Genießen Sie von Millionen von eBooks, Hörbüchern, Zeitschriften und mehr - mit einer kostenlosen Testversion

Nur $11.99/Monat nach der Testversion. Jederzeit kündbar.

Dämonenhasser Tony Ballard - Neue Abenteuer 2 - Zwei Horror-Romane
Dämonenhasser Tony Ballard - Neue Abenteuer 2 - Zwei Horror-Romane
Dämonenhasser Tony Ballard - Neue Abenteuer 2 - Zwei Horror-Romane
eBook223 Seiten2 Stunden

Dämonenhasser Tony Ballard - Neue Abenteuer 2 - Zwei Horror-Romane

Bewertung: 0 von 5 Sternen

()

Vorschau lesen

Über dieses E-Book

Tony Ballard ist der Dämonenhasser. Er kämpft gegen die Mächte der Finsternis und begegnet dem Unfassbaren. Vampire, Dämonen, Werwölfe und andere Kreaturen der Schattenwelt sind seine unbarmherzigen Gegner. Erfolgsautor A. F. Morland schuf diese einzigartige Horror-Serie, die jetzt endlich auch im E-Book vorliegt.

Dieses Buch enthält die Romane:

A.F.Morland: Das Haus der Unsichtbaren

A.F.Morland: Blut an beiden Händen
SpracheDeutsch
HerausgeberAlfredbooks
Erscheinungsdatum21. Nov. 2019
ISBN9783745210927
Dämonenhasser Tony Ballard - Neue Abenteuer 2 - Zwei Horror-Romane
Vorschau lesen
Autor

A. F. Morland

A. F. Morland schrieb zahlreiche Romane und ist der Erfinder der Serie Tony Ballard.

Mehr von A. F. Morland lesen

Ähnlich wie Dämonenhasser Tony Ballard - Neue Abenteuer 2 - Zwei Horror-Romane

Verwandte Kategorien

Rezensionen für Dämonenhasser Tony Ballard - Neue Abenteuer 2 - Zwei Horror-Romane

Bewertung: 0 von 5 Sternen
0 Bewertungen

0 Bewertungen0 Rezensionen

Wie hat es Ihnen gefallen?

Zum Bewerten, tippen

Die Rezension muss mindestens 10 Wörter umfassen

    Buchvorschau

    Dämonenhasser Tony Ballard - Neue Abenteuer 2 - Zwei Horror-Romane - A. F. Morland

    Dämonenhasser Tony Ballard - Neue Abenteuer 2 - Zwei Horror-Romane

    A.F.Morland

    Tony Ballard ist der Dämonenhasser. Er kämpft gegen die Mächte der Finsternis und begegnet dem Unfassbaren. Vampire, Dämonen, Werwölfe und andere Kreaturen der Schattenwelt sind seine unbarmherzigen Gegner. Erfolgsautor A. F. Morland schuf diese einzigartige Horror-Serie, die jetzt endlich auch im E-Book vorliegt.

    Dieses Buch enthält die Romane:

    A.F.Morland: Das Haus der Unsichtbaren

    A.F.Morland: Blut an beiden Händen

    Copyright

    COVER WERNER ÖCKL

    Ein CassiopeiaPress Buch: CASSIOPEIAPRESS, UKSAK E-Books, Alfred Bekker, Alfred Bekker präsentiert, Casssiopeia-XXX-press, Alfredbooks, Uksak Sonder-Edition, Cassiopeiapress Extra Edition, Cassiopeiapress/AlfredBooks und BEKKERpublishing sind Imprints von

    Alfred Bekker

    © Roman by Author /COVER DIETER ROTTERMUND

    © dieser Ausgabe 2019 by AlfredBekker/CassiopeiaPress, Lengerich/Westfalen in Arrangement mit der Edition Bärenklau, herausgegeben von Jörg Martin Munsonius.

    Die ausgedachten Personen haben nichts mit tatsächlich lebenden Personen zu tun. Namensgleichheiten sind zufällig und nicht beabsichtigt.

    Alle Rechte vorbehalten.

    www.AlfredBekker.de

    postmaster@alfredbekker.de

    Folge auf Twitter:

    https://twitter.com/BekkerAlfred

    Erfahre Neuigkeiten hier:

    https://alfred-bekker-autor.business.site/

    Zum Blog des Verlags

    Sei informiert über Neuerscheinungen und Hintergründe!Verlags geht es hier:

    https://cassiopeia.press

    Alles rund um Belletristik!

