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Glücksritter: Ein Schlachtplan gegen Inflation und Strafzinsen
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eBook209 Seiten2 Stunden

Glücksritter: Ein Schlachtplan gegen Inflation und Strafzinsen

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Über dieses E-Book

In diesem Buch geht es um Tipps für einen entspannten Vermögensaufbau ohne schlaflose Nächte.
Weiterhin möchte ich etwas Angst nehmen, wenn es darum geht Gelder vom Sparbuch oder Tagesgeldkonto abzuziehen, um
diese dann in alternative Anlageformen wie Fonds, ETFs oder auch Aktien zu investieren.
Letztlich geht es hier nicht um das wilde Spekulieren, um möglichst schnell zu Reichtum zu gelangen, sondern vielmehr
darum, die Inflation und die inzwischen fälligen Strafzinsen der Banken auszugleichen, sowie noch etwas Rendite darüber hinaus zu erwirtschaften.
SpracheDeutsch
Herausgebertredition
Erscheinungsdatum21. Dez. 2021
ISBN9783347512702
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    Buchvorschau

    Glücksritter - Christoph Diehl

    WARUM „ GLÜCKSRITTER"?

    Das Streben nach Glück, auch im Sinne von Zufriedenheit, ist wohl eine der Hauptantriebsfedern des menschlichen Daseins. Die Definition des persönlichen Glücks ist recht unterschiedlich und wenn Sie Ihr Glücksempfinden hauptsächlich an der Höhe Ihres Einkommens oder Vermögens bemessen, ist dieses Buch vielleicht doch nicht das Richtige.

    Eine finanzielle Unabhängigkeit im Sinne eines Ausbleibens finanzieller Sorgen ist aber allen Menschen eigen und elementar für das persönliche Wohlbefinden. Finanzielle Probleme machen unglücklich und manchmal auch krank.

    Nun werden Sie die Inflation und die inzwischen fälligen Strafzinsen für Bankguthaben hoffentlich nicht gleich in finanzielle Schwierigkeiten bringen, aber es macht Sie vielleicht doch unglücklich, wenn Sie künftig auf Ihrem Kontoauszug sehen, dass Ihr Guthaben immer weniger wird, obwohl Sie selbst davon gar nichts ausgegeben haben.

    Dieses Buch soll Ihrem Glück etwas auf die Sprünge helfen, Sie vor Kapitalverlust im Sinne von Geldentwertung bewahren und Ihr Kapital sogar noch deutlich mehren.

    Geld auf Ihrem Girokonto, Tagesgeldkonto oder auf dem Sparbuch zu verwahren, ist der Weg des geringsten Widerstands und verspricht die höchste Sicherheit, aber führt nun mal auch zu Vermögensverlust.

    Hier sind etwas ritterlicher Mut gefragt und die richtigen „Waffen" (Werkzeuge), um sich an alternative Geldanlagen heranzuwagen. Manchmal ist auch eine Rüstung erforderlich, an der Sie Kursschwankungen abprallen lassen können.

    Etwas Ritterlichkeit im Sinne ethisch-moralischen Handels ist ebenfalls wünschenswert und anzustreben. Dazu aber im Buch noch etwas mehr.

    Ein weiterer Grund für „Glücksritter" ist auch einer meiner Lieblingsfilme, der zur Weihnachtszeit für mich einfach obligatorisch ist.

    In dem Film Die Glücksritter (Original: Trading Places) schließen die Protagonisten Louis Winthorpe (Dan Aykroyd) und Billy Ray Valentine (Eddie Murphy) eine Wette gegen ihre Kontrahenten, die Börsenmakler Gebrüder Randolph und Mortimer Duke, ab und wollen herausfinden, ob sie selbst steinreich werden können, und die Gebrüder Duke gleichzeitig bettelarm zu machen?

    Am Ende gewinnen die beiden Protagonisten natürlich diese Wette, um anschließend im Reichtum zu schwelgen und gleichzeitig die Brüder Duke in bittere Armut zu schicken.

