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Die Fundamente unserer modernen Welt und der Gott der Christen - 2. bearbeitete Auflage
Die Fundamente unserer modernen Welt und der Gott der Christen - 2. bearbeitete Auflage
Die Fundamente unserer modernen Welt und der Gott der Christen - 2. bearbeitete Auflage
eBook299 Seiten4 Stunden

Die Fundamente unserer modernen Welt und der Gott der Christen - 2. bearbeitete Auflage

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Über dieses E-Book

Dieses Taschenbuch in der zweiten, bearbeiteten Auflage besteht aus vier Teilen.
Die Teile 1 und 2 sind identisch mit der Kleinschrift vom selben Verfasser: Das Universum und die Gottesfrage, 2021, Taschenbuch, 64 S., 2021.
Teil 1 behandelt die Frage: Woher das Universum, woher die Welt? Hat beides einen Anfang oder war es schon immer. Schlichte Fragen und schlüssige Antworten.
In Teil 2 erfolgt ein Abgleich zwischen den durch sinnliche Wahrnehmung und folgerndem Urteil gewonnenen Erkenntnissen und den Offenbarungen des christlichen Glaubens auf ihre Vereinbarkeit hin.
In Teil 3 werden die Berechtigung und das Wesen der Gemeinschaft der Christen untersucht.
In Teil 4 erfolgt eine Abgleichung und zugleich eine Bewertung des Wesens der christlichen Religion und der geistigen Fundamente unserer modernen Welt auf ihre Vereinbarkeit hin.
In der Vorschau ist ausreichend Text eingestellt, damit Sie sich selbst ein Bild vom Thema und vom Inhalt dieses Büchleins machen können. Die ersten rund 40 Seiten können Sie in den Vorschauseiten zu "Das Universum und die Gottesfrage" einsehen. Die Vorschauseiten zu diesem Buch enthalten den Anfang des 4 Teils.
SpracheDeutsch
Herausgeberepubli
Erscheinungsdatum23. Feb. 2022
ISBN9783754953563
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    Buchvorschau

    Die Fundamente unserer modernen Welt und der Gott der Christen - 2. bearbeitete Auflage - Albert Thomas G. Aschenbrenner

    Albert Thomas G. Aschenbrenner

    Die Fundamente unserer modernen Welt

    und der Gott der Christen

    zweite, überarbeitete Auflage

    2022

    Inhaltsverzeichnis

    Teil 1 - Die Sinneserkenntnis

    Die Frage nach dem Ursprung

    Was meinen die Vertreter der Naturwissenschaften zur Herkunft des Universums?

    Ungehörige Fragen

    Materie und Energie

    Woher die Materie/Energie?

    Ewige Materie/Energie?

    Materie/Energie: ohne Ursache entstanden?

    Es gibt keinen Ur-Beginn?

    Das Wissen um eine Ursache des Universums beruht auf Erfahrung

    Zwingende Folgerungen

    Naheliegende Folgerungen

    Das Erfahrungswissen ist begrenzt

    Teil 2 - Die Glaubenserkenntnis: Offenbarungsglaube kontra Sinneserkenntnis?

    Widerspruch zwischen Erfahrungswissen und dem Glauben der Christen?

    Jesus von Nazareth: „Sohn Gottes"?

    „Gott" - was heißt das?

    Enthält die Behauptung der Gottessohn-Eigenschaft einen Mehr-Götter-Glauben?

    Wozu der Mensch, wozu die „Menschwerdung" Gottes?

    „Wiederherstellung": auf welche Weise?

    Glauben oder nicht glauben – egal?

    Teil 3 – „Reich Gottes"

    Jesus Christus hat ein dauerhaftes „Reich" gegründet

    Jesus Christus gab die seiner Heilsanstalt übertragene Gewalt den Aposteln allein

    Die zu Beginn der Neuzeit aufgekommene Religion

    Und die Religion der Moderne

    Ist das Ende dieses „Reiches" besiegelt?

    Wo ist die Kirche Jesu Christi abgeblieben?

    Hat die Entfremdung eine Ursache?

    Und wie weiter?

