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SUBSTANZBEGRIFF UND FUNKTIONSBEGRIFF
Untersuchungen über die Grundfragen
der Erkenntniskritik

von

ERNST CASSIRER

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VERLAG VON BRUNO CASSIRER BERLIN 1910

Vorwort.
Die erste Anregung zu den Untersuchungen, die dieser enthält, ist mir aus Studien zur Philosophie der Mathematik erwachsen. Indem ich versuchte, von Seiten der Logik aus einen Zugang zu den Grundbegriffen der Mathematik zu gewinnen, erwies es sich vor allem als notwendig, die Begriffsfunktion selbst näher zu zergliedern und auf ihre Voraussetzungen zurückzuführen. Hier aber machte sich

Band

alsbald eine eigentümliche

Schwierigkeit geltend:

die her-

kömmliche logische Lehre vom Begriff zeigte sich in ihren bekannten Hauptzügen als unzureichend, die Probleme, zu denen die Prinzipienlehre der Mathematik hinführt, auch nur
vollständig

zu bezeichnen.

Die exakte Wissenschaft

war hier, wie sich mir immer deutlicher zu ergeben schien, zu Fragen gelangt, für welche die Formensprache der traditionellen Logik kein genaues Correlat besitzt. Der sachliche Gehalt der mathematischen Erkenntnisse wies auf eine Grundform des Begriffs zurück, die in der Logik selbst nicht zu klarer Bezeichnung und Anerkennung gekommen war. Insbesondere waren es Untersuchungen über den Reihenbegriff und den Grenzbegriff (deren spezielles Ergebnis übrigens in die allgemeineren Erörterungen dieses Buches nicht aufgenommen werden konnte), die diese Überzeugung in mir befestigten und damit zu einer erneuten Analyse der Prinzipien
der Begriffsbildung selbst hindrängten. Allgemeinere Bedeutung gewann das Problem, das hierdurch bezeichnet war, freilich erst dann, als es sich zeigte, daß es sich keineswegs auf das Gebiet der Mathematik beschränkt, sondern von hier aus auf das Ganze der exakten Wissenschaften übergreift. Die Systematik dieser Wissenschaften

gewinnt eine verschiedene Gestalt,

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nacMem man

sie gleich-

sam unter verschiedenen logischen Perspektiven betrachtet. So mußte nunmehr der Versuch gemacht werden, von dem einmal gewonnenen Gesichtspunkt aus, den Formen der
Begriffsbildung in den einzelnen Disziplinen in der Arithmetik, wie in der Geometrie, in der Physik, wie in der Chemie Hier genügte es für den Gesamtzweck der nachzugehen. Untersuchung nicht, einzelne Beispiele aus den besonderen Wissenschaften zur Stütze der logischen Theorie heranzuziehen, sondern es mußte versucht werden, sie in der Gesamt-

Aufbaus zu verfolgen, um hierbei die Grundfunktion, von welcher dieser Aufbau beherrscht und zusammengehalten wird, immer bestimmter heraustreten zu lassen. Die Schwierigkeiten, die der Durchführung jedes derartigen Planes entgegentreten, habe /ich mir nicht verhehlt; wenn ich mich dennoch zuletzt entschloß, ihn in Angriff zu nehmen, so tat ich es, weil sich mir immer deutlicher zeigte, eine wie reiche und wichtige Vorarbeit für ihn in den Einzelwissenschaften selbst bereits geleistet, war \^ Immer bewußter und energischer hat sich insbesondere innerhalb der exakten Wissenschaften das Interesse der Forscher von den besonderen Zielen zu den philosophischen Grundlagen zurückgewandt. Hier gewinnt daher, wie immer man über die Ergebnisse dieser Forschungen im Einzelnen urteilen mag, die logische Aufgabe als solche überall eine reiche und unmittelbare Förderung, Die folgenden Darlegungen haben demgemäß überall gesucht, sich auf die geschichtliche Entwicklung der Wissenschaften selbst und auf die systematische Darstellung ihres Gehalts durch die großen Forscher zu stützen. So sehr sie von Anfang an darauf verzichten mußten, die Gesamtheit der Probleme, die sich hier aufdrängen, in ihre Betrachtung aufzunehmen, so sollte doch andererseits der spezielle logische Gesichtspunkt, unter welchem sie stehen, im Einzelnen bewährt und durchgeführt werden. Was der Begriff seiner einheitlichen Leistung nach ist und bedeutet, ließ sich nur aufweisen, wenn diese Leistung durch die wichtigsten wissenschaftlichen Problemgebiete hindurch verfolgt und in allgemeinen Umrissen dargestellt wurde.
heit ihres prinzipiellen einheitliche

,

VI

Eine neue und weitere Fassung erhielt die Aufgabe sodann, sobald von den rein logischen Grundbestimmungen zum Wirklichkeitserkenntnis fortgeBegriff der schritten wurde. Der ursprüngliche Gegensatz entfaltete sich jetzt zu einer Mehrheit verschiedener Probleme, die indes

durch den gemeinsamen Ausgangspunkt, von welchem

sie

ihren Anfang nehmen, auf einander hp'/raen und zu einer gedankimmer in der Geschichte lichen Einheit verknüpft sind. der Philosophie die Frage nach dem Verhältnis des Denkens und Seins, der Erkenntnis und der Wirklichkeit gestellt wird, da ist sie bereits in ihrem ersten Ansatz von bestimmten

Wo

logischen

Voraussetzungen, von einer bestimmten An-

sicht über die Natur des Begriffs und des Urteils geleitet und beherrscht. Jede Änderung in dieser Grundansicht muß daher mittelbar zugleich eine eingreifende Änderung jener allgeder meineh~Fragestellung nach sich ziehen. Das

System

keine isolierte „formale" Bestimmung, die nicht im Ganzen der Erkenntnisaufgaben und Lösungen weiterwirkte. Die Auffassung, die man einmal von der Grundform des Begriffs gewonnen hat, greift daher unmittelbar in die Beurteilung der sachlichen Fragen ein, die "man herkömmlicher Weise der ,, Erkenntniskritik" oder der „Metaphysik" zuweist. Wie diese Fragen sich vom Standpunkt der allgemeinen Ansicht, die in der Kritik der exakten Wissenschaft gewonnen wurde, umgestalten und wie damit zugleich ihre Lösung eine neue Richtung nimmt, versucht der zweite Teil des Buches zu zeigen. Beide Teile gehören daher, wiewohl sie ihrem Gehalt nach weit von einander abzustehen scheinen, der philosophischen Grundabsicht nach durchaus zusammen: sie suchen ein und dasselbe Problem darzustellen, das sich von einem festen Mittelpunkt aus immer mehr ausdehnt und immer weitere und konkretere Gebiete in seinen Kreis

Erkenntnis

duldet

aufnimmt.

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Berlin, im

Juli 1910.

Ernst Cassirer
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VII

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— Der Substanzbegriff in der Logik und Metaphysik Die psychologische Kritik des Begriffs (Berkeley). Die Mängel der sensualistischen Ableitung. ERSTER TEIL. — Kritik der nominalistischen Ableitungsversuche — die „Vorstellung" . — Die Psychologie der Abstraktion.INHALTS-VERZEICHNIS. — Die Theorien von Helmholtz und Kronecker. — 35 als 46 IX . — Mängel der psychologischen Abstraktions— Die Formen der Reihenbildving. — Die Stellung des Dingbegriffs im System der logischen Grundrelationen Das negative Verfahren der „Abstraktion". — — Vorstellungsinlialte und Vorstellungsakte Die logische Begründung des reinen Zahlbegriffs (Dedekind). — Gegenstände „erster" und „zweiter Ordnung". 3 11 23 Zweites Kapitel: Die Zahlbcgriffe. Die Zahl und II. — Die Zahl Ordnungszahl. theorie. — Reihenform und Reihenglied Der Begriff in der Aristotelischen Logik. — Die Mannigfaltigkeit der gegenständlichen „Intentionen". — Die metaphysischen Voraussetzungen der Aristotelischen Logik. I. — Mills Analyse der mathematischen Begriffe. Das System der Arithmetik. Freges „Grundlagen der Arithmetik". Seite — Aufgabe und Natxir der Gattungsbegriffe. — Der mathematische Begriff und seine „konkrete Allgemeinheit". — Das Problem der Abstraktion. DINGBEGRIFFE UND RELATIONSBEGRIFFE. u. — Der Begriff der Progression. — Die Kritik der Abstraktionstheorien (Lambert Lotze). Erstes Kapitel: Zur Theorie der Begriffsbildimg. — Elemente und Funktionen. — Abstraktion und Reproduktion. — Die Logik der Relationen.

— Die Staudtsche Konstruktion. — Idealismus und Empirismus. — Die Erschaffung der transfiniten Ordnungszahlen. — Die logische Definition der Null und der Eins. — Gattungsbegriff und Relationsbegriff — Gauß' Theorie der negaDie Erweiterungen des tiven und imaginären Zahlen. — Der Begriff des „Schnitts". — Qualität reine und Quantität. — Infinitesimal. — Russeis Theorie der Kardinalzahl. — Pasch's empiristisches System. — Der Begriff und Gestalt. begriffe. — Graßmanns Ausdehnungslehre und ihre logischen Prinzipien. — Die Synthese der erzeugenden Relationen. . IV. — Seinswert und Verknüpfungswert der geometrischen Elemente 99 Metrische und projektive Geometrie. — Die Geometrie „Beziehungslehro" (Hilbert). — Rationale und empirische Begründung der geometrischen Begriffe. als als . III.Analysis und Relations-Analysis. — Raumbegi'iff und Ordnungsbegriff. — Mächtigkeit und Äquivalenz. — Der Begriff des Doppelverhältnisses. — Dedekinds Erklärung der Irrationalzahl. — Formbegriffe und Reihen— Das Grundprinzip der analytischen Geometrie. L«kge. — Raumbegriff und Zahlbegriff. — der „Klassen"Theorien. die Geometrie. II. 80 Drittes Kapitel: D«r Raumbe^^riff und I. — Infinitesimal. — Geometrie und Gruppentheorie 112 Die Kombinatorik reine „Formenlehre" (Leibniz). — Geometrische und arithmetrische Begründung. — Anschauung und Denken in den — Steiner und Poncelet — Prinzipien der Geometrie der Die Abhängigkeit geometrischer Gestalten — Der Begriff der „Korrelation". — Das Imaginäre in der Geometrie. (Cjuitor) .und Reihenform — Der Begriff der Das Problem der transfiniten Mächtigkeit. — Die Zahl Ausdruck der Ordnvings. IV. — Induktion und Analogie. — Das Prinzip der Kontinuität bei Poncelet und Chasles. — Größen und Funktionen Die 88 Die Geometrie der Lage. — Die zwei „Erzeugungsprinzipe" der Zahl Zahlbegriff Seit und Klasaenbegi'iff . — Die Voraussetzungen des Klassenbegi'iffs. — Die Formen des Calculs. als 70 Zalilen. . — Die Methodik der antiken Geometrie. — Ordnung vmd Maß.Geometrie.III. — Die Logik des Idealismus und das 119 System der Mathematik Das Problem der Metageometrie. Ivritik 57 Zalilbegriffs. — Die projektive Metrik (Cayhiy und Klein).

Robert Mayers Methodik der naturwissenschaftlichen Erkenntnis. — Begründung des Atombegriffs. — Das Problem der Zeitmessung.ännung der Maßeinheiten. Der geometrische Begriff der Bewegung. — Die Verdinglichung der sinnlichen Qualitäten (Anaxagoras und — Chemie und Alchymie. — III. — Atomistik und Zahlenlehre. Die Bewegung als matheDas „Subjekt" der Bewegung." — — 148 — — — Idealistische und empiristische Deutung der Grenzbegriffe. — Der Atombegriff und die Differentialrechnung. des Mechanismus. — Die Wandlungen des Atombegriffs 205 l')er begriffe. — Der Erfahrungsbegriff der mathematischen Physik. I — — die physikalische „Theorie". Das physikalische „Faktum" und physikalischen „Messung". und die ontologische „Hypothese" IV. 161 — und Zweckbegriff. — Das Problem der „Existenz". Naturbegriffe und Konstruktionsbegriffe. Galileis XI . I. Der Begriff Die Voraussetzungen des Zählens und Messens. — P. Grundbestinimungen des reinen Raumes. — Das Ideal der reinen Beschreibimg II. — Teleologie und Mathematik. 152 matische „Idee. — Der Stoß der Atome und das Postulat der Kontinuität. 17.S — V.mathematische imd der sinnliche Raum. Der Grenzbegriff und seine Bedeutimg für die Naturerkenntnis. — Die Gex<. Wirklichkeit — Die begrifflichen — Geometrie und Seite 132 Viertes Kapitel: Die naturwissenschaftliche Begriffsbildung. — Die logische Naturbegriff Verhältnis von Wahrheit und Wirklichkeit Das Problem der physikalischen Methode und seine Geschichte. Die Voraussetzungen der Hypothesen und Naturgesetze. — Begriff der Konstanten. — Der Substanzbegriff in der Ionischen Naturphilosophie. du Bois Reymonds Theorie. Der Erfahrungsbegriff des Altertums (Piaton und Protagoras). — Der Begriff der Hypothese bei Kepler und Newton. Aristoteles). — Das System der Gattungsbegriffe und die Physik der sinnlichen Qualitäten (Bacon) 200 Das System der Atomistik. — Das „einfache" Atom bei Boscovich und Fechner. — Die Bewährung der physikaliscVien Hypothesen 184 Das Motiv der Reihenbildung — Die physikalischen Reihen— Zahlbegriff und Naturbegriff 195 Die Entwicklung des Dingbegriffs.

— Der absolute und der . VIII. — Raum und Zeit mathematische Ideale. Der Begriff ier Energie. . Der Grundbegri«? der Äquivalenz. 249 „Begriffe" und „Bi. >(J. „Wü'kUche" und „nicht wirkliche" Elemente in den physikalischen — — Die Seite Objektbegriffen — Materie und Idee 216 Newtons Begriffe des VT. Richter). 287 dische System der Elemente. — Absoluter und idealer Raum.Die Die formalen Voraxissetzungon der Energetik. Die Forderung der Homogeneität — — — — — — — — — . — Konstruktionen und KonvenIvritik : — als tionen. Energiebegriff und Zahlbe^Tiff.. Die Methode der physikalischen „Abstraktion" (Rankines Ableitung der Energetik). — Streintz' Begriff des . Die Pöduktion in der chemischen Begriffsbildung. „molekularer" Typtis. — des Streintz'schen Versuches.. der Arbeit. jj^iff als „regulative" Gebrauch des A. Die Begriffe des Raumes imd der Zeit absoluten Raumes und der absoluten Zeit. — Physik und Ontologie. Rickerts Theorie der natxirwissenschaftlichen Begriffsbildung. -^ Die Entwicklung des chemischen Verhältnisbegriff. Der Maßbegriff — — ^ — Energie als reiner R^ lationsbegriff. „Chemischer" und Typenbegriffs.>der". . — Die Chemie diePhlogistontheorie.Fundamentalkörpers". — Das Trägheitsgesetz. Die Energie als DingEnergetik und Mechanik. — Daltons Gesetz der multiplen Proportionen. Das Abstraktionsproblom in der modernen Logik. Der Begriff des „Radikals" und die 281 Theorie der „zusammengesetzten Radikale" Momente des chemischen — — — Die logischen Das perioDie Umbildung der chemischen Systemform. logische Form der physikalischen Objektbegriffe.. — Der Atombegriffs. Der naturwissenschaftliche Begriff und die „W^irklichkeit". — — — IX. 'vtnbegriffs 270 Der Begriff der Valenz und die ^Vypentheorie. 226 Der Ener{ obegriff i'nd die SinnesVII. — Die Theorie C. — Das Gesetz der der sinnlichen bestimmten Proportionen D.. — — XII .Der Begriff der Materie und der Begriff des Äthers. Das Bezugssystem der reinen Mechanik. — Heinrich Hertz' Sj-stem der Mecheuiik.intoUigiblo" Raum: Newton und Leibniz. qualitäten. — Der Atomd Das Problem der Bej^iffsbildung in der Chemie. begriff imd als Oi^Jnungsbegriff. Chemie und Mathematik .. Qualitativ». .. Der Ersatz des absoluten — — Raumes durch den Fixsternhimmel. Neumanns der Körper Alpha.

Die Relations. — Der Begriff Reihenprinzip. Fünftes Kapitel: Zum I. „Isolation" und „Superposition". Die Grundform der Erfahrung. — Das Postulat der notwendigen Bestimmtheit. — talität Fälle. — Wortbedeutungen und mathematische Begriffe. — — Materiale und formale Konti— Die „Invariantentheorie der 351 Erfahrung" und der Begriff des „Apriori" XIII . 313 Induktion und Analysis. — Das Allgemeine und das Besondere. — Induktion mid Invariantentheorie.und Erfahrungsurteile. Gesetze und Regeln. — Das „Ewigkeitsmoment" in den empirischen Urteilen. Problem der Induktion. — Das Der Begriff Problem der naturwissenschaftlichen Konstanten. — Die begrifflichen Voraussetzungen des „Naturobjekts". Der Begriff des „Grundes" und die mathematischen Notwendigkeits-Relationen. — GrößenKritik der Rickertschen Theorie. — Diskrete und kontinuierliche „Ganze". Das Experiment als Mittel der Analyse. Das Grundverhältnis der „allgemeinen" und der „besonderen" Relationen. Das Problem des „Einzelfalles". III.— Begriff und Anschauung. — Wahrnehmvmgs. Die Zerlegung in „Relationsschichten". — Die „Integration" des Einzelfalles. — Der Einzelfall und das — Die Voraussetzung der To— Die Theorie des empirischen Urteils bei der Locke und Mach. — Ausdruck von Einzelverhältnissen. - als als Induktion und Analogie II. — Die Erfahrung Aggregat und System. — Wahrnehmung oind Urteilsfunktion. Gresetz. als als Seite werte und Größenverhältnisse 292 ZWEITER TEIL. — Gesetze und Konstanten. DAS SYSTEM DER RELATIONSBEGRIFFE UND DAS PROBLEM DER WIRKLICHKEIT. Das Problem der Naturgesetze. Die beiden Grundtypen des Wissens 334 — — — — — — — • — . nuität der Erfahrungsphasen.Synthese in der Mathematik und in der Erfahrtmgswissenschaft. Die Konstanz und Eindeutigkeit des Geschehens. Das „Gedankenexperiment". „kompositive" und „resolutive" Methode.

. m. Veränderliche und dauernde Erfahrungselemente. Die Theorie der sinnlichen „Species". Beharrlichkeit und WiederDer holbarkeit. Die Forderung der Kontinuität des „Gegenstandes". Die Einheit des Der physikalische Begriff der Wirklichkeit. Die Organisation der Erfahrung. Das Problem der „Lokalisation". das Transscendenzproblem Das Gesetzliche der Zeichen und Bild. „Projektion" und „Selektion" . falsche Begriff der „Subjektivität". Der Begriff der Materie und gebene" und die Denkfunktion. Die Gliederung in Objektivitätskreise. IV Die Zeichentheorie. Erscheinung. I. Der Begriff der Objektivität und das Problem des Raumes.Seite Sechstes Kapitel: Der Begriff der Wirklichkeit Die Scheidung der „subjektiven" und der „objektiven" WirkDie Bedeutung des Objektbegriffs. Das „Transscendieren" der sinnlichen Empfindung Der Begriff der „Repräsentation". Die Umbildung des Repräaentationsbegriffs. Die Entstehiuig der Raumvorstellung. Die Korrelation des Ichbewußtseins und des Gegenstandsbewußtseins und der „kritische Realismus". Das „Geständlichkeit innerhalb der reinen Mathematik. Die „objektiven" Voraussetzungen des Ichbegriffs. Die Subjektivierung der Sinnesqualitäten.. Begriff und Wahrnehmung bei Helmholtz. Dfis Problem des „Transsubjektiven". Der Reihenbegriff und der empirische Gegenstand. Gegenstand und Urteilsfunktion. lichkeit. Der Begriff Der Gegenstand und die Denknotwondigkeit. Die Wechselbeziehung der „Form" und der „Materie" der Er- — XIV .. Die „Ähnlichkeit" des Bewußtseins und des Gegenstandes. Logische und ontologische Fassung des Relativitätsgedankens. Das Problem der „Transscendenz". Die logische Abstufung der Erfahrungsinlialte. Helmholtz' Theorie der „Relativität". Die Funktionsformen der rationalen und empirischen Erkenntnis. — — — — — — — — — — — — — 359 — — — — — — — — — — — — 373 380 — — — — — — — — — — 389 — — — physikalischen Weltbildes 402 Siebentes Kapitel: SubjektiTität und Objektivität der Relationsbegriffe. Die Projektionstheorie und ihre Mängel. Die Gegendes Denkens im System des kritischen Idealismus. Die Stufenfolge in den Graden der Objektivität. Der Fortschritt zUm „Ganzen der Erfahrung". Verhältnis von Wahrheit und Wirklichkeit II.

— Leibniz und Bolzano. Die psychologische Theorie der Gestaltqualitäten. Die Funktionen der — — — — — Logik und Psychologie der Relationen 449 XV . — Die Doppelform des Begriffs kenntnis. bei Leibniz und Tetens Der Begriff des „Einfachen" — 433 Das Die Verdinglichung der „einfachen" Empfindungen. „Phänomenale" und „metaphänomenale" Gegenstände. . — Die Psychologie des Denkens. Die logischen Relationen vmd das Problem des Selbstbewußtseins. I. . — Nativismus. Der Streit zwischen Empirismus und — Zuordnung und Verknüpfung. Seit« 410 421 Achtes Kapitel: Zur Psychologie der Relationen. — Wahrheit und NützHchkeit. Problem der „Gestaltqualität". — Aristoteles' vom Koivöv. — Der Wahrheitsbegriff der modernen Mathematik Die Relationsbegriffe und die Aktivität des Ich. — Das Problem des Pragmatismus. Die „Gegenstände höherer Ordnung". — Die WirkHchkeit als „projektierte Einheit". — Die Psychologie der „Verhältnisgedanken" in der neueren Psychologie. Wahrnehmungsmoment und Urteilsmoment.— Der Bestand der „ewigen Wahrheiten". Lehre — Piatons Psychologie der Relationsbegriffe. — Kontinuität und Konvergenz der Erfahrungsphasen. Die Psychologie der Raumvorstellung. „Empfindungen" nnd „Anschauungen" 439 — — — IL Meinongs Theorie der „fundierten Inhalte". — Die UnvoUendbarkeit der Erfahrung und der kritische Wahrheitsbegriff.

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Ernst Cassirer Substanzbegriff und Funktionsbegriff 4 .

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Erster Teil Dingbegriffe und Relationsbegriffe .

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von der steten Umgestaltung alles gegenständlichen Wissens unberührt schien sie allein sich gleichförmig und einförmig zu behaupten. das gegen alle die Zweifel. daß hier der stetige sichere Gang der Wissenschaft endgültig erreicht sei. die die Jahrhunderte hier für die Formulierung der Grundlehren geleistet haben.Erstes Kapitel Zur Theorie der Begriffsbildung Die neue Stellung. die sich immer von neuem gegen die verschiedenen erkenntnis- formalen Logik — theoretischen teten. allein schien die philosophische Gedankenentwicklung endlich in ihr schien ein zu einem sicheren Halt gelangt zu sein. Standpunkte und Lehrmeinungen richDas Urteil Kants. die die Philosophie der Gegenwart allmählich zu den Grundlagen des theoretischen Wissens gewinnt. mußte unter diesem Gesichtspunkt als eine und Bestätigung ihres eigentümlichen Gewißheitscharakters gelten. während auf der andern Seite jene neuen Von dem — Cassirer. bekundet sich nach außen hin vielleicht nirgends deutlicher. eigentlichen Leben. schien somit bewährt und befestigt. Substanzbegriff 1 1* 3 . als in der Umbildung. Überall zeigt sie sich von neuen Fragestellungen erfüllt und von neuen gedanklichen Tendenzen beherrscht. gesichert blieb. wie sie seit Aristoteles keinen Schritt rückwärts tat. Von der Arbeit. Gebiet abgegrenzt zu sein. so ergibt sich auch für die formale Logik alsbald ein anderes Bild. die die Hauptlehren der In der Logik in ihr erfahren haben. den die wissenschaftliche Entwicklung in den letzten Jahrzehnten genommen hat. scheint mehr und mehr abzubröckeln. daß die Logik. so auch keinen Schritt vorwärts zu tun vermochte. Selbst die weitere Betrachtung. Verfolgt man indessen genauer den Gang.

die sich bis in die spezielle Methodik der Naturerkenntnis hinein erstreckt und bewährt. gemeinsame Zielpunkt. weist auf diesen Zusammenhang zurück. aber verlangt zuDer gleich eine erneute Prüfung ihrer Voraussetzungen. vom Wesen und von der Gliederung des Seins bedingt die Auffassung der Grundformen des Denkens. Bedeutung. die grundlegende griffs im Aufbau . sondern erweitert sich zu einer allgemeinen Betrachtung. die Kritik beginnt nunmehr sich auch solchen Lehren zuzuwenden. Die Aristotelische Logik ist in ihren allgemeinen Prinzipien der getreue Ausdruck und Spiegel der Aristotelischen Metaphysik. Denn der Gesichtskreis der modernen Mannigfaltigkeitslehre bleibt nicht auf die rein mathematischen Probleme beschränkt. die selbst gegenüber tiefen prinzipiellen Wandlungen des allgemeinen Erkenntnisideals ihren geschichtlichen Bestand fortdauernd und scheinbar unverändert zu behaupten vermochten. Schein unbedingter Sicherheit schwindet. die sich aus der Berührung mit der allgemeinen mathematischen Mannig- faltigkeitslehre diese Lehre als der Immer mehr erweist sich ergeben. aber die Verknüpfung mit ihren allgemeinen Grundanschauungen bleibt nichtsdestoweniger erhalten und tritt an bestimmten Wendepunkten der geschichtlichen Entwicklung immer von neuem Schon in charakteristischer Deutlichkeit hervor. Die modernen Bestrebungen zur Reform der Logik haben freilich versucht. läßt auch sie sich Die Auffassung in ihren eigentlichen Motiven verstehen.großen Gebiete von Problemen hervortreten. Damit aber wird die Logik zugleich aus ihrer Absonderung befreit und wiederum konkreten Aufgaben und Leistungen zugeführt. In der weiteren — Ausbildung der Logik beginnen sich freilich die Beziehungen n t o1 o gi e zu der speziellen Form der Aristotelischen zu lockern. die man zuvor gesondert zu verfolgen pflegte. dem verschieden- artige logische Fragestellungen. gleichmäßig zustreben und durch dtn sie ihre ideelle Einheit empfangen. Erst im Zusammenhang mit den Überzeugungen. in welchen die Logik auf diese Weise einbezogen wird. die der Theorie des Beder logischen Erkenntnisse zugewiesen wird. auf welchen diese letztere ruht. Der systematische Zusammenhang.

war somit implicit wiederum anerkannt: nicht der sachliche Schwerpunkt des Systems. entsteht uns allmählich eine immer festere Ordnung und Gliederung des Seins je nach der Abstufung der sachlichen Ähnlich* keiten. die durch den gemeinsamen Besitz ein und derselben Eigenschaft gekennzeichnet sind. Die wesentlichen Funktionen. als das Dasein der Dinge selbst in ihrer zunächst unübersehbaren Mannigfaltigkeit und das Vermögen des Geistes. Die Vorherrschaft des Begriffs. die das Denken hierbei betätigt. so sehr stimmen sie mit den Grundannahmen überein.die überlieferte Rangordnung der Probleme an diesem Punkte umzukehren. die die gewöhnliche Weltansicht durchgehend braucht und betätigt. Alle kritischen Versuche einer Umformung der Logik müssen sich daher zunächst einen Punkt konzentrieren die Kritik der formalen Logik faßt sich in eine Kritik der allgemeinen Lehre von der Begriffsbildung zusammen. machte sich alsbald darin geltend. von der die alte Einteilung beherrscht war. daß in die Urteilslehre selbst sich immer wiederum Züge eindrängten. so vermochte er sich doch gegenüber der systematischen Tendenz. Nichts anderes wird in der Tat vorausgesetzt. durch die Einzeldinge hindurchziehen. So schlicht und klar sind ihre Voraussetzungen. aus dieser Fülle der auf diesen : • individuellen Einzelexistenzen einer Mehrheit diejenigen Momente heraus- von ihnen gemeinsam zugehören. Die Hauptzüge dieser Lehre sind bekannt und bedürfen keiner eingehenden Darlegung. die sich . die nur aus der herkömmlichen Theorie des Gattungsbegriffs völlig zu verstehen und zu begründen waren. Indem wir auf diese Weise die Objekte. daß sich für eine kritische Nachprüfung hier kaum irgendwo eine Handhabe darzubieten scheint. unter dem^auch all jene Neuerungsversuche noch standen. die man zu beseitigen suchte. sondern nur die äußere Gliederung seiner Elemente hatte sich verschoben. zu Klassen vereinigen und dieses Verfahren zuheben. indem sie der Lehre vom Begriff die Lehre vom Urteil vorangehen lassen. Aber so fruchtbar sich dieser Gesichtspunkt auch erwies. Der gedankliche Zwang. die' fortschreitend auf den höheren Stufen wiederholen. nicht dauernd in voller Reinheit zu behaupten.

z. um sich der wesentlichen Züge. zu versichern. die sich im Quadrat und Rechteck. Buchen und Birken usw. sondern er bildet einen Teil eben dieser Wirklichkeit selbst. .. Die Reflexion. System Darstellting der Logik. Jede Reihe vergleichbarer Objekte besitzt einen höchsten Gattungsbegriff. Drobiöch. indem wir aus der Gesamtheit der Eichen. im — Beimischung mit ungleichartigen Bestandteilen und heraushebt. in welchen diese Objekte übereinkommen. indem wir eine Beschaffenheit isolieren. was in ihr unmittelbar enthalten ist. Der Begriff tritt der sinnlichen Wirklichkeit nicht als ein Fremdartiges gegenüber. Wie man von einer Art zur höheren Gattung emporsteigt. die es lediglich mit der übersichtlichen Ordnung und Klassifikation des Gegebenen zu tun haben.Überweg. im symmetrischen und asymmetrischen Trapez und Trapezoid tatsächlich vorfindet und die sich hier unmittelbar anschaulich aufweisen läßt*. in denen sie übereinstimmen. die zwischen den besonderen Objekten hin und her geht. So wird durch diese Aufund dies scheint ihr eigentümlicher Vorzug und ihre — % Rhombus und Rhomboid. in sich faßt. Neue Leipzig 1875. die eben diese verwandten Züge losgelöst von aller rein für sich erfaßt fassung Rechtfertigung zu sein die Einheit des natürlichen Weltbildes nirgends gestört und gefährdet. Aufl. § B. indem man auf ein bestimmtes * Vgl. völlig auf gleicher Stufe. § 51 ff. Artbegriffe verschieden hoher Stufe defini. Die Begriffe der exakten mathematischen Wissenschaft stehen in dieser Hinsicht mit den Begriffen der beschreibenden Wissenschaften... die nur einem Teil der verglichenen Elemente zugehören. während anderseits innerhalb dieser höchsten Gattung durch solche Eigenschaften. 4. die Menge der gemeinsamen Merkmale herausheben. führt von selbst zur Abstraktion. 16ff.sind also lediglich die des Vergleichens und Unterscheidens gegebener sinnlicher Mannigfaltigkeiten. der alle die Bestimmungen. Bonn 1857. so bilden wir in genau derselben Weise etwa den Begriff des ebenen Vierecks. der Logik. Wie wir den Begriff des Baumes bilden. einen Auszug dessen.i Die bekannten Hauptsätze der Begriffstheorie ergeben sich auf dieser Grundlage von selbst.ert werden.

endet nach oben hin in der abstrakten Vorstellung des „Etwas". Was wir vom wissenschaftlichen Begriff zunächst verlangen und erwarten. zugleich von jeder spezifischen gänzlich entleert ist. gänzlich ins Leere fällt: so müssen sich auch gegen den gesamten Weg. der hier gewiesen wird. wenn die einzelnen. je weiter wir das angegebene logische Verfahren verfolgen. wenn man vom höheren Begriff zum niedrigeren herabsteigt und damit die Anzahl der Arten. Bedenken erheben. einer Vorstellung. konkret-wissenschaftliche Begriffsbildung zu stellen pflegen. muß sich sogleich der erste Zweifel gegen ihre ausnahmslose Geltung und Anwendbarkeit regen. das bis dahin festgehalten wurde. Wenn das Ziel. daß er an Stelle der ursprünglichen Unbestimmtheit und Vieldeutigkeit des Vorstellungsinhalts eine scharfe und eindeutige setzt. kraft dessen jeglicher beliebige Denksich . wenn diese durch den Aufstieg zu einer höheren Gattung vermehrt. Anzahl Umfang inhalt unter sie fällt. zu dem die traditionelle logische vom Begriff mit innerer Notwendigkeit hingedrängt wird. verzichtet und damit ein größeres Gebiet von Objekten in den Umkreis der Betrachtung aufnimmt. so daß schließlich die allgemeinsten Begriffe. so wird diese Größe wachsen. die wir an jede fruchtbare.Merkmal. Und selbst vom immanenten mung Bestim- j' . während hier umgekehrt die scharfen Grenzen sich zu verwischen scheinen. vermindert. die man dem Begriff untergeordnet denkt. Dem weiteren entspricht daher eine fortschreitende Beschränkung des Inhalts. die wir kraft dieses Verfahrens aufbauen. die eben in ihrem allumfassenden Sein. ist dies. zu denen wir gelangen können. — während sie abnehmen wird. Ein derartiger Abschluß bliebe unverständlich. Schritte die Forderung erfüllten. Die „Begriffspyramide". Nennt man demnach die Anzahl der Merkmale eines Begriffs die Größe seines Inhalts. auf welches diese Methode der Begriffsbildung schließlich hinausführt. deutung Lehre — Be- y^ An diesem Punkte indes. so vollzieht sich umgekehrt die Besonderung der Gattung durch die fortschreitende Hinzufügung neuer inhaltlicher Momente. keinerlei auszeichnende Eigentümlichkeit und Bestimmtheit mehr besitzen.

Wenn wir um ein drastisches Beispiel L o t z e s zu gebrauchen Kirschen und Fleisch unter die Merkmalgruppe rötlicher. daß wir von einer Mehrheit von Objekten. so gelangen wir hiermit zu keinem gültigen logischen Begriff.\ Der Akt der Negation soll vielmehr der Ausdruck einer durchaus positiven Leistung sein: was zurückbleibt. saftiger. sondern zu einer nichtssagenden Wortverbindung. durch das das Ganze bestimmt wird.. eßbarer Körper unterordnen. indem er den Grund seiner besonderen Gestaltung aufdeckt und für sich hinstellt. die uns vorliegt. die wir aus einem beliebigen Komplex von Objekten herausheben.Standpunkt der formalen Logik aus entsteht sogleich ein neues Problem. Wert verlieren. soll nicht nur ein beliebig herausgegriffener Teil. während wir alle übrigen fallen lassen. Der höhere Begriff will den niederen verständlich machen. das Ganze zu beherrschen und zu erklären. Wenn alle Begriffsbildung darin besteht. die die Gesamtstruktur der Glieder des Komplexes beherrschen und nach sich bestimmen. wird auch hier wiederum durch die Aristotelische Metaphysik gemeinsamen — — 8 . daß die Merkmale. und gleichsam die Vernichtung ihrer Eigenart bedeuten wollte. nur die übereinstimmenden Merkmale herausheben. sondern ein . daß die allgemeine formale Vorschrift für sich allein nicht genügt. er lediglich die Aufhebung der besonderen Fälle. auch die eigentlich charakteristischen Züge enthalten. wesentliches" Moment sein. Im System des Aristoteles liegt dieses Kriterium deutlich zutage: die Lücke. Der Begriff würde jeglichen lichen treten Gesamtheit wenn ist. daß dieses Ziel wahrhaft erreicht wird. In der Tat verbürgt uns nichts. die in der Logik zurückbleibt. von deren Betrachtung er ausgeht. daß durch eine derartige Reduktion an die Stelle der ursprünglichen anschauein bloßer Teilbestand geDieser Teil aber erhebt den Anspruch. daß vielmehr überall zu ihrer Ergänzung stillschweigend auf ein anderes gedankliches Kriterium zurückgegriffen wird. Somit zeigt es sich. so ist klar. Die herkömmliche Vorschrift für die Bildung der Gattungsbegriffe aber enthält in sich keinerlei Gewähr. die für die Erfassung der besonderen Fälle nichts bedeutet und leistet.

besonderen Gestaltungen die allgemeine Prägung verleiht. Tübingen 1900. Für Aristoteles zum mindesten ist der Begriff kein bloßes sub' jektives Schema. auf den auch die rein logischen Theorien des Aristoteles dauernd bezogen bleiben. . Das Denken isoliert nur den A r t t y p u s der in der einzelnen konkreten Wirklichkeit als tätiger Faktor enthalten ist und der den mannigfaltigen. nach welchem die einzelne Lebensform hinstrebt. daß dasjenige. führt nicht ins Unbestimmte. zugleich die reale Form sei. 2. das beide Gebiete aneinander kettet. S. Die Bestimmung des Begriffs durch seine nächsthöhere Gattung und durch die spezifische Differenz gibt den Fortschritt wieder. Geschichte der Kategorienlohre H. was auf diese Weise gewonnen wird. bos. kraft dessen die reale Substanz sich successiv in ihre besonderen Seinsweisen entfaltet. aie Syllogistik des Aristoteles. von der ihre Entwicklung geleitet ist.alsbald ergänzt und ausgefüllt. 183 ff. So ist es dieser der Substanz. II. in der Feststellung der realen Wesensbegriffe. Der Prozeß der Vergleichung der Dinge und ihrer Zusammenfassung nach übereinstimmenden Merkmalen. Die logische Form der Begriffsbildung und der Definition kann nur im Hinblick auf diese Grundverhältnisse des Realen festgestellt werden. Die biologische Gattung bezeichnet zugleich das Ziel. aus denen sie hervorgehen und denen gemäß sie sich gestalten. Die Lehre vom Begriff ist das eigentliche Bindeglied. in welchem wir die gemeinsamen Elemente einer beliebigen Gruppe von Dingen zusammenfassen. wie er sich zunächst in der Sprache ausdrückt. 1 1 . Die echten und letzten Gemeinsamkeiten der Dinge sind zugleich die schöpferischen Kräfte. richtig . wie die immanente Kraft.. die die Wirklichkeit beherrschen *. sondern endet. Die . y Grundbegriff * vgl. die den kausalen und teleologischen Zusammenhang der Einzeldinge verbürgt. Diese Heraushebung des Gemeinsamen bliebe ein leeres Spiel der Vorstellung. Das vollständige System der wissenschaftlichen Definitionen wäre zugleich der vollständige Ausdruck der substanziellen Kräfte. Pr an M . Zu den metaphysischen Voraussetzungen der Aristotelischen Logik Geschichte der Logik im Abendlande I delenburg. geleitet. wenn nicht der Gedanke zugrunde läge. Trenr .

Relation bleibt dem eigentlichen Wesensbegriff gegenüber unselbständig. Nur an einem festen dinglichen Substrat. in Zustände an einem Subjekt oder an einer Mehrheit von Subjekten umdeuten lassen.. die sie erfahren hat. So wird denn auch von ihm das Sein.außerluten. und Qualität. Nur an gegebenen und existierenden Substanzen sind die mannigfachen Seinsbestimmungen denkbar.und Zeitbestimmungen bestehen nicht an und für sich. als sie sich zuletzt. das primär vorhanden sein muß.Die spezifische Fassung der Aristotelischen Logik ist somit bedingt durch die spezifische Fassung seines Seinsbegriffs. Damit aber gewinnt die Aristotelische Lehre von der Begriffsbildung einen charakteristischen Zug. unverändert geblieben ist.» ist es die / 10 . diese Vor allem aber Kategorie der Relation. Raum. Zwar hat Aristoteles selbst verschiedene Arten und Bedeutungen des Seins voneinander klar geschieden: Aufgabe seiner KategorienSonderung des Seins in seine verschiedenen Unterarten zu verfolgen und deutlich zu machen. für sich bestehenden Wirklichkeiten. sondern lediglich als Eigenschaften an abso- und es ist die wesentliche lehre. während alle relativen Bestimmungen nur insofern in Betracht gezogen werden. der in all den mannigfachen Wandlungen. In den Handbüchern der formalen Logik bekundet sich diese Ansicht darin. durch Vermittlungen irgendwelcher Art. Natur" nicht berühren. das Sein der begrifflichen Synthese von dem des konkreten Subjekts ausdrücklich getrennt. die seine eigentliche . die durch diese metaphysische Grundlehre des Aristoteles zu einer abhängigen Die und untergeordneten Stellung herabgedrückt wird. Das kategoriale Grundverhältnis des Dinges zu seinen Eigenschaften bleibt fortan der leitende Gesichtspunkt. Dennoch bleibt in all diesen Versuchen einer schärferen Gliederung der logische Vorrang des Substanzbegriffs unbestritten. von der dinglichen Existenz. das die bloße Beziehung im Urteil bezeichnet. sie kann ihm nur nachträgliche und äußere Modifikationen zufügen.. können die logisch-grammatischen Arten des Seins Quantität überhaupt ihren realen Halt und Grund finden. daß hier in der Regel die Verhältnisse oder Beziehungen zu den .

Ohne diese beiderseitige Grundvoraussetzung wäre aller Streit darüber. Der Streit zwischen Nominalismus und Realismus betrifft nur die Frage nach der metaphysischen Wirklichkeit der Begriffe. als anschauliches Moment sich aufweisen lasse. daß die wesentliche prinzipielle Voraussetzung. unterscheiden sich wie sich immer deutlicher zeigen wird die beiden — — typischen Hauptformen der Logik. auch die speziellen Grundlehren der Peripatetischen Metaphysik überdauert hat. Man kann es bei Berkeley bis ins einzelne verfolgen. wie durch ein stillschweigendes Übereinkommen der streitenden Parteien feststeht. so radikal sie auf den ersten Blick erscheinen mag. so erkennt man ferner./ Und auch die psychologische Kritik des . / Legt man diesen allgemeinsten Maßstab zugrunde. innerlich unverständlich... ob jenes Gemeinsame eine gesonderte tatsächliche Existenz besitze oder nur in und mit den Sonderdingen. als gemeinsamer Bestandteil in einer Reihe gleichartiger oder ähnlicher Einzeldinge aufzufassen ist. die ins- besondere in der modernen wissenschaftlichen Entwicklung einander gegenüberstehen. In der Tat ist aller Kampf gegen den Aristotelischen . Hier tritt bereits eine methodische Sonderung von eingreifender Bedeutung hervor: je nach dem verschiedenen Wertverhältnis. Daß der echte wissenschaftliche Begriff. auf die Aristoteles seine Logik gründet. Begriffsrealismus" gerade an diesem entscheidenden Punkte wirkungslos geblieben. keine wahrhafte Umwandlung. wie sehr seine Skepsis gegen den Wert und die Leistungsfähigkeit des abstrakten Begriffs zugleich den dogmatischen Glauben an die Gültigkeit der gewöhnlichen Erklärung des Begriffs in sich schließt.wesentlichen" Merkmalen eines Begriffs gerechnet werden. ist eben dies. das zwischen Dingbegriff und Relationsbegriff angenommen wird. Die Realität der „Universalien" steht in Frage: was aber ohne allen Zweifel. 11 . die somit in seiner Definition ohne Schaden fortbleiben können. während die Frage nach ihrer gültigen logischen Definition außer Betracht bleibt. abstrakten" Begriffs bringt hier. daß der Begriff als universale Gattung.

