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SUBSTANZBEGRIFF UND FUNKTIONSBEGRIFF
Untersuchungen über die Grundfragen
der Erkenntniskritik

von

ERNST CASSIRER

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VERLAG VON BRUNO CASSIRER BERLIN 1910

Vorwort.
Die erste Anregung zu den Untersuchungen, die dieser enthält, ist mir aus Studien zur Philosophie der Mathematik erwachsen. Indem ich versuchte, von Seiten der Logik aus einen Zugang zu den Grundbegriffen der Mathematik zu gewinnen, erwies es sich vor allem als notwendig, die Begriffsfunktion selbst näher zu zergliedern und auf ihre Voraussetzungen zurückzuführen. Hier aber machte sich

Band

alsbald eine eigentümliche

Schwierigkeit geltend:

die her-

kömmliche logische Lehre vom Begriff zeigte sich in ihren bekannten Hauptzügen als unzureichend, die Probleme, zu denen die Prinzipienlehre der Mathematik hinführt, auch nur
vollständig

zu bezeichnen.

Die exakte Wissenschaft

war hier, wie sich mir immer deutlicher zu ergeben schien, zu Fragen gelangt, für welche die Formensprache der traditionellen Logik kein genaues Correlat besitzt. Der sachliche Gehalt der mathematischen Erkenntnisse wies auf eine Grundform des Begriffs zurück, die in der Logik selbst nicht zu klarer Bezeichnung und Anerkennung gekommen war. Insbesondere waren es Untersuchungen über den Reihenbegriff und den Grenzbegriff (deren spezielles Ergebnis übrigens in die allgemeineren Erörterungen dieses Buches nicht aufgenommen werden konnte), die diese Überzeugung in mir befestigten und damit zu einer erneuten Analyse der Prinzipien
der Begriffsbildung selbst hindrängten. Allgemeinere Bedeutung gewann das Problem, das hierdurch bezeichnet war, freilich erst dann, als es sich zeigte, daß es sich keineswegs auf das Gebiet der Mathematik beschränkt, sondern von hier aus auf das Ganze der exakten Wissenschaften übergreift. Die Systematik dieser Wissenschaften

gewinnt eine verschiedene Gestalt,

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nacMem man

sie gleich-

sam unter verschiedenen logischen Perspektiven betrachtet. So mußte nunmehr der Versuch gemacht werden, von dem einmal gewonnenen Gesichtspunkt aus, den Formen der
Begriffsbildung in den einzelnen Disziplinen in der Arithmetik, wie in der Geometrie, in der Physik, wie in der Chemie Hier genügte es für den Gesamtzweck der nachzugehen. Untersuchung nicht, einzelne Beispiele aus den besonderen Wissenschaften zur Stütze der logischen Theorie heranzuziehen, sondern es mußte versucht werden, sie in der Gesamt-

Aufbaus zu verfolgen, um hierbei die Grundfunktion, von welcher dieser Aufbau beherrscht und zusammengehalten wird, immer bestimmter heraustreten zu lassen. Die Schwierigkeiten, die der Durchführung jedes derartigen Planes entgegentreten, habe /ich mir nicht verhehlt; wenn ich mich dennoch zuletzt entschloß, ihn in Angriff zu nehmen, so tat ich es, weil sich mir immer deutlicher zeigte, eine wie reiche und wichtige Vorarbeit für ihn in den Einzelwissenschaften selbst bereits geleistet, war \^ Immer bewußter und energischer hat sich insbesondere innerhalb der exakten Wissenschaften das Interesse der Forscher von den besonderen Zielen zu den philosophischen Grundlagen zurückgewandt. Hier gewinnt daher, wie immer man über die Ergebnisse dieser Forschungen im Einzelnen urteilen mag, die logische Aufgabe als solche überall eine reiche und unmittelbare Förderung, Die folgenden Darlegungen haben demgemäß überall gesucht, sich auf die geschichtliche Entwicklung der Wissenschaften selbst und auf die systematische Darstellung ihres Gehalts durch die großen Forscher zu stützen. So sehr sie von Anfang an darauf verzichten mußten, die Gesamtheit der Probleme, die sich hier aufdrängen, in ihre Betrachtung aufzunehmen, so sollte doch andererseits der spezielle logische Gesichtspunkt, unter welchem sie stehen, im Einzelnen bewährt und durchgeführt werden. Was der Begriff seiner einheitlichen Leistung nach ist und bedeutet, ließ sich nur aufweisen, wenn diese Leistung durch die wichtigsten wissenschaftlichen Problemgebiete hindurch verfolgt und in allgemeinen Umrissen dargestellt wurde.
heit ihres prinzipiellen einheitliche

,

VI

Eine neue und weitere Fassung erhielt die Aufgabe sodann, sobald von den rein logischen Grundbestimmungen zum Wirklichkeitserkenntnis fortgeBegriff der schritten wurde. Der ursprüngliche Gegensatz entfaltete sich jetzt zu einer Mehrheit verschiedener Probleme, die indes

durch den gemeinsamen Ausgangspunkt, von welchem

sie

ihren Anfang nehmen, auf einander hp'/raen und zu einer gedankimmer in der Geschichte lichen Einheit verknüpft sind. der Philosophie die Frage nach dem Verhältnis des Denkens und Seins, der Erkenntnis und der Wirklichkeit gestellt wird, da ist sie bereits in ihrem ersten Ansatz von bestimmten

Wo

logischen

Voraussetzungen, von einer bestimmten An-

sicht über die Natur des Begriffs und des Urteils geleitet und beherrscht. Jede Änderung in dieser Grundansicht muß daher mittelbar zugleich eine eingreifende Änderung jener allgeder meineh~Fragestellung nach sich ziehen. Das

System

keine isolierte „formale" Bestimmung, die nicht im Ganzen der Erkenntnisaufgaben und Lösungen weiterwirkte. Die Auffassung, die man einmal von der Grundform des Begriffs gewonnen hat, greift daher unmittelbar in die Beurteilung der sachlichen Fragen ein, die "man herkömmlicher Weise der ,, Erkenntniskritik" oder der „Metaphysik" zuweist. Wie diese Fragen sich vom Standpunkt der allgemeinen Ansicht, die in der Kritik der exakten Wissenschaft gewonnen wurde, umgestalten und wie damit zugleich ihre Lösung eine neue Richtung nimmt, versucht der zweite Teil des Buches zu zeigen. Beide Teile gehören daher, wiewohl sie ihrem Gehalt nach weit von einander abzustehen scheinen, der philosophischen Grundabsicht nach durchaus zusammen: sie suchen ein und dasselbe Problem darzustellen, das sich von einem festen Mittelpunkt aus immer mehr ausdehnt und immer weitere und konkretere Gebiete in seinen Kreis

Erkenntnis

duldet

aufnimmt.

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Berlin, im

Juli 1910.

Ernst Cassirer
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VII

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— Die Mannigfaltigkeit der gegenständlichen „Intentionen". — Die Theorien von Helmholtz und Kronecker. — Gegenstände „erster" und „zweiter Ordnung". — Die Kritik der Abstraktionstheorien (Lambert Lotze). Die Mängel der sensualistischen Ableitung. Freges „Grundlagen der Arithmetik". — Die Stellung des Dingbegriffs im System der logischen Grundrelationen Das negative Verfahren der „Abstraktion". Erstes Kapitel: Zur Theorie der Begriffsbildimg. — Der Substanzbegriff in der Logik und Metaphysik Die psychologische Kritik des Begriffs (Berkeley). — 35 als 46 IX . — Kritik der nominalistischen Ableitungsversuche — die „Vorstellung" . — Der Begriff der Progression. — Mills Analyse der mathematischen Begriffe. — — Vorstellungsinlialte und Vorstellungsakte Die logische Begründung des reinen Zahlbegriffs (Dedekind). — Das Problem der Abstraktion. ERSTER TEIL. — Mängel der psychologischen Abstraktions— Die Formen der Reihenbildving. — Reihenform und Reihenglied Der Begriff in der Aristotelischen Logik.INHALTS-VERZEICHNIS. Das System der Arithmetik. u. — Die Zahl Ordnungszahl. — Die Psychologie der Abstraktion. 3 11 23 Zweites Kapitel: Die Zahlbcgriffe. DINGBEGRIFFE UND RELATIONSBEGRIFFE. — Abstraktion und Reproduktion. I. — Elemente und Funktionen. Die Zahl und II. — Der mathematische Begriff und seine „konkrete Allgemeinheit". — Die metaphysischen Voraussetzungen der Aristotelischen Logik. — Die Logik der Relationen. theorie. Seite — Aufgabe und Natxir der Gattungsbegriffe.

— Der Begriff und Gestalt. — Die Voraussetzungen des Klassenbegi'iffs. — Infinitesimal. als 70 Zalilen. III. — Russeis Theorie der Kardinalzahl. — Die logische Definition der Null und der Eins. — Anschauung und Denken in den — Steiner und Poncelet — Prinzipien der Geometrie der Die Abhängigkeit geometrischer Gestalten — Der Begriff der „Korrelation". — Die Zahl Ausdruck der Ordnvings. Ivritik 57 Zalilbegriffs. — Seinswert und Verknüpfungswert der geometrischen Elemente 99 Metrische und projektive Geometrie. — Raumbegriff und Zahlbegriff. — der „Klassen"Theorien. — Die Synthese der erzeugenden Relationen. — Idealismus und Empirismus. — Die Staudtsche Konstruktion. — Der Begriff des Doppelverhältnisses. die Geometrie. — Die Methodik der antiken Geometrie. — Die Geometrie „Beziehungslehro" (Hilbert). — Die Erschaffung der transfiniten Ordnungszahlen. — Qualität reine und Quantität. — Geometrie und Gruppentheorie 112 Die Kombinatorik reine „Formenlehre" (Leibniz). — Formbegriffe und Reihen— Das Grundprinzip der analytischen Geometrie. — Das Prinzip der Kontinuität bei Poncelet und Chasles. — Die Logik des Idealismus und das 119 System der Mathematik Das Problem der Metageometrie. IV. — Geometrische und arithmetrische Begründung. — Mächtigkeit und Äquivalenz. — Pasch's empiristisches System. — Größen und Funktionen Die 88 Die Geometrie der Lage. L«kge. — Gattungsbegriff und Relationsbegriff — Gauß' Theorie der negaDie Erweiterungen des tiven und imaginären Zahlen. begriffe. — Graßmanns Ausdehnungslehre und ihre logischen Prinzipien. — Raumbegi'iff und Ordnungsbegriff. — Dedekinds Erklärung der Irrationalzahl.III. — Rationale und empirische Begründung der geometrischen Begriffe. — Die zwei „Erzeugungsprinzipe" der Zahl Zahlbegriff Seit und Klasaenbegi'iff .und Reihenform — Der Begriff der Das Problem der transfiniten Mächtigkeit. II. — Ordnung vmd Maß.Geometrie. als als . . . 80 Drittes Kapitel: D«r Raumbe^^riff und I. — Die Formen des Calculs. — Infinitesimal. — Induktion und Analogie. (Cjuitor) . — Die projektive Metrik (Cayhiy und Klein). — Der Begriff des „Schnitts". IV. — Das Imaginäre in der Geometrie.Analysis und Relations-Analysis.

des Mechanismus. 17. — Die Verdinglichung der sinnlichen Qualitäten (Anaxagoras und — Chemie und Alchymie. Grundbestinimungen des reinen Raumes. — P. — Der Atombegriff und die Differentialrechnung. — Der Stoß der Atome und das Postulat der Kontinuität. und die ontologische „Hypothese" IV. — Die Gex<. — Die Bewährung der physikaliscVien Hypothesen 184 Das Motiv der Reihenbildung — Die physikalischen Reihen— Zahlbegriff und Naturbegriff 195 Die Entwicklung des Dingbegriffs. — Das „einfache" Atom bei Boscovich und Fechner. Robert Mayers Methodik der naturwissenschaftlichen Erkenntnis. — Das Problem der Zeitmessung. Galileis XI . Der Begriff Die Voraussetzungen des Zählens und Messens. I — — die physikalische „Theorie". — Die logische Naturbegriff Verhältnis von Wahrheit und Wirklichkeit Das Problem der physikalischen Methode und seine Geschichte. — Das System der Gattungsbegriffe und die Physik der sinnlichen Qualitäten (Bacon) 200 Das System der Atomistik. — Der Substanzbegriff in der Ionischen Naturphilosophie. — Der Begriff der Hypothese bei Kepler und Newton. Die Voraussetzungen der Hypothesen und Naturgesetze. Der Erfahrungsbegriff des Altertums (Piaton und Protagoras). Der geometrische Begriff der Bewegung. — Die Wandlungen des Atombegriffs 205 l')er begriffe. — Teleologie und Mathematik.mathematische imd der sinnliche Raum. du Bois Reymonds Theorie. 152 matische „Idee." — — 148 — — — Idealistische und empiristische Deutung der Grenzbegriffe. Der Grenzbegriff und seine Bedeutimg für die Naturerkenntnis. Das physikalische „Faktum" und physikalischen „Messung". — Begründung des Atombegriffs. I.ännung der Maßeinheiten. — Begriff der Konstanten.S — V. 161 — und Zweckbegriff. — Das Problem der „Existenz". Naturbegriffe und Konstruktionsbegriffe. Wirklichkeit — Die begrifflichen — Geometrie und Seite 132 Viertes Kapitel: Die naturwissenschaftliche Begriffsbildung. — Atomistik und Zahlenlehre. — III. Die Bewegung als matheDas „Subjekt" der Bewegung. — Das Ideal der reinen Beschreibimg II. Aristoteles). — Der Erfahrungsbegriff der mathematischen Physik.

„molekularer" Typtis. Die Pöduktion in der chemischen Begriffsbildung.>der". „Chemischer" und Typenbegriffs.. 226 Der Ener{ obegriff i'nd die SinnesVII. begriff imd als Oi^Jnungsbegriff. — Der absolute und der . Die Methode der physikalischen „Abstraktion" (Rankines Ableitung der Energetik). Der naturwissenschaftliche Begriff und die „W^irklichkeit". — Die Chemie diePhlogistontheorie.. Der Maßbegriff — — ^ — Energie als reiner R^ lationsbegriff. -^ Die Entwicklung des chemischen Verhältnisbegriff. „Wü'kUche" und „nicht wirkliche" Elemente in den physikalischen — — Die Seite Objektbegriffen — Materie und Idee 216 Newtons Begriffe des VT. — Das Trägheitsgesetz. Das Abstraktionsproblom in der modernen Logik. logische Form der physikalischen Objektbegriffe.. qualitäten. Der Begriff ier Energie. — Konstruktionen und KonvenIvritik : — als tionen. — Die Theorie C.Die Die formalen Voraxissetzungon der Energetik. Rickerts Theorie der natxirwissenschaftlichen Begriffsbildung. Chemie und Mathematik . >(J. — — XII . 'vtnbegriffs 270 Der Begriff der Valenz und die ^Vypentheorie. VIII.. Der Ersatz des absoluten — — Raumes durch den Fixsternhimmel. — Streintz' Begriff des .. Die Energie als DingEnergetik und Mechanik. — des Streintz'schen Versuches. Energiebegriff und Zahlbe^Tiff. — Raum und Zeit mathematische Ideale. — Das Gesetz der der sinnlichen bestimmten Proportionen D. Der Grundbegri«? der Äquivalenz. Der Begriff des „Radikals" und die 281 Theorie der „zusammengesetzten Radikale" Momente des chemischen — — — Die logischen Das perioDie Umbildung der chemischen Systemform. — — — IX. — Daltons Gesetz der multiplen Proportionen. — Heinrich Hertz' Sj-stem der Mecheuiik. Das Bezugssystem der reinen Mechanik. — Der Atomd Das Problem der Bej^iffsbildung in der Chemie. Richter).Fundamentalkörpers". der Arbeit.intoUigiblo" Raum: Newton und Leibniz. . . Die Forderung der Homogeneität — — — — — — — — — . — Absoluter und idealer Raum. Die Begriffe des Raumes imd der Zeit absoluten Raumes und der absoluten Zeit.Der Begriff der Materie und der Begriff des Äthers. jj^iff als „regulative" Gebrauch des A. 287 dische System der Elemente. 249 „Begriffe" und „Bi. Neumanns der Körper Alpha. Qualitativ». — Physik und Ontologie. .. — Der Atombegriffs.

als als Seite werte und Größenverhältnisse 292 ZWEITER TEIL. — Ausdruck von Einzelverhältnissen. Das Grundverhältnis der „allgemeinen" und der „besonderen" Relationen. — Die Erfahrung Aggregat und System. — talität Fälle. Gesetze und Regeln. — Wortbedeutungen und mathematische Begriffe. Das „Gedankenexperiment". - als als Induktion und Analogie II.Synthese in der Mathematik und in der Erfahrtmgswissenschaft. Die Grundform der Erfahrung.— Begriff und Anschauung. „Isolation" und „Superposition". Die Relations.und Erfahrungsurteile. — Das Der Begriff Problem der naturwissenschaftlichen Konstanten. „kompositive" und „resolutive" Methode. Problem der Induktion. — Die begrifflichen Voraussetzungen des „Naturobjekts". — Das Postulat der notwendigen Bestimmtheit. — GrößenKritik der Rickertschen Theorie. Das Problem der Naturgesetze. — Der Einzelfall und das — Die Voraussetzung der To— Die Theorie des empirischen Urteils bei der Locke und Mach. Die Konstanz und Eindeutigkeit des Geschehens. — — Materiale und formale Konti— Die „Invariantentheorie der 351 Erfahrung" und der Begriff des „Apriori" XIII . — Der Begriff Reihenprinzip. Die Zerlegung in „Relationsschichten". Die beiden Grundtypen des Wissens 334 — — — — — — — • — . — Das Allgemeine und das Besondere. 313 Induktion und Analysis. III. — Diskrete und kontinuierliche „Ganze". — Das „Ewigkeitsmoment" in den empirischen Urteilen. — Gesetze und Konstanten. Das Problem des „Einzelfalles". — Wahrnehmvmgs. — Wahrnehmung oind Urteilsfunktion. nuität der Erfahrungsphasen. Das Experiment als Mittel der Analyse. Der Begriff des „Grundes" und die mathematischen Notwendigkeits-Relationen. Fünftes Kapitel: Zum I. — Induktion mid Invariantentheorie. DAS SYSTEM DER RELATIONSBEGRIFFE UND DAS PROBLEM DER WIRKLICHKEIT. — Die „Integration" des Einzelfalles. Gresetz.

Das „Geständlichkeit innerhalb der reinen Mathematik. Die logische Abstufung der Erfahrungsinlialte. Die Funktionsformen der rationalen und empirischen Erkenntnis. Die Subjektivierung der Sinnesqualitäten. Helmholtz' Theorie der „Relativität". Das Problem der „Lokalisation". falsche Begriff der „Subjektivität". Die Einheit des Der physikalische Begriff der Wirklichkeit. IV Die Zeichentheorie. Das Problem der „Transscendenz". Die Entstehiuig der Raumvorstellung. Die Korrelation des Ichbewußtseins und des Gegenstandsbewußtseins und der „kritische Realismus". Die Forderung der Kontinuität des „Gegenstandes". Die Gliederung in Objektivitätskreise.Seite Sechstes Kapitel: Der Begriff der Wirklichkeit Die Scheidung der „subjektiven" und der „objektiven" WirkDie Bedeutung des Objektbegriffs. I. Das „Transscendieren" der sinnlichen Empfindung Der Begriff der „Repräsentation".. Die Gegendes Denkens im System des kritischen Idealismus. Veränderliche und dauernde Erfahrungselemente. Der Begriff Der Gegenstand und die Denknotwondigkeit. Erscheinung. Die „Ähnlichkeit" des Bewußtseins und des Gegenstandes. Der Begriff der Materie und gebene" und die Denkfunktion.. m. Die „objektiven" Voraussetzungen des Ichbegriffs. Der Fortschritt zUm „Ganzen der Erfahrung". Begriff und Wahrnehmung bei Helmholtz. „Projektion" und „Selektion" .. Gegenstand und Urteilsfunktion. Dfis Problem des „Transsubjektiven". Die Projektionstheorie und ihre Mängel. lichkeit. Die Stufenfolge in den Graden der Objektivität. Verhältnis von Wahrheit und Wirklichkeit II. — — — — — — — — — — — — — 359 — — — — — — — — — — — — 373 380 — — — — — — — — — — 389 — — — physikalischen Weltbildes 402 Siebentes Kapitel: SubjektiTität und Objektivität der Relationsbegriffe. Logische und ontologische Fassung des Relativitätsgedankens. Beharrlichkeit und WiederDer holbarkeit. Die Organisation der Erfahrung. Die Umbildung des Repräaentationsbegriffs. Der Reihenbegriff und der empirische Gegenstand. Die Theorie der sinnlichen „Species". das Transscendenzproblem Das Gesetzliche der Zeichen und Bild. Die Wechselbeziehung der „Form" und der „Materie" der Er- — XIV . Der Begriff der Objektivität und das Problem des Raumes.

Problem der „Gestaltqualität". — Der Wahrheitsbegriff der modernen Mathematik Die Relationsbegriffe und die Aktivität des Ich. — Kontinuität und Konvergenz der Erfahrungsphasen. „Phänomenale" und „metaphänomenale" Gegenstände. Die logischen Relationen vmd das Problem des Selbstbewußtseins. „Empfindungen" nnd „Anschauungen" 439 — — — IL Meinongs Theorie der „fundierten Inhalte". Die psychologische Theorie der Gestaltqualitäten. Der Streit zwischen Empirismus und — Zuordnung und Verknüpfung. — Die Psychologie der „Verhältnisgedanken" in der neueren Psychologie. — Die UnvoUendbarkeit der Erfahrung und der kritische Wahrheitsbegriff. . — Wahrheit und NützHchkeit. Wahrnehmungsmoment und Urteilsmoment. Die „Gegenstände höherer Ordnung". Die Funktionen der — — — — — Logik und Psychologie der Relationen 449 XV . . — Die Psychologie des Denkens. — Aristoteles' vom Koivöv. — Nativismus. Lehre — Piatons Psychologie der Relationsbegriffe. Die Psychologie der Raumvorstellung. I.— Der Bestand der „ewigen Wahrheiten". — Die WirkHchkeit als „projektierte Einheit". bei Leibniz und Tetens Der Begriff des „Einfachen" — 433 Das Die Verdinglichung der „einfachen" Empfindungen. Seit« 410 421 Achtes Kapitel: Zur Psychologie der Relationen. — Das Problem des Pragmatismus. — Leibniz und Bolzano. — Die Doppelform des Begriffs kenntnis.

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Ernst Cassirer Substanzbegriff und Funktionsbegriff 4 .

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Erster Teil Dingbegriffe und Relationsbegriffe .

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gesichert blieb. von der steten Umgestaltung alles gegenständlichen Wissens unberührt schien sie allein sich gleichförmig und einförmig zu behaupten. scheint mehr und mehr abzubröckeln. Von der Arbeit. wie sie seit Aristoteles keinen Schritt rückwärts tat. Überall zeigt sie sich von neuen Fragestellungen erfüllt und von neuen gedanklichen Tendenzen beherrscht. schien somit bewährt und befestigt. die die Hauptlehren der In der Logik in ihr erfahren haben. den die wissenschaftliche Entwicklung in den letzten Jahrzehnten genommen hat. eigentlichen Leben. Standpunkte und Lehrmeinungen richDas Urteil Kants. Substanzbegriff 1 1* 3 . allein schien die philosophische Gedankenentwicklung endlich in ihr schien ein zu einem sicheren Halt gelangt zu sein. daß die Logik. Gebiet abgegrenzt zu sein. während auf der andern Seite jene neuen Von dem — Cassirer. die die Philosophie der Gegenwart allmählich zu den Grundlagen des theoretischen Wissens gewinnt. so auch keinen Schritt vorwärts zu tun vermochte. Selbst die weitere Betrachtung. mußte unter diesem Gesichtspunkt als eine und Bestätigung ihres eigentümlichen Gewißheitscharakters gelten. die sich immer von neuem gegen die verschiedenen erkenntnis- formalen Logik — theoretischen teten. daß hier der stetige sichere Gang der Wissenschaft endgültig erreicht sei. bekundet sich nach außen hin vielleicht nirgends deutlicher. Verfolgt man indessen genauer den Gang. die die Jahrhunderte hier für die Formulierung der Grundlehren geleistet haben. als in der Umbildung. das gegen alle die Zweifel. so ergibt sich auch für die formale Logik alsbald ein anderes Bild.Erstes Kapitel Zur Theorie der Begriffsbildung Die neue Stellung.

die selbst gegenüber tiefen prinzipiellen Wandlungen des allgemeinen Erkenntnisideals ihren geschichtlichen Bestand fortdauernd und scheinbar unverändert zu behaupten vermochten. Damit aber wird die Logik zugleich aus ihrer Absonderung befreit und wiederum konkreten Aufgaben und Leistungen zugeführt. Der systematische Zusammenhang. läßt auch sie sich Die Auffassung in ihren eigentlichen Motiven verstehen. Erst im Zusammenhang mit den Überzeugungen. Bedeutung. die man zuvor gesondert zu verfolgen pflegte. die der Theorie des Beder logischen Erkenntnisse zugewiesen wird. Die Aristotelische Logik ist in ihren allgemeinen Prinzipien der getreue Ausdruck und Spiegel der Aristotelischen Metaphysik. aber verlangt zuDer gleich eine erneute Prüfung ihrer Voraussetzungen.großen Gebiete von Problemen hervortreten. gleichmäßig zustreben und durch dtn sie ihre ideelle Einheit empfangen. sondern erweitert sich zu einer allgemeinen Betrachtung. In der weiteren — Ausbildung der Logik beginnen sich freilich die Beziehungen n t o1 o gi e zu der speziellen Form der Aristotelischen zu lockern. dem verschieden- artige logische Fragestellungen. gemeinsame Zielpunkt. die grundlegende griffs im Aufbau . die sich aus der Berührung mit der allgemeinen mathematischen Mannig- faltigkeitslehre diese Lehre als der Immer mehr erweist sich ergeben. die sich bis in die spezielle Methodik der Naturerkenntnis hinein erstreckt und bewährt. weist auf diesen Zusammenhang zurück. Denn der Gesichtskreis der modernen Mannigfaltigkeitslehre bleibt nicht auf die rein mathematischen Probleme beschränkt. Schein unbedingter Sicherheit schwindet. Die modernen Bestrebungen zur Reform der Logik haben freilich versucht. die Kritik beginnt nunmehr sich auch solchen Lehren zuzuwenden. auf welchen diese letztere ruht. in welchen die Logik auf diese Weise einbezogen wird. vom Wesen und von der Gliederung des Seins bedingt die Auffassung der Grundformen des Denkens. aber die Verknüpfung mit ihren allgemeinen Grundanschauungen bleibt nichtsdestoweniger erhalten und tritt an bestimmten Wendepunkten der geschichtlichen Entwicklung immer von neuem Schon in charakteristischer Deutlichkeit hervor.

Aber so fruchtbar sich dieser Gesichtspunkt auch erwies. die' fortschreitend auf den höheren Stufen wiederholen. Die wesentlichen Funktionen. Die Hauptzüge dieser Lehre sind bekannt und bedürfen keiner eingehenden Darlegung. Der gedankliche Zwang. Indem wir auf diese Weise die Objekte. durch die Einzeldinge hindurchziehen. sondern nur die äußere Gliederung seiner Elemente hatte sich verschoben. von der die alte Einteilung beherrscht war. die das Denken hierbei betätigt. indem sie der Lehre vom Begriff die Lehre vom Urteil vorangehen lassen. Alle kritischen Versuche einer Umformung der Logik müssen sich daher zunächst einen Punkt konzentrieren die Kritik der formalen Logik faßt sich in eine Kritik der allgemeinen Lehre von der Begriffsbildung zusammen. daß in die Urteilslehre selbst sich immer wiederum Züge eindrängten. zu Klassen vereinigen und dieses Verfahren zuheben. die sich . machte sich alsbald darin geltend. die man zu beseitigen suchte. war somit implicit wiederum anerkannt: nicht der sachliche Schwerpunkt des Systems. als das Dasein der Dinge selbst in ihrer zunächst unübersehbaren Mannigfaltigkeit und das Vermögen des Geistes. nicht dauernd in voller Reinheit zu behaupten.die überlieferte Rangordnung der Probleme an diesem Punkte umzukehren. so sehr stimmen sie mit den Grundannahmen überein. unter dem^auch all jene Neuerungsversuche noch standen. die durch den gemeinsamen Besitz ein und derselben Eigenschaft gekennzeichnet sind. daß sich für eine kritische Nachprüfung hier kaum irgendwo eine Handhabe darzubieten scheint. So schlicht und klar sind ihre Voraussetzungen. Die Vorherrschaft des Begriffs. entsteht uns allmählich eine immer festere Ordnung und Gliederung des Seins je nach der Abstufung der sachlichen Ähnlich* keiten. aus dieser Fülle der auf diesen : • individuellen Einzelexistenzen einer Mehrheit diejenigen Momente heraus- von ihnen gemeinsam zugehören. Nichts anderes wird in der Tat vorausgesetzt. so vermochte er sich doch gegenüber der systematischen Tendenz. die nur aus der herkömmlichen Theorie des Gattungsbegriffs völlig zu verstehen und zu begründen waren. die die gewöhnliche Weltansicht durchgehend braucht und betätigt.

zu versichern. § B. Buchen und Birken usw. So wird durch diese Aufund dies scheint ihr eigentümlicher Vorzug und ihre — % Rhombus und Rhomboid. im — Beimischung mit ungleichartigen Bestandteilen und heraushebt. 4. Die Reflexion. die Menge der gemeinsamen Merkmale herausheben. in welchen diese Objekte übereinkommen. Bonn 1857. die sich im Quadrat und Rechteck. die nur einem Teil der verglichenen Elemente zugehören. so bilden wir in genau derselben Weise etwa den Begriff des ebenen Vierecks.. Wie wir den Begriff des Baumes bilden. Aufl. in denen sie übereinstimmen.sind also lediglich die des Vergleichens und Unterscheidens gegebener sinnlicher Mannigfaltigkeiten. indem man auf ein bestimmtes * Vgl. 16ff. der alle die Bestimmungen. System Darstellting der Logik. z. indem wir eine Beschaffenheit isolieren. die eben diese verwandten Züge losgelöst von aller rein für sich erfaßt fassung Rechtfertigung zu sein die Einheit des natürlichen Weltbildes nirgends gestört und gefährdet.. Artbegriffe verschieden hoher Stufe defini. völlig auf gleicher Stufe. in sich faßt. Drobiöch. Wie man von einer Art zur höheren Gattung emporsteigt. der Logik. sondern er bildet einen Teil eben dieser Wirklichkeit selbst. Die Begriffe der exakten mathematischen Wissenschaft stehen in dieser Hinsicht mit den Begriffen der beschreibenden Wissenschaften. Neue Leipzig 1875. Jede Reihe vergleichbarer Objekte besitzt einen höchsten Gattungsbegriff.ert werden. führt von selbst zur Abstraktion. . einen Auszug dessen. die es lediglich mit der übersichtlichen Ordnung und Klassifikation des Gegebenen zu tun haben. um sich der wesentlichen Züge. im symmetrischen und asymmetrischen Trapez und Trapezoid tatsächlich vorfindet und die sich hier unmittelbar anschaulich aufweisen läßt*. Der Begriff tritt der sinnlichen Wirklichkeit nicht als ein Fremdartiges gegenüber. was in ihr unmittelbar enthalten ist.. indem wir aus der Gesamtheit der Eichen.i Die bekannten Hauptsätze der Begriffstheorie ergeben sich auf dieser Grundlage von selbst. während anderseits innerhalb dieser höchsten Gattung durch solche Eigenschaften.Überweg. die zwischen den besonderen Objekten hin und her geht. § 51 ff.

zu dem die traditionelle logische vom Begriff mit innerer Notwendigkeit hingedrängt wird. das bis dahin festgehalten wurde. wenn diese durch den Aufstieg zu einer höheren Gattung vermehrt. die wir an jede fruchtbare.Merkmal. auf welches diese Methode der Begriffsbildung schließlich hinausführt. muß sich sogleich der erste Zweifel gegen ihre ausnahmslose Geltung und Anwendbarkeit regen. je weiter wir das angegebene logische Verfahren verfolgen. die wir kraft dieses Verfahrens aufbauen. wenn die einzelnen. daß er an Stelle der ursprünglichen Unbestimmtheit und Vieldeutigkeit des Vorstellungsinhalts eine scharfe und eindeutige setzt. Wenn das Ziel. keinerlei auszeichnende Eigentümlichkeit und Bestimmtheit mehr besitzen. der hier gewiesen wird. Was wir vom wissenschaftlichen Begriff zunächst verlangen und erwarten. kraft dessen jeglicher beliebige Denksich . zugleich von jeder spezifischen gänzlich entleert ist. die eben in ihrem allumfassenden Sein. endet nach oben hin in der abstrakten Vorstellung des „Etwas". — während sie abnehmen wird. während hier umgekehrt die scharfen Grenzen sich zu verwischen scheinen. deutung Lehre — Be- y^ An diesem Punkte indes. Die „Begriffspyramide". Nennt man demnach die Anzahl der Merkmale eines Begriffs die Größe seines Inhalts. so daß schließlich die allgemeinsten Begriffe. zu denen wir gelangen können. konkret-wissenschaftliche Begriffsbildung zu stellen pflegen. Schritte die Forderung erfüllten. vermindert. Ein derartiger Abschluß bliebe unverständlich. die man dem Begriff untergeordnet denkt. Anzahl Umfang inhalt unter sie fällt. Bedenken erheben. Und selbst vom immanenten mung Bestim- j' . verzichtet und damit ein größeres Gebiet von Objekten in den Umkreis der Betrachtung aufnimmt. so vollzieht sich umgekehrt die Besonderung der Gattung durch die fortschreitende Hinzufügung neuer inhaltlicher Momente. wenn man vom höheren Begriff zum niedrigeren herabsteigt und damit die Anzahl der Arten. Dem weiteren entspricht daher eine fortschreitende Beschränkung des Inhalts. so wird diese Größe wachsen. gänzlich ins Leere fällt: so müssen sich auch gegen den gesamten Weg. einer Vorstellung. ist dies.

daß durch eine derartige Reduktion an die Stelle der ursprünglichen anschauein bloßer Teilbestand geDieser Teil aber erhebt den Anspruch. die in der Logik zurückbleibt. das Ganze zu beherrschen und zu erklären. wird auch hier wiederum durch die Aristotelische Metaphysik gemeinsamen — — 8 . Der höhere Begriff will den niederen verständlich machen. während wir alle übrigen fallen lassen. die uns vorliegt. und gleichsam die Vernichtung ihrer Eigenart bedeuten wollte. von deren Betrachtung er ausgeht. wesentliches" Moment sein. In der Tat verbürgt uns nichts. die die Gesamtstruktur der Glieder des Komplexes beherrschen und nach sich bestimmen. durch das das Ganze bestimmt wird. soll nicht nur ein beliebig herausgegriffener Teil. sondern zu einer nichtssagenden Wortverbindung. Wert verlieren. sondern ein .\ Der Akt der Negation soll vielmehr der Ausdruck einer durchaus positiven Leistung sein: was zurückbleibt. er lediglich die Aufhebung der besonderen Fälle. nur die übereinstimmenden Merkmale herausheben.. auch die eigentlich charakteristischen Züge enthalten. Der Begriff würde jeglichen lichen treten Gesamtheit wenn ist. Die herkömmliche Vorschrift für die Bildung der Gattungsbegriffe aber enthält in sich keinerlei Gewähr. daß die Merkmale. Wenn alle Begriffsbildung darin besteht. indem er den Grund seiner besonderen Gestaltung aufdeckt und für sich hinstellt. daß dieses Ziel wahrhaft erreicht wird. eßbarer Körper unterordnen. daß vielmehr überall zu ihrer Ergänzung stillschweigend auf ein anderes gedankliches Kriterium zurückgegriffen wird. die wir aus einem beliebigen Komplex von Objekten herausheben. so ist klar. saftiger. daß wir von einer Mehrheit von Objekten. Wenn wir um ein drastisches Beispiel L o t z e s zu gebrauchen Kirschen und Fleisch unter die Merkmalgruppe rötlicher. daß die allgemeine formale Vorschrift für sich allein nicht genügt. Somit zeigt es sich.Standpunkt der formalen Logik aus entsteht sogleich ein neues Problem. Im System des Aristoteles liegt dieses Kriterium deutlich zutage: die Lücke. so gelangen wir hiermit zu keinem gültigen logischen Begriff. die für die Erfassung der besonderen Fälle nichts bedeutet und leistet.

kraft dessen die reale Substanz sich successiv in ihre besonderen Seinsweisen entfaltet. y Grundbegriff * vgl. Die biologische Gattung bezeichnet zugleich das Ziel. 183 ff. wenn nicht der Gedanke zugrunde läge. wie er sich zunächst in der Sprache ausdrückt. in welchem wir die gemeinsamen Elemente einer beliebigen Gruppe von Dingen zusammenfassen. Die . in der Feststellung der realen Wesensbegriffe. bos. Für Aristoteles zum mindesten ist der Begriff kein bloßes sub' jektives Schema. S. daß dasjenige. geleitet. auf den auch die rein logischen Theorien des Aristoteles dauernd bezogen bleiben. Das Denken isoliert nur den A r t t y p u s der in der einzelnen konkreten Wirklichkeit als tätiger Faktor enthalten ist und der den mannigfaltigen. sondern endet. Das vollständige System der wissenschaftlichen Definitionen wäre zugleich der vollständige Ausdruck der substanziellen Kräfte. . Zu den metaphysischen Voraussetzungen der Aristotelischen Logik Geschichte der Logik im Abendlande I delenburg. aus denen sie hervorgehen und denen gemäß sie sich gestalten. die die Wirklichkeit beherrschen *. wie die immanente Kraft. Die Lehre vom Begriff ist das eigentliche Bindeglied. Diese Heraushebung des Gemeinsamen bliebe ein leeres Spiel der Vorstellung. das beide Gebiete aneinander kettet.. was auf diese Weise gewonnen wird. Geschichte der Kategorienlohre H. zugleich die reale Form sei. Tübingen 1900. Die Bestimmung des Begriffs durch seine nächsthöhere Gattung und durch die spezifische Differenz gibt den Fortschritt wieder. Die logische Form der Begriffsbildung und der Definition kann nur im Hinblick auf diese Grundverhältnisse des Realen festgestellt werden. So ist es dieser der Substanz.alsbald ergänzt und ausgefüllt. nach welchem die einzelne Lebensform hinstrebt. II. Der Prozeß der Vergleichung der Dinge und ihrer Zusammenfassung nach übereinstimmenden Merkmalen. Die echten und letzten Gemeinsamkeiten der Dinge sind zugleich die schöpferischen Kräfte. führt nicht ins Unbestimmte. Pr an M . 1 1 . 2. Trenr . aie Syllogistik des Aristoteles. besonderen Gestaltungen die allgemeine Prägung verleiht. richtig . die den kausalen und teleologischen Zusammenhang der Einzeldinge verbürgt. von der ihre Entwicklung geleitet ist.

Die spezifische Fassung der Aristotelischen Logik ist somit bedingt durch die spezifische Fassung seines Seinsbegriffs. Zwar hat Aristoteles selbst verschiedene Arten und Bedeutungen des Seins voneinander klar geschieden: Aufgabe seiner KategorienSonderung des Seins in seine verschiedenen Unterarten zu verfolgen und deutlich zu machen. diese Vor allem aber Kategorie der Relation. So wird denn auch von ihm das Sein. sie kann ihm nur nachträgliche und äußere Modifikationen zufügen. als sie sich zuletzt. für sich bestehenden Wirklichkeiten.. Dennoch bleibt in all diesen Versuchen einer schärferen Gliederung der logische Vorrang des Substanzbegriffs unbestritten. unverändert geblieben ist. Natur" nicht berühren.außerluten. daß hier in der Regel die Verhältnisse oder Beziehungen zu den . die sie erfahren hat. Nur an gegebenen und existierenden Substanzen sind die mannigfachen Seinsbestimmungen denkbar. von der dinglichen Existenz. das Sein der begrifflichen Synthese von dem des konkreten Subjekts ausdrücklich getrennt. In den Handbüchern der formalen Logik bekundet sich diese Ansicht darin. und Qualität.. der in all den mannigfachen Wandlungen. Das kategoriale Grundverhältnis des Dinges zu seinen Eigenschaften bleibt fortan der leitende Gesichtspunkt. Relation bleibt dem eigentlichen Wesensbegriff gegenüber unselbständig. während alle relativen Bestimmungen nur insofern in Betracht gezogen werden.und Zeitbestimmungen bestehen nicht an und für sich. Damit aber gewinnt die Aristotelische Lehre von der Begriffsbildung einen charakteristischen Zug. durch Vermittlungen irgendwelcher Art. können die logisch-grammatischen Arten des Seins Quantität überhaupt ihren realen Halt und Grund finden.» ist es die / 10 . die seine eigentliche . Nur an einem festen dinglichen Substrat. das die bloße Beziehung im Urteil bezeichnet. Raum. die durch diese metaphysische Grundlehre des Aristoteles zu einer abhängigen Die und untergeordneten Stellung herabgedrückt wird. in Zustände an einem Subjekt oder an einer Mehrheit von Subjekten umdeuten lassen. das primär vorhanden sein muß. sondern lediglich als Eigenschaften an abso- und es ist die wesentliche lehre.

11 .. auch die speziellen Grundlehren der Peripatetischen Metaphysik überdauert hat. Daß der echte wissenschaftliche Begriff. so radikal sie auf den ersten Blick erscheinen mag. abstrakten" Begriffs bringt hier. Begriffsrealismus" gerade an diesem entscheidenden Punkte wirkungslos geblieben. wie sehr seine Skepsis gegen den Wert und die Leistungsfähigkeit des abstrakten Begriffs zugleich den dogmatischen Glauben an die Gültigkeit der gewöhnlichen Erklärung des Begriffs in sich schließt. / Legt man diesen allgemeinsten Maßstab zugrunde. während die Frage nach ihrer gültigen logischen Definition außer Betracht bleibt.. die somit in seiner Definition ohne Schaden fortbleiben können. Hier tritt bereits eine methodische Sonderung von eingreifender Bedeutung hervor: je nach dem verschiedenen Wertverhältnis. als gemeinsamer Bestandteil in einer Reihe gleichartiger oder ähnlicher Einzeldinge aufzufassen ist. die ins- besondere in der modernen wissenschaftlichen Entwicklung einander gegenüberstehen. als anschauliches Moment sich aufweisen lasse.wesentlichen" Merkmalen eines Begriffs gerechnet werden. innerlich unverständlich. daß der Begriff als universale Gattung. das zwischen Dingbegriff und Relationsbegriff angenommen wird. ist eben dies. Die Realität der „Universalien" steht in Frage: was aber ohne allen Zweifel. auf die Aristoteles seine Logik gründet. Ohne diese beiderseitige Grundvoraussetzung wäre aller Streit darüber. so erkennt man ferner. daß die wesentliche prinzipielle Voraussetzung. Der Streit zwischen Nominalismus und Realismus betrifft nur die Frage nach der metaphysischen Wirklichkeit der Begriffe. Man kann es bei Berkeley bis ins einzelne verfolgen. In der Tat ist aller Kampf gegen den Aristotelischen . unterscheiden sich wie sich immer deutlicher zeigen wird die beiden — — typischen Hauptformen der Logik. wie durch ein stillschweigendes Übereinkommen der streitenden Parteien feststeht. keine wahrhafte Umwandlung. ob jenes Gemeinsame eine gesonderte tatsächliche Existenz besitze oder nur in und mit den Sonderdingen./ Und auch die psychologische Kritik des .

entsprechen nunmehr bestimmte Grundelemente. die bei Aristoteles das letzte Ziel dieser vergleichenden Tätigkeit darstellen. absoluten". alle anderen dagegen verdrängt sind**.Perzeptionen*' Und noch schärfer und nachdrücklicher Behauptung hervor. Überweg. O. 12 I . Berlin 1907. B. so entsteht aus ihnen nach den bekannten psychologischen Gesetzen der Miterregung und Verschmelzung des Gleich- daß insbesondere Mathematik Physik . erksamkeit betont und von ihrer Umgebung schärfer abgehoben werden. während sein allgemeiner Ablauf und seine Struktur die gleichen Wenn mehrere zusammengesetzte Vorgeblieben sind. Waren es zuvor die äußeren Dinge. 219 ff.. Es wird auf diese Weise kein neues Gebilde von selbständiger und eigenartiger Bedeutung geschaffen. Der Prozeß ist gleichsam nur in eine andere Dimension versetzt. stellungen einen Teil ihres Inhalts gemeinsam haben. Den „substantiellen Formen". für sich bestehenden Elemente den eigentlichen Kern des Gegebenen und „Wirklichen" ausmachen.. als vielmehr nur auf ein anderes Gebiet übertragen. artigen ein * Inhalt.die Begriffe der und möglicherweise eine andere Aufgabe und Leistung zu erfüllen haben. Wiederum wird die hindurchziehen. II. als sie ihnen in dieser scholastischen Erklärung zugewiesen wird: dieser Gedanke wird nicht erfaßt*. Bd.m. die verglichen und aus denen ein gemeinsamer Bestand herausgehoben werden sollte. die sich durch das gesamte Gebiet der Wahrnehmungen und . a. ** Vgl.) tritt jetzt die * S. z. a. sondern bestimmte Einteilung des bereits vorhandenen Vorstellungsbestandes erreicht. daß nur diese . so wird nunmehr das gleiche Verfahren nur auf die Vorstellungen als ihre seelischen Korrelate übertragen. in dem lediglich die übereinstimmenden Bestimmungen festgehalten.Auf. In der Tat ist in der psychologischen Ableitung des Begriffs das traditionelle Schema nicht sowohl verändert. Näheres liiorüber in in der Philosophie und Wissenschaft der neueren meiner Schrift über das Erkenntnisproblem Zeit. indem gewisse Momente in lediglich eine ihm durch einseitige Richtung der. indem er aus dem Gebiet des Physischen in das des Psychischen übergetreten ist. § 51.

und daß somit.. auch von einer allgemeinen Bedeutung der Relation keine Rede sein könne*. 65 ff. ist lediglich der Umstand. daß der eigentliche positive Bestand jeder Beziehung doch immer nur in den einzelnen Gliedern liege. da diese Glieder nur in individueller Besonderung gegeben sein können. S. die assoziativ mit irgendeinem Wortbild oder einem anderen sinnlichen Zeichen verbunden Die . sondern hinterlassen irgendwelche Spuren ihres Bestandes in dem physisch-psychischen Subjekt. London 1865. dem sich in wiederholten Wahrnehmungen gleiche Bestimmungen des Wahrgenommenen dargeboten haben**. Die schlichte Fähigkeit der einmal gegebener Vorstellungsinhalte ist es.Rolle der Relation so weit als möglich beschränkt gegen Hamilton. An Examination of Sir William Hamiltons Philosophy. Logik. sind. daß unsere Aufmerksamkeit. Erdmann. denn als Teil eines konkreten Vorstellungsbildes und mit allen Merkmalen eines solchen Vorstellungsbildes behaftet. Aufl. B. 2.. Stuart Mill ausdrücklich. 88 ff. Der Begriff existiert nicht anders. durch neu Reproduktion * Mill. Psychologie der Abstraktion" enthält somit den eigentlichen Schlüssel für den logischen Gehalt jeglicher Begriffsform. die durch sie verknüpft werden. ** Vgl. was ihm den Schein selbständigen Wertes und einer unabhängigen psychologischen Eigenart verleiht. bes.» Denn diese Bestimmungen bleiben nicht auf den einzelnen Moment der Wahrnehmung beschränkt. Abstrakte Gegenstände entstehen in jedem vorstellenden Wesen. die in ihrer Leistung beschränkt ist. 319. betont J. Indem diese Spuren. Das Bewußtsein des Begriffs löst sich für die psychologische Analyse in das Bewußtsein einer Vorstellung oder eines Vorstellungsteils auf.. auf welche dieser Gehalt schließlich zurückgeht. niemals das Ganze dieses Bildes vollständig zu erleuchten vermag und sich notgedrungen auf einen bloßen Auszug beschränken muß. 13 . der bei aller Anerkennung der Berkeleyschen : Theorie dennoch auf die eigentümliche Leistung des beziehenden Denkens hinweist. S. die in dem Zeitraum zwischen der wirklichen Wahrnehmung und der Erinnerung als unbewußt anzusehen sind.

Die fortschreitende dieser übereinstimmenden Züge. daß die . der somit seinem Ursprung wie seiner Funktion nach nichts anderes als ein Inbegriff von Gedächtnisresiduen ist. der dem des bildet . Verdichtung Wirksam- — \ — „Konzeptualismus" nahe verwandt ist: die sachlichen und sprachlichen Abstrakta können aus den Wahrnehmungsinhalten abgeleitet werden. es bildet schließlich nur noch einen schattenhaften Hintergrund. von dem sich um so deutlicher die konstanten Züge abheben.auftretende Reize ähnlicher Art wiederum erweckt werden. daß sie im Wahrnehmungsakt selbst eine eigentümliche und selbständige keit ausüben. So stehen wir hier wie von den Vertretern dieser Anschauung gelegentlich selbst betont wird auf einem Standpunkt. von denen hier die Rede ist. Bleibt man im Umkreis dieses Problems stehen. gerade an diesem Punkt. so wird doch durch Fassung und der Inhalt des rein logischen Problems nicht berührt. So wichtig indessen dieser Unterschied vom Standpunkt erscheinen mag. die der ihn Metaphysik die 14 % . während die Gegenstände. mehr zurück. sofern jeder neu auftretende Inhalt ihnen gemäß aufgefaßt und umgedeutet wird. die in allen Umgestaltungen der Frage Aber unverändert und scheinbar unangreifbar beharrt. weil sie in ihnen als konstante gemeinsame Bestandteile aktuell enthalten sind. die uns von den Wahrnehmungen wirklicher Dinge und Vorgänge zurückgeblieben sind. Dinge" der mittelalterlichen Scholastik das im Denken abgebildete Seiende bedeuten. Nur darin besteht der Unterschied der ontologischen und der psychologischen Betrachtungsweise. macht das psychologische Wesen des Begriffs aus. der allem Streit der Lehrmeinungen zunächst entzogen scheint. nicht mehr sein wollen als VorsteUungsinhalte. so zeigt sich hier in der Tat eine gemeinsame Grundüberzeugung.. ihre Verschmelzung zu einem einheitlichen untrennbaren Ganzen. beginnt nunmehr die eigentliche methodische Schwierigkeit. Die Wirklichkeit dieser Residuen erweist sich darin. sich allmählich ein immer festerer Zusammenhang zwischen den gleichartigen Elementen successiver WahrDas Unterscheidende tritt mehr und nehmungen heraus. Ist die Theorie des Begriffs.

erst zu schaffen. Schon gegenüber diesen einfachsten Beispielen. Es ist begreiflich. die Mannigfaltigkeit. /Die „Begriffe". die Aristoteles letzten Endes sucht und auf die sein Interesse vornehmlich gerichtet ist.. die durch genetische Definition. Abstraktion" tritt daher hier ein eigener Akt des Denkens. da vermag sich seine Theorie des Begriffs alsbald nicht mehr völlig natürlich und zwanglos zu entfalten. das in den konkreten Wissenschaften geübt wird? Umfaßt und beherrscht sie alle Einzelzüge dieses Verfahrens und vermag sie sie in ihrem Zusammenhang wie in ihrer spezifischen Besonderung darzustellen ? Für die Ari- stotelische Theorie zum mindesten muß diese Frage verneint werden. des Pferdes. Der bloßen . Wenn im letzteren Falle die Mannigfaltigkeit der Dinge an und für sich vorhanden ist und nur auf einen abgekürzten.. die den Gegenstand der Betrachtung bildet. der Linie. die die exakte Wissenschaft liefert. der Fläche läßt sich nicht als unmittelbarer Teilbestand des physisch vorhandenen Körpers aufweisen und sich somit nicht durch einfache . Der Begriff des Punktes. Insbesondere sind es die Begriffe der Geometrie. die lediglich die Nachbildung irgendwelcher tatsächlicher Züge in der gegebenen Wirklichkeit der Dinge sein wollen. fizierenden Naturwissenschaft. sieht Wo Technik vor eine neue Aufgabe gestellt.hier entwickelt wurde. durch die gedankliche Feststellung eines konstruktiven Zusammenhangs entstehen. scheiden sich von den empirischen. sind die Gattungsbegriffe der beschreibenden und klassiDie „Form" des Ölbaums. Die mathematischen Begriffe. Abstraktion" aus ihm herauslösen. des Löwen gilt es zu ermitteln und festzusetzen. die von Anfang an der Einordnung in das gewöhnliche Schema widerstehen. daß die logische sich daher die logische 15 . so handelt es sich im ersteren umgekehrt darum. eine freie Produktion bestimmter Relations-Zusammenhänge gegenüber. ein zureichendes und getreues Abbild des Verfahrens. sprachlichen oder begrifflichen Ausdruck zusammengezogen werden soll. indem aus einem einfachen Akt der Setzung durch fortschreitende Synthese eine systematische Verknüpfung von Denkgebilden hervorgebracht wird. er das Gebiet der biologischen Betrachtung verläßt.

in einer Welt etwa. die wir von den räumlichen und zahlenmäßigen Verhältnissen bewahren. Der Satz.. die gerade jenen speund Messens im ziellen Erfahrungen des Z ä h 1 e n s Ganzen unserer Erkenntnis eignet. 16 So sucht etwa Erklärungsprinzips zu M i 1 1 . jede Bedeutung und Gültigkeit verlieren. in allen Stücken ähnlich. die Eigenschaft der Viereckigkeit verliert. daß 1 + 1 = 2 ist. das der Geometer entwahren. wie uns eine vielfältige Erfahrung gezeigt hat. wenn M i 1 1 weiterhin versucht. den Wert und die eigentümliche Bedeutsamkeit zu begründen. immer wieder versucht hat. in der durch die Verbindung zweier Dinge jedesmal von selbst ein drittes entstünde. so daß der Beginn der einen . um Einheit des obersten . Die reproduzierte Vorstellung ist in diesem Falle der ursprünglichen. beschreibt lediglich eine Erfahrung. Aber dieser Versuch selbst führt alsbald zu einer Umbildung und Selbstzersetzung der Theorie. Charakter. Hier wird vorerst auf die Genauigkeit und Treue der Phantasiebilder hingewiesen. diesen Gegensatz zu verwischen: denn an diesem Punkt entscheidet sich die Frage nach ihrem Wert und ihrer inneren Einheit. Impression" mit dem Aufhören der anderen unlöslich So scheinen kraft dieser Erklärungsweise verbunden ist. Die Lehre von der Abstraktion verliert hier entweder ihre universelle logischen die Gültigkeit oder den spezifischen. Geometrie und Arithmetik von neuem in bloße Aussagen über bestimmte Gruppen von Vo. daß ein Ding in dem Augenblick. zu deren Gunsten er unternommen wird. das Bild.Abstraktionstheorie. bis in ihre moderne Gestaltung hinein. die sich uns in der Zusammenfügung von Dingen aufgedrängt hat. er würde in einer anders gearteten Welt von Objekten. in welchem es die Eigenschaft der Rundheit annimmt. Aber diese Auffassung versagt. ihr ursprünglich eignete. der auch die mathematischen Begriffe und Wahrheiten lediglich als den Ausdruck konkreter physischer Tatbestände zu deuten. weil es sich uns in ausnahmsloser Erfahrung gezeigt hat.rstellungsb i 1 d e r n aufgelöst. Das gleiche gilt von den Axiomen über räumliche Verhältnisse: ein „rundes Viereck" beißt uns nur darum ein widersprechender Begriff.

Buch III. 24. wenn nicht durch die des Universums ausgeschlossen. 5 und „Begriffe" definiert und ausgezeichnet of Logic. selbst * Vgl. 2 Cassirer. die wir den mathematischen Sätzen zuschreiben. sondern nur mit Beziehungen zwischen hypothetischen Gebilden zu tun haben. wie diese Doppelerklärung sich selbst aufhebt. die in der allein mathematischen Wissenschaft als . Buch II. 7 th edit. geometrischen oder arithmetischen Wahrheiten zu gelangen. Es gibt keine realen Dinge. M i 1 1 A System London 1868. Man sieht sogleich. daß wir es in diesen Sätzen niemals mit Aussagen über konkrete Tatsachen. daß eine derartige Ähnlichkeit zum mindesten für diejenigen Gebilde. sondern ursprünglichen Eindruck. dessen Radien sämtlich gleich sind. das wir entwerfen können.. Auf der einen Seite wird aller Nachdruck auf die Ähnlichkeit zwischen den mathematischen Ideen und den ursprünglichen Impressionen gelegt. die mit den Definitionen der Geometrie genau übereinstimmen es gibt keinen Punkt ohne Größe.. entspricht in seinen Einzelheiten vollständig dem nach welchem es entworfen ist. wird jetzt darauf zurückgeführt. uns immer nur Linien von bestimmter Breite zeigt*. Denn auch in unserem Geiste findet sich niemals die Vorstellung eines mathematischen Punktes. keine vollkommen gerade Linie. da doch jedes geistige Bild.wirft. sondern immer nur die der kleinsten sinnlichen Ausdehnung. Und nicht nur die aktuelle Wirklichkeit. begreifen" wir niemals eine Linie ohne Breite. Die eigenartige „deduktive" Gewißheit. Nicht minder aber als die physische ist auch die psychische Existenz den Gegenständen der geometrischen Definitionen versagt. um zu neuen So erscheint es begreiflich. : selbst die Möglichkeit derartiger Inhalte muß vom Standpunkt unserer Erfahrung aus bestritten werden: sie ist zum mindesten durch die physische Beschaffenheit unseres Planeten. keinen Kreis. auf der anderen aber zeigt sich sogleich. nicht jedesmal erneuerter Wahrnehmungen physischer Objekte bedürfen: das Gedächtnisbild vermag dank seiner Schärfe und Klarheit den sinnlichen Gegenstand selbst zu ersetzen. auch hier . Aber diese Erklärung wird alsbald von einer anderen gekreuzt. Cap..i daß wir. Substanzbegriff 17 . Cap.

weil sie in der Gesamtheit dieser Tatsachen kein konkretes Gegenbild beDie „Abstraktion". Denn auch sie weisen in ihrem Ursprung wie sich im einzelnen verfolgen läßt den gleichen Prozeß der der konkret sinnlichen Wirklichkeit auf. wenn man sich von den rein mathematischen Begriffen zu denen der theoretischen Physik hinüberwendet. an Stelle der. Abstraktion" nicht bezeichnet. Diese Gebilde können nicht durch bloße Aussonderung aus den Tatsachen der Natur und der Vorstellung gewonnen sein. nicht besteht und nicht bestehen kann. die Welt der sinnlichen Dinge und Vorstellungen nicht sowohl wiedergegeben. Verfolgt man die Art und den Weg dieser Umbildung. so hebt sich ein gegliedertes System streng unterschiedener gedanklicher heraus.. wie sie bisher verstanden wurde. den die traditionelle Lehre nicht zu rechtfertigen vermag. auch sie wollen nicht lediglich Abbilder des Wahrnehmungssondern bestandes schaffen. geschweige begründet werden. Und dieses Ergebnis bestätigt sich auch dann. IV. wenn man von der Form der exakten Begriffe zunächst absieht. Die Begriffe der mannigfachen Arten und sollen uns entstehen. so heben sich hierbei bestimmte Formen der Beziehung. zuletzt in sich das gleiche Problem. die bestimmten theoretischen Bedingungen entspricht*. als vielmehr umgestaltet und durch eine andersartige Ordnung ersetzt. sie sitzen.werden. Cap. aber sie fügt ihnen kein neues Datum hinzu. sondern setzt in ihm nur bestimmte Grenzlinien und Einteilungen. 1 scheidet die Bestandteile des Sinneseindrucks. auf das die traditionelle logische Auffassung sich vornehmlich beruft und stützt. indem die „Ähnlichkeiten" der Dinge allmählich das Übergewicht über ihre Verschiedenheit erlangen Funktionen i Umformung — — — Gattungen * Näheres s. wie Mills eigene Entwicklungen lehren. // 18 . Aber selbst. verändert in der Tat den Bestand des Bewußtseins und der gegenständlichen Wirklichkeit nicht. sinnlichen Mannigfaltigkeit eine andere setzen. so birgt doch das naive Weltbild selbst. In den Definitionen der reinen Mathematik aber ist. die durch das einförmige Schema der . bes.

einen gegenwärtigen Inhalt auf einen vergangenen zu beziehen und beide in irgendeiner Hinsicht als identisch zu erfassen. Psychologie der Abstraktion muß zunächst die Forderung stellen. Diese Synthese. und durch das die Art der Abhängigkeit. bleibt für den Prozeß. nach dem er erfolgt. um den es sich hier handelt. Dinge aber vermag offenbar nur dann fruchtbar und wirksam zu werden. Somit zeigt es sich auch von dieser Seite. kann vielmehr der gleiche sinnliche Stoff in sehr verAuch die schiedene begriffliche Formen gefaßt werden.« Damit aber ist zunächst als Grundlage aller „Abstraktion" ein Akt der Identifikation anerkannt. einem neuen Eindruck tatsächlich gleichartig sind. festgestellt wird. daß die Wahrnehmungen sich für die logische Betrachtung in „Ähnlichkeitsreihen" ordnen lassen. Je nach der verschiedenen Art und Richtung. als beide Elemente nicht als ähnlich erkannt sind. da sie von Fall zu Fall wechseln. die zwischen jedem Glied und dem nächstfolgenden besteht. ohne das Durchlaufen der verschiedenen Momente könnte das Bewußtsein ihrer generischen Zusammengehörigkeit und somit der abstrakte Gegenstand nicht entstehen. die von einem früheren Wahrnehmungsbild in uns zurückgeblieben sind.dank ihres häufigen Auftretens. g wenn seine Glieder nicht beziehungslos nebeneinanderstehen. wenn sie als solche erfaßt und beurteilt wird. Ohne einen derartigen Prozeß der Aufreihung. sondern gemäß einer erzeugenden Grundrelation von einem 2* 19 . daß alle Begriffsbildung an eine bestimmte der Form Reihen- bild u n der gebunden ist. die die beiden zeitlich getrennten Zustände miteinander verknüpft und in eins setzt. — indem Geiste einprägen. sich dem v während die individuellen Unterschiede. so lange gleichgültig. Wir nennen ein Mannigfaltiges Anschauung begrifflich gefaßt und geordnet. in der sie sich vollzieht. Dieser Übergang von Glied zu Glied aber setzt offenbar ein Prinzip voraus. wird eine eigentümliche Funktion zugestanden. Daß die . Dem Denken sie allein. besitzt in den verglichenen Inhalten selbst kein unmittelbares sinnliches Korrelat. unbewußten" Spuren.. die gleiche Festigkeit und Die Ähnlichkeit der Dauer nicht zu gewinnen vermögen.

ist lediglich eine psychologische Nebenfrage. in dem die ähnlichen Züge vereint sind. Die „Vergleichung" der In/ 20 . nicht die Gattungs Vorstellung. die die logische Charakteristik des Begriffs nicht berührt. nach räumlichen und zeitlichen Beziehungen oder nach ihrer kausalen Abhängigkeit geordnet denken.bestimmten Anfangsglied aus gehen. Die Entstehung eines derartigen Gemeinbildes kann durch die Art der erzeugenden Relation ausgeschlossen sein. die sich unter besonderen Umständen nebenher einstellen mag. Man eigentliche erkennt in diesem Zusammenhange. die damit geschaffen wird. Ähnlichkeitsreihen. daß der Mangel der Abstraktionstheorie in der Einseitigkeit Ähnlichkeit besteht. nach den verschiedensten Gesichtspunkten abgestuft sein kann: sofern nur der leitende Gesichtspunkt selbst in seiner qualitativen Eigenart. ohne daß damit das entscheidende Moment der eindeutigen Ableijedes Moments aus dem vorhergehenden aufgehoben Gegenstand. in denen zwischen jedem Glied und dem darauf folgenden obwaltet. die die spezifische Form des Begriffs ausmacht. und für die der Begriff nur der Ausdruck und die Hülle ist. In Wahrheit wird sich zeigen. So führt die Analyse der Abstraktionstheorie selbst auf ein tieferes Problem zurück. Ob aus der Festhaltung dieser Identität der Beziehung dagegen zuletzt ein abstrakter ein allgemeines sich entwickelt. daß eine Reihe von Inhalten. Entscheidend ist in jedem Falle lediglich die Notwendigkeits-Relation.. Vorstellungsbild tung wäre. die bei aller Veränderlichkeit der Einzelinhalte festgehalten wird. in Die Identität dieser notwendiger Folge hervorerzeugenden Relation. in deren einzelnen Inhalten ein gemeinsamer Bestandteil gleichförmig wiederkehrt. um begrifflich erfaßt und geordnet zu heißen. die aber in die Definition nicht als wirksamer Bestandteil eingeht. ein bestimmter Grad des Unterschiedes so können wir die Glieder nach Gleichheit oder Ungleichheit. nach Zahl und Größe. im Aufbau der Reihe So können wir etwa neben unverändert festgehalten ist. mit der sie aus der Fülle der möglichen Prinzipien wechselseitiger logischer Zuordnung lediglich das Prinzip der herausgreift. ist es. Reihen setzen.

daß die . gleichviel an welchen Gliedern sie . sich darstellt. F(b. . die hier unter einem bloßen goriale Sammelnamen vereinigt sind. Wahrheit aber ist der Zusammenhang der Glieder einer Reihe durch den Besitz einer gemeinsamen . kraft dessen eine durchgängige Regel der Abfolge festgestellt wird. ist nicht selbst ein neues Element.und Tast- Element empfindungen erscheinen. . b). ihren Zusammenhalt verleiht. als beschränke sich die Aufgabe des Denkens darauf. Die Funktion F(a.von der hier die Rede ist. sondern es ist die Regel des Fortschritts. die als ein und dieselbe festgehalten wird. das mit ihnen sachlich verschmolzen wäre. Und die eigentliche Aufgabe. » Ist dies einmal geschehen. die die Art 21 . Zuordnung . aus einer Reihe von Wahrnehmungen a «. Druck. b. . . besteht eben darin. so kann es freilich scheinen. Die Verknüpfung der Glieder wird in jedem Falle durch irgendein allgemeines Gesetz der geschaffen. Gleichheit" zwischen irgendwelchen Inhalten nicht selbst wiederum als ein neuer Inhalt gegeben ist. halte. Die Abstraktionstheorie verdunkelt diese Aufgabe. mit Teilen eben dieses Wahrnehmungsinhalts selbst verwechselt. diese Funktionen in ihrer Eigen- tümlichkeit darzulegen und ihre formalen Grundmomente zu entwickeln. ist zunächst nur ein vager vieldeutiger Ausdruck. daß Ähnlichkeit oder Unähnlichkeit nicht als ein eigenes der Sinnesempfindung neben Farbe und Ton. . . die der logischen Theorie gegenüber einem bestimmten Begriff zukommt. aß. indem sie die kategorialen Formen. Was den Elementen der Reihe a. Das gewöhnliche Schema der Begriffsbildung bedarf daher auch in seiner äußeren Gestalt einer eingreifenden Umformung: denn in ihm sind die dinglichen Eigenschaften und die reinen Momente der Beziehung unterschiedslos miteinander verquickt und auf ein und dieselbe Stufe gestellt. a 7 In das gemeinsame Element a herauszulösen. auf welchen alle Bestimmtheit des Wahrnehmungsinhalts beruht. Und doch lehrt schon die einfache psychologische Besinnung. c.. und Funktionen. der die Schwierigkeit der Frage In Wahrheit sind es sehr verschiedene k a t e verdeckt. Eigenschaft" nur ein sehr spezielles Beispiel der logisch-möglichen Zusammenhänge überhaupt.. c) .

die ihr gemäß entsteht und sich entwickelt. Daß Objekte als Zusammenfassungen einzelner Merkmale gegeben sind und daß die Gesamtgruppen derartiger Ganzen Merkmale sich in Teile und Unterteile gliedern. an denen diese logische Vorwegnahme unmittelbar deutlich wird.der Abhängigkeit zwischen den aufeinanderfolgenden Gliedern festsetzt. haben wir ihn. Die kategorialen Akte. die wir durch den Begriff des Ganzen und des Teils. daß wir diese Regel aus ihnen. Der . die ver- schiedenen von ihnen gemeinsam sein können: das bildet hier die selbstverständliche Grundannahme. ist augenscheinlich nicht selbst als Glied der Reihe aufzeigbar. sondern gemäß einem bestimmten begrifflichen Gegensatz beurteilt und geformt. die in der gewöhnlichen Lehre von der Entstehung der Gattungsbegriffe zur Anwendung kommen. so doch in seiner grundlegenden Funktion bereits voraus- unverbundene gesetzt. daß sie die Inhalte. stehen • 22 . Sobald dies aber erkannt ist. sondern vorweggenommen: denn indem wir einer Mannigfaltigkeit eine Ordnung und einen Zusammenhang ihrer Elemente zusprechen. wenn nicht in seiner fertigen Gestalt. sondern sie bereits stillschweigend in der Form einer geordneten Mannigfaltigkeit denkt. des Dinges und seiner Eigenschaften bezeichnen. Es ist einerseits die Kategorie des und seiner Teile.. ist somit lediglich der Umstand. In Wahrheit aber ist damit das „Gegebene" nicht lediglich beschrieben. durch die sie in Beziehung stehen. Begriff" aber ist damit nicht abgeleitet. daß wir uns a n ihnen der spezifischen Regel. abstrahiert" werden. anderseits die Kategorie des Dinges und seiner Eigenschaften. selbst nicht als Besonderheiten voraussetzt. aus welchen der Begriff sich entwickeln soll. daß wir hier bei einem bloßen Anfang stehen. Zwei verschiedene Richtungen der Betrachtung sind es vor allem. der über sich selbst hinausweist. Die Einheit des Begriffsinhalts kann somit aus den besonderen Elementen des Umfangs nur in der Weise . » Was der : Theorie der Abstraktion Halt verleiht. bewußt werden nicht aber derart.. muß es auch sogleich deutlich werden. durch bloße Summierung oder Fortlassung von Teilen zusammensetzen.

die uns von vergangenen Wahrnehmungen zurückgeblieben sind. daß wir von ihnen absehen und sie als gleichgültig aus dem Kreise der Betrachtung ausscheiden. Die Kategorie des Dinges erweist sich hierzu schon dadurch als untauglich. daß das Denken. das sie indessen keineswegs vollständig aus- messen und erschöpfen. soll darin bestehen. ist es. fallen lassen. daß wir in der reinen Mathematik ein Wissensgebiet besitzen. die tatsächlich immer vorhanden sind. von hier aus seine Einzelheiten zu bestimmen. Der wesentliche Akt. so könnte es niemals dahin kommen. nicht möglich ist es bedagegen. die ihn zur Begriffsbildung befähigt. in einer allgemeinen logischen Theorie der Relationen. der hierbei vorausgesetzt wird. wirklich zu erfassen. völlig scharf bestimmt. würden sie uns den entschwundenen Inhalt des Bewußtseins in seiner ganzen konkreten Lebendigkeit zurückrufen. die individuellen Unterschiede der Fälle. in welchem und deren Beschaffenheiten prinzipiell abvon gesehen wird. Wir können versuchen. indem es von den niederen Begriffen zu höheren und umfassenderen aufsteigt. unter dem eingeschränkten Gesichtspunkt stimmter Beziehungen. für den Aufstieg vom Besonderen zum Allgemeinen gegeben wird. sich hierbei in bloßen bewegt. einen Gesamtplan dieses Systems verschafft haben. seine Unfähigkeit. so zeigt sich das paradoxe Ergebnis. die in der naiven Weltansicht bevorzugt sind. Die glückliche Gabe des Vergessens. sondern gehören einem System logischer Kategorien an. daß die Erinnerungsvorstellung mit einem neu auftretenden Eindruck als völlig gleichartig aufgefaßt würde und so mit ihm zu einer Einheit verschmelzen könnte. an denen wir zunächst festhielten. daß wir gewisse Bestimmtheiten. die unserm Geist eignet. einen Überblick über das Ganze möglicher Weisen der Verknüpfung zu gewinnen. die hier bedroht. Wären alle Erinnerungsbilder. An diesem Punkt enthüllt sich zugleich eine neue und allgemeinere Schwierigkeit.nicht isoliert. Erst die Unsicherheit der Re- Dingen Negationen 23 . indessen Grundbegriffen daher auch nicht irgendwelche Gemeinsamkeiten der Dinge festgehalten sein können. die die traditionelle logische Lehre Wenn wir lediglich der Vorschrift folgen. nachdem wir uns.

Tübingen 1908. der in der Philosophie des 18. In der Tat scheidet sich an diesem Punkt aufs deutlichste der Begriff vom o n t o logischen Begriff. B. Hält man an dfeser Auffassung fest.Produktion. für die sie angewendet werden sollen. hierzu z. sondern sie aus der allgemeinen Formel herleiten zu können. Gegen eine derartige Konsequenz aber schützt wiederum derjenigen Wissenschaft. Diese Möglichkeit der Hecleitimg ~äber ist bei den logischen Schulbegriffen nicht ersichtlich: denn da diese. nicht aufgehoben. In seiner Kritik der Logik der Wolffischen Schule bezeichnet es L a b e r t als den entscheidenden Vorzug der mathematischen . die spezielleren Fälle nicht nur alle zu haben. die niemals das Ganze des früheren Eindrucks. Aufl. gemäß der gewöhnlichen Vorschrift. sowie 168 ff. Statt zu einer tieferen Erfassung ihres Gehalts und ihrer Struktur würden wir nur zu einem oberflächlichen Schema gelangen. daß in ihnen die der speziellen Fälle. In dem methodischen Kampf um die Grenzen der Mathematik und Ontologie. Allgemeinbegriffe".. so gelangt man demnach zu dem seltsamen Ergebnis. an Stelle der individuellen Anschauung ein verallgemeinerndes Gesamtbild. Sigw^art. Jahrhunderts geführt wurde. 2. in welchem alle eigentümlichen Züge des besonderen Falles ausgelöscht wären. die wir an die gegebene Anschauung wenden. f. nur dazu dient. vgl. m Bestimmtheit * H. so hat dies lediglich den Sinn und die Tendenz. sondern in aller Strenge aufrecht erhalten wird. sie uns mehr und mehr zu entfremden. in welcher die Schärfe und Klarheit der Begriffsbildung ihre höchste Stufe erreicht. 50 Psychologie des emotionalen Denkens. daß alle logische Arbeit.. 24 . Logik. sondern nur seine verschwimmenden Umrisse festhält.. S. ist denn auch dieses Verhältnis gelegentlich zu besonders prägnantem und glücklichem Ausdrück gelangt. S. an Stelle der wirklichen Wahrnehmung ihre verstümmelten und verblaßten Reste zu setzen*. So beginnt alle Begriffsbildung damit. Ma Man i e r . durch die Betrachtung mathematische . Wenn der Mathematiker seine Formeln allgemeiner macht. ermöglicht diese Zusammenfassung an und für sich ungleichartiger Elemente.

§ 193 ff. der vermag aus ihm alle mathematischen Verhältnisse. sondern er sucht das Auftreten und den Zusammenhang eben dieser Besonderheiten als zu erweisen. m. während er anderseits dieses Problem nicht isoliert. gelangen. nicht achtlos beiseite. sondern als völlig bestimmte Stufen im allgemeinen Prozeß der Veränderung fixiert und festgehalten.Weglassen des Besonderen entstanden sein sollen. sondern in kontinuierlicher Verknüpfung mit anderen. indem wir einen bestimmten Parameter. als veränderlich betrachten und ihn eine stetige Reihe von Größenwerten durchlaufen lassen. wer ihn besitzt. deren sie fähig sind. 422 f. Schrift über das Erkenntnisproblem in der Philosophie und Wissenschaft der neueren Zeit. * S. II. Vgl. der Ellipse usw. 25 . die Bestimmung des Spezialen aus dem Allgemeinen dagegen desto schwerer: denn beim Abstrahieren hat er alle Sondermerkmale derart fortgelassen. Diese schlichte Bemerkung enthält in der Tat den Keim zu einer tiefen und folgenreichen Unterscheidung. so wurde die Wiederherstellung der besonderen Momente und Gesichtspunkte den Gehalt des Begriffs selbst aufzuheben scheinen.P hilosophen" das Abstrahieren freilich sehr leicht. genau abzuzählen vermag*. die an dem besonderen Wortzeichen notwendig — — Problem auftreten. abzuleiten. Der allgemeine Begriff erweist sich hier zugleich als der inhaltsreichere. also in seiner tieferen systematischen Bedeutung erfaßt. So wird dem . Bd. Lambert. die ihren Ausdruck im bloßen sprachlichen findet.. So können wir von einer allgemeinen mathematischen Formel etwa von der Formel der Kurven zweiter Ordnung zu den speziellen geometrischen Gebilden des Kreises. Die Einzelfälle sind nicht von der Betrachtung ausgeschieden. Was er gibt. der in ihr auftritt. Riga 1771. die er unter sich faßt. ist eine universelle Regel für die Verknüpfung des Besonderen selbst. daß er sie nicht mehr wiederzufinden und noch weniger die Abwechslungen. S. Das Ideal des wissenschaftlichen Begriffs tritt hier der schematischen Gattungsvorstellung. Anlage zur Architektonik oder Theorie des Einfachen \ind des Ersten in der philosophischen und mathematischen Erkenntnis. gegenüber-v Der echte Begriff läßt die Eigentümlichkeiten und Besonderheiten der Inhalte.

um so deutlicher tritt auch die eindeutige Bestimmtheit des Besonderen selbst zutage. der das Besondere aller Arten in sich aufnimmt und es nach einer Regel entwickelt. je fester dieser Zusammenhang nach Gesetzen sich knüpft. die uns vorliegt. indem wir sie durch ein durchgreifendes Gesetz verbunden denken. Und je weiter wir hierin fortschreiten. 3 haben kann. 2. sondern wir schaffen für ihre Glieder eine eindeutige Beziehung. wo z nur die Werte 0. indem wir in der modernen Geometrie zu . B. Neuere Darstellungen der formalen Logik haben versucht.Wiederum die zeigt es sich hier von einer neuen Seite. weil sie das allen gesuchten Zahlen gemeinsame Bildungs- — — — — — gesetz darstellen. sie sind zugleich konkret. diesem Sachverhalt Rechnung zu tragen. die andere durch 3 teilbar sei. und von denen die eine durch 2. „Wenn z. sofern sie. weil. da auf diese Weise erst das gesamte axiomatische Gefüge dieses unseres Raumes sich in voller Deutlichkeit heraushebt. konkrete Allgemeinheit dagegen dein Gesamtbegriff. sondern die Allgemeingültigkeit eines Reihenprinzips das charakteristische Moment des Begriffs bildet. Denn sie sind allgemein. alle Artunterschiede fallen läßt. die Algebra die Aufgabe. wenn man z successiv die bezeichneten vier Werte gibt. Das- 26 .. höheren" Raumformen emporsteigen. an und für sich gedacht. deren Summe gleich 25. und woraus von selbst für die erste die Form 22 6z folgt. dadurch löst. zwei ganze Zahlen zu finden.^ Abstrakte Allgemeinheit kommt der Gattung zu. Wir heben aus der Mannigfaltigkeit. so sind dies Formen von konkreter Allgemeinheit. aus diesen Formen die gesuchten Zahlen selbst als Arten derselben folgen. r So gelangt um nur ein einzelnes bezeichnendes Beispiel zu gebrauchen die Anschauung unseres Euklideischen dreidimensionalen Raumes nur zu um so schärferer Auffassung. daß nicht „Allgemeinheit" eines Vorstellungsbildes. 1. nicht irgendwelche abstrakten Teile heraus. daß sie die zweite durch die Form 6z-(-3 ausdrückt. indem sie im Anschluß an eine bekannte Unterscheidung Hegels der abstrakten Allgemeinheit des Begriffs die konkrete Allgemeinheit der mathematischen Formel gegenüberstellen.

ein allgemeines Gesetz dar. unter sich begfeift*". das in konsequenter Durchbildung und Ausführung dazu führen muß. Der Logik des Gattungsbegriffs. die die Theorie selbst in neuerer Zeit genommen hat. den diese Lehre ihr vorschreibt: denn sie begnügt sich niemals damit. 27 . Eine Andeutung dieses Motivs findet sich zunächst in den skeptischen Bemerkungen. S. die. tritt jetzt die Logik des mathematischenFunk- tionsbegriffs Form gegenüber. die L t z e der gewöhnlichen Lehre von der Abstraktion entgegengehalten hat. 22. Wenn wir aus der Zusammenfassung von Funktionsbegriffe derAbstraktion — — Drobisch. Wird dies aber einmal anerkannt. Das Anwendungsgebiet dieser der Logik aber kann nicht im Gebiet der Mathematik allein gesucht werden.* Überall zeigt sich hier ein neues Motiv. die Fragestellung über die traditionellen Gesichtspunkte hinauszutreiben.selbe gilt überhaupt von jeder mathematischen Funktion Denn jede Funktion stellt einer oder mehrerer Variablen. Vielmehr greift hier das Problem sogleich auf das Gebiet der über: (denn der Funktionsbegriff enthält in sich zugleich das allgemeine Schema und das Vorbild. läßt sich schließlich die Bedeutung des Problems in einer charakteristischen Wendung aufweisen. zugleich alle einzelnen Fälle. das vermöge der successiven Werte. bei dem Fortgang zum Allgemeinbegriff die besonderen Merkmale ohne Ersatz wegzulassen. den Aufbau der innerhalb der Wissenschaft selbst zu verfolgen und damit die veränderte Auffassung des Begriffs an konkreten Beispielen zu bewähren. Neue Darstellung der Logik. so eröffnet sich damit zugleich neues Gebiet der Untersuchung. Die wirkliche Praxis des Denkens geht wie er ausführt in der Bildung der Begriffe keineswegs den Gang. welche die Variable annehmen kann. unter dem Gesichtspunkt und der Herrschaft des Substanzbegriffs steht. — Ehe wir indessen daran gehen. für die es für die Logik ein völlig gilt. wie wir sahen. nach welchem der moderne Naturbegriff in seiner fortschreitenden geschichtlichen Ent- Naturerkenntnis wicklung sich gestaltet hat.

Das bloß negative Verfahren dagegen würde zuletzt zur Vernichtung aller Bestimmtheit überhaupt führen. wenn wir in ihm jede Erinnerung an die Momente der Fortpflanzung. daß es weder besondere besonderen Gesamtheit rot noch gelb sei. zwar nicht die Farbe des Goldes.. die hier mathematischen gegeben wird. der Selbstbewegung und Respiration deshalb einer weil sich keine Form der Fortpflanzung.Gold. S. das der Begriff alsdann bedeutete. Begriffe scharf und bestimmt formuliert von einer neuen Seite her. sondern es muß der positive Gedanke hinzutreten. daß es in irgend- Weise jedenfalls gefärbt. Pi P2> ^1 ^2' kann also die Regel bilden. der uns auf diese Weise entsteht. Und analog würden wir den allgemeinen Begriff des Tieres nicht erhalten. weder dieses noch jenes spezifische Gewicht. auf Grund psychologischer Erwägungen. Atmung Weglassung Rückweg » Lambert hatte. Silber. nicht den Glanz des Silbers. 28 . Blei den Begriff des Metalls bilden. 2. der usw. so daß unser Denken von dem logischen Nichts. dem jenes * Lotze. die allen Tierarten gemeinsam wäre. Aufl. deren Einzelarten p^ p^ un d qi qa sind. noch etwa das Gewicht des Kupfers oder die Dichtigkeit des Bleis zusprechen. angeben läßt. das am Beispiel der fallen ließen. so führt sie ersichtlich auf die Forderung. dicht und glänzend sei. sondern immer müssen an Stelle der weggelassenen besonderen Bestimmungen die allgemeinen Merkmale P und Q eingesetzt werden. zu Ende. wenn wir aller dieser Einzelbestimmungen einfach die von ihm verneinen wollten. Denn zur Charakteristik des Metalls reicht offenbar nicht die Vorstellung aus. so können wir dem abstrakten Gegenstand. an Stelle des einzelnen Merkmals. nähert. 40 f. das bei der Begriffsbildung fortfällt. diese oder jene Härte und Dichtigkeit besitze. Nicht die einfache der Merkmale die in den verschiedenen Arten verschieden sind. in irgendeinem Grade jedenfalls hart. wie L o t z e sich hier dem Problem. Kupfer. den Inbegriff ins Auge zu fassen. Leipzig 1880. Logik. keinen zu den konkreten Sonderfällen zu finden vermöchte *. Man sieht. nicht minder unzulässig aber wäre es. Denkt man die Vorschrift.

In Wahrheit wird. diese Umsetzung in eine neue Form des logischen „Seins" bildet die eigentlich positive Leistung der Abstraktion.. Die festen Eigenschaften werden durch allgemeine Regeln ersetzt. in Dingen und ihren Eigenschaften erschöpft glaubt. die ihrer Grundtendenz nach an der traditionellen Lehre von der Abstraktion festhalten. Dieser Inbegriff aber wird uns dargestellt. zusammen. in bezug auf welches wir den Begriff. Diese Verwandlung. sondern denken uns das Ganze der Einzelglieder « durch einen veränderlichen Ausdruck x. Bezeichnend hierfür ist es z. repräsentieren... Diese Wendung des Gedankens läßt sich selbst in solchen Darstellungen der Logik verfolgen.Merkmal als vereinzelte Bestimmung angehört. So zeigt sich hier. das Ganze der Glieder ß durch einen veränderlichen Ausdruck y gegeben. Auf diese Weise fassen wir das Gesamtsystem in einem Ausdruck a x y . so lange scheint freilich jede begriffliche Verallgemeinerung zugleich eine Verkümmerung des begrifflichen Inhalts zu bedeuten. was auf diese Weise vernichtet zu werden scheint. • - m 29 .. Aber je mehr der Begriff gleichsam von allem dinglichen Sein entleert wird. der durch stetige Abwandlung in die konkrete Allheit der Reihenglieder übergeführt werden kann und uns daher den Aufbau und die logische Gliederung des Inbegriffs vollgültig darstellt. Wir können von der besonderen Färbung absehen. bestimmt denken. die uns eine Gesamtreihe möglicher Bestimmungen mit einem Blick überschauen lassen. den wir bilden. wenn wir nur die Gesamtreihe der Farben überhaupt als Grundschema festhalten. in anderer Form und unter einer anderen logischen Kategorie festgehalten. um so mehr tritt auf der andern Seite seine eigentümliche funktionale Leistung hervor. B. a ag ß2» a a^hnicht unmittelbar zu ihrem gemeinsamen Bestandteil a über. die uns die ganze Gruppe möglicher Werte. wenn E r d a n n . Wir gehen von einer Reihe a ai ßi. indem wir an Stelle konstanter Einzelmerkmale variable Termini einsetzen. daß der Fortfall der Sonderbestimmungen nur scheinbar ein rein negativer Prozeß ist. Solange man alle Bestimmtheit in konstanten Merkmalen. die die verschiedenartigen Merkmale annehmen können.

daß irgendein Allgemeines vermöge der Gleichförmigkeit. eine neue Nuance der Reihe bunter Farben. bestimmt ist.Theorie des Begriffs bereits Betrachtung der mathematizur Einführung eines neuen terminologischen Festsetzung gedrängt sieht. die wir als . Gegenstände zweiter Ordnung" gegenüber. Logik. Erdmann. 158 f. eine neue chemische Verbindung der Reihe bekannter Verbindungen von ähnlicher Konstitution: da genügt die einmalige Bildung.. Die erste Phase jeder Begriffsbildung so wird jetzt gelehrt besteht freilich darin. um ihn in dieser seiner Bestimmtheit als Glied der Reihe festzuhalten. die durch den Akt der Vereinigung zwischen den seine psychologische abgeschlossen vorliegt. Aufl. wo wir irgendwelche Gegenstände unseres Denkens zu einem Gegenstand zusammenfassen. um irgendeine begriffliche Fixierung zu treffen. treten jetzt . Gegenstände erster Ordnung" bezeichnen können. selbständig herausgehoben wird. die Gegenstände unseres Vorstellens gegeneinander zu begrenzen. daß wir scliließlich. so doch nicht die einzige Bedingung. aber diese Gleichförmigkeit des Gegebenseins ist. 2. der sich als wohlbegrenztes Glied in eine Vorstellungsreihe einordnet.. wenngleich die ursprüngliche. Überall dort. Form B.. „Wo immer im entwickelten Vorstellen ein zusammengesetzter Gegenstand sich in unserer Wahrnehmung einfindet. 30 . auch falls er nie wieder zu unserer Wahrnehmung gelangen sollte"*. auf die vielfältige Wiederholung des „gleichen" Inhalts in keiner Weise mehr angewiesen sind. mit der sein Inhalt in dem wechselnden Besonderen wiederkehrt. S. deren logische Eigenart lediglich durch die derZuaus der sie hervorgehen. bei der schen Mannigfaltigkeiten sich Gesichtspunkts und einer neuen nachdem — — — Zusammen- sammenfassung. haben wir damit einen neuen „Gegenstand zweiter Ordnung" geschaffen. /Den Gegenständen der Sinneswahrnehmung. dessen gesamter Gehalt sich in den Beziehungen ausdrückt. die uns lehrt. Im Fortschritt des Denkens wird vielmehr das Bewußtsein der Gleichförmigkeit durch das Bewußtsein der gehörigkeit ergänzt und berichtigt: und so weit geht diese Ergänzung.

sie kann dagegen diesen Bestandteilen keinen neuen Sinn geben und ihnen keine neue logische Funktion verleihen. Und dieses Kriterium. wenn sie die Elemente. so muß notwendig die Frage entstehen. Allgemein tritt jetzt. die in der Wahrnehmung bereits gegeben sind. wie er selbst hervorhebt. für diese Leistung niemals zureichen können. Es ist klar. wie sehr man sie auch gehäuft und kompliziert denken mag. die im Begriff gemeint ist. das hier nur nachträglich und als sekundäres Moment eingeführt wird.Einzelelementen hergestellt werden. der über ihre Vereinigung zu einem Begriff entscheidet. aus denen sie den Begriff herausliest. Denn das sinnliche Erlebnis betrifft ausschließlich einen bestimmten Einzelgegenstand oder eine Mehrheit solcher Einzelgegenstände: alle Summierung von Sonderfällen aber schafft niemals die spezifische Einheit.. jeglichen Halt. gegenüber einer tieferen Phänomenologie der reinen Denkvorgänge. zugleich mehr und mehr das Bedürfnis einer neuen psycho- — -* logischen Fundierung hervor. Die Lehre von der samkeit als dem eigentlichen schöpferischen Vermögen der Begriffsbildung verliert demnach. zu der Erdmann. daß die „Abstraktion" richtungsund steuerlos bliebe. Denn die Aufmerksamkeit trennt oder verbindet nur Bestandteile. Verflechtungszusammenhang" von Elementen. ist das bisherige Schema der Begriffsbildung bereits durchbrochen: denn an Stelle der Gemeinsamkeit von Merkmalen ist es jetzt der . erweist sich bei näherer Analyse in der Tat als das eigentliche logische Prius: denn wir sahen bereits.. sondern besitzen sie eine eigene Struktur und . nicht von Anfang an durch eine bestimmte Relation verknüpft und kraft ihrer geordnet dächte. daß bloß sinnliche Erlebnisse. Wesenheit". Wahrnehmungsinhalten welcher Art diese Wesenheit uns zum Bewußtsein kommt und durch welche Akte sie erfaßt wird. Fallen die von denen die reine Logik handelt. je tiefer das rein logische Wesen der Relations. mit den individuellen nicht schlechthin zusammen.und Mannigfaltigkeitsbegriffe sich erschließt. durch die Probleme der modernen Mengenlehre hingeführt wird. in Gegenstände. Ein solcher Aufmerk- 31 . Durch diese Betrachtungsweise aber.

die auf das Bewußtsein der Empfindung oder Wahrnehmung in keiner Weise zurückführbar sind. ob ich etwa aus dem Wahrnehmungskomplex eines Hauses seine bestimmte rote Färbung heraushebe. oder ob mein Bewußtsein auf eine konkrete Ding. indem sie ihm verschiedene gegenständliche „Intentionen" aufprägen. Will man jetzt noch davon sprechen.Wandel der Funktion aber ist es. selbstständigen Denkakte. die den sinn- einheitlichen Inhalt differenzieren. lich und diese seine Bedeutung erwächst ihm aus den wechselnden logischen „Aktcharakteren". Es ist. so besagt dies doch. tritt dasjenige. was der Inhalt seinem materialen sinnlichen Gehalt'nach ist. deren jeder eine besondere Art der Bemerken 32 .oder Vorstellungsgruppe von vier Elementen gerichtet ist. etwas völlig anderes: denn jetzt ist die Abstraktion nicht mehr ein gleichförmiges und unterschiedsgegebener Inhalte. Diese Aktcharaktere. sondern sie bezeichnet loses den einsichtigen Vollzug der verschiedenartigsten. sind auch psychologisch ein völlig ursprüngliches Moment. det der Begriff sein Dasein verdankt. die sich notwendig Ganze von Beziehungen. die sich an ihn heften können.und Vorstellungsinhalte erst zu Begriffen im logischen Sinn umschafft. ob ich von der Zahl „Vier" mathematisch gültige Urteile fälle und sie dadurch in einen objektiven Zusammenhang von Relationen einreihe. So drängt die Psychologie des Denkens hier zur Setzung eines neuen Moments. was er im Zusammenhang der Erkenntnis immer auf * bedeutet. es sind eigene Weisen des Bewußtseins. gegenüber der herkömmlichen sensualistischen Lehre. Die logische Bestimmtheit der „Vier" ist durch ihre Einreihung in ein ideelles und somit zeitlos gültiges ihre Stelle im mathematisch gegeben. der Wahrnehmungs. Es ist etwas anderes. durch ein individuelles Jetzt und Hier beschränkt. oder aber ob ich auf „das" Rot als Spezies hinblicke. diese Form der Bestimmtheit definierten Zahlsystem aber vermag die sinnliche Vorstellung. ob ich dieses oder jenes Einzelmerkmal an einem Dinge ergreife. etwas anderes. daß die „Abstraktion" es ist. auch vom Standpunkt der rein deskriptiven Analyse der Bewußtseinsvorgänge. nicht wiederzugeben. Neken dasjenige.

. objektiven" logischen Untersuchung ergeben hatte. 2. die die „Gleichheit" bestimmter Vorstellungsinhalte als eine selbstverständliche psychologische Tatsache hinnimmt und für die Erklärung des Prozesses der Begriffsbildung verwendet. ist mit Recht darauf verwiesen worden. ist jedoch ein Eigenartiges und Neues gegenüber den verglichenen Inhalten selbst. des Gesichtspunkts. wenn bereits eine bestimmte . denn bei dieser Aufzählung fiele gerade das erzeugende Prinzip fort. u s s e r 1 . indem wir nunmehr von selten der „subjektiven" Analyse. Der Inhalt des Begriffs läßt sich in die Elemente des f a n g s nicht auflösen. bes. durch welche a b c geordnet sind. Logische Untersuchungen. . Nr.. das die einzelnen Glieder zu einem funktionalen Inbegriff verknüpfbar macht. Diese Identität der Hinsicht. . Der Unterschied zwischen diesen Inhalten einerseits und zwischen den begrifflichen . daß von Gleichheit irgendwelcher Elemente nur dann mit Sinn geredet werden kann. Band vgl. Um . innerhalb der . (Halle 1901). weil beide nicht in einer Linie liegen. Kenne ich die Relation. er ist kategorial und gehört zur „Form des Bewußtseins". Gegenüber der empiristischen Deutung Lehre. Spezies". II: Die ideale Einheit der Species und die neueren Abstraktionstheorien. ist ein nicht weiter zurückführbarer Tatbestand. unter welchem die Vergleichung stattfindet. so kann ich sie durch Reflexion heraus- Reihenform. durch die wir sie geeint denken.. Substanzbegriff 3 33 . Es ist in der Tat der charakteristische Gegensatz von Reihenglied und der hier eine neue Ausprägung findet. Hinsicht" festgestellt ist. das die Einzelglieder verknüpft. in welcher die Elemente als gleich oder ungleich bezeichnet sein sollen. von der reinen Phänomenologie des Bewußtseins her auf dieselbe grundlegende Unterscheidung geführt werden. ist durch die Aufzählung noch so vieler Fälle des Gesetzes nicht zu erschöpfen. Die Bedeutung des Gesetzes. deren Geltung sich uns bereits früher. / Somit schließt sich der Kreis der Betrachtung.des Inhalts. * Zwoa Ganzen H Cassirer. sondern prinzipiell verschiedenen Dimensionen angehören. eine eigene Richtung der Gegenstandsbeziehung in sich schließt*.

b. ob.). Wesen" des Begriffs.W. Psychologie und Erkenntniskritik. ist es unmöglich. das Problem des wie das Problem der Wirklichkeit nehmen an diesem Prozeß teil. insbesondere im Aufbau der exakten Wissenschaft. S. den reinen Begriff zu verdinglichen. Denn innerhalb der Grundprobleme gibt es nirgends absolute Trennungen und Grenzscheiden: jede Umgestaltung eines im echten und fruchtbaren Sinne „formalen" Begriffs zieht hier zugleich eine neue Auffassung des gesamten Gebietes nach 'sich. . ihren Ausdruck finden.. c. 20 ff. . vor uns. c dagegen und zum gesonderten Gegenstand des Denkens machen. lediglich seinem logischen Gehalt nach untersucht werden kann. Reihenformen" liegt im System der Wissenschaften. aus dem bloßen Beisammensein von in der Vorstellung die Eigenart der verknüpfenden Relation zu gewinnen. Mit diesen Betrachtungen ist die Richtung der folgenden Untersuchung vorgezeichnet. die sich jetzt herauszubilden beginnt.. nicht in einer einfachen Anschauung. Die Gesamtheit und die Stufenfolge der reinen .) Der Gefahr. Die Reihenform F(a.lösen a. in eindeutiger Weise unterscheidet. wie hier allmählich die dogmatische Starrheit der traditionellen Formen sich zu lösen beginnt. . läßt sich offenbar nicht in der Art eines einzelnen a oder b oder c denken. kraft welcher sie sich von anderen möglichen Reihenformen 0. und diese Bestimmtheit kann immer nur in einem synthetischen Akt der Definition. ihm eine selbständige Wirklichkeit neben den Einzeldingen anzuweisen. Diese Selbständigkeit der reinen Logik aber bedeutet keineswegs ihre Isolierung innerhalb des philosophischen Systems. (S. die die Glieder einer Mannigfaltigkeit verknüpft. Ihr „Sein" besteht ausschließlich in der logischen Bestimmtheit. Hier findet daher die Theorie ein reiches und fruchtbares Gebiet. b. das unabhängig von jeder metaphysischen oder psychologischen Voraussetzung über das . das durch ihn beherrscht und geordnet wird. Und die neue Form. bedeutet zugleich die Form für einen neuen Inhalt. ohne damit ihres eigentlichen Gehalts verlustig zu gehen. — Bewußtseins 34 . Schon ein flüchtiger Überblick über die Entwicklung der „formalen" Logik konnte uns zeigen. kann diese Auffassung nicht unterliegen.

aber zugleich vertieft und verschärft sich die Einsicht. An ihm entwickelt sich zuerst das Bewußtsein von dem Wert und der Bedeutung der Begriffsbildung überhaupt. weder in ihrem Verhältnis zu sich selbst. Im Gedanken der Zahl scheint alle Kraft des Wissens. Unter den Grundbegriffen der reinen Wissenschaft steht der Begriff der Zahl historisch wie systematisch an erster Stelle. der sich innerhalb des Gebiets der Logik verfolgen ließ. daß es bestimmte Grundeigenschaften der Objekte sind. in welcher es sich nunmehr erst in voller Klarheit heraushebt und abgrenzt.Zweites Kapitel: Die Zahlbegriffe. tritt freilich allmählich zurück. Dinge 3* 35 . Nichts von den Dingen wäre erfaßbar. Das allgemeine Ideal des Erkennens erhält hier eine bestimmtere Formung. in der Zahl die Substanz der zu erfassen. wenn uns sogleich an der Schwelle der Algebra derselbe typische Widerstreit entgegentritt. in ihm den metaphysischen Kern der Objekte zu sehen. daß in ihr die Substanz der rationalen Erkenntnis wurzelt. so muß erwartet werden. So ist es verständlich. Der Anspruch. Folgen wir der herkömmlichen logischen Ansicht. bleibt der Zahlbegriff noch immer der nächste und getreueste Ausdruck der rationalen Methodik überhaupt. die sich uns in den Zahlbegriffen offenbaren. I. Dieser Pythagoreische Satz bleibt durch alle Wandlungen der philosophischen Fragestellung hindurch seinem eigentlichen Gehalt nach unverändert. alle Möglichkeit der logischen Bestimmung des Sinnlichen beschlossen. In ihm spiegeln sich daher die prinzipiellen Gegensätze in der Grundauffassung der Erkenntnis unmittelbar wider. wenn die Zahl nicht wäre und ihr Wesen. noch zu anderen. Auch nachdem man aufgehört hat.

das im ersten Fall entsteht.Zwei" oder der „Drei" wäre somit aus einer Mehrheit gegenständlicher Gruppen in derselben Weise abgesondert. daß das Wahrnehmungsbild. wenn auf diesem Standpunkt der springt. nach J. als wenn sie M + 1=3 . sie in Teilgruppen von der Art oo. sondern eine induktive Wahrheit. die wir über Trennungen und Zusammen- — 86 . So stellt der Satz. wenn sie in zwei getrennten Haufen vor uns liegen.. Der Begriff der . — — zu einem Haufen vereinigt sind: die Behauptung. ist daher keineswegs ein nichtssagender identischer Satz.. der Arithmetik verlieren ihre bisherige Ausnahmestellung: sie rücken auf die gleiche Linie mit sonstigen physikalischen Beobachtungen. streng genommen. ihr zufolge. Immer ist es uns gelungen. auch eine bestimmte Beschaffenheit an sich tragen.. wie der Begriff einer bestimmten Farbe aus der Vergleichung der farbigen Wahrnehmungsdinge entEs ist folgerecht. den unsere räumliche Wahrnehmung uns bisher stets in derselben Weise dargeboten hat. den wir mit dem Begriff der Zwei und der Drei zu verbinden haben: sondern er berichtet von einem empirischen Tatbestand. keine bloße Fixierung des Sinnes dar. die ihnen ihren Zahlcharakter aufprägt. daß 2 ist. Solche Wahrheiten bilden die Grundlage der Wissenschaft von der Zahl. St. über keinen anderen Gesichtspunkt: wie die Gegenstände sich nach Größe und Gestalt. Der Schein der Idealität. sobald wir drei Dinge in einer bestimmten Anordnung etwa in der Form o " o vor uns sahen. der dieser Die Sätze Wissenschaft anhaftet. i 1 1 keine bloße Definition. Abstraktion" verfügt. Betrachtung alle Aussagen über Zahlen und Zahlenverhältnisse als der Ausdruck bestimmter physischer Eigenschaften der Objekte angesehen werden.Die Theorie der . sich durch eine bloße räumliche Umordnung seiner Teile stets in das zweite Wahrnehmungsbild überführen läßt. muß daher schwinden. Drei Kieselsteine machen. auf unsere Sinne nicht denselben Eindruck. nach Geruch und Geschmack unterscheiden. die uns durch frühe Erfahrung bekannt geworden und seither beständig befestigt worden ist. o zu zerlegen. so müssen sie. In der modernen Entwicklung I des Empirismus ist diese latente Konsequenz zuerst in voller Schärfe zutage getreten.

die sich nicht auf sinnfällige Tatsachen bezögen ? Der Begriff der Zehn bedeutet entweder nichts oder er bezeichnet einen bestimmten gleichbleibenden Totaleindruck. da mußte man die logische Struktur der reinen Zahlenlehre mit aller Energie und Schärfe von der Mill'schen Arithmetik In der Tat der „Kieselsteine und Pfeffernüsse" absondern. ebenso geläufig und selbstverständlich daß machen. M i 1 1 . die wir auf diese Weise aus der Betrachtung bilden. Buch 67 ff. der lediglich empirische Gewißheit besitzt: eine anders geartete Wirklichkeit. zehn Tönen. in der neueren Mathematik versucht wurde. das hier gezeichnet ist. so bezeichnender ist es. S. 37 . in die wir hineinversetzt würden. wäre. als er uns jetzt unbegreiflich und widersinnig er- System 2x2 scheint*. unter sich ein in welchem gewisse konstante Beziehungen obwalten. zehn Und daß die verschiedenartigen Pulsschlägen wiederfindet. damit den arithmetischen Begriffen gerade jene geraubt. dieses Faktum zu zergliedern und zu begründen. WiUiam Hamütons Phüosophy. die ihren eigentlichen Wert und Gehalt ausmacht. da mußte man es zunächst von dem Trugbild unterscheiden. eine neue physische Umgebung. wie könnte es auch sinnvolle und gültige Urteile geben. 6 . = 5 ist. Eindrücke. daß sie mit zwingender Notwendigkeit aus seiner allgemeinen Auffassung des Begriffs hergeleitet ist. Schon Um Faktum Wo — Bestimmtheit An examination of * Vgl. System of Logic. der sich immer wieder an Gruppen von zehn Körpern. welche sachliche Bedeutung und Tragweite scheinbar bloß formellen logischen Differenzen innezuwohnen vermag. Cap. — hier beim ersten Schritt in das Gebiet der exakten wissenschaftlichen Probleme zeigt es sich in voller Deutlichkeit. wenn Mills Ableitung zu Recht bestände. ist ebenfalls ein Satz. S. der Gegenstände gewinnen.Denn Setzungen innerhalb der Körperwelt gemacht haben. könnte uns den Satz. Denn wie immer man Mills Theorie der arithmetischen Grundprinzipien beurteilen mag: das eine ist anzuerkennen. daß diese erste Durchführung des Gedankens alsbald der zu einem unmittelbaren Widerstreit gegen das immer wissenschaftlichen Arithmetik selbst hinführt. II.

Die Zahl 753684 von der Zahl ihr unmittelbar vorausgehenden oder folgenden ebenso bestimmt und deutlich unterschieden. an den physischen Objekten ist.. der die Anschauung der entsprechenden konkreten Mengen voneinander scheidet? Und wie hier der charakteristische Inhalt der Zahlbegriffe verloren geht. wie es die Drei von der Zwei oder Vier ist.wenn eine von äußeren Dingen abstrahierte Eigenschaft auf Ereignisse. wo die Verknüpfung oder Trennung. wäre somit den Zahl- begriffen ihr eigentliches Fundament entzogen. „Es wäre in der Tat wunderbar. von der Zahl der Keplerschen Gesetze oder von der Zahl der Energiefaktoren: alles Gegenstände. was seiner Natur nach Wenn wir eine blaue Fläche sehen. so verlieren sie auf der andern Seite die Weite und Freiheit cTer Anwendung. aber wer vermöchte den „Eindruck" aufzuweisen. wo die Dinge selbst sich in sinnlich-räumliche Gruppen zusammenfassen und auseinanderlegen lassen. Es wäre gerade so. die wir in der Auffassung gegebener Mengen von Objekten erlangt haben. einem zähen Urteile reden wollte. die von den verschiedenen Gruppen in uns entstehen. die sie setzt. die sich nicht gleich Kieselsteinen an. in welchem diese aktuellen Verbindungen tatsächlich ausführbar und Trennungen allein möglich sind. bilden das eigentliche und unentbehrliche Substrat aller Aussagen über Zahlenverhältnisse. Die Synthesis des Zählens kann sich nach Mill nur dort betätigen. läßt sich indessen leicht erkennen. — — daß am sinnlich ist. Unsinnlichen vorkomme. auf Vorstellungen.Der logische Unterschied von Zahlen wäre begrenzt und gebunden durch die psychologische Unterscheidungsfähigkeit. Außerhalb des Gebiets der räumlichen Anschauung. Es ist ungereimt. sondern auch von der Zahl der Kategorien. Die wechselnden Bilder.und auseinanderlegen lassen. die ihnen wesentlich ist. einem salzigen Begriff. auf Begriffe ohne Änderung des Sinnes übertragen werden könnte. ist Daß diese Folgerung einen Widersinn in sich schließt. In Wahrheit sprechen wir indessen nicht nur von der Zahl der Körner eines Haufens. einer blauen Vorstellung. als ob man von einem schmelzbaren Ereignisse. so haben wir 38 ." so bemerkt Frege in seiner drastischen und treffenden Kritik derMill'schen Lehre .

welche zu einem Urteile führt. die beim Aufbau des Zahlenreiches beteiligt sind. Nur die ersten Wahrheiten der Arithmetik. daß dem Worte . der dem Worte „blau" entund diesen erkennen wir wieder. für die die Theorie eine Lösung versprach. so müßte er sich alsbald in eine Mehrheit unterschiedener intellektueller zerlegen. ff. Beobachtungen. wenn wir eine andere blaue Fläche erblicken. ihm einen scharfen und eindeutigen Sinn zu geben. S." Wenn die Absurditäten. sondern auf der „V des primitiven sinnlichen Grundbestands beruhen soll. aber man muß dabei dies Wort als Ganzes nehmen. so müßten wir dies auch in drei Begriffen wiederfinden. Wenn es möglich sein soll. nur die elementarsten Formeln sollen das Ergebnis unmittelbarer Beobachtung physischer Tatbestände sein. daß in derselben Weise beim Anblick eines Dreiecks etwas Sinnliches dem Worte „Drei" entspräche. erallgemeinerung" Funktionen Beziehung Arithmetik. in die die sensualistische Auffassung der Zahlbegriffe zuletzt unaufhaltsam verwickelt. Die Drei darin sehen wir nicht unmittelbar. die wir an kleineren Komplexen von Objekten gemacht haben. * Prege. 9 ff. fortschreitend auf größere und immer größere zu übertragen und die „Eigenschaften" der folgenden nach Analogie der früheren zu bestimmen: so setzt dies voraus. Man kann wohl zugeben. während die wissenschaftliche Form der Algebra nicht auf dem stets erneuten Zufluß von Wahrnehmungstatsachen. Wollten wir annehmen. Dieser Begriff aber schließt wiederum alle Rätsel ein. sondern wir sehen etwas. 31 f. 27 Breslau 1884. Versucht man. daß diese geistigen Tätigkeiten. diese Leistungen des Urteils auch hier nicht gänzlich ausgeschaltet. S. 39 . woran eine geistige Tätigkeit anknüpfen kann. S.. dreieckig" eine Art sinnlicher Eindrücke entspreche. etwas Unsinnliches würde etwas Sinnliches an sich haben. daß zwischen den verglichenen Fällen irgendeine Form der und der A b spricht. bes.einen eigentümlichen Eindruck. sondern stillschweigend geduldet werden. nicht sogleich in der ersten Ableitung unmittelbar zutage treten. so liegt der Grund hierfür darin. Die Grundlagen der zum Ganzen vgl. in dem die Zahl 3 vorkommt*.

die es ge- stattet. einer individuellen Menge entMengen von mehr oder weniger wenn wir sie nicht sämtlich als ihrer : i „Natur" nach begriffen diese Gleichartigkeit aber besagt nichts anderes. daß jede Einheit. Wir hätten uns besteht. identischer Anwendung derselben Grundrelation von der einen Mannigin fortgesetzter andern zu gelangen. keine durchgehende Beziehung würde mehr die Glieder des Zahlenreiches zusammenschließen. In der Konsequenz. vielmehr wäre jeder arithmetische Satz für jede einzelne Zahl durch Beobachtung und Wahrnehmung zu erweisen. auf Elementen auszudehnen. daß von dem Verhalten der einen kein Schluß auf irgendeine andere mehr zulässig wäre.hängigkeit ableitbar ist. die wir zu einer gegebenen Menge hinzufügen oder die wir von ihr wegnehmen. bietet sich der erste 40 . Die neuen Einheiten würden alsdann wie ebenfaltigkeit zur soviele besondere physische Umstände oder Kräfte wirken. die an gegengetreten ist. besonders unentbehrlich ferweisen. die durch die Erklärung beseitigt werden sollte. wenngleich verhüllt. als daß sie durch eine eindeutige gleichartig Regel miteinander verknüpft sind. Ohne die Annahme eines derartigen Zusammenhangs müßten wir in der Tat darauf gefaßt sein. daß dieselben gedanklichen Verfahrungsweisen. irgendeine Be- stimmung. jene Funktion der Allgemeinheit der Zahlbegriffe. Die sensualistische Theorie vermag dieser Folgerung nur dadurch zu entgehen. der die sensualistische Lehre zuletzt wider Willen unterliegt. die gesamte Beschaffenheit der Menge derart ändert. die das Gesamtbild völlig umgestalten und in seinen Kein überall anwendbares Gesetz. die sich für jede Theorie im Fortschritt zu den höheren arithmetischen Gebilden als Grundzügen aufheben könnten. Der Weg zu einem rein deduktiven Aufbau des Zahlenreiches ist damit wieder frei geworden: es genügt hierfür die Einsicht. die bereits in der Bestimmung der Elemente notwendige und hinreichende Grundlage bilden. Die Forderung der Verallgemeinerung der primitiven Zählerfahrungen enthält wiederum. daß sie unvermerkt in eine andere Richtung der Betrachtung abbiegt. kraft deren der eine aus dem andern nicht das Recht.

11 ff. Der Begriff verzichtet darauf. in denen wir nunmehr erst das wahrhafte Urbild der Zahlbegriffe zu erfassen scheinen. so sehr sie das Problem weiterführt. Die Zahlenlehre gelangt auch jetzt nicht zu selbständiger logischer Begründung. unmittelbar die äußere Realität in ihrem absoluten Sein nachzubilden. das sie mit der sensualistischen Ableitung teilt. aus einem gemeinsamen Prinzip übersieht und gestaltet. Zuvor indessen scheint sich noch ein anderer Weg darzubieten. sondern das „Bewußtsein" selbst in seiner eigentümlichen und ursprünglichen Daseinsweise bildet den Quell dieser Begriffe. nunmehr einen Anhang zur Für Psychoals logie (vgl. Der Akt der Zählung gibt nicht die Verhältnisse der Dinge an sich selbst.). daß alle arithmetischen Urteile auf physische Gegenstände gehen und in ihrer Geltung an sie geknüpft < bleiben: so bleibt dennoch eine zurück.Ausblick auf eine einheitliche methodische Ableitung. sondern nur die Art wieder. der sich auf sie gründet. wie sie sich in der Auffassung durch unser Ich andere Klasse von Wirklichkeiten Vor- psychische Wirklichkeit reflektieren. das sie umspannen und darstellen wollen. die uns früher innerhalb der allgemeinen logischen Theorie entgegentrat. als bleibt die Zahl von all den Beschränkungen frei. Die ganze Weite und Allgemeinheit des Zahlbegriffs scheint sich ihm hier aufs neue zu erschließen. Als stellung. Versagt die Ansicht. wie sie zuvor als Spezialfall der Physik erschien. Man erkennt. nicht ein materielles. sondern ein geistiges Sein ist es. oben S. wie sich hier an einem Sonderproblem dieselbe gedankliche Wendung wiederholt. die Psychologie indessen be- deutet die „Vorstellung" zuletzt nichts anderes einen 41 . zunächst noch ein Moment zurück. aber an Stelle dieser Realität tritt ihre Erscheinungsform in unserem Geiste. sondern sie bildet. die geforderte Beziehung der Zahlaussagen zum empirischen Dasein der Dinge wiederum herzustellen. Aber auch in dieser Umformung bleibt. solange sie noch als Ausdruck stofflicher Sonderexistenzen und ihrer Verhältnisse galt. die die Fundamente und den Aufbau. Nicht die Außendinge. die ihr auferlegt werden mußten.

Was hier gegeben ist. — Bedeutung * Vgl. a. nachdem er einmal verschwunden. wie sie sich in denkenden Individuen bisher abgespielt haben oder auch künftig ausnahmslos abspielen werden. berichtet von Zahlbegriffe. wenn jede Beziehung. wenn sie sich in allen Aussagen. S. Die charakteristischen Grundrelationen. daß wir ihn als Träger und Ausgangspunkt bestimmter Urteile. a.an sich" verbindet. der in den Einzelsubjekten nach besonderen Umständen entsteht und auf dieselbe Weise wiederum vernichtet wird: einen Inhalt. ist somit immer nur eine zeitlich beje ' grenzte und determinierte Wirklichkeit. besitzt bei all seiner Idealität eine völlig eindeutige Bedie ihn von den wandelbaren Inhalten Das psychologische der Vorstellung streng unterscheidet. nicht aber ein Bestand. 42 . 5 keiner Verkettung von Vorstellungserlebnissen.. der. Bild der Zwei mag sich bei dem einen mit räumlichen Nebenvorstellungen verbinden. durch 'einander ersetzen lassen. Begriffe sind identisch. es mag jetzt lebhafter. O. sondern er stellt einen Zusammenhang fest. auch auf den andern übertragbar ist. 37. nach dem Platonischen Ausdruck. niemals in völlig gleichförmiger Art wiederkehrt. hierzu wiederum Frege . in welche sie eingehen. Wendet man indessen dieses Kriterium an. + = stimmtheit. die Sieben und Fünf . daß 7 12 ist. als Inbegriff möglicher Relationen auffassen. der in verschiedenen Individuen verschieden ist und der auch für ein und dasselbe Subjekt../ // bestimmten seelischen Inhalt. die von dem einen gilt.an sich" mit der Zwölf . auf den dies Urteil sich richtet. jetzt matter erfaßt werden: so wird doch durch all diese Differenzen die arithmetische Was ein Begriff der Zwei nicht berührt*. Der Gegenstand. „ist" und bedeutet: dies kann nicht anders ermittelt werden als dadurch. so tritt sogleich die ganze Divergenz zwischen dem logischen Gehalt des Zahlbegriffs und dem psychologischen Begriff der Vorstellung hervor. der sich in unveränderlicher logischer Identität festhalten ließe. bei dem andern von ihnen frei sein. In der Erfüllung eben dieser letzteren Forderung aber besteht aller Sinn und aller Wert der reinen Der Satz.

Und nicht minder weist die Forderung der Unendlichkeit der Anzahlen über jede derartige Auffassung hinaus: denn alles „Sein" der Vorstellung geht in ihrem unmittelbaren Gegebensein. Nicht Objekte. d. an welche die Zahlbestimmung anknüpft und auf die ihr eigentlicher Sinn zurückgeht. — — — die die Entstehung und Bildung von Inhalten überhaupt beherrscht und leitet. Indessen scheint diese Kritik in dem Gegensatz. durch den wir irgendeine Einheit abgrenzen und die Synthese. läßt sich von hier aus in einer neuen Richtung verstehen und begründen. weil hier eine allgemeine Voraussetzung vorliegt. sind als Eigenschaften an gegebenen Vorstellungsinhalten nicht denkbar. in der wir derartige Einheiten zu neuen Gebilden zusammenfassen. den sie zwischen den reinen Zahlbegriffen und den psychologischen Vorstellungsinhalten feststellt. die den reinen Zahlbegriffen eignet. Die „Allgemeinheit".. in diesem Bewußtsein als gesonderte Elemente realisiert sein. daß sie das Doppelte oder Dreifache von ihr.. daß sie größer oder kleiner als eine andere. bilden die Bedingung. daß sie durch eine andere teilbar sei usf. sondern Akte derApperception sind es. vorhanden". Auch der Sensualismus erkennt diese Allgemeinheit an. Vorstellung" zu sagen. Es hat keinen Sinn. nicht irgendein besonderer Inhalt. in ihrem tatsächlichen Vollzug auf. unter der allein von einer Mannigfaltigkeit von Elementen und ihrem Zusammenhang die Rede sein kann. Das Charakteristische der Zahl so ließe sich mit Recht einwenden läßt sich nur deshalb nicht in irgendeinem besonderen und isolierten Bewußtseinsinhalt aufzeigen. Der Akt. der aus ihr erst nachträglich resultiert. Sind die Zahlen Wirklichkeiten im individuellen Bewußtsein. das sich gleichmäßig über — 43 . Die Tätigkeit der Unterscheidung und Verknüpfung.die in der Zahlenreihe obwalten. das Gebiet des psychischen Daseins selbst nicht nach seiner vollen Bedeutung und Weite ergriffen zu haben. so können sie nur in endlicher Menge . h. von einer . kann daher allein das gesuchte psychologische Korrelat der Zahlbegriffe sein. sei es der äußeren oder der inneren Wirklichkeit. aber er faßt sie seiner Grundansicht gemäß wie ein dingliches Merkmal.

einen Kreis von besonderen Objekten verbreitet. daß der Gedanke imstande ist. festzuhalten. eine Regel. die sich unserer Erfahrung entzogen haben. deren er sich einmal versichert hat. nicht weil sie als fertiger Bestandteil in jedwedem Einzelnen enthalten ist. 6. sofern sie auf alle Gegenstände und alle Arten der Existenz gehen. wie eine abstrakte Zahl. gegenüber allen Verschiedenheiten und Besonde- die Beurteilung jedes rungen ihrer Anwendung." so heißt es bei i 1 1. Buch II. daß die Behauptung der Universalität der Zahl. Erst die tiefere und reifere psychologische Ableitung der Zahlbegriffe aus dem Grundakt der apperzeptiven Verknüpfung und Sonderung überhaupt gewinnt hier einen neuen Gesichtspunkt der Begründung. und es gibt nichts dergleichen. die gleiche Eigenschaft wie die tatsächlich beobachteten aufweisen und sich somit den arithmetischen Gesetzen fügen. „müssen Zahlen von Etwas sein. in Wahrheit erschlichen ist. daß sie sämtliche Dinge überhaupt betreffen. — begriff- A System of Logic. Für sie heißt die Zahl allgemein. als eines solchen." Die mathematische Eigenschaft der Zählbarkeit der Dinge wird also hier in derselben Weise wie irgendeine physische Eigenschaft ermittelt: wie wir in durchgängiger Vergleichung der Einzelfälle lernen. Aber obwohl immer Zahlen von Etwas. so finden wir mittels einer analogen Methode die zahlenmäßige Bestimmtheit an ihnen vor. Man erkennt indes. Cap. sondern weil sie eine konstante für M i Bedingung Einzelnen. denn nichts verbürgt uns. wiederzuerkennen und in licher Identität Mill. § 2. Sätze über Zahlen haben daher die bemerkenswerte Eigentümlichkeit. DasBewußtsein dieser Allgemeinheit wird nicht durch das Durchlaufen einer unbestimmten Mehrheit von Fällen erworben. daß alle Körper schwer sind. daß diejenigen Fälle. die uns durch Erfahrung bekannt sind*. sofern sie sich auf ein derartiges Verfahren gründet. können sie nichtsdestoweniger Zahlen von jedem Beliebigen sein. sondern ist bereits in der Erfassung jedes einzelnen von ihnen vorausgesetzt: denn die Zuordnung dieses Einzelnen zu einem umfassenden Ganzen ist nur dadurch möglich. darstellt. 44 . „Alle Zahlen.

und wie gemäß dieser Verknüpfung jener gesamte logische Komplex von Sätzen entsteht. Wie die Eins sich mit der Zwei.diesem Ableitungsversuch.. Cap. stets Geschehnisse. Damit aber wiederholt sich die frühere Frage. unt. Nicht Begründung * Näheres hierüber s. so bleiben sie doch. wird indessen das eigentliche logische denen Problem der Zahl nicht sowohl gelöst.. deren Erfüllung noch durchaus problematisch erscheinen muß. noch einer inneren. der von den fertigen zu den Akten zurückgeht. bes. Denn welchen konstruktiven Wert man den reinen Denkakten immer beilegen mag. Der Aufbau und die objektive dieses System-Zusammenhangs gehört einer völlig anderen Methode an*. Denn welches Mittel der Begründung bleibt uns für einen Begriff. Diese Methode ist freilich zunächst eine bloße Forderung. kraft deren jegliches Element der Zahlenreihe mit jedem anderen nach ein für allemal feststehenden systematischen Regeln zusammenhängt. wenn wir ihn weder als Abbild einer äußeren. VIII. weder als physisches noch als psychisches Sein fassen wollen? Indessen ist diese Frage. Diese Grundform ist es. deren Ver- hältnis in den arithmetischen Urteilen ausgesprochen und fest- sondern über das gesamte Gebiet des Denkgeschehens hinaus greift hier der Gedanke zu einem Bereich idealer Gegenstände über. denen er eine dauernde und unveränderliche Grundform zuerkennt. als vielmehr nur um einen Schritt zurückgeschoben. doch nur der Ausdruck einer bestimmten dogmatischen Ansicht vom Wesen und von der Leistung des Begriffs. die in der Zeit kommen und gehen. die in der reinen Arithmetik vorliegen: dies wird nicht durch eine psychologische Zergliederung der Akte der Vorstellungsbildung ermittelt. 45 . es. Auch sie gehören somit einem bestimmten individuellen Bewußtseinsverlauf an. wie er hier und jetzt unter den besonderen Bedingungen des jeweiligen Moments vonstatten geht. aus sie sich bilden. Nicht zeitlich begrenzte Wirklichkeiten sind gestellt wird. die Zwei mit der Drei verknüpft usf. die sich unwillkürlich stets aufs neue vordrängt. in ihrem rein psychologischen Sinne gein Auch Vorstellungs inhalten nommen.

VIII. auch sonst ganz unentbehrdie gesamte Wissenschaft der Zahlen lichen Grundlage muß Hier scheint ganz im Sinne der tradierrichtet werden*. das sich aus selbständigen inhaltlichen Voraussetzungen entwickelt und allmählich festgestellt hat. Was S.nach dieser Grundansicht läßt sich das System der arithabschätzen. energischer aber kam nunmehr der Gedanke zur Bestimmungen der Zahl sich ohne jede auf sinnliche Objekte. daß schärfer als je zuvor die Forderung hervortrat. daß die überlieferten Bezeichnungen ? Dedekind. ist dadurch charakterisiert. schien bisweilen selbst der empirischen Wahrnehmung anheirnfajlen zu sollen: um so in y. einem Ding ein Ding entsprechen zu lassen. 46 . Raumes schien der Anschauung.was wir bei dem Zählen der Menge oder Anzahl von Dingen tun. . Aufl.. ." tionellen logischen Doktrin von einer Mehrheit von und von dem Vermögen des Geistes. die die wissenschaftliche Arithmetik den letzten Jahrzehnten genommen hat. den Zahlbegriff seinem vollständigen Gehalt nach aus Die Wissenschaft des rein logischen Prämissen abzuleiten. Dingen — . Dinge auf Dinge zu beziehen. ohne welche Fähigkeit überhaupt kein Denken möglich ist. Bratmschweig 1893. „Verfolgt man genau. ausaber dennoch zeigt es sich bei tieferem gegangen zu werden . ohne jede Anlehnung an meßbare Größen „durch ein endliches System daß alle Geltung." so beginnt D e d e k i n d seine Deduktion des Zahlbegriffs. Eindringen * sogleich. sondern ummetischen Begriffe und Sätze gekehrt findet die formal-logische Betrachtung hier eine Schranke und einen Maßstab an eben diesem System. sie abzubilden./ Auf dieser einzigen. oder einTDing durch ein Ding abzubilden. so wird man auf die Betrachtung der Fähigkeit des Geistes geführt. In dieser Herleitung der Arithmetik aus der Logik aber wird diese selbst bereits in einer neuen Gestalt vorausgesetzt. sind iind was sollen die Zahlen 2.. Die Entwicklung. Berufung konkrete einfacher Denkschritte" begründen lassen müssen. II.

i Und auch das Verfahren der „Abbildung" hat nunmehr eine charakteristische Wandlung erfahren. von denen in der weiteren Ableitung die ist. sollen die — zwischen Denkschritten und Denk- hat in seiner Schrift: . als die gedankliche durch die wir übrigens ganz verschiedenartige Elemente zu einer systematischen Einheit verknüpfen. die von ihnen selbst einen haben. die niemals losgelöst. Denn jetzt handelt es sich nicht mehr darum. soweit er für den Arithmetiker in Betracht kommt.. nicht ihre Übereinstimmung in irgendeinem sachlichen Teilbestand in Frage.. Systeme und Systemgruppen in strenger~T)egnfflicher Gliederung. So entstehen Kopie Zuordnung. erst in und mit den Beziehungen. Wir verfolgen die mathematische Entwicklung dieses Gedankens nicht in ihren Einzelheiten.Was sind und was Zahlen" gezeigt. werden alle weiteren Elemente dadurch gegeben. daß eine Beziehung (R) angegeben wird. Die ausgesagt werden. werden nicht als selbständige Existenzen vor jeder Rede Beziehung als vorhanden gesetzt. Sie sind Relationsterme. die ihnen in irgendwelchen Einzelzügen entspricht: sondern die Abbildung besagt nichts anderes.. sondern sie erhalten ihren gesamten Bestand. eine begriffliche der äußeren Eindrücke zu schaffen. Abbildung" schafft kein neues Ding. Dinge". Die . 47 .neuen Gehalt und eine neue Bedeutung gewonnen . Nachdem durch eine ursprüngliche Setzung ein bestimmter Ausgangspunkt fixiert ist. sondern eine neue Ähnlichkeit notwendige Ordnung gegenständen. die in fortgesetzter Anwendung alle Glieder des Komplexes erzeugt. ohne daß doch ein Element mit dem andern irgendwie durch sachliche verbunden zu sein braucht. sondern nur als Beispiel für die Gestaltung der reinen „Funktionalbegriffe" interessiert lediglich ihre wesentliche Dedekind — — . Hier kommt lediglich die Vereinigung von Reihengliedern durch ein Reihenprinzip. sondern nur in idealer Gemeinschaft miteinander „gegeben" sein können. sondern begnügen uns da der Zahlbegriff uns hier nicht um seiner selbst willen. wie auf Grund dieser einfachen Prinzipien der vollständige Aufbau der Arithmetik und die erschöpfende Darstellung ihres wissenschaftlichen Gehalts möglich ist.

die Beziehung „Bruder" nicht symmetrisch tmd transitiv. die Russell. a und b. I. anderseits von der asymmetrischen Beziehung.herv^orzuheben. daß sie zwischen je zwei Gliedern. sie heißt nicht-transitiv. wenn diese Übertragung nicht notwendig und intransitiv.. 48 1 . daß sie in gleicher Weise zwischen b und a gilt. in der die Geltung von aRb die von bRa zwar zuläßt. so treten uns hier zunächst gewisse formale entgegen. was wir unter der Ordnung Es ist in eines bestimmten Inbegriffs zu verstehen haben. zum Folgenden: Russell. Kant Studien XII. kommen hier zunächst nur insofern in Betracht. symmetrisch" und unterscheiden sie einerseits von der nichtsymmetrischen Beziehung. der Tat ein naives Vorurteil. die im Begriff . so kann sie zunächst derart beschaffen sein. Eine Beziehung heißt weiterhin transitiv. vgl. so daß aus der Geltung von a R b auch bRa folgt. die bestimmten Klassen von Relationen gleichmäßig zukommen und sie von anderen Klassen verschiedener Struktur unterscheiden. Vater" asymmetrisch und intransitiv usw. Diese Bestimmungen. The Principles of Mathematics. Die Voraussetzungen für die Ableitung des Zahlbegriffs sind in der allgemeinen Logik der Relationen gegeben. als auf ihnen die schärfere Definition dessen beruht. 1 ff. die S. hierzu und Beziehung . b und c besteht. ist symmetrisch und trsmsitiv. die wir symbolisch durch den Ausdruck a R b bezeichnen können. wenn man die Ordnung. aber nicht notwendig fordert. Geschwister" voriiegt. ihre Geltung auch für Tendenz Grundbestimmungen a und c folgt. verdeutlicht sie an den verschiedenen verwandtschaftlichen Beziehungen: die Beziehung. die im allgemeinen RelationsKalkül weitreichende Anwendung finden.Beziehung ausgeschlossen ist*. Betrachten wir das Ganze der möglichen Beziehungen. Ist etwa irgendeine Beziehung zwischen zwei Gliedern a und b gegeben. nach welchen eine Reihe von Denksetzungen gegliedert sein kann. wenn daraus. Wir nennen in diesem Falle die Relation . wenn sie durch die Natur der betrachteten. Cambridge 1903. also aRb und bRa nicht miteinander bestehen können. in der eine derartige Umkehrung nicht möglich ist... auch meinen Aufsatz: Kant und die moderne Mathe- — matik. auf den diese Unterscheidungen zurückgehen.

„Wenn man. 24 und 4 25. die Erklärung der positiven und negativen. a. a. Die nähere sitive Untersuchung ergibt. sondern auf die ordinalen Beziehungen. das gleichsam durch das bloße Dasein der Einzelglieder schon unmittelbar gegeben sei. Die Definitionen der Addition und Subtraktion. beziehen sich lediglich auf die allgemeinen Eigenschaften der Progressionen. verknüpft ist. um den Gliedern eines Inbegriffs eine bestimmte Ordnung aufzuprägen*. mit dem es durch eine eindeutige. O. Cassirer. die ein erstes Glied besitzt und für die ein bestimmtes Gesetz des Fortschritts derart festgestellt ist. Alle Sätze der Arithmetik. nicht auf der Beziehung zu einer äußeren gegenständlichen Wirklichkeit: sie bedürfen keines fremden „Substrats". sondern halten und stützen sich wechselseitig. Progression" bereits den eigentlichen aller Gegenstände erfaßt. mit denen die Arithzu tun hat. und alle ihre Bestimmtheit und ihre spezifische Eigenart leitet sich aus dieser Reihenrelation her. Cap. Dinge"." Grundtypus es metik — — * Näheres hierüber bei Russell. Betrachten wir nunmehr eine Reihe. die zwischen den Elementen bestimmter Inbegriffe obwalten.. daß zuletzt stets irgendeine tranund asymmetrische Beziehung erfordert wird. der Multiplikation und Division. daß zu jedem Glied ein unmittelbar nachfolgendes gehört. In Wahrheit haftet sie nicht an den Elementen als solchen. so haben wir in einer derartigen . sondern an der Reihenrelation. der ganzen und gebrochenen Zahlen lassen sich rein auf dieser Grundlage und ohne daß insbesondere auf die Verhältnisse konkreter meßbarer Objekte zurückgegangen würde entwickeln. die sie definiert. wie etwas Selbstverständliches betrachtet. transitive und asymmetrische Beziehung die im Ganzen der Reihe überall dieselbe bleibt. Substanzbegriff 49 . die sie in sich selber aufweisen. alle Operationen. sie gehen daher niemals unmittelbar auf . Der ganze „Bestand" der Zahlen beruht nach dieser Ableitung auf den Verhältnissen. durch die sie verknüpft sind.zwischen den Elementen einer Mannigfaltigkeit besteht. sofern jedem Glied durch das andere die Stelle im System eindeutig vorgeschrieben ist..

diese Verschiedenheit die gezählt kann und muß daher außer acht bleiben. auf diese Befreiung der Elemente von jedem anderen Inhalt (Abstraktion) kann man die Zahlen mit Recht eine freie Schöpfung des menschlichen Geistes nennen. Hier wirkt daher die Abstraktion in der Tat als eine Befreiung: sie bezeichnet die logische auf den Relationszusammenhang als solchen unter Abweisung aller psychologischen Nebenumstände. Dedek oben S. § 5 und 6. lediglich die Bestimmtheit dieser Funktion zu entwickeln. . Die Funktion der . O. werden Konzentration lich-konstitutives * Moment .Z a h 1" ist ihrer Bedeutung nach unabhängig von der inhaltlichen Verschiedenheit der können. so heißen diese Elemente natürliche Zahlen oder Ordinalzahlen oder auch schlechthin Zahlen und das Grundelement 1 heißt In Rücksicht die Grundzahl der Zahlenreihe N. O.. in die sie durch die ordnende Abbildung rp zueinander gesetzt sind. daß wir uns den Sinn einer bestimmten Relation unabhängig von allen Einzelfällen der Anwendung rein für sich zum Bewußtsein bringen. a. § 6. bilden den nächsten Gegenstand der von "*. welche . 60 — i nd a. Vom logischen oder der Standpunkt aus ist es von besonderem Interesse. die sich im subjektiven Vorstellungsverlauf herandrängen mögen.i s. in allen geordneten einfach unendlichen Systemen immer dieselben sind.. lediglich ihre Unterscheidbarkeit festhält so Dedekind — und nur die Beziehungen auffaßt. Die Beziehungen oder Gesetze. a.definiert „bei der Betrachtung eines einfach unendlichen durch eine Abbildung 90 geordneten Systems N von der besonderen Beschaffenheit der Elemente gänzlich absieht. sondern er zielt darauf ab. die aber kein sach- denZahlen Wissenschaft Arithmetik • Gegenstände. wie auch die den einzelnen Elementen zufällig gegebenen Namen lauten mögen. wenn es sich darum handelt. über die Definition des „einfach unendlichen Systems" siehe a. dieses Zusammenhangs bilden. daß hier der Begriff und Terminus der „Abstraktion" offenbar in einer neuen Bedeutung verwendet wird.. Der Akt der Abstraktion richtet sich nicht auf die Absonderung eines dinglichen Merkmals. — Über den Begriff der „Abbildung" . Dedekind.

sondern lediglich idealen logischen Bestand besitzen. F. i nicht dasjenige.Man hat gegen Dedekinds Ableitung bisweilen eingewandt. Aber dieser Einwand verkennt das eigentliche Ziel und die Grundtendenz von Was hier zum Ausdruck Dedekinds Begriffsbestimmung.) N 4* 51 . III). beruht auf rein begrifflichen. v. Selbst die Anschauung der reinen Zeit. Wundt. Sollen die Ordinalzahlen irgendeine »innerliche" wie es scheint müssen sie Natur und Beschaffenheit besitzen. wie etwa auf den Blitz der Donner. daß hier für die Zahl im Grunde gar kein unterscheidender Inhalt zurückbleibe. 4. wert auf**. ist hier zunächst noch nicht erfordert. auf die Kant den Zahlbegriff gründet. 3 u. Die „Essenz" der Zahlen geht in ihrem Stellen. so müssen sie sich von anderen Wesenheiten durch irgendein absolutes Merkmal unterscheiden. Russell a. Und der Begriff der Stelle selbst muß hier zunächst in größter logischer Allgemeinheit und Weite gefaßt werden. so gelte. § 242. definiert werde. Bd. da beide keine zeitliche Wirklichkeit. ist eben dies. deren gesamter Inhalt in ihren gegenseitigen Beziehungen erschöpft ist. Studien. (Die logischen Grundlagen der exakten Wissenschaft. für jede Progression überhaupt: es sei also einzig die Reihenform selbst. aber dieser Begriff der Folge enthält nichts von der konkreten Bestimmtheit der zeitlichen Succession in sich. O.. Die Unterscheidbarkeit der Elemente. L i p p s (Philosoph. was hier von der Zahl ausgesagt werde. der ihre Eigentümlichkeit gegenüber anderen reihenförmig geordneten Gegenständen bezeichnete. bes. kommt. Kap. hg." Lpz. in der Art wie Punkte von Augenblicken oder Farben von Tönen verschieden sind*. daß die Zwei *S. a. Wir denken uns die Glieder der Zahlenreihe allerdings als geordnete Folge. sowie die neuesten Darlegungen a t o r p s . die Darstellung von G. so was als Mater a 1 in sie eingeht. — — was hier überhaupt etwas sein. Der «Sinn des Folgens beschränkt sich darauf. daß es ein Gefüge idealer Gegenstände gibt. Die Drei „folgt" auf die Zwei nicht. die diesen Gedanken mit besonderer Klarheit und Eindringlichkeit durchführen. nicht auf sinnlich-anschaulichen Bedingungen. die zu fordern ist. 1910. ** Zur Ableitung der Zahl als reiner „Reihenzahl" vgl. Da in ihrer Begriffsbestimmung lediglich die allgemeinen Momente der „Progression" festgehalten sind.

