Sie sind auf Seite 1von 2

Fachbereich Physik Marburg, den 21.01.

2009
Philipps-Universität Marburg

Übungen zur Vorlesung


Klassische Teilchen und Felder
Stephan W. Koch, WS 2008/2009

Blatt 13
Abgabe: 28.01.2009 in der Vorlesung.

46. Betrachten Sie eine elektromagnetische Welle in einem Hohlleiter mit ideal
leitenden Wänden.

(a) Geben Sie die Lösung der Wellengleichung im Inneren des Hohlleiters
an, die eine sich in z–Richtung ausbreitende Welle beschreibt, welche
den Randbedingungen E ~ k (~r, t) = 0 für x = 0, a und y = 0, b und
alle Zeiten t genügt. Schreiben Sie dazu alle Feldkomponenten Ei (~r)
(i = x, y, z) in der Form

Ei (~r) = fi (x) gi (y) ei(kz z−ωt)

mit

fi (x) = Ai sin(kx x) + Bi cos(kx x),


gi (y) = Ci sin(ky y) + Di cos(ky y).

Begründen Sie, warum kx , ky unabhängig von i sind. Nutzen Sie die


Randbedingungen sowie die Maxwellgleichung ∇ ~ ·E ~ = 0 aus.
(b) Bestimmen Sie die Feldkomponenten des magnetischen Felds B ~ aus
der Maxwellgleichung ∇~ ×E ~˙ Benutzen Sie zum Festlegen der
~ = − 1 B.
c
Integrationskonstanten die Randbedingung B ~ ⊥ (~r) = 0 für x = 0, a
und y = 0, b.
47. Eine zirkular polarisierte ebene Welle, die in z–Richtung propagiert, hat ei-
ne endliche Ausdehnung in x– und y–Richtung. Zeigen Sie, dass elektrisches
und magnetisches Feld gegeben sind durch
· µ ¶ ¸
~ r, t) = E0 (x, y)(~ex ± i~ey ) + i ∂E 0 ∂E 0
E(~ ±i ~ez ei(kz−ωt) ,
k ∂x ∂y
~ r, t) = ∓iE(~
B(~ ~ r, t).

Nehmen Sie dazu an, dass die Amplitude der Welle langsam veränderlich
auf der Skala der Wellenlänge ist.
48. Welche der Funktionen
P1 : C→C: z → i + (2 + i)z − 3z 2 + (4 − i)z 3 ,
P2 : C→C: z → (P1 (z))∗ ,
P3 : C→C: z → (P1 (z ∗ ))∗ ,
P4 : C→C: z → P1 (z ∗ )
sind analytisch, welche nicht?
49. Zeigen Sie
Z+∞ Z+∞
1 1 π
2
dx = π und dx = √
x +1 x4 +1 2
−∞ −∞

mit Hilfe des Residuensatzes.


50. Zeigen Sie unter Verwendung des Residuensatzes, daß die Überlagerung
ebener Wellen mit den Amplituden
1
f˜(~k, ω) = 2δ(ω − ω0 )
k2 − k02
die Kugelwelle
1
f (~r, t) = ei(k0 r−ω0 t)
r
ergibt. Bringen Sie dazu den Ausdruck für die Überlagerung der ebenen
Wellen auf die Form
Z
e−iω0 t ∞ k £ ikr ¤
f (~r, t) = dk 2 2
e − e−ikr .
irπ 0 k − k0
Integrieren Sie dann diesen Ausdruck mit Hilfe des Residuensatzes. Singu-
laritäten auf der reellen Achse müssen infinitesimal nach oben oder unten
verschoben werden, damit das Integral über die reelle Achse definiert ist
(k → k± = (k ± i0+ )).