    Das Haus der Unsichtbaren

    Das Böse kam von unten, geradewegs aus den Tiefen der Verdammnis, tränkte unauffällig den Boden und wurde erst aktiv und zur tödlichen Gefahr, wenn man seinen Fuß darauf setzte. Damit zeigte sich einmal mehr, wie hinterhältig und facettenreich die Hölle zu agieren verstand, um ahnungslosen Menschen zum Verhängnis zu werden...

    *

    Ich schenkte mir einen Pernod ein, ging auf die Penthouse-Terrasse, ließ meinen Blick über die umliegenden Dächer schweifen – der Anblick war mir seit langem bestens vertraut - und machte eine geistige Bestandsaufnahme. In letzter Zeit war es mal wieder ziemlich turbulent zugegangen, und es wäre mir lieb gewesen, wenn ich nun etwas kürzer hätte treten dürfen, doch darauf hatte ich leider keinen Einfluss, weil mich die unermüdliche Gegenseite, die schwarze Macht, mich immer wieder in unliebsamen Zugzwang brachte. Alte und neue Probleme – gelöste und ungelöste - schwirrten mir durch den Kopf.

    Wir waren in Schottland nach sehr langer Zeit wieder einmal der Vampirin Taramanya begegnet, und ich hegte starke Zweifel daran, dass es richtig gewesen war, sie nicht zu vernichten.

    Ich hätte sie nicht laufen lassen sollen, ging es mir durch den Sinn. Und ich hätte ihr auch ganz bestimmt den Garaus gemacht, wenn Zeeneth mich nicht sehr eindringlich gebeten hätte, sie zu verschonen, weil sie ihm das Leben gerettet hatte. Außerdem hatte sie versprochen, von nun an keine Menschen mehr anzufallen, sondern sich von Blutkonserven zu nähren, aber was ist das Wort eines Vampirs schon wert, wenn ihn die Gier übermannt? Nichts. Sie wird bestimmt rückfällig werden. Es würde mich schon sehr wundern, wenn es nicht so wäre.

    Ich zog die Augenbrauen zusammen und murmelte: Sollte mir Dark Sister noch einmal über den Weg laufen, ist sie dran.

    Okay, das war ein Problem. Aber leider nicht das Einzige. Da war zum Beispiel auch noch Kawimbas Auge, das wir auf der Insel Sansibar einer Dämonin namens Aandara abgenommen hatten. Mithilfe dieses Auges konnte man angeblich sehr, sehr weit in die Vergangenheit zurückblicken – bis zum Ursprung allen Seins -, und wir hofften, damit einiges über die Entstehung meines Dämonendiskus zu erfahren.

    Doch leider hatte Aandara das Auge magisch erblinden lassen, ehe es uns in die Hände fiel. Zwar nicht für immer, aber doch für geraume Zeit, und wir hatten keine Ahnung, für wie lange.

    Die Mitglieder des Weißen Kreises versuchten derzeit eine Möglichkeit zu finden, Aandaras Zauber aufzuheben. Sie mussten dabei allerdings sehr vorsichtig ans Werk gehen, damit das Auge keinen irreparablen Schaden nahm. Ein damit eng verknüpftes Problem waren Loxagon, der Teufelssohn, der Kawimbas Auge haben wollte, und Axayoss, der Kapuzenteufel, der es ihm beschaffen sollte.

    Beim ersten Anlauf hatte Axayoss Schiffbruch erlitten. Da er aber nicht mit leeren Händen in die Hölle zurückkehren konnte, würde er wohl oder übel schon bald einen zweiten Angriff starten.

    Starten müssen, denn der Höllenherrscher hasste Versager so sehr, dass dies die meisten von ihnen umgehend den Kopf kostete.

    Der Weiße Kreis hatte eine Kopie des begehrten Dämonenauges geschaffen, die zwar äußerlich vom Original nicht zu unterscheiden war, in deren Innerem sich aber ein weißmagischer Sprengsatz befand, der alles zerstörte, was schwarzen Ursprungs war.

    Wenn es uns gelang, Axayoss diese weißmagische Bombe unterzujubeln, waren wir ihn für immer los und hatten eine Sorge weniger am Hals. Ja, murmelte ich, " wenn... Und ich fügte sarkastisch hinzu: Wenn das kleine Wörtchen 'wenn' nicht wär..."

