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Zwei Top Thriller September 2022
Zwei Top Thriller September 2022
Zwei Top Thriller September 2022
eBook266 Seiten3 Stunden

Zwei Top Thriller September 2022

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Über dieses E-Book

Dieser Band enthält folgende Krimis:
(399XE)


Trevellian und das nie endende Spiel (Pete Hackett)

Kubinke und die tätowierten Frauen (Alfred Bekker)







Drei Frauen wurden ermordet und später tätowiert aufgefunden. Doch diese Morde wurden nie aufgeklärt. Jahre später findet man erneut eine Frauenleiche mit der gleichen Tätowierung.

Hat der Mörder wieder zugeschlagen? Doch warum diese lange Pause?

Das fragen sich die beiden Ermittler Harry Kubinke und Rudi Meier, die diese Morde aufklären und den Mörder überführen wollen.

Alfred Bekker ist ein bekannter Autor von Fantasy-Romanen, Krimis und Jugendbüchern. Neben seinen großen Bucherfolgen schrieb er zahlreiche Romane für Spannungsserien wie Ren Dhark, Jerry Cotton, Cotton reloaded, Kommissar X, John Sinclair und Jessica Bannister. Er veröffentlichte auch unter den Namen Neal Chadwick, Henry Rohmer, Conny Walden, Sidney Gardner, Jack Raymond, Jonas Herlin, Adrian Leschek, John Devlin, Brian Carisi, Robert Gruber und Janet Farell.
SpracheDeutsch
HerausgeberCassiopeiaPress
Erscheinungsdatum24. Sept. 2022
ISBN9783753206264
Zwei Top Thriller September 2022
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Autor

Alfred Bekker

Alfred Bekker wurde am 27.9.1964 in Borghorst (heute Steinfurt) geboren und wuchs in den münsterländischen Gemeinden Ladbergen und Lengerich auf. 1984 machte er Abitur, leistete danach Zivildienst auf der Pflegestation eines Altenheims und studierte an der Universität Osnabrück für das Lehramt an Grund- und Hauptschulen. Insgesamt 13 Jahre war er danach im Schuldienst tätig, bevor er sich ausschließlich der Schriftstellerei widmete. Schon als Student veröffentlichte Bekker zahlreiche Romane und Kurzgeschichten. Er war Mitautor zugkräftiger Romanserien wie Kommissar X, Jerry Cotton, Rhen Dhark, Bad Earth und Sternenfaust und schrieb eine Reihe von Kriminalromanen. Angeregt durch seine Tätigkeit als Lehrer wandte er sich schließlich auch dem Kinder- und Jugendbuch zu, wo er Buchserien wie 'Tatort Mittelalter', 'Da Vincis Fälle', 'Elbenkinder' und 'Die wilden Orks' entwickelte. Seine Fantasy-Romane um 'Das Reich der Elben', die 'DrachenErde-Saga' und die 'Gorian'-Trilogie machten ihn einem großen Publikum bekannt. Darüber hinaus schreibt er weiterhin Krimis und gemeinsam mit seiner Frau unter dem Pseudonym Conny Walden historische Romane. Einige Gruselromane für Teenager verfasste er unter dem Namen John Devlin. Für Krimis verwendete er auch das Pseudonym Neal Chadwick. Seine Romane erschienen u.a. bei Blanvalet, BVK, Goldmann, Lyx, Schneiderbuch, Arena, dtv, Ueberreuter und Bastei Lübbe und wurden in zahlreiche Sprachen übersetzt.

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    Buchvorschau

    Zwei Top Thriller September 2022 - Alfred Bekker

    Pete Hackett, Alfred Bekker

    Zwei Top Thriller September 2022

    UUID: d4149ced-1d8f-4f06-bef4-9ca850cce946

    Dieses eBook wurde mit StreetLib Write (https://writeapp.io) erstellt.

    Inhaltsverzeichnis

    Zwei Top Thriller September 2022

    Copyright

    Trevellian und das nie endende Spiel: Krimi Action

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    Kubinke und die tätowierten Frauen: Kriminalroman

    Zwei Top Thriller September 2022

    Alfred Bekker, Pete Hackett

    Dieser Band enthält folgende Krimis:

    Trevellian und das nie endende Spiel (Pete Hackett)

    Kubinke und die tätowierten Frauen (Alfred Bekker)

    Drei Frauen wurden ermordet und später tätowiert aufgefunden. Doch diese Morde wurden nie aufgeklärt. Jahre später findet man erneut eine Frauenleiche mit der gleichen Tätowierung.