    Teil 4 - Die Moderne: Ablösung von Sinneserkennnis, von Glaubenserkenntnis und vom Gott der Christen

    Der Ausgangspunkt

    Der Zweifel ist dogmatisch intolerant

    Die Philadelphia,  die Verbrüderung der Aufklärung

    Die Evolution ist so eminent wichtig, dass sie eigens in der Bibel erwähnt  wird

    Der Grundsatz der Moderne: „Für uns existiert Gott nicht"

    Die Solidarität – und das Böse

    Resümee

    „Gottlos glücklich"

    Verstand und Glaube

    Der Wert des Menschen

    Teil 1 - Die Sinneserkenntnis

    Die Frage nach dem Ursprung

    Mindestens drei verschiedene Ansichten zur Herkunft des Universums und der Welt sind mir bekannt:

    die vorchristlich-heidnische Vorstellung: das Universum war entweder schon immer da, oder es wurde von Göttern zusammengekehrt,

    die christliche: das Universum ist eine Schöpfung Gottes,

    die moderne: das Universum ist ursachelos wohl zufälligerweise durch Urknall aus dem Nichts entstanden.

    Liegt unsere Herkunft tatsächlich in unergründlichem Dunkel? Wer oder was stand Pate dabei? Der Zufall, das Nichts, eine Ursache?

    Was meinen die Vertreter der Naturwissenschaften zur Herkunft des Universums?

    Nach heute gängiger Ansicht in den Naturwissenschaften, soweit sie sich mit der Frage nach der Herkunft des  Universums befassen, scheinen diese Fragen mittlerweile geklärt: Nach der Theorie der Entstehung des Universums durch sogenannten Urknall ist vor knapp 14 Milliarden Jahren ein komplexes, sich veränderndes und sich in seiner Ausdehnung beschleunigendes Universum entstanden, das in seiner derzeit bestehenden Form nur existieren kann, weil alle Bedingungen genau so sind, wie sie sind.

    Zeit ist Veränderung. Nur dort, wo es Veränderung gibt, existiert die Zeit. Materie und Energie unterliegen der Veränderung, also ist die Zeit an Materie und Energie gebunden: Vor dem Urknall gab es keine Materie und keine Energie und damit nichts Veränderliches, also existierte die Zeit nicht.

    Der Urknall und damit die Entstehung des Universums könne  keine Ursache haben, die Kausalität sei aufgehoben, so eine gängige Ansicht. Die Begründung: Die Ursache bewirkt die Wirkung. Zuerst die anstoßende Ursache, danach die Wirkung. Die Ursächlichkeit funktioniert nur dort, wo ein zeitliches Nacheinander, wo Zeit existiert. Die Naturwissenschaftler ziehen dabei Beobachtungen aus der  Mikro-, der Quantenphysik heran. In diesem die Atome und deren kleinste Bausteine betreffenden Fachgebiet der Physik sei die Kausalität, die Ursächlichkeit aufgehoben, zumindest abgeschwächt: Voraussagen über Einzelobjekte sind nicht möglich, das Verhalten von Quantenobjekten folgt allenfalls statistischen Wahrscheinlichkeitsaussagen. Der Urknall müsse nach überwiegender Ansicht zufälligerweise aus dem Nichts heraus  erfolgt sein.

    Energie verbraucht sich nicht. Sie sei sozusagen im  Universum gefangen, sie könne nicht verschwinden. Das Universum mit seiner Materie und Energie haben demnach einen Anfang aus dem Ereignis des sog. Urknalls, aber kein absehbares Ende. Auf die weiteren Fragen: „wie kam die für die Entstehung des Universums benötigte Energie, wie kamen die für den Urknall verantwortlichen Quantenfelder und deren physikalisches Verhalten zustande? lautet die wohl gängige Antwort: „Zufällig und ursachelos aus dem Nichts – weitere Verständnisfragen unsinnig, denn es gab keine Zeit, also kein  Davor, und also gab es auch keine Kausalität!

    Ungehörige Fragen

    Sind die Naturwissenschaften zur Erforschung der Herkunft des Universums tauglich?

