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Klarer Kurs: Stressfrei zum Sportbootführerschein Binnen - Theorie und Praxis
Klarer Kurs: Stressfrei zum Sportbootführerschein Binnen - Theorie und Praxis
Klarer Kurs: Stressfrei zum Sportbootführerschein Binnen - Theorie und Praxis
eBook813 Seiten5 Stunden

Klarer Kurs: Stressfrei zum Sportbootführerschein Binnen - Theorie und Praxis

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Über dieses E-Book

Vor dem Spaß auf deutschen Binnengewässern braucht man zum Fahren oder Chartern eines Bootes den Sportbootführerschein Binnen. Prüfungsstress, Angst, Überforderung? Nicht mit diesem Buch im Gepäck. Im Mittelpunkt steht hier das Bestehen der Prüfung. Das Buch bietet verschiedene Zugänge zur Prüfungsvorbereitung. Für die praktische Prüfung werden Manöver, Knoten und Schallsignale erläutert. Ein unterstützender YouTube-Kanal des OceanMaster steht ebenfalls zur Verfügung.
Die Theorieprüfung wird mit Klarer Kurs zum Heimspiel. Die ganz Eiligen können alle Prüfungsfragen der amtlichen Prüfungsbögen im Crash Level durcharbeiten. Dort geht es ganz fix mit Frage, korrekter Antwort und Eselsbrücke oder Merksatz, dem OceanMaster-Gehirnentwirrer. Wer tiefer einsteigen will, findet im Advanced Level neben den Fragen und der korrekten Antwort auch die falschen Ankreuzalternativen sowie Erläuterungen rund um das Thema der jeweiligen Frage, leicht verständlich und oft im Plauderton formuliert.
Abgerundet wird das Buch durch Übersichten aller Tafelzeichen, Ausweichregeln sowie Zusammenfassungen von Sichtzeichen und Lichterführung, die insgesamt in den amtlichen Prüfungsbögen vorkommen. Eine Matrix teilt die Prüfungsfragen in Themenkomplexe ein, so dass man sich auch gezielt auf Themenbereiche wie Umweltschutz oder Schallsignale vorbereiten kann.
Außer an Prüflinge wendet sich das Buch auch an Ausbilder*innen, die bei der Wissensvermittlung in Theorie und Praxis auf die zahlreichen Merksätze des OceanMaster-Gehirnentwirrers zurückgreifen können, um den Lernerfolg zu verstärken.
SpracheDeutsch
HerausgeberBooks on Demand
Erscheinungsdatum11. Okt. 2022
ISBN9783756847723
Klarer Kurs: Stressfrei zum Sportbootführerschein Binnen - Theorie und Praxis
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Autor

Christian Dietrich

Christian Dietrich lebt am Rhein und ist über viele familiäre, sportliche und weitere Kanäle mit dem Wassersport verbunden. Das Fundament für dieses Buch kommt einerseits aus seinem didaktischen und methodischen Wissensschatz u.a. als Hochschuldozent. Zum anderen ist er durch den Deutschen Motoryachtverband zertifizierter Ausbilder bei einer renommierten Bootsschule. Dort vermittelt er Theorie und Praxis für SBF Binnen und See. Dabei entstand die Idee für dieses Buch.

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    Buchvorschau

    Klarer Kurs - Christian Dietrich

    Vorwort zur 2. Auflage

    Prüfungsstress, Angst, Überforderung? Nicht mit diesem Buch im Gepäck. Im Mittelpunkt dieses Kompendiums steht das Bestehen der Prüfung. Das Buch bietet verschiedene Zugänge zur Prüfungsvorbereitung. Als Einstieg geht es an die praktische Prüfung, wo Manöver, Knoten und Schallsignale gezeigt werden, zusätzlich abrufbar auf dem YouTube-Kanal OceanMaster https://www.youtube.com/channel/UCzFKBekOtr0xcWmELp_rylA. Dann schreiten wir weiter zur Theorieprüfung.

    Nach dem großen Erfolg der 1. Auflage sind nun noch Überarbeitungen und Aktualisierungen eingearbeitet. Insbesondere Rückmeldungen von Ausbilder*innen, die das Kompendium zur Schulung einsetzen bzw. zum Erarbeiten eines breiteren Wissensspektrums für sich selbst nutzen, wurden aufgegriffen. So werden Fragen, die während des Lernens entstehen, einfach und prägnant erläutert. Ebenso kann das Buch in Vorbereitung auf praktische Fahrstunden durch die Schüler*innen, aber auch von Ausbilder*innen eingesetzt werden. Damit fallen etliche Fragezeichen und Probleme weg, und der Kopf ist frei für Anregungen auf dem Boot, in Theorie- und Praxiskursen.

    Der didaktische Ansatz bleibt unverändert. Die ganz Eiligen können alle Übungsbögen mit den amtlichen Prüfungsfragen in den Crash Level-Kapiteln durcharbeiten. Dort findet sich lediglich die Frage, die korrekte Antwort darauf und eine Eselsbrücke oder ein Merksatz („OceanMaster-Gehirnentwirrer"). Ein wichtiger Hinweis noch! Die Eselsbrücken, Merksätze usw. sind natürlich nicht alle von uns, sondern kursieren in verschiedenen Varianten unter den Ausbilder*innen in der Bootsausbildung.

