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Die Spuren des Bischofs: Tore aus Bronze 3
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Die Spuren des Bischofs: Tore aus Bronze 3
eBook166 Seiten2 Stunden

Die Spuren des Bischofs: Tore aus Bronze 3

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Über dieses E-Book

Die Spuren des Bischofs: Tore aus Bronze 3

Historischer Roman von

Tomos Forrest, Alfred Bekker & Marten Munsonius

nach einem Exposé von Alfred Bekker



Der Umfang dieses Buchs entspricht 158 Taschenbuchseiten.



Die Geschichte des Erzbistums Mainz von der Erbauung des Doms bis weit ins 13. Jahrhundert hinein ist eine Zeit voller Umbrüche und schwerwiegender politischer Ereignisse. In faszinierender Erzählweise wird der Leser mitgenommen auf eine Zeitreise, die zwei Familien in der Stadt Mainz betrifft. Personen und Familie um den Erbauer des Doms, Erzbischof Willigis, wie auch die Familie des Bronzegießers Berengar werden einfühlsam und detailliert geschildert und bringen uns diese wenig bekannte Zeit näher.

Willigis, Benediktiner-Mönch aus dem Kloster St. Johannes vom Berge, strebt nach mehr; mehr Wissen, mehr Können, mehr, als das Kloster zu bieten hat. Dabei kommt ihm die Freundschaft des Bischofs Volkold zugute, der ihn dem Kaiser vorstellt. Sein Mitbruder William neidet ihm diese Freundschaft.

Das Ende des 12. Jahrhunderts bringt große Veränderungen auf politischer Ebene. Die Nachkommen der beiden Familien von Brachtal und Berenger in Mainz werden in kirchliche und politische Intrigen verwickelt, bis hinauf in höchste Kreise um Kaiser Friedrich Barbarossa und darüber hinaus.
SpracheDeutsch
HerausgeberAlfredbooks
Erscheinungsdatum19. Sept. 2021
ISBN9783745218961
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    Buchvorschau

    Die Spuren des Bischofs - Tomos Forrest

    Die Spuren des Bischofs: Tore aus Bronze 3

    Historischer Roman von

    Tomos Forrest, Alfred Bekker & Marten Munsonius

    nach einem Exposé von Alfred Bekker

    Der Umfang dieses Buchs entspricht 158 Taschenbuchseiten.

    Die Geschichte des Erzbistums Mainz von der Erbauung des Doms bis weit ins 13. Jahrhundert hinein ist eine Zeit voller Umbrüche und schwerwiegender politischer Ereignisse. In faszinierender Erzählweise wird der Leser mitgenommen auf eine Zeitreise, die zwei Familien in der Stadt Mainz betrifft. Personen und Familie um den Erbauer des Doms, Erzbischof Willigis, wie auch die Familie des Bronzegießers Berengar werden einfühlsam und detailliert geschildert und bringen uns diese wenig bekannte Zeit näher.

    Willigis, Benediktiner-Mönch aus dem Kloster St. Johannes vom Berge, strebt nach mehr; mehr Wissen, mehr Können, mehr, als das Kloster zu bieten hat. Dabei kommt ihm die Freundschaft des Bischofs Volkold zugute, der ihn dem Kaiser vorstellt. Sein Mitbruder William neidet ihm diese Freundschaft.

    Das Ende des 12. Jahrhunderts bringt große Veränderungen auf politischer Ebene. Die Nachkommen der beiden Familien von Brachtal und Berenger in Mainz werden in kirchliche und politische Intrigen verwickelt, bis hinauf in höchste Kreise um Kaiser Friedrich Barbarossa und darüber hinaus.

    Copyright

    Ein CassiopeiaPress Buch: CASSIOPEIAPRESS, UKSAK E-Books, Alfred Bekker, Alfred Bekker präsentiert, Casssiopeia-XXX-press, Alfredbooks, Uksak Sonder-Edition, Cassiopeiapress Extra Edition, Cassiopeiapress/AlfredBooks und BEKKERpublishing sind Imprints von

    Alfred Bekker

    © Roman by Author

    nach einem Exposé von Alfred Bekker

    Cover: Rembrandt, Peale Motive - Steve Mayer, 2021

    © dieser Ausgabe 2021 by AlfredBekker/CassiopeiaPress, Lengerich/Westfalen in Arrangement mit der Edition Bärenklau, herausgegeben von Jörg Martin Munsonius.