    Hat der Mörder wieder zugeschlagen? Doch warum diese lange Pause?

    Das fragen sich die beiden Ermittler Harry Kubinke und Rudi Meier, die diese Morde aufklären und den Mörder überführen wollen.

    Alfred Bekker ist ein bekannter Autor von Fantasy-Romanen, Krimis und Jugendbüchern. Neben seinen großen Bucherfolgen schrieb er zahlreiche Romane für Spannungsserien wie Ren Dhark, Jerry Cotton, Cotton reloaded, Kommissar X, John Sinclair und Jessica Bannister. Er veröffentlichte auch unter den Namen Neal Chadwick, Henry Rohmer, Conny Walden, Sidney Gardner, Jack Raymond, Jonas Herlin, Adrian Leschek, John Devlin, Brian Carisi, Robert Gruber und Janet Farell.

    Copyright

    Ein CassiopeiaPress Buch: CASSIOPEIAPRESS, UKSAK E-Books, Alfred Bekker, Alfred Bekker präsentiert, Casssiopeia-XXX-press, Alfredbooks, Uksak Sonder-Edition, Cassiopeiapress Extra Edition, Cassiopeiapress/AlfredBooks und BEKKERpublishing sind Imprints von

    Alfred Bekker

    © Roman by Author /

    © dieser Ausgabe 2022 by AlfredBekker/CassiopeiaPress, Lengerich/Westfalen

    Die ausgedachten Personen haben nichts mit tatsächlich lebenden Personen zu tun. Namensgleichheiten sind zufällig und nicht beabsichtigt.

    Alle Rechte vorbehalten.

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    Trevellian und das nie endende Spiel: Krimi Action

    Krimi von Pete Hackett

    Der Umfang dieses Buchs entspricht 123 Taschenbuchseiten.

    Ein alter „Bekannter" taucht wieder auf. Die FBI-Agenten Trevellian und Tucker vermasseln ihm ein lukratives Geschäft, und nun nimmt er die Agenten direkt ins Visier. Zuerst wird eine Kollegin entführt, dann stehen die beiden selbst auf der Abschussliste einer öffentlichen Hinrichtung.

    1

    Scott Mason lenkte den Truck auf den Rastplatz. Es ging auf Mitternacht zu. Es gab hier eine Raststätte. Mason wollte einen Kaffee trinken. Er war am Abend losgefahren und wollte am Morgen New York erreichen. Der Trucker stellte den Motor ab, löschte die Scheinwerfer und stieg aus. Seine Beine waren steif, die Muskeln hatten sich verkrampft. Scott Mason dachte sich nichts dabei, als ein Personenwagen auf den Rastplatz fuhr und ein Stück von dem Truck entfernt angehalten wurde. Drei Männer stiegen aus. Einer sagte etwas, das Mason jedoch nicht verstehen konnte. Er achtete auch gar nicht darauf.

    Aus den Fenstern der Raststätte fiel Licht. Einige weitere Lastwagen standen auf den Parkplätzen. Mason zündete sich eine Zigarette an, rauchte einige Züge, warf sie fort und betrat das Restaurant. Er ging zum Kaffeeautomaten. Zu diesem Zeitpunkt hatte er noch keine Ahnung, dass seine letzte Stunde angebrochen war.

    Der Kaffee war stark und heiß und törnte Mason an. An einigen Stehtischen standen Kollegen von ihm. Die meisten tranken Kaffee oder eine Cola, einige aßen einen Happen. Es waren vielleicht ein Dutzend Männer, die die Raststätte bevölkerten. Stimmengemurmel war zu vernehmen. Einmal ertönte schallendes Gelächter.

    Mason hatte es nicht besonders eilig. Er würde in den frühen Morgenstunden New York erreichen und wenn er Pech hatte, traf er in dem Werk, für das seine Lieferung bestimmt war, noch keine Menschenseele an. Er trank den Kaffee also in kleinen Schlucken, dann ging er auf die Toilette, wusch sich die Hände, rauchte im Freien noch eine Zigarette, dann kehrte er zu seinem Truck zurück und nahm sich vor, zwei Stunden zu ruhen, ehe er weiterfuhr.