    Die Naturwissenschaften, das ist die Kunde von der Natur: Physik, Chemie, Biologie mit all ihren Unterabteilungen, etwa die Kosmologie, die Astronomie. Und mit was befasst sich die Naturkunde? - Mit allem, was Materie ist, und mit allem, was Energie ist.

    Im letzten Satz ist das Wort „ist jeweils das entscheidende. Selbst wenn es um die Entstehung von Sternen oder von Atomen geht, dann handeln die Naturwissenschaften nur von bereits vorhandener Materie und Energie. Die für die Entstehung benötigte Materie und Energie waren bereits vorhanden, sie werden allenfalls umgewandelt. Der Entstehungsvorgang des Universums soll aber aus dem Nichts heraus erfolgt sein und mit dem Urknall, mit dem Entstehen von Materie/Energie bereits abgeschlossen gewesen sein. Um den Entstehungsvorgang von Materie/Energie nachstellen zu können, benötigten wir den Ausgangspunkt: das Nichts, die Abwesenheit von jeglichem Daseienden, auch von Materie und Energie. In diesem Raum des Universums, in dieser Ansammlung von Materie und Energie gibt es aber keinen „Ort des Nichts. Deshalb kann der Urknall, die Entstehung von Materie und Energie, nicht im Experiment nachgestellt werden.

    Und die  Naturgesetze? Das sind die natürlichen Eigenschaften und Verhaltensweisen von vorhandener Materie und Energie. Die natürlichen Eigenschaften und Verhaltensweisen einer Sache können nicht schon vorhanden sein und nicht ihr Unwesen treiben, noch ehe die Sache selbst überhaupt ins Dasein getreten ist. Nur in unserer Phantasie können wir Eigenschaften und Verhaltensweisen von Dingen abstrahieren. In der Realität sind das konkrete Ding und seine Eigenschaften und Verhaltensweisen untrennbar miteinander verbunden.

    Eine Untersuchungsmethode, die die natürlichen Eigenschaften und Verhaltensweisen von existenter Materie und Energie auf deren Entstehung anzuwenden gedenkt, muss irre gehen, weil sie den Beweis für die stillschweigend darin enthaltene Behauptung schuldig bleibt, die Naturgesetze seien bloße Ausformungen von (übergeordneten) Prinzipien und seien als solche bereits gültig vor der Entstehung von Materie und Energie und deren Eigenschaften, den Naturgesetzen. Daher wäre die Übertragung der Naturgesetze auf den Vorgang des Entstehens der Materie/Energie fehlerhaft.

    Demnach muss man nicht Naturwissenschaften studiert haben, um der Frage nach der Herkunft des Universums ernsthaft nachgehen zu können. Denn die Naturwissenschaften können uns bei der Frage nach der Herkunft des Universums nicht weiterhelfen.

    Materie und Energie

    Zurück zum Ausgangspunkt, zu der Frage: Woher das Universum?

    Die Welt und das gesamte Universum bestehen jedenfalls aus Materie und Energie. Die Frage nach dem Woher des Universums dürfte beantwortet sein, sobald wir die Frage nach der Herkunft der Materie und der Energie beantworten können.

    „Materie": Atome und deren Bausteine: Elektronen, Protonen, Neutronen und deren Bausteine (weitere subatomare Elementarteilchen, die Masse und einen Eigendrehimpuls aufweisen). Sie bilden alle aus Atomen zusammengesetzten Gegenstände: Moleküle, feste, flüssige, gasförmige Stoffe bis hin zu Sternen und Galaxien.

    „Energie: ein schwer fassbarer abstrakter Betrachtungsgegenstand, greifbar lediglich in seiner Fähigkeit, „Arbeit zu leisten: auf Materie und/oder Energie (verändernd) einzuwirken. Und bedenkt man, dass all diese Elementarteilchen nicht etwa in einem Atom regungslos vor sich hindösen, sondern rastlos darin herumrasen und nur durch Bindekräfte zusammengehalten werden, dann wird klar, dass die Atome, dass alle Materie auf etwas anderem beruhen muss: auf Energie, denn die Kräfte, die das Atom bilden und es zugleich zusammenhalten, sind Energie. Weil Energie die Grundlage der Atome ist, ist Materie sozusagen die Zwillingsschwester der Energie. Energie und Materie sind aneinandergekettet. Wir kennen nur Formen von Energie, die (ursprünglich) von Materie ausgegangen sind. Materie und Energie sind doppelgesichtig: Energie kann als Äußerungs- oder Entäußerungsform von Materie und Materie als Erscheinungsform von Energie gewertet werden. Deswegen können wir im Folgenden Materie und Energie zusammenfassen: „Materie/Energie".

