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Taiga-Express: Berlin Turbo #3
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eBook124 Seiten1 Stunde

Taiga-Express: Berlin Turbo #3

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Über dieses E-Book

Berlin Turbo #3

Roman von Glenn Stirling

Der Umfang dieses Buchs entspricht 116 Taschenbuchseiten.

Was gibt es Schöneres als 360 PS unterm Hintern und vor sich das breite Band der Straße - für die beiden Fernfahrer Klaus Matschke und Rolf Nerlinger von der Berliner Spedition Schalupke war das das Größte. Diesmal haben sie eine hochgiftige Fracht nach Sibirien geladen. Unterwegs werden sie Zeugen eines Unfalls und retten einem sowjetischen Miliz-Kommandeur das Leben! Aber das sind nicht die einzigen Herausforderungen auf dem langen Weg in den Ural: militärische Sperrzone, miserable Straßen und starke Regenfälle werden zur Zerreißprobe - auch weil Klaus ein Auge auf Vera, die Tochter des Kommandeurs, geworfen hat ...

Berlin in den 1980er Jahren: Die Stadt ist geteilt, die DDR existiert noch und es besteht ständig die Gefahr, dass aus dem Kalten Krieg ein heißer wird.

Die Stadt ist nur durch Transitwege mit dem Bundesgebiet verbunden. Unter diesen widrigen Umständen muss die Berliner Spedition von Sabine Schalupke für ihre Kunden Waren in alle Welt liefern. Fahrer Klaus Matschke und der aus dem westdeutschen Bayern zugezogene Rolf 'Rolli' Nerlinger erleben unversehens gefährliche Abenteuer und werden in Kriminalfälle hineingezogen.

Jeder Spannungsroman der Serie Berlin Turbo ist in sich abgeschlossen.
SpracheDeutsch
HerausgeberAlfredbooks
Erscheinungsdatum23. Feb. 2019
ISBN9783745208184
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    Buchvorschau

    Taiga-Express - Glenn Stirling

    Taiga-Express

    Berlin Turbo #3

    Roman von Glenn Stirling

    Der Umfang dieses Buchs entspricht 116 Taschenbuchseiten.

    Was gibt es Schöneres als 360 PS unterm Hintern und vor sich das breite Band der Straße – für die beiden Fernfahrer Klaus Matschke und Rolf Nerlinger von der Berliner Spedition Schalupke war das das Größte. Diesmal haben sie eine hochgiftige Fracht nach Sibirien geladen. Unterwegs werden sie Zeugen eines Unfalls und retten einem sowjetischen Miliz-Kommandeur das Leben! Aber das sind nicht die einzigen Herausforderungen auf dem langen Weg in den Ural: militärische Sperrzone, miserable Straßen und starke Regenfälle werden zur Zerreißprobe – auch weil Klaus ein Auge auf Vera, die Tochter des Kommandeurs, geworfen hat ...

    Berlin in den 1980er Jahren: Die Stadt ist geteilt, die DDR existiert noch und es besteht ständig die Gefahr, dass aus dem Kalten Krieg ein heißer wird.

    Die Stadt ist nur durch Transitwege mit dem Bundesgebiet verbunden. Unter diesen widrigen Umständen muss die Berliner Spedition von Sabine Schalupke für ihre Kunden Waren in alle Welt liefern. Fahrer Klaus Matschke und der aus dem westdeutschen Bayern zugezogene Rolf ‘Rolli’ Nerlinger erleben unversehens gefährliche Abenteuer und werden in Kriminalfälle hineingezogen.

    Jeder Spannungsroman der Serie Berlin Turbo ist in sich abgeschlossen.

    Copyright

    Ein CassiopeiaPress Buch: CASSIOPEIAPRESS, UKSAK E-Books und BEKKERpublishing sind Imprints von Alfred Bekker

    © by Author

    © dieser Ausgabe 2019 by AlfredBekker/CassiopeiaPress, Lengerich/Westfalen in Arrangement mit der Edition Bärenklau, herausgegeben von Jörg Martin Munsonius.

    Die ausgedachten Personen haben nichts mit tatsächlich lebenden Personen zu tun. Namensgleichheiten sind zufällig und nicht beabsichtigt.

