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Vergnglichkeit der schnheit

Es wird der bleiche tod mit seiner kalten hand Dir endlich mit der Zeit umb deine brste streichen / Der liebliche corall der lippen wird verbleichen; Der schultern warmer schnee wird werden kalter sand / Der augen ssser blitz / die krfte deiner hand / Fr welchen solches fllt / die werden zeitliche weichen / Das haar / das itz und kan des goldes glantz erreichen / Tilgt endlich tag und jahr als ein gemeines band. Der wohlgesetzte fu / die lieblichen gebrden / Die werden theils zu staub / theils nichts und nichtig werden / Denn opfert keiner mehr der gottheit deiner Pracht. Di und noch mehr als di mu endlich untergehen / Dein hertze kan allein zu aller zeit bestehen / Dieweil es die natur aus diamant gemacht. Christian Hofmann von Hofmannswaldau 1616-1679