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Wenn zwei streiten, mordet der Dritte: Berlin 1968 Kriminalroman Band 64
Wenn zwei streiten, mordet der Dritte: Berlin 1968 Kriminalroman Band 64
Wenn zwei streiten, mordet der Dritte: Berlin 1968 Kriminalroman Band 64
eBook123 Seiten1 Stunde

Wenn zwei streiten, mordet der Dritte: Berlin 1968 Kriminalroman Band 64

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Über dieses E-Book

Der kleine Ganove Harry Wendel erfährt von der Lieferung einer großen Heroin-Menge nach Berlin in einem Sarg. Da er gelegentliche Jobs auf dem Flughafen übernahm, hat er gute Ortskenntnisse und plant, zusammen mit Freund Holger Selge die einfach nur in der Berliner Unterwelt 'Organisation' genannte Rauschgifthändler-Bande zu betrügen. Der Ärger beginnt für ihn bereits, als er seinem Freund vertraut. Und ganz schnell wandelt sich der Plan in eine tödliche Geschichte, als die 'Organisation' ihm näher rückt…
SpracheDeutsch
HerausgeberAlfredbooks
Erscheinungsdatum19. Jan. 2022
ISBN9783745222395
Wenn zwei streiten, mordet der Dritte: Berlin 1968 Kriminalroman Band 64
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    Wenn zwei streiten, mordet der Dritte - Tomos Forrest

    Copyright

    Ein CassiopeiaPress Buch: CASSIOPEIAPRESS, UKSAK E-Books, Alfred Bekker, Alfred Bekker präsentiert, Casssiopeia-XXX-press, Alfredbooks, Uksak Sonder-Edition, Cassiopeiapress Extra Edition, Cassiopeiapress/AlfredBooks und BEKKERpublishing sind Imprints von

    Alfred Bekker

    © Roman by Author

    Nach einem Roman-Motiv von A.F.Morland, 2022

    Cover: Nach Motiven und Grischa Georgiew 123rf – Steve Mayer, 2022

    Titel/Charaktere/Treatment © by Marten Munsonius & Thomas Ostwald, 2022

    Roman – Nach Motiven – by Tomos Forrest, 2022

    © dieser Ausgabe 2022 by AlfredBekker/CassiopeiaPress, Lengerich/Westfalen in Arrangement mit der Edition Bärenklau, herausgegeben von Jörg Martin Munsonius.

    Die ausgedachten Personen haben nichts mit tatsächlich lebenden Personen zu tun. Namensgleichheiten sind zufällig und nicht beabsichtigt.

    Alle Rechte vorbehalten.

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    Wenn zwei streiten, mordet der Dritte: Berlin 1968 Kriminalroman Band 64

    ​Tomos Forrest & A.F.Morland

    Der kleine Ganove Harry Wendel erfährt von der Lieferung einer großen Heroin-Menge nach Berlin in einem Sarg. Da er gelegentliche Jobs auf dem Flughafen übernahm, hat er gute Ortskenntnisse und plant, zusammen mit Freund Holger Selge die einfach nur in der Berliner Unterwelt ‚Organisation‘ genannte Rauschgifthändler-Bande zu betrügen. Der Ärger beginnt für ihn bereits, als er seinem Freund vertraut. Und ganz schnell wandelt sich der Plan in eine tödliche Geschichte, als die ‚Organisation‘ ihm näher rückt…

    1

    „Kiek ma, die da!"

    Die Köpfe flogen herum, als die langbeinige Dunkelhaarige mit zwei Eisportionen an den beiden jungen Männern mit stolz erhobenem Kopf vorübermarschierte.

    „Jenau meene Kragenweite!"

    Dann pfiffen beide schrill hinter der Schönheit her, die aber dabei noch nicht einmal mit den Wimpern zuckte. Viel zu oft passierte das und die beiden jungen Männer sahen nicht danach aus, als würden sie den Geschmack der jungen Dame treffen.

    „Is doch ‘ne dufte Idee, dat se dat olle Lochowbad einem Mann verpachtet haben, der damit wat Neues für uns in West-Berlin bringt."

    „Waikiki-Beach – ha, is ja ein dufta Name, muss man ihm lassen!"