    Alle Rechte vorbehalten.

    www.AlfredBekker.de

    postmaster@alfredbekker.de

    1

    Der 360 PS starke Magirus-Motor sang sein dröhnendes Lied. Die Luft flimmerte über der Straße, und der schwere Lastzug fuhr mit rauschenden Reifen talwärts. In einer weiten Kurve senkte sich die Straße bis zur Brücke hinunter, überquerte den Fluss, um danach ebenso leicht wieder anzusteigen.

    Rolf Nerlinger nahm das Gas noch etwas mehr weg. Seine nervigen Fäuste hielten das Lenkrad. Das Gesicht des erfahrenen Fernfahrers wirkte wie aus Stein gemeißelt.

    Aus schmalen Augen schaute er über das Band der Strecke und schätzte ab, wann er den Zug wieder in Schwung bringen musste, um mit möglichst viel Anlauf einen Großteil der gegenüberliegenden Steigung zu bewältigen, ohne umschalten zu müssen. Aber jetzt hielt er den Zug noch zurück.

    In diesem Augenblick entdeckte er eine Szene, die für ihn wie auf einer Bühne wirkte, als säße er daheim gemütlich im Sessel und betrachtete das, was sich da gleich ereignen sollte, auf dem Fernsehschirm.

    Es war keine Fernsehshow, und es war kein Film und keine Bühne.

    Neben dem Fluss führte ein Weg parallel zum Gewässer bis unmittelbar vor der Brücke auf die Straße. Die Einmündung war von hier oben aus gut zu sehen. Aber von weiter unten würde man sie nicht genau erkennen können, denn an der Seite dieses schmalen Weges waren Büsche.

    Auf diesem Weg näherte sich jetzt ein riesiger Mähdrescher. Er fuhr ziemlich schnell, so schnell, dass sich Rolf Nerlinger beim besten Willen nicht vorstellen konnte, wie der Mann noch rechtzeitig bremsen wollte. Und bremsen musste er, denn für ihn von links kam eine Limousine. Eine große, schwarze Limousine. Nerlingers Lastzug war von diesem Personenwagen vorhin noch überholt worden.

    Auch die Limousine fuhr schnell. Hier, auf der Europastraße 8, konnte sie das auch.

    Und dann sah Nerlinger, der unwillkürlich seinen Zug abbremste, wie der Mähdrescher hinter den Büschen hervorbrach, auf die Straße vorstieß, wo in diesem Augenblick die Limousine heranschoss.

    Ohne dass er es wollte, entfuhr es Nerlinger: „Sakra, des derf net wahr seun!"

    Er hatte das noch gar nicht zu Ende gesprochen, da krachte es unten.

    Von hier oben aus konnte er alles sehen. Es war wirklich wie auf einer Bühne, was sich dort abspielte, wie in einem Arenatheater, so kam sich Nerlinger vor. Aber es war kein Theater, blutiger Ernst war es, grauenhafter Ernst.

    Der Fahrer der Limousine versuchte noch, seinen Wagen nach links zu reißen. Ein bisschen gelang es ihm. Er streifte mit der rechten Seite den Mähdrescher, der wohl ebenfalls versucht hatte, sein Fahrzeug zum Halten zu bekommen, und dabei herumgeschleudert worden war.

    Dann geschahen zwei Dinge in rasender Folge. Die Limousine schoss jetzt auf die andere Fahrbahn, direkt auf die Brücke zu.

    Funken stiebten, als der Wagen das Geländer entlangstreifte, es schließlich durchbrach und ...

    Nein, er schoss nicht in die Tiefe. Der Wagen wurde vorn hochgerissen, und dann hing er da zwischen Himmel und Erde. Es sah aus, als wäre er nur noch mit einem einzigen Rad auf festem Boden, und alles andere hing in der Luft.

    Der Mähdrescher war umgekippt, sein Fahrer wurde bei dem Sturz wie von einem Schleudersitz katapultiert und lag jetzt ebenfalls auf der anderen Fahrbahn, bewegungslos ...

    „Da schau her! Siehst du das?", rief Nerlinger, und er meinte damit seinen Beifahrer Klaus Matschke. Aber der hatte nichts gehört, der schlief.

    Kein Wunder, hinter ihnen lag schon eine Fahrtstrecke von mehr als zweieinhalbtausend Kilometern, und das meiste davon auf Landstraßen, so wie diese hier. Ausgebaut zwar, aber tückisch und voller Fallen.

