Genießen Sie von Millionen von eBooks, Hörbüchern, Zeitschriften und mehr - mit einer kostenlosen Testversion

Nur $11.99/Monat nach der Testversion. Jederzeit kündbar.

Der Sohn der Götter
Der Sohn der Götter
Der Sohn der Götter
eBook137 Seiten2 Stunden

Der Sohn der Götter

Bewertung: 0 von 5 Sternen

()

Vorschau lesen

Über dieses E-Book

Harvey Patton
Der Sohn der Götter

Fantasy

Ohne es zu wollen, nur durch einen unglücklichen Zufall, ist der verbannte Tempelschüler Cruz zusammen mit dem Mädchen Jania in ein dunkles Tor der Götter gestürzt. Dessen Schwärze nimmt sie auf, schleudert sie weiter und sie kommen in der Felsenburg Porgas wieder heraus. Sie war einst Wohnsitz der Götter, ist jedoch seit langem verlassen, aber vieles funktioniert immer noch. Zögernd machen sich die beiden damit vertraut, ihr körperloser Begleiter Kaleb hilft ihnen dabei. Im Tal vor Porgas wohnen Menschen, darunter auch Hexen, doch sie werden von einem unheimlichen Gegner bedrängt. Er will die Götterburg an sich bringen, um danach die gesamte Welt beherrschen zu können. Einst wurde er von den Höchsten verbannt, aber der Bann schwindet nun und er setzt zum entscheidenden Angriff an. Kaum jemand kann ihm da widerstehen, denn er ist

"DER SOHN DER GÖTTER"...
SpracheDeutsch
HerausgeberAlfredbooks
Erscheinungsdatum21. Mai 2018
ISBN9783745204636
Der Sohn der Götter
Vorschau lesen

Mehr von Harvey Patton lesen

Ähnlich wie Der Sohn der Götter

Rezensionen für Der Sohn der Götter

Bewertung: 0 von 5 Sternen
0 Bewertungen

0 Bewertungen0 Rezensionen

Wie hat es Ihnen gefallen?

Zum Bewerten, tippen

Die Rezension muss mindestens 10 Wörter umfassen

    Buchvorschau

    Der Sohn der Götter - Harvey Patton

    Ohne es zu wollen, nur durch einen unglücklichen Zufall, ist der verbannte Tempelschüler Cruz zusammen mit dem Mädchen Jania in ein dunkles Tor der Götter gestürzt. Dessen Schwärze nimmt sie auf, schleudert sie weiter und sie kommen in der Felsenburg Porgas wieder heraus. Sie war einst Wohnsitz der Götter, ist jedoch seit langem verlassen, aber vieles funktioniert immer noch. Zögernd machen sich die beiden damit vertraut, ihr körperloser Begleiter Kaleb hilft ihnen dabei. Im Tal vor Porgas wohnen Menschen, darunter auch Hexen, doch sie werden von einem unheimlichen Gegner bedrängt. Er will die Götterburg an sich bringen, um danach die gesamte Welt beherrschen zu können. Einst wurde er von den Höchsten verbannt, aber der Bann schwindet nun und er setzt zum entscheidenden Angriff an. Kaum jemand kann ihm da widerstehen, denn er ist

    „DER SOHN DER GÖTTER"...

    HARVEY PATTON ALIAS Hans Peschke schrieb in den letzten Dekaden des 20. Jahrhunderts für alle großen Verlage – Serien und Einzelromane. Sein Wirken begann in der ausklingenden Leihbuchära und erstreckte sich bis zu seinem Tod am 4.Juli 1994 in Köln u.a. auch auf  Serien wie ORION und Einzelromane in Terra Astra, von denen einige Kleinode der SF-Literatur sind.

    „Der Sohn der Götter" ist ein unveröffentlichtes Werk aus dem Nachlass - die Edition ist Herrn Gustav Gaisbauer dankbar, das eine Veröffentlichung möglich wurde.

    Copyright

    Ein CassiopeiaPress Buch: CASSIOPEIAPRESS, UKSAK E-Books und BEKKERpublishing sind Imprints von Alfred Bekker

    © by Author/ Cover: Nach Motiven von Pixabay, z.B. Kellepics – mit Adelind, 2018

    © dieser Ausgabe 2018 by AlfredBekker/CassiopeiaPress, Lengerich/Westfalen in Arrangement mit der Edition Bärenklau, herausgegeben von Jörg Martin Munsonius.

    Die ausgedachten Personen haben nichts mit tatsächlich lebenden Personen zu tun. Namensgleichheiten sind zufällig und nicht beabsichtigt.

    Alle Rechte vorbehalten.

    www.AlfredBekker.de

    postmaster@alfredbekker.de

    Der Sohn der Götter

    Wollte dieses schreckliche Dunkel überhaupt kein Ende nehmen?

    Cruz versuchte sich darauf zu besinnen, wie es ihm beim ersten Mal ergangen war. Doch seine Erinnerung ließ ihn im Stich, obwohl seither erst wenige Tage vergangen waren. Zuviel war in dieser Zeit auf den jungen Mann eingestürmt, das noch nicht verarbeitet war.

