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Der Marshal und die Kiowas
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eBook147 Seiten1 Stunde

Der Marshal und die Kiowas

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Über dieses E-Book

Der Marshal und die Kiowas
Western von John F. Beck

Der Umfang dieses Buchs entspricht 137 Taschenbuchseiten.

Tom Shelby versucht, seinen Sohn von einem Trail abzuhalten, bei dem auf dem Land der Kiowas Büffel nur wegen ihres Fells gejagt werden sollen. Matthew Dunlop kommt zu spät, um den Mord an dem Rancher zu verhindern, und Cole Shelby weigert sich, den Trail zu verlassen. Aber welche Rolle spielt die früher in Bettys Saloon beliebte Jenny McLane? Welche finsteren Pläne verfolgt des Boss des Trails, Jim Scaranoe, wirklich? Alles sieht danach aus, als ginge es um mehr, als nur Büffelfelle. Dunlop muss sich gezwungenermaßen anschließen, um einen Krieg zwischen Weißen und Kiowas zu verhindern.
SpracheDeutsch
HerausgeberAlfredbooks
Erscheinungsdatum21. März 2018
ISBN9783745200324
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    Buchvorschau

    Der Marshal und die Kiowas - John F. Beck

    Der Marshal und die Kiowas

    Western von John F. Beck

    Der Umfang dieses Buchs entspricht 137 Taschenbuchseiten.

    Tom Shelby versucht, seinen Sohn von einem Trail abzuhalten, bei dem auf dem Land der Kiowas Büffel nur wegen ihres Fells gejagt werden sollen. Matthew Dunlop kommt zu spät, um den Mord an dem Rancher zu verhindern, und Cole Shelby weigert sich, den Trail zu verlassen. Aber welche Rolle spielt die früher in Bettys Saloon beliebte Jenny McLane? Welche finsteren Pläne verfolgt des Boss des Trails, Jim Scaranoe, wirklich? Alles sieht danach aus, als ginge es um mehr, als nur Büffelfelle. Dunlop muss sich gezwungenermaßen anschließen, um einen Krieg zwischen Weißen und Kiowas zu verhindern.

    Copyright

    Ein CassiopeiaPress Buch: CASSIOPEIAPRESS, UKSAK E-Books und BEKKERpublishing sind Imprints von Alfred Bekker

    © by Author

    © dieser Ausgabe 2017 by AlfredBekker/CassiopeiaPress, Lengerich/Westfalen in Arrangement mit der Edition Bärenklau, herausgegeben von Jörg Martin Munsonius.

    Alle Rechte vorbehalten.

    w ww.AlfredBekker.de

    postmaster@alfredbekker.de

    1

    Plötzlich war es totenstill im Long Branch Saloon. Die wenigen Gäste in dem langgestreckten Raum starrten auf den Mann, der mit einem angeschlagenen Enfield-Gewehr in der offenen Tür aufgetaucht war.

    Tom Shelby sah aus, als wäre er quer durch die Hölle geritten. Sein bärtiges Gesicht war wie zerrissen, seine derbe Kleidung staubbedeckt. Brennende Augen richteten sich auf den einzigen Mann im Saloon, der keine Notiz von ihm zu nehmen schien.

    Der andere stand mit dem Rücken zu ihm an der Theke, vor sich ein halbvolles Whiskyglas. Eine hagere Gestalt, die trotz der Spätnachmittagshitze, die auf den Dächern von Dodge City lastete, in einen knielangen, fransenverzierten Büffelledermantel gehüllt war. Der rechte Fuß ruhte auf der unteren Thekenleiste, die Ellenbogen waren aufgestützt. Die Mündung der Enfield zielte auf seinen Rücken. Schwer pochten Shelbys Tritte durch den dämmrigen Raum.

    Am Tisch neben dem Treppenaufgang erhob sich ein ledergekleideter bulliger Mann. Mit der Hand am tief geschnallten Revolver trat er drohend ein Stück zur Seite, damit er freie Schussbahn bekam. Doch Shelby ging weiter, bis er dicht hinter dem Hageren war. Niemand sonst rührte sich. Es war, als hätte der bärtige Farmer einen Eishauch mit hereingebracht, der alle lähmte.

    „Ich bin hier, um Cole zurückzuholen, Scaranoe. Sag deinem Freund Bancroft da drüben, er soll die Finger vom Schießeisen lassen und ihn herholen. Ich reite nicht ohne Cole zu meiner Farm zurück. Du bürgst mit deinem Leben dafür."

    Der Mann an der Theke drehte sich ruhig um. Kalte Augen funkelten in dem hageren, von der Kansassonne gebräunten Gesicht. Er beachtete das auf ihn gerichtete Gewehr nicht.