    Woher die Materie/Energie?

    Wir nähern uns der Lösung, wenn wir filtern, indem wir einige Überlegungen dazu als widersprüchlich-unmöglich ausschließen.

    Wirklichkeit und Vorstellung unterscheiden sich gelegentlich: Wir reden zum Beispiel über das Abstraktum „die Materie oder über „die Energie. In der Wirklichkeit existiert aber nicht die Materie oder die Energie, sondern nur viele konkrete, unterschiedliche Teile von Materie oder Energie: dieses Eisenatom zu dieser Zeit und an diesem Ort, dieses Quantum Sonnenlicht zu dieser Zeit und an diesem Ort.

    Existieren diese verschiedenen Teile von Materie/Energie unerzeugt-anfangslos seit ewig?

    - Oder sind sie  entstanden?

    - Und ist die Existenz von Materie/Energie unveränderlich?

    - Oder endet sie?

    Nur eine dieser vier Unbekannten zu bejahen oder zu verneinen enthält die Antwort auf die Frage nach der zeitlich begrenzten Existenz oder der existenziellen Unveränderlichkeit von Materie/Energie.

    Der Grund: Falls Materie/Energie seit Ewigkeit existiert, dann besitzt sie die Natur des ewigen Daseins, denn nur auf Grund ihrer Eigenschaft des ewigen Daseins kann sie anfangslos seit Ewigkeit existieren.

    Kann anfangslos seit Ewigkeit existierende Materie/Energie vergehen? Ja, vorausgesetzt sie legt die Natur des ewigen Daseins ab und nimmt die entgegengesetzte Eigenschaft der Vergänglichkeit an: sie muss die Wesensverwandlung von der existenziellen Unveränderlichkeit zur Existenzvernichtung hin vollziehen können. Und was ist von dieser Überlegung zu halten? Ich meine: nichts, absurde Gedankenspiele! Ewiges Dasein bedeutet nicht nur ein Dasein ohne Anfang, sondern auch ein Dasein ohne Ende.

    Und wenn Materie vergeht, was dann?

    Was endet, kann nicht die Eigenschaft des ewigen Daseins besitzen. Und was nicht die Eigenschaft des ewigen Daseins besitzt, das hat nicht nur ein zeitliches Ende, sondern es hat auch einen Anfang. Denn hätte es keinen Anfang, dann besäße die Natur des ewigen Daseins und hätte kein zeitliches Ende.

    Ewige Materie/Energie?

    Wäre Materie anfangslos-ungeschaffen, wäre sie existenziell unveränderlicher Natur, also unzerstörbar. Atome sind aber zerstörbar. Sie können „verschmelzen, sie sind „spaltbar, sie können zerfallen. Was zerstörbar ist, hat keine ewige Natur. Allerdings ist mit der Zerstörung oder dem Zerfall von Atomen nicht zugleich das Ende der Existenz der das Atom bildenden subatomaren Teilchen festgestellt: Materie kann in Energie umgewandelt werden, und Energie ist in Materie wandelbar. Die vergangene Materie könnte ewig fortexistieren, zunächst als Energie.

    Existiert Energie ohne absehbares Ende, existiert sie ewig?

    Wir kennen nur Formen von Energie, die (ursprünglich) von Materie ausgegangen sind: die mechanische (Massenträgheit, Gravitation), die thermische, die chemische, die elektromagnetische und die Kernenergie. Materie ist demnach die notwendige Bedingung der uns bekannten Formen von Energie. Existiert Energie seit Ewigkeit, dann also „zuerst" und ebenso Materie als deren Grundlage. Existiert Materie aber seit Ewigkeit, dann ist sie unvergänglich – was sie nicht ist. Wenn demnach Materie keine Ewigkeitsgarantie aufweist, dann auch nicht das Kind anfänglich-vergänglicher Materie: Energie.

