Genießen Sie von Millionen von eBooks, Hörbüchern, Zeitschriften und mehr - mit einer kostenlosen Testversion

Nur $11.99/Monat nach der Testversion. Jederzeit kündbar.

Ich trage ein Feuer in mir
Ich trage ein Feuer in mir
Ich trage ein Feuer in mir
eBook124 Seiten32 Minuten

Ich trage ein Feuer in mir

Bewertung: 0 von 5 Sternen

()

Vorschau lesen

Über dieses E-Book

In ICH TRAGE EIN FEUER IN MIR versammelt Anna Otto ihre Gedichte der letzten 17 Jahre. Während sie sich in ihren ersten Texten noch auf die technischen Finessen ihrer Lyrik konzentriert, nehmen ihrer Gedanken schnell immer größeren Raum ein. Dichten wird zum Flow. Als One Line Lyrik fließen ihre Gedanken und Emotionen nun ungefiltert und als fertiges Gedicht aus einem Guss direkt aufs Papier.
SpracheDeutsch
Herausgebertredition
Erscheinungsdatum13. Sept. 2021
ISBN9783347327498
Ich trage ein Feuer in mir
Vorschau lesen

Ähnlich wie Ich trage ein Feuer in mir

Ähnliche E-Books

Ähnliche Artikel

Verwandte Kategorien

Rezensionen für Ich trage ein Feuer in mir

Bewertung: 0 von 5 Sternen
0 Bewertungen

0 Bewertungen0 Rezensionen

Wie hat es Ihnen gefallen?

Zum Bewerten, tippen

Die Rezension muss mindestens 10 Wörter umfassen

    Buchvorschau

    Ich trage ein Feuer in mir - Anna Otto

    Frei nach Juan Ramón Jiménez

    Ich bin nicht ich

    ich bin auch jene an meiner Seite

    Ich bin jede

    die vor mir ging

    und jede

    die nach mir kommt

    und ich bin die

    die immer bei mir ist

    schon immer war

    und immer sein wird

    die die mit mir geht

    spricht

    schweigt

    schreibt

    und liebt

    vor allem liebt

    und die bleibt

    Der Wind

    Einsam weht der Wind

    durch Bäume

    voll bunter Blätter

    geheimnisvoll hindurch

    scheint die Sonne

    Es ist nur

    ein leises Rauschen

    doch

    es fallen

    gefärbte Blätter

    in Ruhe

    weht der Wind

    Ein Beben

    Die Nacht ist tief

    Der Himmel grau

    Dichter Nebel

    Nass wie Tau

    Kein einziger Stern

    Sein Lichtlein sendet

    Auch der Mond ist fern

    Hat sich abgewendet.

    Das Ächzen der Bäume

    Tönt durch die Nacht

    Der Tod der Waldessäume

    Bald grell auflacht.

    Verschwunden die lichte Herrlichkeit

    Gewichen dem göttlichen Tun

    Geschwunden auch all die Ehrlichkeit

    Mag sie in Ewigkeit ruhen!

    Geblieben allein ist Dunkelheit

    Verschlingt was war und ist

    Wider Licht und wider der Zeit

    Hat sie ihr Banner gehisst

    Stürzt den höchsten Baume

    Zerstört den dicksten Stamm

    Nagt am schönsten Traume

    Zerfetzt das kleinste Lamm.

    Bis mitten in den Tag hinein

    Wütet das Gewitter

    Bis zerstört der ganze Hain

    Verstorben der letzte Ritter.

    Dann allmählich die Wolken durchbricht

    Ein erster goldener Strahl

    Die Sonne tritt hervor und schafft nun Sicht

    Auf das neu entstandene Tal.

    Aus Asche, Tod und aus Verderben

    Entstanden ist ein neues Leben

    In Manningfalt und reich an Erben

    Wie viel Veränderung schafft ein Beben!

    Waldmusik

    Große Bäume

    Dichtes Laub

    Schönste Träume

    Ohne Staub

    Grenzenlose Fantasie

    Wandelnde Wolkengestalt

    Erfasst von der Unendlichkeit Symphonie

    Vogelsang erschallt

    Der Sonne Licht

    Gedämpft durch grüne Blätter dringt

    Im Tautropf sich bricht

    Jeder Sonnenstrahl dir winkt.

    Waldesklang

    Erfüllt die Luft

    Nymphengesang

    Und Blumenduft

    Stille

    Alsbald, wenn sich der Tag zur Gänze neigt

    Und sich das Licht in Dämmerung verflüchtigt

    Wenn sich die Welt nur noch im Schatten zeigt

    So macht die stille Traurigkeit mich süchtig.

    Dieses Geräusch der Stille in der Nacht

    Erweckt in mir das wahre Leben

    Der Klang des Nichts entfacht die Macht

    Bald nichts, bald alles mir zu geben.

    Gleich einem Strudel, voll von Farben

    Zieht mich der Reigen jener Dunkelheit

    Beständig lockend fort von meinen Klagen

    Und steckt mich in ein neues Kleid.

    Im Licht vermag ich nicht zu sehen

    So lass mich denn ins Dunkel gehen.

    Einfach der Mensch

    Einfach geht der Mensch durchs Leben

    Einfach fühlt er, hofft und denkt

    Einfach kann er Liebe geben

    Einfach er sein Schicksal lenkt

    Einfach glaubt er an die Seele

    Oder einfach an Vernunft

    Einfach gibt er sich Befehle

    Doch wie einfach ist Zukunft?

    Einfach

    Gefällt Ihnen die Vorschau?
    Seite 1 von 1