    „Du redest wie ein Narr, Shelby. Ich versteh’ nicht, weswegen du dich so aufregst. Dein Junge ist alt genug, eigene Entscheidungen zu treffen."

    „Er weiß nicht, worauf er sich eingelassen hat!", keuchte Shelby.

    „Dieses blonde Teufelsweib hat ihm völlig den Kopf verdreht! Aber ich werd’ verhindern, dass er mit euch Verrückten ins Indianerland reitet. Los, zum Teufel, sag Bancroft endlich, er soll ihn holen!"

    „Das würde nichts ändern, erwiderte Scaranoe verächtlich. „Cole hat einen Vertrag unterschrieben. Er wird ihn halten. Da kannst du gar nichts machen, Shelby. Verschwinde lieber!

    Er wandte sich ab und griff nach dem Glas auf der Theke. Shelby packte ihn mit der Linken an der Schulter. „Verdammt, ich ..." Er schrie heiser auf, als er den Inhalt des Glases voll ins Gesicht bekam. Seine Augen schmerzten.

    Scaranoe war schnell wie ein Panther. Während er das Gewehr zur Seite drückte, traf sein hoch zuckendes rechtes Knie den bärtigen Farmer in den Leib. Shelby krümmte sich ächzend. Scaranoe entriss ihm die Waffe, schlug ihm den Stahllauf seitlich an den Kopf und ließ den Karabiner dann geringschätzig neben dem Zusammensackenden fallen. Bancrofts raues Auflachen war der einzige Laut. Die beiden Viehhändler, mit denen der bullige Kerl vorhin gepokert hatte, saßen wie versteinert auf ihren Stühlen. Der schnurrbärtige Keeper hatte sich ans Ende der Theke zurückgezogen.

    Mit unbewegter Miene warf Scaranoe ein paar Münzen auf die Platte. Er stieg über den stöhnend auf den Brettern liegenden Farmer und ging ohne Eile zur Tür. Der Büffelledermantel schlug gegen seine Beine. Der mit Elfenbeinschalen ausgelegte Kolben seines Revolvers ragte unter dem vorne offenen Mantel hervor. Scaranoe blickte nicht zurück, als Shelby sich keuchend herum wälzte und auf die Knie stemmte. Das bärtige Gesicht des Farmers war schweißbedeckt. Seine Augen flackerten. Er sah die Gestalt des Hageren wie durch Nebelschwaden.

    „Schick mir Cole zurück, Scaranoe!", krächzte er verzweifelt. Scaranoes Absätze klopften hart auf den Brettern. Der hagere Mann wandte nicht den Kopf.

    „Scaranoe!", schrie Shelby, als der andere das helle Türviereck erreichte. Mit bebenden Händen tastete er nach dem am Boden liegenden Gewehr. Da zerriss das Krachen von zwei rasch hintereinander abgefeuerten Schüssen die Dämmerung im Saloon.

    Pulverrauch kräuselte vor Bancrofts schwerem Sechsschüsser. Die Einschläge rissen Shelby hoch und warfen ihn gegen die Theke. Röchelnd fiel er auf die Seite. Blut floss über sein Hemd.

    Der Keeper duckte sich kreidebleich. Seine Hände verschwanden unter der Thekenkante, wo er die Parker-Gun mit den abgesägten Doppelläufen aufbewahrte. Bancrofts Waffe schwang herum. Die Augen des bulligen Mannes funkelten wild.

    „Versuch’s nur, Hombre! Auf eine Kugel mehr oder weniger kommt’s mir nicht an!"

    Scaranoe war herumgewirbelt. Er ließ den halb gezogenen Colt in die Halfter zurückgleiten und richtete sich entspannt auf. Sein hartliniges Gesicht zeigte keine Regung. Er blickte Bancroft mit ausdruckslosen Augen an. „Das war nicht nötig, Phil. Ich wär’ schon mit ihm fertig geworden."

    Aber in seiner Stimme war kein Bedauern. Achselzuckend drehte er sich ab. Gleich darauf schwang er sich draußen auf sein Pferd. Phil Bancroft verließ den Long Branch Saloon rückwärts mit dem Colt in der Faust. Niemand versuchte ihn zu halten. Bancrofts Waffe und der Ausdruck rücksichtsloser Gewalttätigkeit auf seinem derben Gesicht bannten den Keeper und die vier, fünf Gäste, die sich so früh schon zu einem Drink und einer Pokerpartie eingefunden hatten. Ihre Erstarrung löste sich erst, als draußen Hufe lostrommelten. Der Keeper rannte hinter der Theke hervor und kniete als erster bei Shelby nieder, der sich schwach bewegte.

    „Cole …‟, kam es wie ein Hauch über Shelbys blutleere Lippen.