    Als er die Tür des Führerhauses geöffnet und seinen Fuß auf das untere Trittbrett gesetzt hatte, kam vorne um den Truck eine Gestalt herum. Sie war in der Finsternis nur schemenhaft auszumachen. Auch hinter Mason erklangen Schritte. Er drehte den Kopf. Und er sah von hinten einen weiteren Schemen auf sich zukommen.

    Mason erschrak. Bereits zwei seiner Kollegen waren überfallen worden. Sein Herz begann zu rasen, und ihm wurde schlagartig klar, dass er sich in Gefahr befand. Er nahm seinen Fuß vom Trittbrett und drehte sich um. »Was …«

    Er spürte einen furchtbaren Einschlag in die Brust, und ehe er begriff, dass es sich um eine Kugel handelte, brach er zusammen. Die Detonation schluckte ein Schalldämpfer. Es gab nur ein Geräusch, als würde jemand einen Korken aus einer Sektflasche ziehen. Als Mason am Boden aufschlug, war er schon tot.

    Ein dritter Kerl erschien. Er durchsuchte die Taschen Masons und förderte einen Schlüsselbund zutage. »Schafft ihn weg. Ich rufe an, wenn ich die Ware los bin.«

    »In Ordnung. Wir holen dich ab.«

    Der Bursche stieg in den Truck, und eine halbe Minute später rollte er davon. Seine beiden Kumpane hatten Mason aufgehoben und trugen ihn zu dem Chevy, mit dem sie gekommen waren. Nachdem sie den Toten in den Kofferraum gelegt hatten, fuhren auch sie davon.

    Niemand in der Raststätte hatte etwas von dem kaltblütigen Mord mitbekommen.

    2

    Mr. McKee bat uns zu sich. Milo und ich ließen ihn nicht warten. Im Vorzimmer saß Mandy an ihrem Computer und lächelte freundlich. »Geht nur hinein. Der Kaffee ist gleich durchgelaufen.«

    »Du bist ein Schatz«, sagte Milo, während ich schon an die Tür zum Büro des Assistant Directors klopfte. Ohne die Aufforderung, einzutreten, abzuwarten, öffnete ich. Mr. McKee saß hinter seinem Schreibtisch und hob jetzt das Gesicht. »Kommen Sie herein, Jesse, Milo.« Der Chef erhob sich und kam um den Schreibtisch herum. Er begrüßte uns per Handschlag, dann forderte er uns auf, Platz zu nehmen. Er selbst ließ sich wieder hinter dem Schreibtisch nieder. Wir setzten uns an den Konferenztisch.

    Wenn der Chef rief, stand in der Regel etwas Besonderes an. Ich war also gespannt und harrte der Dinge, die kamen.

    »Woran arbeiten Sie im Moment?«, fragte der Chef. Ich sagte es ihm. Er nickte und meinte: »Ich habe was Neues für Sie, Jesse, Milo. Sie können Ihren aktuellen Fall dennoch weiterverfolgen. Aber …« Der AD zuckte mit den Achseln. »Ich will es kurz machen. Es geht um Überfälle auf Lastzüge, die Kupfer beförderten. Vor vier Tagen wurde bei Warwick der dritte Überfall dieser Art im Staat New York durchgeführt. Ähnliche Überfälle geschahen in den vergangenen Wochen in Ohio und West Virginia. Bei dem Überfall in der Nähe von Warwick wurde Kupfer im Wert von einer Viertelmillion Dollar geraubt. Der Truck wurde einen Tag später in der Nähe von Bedford entdeckt. Vom Fahrer fehlt jede Spur. «

    Der AD machte eine kleine Pause, ließ seine Worte wirken, und als Milo und ich schwiegen, fuhr er fort:

    »Die beiden ersten Überfälle liefen ähnlich ab. Einen der Fahrer fand man in der Zwischenzeit. Seine Leiche schwamm in einem See bei Katonah. Der Mann wurde erschossen. Insgesamt wurde Kupfer im Wert von über siebenhunderttausend Dollar gestohlen. Man geht davon aus, dass auch die beiden anderen Fahrer nicht mehr leben. Das Kupfer kam von einem Werk in New Castle, Pennsylvania.«

    »Für wen war das Kupfer jeweils bestimmt?«

    »Für die International Kupfer Products Ltd. in New York. Die Firma stellt Kupferteile aus hochwertigen Legierungen her. Sie hat ihren Sitz in Staten Island.«

    Mr. McKee nannte uns noch die genaue Adresse des Unternehmens, und Milo schrieb sie auf. Dann gab mir der Chef die dünne Akte, die auf seinem Schreibtisch lag, und dann brachte Mandy den Kaffee. Wir sprachen über den Fall. Da bisher jedoch nur vage Erkenntnisse vorlagen, beschränkte sich die Konversation auf das Wenige und auf Vermutungen.

