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Lehre.Lernen.Digital: Jahrgang 3, 2022 Ausgabe 2
Lehre.Lernen.Digital: Jahrgang 3, 2022 Ausgabe 2
Lehre.Lernen.Digital: Jahrgang 3, 2022 Ausgabe 2
eBook130 Seiten1 Stunde

Lehre.Lernen.Digital: Jahrgang 3, 2022 Ausgabe 2

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Über dieses E-Book

Mit der Transformation der Digitalisierung in allen Lebensbereichen kommt auch einer zeitgemäßen und auf die heutige Schüler- und Studierendengeneration zugeschnittenen Lehre eine besondere Bedeutung zu.
Die Digitalisierung hat längst Einzug in die Seminarräume sowie Lehr- und Hörsäle der Bildungseinrichtungen gehalten. Zugegeben fehlt es vielerorts nicht nur an den technischen Voraussetzungen, sondern nach wie vor sind Fragen zu Lehrdeputaten, mediendidaktischen Beratungsangeboten und strategischen Verankerungen nicht oder nur unzureichend beantwortet.
Die größten Hemmnisse für die Etablierung lehr- und lernbegünstigender digitaler Settings tragen jedoch noch die Lehrenden selbst in sich. Sie müssen sich in ihrem Berufsleben täglich den Herausforderungen der Digitalisierung stellen, ganz unabhängig davon, in welchem Bildungszweig sie tätig sind und welche Unterstützung sie dabei erfahren.
Insbesondere die Heraus- und Weiterbildung für das gesamte Leben so wichtiger digitaler Kompetenzen und insbesondere für die Lehre relevanter Medienkompetenzen braucht das integrative Zusammenspiel von Wissenschaft und Praxis und einen Raum bzw. ein Medium, in dem ein Austausch und Diskurs möglich sind.
»Lehre. Lernen. Digital!« ist eine unabhängige und interdisziplinäre Zeitschrift insbesondere für digitale Mediendidaktik.
Sie erscheint halbjährlich in gedruckter, aber auch digitaler Form. In ihr kommen Autorinnen und Autoren aus der Wissenschaft und Praxis fachlich übergreifend zu Wort.
Die Fachbeiträge in der Zeitschrift sollen Neugierde wecken, zum Nachdenken, Nachahmen und zu fachlichen Diskursen anregen.
Das Herausgeberteam lädt Sie ein, sich aktiv an den Diskussionen zu beteiligen und die Leserschaft, getreu dem Motto: gemeinsam einen Schritt weiter, an Ihren Erkenntnissen und Erfahrungen teilhaben zu lassen.
SpracheDeutsch
Erscheinungsdatum10. Okt. 2022
ISBN9783866767669
Lehre.Lernen.Digital: Jahrgang 3, 2022 Ausgabe 2
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    Buchvorschau

    Lehre.Lernen.Digital - Verlag für Polizeiwissenschaft

    POSITIONSPAPIER 01/2022

    zum Blended-Learning an den Hochschulen für den öffentlichen Dienst (HöD)

    Erarbeitet vom Forscherteam „Blended-Learning" der Hochschulen für den öffentlichen Dienst¹, unterstützt vom Präsidium der Rektorenkonferenz der Hochschulen für den öffentlichen Dienst ²

    Auf der diesjährigen Rektorenkonferenz (RK) wurde erstmals auch ein Positionspapier³ verabschiedet, das sich mit der Situation der digitalen Lehre beschäftigt. Die Rektorenkonferenz sah dabei die Notwendigkeit, auf zentrale Entwicklungen und Erfolge hinzuweisen, weil sich zunehmend Stimmen vermehrt haben, die eine komplette Rückkehr zur analogen Lehre wie vor der Coronakrise erwarten.

    In diesem Positionspapier wird neben den Erfolgen der digitalen Lehre auch die Zielsetzung eines neuen „Blended-Learning-Konzepts" hervorgehoben. Es geht also um eine moderne Mischung aus digitalen und analogen Lehranteilen. Um jedoch zu einer solchen modernen Mischung der Lehre zu kommen, müssen nicht nur die Träger, sondern auch die Praxis davon überzeugt werden, dass dieses Konzept das der Zukunft ist.

    Insofern richtet sich das Positionspapier an alle Träger und politisch Verantwortlichen, die sich den großen Chancen der digitalen Lehre und des Blended-Learnings nicht verschließen dürfen und die den in der Pandemie eingeleiteten Prozess einer nachhaltigen digitalen Modernisierung der Aus- und Weiterbildung an den HöD offensiv fördern, begleiten und auch einfordern müssen:

    „Die RK HöD begrüßt die verschiedenen und umfangreichen Initiativen der Digitalisierung an den Hochschulen für den öffentlichen Dienst. Digitale Lehrangebote sind eine wertvolle Ergänzung und Bereicherung der bewährten Lehrmethoden, aber kein Ersatz der traditionellen Präsenzlehre.