Berlin 1907.die Begriffe der und möglicherweise eine andere Aufgabe und Leistung zu erfüllen haben.Auf. Den „substantiellen Formen".m. indem gewisse Momente in lediglich eine ihm durch einseitige Richtung der. II. Überweg. 219 ff. a. in dem lediglich die übereinstimmenden Bestimmungen festgehalten. stellungen einen Teil ihres Inhalts gemeinsam haben. als sie ihnen in dieser scholastischen Erklärung zugewiesen wird: dieser Gedanke wird nicht erfaßt*. Bd. a. absoluten". Näheres liiorüber in in der Philosophie und Wissenschaft der neueren meiner Schrift über das Erkenntnisproblem Zeit. 12 I . für sich bestehenden Elemente den eigentlichen Kern des Gegebenen und „Wirklichen" ausmachen. indem er aus dem Gebiet des Physischen in das des Psychischen übergetreten ist.Perzeptionen*' Und noch schärfer und nachdrücklicher Behauptung hervor. Waren es zuvor die äußeren Dinge. die sich durch das gesamte Gebiet der Wahrnehmungen und . ** Vgl.. während sein allgemeiner Ablauf und seine Struktur die gleichen Wenn mehrere zusammengesetzte Vorgeblieben sind. B. die bei Aristoteles das letzte Ziel dieser vergleichenden Tätigkeit darstellen. Wiederum wird die hindurchziehen. die verglichen und aus denen ein gemeinsamer Bestand herausgehoben werden sollte. § 51. alle anderen dagegen verdrängt sind**. z. sondern bestimmte Einteilung des bereits vorhandenen Vorstellungsbestandes erreicht. O. Es wird auf diese Weise kein neues Gebilde von selbständiger und eigenartiger Bedeutung geschaffen. als vielmehr nur auf ein anderes Gebiet übertragen.. entsprechen nunmehr bestimmte Grundelemente. so entsteht aus ihnen nach den bekannten psychologischen Gesetzen der Miterregung und Verschmelzung des Gleich- daß insbesondere Mathematik Physik . so wird nunmehr das gleiche Verfahren nur auf die Vorstellungen als ihre seelischen Korrelate übertragen. daß nur diese . In der Tat ist in der psychologischen Ableitung des Begriffs das traditionelle Schema nicht sowohl verändert.) tritt jetzt die * S. Der Prozeß ist gleichsam nur in eine andere Dimension versetzt. artigen ein * Inhalt. erksamkeit betont und von ihrer Umgebung schärfer abgehoben werden.

die durch sie verknüpft werden. B. dem sich in wiederholten Wahrnehmungen gleiche Bestimmungen des Wahrgenommenen dargeboten haben**. 2. ** Vgl. S. ist lediglich der Umstand. An Examination of Sir William Hamiltons Philosophy. 65 ff. Stuart Mill ausdrücklich. daß unsere Aufmerksamkeit. der bei aller Anerkennung der Berkeleyschen : Theorie dennoch auf die eigentümliche Leistung des beziehenden Denkens hinweist. London 1865. die assoziativ mit irgendeinem Wortbild oder einem anderen sinnlichen Zeichen verbunden Die . 88 ff.» Denn diese Bestimmungen bleiben nicht auf den einzelnen Moment der Wahrnehmung beschränkt. niemals das Ganze dieses Bildes vollständig zu erleuchten vermag und sich notgedrungen auf einen bloßen Auszug beschränken muß. Erdmann. Aufl. Die schlichte Fähigkeit der einmal gegebener Vorstellungsinhalte ist es.. Indem diese Spuren. die in dem Zeitraum zwischen der wirklichen Wahrnehmung und der Erinnerung als unbewußt anzusehen sind.. sondern hinterlassen irgendwelche Spuren ihres Bestandes in dem physisch-psychischen Subjekt. S. 319. betont J. 13 . da diese Glieder nur in individueller Besonderung gegeben sein können. was ihm den Schein selbständigen Wertes und einer unabhängigen psychologischen Eigenart verleiht. sind. Psychologie der Abstraktion" enthält somit den eigentlichen Schlüssel für den logischen Gehalt jeglicher Begriffsform. auch von einer allgemeinen Bedeutung der Relation keine Rede sein könne*. bes. auf welche dieser Gehalt schließlich zurückgeht.. Abstrakte Gegenstände entstehen in jedem vorstellenden Wesen. Der Begriff existiert nicht anders. denn als Teil eines konkreten Vorstellungsbildes und mit allen Merkmalen eines solchen Vorstellungsbildes behaftet. die in ihrer Leistung beschränkt ist.Rolle der Relation so weit als möglich beschränkt gegen Hamilton. daß der eigentliche positive Bestand jeder Beziehung doch immer nur in den einzelnen Gliedern liege. Das Bewußtsein des Begriffs löst sich für die psychologische Analyse in das Bewußtsein einer Vorstellung oder eines Vorstellungsteils auf. Logik. und daß somit. durch neu Reproduktion * Mill.

so zeigt sich hier in der Tat eine gemeinsame Grundüberzeugung. sich allmählich ein immer festerer Zusammenhang zwischen den gleichartigen Elementen successiver WahrDas Unterscheidende tritt mehr und nehmungen heraus. die uns von den Wahrnehmungen wirklicher Dinge und Vorgänge zurückgeblieben sind. Verdichtung Wirksam- — \ — „Konzeptualismus" nahe verwandt ist: die sachlichen und sprachlichen Abstrakta können aus den Wahrnehmungsinhalten abgeleitet werden. So wichtig indessen dieser Unterschied vom Standpunkt erscheinen mag. während die Gegenstände. es bildet schließlich nur noch einen schattenhaften Hintergrund. die der ihn Metaphysik die 14 % . Die fortschreitende dieser übereinstimmenden Züge. macht das psychologische Wesen des Begriffs aus. gerade an diesem Punkt. Die Wirklichkeit dieser Residuen erweist sich darin. daß sie im Wahrnehmungsakt selbst eine eigentümliche und selbständige keit ausüben. nicht mehr sein wollen als VorsteUungsinhalte. der somit seinem Ursprung wie seiner Funktion nach nichts anderes als ein Inbegriff von Gedächtnisresiduen ist. von dem sich um so deutlicher die konstanten Züge abheben. sofern jeder neu auftretende Inhalt ihnen gemäß aufgefaßt und umgedeutet wird. beginnt nunmehr die eigentliche methodische Schwierigkeit. daß die . weil sie in ihnen als konstante gemeinsame Bestandteile aktuell enthalten sind. der dem des bildet . ihre Verschmelzung zu einem einheitlichen untrennbaren Ganzen. Ist die Theorie des Begriffs. So stehen wir hier wie von den Vertretern dieser Anschauung gelegentlich selbst betont wird auf einem Standpunkt. Dinge" der mittelalterlichen Scholastik das im Denken abgebildete Seiende bedeuten. die in allen Umgestaltungen der Frage Aber unverändert und scheinbar unangreifbar beharrt. mehr zurück. der allem Streit der Lehrmeinungen zunächst entzogen scheint.auftretende Reize ähnlicher Art wiederum erweckt werden. Bleibt man im Umkreis dieses Problems stehen. so wird doch durch Fassung und der Inhalt des rein logischen Problems nicht berührt. von denen hier die Rede ist. Nur darin besteht der Unterschied der ontologischen und der psychologischen Betrachtungsweise..

durch die gedankliche Feststellung eines konstruktiven Zusammenhangs entstehen. /Die „Begriffe". sind die Gattungsbegriffe der beschreibenden und klassiDie „Form" des Ölbaums. eine freie Produktion bestimmter Relations-Zusammenhänge gegenüber. scheiden sich von den empirischen. er das Gebiet der biologischen Betrachtung verläßt. ein zureichendes und getreues Abbild des Verfahrens.. die den Gegenstand der Betrachtung bildet.. sprachlichen oder begrifflichen Ausdruck zusammengezogen werden soll. Es ist begreiflich. Wenn im letzteren Falle die Mannigfaltigkeit der Dinge an und für sich vorhanden ist und nur auf einen abgekürzten. die die exakte Wissenschaft liefert. Abstraktion" tritt daher hier ein eigener Akt des Denkens. des Löwen gilt es zu ermitteln und festzusetzen. die Mannigfaltigkeit. die von Anfang an der Einordnung in das gewöhnliche Schema widerstehen. die Aristoteles letzten Endes sucht und auf die sein Interesse vornehmlich gerichtet ist. so handelt es sich im ersteren umgekehrt darum. da vermag sich seine Theorie des Begriffs alsbald nicht mehr völlig natürlich und zwanglos zu entfalten. Insbesondere sind es die Begriffe der Geometrie. das in den konkreten Wissenschaften geübt wird? Umfaßt und beherrscht sie alle Einzelzüge dieses Verfahrens und vermag sie sie in ihrem Zusammenhang wie in ihrer spezifischen Besonderung darzustellen ? Für die Ari- stotelische Theorie zum mindesten muß diese Frage verneint werden. Der bloßen . Abstraktion" aus ihm herauslösen. die durch genetische Definition. Der Begriff des Punktes. Die mathematischen Begriffe. indem aus einem einfachen Akt der Setzung durch fortschreitende Synthese eine systematische Verknüpfung von Denkgebilden hervorgebracht wird. die lediglich die Nachbildung irgendwelcher tatsächlicher Züge in der gegebenen Wirklichkeit der Dinge sein wollen. daß die logische sich daher die logische 15 . der Linie. sieht Wo Technik vor eine neue Aufgabe gestellt. der Fläche läßt sich nicht als unmittelbarer Teilbestand des physisch vorhandenen Körpers aufweisen und sich somit nicht durch einfache . erst zu schaffen. des Pferdes.hier entwickelt wurde. fizierenden Naturwissenschaft. Schon gegenüber diesen einfachsten Beispielen.

die sich uns in der Zusammenfügung von Dingen aufgedrängt hat. Geometrie und Arithmetik von neuem in bloße Aussagen über bestimmte Gruppen von Vo. in einer Welt etwa. er würde in einer anders gearteten Welt von Objekten. weil es sich uns in ausnahmsloser Erfahrung gezeigt hat. daß ein Ding in dem Augenblick. beschreibt lediglich eine Erfahrung. wenn M i 1 1 weiterhin versucht.Abstraktionstheorie. Das gleiche gilt von den Axiomen über räumliche Verhältnisse: ein „rundes Viereck" beißt uns nur darum ein widersprechender Begriff. die gerade jenen speund Messens im ziellen Erfahrungen des Z ä h 1 e n s Ganzen unserer Erkenntnis eignet. 16 So sucht etwa Erklärungsprinzips zu M i 1 1 . um Einheit des obersten . Die reproduzierte Vorstellung ist in diesem Falle der ursprünglichen. der auch die mathematischen Begriffe und Wahrheiten lediglich als den Ausdruck konkreter physischer Tatbestände zu deuten. in allen Stücken ähnlich. diesen Gegensatz zu verwischen: denn an diesem Punkt entscheidet sich die Frage nach ihrem Wert und ihrer inneren Einheit. zu deren Gunsten er unternommen wird. die wir von den räumlichen und zahlenmäßigen Verhältnissen bewahren. jede Bedeutung und Gültigkeit verlieren. ihr ursprünglich eignete. immer wieder versucht hat. die Eigenschaft der Viereckigkeit verliert. daß 1 + 1 = 2 ist. das der Geometer entwahren. Die Lehre von der Abstraktion verliert hier entweder ihre universelle logischen die Gültigkeit oder den spezifischen. Charakter. Hier wird vorerst auf die Genauigkeit und Treue der Phantasiebilder hingewiesen. den Wert und die eigentümliche Bedeutsamkeit zu begründen. Impression" mit dem Aufhören der anderen unlöslich So scheinen kraft dieser Erklärungsweise verbunden ist. Der Satz. in welchem es die Eigenschaft der Rundheit annimmt. Aber diese Auffassung versagt. das Bild. so daß der Beginn der einen . bis in ihre moderne Gestaltung hinein. wie uns eine vielfältige Erfahrung gezeigt hat.. in der durch die Verbindung zweier Dinge jedesmal von selbst ein drittes entstünde. Aber dieser Versuch selbst führt alsbald zu einer Umbildung und Selbstzersetzung der Theorie.rstellungsb i 1 d e r n aufgelöst.

Cap. uns immer nur Linien von bestimmter Breite zeigt*.i daß wir. Auf der einen Seite wird aller Nachdruck auf die Ähnlichkeit zwischen den mathematischen Ideen und den ursprünglichen Impressionen gelegt. daß eine derartige Ähnlichkeit zum mindesten für diejenigen Gebilde. die mit den Definitionen der Geometrie genau übereinstimmen es gibt keinen Punkt ohne Größe. begreifen" wir niemals eine Linie ohne Breite. Man sieht sogleich. Substanzbegriff 17 . 2 Cassirer. sondern nur mit Beziehungen zwischen hypothetischen Gebilden zu tun haben. wird jetzt darauf zurückgeführt. auch hier . Buch II. Buch III. wie diese Doppelerklärung sich selbst aufhebt. Aber diese Erklärung wird alsbald von einer anderen gekreuzt.. um zu neuen So erscheint es begreiflich. entspricht in seinen Einzelheiten vollständig dem nach welchem es entworfen ist. wenn nicht durch die des Universums ausgeschlossen. 5 und „Begriffe" definiert und ausgezeichnet of Logic. Nicht minder aber als die physische ist auch die psychische Existenz den Gegenständen der geometrischen Definitionen versagt. sondern immer nur die der kleinsten sinnlichen Ausdehnung. auf der anderen aber zeigt sich sogleich. keinen Kreis. dessen Radien sämtlich gleich sind.. da doch jedes geistige Bild. geometrischen oder arithmetischen Wahrheiten zu gelangen. 7 th edit. selbst * Vgl. Die eigenartige „deduktive" Gewißheit. die wir den mathematischen Sätzen zuschreiben. die in der allein mathematischen Wissenschaft als . Cap. Es gibt keine realen Dinge. das wir entwerfen können. daß wir es in diesen Sätzen niemals mit Aussagen über konkrete Tatsachen. M i 1 1 A System London 1868. keine vollkommen gerade Linie. Und nicht nur die aktuelle Wirklichkeit.wirft. 24. nicht jedesmal erneuerter Wahrnehmungen physischer Objekte bedürfen: das Gedächtnisbild vermag dank seiner Schärfe und Klarheit den sinnlichen Gegenstand selbst zu ersetzen. Denn auch in unserem Geiste findet sich niemals die Vorstellung eines mathematischen Punktes. : selbst die Möglichkeit derartiger Inhalte muß vom Standpunkt unserer Erfahrung aus bestritten werden: sie ist zum mindesten durch die physische Beschaffenheit unseres Planeten.. sondern ursprünglichen Eindruck.

an Stelle der. Und dieses Ergebnis bestätigt sich auch dann. aber sie fügt ihnen kein neues Datum hinzu. // 18 . sinnlichen Mannigfaltigkeit eine andere setzen. Aber selbst. Verfolgt man die Art und den Weg dieser Umbildung. die Welt der sinnlichen Dinge und Vorstellungen nicht sowohl wiedergegeben. zuletzt in sich das gleiche Problem. wenn man von der Form der exakten Begriffe zunächst absieht. wie Mills eigene Entwicklungen lehren. Denn auch sie weisen in ihrem Ursprung wie sich im einzelnen verfolgen läßt den gleichen Prozeß der der konkret sinnlichen Wirklichkeit auf. so hebt sich ein gegliedertes System streng unterschiedener gedanklicher heraus. so heben sich hierbei bestimmte Formen der Beziehung. indem die „Ähnlichkeiten" der Dinge allmählich das Übergewicht über ihre Verschiedenheit erlangen Funktionen i Umformung — — — Gattungen * Näheres s. bes. Cap. nicht besteht und nicht bestehen kann. die bestimmten theoretischen Bedingungen entspricht*. IV. sondern setzt in ihm nur bestimmte Grenzlinien und Einteilungen. In den Definitionen der reinen Mathematik aber ist. Diese Gebilde können nicht durch bloße Aussonderung aus den Tatsachen der Natur und der Vorstellung gewonnen sein.werden. weil sie in der Gesamtheit dieser Tatsachen kein konkretes Gegenbild beDie „Abstraktion". Abstraktion" nicht bezeichnet. sie sitzen. auf das die traditionelle logische Auffassung sich vornehmlich beruft und stützt. verändert in der Tat den Bestand des Bewußtseins und der gegenständlichen Wirklichkeit nicht. geschweige begründet werden. wie sie bisher verstanden wurde. als vielmehr umgestaltet und durch eine andersartige Ordnung ersetzt.. so birgt doch das naive Weltbild selbst. die durch das einförmige Schema der . 1 scheidet die Bestandteile des Sinneseindrucks. den die traditionelle Lehre nicht zu rechtfertigen vermag. auch sie wollen nicht lediglich Abbilder des Wahrnehmungssondern bestandes schaffen. wenn man sich von den rein mathematischen Begriffen zu denen der theoretischen Physik hinüberwendet. Die Begriffe der mannigfachen Arten und sollen uns entstehen.

einem neuen Eindruck tatsächlich gleichartig sind. sondern gemäß einer erzeugenden Grundrelation von einem 2* 19 . daß alle Begriffsbildung an eine bestimmte der Form Reihen- bild u n der gebunden ist.. ohne das Durchlaufen der verschiedenen Momente könnte das Bewußtsein ihrer generischen Zusammengehörigkeit und somit der abstrakte Gegenstand nicht entstehen. so lange gleichgültig. um den es sich hier handelt. besitzt in den verglichenen Inhalten selbst kein unmittelbares sinnliches Korrelat. — indem Geiste einprägen. als beide Elemente nicht als ähnlich erkannt sind. die von einem früheren Wahrnehmungsbild in uns zurückgeblieben sind. die die beiden zeitlich getrennten Zustände miteinander verknüpft und in eins setzt. nach dem er erfolgt. Dem Denken sie allein. Diese Synthese. wird eine eigentümliche Funktion zugestanden. einen gegenwärtigen Inhalt auf einen vergangenen zu beziehen und beide in irgendeiner Hinsicht als identisch zu erfassen. Dinge aber vermag offenbar nur dann fruchtbar und wirksam zu werden. Dieser Übergang von Glied zu Glied aber setzt offenbar ein Prinzip voraus. Wir nennen ein Mannigfaltiges Anschauung begrifflich gefaßt und geordnet. die zwischen jedem Glied und dem nächstfolgenden besteht. kann vielmehr der gleiche sinnliche Stoff in sehr verAuch die schiedene begriffliche Formen gefaßt werden. unbewußten" Spuren.dank ihres häufigen Auftretens. Somit zeigt es sich auch von dieser Seite. Daß die . Psychologie der Abstraktion muß zunächst die Forderung stellen. in der sie sich vollzieht. wenn sie als solche erfaßt und beurteilt wird. da sie von Fall zu Fall wechseln. bleibt für den Prozeß. festgestellt wird. und durch das die Art der Abhängigkeit. sich dem v während die individuellen Unterschiede. daß die Wahrnehmungen sich für die logische Betrachtung in „Ähnlichkeitsreihen" ordnen lassen. Je nach der verschiedenen Art und Richtung. Ohne einen derartigen Prozeß der Aufreihung.« Damit aber ist zunächst als Grundlage aller „Abstraktion" ein Akt der Identifikation anerkannt. g wenn seine Glieder nicht beziehungslos nebeneinanderstehen. die gleiche Festigkeit und Die Ähnlichkeit der Dauer nicht zu gewinnen vermögen.

Entscheidend ist in jedem Falle lediglich die Notwendigkeits-Relation. die damit geschaffen wird. die die logische Charakteristik des Begriffs nicht berührt. nach den verschiedensten Gesichtspunkten abgestuft sein kann: sofern nur der leitende Gesichtspunkt selbst in seiner qualitativen Eigenart. ohne daß damit das entscheidende Moment der eindeutigen Ableijedes Moments aus dem vorhergehenden aufgehoben Gegenstand. Reihen setzen. Die „Vergleichung" der In/ 20 . in denen zwischen jedem Glied und dem darauf folgenden obwaltet. die bei aller Veränderlichkeit der Einzelinhalte festgehalten wird. Ob aus der Festhaltung dieser Identität der Beziehung dagegen zuletzt ein abstrakter ein allgemeines sich entwickelt. im Aufbau der Reihe So können wir etwa neben unverändert festgehalten ist. die die spezifische Form des Begriffs ausmacht. die sich unter besonderen Umständen nebenher einstellen mag. die aber in die Definition nicht als wirksamer Bestandteil eingeht. ein bestimmter Grad des Unterschiedes so können wir die Glieder nach Gleichheit oder Ungleichheit. ist lediglich eine psychologische Nebenfrage. So führt die Analyse der Abstraktionstheorie selbst auf ein tieferes Problem zurück. in dem die ähnlichen Züge vereint sind.. daß der Mangel der Abstraktionstheorie in der Einseitigkeit Ähnlichkeit besteht. um begrifflich erfaßt und geordnet zu heißen. Man eigentliche erkennt in diesem Zusammenhange. Ähnlichkeitsreihen. Vorstellungsbild tung wäre. ist es. in deren einzelnen Inhalten ein gemeinsamer Bestandteil gleichförmig wiederkehrt. In Wahrheit wird sich zeigen. Die Entstehung eines derartigen Gemeinbildes kann durch die Art der erzeugenden Relation ausgeschlossen sein. und für die der Begriff nur der Ausdruck und die Hülle ist. nach räumlichen und zeitlichen Beziehungen oder nach ihrer kausalen Abhängigkeit geordnet denken.bestimmten Anfangsglied aus gehen. daß eine Reihe von Inhalten. in Die Identität dieser notwendiger Folge hervorerzeugenden Relation. nach Zahl und Größe. nicht die Gattungs Vorstellung. mit der sie aus der Fülle der möglichen Prinzipien wechselseitiger logischer Zuordnung lediglich das Prinzip der herausgreift.

Die Verknüpfung der Glieder wird in jedem Falle durch irgendein allgemeines Gesetz der geschaffen. die der logischen Theorie gegenüber einem bestimmten Begriff zukommt. die hier unter einem bloßen goriale Sammelnamen vereinigt sind. . kraft dessen eine durchgängige Regel der Abfolge festgestellt wird. Und doch lehrt schon die einfache psychologische Besinnung. daß Ähnlichkeit oder Unähnlichkeit nicht als ein eigenes der Sinnesempfindung neben Farbe und Ton. . die als ein und dieselbe festgehalten wird. b).und Tast- Element empfindungen erscheinen. Eigenschaft" nur ein sehr spezielles Beispiel der logisch-möglichen Zusammenhänge überhaupt. mit Teilen eben dieses Wahrnehmungsinhalts selbst verwechselt.. Gleichheit" zwischen irgendwelchen Inhalten nicht selbst wiederum als ein neuer Inhalt gegeben ist. . a 7 In das gemeinsame Element a herauszulösen. aus einer Reihe von Wahrnehmungen a «. Und die eigentliche Aufgabe. sondern es ist die Regel des Fortschritts. Was den Elementen der Reihe a. indem sie die kategorialen Formen. Druck. F(b. diese Funktionen in ihrer Eigen- tümlichkeit darzulegen und ihre formalen Grundmomente zu entwickeln. Die Abstraktionstheorie verdunkelt diese Aufgabe. besteht eben darin. . c. ihren Zusammenhalt verleiht. ist zunächst nur ein vager vieldeutiger Ausdruck. halte. c) . b. Die Funktion F(a. Das gewöhnliche Schema der Begriffsbildung bedarf daher auch in seiner äußeren Gestalt einer eingreifenden Umformung: denn in ihm sind die dinglichen Eigenschaften und die reinen Momente der Beziehung unterschiedslos miteinander verquickt und auf ein und dieselbe Stufe gestellt. sich darstellt.. gleichviel an welchen Gliedern sie . Wahrheit aber ist der Zusammenhang der Glieder einer Reihe durch den Besitz einer gemeinsamen . die die Art 21 . auf welchen alle Bestimmtheit des Wahrnehmungsinhalts beruht.von der hier die Rede ist. und Funktionen. Zuordnung . daß die . ist nicht selbst ein neues Element. das mit ihnen sachlich verschmolzen wäre. . als beschränke sich die Aufgabe des Denkens darauf. aß. . so kann es freilich scheinen. » Ist dies einmal geschehen. der die Schwierigkeit der Frage In Wahrheit sind es sehr verschiedene k a t e verdeckt.

der Abhängigkeit zwischen den aufeinanderfolgenden Gliedern festsetzt. Die Einheit des Begriffsinhalts kann somit aus den besonderen Elementen des Umfangs nur in der Weise . durch die sie in Beziehung stehen. der über sich selbst hinausweist. sondern vorweggenommen: denn indem wir einer Mannigfaltigkeit eine Ordnung und einen Zusammenhang ihrer Elemente zusprechen. Es ist einerseits die Kategorie des und seiner Teile. sondern sie bereits stillschweigend in der Form einer geordneten Mannigfaltigkeit denkt. des Dinges und seiner Eigenschaften bezeichnen.. abstrahiert" werden. wenn nicht in seiner fertigen Gestalt. Der . Begriff" aber ist damit nicht abgeleitet. muß es auch sogleich deutlich werden. daß wir diese Regel aus ihnen. daß wir hier bei einem bloßen Anfang stehen. haben wir ihn. die ihr gemäß entsteht und sich entwickelt. stehen • 22 . daß wir uns a n ihnen der spezifischen Regel. Daß Objekte als Zusammenfassungen einzelner Merkmale gegeben sind und daß die Gesamtgruppen derartiger Ganzen Merkmale sich in Teile und Unterteile gliedern. so doch in seiner grundlegenden Funktion bereits voraus- unverbundene gesetzt. daß sie die Inhalte. Die kategorialen Akte. die ver- schiedenen von ihnen gemeinsam sein können: das bildet hier die selbstverständliche Grundannahme. selbst nicht als Besonderheiten voraussetzt. an denen diese logische Vorwegnahme unmittelbar deutlich wird.. ist augenscheinlich nicht selbst als Glied der Reihe aufzeigbar. bewußt werden nicht aber derart. die wir durch den Begriff des Ganzen und des Teils. Zwei verschiedene Richtungen der Betrachtung sind es vor allem. durch bloße Summierung oder Fortlassung von Teilen zusammensetzen. anderseits die Kategorie des Dinges und seiner Eigenschaften. ist somit lediglich der Umstand. In Wahrheit aber ist damit das „Gegebene" nicht lediglich beschrieben. sondern gemäß einem bestimmten begrifflichen Gegensatz beurteilt und geformt. » Was der : Theorie der Abstraktion Halt verleiht. die in der gewöhnlichen Lehre von der Entstehung der Gattungsbegriffe zur Anwendung kommen. Sobald dies aber erkannt ist. aus welchen der Begriff sich entwickeln soll.

Wir können versuchen. würden sie uns den entschwundenen Inhalt des Bewußtseins in seiner ganzen konkreten Lebendigkeit zurückrufen. daß das Denken. wirklich zu erfassen. einen Überblick über das Ganze möglicher Weisen der Verknüpfung zu gewinnen. indem es von den niederen Begriffen zu höheren und umfassenderen aufsteigt. unter dem eingeschränkten Gesichtspunkt stimmter Beziehungen. seine Unfähigkeit. daß wir von ihnen absehen und sie als gleichgültig aus dem Kreise der Betrachtung ausscheiden. nachdem wir uns. die in der naiven Weltansicht bevorzugt sind. so zeigt sich das paradoxe Ergebnis. die individuellen Unterschiede der Fälle. An diesem Punkt enthüllt sich zugleich eine neue und allgemeinere Schwierigkeit. Erst die Unsicherheit der Re- Dingen Negationen 23 . die hier bedroht. an denen wir zunächst festhielten. Der wesentliche Akt. von hier aus seine Einzelheiten zu bestimmen. die uns von vergangenen Wahrnehmungen zurückgeblieben sind. so könnte es niemals dahin kommen. fallen lassen. das sie indessen keineswegs vollständig aus- messen und erschöpfen. nicht möglich ist es bedagegen. soll darin bestehen. die die traditionelle logische Lehre Wenn wir lediglich der Vorschrift folgen. in einer allgemeinen logischen Theorie der Relationen. ist es. der hierbei vorausgesetzt wird. Die glückliche Gabe des Vergessens. indessen Grundbegriffen daher auch nicht irgendwelche Gemeinsamkeiten der Dinge festgehalten sein können. die tatsächlich immer vorhanden sind. Die Kategorie des Dinges erweist sich hierzu schon dadurch als untauglich. für den Aufstieg vom Besonderen zum Allgemeinen gegeben wird. sondern gehören einem System logischer Kategorien an. daß wir gewisse Bestimmtheiten. daß die Erinnerungsvorstellung mit einem neu auftretenden Eindruck als völlig gleichartig aufgefaßt würde und so mit ihm zu einer Einheit verschmelzen könnte. die unserm Geist eignet. in welchem und deren Beschaffenheiten prinzipiell abvon gesehen wird.nicht isoliert. daß wir in der reinen Mathematik ein Wissensgebiet besitzen. einen Gesamtplan dieses Systems verschafft haben. völlig scharf bestimmt. die ihn zur Begriffsbildung befähigt. Wären alle Erinnerungsbilder. sich hierbei in bloßen bewegt.

In dem methodischen Kampf um die Grenzen der Mathematik und Ontologie. ist denn auch dieses Verhältnis gelegentlich zu besonders prägnantem und glücklichem Ausdrück gelangt. durch die Betrachtung mathematische . daß alle logische Arbeit. die niemals das Ganze des früheren Eindrucks. f. B. so gelangt man demnach zu dem seltsamen Ergebnis.Produktion. die spezielleren Fälle nicht nur alle zu haben. S. S. Sigw^art. sie uns mehr und mehr zu entfremden. die wir an die gegebene Anschauung wenden. sondern sie aus der allgemeinen Formel herleiten zu können. in welchem alle eigentümlichen Züge des besonderen Falles ausgelöscht wären.. In seiner Kritik der Logik der Wolffischen Schule bezeichnet es L a b e r t als den entscheidenden Vorzug der mathematischen . Diese Möglichkeit der Hecleitimg ~äber ist bei den logischen Schulbegriffen nicht ersichtlich: denn da diese. Aufl. so hat dies lediglich den Sinn und die Tendenz. an Stelle der individuellen Anschauung ein verallgemeinerndes Gesamtbild. Ma Man i e r . daß in ihnen die der speziellen Fälle. Wenn der Mathematiker seine Formeln allgemeiner macht. Logik. 24 . Allgemeinbegriffe". Tübingen 1908. m Bestimmtheit * H. 50 Psychologie des emotionalen Denkens. Gegen eine derartige Konsequenz aber schützt wiederum derjenigen Wissenschaft. sondern nur seine verschwimmenden Umrisse festhält. So beginnt alle Begriffsbildung damit. ermöglicht diese Zusammenfassung an und für sich ungleichartiger Elemente. gemäß der gewöhnlichen Vorschrift. Statt zu einer tieferen Erfassung ihres Gehalts und ihrer Struktur würden wir nur zu einem oberflächlichen Schema gelangen. in welcher die Schärfe und Klarheit der Begriffsbildung ihre höchste Stufe erreicht. sondern in aller Strenge aufrecht erhalten wird.. an Stelle der wirklichen Wahrnehmung ihre verstümmelten und verblaßten Reste zu setzen*. 2. Jahrhunderts geführt wurde. für die sie angewendet werden sollen. nur dazu dient. nicht aufgehoben. hierzu z. In der Tat scheidet sich an diesem Punkt aufs deutlichste der Begriff vom o n t o logischen Begriff. vgl. Hält man an dfeser Auffassung fest. sowie 168 ff.. der in der Philosophie des 18.

indem wir einen bestimmten Parameter. der in ihr auftritt. der vermag aus ihm alle mathematischen Verhältnisse. § 193 ff. II. 25 . Lambert. Schrift über das Erkenntnisproblem in der Philosophie und Wissenschaft der neueren Zeit. die Bestimmung des Spezialen aus dem Allgemeinen dagegen desto schwerer: denn beim Abstrahieren hat er alle Sondermerkmale derart fortgelassen. sondern als völlig bestimmte Stufen im allgemeinen Prozeß der Veränderung fixiert und festgehalten. daß er sie nicht mehr wiederzufinden und noch weniger die Abwechslungen. ist eine universelle Regel für die Verknüpfung des Besonderen selbst. Der allgemeine Begriff erweist sich hier zugleich als der inhaltsreichere. So können wir von einer allgemeinen mathematischen Formel etwa von der Formel der Kurven zweiter Ordnung zu den speziellen geometrischen Gebilden des Kreises. Riga 1771. Bd. also in seiner tieferen systematischen Bedeutung erfaßt. Anlage zur Architektonik oder Theorie des Einfachen \ind des Ersten in der philosophischen und mathematischen Erkenntnis.Weglassen des Besonderen entstanden sein sollen. 422 f. gegenüber-v Der echte Begriff läßt die Eigentümlichkeiten und Besonderheiten der Inhalte. während er anderseits dieses Problem nicht isoliert. m. sondern er sucht das Auftreten und den Zusammenhang eben dieser Besonderheiten als zu erweisen. nicht achtlos beiseite. So wird dem . S. Was er gibt.P hilosophen" das Abstrahieren freilich sehr leicht. gelangen. wer ihn besitzt. die an dem besonderen Wortzeichen notwendig — — Problem auftreten.. sondern in kontinuierlicher Verknüpfung mit anderen. Vgl. Das Ideal des wissenschaftlichen Begriffs tritt hier der schematischen Gattungsvorstellung. die er unter sich faßt. der Ellipse usw. als veränderlich betrachten und ihn eine stetige Reihe von Größenwerten durchlaufen lassen. die ihren Ausdruck im bloßen sprachlichen findet. abzuleiten. * S. genau abzuzählen vermag*. Die Einzelfälle sind nicht von der Betrachtung ausgeschieden. deren sie fähig sind. Diese schlichte Bemerkung enthält in der Tat den Keim zu einer tiefen und folgenreichen Unterscheidung. so wurde die Wiederherstellung der besonderen Momente und Gesichtspunkte den Gehalt des Begriffs selbst aufzuheben scheinen.

weil sie das allen gesuchten Zahlen gemeinsame Bildungs- — — — — — gesetz darstellen. 2.Wiederum die zeigt es sich hier von einer neuen Seite. Das- 26 . sofern sie. zwei ganze Zahlen zu finden. sondern die Allgemeingültigkeit eines Reihenprinzips das charakteristische Moment des Begriffs bildet. diesem Sachverhalt Rechnung zu tragen. sie sind zugleich konkret. aus diesen Formen die gesuchten Zahlen selbst als Arten derselben folgen. die Algebra die Aufgabe. Neuere Darstellungen der formalen Logik haben versucht. der das Besondere aller Arten in sich aufnimmt und es nach einer Regel entwickelt. sondern wir schaffen für ihre Glieder eine eindeutige Beziehung. da auf diese Weise erst das gesamte axiomatische Gefüge dieses unseres Raumes sich in voller Deutlichkeit heraushebt. Denn sie sind allgemein. daß nicht „Allgemeinheit" eines Vorstellungsbildes. alle Artunterschiede fallen läßt. 3 haben kann. indem sie im Anschluß an eine bekannte Unterscheidung Hegels der abstrakten Allgemeinheit des Begriffs die konkrete Allgemeinheit der mathematischen Formel gegenüberstellen. konkrete Allgemeinheit dagegen dein Gesamtbegriff. und woraus von selbst für die erste die Form 22 6z folgt. die uns vorliegt. höheren" Raumformen emporsteigen. „Wenn z. deren Summe gleich 25. daß sie die zweite durch die Form 6z-(-3 ausdrückt. an und für sich gedacht. dadurch löst.^ Abstrakte Allgemeinheit kommt der Gattung zu. so sind dies Formen von konkreter Allgemeinheit. Wir heben aus der Mannigfaltigkeit. weil. r So gelangt um nur ein einzelnes bezeichnendes Beispiel zu gebrauchen die Anschauung unseres Euklideischen dreidimensionalen Raumes nur zu um so schärferer Auffassung. indem wir in der modernen Geometrie zu . B. indem wir sie durch ein durchgreifendes Gesetz verbunden denken.. wenn man z successiv die bezeichneten vier Werte gibt. je fester dieser Zusammenhang nach Gesetzen sich knüpft. und von denen die eine durch 2. nicht irgendwelche abstrakten Teile heraus. 1. die andere durch 3 teilbar sei. wo z nur die Werte 0. Und je weiter wir hierin fortschreiten. um so deutlicher tritt auch die eindeutige Bestimmtheit des Besonderen selbst zutage.

das vermöge der successiven Werte. für die es für die Logik ein völlig gilt. Wenn wir aus der Zusammenfassung von Funktionsbegriffe derAbstraktion — — Drobisch. ein allgemeines Gesetz dar. die. bei dem Fortgang zum Allgemeinbegriff die besonderen Merkmale ohne Ersatz wegzulassen. Neue Darstellung der Logik. Der Logik des Gattungsbegriffs.selbe gilt überhaupt von jeder mathematischen Funktion Denn jede Funktion stellt einer oder mehrerer Variablen. unter dem Gesichtspunkt und der Herrschaft des Substanzbegriffs steht. Vielmehr greift hier das Problem sogleich auf das Gebiet der über: (denn der Funktionsbegriff enthält in sich zugleich das allgemeine Schema und das Vorbild. unter sich begfeift*". läßt sich schließlich die Bedeutung des Problems in einer charakteristischen Wendung aufweisen. nach welchem der moderne Naturbegriff in seiner fortschreitenden geschichtlichen Ent- Naturerkenntnis wicklung sich gestaltet hat. Die wirkliche Praxis des Denkens geht wie er ausführt in der Bildung der Begriffe keineswegs den Gang. welche die Variable annehmen kann. die Fragestellung über die traditionellen Gesichtspunkte hinauszutreiben. tritt jetzt die Logik des mathematischenFunk- tionsbegriffs Form gegenüber. den diese Lehre ihr vorschreibt: denn sie begnügt sich niemals damit. den Aufbau der innerhalb der Wissenschaft selbst zu verfolgen und damit die veränderte Auffassung des Begriffs an konkreten Beispielen zu bewähren. Eine Andeutung dieses Motivs findet sich zunächst in den skeptischen Bemerkungen. 27 . — Ehe wir indessen daran gehen. zugleich alle einzelnen Fälle. die die Theorie selbst in neuerer Zeit genommen hat. Das Anwendungsgebiet dieser der Logik aber kann nicht im Gebiet der Mathematik allein gesucht werden. das in konsequenter Durchbildung und Ausführung dazu führen muß. die L t z e der gewöhnlichen Lehre von der Abstraktion entgegengehalten hat. so eröffnet sich damit zugleich neues Gebiet der Untersuchung. wie wir sahen. Wird dies aber einmal anerkannt.* Überall zeigt sich hier ein neues Motiv. 22. S.

Pi P2> ^1 ^2' kann also die Regel bilden. deren Einzelarten p^ p^ un d qi qa sind. angeben läßt. sondern immer müssen an Stelle der weggelassenen besonderen Bestimmungen die allgemeinen Merkmale P und Q eingesetzt werden. so führt sie ersichtlich auf die Forderung. Denn zur Charakteristik des Metalls reicht offenbar nicht die Vorstellung aus. in irgendeinem Grade jedenfalls hart.. 28 . keinen zu den konkreten Sonderfällen zu finden vermöchte *. der usw. 40 f. auf Grund psychologischer Erwägungen. das bei der Begriffsbildung fortfällt. zwar nicht die Farbe des Goldes. diese oder jene Härte und Dichtigkeit besitze. die allen Tierarten gemeinsam wäre. an Stelle des einzelnen Merkmals. das am Beispiel der fallen ließen. Kupfer. nähert. S. wenn wir aller dieser Einzelbestimmungen einfach die von ihm verneinen wollten. der uns auf diese Weise entsteht. Aufl. so können wir dem abstrakten Gegenstand. wenn wir in ihm jede Erinnerung an die Momente der Fortpflanzung. das der Begriff alsdann bedeutete. dem jenes * Lotze. so daß unser Denken von dem logischen Nichts. daß es weder besondere besonderen Gesamtheit rot noch gelb sei. Das bloß negative Verfahren dagegen würde zuletzt zur Vernichtung aller Bestimmtheit überhaupt führen. Nicht die einfache der Merkmale die in den verschiedenen Arten verschieden sind. der Selbstbewegung und Respiration deshalb einer weil sich keine Form der Fortpflanzung. zu Ende. nicht den Glanz des Silbers. Silber. Blei den Begriff des Metalls bilden. Logik. dicht und glänzend sei. Denkt man die Vorschrift. 2. die hier mathematischen gegeben wird. Atmung Weglassung Rückweg » Lambert hatte. wie L o t z e sich hier dem Problem. daß es in irgend- Weise jedenfalls gefärbt. Begriffe scharf und bestimmt formuliert von einer neuen Seite her. Und analog würden wir den allgemeinen Begriff des Tieres nicht erhalten. sondern es muß der positive Gedanke hinzutreten. den Inbegriff ins Auge zu fassen. Leipzig 1880.Gold. nicht minder unzulässig aber wäre es. Man sieht. weder dieses noch jenes spezifische Gewicht. noch etwa das Gewicht des Kupfers oder die Dichtigkeit des Bleis zusprechen.

B. Auf diese Weise fassen wir das Gesamtsystem in einem Ausdruck a x y . die uns eine Gesamtreihe möglicher Bestimmungen mit einem Blick überschauen lassen. In Wahrheit wird. • - m 29 . Solange man alle Bestimmtheit in konstanten Merkmalen.Merkmal als vereinzelte Bestimmung angehört. Dieser Inbegriff aber wird uns dargestellt.. a ag ß2» a a^hnicht unmittelbar zu ihrem gemeinsamen Bestandteil a über. Wir können von der besonderen Färbung absehen. So zeigt sich hier. wenn E r d a n n . diese Umsetzung in eine neue Form des logischen „Seins" bildet die eigentlich positive Leistung der Abstraktion. repräsentieren. wenn wir nur die Gesamtreihe der Farben überhaupt als Grundschema festhalten. zusammen. die uns die ganze Gruppe möglicher Werte. der durch stetige Abwandlung in die konkrete Allheit der Reihenglieder übergeführt werden kann und uns daher den Aufbau und die logische Gliederung des Inbegriffs vollgültig darstellt. Bezeichnend hierfür ist es z. die ihrer Grundtendenz nach an der traditionellen Lehre von der Abstraktion festhalten.. in bezug auf welches wir den Begriff. bestimmt denken. in anderer Form und unter einer anderen logischen Kategorie festgehalten. so lange scheint freilich jede begriffliche Verallgemeinerung zugleich eine Verkümmerung des begrifflichen Inhalts zu bedeuten. sondern denken uns das Ganze der Einzelglieder « durch einen veränderlichen Ausdruck x.. was auf diese Weise vernichtet zu werden scheint. indem wir an Stelle konstanter Einzelmerkmale variable Termini einsetzen. Diese Wendung des Gedankens läßt sich selbst in solchen Darstellungen der Logik verfolgen. Wir gehen von einer Reihe a ai ßi. Aber je mehr der Begriff gleichsam von allem dinglichen Sein entleert wird.. in Dingen und ihren Eigenschaften erschöpft glaubt. das Ganze der Glieder ß durch einen veränderlichen Ausdruck y gegeben. um so mehr tritt auf der andern Seite seine eigentümliche funktionale Leistung hervor. die die verschiedenartigen Merkmale annehmen können. den wir bilden. Diese Verwandlung. daß der Fortfall der Sonderbestimmungen nur scheinbar ein rein negativer Prozeß ist. Die festen Eigenschaften werden durch allgemeine Regeln ersetzt.

eine neue Nuance der Reihe bunter Farben. die wir als . daß wir scliließlich.Theorie des Begriffs bereits Betrachtung der mathematizur Einführung eines neuen terminologischen Festsetzung gedrängt sieht. die uns lehrt. Gegenstände erster Ordnung" bezeichnen können. wo wir irgendwelche Gegenstände unseres Denkens zu einem Gegenstand zusammenfassen. auch falls er nie wieder zu unserer Wahrnehmung gelangen sollte"*. 30 . treten jetzt . Form B.. selbständig herausgehoben wird. auf die vielfältige Wiederholung des „gleichen" Inhalts in keiner Weise mehr angewiesen sind. aber diese Gleichförmigkeit des Gegebenseins ist. bestimmt ist. so doch nicht die einzige Bedingung. Im Fortschritt des Denkens wird vielmehr das Bewußtsein der Gleichförmigkeit durch das Bewußtsein der gehörigkeit ergänzt und berichtigt: und so weit geht diese Ergänzung. Die erste Phase jeder Begriffsbildung so wird jetzt gelehrt besteht freilich darin. eine neue chemische Verbindung der Reihe bekannter Verbindungen von ähnlicher Konstitution: da genügt die einmalige Bildung. Gegenstände zweiter Ordnung" gegenüber. S. daß irgendein Allgemeines vermöge der Gleichförmigkeit. „Wo immer im entwickelten Vorstellen ein zusammengesetzter Gegenstand sich in unserer Wahrnehmung einfindet. Erdmann. wenngleich die ursprüngliche. die Gegenstände unseres Vorstellens gegeneinander zu begrenzen. deren logische Eigenart lediglich durch die derZuaus der sie hervorgehen.. Logik. Aufl.. bei der schen Mannigfaltigkeiten sich Gesichtspunkts und einer neuen nachdem — — — Zusammen- sammenfassung. mit der sein Inhalt in dem wechselnden Besonderen wiederkehrt. 2. dessen gesamter Gehalt sich in den Beziehungen ausdrückt. um irgendeine begriffliche Fixierung zu treffen. die durch den Akt der Vereinigung zwischen den seine psychologische abgeschlossen vorliegt. der sich als wohlbegrenztes Glied in eine Vorstellungsreihe einordnet. 158 f. /Den Gegenständen der Sinneswahrnehmung. Überall dort. haben wir damit einen neuen „Gegenstand zweiter Ordnung" geschaffen. um ihn in dieser seiner Bestimmtheit als Glied der Reihe festzuhalten.

die in der Wahrnehmung bereits gegeben sind. Durch diese Betrachtungsweise aber. daß die „Abstraktion" richtungsund steuerlos bliebe. Ein solcher Aufmerk- 31 . durch die Probleme der modernen Mengenlehre hingeführt wird. wie er selbst hervorhebt.. wie sehr man sie auch gehäuft und kompliziert denken mag.. Denn das sinnliche Erlebnis betrifft ausschließlich einen bestimmten Einzelgegenstand oder eine Mehrheit solcher Einzelgegenstände: alle Summierung von Sonderfällen aber schafft niemals die spezifische Einheit. je tiefer das rein logische Wesen der Relations. daß bloß sinnliche Erlebnisse. nicht von Anfang an durch eine bestimmte Relation verknüpft und kraft ihrer geordnet dächte. für diese Leistung niemals zureichen können.und Mannigfaltigkeitsbegriffe sich erschließt. Allgemein tritt jetzt. zu der Erdmann. sondern besitzen sie eine eigene Struktur und . wenn sie die Elemente. Wahrnehmungsinhalten welcher Art diese Wesenheit uns zum Bewußtsein kommt und durch welche Akte sie erfaßt wird. mit den individuellen nicht schlechthin zusammen. ist das bisherige Schema der Begriffsbildung bereits durchbrochen: denn an Stelle der Gemeinsamkeit von Merkmalen ist es jetzt der . Denn die Aufmerksamkeit trennt oder verbindet nur Bestandteile. in Gegenstände. Verflechtungszusammenhang" von Elementen. gegenüber einer tieferen Phänomenologie der reinen Denkvorgänge. sie kann dagegen diesen Bestandteilen keinen neuen Sinn geben und ihnen keine neue logische Funktion verleihen. Wesenheit". Die Lehre von der samkeit als dem eigentlichen schöpferischen Vermögen der Begriffsbildung verliert demnach. der über ihre Vereinigung zu einem Begriff entscheidet. Es ist klar. so muß notwendig die Frage entstehen. Fallen die von denen die reine Logik handelt. erweist sich bei näherer Analyse in der Tat als das eigentliche logische Prius: denn wir sahen bereits. die im Begriff gemeint ist. aus denen sie den Begriff herausliest. Und dieses Kriterium. zugleich mehr und mehr das Bedürfnis einer neuen psycho- — -* logischen Fundierung hervor. jeglichen Halt. das hier nur nachträglich und als sekundäres Moment eingeführt wird.Einzelelementen hergestellt werden.

Es ist etwas anderes. was der Inhalt seinem materialen sinnlichen Gehalt'nach ist. oder ob mein Bewußtsein auf eine konkrete Ding. nicht wiederzugeben. gegenüber der herkömmlichen sensualistischen Lehre. die sich notwendig Ganze von Beziehungen. ob ich etwa aus dem Wahrnehmungskomplex eines Hauses seine bestimmte rote Färbung heraushebe. indem sie ihm verschiedene gegenständliche „Intentionen" aufprägen. etwas anderes.oder Vorstellungsgruppe von vier Elementen gerichtet ist. Die logische Bestimmtheit der „Vier" ist durch ihre Einreihung in ein ideelles und somit zeitlos gültiges ihre Stelle im mathematisch gegeben. So drängt die Psychologie des Denkens hier zur Setzung eines neuen Moments.und Vorstellungsinhalte erst zu Begriffen im logischen Sinn umschafft. auch vom Standpunkt der rein deskriptiven Analyse der Bewußtseinsvorgänge. lich und diese seine Bedeutung erwächst ihm aus den wechselnden logischen „Aktcharakteren". die sich an ihn heften können. selbstständigen Denkakte. es sind eigene Weisen des Bewußtseins. Neken dasjenige. daß die „Abstraktion" es ist.Wandel der Funktion aber ist es. Diese Aktcharaktere. der Wahrnehmungs. sondern sie bezeichnet loses den einsichtigen Vollzug der verschiedenartigsten. sind auch psychologisch ein völlig ursprüngliches Moment. was er im Zusammenhang der Erkenntnis immer auf * bedeutet. etwas völlig anderes: denn jetzt ist die Abstraktion nicht mehr ein gleichförmiges und unterschiedsgegebener Inhalte. Es ist. oder aber ob ich auf „das" Rot als Spezies hinblicke. Will man jetzt noch davon sprechen. diese Form der Bestimmtheit definierten Zahlsystem aber vermag die sinnliche Vorstellung. det der Begriff sein Dasein verdankt. deren jeder eine besondere Art der Bemerken 32 . durch ein individuelles Jetzt und Hier beschränkt. ob ich dieses oder jenes Einzelmerkmal an einem Dinge ergreife. die den sinn- einheitlichen Inhalt differenzieren. so besagt dies doch. die auf das Bewußtsein der Empfindung oder Wahrnehmung in keiner Weise zurückführbar sind. tritt dasjenige. ob ich von der Zahl „Vier" mathematisch gültige Urteile fälle und sie dadurch in einen objektiven Zusammenhang von Relationen einreihe.

Der Unterschied zwischen diesen Inhalten einerseits und zwischen den begrifflichen . Substanzbegriff 3 33 .. Es ist in der Tat der charakteristische Gegensatz von Reihenglied und der hier eine neue Ausprägung findet. Nr. Diese Identität der Hinsicht. das die Einzelglieder verknüpft. denn bei dieser Aufzählung fiele gerade das erzeugende Prinzip fort. innerhalb der . des Gesichtspunkts. Die Bedeutung des Gesetzes. das die einzelnen Glieder zu einem funktionalen Inbegriff verknüpfbar macht. Spezies". ist ein nicht weiter zurückführbarer Tatbestand. u s s e r 1 . wenn bereits eine bestimmte . unter welchem die Vergleichung stattfindet. ist jedoch ein Eigenartiges und Neues gegenüber den verglichenen Inhalten selbst. Kenne ich die Relation. (Halle 1901). sondern prinzipiell verschiedenen Dimensionen angehören. . weil beide nicht in einer Linie liegen. ist mit Recht darauf verwiesen worden. die die „Gleichheit" bestimmter Vorstellungsinhalte als eine selbstverständliche psychologische Tatsache hinnimmt und für die Erklärung des Prozesses der Begriffsbildung verwendet. . eine eigene Richtung der Gegenstandsbeziehung in sich schließt*. ist durch die Aufzählung noch so vieler Fälle des Gesetzes nicht zu erschöpfen. II: Die ideale Einheit der Species und die neueren Abstraktionstheorien. bes. in welcher die Elemente als gleich oder ungleich bezeichnet sein sollen. Gegenüber der empiristischen Deutung Lehre. Um .. so kann ich sie durch Reflexion heraus- Reihenform. durch welche a b c geordnet sind. indem wir nunmehr von selten der „subjektiven" Analyse. objektiven" logischen Untersuchung ergeben hatte. deren Geltung sich uns bereits früher. daß von Gleichheit irgendwelcher Elemente nur dann mit Sinn geredet werden kann.. Hinsicht" festgestellt ist. er ist kategorial und gehört zur „Form des Bewußtseins". 2. / Somit schließt sich der Kreis der Betrachtung. durch die wir sie geeint denken. von der reinen Phänomenologie des Bewußtseins her auf dieselbe grundlegende Unterscheidung geführt werden. Band vgl. Der Inhalt des Begriffs läßt sich in die Elemente des f a n g s nicht auflösen. * Zwoa Ganzen H Cassirer. Logische Untersuchungen.des Inhalts.

