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Tote amüsieren sich nicht Berlin 1968 Kriminalroman Band 18
Tote amüsieren sich nicht Berlin 1968 Kriminalroman Band 18
Tote amüsieren sich nicht Berlin 1968 Kriminalroman Band 18
eBook142 Seiten1 Stunde

Tote amüsieren sich nicht Berlin 1968 Kriminalroman Band 18

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Über dieses E-Book

Es sieht aus wie ein dummes Spiel unter Betrunkenen, als die vier in dem Lokal beginnen, Messer gegen die Holztheke zu werfen. Aber dann stirbt einer der Gäste - und niemand kann sagen, ob es vielleicht wirklich nur ein Unglücksfall war. Lydia Lüders glaubt nicht an einen Unfall und bittet Bernd Schuster um Klärung der Angelegenheit. Als die Polizei den Ausweis des Toten näher untersucht, wird klar, dass der Tote nicht Udo Lüders hieß. Und wenig später schleicht ein seltsamer Typ durch den Garten der Lüders…
SpracheDeutsch
HerausgeberAlfredbooks
Erscheinungsdatum14. Juni 2021
ISBN9783745215601
Tote amüsieren sich nicht Berlin 1968 Kriminalroman Band 18
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    Buchvorschau

    Tote amüsieren sich nicht Berlin 1968 Kriminalroman Band 18 - Tomos Forrest

    Tote amüsieren sich nicht

    Berlin 1968 Kriminalroman Band 18

    von Tomos Forrest

    Der Umfang dieses Buchs entspricht 117 Taschenbuchseiten.

    Es sieht aus wie ein dummes Spiel unter Betrunkenen, als die vier in dem Lokal beginnen, Messer gegen die Holztheke zu werfen. Aber dann stirbt einer der Gäste – und niemand kann sagen, ob es vielleicht wirklich nur ein Unglücksfall war. Lydia Lüders glaubt nicht an einen Unfall und bittet Bernd Schuster um Klärung der Angelegenheit. Als die Polizei den Ausweis des Toten näher untersucht, wird klar, dass der Tote nicht Udo Lüders hieß. Und wenig später schleicht ein seltsamer Typ durch den Garten der Lüders...

    Copyright

    Ein CassiopeiaPress Buch CASSIOPEIAPRESS, UKSAK E-Books, Alfred Bekker, Alfred Bekker präsentiert, Casssiopeia-XXX-press, Alfredbooks, Uksak Sonder-Edition, Cassiopeiapress Extra Edition, Cassiopeiapress/AlfredBooks und BEKKERpublishing sind Imprints von

    Alfred Bekker

    © Roman by Author

    Cover: Nach Motiven und Grischa Georgiew 123rf – Steve Mayer, 2021

    Titel/Charaktere/Treatment © by Marten Munsonius & Thomas Ostwald, 2021

    Roman – Nach Motiven von Guy Brant – by Tomos Forrest, 2021

    © dieser Ausgabe 2021 by AlfredBekker/CassiopeiaPress, Lengerich/Westfalen in Arrangement mit der Edition Bärenklau, herausgegeben von Jörg Martin Munsonius.

    Die ausgedachten Personen haben nichts mit tatsächlich lebenden Personen zu tun. Namensgleichheiten sind zufällig und nicht beabsichtigt.

    Alle Rechte vorbehalten.

    www.AlfredBekker.de

    postmaster@alfredbekker.de

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    Zum Blog des Verlags geht es hier

    https://cassiopeia.press

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    1

    Der Terror begann, als der Typ mit der schiefen Nase eine Münze in die Musikbox warf. Der Mann am Tresen riss den Kopf herum. Seine Augen weiteten sich, als er das Messer sah. Es war dicht neben ihm in den alten hölzernen Tresen gedrungen. Der Hirschhorngriff zitterte nach. Seine Schwingungen übertrugen sich auf den Mann und erzeugten in seinem Magen ein flaues, hässliches Gefühl. Jemand lachte laut. Der Mann am Tresen stellte sein Glas so heftig ab, dass es klirrte. Der Mann, der gelacht hatte, ging auf den Gast am Tresen zu.

    „Es klappt noch, stellte er fest und zog mit einiger Mühe das Messer aus dem Tresen. „Damit könnte ich auftreten, was?