    Die ausgedachten Personen haben nichts mit tatsächlich lebenden Personen zu tun. Namensgleichheiten sind zufällig und nicht beabsichtigt.

    Alle Rechte vorbehalten.

    www.AlfredBekker.de

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    Alles rund um Belletristik!

    Prolog

    Berchtold von Brachtal konnte spüren, wie sich sein Körper allmählich wieder entkrampfte. Es gelang ihm endlich freier durchatmen und auch der Druck in seinem Kopf ließ ein wenig nach. Dankbar nahm er das Schälchen mit der angerührten Medizin entgegen und löffelte sie, so rasch es mit zitternder Hand möglich war, aus.

    Auch wenn sie mit Honig angereichert wurde, schmeckte sie noch immer scheußlich. Doch wie der Medicus immer betonte, würde noch eine schlecht schmeckende Medizin auch helfen.

    Dankbar lächelte Berchtold zu seiner Gudrun hinüber, die während der gesamten Zeit des Anfalls nicht von seiner Seite gewichen war.

    Berchtold von Brachtal, den man stets nur Junker Berchtold nannte, weil seine Krankheit die Schwertleite für einen Ritterschlag unmöglich machte, litt unter Fallsucht.

    Auch seine Frau erwiderte erleichtert das Lächeln, das sich in Bertholds Gesicht abzeichnete, als er das Schälchen endlich geleert hatte. Selbst im Alter war noch zu erkennen, wie schön sie einst war, als sich die beiden kennenlernten. Erneut hob ein tiefer Seufzer die Brust Berchtolds, und seine Gedanken eilten in die Vergangenheit zurück.

    1.

    Ladet alle eure Sorgen bei Gott ab, denn er sorgt für euch. 1. Petrus 5,7

    „Du weißt, was das bedeutet, Gudrun!"

    Die junge Frau aus der altehrwürdigen Familie der Bronzegießer in Mogontiacum hielt die Hand Berchtold von Brachtal fest in ihrer.

    „Wir haben das schon so oft besprochen, Berchtold. Du leidest unter der Fallsucht, und deshalb halten dich viele Menschen in unserer Stadt als vom Teufel besessen. Aber das ist Unsinn, wie wir beide und einige andere Bürger wissen. Und wir haben den Medicus Gerbert, von dem du mir so oft erzählt hast. Er hat mir Mut gemacht und mir erklärt, dass es Mittel gibt, die vielleicht nicht heilen, aber doch lindern können."

    „Du hast mit dem Medicus gesprochen, Gudrun?"

    „Ja, denn ich will dich ein Leben lang an meiner Seite wissen, Berchtold! Vertrau mir und deinen eigenen Kräften!"

    Erneut verstärkte sie den Druck auf seine Hand, und Berchtold entrann sich ein schwerer Seufzer.

    „Dann wird dir Medicus Gerbert aber auch gesagt haben, dass es keine wirkliche Heilung von der Fallkrankheit gibt, nicht wahr?"

    Gudrun nickte und lächelte dazu.

    „Natürlich. Warme Bäder hat er angeraten, ein Bier aus Lavendel hergestellt, vielleicht noch gelegentlich Pulver aus der Zunge oder der Leber eines Bibers, vermischt mit Honig."

    Berchtold erstaunte über die Energie der jungen Frau. Es war noch keine sehr lange Zeit vergangen, als sie sich zufällig begegneten. Das war im Haus des Geldwechslers Levin, dessen Vorfahre einst die Bronzegießerei des legendären Meisters Berenger gekauft hatte. Viele Jahre später war es ein gewisser Hantz, Sohn des Meisters Ulrych, der die Bronzegießerei zwar als Meister beherrschte, aber lieber Skulpturen schuf, die zum großen Teil unverkäuflich waren und zusammen mit dessen verschwenderischer Ehefrau den Ruin der Gießerei verursachte. Hantz starb im Siechenhaus, seine Frau verließ samt Kind die Stadt und lange Zeit hörte niemand mehr etwas von dieser Familie, die sich schon mehrfach mit dem Beinamen Meyster von anderen unterschied.