    »Buntmetall, besonders Kupfer, steht hoch im Kurs«, bemerkte Mr. McKee zwischendurch einmal. »Ich habe mir sagen lassen, dass der Wert einer Tonne bei achttausend bis achttausendfünfhundert Dollar liegt.«

    »Irgendjemand muss die Diebe hinsichtlich des Zeitpunkts der Transporte informieren«, erklärte ich. »Der Informant sitzt entweder in dem Werk in Pennsylvania, oder in der International Kupfer Products Ltd. in Staaten Island.«

    »Das herauszufinden ist Ihre Aufgabe, Jesse, Milo. Wenn wir diesen Burschen haben, führt über ihn der Weg sicher auch zu den Gangstern, die die Überfälle ausführen und zu dem Hehler, der das Kupfer aufkauft.«

    Nachdem wir den Kaffee getrunken hatten, ließen wir den Chef allein.

    Ich studierte die Akte. Sie gab nicht viel her. Und so beschlossen wir, nach Staten Island zu dem kupferverarbeitenden Betrieb zu fahren. Wir nahmen die Fähre, die im Stundentakt verkehrte. Nach anderthalb Stunden fuhren wir in den Hof des Unternehmens, ich fand einen Parkplatz und stellte den Wagen ab.

    Der Betriebsleiter hieß James Gardner. Wir meldeten uns bei seiner Sekretärin an und gleich darauf saßen wir dem Mann in seinem Büro gegenüber. Er war um die fünfzig und seine Haare färbten sich schon grau. »Es ist tragisch«, sagte Gardner und es klang nicht nur so dahergesagt, sondern drückte aus, wie er tatsächlich empfand. Ich konnte in seinen Zügen lesen wie ein einem offenen Buch. Dieser Mann war echt erschüttert. »Wir gehen davon aus, dass alle drei Truckfahrer ermordet worden sind«, fuhr er mit dumpfer Stimme fort. »Und es ist zu erwarten, dass weitere Überfälle stattfinden.«

    »Warum werden die Trucks nicht mit zwei Fahrern besetzt?«, fragte Milo.

    Gardner hob die Schultern. »Keine Ahnung. Wahrscheinlich kommt es zu teuer. Diese Frage müssten Sie allerdings den Verantwortlichen bei dem Betrieb in Pennsylvania stellen. Ich kann Sie Ihnen nicht beantworten.«

    »Wer wusste Bescheid, wann Kupferlieferungen an Ihren Betrieb erfolgten?«, wollte ich wissen.

    »Wir bestellen das Kupfer, das wir benötigen. Der Auftrag wird bestätigt und uns wird mitgeteilt, dass das Kupfer in nächster Zeit oder bis zu einem gewissen Termin geliefert werde. Auf den Tag genau erfahren wir allerdings selten, wann der jeweilige Transport durchgeführt wird.«

    Milo schaute mich an. »Das bedeutet, dass unser Mann in dem Betrieb in Pennsylvania sitzt.«

    »Das kann es bedeuten«, differenzierte ich.

    »Wer führt ihn Ihrem Betrieb die Bestellungen durch?«

    »Mistress Donegan. Sie ist Sachbearbeiterin und verantwortlich für die Materiallieferungen. Möchten Sie die Frau sprechen?«

    »Ich bitte darum«, erwiderte ich.

    Fünf Minuten später betrat die Lady das Büro. Es war eine gepflegte Erscheinung um die vierzig mit blonden Haaren und einem gleichmäßigen, fraulichen Gesicht, das vielleicht einige Nuance zu streng wirkte. Außerdem wirkte sie hochmütig.

    »Die beiden Agents haben einige Fragen an Sie, Mistress Donegan«, sagte Gardner.

    Sie hob die Brauen, nickte uns zu und ließ sich nieder. »Es hängt mit den Überfällen auf die Kupfertransporte zusammen, wie?«

    »Sehr richtig«, sagte ich.