W. und diese Bestimmtheit kann immer nur in einem synthetischen Akt der Definition. Ihr „Sein" besteht ausschließlich in der logischen Bestimmtheit. Diese Selbständigkeit der reinen Logik aber bedeutet keineswegs ihre Isolierung innerhalb des philosophischen Systems. Denn innerhalb der Grundprobleme gibt es nirgends absolute Trennungen und Grenzscheiden: jede Umgestaltung eines im echten und fruchtbaren Sinne „formalen" Begriffs zieht hier zugleich eine neue Auffassung des gesamten Gebietes nach 'sich. Schon ein flüchtiger Überblick über die Entwicklung der „formalen" Logik konnte uns zeigen. Die Reihenform F(a. Psychologie und Erkenntniskritik. vor uns. das Problem des wie das Problem der Wirklichkeit nehmen an diesem Prozeß teil. Mit diesen Betrachtungen ist die Richtung der folgenden Untersuchung vorgezeichnet. ob.lösen a. Und die neue Form. Die Gesamtheit und die Stufenfolge der reinen .). (S. aus dem bloßen Beisammensein von in der Vorstellung die Eigenart der verknüpfenden Relation zu gewinnen. ist es unmöglich. ohne damit ihres eigentlichen Gehalts verlustig zu gehen. nicht in einer einfachen Anschauung. 20 ff. das unabhängig von jeder metaphysischen oder psychologischen Voraussetzung über das . b. insbesondere im Aufbau der exakten Wissenschaft. läßt sich offenbar nicht in der Art eines einzelnen a oder b oder c denken. Wesen" des Begriffs. b. — Bewußtseins 34 . S. ihren Ausdruck finden. lediglich seinem logischen Gehalt nach untersucht werden kann. c.. . die die Glieder einer Mannigfaltigkeit verknüpft. das durch ihn beherrscht und geordnet wird. c dagegen und zum gesonderten Gegenstand des Denkens machen.) Der Gefahr. . ihm eine selbständige Wirklichkeit neben den Einzeldingen anzuweisen. kann diese Auffassung nicht unterliegen. Reihenformen" liegt im System der Wissenschaften. . kraft welcher sie sich von anderen möglichen Reihenformen 0. den reinen Begriff zu verdinglichen. in eindeutiger Weise unterscheidet.. die sich jetzt herauszubilden beginnt. bedeutet zugleich die Form für einen neuen Inhalt. wie hier allmählich die dogmatische Starrheit der traditionellen Formen sich zu lösen beginnt. Hier findet daher die Theorie ein reiches und fruchtbares Gebiet.

Auch nachdem man aufgehört hat. Dinge 3* 35 . noch zu anderen. I. aber zugleich vertieft und verschärft sich die Einsicht. Dieser Pythagoreische Satz bleibt durch alle Wandlungen der philosophischen Fragestellung hindurch seinem eigentlichen Gehalt nach unverändert. weder in ihrem Verhältnis zu sich selbst. Unter den Grundbegriffen der reinen Wissenschaft steht der Begriff der Zahl historisch wie systematisch an erster Stelle. bleibt der Zahlbegriff noch immer der nächste und getreueste Ausdruck der rationalen Methodik überhaupt.Zweites Kapitel: Die Zahlbegriffe. daß es bestimmte Grundeigenschaften der Objekte sind. der sich innerhalb des Gebiets der Logik verfolgen ließ. in ihm den metaphysischen Kern der Objekte zu sehen. Im Gedanken der Zahl scheint alle Kraft des Wissens. die sich uns in den Zahlbegriffen offenbaren. in der Zahl die Substanz der zu erfassen. An ihm entwickelt sich zuerst das Bewußtsein von dem Wert und der Bedeutung der Begriffsbildung überhaupt. Nichts von den Dingen wäre erfaßbar. Das allgemeine Ideal des Erkennens erhält hier eine bestimmtere Formung. Folgen wir der herkömmlichen logischen Ansicht. Der Anspruch. tritt freilich allmählich zurück. So ist es verständlich. In ihm spiegeln sich daher die prinzipiellen Gegensätze in der Grundauffassung der Erkenntnis unmittelbar wider. wenn uns sogleich an der Schwelle der Algebra derselbe typische Widerstreit entgegentritt. so muß erwartet werden. alle Möglichkeit der logischen Bestimmung des Sinnlichen beschlossen. in welcher es sich nunmehr erst in voller Klarheit heraushebt und abgrenzt. wenn die Zahl nicht wäre und ihr Wesen. daß in ihr die Substanz der rationalen Erkenntnis wurzelt.

über keinen anderen Gesichtspunkt: wie die Gegenstände sich nach Größe und Gestalt. den unsere räumliche Wahrnehmung uns bisher stets in derselben Weise dargeboten hat. keine bloße Fixierung des Sinnes dar. muß daher schwinden. So stellt der Satz. nach J. — — zu einem Haufen vereinigt sind: die Behauptung. die ihnen ihren Zahlcharakter aufprägt. Der Begriff der . ihr zufolge.Die Theorie der . Solche Wahrheiten bilden die Grundlage der Wissenschaft von der Zahl. wenn auf diesem Standpunkt der springt. Betrachtung alle Aussagen über Zahlen und Zahlenverhältnisse als der Ausdruck bestimmter physischer Eigenschaften der Objekte angesehen werden. sich durch eine bloße räumliche Umordnung seiner Teile stets in das zweite Wahrnehmungsbild überführen läßt.Zwei" oder der „Drei" wäre somit aus einer Mehrheit gegenständlicher Gruppen in derselben Weise abgesondert. so müssen sie. als wenn sie M + 1=3 . St.. daß 2 ist.. Immer ist es uns gelungen. ist daher keineswegs ein nichtssagender identischer Satz. der Arithmetik verlieren ihre bisherige Ausnahmestellung: sie rücken auf die gleiche Linie mit sonstigen physikalischen Beobachtungen. streng genommen. den wir mit dem Begriff der Zwei und der Drei zu verbinden haben: sondern er berichtet von einem empirischen Tatbestand. sondern eine induktive Wahrheit. daß das Wahrnehmungsbild. die uns durch frühe Erfahrung bekannt geworden und seither beständig befestigt worden ist. sie in Teilgruppen von der Art oo. der dieser Die Sätze Wissenschaft anhaftet. Abstraktion" verfügt. wie der Begriff einer bestimmten Farbe aus der Vergleichung der farbigen Wahrnehmungsdinge entEs ist folgerecht. o zu zerlegen. Drei Kieselsteine machen. sobald wir drei Dinge in einer bestimmten Anordnung etwa in der Form o " o vor uns sahen. Der Schein der Idealität.. In der modernen Entwicklung I des Empirismus ist diese latente Konsequenz zuerst in voller Schärfe zutage getreten. das im ersten Fall entsteht. i 1 1 keine bloße Definition. wenn sie in zwei getrennten Haufen vor uns liegen. die wir über Trennungen und Zusammen- — 86 . auch eine bestimmte Beschaffenheit an sich tragen. nach Geruch und Geschmack unterscheiden. auf unsere Sinne nicht denselben Eindruck.

das hier gezeichnet ist. Denn wie immer man Mills Theorie der arithmetischen Grundprinzipien beurteilen mag: das eine ist anzuerkennen. daß diese erste Durchführung des Gedankens alsbald der zu einem unmittelbaren Widerstreit gegen das immer wissenschaftlichen Arithmetik selbst hinführt. daß sie mit zwingender Notwendigkeit aus seiner allgemeinen Auffassung des Begriffs hergeleitet ist. wie könnte es auch sinnvolle und gültige Urteile geben. könnte uns den Satz. = 5 ist. als er uns jetzt unbegreiflich und widersinnig er- System 2x2 scheint*. die sich nicht auf sinnfällige Tatsachen bezögen ? Der Begriff der Zehn bedeutet entweder nichts oder er bezeichnet einen bestimmten gleichbleibenden Totaleindruck. Eindrücke. — hier beim ersten Schritt in das Gebiet der exakten wissenschaftlichen Probleme zeigt es sich in voller Deutlichkeit. zehn Und daß die verschiedenartigen Pulsschlägen wiederfindet. Schon Um Faktum Wo — Bestimmtheit An examination of * Vgl. Buch 67 ff. dieses Faktum zu zergliedern und zu begründen. 6 . so bezeichnender ist es.Denn Setzungen innerhalb der Körperwelt gemacht haben. S. die ihren eigentlichen Wert und Gehalt ausmacht. M i 1 1 . welche sachliche Bedeutung und Tragweite scheinbar bloß formellen logischen Differenzen innezuwohnen vermag. die wir auf diese Weise aus der Betrachtung bilden. II. Cap. da mußte man es zunächst von dem Trugbild unterscheiden. S. ebenso geläufig und selbstverständlich daß machen. wenn Mills Ableitung zu Recht bestände. 37 . der sich immer wieder an Gruppen von zehn Körpern. der Gegenstände gewinnen. da mußte man die logische Struktur der reinen Zahlenlehre mit aller Energie und Schärfe von der Mill'schen Arithmetik In der Tat der „Kieselsteine und Pfeffernüsse" absondern. der lediglich empirische Gewißheit besitzt: eine anders geartete Wirklichkeit. unter sich ein in welchem gewisse konstante Beziehungen obwalten. in der neueren Mathematik versucht wurde. eine neue physische Umgebung. ist ebenfalls ein Satz. zehn Tönen. in die wir hineinversetzt würden. damit den arithmetischen Begriffen gerade jene geraubt. wäre. System of Logic. WiUiam Hamütons Phüosophy.

Die Synthesis des Zählens kann sich nach Mill nur dort betätigen. Außerhalb des Gebiets der räumlichen Anschauung. „Es wäre in der Tat wunderbar. auf Begriffe ohne Änderung des Sinnes übertragen werden könnte.und auseinanderlegen lassen. Die wechselnden Bilder. die sich nicht gleich Kieselsteinen an.wenn eine von äußeren Dingen abstrahierte Eigenschaft auf Ereignisse. einem zähen Urteile reden wollte. einem salzigen Begriff. einer blauen Vorstellung. die sie setzt. die ihnen wesentlich ist. In Wahrheit sprechen wir indessen nicht nur von der Zahl der Körner eines Haufens. läßt sich indessen leicht erkennen. in welchem diese aktuellen Verbindungen tatsächlich ausführbar und Trennungen allein möglich sind. was seiner Natur nach Wenn wir eine blaue Fläche sehen. die wir in der Auffassung gegebener Mengen von Objekten erlangt haben. Es ist ungereimt.Der logische Unterschied von Zahlen wäre begrenzt und gebunden durch die psychologische Unterscheidungsfähigkeit.. als ob man von einem schmelzbaren Ereignisse. aber wer vermöchte den „Eindruck" aufzuweisen. der die Anschauung der entsprechenden konkreten Mengen voneinander scheidet? Und wie hier der charakteristische Inhalt der Zahlbegriffe verloren geht. bilden das eigentliche und unentbehrliche Substrat aller Aussagen über Zahlenverhältnisse. an den physischen Objekten ist. sondern auch von der Zahl der Kategorien. — — daß am sinnlich ist. so haben wir 38 . so verlieren sie auf der andern Seite die Weite und Freiheit cTer Anwendung. die von den verschiedenen Gruppen in uns entstehen. Unsinnlichen vorkomme." so bemerkt Frege in seiner drastischen und treffenden Kritik derMill'schen Lehre . wäre somit den Zahl- begriffen ihr eigentliches Fundament entzogen. ist Daß diese Folgerung einen Widersinn in sich schließt. Es wäre gerade so. wo die Dinge selbst sich in sinnlich-räumliche Gruppen zusammenfassen und auseinanderlegen lassen. wo die Verknüpfung oder Trennung. wie es die Drei von der Zwei oder Vier ist. auf Vorstellungen. Die Zahl 753684 von der Zahl ihr unmittelbar vorausgehenden oder folgenden ebenso bestimmt und deutlich unterschieden. von der Zahl der Keplerschen Gesetze oder von der Zahl der Energiefaktoren: alles Gegenstände.

während die wissenschaftliche Form der Algebra nicht auf dem stets erneuten Zufluß von Wahrnehmungstatsachen. Wenn es möglich sein soll. so müßten wir dies auch in drei Begriffen wiederfinden. 31 f. in die die sensualistische Auffassung der Zahlbegriffe zuletzt unaufhaltsam verwickelt. wenn wir eine andere blaue Fläche erblicken. * Prege. sondern stillschweigend geduldet werden. woran eine geistige Tätigkeit anknüpfen kann. Wollten wir annehmen. Man kann wohl zugeben. aber man muß dabei dies Wort als Ganzes nehmen. diese Leistungen des Urteils auch hier nicht gänzlich ausgeschaltet. Die Grundlagen der zum Ganzen vgl. 39 . ihm einen scharfen und eindeutigen Sinn zu geben. S. nicht sogleich in der ersten Ableitung unmittelbar zutage treten. daß in derselben Weise beim Anblick eines Dreiecks etwas Sinnliches dem Worte „Drei" entspräche. in dem die Zahl 3 vorkommt*. Versucht man. sondern wir sehen etwas. S. Beobachtungen. so liegt der Grund hierfür darin. so müßte er sich alsbald in eine Mehrheit unterschiedener intellektueller zerlegen. etwas Unsinnliches würde etwas Sinnliches an sich haben. ff.einen eigentümlichen Eindruck. welche zu einem Urteile führt. daß diese geistigen Tätigkeiten. daß zwischen den verglichenen Fällen irgendeine Form der und der A b spricht. der dem Worte „blau" entund diesen erkennen wir wieder. die wir an kleineren Komplexen von Objekten gemacht haben." Wenn die Absurditäten. 9 ff. erallgemeinerung" Funktionen Beziehung Arithmetik. S. bes. Dieser Begriff aber schließt wiederum alle Rätsel ein. für die die Theorie eine Lösung versprach. 27 Breslau 1884. sondern auf der „V des primitiven sinnlichen Grundbestands beruhen soll.. dreieckig" eine Art sinnlicher Eindrücke entspreche. Die Drei darin sehen wir nicht unmittelbar. fortschreitend auf größere und immer größere zu übertragen und die „Eigenschaften" der folgenden nach Analogie der früheren zu bestimmen: so setzt dies voraus. daß dem Worte . die beim Aufbau des Zahlenreiches beteiligt sind. Nur die ersten Wahrheiten der Arithmetik. nur die elementarsten Formeln sollen das Ergebnis unmittelbarer Beobachtung physischer Tatbestände sein.

Die neuen Einheiten würden alsdann wie ebenfaltigkeit zur soviele besondere physische Umstände oder Kräfte wirken. jene Funktion der Allgemeinheit der Zahlbegriffe. irgendeine Be- stimmung. die gesamte Beschaffenheit der Menge derart ändert. besonders unentbehrlich ferweisen. Ohne die Annahme eines derartigen Zusammenhangs müßten wir in der Tat darauf gefaßt sein. daß sie unvermerkt in eine andere Richtung der Betrachtung abbiegt.hängigkeit ableitbar ist. auf Elementen auszudehnen. keine durchgehende Beziehung würde mehr die Glieder des Zahlenreiches zusammenschließen. die das Gesamtbild völlig umgestalten und in seinen Kein überall anwendbares Gesetz. Wir hätten uns besteht. daß jede Einheit. die sich für jede Theorie im Fortschritt zu den höheren arithmetischen Gebilden als Grundzügen aufheben könnten. kraft deren der eine aus dem andern nicht das Recht. die es ge- stattet. die an gegengetreten ist. vielmehr wäre jeder arithmetische Satz für jede einzelne Zahl durch Beobachtung und Wahrnehmung zu erweisen. wenngleich verhüllt. die durch die Erklärung beseitigt werden sollte. identischer Anwendung derselben Grundrelation von der einen Mannigin fortgesetzter andern zu gelangen. als daß sie durch eine eindeutige gleichartig Regel miteinander verknüpft sind. einer individuellen Menge entMengen von mehr oder weniger wenn wir sie nicht sämtlich als ihrer : i „Natur" nach begriffen diese Gleichartigkeit aber besagt nichts anderes. Der Weg zu einem rein deduktiven Aufbau des Zahlenreiches ist damit wieder frei geworden: es genügt hierfür die Einsicht. bietet sich der erste 40 . daß von dem Verhalten der einen kein Schluß auf irgendeine andere mehr zulässig wäre. die wir zu einer gegebenen Menge hinzufügen oder die wir von ihr wegnehmen. Die Forderung der Verallgemeinerung der primitiven Zählerfahrungen enthält wiederum. die bereits in der Bestimmung der Elemente notwendige und hinreichende Grundlage bilden. der die sensualistische Lehre zuletzt wider Willen unterliegt. In der Konsequenz. daß dieselben gedanklichen Verfahrungsweisen. Die sensualistische Theorie vermag dieser Folgerung nur dadurch zu entgehen.

der sich auf sie gründet. oben S. die uns früher innerhalb der allgemeinen logischen Theorie entgegentrat. Als stellung. Der Begriff verzichtet darauf. sondern sie bildet. zunächst noch ein Moment zurück. solange sie noch als Ausdruck stofflicher Sonderexistenzen und ihrer Verhältnisse galt. aus einem gemeinsamen Prinzip übersieht und gestaltet. Man erkennt. daß alle arithmetischen Urteile auf physische Gegenstände gehen und in ihrer Geltung an sie geknüpft < bleiben: so bleibt dennoch eine zurück. das sie umspannen und darstellen wollen. in denen wir nunmehr erst das wahrhafte Urbild der Zahlbegriffe zu erfassen scheinen. aber an Stelle dieser Realität tritt ihre Erscheinungsform in unserem Geiste. wie sie zuvor als Spezialfall der Physik erschien. Aber auch in dieser Umformung bleibt. Zuvor indessen scheint sich noch ein anderer Weg darzubieten. sondern ein geistiges Sein ist es.Ausblick auf eine einheitliche methodische Ableitung.). nunmehr einen Anhang zur Für Psychoals logie (vgl. die die Fundamente und den Aufbau. als bleibt die Zahl von all den Beschränkungen frei. sondern das „Bewußtsein" selbst in seiner eigentümlichen und ursprünglichen Daseinsweise bildet den Quell dieser Begriffe. Versagt die Ansicht. unmittelbar die äußere Realität in ihrem absoluten Sein nachzubilden. Der Akt der Zählung gibt nicht die Verhältnisse der Dinge an sich selbst. das sie mit der sensualistischen Ableitung teilt. Nicht die Außendinge. Die Zahlenlehre gelangt auch jetzt nicht zu selbständiger logischer Begründung. Die ganze Weite und Allgemeinheit des Zahlbegriffs scheint sich ihm hier aufs neue zu erschließen. die Psychologie indessen be- deutet die „Vorstellung" zuletzt nichts anderes einen 41 . nicht ein materielles. wie sie sich in der Auffassung durch unser Ich andere Klasse von Wirklichkeiten Vor- psychische Wirklichkeit reflektieren. 11 ff. so sehr sie das Problem weiterführt. wie sich hier an einem Sonderproblem dieselbe gedankliche Wendung wiederholt. die geforderte Beziehung der Zahlaussagen zum empirischen Dasein der Dinge wiederum herzustellen. sondern nur die Art wieder. die ihr auferlegt werden mußten.

auch auf den andern übertragbar ist. daß wir ihn als Träger und Ausgangspunkt bestimmter Urteile.an sich" mit der Zwölf . die von dem einen gilt. in welche sie eingehen. so tritt sogleich die ganze Divergenz zwischen dem logischen Gehalt des Zahlbegriffs und dem psychologischen Begriff der Vorstellung hervor. es mag jetzt lebhafter. + = stimmtheit. daß 7 12 ist.an sich" verbindet. 37.. nachdem er einmal verschwunden. der sich in unveränderlicher logischer Identität festhalten ließe. der in verschiedenen Individuen verschieden ist und der auch für ein und dasselbe Subjekt. als Inbegriff möglicher Relationen auffassen. Die charakteristischen Grundrelationen. In der Erfüllung eben dieser letzteren Forderung aber besteht aller Sinn und aller Wert der reinen Der Satz. durch 'einander ersetzen lassen. besitzt bei all seiner Idealität eine völlig eindeutige Bedie ihn von den wandelbaren Inhalten Das psychologische der Vorstellung streng unterscheidet. jetzt matter erfaßt werden: so wird doch durch all diese Differenzen die arithmetische Was ein Begriff der Zwei nicht berührt*. Bild der Zwei mag sich bei dem einen mit räumlichen Nebenvorstellungen verbinden. a. 42 . „ist" und bedeutet: dies kann nicht anders ermittelt werden als dadurch.. ist somit immer nur eine zeitlich beje ' grenzte und determinierte Wirklichkeit. — Bedeutung * Vgl. 5 keiner Verkettung von Vorstellungserlebnissen. S. die Sieben und Fünf . wie sie sich in denkenden Individuen bisher abgespielt haben oder auch künftig ausnahmslos abspielen werden. bei dem andern von ihnen frei sein. niemals in völlig gleichförmiger Art wiederkehrt. berichtet von Zahlbegriffe./ // bestimmten seelischen Inhalt. der. Begriffe sind identisch. hierzu wiederum Frege . sondern er stellt einen Zusammenhang fest. der in den Einzelsubjekten nach besonderen Umständen entsteht und auf dieselbe Weise wiederum vernichtet wird: einen Inhalt. O. wenn sie sich in allen Aussagen. Wendet man indessen dieses Kriterium an. wenn jede Beziehung. Der Gegenstand. auf den dies Urteil sich richtet. nach dem Platonischen Ausdruck. nicht aber ein Bestand. Was hier gegeben ist. a.

in diesem Bewußtsein als gesonderte Elemente realisiert sein. so können sie nur in endlicher Menge . sei es der äußeren oder der inneren Wirklichkeit. von einer . daß sie durch eine andere teilbar sei usf.die in der Zahlenreihe obwalten. sind als Eigenschaften an gegebenen Vorstellungsinhalten nicht denkbar. weil hier eine allgemeine Voraussetzung vorliegt. aber er faßt sie seiner Grundansicht gemäß wie ein dingliches Merkmal. den sie zwischen den reinen Zahlbegriffen und den psychologischen Vorstellungsinhalten feststellt. daß sie größer oder kleiner als eine andere. daß sie das Doppelte oder Dreifache von ihr. Nicht Objekte. Auch der Sensualismus erkennt diese Allgemeinheit an. sondern Akte derApperception sind es. unter der allein von einer Mannigfaltigkeit von Elementen und ihrem Zusammenhang die Rede sein kann. in ihrem tatsächlichen Vollzug auf. bilden die Bedingung. Vorstellung" zu sagen. das Gebiet des psychischen Daseins selbst nicht nach seiner vollen Bedeutung und Weite ergriffen zu haben. Die „Allgemeinheit". das sich gleichmäßig über — 43 . die den reinen Zahlbegriffen eignet. in der wir derartige Einheiten zu neuen Gebilden zusammenfassen. der aus ihr erst nachträglich resultiert. Es hat keinen Sinn. vorhanden". h. Sind die Zahlen Wirklichkeiten im individuellen Bewußtsein. kann daher allein das gesuchte psychologische Korrelat der Zahlbegriffe sein. Das Charakteristische der Zahl so ließe sich mit Recht einwenden läßt sich nur deshalb nicht in irgendeinem besonderen und isolierten Bewußtseinsinhalt aufzeigen. läßt sich von hier aus in einer neuen Richtung verstehen und begründen. d.. — — — die die Entstehung und Bildung von Inhalten überhaupt beherrscht und leitet. an welche die Zahlbestimmung anknüpft und auf die ihr eigentlicher Sinn zurückgeht. Und nicht minder weist die Forderung der Unendlichkeit der Anzahlen über jede derartige Auffassung hinaus: denn alles „Sein" der Vorstellung geht in ihrem unmittelbaren Gegebensein. Der Akt. Indessen scheint diese Kritik in dem Gegensatz. durch den wir irgendeine Einheit abgrenzen und die Synthese.. Die Tätigkeit der Unterscheidung und Verknüpfung. nicht irgendein besonderer Inhalt.

daß die Behauptung der Universalität der Zahl. als eines solchen. darstellt. die sich unserer Erfahrung entzogen haben. wie eine abstrakte Zahl. 44 . eine Regel. gegenüber allen Verschiedenheiten und Besonde- die Beurteilung jedes rungen ihrer Anwendung." so heißt es bei i 1 1. „Alle Zahlen. sofern sie sich auf ein derartiges Verfahren gründet. nicht weil sie als fertiger Bestandteil in jedwedem Einzelnen enthalten ist. DasBewußtsein dieser Allgemeinheit wird nicht durch das Durchlaufen einer unbestimmten Mehrheit von Fällen erworben. Man erkennt indes. — begriff- A System of Logic. Aber obwohl immer Zahlen von Etwas. daß alle Körper schwer sind. Sätze über Zahlen haben daher die bemerkenswerte Eigentümlichkeit. in Wahrheit erschlichen ist. deren er sich einmal versichert hat. denn nichts verbürgt uns. daß sie sämtliche Dinge überhaupt betreffen. Für sie heißt die Zahl allgemein. können sie nichtsdestoweniger Zahlen von jedem Beliebigen sein. die uns durch Erfahrung bekannt sind*. sofern sie auf alle Gegenstände und alle Arten der Existenz gehen. sondern weil sie eine konstante für M i Bedingung Einzelnen. § 2. Erst die tiefere und reifere psychologische Ableitung der Zahlbegriffe aus dem Grundakt der apperzeptiven Verknüpfung und Sonderung überhaupt gewinnt hier einen neuen Gesichtspunkt der Begründung. Buch II." Die mathematische Eigenschaft der Zählbarkeit der Dinge wird also hier in derselben Weise wie irgendeine physische Eigenschaft ermittelt: wie wir in durchgängiger Vergleichung der Einzelfälle lernen. daß der Gedanke imstande ist. daß diejenigen Fälle. festzuhalten. die gleiche Eigenschaft wie die tatsächlich beobachteten aufweisen und sich somit den arithmetischen Gesetzen fügen.einen Kreis von besonderen Objekten verbreitet. Cap. „müssen Zahlen von Etwas sein. und es gibt nichts dergleichen. so finden wir mittels einer analogen Methode die zahlenmäßige Bestimmtheit an ihnen vor. sondern ist bereits in der Erfassung jedes einzelnen von ihnen vorausgesetzt: denn die Zuordnung dieses Einzelnen zu einem umfassenden Ganzen ist nur dadurch möglich. 6. wiederzuerkennen und in licher Identität Mill.

weder als physisches noch als psychisches Sein fassen wollen? Indessen ist diese Frage. und wie gemäß dieser Verknüpfung jener gesamte logische Komplex von Sätzen entsteht. in ihrem rein psychologischen Sinne gein Auch Vorstellungs inhalten nommen. die sich unwillkürlich stets aufs neue vordrängt. Nicht Begründung * Näheres hierüber s. Auch sie gehören somit einem bestimmten individuellen Bewußtseinsverlauf an. Nicht zeitlich begrenzte Wirklichkeiten sind gestellt wird. so bleiben sie doch. 45 . wird indessen das eigentliche logische denen Problem der Zahl nicht sowohl gelöst. Wie die Eins sich mit der Zwei. Damit aber wiederholt sich die frühere Frage. VIII. Diese Methode ist freilich zunächst eine bloße Forderung. die Zwei mit der Drei verknüpft usf. kraft deren jegliches Element der Zahlenreihe mit jedem anderen nach ein für allemal feststehenden systematischen Regeln zusammenhängt. Diese Grundform ist es. die in der Zeit kommen und gehen. unt. bes. deren Erfüllung noch durchaus problematisch erscheinen muß..diesem Ableitungsversuch. wie er hier und jetzt unter den besonderen Bedingungen des jeweiligen Moments vonstatten geht. noch einer inneren. der von den fertigen zu den Akten zurückgeht. als vielmehr nur um einen Schritt zurückgeschoben. stets Geschehnisse. Denn welches Mittel der Begründung bleibt uns für einen Begriff. wenn wir ihn weder als Abbild einer äußeren. es. denen er eine dauernde und unveränderliche Grundform zuerkennt.. Der Aufbau und die objektive dieses System-Zusammenhangs gehört einer völlig anderen Methode an*. deren Ver- hältnis in den arithmetischen Urteilen ausgesprochen und fest- sondern über das gesamte Gebiet des Denkgeschehens hinaus greift hier der Gedanke zu einem Bereich idealer Gegenstände über. die in der reinen Arithmetik vorliegen: dies wird nicht durch eine psychologische Zergliederung der Akte der Vorstellungsbildung ermittelt. Denn welchen konstruktiven Wert man den reinen Denkakten immer beilegen mag. aus sie sich bilden. doch nur der Ausdruck einer bestimmten dogmatischen Ansicht vom Wesen und von der Leistung des Begriffs. Cap.

. das sich aus selbständigen inhaltlichen Voraussetzungen entwickelt und allmählich festgestellt hat. sind iind was sollen die Zahlen 2. einem Ding ein Ding entsprechen zu lassen. sondern ummetischen Begriffe und Sätze gekehrt findet die formal-logische Betrachtung hier eine Schranke und einen Maßstab an eben diesem System. energischer aber kam nunmehr der Gedanke zur Bestimmungen der Zahl sich ohne jede auf sinnliche Objekte.. schien bisweilen selbst der empirischen Wahrnehmung anheirnfajlen zu sollen: um so in y.. Was S. . so wird man auf die Betrachtung der Fähigkeit des Geistes geführt. den Zahlbegriff seinem vollständigen Gehalt nach aus Die Wissenschaft des rein logischen Prämissen abzuleiten." so beginnt D e d e k i n d seine Deduktion des Zahlbegriffs. Dinge auf Dinge zu beziehen. Die Entwicklung. ist dadurch charakterisiert. auch sonst ganz unentbehrdie gesamte Wissenschaft der Zahlen lichen Grundlage muß Hier scheint ganz im Sinne der tradierrichtet werden*. VIII. ohne welche Fähigkeit überhaupt kein Denken möglich ist.was wir bei dem Zählen der Menge oder Anzahl von Dingen tun. Aufl. ausaber dennoch zeigt es sich bei tieferem gegangen zu werden . sie abzubilden. Eindringen * sogleich. die die wissenschaftliche Arithmetik den letzten Jahrzehnten genommen hat. Dingen — . daß die überlieferten Bezeichnungen ? Dedekind. 46 ." tionellen logischen Doktrin von einer Mehrheit von und von dem Vermögen des Geistes. Raumes schien der Anschauung. Bratmschweig 1893.nach dieser Grundansicht läßt sich das System der arithabschätzen. Berufung konkrete einfacher Denkschritte" begründen lassen müssen. In dieser Herleitung der Arithmetik aus der Logik aber wird diese selbst bereits in einer neuen Gestalt vorausgesetzt./ Auf dieser einzigen. daß schärfer als je zuvor die Forderung hervortrat. „Verfolgt man genau. ohne jede Anlehnung an meßbare Größen „durch ein endliches System daß alle Geltung. II. oder einTDing durch ein Ding abzubilden.

sondern begnügen uns da der Zahlbegriff uns hier nicht um seiner selbst willen. Systeme und Systemgruppen in strenger~T)egnfflicher Gliederung. sondern eine neue Ähnlichkeit notwendige Ordnung gegenständen. die ihnen in irgendwelchen Einzelzügen entspricht: sondern die Abbildung besagt nichts anderes. soweit er für den Arithmetiker in Betracht kommt. erst in und mit den Beziehungen. nicht ihre Übereinstimmung in irgendeinem sachlichen Teilbestand in Frage.Was sind und was Zahlen" gezeigt. Nachdem durch eine ursprüngliche Setzung ein bestimmter Ausgangspunkt fixiert ist. wie auf Grund dieser einfachen Prinzipien der vollständige Aufbau der Arithmetik und die erschöpfende Darstellung ihres wissenschaftlichen Gehalts möglich ist. So entstehen Kopie Zuordnung. Abbildung" schafft kein neues Ding. die in fortgesetzter Anwendung alle Glieder des Komplexes erzeugt. Sie sind Relationsterme. als die gedankliche durch die wir übrigens ganz verschiedenartige Elemente zu einer systematischen Einheit verknüpfen. die niemals losgelöst.neuen Gehalt und eine neue Bedeutung gewonnen . Die . i Und auch das Verfahren der „Abbildung" hat nunmehr eine charakteristische Wandlung erfahren. 47 . daß eine Beziehung (R) angegeben wird.. Wir verfolgen die mathematische Entwicklung dieses Gedankens nicht in ihren Einzelheiten. sondern nur in idealer Gemeinschaft miteinander „gegeben" sein können. von denen in der weiteren Ableitung die ist. sollen die — zwischen Denkschritten und Denk- hat in seiner Schrift: . werden nicht als selbständige Existenzen vor jeder Rede Beziehung als vorhanden gesetzt. die von ihnen selbst einen haben. Die ausgesagt werden. eine begriffliche der äußeren Eindrücke zu schaffen.. werden alle weiteren Elemente dadurch gegeben. Denn jetzt handelt es sich nicht mehr darum. sondern sie erhalten ihren gesamten Bestand. Hier kommt lediglich die Vereinigung von Reihengliedern durch ein Reihenprinzip. Dinge". ohne daß doch ein Element mit dem andern irgendwie durch sachliche verbunden zu sein braucht. sondern nur als Beispiel für die Gestaltung der reinen „Funktionalbegriffe" interessiert lediglich ihre wesentliche Dedekind — — ..

. nach welchen eine Reihe von Denksetzungen gegliedert sein kann. die im Begriff . die S. die Russell. vgl. wenn man die Ordnung. so daß aus der Geltung von a R b auch bRa folgt. wenn sie durch die Natur der betrachteten. die Beziehung „Bruder" nicht symmetrisch tmd transitiv. b und c besteht. als auf ihnen die schärfere Definition dessen beruht. kommen hier zunächst nur insofern in Betracht. zum Folgenden: Russell.Beziehung ausgeschlossen ist*. a und b. wenn diese Übertragung nicht notwendig und intransitiv. so treten uns hier zunächst gewisse formale entgegen. aber nicht notwendig fordert. die bestimmten Klassen von Relationen gleichmäßig zukommen und sie von anderen Klassen verschiedener Struktur unterscheiden.herv^orzuheben. Geschwister" voriiegt. die im allgemeinen RelationsKalkül weitreichende Anwendung finden.. wenn daraus. auf den diese Unterscheidungen zurückgehen. ist symmetrisch und trsmsitiv. daß sie in gleicher Weise zwischen b und a gilt. symmetrisch" und unterscheiden sie einerseits von der nichtsymmetrischen Beziehung. 1 ff. ihre Geltung auch für Tendenz Grundbestimmungen a und c folgt. Vater" asymmetrisch und intransitiv usw. I. der Tat ein naives Vorurteil. Ist etwa irgendeine Beziehung zwischen zwei Gliedern a und b gegeben. anderseits von der asymmetrischen Beziehung. Die Voraussetzungen für die Ableitung des Zahlbegriffs sind in der allgemeinen Logik der Relationen gegeben. was wir unter der Ordnung Es ist in eines bestimmten Inbegriffs zu verstehen haben. Betrachten wir das Ganze der möglichen Beziehungen.. so kann sie zunächst derart beschaffen sein. Eine Beziehung heißt weiterhin transitiv. Kant Studien XII. hierzu und Beziehung . die wir symbolisch durch den Ausdruck a R b bezeichnen können. in der eine derartige Umkehrung nicht möglich ist. The Principles of Mathematics. daß sie zwischen je zwei Gliedern. Wir nennen in diesem Falle die Relation . Diese Bestimmungen. in der die Geltung von aRb die von bRa zwar zuläßt. verdeutlicht sie an den verschiedenen verwandtschaftlichen Beziehungen: die Beziehung. Cambridge 1903. auch meinen Aufsatz: Kant und die moderne Mathe- — matik. 48 1 . also aRb und bRa nicht miteinander bestehen können. sie heißt nicht-transitiv.

die Erklärung der positiven und negativen. und alle ihre Bestimmtheit und ihre spezifische Eigenart leitet sich aus dieser Reihenrelation her. sondern auf die ordinalen Beziehungen. sie gehen daher niemals unmittelbar auf . mit dem es durch eine eindeutige. Alle Sätze der Arithmetik. so haben wir in einer derartigen . transitive und asymmetrische Beziehung die im Ganzen der Reihe überall dieselbe bleibt. wie etwas Selbstverständliches betrachtet. a. O. um den Gliedern eines Inbegriffs eine bestimmte Ordnung aufzuprägen*. Cap. die sie in sich selber aufweisen. daß zuletzt stets irgendeine tranund asymmetrische Beziehung erfordert wird. Dinge". Der ganze „Bestand" der Zahlen beruht nach dieser Ableitung auf den Verhältnissen. der Multiplikation und Division. a. sondern halten und stützen sich wechselseitig.zwischen den Elementen einer Mannigfaltigkeit besteht. sofern jedem Glied durch das andere die Stelle im System eindeutig vorgeschrieben ist. Cassirer. nicht auf der Beziehung zu einer äußeren gegenständlichen Wirklichkeit: sie bedürfen keines fremden „Substrats". die zwischen den Elementen bestimmter Inbegriffe obwalten. durch die sie verknüpft sind. Substanzbegriff 49 . daß zu jedem Glied ein unmittelbar nachfolgendes gehört. der ganzen und gebrochenen Zahlen lassen sich rein auf dieser Grundlage und ohne daß insbesondere auf die Verhältnisse konkreter meßbarer Objekte zurückgegangen würde entwickeln. Die Definitionen der Addition und Subtraktion. Progression" bereits den eigentlichen aller Gegenstände erfaßt. verknüpft ist. Betrachten wir nunmehr eine Reihe. die sie definiert. „Wenn man. die ein erstes Glied besitzt und für die ein bestimmtes Gesetz des Fortschritts derart festgestellt ist.. beziehen sich lediglich auf die allgemeinen Eigenschaften der Progressionen. mit denen die Arithzu tun hat. Die nähere sitive Untersuchung ergibt. das gleichsam durch das bloße Dasein der Einzelglieder schon unmittelbar gegeben sei. alle Operationen. In Wahrheit haftet sie nicht an den Elementen als solchen. 24 und 4 25. sondern an der Reihenrelation.." Grundtypus es metik — — * Näheres hierüber bei Russell.

§ 6. die sich im subjektiven Vorstellungsverlauf herandrängen mögen. welche . bilden den nächsten Gegenstand der von "*. diese Verschiedenheit die gezählt kann und muß daher außer acht bleiben. werden Konzentration lich-konstitutives * Moment . Die Beziehungen oder Gesetze.. sondern er zielt darauf ab. daß hier der Begriff und Terminus der „Abstraktion" offenbar in einer neuen Bedeutung verwendet wird. Der Akt der Abstraktion richtet sich nicht auf die Absonderung eines dinglichen Merkmals. O. O. lediglich die Bestimmtheit dieser Funktion zu entwickeln. — Über den Begriff der „Abbildung" . dieses Zusammenhangs bilden. Hier wirkt daher die Abstraktion in der Tat als eine Befreiung: sie bezeichnet die logische auf den Relationszusammenhang als solchen unter Abweisung aller psychologischen Nebenumstände. die aber kein sach- denZahlen Wissenschaft Arithmetik • Gegenstände. daß wir uns den Sinn einer bestimmten Relation unabhängig von allen Einzelfällen der Anwendung rein für sich zum Bewußtsein bringen. a. in die sie durch die ordnende Abbildung rp zueinander gesetzt sind. Dedekind. wenn es sich darum handelt. lediglich ihre Unterscheidbarkeit festhält so Dedekind — und nur die Beziehungen auffaßt. Die Funktion der . § 5 und 6. Dedek oben S.definiert „bei der Betrachtung eines einfach unendlichen durch eine Abbildung 90 geordneten Systems N von der besonderen Beschaffenheit der Elemente gänzlich absieht. in allen geordneten einfach unendlichen Systemen immer dieselben sind.. über die Definition des „einfach unendlichen Systems" siehe a. a.. auf diese Befreiung der Elemente von jedem anderen Inhalt (Abstraktion) kann man die Zahlen mit Recht eine freie Schöpfung des menschlichen Geistes nennen.Z a h 1" ist ihrer Bedeutung nach unabhängig von der inhaltlichen Verschiedenheit der können. Vom logischen oder der Standpunkt aus ist es von besonderem Interesse. wie auch die den einzelnen Elementen zufällig gegebenen Namen lauten mögen. so heißen diese Elemente natürliche Zahlen oder Ordinalzahlen oder auch schlechthin Zahlen und das Grundelement 1 heißt In Rücksicht die Grundzahl der Zahlenreihe N. 60 — i nd a.i s. .

Aber dieser Einwand verkennt das eigentliche Ziel und die Grundtendenz von Was hier zum Ausdruck Dedekinds Begriffsbestimmung. die zu fordern ist. in der Art wie Punkte von Augenblicken oder Farben von Tönen verschieden sind*. Die Unterscheidbarkeit der Elemente. wert auf**.Man hat gegen Dedekinds Ableitung bisweilen eingewandt. daß die Zwei *S. O. hg. bes. L i p p s (Philosoph. § 242." Lpz. was hier von der Zahl ausgesagt werde. deren gesamter Inhalt in ihren gegenseitigen Beziehungen erschöpft ist. Der «Sinn des Folgens beschränkt sich darauf. wie etwa auf den Blitz der Donner. ist eben dies. Bd. beruht auf rein begrifflichen. 4. Selbst die Anschauung der reinen Zeit. die Darstellung von G. Kap. a. 1910. aber dieser Begriff der Folge enthält nichts von der konkreten Bestimmtheit der zeitlichen Succession in sich. daß hier für die Zahl im Grunde gar kein unterscheidender Inhalt zurückbleibe. der ihre Eigentümlichkeit gegenüber anderen reihenförmig geordneten Gegenständen bezeichnete. daß es ein Gefüge idealer Gegenstände gibt. Sollen die Ordinalzahlen irgendeine »innerliche" wie es scheint müssen sie Natur und Beschaffenheit besitzen. (Die logischen Grundlagen der exakten Wissenschaft. Die „Essenz" der Zahlen geht in ihrem Stellen. III). die diesen Gedanken mit besonderer Klarheit und Eindringlichkeit durchführen. ist hier zunächst noch nicht erfordert. nicht auf sinnlich-anschaulichen Bedingungen. so was als Mater a 1 in sie eingeht.. Wundt. so müssen sie sich von anderen Wesenheiten durch irgendein absolutes Merkmal unterscheiden. für jede Progression überhaupt: es sei also einzig die Reihenform selbst. v. kommt. definiert werde. 3 u. Und der Begriff der Stelle selbst muß hier zunächst in größter logischer Allgemeinheit und Weite gefaßt werden. — — was hier überhaupt etwas sein.) N 4* 51 . Die Drei „folgt" auf die Zwei nicht. Wir denken uns die Glieder der Zahlenreihe allerdings als geordnete Folge. auf die Kant den Zahlbegriff gründet. i nicht dasjenige. Studien. ** Zur Ableitung der Zahl als reiner „Reihenzahl" vgl. F. sondern lediglich idealen logischen Bestand besitzen. sowie die neuesten Darlegungen a t o r p s . so gelte. da beide keine zeitliche Wirklichkeit. Russell a. Da in ihrer Begriffsbestimmung lediglich die allgemeinen Momente der „Progression" festgehalten sind.

das für die gesamte Begriffsbildung der Mathematik von entscheidender Bedeutung ist. das in seiner Struktur von aller Willkür unabhängig ist: aber unkritische Naivität wäre es. Definition der Algebra als „Science über William of pvire time or order in progression" und ihre Beziehung zum Kantischen Zeitbegriff vgl. Damit tritt uns zum ersten Male ein allgemeines Verfahren entgegen. mit den sinnlich wirklichen und Gegenstand.als P r ä m i s s e in die Begriffsbestimmung der Drei eingeht. Wo immer ein System von Bedingungen gegeben ist. aber nicht umgekehrt die Zahl die Zeit voraus. Gerade dies erweist sich nunmehr als der methodische Vorzug der Zahlwissenschaft. . daß in ihr das „Was" der Elemente. sondern ein reines Verhältnis der begrifflich systematischen Abhängigkeit. daß sie auf komplexere Weise durch Anwendung der erzeugenden Relation aus der Grundeinheit hervorgeht und somit die Elemente. die ihr vorangehen. objektives" Gebilde. Phasen « — — Hamilton — — alle inhaltlichen Sonderbestimmungen entfernt und lediglich das Moment der „Ordnung im Fortschritt" festgehalten hat *. m. ist der Umstand. So setzt die Zeit wenn man darunter die konkrete Form des . inneren Sinnes" versteht zwar die Zahl. unbekümmert um die Verdie einen variante änderlichkeit dieser Inhalte. Die niedere Zahl ist der höheren „vorausgesetzt": aber dies bezeichnet nicht das physische oder psychologische Früher und Später. Wir erschaffen dadurch ein neues . daß die Bedeutung des einen Begriffs i wenn die des anderen feststeht. als logische Bestandteile und in sich aufnimmt.. Was die „spätere" Stelle kennzeichnet. bestimmten fortschreitenden Zusammenhang bilden. erst erhellt. außer Betracht bleibt und lediglich das „Wie" dieses Zusammenhangs berücksichtigt wird. Aufsatz „Kant und die moderne Mathematik". B. da können wir. den der auf diese Weise entsteht. 34 f. das sich in verschiedenen Inhalten erfüllen kann. Kant- Hamiltons Studien XII.. wenn man zuvor wie es tut aus dem Begriff der Zeit selbst z. Die Arithmetik kann dann und nur dann als die Wissenschaft der reinen Zeit definiert werden. die Systemform selbst als Infesthalten und ihre Gesetze deduktiv entwickeln.

in ihrer spezifischen Bestimmtheit wieder. Gesamtsystems : Kardinalzahl * Vgl. 54. die zunächst als Charakteristik des letzten Elements gewonnen wurde. die bisher als bloße logische Abfolge von Denksetzungen abgeleitet wurde. insbesondere Helmholtz und Kronecker entwickelt haben. So grundlegend indessen das begriffliche Moment der auch ist. als Ausdruck der Vielheit verstanden und verwendet werden soll. § 53 . im allgemeinen übereinstimmend vollzogen. Was sind und was sollen die Zahlen. zugleich als eine Charakteristik des ansehen wir nennen sie die des betrachteten Systems und sagen von diesem nunmehr. Die Zahl n. so gibt hier das Ziel. in einer anderen Richtung der Betrachtung. gleichzeitig die gesamte Operation. bes. durch die hindurch wir es erreichen. läßt sich also. sobald wir einmal die Relation. S. so können wir es auf den zuvor entwickelten Inbegriff der Zahlen in bestimmter und eindeutiger Weise beziehen. dem letzten Gliede des Systems eine bestimmte Ordinalzahl.» Dieser Akt der Zuordnung aber. 161. und wir bedürfen dessen nicht. «. zuzuordnen. wie sie-.eh Dedekind. "j Dedekind.Diesem Gegenstand wirksamen Dingen zu verwechseln. faßt zugleich alle seine früheren Phasen in sich: denn da der Fortschritt von i zun nur auf eine einzige Art erfolgen kann. Wir gelangen auf diese Weise. Ist irgendein endliches System gegeben. so ist doch in ihm der gesamte Inhalt des Zahlbegriffs nicht erschöpft. daß es aus n Elementen bestehe*. Dieser Übergang von der reinen Ordnungszahl zur Kardinalzahl wird von den verschiedenen ordinalen Theorien der Arithmetik. zu dem wir gelangen. indem wir der vorgeschriebenen festen Ordnung der Stellen folgen. der das Verfahren abschließt. Wir gelangen zu einer neuen gedanklichen Wendung. schließlich — Ordnung dazu. indem wir jedem Element des Systems eine und nur eine Stelle dieses Inbegriffs entsprechen lassen. aus der er erwächst. sobald die Zahl. in ihrer Reinheit ergriffen haben. können wir nicht empirisch seine „Eigenschaften" ablesen. da er in all seiner Bestimmtheit vor uns steht. neb.