    Berchtold, der am Tage der Rückkehr seines jüngeren Bruders das Rittergut verlassen musste, weil er aufgrund seiner Krankheit nicht das Erbe übernehmen durfte, kannte den Zustand der alten Bronzegießerei inzwischen sehr gut. Eine Weile waren Werkstatt und Haus vermietet, und verschiedene Handwerker nutzten die großen Räumlichkeiten. Zuletzt war hier ein Zimmerer eingezogen, der eines Tages bei Reparaturen im Gebälk des Domes abstürzte und verstarb. Seine Frau musste zu Verwandten ziehen, und seit dieser Zeit stand erneut alles leer. Der Zahn der Zeit nagte kräftig, und bald sah das Wohnhaus so aus, als würde es nicht mehr lange zusammenhalten.

    Das alles wollte nun Junker Berchtold für sich erwerben, das Haus instandsetzen und die Werkstatt sollte ihm für eigene Arbeiten dienen. Ein wandernder Gelbgießer, wie man die Bronzegießer auch nannte, war eines Tages, an einem bitterkalten Wintertag, auf dem Gut erschienen, und Berchtold nahm den erschöpften Mann auf, bot ihm Unterkunft für einige Tage sowie Essen und Trinken an, bis er wieder zu Kräften kam. Aus Dankbarkeit wies er den sehr interessierten Berchtold in die Kunst des Bronzegießens mit Hohlformen ein, und weckte damit eine neue Leidenschaft bei dem Junker.

    An diesem Tag nun betrat Berchtold erwartungsfroh das Haus des Geldwechslers Levin, um mit ihm über den Kaufpreis zu verhandeln. Levin war ein freundlicher, stets lächelnder Geschäftsmann, gekleidet mit schlichter Eleganz, der ihm zur Begrüßung sofort die Hand entgegenstreckte.

    „Willkommen, Junker Berchtold, wie geht es Euch? Man hat Euch ja in der letzten Zeit häufiger in der Stadt gesehen, und ich vernahm ja bereits von dem Knecht, der Euch anmeldete, dass Ihr Interesse an der alten Gießerei hegt. Nun, das sollte mich freuen, aber wie es manchmal im Leben so geht – jahrelang verkam das alte Anwesen und drohte schon zusammenzubrechen – dann kommt Euer Knecht, und noch am selben Tag spricht eine Frau wegen der Werkstatt bei mir vor."

    „Eine Frau?", erkundigte sich Berchtold ein wenig misstrauisch, denn so freundlich die Anrede bei der Begrüßung war, so wenig liebte er den Titel. Damit wurde er immer wieder an seinen Gesundheitszustand erinnert, der ihm trotz seiner Erstgeburt das Recht absprach, das väterliche Erbe zu übernehmen und den Titel eines Ritters zu führen. Außerdem witterte er sofort, dass der gewiefte Geldhändler den Kaufpreis für das marode Haus und die kaum besser erhaltene Werkstatt höher schrauben wollte.

    „Ja, und ich dachte mir, es wäre doch ganz gut für alle Beteiligten, wenn wir uns hier in meinem Comptoir zusammensetzen und über alle Möglichkeiten reden."

    „Na, wenn Ihr meint!", antwortete Berchtold lakonisch und setzte sich auf den Stuhl, den ihm Levin mit einem verbindlichen Lächeln anwies. Kaum hatte er jedoch Platz genommen, als an der Tür geklopft wurde und ein Knecht die Ankunft des zweiten Besuchers mitteilte.

    Als die junge Frau eintrat, versetzte es Berchtold einen Stich. Er spürte, wie sein Herz rascher schlug und ihm der Schweiß auf die Stirn trat. Nein, das waren nicht die Anzeichen für einen erneuten Anfall. Das traf mitten in sein Herz. Selten hatte er in seinem Leben bislang in ein so freundliches Gesicht einer jungen Frau geblickt. Seine Fallsucht beeinträchtigte sein Leben, aber deshalb waren seine Gefühle zum anderen Geschlecht nicht weniger ausgeprägt als bei anderen Männern seines Alters. Berchtold erhob sich zur Begrüßung, spürte, die sein Gesicht sich rötete, und verneigte sich mit einem heiseren Gemurmel, als sie sich lächelnd vorstellte.

