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Flügge Worte: Gedichte
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eBook146 Seiten38 Minuten

Flügge Worte: Gedichte

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Über dieses E-Book

Die Gedichtsammlung "Flügge Worte" ist der erste Gedichtband des Autors Latif Havrést in deutscher Sprache. Es sind hier Worte am Werk, die sich im Laufe von Jahren mit Ereignissen, Erlebnissen, Erkenntnissen, Erfahrungen und Emotionen angereichert und sich in seinem Gemüt niedergesetzt und diesen erregt und angeregt haben. All diese sind in bewegten Worten aufgegangen, die manchmal ganz schlicht und manch anderes Mal schwer und bildhaft ein Gemälde von Gefühlen schaffen, welche realitätsbezogen in die Sinne fließen. Diese Worte werden sukzessive flügge und beflügeln folglich die Gemüter der Leser. Sie lassen die Leser in einem Kosmos von Denken, Eindenken, Nachdenken, Fühlen, Einfühlen und Mitfühlen schweben. Poesie als Zusammenspiel von Worten, als Einklang von Sprache, Sinnfluss, Leidenschaft und Leidensinn kommt hier stark zur Geltung.
SpracheDeutsch
Herausgebertredition
Erscheinungsdatum2. Nov. 2015
ISBN9783732364831
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    Buchvorschau

    Flügge Worte - Latif Havrest

    Über diesen Gedichtband

    Diese Gedichtsammlung ist überwiegend zwischen den Jahren 1978 und 2014 entstanden. Sie enthält meine ganz persönlichen Gedanken, Gefühle und Stimmungen, die mich in diesem Abschnitt meines Lebens bewegt haben. Eine Wiedergabe verschiedener privater und öffentlicher Anlässe und Ereignisse in meiner unmittelbaren Umgebung und auf der ganzen Welt, die mich berührten und mein Gemüt erregten. Einige wenige Gedichte dieses Bandes (datiert mit 1977) sind Übersetzungen von Gedichten aus meinem ersten kurdischen Gedichtband.

    Die Leserinnen und Leser meines Gedichtbandes finden manchmal exotische Namen von Personen, Orten und Landschaften, die Bezug zu einem Ereignis oder Vorfall haben. Diese Namen sind an gegebener Stelle am Ende des Gedichtes erläutert.

    Ich hoffe, dass Sie liebe Leserinnen und Leser Gefallen an meinen Gedichten finden, und dass sie Sie innerlich bewegen, so wie deren Anlässe mich bewegten.

    Ich wünsche Ihnen eine vergnügliche und anregende Lektüre mit meinen Gedichten.

    Latif Havrést, Wien, Oktobber 2015

    I. Seelengeflüster

    Des Denkens Gerinnsel

    Trüb.

    Leiden! Schaft.

    Leidenschaft.

    In den trüben

    Augenblicken der Leidenschaft

    gerann der Schmerz

    zu einem Blitz, durchwühlend

    schwarze Wolken des Dahinscheidens,

    komm Liebste,

    reibe ihn weg!

    Schmerz!

    Ist die Anarchie

    unserer Wünsche Wiedergeburt,

    komm Liebste,

    reibe sie lieb!

    Wenn dir

    der wilden Bienen Geflüster

    vom in Schnee und Eis gehüllten Gipfel

    herber Erinnerungen aus

    summend zufliegen,

    gib ihnen Kund,

    sie mögen sich

    in den Schneeflocken der über uns

    schwebenden Frust umwälzen,

    sie mögen den Blütenstaub

    eines durchgefrorenen

    Liebesschattens sammeln und sie

    in den Schoß

    der durchwühlten Wolken

    des Perplex!Seins

    treiben.

    Von dannen sollen sie ziehen

    in die Urweite des Alles-Schlingenden

    jenseits der Regenböen

    unserer Sehnsüchte,

    damit sie wieder in Liebe und Leben

    aufwachen.

    Wien, Oktober 1977

    Gedämpfte Brise in dir

    Kometen heimatloser Gedanken Welten

    zogen durch Mysterien,

    die in dir fehlten,

    sie fingen in dir Träume auf,

    die uns im Bund der Ehe

    Fallen stellten

    mit ihnen auch –

    fielen die Stätte meiner Ruhe,

    welche die Unruhe

    unserer Geister quälten.

    Kluftig zwischen uns

    dehnt sich die Unendlichkeit aus

    in die ewige Leere,

    in das der Liebe Ruinenhaus

    wie könnt ich denn, oh Graus

    der Hitze deines ausgebrannten ‘Selbst’,

    das alles Liebe abwälzt,

    die Brise einer milden kosmischen Nacht

    entgegen wehen lassen,

    ohne dass die Sterne unserer Liebe

    darin verblassen?

    In den erloschenen Sehnsüchten

    des ewig Nachdenklichen in dir

    ist des Herzens Schreien

    eine endlos sich ausbreitende Brache,

    in der verstummte

    unserer Liebe Sprache

    übrigblieb bloß eine

    emotionale Lache

    das ist heute unsere Tatsache.

    Entseelte Lächeln

    im Fluss deiner Lippen

    scharen sich tropfenhaft zu einem Meer,

    welch beharrlich Wellen bitterer Unrast

    aus deinem Starrsinn treibt daher,

    ich jedoch die Zeit, verirrt

    durch die Nachtsekunden

    deiner Urwünsche.

    O, wie sehr wünschte ich,

    ein Kuss zu sein,

    um zwischen deinen Brüsten

    begraben zu werden.

    O, wie sehr wünschte ich,

    ein Wunsch zu sein,

    der am Strick deiner Haare aufhängt.

    O, wie sehr wünschte ich,

    ein Schlaf zu sein,

    der sich in deinen Augen

    zu deinen Träumen verwebt,

    doch lichtlos

    verblasse ich in deinem

    zykluslosen Un-Wollen.

    Dein Schoß

    die Sommerfrische gefrorener Zeiten,

    und ich, die Energie

    gedämpfter Hoffnungen,

    die träge dahingleiten

    durch niemands gelebter Harmonie.

    So lass,

    lass den Regen,

    den Regen meines Wollens Feuer

    die Dürre deines Herzen tränken.

    Begierde.

    Deine Begierde nach Liebe

    möge Glut sein

    und mein Herz Esse,

    deine Sehnsüchte

    mögen Schwalben

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