    Wer auch verstehen will, warum die korrekte Antwort die einzig richtige ist und was an den falschen Antwortalternativen nicht stimmt, ist im Advanced Level richtig. Dort sind außer der Frage auch alle vier Antwortalternativen der Übungsbögen aufgelistet. Das Besondere dabei ist, dass nicht nur die korrekte Antwort kurz erläutert ist, sondern dass das Falsche an den anderen Auswahlantworten auseinandergesetzt wird.

    Somit vereint dieses Buch die Möglichkeit, effizient und in kürzester Zeit auf die anstehende SBF Binnen-Prüfung zu lernen, mit fundierten Hintergrundinformationen für Interessierte, die mehr verstehen wollen, als lediglich für die Prüfung wichtig ist.

    Abgerundet wird das Buch durch Übersichten aller Tafelzeichen, Ausweichregeln sowie Zusammenfassungen von Sichtzeichen und Lichterführung, die insgesamt in den amtlichen Prüfungsbögen vorkommen. Am Ende findet sich eine Matrix, die die Prüfungsfragen in Themenkomplexe aufteilt. Dort ist nachzulesen, in welchem Übungsbogen und in welcher Frage darin ein bestimmtes Thema behandelt wird. So können sich Prüflinge z.B. gezielt auf Umweltschutzfragen oder auf Fragen nach Schallzeichen vorbereiten.

    Und nun viel Spaß beim Lesen, Lernen und Bestehen sowie natürlich Mast- und Schotbruch und immer eine Handbreit Wasser unter dem Kiel.

    Inhalt

    Teil A – Praktische Prüfung

    Was kommt dran?

    Manöver: Ablegen vom Steg

    Manöver: Kursgerechtes Aufstoppen

    Manöver: Wenden auf engem Raum bzw. Wenden in 3 Zügen....

    Manöver: Mann / Frau / Boje über Bord

    Manöver: Steuern nach Schifffahrtszeichen oder Landmarken

    Manöver: Anlegen

    Manöver: Steuern / Kurs fahren nach Kompass (SBF-See)

    Manöver: Einfache / Kreuzpeilung mit Handkompass (SBF-See)

    Weitere Manöver

    Kommandos

    Schallsignale

    Knoten

    Achtknoten

    Kreuzknoten

    Schotstek

    Doppelter Schotstek

    Stopperstek

    Webeleinstek

    Webleinstek auf Slip

    Rundtörn mit zwei halben Schlägen

    Palstek

    Belegen einer Klampe mit Kopfschlag

    Teil B – Theoretische Prüfung

    Übungsbogen 1 – Crash Level

    Basisfragen

    Spezifische Fragen Binnen

    Übungsbogen 1 – Advanced Level

    Basisfragen

    Spezifische Fragen Binnen

    Übungsbogen 2 – Crash Level

    Basisfragen

    Spezifische Fragen Binnen

    Übungsbogen 2 – Advanced Level

    Basisfragen

    Spezifische Fragen Binnen

    Übungsbogen 3 – Crash Level

    Basisfragen

    Spezifische Fragen Binnen

    Übungsbogen 3 – Advanced Level

    Basisfragen

    Spezifische Fragen Binnen

    Übungsbogen 4 – Crash Level

    Basisfragen

    Spezifische Fragen Binnen

    Übungsbogen 4 – Advanced Level

    Basisfragen

    Spezifische Fragen Binnen

    Übungsbogen 5 – Crash Level

    Basisfragen

    Spezifische Fragen Binnen

    Übungsbogen 5 – Advanced Level

    Basisfragen

    Spezifische Fragen Binnen

    Übungsbogen 6 – Crash Level

    Basisfragen

    Spezifische Fragen Binnen

    Übungsbogen 6 – Advanced Level

    Basisfragen

    Spezifische Fragen Binnen

    Übungsbogen 7 – Crash Level

    Basisfragen

    Spezifische Fragen Binnen

    Übungsbogen 7 – Advanced Level

    Basisfragen

    Spezifische Fragen Binnen

    Übungsbogen 8 – Crash Level

    Basisfragen

    Spezifische Fragen Binnen

    Übungsbogen 8 – Advanced Level

    Basisfragen

    Spezifische Fragen Binnen

    Übungsbogen 9 – Crash Level

    Basisfragen

    Spezifische Fragen Binnen

    Übungsbogen 9 – Advanced Level

    Basisfragen

    Spezifische Fragen Binnen

    Übungsbogen 10 – Crash Level

    Basisfragen

    Spezifische Fragen Binnen

    Übungsbogen 10 – Advanced Level

    Basisfragen

    Spezifische Fragen Binnen

    Übungsbogen 11 – Crash Level

    Basisfragen

    Spezifische Fragen Binnen

    Übungsbogen 11 – Advanced Level

    Basisfragen

    Spezifische Fragen Binnen

    Übungsbogen 12 – Crash Level

    Basisfragen

    Spezifische Fragen Binnen

    Übungsbogen 12 – Advanced Level

    Basisfragen

    Spezifische Fragen Binnen

    Übungsbogen 13 – Crash Level

    Basisfragen

    Spezifische Fragen Binnen

    Übungsbogen 13 – Advanced Level

    Basisfragen

    Spezifische Fragen Binnen

    Übungsbogen 14 – Crash Level

    Basisfragen

    Spezifische Fragen Binnen

    Übungsbogen 14 – Advanced Level

    Basisfragen

    Spezifische Fragen Binnen

    Übungsbogen 15 – Crash Level

    Basisfragen

    Spezifische Fragen Binnen

    Übungsbogen 15 – Advanced Level

    Basisfragen

    Spezifische Fragen Binnen

    Verzeichnis aller Tafelzeichen der Übungsbögen

    Verzeichnis aller Grafiken zu Sichtzeichen und Lichterführung der Übungsbögen

    Verzeichnis aller Skizzen zu Ausweichregeln der Übungsbögen

    Allgemeine Regeln

    Regeln für Begegnungen von Fahrzeugen mit unterschiedlicher Antriebsart

    Regeln für Motorboote untereinander

    Regeln für Segelboote untereinander

    Prüfungsfragen nach Themengebieten

    Teil A – Praktische Prüfung

    Was kommt dran?