    Wer das alte Lochowbad in Wilmersdorf kannte, musste wirklich staunen. Man hatte 1934 ein Gaswerk abgerissen und ein riesiges Parkgelände angelegt mit mehreren Schwimmbädern. Der neue Pächter hatte sich etwas einfallen lassen. Lastwagenweise wurde heller Sand in einem Teil der Liegewiesen aufgeschüttet, angeblich direkt von der Ostsee, in Wahrheit aber der Aushub einer Großbauanlage. Dazu kamen ein paar künstliche und auch ein paar echte Palmen in Kübeln, eine halbrunde Bar mit einem Palmenblätterdach, dazu exotische Drinks und attraktive Frauen im luftigen Dress zum Servieren der Getränke.

    Das Konzept ging sofort auf, die Jugendlichen standen in den Ferien und natürlich auch am Wochenende schon am frühen Morgen an den Eingängen Schlange. Der alte Haupteingang mit dem halbrunden Dach war geblieben, erhielt aber einen neuen Anstrich.

    Hier hatten sich Holger und Harry getroffen, lagen auf ihren Handtüchern und schlürften die nachgemachten Drinks aus der Karibik. Als die Schönheit sich bei einer Gruppe junger Männer niedergelassen hatte und die beiden enttäuscht nach neuen Objekten Ausschau hielten, wiederholte einer von ihnen das Gespräch, das beim Auftritt der langbeinigen Dunkelhaarigen verstummt war.

    „In einem Sarg?", fragte Holger Selge grinsend, und sein Freund, ein Schlitzohr wie er, nickte mit leuchtenden Augen.

    „Heroin im Wert von 300.000 D-Mark, sagte Harry Wendel und goss den weißen Rum in seine trockene Kehle. „Die ,Organisation‘ empfängt die heiße Sendung in einem wunderschönen, funkelnagelneuen Sarg. Die offizielle Geschichte dazu leuchtet ein. Einer der neureichen Berliner ist in seinem Urlaub in Südamerika verstorben und möchte natürlich in Berlin bestattet werden. Klar, dass die Zöllner bestochen sind. Keiner wird dumme Frage stellen. Der Sarg kommt ins Lagerhaus und wird wenig später von Männern der ,Organisation‘ abgeholt.

    „Wann trifft der Stoff ein?", wollte Selge wissen.

    „Morgen schon. Er kommt mit dem Flugzeug an."

    Wendel rieb sich die Hände. „Wenn wir brüderlich teilen, kriegt jeder 150 000 Eier. Dafür muss manche Mutti ganz schön lange stricken."

    Selge erhob sich und ging zur Bar, und bestellte nochmals zwei Schnäpse. Die schwarzhaarige Bedienung hinter dem Tresen mit dem tiefen Dekolleté und den alles versprechenden Augen schwang ihr Hinterteil und kam mit der Rumflasche zurück. Dafür erhielt sie einen Klaps auf die pralle Kehrseite. Selge schlug vor, sie solle die Flasche gleich dalassen. Sie hatte nichts dagegen, als sie die Scheine sah, die Selge dafür auf den Tisch knallte.

    Mit der Flasche in der Hand kehrte er zu seinem Freund zurück und meinte: „Die Organisation wird sich das nicht so einfach bieten lassen, Harry. Ich meine, wer lässt sich schon gern beklauen?"

    Wendel schüttelte zuversichtlich den Kopf.

    „Wenn wir es klug anstellen, kommt uns keiner auf die Spur, Holger. Die Sache kann gar nicht schiefgehen, sag ich dir."

    „Woher hast du den Tipp?"

    „Darüber möchte ich nicht sprechen."

    „Hör mal, bin ich dein Freund, oder bin ich’s nicht?"

    „Du bist es. Aber muss ich deshalb gleich über alles mit dir reden?"

    „Wenn du mir misstraust, können wir es ja gleich sein lassen, sagte Selge beleidigt. „Ich möchte mir meine eigene Meinung bilden können. Dazu wäre es wichtig, zu wissen, wie seriös dein Informant ist.