Aufsätze. Inhalt gekein eigentlich neuer schaffen wird. 33. daß die betrachtete Mannigfaltigkeit ein endliches System Auch die Definitionen der arithmetischen Grundbildet. denen die Kardinalzahl a und b zukommt. Lpz. von der Ordnung.. operationen können nunmehr ohne Schwierigkeit auf die neue Zahlart übertragen werden.. (Philosoph. daß es eine und nur eine Kardinalzahl der gegebenen Menge geben könne. wenn wir zur Addition der Kardinalzahlen übergehen. klärung bleibt ohne weiteres in Kraft. von a ausgehend. . trachtet. der sich hier vollzieht. es zeigt sich. um b Schritte . daß wir die Stelle der Reihe bestimmen. die die ordinale Theorie entwickelt hat. daß also die Stelle. der reinen Ordnungszahl die Bildung der daß wir. eine weitere Anwendbarkeit gewinnen. „Kardinalzahlen" läßt uns somit keinerlei Betrachtung der neue Eigenschaft und keine neue Beziehung entdecken.weiterzählen". indem wir die auf a folgenden Zahlen gliedweise Diese Erden Elementen der Reihe 1 2 3 . schiedenen Sprachen gelesen werden können *. auf die wir zuletzt treffen. daß die Formeln. sobald man nur an der Bedingung festhält. S. unabhängig sei. So bedeutet etwa innerhalb (a + b). Zählen und Messen. h.) 54 . daß aus der Zusammenfassung der Elemente zweier Mengen. die sich nicht zuvor aus dem bloßen Moment der Ordnung hätte gewinnen lassen: nur dies wird erreicht. 1887. in der die Anzahl der Glieder durch die Zahl (a 4. Diese Voraussetzung kann wie insbesondere Helmholtz gezeigt hat indessen ohne die Annahme irgendeines neuen Postulats aus den Prämissen der ordinalen Theorie in aller Strenge bewiesen werden. Zeller gewidmet. in welcher wir die Glieder der Menge nacheinander betrachten und herausheben. zu der wir gelangen. mathematischer Funktion * Helmholtz.b zuordnen. erkenntnistheoretisch beEd.^-^ »Hierbei ist allerdings vorausgesetzt. d. eine neue Menge C hervorgeht.b) Die in der zuvor bestimmten Bedeutung angegeben wird. indem sie nunmehr gleichsam in zwei ver- — — Summe . so ist es nichtsdestoweniger unverkennbar. daß in der Bildung der Kardinalzahl eine neue logische Wenn in der Theorie der Ordsich betätigt. Wenn somit durch den Übergang.

für diese Verschiedenheit der Dinge eine entsprechende Verschiedenheit von Zeichen einzuführen. ordinalen" Theorie der Zahl häufig verkannt worden. muß in der Tat zu der von Auffassung führen. in sich geschlossenen System. so tritt jetzt die Forderung ein.. sondern zugleich den Aufbau und das formale Prinzip der Gesamtreihe repräsentiert. in welchem jedes Glied nicht nur für sich steht. das sie wechselseitig verknüpft. Von der unmittelbaren Beschaffenheit der Dinge scheinen wir demnach in den Aussagen über Zahlenverhältnisse nur deshalb absehen zu können. so bedarf es keiner weiteren speziellen Voraussetzung mehr. die Reihe nicht nur nacheinander in ihren einzelnen Elementen. Die Begründung der Theorie. weil wir die Wirklichkeit der Objekte zuvor durch die ihrer sinnlichen „Abbilder" ersetzt haben. auf denen alle Unterscheidung und alle Verknüpfung von Zahlen beruht. wie sie z. in sich faßt. • ^ Sind aber diese beiden logischen Grundakte. ist daher erfüllt. „Zeichen" aber sind als solche zunächst selbst nichts anderes. Erst in dieser Synthese vollendet sich die bloße Folge der Ordnungszahlen zum einheitlichen. rationalen Ableitung. Das vorangehende Moment soll durch das folgende nicht einfach verdrängt werden. als Gruppen wahrnehmbarer Objekte. gegeben wurde. sondern seinem gesamten logischen Gehalt nach in ihm aufbehalten bleiben. Nicht ein Absehen von den physischen Gegenständen. Freilich ist gerade dieser auszeichnende Grundcharakter in der Beurteilung der . daß hier zunächst konkrete Mengen von Gegenständen als gegeben vorausgesetzt werden und daß alle Leistung des Denkens sich darin erschöpfe. die sich durch ihre Gestalt und Stellung sichtbar voneinander unterscheiden. sondern als ideelles Ganzes zu erfassen. um das Gebiet und den Operationskreis Die Forderung einer rein der Arithmetik zu bestimmen. B. die von aller Anlehnung an die empirischen Verhältnisse physischer Objekte absieht. sondern umgekehrt eine Ver- Helmholtz 55 . '•'einmal anerkannt. so daß der letzte Schritt des Verfahrens zugleich alle vorhergehenden und das Gesetz.nungszahl die Einzelschritte als solche festgestellt und in eindeutiger Folge entwickelt wurden.

69 ff. niemals in den Zeichen. ermöglicht die Rückführung auf das nominalistische Schema.{ dichtung und Konzentration ihres sinnlichen Gehalts wäre somit der echte Anfang der Zahlbildung. Wäre es anders. II (Jena 1903). Mathematikern hat sodann vor allem F r e g e in eindringender Einzelkritik dargetan. L e i b n i z dessen ganzes Denken doch auf den Plan einer „allgemeinen Charakteristik" konzentriert ist. die wir auf ihre Form und ihre Größe. 66 . wenn sie lediglich nach dem. wären in der Tat nur gewisse . widerspricht indessen in Wahrheit ihrer eigentlichen und tieferen logischen Tendenz. den Gehalt der gültigen Urteile über Zahlen in Aussagen von dieser Art und Beschaffenheit umzudeuten. 1 * S. was sie sinnlich sind. die hier geschaffen werden. Was auf diese Weise übrig bliebe. würden ihre charakteristische Leistung verlieren. Die „Zeichen". bisweilen nahegelegt zu werden scheint. hat daher gegenüber den formalistischen Theorien seiner Zeit den logischen Sachverhalt. bald der ideale Gegenstand. die durch die Darstellung.« Nur die Zweideutigkeit in der Verwendung des Begriffs des Zeichens.. die die Theorie der Ordinalzahl bei verschiedenen Mathematikern erfahren hat. 139 u. sondern in den obwie er jektiven Beziehungen zwischen den Ideen. Frege s. daß sie sich selber untreu wird. An die Stelle der leeren Symbole tritt im Verlauf der gedanklichen Entwicklung wiederum unvermerkt der Gehalt der arithmetischen Begriffe*. so müßten wir so viele Formen der Wahrheit unterscheiden. S. Bilder". was sie gedanklich bedeuten. Unter den modernen als es Weisen der Bezeichnung gibt. wie die Arithmetik der Zeichen sich nur dadurch am Leben zu erhalten vermag. daß darunter bald das bloße Dasein eines sinnlichen Inhalts verstanden wird. nur der Umstand.. würden aufhören Zeichen zu sein. beurteilt würden. Die „Basis" der Wahrheiten liegt. ihre Lage und ihre Färbung untersuchen könnten: kein noch so extremer mathematischer „Nominalismus" aber hat jemals tatsächlich versucht. mit aller philosophischen Klarheit bezeichnet. Jede derartige Auslegung. Grundgesetze der Arithmetik. . Bd. ausspricht. der hier zugrunde liegt. nicht nach dem. . der durch ihn bezeichnet wird.

Die Mannigfaltigkeiten. die man zurückbehält: denn . so sind es rein rationale Momente. um zum eigentlichen logischen Kern des Gedankens vorzudringen. als s6i in allen bisherigen Bestimwesentliche mungen gerade das Moment außer Betracht geblieben. In dieser Regel wurzeln auch alle die echten „formalen" Bestimmungen. sind nicht empirisch vorhandene. : — ) * Vgl. die sie zugrunde legt. Die Analysis der Zahl schien erst dann abgeschlossen. da wurde man auf den als seine notwendige und hin- Wo Klassenbegriff reichende Voraussetzung zurückgeführt. 57 . die die Zahlenreihe auszeichnen und sie zum Grundtypus eines begrifflich erkannten und beherrschten Zu- sammenhangs überhaupt machen. so man jedoch auf die tatsächliche Entwicklung.0 r d n u n g" ist nichts. die nach einer konstanten Regel aus einem einmal festgesetzten Anfang fortschreitend konstruiert werden. Blickt die die hat. S. moderne mathematische Prinzipienlehre genommen kann es scheinen. wie man ihr entgegengehalten hat *.. den Zahlbegriff in rein „logische Konstanten" aufzulösen. Paris 1896. allen Sondergehalt der Zahl aus der allgemeinen Funktion des Begriffs überhaupt herzuleiten begriffliche Formung aber bedeutete wiederum nach der herrschenden logischen Grundüberzeugung nichts anderes als die Zusammenfassung der Gegenstände in Arten und Gattungen vermöge der Subsumption unter generelle Merkmale. III.De Tlnfini mathematique. So bedarf denn auch die Theorie in ihrer reinen Durchführung nicht. Couturat. das ihnen erst kraft gedanklicher Relationen zukommt. sondern ideell definierte Inbegriffe. Ist dies aber einmal geschehen. wenn es gelungen war. der Voraussetzung einer Menge physisch gegebener Einzeldinge. immer man versucht hat. die man abstreifen und mathematischen muß. in dem die logische Charakteristik der Zahl sich erst vollendet. was sich in den sinnlichen Eindrücken unmittelbar aufweisen ließe. sondern etwas. 318 ff.Die nominalistische Darstellung bildet daher auch in der Theorie der reinen Ordnungszahlen nur eine äußere Hülle.

denen diese Bedingung nicht er- . zu je einem Gesamtkomplex vereinigen. Wir fassen. unter welchen Bedingungen wir zwei Mengen hinsichtlich ihrer Zahl als betrachten.Zahlbegriff. durch welche sich die Glieder der beiden Mengen einander Um von Zahlen gleichwertig wechselseitig eindeutig zuordnen lassen. was sich diesem Grundschema nicht einfügt. nur eine Vier und bewältigen. die in beliebig vielen Einzelexemplaren gegeben sein kann. was die Gleichheit bedeutet. in eine bei Gattung zusammen. um ihn gedanklich zu entfernt werden. sondern den Begriff dieser und jener Zahl. suchen wir nicht sie selbst unmittelbar in inhaltlich einfachere Bestandteile zu zerlegen. Das Kriterium für die Gleichzahligkeit zweier Mengen aber besteht darin. ist damit zugleich mittelbar die Eigenart des Merkmals bestimmt. i Merkmale die sie mit keinem anderen Gegenstand möglich sein. alle Mannigfaltigkeiten. indem wir Gruppen. die sich auf diese Weise miteinander verknüpfen lassen. daß es möglich ist. Es handelt sich hier nicht um die Angabe einer Gattung. zu bestimmen. So mußte aus zuvor dem alles bestimmten Allgemeinbegriff.. das wir in beiden als identisch annehmen. was die Zahl ihrem reinen Wesen nach . für die ein solches Verhältnis der „Äquivalenz" oder der eindeutigen Zuordnung der Glieder während wir Mengen. eine bestimmte Relation anzugeben. beiden Soll kommen bestimmte mathematische zu. 58 besteht. sondern fragen zunächst. Sobald einmal festgestellt ist. Betrachten wir nicht den Gedanken der Zahl überhaupt. Kraft dieses Verfahrens der Zuordnung stiften wir unter den unendlich vielen möglichen Klassen von Gegenständen bestimmte Zusammengehörigkeiten. Es gibt nur eine Zwei. Hier aber entsteht für die Theorie zunächst eine prinzipielle Schwierigkeit. so haben wir es in ihm nicht mit einem logischen sondern mit einem Individualbegriff zu tun. sondern um die Fixierung einer eindeutig bestimmten Stelle innerhalb eines Gesamtsystems. Eigenschaften und teilen. mit andern Worten. so trotzdem die Reduktion des Zahlbegriffs muß hier- auf den Klassenbegriff für ein anderer Weg eingeschlagen werden.ist".

als als das Kriterium das eigentlich konstitutive Merkmal heraushebt. so definiert demnach F r e g e. daß das Gleiche für alle Mengen des betreffenden Komplexes gilt. als Ist dies M — — .. Das Verhältnis. herauslösen und als für sich denkbaren Gegenstand auffassen. stehen. die unter ihn fallen. von einem vorgegebenen Inbegriff er sich irgendeiner Menge des Gesamtkomplexes Glied für Glied zuordnen läßt. so kann weiterhin jede Einzelmenge hinsichtlich des Merkmals der Äquivalenz als vollständiger Repräsentant ihrer Gesamtgattung betrachtet werden: denn da sich zeigen läßt. das wir in gewöhnlicher Ausdrucksweise als die Zahl jedes . aller kömmliche des Zahlbegriffs selbst beruht. Wenn der herdarin besteht. die alle Inbegriffe eines derartigen Komplexes untereinander besitzen. die einzelnen Zahlen als . so genügt nachzuweisen. auf dem ist Es daß sie dasjenige. gegeben".. das in der Gleichung ausgesagt wird. was in der gewöhnlichen Ansicht lediglich der Anzahlgleichheit erscheint. ist das allein Bekannte.. — somit das Charakteristische dieser Auffassung. sondern zugleich mit ihnen auch alle diejenigen Klassen ins Auge fassen. daß zwei Mengen. haben wir damit dasjenige Moment gewonnen. auf den griffe F zukommt" . deren Elemente zu denen des betrachteten Inbegriffs im Verhältnis der eindeutigen Zuordnung füllt ist. um darin die Gewißheit zu besitzen. es auch untereinander sind. als bekannt vorauszusetzen und dann auf Grund dieser Bekanntschaft über ihre Gleichheit oder Ungleichheit zu entscheiden. während die E 1 e die dieses e n t e Verhältnis eingehen. welche dem Bedieser Inbegriffe bezeichnen.ist der diese Ableitung in ihren Grundzügen zurückgeht Umfang des Begriffes: gleichzahlig dem Begriffe F. nicht für sich allein betrachten.Die Anzahl. 59 . in ihrer Bedeutung zunächst noch unbestimmt sind und erst kraft der Gleichung allmählich be- Inhalt Weg m . geschehen. daß es.verschiedenen Gattungen zugehörig betrachten. die einer dritten äquivalent sind. Indem wir nun die gemeinsame Beziehung. so gilt hier das umgekehrte Verfahren. indem wir die Gegenstände." Wir fassen den Gedanken der Anzahl eines Begriffs.

Jonas C o h n Voraussetzungen tmd Ziele des Erkennens. S. wie nachdrücklich betont wird. 129 ff. der sich so als eine Gleichung auffassen läßt. von allen diesen Funktionen gänzlich abzusehen und dennoch auf einem neuen Wege den vollständigen Aufbau des Zahlenreichs und seiner Gesetze zu erreichen. was als gleich zu beHier ist in der Tat eine methodische mathematischen Begriffsbildung zugrunde liegt. nicht in den sinnlich physischen Dingen selbst. Philos. Leipzig 1908.. die in der ordinalen Theorie zur gegliederten Reihe der Ordnungszahlen hinführen. um das es sich hier handelt. . die hier entwickelt wird. scharf bezeichnet: das „Gebilde" soll seinen gesamten Bestand aus den Relationen erhalten. „Unsere Absicht ist. . Wir wollen also . . die logisch einfacher ist als das Ganze der Funktionen. wenn es gelänge. Kussell und Peano. 287 ff H u s s e r 1 Philosophie der Arithmetik. begegnet die Theorie. oben. die aller leitung der Zahlenreihe aus dem Klassenbegriff tatsächlich vollzogen oder bewegt diese Ableitung sich in einem Zirkel." so schildert Frege das allgemeine Verfahren „den Inhalt eines Urteils zu bilden. ist in der neueren logisch- mathematischen Literatur lebhaft diskutiert worden: ich verweise für die positive Darlegung der Theorie besonders auf die Schriften von Frege. wissensch. gemeinsame Eigenschaft" gewisser Inhalte und Inhaltsgruppen. 60 . sich dennoch in einem formalen faßt die Zahl als eine . daß jede Seite dieser Gleichung eine Zahl ist. Ein Fortschritt der Analyse wäre offenbar nur dann erreicht. indem sie stillschweigend bereits Begriffe aus eben dem Gebiet voraussetzt. Über An- schauung und ihre psychische Verarbeitung. Viertel jahrsschr. das sie zu deduzieren unternimmt * ? / Mit der empiristischen Anschauung vom Wesen der Zahl." trachten Tendenz. . Kerry. für die Kritik auf B. S. 158 ff. f.52f. Nur die eine Frage bleibt zurück. S. Halle 1891..).stimmbar werden. I. die sie aufs schärfste bekämpft. Auf diesen Punkt also muß sich fortan die kritische Untersuchung konzentrieren: ist die Abis t. sondern lediglich Momertt: auch sie * Das Problem. mittels — — des schon bekannten Begriffs der Gleichheit das gewinnen. die es erfüllt (vgl.. ob in der Beziehung der Äquivalenz zwischen Klassen wirklich eine Relation erfaßt ist. XI. Nur sind die Substrate der Zahlaussagen.

so ist gar kein Mond oder ich sage: die Venus hat Aggregat von Monden da. nämlich die. Wenn ich sage: „der Wagen des Kaisers wird von vier Pferden gezogen. die lediglich die Zwecke der arithmetischen Wissenschaft ins Auge faßt. hat die frühere Entwicklung dargetan: den Begriffen wird eine gewisse Zahlbestimmung aufgeprägt. als eigentümlicher Vorzug betont." Dieser Umstand allein erklärt denn auch die universelle Anwendbarkeit der Zahlaussage. zugleich unmittelbar diejenigen sind.." so lege ich die Zahl vier dem Begriffe „Pferd. auf Dinge. sondern auf die Begriffe.den Begriffen dieser Dinge zu suchen.. das den Wagen des Kaisers zieht". Der künstlichen Ableitung. . durch die sie in Klassen von eigentümlicher Beschaffenheit geschieden werden. auf innere und äußere Erscheinungen. Gerade dies wird gegenüber der Auffassung. zu Klassen « 61 . wenn sie mit anderen. Jedes Urteil über Zahlenverhältnisse legt nicht den Objekten. wie auf Ereignisse und Handlungen erstrecken kann. die gleichzeitig den stehen. die die Zahl im wirklichen Ganzen der Erkenntnis besitzt. zu denen sie im Verhältnis der gegenseitig eindeutigen Zuordenbarkeit der Umfangselemente in zusammengefaßt werden. von dem etwas ausgesagt werden könnte. Diese scheinbare Mannigfaltigkeit des Gebiets des Zählbaren erweist sich bei schärferer Betrachtung als strenge Gleichförmigkeit: denn die Zahlangabe geht niemals auf die heterogenen Inhalte selbst. die hier abgeleitet werden. Venusmond" wird dadurch eine Eigenschaft beigelegt. nichts unter sich zu befassen. sondern ihren Begriffen bestimmte Merkmale bei. die von der reinen Ordnungszahl ausgeht. soll gleichsam eine natürliche entgegentreten. unter die sie gefaßt sind.Wenn Monde. Diesen Darlegungen gegenüber aber muß sich zunächst ein Einwand aufdrängen. die sich gleich sehr auf Stoffliches und Unstoffliches. die für ihren . betrifft somit stets dieselbe logische Wesenheit. daß die . aber dem Begriffe .. logischen" Eigenschaften der Zahl. Die Theorie. die hier vertreten wird. bei.. Gebrauch im täglichen Lebfen" bestimmend und wesentlich sind. Wie dies genauer zu verstehen ist. sondern die eigentliche Funktion aufweisen. will keineswegs einen Allgemeinbegriff der Zahl willkürlich ersinnen.

die wir von der Zahl machen. Die spezifische Bedeutung der „Vier" oder der .. ist dieser Zusammenhang aufgehoben. die wir hier : « betrachten. ohne daß damit zugleich der Gesamtgehalt des besonderen Zahlbegriffs verloren ginge. aber damit ist einstweilen über ihre . Die Definition der einzelnen Zahl bestimmt zugleich und unmittelbar das Verhältnis. Gleichviel" verwandeln. fällt mit dem eigentlichen Sinn.konkreten Anwendungen. verschiedene Gruppen von Elementen zusammenzustellen und unter einem bestimmten Gesichtspunkt als gleichartig aufzufassen. also als Zahlen im Sinne der ordinalen Theorie. ohne daß sich ihm in diesem Prozeß irgendwie das charakteristische Bewußtsein der reinen Zahlbegriffe ergäbe.. Die Betrachtung dieser Aufgabe aber führt zu einem tieferen methodischen Gegensatz zurück. gerecht wird.. daß ihr nur als Stelle im Gesamtsystem ein fester Wert zukommt. in welchem sie zu den übrigen Gliedern des Gebiets steht.Zahr' im gewöhnlichen Sinne des Wortes noch keinerlei zureichende Bestimmung gewonnen. daß schon zuvor die einzelnen Gruppen als bestimmt gegliederte Folgen von Elementen. Eine schärfere Untersuchung zeigt indessen. so werden wir durch sie zwar daß dieses in den Stand gesetzt. Es ist die Grundeigentümlichkeit der ordinalen Theorie. Beschränken wir uns lediglich auf die bisherigen Festsetzungen. es bleibt als selbständige Frage und Aufgabe der Erkenntnis zurück. in keiner Weise zusammen. In der allgemeinen Ableitung der Kardinalzahl. Das „Wieviel" der Elemente im gewöhnlichen Sinne läßt sich durch keine logische Umdeutung in eine bloße Aussage über das .oder Siebenergruppen resultieren es sei denn. Auch sie 62 . der zwischen den beiden Auffassungen der Zahl besteht. den wir mit den Zahlurteilen in der tatsächlichen Erkenntnis verbinden. daß in ihr die Einzelzahl niemals etwas für sich allein bedeutet. erfaßt worden sind. Ziel nicht erreicht wird: denn was hier logisch deduziert wird. Unser Denken könnte in der Tat beliebig viele „äquivalente" Mengen durchlaufen und in ihrem wechselseitigen Verhältnis betrachten. Sieben" kann niemals aus der bloßen Nebeneinanderstellung noch so vieler Vierer. und dieses Verhältnis läßt sich nicht wegdenken.

wie es nach der herkömmlichen Abstraktionstheorie der Fall sein müßte. Später". kann zur Absonderung eines identischen Merkmals in ihnen führen. — Zum Begriff der Progression s. so ist damit streng genommen der Streit über den methodischen Vorrang der Ordnungszahl bereits aufgehoben: denn wo ließe sich eine sicherere Auskunft über das „Wesen" der Zahl im erkenntniskritischen Sinne gewinnen. S. daß diese Erklärung für die methodischen Zwecke der reinen Mathematik im Grunde unerheblich sei. daß sie sich rein und vollständig in der Form einer „Progression" darstellen und entwickeln läßt *. worin der eigentliche Zahl Charakter wurzelt. betonen daher. sondern nur eine nicht näher bestimmte logische Eigenschaft. nicht. Die Begriffsbildung. Was der Mathematiker an der Zahl' betraclitet.. auf denen die Ordnung der Stellen beruht. sondern auf die Heraushebung und Festhaltung der Verschiedenheit gerichtet. § 230. auf welche die Zahl zurückgeht. Wird dies aber einmal zugestanden. Die Zahl mag an sich selbst sein. aber dieses Merkmal ist an sich noch nicht . das sind lediglich die Eigenschaften.freilich notwendig darauf bedacht sein. noch bevor irgendetwas über das VerhältAbfolge feststeht. In Wahrheit aber ist es eben das Moment. ob. was sie will: für Analysis und Algebra kommt sie einzig dadurch in Betracht. ist. Die Betrachtung von Mengen. ihrer eigentlichen Tendenz nach. des „Mehr" oder „Weniger" tritt. Die gemeinsame Eigentümlichkeit gewisser Klassen bestimmt. auf die Heraushebung des Gleichartigen. indem es zu ihnen in ein Verhältnis des „Früher" oder . die die Erklärung der Zahl durch äquivalente Klassen am strengsten und folgerichtigsten durchgeführt haben. als in ihrem allgemeinsten wissenschaftlichen Gebrauch? * Russell. ein festes Prinzip der Einzelzahlen aufzustellen und logisch der zu deduzieren. 49. 63 .Zahr'. das hier zunächst ausgeschaltet wird. Es wird zur Zahl erst. Selbst diejenigen Denker. aber der Sinn der Elemente soll dennoch vor muß Anordnung dieser Glieder sind als die nis ihrer Ordnung und unabhängig von ihr feststehen. indem es sich von anderen Merkmalen desselben logischen Charakters abhebt. die sich einander gegenseitig eindeutig zuordnen lassen..

sein soll. die wir mit Zahlbegriff im vorwissenschaftlichen Denken verbinden.die Berufung auf die Bedeutung. sondern lediglich im Verhältnis zu anderen Mengen zukommen soll. verbunden sind. Die Analyse zum mindesten bietet keine Stütze der Theorie. sondern aus der Vergleichung erst gewonnen werden soll. hier dagegen. wo dieser Wert nicht vorausgesetzt wird.Klassen" abgeleitet werden. etwa die Klasse der Jupitermonde mit der der Jahreszeiten.. Jede Reflexion auf den eigentlichen Tatbestand des Denkens läßt vielmehr sogleich den inneren Unterschied zwischen dem Gedanken der und dem der Zahl klar hervor- Und auch dem psychologische Äquivalenz was sie nach dieser Ableitung noch immer eine eigentümlich verwickelte und schwierige Aufgabe. so bliebe es und festgehalten wird. derart ungleichartige Gruppen überhaupt aufeinander zu beziehen. entbehrt diese selbst jeder festen Direktive und Richtschnur. hält hier nicht stand. daß sie einem . den Prozeß aufzuweisen. welchen Sinn hätte es.. in jeder Form der Ableitung. Denn die Zahl bedeutet hier eine Beziehung zwischen inhaltlich gänzlich heterogenen Klassen. allein Wäre die Zahl das. kraft dessen ein derartiger Begriff im Bewußtsein entsteht treten. Dieser Vorwurf ist indes zum mindesten zweideutig: denn der Zahlbegriff kann in der Tat. r : 64 . nachdem bereits auf anderem Wege der „Zahlwert" für jede dieser Klassen und dadurch mittelbar eine Übereinstimmung zwischen ihnen festgestellt ist. als einen reinen Relationsbegriff bedeuten. nichts anderes. die Menge der Kegel im Kegelspiel mit der der Musen zusammenzustellen! Eine derartige Vergleichung ist verständlich. extremen Relativismus" Vorschub leiste. sofern hier die Bestimmtheit der Zahl eine Beschaffenheit sein soll. die einer Menge nicht an sich selbst. soll hier j ede einzelne dieser Setzungen aus einem Verhältnis gegebener . die sich wechselseitig aufeinander beziehen. Nur das Gebiet und gleichsam der logische Ort der Relation ist hier verschoben denn während es sich in der ordinalen Theorie um ideelle Setzungen handelt. die durch kein weiteres Moment. Man hat der Theorie der Äquivalenz vorgehalten. als eben die Möglichkeit der gegenseitigen Zuordnung. Welches gedankliche Motiv bestände aber.

eins" aufzufassen. XI. irgendein Glied einer Klasse u herauszugreifen und es auf ein Glied einer andern Klasse v zu beziehen.. 112 ff.Eins" fortgeschritten wird. ein Element als . . Zur Kritik Freges s. Grundlagen der Arithmetik S. Wir können vielmehr umgekehrt den Begriff — — i über diesen Punkt: Frege. Substanzbegriff 5 65 . S. Philos. ja so trivial sie zu sein scheint. a. aber es folgt daraus nicht. wiss." so heißt es z. Schon in der Erklärung der Null zeigen sich erhebliche Schwierigkeiten denn es hat offenbar keinen Sinn. 82 Russell. daß der Begriff der „Eins" vorausgesetzt ist. keine Glieder besitzen. sowie von Poincar6. . daß diese Klassen. denn die „Gleichzahligkeit" zweier Klassen wurde lediglich dadurch erkannt. ff. so tritt der Zirkel in der Erklärung doch alsbald wiederum deutlich hervor. so einfach. von der wechselseitigen eindeutigen Zuordnung der Glieder verschiedener Klassen noch in dem Fall zu sprechen. Was es heißt. vielfach bestritten worden. jetzt auch Natorp.Die Voraussetzungen. Es ist etwas anderes so hat man eingewandt ob ich die Zahl Eins in ihrer strengen arithmetischen Bedeutung oder ob ich sie nur in dem vagen Sinne nehme. wenn ich aufgefordert werde. * Vgl. die hierbei zugrunde liegen. sobald zur Definition der . wenn wir von einem Individuum sprechen. ihrer De- am finition nach. II. Science et Methode.. B. — Cassirer. bei Russell. treten deutlichsten hervor. f. Viertel jahrsschr.Daß jedes Individuum oder jedes Glied einer Klasse in gewissem Sinne eins ist. 287 ff. unter diesem Gesichtspunkt eine strenge logische Definition der einzelnen Zahlwerte zu geben und die Bedingungen festzustellen. daß wir jedem Element der ersten Klasse eins und nur eins der zweiten zuordneten. unter welchen wir zwei dieser Werte als unmittelbar aufeinanderfolgend bezeichnen wollen. sobald dazu übergegangen wird.. S. „ist natürlich unbestreitbar. 113 nebst der Kritik von Kerry. das wurde hier schon von Anfang an als bekannt vorausgesetzt. den der unbestimmte Artikel bezeichnet: lediglich dieser letztere Sinn aber wird vorausgesetzt. O. Livr. Paris 1908. Aber selbst wenn diese Schwierigkeit durch komplizierte logische Umdeutungen des Begriffs der Äquivalenz gehoben werden könnte*.. Freilich ist diese Bemerkung. a.

" Unter diesem Gesichtspunkt wird die Bedeutung der Aussage. drittes. Man sieht. um die Erklärung zu vollenden. Frege. jede Klasse. Legen wir indessen dieses Verfahren der Setzung und Unterscheidung zugrunde. So wird z. wenn für den Fall.des Individuums als den grundlegenden ansehen. von welchem der Begriff Eins abgeleitet ist. die hier gegeben werden. B. als vielmehr lediglich auf kunstvolle Art schrieben ist. daß diese Klasse nicht Null ist und daß. wie hier. ihre — 66 • Russell.. die Elemente x. y verschiedene Termini der Klasse u sind und z von X und y verschieden ist. zu der z gehört. daß eine Klasse u „e i n" Glied (in arithmetischem Sinne) besitze. die Klasse von 2 Gegenständen von Russell durch die Bedingungen definiert. wie wir sahen. Denn um die Erklärungen. Grundlagen S. zu verstehen. dahin bestimmt. sowohl x und x' als auch Es ist jedoch leicht ersichtlich. Allgemein müssen wir. es einen anderen von x verschiedenen Terminus y der Klasse gibt. 40 ff. . sich von u unterscheidet. Progression" zu bringen und erst diese Form ist es. während er gleichzeitig auf einen um- anderen Terminus y bezogen und je nach den besonderen Bedingungen mit ihm als übereinstimmend oder als von ihm verschieden beurteilt werden soll. y z in fortschreitender Sonderung erschaffen und damit mittelbar bereits als erstes. wenn x. daß sie überhaupt Termini besitzt und daß. daß z und x' zu y die Beziehung R haben.. so haben wir damit nichts anderes getan. sobald u und y u's sind. daß hier die logische Funktion der Zahl nicht sowohl abgeleitet. Eine analoge Bestimmung soll sodann den Begriff der gegenseitig eindeutigen Beziehung zwischen Termen fixieren: R ist eine derartige Beziehung. als die Zahl im Sinne der ordinalen Theorie vorweggenommen. § 496.. § 124—126. während weiterhin. um die verschiedenen Zahlen in die Form einer bestimmt geregelten . daß ein Terminus x gedanklich festgehalten und als mit sich selbst identisch erfaßt werde. wird zum mindesten erfordert. wenn x einer ihrer Termini ist. X mit y identisch ist. zweites. Glied unterschieden werden müssen. auf der. und x die Beziehung R zu y und y' besitzt. y und y identisch sind *.

Um m — m 6* 67 . 89.) Hier wird also innerhalb des Inbegriffs F eine Unterscheidung getroffen. in der je zwei benachbarte Glieder der natürUchen Zahlenreihe zueinander stehen. welche dem Begriffe „ „unter F fallend.e3 gibt einen Begriff F und einen unter ihn fallenden Gegenstand x der Art. S. aber nicht gleich a. daß wir den Bestandteil von v. wenn irgendeine Zahl n gegeben ist. Daß aber in dieser Auffassung die logische Ordnung der Begriffe in der Tat verkehrt ist. als ein anderes „zweites" abzuheben. Dieses Verhältnis der „Nachbarschaft" zwischen 2 Zahlen wird nun nach der Theorie dadurch bestimmt. O. im Grunde auf genau dieselbe nintellektuellen Synthesen zurückgegriffen. ist": dieser Satz wird als gleichbedeutend damit erklärt. Auch hier wird also gefordert. das bei dieser Form der Beziehung unverbunden Somit wird bleibt. B.Gebrauch beruht das uns gestattet. auf denfen in der Theorie der Ordnungszahl der Fortschritt von einer Einheit zur nächsten beruht: und nur darin liegt der methodische Unterschied. der sich den Gliedern von u eindeutig zuordnen läßt. daß wir die entsprechenden Klassen u und v miteinander vergleichen. daß in der einen Klasse (v) ein Glied zurückbleibt. die nächsthöhere zu definieren. a. so werden wir V relativ zu u als nächsthöhere Klasse bezeichnen. daß n in der natürlichen Zahlenreihe unmittelbar auf folgt. welche dem Begriffe F zukommt. daß diese ihr wissenschaftlicher ein Bedeutung und Prinzip — besitzen. „nächstniederen" Zahl verwandt. n ist und daß die Anzahl." " zukommt. ergibt sich aus einer letzten entscheidenden Erwägung. daß die Anzahl. dal3 diese Synthesen dort als freie Setzungen erscheinen. um von ihm sodann dasjenige Glied. Es handelt sich somit auch hier n\ir um eine Umschreibung der „populären" Begriffsbestimmung.. das Fehlen einer „Einheit" unterschieden ist. zunächst für sich als ein Ganzes herausheben. menten — * die Beziehung zu erklären. F r e g e von dem Satz aus: . indem ein einzelnes Glied x herausgehoben und den übrigen gegenübergestellt wird: die Gesamtheit dieser übrigen wird dann zur Definition der benachbarten. wonach jedes Glied der Zahlenreihe von der benachbarten durch „Hinzufügung" bzw. indem wir ihre Elemente gliedweise einander zuordnen: findet es sich hierbei. Die Bestimmung der Zahl durch die Äquivalenz von Klassen setzt voraus. während sie hier der Anlehnung an gegebene Klassen von Ele/ bedürfen *. (A. geht z. das keine entsprechende Abbildung in der anderen (u) besitzt.

wie sich zeigte. von Klassen. daß es zur Herstellung dieser eindeutigen Beziehung nicht erforderiich sei. die Einzelklassen. die gegeben die sind. — sind. das als Ausgangspunkt dient. es genüge vielmehr die Angabe eines allgemeinen Gesetzes. auf das in keiner logischen Ableitung des Zahlbegriffs verzichtet werden kann. aber wären wir von den Klassen selbst zurückgeführt auf die erzeugenden Relationen. Man mag entgegnen. unmittelbar und ohne den Umweg über den Klassenbegriff das System der Zahlen. das irgende i n Element der ersten Mannigfaltigkeit mit irgendeinem der zweiten in Verbindung setze. wenn wir diesem Gesichtspunkt gemäß darauf verzichten könnten. Von diesem Punkt aus aber läßt sich. auf welchen sie beruhen. die wir miteinander vergleichen. daß diese Verschiedenheit durch den rein logischen Unterschied der Klassenbegriffe unmittelbar gegeben und somit Damit keiner weiteren Ableitung fähig und bedürftig sei. Der Unterschied in den Inbegriffen reduziert sich auf den Unterschied der begrifflichen Gesetze. während die Betrachtung äquivalenter Klassen zwar für die der Kardinalzahlen gegründet wird. daß wir die Inbegriffe als Ganzes einander entgegensetzen und sie eben damit auch als „zwei" verschiedene auffassen müssen. Aber selbst. so bliebe doch stets der Umstand zurück. eine Folge reiner Denksetzungen durch die verschiedene Beziehung zu einem bestimmten Grundelement. zu unterscheiden. verlangt zweier Anwen- dungen 68 dieses Begriffes von größter Bedeutung aber nicht zu seinem ursprünglichen Inhalt gehören. auf den Der Bedeutung zum mindesten durch eine bestimmte Relation miteinander verknüpft sind. zuvor in sich selbst numerisch zu gliedern. Man hat betont. daß die Glieder der beiden Mannigfaltigkeiten zuvor einzeln durch Abzahlung bestimmt seien. als reiner Ordnungszahlen. aus welchen sie hervorgegangen sind. ableiten: denn hierzu wird nichts anderes erfordert als die Möglichkeit. Die Theorie der Ordnungszahl stellt also in der Tat gleichsam das prinzipielle Minimum dar. .Klassen selbst als eine Begriff der „Ähnlichkeit" die Betrachtung Mehrheit Inbegriffe. und denen sie ihre Abgrenzung und Bestimmtheit verdanken.

An diesem Punkte zeigt es sich.Zugleich aber mündet hier der Streit der mathematischen Theorien wiederum in die allgemeine logische Prinzipienfrage ein. daß in ihr die Zahl nicht als eine Eigenschaft an physischen Dingen.. * völlig auf eine als Die Zahl erscheint alsdann nicht a. In den Versuchen der Begründung der logischen Theorie der Kardinalzahlen ist dieser Zusammenhang bisweilen Fasse ich etwa den Gedanken deutlich sichtbar geworden. der gleichzeitig der Klasse „Mensch" und der Klasse „Paar" angehört*. 111. 69 . daß es zwei Menschen gibt. ist unbestreitbar. so habe ich damit das logische Produkt des Begriffs „Mensch" und des Begriffs . oben.Paar" (couple) gebildet und der Satz. solange noch Dingbegriffe und Funktionsbegriffe werden. § Stufe gestellt der Ausdruck Russell. den rein begrifflichen Charakter der Zahlaussage zu betonen.). daß die Theorie den kritischen Grundgedanken. bezeichnen. sondern als Aussage über eine bestimmte Beschaffenheit von Klassen erscheint. von dem sie ausging. sondern die Begriffe von diesen — — — Objekten das Fundament des Zahlurteils bilden (s. die für uns den Ausgangspunkt bildete. als daß ein Komplex gegeben ist. Dennoch genügt es nicht. besagt nichts anderes. nicht zu vollkommener Durchführung gebracht hat.a. 38 ff.O. daß hier also nicht mehr die Objekte als solche. In den verschiedenen Deutungen des Zahlbegriffs wiederholt sich noch einmal der allgemeine Kampf zwischen der Logik und der Logik der Reder Gattungsbegriffe lationsbegriffe. S. nach Russell „Zwei Menschen". F r e'g e und Russell betrachten es als den entscheidenden Vorzug ihrer Lehre. den Begriff der Zahl aus dem der Klasse abzuleiten. Daß mit dieser Umwandlung gegenüber der sensualistischen Auffassung eine außerordentliche Befreiung und Vertiefung gewonnen ist. so wäre damit in der Tat die traditionelle Form der Logik von einem neuen Ausgangspunkt her befestigt. des empirischen sowohl wie des exakten. Die Einordnung des Einzelnen in die Hierarchie der Gattungen würde nach wie vor das eigentliche Ziel alles Erkennens. Gelänge es..

ob. gezeigt hat: so ist doch danüt keineswegs erwiesen. der in diesem Zusammenhange entsteht. sondern „endliche" und „vinendliche" Zahlen in einer einzigen Ableitung umfaßt luid beherrscht. eine Theorie zu schaffen. Das Moment der gegenseitigen eindeutigen Zuordnung von Mengen erschien von fundamentaler Bedeutvmg. Die Eigenschaften. Die bisherigen Versuche. die sich nicht von vornherein auf die endlichen Zahlen beschränkt.Setzung jeglicher Mehrheit Merkmal.) m m — — Ergebnis gemeinsam 70 . Es ist die Zahl in ihrer primitivsten * Freilich sind es nicht ledigUch logische Gesichtspunkte. daß er mit dem Begriff der Zahl zusammenfällt. enthalten keineswegs als solche bereits das wesentliche Moment der Zahlbildung überhaupt: das „stmimum genus" im Sinne der GattungslogUc ist auch hier mit dem begrifflichen Ursprung der Erkenntnis nicht gleichbedeutend. die den endlichen und den transfiniten Zahlen sind. unten S. 31 ff. So wiederholt sich der Grundmangel was als rein kategorialer Gealler Abstraktionstheorien der die Grundbedingung. da es auch dann bestehen bleibt. (Zum Problem des Transfiniten vgl. das seinerseits eine andere begriffliche Erklärung der Zahl bereits voraussetzt. Erst auf dieser Grundlage schien es möglich. die erst ermöglicht. das seiner Bedeutung und seinem Umfang nach einem neuen Gebiete angehört und einen anderen Begriff der Erkenntnis voraussetzt*. Die Theorie erweist sich zuletzt als der (S. 80 ff. den Charakter des Zahlbegriffs und das Prinzip der Zahlbildung festzustellen. ob man in ihm das ursprüngliche Prinzip der Zahl oder nur ein abgeleitetes sieht. die zu der Erkläning der Zahl durch die Äqmvalenz der Klassen hingeführt haben. sondern zugleich speziellere athe a tische Gründe gewesen. die sie durch die Entwicklung der modernen Mathematik gewonnen hat. irgendwie als inhaltlichenBestandt e i 1 in den verglichenen Objekten selbst wiederzufinden. als des successiven Fortschritts von Einheit zu Einheit fruchtbar sich indessen der allgemeine Gesichtspunkt der „Mächtigkeit". sondern als ein : sichtspunkt das sucht die Begriffsbildung leitet und beherrscht. wenn man die Endlichkeit der Inbegriffe und damit ihre „Abzählbarkeit" im Sinne der gewöhnlichen Auffassung des Zählakts So fallen läßt. das an der gegebenen Mehrheit der Klassen haftet und sich aus ihr durch Vergleichung absondern läßt. haben indessen die Frage noch nicht in derjenigen Allgemeinheit und Weite erfaßt. mit dem allgemeinen Schematismus der Gattungsbegriffe ein Problem zu bewältigen. man — IV. Die rein mathematischen Leistungen des Mächtigkeitsbegriffs bleiben offenbar unberülirt davon. S.) subtile und konsequent durchgeführte Versuch.

Die Anzahlen in ihrem allgemeinsten Grundsinne können unmittelbar durch wahrnehmbare Gegenstände als „real" und somit als gültig aufgewiesen werden. oder stellen sie Äußerungen derselben schon die erste logischen Funk- tion dar. da doch die empirische Welt der Dinge uns allenthalben Gruppen von zwei und vier Dingen unmittelbar darbietet. denen die Begriffe des Negativen und Irrationalen sowohl. Die Bedeutung der „Zwei" oder „Vier" bildet. wenn man erwägt.— wie bedeutende Mathematiker behauptet haben — künstliche Umbildungen. kein ernsthaftes Problem. daß in all diesen Umbildungen das eigentliche Substrat der Zahlaussagen sich mehr und mehr zu verflüchtigen drohte. auf den die naive Auffassung sich vornehmlich stützt und beruft. Der Begriff und die Bezeichnung der „imaginären" Zahl ist der Ausdruck eines Gedankens. auf welche der Ableitungsversuch der Klassentheorie wie der ordinalen Theorie sich beziehen. . der ganzen und gebrochenen. die Setzung der „Anzahlen" denen die Einführung jeglicher neuen Zahlart. Mit der ersten Verallgemeinerung und Weiterführung des Zahlbegriffs aber schwindet dieser dingliche Gehalt. Der Standpunkt der Pythagoreer ist noch nicht prinzipiell verlassen: die „Anzahl" im engeren Sinne als der Zahl bildet noch immer das eigentliche und ausschließliche Problem. wie der des Imaginären immer wieder begegnet sind. erklären sich leicht. der seinem ersten Ansatz nach bereits in jeder der neuen Zahlarten wirksam ist und der ihr das charakteristische Gepräge gibt. Sind diese Erweiterungen ganzen lediglich dem Gesichtspunkt der Anwendungen erklärt und gerechtfertigt werden können. unentbehrlichen Erkenntnis wert für sich in Anspruch nehmen. Das wissenschaftliche System der Arithmetik aber schließt sich erst in den Erweiterungen ab. die nur aus Gestalt und Bedeutung. die hier dennoch einen bestimmten. Es sind Urteile und Aussagen über „N icht-Wirkliche s". Diesen Zusammenhang und damit das 71 beherrscht ? Die Schwierigkeiten. der rationalen und irrationalen Zahlen erfährt. die der Begriff der Zahl durch die Einführung des Gegensatzes der positiven und negativen. wie es scheint.

Genau besehen findet diese Voraussetzung nur da statt. sondern Relationen zwischen je zwei Gegenständen das Gezählte sind.. gleich betrachtet werden kann. aber er enthüllt sich sofort. auf das alle die verschiedenen Methoden der „Z hlerweiterung" überhaupt zurückgehen. eine negative Beziehung 72 . C." Die Ableitung der Imaginärzahl beruht dann weiterhin darauf. i) bedarf. D. Insofern als eine solche Reihe auf beiden Seiten unbegrenzt ist. so heißt es hier. in vollster Schärfe und Bestimmtheit ausgesprochen. nicht mehr als in einer Reihe geordnet zu denken sind. Positive und negative Zahlen". die echte . hat in einer Anzeige. Metaphysik des Imaginären" zu begründen. Einzelheiten der Deduktion. B. sobald man in ihnen den Ausdruck reiner die Beziehungen sieht. „können nur da eine Anwendung finden. repräsentiert jede reelle ganze Zahl die Relation eines beliebig als Anfang gewählten Gliedes zu einem bestimmten Gliede der Reihe. durch welche Verhältnisse in einer konstruktiv erschaffenen Reihe geregelt werden. Umtausch — — Der Sinn der erweiterten Zahlbegriffe läßt sich nicht fassen. sondern daß es zu ihrer Ordnung der Betrachtung einer Reihe von Reihen und damit der Hier tritt.allgemeine Prinzip. . . die Relation von B zu A durch 1 dargestellt werden muß. wäre eine contradictio ist nur das notin adjecto. daß die Gegenstände.. der beherrabgesehen von allen schende logische Gesichtspunkt in aller Deutlichkeit hervor. das. in der er sich das Ziel setzt. wo das Gauss Gezählte ein Entgegengesetztes hat. daß diese Gegenstände auf eine bestimmte Art in eine Reihe geordnet sind. Hier gehört nun zu dem Begriff der Entgegensetzung nichts weiter als der der Relation so daß.. Einführung einer neuen Einheit (+ i. B. die wir untersuchen. an für sich denkbaren Gegenständen aufzeigen zu wollen. solange man dabei beharrt. Postuliert wird dabei. . wenn die Relation (also der Übergang) von A zu B als + 1 gilt. und daß die Relation des A zu B als der Relation des B zu C usw. z. A. was mit ihm vereinigt der Vernichtung gleich zu stellen ist. wo nicht Substanzen (für sich denkbare Gegenstände). was sie bedeuten an Substanzen. die zugleich Sein und Nichtsein bedeuten müßte. Eine negative Substanz.