    Hier soll es für Sie nun selbstverständlich nicht um die Frage nach „steinreich oder „bettelarm gehen, sondern vielmehr um das entspannte, wohltemperierte Investieren und nicht um das nervenaufreibende Spekulieren.

    Ich kann allerdings auch nicht ausschließen, dass Sie zu Reichtum gelangen. Das hängt ganz entscheidend davon ab, für welchen Weg Sie sich am Ende entscheiden.

    Schlagen Sie den stressfreien, eher sicheren Pfad über z. B. Fonds und ETFs ein oder wagen Sie sich weiter vor und gehen den Weg eines Traders, der sich viel kümmern und stets eigene Entscheidungen treffen möchte. Dann werden Sie sich umfassend mit Aktien, Kryptowährungen oder Derivaten befassen müssen. Der letztere Weg ist schließlich derjenige, der Ihnen durchaus zu großem Reichtum verhelfen kann. Ein großer Vermögensverlust, sowie ein hoher Stressfaktor sind hierbei allerdings auch nicht ausgeschlossen und ohne das berühmte Quäntchen Glück wird es schwer.

    Nur Sie können für sich entscheiden, wie ausgewogen Ihr Verhältnis von Sicherheit und Risiko sein soll.

    Allein das Lesen eines Buches wird Sie aber ohnehin nicht vermögend machen. Sie müssen irgendwann selbstverständlich auch Entscheidungen treffen und aktiv handeln!

    Der Film Die Glücksritter ist letztlich eine Parodie auf Reichtum, Machtgier und Vorurteile aller Art. Was hier komödiantisch aufbereitet wird, spiegelt das Geschäft an den Börsen dieser Welt recht anschaulich wider und zeigt auf, wie dicht Triumph und Niederlage beieinanderliegen können. Zumindest dann, wenn man sehr risikofreudig ist und alles auf eine Karte setzt.

    An diesem grundsätzlichen Prinzip hat sich eigentlich bis heute nichts geändert, nur die Bandbreite der Anlageformen, der Wettgeschäfte und der technischen Möglichkeiten des Handelns hat ein Ausmaß angenommen, das auch für Experten in Gänze kaum zu durchschauen ist.

    Der Film ist aus dem Jahre 1983. Einer Zeit, in der an der Börse noch physisch, durch für Laien aberwitzige Verrenkungen und wilde Gesten, Aktien und Kontrakte gekauft und verkauft wurden.

    Und all das ganz ohne Internet, Apps, Bitcoins, CFDs, Smartphones, Hochfrequenzhandel usw.!

    Ich selbst durfte damals im Zuge meiner Ausbildung - als das Thema Geldanlage und Aktienmärkte dran war - mal einen Blick auf das gerade frisch renovierte Frankfurter Börsenparkett wagen. Ein Jahr zuvor (1988) wurde gerade der Aktienindex DAX eingeführt und kurz nach meinem Besuch (Oktober 1989) gab es auch gleich den ersten heftigen Crash im DAX („Schwarzer Montag").

    Ein Zusammenhang mit meinem vorherigen Besuch ließ sich glücklicherweise nicht nachweisen.

    Ich empfand den Besuch als echte Bereicherung, aber augenscheinlich war es auch viel zu hektisch, als dass ich mir jemals hätte vorstellen können, hier selbst mal als Händler aktiv zu werden.

    Spannend war es aber allemal, und es hat auch dazu beigetragen, dass ich angefangen habe, mich intensiv mit Aktien und Geldanlagen außerhalb des Sparbuchs zu beschäftigen. Ein weiterer Grund war übrigens auch der damalige Deutsche-Bank-Vorstand Alfred Herrhausen, den ich sehr geschätzt habe und der bedauerlicherweise auch 1989, vermutlich durch die RAF, getötet wurde.

    Dieses Buch soll Ihnen etwas Angst nehmen und Denkanstöße geben für einen vernünftigen und sicheren Umgang mit alternativen Geldanlagen, ohne schlaflose Nächte.

    Ich versuche hier alle Bereiche der möglichen Geldanlageformen zu beschreiben, ohne jedoch einen Anspruch auf Vollständigkeit zu erheben und ohne zu ausschweifendes Fachgeplänkel.