    Vielfach ist das die Frage, die die Prüflinge am meisten beschäftigt und hier kann Abhilfe geschaffen werden. Es ist völlig klar, was abgeprüft wird. Lediglich die Reihenfolge und die Anzahl der Prüfungsinhalte variiert. Daher der Tipp: Einfach alles hier Vermerkte durcharbeiten und entspannt bestehen. Natürlich ist eine praktische Prüfung immer mit einer gewissen Anspannung verbunden. Hierzu gibt es aber auch eine gute Nachricht. Nicht jedes Manöver muss gleich beim ersten Mal klappen. Für jedes zu prüfende Manöver gibt es zwei Versuche! Somit kann man wie bei Günther Jauch einen Joker einsetzen. Dann gilt es, Ruhe zu bewahren und sich neu zu sortieren.

    OceanMaster-Tipp

    Slow is pro.

    Ich denke, bevor ich lenke.

    Sollte es dennoch auch im zweiten Versuch daneben laufen, ist das auch kein Weltuntergang. Man kann eine Wiederholungsprüfung einen Monat später erneut ablegen. Auch Wiederholungsprüfungen können beliebig oft wiederholt werden.

    An Bord befinden sich Prüfer*in, Fahrlehrer*in sowie oft ein weiterer Prüfling. Während ein Prüfling die Manöver zeigt, führt ein anderer die gewünschten Knoten vor. Dann wird getauscht.

    Wichtig bei der praktischen Prüfung ist nicht nur, dass Sie ein Manöver mit seinen Lenk- und Schaltaktivitäten korrekt durchführen, sondern auch, dass Sie sprachlich bestätigen, was Sie gehört haben, die korrekten Befehle an die Crew geben und am Ende mitteilen, dass Ihr Manöver fertig ist. Daher notieren wir hier ausführlich, was Sie in welcher Reihenfolge sagen müssen. In aller Regel beginnt die Prüfung mit dem Manöver Ablegen. Somit erläutern wir nun zuerst die Handhabung (also Lenk- und Schaltaktionen) und die dazugehörigen Kommandos. Sie können sich alle Manöver auch in unserem YouTube-Kanal OceanMaster ansehen. Dort zeigen Ihnen Käpt‘n Ahoi und seine Crew alle Manöver in der Prüfung.¹

    Manöver: Ablegen vom Steg

    Voraussetzung: Das Boot liegt in der Regel mit der Heckleine befestigt am Steg. So kann man gut einsteigen. Wir gehen von einem Boot aus, das auf seiner Steuerbordseite angelegt hat. Sollte dies andersherum sein, muss der Lenkablauf entgegengesetzt durchgeführt werden.

    Situation in der Prüfung

    Prüfer*in bittet Sie an Bord, und Sie nehmen Ihren Platz am Steuer ein.

    Häufig setzt sich ein weitere Prüfling in den hinteren Teil des Bootes.

    Prüfer*in: Bereit zur Prüfung?

    Prüfling: Ja, ich bin bereit.

    Prüfer*in gibt das Kommando: Ablegen!

    Prüfling: Ablegen verstanden!

    Prüfling zur Crew: Klar zum Ablegen?

    Crew: Klar!

    Prüfling zur Crew: Klar bei Heckleine?

    Crew: Klar!

    Prüfen Sie spätestens jetzt, ob das Steuerruder bzw. Steuerrad – Landratten würden es Lenkrad wie im Auto nennen – maximal in Richtung Steg eingeschlagen ist, in unserem Fall hart Steuerbord.

    Prüfling zur Crew: Heckleine los(machen)!

    Dabei stellen Sie den Schalthebel auf Neutral/N.

    Crew: (Heck-)Leine ist los!

    Danach ist das Boot frei vom Steg.

    Schritt 1: Schalthebel auf Vorwärts bringen (Gas geben).

    Geben Sie nur wenig Gas. Der Bug dreht sich jetzt in den Steg, das Heck entfernt sich vom Steg.

    Schritt 2: In Neutral schalten (Boot ausgleiten lassen) zum spitzen Winkel (ca. 30 - 40 Grad bzw. „Kuchenstück").

    Schritt 3: Motor gerade stellen, d.h. den Lenkeinschlag nach Steuerbord zurücknehmen bzw. Ruderlage auf Mitte.

    Prüfling zur Crew: Achteraus und insgesamt frei?

    Crew prüft und bestätigt dann: Achteraus und insgesamt frei!

    Schritt 3: Einkuppeln in Rückwärtsgang.

    Schritt 4: Im spitzen Winkel vom Steg wegfahren (ca. 3 Bootslängen, sofern genug Platz ist).

    Prüfling: „Abgelegt."

    Somit ist das Manöver beendet. Danach fahren Sie übrigens (langsam) weiter rückwärts, bis Prüfer*in eine neue Anweisung gibt.

    Manöver: Kursgerechtes Aufstoppen

    Auf der Straße entspricht dieses Manöver einer Vollbremsung. Zweck und Ziel ist das Anhalten des fahrenden Bootes. Dabei soll der aktuell anliegende Kurs beibehalten werden („kursgerecht").