    Ich trank einen Schluck Pernod und genoss das vertraute Brennen auf der Zunge. Wenn der Weiße Kreis es nicht schaffen sollte, Aandaras Zauber aufzuheben, würde Tucker Peckinpah das Auge übernehmen.

    Der reiche Industrielle hatte einige hervorragende, international anerkannte Spezialisten an der Hand (Parapsychologen, Kabbalisten, Esoteriker, Scholastiker, Okkultisten, Experten für weiße und schwarze Magie und dergleichen mehr), die sich dann um eine Beendigung der schwarzen Sperre bemühen würden.

    Wem es zu guter Letzt gelang, war eigentlich egal. Hauptsache es kam überhaupt dazu, damit wir endlich das Geheimnis des Dämonendiskus lüften konnten.

    Ich leerte mein Glas und drehte es nachdenklich zwischen meinen Handflächen. Drinnen läutete das Telefon. Hoffentlich keine neue Hiobsbotschaft, dachte ich und verließ die Terrasse.

    Hallo? Ich stellte das leere Glas neben die Basisstation des Schnurlostelefons.

    Mr. Ballard? Eine männliche Stimme.

    Ja?

    Mr. Tony Ballard?, fragte der Anrufer merklich gehetzt.

    Was kann ich für Sie tun, Mister...

    Pheeber. Alan Pheeber.

    Was...

    Hilfe!, keuchte der Mann, dessen Namen ich mit Sicherheit noch nie gehört hatte. Er schien extrem unter Strom zu stehen. Sie müssen mir helfen, Mr. Ballard... Er sprach sehr undeutlich, war schlecht zu verstehen. Ich brauche Ihre... Er brach kurz ab. Dann: Sie sind hinter mir her...

    Wer ist hinter Ihnen her, Mr. Pheeber?, wollte ich wissen.

    Er schien meine Frage nicht gehört zu haben. Wenn sie mich kriegen, bin ich erledigt, krächzte der Mann, der offensichtlich in höchster Bedrängnis war.

    "Wer – sie?, fragte ich. Von wem sprechen Sie, Mr. Pheeber?"

    Er beantwortete meine Frage abermals nicht. London Eye..., platzte es zusammenhanglos aus ihm heraus. Kommen Sie sofort... Sie werden nicht glauben, was ich Ihnen zu erzählen habe...

    Du ahnst nicht, was ich schon alles an Unglaublichem erlebt habe, mein Lieber, dachte ich, während er mir eine Menge unverständliches Zeug ins Ohr brabbelte.

    Auf einmal zuckte ich wie unter einem Stromschlag heftig zusammen. Körperfresser? War soeben das Wort Körperfresser gefallen? Ich hakte sofort nach, unterbrach Pheebers wirren Sprechdurchfall und wollte Genaueres wissen, doch er sagte nichts mehr.

    Die Leitung war plötzlich tot.

    Und Alan Pheeber?

    War der ebenfalls tot?

    *

    Tiefes Unbehagen erfüllte die schöne Tigerfrau Agassmea. Sie war unruhig und kam sich nutzlos und überflüssig vor, seit sie sich entschlossen hatte, auf der Erde ein neutrales Leben zu führen.

    Sie hatte sich zu diesem Zweck unter den Schutzschirm von Paranorm – einem Asylantenheim ganz besonderer Art – begeben und hätte eigentlich zufrieden sein müssen, doch das war sie nicht.

    Gegründet war dieses auf der ganzen Welt einmalige Institut von dem reichen Industriellen Tucker Peckinpah worden. Geleitet wurde es von Cruv und Priyna, zwei Gnomen, deren Heimat vor einigen Jahren noch die gefahrvolle Prä-Welt Coor gewesen war.

    Gnome wurden dort zumeist nicht alt, weil sie Freiwild für alle waren und immerzu gejagt und getötet wurden. Die Stiftung war Anlaufstelle für Geschöpfe aus anderen Welten und Dimensionen, wenn sie verfolgt wurden, gestrandet waren oder nur mal testen wollten, ob ein Leben auf der Erde für sie überhaupt infrage kam.

    Die einstmals gefürchtete Katzengöttin hatte ihren Thron vor langer Zeit verlassen und war inzwischen an einer Rückkehr nicht mehr interessiert. Sie hatte über einen längeren Zeitraum hinweg die Ambition gehabt, eines Tages das Reich der Verdammnis zu regieren.