    Die Lehrenden der Hochschulen für den öffentlichen Dienst haben im Frühjahr 2020 unmittelbar, flächendeckend und fächerübergreifend ein digitales Angebot zur Sicherstellung des Lehrbetriebs umgesetzt und damit die lücken-lose Durchführung der Lehrveranstaltungen und der Prüfungen in dieser schwierigen Notsituation gewährleistet. Diese hervorragende Leistung ist in besonderer Weise nochmals hervorzuheben und zu würdigen.

    Durch diese Erfahrungen und Weiterentwicklungen der Lehre in unterschiedlichsten Bereichen sind in den letzten zwei Jahren der Pandemie digitale Formate entstanden, die weit über den Notbetrieb hinausgehen und neue Perspektiven für eine moderne, zukunftsorientierte Lehre im Sinne eines „Blended-Learnings" aufgezeigt haben.

    Die RK HöD weist in diesem Zusammenhang auf wichtige Spezifika in der Lehre an den HöD hin:

    Die besondere Rolle der persönlichen Begleitung und der guten Betreuungsrelation zwischen Lehrenden und Studierenden,

    die Vernetzung der Studierenden untereinander, die später im Berufsleben zu einer starken Bindung an den öffentlichen Dienst und die jeweiligen Träger führt, sowie

    die große wissenschaftsbasierte Praxisorientierung der Lehre, aber auch der Studierenden, insbesondere bei der Polizei.

    Diese Spezifika und gerade für die Praxis so wichtigen Faktoren, wie Persönlichkeitsbildung, Sozialkompetenz, Sozialverhalten oder Betriebstreue werden durch den integrativen Einsatz digitaler Instrumente und Techniken zusätzlich befördert und ergänzt. Studium und Lehre sind in diesem Sinne noch stärker dahingehend zu flexibilisieren, dass die Studierenden mit intensiver Begleitung durch die Lehrenden selbstgesteuert, selbstverantwortlich und selbstbestimmt ihren Studienerfolg entwickeln können.

    Nicht zuletzt aufgrund dieser umfangreichen und großen Chancen für eine moderne Lehre empfiehlt die RK HöD allen Mitgliedshochschulen, nicht wieder in die Ausgangssituation vor der Pandemie zurückzukehren, sondern eigene moderne und auf die jeweiligen Bedürfnisse zugeschnittene Strategien des Blended-Learnings zu erstellen und umzusetzen.

    Um die großen grundsätzlichen, aber auch konkreten Chancen der Verbindung zwischen digitaler Lehre und der Präsenzlehre wahrnehmen zu können, ist eine entsprechende rechtliche, institutionelle und infrastrukturelle Mindestausstattung notwendig. Zudem müssen mediendidaktische Konzepte als integrale Bestandteile entwickelt werden. Insofern haben die Träger der jeweiligen Hochschulen die notwendige Infrastruktur zur Umsetzung des Blended-Learnings finanziell und organisatorisch abzusichern. Dass im digitalen Bereich nicht unerhebliche Investitionen auch im gesamten infrastrukturellen Bereich der Hochschulen (z.B. digitaler Campus, digitale Grundausstattung, Bibliotheken, Homeoffice-Möglichkeiten oder Digitalisierung von Materialien) erforderlich sind, ist ein zentraler Baustein für die nachhaltige Modernisierung der Hochschulen und auch der Lehre insgesamt.

    Auf der anderen Seite darf die Umsetzung eines modernen Blended-Learnings nicht dazu führen, dass der Einsatz digitaler Elemente in der Lehre vorrangig auf die Erschließung zusätzlicher Spareffekte abzielt, z.B. durch die Standardisierung von Lehrveranstaltungen. Das würde den o.g. Qualitätskriterien und auch den speziellen Anforderungen der Praxis diametral widersprechen.

    Die Lehrverpflichtungsverordnungen der Bundesländer bilden bislang den Aufwand digitaler Lehre nur ungenügend ab. Daher ist den Lehrenden ein mitunter deutlicher Mehraufwand für didaktische, persönliche und mediale Lehrprojekte auf das Deputat anzurechnen. Gleiches gilt auch für die Umsetzung des Blended-Learnings. Die Implementierung von Blended-Learning erfordert neben technischen Kenntnissen auch mediendidaktische Kompetenzen. Den Hochschulangehörigen muss daher ein umfassendes Angebot an Workshops, Schulungen und Beratung bereitgestellt werden.