Damit tritt uns zum ersten Male ein allgemeines Verfahren entgegen. erst erhellt. ist der Umstand. als logische Bestandteile und in sich aufnimmt. die ihr vorangehen. das für die gesamte Begriffsbildung der Mathematik von entscheidender Bedeutung ist. unbekümmert um die Verdie einen variante änderlichkeit dieser Inhalte. Die niedere Zahl ist der höheren „vorausgesetzt": aber dies bezeichnet nicht das physische oder psychologische Früher und Später. außer Betracht bleibt und lediglich das „Wie" dieses Zusammenhangs berücksichtigt wird. objektives" Gebilde. Was die „spätere" Stelle kennzeichnet. Aufsatz „Kant und die moderne Mathematik". das sich in verschiedenen Inhalten erfüllen kann. wenn man zuvor wie es tut aus dem Begriff der Zeit selbst z. Kant- Hamiltons Studien XII. die Systemform selbst als Infesthalten und ihre Gesetze deduktiv entwickeln. mit den sinnlich wirklichen und Gegenstand. daß sie auf komplexere Weise durch Anwendung der erzeugenden Relation aus der Grundeinheit hervorgeht und somit die Elemente. 34 f. inneren Sinnes" versteht zwar die Zahl. den der auf diese Weise entsteht. m. Gerade dies erweist sich nunmehr als der methodische Vorzug der Zahlwissenschaft. Definition der Algebra als „Science über William of pvire time or order in progression" und ihre Beziehung zum Kantischen Zeitbegriff vgl. Wo immer ein System von Bedingungen gegeben ist. .. B. Wir erschaffen dadurch ein neues . bestimmten fortschreitenden Zusammenhang bilden. aber nicht umgekehrt die Zahl die Zeit voraus. das in seiner Struktur von aller Willkür unabhängig ist: aber unkritische Naivität wäre es. Phasen « — — Hamilton — — alle inhaltlichen Sonderbestimmungen entfernt und lediglich das Moment der „Ordnung im Fortschritt" festgehalten hat *. Die Arithmetik kann dann und nur dann als die Wissenschaft der reinen Zeit definiert werden. da können wir. daß in ihr das „Was" der Elemente.als P r ä m i s s e in die Begriffsbestimmung der Drei eingeht. So setzt die Zeit wenn man darunter die konkrete Form des .. sondern ein reines Verhältnis der begrifflich systematischen Abhängigkeit. daß die Bedeutung des einen Begriffs i wenn die des anderen feststeht.

so können wir es auf den zuvor entwickelten Inbegriff der Zahlen in bestimmter und eindeutiger Weise beziehen. § 53 . in einer anderen Richtung der Betrachtung.» Dieser Akt der Zuordnung aber. die bisher als bloße logische Abfolge von Denksetzungen abgeleitet wurde. sobald die Zahl. 54. Gesamtsystems : Kardinalzahl * Vgl. als Ausdruck der Vielheit verstanden und verwendet werden soll. können wir nicht empirisch seine „Eigenschaften" ablesen. im allgemeinen übereinstimmend vollzogen. und wir bedürfen dessen nicht. zuzuordnen. Die Zahl n. in ihrer Reinheit ergriffen haben. bes. indem wir der vorgeschriebenen festen Ordnung der Stellen folgen. "j Dedekind. so ist doch in ihm der gesamte Inhalt des Zahlbegriffs nicht erschöpft. Dieser Übergang von der reinen Ordnungszahl zur Kardinalzahl wird von den verschiedenen ordinalen Theorien der Arithmetik. so gibt hier das Ziel.Diesem Gegenstand wirksamen Dingen zu verwechseln. Ist irgendein endliches System gegeben.eh Dedekind. Wir gelangen auf diese Weise. So grundlegend indessen das begriffliche Moment der auch ist. «. zugleich als eine Charakteristik des ansehen wir nennen sie die des betrachteten Systems und sagen von diesem nunmehr. insbesondere Helmholtz und Kronecker entwickelt haben. sobald wir einmal die Relation. läßt sich also. Was sind und was sollen die Zahlen. 161. indem wir jedem Element des Systems eine und nur eine Stelle dieses Inbegriffs entsprechen lassen. die zunächst als Charakteristik des letzten Elements gewonnen wurde. dem letzten Gliede des Systems eine bestimmte Ordinalzahl. neb. gleichzeitig die gesamte Operation. da er in all seiner Bestimmtheit vor uns steht. in ihrer spezifischen Bestimmtheit wieder. aus der er erwächst. daß es aus n Elementen bestehe*. durch die hindurch wir es erreichen. zu dem wir gelangen. Wir gelangen zu einer neuen gedanklichen Wendung. S. wie sie-. faßt zugleich alle seine früheren Phasen in sich: denn da der Fortschritt von i zun nur auf eine einzige Art erfolgen kann. schließlich — Ordnung dazu. der das Verfahren abschließt.

daß aus der Zusammenfassung der Elemente zweier Mengen. Inhalt gekein eigentlich neuer schaffen wird.b) Die in der zuvor bestimmten Bedeutung angegeben wird. es zeigt sich. zu der wir gelangen. in der die Anzahl der Glieder durch die Zahl (a 4. klärung bleibt ohne weiteres in Kraft. . d.. die die ordinale Theorie entwickelt hat. „Kardinalzahlen" läßt uns somit keinerlei Betrachtung der neue Eigenschaft und keine neue Beziehung entdecken. auf die wir zuletzt treffen. Zählen und Messen. sobald man nur an der Bedingung festhält. die sich nicht zuvor aus dem bloßen Moment der Ordnung hätte gewinnen lassen: nur dies wird erreicht. daß also die Stelle. um b Schritte . trachtet. daß die Formeln. von der Ordnung. Diese Voraussetzung kann wie insbesondere Helmholtz gezeigt hat indessen ohne die Annahme irgendeines neuen Postulats aus den Prämissen der ordinalen Theorie in aller Strenge bewiesen werden. operationen können nunmehr ohne Schwierigkeit auf die neue Zahlart übertragen werden. So bedeutet etwa innerhalb (a + b). Wenn somit durch den Übergang.weiterzählen".b zuordnen. (Philosoph. 33. h. von a ausgehend. daß es eine und nur eine Kardinalzahl der gegebenen Menge geben könne. wenn wir zur Addition der Kardinalzahlen übergehen. daß wir die Stelle der Reihe bestimmen. der sich hier vollzieht. denen die Kardinalzahl a und b zukommt. so ist es nichtsdestoweniger unverkennbar. Aufsätze. schiedenen Sprachen gelesen werden können *. indem sie nunmehr gleichsam in zwei ver- — — Summe . daß in der Bildung der Kardinalzahl eine neue logische Wenn in der Theorie der Ordsich betätigt. in welcher wir die Glieder der Menge nacheinander betrachten und herausheben..^-^ »Hierbei ist allerdings vorausgesetzt. eine weitere Anwendbarkeit gewinnen. 1887. der reinen Ordnungszahl die Bildung der daß wir. unabhängig sei. daß die betrachtete Mannigfaltigkeit ein endliches System Auch die Definitionen der arithmetischen Grundbildet. Zeller gewidmet. Lpz.) 54 . eine neue Menge C hervorgeht. indem wir die auf a folgenden Zahlen gliedweise Diese Erden Elementen der Reihe 1 2 3 . S. mathematischer Funktion * Helmholtz. erkenntnistheoretisch beEd.

. so daß der letzte Schritt des Verfahrens zugleich alle vorhergehenden und das Gesetz. so tritt jetzt die Forderung ein. in sich geschlossenen System.nungszahl die Einzelschritte als solche festgestellt und in eindeutiger Folge entwickelt wurden. auf denen alle Unterscheidung und alle Verknüpfung von Zahlen beruht. ordinalen" Theorie der Zahl häufig verkannt worden. sondern seinem gesamten logischen Gehalt nach in ihm aufbehalten bleiben. '•'einmal anerkannt. gegeben wurde. in welchem jedes Glied nicht nur für sich steht. rationalen Ableitung. das sie wechselseitig verknüpft. • ^ Sind aber diese beiden logischen Grundakte. für diese Verschiedenheit der Dinge eine entsprechende Verschiedenheit von Zeichen einzuführen. sondern umgekehrt eine Ver- Helmholtz 55 . wie sie z. Nicht ein Absehen von den physischen Gegenständen. in sich faßt. „Zeichen" aber sind als solche zunächst selbst nichts anderes. Erst in dieser Synthese vollendet sich die bloße Folge der Ordnungszahlen zum einheitlichen. um das Gebiet und den Operationskreis Die Forderung einer rein der Arithmetik zu bestimmen. Freilich ist gerade dieser auszeichnende Grundcharakter in der Beurteilung der . ist daher erfüllt. sondern als ideelles Ganzes zu erfassen. weil wir die Wirklichkeit der Objekte zuvor durch die ihrer sinnlichen „Abbilder" ersetzt haben. als Gruppen wahrnehmbarer Objekte. muß in der Tat zu der von Auffassung führen. Das vorangehende Moment soll durch das folgende nicht einfach verdrängt werden. die Reihe nicht nur nacheinander in ihren einzelnen Elementen. Die Begründung der Theorie. daß hier zunächst konkrete Mengen von Gegenständen als gegeben vorausgesetzt werden und daß alle Leistung des Denkens sich darin erschöpfe. so bedarf es keiner weiteren speziellen Voraussetzung mehr. die sich durch ihre Gestalt und Stellung sichtbar voneinander unterscheiden. B. die von aller Anlehnung an die empirischen Verhältnisse physischer Objekte absieht. sondern zugleich den Aufbau und das formale Prinzip der Gesamtreihe repräsentiert. Von der unmittelbaren Beschaffenheit der Dinge scheinen wir demnach in den Aussagen über Zahlenverhältnisse nur deshalb absehen zu können.

ermöglicht die Rückführung auf das nominalistische Schema. L e i b n i z dessen ganzes Denken doch auf den Plan einer „allgemeinen Charakteristik" konzentriert ist. sondern in den obwie er jektiven Beziehungen zwischen den Ideen. Bd. hat daher gegenüber den formalistischen Theorien seiner Zeit den logischen Sachverhalt. bald der ideale Gegenstand. Die „Basis" der Wahrheiten liegt. wenn sie lediglich nach dem. was sie sinnlich sind.{ dichtung und Konzentration ihres sinnlichen Gehalts wäre somit der echte Anfang der Zahlbildung. 66 . würden aufhören Zeichen zu sein. die die Theorie der Ordinalzahl bei verschiedenen Mathematikern erfahren hat. was sie gedanklich bedeuten. wie die Arithmetik der Zeichen sich nur dadurch am Leben zu erhalten vermag. niemals in den Zeichen. der durch ihn bezeichnet wird. ihre Lage und ihre Färbung untersuchen könnten: kein noch so extremer mathematischer „Nominalismus" aber hat jemals tatsächlich versucht. Grundgesetze der Arithmetik. Bilder". Frege s. wären in der Tat nur gewisse . würden ihre charakteristische Leistung verlieren. mit aller philosophischen Klarheit bezeichnet. der hier zugrunde liegt. S. Was auf diese Weise übrig bliebe. die durch die Darstellung. 69 ff. daß darunter bald das bloße Dasein eines sinnlichen Inhalts verstanden wird. bisweilen nahegelegt zu werden scheint. 1 * S. . so müßten wir so viele Formen der Wahrheit unterscheiden.. ausspricht. II (Jena 1903). . die wir auf ihre Form und ihre Größe. An die Stelle der leeren Symbole tritt im Verlauf der gedanklichen Entwicklung wiederum unvermerkt der Gehalt der arithmetischen Begriffe*. nicht nach dem. daß sie sich selber untreu wird. die hier geschaffen werden. nur der Umstand. Unter den modernen als es Weisen der Bezeichnung gibt. 139 u. Die „Zeichen". den Gehalt der gültigen Urteile über Zahlen in Aussagen von dieser Art und Beschaffenheit umzudeuten. Mathematikern hat sodann vor allem F r e g e in eindringender Einzelkritik dargetan.. beurteilt würden. Wäre es anders. widerspricht indessen in Wahrheit ihrer eigentlichen und tieferen logischen Tendenz. Jede derartige Auslegung.« Nur die Zweideutigkeit in der Verwendung des Begriffs des Zeichens.

In dieser Regel wurzeln auch alle die echten „formalen" Bestimmungen.0 r d n u n g" ist nichts. wenn es gelungen war. der Voraussetzung einer Menge physisch gegebener Einzeldinge. um zum eigentlichen logischen Kern des Gedankens vorzudringen. was sich in den sinnlichen Eindrücken unmittelbar aufweisen ließe.Die nominalistische Darstellung bildet daher auch in der Theorie der reinen Ordnungszahlen nur eine äußere Hülle. So bedarf denn auch die Theorie in ihrer reinen Durchführung nicht. III. als s6i in allen bisherigen Bestimwesentliche mungen gerade das Moment außer Betracht geblieben. wie man ihr entgegengehalten hat *. Blickt die die hat. allen Sondergehalt der Zahl aus der allgemeinen Funktion des Begriffs überhaupt herzuleiten begriffliche Formung aber bedeutete wiederum nach der herrschenden logischen Grundüberzeugung nichts anderes als die Zusammenfassung der Gegenstände in Arten und Gattungen vermöge der Subsumption unter generelle Merkmale. sondern etwas. die man abstreifen und mathematischen muß. so man jedoch auf die tatsächliche Entwicklung. Die Analysis der Zahl schien erst dann abgeschlossen. die man zurückbehält: denn .De Tlnfini mathematique. Couturat. sind nicht empirisch vorhandene. da wurde man auf den als seine notwendige und hin- Wo Klassenbegriff reichende Voraussetzung zurückgeführt. immer man versucht hat. sondern ideell definierte Inbegriffe. Paris 1896. die die Zahlenreihe auszeichnen und sie zum Grundtypus eines begrifflich erkannten und beherrschten Zu- sammenhangs überhaupt machen. das ihnen erst kraft gedanklicher Relationen zukommt. Ist dies aber einmal geschehen. so sind es rein rationale Momente. S. die nach einer konstanten Regel aus einem einmal festgesetzten Anfang fortschreitend konstruiert werden. Die Mannigfaltigkeiten. den Zahlbegriff in rein „logische Konstanten" aufzulösen. moderne mathematische Prinzipienlehre genommen kann es scheinen.. : — ) * Vgl. die sie zugrunde legt. 57 . 318 ff. in dem die logische Charakteristik der Zahl sich erst vollendet.

was die Zahl ihrem reinen Wesen nach . indem wir Gruppen. sondern um die Fixierung einer eindeutig bestimmten Stelle innerhalb eines Gesamtsystems. i Merkmale die sie mit keinem anderen Gegenstand möglich sein. in eine bei Gattung zusammen. zu je einem Gesamtkomplex vereinigen. das wir in beiden als identisch annehmen. Sobald einmal festgestellt ist. die sich auf diese Weise miteinander verknüpfen lassen. Hier aber entsteht für die Theorie zunächst eine prinzipielle Schwierigkeit. Das Kriterium für die Gleichzahligkeit zweier Mengen aber besteht darin. Betrachten wir nicht den Gedanken der Zahl überhaupt. unter welchen Bedingungen wir zwei Mengen hinsichtlich ihrer Zahl als betrachten. Wir fassen. die in beliebig vielen Einzelexemplaren gegeben sein kann. ist damit zugleich mittelbar die Eigenart des Merkmals bestimmt. um ihn gedanklich zu entfernt werden. suchen wir nicht sie selbst unmittelbar in inhaltlich einfachere Bestandteile zu zerlegen. sondern den Begriff dieser und jener Zahl.ist". alle Mannigfaltigkeiten. Eigenschaften und teilen. Es handelt sich hier nicht um die Angabe einer Gattung. zu bestimmen. daß es möglich ist.. eine bestimmte Relation anzugeben. Kraft dieses Verfahrens der Zuordnung stiften wir unter den unendlich vielen möglichen Klassen von Gegenständen bestimmte Zusammengehörigkeiten. so trotzdem die Reduktion des Zahlbegriffs muß hier- auf den Klassenbegriff für ein anderer Weg eingeschlagen werden. 58 besteht. für die ein solches Verhältnis der „Äquivalenz" oder der eindeutigen Zuordnung der Glieder während wir Mengen. was sich diesem Grundschema nicht einfügt. denen diese Bedingung nicht er- . nur eine Vier und bewältigen. beiden Soll kommen bestimmte mathematische zu. sondern fragen zunächst. so haben wir es in ihm nicht mit einem logischen sondern mit einem Individualbegriff zu tun. Es gibt nur eine Zwei. was die Gleichheit bedeutet. durch welche sich die Glieder der beiden Mengen einander Um von Zahlen gleichwertig wechselseitig eindeutig zuordnen lassen.Zahlbegriff. mit andern Worten. So mußte aus zuvor dem alles bestimmten Allgemeinbegriff.

aller kömmliche des Zahlbegriffs selbst beruht.ist der diese Ableitung in ihren Grundzügen zurückgeht Umfang des Begriffes: gleichzahlig dem Begriffe F.verschiedenen Gattungen zugehörig betrachten. welche dem Bedieser Inbegriffe bezeichnen. so genügt nachzuweisen.. als Ist dies M — — . Wenn der herdarin besteht. so kann weiterhin jede Einzelmenge hinsichtlich des Merkmals der Äquivalenz als vollständiger Repräsentant ihrer Gesamtgattung betrachtet werden: denn da sich zeigen läßt. Das Verhältnis. daß es. es auch untereinander sind. sondern zugleich mit ihnen auch alle diejenigen Klassen ins Auge fassen. das in der Gleichung ausgesagt wird. was in der gewöhnlichen Ansicht lediglich der Anzahlgleichheit erscheint." Wir fassen den Gedanken der Anzahl eines Begriffs. gegeben". indem wir die Gegenstände.Die Anzahl. stehen. so definiert demnach F r e g e. nicht für sich allein betrachten.. um darin die Gewißheit zu besitzen. geschehen. deren Elemente zu denen des betrachteten Inbegriffs im Verhältnis der eindeutigen Zuordnung füllt ist. daß zwei Mengen. auf dem ist Es daß sie dasjenige. während die E 1 e die dieses e n t e Verhältnis eingehen. daß das Gleiche für alle Mengen des betreffenden Komplexes gilt. die einer dritten äquivalent sind.. als bekannt vorauszusetzen und dann auf Grund dieser Bekanntschaft über ihre Gleichheit oder Ungleichheit zu entscheiden. herauslösen und als für sich denkbaren Gegenstand auffassen. von einem vorgegebenen Inbegriff er sich irgendeiner Menge des Gesamtkomplexes Glied für Glied zuordnen läßt. Indem wir nun die gemeinsame Beziehung. auf den griffe F zukommt" . in ihrer Bedeutung zunächst noch unbestimmt sind und erst kraft der Gleichung allmählich be- Inhalt Weg m . 59 . ist das allein Bekannte. — somit das Charakteristische dieser Auffassung. die einzelnen Zahlen als . das wir in gewöhnlicher Ausdrucksweise als die Zahl jedes . die alle Inbegriffe eines derartigen Komplexes untereinander besitzen. haben wir damit dasjenige Moment gewonnen. als als das Kriterium das eigentlich konstitutive Merkmal heraushebt. die unter ihn fallen. so gilt hier das umgekehrte Verfahren.

die es erfüllt (vgl. ob in der Beziehung der Äquivalenz zwischen Klassen wirklich eine Relation erfaßt ist. das sie zu deduzieren unternimmt * ? / Mit der empiristischen Anschauung vom Wesen der Zahl. die hier entwickelt wird. Jonas C o h n Voraussetzungen tmd Ziele des Erkennens. was als gleich zu beHier ist in der Tat eine methodische mathematischen Begriffsbildung zugrunde liegt. sondern lediglich Momertt: auch sie * Das Problem. f. ist in der neueren logisch- mathematischen Literatur lebhaft diskutiert worden: ich verweise für die positive Darlegung der Theorie besonders auf die Schriften von Frege. . um das es sich hier handelt. Leipzig 1908. S. die logisch einfacher ist als das Ganze der Funktionen." trachten Tendenz. die aller leitung der Zahlenreihe aus dem Klassenbegriff tatsächlich vollzogen oder bewegt diese Ableitung sich in einem Zirkel. . begegnet die Theorie. S. 287 ff H u s s e r 1 Philosophie der Arithmetik.stimmbar werden. Nur die eine Frage bleibt zurück.. Nur sind die Substrate der Zahlaussagen. der sich so als eine Gleichung auffassen läßt." so schildert Frege das allgemeine Verfahren „den Inhalt eines Urteils zu bilden. scharf bezeichnet: das „Gebilde" soll seinen gesamten Bestand aus den Relationen erhalten. die in der ordinalen Theorie zur gegliederten Reihe der Ordnungszahlen hinführen. wie nachdrücklich betont wird. Philos. wissensch. 129 ff. Halle 1891. mittels — — des schon bekannten Begriffs der Gleichheit das gewinnen. wenn es gelänge. Auf diesen Punkt also muß sich fortan die kritische Untersuchung konzentrieren: ist die Abis t. die sie aufs schärfste bekämpft. von allen diesen Funktionen gänzlich abzusehen und dennoch auf einem neuen Wege den vollständigen Aufbau des Zahlenreichs und seiner Gesetze zu erreichen..52f. gemeinsame Eigenschaft" gewisser Inhalte und Inhaltsgruppen. . . XI. daß jede Seite dieser Gleichung eine Zahl ist. indem sie stillschweigend bereits Begriffe aus eben dem Gebiet voraussetzt.. Wir wollen also . Kerry. I. Viertel jahrsschr. S. nicht in den sinnlich physischen Dingen selbst. für die Kritik auf B. Ein Fortschritt der Analyse wäre offenbar nur dann erreicht. sich dennoch in einem formalen faßt die Zahl als eine . 60 . Kussell und Peano. 158 ff. „Unsere Absicht ist.). Über An- schauung und ihre psychische Verarbeitung. oben.

wie auf Ereignisse und Handlungen erstrecken kann. daß die . Wenn ich sage: „der Wagen des Kaisers wird von vier Pferden gezogen. die von der reinen Ordnungszahl ausgeht. bei. Wie dies genauer zu verstehen ist. wenn sie mit anderen.Wenn Monde. durch die sie in Klassen von eigentümlicher Beschaffenheit geschieden werden. aber dem Begriffe . sondern die eigentliche Funktion aufweisen. Venusmond" wird dadurch eine Eigenschaft beigelegt. auf innere und äußere Erscheinungen. auf Dinge. nichts unter sich zu befassen. Der künstlichen Ableitung. Die Theorie. die für ihren . Gebrauch im täglichen Lebfen" bestimmend und wesentlich sind. das den Wagen des Kaisers zieht". die gleichzeitig den stehen.. Gerade dies wird gegenüber der Auffassung. . Jedes Urteil über Zahlenverhältnisse legt nicht den Objekten. zugleich unmittelbar diejenigen sind.. sondern auf die Begriffe. die hier vertreten wird. von dem etwas ausgesagt werden könnte." Dieser Umstand allein erklärt denn auch die universelle Anwendbarkeit der Zahlaussage. will keineswegs einen Allgemeinbegriff der Zahl willkürlich ersinnen.den Begriffen dieser Dinge zu suchen. betrifft somit stets dieselbe logische Wesenheit. die die Zahl im wirklichen Ganzen der Erkenntnis besitzt. logischen" Eigenschaften der Zahl. als eigentümlicher Vorzug betont. zu denen sie im Verhältnis der gegenseitig eindeutigen Zuordenbarkeit der Umfangselemente in zusammengefaßt werden." so lege ich die Zahl vier dem Begriffe „Pferd.. nämlich die. Diesen Darlegungen gegenüber aber muß sich zunächst ein Einwand aufdrängen. so ist gar kein Mond oder ich sage: die Venus hat Aggregat von Monden da. unter die sie gefaßt sind. hat die frühere Entwicklung dargetan: den Begriffen wird eine gewisse Zahlbestimmung aufgeprägt. die sich gleich sehr auf Stoffliches und Unstoffliches. die hier abgeleitet werden. sondern ihren Begriffen bestimmte Merkmale bei. soll gleichsam eine natürliche entgegentreten.. Diese scheinbare Mannigfaltigkeit des Gebiets des Zählbaren erweist sich bei schärferer Betrachtung als strenge Gleichförmigkeit: denn die Zahlangabe geht niemals auf die heterogenen Inhalte selbst. zu Klassen « 61 . die lediglich die Zwecke der arithmetischen Wissenschaft ins Auge faßt.

es bleibt als selbständige Frage und Aufgabe der Erkenntnis zurück. Beschränken wir uns lediglich auf die bisherigen Festsetzungen. Eine schärfere Untersuchung zeigt indessen. Auch sie 62 . Das „Wieviel" der Elemente im gewöhnlichen Sinne läßt sich durch keine logische Umdeutung in eine bloße Aussage über das . aber damit ist einstweilen über ihre . so werden wir durch sie zwar daß dieses in den Stand gesetzt. gerecht wird.. Die spezifische Bedeutung der „Vier" oder der . den wir mit den Zahlurteilen in der tatsächlichen Erkenntnis verbinden. daß ihr nur als Stelle im Gesamtsystem ein fester Wert zukommt. Ziel nicht erreicht wird: denn was hier logisch deduziert wird. Die Betrachtung dieser Aufgabe aber führt zu einem tieferen methodischen Gegensatz zurück. daß schon zuvor die einzelnen Gruppen als bestimmt gegliederte Folgen von Elementen. Die Definition der einzelnen Zahl bestimmt zugleich und unmittelbar das Verhältnis. ohne daß damit zugleich der Gesamtgehalt des besonderen Zahlbegriffs verloren ginge. Gleichviel" verwandeln.konkreten Anwendungen. erfaßt worden sind. verschiedene Gruppen von Elementen zusammenzustellen und unter einem bestimmten Gesichtspunkt als gleichartig aufzufassen. daß in ihr die Einzelzahl niemals etwas für sich allein bedeutet. in keiner Weise zusammen. die wir von der Zahl machen. die wir hier : « betrachten. ohne daß sich ihm in diesem Prozeß irgendwie das charakteristische Bewußtsein der reinen Zahlbegriffe ergäbe. also als Zahlen im Sinne der ordinalen Theorie.. Sieben" kann niemals aus der bloßen Nebeneinanderstellung noch so vieler Vierer.. Unser Denken könnte in der Tat beliebig viele „äquivalente" Mengen durchlaufen und in ihrem wechselseitigen Verhältnis betrachten. in welchem sie zu den übrigen Gliedern des Gebiets steht.oder Siebenergruppen resultieren es sei denn. fällt mit dem eigentlichen Sinn. der zwischen den beiden Auffassungen der Zahl besteht. und dieses Verhältnis läßt sich nicht wegdenken. ist dieser Zusammenhang aufgehoben. Es ist die Grundeigentümlichkeit der ordinalen Theorie. In der allgemeinen Ableitung der Kardinalzahl.Zahr' im gewöhnlichen Sinne des Wortes noch keinerlei zureichende Bestimmung gewonnen.

was sie will: für Analysis und Algebra kommt sie einzig dadurch in Betracht. als in ihrem allgemeinsten wissenschaftlichen Gebrauch? * Russell. die sich einander gegenseitig eindeutig zuordnen lassen. das hier zunächst ausgeschaltet wird. Es wird zur Zahl erst. — Zum Begriff der Progression s. auf welche die Zahl zurückgeht. indem es sich von anderen Merkmalen desselben logischen Charakters abhebt. Später".. Die Begriffsbildung. des „Mehr" oder „Weniger" tritt. S. § 230. daß sie sich rein und vollständig in der Form einer „Progression" darstellen und entwickeln läßt *. die die Erklärung der Zahl durch äquivalente Klassen am strengsten und folgerichtigsten durchgeführt haben. sondern nur eine nicht näher bestimmte logische Eigenschaft. ist. ein festes Prinzip der Einzelzahlen aufzustellen und logisch der zu deduzieren. das sind lediglich die Eigenschaften. aber der Sinn der Elemente soll dennoch vor muß Anordnung dieser Glieder sind als die nis ihrer Ordnung und unabhängig von ihr feststehen. noch bevor irgendetwas über das VerhältAbfolge feststeht. ihrer eigentlichen Tendenz nach. aber dieses Merkmal ist an sich noch nicht . worin der eigentliche Zahl Charakter wurzelt. Wird dies aber einmal zugestanden. sondern auf die Heraushebung und Festhaltung der Verschiedenheit gerichtet. auf die Heraushebung des Gleichartigen. kann zur Absonderung eines identischen Merkmals in ihnen führen. Die Zahl mag an sich selbst sein. ob. auf denen die Ordnung der Stellen beruht. Was der Mathematiker an der Zahl' betraclitet. so ist damit streng genommen der Streit über den methodischen Vorrang der Ordnungszahl bereits aufgehoben: denn wo ließe sich eine sicherere Auskunft über das „Wesen" der Zahl im erkenntniskritischen Sinne gewinnen. Selbst diejenigen Denker. Die gemeinsame Eigentümlichkeit gewisser Klassen bestimmt.freilich notwendig darauf bedacht sein. daß diese Erklärung für die methodischen Zwecke der reinen Mathematik im Grunde unerheblich sei.. betonen daher. indem es zu ihnen in ein Verhältnis des „Früher" oder . 63 . Die Betrachtung von Mengen. nicht. wie es nach der herkömmlichen Abstraktionstheorie der Fall sein müßte. In Wahrheit aber ist es eben das Moment.Zahr'. 49.

die sich wechselseitig aufeinander beziehen. sofern hier die Bestimmtheit der Zahl eine Beschaffenheit sein soll. die durch kein weiteres Moment. als einen reinen Relationsbegriff bedeuten. wo dieser Wert nicht vorausgesetzt wird.die Berufung auf die Bedeutung. r : 64 . daß sie einem . welchen Sinn hätte es. etwa die Klasse der Jupitermonde mit der der Jahreszeiten. Welches gedankliche Motiv bestände aber. verbunden sind. Die Analyse zum mindesten bietet keine Stütze der Theorie. die Menge der Kegel im Kegelspiel mit der der Musen zusammenzustellen! Eine derartige Vergleichung ist verständlich. nichts anderes. Denn die Zahl bedeutet hier eine Beziehung zwischen inhaltlich gänzlich heterogenen Klassen. den Prozeß aufzuweisen. soll hier j ede einzelne dieser Setzungen aus einem Verhältnis gegebener . derart ungleichartige Gruppen überhaupt aufeinander zu beziehen. in jeder Form der Ableitung.. sondern lediglich im Verhältnis zu anderen Mengen zukommen soll. nachdem bereits auf anderem Wege der „Zahlwert" für jede dieser Klassen und dadurch mittelbar eine Übereinstimmung zwischen ihnen festgestellt ist. so bliebe es und festgehalten wird. hier dagegen. die einer Menge nicht an sich selbst. hält hier nicht stand. Jede Reflexion auf den eigentlichen Tatbestand des Denkens läßt vielmehr sogleich den inneren Unterschied zwischen dem Gedanken der und dem der Zahl klar hervor- Und auch dem psychologische Äquivalenz was sie nach dieser Ableitung noch immer eine eigentümlich verwickelte und schwierige Aufgabe. entbehrt diese selbst jeder festen Direktive und Richtschnur. extremen Relativismus" Vorschub leiste. Nur das Gebiet und gleichsam der logische Ort der Relation ist hier verschoben denn während es sich in der ordinalen Theorie um ideelle Setzungen handelt.Klassen" abgeleitet werden. als eben die Möglichkeit der gegenseitigen Zuordnung. die wir mit Zahlbegriff im vorwissenschaftlichen Denken verbinden. sein soll. Man hat der Theorie der Äquivalenz vorgehalten.. kraft dessen ein derartiger Begriff im Bewußtsein entsteht treten. allein Wäre die Zahl das. sondern aus der Vergleichung erst gewonnen werden soll. Dieser Vorwurf ist indes zum mindesten zweideutig: denn der Zahlbegriff kann in der Tat.

daß der Begriff der „Eins" vorausgesetzt ist. jetzt auch Natorp. daß wir jedem Element der ersten Klasse eins und nur eins der zweiten zuordneten. aber es folgt daraus nicht. sobald zur Definition der . unter welchen wir zwei dieser Werte als unmittelbar aufeinanderfolgend bezeichnen wollen. unter diesem Gesichtspunkt eine strenge logische Definition der einzelnen Zahlwerte zu geben und die Bedingungen festzustellen. daß diese Klassen. Science et Methode. . Philos. treten deutlichsten hervor. wiss. bei Russell. so einfach.eins" aufzufassen. sowie von Poincar6. 287 ff. Schon in der Erklärung der Null zeigen sich erhebliche Schwierigkeiten denn es hat offenbar keinen Sinn. ja so trivial sie zu sein scheint. 82 Russell. von der wechselseitigen eindeutigen Zuordnung der Glieder verschiedener Klassen noch in dem Fall zu sprechen. vielfach bestritten worden. die hierbei zugrunde liegen. ff. a. denn die „Gleichzahligkeit" zweier Klassen wurde lediglich dadurch erkannt.. Grundlagen der Arithmetik S. Paris 1908. Substanzbegriff 5 65 . irgendein Glied einer Klasse u herauszugreifen und es auf ein Glied einer andern Klasse v zu beziehen. Freilich ist diese Bemerkung.. 113 nebst der Kritik von Kerry. das wurde hier schon von Anfang an als bekannt vorausgesetzt. sobald dazu übergegangen wird. keine Glieder besitzen. S." so heißt es z. Es ist etwas anderes so hat man eingewandt ob ich die Zahl Eins in ihrer strengen arithmetischen Bedeutung oder ob ich sie nur in dem vagen Sinne nehme. Aber selbst wenn diese Schwierigkeit durch komplizierte logische Umdeutungen des Begriffs der Äquivalenz gehoben werden könnte*. O. Livr.Eins" fortgeschritten wird. II. * Vgl. wenn ich aufgefordert werde. XI. Zur Kritik Freges s. a. ein Element als . Wir können vielmehr umgekehrt den Begriff — — i über diesen Punkt: Frege. Viertel jahrsschr. ihrer De- am finition nach. f. — Cassirer.. Was es heißt. . 112 ff.. B. „ist natürlich unbestreitbar. S. den der unbestimmte Artikel bezeichnet: lediglich dieser letztere Sinn aber wird vorausgesetzt.Die Voraussetzungen. so tritt der Zirkel in der Erklärung doch alsbald wiederum deutlich hervor. wenn wir von einem Individuum sprechen.Daß jedes Individuum oder jedes Glied einer Klasse in gewissem Sinne eins ist.

die hier gegeben werden.. B. sowohl x und x' als auch Es ist jedoch leicht ersichtlich. sobald u und y u's sind. auf der. y und y identisch sind *. Grundlagen S.. . y verschiedene Termini der Klasse u sind und z von X und y verschieden ist. wenn für den Fall. als die Zahl im Sinne der ordinalen Theorie vorweggenommen. es einen anderen von x verschiedenen Terminus y der Klasse gibt. Progression" zu bringen und erst diese Form ist es. als vielmehr lediglich auf kunstvolle Art schrieben ist. X mit y identisch ist. zu der z gehört. sich von u unterscheidet.. ihre — 66 • Russell. die Elemente x. wenn x. zu verstehen. Frege.des Individuums als den grundlegenden ansehen. zweites." Unter diesem Gesichtspunkt wird die Bedeutung der Aussage. Eine analoge Bestimmung soll sodann den Begriff der gegenseitig eindeutigen Beziehung zwischen Termen fixieren: R ist eine derartige Beziehung. y z in fortschreitender Sonderung erschaffen und damit mittelbar bereits als erstes. wenn x einer ihrer Termini ist. wie wir sahen. so haben wir damit nichts anderes getan. So wird z. § 496. Legen wir indessen dieses Verfahren der Setzung und Unterscheidung zugrunde. daß sie überhaupt Termini besitzt und daß. von welchem der Begriff Eins abgeleitet ist. die Klasse von 2 Gegenständen von Russell durch die Bedingungen definiert. daß ein Terminus x gedanklich festgehalten und als mit sich selbst identisch erfaßt werde. um die Erklärung zu vollenden. Allgemein müssen wir. 40 ff. wie hier. daß hier die logische Funktion der Zahl nicht sowohl abgeleitet. Denn um die Erklärungen. daß diese Klasse nicht Null ist und daß. drittes. während er gleichzeitig auf einen um- anderen Terminus y bezogen und je nach den besonderen Bedingungen mit ihm als übereinstimmend oder als von ihm verschieden beurteilt werden soll. und x die Beziehung R zu y und y' besitzt. wird zum mindesten erfordert. um die verschiedenen Zahlen in die Form einer bestimmt geregelten . daß z und x' zu y die Beziehung R haben. Man sieht. Glied unterschieden werden müssen. jede Klasse. § 124—126. während weiterhin. dahin bestimmt. daß eine Klasse u „e i n" Glied (in arithmetischem Sinne) besitze.

das keine entsprechende Abbildung in der anderen (u) besitzt. wenn irgendeine Zahl n gegeben ist. als ein anderes „zweites" abzuheben. daß wir den Bestandteil von v. Es handelt sich somit auch hier n\ir um eine Umschreibung der „populären" Begriffsbestimmung. O. menten — * die Beziehung zu erklären. das bei dieser Form der Beziehung unverbunden Somit wird bleibt. die nächsthöhere zu definieren. n ist und daß die Anzahl. Um m — m 6* 67 . 89. F r e g e von dem Satz aus: . a. im Grunde auf genau dieselbe nintellektuellen Synthesen zurückgegriffen. welche dem Begriffe „ „unter F fallend. (A. welche dem Begriffe F zukommt. daß n in der natürlichen Zahlenreihe unmittelbar auf folgt. auf denfen in der Theorie der Ordnungszahl der Fortschritt von einer Einheit zur nächsten beruht: und nur darin liegt der methodische Unterschied.) Hier wird also innerhalb des Inbegriffs F eine Unterscheidung getroffen. dal3 diese Synthesen dort als freie Setzungen erscheinen. S.. aber nicht gleich a. in der je zwei benachbarte Glieder der natürUchen Zahlenreihe zueinander stehen. ergibt sich aus einer letzten entscheidenden Erwägung. Daß aber in dieser Auffassung die logische Ordnung der Begriffe in der Tat verkehrt ist. indem wir ihre Elemente gliedweise einander zuordnen: findet es sich hierbei.Gebrauch beruht das uns gestattet. daß wir die entsprechenden Klassen u und v miteinander vergleichen. wonach jedes Glied der Zahlenreihe von der benachbarten durch „Hinzufügung" bzw." " zukommt. Dieses Verhältnis der „Nachbarschaft" zwischen 2 Zahlen wird nun nach der Theorie dadurch bestimmt. während sie hier der Anlehnung an gegebene Klassen von Ele/ bedürfen *. daß die Anzahl. Auch hier wird also gefordert. um von ihm sodann dasjenige Glied. „nächstniederen" Zahl verwandt. zunächst für sich als ein Ganzes herausheben. daß diese ihr wissenschaftlicher ein Bedeutung und Prinzip — besitzen. indem ein einzelnes Glied x herausgehoben und den übrigen gegenübergestellt wird: die Gesamtheit dieser übrigen wird dann zur Definition der benachbarten. so werden wir V relativ zu u als nächsthöhere Klasse bezeichnen. B. geht z. der sich den Gliedern von u eindeutig zuordnen läßt. daß in der einen Klasse (v) ein Glied zurückbleibt. ist": dieser Satz wird als gleichbedeutend damit erklärt. das Fehlen einer „Einheit" unterschieden ist. Die Bestimmung der Zahl durch die Äquivalenz von Klassen setzt voraus.e3 gibt einen Begriff F und einen unter ihn fallenden Gegenstand x der Art.

während die Betrachtung äquivalenter Klassen zwar für die der Kardinalzahlen gegründet wird. daß diese Verschiedenheit durch den rein logischen Unterschied der Klassenbegriffe unmittelbar gegeben und somit Damit keiner weiteren Ableitung fähig und bedürftig sei. auf das in keiner logischen Ableitung des Zahlbegriffs verzichtet werden kann. die wir miteinander vergleichen. zu unterscheiden. . daß wir die Inbegriffe als Ganzes einander entgegensetzen und sie eben damit auch als „zwei" verschiedene auffassen müssen. — sind. die gegeben die sind. Der Unterschied in den Inbegriffen reduziert sich auf den Unterschied der begrifflichen Gesetze. verlangt zweier Anwen- dungen 68 dieses Begriffes von größter Bedeutung aber nicht zu seinem ursprünglichen Inhalt gehören.Klassen selbst als eine Begriff der „Ähnlichkeit" die Betrachtung Mehrheit Inbegriffe. ableiten: denn hierzu wird nichts anderes erfordert als die Möglichkeit. als reiner Ordnungszahlen. wie sich zeigte. eine Folge reiner Denksetzungen durch die verschiedene Beziehung zu einem bestimmten Grundelement. auf welchen sie beruhen. wenn wir diesem Gesichtspunkt gemäß darauf verzichten könnten. Aber selbst. das als Ausgangspunkt dient. das irgende i n Element der ersten Mannigfaltigkeit mit irgendeinem der zweiten in Verbindung setze. aus welchen sie hervorgegangen sind. und denen sie ihre Abgrenzung und Bestimmtheit verdanken. daß die Glieder der beiden Mannigfaltigkeiten zuvor einzeln durch Abzahlung bestimmt seien. Man hat betont. es genüge vielmehr die Angabe eines allgemeinen Gesetzes. zuvor in sich selbst numerisch zu gliedern. Die Theorie der Ordnungszahl stellt also in der Tat gleichsam das prinzipielle Minimum dar. aber wären wir von den Klassen selbst zurückgeführt auf die erzeugenden Relationen. auf den Der Bedeutung zum mindesten durch eine bestimmte Relation miteinander verknüpft sind. die Einzelklassen. unmittelbar und ohne den Umweg über den Klassenbegriff das System der Zahlen. von Klassen. Man mag entgegnen. so bliebe doch stets der Umstand zurück. daß es zur Herstellung dieser eindeutigen Beziehung nicht erforderiich sei. Von diesem Punkt aus aber läßt sich.

daß hier also nicht mehr die Objekte als solche. Gelänge es. § Stufe gestellt der Ausdruck Russell. daß es zwei Menschen gibt.O.Zugleich aber mündet hier der Streit der mathematischen Theorien wiederum in die allgemeine logische Prinzipienfrage ein. als daß ein Komplex gegeben ist.).Paar" (couple) gebildet und der Satz. so wäre damit in der Tat die traditionelle Form der Logik von einem neuen Ausgangspunkt her befestigt. daß die Theorie den kritischen Grundgedanken. den Begriff der Zahl aus dem der Klasse abzuleiten. des empirischen sowohl wie des exakten. 69 . oben. Dennoch genügt es nicht. F r e'g e und Russell betrachten es als den entscheidenden Vorzug ihrer Lehre. S. Die Einordnung des Einzelnen in die Hierarchie der Gattungen würde nach wie vor das eigentliche Ziel alles Erkennens. 111. solange noch Dingbegriffe und Funktionsbegriffe werden. sondern die Begriffe von diesen — — — Objekten das Fundament des Zahlurteils bilden (s. nach Russell „Zwei Menschen". besagt nichts anderes. nicht zu vollkommener Durchführung gebracht hat. ist unbestreitbar. von dem sie ausging.. sondern als Aussage über eine bestimmte Beschaffenheit von Klassen erscheint. An diesem Punkte zeigt es sich. 38 ff. Daß mit dieser Umwandlung gegenüber der sensualistischen Auffassung eine außerordentliche Befreiung und Vertiefung gewonnen ist. In den verschiedenen Deutungen des Zahlbegriffs wiederholt sich noch einmal der allgemeine Kampf zwischen der Logik und der Logik der Reder Gattungsbegriffe lationsbegriffe. bezeichnen. In den Versuchen der Begründung der logischen Theorie der Kardinalzahlen ist dieser Zusammenhang bisweilen Fasse ich etwa den Gedanken deutlich sichtbar geworden. die für uns den Ausgangspunkt bildete. so habe ich damit das logische Produkt des Begriffs „Mensch" und des Begriffs . der gleichzeitig der Klasse „Mensch" und der Klasse „Paar" angehört*. * völlig auf eine als Die Zahl erscheint alsdann nicht a. daß in ihr die Zahl nicht als eine Eigenschaft an physischen Dingen.a. den rein begrifflichen Charakter der Zahlaussage zu betonen..

unten S. So wiederholt sich der Grundmangel was als rein kategorialer Gealler Abstraktionstheorien der die Grundbedingung.Setzung jeglicher Mehrheit Merkmal. gezeigt hat: so ist doch danüt keineswegs erwiesen. das seinerseits eine andere begriffliche Erklärung der Zahl bereits voraussetzt. der in diesem Zusammenhange entsteht. Erst auf dieser Grundlage schien es möglich. als des successiven Fortschritts von Einheit zu Einheit fruchtbar sich indessen der allgemeine Gesichtspunkt der „Mächtigkeit". irgendwie als inhaltlichenBestandt e i 1 in den verglichenen Objekten selbst wiederzufinden. die zu der Erkläning der Zahl durch die Äqmvalenz der Klassen hingeführt haben. die erst ermöglicht. wenn man die Endlichkeit der Inbegriffe und damit ihre „Abzählbarkeit" im Sinne der gewöhnlichen Auffassung des Zählakts So fallen läßt. die sie durch die Entwicklung der modernen Mathematik gewonnen hat. Die rein mathematischen Leistungen des Mächtigkeitsbegriffs bleiben offenbar unberülirt davon. S. Es ist die Zahl in ihrer primitivsten * Freilich sind es nicht ledigUch logische Gesichtspunkte. man — IV. mit dem allgemeinen Schematismus der Gattungsbegriffe ein Problem zu bewältigen. die sich nicht von vornherein auf die endlichen Zahlen beschränkt. Die Eigenschaften. daß er mit dem Begriff der Zahl zusammenfällt. eine Theorie zu schaffen. das an der gegebenen Mehrheit der Klassen haftet und sich aus ihr durch Vergleichung absondern läßt. haben indessen die Frage noch nicht in derjenigen Allgemeinheit und Weite erfaßt.) m m — — Ergebnis gemeinsam 70 . 31 ff. (Zum Problem des Transfiniten vgl. da es auch dann bestehen bleibt. Die bisherigen Versuche. ob. den Charakter des Zahlbegriffs und das Prinzip der Zahlbildung festzustellen. das seiner Bedeutung und seinem Umfang nach einem neuen Gebiete angehört und einen anderen Begriff der Erkenntnis voraussetzt*. sondern zugleich speziellere athe a tische Gründe gewesen. Das Moment der gegenseitigen eindeutigen Zuordnung von Mengen erschien von fundamentaler Bedeutvmg. sondern als ein : sichtspunkt das sucht die Begriffsbildung leitet und beherrscht. sondern „endliche" und „vinendliche" Zahlen in einer einzigen Ableitung umfaßt luid beherrscht. enthalten keineswegs als solche bereits das wesentliche Moment der Zahlbildung überhaupt: das „stmimum genus" im Sinne der GattungslogUc ist auch hier mit dem begrifflichen Ursprung der Erkenntnis nicht gleichbedeutend. ob man in ihm das ursprüngliche Prinzip der Zahl oder nur ein abgeleitetes sieht. 80 ff. die den endlichen und den transfiniten Zahlen sind.) subtile und konsequent durchgeführte Versuch. Die Theorie erweist sich zuletzt als der (S.

der ganzen und gebrochenen. Es sind Urteile und Aussagen über „N icht-Wirkliche s". kein ernsthaftes Problem. denen die Begriffe des Negativen und Irrationalen sowohl. daß in all diesen Umbildungen das eigentliche Substrat der Zahlaussagen sich mehr und mehr zu verflüchtigen drohte. die hier dennoch einen bestimmten. die der Begriff der Zahl durch die Einführung des Gegensatzes der positiven und negativen. Der Standpunkt der Pythagoreer ist noch nicht prinzipiell verlassen: die „Anzahl" im engeren Sinne als der Zahl bildet noch immer das eigentliche und ausschließliche Problem. Der Begriff und die Bezeichnung der „imaginären" Zahl ist der Ausdruck eines Gedankens. wenn man erwägt. Sind diese Erweiterungen ganzen lediglich dem Gesichtspunkt der Anwendungen erklärt und gerechtfertigt werden können. erklären sich leicht. oder stellen sie Äußerungen derselben schon die erste logischen Funk- tion dar. Die Bedeutung der „Zwei" oder „Vier" bildet.— wie bedeutende Mathematiker behauptet haben — künstliche Umbildungen. wie es scheint. die nur aus Gestalt und Bedeutung. unentbehrlichen Erkenntnis wert für sich in Anspruch nehmen. wie der des Imaginären immer wieder begegnet sind. auf welche der Ableitungsversuch der Klassentheorie wie der ordinalen Theorie sich beziehen. da doch die empirische Welt der Dinge uns allenthalben Gruppen von zwei und vier Dingen unmittelbar darbietet. der rationalen und irrationalen Zahlen erfährt. Das wissenschaftliche System der Arithmetik aber schließt sich erst in den Erweiterungen ab. auf den die naive Auffassung sich vornehmlich stützt und beruft. . die Setzung der „Anzahlen" denen die Einführung jeglicher neuen Zahlart. Mit der ersten Verallgemeinerung und Weiterführung des Zahlbegriffs aber schwindet dieser dingliche Gehalt. der seinem ersten Ansatz nach bereits in jeder der neuen Zahlarten wirksam ist und der ihr das charakteristische Gepräge gibt. Diesen Zusammenhang und damit das 71 beherrscht ? Die Schwierigkeiten. Die Anzahlen in ihrem allgemeinsten Grundsinne können unmittelbar durch wahrnehmbare Gegenstände als „real" und somit als gültig aufgewiesen werden.

sobald man in ihnen den Ausdruck reiner die Beziehungen sieht.. . B. hat in einer Anzeige. das. durch welche Verhältnisse in einer konstruktiv erschaffenen Reihe geregelt werden. A." Die Ableitung der Imaginärzahl beruht dann weiterhin darauf. die echte . und daß die Relation des A zu B als der Relation des B zu C usw.. C. Einführung einer neuen Einheit (+ i. . auf das alle die verschiedenen Methoden der „Z hlerweiterung" überhaupt zurückgehen. „können nur da eine Anwendung finden. die wir untersuchen. Positive und negative Zahlen". so heißt es hier. in vollster Schärfe und Bestimmtheit ausgesprochen. Metaphysik des Imaginären" zu begründen. sondern Relationen zwischen je zwei Gegenständen das Gezählte sind. wo das Gauss Gezählte ein Entgegengesetztes hat. die Relation von B zu A durch 1 dargestellt werden muß. an für sich denkbaren Gegenständen aufzeigen zu wollen. die zugleich Sein und Nichtsein bedeuten müßte. nicht mehr als in einer Reihe geordnet zu denken sind. . wo nicht Substanzen (für sich denkbare Gegenstände).. was sie bedeuten an Substanzen. Postuliert wird dabei.allgemeine Prinzip. daß diese Gegenstände auf eine bestimmte Art in eine Reihe geordnet sind. z. B. gleich betrachtet werden kann. Hier gehört nun zu dem Begriff der Entgegensetzung nichts weiter als der der Relation so daß. aber er enthüllt sich sofort. daß die Gegenstände. i) bedarf. sondern daß es zu ihrer Ordnung der Betrachtung einer Reihe von Reihen und damit der Hier tritt. D. wenn die Relation (also der Übergang) von A zu B als + 1 gilt. Eine negative Substanz. repräsentiert jede reelle ganze Zahl die Relation eines beliebig als Anfang gewählten Gliedes zu einem bestimmten Gliede der Reihe. Genau besehen findet diese Voraussetzung nur da statt. Einzelheiten der Deduktion. der beherrabgesehen von allen schende logische Gesichtspunkt in aller Deutlichkeit hervor. wäre eine contradictio ist nur das notin adjecto. eine negative Beziehung 72 . was mit ihm vereinigt der Vernichtung gleich zu stellen ist. Insofern als eine solche Reihe auf beiden Seiten unbegrenzt ist. solange man dabei beharrt. Umtausch — — Der Sinn der erweiterten Zahlbegriffe läßt sich nicht fassen. in der er sich das Ziel setzt.

73 . So scheinen es hier wiederum Erfahrungen an physisch-räumlichen Gegenständen zu sein. so ist gleichzeitig durch sie auch ein Verhältnis des folgenden Gliedes zum vorangehenden gesetzt. Es ist vor allem die Ableitung der Irrationalzahl. Aus dieser rechnerischen Operationen. an denen die logische Tendenz des Gedankens zum besonders klaren Ausdruck gelangt. 3 u. all Grundauffassung leiten sodann die Wiederum soll diese Entwicklung nicht in allen ihren be- sonderen Phasen. gründet die neue Zahl auf den und damit auf Beziehungen. lich als ein anderer Ausdruck für den Fortgang in diesen oder — beiden Beziehungsrichtungen sich (r». Indessen zeigt es sich alsbald. Zwei Wege sind es zunächst. in welcher das neue Prinzip sich bewährt. 4. auf der der Übergang von einem Glied der Zahlenreihe zum nächstfolgenden beruht.. Wir können von den Verhältnissen zwischen gegebenen geometrischen Strecken oder aber von der Forderung der Auflösbarkeit bestimmter algebraischer Gleichungen ausgehen. da jede Relation von A zu B sich zugleich als eine solche von B zu A darstellen und aussprechen läßt.wendige logische Korrelat des Relationsbegriffs überhaupt. Die posia) erscheinen jetzt ledigtiven und negativen Zahlen(+a. Die erstere Methode. eingehende Darlegung und Begründxing dieses a. Cap. also eine zweite Fortschrittsrichtung definiert. Betrachtet man daher die erzeugende Relation (R). die Zusammenhangs bei Natorp. O. hierzu bes. daß zum mindesten die Berufung auf die Raum • * Vgl. die bis auf Weierstraß und D e d e k i n d fast ausschließlich herrschte. die sich an meßbaren Objekten vorfinden. auf welchen eine Deduktion des Irrationalen versucht werden kann. sondern nur an einzelnen typischen Beispielen verfolgt werden. die wir als die Umkehrung der ersten als inverse Relation (r) auffassen können. die den Prozeß der mathematischen Begriffsbildung beherrschen und ihm seine Richtung vorschreiben. a. r^). innerhalb des auf diese Art erweiterten Zahlgebiets in einfacher Weise ab: sie alle gründen sich auf den Charakter der reinen Zahl als Beziehungszahl und bringen ihn zu immer deutlicherer Entfaltung *.

Da es innerhalb dieses Systems keinen kleinsten Unterschied gibt. die durch die Beobachtungsfehler gesetzt sind. rein aus d e m G r u n d p r i n z i p derZahl selbst heraus zu führen und als notwendig zu erweisen. Die Verschiebung der Frage von der Zahl auf den Raum würde die Einheit und Geschlossenheit des Systems der Algebra selbst aufheben. die sich bei keinem Ableitungsversuch entbehren läßt. das dem Inbegriff angehört. die die irrationalen Werte als Lösungen für bestimmte Gleichungen 74 . sondern aus den Gesetzen bestimmter geometrischer Konstruktionen. sondern allenfalls die rein idealen Strecken der Geometrie können somit das gesuchte Substrat für die Ableitung des Irrationalen abgeben. hieße die Natur der Frage selbst verkennen. Eine völlig exakte Bestimmung in diesem Gebiet zu suchen und zu fordern. geschweige überboten werden kann. vielmehr zwischen zwei noch so nahen Elementen sich stets wieder ein neues Element angeben läßt. Die Maßbeziehungen. die in den beobachtbaren Verhältnissen der Dinge niemals erreicht. tatsächlich vorhandener Größen. auf die die äußere Erfahrung uns hinleitet. so muß sich die weitere Forderung erheben. die sich innerhalb dieses Bereiches ergeben können. die Konstruktion. Nicht die Körper der physischen Wirklichkeit. Ist dies aber einmal erkannt. um alle Aufgaben. vollständig zu beherrschen. werden uns nur durch Beobachtung und somit nur innerhalb der Grenzen. so bietet sich hier eine begriffliche Differenzierung dar. können uns somit niemals den Begriff des Irrationalen in seiner strengen mathematischen Bedeutung aufzwingen: vielmehr muß dieser Begriff von innen heraus aus den Forderungen des systematischen Zusammenhangs der mathematischen Erkenntnisse selbst entstehen und begründet werden. Die gewöhnliche algebraische Methode. bekannt. So ist denn offenbar das gewöhnliche System der Bruchzahlen bereits ein in jeder Hinsicht ausreichendes gedankliches Instrument.Verhältnisse konkreter empirischerDinge an diesem Die Maßverhältnisse von Dingen Punkte versagen muß. Das neue Problem erwächst nicht an der Auffassung gegebener.

nicht nur nach irgendeinem einzelnen das ihm zukommt. wenn zugleich mit seiner Ableitung seine Stelle im Gesamtsystem und somit sein Verhältnis zu den übrigen bekannten Gliedern des Zahlenreiches fixiert ist. Dieses Stellenverhältnis faßt alle sonstigen Eigenschaften. ob der Gegenstand. finition darf daher das ideelle Objekt. von Anfang in sich. die als so wird doch braischer Gleichungen nicht darstellbar sind durch eine derartige Erklärung jedenfalls nichts darüber entschieden. viele irrationale Denn abgesehen davon. die zweite alle Zahlen. ein — Wurzeln alge- eindeutig bestimmter mehrere. — Am Dedekind Brüche Näheres hierüber z. da alle diese Eigenschaften erst nachträglich aus ihm hervorgehen und durch es begründet werden. bei RuBsell. h. auf das sie hinzielt. wobei der Bruch als Verhältniszahl definiert und ohne Anlehnung an meßbare und teilbare Größen aus der Betrachtung reiner Ordnungsbeziehungen abgeleitet wird*. B. der Inbegriff selbst in zwei Klassen 31 und 33 zerlegt. daß Werte angeben lassen. der durch sie geschaffen ist. die der Die vollkommene Debezeichneten Bedingung genügen. kraft deren es sich von allen andern unterscheidet. untereinander verschiedene Werte gibt. bezeichnen. so wird durch jedes einzelne Element a. 75 . Denkt man sich zunächst die Gesamtheit der rationalen gegeben. sondern muß es in seiner vollen charakteristischen Eigenart. bleibt freilich unzureichend. das wir aus diesem Inbegriff herausgreifen können. die der einzelnen Zahl nur immer beigelegt werden können.. die kleiner als a sind (d. oder ob es wird.einführt. da in ihr die stellung eines Postulats mit dessen AufErfüllung versich unendlich wechselt wird. § 230. Die erste dieser Klassen umfaßt alle Zahlen. die „größer" als o sind Merkmal. ihm in der systematischen Ordnung des Inbegriffs vorangehen). Diese Eigenart aber ist für jeden Zahlwert vollständig gegeben. § 144 ff. reinsten tritt dieser logische Leitgedanke der Deduktion in der bekannten sehen Erklärung der irrationalen Zahlen als „Schnitte" hervor. erfassen und bestimmen.

so wird sie immer zwischen zwei Quadratzahlen liegen. Faßt man jetzt alle Zahlen. die hier vollzogen ist. deren Quadrat größer als D ist. das System der Rational- A < zahlen vollständig erschöpft. wie sich zeigen Systems kein Element. das diese Sonderung hervorbringt. die zuvor in begrifflicher Strenge abgeleitet wurden. so daß die Einteilung. entspricht ein die sich gedanklich vollziehen bestimmter rationaler Wert. für deren Wiedergabe dennoch in der bisher definierten Mannigfaltigkeit kein einzelner Zahlwert zur Verfügung steht. zu einer Klasse 33 vereinigt denkt. zu einer Gesamtklasse 9t zusammen. diese der selbst begrifflich zu repräsentieren. die indessen nicht das Quadrat einer ganzen Zahl sein möge. das keine andere Funktion und Bedeutung hat als den. deren Quadrate kleiner als D sind. h. Wir haben somit durch eine begriffliche Vorschrift der sich übrigens beliebig viele andere an die Seite stellen lassen würden — — zwischen Zahleine völlig scharfe und klare klassen erreicht.. Die neue Zahl ist somit in dieser Form der Ableitung nicht willkürlich ersonnen. Man hat gegen die Ableitung Dedekinds von philosophischer wie mathematischer Seite häufig den Einwand er- noch wird 76 . während man sich alle Zahlen. und eindeutigen Scheidung.1)*. das also größer als alle Zahlen der Klasse % und kleiner als alle Zahlen der Klasse S5 wäre. so daß sich also eine positive ganze Zahl von der Art angeben läßt.auf a folgen). läßt. läßt. der uns nunmehr zur Einführung eines neuen . Wenn indessen die Angabe jeder einzelnen Bruchzahl zugleich implicite eine derartige Scheidung des Gesamtsystems in sich schließt. Sie stellt von Anfang an einen bestimmten logischen Beziehungsgehalt dar und läßt sich in ihn wiederum auflösen. so gilt doch nicht die Umkehrung dieses Satzes: denn nicht jeder streng definierten (d. sondern sie erscheint als der Ausdruck eines komplexen Ganzen von Relationen. Dieser Umstand ist es. Beziehung Bestimmtheit Einteilung sie als bloßes „Zeichen" eingeführt. innerhalb dieses Dennoch gibt es. so gehört jeder nur immer angebbare rationale Wert einer dieser Klassen zu. daß -r^*< D (^-f. Betrachtet man etwa irgendeine positive ganze Zahl D. irrationalen" Elements veranlaßt: eines Elements.

77 . welcher diese Einteilung aller Punkte.. * Dedekind. wenn er auch unstetig wäre.. Der Fortschritt von einem ideellen systematischen zur Existenz eines neuen Elements scheint eine ^ezraßaatj Punkt Geraden Axiom bestimmtheit Zusammenhang 2.Hat überhaupt der Raum eine reale Existenz. hineindenken". darum noch keine Seins-Bestimmtheit in sich zu schließen brauche. daß der Raum unstetig wäre. daß sie eine unerweisliche Forderung in sich schließe. Idealen" und „Realen" kann in der Tat der Gedanke entstehen. durch welches wir die Stetigkeit in sie . ihn durch Ausfüllung seiner Lücken in Gedanken zu einem stetigen zu machen. so braucht er doch nicht notwendig stetig zu sein. daß irgendeine Begriffsdie sich uns in der Verfassung des Zahlenreiches aufdrängt. durch die Bedingung zum Ausdruck bringen.. unzählige seiner Eigenschaften würden dieselben bleiben. nicht bewiesen. In der Tat legt die Darstellung Dedekinds dieses Bedenken nahe.. das diese Einteilung vollzieht. sofern sie zur Verdeutlichung des Grundgedankens zunächst von geometrischen Analogien ihren Ausgang nimmt. derart. so könnte uns doch wieder nichts hindern. ." Bei einer derartigen Entgegensetzung des .. Für den Fall irgendeiner vollständigen Einteilung des Systems der Rationalzahlen werde hier die Existenz eines und nur eines Zahlelements. S. a. ein und nur ein existiert. wenn alle Punkte der Geraden in zwei Klassen zerfallen. diese Zerschneidung der Geraden in zwei Stücke. 9 ** a.hoben. Braun- schweig 1892. Die Annahme dieser Eigenschaft der Linie wird von Dedekind selbst als ein bezeichnet. hervorbringt*. daß. sondern lediglich auf Grund eines allgemeinen Postulats behauptet. Stetigkeit und irrationale Zahlen. Die Stetigkeit der geraden Linie läßt sich. daß jeder Punkt der ersten Klasse links von jedem Punkt der der zweiten Klasse liegt. wie hier ausgeführt wird. durch welches wir erst der Linie ihre Stetigkeit zuerkennen. ff. O. Und wüßten wir gewiß. 12. falls es uns beliebte. Aufl. diese Ausfüllung würde aber in einer Schöpfung von neuen Punkt-Individuen bestehen und dem obigen Prinzip gemäß auszuführen sein**. S.

wenn sich irgendein Element a angeben läßt. daß bei dieser Alternative kein Glied unberücksichtigt bleibt.. Die Forderung. Damit aber ist zugleich den so erschaffenen Gebilden der reine Z a h 1 Charakter aufgeprägt. Schnitt" des rationalen Zahlsystems vorliegt.. ist auch die Ordnung. die ihm entspricht.ist". weil. existiert ein festes. wenn durch irgendeine begriffliche Regel das rationale System in zwei Klassen Ä und 93 sich sondert. Essenz" und . allenfalls festhalten ließe: im Gebiet der reinen Zahl verliert sie jeglichen Sinn. Der „Schnitt" selbst hat somit als solcher unzweifelhafte logische „Realität". von jedem seiner Elemente mit Sicherheit entscheiden. die ihm nicht erst durch Ferner aber ein Postulat gewährleistet zu werden braucht. das über die Reihenfolge der einzelnen Schnitte entscheidet. daß.. zum mindesten innerhalb des Bereichs der Zahl. das der Klasse 91 in der ersten. ob es der einen oder der anderen Klasse zugehört und weiterhin zeigen.. Denn die Zahl besitzt nach ihrer ursprünglichen Erklärung keinerlei spezifisch-inhaltliche Merkeig SXXo -fivog in sich zu handelt es sich hier um — — Bestimmtheit 78 . eine und nur eine Zahl . in der die verschiedenen Schnitte sich folgen. keine willkürliche. lassen ihn also auf diesen folgen.. kann daher keinen fragwürdigen Nebensinn in sich schließen. ist zunächst die derEinteilung selb st: wir können. Wir nennen von zwei Schnitten (% 93) und (St'. existiert". wozu sie in bestimmten begrifflichen Definitionen gemacht worden ist. was er in der Natur der Dinge . sondern ihnen durch ihren ursprünglichen Begriff eindeutig vorgeschrieben. Wenn beim Räume sich eine derartige Sonderung zwischen dem Inhalt der freien geometrischen Konstruktionen und dem. Keine Zahl die ganze so wenig wie die gebrochene und irrationale „ist" etwas anderes als das. die gesamte dualistische Trennung von idealem und realem Sein. von . die getroffene Einteilung also eine vollständige und erschöpfende ist. In Wahrheit aber keinen unberechtigten Übergang.schließen. Was hier völlig unzweideutig gegeben ist. Somit der Klasse 95' in der zweiten Einteilung angehört. 93') den ersten größer als den zweiten. Existenz" hinfällig wird. wenn immer ein vollständiger . allgemein gültiges Kriterium.

Der Gedanke. das für die „Schnitte" angegeben ist.male. wie hierin der Grundgedanke der ordinalen Theorie der Zahl sich bewährt. Nicht darum also handelt es sich in der Schöpfung der neuen irrationalen Elemente.. nach welchem die wechselseitige Stellung aller Glieder des alten wie des neuen Systems sich bestimmt. Das begriffliche „Sein" der Einzelzahl geht hierbei immer in — — vonEinheiten 79 . weil sie sich eine streng gegliederte Mannigfaltigkeit bilden.und Reihenform überhaupt: wo immer also eine derartige Form sich festhalten läßt. Die Schnitte „sind" Zahlen. Die Einführung des Irrationalen ist zuletzt nichts anderes als der allgemeine Ausdruck dieses Gedankens: sie gibt der Zahl die ganze Freiheit und Weite einer Methode der Ordnungsbildung überhaupt wieder. die sich ja sämtlich als Schnitte auffassen und darstellen lassen. ohne sie auf irgendeine inhaltlich bestimmte Einzelrelation zu beschränken. geordnete Inbegriffe hervorgehen zu lassen. Man sieht. zwischen" den bekannten Gliedern des rationalen Zahlsystems noch anderer Elemente vermutet oder gefordert das Sein diese Fragestellung bliebe in der Tat in sich werde sinnlos selbst und unverständlich sondern darum. aber keineswegs das Prinzip der Erschaffung solcher Inbegriffe schlechthin. da findet ihr Begriff Aufnahme und Anwendung. die Zahl aus der s u c cessivenAddition entstehen zu lassen und in dieser Operation ihre eigentliche begriffliche Wesenheit zu begründen. gilt unmittelbar auch für die rationalen Zahlen selbst. Somit ist jetzt ein übergreifender Gesichtspunkt gefunden. muß jetzt aufgegeben werden. sondern ist lediglich der allgemeinste Ausdruck der Ordnungs. Ein derartiges Verfahren enthält zwar e i n Prinzip. in welcher die relative Stellung der Elemente nach einer begrifflichen Regel feststeht. daß irgendwie . kraft deren sich Glieder in geregelter Folge setzen und entwickeln lassen. Dieses System umfaßt den früheren Inbegriff und nimmt ihn in sich auf: denn das Kennzeichen der Aufeinanderfolge. daß über der Ordnung des anfänglich gegebenen Inbegriffs ein anderes komplexeres System reihenförmig abgestufter Bestimmtheiten sich erhebt.

aus der Zeitschr. So hat denn auch C a n t o r selbst. mit zwingender Notwendigkeit aus rein mathematischen Voraussetzungen hervor. . zugleich einen bestimmten Schnitt im Gesamtsystem . C a n t o r Gesammelte Zur Lehre vom Transfiniten. bes. f. Der Begriff des Unendlichen scheint die Schranke der Logik und den Grenzpunkt zu bezeichnen. 1890. Zugleich häufen sich nunmehr die eigentlichen philosophischen Schwierigkeiten denn der Begriff des Unendlichen. wenn man vom Gebiet Zahlen zu endlichen dem der transfiniten Zahlen übergeht. der hier im Mittelpunkt steht. um von der „Existenz" einer Zahl zu sprechen. zugleich alle die scholastischen Gegensätze des Potentiell. S. so wird zuletzt umgekehrt eben diese „Wirkung" zur notwendigen und hinreichenden Bedingung. indem er in seinen grundlegenden Untersuchungen das System der transfiniten Zahlen schuf. eine gewisse. Abhandl. die Bildung der Zahl beruht. da es in sich selbst nichts anderes als eben diesen Zusammenhang bedeutet und ihn gleichsam in verdichteter Form zum Ausdruck bringt. Halle a. gehört seit jeher nicht minder dem Herrschaftsbereich der Metaphysik.und AktuellUnendlichen. bewirkt". des Infiniten und Indefiniten wiederum heraufbeschworen*. * Vgl. Aufgaben. an dem sie sich mit einem anderen Gebiet.reiner tion und deutlicher in ihre eigentümliche begriffliche Funkauf: denn wenn nach der gewöhnlichen Auffassung. an die auch die Deduktion Dedekinds zunächst anknüpft. Hier scheinen wir somit endgültig von der Frage nach der reinen Erkenntnisbedeutung der Begriffe zu den Proauf der dem : blemen des absoluten Seins und seiner Beschaffenheit hin- übergedrängt zu werden. 80 . Eine neue Wendung nimmt der allgemeine Gedanke. an sich bereits gegebene und vorhandene Zahl. berührt. philos. Das Element kann aus dem Relationszusammenhang nicht herausgelöst werden. Kritik. das außerhalb ihrer Sphäre liegt. Pliilosophie u. die zur Schöpfung Und dennoch gehen die des transfiniten Zahlenreiches führen.. als dem der Mathematik an.

wenn sich ihre Glieder wechselseitig eindeutig einander — — Die Anwendung dieses Kriteriums kann zuordnen lassen. so nimmt der Inbegriff einen neuen Charakter an. Bezeichnet man alle Inbegriffe.. in der Tat der Fall: während der Fortschritt von den positiven ganzen Zahlen zur Gesamtheit der rationalen Zahlen keine Änderung in der Mächtigkeit bedingt und das gleiche selbst dann gilt. sobald sich zeigt. daß sich eine allgemeine Regel angeben läßt. Zwei Inbegriffe heißen uns gleichviel. derart verallgemeinert. sicher. oder aber ob sich Mengen angeben lassen. Substanzbegriff 6 81 . der auf diese Weise eingeführt ist. wenn wir das System der rationalen zum System der algebraischen Zahlen erweitern. Das letztere ist nun. wie bewiesen wird.Sie entstehen. ob die Zahl ihrer Elemente begrenzt oder unäquivalent oder von gleicher . die beiden Mengen der geraden und ungeraden Zahlen erschöpfend dargestellt und eindeutig aufeinander bezogen sind. sondern setzt voraus. Mächtigbegrenzt sein mag keit". erhält indessen spezielleres mathematisches Interesse erst. Diese Mannigfaltigkeit stellt somit eine neue Stufe dar. daß wir ihre Elemente einzeln einander gegenüber stellen. offenbar bei unendlichen Mengen nicht derart erfolgen. Der Begriff der Mächtigkeit. daß jeder geraden Zahl 2 n eine ungerade 2 n-f 1 entspricht und daß. sobald wir ihm weiterhin das Ganze der transzendenten Zahlen hinzufügen und ihn damit zu der Mannigfaltigkeit der reellen Zahlen überhaupt ergänzen. so entsteht die Frage. die sich über der ersten erhebt. wenn wir hierbei n alle beliebigen ganzzahligen Werte annehmen lassen. denn sie faßt einerseits Inbegriffe Cassirer. als solche ersterMächtigkeit. der schon das Kriterium für die Anzahlgleichheit endlicher Mengen bildete. sobald man den Grundbegriff der „Äquivalenz". ob in ihnen das Ganze möglicher Mannigfaltigkeiten sich erschöpft. daß er in sich selbst einer Differenzierung und Abstufung fähig ist. deren Elemente den Gliedern der natürlichen Zahlenreihe sich eindeutig zuordnen lassen. durch welche die durchgängige Korrelation So sind wir festgestellt und in einem Blick überschaut wird. daß er zum Vergleich unendlicher Inbegriffe fähig wird. die in bezug auf das angegebene Merkmal eine andere Stellung einnehmen.

die für beide Inbegriffe gilt. 5. *** C a n t o r . das uns entsteht... Sprechen wir nun allen Reihen. El und Fl die entsprechenden Elemente von N sind. sowie bes. Zahlen komplexerer sich. Wir sprechen zwei wohlgeordneten Mengen MundN** dieselbe Ordnungszahl oder denselben . auf C a n t o r s eigene Darstellung in den „Mathemat. wenn E und F Elemente von M. 21 ff.).Studien XII. da bei dem Versuch der Zuordnung ihrer Elemente zu denen der natürlichen Zahlenreihe stets eine Unendlichkeit unverbundener Glieder zurückbleibt*. die sich lediglich auf die Angabe der Mächtigkeit unendlicher Mengen beschränken. sondern zugleich die Stellung der Glieder im Inbegriff in Betracht ziehen. das System der zugehörigen Ordnungs- zahlen zur Seite stellt. Ordnungstypus" zu. a. einander gegenseitig eindeutig zu- ordnen lassen: so daß also. 82 . C a n t o r Grund. § 2. § 2. sind wir bei Feststellung ihres Ordnungstypus an eine bestimmt vorgeschriebene Art der Aufeinanderfolge gebunden. a. Aufsatz „Kant und die moderne Mathematik" (Kant. so muß auch in der zweiten Ej vor Fj vorausgehen***. Die Einführung der transfiniten «i und «o will lediglich diesen charakteristischen Grundunterschied festhalten. Ein erster Mächtigkeit in sich. Gehalt wenn man an Unterscheidungsmerkmalen ergibt den transfiniten Kardinalzahlen.während sie anderseits über sie hinausgeht. in der ersten Menge E vor F voraus. die sich gemäß * Einige nähere Ausführungen in m. Während somit bei der Vergleichung der Mächtigkeit zweier Mannigfaltigkeiten von jeder beliebigen Anordnung ihrer Glieder Gebrauch gemacht werden konnte. wenn sich die Elemente beider unter Festhaltung der Abfolge. lagen einer allgemeinen Mannigfaltigkeitslehre. O. sobald wir die betrachteten Mengen nicht lediglich hinsichtlich der Anzahl der Elemente vergleichen. die Stellung von E und F in der Succession der ersten Menge in Übereinstimmung ist mit der Stellung von Ei und Fi in der Geht. nach welchem unendliche Inbegriffe sich ordnen lassen. Annalen" verwiesen werden. S. Die neue Zahl besagt auch hier nichts anderes als einen neuen Gesichtspunkt. ** Zxu" Definition der „wohlgeordneten Menge" s. mit anderen Worten. für alle Einzelheiten muß auf die dort angeführte Literatur. Succession der zweiten Menge.

um mathematische Ausdrücke. n w erschaffen. w n . zur Kon- + + usf. S. unendliche Zahlen". .. in immer weiterer Anwendung dieses Verfahrens. to^. von der Welt oder von der Tätigkeit des erkennenden Ich aus betrachtet werden. den Ordnungstypus w zu. die im Gebiet der unendlichen Mannigfaltigkeiten tatsächlich gegeben und unzweideutig aufweisbar sind. um bestimmte unterscheidende Charaktere an unendlichen Inbegriffen aufzufassen und festzuhalten. . ^ Und es sind keineswegs bloß willkürliche überzugehen. voraussetzen muß. so können wir weiterhin. auf die der Zählakt sich richtet und die er. Reihen vom w 10 -{. um sodann. daß die Gegenstände. Typus w Vereinigung zweier oder mehrerer Inbegriffe vom Typus tu die Ordnungstypen 2 w. In der ersteren Hinsicht wird die Unmöglichkeit des Aktual-Unendlichen dadurch erwiesen. wie es scheint. als vielmehr um . Die Form der Zählung ist auch hier nur der Ausdruck einer notwendigen logischen Differenzierung. 2 oder 3 Glieder hinzufügen. K System einer Theorie der Grenzbegriffe. Die metaphysischen Probleme des Aktual-Unendlichen treten bei dieser Form der Ableitung gänzlich zurück. Leipzig iind 6* 83 . wo wir uns durchaus im Gebiet rein ideeller Setzungen bewegen. Denn es handelt sich wie man mit Recht betont hat* bei den neuen Zahlgebilden nicht sowohl um . Die Konflikte. indem wir solchen Reihen in ihrer Gesamtheit je 1. die erst durch jene Form ihre klare und vollständige Fassung erhält. In zweifacher Form können diese Konflikte sich darstellen. Symbole. . je nachdem sie von der Seite des Objekts oder des Subjekts.. Zahlen von etwas Unendlichem"..2. stets nur in struktion der Typen w^. e rr y .. noch völlig fern. 3 w. liegen demnach hier. sondern Bezeichnungen begrifflicher Bestimmtheiten und Unterschiede. die sich aus der Verknüpfung der Begriffe „Unendlichkeit" und „W i r k 1 i c h k e i t" ergeben. die wir uns schaffen. auch w^. ja — — — — * Wien S. 3 bilden. 68 f. 1890. weiterhin aber durch l. .der angegebenen Bedingung der Folge der natürlichen Zahlen eindeutig zuordnen lassen. die hiermit eingeführt werden.

Schon für die Begründung der Irrationalzahl war es unumgänglich. selbst nicht als äußerlich gegeben. da sie selbst nicht empirischer. isolierter V o r s t e 1 lungsakte und ihre nachträgliche Summierung hier in irgendeiner Weise erfordert. sondern sie will lediglich der Ausdruck dafür sein. da es uns nicht anders. Materie" des Zählens steht hier unbegrenzt zur Verfügung. daß der ganze unbeschränkte soll: akts selbst. Zählung" im gewöhnlichen Sinne des Wortes dar. Die Zahl w ist nicht das Ergebnis solchen immer erneuten Hinzutuns einzelner Elemente. Die . unendliche Zahlenklassen zu betrachten. wenn wir es auf seine streng mathematische Bedeutung beschränken. Ebensowenig aber ist der psychologische Vollzug besonderer. die lediglich durch eine allgemeine begriffliche Vorschrift in der Totalität ihrer Elemente dargestellt und überblickt. kategorie bringt diesen fundamentalen Unterschied zu allgemeinster Anerkennung. Gleichviel. sondern als in freier Konstruktion entstanden zu denken ist. die zusammengefaßt werden: so daß der „Stoff". in der das Transfinite sich begründet. der etwa vorausgesetzt wird. von dem Verfahren der successiven Setzung und Vereinigung von Einheiten. sondern logisch-begrifflicher Natur ist.. Beide Einwände aber verlieren gegenüber dem „Transfiniten". die von Einzelheit zu Einzelheit fortschreitet.. Nicht Aussagen von Dingen. zugänglich ist. nicht Die neue Zahlaber gliedweise abgezählt werden konnten. als vermöge der Erfahrung. Cantor unterscheidet ausdrücklich die „logische Funktion".begrenzter Anzahl gegeben sein können. Zahlen — — 84 . Auf der andern Seite ist es die psychologische Synthese des Zähl- die das Aktual-Unendliche ausschließen kein „endlicher Verstand" vermag unbegrenzt viele Einheiten tatsächlich zu durchlaufen und zueinander successiv hinzuzufügen. Der Begriff des Transfiniten dient vielmehr dem umgekehrten Gedanken: er stellt die Unabhängigkeit des reinen logischen Gehalts der Zahl von der . ihr Recht. sondern Urteile über und Zahlenbegriffe sind es. welche Weite und welchen Umfang wir der abstrakten Zahl zusprechen mögen: das Gezählte muß stets in bestimmten Grenzen eingeschlossen gedacht werden.

h. d. der für jede unerläßlich Umfang gende Relation. als daß co die erste ganze Zahl sein soll.. zustreben. von denen keine größte existiert auf Grund dieses zweiten Erzeugungsprinzips jener eine neue Zahl geschaffen wird. weil es kein völlig neues w geliefert hat..Es ist sogar erlaubt. Hier bereits war es nicht das bloße Hinzutun von Einheit zu Einheit.. . . erfaßt als inhaltlich identisch und durch alle Abwandlungen der besonderen Anwendung hindurch festgehalten wurde. . Es ist der gleiche Gedanke. . ist — — Grenze sondern nur die Tendenz eines Gedankens der logische Begründung Zahl überhaupt Die Betrachtung der ist. auch nur die Reihe der . welche auf alle Zahlen v folgt. das die Begriffsbildung beherrschte.. d. in welchem es kein „letztes Glied" gibt. welche als Zahlen gedacht. wenn darunter nichts anderes 1. Wie die unendliche Vielheit der natürlichen Zahlen zuletzt durch * einen Cantor. größer zu nennen ist. daß die einzelnen Glieder der Zahlenreihe und somit ihr gesamter nur dadurch zur Ableitung kommen konnte. vielmehr zeigte es sich. 33. daß ein und dieselbe erzeuVerfahren darstellt. „in seiner natürlichen Succession dem Gesetze neu gezu denken. . weiterführt. Eigenschaften äußerer Dinge wie diejenige einzelner psychischer Inhalte und Vorstellungsakte erwies sich als unfähig. h. offenbar verschieden von dem ersten Erzeugungsprinzip. welche uns als jede der Zahlen v nach gegeben . welcher die Zahlen V." Im Grunde freilich ist dieses „zweite Erzeugungsprinzip" nur deshalb zulässig und fruchtbar. sich die schaffene Zahl w als Gre n z e . der jetzt nur zu schärferer Ausprägung gelangt.Inbegriff der natürlichen Zahlen. verstanden wird. S. als die ihnen allen nächst größere Zahl definiert wird*. natürlichen" Zahlen in ihrer gesetzlichen Ordnung aufzubauen und zum vollen Verständnis zu bringen. ich nenne sie das zweite Erzeugungsprinzip ganzer realer Zahlen und definiere dasselbe näher dahin. 85 . 3. daß wenn irgendeine bestimmte Sukzession definierter ganzer realer Zahlen vorliegt. durch ein allgemein gültiges Prinzip § Grundlagen 11.. Die logische Funktion. sei". 2. . Begriff..

der Sinn des „Folgens" in einer Reihe ist von dem der konkreten Zeitfolge unabhängig. von welcher eine neue Form der Zahlbildung ihren Ausgang nimmt. wäre t« widersinnig und würde ihren eigenen Begriff aufheben. h. erweisen sich als komplexe Aussagen. Von neuem zeigt sich somit die Befreiung des Begriffs der Zahl von dem Begriff der kollektiven Vielheit. sofern nur daran festgehalten wird. die aus ihr hervorgehen können. selbst wiederum zu einem neuen zu einer Art Grundeinheit. in welche das Transfinite eingeht. Die . Über der ersten Ordnung erheben sich andere und komplexere. bedeutet zuletzt lediglich eine derartige begriffliche Abhängigkeit in der Folge der Begründung. daß diese Allheit logisch in einem einzigen Begriff zu übersehen und zu erschöpfen ist. d. so läßt sich ihr Gehalt wiederum in einen Für das mathematische Denken Begriff zusammenziehen. Wie die Drei auf die Zwei nicht im Sinne des Nacheinander von Ereignissen folgt. In diesem Sinne 86 ..Zahr' als Aggregat einzelner Einheiten auffassen und darstellen zu wollen. Element. sofern er „dem Gesetze nach gegeben". Daß die Zahl w „nach" allen endlichen Zahlen der natürlichen Zahlenreihe zu setzen ist. in sich schließt. wird die fundamentale Beziehung. als Einheit zu betrachten und zu behandeln ist. die die Allheit der Glieder. Der gesamte unendliche Inbegriff der natürlichen Zahlen wird. Dagegen bewährt sich auch hier die ordinale Betrachtungsweise: denn im Begriff einer neuen Setzung. die jene als Material brauchen und zugrunde legen. liegt kein Widerspruch. die durch die Analyse auf Verhältnisbestimmungen unendlicher Inbegriffe „natürlicher" Zahlen zurückgeführt werden. daß die Definition der Drei die der Zwei „voraussetzt". hier Auch das Problem der Unendlichkeit der Zeit kann Denn zunächst noch völlig außer Betracht bleiben. so gilt das gleiche in noch strengerer Bedeutung für die Beziehung zwischen den transfiniten und den endlichen Zahlen. die auf alle Elemente der natürlichen Zahlenreihe folgt. zum Ansatz für einen neuen konstruktiven Aufbau. Die Urteile.gesetzt ist. sondern mit diesem Verhältnis lediglich der logische Umstand bezeichnet werden soll.

die schon in der ersten Anlage des Systems sich wirksam erwies. sodann aber bestimmten Gesetzen rechnerischer gehorchen. wenngleich sie nicht in allen Punkten mit ihnen übereinstimmen*. Metaphysik des Imaginären". sondern sie erwachsen aus der stetigen Entfaltung der logischen Grundfunktion. z. sobald dem in sich selbst fertigen und geschlossenen Inbegriff der reellen Zahlen die komplexen Zahlensysteme gegenübertreten. B. die ihre vollständige Ausprägung erst außerhalb der Grenzen der reinen Zahlenlehre im Gebiet der allgemeinen Geometrie finden. deren jede durch eine bestimmte erzeugende Relation gegeben ist. § 87 . Eine neue prinzipielle Wendung aber tritt ein. sondern um die Zusammenfassung einer Mehrheit von Reihen. I 286. Jetzt handelt es sich gemäß der . Nicht von außen her werden somit die neuen Gebilde des Negativen. * Näheres zur Arithmetik des Transfiniten 294 f. die allgemeinsten Gesetze der Ordnung in einer Reihe fest- Verknüpfung — Gauss — zustellen. sofern sie einmal in sich selbst eine vorgeschriebene Reihenform besitzen. Mit diesem Fortgang zu einer mehrdimensionalen Mannigfaltigkeit treten logische Probleme hervor. die denen der endlichen Zahlen analog sind. die entwickelt und begründet hat nicht mehr darum. Die neuen Gebilde sind „Zahlen".. bei Russell. zu einer Einheit der Bestimmung. des Irrationalen und Transfiniten dem Zahlsystem eingefügt.herrscht denn auch zwischen dem einen und dem anderen Gebiet eine durchgängige begriffliche Kontinuität.

und Halt in der denn auch für jede logische Theorie des Begriffs die kritische Entscheidung. zeigte sich von einem allgemeinen Grundmotiv beherrscht. die er erfuhr. solange es unsere Hält man aber Anschauung nicht vertieft und bereichert. wie im Bereich der Zahl. als stelle sich in ihr nur ein künstlicher Umweg des Denkens.dennoch leer und ohne Gehalt. wo das Denken sich nicht. Die Entwicklung des Zahlbegriffs und die fortschreitende logische Umbildung. nicht aber das der ursprüngliche und gleichsam natürliche Prinzip wissenschaftlichen Begriffsbildung dar. Rein und vollständig scheint dieses Prinzip nur dort zutage zu treten. die in der Beschaffenheit der physischen Gegenstände kein unmittelbares sinnliches Abbild besitzt.Drittes Kapitel: Der Raumbegriff und die Geometrie. Ein begriffliches Gebilde mag noch so fein gesponnen. nachdem das Denken sich entwöhnt hatte. So notwendig es indessen im Aufbau der modernen Analysis und Algebra wird. Der Gehalt des Zahlbegriffs konnte erst vollständig erfaßt werden..noch so folgerecht und widerspruchslos aus ursprünglichen gedanklichen Voraussetzungen aufgebaut sein: es erscheint. Anschauung 88 . diese Entwicklung zu vollziehen. sondern seinen Wert Hier allein liegt sucht. allgemeinsten Bedeutung als eine komerwies sich in ihrer plexe gedankliche Bestimmtheit. lediglich nach selbstgeschaffenen Gesetzen betätigt. das allmählich zu immer bestimmterem Ausdruck gelangte. für jede seiner Bildungen eine Die Zahl Entsprechung im konkreten Dasein zu suchen. so kann es dennoch scheinen. so tritt damit der Gegensatz Das der logischen Grundansichten in ein neues Licht. einmal dieses Kriterium fest.

der hier hervortritt. einen Bereich des „immer Seienden" ergreifen. sondern die ihrer unmittelbaren Beziehung zur konkreten Wirklichkeit als das eigentliche Vorbild zu gelten haben. sondern reiner und urvor uns. er hat auch in der wissenschaftlichen Entwicklung der Geometrie selbst entscheidend nachgewirkt. worauf er sich stützt. kraft dessen wir mitten im Wandel der sinnlichen Dinge ein Ganzes unveränderlicher Bestimmtheiten. Wie wir den Umriß der sichtbaren Gestalt als identisch wiedererkennen. ist keineswegs ausschließlich für die Fassung der logischen Probleme bedeutsam geworden. die in der formalen Logik ihren allgemeinen Ausdruck findet. Geometrie Raumbegriffe in sind Synonyma sie fließen der Wortbedeutung des €ldo<. denen das Seiende seine gleichartige begriffliche Prägung.. Nicht die Zahlsprünglicher in der sind es. gleichviel. Das sinnlich Mannigfaltige ordnet und gliedert sich. die durch alle Verschiedenheit hindurchgehen und sich in ihr als gleichbleibende Züge behaupten. Die . an welchem sinnlichen Stoff sie uns entgegentritt oder in welchem Maßstab wir sie entworfen denken: so gilt es allgemein. Bau noch grammatische der der Sprache. indem sich aus ihm bestimmte räumliche herausheben. die kraft begriffe. denen es die konstante Wiederkehr bestimmter Einzelzüge verdankt. In diesen Formen besitzen wir das feste Grundschema. In der Tat tritt sogleich in den geschichtlichen Anfängen der Logik dieser sachliche Zusammenhang aufs stärkste hervor. sondern die Struktur einer fundamentalen mathematischen Wissenschaft. liegt fortan nicht ausschließlich in der Algebra. Der Grundgedanke der Gattungslogik ist von einer neuen S^ite her befestigt: und diesmal ist es nicht die populäre Weltansicht. Der Zusammenhang. Gattungen" des : Begriff und Gestalt Formen — 89 . So wird die geometrische Gestalt zugleich zum Ausdruck und zur Bewährung des logischen Typus. die obersten Gattungen aufzustellen. Die synthetische Geometrie des Altertums zeigt sich von der Grundanschauung beherrscht.Muster. dem die Theorie zu folgen hat. zu einer unterschiedslosen Einheit zusammen.

die Darstellung von der Mathematik im Altert iim in Verbindung mit antiker Kulturgeschichte. wird um so mehr der Abstand deutlich. ein für allemal fixierten Kreis von Inhalten eingeschränkt werden. So sehr daher die geometrischen Urteile. so handelt es sich doch hier nur um eine sekundäre Ähnlichkeit des VerDie haltens. Nicht nur haben sie den Begriff der Zahl bereits in aller Schärfe erfaßt. 274 ff. Ellipse und Parabel nicht dem gleichen angehören: so können sie. Unendlichen selbst vorweggenommen hat*. Archimedes zeigt auch in voller Klarheit. Max 373. daß dem mathematischen Geiste der Griechen das Problem der überhaupt fremd geblieben sei. sich inhaltlich berühren und einander entsprechen mögen. unter dem Druck bestimmter logischer Theorien. Die Darstellung steht. ist durch die fortschreitende Erforschung der geschichtlichen Quellen mehr und mehr widerlegt worden. hierzu bes. Geschichte Vgl. wie innig das griechische Denken dort. für beide Arten von Aussagen ist in jedem wenn Veränderung — deckung Typus Begründung Simon. die wir über beide Gebiete fällen können. sich mit dem Begriff der Stetigkeit durchdrungen und damit das Grundverfahren der Analysis des Aber gerade. 90 . nicht um eine ursprüngliche logische Identität. sie wechselseitig gegeneinander streng geschieden und auf einen bestimmten. Nicht sowohl auf die Einheit der Grundformen als vielmehr auf ihre strenge Unterscheidung ist das Interesse der Beweisführung zunächst gerichtet. Berlin 1909. Da Kreis und Ellipse. so daß auch das Irrationale dasEphodion des ihm eingefügt und unter ihm befaßt wird. wenn man sich dies gegenwärtig hält. im strengen Sinne auch nicht unter die Einheit eines Begriffs fallen. Somit bilden auch die verschiedenartigen geometrischen Gestalten je einen abgegrenzten Bezirk von unveränderlicher Eigenart. Die Ansicht freilich. wo es frei den Weg der methodischen Entdeckung ging. sichtbar-anschaulichen wie es scheint. bes. der hier zwischen der Methode der Entund der Methode der wissenschaftlichen Darstellung zurückbleibt. 256. von dem sie sich nicht gänzlich zu befreien vermag.Seienden können nur dann in voller Schärfe erfaßt werden. wie man nunmehr bemerkt. S.

Leibniz* System in seinen wissensch. 343 ff. Nicht der Inhalt eines bestimmten Gedankens entscheidet über seinen reinen Erkenntniswert. beginnt mit der Einsicht in den Grundmangel dieses Verfahrens. Die erste Vorschrift alles rationalen Notwendigkeit. daß die neue Form der Geometrie. nur durch die Lage unterschie^eiie^älle Die Einheit der konstruktiven Prinzipien zerlegt werden*. Descartes • Methode Ordnung Verknüpfung Denkens herzustellen. Marburg 1902. (Jahresberichte der Deutschen Mathematik. R — 91 . Es ist kein Zufall. der Geometrie tritt zurück hinter der Besonderung ihrer in ^^ Einzelgestalten. S. wenn sie einzeln aus dem jeweilig betrachteten Begriff und seiner spezifischen Struktur heraus Jede Verschiedenheit in der Lage und Angewonnen ist. Die Methode Descartes' aber ist und überall darauf gerichtet. daß sie eine einzige. auch m. 220 ff. so sehr sie. (1902) S. nachdem ein neues Ideal der in aller Klarheit erfaßt war. hierzu eye Die sjoithetische Geometrie im Altertum tmd in der Neuzeit. in sich ab* S. -muß bei ApoUonius mehr als achtzig. Die Umgestaltung.Vereinigung. XI. . erst durch durch ihre endgültige Fixierung erhält. die Erkenntnisse derart zu gliedern. die die Geometrie in der neueren Zeit erfährt. jeder Differenz im anschaulichen Gesamtverhalten der Figur entspricht eine Notwendigkeit Ein Problem. Die Reform der Geometrie konnte erst zu vollständiger Durchführung gelangen. insbesondere im einzelnen vorbereitet war.) Vgl. sondern die kraft deren er aus letzten ursprünglichen Grundsätzen in lückenloser deduktiver Folge hergeleitet ist. Schrift. Differenz der Auffassung und Ableitung. deren jede für sich als eine eigene nicht weiter zurückführbare Wesenheit aufgefaßt und begriffen werden will. . das die neuere synthetische Geometrie durch eine einzige allgemein anwendbare Konstruktion löst. Grundlagen.Falle streng getrennt zu geben: sie erhält ihre Geltung und erst. ordnung der gegebenen und gesuchten Linien eines Problems stellt somit den Beweis vor eine neue Frage. Wissens muß somit darin bestehen. eine eindeutige zwischen allen Einzeläußerungen des philosophi- schen Fermat.

Geometrische Erkenntnis im strengen Sinne ist nur dort vorhanden. in dem sich die Entwicklung seines Grundgedankens verfolgen läßt. untersteht notwendig dieser Bedingung der stetigen Verknüpfung. in der gleichen Strenge der systematischen Verknüpfung wie das Ganze der Zahlen begreift. par Foucher de Careil. Das Tagebuch Descartes'. das Gegenstände. Kein Glied darf hier als gänzlich neues Element zu den vorangehenden hinzutreten. auf die sie sich richtet. wo die Einzelobjekte nicht als gesonderte Gegenstände der Untersuchung unterbreitet werden.4. innerhalb deren es keine unvermittelten Übergänge gibt./ Hier ist Reihe der Zahle n*. Was immer ein Gegenstand menschlicher Erkenntnis werden kann." Methode im Das Geiste zu behalten als sie alle sich setzt: daß * Descartes..bilden. Dieser schlichte Gedanke. so daß es keine noch so entlegene Frage geben kann. fordert und bedingt sogleich eine neue allgemeine Grundkonzeption der Geometrie. Paris 1859. dessen Eigenschaften sie in unmittelbarer sinnlicher Anschauung ergreift. sondern ein Verfahren gegeben ist. enthält hierfür einen bezeichnenden Ausdruck. 8. wenn man ihnen die Maske abnimmt. auf den der „Discours de la m^thode" sich aufbaut. nach welchem die Allheit dieser Objekte konstruktiv erzeugbar ist. Oeuvres in^dites. Die gewöhnliche synthetische Geometrie aber scheitert gerade an dieser Forderung: denn ihr Gegenstand ist das isolierte Raumgebilde. An dieser Stelle tritt mit innerer philosophischer Notwendigkeit der Gedanke der des geschlossene Reihe Ergänzung Raumbegriffs durch den Zahlbegriff ein.Die Wissenschaften in ihrem jetzigen Zustand sind maskiert und würden erst. in voller Schönheit erscheinen: wer die Kette derWissenschaften überschaut. die wir nicht auf diesem Wege im Fortgang von Grad zu Grad zu erreichen und völlig zu beherrschen vermöchten. publ. dessen systematischen Zusammenhang mit anderen Gebilden sie aber niemals vollständig darzulegen vermag. 92 . sie somit das Ziel. sondern es muß schrittweise aus den früheren nach einer bestimmten Regel hervorgehen. . dem wird es nicht schwerer die die philosophische fallen.

nicht weiter zurückführbaren einen also Grundbestand des Seins. die nach einem bestimmten Grundprinzip aus einander erzeugbar werden. wenn man sie unter bedem Gesichtspunkt der Cartesischen trachtet.. die somit für das Denken keine prinzipiell unlösbaren Fragen in sich bergen kann. befremdlich scheinen: denn in dieser bedeutet die der Naturdinge. kann. Nicht als bloß technisches Instrument der Messung wird hier die Zahl ergriffen und angewandt. Revolution der Denkart". sich vollkommen erfüllt. — Die Forderung. erst die Umbildung des Gehalts der Geometrie schafft Raum für eine neue Logik der Mannigfaltigkeiten. auf die die wissenschaftliche EntDie tradeckung der analytischen Geometrie sich stützt. daß wir ihm denlogischen Charakter aufprägen. die in starrer Absonderung einander gegenüberstanden. daß in ihr allein das oberste methodische Postulat. verwandeln sich kraft dieser allein der m Übertragung in reine . den die exakten Wissen- die einzige schaften zur Zeit Descartes' erreicht haben Mannigfaltigkeit vor. — 93 .. die wahrhafte . begriffe der antiken Geometrie. die Raumgebilde als darzustellen und sie in diesen zum vollständigen Ausdruck zu bringen. Die Umsetzung der Raumbegriffe in Zahlbegriffe erhebt daher zugleich das Ganze der geometrischen Forschungen auf ein Die substantiellen F o r neues gedankliches Niveau. sondern ihr tieferer Wert liegt darin. Ausdehnung" ursprünglichen. ditionelle Logik schien unangreifbar. So ist es in der Tat eine echte philosophische . die von einem selbstgesetzten Anfang aus nach immanenten logischen Gesetzen aufgebaut ist..liegt — von dem Standpunkt aus. der bisher Zahl eignete. exakter selben Wir können den Raum nur dadurch zu völliger Begreiflichkeit bringen.R eihenbegriff e". die über die Grenzen der Syllogistik hinausgreift. Aber die Analyse des Seins muß an dieser Stelle hinter der Analyse der Erkenntnis zurück- Zahlgebilde Ontologie Substanz treten. solange ihr das Verfahren der antiken synthetischen Geometrie als unmittelbare Bestätigung und Verkörperung ihrer Grundsätze zur Seite stand. das alle Erkenntnis erst zur Erkenntnis macht.

Hier bezeichnet. wie man sieht. durch die gesamte philosophische Geschichte der Geometrie hindurch behauptet haben. die Bewegung nicht einen konkreten. Der Grundbegriff. zur . Ausführung betrachtet. relativ zu einer vertikalen und einer horizontalen Achse verschiedene Arten des Fortschritts vorschreiben. die die analy- tische Geometrie bei Descartes erhält. zuletzt vollständig und eindeutig ableiten lassen. die durch irgendein Gesetz zusammenhängen. während der Übergang einer Gestalt in die andere uns wiederum in das Chaos der bloßen Vorstellung. in das sinnliche Reich des „Werdens" zurückzuwerfen droht. 94 . scheint der wahrhaft bestimmten begrifflichen Auffassung zugänglich. sondern einen lediglich idealen Vorgang: sie ist der Ausdruck der Synthese. die sich. daß die scheinbar individuelle Form der Darlegung in Wahrheit Züge von allgemeingültiger Bedeutung in sich faßt. die hier dem Begriff der Bewegung zugewiesen wird. entgegen ihrer eigentlichen Grundtendenz. die in festen abgeschlossenen Grenzen vor uns steht. Die Bewegung führt sofort auf die Frage des sich bewegenden „Subjekts" zurück. Aus der Festhaltung und Vereinigung dieser Fortschrittsarten muß sich die Bestimmtheit der Linien. also ein rein empirisches Moment voraus? Dieses Bedenken schwindet indessen. im einzelnen verfolgt und analysiert. setzt aber dieses Subjekt nicht den materiellen Körper. in welcher eine successive Mannigfaltigkeit von Lagebestimmungen. die auf diese Weise als Vom Bahnen" von Punkten erzeugt werden. wenngleich in anderer Fassung und Einkleidung.Dreser Zusammenhang hebt die spezielle wenn man sich noch schärfer heraus.. Auch hier zeigt es sich. Die verschiedenen Gestalten der ebenen Kurven entstehen dadurch. In der Tat kann es zunächst den Anschein haben. als werde durch die Anerkennung des Bewegungsbegriffs in die Cartesische Geometrie. ist der Begriff der Bewegung. den wir als Grundelement fixieren. Denn nur die Einzelfigur. ein rational nicht völlig beherrschbares Element eingeführt. sobald man die Funktion. auf den Descartes seine Betrachtungen aufbaut. daß wir einem bestimmten Punkt. Standpunkt der bisherigen Gesamtauffassung liegt schon hierin ein Problem.

weil — — 95 . als Eigentümlichkeiten dieser Wertfolgen aussprechbar sein. die Ableitung aus den Verhältnissen reiner Zahlenregeln. Die Vorstellung der . Bewegung" der Punkte ist nichts anderes als das sinnliche Symbol Die anschauliche für diese logischen Akte der Zuordnung. kraft deren wir die eine Linie von der andern unterscheiden. sondern denen der fortschreitenden Rationalisierung: die fertige gegebene Form wird gleichsam zerbrochen. Die . den er von zwei festen Graden hat und erhält hierdurch seine feste systematische Stelle innerhalb der Gesamtheit der möglichen Lagen angewiesen.Individualitäten aber. sondern werden durch irgend welche komplexen Regeln in verschiedener Weise aufeinander bezogen und dadurch zu einheitlichen Gestalten verknüpft. werden dennoch aus der Geometrie verwiesen. zunächst durch den Abstand bezeichnet. Wie vorher der Begriff der Zahl. unmöglich scheint. um aus einem arithmetischen Reihengesetz von neuem zu entstehen. transzendenten" Kurven werden ausgeschaltet. die das Gebiet des Geometrischen selbst bestimmt und abgrenzt. die durch eine bestimmte arithmetische Regel miteinander verknüpft sind. weil bei ihnen nach den technischen Hilfsmitteln. die durch eindeutige Zahlwerte charakterisiert sind. über die Descartes verfügt der geforderte logische Aufbau. wie etwa die Konstanz oder der Wechsel in ihrer Richtung und Krümmung. sofern sie zum exakten begrifflichen Ausdruck gelangen sollen. so dient auch hier der nur als Beispiel des allgemeinen Begriff der Der einzelne Punkt der Ebene wird Reihenbegriffs. Alle sinnlich aufweisbaren Eigenschaften.. geometrische Linie löst sich kraft dieses Verfahrens in eine Bewegung derZuordnung reine Wertfolge von Zahlen auf. Die Vermittlung des Bewegungsbegriffs dient also in Wahrheit nicht den Zwecken der Veranschaulichung. die ihrer anschaulichen Bildung nach keinerlei Ausnahmestellung einnehmen. zeigt sich in Descartes' Begründung besonder charakteristisch darin.! Die so gewonnenen Punkt. bleiben nicht schlechthin nebeneinander stehen. daß sie es ist.Einheit eines räumlichen Gebildes zusammengefaߣ wird. müssen. Wie streng diese allgemeine Forderung aufrecht erhalten wird.. Diese Kurven.

Damit aber zeigt sich freilich zugleich die Schranke der Cartesischen Geometrie. die die analytische Geometrie in ihren allgemeinen Umrissen erkennen ließ. Die Auflösung der in Reihenbegriffe bleibt der leitende Gesichtspunkt. tritt die neue Form der Begriffsbildung. aber das System der Reihenbegriffe muß derart vertieft und verfeinert werden. Gesamtgehalt der Es 96 ist eine unendliche Mannigfaltigkeit begrifflicher . Multiplikation und Division von Zahlen oder Zahlenstrecken. die in der weiteren geschichtlichen Entwicklung überschritten werden mußte. und durchdringt sich mit dem allgemeinen Funktionsbegriff: ist Raumbegriffe • ' und den erst dieses Zusammenwirken beider Geometrie in Begriffe gestattet es. aber noch vermochte dieses Ideal nicht die der wissenschaftlichen Fragen zu umspannen. wie bisher. sondern sie umfaßt jede mögliche Form gesetzlicher AbDer Zahlbegriff erfüllt hängigkeit von Größen überhaupt. Der Weg des logischen Fortschritts daher jetzt eindeutig vorgeschrieben. Die Strenge der Begriffsbildung mußte durch den Ausschluß wichtiger und weitreichender Gesamtheit Gebiete erkauft werden.sie sich der neuen Definition des geometrischen Begriffs. daß dadurch nicht nur. der trachtung einer Grundreihe x^x^ durch eine bestimmte Regel eine andere Reihe von Werten 'V n zugeordnet ist. kraft deren die Cartesische Geometrie sich mit innerer Notwendigkeit zur Hier erst Infinitesimal-Geometrie erweitert. Ein neues Ideal des Begreifens war hier gestellt. durch die er zuletzt auf eine Gesamtheit elementarer Rechnungsoperationen zurückgeführt wird. ein enger Ausschnitt. in vollkommener Fassung hervor. In dem Fortschritt zur Differential. auf die Addition und Subtraktion. Wiederum wird von der Bex„ ausgegangen. logischer Vollendung darzustellen. nicht fügen. die bisher unter dem Namen der Geometrie vereinigt waren. sondern das Gesamtgebiet der möglichen räumlichen Gestaltungen übersehbar und beherrschbar wird.Geometrie aber tritt zugleich ein neues Moment entscheidend hervor. Aber diese Zuordnung beschränkt VxVi sich nicht mehr auf die gewöhnlichen algebraischen Verfahrungsweisen.i Diese Forderung ist es.

Göttingen 1893. als Integral seiner Geschwindigkeiten dar^^estellt. offenbar nichts anderes als einfache ReihenPrinzipien. hrz. auf die hierbei zurückgegangen wird. aus deren Vereinigung erst die Kurve als Daß diese Unendlichkeit begriffliche Gesamtheit resultiert. mit allen Besonderheiten ihres geometrischen Verlaufs. und die geometrisch durch den Begriff der Richtung und Krümmung bezeichnet werden. Einleitung in die höhere Geometrie. 143 ff. y") = jedem Punkt und seiner Fortschreitungsrichtung zugleich einen bestimmten Krüm: = mungsradius zu. Die Elemente. sie wiederum eines geometrischen Begriffs zusammenzur Einheit zuschließen das kommt erst in der Methode. zu voller Klarheit. kraft der Differentialgleichung f(x. y') 0. y. durch * Vgl. das wir hierbei anwenden. Die Integration der Gleichung bedeutet nichts anderes. darin. jedem derart gegebenen Punkte zugleich eine bestimmte Richtung des Fortschritts zugeordnet und die Aufgabe besteht nunmehr darin. Ebenso ordnet eine Differentialgleichung zweiter Ordnung f(x. die wir in ihrer Gesamtheit und ihrer gesetzlich geregelten Veränderung auffassen. Klein. den ein bewegter Körper durchmißt. der Bestimmungsstücke nicht zu einer Auflösung jeglicher Bestimmung führt.Zuordnungen. Substanzbegriff 7 97 . Wenn in der analytischen Geometrie der einzelne Punkt der Ebene wesentlich durch die Zahlwerte seiner Koordinaten x und y bestimmt ist. sind. ^ Denken wir etwa. I. wobei wiederum die Aufgabe entsteht. so wird jetzt. y. im Sinne der Infinitesimal-Analysis. zusammenhängenden Gebilde. y'. daß es vielmehr möglich ist. so besteht das Verfahren. den Raum. deren die Infinitesimal-Analysis sich bedient. Cassirer. F. als die Synthese dieser unendlich vielen Richtungsbestimmtheiten zu einem einheitlichen. daß wir in jeden Moment der tatsächlich vor sich gehenden Bewegung zugleich ein bestimmtes Gesetz des Fortschritts hineinlegen. aus dem Inbegriff dieser F o r t Schrittsrichtungen das Ganze einer bestimmten Kurve. Autographierte Vorlesung. zu rekonstruieren. ihrem allgemeinsten Ausdruck nach. aus der Gesamtheit der auf diese Weise gewonnenen Werte der Krümmung die Form der Kurve als Ganzes abzuleiten*.

In alledem handelt es sich nicht darum. aber nichtsnotwendig dieser hypodestoweniger bedarf der thetischen Werte und Wertfolgen um sich das komplexe Ganze. Die konkrete fertige Gestalt zerlegt sich in einen Inbegriff virtueller Bestimmungs- gründe.. Das der wirklichen Bahn völlig durchsichtig zu machen.welches der Übergang zu den folgenden Raumpunkten einDie . von Raumwerten und Zeitwerten. gleiche gilt von dem Verfahren. daß der Körper. Geschwindigkeit". die von Punkt zu Punkt als verschieden anzusetzen sind.und Zeitpunkten zu konstruieren. dessen sich die Analysis des Unendlichen im Gebiete der Geometrie bedient. die in ihrer unmittelbaren Gegebenheit eine sehr verwickelte Reihenform darstellt. die vom Standpunkt der direkten 98 . wird begrifflich gegliedert. usw. die ein deutig bestimmt sein soll. nach Ablauf einer Zeit tj 2 s. Sie betrachtet. wenn in dem betrachnis. daß er nach Ablauf einer gewissen Zeit 2 t^ die Strecke tj die Strecke Sj. die sich gegenseitig bestimmen. Die einzelnen Werte innerhalb der mannigfachen Reihen werden niemals tatsächlich angenommen. durchmessen haben würde. da die Gleichförmigkeit der Bewegung aktuell niemals verwirklicht ist. Die geometrische Form. die er durchläuft. die wirkliche Bewegung des Körpers durch Angabe der einzelnen Stellen. teten Punkte jede äußere Einwirkung auf ihn aufhörte. sondern seine Bahn rein ideell grifflich rein logisch absolute Eigen- = au den verschiedenen Gesetzen der möglichen Zuordnung von Raum. h. indem sie als eine Mannigfaltigkeit einfacher Reihengesetze aufgefaßt wird.. d. Die Kurve Gedanke wird auch hier zunächst als eine bestimmte Ordnung von Punkten aufgefaßt. aber diese Ordnung. Körper an einem bestimmten Punkte seiner Bahn in einem gegebenen Zeitmoment besitzt. keine schaft des bewegten Dinges. fortan gleichförmig in bestimmt angebbarer Weise fortschreiten. läßt sich begrifflich nicht anders fassen und darstellen als durch die vergleichende Gegenüberstellung und wechselseitige Beziehung je einer Reihe ist. benachzuzeichnen. sondern lediglich der Ausdruck für dieses wechselseitige AbhängigkeitsverhältWir nehmen an.

Das Gebilde ist gleichsam aufgelöst in mannigfache Relationsschichten. als etwas schlechthin Bekanntes und unmittelbar Erfaßbares schien. Denn schon in ihr wächst die mathematische Unters-uchung über die bloße hinaus und wendet sich einer Betrachtung der zu. die sich übereinander lagern und die sich kraft der bestimmten Form der Abhängigkeit. Die „Elemente". sind selbst nicht extensive Größen. Alle mathematische Begriffsbildung setzt sich in der Tat eine doppelte Aufgabe: eines bestimmten Relationsdie Aufgabe der in elementare Relationstypen oder aber die Synthese dieser einfachen Typen und Bildungsgesetze höherer Ordnung. allgemeinen Theorie der die hier zu neuen Einheiten verknüpft werden.Anschauung. Die Analysis zu des Unendlichen ist logisch bereits eine erste und vollkommene Ausprägung dieser Richtung der Betrachtung. zuletzt zu Damit aber eröffnet sich zugleich der Ausblick auf ein Problem von umfassender Bedeutung. einem Analyse zusammenhangs Relationen Größen Funktionen Ganzen Geometrie IL Zu einem streng prinzipiellen Aufbau ihres Gebiets und zu wahrhafter Freiheit und Universalität ihrer Methoden 7* 99 . die der modernen Mathematik ihr eigentliches Gepräge gibt. die zwischen/ Ganzen determinieren. Teile" zu einem zusammentreten. diese Entwicklung. die als . die hier geführt werden. die einander gegenseitig bestimmen und sich damit zu einem System Bevor indessen von Abhängigkeiten zusammenschließen. Die Konstruktion der Kurve aus der Gesamtheit ihrer Tangenten. weiter verfolgt wird.Geometrie sie lehrt. ihnen besteht. treten zugleich die Anfänge einer neuen und allgemeingültigen logischen Frage/ stellung deutlich hervor. den speziellen Problemen der denn in den philosophischen Kämpfen um die Methode. erscheint hier durchaus als ein vermitteltes Ergebnis. den auch die elementare synthetische Geometrie noch teilt. ist nur ein Beispiel für ein Verfahren von allgemeinerer Anwendbarkeit.. müssen wir uns zu zurückwenden. wie die Infinitesimal. sondern es sind Funktionsformen.

die begriffliche Eigenart der Form wird nicht auf Grund von Bestimmung Merkmalen. In der Tat vermochte sich die neue Auffassung nur in hartnäckigen Kämpfen gegen das Vorrecht und die Alleinherrschaft der analytischen Methoden allmählich durchzusetzen.ist die neuere Geometrie erst gelangt. Adam-Tannery. daß sie das alldessen sie sich rühmt. festgestellt. die streng deduktive Gestaltung Raumwissenschaft. Descartes' Brief an Mersenno vom II. metrie des Maßes zur analytischen Geometrie Descartes' scheint Gegenüber der dieser Schritt eine Reaktion zu bedeuten. Die tritt nun wieder wie in der antiken synthetischen Geometrie Nicht indem wir sie soviel als möglich in ihre Rechfe ein. dance^ ed. ergibt sich uns die der eigentlich logische. die rein in ihr selbst liegen. sondern Correspon- * S. die den ersten Ansatz zur projektiven Behandlung und Auffassung der Raumgebilde enthalten. im philosophischen Sinne. das es zu ordnen gilt. zu fixieren vermag.. hierin. hat Er sieht Descartes selbst empfunden und ausgesprochen. nicht innerhalb des Gebiets selbst. indem sie von der Geofortschritt. in den Methoden Desargues'. Die Kritik dieser Methoden setzt bereits bei Leibniz ein und wird in seiner Grundlegung der Analysis der Lage zu einem ersten Abschluß geführt. Die Beziehung eines räumlichen Gebildes Geometrie derLage Anschauung auf die beliebig gewählten Koordinatenachsen trägt in die ein Moment subjektiver Willkür hinein. so scheint sie seinen eigenen Tendenzen und Folgerungen unmittelbar zu widerstreiten. Metaphysik der Geometrie"*. den Hinweis auf eine allgemeine . 100 . 490. So lenkt die Entwicklung wieder vom abDaß strakten Zahlbegriff zum reinen Formbegriff zurück. 9.. Januar 1639. Metaphysik" indessen weiter. Schon hier wird der Analysis vorgehalten. beschränken und durch bloße rechnerische Operationen zu ersetzen suchen. sondern daß sie' hierzu auf einen fremden und dem betrachteten Gegenstand äußerlichen Gesichtspunkt zurückgreifen muß. ein neues Motiv liegt. sondern indem wir sie in ihrer ganzen Weite und Selbständigkeit wiederherstellen. gemeingültige Ordnungsprinzip. Verfolgt man diese .

folgt.. das in begrifflicher Strenge mit den analytischen Methoden ebenbürtig ist. ** Näheres hierüber in der Darstellung von Leibniz' Entwurf der s. Soll dieser Mangel beseitigt werden. daß sie die Steiner. Grundlagen. Kap. den Versuch unternimmt. also von einem Moment ab. was Anschauung" verstanden wird. die wissenschaftlichen Begründer der neueren Geometrie nach dem Sinne zu befragen. III. Wenn man. Während Jakob jetzt unter der geometrischen — lozzi der hierin seinem Lehrer und Vorbild Pestanicht müde wird. Die Rückkehr zur Erfassung der Figur schafft hier nur Bindeglied: . das logische Recht und die Fruchtbarkeit der reinen Anschauung zu preisen. erfaßt und ohne Umdeutung in abstrakte Zahlverhältnisse in ihrer eigenen Gesetzlichkeit verstanden werden**. antiken ein anschaulichen scheinbares denn der Inhalt dessen. hängt vom individuellen Geschick des Rechners. das der strenge und eindeutige Gang der Methode auszuschließen strebte. die relativ einfachste ergriffen wird. die gemäß diesem Verfahren zum Ausdruck eines räumlichen Gebildes verwendet werden können. was sie „an sich selbst" sind. fallen kann. so muß ein Verfahren gefunden werden. um in dem philosophischen Kampf der Meinungen ein festes Kriterium zu gewinnen. die je nach der Wahl des angenommenen Bezugssystems. Die räumlichen Grundformen sollen wieder als das. t Dennoch führt auch von diesem Standpunkt der Fragestellung aus ist und — und dies das philosophisch Charakteristische Bedeutsame — kein Weg zur Betrachtungsweise der Elementargeometrie zurück. wiss. verschieden ausOb unter all den verschiedenen jGrleichungen. 101 . . während er und seine Schüler daher den Mangel der synthetischen Geometrie eben darin erblicken.durch eine zufällige Relation ausgedrückt. den sie mit dem Begriff und Terminus der „Anschauung" verbinden so ergibt sich hier zunächst ein eigentümlich zwiespältiges Verhalten. anderseits aber die rationale Vertiefung lediglich in den Grenzen des Geometrischen selbst und mit den Mitteln des reinen Raumes erreicht.hat sich vertieft und umgestaltet. Leibniz' System in s. gewöhnlichen „Analysis situs".

sondern die freie konstruktive Erzeugung von Gestalten nach einem bestimmten einheitlichen Prinzip verstanden. — — Abhängigkeit * S.Anschauung nur in eingeschränktem Sinne. schlichtet sich jedoch. ist darunter nicht das Haften an der einzelnen. daß in ihr die geof metrische Schlußfolgerung sich völlig ungehindert ergehen kann. a. Die Einzel terme treten samtzusammenhangs. 347. steht sie niemals für sich allein. sinnlich gegebenen Figur. Die verschiedenen sinnlich möglichen Fälle einer Figur werden nicht. Steiners Schrift: Systemat. Ö. sondern ist im Sinne Jakob Steiners geometrischer Gedie Ermittlung der stalten voneinander gerichtet**. B. ** S. Der Wert der neuen Methode wird darin gesucht. denen keine individuelle geometrische . der hier in der Formulierung des Grundgedankens besteht. unter Festhaltung bestimmter Regeln der Umformung. wie sie wechselseitig auseinander Sofern eine einzelne Gestalt betrachtet wird. Auch dort. Existenz" zukommt. wo die Geometrie der Lage rein und ausschließlich auf die Anschauung gegründet wird. Reye. die dieser Gedanke beiderseits erhält. in welche sie. überführbar ist. Entwicklung der Abhängigkeit geometrischer Gestalten voneinander. besonders erfaßt und untersucht. die Vorrede zu J. z. hervorgehen. sondern als Symbol des Gedem sie angehört und als Ausdruck für den gesamten Inbegriff von Gestaltungen. a. Die „Anschauung" geht hier also niemals auf die besondere Figur mit ihrem zufälligen auf Eigengehalt. sondern alles Interesse konzentriert sich auf die Art. insbesondere auch imaginäre und unendlich ferne Elemente.. sobald man die nähere Ausführung verfolgt. nicht in der ganzen Freiheit und Weite ihrer Bedeutung brauchen lehrt*. ohne durch die Schranken der sinnlichen Darstellbarkeit irgendwie beengt zu werden. Die synthetische GJeometrie im Altertum und in der Neuzeit. daß sie. in den Kreis ihrer Betrachtungen zieht und erst dadurch zu einer völligen rationalen Geschlossenheit der Ableitung gelangt. S. Der Gegensatz. findet sich in dem Grundwerk Poncelets zunächst eine durchaus entgegengesetzte logische Tendenz ausgeprägt. Berün 1832: 102 . wie in der griechischen Geometrie.

daß der definiert wird. 103 . den Organismus aufzudecken. worin sich der Schematismus ausspricht. Hierbei macht weder die synthetische noch die analytische Methode den Kern der Sache aus. Der konstruktive Aufbau der räumlichen Gebilde aus ursprünglichen Grundbeziehungen bleibt als unverbrüchliche Forderung bestehen." . Man begreift. daß die Abhängigkeit der Gestalten voneinander und die Art und Weise aufgedeckt wird. und man sieht. der darin besteht. Es gibt eine geringe Zahl von ganz einfachen Fundamentalbeziehungen. in schönster Ordnung sich in Reihen stellen und verwandte zu wohlbegrenzten Gruppen sich vereinigen. sondern als Element eines Strahlenbüschels oder die einzelne Ebene als Element eines Ebenenbüschels Allgemein zeigt es sich jetzt. hier nicht sowohl beseitigt. S.auch hier zurück gegenüber der systematischen Relation. als vielmehr festgehalten und im Gebiet des Räumlichen selbst zu neuer fruchtbarer Anwendung Das Motiv der Zahl ist ausgeschaltet. methodische Gesichtspunkt. durch welchen die verschiedenartigsten Erscheinungen in der Raumwelt miteinander verbunden sind. Schon die Ableitung der Grundgebilde die sie vereinigt. wie bei Descartes selbst die Zahl nicht schlechthin um ihres eigenen Gehalts willen als Grundprinzip ausgezeichnet. um mit möglichster Sparsamkeit und auf die einfachste Weise den Figuren unzählig viele Eigenschaften verleihen zu können. wie alle Teile naturgemäß ineinander greifen. Man gelangt auf diese Weise gleichsam in den Besitz der Elemente. daß von hier aus eine neue prinzipielle Aufgabe entstehen mußte. sondern nur darum festgehalten wurde. bringt dies zum Ausdruck. nach welchem sich die übrige Masse von Sätzen folgerecht und ohne alle Schwierigkeit entwickelt. 92f). aber dieser Forderung gilt es nunmehr „Gegenwärtige Schrift hat es versucht. Durch gehörige Aneignung der wenigen Grundbeziehungeu macht man sich zum Herrn des ganzen Gegenstands es' tritt Ordnung in das Chaos ein. Wir sahen. die dennoch in strenger Kontinuität an die Leistungen der analytischen Geometrie anknüpft. von welchen die Natur ausgeht. oben. wie ihre Eigenschaften von den einfacheren Figuren zu den zusammengesetzteren sich fortpflanzen. aber um so reiner tritt jetzt das allgemeine Motiv der Reihe hervor. sofern etwa die einzelne Grade nicht für sich. gebracht wird. Die Strenge des deduktiven Zusammenhangs schien nur durch die Vermittlung der Zahl auf den Raum übertragen werden zu können (s. der zur fundamentale Entdeckung der analytischen Geometrie hinleitete. weil sie als reinster und vollkommener Typus einer logisch geordneten Mannigfaltigkeit überhaupt galt.

mit rein geometrischen Mitteln und ohne den
Begriffe des

Umweg

über die

tun. Die Entwicklung, die hiermit einsetzt, ist bis ins einzelne

Maßes und der Maßzahl Genüge zu

logischen Gesichtspunkten beherrscht und In besonderer Deutlichkeit tritt dies bei P o n c e 1 e t hervor, der in dem Streit, den er um die Prinzipien seiner Disziplin zu führen hat, mit wachsender Schärfe und Bestimmtheit auf die philosophischen Fundamente zurückweist. Gegenüber der Kritik, die die Pariser Akademie, die insbesondere C a u c h y an den philosophischen Voraussetzungen seines Werkes geübt hatte, betont er nachdrücklich, daß es sich in diesen Voraussetzungen nicht um einen Nebenpunkt, sondern um die eigentliche Wurzel der neuen Auffassung handle. Er macht sich das Wort Newtons zu eigen, daß in der
hinein

von

geleitet.

Geometrie

die

Methode der Entdeckung

alles

bedeute, so daß, wenn diese einmal gefunden und sichergestellt ist, die Ergebnisse sich von selbst als reife Frucht darbieten*. Die Lehre von den projektiven Eigenschaften der Figuren will somit keine bloß materiale Erweiterung des Gebiets der Geometrie sein, sondern sie will ihr ein neues Prinzip der Forschung und Erfindung zuführen**. ( Hierbei gilt es als der erste und notwendige Schritt, das geometrische Denken aus der Enge der sinnlichen Ansicht mit ihrem ängstlichen Haften an den Besonderheiten der gerade gegebenen indiviWenn Descartes der antiken duellen Figur, zu befreien. Mathematik vorhielt, daß sie den Geist nicht zu schärfen vermöge, ohne gleichzeitig die Einbildungskraft durch die enge Anlehnung an die sinnliche Gestalt zu ermüden, so Die echte hält Poncelet durchaus an diesem Vorwurf fest. synthetische Methode kann zu diesem Verfahren nicht wieder
Trait^ des propriötös projectives des figures, 356; II, S. 357. „La doctrine des propriöt^s projectives, celle de la perspectiverelief, le principe ou la loi de continuit6, enfin la th6orie des polaires r6ciproques et la th6orie des transversales ötendue aux lignes et surfaces courbes, ne forment pas simplement des classes plus ou moins öt^ndues de problemes et de theoremes, mais con&tituent proprement, pour la G6om6trie pure des principes, des möthodes d'investigation et d'invention, des moyens d'extension et d'exposition, dans le genre de ceux qu'on a nomm6 principes d'exhaustion, raöthode des infinirnent petita etc." (A. a. O. II, S. 5.)
2e Edition, Paris 1865,

*S. Poncelet,
I,

*

S.

104

Sie wird sich den analytischen Methoden ebenbürtig erweisen, wenn sie sie an Weite und Allgemeingültigkeit erreicht, diese Universalität der Betrachtungsweise dagegen zugleich aus rein geometrischen Voraussetzungen gewinnt. Diese doppelte Aufgabe wird erfüllt, sobald wir die besondere Gestalt, die wir untersuchen, nicht selbst als den konkreten Gegenstand der Forschung betrachten, sondern in ihr nur einen ersten Ansatzpunkt sehen, von dem aus wir kraft einer bestimmten Regel der Variation ein gesamtes System möglicher Die Grundrelationen, die Gestaltungen deduktiv herleiten.

zurückgreifen.
als

nur dann

dieses

System charakterisieren und

die in jeder Einzelgestalt

gleichmäßig erfüllt sein müssen, bilden erst in ihrer Gesamtheit das wahre geometrische Objekt. Was der Geometer betrachtet, das sind nicht sowohl die Eigenschaften einer gegebenen Figur, als das Netz von Korrelationen, in welchem Wir nennen sie mit anderen verwandten Bildungen steht. eine bestimmte räumliche Gestaltung einer anderen korrelativ zugeordnet, wenn sie durch stetige Umformung eines oder mehrerer ihrer Lageelemente aus ihr ableitbar ist: wobei jedoch die Voraussetzung gilt, daß gewisse räumliche Grundbeziehungen, die als die allgemeinen Bedingungen des Systems anzusehen sind, unverändert bleiben. Die Kraft und Schlüssigkeit des geometrischen Beweises ruht dann stets in jenen Invarianten des betreffenden Inbegriffs, nicht in dem, was den einzelnen Gliedern als solchen eigentümlich ist. Diese Auffassung ist es, die Poncelet philosophisch durch den Ausdruck des Kontinuitätsprinzips bezeichnet, das er weiterhin, schärfer und genauer, als Prinzip der

Permanenz dermathematischenRelationen
formuliert. Die einzige Forderung, von der wir ausgehen, läßt sich begrifflich dahin aussprechen, daß es möglich ist,

bestimmter ein für alle Mal definierter Beziehungen auch gegenüber einem Wechsel im Inhalt der einzelnen Beziehungsglieder, der besonderen Relata festzuhalten. Wir beginnen damit, die Figur, die wir geometrisch untersuchen, in einer allgemeinen Lage zu betrachten, sie also nicht von Anfang an in all ihren einzelnen Teilen festzulegen, sondern ihr
die Geltung

105

innerhalb eines bestimmten Umkreises, der durch die Bedingungen des Systems bezeichnet ist, Änderungen ihrer einzelnen Teile zu gestatten. Wenn diese Änderungen von einem bestimmten Anfangspunkt aus stetig verlaufen, so werden die systematischen Eigentümlichkeiten, die wir an der einen Figur entdeckt haben, auf jede folgende „Phase" übertragbar sein, so daß schließlich Bestimmungen, die sich am Einzelfall bewährt haben, fortschreitend auf die Gesamtheit der aufeinanderfolgenden Glieder ausgedehnt werden

können.
das

I

zeigt sich in diesen Ausführungen Poncelets Ringen nach einem exakten und allgemein gültigen Ausdruck des neuen Gedankens. Vor allem ist er bemüht, das Verfahren der Relations-Übertragung, das er zugrunde legt, vor jeder Verwechslung mit einem bloßen Analogie-

Deutlich

oder geht

Induktionsschluß
vom Besonderen

zu schützen. Die Induktion aufs Allgemeine; sie sucht eine Mehrheit

einzelner Fakta, die sie als einzelne und somit ohne notwendige Verknüpfung beobachtet hat, hypothetisch zu einem Ganzen zu vereinen. Hier aber ist das Gesetz der Verknüpfung nicht nachträglich erschlossen, sondern es liegt ursprünglich zugrunde, so daß kraft seiner auch der einzelne Fall erst in seinem Gehalt bestimmbar wird. Die Bedingungen, denen der gesamte Inbegritf unterwerfen wird, stehen vorweg fest, und alle Besonderung ist nur dadurch erreichbar, daß ihnen unter Wahrung ihres Gehalts ein neuer Faktor als Wir beeinschränkende Bestimmung hinzugefügt wird. trachten die metrischen und projektiven Beziehungen von Anfang an nicht in der Art, in der sie sich in irgendeiner besonderen Figur verkörpern, sondern nehmen sie in einer gewissen Weite und Unbestimmtheit, die ihnen einen SpielEs mag zunächst auffallend raum der Entwicklung läßt*. und paradox erscheinen, daß diese Unbestimmtheit des Ausgangspunkts den Grund für die Fruchtbarkeit des neuen Verfahrens und für seine Überlegenheit gegenüber den

antiken Methoden enthalten

soll.

Indessen zeigt es sich
S.

als-

Trsitö des propriötöa projectives.

XIII

f.,

XXI

f.