    Der Mann am Tresen antwortete nicht. Er hatte das Gefühl, aufstehen und aus dem Lokal rennen zu müssen, aber sein Stolz hielt ihn davon ab. Er wollte sich nicht lächerlich machen. Man lief doch nicht einfach gleich davon, wenn einer mal verrücktspielte.

    Er sah, dass der Messerwerfer zu einer Dreiergruppe gehörte. Sie bestand aus dem schiefnasigen Burschen, der grinsend an der Musikbox lehnte, dem kahlköpfigen Messerwerfer und einem hageren, knochigen Typ mit wirrem blonden Haar. Die drei waren schäbig gekleidet. Dem Mann am Tresen schien es, als gehörten sie gar nicht in diese verwaschenen Jeans und die alten, schmuddeligen Parkas. Sie gebärdeten sich wie Rowdys und passten trotzdem nicht in die muffige kleine Kneipe.

    Das Lokal lag in unmittelbarer Nähe der S-Bahn, so dass fast jede Minute das Geschirr von einer vorüberdonnernden Bahn zum Klirren gebracht wurde. Wenn die Musikbox spielte, sah man nur die Tassen und Teller tanzen und hörte statt der Bahn das Plärren der voll aufgedrehten Lautsprecher.

    „Es geht noch, Jungs, sagte der glatzköpfige Messerwerfer. Sein Alter ließ sich schwer bestimmen, aber vermutlich war er zwischen Ende Zwanzig und Anfang Dreißig, wie die anderen. „Ich wette, ihr seid nicht viel besser.

    Sein Gesicht machte den Eindruck, als hätte er bereits die doppelte Lebensspanne durchmessen, nein: wohl eher durchsoffen. Er hatte dicke, schlaffe Tränensäcke, eine großporige, teigige Haut und illusionslose graue Augen.

    „Lass mich mal!", sagte der Hagere.

    Er lächelte düster, holte ein Klappmesser aus seiner Hose und ließ die lange, blitzende Klinge einrasten.

    Der Mann am Tresen hatte einen trockenen Mund bekommen. Ihn drängte es danach, einen Schluck aus seinem Glas zu nehmen, aber er wollte seine Angst nicht durch das Zittern seiner Hand verraten.

    Warum unternahm der Wirt nichts gegen diesen lebensgefährlichen Unsinn? Warum stand kein Gast auf und stoppte diese Narren?

    Der Mann blickte sich hilfesuchend um.

    Nein, von diesen Gästen war keine Unterstützung zu erwarten: zwei alte Männer, die wie Stadtstreicher aussahen und denen man anmerkte, dass sie vertranken, was sie vorher zusammengebettelt hatten, und eine rothaarige, nicht mehr junge Prostituierte, die auf einen Sprung hereingekommen war, um einen Kaffee zu trinken.

    „Was ist das für eine Platte?", fragte der Wirt.

    „Der ,Messertanz‘, höhnte der schiefnasige Kerl. „Noch nie gehört, Freddy?

    „Aufpassen!", schrie der Hagere und warf sein Messer.

    Der Mann am Tresen wollte schreiend dagegen protestieren, dass man ihn als Zielscheibe gewählt halte, aber das Wort blieb ihm im Hals stecken. Das Messer drang nur eine Handbreit neben ihm in den Tresen.

    Endlich schritt der Wirt ein, wenn auch nur verbal.

    „Das geht nicht, Jungs, sagte er und lächelte säuerlich. „Das könnt ihr nun wirklich nicht machen.

    Es war zu spüren, dass er vor dem Trio Angst hatte. Er sagte nur etwas, um ein Alibi zu haben. Er hatte weder den Mut noch die Absicht, sich ernsthaft mit den Burschen anzulegen.

    Der Mann am Tresen erhob sich. Er wollte gehen, weg von hier, weg von der tödlichen Gefahr.

    Plötzlich hatten alle drei Männer Messer in den Händen — und dazu noch ein Vierter, der aus der Toilette kam und offenkundig zu der Werfergruppe gehörte.

    „Los, Junge, rief der Hagere und stellte sich dem blass gewordenen Gast in den Weg. „Zeig mal, wie du tanzen kannst. Leg ein Solo für uns hin! Wir werfen dir den Rhythmus vor die Beinchen.

    „Was denn — meinen Sie mich?", stotterte der Mann.

    „Wen denn sonst, Macker?, fragte der Hagere spöttisch. „Los, anfangen! Wir sind gespannt auf die Darbietung.