    An all das dachte Nerlinger nicht. Er sah nur wie gebannt auf die Limousine, die da zwischen Himmel und Erde hing, und den Fahrer des Mähdreschers, der noch immer auf der Straße lag, ohne sich zu bewegen.

    Mittlerweile war der Magirus-Lastzug tiefer ins Tal gekommen, und damit verschlechterte sich die Möglichkeit für Nerlinger, das alles mit einem Blick zu erfassen. Bäume, über die er vorhin hinwegsehen konnte, versperrten ihm jetzt die Sicht. Und dann kam ein Hang, der rechts bis an die Straße ragte, sodass Nerlinger nur die Fahrbahn sehen konnte. Die Kurve zog sich ein wenig enger, und er wusste ja, dass dahinter die Brücke liegen musste, die Brücke und der Unfallort.

    Als er die Brücke sah und gleichzeitig natürlich den umgestürzten Mähdrescher, stoppte er ab. Er sah, wie der Mann, der auf der Straße gelegen hatte, auf allen vieren zum Fahrbahnrand kroch.

    Nerlinger stoppte. Fieberhaft überlegte er, ob es eine Möglichkeit gab, die Limousine vor dem endgültigen Absturz in die Tiefe zu bewahren. Und er stellte sich die weitere Frage, wie tief dieser Abgrund überhaupt war, fünfzig Meter, hundert, vielleicht nicht einmal so viel.

    Als er an dem Mähdrescher vorbeifuhr, er tat es ganz vorsichtig und langsam, da entdeckte er die Limousine. Zuvor hatte ihm der Mähdrescher die Sicht dahin versperrt.

    Er stoppte ab, zog die Handbremse an und sagte laut, dass es einen Tiefschläfer wecken musste:

    „Cowboy, nun wach endlich auf! Hier ist ein Unfall passiert, verdammt noch mal! Komm raus aus deinem Loch, sakra!"

    Klaus Matschke war nun wirklich wach geworden, blickte verschlafen nach vorn, rieb sich die Augen und fragte verwirrt: „Wat denn? Immer so ’ne Aufrejung!"

    „Sieh dir das an. Siehst’ das?, fragte Nerlinger. „Die Limousine, wie die hängt? Siehst’ die Leut’?

    In diesem Augenblick kam Nerlinger die Idee. „Das Seil!, rief er. „Los, raus, das Seil!

    Nerlinger konnte erkennen, dass sich in dem Wagen Leute befanden, die sich bewegten, sah, wie sich jemand nach links zum Abgrund hin aus dem Fenster beugte.

    Du lieber Gott!, dachte er. Noch ein bisschen, und das Ding kippt ab.

    Die Limousine bewegte sich, begann zu schaukeln.

    Nerlinger war nicht der Typ, der angesichts einer solchen Situation die Augen schloss, weil er entsetzt war. Vielmehr zog er langsam vor, und Klaus Matschke war aus dem Wagen gesprungen. Er hatte durchaus begriffen, was sein Kollege Rolf Nerlinger vorhatte.

    Er hatte das Seil schon aus dem Kasten, Inzwischen stand Nerlinger mit dem weißen Zug, der grün abgeplant war und ein rotes Chassis hatte. Ein Schmuckstück von einem Fernzug, ein Schmuckstück der Spedition Schalupke, Berlin. Aber auch das kümmerte jetzt niemanden, und schon gar nicht Klaus Matschke.

    Der war jetzt zu der Limousine getreten, eine Sis-Limousine, wie er feststellte. Aber das kümmerte ihn im Augenblick überhaupt nicht. Er sah nur hinten die hoch aufragende Achse, vollkommen frei. Er brauchte sich nur zu bücken, schlang hastig das Seil um die Achse, machte eine Schlinge und lief mit dem anderen Ende zurück.

    Nerlinger war weit genug heran. Ganz vorsichtig war er herangerollt, hatte aber den Rückwärtsgang eingeschaltet, die Kupplung getreten, ließ den Wagen nur rollen.

    Und dann hakte Klaus Matschke blitzschnell die Öse in die Rangierkupplung in der Stoßstange, hob winkend die Hand, und im selben Augenblick gab Rolf Nerlinger Gas, schob rückwärts, das Seil spannte sich, und es war die Frage, ob es halten würde.

    Ganz vorsichtig zog Nerlinger an, mehr und mehr, und die Kraft von 360 PS zog den im Brückengeländer festgehakten Personenwagen ein wenig zurück. Aber dann kippte er.

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