    Da wir aber weder alle Materie noch alle Energie kennen, falls also dennoch ewige Materie/Energie existiert: Was wäre als Voraussetzung für ewige Materie/Energie nötig? Materie/ Energie müsste aus zwei Bestandteilen bestehen. Neben dem uns bekannten Teil von individuellen, vergänglichen Teilen von Materie/Energie müssten weitere, verborgene Teile existieren, denen die Eigenschaft des ewigen Daseins zukommt.

    Kuriositäten und Widersprüchlichkeiten folgten daraus:

    Existiert ein Teil der Materie/Energie seit Ewigkeit und ist der andere Teil anfänglich-endlich, müsste letzterer längst vergangen und nur noch ewige Materie/Energie vorhanden sein: Da die Ewigkeit keinen Beginn hat, kann man nicht argumentieren, unser Zeitalter stünde ja noch am Anfang der Ewigkeit, daher sei zu diesem frühen Zeitpunkt noch nicht alle anfänglich-vergängliche Materie/Energie der Existenzvernichtung anheimgefallen. Es ist aber genau umgekehrt: Wir kennen keine ewige, sondern nur zerstörbare Materie und nur Energieformen, die ihren Ursprung in anfänglich-vergänglicher Materie haben.

    Falls aber ein ewiger Teil von Materie/Energie zugleich die Funktion des Perpetuum mobiles ausfüllt, indem er auf ewig immer neue, begrenzte Mengen anfänglich-vergänglicher Teile von Materie/Energie erzeugt,  die so auf ewig neu hervorgebracht werden und auf ewig vergehen und sozusagen das ewige Rad der Wiedergeburt rotiert und eine Art Urknall, die Entstehung von Materie/Energie nicht stattgefunden hat?

    Dann wären folgende Widersprüche zu klären: Die ewige Materie/Energie duplizierte sich nicht etwa, sondern sie produzierte etwas ihr Artfremdes: anfänglich-vergängliche Materie/Energie.

    Zudem besäße der ewige Teil von Materie/Energie die Eigenschaft, aus Nichts heraus unendlich anfänglich-vergängliche Materie/Energie zu produzieren. Die jeweilige Energiemenge, die für die Erzeugung neuer vergänglicher Materie/Energie nötig ist, tritt aus dem Nichts heraus ins Dasein. Aus dem Nichts heraus ins Dasein getreten, vergrößert sie die Summe der vorhandenen Energie; der Satz von der Energieerhaltung wäre abgelöst durch den der Energievermehrung.

    Außerdem: Energie/Materie wäre mit dem Tischlein-deck-dich-Paradoxon behaftet: Auf das Zauberwort hin erscheinen auf dem Tischchen jeweils begrenzte Mengen an Speisen. Die Gesamtzahl der Eindeckungsprozesse hingegen ist unendlich. Portionsweise Unendlichkeit ist gleichbedeutend mit endlicher Unendlichkeit oder mit unendlicher Endlichkeit.

    Die Physiker haben bisher keine Wirkungen von Materie/Energie entdeckt, die auf die Existenz von mit Ewigkeitsgarantie ausgestatteten Komponenten ewig leistender Materie/Energie hindeuten – lassen auch wir es dabei bewenden.

    Allerdings: es gibt neben dem fehlenden positiven Befund einer ewigen Komponente von Materie/Energie  einen weiteren, indirekten Nachweis der Endlichkeit von Materie/ Energie. Und der entstammt den Arbeiten der Astrophysiker, die die Fluchtbewegungen der Materie/Energie zurückverfolgt haben. Und diese Erkenntnisse deuten auf einen  Ausgangsort  des Universums hin. Und bei diesem Thema sind die Physiker keineswegs übergriffig geworden, denn sie haben lediglich Berechnungen über die Bewegungen von bereits vorhandener Materie/Energie zurück bis zu ihrem mutmaßlichen Ausgangssort angestellt und daraus plausibel gefolgert, dass Ausgangsort und Entstehungsort identisch seien: der Ort des Anfangs, des „Urknalls": Materie/Energie ist entstanden, sie hat einen Anfang – und demnach auch ein Ende.