Aus dieser rechnerischen Operationen. daß zum mindesten die Berufung auf die Raum • * Vgl. also eine zweite Fortschrittsrichtung definiert. hierzu bes. Cap. die wir als die Umkehrung der ersten als inverse Relation (r) auffassen können. 4. lich als ein anderer Ausdruck für den Fortgang in diesen oder — beiden Beziehungsrichtungen sich (r». die den Prozeß der mathematischen Begriffsbildung beherrschen und ihm seine Richtung vorschreiben. in welcher das neue Prinzip sich bewährt. Die posia) erscheinen jetzt ledigtiven und negativen Zahlen(+a. auf der der Übergang von einem Glied der Zahlenreihe zum nächstfolgenden beruht.wendige logische Korrelat des Relationsbegriffs überhaupt. da jede Relation von A zu B sich zugleich als eine solche von B zu A darstellen und aussprechen läßt. 73 . eingehende Darlegung und Begründxing dieses a. Indessen zeigt es sich alsbald. r^). Wir können von den Verhältnissen zwischen gegebenen geometrischen Strecken oder aber von der Forderung der Auflösbarkeit bestimmter algebraischer Gleichungen ausgehen. a. Es ist vor allem die Ableitung der Irrationalzahl. die Zusammenhangs bei Natorp. sondern nur an einzelnen typischen Beispielen verfolgt werden. 3 u.. gründet die neue Zahl auf den und damit auf Beziehungen. Die erstere Methode. Zwei Wege sind es zunächst. O. Betrachtet man daher die erzeugende Relation (R). die sich an meßbaren Objekten vorfinden. auf welchen eine Deduktion des Irrationalen versucht werden kann. die bis auf Weierstraß und D e d e k i n d fast ausschließlich herrschte. so ist gleichzeitig durch sie auch ein Verhältnis des folgenden Gliedes zum vorangehenden gesetzt. an denen die logische Tendenz des Gedankens zum besonders klaren Ausdruck gelangt. all Grundauffassung leiten sodann die Wiederum soll diese Entwicklung nicht in allen ihren be- sonderen Phasen. innerhalb des auf diese Art erweiterten Zahlgebiets in einfacher Weise ab: sie alle gründen sich auf den Charakter der reinen Zahl als Beziehungszahl und bringen ihn zu immer deutlicherer Entfaltung *. So scheinen es hier wiederum Erfahrungen an physisch-räumlichen Gegenständen zu sein.

um alle Aufgaben. sondern allenfalls die rein idealen Strecken der Geometrie können somit das gesuchte Substrat für die Ableitung des Irrationalen abgeben. die sich innerhalb dieses Bereiches ergeben können. vollständig zu beherrschen. auf die die äußere Erfahrung uns hinleitet. werden uns nur durch Beobachtung und somit nur innerhalb der Grenzen. rein aus d e m G r u n d p r i n z i p derZahl selbst heraus zu führen und als notwendig zu erweisen. Da es innerhalb dieses Systems keinen kleinsten Unterschied gibt. So ist denn offenbar das gewöhnliche System der Bruchzahlen bereits ein in jeder Hinsicht ausreichendes gedankliches Instrument. die sich bei keinem Ableitungsversuch entbehren läßt. Ist dies aber einmal erkannt. sondern aus den Gesetzen bestimmter geometrischer Konstruktionen. können uns somit niemals den Begriff des Irrationalen in seiner strengen mathematischen Bedeutung aufzwingen: vielmehr muß dieser Begriff von innen heraus aus den Forderungen des systematischen Zusammenhangs der mathematischen Erkenntnisse selbst entstehen und begründet werden. die Konstruktion. bekannt. Eine völlig exakte Bestimmung in diesem Gebiet zu suchen und zu fordern. die in den beobachtbaren Verhältnissen der Dinge niemals erreicht. die die irrationalen Werte als Lösungen für bestimmte Gleichungen 74 . das dem Inbegriff angehört. tatsächlich vorhandener Größen. vielmehr zwischen zwei noch so nahen Elementen sich stets wieder ein neues Element angeben läßt. hieße die Natur der Frage selbst verkennen. die durch die Beobachtungsfehler gesetzt sind. Die Verschiebung der Frage von der Zahl auf den Raum würde die Einheit und Geschlossenheit des Systems der Algebra selbst aufheben. Das neue Problem erwächst nicht an der Auffassung gegebener. Nicht die Körper der physischen Wirklichkeit. so bietet sich hier eine begriffliche Differenzierung dar. Die gewöhnliche algebraische Methode. Die Maßbeziehungen. geschweige überboten werden kann.Verhältnisse konkreter empirischerDinge an diesem Die Maßverhältnisse von Dingen Punkte versagen muß. so muß sich die weitere Forderung erheben.

so wird durch jedes einzelne Element a. § 230. Die erste dieser Klassen umfaßt alle Zahlen. die als so wird doch braischer Gleichungen nicht darstellbar sind durch eine derartige Erklärung jedenfalls nichts darüber entschieden. oder ob es wird. der durch sie geschaffen ist.einführt. Diese Eigenart aber ist für jeden Zahlwert vollständig gegeben. da in ihr die stellung eines Postulats mit dessen AufErfüllung versich unendlich wechselt wird. ob der Gegenstand. untereinander verschiedene Werte gibt. finition darf daher das ideelle Objekt. die der einzelnen Zahl nur immer beigelegt werden können. wobei der Bruch als Verhältniszahl definiert und ohne Anlehnung an meßbare und teilbare Größen aus der Betrachtung reiner Ordnungsbeziehungen abgeleitet wird*. die kleiner als a sind (d. daß Werte angeben lassen. sondern muß es in seiner vollen charakteristischen Eigenart. von Anfang in sich. 75 . Denkt man sich zunächst die Gesamtheit der rationalen gegeben. auf das sie hinzielt. nicht nur nach irgendeinem einzelnen das ihm zukommt. der Inbegriff selbst in zwei Klassen 31 und 33 zerlegt. bei RuBsell. viele irrationale Denn abgesehen davon. ihm in der systematischen Ordnung des Inbegriffs vorangehen). bleibt freilich unzureichend. B. § 144 ff. h. — Am Dedekind Brüche Näheres hierüber z. erfassen und bestimmen. kraft deren es sich von allen andern unterscheidet. die der Die vollkommene Debezeichneten Bedingung genügen. bezeichnen. das wir aus diesem Inbegriff herausgreifen können. die zweite alle Zahlen.. da alle diese Eigenschaften erst nachträglich aus ihm hervorgehen und durch es begründet werden. die „größer" als o sind Merkmal. wenn zugleich mit seiner Ableitung seine Stelle im Gesamtsystem und somit sein Verhältnis zu den übrigen bekannten Gliedern des Zahlenreiches fixiert ist. ein — Wurzeln alge- eindeutig bestimmter mehrere. Dieses Stellenverhältnis faßt alle sonstigen Eigenschaften. reinsten tritt dieser logische Leitgedanke der Deduktion in der bekannten sehen Erklärung der irrationalen Zahlen als „Schnitte" hervor.

während man sich alle Zahlen. das keine andere Funktion und Bedeutung hat als den. innerhalb dieses Dennoch gibt es. deren Quadrate kleiner als D sind. so wird sie immer zwischen zwei Quadratzahlen liegen. Wenn indessen die Angabe jeder einzelnen Bruchzahl zugleich implicite eine derartige Scheidung des Gesamtsystems in sich schließt. irrationalen" Elements veranlaßt: eines Elements. so daß die Einteilung. h. der uns nunmehr zur Einführung eines neuen .auf a folgen).1)*. die indessen nicht das Quadrat einer ganzen Zahl sein möge. läßt. läßt. Betrachtet man etwa irgendeine positive ganze Zahl D. für deren Wiedergabe dennoch in der bisher definierten Mannigfaltigkeit kein einzelner Zahlwert zur Verfügung steht. so gilt doch nicht die Umkehrung dieses Satzes: denn nicht jeder streng definierten (d. deren Quadrat größer als D ist. zu einer Klasse 33 vereinigt denkt. Sie stellt von Anfang an einen bestimmten logischen Beziehungsgehalt dar und läßt sich in ihn wiederum auflösen. das System der Rational- A < zahlen vollständig erschöpft. die zuvor in begrifflicher Strenge abgeleitet wurden. so daß sich also eine positive ganze Zahl von der Art angeben läßt. Man hat gegen die Ableitung Dedekinds von philosophischer wie mathematischer Seite häufig den Einwand er- noch wird 76 . diese der selbst begrifflich zu repräsentieren. zu einer Gesamtklasse 9t zusammen. Wir haben somit durch eine begriffliche Vorschrift der sich übrigens beliebig viele andere an die Seite stellen lassen würden — — zwischen Zahleine völlig scharfe und klare klassen erreicht. Faßt man jetzt alle Zahlen. und eindeutigen Scheidung. wie sich zeigen Systems kein Element.. die hier vollzogen ist. entspricht ein die sich gedanklich vollziehen bestimmter rationaler Wert. Beziehung Bestimmtheit Einteilung sie als bloßes „Zeichen" eingeführt. daß -r^*< D (^-f. sondern sie erscheint als der Ausdruck eines komplexen Ganzen von Relationen. Dieser Umstand ist es. Die neue Zahl ist somit in dieser Form der Ableitung nicht willkürlich ersonnen. so gehört jeder nur immer angebbare rationale Wert einer dieser Klassen zu. das also größer als alle Zahlen der Klasse % und kleiner als alle Zahlen der Klasse S5 wäre. das diese Sonderung hervorbringt.

sofern sie zur Verdeutlichung des Grundgedankens zunächst von geometrischen Analogien ihren Ausgang nimmt. S.hoben. . Stetigkeit und irrationale Zahlen. wenn alle Punkte der Geraden in zwei Klassen zerfallen. Für den Fall irgendeiner vollständigen Einteilung des Systems der Rationalzahlen werde hier die Existenz eines und nur eines Zahlelements. ihn durch Ausfüllung seiner Lücken in Gedanken zu einem stetigen zu machen. Braun- schweig 1892. In der Tat legt die Darstellung Dedekinds dieses Bedenken nahe. so braucht er doch nicht notwendig stetig zu sein. Die Stetigkeit der geraden Linie läßt sich. sondern lediglich auf Grund eines allgemeinen Postulats behauptet. ein und nur ein existiert. Idealen" und „Realen" kann in der Tat der Gedanke entstehen... daß jeder Punkt der ersten Klasse links von jedem Punkt der der zweiten Klasse liegt. ff.Hat überhaupt der Raum eine reale Existenz. daß sie eine unerweisliche Forderung in sich schließe.. das diese Einteilung vollzieht. * Dedekind. unzählige seiner Eigenschaften würden dieselben bleiben. diese Zerschneidung der Geraden in zwei Stücke." Bei einer derartigen Entgegensetzung des . diese Ausfüllung würde aber in einer Schöpfung von neuen Punkt-Individuen bestehen und dem obigen Prinzip gemäß auszuführen sein**.. darum noch keine Seins-Bestimmtheit in sich zu schließen brauche. hervorbringt*. 77 . Der Fortschritt von einem ideellen systematischen zur Existenz eines neuen Elements scheint eine ^ezraßaatj Punkt Geraden Axiom bestimmtheit Zusammenhang 2. hineindenken". Und wüßten wir gewiß. durch welches wir erst der Linie ihre Stetigkeit zuerkennen. durch welches wir die Stetigkeit in sie . nicht bewiesen. S. so könnte uns doch wieder nichts hindern. derart. durch die Bedingung zum Ausdruck bringen. daß irgendeine Begriffsdie sich uns in der Verfassung des Zahlenreiches aufdrängt. daß der Raum unstetig wäre. daß. 12. wenn er auch unstetig wäre. a.. falls es uns beliebte. 9 ** a. wie hier ausgeführt wird. welcher diese Einteilung aller Punkte. Aufl. Die Annahme dieser Eigenschaft der Linie wird von Dedekind selbst als ein bezeichnet. O.

allenfalls festhalten ließe: im Gebiet der reinen Zahl verliert sie jeglichen Sinn. die gesamte dualistische Trennung von idealem und realem Sein. zum mindesten innerhalb des Bereichs der Zahl. eine und nur eine Zahl . von jedem seiner Elemente mit Sicherheit entscheiden. Der „Schnitt" selbst hat somit als solcher unzweifelhafte logische „Realität". wenn durch irgendeine begriffliche Regel das rationale System in zwei Klassen Ä und 93 sich sondert. ist zunächst die derEinteilung selb st: wir können. Essenz" und . Wenn beim Räume sich eine derartige Sonderung zwischen dem Inhalt der freien geometrischen Konstruktionen und dem. allgemein gültiges Kriterium. von . Die Forderung. ist auch die Ordnung. Wir nennen von zwei Schnitten (% 93) und (St'.. das der Klasse 91 in der ersten. das über die Reihenfolge der einzelnen Schnitte entscheidet. keine willkürliche. sondern ihnen durch ihren ursprünglichen Begriff eindeutig vorgeschrieben. weil. wenn sich irgendein Element a angeben läßt. Was hier völlig unzweideutig gegeben ist. die ihm nicht erst durch Ferner aber ein Postulat gewährleistet zu werden braucht. daß.. wenn immer ein vollständiger . 93') den ersten größer als den zweiten. Existenz" hinfällig wird. Keine Zahl die ganze so wenig wie die gebrochene und irrationale „ist" etwas anderes als das.. Denn die Zahl besitzt nach ihrer ursprünglichen Erklärung keinerlei spezifisch-inhaltliche Merkeig SXXo -fivog in sich zu handelt es sich hier um — — Bestimmtheit 78 . die getroffene Einteilung also eine vollständige und erschöpfende ist. die ihm entspricht. ob es der einen oder der anderen Klasse zugehört und weiterhin zeigen. in der die verschiedenen Schnitte sich folgen. lassen ihn also auf diesen folgen. Damit aber ist zugleich den so erschaffenen Gebilden der reine Z a h 1 Charakter aufgeprägt. wozu sie in bestimmten begrifflichen Definitionen gemacht worden ist. In Wahrheit aber keinen unberechtigten Übergang. kann daher keinen fragwürdigen Nebensinn in sich schließen. Somit der Klasse 95' in der zweiten Einteilung angehört. daß bei dieser Alternative kein Glied unberücksichtigt bleibt.schließen... existiert ein festes.ist". existiert". was er in der Natur der Dinge . Schnitt" des rationalen Zahlsystems vorliegt.

aber keineswegs das Prinzip der Erschaffung solcher Inbegriffe schlechthin.. das für die „Schnitte" angegeben ist. die sich ja sämtlich als Schnitte auffassen und darstellen lassen. da findet ihr Begriff Aufnahme und Anwendung. Dieses System umfaßt den früheren Inbegriff und nimmt ihn in sich auf: denn das Kennzeichen der Aufeinanderfolge. sondern ist lediglich der allgemeinste Ausdruck der Ordnungs. ohne sie auf irgendeine inhaltlich bestimmte Einzelrelation zu beschränken. Der Gedanke. kraft deren sich Glieder in geregelter Folge setzen und entwickeln lassen. zwischen" den bekannten Gliedern des rationalen Zahlsystems noch anderer Elemente vermutet oder gefordert das Sein diese Fragestellung bliebe in der Tat in sich werde sinnlos selbst und unverständlich sondern darum. Somit ist jetzt ein übergreifender Gesichtspunkt gefunden. daß über der Ordnung des anfänglich gegebenen Inbegriffs ein anderes komplexeres System reihenförmig abgestufter Bestimmtheiten sich erhebt. geordnete Inbegriffe hervorgehen zu lassen. Die Einführung des Irrationalen ist zuletzt nichts anderes als der allgemeine Ausdruck dieses Gedankens: sie gibt der Zahl die ganze Freiheit und Weite einer Methode der Ordnungsbildung überhaupt wieder. muß jetzt aufgegeben werden. die Zahl aus der s u c cessivenAddition entstehen zu lassen und in dieser Operation ihre eigentliche begriffliche Wesenheit zu begründen. Das begriffliche „Sein" der Einzelzahl geht hierbei immer in — — vonEinheiten 79 .und Reihenform überhaupt: wo immer also eine derartige Form sich festhalten läßt. wie hierin der Grundgedanke der ordinalen Theorie der Zahl sich bewährt. daß irgendwie . Man sieht. Ein derartiges Verfahren enthält zwar e i n Prinzip. weil sie sich eine streng gegliederte Mannigfaltigkeit bilden.male. Die Schnitte „sind" Zahlen. Nicht darum also handelt es sich in der Schöpfung der neuen irrationalen Elemente. in welcher die relative Stellung der Elemente nach einer begrifflichen Regel feststeht. nach welchem die wechselseitige Stellung aller Glieder des alten wie des neuen Systems sich bestimmt. gilt unmittelbar auch für die rationalen Zahlen selbst.

um von der „Existenz" einer Zahl zu sprechen. wenn man vom Gebiet Zahlen zu endlichen dem der transfiniten Zahlen übergeht. f. an dem sie sich mit einem anderen Gebiet. Kritik. zugleich einen bestimmten Schnitt im Gesamtsystem . Aufgaben. an die auch die Deduktion Dedekinds zunächst anknüpft. des Infiniten und Indefiniten wiederum heraufbeschworen*. . bes.. da es in sich selbst nichts anderes als eben diesen Zusammenhang bedeutet und ihn gleichsam in verdichteter Form zum Ausdruck bringt. so wird zuletzt umgekehrt eben diese „Wirkung" zur notwendigen und hinreichenden Bedingung. philos. 1890. So hat denn auch C a n t o r selbst. Der Begriff des Unendlichen scheint die Schranke der Logik und den Grenzpunkt zu bezeichnen. Hier scheinen wir somit endgültig von der Frage nach der reinen Erkenntnisbedeutung der Begriffe zu den Proauf der dem : blemen des absoluten Seins und seiner Beschaffenheit hin- übergedrängt zu werden. der hier im Mittelpunkt steht. aus der Zeitschr. als dem der Mathematik an. * Vgl. die Bildung der Zahl beruht. zugleich alle die scholastischen Gegensätze des Potentiell. indem er in seinen grundlegenden Untersuchungen das System der transfiniten Zahlen schuf.reiner tion und deutlicher in ihre eigentümliche begriffliche Funkauf: denn wenn nach der gewöhnlichen Auffassung. 80 . gehört seit jeher nicht minder dem Herrschaftsbereich der Metaphysik. Eine neue Wendung nimmt der allgemeine Gedanke. eine gewisse. S. Halle a. Pliilosophie u. mit zwingender Notwendigkeit aus rein mathematischen Voraussetzungen hervor. Abhandl. Zugleich häufen sich nunmehr die eigentlichen philosophischen Schwierigkeiten denn der Begriff des Unendlichen. die zur Schöpfung Und dennoch gehen die des transfiniten Zahlenreiches führen. bewirkt". berührt. an sich bereits gegebene und vorhandene Zahl. C a n t o r Gesammelte Zur Lehre vom Transfiniten. Das Element kann aus dem Relationszusammenhang nicht herausgelöst werden. das außerhalb ihrer Sphäre liegt.und AktuellUnendlichen.

. denn sie faßt einerseits Inbegriffe Cassirer. in der Tat der Fall: während der Fortschritt von den positiven ganzen Zahlen zur Gesamtheit der rationalen Zahlen keine Änderung in der Mächtigkeit bedingt und das gleiche selbst dann gilt. erhält indessen spezielleres mathematisches Interesse erst. derart verallgemeinert. Substanzbegriff 6 81 . Diese Mannigfaltigkeit stellt somit eine neue Stufe dar. ob die Zahl ihrer Elemente begrenzt oder unäquivalent oder von gleicher . ob in ihnen das Ganze möglicher Mannigfaltigkeiten sich erschöpft. wenn sich ihre Glieder wechselseitig eindeutig einander — — Die Anwendung dieses Kriteriums kann zuordnen lassen. der schon das Kriterium für die Anzahlgleichheit endlicher Mengen bildete.Sie entstehen. oder aber ob sich Mengen angeben lassen. wenn wir hierbei n alle beliebigen ganzzahligen Werte annehmen lassen. die in bezug auf das angegebene Merkmal eine andere Stellung einnehmen. wie bewiesen wird. sondern setzt voraus. daß jeder geraden Zahl 2 n eine ungerade 2 n-f 1 entspricht und daß. die sich über der ersten erhebt. Das letztere ist nun. Der Begriff der Mächtigkeit. wenn wir das System der rationalen zum System der algebraischen Zahlen erweitern. sobald wir ihm weiterhin das Ganze der transzendenten Zahlen hinzufügen und ihn damit zu der Mannigfaltigkeit der reellen Zahlen überhaupt ergänzen. der auf diese Weise eingeführt ist. deren Elemente den Gliedern der natürlichen Zahlenreihe sich eindeutig zuordnen lassen. Bezeichnet man alle Inbegriffe. sobald sich zeigt. so entsteht die Frage. offenbar bei unendlichen Mengen nicht derart erfolgen. als solche ersterMächtigkeit. daß er zum Vergleich unendlicher Inbegriffe fähig wird. daß wir ihre Elemente einzeln einander gegenüber stellen. sobald man den Grundbegriff der „Äquivalenz". Zwei Inbegriffe heißen uns gleichviel. durch welche die durchgängige Korrelation So sind wir festgestellt und in einem Blick überschaut wird. daß sich eine allgemeine Regel angeben läßt. sicher. Mächtigbegrenzt sein mag keit". so nimmt der Inbegriff einen neuen Charakter an. die beiden Mengen der geraden und ungeraden Zahlen erschöpfend dargestellt und eindeutig aufeinander bezogen sind. daß er in sich selbst einer Differenzierung und Abstufung fähig ist.

** Zxu" Definition der „wohlgeordneten Menge" s. 21 ff. § 2. Ein erster Mächtigkeit in sich. Succession der zweiten Menge. lagen einer allgemeinen Mannigfaltigkeitslehre. das uns entsteht. die Stellung von E und F in der Succession der ersten Menge in Übereinstimmung ist mit der Stellung von Ei und Fi in der Geht. wenn sich die Elemente beider unter Festhaltung der Abfolge. so muß auch in der zweiten Ej vor Fj vorausgehen***. Zahlen komplexerer sich.. 5. sondern zugleich die Stellung der Glieder im Inbegriff in Betracht ziehen. sobald wir die betrachteten Mengen nicht lediglich hinsichtlich der Anzahl der Elemente vergleichen. mit anderen Worten. die sich gemäß * Einige nähere Ausführungen in m. Die neue Zahl besagt auch hier nichts anderes als einen neuen Gesichtspunkt. a. a. § 2. sind wir bei Feststellung ihres Ordnungstypus an eine bestimmt vorgeschriebene Art der Aufeinanderfolge gebunden. Annalen" verwiesen werden. wenn E und F Elemente von M.). nach welchem unendliche Inbegriffe sich ordnen lassen. Die Einführung der transfiniten «i und «o will lediglich diesen charakteristischen Grundunterschied festhalten.. Wir sprechen zwei wohlgeordneten Mengen MundN** dieselbe Ordnungszahl oder denselben . O. C a n t o r Grund. S.Studien XII.während sie anderseits über sie hinausgeht. sowie bes. Sprechen wir nun allen Reihen. einander gegenseitig eindeutig zu- ordnen lassen: so daß also. in der ersten Menge E vor F voraus. Gehalt wenn man an Unterscheidungsmerkmalen ergibt den transfiniten Kardinalzahlen. El und Fl die entsprechenden Elemente von N sind. da bei dem Versuch der Zuordnung ihrer Elemente zu denen der natürlichen Zahlenreihe stets eine Unendlichkeit unverbundener Glieder zurückbleibt*. für alle Einzelheiten muß auf die dort angeführte Literatur. die für beide Inbegriffe gilt. Während somit bei der Vergleichung der Mächtigkeit zweier Mannigfaltigkeiten von jeder beliebigen Anordnung ihrer Glieder Gebrauch gemacht werden konnte. 82 . Ordnungstypus" zu. *** C a n t o r . Aufsatz „Kant und die moderne Mathematik" (Kant. die sich lediglich auf die Angabe der Mächtigkeit unendlicher Mengen beschränken. auf C a n t o r s eigene Darstellung in den „Mathemat. das System der zugehörigen Ordnungs- zahlen zur Seite stellt.

to^. 1890. Die metaphysischen Probleme des Aktual-Unendlichen treten bei dieser Form der Ableitung gänzlich zurück.. Leipzig iind 6* 83 . . . . die wir uns schaffen. je nachdem sie von der Seite des Objekts oder des Subjekts. ja — — — — * Wien S. liegen demnach hier. 68 f. um sodann. ^ Und es sind keineswegs bloß willkürliche überzugehen.. so können wir weiterhin. noch völlig fern. Symbole. auch w^..2. Die Form der Zählung ist auch hier nur der Ausdruck einer notwendigen logischen Differenzierung. sondern Bezeichnungen begrifflicher Bestimmtheiten und Unterschiede. die sich aus der Verknüpfung der Begriffe „Unendlichkeit" und „W i r k 1 i c h k e i t" ergeben. um mathematische Ausdrücke. 2 oder 3 Glieder hinzufügen.. um bestimmte unterscheidende Charaktere an unendlichen Inbegriffen aufzufassen und festzuhalten. Reihen vom w 10 -{. . zur Kon- + + usf. in immer weiterer Anwendung dieses Verfahrens.der angegebenen Bedingung der Folge der natürlichen Zahlen eindeutig zuordnen lassen. unendliche Zahlen". In zweifacher Form können diese Konflikte sich darstellen. n w erschaffen. weiterhin aber durch l. als vielmehr um . voraussetzen muß. die erst durch jene Form ihre klare und vollständige Fassung erhält. wo wir uns durchaus im Gebiet rein ideeller Setzungen bewegen. S. daß die Gegenstände. K System einer Theorie der Grenzbegriffe. wie es scheint. In der ersteren Hinsicht wird die Unmöglichkeit des Aktual-Unendlichen dadurch erwiesen. 3 bilden. den Ordnungstypus w zu. Zahlen von etwas Unendlichem". die im Gebiet der unendlichen Mannigfaltigkeiten tatsächlich gegeben und unzweideutig aufweisbar sind. indem wir solchen Reihen in ihrer Gesamtheit je 1. e rr y . auf die der Zählakt sich richtet und die er. w n . Typus w Vereinigung zweier oder mehrerer Inbegriffe vom Typus tu die Ordnungstypen 2 w. Die Konflikte. die hiermit eingeführt werden. 3 w. stets nur in struktion der Typen w^. von der Welt oder von der Tätigkeit des erkennenden Ich aus betrachtet werden. Denn es handelt sich wie man mit Recht betont hat* bei den neuen Zahlgebilden nicht sowohl um .

sondern logisch-begrifflicher Natur ist. wenn wir es auf seine streng mathematische Bedeutung beschränken. zugänglich ist. da sie selbst nicht empirischer. sondern sie will lediglich der Ausdruck dafür sein.begrenzter Anzahl gegeben sein können. selbst nicht als äußerlich gegeben. Der Begriff des Transfiniten dient vielmehr dem umgekehrten Gedanken: er stellt die Unabhängigkeit des reinen logischen Gehalts der Zahl von der . sondern Urteile über und Zahlenbegriffe sind es. Zählung" im gewöhnlichen Sinne des Wortes dar. kategorie bringt diesen fundamentalen Unterschied zu allgemeinster Anerkennung. daß der ganze unbeschränkte soll: akts selbst. in der das Transfinite sich begründet. Die . Zahlen — — 84 . sondern als in freier Konstruktion entstanden zu denken ist. Ebensowenig aber ist der psychologische Vollzug besonderer. isolierter V o r s t e 1 lungsakte und ihre nachträgliche Summierung hier in irgendeiner Weise erfordert. welche Weite und welchen Umfang wir der abstrakten Zahl zusprechen mögen: das Gezählte muß stets in bestimmten Grenzen eingeschlossen gedacht werden. unendliche Zahlenklassen zu betrachten. Cantor unterscheidet ausdrücklich die „logische Funktion". der etwa vorausgesetzt wird. nicht Die neue Zahlaber gliedweise abgezählt werden konnten. Die Zahl w ist nicht das Ergebnis solchen immer erneuten Hinzutuns einzelner Elemente. Nicht Aussagen von Dingen. Schon für die Begründung der Irrationalzahl war es unumgänglich. die zusammengefaßt werden: so daß der „Stoff". Auf der andern Seite ist es die psychologische Synthese des Zähl- die das Aktual-Unendliche ausschließen kein „endlicher Verstand" vermag unbegrenzt viele Einheiten tatsächlich zu durchlaufen und zueinander successiv hinzuzufügen. die lediglich durch eine allgemeine begriffliche Vorschrift in der Totalität ihrer Elemente dargestellt und überblickt. Beide Einwände aber verlieren gegenüber dem „Transfiniten". da es uns nicht anders.. Gleichviel. Materie" des Zählens steht hier unbegrenzt zur Verfügung. von dem Verfahren der successiven Setzung und Vereinigung von Einheiten.. als vermöge der Erfahrung. die von Einzelheit zu Einzelheit fortschreitet. ihr Recht.

. welche uns als jede der Zahlen v nach gegeben . . 2.. . . größer zu nennen ist. . als die ihnen allen nächst größere Zahl definiert wird*. vielmehr zeigte es sich. Die logische Funktion. der jetzt nur zu schärferer Ausprägung gelangt. zustreben. natürlichen" Zahlen in ihrer gesetzlichen Ordnung aufzubauen und zum vollen Verständnis zu bringen. h. 3. 33. weiterführt. daß ein und dieselbe erzeuVerfahren darstellt. verstanden wird. ich nenne sie das zweite Erzeugungsprinzip ganzer realer Zahlen und definiere dasselbe näher dahin. Wie die unendliche Vielheit der natürlichen Zahlen zuletzt durch * einen Cantor. erfaßt als inhaltlich identisch und durch alle Abwandlungen der besonderen Anwendung hindurch festgehalten wurde. in welchem es kein „letztes Glied" gibt. sich die schaffene Zahl w als Gre n z e . d. wenn darunter nichts anderes 1." Im Grunde freilich ist dieses „zweite Erzeugungsprinzip" nur deshalb zulässig und fruchtbar. als daß co die erste ganze Zahl sein soll..Inbegriff der natürlichen Zahlen. daß wenn irgendeine bestimmte Sukzession definierter ganzer realer Zahlen vorliegt. von denen keine größte existiert auf Grund dieses zweiten Erzeugungsprinzips jener eine neue Zahl geschaffen wird. das die Begriffsbildung beherrschte. Hier bereits war es nicht das bloße Hinzutun von Einheit zu Einheit.Es ist sogar erlaubt. 85 . Begriff. . . welche als Zahlen gedacht. der für jede unerläßlich Umfang gende Relation. auch nur die Reihe der . weil es kein völlig neues w geliefert hat. „in seiner natürlichen Succession dem Gesetze neu gezu denken. durch ein allgemein gültiges Prinzip § Grundlagen 11. Eigenschaften äußerer Dinge wie diejenige einzelner psychischer Inhalte und Vorstellungsakte erwies sich als unfähig. d. ist — — Grenze sondern nur die Tendenz eines Gedankens der logische Begründung Zahl überhaupt Die Betrachtung der ist... welcher die Zahlen V. welche auf alle Zahlen v folgt. daß die einzelnen Glieder der Zahlenreihe und somit ihr gesamter nur dadurch zur Ableitung kommen konnte.. Es ist der gleiche Gedanke. offenbar verschieden von dem ersten Erzeugungsprinzip. S. sei". h.

Die . liegt kein Widerspruch. sondern mit diesem Verhältnis lediglich der logische Umstand bezeichnet werden soll. der Sinn des „Folgens" in einer Reihe ist von dem der konkreten Zeitfolge unabhängig. Der gesamte unendliche Inbegriff der natürlichen Zahlen wird. die durch die Analyse auf Verhältnisbestimmungen unendlicher Inbegriffe „natürlicher" Zahlen zurückgeführt werden. Daß die Zahl w „nach" allen endlichen Zahlen der natürlichen Zahlenreihe zu setzen ist. d. die die Allheit der Glieder. wäre t« widersinnig und würde ihren eigenen Begriff aufheben. in welche das Transfinite eingeht.. In diesem Sinne 86 . h. Element. bedeutet zuletzt lediglich eine derartige begriffliche Abhängigkeit in der Folge der Begründung. zum Ansatz für einen neuen konstruktiven Aufbau. hier Auch das Problem der Unendlichkeit der Zeit kann Denn zunächst noch völlig außer Betracht bleiben. Von neuem zeigt sich somit die Befreiung des Begriffs der Zahl von dem Begriff der kollektiven Vielheit. von welcher eine neue Form der Zahlbildung ihren Ausgang nimmt. Wie die Drei auf die Zwei nicht im Sinne des Nacheinander von Ereignissen folgt. Die Urteile. sofern nur daran festgehalten wird. daß die Definition der Drei die der Zwei „voraussetzt". Dagegen bewährt sich auch hier die ordinale Betrachtungsweise: denn im Begriff einer neuen Setzung.Zahr' als Aggregat einzelner Einheiten auffassen und darstellen zu wollen. die auf alle Elemente der natürlichen Zahlenreihe folgt. sofern er „dem Gesetze nach gegeben". Über der ersten Ordnung erheben sich andere und komplexere. die aus ihr hervorgehen können. wird die fundamentale Beziehung. erweisen sich als komplexe Aussagen. die jene als Material brauchen und zugrunde legen. selbst wiederum zu einem neuen zu einer Art Grundeinheit. daß diese Allheit logisch in einem einzigen Begriff zu übersehen und zu erschöpfen ist. so gilt das gleiche in noch strengerer Bedeutung für die Beziehung zwischen den transfiniten und den endlichen Zahlen. in sich schließt. als Einheit zu betrachten und zu behandeln ist. so läßt sich ihr Gehalt wiederum in einen Für das mathematische Denken Begriff zusammenziehen.gesetzt ist.

Die neuen Gebilde sind „Zahlen". I 286. deren jede durch eine bestimmte erzeugende Relation gegeben ist. die schon in der ersten Anlage des Systems sich wirksam erwies. Nicht von außen her werden somit die neuen Gebilde des Negativen. Metaphysik des Imaginären". Eine neue prinzipielle Wendung aber tritt ein. wenngleich sie nicht in allen Punkten mit ihnen übereinstimmen*. die denen der endlichen Zahlen analog sind. z.. die allgemeinsten Gesetze der Ordnung in einer Reihe fest- Verknüpfung — Gauss — zustellen. sofern sie einmal in sich selbst eine vorgeschriebene Reihenform besitzen. des Irrationalen und Transfiniten dem Zahlsystem eingefügt. Mit diesem Fortgang zu einer mehrdimensionalen Mannigfaltigkeit treten logische Probleme hervor. sobald dem in sich selbst fertigen und geschlossenen Inbegriff der reellen Zahlen die komplexen Zahlensysteme gegenübertreten. B. die entwickelt und begründet hat nicht mehr darum. die ihre vollständige Ausprägung erst außerhalb der Grenzen der reinen Zahlenlehre im Gebiet der allgemeinen Geometrie finden. bei Russell. Jetzt handelt es sich gemäß der . § 87 .herrscht denn auch zwischen dem einen und dem anderen Gebiet eine durchgängige begriffliche Kontinuität. sondern um die Zusammenfassung einer Mehrheit von Reihen. * Näheres zur Arithmetik des Transfiniten 294 f. sondern sie erwachsen aus der stetigen Entfaltung der logischen Grundfunktion. sodann aber bestimmten Gesetzen rechnerischer gehorchen. zu einer Einheit der Bestimmung.

Die Entwicklung des Zahlbegriffs und die fortschreitende logische Umbildung. die er erfuhr.Drittes Kapitel: Der Raumbegriff und die Geometrie. nicht aber das der ursprüngliche und gleichsam natürliche Prinzip wissenschaftlichen Begriffsbildung dar.. Der Gehalt des Zahlbegriffs konnte erst vollständig erfaßt werden. und Halt in der denn auch für jede logische Theorie des Begriffs die kritische Entscheidung. solange es unsere Hält man aber Anschauung nicht vertieft und bereichert. allgemeinsten Bedeutung als eine komerwies sich in ihrer plexe gedankliche Bestimmtheit. so tritt damit der Gegensatz Das der logischen Grundansichten in ein neues Licht. wo das Denken sich nicht. So notwendig es indessen im Aufbau der modernen Analysis und Algebra wird. sondern seinen Wert Hier allein liegt sucht. Rein und vollständig scheint dieses Prinzip nur dort zutage zu treten. einmal dieses Kriterium fest. zeigte sich von einem allgemeinen Grundmotiv beherrscht. wie im Bereich der Zahl. als stelle sich in ihr nur ein künstlicher Umweg des Denkens. nachdem das Denken sich entwöhnt hatte. Anschauung 88 . lediglich nach selbstgeschaffenen Gesetzen betätigt. für jede seiner Bildungen eine Die Zahl Entsprechung im konkreten Dasein zu suchen. so kann es dennoch scheinen. das allmählich zu immer bestimmterem Ausdruck gelangte.dennoch leer und ohne Gehalt. Ein begriffliches Gebilde mag noch so fein gesponnen. diese Entwicklung zu vollziehen.noch so folgerecht und widerspruchslos aus ursprünglichen gedanklichen Voraussetzungen aufgebaut sein: es erscheint. die in der Beschaffenheit der physischen Gegenstände kein unmittelbares sinnliches Abbild besitzt.

Wie wir den Umriß der sichtbaren Gestalt als identisch wiedererkennen. Nicht die Zahlsprünglicher in der sind es. Der Zusammenhang. Der Grundgedanke der Gattungslogik ist von einer neuen S^ite her befestigt: und diesmal ist es nicht die populäre Weltansicht. die durch alle Verschiedenheit hindurchgehen und sich in ihr als gleichbleibende Züge behaupten. gleichviel. sondern die Struktur einer fundamentalen mathematischen Wissenschaft. kraft dessen wir mitten im Wandel der sinnlichen Dinge ein Ganzes unveränderlicher Bestimmtheiten. er hat auch in der wissenschaftlichen Entwicklung der Geometrie selbst entscheidend nachgewirkt. denen es die konstante Wiederkehr bestimmter Einzelzüge verdankt. Das sinnlich Mannigfaltige ordnet und gliedert sich. ist keineswegs ausschließlich für die Fassung der logischen Probleme bedeutsam geworden. an welchem sinnlichen Stoff sie uns entgegentritt oder in welchem Maßstab wir sie entworfen denken: so gilt es allgemein. sondern reiner und urvor uns. die obersten Gattungen aufzustellen. einen Bereich des „immer Seienden" ergreifen. der hier hervortritt. Die synthetische Geometrie des Altertums zeigt sich von der Grundanschauung beherrscht. liegt fortan nicht ausschließlich in der Algebra. So wird die geometrische Gestalt zugleich zum Ausdruck und zur Bewährung des logischen Typus. die kraft begriffe. denen das Seiende seine gleichartige begriffliche Prägung. dem die Theorie zu folgen hat.Muster. sondern die ihrer unmittelbaren Beziehung zur konkreten Wirklichkeit als das eigentliche Vorbild zu gelten haben. In diesen Formen besitzen wir das feste Grundschema. zu einer unterschiedslosen Einheit zusammen. die in der formalen Logik ihren allgemeinen Ausdruck findet. Gattungen" des : Begriff und Gestalt Formen — 89 . indem sich aus ihm bestimmte räumliche herausheben. worauf er sich stützt. Geometrie Raumbegriffe in sind Synonyma sie fließen der Wortbedeutung des €ldo<. Die .. In der Tat tritt sogleich in den geschichtlichen Anfängen der Logik dieser sachliche Zusammenhang aufs stärkste hervor. Bau noch grammatische der der Sprache.

sich inhaltlich berühren und einander entsprechen mögen. Archimedes zeigt auch in voller Klarheit. Die Darstellung steht. sichtbar-anschaulichen wie es scheint. Somit bilden auch die verschiedenartigen geometrischen Gestalten je einen abgegrenzten Bezirk von unveränderlicher Eigenart. hierzu bes. von dem sie sich nicht gänzlich zu befreien vermag. wird um so mehr der Abstand deutlich. Die Ansicht freilich. 90 . ein für allemal fixierten Kreis von Inhalten eingeschränkt werden. Ellipse und Parabel nicht dem gleichen angehören: so können sie. so handelt es sich doch hier nur um eine sekundäre Ähnlichkeit des VerDie haltens. für beide Arten von Aussagen ist in jedem wenn Veränderung — deckung Typus Begründung Simon. wie innig das griechische Denken dort. Berlin 1909. Max 373. Da Kreis und Ellipse. so daß auch das Irrationale dasEphodion des ihm eingefügt und unter ihm befaßt wird. nicht um eine ursprüngliche logische Identität. ist durch die fortschreitende Erforschung der geschichtlichen Quellen mehr und mehr widerlegt worden. unter dem Druck bestimmter logischer Theorien. die wir über beide Gebiete fällen können. 256. 274 ff. Geschichte Vgl. S. So sehr daher die geometrischen Urteile. Nicht nur haben sie den Begriff der Zahl bereits in aller Schärfe erfaßt. Unendlichen selbst vorweggenommen hat*. sie wechselseitig gegeneinander streng geschieden und auf einen bestimmten. wie man nunmehr bemerkt. der hier zwischen der Methode der Entund der Methode der wissenschaftlichen Darstellung zurückbleibt. die Darstellung von der Mathematik im Altert iim in Verbindung mit antiker Kulturgeschichte. wo es frei den Weg der methodischen Entdeckung ging. im strengen Sinne auch nicht unter die Einheit eines Begriffs fallen. Nicht sowohl auf die Einheit der Grundformen als vielmehr auf ihre strenge Unterscheidung ist das Interesse der Beweisführung zunächst gerichtet. sich mit dem Begriff der Stetigkeit durchdrungen und damit das Grundverfahren der Analysis des Aber gerade. daß dem mathematischen Geiste der Griechen das Problem der überhaupt fremd geblieben sei.Seienden können nur dann in voller Schärfe erfaßt werden. bes. wenn man sich dies gegenwärtig hält.

Differenz der Auffassung und Ableitung. die die Geometrie in der neueren Zeit erfährt. Grundlagen. S. hierzu eye Die sjoithetische Geometrie im Altertum tmd in der Neuzeit. insbesondere im einzelnen vorbereitet war. so sehr sie. eine eindeutige zwischen allen Einzeläußerungen des philosophi- schen Fermat. Schrift.Falle streng getrennt zu geben: sie erhält ihre Geltung und erst. ordnung der gegebenen und gesuchten Linien eines Problems stellt somit den Beweis vor eine neue Frage. -muß bei ApoUonius mehr als achtzig. XI. . . 220 ff. die Erkenntnisse derart zu gliedern. (Jahresberichte der Deutschen Mathematik. jeder Differenz im anschaulichen Gesamtverhalten der Figur entspricht eine Notwendigkeit Ein Problem. Die Umgestaltung. sondern die kraft deren er aus letzten ursprünglichen Grundsätzen in lückenloser deduktiver Folge hergeleitet ist.Vereinigung. Descartes • Methode Ordnung Verknüpfung Denkens herzustellen. Nicht der Inhalt eines bestimmten Gedankens entscheidet über seinen reinen Erkenntniswert. Marburg 1902. in sich ab* S. erst durch durch ihre endgültige Fixierung erhält. wenn sie einzeln aus dem jeweilig betrachteten Begriff und seiner spezifischen Struktur heraus Jede Verschiedenheit in der Lage und Angewonnen ist.) Vgl. Leibniz* System in seinen wissensch. Die Reform der Geometrie konnte erst zu vollständiger Durchführung gelangen. deren jede für sich als eine eigene nicht weiter zurückführbare Wesenheit aufgefaßt und begriffen werden will. Wissens muß somit darin bestehen. R — 91 . das die neuere synthetische Geometrie durch eine einzige allgemein anwendbare Konstruktion löst. Die erste Vorschrift alles rationalen Notwendigkeit. Die Methode Descartes' aber ist und überall darauf gerichtet. der Geometrie tritt zurück hinter der Besonderung ihrer in ^^ Einzelgestalten. nachdem ein neues Ideal der in aller Klarheit erfaßt war. 343 ff. daß sie eine einzige. Es ist kein Zufall. nur durch die Lage unterschie^eiie^älle Die Einheit der konstruktiven Prinzipien zerlegt werden*. (1902) S. auch m. daß die neue Form der Geometrie. beginnt mit der Einsicht in den Grundmangel dieses Verfahrens.

so daß es keine noch so entlegene Frage geben kann. Dieser schlichte Gedanke. Das Tagebuch Descartes'. die wir nicht auf diesem Wege im Fortgang von Grad zu Grad zu erreichen und völlig zu beherrschen vermöchten. auf den der „Discours de la m^thode" sich aufbaut. dessen systematischen Zusammenhang mit anderen Gebilden sie aber niemals vollständig darzulegen vermag. sie somit das Ziel. enthält hierfür einen bezeichnenden Ausdruck. publ. Geometrische Erkenntnis im strengen Sinne ist nur dort vorhanden. auf die sie sich richtet.bilden. nach welchem die Allheit dieser Objekte konstruktiv erzeugbar ist./ Hier ist Reihe der Zahle n*. Die gewöhnliche synthetische Geometrie aber scheitert gerade an dieser Forderung: denn ihr Gegenstand ist das isolierte Raumgebilde.Die Wissenschaften in ihrem jetzigen Zustand sind maskiert und würden erst.4." Methode im Das Geiste zu behalten als sie alle sich setzt: daß * Descartes. in voller Schönheit erscheinen: wer die Kette derWissenschaften überschaut. Oeuvres in^dites. wo die Einzelobjekte nicht als gesonderte Gegenstände der Untersuchung unterbreitet werden. wenn man ihnen die Maske abnimmt. par Foucher de Careil. dessen Eigenschaften sie in unmittelbarer sinnlicher Anschauung ergreift.. Kein Glied darf hier als gänzlich neues Element zu den vorangehenden hinzutreten. dem wird es nicht schwerer die die philosophische fallen. sondern es muß schrittweise aus den früheren nach einer bestimmten Regel hervorgehen. An dieser Stelle tritt mit innerer philosophischer Notwendigkeit der Gedanke der des geschlossene Reihe Ergänzung Raumbegriffs durch den Zahlbegriff ein. innerhalb deren es keine unvermittelten Übergänge gibt. das Gegenstände. 92 . . sondern ein Verfahren gegeben ist. 8. Was immer ein Gegenstand menschlicher Erkenntnis werden kann. in dem sich die Entwicklung seines Grundgedankens verfolgen läßt. untersteht notwendig dieser Bedingung der stetigen Verknüpfung. fordert und bedingt sogleich eine neue allgemeine Grundkonzeption der Geometrie. in der gleichen Strenge der systematischen Verknüpfung wie das Ganze der Zahlen begreift. Paris 1859.

solange ihr das Verfahren der antiken synthetischen Geometrie als unmittelbare Bestätigung und Verkörperung ihrer Grundsätze zur Seite stand.R eihenbegriff e". daß in ihr allein das oberste methodische Postulat. nicht weiter zurückführbaren einen also Grundbestand des Seins. So ist es in der Tat eine echte philosophische . Ausdehnung" ursprünglichen. der bisher Zahl eignete. sich vollkommen erfüllt.. den die exakten Wissen- die einzige schaften zur Zeit Descartes' erreicht haben Mannigfaltigkeit vor. — 93 . erst die Umbildung des Gehalts der Geometrie schafft Raum für eine neue Logik der Mannigfaltigkeiten. verwandeln sich kraft dieser allein der m Übertragung in reine . sondern ihr tieferer Wert liegt darin.. die über die Grenzen der Syllogistik hinausgreift. die somit für das Denken keine prinzipiell unlösbaren Fragen in sich bergen kann. befremdlich scheinen: denn in dieser bedeutet die der Naturdinge. auf die die wissenschaftliche EntDie tradeckung der analytischen Geometrie sich stützt. die Raumgebilde als darzustellen und sie in diesen zum vollständigen Ausdruck zu bringen. Aber die Analyse des Seins muß an dieser Stelle hinter der Analyse der Erkenntnis zurück- Zahlgebilde Ontologie Substanz treten. kann. die nach einem bestimmten Grundprinzip aus einander erzeugbar werden. die wahrhafte . die von einem selbstgesetzten Anfang aus nach immanenten logischen Gesetzen aufgebaut ist. die in starrer Absonderung einander gegenüberstanden. Nicht als bloß technisches Instrument der Messung wird hier die Zahl ergriffen und angewandt. das alle Erkenntnis erst zur Erkenntnis macht. — Die Forderung. ditionelle Logik schien unangreifbar. exakter selben Wir können den Raum nur dadurch zu völliger Begreiflichkeit bringen. daß wir ihm denlogischen Charakter aufprägen. begriffe der antiken Geometrie.. Revolution der Denkart". Die Umsetzung der Raumbegriffe in Zahlbegriffe erhebt daher zugleich das Ganze der geometrischen Forschungen auf ein Die substantiellen F o r neues gedankliches Niveau.liegt — von dem Standpunkt aus. wenn man sie unter bedem Gesichtspunkt der Cartesischen trachtet.

sondern einen lediglich idealen Vorgang: sie ist der Ausdruck der Synthese. im einzelnen verfolgt und analysiert. Die verschiedenen Gestalten der ebenen Kurven entstehen dadurch. zur . Auch hier zeigt es sich. daß die scheinbar individuelle Form der Darlegung in Wahrheit Züge von allgemeingültiger Bedeutung in sich faßt. die in festen abgeschlossenen Grenzen vor uns steht. als werde durch die Anerkennung des Bewegungsbegriffs in die Cartesische Geometrie. die sich. während der Übergang einer Gestalt in die andere uns wiederum in das Chaos der bloßen Vorstellung.. Ausführung betrachtet. die hier dem Begriff der Bewegung zugewiesen wird. Der Grundbegriff. ist der Begriff der Bewegung. 94 . scheint der wahrhaft bestimmten begrifflichen Auffassung zugänglich. durch die gesamte philosophische Geschichte der Geometrie hindurch behauptet haben. daß wir einem bestimmten Punkt. zuletzt vollständig und eindeutig ableiten lassen. wie man sieht. die die analy- tische Geometrie bei Descartes erhält. ein rational nicht völlig beherrschbares Element eingeführt. In der Tat kann es zunächst den Anschein haben. Aus der Festhaltung und Vereinigung dieser Fortschrittsarten muß sich die Bestimmtheit der Linien. relativ zu einer vertikalen und einer horizontalen Achse verschiedene Arten des Fortschritts vorschreiben.Dreser Zusammenhang hebt die spezielle wenn man sich noch schärfer heraus. entgegen ihrer eigentlichen Grundtendenz. wenngleich in anderer Fassung und Einkleidung. Hier bezeichnet. die durch irgendein Gesetz zusammenhängen. in das sinnliche Reich des „Werdens" zurückzuwerfen droht. auf den Descartes seine Betrachtungen aufbaut. Standpunkt der bisherigen Gesamtauffassung liegt schon hierin ein Problem. Denn nur die Einzelfigur. Die Bewegung führt sofort auf die Frage des sich bewegenden „Subjekts" zurück. also ein rein empirisches Moment voraus? Dieses Bedenken schwindet indessen. den wir als Grundelement fixieren. in welcher eine successive Mannigfaltigkeit von Lagebestimmungen. sobald man die Funktion. die Bewegung nicht einen konkreten. setzt aber dieses Subjekt nicht den materiellen Körper. die auf diese Weise als Vom Bahnen" von Punkten erzeugt werden.

so dient auch hier der nur als Beispiel des allgemeinen Begriff der Der einzelne Punkt der Ebene wird Reihenbegriffs. zunächst durch den Abstand bezeichnet.! Die so gewonnenen Punkt. die das Gebiet des Geometrischen selbst bestimmt und abgrenzt. bleiben nicht schlechthin nebeneinander stehen. werden dennoch aus der Geometrie verwiesen. den er von zwei festen Graden hat und erhält hierdurch seine feste systematische Stelle innerhalb der Gesamtheit der möglichen Lagen angewiesen. sofern sie zum exakten begrifflichen Ausdruck gelangen sollen. weil — — 95 . Diese Kurven. transzendenten" Kurven werden ausgeschaltet.. Die . unmöglich scheint. die ihrer anschaulichen Bildung nach keinerlei Ausnahmestellung einnehmen. Die Vorstellung der . sondern denen der fortschreitenden Rationalisierung: die fertige gegebene Form wird gleichsam zerbrochen.. zeigt sich in Descartes' Begründung besonder charakteristisch darin. sondern werden durch irgend welche komplexen Regeln in verschiedener Weise aufeinander bezogen und dadurch zu einheitlichen Gestalten verknüpft. die durch eindeutige Zahlwerte charakterisiert sind. um aus einem arithmetischen Reihengesetz von neuem zu entstehen. daß sie es ist. die Ableitung aus den Verhältnissen reiner Zahlenregeln. kraft deren wir die eine Linie von der andern unterscheiden. Alle sinnlich aufweisbaren Eigenschaften. Wie vorher der Begriff der Zahl. Wie streng diese allgemeine Forderung aufrecht erhalten wird. wie etwa die Konstanz oder der Wechsel in ihrer Richtung und Krümmung. müssen. Bewegung" der Punkte ist nichts anderes als das sinnliche Symbol Die anschauliche für diese logischen Akte der Zuordnung. geometrische Linie löst sich kraft dieses Verfahrens in eine Bewegung derZuordnung reine Wertfolge von Zahlen auf. die durch eine bestimmte arithmetische Regel miteinander verknüpft sind. über die Descartes verfügt der geforderte logische Aufbau. als Eigentümlichkeiten dieser Wertfolgen aussprechbar sein. weil bei ihnen nach den technischen Hilfsmitteln. Die Vermittlung des Bewegungsbegriffs dient also in Wahrheit nicht den Zwecken der Veranschaulichung.Einheit eines räumlichen Gebildes zusammengefaߣ wird.Individualitäten aber.