    So ganz ohne wird es aber wohl leider nicht gehen. Insbesondere handelt es sich nicht um ein Buch, aus dem Sie zwingend irgendwelche konkreten Handlungsempfehlungen herleiten sollten, sondern es soll Sie vielmehr in die Lage versetzen, sich einfach mal ein wenig Zeit zu nehmen, über Ihr Geld, unabhängig von der Höhe Ihres Einkommens oder Vermögens, nachzudenken, Ihre Sinne dafür zu schärfen und Verlustängste zu verringern.

    Auch wenn ich auf einzelne Titel oder Unternehmen eingehe, stellt dies keine Anlageempfehlung dar, sondern entspricht nur meiner ganz persönlichen Einschätzung und passt zu meiner aktuellen persönlichen Strategie auf Basis der heutigen Marktsituation.

    Ich weiß, dass einige Berater, Autoren oder YouTuber dazu neigen, ihren Kunden zu suggerieren, dass sie eine Glaskugel besitzen würden. Ich habe aber noch keinen getroffen, auf den dies auch wirklich zutrifft und das gilt bedauerlicherweise auch für mich.

    Jede Geldanlage ist immer eine sehr individuelle Angelegenheit und es kann da keine pauschale Aussage und erst recht keine pauschale Empfehlung geben.

    Ich bin auch kein klassischer Anlageberater und habe nur für einen recht kurzen Zeitraum (ca. 8 Jahre) Kunden aktiv dazu beraten und Transaktionen ausgeführt.

    In erster Linie handelte es sich dabei um Aktien, Fondsprodukte, geschlossene Immobilienbeteiligungen, Schiffsbeteiligungen und diverse Zertifikate.

    Ab einem bestimmten Zeitpunkt (um 2010/Weltfinanz- und Wirtschaftskrise) hatte ich beschlossen, mich beruflich nur noch der Baufinanzierung zu widmen, mit all ihren Facetten, und bis heute sehe ich dies als eine gute und richtige Entscheidung an.

    Mein Interesse am Aktien- und Anlagemarkt wurde, wie beschrieben, bereits Ende der 1980er-Jahre im Zuge meiner kaufmännischen Ausbildung geweckt.

    Der Zinsmarkt erlaubte es damals noch, aus einem Vermögen von 100.000 D-Mark monatlich rund 600 D-Mark sichere Zinseinkünfte zu generieren, ohne dass auch nur eine einzige D-Mark davon verzehrt wurde!

    Bundesschatzbriefe („Bundesschätzchen" - Typ A und B) erzielten damals eine garantierte Verzinsung/ Rendite von durchschnittlich 6-8 %!

    Wie weit sind wir inzwischen davon entfernt, und einen Zinsanstieg in annähernd diesen Bereich werde ich vermutlich nicht mehr erleben.

    In diesem Zusammenhang darf aber auch nicht vergessen werden, dass Sie seinerzeit für ein Baudarlehen auch (Hypotheken-)Zinsen um 9,5 % zahlen mussten (10 Jahre Festzins bei 100 % Auszahlung).

    Auch das extrem gefallene Zinsniveau (inzwischen werden Strafzinsen für Guthaben auf Girokonten fällig) trägt maßgeblich dazu bei, dass das Interesse an alternativen Geldanlagen nun auch in Deutschland seit Jahren stetig wächst.

    Betrachtet man die Real-Verzinsung, so muss man feststellen, dass wir bereits seit ca. 10 Jahren eine Negativverzinsung haben. (Real-Zins = Guthabenzins nach Abzug der Inflation.)

    So richtig in unserer Wahrnehmung kommt es aber erst bei uns an, wenn die ersten Kontoauszüge mit einer tatsächlichen „Zinsen/Entgelt"-Buchung versehen sind. Hintergrund ist, dass die EZB (Europäische Zentralbank) versucht, mit einer expansiven Geldpolitik die Inflation bei um 2 % zu halten.

    Hierzu wurden zwei entscheidende Maßnahmen ergriffen.