106

bald,

daß der Ausdruck des Gedankens hier unter den Zweider
traditionellen
in

deutigkeiten

logischen

Schul-

welcher Begriffsgehalt und sprache Vorstellungsgehalt nicht streng geschieden sind, und in der daher immer von neuem der identische und streng eindeutige Sinn einer begrifflichen Regel in ein abstraktes und schemenWas haftes Gattungsbild zu verschwimmen droht. vom Standpunkt der Vorstellung als Unbestimmtheit erscheint, weil es die individuellen Züge des Bildes zurücktretenläßt, das erscheint vom Standpunkt des Begriff s als Grund jeglicher genauen und scharfen Determination, sofern in ihm die allgemeingültige Vorschrift zur Bildung des Einzelnen enthalten ist. Zwischen dem „Allgemeinen" und „Besonderen" besteht hier in der Tat durchaus dasjenige Verhältnis, das Begriffsbildung charakterialle echte siert: der allgemeine Fall sieht von den besonderen Bestimmungen nicht schlechthin ab, sondern er bewahrt in sich die Fähigkeit, sie, in ihrer konkreten Totalität vollständig aus einem Prinzip heraus zu entwickeln und zu überschauen. (Vgl. oben, S. 24 f .) Es sind, wie Poncelet betont, niemals bloße Eigenschaften der Art, sondern Eigenschaften der Gattung, von deren Betrachtung die projektive Behandlung eines Gebildes ihren Ausgang nimmt; die „Gattung" aber bezeichnet hier lediglich einen dem alles Einzelne eingeordnet ist,

zu leiden hat,

mathematische

Bedingungs-Zudie
in

sammenhang,
ein

nicht

losgelöstes

Ganzes von Merkmalen,

ihm

gleichmäßig wiederkehren. Der Schluß geht von den Eigenschaften der Verknüpfung auf die des Verknüpften, von den Reihenprinzipien auf die Reihenglieder. Diese Eigenart der Methode tritt am klarsten an dem Grundverfahren, dessen sie sich bedient, hervor. Die wichtigste Form der Korrelation, durch welche verschiedenartige Gebilde miteinander verknüpft werden, liegt im Verfahren der Projektion. Die wesentliche Aufgabe besteht in der Heraushebung derjenigen „metrischen" und „deskriptiven" Momente einer Figur, die in ihrer Projektion unverändert fortbestehen. Alle Gestalten, die in dieser Weise auseinander hervorgehen können, bilden für die Betrachtung eine unteilbare Einheit;

/

107

sie sind

im Sinne der

reinen Geometrie der Lage nur ver-

schiedene

Ausprägungen

ein

und desselben Be-

Hier wird es unmittelbar ersichtlich, daß die Zugehörigkeit zu einem Begriff nicht von irgendwelchen generischen Ähnlichkeiten der Einzelexemplare abhängig ist, sondern lediglich ein bestimmtes Prinzip der Umformung voraussetzt, das als identisch festgehalten wird. Die Gestalten, die wir auf diese Weise zu einer ,, Gruppe" vereinen, können, in ihrer sinnlich anschaulichen Struktur, einem völlig verschiedenen „Typus" zugehören; ja sie können sich jeder Zuweisung zu einem derartigen Typus entziehen, sofern ihnen überhaupt keine geometrische Existenz im Sinne der direkten Anschaubarkeit mehr entspricht. Das neue Kriterium der geometrischen Begriffsbildung erweist sich hier in seiner allgemeinen Bedeutung: denn dieses Kriterium ist es, auf

griffs,

dem

des Imaginären die Zulassung Geometrie zuletzt beruht. Allgemein lassen
drei

in
sich,

die
mit

verschiedene Grundformen des Verfahrens der „Korrelation" unterscheiden. Wir können eine bestimmte Figur, die wir als Ausgangspunkt wählen, in eine andere überführen, indem wir alle ihre einzelnen Teile sowie deren wechselseitige Ordnung festhalten, so daß der Unterschied also ausschließlich in der absoluten Größe der Bestimmungsstücke besteht. In diesem Falle werden wir von einer d i r e k t e n Korrelation sprechen können, während für den der einzelnen Teile sich in der Fall, daß die abgeleiteten Figur vertauscht oder umkehrt, nur von einer .indirekten" Korrelation gesprochen werden soll. Schließlich aber und dies ist methodisch der interessanteste und wichtigste Fall kann die Umformung auch in der Weise vor sich gehen, daß gewisse Elemente, die in der anfänglichen Gestalt als reale Bestandteile aufweisbar waren, im Verlauf Betrachten wir des Gesamtprozesses völlig verschwinden. etwa einen Kreis und eine Gerade, die ihn schneidet, so können wir dieses geometrische System durch stetige Verschiebungen derart umgestalten, daß die Gerade zuletzt ganz außerhalb des Kreises fällt und somit die Schnittpunkte, sowie die ihnen entsprechende Richtung der Radien durch
Poncelet,

Ordnung

,

108

imaginäre Werte auszudrücken sind. Die Zuordnung der abgeleiteten Figur zur ursprünglichen verknüpft jetzt nicht mehr tatsächlich vorhandene und für sich aufzeigbare, sondern lediglich gedachte Elemente; sie hat sich in eine rein ideale

Korrelation
Aber eben

aufgelöst.

können nicht entbehrt werden, wenn es sich darum handelt, die Geometrie zu gezu einem einheitlichen und geschlossenen stalten. Der Mangel der antiken Methoden besteht eben darin, daß sie auf dieses logische Grundmittel verzichten und somit nur Größen von absoluter und gleichsam physischer Existenz in den Kreis ihrer Betrachtung ziehen. Die neue Ansicht muß mit diesem Verfahren brechen, weil sie von vornherein nicht die einzelne Gestalt in ihrem sinnlichen Dasein, sondern die verschiedenen Weisen der Abhängigkeit, die zwischen Gestalten bestehen können, als das eigentliche Objekt der geometrischen Untersuchung definiert (s. S. 102). Unter diesem Gesichtspunkt aber stehen reelle und imaginäre Elemente einander wesentlich gleich: denn auch die letzteren sind der Ausdruck vollkommen gültiger und wahrer geometrischer Beziehungen. Dass unter bestimmten Bedingungen gewisse Elemente einer Figur fortfallen und zu bestehen aufhören dies ist schon an und für sich keine bloße negative Erkenntnis, sondern enthält eine fruchtbare und durchaus positive geometrische Einsicht. Weiterhin aber dienen die imaginären Zwischenglieder überall dazu, den Einblick in den reeller geometrischer Gestaltungen zu erschließen, die ohne diese Vermittlung als heterogen und beziehungslos einander gegenüberstehen würden. Diese ideelle Kraft der logischen Verist es, die ihnen ein volles Recht auf ein ,,Sein" im logisch-geometrischen Sinne sichert. Das Imaginäre hat Bestand, sofern es eine logisch unentbehrliche Funktion im der geometrischen Sätze erfüllt. Die einzige „Wirklichkeit", die wir sinnvollerweise von ihm erwarten und fordern können, geht in dem Wahrheitsgehalt auf, den es in sich birgt: in dem Gehalt an gültigen Sätzen und Urteilen, den es zum Ausdruck bringt. Es wiederholt
diese idealen Korrelationen

Ganzen

:

Zusammenhang

knüpfung

System

109

sich hier

bereits

im Bereich der Geometrie derselbe Prozeß, den wir im Bereich der Zahlen verfolgen konnten: aus der Fest-

haltung bestimmter Relationen entstehen neue ,, Elemente", die aber den früheren als wesentlich gleichartig und ebenbürtig zur Seite treten, weil auch diese zuletzt keinen tieferen
festeren Grund besitzen, als er in der Wahrheit von Relationen besteht (s. ob. S. 78 ff). Betrachten wir etwa um ein einfaches Beispiel der gewöhnlichen Geometrie zu brauchen zwei Kreise

und

in

einer Ebene,

der den, in ein neues Gebilde von verbindet, bestimmten Eigentümlichkeiten gegeben. Die Punkte dieser Geraden die wir als „gemeinschaftliche Sehne" der beiden Kreise bezeichnen sind dadurch ausgezeichnet, daß die Tangenten, die sich von ihnen aus an die Kreise legen lassen, einander gleich sind. Die geometrische Beziehung aber, die damit gesetzt ist, läßt sich auch für den Fall, daß die Kreise einander nicht mehr schneiden, sondern gänzlich auseinanderfallen, verfolgen und zum begrifflichen Ausdruck bringen. Auch in diesem Falle nämlich existiert stets eine Gerade die sogen. ,, Radikaldie die zuvor angegebene charakteachse** der beiden Kreise

so ist für den Fall, daß sie sich schneiGeraden, die ihre beiden Schnittpunkte

,

und in diesem Sinne als die gemeinschaftliche Sehne der zwei Kreise bezeichnet werden kann, die ihre beiden ,, imaginären** DurchschnittsHier wird also zunächst ein bestimmtes punkte enthält. anschauliches Element durch gewisse begriffliche Eigenschaften, die ihm zukommen, ausgedrückt und vollständig ersetzt: wird auch dann festund diese logische an dem sie zuerst gehalten, nachdem das Substrat, zur Entdeckung und Auszeichnung kam, geschwunden ist. Wir gehen von dem Fortbestand der Beziehung aus und erschaffen definitorisch in den imaginären „Punkten** die Die „Subjekte**, von denen die Beziehung ausgesagt wird. Fruchtbarkeit dieses Verfahrens aber bewährt sich darin, daß damit ein systematischer Zusammenhang zwischen Gebilden gestiftet wird, der es erlaubt, Sätze, die an dem einen gefunden und bewiesen sind, auf ein anderes zu überristische
erfüllt

Bedingung

ideale

Bestimmtheit

110

an dem sie unmittelbar nicht ersichtlich Neben den besonderen inhaltlichen Relationen waren*. aber sind es vor allen Dingen gewisse allgemeine formalen Bestimmungen, durch welche die „uneigentlichen" Elemente, die die Geometrie erschafft, mit den ,, eigentlichen" Punkten verknüpft sind. Das Prinzip der „Permanenz der formalen Gesetze" ist in der Tat, noch ehe es in der Algebra als Rechtfertigung der verallgemeinerten Zahlbegriffe gebraucht wurde, durch Poncelet von rein geometrischen Gesichtspunkten aus Der unendlich ferne eingeführt und begründet worden. Punkt, in dem, gemäß der projektiven Raumansicht, zwei parallele Gerade, und die unendlich ferne Gerade, in der zwei parallele Ebenen sich schneiden, sind logisch berechtigte Begriffsbildungen, nicht nur weil sie konzentrierte Aussagen über bestimmte Lagebeziehungen darstellen, sondern vor allem, weil sich zeigen läßt, daß auch diese neuen Gebilde soweit sie auf Maßverhältden geometrischen nisse nicht Bezug nehmen, völlig gehorchen. Damit ist eine übergreifende Wahrheitsinstanz gegeben, der „eigentliche" und „uneigentliche" Punkte in gleicher Weise gemäß sein müssen. Die neuen Elemente sind wie es Poncelet gelegentlich scharf und bezeichnend formuliert paradox in ihrem Objekt, aber sie sind nichtsdestoweniger durchaus logisch in ihrer Struktur, sofern sie zu strengen und unbestreitbaren Wahrheiten hinführen**.
tragen,

Axiomen,

* So läßt sich z. B., wenn irgendwölche drei Kreise in einer Ebene Jen sind und wir für je zwei von ihnen die „Radikalachsen" konstruieren, leicht zeigen, daß die so entstehenden drei Linien sich in einem Punkte schneiden; daraus aber ergibt sich weiterhin sofort, daß das gleiche auch für den speziellen Fall der drei gemeinschaftlichen Sehnen sich wirklich schneidender Kreise gilt usf. Die reellen Eigenschaften der reellen gemeinschaftlichen Sehnen werden also im Hinblick auf die „idealen" Sehnen entdeckt und begründet. Vgl. hierzu C h a s 1 e s , Apercu historique sur l'origine et le d^veloppement des methodes en G6om6trie, 2. Ausg., Paris 1875, S. 205 ff., S. auch Die Elemente der projektivischen Geometrie, Leipzig 1875, S. 7 ff. ** Zum Ganzen vgl. bes. Considörations philosophiques et techniques sur le principe de continuitö dans les lois g6om6triques § III. (Applications d' Analyse et de G6om6trie, Paris 1864, S. 336 ff.), sowie Traite des proprietös projectives I, S. XI ff., 66 ff. Zur Bezeichnung des

Hankel,

Poncelet,

Kontinuitätsprinzips als Prinzip der „Permanenz der geometrischen Re-

111

Die Entwicklung der projektiven Geometrie, die hier nicht im einzelnen verfolgt werden kann, hat sodann die philosophischen Grundgedanken, auf denen sie sich gründet, zu immer schärferer Darstellung gebracht. Je mehr es gelang, die Geometrie der Lage aus selbständigen Voraussetzungen aufzubauen, um so reiner trat auch der allgemeine logische Charakter und die logische Bedeutung des neuen VerDer konstruktive Fortgang, in welchem wir fahrens hervor. von den einfachen Begriffen des Punktes und der Geraden aus in strenger Ableitung das Ganze des projektiven Raumes erzeugen, knüpft zunächst an die Betrachtung der harmonischen Punktpaare an. Dabei wird in der ersten Phase der projektiven Geometrie die harmonische Lage von vier Punkten auf einer Geraden zunächst noch ausschließlich vermittels des Begriffs des eingeführt und erläutert: die Punkte a, b, c, d bilden eine harmonische Folge, wenn das Verhältnis der Strecke a b zu b c demjenigen der Strecke ad zu cd gleich ist. Diese Erklärung setzt indes

Doppelverhältnisses

ersichtlich die Messung und Vergleichung bestimmter Abstände voraus und ist somit ihrem Wesen nach selbst rein metrischer Natur; wenn sie dennoch der Geometrie der Lage zugrunde gelegt werden kann, so beruht dies nur

darauf, daß sie eine Maßbeziehung darstellt, die sich bei jeder projektiven Umformung der gegebenen Figur unverImmerhin ist hier der Maßbegriff nicht ausändert erhält. geschaltet, sondern als unabgeleiteter Bestandteil in die Grundlagen aufgenommen. Zu einer unabhängigen und streng einheitlichen Darstellung gelangt die projektive Geometrie

wenn auch diese letzte Schranke beseitigt ist, wenn also die Bestimmtheit, die sich metrisch als Doppelverhältnis charakterisiert, auf rein deskriptivem Wege gewonnen und festgehalten wird. Das entscheidende Verfahren hierfür ist
erst,

in

der bekannten S t a u d t 'sehen Vierseitskonstruktion gegeben. Wir bestimmen zu drei gegebenen kollinearen

lationen" s. Applicat. S. 319; Traitö II, 357; der gleiche Gedanke ist in anderer Wendung von Chasles in seinem „Principe des relationa contingentes" ausgesprochen worden. (Apercu historique S. 204 ff., 357 ff.,

368

ff.)

112

das uns gestattet. der durch diese Methode eindeutig bestimmt wird. Aufl. 2. die sich von einer gegebenen Anfangssetzung aus durch fortschreitende harmonische Konstruktionen erzeugen lassen. daß zwei Gegenseiten durch a. sämtliche Punkte des Raumes zur Ableitung zu bringen und ihnen eine bestimmte eindeutige aufzuprägen. 1. der mit den Punkten 1. liefert. Nürnberg 1847. 43 ff. Geometrie der Lage. daß die angegebene Konstruktion gleichviel welches Vierseit. Cassirer. Wir gewinnen hier ein allgemeines Verfahren. so können wir vermöge der Staudtschen Vierseitkonstruktion den vierten harmonischen Punkt zu ihnen finden. Die Geometrie der Lage. Der Nachweis hierfür ist in der Ausgestaltung. man zugrunde Damit ist ohne jede Anwendung metrischer Hilfsbegriffe durch ein Verfahren. c aus.Punkten a b c den vierten harmonischen Punkt d. durch da sich beweisen es läßt. daß es lediglich kraft dieser ersten Grundbeziehung und ihrer wiederholten Das Anwendung möglich ist. § 8. Substanzbeg:riff g 113 . Gehen wir zunächst von drei Punkten in einer Geraden a. sofern nur den angegebenen Bedingungen genügt. stets dasselbe Ergebnis legt*. Staudt. alle Punkte des Raumes. eine fundamentale Relation der Lage festgestellt. <=o zuordnen.. Leipzig 1899. die die projektive Geometrie durch C a y 1 e y und Klein erfahren hat. 5. <=> ein harmonisches Quadrupel bildet und diesem den Wert 3 beilegen. 4. b. weiterhin einen neuen Punkt bestimmen. in der Tat erbracht worden. S. eine Diagonale durch b und die beiden anderen Gegenseiten Diagonale c gehen: der Schnittpunkt der zweiten des Vierseits mit der Geraden a b c ist der verlangte Punkt d. bestimmten Zahl werten zuzuordnen und ihnen auf diese Weise eine feste Stellung innerhalb einer allgemeinen Reihenordnung zuzuweisen. indem wir ein Vierseit derart konstruieren. logische Ideal eines rein projektiven Aufbaus der Geometrie ist somit auf eine einfachere Bedingung zurückgeführt: es wäre erfüllt. dem wir die Zahl 2 entsprechen lassen. denen wir die Werte 0. das lediglich das Ziehen gerader Linien benutzt. bis wir schließlich vermöge dieses Verfahrens eine un- Ordnung *v. S. sobald sich zeigen ließe. Reye . die sie zu Gliedern eines systematischen Inbegriffs macht. I.

weiteren in seiner Theorie die irrationalen durch welches Zahlen als „Schnitte" einführt. indem wir die Betrachtung. deren sollte. deren jede einer ganzen Zahl eindeutig zugeordnet ist.. in der jedes Element einer bestimmten rationalen. in welcher die elementaren Operationen. durch entsprechende Zahlwerte könnte allerdings zunächst den Anschein erwecken. wie Addition und Subtraktion. Encyklopädie der Elementar-Mathematik. Der Übergang zum Punktvollzieht sich von hier aus auf Grund einer gedanklichen Forderung. auf zwei oder mehrere Gerade ausdehnen*. Begriffe von Längen und Abständen. Annalen IV. II. In Wahrheit aber wird die Zahl hier nur in ihrem allgemeinsten logischen Sinne: nicht als Ausdruck der Messung und Vergleichung von Größen. Bd. 114 . 2. Zur projektivenMetrik 338 ff. § 18. positiven oder negativen Zahl entspricht. daß sie zu einer überall dichten Menge wird. Die Einfügung der Raumbegriffe in das Schema der reinen Reihenbegriffe ist hier endgültig Die Bezeichnung der einzelnen Raumpunkte vollzogen. Multiplikation und Division von Strecken rein geometrisch Auch der Fortgang zu Gebilden von höherer definiert sind. Prinzip hier nur angedeutet werden vgl.Mannigfaltigkeit einfacher Lagebestimmungen gewinnen. Ordnung * Für alle Einzelheiten dieser Betrachtungsweise. als wären es dennoch Größenbegriffe. Nicht-Euklid^he — Vorlesungen über Göttingen 1893. Die Durchführung dieses Gedankens hat vornehmlich technisch-mathematisches Interesse: darüber hinaus aber tritt jetzt auch ein allgemeines philosophisches Ergebnis. deutlich hervor. Geometrie.. auf Grund deren sich eine einheitliche projektive Metrik entwickeln läßt. Abdruck. Wir gelangen damit zu einer vollständigen Skala. Klein. sowie Math. 573 ff. er erfolgt. auf welches schon die Anfänge der neueren Geometrie vorausweisen. Diese Mannigfaltigkeit läßt sich sodann weiterhin in dem Sinne ergänzen. auch Weber-Wellstein. die dem Postulat analog ist. die bei dieser Ableitung verwendet werden. F. endliche kontinuum Dedekind Dimension bietet keine prinzipielle Schwierigkeit. sondern als Ausdruck der in der Folge gebraucht. 8. S. die sich zunächst auf die Punkte einer Geraden beschränkte. 315 ff.

Hier bewährt es sich. dessen allseitige Anwendung den Inbegriff der möglichen räumlichen Setzungen aus sich hervorgehen läßt. Wie bei der Zahl duktiven lediglich von einer ursprünglichen Einheitssetzung ausgegangen wurde. die hier entwickelt wurde. sich nacheinander mit den verschiedenen Parallelentheorien in Wesen- Methodik * Vgl. so wird hier zunächst eine Verschiedenheit von Punkten und ein bestimmtes Lageverhältnjis zwischen ihnen postuliert und in diesem ersten Ansatz bereits ein Prinzip entdeckt. Möglichkeit des Beisammen" überhaupt abgeleitet. die an rationaler Strenge und Reinheit der Arithmetik gleichzustellen sei*. die bereits Descartes gestellt damit auf einem neuen Wege erfüllt.. aus der sich sodann vermöge einer bestimmten erzeugenden Relation die Allheit der Glieder in fester Ordnung entwickelte. 8* 115 . Cambridge 1897. Zwar bleiben beide Gebiete ihrer heit nach streng geschieden: die „Essenz" der Figur geht nicht mehr unmittelbar in die der Zahl auf. apriorische" Grundwissenschaft vom Raum erklärt. Der Raum ist hier in der Tat lediglich in seiner allgemeinsten Form als . ist Die Forderung. 118.Es handelt sich nicht um die Zusammensetzung oder Teilung von Strecken. The foundations of Geometry. deren Elemente selbst als reine Lagebestimmungen definiert sind. Man hat diesem Zusammenhang gemäß. die projektive Geometrie mit Recht als die allgemeine . Vielmehr läßt sich zeigen. sondern einzig um die Unterscheidung und Abstufung der Glieder einer bestimmten Reihe. daß in der allgemeinen logischen Grundlegung die Zahl als reine Ordnungszahl entwickelt und von jeder Bindung an meßbare Größen freigehalten wurde. der hatte. Die Ordnung Raumpunkte ist in derselben Weise begriffen wie die der Zahlen. insbesondere über die Geltung des Parallelen-Axioms zunächst noch keine Entscheidung gefällt ist. Russell..und Winkelgrößen. daß je nach der Hinzunahme besonderer ergänzender Bedingungen die allgemeine projektive Maßbestimmung. während über seine spezielle axiomatische Struktur. Aber eben in dieser relativen Selbständigkeit der Elemente wie der Grundbeziehung tritt der Zusammenhang in der allgemein deklar hervor. S.

Vgl. 116 . „parabolischen". F. Einleitung in die höhere Geometrie II. Sinne bilden etwa alle geometrischen Umformungen. daß wir die Elemente. die sich dadurch ergeben. „elliptischen" oder „hyperbolischen" Maßbestimmung fortführen läßt*. Gruppe" enthält ein neues und wichtiges logisches Moment. Man kann sich diese — Kennzeichen nochmals zum Bewußtsein bringen. so daß also die successive Anwendung verschiedener. K I e i n . wenn mit irgend zwei Operationen immer auch deren Verknüpfung in ihm vorkommt. S. wenn man Fassung betrachtet zu der der moderne Begriff der Geometrie gelangt ist. F. In diesem Begriff der Gruppe aber ist nunmehr ein allgemeines Klassifikationsprinzip gewonnen. In diesem die schon ursprünglich in ihm enthalten waren. Annalen IV. bleiben bestehen und erhalten sich durch allen Wechsel der besonderen Anwendungen hindurch.Beziehung setzen und sich somit zur speziellen. was überhaupt unter einer „geoVgl. für die Gesamtcharakteristik entscheidenden Schritt.. wir uns zunächst die Frage. sofern in ihr nicht sowohl ein Ganzes von einzelnen Elementen oder Gebilden als vielmehr ein System die allgemeinste von Operationen sammengefaßt wird. Klein. 1 ff. Der Anschluß der Geometrie an die Gruppentheorie bildet hier den letzten. Mathem. die wir betrachten. So hebt sich aus der Mannigfaltigkeit der geometrischen Methoden die einheitliche Grundform der geometrischen Begriffsbildung immer deutlicher und Die logischen Kennzeichen dieser Form präziser heraus. irgendwelche Bewegungen in einem gewöhnlichen dreidimensionalen Räume ausführen lassen. eine Gruppe: da das Resultat zweier aufeinanderfolgender Bewegungen sich hier stets auch durch eine einzige Bewegung darstellen und erreichen läßt**. dem Inbegriff angehöriger Transformationen immer nur zu Operationen zurückführt. zu einer gedanklichen Einheit zuEin Inbegriff von Operationen bildet eine Gruppe. Schon die Definition der . kraft dessen die verschiedenen möglichen Formen der Geometrie unter einem einheitlichen Gesichtspunkt vereint und in ihrem symmetriStellen schen Zusammenhang überschaut werden können. 575 ff.

die logisch sämtlich als gleichberechtigt zu gelten haben. B.metrischen** Eigenschaft zu verstehen ist. daß wir solche und nur solche Eigenschaften als geometrische bezeichnen. hinzutreten. um dieser Gestalt wahrhafte Allgemeinheit und damit erst eigentlich geometrischen Charakter zu verleihen. Betrachten wir z. wenn wir dieses Gebilde seine absolute Lage im Raum wechseln. die wir für die Untersuchung zugrunde legen. wenn wir die absoluten Größen seiner Bestimmungsstücke im selben Verhältnis wachsen oder abnehmen lassen. die sich zu ihr wie ihr SpiegelDer Gedanke der Unabhängigkeit gegenüber all diesen Umformungen muß zu der Anschauung der individuellen Einzelgestalt. daß nur solche Eigenschaften des Raumes geometrisch heißen. oder wenn wir schließlich den Sinn der Anordnung der einzelnen Teile umkehren. die gewöhnliche metrische Geometrie durch die zugehörige Hauptgruppe räumlicher Änderungen. welche bei einer gewissen Gruppe von Operationen ungeändert bleiben. Denn da wir in der Wahl der Transformationsgruppe. 117 . dient. so finden wir. also durch die angegebenen Operationen der Bewegung. die uns als Ausgangspunkt. von einer bestimmten Form der Geometrie durch einen Wechsel des Grundsystems. so ist damit ein Weg bezeichnet." Hält man diese Erklärung fest. auf das wir alle Aussagen bezogen denken. die sich gegenüber diesem bild verhält. bleiben unverändert. indem wir dieser Hauptgruppe noch den Inbegriff aller projektiven Umformungen hinzufügen und die Eigenschaften betrachten. die von gewissen räumlichen Transformationen nicht berührt werden. Die Sätze. so können wir sie alsbald zur projektivischen Geometrie erweitern. der Ähnlichkeitstransformation und der Spiegelung charakterisiert. unterscheidet sich eben dadurch von . Geometrie Topographie. die die Geometrie von einem bestimmten Gebilde entwickelt. diese Gruppe vielmehr durch Hinzunahme neuer Bedingungen erweitern können. indem wir an Stelle der ursprünglichen Figur eine andere treten lassen. nicht von vornherein gebunden sind. zu einer anderen Struktur überzugehen.. so bietet sich von hier aus sogleich ein Ausblick auf sehr verschiedenartige Möglichkeiten des Aufbaus geometrischer Systeme.

die auf die Gruppe bezügliche zu entwickeln*. 1 e i n im einzelnen dargetan hat die verschiedensten Arten der Geometrie methodisch begründen und ableiten. Diese universelle Betrachtungsweise wirft zugleich auf das prinzipielle Verhältnis. als die Lehre vom — — K Invariantentheorie Konstanz Veränderung „immer Seienden" bestimmt. Das Gebiet des bezeichnete einen Bezirk. stand es fest. daß nur von dem. Annalen 43. Allgemein besteht die Aufgabe jeder dieser Geometrien darin. alle sinnlichen Momente aus der Begründung der reinen mathematischen Erkenntnis auszuscheiden. innerhalb der Geometrie zuletzt Die geforderte starre in entgegengesetzter Tendenz wirkte. In der gleichen Weise lassen sich sodann wie F. helles Licht. statt sich zu den letzten Gründen des gesetzlichen Zusammenhangs der besonderen Erlanger Einzelheiten muß wiederum auf F. das die Begriffe der und der in der Grundlegung der Geometrie eingehen. S. 1893. nach dem Platonischen Wort. Wir sahen. 118 . 63 ff.) * Für «die K Programm von verwiesen werden. Es zeigte sich indes. was stets in der gleichen Weise sich verhält. innerhalb dessen der reine mathematische Gedanke keine Kraft mehr besitzt und der Wer- dens somit der Unbestimmtheit der sinnlichen Wahrnehmung preisgegeben schien. die dazu bestimmt war. wie gerade diese Auffassung.erweiterten Kreis von Änderungen als konstant erweisen. Konstanz der anschaulichen Raumform beengte zugleich die Freiheit der geometrischen Deduktion: die Betrachtung blieb in der Einzelfigur befangen. selbständiges logisches Prinzip gebraucht werden. wie seit den Anfängen der griechischen Mathematik die philosophische Frage immer wieder zu diesem Verhältnis zurückkehrte. ein exakter Beweis zwar möglich sei: so konnte fortan die Veränderung aber nicht als als Hilfsbegriff geduldet. sobald eine Mannigfaltigkeit und in derselben eine Transformationsgruppe gegeben ist. War einmal die Geometrie. indem wir von der zunächst betrachteten Hauptgruppe durch irgendeine bestimmte Vorschrift zu einem umfassenderen System übergehen. 1 e i n s 1872: Vergleichende Betrachtungen über neuere geometrische Forschungen (wieder abgedruckt: Math.

von dem hier die Rede ist. Grenzen gezogen sind. Die unveränderlichen geometrischen Eigenschaften sind dies nicht an und für sich. mit Rücksicht auf die er konzipiert ist. als bestimmten unwandelbaren BeInvariantentheorie. Begriff" erhält seinen identischen und eindeutigen Sinn erst durch die Angabe der bestimmten Gruppe von Der Änderungen. Bestand. sondern er gilt stets nur relativ zu einer bestimmten gedanklichen Operation. Die Platonische Erklärung bewährt sich nunmehr in einem neuen Sinne. denen gegenüber sie gilt und sich behauptet. nur daher hier als durchaus korrelative Momente Der geodurch und miteinander sind beide definierbar. Diese Entwicklung erhält in der Gruppentheorie 'hren systematischen Abschluß denn hier ist die Veränderung als Grundwährend ihr anderseits feste logische begriff anerkannt. die sich im Vergleich als unabhängige Momente erweisen. gleichsam als ideellen Hintergrund. von aber diese Unwandelbarkeit läßt sich in keiner ziehungen: Weise bestimmen und festhalten. Hier kündigt sich bereits ein Bedeutungswandel in der allgemeinen Kategorie der Substantialität an. das 119 . den Gedanken bestimmter Grundänderungen fassen. Erst nachdem der Begriff der Ver- änderung durch die A n a 1 y s i s kritisch geprüft und beglaubigt war. bezeichnet keine absolute Eigenschaft gegebener Objekte. zu anderen Die Entwicklung der modernen Mathematik hat sich immer genauer und bewußter dem Ideal genähert. sondern sie bezeichnet die relative Selbständigkeit bestimmter Glieder eines funktionalen Zu: sammenhangs. konnte hier eine neue Entwicklung einsetzen. die wir als Bezugssystem wählen. der im Fortgang der Untersuchung immer deutlicher zutage treten wird die Beharrlichkeit bezieht sich nicht auf die Fortdauer von Dingen und dinglichen Beschaffenheiten. Die Geometrie handelt. den wir implicit Konstanz und Veränderlichkeit erscheinen voraussetzen. III. : : metrische . sondern immer nur mit Bezug auf einen Inbegriff möglicher Transformationen.Gestalten zu erheben.. ohne daß wir.

Der Anschauung mögen wir immerhin die elementaren Inhalte der Geometrie: den Punkt. Die Zurückführung der metrischen Verhältnisse auf projektive verwirklicht den Leibnizschen Gedanken. Entfernung" zwischen beiden begrifflich definiert werden kann. hältnisses 120 definiert und gemessen. so haben z. wie die allgemeine Relation des * Eb ist von geschichtlichem Interesse. Ordnung Quantitäten. die Gerade. S. B. können. I. entnehmen können. Hauptschriften zur Grundlegvmg der Philosophie. die Ebene. die durch die Logarithmen gemessen wird . Lage Raum durch den Logarithmus eines bestimmten Doppel ver(Vgl. . die sich auf rein projektiven Verhältnissen aufbaut. 189 f. aber all das.Le i b n i z für sie aufgestellt hat. liefert das Bild dieser Ordnung. Bibl." (Leibniz.Distanz" zwischen zwei Punkten Problem Ord- nung Ordnung . tatsächlich Gegen Leibniz' Definitionen des bereits von Leibniz erfaßt worden ist. ihre Größe. der sich hier allmählich herausbildet. daß sie nicht als sinnlich vorhandene er- Quantum Erkennbarkeit sondern im Fortgang relativer Setzungen durch den Gedanken aufgebaut wird*. sofern ein vorangehendes Glied vom folgenden unterschieden und die . Die Kette der harmonischen Konstruktionen. reiner Ordnungsbeziehungen Größenbestimmungen möglich sind. Vorlesungen über . ebensogut wie die absoluten. der Zeit als einer Raumes als einer der für Newtons Erklärung im Nacheinander erhebt C 1 a r k e des absoluten RaumoA und der absoluten Zeit eintritt. daß das logische einer Metrik. was sich auf die Verknüpfung dieser Inhalte bezieht. Ordnung im Beisammen" (ordre des coexistences possibles) begriffen werden muß. selbst In diesem Sinne versucht die neuere Geometrie eine Beziehung. in seiner ursprünglichen qualitativen Eigenart als . die sich in der modernen Grundlegung der projektiven Metrik wiederholt hat: denn in dieser wird in der Tat die .) Man erkennt hier den Hinweis auf eine Frage. muß rein begrifflich abgeleitet und eingesehen werden griffen. 107. noch ehe er als bestimmt wird. den Einwand. daß der Raum. S. deren Wert und deren vollständige eben darin wurzelt. daß auch innerhalb nicht sind. in der Mathematik die Verhältnisse oder Proportionen ihre Größe. daß sie gerade den wesentlichen Gehalt beider Begriffe nicht treffe.. im Nebeneinander.) Klein. Philo?. was \ind und Zeit seien vor allen Dingen Leibniz erwidert hierauf.. 65 ff. dennoch aber sind und bleiben 63 Relationen. Innerhalb der reinen Geometrie zeigt sich dies am deutlichsten an dem all- gemeinen Begriff des Raumes. Nicht-Euklidische Geometrie. „Die relativen Dinge haben. durch welche die Punkte des projektiven Raumes erzeugt werden.

L e i b n i z . seu Algebrae Speciosae ad Speciosam generalem. seu ordinis similitudinis relationis etc. Was diese Relation bedeutet. mit welchem sie in die mathematische Deduktion eingeht. an welchen wir ihn zuerst erfaßten. Gerhardt. Vorles. v. Wo immer eine bestimmte Weise der Verknüpfung gegeben ist. Diese Auffasung aber wirkt nunmehr weiter.„Zwischen". Die Kombinatorik wird damit zur eigentlichen Grundwissenschaft: sofern man unter ihr nicht die Lehre von der Zahl der Verbindungen gegebener Elemente. abgesehen von dem wechselnden sinnlichen Material. ut adeo speciosa nostra Mathematica nihil aliud sit quam specimen illustre Artis Combinatoriae seu speciosae generalis. kein unmittelbares anschauliches Korrelat mehr besitzt*. 121 . das er bezeichnet. an welchem sie sich darstellt. Wieder ist es die L e i b n i z 'sehe Grundkonzeption der Mathematik. hierüber bei Pasch. über neuere Geometrie. die wir in gewissen Grundregeln und Axiomen aussprechen können. durch bestimmte der Verknüpfung festgelegt werden: und von diesen Axiomen allein empfängt sie denjenigen Gehalt. Die Mathematik ist danach nicht die allgemeine Wissenschaft der Größe.und Auseinander sich einem allgemeinen System der möglichen Ordnungen überhaupt einzugliedern strebt. VII. die zunächst ein nicht weiter zerlegbarer sinnBestand zu sein scheint. unabhängig zu machen und ihn nunmehr auch auf solche Reihen anzuwenden. Schriften. nicht der Quantität. 1 und ** . in welchen das Verhältnis. 61. vel scientiae generalis de quantitate ad scientiam generalem de qualitate. Math.Hinc etiam prodit ignorata hactenus vel neglecta subordinatio Algebrae ad artem Combinatoriam. sondern der Qualität. zu der wir uns hierbei zurückgeführt sehen. seu scientiae de formulis quantitatem significantibus ad doctrinam de formulis. Kraft dieser Erweiterung vermögen wir den Begriff des Zwischen von den anschaulichen Inhalten. muß. indem die spezifische Ordnung des räumlichen Neben.. hg. sondern die universelle Darstellung der möglichen Weisen der überhaupt und ihrer wechselseitigen Abhängigkeit versteht**. expressionibus in Universum. da ist im licher Axiome Verknüpfung * § Näheres 9. sondern der Form. von dieser Gebundenheit zu befreien und zu freier logischer Anwendung zu erheben.

Zwei Urteilskomplexe.Sein" als dasjenige. Bd. in sich schließen. an der sie jeweilig auftritt. Die besonderen Elemente werden in der mathematischen Begriffsbildung nicht nach dem.und Untersuchungsweise aus. das H i 1 - We 122 1 1 * Vgl. die sich von der materialen Grundlage. loslösen und für sich in ihrer Gesetzlichkeit feststellen läßt. hierzu die sehr instruktiven Beispiele und Erläuterungen bei 8 t e i n . sofern sie denselben Gehalt begrifflicher Abhängigkeiten bei einem bloßen Wechsel der anschaulichen „Subjekte". In diesem Sinne lassen sich die „Punkte". . von denen der eine etwa von Geraden und Ebenen. die wir für diese Punkte entwickelt haben. nacheinander mit Kugeln und Kreisen. für welche die Abhängigkeiten ausgesagt werden. Die Relationsstruktur als solche. Mathematik. Zum schärfsten Ausdruck gelangt diese Auffassung der weisführung. der andere von Kreisen und Kugeln eines bestimmten Kugelgebüsches handelt. von denen die gewöhnliche Enklideische Geometrie handelt. Abschn.mathematischen Sinne ein identisches „Objekt** fixiert. rein formale Bestimmtheit. Methode der reinen Mathematik in dem Verfahren. gelten vom Standpunkt dieser Betrachtungsweise einander als äquivalent. Encyklopädie der Elem. II. sondern stets nur als Beispiele für eine bestimmte. nicht die absolute Beschaffenheit der Elemente macht den eigentlichen Gegenstand der mathematischen Betrachtungs. vertauschen. die die Mathematik ihren Objekten verleiht. das in die Be- den Prozeß des Folgerns und Schließens eingeht und das somit der vollen Gewißheit zugänglich ist. 1. dadurch in sich selbst verändert würde*. ohne daß der deduktive der einzelnen Sätze. was ihnen kraft der Teilhabe an dieser Form erfaßt: Denn dieses in Sein allein ist es. 2. die Mathematik zum mindesten kennt an ihnen kein anderes .. Buch. was sie an und für sich sind. allgemein gültige der Zusammenhang Form Ordnung und Verknüpfung zukommt. mit inversen Punktpaaren eines hyperbolischen oder elliptischen Kugelgebüsches oder auch mit bloßen Zahlentripeln ohne spezifische geometrische Bedeutung. Dieser Zusammenhang bildet somit eine eigene.

die die Begriffe des oder der Geraden.b e r t zur Darstellung hat. wird hier als Ausdruck ihrer Wesenheit gebraucht und festgehalten. a. als ein Gebilde. Der Punkt. daß wir uns den Sinn einer bestimmten Relation immer nur an irgendwelchen gegebenen Relationstermen. fließen lediglich aus diesen Regeln ihrer Zusammengehörigkeit. Im We 1 1 ste i n . wird hier der Bestand der ursprünglichen geometrischen Punktes Objekte ausschließlich durch die Bedingungen bestimmt. Aber diese Termini. die wir den Elementen zusprechen. nicht ihre Einzelbestimmtheit. Alle Beschaffenheiten.. Eben hierin aber Abschluß einer Denkrichtung. denen sie gemäß sind. Es kann freilich zunächst wie ein Zirkel erscheinen. sobald nur zwischen dem psychologischen bildet sie den konsequenten die wir in ihren rein logischen Anfang und dem logischen Grund völlig scharf unter- psychologischen Sinne ist es freilich zutreffend. vergegenwärtigen können. als unmittelbare Gegebenheiten der Anschauung nimmt und die ihnen somit von Anfang an einen bestimmten unabänderlichen Inhalt aufprägt. 123 . denen sie gehorchen. Lediglich diese systematische „Komplexion" der Elemente. 116. die wir zugrunde gelegt haben. Axiome angewandt und Ableitung der geometrischen Gegenüber der Euklidischen Be- griffsbestimmung. Den Anfang bildet ein gewisser Kreis von Axiomen. a. S. von denen sie ausgeht. wenn der Inhalt der geometrischen Grundbegriffe einzig und allein durch die Axiome. bestimmt werden soll: denn setzen diese Axiome zu ihrer Formulierung nicht wiederum bereits irgendwelche Begriffe voraus? Diese Schwierigkeit löst sich indessen. die wir zu* schieden wird. das mit anderen seinesgleichen in Beziehungen steht. wie sie durch gewisse Axiomgruppen definiert sind. die Gerade bedeutet uns nichts anderes. O. die wir festlegen und deren Verträglichkeit miteinander wir erweisen. die als . Momenten von den ersten Anfängen der Mathematik her verfolgen konnten. In diesem Sinne hat man mit Recht die Hilbertsche Geometrie eine reine Beziehungslehre genannt*. Fundamente" der Beziehung dienen.

sinnlichen Anschauung verdanken. diesen Bestand im U r t e i 1 zu fixieren. 88). aber sobald wir daran gehen. die sich auf Aber schon bei Leibniz beziehen. sondern am Ende der Begriffsentwicklung. Wir legen sie nur als hypothetischen Ansatz fest. Die Gesetze der Verknüpfung bezeichnen daher das eigentliche ixqöxeqov tfj (pvaet^ während die Elemente nächst keinen der Bestimmung doch nur ein JtqöxeQov ftQoq Die Anschauung scheint den Inhalt als losgelösten. und Beziehungen Naturwissenschaft Me- thode Ordnung 124 Maß . das Grundinstrument für alle Aufgaben bilden. den sie bei Decartes erhält. bezeichnen absoluten. wie im Gebiet der Arithmetik. dem wir uns durch die fortschreitende Verknüpfung allgemein gültiger Individualität Das Verfahren der Mathematik annähern. wird der gleichsam provisorische Inhalt zum festen logischen Gegenstand. die hier somit. daß des mathematischen Systems sich innerhalb der geschichtlichen Entwicklung beständig in bestimmter Richtung verschiebt. für welches es den (S» Kap. die einander wechselseitig stützen.Mathesis universalis" soll in dem philosophischen Sinn. weitet sich: bis es zuletzt völlig deutlich wird. oben. sich selbst genügenden Bestand zu ergreifen. daß die Eigenart der an keine besondere Klasse von Gegenständen gebunden und in ihr begrenzt ist. Begriff und Urteil kennen das Einzelne nur als Glied und gleichsam als Punkt einer in ihrer scheinbaren Absolutheit ^uäz bedeuten. Die . in die sie sucErst durch diesen gedanklichen Prozeß cessiv eintreten.. Die Bestimmung der der Elemente steht daher nicht am Anfang. als das eigentliche logische Prius gegenüber allen besonderen Setzungen erscheint (vgl. Der Kreis der Objekte. sie ist das logische Ziel. S. löst es sich in ein Gewebe relativer Setzungen auf. auf die die Betrachtungsweise der Mathematik anwendbar und übertragbar ist. systematischen Mannigfaltigkeit. sondern einen veränderlichen Bestand. weist hier auf ein analoges Verfahren der theoretischen voraus.) Schlüssel und die Rechtfertigung enthält. der Schwerpunkt Von hier aus wird es verständlich. alle nähere aber erwarten wir von der Einordnung in die mannigfachen Bedingungskomplexe. V.

auf denen die Möglichkeit jeglicher Größensetzung beruht. sondern ein Inbegriff von OpeAbhängigkeit rationen bildet. (S. Leipzig 1904. 419: „Quantity. Schon der Fortschritt der projektiven Geometrie ließ ein Gebiet erkennen. Bibl. das das Ideal der mathematischen Darstellung unabhängig von allen Hilfsmitteln der Messung und Größenvergleichung in sich verwirklicht. an die Stelle dieses Nebeneinanders zweier verschiedener Momente ein Verhältnis logischer Überund Unterordnung: die Lehre von den möglichen. s. auch Leibniz' Hauptschriften (Phil.oder Lage- Gruppentheorie bestimmungen. Die Metrik selbst wird hier aus rein qualitativen Beziehungen abgeleitet. hierzu Gregor 1 1 e 1 s o n s Definition der Mathematik als Wissenschaft der geordneten Gegenstände". gegebene zu vergleichen. Noch bezeichnender tritt sodann die Ausdehnung der Mathematik über ihre traditionellen Grenzen in der hervor. wie sich zeigte. untersucht werden. Die Elemente und alles. 107). S.tritt. 2. S. ob. sondern die Relationen selbst. 50. die lediglich das Stellenverhältnis der Raumpunkte betreffen. begrifflich verschiedenen Arten der Verknüpfung und Zuordnung wird zur Voraussetzung der Wissenschaften von der meßbaren und Die neuere Mathematik bringt diesen teilbaren Größe*." Vgl. Revue de M^taphysique. erscheinen als Ergebnisse bestimmter ursprünglicher Regeln der Verknüpfung. The notion which does occupy the place traditionally assigned to quantity is o r d e r. die moderne Auffassung ß. die sowohl für sich in ihrer eigentümlichen Struktur. and does occur in many cases not at present amenable to mathematical treatment. 5. in fact. Hier erst Größen erzeugenden * Vgl. S. deren unmittelbares Objekt nicht Größen. S. 121. 125 .) Bd. was sich aus ihnen aufbaut. zu isolieren und ihr Verhältnis gegeneinander zu bestimmen. though philosophers appear still to regard it as very essential to Mathematics. 1904. die in ihrer wechselseitigen ist in der Tat das oberste und universelle Prinzip erreicht. als in der Bestimmtheit. Gedanken zu immer schärferer Ausprägung. von dem aus sich das Gesamtgebiet der Mathematik als Einheit übersehen läßt. zu teilen oder zusammenzusetzen. Die Aufgabe der mathematischen Betrachtung besteht ihrem allgemeinen Sinne nach nicht darin. 62. —Für Russell. 158 u. does not occur in pure Mathematics." XII. Anm. Principles of Mathematics S.

Leipzig 1867. Zusammentreten und ihrer Durchdringung zu untersuchen sind. sind nur verschiedene Beispiele dieses logisch allgemeingültigen VerDer methodische Vorzug all dieser Verfahrens. Theorie der komplexen Zahlensysteme. daß der „Calcul" hier zu völlig freier und selbständiger Betätigung gelangt: daß er nicht mehr auf die Zusammensetzung von Quantitäten beschränkt bleibt. wie in M ö b i u s' baryzentrischem Kalkül die Punkte außer durch ihre verschiedene Lage im Räume. ihm gleichartigen . 96 f. In allen diesen Fällen handelt es sich nicht darum. rechnerisch feststellen*. ob. fahrungsweisen besteht eben darin. die die neuere Mathematik ausgebildet hat: die GraßmannHamiltons Theorie der Quatersche Ausdehnungslehre. die im Calcul festgehalten wird und die die notwendige und Die Festigkeit und hinreichende Bedingung für ihn bildet. nionen. sofern es nur möglich ist. durch verschiedene Massenwerte charakterisiert sein lassen. 126 . (S. ein gegebenes „Ganze" in seine.. wie in Graßmanns geometrischer Charakteristik und der Quaternionentheorie Produkte von Punkten oder von Vektoren betrachten. S. Lediglich diese Möglichkeit der Determination ist es.) Jetzt aber erweitert sich das Gebiet der Betrachtung: denn als Grundlage kann jedes beliebige Element dienen. Sicherheit des deduktiven Gefüges ist an kein besonderes Element gebunden. die projektive Streckenrechnung. wir können Strecken oder Dreiecksflächen.die sich aus ihrem ergibt. sondern sich unmittelbar der Synthese von Relationen zuwendet. Teile" Näheres über diese verschiedenen Rechnungsweisen bei WhiteUniversal Algebra I. Hankel. Wir können das eine Mal. das sich hieraus ergibt. Cambridge 1898 sowie bei H. gedanklich fixierten Grundbeziehung ein neues Gebilde hervorgehen zu lassen. Die mannigfachen Algorithmen. aus ihm kraft der wiederholten Anwendung einer bestimmten. Daß diese Synthese das eigentliche Ziel der mathematischen Operationen bildet. Kräfte oder Kräftepaare auf irgendeine Weise miteinander zusammenfassen und das Resultat. konnten wir im Größengebiet selbst bereits in der Entwicklung der Analysis des Unendlichen verfolgen. * head. wir können.

die Wissenschaft des Raumes zum Range einer allgemeinen F o r Wissenschaft zu erheben. m * S. Wo immer ein derartiger Übergang von einfachen zu komplexen Reihen möglich ist. sondern die allgemeine Aufgabe besteht in der Verknüpfung irgendwelcher begrifflicher Bedingungen des Fortschritts in Ist einer Reihe überhaupt zu einem eindeutigen Ergebnis. der Tat bisweilen unzureichend und dunkel erscheinen: aber sie zeichnen dennoch einen in sich klaren schen dessen Bedeutung durch die weitere Entwicklung der Probleme erläutert und bestätigt worden ist*. lehre. kraft dessen wir von ihm aus in gleichmäßigem Fortgang zu einer Mannigfaltigkeit anderer Elemente gelangen können. — Dieser allgemeine Grundgedanke. Die allgemeinen Erwägungen. V. Physik. da ist damit ein neues Gebiet deduktiv-mathematischer Be- stimmung abgegrenzt. f. Die Graßmannsche Aiisdehnungs41. scheint es gewesen zu sein. das Graßmann sich stellt. Das Ziel. in methodi- Entwurf. Mathem. die sich auf feste systematische Regeln bringen läßt. die Graßmann seinem Werke vorausgeschickt m mögen. hierüber bes. Der Charakter der reinen Formwissenschaften aber wird dadurch bestimmt. 1896. der auch zu einer der wichtigsten und fruchtbarsten Konzeptionen der neueren Mathematik: zu Hermann G r a ß a n n s Ausdehnungslehre hingeleitet hat. Schlegel. besteht darin. Bd. daß in ihnen der Beweis nicht über das Denken selbst hinaus in eine andere Sphäre übergeht. der sich in strenger Abfolge aus Descartes' und Leibniz' philosophischem Ideal der jjMathesis universalis" entwickelt hat. 127 . so wird auch die Zusammenfassung mehrerer derartiger Prinzipien eine Operation sein. sondern rein in der Kombination der verschiedenen Denkakte verharrt. als mathematische Definitionen betrachtet.zu zerlegen oder es aus diesen wiederum zusammenzusetzen. denen die Zahlreihe selbst erst hat. Ztschr. einmal ein Ausgangselement bestimmt und ein Prinzip angegeben. Diese Forderung ist in der Wissenschaft der Zahl erfüllt: denn alle Besonderheit innerhalb des Zahlgebiets läßt sich in der Tat aus dem Inbegriff geordneter Setzungen. u.

Die anschaulich räumlichen Verhältnisse mögen den ersten Anlaß bieten. Ausdehnungslehre. worunter nur ein Besonderes schlechthin. von jeder speziellen Charakteristik noch ausdrücklich ab und halten lediglich den abstrakten Gedanken fest. vollständig ableiten. für die Geometrie einen ebenso . 47. ohne daß irgendein realer Inhalt. der Fläche aus der Linie zu sprechen: aber was hier als bloßes Bild gemeint ist. unmittelbaren Anfang" zu gewinnen.Entstehung verdankt. um als Ausgangspunkt der neuen Wissenschaft dienen zu können.. Werke. d. in bezug auf welchen es verschieden sei. u. daß aus einem ursprünglichen Anfang durch stete Wiederholung ein und derselben Operation Wenngleich eine Mannigfaltigkeit von Gliedern hervorgeht. des besonderen Ortes setzen wir nunmehr das Element. * S. denen wir das Grundelement unterworfen denken. Erzeugungsweisen" zurückgegangen werden. O. Zu diesem Zweck muß auch hier von der gegebenen extensiven Mannigfaltigkeit selbst auf ihre einfachen . wie er innerhalb der Arithmetik bereits gegeben und gesichert ist*. Die lineale Ausdehnungslehre: ein neuer Zweig GeB. gemäß denen das Mannigfaltige erst vollkommen zu überblicken Schon innerhalb der gewöhnlichen und zu begreifen ist. aufgefaßt als verschieden von anderem Besonderen. was für ein Besonderes dies denn eigentlich sei denn es ist eben das Besondere schlechthin ohne allen oder in welcher Beziehung das eine von dem realen Inhalt denn es ist eben schlechtweg als anderen verschieden sei Verschiedenes bestimmt. Statt des Punktes. physikal. spezifischer Inhalt ist damit noch nicht gesetzt: „es kann daher hier noch gar nicht davon die Rede sein. a. S.." Ebenso sehen wir bei den Änderungen.. Graßraann. eine streng begriffliche Fassung und Deutung erhalten. Ein eigentümlicher. gesetzt wäre**. verstanden werden soll. der Mathematik (1844). 10. sich zu den rein begrifflichen Beziehungen zu erheben. a. Es gilt nunmehr. h. aber sie erschöpfen nicht deren eigentlichen Gehalt. I. 128 . Leipzig 1894. mathemat. 22. das muß nunmehr. Darstellung der geometrischen Elemente pflegt man von einer genetischen Erzeugung der Linie aus dem Punkte. ihre — — — S. S.

gegeneinander abzugrenzen. welche durch eine nach demselben Gesetze trat: einfache Änderung des erzeugenden Elements entsteht." In gleicher Weise entstehen Systeme höherer Stufen.daher die konkrete Ausführung der Graßmannschen Ausdehnungslehre sich zunächst auf die Betrachtung ganz bestimmter Transformationsweisen beschränkt. „Das Verschiedene muß nach einem Gesetze sich entwickeln. Hier handelt es sich nur um diejenige Leistung. Da nun die Gebiete. die die Form des Übergangs zwischen den Gliedern einer Reihe bestimmt. Gesamtheit aller nach demselben Gesetz erzeugbaren Elemente nennen wir ein System oder ein G e b i e t*.. daß zunächst aus dem Anfangselement durch eine bestimmte Umformung eine gewisse Mannigfaltigkeit entwickelt und sodann die Gesamtheit ihrer Glieder einer neuen Umformung unterworfen wird. daß diese Regel zureichen muß. so ist klar. qualitativ bestimmten und einheitlichen Regel. über äußere und innere Multiplikation von Strecken und Punkten usf. 9 129 . sobald Graßmann daran geht. sondern lediglich durch die Regel ihres Aufbaus für uns bekannt und bestimmt sind. indem wir verschiedene Grundänderungen miteinander verknüpfen in der Art. so greift doch der universelle Entwurf von Anfang an weiter. 28. Substanzbegriff S. denen sie gehorchen. die wir betrachten. die verschiedenen möglichen Verknüpfungsarten im einzelnen zu entwickeln und durch die formalen Bedingungen. Es ergibt sich nunmehr eine ausgeführte Lehre über die „Addition" und „Subtraktion" gleichartiger oder ungleichartiger Änderungen. uns nicht als anderweitig bereits gegebene gelten. Diese allgemeinen Festsetzungen erhalten sofort eine genauere mathematische Bedeutung. wenn das Erzeugnis ein bestimmtes sein soll. die uns als die allgemeinste Funktion des mathematischen Begriffs überhaupt entgegen- um die Angabe irgendeiner. wobei alle diese Operationen mit den gleichnamigen algebraischen Verfahrungsweisen lediglich in gewissen erfolgende die — Ausdehnungslehre Cassirer. Die Ausdehnungsform ist also die Form. auch alle ihre Merkmale erschöpfend darzustellen und begrifflich zu beherrschen.

an und für sich aber völlig selbständige Bestimmungsweisen darstellen. die wir definitorisch festgelegt haben. schaffen daher in der Tat ein allgemeines logisches Schema.. Logik des Ursprungs". wie in ihnen der Grund. Überblickt man nunmehr das Ganze dieser Entwicklungen.. gegebenen" Elemente als solche zurückzudrängen und ihnen keinen Einfluß auf die allgemeine Form der Beweisführung zuzugestehen. dem sich auch die verschiedenen Algorithmen. die sich unabhängig von der Ausdehnungslehre entwickelt haben. . so erkennt man zugleich. wie sie versteht.formalen Eigentümlichkeiten. die Graßmann seinem Werke vorausschickt. zu immer komplexeren Weisen des Aufbaus eines Mannigfaltigen aus bestimmten Grundbeziehungen fort. Logik der reinen Erkenntnis hat den Gedanken des Ursprungs. einordnen lassen: denn sie stellen nur von einer neuen Seite her den Gedanken fest. der im eigentlichen Beweisgang gebraucht und nicht lediglich zur anschaulichen Verdeutlichung verwandt wird. Ist ein Anfangsglied % gesetzt und zugleich eine Mehrheit von Operationen R^ Rj R3 bezeichnet. Mehr und mehr ist die Tendenz der neueren Mathematik darauf gerichtet. überführen. muß rein und vollständig aus den Gesetzen des konstruktiven Zusammenhangs begründet und eingesehen werden. Die Logik der Mathematik.. a\ a'^ a'^ usf. . Wir schreiten von den relativ einfachen Formen der „Erzeugung". Jeder Begriff und jeder Satz. durch die aus irgendwelchen Elementen ein neues Gebilde eindeutig determiniert wird. daß die eigentlichen „Elemente" des mathematischen Calculs nicht sowohl Größen als vielmehr Relationen sind. so sollen nunmehr das Ergebnis der Zusammenfassung dieser Operationen und die verschiedenen möglichen Typen dieser Zusammenfassung deduktiv abgeleitet werden. die es successiv in verschiedene Werte a^ a^ a. auf dem sie sich aufbaut. ist in der Tat im strengen Sinne . wie in der Unterordnung unter das assoziative oder distributive Gesetz. Die Betrachtungen. an den Prinzipien der Infinitesimalgedanke Idealismus Graßmann Cohens 130 . übereinstimmen. die . logischen sich fortdes schreitend befestigt und vertieft hat.

Qualität" als dem eigentlichen FundaEine erneute Bestätigung gewinnt ment zurückleitet. v. dtsch. dem gleichen logischen Typus an. wie sie denn auch in ihrer Fruchtbarkeit für die Probleme mathematischen Naturwissenschaft miteinander der übereinkommen... als solle hier die Größe nicht sowohl aus ihrem begrifflichen Prinzip v e r * Cohen. s. Sie alle. in der Tat unverändert erhalten. Fleischl. einmal abgeleitet. wenn wir etwa an Stelle von Geradenstücken Kräfte. vgl. Unendlich-Kleinen" hat trotz aller Proteste der idealistischen Logik immer M Maxwell Mechanik — — H . das logische Prinzip. von der . VII ax e 1 1 Substanz u. Der systematische Zusammenhang der Operationen bleibt.Calculs" gehören. Quantität" zur . bes. I. die vom Größenbegriff zum Funktionsbegriff.rechnung entwickelt*. weisen in ihrem Aufbau auf den GrundDie Forderung. die dieser begriff des Ursprungs zurück. Die verschiedenartigsten Formen des . S. das hier festgestellt ist.. Begriff stellt. Braunschw. Abschn. ** S. . 2. 1881. während von den Grundbegriffen der Vektorenrechnung aus die Elemente der entwickelt hat**. Der Begriff des . von neuem zu dem Mißverständnis geführt. an Stelle bestimmter Streckenprodukte Kräftepaare einsetzen und damit jedem geometrischen Satz. wo die Glieder einer Mannigfaltigkeit aus bestimmten Reihenprinzipien abgeleitet und durch sie erschöpfend dargestellt sind. ö b i u s Lehrbuch der Statik (T.Relations-Analysis" überhaupt dient zugleich der Feststellung und Begrenzung ihres eigenen Problems.. Die Einordnung der Infinitesimal-Analysis in den umfassenden Zusammenhang der . Abdr. Bewegixng. ist überall dort erfüllt. im sodann Fortgang zu den übrigen Problemgebieten der modernen und markanteste Mathematik. 102 ff. Hier ist in der Tat das erste Beispiel der allgemeinen Betrachtungsweise gegeben. So hat ö b i u s seinen allgemeinen Calcul zu einem streng rationalen Aufbau der Statik verwendet. soweit sie dieser Bedingung genügen. M .. der sich ergeben hat. unmittelbar einen mechanischen zuordnen. anke1 Theorie der komplexen Zahlensysteme. M w 9* 131 . Logik der reinen Erkenntnis.. wie verschieden sie ihrem Inhalt nach sein mögen. bes. 1837).

die schon Leibniz klar und bestimmt hervorgehoben hat. ist hier ausgeschaltet und durch die allgemeine Beziehung des Bedingten zu den einzelnen Momenten. die es gedanklich konstituieren. all diesen Operationen den gewöhnlichen „arithmetischen** Sinn unterzulegen. wenngleich verschwinwerden. die Ergebnisse der Mathematik. Die Erweiterung. Teilen*'. wie im baryzentrischen Calcul. sondern lediglich das Prinzip der mathematischen Begriffsbildung zu bestimmen. Aber auch unter diesem eingeschränkten Gesichtspunkt wird es unumgänglich. Damit aber wird die eigentliche Frage verkannt und verschoben: denn nicht darum handelt es sich. außerhalb des Umkreises unserer Untersuchung. darzustellen. die als universelles Grundmittel allenthalben die Sicherheit und den Fortschritt der reinen Deduktion verbürgt. als standen denden Teilen zusammengesetzt Bestimmung — — IV.. die es zusammensetzen. die das System der Euklideischen Geometrie durch die metageometrischen Untersuchungen und Spekulationen erfahren hat. Die Scheidung. ersetzt. Die Beziehung des „Ganzen** zu den . wenn man dem Verfahren der Infinitesimalrechnung die anderen möglichen Formen der mathematischen „Determination** zur Seite stellt. auf das Problem der Metageometrie einzugehen: denn eben dies ist 132 . Wenn etwa.vielmehr aus ihren. wird nunmehr unvermeidlich: der . so bedeutsam und fruchtbar sie auch vom Standpunkt der Erkenntniskritik sein mögen. wenn vom Produkt zweier oder dreier Punkte oder vom Produkt eines Punktes und einer Strecke gesprochen wird: so wäre es widersinnig. den letzten substantiellen Bestand der Größe aufzuzeigen. sondern lediglich einen neuen logischen Gesichtspunkt ihrer zu finden. Dieser Gesichtspunkt aber tritt scharf hervor. rein inhaltlich betrachtet. einfache Punkte addiert oder die Summe zweier gerichteter Strecken durch die Diagonale des aus ihnen gebildeten Parallelogramms dargestellt wird.. fällt. Denn hier handelt es sich nicht darum. Zerlegung in Teile'* tritt allgemein die „Auflösung in Begriffe" gegenüber.

Die ganze Unbestimmtheit. den neuen Aufgaben gegenüber. 133 . Es ist. die bisher vom mathematischen Begriff gewonnen wurde. bei Philosophen wie Mathematikern. Die Antwort. als hätte die Geometrie. Anm. Grundzüge der Geometrie von mehreren Dimenund mehreren Arten geradliniger Einheiten. die Begriffe. sondern die Auffassung von ihrem und ihrem umgestaltet hat. VIII. sprechen es als die gemeinsame Überzeugung der wissenschaftlichen Forscher aus. außer Frage: um so notwendiger aber wird es zu untersuchen. daß hier nur eine scheinbare Einheit der Auffassung vorliegt. Eine empirische Begründung der mathematischen Begriffe wäre im strengen Grund Ursprung Form — * sionen 1894. die die Mathematik selbst hierauf erteilte. Unab weislich drängt sich jetzt die Frage hervor. standhält. die dem Erfahrungsbegriff selbst. schien eine Zeitlang endgültig festzustehen: allgemein war es der empirische Charakter der geometrischen Begriffe. die sich von dieser Seite her erschließen. so erkennt man alsbald. Geht man indessen näher auf die Motive und Gründe ein. Veronese. der aus den metageometrischen Untersuchungen gefolgert wurde. in seinem populären Gebrauch. steht nunmehr. sobald sie den Boden der philosophischen Spekulation betrat. eingebüßt. ihr eigentümliches Vorrecht. . Leipzig S. daß es nicht lediglich den Gehalt der mathematischen Kenntnisse. aus denen heraus die einzelnen Forscher diese Entscheidung gefällt haben.das Eigentümliche dieses Problems. 1. die zuerst einen vollständigen geschichtlichen Überblick über alle kritischen Versuche zur Erneuerung der geometrischen Prinzipienlehre enthalten. Veroneses „Grundzüge der Geometrie von mehreren Dimensionen". daß zum mindesten die gewöhnliche Geometrie des dreidimensionalen Raumes lediglich auf die Erfahrung gegründet sei*. Deutsche Aiisg. ob der neue Inhalt die logische der Geometrie gesprengt oder aber sie bewahrt und gefestigt hat. die sie gebraucht. ob die Ansicht. tritt jetzt alsbald zutage. Daß hier eine berechtigte Ausdehnung des anfänglichen Problemgebiets der Geometrie vorliegt. anhaftet. in einem streng eindeutigen Sinn zu verwenden.

in sie — — 134 . sofern er versucht. daß ihre Begriffe zunächst genau den tatsächlichen. Die erfolgreiche Anwendung. vor deren anderen Teilen sie sich nur dadurch auszeichnet.. daß der gesamte Gehalt. der Vorbehalt hinzuzufügen.Sinne nur dort gegeben. daß man zwischen zwei Punkten stets eine gerade Strecke und nur eine ziehen kann. die durch die Natur der geometrischen Objekte als bloße Wahrnehmungsgegenstände gefordert sind. daß die betrachteten Punkte nicht zu nahe beieinander liegen dürfen. in der Beobachtung gegebenen Objekten entsprechen. so bleibt der Geometrie der Charakter der Naturwissenschaft erhalten. die elementaren Gebilde. in konkreten Wahrnehmungen wurzelt und aus ihnen ableitbar ist. dem fundamentalen Wahrheitsgehalt ihrer Sätze jedoch nichts hinzugefügt wurde. nicht sogleich exakter begrifflicher Gestaltung einzuführen. welche die Geometrie fortwährend in den Naturwissenschaften und im praktischen so führt Pasch aus Leben erfährt kann nur darauf beruhen. wodurch zwar ihr theoretischer Ausbau gefördert. der ihnen eignet. Erst nachträglich ist dieser ursprüngliche Inhalt mit einem Netze von künstlichen Abstraktionen übersponnen worden. Die Geltung der geometrischen Grundsätze unterliegt demgemäß bestimmten Einschränkungen. wie den Punkt und die Gerade. Das einzig konsequente empiristische System der Mathematik ist daher von Pasch aufgebaut worden. wo der Nachweis erbracht würde. Punkt" ist in dieser Auffassung nichts anderes als ein materieller Körper. sondern zunächst lediglich in derjenigen Bedeutung zu nehmen. alles andere dagegen der Entwicklung dieses einmal aufgenommenen Stoffes überlassen kann. der sich innerhalb der jeweilig gegebenen Beobachtungsgrenzen nicht mehr als teilbar erweist. kehrt man entschlossen wiederum zu den eigentlichen psychologischen Anfängen zurück. So ist dem Satze. Verzichtet man auf diese Abstraktionen. Der . daß sie eine sehr geringe Anzahl von Begriffen und Gesetzen direkt aus der Erfahrung zu entnehmen braucht. nur für diesen Fall bleibt auch der Lehrsatz in Kraft. die sie für die sinnliche Empfindung allein besitzen können. während die Strecke aus einer endlichen Anzahl derartiger Punkte zusammengesetzt ist.

W 136 . eigentlichen" haft zu gewinnen. und bei e 1 1 s t e i n . Die Begriffe die man ursprünglich auszuschalten versuchte. 17 f. ** Vgl. hierzu die Kritik des Pasch' sehen Systems bei Veronese. indem er betont. sobald wir über eine gewisse Grenze. hinausgehen*. während er seine Gültigkeit verliert. Jede Näherungsgeometrie muß mit Voraussetzungen operieren. S. * Pasch. sie kann nicht zur Ableitung von Methoden dienen. um den Beweisen wahrhafte Strenge und Allgemeinheit zu geben.daß sich zwischen zwei gegebenen Punkten stets ein dritter einschalten läßt. zur Setzung „uneigentlicher" Gebilde gedrängt.. die sie der „reinen" Geometrie entnimmt. den Grundriß des Gesamtgebäudes der wissenschaftlichen Geometrie. der an diesem Versuch zunächst festhält. die sich freilich nicht in vollkommener Schärfe angeben läßt. S. bei denen die geometrische Idee nur ungefähr und annähernd realisiert ist. von denen sie vielmehr nur eine spezielle ist**. 655 ff. wahrVon der Annahme der . O. S. als ein Ergebnis eben jener ideellen Konstruktionen. Der Rohstoff. Veronese. sondern sie sind vermöge deren wir in die ungenaue Anschauung genaue Aussagen hineinlegen.. die zuletzt nichts anderes sind. a. bestimmter Anwendung gibt dem Gedanken doch alsbald eine neue Wendung. 128 f. Alle diese Ausführungen sind von dem einmal gewählAusgangspunkt aus durchaus folgerecht: aber es ten daß es nicht möglich ist. durch sie zeigt sich alsbald. den uns die sinnlichen Abbilder Forderungen. Punkte. Der Versuch einer empirischen Begründung der Geometrie sieht sich demnach auf einen neuen Weg hingewiesen. die tatsächliche Objekte der Beobachtung darstellen. Geraden und vollständig Ebenen werden auch hier gebraucht und dienen zur Grundlage für die Definition derjenigen Elemente. Vorlesungen über neuere Geometrie. a. geistige Tatsachen" zu basieren sind nicht sei. daß die geometrische „Möglichkeit" nicht allein auf die direkte äußere Beobachtung. wie er sich geschichtlich gestaltet hat. Punkte.. sieht man sich. sondern ebensowohl auf . Die geometrischen Axiome der wirklichen Verhältnisse der Sinneswahrnehmung.

objektiven" behauptet. ist stets ein reiner Akt der Konstruktion: eine mögliche. geistige Handlung". Wenngleich somit auch hier die Geometrie nach wie vor als Experimentalwissenschaft bestimmt exakte wird. auf die man sich zuletzt zur Ableitung der Geometrien von mehreren Dimensionen berufen muß. wie Veronese bemerkt. zu gestalten ist. noch den eigentlichen Bestand dessen. das jenseit unserer räumlichen Anschauungsmöglichkeiten liegt. von dem aus wir uns sogleich zur Betrachtung von allgemeinen Bedingungs- zusammenhängen erheben. Die sinnlichen Inhalte bilden somit zwar den ersten Anlaß. muß. aber doch a priori. dem Versuch. die mehrdimensionale Geometrie zwar nicht a posteriori. In dem System von Pasch ist. durch unseren Geist verarbeitet werden: und dieses . das in der reinen Mathematik. der Geometrie und der rationalen Mechanik den Vorrang vor dem . Was hierzu erfordert wird.Eindrücke liefern. das Problem. So ist es denn auch eine specifische Leistung des Intellekts.. d. von gewissen Grundtatsachen der sinnlichen Anschauung aus: aber diese Tatsachen gelten uns.. was in ihr gewonnen wird. vorzudringen. was sie als Elemente der wissenschaftlichen Begründung bedeuten und wert sind. aber keineswegs die Grenze der mathematischen Begriffsbildung. subjektive" Element ist es. vom Standpunkt der Erkenntniskritik. Sie dienen als erste Anregung: aber sie gehen als solche in das Ganze das gänzlich unabhängig der deduktiven Mit dieser Feststellung aber ist nicht ein. nach dem Platonischen Wort. h. Wir gehen von . wobei indes das neue erzeugte Element von vornherein dadurch bestimmt ist. zwar nicht tatsächlich. in der wir über das Gegebene hinausgreifen. bereits entschieden: denn diese fragt nicht nach den Anfängen Begründung. nur als das „Sprungbrett".. die im Bereich des Wahrnehmbaren keinerlei Korrelat mehr besitzen. in ein Gebiet. um als Ansatz für mathematische Betrachtungen brauchbar zu werden. daß wir es gewissen allgemeinen Re136 . sondern lediglich nach dem. der Begriffe.. empirischen Vorbetrachtungen". aber doch methodisch ausgeDenn die Daten der Beobachtung versagen sich jeschlossen. so ist doch die logische Rolle der Erfahrung eine völlig andere geworden.

Punkt" dieser Geometrie nur das Bild eines außerhalb des Gedankens existierenden Objekts. VU. S.. soll wie die Berufung auf P.weil es äußere Gegenstände gibt. . a.. „Will man uns. S. kein nicht definiertes Anschauungselement zu enthalten. 687 usw.der hier ausge- sprochenen Ideen wegen Rationalisten oder Idealisten nennen. so wäre die Stetigkeit des Aufbaus der — — — — * Näheres hierzu s. a. ff. Veronese. IV. 162 ff. zum mindesten ein rein hypothetischer Zusammenhang abstrakter Wahrheiten zurückbleiben. O. die damit für die geometrischen Begriffe gefordert ist. die mit mehr als dreidimensionalen Räumen operieren. S." Die . Wir nehmen den Titel aber nur unter der Bedingung an. auch wenn wir auf die Anschaulichkeit überhaupt verzichten. welche uns direkt (!) die Vorstellung des Punktes liefern oder sie in uns erwecken und ohne welche es den eigentlich sogenannten Punkt nicht gibt"***. a. so nehmen wir den Titel zum Unterschied von denjenigen. O.lationsgesetzen unterworfen denken. welche dem mathematischen und geometrischen Geist ungerechtfertigterweise die größtmögliche logische Freiheit verweigern wollen und sich z. in der Geometrie eine wahrnehmbare rein äußere Darstellung besitze oder nicht." so fügt Veronese hinzu.. XIII 225 f. ** VIII vgl. die hier abgewehrt wird. der in sich selbst der begrifflichen Untersuchung zugänglich ist. S. aber kann sich nicht lediglich auf diejenigen unter ihnen beziehen. S. du Bois Reymond beweist * lediglich die Hypostasierung der mathematischen Ideale zu einer Art absoluter Existenzen bezeichnen: ihr rein begrifflicher HypothesenWert aber wird hiervon nicht berührt**. a. eigentlich philosophische" Bedeutung.. daß ihm keinerlei eigentlich philosophische Bedeutung beigelegt wird. Die logische Freiheit. ** Veronese. 137 . ff. bei jeder neuen Hypothese fragen. B.. B. .. ob sie eine wahrnehmbare Darstellung z. so muß. sondern sie muß sofern eine wahrhafte Einheit der Grundlegung erzielt werden soll bereits in den Methoden der gewöhnlichen Euklideischen Geometrie anerkannt werden. S. 658. Kap.. Da die Axiome. Sätze und Beweise der Geometrie von Anfang an der Bedingung gehorchen mußten. Wäre wirklich der .

links" sind hier nicht gleichwertige Richtungen. auch diejenigen. die rein aus „geistigen Handlungen" resultieren? Und umgekehrt: wenn jene intellektuellen Verfahrungsweisen ausreichen. die das Abbild vorhandener Dinge sind. kraft ihrer zugleich den speziellen Fall der drei Dimensionen zu gewinnen? In der Tat heben sich gerade dann. Der Grundsatz der durchgängigen der Raumpunkte vernichtet alle Unterschiede.Geometrie durchbrochen: denn welche begriffliche Analogie und Verwandtschaft besteht zwischen Elementen. da ihnen völlig verschiedene Gruppen von Organempfindungen entsprechen. „Oben" und „unten". Ende — die in rein sensualistischer Tendenz unternommen wurden haben dies mittelbar bestätigt und zur Klarheit gebracht. die es im Gesamtsystem einnimmt. welche Schwierigkeit hat es noch. Die psychologischen Untersuchungen über den Ursprung der Raumvorstellung. wenn man den Euklideischen Raum mit den anderen möglichen . Wenn er vom Standpunkt der Metageometrie leicht als bloßer Anfang. nicht weiter aufeinander reduzierbare Bestimmtheiten. Sie zeigen unverkennbar. qualitativ eigenartige. konstitutiven Merkmalen von ihm getrennt ist. die wie die Differenz des Oben und wahrnehmung mit dem Raum Homogeneität — 138 . und solchen. seine eigentümlichen begrifflichen Kennzeichen scharf hervor. als gegebenes Material für weitergehende Entwicklungen aufgefaßt wird. so bedeutet er vom Standpunkt der Erkenntniskritik nichtsdestoweniger einer komplizierten gedanklichen Operabereits das tionsreihe.. sondern gerade in den entscheidenden. die ohne Änderung miteinander vertauschbar wären. Im Raum der Geometrie dagegen sind alle diese Gegensätze aufgehoben. Raumformen*' zusammenhält. sondern sie bleiben. daß der Raum unserer Sinnes- — unserer Geometrie nicht gleichbedeutend. sondern alle Bedeutung erwächst ihm lediglich aus der relativen Stellung... . rechts" und . Für die sinnliche Auffassung ist jede Unterscheidung des Ortes notwendig an einen Gegensatz im Inhalt der Empfindung geknüpft. Das Element als solches besitzt keinen spezifischen Inhalt mehr. das Element einer n-dimensionalen Mannigfaltigkeit zu setzen und zu begründen.

Kant. also zu einem einzelnen. zwischen je zwei beliebig nahen Gliedern sich immer noch ein Glied angeben läßt. m. Zahlen sich durch eine Folge von Denkschritten allmählich zum kontinuierlichen Inbegriff der reellen Zahlen erMenge * Näheres über die Unterscheidung des „homogenen" geometrischen physiologischen Raumes vom inhomogenen und „anisotropen" Räume bei Erkenntnis u. bei Huntington. h.. The Continuum as a type of order. die Darlegungen von Stumpf. S. 331 ff.Aufs. als sei die Stetigkeit des Raumes keit : eine sinnlich-phänomenale Eigenschaft. S. Der Begriff des Kontinuums. Dieses Bild vermag gerade die letzte entscheidende Differenz. das der Wie das Gebiet der rationalen selbst angehört**.Studien XII. Mach. daß die Identität dieser Konstruktionen sich bei aller Verschiedenheit des Ausgangselementes erkennen und festhalten lasse. was sie sind. Wiss. ist durch die tiefere mathematische Analyse des Kontinuums. die wir an ihnen vornehmen. a. Irrtum. endgültig beseitigt worden. Leipzig 1905. 71 ff).). hierzu bes. nur als Ansatzbetreffen*.lediglich das Verhältnis der äußeren Dinge zu unserem Unten Körper. auch seine Stetigkeit und Unendlichberuhen auf der gleichen Grundlage sie sind in keiner Weise in den räumlichen Empfindungen bereits gegeben.u. empirisch gegebenen Objekt Die Punkte sind. sondern beruhen auf ideellen Ergänzungen. „Kantu. punkte möglicher Konstruktionen: wobei die Forderung — besteht. 139 . den der Mathematiker voraussetzt und der in seinen Deduktionen gebraucht wird. . d. 15ff. das die sinnliche Anschauung uns darbietet. durch die sich stetige Mannigfaltigkeiten von anderen unendlichen Inbegriffen abheben. niemals zur Darstellung zu bringen: keine noch so scharfe sinnliche Unterscheidungskraft vermöchte noch irgendwelche Verschiedenheiten zwischen einer stetigen und einer diskreten Mannigfaltigkeit zu entdecken. Zur Einteilung der Wissenschaften (Abhandl. ** Erläuterungen und Beispiele hierzu bes. ist aus jenem unbestimmten Bilde des Raumes. vgl.VI. der Berliner Akademie d.. Annais of Mathematics. Der Schein. t. Auch die weiteren Momente des geometrischen Raumes. 1906. sofern die Elemente der letzteren „überall dicht" liegen.VII (vgl. die moderne Mathematik". 2« ser. die durch die moderne Mannigfaltigkeitslehre durchgeführt worden ist. in keiner Weise zu gewinnen.

. wenn man aus der Möglichkeit der Metageometrie auf die empirische Bedingtheit des Euklideischen Raumes geschlossen hat. das uns in ihrer Anwendung leitet: und dieses Prinzip kann. Gegen die sind auf Grund derselben Prämissen. sondern der logische Charakter Grundbegriffe ist durch die moderne Erweiterung des der Gebiets der Mathematik bestätigt und von einer neuen Seite Die Rolle. Daß Kant die Axiome in der „reinen Anschauung** „gegeben" sein lasse: dies sei nur zu erklären „aus jenem Erdenrest von Sensualismus. daß neben ihr andere Systeme denkbar sind. O. da es sich hier nicht mehr um bloße Möglichkeiten. Von diesen beiden entgegengesetzten Einwänden besitzt lediglich der letztere einen völlig konsequenten und klaren Sinn. die aus der metageometrischen Betrachtungsweise geschöpft wurden. der dem Kantschen Idealismus noch anhaftet*". so bedarf es eines Prinzips. daß in Kants eigener Darstellung eben die apriorische Freiheit der mathematischen Begriffe und ihre mögliche Ablösung von jeder sinnlichen Verdeutlichung nicht genügend zum Ausdruck gekommen sei. Die Euklideische Geometrie hört nicht auf. ein rein rationales System weiterte. S. die wir zwischen ihnen zu treffen haben. so wurde anderseits eingewandt. homogenen und stetigen Begriffsraum der Geometrie über. Wenn man auf der einen Seite von diesen Prämissen aus die Reinheit und Apriorität des Raumes bestritt. liegt niemals in der Beder einzelnen Systeme. merkwürdigerweise zwei völlig entgegengesetzte Einwürfe laut geworden. zusprechen mag. Es ist somit eine seltsame Anomalie. a. wenngleich sich zeigen läßt. a. 146. die man jetzt noch der her beleuchtet worden. so geht — von Bedingungen und Folgerungen zu sein.auch der Raum der Sinnlichkeit erst durch eine Reihe gedanklicher Umprägungen in den unendlichen. die der gleichen logischen Strenge der Verknüpfung fähig Auffassung der Geometrie sind. Da alle Systeme so folgert man der logischen Struktur nach gleichwertig sind. sondern um den Begriff und das Problem des Realen selbst handelt. nirgends anders Kantische Erfahrung gründung Aus- — — Wel 140 1 8 t e i n . Nicht der empirische. sondern in der wahl.

Das Experiment dient somit zwar niemals als Beweis oder auch nur als Stütze des mathematischen Begründungs-Zusammenhangs. der vielmehr rein aus sich selbst feststehen muß aber es weist den Weg von der Wahrheit der Begriffe zu ihrer Wirklichkeit. die Erfahrungsdaten niemals als ist zuletzt stets ein nakte . Wir können den Begriffen. so wie es an und für sich und ohne jegliche begriffliche Deutung sich ausnimmt. im Baconischen Sinne des „experimentum crucis" verstanden. wert des Wenn die jetzt in den Mittelpunkt der Betrachtung rückt. gegenübersteht. das seine vollständige Bestimmung erst durch die erkenntniserhalten kritische Zergliederung des Verfahrens der kann. die hier vorausgesetzt wird. Vielmehr muß dieses Material. „reine" Erfahrung. Die Erfahrung und die Hypothese gehören danach getrennten Gebieten an: jede steht Die für sich und kann für sich allein in Funktion treten. während ihr auf der andern Seite das Beobachtungsmaterial. stets bereits die Züge irgendeiner begrifflichen Formung in sich tragen. Die Beobachtung schließt die Lücke. wenn anders wir ihm irgendeine Bestimmtheit zusprechen sollen. einen inneren Widerspruch in sich schließt. Niemals steht auf der einen Seite die abstrakte Theorie. Diese Auffassung führt indessen bereits über die Grenzen der reinen Mathematik hinaus und endet bei einem Problem.der Beobachtung und dem wissenschaftlichen Exgesucht werden. die die rein logische Bestimmung zurückgelassen hatte: sie führt von den vieldeutigen Raumformen der Geometrie zu dem eindeutigen Raum der physischen Gegenstände. man vom Experiment die Bestätigung oder Widerlegung eines als in periment : — Physik physikalischenExperiments bestimmten Inbegriffs mathematischer Hypothesen erwartet. die abgelöst von jeder begrifflichen Voraussetzung gedacht ist. so ist es hierbei wesentlich Die kritische Zergliederung des Erfahrungsbegriffs zeigt dagegen. Es ist die Frage nach der Methode und dem Erkenntnisselbst. daß die Trennung.Fakta" entgegenstellen: sondern es bestimmtes logisches System der 141 .. wird zum Richter über den Wert oder Unwert einer bestimmten theoretischen Annahme aufgerufen. die es zu prüfen gilt.

so ist es klar. in welchen sowohl rein geometrische Grundannahmen über den Raum. hier die eingehendere Begründting in Kap. auch innerhalb der Mathematik zum Bewußtsein und zu immer allgemeinerer Anso hebt erkennung gelangt ist. hätten wir zunächst zu versuchen. auf Grund der Ergebnisse astronomischer Messungen von der Euklids zur Geometrie Lobatschefskis überzugehen. Alle unsere Erfahrungen Poincar6 mit Recht hervor beziehen sich stets nur auf das Verhältnis der Körper untereinander und ihre wechselseitigen physikalischen Wirkungen. Die mögliche Variation der Bedingungen folgt selbst bestimmten Regeln und ist an eine gewisse Abfolge gebunden. aber es scheint. der auf Grund der deduktiven Theorie zu fordern wäre. zu dem der Gedanke sich zweifellos zunächst entschließen würde. daß er erst durch die Darlegungen Poincar6s. die in dieser HinTat entscheidend sind. Und dieses letztere Verfahren ist es. da bleibt es uns überlassen. immer ein experimentell gewonnener Maßwert dem Werte. Abachn. ob wir die geforderte Einstimmigkeit zwischen Begriff und Beobachtung dadurch wiederherstellen. wie kon- kret physikalische Annahmen über das Verhalten der Körper einbegriffen sind.Verknüpfung des Empirischen. dem neuen Resultat durch eine veränderte Auffassung der physikalischen Gesetzeszusammenhänge Rechnung zu tragen. 142 . Ehe wir daran gehen würden.* Ist aber das messende Experiment in dieser Weise stets an ein Ganzes von Voraussetzungen gebunden. IV. sicht in der — — * Vgl. daß wir den mathematischen oder aber den physikalischen Teil unserer abstrakten Hypothese einer Änderung unterwerfen. das an einem anderen derartigen System gemessen und von ihm aus beurteilt wird. niemals aber auf das Verhältnis. widerspricht. bes. IV. daß von ihm innerhalb des Widerstreits der geometrischen Systeme zum mindesten niemals eine eindeutige Entscheidung zu erwarten ist. Sachverhalt ist in den Kämpfen um die Prinzipienlehre der Wo Geometrie Geometrie von philosophischer Seite immer wieder aufs neue hervorgehoben worden. indem wir etwa die Annahme der streng geradlinigen FortDieser pflanzung des Lichts einer Revision unterziehen.

. Aber innerhalb der Gemeinsamkeit. einfacher" als irgendeine andere somit einer neuen eine komplexere Bedingung gewonnen Vgl.das die Körper zum reinen geometrischen Räume. die sie sämtlich miteinander teilen. Belehrungen über das „Wesen" des Raumes die Teile dieses von einem Verfahren zu erwarten. in den verschiedensten Gebieten. Das Ungleichförmige wird im Fortschritt der konstruktiven Synthesen stets aus dem Gleichförmigen — Aufbau Homogeneität durch Hinzufügung stellt und gedankliche Bildung dar. ein rationales Kriterium der Unterscheidung zu entdecken. die hierdurch begründet ist. ist lediglich eine negative Bedingung. von gänzlich anderer Art als die Gegenstände sind. das gemäß seiner gesamten Tendenz und Anlage auf eine völlig andere Fragestellung hinzielt. La Science et l'Hypothese. daß nichtsdestoweniger innerhalb der rationalen Systematik des Wissens der Begriff der Gleichförmigkeit. von denen die Aussagen der Geometrie gelten wollen da der Versuch an materiellen Dingen die idealen Kreise oder Geraden niemals unmittelbar berührt und trifft so gelangen wir auch auf diese Weise niemals zu einer Entscheidung zwischen den verschiedenen Wegen. 143 . Chap. die die geometrische Begriffsbildung — — einzuschlagen vermag*. Da die Objekte. Vom Standpunkt des Satzes der Identität und des Widerspruchs mag der Gedanke der Heterogeneität des Raumes dem der in der Tat gleich zu stehen scheinen. 3 — 5. Poincarö. wenn die Wahl zwischen den mannigfachen Systemen nicht gänzlich der subjektiven Willkür anheimgegeben bleiben soll. von welchen die Erfahrung handelt. Die logische Widerspruchslosigkeit. überall dem der Ungleichförmigkeit vorausgeht. Somit sehen wir uns. die all diesen Systemen zukommt. aber es kann kein Zweifel darüber bestehen. oder das Raumes unter sich selbst besitzen. wiederum vor die Aufgabe gestellt. Es ist daher vergeblich. sind die Differenzen im prinzipiellen und in der relativen Einfachheit dieses Aufbaus nicht ausgelöscht. Die Form des Euklideischen Raumes ist somit in der Tat in demselben Sinne .

von ihm ferngehalten ist**. Die Differenzen zwischen dem Euklideischen Raum und dem Raum. treten erst dann heraus.Raumform. daß er lediglich als reiner Relations. Konstruktionen vollzogen werde n. Beschränken wir uns dagegen auf das erzeugende all dieser Räume. S.*' 144 o i n c a r 6. wie innerhalb der Algebra ein Polynom ersten Grades einfacher ist als ein Polynom zweiten Grades*. Für die Maßbestimmung im Infinitesimalen gilt somit ohne weiteres die Euklideische Norm. der zuvor unabhängig entwickelt worden ist und der durch sie nur im einzelnen. a. a. Ausdehnungslehre von 1844. durch Hinzufügung besonderer Bedingungen. an welches alle anderen Konstruktionen anknüpfen und über dem sie sich erheben. die sich eben damit im prinzipiellen Sinne als die eigentlich grundlegende erweist. in der erkenntniskritischen Betrachtung. Graßmann. Element Größen wird. Sie stellt das erste und fundamentale Schema auf. Die Gleichförmigkeit des Euklideischen Raumes ist in der Tat nur der Ausdruck dafür. die Ordnung der Gegenstände bestimmen. Sofern in der reinen Geometrie absolute Größenbestimmungen überhaupt setzbar und zulässig sind. näher bestimmt schreiten. wie er sich in der Hypothese Lobatschefskis oder Riemanns darstellt. P Vgl. O. so stützen sie sich doch stets auf einen allgemeinen Relationszusammenhang. §22: z. 61. die eine bestimmte Größe über- einander gegenüberstellen. . alle sonstige inhaltliche Bestimmtheit aber. die auf einen Unterschied der absoluten und der absoluten Richtung führen könnte.und Konstruktionsraum gefaßt ist. „Die Einfachheit des Raumes wird ausgeea^ in dem Grundsatze: Der Raum ist an allen Orten und nach allen Richtungen gleich beschaffen.B. In der Ordnung des Wissens zum mindesten besteht hier eine notwendige und "eindeutige Abfolge: diese Ordnung des Wissens aber ist es. — So bleibt der Euklideische Raum freilich eine begriffliche die sich einem System möglicher Hypothesen überhaupt einreiht: aber er besitzt nichtsdestoweniger Hypothese. so ist hier die Unterscheidung aufgehoben. durch die wir. wenn wir Teile dieser Räume. das heißt an allen Orten und nach allen Richtungen können gleiche • * Vfjl.

die Sätze der Nicht-Euklideischen Geometrie derart zu interpretieren. Wir können wiederum innerhalb unseres Anschauungsraumes selbst Gebilde auswählen. Denn alle diese Sätze sprechen nur ein Ganzes von Beziehungen aus. Die Lobatschefskischen Geometrie finden. Damit aber ist freilich nicht ausgeschlossen. So bildet etwa die Mannigfaltigkeit aller Kugeln eine lineare Mannigfaltigkeit von vier Dimensionen. die Geometrie der Kugeloberfläche innerhalb des Euklideischen Raumes von drei Dimensionen entspricht. Aber selbst wenn wir auf diese Zurückführung auf bekannte Verhältnisse und Probleme verzichten. ihre genaue Entsprechung und Abbildung in der Geometrie der pseudosphärischen Flächen. elliptischen Geometrie" der Ebene.. deutung gelangen. die ihnen. O. daß ihnen ein bestimmter konkreter . so ist damit die Möglichkeit. bricht diese Möglichkeit der Rückbeziehung nicht ab. 102. S. die in allen ihren gegenseitigen Bestimmungen den abstrakten Regeln gehorchen. a. wenn wir zu Systemen höherer Dimensionen übergehen. B m — m räumliche Näheres bei Cassirer. zur anschaulichen Darstellung verhilft. Aus einem Inbegriff reiner logischmathematischer Formen greifen wir eine Mannigfaltigkeit. die bestimmten heraus und versuchen mit ihrer Hilfe die Bestimmtheit des Realen darzustellen und durchsichtig zu machen. die für irgendeine mehrdimensionale Mannigfaltigkeit abgeleitet und bewiesen worden sind. daß neben dem Grundsystem auch die komplexeren Systeme eine bestimmte Sphäre der Anwendung besitzen. wie R i e a n n sie entwickelt hat. Substanzbegriff We 1 1 s t e i n . in der auch sie zu konkreter BeZunächst nämlich sind die Ergebnisse. die selbst einen besonderen Ausschnitt aus der gewöhnlichen Euklideischen Geometrie darstellt.. wie Verhältnisse der e 1 1 r a i gezeigt hat. \q X45 . Und auch dann. deren Form sich in der allgemeinen Geometrie untersuchen und feststellen läßt*. a. während der . rationalen Forderungen entspricht. nicht ausgeschlossen.innerhalb dieses Systems einen eigentümlichen Vorzug des Wertes und der Geltung.Sinn" entspricht. vielfach selbst einer Deutung und Umsetzung fähig. wenigstens mittelbar. zu denen diese Systeme hinleiten.

ob. unabhängig davon. Selbst wenn man allen Zweifeln Eingang verstattet. nirgends einen Anlaß darbietet. Vom Standpunkt unserer heutigen Kenntnisse so schließen auch sie sind wir zu dem Urteil berechtigt. läßt sich. von einem Mannigfaltigen mehrerer „Dimensionen" sprechen. wird hierbei übrigens auch von den ausdrücklich radikalsten empiristischen zugeKritikern standen*.während sie über den Charakter der Einzelglieder. daß die rein der geometrischen Begriffsbildung. S. der den Regeln der Verknüpfung in irgendeiner dieser allgemeinen Beziehungslehren gemäß ist. durch die metageometrischen Betrachtungen nicht bedroht. 123 ff. sondern vielmehr bestätigt wird. sondern stets nur die Möglichkeit ihrer empirischen Anwendung. Form Grund — — * S. 293 ff 146 . in ihrer jetzigen wissenschaftlichen Gestalt. das gemäß den zuvor entwickelten deduktiven Gesetzen dieser Mannigfaltigkeiten zu beurteilen der Anwendung — Bestimmungsstücken räum- und zu behandeln ist. Daß die Erfahrung. die durch diese Betrachtungen geweckt werden mögen: so betreffen diese Zweifel doch niemals den eigentlichen der Begriffe. Sofern die Physik uns Systeme darbietet. Die Punkte. Raumform" hinauszuschreiten. (Vgl. sind nicht selbständige Dinge. die zu ihrer vollständigen Darstellung eine Mehrheit von erfordern. ob diese Bestimmungsstücke eine liche Deutung zulassen. Enriques. S. denen an und für sich irgendwelche Beschaffenheit zukäme. von denen sie handeln. die in Beziehungen eingehen. da ist damit gleichviel. keine endgültige Bestimmung treffen. sondern sie sind lediglich die vorausgesetzten Termini der Relation selbst und erhalten in ihr und durch sie erst all ihre Eigenart. wie sie sich fortschreitend immer genauer festgestellt hat. welche qualitativen Merkmale seine Elemente aufweisen mögen und ob sie sich räumlich veranschaulichen lassen ein Gebiet diese — der abstrakten Sätze nachgewiesen und abgegrenzt. Problemi della Scienza..) Wo uns daher irgendein Inbegriff entgegentritt. In jedem Fall aber rationale ergibt sich nunmehr. Bologna 1906. über die Euklideische .

daß diese Problematik den logischen Charakter des mathematischen Wissens als solchen nicht berührt. daß der reine Begriff für alle nur erdenklichen Änderungen in der empirischen Beschaffenheit der Wahrseinerseits vorbereitet und gerüstet ist. Nur die Möglichkeit positiv als Euklideisch anzusehen ist". jegliche Ordnung des Empirischen zu verstehen und logisch zu beherrschen. ob nicht die verlorene Einheit durch einen Wechsel der „Raumform" selbst wieder hergestellt werden könne. Wenn sich irgendwelche sicher festgestellte Beobachtungen bieten. daß es Existenzen gibt. Aber selbst wenn man mit derartigen Möglichkeiten rechnet. die diesen Bedingungen in allen Stücken entsprechen. sollen wir uns nicht verschließen. sobald man den Boden der daß betritt keine Setzung. gelten unbeschränkt.. wenn somit alle begrifflichen Abänderungen innerhalb eines engeren Bezirks bereits vergeblich versucht worden sind: dann erst darf der Gedanke eintreten. Zukunft vielleicht einmal auch hier einen eintreten zu lassen. die universellen Reihenformen bieten die Handhabe. Das System der allgemeinen Geometrie beweist indes. so würde hierdurch doch nur der Satz bestätigt. Es zeigt. nehmungen 10* 147 . die die Mathematik aufstellt. stets nur relative und somit problematische Bein einer entfernten Wandel physikalischen — bestimmung — Wirklichkeitsabsolute zusammenhänge Bedingungs- deutung besitzt. die mit unserem bisherigen theoretischen System der Natur nicht übereinstimmen und die auch durch keine noch so weitgehende Veränderung in den Grundlagen dieses Systems mit ihm in Einklang zu setzen sind. den Anspruch auf Gewißheit erheben darf. während die Behauptung. wie zweifellos sie immer erscheinen mag.daß der physische Raum . Nur die reinen selbst.

da gerade ihr. in der das Denken Die über alle Schranken des „Gegebenen" hinauswächst. Denn so sehr die Logik sich im „Formalen" beschränkt. Aber gerade an diesem Punkt.) kann die Mathematik nicht länger als Vorbild und Muster gelten. wie es scheint. I. die sich streng innerhalb des Gebiets faltet. alle Beschaffenheiten. Gegenstände. Die Struktur und Verfassung des Seins ist es. fließen einzig und allein aus dem Gesetz ihrer ursprünglichen Konstruktion. und universeller Betätigung erschlossen. Die logische Natur der reinen Funktionsbegriffe findet im System der Mathematik ihre deutlichste Ausprägung und Hier ist ein Gebiet freiester ihren vollkommensten Beleg. die wir von ihnen aussagen können. und Begründung der Syllogistik setzt diesen Gedanken überall voraus: die Ontologie gibt den Grundplan für den Aufbau Ist dies aber der Fall. die das logisch gültige Urteil und SchlußDie Aristotelische Auffassung verfahren treffen wollen. ein wesentliches Moment.Viertes Kapitel: Die naturwissenschaftliche Begriffsbildung. haben kein anderes als ein ideales Sein. US . ob. an dem die Produktivität des Denkens sich am reinsten entscheint zugleich seine eigentümliche Schranke zutage zu treten. um als Beispiel für den ganzen Umkreis der logischen Aufgaben. Die mathematischen Konstruktionsbegriffe mögen innerhalb ihres engeren Bereichs fruchtbar und unentbehrlich . die der Begriff. so ist dennoch in ihr der Zusammenhang mit den Problemen des Seins nirgends abgebrochen. (S. so der Logik ab. um als Typus für die Beschaffenheit des Begriffs überhaupt zu dienen. die wir betrachten und in deren objektive Natur wir einzudringen suchen.sein: aber es fehlt ihnen. S. 4 ff.

ist berechtigt. diese Verschiedenheit dadurch zu erklären. das Ganze der logischen Probleme zu bestimmen. sobald wir versuchen wollten. die Sorge um das Die Verschiedenheit zwischen den „Gattungsbegriffen" im Sinne der traditionellen logischen Sein prinzipiell fernbleibt. um so reiner stellt sich uns das Bild der äußeren Wirklichkeit dar. was hier dem Begriff erst seine Kraft und Wirksamkeit zu sichern scheint. als die gegebenen Wahrnehmungstatsachen nachzubilden und ihren Gehalt in abgekürzter Form wiederzugeben. Vielmehr sind es die wahrhaften Seinsbegriffe.ihrer selbstgeschaffenen Bildungen hält. Idolen" des Geistes freimachen. die wir uns in ihr auferlegen. aber sie würde zum methodischen Fehler werden. Damit aber stehen wir wiederum gänzlich innerhalb der allgemeinen Grundauffassung. Die Frage nach der Bedeutung und der Funktion des Begriffs erhält erst an den Naturbegriffen ihre endgültige und abgeschlossene Formulierung. Geht man indessen von dieser Fassung des Problems aus. Auffassung und den mathematischen Konstruktionsbegriffen mag somit freilich zugestanden werden: aber man könnte versucht sein. hier bleibt keine schöpferische Freiheit und Willkür des Denkens übrig. die ihren logischen Ausdruck 149 . Die Entscheidung über Art und Richtung der Logik kann nicht durch daß innerhalb schließende — eine Betrachtungsweise erfolgen. von dem engen Bezirk aus.. die einseitig im Ideellen verharrt. sondern die Art des Begriffs ist von vornherein durch die Art des Materials bestimmt und vorgeschrieben. Hier ist es die Beobachtung allein. der Mathematik die letzte und abLeistung des Begriffs nicht erstrebt und demgemäß nicht erreicht werde. so scheint sich die Lösung alsbald zugunsten. der traditionellen logischen Auffassung zu verschieben. auf der Wahrheit und Gewißheit des Urteils beruhen. Die passive Hingabe an das Objekt ist es. von den eigenen . Die freiwillige Beschränkung. den wir uns hier abgesteckt haben. sind es die Aussagen über die Dinge und ihre wirklichen Beschaffenheiten. Je mehr wir uns von den eigenen Bildungen. Die Naturbegriffe kennen keine andere Aufgabe und dürfen keine andere kennen. die hier den eigentlichen Maßstab zu bilden haben.

der auf diese Weise eingeführt wird. Erfahrung und naturphilosophische Spekulation scharf gegeneinander abzugrenzen.in der Theorie der Abstraktion er in der gefunden hat. sie bedeutet die Annahme bestimmter Empfindungsdaten. Die gesamte moderne Philosophie der Physik stellt sich auf den ersten Blick lediglich als die immer strengere und konsequentere Durchbildung dieser Grundansicht dar. schien somit eine notwendige Bedingung bezeiclmet zu sein. daß er kein Element enthält. S. die aber nichtsdestoweniger ihrer Beschaffenheit nach den wirklich wahrgenommenen Elementen als durchaus gleichartig angesehen werden. Der Begriff ist nur die Kopie des Gegebenen. die bezeichnet als solcher vor- Wahrnehmung handen und aufzeigbar sind. aber auch für diesen Fall gilt die Forderung. nur gewisse Züge. auf denen 160 . gewisse hypothetische Momente aufnehmen und verwenden. das nicht innerhalb der Welt der Wirklichkeit sein genaues Gegenstück besitzt. das Wirkliche vollständig und eindeutig zu beschreiben. um eine bestimmte Erscheinungsgruppe vollständig darzustellen. Die Hypothese bezeichnet nur eine Lücke unseres Wissens. daß jeder Bestandteil. 6. Die Erkenntnis könnte auf dieses asylum ignorantiae verzichten: vollkommene für sie würde die Wirklichkeit klar und übersichtlich in tatsächlichen Wahrnehmungen gegeben und erschöpft sein. Der gesamte Gehalt und die Sicherheit des naturwissenschaftlichen Begriffs hängt danach von der Bedingung ab. Wir greifen nicht mehr über das Gebiet des Empfindbaren hinaus. Dem metaphysischen Ideal der Naturerklärung tritt jetzt die bescheidenere Aufgabe gegenüber. Die Theorie mag freilich. sich zum mindesten in einer möglichen ^//t Wahrnehmung beglaubigen und rechtfertigen lassen muß. um die unerfahrbaren absoluten Ursachen und Kräfte zu entdecken. (Vgl. durch die der wissenschaftliche Begriff der Physik erst zur Bestimmtheit und Vollendung gelangt. In dieser Ansicht allein schien die Möglichkeit gegeben.) Die allgemeine Auffassung vom Sinn und von der Aufgabe der Naturwissenschaft entspricht denn auch durchaus dieser Anschauung. ob. die uns bisher durch keine direkte Erfahrung zugänglich waren.

wenn wir von den ge- danklichen Abkürzungen. in eine Summe von Wahrnehmungen auflösen und durch diese Summe ersetzen. die es zunächst zu beseitigen gilt. aus welchem auch die Welt des Physikers sich aufbaut. auf den alle Aussagen über die Realität sich zuletzt reduzieren lassen müssen. Die Ausschaltung aller Elemente. sinnliche Muskelgefühle und Druck.und Geschmacksempfindungen. der im endgültigen Ergebnis wieder zu verschwinden hat. der in eine physikalische Theorie eingeht. sondern nur eine eigentümliche Verkleidung. wie Atom oder Molekül.und Berührungswahrnehmungen sind das einzige Material. Die durchgeführte logische Analyse führt auch diese Begriffe auf das Maß ihrer Bedeutung zurück. das erweist sich eben damit als ein willkürlich eingeführter Faktor. wenn wir jeden Begriff. in und Toneindrücke. Farbender sie uns unmittelbar zugänglich sind. hinzugebracht wird. Den Inhalt der Physik bilden vielmehr einzig und allein die Phänomene selbst in der Form. indem sie sie als Symbole für bestimmte Eindrücke und Komplexe von Eindrücken wiedererkennt. wäre demnach das eigentliche logische Ideal der Physik. Das Ziel einer Philosophie der Physik wäre erreicht.die Mannigfaltigkeit und die Veränderung unserer Wahrnehmungswelt beruht. Geruchs. als welche sich alle Begriffe zuletzt erweisen. Äther oder Energie. aus denen sie sich zusammensetzt. in welcher die Sinnesdaten auftreten. Die Einheit der physikalischen Methodik scheint erst hierdurch wahrhaft gesichert zu werden: denn jetzt sind es nicht mehr heterogene Bestandteile. was in Begriffen. Was diese Welt mehr zu enthalten scheint. sondern im Allgemeinbegriff der Empfindung ist nunmehr gleichsam der gemeinschaftliche Nenner fixiert. Die Schilderung des tatsächlichen Bestandes der physikalischen Rückweg zur konkreten 161 . Was sich dieser Zurückführung entzieht. wieder den Fülle der empirischen Einzeltatsachen vollziehen könnten.« Wie immer man indes über die Rechtfertigungdieses Ideals urteilen mag: schon seine Fassung enthält eine Zweideutigkeit. das ist in Wahrheit kein prinzipiell neues Element. die kein direktes sinnliches Korrelat in der Welt der wahrnehmbaren Dinge und Vorgänge besitzen.

die über seinen Wert entscheiden soll? letzteren Falle wäre. oder wird umgekehrt dieses Verfahren an einer allgemeinen Theorie des Erkennens und der Wirklichkeit geIn diesem messen. oder enthält sie Momente in sich. a t i s c h e n F o r heit erst von der a t h e Gegebenen m m m 152 . die an eben diese Theorien gestellt wird. „Faktische" der naturwissenschaftlichen Theorie selbst rein aufzufassen. Welches der beiden Momente ist hier das ursprüngliche und maßgebende? Ist es lediglich das wirkliche Verfahren der Wissenschaft selbst. unmittelbar in ihrer Wirksamkeit betrachtet.Theorien verquickt sich mit einer allgemeinen Forderung. wie immer auch das schließliche Ergebnis der Betrachtung nicht prinzipiell die lautet. entschieden wird. die der positivistische Kritiker gegenüber den Tatsachen der Sinneswahrnehmung verlangt. geändert. wenn man dem Gange der physikalischen Forschung selbst folgt und die Leistung des Begriffs. das hier nur auf seinen einfachsten und kürzesten Ausdruck gebracht wird. Dieselbe Unbefangenheit. die sich hier betätigt. die sich wie an einem Faden nebeneinander aufreihen. bei der Schon das erste und auszeichnende Merkmal. ehe über den Wert oder Unwert der WirklichkeitsIst diese Theorie ansicht. die einem anderen logischen Typus angehören und somit eine andere Begründung verlangen? Methode — II. in der Tat nur eine in der Art. das sich Betrachtung jeder naturwissenschaftlichen Theorie unmittelbar aufdrängt. wie sie Sammlung von Beobachtungen. geschichtlich vorliegt. birgt eine eigentümliche Schwierigkeit. Die Entscheidung in dieser Frage kann nur gewonnen werden. Die Theorien der Physik empfangen ihre Bestimmtin der sie . die sie enthält. sobald man es vom Standpunkt der allgemeinen logischen Grunddes forderung der Beschreibung betrachtet. die der Physik die Wege zu weisen suchte. muß auch gegenüber den komplexeren Tatsachen des Wissens gefordert Auch hier besteht die erste Aufgabe darin. Wieder wäre es jetzt eine bestimmte Metaphysik der Erkenntnis. das werden.

Für die Aufgabe der Naturerkenntnis. das wir neben Experiment und Beobachtung zur Anwendung bringen können. das sich uns in der Sinnesempfindung erschließt. ja so trivial dieser Zusammenhang erscheinen mag: so paradox ist er im Grunde. erst. so klar sie auch durchschaut werden mag. wenn wir es dem Schema unserer mathematischen Begriffe unterwerfen und damit die empirische Bestimmtheit und Gebundenheit des Seins wiederum in die Freiheit und Willkür des Denkens aufgehen lassen? Und dennoch ist diese Gefahr. sobald es einer Umdeutung unter- durch die es in eine andere Form der Mannigfaltigkeit umgeprägt wird. Die ist Messens Kon- lediglich den psychologischen Ausgangspunkt: mathematisch ist erkannt es ist. daß aller Inhalt. wo es sich lediglich um die Auffassung des Gegebenen als Gegebenen in seiner eigentümlichen individuellen Struktur und Beschaffenheit handelt. niemals zu umgehen oder zu beseitigen. worfen worden verfälschen. So selbstverständlich indessen. um auch nur den Rohstoff an „Tatsachen" herbeizuschaffen.Funktion des Z ä h 1 e n s und unentbehrlich. Der Physiker mag sie als empiristischer Philosoph noch so eindringlich schildern: er ist ihr unmittelbar von neuem verfallen. die wir nach rationalen Gesetzen hervorbringen und beherrschen können. das nicht die Anwendung bestimmter 153 . zeitlichen Es gibt keine exakte Konstatierung eines räumlichFaktums. Von ihr absehen hieße zugleich die Sicherheit und Klarheit der Tatsachen selbst aufheben. auf einer reinen struktion beruht. als vielmehr eine ständige Gefahr. Immer schärfer und deutlicher hatte es sich gezeigt. Jede derartige Umdeutung aber muß offenbar dort verworfen werden. sobald wir auf die allgemeinen Erwägungen über das Prinzip der mathematischen Begriffsbildung zurückblicken. also ist der mathematische Begriff nicht sowohl ein rechtmäßiges und notwendiges Instrument. der den mathematischen Begriffen eignet. die durch die Theorie wiedergegeben und in ihr vereinigt werden sollen. Heißt es nicht das unmittelbare Dasein. sobald er sich als wissenschaftlicher Forscher betätigt. im positivistischen Sinne des Wortes. Das Gegebene der Anschauung bildet sich darstellen.

das in der Analysis des Unendlichen seinen prägnantesten Ausdruck findet. die im Aufbau der Mechanik und Physik fortdauernd zur Geltung kommen. welche bisher noch nicht dargestellt 154 . . führen zu fruchtbaren Anwendungen innerhalb der Anschauung selbst zurück. (Vgl. Schöpfung wie das System der komplexen Zahlen liefert einen neuen Beleg dieses Zusammenhangs: wie denn z. als hypothetische Radikale.Zahlen und Maße in sich schließt. sind es.. Konzeptionen. daß die Beziehungen. den Elementen oder eigentlich den Atomgewichten derselben entsprechen die Primfaktoren. das dritte von den arithmetischen Begriffen des Quadrats und des Kubus Gebrauch macht. so mag hierin zunächst kein erkenntnistheoretisches Problem gesehen werden: gilt doch der naiven Auffassung Zahl und Gestalt selbst als eine Art physischer Eigenschaft. Man könnte an G^r Schwierigkeit. wenn es sich hierbei lediglich um die elementaren Begriffe und Gebilde der MatheWenn das erste Keplersche Gesetz der matik handelte. Planetenbewegung von der reinen geometrischen Definition der Ellipse als Kegelschnitt. die innerhalb dieses Systems obwalten. 36. die hierin liegt. die sich ihrem Ursprung und ihrer logischen Beschaffenheit nach völlig von der Anschauung trennen und sie prinzipiell überschreiten. K u m m e r den Gedanken durchgeführt hat. Denn gerade die komplexen mathematischen Begriffe. die keineriei Möglichkeit einer unmittelbaren Realisierung im Sinnlichen mehr besitzen. S.Der chemischen Verbindung entspricht für die komplexen Zahlen die Multiplikation. oben. um so nachdrücklicher tritt die allgemeine Frage hervor. bleibt dennoch nicht auf ihr Selbst eine so abstrakte gedankliche Gebiet beschränkt. Auch selbst die idealen Zahlen unserer Theorie finden sich in der Chemie. vielleicht nur allzuoft. Dieses Verhältnis. in den Verhältnissen chemischer Verbindungen ihr konkretes Substrat besitzen. B.) Je mehr indes im Fortschritt der mathematischen Begriffsbildung dieser Schein zerstört wird. vorbeisehen. und die chemischen Formeln für die Zerlegung der Körper sind genau dieselben wie die Formeln für die Zerlegung der Zahlen. die den Dingen ebenso wie ihre Farbe oder ihr Glanz und ihre Härte anhaftet.

nach Hankel. haben wir damit bereits die strengen Grenzen. wirklicher" und . der die Aufgabe das Wirkliche zu beschreiben und bis in seine feinsten Fasern bloßzulegen. daß es eine eigentümliche Verflechtung . Bd. überschritten. daß die Chemie." Eben diese Übertragung von Gebilden. Der exakte Begriff der Natur wurzelt im Gedanken des und ist erst auf Grund dieses Gedankens erreichbar. deren ganzer Inhalt aus einer Verknüpfung rein ideeller Konstruktionen stammt. wenngleich innerhalb verschiedener Sphären des Seins zu ihrem Prinzipe haben*. die die positivistische Forderung uns vorschreibt. um diese Verknüpfung auch nur scharf und adäquat bezeichnen zu können. so wie der hier behandelte Teil Zahlentheprie. in den Diese Zusammensetzungen ihre Wirklichkit haben hier angedeftteten Analogien sind nicht etwa als bloße Spiele des Witzes zu betrachten. auf ein System zurückgreifen. Auch diejenige Form der Erkenntnis. auf denen jede naturwissenschaftliche Theorie beruht. sondern haben ihren guten Grund darin. sowie die idealen Zahlen. beginnt mit einer Abkehr von eben dieser Wirklichkeit und ihrem Ersatz durch die Symbole des Zahlund Größengebiets. auf die . oit. Die Naturerklärung mag in ihrer späteren Entwicklung versuchen. die aber. nämlich den der Zusammensetzung. 35. — Schon die erste Phase jeglicher wissenschaftlicher Naturtheorie überhaupt bringt dies zum unzweideutigen Ausdruck. beide denselben Grundbegriff. 360. Theorie der komplexen Zahlensysteme S. zichtet. das nur allgemeine hypothetische Zusammenhänge von Gründen und Folgen entwickelt. Wirklichkeit" seiner Elemente dagegen prinzipiell ver- der — zufällt.« Es zeigt sich schon hier. Sobald wir nur einen Schritt über die erste naive Beobachtung vereinzelter Tatsachen hinaus tun.worden sind. 104.. S. auf die Sphäre des konkret-tatsächlichen Seins aber bildet das eigentliche Problem. Wiederum müssen wir. nicht-wirklicher" Elemente ist. 155 ... sobald wir nach der Verknüpfung und dem Gesetz des Wirklichen fragen. sich von diesem ersten Schema zu be- Mechanismus * Grelles Journal.

successiver Vorstellungsinhalte mag allenfalls Verschiedenheit auf diese Weise erfaßbar sein: ab^r dieses Moment allein genügt keineswegs. ja das bildet sie ein direktes Faktum Grundfaktum. sondern in ihren Bestimmungen vorausgesetzt. Diese Auflösung aber kann niemals gelingen.. das alle äußere Beobachtung uns zuerst darder Empfindungen. das und Zeit eingehen. Raum der reinen den stetigen und Geometrie: Stetigkeit und Gleichförmigkeit aber eignen niemals dem Beisammen der sinnlichen Eindrücke selbst sondern nur derjenigen Mannigfaltigkeitsform.. je nach den besonderen physiologischen Bedingungen. oben. solange ist in ihm keine . um den strengen Begriff der Bewegung. Die Wirklichkeit ist vollständig erkannt. Raum und Zeit selbst aber werden als Glieder dieses Grundverhältnisses nicht mehr in ihren unmittelbaren.und Tasteindrücke verstehen. zu der wir sie kraft bestimmter gedanklicher Forderungen konstruktiv umschaffen. die sich. sondern schließt eine eigentüm- Solange Summe homogenen Wechsel 156 . wir unter dem Raum nichts anderes als eine verschiedener Gesichts. begrifflichen der Wahrnehmung. Bewegung" im Sinne Diese verlangt als Grundlage der exakten Physik möglich.und ein weiteres und allgemeineres an seine Stelle zu setzen: dennoch bleibt die und ihre Gesetze das eigentliche Grundproblem. sobald sie in ein System von Bewegungen aufgelöst ist. Hier wird neben der Verschiedenheit die Einheit. 139. unter denen sie zustande kommt. (S. solange die Betrachtung im Umkreis der bloßen Wahrnehmungsdaten beharrt. zu begründen. die qualitative Der bietet. psychologifreien Bewegung Raum schen und streng . neben der Veränderung die Identität gefordert: und diese Identität wird niemals durch die bloße Beobachtung verbürgt. qualitativ voneinander unterscheiden.) So wird denn auch die Bewegung selbst von Anfang an in diesen Kreis einer rein Nur scheinbar Bedingtheit hineingezogen. dessen die Mechanik bedarf. mathematischen phänomenalen" Eigenschaften. S. Bewegung im allgemeinen wissenschaftlichen Sinn ist nichts anderes als ein bestimmtes Verhältnis. an dem zuerst das Wissen zur Klarheit über sich selbst und seine Aufgabe gelangt.

die Kepler nach den Beobachtungen Tycho de Brahes zugrunde legt. daß die „Beschreibung". auf die er hinzielt. Alle diese Begriffe können dem 157 . ist Punkte am Himmel erst : der reine mathematische Begriff der Ellipse. sondern entsteht erst in der gedanklichen Synthese und in der Anticipation eines allgemeinen Gesetzes.liehe Leistung des Denkens in sich. ohne daß darum doch die philosophischen Folgerungen irgend gerechtfertigt wären. daß schon der erste Zugang zur Mechanik von Voraussetzungen abhängt. sofern sie jedem Moment der stetigen Zeit eine und nur eine Lage des Körpers im Räume zuordnet. die über das sinnlich Erfahrbare hinausgreifen. die die Allheit der konstruktiv erzeugbaren Raum. und in ihnen die Begriffe als des materiellen Punktes. Die einzelnen Orte des Mars. wenn hier nicht von Anfang an ideelle Voraussetzungen wirksam wären. Erst indem wir kraft dieses Gesetzes eine Bestimmtheit schaffen. den ihr Urheber mit ihr verband. die als Aufgabe der Mechanik die vollständige und eindeutige Beschreibung der in der Natur vor sich gehenden Bewegungsvorgänge bezeichnet. schafft dieses diskrete Aggregat zum stetigen System um. die aus ihr gewöhnlich gezogen werden.und Zeitpunkte umfaßt. der gleichförmigen und veränderlichen Geschwindigkeit sowie der gleichförmigen Beschleunigung zur Voraussetzung hat. mag in dem Sinne. Kirchhoff selbst läßt keinen Zweifel darüber. völlig zu Recht bestehen. Jede Aussage über die einheitliche Bahn eines bewegten Körpers schließt die Angabe einer Unendlichkeit möglicher Stellen in sich: das Unendliche aber kann offenbar als solches nicht wahrgenommen werden. enthalten für sich allein nicht den Gedanken der Marsbahn: und alle Häufung einzelner Lagebestimmungen vermöchte zu diesem Gedanken nicht fortzuführen. Was die bleibt eine Mehrheit leuchtender Empfindung darbietet. Die bekannte Kirchhoffsche Definition. r So zeigt es sich hier von einer neuen Seite her. durch die die Lücken der tatsächlichen Wahrnehmung ergänzt und und ausgefüllt werden. ist damit die Bewegung mathematisches Faktum gewonnen. die exakten mathematischen Grundgleichungen der Bewegung. der zuvor konzipiert sein muß.

so läßt sich in der Tat mit Hilfe dieses logischen Materials das Ganze der möglichen Bewegungserscheinungen völlig übersehen und seiner Form nach beherrschen: aber um so dringender erhebt sich nunmehr die Frage nach den intellektuellen Mitteln. Um als Subjekt der Bewegung zu gelten. nur als ein Ergebnis einer durchgängigen gedankDiese mathematische lichen Umformung des Gegebenen.mathematischen Physiker mit gutem Grund als feste und unmittelbare Data gelten. Denn für sie gibt es eine „Natur". Wo eine derartige Zusammen158 . der Bewegung zur bestimmung des Wieder scheint der ist Subjekts derBewegung als übergeht. einmal der Gedanke der Stetigkeit und Gleichförmigkeit des Raumes sowie der exakte Begriff der Geschwindigkeit und Beschleunigung erfaßt und begründet. die mit annähernd denselben sinnlichen Merkmalen behaftet scheinen. Der schärferen begrifflichen Analyse treten indessen schon an diesem Punkt eigentümliche Schwierigkeiten entgegen. zu einem Ganzen vereinen. Umformung. es doch ein Komplex greifbarer und sichtbarer Eigenschaften. Wahrheit das eigentliche und ursprüngliche Problem. in welcher Bewegungen als beschreibbare Objekte sich vorfinden. Begriffs- man vom Prozeß es. aber sie sind es keineswegs im Sinne der Erkenntnistheorie. Am sobald schärfsten tritt diese ideelle Bedingtheit hervor. muß der empirische Körper zuvor selbst eindeutig bestimmt und gegen alle anderen Gebilde unterschieden und abgegrenzt sein. durch die er aus seiner Umgebung herausgehoben und als so lange Ganzes von individueller Form erkannt wird vermag er auch keinen konstanten Bezugspunkt der VerDie Körper unserer Wahrnehmungsänderung abzugeben. bildet in Ist die der Physiker als vollzogen voraussetzt. müsse dieses Subjekt sich direkt in Wahrnehmung aufweisen lassen: ist es doch der Körper. dem die Bewegung als Merkmal zugesprochen wird. kraft deren dieses Ergebnis erreicht wird. ihre Bestimmtheit lediglich einer ersten Sie verdanken und oberflächlichen Zusammenfassung. — welt aber genügen nirgends dieser Bedingung. in welcher wir Raumteile. Solange er selbst nicht in feste und unverrückbare Grenzen eingeschlossen ist.

Alle diese Gesetze können vielmehr mit Sinn nur von den idealen Grenzgebilden ausgesagt werden..fassung anfängt und endet. ist die oberste Bedingung der Eindeutigkeit des Bezugspunkts wiederum verletzt an Stelle der einen Bewegung sind so viele verschiedene getreten. ist mit absoluter Genauigkeit niemals zu bestimmen. — — 159 . die ihn zum „Träger" Und wie hier der genaue der Bewegung tauglich macht. wo zwei verschiedene Körper sich zu berühren scheinen. wie es nach außen abgeschlossen ist. als Ansatzpunkte für die Aussprache der Bewegungsgesetze brauchen können. Erst indem wir dem Körper eine strenge geometrische beilegen und ihn auf diese Weise aus dem Umkreis des bloß Wahrgenommenen zur Bestimmtheit des Begriffs erheben. die wir als Grundlagen für die Urteile der reinen Mechanik. Es sind wie er ausführt niemals die Inhalte der Perzeption als solche. Vor allem ist es Karl P e a r s o n der in seinem Werk über die . Beschreibung" selbst ausdrücklich anerkannt und hervorgehoben worden. Sobald wir seine einzelnen Teile gegeneinander verschiebbar denken. wenn die Grundlegung der exakten Bewegungslehre gelingen soll.. hat er diejenige Identität erlangt. starre" Körper der reinen Geometrie muß an die Stelle des wahrnehmbaren Körpers und seiner schrankenlosen Veränderlichkeit gesetzt werden. ein schärferes sinnliches Unterscheidungsvermögen würde uns dort. Der . so auch in sich selbst keiner weitergehenden Differenzierung und Zerfällung in eine Mehrheit unabhängig beweglicher Subjekte fähig ist. In der Tat ist die Notwendigkeit einer derartigen Umformung des Problems von den Anhängern der Theorie der . daß er in sich selbst eine strenge Einheit darstellt. Grammatik der Wissenschaft" diesen Prozeß mit Klarheit und Nachdruck geschildert hat. einen beständigen wechselseitigen Austausch von Teilen und somit eine stete Verschiebung der Grenzflächen erkennen lassen. als es selbständig verschiebbare Partikeln gibt. so ist auf der anderen Seite zu fordern. das. Somit muß ein System zugrunde gelegt werden. Abschluß des Körpers gegenüber allen Bestandteilen der äußeren Umgebung verlangt wird.. die wir begrifflich an Stelle Form : .

ist der Aufbau einer Welt von geometrischen Formen. sondern des Denkens. „Nur in der Region des Begriffs können wir im strikten Sinne von der Bewegung der Körper sprechen: denn hier und nur hier sind es geometrische Formen. Die Widersprüche." Mechanik häufig verwickelt hat und die insbesondere in den Versuchen zutage getreten sind. 160 . daß unser Geist sich vergebens abmüht. wegung — Erkenntnissphären. Diese Widersprüche schwinden. eine gedankliche Schöpfung. können sich zu neuen Gruppen zusammensetzen: aber alle diese Wandlungen bezeichnen noch in keiner Weise den eigentlichen Gegenstand der Mechanik. h. sich bewegen. nicht der . die allgemeinen mechanischen Gesetze auf die Bewegungen des Äthers anzuwenden. das niemals unmittelbar auf die der uns umgebenden Sinnenwelt anwendbar ist. wenn dieses Etwas nicht ein geometrischer Punkt oder ein Körper ist.Perzeption".. die sich im Gebiet der Perzeption niemals tatsächlich aufzeigen lassen. die in der absoluten Zeit ihre Lage wechseln. erklären sich zum größten Teil daraus. sinnliche und begriffliche Momente nicht unmittelbar ineinander zu wirren." Gruppen sinnlicher Eindrücke können sich verändern.. Was wir in der Physik allein vermögen.der empirischen Daten der Sinneswahrnehmung setzen. nicht scharf und bestimmt voneinander schied. „So befremdend es auf den ersten Blick erscheinen mag. sobald man gelernt hat. in welche sich die d. der von kontinuieriichen Oberflächen begrenzt ist. die nur Grenzen bezeichnen. die auf die Herstellung einer wissenschaftlichen Ordnung der Phänomene abzielt. können alte Bestandteile verlieren und neue gewinnen. Beist ein Prädikat. sobald man darauf verzichtet. . Dinge" sondern einzig allein von jener anderen Klasse von Objekten gilt. daß man die beiden die hier einander gegenüberstehen. findung. die Bewegung von Etwas klar zu denken. die der Mathematiker ihnen in seiner freien KonSie ist ein Faktum nicht der Empstruktion substituiert. Der Geist sträubt sich durchaus gegen den Gedanken jeder anderen Bewegung als die dieser reinen Denkschöpfungen. so ist es nichtsdestoweniger wahr. selbst als phänomenalen Einzelinhalt anschauen zu wollen. sondern der „Konzeption".

Kann es noch eine Beschreibung der Wahrnehmungsinhalte heißen. 325 u. 282. sind verfallen. an Stelle der Glieder einer bestimmten sinnlichen Mannigfaltigkeit die ideale Grenze einzuführen. Sobald wir aber diese ganze Gedankenwelt wiederum unmittelbar in die sinnliche Welt hineinverlegen. notwendig anhaften*. 198 ff. das Gegebene so getreu als möglich aufzufassen und keinen Einzelzug hinzuzufügen oder wegzulassen: so ist es hingegen gerade eine derartige Veränderung des anfänglichen Bestandes. Es wäre eine eigentümliche Weise. wenn an ihre Stelle ein Inbegriff geometrischer Ideale gesetzt wird. Wir sahen.. die komplexen Einzelphasen unserer sinnlichen Erfahrung mit wunderbarer Genauigkeit wiedergeben und zur Darstellung bringen. wie der erste Schritt der naturwissenschaftlichen Begriffsbildung darin besteht. Cassirer. Das einer derartigen Grenzsetzung aber vermag die Antinomien — Recht * S. objektiven" Beschreibung darin besteht. der das zunächst Gegebene in eine neue logische Sphäre überführt.. sobald wir die logischen Momente. 239 Grennmar ff. wie unter diesen Voraussetzungen die Mechanik noch länger als rein beschreibende Wissenschaft aufgefaßt werden kann. dem physikalischen sowohl wie dem metaphysischen. The S. die selbst auf keine Weise mehr werden können.. die wir damit wiederum all den jeder Art des Dogmatismus. S. s. vorgefunden" Die Frage nach der Eigenart der naturwissenschaftlichen Grundbegriffe mündet hier in ein allgemeineres Problem ein. direkt in Bestandteile der Wirklichkeit umdeuten. die wir ihnen zusprechen. die sie voraussetzt.. die diese Mannigfaltigkeit abschließt. was den Charakter und den Wert des begrifflichen Verfahrens der Physik ausmacht.die in der Mannigfaltigkeit von Bewegungen. Second edition. . die als solche durch die Empfindung zu erfassen wären. Substanzbegriff U 161 . London 1900. of Science. Pearson. das Vorgefundene zu beschreiben. Alle diese Ausführungen Pearsons sind vortrefflich: aber man fragt sich vergebens. Statt der bloßen passiven Wiedergabe sehen wir hier einen aktiven Prozeß vor uns. die als solche der Welt unserer Perzeptionen notwendig fremd sind? Wenn die Aufgabe einer wahrhaft . wenn wir uns zu diesem Zweck in lauter Begriffen bewegten.