Geometrie aber tritt zugleich ein neues Moment entscheidend hervor.sie sich der neuen Definition des geometrischen Begriffs. der trachtung einer Grundreihe x^x^ durch eine bestimmte Regel eine andere Reihe von Werten 'V n zugeordnet ist. und durchdringt sich mit dem allgemeinen Funktionsbegriff: ist Raumbegriffe • ' und den erst dieses Zusammenwirken beider Geometrie in Begriffe gestattet es. logischer Vollendung darzustellen. aber das System der Reihenbegriffe muß derart vertieft und verfeinert werden. Ein neues Ideal des Begreifens war hier gestellt. nicht fügen. die die analytische Geometrie in ihren allgemeinen Umrissen erkennen ließ. Die Auflösung der in Reihenbegriffe bleibt der leitende Gesichtspunkt. sondern das Gesamtgebiet der möglichen räumlichen Gestaltungen übersehbar und beherrschbar wird. Die Strenge der Begriffsbildung mußte durch den Ausschluß wichtiger und weitreichender Gesamtheit Gebiete erkauft werden. aber noch vermochte dieses Ideal nicht die der wissenschaftlichen Fragen zu umspannen. kraft deren die Cartesische Geometrie sich mit innerer Notwendigkeit zur Hier erst Infinitesimal-Geometrie erweitert. tritt die neue Form der Begriffsbildung.i Diese Forderung ist es. sondern sie umfaßt jede mögliche Form gesetzlicher AbDer Zahlbegriff erfüllt hängigkeit von Größen überhaupt. Multiplikation und Division von Zahlen oder Zahlenstrecken. Damit aber zeigt sich freilich zugleich die Schranke der Cartesischen Geometrie. auf die Addition und Subtraktion. Der Weg des logischen Fortschritts daher jetzt eindeutig vorgeschrieben. In dem Fortschritt zur Differential. ein enger Ausschnitt. die in der weiteren geschichtlichen Entwicklung überschritten werden mußte. durch die er zuletzt auf eine Gesamtheit elementarer Rechnungsoperationen zurückgeführt wird. in vollkommener Fassung hervor. Gesamtgehalt der Es 96 ist eine unendliche Mannigfaltigkeit begrifflicher . Aber diese Zuordnung beschränkt VxVi sich nicht mehr auf die gewöhnlichen algebraischen Verfahrungsweisen. die bisher unter dem Namen der Geometrie vereinigt waren. wie bisher. daß dadurch nicht nur. Wiederum wird von der Bex„ ausgegangen.

F. I. aus deren Vereinigung erst die Kurve als Daß diese Unendlichkeit begriffliche Gesamtheit resultiert. daß es vielmehr möglich ist. zu rekonstruieren. aus der Gesamtheit der auf diese Weise gewonnenen Werte der Krümmung die Form der Kurve als Ganzes abzuleiten*. Cassirer. Autographierte Vorlesung. zu voller Klarheit. 143 ff. der Bestimmungsstücke nicht zu einer Auflösung jeglicher Bestimmung führt. sind. als Integral seiner Geschwindigkeiten dar^^estellt. auf die hierbei zurückgegangen wird. wobei wiederum die Aufgabe entsteht. mit allen Besonderheiten ihres geometrischen Verlaufs. so wird jetzt. Klein. y. Göttingen 1893. den Raum. Die Elemente. deren die Infinitesimal-Analysis sich bedient. daß wir in jeden Moment der tatsächlich vor sich gehenden Bewegung zugleich ein bestimmtes Gesetz des Fortschritts hineinlegen. Wenn in der analytischen Geometrie der einzelne Punkt der Ebene wesentlich durch die Zahlwerte seiner Koordinaten x und y bestimmt ist. darin. Substanzbegriff 7 97 . und die geometrisch durch den Begriff der Richtung und Krümmung bezeichnet werden. ihrem allgemeinsten Ausdruck nach. das wir hierbei anwenden. y.Zuordnungen. zusammenhängenden Gebilde. kraft der Differentialgleichung f(x. offenbar nichts anderes als einfache ReihenPrinzipien. sie wiederum eines geometrischen Begriffs zusammenzur Einheit zuschließen das kommt erst in der Methode. den ein bewegter Körper durchmißt. Einleitung in die höhere Geometrie. y') 0. y'. y") = jedem Punkt und seiner Fortschreitungsrichtung zugleich einen bestimmten Krüm: = mungsradius zu. Ebenso ordnet eine Differentialgleichung zweiter Ordnung f(x. die wir in ihrer Gesamtheit und ihrer gesetzlich geregelten Veränderung auffassen. jedem derart gegebenen Punkte zugleich eine bestimmte Richtung des Fortschritts zugeordnet und die Aufgabe besteht nunmehr darin. so besteht das Verfahren. Die Integration der Gleichung bedeutet nichts anderes. aus dem Inbegriff dieser F o r t Schrittsrichtungen das Ganze einer bestimmten Kurve. als die Synthese dieser unendlich vielen Richtungsbestimmtheiten zu einem einheitlichen. im Sinne der Infinitesimal-Analysis. durch * Vgl. ^ Denken wir etwa. hrz.

welches der Übergang zu den folgenden Raumpunkten einDie . Sie betrachtet. da die Gleichförmigkeit der Bewegung aktuell niemals verwirklicht ist. aber nichtsnotwendig dieser hypodestoweniger bedarf der thetischen Werte und Wertfolgen um sich das komplexe Ganze. dessen sich die Analysis des Unendlichen im Gebiete der Geometrie bedient. Die Kurve Gedanke wird auch hier zunächst als eine bestimmte Ordnung von Punkten aufgefaßt. Die konkrete fertige Gestalt zerlegt sich in einen Inbegriff virtueller Bestimmungs- gründe. sondern seine Bahn rein ideell grifflich rein logisch absolute Eigen- = au den verschiedenen Gesetzen der möglichen Zuordnung von Raum. benachzuzeichnen. sondern lediglich der Ausdruck für dieses wechselseitige AbhängigkeitsverhältWir nehmen an. wird begrifflich gegliedert. Die geometrische Form. die sich gegenseitig bestimmen.. Das der wirklichen Bahn völlig durchsichtig zu machen. In alledem handelt es sich nicht darum. nach Ablauf einer Zeit tj 2 s. die ein deutig bestimmt sein soll. d.und Zeitpunkten zu konstruieren. die er durchläuft. von Raumwerten und Zeitwerten. die in ihrer unmittelbaren Gegebenheit eine sehr verwickelte Reihenform darstellt. aber diese Ordnung. h. die wirkliche Bewegung des Körpers durch Angabe der einzelnen Stellen. Geschwindigkeit". die vom Standpunkt der direkten 98 . keine schaft des bewegten Dinges. Die einzelnen Werte innerhalb der mannigfachen Reihen werden niemals tatsächlich angenommen. usw. daß der Körper. gleiche gilt von dem Verfahren. fortan gleichförmig in bestimmt angebbarer Weise fortschreiten. Körper an einem bestimmten Punkte seiner Bahn in einem gegebenen Zeitmoment besitzt. durchmessen haben würde. teten Punkte jede äußere Einwirkung auf ihn aufhörte. läßt sich begrifflich nicht anders fassen und darstellen als durch die vergleichende Gegenüberstellung und wechselseitige Beziehung je einer Reihe ist. wenn in dem betrachnis. die von Punkt zu Punkt als verschieden anzusetzen sind.. daß er nach Ablauf einer gewissen Zeit 2 t^ die Strecke tj die Strecke Sj. indem sie als eine Mannigfaltigkeit einfacher Reihengesetze aufgefaßt wird.

Teile" zu einem zusammentreten. erscheint hier durchaus als ein vermitteltes Ergebnis. als etwas schlechthin Bekanntes und unmittelbar Erfaßbares schien. die der modernen Mathematik ihr eigentliches Gepräge gibt. den auch die elementare synthetische Geometrie noch teilt. sondern es sind Funktionsformen. die hier geführt werden. die einander gegenseitig bestimmen und sich damit zu einem System Bevor indessen von Abhängigkeiten zusammenschließen. Die Konstruktion der Kurve aus der Gesamtheit ihrer Tangenten. müssen wir uns zu zurückwenden. die als . wie die Infinitesimal. weiter verfolgt wird. Alle mathematische Begriffsbildung setzt sich in der Tat eine doppelte Aufgabe: eines bestimmten Relationsdie Aufgabe der in elementare Relationstypen oder aber die Synthese dieser einfachen Typen und Bildungsgesetze höherer Ordnung. Das Gebilde ist gleichsam aufgelöst in mannigfache Relationsschichten. treten zugleich die Anfänge einer neuen und allgemeingültigen logischen Frage/ stellung deutlich hervor. die zwischen/ Ganzen determinieren. ihnen besteht. die sich übereinander lagern und die sich kraft der bestimmten Form der Abhängigkeit.Geometrie sie lehrt.. einem Analyse zusammenhangs Relationen Größen Funktionen Ganzen Geometrie IL Zu einem streng prinzipiellen Aufbau ihres Gebiets und zu wahrhafter Freiheit und Universalität ihrer Methoden 7* 99 . den speziellen Problemen der denn in den philosophischen Kämpfen um die Methode. Denn schon in ihr wächst die mathematische Unters-uchung über die bloße hinaus und wendet sich einer Betrachtung der zu. diese Entwicklung. sind selbst nicht extensive Größen. Die „Elemente". ist nur ein Beispiel für ein Verfahren von allgemeinerer Anwendbarkeit. Die Analysis zu des Unendlichen ist logisch bereits eine erste und vollkommene Ausprägung dieser Richtung der Betrachtung.Anschauung. zuletzt zu Damit aber eröffnet sich zugleich der Ausblick auf ein Problem von umfassender Bedeutung. allgemeinen Theorie der die hier zu neuen Einheiten verknüpft werden.

sondern indem wir sie in ihrer ganzen Weite und Selbständigkeit wiederherstellen. dance^ ed. zu fixieren vermag. Schon hier wird der Analysis vorgehalten.ist die neuere Geometrie erst gelangt. Die Beziehung eines räumlichen Gebildes Geometrie derLage Anschauung auf die beliebig gewählten Koordinatenachsen trägt in die ein Moment subjektiver Willkür hinein. Adam-Tannery. So lenkt die Entwicklung wieder vom abDaß strakten Zahlbegriff zum reinen Formbegriff zurück. Januar 1639. 9. Metaphysik" indessen weiter. beschränken und durch bloße rechnerische Operationen zu ersetzen suchen. hat Er sieht Descartes selbst empfunden und ausgesprochen. festgestellt. das es zu ordnen gilt. gemeingültige Ordnungsprinzip. nicht innerhalb des Gebiets selbst. Die Kritik dieser Methoden setzt bereits bei Leibniz ein und wird in seiner Grundlegung der Analysis der Lage zu einem ersten Abschluß geführt. Metaphysik der Geometrie"*. so scheint sie seinen eigenen Tendenzen und Folgerungen unmittelbar zu widerstreiten. ein neues Motiv liegt. In der Tat vermochte sich die neue Auffassung nur in hartnäckigen Kämpfen gegen das Vorrecht und die Alleinherrschaft der analytischen Methoden allmählich durchzusetzen. daß sie das alldessen sie sich rühmt. Verfolgt man diese . metrie des Maßes zur analytischen Geometrie Descartes' scheint Gegenüber der dieser Schritt eine Reaktion zu bedeuten. in den Methoden Desargues'. 490. Descartes' Brief an Mersenno vom II. sondern daß sie' hierzu auf einen fremden und dem betrachteten Gegenstand äußerlichen Gesichtspunkt zurückgreifen muß. die streng deduktive Gestaltung Raumwissenschaft. Die tritt nun wieder wie in der antiken synthetischen Geometrie Nicht indem wir sie soviel als möglich in ihre Rechfe ein. indem sie von der Geofortschritt. im philosophischen Sinne. die rein in ihr selbst liegen. 100 . hierin.. die den ersten Ansatz zur projektiven Behandlung und Auffassung der Raumgebilde enthalten. den Hinweis auf eine allgemeine .. sondern Correspon- * S. die begriffliche Eigenart der Form wird nicht auf Grund von Bestimmung Merkmalen. ergibt sich uns die der eigentlich logische.

Soll dieser Mangel beseitigt werden. das in begrifflicher Strenge mit den analytischen Methoden ebenbürtig ist. Die räumlichen Grundformen sollen wieder als das. wiss. Leibniz' System in s. die relativ einfachste ergriffen wird. Die Rückkehr zur Erfassung der Figur schafft hier nur Bindeglied: . .hat sich vertieft und umgestaltet. folgt. t Dennoch führt auch von diesem Standpunkt der Fragestellung aus ist und — und dies das philosophisch Charakteristische Bedeutsame — kein Weg zur Betrachtungsweise der Elementargeometrie zurück. die je nach der Wahl des angenommenen Bezugssystems. so muß ein Verfahren gefunden werden. verschieden ausOb unter all den verschiedenen jGrleichungen. während er und seine Schüler daher den Mangel der synthetischen Geometrie eben darin erblicken. gewöhnlichen „Analysis situs". hängt vom individuellen Geschick des Rechners. Wenn man. Während Jakob jetzt unter der geometrischen — lozzi der hierin seinem Lehrer und Vorbild Pestanicht müde wird.. III. 101 . daß sie die Steiner. den sie mit dem Begriff und Terminus der „Anschauung" verbinden so ergibt sich hier zunächst ein eigentümlich zwiespältiges Verhalten. fallen kann. die gemäß diesem Verfahren zum Ausdruck eines räumlichen Gebildes verwendet werden können. ** Näheres hierüber in der Darstellung von Leibniz' Entwurf der s. anderseits aber die rationale Vertiefung lediglich in den Grenzen des Geometrischen selbst und mit den Mitteln des reinen Raumes erreicht. Grundlagen. antiken ein anschaulichen scheinbares denn der Inhalt dessen.durch eine zufällige Relation ausgedrückt. den Versuch unternimmt. also von einem Moment ab. was sie „an sich selbst" sind. das der strenge und eindeutige Gang der Methode auszuschließen strebte. um in dem philosophischen Kampf der Meinungen ein festes Kriterium zu gewinnen. Kap. die wissenschaftlichen Begründer der neueren Geometrie nach dem Sinne zu befragen. erfaßt und ohne Umdeutung in abstrakte Zahlverhältnisse in ihrer eigenen Gesetzlichkeit verstanden werden**. was Anschauung" verstanden wird. das logische Recht und die Fruchtbarkeit der reinen Anschauung zu preisen.

unter Festhaltung bestimmter Regeln der Umformung. sobald man die nähere Ausführung verfolgt. ohne durch die Schranken der sinnlichen Darstellbarkeit irgendwie beengt zu werden. die Vorrede zu J. Die Einzel terme treten samtzusammenhangs. steht sie niemals für sich allein. Die synthetische GJeometrie im Altertum und in der Neuzeit. sondern alles Interesse konzentriert sich auf die Art.Anschauung nur in eingeschränktem Sinne. a. wie in der griechischen Geometrie. Der Wert der neuen Methode wird darin gesucht. insbesondere auch imaginäre und unendlich ferne Elemente. Die verschiedenen sinnlich möglichen Fälle einer Figur werden nicht. B. in welche sie. in den Kreis ihrer Betrachtungen zieht und erst dadurch zu einer völligen rationalen Geschlossenheit der Ableitung gelangt. a. Der Gegensatz. — — Abhängigkeit * S. findet sich in dem Grundwerk Poncelets zunächst eine durchaus entgegengesetzte logische Tendenz ausgeprägt. daß in ihr die geof metrische Schlußfolgerung sich völlig ungehindert ergehen kann. Steiners Schrift: Systemat. sinnlich gegebenen Figur. denen keine individuelle geometrische . Ö. daß sie. überführbar ist. Berün 1832: 102 . sondern die freie konstruktive Erzeugung von Gestalten nach einem bestimmten einheitlichen Prinzip verstanden. ** S. sondern ist im Sinne Jakob Steiners geometrischer Gedie Ermittlung der stalten voneinander gerichtet**. S. die dieser Gedanke beiderseits erhält. schlichtet sich jedoch. sondern als Symbol des Gedem sie angehört und als Ausdruck für den gesamten Inbegriff von Gestaltungen. Auch dort. Entwicklung der Abhängigkeit geometrischer Gestalten voneinander. hervorgehen. wo die Geometrie der Lage rein und ausschließlich auf die Anschauung gegründet wird. Existenz" zukommt. Die „Anschauung" geht hier also niemals auf die besondere Figur mit ihrem zufälligen auf Eigengehalt. der hier in der Formulierung des Grundgedankens besteht. wie sie wechselseitig auseinander Sofern eine einzelne Gestalt betrachtet wird. ist darunter nicht das Haften an der einzelnen. Reye.. 347. besonders erfaßt und untersucht. z. nicht in der ganzen Freiheit und Weite ihrer Bedeutung brauchen lehrt*.

um mit möglichster Sparsamkeit und auf die einfachste Weise den Figuren unzählig viele Eigenschaften verleihen zu können. sofern etwa die einzelne Grade nicht für sich. wie ihre Eigenschaften von den einfacheren Figuren zu den zusammengesetzteren sich fortpflanzen. Durch gehörige Aneignung der wenigen Grundbeziehungeu macht man sich zum Herrn des ganzen Gegenstands es' tritt Ordnung in das Chaos ein. Der konstruktive Aufbau der räumlichen Gebilde aus ursprünglichen Grundbeziehungen bleibt als unverbrüchliche Forderung bestehen. und man sieht. Es gibt eine geringe Zahl von ganz einfachen Fundamentalbeziehungen. 103 . der darin besteht. die dennoch in strenger Kontinuität an die Leistungen der analytischen Geometrie anknüpft. den Organismus aufzudecken. gebracht wird. sondern als Element eines Strahlenbüschels oder die einzelne Ebene als Element eines Ebenenbüschels Allgemein zeigt es sich jetzt. Man gelangt auf diese Weise gleichsam in den Besitz der Elemente. hier nicht sowohl beseitigt. Hierbei macht weder die synthetische noch die analytische Methode den Kern der Sache aus. oben." . 92f). worin sich der Schematismus ausspricht. Die Strenge des deduktiven Zusammenhangs schien nur durch die Vermittlung der Zahl auf den Raum übertragen werden zu können (s. als vielmehr festgehalten und im Gebiet des Räumlichen selbst zu neuer fruchtbarer Anwendung Das Motiv der Zahl ist ausgeschaltet. Man begreift. sondern nur darum festgehalten wurde. Schon die Ableitung der Grundgebilde die sie vereinigt. daß von hier aus eine neue prinzipielle Aufgabe entstehen mußte. daß der definiert wird. methodische Gesichtspunkt. S.auch hier zurück gegenüber der systematischen Relation. aber dieser Forderung gilt es nunmehr „Gegenwärtige Schrift hat es versucht. Wir sahen. weil sie als reinster und vollkommener Typus einer logisch geordneten Mannigfaltigkeit überhaupt galt. nach welchem sich die übrige Masse von Sätzen folgerecht und ohne alle Schwierigkeit entwickelt. bringt dies zum Ausdruck. durch welchen die verschiedenartigsten Erscheinungen in der Raumwelt miteinander verbunden sind. wie alle Teile naturgemäß ineinander greifen. daß die Abhängigkeit der Gestalten voneinander und die Art und Weise aufgedeckt wird. in schönster Ordnung sich in Reihen stellen und verwandte zu wohlbegrenzten Gruppen sich vereinigen. der zur fundamentale Entdeckung der analytischen Geometrie hinleitete. aber um so reiner tritt jetzt das allgemeine Motiv der Reihe hervor. von welchen die Natur ausgeht. wie bei Descartes selbst die Zahl nicht schlechthin um ihres eigenen Gehalts willen als Grundprinzip ausgezeichnet.

mit rein geometrischen Mitteln und ohne den
Begriffe des

Umweg

über die

tun. Die Entwicklung, die hiermit einsetzt, ist bis ins einzelne

Maßes und der Maßzahl Genüge zu

logischen Gesichtspunkten beherrscht und In besonderer Deutlichkeit tritt dies bei P o n c e 1 e t hervor, der in dem Streit, den er um die Prinzipien seiner Disziplin zu führen hat, mit wachsender Schärfe und Bestimmtheit auf die philosophischen Fundamente zurückweist. Gegenüber der Kritik, die die Pariser Akademie, die insbesondere C a u c h y an den philosophischen Voraussetzungen seines Werkes geübt hatte, betont er nachdrücklich, daß es sich in diesen Voraussetzungen nicht um einen Nebenpunkt, sondern um die eigentliche Wurzel der neuen Auffassung handle. Er macht sich das Wort Newtons zu eigen, daß in der
hinein

von

geleitet.

Geometrie

die

Methode der Entdeckung

alles

bedeute, so daß, wenn diese einmal gefunden und sichergestellt ist, die Ergebnisse sich von selbst als reife Frucht darbieten*. Die Lehre von den projektiven Eigenschaften der Figuren will somit keine bloß materiale Erweiterung des Gebiets der Geometrie sein, sondern sie will ihr ein neues Prinzip der Forschung und Erfindung zuführen**. ( Hierbei gilt es als der erste und notwendige Schritt, das geometrische Denken aus der Enge der sinnlichen Ansicht mit ihrem ängstlichen Haften an den Besonderheiten der gerade gegebenen indiviWenn Descartes der antiken duellen Figur, zu befreien. Mathematik vorhielt, daß sie den Geist nicht zu schärfen vermöge, ohne gleichzeitig die Einbildungskraft durch die enge Anlehnung an die sinnliche Gestalt zu ermüden, so Die echte hält Poncelet durchaus an diesem Vorwurf fest. synthetische Methode kann zu diesem Verfahren nicht wieder
Trait^ des propriötös projectives des figures, 356; II, S. 357. „La doctrine des propriöt^s projectives, celle de la perspectiverelief, le principe ou la loi de continuit6, enfin la th6orie des polaires r6ciproques et la th6orie des transversales ötendue aux lignes et surfaces courbes, ne forment pas simplement des classes plus ou moins öt^ndues de problemes et de theoremes, mais con&tituent proprement, pour la G6om6trie pure des principes, des möthodes d'investigation et d'invention, des moyens d'extension et d'exposition, dans le genre de ceux qu'on a nomm6 principes d'exhaustion, raöthode des infinirnent petita etc." (A. a. O. II, S. 5.)
2e Edition, Paris 1865,

*S. Poncelet,
I,

*

S.

104

Sie wird sich den analytischen Methoden ebenbürtig erweisen, wenn sie sie an Weite und Allgemeingültigkeit erreicht, diese Universalität der Betrachtungsweise dagegen zugleich aus rein geometrischen Voraussetzungen gewinnt. Diese doppelte Aufgabe wird erfüllt, sobald wir die besondere Gestalt, die wir untersuchen, nicht selbst als den konkreten Gegenstand der Forschung betrachten, sondern in ihr nur einen ersten Ansatzpunkt sehen, von dem aus wir kraft einer bestimmten Regel der Variation ein gesamtes System möglicher Die Grundrelationen, die Gestaltungen deduktiv herleiten.

zurückgreifen.
als

nur dann

dieses

System charakterisieren und

die in jeder Einzelgestalt

gleichmäßig erfüllt sein müssen, bilden erst in ihrer Gesamtheit das wahre geometrische Objekt. Was der Geometer betrachtet, das sind nicht sowohl die Eigenschaften einer gegebenen Figur, als das Netz von Korrelationen, in welchem Wir nennen sie mit anderen verwandten Bildungen steht. eine bestimmte räumliche Gestaltung einer anderen korrelativ zugeordnet, wenn sie durch stetige Umformung eines oder mehrerer ihrer Lageelemente aus ihr ableitbar ist: wobei jedoch die Voraussetzung gilt, daß gewisse räumliche Grundbeziehungen, die als die allgemeinen Bedingungen des Systems anzusehen sind, unverändert bleiben. Die Kraft und Schlüssigkeit des geometrischen Beweises ruht dann stets in jenen Invarianten des betreffenden Inbegriffs, nicht in dem, was den einzelnen Gliedern als solchen eigentümlich ist. Diese Auffassung ist es, die Poncelet philosophisch durch den Ausdruck des Kontinuitätsprinzips bezeichnet, das er weiterhin, schärfer und genauer, als Prinzip der

Permanenz dermathematischenRelationen
formuliert. Die einzige Forderung, von der wir ausgehen, läßt sich begrifflich dahin aussprechen, daß es möglich ist,

bestimmter ein für alle Mal definierter Beziehungen auch gegenüber einem Wechsel im Inhalt der einzelnen Beziehungsglieder, der besonderen Relata festzuhalten. Wir beginnen damit, die Figur, die wir geometrisch untersuchen, in einer allgemeinen Lage zu betrachten, sie also nicht von Anfang an in all ihren einzelnen Teilen festzulegen, sondern ihr
die Geltung

105

innerhalb eines bestimmten Umkreises, der durch die Bedingungen des Systems bezeichnet ist, Änderungen ihrer einzelnen Teile zu gestatten. Wenn diese Änderungen von einem bestimmten Anfangspunkt aus stetig verlaufen, so werden die systematischen Eigentümlichkeiten, die wir an der einen Figur entdeckt haben, auf jede folgende „Phase" übertragbar sein, so daß schließlich Bestimmungen, die sich am Einzelfall bewährt haben, fortschreitend auf die Gesamtheit der aufeinanderfolgenden Glieder ausgedehnt werden

können.
das

I

zeigt sich in diesen Ausführungen Poncelets Ringen nach einem exakten und allgemein gültigen Ausdruck des neuen Gedankens. Vor allem ist er bemüht, das Verfahren der Relations-Übertragung, das er zugrunde legt, vor jeder Verwechslung mit einem bloßen Analogie-

Deutlich

oder geht

Induktionsschluß
vom Besonderen

zu schützen. Die Induktion aufs Allgemeine; sie sucht eine Mehrheit

einzelner Fakta, die sie als einzelne und somit ohne notwendige Verknüpfung beobachtet hat, hypothetisch zu einem Ganzen zu vereinen. Hier aber ist das Gesetz der Verknüpfung nicht nachträglich erschlossen, sondern es liegt ursprünglich zugrunde, so daß kraft seiner auch der einzelne Fall erst in seinem Gehalt bestimmbar wird. Die Bedingungen, denen der gesamte Inbegritf unterwerfen wird, stehen vorweg fest, und alle Besonderung ist nur dadurch erreichbar, daß ihnen unter Wahrung ihres Gehalts ein neuer Faktor als Wir beeinschränkende Bestimmung hinzugefügt wird. trachten die metrischen und projektiven Beziehungen von Anfang an nicht in der Art, in der sie sich in irgendeiner besonderen Figur verkörpern, sondern nehmen sie in einer gewissen Weite und Unbestimmtheit, die ihnen einen SpielEs mag zunächst auffallend raum der Entwicklung läßt*. und paradox erscheinen, daß diese Unbestimmtheit des Ausgangspunkts den Grund für die Fruchtbarkeit des neuen Verfahrens und für seine Überlegenheit gegenüber den

antiken Methoden enthalten

soll.

Indessen zeigt es sich
S.

als-

Trsitö des propriötöa projectives.

XIII

f.,

XXI

f.

106

bald,

daß der Ausdruck des Gedankens hier unter den Zweider
traditionellen
in

deutigkeiten

logischen

Schul-

welcher Begriffsgehalt und sprache Vorstellungsgehalt nicht streng geschieden sind, und in der daher immer von neuem der identische und streng eindeutige Sinn einer begrifflichen Regel in ein abstraktes und schemenWas haftes Gattungsbild zu verschwimmen droht. vom Standpunkt der Vorstellung als Unbestimmtheit erscheint, weil es die individuellen Züge des Bildes zurücktretenläßt, das erscheint vom Standpunkt des Begriff s als Grund jeglicher genauen und scharfen Determination, sofern in ihm die allgemeingültige Vorschrift zur Bildung des Einzelnen enthalten ist. Zwischen dem „Allgemeinen" und „Besonderen" besteht hier in der Tat durchaus dasjenige Verhältnis, das Begriffsbildung charakterialle echte siert: der allgemeine Fall sieht von den besonderen Bestimmungen nicht schlechthin ab, sondern er bewahrt in sich die Fähigkeit, sie, in ihrer konkreten Totalität vollständig aus einem Prinzip heraus zu entwickeln und zu überschauen. (Vgl. oben, S. 24 f .) Es sind, wie Poncelet betont, niemals bloße Eigenschaften der Art, sondern Eigenschaften der Gattung, von deren Betrachtung die projektive Behandlung eines Gebildes ihren Ausgang nimmt; die „Gattung" aber bezeichnet hier lediglich einen dem alles Einzelne eingeordnet ist,

zu leiden hat,

mathematische

Bedingungs-Zudie
in

sammenhang,
ein

nicht

losgelöstes

Ganzes von Merkmalen,

ihm

gleichmäßig wiederkehren. Der Schluß geht von den Eigenschaften der Verknüpfung auf die des Verknüpften, von den Reihenprinzipien auf die Reihenglieder. Diese Eigenart der Methode tritt am klarsten an dem Grundverfahren, dessen sie sich bedient, hervor. Die wichtigste Form der Korrelation, durch welche verschiedenartige Gebilde miteinander verknüpft werden, liegt im Verfahren der Projektion. Die wesentliche Aufgabe besteht in der Heraushebung derjenigen „metrischen" und „deskriptiven" Momente einer Figur, die in ihrer Projektion unverändert fortbestehen. Alle Gestalten, die in dieser Weise auseinander hervorgehen können, bilden für die Betrachtung eine unteilbare Einheit;

/

107

sie sind

im Sinne der

reinen Geometrie der Lage nur ver-

schiedene

Ausprägungen

ein

und desselben Be-

Hier wird es unmittelbar ersichtlich, daß die Zugehörigkeit zu einem Begriff nicht von irgendwelchen generischen Ähnlichkeiten der Einzelexemplare abhängig ist, sondern lediglich ein bestimmtes Prinzip der Umformung voraussetzt, das als identisch festgehalten wird. Die Gestalten, die wir auf diese Weise zu einer ,, Gruppe" vereinen, können, in ihrer sinnlich anschaulichen Struktur, einem völlig verschiedenen „Typus" zugehören; ja sie können sich jeder Zuweisung zu einem derartigen Typus entziehen, sofern ihnen überhaupt keine geometrische Existenz im Sinne der direkten Anschaubarkeit mehr entspricht. Das neue Kriterium der geometrischen Begriffsbildung erweist sich hier in seiner allgemeinen Bedeutung: denn dieses Kriterium ist es, auf

griffs,

dem

des Imaginären die Zulassung Geometrie zuletzt beruht. Allgemein lassen
drei

in
sich,

die
mit

verschiedene Grundformen des Verfahrens der „Korrelation" unterscheiden. Wir können eine bestimmte Figur, die wir als Ausgangspunkt wählen, in eine andere überführen, indem wir alle ihre einzelnen Teile sowie deren wechselseitige Ordnung festhalten, so daß der Unterschied also ausschließlich in der absoluten Größe der Bestimmungsstücke besteht. In diesem Falle werden wir von einer d i r e k t e n Korrelation sprechen können, während für den der einzelnen Teile sich in der Fall, daß die abgeleiteten Figur vertauscht oder umkehrt, nur von einer .indirekten" Korrelation gesprochen werden soll. Schließlich aber und dies ist methodisch der interessanteste und wichtigste Fall kann die Umformung auch in der Weise vor sich gehen, daß gewisse Elemente, die in der anfänglichen Gestalt als reale Bestandteile aufweisbar waren, im Verlauf Betrachten wir des Gesamtprozesses völlig verschwinden. etwa einen Kreis und eine Gerade, die ihn schneidet, so können wir dieses geometrische System durch stetige Verschiebungen derart umgestalten, daß die Gerade zuletzt ganz außerhalb des Kreises fällt und somit die Schnittpunkte, sowie die ihnen entsprechende Richtung der Radien durch
Poncelet,

Ordnung

,

108

imaginäre Werte auszudrücken sind. Die Zuordnung der abgeleiteten Figur zur ursprünglichen verknüpft jetzt nicht mehr tatsächlich vorhandene und für sich aufzeigbare, sondern lediglich gedachte Elemente; sie hat sich in eine rein ideale

Korrelation
Aber eben

aufgelöst.

können nicht entbehrt werden, wenn es sich darum handelt, die Geometrie zu gezu einem einheitlichen und geschlossenen stalten. Der Mangel der antiken Methoden besteht eben darin, daß sie auf dieses logische Grundmittel verzichten und somit nur Größen von absoluter und gleichsam physischer Existenz in den Kreis ihrer Betrachtung ziehen. Die neue Ansicht muß mit diesem Verfahren brechen, weil sie von vornherein nicht die einzelne Gestalt in ihrem sinnlichen Dasein, sondern die verschiedenen Weisen der Abhängigkeit, die zwischen Gestalten bestehen können, als das eigentliche Objekt der geometrischen Untersuchung definiert (s. S. 102). Unter diesem Gesichtspunkt aber stehen reelle und imaginäre Elemente einander wesentlich gleich: denn auch die letzteren sind der Ausdruck vollkommen gültiger und wahrer geometrischer Beziehungen. Dass unter bestimmten Bedingungen gewisse Elemente einer Figur fortfallen und zu bestehen aufhören dies ist schon an und für sich keine bloße negative Erkenntnis, sondern enthält eine fruchtbare und durchaus positive geometrische Einsicht. Weiterhin aber dienen die imaginären Zwischenglieder überall dazu, den Einblick in den reeller geometrischer Gestaltungen zu erschließen, die ohne diese Vermittlung als heterogen und beziehungslos einander gegenüberstehen würden. Diese ideelle Kraft der logischen Verist es, die ihnen ein volles Recht auf ein ,,Sein" im logisch-geometrischen Sinne sichert. Das Imaginäre hat Bestand, sofern es eine logisch unentbehrliche Funktion im der geometrischen Sätze erfüllt. Die einzige „Wirklichkeit", die wir sinnvollerweise von ihm erwarten und fordern können, geht in dem Wahrheitsgehalt auf, den es in sich birgt: in dem Gehalt an gültigen Sätzen und Urteilen, den es zum Ausdruck bringt. Es wiederholt
diese idealen Korrelationen

Ganzen

:

Zusammenhang

knüpfung

System

109

sich hier

bereits

im Bereich der Geometrie derselbe Prozeß, den wir im Bereich der Zahlen verfolgen konnten: aus der Fest-

haltung bestimmter Relationen entstehen neue ,, Elemente", die aber den früheren als wesentlich gleichartig und ebenbürtig zur Seite treten, weil auch diese zuletzt keinen tieferen
festeren Grund besitzen, als er in der Wahrheit von Relationen besteht (s. ob. S. 78 ff). Betrachten wir etwa um ein einfaches Beispiel der gewöhnlichen Geometrie zu brauchen zwei Kreise

und

in

einer Ebene,

der den, in ein neues Gebilde von verbindet, bestimmten Eigentümlichkeiten gegeben. Die Punkte dieser Geraden die wir als „gemeinschaftliche Sehne" der beiden Kreise bezeichnen sind dadurch ausgezeichnet, daß die Tangenten, die sich von ihnen aus an die Kreise legen lassen, einander gleich sind. Die geometrische Beziehung aber, die damit gesetzt ist, läßt sich auch für den Fall, daß die Kreise einander nicht mehr schneiden, sondern gänzlich auseinanderfallen, verfolgen und zum begrifflichen Ausdruck bringen. Auch in diesem Falle nämlich existiert stets eine Gerade die sogen. ,, Radikaldie die zuvor angegebene charakteachse** der beiden Kreise

so ist für den Fall, daß sie sich schneiGeraden, die ihre beiden Schnittpunkte

,

und in diesem Sinne als die gemeinschaftliche Sehne der zwei Kreise bezeichnet werden kann, die ihre beiden ,, imaginären** DurchschnittsHier wird also zunächst ein bestimmtes punkte enthält. anschauliches Element durch gewisse begriffliche Eigenschaften, die ihm zukommen, ausgedrückt und vollständig ersetzt: wird auch dann festund diese logische an dem sie zuerst gehalten, nachdem das Substrat, zur Entdeckung und Auszeichnung kam, geschwunden ist. Wir gehen von dem Fortbestand der Beziehung aus und erschaffen definitorisch in den imaginären „Punkten** die Die „Subjekte**, von denen die Beziehung ausgesagt wird. Fruchtbarkeit dieses Verfahrens aber bewährt sich darin, daß damit ein systematischer Zusammenhang zwischen Gebilden gestiftet wird, der es erlaubt, Sätze, die an dem einen gefunden und bewiesen sind, auf ein anderes zu überristische
erfüllt

Bedingung

ideale

Bestimmtheit

110

an dem sie unmittelbar nicht ersichtlich Neben den besonderen inhaltlichen Relationen waren*. aber sind es vor allen Dingen gewisse allgemeine formalen Bestimmungen, durch welche die „uneigentlichen" Elemente, die die Geometrie erschafft, mit den ,, eigentlichen" Punkten verknüpft sind. Das Prinzip der „Permanenz der formalen Gesetze" ist in der Tat, noch ehe es in der Algebra als Rechtfertigung der verallgemeinerten Zahlbegriffe gebraucht wurde, durch Poncelet von rein geometrischen Gesichtspunkten aus Der unendlich ferne eingeführt und begründet worden. Punkt, in dem, gemäß der projektiven Raumansicht, zwei parallele Gerade, und die unendlich ferne Gerade, in der zwei parallele Ebenen sich schneiden, sind logisch berechtigte Begriffsbildungen, nicht nur weil sie konzentrierte Aussagen über bestimmte Lagebeziehungen darstellen, sondern vor allem, weil sich zeigen läßt, daß auch diese neuen Gebilde soweit sie auf Maßverhältden geometrischen nisse nicht Bezug nehmen, völlig gehorchen. Damit ist eine übergreifende Wahrheitsinstanz gegeben, der „eigentliche" und „uneigentliche" Punkte in gleicher Weise gemäß sein müssen. Die neuen Elemente sind wie es Poncelet gelegentlich scharf und bezeichnend formuliert paradox in ihrem Objekt, aber sie sind nichtsdestoweniger durchaus logisch in ihrer Struktur, sofern sie zu strengen und unbestreitbaren Wahrheiten hinführen**.
tragen,

Axiomen,

* So läßt sich z. B., wenn irgendwölche drei Kreise in einer Ebene Jen sind und wir für je zwei von ihnen die „Radikalachsen" konstruieren, leicht zeigen, daß die so entstehenden drei Linien sich in einem Punkte schneiden; daraus aber ergibt sich weiterhin sofort, daß das gleiche auch für den speziellen Fall der drei gemeinschaftlichen Sehnen sich wirklich schneidender Kreise gilt usf. Die reellen Eigenschaften der reellen gemeinschaftlichen Sehnen werden also im Hinblick auf die „idealen" Sehnen entdeckt und begründet. Vgl. hierzu C h a s 1 e s , Apercu historique sur l'origine et le d^veloppement des methodes en G6om6trie, 2. Ausg., Paris 1875, S. 205 ff., S. auch Die Elemente der projektivischen Geometrie, Leipzig 1875, S. 7 ff. ** Zum Ganzen vgl. bes. Considörations philosophiques et techniques sur le principe de continuitö dans les lois g6om6triques § III. (Applications d' Analyse et de G6om6trie, Paris 1864, S. 336 ff.), sowie Traite des proprietös projectives I, S. XI ff., 66 ff. Zur Bezeichnung des

Hankel,

Poncelet,

Kontinuitätsprinzips als Prinzip der „Permanenz der geometrischen Re-

111

Die Entwicklung der projektiven Geometrie, die hier nicht im einzelnen verfolgt werden kann, hat sodann die philosophischen Grundgedanken, auf denen sie sich gründet, zu immer schärferer Darstellung gebracht. Je mehr es gelang, die Geometrie der Lage aus selbständigen Voraussetzungen aufzubauen, um so reiner trat auch der allgemeine logische Charakter und die logische Bedeutung des neuen VerDer konstruktive Fortgang, in welchem wir fahrens hervor. von den einfachen Begriffen des Punktes und der Geraden aus in strenger Ableitung das Ganze des projektiven Raumes erzeugen, knüpft zunächst an die Betrachtung der harmonischen Punktpaare an. Dabei wird in der ersten Phase der projektiven Geometrie die harmonische Lage von vier Punkten auf einer Geraden zunächst noch ausschließlich vermittels des Begriffs des eingeführt und erläutert: die Punkte a, b, c, d bilden eine harmonische Folge, wenn das Verhältnis der Strecke a b zu b c demjenigen der Strecke ad zu cd gleich ist. Diese Erklärung setzt indes

Doppelverhältnisses

ersichtlich die Messung und Vergleichung bestimmter Abstände voraus und ist somit ihrem Wesen nach selbst rein metrischer Natur; wenn sie dennoch der Geometrie der Lage zugrunde gelegt werden kann, so beruht dies nur

darauf, daß sie eine Maßbeziehung darstellt, die sich bei jeder projektiven Umformung der gegebenen Figur unverImmerhin ist hier der Maßbegriff nicht ausändert erhält. geschaltet, sondern als unabgeleiteter Bestandteil in die Grundlagen aufgenommen. Zu einer unabhängigen und streng einheitlichen Darstellung gelangt die projektive Geometrie

wenn auch diese letzte Schranke beseitigt ist, wenn also die Bestimmtheit, die sich metrisch als Doppelverhältnis charakterisiert, auf rein deskriptivem Wege gewonnen und festgehalten wird. Das entscheidende Verfahren hierfür ist
erst,

in

der bekannten S t a u d t 'sehen Vierseitskonstruktion gegeben. Wir bestimmen zu drei gegebenen kollinearen

lationen" s. Applicat. S. 319; Traitö II, 357; der gleiche Gedanke ist in anderer Wendung von Chasles in seinem „Principe des relationa contingentes" ausgesprochen worden. (Apercu historique S. 204 ff., 357 ff.,

368

ff.)