    Situation in der Prüfung

    Aktionen hier am Beispiel des Aufstoppens in einem stillen Gewässer:

    Boot befindet sich in Vorwärtsfahrt (Kurs recht voraus).

    Prüfer*in: Stoppen Sie das Boot kursgerecht auf!

    Prüfling: Kursgerecht Aufstoppen verstanden!

    Schritt 1: In Neutral/N schalten.

    Schritt 2: Eine Seitenpeilung an Land (querab) durchführen, bspw. eine Treppe oder einen Baum o. ä in den Blick nehmen (muss feststehend sein!). Damit prüfen Sie später, ob das Boot zum Stillstand gekommen ist.

    OceanMaster-Tipp

    Über den Bug einen Punkt fixieren während des Manövers. Das

    vereinfacht das kursgerechte „Halten" des Bootes. Am Ende an der

    Landmarke prüfen, ob das Boot vollständig zum Halt gekommen ist.

    Schritt 3: In den Rückwärtsgang schalten.

    Schritt 4: Einen gut dosierten Rückwärtsschub durchführen.

    Schritt 5: Sobald sich das Boot nicht mehr bewegt und „stromtot" steht, auf Neutral/N schalten. Achtung: Nur solange aufstoppen, bis das Boot steht, sonst beginnt man rückwärts zu fahren!

    Prüfling: Aufgestoppt!

    Somit ist das Manöver beendet.

    OceanMaster-Tipp

    Sollte das Boot sich in eine Richtung über den Bug drehen, dann in

    die Richtung lenken, in die das Boot dreht (bspw. dreht sich das

    Boot nach Steuerbord, dann steuern Sie nach Steuerbord bzw. umgekehrt).

    OceanMaster-Tipp

    Auf einem Fließgewässer bspw. dem Rhein ist das Aufstoppen

    („stromtot stellen") einfacher, da die Strömung das Boot sofort

    abbremst. Sofern man gegen den Strom fährt. Dann gibt man nur so

    viel Gas, dass das Fahrzeug auf der Stelle („stromtot") steht.

    Manöver: Wenden auf engem Raum bzw. Wenden in 3 Zügen

    In unserem Lehrbuch gehen wir von einer Wende aus, die unser Boot um 180° drehen soll. Eine Wende um 360° (wie in manchen Videos oder Büchern beschrieben) macht keinen Sinn, weil das Boot dann in die gleiche Richtung zeigt wie zuvor.

    OceanMaster-Tipp

    Wir drehen das Boot in eine Richtung. Das Manöver ist nach der

    Seite einzuleiten, in die auch der Propeller dreht (rechtsdrehender

    Propeller verlangt Einschlag nach Steuerbord). Grund ist, dass der

    Propeller in Rückwärtsfahrt entgegen der Propellerrichtung dreht

    und somit der größtmögliche Radeffekt genutzt werden kann, um

    das Boot zu wenden. Der Radeffekt beschreibt das Versetzen des

    Hecks eines Bootes durch die Drehung des Propellers.

    Um dieses Manöver durchzuführen, sollte das Boot stromtot stehen. Häufig folgt es daher auf das Manöver Aufstoppen. Für die folgenden Aktionen wird ein rechtsdrehender Propeller angenommen.

    Situation in der Prüfung

    Prüfer*in: Wenden Sie auf engem Raum bzw. in 3 Zügen!

    Prüfling: Wenden auf engem Raum bzw. Wenden in 3 Zügen verstanden!

    Prüfling: Ich wende über Steuerbord.

    Spätestens jetzt auf Neutral/N schalten. Zum Heck schauen und dabei ein Objekt in den Blick nehmen, das sich achteraus befindet, z.B. einen Steg, ein Haus o.ä. Dieses Objekt muss am Ende des Manövers recht voraus zu liegen kommen.

    Schritt 1: Voller Einschlag des Steuerruders (Steuerrades) nach Steuerbord.

    Schritt 2: Vorwärts einkuppeln. Schwung aufnehmen (Gedankenstütze: langsam 1, 2, 3 zählen, um das Boot ca. 60° drehen zu lassen. Natürlich dient dies nur als Orientierung, da nicht alle Boote gleich auf Ruderlegen reagieren).

    Schritt 3: In Neutral/N schalten.

    Schritt 4: Voller Einschlag nach Backbord.

    Schritt 5: Rückwärtsgang einlegen (Gedankenstütze: langsam 1, 2, 3 zählen, um das Boot ca. 60° drehen zu lassen).

    Achten Sie darauf, nicht zu lange in Rückwärtsfahrt zu bleiben, sonst dreht das Boot nicht mehr, sondern fährt irgendwann nur noch rückwärts. Im Zweifelsfall lieber die beiden Vorwärtsphasen etwas verlängern und die Rückwärtsphase verkürzen.

    Schritt 6: In Neutral/N schalten.

    Schritt 7: Voller Einschlag nach Steuerbord. (Gedankenstütze: langsam 1, 2, 3 zählen, um das Boot ca. 60° drehen zu lassen).

    Schritt 8: In Neutral/N schalten.

    Beobachten Sie, wie Sie sich das Boot auf Ihr Objekt zudreht. Schalten Sie bereits vor Erreichen der 180°-Drehung auf Neutral/N, da das Boot Schwung hat und sich noch etwas weiter drehen wird.

    Prüfling: Gewendet!