Die „allgemeine Funklioncntheorie". Das schlichte mathematische Problem führt uns mitten hinein in den Streit zweier allgemeiner die sich unversöhnlich gegenüberstehen. Der Mathematiker ist außer stände. die Antinomien. für eine dieser beiden Grundansichten 162 . ist indessen gering. das. Der Gewinn. Die Betrachtung der mathematischen Grenzbegriffe führt nach ihm zu einem Grundproblem zurück. der dem klaren Denken bleibt. nicht hält. Wenn wir uns die Frage stellen. solange sie sich rein innerhalb ihres Bezirks mehr vollständig zu erweisen: sondern es ruht auf allgemeinen logischen Prinzipien. so ist die Antwort. gilt. zu wählen: es entweder mit dem Empirismus nur dasjenige als vorhanden zu setzen. wie alle Probleme dieser Gattung. wie etwa zu den einzelnen Ziffern eines Dezimalbruchs. beleuchtet diesen d u B o i s-R e y Dualismus allseitig. die sich an diesem Punkte aufdrängen. scheint darin zu bestehen. Es gilt zwischen diesen beiden Weltanschauungen Weltanschauungen. nicht sowohl zu lösen. sondern nur nach der subjektiven Neigung des einzelnen Forschers zu entscheiden ist. wie die Glieder der Folge selbst. wie Paul o n d sie entwickelt hat. ob zu bestimmten gegebenen Vorstellungsfolgen. solange die Logik und die Erkenntnistheorie selbst an diesem Punkte nicht zur Klarheit durchgedrungen sind. aber niemals selbst unmittelbar vorzustellen sind. die denselben Bestand besitzt. neuerer Zeit von einem namhaften Mathematiker ausdrücklich vertreten worden. als sie vielmehr in ihrer Unlösbarkeit zu verstehen In der Tat ist diese Entscheidung in und anzuerkennen. aber sie verzichtet von Anfang an darauf. ihn zu schlichten. Mehr als irgendwo aber scheinen beide hier in unlöslichen Schwierigkeiten befangen: und der einzige Ausweg. nicht metaphysischen m mehr allein durch logische und mathematische Erwägungen eindeutig zu bestimmen. der aus dieser Zurückführung der Frage gezogen werden kann. die den gedachten Abschluß bestimmter Vorstellungsreihen bilden. nicht mehr nach strengen objektiven Kriterien. eine genaue Grenze existiert. die wir auf sie geben.Naturwissenschaft. was sich einzeln in der wirklichen Vorstellung aufweisen läßt oder aber mit dem Idealismus die Existenz von Gebilden zu behaupten.

der hier zwischen „Empirismus" und „Idealismus" konstruiert wird. was die Wahrheit verbergen konnte. als Grundanschauungen der strengen Wissenschaft zu gelten. nachdem alles. welcher zuerst durch wasserhellen Kristall das doppelte Bild des einfachen Gegenstandes bemerkte. daß es ein Rätsel bleibt und bleiben wird. Die Lösung des Rätsels ist. ob der Gegensatz. wenn sich zeigen ließe. S. 11* 163 . wenigstens solange Immerhin bleibt es sich um reine Mathematik handelt. der zugleich einen entscheidenden Wendepunkt aller Erkenntniskritik darstellt. und man erwarten durfte. Ganze der möglichen Denkweisen umspannt und in sich befaßt.. auf einer Wirklichkeit ob er das vollständigenEinteilung beruht. „Die ausdauerndste Beobachtung unseres Denkvorgangs und seiner so heißt es bei d u B o i s-R e y m o n d Beziehungen zur Wahrnehmung führt eben nicht darüber hinaus. Nur in diesem Falle wäre die Antinomie unlösbar. die dem * Paul 1882. daß es Problemgebiete gibt." Es verlohnt sich in der Tat dem Ursprung dieses eigentümlichen Ergebnisses nachzuspüren. hinweggeräumt. sie unter zweierlei Gestalt vor uns erscheint. Tübingen 2 f. ist. daß es zwei durchaus verschiedene Auffassungsweisen gibt. welche gleiches Anrecht darauf haben. endlich ihr Bild klar und unzweideutig zu erblicken. mag es nicht ergriffener seinen Freunden gezeigt haben. daß. alles was er tun kann und tun muß. Der.. denn hier stehen wir an einem Punkte. weil keine von ihnen ungereimte Ergebnisse liefert. ihn bis in seine letzten gedanklichen Wurzeln zu verfolgen. tritt von Idee uns hier noch einmal in einer Freilich eigentümlichen und originellen Fassung entgegen. Klarheit in die Grundlagen der Analysis zu bringen. Die alte Frage nach dem und Verhältnis von Begriff und Existenz. als ich heute am Ende sorgfältigsten und unverdrossensten Überlegens die doppelte Anschauungsweise über die Grundlagen unserer Wissenschaft vor dem Leser zu entwickeln mich entschließen muß*. um — — es eine höchst befremdliche Erscheinung. Die allgemeine Funktionentheorie. du Bois-Reymond. muß sich sogleich das Bedenken erheben.den Sieg herbeizuführen. während sie sogleich an Schärfe verlieren würde.

als daß durch die Reihe. so wird durch sie das Ganze zerlegt. Die Existenz der Zahl e besagt nichts anderes. In Wahrheit zeigt es sich schon in den ersten Entwicklungen du Bois-Reymonds. daß sie von allen derartigen Untersuchungen über den Denkvorgang und seine subjektiven Bedingungen vollständig absieht und sich lediglich den Denkgegenständen als solchen und ihrem objektiv-logischen Zusammenhang zuwendet. die wir zu ihrer Definition verwenden. Was in aller Welt könnte auch „die ausdauernde Beobachtung unseres und seiner Beziehungen zur Wahrnehmung" für die Lösung irgendeines besonderen. deren eine alle der rationalen Zahlen in zwei streng geschiedene Klassen Elemente umfaßt. physischen Wirklichkeit bezeichnen.Gegensatz. spezifisch mathematischen Problems fruchten? Ist doch die reine Mathematik eben dadurch charakterisiert. ' die allgemeine Vorschrift 1 1+—1-f-— -f. will damit zweifellos kein Faktum der äußeren. sie nachzuprüfen und zu bewähren: denn nur das Experiment und die verallgemeinernde Induktion gestatten es. Die Art. der von der . der hier zu Wort kommt. Algebraiker. über reale Vorkommnisse im psychischen Leben der Individuen eine Entscheidung zu treffen. so fehlte vom mathematischen Standpunkte aus jedes Mittel.) gegeben. in der der Begriff der Denkvorgangs innerhalb der Mathematik allein auftritt. die von der Reihe.. 1 ^-S (in inf. von und daher in dem hier ausgegangen wird. irgend einmal über- 164 . völlig entrückt ihrer logischen Struktur und Gültigkeit von seiner Auflösung unabhängig sind. was damit behauptet werden soll. sondern der Philosoph und Psychologe ist. eine und nur eine Stelle innerhalb des idealen Zahlensystems objektiv notwendig und eindeutig festgelegt stätigt Existenz diese ausschließende ^ wird. Wäre dies der Sinn der Aussage. aber ebensowenig ist es das Vorkommen bestimmter Vorstellungsinhalte in irgendwelchen wahrnehmenden und denkenden Subjekten. daß es nicht der Mathematiker. Existenz" der Zahlen e und it spricht. beDer Richtung des Interesses... wenn sie genügend weit fortgesetzt wird. 1 Denken wir uns .

die auf diese Weise entsteht.) ist. gewinnt die Reihe zu den Gliedern dieses Gebiets ein bestimmtes Verhältnis. Hier aber machen sich sogleich. S. daß wir nur dort berechtigt sind. so nahe sie e immer liegen mag. Durch diese vollständige Einteilung. bestimmte Schranken des weiteren Fortschritts fühlbar. 79f. ein besonderes . Bleiben wir auf dem Standpunkt des „Empiristen" stehen. als es die Werte von 1 und 1000 sind. wird hier zurückgegangen. Die Bestimmtheit. Die Existenz eines der Tat nicht anders gesichert werden zu können. indem sie selbst sich zu ihnen Beziehung des „Vor" oder „Nach" und somit des Die Gültigkeit all dieser und „Größer" setzt. während die andere diejenigen Elemente enthält. daß unter dieser Voraussetzung das Dasein eines Grenzpunktes für irgendeine bestimmte konvergente Punktfolge aus der Be- Anders scheint es freilich Punktes Anschauung 165 . halten wir also daran fest. sobald wir uns von dem der Grenze zu ihrer geometrischen Bealgebraischen Sinn scheint in deutung wenden. als durch ein Verfahren. wenngleich rein ideell. Auf auseinanderzuhalten das Vermögen.. so sehen wir. den vollständigen und in sich abgeschlossenen Bestand dieser Zahl ausmacht. das uns erlaubt. die durch ihnen ihre Definition abgegrenzt sind. die auferlegt. auf Grund des psychologischen Prinzips der Unterschiedsschwelle. hinlänglich gegeneinander die zu liegen. es Perzeption in keiner Weise handelt sich auf beiden Seiten um reine Begriffe. bei denen dies nicht der Fall ist.Ding" anzunehmen. (Vgl. Beziehungen ist es allein. ob. ihn in der aufzuweisen und von anderen Lageelementen zu unterscheiden. logischen Bedingungen. als sie auch den ganzen und gebrochenen Zahlen eignet: wie denn der Wert von e von dem jeder anderen Zahl. genau so streng und scharf unterschieden ist. die sie im Gebiet der Rationalzahlen bewirkt.schritten werden. von einer „Zahl" e zu sprechen und was das gesamte „Sein". was uns berechtigt. so doch im Prinzip von keiner anderen Art. Vorstellungen in die „Kleiner" und einander ähnliche Einzelinhalte der im Bewußtsein zu unterscheiden. wo uns zu seiner Darstellung eine besondere Vorstellung zur Verfügung steht.

wird niemand versuchen. sie noch weiterhin voneinander zu sondern. so bemerkt du BoisReymond.trachtung der Folge selbst niemals erwiesen werden kann. undenkbar halte ich dies. „in der Tat Unmögliches. bis schließlich unsere Anschauung kein Mittel mehr besitzt. einander immer näher und näher rücken. wir sind demnach auch außer Stande. Dasein Mißverständnisse und Widersprüche aber liegt auch hier in der Unbestimmtheit und Vieldeutigkeit. je weiter wir in der Reihe fortschreiten. keine Denkarbeit werde einen solchen Beweis für das Dasein des Grenzpunktes je einem Gehirn abfoltern und vereinigte es Newtons Divinationsgabe. die sich algebraisch durch die Glieder der Reihe selbst zum Ausdruck bringen lassen. 66 f. der dem algebraischen Grenzwert der Reihe entspricht. Eulers Klarheit und die zermalmende Gewalt Gaussischen Geistes*. die hier versucht wird. in dem gestellt." Es ist völlig zutreffend. zu „beweisen". daß ich behaupte. endgültig zu entscheiden. als besonderes geometrisches Individuum existiert. so werden alle diese Punkte. „Man fordert auch". wenn eine aus den gegebenen Punkten herausgegriffene Punktfolge einen zu den Für so gegebenen nicht gehörigen Punkt bestimmen soll. „Sein" der geometrischen Punkte ist prinzipiell nicht von anderer Art und gehört keinem anderen logischen Bereich an. 166 . Der tiefere Grund aller * Allgemeine Funktionentheorie S. Denken wir uns etwa die einzelnen Zahlwerte einer konvergenten Reihe durch Punkte auf der Abscissenachse dargestellt. Das in der der Seinsbegriff selbst genommen wird. Das es hier genommen wird. Die verschiedenen Termini werden von einem bestimmten Gliede an ununterscheidbar und fließen ineinander über. den geforderten Beweis zu erbringen: denn mit der bloßen Fragestellung. oder aber nur diejenigen Lagebestimmungen Realität besitzen. daß all diese Mächte nicht genügen würden. haben wir uns bereits außerhalb des Bereichs der reinen Mathematik von Punkten in dem Sinne. ob derjenige Punkt. der sich jemals auch nur die kritischen Widerlegungen des ontologischen Arguments völlig deutlich gemacht hat.

nur das „Vorhandene" als anerkennt. ** Allgemeine Funktionentheorie S. ein „Idealist". die der echte „Idealismus" allein für die Gebilde der reinen Mathematik fordern und in Anspruch nehmen kann. so sehr erwiesen sie sich andererIhr Sein seits als Ausdruck gültiger räumlicher Relationen*. wie sich zeigte. in das System aufnehmen. Hier wie dort wird von einer ideellen Einheitssetzung ausgegangen und hier wie dort vollzieht sich der gedankliche Fortschritt derart. Der Idealist im Sinne du Bois-Reymonds hingegen geht über eine derartige Forderung weit hinaus. die die „Allgemeine Funktionentheorie" aufrollt. wie man leicht erkennt. u. . nach durchaus Mannigfaltigkeit analogen Gesetzen." so heißt es hier. Wien. 91. wie dieser. sondern der aus den Vorstellungen unwillkürlich folgenden Anschauungen. S. (Vgl. Lpz. 87. in den exakten Wissen- 167 . S. Die gesamte Antinomie. wahr Verwechslung vonWahrheit undWirklichP. K du Bois Reymonds geübt hat: System monds „Über die Grundlagen der Erkenntnis schaften.. Empiristen".) Diese ist es denn auch. dem . erschöpfte sich in ihrer geometrischen Bedeutung und Notwendigkeit. Wir sahen. die Schrift du Bois-Rey* Vgl. wie von diesem Standpunkt aus auch das Paradoxon der imaginären und unendlich-fernen Punkte sich löste: so wenig diese Punkte irgendeine geheimnisvolle „Wirklichkeit" im Räume für sich in Anspruch nehmen konnten. die B.Die grundlegende Anschauungsweise des idealistischen Systems. e r r y an der Lehre einer Theorie der Grenzbegriffe.Der Aufbau der geometrischen das der reinen Zahlen. der sich von dem Gegner. unvorstellbarer." Hier spricht. . 109 ff. S. sobald man diese als Notwendigkeit . wie die systematische Entwicklung des Inbegriffs der Zahlen. 175 ff. 1900. Tübingen 1890. daß wir alle Elemente. das Konzept hat verrücken lassen. . die mit dem ursprünglichen durch eine eindeutige begriffliche Beziehung oder durch eine Kette solcher Beziehungen verknüpft sind. Der Idealist glaubt an das irgendwie beschaffene Vorhandensein unwahrnehmbarer. durch unseren Denkvorgang erzeugter Wortabschlüsse von Vorstellungsfolgen**.. indem er.ist also die wirkliche Existenz nicht allein des Vorgestellten. vollzieht sich.. ob. hierzu noch die treffende Kritik. löst sich. vgl.

ist eine Auf dem Boden folgerechte und bezeichnende Konsequenz. Auch diese Begriffe sind in den gleichen Widerstreit hineingezogen. stellbare Elemente geführt. nicht von der Stelle". Vm. in nebelhaft gleichförmigem Vordringen sich abmüht. das lichen Sinn abzugewinnen vermögen. denn der Schimmer gleicht doch schon dem Licht: „was aber entspricht im Wirklichen dem Licht"?* Diese radikale Skepsis. Abschn. wie gelähmt. griffe des absolut starren Körpers.k e i t aufhebt. 168 . ohne daß dieser unvermeidliche Fortgang sich kritisch Wir können auf die Berechtfertigen und begründen ließe. in der Auffassung der naturwissenschaftlichen Grundbegriffe hervor. und immer wieder zeigt es sich zugleich. kommt Das Organ dabei. wie blindgeboren. keinen verständ„Unser Denken. Noch eindringlicher macht sich daher hier das Bewußtsein der Schranke geltend. dieser Anschauung besitzen wir in der Tat kein „Organ" mehr für das Wirkliche: denn die notwendigen Begriffe. die allem unseren Erkennen kraft seiner Natur und Wesenheit Immer von neuem sehen wir uns auf unvorgesetzt ist. sobald wir sie zu fassen und zu zergliedern suchen. „Wir sind im Gehäuse unserer Wahrnehmungen eingeschlossen und für das. Organe für die logische Auffassung und Über »iie du Bois-Reymond Gnindlagen der Erkenntnis in den exakten Wissenschaften. für die Wirklichkeit ist und bleibt uns versagt. in die hier die Darstellung der Grundlagen der exakten Erkenntnis ausmündet. meinsam ist. auf die Begriffe des Atoms oder der Fernkraft nicht verzichten. daß wir ihnen. was außerhalb ist. die hinter der bekannten und uns zugänglichen Welt der sinnlichen Erscheinung liegen. Die in als — die den Verfechtern beider Thesen ge- Folgen dieser Verwechslung treten noch schärfer der rein mathematischen Diskussion. seits die die eigentlichen * P. wenngleich wir andererjede Hoffnung aufgeben müssen. in irgendwelchen Bestandteilen der äußeren Wahrnehmungswelt einen unmittelbaren Beleg für sie zu finden. Nicht einen Schimmer können wir davon haben. auch sie schreiten beständig über das Gegebene hinweg.

sondern es wohnt uns die unerschütterliche Überzeugung inne. des Zukeine andere keine tiefere Verknüpfung gewinnen. die sich hier durchschaut. in welchem die unbestimmten Daten der Empfindung durch ihre strengen begrifflichen Grenzen ersetzt werden. vom Vorhandensein gewisser Dinge außerhalb des Vorstellungssystems*. Dieser Prozeß des Denkens aber erfordert freilich mehr als die bloße Kombination und Deformation von Vorstellungsbestandteilen. enthält nicht allein die Mosaik des Wahrnehmbaren und die daraus durch den Denkprozeß. sind jetzt Ist selbst in geheimnisvolle Realitäten jenseits der Phänomene verwandelt. der Druck. . er setzt eine selbständige und konstruktive Betätigung voraus. Dieses Bild entsteht freilich erst durch einen Prozeß der Idealisierung. dungen verstanden wird. 110 f. sammenhangs. 169 . unsinnliche" Dinge in diese erste empirische Wirklichkeit einfach einschieben: denn dadurch würden die Teile des Mosaik zwar enger und dichter aneinander heran. der Geschmäcke und Gerüche... . Unser Denkgebiet.Beherrschung der Mannigfaltigkeit der Empfindungen bilden." so behauptet du Bois-Reymonds „Idealist". sofern unter dem „Vorstellungssystem" nichts anderes als die Masse gegebener Perzeptionen. als der Inbegriff der Farben und Töne. dichter das reine Bild der naturwissenschaftlichen Wirklichkeit zu legen drohten. also durch Deformation und Kombination abgeleiteten Vorstellungen und Begriffe.und Berührungsempfinso lichten sich wiederum immer um Objekten . rücken." Dieser Satz ist zweifellos zutreffend. Das Aggregat sinnlicher Dinge muß auf ein System notwendiger Begriffe und Gesetze bezogen und in dieser Beziehung zur Einheit zusammengeschlossen werden. wie sie sich in der Schöpfung der Grenzgebilde am deutlichsten aber trotzdem Form * Allgemeine Funktionen theorie. Aber die Behauptung der objektiven Geltung dieses Prozesses ist nicht mit der Behauptung einer neuen Klasse von einerlei. indessen diese Verwandlung einmal die Nebel. Aber die Ergänzung dieses Mosaik des Wahrnehmbaren" kann nicht in der Art geschehen.. daß wir neue . S. ..

wenn er behauptet.. Es ist ein bloßes Mißverständnis.bekundet. ist damit aller Streit im Grunde geschlichtet. 170 . je tiefer der Begriff des selbst analysiert und in seine Bedingungen zerlegt wird. nicht um ein willkürliches Spiel der Phantasie handelt. besagt nicht mehr als die objektiv logische Notwendigkeit des Idealisierens. Denn schon diese Unterscheidung verschiedener Stufen der Genauigkeit setzt die Vergleichung mit der exakten Idee voraus. er erkenne nicht die absolut genaue Gerade. sondern sie wollen die unentbehrlichen logischen Richtlinien festsetzen. Diese Form der Idealisierung aber muß auch der Empirist" zugestehen. denn ohne sie würde die Wahrnehmungswelt nicht nur ein Mosaik. vor dem Ideal selbst Kehrt zu machen*. denen kein reeller oder logischer Gehalt entspricht. Daß es sich hier aber um eine derartige Notwendigkeit. Sie gehen über das Gegebene nur hinaus. sondern immer nur mehr oder weniger genaue Gerade. Das „Sein" der Idee aber geht in dieser ihrer Funktion auf und bedarf keiner anderen Stütze und keines anderen Beweises. als bloße zu deuten. Denn der Bestand des Ideals. Sobald daher der Empirist. die absolut genaue Ebene. Auch die naturwissenschaftlichen Idealbegriffe behaupten nichts über ein neues Reich getrennter absoluter Objekte. fassen. Idealisieren als durchaus berechtigt bezeichnet und nur erklärt. der kritisch allein behauptet und vertreten werden kann. um die gesetzlichen Strukturverhältnisse des Gegebenen um so schärfer zu er. Es ist vergeblich. mehr oder weniger genaue Ebenen als bestehend an. sondern ein wahrhaftes Chaos sein. deren grundlegende Funktion hier somit durchaus bestätigt wird. 118. tritt um so schärfer das hervor. die wir bestimmten Folgen auf Grund bestimmter begrifflicher Kriterien zuordnen. „Das Vollkommene". vermöge deren allein die vollständige Orientierung innerhalb der Mannigfaltigkeit der Phänomene selbst gelingt. so Gegenstandes Wortabschlüsse * Allgemeine Funktionen theorie S. wie bei du Bois-Reymond. die ideellen Grenzen.

ob. die wir gedanklich an ihre Stelle setzen. sie ordnet sich in gewissen mit ihnen in eine Reihe. in der jedem Element seine Stellung. (S. Die . deren eines als aktuelles und somit psychologisch bedeutungsvolles Vorstellungsbild genommen werden soll. .) muß es nämlich — W Denn gerade liche die charakteristische Bedeutung und die eigent- des Grenzbegriffs ist hier offenbar ausgeschaltet. Zwischen dem Grenzglied und den Reihengliedern die als solche mathebestehen bestimmte matisch feststehen und sich nicht nach Belieben umwandeln lassen. stellung aufgefaßt werden. Da es jedoch in unser Denken einund da unser Denken geht und darin Verwendung findet nun einmal in der Succession von Vorstellungen besteht. die naturwissenschaftlichen Begriffe bloße Aggregate von Wahrnehmungstatsachen zu deuten. 95. 80. indem wir die Massen. als o r t. Größer und Kleiner von Elementen auszusagen. numerischen Verhältnissen. 171 . wie er schon für die Erklärung der reinen Zahlbegriffe versagte. sondern auf die ideellen Grenzen. die aus den Partialsummen der definierenden Reihe gewonnen werden. S. Leistung Beziehungen.. derartige Relationen der Ordnung in der Folge. 55 ff. notwendig mißlingen muß.wird behauptet — „kann auf keine Weise als bildliche Vor. doch irgendwie Vorstellung sein und ist es auch." sagt für die Deutung der Grenzbegriffe. sein Früher oder Später unabänderlich zugewiesen ist. die aufeinander einwirken. so . Keine naturwissenschaftliche Theorie bezieht sich unmittelbar auf diese Tatsachen selbst. Hat es einen Sinn. als v o 1 1 * Grundlagen der Erkenntnis.Zahr' e steht zu den andern Zahlen. S. Aus diesem Zusammenhang mit der Logik der Mathematik läßt es sich nunmehr schärfer begründen und verstehen. des — warum als jeder Versuch. Die Folge der gegenständlichen Vorstellungen des Genauen hat also als Abschluß ein Wort für Dieser Nominalismus aber veretwas Unvorstellbares*. vgl. während sein Korrelat Vollgültige in einem bloßen Wortklange bestehen soll? mathematische Beziehungen kann es nur zwischen Ideen und Ideen. nicht zwischen Ideen und Worten geben. Wir untersuchen den Stoß der Körper. Allgemeine Funktionen- theorie S.

dennoch mit den Gliedern dieses Gebiets in derselben Linie zu liegen. . 172 Grundriß der Naturphilosophie (Reclam). welche eine Beziehung zwischen meßbaren Werten ausdrucken. indem wir den Begriff eines vollkommenen Flüssigkeitszustandes fassen. die Gesetze. Wir stehen somit hier vor der Tatsache. kommen — — die in der Wirklichkeit überhaupt nicht das hier gestellt ist. insbesondere alle quantitativen Gesetze. haben nur für den Idealfall genaue Geltung. Solche Extraso gesteht selbst ein so überpolationen auf den Idealfall. so könnte man versuchen. denen es die theoretische Naturbetrachtung zu tun hat. indem wir von den . Formulierung den Anschein hat. daß viele. es ist eine eigengreift indessen weiter." „sind ein zeugter „Positivist". S. nicht in dieser einfachen Weise beschreiben. 55. die wir aussprechen. der Temperatur und dem Volumen der Gase bestehen. solche. und unter ihnen die wichtigsten Naturgesetze. wie Wilhelm Ostwald zu ganz allgemein angewandtes Verfahren in der Wissenschaft. für die direkt beobachtbaren Erscheinungen ihre ideellen Grenzfälle einzusetzen. als eine bloße Weiterführung bestimmter wahrnehmbarer Verhältnisse darzustellen. die zwischen dem Druck.. Es ist eine weit komplexere Beziehung. d. als es in dieser ersten Ostwald. dieser Methode durch eine einfache Erweiterung des positivistiDenn die Objekte.elastisch oder unelastisch betrachten.. wir stellen das Gesetz der Fortpflanzung des Druckes in Flüssigkeiten fest. . scheinen danach. wir prüfen die Beziehungen. auf denen die Physik ruht. Bestände das Verfahren der Naturwissenschaft nur darin. h." Das Problem. idealen" Gasen ausgehen und somit gleichsam ein hypothetisch ersonnenes Modell den direkten Empfindungsdaten entgegenhalten. und ein sehr großer Teil der Naturgesetze. scheinen nicht sowohl eine Umformung. für Bedingungen ausgesprochen sind und gelten. In Wahrheit indessen läßt sich das Verhältnis zwischen den theoretischen und den faktischen Grundelementen. mit schen Schemas gerecht zu werden. wenngleich sie außerhalb des eigentlichen Gebiets der empirischen Wahrnehmung fallen. vorkomme n*.

Die Scheidung der .tümliche Verschlingung und wechselseitige Durchdringung der beiden Momente. Physik" und . Und je weiter man diese Reflexion zurückverfolgt. im Dunkeln lag. wenn man ihn auf seine allgemeinen systematischen und geschichtlichen Quellen zurückverfolgt. III. sei die Physik zu wahrhafter Klarheit über meint ihr eigentümliches Ziel und über ihre intellektuellen Mittel gelangt. während zuvor. daß den Griechen der wissenschaftliche Gebrauch des ver- Experiments 173 . aber er erhält seine volle Schärfe und Bestimmtheit erst. um so deutlicher tritt in ihr ein grundlegender von Betrachtungsweisen hervor. der zu diesen Ergebnissen hinführte. die daher auch logisch einen schärferen Ausdruck für das Verhältnis zwischen Prinzip und Tatsache verlangt. bei allem Reichtum der Ergebnisse. sondern haben einander wechselseitig gefördert und erleuchtet. auf das sie sie richtet. Das in dem die Physik ihre heutige Gestalt erreicht hat. dennoch der Weg. A In der erkenntnistheoretischen Diskussion über die Grundlagen der Naturwissenschaft begegnet man häufig der Ansicht. so spezifisch moderne Errungenschaft bedeute. man. Die Reflexion und die produktive wissenschaftliche Arbeit sind hier niemals streng voneinander geschieden gewesen. gilt als das entscheidende Werk der kritisch-philosophischen Arbeit.. daß das Ideal der reinen Beschreibung der" Tatsachen eine Hier erst.. die im tatsächlichen Aufbau der Wissenschaft obwaltet. Metaphysik". hat ihr von ihren ersten wissenProblem der schaftlichen Anfängen an dauernd lebendig vor Augen ge- Methode standen und nur in dem Ringen um dieses Problem erwuchs ihr zugleich die volle Herrschaft über das Tatsachengebiet. Dieser Gegensatz besteht in den modernen Erörterungen noch ungeschwächt fort. die keiner empirischen Beglaubigung fähig sind. die prinzipielle Ausschaltung aller Faktoren. Diese Ansicht bedeutet indessen eine Verkennung des stetigen Ganges. Gegensatz Wie die neuere Forschung das Vorurteil. die die neuere und neueste Forschung geleistet hat.

ohne daß dieser Zusammenhang uns in seinen irgend verständlich würde. Die eine begnügt sich damit. wie im Gebiete der Matheermatik. die gleich Schatten an ihm vorüberschweben. wirkt überall auf das Ganze der spekulativen Grundauffassung Es wird in einem unvergleichlichen und unvergeßzurück. Der gemeine Verstand und die Weltansicht. beim Auftreten des einen Ereignisses das kommende vorauszusehen und es in den Kreis der praktischen Berechnung zu bannen. Es gibt für den menschlichen Geist gegenüber den Phänomenen der Sinnenwelt.. bedarf dieser Gründe nicht: beiden ist es genug. aus denen sie hervorgehen. zwei Arten der Betrachtung und Beurteilung. Der Widerstreit. infolge des fließenden und unbestimmten Charakters der Objekte selbst.schlössen geblieben sei. der hier einsetzt. sondern die ewigen und unveränderlichen Vernunftgründe.Umwendung" der Seele selbst zu einem anderen Ideal der Erkenntnis voraus. Die philosophische Einsicht aber beginnt mit der Abkehr von jeder derartigen Betrachtungsweise: sie setzt die . dieses Reich der \6{oi in den Erscheinungen selbst rein und unverfälscht zu erfassen. mehr und mehr zerstört hat. im Stande sind. der kehrt daher nur gezwungen und widerstrebend zur Betrachtung eines Gebiets zurück. bleibt freilich. die sich auf ihn stützt. niemals erreichbar Gründen Notwendige 174 . wenn sie kraft der empirischen Routine. ihr Früher oder Später festzuhalten. Wer einmal. lediglich die F o 1 g e der Schattenbilder selbst aufzufassen. in dem die gleiche Strenge der Verknüpfung. Nicht die Erscheinungen in der bloßen Folge ihres Abfließens. ihr Vor und Nach. Diese Vernunftgründe. Gewohnheit und Übung befähigen uns allmählich. lichen Bilde im festgehalten. nach Piaton. so läßt sich auch der theoretische Kampf um die Prinzipien des Erfahrungswissens mit voller Sicherheit bereits in der antiken Philosophie erkennen. dem Denken versagt. die sie sich angeeignet haben. in der Abfolge der Erscheinungen gewisse Regel- Platonischen Höhlengleichnis mäßigkeiten zu unterscheiden und bestimmte Verbindungen zwischen ihnen als gleichmäßig wiederkehrend zu erkennen. das Wesen der Einsicht in das faßt hat. sind der alleinige Gegenstand des Wissens.

Sie ist es. der zu Piaist. als seine grundlegende positive Bedeutung und Eigenart behauptet wird. In jedem Falle ist die gesamte spätere Entwicklung der naturwissenschaftlichen Forschung im Altertum von dieser Platonischen Scheidung beherrscht. allenthalben nachklingt. Die wissenschaftliche Empirie schafft sich ihren Ausdruck in der Erkenntnislehre. um so mehr verschiebt sich damit das Wertverhältnis und die Rangordnung des Wissens. Daß diese Gegenüberstellung übrigens keine bloße gedankliche Konstruktion bedeutet. Aber je weiter die Forschung sich nunmehr der Erkundung und Sicherung der Einzeltatsachen zuwendet. aber wir bedürfen ihrer nicht. ist in tons Zeiten bereits ausgebildet vorlag. die es uns ermöglicht. der für Piaton als der dauernde alles Erfahrungswissens galt. empirischen" und den „rationalen" Ärzten. Die realen Ursachen des Geschehens bleiben uns daher freilich verschlossen. S. von welchem die Klarheit des rein begrifflichen Forschens und Wissens sich um so schärfer abheben soll. sondern daß in ihr zugleich ein konkreter geschichtlicher Gegensatz. der die griechische Heilkunde durchzieht. hrz. sondern sie dient gleichsam nur als der dunkle Hintergrund. Das Wesen der Dinge zu durchschauen und aus einem allgemeingültigen Vernunftprinzip zu verstehen. Was uns übrig bleibt. . ist äußerst wahrscheinlich*. deren jedes eine bestimmte Erinnerung in uns weckt und somit unsere Erwartung des Künftigen in feste Bahnen lenkt. Die Aufgabe der Wissenschaft erfüllt sich in der Gruppierung und Sichtung derartiger Zeichen. da das eigentliche und endgültige Ziel skeptischen Mangel * Vgl. Berlin 1884. ist einzig und allein die Beobachtung des gewöhnlichen Ablaufs der Erscheinungen. 146 ff. 175 . in prinzipieller Schärfe dargestellt und festgehalten wird. N a t o r Forschungen zur Geschichte des Erkenntnisp problems im Altertum. ist dem Wissen freilich nicht gegeben. in welcher eben derjenige Zug.Die empirische Kenntnis der Abfolge der Phänomene diesem Sinne nicht die Ergänzung und Erfüllung der reinen Ideenerkenntnis. die in dem Kampf zwischen den .. das eine Phänomen als Z e i c h e n für ein anderes zu brauchen.

Die sachliche Ausgleichung und Entscheidung wurde erschwert. So wenig das Verharren des Sokrates im Kerker erklärt werden kann. solange wir es nur als gleichgültige Zuschauer vor uns einfach abrollen lassen. in der Charakteristik seines idealen Widerspiels dagegen bleibt eine Unbestimmtheit zurück. in der ein Ereignis aus dem andern hervorgeht. wie alle Fäden sich wechselseitig ineinanderschlingen. keine eindeutige und vollständige Disjunktion für das Gesamtgebiet der Erkenntnis schafft. ob wir die Art. das andere dagegen in zwei verschiedene Bedeutungen. auseinanderfiel. logisch begreifen oder nur die Tatsache eines bestimmten empirischen Beisammen oder einer bestimmten empirischen Folge als solche hinnehmen und uns bei ihr beruhigen. als er in der geschichtlichen Fortbildung des Problems immer von neuem zutage getreten ist. zwischen denen die Betrachtung wechselte. zu einer einzigen Ordnung der Naturerscheinungen zusammenzuknüpfen. — zweckmäßig wenn man die Lage und Stellung seiner Muskeln und Sehnen beschreibt. das sich mit der Reihenfolge der „Schatten" genügen läßt. Es ist der ethische Idealismus des Sokrates. 509 D ü. Wir müssen verstehen. 176 . den er zwischen dem rationalen und empirischen Wissen vollzieht*. Wahrhafte Erkenntnis des Naturgeschehens besitzen wir nicht. solange nur das eine Glied sicher bestimmt war. Dieser Umstand ist um so bedeutsamer. Das empirische Wissen. der in dieser Anschauung der Natur lebendig bleibt. um sich schließlich zu einem Gewebe. wie ein Moment das andere fordert. Was Piaton dem Wissen um die bloße Abfolge der Erscheinungen entgegensetzt. ist in äußerster Schärfe charakterisiert. daß der „Schnitt". ohne die sittlichen Vernunftgründe zu betrachten. sondern sie erschließt sich uns erst. Republik. bes. Indessen läßt es sich bei Piaton selbst bereits erkennen. das ist zunächst der Einblick in ihren teleologischen Zusammenhang.Theorie in den praktischen Folgen für unser Handeln Diese Folgen aber bleiben wesentlich dieselben. wenn wir den Gesamtgegliedertes verlauf des Geschehens als ein Ganze überschauen. * Vgl. aller liegt. gleichviel.

stehen bleiben. so kann uns hierfür kein sinnliches Bindemittel. das wir in der Empfindung zu verspüren meinen.. das freilich für Piaton selbst mit seinem teleolo-« . kein körperlich-mechanischer Wirbel oder irgendeine andere Ursache derselben Art genügen. das sinnlich Unbestimmte. Schwächer". die ihm als das „Mittlere" zwischen den Ideen und den Sinnendingen gilt. das als solches nicht zu fassen und in feste Grenzen einzuschließen ist. dem Gesetz zu gehorchen: so wenig kann ein einzelnes Ereignis wahrhaft begriffen werden. in ein quantitativ Bestimmtes. PhilebuB Cissirer. was als der letzte und entscheidende Grund des Zusammenhalts aufzuweisen ist*. den Abschluß des Ideenreiches aber bildet die Idee des Guten. sondern „das Gute die ihn — und Richtige" allein ist es. Versuchen wir etwa den Umstand. Maßen * Vgl. Sie wurzelt in Piatons Auffassung der Mathematik. daß die Erde im Mittelpunkt der Welt sich frei schwebend erhält zu erklären. Hier stehen wir somit vor einem neuen Wissensideal. Wir dürfen nicht bei dem unbestimmten „Mehr" oder »Weniger". die diese Forderung am klarsten entwickeln. ehe es zum Objekt der Erkenntnis werden kann. sondern müssen überall zu exakten des Seins und des Geschehens vorzudringen streben. Das Chaos der sinnlichen Wahrnehmung muß durch die Anwendung der reinen Quantitätsbegriffe in feste Grenzen gebannt werden. Substanzbegriff 24 12 177 . 109. bei dem „Stärker" und . solange seine Stelle im Gesamtplan der Wirklichkeit nicht klar bezeichnet ist. Das sinnliche Sein muß auf seine idealen Gründe zurückgeführt werden. f. wie etwa der Philebus. durch Maß und Zahl Beherrschbares zu verwandeln. ** Vgl. Phaedon 99 16. Der erste und notwendige Schritt besteht überall darin. in die somit all unser Begreifen zuletzt notwendig einmündet. f. Dieser Ableitung der Naturerscheinungen aus Zwecken steht dagegen bei Piaton selbst zugleich eine andere Anschauung gegenüber.dazu bestimmen. Die Umbildung der empirischen Zusammenhänge in ideale kann dieses Mittelglied nicht entbehren. In diesen Maßen ist uns das Sein begriffen und erklärt**. Es sind vor allem die späteren Platonischen Dialoge..

die die sichere Bürgschaft für seine innere Selbsterhaltung enthält. auch nachdem er gewaltsam von ihm getrennt worden ist. aus dem immanenten Zweck. ist aufgehoben und an ihre Stelle ist ein Verhältnis der Über. Das empirisch-physikalische Verhalten der Körper folgt im letzten Grunde aus ihrem Wesensbegriff. indem diejenigen. kraft dessen die absoluten Substanzen sich erhalten und sich entwickeln. Schon bei Aristoteles indessen scheiden sich die beiden Gedankenreihen. die in irgendeiner Qualität miteinander übereinstimmen. Hier enthüllen sich die wahrhaften und inneren Ursachen jeglichen physischen Zusammenhangs. Das äußere Geschehen und seine quantitative Gesetzesordnung spiegelt nur den dynamischen Prozeß wieder. Das mathematische Motiv tritt nunmehr in den Hinter- Kosmos. die noch in Piatons Natursystem bestand. während die mathematische Betrachtungsweise. die zahlenmäßige Bestimmtheit des Universums ist es. nur die sondern nur bis zu den „Accidentien" trifft und auf ihren Umkreis beschränkt bleibt.und Unterordnung getreten. gischen und mathematischen Betrachtungsweise. sich nebeneinander lagern. natürlichen Orte". die als begriffliches Fundament der Physik zurückbleibt. — grund. die Lehre von den Zweckursachen. der ihnen durch ihre Natur gesetzt ist und den sie fortschreitend zu erfüllen streben. als es in seinem Bau von strengen mathematischen Gesetzen beherrscht wird. und so ist es einzig die Teleologie.gischen Gedanken in unmittelbarem Einklang steht und sich mit ihm zu einer einheitlichen Grundauffassung verbindet. so behält jeder Körper die Tendenz nach seinem . Die mathematische Ordnung ist zugleich die Bedingung und der Urgrund des Bestandes der Wirklichkeit. der ihm durch seine Beschaffenheit vorgeschrieben ist. die nicht bis zu den Gründen. Die Grenzlinie hat sich nunmehr verschoben: denn jetzt ist Maßen 178 .. ein zweckmäßig Das Sein ist nur insoweit ein gegliedertes Ganze. des Seins gelangt. der fortan Die Einheit der teleoloin der Geschichte weiterwirkt. die für Piaton unlöslich verbunden sind. So ordnen sich die Elemente im Weltall nach dem Grade ihrer Verwandtschaft. Damit aber ist ein neuer Gegensatz geschaffen.

die nur durch das Denken geprüft und beglaubigt. für den diese Wendung charakteristisch ist*. sondern selbst die exakte Darstellung des Geschehens in reinen Größenbegriffen.es nicht nur die sinnliche Beobachtung zufälliger empirischer Regelmäßigkeiten. Wissenschaft der neuen Zeit". II 322 ff. 308 ff. die sich mit der bloßen Ansammlung vereinzelter Tatsachen begnügt. von der Entscheidung über die Gesamtstruktur des Universums ausschließen will. Es ist vor allem Kepler. Die mathematische knüpft zwischen diesen Tatsachen ein ideelles Band. Der mathematische Hypothese Größen * Die genaueren Belege für die folgende geschichtliche Darstellung sind in m. Jetzt erst gewinnt daher der Kampf zwischen empirischer und spekulativer Naturbetrachtung seine ganze Schärfe. Sie erweitert die unmittelbare Erfahrung zur Theorie. gegeben. Die mathematische Physik der neueren Zeit versucht zunächst ihr Recht und ihre Selbständigkeit dadurch zu erweisen. Mit aller Energie und Klarheit wendet er sich gegen eine Auffassung. lediglich seiner eigenen Aufgabe nachgeht: aber die Abwendung von diesem Problem bedeutet keineswegs das Verharren in der gewöhnlichen empirischen Betrachtungsweise. die den Mathematiker zum bloßen Rechner erniedrigen und ihn von der Gemeinschaft der Philosophen. Schrift über daa „Erkenntnisproblem in der Philosophie u. die von der höchsten idealen Erkenntnis aus den obersten Ursachen ausgeschlossen wird. I 258 ff. diesen Zusammenhang von Folgen lediglich als einen Zusammenhang und eine systematische Abhängigkeit von darzustellen. Aber sie verharrt anderseits dabei. die die direkte Beobachtung läßt. frei von allen fremdartigen Interessen. nicht aber unmittelbar durch die Empfindung gegeben werden kann. ergänzt und an Stelle vereinzelter sinnlicher Daten einen stetigen Zusammenhang begrifflicher Folgen setzt. daß sie in der philosophischen Grundlegung von Aristoteles wieder auf Piaton zurückgeht. sie schafft eine neue Einheit. sofern er. indem sie die Lücken. Die absoluten Substanzen und ihre inneren Kräfte bleiben dem mathematischen Physiker freilich unbekannt und müssen ihm unbekannt bleiben. So grenzt die wahrhafte Hypothese das Gebiet der mathematischen Physik nach zwei verschiedenen Richtungen ab. 12* 179 .

in der sie sich darstellt. die algebraisch-geometrische Gestalt. daß zunächst weniger der positive als der negative Teil der neuen Aufgabe in den Mittelpunkt der metaphysischen der Betrachtung rückt. Der wissenschaftliche Physiker kann die Frage nach den letzten . Die besonderen historischen Bedingungen. die die Theorie zunächst zu leisten hat: und diese Abwehr kann nur dadurch geführt werden. sondern um den Übergang von den ersten.Ausdruck der Hypothese. begrifflich noch unbearbeiteten Wahrnehmungstatsachen zum quantitativen „Verständnis" der Wirklichkeit. unmittelbar von den Sinnen. Die logischen Faktoren treten zurück. die Diese Ordnung ist es. Nicht um den Übergang seinen vom mathemaUrsachen Phänomen zu absoluten handelt es sich.. aber um so mehr muß sein Streben darauf gerichtet sein. Nicht ohne vielfältige Schwankungen und ohne innere Schwierigkeiten vermochte indessen die Physik selbst in ihrer Geschichte zu dieser Fassung des Grundproblems vorzudringen. die nicht in ihm waltet. daß er den Zugang zu einer neuen unsinnlichen Wirklichkeit erschließt. Der rechtmäßige Anteil des Begriffs besteht nach dieser Grundauffassung nicht darin. machen es verständlich. daß die empirischen Grundlagen der exakten Wissenschaft immer genauer und deutlicher bloßgelegt werden. Statik des herrschung der durchgreifenden harmonischen Ordnung. macht zugleich das ihrer Bedeutung aus. Die Ansprüche ist es. von einer bloßen Sammlung von Beobachtungen zu einer alls". zu einer Begemeinen .. Kräften". auf sich beruhen lassen. sondern daß er an der WirklichkeitsEmpirie selbst konzeption der an seinem Teile mitarbeitet und ihr die bestimmte logische Universum mathematischen Form gibt. Wenn Kepler für das Recht der Ganze Hypo- these eintritt. so geschieht es. aus denen das Sein sich gestaltet hat. solange das Bemühen. unter denen sich die neuere Naturwissenschaft entwickelt hat. weil er an eine andere tisch fixierten Stelle als die ihre entscheidende Leistung gewöhnliche spekulative Natur- philosophie verlegt. die reine Abwehr 180 . sondern allein vom mathematischen Intellekt ergriffen und begriffen wird. zu gelangen.

die strenge Grenzlinie zwischen Erfahrung und Spekulation sich wiederum zu verwischen. nach welchem dieser Wert sich von Punkt zu Punkt ändert. das uns veranlassen könnte. Dieser Gefahr vor allem suchen Newtons „Regulae philosophandi" zu begegnen. der sich beim Übervollzieht. Man begreift unter diesem Gesichtspunkt den Umschwung in der allgemeinen Grundanschauung. der das Maß der Beschleunigung enthält. Diejenigen Eigenschaften der Körper. Kepler greift. Die Induktion wird nunmehr in voller Bestimmtheit als die einzige Quelle der physikalischen bezeichnet. die wie die Beobachtung und der wissenschaftliche Versuch uns lehren weder vermehrt noch vermindert werden können Erfahrung schützen. enthält die Antwort auf alle Fragen. Dieser Ausdruck besagt also nichts weiter und kann die allen Gesamtheit für uns das nichts anderes besagen. in der endgültigen Konzeption seines Weltbildes dennoch wiederum auf die mathematische Teleologie Piatons zurück. die in bezug auf die 181 . die Wesen der Körper ausmachen. die der Körper in jedem Punkte seiner Bahn erfährt. Die mathematischen Ideen sind die ewigen Vorbilder und „Archetypen". sind es. als eine empirische Verallgemeinerung bestimmter Wahrnehmungstatsachen. aber auch nur in diesem.das Eindringen der Metaphysik zu philosophischen Kräfte in Anspruch nimmt. gang von Kepler zu nachdrücklich er gegenüber der Metaphysik der substanso tiellen Formen die Rechte der empirischen Forschung verficht. je tiefer wir uns in die exakte Struktur und in die exakten Voraussetzungen der Physik versetzen. Die Frage nach dem Grunde der wechselseitigen Anziehung der kosmischen Massen darf dagegen den Physiker als solchen nicht beschäftigen und zu spekulativen Hypothesen verlocken: denn für ihn ist die Attraktion nichts anderes als ein bestimmter Zahlwert. ihr empirisch allgemeines Vorkommen zu bezweifeln. So droht hier. In diesem Sinne. gegen alle Newton Gewißheit — — und in ihrer Körpern gemeinsam zukommen. Das Gesetz. können wir die Schwere als eine „wesentliche" Eigenschaft der Materie auffassen: sofern wir kein Experiment kennen. nach welchen der göttliche Weltbaumeister das All geordnet hat.

die im Gebiet der Wahrnehmung kein unDie Vermittelbares Abbild besitzen. Wenn der Physik der Gebrauch der Hypothese in jedem Sinne verwehrt sein soll. zum ohncHypo- Wesen Raumes 182 .„Natur" der Schwere mit wissenschaftlichem Recht gestellt werden können. Der tiefere Grund dieser gebiet der Naturwissenschaft übertragen. verlieren jegliche rechtmäßige Bedeutung. wenn man sie mit den logischen Maßen und Kriterien mißt. physikalische Erklärungen nach dem Muster logischer Definitionen zu gestalten. wirklichung dieser Forderung aber würde. wie sich im weiteren Fortgang immer deutlicher zeigt. schon innerhalb der Newtonischen Schule selbst. entfernt werden. auf denen somit der Begriff der empirisch-physikalischen Realität selbst beruht. Definitionen. wenn man versucht. die Newtons Methodenlehre allein zuläßt und zur Verfügung stellt. Und doch sollen es eben diese Begriffe sein. sie bilden kein Instrument der Erkenntnis. und das müssen der Physik fern bleiben. Die weitere geschichtliche Entwicklung läßt indessen. die diese Erklärungen verallgemeinern und auf das GesamtBei ihnen tritt erstenmal die Forderung einer Physik t h e s e n in prinzipieller Schärfe hervor. die luten Newton an die Spitze seiner Deduktionen stellt. sondern stellen lediglich ein Hemmnis für die unbefangene Erfassung der Erscheinungen dar. so müssen aus ihr alle Elemente. und der absoluten Zeit. Newtons erste Anhänger und Schüler sind es. auf welcher der ganze Wert der Physik als Wissenschaft beruht. Als Grundfehler der Methodik wird es jetzt bezeichnet. wie denn hier auch der technische Ausdruck der Beschreibung der Phänomene zuerst geprägt wird. den Grund irgendeines Naturvorganges aufzudecken. das Problematische dieses scheinbaren Abschlusses der Methodenlehre klar hervortreten. nichts Geringeres bedeuten. als die Auflösung der Newtonischen Mechanik selbst und Die Begriffe des absoihrer systematischen Verfassung. wenn man statt von der Beobachtung und Sammlung von Einzelfällen von der Hierarchie der Begriffe und Gattungen ausgeht. die den Anspruch erheben. auf denen die Möglichkeit zwischen wirklicher und scheinbarer Bewegung zu unterscheiden.

Die philosophische Kritik der Grundlagen muß hier vor allem auf eine strenge Scheidung der beiden sachlich heterogenen Fragen dringen. noch ungeschwächt weiter. die die Geschichte zusammengeführt und auf lange Zeit unlöslich miteinander verbunden hat. So wirkt die Schwierigkeit. nahmen über irgendwelche . der mit größter Energie und Schärfe den Gedanken durchführt. Der berechtigte und notwendige Kampf gegen die Ontologie führt zu einer Verdunklung des schlichten logischen Tatbestandes. in der positiven Auffassung von der logischen Struktur der Physik aber Entwurf Dinge gedanken völlig voneinander abweichen. Ursachen wie der einer erste. Denn unter diesem Losungswort vereinigen sich physikalische Forscher.Antinomie. in der der Begriff der stantiellen Hypothese selbst hier genommen die wird. die trotz aller Versuche zu schärferer erkenntnistheoretischer Fassung der Frage auch in der modernen DisSie findet ihren kussion noch keineswegs überwunden ist. dunklen Qualitäten" der nicht mit voller Sicherheit von den theoretischen getrennt. auf denen die Abgrenzung des Grund Problems der Physik und die Definition ihres empirischen Gebiets und Umfangs selbst beruht. der gerade auf der Verkennung dieses fundamentalen Doppelverhältnisses beruht. liegt in der Unbestimmtheit. Ari- stoteles und Descartes. die lediglich in dem Widerspruch gegen die spekulative Metaphysik miteinander übereinstimmen. tritt hier unmittelbar an die Seite eines . die der Physik von ihrer geschichtlichen Entwicklung her anhaftet. Metaphysik der sub- wenngleich unvollkommene vollständigen mechanischen Welterklärung So werden die Ansollten hier gemeinsam getroffen werden... Noch immer wird von hervorragenden wissenschaftlichen Forschern das Verhältnis von und in einer Weise beschrieben und formuliert. Eben diese Zweideutigkeit aber ist es. Ein Forscher wie D u h e m . die innerhalb der Grenzen des Newtonischen Systems unlösbar ist. schlagenden Ausdruck im Begriff der Beschreibung selbst. Physik 183 Logik . daß jede bloße Konstatierung eines physikalischen Faktums bestimmte theoretische Voraussetzungen und somit einen Inbegriff physikalischer Hypothesen in sich schließt. Empirismus".

die mit der Renaissance ihren Anfang nimmt. die die erkenntnistheoretische Frage immer von neuem herbeirufen. so ist sie eben damit erklärt und die Aufgabe der Wissenschaft ist beendigt. Der Begriff der Erscheinung selbst ist ein anderer. von anderen mit noch so vielen Robert Mayer Aufgabe kennen 184 .Die wichtigste. die logische Stetigkeit nicht unterbrochen wird. daß der „Phänomenalismus" eines Newton mit demjenigen. bevor wir nach Erklärungen suchen oder nach höheren Ursachen fragen mögen.. die sich in den verschiedensten Wendungen bei Galilei und Newton findet. IV. um nicht zu sagen einzige Regel für die echte Naturforschung ist die: eingedenk zu bleiben. Es zeigt sich. daß bei aller sachlichen Erneuerung der Physik. je nachdem er auf den unbestimmten Gegenstand der Sinneswahrnehmung oder auf das theoretisch konstruierte Objekt der mathematischen Physik angewandt wird: und eben die Bedingungen dieser Konstruktion sind es. die doch beide in der Einschränkung der Physik auf das Gebiet der . auf welchen Momenten die Unterscheidung der beiden Ansichten beruht. Mag auch dieser Ausspruch von einigen für trivial erklärt. Erscheinungen" übereinkommen. . Der Entdecker des Grundgesetzes der neueren Naturwissenschaft fügt sich in seinen methodischen Ansichten durchaus der Reihe der großen Forscher ein. 1 und Wo dem Streite zwischen Newton f f .als ständen wir noch mitten in der der Philosophie des achtzehnten Jahrhunderts sein Gepräge gegeben hat. die Erscheinungen zu lernen. begrifflich nicht auf derselben Stufe steht.. beginnt mit der gleichen theoretischen Fixierung der der Physik. genauer zu untersuchen. die das Energieprinzip mit sich bringt. daß es unsere Aufgabe ist. Es entsteht die Aufgabe. Dieser Streit darf indessen als erledigt gelten: denn die L o g i k selbst hat sich in ihrer Erneuerung und kritischen Gestaltung der metaphysischen Ansprüche begeben. Ist einmal eine Tatsache nach allen ihren Seiten hin bekannt. Gerade vom Standpunkt dieser Erneuerung aber zeigt es sich zugleich deutlich. den die antike Skepsis entwickelt und vertreten hat.

von Weyrauch. S. „Die scharfe Bezeichnung der natürlichen Grenzen menschlicher Forschung ist für die Wissenschaft eine Aufgabe von praktischem Wert. helle und gute Begriffe geben kann. der Wärme. die statt von den Tatsachen als solchen Besitz zu ergreifen. hg. ** S. die Galilei gegen die Peripatetische Schulphilosophie geführt hatte. daß aber alle spekulativen Operationen selbst der glänzendsten geistigen Kapazitäten. Bemerkungen über das mechanische Aequivalent. 180. wenn sie gemessen ist: „eine einzige Zahl hat mehr wahren und bleibenden Wert als eine kostbare Bibliothek von Hypothesen**. „Was Wärme. in die Tiefen der Weltordnung durch Hypothesen einzudringen.). wie Galilei die Frage nach der Ursache der Schwere von sich gewiesen hatte. was von der empirischen Forschung irgend zu verlangen ist." Es ist genau dieselbe Sprache. Wie aus der verschwindenden Bewegung Wärme entsteht oder wie Wärme sich wiederum in Bewegung wandelt: diese Frage lehnt Robert Mayer ebenso ab. was eine Kraft ist. bis jetzt nur taube Früchte getragen haben*. f. daß ich den Zusammenhang vieler Erscheinungen viel klarer sehe. die Kepler gegen die Alchymisten und Mystiker seiner Zeit. sind es die quantitativen Grundbestimmungen des Seins und Geschehens.Gründen bekämpft werden. ein Seitenstück bilden zu dem Streben der Adepten. 236. Stuttgart 1893. sich über dieselben erheben wollen. von Weyrauch. 226 u." Hier zugleich ist ein neben der Abweisung falscher Problemstellungen neues Problem von bleibender Bedeutung * Robert Mayer. Stuttgart 1893. was Elektrizität usw. Briefe. 3 Aufl. hg. weiß ich nicht. das weiß ich aber. (Mechanik der Wärme. Mayers Briefe an Griesinger (Kleinere Schriften u. und daß ich über das. Eine Tatsache ist verstanden. so bleibt doch gewiß. 185 ." Dies aber ist alles. S. so wenig als ich das innere Wesen einer Materie oder irgend eines Dinges überhaupt kenne. als man bisher gesehen hat." Im Lichte dieser Auffassung sind es zuletzt lediglich Zahlen. die als unerschütterlicher Bestand der Forschung zurückbleiben. daß diese Grundregel bis auf die neueste Zeit herab nur allzuoft vernachlässigt wird. dem inneren Wesen nach sei.. während die Versuche.

um in ein transzendentes Jen- — dem 186 . schließt die Geltung allgemeiner Regeln der VerIndem die Erscheinung auf einen festen ein. Die konstanten Zahlwerte.knüpfung Zahlausdruck Eine Erscheinung soll als erklärt gelten.. besagen nichts anderes als seine Einordnung in einen allgemeinen ReihenZusammenhang. wahre Hypothese" bedeutet nichts anderes als ein Prinzip und ein Mittel der Messung selbst. Die „Bekanntschaft" mit einer Erscheinung. ist offenbar mit der bloßen sinnlichen Kenntnisnahme eines isolierten sinnlichen Tatbestandes nicht Ein Vorgang ist erst dann erkannt. um ihnen nachträglich eine Vermutung über ihre absoluten Gründe hinzuzufügen. die aller physikalischen Zählung und und diese Voraussetzungen bilden Messung zugrunde liegen die echten „Hypothesen". gebracht wird. wenn sein Verhältnis zu verwandten Gruppen von Phänomenen und schließlich zum Inbegriff der Erfahrungstatsachen überhaupt eindeutig festgestellt ist. unter welchen ein Phänomen als bekannt im Sinne der Physik zu gelten hat. gelangt dadurch diese logische Relativität nur zur klarsten Bezeichnung. sondern sie dient der Ermöglichung dieser Ordnung selbst. Sie tritt nicht ein. durch welche wir einen physikalischen Gegenstand oder ein physikalisches Ereignis bestimmen. ihr Sinn wird erst durch die Vergleichung und unterscheidende Verknüpfung mit anderen Werten festgestellt. sie überspringt das Gebiet des Faktischen nicht. wenn er der einerlei. Damit aber ist zugleich auf bestimmte logische Voraussetzungen hingewiesen. die die exakte Wissenschaft vermittelt. Jede assertorische Behauptung einer Wirklichkeit schließt daher hier zugleich eine Aussage über bestimmte gesetzliche Relationen. des physikalischen Wissens widerspruchslos eingefügt ist. die von keinem naturwissenschaftlichen Phänomenalismus mehr bestritten werden können. ist. wenn sie vollständig und nach allen Seiten Diese Definition muß in der Tat ohne Einschränkung zugestanden werden: aber hinter ihr erhebt sich alsbald die weitere Frage. nachdie Erscheinungen bereits als Größen erkannt und geordnet sind. bezeichnet. Die einzelne Konstante bedeutet nichts bekannt Bedingungen Gesamtheit für sich selbst. Die .

Vorlesungen über Naturphilosophie. so irrig ist es. bedeutet nur die Wiederholung der eigentlichen Frage: denn das gezählte und gemessene Phänomen ist nicht der selbstverständliche. sie sprechen nur Verhältnisse zwischen Größen aus. so handelt es sich um eine Hypothese in mathematischer Gestalt und in der Frucht sitzt der Wurm*. Bei den physikalischen Bildern dagegen fehlt jedes Mittel einer derartigen Nachprüfung. das in der bloßen Wahrnehmung und mit ihren Mitteln zu vollenden wäre. welche nicht meßbar sind. daß der bloße Versuch der Messung Postulate in sich schließt.seits überzugreifen. unmittelbar gewisse und gegebene Ausgangspunkt. die hier gegeben ist.. s t w a 1 d hat in seiner Polemik gegen den Gebrauch der Hypothese allen Nachdruck auf den Unterschied zwischen der Hypothese als Formel und der Hypothese als Bild gelegt. sondern stets nur die Objekte. Selbst wenn man der Psychophysik die Meßbarkeit * Ostwald. so daß das angegebene Merkmal der Unterscheidung auf den ersten Blick nicht zureichend scheint. treten dagegen in der Formel Größen auf. das stets zu einer klaren Sonderung führt. Wir messen niemals Empfindungen als solche. „Wenn jede in der Formel auftretende Größe für sich meßbar ist. 213 f.. auf die wir sie beziehen. Formeln enthalten lediglich algebraische Ausdrücke... Freilich erscheinen auch diese Bilder selbst oft im Gewände mathematischer Darstellung. 187 . 1902." So berechtigt indessen die Forderung der Meßbarkeit ist. S. In der Tat zeigt es sich sogleich. sondern sie bezeichnet den Weg. Lpz. die Messung selbst als ein rein empirisches Verfahren anzusehen. auf dem wir von der sinnlichen Mannigfaltigkeit der Empfindungen zur intellektuellen der Maße und Zahlen gelangen. Aber es gibt in jedem Falle ein einfaches logisches Verfahren. so handelt es sich um eine dauernde Formel oder ein Naturgesetz. sondern das Ergebnis bestimmter begrifflicher Operationen. die es im einzelnen zu verfolgen gilt. Die Antwort. die innerhalb des Gebiets unserer Sinneseindrücke niemals erfüllt sind. die hier erhoben wird. die der direkten Messung und somit der unmittelbaren Verifikation durch die Beobachtung fähig sind.

um auch nur das Grundschema der Messung festzustellen. und Druck zu tun hat. in einer festen Skala zu verzeichnen. die sinnliche Ausdehnung durch die .intelligible" stetige Ausdehnung des Mathematikers zu ersetzen. die sie uns darbietet. oben S. Wir müssen von der subjektiven Wahrnehmung zu einem objektiven funktionalen Zusammenhang zwischen Wärme und Ausdehnung übergehen. Es ist ein die hierbei erfordert werden. als die Unterschiede. daß die physikalische Temperatur Bewegung Definition der Bewegung selbst nicht festgestellt werden konnte. daß er es nicht mit der Wärme. (S. so ist hier die allgemeine Entscheidung bereits gegeben: denn es zeigte sich bereits.oder Berührungsempfindung. Von den Inhalten der Perception mußte zu ihren begrifflichen Grenzen übergegangen werden. treten die theoretischen Grundmomente. ehe von Bewegung und ihren exakten Maßen im strengen Sinne überhaupt die Rede sein konnte. 158 ff. deutlich hervor.) Nicht minder ist es eine reine begriffliche Konstruktion. dort. wo wir von keinem anderen Interesse beherrscht scheinen.der Empfindung zugestehen wollte. daß der Physiker zum mindesten es niemals mit den Farben oder Tönen als sinnlichen Erlebnissen und Inhalten. sondern einzig und allein mit Schwingungen. wo wir der direkten Empfindung näher zu stehen. so bliebe dennoch diese Einsicht unberührt. denn auch unter dieser Voraussetzung ist es deutlich. die zu ihrer Begründung nichts Geringeres als die gesamte logische Aber auch Theorie der Infinitesimal-Analysis voraussetzt. sondern mit Keiner dieser Begriffe aber läßt sich als einfache Kopie von Tatsachen der Wahrnehmung verstehen. Das unbestimmte Stärker und Schwächer des Eindrucks bietet nirgends eine Handhabe und einen Ansatz zur Gewinnung fester Zahlwerte. die bei der Messung der beteiligt sind. weiter Weg von der unmittelbaren Empfindung der zum exakten Begriff der Temperatur.. wenn wir einem ungleichförmig bewegten Körper in jedem Punkte seiner Bahn eine eindeutig bestimmte zusprechen: eine Konstruktion. ohne den sinnlichen Körper durch den geometrischen Körper. Blickt man auf diejenigen Faktoren. Lassen wir etwa einer bestimmten Geschwindigkeit Wärme 188 .

hierüber die treffenden Ausführungen von G. außerhalb deren nicht einmal die Frage nach der Meßbarkeit des Vorgangs gestellt werden könnte. Verfolgen wir in Gedanken den Gang einer experimentellen Untersuchung. B. die sich lediglich im Gebiet der konkreten Wahrfachste m . Vor allem ist es der diese Wechselbeziehung. Man erkennt bereits an diesem Beispiel. Milhaud. die zwischen dem Duhe physikalischen Faktum und der physikalischen Theorie obwaltet. wie selbst die ein- quantitative Fixierung eines physischen Tatbestandes diesen alsbald in ein Netzwerk theoretischer Voraussetzungen einbezieht. so wäre hier zum Zweck der Messung die einfache Formel der Proportionalität durch eine komplexere Formel zu ersetzen. in weitere Teile und Unterteile zu zerlegen. auf den einfachsten und schärfsten Ausdruck gebracht hat. S. die durch die empirische Beobachtung nahe gelegt. 47 ff. gemäß welcher sodann die Zuordnung bestimmter Temperaturwerte und bestimmter Volumenwerte zu erfolgen hätte*. um die Strecke. einer Ausdehnung des Quecksilbers den Wert von anderen den Wert von 100 Grad entsprechen. daß die Unterschiede der Temperatur denen der Ausdehnung des QueckDiese silbers direkt proportional zu setzen sind. Rationnel. die diese erkenntnistheoretische Einsicht zu immer größerer Klarheit erhoben hat. so müssen wir. Es ist die philosophische Arbeit der physikalischen Forscher selbst. in welchem Regnault seine bekannten Versuche zur Prüfung des Mariotte* Vgl.Grad. die zwischen den beiden auf diese Weise bezeichneten Punkten liegt. Gehen wir von den festen Körpern zu den flüssigen. La 189 . Annahme aber ist zunächst nichts als eine Hypothese. Paris 1898. aber uns keineswegs durch sie allein gebieterisch aufgedrängt wird. die Voraussetzung machen. nehmungstatsachen hält und dem wissenschaftlich geleiteten und kontrollierten Experiment erfährt bei ihm eine überzeugende und lebendige Schilderung. vom Quecksilberthermometer zum Wasserthermometer über. denken wir uns z. Der Gegensatz zwischen der naiven sinnlichen Beobachtung. in das Laboratorium versetzt.

sondern auch die abstrakten Grundsätze der allgemeinen Mechanik und der Himmelsmechanik voraus. das ein Gas einnimmt. wie der Physiker es formuliert. die aus einem Bericht über einmalige Geschehnisse ein Urteil über Naturgesetze macht. Der Wert des Volumens. Nicht vom Stand einer bestimmten Quecksilbersäule wird berichtet. liegt also eine äußerst komplexe intellektuelle Arbeit: und diese ist es erst. beziehen sich nicht auf diese Instrumente. den es besitzt. nicht eine Änderung. setzt nicht nur die Prinzipien der Arithmetik und Geometrie. die im Manometer vor sich ging. der Wert des Druckes. sind gewisse Zustände und Veränderungen in seinen Aber die Urteile. zeichnet.sehen Gesetzes anstellt. Verlauf eines Experiments wirklich beobachtet werden und dem endgültigen Ergebnis dieses Experiments. unter dem es steht. wird ver- Meßinstrumenten. sind sämtlich keine konkreten Objekte und Eigenschaften. sondern eine Variation des unter dem das beobachtete Gas steht. die er fällt. . Dieser Übergang von dem. sondern auf die Gegenstände. die lediglich die physikalische Theorie wieder mit den wirklich beobachteten Tatsachen verknüpft. die durch sie gemessen werden sollen. was den Kern und den eigent- Sinn der physikalischen Ergebnisse Regnaults ausWas der physikalische Forscher objektiv vor sich macht. sondern ein Wert der „Temperatur" wird festgestellt. was die Wahrnehmung des individuellen Moments unmittelbar darbietet zu der Form. kraft dessen das Volumen des Gases festgestellt wird. die wir etwa den Farben und Tönen an die Seite stellen könnten: sondern es sind „abstrakte Symbole". so sehen wir uns hier zunächst freilich einer Summe direkter Beobachtungen gegenüber. die die Elemente in der physikalischen Aussage schließlich eigentümliche und charakteristische Leistung des naturwissenschaftlichen Begriffs aus. die exakte Definition des Druckes fordert zu ihrem vollen Verständnis das Eindringen in die tiefsten und schwierigsten Theorien der Hydrostatik. macht die 190 . die im Elektrizitätslehre usw. der Zwischen den Phänomenen. Der Apparat. ist es keineswegs. und der Grad der Temperatur. obachtungen lichen sieht. Drucks. die wir einAber die Erzählung dieser Befach wiederholen können. erhalten.

An die Stelle eines Kupferdrahtes von bestimmter Stärke setzen wir eine strenge geometrische Kreislinie ohne Dicke. an die Stelle des Stahls der Magnetnadel. wenn man erwägt. ermittelt werden kann. so müssen die Beobachtungen. die als allgemeingültig hingestellt werden. das er sinnlich vor Augen hat. die ohne Reibung um eine vertikale Achse beweglich ist: und erst die Gesamtheit dieser Umformungen erlaubt es uns. sondern erst durch eine kritische Diskussion. sind also selbst ein Werk der mathematischen Theorie: diese letztere ausschalten. die beobachtete Abweichung der Magnetnadel in die allgemeine theoretische Formel der Stromintensität einzutragen und damit den Wert der letzteren zu bestimmen. Die Konstanz. die dem besonderen Werkzeug notwendig anhaften.* Von einer anderen Seite her tritt uns diese Verknüpfung entgegen. die sie als konstant zugrunde legt. die auf die Ausschaltung der Beobachtungsfehler gerichtet ist. * Vgl.deutlicher tritt diese Abhängigkeit jeder praktischen prinzipiellen Grundannahmen.) (La Theorie Physique. die wir zunächst an einem konkreten Einzelapparat machen. ehe sie physikalisch verwendbar sind. der eine bestimmte Größe und Form aufweist. hervor. horizontale magnetische Achse. zuvor auf ein allgemeines geometrisches Modell bezogen und übertragen werden. hieße die Beobachtung selbst um ihren Sinn und ihren Wert bringen. son objet et sa structure. in dem alle zufälligen Mängel. hierzu die ausgezeichnete Darstellung bis ins Einzelne aufgedeckt dieser Zusammenhang von Duhem. Kein Physiker experimentiert und Noch Messung von bestimmten mißt in Wahrheit mit dem Einzelinstrument. wenn wir uns vergegenwärtigen. Die Korrekturen. in der und nach allen Seiten hin beleuchtet wird Paris 1906. daß das eigentliche Fazit des Versuches niemals direkt zutage liegt. die wir beim Gebrauch jedes physikalischen Instruments vornehmen und notwendig vornehmen müssen. ausgeschaltet sind. setzen wir eine unendlich kleine. Messen wir etwa die Intensität eines elektrischen Stromes durch die Tangentenbussole. sondern er schiebt ihm in Gedanken ein ideales Instrument unter. daß jede konkrete Messung zuvor die Fixierung bestimmter Einheiten verlangt. 191 .

Die genauere Betrachtung läßt indessen die Differenz. am Problem der Zeitmessung. daß zwei Teile von ihr niemals zugleich gegeben sind. im Gebiet der konkreten Phänomene selbst. die für die Ziele der Messung nur immer in Betracht kommt. So bleibt uns nur die begriffliche Vermittlung. die verlangte Gleichförmigkeit in aller Vollkommenheit. die durch den . wie es scheint. da gerade das charakteristische Grundmoment der Zeit darin besteht. die durch den Rückgang auf die Bewegungserscheinungen wird ihm erst auf tionen verliehen. diese Bedingtheit abzustreifen. Die Einheit wird uns hier durch das Intervall. finden wir uns hier dem Begriff des Massen p u n k t e s . Man könnte versuchen. Umdrehung der Erde bietet. Das Trägheitsgesetz geht als begrifflicher Bestand in die Erklärung der Zeiteinheit ein. dar. indem man von der rationalen Mechanik zu ihren empirischen Anwendungen übergeht und hier. sogleich klar hervortreten. Wir können nicht eine Zeitstrecke zu einer anderen hinbewegen und beide in direkter Anschauung miteinander vergleichen. die aber als dem Wahrnehmbaren Grund ist niemals eine Eigenschaft. begrifflicher Postulate und Defini- Für die abstrakte Mechanik heißen dieermöglicht wird. jenigen Zeiten gleich. sondern sie Die Notwendigkeit derartiger Setzungen tritt besonders an dem fundamentalen physikalischen Maßproblem. 192 Schon die Reibung. direkt gegeben. hervor.die hier gefordert wird. also einem rein ideellen Grenzbegriff gegenüber und wieder ist es die hypothetische Annahme eines allgemeingültigen Prinzips. Die Ungleichheit der Sterntage ist es. die zwischen idealem und empirischem Zeitmaß jederzeit zurückbleibt. die der räumlichen Messung zur Verfügung zu stehen scheinen. die jetzt vielmehr auf Grund theoretischer Erwägungen gefordert und durch empirische Gründe bestätigt wird. eine streng Die tägliche gleichförmige Bewegung festzuhalten sucht. Die Zeitmessung muß von Anfang an auf all die sinnlichen Hilfen verzichten. das die Setzung des Grundmaßes erst ermöglicht. solchem anhaftet. das zwischen zwei aufeinanderfolgenden Kulminationen desselben Sternes liegt. in denen ein sich selbst überlassener Wieder materieller Punkt gleiche Weglängen beschreibt.

Denn die Erklärung. Revue de M6taph. indem wir einzelne Fakta vergleichen und messen. IX (1901. Revue de M6taphysique et de Morale VI. Wir setzen die empirisch zunächst völlig . Von neuem entgleitet uns das gesuchte genaue Maß und wir sehen uns zu weiter zurückliegenden begrifflichen Festsetzungen Sie alle aber erhalten ihren Sinn nur durch die gedrängt. die man voraussetzt. Damit aber ändert sich zugleich das Verhältnis von Gesetz und Tatsache. 1898. Die wahrhaften Konstanten sind daher im Grunde nicht wie man mit Recht betont hat die dinglichen Maßstäbe und Maßeinheiten selbst. als Grundlage dient. Substanzbegriff 13 193 . La mesure du temps. — Das Gesetz kann nur darum aus der * Vgl. sowie Wilbois. Lucien Poinoar6. bedingt Verminderung der Rotationsgeschwindigkeit der Erde und somit eine Verlängerung der Sterntage. in welcher die Emanation des Radiums ihre Radioaktivität verliert. auf die sie bezogen und nach derem Vorbild eine allmähliche Längenmessung — — sie daß die Maße der physischen Dinge und Vorgänge ihnen gleich sinnlichen Eigenschaften anhaften und gleichsam von ihnen nur abgelesen zu werden brauchen. ment der Immer ist es somit der Versuch. wobei das Exponentialgesetz. 1908.. Brahn. der uns in der Wahl der Einheiten leitet. sondern eben diese Gesetze. um etwa die Wellenlänge bestimmter Lichtstrahlen als Fundaeinzuführen. das wir stillschweigend in ihnen mitdenken. wird daher mit dem Fortschritt der theoretischen Physik mehr und mehr zurückgedrängt. gleichen" Sterntage als ungleich. enthüllt sich jetzt als ein logischer Zirkel. Henri P o i n c a r 6 . Über die theoretischen Voraussetzungen der Be- stimmung der Maßeinheiten vgl. konstruiert sind*. Die naive Auffassung. nach welchem die Abnahme der Wirkung erfolgt. So hat man neuerdings als exakte Einheit der Messung die Zeit vorgeschlagen. bes. v.beständigen Wechsel von Ebbe und Flut entsteht. Beziehung auf irgendein physikalisches Gesetz. um das Prinzip der Erhaltung der Energie aufrecht zu erhalten. gewisse Gesetze als allgemeingültig festzuhalten. Die moderne Physik dtsch. daß wir zu Gesetzen gelangen.) Cassirer. Lpz. Analog sind es die Prinzipien und Theoreme der Optik. L'Esprit positif.

so daß wir aus dem ersteren Gebiet ein Glied herausheben und versuchen könnten. 109 f. jede theoretische Konstruktion unmittelbar in einer einzelnen Erfahrung. Erst wenn es auf Grund dieses Ansatzes gelingt.Messung hervorgehen. das Ganze der Erfahrungen zu einer lückenlosen Einheit zu verknüpfen. sondern er erhält diese Bestätigung stets nur als Glied eines theoretischen Gesamtkomplexes. direkt aufzeigbaren Daseinselementen. weil sie nicht eine endgültige Antwort. weil sie der Form einer dogmatischen sondern lediglich als ein erster gedanklicher Ansatz erfolgt. Es ist der Grundfehler des nicht in wegnahme Behauptung. knüpfung. Aber dieses Recht kann andererseits freilich nicht dadurch gesichert werden. in einem besonderen sinnlichen Eindruck bewähren. keines läßt sich aus dem Gesamtorganismus herauslösen und in dieser Sonderung darstellen und prüfen.. wie wir die Begriffe anderseits nur mit Rücksicht auf die Totalität der möglichen Erfahrung konzipieren. Seine „Wahrheit" bekundet sich zunächst in den Folgerungen. zu denen er hinführt. Wir besitzen nicht physikalische Begriffe und physikalische Tatsachen in reinlicher Scheidung. Auch die Gültigkeit des physikalischen Begriffs beruht nicht auf seinem Gehalt an wirklichen. Jedes Element bedarf hier des anderen zu seiner Stütze und Rechtfertigung. sondern auf der Strenge der Verdie er ermöglicht. sondern lediglich eine Frage in sich schließt. daß wir jede Hypothese. ist sein Wert und sein Recht erwiesen. Tatsachen" nur kraft der der Begriffe. mathema- Gesamtheit 194 . die er ermöglicht. ob ihm ein Abbild im zweiten entspricht: sondern wir besitzen die . (Vgl. So paradox dieses Wechselverhältnis erscheinen mag.) Der einzelne Begriff kann daher niemals für sich allein an der Erfahrung gemessen und beglaubigt werden. weil wir es in hypothetischer Form Messung selbst hineingelegt haben. oben S. so genau bezeichnet es das logische Kernproblem der Physik. In diesem Grundcharakter bildet er die Erweiterung und Fortsetzung des tischen Begriffs. in dem Zusammenhang und der systematischen Geschlossenheit der Erklärungen. Die begriffliche Vorin die des Gesetzes ist nicht widersprechend.

modernen Gestalt in ihrer Gesamtheit die höchste und Kontrolle aller physikalischen Theorien bildet. So hartnäckig diese Auffassung sich innerhalb der Erkenntnistheorie der Naturwissenschaft erhalten hat: so viele Zeichen weisen in doch darauf hin. Die „reine" Erfahrung im Sinne einer bloßen in- Erfahrung duktiven Sammlung vereinzelter Beobachtungen vermag niemals das Grundgerüst der Physik abzugeben: denn ihr ist die Kraft der mathematischen Formgebung versagt. den die moderne Physik in ihrer Entstehung gegen die Scholastik erhob. daß die Physik selbst ihrer die Auch daß letzte sie endgültig überwunden hat. so bleibt nichtsdestoweniger eine Paradoxie zurück. La Erkenntnisproblem II. s. Duhem. daß sie die Betrachtung der Sachen * Näheres hierüber ** Vgl. nicht auf die Sicherung und Nachprüfung dieses Materials selbst*. verwerfen den naiven Baconischen Gedanken des „experimentum crucis". Erst wenn das rohe Faktum durch ein mathematisches Symbol dargestellt und ersetzt ist. 195 . die mit allem Nachdruck betonen. Die Leistung des Begriffs erstreckt sich hier nur auf die nachträgliche Zusammenfassung und Darstellung des empirischen Materials. für sich bestehende Wesenheiten dachte. beginnt die intellektuelle Arbeit des Begreifens. Faßt man jedoch das Endergebnis. 308 13* ff. wenn das endgültige Ziel kein anderes ist und sein kann. daß er diese Korrelation nicht begriff. diejenigen Denker. Th6orie Physique S. die es mit der Gesamtheit der Phänomene systematisch verknüpft**. in dieser Form. als Tatsachen in Symbole zu verwandeln? Der Vorwurf. Wozu dient alle Begriffs arbeit der Physik. zu dem die Analyse der physikalischen Theorie notwendig hindrängt.Baconischen Empirismus. daß er die „Fakta" gleichsam als abgelöste. die unser Denken nur so getreu als möglich nachzubilden hätte. bes. wenn wir zuletzt erkennen müssen. hrz. daß alle Komplikation der Untersuchungsmethoden uns von dem konkreten Faktum der Anschauung in seiner sinnlichen Lebendigkeit nur mehr und mehr entfernt? Verlohnt sich dieser ganze Aufwand wissenschaftlicher Mittel. 125 ff.

Das einzelne Ding ist für den Physiker nichts anderes. auf einer falschen Abstraktion: sie versucht. Alle diese Begriffe erscheinen in nunmehr als ebensoviele Mittel. kraft dessen das Einheit des Begriffs bekundete sich nicht hervorgeht. die durch die Voraussetzununlöslich auf- gen der Begriffsbildung selbst einander hingewiesen sind. Wahrheit gegeneinander zu isolieren. die Besonderheit eines Objekts zu bezeichnen. Die in einem festen Bestand an Merkmalen. sondern in der Regel. droht jetzt auf sie selbst scheint wahren Wirklichkeit der Empfindung mehr und mehr entfremden. sondern ein Prinzip festauseinander zustellen. durch die wir uns der Namengebung Not- wendigkeit. müssen die Geist.) Die Betrachtung der physikalischen Grundbegriffe bestätigt und erweitert diese Auffassung. 18 ff. durch welche die bloße Verschiedenheit als eine gesetzliche Abfolge von Elementen dargestellt wurde. zwei Momente eine neue hier erreicht. aber damit sie möglich müssen die Reihenprinzipien selbst. ein bestimmtes spezifisches Gewicht. führt. aus einer Mehrheit gleichartiger Eindrücke das Geherauszuschälen. unter denen die Vergleichung und Zuordnung der Elemente erfolgt. (Vgl. sichtspunkte. Der wissenschaftliche Versuch leistet diese letzte endgültige Fixierung. theoretisch festgestellt und begründet sein. schen wie sich im Gegensatz zu der Begriffsbildung war durch das Verfahren traditionellen logischen Lehre zeigte bestimmt. ein 196 . Namen Nur ersetze. oben S. in Gegensatz zu der Evidenz und die uns im Erleben individueller Einzeltatsachen zum BeDiese Trennung beruht indessen selbst wußtsein kommt. — Der Weg der mathemati- — Reihenbildung meinsame Verschiedene „Gegebene" Reihen Wir müssen dem Gegenstand bestimmtes Volumen und eine bestimmte Masse. das zu fassen und ihm innerhalb dieser Reihen seine feste Stelle anzuweisen. als ein Inbegriff physikalischer Konstanten: außerhalb dieser Konstanten besitzt er keine Möglichkeit und keine Handhabe. Man hat diese Konsequenz in der Tat bisweilen gezogen: man hat die zu der die physikalische Theorie uns hingestellt.durch die der zurückzufallen. Nicht darum handelte der es sich.

unter dem die Vergleichung erfolgt. Das Symbol besitzt sein vollgültiges Korrelat nicht in irgendwelchen Bestandteilen der Wahrnehmung selbst. um sodann auf das Mannigfaltige der Wahrnehmung angewandt zu werden. aber es ist alles dasjenige festgehalten und für sich herausgehoben. eine bestimmte elektrische Leistungsfähigkeit usf. Die Messungen. In der symbolischen Bezeichnung ist freilich die besondere Beschaffenheit des sinnlichen Eindrucks abgestreift. Erst in dieser Beurteilung wandelt sich der konkrete Eindruck zum physikalisch bestimmten Objekt. die als allgemeingültige Maßstäbe theoretisch festgelegt sind.eine bestimmte Wärmekapazität. der der Umbildung des Eindrucks in das mathematische . zusprechen. um ihn von anderen Objekten zu unterscheiden und ihn einer festen begrifflichen Klasse einzuordnen.. daß das Moment. was ihn als Systemglied kennzeichnet. die im Hinblick auf irgendeine Vergleichsskala fixiert sind. Man begreift erst in diesem logischen Zusammenhang den . Ding" jetzt zu einem mathematischen Inbegriff von Werten. die hinzugebracht werden müssen. Das Chaos der Eindrücke formt sich in ein System von Zahlen: aber diese Zahlen erhalten ihre Benennung und somit ihre spezifische Bedeutung erst aus dem Inhalt der Grundbegriffe. Die sinnlich dingliche Qualität wird zum physikalischen Gegenstand. die hierzu erforderlich sind. Die verschiedenen physikalischen Begriffe bestimmen jeder für sich eine derartige Skala und ermöglichen somit eine immer innigere Verknüpfung und Zuordnung der Elemente des Gegebenen. Die physikalische Zerlegung des Gegenstandes in die Gesamtheit seiner numerischen Konstanten ist somit keineswegs gleichbedeutend mit der Zerfällung eines sinnlichen Dinges in die Schar seiner sinnlichen Merkmale: sondern es sind neue und eigenartige Kategorien der Beurteilung. sondern es muß theoretisch erarbeitet werden.. Aus einer Summe von Eigenschaften wird das. wohl 197 . Symbol" zukommt. anfänglichen Eindruck mitgegeben. aber setzen voraus.. zuvor in begrifflicher Strenge und Dieses Moment ist niemals in dem Genauigkeit erfaßt ist. indem sie sich in eine reihenförmige Bestimmtheit umsetzt. um diese Gliederung zu vollziehen. objektiven" Wert.

— — M Apperzep- Prädikat Leitgedanken Messung 198 . Einzel wert innerhalb jeder der möglichen Vergleichungsreihen empirisch festgestellt ist. Der neu auftretende Eindruck. stellen. so wäre damit die „Einheit des Bewußtseins" so würde der Eindruck nicht länger zu selbst aufgehoben Man kann im Sinne . Von einem anderen Standpunkt läßt sich das Verhältnis. Wirklichkeit" selbst enthüllen wird.der zwischen aber in dem gesetzlichen ihren einzelnen Gliedern besteht: dieser Zusammenhang aber ist es. durch das wir es näher zu umgrenzen Erst indem wir das Gegebene unter irgendvermöchten. Eigenschaften". während die Erfahrung bestimmt. wie sich gezeigt hat.apperzeptiven Verknüpfung" auf. wenn man an die gewöhnliche psychologische Fassung der Begriffstheorie anknüpft. Wir besäßen alsdann das Faktum immer nur als einzelnes Subjekt. als die eigentlichen und notwendigen tionsbegriffe für jede empirische Kenntnis überhaupt bezeichnen. In der Sprache dieser Theorie löst sich das Problem des Begriffs in das Problem der . Ohne sie gäbe es in der Tat. a ß dieser Auffassung die verschiedenen physikalischen begriffe.. gewinnt der einen es feste Gestalt und Prägung. Vorarbeit schafft eine Übersicht über die möglichen Weisen der exakten Zuordnung. keine Einstellung des Tatsächlichen in Reihen und somit keine durchgängige wechselseitige Bestimmung zwischen seinen einzelnen Gliedern. die er erfährt. Fehlte diese Bezogenheit des Einzelnen auf die Gesamtheit der Erfahrung. das hier zugrunde liegt. ohne irgendein angeben zu können. der zunächst als Einzelnes erfaßt wird. ist jetzt doch seine notwendige Zugehörigkeit zu irgendwelchen von diesen Grundreihen erkannt und damit bereits das vorbereitende Schema Die deduktive zu seiner näheren Bestimmung geschaffen. der sich immer deutlicher als der eigentliche Kern des Gedankens der empirischen ... Zusammenhang. gelangt zu begrifflichem Verständnis erst kraft der apperzeptiven Deutung und Einordnung.. unserer" Welt der Wirklichkeit gehören. gewinnt es klar umgrenzte Selbst bevor noch sein physikalische . die die naturwissenschaftliche Theorie entwickelt. beleuchten.

F. treffenden Ausführungen von G. aufgedrückt. Mythen- 199 . Jetzt kann es daher nicht mehr befremden. die bildung und Erkenntnis. hrz. haben wir ihm damit das Siegel unserer allgemeinen anwendbar Verknüpfungsbegriffe. dadurch zum Ausdruck zu bringen. daß sie immer neue .. die die Theorie gebahnt hat und zwischen denen es nunmehr eine Auswahl zu treffen gilt. Lpz. indem wir ihn in räumliche und zeitliche Beziehungen mit anderen Inhalten setzen. für Das wissenExperiment findet stets eine Mehrheit von Wegen schaftliche vor. 211 ff. Ein solcher Parameter ist die Masse. 1907. Sie entdeckt keine absoluten metaphysischen Qualitäten. seine Bestimmung aufnimmt. sondern sie sucht die Beschaffenheit des Körpers oder des Vorgangs.welcher von den möglichen den vorliegenden Fall Arten der Verbindung ist. um uns das Ganze seiner möglichen Veränderungen und sein Verhalten gegenüber äußeren Bewegungsantrieben rational verdie wir ständlich zu machen. immer nur gleichsam auf neue Schichten von Zahlen und Zahlenwerten stößt. um so reiner tritt hierbei die Eigenart der naturwissenschaftlichen Dingbegriffe und ihr Unterschied von den metaphysi* Vgl. durch welche Physik und Chemie fortschreitend den Körper der Wirklichkeit bestimmen*. die wir einem einzelnen Körper beilegen. um irgendwelche konkrete Bestimmungen und Prädikate von ihr aussagen zu können. oder die E i g e n e n e r g i e als charakteristisch für den augenblicklichen Zustand eines gegebenen physikalischen Systems ansehen. Je tiefer man sich in dieses Verfahren versenkt. Kein Inhalt der Erfahrung kann uns daher jemals als etwas schlechthin schon indem wir denn gegenübertreten: Fremdartiges ihn zum Inhalt unseres Denkens machen. Parameter" in lationen. . daß auch die wissenschaftliche Physik. Lipps. um auch nur irgendeine Gestalt der Materie selbst. Das Gleiche aber gilt für alle die verschiedenen Größen. S. den sie untersucht. je weiter sie in das „Sein" ihrer Objekte vorzudringen strebt. sondern der Gedanke dieser Form bildet die notwendige Voraussetzung. insbesondere der mathematischen ReDie Materie der Wahrnehmung wird nicht erst nachträglich in irgendeine begriffliche Form gegossen.

als in dem Umkreis der sinnlichen Dinge selbst. wie unvollkommen sie zunächst auch erfüllt werden mag. Es enthält den Hinweis auf den Gedanken. Erst in dieser Leistung gewinnt die Philosophie ihren eigenen Anfang. Aber schon innerhalb der Jonischen Naturphilosophie selbst beginnen sich Tendenzen zu regen. Das Anaximandrische Prinzip des oTteiQov erhebt sich bereits in logischer Freiheit über den Kreis der unmittelbaren Wahrnehmungswirklichkeit. dem jetzt die Bedeutung der „Substanz" aufgeprägt wird. Der neue Gedanke aber kann zunächst seine Bestätigung nirgend anders suchen. Der Versuch. Die Naturwissenschaft hat in ihrer Entwicklung überall an die dieser letzteren angeknüpft. Form V. dennoch der charakteristische Ausdruck einer neuen Denkweise und einer neuen Fragestellung ist. die zwischen der Realität und den mythisch-poetischen Erdichtungen scheidet. das nicht von außen durch fremde Willkür gelenkt wird. die. die über diese Auffassung hinausdrängen. Die Wahr- nehmung bietet hier — da die begriffliche und kritische Arbeit der Forschung noch nirgends eingesetzt hat die einzige feste Grenze. Das Sein wird erst jetzt zum geordneten Ganzen. sondern in sich selbst die Gewähr seines Bestandes trägt. die Mannigfaltigkeit der sinnlichen Wirklichkeit aus einem einzigen Urstoff abzuleiten. mit ihm nicht von gleicher Beschaffenheit sein kann. So ist es irgendein empirisch aufweisbarer Einzelstoff. Es kann mit keiner einzelnen stofflichen Qualität behaftet sein. Der logische Gedanke der Substanz steht an der Spitze der wissenschaftlichen Weltbetrachtung überhaupt. enthält eine allgemeingültige Forderung in sich. aber sie hat zugleich in ihrem eigenen Fortschritt diese Form mit einem neuen Gehalt erfüllt und sie auf eine andere Stufe der Begründung emporgehoben. die allein den festen.sehen Substanzbegriffen hervor. was den Ursprung des sinnlichen Seins bilden soll. der geschichtlich die Grenzscheide zwischen Forschung und Mythos vollzieht. daß dasjenige. da alle Einzelqualitäten sich erst aus ihm 200 — . er ist es. positiven Inhalt der Wirklichkeit auszumachen scheinen.

als vielmehr in der unbegrenzten Fülle und Mannigfaltigkeit an qualitativen Unterschieden. Die Einheit. scheinbar den entgegengesetzten Weg einschlagen. um an diesem Punkt zur Klarheit durchzudringen. Die wahrhafte Unendlichkeit des Urstoffes bekundet sich nicht sowohl in seiner gleichförmigen und unterschiedslosen Struktur. das Helle sinnliche — 201 . So wird es zu einem Sein ohne bestimmte Unterscheidungsmerkmale. die in dem unendlichen und bestimmungslosen Urstoff Anaximanders zur ersten deutlichen Ausprägung gelangt. sondern erst gestellt. in der diese Differenzierung erfolgt und der Anstoß. Das Problem der besonderen Qualitäten und Eigenschaften ist jedoch in diesem ersten Lösungsversuch nicht überwunden. Das Gebiet des Stofflichen überhaupt ist damit indes nicht verlassen. Die Frage. Hier tritt zugleich mit der ersten Festsetzung eines allgemeinen bewegenden Prinzips auch die physikalische Erklärung der Einzelqualitäten in eine neue Phase der Betrachtung ein. Ausscheidung" aus dem gleichartigen Urprinzip entwickeln sollen.. Es ist vergeblich. Das Feuchte und das Trockene. von deren Dasein und deren Unterschieden die Sinne uns Kunde geben. des Feuchten und Trocknen noch ungesondert nebeneinander liegen. zunächst völlig im Dunkeln. das diese Tendenz zum Abschluß bringt. nunmehr auf dauernde und absolute Eigenschaften der Materie als auf ihren eigentlichen Ursprung zurückgedeutet. die er in sich birgt. Wenn die Gegensätze sich durch . in dessen gleichartiger Struktur die Gegensätze des Warmen und Kalten. die hierin liegt. So werden die mannigfachen erscheinenden Beschaffenheiten der Körper. So muß der Gedanke nunmehr. die der genauen Begründung entbehrt. das Besondere aus dem Allgemeinen ableiten zu wollen. Es ist das Natursystem des Anaxagoras. stellt sich lediglich als eine logische Vorwegnahme dar. die Anaximander in seinem Prinzip des Unendlichen gesetzt hatte. der zu ihr hinführt.entwickeln sollen. vielmehr ist es gerade die reine Abstraktion des Stoffes selbst. bildet den Antrieb für die weitere Entwicklung der spekulativen Naturphilosophie. so bleibt die Art. wenn es nicht in irgendeiner Form in ihm bereits gesetzt und enthalten ist.

wie sie sich der Anschauung zunächst darbieten. die selbst durchaus der sinnlichen Beschaffenheiten und Wahrnehmung entnommen sind. jeder physische Punkt selbst stellt einen Inbegriff unendlich vieler Qualitäten dar. in denen diese Eigenschaften sich mischen. zu entstehen und zu vergehen scheinen. eines der qualitativen Elemente sondern daß es in der Zusammensetzung vorherrscht. des Äthers und der Erde. Die Analyse des Anaxagoras bezweckt. zu ihren begrifflichen Prinzipien zurückzugehen: aber sie fixiert den Gehalt dieser Prinzipien in Ausdrücken.. die in Wahrheit niemals fehlen können. Die bunte Vielheit der empfindbaren Qualitäten wird also beibehalten. Alles in Allem": jedes noch so kleine Partikel. Gegensätzlichkeiten der Empfindung werden hier unmittelbar zu dinglichen Gründen umgedeutet. so weit wir die Zerlegung auch fortsetzen mögen.und Dunkle. beruhen alle Verschiedenheiten und Gegensätze der zusammengesetzten sinnlichen Substanzen. die in der Erscheinung hin und her zu gehen. das Warme und Kalte. wie der Luft und des Wassers. daß sie irgendisoliert enthalten. die an sich bestehen und für sich. entspricht in Wahrheit ein unveränderliches substantielles Sein. die sich in ihm durchdringen. hinter die konkreten sinnlichen Objekte. zu wirken vermögen. ja sie wird bewußt zur Unendlichkeit gesteigert. Daß irgendeine 202 . noch als enthalten zu denken sind. praktisch außer Betracht bleiben dürfen. so daß in der gewöhnlichen populären Betrachtung die übrigen Faktoren. Was den besonderen Stoffen ihr unterscheidendes Gepräge gibt. die in ihrer Gesamtheit in jegliche Zusammensetzung eingehen und die auch in den kleinsten stofflichen Teilen. ist nicht dies. wenngleich in Gemeinschaft mit anderen Ursachen derselben Art. Hierbei sind es stets alle elementaren Grundbeschaffenheiten. das Dichte und Dünne sind sämtlich Grundeigenschaften der Dinge selbst: und auf der Art und dem quantitativen Verhältnis. In diesem Sinne ist . Die spezielle Ausführung dieser Lehre bietet lediglich geschichtliches Interesse: aber auch abgesehen hiervon enthält sie ein Moment von typischer Bedeutung. das denn auch seither im Fortgang der Physik immer wieder zutage'getreten ist. Jeder dieser Beschaffenheiten.

sie erhalten dadurch zwar eine veränderte Bedeutung. ist eine bloße Täuschung. sinnliche Hypostase metaphysische Auch die — Physik stellt in dieser Die Grundqualitäten Hinsicht keine innere Wandlung dar. die hier zugrunde liegt. Die gesamte Naturwissenschaft. wie die Luft oder das Wasser. die sie ausführen. die hinzutreten. zu konstruieren. aus deren Zusammensetzung die vier Elemente: Wasser und Erde. sind hier wiederum auf eine kleine Anzahl zusammengezogen: statt der unendlich vielfältigen „Samen" der Dinge sind es Aristotelische Warmen und Kalten. Die Natur dieser Elemente bestimmt die Eigenart der Bewegungen. 203 . Die Erhebung der Qualitäten zu gesonderten Wesenheiten. das der Gedanke fordert. dieser Eigenschaften läßt ihre Natur Die dennoch ungeändert. treten aber aus dem Charakter des Sinnlichen prinzipiell nicht heraus. ohne aus dem Umkreis des „GeEs ist nicht mehr. in ihren geschichtlichen Folgen hervor. wenn man sie im Zusammenhang mit den logischen Voraussetzungen des Aristotelischen Systems betrachtet. Jonischen Naturphilosophie. Luft und Feuer entstehen sollen. aus denen jene Körper resultieren. ristische Versuch vor. und damit den Gesamtplan und die Ordnung des Weltalls. und Trockenen. insbesondere die gesamte Chemie und A 1 c h y m i e des Mittelalters werden erst verständlich.Grundeigenschaft an einem Subjekt neu entsteht oder an ihm verschwindet. wie in der gebenen" herauszutreten. und die an ihnen kraft der Wahrnehmung aufzeigbar sind. das beharrende Sein. wohl aber geht dieser Wert auf die Gesamtheit der Eigenschaften über. der den dauernden Bestand der Dinge darstellt. So nunmehr lediglich die Eigenschaften des des Feuchten ruht auch der Bau dieser Physik auf dem gleichen Verfahren der Umsetzung relativer Eigenschaften der Empfindungen in absolute Eigenschaften der Dinge. Mit besonderer Schärfe und Deutlichkeit tritt die Anschauung. für unseren Blick zeitweilig So liegt hier in der Tat der charaktegleichsam verdeckt. die die oberflächliche Betrachtung der Dinge uns vorspiegelt: jede b e h a r r t vielmehr und wird nur dieser Eigenschaften durch andere. ein einzelner empirischer Stoff.

was die generische Gemeinsamkeit einer Gruppe von Körpern ausmacht. von dem es durch all diese Eigenschaften Die Gesamtansicht. von den flüssigen und flüchtigen durch die Anwesenheit einer bestimmten absoluten und ablösbaren Eigenschaft. Elemente". die ihnen innewohnt: der Übergang in einen anderen Aggregatzustand bedeutet den Verlust dieser Qualität und die Aufnahme einer neuen dinglichen Einzelnatur. Bacons Formenlehre geht auf das Axiom zurück. als abtrennbarer Bestandteil in ihnen irgendwie vorhanden und nachweisbar sein muß. Man beraubt den Einzelkörper seiner individuellen Merkmale. auf der diese Naturauffassung beruht. zu nähern. tritt noch in der neueren Zeit in der Physik B a c o n s deutlich hervor.. auf denen seine Flüssigkeit und seine Flüchtigkeit beruhen. werden zugleich als p h y Bestandteile abgesondert und zu selbständiger s i s c h e Die festen Körper unterscheiden sich Existenz erhoben.die vom Sein des Körpers verschieden und somit wenigstens im Prinzip von einem Körper auf den anderen übertragbar sind. die als ebensoviele selbständige Substanzen in ihm gedacht werden. einander wird gemäß dieser Grundanschauung gedacht und dargestellt. sie nacheinander Die Umwandlung der Metalle inder Materie aufzuprägen. die allen ihre Anwesenheit Die Aufgabe bestimmte Wirkungen in ihnen hervorruft. einen anderen überzuführen. seine Schmelzbarkeit. indem wir ihm successiv die beiden . daß dasjenige. der Physik erschöpft sich darin. zunächst getrennt ist. seine Weichheit los. die komplexen sinnlichen warmen Dingen innewohnt und durch Einzeldinge in eine Schar abstrakter und einfacher Qualitäten 204 .. die einer Klasse von Dingen gemeinsam sind die somit die und Grundlage für die Bildung eines bestimmten abgeben. daß man imstande ist. um irgendeinen Körper in ersetzen. man löst etwa von dem Zinn sein Knirschen. So läßt sich etwa Quecksilber in Gold verwandeln. Die Form der Wärme Gattungsbegriffs besteht als ein eigentümliches Etwas und sie ist es. entziehen und sie durch andere Beschaffenheiten Allgemein genügt es. Naturen" derart zu beherrschen. um es dadurch dem Silber. Die bildet hier die herrschende Grundanschauung. Eigenschaften. die verschiedenen .

u.aufzulösen und aus ihnen zu erklären.. von dem Demokrit ausgeht. das Salz der Ausdruck ihrer Löslichkeit. Immer sind es hier gewisse gesetzliche Reaktionen. s. die wir an einer Anzahl von Körpern sinnlich zu erfassen und wahr- zunehmen beigemischt scheinen. Das Sein wird nicht mehr unmittelbar in den sinnlich wahrnehmbaren Qualitäten gesucht noch in dem. in welcher sie immer von neuem in verschiedenen Formen hervortrat. Die Hypothesen des Wärmestoffes. auch Berthelot. für die unmittelbar ein dingliches Substrat eingesetzt wird. 300 ff. 279 ff. 205 . aus welcher der gesamte Aufbau der Chemie vor Lavoisier mit innerer Not- — Neben der Entwicklung. Identit^ et R6alit6. wie die Annahme der besonderen elektrischen oder magnetischen Fluida zeigen. während das Quecksilber die Gesamtheit der metallischen Eigenschaften in sich faßt und darstellt. Insbesondere ist es die Begriffsbildung der Chemie. Les origines de P Alchimie. Die Atomistik geht in ihren geschichtlichen Voraussetzungen durch Vermittlung des Eleatischen Systems auf die Grundform der Lehre zurück. S. die vortreffliche Darstellung bei E. ist: verdichtet diese sich in der Annahme des Phlogistons wendigkeit folgt. Der Grundbegriff des leeren Raumes. ist direkt dem xevöv der Pythagoreer entnommen. aber steht von Anfang an eine andere Grundauffassung des physischen Seins und Geschehens. der den Körpern und Annahme ist es. 206 ff. die hier in ihren allgemeinen Zügen verfolgt wurde. zu einem besonderen Stoff. So ist der Schwefel der Ausdruck der Verbrennbarkeit der Körper. wie langsam auch in der modernen Naturwissenschaft diese Auffassung zurückgedrängt worden ist*. Meyerson.. was ihnen etwa als absolutes Korrelat und Gegenbild ent- — — Pythagoreischen * Vgl. hrz. Schon die antike Wissenschaft hat dieser Auffassung im System derAtomistik einen vollendeten Ausdruck gegeben. Paris 1885. Die Eigenschaft der Brennbarkeit. Paris 1908. Hier stehen wir daher bereits vor einer veränderten Richtung der Denkart. s. S. Jedes Element der älteren Chemie ist zugleich der Träger und gleichsam der Typus einer bestimmten hervorstechenden Eigenschaft.

sondern es geht in dem reinen Begriff derZahl Die Zahl. nur in der ungeprüften „subjektiven" Auffassung gibt es ein Süßes und Bitteres. auf der alle Verknüpfung und alle innere der Dinge beruht. ist die unbedingte Gleichförmigkeit seiner Teile: alle inneren Unterschiede haben sich in einen bloßen StellenUnterschied aufgelöst. Der mystische Überschwang. wirklichen" Merkmale der Dinge nur diejenigen zurück. auf. Er bietet sich all ihren Bestimmungen dar und erfüllt alle ihre wesentlichen BeSein charakteristischer Grundzug ist demnach dingungen. Dasein zu gelangen bedürfen wir der Vermittlung und des M bestimmung Um Durchgangs durch den Raumbegriff. mit dem dieser Gedanke in seiner ersten Konzeption ergriffen wird. ein Warmes und Kaltes. so daß jeder Einzelpunkt nur noch den gleichwertigen Ausgangspunkt für geometrische Beziehungen und Konstruktionen 206 . Die sinnlichen Eigenschaften der Dinge werden nunmehr aus dem wissenschaftlichen Weltbild verwiesen. Für die Darstellung der objektiven Wirklichkeit dagegen sind alle diese Beschaffenheiten zu verwerfen. da keine von ihnen einer exakten a ß und damit einer wahrhaft eindeutigen Fixierung fähig ist. ist eben darum zugleich als die Substanz der Dinge zu bezeichnen denn sie ist es. der ihn gleichsam zum reinen Sinnbild der Zahl stempelt. ist hier in einem konkreten Aufbau der Mechanik verkörpert. Harmonie : Farbloses. die im Sinne der reinen Mathematik bestimmbar sind. Im atomistischen System ist diese Wendung vollzogen: was für die Pythagoreer als abstrakte Forderung feststand. ein Farbiges und spricht. um zuletzt einer rein methodischen und rationalen Begründung zu weichen. Die Differenzen. So bleiben als die . Der Raum selbst indes hier in einem Sinne genommen. die im unmittelbaren Wahrnehmungsraum bestehen. sind völlig abgestreift. tritt in der Fortbildung der griechischen Wissenschaft mehr und mehr zurück. Das abstrakte Zahlschema der Pythagoreer aber wird jetzt durch ein neues Moment ergänzt. kraft dessen es erst seine volle Fruchtbarkeit zu von der Zahl zum stofflich physischen entfalten vermag.. die ihnen allein eine bestimmt erkennbare Wesenheit verleiht. nur der „Satzung" nach.

daß sie groß oder klein. die der Atombegriff selbst im Laufe der Zeiten erfährt. Im Begriff der Materie so führt er aus als daß sie von dieser oder jener Gestalt. süß oder bitter. Wird nunmehr das Wirkliche unter diesen Gesichts- punkten bestimmt. die Arithmetik und Geometrie. ohne dadurch den Gedanken der Materie selbst aufzuheben. weiterwirkt und sich zu immer größerer Klarheit durchringt. in oder in R u h e begriffen ist. sowie die reine Bewegungslehre.oder übelriechend zu denken. so bleibt von ihm nur dasjenige zurück. Mit dieser Hinwendung zur Atomistik ist indessen das Problem nur in allgemeinen Ausdrücken gestellt. da sie sich nicht auf exakte Zahlenwerte zurückführen lassen. was es zu einer numerischen Ordnung. das gedankliche Motiv. Die Substanz des physikalischen Körpers erschöpft sich in dem Inbegriff der Eigenschaften. Von allen sonstigen Merkmalen dagegen können wir absehen. an ihm entdecken und feststellen. in diesem oder jenem Ort. wohl. es ist daher selbst kein unveränderlicher. sondern eine logische Forderung. — — — 207 . Im Atom Demokrits ist die Auflösung der sinnlichen Bestimmungen noch nicht zur vollen Durchführung gelangt. reine In diesem Sinne hat. aber noch keineswegs vollständig gelöst. Denn das Atom selbst bezeichnet keinen festen physischen Tatbestand. Eben hierin wurzelt das Recht und die Bedeutung des Atombegriffs: die Welt der ist nichts anderes. auch kein festes objektives Korrelat entspricht. dem er seine Entstehung verdankt. sondern vielmehr ein variabler Ausdruck. sondern Atome Größenbestimmungen — — Bewegung Namen. die auf beide zurückgeht. wie in den Wandlungen. Galilei die Atomistik verstanden und begründet. noch an der Schwelle der modernen Physik. Es ist interessant zu verfolgen. vielmehr sind alle diese Bezeichnungen bloße denen. Keine logische Notwendigkeit zwingt uns. liegt nichts anderes. Die Atome unterscheiden sich hier wenn man den bekannten Bericht des Aristoteles zugrunde legt nicht nur ihrer Stellung und Lage. sofern an dieser nichts anderes als festgehalten werden.bedeutet. zu einem quantitativ gegliederten Ganzen macht. sie weiß oder rot. als die abstrakte Darstellung der physischen Wirklichkeit.

jedes Atom mit einer absoluten Härte zu begaben. daß die „molare" Energie sich in „molekulare" umgesetzt hat. 208 . Versucht man indessen diesen Gesichtspunkt auf anzuwenden. so sind ihre Eigenschaften und Wirkungsweisen nach dem Verhalten zu bestimmen. kraft deren es alle anderen von seiner räumlichen Sphäre ausschließt. um diesen Widerspruch gegen das Erhaltungsgesetz auszugleichen. die logische Notwendigkeit hervor. die Annahme machen. Die Folgen dieses Dualismus treten im Fortgang der Lehre alsbald deutlich hervor. daß die Gesamtsumme der lebendigen Kraft unverändert bleibt. sobald man das Verhältnis betrachtet.auch ihrer Größe und Gestalt nach: sie besitzen somit selbst verschiedene Ausdehnung und verschiedene Form. Betrachtet man die Atome als vollkommen harte Körper. die das mathematische Denken aussondert. wenn wir es lediglich in seinen Anwendungen auf die Mechanik betrachten. Diese Erklärung aber versagt wirkung Atome ersichtlich für die als streng Atome selbst. ohne daß ein Grund dieses Unterschiedes aufweisbar wäre. Vor allem aber tritt in dem Maße. das sich nunmehr zwischen dem physikalischen Grundbegriff des Seins und dem physikalischen Grundgesetz des Geschehens ergibt. als die dynamische Wechselder Atome zum eigentlichen Problem wird. für jeden Übergang der Bewegung von einem Körper auf einen anderen. Die Gegensätze des Harten und Weichen wie des Leichten und Schweren werden somit wieder unmittelbar in die objektive Naturbetrachtung aufgenommen: ein Rest der wahrnehmbaren Merkmale des Körpers ist erhalten und mit den Bestimmungen. einfache Subjekte der da diese ihrem Begriff nach Bewegung zu denken sind. Sie verdichten sich zu einer eigentlichen Antinomie. die Darstellung des Stoßes der so ergibt sich alsbald eine eigentümliche Schwierigkeit. Dieses Gesetz fordert. auf eine Stufe gestellt. das wir empirisch unmittelbar an unelastischen Massen beobachten können: bei jedem Zusammenstoß vollkommen oder zum Teil unelastischer Körper aber zeigt sich ein bestimmter Verlust an lebendiger Kraft. daß ein Teil der lebendigen Kraft von den Gesamtmassen auf ihre Teile übergegangen ist. Die Theorie muß.

in einem Sprung von einem Größenwert zu einem anderen. daß den Atomen. Cassirer. Otto Buek. kann nur in einem plötzlichen Übergang bestehen. bes. daß wir dem einen Körper eine unvermittelte Abnahme. Erkenntnisproblem II. Berlin 1905. so läßt sich dieses Ergebnis nur dadurch darstellen. ** Näheres hierüber s. 394 ff. der beim Stoß absolut harter Körper eintreten muß. S. daß wir im Moment des Stoßes selbst keinen eindeutigen Wert der Geschwindigkeit mehr für beide Massen zu fixieren vermögen und daß somit hier eine Lücke der mathematischen Bestimmung des Gesamtvorgangs zurückbleibt**. Theorien der modernen Physik.34 ff. der von ihm um einen festen. daß ein Teil der Rotationsbewegung der Atome sich in fortschreitende Bewegung umsetzt vgl. wenn man die Forderungen. Die Änderung Kontinuität der Geschwindigkeit. S t a 1 1 o Die Begriffe u. Substanzbegriff 14 209 . der Mechanik der Atome entgegenhält. Die Verteidiger der extensiven Atome haben auf Einwände dieser Art bisweilen erwidert. nicht minder schwerwiegendes Bedenken ergibt sich. die sich des Geschehens eraus dem Postulat der geben. gewisse EigenZur Kritik des S e c c h i sehen Lösungsversuches. Der Widerspruch stamme lediglich daher. 1901. die durch den Satz der Erhaltung der algebraischen Summe der Bewegungsgrößen bestimmt wird. deutsche Ausg. ohne daß ihr dies jemals in völliger Strenge gelungen wäre*. endlichen Betrag verschieden ist. dadurch aufgewogen wird. Wird etwa ein langsamerer Körper von einem schnelleren eingeholt und schreiten beide nach dem Stoß mit einer gemeinsamen Geschwindigkeit fort.bei denen jede Möglichkeit einer weiteren Zerlegung in Teile und Unterteile fehlt. Und ein zweites. Lpz. Die Atomistik und Faradays Begriff der Materie. die nichts als rationale Setzungen des Denkens sein wollen. Diese Annahme aber führt dahin. * ' lust . die zwei absolut harte Körper im Moment ihres Zusammenstoßes erfahren. wonach der Veran lebendiger Kraft. diesen Widerspruch in den Grundlagen selbst zu beseitigen. zur allgemeinen Kritik des Atombegriffs vgl. daß hier an das hypothetische Bild. Die kinetische Atomistik hat auf verschiedene Weise versucht. auf welches die Mechanik gestützt werden soll. ein falscher Maßstab angelegt werde. dem anderen eine unvermittelte Zunahme der Geschwindigkeit zusprechen.

nicht aber die Gleichartigkeit der Atombewegungen mit irgendwelchen Vorgängen der uns bekannten physischen Wirklichkeit hat die Regel zu bilden. die sie sich wechselseitig im System der dynamischen Wirkungen und Gegenwirkungen anweisen. nach welcher der Inhalt des Atombegriffs zu gestalten sei. ausgedehnten. Subjekt** der Bewegung zu genügen hat. Für ihn sind wir somit nicht auf bloße vage Vergleiche mit direkt beobachtbaren Erscheinungen angewiesen.Schäften zugesprochen werden. sieht man sich auch von der logischen Seite her zu derjenigen Umbildung des Atombegriffs gedrängt. Lasswitz.. ist lediglich die Stelle. Geschichte der Atomistik II. hier einen weiteren Schritt vorwärts getan hat. an welches wir in der theoretischen Konstruktion der Atome und ihrer Bewegungen gebunden bleiben. 210 . die uns allein leiten darf*. die einzig uud allein aus der Analogie der sinnlichen Körper unserer Wahrnehmungswelt gefolgert sind. wenngleich unteilbaren Partikel tritt jetzt Man sieht. wie der schlechthin einfache Kraftpunkt. Die Vereinbarkeit dieser Konstruktion mit den sonstigen Grundannahmen der rationellen Mechanik. Zur Negation der sinnlichen Qualitäten gesellt sich die Ne* S. Eben diese Analogie aber sei vom Standpunkt der erkenntnistheoretischen Betrachtung zu verwerfen. die die NaturwissenAn Stelle der schaft seit Boscovich vollzogen hat. Nicht das Verhalten der empirischen Körper unserer Umgebung. Auch die Größe und Gestalt der Atome sind nunmehr geschwunden: was sie unterscheidet. sondern wir setzen umgekehrt die Gültigkeit dieses Gesetzes als Axiom fest. ob es für absolut starre Körper möglich oder unmöglich sei. denen das eigentliche . Diese Entgegnung ist prinzipiell durchaus zutreffend: aber gerade wenn man sie völlig zu Ende denkt. beim Zusammenstoß dem Gesetz der Erhaltung der Energie zu genügen. die bereits für Demokrit charakteristisch war. sondern wir bestimmen auf Grund begrifflicher Forderungen die Bedingungen. Wir dürfen daher nicht fragen. sondern die allgemeinen Gesetze und Prinzipien der Mechanik seien die Norm. 380 ff. die Reduktion der anschaulichen Eigenschaften.

bis ihr weiteres Wachstum nicht mehr von Einfluß ist. dies ist die erste Vorbedingung. daß man sich zuerst eine endliche Zahl zu denken hat. die der Begriff des Atoms in der neueren und neuesten Physik erfahren hat. damit aber überhaupt jeglicher inhaltdurch die sich ein empirisches „Ding'* Alle selbständigen.lichen Bestimmtheit. abzuleiten versucht. dann erst muß die Zahl wachsen. Will man sich keiner Illusion über die Bedeutung einer Differentialgleichung hingeben. das in seiner Entstehung auf den reinen Zahlbegriff zurückgeht. in seinem Wesen und seiner Struktur wiederum ein atomistisches sein muß. gation der Ausdehnung. wie sie hier verstanden wird.Bei näherem Zusehen ist die Differentialgleichung nur der Ausdruck dafür. das hiermit gesetzt ist. daß das Weltbild. jetzt zu verschweigen. wird von und nach ihm von F e c h n e r energisch betont. für sich bestehenden Eigenschaften sind jetzt völlig ausgelöscht. In dem Kampf zwischen Atomistik und Energetik hat die Notwendigkeit der atomistischen Hypothese aus dem Grundverfahren der theoretischen Naturwissenschaft selbst. ist lediglich die Relation eines dynamischen Beisammen im Gesetz der gegenseitigen Anziehung und Abstoßung der Kraftpunkte. sich eine große Zahl von Einzelwesen zu denken. daß sie lediglich der Ausdruck einer funktionalen Größenabhängigkeit sein will. was zurückbleibt. Aller Inhalt. aus dem Verfahren des Ansatzes der Differentialgleichungen. Was nützt es.. die Forderung. stammt aus den Beziehungen. noch von einem andern unterscheidet. Das Atom. Denn daß die Kraft selbst. so kann man wie er ausführt nicht im Zweifel sein. bestätigt durchaus diese Auffassung. ist hier nach mannigfachen Um- Boscovich formungen wieder zu seinem Ursprung zurückgekehrt: es bedeutet nichts anderes als ein Glied in einer systematischen Mannigfaltigkeit überhaupt. Boltzmann — — U* 211 . Die wissenschaftliche Entwicklung. der ihm zugesprochen werden kann. . deren gedachter Mittelpunkt es ist. wenn man bei Erklärung der Differentialgleichung den durch dieselbe ausgedrückten Wert durch jene Forderung definiert hat?" Wer also glaube. sich in den Begriff des Gesetzes auflöst.

(Populäre Schriften. 60. als er allgemein den reinen mathematischen Grundbegriffen eignet. daß der . während im Sinne der Atomistik stets ein konstanter Wert angebbar wäre. S. so findet dieser Prozeß seinen mathematischen Abschluß erst dann. Bestand". Das Verfahren der Infinitesimalrechnung. wenn der und Genauigkeit Korpuskel zum einfachen Massenpunkt überzugehen. Diese Form der Begründung ist vom Standpunkt der Erkenntniskritik von höchstem Interesse: denn nicht aus den Tatsachen empirischen Naturbetrachtung. man bei Größen bestimmter Ausdehnung ist damit. Schriften S. F.. ohne sich in Widersprüche mit Solange der Wirklichkeit der Erscheinungen zu verwickeln. auf das Boltzmann sich stützt. der auf diesem Wege für das Atom gesichert wird.die Atomistik durch Differentialgleichungen los zu werden. so wird damit freilich zugleich deutlich.) ** Vgl. Annalen der Physik und Chemie N.). Geht man zunächst von der Vorstellung bestimmter endlicher Größen aus und läßt diese alsdann. 231 ff. als solle durch seine Deduktion die absolute Existenz der Atome erwiesen werden: nur als Bilder für die exakte Darstellung der Phänomene seien sie zu verstehen und anzuwenden**. Bd. Über die Unentbehrlichkeit der Atomistik. 212 . 129 ff. noch keine einanders das seine völlige „Büd" Schärfe gewinnen soll. So verwahrt sich denn auch Boltzmann ausdrücklich gegen die Annahme. stetig abnehmen. S. um zum Ansatz der Differentialgleichungen zu gelangen. Lpz. Ein Wort der Mathematik an [die Energetik (Pop. Ist dies aber der Fall. der sehe den Wald vor lauter Bäumen nicht*. über den das ideelle Verfahren nicht hinauszugehen vermöchte. Boltzmann. wenn wir die Größen. Gerade unter dieser Voraussetzung aber tritt zuletzt wiederum die Notwendigkeit hervor. so klein man sie auch wählen mag. stehen bleibt. vom extensiven * Boltzmann. 141 ff. gegen den Grenzwert Null konvergieren lassen. kein anderer sein kann. sondern aus den Bedingungen der Methodik der exakten Physik selbst soll hier die Notwendigkeit des Atombegriffs abgeleitet werden. 1905. die wir betrachten. drängt selbst auf diesen Übergang hin.

" ist in der Tat ein wichtiges logisches Moment bezeichnet: die Einfachheit des Punktes wird um der Einfachheit der Bewegung willen angenommen. „Haben wir andere als rein fortschreitende Bewegungen zu berücksichtigen. dem nur beliebiger fortschreitend bewegten materiellen Punkte Hier in Annäherung zu nähern vermögen*. 158 ff. für welch letztere wir sodann die Atome als hypothetische Substrate einführen. Wir zerlegen die komplexen Bewegungen in elementare Vorgänge. . sondern als für bestimmte Veränderungen definiert und physikalischen Subjekt gefordert. 213 . Die Energetik und ihre geschichtl.deutige logische Bestimmung getroffen. Helm. in Volumelemente. In diesem Sinne ist das . S.) Von Seiten der Energetik hat man daher gegen Boltzmann eingewandt.. 215. mit denen wir uns Ausdehnung Bewegung . daß der Begriff des materiellen Punktes. Leipzig 1898. die mit Atomen gar nichts zu tun haben. festes Unbestimmtheit gehoben und damit ein Subjekt der Bewegung geschaffen. in sich nicht weiter zerlegbaren Körpers ist nur ein methodischer Umweg. so zerlegen wir die Körper in Teile. wie ihn die Mechanik zugrunde legt. daß man von der drehenden absieht. sondern um die Festlegung bestimmter einfacher Grund prozesse. Nur als gedachter Ansatzpunkt für mögliche Relationen geht es in die Betrachtung ein. um zur Abstraktion der einfachen Bewegung vorzudringen.Atom" seiner Grundbedeutung nach nicht als Teil des Stoffes. Die Annahme des einfachen. die man annimmt. S. Man versteht es daher. an sich unterscheidbaren UnterErst gruppen verschiedene Geschwindigkeiten beizulegen. * S. . den Körper weiter zu zerlegen und den mannigfachen. es besteht bei aller physischen Unteilbarkeit. Entwicklung. daß von der tunlichst oder selbst gänzlich abgesehen wird. Demnach handelt es sich in erster Linie nicht um die Herauslösung letzter Grund bestandteile der Dinge. ob. sondern dadurch. doch stets die gedankliche Möglichkeit. wenn man zum ist diese materiellen Punkt fortschreitet. nicht dadurch aus dem Körper hervorgehe. (Vgl. aus denen die Mannigfaltigkeit des Geschehens abgeleitet werden soll.

der bisher als einfach galt. Nur der Ansatzpunkt der Anwendung verschiebt sich: das Verfahren Die „Einder Einheitssetzung selbst aber bleibt konstant. Der Forderung der Identität. die aber vermöge ihrer Eigenart die Bedingungen der Unzerstörlichkeit und der physischen Unteilbarkeit erfüllen. sie kraft der Gesetze der Elektrodynamik abzuleiten. kann indessen selbst wieder nur als relative und somit im Prinzip veränderliche gedacht werden. auch das Substrat. kraft dessen er als Ergebnis einer Mehrheit von Bedingungen erscheint. sich alsbald spaltet. zerfällt damit das bisherige materielle Atom und löst sich in ein Die neue Einheit. daß der Inhalt des Atombegriffs als veränderlich zu gelten hat.wenn das Atom in seiner modernen physikalischen Anwendung mehr und mehr das Moment der Stofflichkeit abstreift. die ihm zukommt. die auf System von Elektronen auf. wird hier materiellen Substrate. den jeweiligen Stand der Erkenntnis zu fixieren und auf seinen prägnantesten gedanklichen Ausdruck zu bringen. Einordnung großer Gesamtgebiete in einen neuen Zusammenhang wie sie in der modernen Physik insbesondere auf Grund der Erscheinungen der Radioaktivität ermöglicht — 214 . während die Funktion. fachheit" der Atome ist im Grunde selbst ein rein logisches Prädikat: sie wird bestimmt nicht durch die Beziehung auf unsere sinnliche Unterscheidungsfähigkeit. Die schärfere Zergliederung der physikalischen Beziehungen führt zu immer neuen Bestimmungen und Differenzierungen innerhalb ihrer Subjekte. sobald irgendein physikalischer Vorgang. Sobald die uns nicht mehr als eine schlechthin absolute Eigenschaft mehr durch irgendwelche Bewegungsformen Trägheit der Körper erscheint. jede Naturerscheinungen. sondern genügt. noch mit Rücksicht auf die physikalisch-technischen Mittel der Zerlegung. wenn es sich in Wirbelbewegungen im Äther auflöst. sondern sich ein Weg darbietet. unter einen neuen Gesichtspunkt gestellt wird. diese Weise gewonnen wird. sondern im Hinblick auf die gedankliche Analyse der Jeder Fortschritt dieser Analyse. Alldurch dauernde gemein zeigt es sich. allerdings beharrt. das man ihm zugrunde legte. daß. So kann man sagen. nicht die allerdings unausweichlich ist.

der hier entsteht. wenn man sich entschließt. je nachdem wir ihn also von verschiedenen empirischen Ausgangspunkten her durch fortschreitende Idealisierung zu erreichen suchen. die wir fixieren. die anfangs unmittelbar aus dem Vergleich mit den Gegenständen der Sinneswahrnehmung gewonnen sind. 178 ff. Um Pearson. während wir ihre . Die Schwierigkeiten. 215 ..verändert zugleich unsere Anschauung von der worden ist „Konstitution" der Materie und von den Elementen. hierüber z. 262 ff. Aus der Verbindung dieser beiden Momente aber ergibt sich zunächst kein völlig einheitliches Bild: der Grenzfall selbst zeigt ein verschiedenes Ansehen. wie etwa eine bestimmte Lichtwirkung an einem gewissen Punkte des Raumes vor. um ihm einen bestimmten Gehalt zu geben. Zusammenhang * Vgl. Der Äther erscheint demnach als eine volldie aber anderseits mit gewissen Eigenschaften der vollkommen elastischen Körper ausgestattet ist. auf jede unmittelbare sinnliche Veranschaulichung des Äthers zu verzichten und ihn lediglich als begriffliches Symbol für bestimmte physikalische Grundbeziehungen zu brauchen*. S. fordern wir nunmehr für sie eine Vermittlung. indem wir den Zwischenraum stetig mit bestimmten kommene Flüssigkeit. Wir finden eine physikalische Erscheinung. je nachdem wir uns ihm in der einen oder anderen Richtung nähern. Eine analoge Entwicklung bietet sich dar.und Hauptbegriff der Naturwissenschaft. findet erst dann seine prinzipielle Lösung. — stammen ebenfalls daher. aus denen sie sich aufbaut. B. Die neue inhaltliche Einheit.. The Grammar of Science. gewisse Grundmerkmale aufnehmen muß. Der Widerstreit. einen stetigen zwischen diesen beiden Zuständlichkeiten herzustellen. ist stets nur der Ausdruck des relativ höchsten der Beund umfassendsten Gesichtspunktes urteilung für den Inbegriff der physikalischen Dinge und Vorgänge überhaupt. die sich hier zunächst ergeben. zum Begriff des Äthers übergeht. wenn man vom Begriff der Materie zu dem zweiten Grund. daß man in diesen Begriff. Ursache" an einen davon entfernten Raumpunkt zu verlegen haben.

Poincarö. Elektrizität und Optik. weil die Gleichungen. und ihre Einreihung in verschiedene mathematisch . ff.Elemente zeichnen. Der einheitliche und streng homogene Raum wird hier fortschreitend differenziert. nicht als gesondertes. der nur ein einzelnes Prinzip der Anordnung darstellt. und weil ferner die numerischen Konstanten. meßbarer Beziehungen gemeint S.ausdrückbar sind. indem wir in ihn gleichsam ein Gewebe von Zahlen einDiese Abstufung der einzelnen Lage . sein kann. daß zwischen ihnen bestimmte funktionale Abhängigkeiten bestehen. daß der der damit bezeichnet werden soll. in dem sich die elektromagnetischen Wirkungen fortpflanzen. mit denjenigen. Der „leere" Raum. Die Annahme des gleichen ist auch hier nur eine andere Bezeichnung für die durchgängige Analogie der mathematischen Verhältnisse: für die Zusammenhänge. vor allem die Konstante für die Fortpflanzungsgeschwindigkeit. Der Inbegriff derartiger Polarisation ergeben. wird jetzt gewissermaßen überdeckt von einer Fülle anderer Bestimmungen. Je umfassender und bewußter daher der Gebrauch wird. Henri S. behauptet wird. um so klarer zeigt sich auch hier. die sich für die dielektrische die Qualitäten. durch reine Zahlwerte erfüllt sein lassen. in ihrer Form identisch sind. die ihnen einen neuen Inhalt verleiht. 159 216 . Alles was die Physik vom „Sein" des Äthers lehrt. sondern nur als die Vereinigung und Konzentration objektiv gültiger. die aber sämtlich dadurch zusammengehalten sind.physikalische Grundreihen ist es. Lichtes die Identität des Lichtäthers mit demjenigen Äther. Deutache Ausgabe. so geschieht dies. auf die man in der Untersuchung der Lichtschwingungen geführt wird. den die Physik vom Begriff des Äthers macht. für sich wahrnehmbares Einzelding. numerischer Bestimmtheiten ist die eigentliche Grundkonzeption. die wir im Gedanken des Äthers festhalten. beiderseits übereinstimmen*. die zwischen den Werten der optischen und elektrischen Konstanten bestehen. Berlin 1891. läßt sich in der Tat zuletzt auf Urteile über derartige Verknüpfungen zurückWenn gemäß der elektromagnetischen Theorie des führen. Substrats Gegenstand.

Diese fortschreitende Umbildung muß unverständlich scheinen. duftenden Ding in eine bloße geometrische Figur von bestimmten Umrissen und Dimensionen. würde die Wissenschaft alsdann immer weiter von ihrer eigentlichen Aufgabe entfernen: das empirische Dasein. als bis auch die Ausdehnung selbst sich in die bloße Erscheinung der einfachen und unteilbaren Kraftzentren aufgelöst hat. bei Lucien Poincarö. das . ein sorgfältigeres Studium zeigt uns nun. und diese auf seiner Ladung beruhende Trägheit hatte uns irregeführt. die sie einführt.Qualitäten abgestreift werden. Meyerson.überblickt man jetzt nochmals die Wandlungen. haben die Wirkung. das sie festhalten und unverfälscht bewahren soll. auch E. sondern allmählich auch seine Gestalt und Verarmung Ausdehnung schrumpft*. sobald man das Ziel der Naturwissenschaft darein setzt. droht ihr umgekehrt. B. die die Geschwindigkeit des Lichtes nicht übersteigen kann. wie er nicht nur seine Farbe. dem er zustrebt. daß diese Masse nur eine Fiktion war. und zum bloßen Das „Stück Wachs". Unsere ersten Untersuchungen hatten uns veranlaßt. so tritt in voller Deutlichkeit das einheitliche Ziel heraus. die elektromagnetischen Erscheinungen. und dieser Punkt pflanzt sich mit einer Geschwindigkeit fort. Die moderne Physik. Das Elektron ist also einfach ein kleines bestimmtes Volurpen an einem Punkt des Äthers. Punkt" zusammenseiner Descartes bekannten Analyse des Gegenstandsbegriffs zugrunde legt. S. also des Grtindelements der „Materie". Vgl. Identitö et Röalitö. gewissermaßen die Trägheit vorzutäuschen. seinen Geruch. wie hier dem Gegenstand mehr und mehr alle Daseins.. 228 ff. als die eines Wasserstoffatoms ist. eine möglichst vollkommene der äußeren Wirklichkeit zu gewinnen. seinen Geschmack. 249: „Somit muß das Elektron als eine der Materie entbehrende einfache elektrische Ladung betrachtet werden. wandelt sich aus einem festen warmen. kraft der eigentümlichen * Vgl. die Charakteristik des „Elektrons". Und auch bei dieser Rückführung bleibt der gedankliche Prozeß nicht stehen: er gelangt nicht eher zur Ruhe. wenn man das Elektron in Bewegung setzen oder seine Geschwindigkeit wechseln lassen will. die eintreten. wenn man sieht. — 217 . Jede neue theoretische Kopie Konzeption. S. die der naturwissenschaftliche Substanzbegriff von seinen ersten spekulativen Anfängen an erfahren hat. hellen. das besondere Eigenschaften besitzt. der Es muß zunächst wie eine wahrhafte Wirklichkeit erscheinen. z. ihm eine tausendmal geringere Masse zuzuschreiben. verliert.

die lediglich eine mögliche Form der Verknüpfung zum Ausdruck bringen.Methode. begnügt sie sich damit. Masse ständig darstellen lassen müssen. Dennoch ist es kein metaphysischer Dua218 . nur einfach zu wiederholen. Statt hinter der Welt der unverändert lassen würde. die ihre Aufgabe um so genauer erfüllen. die doch die logische Form. Perzeptionen ein neues Dasein zu erdichten. auf denen die gesetzliche Ordnung der Wahrnehmungen beruht. wird nur mit dem Verlust der unmittelbaren dinglichen Realität erkauft. die Wirklichkeit. Dieses Wechselverhältnis aber enthält zugleich die eigentliche Lösung Erst dadurch. daß die Wissenschaft darauf des Problems. Nur indem sie aus dem von Gründen und Folgen Kreise des Gegebenen schafft sie sich die gedanklichen Mittel. das doch immer nur aus den Materialien der Empfindung aufgebaut sein könnte. die ein Dasein bezeichnen. liegen niemals als Einzelbestandteile in den Wahrnehmungen selbst. deren sie nicht entraten kann. verzichtet. ein direktes sinnliches Abbild der Wirklichkeit zu geben. die allgemeingültigen intellektuellen Schemata zu entwerfen. die in konkreten Empfindungen gegeben ist. in der sich uns die Wahrnehmungen darbieten. vermag sie eben diese Wirklichkeit selbst als eine notwendigeVerknüpfung darzustellen. Bestände der Sinn der Naturwissenschaft darin. unter den Händen zu zerrinnen. die sie entwickelt. die Schärfe und die vollkommene rationale Durchsichtigkeit der Zusammenhänge. so wäre dies in der Tat ein vergebliches und nutzloses Bemühen: denn welches noch so vollkommene Bild vermöchte das Original an Schärfe und Genauigkeit zu erreichen? Die Erkenntnis bedarf einer derartigen Verdoppelung nicht. in welchen die Beziehungen und Zusammenhänge der Perzeptionen sich vollAtom und Äther. stehen die Begriffe entgegen. So erhalten wir zwei gesonderte Gebiete und gleichsam zwei verschiedene Dimensionen des Begriffs: den Begriffen. und Kraft sind nichts anderes als Beispiele derartiger Schemata. heraustritt. Hier ist in der Tat kein Ausgleich möglich. mente. je weniger sie in sich selbst von direktem Wahrnehmungsgehalt bewahrt haben. die Denn die MoGesetzlichkeit des Gegebenen darzustellen.

wie wir hoffen können. die im bewußten Widerspruch zu seinem eigentlichen Inhalt geschaffen worden sind. niemals zu erreichen vermögen. die. Das . da wir in dieses „extraphänomenale Jenseits" nicht übergreifen können. also im Zusammenhang mit den * S. So verblaßt die Welt der unmittelbaren Erfahrung zum Schatten. du Bois-Reymond. P. die lediglich durch ein Überschreiten des . es auf Grund von Gedanken zu beherrschen. Wird dieser Zusammenhang zerrissen.. Die Ordnungsbegriffe der mathematischen Physik haben keinen anderen Sinn und keine andere Funktion. denn so wenig zwischen den Gebilden besteht. Auf der andern Seite wird es unbegreiflich.lismus. wie undurchdringlich die Mauern unseres intraphänomenalen Gefängnisses sind." Die Physik selbst führt in ihrem stetigen und notwendigen Fortschritt auf ein dauernd unerforschliches Gebiet: auf eine . sondern gleichsam in ihrer natürlichen Genealogie. beider Gebiete irgendeine direkte so notwendig sind sie wechselweise aufeinander bezogen. während andererseits das. was wir für sie eintauschen. oben. „Die mannigfaltigen Formen des Absoluten sind nicht etwa Fenster unseres Vorstellungssystems. die ff. so entsteht eine doppelte Antinomie. welche einen Ausblick in die extraphänomenale Welt gestatten. Es drängt sich uns die unabweisliche Vorstellung auf von etwas ewig unvorstellbar Vorhandenem.. sie lehren nur. zu eben diesem System wieder zurückkehren. wie wir mit unseren physikalischen Begriffen. sobald man die physikalischen Begriffe nicht mehr für sich. Vorstellungssystems" entstanden sind. das wir doch. als dem Ähnlichkeit vollkommenen gedanklichen Überblick über die Beziehungen des empirischen Seins zu dienen. unzugänglich bleiben. bleibt prinzipiell unverständlich. Grundlagen der Er(Vgl. dennoch allen Erkenntnismitteln. 162 ff. der hier entsteht. Hinter der Welt unserer Erfahrungen erhebt sich ein Reich absoluter Substanzen..) kenntnis in den exakten Wissenschaften. Alle diese Zweifel lösen sich indessen. selbst eine Art von Dingen. als ewig unbegreifliches Rätsel vor uns stehen bleibt. Über S. S. wahrhaft Wirkliche" der Physik: das System der Atome und Fernkräfte. 112 ' 219 . mit denen wir sonst die Dinge der Erfahrung erfassen. terra nunc et in aeternum incognita"*.

solange man für ihn noch irgendein Vorstellungs-Korrelat im Gegebenen suchte.) Was das . sobald sie einmal als die Instrumente erkannt sind. auf denen ihre intellektuelle Verknüpfung und „Harmonie" beruht. mißverstanden werden. S. die uns aber in verschiedener indem wir sie das eine Mal ihrer sinnlichen Anschaulichkeit. Die der Physik: die Masse wie die Kraft.Begriffen betrachtet. In der Tat fort. der in diesen letzteren angelegt ist und der hier zur vollen Klarheit gelangt. Wirklichkeit. aber zugleich in ihrer sinnlichen Vereinzelung betrachten. Die Geschichte der Physik läßt erkennen. um das Gewirr der Erscheinungen selbst als gegliedertes mathematischen sie führen nur den Prozeß Beziehung Gegenstände und meßbares Ganze zu überschauen. je mehr er alles Bildliche von sich abstreift. oben. während wir auf dem Standpunkt der Wissenschaft nur diejenigen Momente an ihr festhalten. Jeder Einzelbegriff ist gleichsam einer dieser Fäden.. 195 ff. das wächst ihm an Beziehungen zu: denn jetzt steht es nicht mehr isoliert und ruht auf sich allein. das Atom wie der Äther. auf der die Einheit und reinen die kontinuierliche Verknüpfung der Glieder einer Mannigfaltigkeit beruht. sobald man ihn als Ausdruck einer erkannte. (Vgl. können nicht mehr als ebensoviele neue Realitäten. Je mehr er auf jeden selbständig perzipierbaren Inhalt verzichtet. So ist es nur eine Weise zum Bewußtsein kommt. Auch die Funktion des physikalischen Begriffs wird erst in dieser Umwendung deutlich. wie diese eigentümliche Durchdringung des Sinnlichen mit dem Ge- — danklichen auch von den großen empirischen Forschern selbst allmählich immer klarer als bewußte logische Einsicht erfaßt 220 . Der Sinn des mathematischen Begriffs ließ sich nicht fassen. die es zu erforschen und in deren Inneres es einzudringen gilt. die der Gedanke sich schaffen muß. an dem wir die wirklichen Erfahrungen aufreihen und mit künftigen möglichen verknüpfen.Ding" des populären Weltbildes an Eigenschaften verliert. um so schärfer hebt sich seine logisch-systematische Leistung heraus. er trat erst hervor. sondern ist mit der Gesamtheit der Erfahrung durch logische Fäden unlöslich verknüpft. die uns gegeben in ist.

wie der Eleatische Idealismus es versucht hatte.6v iiloig flvai xal axtvTjZOV. muß man zugestehen. ovx fikv ov. selbst den höchsten Maßwenn man in den stab für alle begrifflichen Konzeptionen sieht. das wissenschaftliche Denken. * Vgl. Im Begreifen des Wirklichen kommt diesem sinnlichen „Nichts" dieselbe Gültigkeit wie dem Stelle und dieselbe unverbrüchliche Das Sein. indem sie sich Möglichkeit nahmen. eines spekulativen Idealismus zu schützen. lediglich auf das Sein zu beziehen und an das Sein zu ketten sondern das NichtS e i n wird ein ebenso notwendiger und unumgänglicher Begriff. . Etwas" zu: firj fiälXov rb dkv ij xo f^rjöev*. keine dingliche Wirklichkeit. daß in diesem Faktum ein Moment eingeschlossen liegt. Aristoteles de generatione et corruptione tiov aQxaliov eöo^e xo ov i^ aväyxijq ^'v A 8. als das Bewegung und somit der Natur verständlich zu machen. Der leere Raum ist für die Phänomene notwendig. Somit wird es unmöglich. das dem . Die Eleaten haben mit ihrer Abweisung dieses Begriffs nicht nur das Denken eines fundamentalen Hilfsmittels beraubt: : sie haben die Phänomene selbst zerstört. wenn man kein der anderes Ziel der Begriffe anerkennt. Der Gedanke des Nicht. auch alsbald das philosophische Problem.und ausgesprochen wird. xo yaQ yaQ xsvov . . ix xivTj&Tjvai d'ovx av övvaoS-at fXT] ovxog xevov xexiOQio/nevov ovv xovxcav xwv Xoyatv wtsgßävxsq x^v alad-TjOiv xal naQiöovxe^ avx^v 221 . sie in ihrer Mannigfaltigkeit und Veränderlichkeit zu verstehen und anzuerkennen. das sich der direkten Anschauung entdie Tatsachen Faktum zieht. das in ihm latent ist. Demokrit.. Die Bewegung verlangt zu ihrer Darergreift stellung das Leere: der leere Raum selbst aber ist kein sinnlich Gegebenes. 325 a: fj. der zuerst ein allgemeines Grundschema der wissenschaftlichen Naturerklärung erschafft. um das Recht der Physik gegenüber den Übergriffen Gerade dann.Seins bedeutet somit keine dialektische Erdichtung: sondern er wird umgekehrt als einziges Mittel ergriffen. wenngleich er nicht die gleiche sinnliche Form des Daseins wie die konkreten Einzelerscheinungen besitzt. Die gedankliche Beherrschung der empirischen Wirklichkeit selbst ist ohne diesen Begriff nicht zu erreichen.

den Gedanken der Natur durch den Gedanken der Notwendigkeit: in den Umkreis der naturwissenschaftlichen Forschung gehören nur . die ihnen. ohne daß sie selbst Teile der anschaulichen Wirklichkeit bilden. auf denen der Zusammenhang des Wirklichen und Gegebenen beruht. . xoTq da ro ?v xaraaxevcctiOvaiv wq ovx av xIvtjoiv ovaav avev xevov. z6 xe xfvbv /ütj ov xal xov ovxoq ov&hv fii] 6v tpjjaiv elvai. Denn dieses Ganze vollendet sich erst in den mathematisch funktionalen Abhängigkeiten. so kann er allgemein als Sinnbild für diejenigen Grundsätze gelten. xo yag xvgltüq ov naßnX. 222 . gelangt hier ersten Male zu klarer Absonderung*. Forscher direkt wiederum an oso geht er in seiner philosophischen Gesamtansicht auf D e Er beschreibt und ergänzt wie Demokrit k r i t zurück. .. Logik der reinen Erkenntnis. Der geometrische Raum dient hierbei als Beispiel und Typus der reinen Relationsbegriffe Wie er es ist. S. Die Sinne. da sie am Einzelnen haften. Der grenzt sich in einer doppelten Entgegensetzung: sowohl gegenüber der metaphysischen Spekulation. des Süßen und Bittern befangen sind. fvioi . o/noXoyTjoai 6h tavra /xev xoiq «paivofievotg. unzugänglich bleiben. wie gegenüber der unmethodischen sinnlichen Wahrnehmung seine Sphäre ab. Die Physik der neueren Zeit hat diese Grundgedanken unverändert bewahrt. die sich unmöglich anders verhalten können".rjQEg ov.wissenschaftlichen Prinzip im Unterschied von irgend- eignet. cuc X(p Xoycj) . zusammenschließt und Bewegung und Wechselwirkung zwischen ihnen ermöglicht. Marburg 1879. der die Atome erst zur Einheit überhaupt. s. C o h e n Piatons Ideenlehre und die Mathematik.die wahren und notwendigen Dinge. Der Begriff der Wahr- welcher konkreter Gegebenheit geschichtlich zum physikalischeBegriff — Archimedes m Siov caioXov^elv %v xal axhrjxov ro nav elval <pttai xal aneigov Afvxinnoq S't/siv o'itjS^t] Xöyovg oltiveg ngog t^v aiad-r]aiv ofxoXoyoifxeva Xiyovxeq oix avatg^aovoiv ovre yivsaiv ovxe (pS-OQav oine xlvrjaiv xal t6 nXrjS^og rä>v ovxwv. Zur geschichtlichen und systematischen Bedeutiing des Begriffs des /XT] ov 8. die in den „konventionellen" und subjektiven Gegensätzen des Warmen und Kalten. vermögen das Ganze der Objektivität nicht zu erschöpfen. 70 u. denn wie Galilei als experimenteller anknüpft.

resolutiven Methode" in einer gewonnen und festgesetzt. sie sind nur kraft der . daß diese Voraussetzung für den eigentlichen Gehalt des Beharrungsprinzips ohne Belang ist: die stoffliche Beschaffenheit des besonderen Körpers selbst ist lediglich ein zufälliger und äußerer Umstand.. gesetz besitzt für ihn durchaus den Charakter eines mathematischen Grundsatzes. der sich spiralförmig bewegt. die zunächst rein gedanklich fixiert wurden. sind aktuell niemals verwirklicht. Darstellung und Verteidigung seines obersten dynamischen Prinzips kommt dieser allgemeine Gedanke Das Trägheitssogleich zu bezeichnender Anwendung. so daß also in der Bewegung der schweren Körper dieselben Verhältnisse sich wiederfinden. begrifflich ableiten. sofern nur der selbst von genügend dauerhaftem Stoff ist. sondern nur an gewisse ideelle ideelle Schlußfolgerungen knüpfen. auch wenn es keinen Körper in der Natur gibt. wenn dies Letztere nicht der Fall wäre. Wenn daher Simplicio bereit ist. Dialogs über die beiden Weltsysteme" die unbeschränkte Fortdauer der Bewegung eines sich selbst überlassenen Körpers auf der Horizontalebene zuzugestehen. Bedingungen. würden unsere Sätze nichts von ihrer Geltung verlieren. von denen er spricht. der bei der Ableitung und dem Beweis Prämissen In bestimmte Galileis anwendbar Abbildung — — Körper 223 . aber selbst.heit aber bleibt auch ihm vom Begriff der Wirklichkeit geWie die Sätze des Archimedes über die Spirale schieden.Galilei bedeutet. Stelle des . richtig bleiben. so dürfen wir in der Grundeiner legung der Dynamik von der Voraussetzung gleichförmig beschleunigten Bewegung gegen einen bestimmten Punkt hin ausgehen und alle Folgerungen. Stimmt sodann die empirische Beobachtung mit diesen Folgerungen überein.. so wird ihm von Salviati. die die Theorie aus der hypothetischen Annahme entwickelt hat. in der Natur als erfüllt ansehen. wenngleich seine Folgen auf sind. die sich hieraus ergeben. Verhältnisse der äußeren Wirklichkeit eines doch keineswegs selbst eine direkte Die empirisch irgendwie gegebenen Sachverhalts bedeutet. da sie an und für sich keine Aussagen über Existenz enthalten. der. so können wir ohne Gefahr des Irrtums die Bedingungen.

