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Verkappte Poesie: Auswahl an Gedichten 2001-2006
Verkappte Poesie: Auswahl an Gedichten 2001-2006
Verkappte Poesie: Auswahl an Gedichten 2001-2006
eBook107 Seiten36 Minuten

Verkappte Poesie: Auswahl an Gedichten 2001-2006

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Über dieses E-Book

Dieser Gedichtband ist das Resultat einer fünfjährigen Schaffenszeit, in der so manch aktuelles Thema aufgerollt und in poetische Form gebracht wurde.
SpracheDeutsch
Herausgebertredition
Erscheinungsdatum27. Dez. 2018
ISBN9783748210399
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    Buchvorschau

    Verkappte Poesie - Ingo Irka

    VORWORT

    Gedichte sind nicht jedermanns Sache. Wer denkt, dass Lyrik und Poesie eigentlich so gar keine Berechtigung mehr hätten in der Neuzeit, der denkt im Grunde geradewegs wie ich vor noch etwa zwanzig Jahren.

    „Faust, bekam man besser nicht in das Gesicht und „Die Glocke läutete höchstens hin und wieder, wenn die Klausuren an der Uni starteten. Nichtsdestotrotz bin ich offensichtlich doch auf den Geschmack gekommen.

    Ich habe gerade in dieser Zeit viel an dieser Zeit darauf verwendet, tiefer in die Welt der Gedichte und Geschichten abzutauchen.

    Nicht ganz freiwillig, das gebe ich zu.

    Doch wer manch einschläfernde Studienvorlesung miterlebt hat der weiß, dass man sich mit irgendeiner Beschäftigung munter halten muss. Nun denn, in meinem Falle sind Gedichte aus dieser andernfalls vergeudeten Zeit entstanden. Hätte ich selber nicht gedacht…

    MEIN EIGENES FLEISCH UND BLUT

    Für meine beiden Söhne

    Mein Sohn, der du gebettet bist auf weichen

    Daunen.

    Wach auf, das Leben hat den langen Traum

    besiegt.

    Und lässt erblicken dich mit kindlichem

    Erstaunen

    das Weltenreich, das fortan dir zu Füßen

    liegt.

    Schlag deine Augen auf zu dieser frühen

    Stunde

    und gib der Welt getrost von deinem Dasein

    Kunde.

    Das Glück, es sei von diesem Tag an dein

    Gefährte.

    Mit ihm sollst überwinden du die

    Barrikaden,

    die Lüge wird errichten, um des Lebens

    Werte

    als Scheinwert zu entblößen und in Schuld zu

    baden.

    Doch wisse, dass ein reines Herz, das in sich

    kehre

    gerade dies entlarvt als wertlose

    Chimäre.

    Lass vielmehr Tugend Einzug halten im

    Gemüte,

    denn ewig währt, was früh schon prägt den jungen Geist.

    Und einst wird wandeln sich die Knospe hin zur

    Blüte,

    die dann ihr stetes Streben nach dem Lichte

    preist.

    Darum mein Kind, geh´ frohen Mutes an dies´

    Werke.

    Mach all die Tugendhaftigkeit zu deiner

    Stärke.

    Erkenne stets dein Spiegelbild in guten

    Taten,

    die dein Gemälde erst zum wahren Kunstwerk

    formen.

    Und trachte stets danach, dies Werk nicht zu

    verraten.

    Halt willig fest den weisend´ Arme deiner

    Normen.

    Denn dies, mein Sohn wird lehren einst dich die

    Erfahrung,

    dass Selbstverrat einzig dem Bösen dient als

    Nahrung.

    Nur wer der Kraft des guten Willens Treue

    schwört,

    selbst wenn auf Wirbelsturm steh´ n all die

    Zeichen

    wird bei der Frage nach dem Sinn für dies

    erhört,

    dem stellt die ausgleichend´ Gerechtigkeit

    die Weichen.

    Denn wer geleistet diesen Willensschwur

    der Treue

    wird ernten innere Zufriedenheit,

    statt Reue.

    Doch nicht nur Pflicht ist, was des Lebens Ausdruck

    formt.

    Nicht einzig sie kann öffnen dir zum Glück die

    Tür.

    Wär jede Stunde deines Daseins stets

    genormt,

    so wär die Pflicht bereits erfüllt mitsamt der

    Kür.

    Und wahrlich trübe wär´ für denjenigen die

    Sicht,

    der nicht erkennt, dass erst die Rechte führ´ n zur

    Pflicht.

    So soll auch Recht dir deine Lebenswege

    säumen.

    Mit ihm sollst falsches Zeugnis trennen du vom

    Wahren.

    So auch im Recht, dich gegen alles

    aufzubäumen,

    was dir an Ungerechtigkeit wird

    widerfahren.

    Denn diese Welt, die du dein Eigen nennst, mein

    Kind,

    ist auch beseelt von Dunkelheit und kaltem

    Wind.

    Doch wo die schwarzen Wolken sich mit der

    Sonne messen.

    Wo Gier und Neid das Gute

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