    Somit ist das Manöver beendet. Lassen Sie am Ende das Steuerruder bzw. Steuerrad nach Steuerbord eingeschlagen, d.h. Motor nicht gerade stellen.

    OceanMaster-Merksätze für dieses Manöver

    Immer nur lenken, wenn Sie in Neutral sind!

    Wenn Sie nach Steuerbord beginnen, enden Sie auch in Steuerbord!

    Gangwahl ist Vorwärts – Rückwärts – Vorwärts.

    Manöver: Mann / Frau / Boje über Bord

    Meistens übernehmen es, Fahrlehrer*in bzw. Instructor, die Boje über Bord zu werfen. Wir gehen hier davon aus, dass die Boje an der Backbordseite über Bord geht.

    Situation in der Prüfung

    Prüfer*in: Boje über Bord an Backbord!

    Schritt 1: SOFORT auf Neutral schalten.

    Schritt 2: SOFORT das Steuerruder bzw. Steuerrad auf die Seite einschlagen, auf der die Boje über Bord geworfen wurde, hier Backbord. Damit dreht sich das Heck weg von Boje oder Mensch im Wasser, so dass diese nicht von der Schraube erfasst werden.

    Dies ist das einzige Manöver, bei dem Sie zuerst Aktionen ausführen und dann das Manöver bestätigen. Es handelt sich schließlich um einen Notfall, der schnelles Handeln erfordert!

    Prüfling: Boje über Bord an Backbord verstanden!

    Prüfling zur Crew: Rettungsmittel auswerfen und Ausguck besetzen!

    Crew: Rettungsmittel sind ausgebracht, und Ausguck ist besetzt!

    Prüfen, ob Wind oder Strömung ist und aus welcher Richtung diese kommen. Die Boje wird stets gegen Wind und Strom aufgenommen, weil sich das Boot so besser manövrieren lässt und leichter zum Stehen kommt.

    Prüfling: Ich nehme die Boje gegen Wind und Strom auf.

    Schritt 1: Mit dem Wind und Strom wegfahren / abdrehen, da wir gegen Wind und Strom unsere Boje aufnehmen wollen. Ungefähr 3 Bootslängen Abstand zur Boje herstellen, um ein sicheres Manöver durchführen zu können.

    Schritt 2: Ruhig und mit geringer Fahrt auf die Boje zufahren (wie wenn Sie die Boje überfahren wollten). Fahren Sie nach eigenem Ermessen so auf die Boje zu, dass sie Steuerbord oder Backbord aufgenommen werden kann. Treffen Sie Ihre Entscheidung bezüglich der Seite, an der die Boje aufgenommen werden soll. Hier gehen wir davon aus, dass die Boje an der Steuerbordseite aufgenommen werden soll.

    Prüfling zur Crew: Bereitmachen für Aufnahme der Boje an Steuerbord. Crew: Aufnahme an Steuerbord verstanden (oder: Bereit zur Aufnahme an Steuerbord).

    Schritt 3: Ca. 1-2 Bootslängen vor Erreichen der Boje leicht von der Boje weglenken (nur geringer Einschlag des Steuerruders bzw. Steuerrads). Da wir an Steuerbord aufnehmen wollen, lenken wir leicht nach Backbord. Schritt 4: Kurz bevor Bugspitze und Boje auf gleicher Höhe sind, auf Neutral/N schalten. Boot ausgleiten lassen.

    Crew nimmt Boje auf und ruft: Boje ist aufgenommen an Steuerbord.

    Prüfling: Boje ist aufgenommen.

    Somit ist das Manöver beendet.

    OceanMaster-Tipp

    Dieses Manöver kündigt sich bemerkbar an, da die Prüfer*in die

    Fahrlehrer*in anweist, die Boje bereit zu machen. Die Fahrlehrer*in

    geht i. d. R. zu der Seite des Bootes, an der die Boje in das Wasser

    eingebracht (geworfen) wird.

    Manöver: Steuern nach Schifffahrtszeichen oder Landmarken

    Bei diesem Manöver geben Ihnen Prüfer*in vor, wohin Sie das Schiff steuern sollen. Hierzu wird Ihnen das Objekt genannt, auf das Sie das Schiff ausrichten sollen, z.B. die Hafenaus- oder -einfahrt, ein Boot im Hafen, einen Steg, eine Spiere usw. Generell kommen für dieses Steuermanöver alle Seezeichen und Landmarken in Frage.

    Situation in der Prüfung

    Prüfer*in: Kurs Hafenausfahrt!

    Prüfling: Kurs Hafenausfahrt verstanden!

    Schritt 1: Lenken Sie auf die Hafenausfahrt zu. Steuern Sie dazu nach Backbord oder Steuerbord so, dass Sie die gewünschte Richtung auf kürzest möglichem Weg erreichen. Falls ein Drehen auf dem kürzesten Weg nicht möglich ist, weil es wegen anderer Boote oder Hindernisse zu eng ist, erläutern Sie dies ggf. auf Nachfrage von Prüfer*in.

    Prüfling nach Erreichen der gewünschten Richtung: Kurs Hafenausfahrt liegt an.

    Somit ist das Manöver beendet.

    Manöver: Anlegen

    In unserem Beispiel gehen wir davon aus, dass wir am gleichen Steg, an dem wir abgelegt haben, längsseits an der Steuerbordseite wieder anlegen. Häufig ist dies das letzte Manöver der Prüfung.

    Situation in der Prüfung

    Prüfer*in: Anlegen!

    Prüfling: Anlegen verstanden!

    Prüfling zur Crew: Bereitmachen zum Anlegen an Steuerbordseite.