224 . nicht aber den sinnlichen Eindrücken. sondern der Konstruktion. die in der Wir projizieren die Begriffe der Form und des Volumens vom Gebiet des Denkens in das der Wahrnehmung und wir sind so sehr an diese Begriffselemente gewöhnt. sinnlich aufweisbarer Vorgang der äußeren Wirklichkeit. „Wenn wir den Raum als objektiv und die Materie so heißt es bei einem als dasjenige ansehen. stellung der Erscheinungen nicht entbehren können. aber nicht selbst ein konkreter.. um dennoch in bestimmtem Sinne über ihn hinauszuschreiten: denn was dort für den Begriff des Leeren ausgeführt wurde. aber mit diesen Erscheinungen selbst methodisch nicht auf der gleichen Stufe steht. Die Materie. 250 f. die zum Zwecke der Ordnung der Erscheinungen konzipiert ist. Wie für Demokrit der leere Raum. daß wir sie In mit Realitäten der Wahrnehmung selbst verwechseln." Grenzen — — * Pearson. sondern stets nur als „Konzeption". sind allein dadurch möglich. Sie bezeichnet eine Idee. The Grammar of Science. Die festen Umrisse und die geometrische Bestimmtheit. wie hier die neuere Wissenschaft Demokrits Grundgedanken festgehalten hat. was ihn erfüllt modernen physikalischen Schriftsteller streng „empiristischer" Richtung so haben wir damit eine Konstruktion geschaffen. zu deren ideellen mit der die exakte Wissenschaft es allein zu tun hat. die den Raum erfüllt: und ihr allein. nicht die empirischen Körper unserer Wahrnehmungswelt bilden die eigentlichen Subjekte für die exakte Aussprache des Prinzips. können wir Bewegung zusprechen*. daß wir über das Gebiet der Empfindungen fortschreiten. das überträgt sich auf den Begriff der Materie selbst. S.des Prinzips in keiner Weise benutzt wird. existiert somit niemals als „Perzeption". die wir ihr geben müssen. Wir sehen. Wahrheit ist es das begriffliche Volumen und die begriffliche Form. Hauptsache auf geometrischen Symbolen ruht. auf das Tta^utk^QBi ov. so ist für Galilei die Trägheitsbewegung zwar das wir für die wissenschaftliche Darein Postulat. Daher bedarf diese Bewegung denn auch keines wirklichen. sondern lediglich eines gedachten Substrats: die . Auch die Materie im Sinne der reinen Physik ist kein Gegenstand der Wahrnehmung. materiellen Punkte" der Mechanik.

das wir uns von der Naturwirklichkeit entwerfen. anhaften. Substanzbegriff 15 225 . die in Newtons Prinzipien zum ersten Abschluß gelangt. — VI. den Inbegriff der Bewegungserscheinungen als verständliches und gesetzmäßiges Ganzes abzuleiten suchen.So folgt der Begriff der Materie dem gleichen Gesetz. nicht von den Daten der Sinneswahrnehmung allein.Bild*'. Während die klassische Mechanik. indem sie sich immer deutlicher auf die idealen Konzeptionen einschränkt. die wir an sie heranbringen. die in den verschieden- Raum Cassirer. ist in modernen Darstellungen an Stelle dieses letzteren Begriffs der Begriff der Energie getreten. der sich vom Begriff der Materie zum reinen Begriff der vollzieht. daß das . tritt zurück und wird in dem Übergang. die ihm Prinzipien beherrscht. sondern von gedanklichen Gesichtspunkten und Forderungen abhängt. Die Prinzipien der Mechanik von Heinrich Hertz haben schließlich eine neue Anschauung durchgeführt. indem neben den sinnlich wahrnehmbaren Massen unsichtbare Massen eingeführt werden. Schon in dieser Mehrheit möglicher Ausgangspunkte bekundet es sich. Von der Masse aber gelangen wir weiter zum Masse bloßen Massenpunkt. Der Aufbau des Systems der reinen Mechanik kann sich logisch auf verschiedene Weise vollziehen. zunächst einen unentbehrlichen Bestandteil auszumachen scheint. Masse und Kraft aufbaut. je nach der Art und Anzahl der Grundbegriffe. Schwere". Die Materie selbst wird zur Idee. das Bedeutung mehr. das allgemein die logische Entwicklung der naturwissenschaftlichen Die sinnlichen Merkmale. ausgeschaltet. durch einen bestimmten Koeffizienten gekennzeichnet und unterschieden ist. der nur noch durch einen bestimmten Zahlenwert. der Zeit und der Masse stützen und von hier aus.. Unter ihnen sind es insbesondere und Zeit. sich auf den Begriffen von Raum und Zeit.. bilden jetzt keinen wesentlichen Bestand seiner Selbst das Moment der . von denen man ausgeht. indem sie sich lediglich auf die Festsetzung dreier unabhängiger Grundbegriffe: des Raumes. die durch die Mathematik geschaffen und beglaubigt werden.

so führt die psychologische Vereinigung und Durchdringung beider Momente zunächst notwendig Schon die Anfänge auch zu ihrer logischen Gleichsetzung. die durch sie bezeichnet und ausgedrückt werden sollen.artigen Systemen gleichmäßig wiederkehren und die daher den unveränderlichen Bestandteil. Aufgabe der physikalischen Forschung ist es. von diesen sinnlichen Maßen. wie sie einem empfindenden Individuum von seinem relativen Standort aus erscheint. während der relative Raum und die relative Zeit. die die äußere und innere Wahrnehmung uns darbieten. abstrahiert. vorzudringen. Physik bei Newton führen indes zu einer der theoretischen Aufhebung — dieser scheinbaren Einheit. nur sinnliche und daher ungenaue für die empirischen Bewegungsvorgänge bedeuten. weil er von aller Verschiedenheit. Gibt es objektive Naturerkenntnis. Raum und so wird jetzt ausdrücklich hervorgehoben sie in — Zeit sind etwas anderes. die für praktische Zwecke genügen. Der absolute unbewegliche Raum und die absolute streng gleichförmig verfließende Zeit sind die wahrhafte Wirklichkeit. die eigentliche Invariante für jede theoretische Grundlegung der Physik bilden. die in der physiologischen Beschaffenheit und in der besonderen Stellung der Einzelsubjekte begründet lediglich Und dieser letzten Wahrheitswert Maße ist. sondern wie sie an sich und in schlechthin allgemeingültiger Weise besteht. Auffassung wird eigentlicher zugestanden. so muß sie uns die zeitlich-räumliche Ordnung des Alls nicht nur in der Art darstellen. vermöge deren beide Begriffe der ersten Betrachtung selbst wie sinnliche Inhalte erscheinen: da die Empfindung niemals außerhalb dieser Formen erscheint und umgekehrt diese Formen selbst niemals abgetrennt von ihr gegeben sind. Entgegensetzung In der Definition des Raumes und der Zeit und in der des sinnlichen und des mathematischen Gehalts beider Begriffe liegt daher erkenntnistheoretisch 226 . Der reine Begriff allein verbürgt diese Allgemeingültigkeit und Notwendigkeit. wenn wir und wenn wir sie in der der Art der unmittelbaren Empfindung Art mathematischer Begriffe fassen. Diese Unveränderlichkeit ist es. wieder zu den Realitäten.

die tatsächlichen Gesetze samt und sonders verstanden werden als sollen. wenn nicht zugleich die Bedingungen bekannt sind. muß als ein unfruchtbares gedankliches Spiel erscheinen.nichts Geringeres als die erste wissenschaftliche Fixierung Freilich des Problems der läßt sich dieses Problem hier noch nicht in seiner ganzen Ausdehnung überblicken: aber die entscheidende Vorbereitung dafür wird an diesem Punkt getroffen*. über den absoluten oder relativen Charakter einer Bewegung zu entscheiden. einer anderen * Näheres zum Problem der „Objektivität" s. später bes. Man begreift es daher. die philoGegensätze in der Grundauffassung der Objektivität überhaupt.und Zeitlehre zurückgegriffen. wie der absolute Raum und die absolute Welt als der der Erfahrung angehören. das uns gestattet. Kap VI 227 und VII. um hier zugleich die Entscheidung für den allgemeinen Weg Was bedeuten die Begriffe der Begründung zu finden. Die abstrakte Regel besagt für sich allein nichts. Diese metaphysische Bestimmung tritt im weiteren Fortgang der Naturwissenschaft zurück: die. solange kein untrügliches Kennzeichen angegeben wird. In der Newtonischen Formulierung aber bleibt hier in der Tat ein Widerstreit zurück. Induktionen aus gegebenen Tatsachen beziehen sich zuletzt auf Gegen- stände. daß an dieser Frage. wenn die Erfahrung uns doch niemals sichere Beispiele dieser Begriffe zu geben vermag? Kann ein Gedanke irgendeinen physikalischen Wert beanspruchen. wenn wir prinzipiell darauf verzichten müssen. Die der Naturwissenschaft. ihm eine unzweideutige in der uns zugänglichen Wirklichkeit zu geben? Daß wir in Anwendung der reinen Mechanik Gesetze für absolute Bewegungen entwickeln. unter denen wir sie konkret anwenden können. stärker als an jeder anderen. da sie als die ewigen Attribute der unendlichen göttlichen Substanz gedacht sind. sophischen Physik zur Ausprägung und zur Aussprache gelangen müssen. Der Streit um die Prinzipien hat immer wieder auf die Newtonische Gestaltung der Raum. 15* . indem wir ihr bestimmte empirische Einzelfälle subsumieren. Zeit. des absoluten Raumes und der absoluten Zeit.

aber der ist die Gesetze dieses Seins als vollständige und geschlossene Einheit zu begreifen... ausschließlich den Gegensatz des . sondern jede einzelne nur im Zusammenhang und in durchgängiger Verknüpfung mit der Gesamtheit der übrigen zu verstehen ist. Immer von neuem entsteht die Frage. bringt die Fragen.. ob wir in die Grundlegung der Mechanik nur solche Begriffe aufzunehmen haben. Keine physikalische Bestimmung. die hier zur Entscheidung drängen. Relativen" in den Mittelpunkt der Betrachtung rückte. Jetzt" nur im Hinblick auf ein Früher oder Später. Zunächst nämlich ist leicht zu ersehen. die direkt von den empirischen Körpern und ihren wahrnehmbaren Beziehungen entlehnt sind. daß keine von ihnen etwas für sich selbst bedeutet. daß auch der „absolute" Raum und die . ohne ihn beziehen als Punkt innerhalb einer geordneten keit zu denken. — Mannigfaltig- Relationssysteme 228 . Gerade dies ist ja der eigentliche Charakter aller mathematischen Setzungen. Absoluten" und . Das „Hier" erhält seinen Sinn stets nur mit Bezug auf ein . Sie sind und bleiben in dem Sinne. das . kann diesen ihren logischen Grundcharakter antasten. In diesem Problem konzentriert sich fortan die eigentliche Schwierigkeit.logische Gegensatz. das wir ihm entgegenstellen. einen . absolute" Zeit. damit nicht geschlichtet.Ort" begreifen zu wollen.. auf den sie sich gründet. nicht zum adäquaten Ausdruck. die wir nachträglich in unsere Begriffe des Raumes und der Zeit aufnehmen. daß sollen. ohne ihn zugleich auf einen anderen von ihm verschiedenen zu * einen Zeitmoment fixieren zu wollen. Die erkenntnistheoretische Diskussion der mechanischen Begriffe hat diese Schwierigkeit nicht prägnant und scharf genug bezeichnet.. Dieser Gegensatz. indem sie.. dem Gange der Geschichte folgend. So ist es denn in der Tat widersinnig.Da" und „Dort". oder ob wir über diesen Umkreis des empirischen Daseins in irgendeiner Richtung hinausschreiten müssen. wenn anders sie mit um methodischen Newton werden als mathematische Konzeptionen gedacht nicht jede Art der Beziehung von sich ausschließen können. der dem Gebiet der n t o 1 o g i e entstammt.

Auch der Gedanke der absoluten widerspricht nur scheinbar dieser Grundforderung. nur darüber. die ihren vollen Gehalt erst durch die Verknüpfung erhält.jede besondere Setzung in ihnen stets nur eine einzelne Stelle bezeichnet. kann jetzt völlig außer Betracht bleiben: sie bildet die allgemeine und selbstverständliche Voraussetzung. Nur über die Art dieses Bezugssystems. die mit jeder wissenschaftlichen Setzung überhaupt unzertrennlich verbunden ist. ob Raum und Zeit in der Bedeutung.. als empirisch gegeben oder als ideelle Konstruktion zu gelten habe.. sondern enthält vielmehr eine Annahme über die diesesKorrelats selbst. überhaupt Natur besonderen 229 . Damit erst tritt das Problem aus seiner vagen. Relativität". als empirischer Körper aufweisbar ist. Diejenige . eine Vermittlung zwischen den idealen Anfängen der Physik und ihren realen Endergebnissen zu suchen. Bewegung daß dadurch die Rücksicht auf jedesBezugssystem ausgeschaltet werden sollte. oder aber nur ein . das hier als der „reine" Raum. auf welches die Grundgleichungen der Newtonischen Mechanik sich beziehen. Solche Sonderfragen aber sind es. nur Aggregate aus sinnlichen Eindrücken oder aber selbständige gedankliche . gedachtes" Sein besitzt. bestimmt wird. Kein physikalischer Denker hat jemals diesen Begriff in einem Sinne genommen. die aber eben darum für die Lösung irgend einer Frage ohne Belang ist. ob es als materiell oder immateriell.. tritt ferner die weitere Aufgabe hervor. dialektischen Fassung heraus und gewinnt einen festen physikalischen Gehalt. bedürfen wiederum der Vereinigung unter einem allgemeinen Gesichtspunkt. Sobald wir uns für das letztere entscheiden. ob das System. bestand Streit. Vor allem gilt es. Formen" sind. losgelöst von jedem stofflichen Inhalt. die zunächst in der Abstraktion einander gegenüberstehen. Die sinnlichen und gedanklichen Momente. in welcher die Physik sie nimmt. Die Forderung der absoluten Bewegung bedeutet nicht den Ausschluß jeglichen Korrelats. in welcher sie mit der Allheit der Reihenglieder steht. kraft dessen ihr Anteil an dem einheitlichen Begriff der Objektivität sich bestimmt. Klarheit darüber zu gewinnen. die hier zur Entscheidung stehen.

das andere Mal in Gedanken gegeben. sich eine Vorstellung darüber machen zu wollen. als bedürfe Fragen zu beantworten. ohne danach zu forschen. Die Mechanik in ihrer Entwicklung Die GeWurzel des Satzes von der Erhaltung der Arbeit. wir in ihm nicht stillschweigend die Beziehung auf irgend ein Koordinatensystem mitdenken. hierüber hinauszufragen. zu der die empiristische Grundanschauung hindrängt. wenn wir die Beziehung auf die Fixsterne ausschalten und ein anderes System an deren Stelle setzen wollten. Die Welt ist uns nicht zweimal: das eine Mal in Wirklichkeit. Die Antwort. darüber fehlt uns jede Möglichkeit des Urteils. Es ist ein verfehltes Verlangen. in bloße indem sie die Täuschungen Das Beharrungsprinzip wird freilich sinnlos. sondern wir haben sie so hinzunehmen. Jedes wissenschaftlich-gültige Urteil erhält demnach seinen Sinn nur als * S. ersten Blick kann es freilich scheinen. 47 ff.Auf den es. welche Gestalt der Trägheitssatz annehmen würde. entgeht allen Schwierigkeiten. dieser Lösung des Problems. hierzu schichte und die Mach. die der Empirismus alle diese um bereit hält. wie sie sich uns in der sinnlichen Wahrnehmung darbietet. S. ist in der Tat die Konsequenz. an dem die Fortdauer der gleichförmigen und geradlinigen Bewegung nachweisbar wird. sobald auflöst. die Mach gibt. mit aller Entschiedenheit gezogen. um die es sich hier handelt. da uns von selbst unzweideutig aufdrängt. demonstriert werden kann. wie sie uns unter anderen BedinIn gungen. an welchem das Phänomen der Trägheitsbewegung jederzeit in derjenigen Genauigkeit. Der Fixsternhimmel bietet uns ein Bezugssystem. die wir logisch fingieren. unsere Beobachtungen an ihnen zu orientieren. erscheinen würde*. der in der tatsächlichen Erfahrung niemals verwirklicht war. Welche Bewegungsgesetze gelten würden. . keiner komplizierten logischen Mittelglieder. Aber dieses unentbehrliche Substrat brauchen wir nicht in Deduktionen erst festzustellen. es ist müßig. begrifflichen es mühsamen die Erfahrung weil es sich hier um einen Fall handelt. deren Erfahrungsurteile überhaupt fähig sind. 230 . wenn die Fixsterne nicht beständen oder wenn wir der Möglichkeit beraubt wären. Probleme.

daß wir sie gedanklich in Ansatz bringen können. eine unendlich kleine Umwandlung 231 . aber er vermag an keiner Stelle über sie hinauszugreifen und bloß mögliche. S. tatsächlich vorliegendes DaDer Gedanke vermag lediglich den Anzeigen der sein. bisher nicht gegebene Fälle in den Kreis seiner Betrachtung zu ziehen. das seit Lagrange die eigentliche Grundlage der analytischen Mechanik bildet.. geht somit niemals allein aus der Betrachtung der wirklichen. ohne dadurch zu einem Widerspruch gegen die Bedingungen des Systems geführt zu werden. dem anwie sich bereits allseitig gezeigt hat erkannten Tatbestand des wissenschaftlichen Verfahrens selbst. sondern zugleich das . sondern auch eine unendlich kleine Erhöhung oder Erniedrigung der Temperatur.). Unter einer virtuellen Änderung eines Systems wird jetzt nicht nur eine infinitesimale räumliche Verschiebung seiner einzelnen Teile. die von der angenommenen Voraussetzung aus unabweislich ist. die uns dieses Dasein erschließen. Einsicht. virtuelle" Geschehen. Die Weiterbildung. die hier gewonnen wird. die hier ins Auge gefaßt werden. brauchen keineswegs tatsächlich ausführbar zu sein. Im Prinzip der virtuellen Geschwindigkeiten. Die theoretischen Grundgesetze der Physik sprechen durchweg von Fällen. Empfindung.Aussage über ein konkretes. die in der Erfahrung niemals gegeben waren. Die Verschiebungen eines materiellen Systems. der alle Gebiete der Physik gleichmäßig umfassen soll. sie umfaßt nur das aktuelle. noch auch in ihr gegeben sein können: denn in der Formel des Gesetzes ist das eigentliche Wahrnehmungsobjekt durch seine Die ideale Grenze ersetzt und vertreten (s. oben. sondern auch der mögwiderstreitet — — lichen nicht Bedingungen und Umstände hervor. die das Prinzip innerhalb der Physik erfahren hat. hat auch dieses methodische Moment immer deutlicher hervortreten lassen. ihre „Möglichkeit" bedeutet lediglich. In der Entwicklung der modernen Thermodynamik ist das Prinzip der virtuellen Veränderungen von seiner anfänglichen Einschränkung auf mechanische Vorgänge befreit und zu einem allgemeineren Grundsatz umgestaltet worden. nachzugehen. Diese Folgerung aber. 171 f. ist dies zum schärfsten Ausdruck gekommen.

oder Abnahme einer der variablen Größen verstanden. ist hierbei gleichgültig. Ob die betreffende Umwandlung physisch vollziehbar ist. kurz jede elementare Zu. die den Gesamtzustand des Systems charakterisieren. so hat man sich hierbei nicht zu fragen. jenes „mente concipio". 232 . ... * S. daß für den Bestand des Trägheitsgesetzes die dauernde Existenz der Fixsterne vorausgesetzt werde. 211 ff. ist. L'övolution de la M6caiüque. mit welchem Galilei seine allgemeinen Erörterungen beginnt. in welchem er es nimmt. Sich eine derartige Frage zu stellen. nicht aus der Betrachtung einer besonderen Klasse empirisch wirklicher Bewegungen hervorgegangen ist. Paris 1903. auf welche sich die Theorie bezieht. Duhem. hieße vielmehr sich einen völlig irrigen Begriff vom Wesen einer physikalischen Theorie machen*. Galilei zum mindesten läßt keinen Zweifel darüber. denn der Wahrheitswert unserer theoretischen Folgerungen besteht völlig unabhängig von dieser Möglichkeit einer unmittelbaren Realisierung unserer gedanklichen Operationen. nur zu den . von denen die In eigentliche theoretische Entscheidung nicht abhängt. die er in einem ähnlichen Fall dem Simplicio gibt: die Wirklichkeit der Fixsterne gehört. zufälligen und äußerlichen" Bedingungen des Versuchs. so bemerkt D u h e . Er würde auf den Einwand. Der Begriff der geradlinigen und zulässig m .der Verteilung der Elektrizität auf der Oberfläche eines leitenden Körpers.die Größen. die das System zu erfüllen hat. sicherlich die gleiche Antwort erteilt haben. ob diese Rechnungen einen physischen Sinn haben. sofern sie gemäß den in allgemeinen Bedingungen.. ebenso wie die des bewegten Körpers selbst. S. ob also die einzelnen Maßmethoden sich direkt in die Sprache der konkreten Anschauung übersetzen lassen und in dieser Übersetzung wirklichen oder möglichen Tatsachen entsprechen." Die Entdeckung und die erste Formulierung des Beharrungsprinzips bestätigt durchaus diese Auffassung.Wenn man im Verlauf der Deduktionen'*. daß das Prinzip in dem Sinne. bestimmten algebraischen Umformungen unterwirft. geht das Dasein der Fixsterne nirgends ein.

S. ohne daß unsere eigentliche physikalische Schlußfolgerung dadurch berührt würde**. um der Beobachtung selbst eine bestimmte Richtung zu geben. Die wesentlichen Züge. Alle wirklich fruchtbaren physischen Versuche haben. wenigstens in allgemeinen Zügen voraussehen. Dieses Verfahren der gedanklichen Variation der für ein gewisses Ergebnis mitbestimmenden Faktoren ist es vor allem. logisch zu nur auf rechtfertigen. In seiner Entwicklung der allgemeinen Methoden der Physik . die Form der Ableitung. sondern sich von den zufälligen. die jeder Teil für den Aufbau des Ganzen besitzt. die wir aus derartigen idealen Konzeptionen folgern. Mach. darüber muß freilich in letzter Linie das Experiment entscheiden: der logische und mathematische Sinn der hypothetischen Gesetze selbst aber steht unabhängig von dieser Form der Bewährung im Aktuell. a. wie er betont.gleichförmigen Bewegung wird hier rein in abstrakt-phoronomischer Bedeutung eingeführt: er ist nicht auf irgendwelche materielle Körper. die Aus- führungen ** Natorps (a. klar erfassen. Man braucht alle diese nimmt das * S. in welchem wir die Bedeutung. „Über Gedanken- experimente". S. zum Ganzen vgl. Gedankenexperimente zu ihrer notwendigen Vorbedingung.Gegebenen fest*. Leipzig 1905.). auf die Wahrnehmungswelt sind. . Vgl. Erkenntnis und Irrtum. Gedankenexperiment" eine bedeutsame Stellung ein. O. 180 ff. hierzu oben. das uns erst eine völlig klare Übersicht über das Gesamtgebiet der Tatsachen selbst verschafft. braucht man sich übrigens zuletzt Mach selbst zu berufen. Wir müssen den Erfolg. Ob die Gesetze. 233 . wie Geometrie und Arithmetik sie darbieten. die hier von Galilei tat- anwendbar Um sächlich angewandt wird. von denen sein gesetzliches Verhalten abhängt. Hier erst tritt die Bedeutung jedes einzelnen Moments klar hervor. 356 ff. wir müssen die möglichen bestimmenden Umstände gegeneinander abwägen und begrifflich abwandeln. sondern lediglich auf die ideellen Schemata bezogen. den eine bestimmte Anordnung des Versuchs verspricht. hier erst gliedert sich der Wahrnehmungsbestand zu einem geordneten Komplex. die beliebig wechseln können. S. jetzt bes.. 163 ff.

bewegt sich derart. indem wir uns zum Bewußtsein bringen. den Fixsternhimmel nicht nur als einen Bestandteil ansehen. sondern wären in dem neuen System der Orientierung. so stünde nichts im Wege. In einer von denen die gegebenen Übertragung mulierung kausalenFaktoren * „Ein freier Körper von einem Momentankräftepsiar angegriffen. die von den wirklichen Fällen zu den möglichen übergreift und auch von ihnen eine Bestirrlmung zu geben unternimmt. vollständig aufbehalten. daß sein Zentralellipsoid bei festgehaltenem Mittelpunkt an der zur Kräftepaarebene parallelen Tangentialebene ohne zu gleiten abrollt. ohne daß dadurch Sinn und Inhalt des Gesetzes selbst irgendwie berührt würde. seiner ganzen Voraussetzung nach. daß wir das ursprüngliche Substrat beliebig variieren lassen können. das wir alsdann zu suchen hätten. wenn diese Sätze nur die Verhältnisse wiedergäben. den Fixsternen selbst bestimmte Bewegungen zuzuschreiben. die uns veranlassen würden.Erwägungen nur auf die Entdeckung und Aussprache des Trägheitsprinzips anzuwenden. geradezu als einen der Beharrungsbewegung abhängig ist*. In der Tat würde offenbar der logische Gehalt des Beharrungsgesetzes ungeändert bleiben. auf der Machs anfänglicher Einwand beruht. sondern ihn auffassen. daß die eigentümliche Geltung dieses Prinzips an irgend ein bestimmtes materielles Bezugssystem nicht gebunden ist. auch wenn sich im Laufe der Erfahrung Gründe fänden. es von dieser Bedingtheit loszulösen.. 234 . der in die begriffliche Fordes Trägheitsgesetzes eingeht. Die Sätze der reinen Mechanik würden mit dieser Einsicht nichts von ihrer Geltung verlieren. Eine solche aber wäre. um sofort zu erkennen. Mach selbst muß. ist jetzt verlassen: die Methode des . Denn die Voraussetzung. selbst in Gedanken. unmöglich. daß nämlich das Denken niemals über den Kreis der Einzeltatsachen hinauszublicken vermöge. Hierbei macht die sonderbarsten Wendungen gegen die Himmelskörper. Dies nun der Körper ist eine Bewegung infolge der Trägheit. die den bewegten Körpern relativ zu einem besonderen empirischen Bezugssystem zukommen. Gedankenexperiments" erschließt uns eine eigentümliche Aktivität des Denkens. Selbst wenn wir das Gesetz zunächst für den Fixsternhimmel bewährt gefunden hätten.

sondern vielmehr verworfen.) Meint 235 . entspricht in keiner Weise der Bedeutung. irgendwie in dinglicher Wirklichkeit als vorhanden aufzeigt. die es hier tatsächlich erfüllt hat. was man offen oder versteckt mit nennen muß. von ihrem eigentlichen . nicht zu den wesentlichen Bedingungen. dem Beharrungsgesetz dadurch eine feste Stütze zu geben." (Mach. als vielmehr die Aussage über bestimmte Eigenschaften und „Reaktionen" eines und gegebenen empirischen Inbegriffs von Gegenständen wie sollten wir erwarten dürfen. zu dem Kausalnexus derselben ? Die fernen Himmelskörper haben in unserem Beispiel keinen Einfluß mehr auf die Beschleunigung. daß die physischen Beschaffenheiten. ohne daß dadurch die Hinge die Relation selbst eine völlig neue Gestalt erhielte. die wir an einem konkreten Einzelding aufgefunden haben. daß auch hier Empirismus und Empirie auseinander gehen: der Sinn. ohne welche man die gedachte Bewegung gar nicht beschreiben kann. Subjekt" losgelöst werden und auf ein anderes übergehen könnten? In jedem Falle erkennt man aus diesem Beispiel. diese Anknüpfung fallen zu lassen und zu anderen Das Trägheitsprinzip wäre Bezugssystemen überzugehen. Den gleichen prinzipiellen Einwänden unterliegt jeder Versuch. wohl aber auf die Geschwindigkeit. wie wir jemals daran denken könnten. den das Trägheitsprinzip nach den empiristischen Voraussetzungen allein haben könnte. S. aber ließe sich offenbar der eine der beiden Faktoren nicht durch einen anderen ersetzen.. daß man das Bezugssystem. Eine bekannte Erklärung. seien ohne Einfluß auf dieselbe ? Gehört das. die lediglich die Beziehung und Wechselwirkung zwischen bestimmten physischen Objekten zum Ausdruck bringt. auf das es hinweist. bestimmt als dieses Bezugssystem man nun. Die — logische Grundform der Mechanik ist hier nicht begriffen und erklärt. die S t r e i n t z im einzelnen durchzuführen gesucht hat. Erhaltung der Arbeit.Formel. 49. physischen Individuen ab. diese Körper. in diesem Falle nicht sowohl ein allgemeiner Grundsatz für die Bewegungserscheinungen überhaupt. wenn man eine Erscheinung beschreiben will. so diesen wäre es logisch unverständlich. Wahrheit des Beharrungsgesetzes von den Fixsternen als bestimmten. die es in der wissenschaftlichen Mechanik seit deren Anfängen gehabt und der Funktion.

die Abwesenheit von äußeren Kraftwirkungen betrifft. als Ursache dieser Abweichung erscheinen. als Fundamental- Körper sind. so ist hier freilich niemals eine gleich unmittelbare und positive Entscheidung möglich: wir müssen uns einfach mit der Feststellung begnügen. in der sie gewöhnlich formuliert werden. * Vgl. so oft in der Bewegung eines Punktes bezüglich eines Körpers von unveränderlicher Richtung eine Abweichung von der Geradlinigkeit oder Gleichförmigkeit beobachtet wurde. gyroskopischen Kompasses" bezeichnet.jeden beliebigen. wie sich leicht ergibt. Bezeichnen wir nun einen Körper. keine Drehbewegung zu vollführen und keiner Einwirkung einer äußeren Kraft unterworfen zu sein. die näheren Ausführungen bei Streintz. daß.. irgendwelche äußere Körper anzugeben. sofern derselbe die doppelte Bedingung erfüllt. denn jede „absolute" Rotation eines Körpers setzt sich in irgendwelche physikalische Wirkungen um. so besitzen wir in jedem derartigen Körper ein geeignetes System. (FK). die direkt wahrgenommen und gemessen werden können. 13 ff. eine logische Unbestimmtheit in sich schließen. Leipzig 1883. das Trägheitsprinzip insbesondere läßt sich nunmehr in der Form aussprechen. Die Abwesenheit der Drehbewegung läßt sich stets an bestimmten Maßinstrumenten. die in der Art. 236 . unzweideutig nachweisen. erfüllt Diese Gleichungen. in bezug auf welches die dynamischen Differentialgleichungen. Die physikalischen Grundlagen der Mechanik. es bisher stets gelungen ist. S. empirisch gegebenen Körper. daß jeder sich selbst überlassene Punkt Linie sich hinsichtlich eines Fundamentalkörpers in gerader und mit konstanter Geschwindigkeit bewegt*. haben jetzt einen festen und eindeutigen Sinn erhalten. der durch die beiden angegebenen Grundbestimmungen. Auch dieser Ableitungsversuch beruht indessen. Was das zweite Moment. 22 ff. die die Physik zugrunde legt. in welchem sie zu dem bewegten Punkt selbst oder zu dem angenommenen Bezugssystem stehen. durch die Abwesenheit der Drehbewegung und durch die vollkommene Unabhängigkeit von allen um- gebenden Massen charakterisiert ist.. die durch das Lageverhältnis. die Streintz mit dem Namen eines .

gemäß ist. die wir an einzelnen Körpern mit bestimmten physikalischen Eigenschaften bewährt gefunden. mit welchem Rechte wir lich. Bestände Streintz' Erklärung zu Recht. ist die Idee der Beharrung entstanden. sondern umgekehrt erklärt es sich Merkmal. Nicht aus Beobachtungen an bestimmten Körpern. logisch streng geschieden. so wären die mechanischen Grundsätze lediglich Induktionen. die Streintz an die Spitze seiner Erörterungen stellt. sind bereits geleitet und beherrscht von den Grundgedanken der analytischen Mechanik selbst. durch welche der Fundamentalkörper bestimmt ist. statt umgekehrt die Prinzipien. sobald sie mit den neuen Erfahrungen nicht mehr im Einklang stehen. denen wir die Eigenschaft. keiner fremden Einwirkung zu unterliegen. sowie die Unabhängigkeit von jeder äußeren Kraftwirkung bilden die empirischen Kriterien. Der Anspruch auf strenge Allgemeingültigkeit. ob ein bestimmter gegebener Körper den Voraussetzungen der Theorie. die schreiben. und die wir sodann für alle Körper derselben Art als wahrscheinlich angenommen haben. daß der Fundamentalkörper selbst und das Fundamental-Koordinatensystem als empirische Fakta niemals vorgefunden werden könnten. zukommt: die Abwesenheit der Drehbewegung. wäre die Erwägung entscheidend. gleichsam sinnlich ablesen konnten. reinen Induktionen. Aber auch wenn man hiervon absieht. sie den beobachteten Tatsachen. als Forderungen entunserer Erklärung die Richtung vorgegenhalten. 237 . die den beiden Momenten. an denen wir erkennen. Das wir feststellen. ob ein Einzelfall unter ein bestimmtes Gesetz auf subsumierbar ist. ist aber von den denen die Gültigkeit des Gesetzes selbst beruht. alsbald umzugestalten. Bedingungen. bliebe alsdann völlig unverständEs ließe sich nicht begreifen. die ja nur kraft bestimmter Einzelbeobachtungen gewonnen sind. den diese Grundsätze erheben.auf einer Umkehrung des eigentlichen logischen und geschichtlichen Verhältnisses. Nur unter der Voraussetzung dieser Gedanken leuchtet die Bedeutung ein. wenn die Bedeutung beider nicht zuvor in ideeller KonDie scheinbar struktion festgestellt worden wäre. die wir zuvor selbständig kraft dessen entwickelt haben.

Philosophie der Mechanik. liegt bereits die stillschweigende Anerkennung der Grundsätze. notwendig der Setzung eines bestimmten Daseins-Hintergrundes. um in seinem begrifflichen Sinn erfaßt zu werden. sind die Sätze unserer Mechanik verständlich. sofern er eine wahrhafte legung der Mechanik sein will. treten uns entgegen als ein Satz ohne Inhalt. in der Tat nur der Ausweg zurück. in welcher an irgend einer uns mann unbekannten Stelle des Raumes ein absolut starrer. Die analytische Mechanik ist. Das Galileische Prinzip bedarf nach Neumann.erst auf suchen Grund dieser Idee. die erst deduziert werden sollen. 136 H 1 er . Leipzig 1900. Grund- Gedanke Hält man also an der Forderung fest. daß ein sich selber überlassener materieller Punkt in geraderLinie dahingeht. wie die Geschichte lehrt. in der Erfahrung nicht gegebenen Körper anzunehmen. f. die hier an die Spitze treten. „Jene Worte des Galilei. dieser Experiwährend umgekehrt der bloße mente nur auf dem Boden dieser Mechanik entstehen konnte*. 238 . der (um verständlich zu sein) noch eines * Vgl. einen unbekannten. so bleibt schließlich. hierzu bes. denn in den Experimenten und in den empirischen Lehrsätzen selbst. und im Hinblick auf ihn die dynamischen Grundgleichungen zu erklären. in der Tat einen Zirkel ein. Nur in einer Welt. Die Durchführung dieses Gedankens ist zuerst von C. als ein in der Luft schwebender Satz. S. die Kritik des Streintzschen Versuches bei ö f Studien zur gegenw. N e u in seiner Schrift über die Prinzipien der GalileiNewtonschen Theorie versucht worden. Streintzsche Versuch. ohne diese Experimente zustande gekommen. in der neben der Erörterung des physikalischen Grundproblems auch die methodische Hauptfrage zu besonders deutlicher Ausprägung gelangt ist. wenn man zugleich die rationale Gestalt der Mechanik erklären will. in seiner Gestalt und seinen Dimensionen für alle Zeiten unveränderlicher Körper existiert. daß das Trägheitsgesetz notwendig an irgend ein materielles Bezugssytem angelehnt werden müsse. daß wir nach Körpern dieser Art und ihnen eine bevorzugte Stellung im Aufbau So schließt der unserer empirischen Wirklichkeit zuweisen.

als derjenige Gegenstand. 14f. o dieser Körper sich befindet. als — ." Man erwarten. ewig und unzerstörbar. daß sämtliche im Universum vorhandene oder überhaupt denkbare Bewegungen zu beziehen sind auf ein und denselben Körper. mit Bezug auf welchen alle Bewenur dann erst werden wir mit gungen zu taxieren sind jenen Worten einen bestimmten Inhalt zu verbinden imstande Welcher Körper ist es nun.bestimmten Hintergrundes bedarf. Wir erkennen alsdann leicht. Irgendein spezieller Körper im Weltall muß uns gegeben Basis unserer Beurteilung. . der von Neumann als . welche Gründe vorhanden sind. obwohl es selbst materieller Natur sein soll. wiederum alle diejenigen Prädikate zu. Und diesem Dasein kommen.. Wenn aber hier aus bloßem Denken ein Sein mit absoluten Eigenschaften gefolgert wird. so können uns seine Fundamente nicht länger verborgen bleiben. einem einzigen Körper eine auf die heutige Zeit W so hervorragende. Leipzig 1870. dem wir diese bevorzugte sein. . kraft deren hier die Existenz dieses einzigartigen Körpers dargetan wird. Frage weder bei Galilei noch bei Newton eine bestimmte Antwort. daß die Begreiflichkeit unserer ideellen Konzeptionen von bestimmten Beschaffenheiten des Seins abhängig gemacht ist. Leider erhalten wir auf diese Stellung einräumen sollen ? sein. S. Körper Alpha" bezeichnet wird. so zeigt sich anderseits zugleich der umgekehrte Zug. . Man denke sich den Körper Alpha durch irgendeine Naturmacht vernichtet: und die Sätze der Mechanik müßten aufhören. Denn sie ist in der Tat rein o n t o logischer Art: die Forderung eines einheitlichen logischen Bezugspunktes verdichtet sich zur Behauptung eines empirisch nicht unerkennbaren Daseins. für uns nicht * Carl e u Über die Prinzipien der Galilei-Newtonschen ann Theorie. N m 239 . gleichsam souveräne Stellung einzuräumen. Wenn wir aber das von ihnen begründete und bis mehr und mehr erweiterte theoretische Gebäude aufmerksam durchmustern. mitten in der Physik anzutreffen. — hierauf sollte allerdings erhalten wir keine Antwort*. die Beweisart. die auch sonst das ontologische Argument zu verleihen pflegte: es ist unveränderlich.

woran die Geltung unserer mechanischen Begriffe hängt. der Begriff der gleichförmigen Bewegung von bestimmter Geschwindigkeit. sondern auch die merkwürdigsten logischen Folgen anknüpfen. Wie aber sollten wir jemals zu einem begründeten Urteil über eine physikalische Wirklichkeit gelangen. wenn man sich entschließt. Diese Annahme aber kann uns niemals verwehrt werden: sie ist ein reines Postulat unseres wissenschaftlichen Denkens. mit ideellen Annahmen zu schalten. statt sie im Verlauf der Deduktion in verhüllter Form irgendwie einzuführen. sondern sogar — verständlich zu sein. Steht es in unserer Macht. an dem die ersten Zweifel und Bedenken gegenüber der Formulierung der mechanischen Prinzipien einsetzten. wenn nicht zuvor der Sinn dieser allgemeinen mathematischen Grundprädikate feststeht? hat. Der Begriff der strengen Unveränderlichkeit der Richtung. das hierin allein seinen eigenen Normen und Regeln gehorcht. So haben wir uns auch hier im Kreise bewegt: die innere Konsequenz des Gedankens führt genau zu demjenigen Ausgangspunkt zurück. So würden sich hier an ein Geschehen in der äußeren Welt nicht nur bestimmte physische. in voller Klarheit an den Anfang zu stellen. Man entgeht in der Tat dem Dilemma erst dann. — Annahme — — — Raum 240 . die gedanklichen Forderungen.nur anwendbar. so begreift man nicht. Auf alle diese geben. so hinge es vom Sein oder Nichtsein eines aktuellen räumlichen Dinges ab. den die mathematische Theorie uns geliefert wäre nunmehr mit einem Schlage um all seinen Sinn gebracht. ob unsere grundlegenden mathematischen in sich selbst irgendeine Bedeutung besitzen. warum dieses Verfahren auf die Setzung physischer Dinge eingeschränkt sein soll. Eine derartige Antwort aber würde das Problem sogleich auf einen völlig neuen Boden stellen. Hypothesen Fragen könnte es zuletzt nur eine Antwort Nicht die Existenz des Körpers Alpha so könnte man erwidern wohl aber die dieser Existenz ist es. Statt des Körpers Alpha könnten wir alsdann in logisch allein einwandfreier und verständlicher Weise den reinen selbst setzen und ihn mit bestimmten Eigenschaften und Beziehungen ausstatten.

344. 356 f. (1886). Braunschweig 1907. Cassirer. Studien III. die wir dem ursprünglichen und einheitlichen Bezugssystem zuschreiben müssen. und legen beide aller weiteren Betrachtung der Bewegungserscheinungen und ihrer wechselseitigen Beziehungen zugrunde*. S. die für das Funktionen Erkenntnis „Fundamental-Koordinatensystem" die Unabhängigkeit von * Näheres über die mathematische Konstruktion des „Inertialsystems" bei Ludwig Lange.. 559 ff. 390 ff. König.Der absolute Raum und die absolute Zeit der Mechanik schließen sowenig irgendwelche Daseinsrätsel in sich. S. So können wir uns denn auch für die Aussprache des Trägheitsprinzips zunächst lediglich auf ein gedachtes Bezugssystem stützen. zugleich aber bleiben beide als reine bestehen. genügt somit in der Tat der Grundforderung.. Wir erschaffen kraft begrifflicher Definitionen ein räumliches . Das ideelle Achsensystem. sondern eine logische Eigenschaft. So entfällt die Hypostasierung des absoluten Raumes und der absoluten Zeit zu transzendenten Dingen. daß die allgemeine Bewegungslehre ihm keinen Zweig der angewandten. die hier erfordert sind. kraft deren erst eine exakte der empirischen Wirklichkeit möglich wird**.Inertialsystem" und eine „Inertialzeitskala". als dies bei der reinen Zahl der Arithmetik oder bei der reinen Geraden der Geometrie der Fall ist. Wundts Phüos. 677 ff. auf das wir hinblicken. 129 ff.und Zeitgrößen. Substanzbeg^iff 16 241 . sie bedeutet. Die Festigkeit.. die gemäß einem ideellen Konstruktionsprinzip erzeugt und aufeinander bezogen sind. Erkenntnisproblem II. Die phoronomischen und der gleichförmig beschleunigten Bewegung enthalten ursprünglich nichts von der sinnlichen Begriffe der gleichförmigen Beschaffenheit materieller Körper. sondern der reinen Mathematik bedeute. dem wir alle jene Bestimmungen zuschreiben. ist keine sinnliche. vgl. Sie entstehen in genauer und stetiger Fortführung dieser Grundbegriffe: wie denn Galilei stets aufs schärfste betont. Kant xmd die Naturwissenschaft. . um sie durch alle Umformungen der Rechnung hindurch als identisch und unveränderlich anzusehen. jetzt hierzu besonders die vortrefflichen Ausführungen von E d m. daß wir sie im Begriff festgelegt haben. sondern fixieren lediglich eine bestimmte Beziehung zwischen Raum. Die geschichthche Entwicklung des Bewegungsbegriffs. ** S.

allen auf — Wir entwickeln rein theoretisch die Bestimmungen S. h. Aber auch hier ist es niemals möglich.äußeren Kräften verlangt: denn wie vermöchten Kräfte Linien. das bedeutet somit nicht eine Tatsache. (S.Gegenstands selbst. auf rein geometrische Gebilde zu wirken? Indem wir diese Linien in unserer gedanklichen Abstraktion als schlechthin konstant betrachten. vermag freilich zuletzt nur die Erfahrung zu lehren. sondern stets nur in bestimmter Annäherung erfüllt sein kann. wir behaupten. So wenig es eine wirkliche Gerade gibt.) der „Inertialsysteme". die freilich unabweislich ist: denn sie liegt Sie ist der im Begriff des Erfahrungs. sich diesen Bestimmungen gemäß zu verhalten gebener Körper scheint. und die mathematischen Folgerungen. der zwischen den exakten gedanklichen Gesetzen. den sie zwischen den Phänomenen herstellen. So bleibt stets die Möglichkeit offen. und ihrer empirischen Erfüllung bestehen bleibt. 193 ff. daß diese Forderung in der Erfahrung niemals exakt. durch die Wahl eines neuen Bezugspunktes eine nähere und genauere Übereinstimmung zwischen dem System der Beobachtungen und dem System der deduktiven Schlußfolgerungen herzustellen. sondern wir können immer nur mittelbar in dem gesamten Verknüpfungszusammenhang. die Grundhypothesen zu isolieren und sie einzeln in konkreten Wahrnehmungen als gültig aufzuzeigen. so wenig gibt es einen wirklichen Körper. ihr Recht aufweisen. Ausdruck des notwendigen Abstandes. Soweit irgendein empirisch gedie sich an sie anschließen. entwickeln wir hieraus ein allgemeines gesetzliches Schema für mögliche räumliche Veränderungen überhaupt. die wir formulieren. Aber wir sind uns zugleich darüber klar. Daß irgendein System wie etwa das System der Fixsterne gegebener Körper in Ruhe ist. Ob dieses Schema auf die Wirklichkeit der physischen Dinge und Vorgänge anwendbar ist. oben. Diese Relativität ist es. die sich — — 242 . daß ein sich selbst überlassener materieller Punkt sich in bezug auf ihn geradlinig und gleichförmig bewegen müsse. die alle Eigenschaften des reinen geometrischen Begriffs erfüllt. sprechen wir auch ihm „absolute!' Ruhe und absolute Festigkeit zu: d. der in allen Stücken der mechanischen Definition des Inertialsystems entspricht.

punkt vom Materiellen ins Ideelle verlegen. anderseits den Gegensatz zwischen dem nach dem Newtonschen Gesetz berechneten und dem tatsächlich beobachteten Wert der säkularen Beschleunigung des Mondes zu beseitigen*. einerseits den Widerspruch gegen die theoretischen Forderungen des Energieprinzips. an welchem sie sich gleichsam anschaulich Der Fixsternhimmel demonstrieren und darstellen lassen. Phänomene als abhängig gedacht wird. mag sich daher verändern: die Grundrelation auf einen bestimmten Inbegriff von Gesetzen der Mechanik und Physik aber bleibt konstant. sondern es besagt. Der einzelne materielle Anknüpfungspunkt. von dem die konkrete Gesamtheit der maß. durch ein genaueres.und Lehrsätze der reinen Mechanik gefunden ist. So bleibt freilich auch den physikalischen Begriffen des absoluten Raumes und der absoluten Zeit eine Beziehung anhaften. Analog ersetzen wir das nicht völlig genaue Zeitdas die Sterntage uns darbieten. Diese Bedeutung der Grundbegriffe des absoluten Raumes und der absoluten Zeit ist bereits von Leibniz in ihren allgemeinen Zügen festgestellt worden.. 16* 243 . wir hinblicken und an dem wir unsere gedankliche auf das Orientierung suchen. La mesiire du temps (vgl.). die sich dem Zusammenhang dieser Sätze völlig einordnen und in ihm einen erschöpfenden Ausdruck finden. sondern darin. 192 f. daß hier in der Körperwelt ein Paradigma für bestimmte Grund. wie auf das Gravitationsgesetz stützen: als . S. deren Anwendung uns gestattet. sondern ein Inbegriff theoretischer und empirischer Regeln. daß sie jegliche Relation abstreifen. Die Bedeutung dieser Begriffe besteht nicht darin. ist kein einzelner. absolut" exakt gilt uns diejenige Zeiteinheit. wahrnehmbarer Körper. Ihm sind beide Begriffe nur ein anderer Ausdruck für die durchgängige örtliche und * S. Poincare. steht mit den bewegten Körpern der Wirklichkeit in Be- ziehungen. indem wir uns auf das Gesetz der Erhaltung der Kraft.direkt durch Wahrnehmung oder Messung feststellen läßt. daß sie den notwendig geforderten BezugsDas System. H. oben. an den wir gleichsam unsere Bewegungsgleichungen heften.

chap. Nouveaux Essais. in dem sie sich der „innerenAnschauung** darbieten. noch irgendeinen festen und unbeweglichen Körper im Weltall gibt. auf gedachte gleichförmige Bewegungen beziehen und auf Grund dieses Verfahrens die Folgen der Verknüpfung verschiedener Bewegungen vorausberechnen*. auch wenn es keinen streng gleichförmigen Ablauf irgendeines tatsächlichen Naturereignisses. Sie ist theoretisch stets erreichbar: denn man kann stets die ungleichförmigen Bewegungen. gewinnen wir damit ein allgemeines Prinzip der Zu* Leibniz. sondern sie sollen zugleich auch möglichen. Diese Aussagen stützen sich daher auch nicht mehr allein auf die Gesetze unserer Anschauung und unseres Denkens. Urteile a priori im Sinne Kants". „Unsere Aussagen über die Beziehungen zwischen Zeiten.zeitliche Bestimmtheit. 844 . insbesondere zukünftigen Erfahrungen entsprechen. die wir zuvor den gleichbenannten Größen als Formen unserer inneren Anschauung oder durch Definition beigelegt hatten. die von ihnen gemacht werden. deren Eigenschaften indessen den Eigenschaften nicht widersprechen dürfen. werden die Zeiten." Indem wir nämlich innerhalb jedes Gebiets feste Maßeinheiten zugrunde legen.. hat in der neueren Zeit seine prägnanteste Ausprägung in Heinrich Hertz' System der Mechanik gefunden. nach denen wir die empirischen Räume. Livr. jede Berufung auf die Erfahrung an sinnlich wahrnehmbaren Körpern bleibt ihnen fremd. die wir für alles Sein und Geschehen fordern müssen. Zeiten und Massen miteinander vergleichen. Räume und Massen als Zeichen äußerer empirischer Gegenstände gedacht. Die Darstellung von Hertz nimmt Raum und Zeit zunächst lediglich in dem Sinne. Das Verhältnis zwischen Theorie und Erfahrung. II. Räumen und Massen sollen daher nicht mehr allein den Ansprüchen unseres Geistes genügen. deren Gesetz man kennt. sind . 1 4. in welchem von der Geometrie und Kinematik zur Mechanik der materiellen Systeme übergegangen wird. Die Aussagen. Erst im zweiten 'Buch. das hier angenommen wird. sondern außerdem auf vorangegangene Erfahrung. Diese Bestimmtheit muß verlangt werden.

Der absolute Raum ist daher wenn darunter nicht der abstrakte Raum der Mechanik." Während also bei den Gebilden. die aus den Gesetzen der Anschauung und des Denkens von uns erzeugt sind. sondern die eindeutig be- — * S. als sie sich messen läßt mit Hilfe der besten Chronometer. kraft dessen wir nunmehr den konkreten sinnlichen tische Empfindungen und Wahrnehmungen bestimmte mathemaSymbole eindeutig entsprechen lassen und damit die gegebenen Eindrücke in die Zeichensprache unseres inneren gedanklichen Bildes übertragen. ist sie im Gebiet der empirischen Erscheinungen lediglich gefordert. Die Weltordnung. auch nicht unserer Abbildungs. so würden diese Axiome. sofern alle tatsächlich beobachtbaren Bewegungen in bezug auf dieses Grundsystem bisher stets in höchster Annäherung den Axiomen entsprachen. was wir durchaus als möglichen Fall in den Kreis unserer Berechnungen und Voraussetzungen aufnehmen müssen. Wir messen die . S. die vollkommene Fixierung aller Elemente erreicht ist. in seinem Sinn völlig unversehrt bleiben. sind nicht Unbestimmtheiten unserer Bilder. durch welche die Mechanik den Begriff der . 53 ff. keine Masse genauer. ff. absoluten Bewegung" charakterisiert. nach welchem die Konstruktion erfolgt ist. keine Lage genauer. ist uns die wahre Ordnung der Dinge. Sollte einmal diese Bedingung sich nicht mehr erfüllt zeigen. Wirklichkeit" unserer Erfahrungen beständig an der .. nur seine empirische Verwirklichung wäre an eine andere Stelle gerückt. Die Prinzipien der Mechanik. daß wir durch tatsächliche Bestimmung mit Hilfe unserer Sinne doch keine Zeit genauer festlegen können. „Wir wollen damit sagen.Ordnung. die wir unter der Voraussetzung der Ruhe des Fixsternhimmels konstruieren. Die Unbestimmtheiten. als sie sich beziehen läßt auf ein mit dem entfernteren Fixsternhimmel ruhendes Koordinatensystem.und Korrelationsgesetze. Wahrheit" unserer abstrakten dynamischen Begriffe und Grundsätze. Heinrich Hertz. als die besten Wagen sie uns liefern*. die diesen Festsetzungen der letzten Einheitsmaße notwendig anhaften... 157 245 .. sondern es sind Unbestimmtheiten der abzubildenden äußeren Erfahrung selbst. so würde also das Ideal.

indem wir etwa eine Beziehung zwischen die Gesamtmasse der Körper auf die Schwerpunkte reduziert denken. von der idealen Ausdehnung der Geometrie in irgendwelchen Bestimmungen ver- — — 246 . Auch wenn wir irgendwelche körperliche Massen in ihren — wechselseitigen Lagen und ihren relativen betrachten. so meinen wir damit streng genommen kein Verhältnis zwischen sinnlichen Körpern. als im Begriff des bloßen Raumes. konsequent zu Ende gedacht. aber es folgt hieraus nicht. Auch für dieses Verhältnis hat L e i b n i z ein besonders treffendes und prägnantes Wort daß im geprägt. ja sehr verschiedene hier zu Entfernungen untereinander besitzen können. weil sie zu viel beweisen würden: sie müßten. Positivismus". sind wir damit über die Grenzen der sinnlichen Eindrücke bereits hinausgeschritten. daß die Ausdehnung. müssen wir vielmehr an die Stelle einer Beziehung von Körpern setzen. je nachdem man den einen oder anderen Punkt ihres Volumens zum Ausgangspunkt der Messung nimmt.reinen" Raum und die „reine" Zeit der Mechanik beweisen .stimmte Ordnung der Körperwelt selbst bezeichnet wird allerdings niemals endgültig gegeben. sondern ist erst kraft des geometrischen Raumes der Linien und Abstände möglich. da diese. in welchem Der es feste Lagen und Entfernungen gibt. Es ist freilich richtig so führt er aus Begriff des Körpers mehr gesetzt ist. Wenn wir von „Distanz" sprechen. verwehren.. Aber hierin liegt keine Minderung seiner objektiven Bedeutung für unsere Erkenntnis: denn auch der relative Raum bedeutet. niemals eine Gegebenheit im Sinne eines dogmatischen . auch jede Darstellung physisch gegebener Körper in einem geometrischen System. einem eindeutigen geometrischen Sinne zu gelangen. Die positivistischen Bedenken gegen den . physische Raum der Körper bedeutet eben keine getrennte Wesenheit. sondern stets nur gesucht. Wir müssen somit die direkte empirische Anschauung bereits vermittels der reinen geometrischen Grenzbegriffe geformt und umgestaltet haben. daher nichts. die wir an den Körpern wahrnehmen. um auch nur über die relative Lage zweier materieller Systeme eine völlig sichere Aussage Abständen Um Punkten machen zu können. wie sich bei schärferer Analyse zeigt.

a. gleichviel ob wir sie rein begrifflich definieren oder sie uns in irgendeinem konkreten Beispiel veranschaulichen. Wenn wir irgendeine Naturerscheinung als absolut gleichförmig erklären und alle anderen an ihr messen. s. Chap. 247 . Studien. sondern alles. die aber in keinem empirischen Faktum selbst ein unmittelbar Korrelat besitzen**. a. man die Konventionen objektives daß ist. Lange Bystem vor dem Forum Essais. auch den Aufs.. Nouveaux Ludwig ** Vgl. indem Begriffe des . Kopie Phoronomie Freilich feststehen.Inertialsystems" und der „Inertialzeitskala" als bloße bezeichnet hat.. die hiermit aufgeworfen läßt indes * im Zusammenhang der bisherigen Untersuchung Leibniz. II. wenn Aussagen über Wirklichkeit wir auf in dieser Weise unsere vorangegangene Kon- struktionen begründen.. was wir zu seiner Begründung anführen können. Die Frage. In einer Untersuchung über die Bedingungen der Zeitmessung hat sodann P o i n c a r 6 die allgemeine Folgerung hieraus in aller Entschiedenheit gezogen. Livr. .: Das Inertialder Naturforschung. damit zugleich ein Moment Willkür in unsere wissenschaftliche Betrachtung gelassen. Philoe.In demselben Sinne kann man auch sagen." Wir zeichnen die Daten der Erfahrung in unser konstruktives Schema ein und gewinnen damit ein Bild der physischen Wirklichkeit: aber dieses Bild bleibt nicht des Seins dennoch immer und erhält sich daher beständig wandlungsfähig. es bequemer S. wenngleich seine Hauptzüge durch die Begriffe der Geometrie und Entwurf.schieden sei. so sind wir in unserer Wahl niemals von außen schlechthin bestimmt und gezwungen: kein Zeitmaß ist wahrer als irgendein beliebiges andere. scheint. O. . Auch die Zahl ist etwas anderes als der Inbegriff gezählter Dinge. II. daß man sich nicht zwei Arten der Ausdehnung: die abstrakte des Raumes und die konkrete der Körper vorzustellen hat: denn das Konkrete empfängt seine Beschaffenheit erst durch das Abstrakte*. die wir zum Zweck der leichteren Übersicht über die Tatsachen einführen. Bd. 4. der zu- Man hat diesen Schluß tatsächlich gezogen. während doch die Vielheit als solche stets ein und dasselbe bedeutet. beschränkt sich darauf. ist.

dem wir auf diesem Wege zustreben. festzulegen... bedeutet selbst bereits eine metaphysische Satzung. sondern eine eigentümliche entfaltet. die. Dieses Gesetz bleibt das letzte erreichbare Kriterium der . daß sie hierbei nicht nach Willkür verfährt. Konventionen" hat somit zunächst nur eine verständliche Bedeutung: sie enthält den Hinweis und die Anerkennung. Objektivität". daß in dem Weltbild der Physik.. ehe sie als Maßstab gebraucht werden kann. zeigt es sich. und daß an ihre Stelle 248 . die Trennung zwischen dem. sondern ein bestimmtes Gesetz des Fortschritts befolgt. mehr und mehr ausgeschaltet werden. als die Einheit und Geschlossenheit im systematischen Aufbau der Gesamterfahrung. Die Bezeichnung der ideellen begrifflichen Schöpfungen als . was an sich selbst durch die Natur der Sache notwendig ist. gegeben. das jede andere Wahl ausschließt. denn sie greift vom Bereich der Wissenschaft in ein methodisch fremdes Gebiet über. wie sie sich vom subjektiven Standpunkt des einzelnen Beobachters aus unausweichlich ergeben. in ihrer Ordnung und ihrem Diese einzelnen System in Zusammenhang. Die Wissenschaft besitzt kein höheres Kriterium der Wahrheit und kann kein anderes besitzen. und ursprüngliche Selbsttätigkeit Selbsttätigkeit ist indessen keineswegs unbeschränkt und zügellos: denn ihre Bindung ist. Diese Ordnung ist freilich niemals einem einzigen Begriffssystem. Die Scheidung zwischen einer „absoluten" Wahrheit des Seins und einer „relativen" Wahrheit der wissenschaftlichen Erkenntnis.noch keine endgültige Antwort zu. was vom Standpunkt unserer Begriffe und dem. denn es verbürgt uns. sie müßte sich selbst . alle Zufälligkeiten der Beurteilung. wenngleich nicht in einer Wahrnehmung. auf ihr Recht und ihre Geltung zu prüfen ist. um auch nur das Problem einer andersartigen Gegenständlichkeit in Gedanken fassen zu können.transzendieren". Jede andere Fassung des Gegenstandsbegriffs liegt außerhalb ihres Bereichs. daß der Gedanke sich in ihnen nicht lediglich aufnehmend und nachbildend verhält. keiten der Darstellung sondern läßt stets verschiedenen MöglichRaum: aber eben indem unsere gedankliche Konstruktion sich erweitert und neue Momente in sich aufnimmt. so doch im der Wahrnehmungen.

gehen dennoch bei schärferer Zergliederung der Daten und Bedingungen unserer Erkenntnis in bloßen Abstraktionen auf. gelten dennoch nur als die Sie in denen diese sich darstellt. so unentbehrlich sie zum Aufbau der empirischen Wirklichkeit sind. den die Raum Formen. die allgemein den diejenige des Objektbegriffs selbst ausmacht*. allgemeinen sind die fundamentalen Ordnungen. sondern es offenbart sich uns direkt und unVgl. bis es seine abschließende logische Fixierung in dem modernen Gedanken der Energie gefunden hat. Notwendigkeit Kern VIT. die als das 7tafj. und Zeit. ein erkenntnistheoretifür sich in Anspruch scher Vorzug. indem es sich unzerstörlich und ewig erhält. bedarf es eines neuen Prinzips. das alle Bedingungen wahrhafter und unabhängiger Existenz erfüllt. VI und VII.tritt. Energie erst erfassen wir das Wirkliche. Und wir brauchen. hierzu später Kap. die sich aber an realer Bedeutung niemals mit der In der unmittelbaren Empfindung selbst messen können. die wir unseren Eindrücken anheften. 249 . Sie sind Begriffsmarken. um dieses letzte Sein zu ergreifen. ist dieses Prinzip in verschiedene Bezeichnungen zu fassen versucht worden. weil das Wirkende selbst. hier befinden wir uns nicht mehr im Gebiet des bloßen Denkens.7tXrJQEi ov dem leeren Raum entgegengesetzt ist. Inhalt zu erfüllen. aber sie bestimmen nicht den Begriff des Realen die an und für sich leeren Formen mit konkretem selbst. Von Demokrits Begriff der Materie an. hier tritt uns ein Sein entgegen. neben allen spezifisch physikalischen Gründen. Um Energetik die nimmt. Hier schiebt sich kein bloßes Symbol mehr zwischen uns und die physischen Dinge. die für die ältere Naturwissenschaft den eigentlichen Typus des Objektiven ausmachen. So ist es denn in der Tat. Hier scheinen wir zum ersten Mal auf dem Boden der Wirklichkeit zu stehen. Das Atom und Materie. sondern im Gebiet des Seins. in welche sich das Reale einfügt. keinen Umweg über komplizierte mathematische Hypothesen mehr.

die als Licht empfunden werden. Gleichviel welche physikalischen Vorzüge * Ostwald. Wenn wir einen festen Körper tasten. Wahrheit nicht die rätselhafte. 250 . in die Grundlagen des naturwissenschaftlichen Denkens aufgenommen. Der Gegenstand i s t das. die wir als „Träger" der sinnlichen Eigenin schaften voraussetzen. an sich völlig unbestimmte Materie. sondern es sind die konkreten Einwirkungen. Riechen Schmecken deren Betätigung uns davon Kunde gibt. Vorles. die rein der philosophischen Reflexion angehört. die bei der Zusammendrückung unserer Fingerspitzen und gegebenenfalls auch der des getasteten Körpers verbraucht wird. die von den Außendingen auf uns geübt werden. aber damit Fortan ist zugleich deren Leistung begrenzt und erschöpft. die in den Organen der Nase und des Mundes stattfinden. wie die Außenwelt geordnet ist. Mit diesem Gedanken ist allerdings eine Bestimmung. so empfinden wir die mechanische Arbeit. 159 f. von der wir in dem Maße Kenntnis erhalten. insbesondere auf die für den Empfang bestimmter Energieen ausgebildeten Sinnesorgane übergehen. welche auf der Netzhaut unseres Auges chemische Arbeiten bewirkt. Ein Bedenken freilich muß sich sogleich gegen diese Auffassung erheben.*" Das „Ding" als ein passives und gleichgültiges Substrat der Eigenschaften ist somit jetzt beseitigt. S. und beruhen auf chemischen Arbeitsleistungen. nunmehr die Urrealität selbst. über Naturphilosophie. Was wir empfinden. als was er sich uns allein gibt: eine Summe tatsächlicher und möglicher Wirkungsweisen. ohne alle abstrakten und begrifflichen Hüllen. ist nichts als die strahlende Energie. „Was wir sehen. reiner diese Aufgabe erfüllt wird.gesucht in der ist ja Wahrnehmung selbst. und die Gesamtheit der Natur erscheint uns unter diesem Gesichtspunkte als eine Austeilung räumlich und zeitlich veränderlicher Energieen in Raum und Zeit. Überall sind es Energien oder Arbeiten. und welche Eigenschaften sie hat. als diese Energieen auf unsern Körper. um so klarer erblicken wir. können alle bloß spekulativen Gesichtspunkte um so strenger ausgeschlossen und die Betrachtung lediglich auf die WiederJe gabe des empirisch Tatsächlichen beschränkt werden.

Gegebenen bewahren. sind qualitative Unterschiede des Empfindungsinhalts: des Warmen und Kalten. den beide gegenüber dem Sinnlich. daß sie sich dieser Voraussetzungen enthält. geht. daß die Energetik von Anfang an ein Motiv in sich das sie.der Begriff der Energie vor dem der Materie und des Atoms besitzen mag: logisch stehen jedenfalls beide auf derselben Stufe und gehören der gleichen Sphäre der Betrachtung an. die die Energetik der mechanischen Weltanschauung zum Vorwurf macht. Zahlenwerte und Zahlenverhältnisse sind es. sondern daß sie sie klarer und schärfer in ihrer logischen Bedingtheit durchschaut. Ihr Grundenthält. Faßt man die Aufgabe in dieser Weise. Nicht darum kann es sich handeln. 187 ff. die „Hypothese" gänzlich auszuschalten. S. Dies bekundet sich vor allem negativ in dem gleichen Abstand. Was uns gegeben ist. Eine Wahrnehmung heißt bereits sie in eine andere Form des Seins umprägen. mit bestimmten theoretischen Voraussetzungen des Urteils an sie herantreten (s. Indem wir die Empfindungen auf derartige Größen und ihren wechselseitigen Ausgleich zurückdeuten. vor der Gefahr der unmittelbaren Verdinglichung der abstrakten Prinzipien zu bewahren vermag. Daß „Energieen" gesehen oder gehört werden können: dieser Gedanke ist offenbar nicht weniger naiv. auf die hier die theoretische wie die experimentelle Beobachtung gleichmäßig eingestellt sind und in denen der erster gedanke Raumes. nicht aber die numerischen Differenzen von Arbeitsgrößen. ihnen fremde Sprache vollzogen. erkenntnistheoretisch betrachtet. des Süßen und Bittern. des Hellen und Dunkeln. als der Gedanke. heißt bereits. daß die „Materie" der theoretischen Physik sich direkt tasten und mit Händen greifen lasse. so zeigt es sich in der Tat.). sie nicht mehr gleich dem dogmatischen Materialismus in eine absolute Beschaffenheit der Dinge messen — — umzudeuten. kann also niemals darin bestehen. 251 . Der Vorzug. den die Energetik hier vor der Mechanik behaupten könnte. nicht in Linie auf den Begriff des sondern auf den der Zahl zurück. mehr als jede andere physikalische Anschauung. haben wir daher an ihnen genau die gleiche Umsetzung in eine. sondern nur darum.

Es ist nicht genug. wenn man nicht zur Mystik des Pythagoreismus zurückkehren will. so muß nach einem Prinzip gefragt werden. Gesetz zu verknüpfen. wiederum untereinander durch ein einheitliches Wärme. Die Entwicklung des Energiegedankens bietet ein konkretes physikalisches Beispiel für diesen allgemeinen Erkenntnisprozeß. Um von ihnen wiederum zu einer Dar252 f . Elektrizität. wenn wir jede einzelne physikalische und chemische Eigenschaft in einem reinen Zahlenwert zum Ausdruck bringen und den Gegenstand stellen. Die Einbeziehung des Sinnlich-Mannigfaltigen in Reihen von rein mathematischem Aufbau bleibt solange unzureichend. auf die wir das Ganze unserer Wahrnehmungen beziehen. wird das Gegebene damit zum Gegenstand wissenschaftlicher Betrachtung. es unter bestimmte Reihenbegriffe zu fassen. sondern sie bezeichnet lediglich einen allgemeinen Gesichtspunkt.Ding** der populären Erfahrung selbst noch nicht vollständig in seinem logischen Bestand begriffen. daß der erste Schritt der mathematischen Objektivierung des Gegebenen darin bestand. durch welchen wir das sinnlich Mannigfaltige im B e g r i f f als einheitlich und gleichartig setzen. Die Zahl aber kann. die verschiedenen Gesamtreihen.. Wir sahen. Bewegung. ja prinzipiell noch nicht in Angriff genommen. ist das . Erst indem es in diesem Sinne „festgestellt** wird. als ein Ganzes derartiger „Parameter" dar- mehr sein. Aber die eigentliche Aufgabe der Naturerkenntnis ist damit noch nicht erschöpft. adäquaten Ausdruck finden. es will die Einheit der Eigenschaften und somit ihre wechselseitige Bedingtheit und Abhängigkeit Soll diese Forderung in der Wissenschaft ihren bedeuten. in die wir den Inhalt des Gegebenen zunächst geordnet haben. Solange dies der Fall ist. indem ihm ein eindeutiger Platz in einer nach irgendeinem Gesichtspunkt geordneten und abgestuften Mannigfaltigkeit zugewiesen wird. nicht wohl als Substanz mißverstanden werden.eigentliche Kern des Grundgesetzes besteht. das uns gestattet. als diese Reihen selbst noch gesondert nebeneinander stehen. als eine bloße Summe von Eigenschaften. Denn das Objekt will chemische Verwandtschaft bezeichnen zunächst nur gewisse abstrakte Typen.

als ihnen in irgendeiner Reihe physischer Quali- 253 .. jedem Glied einer Mannigfaltigkeit ein und nur ein Glied in einer beliebigen anderen zuzuordnen. Diese Beziehung wird empirisch zunächst an dem Verhältnis der Äquivalenz von Bewegung und Wärme festgestellt. läßt sich sogleich die allgemeine Von diesem Punkte aus Bedeutung und Leistung des Grundgedankens der Energetik überblicken. ist der Weg von jedem Glied zu jedem andern. Ist aber einmal ein derartiger Zusammenhang festgestellt. kraft deren alle diese verschiedenen Gebiete wiederum zu Gliedern eines übergeordneten Systems werden. sofern jedem . ohne daß das Ergebnis dadurch berührt würde. gleichviel welcher Reihe es angehören mag. sogleich über diesen ersten Ansatz hinaus. Der Gedanke erstreckt sich als allgemeine Forderung alsbald auf die Allheit der möglichen physischen Mannigfaltigkeiten überhaupt. ebenso wie wir die Glieder gemäß einer exakten numerischen Skala geordnet haben. Die Vergleichseinheit. Erst wenn dies geschehen. aber sie greift. kann beliebig wechseln. so läßt sich nunmehr jeder numerische Unterschied. auch eine konstante zahlenmäßige Beziehung zu entdecken. bestimmt und durch feste Regeln der Ableitung vorgeschrieben. so daß kein Element ohne Verbindung bleibt. bedarf es einer durchgängigen Vermittlung.Stellung des realen Vorgangs selbst zu gelangen. wie in der Tat die Fäden des mathematischen Zusammenhangs des Geschehens allseitig geknüpft sind. Der Aufbau der mathematischen Physik ist im Prinzip vollendet. Sind zwei Elemente eines Gebiets insofern einander gleich. Quantum" der Bewegung ein Quantum der Wärme. den wir innerhalb der einen Reihe finden. jedem Quantum der Elektrizität ein Quantum chemischer Verwandtschaft entspricht usf. die wir hierfür zugrunde legen. Nun erst zeigt es sich. Im Maßbegriff der Arbeit sind alle diese Größenbestimmungen auf einen gemeinsamen Nenner bezogen. die den Übergang von einer Reihe zur andern regelt. der Einzelreihen wenn es gelingt. in den zugehörigen Werten irgendeiner anderen Reihe vollständig ausdrücken und wiedergeben. Das Energiegesetz enthält die Anweisung. einmal ermittelt.

an und für aber könnte jede beliebige Einzelreihe als Ausdruck für die Gesamtheit der möglichen Relationen zugrunde gelegt werden. ohne daß die Wirkungsfähigkeit des betreffenden physikalischen Systems. bereits der wesentliche Inhalt des zips: denn jede Arbeitsgröße.der" Energie zusprechen. beDieses Verhältnis der möglichen Substitution zeichnen wir kurz damit. sondern erschaffen zu diesem Zwecke eine geVergleichsreihe. derart. daß wir nicht jedem Einzelglied stets die ganze Fülle der entsprechenden Äquivalente zuordnen. Will man den Zusammenhang schematisch darstellen. Daß wir für diese Vergleichsreihe herkömmlicher Weise die mechanische Arbeit wählen. bn. Energiearten" in diese Grundform Austauschverhältnis meinsame und exakt meßbar ist. wissenschaftlichem Grund und Recht aussagen läßt. so haben wir hier eine Anzahl von Reihen A. Cn in einem bestimmten physikali- Erhaltungsprin- - - stehen. sondern daß wir ihm ein für allemal einen bestimmten Wert . der alle diese Zuordnungen Wir in einen einzigen prägnanten Ausdruck zusammenfaßt. würde das Prinzip der wechselseitig eindeutigen Zuordnung aller Reihen durchbrechen. in dem dieser Ersatz vorgenommen wurde. . auch wenn man zum Zweck ihrer zahlenmäßigen Vergleichung auf eine beliebige In dieser Forderung erschöpft sich andere Reihe übergeht. so muß diese Gleichheit aufrecht erhalten bleiben.. die „aus Nichts" entstände. dadurch geändert wird. deren Glieder aia^^z^n» bj bj b. ist vor allem in technischen Umständen begründet. B. In jedem Falle zeigt es sich. daß die Energie in dieser Form der Ableitung nirgends als ein neues Ding. Ci Cj Cj . daß schen irgendein Glied von A durch ein bestimmtes anderes in B oder C ersetzt werden kann. die relativ leicht ausführbar sich Bezugssystem 254 . sondern erscheint.. daß wir als ein einheitliches Alles was sich von ihr mit der Messung zugrunde legen..täten derselbe Betrag der Wirkung entspricht. da die Umsetzung der verschiedenen . auf die sie gleichmäßig bezogen werden. C.. nicht direkt an und inmessen die verschiedenen Systeme einander... erschöpft sich in den quantitativen Beziehungen der Äquivalenz.

während sie als Prinzip nichts anderes als einen gedanklichen Gesichtspunkt bezeichnet.des" Dinges. ja in die Form . das zugleich Bewegung und Wärme. sondern sie bedeutet lediglich eine objektiv gesetzmäßige Korrelation. Die I d e n t i t ät . das hängt schließlich von der allgemeinen Vorstellung ab. Magnetismus und Elektrizität und doch auch nichts von dem allen wäre. Elektrizität und Magnetismus.zwischen den verschiedenen Gebieten der Physik obwalten. wo die Betrachtung völlig den Tatsachen hingegeben scheint. in welcher alle diese Inhalte stehen. die gleiche dogmatische Verwechslung. so macht sich selbst hier. drängt sich indessen zugleich eine allgemeine logische Bemerkung auf. die Nachwirkung allgemeiner logischer Theorien geltend. selbst in die Form eines Einzeldinges. zur Seite. zu der auch sie hinstrebt und zu der sie die verstreuten Einzelphänomene verknüpft. An diesem Punkte. Ihr eigentlicher Sinn und ihre Funktion liegt in den Gleichungen. nicht aber eines allumfassenden und somit im letzten Grunde eigenschafts. die man sich vom Wesen der natur255 . an welchem wir mitten in den naturphilosophischen Streitfragen der Gegenwart stehen. Ob man die Energie als Substanz oder aber als den Ausdruck einer kausalen Relation begreift. So paradox es auf den ersten Blick erscheinen Wissenschaft mag. hat ihr stets die Form eines obersten mathematischen Gesetzes. das die eindeutige quantitative Zuordnung der Gesamtheit der Phätik Es wäre dem nomene fordert. nach welchem alle diese Phänomene meßbar werden und sich somit bei aller sinnlichen Verschiedenheit ein und demselben Verknüpfungszusammenhang einfügen.. die sie zwischen verschiedenartigen Gruppen von Vorgängen herstellen lehrt. zum mindesten Die weiß von einer solchen substantiellen Umformung nichts und vermag sie nicht zu verstehen. die die EnergeMaterialismus vorwirft.und bestimmungslosen Gegenstandes. wie Licht und Wärme. wäre ein Etwas. wenn man das Prinzip. Die Energie als Einzelding gefaßt. Die Energie tritt nicht als ein neues gegenständliches Etwas den schon bekannten physischen Inhalten. der einen allumfassenden Substanz kleiden wollte.

wissenschaftlichen Begriffsbildung überhaupt macht. die in der traditionellen Logik herrschend geblieben ist. wie die Gegenstände selbst. und 107 ff. stützt den Begriff auf das Verfahren der Abstraktion: d. die bestimmten Klassen Dieser Auffassung trat Objekten gleichmäßig zukommen. „Vorstellung vom Gemeinsamen" er ist die Zusammenfassung von derjenigen Einzelzüge.) Die Bedeutung dieses Gegensatzes zeigt sich jetzt von einer neuen Seite: denn er ist es. die zwar im allgemeinen nicht isoliert besteht. So frei der physikalische Forscher hier der Natur selbst gegenüberzustehen meint. auf denen seine beruht. 18 ff. Man erkennt an dieser Stelle von neuem. die am Problem des Begriffs einander gegenüberstanden. so läßt sich dennoch zeigen. h. (Vgl. hier wurden nicht sowohl einzelne seiner Teile abgetrennt und herausgehoben. deren einzelne Exemplare sämtlich in bestimmten Merkmalen übereinkommen. sondern es durch ein gesetzliches Verfahren aus einer ursprünglichen Einheitssetzung erst aufzubauen. die aber doch an diesen Gegenständen stets als ein Teilmoment von ihnen aufweisbar ist und somit hier Der Begriff ist danach die ein konkretes Dasein besitzt. ist streng genommen von der gleichen Beschaffenheit und Natur. von denen er abgelöst ist: er bezeichnet eine Eigenschaft. S. die ihren eigentlichen Ursprung in bestimmten . auf die Herauslösung eines identischen oder ähnlichen Bestandteils aus einer Mehrheit gleichartiger Wahrnehmungen. der auf diese Weise gewonnen wird. in ihrer eigentümsystematische lichen Relations-Struktur untersucht. die sich vor allem auf die Hier wurde Analyse der mathematischen Begriffe stützte. indessen eine andere gegenüber. Die eine. formalen" Grundüberzeugungen haben. wie tief die Probleme der „Form" in die der „Materie" eindringen und wie nachhaltig Zwei verschiedene Grundansichten hier ihr Einfluß bleibt. waren es.. das Gegebene durch Vergleichung in Klassen zu scheiden. nicht darauf ausgegangen. oben bes. daß auch im Aufbau und in der Fassung der Energetik Motive wirksam gewesen sind. Der Inhalt. als vielmehr die Zusammenhänge und Beziehungen. der sich noch in der modernen Diskussion über den Sinn und die Formulierung des : Verknüpfung 256 .

die uns die Erklärungsgründe für das betreffende physikalische Tatsachengebiet liefern sollen. während der echte naturwissenschaftliche Begriff nichts anderes sein will. die einer sind. daß sie sich von Anfang an lediglich dieses reinen abstraktiven Verfahrens bedient. die Erscheinung des Magnetismus nicht auf irgend ein hypothetisches Fluidum zurück. geht in der Abhandlung. daß wir die Beobachtungen durch keine willkürliche Deutung verfälschen.Energieprinzips deutlich bemerkbar macht. die wir zwar in bestimmte Klassen gliedern und einteilen. der zuerst den Namen und den Begriff einer allgemeinen „Energetik" geschaffen hat. daß die Definitionen. die wir der Entwicklung einer abstrakten Wissenschaft zugrunde legen. Es ist der prinzipielle Vorzug der neuen Wissenschaft der Energetik.. in welcher sie sich der Wahrnehmung selbst Cassirer. als die Bezeichnung bestimmterEigenschaften. Die wie er ausführt.abstraktiven Methode" aus einer Mannigfaltigkeit gegebener Dinge oder Phänomene denjenigen Inbegriff von Bestimmungen absondern. wie etwa der Geometrie. Klasse wirklicher Objekte gemeinsam solche Eigenschaften herauszulösen. die wir aus ihnen ableiten. rein von Physik ist. der allen Gliedern der Klasse gemeinsam ist und der ihnen in ihrer sinnlichen Erscheinung unmittelbar zukommt oder aber hinter die Erscheinung Um — zu bestimmten Hypothesen zurückgehen. Wir können einmal kraft einer rein . von den rein abstrakten Wissenschaften. die der ersten Begründung des neuen Gedankens gewidmet ist. dadurch charakteristisch unterschieden. nur hier bleiben wir rein im Gebiet der Tatsachen selbst stehen. Sie deutet die Erscheinung der Wärme nicht auf molekulare Bewegungen. somit nicht notwendig Gesetze realer Vorgänge und Phänomene sein müssen. Substanzbegriff 17 257 . nicht notwendig irgend welchen existierenden Dingen entsprechen und die Theoreme. denen wir aber keinen fremden Zug hinzufügen. Denn nur hier sind wir sicher. gibt es im allgemeinen einen doppelten Weg. a n k i n e . R methodischen Betrachtungen aus. sondern sie faßt beide lediglich in die schlichte Form. Nur das erste Verfahren entspricht indes in aller Strenge den Forderungen der wissenschaftlichen und philosophischen Kritik.

in der Rankine zur Aufstellung und Begründung dieser Regeln gelangt. Paris 1907. ** Vgl." Das erste Ergebnis. frei von der Ungewißheit sind. die diese Klassen gemeinsam besitzen und auf diese Weise umfangreichere Klassen definieren. 110 ff. die wir an den Körpern unserer Wahrnehmungs- welt noch unterscheiden können und ohne welche sie aufhören Gelingt würden. 381 ff. da sie lediglich induktiv aus den Tatsachen selbst abgeleitet sind. über Rankine bes.. Auf diese Weise werden wir schließlich zu einem Inbegriff von Prinzipien gelangen. ist der allgemeine Begriff der Energie selbst. die wir durch passende Termini bezeichnen. wollen wir lediglich die Eigenschaften hervorheben. Proceedings of the Philosophical Society of Glasgow. sowie A. Veränderungen hervorzubringen: und diese Fähigkeit ist die allgemeinste Bestimmung. 49ff. die er für seinen Gedanken wählt. London und Gleisgow 1855. denen jedes Naturgeschehen als solches gehorcht*. S. Die Energetik. Vol. daß die dingliche Eigenschaft.darbieten. überall im physischen * Outlines of the Science of Energetics. La Theorie de la Physique chez les Physiciens contemporains. es uns daher. Die Gesetze der Energie verdanken. die selbst solchen mechanischen Hypothesen. Rankine. Er bezeichnet nichts anderes. ihre Allgemeingültigkeit dem Umstand. so müssen diese unter gehöriger Berücksichtigung der besonderen Umstände anwendbar sein auf jeden Zweig der Physik überhaupt und ein System von Regeln darstellen. e y . R Helm. beständig anhaftet. die auf alle physischen Erscheinungen überhaupt anwendbar sind und die. 258 . dem wir auf diesem Wege der Untersuchung begegnen. deren Folgerungen durch die Erfahrung bereits vollständig bestätigt erscheinen. als die Fähigkeit. S. geht lediglich die geschichtliche Entwicklung der Physik selbst an**: von allgemeinstem philosophischem Interesse aber ist die logische Form und Einkleidung. die wir mit diesem Namen bezeichnet haben. III. „Statt die verschiedenen Klassen physikalischer Vorgänge in irgend einer dunklen Weise aus Bewegungen und Kräften zusammenzusetzen. bestimmte universelle Gesetze über diese Eigenschaft zu entdecken. wie man sieht. Die Art. S. für uns physische Phänomene zu sein.

Und selbst wenn man zugestehen wollte. daß ihr gerade dasjenige Moment entgehen müßte. daß es keine direkten Impressionen gibt. Kein Teil der Realität vermag sich diesen Gesetzen zu entziehen. so ist es klar. Die Dinge erhalten ihren eigentlich objektiven Charakter erst. wie jede andere sinnliche Beschaffenheit. lehrt zweifellos. daß diese Wirkungsfähigkeit überhaupt kon- statierbar. Die rationalistische wie die empiristische Kritik kommen zum mindesten in dem einen Ergebnis überein. wie sie hier verstanden wird. daß die „Wirkungsfähigkeit" der Körper eine Qualität an ihnen ist. indem sie zugleich als Glieder aktueller oder möglicher Kausalverhältnisse aufgefaßt werden.Universum verbreitet ist und jedem Körper als solchem irgendwie anhängt. nur eine Sonderung — und Gruppierung im Wahrnehmungsstoff selbst. wie in seiner Methodenlehre zurückbleibt. Die allgemeinste Eigenschaft. weil er als real nur durch eben dieses auszeichnende Merkmal gekennzeichnet ist. Für den Aufbau der Energetik handelt es sich nicht darum. so wäre damit das eigentliche Problem noch nicht bewältigt. deren wesentlichen Bestand sie ausmacht. die Rankine als Ideal der echten Wissenschaft ansieht. wie ihre Farbe oder ihr Geruch anhaftet. die ihnen. auf welches hier der Begriff der Energie gegründet wird. sie ist gleichsam die konkrete Dinglichkeit selbst: das eine unzerstörliche und ewige Sein. gefaßt wird. sondern daß sie in exaktem Sinne meßbar 17* 259 . Ist somit die Abstraktion. Diese Form der Ableitung bedingt somit bereits die allgemeine gedankliche Kategorie. Wirkungen zu erzeugen und Wirkungen zu empfangen. die den Begriffen Ursache und Wirkung entsprechen. die nicht sowohl in Rankines Physik. durch die nach ihm die Gegenstände der physischen Wirklichkeit ausgezeichnet sind. besteht in der Fähigkeit. Gerade die vorurteilslose „abstraktive" Analyse aber. daß Kausalität kein Merkmal ist. prinzipiell auf derselben Stufe. unter welche hier die Energie Sie steht mit den wahrnehmbaren Dingen. Vom Standpunkt der Erkenntnistheorie läßt sich freilich sogleich die Lücke aufweisen. das an den Wahrnehmungen selbst als unmittelbarer Bestandteil aufweisbar ist.

definiert (so daß also aus der Beziehung a R b und b R c auch die Beziehungen b R a. stets auch in der Art zum Ausdruck bringen. das hier als geeignete formale Anknüpfung dienen könnte. 166. b. cR'x . die. ist hierbei eine asymmetrische.. daß wir. durch die die zahlenmäßige Bestimmung dieser Fähigkeit ermöglicht wird. * * Näheres hierüber Russell. so läßt sich der Zusammenhang. bei s. Sobald wir aber wiederum nach den Methoden fragen. Ist irgend eine symmetrische und transitive Relation R für eine Anzahl von Gliedern a. b. c .. so daß die Glieder a. sehen wir uns damit wiederum auf einen Inbegriff gedanklicher Konzeptionen und Bedingungen zurückgewiesen. c zu keinem anderen Term als x in der bezeichneten Relation stehen können. in dem rein abstraktiven Verfahren keine hinreichende Stütze finden.. oben. 260 . wie sich allseitig gezeigt hat.ist. Cap. c R b und a R c folgen*). der transitiven und S3Tnmetri8chen Relation. Die möglichen Verhältnisse zwischen den Reihengliedern lassen sich jetzt dadurch bezeichnen und darstellen. während x umgekehrt mit mehreren Gliedern in der entsprechenden Beziehung R' stehen kann**. die sich aus dem gewöhnlichen Gesichtspunkt der Abstraktion niemals erschöpfend begründen lassen. statt die Glieder unmittelbar untereinander zu vergleichen. Ein Beispiel für dieses Verfahren besitzen wir etwa an demjenigen Verhältnis zwischen Reihen. Grundlegung der Energetik schließt Die bereits wiederum alle jene Methoden der „Reihenbildung" in sich. bR'x. die zu jedem Glied unserer anfänglichen Reihe in einer bestimmten Beziehung R' steht. von jedem * Zum Begriff 219 ff. II. ristischer Dingen Beziehungen die Beziehung zu diesem x feststellen. Sie geht hierbei charakte- mathematische und ihren gemeinsamen Weise nicht von zwischen Eigenschaften. bilden. S. sondern von Begriffsgegenständen aus. daß wir eine neue Wesenheit x einführen. viel-eindeutige Beziehung. Principles of Mathematics. der auf diese Weise geschaffen ist. usw. Die moderne Logik hat allerdings an die Stelle des alten Abstraktionsprinzips ein neues gesetzt. also die Die Relation R' Relationen aR'x.

Zwei Reihen 8 heißen im ordinalen Sinne einander ähnlich. kraft deren einem Wert in der einen Reihe ein und nur ein Wert der anderen entspricht. verbunden sein kann. s' s" . in Hinblick auf den wir nunmehr unsere Aussagen über die Verhältnisse der gegebenen Reihen prägnanter fassen und gleichsam zu einem einzigen. durch die eine Mehrheit von Reihen s. den Schluß ziehen. das allen Reihen gleichmäßig anhaftet. und daß.. ein neues. s^**^ usf. Wir entdecken. Wir erweitern diesen Zusammenhang. Wenden wir nunmehr lische Begriffsbildung an. daß zu jedem Glied von s ein Glied von s' gehört (und umgekehrt). an und für sich bestehendes Ding entdeckt zu haben. bis wir schließlich. durch eine Beziehung der „Äquivalenz" miteinander verbunden sind. den wir als das wir s' und den gemeinsamen Ordnungstypus aller dieser Reihen bezeichnen.. 261 . daß wir damit nicht den Anspruch erheben. Es ist indessen klar. dieses Ergebnis auf die so tritt einer der wesentlichen physikaZüge des modernen Energiebegriffs sogleich deutlich hervor. daß Mannigfaltigkeiten. Hier besitzen wir eine symmetrische und transitive Relation. auch das Korrelat von x in s' (x') dem Korrelat von y (y') vorangeht. indem wir immer mehr Gebiete des physischen Geschehens in den Kreis unserer Betrachtung ziehen. wenn in der Folge s ein Glied x einem Glied y vorangeht. Wir sprechen sämtlichen Reihen. ein und dieselbe begriffliche Eigenschaft zu. Auf Grund dieser Relation erschaffen wir nunmehr. konzentrierten Urteilsausdruck verdichten können. einen neuen Begriff. auf Grund der Beobachtung und allgemeiner deduktiver Erwägungen. wir ersetzen den Inbegriff der Zuordnungen durch die Annahme eines identischen Merkmals. kraft des Prinzips der Abstraktion. sondern daß damit nur ein gemeinsamer ideeller Bezugspunkt geschaffen ist.als ihre „Ähnlichkeit" bezeichnen. Auch hier gehen wir zunächst von der Feststellung bestimmter Abhängigkeiten zwischen empirisch-physikalischen Reihen aus. wenn zwischen ihnen eine gegenseitig eindeutige Beziehung derart besteht. die zunächst abgesondert und unabhängig nebeneinander zu stehen scheinen. die auf diese Weise miteinander verbunden sind.

Man erkennt indessen an dieser Stelle von neuem. ein neues Sein einzuführen. indem wir jedem einzelnen Glied der verglichenen Reihen einen bestimmten Arbeitswert. transitive und symmetrische Relation zwischen physischen Inhalten gegeben*: und die Geltung dieser allgemein anwendbaren Beziehung ist es erst. fast notwendig zu einer substantiellen Auffassung der Energie gedrängt. der dem neuen Begriff. wie tiefdringende sachliche Gegensätze sich hinter den Kämpfen um den logischen Schematismus verbergen Folgt man der traditionellen Abstraktionslehre. so wird man. die dazu führt. die allen Körpern gemeinsam sein soll. so folgt er- 262 . physikalischen „Realität" selbst findet. nehmen können. Dieses Sein aber würde offenbar um jede Bedeutung gebracht. die in dem einen Falle in der Setzung einer dinglichen Beschaffenheit endet. zugleich auch seine allgemeine theoder Die retische Stelle bestimmt hat. Hier ist also in der Tat eine durchgängige. sichtlich aus Bezeichnet man die Relation der Äquivalenz mit A. endet im anderen Falle in der Schöpfung eines höchsten gemeinsamen Maßbegriffes für alle Veränderungen überhaupt. einen gewissen Betrag der Energie eindeutig zuordnen. den er einführt. Hier muß vor allem an selbst erinnert werden. sondern er ist der Bestand bestimmter Verbindungsgesetze. Die Energetik hat in einigen ihrer Vertreter die letztere logische Wendung bereits vollzogen. der in ihm gesetzt ist. wie andererseits die Geltung von a Ab und bAc auch die von aAc in sich schließt. zwischen ihnen bestimmte Äquivalenzverhältnisse obwalten müssen. ist nicht der einer ist. — Robert Mayer Verwandlung aAb. können. die Bedingung der Symmetrie und Transitivität ist also erfüllt. sobald wir es von dem gesamten Urteilszusammenhang loslösen wollten. auch bAa. die wir für sich wahrisolierten sinnlichen Eigenschaft. während die funktionale Theorie des Begriffs ihr natürliches Korrelat in einer funktionalen Bestimmung der obersten Die Betrachtung. in dem es entstanden Der Bestand. wenn irgendwelche beliebige Gruppen physikaErscheinungen gegeben sind. wie das Beispiel Rankines zeigt.lischer daß immer.

Es mag ein behaglicher Traum sein. Wie das verschwindende O und H Wasser gebe. denen seine Objekte.. Heft 2. 263 . ob er aber den Gesetzen. dies wird keine Frage sein*. darüber wird sich wohl kein Chemiker den Kopf zerbrechen." mit Recht . (Abh.Kraft in Bewegung. 20. aber es bleibt ein Traum. Die Energetik. . Veränderungen eintreten. als wenn er sich keines solchen Zusammenhangs bewußt ist. der Bewegung in Wärme. ob.Im Sinne ihres Begründers".. wenn er einsieht. der Naturwiss. Berlin 1904. Und ein Traum wäre es nicht minder. daß in den Atomen unser Fragen Ruhe finden könne. nicht näher kommt. zur Didaktik u. Driesch. daß hier zwischen je zwei verschiedenen Gruppen vom Phänomenen hin und her bestimmte quantitative Beziehungen stattfinden. 187). 217 ff). Naturbegriffe und Natururteile. H . 362." So wird die Energie.Wie aus der verschwindenden Bewegung Wärme entstehe. Helm zu dieser Wenn — Am * Mayer an Griesinger (Kleinere Schriften und Briefe.) ** Helm. so bemerkt Stelle. oder nach meiner Sprechweise..." . „ist die Energetik ein reines . daß die entstehende Wassermenge sich präzis aus der verschwindenden J Menge von O und H finden lasse. S.. wäre von dem menschlichen Geiste zu viel verlangt. so war es gleich um ihn getan.Beziehungstum" und will nicht ein neues Absolutes in die Welt setzen. und gewißlich ist das auch die einzige Formel aller wahren Naturerkenntnis. je weiter der Fortschritt der Erkenntnis geht. Die gleiche Definition der Energie als eines bloßen „Kausalmaßes" besonders bei H. wie er ausdrücklich betont. warum nicht etwa eine Materie von andern Eigenschaften daraus entstehe. so besteht doch zwischen ihnen das ist die diese bestimmte mathematische Beziehung Formel der Energetik. S. die Materien unterworfen sind. nichts anderes als die Fixierung der Tatsache.So oft sich der Forschergeist beruhigt auf das Faulbett irgend eines Absoluten gelegt hat. w i e die Bewegung in Wärme übergehe. darüber Aufschluß zu verlangen. S. wollten wir in der Energie ein Absolutes sehen und nicht vielmehr den zurzeit schlagendsten Ausdruck quantitativer Beziehungen zwischen den Naturerscheinungen**. Philos. Leipzig 1904. sowie bei Zur ö f1er gegenwärtigen Naturphilosophie. gleich dem Atom um so mehr jedes sinnlichen S a c h deutlichsten g e h a 1 1 s entkleidet (vgl. bedeutet ihm.

Zudem aber widerstrebt die potentielle Energie in der Art. . bereits eine besondere wie Heinrich Schwierigkeit in der Annahme. welche ihr die Eigenschaften einer Substanz beilegt: denn die Menge einer Substanz müßte notwendig eine positive Größe sein. jeder Definition. daß die angeblich substanzartige Energie in so verschiedenen Daseinsweisen." (S. in der sie gewöhnlich gefaßt wird. S." so erläutert nunmehr R. d. S. hört dann aber natürlich auf. sind ein und dasselbe Objekt.) Selbst dort. .. Mayer. Es liegt. wie die Gewichtserhebung nicht mehr Gewichtserhebung ist. betont hat. während die Gesamtheit der in einem System enthaltenen potentiellen Energie unter Umständen auch durch einen negativen Wert auszudrücken ist*.am Begriff der potentiellen hervor. . Hertz Die Prinzipien der Mechanik. eben diese Kategorie des Objekts allmählich eine neue Bedeutung an. wenn also ein bloßer Zustand mit einem wegung übergegangen * 264 * S. der schon in seiner allgemeinen Benennung auf ein eigentümliches logisches Problem hinweist. Bewegung zu sein. um dem neuen Inhalt. sondern Relationen zwischen je zwei Gegenständen das Gezählte sind. 26. wie es die kinetische und potentielle Form sind. der ja in einer doppelten Seinsform auftritt. wo die Energie wie es auch bei Robert der Fall ist zunächst als ein einheitliches und unzerstörliches nimmt daher eingeführt wird. aber „wo nicht Substanzen (für sich denkbare Gegenstände). Mayer seinen Gedanken.Das Erhobensein eines Kilogramms auf 5 Meter. h. . Ein derartiges Verhältnis erklärt sich in der Tat nach der s'schen Theorie des Negativen tritt diese Entwicklung Energie Hertz Gaus nur dort. H.die Bewegung eines solchen Gewichtes mit einer Geschwindigkeit von 10 Meter in einer Sekunde. 72. S." Wenn hier das bloße Erhobensein über eine gewisse Niveaufläche mit dem Fall über eine bestimmte Distanz. oben.. wo das Gezählte ein Entgegengesetztes hat. gerecht werden zu können. 178. Kleinere Schriften und Briefe. wenn sie in Be- Mayer — — Objekt ist**. eine solche Bewegung kann auch wieder in die Gewichtserhebung übergehen. existieren soll.

Wir beginnen mit der Entdeckung eines exakten zahlenmäßigen Verhältnisses und setzen als Ausdruck dieses Verhältnisses jenen neuen Damit ist gegenüber . zwei qualitativ verschiedene Gebiete von Naturerscheinungen zueinander in Beziehung zu setzen. so zeigt sich daß an beide kein unmittelbarer dinglicher Maßstab angelegt wird. Die Vorgänge bleiben in ihrer Beschaffenheit unberührt. nur ein reines Verhältnis wechselseitiger Abhängigkeit zum Ausdruck bringt. die verschiedenen Gruppen physikalischer Vorgänge in ihrer Eigenart zu verstehen. mechanischen" Hypothesen wird von ihren Anhängern gewöhnlich darin gesehen. Gegenstand". daß sie in größerer Nähe der gegebenen Wahrnehmungstatsachen verbleibt. zuletzt doch immer noch als das Analogon und gleichsam als das verkleinerte Modell des empirisch-sinnlichen Körpers. weil sie. sofern sie gestattet. wenngleich seine rein begriffliche Bedeutung sich allmählich immer schärfer abhebt. nicht weil sie irgend ein gegenständliches Merkmal miteinander teilen. während die Energie ihrem Ursprung nach bereits einem anderen Gebiet angehört. weil sie selbst mit keinem einzelnen von ihnen auf gleicher Stufe steht. lediglich 265 . der Atomistik in der Tat eine neue prinzipielle Wendung vollzogen.. damit aber ihrer spezifischen Besonderheit entkleidet zu haben. sondern als abstrakte Maßwerte miteinander verglichen werden. Die beiden Momente sind „dieselben". Der eigentliche Vorzug der Energetik vor den .zeitlichen Prozeß identisch gesetzt wird. daß sie nicht nach irgenddarin nur so deutlicher. da all unsere Aussagen lediglich auf ihren kausalen Zusammenhang abzielen. Aber gerade dieser ausschließliche Rückgang auf die numerische Regel der Beziehung schließt andererseits ein neues gedankliches Moment in sich. Das Atom erscheint. Sie vermag die Ordnung zwischen der Allheit der Phänomene zu stiften.. Der Anspruch der Energetik. also unter dem Gesichtspunkt der reinen Größenbestimmung einander substituierbar sind. sondern weil sie als Glieder derselben Kausalgleichung auftreten können. den wir Energie nennen. von jedem konkreten Dasein entlastet. um welcher Ähnlichkeit der sachlichen Beschaffenheit. ohne sie zuvor in Bewegungsvorgänge aufgelöst.

in unsere Physik andere Züge als die rein quantitativen Elemente. wenn man in dieser Tendenz zu einer . aufzunehmen und somit zuzugestehen. . die Natur zum zu gestalten. wodurch ein Körper warm oder hell. daß man uns der Rückkehr zu den verborgenen Vermögen der Scholastik beschuldigt. Aber es ist ein Irrtum. elektrisch oder magnetisch ist. qualitativen" Physik zugleich eine Umwendung zur allgemeinen Aristotelischen Weltansicht zu erkennen geglaubt hat. daß die Materie Qualitäten hat. fordern müßten. erscheint jetzt erkenntnistheoretischen Standpunkt aus zugleich begrenzt. woran sie dagegen festhält und was für sie die Bedingung ihres eigenen Anfangs ist. „Wir sind gezwungen. ist der Ausdruck der Qualität in einer bestimmten Zahl. wie innerhalb eines bestimmten Umkreises gerechtIn der Tat eröffnet sich hier die allgemeine logische fertigt. von denen der Geometer handelt. Worauf die Energetik verzichtet. nur die „Erklärung" der einzelnen Qualitätsart aus bestimmten mechanischen Bewegungen. Möglichkeit. die seit der Zeit Descartes'. Aristoteles sind etw^as völlig anderes. unaufhörlich erneuert worden sind. verzichten und unsere Theorien wiederum an die wesentlichsten Aber die Begriffe der Peripatetischen Physik anknüpfen.. wir müssen auf die Gefahr hin. ohne daß wir für dieses System prinzipiell die Darstellung in einem einheitlichen anschaulichen Bilde." weitere Ausführung des Gedankens beseitigt sogleich den Die Qualitäten des Schein eines tieferen Zusammenhangs. in denen Züge ausgelöscht sind. dasjenige.. wie es der Mechanismus darbietet. die sie vollständig repräsentiert und für unsere Betrachtung 266 . als eine ursprüngliche und nicht weiter zurückführbare Eigenschaft in ihm anerkennen." so schildert ein hervorragender moderner Vertreter der Energetik diese Wandlung. so sind diese bereits durch das ihre individuellen vom System gesamte Begriffssystem der Mathematik hindurchgegangen und haben hierdurch eine neue logische Form und Beschaffenheit ist erhalten. wir müssen mit anderen Worten auf alle Versuche.statt all sie in mechanische Vorgänge umzudeuten. als die Qualitäten der modernen Physik: denn wenn jene nur hypostasierte sinnliche Eigenschaften bezeichnen.

betrachten. S. daß die Dinge und Vorgänge. weil und sofern es eine Mathematik der Qualitäten gibt.. S. L'6volution de la Möcanique.daher nur gleichzeitig die unin der Tat zurücktreten. bestimmte Empfindung des Wärmer und Kälter durch den Begriff des exakten Grades derTemperatur ersetzt ersetzt. 233 ff.. S. a. (S. Die allgemeine Aufgabe der mathematischen Fixierung läßt sich durchführen. dem so betont D u h e Reihenform. ob Wärme Bewegung ist. sondern lediglich die Eigentümlichkeit ihrer mathematischen selbst. daß diese bringen. ** Duhem. 267 . der zuvor bereits in der allgemeinen Prinzipienlehre der Mathematik Es gibt eine „Physik der zur Anerkennung gelangt war. O. die seine verschiedenen quantitativen Elemente zum Ausdruck Die Energetik zeigt. S. durch einen Inbegriff von Zahlwerten ersetzt. Qualitäten" und kann eine solche geben. Wir können das Urteil über den Zusammenhang zwischen der energetischen eine und der Peripatetischen Physik entnommen ist* Theorie der Wärme entwickeln. zuvor in letzte anschauliche Teildie wir elemente zerlegt und aus ihnen wieder zusammengesetzt worden sind. 51 D u h e m a. Driesch. In dem Schema der theoretischen Physik ist das bestimmte empirische System. wir können den Ausdruck „Quantität der Wärme" definieren. kann sofern in ihm erst objektiviert wird. ist daher nicht ihre sinnliche Bestimmtheit. Die allmähliche Ausbildung dieser letzteren ließ sich bereits in den allgemeinen Hauptzügen verfolgen. ebenso urteilt f. das wir untersuchen. Von L e i b n i z an.) nicht notForm der zahlenmäßigen wendig daran geknüpft ist. Was hier von der Qualität zurückbehalten ist. f. 198 f. Die Frage. der zuerst das Wesen der Mathematik in einer Lehre von den möglichen * H. . ob. ohne hierbei den spezifides Kalten und Warmen schen irgend etwas zu entlehnen**. ohne daß diese Art der eines Ganzen aus seinen konkreten und — m — Wahrnehmungen Ordnung Zusammenfügung Einzelteilen erforderlich wäre. 197 Naturbegriffe und Natururteile. In dieser Auffassung aber bringt die Physik nur einen Gedanken zum Abschluß und zur Anwendung.

die Elemente einer räumlichen Mannigfaltigkeit in eindeutige Beziehung zu festen Zahlwerten zu setzen und ihnen kraft dieser Korrelation eine bestimmte Ordnung aufzuprägen. wenn wir die „gleichartig" sind Artbegriffe als Ausgangspunkt und Muster der Beurteilung wählen nicht nur solche Inhalte. bes. die durch wiederholte additive Setzung ein und derselben Maßeinheit entstanden sind. Schon die projektive Streckenlehre zeigt. ob. 106 ff. durch eine allgemeine Wissenschaft von der Qualität (scientia generalis de qualitate) fordert. die irgendwelche. ist daher nicht zutreffend. Es genügt zur zahlenmäßigen Fassung des Geschehens. (Vgl. der häufig gegen die Energetik erhoben worden ist. für sich angebbare anschauliche Merkmale miteinander teilen.) Dieser Gedanke wird von der allgemeinen Energetik nunmehr auf die Gesamt- stimmung heit der physikalischen Mannigfaltigkeiten übertragen. ohne doch den gewöhnlichen metrischen Begriff der Distanz zur Anwendung zu bringen. — mathematischen — 268 . 111 ff. Deutlich tritt in dieser gesamten Entwicklung hervor. ohne daß ihre Objekte extensive Größen sind. daß sie die H o m o g e n e i t ä t des Geschehens vernichte.deduktiven Verknüpfungsformen überhaupt sieht und der daher eine Ergänzung der gewöhnlichen Algebra. S. die der mathematischen Bevollkommen zugänglich sind. oben. (S. die nach irgend auseinander abeiner feststehenden begrifflichen Regel Diesem Kriterium leitbar sind.) aber wird hier genügt: der Zusammenhang nach Begriffen. sofern in ihr die Natur in gesonderte Klassen von Denn Phänomenen zerfalle. S. Der Vorwurf. wie es möglich ist. sondern es fallen unter diese Bezeichnung alle Gebilde. als der Wissenschaft der Quantität. bis zur modernen projektiven Geometrie und zur Gruppentheorie führt hier ein durchaus stetiger Weg. Diese Beziehung aber läßt sich unabhängig von jeder mechanischen Deutung der einzelnen Erscheinungsgruppen erreichen und festhalten. wenn für die einzelnen Qualitäten je eine bestimmte Skala der Vergleichung geschaffen wird und wenn ferner die Werte innerhalb dieser verschiedenen Skalen durch ein objektives Gesetz einander wechselseitig zugeordnet werden. daß es weite und fruchtbare Gebiete gibt.

bauen lassen. Wahrhaft allgemein sind nur diejenigen Prinzipien und Regeln. daß wir zuvor irgend eine Einheit des. denn nur hier kann es sich zeigen. so zeigt die Mathematik selbst. welche Betrachtungsweise schließlich den konkreten Aufgaben und Problemen am besten gerecht zu werden vermag. 264.) Der Begriff des „Maßes" selbst ist indessen hier offenbar zu eng gefaßt. unter denen von einer „Meßbarkeit" der Erscheinungen überhaupt noch gesprochen werden kann*. sondern zwischen Wärme und Bewegung Raumes Minimum derBedingungen — — * Man hat gegen die logische Möglichkeit des Zieles. daß sie sich das eine Mal zu ihrer Durchführung rein auf den Begriff der Zahl stützt. daß eine derartige Zuordnung auch dort möglich ist. Die gedankliche Forderung der Homogeneitätist somit sowohl in der energetischen wie in der mechanischen Auffassung der Naturvorgänge wirksam: nur darin besteht der Unterschied. die Beziehung auf die Maßeinheit enthalte daher bereits die Umsetzung aller qualitativen Unterschiede in extensive Streckendifferenzen und somit die Reduktion La Theorie de la (Vgl. R e y auf ein räumlich . auf denen die zahlenmäßige Fixierung eines Einzelgeschehens überhaupt und seine zahlenmäßige Vergleichung mit jedem anderen Geschehen beruht. S. Die Vergleichung aber setzt nicht etwa voraus. das andere Mal zugleich den Begriff des Der Streit zwischen diesen beiden Auffassungen kann endgültig nur durch die Geschichte der Physik selbst entschieden werden. 286 u.. Abgesehen hiervon aber behält die Energetik in jedem Falle ein hervorragendes erkenntnistheoretisches Interesse. die Zuordnung ihrer Elemente zu den einzelnen Gliedern der Zahlenreihe. wo die Gegenstände des betreffenden Inbegriffs sich nicht aus räumlichen Teilen zusammensetzen und auf- Messung . d.der durch die Äquivalenzwerte zwischen den verschiedenen Reihen geschaffen wird. daß jede welcher Dinge oder Vorgänge die Voraussetzung in sich schließe. das die allgemeine irgendEnergetik sich stellt. 269 . h. Maß sei notwendig eine Bestimmung der Ausdehnung. sofern hier versucht ist. gleichsam das festzustellen. Versteht man unter der „Messung" einer Mannigfaltigkeit nur ihre mathematische Bestimimung überhaupt. als die Zurückf ührung auf ein gemeinsames mechanisches Modell. bisweilen eingewandt. Physique chez les Physiciens contemporains. gibt eine nicht minder feste logische Verknüpfung. während sie fordert. s.mechanisches Bild. Wesens" entdeckt hätten. daß sie sich aus gleichartigen Teilen zusammensetzen und sich daher durch wiederJedes holte Addition ein und derselben Grundeinheit darstellen lassen.

Die Chemie scheint zunächst mit rein empirischen Beschreibungen der einzelnen Stoffe und ihrer Zusammensetzung zu beginnen. die lediglich auf die Grundmomente des Wissens. den die sich der exakten beginnt Erkenntnistheorie.umgekehrt die mathematische Physik damit. „an sich". das diese Grundbegriffe darbieten. die nur der Bearbeitung irgend eines Einzelgebiets dienen. die sie einnehmen. um auf Grund davon die Gleichartigkeit auch solcher Vorgänge zu behaupten. Die Darstellung der Begriffsbildung innerhalb der exakten Naturwissenschaft bleibt auch nach der logischen Seite hin so lange unabgeschlossen. ihren Forderungen ist vielmehr genug getan. um so mehr strebt auch sie zu konstruktiven Begriffs- Chemie 270 . jedes physikalische auf mechanische Arbeitswerte Geschehen zu beziehen und somit einen Komplex von zu schaffen. sobald ein Weg gezeigt ist. Zuordnungen Anfangsgründe VIII. nicht zu vertreten vermag. beruht vor allem auf der eigentümlichen Mittelstellung. weil mathematischen der Naturerkenntnis von denjenigen speziellen Hypothesen zu sondern. allgemeinen Voraussetzungen in aller Strenge von den besonderen Annahmen zu scheiden. nicht auf die des absoluten Seins gerichtet ist. Das erkenntnistheoretische Interesse. und die „metaphysischen". die sinnlich aufeinander in keiner Weise zurückDaß die verschiedenen Formen der Energie führbar sind. aber je weiter sie fortschreitet. Zu einer schlechthin „hypothesenfreien" Darstellung des Naturgeschehens kann es freilich auch auf diesem Wege nicht kommen: denn die Übertragung in die Sprache der abstrakten Zahlbegriffe schließt nicht minder wie diejenige in die Sprache der Raumbegriffe eine theoretische Umbildung des empirischen WahrnehmungsAber es bleibt von logischem Wert. hier die stoffes in sich. numerischen Beziehung zu versichern. ist daher ein Satz. in welchem jeder Einzel Vorgang nunmehr seine bestimmte Stelle erhalten kann. kinetischer Natur sind. als sie nicht neben den physikalischen Begriffen die Grundbegriffe der in den Kreis ihrer Betrachtung zieht.

nicht das * S. Ihre Grundgesetze. daß beide sich die Systeme. keine Handhabe für dieses neue Problem. Die Physik hat es zuletzt doch nur scheinbar mit Dingbegriffen zu tun. Die Mittelglieder und damit die Bedingungen des exakten Verstehens heben sich nunmehr immer schärfer ab. mit besonderer Deutlichkeit hervor. Göttingen 1896. die sie in diesem Fortgang der chemischen Erkenntnis erfahren. hier nur allmählich und schrittweise erreicht wird. auf Grund der empirischen Daten selbst schaffe n*. wie irgendwelche Sätze der theoretischen Physik.bildungen hin. steht sie daher logisch auf keinem anderen Boden. Denn er ist hier nur das Symbol für eine bestimmte Form der Verknüpfung. er bezeichnet nur die Art einer möglichen Zuordnung. als die Physik selbst. mit welchem die Chemie arbeitet. Nernst. Die besonderen Stoffe der empirischen Wirklichkeit und ihre besonderen Eigenschaften sind es. die sie untersuchen. 271 . In der physikalischen Chemie ist dieses Ziel sodann in der Tat erreicht: ein bedeutender Vertreter dieser Disziplin kann es geradezu als den verbindenden Grundzug von Physik und Chemie bezeichnen. die er in Mathematik und Physik besitzt. Die Kraft der wissenschaftlichen Formgebung wird besonders eindringlich an dem gleichsam spröderen Material. Sofern die Chemie diese ihre moderne Form bereits erreicht hat. Die Chemie erst stellt das Problem des Einzeldings in aller Entschiedenheit in den Vordergrund. wie etwa die Gibbs'sche Phasenregel oder das Gesetz der chemischen Massenwirkung. Die Ziele der physikalischen Chemie. gehören demselben rein mathematischen Typus an. wie das Ideal. Es gewährt indessen ein besonderes Interesse zu verfolgen. Der „Begriff" aber enthält gerade in der spezifischen Bedeutung. die hier den Gegenstand der Frage bilden. das in dieser letzteren schon von ihren ersten Anfängen an. denn ihr Ziel und ihr eigentliches Gebiet bilden die reinen Gesetzesbegriffe. schon in Galilei und Newton verwirklicht ist. das jeden materialen Sonderinhalt mehr und mehr von sich abgestreift hat. Die Grenzen des rein empirischen und des rationalen Wissens treten gerade in der stetigen Verschiebung.

nicht um im Reichtum ihres Inhalts zu erfassen. Ostwald. faßt das Element als eine Gattungseigenschaft auf. die andere tritt. Leitlinien der Chemie. wo neben die Aufgabe. in welchen die verschiedenen Elemente * S. welche indes der gleichen logischen Richtung des Denkens angehören. die Körper nach ihren gattungsmäßigen Beschaffenheiten zu sondern und in Klassen zu scheiden. Die Forderung strenger Zahlbestimmungen bildet auch hier den entscheidenden Wendepunkt. S. sondern um sich die großen logischen Richtlinien deutlich zu machen.„Was" der Elemente. zu exakten quantitativen Aussagen über ihre gegenseitigen Reaktionen zu gelangen. nach welchen die Entwicklung sich bei all ihrer Mannigfaltigkeit gliedern und übersehen läßt. 4 ff. Die ältere Form der chemischen Elementenlehre. die bis auf Lavoisier vorherrscht und die ihren letzten charakteristischen Ausdruck noch in der Phlogiston-Theorie gefunden hat. vgl. Das Gesetz der bestimmten Proportionen. S. wenn man dem geschichtlichen Gang der chemischen Lehren einzelnen den unübersehbaren selbst folgt. die wir empirisch an irgendwelchen Stoffen vorfinden*. die allen Gliedern einer bestimmten Gruppe gemeinsam Die anhaftet und ihren wahrnehmbaren Typus bestimmt. während das Quecksilber der Träger der metallischen Eigenschaften ist. Identit^ et R6alit6. das Salz die Eigenschaft der Löslichkeit. verleiht der Schwefel durch seine Anwesenheit in einem beliebigen Körper diesem die Grundeigenschaft der Verbrennbarkeit. konkreten Elemente sind hierbei nur die Bezeichnung und Hypostase So der besonders hervorstechenden sinnlichen Qualitäten. Diese Auffassung wird erst dort prinzipiell überwunden. ff . nach welchen sie fortschreiten. die einander zugeordnet werden sollen. In der Tat heben sich hier alsbald von selbst wenige allgemeine Hauptzüge heraus. 213 272 . auch Meyerson. ausgefüllt werden kann oder muß an dieser Stelle eine prinzipiell andere Grundform der Erkenntnis überhaupt anerkannt und eingeführt Handelt werden ? Diese Frage läßt sich nur beantworten. die durch neu hinzutretende Bestimmungen. es sich hier lediglich um eine Lücke.

während wir den Gliedern der zweiten Reihe andere konstante. 69 L Bratmschweig 1902. 5.^ entsprechen lassen. bes. ff. Ladenburg. daß die Massenreihe der Basen eine arithmetische. nach welchen irgend eine Säure Ap mit irgend einer Basis Bq zusammentritt... Aufl. Lothar Meyer. Vorträge über die Ent- Richter s. Betrachten wir eine Reihe von Säuren A^ Ag A3 . . wie sie an der Wiege der neueren Physik stand. in der sich irgend ein Element der ersten Reihe mit einem Element der zweiten verbindet. Die Art. Paris 1902. Dieser Gedanke hat sich empirisch nicht als zutreffend erwiesen. 53 28 — Über ff. Duhem. Näher versucht Richter nachzuweisen. das sich dadurch ausdrücken läßt. die zwischen verschiedenen Reihen von Körpern gelten... ist durch diese Zahlen eindeutig bestimmt: die beiderseitigen Massen. so waltet zwischen beiden ein bestimmtes Verhältnis ob. konzipiert wird. verhalten sich wie die entsprechenden Zahlwerte mp und nq. Es ist. und eine Reihe von Basen B^ B2 B3. In dieser sich mit einander verbinden. S. R i c h t e r nichts anderes als die Geltung bestimmter harmonischer Beziehungen. die hier an der Wiege der neueren Chemie steht. die der Säuren eine geometrische Reihe bilde. In der ersten. wie sie analog für die Entfernungen der Planeten von der Sonne angenommen worden ist*.. Chemie. Duhem. Substanzbegriff 273 .. die allgemeine Pythagoreische Grundansicht von der . und daß somit hier eine Gesetzlichkeit stattfinde. wicklungsgeschichte der Chemie. besagt es zunächst J. der modernen chemischen Theorie. Harmonie" des Alls. a d e n b u r g . neben den bekannten allgemeinen Geschichtswerken besonders urtz La Theorie atomique. noch unfertigen Form. Aufl.den ersten Ausgangspunkt Es ist interessant. daß wir jedem Glied der ersten Reihe eine bestimmte Zahl mi m2 mg . Cassirer. S. zuordnen. daß dieses Gesetz zunächst völlig unabhängig von jeder Auffassung über die Konstitution der Materie. wie man sieht. aber er ist nichtsdestoweniger in seiner allgemeinen Tendenz bezeichnend und bedeutungsvoll. durch die Beobachtung zu ermittelnde Zahlwerte Uj n^ n. insbesondere unabhängig von der atomistischen Hypothese. Le Mixte et la combinaison chimique. 3. in welcher es zuerst von ausgesprochen wird. Die modernen Theorien der W . Breslau 1884. Paris 1879. D.. bildet * Zu den folgenden Daten aus der Geschichte der Chemie vgl.

fügt allerdings dieser allgemeinen Grundanschauung sogleich einen neuen konkreten Zug hinzu. Die Fassung. so ist von hier aus noch kein unzweideutiger Rückschluß auf die absoluten Zahlen der Atomgewichte möglich. sich zu dem des Atomgewichts. Da indessen betrifft. in all bedurch den Wert Formeln die Zahl der unseren 0=8 274 . die ihr gegeben wird und geht nur in der besonderen Gestalt. ohne den bekannten Tatsachen der Zusammensetzung zu widersprechen. das des Sauerstoffs. richtung sieht mit dem er den Grundgedanken der durchgängigen zahlenmäßigen Verfassung des Universums teilt. daß die Atome der verschiedenen einfachen Körper durch ihre Massen unterschieden sind. die somit hinreicht. wobei wir nur statt durch 0= 16. in das Ganze der chemischen Der Begriff des Verbindungsgewichts wandelt Lehren ein. Sachlich ist auch hier zunächst nur ausgesprochen.wenn man nicht auf das Ganze der Hinsicht ist Richter Leistungen. sondern lediglich auf die allgemeine Geistesin der Tat mit Kepler zu vergleichen. ihre Massen sich wie ganze Vielfache dieser Grundzahlen verhalten. Aber diese Regel der „multiplen Proportionen" verschmilzt bei D a 1 1 o n sogleich mit einer bestimmten Deutung. Wir könnten. wenn je zwei oder mehrere Elemente in eine Verbindung eingehen. daß es für jedes Element eine charakteristische Äquivalenzzahl gibt und daß. — — — den Wert stimmen. während innerhalb derselben chemischen Gattung das Atom stets unwandelbar ein und dieselbe konstante Masse aufweist. die das Gesetz der konstanten Verbindungszahlen bei seinem eigentlichen wissenschaftlichen Begründer erhält. wenn wir das Atomgewicht des Wasserstoffs als Vergleichseinheit wählen. die sie hierdurch empfängt. die sich bis in alle Einzelgebiete des Geschehens fortsetzt. um einen bestimmten einfachen Grundstoff in seiner Eigenart zu charakterisieren. An die Stelle der empirisch ermittelten Proportionalzahlen der einzelnen Körper sind Aussagen über eine wesentliche Beschaffenheit ihrer letzten konstitutiven Bestandteile getreten. all unser Wissen stets nur die Verhältnisse nach welchen die Elemente in die Verbindungen eingehen. Das Gesetz der multiplen Proportionen bedeutet nunmehr.

die auf das Dulong-Petitsche sich wechselseitig bestätigen oder korrigieren. 4. Die objektive Existenz der verschiedenen Arten von Atomen wird vorausgesetzt: nur ihre Eigenschaften gilt es noch zu ermitteln und quantitativ schärfer zu umgrenzen. Lpz. die an ihr mitwirken. II IV a 1 d Gnindriss der allgemeinen Chemie. das gleiche Volumen einnehmen. Ostw Näheres hierüber bes. — . Eines der wichtigsten Kennzeichen bietet hier die Avogadrosche Regel. 32 die Werte S wir nur die chemischen Formeln übereinansetzen. Gesamtheit aller dieser verschiedenen Gesichtspunkte. bald durch den Ausdruck H S^. nach welcher gleiche molekulare Massen verschiedener Verbindungen. die in der Geschichte der Chemie selbst erst allmählich erarbeitet werden. völlig eindeutigen und klar bestimmten. Abschn. Neben die Bestimmung der Atomgewichte aus der Dampfdichte. 18* 275 . auch logisch ein allgemeines Problem dar. . die sich ihre Gesetz. Je weiter wir fortschreiten * cf . . die wir treffen. zunächst möglichen Ansätzen erfolgt auf Grund mannigdiesen facher Kriterien.Sauerstoff atome zu verdoppeln hätten. die hierdurch ermöglicht wird. bei Lothar Meyer. sofern = . also etwa den Schwefelwasserstoff je nach der Wahl. daß die gleiche Krystallform. ergibt schließlich nach mannigfachen Versuchen eine einheitliche Tabelle der Atomgewichte und legt damit den Grund zu einer eindeutigen chemischen Formelsprache*. sowie diejenige aus dem Mitscherlichschen den sich auf die Isomorphismus. im vollkommenen Gaszustand unter denselben Bedingungen des Drucks und der Temperatur. Buch I. Würde man lediglich die einzelnen Forscher befragen. Satz stützt. 1909. 16. bietet. bald durch H S oder Die Entscheidung zwischen all Hg S bezeichnen würden. die hierin zum Abschluß gelangt. Aufl. die verschiedene Verbindungen besitzt. Die Entwicklung. wir könnten successiv als Atomgewicht des Schwefels 8. Sinn zu besitzen. auf eine gleiche Anzahl auf gleiche Erst die Art verbundener Atome in ihnen zurückweist. . so scheint sie freilich für sie alle zunächst nur einen. abgesehen von ihren Einzelheiten. tritt sodann Bestimmung aus der Wärmekapazität. stimmend nach einer dieser Grundannahmen gestalten.

andersartiges scheinbar das Atom selbst in seinen mannigfachen Bestimmungen und Zuständen erforschen. Funktion. B. in der Krystallform ausprägt. Die eigentümliche denselben konstanten Wert besitzen. Geht man indessen der näheren empirischen Begründung all dieser Aussagen nach. niemals der gegebene unserer wissenschaftsondern immer nur der lichen Aussagen. die der Atombegriff.. wir sprechen den Atomen aller einfachen Körper dieselbe Wärmekapazität zu und bezeichnen damit die Tatsache. wenn wir die Verbindungsgewichte der chemischen Elemente in eine Reihe a a' a" an. zwischen diesen beiden Reihen eine eindeutige Zuordnung besteht. Der inhaltliche Reichtum. daß. so verschiebt sich alsbald das allgemeine Bild. a" b" usf. sondern bezieht sich auf ein Indem wir empirisches . 276 . abgesehen logische Ausgangspunkt. Wir ver- insbesondere in der entwickelten chemischen Konstitutionsformel. wir sehen. den es im Fortgang der wissenschaftlichen Forschung gewinnt. der sich z. Subjekt". Wir sprechen von der Anzahl der Atome. Das Atom ist. wie sie in ihrem Zusammentreten durch ihre Zahl und ihre relative Lage einen bestimmten Grundriß der Gestaltung erzeugen. Endpunkt . für uns feste und greifbare Gestalt. wie jetzt sogleich deutlich wird. sofern die Produkte a b. Das substantielle „Innere" der Atome enthüllt sich und gewinnt folgen. geht daher im Grunde niemals es selbst an. die Zahlen für ihre bn spezifische Wärme in eine andere Reihe b b' b" ordnen. wie die Atome sich nebeneinander lagern und sich wechselseitig zu einem einheitlichen Aufbau des Moleküls verknüpfen. . die in einem bestimmten Volum einer gasförmigen Substanz enthalten sind und drücken damit in Wahrheit eine Beziehung aus.und um so mehr verschiedene Gruppen von Phänomenen wir in den Kreis unserer Betrachtung ziehen. . haben wir damit zugleich eben diese verschiedenen Gruppen von Zuständen zueinander in ein neues Verhältnis gesetzt. um so deutlicher tritt der Reichtum und die Bestimmtheit dieser Eigenschaften heraus. a' b'. die nach dem Gesetz von Gay Lussac zwischen dem numerischen Wert der Dichtigkeit der Gase und dem Wert ihrer Verbindungsgewichte besteht. . .

dem wir alle Aus- sagen über die mannigfachen Gruppen chemischer EigenDie verschiedenen und anschaften eingeordnet denken. 260 ff. hier gleichsam als der gedachte einheitliche Mittelpunkt eines Koordinaten-Systems. das Atomgewicht der einzelnen Elemente eindeutig zu bestimmen. so wäre somit gerade in den . daß wir sie sämtlich in Beziehung zu ein und dem(Vgl. immer neue Gebiete chemisch-physikalischer Phänomene als Kriterien heranzuziehen. den die chemische Erkenntnis hier gewinnt.von der allen metaphysischen Behauptungen über die Existenz tritt in Atome besitzt. statt daß wir jeden Inbegriff einzeln mit allen übrigen vergleichen. sondern ordnet sich um einen festen Mittelpunkt. S. die verschiedenen Reihen nicht sowohl auf das Atom. wechselseitig auf einander zu beziehen. es steht nicht mehr beziehungslos nebeneinander. die die Sonderreihen Der unter sich eingehen können. über die Wärmekapazität. über den Isomor- selben Der 277 . Indem wir die Beobachtungen über die Dampfdichte. Das zunächst verstreute Tatsachenmaterial organisiert sich nunmehr. heterogenen Mannigfaltigkeiten von Bestimmungen fänglich gewinnen einen festen Zusammenhang. so daß damit das Ganze der Relation als abgeschlossen und vollendet gelten könnte. Denken wir uns diesen Fortschritt vollendet. dadurch zum Ausdruck gebracht. Nur scheinbar wird daher hier die einzelne Eigenschaft an das Atom als ihren absoluten „Träger" angeknüpft. durch den Mittelbegriff des Atoms hindurch. besteht in der systematischen Gliederung eben dieser Verhältnisse selbst. Das Atom fungiert diesen Beispielen deutlich hervor. absoluten" Atomgewichten das Ganze der möglichen Verhältnisse. Versuch. indem wir jede von ihnen auf dieses gemeinsame Zentrum zurückbeziehen. nötigt dazu. als vielmehr. In dem Maße als diese Bestimmung fortschreitet. eigentlich positive Ertrag. weitet sich daher auch der Kreis der empirischen Relationen selbst. Wieder zeigt sich hier der gleiche gedankliche Prozeß. befaßt und ausgedrückt.. ob. der uns bereits früher entgegentrat: die komplizierten Verhältnisse zwischen bestimmten Inbegriffen werden. In Wahrheit handelt es sich darum.) identischen Terminus setzen.