112

5. Nürnberg 1847. durch da sich beweisen es läßt. sobald sich zeigen ließe. b. 1. Gehen wir zunächst von drei Punkten in einer Geraden a. Reye . dem wir die Zahl 2 entsprechen lassen. <=o zuordnen. stets dasselbe Ergebnis legt*. die die projektive Geometrie durch C a y 1 e y und Klein erfahren hat. die sie zu Gliedern eines systematischen Inbegriffs macht. logische Ideal eines rein projektiven Aufbaus der Geometrie ist somit auf eine einfachere Bedingung zurückgeführt: es wäre erfüllt. I. Staudt. Wir gewinnen hier ein allgemeines Verfahren. so können wir vermöge der Staudtschen Vierseitkonstruktion den vierten harmonischen Punkt zu ihnen finden. 43 ff. denen wir die Werte 0. 2. der durch diese Methode eindeutig bestimmt wird. Substanzbeg:riff g 113 . 4. weiterhin einen neuen Punkt bestimmen. Cassirer. Die Geometrie der Lage. daß die angegebene Konstruktion gleichviel welches Vierseit. liefert.Punkten a b c den vierten harmonischen Punkt d. der mit den Punkten 1. man zugrunde Damit ist ohne jede Anwendung metrischer Hilfsbegriffe durch ein Verfahren.. sofern nur den angegebenen Bedingungen genügt. Aufl. daß zwei Gegenseiten durch a. S. eine Diagonale durch b und die beiden anderen Gegenseiten Diagonale c gehen: der Schnittpunkt der zweiten des Vierseits mit der Geraden a b c ist der verlangte Punkt d. Leipzig 1899. <=> ein harmonisches Quadrupel bildet und diesem den Wert 3 beilegen. S. Der Nachweis hierfür ist in der Ausgestaltung. bis wir schließlich vermöge dieses Verfahrens eine un- Ordnung *v. das uns gestattet. daß es lediglich kraft dieser ersten Grundbeziehung und ihrer wiederholten Das Anwendung möglich ist. Geometrie der Lage. § 8. das lediglich das Ziehen gerader Linien benutzt. alle Punkte des Raumes. sämtliche Punkte des Raumes zur Ableitung zu bringen und ihnen eine bestimmte eindeutige aufzuprägen. in der Tat erbracht worden. bestimmten Zahl werten zuzuordnen und ihnen auf diese Weise eine feste Stellung innerhalb einer allgemeinen Reihenordnung zuzuweisen. die sich von einer gegebenen Anfangssetzung aus durch fortschreitende harmonische Konstruktionen erzeugen lassen. c aus. indem wir ein Vierseit derart konstruieren. eine fundamentale Relation der Lage festgestellt.

Diese Mannigfaltigkeit läßt sich sodann weiterhin in dem Sinne ergänzen. Prinzip hier nur angedeutet werden vgl. Wir gelangen damit zu einer vollständigen Skala. in welcher die elementaren Operationen. F. daß sie zu einer überall dichten Menge wird. Klein. deren jede einer ganzen Zahl eindeutig zugeordnet ist. Multiplikation und Division von Strecken rein geometrisch Auch der Fortgang zu Gebilden von höherer definiert sind. Encyklopädie der Elementar-Mathematik. indem wir die Betrachtung. durch entsprechende Zahlwerte könnte allerdings zunächst den Anschein erwecken. die bei dieser Ableitung verwendet werden. Die Einfügung der Raumbegriffe in das Schema der reinen Reihenbegriffe ist hier endgültig Die Bezeichnung der einzelnen Raumpunkte vollzogen. Nicht-Euklid^he — Vorlesungen über Göttingen 1893. 114 . deutlich hervor. 8. Die Durchführung dieses Gedankens hat vornehmlich technisch-mathematisches Interesse: darüber hinaus aber tritt jetzt auch ein allgemeines philosophisches Ergebnis. auch Weber-Wellstein. Annalen IV. Bd. 573 ff. sowie Math. in der jedes Element einer bestimmten rationalen. Der Übergang zum Punktvollzieht sich von hier aus auf Grund einer gedanklichen Forderung. § 18. auf welches schon die Anfänge der neueren Geometrie vorausweisen... die sich zunächst auf die Punkte einer Geraden beschränkte. S. die dem Postulat analog ist. positiven oder negativen Zahl entspricht. In Wahrheit aber wird die Zahl hier nur in ihrem allgemeinsten logischen Sinne: nicht als Ausdruck der Messung und Vergleichung von Größen. als wären es dennoch Größenbegriffe. sondern als Ausdruck der in der Folge gebraucht. Geometrie. wie Addition und Subtraktion. Ordnung * Für alle Einzelheiten dieser Betrachtungsweise. 315 ff. auf Grund deren sich eine einheitliche projektive Metrik entwickeln läßt. weiteren in seiner Theorie die irrationalen durch welches Zahlen als „Schnitte" einführt.Mannigfaltigkeit einfacher Lagebestimmungen gewinnen. Abdruck. auf zwei oder mehrere Gerade ausdehnen*. 2. er erfolgt. Begriffe von Längen und Abständen. endliche kontinuum Dedekind Dimension bietet keine prinzipielle Schwierigkeit. II. Zur projektivenMetrik 338 ff. deren sollte.

Man hat diesem Zusammenhang gemäß.und Winkelgrößen. Möglichkeit des Beisammen" überhaupt abgeleitet. sondern einzig um die Unterscheidung und Abstufung der Glieder einer bestimmten Reihe. Der Raum ist hier in der Tat lediglich in seiner allgemeinsten Form als . daß je nach der Hinzunahme besonderer ergänzender Bedingungen die allgemeine projektive Maßbestimmung. die hier entwickelt wurde. Cambridge 1897. The foundations of Geometry. ist Die Forderung. Wie bei der Zahl duktiven lediglich von einer ursprünglichen Einheitssetzung ausgegangen wurde. die bereits Descartes gestellt damit auf einem neuen Wege erfüllt. aus der sich sodann vermöge einer bestimmten erzeugenden Relation die Allheit der Glieder in fester Ordnung entwickelte. deren Elemente selbst als reine Lagebestimmungen definiert sind. Russell. Vielmehr läßt sich zeigen. die projektive Geometrie mit Recht als die allgemeine . der hatte. 118.. 8* 115 . apriorische" Grundwissenschaft vom Raum erklärt. die an rationaler Strenge und Reinheit der Arithmetik gleichzustellen sei*. Aber eben in dieser relativen Selbständigkeit der Elemente wie der Grundbeziehung tritt der Zusammenhang in der allgemein deklar hervor. insbesondere über die Geltung des Parallelen-Axioms zunächst noch keine Entscheidung gefällt ist. Hier bewährt es sich. Zwar bleiben beide Gebiete ihrer heit nach streng geschieden: die „Essenz" der Figur geht nicht mehr unmittelbar in die der Zahl auf. daß in der allgemeinen logischen Grundlegung die Zahl als reine Ordnungszahl entwickelt und von jeder Bindung an meßbare Größen freigehalten wurde. während über seine spezielle axiomatische Struktur. dessen allseitige Anwendung den Inbegriff der möglichen räumlichen Setzungen aus sich hervorgehen läßt. S. Die Ordnung Raumpunkte ist in derselben Weise begriffen wie die der Zahlen.Es handelt sich nicht um die Zusammensetzung oder Teilung von Strecken. sich nacheinander mit den verschiedenen Parallelentheorien in Wesen- Methodik * Vgl.. so wird hier zunächst eine Verschiedenheit von Punkten und ein bestimmtes Lageverhältnjis zwischen ihnen postuliert und in diesem ersten Ansatz bereits ein Prinzip entdeckt.

Annalen IV. wir uns zunächst die Frage. „parabolischen". In diesem die schon ursprünglich in ihm enthalten waren. 116 . daß wir die Elemente. sofern in ihr nicht sowohl ein Ganzes von einzelnen Elementen oder Gebilden als vielmehr ein System die allgemeinste von Operationen sammengefaßt wird. Schon die Definition der . die wir betrachten. S. wenn man Fassung betrachtet zu der der moderne Begriff der Geometrie gelangt ist. 1 ff.Beziehung setzen und sich somit zur speziellen. Man kann sich diese — Kennzeichen nochmals zum Bewußtsein bringen. bleiben bestehen und erhalten sich durch allen Wechsel der besonderen Anwendungen hindurch. „elliptischen" oder „hyperbolischen" Maßbestimmung fortführen läßt*. was überhaupt unter einer „geoVgl. Klein. So hebt sich aus der Mannigfaltigkeit der geometrischen Methoden die einheitliche Grundform der geometrischen Begriffsbildung immer deutlicher und Die logischen Kennzeichen dieser Form präziser heraus. so daß also die successive Anwendung verschiedener. die sich dadurch ergeben. Sinne bilden etwa alle geometrischen Umformungen. zu einer gedanklichen Einheit zuEin Inbegriff von Operationen bildet eine Gruppe. wenn mit irgend zwei Operationen immer auch deren Verknüpfung in ihm vorkommt. eine Gruppe: da das Resultat zweier aufeinanderfolgender Bewegungen sich hier stets auch durch eine einzige Bewegung darstellen und erreichen läßt**. In diesem Begriff der Gruppe aber ist nunmehr ein allgemeines Klassifikationsprinzip gewonnen. F. Einleitung in die höhere Geometrie II. Der Anschluß der Geometrie an die Gruppentheorie bildet hier den letzten. 575 ff. F. irgendwelche Bewegungen in einem gewöhnlichen dreidimensionalen Räume ausführen lassen. Mathem. Gruppe" enthält ein neues und wichtiges logisches Moment. K I e i n .. kraft dessen die verschiedenen möglichen Formen der Geometrie unter einem einheitlichen Gesichtspunkt vereint und in ihrem symmetriStellen schen Zusammenhang überschaut werden können. Vgl. dem Inbegriff angehöriger Transformationen immer nur zu Operationen zurückführt. für die Gesamtcharakteristik entscheidenden Schritt.

zu einer anderen Struktur überzugehen. bleiben unverändert.metrischen** Eigenschaft zu verstehen ist. also durch die angegebenen Operationen der Bewegung. unterscheidet sich eben dadurch von . B. die sich zu ihr wie ihr SpiegelDer Gedanke der Unabhängigkeit gegenüber all diesen Umformungen muß zu der Anschauung der individuellen Einzelgestalt. so finden wir. oder wenn wir schließlich den Sinn der Anordnung der einzelnen Teile umkehren. die sich gegenüber diesem bild verhält." Hält man diese Erklärung fest. Betrachten wir z. die wir für die Untersuchung zugrunde legen. 117 . indem wir dieser Hauptgruppe noch den Inbegriff aller projektiven Umformungen hinzufügen und die Eigenschaften betrachten. die von gewissen räumlichen Transformationen nicht berührt werden. Denn da wir in der Wahl der Transformationsgruppe. diese Gruppe vielmehr durch Hinzunahme neuer Bedingungen erweitern können. um dieser Gestalt wahrhafte Allgemeinheit und damit erst eigentlich geometrischen Charakter zu verleihen. wenn wir dieses Gebilde seine absolute Lage im Raum wechseln. Die Sätze. so bietet sich von hier aus sogleich ein Ausblick auf sehr verschiedenartige Möglichkeiten des Aufbaus geometrischer Systeme. die die Geometrie von einem bestimmten Gebilde entwickelt. so ist damit ein Weg bezeichnet. wenn wir die absoluten Größen seiner Bestimmungsstücke im selben Verhältnis wachsen oder abnehmen lassen. nicht von vornherein gebunden sind. so können wir sie alsbald zur projektivischen Geometrie erweitern.. daß nur solche Eigenschaften des Raumes geometrisch heißen. Geometrie Topographie. auf das wir alle Aussagen bezogen denken. daß wir solche und nur solche Eigenschaften als geometrische bezeichnen. die logisch sämtlich als gleichberechtigt zu gelten haben. indem wir an Stelle der ursprünglichen Figur eine andere treten lassen. von einer bestimmten Form der Geometrie durch einen Wechsel des Grundsystems. welche bei einer gewissen Gruppe von Operationen ungeändert bleiben. dient. die gewöhnliche metrische Geometrie durch die zugehörige Hauptgruppe räumlicher Änderungen. der Ähnlichkeitstransformation und der Spiegelung charakterisiert. die uns als Ausgangspunkt. hinzutreten.

sobald eine Mannigfaltigkeit und in derselben eine Transformationsgruppe gegeben ist. Annalen 43. 118 . innerhalb dessen der reine mathematische Gedanke keine Kraft mehr besitzt und der Wer- dens somit der Unbestimmtheit der sinnlichen Wahrnehmung preisgegeben schien. Es zeigte sich indes. die auf die Gruppe bezügliche zu entwickeln*. nach dem Platonischen Wort. daß nur von dem. Wir sahen. 1 e i n im einzelnen dargetan hat die verschiedensten Arten der Geometrie methodisch begründen und ableiten. In der gleichen Weise lassen sich sodann wie F. 63 ff. statt sich zu den letzten Gründen des gesetzlichen Zusammenhangs der besonderen Erlanger Einzelheiten muß wiederum auf F. wie gerade diese Auffassung. S. 1 e i n s 1872: Vergleichende Betrachtungen über neuere geometrische Forschungen (wieder abgedruckt: Math. als die Lehre vom — — K Invariantentheorie Konstanz Veränderung „immer Seienden" bestimmt. wie seit den Anfängen der griechischen Mathematik die philosophische Frage immer wieder zu diesem Verhältnis zurückkehrte.erweiterten Kreis von Änderungen als konstant erweisen. das die Begriffe der und der in der Grundlegung der Geometrie eingehen. Allgemein besteht die Aufgabe jeder dieser Geometrien darin. 1893. Konstanz der anschaulichen Raumform beengte zugleich die Freiheit der geometrischen Deduktion: die Betrachtung blieb in der Einzelfigur befangen. innerhalb der Geometrie zuletzt Die geforderte starre in entgegengesetzter Tendenz wirkte. die dazu bestimmt war. Diese universelle Betrachtungsweise wirft zugleich auf das prinzipielle Verhältnis.) * Für «die K Programm von verwiesen werden. indem wir von der zunächst betrachteten Hauptgruppe durch irgendeine bestimmte Vorschrift zu einem umfassenderen System übergehen. Das Gebiet des bezeichnete einen Bezirk. stand es fest. War einmal die Geometrie. selbständiges logisches Prinzip gebraucht werden. alle sinnlichen Momente aus der Begründung der reinen mathematischen Erkenntnis auszuscheiden. was stets in der gleichen Weise sich verhält. ein exakter Beweis zwar möglich sei: so konnte fortan die Veränderung aber nicht als als Hilfsbegriff geduldet. helles Licht.

das 119 . Hier kündigt sich bereits ein Bedeutungswandel in der allgemeinen Kategorie der Substantialität an. ohne daß wir. Grenzen gezogen sind. von aber diese Unwandelbarkeit läßt sich in keiner ziehungen: Weise bestimmen und festhalten. die sich im Vergleich als unabhängige Momente erweisen. sondern er gilt stets nur relativ zu einer bestimmten gedanklichen Operation. III. sondern immer nur mit Bezug auf einen Inbegriff möglicher Transformationen. Bestand. gleichsam als ideellen Hintergrund. mit Rücksicht auf die er konzipiert ist. als bestimmten unwandelbaren BeInvariantentheorie. der im Fortgang der Untersuchung immer deutlicher zutage treten wird die Beharrlichkeit bezieht sich nicht auf die Fortdauer von Dingen und dinglichen Beschaffenheiten. nur daher hier als durchaus korrelative Momente Der geodurch und miteinander sind beide definierbar. die wir als Bezugssystem wählen. Erst nachdem der Begriff der Ver- änderung durch die A n a 1 y s i s kritisch geprüft und beglaubigt war. Begriff" erhält seinen identischen und eindeutigen Sinn erst durch die Angabe der bestimmten Gruppe von Der Änderungen. von dem hier die Rede ist. den Gedanken bestimmter Grundänderungen fassen. den wir implicit Konstanz und Veränderlichkeit erscheinen voraussetzen.Gestalten zu erheben. zu anderen Die Entwicklung der modernen Mathematik hat sich immer genauer und bewußter dem Ideal genähert. konnte hier eine neue Entwicklung einsetzen. Diese Entwicklung erhält in der Gruppentheorie 'hren systematischen Abschluß denn hier ist die Veränderung als Grundwährend ihr anderseits feste logische begriff anerkannt.. Die Platonische Erklärung bewährt sich nunmehr in einem neuen Sinne. bezeichnet keine absolute Eigenschaft gegebener Objekte. Die unveränderlichen geometrischen Eigenschaften sind dies nicht an und für sich. sondern sie bezeichnet die relative Selbständigkeit bestimmter Glieder eines funktionalen Zu: sammenhangs. : : metrische . Die Geometrie handelt. denen gegenüber sie gilt und sich behauptet.

65 ff. daß sie nicht als sinnlich vorhandene er- Quantum Erkennbarkeit sondern im Fortgang relativer Setzungen durch den Gedanken aufgebaut wird*. Die Zurückführung der metrischen Verhältnisse auf projektive verwirklicht den Leibnizschen Gedanken. noch ehe er als bestimmt wird. den Einwand. die sich in der modernen Grundlegung der projektiven Metrik wiederholt hat: denn in dieser wird in der Tat die . I. deren Wert und deren vollständige eben darin wurzelt. Bibl. daß das logische einer Metrik. tatsächlich Gegen Leibniz' Definitionen des bereits von Leibniz erfaßt worden ist. daß auch innerhalb nicht sind. sofern ein vorangehendes Glied vom folgenden unterschieden und die . selbst In diesem Sinne versucht die neuere Geometrie eine Beziehung. Der Anschauung mögen wir immerhin die elementaren Inhalte der Geometrie: den Punkt. Entfernung" zwischen beiden begrifflich definiert werden kann. im Nebeneinander. der sich hier allmählich herausbildet. muß rein begrifflich abgeleitet und eingesehen werden griffen." (Leibniz.. Philo?. können.) Man erkennt hier den Hinweis auf eine Frage. daß der Raum. Ordnung Quantitäten. hältnisses 120 definiert und gemessen. Vorlesungen über .) Klein. 107. ihre Größe. was \ind und Zeit seien vor allen Dingen Leibniz erwidert hierauf. S. Nicht-Euklidische Geometrie. Ordnung im Beisammen" (ordre des coexistences possibles) begriffen werden muß. die durch die Logarithmen gemessen wird . entnehmen können. liefert das Bild dieser Ordnung.Distanz" zwischen zwei Punkten Problem Ord- nung Ordnung . 189 f. die sich auf rein projektiven Verhältnissen aufbaut. die Gerade. dennoch aber sind und bleiben 63 Relationen. B.Le i b n i z für sie aufgestellt hat. daß sie gerade den wesentlichen Gehalt beider Begriffe nicht treffe. in der Mathematik die Verhältnisse oder Proportionen ihre Größe. ebensogut wie die absoluten. Hauptschriften zur Grundlegvmg der Philosophie.. . Lage Raum durch den Logarithmus eines bestimmten Doppel ver(Vgl. Innerhalb der reinen Geometrie zeigt sich dies am deutlichsten an dem all- gemeinen Begriff des Raumes. der Zeit als einer Raumes als einer der für Newtons Erklärung im Nacheinander erhebt C 1 a r k e des absoluten RaumoA und der absoluten Zeit eintritt. in seiner ursprünglichen qualitativen Eigenart als . so haben z. wie die allgemeine Relation des * Eb ist von geschichtlichem Interesse. durch welche die Punkte des projektiven Raumes erzeugt werden. S. reiner Ordnungsbeziehungen Größenbestimmungen möglich sind. Die Kette der harmonischen Konstruktionen. was sich auf die Verknüpfung dieser Inhalte bezieht. die Ebene. „Die relativen Dinge haben. aber all das.

vel scientiae generalis de quantitate ad scientiam generalem de qualitate. die zunächst ein nicht weiter zerlegbarer sinnBestand zu sein scheint. Gerhardt.. L e i b n i z . von dieser Gebundenheit zu befreien und zu freier logischer Anwendung zu erheben. nicht der Quantität. sondern die universelle Darstellung der möglichen Weisen der überhaupt und ihrer wechselseitigen Abhängigkeit versteht**. 1 und ** . da ist im licher Axiome Verknüpfung * § Näheres 9. sondern der Qualität.„Zwischen". kein unmittelbares anschauliches Korrelat mehr besitzt*. seu ordinis similitudinis relationis etc. Wo immer eine bestimmte Weise der Verknüpfung gegeben ist. unabhängig zu machen und ihn nunmehr auch auf solche Reihen anzuwenden. Diese Auffasung aber wirkt nunmehr weiter.und Auseinander sich einem allgemeinen System der möglichen Ordnungen überhaupt einzugliedern strebt. VII. sondern der Form. Schriften. durch bestimmte der Verknüpfung festgelegt werden: und von diesen Axiomen allein empfängt sie denjenigen Gehalt. 61. die wir in gewissen Grundregeln und Axiomen aussprechen können. in welchen das Verhältnis. hierüber bei Pasch. mit welchem sie in die mathematische Deduktion eingeht. zu der wir uns hierbei zurückgeführt sehen. v. indem die spezifische Ordnung des räumlichen Neben. an welchen wir ihn zuerst erfaßten. Kraft dieser Erweiterung vermögen wir den Begriff des Zwischen von den anschaulichen Inhalten. Die Mathematik ist danach nicht die allgemeine Wissenschaft der Größe. Vorles. Was diese Relation bedeutet. Math. hg. Wieder ist es die L e i b n i z 'sehe Grundkonzeption der Mathematik. das er bezeichnet. über neuere Geometrie. an welchem sie sich darstellt. expressionibus in Universum. seu Algebrae Speciosae ad Speciosam generalem. ut adeo speciosa nostra Mathematica nihil aliud sit quam specimen illustre Artis Combinatoriae seu speciosae generalis. 121 .Hinc etiam prodit ignorata hactenus vel neglecta subordinatio Algebrae ad artem Combinatoriam. abgesehen von dem wechselnden sinnlichen Material. Die Kombinatorik wird damit zur eigentlichen Grundwissenschaft: sofern man unter ihr nicht die Lehre von der Zahl der Verbindungen gegebener Elemente. seu scientiae de formulis quantitatem significantibus ad doctrinam de formulis. muß.

in sich schließen. die wir für diese Punkte entwickelt haben. was ihnen kraft der Teilhabe an dieser Form erfaßt: Denn dieses in Sein allein ist es. 1. mit inversen Punktpaaren eines hyperbolischen oder elliptischen Kugelgebüsches oder auch mit bloßen Zahlentripeln ohne spezifische geometrische Bedeutung. rein formale Bestimmtheit.Sein" als dasjenige. Methode der reinen Mathematik in dem Verfahren. gelten vom Standpunkt dieser Betrachtungsweise einander als äquivalent.und Untersuchungsweise aus.. das in die Be- den Prozeß des Folgerns und Schließens eingeht und das somit der vollen Gewißheit zugänglich ist. Encyklopädie der Elem. ohne daß der deduktive der einzelnen Sätze. Bd. Buch. das H i 1 - We 122 1 1 * Vgl. . Die Relationsstruktur als solche. die Mathematik zum mindesten kennt an ihnen kein anderes . was sie an und für sich sind. von denen der eine etwa von Geraden und Ebenen. an der sie jeweilig auftritt.mathematischen Sinne ein identisches „Objekt** fixiert. nacheinander mit Kugeln und Kreisen. loslösen und für sich in ihrer Gesetzlichkeit feststellen läßt. sondern stets nur als Beispiele für eine bestimmte. dadurch in sich selbst verändert würde*. sofern sie denselben Gehalt begrifflicher Abhängigkeiten bei einem bloßen Wechsel der anschaulichen „Subjekte". Zwei Urteilskomplexe. allgemein gültige der Zusammenhang Form Ordnung und Verknüpfung zukommt. II. der andere von Kreisen und Kugeln eines bestimmten Kugelgebüsches handelt. 2. die die Mathematik ihren Objekten verleiht. Zum schärfsten Ausdruck gelangt diese Auffassung der weisführung. vertauschen. Abschn. von denen die gewöhnliche Enklideische Geometrie handelt. Dieser Zusammenhang bildet somit eine eigene. Die besonderen Elemente werden in der mathematischen Begriffsbildung nicht nach dem. die sich von der materialen Grundlage. nicht die absolute Beschaffenheit der Elemente macht den eigentlichen Gegenstand der mathematischen Betrachtungs. für welche die Abhängigkeiten ausgesagt werden. hierzu die sehr instruktiven Beispiele und Erläuterungen bei 8 t e i n . In diesem Sinne lassen sich die „Punkte". Mathematik.

wird hier der Bestand der ursprünglichen geometrischen Punktes Objekte ausschließlich durch die Bedingungen bestimmt. S. vergegenwärtigen können. O. wie sie durch gewisse Axiomgruppen definiert sind. a. die wir zugrunde gelegt haben. die die Begriffe des oder der Geraden. die wir festlegen und deren Verträglichkeit miteinander wir erweisen. sobald nur zwischen dem psychologischen bildet sie den konsequenten die wir in ihren rein logischen Anfang und dem logischen Grund völlig scharf unter- psychologischen Sinne ist es freilich zutreffend. 123 . Es kann freilich zunächst wie ein Zirkel erscheinen. wenn der Inhalt der geometrischen Grundbegriffe einzig und allein durch die Axiome. von denen sie ausgeht. Lediglich diese systematische „Komplexion" der Elemente. Den Anfang bildet ein gewisser Kreis von Axiomen. In diesem Sinne hat man mit Recht die Hilbertsche Geometrie eine reine Beziehungslehre genannt*. als unmittelbare Gegebenheiten der Anschauung nimmt und die ihnen somit von Anfang an einen bestimmten unabänderlichen Inhalt aufprägt. nicht ihre Einzelbestimmtheit.b e r t zur Darstellung hat. bestimmt werden soll: denn setzen diese Axiome zu ihrer Formulierung nicht wiederum bereits irgendwelche Begriffe voraus? Diese Schwierigkeit löst sich indessen. a. denen sie gemäß sind. daß wir uns den Sinn einer bestimmten Relation immer nur an irgendwelchen gegebenen Relationstermen. fließen lediglich aus diesen Regeln ihrer Zusammengehörigkeit. das mit anderen seinesgleichen in Beziehungen steht. Aber diese Termini.. die wir den Elementen zusprechen. Fundamente" der Beziehung dienen. Der Punkt. Axiome angewandt und Ableitung der geometrischen Gegenüber der Euklidischen Be- griffsbestimmung. die als . Im We 1 1 ste i n . Eben hierin aber Abschluß einer Denkrichtung. als ein Gebilde. Momenten von den ersten Anfängen der Mathematik her verfolgen konnten. denen sie gehorchen. die Gerade bedeutet uns nichts anderes. Alle Beschaffenheiten. wird hier als Ausdruck ihrer Wesenheit gebraucht und festgehalten. die wir zu* schieden wird. 116.

Begriff und Urteil kennen das Einzelne nur als Glied und gleichsam als Punkt einer in ihrer scheinbaren Absolutheit ^uäz bedeuten. in die sie sucErst durch diesen gedanklichen Prozeß cessiv eintreten. die einander wechselseitig stützen. S. sich selbst genügenden Bestand zu ergreifen. aber sobald wir daran gehen. für welches es den (S» Kap. Die . löst es sich in ein Gewebe relativer Setzungen auf. die sich auf Aber schon bei Leibniz beziehen. Der Kreis der Objekte. auf die die Betrachtungsweise der Mathematik anwendbar und übertragbar ist. diesen Bestand im U r t e i 1 zu fixieren. weist hier auf ein analoges Verfahren der theoretischen voraus. und Beziehungen Naturwissenschaft Me- thode Ordnung 124 Maß . systematischen Mannigfaltigkeit. alle nähere aber erwarten wir von der Einordnung in die mannigfachen Bedingungskomplexe. 88). daß des mathematischen Systems sich innerhalb der geschichtlichen Entwicklung beständig in bestimmter Richtung verschiebt. Die Gesetze der Verknüpfung bezeichnen daher das eigentliche ixqöxeqov tfj (pvaet^ während die Elemente nächst keinen der Bestimmung doch nur ein JtqöxeQov ftQoq Die Anschauung scheint den Inhalt als losgelösten. bezeichnen absoluten. daß die Eigenart der an keine besondere Klasse von Gegenständen gebunden und in ihr begrenzt ist. V. Wir legen sie nur als hypothetischen Ansatz fest.) Schlüssel und die Rechtfertigung enthält. weitet sich: bis es zuletzt völlig deutlich wird. die hier somit. das Grundinstrument für alle Aufgaben bilden. der Schwerpunkt Von hier aus wird es verständlich. Die Bestimmung der der Elemente steht daher nicht am Anfang. den sie bei Decartes erhält. wird der gleichsam provisorische Inhalt zum festen logischen Gegenstand.sinnlichen Anschauung verdanken. wie im Gebiet der Arithmetik.Mathesis universalis" soll in dem philosophischen Sinn. sondern einen veränderlichen Bestand. als das eigentliche logische Prius gegenüber allen besonderen Setzungen erscheint (vgl.. sie ist das logische Ziel. oben. sondern am Ende der Begriffsentwicklung. dem wir uns durch die fortschreitende Verknüpfung allgemein gültiger Individualität Das Verfahren der Mathematik annähern.

was sich aus ihnen aufbaut. auf denen die Möglichkeit jeglicher Größensetzung beruht. s. 158 u. Die Metrik selbst wird hier aus rein qualitativen Beziehungen abgeleitet. gegebene zu vergleichen. die lediglich das Stellenverhältnis der Raumpunkte betreffen. 50.) Bd. Hier erst Größen erzeugenden * Vgl. die in ihrer wechselseitigen ist in der Tat das oberste und universelle Prinzip erreicht. das das Ideal der mathematischen Darstellung unabhängig von allen Hilfsmitteln der Messung und Größenvergleichung in sich verwirklicht. als in der Bestimmtheit. hierzu Gregor 1 1 e 1 s o n s Definition der Mathematik als Wissenschaft der geordneten Gegenstände". Die Elemente und alles. though philosophers appear still to regard it as very essential to Mathematics. die sowohl für sich in ihrer eigentümlichen Struktur.oder Lage- Gruppentheorie bestimmungen. S. does not occur in pure Mathematics. and does occur in many cases not at present amenable to mathematical treatment. zu isolieren und ihr Verhältnis gegeneinander zu bestimmen. sondern die Relationen selbst. 5. untersucht werden. erscheinen als Ergebnisse bestimmter ursprünglicher Regeln der Verknüpfung. Leipzig 1904. (S. auch Leibniz' Hauptschriften (Phil. zu teilen oder zusammenzusetzen. 419: „Quantity. S. 125 ." Vgl. The notion which does occupy the place traditionally assigned to quantity is o r d e r. wie sich zeigte. 121. ob. an die Stelle dieses Nebeneinanders zweier verschiedener Momente ein Verhältnis logischer Überund Unterordnung: die Lehre von den möglichen. —Für Russell. 107). von dem aus sich das Gesamtgebiet der Mathematik als Einheit übersehen läßt. in fact. Gedanken zu immer schärferer Ausprägung. 2. Bibl. 1904. S. deren unmittelbares Objekt nicht Größen. Revue de M^taphysique." XII. Principles of Mathematics S. Noch bezeichnender tritt sodann die Ausdehnung der Mathematik über ihre traditionellen Grenzen in der hervor. die moderne Auffassung ß. begrifflich verschiedenen Arten der Verknüpfung und Zuordnung wird zur Voraussetzung der Wissenschaften von der meßbaren und Die neuere Mathematik bringt diesen teilbaren Größe*. sondern ein Inbegriff von OpeAbhängigkeit rationen bildet. 62. Anm.tritt. Schon der Fortschritt der projektiven Geometrie ließ ein Gebiet erkennen. Die Aufgabe der mathematischen Betrachtung besteht ihrem allgemeinen Sinne nach nicht darin. S.

96 f. wie in Graßmanns geometrischer Charakteristik und der Quaternionentheorie Produkte von Punkten oder von Vektoren betrachten. Sicherheit des deduktiven Gefüges ist an kein besonderes Element gebunden. * head. Kräfte oder Kräftepaare auf irgendeine Weise miteinander zusammenfassen und das Resultat. ein gegebenes „Ganze" in seine. sofern es nur möglich ist.. ob. (S. Theorie der komplexen Zahlensysteme. Wir können das eine Mal. konnten wir im Größengebiet selbst bereits in der Entwicklung der Analysis des Unendlichen verfolgen. ihm gleichartigen . daß der „Calcul" hier zu völlig freier und selbständiger Betätigung gelangt: daß er nicht mehr auf die Zusammensetzung von Quantitäten beschränkt bleibt.die sich aus ihrem ergibt. sind nur verschiedene Beispiele dieses logisch allgemeingültigen VerDer methodische Vorzug all dieser Verfahrens. Teile" Näheres über diese verschiedenen Rechnungsweisen bei WhiteUniversal Algebra I. In allen diesen Fällen handelt es sich nicht darum. sondern sich unmittelbar der Synthese von Relationen zuwendet. wie in M ö b i u s' baryzentrischem Kalkül die Punkte außer durch ihre verschiedene Lage im Räume. Daß diese Synthese das eigentliche Ziel der mathematischen Operationen bildet. das sich hieraus ergibt. gedanklich fixierten Grundbeziehung ein neues Gebilde hervorgehen zu lassen. wir können. S. Cambridge 1898 sowie bei H. die im Calcul festgehalten wird und die die notwendige und Die Festigkeit und hinreichende Bedingung für ihn bildet. durch verschiedene Massenwerte charakterisiert sein lassen. 126 . Die mannigfachen Algorithmen. die die neuere Mathematik ausgebildet hat: die GraßmannHamiltons Theorie der Quatersche Ausdehnungslehre. rechnerisch feststellen*. nionen. Hankel. Leipzig 1867.) Jetzt aber erweitert sich das Gebiet der Betrachtung: denn als Grundlage kann jedes beliebige Element dienen. fahrungsweisen besteht eben darin. Zusammentreten und ihrer Durchdringung zu untersuchen sind. die projektive Streckenrechnung. wir können Strecken oder Dreiecksflächen. aus ihm kraft der wiederholten Anwendung einer bestimmten. Lediglich diese Möglichkeit der Determination ist es.

das Graßmann sich stellt. der auch zu einer der wichtigsten und fruchtbarsten Konzeptionen der neueren Mathematik: zu Hermann G r a ß a n n s Ausdehnungslehre hingeleitet hat. scheint es gewesen zu sein. der Tat bisweilen unzureichend und dunkel erscheinen: aber sie zeichnen dennoch einen in sich klaren schen dessen Bedeutung durch die weitere Entwicklung der Probleme erläutert und bestätigt worden ist*. Das Ziel. sondern die allgemeine Aufgabe besteht in der Verknüpfung irgendwelcher begrifflicher Bedingungen des Fortschritts in Ist einer Reihe überhaupt zu einem eindeutigen Ergebnis. daß in ihnen der Beweis nicht über das Denken selbst hinaus in eine andere Sphäre übergeht. Mathem. u. kraft dessen wir von ihm aus in gleichmäßigem Fortgang zu einer Mannigfaltigkeit anderer Elemente gelangen können. 127 . sondern rein in der Kombination der verschiedenen Denkakte verharrt. — Dieser allgemeine Grundgedanke. m * S. in methodi- Entwurf. der sich in strenger Abfolge aus Descartes' und Leibniz' philosophischem Ideal der jjMathesis universalis" entwickelt hat. Der Charakter der reinen Formwissenschaften aber wird dadurch bestimmt. Die allgemeinen Erwägungen. einmal ein Ausgangselement bestimmt und ein Prinzip angegeben. Physik. f. Bd. da ist damit ein neues Gebiet deduktiv-mathematischer Be- stimmung abgegrenzt. Schlegel. die Graßmann seinem Werke vorausgeschickt m mögen. Diese Forderung ist in der Wissenschaft der Zahl erfüllt: denn alle Besonderheit innerhalb des Zahlgebiets läßt sich in der Tat aus dem Inbegriff geordneter Setzungen. als mathematische Definitionen betrachtet. denen die Zahlreihe selbst erst hat. besteht darin. hierüber bes. 1896. Wo immer ein derartiger Übergang von einfachen zu komplexen Reihen möglich ist. die sich auf feste systematische Regeln bringen läßt. so wird auch die Zusammenfassung mehrerer derartiger Prinzipien eine Operation sein. die Wissenschaft des Raumes zum Range einer allgemeinen F o r Wissenschaft zu erheben. V. Die Graßmannsche Aiisdehnungs41. Ztschr. lehre.zu zerlegen oder es aus diesen wiederum zusammenzusetzen.

Entstehung verdankt. aufgefaßt als verschieden von anderem Besonderen.." Ebenso sehen wir bei den Änderungen. das muß nunmehr. aber sie erschöpfen nicht deren eigentlichen Gehalt. a.. vollständig ableiten. O. Statt des Punktes. um als Ausgangspunkt der neuen Wissenschaft dienen zu können. wie er innerhalb der Arithmetik bereits gegeben und gesichert ist*. gesetzt wäre**. eine streng begriffliche Fassung und Deutung erhalten. I. Ausdehnungslehre. in bezug auf welchen es verschieden sei. des besonderen Ortes setzen wir nunmehr das Element. sich zu den rein begrifflichen Beziehungen zu erheben. ihre — — — S. Graßraann. mathemat. für die Geometrie einen ebenso . was für ein Besonderes dies denn eigentlich sei denn es ist eben das Besondere schlechthin ohne allen oder in welcher Beziehung das eine von dem realen Inhalt denn es ist eben schlechtweg als anderen verschieden sei Verschiedenes bestimmt. * S. 128 . d.. unmittelbaren Anfang" zu gewinnen. daß aus einem ursprünglichen Anfang durch stete Wiederholung ein und derselben Operation Wenngleich eine Mannigfaltigkeit von Gliedern hervorgeht. Die anschaulich räumlichen Verhältnisse mögen den ersten Anlaß bieten. worunter nur ein Besonderes schlechthin. 22. a. ohne daß irgendein realer Inhalt. S. Zu diesem Zweck muß auch hier von der gegebenen extensiven Mannigfaltigkeit selbst auf ihre einfachen . denen wir das Grundelement unterworfen denken. der Mathematik (1844). u. h. 10. Darstellung der geometrischen Elemente pflegt man von einer genetischen Erzeugung der Linie aus dem Punkte. Es gilt nunmehr. 47. der Fläche aus der Linie zu sprechen: aber was hier als bloßes Bild gemeint ist. von jeder speziellen Charakteristik noch ausdrücklich ab und halten lediglich den abstrakten Gedanken fest. S. Ein eigentümlicher. Leipzig 1894. physikal. Die lineale Ausdehnungslehre: ein neuer Zweig GeB. verstanden werden soll. spezifischer Inhalt ist damit noch nicht gesetzt: „es kann daher hier noch gar nicht davon die Rede sein. gemäß denen das Mannigfaltige erst vollkommen zu überblicken Schon innerhalb der gewöhnlichen und zu begreifen ist. Erzeugungsweisen" zurückgegangen werden. Werke.

die die Form des Übergangs zwischen den Gliedern einer Reihe bestimmt. indem wir verschiedene Grundänderungen miteinander verknüpfen in der Art. so greift doch der universelle Entwurf von Anfang an weiter. daß diese Regel zureichen muß. wenn das Erzeugnis ein bestimmtes sein soll. denen sie gehorchen. Diese allgemeinen Festsetzungen erhalten sofort eine genauere mathematische Bedeutung. Da nun die Gebiete. die verschiedenen möglichen Verknüpfungsarten im einzelnen zu entwickeln und durch die formalen Bedingungen.daher die konkrete Ausführung der Graßmannschen Ausdehnungslehre sich zunächst auf die Betrachtung ganz bestimmter Transformationsweisen beschränkt. daß zunächst aus dem Anfangselement durch eine bestimmte Umformung eine gewisse Mannigfaltigkeit entwickelt und sodann die Gesamtheit ihrer Glieder einer neuen Umformung unterworfen wird. welche durch eine nach demselben Gesetze trat: einfache Änderung des erzeugenden Elements entsteht. „Das Verschiedene muß nach einem Gesetze sich entwickeln. Hier handelt es sich nur um diejenige Leistung. Es ergibt sich nunmehr eine ausgeführte Lehre über die „Addition" und „Subtraktion" gleichartiger oder ungleichartiger Änderungen. sondern lediglich durch die Regel ihres Aufbaus für uns bekannt und bestimmt sind. die wir betrachten. 9 129 . auch alle ihre Merkmale erschöpfend darzustellen und begrifflich zu beherrschen. Die Ausdehnungsform ist also die Form.. gegeneinander abzugrenzen. sobald Graßmann daran geht." In gleicher Weise entstehen Systeme höherer Stufen. wobei alle diese Operationen mit den gleichnamigen algebraischen Verfahrungsweisen lediglich in gewissen erfolgende die — Ausdehnungslehre Cassirer. Substanzbegriff S. Gesamtheit aller nach demselben Gesetz erzeugbaren Elemente nennen wir ein System oder ein G e b i e t*. 28. qualitativ bestimmten und einheitlichen Regel. die uns als die allgemeinste Funktion des mathematischen Begriffs überhaupt entgegen- um die Angabe irgendeiner. uns nicht als anderweitig bereits gegebene gelten. über äußere und innere Multiplikation von Strecken und Punkten usf. so ist klar.

formalen Eigentümlichkeiten. die .. a\ a'^ a'^ usf. einordnen lassen: denn sie stellen nur von einer neuen Seite her den Gedanken fest. so sollen nunmehr das Ergebnis der Zusammenfassung dieser Operationen und die verschiedenen möglichen Typen dieser Zusammenfassung deduktiv abgeleitet werden. Überblickt man nunmehr das Ganze dieser Entwicklungen. Wir schreiten von den relativ einfachen Formen der „Erzeugung". muß rein und vollständig aus den Gesetzen des konstruktiven Zusammenhangs begründet und eingesehen werden. durch die aus irgendwelchen Elementen ein neues Gebilde eindeutig determiniert wird. dem sich auch die verschiedenen Algorithmen. die sich unabhängig von der Ausdehnungslehre entwickelt haben. Jeder Begriff und jeder Satz.. ist in der Tat im strengen Sinne . wie in der Unterordnung unter das assoziative oder distributive Gesetz. Die Logik der Mathematik. . die wir definitorisch festgelegt haben. so erkennt man zugleich.. wie sie versteht. logischen sich fortdes schreitend befestigt und vertieft hat. gegebenen" Elemente als solche zurückzudrängen und ihnen keinen Einfluß auf die allgemeine Form der Beweisführung zuzugestehen. wie in ihnen der Grund. Ist ein Anfangsglied % gesetzt und zugleich eine Mehrheit von Operationen R^ Rj R3 bezeichnet. an den Prinzipien der Infinitesimalgedanke Idealismus Graßmann Cohens 130 . daß die eigentlichen „Elemente" des mathematischen Calculs nicht sowohl Größen als vielmehr Relationen sind. schaffen daher in der Tat ein allgemeines logisches Schema. zu immer komplexeren Weisen des Aufbaus eines Mannigfaltigen aus bestimmten Grundbeziehungen fort. auf dem sie sich aufbaut. Die Betrachtungen. die Graßmann seinem Werke vorausschickt. die es successiv in verschiedene Werte a^ a^ a. Mehr und mehr ist die Tendenz der neueren Mathematik darauf gerichtet. . Logik der reinen Erkenntnis hat den Gedanken des Ursprungs. übereinstimmen. der im eigentlichen Beweisgang gebraucht und nicht lediglich zur anschaulichen Verdeutlichung verwandt wird. an und für sich aber völlig selbständige Bestimmungsweisen darstellen. überführen. Logik des Ursprungs".

in der Tat unverändert erhalten. Qualität" als dem eigentlichen FundaEine erneute Bestätigung gewinnt ment zurückleitet. als solle hier die Größe nicht sowohl aus ihrem begrifflichen Prinzip v e r * Cohen. S. bes. unmittelbar einen mechanischen zuordnen. Der systematische Zusammenhang der Operationen bleibt. Begriff stellt. So hat ö b i u s seinen allgemeinen Calcul zu einem streng rationalen Aufbau der Statik verwendet. Bewegixng. der sich ergeben hat. wie sie denn auch in ihrer Fruchtbarkeit für die Probleme mathematischen Naturwissenschaft miteinander der übereinkommen. M . M w 9* 131 . dem gleichen logischen Typus an.. die dieser begriff des Ursprungs zurück. von neuem zu dem Mißverständnis geführt. im sodann Fortgang zu den übrigen Problemgebieten der modernen und markanteste Mathematik.Relations-Analysis" überhaupt dient zugleich der Feststellung und Begrenzung ihres eigenen Problems.Calculs" gehören. Die verschiedenartigsten Formen des . die vom Größenbegriff zum Funktionsbegriff. Logik der reinen Erkenntnis.. Sie alle.rechnung entwickelt*. wenn wir etwa an Stelle von Geradenstücken Kräfte. Braunschw. ö b i u s Lehrbuch der Statik (T. 2. während von den Grundbegriffen der Vektorenrechnung aus die Elemente der entwickelt hat**. ** S. das logische Prinzip. wo die Glieder einer Mannigfaltigkeit aus bestimmten Reihenprinzipien abgeleitet und durch sie erschöpfend dargestellt sind. Abdr. von der . bes. Unendlich-Kleinen" hat trotz aller Proteste der idealistischen Logik immer M Maxwell Mechanik — — H ... s. VII ax e 1 1 Substanz u. ist überall dort erfüllt. 102 ff. 1837). wie verschieden sie ihrem Inhalt nach sein mögen. Quantität" zur . soweit sie dieser Bedingung genügen.. dtsch. weisen in ihrem Aufbau auf den GrundDie Forderung. Abschn. an Stelle bestimmter Streckenprodukte Kräftepaare einsetzen und damit jedem geometrischen Satz. Fleischl. I. . Die Einordnung der Infinitesimal-Analysis in den umfassenden Zusammenhang der . das hier festgestellt ist. Der Begriff des . anke1 Theorie der komplexen Zahlensysteme. v.. Hier ist in der Tat das erste Beispiel der allgemeinen Betrachtungsweise gegeben. vgl. 1881. einmal abgeleitet.

ist hier ausgeschaltet und durch die allgemeine Beziehung des Bedingten zu den einzelnen Momenten. darzustellen. Damit aber wird die eigentliche Frage verkannt und verschoben: denn nicht darum handelt es sich. die es zusammensetzen. so bedeutsam und fruchtbar sie auch vom Standpunkt der Erkenntniskritik sein mögen. sondern lediglich einen neuen logischen Gesichtspunkt ihrer zu finden. Aber auch unter diesem eingeschränkten Gesichtspunkt wird es unumgänglich. die Ergebnisse der Mathematik. Zerlegung in Teile'* tritt allgemein die „Auflösung in Begriffe" gegenüber. die schon Leibniz klar und bestimmt hervorgehoben hat. als standen denden Teilen zusammengesetzt Bestimmung — — IV. rein inhaltlich betrachtet. sondern lediglich das Prinzip der mathematischen Begriffsbildung zu bestimmen. einfache Punkte addiert oder die Summe zweier gerichteter Strecken durch die Diagonale des aus ihnen gebildeten Parallelogramms dargestellt wird. ersetzt. wenn man dem Verfahren der Infinitesimalrechnung die anderen möglichen Formen der mathematischen „Determination** zur Seite stellt. Wenn etwa.. außerhalb des Umkreises unserer Untersuchung. wird nunmehr unvermeidlich: der .vielmehr aus ihren. fällt. auf das Problem der Metageometrie einzugehen: denn eben dies ist 132 . wenngleich verschwinwerden. Dieser Gesichtspunkt aber tritt scharf hervor. Die Beziehung des „Ganzen** zu den . wenn vom Produkt zweier oder dreier Punkte oder vom Produkt eines Punktes und einer Strecke gesprochen wird: so wäre es widersinnig. Denn hier handelt es sich nicht darum.. die als universelles Grundmittel allenthalben die Sicherheit und den Fortschritt der reinen Deduktion verbürgt. Die Scheidung. die es gedanklich konstituieren. Teilen*'. Die Erweiterung. den letzten substantiellen Bestand der Größe aufzuzeigen. die das System der Euklideischen Geometrie durch die metageometrischen Untersuchungen und Spekulationen erfahren hat. wie im baryzentrischen Calcul. all diesen Operationen den gewöhnlichen „arithmetischen** Sinn unterzulegen.