    Auf der Ebene der Hochschulen für den öffentlichen Dienst wird eine dauerhaft eingerichtete Arbeitsgruppe eingesetzt, um den Transformationsprozess, die nachhaltige Weiterentwicklung der digitalen Instrumente und des Blended-Learnings sowie den wissenschaftlichen, konzeptionellen und technologischen Austausch zwischen den Hochschulen zu gewährleisten.

    Die RK HöD appelliert deshalb an alle Träger und politisch Verantwortlichen sich den großen Chancen der digitalen Lehre und des Blended-Learnings nicht zu verschließen und den in der Pandemie eingeleiteten Prozess einer nachhaltigen digitalen Modernisierung der Aus- und Weiterbildung an den HöD offensiv zu fördern, zu begleiten und auch einzufordern."

    ¹Dr. Jürgen Stember, Professor für Verwaltungswissenschaften am Fachbereich Verwaltungswissenschaften der Hochschule Harz in Sachsen-Anhalt; Dr, Heike Papenheim-Tockhorn, Professorin für Public Management an der Hochschule für Angewandte Wissenschaften Hamburg; Dr. Waltraud Nolden, Rechtsprofessor an der Fachhochschule Polizei Sachsen-Anhalt; Dr. Steffen Bug, Professor für Informationstechnik an der Hessischen Hochschule für öffentliches Management und Sicherheit; Dr. Luise Greuel, Professorin am Institut für Polizei- und Sicherheitsforschung an der Hochschule für Öffentliche Verwaltung in Bremen; Dr. Wiebke Kaiser, Rechtsprofessorin an der Hochschule für Öffentliche Verwaltung in Bremen; Dr. Martina Eckert, Sozialpsychologin und Professorin an der Hochschule für Polizei und öffentliche Verwaltung NRW; Dr. Joachim Beck, Professor für Verwaltungsmanagement und hauptamtlicher Rektor der Hochschule Kehl.

    ²Dr. Jürgen Stember seit 2019 Präsident der Rektorenkonferenz der Hochschulen für den öffentlichen Dienst, Ko-Herausgeber der Schriftenreihe „Schriften des Praxis- und Forschungsnetzwerks der Hochschulen für den Öffentlichen Dienst".

    ³Auch eingestellt im Internet: http://www.rkhoed.de/positionspapiere/ (Tag der Abfrage: 19.6.2022).

    Qualität in der Lehre steigern:

    Projekt „Fallbearbeitung 3E" im Verwaltungsstudium an der Hochschule Osnabrück

    Prof. Dr. Andreas Lasar¹; Svenja Gödecke, M.A.²; Saskia Ehlers, B.A. ³, Hochschule Osnabrück

    Im Studiengang „Öffentliche Verwaltung (B.A.) an der Hochschule Osnabrück wird seit 2019 das Projekt „Qualität Plus durchgeführt. Durch ein Peer-Tutoring-Programm, den Aufbau einer digitalen Falldatenbank sowie durch Blended Learning soll der für die Berufspraxis notwendige Aufbau von Kompetenzen in der Bearbeitung juristischer Fälle unterstützt werden. Es zeichnet sich zum Ende des Projekts ab, dass durch die Umsetzung der Maßnahmen und insbesondere deren Verzahnung untereinander wichtige Impulse zur nachhaltigen Förderung des Studienerfolgs gegeben werden konnten.

    Einführung

    Der sechssemestrige Studiengang Öffentliche Verwaltung (B.A.) an der Hochschule Osnabrück (HS) ist auf eine Tätigkeit in der Laufbahngruppe 2 - Einstiegsamt 1 der Fachrichtung Allgemeine Dienste ausgerichtet. Ein Großteil der Inhalte sind Rechtswissenschaften und -anwendung. Ein Studium ist mit oder ohne Kooperationspartner*in möglich. Ein Teil der Studierenden hat vor Studienbeginn bereits eine Ausbildung oder ein einschlägiges Fachabitur im Verwaltungsbereich absolviert, während andere Anfänger*innen direkt nach dem Abitur und ohne jegliche Rechtskenntnisse das Studium beginnen.

    Der Studiengang weist eine enge Theorie-Praxis-Verzahnung auf. Die Studierenden werden als Generalist*innen praxisbezogen ausgebildet, sodass sie nach dem Studium in der Lage sind, sich in verschiedenen, auch unbekannten, Sachverhalten und Tätigkeitsbereichen zurechtzufinden. Dafür notwendige Kompetenzen werden insbesondere erlangt, indem während des Studiums praxisbezogene Fälle in Form juristischer Gutachten gelöst werden. Hierbei steigt der Schwierigkeitsgrad und der Umfang der zu bearbeitenden Fälle von Semester zu Semester an. Die Fallbearbeitung stellt die wichtigste Lehr-/Lernform des Studiengangs dar.

    Eine besondere Herausforderung liegt in

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