    „Guten Tag, Junker Berchtold. Ich bin die Gelbgießerin Gudrun, genannt Meyster. Wie ich von Herrn Levin hörte, haben wir das gleiche Ziel. Die Werkstatt, die einst Meister Berenger gehörte."

    „Oh!, presste Berchtold heraus und spürte, wie ihm der Mund trocken wurde. „Und ... und Ihr nennt Euch ... Meyster, seid selbst Gelbgießerin? Wie ist das möglich?

    Levin schmunzelte, bat die junge Frau, doch am Tisch Platz zu nehmen und gab seinem Knecht ein Zeichen, ihnen die Becher mit Wein zu füllen, während Gudrun antwortete: „Meine Großmutter floh damals mit meinem Vater Huno aus der Stadt, weil mein Großvater wohl das letzte Geld vertrunken hatte. Wie auch immer, ich wuchs zunächst in Augsburg auf, wo wir Unterstützung durch einen Patrizier bekamen, für die wohl einst mein Urgroßvater, Meister Ulrych, eine Bronzetür fertigte. In seinem Haus fand meine Mutter eine Anstellung, Herr Ignatius – so der Name des Mannes, der schließlich mein Stiefvater werden sollte, erkannte mein Talent und förderte mich."

    „Talent!", hauchte Berchtold, der noch immer von dem einerseits so lieblichen Wesen gefesselt war und andererseits auch ihre lebendige Erscheinung bewunderte. Diese Gudrun sprach mit lebhaften Gesten, ihre strahlend blauen Augen wanderten zwischen ihm und Levin hin und her, und ihr kirschroter Mund wies eine Reihe derart weißer Zähne auf, dass Berchtold kaum seinen Blick von ihm lösen konnte.

    „Ja, Herr Berchtold, das ist auch bei einer jungen Frau möglich, auch wenn es noch immer viele bestreiten!", warf sie auf seine Bemerkung ein.

    Erneut stieg die Röte in Berchtolds Gesicht, er spürte, wie ihm abwechselnd heiß und kalt zumute wurde. Dabei zweifelte er mit seiner Bemerkung keineswegs am Talent der jungen Frau – in diesem Moment hätte er ihr wohl alles zugetraut.

    „Ihr seid also ... Gelbgießerin geworden?", brachte er endlich heraus.

    „Oh ja, ich habe das Gießen richtig gelernt und wurde in die Zunft aufgenommen, erwiderte Gudrun und lächelte erneut gewinnend. „Aber nicht in Augsburg, da nahm mich niemand in die Werkstatt auf, ganz gleich, in welchem Beruf. Aber mein Stiefvater Ignatius gab nicht auf und fand durch seine Handelsverbindungen einen Glockengießer in Zürich, der bereit war, mich in seine Werkstatt aufzunehmen.

    „Und da ... wurdet Ihr Gelbgießer?", erkundigte sich Berchtold mit steigender Hochachtung vor dieser ungewöhnlichen Frau.

    „Ja, außerdem auch Goldschmied, denn der Meister formte neben den Glocken gern auch Skulpturen. Wie mir meine Ahnfrau Mathilde erzählte, hatte mein Ahne Hantz dafür ein großes Talent, das ich wohl ebenfalls habe. Mein Stiefvater wurde aufmerksam, weil ich als Kind schon sehr viele Figuren aus einfachem Lehm formte, die ihm gefielen. Und er war der Meinung, dass ein solches Talent nicht vergeudet werden dürfte. Aber da rede und rede ich nur von mir – was ist mit Euch, Junker Berchtold? Warum wollt Ihr die alte Werkstatt kaufen?"

    Bei dieser Anrede zuckte Berchtold regelrecht zusammen.

    „Wenn ich ... wenn ich darum bitten dürfte", begann er und bemühte sich, seine Stimme zu festigen, „wenn ich darum bitten dürfte, nennt mich nicht Junker. Es genügt mein Name Berchtold. Und ich habe ebenfalls meine Freude an der Herstellung von Skulpturen gefunden, auf meinem ... dem Gut meines Bruders selbst eine Reihe von Sandgüssen probiert und muss nun ... also, kurz und gut, ich kam auf die Werkstatt, weil ich

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