    Crew: Bereit.

    Schritt 1: Auf den Steg in spitzem Winkel zufahren. Fahren Sie langsam, dann haben Sie genügend Zeit für die folgenden Lenkbewegungen!

    OceanMaster-Tipp

    Ca. 30 bis 40 Grad oder ein schönes „Kuchenstück"

    als Winkel nehmen!

    Schritt 2: Kurz vor dem Steg weglenken nach Backbord (also maximal weg vom Steg lenken). Der Bug dreht nach Backbord, als würden Sie wieder vom Steg wegfahren. Wenn Sie dies zu spät durchführen, kann der Bug den Steg rammen.

    Schritt 3: In Neutral/N schalten. Ganz kurz warten, bis der Bug sich etwas gedreht hat.

    Schritt 4: Hart Steuerbord lenken bis zum Anschlag (immer in Richtung Steg).

    Schritt 5: Dosiert in den Rückwärtsgang schalten (ähnlich wie bei Aufstoppen). Damit bewegt sich das Heck auf den Steg zu, und Sie holen das Boot mit seinem Aufstoppverhalten an den Steg heran. Bleiben Sie nicht zu lange in Rückwärtsfahrt, sonst dreht sich der Bug vom Steg weg. Ganz wichtig!!!

    Schritt 6: In Neutral/N schalten, sobald das Boot parallel am Steg liegt.

    Prüfling zur Crew: Heckleine festmachen!

    Crew: (Heck-)Leine ist fest!

    Prüfling: Angelegt!

    In der Regel übernehmen es Fahrlehrer*in bzw. Instructor, die Heckleine an einer Klampe festzumachen oder das Boot mit dem Bootshaken kurz am Steg festzuhalten. Oft wird erwartet, dass Sie mit dem Anlegemanöver so nah an den Steg kommen, dass Fahrlehrer*in bzw. Instructor diesen mit der ausgestreckten Hand (ohne Zuhilfenahme des Bootshakens) erreichen.

    Somit ist das Manöver beendet.

    OceanMaster-Tipp

    Die Lenk- und Schaltaktivitäten sind:

    Links – Neutral – Rechts – Zurück

    Die Anfangsbuchstaben sind wie im Alphabet aufgereiht!

    Die folgenden beiden Manöver müssen Sie nur zeigen, wenn Sie die SBF-See-Prüfung ablegen. Wenn Sie mit dem Gedanken spielen, nach der SBF-Binnen-Prüfung später auch noch den Sportbootführerschein See zu machen, sollten Sie überlegen, ob Sie sich gleichzeitig praktisch für SBF-Binnen und -See prüfen lassen wollen. Es kommen lediglich zwei Manöver dazu, und Sie müssen dann nur an einem Prüfungstermin auf das Boot. Die theoretische SBF-See-Prüfung können Sie dann innerhalb eines Jahres ergänzen.

    Manöver: Steuern / Kurs fahren nach Kompass (SBF-See)

    Merke: Prüfer*in kann Vorgabe in Grad (z.B. 090 Grad) oder Himmelsrichtung (z.B. Nord) machen. Wichtig ist, dass Sie den kürzesten Weg zur Kursänderung steuern. Falls dies aus Platzmangel nicht geht, müssen Sie Ihre Entscheidung, den längeren Weg zu nehmen, ggf. begründen.

    Situation in der Prüfung

    Aktionen hier im Beispiel mit Grad-Vorgabe:

    Prüfer*in: Fahren Sie Kurs Null-Neun-Null (090 Grad)!

    Prüfling: Kurs Null-Neun-Null verstanden!

    Schritt 1: Boot auf kürzestem Weg in die gewünschte Richtung steuern und in dieser Richtung weiter recht voraus fahren.

    Prüfling, wenn Kurs auf Kompass anliegt: Kurs Null-Neun-Null liegt an.

    Das Manöver ist somit beendet.

    Manöver: Einfache / Kreuzpeilung mit Handkompass (SBF-See)

    Dieses Manöver wird manchmal nur durchgesprochen und nicht während der Prüfung an Bord durchgeführt. Der Ablauf ist jedoch identisch. Es dient der Schiffsortbestimmung. Es ist für die Prüfung ausreichend, über zwei feststehende Objekte zu peilen.

    Situation in der Prüfung

    Prüfer*in: Führen Sie eine (Kreuz-)Peilung mit Handpeilkompass durch!

    Prüfling: Peilung durchführen verstanden!

    Schritt 1: Wählen Sie jetzt je nach Vorgabe zwei feststehende Landmarken aus, die auf einer Seekarte eingezeichnet wären, z.B. Tonnen, Spieren, Pegel, Kirchtürme etc. Idealerweise sollten die beiden Landmarken in einem Winkel von 90° zueinander liegen.

    Prüfling: Ich peile die grün-weiße Spiere auf Backbordseite und den Kirchturm recht voraus.

    Schritt 2: Handpeilkompass vor das Auge halten und kurz warten, bis die Nadel sich beruhigt hat. Dann die Gradzahl ablesen.

    Prüfling: Peilung grün-weiße Spiere 018 Grad.

    Schritt 3: Wiederholen der Peilung für 2. Landmarke.

    Prüfling: Peilung Kirchturm 131 Grad.

    Prüfer*in: Können Sie den Kurs in die Seekarte eintragen?

    Prüfling: Nein. Die Peilung muss noch mit Ablenkung und Missweisung beschickt werden.

    Das Manöver ist somit beendet.

