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Fachbereich Physik Marburg, den 14.01.

2009
Philipps-Universität Marburg

Übungen zur Vorlesung


Klassische Teilchen und Felder
Stephan W. Koch, WS 2008/2009

Blatt 12
Abgabe: 21.01.2009 in der Vorlesung.

44. Fouriertransformation1 periodischer Funktionen:


Die Fourierkoeffizienten einer periodischen Funktion, d.h. einer Funktion
mit f (x + L) = f (x), seien definiert als
Z L/2
cn = dx e∗n (x)f (x)
−L/2

mit en (x) = exp(2πinx/L)



L
, wobei n eine ganze Zahl ist. Die Fourierentwicklung
der Funktion f lautet dann

X
f (x) = cn en (x). (1)
n=−∞

(a) Zeigen Sie, daß das Funktionensystem der en orthonormal ist, d.h., daß
gilt
Z L/2
dx e∗n (x)em (x) = δn,m .
−L/2

Die Vollständigkeit

1 X ikn (x−y) 2πn
e = δ(x − y) mit kn = (2)
L n=−∞ L

ist in diesem Falle nicht einfach zu zeigen. Zeigen Sie aber zumindest

1 X ikn x ¯¯

e ¯ = ∞.
L n=−∞ x=0

Beweisen Sie dann Gleichung (1) unter Zuhilfenahme der Vollständig-


keitsrelation, Gleichung (2).
(b) Den Übergang zu Funktionen auf ganz R erhält man durch limL→∞ . In
diesem Fall wird der Abstand zwischen erlaubten Werten für k immer
kleiner und alle k-Summen können in Integrale umgeschrieben werden.
1
Weitere Informationen zu Fourierreihen z.B. in Nolting Elektrodynamik Kapitel 4.3.6. oder
Forster Analysis I Kapitel 23
Die Fourierkoeffizienten cn werden ersetzt durch die Fouriertransfor-
mierte Z ∞
˜ 1
f (k) = √ e−ikx f (x)dx
2π −∞
exp(ikx)
Man benutzt zweckmäßigerweise die Basis e∞ k (x) =


, damit
die Definition unabhängig von L ist. Wie sehen Orthogonalitäts- und
Vollständigkeitsrelation in diesem Falle aus?
(c) Berechnen Sie die Fouriertransformierte von e∞
k (x) sowie die der Gauß-
funktion
1 x2
∆ξ (x) = p exp(− 2 ),
2πξ 2 2ξ
parametrisiert durch ihre Breite ξ.
Hinweis: Z ∞ √
dx exp(−x2 /2) = 2π
−∞

45. Zerlegungsatz für Vektorfelder


Betrachten Sie ein im ganzen Raum definiertes Vektorfeld f~(~r), dessen Ab-
leitungen mit hinreichend hoher Ordnung gegen Null gehen, sodass sich das
Vektorfeld als Summe eines longitudinalen und eines transversalen Anteils
schreiben lässt,
Z
1 div~r0 f~(~r0 )
f~ = f~l + f~t mit ~
fl (~r) = − grad~r d3 r0 = grad~r α(~r)
4π |~r − ~r0 |
Z
1 rot~r0 f~(~r0 )
und f~t (~r) = rot~r d3 r0 ~ r).
= rot~r β(~
4π |~r − ~r0 |

Zeigen Sie, dass


f~(~k) = i~kα(~k) + i~k × β(
~ ~k).

gilt, indem Sie die dreidimensionale Fouriertransformation


Z
1 ~
f~(~k) = 3 e−ik·~r f~(~r)d3 r
(2π) 2

berechnen. Die Fourierrücktransformation lautet


Z
1 ~
f~(~r) = 3 eik·~r f~(~k)d3 k.
(2π) 2