    Materie/Energie: ohne Ursache entstanden?

    Wie ist sie entstanden? Was war die Ursache? Oder gibt es keine Ursache? Was bedeutet Ursache?

    Wenn sich aus einer Felswand eine Platte löst und abstürzt, dann hat das eine Ursache.

    1. das Vorhandensein der Materie des Steins,

    2. die von Materie ausgehende und auf Materie einwirkende Schwerkraft, die das Gestein in Richtung Erdmittelpunkt zieht,

    3. die für den Felssturz erforderliche Fallhöhe,

    4. außerdem die aktuell auslösenden Bedingungen: etwa am Gestein zerrende Orkanböen im Zusammenspiel mit fortgeschrittener Brüchigkeit des Gesteins oder andere aktuell auslösende Bedingungen.

    Der Felssturz bleibt aus, wenn auch nur eine dieser vier Bedingungen fehlt: Nur alle diese Bedingungen zusammen ergeben die Ursache. „Die Ursache" bezeichnet das Vorhandensein aller notwendigen Bedingungen für die Existenz oder für die Veränderung, für das Entstehen oder das Vergehen dieses Betrachtungsobjekts (hier im Beispiel: die herabstürzende Felsplatte).

    Und was bedeutet das für unser Universum? Wenn die Kausalität aufgehoben ist, dann auch die Veranstaltung des Urknalls. Die Überlegung vom ursachelos entstandenen Universum ist in sich widersprüchlich-unmöglich: etwas existiert, obwohl die Bedingungen seiner Existenz nicht gegeben sind.  Zum Urknall vermag da nur ein Wunderglaube zu verhelfen, der auf der Geltung des Widersprüchlich-Unmöglichen fußt. Auch wenn Mikrophysiker Gegenteiliges herausgefunden zu haben meinen: Der Satz von der Ursache ist unumstößlich: „Alles, was ist, ein Ding, seine Eigenschaften, sein Werden, seine Veränderung oder sein Vergehen, hat seine Ursache: die Bedingungen seines Daseins und seines Soseins."

    Auch die Zuhilfenahme des Zufalls vermag der Behauptung vom ursachelosen Dasein und Geschehen keinen Funken Geisteskraft zu verleihen. Ein durch Zufall eintretender Zustand kann Verschiedenes bedeuten:

    - dass die Ursache nicht vorhersehbar war oder unbekannt ist, aber eine Ursache vorhanden war,

    - dass „der Zufall" die Ursachelosigkeit des Ereignisses anzeigt. Wir haben es bei dem ursachelos daseienden Ding mit dem Widersprüchlich-Unmöglichen zu tun.

    Für ebenso kurzschlüssig halte ich die Überlegung, Zeit sei eine nur auf Materie/Energie beschränkte Eigenschaft, daher könne vor dem Entstehen von Materie/Energie keine Zeit existiert haben. Und ohne Zeit gebe es kein Vorher und kein Nachher, und ohne Vorher gebe es auch keine Ursächlichkeit, also müsse das Universum ursachelos aus dem Nichts entstanden sein. Wenn vor der Entstehung des Universums keine Zeit existierte und damit kein Vorher und keine Ursächlichkeit möglich war,  dann kann das Universum nicht aus dem Nichts entstanden sein, denn das Nichts läge zeitlich vor der Entstehung des Universums. Wenn es aber kein Vorher gibt, dann gab es auch kein Nichts, denn das genau wäre das Vorher des Universums.

    Außerdem: Zu Beginn jeder Veränderung muss notwendig deren Ursache existieren. Jegliche Ursache muss dasein, um wirken zu können. Und das, was existiert, kann vieles sein, aber niemals das Nichts. Das Nichts als bloße Negativform zeigt die Abwesenheit von jeglichem Existierenden an.

    Was ist Zeit? Unsere Zeit bemisst sich an den Bewegungen von Erde und Sonne oder an der Schwingungsfrequenz von subatomaren Teilchen. Sie ist an Materie/Energie gebunden, ohne selbst Materie/Energie zu sein. Weder die räumliche Stellung der Erde zur Sonne noch die Schwingungsfrequenz von atomarer Teilchen sind die Zeit, sondern bloße Zeitmesser.