    Sollte die Frage aufkommen, was mit Ablenkung und Missweisung gemeint ist, so sei auf die theoretische SBF-See-Prüfung verwiesen, wo dies ausgiebig behandelt wird. Hier nur kurz Folgendes dazu. Die Ablenkung bezeichnet den Bootsmagnetismus, also Metallteile an Bord, die die Kompassanzeige verfälschen. Halten Sie während der Peilung keine Metallteile in Kompassnähe (Smartphone, Sonnenbrille mit Metallgestell usw.)! Die Ablenkung wird über eine Deviationstabelle des Bootes (falls eine solche vorliegt) berücksichtigt.

    Die Missweisung gibt die Abweichung zwischen der Kompassanzeige und der Nordrichtung auf der Seekarte an. Der Kompass zeigt nämlich streng genommen zum magnetischen (Süd-)Pol und nicht zum geografischen Nordpol. Außerdem sind die Magnetfeldlinien der Erde gekrümmt, und diese Krümmung ändert sich auch noch im Laufe der Zeit. Auch der Magnetpol selbst wandert im Laufe der Jahre. In letzter Zeit scheint sich diese Wanderung beschleunigt zu haben.² All dies korrigiert die Missweisung, die auf der Seekarte angegeben ist. Die Korrekturformeln lauten:

    Magnetkompasskurs (MgK)

    + Ablenkung (Abl)

    = missweisender Kurs (mwK)

    + Missweisung (Mw)

    = rechtweisender Kurs (rwK)

    Damit sollten Sie für alle Nachfragen von Prüfer*in gerüstet sein.

    OceanMaster-Tipp

    Die Ablenkung ist bei Handkompasspeilung in der Regel 0 Grad.

    Die ausgewählten Objekte an Land sollten in zeitlich kurzem Abstand nacheinander gepeilt werden, da das Boot weiterläuft und sich somit die Peilwinkel verändern.

    Je näher das Peilobjekt zum Boot steht, desto genauer ist der ermittelte Schiffsstandort ermittelbar.

    Die gepeilten Objekte sollten idealerweise möglichst in einem rechten Winkel zu einander stehen.

    Weitere Manöver

    Eigentlich gehört das Anlegen einer Rettungsweste zu den Pflichtmanövern. Allerdings wird dies in der Prüfung sehr selten geprüft. Persönlich sind wir der Meinung, dass es zur Ausbildung unbedingt dazu gehört, da es im Ernstfall Leben retten kann. Einfach mal in der Fahrstunde kurz zeigen lassen. Manchmal legen die Prüflinge bereits am Steg vor Prüfungsbeginn die Rettungswesten an.

    Ausbringen des Ankers ist ebenfalls kein Pflichtmanöver. Auch hier schauen, wo überhaupt der Anker im Boot liegt und wie man diesen ausbringt!

    Kommandos

    OceanMaster-Tipp

    Alle Kommandos sind wichtig und sollten

    klar und deutlich ausgesprochen werden.

    Dies macht die Prüfung einfacher, aber auch später (nach dem Bestehen der Prüfung) sind eindeutige und klar ausgegebene Kommandos durch Sie als Schiffsführer*in für die Crew die beste Option, um das Boot sicher führen zu können.

    Schallsignale

    In der Prüfung kommen in der Regel nur wenige Schallsignale vor. Meist reicht den Prüfer*innen aus, dass diese richtig benannt werden. Somit sind diese nicht zu geben.

    Die wichtigsten Schallsignale sind:

    Weitere Schallsignale sind:³

    Die kurzen und die lange Schallsignale kommen oft in Kombination vor.

    Realistischerweise können in der praktischen Prüfung lediglich folgende Schallsignale zur Anwendung kommen:

    Knoten

    Ein weiterer Teil der praktischen Prüfung sind 10 Knoten. Sie müssen von 7 geforderten Knoten mindestens 6 sicher zeigen und kurz mit ihrem Zweck erläutern können. Um Stress aus der Prüfungssituation zu nehmen, empfehlen wir aber dringend, dass Sie alle 10 Knoten so oft üben, bis Sie diese sicher beherrschen!

    Wir werden diese 10 Knoten hier beschreiben, aber verweisen auch auf die Videos im YouTube-Kanal OceanMaster.⁴ Dort können Sie in aller Ruhe und so oft sie möchten die Knoten erlernen. Für alle, denen die Abspielgeschwindigkeit zu hoch ist, gibt es hier noch einen Praxistipp. Auf YouTube können Sie (wenn das Video aufgerufen ist und läuft) unter Einstellungen (Zahnradsymbol) die sog. Wiedergabegeschwindigkeit ändern. Diese ist in einer Spreizung von 0,25 bis 2 veränderbar. Bei der langsamsten Einstellung 0,25 ist die Abspielgeschwindigkeit nur ein Viertel des Originalvideos. Bei einer Einstellung von 2 verdoppeln Sie die Abspielgeschwindigkeit im Vergleich zur Originalaufnahme.

    Hier ein paar Grundbegriffe:

    Tampen bezeichnet ein kurzes Stück Tauwerk (Laienbezeichnung: Seil) bzw. die Enden einer Leine (seemännisch eines Endes).

    Bucht bezeichnet eine Schleife in einer Leine, bei der sich die Ende nicht kreuzen.

    Auge bezeichnet eine einfache Tauwerksschlinge, die der Ausgangspunkt vieler Knoten ist. Bei einem Augen überkreuzen sich die Enden im Gegensatz zu einer Bucht.