Die heften. Die lebendige und unmittelbare Arbeit der Forschung selbst steht hier freilich von Anfang an auf einem anderen Standpunkt. wirkt vielmehr zugleich produktiv. daß es nur nachträglich die gewonnenen Erfahrungen beschreibt und zusammenfaßt. die der allgemeine Substanzbegriff innerhalb des tatsächlichen Prozesses der Erfahrung besitzt. wenn sie jedesmal. über den neu zu entdeckenden Mannigfaltigkeiten fungieren die bereits gefundenen und gesetzlich fixierten als eine feste logische Einheit: und diese Einheit des prinzipiellen Anknüpfungspunkts ist es. kenntnis kann diesen Begriff nicht entbehren. während doch andererseits alle Kräfte des Denkens nunmehr für die Erfassung des neuen Erfahrungsinhalts frei werden. sämtlich an ein und dasselbe Subjekt an- damit selbst erst in wahrhafte begriffliche Wechselwirkung. Der Inbegriff des empirisch Bekannten verdichtet sich gleichsam in einem einzigen Punkt. Der Gang der Wissenschaft würde schleppend. Worauf 278 . Die empirische Ertritt an diesem Beispiel klar hervor. und von diesem Punkt gehen nun all die verschiedenen Richtlinien aus. treten sie Vereinigung. Aber freilich ist es nicht der einzige logische Wert dieses „Subjekts". ihre Darstellung würde umständlich und mühsam werden. bewahrt er ihren wesentlichen Gehalt. wenngleich Fortschritt darin beihr eigentlich Konzentra- philosophischer steht.phismus usf. sie schafft ein allgemeines unmittelbar Schema auch für die künftigen Beobachtungen und weist diesen eine bestimmte Richtung an. die unsere Setzung eines letzten identischen Subjekts für die Allheit der möglichen Eigenschaften erklärt und ermöglicht. und erfaßt das Problem gleichsam von einer anderen Seite als die rein erkenntnistheoretische Betrachtung. ihn als Begriff zu verstehen uiid zu würdigen. Indem der Atombegriff hier eine gedankliche tion aller dieser Züge schafft. ehe sie an ein neues Tatsachengebiet herantritt. Die Bedeutung. sich die Fülle des bereits gewonnenen empirischen Materials explizit wiederholen und in all seinen Einzelzügen vergegenwärtigen müßte. die hier geschaffen ist. nach denen Gegenunsere Erkenntnis ins Unbekannte weiterschreitet.

die es zu erschließen gilt. denn nur dadurch schafft sie sich die Möglichkeit. als es die der kritischen Reflexion Wir können die sind. ist somit der bewußte Wechsel des Standpunktes der Gewonnene. dennoch wiederum in seine einzelnen Faktoren zerlegen: denn ihr Blick ist nicht nach vorwärts auf die Gewinnung neuer objektiver Erfahrungen. während sie die bekannten Tatsachen als einen gegebenen Bestand nehmen darf. den die Wissenschaft an einzelnen Stellen fixiert.sie hinblickt und was ihr Interesse fesselt. es gleichsam immer weiter fortzurücken. Beide Richtungen lassen sich niemals unmittelbar vereinen: die Bedingungen der wissenschaftlichen sind andere. das fortan den Grundstock für alle weiteren Beobachtungen abgibt. Der passive Bestand. Die kritische Selbstbestimmung des Denkens muß indessen dieses Produkt. Dennoch aber sind beide Gesichtspunkte. notwendig Produktion Betrachtung erforderlich. wenn sie eine Fülle erfahrungsmäßiger Relationen in einen einzigen Ausdruck. das Gebiet des Problematischen an eine andere Stelle zu verlegen. So läßt es sich verstehen. sondern nach rückwärts auf den Ursprung und die Gründe der Erkenntnis gerichtet. der als solcher keiner weiteren Analyse bedarf. das eben erst alsbald wiederum als ein Gesichertes und Vorhandenes gelten. wenngleich sie es für bestimmte Zwecke der Erkenntnis als begreift. beruht doch zugleich die eigentümliche Bestimmtheit. ist daher ein Moment in ihrer eigenen Aktivität. in die Annahme eines einzelnen dinglichen „Trägers". Funktionen zum Aufbau der Erfahrungswirklichkeit nicht zugleich betätigen und sie zur selben Zeit als solche betrachten und beschreiben. Der Inbegriff des „Faktischen" in diesem Sinne steht als solcher fest. 279 . so daß stets neue Fragen in den Kreis ihrer Betrachtung eintreten. um die Erkenntnis als Ganzes den Motiven ihres Fortschrittes wie in den dauernden logischen Bedingungen ihres Bestandes zu beurteilen. Auf in der Spannung und dem Gegensatz. sind die neuen Tatsachengebiete. Somit ist es in der Tat berechtigt und unvermeidlich. der hier zurückbleibt. er bildet ein ruhendes Substrat. Das jeweilig muß der Forschung Erreichte. die der Erkenntnis zukommt. zusammenfaßt.

zum Elektron wird. Aufl. also z. zu deren Ausdruck noch der Begriff des Atoms wird zu erforschenden. daß das Wesentliche des Begriffs nicht in irgendwelchen materialen Eigenschaften besteht. wie in der neueren Physik. ihnen die größte Einheit neben der größten Ausbreitung zu verschaffen*. statt als bloß . eine verschiedene Gestalt Für die erste naive Betrachtung erscheint das Atom zeigt. Gerade eine derartige Wandlung bestätigt. aus welchem die Verstandesbegriffe nicht wirklich ausgehen. der. zugleich mit dem Das gegebene Tatsachenmaterial vorweggenommen diesem Terminus gegeben hat vortrefflichen — sofern Kant . virtueller" Punkt.. gemäß einer natürlichen Täuschung. 280 . ob er zwar nur eine Idee (focus imaginarius). als ein fester substantieller Kern. an dem sich nacheinander für uns verschiedene Eigenschaften unterscheiden und aussondern lassen. i." Diese Leistung bleibt dem Atombegriff als dauerndes Charakteristikum erhalten. So ist das Atom der Chemie eine „Idee" in dem strengen Sinne. dennoch dazu dient.daß auch der chemische Begriff des Atoms. in einem einzigen Brennpunkt vereinigt. das wird. den begrifflich erschaffen wird. der sich je nach dem Stande unserer Erfahrung mit mannigfachem konkreten Inhalt zu erfüllen vermag. auf welchem man sich ihm nähert. je nach dem Wege. auch wenn sein Inhalt sich vollkommen wandelt.. ein Punkt ist. d. das Atom der Materie zum Atom der Elektrizität. S. der jedoch. es in der Tat einen und Gebrauch" besitzt. 672. notwendigen regulativen „nämlich den Verstand zu einem gewissen unentbehrlich Ziele zu richten.. sondern daß er ein Formbegriff ist. indem er ganz außerhalb der Grenzen möglicher Erfahrung liegt. • Kritik der reinen Vernunft. in Aussicht auf welches die Richtungslinien all seiner Regeln in einem Punkt zusammenlaufen. alsbald als ein einheitliches reelles Objekt erscheint. 2. B. während umgekehrt vom Standpunkt der Erfahrungskritik aus eben jene „Eigenschaften" und ihre wechselseitigen Verhältnisse die eigentlichen empirischen Daten bilden..

die mannigfachen. die zunächst zu derartigen relativen Unterscheidungen und Zusammenfassungen innerhalb des Gesamtsystems hinführen. die ihnen unabhängig von ihrer chemischen Verwandtschaft zukommt. die diese Form der Beziehung regeln. wie die Atome verschiedener einfacher Körper sich in den Verbindungen ersetzen und wechselweise für einander eintreten können. dadurch charakterisiert sind. die demselben Typus angehören. Verfolgt man.Der zweite wichtige Schritt der chemischen Begriffsnachdem der allgemeine Gedanke des Atoms konzipiert und die Werte für die Atomgewichte der einzelnen Elemente im allgemeinen festgestellt sind. Damit ist ein weiterer Gesichtspunkt der Zuordnung der einzelnen Elemente zu einander. Ordnen wir nunmehr die chemischen Verbindungen gemäß dem neuen Prinzip. ein für allemal festhalten und ausdrücken. daß ein Chloratom in bestimmten Verbindungen je ein Atom des Wasserstoffs zu ersetzen vermag.. Die empirischen Tatsachen. während ein Sauerstoffatom stets an die Stelle von 2. Die . zusammenzustellen. so zeigt sich etwa. eine neue charakteristische Konstante für jeden einfachen Körper geschaffen. sind in den Verhältnissen der chemischen Substitution gegeben. Substitutionen ableitbar sind. wobei die Glieder. ein Kohlenstoffatom an die Stelle von 4 Atomen Wasserstoff tritt. die hierdurch gewonnen sind. daß sie sämtlich aus einer bestimmten Grundform durch fort- schreitende ziehen. das sich uns hier darbietet. Valenz" der Elemente ist der Ausdruck einer bestimmten Grundbeschaffenheit in ihnen. so treten sie in verschiedene Haupttypen auseinander. so ergeben sich hierbei bestimmte Grundregeln. besteht darin. die wir jedem Element beilegen und die nunmehr zu der Zahl seines Verbindungsgewichts hinzutreten. Nimmt man das Atom des Wasserstoffs als Einheit. nach gedanklichen Gesichtspunkten zu verknüpfen und zu Klassen bestimmter Eigenart bildung. die sich gemäß voll- den Regeln über die Wertigkeit der einzelnen Atome — 281 . ein Stickstoffatom an die Stelle von 3. Die Form des Austausches läßt sich durch gewisse Zahlwerte. zunächst völlig getrennten Bestimmungen.

a. ineinander übergeführt werden können. die die Analyse des exakten naturwissenschaftlichen Begriffs bereits im allgemeinen Der Begriff des Auch der chemische Typenbegriff ist nicht nach dem Muster der Gattungsbegriffe. sammen.in seiner „Typus" kommt hier wiederum nicht Bedeutung für die speziellen Aufgaben der Chemie. Sie gehören zufestgestellt hat. wie er zuerst von formuliert wird. die zwischen der Valenz der einzelnen Atome besteht. Die verschiedenen Verbindungen. bei Duhem . S. nach der Theorie des elektrochemischen Dualismus. wobei indes die entfernteren Glieder der Reihe zu den näheren keine andere Analogie mehr darzubieten brauchen.. sofern sie kraft der Beziehung. 189 ff. die unter einem Haupttypus befaßt werden. um so mehr gewinnt umgekehrt die Anschauung Raum. Dumas : während dem Wasserstoff positive Je mehr indessen die Theorie der Substitution sich Bahn bricht. Le Mixte. verdanken diese Zusammenstellung weder der äußeren Ähnlichkeit in ihren sinnlichen Eigenschaften. noch der unmittelbaren Verwandtschaft in ihren chemischen Funktionen. die ihrer Natur und Eigenart nach völlig verschieden scheinen. wird daher unter diesem Gesichtspunkt zunächst von Berzelius als paradox und widerspruchsvoll zurückgewiesen das Chlor kann nicht in irgend einer Verbindung für den Wasserstoff eintreten. sich einander ersetzen können. 97 ff. daß auch völlig unähnliche Körper sich in gewissen Verbindungen ohne Änderung der Natur negativ elektrisch ist. die Berzelius vertritt. bes. Er weist in der Tat in voller Deutlichkeit die charakteristischen Grundzüge auf. da es. sondern nur als Paradigma für bestimmte logische Verhältnisse in Betracht. * a. 282 . Der Gedanke der Substitution. sofern hier Elemente. als sie eben durch dieses Ableitungsgesetz Nur allmählich hat sich in der Geselbst hergestellt wird. sondern nach dem der Reihenbegriffe gestaltet. Elektrizität zukommt. Wu r t z . Der erste Schritt zu dieser Trennung liegt schon in dem Grundverhältnis der Substitution selbst vor. O. schichte der Chemie der Typenbegriff vom Begriff der chemischen Analogie losgelöst*. Näheres hierüber S.

Die gesetzliche Abwandlung dieses . die auf diese Weise entstehen. während das Verhältnis der Äquivalenz als eine empirische Beziehung zwischen Regnaults mathematischen 283 . Noch schärfer treten die Konsequenzen dieser Ansicht hervor. so gilt das gleiche auch hier. die sich einander substituieren lassen..der Verbindung vertreten können. Die „Valenz" der einzelnen Elemente stiftet unter ihnen eine derartige Beziehung. sobald nicht allein die Elemente. die man sich durch Substitution auseinander Die Bedingungen. die ihnen gemeinsam sind. die in ihrer fortgesetzten Anwendung bestimmte Inbegriffe von charakteristischem Reihen-Typus erschafft. ihn aufgestellt Dem . sondern in der Art der Verknüpfung beruht. sondern lediglich durch die eindeutige Regel der Relation. der Körper sehr verschiedener Eigenschaften. die aus wiederholten Substitutionen hervorgehen können. daß die Relation. die wir im Gebiet der Begriffsbildung verwirklicht fanden.. entsprechen also durchaus denjenigen. die somit ebenfalls nicht auf einer Gleichartigkeit im Inhalt des Verknüpften. Wie sich hier geometrische Systeme und Gruppen von Systemen ergaben. daß die Reihen. auf denen nunmehr die Einheit des Typus beruht. näher betrachtet wird. die in all ihren wahrnehmbaren Eigenschaften und ihren wesentlichen chemischen Bestimmungen voneinander völlig abweichen. tritt jetzt der „molekulare Typus" Dumas entgegen. Parameters" erzeugt und begründet die Form des Begriffs. miteinander zusammengehalten werden. Der chemische Begriff unterscheidet sich hierbei vom mathematischen freilich darin. einzeln ein- ander gegenübergestellt. bis weitere Untersuchungen zu dem Schluß drängen. chemischen Typus". Glieder enthalten können. die von Glied zu Glied obwaltet. entstehend denken kann. kraft deren von einem Glied zum andern fortgegangen wird. Auch hier wird anfangs die Forderung der Analogie aufrecht erhalten. sondern die ganze Gruppe von Körpern. wie und für den er ähnliche Haupteigenschaften aller Glieder gefordert hatte. deren Glieder nicht durch irgend welche anschauliche Einzelzüge. in sich faßt. bei dem letzteren rein konstruktiv festgestellt ist.

wie eine wahrhafte qualitas occulta erscheinen. 175. daß sie stets nur in einem ganz bestimmten Verhältnis miteinander verschmelzen können*.den verschiedenen Elementen entdeckt wird. daß. Wu r t z . die den einzelnen Atomen zugesprochen wird. Sieht man hingegen von diesem Unterschied des Ursprungs ab. kraft deren es sich nur Atom Wasserstoff zu verbinden vermag. denn es bildet das eigentlich auszeichnende Merkmal der wissenschaftlichen Fassung der chemischen Grundbegriffe. Die Typentheorie bildet in dieser Hinsicht den ersten Ansatz zur chemischen sofern sie lehrt. Dieses letztere Moment ist auch hier entscheidend. nachdem erst ein allgemeines Zuordnung Moment die der fixiert ist. innerhalb dessen wir das Ineinandergreifen und die Zusammengehörigkeit der einzelnen Glieder nach festen Regeln begreifen. 284 . von gewissen Anfangspunkten an aufzubauen und um gewisse Mittelpunkte zu gruppieren. Die „Valenz". die weitere Begriffsbildung nunmehr auf beiden Seiten genau die gleiche Richtung einschlägt. das Kohlenstoffatom mit 4 Atomen des Wasserstoffs zusammentritt. durch welchen Zwang getrieben das Sauerstoffatom mit 2. einem Bewegungszustände Cf. so erkennt man. Wir kennen die eigentümliche Beschaffenheit des Chloratoms nicht. S. indem wir es mit bestimmten Zahl-Verhältnissen durchdringen. wenn man zur Erklärung der verschiedenen relativen Wertigkeiten auf die der einzelnen Atome zurückgreift. Auch hier gilt es. wenn sie als eine dingliche Qualität in ihnen aufgefaßt wird. die einander derart angepaßt oder derart entgegengesetzt sein sollen. muß zunächst. wir mit wissen nicht. Das sinnlich Heterogene gestaltet sich jetzt homogen. nachdem einmal das entscheidende Merkmal der Vergleichung gewonnen ist. La Theorie atomique. dieses Moment durch gesamte Mannigfaltigkeit der durch die Beobachtung Stoffe hindurchzuführen und diese somit aus einem Aggregat zu einem System zu gestalten. unter Festhaltung weniger allgemeiner Grundprinzipien. Denn auch hier wird ein schlechthin Unbekanntes und empirisch gegebenen Deduktion. Und dieses Rätsel wird nicht gelöst. die Mannigfaltigkeit der Körper.

denen es angehört und die aus ihm durch die gesetzliche Variation bestimmter Grundbestandteile hervorgehen können. Indem die Konstitutionsformel diese herstellt. (Vgl. als die durchgängige objektive Verknüpfung. in welcher ein individuelles „Ding" oder ein besonderes Ereignis mit dem Inbegriff der wirklichen und möglichen Erfahrungen überhaupt steht. Was jedoch den Valenzbegriff der Chemie von allen scholastischen Qualitäten scheidet. Die chemische Konstitutionsformel scheint freilich zunächst ein direktes anschauliches Bild der Reihenfolge und Stellung darzubieten. Das einzelne Glied wird zum Repräsentanten der Gesamtgruppen. sondern auf ganze angewandt wird. ist eben der gedankliche Verzicht. die durch Substitution aus der gegebenen Verbindung entstehen können. sondern lediglich die Tatsachen dieser Verbindung nach allgemeingültigen quantitativen Ordnungsprinzipien darstellen. die jetzt entsteht. die die Atome selbst gegeneinander einnehmen. ist in Wahrheit nicht eine derartige Erkenntnis der letzten absoluten Elemente der Wirklichkeit. den er in sich schließt. Die Formel einer bestimmten Verbindung lehrt uns nicht nur diese selbst in ihrer Zusammensetzung kennen. Die Theorie der „zusammengesetzten Radikale". hierzu bes. sondern vielmehr die allseitige Gliederung der Körper und Stoffe der Erfahrung.in keiner Weise Nachweisbares an Stelle der allein bekannten Austauschverhältnisse gesetzt. Kap. 6. sofern er sich in diesen ersetzen 285 . Als Radikal wird hierbei gemäß der Definition Liebigs der nicht wechselnde Bestandteil in einer Reihe Verbindung Atomgruppen — — von Verbindungen betrachtet. sondern ordnet sie verschiedenen typischen Grundreihen ein und weist damit auf das Ganze derjenigen Gebilde voraus. wenn er nicht mehr allein auf einzelne Atome. wird zur eigentlichen Grundlage der organischen Chemie. Er will nicht in die substantielle Natur der Verbindung von Atom und Atom eindringen.) Von besonderer Wichtigkeit wird der Gedanke der Substitution. ist sie freilich eben dadurch zugleich der echte wissenschaftliche Ausdruck der empirischen Realität des Körpers: denn diese besagt nichts anderes. aber was sie zuletzt leistet.

die Frage zu beantworten. vorhanden. Wir stehen damit am Beginn einer Auffassung. sondern soll nur. Indem insbesondere darauf hinweist. Über die Art. sie präexistieren den komplexeren Gebilden. nach Ladenburg. zit. sondern nur was sie waren oder werden können. in denen sich Elemente oder Atomgruppen ersetzen"*. mehrere wie nunmehr betont wird rationelle Formeln für ein und denselben Körper aufzustellen. die wir vornehmen und die je nach dem herrschenden Gesichtspunkt der Vergleichung. zwei Radikale in einer Verbindung anzunehmen. Durch die weitere Fortbildung der Theorie aber wird diese Anschauung mehr und mehr zurückgedrängt.) . wird das Verhältnis zunächst in einem durchaus realistischen Sinne aufgefaßt und beschrieben. oder sofern sich in seinen Verbindungen mit einem einfachen Körper dieser letztere ausscheiden und durch Äquivalente von anderen einfachen Körpern vertreten läßt. Der Streit über die Natur und die absolute Beschaffenheit der Radikale ist damit geschlichtet. stellen sollen. 235. so steht nichts im Wege. denn sie erscheinen nunmehr nur noch als Ergebnisse gewisser ideeller Zerlegungen.läßt durch andere einfache Körper. wird damit der Gedanke an die reale Existenz abgesonderter Gruppen zunichte. — — Gerhardt.. 286 .und Reaktionsverhältnisse in Gleichungen ausdrücken sollen. „die Beziehungen ausdrücken. daß es möglich ist. wie Gerhardt selbst ausdrücklich hervorhebt. verschieden ausfallen können.. Die Kerne sind als solche in einer Mehrheit von Körpern. in welcher die Radikale in den Verbindungen . je nachdem man seinen Zusammenhang mit der einen oder der anderen Gruppe von Verbindungen zum Ausdruck bringen will. da sie also nicht dar- Laurents Gerhardt was die Körper an und für sich sind. 194 ff. S. den wir zugrunde legen. aber herrscht anfangs In der „Kerntheorie" Streit. Trait6 de Chimie organique O. die allgemein darauf verzichtet. die aus ihnen durch Verbindung mit anderen Atomen entstehen. S. Das Radikal besitzt jetzt keine selbständige Wirklichkeit mehr. (Vgl. Da die Formeln der Chemie nur bestimmte Struktur. existieren".

Wie es der eigentliche methodische Vorzug des Zahlgebiets ist. O s t wa die „energetische" AuffassTing 1 d . Über s. die sie eingehen. Die erste Phase der Bestimmung der stofflichen Mannigfaltigkeit war dadurch gekennzeichnet. treten schon innerhalb ihrer selbst bestimmte Gesichtspunkte und die auf diese Umbildung der Systemhindeuten. die zwischen dem Anfangs. Jedem einfachen Körper kommt nunmehr nach dem Leibniz'schen Ausdruck eine bestimmte . Kap. charakteristische Zahl" zu: und diese Zahl gilt implicit als dasjenige. was die gesamte Fülle seiner empirischen Eigenschaften begrifflich zum vollkommenen Ausdruck bringt. und tritt damit aus dem Kreise der empirisch beschreibenden Wissenschaften in das Gebiet der Naturwissenschaft hinüber. daß jedes Tendenzen hervor. uhe Le Mixte. sondern * bes. die als abhängig von bestimmten Zahlwerten erkannt sind. so greift diese Forderung nunmehr auch auf alle die physikalischen und chemischen Bestimmungen über. Sobald aber diese Phase erreicht ist ordnet sich die Chemie dem allgemeinen Grundplan der Energetik ein*. form Element durch den Wert seines Atomgewichts charakterisiert wurde. zu entdecken und gemäß allgemeinen Regeln darzustellen. Auch sie dürfen nicht länger als ein regelloses Beisammen gedacht werden.und Endzustand eines chemischen Umwandlungsprozesses bestehen. Faraday.Vorlesung.ob und wie die Elemente als solche fortexistieren. in den Verbindungen.. daß jedes Glied in ihm aus einer ursprünglichen Anfangssetzung nach bestimmten einheitlichen Regeln hergeleitet und konstruktiv entwickelt ist. 287 . Diese Dar- — — keit stellung der stofflichen Mannigfaltigkeit in einer Mannigfaltigvon Zahlen aber enthält bereits den Hinweis auf ein neues Problem. um statt dessen lediglich die meß- baren Relationen. mathematischen Ehe indessen diese Einreihung der Chemie in ein allgemeineres wissenschaftliches Problem sich vollzieht. Leipzig 1904. IX und X. m . sowie D und Behandlung der Chemie Elemente und Verbindungen.

Elektrizität und einige andere Größen in die Rechnung eingeführt. Lothar Meyer. ferner unter Umständen Wärme. klar bezeichnet. in Maß und Zahl ausgedrückt. ihre Härte und Dehnbarkeit. Körper. erscheinen jetzt als periodische Funktionen Denkt man sich die Gesamtheit der Elemente in eine Reihe geordnet. Aber diese stoffliche Natur blieb stets 288 . seine Qualität machte sich nur dadurch geltend. ihre Schmelzbarkeit und Flüchtigkeit. besonders Ort und Zeit. der Stoff erschien. von denen die Erscheinungen abhängen. aber dieser Fortschritt ist jetzt gemacht worden. Diese allgemeine Forderung findet ihre erste Erfüllung in der Aufstellung des periodischen Systems der Die verschiedenen Eigenschaften der einfachen Elemente. daß beim Fortgang in dieser Reihe die Eigenschaften der einzelnen Elemente sich von Glied zu Glied ändern. Einer der Hauptbegründer des periodischen Systems. in den Gleichungen nur als Masse. daß die in den Differential. Temperatur. Diese von der s t o f f 1 i c h e n N a t u r d e r S u b s t a n z e n abaus dem Konstanten hängigen Größen deln. seine Beschaffenheit bis ins Einzelne abhängig ist. so findet sich. daß aber nach dem Durchlaufen einer bestimmten Periode die gleichen EigenDer Ort jedes Elements in dieser schaften wiederkehren. war als Variable zu behan- bisher nicht üblich geworden. zipielle Wendung. Der „Stoff* ist jetzt die in ihm vorliegt. hat zugleich die neue prinihrer Atomgewichte. wovon sein physikalischchemisches „Wesen". ihre Leitungsfähigkeit für Wärme und Elektrizität usf. Man hat zwar auch bisher schon in den physikalischen Erscheinungen den Einfluß der stofflichen Natur der Materie berücksichtigt. Gebiet der naturwissenschaftin das Gebiet der Variablen lichen übergegangen.oder den Bedingungsgleichungen auftretenden Konstanten für jede Art des Stoffes einen anderen Wert erhielten. indem man die physikalischen Konstanten für die verschiedensten Substanzen bestimmte. „Bis jetzt wurden in der Physik als variable Größen.müssen in ihrer Abfolge und ihrer allmählichen Veränderung durch ein exaktes Gesetz darstellbar sein. systematischen Grundreihe ist es also.

daß der Zahlenwert des Atomgewichts die Variable ist. — m . O. So entwickelt etwa am Beispiel der chemischen Erkenntnis der Grundstoffe und ihrer Eigenschaften seine gesamte Auffassung von den Aufgaben wie von den Grenzen der naturwissenschaftlichen Forschung. nach welchem es sich in Reihen von bestimmtem Fortschreitungsgesetz ordnet. läßt sich am deutlichsten in seiner Eigenart erfassen. aus der Bekanntschaft mit dem Gegenstand alle seine Beschaffenheiten unmittelbar zu erschließen und a priori zu bestimmen. Zu dieser Einführung ist jetzt ein.. S. kann von eigentlicher Erkenntnis. wenn auch noch sehr primitiver Anfang gemacht worden. 176. wo es möglich ist. wie es einerseits in der spekulativ-metaphysischen Naturbetrachtung. abgesehen von seiner naturphilosophischen p r b1 e . durch welche die substantielle Natur und die von ihr abhängigen Eigenschaften bestimmt werden*. Das deduktive Moment. es fehlte die Möglichkeit. Cassirer Substanzbegriff 19 289 . daß nunmehr Glieder der Mannigfaltigkeit. Nur dort. wo es also möglich ist.etwas Qualitatives. Wahrhaftes gilt ihm nur dort als erreichbar. im strengen Sinne des Seite. wo alle Eigenschaften des Gegenstandes aus seiner ursprünglichen Natur vollkommen verständlich und gewiß sind. das damit in die Chemie eintritt. Locke Wissen notwendigeVerknüpfungen * L o t h ar Meyer . indem ein Gesichtspunkt entdeckt wird. Die Bedeutung dieses Gesichtspunkts tritt vor allem darin hervor. In der Geschichte der Philosophie ist es gerade das Stoffdem. allgemeingültige Einsichten in zu gewinnen. a. auf Grund des allgemeinen systematischen Prinzips gefordert und vorausgesagt werden können und daß die fortschreitende Erfahrung diese Forderung bestätigt. diese fundamentale Variable in Zahl und Maß ausgedrückt in die Rechnung einzuführen. andererseits in der mathematischen Physik ausgeprägt ist." Das Qualitative der einzelnen Stoffe wird mathematisch faßbar und beherrschbar. wenn man es mit dem Ideal der Deduktion vergleicht. die empirisch bisher nicht bekannt waren. wiederholt eine wichtige erkenntnistheoretische Rolle zufiel. a. indem der Nachweis geführt wurde.

zum Teil erfüllt. Wenn wir noch so viele Merkmale des Goldes. die unsere Kenntnis der Natur erst zu echter Wissenschaft. wo wir es lediglich mit der Sammlung und Beschreibung verschiedener Wahrnehmungstatsachen zu tun haben. Die moderne Wissenschaft hat das Ideal.Wortes. aber sie mußte freilich zuvor diesem Ideal selbst einen neuen Sinn verleihen. seine Härte. Sie stimmt mit Locke darin überein. Kap. durch die sie allein zu einem rational verbundenen und begriffenen Ganzen werden könnten. Buch IV. um aus ihr die Gesamtheit der sekundären Eigenschaften deduktiv abzuleiten*. seine Dehnbarkeit. Eine derartige Einsicht. wenn wir. so ist doch damit die Frage nach ihrem inneren Zusammenhang um keinen Schritt weitergeführt. das Problem „am andern Ende" anfassen könnten. jene Abhängigkeit der Einzelglieder voneinander herzustellen. Hier. kraft deren bestimmten Merkmalen der einen Art stets bestimmte andere einer anderen Art entsprechen. erheben würde. wäre nur dann möglich. deren Glieder selbst. seine Feuerbeständigkeit usf. bleibt es auf immer unmöglich. zusammenstellen. das Locke hier entwirft. So viele Eigenschaften irgend einer Substanz man auch durch Beobachtung und Versuch entdecken mag. die in all unsern „intuitiven" Urteilen über mathematische Verhältnisse erfüllt ist. statt lediglich Beobachtungen über das empirische Beisammen oder die empirische Unverträglichkeit von Merkmalen zu sammeln. 290 tSI . Essay on human understanding. Locke. Dieser Forderung aber. so können wir doch von ihnen aus keine einzige neue Bestimmung entdecken. wenn wir von irgendeiner Wesensbestimmung des Goldes ausgehen könnten. so können wir niemals die Form der Verknüpfung verstehen. versagt sich unser naturwissenschaftliches Wissen. 6. aber sie verzichtet darum nicht der auf jeden begrifflichen Zusammenhang empirischen Daten * Sie faßt die Vielheit der Elemente in eine Grundreihe zusammen. wie sie in der Mathematik vorliegt. daß die Ableitung der Einzelmerkmale eines Stoffes aus seiner „substantiellen Wesenheit" die Aufgabe des exakten und empirischen Wissens übersteigt. geredet werden.

Die Ordnung der entsteht. Wie aus der angenommenen Grundeigenschaft die weiteren Merkmale folgen. Die neueste 19* logon der Mathematik. Die funktionale Verknüpfung. bietet wenigstens ein A n a - also ein Analogon der exakten und .. so wären wir damit logisch in eine andere Form der Begriffsbildung eingetreten: statt einer Anzahl von Regeln über das Zusammenbestehen von Eigenschaften besäßen wir nunmehr ein einheitliches.nach einem bestimmten Prinzip aufeinanderfolgen und bestimmt sodann die einzelnen Eigenschaften der Körper als Funktionen ihrer Stellung in dieser Reihe. 276 ff. Denken wir uns diese Aufgabe gelöst. (Vgl. mathematisch darstellbares Gesetz der kausalen Abhängigkeit zwischen den Änderungen verschiedenartiger Größen. wie aus einem bestimmten Atomgewicht sich eine bestimmte Dehnbarkeit und Härte. aber sie bietet zugleich mehr als stellung unverbundener Elemente. oben. intuitiven" Erkenntnis. sondern ließen sich in ihrer Entstehung auseinander verfolgen. auf Grund bestimmter allgemeiner Daten gewisse spezielle Beschaffenheiten zu berechnen und vorherzusagen. die zunächst nur als diskrete Werte eingeführt waren. Der chemische Begriff wäre damit in den physikalischen Begriff übergegangen. enthält daher freilich weniger. durch stetige Abwandlung auseinander hervorgehen zu lassen und das Gesetz zu bestimmen. S. nach welchem bei einer derartigen Variation die abhängigen Eigenschaften sich ändern müßten. aber wir erfassen jetzt schärfer die Regeln ihres systematischen Zusammenhangs. ständen jetzt nicht mehr als gegebene starre Einzelwerte nebeneinander. die nunmehr eine bloß empirische ZusammenEinzelheiten. in denen wir die Eigenart und die Besonderheit der Elemente ausdrücken. In das absolute Sein der Körper dringen wir dadurch freilich nicht tiefer ein. 291 .) Zugleich aber führt diese Lösung alsbald zu einer neuen Frage. die hier geschaffen wird. das bleibt freilich auch hier unbeantwortet. als die metaphysische Einsicht aus den letzten Wesensgründen.. Es entsteht das Problem. die Atomgewichte. Schmelzbarkeit und Flüchtigkeit ergibt. Die Atomgewichte. nichtsdestoweniger aber wird das Faktum dieser Abhängigkeit selbst zu dem Versuch benutzt.

zugleich die intellektuelle Herrschaft über die Tatsachen gewinnt. daß in ihr das Verhältnis in eine neue Beleuchtung gerückt wird. Die Betrachtung der physikalischen Begriffe und Methoden läßt zunächst nur eine desAllgemeinen zumBesonderen 292 . ist der einzelne Stoff in all seiner sinnlichen Abgeschlossendennoch nur der Durchgangspunkt in einem bestimmten Indem das chemische Atom sich in dynamischen Prozeß. Die chemische Forschung beginnt damit. heit — Recht derartiger Annahmen urteilen mag: in jedem Falle zeigen sie in charakteristischer Deutlichkeit den Weg. verliert es damit die absolute Festigkeit und Unveränderlichkeit. die aus der Betrachtung der Erscheinungen der Radioaktivität hervorgegangen ist. kraft dessen der Begriff.Phase der Naturwissenschaft. Das eigentlich methodische Interesse der chemi- schen Begriffsbildung liegt darin. die nach einer Regel fortschreiten und in denen daher die folgenden Glieder aus den vorangehenden bestimmbar sind. Geschehens IX. eine Mehrheit tatsächlicher Beobachtungen. scheint diese Wendung bereits unmittelbar zu bezeugen: denn für sie. auf dem der wissenschaftliche Begriff fortschreitet. entsteht dadurch zugleich die Aufgabe. Indem aber auf diese Weise die empirischen Mannigfaltigkeiten sich in rationale umgestalten. die Gesetzlichkeit der Struk- turverhältnisse auf ein tiefer liegendes kausales zurückzuführen und in ihm Gesetz des In dieser fortschreitenden Beerschöpfend zu begründen. die eine stetige Umwandlung der Elemente ineinander annimmt. den der Gedanke im stetigen Fluß punkt Wie immer man über das positive des Geschehens setzt.und Maßbestimmungen zu fixieren. die zunächst noch unverbunden nebeneinander stehen. Aber diese durch die Beobachtung gewonnenen Zahlwerte ordnen sich alsbald zu Reihen. in festen Zahl. wältigung des empirischen Materials tritt zugleich die Eigenart des logischen Prozesses hervor. die ihm bisher zugesprochen wurde und erscheint als ein bloß relativer Ruheals ein Einschnitt. ein System von Elektronen auflöst. indem er den Tatsachen gehorcht.

die bereits im Natursystem des Aristoteles ihren ersten bezeichnenden Ausdruck gefunden hat. Nominalismus" und „Realismus" stellt nur eine Weiterbildung des Problems dar. Wirklichkeit" Formung und somit in einer unübersehbaren Mannigfaltigkeit Seite dieses Das Ziel der theoretischen von Einzelzügen seiner dar. sondern den individuellen Substanzen in der dynamischen Stufenfolge ihrer Verwirklichung zukommt. Physik sind und bleiben die allDie besonderen Fälle gemeinen Gesetze des Geschehens. Denn alle bietet sich uns in individueller Gestalt und . Alles Wissen will Wissen vom Allgemeinen sein und vollendet sich erst in diesem Ziele. gemäß Grundfunktion eben in der Abwendung von dieser konkreten Totalität der Einzelzüge besteht. Wiederum tritt unverhüllt jene Antinomie hervor. der hier zugrunde liegt.. Die Richtung des Denkens auf den „Begriff" hin und die Richtung auf das Wirkliche schließen hier wechselweise einander aus. nur als Paradigmen gelten. während alles Begreifen. das bereits in den ersten Anfängen der Aristotelischen Metaphysik und Erkenntnislehre latent ist. Die Vereinfachung. Denn in dem Maße. weicht das Gebiet der anschaulichen Einzeltatsachen mehr und mehr zurück. die er gegenüber der intensiven und extensiven Mannigfaltigkeit der Dinge vornimmt. erklären sich größtenteils aus diesem Gesichtspunkt: der Widerstreit des . seine schärfste Ausprägung in Rickerts Theorie der naturwissenschaftlichen Begriffsbildung gefunden. an denen diese Gesetze darzustellen und zu erläutern sind. In der Philosophie der Gegenwart hat der Gegensatz. Die geschichtlichen Kämpfe. die während des Mittelalters und bis weit in die neuere Zeit hin um das Aristotelische System geführt werden. um so schärfer wird nunmehr die Trennung.fundamentalen Verhältnisses klar hervortreten. Je weiter indessen diese wissenschaftliche Aufgabe verfolgt wird. während das wahrhafte und ursprüngliche Sein nicht dem Allgemeinen. sofern sie in den Kreis der Betrachtung gezogen werden. wollen.. als der Begriff seine Aufgabe fortschreitend erfüllt. bedeutet zugleich eine ständige ihres Wirk- Verarmung 293 . die zwischen dem System unserer Begriffe und dem System des Wirklichen entsteht.

Tübingen und Leipzig 294 . besteht in einer Entfernung der empirischen Anschauung aus dem Inhalt ihrer Begriffe. sondern sie selbst ist es. die durch die Naturwissenschaft Begriffen und den hervorgebracht werden muß. daß Die Kluft zwischen den nichts Wirkliches in sie eingeht. so folgt daraus. daß jedes Stück der Wirklichkeit sich in seiner anschaulichen Gestaltung von jedem andern unterscheidet. daß alle Begriffsbildung die Individualität der Wirklichkeit vernichtet. bisher in einer seltsamen Selbsttäuschung befangen Denn alle die großen exakten und empirischen gewesen. An Stelle • Rickert. zum Bewußtsein kommen. und daß ferner das Einzelne. das Wirkliche selbst mehr und mehr mit der Erkenntnis zu durchdringen und zu immer bestimmterer Anschauung zu erheben. daß die Aufgabe ihrer Wissenschaft darin besteht. so muß uns auch die Tragweite der Tatsache. Forscher glaubten und glauben noch. bildung. Die Grenzen der naturwissenschaftlichen Begriffs1902. ebenso Endziel. und sobald wir nur daran denken. Individuen. zur empirischen Welt des Anschaulichen steht er im entschiedensten Gegensatz Das Individuelle im strengen Sinne verschwindet bereits durch Das wie alle die primitivste Begriffsbildung.lichkeitsgehalts. „Welches auch immer der Inhalt der Begriffe sein mag. S. 235 ff. und schließlich alle kommt die Naturwissenschaft darauf hinaus. Die Wissenschaft schließt somit nicht die Kluft zwischen den „Gedanken" und den „Tatsachen". dem sie zustrebt. also gar Dies aber ist durchaus nichts Individuelles mehr enthält nicht der Fall." Besteht indessen diese logische Folgerung zu Recht: so ist die wissenschaftliche Forschung selbst über das Ziel. die wir kennen. Anschauliche und Individuelle die einzige Wirklichkeit bildet. daß Wirklichkeit im Grunde genommen immer und überall dieselbe ist. die diese Kluft erst schafft und die sie ständig erweitert. dem die Körperwissenschaften anderen Naturwissenschaften zustreben. ist also eine Kluft zwischen den ' Begriffen und der Wirklichkeit überhaupt*. Wenn nämlich nichts Individuelles und Anschauliches in den Inhalt der naturwissenschaftlichen Begriffe eingeht.

Das begriffliche Verständnis der Wirklichkeit kommt der Vernichtung ihres charakteristischen Grundgehalts gleich... Wie nun etwa dem Wort . wie es rein innerlich gegenwärtig ist. das entfernt uns vielmehr immer weiter von dem eigentlichen Kern des . Vogel" kein völlig bestimmter anschaulicher Gehalt entspricht. Seine Funktion ist alsdann nicht wesentlich von der des verschieden. als das Vorgestellte. Tatsächlichen" selbst.einer zufälligen und fragmentarischen Betrachtung der Dinge. mit der sie denn auch von Rickert. an Stelle des engbegrenzten naiven Weltbildes eine umfassende Einsicht gewonnen werden. vielmehr darin nur gewisse unsichere Umrisse der Gestalt zugleich mit der vagen Vorstellung der Flugbewegung festgehalten sind. zunächst völlig auf eine Stufe gestellt wird. so daß ein Kind auch den fliegenden Käfer oder Schmetterling als Vogel bezeichnen wenn der naturwissenschaftliche Wortes — — W 295 . Begriff ihr unmittelbar Was unseren Blick für die Einzelheiten widerstreitet? der empirischen Anschauung schärfen sollte. der hierin S i g w a r t folgt. dessen die Forschung sich bedient. Alles Vorgestellte wird wie Sigwart ausführt entweder als einzeln existierend oder aber abgesehen von den Bedingungen seiner Einzelexistenz vorgestellt und heißt alsdann insofern allgemein. das stumpft ihn. wie wir jetzt erkennen müssen. Wie aber ließe sich dieser Forderung genügen. die sich für jeden individuellen Beobachter anders darstellt. gemäß der herrschenden logischen Lehre nichts anderes als eine „Vorstellung vom Gemeinsamen". wenn das logische Instrument. so ist und bleibt er unfähig. Ist der Begriff. sollte ein vollständiger Überblick über sie. vielmehr ab. die Rickerts Theorie zugrunde legt. So eigentümlich dieses Ergebnis indessen berühren mag: so zwingend folgt es in der Tat aus den Prämissen. das Besondere als Besonderes zu erfassen. in einer beliebigen Menge von einzelnen Dingen oder Fällen existierend gedacht werden kann. was unsere Kenntnis der Tatsachen zu befestigen und zu erweitern schien. Der Ausdruck für diesen innerlich gegenwärtigen Gehalt des Vorgestellten ist d a s o r t als solches. die uns die feineren Strukturverhältnisse des Wirklichen erst erschließt und sie bis ins einzelne verfolgen läßt.

diese Vieldeutigkeit aufzuheben. Die Unsicherheit der Erinnerungsbilder. an welches sie anknüpft. Abstraktionsgebilde erhalten damit gegeneinander eine sichere Abgrenzung. sondern inhaltlich Verschiedenes angewendet zu werden. auf nicht bloß räumlich und zeitlich. indem sie für die Auswahl des Wahrnehmungsmaterials bestimmte Vorschriften aufstellt.je unbestimmter. indem jedes von ihnen einen einzigen Kreis kann: Unbestimmtheit von Merkmalen umfaßt: und diese Konstanz und allseitige Unterscheidung eines mit einem bestimmten Worte be296 . Sein Unterschied von den naiven Begriffen der Sprache und der populären Weltansicht besteht nur darin. die sie Die verschiedenen in allgemeingültigen Definitionen fixiert. das dort unbewußt wirksam ist. die nur den einen oder anderen Zug von ihnen aufbewahrt haben: und diese letzteren sind es. daß das Verfahren.. Der scheinbare Reichtum der Begriffsfunktion. so besteht die Leistung der Wissenschaft darin. sich selbst überlassenen Abstraktion sich vielfältig verschlingen und kreuzen. desto leichter die Anwendung". die wir von unseren tatsächlichen Empfindungen zurückbehalten. die das eigentliche psychologische Material zum Aufbau der begrifflichen Allgemeinvorstellungen enthalten. bringt es mit sich.so gilt das gleiche ursprünglich für alle unsere Allgemeinvorstellungen. Auch sie sind nur möglich. ist zunächst mit ihrer gegeben: . Wenn die Wege der natürlichen. wenn somit hier niemals zu einem völlig festen und eindeutigen Ergebnis zu gelangen ist. beruht also vielmehr auf der Armut des psychologischen Substrats. Auch der wissenschaftliche Begriff entsteht auf dem gleichen Wege und unter den gleichen Bedingungen. hier mit kritischem Bewußtsein geübt wird. daß sich im wirklichen Prozeß des Bewußtseins neben den lebendigen und unmittelbar gegenwärtigen sinnlichen Anschauungen stets abgeblaßte Reste von ihnen finden. weil wir neben den konkreten und in sich vollendeten Sinneswahrnehmungen auch über unvollständigere und weniger genaue Bewußtseinsinhalte verfügen. die immer neue und immer entlegenere Elemente in den Kreis der Vergleichung hineinzuziehen vermag. Die Fähigkeit einer Vorstellung.

die sie bezeichnen sollen. wie sich gezeigt hat. — Die exakten naturwissen- schaftlichen Begriffe setzen nur einen gedanklichen Prozeß fort. da sie von Anfang an auf einem anderen Boden stehen und in völlig anderen Voraussetzungen wurzeln. die stets nur in individueller Form vor- handen und erfaßbar ist. Für den „Begriff" in diesem Sinne aber besteht die Antinomie nicht. Sie ent- mathematischen Wort- bedeutungen durchgehend den Hinweis auf Reihenprinzip. Rickert. das demWort als solchem völlig fremd ist. völlig übersehbaren und für unser Denken beherrschbaren braucht. Denn bei den Wortbedeutungen steht die konkrete Vorstellung der Inhalte. je reiner sich um so mehr von diesem letzten Er wird dadurch zu einem Rest der Anschauung befreit.ist es. Ganzen. 325 u. O. doch immer noch im Hintergrund des Bewußtseins.. I. Was in dieser Deduktion zunächst auffällt. Die theoretischen Begriffe der Naturwissenschaft sind keineswegs bloß gereinigte und idealisierte Wortbedeutungen. ein exaktes * S. ist der Umstand. 47 ff. s. er sich gestaltet. . a. den sie in zuvor von dem Zusammenhang loslöst. der bereits innerhalb der reinen Erkenntnis wirksam ist. Hier kann keine unüberbrückbare Kluft zwischen dem „AUhalten. 297 32 ff. daß sie den naturwissenschaftlichen Begriff. hierzu a. 45 I. S.. das uns anweist. was das Wesen des BeDie Entfernung von der lebendigen Anausmacht*. . aber er die Wirklichkeit. Logik^ I. das Mannigfaltige der Anschauung in bestimmter Weise zu verknüpfen und gemäß einem vorgeschriebenen Gesetz zu durchlaufen. muß freilich andererseits darauf verzichten. auf die Rickert seine Beweisführung stützt. S i g wart (S. wenngleich sie sich nicht zu ausdrücklicher Klarheit zu erheben zeichneten Vorstellungsgehalts griffs während der wissenschaftliche Begriff. welchem er logisch entsteht und aus dem er fortdauernd seine eigentliche Kraft schöpft. zu ergreifen und wiederzugeben. denn ihnen allen haftet ein Moment an. Die Kritik der populären trifft daher diese Begriffe nicht. auch Kap. schauung der Einzeltatsachen aber ist jetzt noch größer geworden als zuvor.) ff.. kritisiert. vgl. .

somit die Logik mit der Auffassung der konkreten Wissenschaft selbst wiederum zusammen. die nur im allgemeinen seine Zusammensetzung. doch in ihrer Leistung durchgehend aufeinander angewiesen sind. in die das Besondere eintritt. daß irgend ein konkreter Inhalt seiner Besonderheit und Anschaulichkeit verlustig gehen müßte. bisher nicht bekannten Er wendet sich nicht Gebieten von . immer neue Besonderheiten im Mannigfaltigen der Anschauung kennen lehrt.. weiter verfolgt.. in der er als besonderer Stoff in seiner eigentümlichen Struktur aufgefaßt. Es ist nicht einzusehen. um so schärfer hebt sich auch der Jeder neue seine Eigenart ab.. pri nzi p ohne ineinander überzugchen und sich inhaltlich irgendwie miteinander zu vermischen. Tatsachen" weist. von dem besonderen Material der Anschauung ab. nicht aber die Art des Aufbaus der stets eine 298 .gemeinen" und dem „Besonderen" entstehen. sondern er bezeichnet Richtung. daß er einen Weg zu neuen. das Allgemeine als R e i h e nso ist alsbald deutlich. zugleich aber den verschiedenen chemischen . Das Gegenteil ist vielmehr der Fall: je weiter diese Formung fortschreitet und je mehr Beziehungskreise es sind. So ist etwa der chemische „Begriff" eines bestimmten Körpers durch seine Konstitutionsformel gegeben. Denkt man das Besondere als Reihenglied. da das Allgemeine selbst keine andere Bedeutung und keine andere und Funktion hat. eine Hier trifft neue spezifische Beschaffenheit hervortreten. um es zu- hänge gestellt und — Gesichtspunkt — letzt gänzlich aus den Augen zu verlieren. daß beide Momente. Typen" eingeordnet und damit in ein bestimmtes Verhältnis zu der Gesamtheit der übrigen Körper gerückt wird. Relation und der Begriff ist nicht mehr als ein solcher Gesichtspunkt läßt zugleich an ihm eine neue Seite. als eben den Zusammenhang zu ermöglichen und zur Darstellung zu bringen. Die gewöhnliche chemische Formel. sobald er mit anderen . die Ordnung des Besonderen selbst gleichartigen Inhalten in verschiedene Reihen-Zusammen- insofern . die uns. begrifflich" gefaßt und geformt wird. Jeder echte naturwissenschaftliche Begriff beweist in der Tat seine Fruchtbarkeit eben darin.

einzelnen Elemente wiedergibt. Je weiter die chemische Begriffsbildung fortgeht.isomer" zu bezeichnen waren. sondern die Allheit seiner möglichen räumlich-zeitlichen Phasen in sich. Frisch- Die Grenzen der naturwissenschaftlichen BegriffsSystem. Das besondere Reihenglied. Nur die Allgemeinheit des verschwommenen Gattungsbildes bedroht das Einzelne in seiner Eigenart. daß der eigentliche logische Wert der Begriffe nicht an der Form der Beziehungsbegriffe eisen-Köhler. die doch andererseits für die positive der exakten Begriffe abgelehnt wird. Die allgemeine Regel. treten vom Standpunkt des entwickelten Begriffs deutlich Unterscheidung . eine scharf ausgeprägte Bedeutung. zugleich aber besitzt die Relation. sich mehr — — Begründung und mehr in reine umzugestalten. wird hier durch eine Fülle neuer Beziehungen bereichert. Erkennt man mit Rickert an. Stoffe. 225 ff. S. in welcher Weise und nach welchem Gesetz der gegebene Stoff in andere übergeht: sie schließt nicht nur die Form seines Daseins in einem bestimmten Moment. hierzu die treffenden kritischen Bemerkungen von M. in welcher sie sich von anderen Beziehungsformen unterscheidet. dessen Stellung im Ganzen des Systems bestimmt werden soll. 299 . daß alle Dingbegriffe der Naturwissenschaft die Tendenz in sich tragen. so ist damit zugleich implicit zugestanden. kann als solches durchaus erhalten bleiben. die vom Standpunkt des unentwickelten Begriffs als gleichartig weil als . büdung. Die Kritik R i c k e r t s trifft somit zuletzt nur eine Form der Begriffsbildung. Phüosophie XII (1906). die den populären Wortbedeutungen anhaftet. auseinander und grenzen sich bestimmt in ihrer EigentümlichSo treffen wir hier nirgends auf jene vage „Allgemeinheit". Arch. gestattet zugleich zu verfolgen. während die Allgemeinheit des bestimmten Relationsgesetzes diese Eigenart festigt und allseitig kenntlich macht. — — keit ab. f..Subsumtionstheorie"*. um so schärfer prägt sich somit die Fähigkeit der des Besonderen aus. die wir jetzt besitzen. die er selbst als ungenügend erkennt und zurückweist. Sie steht unter dem Gesichtspunkt der . kraft deren es mit anderen zu einer Gesamtgruppe zusammengefaßt wird. * Vgl.

unbedingt allgemeingültigen Zusammenhange stehen. daß die zusammengefaßten Elemente entweder direkt in einem naturgesetzlich notwendigen." so heißt es bei Rickert selbst. d.. in denen ein naturgesetzlich notwendiger Zusammenhang zum Ausdruck kommt. sondern müssen ihrem logischen Wert nach Urteile sein. Urteile dagegen bestimmen das Einzelne um so genauer. wenigstens soweit es sich um ein Erkennen im Sinne der Naturwissenschaften handelt. 300 . h. S.. 73. „kann eine Wissenschaft nur sein. die Gesetze entweder enthalten oder vorbereiten*. Hat sie aber dieses Ziel im Auge. um so mehr an anschaulicher Schärfe und Klarheit einbüßen. wenn sie schon in den ersten Ansätzen zu den Bildungen ihrer Begriffe das endgültige Ziel aller Naturwissenschaft im Auge hat. sondern es wird jede Zusammenfassung von irgend welchen Elementen zu einem Begriff immer unter der Voraussetzung geschehen. in einen je weiteren Umkreis der Vergleichung und Zuordnung sie es einbeziehen. oder in ihrer Zusammenstellung wenigstens Vorstufen zu solchen Begriffen abgeben. den auf die Erkenntnis des Ganzen der Körperwelt gerichteten Bestrebungen. Bedeutungen" in die AllgemeinNur von . Das Wachstum des Umfangs geht hier mit der Bestimmung in * a. je allgemeiner sie werden. bis sie schließlich zu bloßen Schemen ohne eigentlichen Wirklichkeitsgehalt verkümmern." Gegenüber diesen klaren Ausführungen läßt sich der kritische Punkt in Rickerts Theorie alsbald bezeichnen: der Schwerpunkt der Betrachtung wird hier fälschlich von der Notwendigkeit der begrifflichen . die bloße Merkmalskomplexe sind. O.„Ein wertvolles Glied abstrakten „Allgemeinheit" haftet. Gewiß bildet die Beziehung der Welt der Bedeutungen auf die Welt der Anschauungen unser Erkennen. daß sie. d. die Einsicht in die naturgesetzliche Notwendigkeit der Dinge. sie wird sich niemals bei Begriffen begnügen. Vorheit der Gattungsvorstellungen verschoben. a. dann wird sie überall die rein klassifikatorische Begriffsbildung sobald wie möglich zu verlassen streben.. 71. h. aber gerade darum können die Bedeutungen nicht Vorstellungen. stellungen" kann gesagt werden.

Hessen um einmaligen und unwiederholbaren Eigenart. I). sondern daß sie diesem besonderen Subjekt. nur ein Symptom und Ausdruck für jenen Übergang zur Notwendigkeit. er ist. geht in dem Gedanken der allgemeinen Gesetzmäßigkeit auf. subjekts.des Inhalts parallel (s.. Nr.. heißt im Sinne dieser Auffassung es unter allgemeine Gesetze substimieren was auf diese Weise erkannt wird.. sondern eine so daß auch Urteile über Einzelnes durchaus allgemeingültig sein können. Kap. von Gegenständen wird erschaffen. sofern er eintritt. 15. Allgemeinheit" ist daher aufgeprägt. gleichsam ein sekundäres Moment. Individuelle Kausalität" enthält schienene Schrift von Sergius imter(Ergänzungshefte der Kantstudien. Berlin 1909). sondern es lediglich unter einen Nicht ein neuen Gesichtspunkt der Beurteilung gestellt. die die soeben er. Ein Ereignis kausal begreifen. der durch die Aufgabe der naturwissenschaftlichen Erkenntnis selbst gesetzt und gefordert ist*. wird somit niemals in seiner schlechthin Hessen. empfindung kraft der naturwissenschaftlichen Gesetze in ein Notwendiges umdenken. daß die Eigenschaft P in einer Mehrheit von Subjekten gleich- mäßig enthalten ist. * Eine mittelbare Bestätigting dieser Ansicht finde ich nachträgUch in der neuesten Darstellung der Rickertschen Theorie. oben. scheidet. haben wir damit an seinem materialen Inhalt nichts geändert. sondern immer nur als Exemplar eines Gattungsbegriffs erfaßt und dargestellt. ihm aber unbedingt und mit objektiver NotwendigIndem wir also das Gegebene der Sinneskeit zukomme. Die Kausalität. Die Allgemeingültigkeit eines Urteils bezeichnet ja nicht eine Quantität des UrteilsQualität der Urteilsverknüpfung. das nicht die eigentliche Grundtendenz der Begriffsbildung trifft. Ganzes . wie die Naturwissenschaft sie behauptet und für ihre Erklärungen zugrunde legt. Der Satz S ist P besagt in diesem Falle nicht. Denn Ursächlichkeit bedeutet ihrem letzten Grunde nach nichts anderes als die „Notwendigkeit der zeitlichen überhaupt 301 . sondern ein und derselben Erfahrungswirklichkeit wird eine neue kategoriale Form Der Übergang zur . allgemeiner" Dinge über: sondern ein relativ loses Nebeneinander empirischer Bestimmungen fügt sich zu einem System objektiv Nicht eine eigene Art gültiger Verknüpfungen zusammen. den Gegensatz zwischen der naturwissenschaftlichen und der historischen Begriffsbildung scharf hervortreten zu lassen.. individueller" Dinge geht hier in ein Ganzes . Der Gehalt des Kausalgedankens aber ist durch dieses einseitige naturwissenschaftliche Schema nicht erschöpft. zwei verschiedene Formen der Kausalität.

Hinsicht freilich bleibt die Trennung naturwissenschaftlichen Begriff und der „Wirklichkeit", wie sie uns in den sinnlichen Eindrücken gegeben ist, bestehen. Keiner der Grundbegriffe der Naturwissenschaft läßt sich als Bestandteil der sinnlichen Wahrnehmung
In

einer
dem

zwischen

Aufeinanderfolge der Wirklichkeitsstücke**: eine solche Notwendigkeit aber müssen wir auch dort postulieren, wo wir es mit der Abfolge rein individueller Ereignisse zu tun haben, die somit niemals in genau Die spezifisch ,, historische Kauderselben Weise wiederkehren können. salität*' gründet sich auf die Anwendung dieses Gesichtspunktes; ihr Bogriff entspringt, sobald wir in ein einmaliges zeitlich determiniertes Geschelien, ohne es als einen Sonderfall allgemeiner Gesetze begreifen zu wollen, dennoch den Gedanken der Notwendigkeit imd Eindeutigkeit des Verlaufs hineine 8 8 e n a. a. O., bes. S. 32 ff., S. 73 ff., u. s.) Hier zeigt sich legen. (Vgl. jedenfalls, daß für den naturwissenschaftlichen und den historischen „Begriff** dennoch eine übergreifende Einheit besteht, aus welcher beide sich ableiten und diese Einheit wird durch den Gedanken der Notwendigkeit konstituiert. Bei Hessen selbst wird diese Notwendigkeit zvmächst in die „objektive Wirklichkeit*' verlegt, die als solche von jeder Form der begriffliclien Deutung, gleichviel ob sie in der Richtung der naturwissenschaftliclien oder der geschichtlichen Begriffe erfolgt, prinzipiell Eine genauere erkenntnistheoretische Analyse frei gedacht werden soll. ergibt indes, daß eben diese Wirklichkeit nicht im Sinne einer absoluten metaphysischen Existenz zu nehmen, sondern als eine regulative Idee aufzufassen ist, die unsere verschiedenen, methodisch auseinandergehenden Konzeptionen auf ein gemeinsames Ziel hin dirigiert. (Vgl. bes. S. 88 ff.) Es zeigt sich somit, mit anderen Worten, daß die methodologische Unterscheidung der „allgemeinen** Naturbegriffe von den „individuellen" zwischen beiden nicht Gescliichtsbegriffen einen ausschließt, sondern vielmehr fordert: was vom Standpunkt der „Allgemeinheit" logisch auseinanderfällt, das strebt wiederum zusammen, sobald wir diesen Standpunkt mit dem der Notwendigkeit vertauschen. Halten wir diesen letzteren Gedanken als den eigentlich ursprünglichen und entscheidenden fest, so wird ferner deutlich, daß auch der Unterschied im Grade der „Allgemeinheit" selbst sich niemals zu einem unSofern wir die Idee der bedingten Gegensatz zu steigern vermag. Notwendigkeit auf ein besonderes zeitliches Geschehen anwenden, sofern wir also behaupten, daß dieses individuelle A dieses individuelle B

H
:

,

Zusammenhang

notwendig foraert und nach sich
eines implicit mitgesetzt.
;

eben in dieser Feststelliuig Moment des Allgemeinen Denn in diesem Urteil ist zwar der Fall, daß der Gesamtkomplex A jemals in genau derselben Bestimmtheit wiederkehrt, ausgeschlossen zugleich aber ist in ihm ausgesagt, daß, w e n n A sich in dieser Weise wiederholte, damit B und nur B als wirklich gefordert wäre. Wer also in der Geschichte mehr sieht als eine bloße positivistische „Beschreibung** des Nacheinander verschiedener Ereignisse, wer auch ihr eine besondere Art des kausalen Urteils zugesteht der hat diese Form des „Allgemeinen" in ihr bereits anerkannt. Die Allgemeinheit haftet nicht an dem kategorischen, sondern an dem hypothetischen Teil der
zieht, so ist

einmaligen

Sachverhalts ziigleich ein

:

302

aufweisen und durch einen unmittelbar entsprechenden Eindruck belegen. Immer deutlicher hat es sich vielmehr gezeigt, daß das naturwissenschaftliche Denken, je weiter es seine Herrschaft ausdehnt, um so mehr zu begrifflichen Konzeptionen gedrängt wird, die im Gebiet der konkreten Empfindungen kein Analogon mehr besitzen. Nicht nur hypothetische
die Form des von und wird ins Allgemeine projiziert, wenngleich die einzelnen Elemente nur besitzen mögen. Der historische Begriff, eine einmalige der diese Wirklichkeit zu fassen versucht, bezieht sich mittelbar auf die universelle Form der Notwendigkeit, wie andererseits der exakte naturwissenschaftliche Begriff, der zunächst der Ausdruck eines allgemein gültigen Relationszusammenhangs sein will, eine Bewährung und Anwendung der Beim zeitlich bestimmten Einzelfalle sucht. Nur die

je

:

Zusammenhangs

A

B

ideell

Wirklichkeit

Richtung

ziehung des

,,

Besonderen" auf das

während die
als
,,

Korrelation

Allgemeine" ist somit verschieden, der beiden Momente sich in beiden Fällen
,,

einen Gegensatz zwischen dem Wirklichkeit", sondern um eine Unterscheidung, die sich rein innerhalb des Systems der Begriffe selbst hält. selbst hebt diesen Umstand und damit den begrifflichen Chaeignet, nachdrücklich hervor. ,,Die rakter, der auch der entgegengesetzte Meinung, welche die Geschichte zu einer anschaulichen Wissenschaft machen und sie mit der Wirklichkeit verknüpfen will, macht sich eines historischen Begriffsrealismus schuldig, der ebenso gefährlich ist, wie der naturwissenschaftliche." Auch die historischen Begriffe sind ,,im allgemeinen Produkte einer mehr oder weniger starken Abstraktion" und somit als solche ebensowenig anschaulich wie die Begriffe der Natvirwissenschaften. ,,Als individualisierende Kulturwissenschaft bedeutet Geschichte eine Entfermuig von der Wirklichkeit prinzipiell steht sie der letzteren ebenso nah wie die Naturwissenschaften, auch sie arbeitet mit Begriffen, vmd zwar mit individuellen Begriffen. Dem historischen Begriffsrealismus gegenüber muß das besonders betont werden."
Begriff" schlechthin

notwendig erweist. Hier handelt es sich also nicht

um

und der absoluten

,,

Hessen

Geschichte

;

( S. 2 7 f f ) Hier zeigt es sich von einer anderen Seite her, daß die des naturwissenschaftlichen Begriffs vom historischen auf der anderen Seite eine bestimmte zwischen beiden voraussetzt die
.

Trennung
:

Begriffsfunktion
mung"

Verknüpfung

als solche in ihrer einheitlichen Grundform verstanden und abgeleitet sein, ehe die Differenzierung in verschiedene Begriffsarten einsetzen kann. Diese Grundform aber liegt nicht im^ Gattungsbegriff, sondern im der für jegliche Art der ,, For-

muß

Reihenbegriff,

des anschaulich Gegebenen unentbehrlich ist. Die Einordnung des Einzelnen in einen übergreifenden Gesamtzusammenhang, die sich immer deutlicher als das eigentliche Ziel der natiirwissenschaf tlichen Begriffsbildung herausgestellt hat, bildet eine wesentliche Aufgabe auch der geschichtlichen Begriffe. Diese ,, Einordnung" kann unter mannigfachen Gesichtspunkten und gemäß verschiedenen Motiven erfolgen: sie besitzt nichtsdestoweniger logisch übereinstimmende Züge, die sich als das Wesen „des" Begriffs be-

stimmen und herausheben

lassen.

303

Begriffe, wie das

Atom

Begriffe, wie Materie oder

oder derAether, sondern rein empirische Bewegung, lieferten den Beleg dafür,

daß die wissenschaftliche Forschung neben den ,, gegebenen" Elementen der Wahrnehmung die rein idealen und in keiner direkten Erfahrung aufzeigbaren Grenzbegriffe, daß sie neben dem „Wirklichen" das ,, Nicht-Wirkliche" nicht zu entbehren vermag. (S. oben, S. 159 ff.) Aber es wäre nichtsdestoweniger ein Mißverständnis, wenn man annähme, daß
exakte Wissenschaft sich durch diesen eigentümlichen ihrer Begriffsbildung den Aufgaben, die das empirisch-konkrete Dasein ihr stellt, mehr und mehr entfremdet. Gerade in dieser scheinbaren Abkehr von der Wirklichkeit der Dinge strebt sie ihr vielmehr auf einem neuen Wege zu. Eben jenen Begriffen, die keinen direkt aufweisbaren anschaulichen Gehalt mehr besitzen, kommt dennoch eine unentbehrliche Funktion für die Gestaltung und den Aufbau der anschaulichen Wirklichkeit zu. Die Bestimmungen, zu deren Ausdruck die naturwissenschaftlichen Grundbegriffe geschaffen sind, haften den empirischen Gegenständen freilich nicht wie wahrnehmbare Eigenschaften, wie ihre Farbe oder ihr Geschmack an; aber sie sind andererseits Verhältnisse eben dieser empirischen Gegenstände selbst. Die Urteile, die hier geprägt werden, sind daher, so wenig sie selbst sich ihrem Inhalt nach in bloße Aggregate von Sinneseindrücken auflösen lassen, in ihrem Gebrauch doch wiederum auf das Ganze dieser Eindrücke, dem sie systematische Form zu geben suchen, bezogen. Der methodische Gegensatz steigert sich daher niemals zum metaphysischen: denn das Denken trennt sich von der Anschauung nur, um mit neuen selbständigen Hilfsmitteln zu ihr zurückzukehren und sie dadurch in sich selbst zu bereichern. Jede Beziehung, die die Theorie entdeckt und in mathematischer Form ausgeprägt hat, weist jetzt zugleich einen neuen Weg vom Gegebenen zum noch nicht Gegebenen, von den wirklichen zu den ,, möglichen" Erfahrungen. Es ist somit freilich zutreffend, daß die Relationsbegriffe der Naturwissenschaft kein unmittelbares Abbild in den Einzeldingen besitzen: aber was ihnen widerstrebt, ist nicht sowohl das
die

Grundzug

304

als vielmehr das Moment der Einzelheit, Sie ermöglichen und verbürgen die der Dinglichkeit. Einsicht in Einzel Verhältnisse, wenngleich sie sich anschauen lassen. niemals in der Art isolierter So bedeutet etwa die „Energie*' nicht ein gleichartiges Ding, in dem alle inneren Unterschiede der verschiedenen Energiearten aufgehoben wären, sondern ein einheitliches Prinzip der Verknüpfung, das sich als solches nur am qualitativ Verschiedenen selbst bewähren kann. Die Identität der Reihenform und diese ist es, die sich hinter jeder Annahme identischer Objekte in der Naturwissenschaft verbirgt ist nur an der Mannigfaltigkeit der Reihenglieder, die als Zwischen der allsolche bewahrt werden muß, aufzeigbar. gemeinen Geltung der Prinzipien und dem besonderen Dasein der Dinge besteht somit kein Widerspruch: weil zwischen beiden im letzten Grunde kein Wettstreit stattfindet. Sie gehören verschiedenen logischen Dimensionen an, so daß keines versuchen kann, sich unmittelbar an die Stelle des

Moment

Objekte

anderen zu setzen.
erhält das Problem, um das es sich hier handelt, schärfere Fassung, sobald man es auf den Boden der eine zurückversetzt*. Man hat gegenüber

Wiederum

Mathematik
*

Die „konkrete Allgemeinheit", die den mathematischen Begriffen (vgl. oben, Kap. I), ist gelegentlich auch vom Standpunkt der Rickertschen Grundanschauung aus ausclrücklich anerkaiuit luid hervorgehoben worden. „Die für die begriffliche Erkenntnis bestehende Kluft zwischen Allgemeinem und Besonderem" so heißtes in L a s k s Schrift „Fichtes Idealismus und die Geschichte" mithin die Irrationalität, wird in der mathematischen Anschauung überbrückt durch die Möglichkeit der Konstruktion. Die einzelnen Verwirklichungsfälle des mathematischen Begriffs können durch den Begriff selbst erzeugt werden. Vom Begriff des Kreises gelangt man durch Konstruktion zur mathematischen Individualität des einzelnen Kreises, dringt also vom Allgemeinen her bis zum letzten Rest des Individuellen vor Auch in der Mathematik ist das anschauliche Objekt ein Einzelnes, Konkretes, Gegebenes, aber ein apriori, nicht ein aposteriori Gegebenes, wie das Materiale der Empfindtmg es ist ein logisches Unikum! individuell einmalig und doch zugleich apriori konstruierbar." (S. 40 f.) Man sieht auch hier, daß die Kritik Rickerts eine andere Gestalt erhalten hätte, wenn sie von Anfang an und mit voller

zukommt

— —

.

.

.

;

Entschiedenheit die naturwissenschaftlichen Begriffe statt als Ergebnisse der „abstraktiven" Begriffsbildung, als Erzeugnisse der konstruktiven mathematischen Begriffsbildung gefaßt hätte. Die Einsicht,
Cassirer Substanzbegriff

20

305

Rickerts Auffassung mit Recht auf die bedeutsame Rolle hingewiesen, die der Feststellung bestimmter Größentatsachen,

bestimmter

numerischer Konstanten

der Naturwissenschaft

dieser Konstanten in eingesetzt werden, erhält damit die Mannigfaltigkeit der Erfahrungen jenes feste und eindeutige Gefüge, das sie zur „Natur*' stempelt. Der wissenschaftliche Bau der Wirklichkeit wenn neben die allgemeinen Kausalist erst vollendet,

im Aufbau zukommt*. Erst wenn die Werte die Formeln der allgemeinen Gesetze

gleichungen bestimmte empirisch festgestellte Größenwerte für besondere Gruppen von Vorgängen treten; wenn also etwa das allgemeine Prinzip der Erhaltung der Energie durch die Angabe der festen Äquivalenzzahlen ergänzt wird, nach welchen der Energieaustausch zwischen zwei verschiedenen Diese Zahlen sind, wie Robert Gebieten erfolgt. es ausgesprochen hat, die gesuchten Fundamente einer exakten Die bestimmte Zahl aber durchbricht Naturforschung**. das herkömmliche logische Schema, das den Begriff nur als allgemeinen Gattungsbegriff kennt, der eine Mehrheit von Exemplaren unter sich faßt. Die „Zwei", die „Vier" existiert nicht als Gattung, die in allen konkreten Zwei- oder Vierheiten von Gegenständen verwirklicht ist, sondern sie ist als festes Glied in der Folge der Einheitssetzungen nur einmal da, wenngleich andererseits kein Zweifel darüber bestehen kann, daß sie kein sinnliches, sondern ein rein begriffliches ,,Sein*' besitzt. (S. hierzu Kap. II.) Auch von dieser Seite her zeigt es sich somit, daß dem Wissenschaftlichen Begriff als solchem

Mayer

die hier für die Mathematik gewonnen ist, hätte sich dann notwendig auf die Physik übertragen müssen: denn eben darin hegt das eigen tUche Problem, daß^ie Mathematik keineswegs ein „logisches Unücimn" ist und bleibt, sondern daß sie mit der ihr eigentümlichen Begriffsform fortschreitend auch die ,, besonderen" Naturwissenschaften erfüllt. In der Form der physikalischen „Indtiktion", durch die wir das empirisch Wirkliche erfassen, ist bereits die Form der mathematischen ,, Deduktion" enthalten und wirksam, ist somit die gleiche methodische Bewältigung des Besonderen durch das

Allgemeine
* S.

geleistet.
i

(Vgl. bes.

Kap.

5.)

R
6,

eh
S.

wart",
S. 255.

I,

Logik und Erkenntnistheorie (,,Die Kultur der GegenlOlf.); vgl. bes. Frischeisen-Köhler, a.a.O.
1
,

Wärme
306

** R. a (1851)

M

ye

r

,

(Die Mechanik der

Bemerkungen über das mechanische Äquivalent der Wärme, S. 237.)

die Feststellung des Einzelnen keineswegs versagt ist; wenngleich er andererseits das Einzelne niemals isoliert, sondern

besonderes Element einer geordneten Mannigfaltigkeit Statt zu abstrakten und leeren Gattungen des Seins und Geschehens aufzusteigen, sucht die Forschung die empirischen Konstanten, die sie gefunden und die durchaus eindeutige Zahlen- Individualitäten darstellen, kraft notwendiger Gesetze zu Reihen zu verknüpfen*. Die ,, Strukturverhältnisse", die neben den Gesetzen der kausalen Abhängigkeit das wesentliche Objekt der naturwissenschaftlichen Betrachtung ausmachen, werden schließlich, wie insbesondere das Beispiel der chemischen Erkenntnis lehrt, auf bestimmte Zahlen zusammengezogen, die ihrerseits wieder als geregelte Folgen zu verstehen gesucht werden. Die Theorie betrachtet und umgrenzt die möglichen Formen des Reihenzusammenhangs überhaupt, während die Erfahrung die bestimmte Stelle bezeichnet, die ein empirisch „wirkliches" Sein oder ein empirisch wirklicher Vorgang innerhalb dieses Zusammenhangs einnimmt. Im entwickelten naturwissenschaftlichen Weltbild sind beide Momente untrennbar miteinander vereint: das Allgemeine der Funktionsregel stellt sich hier nur in der Besonderheit konstanter Zahlwerte, die Besonderheit der konstanten Zahlen nur in der Allgemeinheit eines Gesetzes dar, das sie wechselseitig verknüpft. Auch innerhalb der besonderen Wissenschaften wiederholt und bestätigt sich diese Wechselbeziehung. Keine naturwissenschaftliche Disziplin verzichtet auf die Feststellung einzelner Tatsachen; und keine kann diese Feststellung ohne entscheidende Mitwirkung des Gesetzesgedankens vollziehen. Auch dort, wo von dem Gegensatz der historischen Individualbegriffe und der naturwissenschaftlichen Gattungsbegriffe ausgegangen wird, muß daher ausdrücklich zugestanden werden, daß dieser gedanklichen Sonderung keine reale Trennung in den Wissenschaften selbst entspricht. Überall greifen die beiden Motive ineinander über: und nur nach der

nur

als

erfaßt.

* Vgl- hrz. jetzt besonders A. Görland, Aristoteles züglich der Idee der theoretischen Erkenntnis untersucht.
(Pliilos.

und Kant beGießen 1909.

Arbeiten hrg. von

Cohen

u.

Natorp

II, 2.)

S.

433 ff.
20*

307

des einen oder anderen läßt sich die Stellung einer besonderen Wissenschaft im allgemeinen System Ist dem aber so, der Erkenntnis bemessen und feststellen. so wird es fraglich, mit welchem Rechte wir eine Art der Problemstellung und Problembehandlung, die sich als solche auf die mannigfachsten Disziplinen verteilt, noch durch den Namen einer von ihnen bezeichnen und charakterisieren können. Wenn wir alle jene Verfahrungsweisen der Wissen.Tatsächlichen" schaft, die auf die Gewinnung des rein gerichtet sind, unter dem einen Gattungsbegriff des ,, Historischen" zusammenfassen: so ist damit noch keineswegs erwiesen, daß der so entstandene Begriff eine wahrhafte dische Einheit darstellt. Denn die Feststellung des Tatsächlichen erfolgt in den verschiedenen SonderwissenImmer ist schaften unter sehr verschiedenen Bedingungen. es die allgemeine Theorie der betreffenden Sonderdisziplin, die hierbei notwendig vorausgesetzt wird und die auch dem Tatsachenurteil erst sein bestimmtes Gepräge gibt. So schließt jedes astronomische „Faktum" in seiner Formulierung und Aussprache den gesamten Begriffsapparat der Mechanik des Himmels, weiterhin aber die Grundlehren der Optik, ja alle wesentlichen Teile der theoretischen Physik überhaupt in sich ein (s. oben, S. 189 ff.). Methodisch ist somit der „historische" Teil jeder Wissenschaft mit ihrem „theoretischen" Teil kraft einer wahrhaften innerlichen Abhängigkeit verknüpft, während andererseits zwischen den beschreibenden Disziplinen nur ein loser Teilen zweier Zusammenhang besteht. Die Einheit ist hier nicht prinzipieller, Das Verfahren, sondern lediglich klassifikatorischer Art. kraft dessen die Astronomie ihre Tatsachen gewinnt, gehört begrifflich zusammen mit dem Verfahren, in welchem sie ihre allgemeinen theoretischen Grundkonzeptionen entwirft: aber es scheidet sich scharf und bestimmt von dem Wege, auf welchem beispielsweise die Biologie zur Bestimmung und Sichtung ihres empirischen Materials gelangt. Auch hier erweist es sich als unmöglich, den Schnitt, den wir durch unsere Erkenntnisse legen, in der Weise zu führen, daß auf die eine Seite rein das Allgemeine, auf die andere rein das Be,

Vorherrschaft

metho-

verschiedener

308

sondere zu stehen käme: nur das Verhältnis der beiden Momente, nur die Funktion, die das Allgemeine am Besonderen erfüllt, ergibt einen wahrhaften Einteilungsgrund. Daß diese Funktion in keiner ihrer Betätigungen zu Ende gelangt, daß sie vielmehr hinter jeder Lösung, die sie zu geben entstehen sieht, ist freilich vermag, eine neue zweifellos. Hier bewährt in der Tat die ,, individuelle" Wirklichkeit den Grundcharakter der Unerschöpflichkeit. Aber es bildet zugleich den charakteristischen Vorzug der echten

Aufgabe

wissenschaftlichen Relationsbegriffe,

daß

sie

•trotz ihrer prinzipiellen Unabschließbarkeit in Angriff

Jede neue Setzung bildet, indem sie sich gegangenen verknüpft, einen neuen Schritt zur

Aufgabe nehmen. mit den vorandiese

Deter-

des Seins und Geschehens. Das Einzelne bestimmt als unendlich ferner Punkt die Richtung der Erkenntnis. Dieses letzte und höchste Einheitsziel weist freilich über den Kreis der naturwissenschaftlichen Begriffe und Methoden hinaus. Das „Individuum" der Naturwissenschaft umfaßt und erschöpft weder das Individuum der ästhetischen Betrachtung noch die sittlichen Persönlichkeiten, die die Subjekte der Geschichte bilden. Denn alle Besonderheit der Naturwissenschaft geht in der Entdeckung eindeutig be-

mination

stimmter

Größenwerte
auf,

und

Größenverhältihres

nisse

während

der Gegenstand in ethischen Beurteilung
kreises liegen.

und der Eigenwert, den der künstlerischen Betrachtung und in der
die Eigenart

gewinnt,

außerhalb

Gesichts-

Aber diese Abgrenzung der verschiedenen Methoden des Urteils schafft dennoch keinen dualistischen Gegensatz zwischen ihnen. Der naturwissenschaftliche Begriff leugnet und vernichtet das Objekt der Ethik und Ästhetik nicht, wenngleich er es mit seinen Mitteln nicht aufzubauen vermag; er verfälscht die Anschauung nicht, wenngleich er sie mit Bewußtsein unter einem vorherrschenden Gesichtspunkt betrachtet und eine einzelne Form der Bestimmung an ihr heraushebt. Die weiteren Betrachtungsweisen, die sich über ihm erheben, stehen daher zu ihm nicht sowohl im» Widerspruch, als in einem Verhältnis der gedanklichen Ergänzung. Auch sie gehen nicht auf das Einzelne
309

und isoliertes Element, sondern sie schaffen neue und inhaltsvolle Gesichtspunkte der Verknüpfung. Es ist eine neue Zweckordnung des Wirklichen, die jetzt neben die bloße Größenordnung tritt und in der das Individuum erst seine volle Bedeutung gewinnt. So sind es, logisch gesprochen, verschiedene Beziehungsformen, in die hier das Einzelne aufgenommen und kraft deren es gestaltet wird: der Widerstreit des „Allgemeinen" und „Besonderen" löst sich in einen Fortschritt tärer Bedingungen auf, die erst in ihrer Gesamtheit und ihrem Zusammenschluß das Problem des Wirklichen zu fassen vermögen.
als losgelöstes

komplemen-

310

Zweiter Teil Das System der Relationsbegriffe und das Problem der Wirklichkeit .

.

tritt hier wiederum deutlich hervor. Sie mußte. wie auf die Erschließung nicht gegebener Gruppen von Tatsachen ginge. I. Zum Problem der Induktion. den die philosophischen Parteien um die Rechte der und . Die empirische Naturwissenschaft selbst hat daher. sobald sie ihr eigenes Verfahren prüfte. die ihr beide schon in der Festsetzung ihres ursprünglichen Bestandes gleich unentbehrlich sind. Das Grundmotiv. das wird in der Betrachtungsweise Metaphysik derErkenntnis 313 . Es gibt kein empirisches Gesetz. Deduktion" führten. Das Gesetz und die Tatsache erscheinen nun nicht mehr als die beiden für immer getrennten Gegenpole des Wissens.. wie auf der anderen Seite jede „Tatsache" bereits im Hinblick auf ein hypothetisches Gesetz festgestellt ist und durch diese Rücksicht erst ihre Bestimmtheit erhält. daß sie dem Gegensatz des Allgemeinen und Besonderen seine metaphysische Schärfe nimmt. keinen erheblichen . sondern sie stehen in lebendigem funktionalen Zusammenhang. das aller eigen ist.A Fünftes Kapitel. Induktion" Anteil mehr genommen. seit sie zuerst in den „stetigen Gang einer Wissenschaft" eingelenkt ist. daß es sich hier um eine falsche und künstliche Trennung von Erkenntnisweisen und Erkenntniswegen handePt.. Der eigentliche Ertrag der methodischen Analyse der naturwissenschaftlichen Erkenntnis liegt darin. indem sie sich zueinander wie Mittel und Zweck verhalten. Was im Erkenntnisprozeß selbst als unlösliche Einheit von Bedingungen erscheint und wirksam ist. begreifen. das nicht auf die Verknüpfung der gegebenen. an dem Streit.

Schon das letztere Moment droht freilich bereits das allgemeine Grundschema zu durchbrechen: denn auch die Vergangenheit „ist" für das Bewußtsein nicht mehr in 314 . Die Geltung. die sämtlich nur Teilmomente bestimmter fundamentaler Erkenntnisweisen bezeichnen. wenn er sich nicht von ihrer Bestimmtheit entfernen will. treten diese Weise in unbedingte Gegensätze auseinander. fiele damit wiederum dem Gebiet der bloßen Fiktion anheim. Eine Behauptung. So steht denn auch in der Philosophie der Natur dicht neben der Metaphysik des Allgemeinen eine Metaphysik des Be- sonderen. die diesen Kreis durchbricht. so muß auch der Begriff. so muß vor allem das Motiv der Vereinzelung scharf und klar durchgeführt werden. Der reale Gehalt des Daseins. zu selbständigen Wirklichkeiten erhoben werden. die wir fällen. die den Kern aller unserer Urteile. muß somit in strengem Sinne auf den Zeitpunkt der Urteilsfällung eingeschränkt werden: denn wie die Wahrnehmung als realer Vorgang über diesen Zeitpunkt nicht hinausdringt. wird allein in den isolierten Eindrücken und ihrer qualitativen Beschaffenheit gesucht: die fortschreitende begriffliche Einsicht dient nur dazu.der Metaphysik zu einem Widerstreit von Dingen hypostasiert. der lediglich in dieser seiner räumlich-zeitlichen Besonderung ergriffen wird. und vergangene Empfindungen sind es. Sein und Werden. diesen Grundbestand immer reiner herauszuheben und alle Aussagen über das Sein immer vollkommener in ihn aufgehen zu lassen. die als Ausdruck des notwendigen Zusammenhangs der Erfahrungen dienen. Dauer auf Einheit und Veränderung. als die Feststellung eines hier und jetzt gegebenen Tateinfache bestandes. der rationalen wie der Tatsachenurteile. die irgendein wahres Urteil für sich in Anspruch nehmen darf. und Vielheit. Wenn dort Begriffe. Soll dieser Forderung in aUer Strenge genügt werden. der jeder Analyse stand hält. ausmachen. so wird hier die Empfindung in ihrer individuellen Eigenart zum Träger und Inhalt der echten Wirklichkeit. können und dürfen nunmehr nichts anderes bedeuten. Gegenwärtige diese ihre natürliche Schranke anerkennen. Alle Urteile.

stehen unter diesem Gesichtspunkt gleichwertig nebeneinander: denn es ist nicht die Analyse des Gegenstands. so haben wir damit bereits den ersten Schritt vom „Gegebenen" ins „NichtImmerhin mag dieser Schritt noch als Gegebene" getan. auf deren Vergleichung der alleinige Bestand des Urteils beruht. auf einer der beiden Katheten irgendeine beliebige. Empirismus" muß diese Folgerung gleichmäßig auf alle Gebiete des Wissens ausdehnen. sofern nur angenommen wird. die gegebenen Bedingungen zunächst einem Versuch unterwerfen. b und c liegen sollen: so wird der Gedanke. Die Methode der Beobachtung und des Versuches ist unabhängig davon. in ein rechtwinkliges Dreieck mit den Katheten a und b und der Hypotenuse c ein Quadrat einzuschreiben. willkürlich angenommene Strecke abgetragen und zu ihr — M — 315 . ob wir mit den Dingen selbst oder aber mit unseren Vorstellungen und Erinnerungen der Dinge experimentieren. gefahrlos gelten. wird alsdann trotz seiner zeitlichen dem gleichen Sinne.hier der Begriff der Wirklichkeit einen zeitlich gegenwärtigen Eindruck mit anderen zusammenhalten. Wenn wir Ferne dennoch als gegenwärtig und in stimmtheit des unmittelbaren Eindrucks erfaßt. während die drei übrigen Ecken auf den Seiten a. die in einem früheren Zeitpunkt das Bewußtsein erfüllt haben. Die Form des Urteils muß überall die gleiche sein. in dem genommen wird. sondern die psychologische Zergliederung des Urteilsaktes selbst. Physik und Biologie. die zu dieser Erklärung hingeführt hat. um die Lösung dieser Aufgabe zu finden. das hier vor uns hintritt. Ist etwa um ein Beispiel a c h s zu brauchen die geometrische Aufgabe gestellt. dessen einer Eckpunkt mit dem Scheitel des rechten Winkels zusammenfällt. für die verschiedenen Disziplinen der Erkenntnis stets ein und dasselbe bleibt. daß die erinnerte Wahrnehmung der tatsächlichen in allen sachlichen Bestandteilen durchaus ähnlich ist.. Der konsequente . Mathematik und Physik. Das Vergangene. Denken wir uns etwa. tatsächliche aller Be- Es sind und reproduzierte Wahrnehmungsinhalte. vom Scheitel des rechten Winkels aus. auf dem diese Form wesentlich und ausschließlich beruht. weil das Material der Vorstellungen.

das ein stetiger Übergang. was die sinnliche Vorstellung als — * Mach. sondern rechts oder links von ihr. überführen können. schiebung aber kann wiederum. Das vulgäre Denken mag sich auch mit einer praktisch zureichenden annähernden Lösung begnügen. auf der der gesamte Gedankengang beruht. 316 . 39 f. Zieht man also von diesem bekannten Punkt aus diese Winkelhalbierende. der nunmehr den durch die Aufgabe gePunkt darstellt.zu klarem Bewußtsein*. einmal berührt. Diese erhalten wir. Experimentieren mit Gedanken. nicht anders vor sich gehen. mit Erinnerungen . Beispiel ist." Zugleich indessen deckt freilich eben dieses Beispiel eine latente Voraussetzung auf. die die beiden Teile der Dreiecksebene sondert. Die Wissenschaft fordert die allgemeinste. .entsprechende Quadrat konstruiert. gehen naturgemäß der vollkommenen Lösung voraus. als daß hierbei die Hypotenuse als die Grenzlinie. kürzeste und übersichtlichste Lösung. indem wir uns erinnern. mag nur zu wiederholen. So simpel auch dieses mit Absicht gewählte so bringt es doch das Wesentliche jeder Problemlösung. . so wird dessen Eckpunkt im allgemeinen nicht auf die Hypotenuse.. Diese Veraußerhalb des Dreiecks. in welchen wir die Lösung der Aufgabe zu suchen haben. daß alle eingeschriebenen Quadrate die von dem Durchschnittspunkt der a und b ausgehende Winkelhalbierende als Diagonale gemein haben. „Solche tatonnierende Sonforderten dierungen der Vorstellungsgebiete. wie sich ferner zeigt. Erkenntnis und Irrtum. außerhalb oder innerhalb der Dreiecksfläche zu liegen kommen. also auf ihr ein Punkt bezeichnet wird. S. wie die Anschauung unmittelbar lehrt. so kann man von deren gefundenem Durchschnittspunkt mit c aus ohne weiteres das gesuchte Quadrat ergänzen. sofern wir durch kontinuierliche Vergrößerung der anfangs gewählten Strecke den Endpunkt aus der einen Lage im Innern des Dreiecks in die andere.. das . Zwischen diesen beiden an und für sich möglichen Fällen besteht. Die „Erinnerung" im strengen psychologischen sie verSinne vermag keine neuen Inhalte zu produzieren.

daß sich in weiterem Fortschritt Punkte der Winkelhalbierenden finden werden. wieder aber völlig unverständlich wie sie irgendeine Aussage über eine Allheit von Gestalten wagen kann. Erst damit wird eine Beziehung gesetzt. die Annahme zu hindern. ohne zuvor die besonderen ExemGerade dies aber ist plare einzeln durchlaufen zu haben. die wir uns anschaulich vergegenwärtigt haben. solches vermag niemals die unendliche Allheit möglicher. die die Bedingung erfüllen. ohne darum dieser Linie anzugehören. ergreifen wir damit zugleich die Gesamtheit der Bestimmungen des fertigen Gebildes. ob auch der nächste Punkt. den wir herausgreifen. Indem wir uns dieser einheitlichen Regel der Konstruktion bewußt werden. wenn wir über die einzelnen Beispiele auf das Verfahren der Konstruktion zurückgreifen. die nicht nur für das gegenwärtige Vorstellungsbild. niemals entscheiden. wie die zuvor beobachteten aufweisen werde. so können wir doch. die der gestellten Bedingung nicht genügen oder aber. wenn wir uns allein der geschilderten Methode des Experimentierens mit Vorstellungen und Erinnerungen überlassen. in welcher die Winkelhalbierende entsteht und in dem sie all ihre mathematischen Eigenschaften ein für allemal gewinnt. Den Charakter der Notwendigkeit erhält somit die Lösung erst dann. sondern von der Einheit des geometrischen Verfahrens zu den Besonderheiten der Anwendung. Nichts vermag. in dem vorliegenden Falle durch die Natur der Aufgabe Quadrate selbst ausgeschlossen: die Zahl der möglichen ist unendlich und somit für die konkrete sinnliche EinbildungsDas Erinnerungsurteil als kraft schlechthin unerschöpflich. sondern stets nur die begrenzte Vielheit wirklicher Fälle zu Soviel Punkte der Winkelhalbierenden wir überblicken. da diese Bestimmungen erst kraft des erzeugenden Gesetzes bestehen und aus ihm in voller Strenge beweisbar sind. umgekehrt Punkte gibt. auf diesem Standpunkt der Betrachtung. wie es und Eindeutigkeit 317 . die gleiche Eigentümlichkeit. immer untersucht haben mögen.Sie kann somit diejenigen solche einmal dargeboten hat. Fälle. Hier geht der Weg nicht von der Mehrheit der Einzelfälle zum verknüpfenden Gesetz. daß es ins Bewußtsein zurückrufen — bleibt es.

Die vorurteilslose Analyse der Tatsachen der Erkenntnis zeigt in aller Deutlichkeit. der nicht von diesem oder jenem individuellen Dreieck mit den besonderen Beschaffenheiten seiner Gestalt und Lage. sondern stellen einen notwendigen Zusammenhang zwischen idealen Gebilden fest. ob und wie oft bestimmte Erfahrungsinhalte in Raum und Zeit sich nebeneinander vorgefunden haben. auf das er sich bezieht. wie dieser Anspruch sich schließlich rechtfertigen mag: schon als bloßes psychologisches Phänomen durchbricht er das Schema der Erkenntnis. Keine metaphysische Konstruktion verdieses mag das psychologische und logische zu beseitigen: die „Relationen zwischen Ideen" Unterschiedes bleiben von rein tatsächlichen Feststellungen über das Beisich Ursprung Meinung Phänomen 318 . den er gemäß der Natur des Subjekts.. in dem Bestreben. Relationen berichten nichts darüber. sondern darüber hinaus einen dauernden idealen Verknüpfungszusammenhang behauptet. über welches die konsequente sensualistische Ansicht allein verfügt. unumwunden anerkennen. dessen Geltung von allen Änderungen in der Welt der existierenden sinnlichen Objekte unberührt bleiben soll. reinen Erfahrung" lehnt sich in diesem Punkte immer wieder gegen die dogmatischen Folgerungen des Sensualismus auf. daß die Zurückführung der mathematischen und logischen Relationen auf Aussagen über das häufige empirische Beisammen einzelner Diese Vorstellungsinhalte ein vergebliches Bemühen bleibt. gelten will. eben von diesem Standpunkt aus den logischen und methodischen Unterschied. Einen logischen oder mathematischen Satz als bloße Wiedergabe einzelner aktueller „Eindrücke" und ihrer empirischen Verhältnisse deuten. es wird ein Satz festgestellt. seine eigentliche fälschen: heißt ihm einen Sinn zuschreiben. der hier vorliegt. aufheißt daher. seinen und Bedeutung verzudecken. sondern von . weder besitzt noch besitzen kann. die innerhalb der Psychologie die Forderung des „radikalen Empirismus" am entschiedensten verkünden. So mußten denn gerade solche Denker. Der unbefangene Ausspruch der . Gleichviel.dem Dreieck" schlechthin gelten will.im Bewußtsein vorfindet..

die über das Gebiet unserer intellektuellen Vorstellungen auf die Existenz der Dinge hinausgehen. aber ist uns dieser Ausblick versagt.) 319 . geht mit besonderer Deutlichkeit aus der Polemik hervor. als in der bewußten Einschränkung der Geltung der Urteilsverknüpfung In diesem auf den zeitlichen Moment der Urteilsfällung. die Gültigkeit der mathematischen Erkenntnisse beruht. Der Bestand der Sinnesempfindung aber reicht nicht weiter als ihre unmittelbare Gegenwart. die James an diesem Punkt gegen Spencer und i 1 1 richtet. worauf. 661 u. Vol. um so mehr tritt andererseits die Eigenart des rein empirischen Urteils hervor und diese Eigenart scheint nunmehr in der Tat in nichts anderem zu bestehen. bes. Was von einem Dreieck bewiesen ist. II. als in den sinnlichen Eindrücken. Die äußeren Dinge künden sich uns nicht anders an und bringen sich auf keinem anderen Wege zum Bewußtsein. Ist sie einmal entschwunden. so ist uns damit zugleich das einzige Kriterium. s. Sinne ist das Verhältnis der beiden Arten von Wahrheiten bereits von Locke gefaßt worden. London 1901. (The Principles of Psychology. als die dieser Eindrücke selbst. das wir für die Existenz des Dinges besaßen. M 645. das ist sogleich und ohne weitere Vermittlung auf alle Dreiecke übertragbar: denn die einzelne anschauliche Vorstellung des Dreiecks steht im Beweis nicht für sich selbst.sammen und die Folge einzelner empirischer Merkmale prinzipiell getrennt*. Bei allen Urteilen. 654. Der Grundsatz der Unveränderlichkeit derselben Beziehungen zwischen den gleichen intellektuellen Gegenständen ist es. genommen und damit allen Aussagen über die näheren Beschaffenheiten und Merkmale dieser Existenz der Boden entzogen. Urteile über das Dasein der Dinge besitzen daher : * Daß gerade die echte psychologische „Empirie" diese Trennung durchaus bestätigt und aufrecht erhält. nach ihm. Je schärfer indessen diese Trennung durchgeführt wird. die sie in uns erregen: ihre Gewißheit kann daher auch von keiner anderen Art sein. sondern will nur ein zufällig herausgegriffenes besonderes Sinnbild für einen allgemeingültigen und dauernden Sachverhalt sein.

Was er feststellt. während in dem gleichen Augenblick. welche sinnlichen Eindrücke sich im Bewußtsein eines einzelnen Beobachters in einem bestimmten. auf jede konkrete Wirklichkeit verzichten.nur relative und eingeschränkte Wahrheit. der Naturwissenschaft beschränkt sich darauf. gleich den Objekten der reinen Mathematik. in welchen er sich diese Verhältnisse sinnlich darstellt. streng Gibt es begrenzten Zeitpunkt zusammengefunden haben. in seine Aussagen nichts über die Beschaffenheit der besonderen Vorstellungsbilder einfließen läßt. was die rein empirisch-induktiven Sätze der Naturwissenschaft sein sollten: aber man was sie in Wirklichkeit sind. Urteile. könnte allenfalls als ein richtiger Ausdruck für dasjenige erscheinen. solange wir der direkten Empfindung hingegeben sind. nicht den theoretischen und beschreibenden Urteilen der allgemeinen Naturwissenschaften zuzurechnen. denn so überzeugend und evident sie uns erscheinen mögen. von solchen Gegenständen. zu konstatieren. der von den Relationen zwischen geometrischen Gestalten oder zwischen reinen Zahlen handelt. so bietet sie dennoch ein schwieriges Problem dar. — So einleuchtend jedoch diese Unterscheidung ist. so sind sie den erzählenden Urteilen der Psychologie. die Locke hier entwirft und die seither mit geringen Abwandlungen häufig wiederholt worden ist. daß das momentane Zeugnis der Empfindung sich jemals streng in derselben Weise wiederNotwendige Erkenntnis gibt es demnach nur holen werde. sobald man ihr das konkrete Verfahren der Naturwissenschaft gegenüberstellt. Die Schilderung. Kein Urteil 320 . ist nicht die Abfolge und das Spiel sie trifft sicherlich nicht das. Wie der Mathematiker. so wenig haben wir eine sichere Gewähr. auch der Charakter des Wissens eine völlige Umbildung erstets fährt. die. der das Ergebnis einer experimentellen Untersuchung ausspricht. über einen einfachen Bericht seiner besonderen individuellen Wahrnehmungserlebnisse beständig hinaus. die hiervon sprechen. in welchem diese Wirklichkeit in den Kreis unserer Betrachtung einbezogen wird. so geht auch der Forscher. wenn sie lediglich vom abstrakten Standpunkt der Erkenntnistheorie erwägt.

die der Prädikatsbegriff aussagt. heraussondern und festhalten. die Folgen. Es ist in erster Linie eine neue Art der zeitlichen Geltung. die sich hier vollzieht und die erst das naturwissenschaftliche Urteil erschafft und ermöglicht. daß Wasser bei bestimmten Temperatur gefriert. Auch das einfachste Urteil über irgendeinen empirischen Sachverhalt zu. sondern die konstanten Freilich J. so oft auch immer die Bedingungen. sofern Cassirer. Der Satz.Eigenschaften" konstanter Dinge und Vorgänge. liegt bei diesem Fortgang von dem bloßen Prozeß der Sinnesempfindung zu bestimmten . Transzendenz" noch völlig wiederum metaphysische fern. kraft verleiht. was hier und jetzt als gültig befunden wird. daß das. um in Nichts zu verschwinden. Substanzbegriff 21 321 . bedeutet abgesehen von den mannigfachen theroetischen Voraussetzungen. bei einer einer — — die auf keinen isolierten zeitlichen will. der nunmehr in seiner Gesamtheit wie mit einem Blicke überschaut wird. die spricht diesem einen und eine das flüchtige sinnliche Erlebnis als solches nicht zu erreichen und nicht zu gewährleisten vermag. Er enthält die sich verwirklicht finden. sein und notwendig an sie geknüpft Der Augenblick der unmittelbaren Wahrnehmung erweitert sich für den Gedanken zum Ganzen des Zeitverlaufs. die wir auf ein Experiment gründen. daß Schwefel Erkenntnisform Bestand Dauer bestimmten Temperatur schmilzt. Moment beschränkt sein Behauptung.gewisser Sinneseindrücke. Diese logische Funktion ist es. stützt sich auf die latente Voraussetzung. die in ihm aufgetaucht sind. die im bloßen Begriff der „Temperatur" eingeschlossen sind schon in seiner schlichten Aussprache eine Feststellung. die jeglichem Experiment erst seine eigentümliche Beweisstets werden. daß. Jede wissenschaftliche Entscheidung. Die Umformung. gibt den Sinnesdaten nur insofern eine neue Seinsform. auch für alle Orte und alle Zeiten gültig bleibt. objektiven" Behauptungen der Begriff der . als sie ihnen eine neue Dieses letztere Moment läßt sich völlig unabhängig von allen weitergehenden metaphysischen Behauptungen. die man nachträglich daran knüpfen mag... die im Subjektsbegriff zusammengefaßt sind. die jetzt dem Urteil zugesprochen wird. aufprägt.

Aber wie sich die Wissenschaft auch umgestalten möge. Auch solche Forscher. d. wie sehr nach dem Goetheschen Wort alles Faktische schon Theorie ist: denn erst der — — notwendigen Bestimmtheit des Geschehens ist es. sich als unvollkommen erweist. daß die Beziehungen nicht als ganz allgemein aufrecht zu erhalten sind. Gnindriß der Naturphilosophie. So bestätigt es sich von einer neuen Seite her. „Die Beziehungen zwischen den verschiedenen Erscheinungen". kann im weiteren Fortgang . h. und eine einmal von der Wissenschaft erworbene Wahrheit hat in solchem Sinne ein ewiges Leben. bleiben als unzerstörbare Bestandteile aller künftigen Wissenschaft bestehen. der einmal objektiv festgestellt ist. als menschliche Wissenschaft bestehen wird*. „die einmal erkannt worden sind. der dazu führt. haben daher die Eigenart dieser gedanklichen Funktion ausdrücklich bezeugt. daß die Form. und kommt sogar sehr häufig vor. unterworfen erweisen.Tatsachen" zu stehen glauben und die jede Selbständigkeit des Intellekts gegenüber den Daten der unmittelbaren Wahrnehmung verwerfen. die sie ändern. die ausschließlich sie — zum Stehen zu bringen * Ofltwald. 322 1 . Durch alle vermeintliche Skepsis hindurch dringt bei ihnen bisweilen der Ausdruck dieser einheitlichen Grundüberzeugung. Es kann vorkommen. weil sie unbekannt waren. ein bestimmter unverlierbarer Rest jener ersten Erkenntnis bleibt bestehen." Dieses Moment der „Ewigkeit" ist auch den empirischen Urteilen über Tatsachen eigen. an die man bei ihrer Entdeckung und ersten Formulierung nicht hat denken können.die sonstigen Bedingungen des Versuchs ungeändert bleiben. Kein Zusammenhang zwischen Beobachtungen. S. in welcher jene Beziehungen zuerst ausgesprochen worden waren. 15. sie besteht so lange. als Faktum „festzustellen". eine einzelne vorGedanke der überrauschende Beobachtung gleichsam und auf dem Boden der empirischen . so heißt es etwa bei O s t w a 1 d. sondern sich anderen Einflüssen. Erst kraft dieses Prinzips wandelt sich die „subjektive" Tatsache der sinnlichen Wahrnehmung in die „objektive" Tatsache des wissenschaftlichen Urteils.

die es zu ermitteln und festzustellen gilt. unter Aufrechterhaltung des ersten Satzes. die ja nur für ihn fixiert und ausgesprochen waren.. die wir ihm ein für allemal zusprechen. aufheben. wenn S in S' übergeht. Und die Umwandlung betrifft Grunde nicht sowohl Urteilsverknüpfung als solche.. die das Urteil erfahren muß. Die abweichenden Ergebnisse bringen wir daher niemals dadurch zum Ausdruck. ein und derselbe Körper habe sich in seinen Grundeigenschaften gewandelt. das ist uns nicht mehr dasselbe empirische Objekt. In Wahrheit aber besitzt für uns jeder Körper eine identische Struktur und Beschaffenheit. so müßte hier ein einfaches Verhältnis der Vernichtung und Neuschöpfung gelten der spätere Augenblick würde den früheren und mit ihm alle die „Wahrheiten". als vielmehr das Subjekt. durch irgendeine Änderung. auf das sie sich bezieht.der Untersuchung schlechthin vernichtet werden. Wäre das empirische Urteil auf den Zeitmoment bezogen und an ihn gebunden. sondern fügen ihnen nur bestimmte diese begriffliche Determinationen im hinzu. die der 21* 323 . daß wir annehmen. die sich im Laufe der fortschreitenden Beobachtung einstellen. sondern dadurch. Die neuen Tatsachen. so würde er auch eine innere Veränderung empirischen Gesetzlichkeit der Dinge in sich schließen. das sich uns zuvor darbot. Wie er sich im realen Verlauf des Geschehens an : seine Stelle setzt. die Umwandlung verfolgt. Der Fortschritt der Beobachtungen birgt daher zugleich einen steten Fortschritt der Analyse in sich: er scheidet Fälle. So wird nicht die Wahrheit des früheren Urteils . so wird durch irgendwelche Gegeninstanzen. der zuvor behauptete Zusammenhang von Bestimmungen noch keineswegs als solcher aufgelöst. modifiziert. die wir auffinden. Was wir jetzt vor uns sehen. daß wir eben die Identität des beobachteten Gegenstands selbst in Frage stellen. Denken wir uns etwa einen gewissen Stoff durch die Angabe seiner physikalischen und chemischen Merkmale und Reaktionen bestimmt. die er in seinem Verhalten zeigt. sondern es gilt uns durch irgendwelche Bedingungen. verdrängen die früheren Erfahrungen nicht in jedem Sinne.S ist nicht P" entkräftet: sondern es wird.S ist P" bestritten und durch den Gegensatz .

betrifft daher immer nur die Subsumption des gegebenen unter den ideal bestimmten Fall. Arbeit der Analyse abgeschlossen und damit völlig bestimmte Subjekte gewonnen. er einzuordnen ist. einem Wahrneh- mung Erfahrungsurteile. welchem der verschiedenen hypothetischen Begriffe. die wir zuvor konzipiert und in ihre Folgerungen entwickelt haben. auf die er sich s . als didaktische Bedeutung: sie knüpft an die sensualistische Auffassung des Urteils an. so würde diese Eindeutigkeit des Subjekts auch die Eindeutigkeit und Notwendigkeit des Urteilszusammenhangs in sich schließen. 324 . Hier liegt der eigentliche Vorrang der mathematischen Begriffsbildung: denn die Gegenstände dieser Begriffsbildung sind nichts anderes. sondern ob das x. das die bloße Wahrnehmung uns liefert. Nicht ob a wahrhaft 6. sondern ob ein gegebener Inhalt alle Bedingungen des Begriffs a erfüllt oder etwa durch einen davon verschiedenen Begriff a' zu bestimmen ist.der ersten vagen Betrachtung als völlig gleichartig erscheinen. das auch der Aussage über Tatsachen eigen — Notwendigkeit ist und ihr erst ihren wahrhaften Halt verleiht. als das.und stützt. um ihr einen neuen Sinn und eine tiefere Deutung Empirische Urteile. während jeder empirische Inhalt unbekannte Bestimmungen in sich birgt. Nicht dies ist fraglich. zeigt sich in der ersten Einführung seiner Punkte noch von kritischen Frage dennoch in Die Unterscheidung der Locke abhängig. sofern sie objektive abzugewinnen. ob einem streng umgrenzten Inhalt a das Prädikat b zukommt oder nicht. von ihm also niemals mit voller Sicherheit zu entscheiden ist. für den diese Notwendigkeit zum eigentlichen Grundproblem geworden ist. Das Moment der Ungewißheit. bildet das Problem. erweist sich damit als innerlich unzureichend: denn sie derVerverhüllt jenes Moment der knüpfung. hat nicht sowohl unmittelbar sachliche. die Locke versucht hat. wahrhaft a ist. immer schärfer und genauer und hebt die charakteristischen Denkt man sich diese Differenzen jedes Einzelfalls heraus. Die Analyse des empirischen Urteils. Kant. wozu unsere ideale Konstruktion sie gemacht hat. das die empirischen Urteile gegenüber den rationalen enthalten.

so daß immer. wenn der eine Inhalt gegeben ist. der den neu gewonnenen Begriff der wissenschaftlichen Objektivität durch seinen Gegensatz beleuchten soll. Der letztere Begriff deckt und umfaßt somit alles das. nur subjektiv gültig sind. Es begnügt sich niemals mit der Feststellung eines bloßen Nebeneinander von Vorstellungen. Jedes Urteil beansprucht. will nicht sagen. „aposteriorische" und ihm unabhängig vom Zustand Individuums zukommt. sondern stiftet zwischen ihnen eine funktionale Zuordnung. daß der Körper schwer ist. bloße Wahrnehmungsurteile heißen. die somit als unentbehrlicher Faktor auch in jede Aussage über einen empirisch einzelnen Gegenstand eingeht. der andere uns als gefordert gilt. so oft ich bisher einen Körper getragen habe. sondern er will einen Zusammenhang feststellen. daß das Wahrnehmungsurteil in dieser Fassung nur ein methodisch konstruierter Grenzfall sein will.. wie sie sich zufällig in einem einzelnen Bewußtsein nach den „subjektiven" Regeln der Assoziation zusammenfinden. sollen Erfahrungsurteile. Das . um so mehr zeigt es sich. der aber keine reale Trennung der Urteile selbst in zwei heterogene Klassen mit sich führt.und Druckempfindung sich eingestellt habe. Wir konstatieren in ihm nur das Beisammen zweier Inhalte. Das .Ist" der Kopula ist der Ausdruck dieser Verknüpfung..Wahrnehmungsurteir' zum mindesten ist nichts anderes und will nichts anderes sein als ein Bericht über ein momentanes und individuelles Erlebnis: es verknüpft Subjekt und Prädikat nicht nach irgendeinem Gesichtspunkt der gedanklichen Abhängigkeit und Zusammengehörigkeit. innerhalb dieses selbstgewählten engeren Umkreises ein bestimmtes Maß objektiver Geltung. Der Satz. diejenigen aber. ohne sie in irgendein Verhältnis zu setzen. so sehr es seinen Subjektsbegriff einschränkt. Auch Urteil enthält daher in der 325 . der die Bedingtheit im Objekt gegründet ist dieses oder jenes empfindenden das einzelne. was der dogmatische Empirismus als das eigentliche Kennzeichen und den Charakter der Erfahrung selbst ansieht.Gültigkeit haben. Je weiter inwechselseitiger dessen die Kantische Unterscheidung fortschreitet. eine bestimmte Tast. daß. sondern greift beide nur derart auf.

. beginnt daher nicht erst dort. bis er zu immer näherer Bestimmung des scheinbar . sondern es ist bereits in der Feststellung irgendeines Einzelfalles vollständig und ungeteilt enthalten. In diesem Sinne bestimmen wir etwa die astronomische Lage und Stellung der Himmelskörper für einen gegebenen einmaligen Zeitpunkt. Zufälligen" zureichend wird. so daß ein hier und jetzt gegebener Zustand des Seins den Inhalt des Urteils ausmacht. Zufälligkeit" über. sondern die — * Vgl. Aufl. sondern wir versuchen umgekehrt. 141 f. indem wir hierbei die allgemeingültigen Relationen. Die bloße Anhäufung von Elementen vermag diesen keine völlig veränderte begriffliche Bedeutung zu geben. zugrunde legen. die die Prinzipien der Mechanik sowie das Gravitationsgesetz uns darbieten. In der endgültigen Fassung des der Erfahrung ist demnach der Hilfsbegriff des bloßen Wahrnehmungsurteils überwunden und ausgeschaltet. jederzeit einen „apriorischen" Einschlag*. Zwar kann auch das Einzelne alsEinzelnes Gegenstand einer wissenschaftlichen Aussage sein.. das von eindeutigen Gesetzen beherrscht wird. von dem man oft gesprochen hat. 2. S. Aber auch in diesem Falle treten wir nicht aus dem Gebiet der objektiven Notwendigkeit in das der bloßen . indem wir ihm innerhalb des kausalen Geschehens. Nicht die schlechthin isolierte zeitliche Setzung als Systems Einordnung eben dieser Setzung in den Gesamtverlauf des Geschehens bildet auch hier das eigentliche Ziel der „Induktion". wo wir aus einer Mehrheit von Beobachtungen einen Schluß auf die Allheit der Fälle ziehen. solche. die es behauptet. Der Kreis des Notwendigen selbst verengt sich und zieht sich zusammen. wie die bloße Wiederholung und Nebeneinanderreihung von Einzelbeobachtungen dem Besonderen irgendeine neue logische Würde verleihen sollte. Die Lösung des Problems der Induktion kann nur in dieser Erweiterung seines Inhalts gesucht werden.Notwendigkeit des Zusammenhangs. Das „Geheimnis der Induktion".. das Besondere selbst als notwendig zu begreifen. In der Tat wäre es nicht zu verstehen. Kritik der reinen Vernunft. seine feste Stelle anweisen. 326 .

zunächst nur für einen einzigen. immer erst das Integral der momentanen Beschaffenheiten. Schon im einzelnen Fall muß ein Moment verborgen liegen. wird dem gedanklichen Aufbau 327 . die jeder Induktionsschluß für sich in Anspruch nimmt: Bestimmung selbst.sie vermag nur gesetzt die sind. wenn nicht auch hier im Element bereits die Beziehung auf das Ganze läge. mathematisch ausgedrückt. Das dauernde empirische Objekt samt seinen konstanten empirischen Eigenschaften ist. zur Probe und zum Sinnbild für die syste- wenn wir uns Nur Verfassung der Wirklichkeit überhaupt. sich auf die Totalität der Zeiten überträgt und gleichsam in beständiger identischer Neuerzeugung durch diese Totalität hin sich fortsetzt. so zersplittert und vereinzelt er sich scheinbar darbieten mag. von denen der einzelne Versuch uns Kunde gibt. So schließt bereits jegliches Einzelurteil ein Motiv der Unendlichkeit in sich. wächst über ihre anfängliche Sphäre hinaus. Diese symbolische Bedeutung aber ist es. Die Funktion. sofern der Inhalt. alle Glieder des Geschehens durch notwendige Relationen verknüpft denken. d. die im Element selbst zu größerer Deutlichkeit zu erheben. können wir irgendeine einzelne Phase. ihm zur Norm. Bestimmungen. als Darstellung und Symbol des Gesamtprozesses und seiner durchgehenden Regel brauchen. in denen er uns zeitlich gegeben ist. die wir herausheben. der uns allein zu Gebote steht. Der logische Prozeß der Integration aber wäre nicht möglich. der in ihm gesetzt ist. h. die die der sinnliche in matische die einzelne Eindruck darbietet. bis sie die Gesamtheit der künftigen Zeitpunkte in irgendeiner Weise bestimmt. das ihn über seine Begrenzung und Isolierung hinaushebt. wenn nicht der wechselnde Inhalt der Erfahrung. unteilbaren Moment kund tut. weiterbereits verfolgen und ihn für alle Punkte der Zeitreihe in seiner Bestimmtheit festhalten. bildet somit den eigentlichen Kern Die Beziehung. die sich uns des induktiven Verfahrens. doch stets den Hinweis auf ihre gleichbleibende gesetzliche Form in sich schlösse. kraft deren wir einen empirischen Inhalt über die Grenzen. Kraft dieses Hinweises erweitert sich der beschränkte räumlich-zeitliche Umkreis der Erfahrungen.

setzt sich zunächst gleichsam absolut: was das methodisch geleitete und gepriifte Experiment einmal gelehrt hat.. abgetrennt von ihm. Was für die gewöhnliche sinnliche Auffassung ein identischer Bestand von Bedingungen ist. Jede besondere Erfahrung. wo das Problem vorliegt. kontinuierlichen" Ganzen.der empirischen Wirklichkeit als dauernder Grundzug erhalten bleiben muß. an die jedoch bald der eine. die in irgendeinem theoretisch aufzeigbaren Umstand variieren und deren Abweichung voneinander daher selbst als notwendig begriffen wird. insofern zu vereinen. als jeder von ihr eine ganz bestimmte Geltungssphäre zugewiesen wird. die Beziehung des räumlichen . jede Bedeutung ein.. alle diese verschiedenen Aussagen. sondern ein systematischer Inbegriff ist. Im gleichen Sinne läßt sich Summe 328 . unabhängig von der Verknüpfung. Die Logik scheidet von alters her zwischen „diskreten" und . die sie nachträglich eingehen. aber diese Definition ist nur dadurch möglich. die sich vielfältig zu kreuzen und einander zu widersprechen scheinen. kann nie wieder völlig der logischen Vernichtung anheimfallen. als isolierte und selbständige Bestandstücke möglich und aufzeigbar. dem es angehört und büßt. Element" des Kontinuums dagegen widerstrebt einer derartigen Vereinzelung: es erhält seinen Inhalt erst von der Beziehung zu der Gesamtheit des Systems. — Im Verhältnis des induktiven Einzelfalles zur Gesamtheit der wissenschaftlichen Erfahrung wiederholt sich daher eine Bestimmung. Beisammen" mit anderen gleichartigen Elementen also fertig in ihn hineingelegt wird. In den ersteren gehen die Teile voran und sind. bald der andere Erfolg geknüpft ist.. Ganzes" zu definieren. Die Aufgabe der Induktion besteht darin.. das nicht lediglich die seiner Teile. das tritt hier in bestimmt geschiedene Sonderfälle auseinander. daß der „Punkt" selbst zuvor als Ausdruck einer reinen Lage-Relation gefaßt. Das . die nach den objektiven Verfahrungsweisen und Kriterien der Wissenschaft festgestellt ist. die sich überall dort feststellen läßt. der aus den Beziehungen zwischen ihnen hervorgeht. So läßt sich etwa eine Linie als eine unendliche Mannigfaltigkeit von Punkten definieren. ein .

weil die Beziehung zum Ganzen von Anfang an im Einzelfall nicht ausgeschaltet. der im Kommen und Gehen der sinnlichen Phänomene festzuhalten ist. die hierin zu liegen scheint. Wie dem einzelnen der allgemeine Relationscharakter der Lage und der Distanz anhaftet. deren sie sich in der Verfolgung dieses Zieles bedienen. cp.und sowie ein einheitliches Ganzes der kausalen Zuordnungen voraus. sowie der ursächlichen Verknüpfung bezeichnen. so haftet daher der einzelnen Erfahrung bereits der universelle Gesetzescharakter an. Wir konnten in der Entwicklung der geometrischen Methoden 329 . wie sich zeigte. als dem mathematischen Denken: beide sind nicht ihrem Ziele nach. sondern durch die Mittel. Jede Aussage über ein bloßes Beisammen von empirischen Bestimmungen zielt schon auf den Gedanken hin. ^ (•() zugänglich. Das Einzelne ist nicht anders als im Zusammenhang mit anderen örtlichen und zeitlichen. hebung bedarf. enthält daher jetzt keine Paradoxie und keine innere Schwierigkeit mehr: die Erweiterung des Einzelnen zum Ganzen. rp (ß). daß diese Bestimmungen irgendwie ineinander gegründet wenngleich die Form dieser Abhängigkeit nicht unmittelbar bekannt. Die Tendenz auf einen unveränderlichen Bestand. weil es in jedem von ihnen bereits stillschweigend mitgesetzt ist. wobei f. der im vollendeten System der Erfahrung als abgeschlossenes Ergebnis vorliegt. eignet daher dem induktiven Denken nicht minder. Der Tatbestand a ist uns nur in funktionaler Form als f (a). voneinander geschieden.zeitlichen. ist möglich. sondern festgehalten ist und nur der gesonderten begrifflichen Heraus- des Zusammenhangs Zeitstellen. Der logische Akt der . Das einzelne empirische Urteil enthält als unentwickelte Forderung bereits den Gedanken der durchgängigen Bestimmtheit des Naturgeschehens. und diese Art sind.sagen.. \p die verschiedensten Weisen der räumlich . bereits in jedem echten Induktionsurteil mitwirkt. der. Punkt setzt ein System der Raum. näheren oder entfernteren Elementen erfahrbar. sondern erst fortschreitend zu ermitteln ist. daß das Gesetz der Erfahrung nur darum aus den einzelnen Fällen „resultiert". Integration".

die sich streng bezeichnen und gegeneinander abgrenzen lassen. Der eigentliche Kern des Kausalprinzips liegt in der Behauptung. aussprechen und formulieren. als nicht feststeht. die die Geometrie behauptet. in denen das moderne geometrische Denken sich bewegt. wenn die Ursachen sich voneinander bloß hinsichtlich des absoluten Raumes und der absoluten Zeit unterscheiden. sondern nur von Unterschieden in dem Wesen. niemals im Sinne einer absoluten Identität. vorbringen. daß gleiche Ursachen immer gleiche Wirkungen herdar. Da jedes Ereignis nur einmal stattfindet und daher schon durch den Zeitpunkt seines Auftretens völlig individualisiert und von allen anderen unterschieden ist. solange keinen scharf ausgeprägten Sinn. daß. S. von der hier die Rede ist. dasselbe auch für die Wirkungen gilt: . ob.) Jetzt erscheint dieses fundamentale logische Verhältnis in einem neuen Licht. wie er ausführt. so kann die Gleichheit. Auch jegliche Aussage über eine empirische Zusammengehörigkeit von Elementen stellt eine Behauptung die unabhängig vom jeweiligen absoluten RaumMaxwell hat gelegentlich oder Zeitpunkt gelten soll. sofern sie unter dem allgemeinen Gesichtspunkt der „Invariantentheorie" gestellt und von ihm aus charakterisiert werden. (S.verfolgen. dem allgemeinen „Kausalgesetz" eine Wendung gegeben. der der ausdrücklichen Hervorhebung und Formulierung bedarf. hat. als zugehörige Invariantentheorie zugeordnet. Jede spezielle Ausprägung der Geometrie ist jetzt einer bestimmten Gruppe von Transformationen. wie alle die mannigfachen Richtungen. 116 ff. in denen und an denen sie stattfinden.der Unterschied zwischen zwei Ereignissen hängt nicht ab von dem reinen Unterschiede der Zeiten oder der Orte. sich zur Einheit zusammenschließen. Der Satz. in welcher es diese Forderung zum Ausdruck bringt. sondern nur relativ zu einem bestimmten Gesichtspunkt gemeint sein. Der Gedanke der und der der rung zeigten sich schon hier wechselweise durcheinander bedingt: nur im Hinblick auf mögliche Veränderungen Konstanz Verände- ließen sich die dauernden Zusammenhänge.. der Konfiguration oder der 330 . was unter gleichen Ursachen und gleichen Wirkungen zu verstehen ist.

unterworfen denken: aber die Reaktion auf diese Einwirkungen selbst ließe sich . 331 . als äquivalent. Wir müssen freilich jeden Naturgegenstand prinzipiell bestimmten physischen Änderungen. und daß das Urteil darauf geht. Artikel XIX. daß sich richtet. . Ein funktionales Verhältnis f (a. tg von dieser Einschränkung losgelöst und der Abhängigkeit von irgendeinem einzelnen Zeitpunkt der Beobachtung entrückt.. die ihm unabhängig von seiner absoluten Lage im Räume und von der absoluten Größe der Bestimmungsstücke zukommen. Maxwell. logisch nicht in gesetzlicher Form darstellen. Auch alle Erfahrung ist demnach auf die Gewinnung bestimmter . b). die durch diese Veränderung nicht berührt werden. der uns zunächst gegeben ist. . sondern sich gleichWie wir als geometrische Eigenschaften artig behaupten. so greift eine analoge Betrachtungsweise hier auf die Zeit über. wird diskreter Zeitwerte tj. Mitten in dem zeitlichen Chaos der Empfindungen schaffen wir. mit demjenigen. zunächst in Gedanken einer bestimmten Änderung unterworfen wird. auf den das physikalische Urteil hervor. tg. so daß der jetzige Moment zugleich eine Entscheidung für die vergangenen und künftigen enthält. Substanz und Bewegung. invarianter" Beziehungen gerichtet und gelangt erst in ihnen zu ihrem eigentlichen Abschluß. daß es sich im Fortschritt der Zeit „mit sich selbst identisch" erhält. Bewegung der betreffenden Körper"*. eines bestimmten Gebildes alle diejenigen Merkmale seiner Gestalt bezeichnen. Der Gedanke des empirischen Natur Objekts entsteht und begründet sich erst in diesem Verfahren: denn es gehört zum Begriff dieses Objekts. als ausgestattet mit denselben Grundeigenschaften und Merkmalen festhalten und gleichsam rekognoszieren könnten. diejenigen Momente an ihm herauszuheben und abzulösen. das nur für einen Zeitpunkt t^ oder für eine Mehrheit direkt festgestellt ist. Jeder beliebige Zeitmoment gilt uns. wenn wir ihn nicht als gleichbleibend.Hier tritt deutlich auch der Inhalt. über die Zeit hinwegblickend. sofern die übrigen Bedingungen ungeändert bleiben. die durch äußere Kräfte an ihm hervorgerufen werden.

. expörimentale.. der die Gewißheit oder Ungewißheit des Ausgangspunktes unserer Schlußfolgerungen betrifft. Diese Einheit der Grundlage tritt besonders deutlich in jenen Grenzgebieten hervor. Grundgerüst der empirischen Tatsächlichkeit ausmachen. Auch die Induktion der beschreibenden Wissenschaften ist daher stets eine . So zweifellos es ist. sondern tritt auch innerhalb der beschreibenden Naturwissenschaft deutlich hervor.Man kann. in denen das Denken der Mathematik Claude Bernard. die uns der das Beständigkeit des empirischen Seins versichert. wie es für den Körper nur eine Art des Gehens gibt"*. provisorische Deduktion". wenngleich der Weg des Folgerns in zwiefacher Richtung durchlaufen werden kann: „es gibt für den Geist nur eine Art des Schließens. Für die Physiologie und für das Gesamtgebiet der „experimentellen Medizin" hat insbesondere Claude B e r n a r d dieses Wechselverhältnis von Idee und Beobachtung allseitig beleuchtet. Das Prinzip in der diese Folgerungen selbst fortschreiten. und diese sind es. wie sehr die bloße.. ohne die begriffliche Anticipation einer möglichen Ordnung läßt sich die Ordnung des „Wirklichen" und Tatsächlichen nicht gewinnen. durchsetzt und beherrscht ist. Somit ist es stets eine Funktion des Urteils. so ist es doch auch hier der Gedanke. die sich auf die Struktur des Ganzen beziehen. daß die endgültige Feststellung dieser Ordnung der Erfahrung zu danken ist. Auch hier zeigt die tiefere Analyse. wenn man will. Introduction k l'ötude de la mödicino 83 ff 332 . Paris 1865. nicht die Art.feste die Verbindungen und Zuordnungen. das zweifelnde Denken des experimentellen Forschers induktiv nennen. während man die apodiktischen Behauptungen des Mathematikers als Deduktion bezeichnet: aber dies ist alsdann nur ein Unterschied. bes. scheinbar rein rezeptive Klassifikation des Einzelnen von ideellen Voraussetzungen. der das Schema der Erfahrung zuvor entworfen haben muß. Ohne einen ideellen Gesichtspunkt der Vergleichung. Und dieser Sachverhalt findet seinen Ausdruck nicht nur in den Induktionen der mathematischen Physik. S. des Folgerns bleibt in beiden Fällen das gleiche.

erwies sich als das eigentliche Objekt der geometrischen Mannigfaltigkeiten. Kap. auf die die Untersuchung sich bezieht. ce sont des causes tout accidentelles.. Fälle. voneinander zu sondern. von dem auch die Begriffsbildung der exakten Physik sich beherrscht zeigt.. 187). solange man sie lediglich auf eine sinnliche Ähnlichkeit zwischen Einzelfällen stützt. IV. sur un meme plan . nicht die individuelle Beschaffenheit dieser Elemente selbst. en d6veloppant les ramifications nombreuses du raisonnement deductif qui relie les principes aux lois 218 ff.. wenn und sofern sie Beispiele und Ausprägungen derselben Regeln der Verknüpfung darboten. . La theorie. . au contraire. dem kein Geheimnis der Natur verborgen bleibt. 32 f. indem analytisch immer tiefer in die Bedingungen ihrer Entstehung eindringt**. konnten demnach in Eins gesetzt werden. S. Die echte und wahrhaft fruchtbare Paralipomena Vitellionem. pour ainsi dire. Erkenntnis und Irrtum. 333 . die in der direkten sie Wahrnehmung einander ähnlich und gleichartig erscheinen. dans leurs recherches. Ein Beispiel hierfür bei D u h e m La Theorie Physique. Ist es doch gerade die Aufgabe der theoretischen Physik. (Op. Bien souvent. kraft deren sie sich von der naiven Betrachtung scheidet. schlechthin ungleichartig sind. Begriff der ** * in 4 vgl. II.La Physique experimentale nous fournit les lois toutes ensemble et. une loi d'une autre loi. und kein Geringerer als Kepler ist es. — Zum Kepler. S. der ihn als seinen getreuesten Führer und Lehrer. Man hat von jeher den Analogieschluß als einen wesentlichen Bestandteil der physikalischen Methodik und insbesondere des induktiven Verfahrens gekennzeichnet. Der wissenschaftliche Wert der Analogie aber bleibt unverständlich. Ein entsprechendes logisches Verfahren ist es. Relationszusammenhang zwischen den Elementen als solcher. im Nur der Beweis mehr und mehr zurücktreten zu lassen. preist*.und das der experimentellen Forschung sich gleichsam berühren. Newton a fixe dans un meme ouvrage les lois de la dispersion de la lumiere qui traverse un prisme et les lois des teintes dont se pare une bulle de savon simplement parce que des couleurs eclatantes signalent aux yeux ces deux sortes de ph^nomenes. wie der Fortschritt des geometrischen Denkens darauf gerichtet war.. die besondere anschauliche Eigen- art der Gebilde. des analogies toutes superficielles qui ont conduit des observateurs a rapprocher. Wir sahen. Analogie Mach. die für die Anschauung Betrachtung.