    Zeit ist ein Beziehungsverhältnis, ein „Wackelbild. Die Zeit bezeichnet die Beziehung zwischen dem Vorher und dem Nachher, denn Zeit ist die Beziehung zwischen dem Vorher und dem Nacher: dazwischen findet die Veränderung statt. Unsere Zeit bezeichnet das Vorher und das Nachher von anfänglich-vergänglicher, also der Veränderung unterliegender Materie/Energie. Nur bei Veränderung gibt es ein Vorher und ein Nachher und die Beziehung zwischen dem Vorher und dem Nachher, ein „Wackelbild: die Zeit.

    Zeit ist außerdem kein nur auf Materie/Energie beschränktes Attribut, sondern eine Eigenschaft jeglichen sich verändernden Existierenden.

    Wenn ein Betrachtungsgegenstand sich verändert, dann beginnt mit dem „vor der Veränderung" der Lauf seiner Zeit. Und besteht die Veränderung in der Entstehung, dann gibt es durchaus ein Vorher, nämlich den Zustand vor seiner Entstehung. Denn auch da existiert bereits die Zeit. Es existiert jene Zeit der notwendigerweise bereits vorhandenen Fremdursache. Die Zeit mag, soweit sie nicht an Materie/ Energie, sondern an einem anderen Betrachtungsgegenstand haftet, eine andere Zeitmessung besitzen als die an Materie/Energie haftende Zeit, aber das Vorher und das Nachher sind Bezugspunkte der Zeit.

    Und selbst wenn die Ursache des Universums ohne jegliche Veränderung sein sollte, hat sie dennoch ihre Zeit. Die unterteilt sich zumindest seit dem Akt der Verursachung des Universums in „vor der Verursachung und „nach der Verursachung. Und genau dort ist die Ursache des Universums mit unserer Zeit in Berührung gekommen: sie hat sie geschaffen, indem sie Materie/Energie und damit den Beginn der an Materie/Energie haftenden Zeit geschaffen hat.

    Nicht der Zustand ohne Materie/Energie vor deren Entstehung  verhindert die Zeit, und die fehlende Zeit verhindert nicht die Ursächlichkeit, sondern genau umgekehrt: Vor der Verursachung des Universums gab es die Zeit, wenn auch nicht unsere, an Materie/Energie haftende Zeit, aber jene Zeit der Ursache des Universums. Gab es Veränderung in Form der Schaffung des Universums, dann existiert die Zeit. Die Ausgangsaussage: „vor dem Urknall gab es keine Zeit ist unzutreffend. Und die Folgerung: „also hat der Urknall keine Ursache ist ohnehin ein geistiger Fehltritt.

    Es gibt keinen Ur-Beginn?

    Die Einführung der Materie/Energie ins Dasein hat eine Ursache. Dort angekommen bleiben nur zwei Möglichkeiten:

    Entweder führt die Kette der Ursachen zeitlich zurück in die Unendlichkeit, weil zwar alle Materie/Energie verursacht ist und jede dieser Ursachen ihrerseits durch eine davor liegende Fremdursache verursacht wurde, es aber kein erstes Glied in dieser Verursachungskette gibt, weil diese rückwärts bis in alle Unendlichkeit läuft: Es gibt keinen Urknall und keinen Ur-Beginn.

    Wenn jedes Glied in der unendlichen Verursachungskette einen Anfang hat, dann fehlt in dieser Spekulation etwas: die Ur-Ursache. Es muss ein erstes Glied in dieser Verursachungskette existieren, um diese in Gang zu setzen. Das erste Glied muss dasein, es muss im Dasein verankert gewesen sein, um wirken zu können.

    Es bleibt nur die Alternative: „Die zurückzuverfolgende Kette der Ursachen der Entstehung von Materie/Energie hat einen Anfang."