    Klampe bezeichnet eine Vorrichtung zum Befestigen von Leinen (Tauwerk). Eine Klampe hat zwei gegenüberliegende Hörner, um welche die Leine im Wechsel geschlagen wird.

    OceanMaster-Hinweis

    Knoten sind in der Prüfung

    und in der täglichen Bootspraxis unabdingbar!

    Knoten lernen ist eine Fleißaufgabe!

    Wiederholung nimmt die Unsicherheit!

    Wer beim Stecken der Knoten in der Prüfung versagt, hat in der

    Regel keine Chance die Prüfung zu bestehen!

    Üben Sie mit den Tampen das Stecken der Knoten regelmäßig!

    Achtknoten

    Der Achtknoten kommt an den Tampen zum Einsatz. Durch das Setzen von einem Achtknoten wird das Leinen- oder Seilende verdickt und so das Ausrauschen von Leinen, Schoten oder Fallen verhindert. Ausrauschen bedeutet, dass ein Seil durch eine Öse gezogen wird und dann hinterher wieder eingefädelt werden muss. Jede Schot auf einem Segelboot wird am Ende mit einem Achtknoten gesichert. Auch nach starker Belastung lässt sich der Achtknoten leicht wieder lösen.

    Kreuzknoten

    Der Kreuzknoten dient zum Verbinden von zwei gleich starken Leinen aus demselben Material. Beim Kreuzknoten handelt es sich um zwei halbe Knoten oder auch zwei Überhandknoten mit entgegengesetzter Orientierung: also rechts über links und dann links über rechts. Wobei nicht wichtig ist, mit welcher Richtung begonnen wird.

    Schotstek

    Der Schotstek eignet sich zum Verbinden zweier Leinen unterschiedlicher Stärke oder verschiedener Steifheit bei verschiedenem Material.

    Doppelter Schotstek

    Mit dem doppelten Schotstek kann man zwei ungleich starke Leinen auch bei glattem Tauwerk sicher miteinander verbinden.

    Stopperstek

    Der Stopperstek dient z.B. zum Anstecken etwa der Vorleine an einer Schlepptrosse. Diese Verbindung hält nur, solange Kraft in Zugrichtung darauf aufgebracht wird.

    Der Stopperstek gehört zur Kategorie der Klemmknoten. Diese befestigen eine Leine an einer stehenden Leine so, dass sie sich bei Zug selbst blockieren.

    Der Stopperstek erzielt in Zugrichtung eine stoppende Wirkung und kann in die entgegengesetzte Richtung verschoben werden. Im Gegensatz zu anderen Knoten kann der Stopperstek auch eingesetzt werden, wenn die dickere Leine bereits unter Spannung steht. Wirkt Belastung oder Spannung auf den Knoten zieht er sich zu. Lässt die Spannung nach, lockert sich der Knoten wieder und kann verschoben werden. Wird durch einen zusätzlichen Törn seitliche Belastung auf den Stopperstek ausgeübt, blockiert er in diese Richtung und lässt sich in die gegenläufige Richtung verschieben. Der Stopperstek wird insbesondere beim Abschleppen von Booten eingesetzt. Durch den Stopperstek wird die eigene Leine mit der Schlepptrosse verknotet. Die Schleppleine wird immer vom Schlepper an das zu schleppende Schiff übergeben.

    Webeleinstek

    Häufig wird der Webeleinenstek genutzt, um Fender mit den Tampen (Seilende) an der Reling des Bootes oder Schiffes zu befestigen. Der Webeleinstek wird auch als Fenderknoten bezeichnet.¹⁰

    Webleinstek auf Slip

    Zur Befestigung von Fendern an der Reling mit der Möglichkeit des schnellen Lösens wird häufig der Webeleinstek auf Slip verwendet. Zuerst wird die Leine des Fenders um die Reling gelegt und die für die Anlegestelle richtige Höhe des Fenders eingestellt. Die Leine wird ganz um die Reling geführt und so zum Rundtörn. Nach dem zweiten Rundtörn wird das Leinenende auf Slip gelegt.

    Rundtörn mit zwei halben Schlägen

    Der Rundtörn mit zwei halben Schlägen dient bspw. zum Festmachen an einem Ring oder einer Stange. Der Knoten lässt sich unter Zug lösen und stecken.¹¹

    Palstek

    Der Palstek stellt ein Auge her, das sich unter Belastung nicht zuzieht. Die wichtigsten Eigenschaften des Palsteks sind, dass die Schlaufen sich auch bei wechselnden Belastungen nicht zuziehen oder vergrößern und dass sie beliebig groß sein können. Das Auge (auch Schlaufe genannt) des Palsteks kann man beispielsweise über einen Poller oder über Dalben legen. Er eignet sich auch, um zwei Leinen miteinander zu verbinden. Oder er kann einer Person zugeworfen weder, die über Bord gegangen ist, damit sich die Person daran festhalten kann. Da der Palstek sich nicht zuzieht, kann er auch leicht wieder bspw. von einem Poller heruntergenommen werden.¹²

    Belegen einer Klampe mit Kopfschlag

    Belegen einer Klampe bedeutet das Festmachen von Tauwerk an einer dafür geeigneten Vorrichtung. Die Klampe ist ein zweiarmiger Beschlag aus Holz, Kunststoff oder Metall. Zum Belegen einer Klampe wird die Leine, der Zugrichtung entgegengesetzt, um die Klampe herumgeführt. Dann wird die Leine zwei- bis viermal kreuzweise um die Klampe gelegt. Abschließend erfolgt

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