    Zuerst hatten ihn die Adepten der Tempelschule verurteilt, weil er, ausgerechnet ihr bester Schüler, gegen ihre strengen Gebote verstoßen hatte. Man hatte ihn vor allen anderen gedemütigt und dann zum Dunklen Tor im Tempel gebracht. Durch dieses waren einstmals die Götter auf die Welt herabgekommen, und nun hatte ihn der Oberste Adept Mihel hineingestoßen, um ihn deren Gericht auszuliefern.

    Doch Cruz war dadurch nicht zu den Göttern gelangt, um in ihrem Reich eine schwere Bestrafung für seinen Frevel zu erfahren. Nein, er war statt dessen in einem anderen Dunklen Tor herausgekommen, in einer unbekannten und weit entfernten Gegend der Welt. Seither beherbergte sein Gehirn einen Gast – den Geist des Adepten Kaleb! Ihm war einst das gleiche Schicksal beschieden gewesen, und das lag seiner Aussage nach schon viele Jahrhunderte zurück. Er hatte sich mit all seinen magischen Kräften gegen sein Schicksal gesträubt, und so war nur sein Körper wieder hinausgelangt.

    Sein Ich hatte sich von diesem getrennt und war in dem dunklen Wallen des Göttertores gefangen geblieben. Gegen dessen Einfluß war seine Magie wirkungslos geblieben, sie hatte nicht zu seiner Befreiung ausgereicht. Erst das Erscheinen des jungen Mannes gab ihm die Möglichkeit dazu, er hatte sie genutzt und war in dessen Hirn übersiedelt. Cruz hatte sein Dasein inzwischen akzeptiert, und Kaleb war ihm ein Freund und Helfer geworden, als er nun seinen Weg in die fremde Umgebung angetreten hatte.

    Doch nun befanden sich beide wieder in einem anderen Dunklen Tor – sollten sie vielleicht auf ewig darin gefangen bleiben, und mit ihnen das Mädchen Jania? Durch dessen Ungeschick war es zu diesem verhängnisvollen Sturz in das Tor in den alten Gewölben unter dem Wasserschloß ihres Vaters Boron gekommen. Dort hatte der Magier Sorcer seine Ränke geschmiedet, bis er selbst schließlich zu deren Opfer geworden war.

    Sollte es ihr und Cruz nun ähnlich ergehen...?

    Vergebens versuchte dieser zu bestimmen, wie lange er sich jetzt schon in dieser unheimlichen, zweifellos magischen Schwärze befand. Er hatte jegliches Zeitgefühl verloren, lag da und spürte nur den Körper Janias, den er noch immer umschlungen hielt. Sie schien zu schluchzen, denn ihre Gestalt bebte, doch kein Laut drang an seine Ohren. Dafür meldete sich aber nun die geistige „Stimme" Kalebs in seinem Hirn und sagte beruhigend:

    „Nur Geduld, mein junger Freund! Diese Göttertore sind uralt, die Zeit kann auch an ihnen nicht spurlos vorübergegangen sein. Vielleicht steht sie auch hier drin ganz still, wer weiß das schon. Doch nun bahnt sich bereits eine Veränderung an – merkst du es?"

    Tatsächlich spürte Cruz das jetzt auch. Da war wieder der ihm schon bekannte sanfte Druck, der ihn vorwärts zu schieben begann, und plötzlich konnte er auch seine bis dahin starren Glieder wieder bewegen. Er erhob er sich und zog das Mädchen mit hoch, und dann stolperten beide ungeschickt los, von dem leisen Druck nach vorn bewegt.

    Doch nur einige Schritte, dann hielten sie abrupt wieder an. Sie hatten das Dunkle Tor verlassen, tauchten aus dem unheimlichen Schwarz hervor und ins Licht hinaus. Es war zwar nur gedämpft und längst nicht so hell wie das der Sonne, trotzdem aber zu stark für ihre entwöhnten Augen.

    Sie mußten fürs erste die Lider schließen, doch dafür brach nun Janias Schluchzen ab und endete in einem leisen Wimmern. Sie preßte sich schutzsuchend an den jungen Mann, doch dieser war eher versucht, ihr einige unfreundliche Worte zu sagen, denn sie trug ja doch die Schuld an dem ganzen Geschehen. Er unterließ es jedoch, denn ihm fiel wieder ein, daß er sich nach seiner Verstoßung aus dem Tempel kaum weniger geängstigt hatte.

    Und das, obwohl er durch eine strenge Schule gegangen war und selbst schon beachtliche magische Kräfte besaß. Das Mädchen war zwar die Tochter eines Landesherrn, hatte jedoch nicht die geringste Ahnung von solchen Dingen. Entsprechend groß mußte nun ihr Schock beim plötzlichen Sturz in das gräßliche Dunkel des Tores gewesen sein, ein völlig unbegreiflicher Vorgang für sie.