. Wenn wir. als logische . par lea soins du th6oricien. so gründet sich diese Behauptung nicht auf eine Übereinstimmung. . geht daher wofür wiederum die Lehre Keplers das klassische Beispiel bietet mehr und mehr in die mathematische . sondern auf einer begrifflichen Übereinstimmung im Relationsgefüge." . eile ränge les loia auxquelles ob^issent les couleurs de rarc-en-9iel ni£Üs les lois selon lesquelles se succedent les teintes des anneaux de Newton vont.. die für beide Gebiete charakteristisch sind. sondern auf die die wir beiderseits als quantitativen Ausdruck der Erscheinungen feststellen. classöes et ordonnöes. . die. rejoindre les lois des franges döcouvertes par Young et par Fresnel. nach der Voraussetzung. dans un meme groupe. 6tablit parmi celles-ci un ordre et une Classification. S. Invariante" herausgehoben und für sich betrachtet wird. en une autre r6gion. Die „Analogie". sowie auf die Beziehungen zwischen den numerischen Konstanten. erfassen Wahrnehmung an ihnen Form der Gleichungen. sondern auf einer wahrhaften Identität des mathematisch faßbaren Bedingungszusammenhangs: und diese Identität ist es. 216. il en est qu'elle söpare les unes des autres et qu'elle place en deux groupes extremement öloign6s Ainai. ebenso wie in der reinen Mathematik. besteht darin. .. die von dem induktiven „Begriff" im strengen Sinne dieses Wortes gefordert wird. (S. ob. — — IL Die erste Leistung. sont. daß er die Mannigfaltigkeit der Beobachtungen. pres des lois qui rögissent le spectre fourni par un prisme. Elektrizität und Licht als gleichartige Phänomene betrachten.Analogie beruht denn auch nicht auf einer sinnlichen Übereinstimmung der Merkmale. in der elektro-magnetischen Theorie des Lichts. 334 . Harmonie" über: in die Anschauung der einheitlichen quantitativen Strukturgesetze. die. . 6troitement serröes. die sich zunächst als ein bloßes beziehungsloses Nebeneinander exp^rimentales. il en est qu'elle röunit. von welcher die exakte Physik geleitet ist. das Ganze des Seins beherrschen und damit auch das scheinbar Entfernteste zur Einheit zusammenschließen. die zunächst noch am Sinnlich-Einzelnen zu haften scheint.) Der Vergleich beruht somit nicht auf einer bloß unbestimmten Ähnlichkeit. die die könnte. Les lois de tous ces ph6nomenes que leurs 6clatantes couleurs confondaient les uns avec les autres aux yeux du simple observateur.

identisch festgehaltenen Fortschreitungsregeln abgeleitet werden. er kann nur schlechthin konstatiert. ein genaues Beispiel und Analogon bilden. sie ist durch die Zurückführung auf die Vorstufen ihrer Bildung für uns gleichsam durchsichtig geworden und trägt denselben Charakter der Notwendigkeit des Fortschritts von Glied zu Glied an sich. Damit sind wir zu einem völlig bekannten und völlig beherrschbaren Reihentypus zurückgekehrt und haben zugleich den Weg bezeichnet.resolutive Methode". kennzeichnet den echten wissenschaftlichen Induktionsschluß. Differenzen usf.. Man kann. die gemäß f Reihen- m einer bestimmten. theoretisch geschulte und geleitete Induktion bleibt niemals bei dieser ersten Feststellung 335 . mit einem Unterschied zwischen den Einzelgliedern stehen bleiben. so läßt sich die Beziehung. aber nicht aus einfachen Anfängen gemäß bestimmten. von dieser Grundform aus durch immer kompliziertere Mittelstufen hindurch.einzelner Elemente darstellt. Der gegebene Bestand.. in irgendeine feste umsetzt. 256. jedoch zunächst noch unbekannten Regel miteinander zusammenhängen. an gewisse elementare Probleme der Arithmetik anknüpfen. auf welchem wir. die gegebene Reihe wiederum erreichen können. die für das logische Verhältnis. die hier im Gebiet der Zahlen geübt wird. die relativ einfacheren Bildungs- Haben wir etwa die Folge der vierten Potenzen 1. um den Sinn dieser Aufgabe zu o r verdeutlichen. Aber die wahrhafte. Diese steht somit jetzt in den Bedingungen ihrer Struktur und in allen einzelnen Phasen ihres Aufbaus deutlich vor uns. der die primitiven Reihen auszeichnet. erscheint für den Gedanken zunächst gleichsam undurchdringlich. Ist etwa irgendeine Folge von Zahlen gegeben. zur Ermittlung dieser Regel. 16. durch die hier die einzelnen Reihenglieder verknüpft sind. bilden. die gegebene Folge zunächst in einen Komplex von Reihen aufgelöst werden. so muß. bis wir schließlich bei einer einfachen arithmetischen Reihe. Die gleiche .. um das es sich hier handelt. dadurch feststellen. 81. 625 . vor uns.. daß wir zunächst die Differenzen zwischen ihnen und weiterhin die Differenzen dieser gesetzen gehorchen. den die unmittelbare konstanten Beobachtung darbietet.

das er selbst konstruiert und dem er seine Grenzen vorgeschrieben hat. 294 sowie bes. sondern indem er den Begriff der gleichförmigen Beschleunigung hypothetisch fixiert und als gedankliches Grundmaß den Tatsachen entgegenhält*. Körper wird von Galilei nicht ermittelt. ein für allemal übersehbaren Regel fortschreiten. vierter Ordnung : fortgingen. sondern auf einen idealen Fall. wiederum Betrachtung einbeziehen. wirkt bereits in dieser Richtung. die anfangs ausgeschaltet blieben. indem wir fortschreitend die komplexen Bestimmungen.. zu dem tatsächlichen Vorgang der Wirklichkeit vorzudringen. sondern setzt an seine Stelle ein Ganzes von Bedingungen. den wir ihm substituieren. der sich jedoch zugleich seiner Gestaltung Jedes Experiment. Die eigentlichen Anfänge der wissenschaftlichen Induktion bieten hierfür Das Gesetz des Falles der bereits das klassische Beispiel. indem er beliebige Beobachtungen an sinnlich-wirklichen Körpern zusammenstellt. das wir anstellen und auf welches wir unsere induktiven Schlüsse gründen. in der die Differenzen zwischen den Gliedern konstant sind. die nach einer festen. Wie wir in dem arithmetischen Beispiel von der einfachen Grundreihe. wa 336 1 d I. dem Prinzip läßt. Und von dieser Regel aus muß nunmehr versucht werden. in die die Verzögerung durch den Luftwiderstand usf. Leipzig 1906.stehen. zu Reihen zweiter. wie er hier und jetzt in aller Fülle seiner besonderen Bestimmungen vorliegt. . dritter. bei HonigsBeiträge zur Erkenntnistheorie u. so zerlegt sich uns jetzt * Näheres hierüber Erkenntnisproblem . Dieser Begriff liefert ihm für gegebene Zeitwerte eine Folge von Raum werten. Methodenielire. Sie ersetzt das tatsächliche Beisammen sinnlicher Daten durch einen andersartigen Zusammenhang. Denn der wissenschaftliche Versuch hat niemals das unbearbeitete Material der sinnlichen Wahrnehmung zu seinem eigentlichen Gegenstand. wie etwa die Abänderung der Beschleunigung mit der Entfernung vom Erdmittelpunkt. nach klarer überschauen Das Experiment geht daher streng genommen niemals auf den wirklichen Fall. der zwar rein materiell betrachtet ärmer an Bestandteilen erscheint.

die innerhalb der einzelnen Reihen festgestellt worden sind. dem mathematischen Begriff aber zeigt sich jetzt der charakteristische Unterschied. daß die Richtung. aber betriff t wiederum nicht die Beziehungen. sondern daß wir diesen Versuchen neue Faktoren hinzufügen. die das Gewonnene nur darum festhält. nur die Zulänglichkeit dieser Bestimmungsstücke für die Erklärung der komplizierten tatsächlichen Verhältnisse der Wirklichkeit ist es. nicht von der Wirklichkeit hinweg. besitzt somit nur den relativen Wert einer vorläufigen Fixierung. die das erste Ergebnis. sondern sie tritt erst dort hervor. So „Schichten" der Beziehung wir auch übereinander sich erheben lassen mögen und je näher wir damit auch allen Einzelumständen des wirklichen Vorgangs kommen mögen. wo das Ganze dieses theoretischen Aufbaus den tatsächlichen Beobachtungen gegenübertritt. um es zugleich als Ansatzpunkt für neue Bestimmungen zu brauchen. daß irgendein mitbestimmender Faktor des Gesamtergebnisses außer Rechnung blieb und erst durch den weiteren Fortschritt der experimentellen Analyse zur Entdeckung gelangen wird.und Unterordnung von Beziehungen. wird daher nicht dadurch gehoben.das Wirkliche in verschiedene Relationsordnungen. Die Ungewißheit. die gesetzmäßig miteinander zusammenhängen und sich fortschreitend Der sinnliche Schein der Einfachheit einander bedingen. zugleich in einer neuen Bedeutung festzuhalten gestatten. das sie berichtigen. den wir hier vollziehen. Aber gerade. der innerhalb der Mathematik zu einem festen Ende gelangt. indem er diese Frage offen läßt. Die Wahrheit der einzelnen Bestimmungsstücke bleibt im allgemeinen sofern von subjektiven Irrtümern der Beobachtung abgesehen wird unangetastet. Substanzbegrif 22 337 . daß der Aufbau. die stets aufs neue in Frage gestellt wird. des Phänomens weicht einem streng begrifflichen System Gegenüber der Über. der sich hierbei ergibt. die er nimmt. sondern viele — — Cassirer. Jeder Abschluß. so bleibt doch stets die Möglichkeit offen. die damit zurückzubleiben scheint. Ein Widerspruch. innerhalb der Erfahrung prinzipiell unabschließbar bleibt. daß wir die prinzipiellen Grundlagen der früheren Versuche aufgeben. beweist der induktive Begriff.

Die „allgemeinen" Relationen. daß die Bestimmung des besonderen Falls auf Grund der Bestimmung des allgemeinen Falles erfolgt und dessen Geltung daher stillschweigend voraussetzt. immer genauer zu die er zunächst heraushebt. Ein neuer Gesichtspunkt der Betrachtung. Der naturwissenschaftliche „Begriff* sieht daher in diesem Sinne keineswegs von dem Besonderen ab. allein genommen. so hört die Frage. Das Fallgesetz Galileis bedarf. zu einem neuen Kreis von Tatsachen in Beziehung setzt. Vielmehr lassen sie von Anfang an Raum für sie und deuten auf ihre künftige mögliche Bestimmung voraus. daß diese Bedingungen von dem konkreten Gesamtvorgang. der aus ihrer Totalität sich ergibt. vielmehr müssen sie insgesamt vollständig und ohne Einschränkung erfüllt sein. ihr hinführt. Es kann indes keine Rede davon sein. Jede der Grundreihen. aber sie leugnen sie ebensowenig. wenn die gegebene Folge möglich sein soll. keiner Berichtigung seines Gehalts. Nur das Eine wird gefordert. enthalten der nachträglich hinzutritt und der das Phänomen. Jede allgemeingültige Beziehung. das wir untersuchen. um kraft dieser Durchdringung mehr und mehr zur Beherrschung des Einzelnen tauglich zu werden. die schon in seiner ursprünglichen Fassung prinzipiell zugelassen und vorgesehen ist. wie das Besondere am Allgemeinen „Teil haben" könne. zwar für sich die besonderen Merkmale noch nicht. die er feststellt. ein 338 . sondern lediglich einer begrifflichen Erweiterung. miteinander verträglich sind: und diese Verträglichkeit ist im Prinzip bereits dadurch verbürgt. sich mit anderen Beziehungen zu verknüpfen. bezeichnet für sich genommen freilich nur einen bestimmten Umkreis von Bedingungen. aus welchen ein komplexeres Gesetz sich aufbaut. sondern immer schärfer auf das Besondere hin. daß die Relationen. enthält bereits die Tendenz in sich. auf. nur teilweise oder ungenau befolgt werden. um die Phänomene des Falls bei einem bestimmten Luftwiderstand darzustellen. die wir auf diese Weise fortschreitend feststellen. Denken wir uns einen Einzelvorgang als Synthese verschiedener Gesetze. ändert daher nichts am Sinn und Wert der früheren Bestimmungen.

bildet jetzt mehr ist. das als sachlicher Bestandteil irgendwie in das Einzelne eingeht. S. Erkenntnis theoretische Griindzüge der Natur- wissenschaft. Die beiden Grundrichtungen naturwissenschaftlicher Betrachtung. Das erste Ziel der experimentellen Forschung besteht darin. dem die Untersuchung sich zuwendet. in welchem jede von ihnen ganz erhalten Nicht wie das Einzelne seiner . ). das Phänomen. Isolation" und . verschiedenartige .0. Volkmann. 300 ff. . Allgemeinen hervorgeht und von ihm sich ablöst. . es kraft dieser B'. 22* 339 . daß daraus die begriffmöglich die Regeln universeller liche Einsicht in die besonderen Verhältnisse des physisch (Vgl.. C" 9 Einordnung den Regeln all (A.. die Frage. C . daß überhaupt verschiedene Bedingungen sich gedanklich zu einem einheitlichen Ergebnis zusammenfassen lassen. : metaphysisches reihung in f (A. die sie gewonnen hat. Die „Teilhabe" des Einzelnen am Allgemeinen erscheint somit nicht rätselhafter. hänge unterworfen.Problem zu sein denn nunmehr gilt uns das Allgemeine nicht mehr als ein dinglich Vorhandenes. ob. das in einem umfassenderen Inbegriff von Beziehungen implizit mitgesetzt Wir bestimmen ein einzelnes Naturereignis A durch Einist. und denken dieser Zusammen.) \p{K B"..Superposition" voneinander geschieden worden*. sondern als ein logisches Moment. Substanz" nach aus dem ist. Leipzig 1896. sind in der modernen Diskussion bisweilen als die Prinzipien der . Wirklichen sich ergibt. als reines Phänomen und frei von allen zufälligen Nebenumständen zu gewinnen. die untrennbar * S. sondern wie es der Erkenntnis Zusammenhänge. tritt innerhalb der Erkenntnistheorie der neueren Naturwissenschaft an vielen Stellen deutlich zutage. die Galilei bereits als „resolutive" und „kompositive" Methode einander gegenübergestellt hat. als die logische Grundtatsache selbst. derart in Beziehung zu setzen und wechselseitig durcheinander zu determinieren. B. Während die Wirklichkeit uns eine vielfältige Mischung heterogener Umstände zeigt.. Zusammenhänge ) usf.) — Daß in dieser Aufgabe das eigentliche Problem der Induktion beschlossen ist. funktionale ..

oben. sondern als ein differenziertes Begriffsganzes erscheint. wie als notwendiges Korrelat der induktiven Begriffsbildung zu gelten hat. Erst nachdem diese Vereinzelung streng durchgeführt ist. Nur durch eine künstliche Scheidung des tatsächlich Verbundenen. findet ihre letzten abstrakten Grundlagen und die Gewähr ihrer allgemeinen Gültigkeit im System der Mathematik. um ein zunächst ungeschiedenes Wahrnehmungsganze in seine einzelnen konstituierenden Elemente zu zerlegen. (S. 125 ff. das jedoch nunmehr nicht nur in der Art einer einheitlichen Totalanschauung. sofern sie in der ganzen Weite und Universalität ihres Begriffs gefaßt wird. so zeigt sich hierin von einer neuen Seite. kraft deren diese Elemente sich wiederum zu einer gesetzlich beherrschbaren Einheit zuBestand in die experimentelle 340 . und die als wesent- Forschung selbst eingeht. fordert der Gedanke die gesonderte Betrachtung jedes einzelnen Moments und die genaue Bestimmung des Anteils. die einzelnen Faktoren für sich allein in ihrer Wirksamkeit zu beobachten und zu verfolgen. der ihm in der Struktur des Ganzen zukommt. sondern die Verknüpfung und wechselseitige Bestimmung von Beziehungen bildet. daß die mathematische Betrachtungsweise nicht sowohl als Gegensatz. Denn eben jene Synthese von Relationen. gewinnt auch die konstruktive Zusammensetzung ihre Klarheit und Schärfe. Nicht die Zusammensetzung von Größen. entsteht uns damit wiederum das vollständige Bild des Gesamtvorgangs. das Objekt der Mathematik.ineinander verwoben und verwirrt scheinen. so gehört andererseits der mathematischen Theorie die Bestimmung der Form an. in welchem die Art der Abhängigkeit zwischen den Einzelmomenten fest bestimmt ist. wie sich gezeigt hat. S.) Die Aufgaben der beiden Forschungsrichtungen berühren sich also hier in einem gemeinsamen Punkt: wenn das Experiment unentbehrlich ist. die es gestatten. ist dieses Ziel erreichbar. nur durch die Herstellung besonderer Versuchsbedingungen. Wird die Aufgabe der physikalischen Induktion in diesem Sinne gefaßt. Indem wir die Teilsysteme miteinander verknüpfen und sie gleichsam sich übereinander lagern lassen. licher die hier gefordert wird.

Abhängigkeitsreihen dargestellt. kraft deren die unmittelbare Anschauung nach begrifflichen Gesichtspunkten sich scheidet Ist das Wirkliche als Ergebnis elementarer gliedert. S.. möglichen" Relationssammenschließen.. toute physique est mathematique (a.. Das „Wirkliche". S. toute forme se developpant naturellement sous les symboles mathematiques. bietet die Handhabe und das Grundschema für die Verknüpfungen. H. sondern um den Ursprung und die Beschaffenheit unserer Einsicht in die Dinge kann es sich hier allein handeln. 89. O. ** S. .. toute experience devant. Isolation" und . soeben durch einen modernen Physiker erhalten. Le fait est explique lorsqu'il apparait identique ä un des phenomenes qu'engendre un des ces sorites indefinis que nous appelons theories ou formes La physique n'est donc pas mathematique. Das Experiment gibt in seinem Ergebnis Antwort darauf.Qu'est-ce donc qu'expliquerl C'est tout uniment faire rentrer un fait dans une forme. sondern steht zunächst als schlechthin einfaches und unzerlegtes Ganzes und — * Eine neue Bestätigung und eine außerordentlich klare Darstellung hat dieses Grundverhältnis. daß alles Wirkliche nur die Summe von Äußerungen einzelner Naturgesetze darstellt und aus diesen als hervorgegangen zu denken ist. a. a.Superposition" gelegentlich dadurch erklärt und begründet werden soll. und dieser Prozeß der Fragestellung geht auf Konzeptionen zurück. wie ich nachträglich sehe. . a. sofern die Frage zuvor klar und eindeutig gestellt ist. wie es im sinnlichen Eindruck erfaßt wird. Bouasse. O. Wenn daher das Prinzip der .. das in der Mathematik vorgängig entwickelt ist. die der Gedanke am Stoff des Wirklichen versucht. parce qu'on y trouve des algorithmes algebriques. 341 . en definitive." . Nicht um den Ursprung der Dinge. m S. welcher der möglichen Beziehungszusammenhänge in der Erfahrung tatsächlich verwirklicht ist: aber diese Antwort kann nur erfolgen. 76 f. Paris 1909: „La physique ne separe pas l'etude des formes de l'etude des faits. V o 1 k a n n . . so verhüllt diese Wendung bereits den eigentlichen erkenntnistheoretischen Sinn des Gedankens**. ist nicht an und für sich bereits eine „Summe" verschiedenartiger Elemente. Physique generale in dem Sammelband: De la Methode dans les sciences. die einander decken und durchdringen. 100).Das System der . synthesen.. entrer dans une forme. so hat es damit bereits prinzipiell die Form eines mathematisch bestimmbaren Gefüges erlangt*. 91. la deduction prevoit les faits que l'experience confirme.

während die bloß empirisch erkannte Regel der Planetenbewegung die besonderen Fälle nur als loses — — * S. sondern übersehen mit einem Blick das Ganze der „möglichen" Bahnformen. die gemäß dem Quadrat der Entfernung abnimmt.. O. deren allgemeine Struktur sich mathematischdeduktiv ableiten läßt.vor uns. Der Newtonische Begriff einer Zentralkraft. wie er sonst allenthalben als der Quell der Einheit erscheint. Man hat bisweilen auf den methodischen Unterschied hingewiesen. in sich selbst ab und weist ihm eine strenge Gliederung zu. Der Begriff ist somit hier ebenso der Quell der Vielheit. 342 . a. während das fundamentale Gesetz.. Vo kmann 1 . Indem wir einen einzelnen Vorgang successiv verschiedenen Systemen einordnen. Hier finden wir in der Tat die Ellipse nicht bloß als die wirkliche Form der Marsbahn vor. führt zu einer vollständigen Disjunktion der empirischen Fälle überhaupt. auf das sie sich gründen. Die Keplerschen Induktionen über die Planetenbewegung bezeichnen nur verallgemeinerte .. a. Diese ursprüngliche „Einfalt" der Anschauung wandelt sich erst unter der logisch zergliedernden Arbeit des Begriffs zu einer inneren Vielgestaltigkeit um. S. erst in Newtons Theorie der Gravitation erreicht wird*. geben wir ihm damit eine immer weitergehende Bestimmtheit. Der Fortschritt des Experiments geht hier Hand in Hand mit der fortschreitenden Universalität der Grundgesetze. der zwischen bloßen . Regeln" der Naturerkenntnis und zwischen den wahrhaft allgemeinen „Gesetzen" der Natur besteht. So schließt das „Gesetz" der Gravitation das Tatsachengebiet. das von ihm beherrscht wird. aus welchen wir die empirische Wirklichkeit erklären und aufbauen. 59. Regeln" des Geschehens. sofern damit seine Stellung in dem allgemeinen Orientierungsplan unseres Denkens immer genauer bezeichnet wird. Der Übergang dieser Fälle ineinander ist nunmehr im voraus fest bestimmt: die Größe der Anfangsgeschwindigkeit des bewegten Körpers entscheidet unabhängig von der Richtung dieser Geschwindigkeit ob die Form seiner Bahn eine Ellipse oder eine Hyperbel oder Parabel ist.

sich zur Form des Gesetzes zu erheben. ist es. kann selbst nicht anders. dargetan werden. das sie uns zuführt. daß indessen diese Bestimmung über Art und Größe der Anziehung „wirklich" statt hat. so reine Begriff als solcher hiergegen freilich nichts auszurichten. durch die Fähigkeit dieser Annahme. von dieser Annahme abzugehen. ob. das dem früheren übergeordnet ist.) Zwingt uns dereinst die Erfahrung durch neues Material. bereits die Tendenz. so zeigt es sich. 193 ff. tatsächlichen Fortgang der Wissenschaft sind indes die beiden Betrachtungsweisen.Im Nebeneinander ohne scharfe Begrenzung stehen läßt. nirgends in aller Strenge getrennt. die gleiche vermag der Form Funktion bleibt. Das veränderte Material bedingt eine veränderte Weise der Verknüpfung. aber auch in diesem Falle geht die des empirischen Begriffs keineswegs zugleich mit seinem besonderen Inhalt unter. Wir stehen vor demselben scheinbaren Zirkel. die sich auf diese Weise logisch sondern lassen. die im umgekehrten Quadrat der Entfernung wirken. der uns überall im Verhältnis von Gesetz und Tatsache entgegentritt. das sich uns nunmehr erschließt. wie andererseits die begriffliche Vollendung. die Herleitung des Einzelnen aus einem obersten Reihenprinzip. die das Gesetz erreicht. S. (Vgl. Ist 343 . zu vollziehen.. wobei indes die allgemeine dieser Verknüpfung. alsbald den gleichen gedanklichen Abschluß und suchen diesen Abschluß in einem neuen Gesetz. — Diese Funktion. als sie stets ein hypothetisches Moment in sich birgt. Denken wir uns die Bewegung der Planeten durch Zentralkräfte bestimmt. was im Begriff der Erfahrung selbst gesetzt ist und daher zu den eigentlichen „Bedingungen ihrer Möglichkeit" gehört. insofern eine bloß provisorische Setzung bleibt. daß die Form des Kegelschnitts für ihre Bahn notwendig ist. sondern greifen Die . Wir fordern für das neue Gebiet. Regel" enthält in sich unmerklich ineinander über. das wir zugrunde legen. nicht ihre jeweilige und wechselnde konkrete Ausprägung in besonderen Lehrsätzen. die Beobachtungen einheitlich zu verknüpfen und in bestimmtem — Sinne zu begrenzen. als durch diese methodische Notwendigkeit.

daß beide einander wechselseitig bedingen und aufeinander hinarbeiten. Wenn man das erste Verfahren vorzugsweise als das der „Induktion". indem eine Regel angegeben wird. das zweite als das der „Deduktion" bezeichnen mag. die die größte Mannigfaltigkeit von Beobachtungen aus dem relativ einfachsten geometrischen Fortschrittsprinzip abzuleiten gestattet. Die Auswahl und Sichtung des Materials steht unter der Leitung einer aktiven Urteilsnorm. Die Ergänzung der Reihe durch Einführung neuer Einzelglieder erfolgt bereits in der Richtung auf das einheitliche Gesetz der Ableitung. . so ist es doch stets möglich.au gegeben. bis er schließlich zu der Ellipse als derjenigen Linie gelangt. das dem Denken hierbei als Problem vorschwebt. durch eine gegebene Folge von Beobachtungen ein Gesetz von bekannter begrifflicher Struktur gleichsam hindurchzuführen und bemessen die Wahrheit dieses Gesetzes . das Material dieser Reihe durch Interpolation und Extrapolation zu bereichern. sie durch beliebig viele Linien von verschiedenartiger. durch die der Übergang von aj zu a„ von a. zu aj usf. indem wir zwischen die gegebenen Glieder hypothetische Mittelglieder einschieben oder aber die Reihe über ihre anfänglichen Grenzen hinaus weiter verfolgen. so ist doch deutlich. Stellen. Daß diese Arbeit indes niemals zu einem absoluten Abschluß gelangt. In diesem Sinne verknüpft Kepler die Angaben über die Marsörter. Daneben aber gilt es. die er als bekannte ideelle Normen den Tatsachen gegenüberstellt. so bietet sie der Betrachtung alsbald eine doppelte Aufgabe dar. geht schon aus der Natur der Aufgabe selbst hervor: denn so viele Punkte der Planetenbahn uns auch gegeben sein mögen. Wir versuchen. komplizierter Gestalt zu ver344 .irgendeine Reihe von Beobachtungen aj aj aj . danach. die ihm durch die Forschung Tycho de Brahes geliefert sind. bestimmt und einem festen Prinzip unterworfen wird. die Mannigfaltigkeit der Glieder in einer letzten Identität zusammenzufassen. seinerseits zu bezeichnen und auf ihre Ausfüllung durch künftige Versuche vorauszudeuten. die die unmittelbare Wahrnehmung leer gelassen hat. nacheinander durch die verschiedensten geometrischen Kurven. ob es ihm gelingt. Wir können einerseits versuchen.

Ein Körper"... wie wir regeln zurückzukommen ist: arithmetische Reihen beliebig hoher Ordnung allmählich auf den Grundtypus der Reihe mit konstanter Differenz der Glieder zurückführen. gibt bei jeder Temperatur ein anderes Tastbild usw. bietet bei jeder Raumlage ein anderes optisches Bild. um die es sich hier handelt. Empirismus" ohne Einschränkung zugestehen: denn die Annahme dieser Grund Verhältnisse ist dasjenige. Man erkennt die Beziehungen zwischen Bedingung und Be- begrenzten — — konstante Grundverhältnisse Mach. so daß man ihnen höchstens den Wert veranschaulichender Bilder beimißt. . tritt der Eindruck der Stofflichkeit zurück. als das eigentlich Substanzielle in den Erscheinungen dagegen die quantitativen Beziehungen. Objekts". also vom Begriff der Natur selbst. 345 . erkennt. daß die ursprünglichen naiven Stoffvorstellungen als unnötig erkannt werden. Die logische Entwicklung der Naturwissenschaft geht demnach mehr und mehr dahin. in der letzten Analyse des Naturgeschehens überhaupt auf bestimmte einfache Grundder Art vergleichbar. Alle diese sinnlichen Elemente hängen aber so miteinander zusammen.binden. Diese Gleichungen oder Beziehungen sind also das eigentlich Beständige. daß bei derselben Lage. Beleuchtung. daß. . so würde man sagen. was ihm vom Begriff des . Könnte man sämtliche sinnliche Elemente messen. welche zwischen den sinnlichen Elementen statt haben.In dem Maße als die Bedingungen einer Erscheinung erkannt werden. mag der Ausdruck als ein symbolischer festgehalten werden. Diese Rückführung des mannigfachen und rastlos wechselnden Wahrnehmungsstoffes auf letzte muß auch der radikalste . Auch wo man nicht messen kann. Nur die eine methodische Forderung bleibt hierbei bestehen. einzig und allein übrig bleibt.. Temperatur auch dieselben Bilder wiederkehren. der Körper besteht in der Erfüllung gewisser Gleichungen.. so heißt es bei „sieht bei jeder Beleuchtung anders aus. die zwischen ihnen obwalten. Es ist also durchaus eine Beständigkeit der Verbindung der sinnlichen Elemente. so notwendig komplexe Annahmen für die konkreten TatsachenDarstellung eines gebietes sich erweisen mögen.

die wir unveränderlich festhalten. d. als es uns gelingt. als das eigentlich Bleibende. Der Gegensatz setzt erst dort ein.. das Sinnlich-Mannigfaltige zum Mathematisch-Mannigfaltigen umzugestalten. oder stellt sie erst das Ergebnis einer intellektuellen Arbeit dar. ob verschiedene Inhalte des Bewußtseins lediglich tatsächlich aufeinander folgen oder ob der folgende . welche größere oder kleinere Gebiete beherrschen. Die Beharrung liegt niemals in der sinnlichen Erfahrung als solcher bereits fertig vor. 346 . sinnlichen Eindrücke. hervorgehen zu lassen. da diese vielmehr nur ein Konglomerat der verschiedenartigsten. * * Mach. Was wir auch nur so hatte insbesondere die Kritik an der Materie kennen sind lauter Verder reinen Vernunft unzweideutig gelehrt hältnisse. dessen Ermittelung ein stabiles Weltbild ermöglicht*. die Gleichungen. ist von der Gewißheit der einzelnen Empfindung deutlich geschieden. 2.. Die Prinzipien der Kritik der reinen Vernunft. auf den der Begriff des Objekts zurückgeführt ist. Aufl. auf einen einzigen Zeitpunkt beschränkten und niemals völlig gleichartig wiederkehrenden Eindrücke darstellt. schon vom Standpunkt einer bloßen „Phänomenologie" der Bewußtseinstatsachen aus. die diesen Regeln zukommt. S. dadurch uns ein bestimmter Gegenstand gegeben wird**. h. S. als dasjenige." Bis hierher stimmt der moderne Empirismus mit der kritischen Auffassung vom Sinn und von der fortschreitenden Tendenz der Naturerkenntnis noch völlig überein. etwas völlig anderes. Leipzig 1896. die ihnen under mittelbar anhaftet. Es ist. 341. es aus bestimmten Grundelementen nach Regeln. in seiner logischen Bedeutung und seinem logischen Ursprung Ist die Beständigkeit eine näher bestimmt werden soll. kraft deren wir das Gegebene im Sinne bestimmter logischer Forderungen allmählich umformen? Die Antwort hierauf kann nach den früheren Entwicklungen nicht zweifelhaft sein. Sie tritt erst in dem Maße hervor.aus" — — Eigenschaft dem vorhergehenden nach ein und demselben durchgehenden Wärmelehre.dingtem. wo dieser Begriff der Beharrlichkeit selbst. Substanzielle. 422 ff. Die Art der Gewißheit. aber es sind darunter selbständige und beharrliche.

h. 7 darstellbar sind. Diese Formel gilt. ausgehen. da in ihrer Ableitung und ihrem Beweis auf die Besonderheit irgendeines bestimmten Zahlwertes nirgends Rücksicht genommen ist. in welchem 347 . daß von einer bestimmten Stelle ab die bisherige konstante Art des Fortschritts unterbrochen wird. diese psychologische Erwartung einer logischen Notwendigkeit gleich zu achten. daß die Differenzen der einzelnen Glieder durch die fortschreitende Reihe der ungeraden Zahlen 1. wenn wir von dem zuletzt geforderten Gliede der Reihe der Quadratzahlen ausgehen und dieses Glied um die entsprechende ungerade Zahl vermehren. die das allgemeine Verhältnis. d. Jetzt erst ist der Inbegriff der Quadratzahlen und der der un- — = notwendige geraden Zahlen in ein System aufgenommen.ip n^ 2 n -\. die uns in dieser Hinsicht sicher stellt. statt von der Durchzählung der Einzelglieder der Reihe. So viele Glieder vielmehr bereits erprobt worden und der Regel entsprechend gefunden worden sind. Keine noch so große Häufung von Beobachtungen an einzelnen Zahlen vermag uns jemals eine neue Form der Gewißheit zu erschließen. 3. wiederum eine Quadratzahl sich ergeben werde: aber nichts berechtigt uns.erkannt wird. um das es sich hier handelt. . Die Formel (n -\. ohne den Sinn und die Bedeutung des Beweises selbst anzutasten. sobald wir. der besondere Wert also beliebig variieren kann. die konstante und Beziehung. L e i b n i z hat zur Verdeutlichung dieses Unterschiedes gelegentlich auf Beispiele der Zahlentheorie verwiesen. Denken wir uns etwa die Reihe der Quadratzahlen gegeben. so bleibt es doch stets möglich und zulässig. daß. von ihrem „allgemeinen" Gliede.1 zeigt mit einem Schlage und ohne daß es hierzu einer Mehrheit von Proben bedürfte. 5. von dem ein für allemal identischen Bildungsgesetz. . logischen Prinzip . Auf Grund dieser Tatsache läßt sich erwarten. Diese Form der Gewißheit aber wird sogleich gewonnen. sobald sie einmal erfaßt ist. in der Tat in aller Schärfe kennzeichnen. die zwischen dem Fortschritt der Quadratzahlen und dem der ungeraden Zahlen besteht. für jedes b e 1 i e b i g e n. so können wir hier zunächst rein empirisch durch Anstellung mannigfacher Proben den Umstand feststellen.

dennoch lediglich durch neben einander Der stehen blieben. was die mathematische Funktionsregel uns nur immer zu geben vermag: und doch würde jede solche Anhäufung einzelner numerischer Daten gerade das charakteristische Moment vermissen lassen. würde rein materiell. was die bloße Tatsachenkenntnis angeht. während zuvor der eine beide. all das leisten. Und diesem mathematischen Zusammenhang läßt die physikalische Theorie sodann einen objektiv-kausalen entsprechen: die Werte der Funktion gehören zugleich mit denen der unabhängig Veränderlichen einem gemeinsamen gleiche grundlegende ergibt. Betrachten wir ein Gesetz. deren allgemeingültige Regeln feststehen. wie das Galileische Fallgesetz oder das Mariottesche Gesetz. bliebe in Dunkel aus der andern gehüllt. Moment fortgefallen: die wäre gerade das entscheidende kraft deren die eine Größe Art der hervorgehend gedacht wird. von Bedingungen und Bedingtem an. Auch hier stellen wir nicht den einzelnen Wert der einen Reihe dem einzelnen der anderen 348 . auf eine so große Strecke hin wir die wechselseitige Entsprechung auch verfolgen mochten.den anderen erkannt wird. Grundsystem von Ursachen und Wirkungen. des Drucks und des Volumens nicht einfach nebeneinander registriert. in der quantitativen Gleichung scharf hervor: denn diese zeigt. der Wert der abhängigen Variabein aus dem Wert des Arguments zu gewinnen und zu errechnen ist. daß die Setzung der einen die der anderen notwendig nach sich zieht. aber läßt sich auch hei Bestimmung. selbst wenn das Ergebnis dieser Bestimmung Diese Weise der Bestimmung tritt richtig verzeichnet wäre. und sind daher mittelbar derart miteinander verknüpft. in der zu jedem einzelnen Wert des Drucks der entsprechende Wert des Volumens. so werden hier die zusammengehörigen Werte der Räume und Zeiten. durch welche rein algebraischen Operationen. der sich hier jedem echten physikalischen Grundgesetz aufweisen. sondern sie gelten als durcheinander bedingt. auf Denn hier welchem die Bedeutung des Gesetzes beruht. zu jedem einzelnen Wert der Zeit der entsprechende Fallraum vermerkt wäre. Eine Liste von Zahlenwerten. Unterschied.

. S. wenigstens hypothetisch. erklären": denn die Gleichung selbst ist das Muster einer rein begrifflichen Einsicht. wohl aber ist es ein neuer Wir zu dem wir uns damit erhoben haben.einfach gegenüber.. Diese Anwendung der Begriffe des Grundes und der Folge hält sich offenbar von allen metaphysischen Nebengedanken frei. Der Begriff der „Beschreibung" ist daher nur dann berechtigt und zulässig. Die methodisch geleitete Induktion strebt diesem Ziele zu. was die Erfahrung von Gliedern kennt. Wissens. Auch hier gilt es. wenn man einen aktiven Sinn in ihn hineinlegt. diesen Charakter ins Ontologische umzudeuten. 183 f. Eine Gruppe von Phänomenen beschreiben heißt alsdann nicht lediglich rezeptiv die sinnlichen Eindrücke verzeichnen. Haben wir einen gegebenen Inbegriff von Beobachtungen durch „Superposition" mehrerer Grundreihen mathematisch dargestellt. nur als ein komplexes als eine Resultante einfacherer Abhängigkeitsreihen darstellt. 349 . so haben wir damit freilich unsere Kenntnis von den absoluten und transzendenten Ursachen des Geschehens des nicht vermehrt.. wie der mathematische Phänomenalismus es will.. beide Reihen in ihrem Bildungsgesetz und somit in der Totalität ihrer möglichen Bestimmungen zu erfassen und miteinander zu vergleichen. begreifen. die indes ihrerseits nach dem strengen Verhältnis des mathematischen „Grundes" zur mathematischen . in quantitativen Gleichungen . beschreiben". begreifen nunmehr zwar nicht den Zwang in den Dingen. der aus einer bestimmten Ursache eine bestimmte Wirkung hervortreibt.) Einen Naturvorgang. die wir von ihr empfangen. Beschreibung" gegenüber. Folge" fort- Beisammen schreiten. oben. den reinen logischen Charakter der Beziehung von Grund und Folge aufrecht zu erhalten. in der wir die Umformung Typus irgendeiner Größenbeziehung in eine andere. die ihr logisch äquivalent ist. der Theorie der . heißt zugleich ihn in jedem wissenschaftlich nur irgend zulässigen Sinne . aber wir verstehen den Fortschritt von jeglichem Einzelschritt der Theorie zum nächstfolgenden in derselben Strenge und Genauigkeit. ohne (Vgl. indem sie dasjenige. sondern versuchen.

daß in dem Inbegriff..** Alles physische Geschehen wird demnach durch die augenblicklich wirksamen Umstände vollständig bestimmt und daher nur in einer Analysiert man indes die Weise vor sich gehen können*. Aufl. S. 350 . 222 ff. wenn es gelingt. das hiermit Elemente erscheinen. gegeben ist. Prinzipien der Wärmelehre. Anpassung der Vorhier auch immer verbergen mag. „daß in der Natur nur das und so viel geschieht. verleugnet sich denn auch in den Theorien des Empirismus nicht: unter wie verschiedenen Namen es sich Die . so wie sie uns im ersten unmittelbaren Erleben gegeben sind.Ich bin Forderungen sich zuletzt zusammenfassen. Wirklichkeit" setzt eben den Begriff dieser stellungen an die Wirklichkeit selbst und damit ein Ganzes intellektueller Forderungen voraus. deren nicht in * Mach. die die sensualistische Grundlegung explizit verleugnet. sondern er bezeichnet das Ziel. 2. Dieses Ziel ist nur dann erreichbar. deren jede von der anderen verschieden ist und deren jede in ihrer Bedeutung und Wahrheit zunächst nur auf einen einzigen Zeitmoment beschränkt ist. und daß dies nur auf eine Weise geschehen kann. Analyse der Empfindungen. als geschehen kann. der auf diese Weise entsteht.sondern es heißt sie gedanklich umprägen. 392 f. in welchem all . Gründe eben dieser Überzeugung. Der Gedanke der Eindeutigkeit und der „Stabilität** des Seins liegt offenbar deutigkeit diese dem Inhalt der Wahrnehmungen selbst. . überzeugt. so wird man damit implizit auf alle jene Grundgedanken zurückgeführt. cf. Unter den theobekannten und entwickelten Formen des mathealso etwa unter den Gestalten matischen Zusammenhangs soll eine derartige Auswahl getroffen der reinen Geometrie und eine derartige Zusammensetzung gefunden werden. Vor allem ist es das Prinzip der Einretisch — — des Geschehens. gewisse gleichbleibende Relationen der Verknüpfung festzuhalten. in dem Wechsel der Empfindungen. S..** so heißt es bei Mach selbst. dem die wissenschaftliche Denkarbeit diesen Inhalt mehr und mehr anzunähern strebt.. die hier und jetzt gegebenen Elemente als konstruktiv abgeleitete Das logische Moment.

als das geschieht.. Man spricht von einer Beständigkeit unserer Umgebung. In dem Maße. Die biologische Begründung der Erkenntnistheorie dagegen sucht in dem Gedanken. auf ein und dasselbe Motiv des Denkens 351 . als sie selbst sich zu und sich in dem ganzen Reichtum III. Die beiden Grundmomente.Regeln wir uns. auf das Helle und Dunkle. hervor. Daß der Gedanke des konstanten Gesetzes für die Definition des Naturobjekts selbst unentbehrlich ist. wurde bereits von Anfang an zugestanden und hervorgehoben. ohne die Behauptung dieser Konstanz in einem zugehörigen Mittel des rechtfertigen zu können. wie sich gezeigt hat. aus der sich eine Wissens entsprechende Beständigkeit der Gedanken entwickeln soll: aber man übersieht. Die fortschreitende Analyse führt zu einer immer genaueren Bestätigung dieses Grundunterschiedes: die logische Eigenart der reinen Relationsbegriffe tritt in dem Maße schärfer einem festen System ordnen ihrer Verzweigungen und ihrer wechselseitigen Abhängigkeiten darstellen. im letzten Grunde mathematisch formulierbarer. unabhängig von der Veränderlichkeit des jeweiligen Materials. daß alles Erkennen eine fortschreitende Anpassung an das Sein darstellt. daß dieser Gedanke ein vollkommen selbständiges Moment der Erkenntnis ist. die Konstanz des Seins festzuhalten. das jeder Reduktion auf angeblich „einfache" Sinneseindrücke widerstrebt. auf denen das Verfahren der Induktion beruht: die Gewinnung einzelner . entsteht und festigt sich der wissenschaftliche Begriff der Natur. Tatsachen'* und die Verknüpfung dieser Tatsachen zu Gesetzen gehen. zum Bewußtsein bringen können. Neben dem Inhalt dieser Elemente ist also jetzt eine Form ihrer Verknüpfung anerkannt. als das Bestehen fester. Funktionsverhältnisse zwischen den Elementen der Erfahrung. daß mit dieser Beständigkeit der Umgebung zuletzt nichts anderes gemeint und gesagt ist. Damit aber ist aller Streit im Grunde geschlichtet. in keiner Weise mehr zurückführbar ist. einzusehen. das Süße und Bittere usf. die jedenfalls auf die materialen Gegensätze der Empfindung selbst. es bleibt nur übrig.

zeitlich lassen. Isolation" und ... wissenschaftliche Denken ist beherrscht und durchdrungen von der Forderung unveränderlicher Elemente..Form" alles empirischen Geschehens in sich darzustellen scheinen. aus dem Flusse der Erfahrung Bestandteile herauszuheben. Auch diese „Konstanten zweiter Stufe" lösen sich im ferneren Prozeß der Erkenntnis wiederum in Variable auf.) Die wissenschaftliche Erklärung irgendwelcher verwickelter Erscheinungsgruppen durch die . der in bestimmten Größenwerten fixiert ist.zurück. sobald dieser Kreis selbst sich ausdehnt. Wir entdecken nunmehr. die sich als der theoretischen Konstruktion brauchen Schon die Feststellung irgendeines einzelnen. Sie gelten nur relativ zu einem bestimmten Erfahrungskreis und müssen somit gewärtig sein. So stehen wir hier vor einem unaufhaltsamen Fortgang. W^as wir Wissenschaft nennen. sondern Konstanten Konstanten Ordnung. 321 ff. das hier überall wirksam ist. zugleich in ihrem Gehalt zu wechseln. Naturgesetzen". um es wieder zu verlieren. wiederum zu zerrinnen scheint.Superposition" einfacher Grundbeziehungen führt sodann die Aufgabe. in welchem die feste Grundgestalt des Seins und Geschehens. erscheint unter diesem Gesichtspunkt nicht als die Annäherung an irgendeine „stehende und bleibende" Wirklichkeit. In beiden Fällen ist die Aufgabe gestellt. 352 . (S. gleichsam höherer die sich über dem bloß faktischen Bestand der Einzeltatsachen. um einen Schritt weiter. begrenzten Ereignisses wies diesen Grundzug auf: schon sie verlangte. unter einem anderen gedanklichen Gesichtspunkt angesehen. erheben. die hier gestellt ist.. Die „Grundgesetze" der Naturwissenschaft. während auf der anderen Seite das empirisch Gegebene stets aufs neue dieses Verlangen vereitelt. in den letzten empirischen . Wir ergreifen das beharrliche Sein nur. die zunächst die abschließende . Dennoch gelangt das allgemeine Verfahren. die wir soeben gewonnen Alles zu haben glaubten. alsbald wiederum nur als das Material einer weitergehenden Betrachtung. auch in diesem Ergebnis nur scheinbar zur Vollendung. daß wir in dem an und für sich veränderlichen Geschehen gewisse gleichbleibende Bedingungszusammenhänge zu ergreifen und festzuhalten vermögen. dienen.

auf welchen die an der sie sämtlich teil haben. ist sodann diese Forderung aufs reinste und vollständigste erfüllt.nur wie eine stets sich erneuernde Illusion. die der radikalen Skepsis gesetzt ist. Selbst in der losesten und lockersten Succession von Gliedern wird das vorangegangene Glied durch den Eintritt des folgenden nicht schlechthin vernichtet. einen gemeinsamen Grundcharakter aufzuprägen. Daß ohne derartige läßt. gegeben. Gerade dieser Vergleich aber weist zugleich auf eine notwendige Schranke hin. Substanzbegriff 23 353 . selbst alsbald vor einem anderen zu verschwinden und um zunichte zu werden. sondern ist nach bestimmten theoretischen Gesichtspunkten in sich selbst gegliedert und zur Einheit gestaltet. Jede Veränderung. In den aufeinanderfolgenden Phasen der Wissen- — Reihenform. besitzen untereinander. eine Phantasma- gorie. stellt zugleich die dauernden Strukturelemente. denen hier die Einzelphasen der Wissenschaft verglichen werden. so bunt und vielfältig sie aufeinander folgen mögen. Cassirer. ohne welche sie sich nicht als Inhalte ein und desselben Bewußtseins auffassen ließen. so bildet dieses Ganze niemals ein bloßes Aggregat von Wahrnehmungsdaten. in einem bestimmten Verhältnis des Früher und Später: und dieser eine Zug genügt. da sie sich nur unter Vor- schaft aussetzung eben dieser Elemente feststellen und beschreiben Denken wir uns das Ganze der Erfahrung. Sie alle stehen zum mindesten in geordneter zeitlicher Verknüpfung. auf denen die Gleichartigkeit und Gleichförmigkeit der Reihe beruht. um ihnen. die wir diesem System zusprechen müssen. doch stets eine bestimmte innere Form des Zusammenhangs. so müssen sie sich doch in jenen Bestimmungen begegnen. So sehr die einzelnen Elemente ihrem materialen Bestände nach voneinander abweichen mögen. beruht. so wie es sich auf irgendeiner bestimmten Stufe der Erkenntnis darstellt. Selbst die Bilder im individuellen Vorstellungsleben. in der jeweilig ein neues Bild alle früheren verdrängt. durch alle Vielfältigkeit der individuellen Gestaltung hindurch. sondern es erhalten sich gewisse Grundbestimmungen. in helles Licht. die sich im System der wissenschaftlichen Begriffe vollzieht.

Wir erhalten.. wobei indessen daran festzuhalten ist. insbesondere keine einzige konkrete möglich wäre. Oi. D . die umgeformt und verspeziellen Beziehungen 'f'i.. kraft deren wir die Einzelglieder in ihrer wechselseitigen Abhängigkeit geordnet denken. so daß also das Glied A durch f(ai. . (^^3 W^). an). sicher gestellte Beobachtung mit den Bestimmungen.und Unterordnung gegeneinander bewahren. zu ersetzen wäre. C. die auf Grund dieser allgemeinsten theoretischen Formel zu erwarten und zu errechnen sind.. . die uns die charakteristische Beziehung wiedergibt. a^).von innen nach außen": es . unter Festhaltung der umfassenderen Relationen F. Fassen wir also den Inbegriff der ErfahrungsS. . (Vgl. 186 ff. bestimmten Prinzip des methodischen Fort- gangs Die Umgestaltung erfolgt gleichsam werden zunächst. die ein bestimmtes Verhältnis der Über. so können wir ihn in der Form einer Funktion darstellen.) erkenntnis in einem beliebigen Zeitpunkt ins Auge.Gesichtspunkte keine einzige Aussage über Tatsächliches. O^ usf. sondern einem Maßbestimmung m • • . B. die jedem Einzelfaktor hinsichtlich des anderen Die Grundseine bestimmte und eindeutige Stelle zuweist. bes. in einer anderen Betrachtungsweise sich möglicherweise als ein sehr komplexer Zusammenhang erweist. 0.. was in diesem Ausdruck zunächst als E 1 e e n t erscheint. bn) usf.] zu beFindet es sich nun. die aber nicht wahllos jedes beliebige Element aus ihr herausgreifen kann. . . form F zerlegt sich für den Gedanken in ein Gefüge voneinander abhängiger Bestimmungen. so bedarf diese Formel einer Berichtigung. .. nicht übereinstimmt. daß irgendeine völlig zeichnen wäre. Og . bis wir schließlich zu einer allgemeinsten Beziehung gelangen.. ipz) verknüpft. aj. Zwei Erscheinungsgebiete A und B werden zunächst je in einem besonderen Gesetz ip^ (a^. 354 . plexes Ganze ineinandergreifender Synthesen. ip2 diese Gesetze sodann •) zusammengefaßt. hat sich bereits allseitig gezeigt. irgendeine Form F (A. a^. {ßv ßi* ßi* wiederum untereinander in einer neuen Relation <P (i/Zi. ^^ untersteht. das Glied B durch So entsteht ein komqp (bi b. allgemein gesprochen..). daß dasjenige.. das symbolisch etwa durch einen Ausdruck F [<l>i {% %).

Prinzipien und Grundsätze selbst Auch diese Grundsätze. während eine andere an ihrer Stelle absolut neu entsteht. daß die eine Grundgestalt absolut verschwindet. durch welche wir die Einheit der Erfahrung stiften. schlechthin unveränderliche Dogmen gelten. aber sie ergibt sich auch dann. der Ansatz neuer Experimente erfolgt in der gedanklichen Tendenz.sucht. Die neue Form soll die auf Fragen enthalten. Jetzt ist es somit die „Funktionsform" selbst. denn lediglich die Sicherung dieses Bestandes ist es.. wie sie an die Spitze seiner Mechanik stellt. Die Veränderung muß einen bestimmten Bestand von Prinzipien unangetastet lassen. Wir gehen von dem Inhalt dieser Hypothesen nicht ab. sondern als die jeweilig einfachsten gedanklichen . die in eine andere übergeht: aber dieser Übergang selbst bedeutet niemals. wenn die notwendige Revision von den „Tatsachen" und den rein empirischen ..Form" der Gesamterfahrung ist also hier ohne weiteres deutlich. Hypothesen". die innerhalb der älteren entworfen und formuliert worden sind: schon dieser eine Zug aber setzt zwischen beiden einen logischen Zusammenhang und weist auf ein gemeinsames Forum der Beurteilung hin. den Einklang zwischen Theorie und Erfahrung wiederherzustellen vermag: hat dieser Weg sich aber endgültig als ungangbar gezeigt. dem beide unterstehen. die also ein abgeleitetes Moment betrifft. als notwendig abgeleitet wird. Die Einschiebung von Mittelgliedern. Die Erhaltung einer allgemeinen . so sieht sich die Kritik nunmehr zu den Voraussetzungen selbst und zu der Forderung ihrer Umgestaltung zurückgewiesen. die umfassenderen Gesetze zu wahren und zu „retten". um derentwillen sie überhaupt unternommen wird und die ihr das eigentliche Ziel weist. auf diese Weise die lückenlose Übereinstimmung zwischen Theorie und Beobachtung wiederum herzustellen. Regeln" ihrer Ver- bindung auf die übergreift. unter Einfügung eines neuen bestimmenden Einzelfaktors. Da wir etwa Newton dürfen uns nicht als Antwort 23* 355 . indem das abweichende Ergebnis nunmehr aus ihnen selbst. solange noch irgendeine weniger eingreifende Variation..

so bedürfen wir für diese fortschreitende Vergleichung ein letztes konstantes in obersten Grundsätzen. In diesem Sinne will die kritische Erfahrungslehre in der Tat gleichsam die all- Maß gemeine Invariantentheorie derErfahrung bilden und damit eine Forderung erfüllen. Als solche Formelemente. festgestellt. daß der Sinn bestimmter Erfahrungsfunktionen von einem Wechsel in dem materialen Inhalt. in welchem sie sich ausein für allemal ins fassen. die hierbei geübt wird. so werden hier diejenigen universellen Formelemente zu ermitteln gesucht. oben. sondern stets nur e i n hypothetisches System von Grundsätzen einem anderen. auch die Methode. wie es vielmehr genügte. umfassenderen und radikaleren. weist das gleiche „rationale" Gepräge auf.niemals den Inbegriff der Hypothesen an sich mit den nackten Tatsachen an sich vergleichen. die für alle Erfahrung überhaupt gelten. ist es. Wir stellen fest. so gilt das Gleiche auch hier. Die Identität dieses logischen Maßsystems bei allem Wechsel dessen. die somit in keinem Erfahrungsurteil und in keinem System solcher Urteile fehlen können. nicht Beziehung von bestimmten Änderungen festzudarauf angewiesen waren. Vgl. der Größe und der funkUnd tionalen Abhängigkeit von Größen usf. auf welche die Charakteristik des induktiven Verfahrens selbst immer deutlicher hindrängt. um die Unabhängigkeit einer begrifflichen stellen. S. Auge zu 356 . die sich in allem Wechsel der besonderen materialen Erfahrungsinhalte erhalten. Wie wir dort. alle diese Änderungen wirklich zu vollziehen und tatsächlich zu durchlaufen. lediglich die Richtung um die der Änderung Entscheidung zu treffen*. wie es uns in der Mathematik entgegentrat. die bei bestimmten Transformationen ungeändert bleiben. 317 f. gegenüberstellen können. Das Verfahren der „Transzendentalphilosophie" kann an diesem Punkte dem der Geometrie unmittelbar gegenübergestellt werden: wie der Geometer an einer bestimmten Figur die Beziehungen heraushebt und untersucht. was der Gedanke fordert. was dadurch gemessen wird. werden die „Kategorien" des Raumes und der Zeit.

auf diese Weise das letzte Gemeinsame aller möglichen Formen der wissenschaftlichen Erfahrung herauszustellen. sondern weil und sofern sie in jedem gültigen Urteil über Tatsachen als notwendige Prä- misse so finden wir Zergliedern wir ein derartiges Urteil. objekist. ß. diejenigen Momente begrifflich zu fixieren. von jeder Änderung in den besonderen Kausalsätzen unberührt bleibt. Kausalgesetz ausspricht. die hier in Frage kommen. zu denen die betreffende Aussage einen zugehörigen Funktionswert darstellt. neben dem.einer prägen. die Geltung räumlich-zeitlichen Abhängigkeit der Elemente des die sich im allgemeinen Geschehens überhaupt. daß es eine feste. prinzipiell nicht betroffen wird: wie z. Es ist darin vorausgesetzt. den er voraussetzt. wenn es gelänge. nicht als einem Sinne ob sie in irgend vor der Erfahrung läge. Der streng begrenzte sachliche Sinn des „a priori" tritt in dieser Betrachtungsweise deutlich hervor. so enthält dieser gewiß unbestrittene und unbestreitbare Satz in dem Begriff der „Umgebung". daß die Zeitempfindung und Zeitvorstellung sich „in der Anpassung an die zeitliche und räumliche Umgebung" entwickelt. was es unmittelbar an sinnlichen Beobachtungsdaten enthält und was von Fall zu Fall verschieden ist. weil sie die Bedingungen jedweder Theorie sind. die jeder Bestimmung naturgesetzlicher Zusammen- hänge überhaupt zugrunde liegen. enthalten 357 . d. Apriorisch können nur jene letzten logischen Invarianten : Forderung — heißen. Dieses Grundverhältnis ist in der Tat von keinem noch so entschlossenen „Empirismus" jemals im Ernst geleugnet worden. Wenn etwa die evolutionistische Erfahrungslehre Gewicht darauf legt. einen gleichbleibenden Bestand: gleichsam ein System von „Argumenten". bereits alle diejenigen Momente in sich. die sich im Fortschritt von Theorie zu Theorie erhalten. Eine Erkenntnis heißt a priori. Das Ziel der kritischen Analyse wäre erreicht. Dieses Ziel mag auf keiner gegebenen Stufe des Wissens vollständig erreicht sein als bleibt es nichtsdestoweniger bestehen und bestimmt in der stetigen Entfaltung und Entwicklung der Erfahrungssysteme selbst eine feste Richtung. h.

ist. der uns werden von den reinen logischen und mathematischen Bedingungszusammenhängen bis zum Problem der Wirklichkeit hinführt? Und wenn ein solcher Weg gezeigt werden kann: welche neue Bedeutung ist es. ja irgendwelchen Sinn behalten soll: und diese Wahrheit eines Urteilszusammenhangs. sondern nach einer bestimmten Regel „auseinander" hervorgehen. Der Raum. sondern von der Geltung bestimmter Relationen und von ihrer Über.tive Zeitordnung „gibt" beliebig und daß die Ereignisse in ihr nicht und nach Willkür einander folgen. wenn der Gedanke der Evolution irgendwelches Recht.und Unterordnung ist in ihm einzig die Rede. eine Vermittlung zwischen ihnen anzunehmen. Die Wahrheit dieser Grundannahmen muß feststehen. wiederum der Gegensatz zwischen Wahrheit und Wirklichkeit in sich birgt. sofern die Erkenntnis sich zum einheitlichen System vollenden soll. Gibt es so muß jetzt gefragt innerhalb der Erkenntnis selbst einen Weg. nicht die Existenz irgendwelcher Vorstellungen in uns. Nicht vom Dasein psychischer Inhalte. und welche Richtung seiner Lösung wird dem daß er eine ungelöste Frage Sonderung beider Momente — — Denken damit gewiesen? 358 . So notwendig die so unabweislich ist es andererseits. um so deutlicher zeigt es sich auf der anderen Seite. die das Problem selbst hierdurch gewinnt. auf welche der Begriff des Apriori in seiner reinen logischen Bedeutung allein anwendbar ist. bildet. weil nur er eine Invariante für jegliche Je schärfer indessen hier physikalischeKonstruktion hervortritt. ist es. nicht die Farbe ist ein „Apriori" im Sinne der kritischen Erkenntnislehre.

im Gebiet der Erkenntnis selbst.und Außenwelt auseinander. zusammengehörige Gesichtspunkte. zwischen denen es keine verständliche kausale Vermittlung gibt. Das charakteristische Verfahren der Metaphysik besteht lungen — nicht darin. daß sie das Gebiet der Erkenntnis überhaupt überschreitet denn außerhalb dieses Gebiets gäbe es für sie nicht einmal mehr Stoff zu möglichen Fragestelsondern daß sie. so sind es dagegen und bar k e i t . in eine Innen. wie in der alten Grundfrage nach dem Verhältnis des und Seins. 313f. voneinander abtrennt und somit das Logisch-Korrelative in ein Dinglich. Und immer schärfer prägt sich nunmehr der Widerstreit aus: wenn die Objekte nur als Vielheit Bestand haben. die sich bereits in der ursprünglichen Formung der Grundgedanken Identität Bewegung Unwandel- 359 . Der Begriff der Wirklichkeit. die nur in bezug aufein- — ander bestimmt sind. (Vgl. I. die vom echten Begriff gefordert werden. Dieser eine Gegensatz birgt bereits alle anderen in sich und läßt sich fortschreitend in sie entfalten. des Subjekts und Objekts der Erkenntnis. wenn zum Wesen der Wirklichkeit das Moment der und der Denkens Veränderung gehört. oben. S.Gegensätzliches umdeutet. so treten sie alsbald auch in zwei getrennte räumliche Sphären. Sind einmal die „Dinge" und der „Geist" begrifflich geschieden.) An keiner Stelle tritt dieser Zug so deutlich hervor und an keiner Stelle ist er so bedeutsam und folgenreich. Keine dialektische Lösung vermag diese Trennungen. so ist dem Subjekt die Forderung der Einheit wesentlich.Sechstes Kapitel.

Sind diese Begriffe. äußeren" Dinge beziehen. daß er sich rein aus ihr und ihren eigentümlichen Prinzipien verständlich machen lasse. so zeigt es sich. ohne den Dualismus der metaphysischen Grundbegriffe bereits vorauszusetzen. Innen" und . welche Trennung im Absoluten den Gegensätzen des . die eine aus der anderen abzuleiten und auf sie zurückzuführen. der „Vorstellung" und des . besteht noch keinerlei feste Scheidewand. lediglich gedankliche Phantome oder bleibt für sie im Aufbau der Erkenntnis eine feste Bedeutung und Leistung zurück? Befragt man die unmittelbare Erfahrung. die sich auf die .vollzogen haben. daß ihr der Gegensatz des „Subjektiven" und „Objektiven" noch völlig fremd ist.. ist zugleich zu fordern. die sich all jenen Gegensätzen zum Trotz als solche erhält und behauptet.. Zwischen den Erfahrungen insbesondere. ohne daß es ihr gelingt.ist" damit und ist genau in der Form.. das . jemals wieder völlig aufzuheben: die Geschichte der Metaphysik wechselt zwischen den gegensätzlichen Tendenzen ab. Und dennoch bildet zum mindesten das des eine ursprüngliche Einheit. Gegenstands" zugrunde liegt. sofern es in die Erinnerung aufgenommen — System Erfahrungswissens anwendbar Wissen 360 . Sofern dieser Dualismus auf die Erfahrung sein soll. die sich auf den eigenen Körper des Individuums und denen. sondern lediglich.. Somit lautet die Frage nicht länger. Was hier und jetzt vom Bewußtsein aufgefaßt wird. um deren Trennung und Wiedervereinigung sich alle Geschichte der Philosophie gemüht hat. Über die Richtung dieses Fortschritts muß sich also Klarheit gewinnen lassen.. in der es sich der direkten Erfahrung darbietet. Außen". die alle Inhalte gleichmäßig und unterschiedslos in sich befaßt. aus welchen Gesichtspunkten und welcher selbst zu diesen Notwendigkeit heraus das Scheidungen gelangt. Für sie gibt es nur eine Stufe des „Daseins" schlechthin. die noch von keinem Moment der Reflexion durchsetzt ist. Selbst die Zeitgrenze der einzelnen Erfahrungen verschwimmt: das Vergangene ist. Der stetige Gang der Wissenschaft wird durch die wechselnden Schicksale der Metaphysik nicht von seinem Ziele abgelenkt.

die sinnlichen Daten nicht einfach hinzunehmen. Aber freilich hebt schon der erste Anfang der logischen Reflexion diesen Eindruck der vollkommenen Einheit und Geschlossenheit auf.ebenso vorhanden und damit ebenso „wirklich". Werte obachtung wird mehr und mehr in den Hintergrund gedrängt: was zurückbehalten werden soll. trägt im Keime zugleich die Spaltung des Seins in eine „subjektive" und „objektive" Sphäre in sich. an dieser Stelle die Scheidung von Subjekt und Objekt abzulösen. dieser Stufe den Gegensatz des Subjektiven und Objektiven überhaupt gebrauchen was nur im übertragenen und unso müßte man ihr das eigentlichen Sinne geschehen kann Merkmal durchgängiger Objektivität zusprechen: denn in ihr ist. Die einmalige flüchtige Be- Ent- zweiung. wiederkehren. sondern sie in ihrem zu unterscheiden. muß sie eben damit das anfängliche Verhältnis der Koordination aller Erfahrungsdaten aufheben und ein Verhältnis der Über. 361 . als es das Gegenwärtige ist. Die die jetzt beginnt und die sich im weiteren Fortgang immer schärfer ausprägt. liegt bereits in den ersten Ansätzen der wissenschaftlichen Weltbetrachtung verborgen. Die mannigfachen Inhalte ordnen sich gleichsam in einer Ebene: noch gibt es keine bestimmten Gesichtspunkte. indem er ihren wesentlichen begriffliche n Gehalt in sich auf- metaphysische nimmt. die irgendeinen Vorrang des einen vor den Will man zur Charakteristik andern begründen könnten. Die Analyse des Erfahrungsbegriffs hat bereits zu demjenigen Gegensatz hingeführt.und Unterordnung an seine Stelle treten lassen. sind nur jene „typischen" Erfahrungen. der sich gegen die allgemeine Gültigkeit irgendeiner Wahrnehmung richtet. die wir mit dem Gedanken des „Dinges" zu verknüpfen pflegen. Jeder kritische Zweifel aber. — — besitzen die Inhalte noch jene Passivität. Die Grundtendenz dieser Betrachtung geht dahin. der dazu berufen ist. Indem die Wissenschaft das Gegebene aus bestimmten Prinzipien zu gestalten und abzuleiten unternimmt. die in immer gleichbleibender Weise und unter Bedingungen. die sich allgemein formulieren und feststellen lassen. jene fraglose und unzweifelhafte Gegebenheit.

daß auch dieser zweite Inhalt in einem dritten seine Korrektur findet. die die notwendigen und konstitutiven Faktoren jedes Erfahrungsurteils bilden. so wenig gibt es absolut veränderliche Elemente. die sich in jeder ferneren experimentellen Prüfung und durch alle scheinbaren Gegeninstanzen hindurch die somit im Flusse der Erfahrung beharren. der ihm gegenübertritt und der für sich zunächst dauernden Bestand in Anspruch nimmt. finden sich feste Verknüpfungen. und daß er somit nicht mehr als der wahrhafte und vollständige sich sogleich. während andere wiederum zerfließen und sich verflüchtigen. Wir achtung gegeben sind. Bedeutung besitzt. die sich also in allem Wechsel des Hier und Jetzt erhalten. erscheinen indessen die mannigfachen empirischen Aussagen alsbald von sehr verschiedenem Werte.. Die ersteren sind es. finden Zusammenhänge. dem alle empirische Erkenntnis zustrebt. Aus dieser Ableitung des Grundunterschiedes aber ergibt behaupten. was also nur eine Bestimmung des individuellen. dem Kreise der Subjektivität zugerechnet wird. Subjektiven" bezeichnen. Objektiv heißen uns zuletzt diejenigen Elemente der Erfahrung. während wir die letzteren mit dem Ausdruck des . daß er lediglich relative So wenig es. unabhängig von den Differenzen. die wir im prägnanten Sinne „objektiv" nennen. die nur jeweilig unter besonderen Umständen. in der Gewinnung letzter Invarianten. wobei indes stets die Möglichkeit bestehen bleibt. die für irgendeinen Gesamtbereich von Gegenständen schlechthin gültig sind und ihm. Stand unserer Erkenntnis. für einen jeweilig erreichten 362 . auf denen ihr unwandelbarer Bestand beruht. Unter diesem Gesichtspunkt betrachtet. während dasjenige. was diesem Wechsel selbst angehört. die durch den besonderen Ort und den bestimmten Zeitpunkt der Beob- Das liegt. also etwa unter bestimmten physiologischen Bedingungen. zusammentreten. ein für allemal zukommen. Ein Inhalt kann als veränderlich nur erkannt werden mit Bezug auf einen anderen. wie sich zeigte. Neben lockeren assoziativen Verbänden von Wahrnehmungen. absolut konstante Elemente der Erfahrung gibt.Ziel. einmaligen Hier und Jetzt ausdrückt.

sondern gleichsam dynamischer Natur: er bezeichnet die verschiedene Kraft. die die Substanz der Dinge. um den es sich handelt. weil er dieses Grundverhältnis verdunkelt. während der materiale Inhalt der beiden Gebiete Der räumliche Ausdruck in steteni Fluß begriffen ist. da sie die Probe nicht bestanden. die uns anfangs als „feststehend" galten und die jetzt. Nur dieser wechselseitige Akt der Berichtigung selbst. wenn man an das bekannteste Beispiel für diesen Übergang 363 . sondern des Seins gilt. der Grenzscheidung. eine fertige und absolut abgeschlossene Sonderung der Dinge setzt. Aber es handelt sich. sondern ein Urteil. bei diesem Übergang ins Subjektive nicht um eine Veränderung.als bloßer Teilausdruck Hier handelt es sich also nicht um eine starre Scheidewand. sondern lediglich um eine solche. wird nunmehr auf einen bestimmten Kreis von Bedingungen Ausdruck der Objektivität. die sich zugleich mit der fortschreitenden Erkenntnis selbst vollzieht und konstituiert. weil er an die Stelle einer lebendigen Wechselbeziehung. die zwei voneinander ewig getrennte Gebiete der Wirklichkeit auseinanderhält. wie jetzt immer klarer hervortritt. die Zerlegung des Seins in eine Innenund Außenwelt ist daher schon darum unzureichend und irreführend. vergangenen gegenüber ebenso sehr als „objektiv". ist nicht räumlicher. ohne in ihrem Inhalt dadurch geändert zu werden. die die Entgegensetzung zu erfüllen hat. Man kann sich dieses Verhältnis alsbald verdeutlichen. das zuvor unbedingt zu gelten schien. wie sie sich der späteren gegenüber als „subjektiv" erweist. sondern um eine bewegliche Grenze. In diesem sich stetig erneuernden Prozeß scheiden immer mehr Gruppen aus. die sich im Fortgang der Erkenntnis selbst Die gegenwärtige Phase erscheint der beständig verschiebt. mit welcher Erfahrungsurteile der steten Nachprüfung durch Theorie und Beobachtung standhalten. bleibt bestehen. eingeschränkt. nur die Funktion. Die „Dinge" werden dadurch nicht zu bloßen „Vorstellungen" herabgedrückt. der das Grundmerkmal aller Objektivität ausmacht. Der Gegensatz. diesen Charakter. die die kritische Bewertung von Erkenntnissen erfährt. verlieren.

innerhalb dessen sie jedoch ihre Die gesehene Farbe. der Bewegung. auf welchem sie beruhen. kraft dessen sie aus der wissenschaftlichen Konstruktion der Wirklichkeit ausscheiden. als daß die Farben und Töne. das somit einen be- stimmten komplexen Zusammenhang von Erfahrungsmomenten zu völlig zutreffendem Ausdruck bringt. die für ein einzelnes Glied gilt. Die Qualitäten fallen also. indem sie als subjektiv erklärt werden. der Gestalt. Der Irrtum beginnt erst. nicht aber aus der Natur als solcher heraus: denn eben jenes Verhältnis physikalischer und physiologischer Bedingungen. wohlbegründet" ist. an die Entdeckung der „Subjektivität der sinnlichen Qualitäten" denkt. sie trennen sich von den rein mathematischen Ideen des Raumes. Abgrenzung nicht. Schon bei Demokrit. -[viü^it} über. so ist auch dies kein wesenloser Schein. die Gerüche und Geschmäcke einen eigentümlichen Erkenntnischarakter erhalten. der diese Entdeckung zuerst vollzieht. engeres Gebiet abgesteckt. bis zu den Illusionen und SinnesWenn wir den geraden Stab im täuschungen zurückgeht. das in den Gesetzen der Lichtbrechung . Wasser gebrochen erblicken. Ton ist und bleibt ein . die früher nur ein als Zeugen der Wirklichkeit schlechthin galten. Das gleiche gilt.. sondern resultiert von dem Zusammenwirken des physikalischen Reizes. macht selbst einen Teil der „Natur" aus. Sie gehen von der ^rtjaltj ^via^ri in die öxot/t. zwar aus der Welt der „reinen Formen". daß ihnen jeder Anteil am Sein überhaupt abgesprochen wird: vielmehr wird ihnen. sondern ein Phänomen.. Wirkliches": nur besteht diese Wirklichkeit nicht für sich und isoliert. denen fortan allein physikalische Trotzdem bedeutet diese „Wahrheit" zugesprochen wird.der Objektivität in die Subjektivität. und des zugehörigen Organs der sinnlichen Empfindung. wenn man über den Kreis der sekundären Qualitäten hinaus. der gehörte volle Geltung bewahren. auf den Gesamtkomplex übertragen und somit ein Urteil. das unter bestimmten Einschränkungen als gültig befunden 364 . bedeutet sie im Grunde nichts anderes. die die mathematische Physik entwirft. deren Begriff sich ja erst in der wechselseitigen kausalen Abhängigkeit der Einzelelemente erfüllt. wenn wir eine Bestimmung.

ein sondern mehrgliedrig. Solange man bei dem metaphysischen Unterschied des Innen und Außen stehen bleibt. an dem Schema der exakten Physik gemessen. die nach einer bestimmten Regel fortschreitet. Der Gegensatz ist nicht mehr zweigliedrig. auf die Erfahrung als Ganzes. ist. so tritt die Stufenfolge in den Graden der Objektivität deutlich hervor. sofern wie sich gezeigt hat und derselbe Erfahrungsinhalt subjektiv und objektiv heißen kann. den eigentlichen Typus des Objektiven. bezeichnet und festlegt. und umgekehrt. ist ein gültiges Erfahrungsurteil. Die sinnliche Wahrnehmung bedeutet. zwischen relativ abhängigen und relativ unabhängigen Urteilen besteht. Jedes Glied weist nunmehr auf ein folgendes hin und fordert es zu seiner Ergänzung. diesem Urteil gleichsam einen logischen Index beigeben. je nachdem er relativ zu verschiedenen logischen Bezugspunkten genommen wird. Oder: wie ein Ding Hier gilt nur ein einfaches Entweder nicht gleichzetig an zwei verschiedenen Stellen des Raumes sein kann.wurde. sich als notnur müssen wir wendig begründen und ableiten läßt. losgelöst von jeder Daß der Stab gebeschränkenden Bedingung. Faßt man das Ganze dieser Betrachtungen zusammen. eine Wertfolge gegeben. zu einem Phänomen werden kann. kritischen Fassung der Frage dagegen ist diese Beschränkung aufgehoben. das keine selbständige Eigenschaft der „Dinge" mehr. der schlechthin keine Vermittlung zuläßt. der Halluzination und dem Traume gegenüber. sofern nämlich brochen die Erscheinung. so kann das „Innere" nicht in irgendeinem BeIn der tracht zugleich ein „Äußeres" sein. Damit aber ist von selbst statt einer bloßen Zweiheit von Bestimmungen. anwenden. während sie. von denen — sich nicht abstrahieren läßt. Schon in der populären und vorwissenschaftlichen Betrachtung lassen sich die ersten. In Wahrheit handelt es sich hier stets um eine Beziehung. ist damit ein Gegensatz gegeben. auf die es sich bezieht. wichtigen Phasen dieser Entwicklung — — — 365 . die zwischen dem relativ engeren und dem relativ weiteren Erfahrungskreis. der die besonderen Bedingungen seiner Geltung. sondern nur einen subjektiven Zustand des Beobachters ausdrückt.

Hier genügt es nicht. die in keiner Zusammenfassung ein stetiges Ganzes ausmachen. Dinge". sind nur völlig diskrete Werte. werden jetzt bewußt aufgenommen und in methodischer Absicht weitergeführt. so liegt schon dieser primitive Urteilsakt in jener Richtung vom Variablen zum Konstanten. sondern neben diese bloße Vereinigung des Gegebenen muß Akt der logischenErgänzu ng treten. Die Fortbildung dieses Verfahrens ist es sodann. Die logischen Ansätze.. Das wahrhaft „Gesehene" und „Gehörte" gibt nur unzusammenhängende. verlangt. identischer Bestimmung die sinnliche ein Wahrnehmungen schlechthin zusammenzunehmen. bleibt dennoch weit zurück hinter dem. das sich in liche Festigung. erweisen sich. die schon im Erfahrungsbegriff der gewöhnlichen Weltansicht vorlagen. Wenn in wir einen sinnlichen Eindruck. DerGegen- stand der Erfahrung wird als ein kontinuierliches Sein gedacht. worauf die Wissenschaft ihre Definition der Natur und des Naturobjekts gründet. die für alle Erkenntnis wesentlich ist. sind dagegen stets nur isolierte Bruchstücke. zeitlich auseinanderfallende Massen von Perzeptionen. dessen Fortbestand in jedem Punkte der stetigen Folge der Zeitmomente als notwendig postuliert wird. was im Dingbegriff der gewöhnlichen Erfahrung geleistet ist.. Gegenstandes" die vollkommene Erfüllung der Zeitreihe. Schon hier wird der Inhalt der Empfindung vom momentanen Erlebnis losgelöst und diesem als selbständig gegenübergestellt: er erscheint dem einzelnen zeitlichen Akt gegenüber.erkennen. während der Begriff des . je deutlicher 366 . der uns hier und etwa jetzt als ganz bestimmter Nuancierung gegeben ist. Somit tritt auf dieser zweiten Stufe das allgemeine Verfahren der Umformung und Bereicherung des Gegebenen auf Grund der logischen Forderung seiner durchgängigen Verknüpfung bereits in voller Schärfe hervor. Die . als ein gleichbleibendes Moment. „rot" oder „grün" bezeichnen. Aber diese gedankauch im Einzeleindruck latent ist und ihm erst einen eigentlichen Bestand verleiht. in dem er erfaßt wird. Was die direkte Wahrnehmung uns darbietet. also streng genommen die Setzung eines unendlichen Inbegriffs von Elementen. festhalten läßt. die nunmehr entstehen.

die einander wechselseitig als Maßstab dienen. was sie für das Gesamtsystem bedeutet: und diese Bedeutung ist es. die der Erkenntnis völlig faßbar und erreichbar ist. der aber keine andere Funktion besitzt. 217 ff. sieht sich der Gedanke zu einem hypothetischen Unterbau des empirischen Seins hingeführt.ihrem eigentlichen Gehalt erfaßt werden. Stetigkeit. bleibt daher freilich ein unergründliches Problem: aber mit dieser Frage haben wir es in der kritisch geklärten Fassung des Gegensatzes des Subjektiven und Objektiven auch nirgends zu tun. (Vgl. der ihnen als ein für allemal erkennbares Merkmal anhaftete. sondern um das. Vorstellung" übergeht. zu jenen letzten Konstanten der Erfahrung überhaupt vorzudringen. Wir messen hier die Vorstellungen nicht an den absoluten Gegenständen. was sie „wert ist".ist". S. dieses Prozesses wäre erreicht. d. h. sobald es uns gelungen wäre.Ding an sich" in die bloße . So handelt es sich hier im letzten Grunde nicht darum. was eine bestimmte Erfahrung . zugleich Voraussetzung und Ziel der Forschung bilden. welche Leistung ihr. Wie das . oben.. die in keinem sinnlich wahrnehmbaren Objekt jemals völlig erfüllt ist. die ihr das Maß der Objektivität bestimmt.. wie sich zeigte. wie das absolute Dasein sich in das absolute Wissen wandelt. im Aufbau des Ganzen zukommt. der von den ersten Stufen der Objektivierung bis zu ihrer vollenDer Abschluß deten wissenschaftlichen Gestalt hinführt. Dingcharakter" unterschieden. Auch die Traumerlebnisse sind von den wachen Erlebnissen nicht durch einen ganz spezifischen . sondern es sind verschiedene Teilausdrücke ein und derselben Gesamterfahrung. Auch sie 367 . sie in als Um — sofern dieser Terminus rein auf eine Bedeutung einge- schränkt wird. Jede Teilerfahrung wird danach befragt. zu erreichen. die. als besonderem — Baustein. Das System dieser unveränderlichen Elemente bildet das Muster der Objektivität überhaupt.) Somit ist es ein lückenloser Fortgang. immer mehr metaphorische Ausdrücke für dauernde Gesetzeszusammenhänge der Phänomene und somit für die Konstanz und Kondiese Festigkeit und tinuität der Erfahrung selbst. als die beständige Ordnung innerhalb dieses Seins selbst darzustellen...

die Grundforderung nur zum Teil erfüllt und daher der Ergänzung in einer neuen Setzung bedarf. subjektiven Charakter des Traumes bedeutet nichts anderes als die Wiederherstellung einer logischen zwischen den Bewußtseinsinhalten. in „objektiven" körperlichen Zusind. so wie sie den Dingen niemals mit den an und für sich und losgelöst von allen Bedingungen der Erfahrung etwa angenommen werden. Wir suchen an Stelle der veränderlichen Inhalte dauernde Inhalte zu gewinnen. der die gegebenen Daten unter ordnet. aber wir werden uns zugleich bewußt. sofern sie in bestimmten physiologischen Bedingungen. Die einem neuen allgemeineren früheren Ergebnisse werden dadurch nicht entwertet. So gelangen wir zu einer Folge über. aber dieses Sein reicht nicht ständen über den Umkreis und über die Zeitspanne hinaus. So können wir freilich die selbst. notwendig zusammen. die uns den jeweiligen Begriff der „Objektivität" am — Erfahrung Dingen Gesichtspunkt definieren. vergleichen. sofern es die Antwort auf eine Frage geben will. die in ihnen latent ist.und untergeordneter Momente.besitzen eine Art des „Seins". die von dem Keine dieser Phasen — Ziel kann gänzlich entbehrt weitesten entfernt bleiben stellt auch einen schlechthin unbedingten werden. der nur relative Haltpunkte kennt: und diese Haltpunkte sind es. den wir in dieser Richtung gegründet Abstufung Organisation unternehmen. Jedes spätere Glied der Reihe hängt mit den früheren. auch diejenigen nicht. sondern vielmehr innerhalb einer bestimmten Geltungssphäre bestätigt. — 368 . aber keine von Abschluß dar. an deren Stelle es sich setzt. daß jeder Ansatz. innerhalb Die Einsicht in den deren diese Bedingungen erfüllt sind. die sich vorübergehend zu verwischen drohte. der der Gegensatz des Subjektiven und Objektiven in seiner fortschreitenden Entwicklung dient. wohl aber können wir einen relativ engeren Aspekt der Erfahrung selbst durch einen weiteren ersetzen. Wir stehen hier vor einem ständig sich erneuernden Prozeß. Und so ist es allgemein die immer strengere der Erfahrung. die gleichsam die verschiedenen komplementären Phasen für die Lösung ein und derselben Aufgabe darstellen.

der in der Erkenntnis niemals gegeben sein kann sondern nur. die ja selbst vollständig diesem Kreise angehört.Auch die Richtung. versagen: haben wir uns einmal in den Kreis des . wie alle Versuche. in welcher dieser Weg der Erfahrung durchschritten wird. die einzelnen Phasen der empirischen Erkenntnis zu unterscheiden. auf die gedachte Allheit dieser Phasen und ihre Aufeinanderfolge angewandt. ob ein bestimmter Sonderinhalt einen dauernden oder vergänglichen Bestandteil in eben diesem Ganzen ausmacht. wie etwa die Frage nach dem absoluten Ort der Welt: denn wie in dieser ein Verhältnis. Cassirer. die in dieser Hinsicht unternommen werden.. die in der Erfahrung selbst und gemäß ihren Bedingungen gegeben ist.. unmittelbar entgegengesetzt. als diejenige. Der Kritik der Erkenntnis dagegen stellt sich die Aufgabe umgekehrt: für sie lautet das Problem nicht. Jeder — — . sondern wie wir vom „Objektiven" zum . Sie kennt keine andere und keine höhere Objektivität. sondern einen Wertunterschied zwischen seinen einzelnen Faktoren zu treffen. wie wir vom . Subjektiven" gelangen. Die Frage nach der Objektivität der Erfahrung überhaupt beruht im Grunde auf einer logischen Illusion. Selbstbewußtsein" eingeschlossen. der bestimmt ist. die nach den gewöhnlichen metaphysischen Voraussetzungen zu erwarten wäre. Sie steht prinzipiell auf derselben Stufe. so kann keine Bemühung des Denkens. ob das Ganze der Erfahrung objektiv wahr und gültig ist da hier bereits ein Maßstab vorausgesetzt würde. ist derjenigen. Somit fragt sie nicht.. uns wieder über ihn hinausführen. sind es die Vorstellungen in uns. fälschlich auf das Universum als Ganzes übertragen wird. das System in seiner Gesamtheit seinem absoluten Werte nach abzuschätzen. so wird hier ein begrifflicher Gegensatz. Vom Standpunkt dieser Voraussetzungen ist es das Subjekt. das nur für die einzelnen Teile des Universums in ihrer wechselseitigen Beziehung Geltung hat. Objektiven". Subjektiven" zum . von der die Geschichte der Metaphysik auch sonst mannigfache Beispiele liefert.. Substanzbegriff 24 369 . Die Geschichte der Philosophie lehrt indes. die uns anfangs allein gegeben sind und von denen wir uns erst mühsam den Zugang zur Welt der Objekte zu bahnen haben. Es handelt sich nicht darum.

Bestandteile. das schon in der Begriffsbestimmung des inso zeigte duktiven Urteils hervortrat. die ihr gegenübertritt.kommt das volle Maß der „Objektivität" zu. Jedes Einzelurteil sich hier nimmt zunächst und ursprünglich unbedingte Geltung für sich in Anspruch: es will nicht nur hier und jetzt gegebene Empfindungen in ihrer individuellen Eigentümlichkeit beschreiben. In dem Maße. indem es einen allgemeingültigen Zusammenhang zwischen Subjekt und Prädikat 370 . was aus der wissenschaftlichen Auffassung der Wirklichkeit ausscheidet. Das Urteil blickt als solches und kraft seiner logischen Grundfunktion über den Kreis des jeweilig Gegebenen hinaus. von welchem aus nun in einer spekulativen die Welt der Objekte zu erreichen und zu konstruieren wäre. Das. wenngleich es innerhalb eines beschränkten Umkreises sein Recht bewahrt.. in der sich der veränderliche Bestand vom dauernden abscheidet.. die also die Geltung fester gesetzlicher Relationen zwischen Inhalten überhaupt. mehrt sich daher der Stoff dessen. die zunächst unentbehrlich und konstitutiv für den Begriff des empirischen Seins selbst scheinen wie der spezifische Inhalt der einzelnen Empfinverlieren diese vorherrschende Stellung und bedungen sitzen fortan keine zentrale. sondern es ist erst das Ergebnis einer Analyse. sondern nur noch eine periphere Bedeutung. solange sie nicht durch eine andere. Subjektive" ist nicht der gegebene selbstverständliche Ausgangspunkt. sondern einen Sachverhalt feststellen. besonderen Erfahrung endgültigen — — Kontrolle Synthese — Der Fortgang dieser Analyse wird deutlich. voraussetzt. Die Bezeichnung eines Elementes als „subjektiv" kommt ihm daher keineswegs ursprünglich zu. als diese ständige Prüfung und Selbstkorrektur fortgesetzt wird. verdrängt und berichtigt wird. wenn man auf das Verhältnis des „Allgemeinen" zum . der unabhängig von allen besonderen zeitlichen Umständen an — — und für sich als gültig gesetzt wird. Besonderen" zurückblickt. das erst auf relativ hoher Stufe erreicht wird. sondern sie setzt ein kompliziertes Verfahren der gedanklichen und empirischen voraus. Sie entsteht erst in der wechselseitigen Kritik der Erfahrungen. die den Bestand der Erfahrung selbst.

Konflikt zwischen verschiedenen empirisofern sich ein Aussagen. (S. näher ins Auge faßt. Dieser Zusammenhang wird von einer neuen Seite her bestätigt. einigen" allbefassenden Raum gewonnen wird. die absolut genommen. von dieser ersten Forderung abzugehen und seine Aussage ausdrücklich auf einen engeren Diese Begrenzung findet nur statt. in der jeder Gedanke der logischen Beziehung ausgelöscht ist.. Wie die einzelne geometrische Gestalt. nicht die .) Nur auf Grund besonderer Motive wird der Gedanke dazu geführt. S. deren jeder indessen als gesetzlich völlig bestimmt gedacht wird. sich schneiden und sich wechselweise bestimmen. Das wissenschaftliche Experiment stellt niemals einen einfachen Bericht über hier und jetzt gegebene — Differenzierung Versuchs. ihnen sich bescheidet. Natur" der Dinge schlechthin. nur durch Einschränkung aus dem .. einzelne Inhalte. um sie erst nachträglich aus einem besonderen Komplex von Bedingungen abzuleiten. führt kein Weg zum Gesetz hinüber: dagegen ist es völlig verständlich. die sich dem Gesamtplane scheinbar nicht einfügen. so geht das besondere Erfahrungsurteil durch Einschränkung aus dem einigen Grundsystem der Erfahrungsurteile überhaupt hervor und setzt dieses System voraus. nach einem bekannten Satz der Kantischen Raumlehre.behauptet. zunächst auszuscheiden. werden jetzt in Einklang miteinander gesetzt. wie wir auf Grund der allgemeinen Forderung einer durchgehenden gesetzlichen Ordnung der Erfahrungen dazu geführt werden. inhaltlich unvereinbar sein würden. 326 ff. schen Aussagen ergibt. wenn man den logischen Grundcharakter des wissenschaftlichen der ja der eigentliche Zeuge der empirischen Wirklichkeit ist. was den eigentlichen Kern des Wirklichkeitsbegriffs bildet. indem sie auf verschiedene Subjekte be- indem also zum mindesten die eine von zogen werden. wenn eine Mehrheit von Erfahrungskreisen. Von der schlechthin isolierten „Impression". Es ist somit die logische der Erfahrungsinhalte und ihre Einordnung in ein gegliedertes System von Abhängigkeiten. Kreis zu beschränken. oben. 24* 371 . Es entsteht. sondern nur von einem speziellen Gesichtspunkt aus und unter bestimmten einschränkenden Bedingungen zum Ausdruck zu bringen.

Der beschränkte Umkreis von Tatsachen. sondern an seine Stelle sind Begriffe. Erst vermöge dieser Bereicherung * Duhem. S. Wahrnehmungstalsachen dar. ein Ding aus Kupfer oder Stahl. aus einer Gruppe sinnlicher Merkmale und Eigenschaften in ein Ganzes ideeller gedanklicher Bestimmungen. getreten. die im Kleinsten wie im Größten gleichmäßig Geltung besitzt und die sich daher auch von jedem Einzelpunkte aus wiederum rekonstruieren seines lassen muß. weitet sich vor dem geistigen Blick zum naturgesetzlichen Zusammenhang der Phänomene überhaupt.. zuvor zum Ausdruck des idealen Falls umbilden. der magnetischen — — Achse. der unter gewissen Bedingungen erfolgt ist. sondern erhält seinen Wert daß es die Einzeldalen unter einen bestimmten Gesichtspunkt der Beurteilung rückt und ihnen damit eine Bedeutung gibt. S. die sie im einfachen sinnlichen Erleben als solchem nicht besitzen. 372 . Was wir beobachten. ist stets ein objektiver Zusammenhang theoretisch-physikalischer Sätze. Die unmittelbare Anzeige des Augenblicks wird nach allen Richtungen hin überschritten. der ihm vor Augen steht. ist etwa ein bestimmter Ausschlag der Magnetnadel. aus Aluminium oder Glas. die ihrerseits wiederum nur das Symbol und die Hülle für allgemeine mathematischDer physikalische Beziehungen und Zusammenhänge sind*. das er vor sich hat. liegt eben darin. der weit über den begrenzten Tatsachenkreis. vgl. um zu einem wirklichen es vortrefflich ausgeführt hat Ertrag seiner Untersuchungen zu gelangen. der uns sinnlich allein zugänglich ist. hinausgreift. oben. den die Theorie voraussetzt und erheischt. Es ist jetzt nicht mehr ein bestimmtes Werkzeug. was wir dagegen als Ergebnis des Versuchs aussagen. La Theorie Physique. der Stromintensität usf. den tatsächlichen Fall. wie die des magnetischen Feldes. der uns im Einzelmoment zugänglich wie D u h e m Immer muß der Physiker ist. 251 f. 190 ff.erst dadurch. auf das er in seinen Aussagen hinblickt. charakteristische Vorzug des Experiments daß hier in der Tat ein Schlag tausend Verbindungen schlägt. Damit aber wandelt sich ihm das einzelne Instrument. an ihre Stelle tritt der Gedanke einer allgemeingültigen Ordnung.

sondern wird zum Symbol der durchgehenden systematischen Verfassung... innerhalb deren er steht und an welcher er in bestimmtem Maße teil hat. Repräsentation. sondern lediglich seine logische Form. sondern dieser innere Beziehungsreichtum ist es. das offenbart jetzt eine innere Fülle und Mannigfaltigkeit. tritt jetzt zusammen und weist wechselweise aufeinander hin. geben wir ihnen damit jene Festigkeit.unmittelbaren Gehalts wird der Inhalt der Wahrnehmung zum Inhalt der Physik und damit zum „objektiv wirklichen" Inhalt. was zuvor als einfach galt. Somit haben wir es hier freilich mit einer Art „Transzendenz** zu tun: denn der einzelne gegebene Eindruck bleibt nicht schlechthin was er ist. Sie bezeichnen nur verschiedene Wege. Innerhalb der metaphysischen Lehren ist es die „Vorstellung**. nächst isoliert schien. was ihm das Kennzeichen wahrhafter Objektivität aufprägt. der hinter ihr steht. Indem wir die Einzelinhalte auf diese Art gleichsam mit immer neuen Fäden aneinander knüpfen. Zeichen" ist somit hier von gänzlich anderer Natur. Was die „Dinge" der Physik über die Sinnendinge hinaushebt und ihnen ihre eigentümliche Art der . auf welchen wir von einer Erfahrung zur anderen fortschreiten. die auf den Gegenstand. um auf diese Weise schließlich die Gesamtheit des Seins als die Gesamtheit des Systems der Erfahrung zu überblicken. 373 . Das . sofern sich zeigt. Eben hierin aber liegt das eigentliche Rätsel der Erkenntnis. Substanz". Realität** verleiht. als das Bezeichnete und gehört einem anderen Bereich des Seins an. hinweist. die das auszeichnende Merkmal der empirischen GegenständNicht die sinnliche Lebhaftigkeit des Eindrucks. Der Begriff und Terminus der der trotz aller Angriffe. Wäre uns der lichkeit ausmacht. daß sich von ihm aus in kontinuierlichem Fortschritt und nach völlig bestimmten Regeln zu anderen und wieder anderen Daten der Erfahrung gelangen läßt. der von ihnen ausgeht. ist der Reichtum an Folgerungen.. empfängt hier einen neuen Sinn. Aber dieser Fortschritt verändert wiederum nicht seine metaphysische Was zu. die gegen ihn gerichtet wurden. in der Geschichte der Erkenntnislehre dauernd eine zentrale Stellung behauptet hat.

Die Aristotelisch-scholastische sondern 374 . kraft eines Analogieschlusses die Verhältnisse. selbst als standteile gedacht. diesen Teil nicht nur als das. wie wir seine Beschaffenheit aus der Art der Vorstellungen. nicht zu erreichen: denn die sische — — Einheit des Erfahrungsinhalts nur scheinbar gewahrt. Ganzen zu als Ausdruck eines umfassenden nehmen. Diese Grundschwierigkeit tritt denn auch in die Entwicklung des Repräsentationsbegriffs immer von neuem zutage. wie wir dazu gelangen sollten.absolute Gegenstand bereits anderweit bekannt. mittelbar ablesen könnten. die uns von ihm entstehen. Haben wir uns des Daseins zweier verschiedener Grundreihen einmal versichert. listische Darstellung vermag das logische Ziel. wird durch die Theorie der Zeichen nicht erklärt. so können wir versuchen. wie es möglich ist. so bleibt es doch nach wie vor dunkel. die sich von ihnen loslösen und die auf dem Wege zu unseren Sinnesorganen mannigfache physich besondere Gewißheit wenngleich in verVeränderungen erfahren. die uns von ihrem stoffliche BeSein Kunde verschaffen. wie dagegen dieser Begriff selbst entsteht und was ihn notwendig macht. Selbst wenn die ist auch hier Dinge gleichsam einen Teil ihrer selbst hergeben. wenigstens dem Begriff nach gegebene Realität suchen. auf die andere zu übertragen: unbegreiflich dagegen bleibt es. Diese Zurückdeutung auf das Ganze würde stets eine eigentümliche Funktion erfordern. um zur Erkenntnis zu gelangen. um dessentwillen sie unternommen wird. mögen wir daher im unmittelbaren Erfahrungsinhalt nach Zeichen für diese. die hier nicht abgeleitet. In der antiken Atomistik werden die . Es ist kleinertem Maßstabe die wirkliche Substanz der Körper. die Existenz der einen Reihe aus Daten. Bilder" der Dinge. die ganz und ausschließlich der anderen angehören. sondern vorausgesetzt ist. die in der sinnlichen Wahrnehmung in uns eindringt und die Aber diese materiamit unserem eigenen Sein verschmilzt. Sobald wir die. was er an und für sich ist. wenn auch nur allgemeine von transzendenten Dingen jenseits aller Erkenntnis besitzen. zu fordern. so ließe es allenfalls verstehen.. die wir in der einen Reihe finden.

ein anschauendes. Ähnlichkeit". die zwischen dem Zeichen und dem Bezeichneten anzunehmen ist. diesen als der Gegenstand sich vortäuschen. die das vermittels der Spezies wirkende bewußtseinsfremde Objekt erkennt.. Die Auffassung. vielmehr das ist seine Meinung. nicht durch irgendwelche dingliche Beschaffenheiten. 25. S.. die im Objektverhältnis zu anderen Funktionen des Bewußtseins stehen. daß es sich auf den wirklichen Gegenstand richtet. immateriellen Spezies".Theorie der Wahrnehmung scheint daher dem eigentlichen psychologischen Tatbestand näher zu kommen.. Die Umwälzung der Wahrnehmungßhypothesen durch die mechaniache Methode. I. 12 ff. von Anfang an postuliert. 375 . species expressa) des Gegenstandes wird. auf den sie hinweisen. in keinem einzigen sachlichenEinzelmit dem Gegenstand. Der ganze Inhalt der . Das Bewußtsein vollzieht eine Handlung. „Die Verähnlichung des Bewußtseins mit dem Gegenstande bedeutet für Suarez nicht. ähnlich" sein könnten. Bestimmungen der Spezies selbst. S. ac wird daher zum mindesten in den reifsten und konaussequentesten Ausführungen der Theorie bei Suarez drücklich bekämpft und verworfen. statt sie zu erklären. ist daher jetzt nicht mehr derart aufzufassen. Schwarz. geht jetzt im Akt der Wir erkennen keinerlei einzelne Repräsentation selbst auf. daß sie „formales Spezies stimmen 1 merkma similitudines seien. Die lebendige Tätigkeit des Bewußtseins. da sie eben nur durch diese Operation des Hinweisens selbst. die ohne weiteres bewirkt. daß dadurch in das Bewußtsein Elemente hineingebracht werden. wenn sie diese Funktion. durch welche wir das Sein der Dinge erfassen. gekennzeichnet sind.. nicht ein angeschautes wird als das mit dem Gegenstand Ähnliche bezeichnet*." — veluti picturae objectoru m" — * H.cognoscimus non ipsam speciem impressam. Die als gehörten beide derselben logischen Kategorie an. vgl. überein. daß sozusagen das ganze Bewußtsein zu einem Erkenntnismittel und insofern zu einem Bilde (besser zu einem Ausdruck. sondern wir erkennen nur durch sie die Verhältnisse der äußeren Dinge: . gerät in eine eigentümliche Beschaffenheit. sed per speciem". Leipzig 1895. Die . in denen sie anderen Dingen .

Hier tritt also, wenngleich verhüllt durch die scholastische Terminologie, bereits eine wichtige neue Unterscheidung hervor. Die Tatsache, daß ein Element auf ein anderes ,, hinweist" und dieses mittelbar zur Darstellung bringt, wird jetzt nicht mehr durch eine besondere Beschaffenheit dieses Elements selbst erklärt, sondern auf eine eigentümliche Gesamtleistung der Erkenntnis und insbesondere des Urteils zurückgeführt. In prinzipieller Strenge freilich vermag diese Einsicht nicht festgehalten zu werden; vielmehr droht stets von neuem das funktionale Verhältnis des Ausdrucks, auf welches hier die Analyse hinführt, sich in ein dinglichsubstantiales Verhältnis der Teilhabe an gewissen objektiven Merkmalen zu verwandeln. Die Spezies werden alsdann wiederum zu ,, Spuren" der Dinge, die indes nicht mehr den vollenSeinsgehalt, sondern nur eine abgeschwächte „Wesenheit" besitzen. DerWiderstre t dieser beiden Auffassungen aber bringt zuletzt den Begriff der ,, Repräsentation" selbst um seinen bestimmten und eindeutigen Sinn. die Operation des Ausdrucks rein hervortreten zu lassen, muß der Inhalt, der als Zeichen dient, mehr und mehr seines Dingcharakters entkleidet werden; damit aber scheint zugleich die objektivirende die ihm zugesprochen wird, ihren Halt und ihre beste Stütze zu vertieren. So droht die Theorie der Repräsentation immer von neuem der Skepsis zu verfallen: denn welche Gewißheit besteht dafür, daß das des Seins, das wir in unseren Vorstellungen zu besitzen glauben, uns seine Gestalt unverfälscht wiedergibt, statt sie gerade in ihren wesentlichen Zügen zu entstellen? Die neue Bedeutung, die die Erkenntniskritik dem Begriff der Repräsentation zuweist, hebt dieses Bedenken auf. Jede besondere Phase der Erfahrung besitzt in der Tat, wie jetzt erkannt wird, ,, repräsentativen" Charakter, sofern sie auf eine andere hinausweist und schließlich im geregelten Fortschritt auf den Inbegriff der Erfahrung überhaupt hinführt.

Um

Bedeutung,

Symbol

Aber

dieser

Hinweis

betrifft

nur den Übergang von einem

einzelnen Reihenglied zu der Totalität, der es angehört und zu der allgemeinen Regel, von der diese Totalität sich beherrscht zeigt. Die Erweiterung greift also nicht in ein schlechthin

376

jenseitiges Gebiet über, sondern sucht umgekehrt eben dasselbe Gebiet, dem die besondere Erfahrung als einzelner Aus-

schnitt angehört, als allseitig bestimmtes Ganze zu erfassen. Sie stellt das Einzelne in den Umkreis des Systems ein. Fragt man aber weiter, woher dem besonderen empirischen Inhalt diese Fähigkeit eigne, das Ganze zu vertreten und darzustellen, so liegt hierin bereits eine Umkehrung der Problemstellung. Die Verbundenheit der Tatsachen und ihre wechselseitige Beziehung ist das Erste und Ursprüngliche, während ihre Isolierung lediglich das Ergebnis einer künstlichen AbstrakVersteht man daher die Repräsentation als tion darstellt. Ausdruck einer ideellen Regel, die das Besondere, hier und jetzt Gegebene, an das Ganze knüpft und mit ihm in einer gedanklichen Synthese zusammenfaßt, so haben wir es in ihr mit keiner nachträglichen Bestimmung, sondern mit einer konstitutiven Bedingung alles Erfahrungsinhalts zu tun. Ohne diese scheinbare Repräsentation gäbe es auch keinen „präsenten", keinen unmittelbar gegenwärtigen Inhalt; denn auch dieser besteht für die Erkenntnis nur, sofern er einbezogen ist in ein System von Relationen, die ihm erst seine örtliche und zeitliche, wie seine begriffliche Bestimmtheit geben. So wenig daher aus dem bloßen Begriff der Erkenntnis sich die Notwendigkeit ableiten läßt, ein Sein zu setzen, das außerhalb jeder Beziehung zur Erkenntnis steht: so notwendig enthält dieser Begriff eben jene Forderung der Verknüpfung, auf die die kritische Analyse des Realitätsproblems hinführt. Der Inhalt der Erfahrung ist uns ,, objektiv" geworden, sobald wir begriffen haben, wie jegliches Element in

ihm
als

sich

zum Ganzen
denn
die

webt.

Wollte

man

dieses

Ganze

selbst

Illusion bezeichnen,

so bliebe dies ein bloßes

Spiel

mit

Worten:

Unterscheidung von

Wirklichkeit

Schein, die hier vorausgesetzt wird, ist selbst nur i der Erfahrung und unter seinen Bedingungen möglich. (Vgl. oben, S. 362 ff.) Auch die Frage nach der ,, Ähnlichkeit" des empirischen Zeichens mit dem, was es bezeichnet, bietet jetzt keine Schwierigkeit mehr dar. Das das als Zeichen dient, ist dem Inbegriff, der bezeichnet wird, zwar nicht materiell ähnlich denn die B e z i e -

m

und System

Einzelmoment,

377

hung

e n

durch wohl aber besteht zwischen ihnen eine und „abbilden" durchgehende logische Gemeinsamkeit, sofern beide prinzipiell derBegründung andemselben gehören. Die sachliche Ähnlichkeit wandelt sich in begriffliche Korrelation: die beiden Stufen des Seins werden zu verschiedenen, jedoch notwendig einander ergänzenden Gesichtspunkten, unter denen der Erfahrungszusammenhang sich

die den Inbegriff ausmachen, lassen sich nicht irgendeine Einzelgestaltung vollständig ausdrücken
,

Zusammenhang

betrachten läßt.
Freilich

könnte die

sensualistische

Erkenntnis-

lehre versuchen, diesen Tatbestand, ohne ihn zu bestreiten, in das Schema ihrer Erklärung einzufügen, indem sie ihn

auf den psychologischen Grundbegriff der „Assoziation" zurückführt. Dieser Begriff scheint in der Tat alle Voraussetzungen für die Deutung und Lösung des Realitätsproblems darzubieten: da er über den Inhalt der einzelnen Eindrücke zwischen ihnen hinhinweg zu festen führt. Der Mangel der Erklärung aber tiitt sogleich hervor,

Verbindungen

wenn man

die

Form der Verbindung,

die

hier

vorausgesetzt wird und die nach den Begriffen der AssoziationsPsychologie allein zulässig erscheint, näher zergliedert. Der ,, Zusammenhang" zwischen den einzelnen Gliedern der Reihe bedeutet hier nichts anderes als ihre häufige empirische Koexistenz. Dies Beisammen der einzelnen Vorstellungen ist es, was eine Verbindung zwischen ihnen nicht sowohl schafft, als vielmehr vortäuscht. Kein begriffliches Prinzip, das sich in strenger logischer Identität aussprechen und feststellen ließe, verknüpft die Elemente der Assoziationsreihen zur
Einheit. Die Wege von einem zum anderen Element sind an und für sich unbeschränkt: welcher von diesen Wegen im wirklichen psychologischen Denken eingeschlagen wird, hängt lediglich von den voraufgehenden psychischen ,, Dispositionen",

von einem Umstand und von Individuum zu
also

ab,

der von Moment zu Moment Individuum als wandelbar an-

zusehen

deutigkeit des

So geht hier gerade jene Beständigkeit und EinZusammenhangs verloren, die das eigentliche Kennzeichen im Gedanken der Realität ausmacht. Die Geist.

378

staltung

zum „Objekt"

tritt erst

mit der kritischen

Ordnung im Begriff
sondern zugleich bestimmte

W

e r t -

Gehen wir von dem besonderen Inhalt der Erfahrung aus, wie er im Zeitmoment vorliegt, so sind in ihm nicht nur bestimmte Elemente gegeben,
zutage.

Richtlinien

vorgezeichnet,

gemäß denen der Gedanke allmählich
Gesamtsystem zu erweitern vermag.
als gesetzlich

die einzelne

Phase zum Der Fortgang bleibt

nicht der individuellen Willkür überlassen, sondern er gilt

Indem die Wissenschaft den Forderungen immer strenger faßt und immer genauer bezeichnet, gewinnt sie damit fortschreitend erst den Begriff des Wirklichen. Daß diese Entwicklung überall über die Sphäre der bloßen Assoziation hinausgreifen muß, hat sich bereits allseitig gezeigt. Die Assoziation vermag,
Inbegriff dieser

gefordert.

im günstigsten Sinne verstanden, lediglich die Frage zum Ausdruck zu bringen; die Antwort dagegen liegt allein in den
allgemeinen

Reihenprinzipien,
Glied zu

die

die

möglichen
deter-

logischen Übergänge von

Glied

im voraus

minieren und unter bestimmte Gesichtspunkte ordnen. Die spezifische Bedeutung dieser Gesichtspunkte muß theoretisch feststehen, wenn der Fortgang sich nicht ins Unbestimmte verlieren soll. Die notwendigen Leitbegriffe der Assoziation können nicht aus dieser selbst entstehen, sondern gehören einem anderen Gebiet und einem anderen
logischen Ursprung an*.

daß das Problem der Wirkzu seinen einzelnen Bedingungen vordringt, um so deutlicher wiederum in das Problem der Wahrheit einmündet. Ist einmal begriffen, wie die Erkenntnis zu einer Konstanz bestimmter Prädikate, zu einer gesetzlichen Festigung von Urteilszusammenhängen gelangt, so bietet die „Transzendenz", die dem Gegenstand gegenüber der bloßen Vorstellung zuzusprechen ist, keine neue prinzipielle Schwierigkeit mehr dar. Und auch die Mittel, deren sich die Erkenntnis bedient, erweisen sich nunmehr in beiden Gebieten der Fragestellung als die
Allgemein zeigt es sich
je weiter
jetzt,

lichkeit,

man

* Vgl. bes. ob.

S.

18 u,

S.

346 ff.

379

Wie die eigentliche Leistung des Begriffs nicht darin liegt, daß durch ihn ein gegebenes Mannigfaltige abstrakt und schematisch „abgebildet" wird, sondern darin, daß er ein Gesetz der Beziehung in sich schließt, durch welches ein neuer und eigenartiger Zusammenhang des Mannigfaltigen erst geschaffen wird, so zeigt sich hier die Form der Verknüpfung der Erfahrungen als dasjenige, was die veränderlichen „Eindrücke" zu konstanten „Objekten" umschafft. Der allgemeinste Ausdruck des ,, Denkens" trifft also in der Tat mit dem allgemeinsten Ausdruck des „Seins" zusammen: der Gegensatz, den die Metaphysik nicht zu überwinden vermag, schlichtet sich, wenn man auf die logische Grundfunktion zurückgeht, aus deren Anwendung beide Problemkreise erst entstanden sind und in der sie daher zuletzt ihre Erklärung finden müssen.
gleichen.
II.

In der Geschichte des wissenschaftlichen und spekulativen Denkens ist das Problem der Wirklichkeit seit jeher unverknüpft. löslich mit dem des So eng ist dieser Zusammenhang und so ausschließlich beherrscht er das logische Interesse, daß man alle Fragen, die sich an die Begriffsbestimmung des Wirklichen knüpfen, gelöst und erledigt glaubt, sobald es gelungen sei, die Frage nach der Realität der ,, Außenwelt" endgültig zu entscheiden. Noch die ,, Kritik der reinen Vernunft" vermochte sich den Zugang zu ihrem eigentlichen Grundthema nicht anders zu bahnen, als dadurch, daß sie von einer Umformung der Theorie des Raumes ihren Ausgang nahm. Damit aber entschied sich bereits zum großen Teil das Schicksal ihrer geschichtlichen Wirkung: in der Auffassung der Zeitgenossen und Nachfolger konnte nunmehr, was eine Kritik des Erfahrungsbegriffs sein sollte, wiederum als eine Metaphysik des Raumbegriffs In Wahrheit gilt es auch hier die mißverstanden werden. Ordnung der Probleme umzukehren. Nicht von einer feststehenden Ansicht über die ,, subjektive" oder „objektive" Beschaffenheit des Raumes kann ausgegangen werden, um danach den Begriff der Erfahrungswirklichkeit überhaupt zu

Problem

Raumes

380

bestimmen, sondern die obersten und allgemeingültigen Prinzipien des Erfahrungswissens sind es, nach denen auch die Frage über die „Natur', des Raumes sich zuletzt entscheiden muß. Die empirisch-physiologische Betrachtung, wie sie insMüller begründet worden besondere durch ist, widerstreitet dieser Forderung, sofern sie ein Axiom an die Spitze stellt, das selbst unverhohlen metaphysischen dies wird hier Charakter trägt. Was wir wahrnehmen vorausgesetzt sind nicht die Dinge selbst in ihrer wirklichen Gestalt und ihrer wirklichen wechselseitigen Lage und Entfernung voneinander, sondern es sind unmittelbar nur Gegenstand gewisse Bestimmungen unseres eigenen Leibes. der Gesichtsempfindung sind nicht die äußeren Objekte, sondern es sind die Teile der Netzhaut, die wir in ihrer

Johannes

realen räumlichen Größe und Ausdehnung zu erfassen vermögen. Die Aufgabe der Physiologie des Sehens besteht darin, den Übergang zu schildern, der von diesem Bewußtsein

der Netzhautbilder zur Erkenntnis der räumlichen Ordnung der Gegenstände hinführt. Es muß gezeigt werden, wie wir

dazu kommen, Empfindungen, die nur ,,in uns" gegeben nach außen zu versetzen und sie zu einer für sich beStellt man das stehenden Raumwelt zusammenzufassen.. Problem indessen in dieser Form, so erweist es sich alsbald als unlösbar. Alle Versuche, den eigentümlichen Vorgang der
sind,

„Projektion", der hier angenommen wird, auf „unbewußte Schlüsse" zurückzuführen und aus ihnen zu erklären, bewegen sich im Zirkel sie setzen stets schon ein allgemeines von jenem „Außen" voraus, das hier erst abgeleitet werden soll. In der Tat gibt es keine Phase der Erfahrung, in der uns lediglich die Empfindungen als innere Zustände und losgelöst von jeder ,, objektiven" Beziehung gegeben wären. Die Empfindung in diesem Sinne ist keine empirische Wirklichkeit, sondern lediglich das Ergebnis einer Abstraktion, die auf sehr komplexen logischen Bedingungen beruht. Der Weg geht von den gesehenen zu der Annahme bestimmter Nervenerregungen und ihnen entsprechender Empfindungen zurück; er führt nicht umgekehrt
:

Wissen

Objekten

381

von den an
hin,

sich bekannten Empfindungen zu Gegenständen die ihnen etwa korrespondieren mögen*. So ist auch

die allgemeine Form der Räumlichkeit, also das sammen und Auseinander der einzelnen Elemente, kein

Beiver-

mitteltes Ergebnis, sondern eine Grundbeziehung, die mit den Elementen selbst gesetzt ist**. Nicht wie diese Form an und für sich entsteht, sondern lediglich, wie sie sich in der empirischen Erkenntnis näher bestimmt und spezialisiert, kann gefragt werden. Was der Erklärung bedarf, ist nicht der Umstand, wie wir vom Inneren zum Äußeren gelangen denn das schlechthin ,, Innere" ist selbst eine bloße Fiktion sondern wie wir dazu geführt werden, gewisse Inhalte der ursprünglichen Außenwelt nach und nach als ,,in uns" befindlich anzusehen, d. h. sie nicht nur überhaupt räumlich zu bestimmen, sondern sie in eine notwendige Korrelation mit unseren körperlichen Organen, mit bestimmten Teilen unserer Netzhaut oder unseres Gehirns zu setzen. (Vgl. oben, S. 363 ff.) Nicht die Lokalisation schlechthin, sondern diese besondere Lokalisation ist es, was es zu erklären gilt: und jede derartige Erklärung muß offenbar die allgemeine Relation der Räumlichkeit bereits zugrunde legen. Den Begriff der „Wirklichkeit" bestimmen, heißt somit auch hier ein Motiv der Differenzierung auffinden, das uns gestattet, den zunächst gleichartigen Inbegriff von Erfahrungen in Gruppen von verschiedenem Wert und Gehalt auseinanderzulegen. Denken wir uns etwa die verschiedenen Wahrnehmungsbilder, die wir von ein und demselben „Objekt", je nach der Entfernung, in welcher wir uns von ihm befinden und je nach der wechselnden Beleuchtung, empfangen, in eine Reihe zusammengefaßt, so läßt sich, vom Standpunkt des unmittelbaren psychologischen Erlebnisses aus, zunächst kein Merkmal angeben, kraft dessen irgendeines dieser mannigfach wechselnden Bilder einen Vorrang vor

— —

* Näheres zur psychologischen Widerlegung der „Projektionshypotheeen" s. bes. bei Stumpf, Über den psychologischen Ursprung der Raiunvorstellung, S. 184 ff, sowie bei James, Principles of Psycho;

logy

II,

31 ff. Vgl. unten

Kap.

8.

382

n

einem beliebigen anderen besitzen

sollte.

Erst die

Gesamt-

heit

bildet ja dasjenige, was wir die empirische Kenntnis des Objekts nennen und für diese Gesamtheit ist kein einzelnes Element schlechthin entbehrlich
dieser

Wahrnehmungsdaten

oder überflüssig. Keine der verschiedenen perspektivischen Ansichten, die uns nacheinander entstehen, kann demnach den Anspruch erheben, der allein gültige, absolute Ausdruck des J.Gegenstandes selbst" zu sein; vielmehr kommt aller Erkenntniswert, den wir einer einzelnen Wahrnehmung beilegen, ihr nur im Zusammenhang mit anderen Inhalten zu,

zu einem Erfahrungsganzen zusammenbedeutet diese Forderung des durchgängigen Zusammenhangs nicht zugleich die durchgängige Gleichwertigkeit der einzelnen Faktoren. Zur Anschauung einer bestimmten räumlichen gelangen wir erst, sobald diese Gleichwertigkeit unterbrochen wird. Wenn wir fragen, was unter einem nach drei Dimensionen ausgedehnten Körper zu verstehen ist, so werden wir wie
mit denen
sie

sich

schließt.

Und dennoch

Form

gelegentlich ausführt psychologisch in der Tat zunächst auf nichts anderes geführt, als auf eine Reihe einzelner Gesichtsbilder, die sich gegenseitig ablösen. Die genauere Analyse zeigt indessen, daß der bloße Ablauf all dieser Bilder, so viel wir ihrer auch immer annehmen mögen, für sich allein niemals die Vorstellung eines körperlichen

Helmholtz

Objekts zu ergeben vermöchte, wenn nicht der Gedanke einer Regel hinzuträte, durch welche jedem einzelnen eine be-

stimmte

Ordnung

und

Stellung

im Gesamtkomplex zu-

gewiesen wird. Die Vorstellung der stereometrischen Form spielt in diesem Sinne ,,ganz die Rolle eines aus einer großen Reihe sinnlicher Anschauungsbilder zusammengefaßten Begriffs, der aber selbst nicht notwendig durch in Worten ausdrückbare Definitionen, wie sie der Geometer sich konstruieren könnte, sondern nur durch die lebendige Vorstellung des Gesetzes, nach dem jene perspektivischen Bilder einander folgen, zusammengehalten wird." Diese Gliederung durch den Begriff aber besagt zugleich, daß die verschiedenen Elemente hier nicht bloß wie Teile eines Aggregats nebeneinander liegen, sondern daß wir jedes von ihnen nach seiner
383

systematischen
scheiden wir
gleichartig

Bedeutung abschätzen.

Auch

hier

nunmehr „typische" Erfahrungen,

die wir als

wiederkehrend voraussetzen, von ,, zufälligen" Eindrücken, die nur in individuellen Begleitumständen gegründet sind. Und jene Erfahrungen sind es, die wir ausschließlich zum Aufbau der ,, objektiven" Raumwelt verwenden, während wir alle Inhalte, die ihnen widerstreiten, fernzuhalten und auszuschalten bemüht sind. Helmholtz' Darstellung hat diesen Prozeß bis ins einzelne erleuchtet. Hier wird zunächst die allgemeine Regel aufgestellt, „daß wir stets solche Objekte als im Gesichtsfelde vorhanden uns vorstellen, wie sie vorhanden sein müßten, um unter den gewöhnlichen normalen Bedingungen des Gebrauchs unserer Augen denselben Eindruck auf den Nervenapparat hervorzubringen." Einer Erregung, die unter ungewöhnlichen Bedingungen eintritt, wird zunächst jene Bedeutung beigelegt, die ihr zukommen würde, wenn sie als auf gewöhnlichem Wege entstanden zu denken wäre. „Um ein Beispiel zu benutzen, nehmen wir an, es sei der Augapfel am äußeren Augenwinkel mechanisch gereizt worden. Wir glauben dann eine Lichterscheinung in der Richtung des Nasenrückens im Gesichtsfelde vor uns zu sehen. Wenn bei dem gewöhnlichen Gebrauche unserer Augen, wo sie durch von außen kommendes Licht erregt werden, eine Erregung der Netzhaut in der Gegend des äußeren Augenwinkels zustande kommen soll, muß in der Tat das äußere Licht von der Gegend des Nasenrückens her in das Auge fallen. Es ist also der eben aufgestellten Regel gemäß, daß wir in solchem Falle ein lichtes Objekt in die genannte Stelle des Gesichtsfeldes hinein versetzen, trotzdem der mechanische Reiz hierbei weder von vorn vom Gesichtsfelde her, noch von der Nasenseite des Auges, sondern im Gegenteil von der äußeren Fläche des Augen und mehr von hinten her einwirkt*." Die einzelnen Beobachtungen werden also gleichsam abgestimmt auf einen bestimmten Kreis von Bedingungen, den wir als konstant ansehen. In diesen Bedingungen besitzen^wir ein festes Koordi*

Helmholtz,

Handbuch der

Physiolog. Optik,

§ 26,

S. 428.

384

^Sl

naten-System, auf das nunmehr jede besondere Erfahrung Und erst kraft dieser eigenstillschweigend bezogen wird. Deutung, die wir dem Material der Sinnesempfintümlichen dungen geben, entsteht uns das Ganze des objektiven Gesichtsund Tastraumes. Dieses Ganze ist niemals der bloße tote Abdruck einzelner sinnlicher Perzeptionen, sondern ein konstruktiver Aufbau, der unter Festhaltung bestimmter allgemeiner Grundregeln erfolgt. In dem Maße als nach diesen Grundregeln die unveränderlichen Momente der Erfahrung von den veränderlichen Bestandteilen sich trennen, erfolgt die Scheidung in eine objektive und subjektive Sphäre. Und es unterliegt auch hier keinem Zweifel, daß die Erkenntnis der Subjektivität nicht den ursprünglichen Ausgangspunkt, sondern eine logisch vermittelte und spätere Einsicht darstellt. Helmholtz betont ausdrücklich, daß das Wissen um die Objekte dem Wissen um die vorangeht und es an Klarheit und Schärfe bei weitem übertrifft. Die Empfindung ist unter den gewöhnlichen psychologischen Bedingungen des Erlebens, so ausschließlich auf den Gegenstand gerichtet und geht so völlig in ihn ein, daß sie selbst hinter ihm gleichsam verschwindet. Die Auffassung einer Empfindung a 1 s Empfindung ist daher immer erst das Werk einer nachträglichen bewußten Reflexion, die wir auf sie richten. Wir müssen stets erst lernen, unseren einzelnen Empfindungen die Aufmerksamkeit zuzuwenden „und wir lernen dies für gewöhnlich nur für die Empfindungen, die uns als Mittel zur Erkenntnis der Außenwelt dienen". „Während wir deshalb in der objektiven Beobachtung einen außerordentlichen Grad von Feinheit und Sicherheit erreichen, erlangen wir diesen für die subjektiven Beobachtungen nicht nur nicht, sondern wir erlangen sogar in einem hohen Grade die Fähigkeit, diese zu übersehen und uns in der Beurteilung derObjekte von

Empfindungen

ihnen unabhängig zu erhalten,
durch ihre könnten*."
sich

selbst

wo

sie

Stärke

leicht

genug bemerklich machen

Helmholtz,
Cassirer, Substanzbegriff

a. a. O.,

S. 432.

25

385

Was hier als bloß negative Leistung, als ein Akt des Übersehens und Vergessens geschildert wird, ist indessen in Wahrheit jene höchst positive des Begriffs, die sich bereits allseitig dargestellt hat. Es ist das Festhalten der identischen Beziehungen in dem wechselnden Vorstellungsinhalt, was jede, auch die früheste Stufe objektivgültiger Erkenntnis kennzeichnet. Das schlechthin Wandelbare fällt gleichsam von dem momentanen Inhalt ab: und nur dasjenige bleibt zurück, was sich in dauernden Gedanken befestigen läßt. Durch die zentrale Richtung des Denkens wird ein gewisser Kreis von Erfahrungen, der bestimmten logischen Bedingungen der Konstanz genügt, aus dem Gewirr der Erlebnisse überhaupt herausgehoben und als „fester Kern" Die relativ flüchtigen Inhalte dades Seins ausgezeichnet. gegen, in denen sich keine durchgängige Bestimmtheit der Erfahrung überhaupt ausdrückt, können für diesen ersten Aufbau und diese erste Bezeichnung des ,, Wirklichen" zunächst unbeachtet bleiben. Die tiefere Besinnung lehrt indes, daß auch diese Elemente aus dem Umkreis der Erfahrung nicht schlechthin herausfallen, sondern daß auch sie eine Stelle in ihm beanspruchen dürfen, sofern ihre Variation selbst nicht willkürlich erfolgt, sondern bestimmten Regeln unterliegt. Jetzt ist es daher das Veränderliche selbst, das unter einem neuen Interesse der Erkenntnis zum Gegenstand der Betrachtung gemacht wird. Diese Erkenntnis des „Subjektiven" bedeutet somit in Wahrheit eine Objektivierung höherer Stufe, die in einem Material, das zunächst als schlechthin unbestimmt bei Seite gelassen wurde, noch ein Moment der Bestimmbarkeit entdeckt. Das Gegebene gliedert sich jetzt in weitere und engere Objektivitätskreise, die

Funktion

deutlich voneinander abgehoben und nach bestimmten Gesichtspunkten abgestuft sind. Jede Einzelerfahrung wird nunmehr nicht nur durch den materialen Gehalt an Eindrücken bestimmt, sondern durch eine eigentümliche Funktion, die sie erfüllt, sofern die einen Erfahrungen als feste Koordinationsmittelpunkte dienen, an denen wir andere messen und deuten. Auf diese Weise schaffen wir bestimmte, begrifflich ausgezeichnete Zentren, um die sich die Phänomene ordnen

386

und gliedern. Die einzelnen Erscheinungen fließen nun nicht mehr einförmig und gleichförmig ab, sondern begrenzen und scheiden sich gegeneinander: das anfängliche Flächenbild gewinnt gleichsam Vordergrund und Hintergrund. Die Sonderung in verschiedene Teilgebiete, die durch ihre systematische Bedeutung voneinander geschieden sind, nicht die ,, Projektion" des Innen und Außen, erweist sich somit auch hier als der eigentliche Ursprung des Begriffs des Gegenstandes.
Jedes Einzelne erhält einen Index, der seine Stellung zum Ganzen bezeichnet, und dieses Kennzeichen ist es, worin sich Für die naive Ansicht sein gegenständlicher Wert ansprägt. ist es das „Ding", das von Anfang an gegeben ist und das in jeder unserer Wahrnehmungen immer nur zum Teil ausgedrückt und abgebildet wird. Auch sie setzt somit ein Ganzes voraus, mit dem wir jede besondere Erfahrung vergleichen und an dem wir ihren Wert messen. Die Forderung, die hier gestellt ist, bleibt auch vom Standpunkt der kritischen Betrachtung zu Recht bestehen. Der Mangel der naiven Auffassung besteht nicht darin, daß sie diese Forderung überhaupt erhebt, sondern daß sie Forderung und Erfüllung verwechselt; daß sie die Aufgabe, die die Erkenntnis zu vollziehen hat, als bereits gelöst vorwegnimmt. Das Ganze, das wir suchen und auf welches der Begriff sich richtet, darf nicht im Sinne eines absoluten Seins außerhalb jeder möglichen Erfahrung gedacht werden; es ist nichts anderes als der geordnete Inbegriff dieser möglichen Erfahrungen selbst. Die moderne Psychologie der Raumvorstellung hat daher an die Stelle der Projektionstheorie eine andere Auffassung gesetzt, die den Tatbestand der Erkenntnis, wie er unabhängig von allen metaphysischen Annahmen sich darstellt, reiner und schärfer zum Ausdruck bringt. Die Vorstellung des ,, objektiven" Raumes ist danach nicht ein Werk der „Projektion", sondern der „Selektion": sie beruht auf einer begrifflichen Auswahl, die wir im Bereich unserer Sinneswahrnehmungen, insbesondere im Gebiet der Gesichtsund Tasteindrücke, vollziehen. Wir halten in der homogenen Masse dieser Eindrücke nur jene Inhalte fest, die den ,, normalen" physiologischen Bedingungen entsprechen, während

25*

387

welches wir sehen. Helmholtz selbst rührt an diese Frage. welche anderen Empfindungen des Gesichts oder der anderen Sinne ein Objekt. daß schon die Vorstellung einer gesetzlichen Verbundenheit von Einzelinhalten. uns machen wird. Die Masse der räumlichen „Perzeptionen" organisiert sich allmählich gemäß einem bestimmten Plane und gewinnt in dieser Organisation feste Gestalt und Fügung*. 237 ff. die dem Begriff in diesem allmählichen Prozeß der Gestaltung zukommt. ohne eine begriffliche Regel nicht möglich sei. Erinnerungsbild. wenn wir die Augen oder unseren Körper fortbewegen und jenes Objekt von verschiedenen Seiten betrachten. In gewissem Sinne also. während alle übrigen Inhalte nur insofern Wert behalten. ist auch eine solche Wahrnehmung * Näheres zur Theorie der „Selektion" Psychology U. die unter außergewöhnlichen Bedingungen entstehen und die daher nicht die gleiche Wiederholbarkeit wie jene ersteren besitzen. Der konstruktive Aufbau der räumlichen Wirklichkeit enthält einen Prozeß der logischen Auslese in sich und wäre ohne ihn in seinem Ergebnis nicht verständlich. als sie als „Zeichen" auf diese Realität hinweisen. der als die Realität schlechthin gilt. obwohl dem gewöhnlichen Sprachgebrauch widersprechend. Hier ist es somit kein absoluter Seinsunterschied.wir andere. der das Objektive vom Subjektiven sondert. Principles of 388 . so lange sie durch gegenwärtige Empfindungen unterstützt ist. betasten usw. s. die in der Zeit aufeinanderfolgen. welche wir nennen. gewinnt dieser eine bevorzugte Stellung. James. sondern gleichsam ein Unterschied der Betonung. „Durch Erfahrung können wir offenbar lernen. mehr und mehr zurückdrängen. Der Inbegriff aller dieser möglichen Empfindungen in eine Gesamtvorstellung zusammengefaßt ist unsere Vorstellung von dem Körper. Er ist es nunmehr. wenn er gelegentlich betont. Indem auf diese Weise unsere Apperzeption einen bestimmten Umkreis von Erfahrungen aus dem Fluß der übrigen herauslöst. wenn sie das nicht ist. die Leistung zu verfolgen. Vom Standpunkt der logischen Betrachtung ist es von besonderem Interesse.

Der Moment bildet jetzt den Ausgangspunkt einer gedanklichen Konstruktion. sondern in seiner echten und ursprünglichen Bedeutung. 2. Der einzelne Inhalt muß. Das Verfahren dieser logischen „Integration" ließ sich. Der rätselhafte Übergang zwischen zwei verschiedenen. von einander ihrem Wesen nach getrennten Sphären des Seins verschwindet nunmehr und an seine Stelle tritt das schlichte Problem des Zusammenhangs und Zusammenschlusses der einzelnen Teilerfahrungen zu einem geordneten Inbegriff. bereits in jedem einfachsten Urteil * Handbuch der physiolog. in uns hervorrufen kann*. 389 . um wahrhaft objektiv heißen zu können.. die in ihren näheren und weiteren Folgen das Ganze der erfahrbaren Wirklichkeit bestimmt und umfaßt. — III. gleichsam aus seiner zeitlichen Enge herauswachsen und sich zum Ausdruck der Gesamterfahrung erweitern. auch in den weiteren Anwendungen fortwirkt und sich als Instrument der objektiven Erkenntnis erweist.Vorstellung von einem individuellen Objekte schon ein Begriff. sondern für die Gesetze dieser Erfahrung. Der „Reihenbegriff". weil sie alle die möglichen einzelnen Empfindungsaggregate umfaßt. war es. Gattungsbegriff". und der. der bereits in der Grundlegung der exakten Wissenschaften entscheidend hervortrat. welche dieses Objekt von verschiedenen Seiten betrachtet. stätigt . Optik. S. berührt oder sonst untersucht. die der traditionellen Logik fremd erscheint. im Unterschiede vom . daß Helmhol tz sich hier zu einer Ansicht des Begriffs zurückgeführt sieht. 947 f. Er steht fortan nicht nur für sich selbst. Die psychologische Analyse der Raumvorstellung beund befestigt somit den Begriff der Objektiv i t ä t der sich allgemein aus der logischen Analyse der Erkenntnis ergeben hat. wie sich jetzt zeigt.. die er an seinem Teil zur Darstellung bringt. ist und die ihm selbst daher zunächst paradox In Wahrheit aber erscheint gerade hier der Begriff keineswegs in bloß übertragener und abgeleiteter." Man sieht. seinen Grundzügen nach. Aufl.

über „Tatsachen" sichtbar machen. sondern wird für die ganze Reihe t^^t^t^ festgehalten. Die . (S. Zu diesem ursprünglichen Akt aber vermag weiterhin ein anderer hinzuzutreten. 321 ff. unter bestimmt angebbaren Umständen. daß der Zusammenhang. als damit eine Abhängigkeit festgestellt wird. sondern durch zugehörige Änderungen in einer anderen Reihe gesetzlich bedingt und gefordert ist. der damit gesetzt ist. darauf hinzuweisen. 355 ff. daß in jeder beliebigen Aussage: a ist b insofern ein Moment der Dauer eingeschlossen ist. zu. Eigenschaft" b kommt dem „Ding" a nicht nur in dem bestimmten Zeitpunkt t^. hin wiederholbar gesetzt und im Urteil fixiert wird. wo der Inhalt. auf den die Bestimmung sich richtet. in seiner ideellen Vollendung nicht nur die Gesamtheit seiner hier und jetzt gegebenen Merkmale. so kann es ihm im Zeitpunkt ti das Prädikat b'. In der einfachsten schematischen Bezeichnung des Grundverhältnisses genügte es. waltet bereits der Gedanke. sofern nur daran festgehalten wird. oben. als solcher logisch beharrt. entwickeln können.. als solcher veränderlich ist. die nicht nur für einen einzelnen Zeitpunkt gelten will. wo auch nur einem einzelnen Ding eine konkrete besondere Beschaffenheit zugesprochen wird. im Zeitpunkt t^ das Prädikat b" zusprechen. in welchem nunmehr die Verder Einzelelemente selbst als logisch bestimmt gedacht wird. die als schlecht- Form . Wir verknüpfen eine Reihe zeitlich getrennter und inhaltlich verschiedener Zuständlichkeiten durch einen ein390 . die sich aus ihm. sondern als identisch übertragbar auf die ganze Folge der Zeitmomente angesehen wird. daß dieser Wechsel der Merkmale nicht regellos erfolgt. Gegenstandes" selbst: änderung denn der wissenschaftliche Begriff eines bestimmten Objekts umfaßt. bewährt sich auch dort. in welchem sie durch den Wahrnehmungsakt erfaßt wird. Und diese Beharrung. sondern auch die Gesamtheit der notwendigen Folgen. S. die mit der des Urteils selbst gesetzt ist. Überall dort. Wie das Urteil dem Subjekt a im Zeitpunkt Iq das Prädikat b zugeschrieben hat. .) Somit ist es hier zunächst ein und dieselbe Bestimmung.. Erst damit ergibt sich das allgemeine Schema für den Begriff des empirischen .

.ist heitlichen Komplex kausaler Regeln: und diese Verknüpfung es. die Schlußfolgerungen auf- zuweisen. die sich ausdrücklich darauf beschränkt. um zu einer Welt der .. sieht sich die metaphysische Auffassung an irgendeiner Stelle notwendig zu einer Kluft geführt. ohne ihm irgendein neues Element hinzuzufügen. die vom Gebiet des Subjektiven. zeigt sich der Mangel aufs deutlichste und empfindlichste. daß diese erste Stufe. durch — welchen die anfänglich fragmentarischen und unverbundenen Erfahrungen sich mehr und mehr zu dem einen System der empirischen Erkenntnis gestalten. in den Bereich des „Transsubjektiven" hinüberführen.. Es gibt einen Bezirk der . die fortan durch keine logische Bemühung mehr beseitigt werden kann. ist mit dieser Fragestellung im Grunde bereits eine Schranke zwischen Denken und Sein aufgerichtet. Indem der . nach dem platonischen Wort. sofern aus ihm nach bestimmter Methodik der Inhalt der Gesamterfahrung sich rekonstruieren läßt. daß nichts anderes. Immanenz". Dinge" vorzudringen. Der Inhalt erst wahrhaft das Siegel des Seins aufdrückt. der über diese ersten und ursprünglichen Daten nirgends hinausgreift: es gibt eine Art des Selbstbewußtseins. die keiner näheren Prüfung bedarf. die für das Ichbewußtsein als hinlänglich gilt. des einzelnen Zeitdifferentials gewinnt objektive Bedeutung. Im Gegensatz zu diesem kontinuierlichen Prozeß. Gerade dort. Nur dies wird behauptet und zu erweisen gesucht. das Bewußtsein des 391 . in keiner Weise genügt. die das Denken nicht mehr zu überbrücken. oder ihn zunächst Gegebenen logisch nach einem bestimmten begrifflichen Gesichtspunkt zu beurteilen. die dem Einzelnen. wenngleich allenfalls zu überspringen vermag.. das uns anfangs allein zugänglich ist. wo man am eifrigsten bestrebt ist. wird hier als eine Voraussetzung. transzendentale Realismus" sich die Aufgabe stellt. tatsächlich vorhandenen Impressionen passiv hinzunehmen. als eben diese Zustände den Inhalt des unmittelbar ausmachen. lediglich den Inhalt der einzelnen. Vorstellungswelt" realen . zugrunde gelegt. die Grenzen der bloßen zu durchbrechen. Daß alles Bewußtsein sich nur auf die subjektiven Zustände des eigenen Ich bezieht.