    »Ich werde Ihnen dazu kaum etwas sagen können«, sagte die Lady und lehnte sich auf ihrem Stuhl zurück. Herausfordernd musterte sie mich. Für Milo schien sie sich nicht so sehr zu interessieren. Unwillkürlich schaute ich, ob sie einen Ehe- oder Verlobungsring trug. An ihren Fingern steckten zwar einige Ringe, aber nichts wies darauf hin, dass sie fest gebunden war. Allerdings hatte sie Gardner, als er von ihr sprach, Mistress genannt. Sei‘s drum. Sie war jedenfalls ausgesprochen attraktiv.

    »Wie läuft eine Bestellung ab?«, fragte ich.

    »Wir faxen dem Betrieb in Pennsylvania, was wir brauchen, man bestätigt uns den Auftrag und schickt das Material. Ganz einfach.«

    »Wird Ihnen der Lieferzeitpunkt mitgeteilt?«

    Gardner erhob seine Stimme: »Ich sagte es Ihnen doch, schon, dass …«

    Ich winkte ab und er verstummte. Auffordernd schaute ich Mistress Donegan an.

    »Manchmal«, sagte sie. »Wenn, dann der Tag, an dem die Lieferung erfolgt. Meistens aber wird uns nur ein Datum genannt, bis zu welchem geliefert wird. Der Liefertermin wird vom Zulieferer meist sehr großzügig bemessen. In der Regel trifft die Ware ein oder zwei Tage vor diesem genannten Termin ein.«

    »Mit wem stehen Sie bei dem Lieferbetrieb in Kontakt?«, wollte Milo wissen.

    »Sein Name ist Benson. Mehr weiß ich nicht. Wir haben noch nie ein privates Wort miteinander gewechselt.«

    »Wir brauchen die genaue Anschrift des Betriebes«, erklärte ich.

    Die Lady erhob sich. »Wenn Sie nicht mehr wollen«, sagte sie und lächelte mich vielsagend an.

    3

    Wir nahmen mit der John Marek Company in New Castle, Pennsylvania, Kontakt auf. Ich wurde zweimal verbunden, dann hatte ich Cash Benson an der Strippe. »Special Agent Trevellian, FBI New York«, stellte ich mich vor. »Ich habe einige Fragen an Sie, Mister Benson. Routinefragen.«

    »Ich kann mir schon denken, worum es geht, Special Agent. Aber fragen Sie. Wenn ich Ihre Fragen beantworten kann, werde ich das gerne tun.«

    »Wer stellt bei Ihnen im Betrieb die Touren zusammen? Wer teilt ein, wer wann wohin fährt?«

    »Das macht Miss Sounders. Es geschieht in Absprache mit mir, und ich habe mir auch vorbehalten, die jeweiligen Fahrpläne gegenzuzeichnen. Ich gebe also von Fall zu Fall mein okay. Warum fragen Sie?«

    »Die Überfälle kann nur jemand ausüben, der bezüglich des Zeitpunkts des Transportes und der Route, die der Fahrer nimmt, genauestens informiert ist.«

    »Zu dieser Schlussfolgerung bin ich auch schon gekommen«, versetzte Benson. »Dafür kämen unter anderem Paula Sounders und ich in Frage. Für Paula lege ich allerdings die Hand ins Feuer. Und ich – nun, ich kann mir nicht vorstellen, dass Sie den Verdacht haben, dass ich etwas mit den Überfällen zu tun haben könnte.«

    Er lachte fast belustigt auf.

    »Unter anderem?«, sagte ich fragend. »Sie meinten, dass unter anderem Miss Sounders und Sie in Frage kämen.«

    »Die Männer, die die Trucks beladen, wissen, für wen die Ware bestimmt ist. Sie haben ja den Auftrag, anhand dessen Sie den Truck beladen. Natürlich wissen auch die einzelnen Fahrer Bescheid. Es gibt keinen Grund, ein Geheimnis daraus zu machen.«

    »Der Personenkreis ist also groß«, murmelte ich. »Wobei die Fahrer ausscheiden dürften. Einer von ihnen wurde ermordet. Und die beiden anderen sind spurlos verschwunden.«

    Benson konnte mir nicht weiterhelfen. Ich bedankte mich, verabschiedete mich und unterbrach die Verbindung, indem ich den Hörer auflegte. »Nichts!«

    »Ich habe es mitbekommen«, knurrte Milo. »Das heißt, wir haben im Moment nichts, wo wir ansetzen könnten.«

    »Und das ist nicht viel«, murmelte ich ergeben.