    Zuerst mit Loxagon, dem Teufelssohn, und irgendwann dann eventuell – nachdem sie ihn ausgebootet hatte - sogar allein. Doch es war ihr nicht gelungen, dieses ehrgeizige Ziel auch nur im Ansatz zu erreichen, und sie hätte dabei mehrere Male fast ihr Leben verloren. Inzwischen war sie über all diese schmählichen Niederlagen und Misserfolge zwar hinweg, aber glücklich war sie nicht. Die neue Untätigkeit machte sie so unwahrscheinlich kribbelig, dass sie Cruv in dessen Büro aufsuchte.

    *

    Normalerweise ist das London Eye – auch bekannt unter dem Namen Millennium Wheel – nahe der Westminster Bridge ein Touristenmagnet ersten Ranges.

    Es gibt bestimmt nicht viele Städtereisende, die London verlassen, ohne in einer der 32 klimatisierten Gondeln eine Runde gedreht und den fantastischen Rundblick über Themse, Houses of Parliament, Big Ben und vieles mehr genossen zu haben.

    Aber an diesem Tag war nicht viel los, weil das Wetter binnen kürzester Zeit umgeschlagen hatte und denkbar schlecht geworden war.

    Während ich meinen Pernod noch bei angenehmem Sonnenschein auf unserer Penthouse-Terrasse genossen hatte, war die Temperatur inzwischen empfindlich abgestürzt und der Himmel war bleigrau geworden. Es war windig und man musste sogar Starkregen befürchten.

    Ich stand seit zehn Minuten wie bestellt und nicht abgeholt vor dem großen Rad und kam mir ziemlich verarscht vor.

    Hatte sich jemand einen schlechten Scherz mit mir erlaubt? Gab es überhaupt keinen Alan Pheeber? Hatte sich irgendein Spaßvogel den Namen ausgedacht und mir am Telefon etwas vorgespielt, um mich hierher zu locken? Ging es dabei um eine blöde Wette?

    Möglicherweise habe ich mich verhört, dachte ich mit wachsendem Zweifel. Vielleicht ist das Wort Körperfresser gar nicht gefallen. Der Mann hat reichlich unverständlich gesprochen, hat gebrabbelt und genuschelt. Er kann Gott weiß was gesagt haben. Oder... Sie haben ihn erwischt. Sie... Von denen er mir nicht sagen wollte – oder konnte -, wer sie waren.

    Ich drehte mich leicht gesäuert um die eigene Achse. Warten, mich in Geduld fassen, das war nicht so ganz mein Ding.

    Wie sah dieser seltsame Alan Pheeber aus? War er groß, klein, schwarz, weiß, dick, dünn...? Woran sollte ich ihn erkennen? Hatte er sich versteckt und beobachtete mich in diesem Moment heimlich? Verdammt, Mann, ich fahre gleich wieder nach Hause, wenn du nicht endlich auftauchst!, dachte ich mürrisch.

    Danke, dass Sie gekommen sind, Mr. Ballard, sagte plötzlich jemand hinter mir.

    Ich drehte mich um und...

    Da war niemand.

    Was ist los mit mir?, fragte ich mich irritiert. Bin ich auf einmal nicht mehr ganz dicht? Fange ich an, Stimmen zu hören? Von welcher Geisteskrankheit ist das die Vorstufe?

    Pheeber?, fragte ich verrückterweise ins Leere.

    Ja, antwortete er. Ich bin hier. Seine Stimme war verblüffend nah.

    Aber...

    Ich stehe direkt vor Ihnen, behauptete Alan Pheeber.

    Ich gestehe, ich war ziemlich verdattert. Wieso kann ich Sie nicht sehen?

    Weil ich unsichtbar bin, gab Pheeber zur Antwort.

    *

    Cruv saß – irgendwie verschwindend klein - an einem großformatigen Schreibtisch aus poliertem Kirschholz und ließ die flinken Finger auf dem Keyboard seines Computers tanzen. Der hässliche Gnom von der Prä-Welt Coor war im Begriff, den längst überfälligen Monatsbericht zu verfassen. Da er das nicht besonders gern machte, war ihm jede Unterbrechung willkommen.

    Als die Katzengöttin den Kopf zur Tür hereinstreckte, rief er: Agassmea.

    Störe ich?, erkundigte sie sich unsicher.

    Überhaupt nicht.

    Ich kann auch später kommen, wenn du...