    Diese Ursache aller Ursachen ist nicht wie alle übrigen Ursachen ihrerseits Wirkung einer vorausgegangenen Fremdursache. Egal ob wir diese Kraft „die erste Ursache, „Weltengrund, „höhere Wesenheit, „Gott oder „Sonstwie" nennen, jedenfalls muss dieses Sonstwie die aufgezeigten Merkmale der ersten, nicht bewirkten Ursache alles mit den Sinnen zu erfahrenden Seins aufweisen. Dies ist die erste Linie der Erkenntnis. Sie wird nicht nur mit der Möglichkeit, sondern mit der platten Realität einer das Universum schaffenden Kraft konfrontiert.

    Das Wissen um eine Ursache des Universums beruht auf Erfahrung

    Der Glaube an die Existenz einer das Universum schaffenden Urgewalt ist zulässig. Aber die Frage nach dem Ursprung des Universums berührt nicht vorrangig das Gebiet des Glaubens, weil sie dem Bereich der menschlichen Erkenntnis angehört, die aus den natürlichen Dingen der Welt und aus dem Wissen um die Bedeutung von Ursachen und Wirkungen gewonnen wird. Wem die Existenz einer ersten, das Universum schaffenden Ursache aus den Dingen der Natur und durch geistiges Erfassen offenbar geworden ist, der ist nicht ungläubig, denn er hat aus sinnlich-geistiger Anschauung dieselbe Sache erfahren, die ein anderer anderen Personen glaubt.

    Etwas glauben oder an etwas glauben, präziser: durch Glauben von einer Sache begründet überzeugt sein kann ich nur, wenn ich jemandem glaube. Glauben benötigt stets einen Überträger. Mindestens einen, in der Regel aber ein ganzes Geflecht von Befestigungspunkten. Wir glauben, dass etwas gegeben ist, weil wir dem Medium glauben, dass uns das zu Glaubende mitteilt. Ich kann nur dann an etwas glauben, von einer Sache begründet überzeugt sein, wenn ich sowohl dem aus eigener Anschauung Bezeugenden wie auch dem Staffellauf aller Übermittler dieses Zeugnisses die Wahrhaftigkeit ihrer Aussagen glaube. Wenn Erfahrung die durch sinnliche Wahrnehmung und/oder durch geistiges Erfassen gewonnene Erkenntnis bedeutet, dann verkörpert der Glaube an etwas eine Erkenntnis, zusammengefügt aus der Mitteilung fremder Anschauung und der eigenen Prüfung der Glaubhaftigkeit dieser Mitteilung.

    Im Gefolge der Aufklärung wurde dem Prädikat: glauben neben der vorhandenen Bedeutung: jemandem glauben ein zweiter Bedeutungsinhalt beigemessen: etwas glauben, etwas aufgrund bloß vager Vermutung hin für wahr halten. Das Prädikat: glauben wurde so als minderwertiger Gegensatz zu erkennen konstruiert. Es erstand der Schlachtruf: „Glauben heißt: nicht wissen!" Glauben erhielt nun die Bedeutung einer auf unsicherer, fragwürdiger Grundlage gebildeten rein privaten Überzeugungsbildung. Zwischen Glaube einerseits und Erkenntnis und Wissen andererseits wurde ein Widerspruch konstruiert und dem Wort Glauben und allem, was dafür und dahinter steht, das Vertrauen entzogen. Die Erkenntnis wurde propagiert und der Glaube diskreditiert.

    Wenn uns aber bewusst wäre, in welch hohem Maße wir uns darauf verlassen müssen, dass das, was man uns mitteilt, von anderen beobachtet, geprüft und begründet für wahr befunden und authentisch übermittelt wurde und dass es daher selbstverständlich schon stimmen wird, wären wir schockiert. Der allergrößte Teil unseres Wissens stammt aus dritter, vierter oder fünfundzwanzigster Hand. Wenn uns bewusst wäre, in welch hohem Maße wir unsere Kenntnisse nicht auf eigener sinnlich-geistiger Erfahrung, sondern aufgrund gläubiger, inhaltlicher Übernahme fremder Erkenntnis und Mitteilung erworben haben, in welch ungeheuren Maße wir also Gläubige sind, würden wir in maßloses Staunen geraten. All diejenigen, die noch nie Kanada besucht haben, die nicht bei der Krönung Elisabeth’s I. von England, die nicht bei der ersten bemannten Mondlandung

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