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Schlechte Karten für den Chef: Kriminalroman
Schlechte Karten für den Chef: Kriminalroman
Schlechte Karten für den Chef: Kriminalroman
eBook106 Seiten1 Stunde

Schlechte Karten für den Chef: Kriminalroman

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Über dieses E-Book

»Was hältst du von einem kühlen Blonden, Jesse?« fragte mich mein Freund und Kollege Milo Tucker.
Ich verstand ihn absichtlich falsch, grinste zu ihm hinüber und gab zurück, »'ne kühle Blonde ist nicht mein Fall. Ich stehe mehr auf Girls, bei denen die Post abgeht. Und sie brauchen nicht unbedingt blond zu sein.«
»Also, was ist nun? Zischen wir noch ein Bier, bevor wir heimfahren, oder nicht?«
»Wir zischen«, nickte ich, stand auf, fischte mein Jackett von der Lehne meines Schreibtischstuhls, schlüpfte hinein und verließ mit Milo unser Büro, ohne zu ahnen, daß es gleich mächtigen Ärger geben würde.
Die Bar, die wir aufsuchten, nannte sich
SpracheDeutsch
HerausgeberAlfredbooks
Erscheinungsdatum2. Aug. 2020
ISBN9783745213096
Schlechte Karten für den Chef: Kriminalroman
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Autor

A. F. Morland

A. F. Morland schrieb zahlreiche Romane und ist der Erfinder der Serie Tony Ballard.

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    Schlechte Karten für den Chef - A. F. Morland

    Copyright

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    Alfred Bekker

    © Roman by Author / COVER FIRUZ ASKIN

    © dieser Ausgabe 2020 by AlfredBekker/CassiopeiaPress, Lengerich/Westfalen in Arrangement mit der Edition Bärenklau, herausgegeben von Jörg Martin Munsonius.

    Die ausgedachten Personen haben nichts mit tatsächlich lebenden Personen zu tun. Namensgleichheiten sind zufällig und nicht beabsichtigt.

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    Schlechte Karten für den Chef: Kriminalroman

    A.F.Morland

    »Was hältst du von einem kühlen Blonden, Jesse?« fragte mich mein Freund und Kollege Milo Tucker.

    Ich verstand ihn absichtlich falsch, grinste zu ihm hinüber und gab zurück, »'ne kühle Blonde ist nicht mein Fall. Ich stehe mehr auf Girls, bei denen die Post abgeht. Und sie brauchen nicht unbedingt blond zu sein.«

    »Also, was ist nun? Zischen wir noch ein Bier, bevor wir heimfahren, oder nicht?«

    »Wir zischen«, nickte ich, stand auf, fischte mein Jackett von der Lehne meines Schreibtischstuhls, schlüpfte hinein und verließ mit Milo unser Büro, ohne zu ahnen, daß es gleich mächtigen Ärger geben würde.

    Die Bar, die wir aufsuchten, nannte sich schlicht und ergreifend ›Tony's‹ und befand sich nur wenige Blocks von der Federal Plaza - und somit vom FBI Building - entfernt. Unter achtundachtzig verschiedenen Biersorten konnte man hier wählen. Milo und ich entschieden uns für ein Budweiser mit erlesener Stammwürze.

    Der erste Schluck war der beste. Er tat mir richtig gut und versöhnte mich mit einem tristen Arbeitstag, den wir, mit sauren Mienen an unseren Schreibtischen klebend, verbracht hatten.

    Das Lokal war im Westernstil eingerichtet, und bedient wurden die ausschließlich männlichen Gäste von sexy Girls mit Atom-Brüsten.

    Wenn ein Mädchen im ›Tony's‹ arbeiten und viel Kohle machen wollte, mußte es intelligent, freundlich und fröhlich sein, ein herzerfrischendes Lächeln und eine tolle Figur haben und mit' einer Oberweite gesegnet sein, die zwischen neunzig und hundert Zentimetern lag.

    Vor allem auf Letzteres legte der Chef größten Wert, und es hieß, daß die Bewerberinnen ihm gestatten mußten, ihre Angaben mit dem Maßband nachzuprüfen. Eine Tätigkeit, um die ihn mit Sicherheit so mancher Gast beneidete.

    Milo ließ den Blick ausgiebig schweifen. Nicht so sehr durch das Lokal, als von einer hübschen Kellnerin zur anderen. Plötzlich stieß er mir seinen Ellenbogen in die Seite. Ich wollte gerade trinken und hätte beinahe mein Budweiser verschüttet. Mein Unmutsgemurmel veranlaßte meinen Freund und Kollegen, sich zu entschuldigen.

    »Was ist denn?« fragte ich muffig.

    »Der Mann dort drüben - der, der so traurig in seinen Whisky starrt…«

    »Was ist mit dem?«

    »Ist das nicht…«

    »Senator Mortons Sekretär«, sagte ich und gönnte mir einen weiteren Schluck.

    »Archibald Elliott, nicht wahr?« sagte Milo.

    »Richtig«, bestätigte ich.