    Cruv winkte sie zu sich. Komm herein. Was hast du auf dem Herzen?

    Die Tigerfrau betrat das gediegen ausgestattete Büro und schloss die Tür.

    Cruv zeigte einladend auf einen der beiden Besucherstühle, die vor seinem Schreibtisch standen. Möchtest du dich setzen?

    Ja, vielen Dank. Agassmea nahm Platz. Sie trug einen eleganten senffarbenen Hosenanzug, der ihre makellose Figur dezent betonte.

    Ihr Haar glich einer beeindruckenden Löwenmähne. Sie hatte es aufhellen lassen. Normalerweise war es eine Spur dunkler. Cruv fand, dass ihr das sehr gut passte, und sagte ihr das auch.

    Danke, erwiderte Agassmea geschmeichelt.

    Der Gnom faltete die Hände, als wollte er beten. Kann ich etwas für dich tun?

    Das hoffe ich.

    Cruv legte die kleinen Hände auf den Schreibtisch und sah die Tigerfrau neugierig an.

    Sie seufzte. Ich hoffe, du verstehst das, was ich gleich sagen werde, nicht falsch, begann sie. Ich bin nicht ungern hier, weiß es zu schätzen, dass ich Paranorm als mein neues Zuhause betrachten darf...

    Aber?

    Agassmea leckte sich die vollen Lippen. Nun ja, ich bin es nicht gewohnt, nichts zu tun. Das langweilt mich. Mir droht die Decke auf den Kopf zu fallen. Ich komme mir schrecklich entbehrlich vor, muss endlich wieder das Gefühl haben, zu etwas nütze zu sein, gebraucht zu werden, sehne mich nach einer Beschäftigung – nach irgendeiner Aufgabe.

    Du möchtest dich nützlich machen.

    Ja.

    Der hässliche Gnom nickte. Ich verstehe. Als wir dich aufgenommen haben, war es dir sehr wichtig, ein neutrales Leben zu führen – also weder der guten, noch der bösen Seite zur Verfügung zu stehen.

    Ich dachte, das würde so am besten klappen, antwortete Agassmea. Es stimmt, ich hatte die Absicht, mich aus allen Querelen zwischen den Mächten des Lichts und der Finsternis rauszuhalten, doch inzwischen habe ich eingesehen, dass das auf Dauer nicht funktioniert. Man muss irgendwann Farbe bekennen und sich für eine Seite entscheiden... Gut. Böse... Himmel. Hölle...

    Cruv lehnte sich zurück und betrachtete die schöne Tigerfrau mit gespitzten Lippen. Du möchtest also nicht länger neutral sein.

    So ist es.

    Der Gnom schmunzelte. "Ich hoffe, du hast dich für unsere Seite entschieden."

    Agassmea nickte ernst. Das habe ich. Wenn ich richtig eingesetzt werde, kann ich bestimmt viel bewirken.

    Davon bin ich überzeugt. Cruv rieb seine Handflächen aneinander und fuhr fort: Dann lass mich mal überlegen, was für dich infrage kommt.

    *

    Ein anderer hätte jetzt an meiner Stelle wahrscheinlich die Krise gekriegt, doch mich konnte der Unsichtbare nicht so leicht aus der Fassung bringen, weil ich schon zu viel Unglaubliches erlebt hatte - mehr, als mir lieb gewesen war, und, wie sich zeigte, riss dieser unerfreuliche Faden noch lange nicht ab.

    Wieso haben Sie ausgerechnet mich angerufen?, wollte ich wissen.

    Weil Sie kein gewöhnlicher Privatdetektiv sind, gab Pheeber zur Antwort.

    Woher wissen Sie das?

    Ein Mann und eine Frau gingen an mir vorbei. Die beiden dachten vermutlich, ich wäre gaga, weil ich – so sah es jedenfalls für sie aus - mit mir selbst redete. Der Mann grinste die Frau amüsiert an und sie zuckte mit den Achseln, was wohl so viel heißen sollte, wie: Kümmere dich nicht um den Spinner. Er ist bestimmt harmlos.

    Alan Pheeber sagte: Es stand mal ein Bericht über Sie in der Zeitung.

    Findet man Sie im Telefonbuch?, fragte ich und war bestrebt, dabei möglichst in seine Richtung zu blicken. Zu sehen war er ja nicht.

    Gefällt Ihnen die Vorschau?
    Seite 1 von 1