    Zu dieser Einsicht gelangt, handelte er nun auch danach. Er wirkte mit einem leichten Zauber auf sie ein, der sie beruhigte und ihr die Furcht vor vielleicht kommenden weiteren Schrecknissen nahm. Falls es solche gab, galt es rasch zu handeln, ohne durch Janias Verhalten irgendwie behindert zu sein. Dies war nur Sache eines Augenblicks, dann öffnete er langsam die Augen und griff zugleich nach dem Messer, das er in einer Scheide an seinem Gürtel trug.

    Doch er würde es nicht brauchen, das erkannte er sofort. Hier gab es niemanden, der als Gegner anzusehen war, nur eine vollkommen leere Kammer, etwa sechs Schritt im Geviert und zweieinhalb hoch. Ihr Boden bestand aus einem glatten, hell und dunkelgrau gemaserten Stein, die Wände aus einem mattsilbern schimmernden Metall. Woraus die Decke war, ließ sich nicht feststellen, denn sie strahlte zur Gänze ein hell gelbliches Leuchten aus. Dies war jedoch nicht auf einen Zauber zurückzuführen, es mußte Götterwerk sein; so etwas gab es nirgends sonst auf der Welt.

    Ihnen gegenüber lag eine gleichfalls silbrige Tür, in halber Höhe mit fremden Schriftzeichen versehen, hinter ihnen das jetzt ruhige Grau des Dunklen Tores. Es war so groß wie jenes im Adeptentempel und besaß im Metallrahmen die gleiche Anzahl von bunten Knöpfen, und Cruz hütete sich wohlweislich, einen davon zu berühren.

    „Gut so, mein Junge, lobte ihn Kalebs Ich. „Es scheint so, als wären wir hier in eine Umgebung gelangt, die von den Göttern selbst bewohnt wurde, bevor sie die Welt wieder verließen. In ihr sollten wir uns mit der gebührenden Vorsicht umsehen, um so vielleicht die eine oder andere Kenntnis über ihr Dasein und Tun zu erlangen. Den Rückweg in Borons Schloß würden wir wohl kaum noch finden, sondern nur in die Irre gehen.

    Das war bedauerlich für Jania, aber zweifellos wahr.

    Vor allem deshalb, weil Cruz nicht einmal entfernt ahnte, welche Knöpfe er dazu hatte in welcher Reihenfolge drücken müssen. Dies wußte auch der alte Adept nicht, hier konnte jeder der falsche sein. Da war es schon besser, zunächst dazubleiben und die Gegebenheiten dieser fremden Umwelt zu erkunden. Das Göttertor blieb ihnen immer noch als letzter Ausweg, falls es nötig war.

    Jetzt war der junge Mann erst einmal begierig darauf, mehr über diesen einstigen Sitz der Götter zu erfahren. Er faßte das reglos dastehende Mädchen am Arm und zog es mit sich, der Tür entgegen.

    Dann war guter Rat jedoch teuer.

    Die etwa zwei Schritt breite und hohe Tür besaß weder so etwas wie eine Klinke, noch eine andere Vorrichtung zum Öffnen, und die fremde Schrift sagte Cruz nichts. Er drückte probeweise mit der Schulter dagegen, doch es tat sich nichts, und ein kräftiger Stoß gegen das Metall brachte ihm nur Schmerzen ein.

    Dann bemerkte er aber, daß die ihm heimlich vom Tempeloberen an die Brust geheftete, magische Scheibe sanft zu leuchten begann. Nur einen Augenblick später  zeigte sich die gleiche Erscheinung etwas unterhalb der Schriftzeichen, fast am linken Rand der Tür. Auch hier bildeten sich schimmernd dieselben Göttersymbole aus, und Cruz handelte nun instinktiv, ohne lange zu überlegen.

    Er löste die Scheibe von der Jacke, an der sie ohne sichtbare Befestigung haftete, und drückte sie gegen die betreffende Stelle. Er hatte diese nicht genau getroffen, doch die Platte bewegte sich von selbst und glitt weiter nach oben. Dann deckten die Symbole sich genau, irgendwo knarrte es leise, und langsam schob sich die Tür seitlich in die rechte Wand zurück.

    Kalebs Ich lachte verhalten auf.

    „Klug und logisch gedacht, junger Freund! Ich wollte dir das gleiche raten, doch du bist mir zuvorgekommen. Wir können nun also hinaus, werde deshalb aber nicht leichtsinnig, sondern wappne dich mit der nötigen Vorsicht. Mit einem Vermächtnis der Götter ist in keinem Fall zu spaßen, du mußt mit Überraschungen rechnen, auch mit solchen unangenehmer Natur."

    „Das hätte ich ohnehin getan", gab sein Wirt lakonisch zurück.

    Inzwischen war die Tür ganz in der Wand verschwunden, und die Öffnung gab den Blick in einen schmalen und langen Korridor frei. Das Baumaterial von Boden und Wandung gleich dem in der Kammer, und auch die Decke sandte

    Gefällt Ihnen die Vorschau?
    Seite 1 von 1