    Eine der Kellnerinnen ging an uns vorbei. Sie trug die knappsten Hot Pants, die ich je gesehen hatte. Oh, Mann, saßen diese Höschen stramm. Es fiel mir nicht leicht, mich von diesem überwältigenden Anblick loszureißen, und Milo schaffte es überhaupt nicht.

    Es dauerte eine Weile, bis mein Partner sich so weit gesammelt hatte, daß er sagen konnte: »Elliott sieht aus, als hätte ihm eine Schar unsichtbarer Hühner seine letzten Brotkrümel weggefressen.«

    Ich grinste. »Frag ihn doch mal, ob du was für ihn tun kannst.«

    Milo schüttelte den Kopf. »Ich bin nicht mehr im Dienst.«

    »Ein FBI-Agent ist immer im Dienst.«

    Zwei Männer traten an Archibald Elliotts Tisch. Er schaute zu ihnen hoch. Sie redeten kurz mit ihm, und er wurde blaß.

    »Scheint ein echtes Problem zu haben, der gute Mann«, bemerkte Milo.

    Elliott stand auf und sah sich hilfesuchend um. Angst glitzerte in seinen Augen. Die Männer nahmen ihn in die Mitte und führten ihn ab.

    »Ich fresse einen Besen, wenn das Detectives sind«, sagte Milo. »Die scheinen mir eher der brutalen Fakultät anzugehören. Vielleicht sollten wir Mr. Elliott doch fragen, ob wir etwas für ihn tun können.«

    »Ich sag's ja: Ein FBI-Agent ist immer im Dienst.« Ich leerte mein Bierglas, legte einen Geldschein auf den Tresen, und wir nahmen Abschied von Tonys reizvollen Schönheiten. Wir traten aus der Bar. Naßkalte Novemberluft wehte uns an. Senator Mortons Sekretär und seine Begleiter, die bestimmt keine freundschaftlichen Gefühle für ihn hegten, waren verschwunden.

    »Weg«, knurrte Milo.

    »Vielleicht hat hier ein Wagen mit laufendem Motor gewartet«, sagte ich. »Sie haben ihn in das Fahrzeug gestoßen und sind abgerauscht.«

    »Kidnapping?«

    »Wäre denkbar.«

    »Möglicherweise sind die Kerle mit Elliott in irgendeine finstere Seitenstraße gegangen«, überlegte Milo laut.

    »Um ungestört mit ihm reden zu können?«

    »Oder um ihm ungestört was antun zu können«, sagte Milo dunkel.

    »Welche Richtung?« fragte ich sofort.

    Milo zeigte nach Norden. »Du nimmst diese, ich die andere.«

    »Okay.«

    Wir trennten uns.

    ***

    Archibald Elliott hatte panische Angst vor Schmerzen, und er konnte sicher sein, daß ihm die beiden Kerle gleich sehr weh tun würden.

    Sie stießen ihn in eine häßliche Straße. Er hätte um Hilfe schreien können, aber dann wäre es mit Sicherheit noch schlimmer für ihn gekommen.

    »Wie viele Whiskys hast du getrunken?« fragte Dave Cager, einer der beiden Typen.

    »Drei«, antwortete Elliott mit belegter Stimme.

    »Das ist nicht genug«, sagte Nick Silver, der andere Mann.

    »Nicht genug - wofür?« fragte Archibald Elliott zitternd.

    »Um dich schmerzunempfindlich zu machen«, grinste Dave Cager.

    Nick Silver lachte schnarrend. »Dafür hätte nicht einmal eine ganze Pulle gereicht. Wir verstehen nämlich unser Handwerk. Wir wissen, wohin wir schlagen müssen, wenn's besonders weh tun soll.«

    »Hört zu, Jungs«, stöhnte Elliott, »ihr seid doch keine Unmenschen…«

    »Ach, sind wir nicht?« Cager lachte, und Silver stimmte in seinen Heiterkeitsausbruch mit ein.

    »Man kann doch mit euch reden«, krächzte Elliott.

    »Kann man nicht«, erwiderte Cager frostig.

    »Wir sind lediglich ausführende Organe«, erklärte Silver.

    »Werkzeuge«, sagte Cager.

    »Genau«, nickte Silver.

    »Hast du schon mal mit einem Hammer oder einer Schere geredet?« fragte Cager.

    Silver griente. »Ich würd's ihm Zutrauen. Weil er nämlich ein selten dämlicher Hund ist.«

    Cager stach mit dem Zeigefinger gegen Elliotts Brustbein. Selbst das tat diesem schon weh. »Hast du gehört, was mein Kumpel gesagt hat? Daß du ein selten dämlicher Hund bist, und dieser Meinung kann ich mich nur anschließen, denn wenn du auch nur ein bißchen Grips in deinem Holzkopf hättest, würdest du Joe Don Curtis nicht so lange auf sein Geld warten lassen.«

    »Ich habe heute mit ihm telefoniert«, stieß Archibald Elliott zitternd hervor. Schweiß glänzte auf seiner Stirn.

    »Das wissen wir«, sagte Dave Cager, »und jetzt ist Joe Don mächtig sauer auf dich.«

    »Ich habe ihm doch erklärt, daß es mir im Moment nicht möglich ist…«

    »Deshalb hat er ja so

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