    Der Mann blickte an sich herab, während der Hagere das Messer aus dem Tresen zog.

    Warum nannten sie ihn Macker? Er war normal gekleidet, auch wenn er, im Gegensatz zu diesen Typen, Schlips und Kragen trug. Aber das war doch nun wirklich nichts Besonderes! Er dachte plötzlich an seine Frau. Das flaue Gefühl in seinem Magen breitete sich aus. Es wurde so übermächtig, dass er sich am liebsten übergeben hätte.

    „Hörst du nicht, Macker?, brüllte der Hagere und schleuderte das Messer vor die Füße des Mannes. „Wir wollen dich tanzen sehen!

    Der Mann starrte auf das wippende, tief in dem schmutzigen, schmierigen Dielenbrett steckende Messer. Er sah, dass der Kahlköpfige den Arm hob und sprang instinktiv zur Seite. Er wich zurück. Ein Messer zischte mit enervierendem Geräusch an ihm vorbei und bohrte sich in eine schwarz gestrichene Holzsäule, die mit Reklameschildern bepflastert war.

    Der Mann gab sich einen Ruck. Er rannte zu der Tür, die in die Toiletten führte. Ein Messer kam ihm zuvor und riss mit splitterndem Geräusch die Holzfüllung auf.

    Der Mann lehnte sich gegen den Türrahmen, keuchend.

    „Tanz, Macker, tanz", johlte die Bande.

    Der Wirt wischte sich mit dem haarigen Handrücken über den Mund. In seinen Augen hatte sich ein seltsames Glänzen entzündet, ein kaltes, grausames Funkeln. Es war zu spüren, dass ihn die Szene mitriss, dass er sich auf abwegige Weise daran ergötzte. Natürlich würde er nicht den Mut gehabt haben, das zuzugeben. Im Gegenteil.

    „Aufhören!", sagte er immer wieder, aber seine Stimme war ohne Überzeugungskraft. Außerdem hörte sowieso niemand auf ihn.

    Draußen auf der Straße rollten die Autos vorbei. Hin und wieder war ein Passant zu sehen, vornübergebeugt gegen den heftigen Ostwind ankämpfend und bemüht, möglichst schnell diese triste, schmutzige Umgebung zu verlassen.

    Die Männer hörten nicht auf, den Gast mit ihren Messern durch das Lokal zu hetzen. Einer warf, dann der andere, und inzwischen holte der erste Werfer sein Messer zurück. Ihr Opfer hielt sich schließlich schwer atmend und schweißnass am Tresen fest. Er starrte den Wirt an.

    „Die Polizei, würgte er hervor. „Rufen Sie die Polizei!

    „He, hast du das gehört?, fragte der Kahlköpfige. „Er hat keinen Sinn für Humor.

    „Eine miese Type", sagte der Hagere.

    „Ein Spielverderber", erklärte der Mann, der aus der Toilette gekommen war. Er war der Kleinste des Quartetts, aber er wirkte noch beweglicher und vitaler als die anderen.

    „Er meint es nicht ernst, höhnte der schiefnasige Kerl. „Er will uns foppen. Du darfst nicht auf ihn hören, Freddy. Das gehört zum Spiel.

    „Ich will keinen Ärger haben", sagte der Wirt und wischte den Tresen ab.

    „Zahlen, murmelte der Mann und hoffte, dass endlich alles vorüber sein würde. Aber als er das Geld aus seiner Tasche fischte, hörte er erneut das enervierende Geräusch eines durch die Luft schwirrenden Messers. Es bohrte sich mit einem dumpfen „Plopp in den Tresen. Die Bande lachte.

    „Er soll tanzen, sagte der Kahlköpfige. „Wir wollen unseren Spaß haben.

    „Wir müssen mit den Dingerchen ein wenig näher an ihn herankommen, sagte der Hagere. „Seht her — so!

    Der Mann am Tresen wirbelte auf den Absätzen herum. Dann sprang er zur Seite. Er wollte noch eine Bewegung machen, stoppte aber jäh, als das Messer ihn traf. Sein Mund öffnete sich. Er blickte nach unten auf den Messergriff, der aus seinem Körper ragte. Dann griff er haltsuchend in die Luft und brach zusammen. Die Platte war abgelaufen.

    Im Lokal herrschte Totenstille.

    „Er

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