    Wendel lachte. „So seriös wie wir beide ist er auf jeden Fall. Verlang nicht seinen Namen von mir! Ich habe ihm versprochen, ihn aus der Sache draußen zu lassen. Sollte dich das stören, dann suche ich mir eben jemand anderen, mit dem ich das Geschäft mache. Ich dachte nur, frag doch zuerst mal deinen alten Kumpel Holger. Der hat gewiss Verwendung für 150 000 Mäuse. Wenn das aber nicht der Fall ist, brauchst du’s nur zu sagen."

    Selge grinste breit.

    „Wirf doch nicht gleich das Gewehr ins Getreide, Junge! Man wird doch noch diskutieren dürfen, oder? Natürlich bin ich an der Sache interessiert. Sehr sogar. Du wirst deine wahre Freude an mir haben, Partner. Komm, trink noch einen auf meine Kosten! Und dann fahr mal langsam - zum Mitschreiben - fort, wie du dir den Coup weiter vorgestellt hast."

    Sie leerten ihre Gläser mit dem Rum-Cocktail und fischten mit dem Schirmchen die Fruchtstücke heraus. Dann sagte Wendel: „Es ist die einfachste Sache der Welt."

    „Ja, ja. Ich glaub’s dir. Gesetzt den Fall, wir haben uns den Stoff unter den Nagel gerissen. Wie geht’s dann weiter? Ich meine, du denkst doch hoffentlich nicht daran, dich an irgendeine Ecke in West-Berlin zu stellen und das Heroin da feilzubieten."

    „Ich habe bereits Kontakt zu einem Rauschgifthändler aufgenommen", sagte Wendel. Er war sichtlich stolz auf sein Organisationstalent, das er für ausgezeichnet hielt.

    „Wie heißt er?", fragte Selge.

    „Michi Winter."

    „Und wo ist er zu Hause?"

    Wendel sagte es dem Freund. Und er fuhr fort: „Winter ist stark an dem Stoff interessiert. Die Ware, die die ,Organisation‘ bezieht, ist immer erstklassig, das weiß Winter natürlich. Deshalb hat er auch keinen Ton über den Preis verloren."

    „Wie kriegst du das Geld?"

    „Cash."

    „Sofort auf den Tisch?, fragte Selge mit glasigem Blick. „Mensch, so viele Scheine schleppt der doch nicht mit sich herum.

    „Ich kriege die ganzen 300.000 D-Mark innerhalb von zwei Tagen. Zwei Tage wirst du doch wohl darauf warten können, oder?"

    „Und was ist, wenn er uns leimt? Dann gucken wir nicht nur in die Röhre, sondern haben auch noch die Männer der ,Organisation‘ am Hals."

    Wendel schüttelte amüsiert den Kopf.

    „Du scheinst in deiner Kindheit zu viel Räuber und Gendarm gespielt zu haben. Winter ist ein Geschäftsmann. Wenn er eine Ware kriegt, dann bezahlt er sie. Denkst du, der riskiert es wegen lumpiger 300 000 D-Mark."

    „Mann, spinnst du? Hast du eben lumpig gesagt?"

    „Für Winter ist das ein lumpiger Betrag. Dafür riskiert er nicht, dass wir ihm sein Gehirn aus dem Schädel blasen. Er wird die Lieferung bezahlen. Dann wird geteilt ..."

    „Brüderlich!", kicherte Selge und rutschte auf dem Badetuch hin und her, als hätte er Ameisen in der Hose.

    „Und noch am selben Tag zischen wir ab aus West-Berlin. Fliejer, grüß mir die Sonne!", strahlte Harry Wendel.

    Selge streckte dem Freund hastig die Hand entgegen.

    „Komm, Harry, schlag ein! Wenn’s morgen losgeht, bin ich dein Mann."

    2

    Die Sonne ging als glutroter Feuerball auf getragen von den morgendlichen Dunstschwaden, die über der Stadt lagen. Harry Wendel schlug die Decke zurück und glitt aus dem Bett. Er trachtete danach, kein Geräusch zu verursachen, das sein Mädchen weckte. Auf Zehenspitzen erreichte er den Balkon. Draußen pumpte er seine Lungen mit Luft voll und dehnte die schlaffen Glieder. Er hatte kaum geschlafen und war froh gewesen, den Morgengrauen zu sehen. Er dachte an den bevorstehenden Coup und gleichzeitig auch an den Grund, weshalb er dieses große Risiko, das er Selge gegenüber bagatellisiert hatte, auf sich

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