) Die 392 Bedingungen und Voraussetzungen der „objektiven" . sondern auch den kritischen Idealismus in seinem Grunde und seiner Wurzel getroffen zu haben. die . ist nicht sowohl der Begriff der „Transzendenz". (Vgl. Wer daher der Wissenschaft das Recht einräumt. wenn man gegestehen: glaubt hat. Der Gedanke des Ich ist keineswegs ursprüng. S. Man mag alle diese Folgerungen bis hierher völlig zuaber ein seltsamer Irrtum war es.. auch die Ohne logische primitivste. daß er die gedanklichen Postulate. wie sich in Tat der der leicht zeigen läßt. die über den Inhalt der jeweilig gegebenen Eindrücke hinausgreifen. daß er sie schärfer faßt und ihre Wirksamkeit bereits für jegliche. sind von allen Inhalten der unmittelbaren Wahrnehmung streng und unverkennbar geschieden. oben. durch sie nicht nur den psychologischen Vorstellungsidealismus. Phase der Erkenntnis. als der Gedanke des Objekts. der hier vertreten wird.. erschöpfen. von Objekten und von den kausalen Verhältnissen der Objekte zu sprechen. entgegengesetzt zu werden. als vielmehr der Begriff der . da beide nur miteinander bestehen und sich nur in steter Kein Wechselbeziehung aufeinander entwickeln können. ohne damit einem anderen. — — — Grundsätze. der hier vorausgesetzt wird. mit diesen primitiven Mitteln nicht zu Die Gegenstände. den wie nunmehr weiter gefolgert wird der hat damit Kreis des immanenten Seins bereits verlassen. licher und logisch unmittelbarer. von denen hier die Rede ist. verneint. Immanenz". Insbesondere ist Gegenstand der Naturwissenschaft. die „Masse" und die „Energie". Kraft" und die Beschleunigung. fordert. gibt es für ihn so wenig ein I c h als es ein Gegenstandsbewußtb ewu ß t se i n sein gibt. gewußt und erfahren werden. 362. um in den Bereich der „Transzendenz" überzutreten.Gegenstandes zu begründen. Was daher von seinem Standpunkt aus zu bestreiten ist. Der kritische Idealismus unterscheidet sich von dem „Realismus". der ihm gegenüber als der objektive Inhalt kann als „subjektiver" erscheint. nicht dadurch. sondern umgekehrt dadurch. auf welche in diesen Deduktionen der Begriff des objektiven Seins gegründet wird.

der lediglich in der einmaligen Beschaffenheit. daß der Inhalt. der zwischen und angenommen wird. weil sein ganzer Sinn und seine ganze Bedeutung in seinem logischen Korrelat und Gegensatz wurzelt. Der tiefere Grund dafür.Erfahrung können daher nicht. besitzt demnach freilich eine eigentümliche und in ihrer Art unübertreffliche Evidenz: aber diese Evidenz wird dadurch erkauft. bei ihm zu verweilen: denn hier liegt der Kern aller Mißverständnisse. die uns der Zustände des eigenen Ich versichert. der auf diese Weise gewonnen wird. sobald einmal die metaphysische Differenz des Subjekts und Objekts in eine methodische Unterscheidung verwandelt ist.. als nachträgliche Ergänzung hinzugefügt werden. kraft deren das Ich sich selbst erfaßt. So klar dieser Sachverhalt erscheint. Wenn aus unseren Vorstellungen .alle Denknotwendigkeit. daß Außen. die zwischen den verschiedenen erkenntnistheoretischen Richtungen immer aufs neue entstehen. in der er hier und jetzt gegeben ist. strakte Teilmoment einer begrifflichen Unterscheidung. Die Gewißheit der reinen Erfahrung gilt von der des Denkens als völlig verschieden. Subjektive" bedeutet immer nur das abenthalten. das als solches keinen selbständigen Bestand besitzt. während alle Erkenntnis des äußeren Objekts ihre eigentliche Gewähr erst kraft der Notwendigkeit des Denkens empfängt. so verlohnt es sich dennoch. nachdem die subjektive Welt der Vorstellungen bereits besteht und in sich selbst ihren Abschluß gefunden hat.und Innenwelt als zwei heterogene Wirklichkeiten einander entgegengesetzt werden. alles logische Ordnen entfernt ist und sie nur in einem Zusammenrinnen des Ähnlichen und Gleichen bestehen": dann und nur dann darf die Selbstgewißheit sie in ihren Dienst stellen. so beziehen sie sich demgemäß auch auf je einen besonderen Kreis von Objekten. Die innere Wahrnehmung.. Die reine Erfahrung. sondern sie sind bereits in ihrer Setzung mitDas . ein schlechthin individueller ist. liegt in einem analogen Gegensatz. ohne sich damit Erfahrung Denken 393 . ergriffen wird. Und wie beide in ihrem Ursprung getrennt sind. ist es. die sich von jeder Beimischung des Begriffs frei hält. innerhalb dessen sie alleinige und ausschließende Geltung besitzen.

so gilt hier der paradoxe Satz. Bezeichnet man daher jedes Moment. Gerade dieser scheinbar gänzlich voraussetzungslose Anfang aber enthält eine Prämisse in sich. allem Verkehr mit den Gütern und Gemeinschaften der Kultur entschlagen. transsubjektiv". Der Schnitt. setzt eine Einordnung des individuellen Inhalts in irgendeinen Gesamtzusammenhang voraus. Leipzig 1878. So primitiv und unentwickelt dieser Zusammenhang auch gedacht werden mag: er läßt sich dennoch niemals gänzlich aufheben. sondern daß sie durch logische Annahmen und Postulate. Der jeder Theorie des Erkennens muß somit darin bestehen. deren Recht vom Standpunkt der Logik wie von dem der Psychologie aus in gleicher Weise unerweislich ist. V 394 . Erfahrxing und Denken. um lediglich dieses unser einzelnes individuelles Bewußtsein „in seiner ganzen Blöße und Nacktheit" festzuhalten. wenngleich in ihren Einzelheiten noch nicht festgestellten Ordnung in sich. als . 15ff. der nicht einmal als methodische Fiktion vollziehbar ist: denn die bloße Möglichkeit des Bewußtseins schließt zum mindesten die begriffliche Antizipation einer möglichen.. vgl. . das über die bloße unmittelbare Gegebenheit der Einzelempfindung hinausgeht. 1906. München Kap. Alles Bewußtsein verlangt irgendeine Art der Verknüpfung: und jede Form der Verknüpfung setzt eine Relation des Einzelnen zu einem umfassenden Ganzen. hierzu o 1 k e 1 t .untreu zu werden. um freilich sogleich einzusehen. Ein schlechthin regelloses und ungeordnetes Etwas von Wahrnehmungen ist daher ein Gedanke. bes. wie den objektiven Begriff der Erfahrung. Erst auf diese Weise gelangen wir zu einer Gewißheitsart. daß sich bei ihr nicht stehen bleiben läßt. zu erweitern ist*. vernichtet nicht minder den Begriff des Bewußtseins. S. an der das Denken in keiner Weise beteiligt ist. daß wir uns allen Zusammenhängen mit den Reichen des Geistes und der Natur. Die Quellen der menschlichen Gewißheit. kraft deren wir einen Gegenstand der Erkenntnis setzen. I. ohne den einzelnen Inhalt selbst zu zerstören. daß nicht nur die Gewißheit des Objekts. sondern auch die Gewißheit des Anfang — * S. der hier zwischen Wahrnehmung und Denken versucht wird.

erkenntnistheoretische irgendein Machtgebot des einen . sondern als das wie es sich in der fortschreitenden Erfahrung Objekt. . die erst mühsam. transsubjektives" Moment in sich birgt. Idealismus" ausmacht. Denn auch das bloße ..Subjekts ein . den insbesondere die allgemeinen Prinzipien der mathematischen und naturwissenschaftlichen Erkenntnis bestimmen und abgrenzen. 186 ff. 395 . selbst gestaltet... so gibt es hier keine Kluft". Denn dieser Gegenstand mag vom Standpunkt des psychologischen Individuums aus immerhin heißen: vom Standpunkt der Logik und . die hier allein behauptet ist. Wenn Volkelt in immer von neuem hervorhebt. sondern immer nur relatives Sein: aber diese Relativität bedeutet ersichtlich nicht die physische Abhängigkeit von den einzelnen — — * Vgl. Dieser schlichte Gedanke allein aber ist es. hat mit der subjektiven . daß der Gegenstand nicht in der bloßen Empfindung gegeben ist. Erfahrung und Denken.. usf.. Vorstellung" nichts mehr gemein. sondern daß er erst auf Grund der Denknotwendigkeit gewonnen wird**: so verficht er damit die eigenste These eben dieses Idealismus selbst..) dieses Systems anerkennen. 325 f. transzendent" ihrer obersten Grundsätze aus ist er nichtsdestoweniger als rein . S. durch .. oben. der den Kern des kritischen seiner Kritik . S. transsubjektiven Befehl" zu über- winden wäre*. Die Wahrheit des Gegenstands dies allein ist die Meinung hängt an der Wahrheit dieser Axiome und besitzt keinen anderen und festeren Grund. S. Es gibt somit freilich im strengen Sinne kein absolutes. durch Denkens. den diese Grundsätze. ** Quellen der menschlichen Gewißheit. sie betrifft lediglich die objektive Geltung bestimmter Axiome und Normen der wissenschaftlichen Erkenntnis. V o 1 k e 1 1 Quellen der menschlichen Gewißheit. usf. 32 ff. immanent" zu bezeichnen.. Bestimmt man daher den Gegenstand nicht als eine absolute Substanz jenseits aller Erkenntnis. 46 f. Die Idealität. Er verbleibt streng in dem Umkreis. S. Wahrnehmungsurteil" gewinnt seine Bedeutung erst durch den Hinblick auf das System der Erfahrungsurteile und muß somit die gedanklichen Bedingungen (Vgl.

Überlegen. „Gegenstandes" zergliedern. Alles. daß sie auch auf der Gegenseite ausdrücklich hervorgehoben und bezeugt wird." Unter Seinsgültigkeit soll daher nichts anderes verstanden werden. 396 . Denken. Der Satz. was in diesem Begriff gesetzt ist. als „die transsubjektive Bedeutung. oben. wie auch hier schließlich zugestanden wird. „Es geschieht im Namen der nötigt. Die sachliche Notwendigkeit. ist. durch strenge kausale Regeln miteinander verknüpfter Gegenstände zu erheben.) Diese Art der Bedingtheit aber ist so unverkennbar. Die Quellen der menschlichen Gewißheit. . ein Verhältnis der Über. 33 u. 37. würde uns an der Wurzel untergraben erscheinen. kraft deren wir aus dem Kreis der einzelnen. wenn wir uns zu klarem Bewußtsein bringen. : wendigkeit. bes. Erfahrung und ihr Gegenstand werden in der Weise von abhängigen Variabein aufgefaßt. S. 354 ff. was in der Sprache des Idealismus als die Bedingtheit des „Objekts" durch das „Denken" bezeichnet wird." Die Vo ke 1 1 1 . die successiv auf eine Folge logischer . daß die Gewißheit sachlicher Notwendigkeit mich beherrscht und zu transsubjektiven Annahmen was wir Beurteilen.sondern die logische Abhängigkeit vom Inhalt bestimmter allgemeingültiger Obersätze aller Erkenntnis überhaupt. Vernunft. konDie stitutiven „Faktoren" eben dieses Begriffs erscheinen. im letzten Grunde eine logische Not- denkenden Subjekten. daß das Sein ein „Produkt" des Denkens ist.und Unterordnung in der Gültigkeit Wenn wir die Definition des bestimmter Urteile. die somit als die unentbehrlichen. S. wenn wir dieser Gewißheit zuwider handelten. um uns zu dem Gedanken kontinuierlicher. unverbundenen Empfindungen heraustreten. Verstand. enthält somit hier keinerlei Hindeutung auf irgendein physisches oder metaphysisches Kausalverhältnis. so werden wir hier notwendig auf gewisse logische Notwendigkeiten zurückgeführt. . sondern er bezeichnet lediglich eine rein funktionale Beziehung. die wir vermöge der Denknotwendigkeit dem Inhalte des Urteils geben*. Wissenschaft nennen. (Vgl.Argumente" zurückgeführt werden und diese rein inhaltliche Abhängigkeit der Funktion von ihren Argumenten ist es. Vernunft.

so läßt sie sich alsbald auf die Objekte der Physik übertragen. wie sich allenthalben gezeigt hat. In beiden Fällen erhebt sich das momentane sinnliche Bild zu einer neuen logischen Bedeutung und Dauer. Ist diese Einsicht einmal festgestellt. wie die Grenze einzelnen bestimmen. sind notwendig und hinreichend für die Umformung hier 397 . aber in beiden Fällen gilt zugleich. auch für ihn ist es charakteristisch. daß er das Gegebene in einem gedanklichen Entwurf. Dieselben Bedingungen. entgegenstellen. kraft deren wir die mathematische Idee des Dreiecks oder Kreises dem einzelnen anschaulichen Bilde. durch welches sie und jetzt im wirklichen Vorstellen repräsentiert wird. absoluter Existenzen. daß vermöge dieser Scheidung kein gänzlich fremdartiges Sein von uns ergriffen wird. wenn man hier den Gegenstand der Erfahrung mit dem Gegenstand der reinen Mathematik vergleicht. Art von . bilden die Zahlen wie die reinen Gestalten der Geometrie kein eigenes Gebiet für sich bestehender. sondern nur bestimmten Inhalten ein neuer Charakter begrifflicher Notwendigkeit aufgeprägt wird. nichts anderes sind als das Ergebnis und der Abschluß einer logischen Arbeit. nach welchen wir den Begriff des Seins selbst entwerfen und im Das Recht sowohl.. Transzendenz" ist damit genau bezeichnet.allgemeingültigen Regeln der Vernunft sind es somit. Auch dieser geht ja in keiner Weise in einem Komplex von sinnlichen Empfindungen auf. jeglicher Am klarsten tritt diese Begrenzung hervor. ist von derselben Art und beruht auf den gleichen prinzipiellen Gründen. Die „Transzendenz". die ja. Und dennoch bilden die Gegenstände der mathematischen Erkenntnis. überschreitet. wie die Unterscheidung. die wir dem physikalischen Objekt im Unterschied von dem verfließenden und veränderlichen Inhalt der Einzelwahrnehmung zuschreiben. der keine unmittelbare Entsprechung in irgendeinem einzelnen Vorstellungsinhalt besitzt. sondern sind nur der Ausdruck bestimmter allgemeingültiger und notwendiger ideeller Zusammenhänge. auf denen der Übergang von den empirischen Daten des Tastund Gesichtssinnes zu den reinen Gestalten der Geometrie beruht. in der wir die Erfahrung fortschreitend gemäß den Forderungen des mathematischen Begriffs umgestalten.

des Inhalts der bloßen Perzeption in die Welt der empirischphysikalischen Massen und Bewegungen. ** Vgl. Denn wäre das Urteil nicht transzendent. Frey tag.a. Hier wie dort wird eingeführt. so würde ja die Wahrheit vom Urteil selbst geradezu gemacht werden. ist sich selbst transzendent. die Erkenntnis zur Erkenntnis macht. Das Urteil. was es als psychischer Vorgang ist.. jenige. 126: „In dieser allgemeinen Überzeugvmg von der objektiven Natur der Wahrheit liegt aber die Transzendenz des Urteils als notwendige Voraussetzung eingeschlossen. F r e y t a g Halle 1902. wenn wir lediglich auf das Gegebene beschränkt wären. Der „Gegenstand" W. Transzendenz". die Erkenntnis gehen ihrem Sinne nach über das Gegebene hinaus. das in ihnen Gemeinte ist dem Gegebenen und daher ihnen selbst. a ist b oder a ist nicht b. Jeder Gedanke . und gewährleistet . mit dem Meinen. sondern etwas.. gleichgültig. transzendent.O. läge all seine Bedeutung in dem. ist keine andere. denn alle Versuche. um aus ihnen sofort eine völlig andere Konsequenz zu entwickeln. als sie hier gezogen wird. Der Realismus und das Transzendenzproblem. sondern über sie hinauszuschreiten: so gilt zugleich der umgekehrte Schluß. auf den fortan ein konstanter das Veränderliche bezogen wird: und diese grundlegende Funktion ist es. ob ich urteile. S. wenn es bereits zu seiner ursprünglichen Leistung gehört. S... als die. Wenn wirklich alles Denken „sich selbst transzendent" ist.\Vir könnten nie etwas meinen. auf der die Setzung jedweder Art von Objektivität beruht. sofern sie nur als Gegebenes. hätte es keine Bedeutung. nicht selbst etwas Gegebenes ist. a.. insofern er sich selbst nie meinen kann*." Diese Sätze sind völlig zutreffend: aber es bedarf nur einer leichten Änderung der Formulierung. wenn er was das Urteil zum Urteil. die über das in ihm Gegebene hinausführt. zu sinnlosen Sätzen führen. die kraft des Denkens begründet und erwiesen werden kann. Der betont. . nicht in den gegenwärtigen Empfindungen zu beharren. Die . jedes Urteil 398 . selbst die in gesetzt der Grundfunktion des Urteils ist**. mit dem Urteilen rein im Gegebenen zu bleiben. würden zu Tautologien.. das zu dem Gegebenen hinzukommt. daß das. Maßstab Realismus" ist somit allerdings im Recht. 123. als gegenwärtiger psychischer Inhalt betrachtet werden.

S. nicht diestehe. B. das tatsächlich als nicht b seiend beurteilt und darum auch so gegeben wäre. das Urteil ist. daß es jenseits der logischen Grundsätze der Erkenntnis überhaupt Die Abhängigkeit von diesen Grundsätzen. das würde in sich richtig sein. „Ein Jegliches. seinem Wesen. indem er ihn als eine Art dinglicher Transsubstantiation auffaßt. Uphues . jenige von irgendwelchen konkreten psychischen Inhalten oder Akten. sinnlichen Wahrnehmung überschreitet. Kant und seine Vorgänger. Damit aber ist wiederum die Korrelation von Erkenntnis und Gegenstand im kritischen Sinne zugestanden: denn so sehr das Urteil den bloßen Inhalt der eben gegenwärtigen. hierzu z. weil seiner DefiniDer psychologischen Immanenz tion nach unablösbar ist. das uns über die Erfahrung als hinausführt. Daß die einzelne gleichsam über sich selbst hinausgreift. so wenig wird man behaupten wollen. seinen Bestand in begrifflichen Re- lationen. Vorstellung" alles Gegebene zugleich etwas bedeutet. 336. daß . als in ihm das Gesamtgesetz. kein Moment. Das Besondere erscheint als Differential. was nicht direkt in ihm selbst liegt*. aber eben dieses Objekt selbst gewinnt.somit genau so viel und genau so wenig transzendent. um zum Begriff des physikalischen Objekts vorzudringen. Berlin 1906. aber war es. mitgesetzt mit- gemeint ist. 399 . das es von denen Gesamtsystem und die Allheit der Glieder umschließt. Der metaphysische „Realismus" mißversteht diesen logischen Bedeutungswandel. der Eindrücke tritt nicht eine metaphysische Transzendenz der Dinge. weil ja im ersten eben das a gemeint wäre." * Vgl. Jedes Einzelglied der Erfahrung besitzt insofern symbolischen Charakter. das tatsächlich als b seiend beurteilt und darum auch gegeben wäre. das ohne den Hinweis auf sein Integral nicht völlig bestimmt und verständlich ist. im zweiten das a.. Die „Immanenz" im Sinne des Psychologismus muß freilich überwunden werden. wie sich bereits gezeigt hat. die der methodische Idealismus allein vertrat und forderte. sondern vielmehr die logische Allgemeingültigkeit der obersten Erkenntnisprinzipien gegenüber. indem es den Kreis der Empfindung ist als es — überschreitet. ist unbedingt zuzugestehen: aber in dieser „Repräsentation" liegt.

ich kann nur bestehen.'* Aber dieses . „muß etwas anderes bedeuten. die sich innerhalb des Gebiets der Erkenntnisgegenstände erfüllt und befriedigt. Das Grundproblem der Erkenntnistheorie. den sie nicht einseitig und wechselseitig ineinander finden können. „Daß in der Welt der Erscheinung immer nur Eins mit und durch das Andere bestehen kann. was ihrem Schein den Grund . die als solche einer gemeinsamen Ordnung angehören. so wird hier gefolgert. Denn. V. vielmehr handelt es sich hier um eine Beziehung zwischen verschiedenen empirischen Inhalten. denn das. die mit ihrem Ansich nie in die Erscheinung treten können. spricht A. ich kann nur bestehen. als es ist. Das beständige Hinausgreifen über den jeweilig gegebenen Einzelinhalt ist selbst eine Grundfunktion der Erkenntnis. vielmehr den ganzen unselbständigen Schein der Erscheinung. . und B hinwiederum. . daß wir kraft ihrer von einem gegebenen Anfangspunkt aus das Erfahrungsganze im geregelten Fortgang durchschreiten. Von den philosophischen Physikern ist es insbesondere F e c h n e r der das Problem. sofern B besteht. scharf erfaßt hat. nicht dazu. ist es eben und braucht es darum nicht erst zu bedeuten*. 49. Heterogenes zu sein. nun weiter rückwärts in etwas hinter sich zu suchen haben.etwas bedeuten soll". ineinander hineinwerfen oder durch inneres Wirken in sich oder aus sich heraus erzeugen. selbständig seiende feste Dinge dahinter anzunehmen. . das hierin liegt. sofern A besteht. daß wir es überschreiten. so haben beide sich zuletzt auf Nichts berufen Aber statt daß A und B den Grund der Existenz. sagt man: wenn sich Eins hinsichtlich des Grundes seiner Existenz immer nur auf das Andere berufen will. kann leicht dazu führen. so fehlt zuletzt ein Grund für alle Existenz. allen Erscheinungen überhaupt die eigentliche Existenz abzusprechen und als letzten haltbaren und Halt gewährenden Grund ihrer wechselnden Vielheit an sich bestehende. * S. Hartmann. sei es durch äußeres Wechselwirken. 400 . Diese Beziehung ist dazu bestimmt.Andere" braucht darum in keiner Weise etwas sachlich. und hat dazu geführt. was es ist. E.

das Ganze ist der Halt und Kern des Ganzen und alles Dessen. Über die physikalische ff... doch kann man untersuchen. auch das eigentümliche logische Moment zu beseitigen. 106 f. Was hinter den Daten des Tastens und Fühlens selbst noch liegen mag." So deutlich und entschieden diese Sätze indessen Abgrenzung zwischen Metaphysik und Physik vollziehen: dennoch zuletzt bei Fechner selbst. 2. S. von der sie beide Glieder sind. Die kritische Auffassung steht Tastgefühl dem — * lehre. das den sinnlich wahrnehmbaren Eigenschaften „zugrunde liegt". Einzelerscheinungen. durch Erfahrung Faßbare und weiter Verfolgbare: und dies genügt. welche das Ding gewährt. beruht immer nicht in einem unabhängig von den Wahrnehmungen. a. haben sie ihn in der Totalität zu suchen. ihm ist die Handgreiflichkeit selbst das allein Aufzeigbare. „ganz übereinstimmend mit dem gemeinsten Sprachgebrauche". nach dessen Grunde man von neuem zu fragen hätte. S. nichts anderes. Fechner. sondern in einem über die Einzelwahrnehmungen. Um der Auffassung der Materie als eines völlig unbekannten und unbestimmten Etwas. die metaphysischen Bestandteile im Begriffe der Materie auszuschalten.und Kern gebe. braucht den Physiker nicht zu kümmern. hinausreichenden solidarisch gesetzlichen Zusammenhang derselben. von dem jede Erscheinung einen Teil verwirklicht*. Substanzbegriff 26 4Q1 . Cassirer.. in der Begriffsbestimmung des Objekts der Physik noch eine innere die so verrät sich Unklarheit. wiederum dazu geführt. Im Ganzen hat man allen Grund des Einzelnen zu suchen. und philosophische Atomen- Aufl. Erscheinungen rückliegenden dunklen Dinge dahinter. zu entgehen. Hier hat also der Versuch. nicht in etwas Einzelnem. Was wir Objektives an einem materiellen Dinge finden können.. das für ihn charakteristisch ist. 111 ** A. O. nach welchen Regeln sich das Einzelne zum Ganzen fügt und was die letzten Elemente. dem Begriffe die für seine Zwecke erforderliche feste Unterlage zu geben**. dahinter noch Anderem. bestimmt er sie durch eben diese Eigenschaften selbst: die Materie des Physikers ist.... So wird sie gleich„Handgreiflichen". was darin . Leipzig 1864. als was sich dem bedeutend mit bemerklich macht.

wie es an sich selbst weder leuchtend noch duftend. gewinnt es seine Form und Gliederung. S. wie in dem der Kraft oder Energie festgehalten wird. sondern nur Zeichen von ihnen und ihren wechselseitigen Beziehungen. die sich im Fortschritt der Erkenntnis immer gefährlicher aufFür die erste naive Wirklichkeitsansicht zurichten drohte. Der Eindieses naive Vertrauen wird alsbald erschüttert. daß dieses Ganze sich niemals als eine bloße Summe einzelner Sinnesdaten darstellen und begründen läßt. 224 f. Begriff des Dinges keinerlei Rätsel und zwar enthält der Schwierigkeiten. (S. und einer der mannigfaltigen Ausdrücke dieser Relationen ist es. liefert uns niemals die Gegenstände selbst. Nur durch die Setzung ursprünglicher Relationen. weder farbig noch tönend ist.) — IV.zwischen beiden Ansichten mitten inne. der im Begriff der Materie. Wie das Ding frei von all den Besonderungen zu denken ist. die zuvor als dem Sein selbst zugehörig galten. so vollendet es in sich selbst sein mag. sondern er besitzt sie unmittelbar und vermag sie zu ergreifen. Immer mehr Bestimmungen. wie unsere körperlichen Organe des Tastens Aber das körperliche Objekt umfassen und umspannen. so müssen weiterhin in dem bekannten Fortgang. Der Gedanke braucht nicht allmählich und kraft komplizierter Schlußfolgerungen zu den Dingen vorzudringen. oben. die unseren unmittelbaren Sinnesempfindungen anhaften. der die Geschichte der Metaphysik aufweist auch alle räumlich-zeitlichen Eigen- — — 402 . All unser Wissen. wandeln sich nunmehr in bloße Ausdrücke des Seins. Sie definiert das Objekt der Naturwissenschaft durch die Beziehung auf das „Ganze der Erfahrung": aber sie ist sich zugleich bewußt. druck des Objekts und dieses Objekt selbst treten auseinander: an die Stelle der Identität tritt das Verhältnis der Repräsentation. Die Rückführung des Dingbegriffs auf einen obersten Ordnungsbegriff der Erfahrung beseitigt eine Schranke. deren keine sich „handgreiflich" gleich einem gegebenen sinnlichen Inhalt aufzeigen läßt.

in diesem Sinne genommen. heißt ihn zum Objekt umprägen. indem wir ihn aus dem bloßen Stadium der Gegebenheit herausheben und ihm eine — Bedingung bestimmte logische Konstanz und Notwendigkeit verleihen. letzte Schranke des Wissens mehr. so müssen Verhältnisse. tritt in einen eigentümlichen Gegensatz zum absoluten Sein Bekannte. Er bezeichnet den logischen Besitzstand des Wissens selbst. der Veränderlichkeit und der Ursächlichkeit von ihm Alles alles Erkennbare. in Wahrheit in jegliche Erkenntnis als unentbehrlicher Faktor und als notwendige eingeht.Ding" nicht mehr die unbekannte Sache. die als bloßer Stoff vor uns liegt. als vielmehr tiefer und tiefer zu verbergen. des Gegenstandes. Derselbe Grund. Alle Skepsis und alle Mystik drängen sich fortan in diesen einen Punkt zusammen. sondern umgekehrt eben das Grundmittel. sobald man sich darauf besinnt. kraft dessen es all was ihm zum feststehenden Eigentum ausdrückt und sicherstellt. Einen Inhalt erkennen. prägt ihnen das Merkmal der Unbegreiflichkeit auf. Alle diese Zweifel und Bedenken schwinden indes. das sich ihm jetzt und für immer entzieht. Der Begriff des Gegenstandes ist — — . Wir erkennen somit nicht „die Gegenstände" als wären sie schon zuvor und unabhängig als Gegenstände bestimmt und gegeben sondern wir erkennen gegenständlich. Wie vielfältige und neue Verhältnisse der „Erscheinungen" uns die wissenschaftliche Erfahrung immer kennen lehren mag: die eigentlichen Gegenstände scheinen sich in ihnen nicht sowohl zu enthüllen. daß eben dasjenige.Schäften.. indem wir innerhalb des gleichförmigen Ablaufs der Erfahrungsinhalte bestimmte Abgrenzungen schaffen und bestimmte dauernde Elemente und Verknüpfungszusammenhänge fixieren. sondern ein Ausdruck für die Form und den Modus des Begreifens selbst. wie die der Mehrheit und der Zahl. was hier als der unverstandene Rest der Erkenntnis erscheint. der uns der Existenz der Dinge versichert. nicht ein dunkles Jenseits. was die Metaphysik den Dingen an und für sich als beilegt. All das. So ist das geworden ist. abgestreift werden. keine das. erweist sich jetzt als ein notwendiges Moment im Prozeß der Eigenschaft 26* 403 . — .

sondern lediglich eine funkWas in tionale Entsprechung der beiderseitigen Struktur. . Sie bezeichnen nicht sowohl die sachlichen Merkmale. sondern die objektiven Verhältnisse. ihm festgehalten wird. durch die sie jeweilig Funktion befriedigt wird. die jedoch nur verschiedene Stufen in der Erfüllung ein und derselben fundamentalen Forderung Wahrhaft unveränderlich bleibt lediglich diese darstellen. nicht der Gegenstände. zur Bezeichnung seines Gehalts zuletzt kein anderes Ausdrucksmittel zu finden. Denn vom Bilde verdort. gesprochen wird. mit denen erkannt wird.y auch die Begriff des absoluten Gegenstandes festhält.dort von der Beharrlichkeit und der im Unterschied von der Wandelbarkeit und der Unterbrechung der Sinneswahrnehmungen. Besonders prägnant tritt dieser Zug in der Helmholtzschen hervor. Objektivierung. die sich im Inhalt der wissenschaftlichen Objektbegriffe kundtut. Forderung selbst. So vermag denn Naturwissenschaft wo sie am Zeichentheorie Abbilder langt man irgendeine Art von Gleichheit mit dem abgebildeten Objekt. Die Mannigfaltigkeit der Empfindungen ist der Mannigfaltigkeit der wirklichen 404 . als die rein formalen Beziehungen. auf denen der Zusammenhang der Erfahrung beruht. deren wir uns hier niemals versichern können. das ist nicht die besondere Eigenart des bezeichneten Dinges. die erkannt werden. Aus diesem Zusammenhang heraus erklärt sich erst die eigentümliche Wandelbarkeit. Je nachdem die ihrem Ziel und Wesen nach einheitliche der Gegenständlichkeit sich mit verschiedenem empirischen Material erfüllt. die der fortschreitenden gesetzlichen Verknüpfung als allgemeine Richtlinien dienen. in denen es zu anderen gleichartigen steht. Wenn stetigen Fortdauer der Gegenstände. so erscheinen hier Identität sowohl wie Stetigkeit als Postulate. die eine charakteristische und typische Ausprägung der allgemeinen naturwissenschaftlichen Erkenntnislehre darstellt. Das Zeichen dagegen fordert keinerlei sachliche Ähnlichkeit in den Elementen. Unsere Empfindungen und Vorstellungen sind Zeichen. entstehen verschiedene Begriffe der physikalischen Realität. als vielmehr die logischen Werkzeuge. nicht die Mittel.

die sie für alle Erfahrung.Gegenstände derart zugeordnet. Der bekannte Tatbestand wird. Die Dinglichkeit ist stets nur eine derartige Bestätigungsformel. Aufl. die für uns eine Bedingung der Begreiflichkeit der Phänomene ist. 947 f. 586 ff. Indem wir die Zusammenhänge. die läßt. Zeichen von etwas Objektivem". Die Gegenstände der Physik. daß auch in dieser Auffassung nicht sowohl ein gänzlich neuer Inhalt gesetzt. u. Optik. abgesehen von allen besonderen einschränkenden Bedingungen besitzen. wohl aber die Regeln. die somit abgetrennt von dem Ganzen der empirischen Zusammenhänge. 2. ist zugleich die einzige Eigenschaft. ist Empfindungen * Helmholtz. die wir ihnen zuerkennen. die wir unmittelbar auf die Dinge selbst übertragen können*. als G e s e t z e der Dinge aussprechen. als vielmehr nur ein doppelter Ausdruck für ein und denselben fundamentalen Sachverhalt geschaffen ist. in seiner isolierten an sich seienden Beschaffenheit. 405 . unter denen dieses Wirkliche steht und denen gemäß es sich verändert. in ihrem gesetzmäßigen Zusammenhang. nicht seiner Natur nach geändert. Was wir unzweideutig und als dem in einen Inbegriff feststellen knüpfung dem andern Tatsache ohne hypothetische Unterschiebung finden können. Somit erkennen wir kraft unserer Vorstellungen zwar nicht das Wirkliche schlechthin. als sie vielmehr objektive Zeichen sind. das Gesetzliche in der Erscheinung: und diese Gesetzmäßigkeit. Handbuch der physiolog. die bestimmten begrifflichen Bedingungen und Forderungen genügen. die durch sie beglaubigt werden sollen. haben wir damit lediglich eine neue Bezeichnung für die universelle Bedeutung. sich in daß jede Verknüpfung. Man sieht indessen. sondern lediglich bekräftigt und in seiner objektiven Wahrheit bestätigt. auf eine Verhinweist. Die Gesetzlichkeit des Realen besagt zuletzt nichts mehr und nichts anderes als die Realität der Gesetze: und diese besteht in der unveränderlichen Gültigkeit. die zunächst als bloße Regelmäßigkeiten von erscheinen konnten. S... ö. keine Bedeutung mehr besitzt. indem wir diese Ausdrucksform wählen. geschaffen. sind daher nicht sowohl ..

„Jede Eigenschaft oder Qualität eines Dinges. jedes einzelnen beeinträchtigt und verdunkelt. so kann eine solche Wirkung Schwere. ihre Wirkung auf ein normales Auge zu bezeichnen. die in der realistischen Metaphysik mit ihm verknüpft sind. Die neueren Fortschritte in der Theorie des 4. wir sprechen von ihrer Anziehung gegen die Erde. S. Eine solche Wirkung nennen wir Eigenschaft. indem dabei als selbstverständlich vorausgesetzt wird. vgl. berufen. daß es sich dieser Existenz niemals völlig rein und abgelöst zu bemächtigen vermag. Aber dieser Satz schließt keine der skeptischen Folgerungen mehr in sich." so formuliert Helmholtz diese Anschauung. an dem sie sich äußert. so muß es wie ein Mangel des Denkens erscheinen. ergibt sich hieraus von selbst. das ist ihre nennen wir sie natürlich nie allein von der Natur des einen Wirkenden ab- hängen. wenn wir das Reagens... S. und ebenso mit demselben Recht blau. Geht man von der Existenz der absoluten Elemente aus.die Dinge niemals in dem." Man hat sich auf diese Sätze. als selbstverständlich im Sinne behalten. auf andere Dinge gewisse Wirkungen auszuüben. Braunschweig 1896. aller um Ausscheidung ontologischen auf Grund derselben die Bestandteile * Helmholtz. das ist ihr Verhalten gegen Wasser. ohne es zu nennen. auf welches gewirkt wird*. 589. So sprechen wir von der Löslichkeit einer Substanz. was sie für sich sondern nur in ihren wechselseitigen Verhältnissen kennen: daß wir nur die Relationen der Beharrung und Veränderung an ihnen festzustellen vermögen. Sehens. bekannt. als die Fähigkeit desselben. die die Natur Daß wir allein sind. 321). daß es sich nur darum handelt.. immer eine Beziehung zwischen zwei Dingen betrifft. (Vorträge und Reden. aber sie werden uns nur in ihrer Wechselwirkung. Wenn aber. Die Dinge bestehen nach dieser Auffassung für sich. sondern sie besteht überhaupt nur in Beziehung auf und hängt ab von der Natur eines zweiten. „ist in Wirklichkeit nichts anderes. 406 . in denen man die treffendste Formulierung des allgemeinen Grundsatzes der Relativität prinzipielle sah. Physiologische Optik». was wir Eigenschaft nennen. A\ifl.

in welchem der Begriff der Wirklichkeit selbst wurzelt. In Wahrheit indessen enthalten auch sie noch ein unverkennbar ontologisches Element. sondern wir verdichten die Erkenntnis empirischer Zusammenhänge zu Urteilen.aus den Naturwissenschaften zu fordern*. Es ist von besonderem Interesse zu verfolgen. 131. Wir erfassen nicht an absoluten Dingen die Verhältnisse. um es damit zur Einheit zu gestalten. In seiner Schrift über die Einheit des physikalischen Weltbildes hat Planck in einem kurzen Entwurf die allgemeinen Gesichtspunkte bezeichnet. Nicht dies ist die Meinung. Es bleibt ein Zirkel.. die die Erkenntnis in das sinnlich Mannigfaltige hineinlegt. Die Darstellung. daß wir stets nur die Beziehungen zwischen Seinselementen denkend erfassen können. Hierin erst besteht die allgemeinste und radikalste Bedeutung des Relativitätsgedankens. der modernen Physik. die neuerdings ein bedeutender Physiker von dem Fortgang und den allgemeinen Zielen der physikalischen Methodik gegeben hat. liefert hierfür einen charakteristischen Beleg. 186 ff. Die Begriffe und Theorien dtsch. 407 . Die schärfere Fassung des Prinzips der Relativität der Erkenntnis stellt dieses Prinzip nicht als eine bloße Folge aus der allseitigen Wechselwirkung der Dinge hin. die aus ihrer Wechselwirkung resultieren. sondern daß wir nur durch die Kategorie der Beziehung hindurch zur Kategorie des Dinges gelangen können. wie diese Grundanschauung innerhalb der modernen Physik selbst allmählich mehr und mehr zu methodischer Klarheit und Schärfe gelangt. Ausg. da eben diese Wechselwirkung vielmehr nur einer jener ist. denen wir gegenständliche Geltung zusprechen. den wir noch gerade zu erfassen vermögen. Die „relativen" Eigenschaften bedeuten demnach nicht im negativen Sinne den Rest an Dinglichem. wobei diese Elemente selbst doch immer noch als ein dunkler für sich bestehender Kern gedacht sind. Stalle. die Relativität der Erkenntnis aus der durchgängigen Wechselwirkung der Dinge erklären zu wollen. Leipzig 1901. sondern sie bilden den ersten und positiven Grund. sondern erkennt in ihm eine vorausgehende Bedingung für den Begriff des Dinges selbst. nach Relationsgedanken * Vgl. S.

zu dem diese Darstellung gelangt ist. daß durch den philosophischen Teil der Ausführungen Plancks das Ergebnis.) war bereits vollendet. Die Einheit des physikalischen Weltbildes. in allen wesentlichen Punkten bestätigt und von einem anderen Gesichtspunkte her beleuchtetwird. um so freudiger begrüße ich es. was sie scheinbar an Inhalt einbüßt. Welchen Ersatz aber so muß nunmehr gefragt werden bietet zuletzt das wissenschaftliche Weltbild für diese verlorenen Inhalte dar welcher positive Vorzug ist es. an Einheit und Geschlossenheit zurück. um schließlich im idealen Entwurf der Physik gänzlich zu verschwinden: dafür bildet die Geschichte der Naturwissenschaft ein einziges fortlaufendes Beispiel*. Indem die Wissenschaft dem Reichtum und der bunten Mannigfaltigkeit der unmittelbaren Empfindung entsagt. so daß Gebiete. die vom Standpunkt der Empfindung aus schlechthin unvergleichlich sind. als der Plancksche Vortrag erschien. 217 ff. sofern sie notwendig eine Beziehung auf ein bestimmtes Sinnesorgan. Leipzig 1909. — Bedeutung und seine Notwendigkeit beruht? Hier zeigt es sich nun alsbald. Hier allein liegt der eigentümliche Wert des wissenschaftlichkonstruktiven Aufbaus: in ihm erscheint durch stetige begriffseine * S. sondern lediglich in einem formalen Moment gegründet sein kann. gewinnt sie kraft dieses Verzichtes. Planck. Wie dieses Element ständig zurückgedrängt wird. also auf die spezifische physiologische Struktur des menschlichen Organismus in sich schließt. mehr abzustreifen. Wenn anthropomorphes — . dem — 408 .denen die stetige Umbildung der physikalischen Theorien die erste Stufe unserer physikalischen Definitionen dadurch gekennzeichnet ist. auf sich erklärt. daß der geforderte Ersatz nicht selbst wiederum in einem materialen. S. bes. so besteht aller weitere diese Bedingtheit mehr und logische Fortschritt darin. Die Darstellung der Entwicklung der naturwissenschaftlichen Begriffsbildung im vierten Kapitel (vgl. Vortrag. Die Empfindung als solche enthält ein Element. daß der Begriff hier noch unmittelbar den sinnlichen Inhalt der Einzelempfindung wiederzugeben trachtet. nunmehr als Glieder ein und desselben Gesamtplanes in wechselseitigem Zusammenhang begriffen werden können. Mit der individuellen Besonderung der Eindrücke ist auch ihre innere Ungleichartigkeit verschwunden.

so glich das alte System der Physik gar nicht einem einzigen Bild. — — 409 . wie sie sich aus der erkenntnistheoretischen Analyse ergeben. sondern das Korrelat zum recht verstandenen logischen Idealismus. alle Nationen. .liehe Mittelglieder verbunden. und umgekehrt wird und muß jede beobachtbare physikalische Erscheinung in dem Bilde einen ihr Man sieht. jeder ist vielmehr unentbehrlicher Bestandteil des Ganzen und besitzt als solcher eine bestimmte Bedeutung für die beobachtete Natur. Einheit in bezug auf alle Einzelzüge des Bildes. Einheit in bezug auf alle Orte und Zeiten.. realistisch" bezeichnen: aber dieser „Realismus" bildet nicht mehr den Gegensatz. denn für jede Klasse von Naturerscheinungen hatte man ein besonderes Bild.. Kein einziger Zug desselben wird als unwesentlich fortgelassen werden können. Einheit in bezug auf alle Forscher. man konnte diese verschiedenen Bilder hingen nicht miteinander eins von ihnen entfernen. Ansicht fremd und beziehungslos nebeneinander reiner diese Je Tendenz sich durchringt. Und zusammen." Kennzeichen der echten physikalischen Theorie. mit den Kriterien der empirischen Realität. was in der ersten naiven liegt. wie sie hier entwickelt werden. physikalischen Weltbild nicht möglich sein. daß die genau entsprechenden Platz finden. die bei der Gegebenheit der bloßen Empfindung stehen bleibt als . Sehen wir genauer zu. um so vollkommener hat die Forschung ihre Aufgabe erfüllt.. . alle Kulturen" ist es. sondern viel eher einer Gemäldesammlung. im Gegensatz darf daher mit Recht seine Grundanschauung zu der phänomenalistischen Ansicht. völlig zusammenfallen. Denn die Unabhängigkeit des physikalischen Objekts von allen Besonderheiten der Empfindung stellt zugleich seine Zuordnung zu allgemeingültigen logischen Grundsätzen in helles Licht: nur im Hinblick auf diese Grundsätze der Einheit und Kontinuität der Erkenntnis wird der Inhalt des Objektbegriffs selbst gefunden und festgestellt. was den Planck eigentlichen Sinn des Gegenstandsbegriffs ausmacht. licher Theorie der was Planck als Grundbedingung jegPhysik fordert: der Inbegriff und die Erfüllung aller dieser Forderungen aber ist es zugleich. ohne die Das wird in dem zukünftigen anderen zu beeinträchtigen.

kraft deren beide notwendig zuletzt in denselben Grundbestimmungen zusammentreffen müssen? Es genügt indessen. Sind sie ein Bestandteil des Seins oder sind sie bloße Gebilde des Denkens.Siebentes Kapitel. in dem der Gegensatz von Denken relationen. also nur für dieses selbst und den Umkreis seiner Inhalte gültig? Oder besteht hier eine geheimnisvolle praestabilierte Harmonie zwischen dem Geist und der Wirklichkeit. die sich zuvor auf die Empfindungen und Vorstellungen richtete. aber nicht gelöst: denn der Gegensatz des Subjektiven und Objektiven besteht noch immer in gleicher Schärfe fort. Das Ende der Untersuchung scheint uns an denselben Punkt zurückzuführen. daß es einem Typus der Fragestellung angehört. Und dennoch kann es scheinen. um alsbald zu bemerken. der durch das Ergebnis der vorangehenden Untersuchung prinzipiell überwunden ist. an welchem wir zu Anfang standen. das Problem in dieser Weise zu fassen. Auch die reinen Relationen unterliegen derselben Frage. Die Analysis der Erkenntnis endet in bestimmten Grunddenen der inhaltliche Bestand aller Erfahrung beruht. als hätten wir uns mit dieser Antwort im Zirkel bewegt. enthüllt sich in ihnen die Natur der Dinge oder sind sie nur die allgemeinen Ausdrucksformen unseres Bewußtseins. Das Problem scheint verschoben. Das „gemeinsame" Gebiet. auf 410 . Weiter als bis zu diesen allgemeinen Beziehungen vermag der Gedanke nicht zurückzudringen: denn nur in ihnen ist das Denken selbst und ist ein Gedachtes möglich. Subjektivität und Objektivität der Relationsbegriffe.

was sie ihrem logischen Sinne nach sind. nachdem diese Relationen in ihrer Bedeutung „feststehen". sie zu bestimmten Einheiten zusammenzufassen und sie wiederum in unterschiedene Vielheiten auseinanderzulegen. aber sie zeigt uns niemals.und Sein ausgelöscht sein soll. noch woher sie ihre Entstehung ableiten. Die gleiche Betrachtungs\yeise aber erstreckt sich unmittelbar auf das Bewußtsein selbst: ohne eine zeitliche Folge und Ordnung von Inhalten.. Woher" ist selbst nichts anderes als eine bestimmte Form der logischen Beziehung. Es gibt keine Objektivität. besitzt der Gedanke des Ich keine angebbare Bedeutung und Anwendung. mit ihrer Hilfe und unter der Anleitung der Erfahrung der — 411 .. über Objekt und Subjekt einen verständlichen Sinn. wie über das Ich. nicht in welcher Weise und von welchen Anfängen aus sie geworden sind. Ihnen gegenüber läßt sich nur noch fragen. besteht allerdings: aber es kann nicht mehr in einem absoluten Urgrund aller Dinge überhaupt. jedeZurückführung der Grundformen auf eine Wirksamkeit der Dinge oder auf eine Betätigungsweise des Geistes. w i e sie sich zusammenfügen. ohne die Möglichkeit endlich. würde eine deutliche petitio principii in sich schließen: denn das . in den allgemeingültigen der rationalen und empirischen Erkenntnis gesucht werden. die in ihr und durch sie feststellbar ist. Jede Frage nach dieser Entstehung. Denkens" eingehen. Seins". wie des . Diese Formen selbst bilden ein sondern lediglich Funktionsformen System von Bedingungen: und nur relativ zu diesem System erhalten alle Aussagen über den Gegenstand. Die Analyse lehrt uns mit unzweideutiger Bestimmtheit. daß alle diese Relationsformen in den Begriff des . die außerhalb des Rahmens der Zahl und Größe. der Beharrung und Veränderlichkeit. so entfällt jegliche Frage nach festgefügtes der Kausalität der Relationen überhaupt. ohne die Möglichkeit. Ist einmal die Kausalität als Relation verstanden und eingeordnet.. der Causalität und Wechselwirkung stünde: alle diese Bestimmungen sind nur die letzten Invarianten der Erfahrung selbst und somit aller Wirklichkeit. relativ konstante Bestände von relativ veränderlichen zu scheiden. Man kann.

die wir an der „Materie" der Erkenntnis festhalten können. ** Vgl. — entfällt zugleich die Möglichkeit. Das Absehen von dieser Fundamentalbedingung würde nicht nur eine größere oder geringere .) Hönigswald.. ob. den des anderen dagegen in der Einheit des Bewußtseins sucht*. 306 ff. daß man beiden einen verschiedenen Ursprung im absoluten Sein zuweist. Erkenntnis. gleich einer entstehenden und vergehenden empirischen Existenz.. Unbestimmtheit" ihres Inhalts zur Folge haben. Zum Folgenden vgl. m. nach dessen Grund und Ursprung sich fragen ließe. Die einzelne qualitativ besondere Empfindung empfängt ihre Eigenart erst durch die Unterscheidung von anderen bewußten Inhalten. das hier vorliegt. so bleibt für beide kein . indem man etwa den Ursprung des einen Faktors in den „Dingen". das Verhältnis. Vgl. S. zum Problem der Lipps. S. Die materiale Besonderung der empirischen Inhalte kann daher niemals zum Beweis für die Abhängigkeit aller Damit möglichen Ordnung Der philosophische i e h 1 . Methodenlehre. durch zwei getrennte ursächliche Faktoren zu erklären. wie andererseits die Form nur in Beziehung auf die Materie gilt. Mythenbildung und 412 . jetzt besonders: G.Entstehung der besonderen Objekte und Vorgänge nachgehen: dagegen ist es ein hoffnungsloses Beginnen. auf psychische oder physische „Grundkräfte" zurückführen zu wollen. denen sie gegenübersteht: sie besteht nur als Reihenglied und kann nur als solches wahrhaft gedacht werden. S. 1907. 1906. S. Sieht man von dieser Zuordnung ab. F. auf weiter zurückliegende Anfänge. 1. sondern gänzlich ins Leere führen**. Diese unlösliche logische Correlation widerstreitet jedem Versuch. Kritik dieser Schrift: Kant Studien XIV. Lpz. (bes. hrz. kommt ihr lediglich relativ zu irgendeiner und somit zu einem formalen Reihenbegriff zu. die „Materie" der Erkenntnis von ihrer „Form" derart zu sondern. 91 Größenkonstanten s. Denn alle Bestimmtheit. Lpz. sie selbst. Dasein" mehr übrig. 154 ff. hierzu sowie die Darstellung bei kenntnistheorie u. R &iticismu8 285 ff. — Beiträge zur Er- — 98. II. die man als für sich seiend und wirksam annimmt. Die Materie ist stets nur in Bezug auf die Form.

ist nichts anderes als ein Charakteristikum der Erkenntnis selbst. sondern zu den allgemeinen Prinzipien und Bedingungen der wissenschaftlichen Wahrheit behauptet und festgestellt werden soll. Diese Begrenzung aber ist Besonderung die seine wahrhafte „Idealität'* ausmacht: eine Idealität. durch die keine korrelative Zuordnung zu den Vorstellungen und Denkakten der psychologischen Individuen. Subjektiven" und „Objektiven" hier noch nicht in jedem Sinne geschlichtet und überwunden. wenn das Problem. sobald man fragt. ist nicht ersichtlich. bei allgemeinen der Verknüpfung. (S. Denn die eines Gesetzes setzt doch eben dieses Gesetz selbst voraus und ist nur in Beziehung darauf verständlich: der einzelne. indessen dieser Herkunft sich aufs neue hervorzudrängen. welche Formen des Urteils und des beziehenden Denkens es sind. sondern daß es hierzu zugleich der Kenntnis besonderer Konstanten bedarf. welche spezifischen Erkenntnismittel. Vielmehr scheint er Wenn 395 f). ob sie aus dem Geist oder aus den Dingen oder aus einer Wechselwirkung beider abzuleiten sind. inwiefern sie etwas über ihre absoluten Grundlagen enthüllen sollen. Inwiefern diese Konstanten aber mehr als die empirische Realität der Erfahrungsobjekte selbst bezeugen. fixierte Größenwert bleibt also stets in dem Umkreis desjenigen Seinsbegriffs. durch welches ihr Begriff sich erst vollendet. transzendenten" Bestimmungsgrunde angeführt werden: denn diese Bestimmtheit. S. in Nichts zerrinnt: so ist doch der alte Gegensatz des . ob.Gegenstandserkenntnis von einem schlechthin . der durch die allgemeinen Grundsätze der Mathematik bezeichnet und umgrenzt wird. so besagt sie zuletzt nichts anderes. es. bei universellen des Naturgeschehens stehen Regeln Gleichungen zu bleiben. die als solche unleugbar besteht. die Frage nach der metaphysischen Bedingungen sich als ein Mißverständnis erweist. in denen wir uns die 413 . die nur durch die experimentelle Beobachtung sich ermitteln lassen. als die Feststellung. daß es zum Aufbau der Erfahrung und zur Konstituierung ihres Objekts nicht genügt. Bringen wir sie auf ihren reinsten wissenschaftlichen Ausdruck...

der des Idealismus. von Leibniz' Hauptschriften zur Grundlegung der Philosophie. in deren aktuellem Denken der Übergang von den Prämissen zu den Folgerungen. sie knüpfen die Geltung bestimmter Schlußsätze an die Geltung bestimmter Obersätze. S. im tatsächlichen empirischen Erlebnis. Bolzanos * S. Die „ewigen Wahrheiten" so erklärt bereits L e i b n i z im engsten gelten völlig unabhängig von jeglichem an Piaton Anschluß Tatbestand der Wirklichkeit. ob es Individuen gibt. 1893 S. der hier als zu Recht bestehend behauptet wird. 21 f. 504 f. seinen paradoxen Ausdruck in Conception eines Reiches der „Sätze und Wahrheiten an sich" gefunden hat. Leibniz.reine. Sie stellen lediglich hypothetische Systeme von Folgerungen dar. vgl. um der Strenge und Reinheit der logischen Begründung willen. an sich zeitlose Geltung der ideellen Grundsätze zeit- lich.. ohne daß wir auf die psychologischen Akte zurückgehen. auch diese Frage völlig auszuschalten und abzuweisen. sind noch irgend jemand. zu vergegenwärtigen vermögen. tatsächlich jemals vollzogen worden ist. Der „Bestand" der Wahrheiten ist logisch unabhängig von der Tatsache ihres Gedachtwerdens. in denen wir uns den Gehalt dieser Sätze zur anschaulichen oder begriffGleichviel ob diese Akte in den lichen Vorstellung bringen. Mitteilungen aus Leibnizens ungedruckton Schriften. wie immer er auch beschaffen — — möge. In solcher äußersten Prägnanz vollzieht sich die Abkehr von jeder bloß psychologischen Begründung bei den eigentlichen Klassikern sein — Sie alle neigen jenem Gedanken zu. Man kann sich versucht fühlen. der zu zählen verstünde*. was sie selbst wenn es nichts gäbe. Lpz. was gezählt werden kann. Ausg. ob sich in der Welt der empirischen Dinge konkrete Beispiele dieser abstrakten Zusammenhänge finden lassen. II. m. ja ohne irgend danach zu fragen. Juris et aequi elementa (M o 1 1 a t . Lpz. wie sie gemäß einer strengen und notwendigen Abfolge aus einander hervorgehen und somit ein ideales Ganze der Bestimmung ausmachen: dies läßt sich vollkommen ableiten und zur Darstellung bringen. Was etwa die Sätze der reinen Geometrie bedeuten.) 414 . Die Wahrheiten der reinen Zahlenlehre würden bleiben. ohne darauf Rücksicht zu nehmen. 1904 ff.

Die Gebilde.Man nenne es wie man will" so spricht sich ein moderner Vertreter der mathematischen Logik aus . wenn wir von den Objekten der Geometrie. nicht das Geschöpf.verschiedenen artig sind Individuen verschieden oder ob sie gleicheine konstante Beschaffenheit darbieten: in keinem Falle ist es d i e s e Beschaffenheit. Der systematische Aufbau dieser Gebilde aber läßt sich vollständig entwickeln und darlegen. von neuem den Boden bereitet hat.. Da ferner alle Eigenschaften dieser Inbegriffe durch ihren ursprünglichen Begriff feststehen und ihnen in notwendiger und unabänderlicher Weise zukommen. sondern das Objekt. Flächen und Winkeln sprechen. kausalen Zusammenhang im Gebiete des Denkens. die in endloser Verschiedenheit und Mannigfaltigkeit vom Einfachsten beginnen und bis zum Verwickeltsten aufsteigen. von Inbegriffen. von Relationen und Abhängigkeiten.. Diese Welt ist nicht das Produkt. . die deren Begriff erst seinem ganzen Umfang nach darstellen. die wir meinen. in welchen intellektuellen Prozessen wir uns die Bedeutung der unendlichen Inbegriffe. ohne auf die komplexe und schwierige psychologische Nebenfrage einzugehen. sind echte und vollgültige Objekte der Mathematik. sondern lediglich ihr wechselseitiges B e stimmt-Sein: es besagt die objektive Abhängigkeit im nicht irgendeinen tatsächlichen Bereich des Gedachten. bedeutet keinerlei zeitliche Wirklichkeit. sondern die Beute des Gedankens: denn die Wesenheiten. wie sie irgendwelchen konkreten physischen oder psychischen Inhalten eignet. Das „Sein". die bevölkert ist von Ideen. von Sätzen. von den Linien. Es ist insbesondere die moderne der die diesen Sachverhalt zu voller Klarheit gebracht hat und die damit der logischen Theorie.es gibt eine Welt. so bleibt hier für irgendwelche willkürliche Betätigung des Denkens keinerlei Raum übrig: vielmehr geht das Denken ganz in seinem Gegenstand auf und wird durch ihn bestimmt und geleitet. aus denen und somit Erweiterung Mathematik. — — 415 . das wir diesen Objekten beilegen. die hier den Gegenstand der Betrachtung bilden. die sich auf ihn stützt. vergegenwärtigen. mit denen es die allgemeine Mannigfaltigkeitslehre zu tun hat.

als diejenigen. aufs schärfste das Problem. Notwendigkeit exakten gefunden" werden: denn alles bloß Vorgefundene gilt eben nur für den Moment. Keyser. Geologe oder irgend ein anderer Naturforscher die Welt der Sinne in seiner Betrachtung durchmißt. der Physiker. Aber steht dieser Gehalt in Wahrheit auf derselben Stufe. sondern in wörtlichem Sinne im Universum der Logik vorwärts. ihre innere ontologische — — Denken Struktur macht den wesentlichen Charakter und die Substanz der Logik als einer unabhängigen und außerpersönlichen Form Wie der Astronom.. so schreitet der Geist des Mathematikers. Notwendigkeiten können nicht einfach beschrieben. der des Seins aus. die jede derartige unmittelbare Gleichsetzung der und der rein beschreibenden Methoden endgültig verbietet. so erforscht er alle Höhen und Tiefen nach neuen Tatsachen: nach Ideen. 25 f. * C. 416 .wie etwa die wahren Sätze sind so wenig sie besteht identisch mit dem dieser Wesenheiten. . nicht schlechthin als solche . Abhängigkeiten. für welchen es festgestellt wird und beDie zeichnet somit einen empirisch -einmaligen Tatbestand. der der psychologischen Tätigkeit des Denkens als schlechthin bindende Norm gegenübersteht. in denen Frage nach den intellektuellen Operationen. J. die etwa der vergleichende Anatom und Zoologe in der Beschreibung und Vergleichung verschiedenartiger körperlicher Strukturen feststellt? Gerade die Logik der Mathematik und der mathematischen Physik ist es. New York Mathematics -^ a Lecture delivered at Columbia 1907 S. wie der Wein identisch ist mit dem Trinken des Weines.*" Diese Sätze umgrenzen. sowohl nach der positiven wie nach der negativen Seite hin. das hier vorliegt. vor. nicht in übertragenem. . Verwandtschaften. Klassen. wie die sinnliche Wirklichkeit. Umversity. von der wir lediglich empirisch Kenntnis zu erhalten vermögen? Sind die „Tatsachen" des Mathematikers nichts anderes und wollen sie nichts mehr bedeuten. Die Verfassung dieser außerpersönlichen W^elt. einen objektiven Gehalt. der allgemeinen matheDie matischen Zusammenhänge muß unangetastet bleiben: und diese Notwendigkeit bildet in der Tat eine eigentümliche Wesenheit.

Diese Operationen dürfen uns freilich mit dem. kraft deren wir zu seiner Kenntnis gelangen. welcher Art die gedanklichen Mittel und Verfahrungsweisen sind. s. was gesehen oder getastet wird*. Denn der Gehalt reiner Beziehungen läßt sich niemals in bloßen sinnlichen Impressionen darstellen: die Gleichheit oder Ungleichheit. Subjektivität" in einem neuen Sinne zu bestimmen. VIII. Dennoch aber bleiben beide Gesetzlichkeiten auf einander bezogen. drängt sich daher hier von neuem hervor.. Die allgemeine Charakteristik des Gegenstands. die er sich gleichsam gegenüberstellt.. wohl aber zielt jeder reine Erkenntnisakt auf eine objektive Wahrheit hin. enthält zugleich implicit die allgemeine Antwort auf die Frage. sofern sie zwei verschiedene Aspekte eines allgemeinen Problems darstellen. Cap. Wein und Trinken sind einander nicht in eindeutiger Weise zugeordnet. um ihn zu erfassen und innerlich nachzubilden. Überall zum Bewußtsein Es gilt * Näheres hrz.. als zwischen dem Wein und dem Trinken des Weins. Ein Moment ist es vor allem. die sich ergab. Eindruck" oder eine bloße Summe derartiger Eindrücke genügen. So besteht zwischen dem und der O p e rat i n des Denkens in der Tat ein tieferes und intimeres Wechselverhältnis. Cassirer. der aus der Analyse des Gehalts der wissenschaftlichen Grundsätze gewonnen wurde. Diese Art der Aneignung aber versagt. niemals unterschiedslos verschmelzen: die Gesetzlichkeit des Erkannten ist mit der des Erkennens nicht gleichbedeutend. Substanzbegriff 27 417 . den Begriff der .jene Notwendigkeiten erfaßt werden. Solange der Gegenstand noch schlechthin das „Ding" in der gewöhnlichen Bedeutung des naiven Dogmatismus war: so lange mochte ein einzelner . nachdem einmal die Geltung bestimmter logischer Relationen als notwendige Bedingung und als der eigentliche Kern des Gegenstandsbegriffs festgestellt ist. das hier entscheidend hervortritt. Objektivität" aus. was durch sie erkannt wird. wie andererseits der Bestand der Wahrheit nur kraft dieser Akte und durch ihre Vermittlung Gegenstand — — gebracht werden kann. die Identität oder Verschiedenheit des Gesehenen und Getasteten ist nicht selbst etwas. daher jetzt von dem Begriff der .

auf die hier zurückgegangen die wird. daß jedes Wissen gleichsam ein statisches und ein dynamisches Motiv in sich birgt und erst in dieser Es verwirklicht sich Vereinigung seinen Begriff vollendet. Die funktionale Betätigung des Denkens verlangt und findet ihren Halt in einer idealen mehr zu der Forderung Tätigkeit Struktur des Gedachten. des Denkens. können wir uns nach dieser Gesamtanschauung nicht anders verdeutlichen. um sich überhaupt psychologisch bezeichnen zu lassen. Beide Momente bestimmen erst in ihrer DurchDas dringung den vollständigen Begriff der Erkenntnis. Freilich scheint damit der Gehalt der Wahrheit. Der gesetzmäßige Fortschritt im Urteil ist das Korrelat des gesetzmäßigen Zusammenhangs der Beziehungen. Den Gedanken des Dinges als eines Komplexes sinnlicher Eigenschaften mag man sich immerhin dadurch entstanden denken. und somit zugleich der Gehalt des „Seins" von neuem gleichsam in Fluß zu geraten: denn was eine bestimmte Wahrheit „ist". Ganze [unserer intellektuellen Operationen ist gerichtet und gespannt auf die Idee eines .. den Hinweis auf eine selbständige Tätigkeit des Bewußtseins. daß wir sie gedanklich nacherzeugen. die ihm unabhängig von jedem besonderen zeitlich begrenzten Denkakt ein für alle Mal zukommt. als dadurch. stehenden und bleibenden" Geltungsbereichs objektiv notwendiger Beziehungen. ist selbst nicht willkürliche. die sich im Begriff des Erkenntnisobjekts zur Einheit zusammenschließen. Aber diese „gene- — — tische" Ansicht der Erkenntnis bildet jetzt keinen Gegensatz Denn eines dauernden Bestandes. in der allein der Begriff des logischen Zusammenhangs und damit der Begriff der logischen Wahrheit einen zureichenden Ausdruck findet.muß hier von der passiven Empfindung auf die Aktivität des Urteils zurückgegangen werden. So zeigt sich. sondern streng geregelte und gebundene Tätigkeit. 418 4 . indem wir sie aus ihren einzelnen Bedingungen vor uns entstehen lassen. daß diese Eigenschaften für sich wahrgenommen werden und vermöge eines automatischen Mechanismus der „Association" wie von selbst zusammenfließen: der Gedanke der notwendigen Verknüpfung aber bedarf.

. damit wir uns der Soll aber diese Regel ihres Fortschrittes bewußt werden. Auf der einen Seite wird die reine Objektivität des Logischen und Mathematischen dadurch aufrecht zu erhalten gesucht. stellen wir das Ganze ihrer Definitionen. der nicht auf irgendeinen festen Gehalt von Beziehungen. die die erkenntnistheoretische Diskussion der Gegenwart beherrschen. die auf diese Weise zuletzt übrig bleiben. gerichtet wäre. Die Veränderung zielt auf eine ab. immer schärfer und genauer bezeichnet wird: so ist hierfür erforderlich. während andererseits die Konstanz nur an der zum Bewußtsein kommen kann. so ist. als vermittels der einzelnen gesetzlichen Veränderung Reihenglieder und ihrer erreichbar ist. gefaßt und als Ausdruck eines Reihe selbst als Einheit Sachverhalts genommen werden. wie man betont. als seinen eigentlichen Gegenstand. wobei indes jeder der beiden Aspekte den anderen zu seiner Ergänzung verlangt und herbeiruft. unter den „logischen Konstanten''. der Begriff eines denkenden Subjekts. die successiv durchlaufen werden muß.nur in einer Aufeinanderfolge logischer Akte. in einer Reihe. daß wir sie selbst konvergierend denken. also eine verschiedene Auffassung. Es gibt keinen Akt des Wissens. An diesem Punkte scheiden sich am deutlichsten die allgemeinen Tendenzen. wie andererseits dieser Bestand sich nicht anders als in Akten des Wissens belegen und zum Verständnis bringen läßt. Dieser Begriff gehört demnach nicht dem Gebiet der reinen Logik und Mathematik selbst an. Zergliedern wir das ideale Gefüge der Mathematik. ihrer Axiome und Lehrsätze klar und vollständig heraus.ist" und besteht in eindeutiger Bestimmtheit. Je nachdem wir unseren Standort an dem gedachten Grenzwert selbst oder aber innerhalb der Reihe und ihres Fortgangs wählen. wenngleich sie für uns nicht anders. er ist vielmehr zu jenen „gänzlich bedeutungslosen" Konzepsie. je identischen Grenze Konstanz Veränderung dem 27* 419 . der durch weiter wir in ihr fortgehen. ergibt sich uns. dieser gesamte Zusammenhang gegeben wäre. daß man sich prinzipiell jeder Beziehung auf das Denken und den „denkenden Geist" begiebt. in keiner Weise mitenthalten. Diese gegen eine ideelle Grenze .

sofern es nicht bloße — — Die Arithmetik muß genau in demsein soll.. als er die Indianer erschuf. sondern stets nur relative „Gegenstände" sind. But now Mathematics is able to answer. a. Alles Erkennen ist nichts als ein Anerkennen. Dennoch tritt die Differenz zwischen beiden alsbald wieder scharf hervor. Er ist in der Erkenntnis eines bestimmten Zusammenhangs von Schlußfolgerungen so völlig passiv. a. sondern muß. daß der Geist. O. O. daß es gedacht wird. sondern eine Wesenheit. sondern allenfalls die Zahlen Das Einzelne erhält bilden eine wahrhafte „Wesenheit". § S. S. 4: PhiloWhat does it mean ? Mathematics in the Mathematics past weis unable to answer. dieses Ganze hier seinen Sinn und Gehalt erst vom Ganzen: aber läßt sich niemals wie ein ruhendes Objekt der Anschauung auf einmal vergegenwärtigen. 451. * Vgl.. sobald man sich vergegenwärtigt. so f ar at loast as to reduce the whole of its propositiona to certain fundamental notions of logic. die erst durch die Vermittlung der Philosophie in die Wissenschaften eingedrungen sind*. nicht aber selbst ein Ergebnis des Denkens***." Die . S. um Täuschung selben — Principles of Mathematics I. Damit entfällt auch jede nähere Beziehung der ideellen Wahrheiten der Mathematik und Logik zur Aktivität des Denkens: vielmehr wird ausdrücklich hervorgehoben. a. . The : sophy asks of Ru * Russell. zu denen wir innerhalb des Umkreises. daß es nicht absolute. 427. Russell. 33.. hat ein bestimmtes Sein und dieses Sein ist die Vorbedingung dafür. Die Zahl . der Logik und Mathematik allein zu gelangen vermögen. wie es gemäß der gewöhnlichen Auffassung der Sinn in der Wahrnehmung sinnlicher Objekte ist**. wo immer er diese Wahrheiten ergreift. and Philosophy answered by introducing the totally irrelevant notion of mind. Objektivität" der reinen Begriffe und Wahrheiten wird demnach mit der der physischen Einzeldinge völlig auf eine Stufe gestellt.Zwei" ist kein rein geistiges Ding. ** s 8e 1 1 . a. 420 . Sinne entdeckt werden. § 37. die den Gegenstand unseres Denkens bilden kann. als Columbus West-Indien entdeckte und wir schaffen die Zahlen so wenig. Nicht die Zahl.tionen zu rechnen. sie nur receptiv als gegebenen Stoff empfängt. Was immer den Gegenstand unseres Denkens bildet.

sofern bewußt wird. Mitten im Akt des Produzierens hebt sich für den halten er sich Gedanken ein bleibendes logisches Produkt heraus. hält sich fast ausschließlich im Bereich des rhetorisch-polemischen Stils und zerfällt. wie man ihn etwa für die Wahrnehmung eines besonderen Sinnendinges als genügend ansieht. sondern stets einer Mannigfaltigkeit derartiger Akte.. Soweit freilich der Pragmatismus in nichts anderem besteht. der von Seiten des . im Gesetz seines Aufbaus Um die erfaßt und durch dieses Gesetz bestimmt werden. die jedoch kein bloßer Wechsel von Vorstellungen sondern in der vielmehr das einmal Erreichte festgeund zum Ausgangspunkt neuer Entwicklungen gemacht wird. Schon der Begriff des Nutzens selbst widerstrebt jedem 421 . Wahrheit" und „Nützlichkeit": soweit dürfte man ihn getrost dem allgemeinen Schicksal philosophischer Schlagworte überlassen. Aus diesem allgemeinen Motiv heraus läßt sich vielleicht am ehesten der Kampf verstehen. Was zur Verteidigung dieser Ansicht vorgebracht worden ist. wird einseitig nur ein einzelnes Moment von ihr betont. bedarf es nicht nur eines einzelnen apperceptiven Aktes. Immer wird ist. Die Tätigkeit selbst ist es somit.. als in der Gleichsetzung der Begriffe . sondern das notwendige Korrelat derjenigen — „Objektivität".. wenn anders er in sich selbst Sicherheit und Bestimmtheit gewinnen soll. sondern nach konstanten Regeln erfolgt. Wird diese Grundbeziehung nicht vollständig erfaßt. Zahlenreihe als Reihe aufzufassen und sie damit erst in ihrem systematischen Wesen zu durchdringen.wahrhaft übersehen zu werden. die einander wechselweise bedingen. die ihm allein erreichbar ist. denen er sich nicht zu entziehen vermag. der nunmehr die Konstanz des Logischen selbst gefährdet. so muß sich alsbald ein Rückschlag einstellen. es in die nüchterne Sprache der logischen Begründung zu übertragen. sobald man versucht. hier also eine Bewegung des Denkens erfordert. Die . aus der die Anerkennung eines dauernden Bestandes von Wahrheiten quillt. Pragmatismus" gegen die . Spontaneität" des Denkens bildet somit nicht den Gegensatz.. reine Logik" geführt wird. daß dieser Akt selbst nicht willkürlich vor sich geht.

in der nicht beliebig aus Jeglichem Jegliches hervorgeht. sondern lediglich feinere — — 422 . der reine und vollgültige Ausdruck des . Es handelt sich nunmehr klar hervortritt um das Verhältnis. S. Gilt das Erstere. sondern in der bestimmte Erfolge an bestimmte Voraussetzungen gebunden sind: nur innerhalb des Seins und innerhalb einer eindeutigen Ordnung des Geschehens ist der Gesichtspunkt (Vgl. Hier ist das Problem zum mindesten von jenen Unklarheiten und Zweideutigkeiten befreit. bald ist es irgendeine gemeinsame gattungsmäßige Struktur des Menschen. da diese vielmehr auf die Ausschaltung aller rein „anthropomorphen" Elemente des Weltbildes gerichtet ist. des „Nützlich-Seins" verständlich und anwendbar. in Wahrheit bereits vorweggenommen. „Praktisch" heißt unser Folgern und Schließen. Denn das Denken selbst ist hier.407ff.Versuch einer scharfen Begrenzung: denn bald ist es das einzelne Individuum mit seinen besonderen Wünschen und Neigungen. das sich unter Bedingungen. die Möglichkeit exakter wissenschaftlicher Erkenntnis ungelöst: aus individuellen Gefühlen und Trieben baut sich so wenig wie aus individuellen Empfindungen eine Wissenschaft der Natur auf. S. entwickelt. weil es notwendig auf die Erreichung eines äußeren Zweckes gerichtet wäre. denen selbst eine objektive Regelmäßigkeit zukommt.) Soll dagegen das Zweite gelten. in Bezug auf welche der Nutzen festgestellt und gemessen wird. (S. so ist wiederum ein konstantes physisch .. es ist somit der gesamte Begriff des Seins. wie sich bei näherer Prüfung ergibt. so bleibt gerade das entscheidende Problem. die der Pragmatismus insbesondere durch Dewey und seine Schule erhalten hat.) Indessen treffen freilich derartige Erwägungen nicht die und subtilere Fassung.psychisches Subjekt mit einer gleichbleibenden Organisation gesetzt. unser Untersuchen und Prüfen nicht. 350 f. „Nützlichkeit" selbst gibt es nur in einer Welt. ob.Tuns" geworden. mit denen es in der populären philowie sophischen Diskussion behaftet bleibt. das zwischen den objektiv-gültigen Sätzen der Wissenschaft und zwischen der Aktivität des Denkens anzunehmen ist. der abgeleitet werden sollte.

Wahr" heißt uns ein Satz. die von D e w e y herausgegebenen . für die fortschreitende Vereinheitlichung des Mannigfaltigen leistet. daß es die die als letztes Ziel beständig vor uns steht und unserem Erkennen die Richtung weist. Die „Realitäten". nicht dadurch ihre Wahrheit.. III. die die Physik setzt und behauptet. nicht weil er mit einer festen Realität jenseit Lösung weil Denkens und aller Denkbarkeit übereinstimmt. als es ihr gelingt. 423 . Auffassung der Erkenntnis und ihres wird indessen durch alle diese Ausführungen nicht getroffen: denn in ihnen ist nur ein Gedanke fortgesponnen. sinnliches Sein aufgewiesen wird. Vol. die er in der Richtung auf alles die fortschreitende Vereinheitlichung entfaltet. * Vgl. daß sie ideelle Ordnungen ausdrücken.Studies in Logical Theory" (The Decennial Publications of the University of Chicago. den sie selbst von ihren ersten Anfängen an anerkennt und zugrunde legt. die den Zusammenhang der Erfahrungen herstellen und verbürgen. vergleichen. wie sie stets aufs neue betont. Jede Hypo- these des Wissens besitzt ihr Recht lediglich im Hinblick auf diese fundamentale Aufgabe: sie gilt in dem Maße. . reichen über diesen Sinn der Ord- Die kritische Verhältnisses zum Gegenstand nungsbegriffe nicht hinaus. was er für die dieser Grundaufgabe des Wissens.. sondern wir können stets nur nach der Funktion fragen. daß sie Abbilder an sich vorhandener Wirklichkeiten sind. sondern er sich im Prozeß des Denkens selbst bewährt und zu neuen fruchtbaren Folgerungen hinleitet. Wir können ein Urteil niemals direkt den einzelnen äußeren Gegenständen gegenüberstellen und es mit diesen. Auch für sie empfangen die Regriffe. First series. die anfänglich auseinanderliegenden sinnlichen Daten gedanklich zu organisieren und in sich einstimmig zu gestalten*. nicht indem ein besonderes Chicago 1903). sondern dadurch. Sie werden begründet.in ist. hrz. Seine eigentliche Rechtfertigung ist die Wirksamkeit. als für sich gegebenen Dingen. alles Sinne. die es im Aufbau und in der Deutung der Gesamtheit der Erfahrungen erfüllt. Die Wahrheit irgendeines dem Einheit Gedachten Einzelsatzes läßt sich nur danach bemessen.

wenn sie nicht endlosem Selbstwiderspruch und endloser Täuschung anheimfallen sollen. . Nicht eine — — James .das ihnen „entspricht". mag auch niemand sie tatsächlich ausgerechnet haben. Die Anerkennung dieses Sachverhalts aber (S. ob. die von einem Subjekt zum andern wechseln. ist nichts anderes.. mit den Realitäten übereinstimmen: mögen diese Realitäten nun konkret oder abstrakt. Unsere Ideen müssen. .reinen Logik". sondern indem sie als Mittel der strengen Verknüpfung. 424 Pragmatism. 217 ff. So sehr man die ." Es ist klar. sondern allenfalls eineWeiterführung der Gedanken. Prakgerung bisweilen in aller Klarheit zutage. der unser Denken im Gebiet der reinen Logik und Mathematik bestimmt. S. seine Befriedigung finden soll. als der Wille zum Logischen selbst: nicht irgendwelche individuellen Bedürfnisse. sondern die allgemeingültigen gedanklichen Postulate der E i nh e i t und Stetigkeit sind es. S.. die dem Fortgang der Erkenntnis die Richtung weisen. so gibt es einen „ideellen Zwang". Was also hier geleistet ist. das mit rein Der Wille. So ist etwa die hundertste Dezimalstelle der Zahl n ideell voraus bestimmt. James. mögen sie Tatsachen oder Prinzipien sein*. die der Pragmatismus an ihn zu knüpfen pflegt. daß die Annahme eines derartigen »ideellen Zwanges" (coercions of the ideal order) sich in nichts mehr von der Annahme eines objektiven. . ist keine Widerlegung der .) schließt nichts von den Folgerungen ein. tischen" hindurch selbst betont. auf denen sie beruht. 209 ff.. instrumentale" Bedeutung der wissenschaftlichen Hypothesen zugestehen und betonen mag: so handelt es sich doch hier ersichtlich um ein rein theoretisches Ziel. daß unser Erkennen einem doppelten Zwange unterliegt: wie wir in unserem Tatsachenwissen an die Beschaffenheit unserer sinnlichen Eindrücke gebunden sind. logischen Wahrheitskriteriums unterscheidet: beides sind nur verschiedene Ausdrücke derselben Sache. und somit der durchgängigen relativen Bestimmtheit des „Gegebenen" selbst erkannt werden. In der Tat tritt diese Foldurch alle Zweideutigkeiten im Begriff des . New York 1907. der hier theoretischen Mitteln verfolgt wird.

die hier einander entgegengestellt werden. ob. 425 . die zum Wesen des selbst Empirischen . zu behaupten und auszumachen*. hrz. Wahrheiten der Logik und Mathematik entziehen sich nicht nur der empiristischen Begründung. standstheorie 319 f vgl. Daseinsfreiheit" und gilt nur in dem Maße. sondern ein neues Problem wird aufgestellt. das wir in der Form rationaler mathematischer Ordnungen zu fassen und zu begreifen suchen. liegt selbst niemals fertig als ein in sich vollendeter Schatz von „Tatsachen" vor. Lpz. sondern ein variables Datum. scheint er sich daher von dem eigentlichen Fundament seiner Gewißheit loszulösen. wo wir darauf verzichten. Daß diese Forderung niemals bis zu einer letzten definitiven Erfüllung geführt werden kann. Wahrhafte Einsicht in die Notwendigkeit eines Zusammenhangs läßt sich nur dort erreichen. § 5 ff. S. begriffen und gewürdigt sein will. sondern sie scheinen auch jede Beziehung zur Welt der empirischen GegenIhre Apriorität stützt sich stände entbehren zu können. in dem der Gedanke sich der empirischen Existenz der Gegenstände zuwendet. Es ist kein konstantes.neue Lösung. sondern es gestaltet sich erst im Prozeß des Fortschritts und gewinnt in ihm immer neue Formen. die in die Relation eingehen. als diese auf Bedingung erfüllt ist. In dem Augenblick. wiederum unmittelbar auf einander in — — bezogen: das empirische Sein selbst ist es. * S. das eben in seiner Variabilität: in der möglichen Umformung. Dennoch kann es so unentbehrlich sie bei dieser unbedingten Trennung anfangs aus methodischen Gesichtspunkten erscheinen mag nicht bleiben: da schon die bloße Möglichkeit der mathematischen Naturwissenschaft ihr widerstreitet.. irgend etwas über die Wirklichkeit der Elemente. M e i n o n g Über die Stellung der Gegenim System der Wissenschaften. 1907. Denn das Material. die es durch neue Beobachtungen und Versuche erfahren kann. ihre . Denn in dieser sind die beiden Wissenstypen. das hier der intellektuellen Bearbeitung unterbreitet wird. das den ersten allgemeinen Ansätzen zur Begründung des Die universellen Wissens zunächst zurücktreten durfte. . Aber diese Variabilität. ergibt sich freilich aus der Natur der Aufgabe selbst.

die je nach der Wahl des intellektuellen und räumlichen Standortes verschieden ausfallen können und müssen. schließt dennoch kein ein. die wir für unsere Konstruktion des Weltbildes zugrunde legen. um die Relativität des Begriffs der empirischen Wahrheit zu erweisen. Zahl und Größe (Vgl. irgendeinem System. mit Vorliebe auf die bloß relative Gültigkeit unseres astronomischen Weltbildes zu berufen. als subjektive Zusammenfassungen von Erscheinungen bedeuten wollen. da wiralso die astronomischen Konstruktionen niemals mit diesen Bewegungen selbst zusammenhalten und an ihnen erproben können: so hat es keinen Sinn. sondern durch logische Beziehungen W Unterschiedes mit einander verknüpft bleiben. wechseln. ermitteln und feststellen. Da die absoluten Bewegungen der Himmelskörper so folgert man uns in keiner Erfahrung gegeben sind. sofern nur an der allgemeinen Voraussetzung festgehalten wird.Moment „subjektiver" Willkür Die Veränderung selbst ist als solche bestimmt und notwendig. Diese Regel ist auf der Erder einen Seite dadurch gegeben. rein durch den Vergleich der Reihenglieder selbst und durch die allgemeine Regel. — — nichts anderes. wie etwa dem Kopernikanischen. der sie in ihrem Fortschritt folgen. noch jemals gegeben sein werden. Dieser bleibt vielmehr in aller Strenge bestehen. daß die wechselnden Phasen des Erfahrungsbegriffes nicht schlechthin auseinander liegen. vor allen anderen den Vorzug der „Wahrheit" einzuräumen. Der Zusammenhang und die Konvergenz der Reihe tritt an die Stelle des äußeren Maßstabes der Realität: beides aber läßt sich. als Mittel jeglicher Konstruktion erhalten bleiben. Man pflegt sich. während Raum und Zeit. sondern gemäß einem bestimmten Gesetz von einem Stadium zum andern übergegangen wird. daß die fahrung beharrt: die besonderen Konfigurationen im Räume. Alle Systeme sind gleich wahr und gleich wirklich. sofern nicht beliebig. analog wie im Arithmetischen. Der Mangel dieser Schlußweise aber liegt deutlich zutage: denn die Aufhebung des absoluten Maß- stabes schließt in keiner Weise die Aufhebung des e r t der verschiedenen Theorien selbst ein. weil alle der absoluten Wirklichkeit der Dinge gleich fern stehen und gehört. Form 426 .

„Objektiv" heißt uns die räumliche Ordnung.) Weiterhin aber sind die materiale Züge des Bildes.. darf uns demnach als Ausdruck der „wahren" kosmischen Ordnung gelten. Die Eine Wirklichkeit kann nur als die ideale Grenze der mannigfach wechselnden Theorien aufgezeigt und definiert werden. auf derartige oberste Leitsätze verbürgt eine innere führung Gleichartigkeit des Erfahrungswissens. nichts wahrer und notwendiger. Kein einzelnes astronomisches System. wie sie sich gemäß einem bestimmten Zusammenhang stetig entfalten. Die Forderung selbst ist das Bleibende und Feststehende. sondern erst das Ganze dieser Systeme. S. es auch gewisse beim Übergang von einem Stadium zum folgenden unberührt bleiben: die Variation hebt den früheren Bestand nicht schlechthin auf. 353 ff. so ist doch ihr Begriff darum nicht minder eindeutig bestimmt. sofern erst durch sie die Kontinuität — der Erfahrung hergestellt wird. kraft deren sich seine verschiedenen Phasen zum Ausdruck des all Einen Der „Gegenstand" ist Gegenstands zusammenschließen. So wird hier der instrumentale Charakter der wissenschaftlichen Begriffe und 427 . S. in welchem es jedoch nunmehr in neuer Weise verknüpft und begriffen erscheint. das Kopernikanische so wenig wie das Ptolemäische. der Naturerkenntnis.ob. gemäß der Voraussetzung und den Erfordernissen des Trägheitsgesetzes von Die Zurück(S. sondern läßt ihn in einer neuen Deutung fortbestehen. während jegliche Form ihrer Erfüllung wiederum über sich selbst hinausweist. ob. die wir als logische Normen festhalten. Das Recht jeder derartigen Verknüpfung aber messen wir nicht an den Dingen sondern an bestimmten obersten Prinzipien selbst. die also z. projektierte Einheit" ist und bleibt. sondern unumgänglich.) uns aufgebaut worden ist. so sehr sie vielmehr stets . B. aber die Setzung dieser Grenze selbst ist nicht willkürlich. daher genau so wahr und so notwendig. Das Ganze der Beobachtungen Tycho de Brahes geht in das System Keplers ein. So wenig diese Einheit jemals fertig vorliegt. wie die logische Einaber freilich auch um heit der Erfahrungserkenntnis. 242 ff. die diesen Prinzipien entspricht.

nur die Art. in der Anwendung auf das empirische Material fortschreitend bewähren muß. zeitlich wechselnden Umständen des psychologischen Erfassens unberührt bleibt. der als solcher sich Form selbst gleich und von den zufälligen. muß in sich fest und sicher sein. die zu ihm hinzutreten. begründet den Unterschied Solange wir im Gebiet der verschiedenen Erkenntnisstufen. Erkenntnis selbst entsteht und festigt sich der Gedanke eines Grundbestandes ideeller Beziehungen. Die rein empirische Wahrheit aber scheint sich dieser Bestimmtheit prinzipiell zu entdieser ziehen: andere. wohl aber der objektiven Bestimmtheit des der Erfahrung selbst. sondern sofern sie einen Entwurf zu möglichen Einheitssetzungen in sich sclüießen. der rein logischen und mathematischen Sätze verharren. aber nicht mehr in seinem eigenen Gehalt umgeformt werden. Die Behauptung einer derartigen Constanz ist jedem Denkakt als solchem wesentlich. — Der reale Inhalt des Gedachten. rationalen. der sich in der Ausübung. so wäre kein sicherer und dauernder Gebrauch von ihm möglich. es würde beim ersten Versuch zerbröckeln und sich in Nichts auflösen. Aber das Instruselbst. als sie gestern war und bedeutet somit nur einen flüchtigen Halt. das zur Einheit und damit zur Wahrheit des Gedachten hinführt. den wir im Wechsel der Vorstellungen ergreifen. Besäße ment es nicht in sich selbst eine bestimmte Stabilität. er einmal ist. für immer. ergänzt. um ihn alsbald wiederum aufzugeben. er kann durch andere. entspricht daher in der Tat genau der Im Bereich der aktiven des Denkens überhaupt. nicht sofern sie ein gegebenes starres Sein abbilden. in welcher der Beweis Behauptung erbracht wird. Wir bedürfen nicht der Objektivität absoluter Dinge. Weges die zu dem Er- kenntnis durchdringt. wie im Bereich der empirischen Erkenntnis ist es Im Prozeß der die gleiche Aufgabe. die hier gestellt ist. was veränderlich in sich selber ruhen. die unJeder Satz ist hier. besitzen wir ein festgefügtes Ganze von Wahrheiten. Und dennoch schließen sich beide Motive trotz aller Gegensätzlichkeit zuletzt zu einem einheitsie ist morgen eine 428 .Urteile nicht bestritten: diese Begriffe gelten.

liehen Typus des Wissens zusammen. der sich gegenübej allem Wandel des zufälligen Erfahrungsstoffes als identisch behauptet und bewährt. So wenig der Unterschied der beiden Faktoren sich daher jemals völlig zum Verschwinden bringen läßt: so besteht doch in dem beständigen Ausgleich. von denen Logik und Mathematik sprechen. 429 . bewußt werden. als vielmehr Beständigkeit im logischen Gebrauch. im Gebiet der Veränderung selbst Fuß zu fassen. es als Ergebnis allgemeiner theoretischer Gesetze zu verstehen. wenn es sich beiderseits um starre unabänderliche Gegebenheiten handelte. sondern zugleich und vorzüglich einen dynamischen Sinn: sie ist nicht sowohl Beständigkeit im Sein. Die Beständigkeit der idealen Formen hat nunmehr selbst keinen rein statischen. sondern zugleich als eine positive Förderung des Wissens. Der Bestand der ewigen Wahrheiten wird zum Mitte]. die gesamte Bewegung der Erkenntnis. sind die gleichbleibenden Richtlinien. Die idealen Zusammenhänge. indem wir versuchen. das Dauernde für das Vergängliche selbst fruchtbar zu machen. Erst indem wir uns der Bedingtheit unserer empirischen Kenntnisse und damit gleichsam der Bildsamkeit des empirischen Materials. die sie stetig erfüllen. der sich von einem zum andern hin vollzieht. Der Einldang des Gegebenen und des Geforderten wird hergestellt. nach denen die Erfahrung selbst in ihrer wissenschaftlichen Gestaltung sich orientiert. Die Gegensätze zwischen der mathematischen Theorie und dem Inbegriff der jeweilig bekannten Beobachtungen wären unausgleichbar. Diese Funktion. Das Veränderliche wird betrachtet. mit dem die Erkenntnis arbeitet. eröffnet sich die Möglichkeit einer Aufhebung des Widerstreits. Nur in der Abstraktion können wir die schlechthin dauernden Momente von den vergänglichen ablösen und ihnen gegenüberstellen: denn die eigentliche konkrete Aufgabe der Erkenntnis besteht darin. als ob es dauernd wäre. indem wir das Gegebene im Sinne der theoretischen Forderungen aufs neue durchforschen und damit seinen Begriff erweitern und vertiefen. Die Veränderlichkeit des empirischen Materials erweist sich keineswegs nur als ein Hemmnis. ist ihr dauernder und unverlierbarer Gehalt.

sondern erweist seine eigenste Bedeutung erst in dem notwendigen Fortgang. als die Hypostasierung des leeren eigenschaftslosen ist. Konstanz und Veränderung erscheinen demnach auch von dieser Seite her als zusammenlogische Momente. Jonas ff. 1908. den es von einem Element zum andern vollzieht. Die mannigfachen physikalischen Qualitäten der Dinge lösen sich ihm daher in den Einen Begriff des Aethers auf. sondern sie gehören ihrer Grundbedeutung nach der eigentümlichen Leistung des Intellekts selbst an. sondern den des Denkens aufheben. gehörige Zwischen ihnen einen absoluten sachlichen Gegensatz statuieren. Wird diese korrelative des Begriffs selbst verkannt. Verschiedenheit und Veränderung bilden demnach keine prinzipiell „denkfremden" Gesichtspunkte*. vernichten. Ziele Zum Begriff der „Denkfremdheit" s. 107 430 . Wir stehen alsdann wieder vor der Grundansicht der Eleatischen Metaphysik. Co h n . heißt somit sie als Natur. aufheben: die ewig gleichartige unbewegliche „Sphäre des Parmenides" — — Doppelform Um — — Raumes * u.Identität und Verschiedenheit. in ihrer Mannigfaltigkeit und Wandclbarkeit. die Wirklichkeit kraft unserer mathematisch-physikalischen Begriffe zu verstehen. und stellen diese erst ihrem vollen Umfang nach dar. so muß sich alsbald wieder zwischen der Erkenntnis und der phaenomenalen Wirklichkeit eine unübersteigliche Kluft erheben. Denn das Denken erschöpft sich wie sich allseitig gezeigt nicht in der Heraushebung des analytisch Gemeinhat samen aus einer Mehrheit von Elementen. bes. die in der Tat in modernen erkenntniskritischen Untersuchungen eine interessante und bezeichnende Erneuerung erfahren hat. der selbst nichts anderes. Die Natur erklären. die lebendige Anschauung des Zeitverlaufs der Ereignisse erstarrt für ihn zur Beharrung letzter absoluter Größenkonstanten. als mannigfaltiges und veränderliches Ganze. müssen wir sie wie man nunmehr folgert zuvor in ihrem eigentlichen Wesen. hieße nicht nur den Begriff des Seins. aus denen er sich seine Form des Seins aufbaut. Der Gedanke duldet keine innere Ungleichartigkeit und Veränderlichkeit der Elemente. Lpz. Voraussetzungen des Erkennens.

bes. 431 . sondern ihre Beherrschung kraft der mathematischen von Reihengesetzen und Reihenformen. der der Gedanke fortschreitend zustrebt. Identitö et Röalitö. das in der wissenschaftlichen Erklärung an die Stelle des sinnlich-Mannigfaltigen tritt. sondern im Charakter und in der Aufgabe der wissenschaftlichen „Vernunft" selbst gegründet. daß sie sich gegenüber der logischen Nivellierung ihres Gehalts daß in der Vollkommenheit des Wissens behauptet: nicht das Sein selbst zum Verschwinden kommt*. von der Vielheit zur Einheit. sondern es ist nur ein Mannigfaltiges anderer Dimension: es ist das mathematisch-Mannigfaltige. Nicht die Mannigfaltigkeit als solche wird aufgehoben. Eindrucks" zur Wirklichkeit der „Schwingung" wird. zeigt es sich. daß die Realität den Denkens widersteht und ihnen zuletzt be- stimmte unübersteigliche Schranken setzt. Diese aber schließen das Moment der Verschiedenheit und Veränderung nicht aus. Aber diese Erklärung selbst verlangt eine Einschränkung.. ist somit nicht die Auslöschung der Vielheit und Veränderlichkeit überhaupt. dem alle Naturwissenschaft sich unver- merkt annähert. Zur Herstellung dieser Kontinuität aber bedarf das Denken des Gesichtspunkts der Verschiedenheit nicht minder.Meyerson. Indem die Analyse die gegebenen. S. sondern daß auch die umgekehrte Richtung: die Aufhebung der scheinbaren Kontinuität Bewegungen * S. So paradox diese Konsequenz erscheinen mag: so genau und folgerecht ist sie aus der einmal angenommenen Erklärung des Intellekts und seiner eigentümlichen Grundfunktion abgeleitet. sondern die Identität funktionaler Ordnungen und Zuordnungen. ist nicht die Identität letzter substantialer Dinge. als es des Gesichtspunkts der Identität bedarf: auch er ist ihm somit nicht schlechthin von außen aufgedrängt. Die Identität. ist es zu danken. Was der Gedanke fordert. sondern gelangen erst in und mit ihm zur Bestimmung. E. von der Bewegung zur Ruhe überzugehen. 229 ff. hrz. sinnlichen Einzelqualitäten in eine Fülle elementarer auflöst.bildet das letzte Ziel. indem ihr die Wirklichkeit des . Bemühungen des Nur dem Umstand. daß der Weg der Forschung nicht lediglich darin besteht.

Konstanz und Einfachheit der Wahrnehmungsdinge nicht minder berechtigt und notwendig ist. sondern enthält die Bedingung und den Ansporn zu ihrer immer vollkommeneren Lösung in sich. I 432 . Der volle Begriff des Denkens stellt somit die Einstimmigkeit des Seins wiederum her: die Unerschöpflichket der wissenschaftlichen Aufgabe ist kein Kennzeichen ihrer prinzipiellen Unlösbarkeit. Erst durch diese Aufhebung hindurch läßt sich zu dem neuen Sinn der Identität und der Dauer gelangen. der den wissenschaftlichen Gesetzen zugrunde liegt.

Was diese Beziehungen ihrem reinen logischen Sinne nach sind. Die Frage. den reinen Begründungszusammenhang selbst zu verstehen und in seiner Wahrheit abzuleiten. wie dieses Ganze selbst in den erkennenden Individuen sich verwirklicht. der die Voraussetzung für die gedankliche Entgegensetzung Vor diesem des . zu einem Inbegriff von Beziehungen zurückgeführt. die sie im Gesamtsystem der Wissenschaft gewinnen. Substanzbegriff ng 433 . kann lediglich aus der Bedeutung abgenommen werden. Schon von hier aus zeigte es sich. für den sie die gleiche Form der Geltung in Anspruch nimmt. Inbegriff erweist sich die herkömmliche Trennung als undurchführbar: er ist objektiv. ohne von diesem Wege durch psychologische Betrachtungen und psycboCassirer. daß seine Bestimmung einer doppelten Methode unterliegt und auf zwiefachem Wege versucht werden kann. I. Die Entwicklung der Wissenschaft selbst drängt dazu. solange es sich darum handelt. sofern auf ihm alle Constanz der Erfahrungserkenntnis und somit alle Möglichkeit des gegenständlichen Urteils beruht.. kann und muß zurücktreten. die er damit im Ganzen der möglichen Erkenntnis überhaupt erhält. Das Problem der Erkenntnis hat uns statt zu einem metaphysischen Dualismus der subjektiven und der objektiven Welt.. Jeder Einzelsatz wird innerhalb dieses Systems an einen anderen gebunden und mit ihm verknüpft und die Stellung. Subjekts" und . weist ihm das Maß seiner Gewißheit zu. während er andererseits nur im Urteil selbst und somit in der Tätigkeit des Denkens zu erfassen ist.Achtes Kapitel. Zur Psychologie der Relationen. Objekts" selbst enthält. diese Frage in den Hintergrund treten zu lassen: die Wissenschaft schreitet von einem objektiv gültigen Satze zu einem anderen fort.

die. der in sich selbst das Prinzip seiner Erhaltung und Selbstbewegung enthält. Dieser Übergang aber wird nur dadurch möglich. Und so führt die allgemeine Forderung einer Psychologie der Relationen : zu einer Umbildung der psychologischen Methode überhaupt. der hier deutlich und gesichert vorliegt. daß es die Art der Begriffsbildung ist. der hier festgestellt werden soll. daß Piaton sich bereits in der reinen Logik. sondern sie geht. Der Gedanke der wissenschaftlichen Psychologie geht geschichtlich auf P 1 a t o n zurück. wie in den übrigen Gebieten. den Aufgaben. von dieser allgemeinen Bedeutung aus. Der Gegenstand. das bildet in Wahrheit ihren historischen Anfang. wie in der reinen Geometrie und Arithmetik seiner notwendigen Mittelglieder versichert hat. in keiner Weise gerecht zu werden vermag. kraft deren er sich beschreiben läßt. Diese Umformung in den Prinzipien der Psychologie bildet selbst ein wichtiges erkenntnistheoretischesProblem es zeigt sich auch hier. in die Bedeutung des Selbstbewußtseins über. eine charakteristische Verschiebung erfährt. daß die psychologische Analyse sofern sie vom bloßen sinnlichen Erlebnis ausgeht und bei seinem Typus zu verharren strebt. fordert zugleich neue psychologische Mittel. Hier erst tritt der Seelenbegriff aus dem allgemeinen Umkreis des Naturbegriffs heraus und gewinnt eigene und selbständige Züge. Und dennoch schafft gerade dieser unabhängige Fortgang zuletzt auch für die Psychologie selbst ein neues Problem. Von der bloßen Wahrnehmung als solcher führt kein Weg zu dem neuen Begriff des „Selbst". die von selten der Wissenschaft beständig aufs neue gestellt werden. Vom geschichtlichen Standpunkt aus liegt hierin eine seltsame Anomalie: denn was der moderne Psychologe leicht als das Ende seiner Wissenschaft betrachtet. Es zeigt sich.logische Zweifel abgelenkt zu werden. Die Seele ist nun nicht mehr der bloße Lebenshauch. Denn die' 434 . Die neuere Psychologie schien eine Zeitlang das Eigentümliche der reinen Relationsbegriffe völlig aus dem Auge verloren zu haben: erst seit relativ kurzer Zeit und auf merkwürdigen Umwegen beginnt sie sich ihm wiederum zu nähern.

in der ihnen das Ich gegenübertritt. wie zwei aufeinander bezogene und abgestimmte formen. die wir jedoch niemals rein und selbständig zu isolieren. um die körperlichen Dinge in der Wahrnehmung zu erkennen. Identität und Gegensatz objektiv unentbehrliche Bestandteile jeglicher sind. 28» Aussage 435 . Ähn- — — Bewegungs- — — lichkeit und Unähnlichkeit.Wahrnehmung erscheint sie ist wie ein bloßer Teil des Naturprozesses. die Piaton im Theaetet dem Satze des Protagoras gegeben hat. eine von Grund aus neue und eigentümliche. Einheit und Verschiedenheit. Die Seele muß. der philosophiesieschildern sich zwischen unserem Körper einerseits und den materiellen Dingen seiner Umgebung vollzieht. sondern nur in ihrer wechselseitigen Bestimmung durch einander zu erfassen vermögen. daß jegliches von ihnen ist. So ist auch die Art. In der Ausbildung. Wenn indessen Sein und Nicht-Sein. daß sie beide vereint zwei sind. sobald er sich der Analyse der reinen Begriffe zuwendet. mit ihnen von gleicher Art und Beschaffenheit sein. Aber diese Ansicht. Das Helle und Dunkle mag das Auge. der Piaton auf eine kurze Strecke hin so lange es sich um die Zergliederung der Sinnesempfindung handelt folgt. wenn wir von Farbe oder Ton sagen. Eine Erkenntnis ist es. daß das eine vom andern verschieden ist. klingt diese Anschauung noch deutlich nach: „Subjekt" und . Objekt" verhalten sich zu einander. Wir ergreifen stets nur das Resultat. ohne es in seine realen Komponenten zerlegen zu können. als der Ausgleich. die mit körperlichen Kräften auf uns eindringen. wie Empedokles und die gesamte ältere Naturnichts anderes. Das Bild und Analogon der physischen Wirkung und Gegenwirkung muß jetzt versagen.. so lassen sie sich nichtsdestoweniger durch keinen Wahrnehmungsinhalt als solchen belegen: denn eben dies ist ihre Funktion. das Leichte und Schwere. das Warme und Kalte der Tastsinn unterscheiden: aber in der Gesamtheit derartiger sinnlicher Inhaltsunterschiede erschöpft sich niemals das Ganze der Erkenntnis. Gleichheit und Ungleichheit sind keine körperlichen Gegenstände. Einheit und Vielheit. wird von ihm alsbald verlassen.

Wie die Helden im hölzernen Pferde. Und hier erst gewinnt der Begriff der Einheit des Bewußtseins einen festen Halt und Bleiben wir bei dem Inhalt der beeine sichere Grundlage. Die Platonische Auffassung hat in Aristoteles' Lehre vom KoLvöv zweifellos nachgewirkt. die aber in keinem der beiden Einzelelemente als solchem direkt aufzeigbar ist. Das Grundproblem der Psychologie findet seine Bestimmung im Hinblick auf die Grundprobleme der reinen Logik und Mathematik: und dieser Zusammenhang ist es. des Seins und Nicht-Seins gebunden und findet Indem wir die Wahrerst hier seine wahrhafte Erfüllung. an der beide im gleichen Sinne Teil haben. wenn es nicht Gebilde gäbe. nehmung unter diese Begriffe fassen. so liegen hier die Wahrnehmungen dichtgedrängt in uns zusammen: aber nichts findet sich. die sich außerhalb ihrer Sonderbestimmtheit und somit Diese allgemeinihrer qualitativen Gegensätzlichkeit halten. aber ihr Schwerpunkt ist daß sie um eine * Vgl. Verknüpfung zwischen ihnen herzustellen. ff. führen wir sie damit in eine Idee zusammen: gleichviel ob wir diese Einheit als „Seele" oder wie immer bezeichnen mögen. 436 . bes. Die Beziehung zwischen den heterogenen Gebieten sinnlicher Wahrnehmung wäre nicht erreichbar. Die „Seele" wird somit hier gleichsam als der einheitliche Ausdruck für den Gehalt und die systematische Verfassung der reinen Relationsbegriffe erdacht und gefordert. so nahe er mit dieser zunächst verbunden erscheint. gültigen Momente sind an kein spezielles Organ mehr gebunden und bedürfen seiner nicht: vielmehr ist es die Seele selbst. so bietet sich uns nichts als ein Chaos einzelner Erlebnisse. Theaetet 184 C. der den Platonischen Seelenbegriff endgültig von der orphischen und naturphilosophischen Spekulation loslöst. die sie rein aus sich heraus und in freier Gestaltung gewinnt.über die Besonderheit all dieser Inhalte hinausgreifen. was sie auf einander beziehbar macht und sie zu einem identischen Selbst zusammenschließt. des Gleichen und Ungleichen. Der wahrhafte Begriff des Selbst ist an den Begriff des Einen und Vielen. sonderen Empfindung stehen.

* Vgl. bes.hier bereits verschoben. sich aber zu jeder einzelnen von ihnen in gleicher Weise. 426b. Begriffen wie Bewegung und Ruhe. Begriff" zuletzt nichts anderes als eine Summe dinglicher i'diov — — Merkmale sieht. wie Größe und Zahl ihr psychologisches Korrelat zu bestimmen. reicht nicht aus. sobald es sich darum handelt. sondern als . die sich in einer Mehrheit von Objekten gleichmäßig vorfinden. wie irgend ein Sinn zu seinem bestimmten Aber diese Art der Beziehung spezifischen Inhalt verhält. der diesen Akt der Vergleichung vollzieht: denn mit welchem anderen Vermögen vermöchten wir Inhalte. 6. zu erfassen ? Aber der Sinn fungiert hier nicht mehr in irgend einer Sonderbeschaffenheit. als bloßes Gesicht oder bloßer Geschmack. 2. nsQl xpvxijs H. die selbst rein sinnlicher Natur sind. das Weiße mit dem Süßen zusammenstellen oder beides einander entgegensetzen. Der Allgemeinheit des Gegenstandes aber muß eine Allgemeinheit wie Aristoteles nunmehr weiter folgert Wenn wir etwa des aufnehmenden Organs entsprechen. das erscheint hier als eine zugleich abstrakte und sinnliche Potenz. Gemeinsinn" in einer umfassenden Bedeutung. die im . um in ihm gesammelt und auf einander bezogen zu werden*. das über alle Einzelunterscheidungen . während der Tastsinn zwar eine Mehrheit von Qualitäten in sich faßt. 418a. dem Gehör der Ton als ein derartiges Gesicht die Farbe.. in der all das. Aristoteles. worin die verschiedenen Arten und Gebiete der Wahrnehmung übereinstimmen. Was bei Piaton also als spontane und freie Leistung des „Bewußtseins selbst" gefaßt wurde. Diese psychologische Entscheidung entspricht wiederum der logischen Grundansicht: sie beruht auf jener Auffassung. Diese Begriffe stellen ein wahrhaft dar. daß jedem Sinn ein besonderer Inhalt angehört.. der ihm allein eigentümlich So kommt dem ist und ihn von allen anderen unterscheidet. In der Einteilung der sinnlichen Wahrnehmungen wird davon ausgegangen. zusammengefaßt ist. zu. III. so ist es notwendig der Sinn selbst.. Gemeinsames" hinweggreift. Diesem Gemeinsinn werden alle einzelnen Daten der Wahrnehmung zugeführt. 437 .

Die moderne Psychologie versucht zunächst nur in vereinzelten Ansätzen zu einer neuen Fassung des Problems vorzudringen. Auch die Ideen der . was er will und bedeutet. L e i b n i z greift unmittelbar wieder auf Piaton zurück. daß die Inhalte. werden zuletzt nach diesem Maßstab gemessen. "Wie ein Schattenbild von unsicherer "Wesenheit und Herkunft mischt er sich stets von neuem unter die klaren und gewissen Eindrücke der "Wahrnehmung Denn innerhalb 438 . aus welchen er sich zusammensetzt. vom Standpunkt der Logik und Mathematik. weil es sich zeigt. die anfangs eine besondere Stellung einzunehmen scheinen. Dennoch kehrt der Gedanke dieser Beziehungen. als sie sich unmittelbar in einzelnen. . so sehr er zurückgedrängt werden mag. Ausdruck bringen des lassen. der nur darum der Kritik verfällt. nach welchem ein Begriff erst dann als wahrhaft verstanden und abgeleitet gelten kann. sondern immer nur in dem Hinweis auf einen unbegrenzt möglichen gedanklichen Fortschritt besteht. So sehr gerade die allgemeine Regel dieses Fortschritts. In der neueren deutschen Psychologie ist es sodann besonders T e t e n s der diese Anregung aufnimmt und sie zu einer ausgebildeten Theorie Im Ganzen der reinen „Verhältnisgedanken'* weiterführt. Sie besitzen nur insoweit wahrhaft positiven Gehalt. Gestalt und Bewegung Ideen des reinen Verstandes seien. wenn er betont. anschaulich gegebenen Vorstellungsbildern zum klarsten tritt dies am Begriff hervor. daß insbesondere Ausdehnung. die zwar anläßlich sinnlicher Eindrücke sich bilden.. im tatsächlichen Vorstellen niemals realisiert ist. Am Unendlichen dieser Betrachtungsweise ist selbst noch kein zureichender Ausdruck für die Geltung und Eigenart der Beziehungen entdeckt. aber sich in ihnen niemals erschöpfend begründen lassen. die die traditionelle Lehre dem „Gemeinsinn" zuspricht. den Bestand und die Wahrheit des Unendlichen ausmacht: so trägt sie doch für die psychologische Betrachtungsweise notwendig den Stempel des bloß Negativen. Reflexion". aber bleibt hier durchaus das Lockesche Schema herrschend. stets von neuem wieder. die einfachen Sinnesinhalte darzulegen. wenn es gelungen ist. das dasjenige.

Immer von neuem wird gezeigt. wie in dieser Annahme die eigentliche Geltung des Wissens sich verkehrt. indem die „Erklärung" für dasjenige. innerlich noch keineswegs frei gemacht hat. die an beider Stelle treten.und Erinnerung. die sie bekämpft. Geister abgeschiedener Quantitäten" spotten mag: diese Geister wollen sich nicht bannen lassen. so scheint nunmehr die Substanz des Ich beseitigt: es sind bloße associative Zusammenhänge von Vorstellungen. den sie weder zu begreifen. Ein rätselhaftes „Ich weiß nicht was" wird zum begrifflichen Grund aller wahrhaft wißbaren Qualitäten und Eigenschaften erhoben. In dieser Polemik gegen den Substanzbegriff glaubt Locke den eigentlichen Kern aller Metaphysik und aller scholastischen Wirklichkeitserklärung getroffen zu haben. Wie sehr man mit Berkeley über die Infinitesimalgrößen der Mathematik als die . entfernen und ihn — geflissentlich überschreiten. nachdem u e ihr Ergebnis von der äußeren Erfahrung auf die innere übertragen hat.. — Der tiefere Grund dieses Widerstreites aber liegt darin. Der Begriff. Wie die Substanz des Dinges. die sich auf dieser Grundlage aufbaut. Und das Werk der Kritik scheint beendet. die im tatsächlichen wissenschaftlichen Gebrauch sich als wirksam und fruchtbar erweisen. ihre Bedeutung beruht darauf. Alle Waffen des Spottes werden gegen Annahme jenes selbständigen. gegen den sich Locke am schärfsten und eindringlichsten wendet. abgesonderten und eigenschaftslosen „Etwas" aufgeboten. daß die psychologische Kritik an diesem Punkte sich von den Voraussetzungen. das man als „Träger" der sinnlichen Qualitäten voraussetzt. ist der Begriff der Substanz. die die psychologische Betrachtung als die alleinigen Träger der „Objektivität" kennt und anerkennt. Die Begriffe. daß sie sich von dem Typus der Realität. gehen niemals in jene Elemente auf. in ein gänzlich Inhaltleeres und Unbekanntes verlegt wird. noch zu beseitigen vermag. Trotz alledem bleibt in der Ansicht der physischen und psychischen Wirklichkeit. Die Analyse stößt hier auf einen letzten Rest. die was uns vom Standpunkte der Erfahrung das Bekannteste und Gewisseste ist. der hier als Muster dient. der all- H m 439 .

während sie selbst unvermerkt ihre alte Stellung und ihren alten Vorrang behauptet. Nach wie vor herrscht die Überzeugung. als isolierter Bestand faßbar und verständlich ist. Die neuere Psychologie hat lange Zeit versucht. der skeptischen Konsequenz der Humeschen Lehre zu entgehen. die reinen Begriffe der Verknüpfung. während alle Verknüpfungen. Dieses Ergebnis bildet gleichsam die negative Probe für die Festigkeit. das ist eben damit bloße Fiktion: und diese Fiktion gewinnt nicht dadurch an innerem Wert. Ihr erwuchs in den eigenen Begriffen. daß nur dasjenige als wahrhaft . ohne die Prämissen. wirklich" und als Grund alles Wirklichen zu gelten habe.. einer durchgreifenden Änderung zu unterziehen. nicht mehr und Abdrücke von Gegenständen zu denken. die die substantielle Auffassung trotz allem noch besitzt. Seele" ist nur scheinbar beseitigt: denn sie lebt in der Substantialität des sinnlichen „Eindrucks" fort. die . Begriffe — so schwindet als Eindrücke auch ihr logischer Gehalt.Kategorie der Substantialität ihre entscheidende Bedeutung erhalten. Form voll hingenommen James 440 . eine neue — — der . was für sich allein steht und rein aus sich selbst. Was nicht selbst „Eindruck" ist. mit denen sie operierte. Die Substantialität der .. die zunächst naiv und vertrauenswurde.Wirklichkeit". So ergab sich hier jene Selbsttäuschung. Hier liegt das Unveränderliche und Wesentliche aller bewußten Wirklichkeit vor uns. eine bloße Zutat des Geistes bilden. Alle Eigentümlichkeiten der psychologischen Analyse wurden jetzt unmittelbar als Beschaffenheiten in das psychische Objekt hineinverlegt. Sobald einmal der Versuch unternommen wird. wie insbesondere die gemeinen Anwendungen von Ursache und Wirkung. daß sie in der „Natur" des Geistes selbst gegründet erscheint und sich demnach mit einer Art von Allgemeinheit und Regelmäßigkeit unter bestimmten Bedingungen einstellt. nicht aber eines objektiven Zusammenhangs der Dinge selbst sind. Nur die dieser Kategorie sind andere geworden. auf denen sie ruht. die sich nachträglich zwischen den besonderen Inhalten einstellen. und somit nur Ausdruck eines willkürlichen Triebes der Einbildungskraft.

Die letzten Teile. dem Gestaltqualität Melodie Töne zu bestehen und aufgehen zu müssen. Der Standpunkt der reflexiven Beobachtung und Zergliederung schiebt sich unvermerkt dem Standpunkt des wirklichen Erlebnisses unter*. sich als einfacher aggregativer Komplex seiner einzelnen Teile darstellen läßt. u.. Die nähere Betrachtung zeigt indessen. Daß nicht jedes räumliche oder zeitliche Ganze. der ihm hierbei gegenwärtig ist. Die Lehre von den „einfachen" Grundelementen. Principles of Psychology I. a. ist ein typisches Beispiel dieser Gesamtanschauung. die aus der bloßen Summierung der Einzelteile nicht erklärt und abgeleitet werden können. Die Fragen. 278 ff. aus denen jeder Zustand des Bewußtseins sich zusammensetzen soll. Aber dieses so gewonnene Sein bleibt trotz allem in sich selbst zwiespältig. Die Mittel.„psychologische Täuschung" schlechthin (the Psyfallacy) aufgedeckt und beschrieben hat. die in diesem Tatbestand selbst enthalten sind. die sich psychologisch Begriff der zusammenfassen. das die Erfahrung uns darbietet. James. werden als wirkals die chologist's liche Momente aufgefaßt. aus denen das Sein des Psychischen sich aufbaut. Wir können durch * Vgl.. von dem aus sie ihre erste Wege überläßt. daß eine derartige Beschreibung den wahrhaften Sachverhalt nicht trifft. Immer wieder zeigen sich in ihm Merkmale und Eigentümlichkeiten. zutage. um einen bestimmten psychischen Tatbestand darzustellen und ihn in einfacher Weise mitteilbar zu machen. Je weiter die Selbstbeobachtung fortschreitet und je mehr sie sich vorurteilslos ihrem eigenen um so mehr drängen die neuen Probleme Es ist zunächst noch ein eingeschränkter Gesichtspunkt und ein spezielles Interesse. tritt hier an besonders markanten Beispielen hervor. deren wir uns bedienen. Wenn unser Bewußtsein eine einfache verfolgt und auffaßt. in der Wahrnehmung der einzelnen unter Formulierung erfahren. werden zugleich zu den absoluten Uratomen. die unser Begriff noch zu unterscheiden vermag. so scheint zunächst aller Inhalt. 196 ff. geben die erste Anregung zu einer erneuten Revision der allgemeinen Grundbegriffe. 441 .

die aus inhaltlich gleichen Elementen bestehen. Auch im Räume bezeichnen wir bestimmte Figuren als einander „ähnlich". Zur 442 . fassen sie also ihrem bloß geometrischen Begriff nach als identisch auf. hrz. die freilich zunächst nur das Problem abgrenzt. wenngleich sie sich auf qualitativ völlig verschiedenen räumlichen Einzelempfindungen aufbauen. 249 sowie Meinong. ohne noch eine bestimmte Lösung dafür zu geben. zu völlig verschiedenen Melodien führen. XIV. wiss. Ehrenfels. Über Gestaltqualitäten. gleichviel von welchen theoretischen Voraussetzungen aus man ihn beurteilen und deuten mag*. fordert. sie selbst als Einheit festzuhalten und wieder- Die spezifische Eigenart und die charakteristische Beschaffenheit. noch in ihrem bloßen aggregativen Beieinander aufzufinden: sondern es liegt hier eine neue Leistung vor.. Der Begriff der Gestaltqualität enthält diese Bezeichnung. wenn nicht eine besondere Erklärung. jahrschr. Viertel- (1890). wie andererseits zwei Komplexe. sofern diese Elemente in ihrer relativen Folge von einander unterschieden sind. verschwinden lassen und durch andere ersetzen. zuerkennen. der damit gegeben ist. Dieses Bewußtsein der Identität von Ganzen. Der Bestand derartiger Gebilde und der eigentümliche inhaltliche Zuwachs.. die sich zugleich in einem selbständigen Gebilde von bestimmt aufweisbarer Beschaffenheit verkörpert. aus uns bestand. Zwei durchaus verschiedene Komplexe von Tonempfindungen können für uns dieselbe Melodie ergeben. ohne daß wir darum aufin eine andere die Melodie anfänglich für hören. Was die mannigfachen Vorstellungsinhalte zu einer psychischen Grundgestalt verknüpft.Übergang denen Tonart sämtliche Einzeltöne. die doch in all ihren einzelnen Bestandstücken von einander abweichen. ff. da sie sich jedem Wechsel dieser Besonderheit gegenüber als solche erhält und behauptet. kann somit nicht von der Besonderheit der Elemente abhängen. bes. S. so doch eine besondere psychologische Kennzeichnung. das ist nicht in einem dieser Inhalte selbst. die sie für uns besitzt. Der gleiche Gedanke läßt sich sodann von der Einheit der „Tongestalten" auf die Einheit der „Raumgestalten*' übertragen. Philos. * Vgl. f. ist als empirisches Datum anzuerkennen.

wie über Farbe und Ton. Relationen. bes. die nicht nur über sinnliche Beschaffenheiten. Nicht nur die Teile als solche. für Psychologie u. die GleichDiese heit oder Ungleichheit ganzer Inbegriffe urteilen. 245 ff. 443 . Wie schon die angeführten psychologischen Beispiele zeigen. der insbesondere für weite Gebiete der charakteristisch \ind von grundlegender Bedeutung ist. Gestaltqualitäten" hätte zweifellos an allgemeiner Bedeutvmg gewonnen.. denn als Ganzes wirken. — — ist nicht zu bestreiten. S. wird in den rein psychologischen Erwägungen nxxr von einer neuen Seite her be- — Mathematik leuchtet und sichergestellt. über die Inhalt erscheint. neben den gewöhnlichen Empfindungs. zwar nicht aus dem bloßen ihrer Teile. gegenüber den so wendet man ein Daß die Melodie einzelnen Tönen. Die einfache Wahrnehmung ist es wiederum. Erörterung des Problems der . sondern die uns zugleich über Einheit und Vielheit. sondern auch ihr gesamter Komplex löst stets bestimmte besondere Wirkungen auf unser Gefühl und unsere Vorstellung aus: und diese Wirkungen. eine Beziehung ihrem Sinne nach als invariant festzuhalten. die sich hier unmittelbar aufdrängen. (1891). als ein selbständiger Eine solche theoretische Deutung Beisammen Wirkung. die in sie eingehen. Ein Ganzes bilden heißt im psychologischen Sinne nichts anderes. die zu ihnen hinzukommen. zu erklären unternimmt. Geruch und Geschmack entscheidet. die von dem Komplex ausgehen und somit zugleich von der Ordnung der Elemente innerhalb desselben abhängig sind.und Vorstellungselementen noch ganz neuartige einzuführen. handelt es sich um jenen allgemeinen Prozeß der Loslösung und selbständigen Setzung des Relationsgehalts.). Erklärung scheint in ihrer allgemeinen Anwendung zugleich jede Annahme besonderer Relationsvorstellungen und Relationsbegriffe entbehrlich zu machen. Die Möglichkeit. die den komplexen psychischen Gewenn man die bilden zukommt. III. dieser Psychologie der Komplexionen u. Die psychologische Physiologie der Sinnesorgane II. wohl aber aus der wechselseitigen die sie gegen einander ausüben. S. eingegangen wäre. Zeitschr. 122 ff. Einheit. während die Beziehungsglieder die mannigfachsten Umformungen erfahren. (Näheres hierüber Kap.liegt bereits vor. kraft deren wir über die Ähnlichkeit oder Unähnlichkeit. aber zur Erklärung Tatsache ist es keineswegs erforderlich. über Beharrung und Veränderung. sind es. wenn sie näher auf die entsprechenden logischen Probleme.

ff. bereits vorausgesetzt werden. deren * S.zeitliche Folge alle diese und zeitliche Dauer der Inhalte belehrt. so bringt eine bestimmte Zusammenstellung und Verknüpfung von Reizen. die von der Wirkung. f. vielmehr muß umgekehrt dasjenige. bes. Ztschr. Verhältnis zur inneren Wahrnehnning. 236 ff. in diesem den Eindruck der Ähnlichkeit oder Verschiedenheit. während doch die bloße Anwendung des Gesichtspunktes von Ursache und Wirkung bereits einen speziellen Relationsgedanken in sich schließt. 106 Ausführungen M e n o n g s Über Gegenstände höherer Ordnung u. Es bedarf hierzu keines fachen besonderen Aktes der . bald von einer langsameren Aufeinanderfolge sprechen. die unser Bewußtsein treffen. so entdeckt man alsbald den erkenntniskritischen Zirkel.. Indem die psychologische geistigen Intervalle.Vergleichung" zeitlicher genügt die einfache Annahme. (1899) 444 . Wie eine bestimmte Ätherschwingung in uns den Eindruck einer bestimmten Farbe hervorbringt. f. Verfolgt man indessen diesen Erklärungsversuch zu Ende. — Zur Kritik Schumanns vgl. i . was diese Begriffe bedeuten und meinen. um mit Sinn von kausalen Verknüpfungen der Wirklichkeit zu sprechen. daß wir von der Kenntnis bestimmter ursächlicher Zusammenhänge aus zum Verständnis der Beziehungsbegriffe überhaupt geleitet werden könnten. Psychol. sondern es Schumann. XXI. die Länge der dazwischenliegenden Pausen gegeneinander abmessen und daraufhin bald von einer rascheren. Nicht derart ist das Verhältnis. sondern von Reizkomplexen sind. verschieden ist*. des Wechsels oder der Dauer hervor. den er in sich schließt. B. die von bestimmten Mannigfaltigkeiten ausgeht. daß von dem Komplex der rascher aufeinanderfolgenden Einzeltönc eine besondere Wirkung ausgeht. daß sie die „Wirkungen" nicht von einzelnen Reizen. Psychol. wenn verschiedene Tonempfindungen in bestimmten zeitlichen Abständen nacheinander in uns erregt werden. die XVII (1889) S. S.. Zur Psychologie der Zeitanschauung. Denn Bestimmungen unterscheiden sich von den ein- Sinneseindrücken nur dadurch. Ztechr. die bei einem weiteren Abstand der Töne eintritt. Die Gesamtheit der reinen Relationsgedanken wird hier auf eine tatsächliche Wirkung zurückgeführt. So können wir z.

daß unsere tatsächliche Erfahrung — — 445 .. . ohne Hinzunahme irgend eines anderen Bestandteiles. während seine einzelnen Komponenten nur den Wert hypothetischer Ansätze besitzen. in der verschiedenartige objektiv feststehende Beziehungen während es obwalten. Was uns im Gebiete des Bewußtseins empirisch wahrhaft bekannt und gegeben ist. ausgeht. sind niemals die Einzelbestandteile. wie wir von den Teilen zum Ganzen. abgeleitet werden. die sich lediglich kraft der Abstraktion in einzelne Teilbestände sondern läßt. an den Anfang der Betrachtung zuerst den Anschein hatte. sondern wie wir von dem Ganzen zu den Teilen gelangen. ob sie in ihrer Vereinigung die Gesamtheit der Phänomene wiederum darzustellen und zu rekonstruieren vermögen. als könne und solle diese ganze Art der Wirklichkeit. Sie setzt eine dingliche Welt. als den alleinigen Daten der reinen Erfahrung. so daß der Versuch. das hier maßgebend war. die möglichen Weisen der Verknüpfung aus ihnen herzuleiten. die hier im ersten Ansatz der Frage zunächst verkehrt wurde. Das Ideal der begrifflichen „Erklärung". die sich sodann zu verschiedenen beobachtbaren Wirkungen zusammensetzen.Erklärung von tatsächlichen Elementen und der Aktion. hat sie bereits all das vorweggenommen. sondern es ist stets bereits eine vielfältig gegliederte und durch Relationen aller Art geordnete Mannigfaltigkeit. den Eigengehalt der reinen Beziehungen zu leugnen und ihn durch bloße Komplexe von Empfindungen zu ersetzen. allmählich verstummt. So sind denn auch innerhalb der psychologischen Forschung selbst die spekulativen Versuche. die sie im Ganzen des psychischen Geschehens ausüben. dessen logische Rechtfertigung in Frage steht. Die Elemente „bestehen" niemals außerhalb jeglicher Form der Verknüpfung. aus den einfachen Empfindungen. wurde zwar im allgemeinen festgehalten. notwendig im Kreise verläuft. Diese Umkehr ist freilich nicht befremdlich: denn sie stellt sachlich nur jene Rangordnung der Probleme wieder her.Rear' im Sinne der Erfahrung und des psychologischen Erlebnisses ist stets nur das Gesamtergebnis selbst. deren Wert und Recht danach zu bemessen ist. Die Frage kann hier niemals lauten. aber man erkannte und sprach es aus.

aber sie bilden nichtsdestoweniger schließlich doch insofern eine Einheit. für den nunmehr auch eine entsprechende Gemeinsamkeit in den zugehörigen physiologischen Prozessen zu fordern ist. so müssen wir — — diesen Gebieten auch gewisse spezifische Beziehungen. S. ehrliche Armut dem Schein des Reichtums vorziehen"*. Wie wir bestimmte Klassen einfacher Empfindungen als letzte Tatsachen annehmen wie nunmehr erklärt wurde neben müssen. gleichmäßig wiederfinden. Was der rein psychologischen Betrachtungsweise versagt blieb. des räumlichen Beisammens wie der zeitlichen Dauer als grundlegende. Lpz. die begriffliche Mannigfaltigkeit der Beziehungen wiederum in die Einheit eines einzigen kausalen Ursprungs aufzulösen. gleichviel welchem besonderen Gebiet sie angehören mag. so müssen die in ihnen hervorgerufenen Prozesse naturgemäß verschieden sein. erweisen sich eben damit als ein gemeinsamer des Empfindungsinhaltes als solchen. Aufl. aber ist leicht aufweisbar. aber es heißt. aus nervösen Elementen nach gewissen in sich übereinstimmenden Prinzipien aufbauen.und unsere wirklichen empirisch-psychologischen Kenntnisse ihm die Erfüllung versagen. scheint hier der physiologischen Erklärung und Deutung gelingen zu können. unbeschadet ihrer qualitativen Verschiedenheit. 2. „Wirken äußere Reize auf sie ein. 1905. der uns gestattet. als sie sich sämtlich aus demselben Material. 446 . E i n Rückweg scheint freilich noch übrig zu bleiben. 462. nicht weiter reduzierbare Daten des Bewußtso bemerkt seins anerkennen.. Die allgemeinen Verhältnisbestimmungen. die sich an allen Empfindungen. wie die der Einheit und Mehrheit. Grundzüge der Psychologie. der Ähnlichkeit und Verschiedenheit. Diese Übereinstimmung in den physischen Grundlagen jeder Wahrnehmung. „Natürlich heißt dies nicht" ein Vertreter dieser Ansicht „die Dinge erklären. Die Sinnesorgane samt den ihnen zunächst zugehörigen nervösen Zentren stellen sich freilich zunächst als sehr verschieden gebaute und verschieden ausgestattete Apparate dar. soweit die physikalisch-chemische — — Bestand Ebbinghaus.

Diese Erklärung. daß uns alle diese Eindrücke je nach Umständen als dauernd oder intermittierend. wie Helles. Zügen derselben Erregungen. a. Denn sie muß. .Beschaffenheit der Reize und die ihr angepaßte Funktion der ersten Aufnahmeapparate verschieden ist. eine Art gemeinsamen Organs. O. Die nervösen Vorgänge. soweit nämlich in der Außenwelt die Verbindungsweise der Reize zu einem Ganzen und innerhalb der Sinnesorgane die Grundeigenschaften der nervösen Materie und die allgemeinen Konstruktionsprinzipien ihres Aufbaus dieselben sind . Bitteres empfinden. die auf den ersten Blick rein mit den Mitteln moderner naturwissenschaftlicher Auffassung operiert. um die Vorstellung der Gleichheit oder Verschiedenheit. aber nicht in sämtlichen. in den übereinstimLautes. 442 f. sondern nur in den gemeinsamen Eigentümlichkeiten dieser Prozesse. die den Empfindungen zugeordnet sind. Eigenart der beim Sehen. die Erfassung der Beziehungen steht zwar nicht wie für die der einzelnen Sinnesqualitäten ein besonderes Organ zur Verfügung.. S. 447 . bewußt werden" die den . lenkt dennoch ihrem Prinzip nach wiederum in die Bahnen Für der Aristotelischen Lehre vom „Gemeinsinn" zurück. In der Schmecken stattfindenden Erregungen liegt es. so würde auch sie eben jenes vGTEQov TCQÖreqov in sich schließen... deren nähere Angabe uns freilich noch nicht mög- besonderen — menden . Aber zur selben Zeit müssen jene Prozesse auch gleich oder ähnlich ausfallen. kraft dessen wir die realen Verhältnisse der äußeren Objekte in uns aufnehmen. lich ist"*. Hören. a. wohl aber besteht auch hier. dem wir zuvor bereits begegnet sind. Sollte indessen diese ursächliche Erklärung zugleich eine logische Deduktion der Geltung der Verhältnisbegriffe bedeuten. sich verändernd usw. der Einheit und Mehrheit. stecken also in ganz denselben Prozessen. der Konstanz und Veränderung zugrunde liegen.. der Identität oder Ähnlichkeit zu erklären. daß wir ihre seelischen Wirkungen als etwas ganz Disparates. offenbar auf die Gleichheit oder Verschieden- — Ebb nghau i 8 .. Anschauungen" des Raumes und der Zeit.

Von allen Seiten her werden wir somit immer deutlicher auf ein zweites großes Gebiet der psychologischen Untersuchung hingewiesen. Der Begriff des Seins. Die Forderung bleibt bestehen. relativen" Elementen des Bewußtseins beherrscht wird. gezogen werden. um den correlativen Bewußtseinsausdruck dieser Verhältnisse zu erklären. auf dem Wege der psycho-physiologischen Ableitung aus ihm wiederum heraus- Dingen. das sachlich Verschiedene a 1 s verschieden aufgefaßt werden. damit es zu jener Loslösung des allgemeinen Anschauungsinhalts vom besonderen Empfindungsinhalt kommt. ohne zu ihren hypothetischen Gründen zurückzugehen. von dem hier ausgegangen wird.. enthält also bereits alle diejenigen kategorialen in sich. das in ihrem ersten Ansatz zunächst vernachlässigt und zurückgedrängt war. wie sie einer sein — dem individuellen Subjekt freilich mag. wenngleich die Art.heit in den spezieller in den peripherischen und zentralen Organen der Wahrnehmung zurückgehen. mungen Bestim- Der Wahrheitsgehalt dieser Bestimmungen muß vorausgesetzt werden. die lediglich innerhalb der psychischen Phänomene selbst verharrt. nur hypothetischen Erklärung zugänglich Weiterhin aber muß jede rein physiologische — Darstellung des Sachverhalts denjenigen Punkt im Dunkeln lassen. aufgewiesen und dargestellt werden. noch durch den Rückgang auf die objektiven physiologischen Ursachen zu ersetzen. Eine Identität oder Gemeinsamkeit in den äußeren Reizen reicht niemals hin. Das physisch Gleiche muß als gleich erkannt und beurteilt. die von Anfang an von einer völlig andersartigen Formulierung des Problems und von einer neuen Wertordnung zwischen den „absoluten" und den . die nachträglich. der hier vor allem in Frage steht. der hier angenommen wird. zum Bewußtsein kommen. Der Psychologie der Empfindung tritt die Psychologie des Denkens gegenüber. Die reinen Bewußtseinsfunktionen der Einheits. 448 . daß sie in einer Betrachtungsweise.und Verschiedenheitssetzung sind somit als solche niemals zu entbehren.

Wir können freilich von Gleichheit oder Verschiedenheit. als Begriff oder Urteil erscheinen. um die es sich hier handelt. zu schärferem Ausdruck gelangt. die diese Lehre in der Theorie der . wenngleich er für sein Urteil über das Zahl Verhältnis eine bestimmte objektive Wahrheit und Gültigkeit in Anspruch nimmt. die den reinen Relationen in ihrem tatsächlichen Auftreten und gleichsam in ihrer psychischen Existenz anzuhaften scheint. zu denken. Über den einfachen Empfindungen. von Einheit oder Mehrheit nicht sprechen. die damit in die Psychologie eintreten. die aber in ihnen nicht aufgehen. So treten allgemein den Beziehungen zwischen Existenzen reine Idealrelationen gegenüber: und diesem Unter- Etwas — — . Die allgemeinen Probleme. die in der Lehre von den „Gestaltqualitäten" eingeschlossen sind. sondern sie „bestehen" schlechthin kraft der Notwendigkeit. sondern auf eine innere Umgestaltung ihres Begriffs hinzielen. existieren nicht als zeitlich oder örtlich abgegrenzte Teile der psychischen oder physischen Wirklichkeit. Aber als Einheit oder Mehrheit von dieses Etwas kann anderseits beliebig wechseln. es sich bereits deutlicher.. es kann als Farbe oder Ton. über den Qualitäten der verschiedenen Sinne bauen sich „Gegenstände höherer Ordnung" auf. von welchem allem ja Verschiedenheit oder Einheit aussagbar ist ohne daß dadurch der eigentliche Sinn dieser Grundgedanken irgendwie berührt würde. Die allgemein gültigen Relationen.II. nicht auf eine bloße Erweiterung ihres Gebiets. die einander bestimmt gegenübertreten. Wer vier wirkliche Gegenstände vorstellt. und ihrer als Stütze bedürfen. Es sind nunmehr zwei Formen psychischer „Gegenstände". die von jenen Elementarinhalten zwar getragen werden. fundierten Inhalte" Hier zeigt erfahren hat. als Geruch oder Geschmack. Bedeutung Cassirer. sind in der Umbildung. der stellt neben ihnen nicht noch die Vierheit als ein besonderes Stück der Wirklichkeit vor. Substanzbegriff 09 449 . ohne sie als Gleichheit oder Verschiedenheit. schließt somit eine vollkommene Selbständigkeit ihrer eigenartigen nicht aus. daß die Fragen. Die Unselbständigkeit. die wir bestimmten Aussagen zuerkennen.

steht an einem Punkte noch unter dem Einfluß der traditionellen Begriffsbildung. auch Höf Ter. dessen Elemente sich wechselseitig bedingen und fordern*. nicht der Probe durch verschiedene. Von den idealen Relationen dieser Art sind Urteile möglich. Den empirischen Urteilen über Erfahrungsgegenstände stehen somit „apriorische**Urteile über die Fundierungsin Wo Notwendigkeit . An die Stelle einer bloß faktischen Feststellung tritt hier das systematische Ganze eines Begründungs-Zusammenhangs.. die mit dem Bewußtsein zeitloser und notwendiger Geltung gefällt werden. 75 ff. Psychologie XXI.schied entspricht weiterhin ein charakteristischer Gegensatz der Rangordnung der Erkenntnisse. 450 . wie Gleichheit oder Ähnlichkeit. bes. durch Erfahrung bekannte Beschaffenheit zusprechen. steht jedoch der andere Fall entgegen. Sie knüpft an die einfachen Empfindungsinhalte als anerkannte Daten an. bei e i n o n g vgl. successiv durchlaufene Einzelfälle bedürfen. so energisch sie das Problemgebiet der Psychologie über seine herkömmlichen Grenzen zu erweitern strebt. der „Gegenstände Z. Naturphilosophie S. immer das Urteil sich auf ein Objekt der tatsächlichen Wirklichkeit bezieht und an ihm eine einzelne Bestimmung bezeichnen und treffen will. da bleibt es notwendig auf ein Hier und Jetzt. also auf eine Aussage von bloß