    Zum einen hat die EZB den Leitzins auf 0,00 % gesenkt, was es den Banken ermöglicht, sich quasi kostenlos Geld zu leihen.

    Als zweite Maßnahme verlangt die EZB von den Banken einen Zins von 0,5 %, wenn sie überschüssige Gelder zwingend bei der EZB parken müssen.

    Die Banken sollen auf diesem Wege dazu gedrängt werden, massiv Kredite an Unternehmen und Privatleute zu vergeben.

    Hierdurch will man erreichen, dass Investitionen und Konsum angekurbelt werden, um die Konjunktur zu stärken und das exponentielle Wirtschaftswachstum am Laufen zu halten.

    Der höhere Konsum bzw. die höhere Nachfrage führen in der Konsequenz zu weiterhin steigenden Preisen und somit zu steigender Inflation.

    Im Grunde gibt es noch eine weitere, dritte Maßnahme der EZB - nämlich den exzessiven Ankauf von Staats- und Unternehmensanleihen.

    Von dieser Maßnahme sind wir als Verbraucher aber nur peripher betroffen und es ist ein Thema für sich.

    Somit erschließt sich Ihnen nun aber sicher auch, warum es inzwischen Angebote von einigen Banken gibt, die Ihnen einen (negativen) Darlehenszins von -0,4 % für ein Privatdarlehen in Aussicht stellen.

    Hieraus ergibt sich für die Banken natürlich kein echtes Geschäft aber zumindest haben sie den Kunden erst mal an der Angel und können versuchen, über den Weg des sogenannten Cross-Selling weitere ihrer Produkte an die Frau/den Mann zu bringen, die dann die gewünschten und, ehrlich gesagt, auch erforderlichen Erträge für die Bank bringen.

    Für mich als Finanzberater, der immer den Spagat zwischen Bank und Kunde hinbekommen muss, ist das oft eine schwierige Angelegenheit.

    Mir ist natürlich klar, dass die Banken zwingend schauen müssen Geld zu verdienen, aber ich bin eben auch Bankkunde und als Mitarbeiter nicht von den Strafzinsen befreit.

    Einen Grund zur großen Verärgerung gibt es hier aber eigentlich nicht, denn Sie haben ja nun durchaus die Möglichkeit, durch eine geschickte Anlagestrategie den Strafzinsen zu entgehen!

    Dazu haben Sie ja wohl dieses Buch gekauft.

    Ich bin im Übrigen kein Inflationsgegner und habe auch durchaus Verständnis für die Strafzinsen. Banken sind ein wichtiges Glied in der Wirtschaftskette und müssen nun mal Erträge erwirtschaften. Eine moderate Inflation um 2 % ist grundsätzlich in Ordnung. Das treibt die Wirtschaft etwas an und sorgt für Stabilität. Nur sollte man diese 2 % auch irgendwie ausgleichen können. Eine Inflation von 0 % wäre aus Sicht der meisten Verbraucher vermutlich eher erstrebenswert. Wenn man aber den volkswirtschaftlichen Modellen Glauben schenkt, würde das wohl zu zurückhaltendem Konsumverhalten der Verbraucher führen, was letztlich das Wirtschaftswachstum bremsen und zu einer Deflation führen könnte (Deflation: das (Waren-/Güter-)Angebot ist höher als die Nachfrage).

    Eine Deflation kann durchaus verheerendere Auswirkungen haben als eine Inflation, sofern diese moderat verläuft.

    Beispiel für Ihre Geldbörse:

    Sie haben aktuell einen 100-Euro-Schein in der Tasche, für den Sie heute folglich Waren und Dienstleistungen im Wert von 100,00 Euro (= Kaufkraft) kaufen können. Sofern wir von einer dauerhaften Inflation von 2 % ausgehen, hat Ihr 100-Euro-Schein in 10 Jahren nur noch eine Kaufkraft von rund 81,00 Euro.

    Genau darum ist es enorm wichtig, zumindest die jeweilige Inflationsrate in irgendeiner Form zu kompensieren. Die derzeitige Inflation

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