einer anderen Stiege in den Zuber eingefüllt, so dass die Herren es angenehm empfanden und von dem Nachguss nicht belästigt wurden.

    So verging fast eine ganze Stunde, in der die drei so unterschiedlichen Männer ihr Bad genossen. Kaum hatte dann der Knecht zum dritten Mal heißes Wasser nachgefüllt, als sich Herr von Amönesburg räusperte und dann erst den alten Meister, dann den jungen mit gewichtiger Miene ansah, um schließlich sein Anliegen zu erörtern.

    „Gewiss werdet Ihr Euch erinnern, dass mir im vergangenen Jahr ein großes Unglück widerfuhr!", begann der Patrizier und lehnte seinen Kopf an den Zuberrand.

    „Natürlich, das war ja lange Zeit Stadtgespräch und hat auch den Rat beschäftigt. Ihr sprecht von dem Überfall auf Euch im Frühjahr des Vorjahres!", stellte Germo fest.

    „Ah, ich sehe, Ihr erinnert Euch. Nun, in wenigen Tagen kann ich in guter Gesundheit den Jahrestag meiner Errettung feiern. Am neunzehnten April

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