    Ich rief bei der SRD an. Die Spurensicherung war noch nicht abgeschlossen. Einige Haare und Hautschuppen aus dem Truck, der zuletzt überfallen worden war, mussten noch einer DNA-Analyse unterzogen werden. Der Fahrer, der tot in dem See bei Katonah gelegen hatte, war mit einer Kugel vom Kaliber neun Millimeter erschossen worden. Die Waffe, aus der die Kugel verschossen wurde, war nicht registriert.

    Wir mussten abwarten. Und so beschlossen wir, an der Sache weiterzuarbeiten, mit der wir schon beschäftigt waren, als uns Mr. McKee mit dem neuen Fall betraute. Es ging um groß angelegten Steuerbetrug. Geldwäsche spielte dabei eine herausragende Rolle. Der Schaden ging in die Millionen.

    Zwei Tage später bekamen wir einen Bericht der Spurensicherung. Eines der Haare, dessen Gen-Struktur festgestellt worden war, gehörte einem Mann namens Kenneth Spencer. Spencer war wegen Einbruchsdiebstahls und gefährlicher Körperverletzung vorbestraft. Sein zuletzt bekannter Wohnsitz war Manhattan, Clinton Street. Eine Rückfrage bei Cash Benson bestätigte uns, dass Spencer nie für die John Marek Company tätig gewesen war. Also vertrödelten Milo und ich keine Zeit. Die Hausnummer war bekannt, und das Namensschild an der Tür im dritten Stockwerk des Gebäudes verriet uns, dass wir richtig waren.

    Ich läutete. Es war Nachmittag, kurz nach fünfzehn Uhr. In der Wohnung rührte sich nichts. Als auch auf wiederholtes Läuten niemand öffnete, versuchten wir es bei einem Nachbarn. Eine weibliche Stimme war durch die geschlossene Tür zu hören: »Wer ist draußen?«

    »Special Agent Trevellian, FBI New York. Ich habe eine Frage an Sie.«

    Die Tür wurde einen Spaltbreit geöffnet. Die Hälfte eines hageren Frauengesichts wurde sichtbar, die andere Hälfte war hinter dem Türblatt verborgen. »FBI?«, tönte es fragend aus ihrem Mund. »Was hab ich mit dem FBI zu tun?«

    Ich sah, dass ihr die beiden Schneidezähne fehlten. Das war wohl auch der Grund, weshalb sie so stark nuschelte. Ich zeigte ihr meine ID-Card. »Wir wollten zu Ihrem Nachbarn, zu Mister Spencer. Aber er scheint nicht zu Hause zu sein.«

    Die Frau drückte die Tür zu, aber nur, um die Sicherungskette auszuhaken, dann öffnete sie sie wieder, und nun war sie ganz zu sehen. Dunkle Ringe lagen unter ihren Augen. Sie sah verbraucht und vorzeitig gealtert aus. Vielleicht war sie krank. »Was ist mit Ken?«

    »Wir hätten einige Fragen an ihn.«

    »Hat er was ausgefressen?«

    Ich lachte. »Nur ein paar Routinefragen.«

    »Ken arbeitet.«

    »Womit wir bei meiner Frage wären«, sagte ich. »Sie können uns sicher sagen, wo er beschäftigt ist.«

    Sie nickte. »Es ist ein Schrotthandel in Queens. Marten heißt der Inhaber. Autofriedhof und so. Sie finden den Betrieb in der Merrill Street.«

    »Lebt Spencer alleine in der Wohnung?«

    »Ja. Aber er hat, so weit ich weiß, eine Freundin.«

    »Verbringt er seine Abende zu Hause?«

    »Na, Sie fragen mich Zeug. Was weiß ich denn, wo Ken seine Abende verbringt? Das müssen Sie ihn schon selber fragen.«

    »Merrill Street, sagten Sie?«

    »Ja.«

    Ich bedankte mich.

    Es handelte sich um ein riesiges Areal, das der Schrottplatz für sich in Anspruch nahm. Berge von Schrott. Drei Kräne waren zu sehen. Es gab eine riesige Schrottpresse. Das Büro war in einer flachen Baracke untergebracht. Inhaber war Fred Marten. Das verriet ein großes Schild an der Wand über der Tür.

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