    „Schnell, holt den Marshal und den Doc!", tönte die Stimme der hübschen Saloonbesitzerin von der Treppe zum Obergeschoss. Eine besorgte, aber auch energische Stimme, die Tom Shelby wie von weit her vernahm. Er war wie in dunkle Nebel gehüllt. Unaufhaltsam strömte das Blut aus seinen Wunden. Aber er spürte keinen Schmerz.

    Tritte polterten, Männer sprachen heiser durcheinander, jemand knöpfte sein Hemd auf. Er sah die Gestalten wie Schemen um sich herum. Dann fühlte er eine Hand an seiner Schulter.

    Eine beschwörende Stimme raunte: „Tom, ich bin’s — Matthew Dunlop. Was ist passiert, Tom? Warum bist du auf den Boss der Büffeljäger losgegangen?"

    „Cole!" Mühsam formten die Lippen des Schwerverletzten den Namen seines Sohnes. Die Dunkelheit vor seinen Augen riss auf. Er erkannte das markante Gesicht des Mannes, der in Dodge City für Recht und Ordnung sorgte. Ein Mann, der Shelbys Freund und nun seine letzte Hoffnung war.

    „Cole ..." Die Stimme versagte ihm, als er zu sprechen, zu erklären versuchte.

    Der Marshal sah die Verzweiflung in den Augen des Farmers. Eine Verzweiflung, die dem harten Mann des Gesetzes die Kehle zuschnürte. Er griff nach der Flasche auf der Theke, aus der der Keeper Scaranoes Glas gefüllt hatte. Er ließ Shelby trinken.

    „Nur ruhig, Tom! Der Doc kriegt dich schon wieder hin. Was ist mit Cole?"

    „Sie waren zwei Tage lang auf unserer Farm droben am Nutbush Creek, berichtete Shelby keuchend. „Büffeljäger, die ins Kiowaland wollen. Obwohl die Rothäute jedem Weißen den Tod geschworen haben, der sich über den Cimarron River wagt, seitdem die Armee ihnen diese Grenze zugesichert hat. Sie sprachen immerzu von dem Riesengeschäft, das diese Jagd für sie werden würde, da sie südlich vom Cimarron keine Konkurrenz anderer Jäger in diesem Jahr zu fürchten hätten. Scaranoes Partnerin, diese verfluchte Hexe, hat Cole glatt um den Verstand gebracht. Ein Teufelsweib, Matthew! Sie hat Cole überredet, mit ihnen zu ziehen. Der Junge ist völlig verknallt in sie und hat keine Ahnung, was sie alle auf der anderen Seite des Cimarron erwartet. Ich hab’ ihn gewarnt, aber er wollte nicht auf mich hören. Dabei kenn’ ich das Land im Süden, und ich kenn’ die Kiowas. Ich war dort, als ich noch mit meinem Bruder in der Armee diente.

    „Ich weiß, Tom." Matthew tauschte einen Blick mit Doc Jenkins, der mit hilflosem Achselzucken seine schwarze Ledertasche schloss. Es war wie eine Bewegung, die Shelbys Todesurteil bedeutete. Schweigend standen die Männer, die Saloonbesitzerin und die von den Schüssen alarmierten Girls um Dunlop und den Sterbenden herum. Shelbys Augen blieben an dem Marshal festgebrannt.

    „Es sind Kerle, die vor nichts zurückschrecken, Matthew. Aber die Indianer werden alle töten, auch Cole. Seine Mutter wartet auf ihn, Matthew. Hol’ ihn zurück! Sag ihm ..." Shelbys Stimme brach. Er atmete flach und stoßweise.

    Matthew presste die Lippen zusammen, als er sah, wie das bärtige Gesicht mit jeder Sekunde mehr verfiel, Kraftlos griff Shelby nach seiner Hand. „Hol’ ihn zurück, Matthew!, wiederholte er verzweifelt. „Versprich’s mir.

    Der Marshal schluckte. Er nahm Shelbys Rechte in beide Hände. Sein Blick streifte flüchtig die Gesichter der Anwesenden. Betty Cornell wischte sich verstohlen die Augenwinkel. Flehend starrte Shelby den hünenhaften Sternträger an. Matthew konnte nicht anders. Er nickte. „Ich versprech′ es dir, Tom.‟

    Shelby schwieg.

    Matthew hielt bereits die Hand eines Toten.

    2

    Der heisere Ruf des Postens meldete die Ankunft eines Reiters, der wie ein Schatten aus der Nacht kam. Die Lichter von Dodge City schimmerten hinter ihm in der fahlen Dunkelheit. Die Stimmen und Geräusche innerhalb der zu einem Kreis aufgefahrenen fünf Planwagen verstummten. Die bärtigen Gesichter der Büffeljäger spannten sich, als der große, breitschultrige Mann in das zuckende Licht des Lagerfeuers ritt. Das Abzeichen an seinem Hemd funkelte. Sein markantes Gesicht mit

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