daß zum mindesten die gewöhnliche Geometrie des dreidimensionalen Raumes lediglich auf die Erfahrung gegründet sei*. Anm. Geht man indessen näher auf die Motive und Gründe ein. sobald sie den Boden der philosophischen Spekulation betrat. sondern die Auffassung von ihrem und ihrem umgestaltet hat. Unab weislich drängt sich jetzt die Frage hervor. die bisher vom mathematischen Begriff gewonnen wurde. eingebüßt. 133 . daß es nicht lediglich den Gehalt der mathematischen Kenntnisse. der aus den metageometrischen Untersuchungen gefolgert wurde. die sich von dieser Seite her erschließen. ihr eigentümliches Vorrecht. die dem Erfahrungsbegriff selbst. den neuen Aufgaben gegenüber. Veroneses „Grundzüge der Geometrie von mehreren Dimensionen".das Eigentümliche dieses Problems. Leipzig S. standhält. . die die Mathematik selbst hierauf erteilte. ob die Ansicht. daß hier nur eine scheinbare Einheit der Auffassung vorliegt. die Begriffe. bei Philosophen wie Mathematikern. Es ist. als hätte die Geometrie. anhaftet. sprechen es als die gemeinsame Überzeugung der wissenschaftlichen Forscher aus. Eine empirische Begründung der mathematischen Begriffe wäre im strengen Grund Ursprung Form — * sionen 1894. schien eine Zeitlang endgültig festzustehen: allgemein war es der empirische Charakter der geometrischen Begriffe. so erkennt man alsbald. Deutsche Aiisg. in seinem populären Gebrauch. Veronese. außer Frage: um so notwendiger aber wird es zu untersuchen. Daß hier eine berechtigte Ausdehnung des anfänglichen Problemgebiets der Geometrie vorliegt. ob der neue Inhalt die logische der Geometrie gesprengt oder aber sie bewahrt und gefestigt hat. Grundzüge der Geometrie von mehreren Dimenund mehreren Arten geradliniger Einheiten. Die ganze Unbestimmtheit. steht nunmehr. VIII. in einem streng eindeutigen Sinn zu verwenden. Die Antwort. die zuerst einen vollständigen geschichtlichen Überblick über alle kritischen Versuche zur Erneuerung der geometrischen Prinzipienlehre enthalten. aus denen heraus die einzelnen Forscher diese Entscheidung gefällt haben. tritt jetzt alsbald zutage. 1. die sie gebraucht.

wo der Nachweis erbracht würde. so bleibt der Geometrie der Charakter der Naturwissenschaft erhalten. wie den Punkt und die Gerade. wodurch zwar ihr theoretischer Ausbau gefördert. nicht sogleich exakter begrifflicher Gestaltung einzuführen. die durch die Natur der geometrischen Objekte als bloße Wahrnehmungsgegenstände gefordert sind. Die erfolgreiche Anwendung. in konkreten Wahrnehmungen wurzelt und aus ihnen ableitbar ist. dem fundamentalen Wahrheitsgehalt ihrer Sätze jedoch nichts hinzugefügt wurde. kehrt man entschlossen wiederum zu den eigentlichen psychologischen Anfängen zurück. alles andere dagegen der Entwicklung dieses einmal aufgenommenen Stoffes überlassen kann. sofern er versucht. Das einzig konsequente empiristische System der Mathematik ist daher von Pasch aufgebaut worden. Punkt" ist in dieser Auffassung nichts anderes als ein materieller Körper.Sinne nur dort gegeben.. sondern zunächst lediglich in derjenigen Bedeutung zu nehmen. Der . daß ihre Begriffe zunächst genau den tatsächlichen. der Vorbehalt hinzuzufügen. daß die betrachteten Punkte nicht zu nahe beieinander liegen dürfen. nur für diesen Fall bleibt auch der Lehrsatz in Kraft. in sie — — 134 . die sie für die sinnliche Empfindung allein besitzen können. vor deren anderen Teilen sie sich nur dadurch auszeichnet. daß man zwischen zwei Punkten stets eine gerade Strecke und nur eine ziehen kann. in der Beobachtung gegebenen Objekten entsprechen. Verzichtet man auf diese Abstraktionen. daß sie eine sehr geringe Anzahl von Begriffen und Gesetzen direkt aus der Erfahrung zu entnehmen braucht. daß der gesamte Gehalt. der sich innerhalb der jeweilig gegebenen Beobachtungsgrenzen nicht mehr als teilbar erweist. So ist dem Satze. Erst nachträglich ist dieser ursprüngliche Inhalt mit einem Netze von künstlichen Abstraktionen übersponnen worden. Die Geltung der geometrischen Grundsätze unterliegt demgemäß bestimmten Einschränkungen. die elementaren Gebilde. welche die Geometrie fortwährend in den Naturwissenschaften und im praktischen so führt Pasch aus Leben erfährt kann nur darauf beruhen. während die Strecke aus einer endlichen Anzahl derartiger Punkte zusammengesetzt ist. der ihnen eignet.

sieht man sich. als ein Ergebnis eben jener ideellen Konstruktionen. Die Begriffe die man ursprünglich auszuschalten versuchte. die sie der „reinen" Geometrie entnimmt. den uns die sinnlichen Abbilder Forderungen. von denen sie vielmehr nur eine spezielle ist**. bei denen die geometrische Idee nur ungefähr und annähernd realisiert ist.daß sich zwischen zwei gegebenen Punkten stets ein dritter einschalten läßt. S. die sich freilich nicht in vollkommener Schärfe angeben läßt. geistige Tatsachen" zu basieren sind nicht sei. zur Setzung „uneigentlicher" Gebilde gedrängt. 128 f. Punkte. Der Versuch einer empirischen Begründung der Geometrie sieht sich demnach auf einen neuen Weg hingewiesen. hinausgehen*. W 136 . O. um den Beweisen wahrhafte Strenge und Allgemeinheit zu geben.. sondern sie sind vermöge deren wir in die ungenaue Anschauung genaue Aussagen hineinlegen. der an diesem Versuch zunächst festhält. daß die geometrische „Möglichkeit" nicht allein auf die direkte äußere Beobachtung. indem er betont.. die zuletzt nichts anderes sind. sie kann nicht zur Ableitung von Methoden dienen. sobald wir über eine gewisse Grenze. a. die tatsächliche Objekte der Beobachtung darstellen. Veronese. Punkte. 17 f. den Grundriß des Gesamtgebäudes der wissenschaftlichen Geometrie. Geraden und vollständig Ebenen werden auch hier gebraucht und dienen zur Grundlage für die Definition derjenigen Elemente. und bei e 1 1 s t e i n . 655 ff. S. Der Rohstoff. wahrVon der Annahme der . durch sie zeigt sich alsbald. bestimmter Anwendung gibt dem Gedanken doch alsbald eine neue Wendung. a. Vorlesungen über neuere Geometrie. Die geometrischen Axiome der wirklichen Verhältnisse der Sinneswahrnehmung. Jede Näherungsgeometrie muß mit Voraussetzungen operieren. hierzu die Kritik des Pasch' sehen Systems bei Veronese. wie er sich geschichtlich gestaltet hat. eigentlichen" haft zu gewinnen. S. Alle diese Ausführungen sind von dem einmal gewählAusgangspunkt aus durchaus folgerecht: aber es ten daß es nicht möglich ist. ** Vgl. während er seine Gültigkeit verliert. sondern ebensowohl auf . * Pasch..

geistige Handlung". was in ihr gewonnen wird. Wenngleich somit auch hier die Geometrie nach wie vor als Experimentalwissenschaft bestimmt exakte wird. muß. von dem aus wir uns sogleich zur Betrachtung von allgemeinen Bedingungs- zusammenhängen erheben. die mehrdimensionale Geometrie zwar nicht a posteriori. Die sinnlichen Inhalte bilden somit zwar den ersten Anlaß. in ein Gebiet. nach dem Platonischen Wort.. nur als das „Sprungbrett". ist stets ein reiner Akt der Konstruktion: eine mögliche. der Begriffe. noch den eigentlichen Bestand dessen. wie Veronese bemerkt. die im Bereich des Wahrnehmbaren keinerlei Korrelat mehr besitzen.Eindrücke liefern. So ist es denn auch eine specifische Leistung des Intellekts. zu gestalten ist. sondern lediglich nach dem. d. auf die man sich zuletzt zur Ableitung der Geometrien von mehreren Dimensionen berufen muß. vorzudringen. Was hierzu erfordert wird. das in der reinen Mathematik. der Geometrie und der rationalen Mechanik den Vorrang vor dem . durch unseren Geist verarbeitet werden: und dieses . objektiven" behauptet. zwar nicht tatsächlich. In dem System von Pasch ist. wobei indes das neue erzeugte Element von vornherein dadurch bestimmt ist. dem Versuch. um als Ansatz für mathematische Betrachtungen brauchbar zu werden. subjektive" Element ist es. empirischen Vorbetrachtungen". von gewissen Grundtatsachen der sinnlichen Anschauung aus: aber diese Tatsachen gelten uns.. bereits entschieden: denn diese fragt nicht nach den Anfängen Begründung. das Problem. das jenseit unserer räumlichen Anschauungsmöglichkeiten liegt. Sie dienen als erste Anregung: aber sie gehen als solche in das Ganze das gänzlich unabhängig der deduktiven Mit dieser Feststellung aber ist nicht ein. daß wir es gewissen allgemeinen Re136 . was sie als Elemente der wissenschaftlichen Begründung bedeuten und wert sind. so ist doch die logische Rolle der Erfahrung eine völlig andere geworden. in der wir über das Gegebene hinausgreifen. aber doch a priori. vom Standpunkt der Erkenntniskritik. aber doch methodisch ausgeDenn die Daten der Beobachtung versagen sich jeschlossen. Wir gehen von . aber keineswegs die Grenze der mathematischen Begriffsbildung. h...

ff. welche dem mathematischen und geometrischen Geist ungerechtfertigterweise die größtmögliche logische Freiheit verweigern wollen und sich z. a. eigentlich philosophische" Bedeutung. die damit für die geometrischen Begriffe gefordert ist. Wir nehmen den Titel aber nur unter der Bedingung an. ** VIII vgl. so wäre die Stetigkeit des Aufbaus der — — — — * Näheres hierzu s. der in sich selbst der begrifflichen Untersuchung zugänglich ist. ff." so fügt Veronese hinzu. a. die mit mehr als dreidimensionalen Räumen operieren.. bei jeder neuen Hypothese fragen. S.weil es äußere Gegenstände gibt.. . Sätze und Beweise der Geometrie von Anfang an der Bedingung gehorchen mußten. die hier abgewehrt wird. Wäre wirklich der . 658. sondern sie muß sofern eine wahrhafte Einheit der Grundlegung erzielt werden soll bereits in den Methoden der gewöhnlichen Euklideischen Geometrie anerkannt werden. aber kann sich nicht lediglich auf diejenigen unter ihnen beziehen. Da die Axiome.. a. so nehmen wir den Titel zum Unterschied von denjenigen..der hier ausge- sprochenen Ideen wegen Rationalisten oder Idealisten nennen. „Will man uns. in der Geometrie eine wahrnehmbare rein äußere Darstellung besitze oder nicht. 162 ff. Die logische Freiheit. S. Veronese. O. soll wie die Berufung auf P. a. Punkt" dieser Geometrie nur das Bild eines außerhalb des Gedankens existierenden Objekts. daß ihm keinerlei eigentlich philosophische Bedeutung beigelegt wird. S. 137 . S. IV.. zum mindesten ein rein hypothetischer Zusammenhang abstrakter Wahrheiten zurückbleiben. VU.. B. welche uns direkt (!) die Vorstellung des Punktes liefern oder sie in uns erwecken und ohne welche es den eigentlich sogenannten Punkt nicht gibt"***. Kap. so muß." Die . B. O. auch wenn wir auf die Anschaulichkeit überhaupt verzichten.lationsgesetzen unterworfen denken. XIII 225 f. kein nicht definiertes Anschauungselement zu enthalten. ** Veronese. ob sie eine wahrnehmbare Darstellung z.. S. du Bois Reymond beweist * lediglich die Hypostasierung der mathematischen Ideale zu einer Art absoluter Existenzen bezeichnen: ihr rein begrifflicher HypothesenWert aber wird hiervon nicht berührt**. S. . 687 usw.

. als gegebenes Material für weitergehende Entwicklungen aufgefaßt wird. Ende — die in rein sensualistischer Tendenz unternommen wurden haben dies mittelbar bestätigt und zur Klarheit gebracht. daß der Raum unserer Sinnes- — unserer Geometrie nicht gleichbedeutend.. rechts" und . die es im Gesamtsystem einnimmt. „Oben" und „unten". die rein aus „geistigen Handlungen" resultieren? Und umgekehrt: wenn jene intellektuellen Verfahrungsweisen ausreichen. Die psychologischen Untersuchungen über den Ursprung der Raumvorstellung. Der Grundsatz der durchgängigen der Raumpunkte vernichtet alle Unterschiede. qualitativ eigenartige. Sie zeigen unverkennbar. nicht weiter aufeinander reduzierbare Bestimmtheiten. die das Abbild vorhandener Dinge sind. Für die sinnliche Auffassung ist jede Unterscheidung des Ortes notwendig an einen Gegensatz im Inhalt der Empfindung geknüpft. links" sind hier nicht gleichwertige Richtungen. seine eigentümlichen begrifflichen Kennzeichen scharf hervor. so bedeutet er vom Standpunkt der Erkenntniskritik nichtsdestoweniger einer komplizierten gedanklichen Operabereits das tionsreihe. Raumformen*' zusammenhält.. die wie die Differenz des Oben und wahrnehmung mit dem Raum Homogeneität — 138 . Wenn er vom Standpunkt der Metageometrie leicht als bloßer Anfang. konstitutiven Merkmalen von ihm getrennt ist. und solchen. sondern gerade in den entscheidenden.Geometrie durchbrochen: denn welche begriffliche Analogie und Verwandtschaft besteht zwischen Elementen. wenn man den Euklideischen Raum mit den anderen möglichen . welche Schwierigkeit hat es noch. da ihnen völlig verschiedene Gruppen von Organempfindungen entsprechen. das Element einer n-dimensionalen Mannigfaltigkeit zu setzen und zu begründen. die ohne Änderung miteinander vertauschbar wären. kraft ihrer zugleich den speziellen Fall der drei Dimensionen zu gewinnen? In der Tat heben sich gerade dann. Das Element als solches besitzt keinen spezifischen Inhalt mehr. auch diejenigen. sondern alle Bedeutung erwächst ihm lediglich aus der relativen Stellung. sondern sie bleiben.. Im Raum der Geometrie dagegen sind alle diese Gegensätze aufgehoben.

331 ff. hierzu bes.. h. Auch die weiteren Momente des geometrischen Raumes. zwischen je zwei beliebig nahen Gliedern sich immer noch ein Glied angeben läßt. Dieses Bild vermag gerade die letzte entscheidende Differenz. ist durch die tiefere mathematische Analyse des Kontinuums. daß die Identität dieser Konstruktionen sich bei aller Verschiedenheit des Ausgangselementes erkennen und festhalten lasse. die durch die moderne Mannigfaltigkeitslehre durchgeführt worden ist. ist aus jenem unbestimmten Bilde des Raumes. Irrtum. 15ff. Wiss.). punkte möglicher Konstruktionen: wobei die Forderung — besteht. das der Wie das Gebiet der rationalen selbst angehört**. Der Begriff des Kontinuums. m. empirisch gegebenen Objekt Die Punkte sind. t. S. Der Schein. „Kantu. das die sinnliche Anschauung uns darbietet.u. The Continuum as a type of order. S.VII (vgl. a. als sei die Stetigkeit des Raumes keit : eine sinnlich-phänomenale Eigenschaft. . vgl. die wir an ihnen vornehmen. den der Mathematiker voraussetzt und der in seinen Deduktionen gebraucht wird.Aufs. Annais of Mathematics. auch seine Stetigkeit und Unendlichberuhen auf der gleichen Grundlage sie sind in keiner Weise in den räumlichen Empfindungen bereits gegeben. d. sofern die Elemente der letzteren „überall dicht" liegen.. ** Erläuterungen und Beispiele hierzu bes. 1906. bei Huntington. die moderne Mathematik". 139 . der Berliner Akademie d.lediglich das Verhältnis der äußeren Dinge zu unserem Unten Körper. nur als Ansatzbetreffen*. sondern beruhen auf ideellen Ergänzungen. in keiner Weise zu gewinnen. Kant. Mach. durch die sich stetige Mannigfaltigkeiten von anderen unendlichen Inbegriffen abheben. die Darlegungen von Stumpf. Zur Einteilung der Wissenschaften (Abhandl. Leipzig 1905. Zahlen sich durch eine Folge von Denkschritten allmählich zum kontinuierlichen Inbegriff der reellen Zahlen erMenge * Näheres über die Unterscheidung des „homogenen" geometrischen physiologischen Raumes vom inhomogenen und „anisotropen" Räume bei Erkenntnis u. also zu einem einzelnen. endgültig beseitigt worden.Studien XII. 71 ff). niemals zur Darstellung zu bringen: keine noch so scharfe sinnliche Unterscheidungskraft vermöchte noch irgendwelche Verschiedenheiten zwischen einer stetigen und einer diskreten Mannigfaltigkeit zu entdecken. was sie sind. 2« ser.VI.

ein rein rationales System weiterte. so wurde anderseits eingewandt. nirgends anders Kantische Erfahrung gründung Aus- — — Wel 140 1 8 t e i n . sondern in der wahl. . Daß Kant die Axiome in der „reinen Anschauung** „gegeben" sein lasse: dies sei nur zu erklären „aus jenem Erdenrest von Sensualismus. sondern der logische Charakter Grundbegriffe ist durch die moderne Erweiterung des der Gebiets der Mathematik bestätigt und von einer neuen Seite Die Rolle. Da alle Systeme so folgert man der logischen Struktur nach gleichwertig sind. die man jetzt noch der her beleuchtet worden. die aus der metageometrischen Betrachtungsweise geschöpft wurden. daß in Kants eigener Darstellung eben die apriorische Freiheit der mathematischen Begriffe und ihre mögliche Ablösung von jeder sinnlichen Verdeutlichung nicht genügend zum Ausdruck gekommen sei. Wenn man auf der einen Seite von diesen Prämissen aus die Reinheit und Apriorität des Raumes bestritt. homogenen und stetigen Begriffsraum der Geometrie über. Von diesen beiden entgegengesetzten Einwänden besitzt lediglich der letztere einen völlig konsequenten und klaren Sinn. liegt niemals in der Beder einzelnen Systeme. so bedarf es eines Prinzips. das uns in ihrer Anwendung leitet: und dieses Prinzip kann. merkwürdigerweise zwei völlig entgegengesetzte Einwürfe laut geworden. a. 146. die der gleichen logischen Strenge der Verknüpfung fähig Auffassung der Geometrie sind. zusprechen mag.auch der Raum der Sinnlichkeit erst durch eine Reihe gedanklicher Umprägungen in den unendlichen. da es sich hier nicht mehr um bloße Möglichkeiten. die wir zwischen ihnen zu treffen haben. Nicht der empirische. a. der dem Kantschen Idealismus noch anhaftet*". daß neben ihr andere Systeme denkbar sind. O. wenn man aus der Möglichkeit der Metageometrie auf die empirische Bedingtheit des Euklideischen Raumes geschlossen hat. S. Gegen die sind auf Grund derselben Prämissen. sondern um den Begriff und das Problem des Realen selbst handelt. Die Euklideische Geometrie hört nicht auf. so geht — von Bedingungen und Folgerungen zu sein. Es ist somit eine seltsame Anomalie. wenngleich sich zeigen läßt.

das seine vollständige Bestimmung erst durch die erkenntniserhalten kritische Zergliederung des Verfahrens der kann. im Baconischen Sinne des „experimentum crucis" verstanden..der Beobachtung und dem wissenschaftlichen Exgesucht werden. die hier vorausgesetzt wird. daß die Trennung. die die rein logische Bestimmung zurückgelassen hatte: sie führt von den vieldeutigen Raumformen der Geometrie zu dem eindeutigen Raum der physischen Gegenstände. während ihr auf der andern Seite das Beobachtungsmaterial. wird zum Richter über den Wert oder Unwert einer bestimmten theoretischen Annahme aufgerufen. Vielmehr muß dieses Material. so ist es hierbei wesentlich Die kritische Zergliederung des Erfahrungsbegriffs zeigt dagegen.Fakta" entgegenstellen: sondern es bestimmtes logisches System der 141 . die Erfahrungsdaten niemals als ist zuletzt stets ein nakte . „reine" Erfahrung. gegenübersteht. Das Experiment dient somit zwar niemals als Beweis oder auch nur als Stütze des mathematischen Begründungs-Zusammenhangs. stets bereits die Züge irgendeiner begrifflichen Formung in sich tragen. der vielmehr rein aus sich selbst feststehen muß aber es weist den Weg von der Wahrheit der Begriffe zu ihrer Wirklichkeit. einen inneren Widerspruch in sich schließt. wert des Wenn die jetzt in den Mittelpunkt der Betrachtung rückt. man vom Experiment die Bestätigung oder Widerlegung eines als in periment : — Physik physikalischenExperiments bestimmten Inbegriffs mathematischer Hypothesen erwartet. so wie es an und für sich und ohne jegliche begriffliche Deutung sich ausnimmt. Diese Auffassung führt indessen bereits über die Grenzen der reinen Mathematik hinaus und endet bei einem Problem. Die Erfahrung und die Hypothese gehören danach getrennten Gebieten an: jede steht Die für sich und kann für sich allein in Funktion treten. wenn anders wir ihm irgendeine Bestimmtheit zusprechen sollen. Niemals steht auf der einen Seite die abstrakte Theorie. Die Beobachtung schließt die Lücke. die es zu prüfen gilt. Wir können den Begriffen. Es ist die Frage nach der Methode und dem Erkenntnisselbst. die abgelöst von jeder begrifflichen Voraussetzung gedacht ist.

die in dieser HinTat entscheidend sind. zu dem der Gedanke sich zweifellos zunächst entschließen würde. daß er erst durch die Darlegungen Poincar6s. hätten wir zunächst zu versuchen. daß von ihm innerhalb des Widerstreits der geometrischen Systeme zum mindesten niemals eine eindeutige Entscheidung zu erwarten ist. da bleibt es uns überlassen. widerspricht. sicht in der — — * Vgl. der auf Grund der deduktiven Theorie zu fordern wäre.Verknüpfung des Empirischen. aber es scheint. 142 . niemals aber auf das Verhältnis. bes. IV. Sachverhalt ist in den Kämpfen um die Prinzipienlehre der Wo Geometrie Geometrie von philosophischer Seite immer wieder aufs neue hervorgehoben worden. wie kon- kret physikalische Annahmen über das Verhalten der Körper einbegriffen sind. Ehe wir daran gehen würden. Abachn. Alle unsere Erfahrungen Poincar6 mit Recht hervor beziehen sich stets nur auf das Verhältnis der Körper untereinander und ihre wechselseitigen physikalischen Wirkungen. immer ein experimentell gewonnener Maßwert dem Werte. IV. hier die eingehendere Begründting in Kap. auch innerhalb der Mathematik zum Bewußtsein und zu immer allgemeinerer Anso hebt erkennung gelangt ist. so ist es klar. dem neuen Resultat durch eine veränderte Auffassung der physikalischen Gesetzeszusammenhänge Rechnung zu tragen. Und dieses letztere Verfahren ist es. auf Grund der Ergebnisse astronomischer Messungen von der Euklids zur Geometrie Lobatschefskis überzugehen. das an einem anderen derartigen System gemessen und von ihm aus beurteilt wird.* Ist aber das messende Experiment in dieser Weise stets an ein Ganzes von Voraussetzungen gebunden. daß wir den mathematischen oder aber den physikalischen Teil unserer abstrakten Hypothese einer Änderung unterwerfen. ob wir die geforderte Einstimmigkeit zwischen Begriff und Beobachtung dadurch wiederherstellen. in welchen sowohl rein geometrische Grundannahmen über den Raum. indem wir etwa die Annahme der streng geradlinigen FortDieser pflanzung des Lichts einer Revision unterziehen. Die mögliche Variation der Bedingungen folgt selbst bestimmten Regeln und ist an eine gewisse Abfolge gebunden.

wiederum vor die Aufgabe gestellt. das gemäß seiner gesamten Tendenz und Anlage auf eine völlig andere Fragestellung hinzielt. einfacher" als irgendeine andere somit einer neuen eine komplexere Bedingung gewonnen Vgl. die die geometrische Begriffsbildung — — einzuschlagen vermag*. von welchen die Erfahrung handelt. Somit sehen wir uns. Poincarö. von denen die Aussagen der Geometrie gelten wollen da der Versuch an materiellen Dingen die idealen Kreise oder Geraden niemals unmittelbar berührt und trifft so gelangen wir auch auf diese Weise niemals zu einer Entscheidung zwischen den verschiedenen Wegen. die sie sämtlich miteinander teilen. Die Form des Euklideischen Raumes ist somit in der Tat in demselben Sinne . aber es kann kein Zweifel darüber bestehen. Chap. in den verschiedensten Gebieten. ist lediglich eine negative Bedingung. ein rationales Kriterium der Unterscheidung zu entdecken.das die Körper zum reinen geometrischen Räume. von gänzlich anderer Art als die Gegenstände sind. Belehrungen über das „Wesen" des Raumes die Teile dieses von einem Verfahren zu erwarten. daß nichtsdestoweniger innerhalb der rationalen Systematik des Wissens der Begriff der Gleichförmigkeit. 3 — 5. Es ist daher vergeblich. La Science et l'Hypothese. oder das Raumes unter sich selbst besitzen. überall dem der Ungleichförmigkeit vorausgeht. Vom Standpunkt des Satzes der Identität und des Widerspruchs mag der Gedanke der Heterogeneität des Raumes dem der in der Tat gleich zu stehen scheinen. Die logische Widerspruchslosigkeit. Aber innerhalb der Gemeinsamkeit. Da die Objekte.. wenn die Wahl zwischen den mannigfachen Systemen nicht gänzlich der subjektiven Willkür anheimgegeben bleiben soll. sind die Differenzen im prinzipiellen und in der relativen Einfachheit dieses Aufbaus nicht ausgelöscht. die hierdurch begründet ist. die all diesen Systemen zukommt. 143 . Das Ungleichförmige wird im Fortschritt der konstruktiven Synthesen stets aus dem Gleichförmigen — Aufbau Homogeneität durch Hinzufügung stellt und gedankliche Bildung dar.

Die Differenzen zwischen dem Euklideischen Raum und dem Raum.*' 144 o i n c a r 6. . „Die Einfachheit des Raumes wird ausgeea^ in dem Grundsatze: Der Raum ist an allen Orten und nach allen Richtungen gleich beschaffen. S. Die Gleichförmigkeit des Euklideischen Raumes ist in der Tat nur der Ausdruck dafür. O. wenn wir Teile dieser Räume. Sofern in der reinen Geometrie absolute Größenbestimmungen überhaupt setzbar und zulässig sind. — So bleibt der Euklideische Raum freilich eine begriffliche die sich einem System möglicher Hypothesen überhaupt einreiht: aber er besitzt nichtsdestoweniger Hypothese. an welches alle anderen Konstruktionen anknüpfen und über dem sie sich erheben. alle sonstige inhaltliche Bestimmtheit aber. treten erst dann heraus. durch Hinzufügung besonderer Bedingungen. Graßmann. P Vgl. von ihm ferngehalten ist**. die Ordnung der Gegenstände bestimmen. so ist hier die Unterscheidung aufgehoben. daß er lediglich als reiner Relations. Für die Maßbestimmung im Infinitesimalen gilt somit ohne weiteres die Euklideische Norm. in der erkenntniskritischen Betrachtung. Beschränken wir uns dagegen auf das erzeugende all dieser Räume.B. die auf einen Unterschied der absoluten und der absoluten Richtung führen könnte. der zuvor unabhängig entwickelt worden ist und der durch sie nur im einzelnen. das heißt an allen Orten und nach allen Richtungen können gleiche • * Vfjl. Element Größen wird.Raumform. die sich eben damit im prinzipiellen Sinne als die eigentlich grundlegende erweist. Sie stellt das erste und fundamentale Schema auf. Ausdehnungslehre von 1844. durch die wir. die eine bestimmte Größe über- einander gegenüberstellen. a. wie er sich in der Hypothese Lobatschefskis oder Riemanns darstellt. so stützen sie sich doch stets auf einen allgemeinen Relationszusammenhang. a. 61. wie innerhalb der Algebra ein Polynom ersten Grades einfacher ist als ein Polynom zweiten Grades*. näher bestimmt schreiten.und Konstruktionsraum gefaßt ist. §22: z. In der Ordnung des Wissens zum mindesten besteht hier eine notwendige und "eindeutige Abfolge: diese Ordnung des Wissens aber ist es. Konstruktionen vollzogen werde n.

die Sätze der Nicht-Euklideischen Geometrie derart zu interpretieren. deutung gelangen. die selbst einen besonderen Ausschnitt aus der gewöhnlichen Euklideischen Geometrie darstellt. zu denen diese Systeme hinleiten. in der auch sie zu konkreter BeZunächst nämlich sind die Ergebnisse. S. B m — m räumliche Näheres bei Cassirer. Aus einem Inbegriff reiner logischmathematischer Formen greifen wir eine Mannigfaltigkeit. bricht diese Möglichkeit der Rückbeziehung nicht ab. die bestimmten heraus und versuchen mit ihrer Hilfe die Bestimmtheit des Realen darzustellen und durchsichtig zu machen.Sinn" entspricht. rationalen Forderungen entspricht. Substanzbegriff We 1 1 s t e i n . nicht ausgeschlossen. wie R i e a n n sie entwickelt hat. Denn alle diese Sätze sprechen nur ein Ganzes von Beziehungen aus. daß neben dem Grundsystem auch die komplexeren Systeme eine bestimmte Sphäre der Anwendung besitzen. \q X45 . wenigstens mittelbar. wenn wir zu Systemen höherer Dimensionen übergehen. So bildet etwa die Mannigfaltigkeit aller Kugeln eine lineare Mannigfaltigkeit von vier Dimensionen. ihre genaue Entsprechung und Abbildung in der Geometrie der pseudosphärischen Flächen. a. Die Lobatschefskischen Geometrie finden. zur anschaulichen Darstellung verhilft. a. die ihnen. Wir können wiederum innerhalb unseres Anschauungsraumes selbst Gebilde auswählen. während der .. daß ihnen ein bestimmter konkreter . die in allen ihren gegenseitigen Bestimmungen den abstrakten Regeln gehorchen. Und auch dann. die für irgendeine mehrdimensionale Mannigfaltigkeit abgeleitet und bewiesen worden sind. Aber selbst wenn wir auf diese Zurückführung auf bekannte Verhältnisse und Probleme verzichten. vielfach selbst einer Deutung und Umsetzung fähig. O.innerhalb dieses Systems einen eigentümlichen Vorzug des Wertes und der Geltung. deren Form sich in der allgemeinen Geometrie untersuchen und feststellen läßt*. so ist damit die Möglichkeit. 102. elliptischen Geometrie" der Ebene. Damit aber ist freilich nicht ausgeschlossen.. wie Verhältnisse der e 1 1 r a i gezeigt hat. die Geometrie der Kugeloberfläche innerhalb des Euklideischen Raumes von drei Dimensionen entspricht.

sondern vielmehr bestätigt wird. denen an und für sich irgendwelche Beschaffenheit zukäme. 293 ff 146 . sondern sie sind lediglich die vorausgesetzten Termini der Relation selbst und erhalten in ihr und durch sie erst all ihre Eigenart. Vom Standpunkt unserer heutigen Kenntnisse so schließen auch sie sind wir zu dem Urteil berechtigt. (Vgl. da ist damit gleichviel.während sie über den Charakter der Einzelglieder.. durch die metageometrischen Betrachtungen nicht bedroht. wird hierbei übrigens auch von den ausdrücklich radikalsten empiristischen zugeKritikern standen*. Selbst wenn man allen Zweifeln Eingang verstattet. Enriques. von einem Mannigfaltigen mehrerer „Dimensionen" sprechen. die in Beziehungen eingehen. Form Grund — — * S. In jedem Fall aber rationale ergibt sich nunmehr. das gemäß den zuvor entwickelten deduktiven Gesetzen dieser Mannigfaltigkeiten zu beurteilen der Anwendung — Bestimmungsstücken räum- und zu behandeln ist. unabhängig davon. Sofern die Physik uns Systeme darbietet. wie sie sich fortschreitend immer genauer festgestellt hat. keine endgültige Bestimmung treffen. Bologna 1906.) Wo uns daher irgendein Inbegriff entgegentritt. S. S. 123 ff. in ihrer jetzigen wissenschaftlichen Gestalt. welche qualitativen Merkmale seine Elemente aufweisen mögen und ob sie sich räumlich veranschaulichen lassen ein Gebiet diese — der abstrakten Sätze nachgewiesen und abgegrenzt. die durch diese Betrachtungen geweckt werden mögen: so betreffen diese Zweifel doch niemals den eigentlichen der Begriffe. Die Punkte. ob. Raumform" hinauszuschreiten. Problemi della Scienza. sind nicht selbständige Dinge. von denen sie handeln. die zu ihrer vollständigen Darstellung eine Mehrheit von erfordern. ob diese Bestimmungsstücke eine liche Deutung zulassen. läßt sich. daß die rein der geometrischen Begriffsbildung. über die Euklideische . nirgends einen Anlaß darbietet. der den Regeln der Verknüpfung in irgendeiner dieser allgemeinen Beziehungslehren gemäß ist. Daß die Erfahrung. sondern stets nur die Möglichkeit ihrer empirischen Anwendung.

Es zeigt. gelten unbeschränkt. die universellen Reihenformen bieten die Handhabe. ob nicht die verlorene Einheit durch einen Wechsel der „Raumform" selbst wieder hergestellt werden könne. Aber selbst wenn man mit derartigen Möglichkeiten rechnet. stets nur relative und somit problematische Bein einer entfernten Wandel physikalischen — bestimmung — Wirklichkeitsabsolute zusammenhänge Bedingungs- deutung besitzt. sollen wir uns nicht verschließen. jegliche Ordnung des Empirischen zu verstehen und logisch zu beherrschen.daß der physische Raum . die mit unserem bisherigen theoretischen System der Natur nicht übereinstimmen und die auch durch keine noch so weitgehende Veränderung in den Grundlagen dieses Systems mit ihm in Einklang zu setzen sind. die diesen Bedingungen in allen Stücken entsprechen. daß diese Problematik den logischen Charakter des mathematischen Wissens als solchen nicht berührt. Zukunft vielleicht einmal auch hier einen eintreten zu lassen. wenn somit alle begrifflichen Abänderungen innerhalb eines engeren Bezirks bereits vergeblich versucht worden sind: dann erst darf der Gedanke eintreten. während die Behauptung. Nur die reinen selbst. wie zweifellos sie immer erscheinen mag. Wenn sich irgendwelche sicher festgestellte Beobachtungen bieten.. daß es Existenzen gibt. sobald man den Boden der daß betritt keine Setzung. Das System der allgemeinen Geometrie beweist indes. die die Mathematik aufstellt. den Anspruch auf Gewißheit erheben darf. Nur die Möglichkeit positiv als Euklideisch anzusehen ist". so würde hierdurch doch nur der Satz bestätigt. daß der reine Begriff für alle nur erdenklichen Änderungen in der empirischen Beschaffenheit der Wahrseinerseits vorbereitet und gerüstet ist. nehmungen 10* 147 .

ein wesentliches Moment. die der Begriff. so ist dennoch in ihr der Zusammenhang mit den Problemen des Seins nirgends abgebrochen. um als Typus für die Beschaffenheit des Begriffs überhaupt zu dienen. so der Logik ab. Die logische Natur der reinen Funktionsbegriffe findet im System der Mathematik ihre deutlichste Ausprägung und Hier ist ein Gebiet freiester ihren vollkommensten Beleg. an dem die Produktivität des Denkens sich am reinsten entscheint zugleich seine eigentümliche Schranke zutage zu treten. da gerade ihr. Die Struktur und Verfassung des Seins ist es. alle Beschaffenheiten. ob. (S. I. 4 ff.sein: aber es fehlt ihnen. in der das Denken Die über alle Schranken des „Gegebenen" hinauswächst. um als Beispiel für den ganzen Umkreis der logischen Aufgaben.Viertes Kapitel: Die naturwissenschaftliche Begriffsbildung. die wir von ihnen aussagen können. die sich streng innerhalb des Gebiets faltet. US .) kann die Mathematik nicht länger als Vorbild und Muster gelten. Denn so sehr die Logik sich im „Formalen" beschränkt. und Begründung der Syllogistik setzt diesen Gedanken überall voraus: die Ontologie gibt den Grundplan für den Aufbau Ist dies aber der Fall. S. die wir betrachten und in deren objektive Natur wir einzudringen suchen. die das logisch gültige Urteil und SchlußDie Aristotelische Auffassung verfahren treffen wollen. fließen einzig und allein aus dem Gesetz ihrer ursprünglichen Konstruktion. Gegenstände. haben kein anderes als ein ideales Sein. wie es scheint. Aber gerade an diesem Punkt. und universeller Betätigung erschlossen. Die mathematischen Konstruktionsbegriffe mögen innerhalb ihres engeren Bereichs fruchtbar und unentbehrlich .

Die Naturbegriffe kennen keine andere Aufgabe und dürfen keine andere kennen. den wir uns hier abgesteckt haben. Damit aber stehen wir wiederum gänzlich innerhalb der allgemeinen Grundauffassung. Die Frage nach der Bedeutung und der Funktion des Begriffs erhält erst an den Naturbegriffen ihre endgültige und abgeschlossene Formulierung. Idolen" des Geistes freimachen. um so reiner stellt sich uns das Bild der äußeren Wirklichkeit dar. der traditionellen logischen Auffassung zu verschieben. Vielmehr sind es die wahrhaften Seinsbegriffe. so scheint sich die Lösung alsbald zugunsten. Hier ist es die Beobachtung allein.ihrer selbstgeschaffenen Bildungen hält. Je mehr wir uns von den eigenen Bildungen. die wir uns in ihr auferlegen. die Sorge um das Die Verschiedenheit zwischen den „Gattungsbegriffen" im Sinne der traditionellen logischen Sein prinzipiell fernbleibt. hier bleibt keine schöpferische Freiheit und Willkür des Denkens übrig. was hier dem Begriff erst seine Kraft und Wirksamkeit zu sichern scheint. Auffassung und den mathematischen Konstruktionsbegriffen mag somit freilich zugestanden werden: aber man könnte versucht sein. als die gegebenen Wahrnehmungstatsachen nachzubilden und ihren Gehalt in abgekürzter Form wiederzugeben. sondern die Art des Begriffs ist von vornherein durch die Art des Materials bestimmt und vorgeschrieben. sind es die Aussagen über die Dinge und ihre wirklichen Beschaffenheiten.. Die passive Hingabe an das Objekt ist es. auf der Wahrheit und Gewißheit des Urteils beruhen. Die freiwillige Beschränkung. aber sie würde zum methodischen Fehler werden. sobald wir versuchen wollten. die hier den eigentlichen Maßstab zu bilden haben. die einseitig im Ideellen verharrt. ist berechtigt. der Mathematik die letzte und abLeistung des Begriffs nicht erstrebt und demgemäß nicht erreicht werde. das Ganze der logischen Probleme zu bestimmen. diese Verschiedenheit dadurch zu erklären. Die Entscheidung über Art und Richtung der Logik kann nicht durch daß innerhalb schließende — eine Betrachtungsweise erfolgen. die ihren logischen Ausdruck 149 . von den eigenen . Geht man indessen von dieser Fassung des Problems aus. von dem engen Bezirk aus.

das Wirkliche vollständig und eindeutig zu beschreiben. sich zum mindesten in einer möglichen ^//t Wahrnehmung beglaubigen und rechtfertigen lassen muß.) Die allgemeine Auffassung vom Sinn und von der Aufgabe der Naturwissenschaft entspricht denn auch durchaus dieser Anschauung. die bezeichnet als solcher vor- Wahrnehmung handen und aufzeigbar sind. Der Begriff ist nur die Kopie des Gegebenen. Die Theorie mag freilich. (Vgl. der auf diese Weise eingeführt wird. Wir greifen nicht mehr über das Gebiet des Empfindbaren hinaus.in der Theorie der Abstraktion er in der gefunden hat. daß er kein Element enthält. durch die der wissenschaftliche Begriff der Physik erst zur Bestimmtheit und Vollendung gelangt. Die Hypothese bezeichnet nur eine Lücke unseres Wissens. ob. Die gesamte moderne Philosophie der Physik stellt sich auf den ersten Blick lediglich als die immer strengere und konsequentere Durchbildung dieser Grundansicht dar. In dieser Ansicht allein schien die Möglichkeit gegeben. daß jeder Bestandteil. die aber nichtsdestoweniger ihrer Beschaffenheit nach den wirklich wahrgenommenen Elementen als durchaus gleichartig angesehen werden. nur gewisse Züge. Der gesamte Gehalt und die Sicherheit des naturwissenschaftlichen Begriffs hängt danach von der Bedingung ab. Die Erkenntnis könnte auf dieses asylum ignorantiae verzichten: vollkommene für sie würde die Wirklichkeit klar und übersichtlich in tatsächlichen Wahrnehmungen gegeben und erschöpft sein. gewisse hypothetische Momente aufnehmen und verwenden. S. das nicht innerhalb der Welt der Wirklichkeit sein genaues Gegenstück besitzt. sie bedeutet die Annahme bestimmter Empfindungsdaten. aber auch für diesen Fall gilt die Forderung. Erfahrung und naturphilosophische Spekulation scharf gegeneinander abzugrenzen. 6. um die unerfahrbaren absoluten Ursachen und Kräfte zu entdecken. schien somit eine notwendige Bedingung bezeiclmet zu sein. die uns bisher durch keine direkte Erfahrung zugänglich waren. auf denen 160 . um eine bestimmte Erscheinungsgruppe vollständig darzustellen. Dem metaphysischen Ideal der Naturerklärung tritt jetzt die bescheidenere Aufgabe gegenüber.

aus denen sie sich zusammensetzt. in welcher die Sinnesdaten auftreten. wieder den Fülle der empirischen Einzeltatsachen vollziehen könnten. das ist in Wahrheit kein prinzipiell neues Element. was in Begriffen.und Geschmacksempfindungen. Was sich dieser Zurückführung entzieht. Das Ziel einer Philosophie der Physik wäre erreicht. der im endgültigen Ergebnis wieder zu verschwinden hat. Den Inhalt der Physik bilden vielmehr einzig und allein die Phänomene selbst in der Form. wie Atom oder Molekül. Was diese Welt mehr zu enthalten scheint. Die Ausschaltung aller Elemente. Farbender sie uns unmittelbar zugänglich sind. wenn wir jeden Begriff. Geruchs. aus welchem auch die Welt des Physikers sich aufbaut. hinzugebracht wird. das erweist sich eben damit als ein willkürlich eingeführter Faktor. wäre demnach das eigentliche logische Ideal der Physik. Äther oder Energie. indem sie sie als Symbole für bestimmte Eindrücke und Komplexe von Eindrücken wiedererkennt. Die Einheit der physikalischen Methodik scheint erst hierdurch wahrhaft gesichert zu werden: denn jetzt sind es nicht mehr heterogene Bestandteile. als welche sich alle Begriffe zuletzt erweisen.und Berührungswahrnehmungen sind das einzige Material. sondern im Allgemeinbegriff der Empfindung ist nunmehr gleichsam der gemeinschaftliche Nenner fixiert. sondern nur eine eigentümliche Verkleidung.« Wie immer man indes über die Rechtfertigungdieses Ideals urteilen mag: schon seine Fassung enthält eine Zweideutigkeit. in eine Summe von Wahrnehmungen auflösen und durch diese Summe ersetzen.die Mannigfaltigkeit und die Veränderung unserer Wahrnehmungswelt beruht. Die durchgeführte logische Analyse führt auch diese Begriffe auf das Maß ihrer Bedeutung zurück. wenn wir von den ge- danklichen Abkürzungen. sinnliche Muskelgefühle und Druck. die kein direktes sinnliches Korrelat in der Welt der wahrnehmbaren Dinge und Vorgänge besitzen. die es zunächst zu beseitigen gilt. der in eine physikalische Theorie eingeht. Die Schilderung des tatsächlichen Bestandes der physikalischen Rückweg zur konkreten 161 . in und Toneindrücke. auf den alle Aussagen über die Realität sich zuletzt reduzieren lassen müssen.

wenn man dem Gange der physikalischen Forschung selbst folgt und die Leistung des Begriffs. Welches der beiden Momente ist hier das ursprüngliche und maßgebende? Ist es lediglich das wirkliche Verfahren der Wissenschaft selbst. die sich wie an einem Faden nebeneinander aufreihen. das hier nur auf seinen einfachsten und kürzesten Ausdruck gebracht wird. oder wird umgekehrt dieses Verfahren an einer allgemeinen Theorie des Erkennens und der Wirklichkeit geIn diesem messen. in der Tat nur eine in der Art. wie immer auch das schließliche Ergebnis der Betrachtung nicht prinzipiell die lautet. das werden. geändert. Die Theorien der Physik empfangen ihre Bestimmtin der sie . oder enthält sie Momente in sich. bei der Schon das erste und auszeichnende Merkmal.Theorien verquickt sich mit einer allgemeinen Forderung. sobald man es vom Standpunkt der allgemeinen logischen Grunddes forderung der Beschreibung betrachtet. die der Physik die Wege zu weisen suchte. das sich Betrachtung jeder naturwissenschaftlichen Theorie unmittelbar aufdrängt. wie sie Sammlung von Beobachtungen. die sich hier betätigt. muß auch gegenüber den komplexeren Tatsachen des Wissens gefordert Auch hier besteht die erste Aufgabe darin. die sie enthält. Wieder wäre es jetzt eine bestimmte Metaphysik der Erkenntnis. Dieselbe Unbefangenheit. „Faktische" der naturwissenschaftlichen Theorie selbst rein aufzufassen. entschieden wird. Die Entscheidung in dieser Frage kann nur gewonnen werden. ehe über den Wert oder Unwert der WirklichkeitsIst diese Theorie ansicht. die einem anderen logischen Typus angehören und somit eine andere Begründung verlangen? Methode — II. die über seinen Wert entscheiden soll? letzteren Falle wäre. unmittelbar in ihrer Wirksamkeit betrachtet. die an eben diese Theorien gestellt wird. die der positivistische Kritiker gegenüber den Tatsachen der Sinneswahrnehmung verlangt. geschichtlich vorliegt. a t i s c h e n F o r heit erst von der a t h e Gegebenen m m m 152 . birgt eine eigentümliche Schwierigkeit.

der den mathematischen Begriffen eignet. Das Gegebene der Anschauung bildet sich darstellen. wo es sich lediglich um die Auffassung des Gegebenen als Gegebenen in seiner eigentümlichen individuellen Struktur und Beschaffenheit handelt. auf einer reinen struktion beruht. sobald wir auf die allgemeinen Erwägungen über das Prinzip der mathematischen Begriffsbildung zurückblicken. ja so trivial dieser Zusammenhang erscheinen mag: so paradox ist er im Grunde. Immer schärfer und deutlicher hatte es sich gezeigt. Heißt es nicht das unmittelbare Dasein. zeitlichen Es gibt keine exakte Konstatierung eines räumlichFaktums. worfen worden verfälschen. das nicht die Anwendung bestimmter 153 . Von ihr absehen hieße zugleich die Sicherheit und Klarheit der Tatsachen selbst aufheben. sobald er sich als wissenschaftlicher Forscher betätigt. die wir nach rationalen Gesetzen hervorbringen und beherrschen können. also ist der mathematische Begriff nicht sowohl ein rechtmäßiges und notwendiges Instrument. das sich uns in der Sinnesempfindung erschließt. erst. sobald es einer Umdeutung unter- durch die es in eine andere Form der Mannigfaltigkeit umgeprägt wird. Für die Aufgabe der Naturerkenntnis. niemals zu umgehen oder zu beseitigen. die durch die Theorie wiedergegeben und in ihr vereinigt werden sollen.Funktion des Z ä h 1 e n s und unentbehrlich. Die ist Messens Kon- lediglich den psychologischen Ausgangspunkt: mathematisch ist erkannt es ist. im positivistischen Sinne des Wortes. das wir neben Experiment und Beobachtung zur Anwendung bringen können. Der Physiker mag sie als empiristischer Philosoph noch so eindringlich schildern: er ist ihr unmittelbar von neuem verfallen. um auch nur den Rohstoff an „Tatsachen" herbeizuschaffen. So selbstverständlich indessen. daß aller Inhalt. so klar sie auch durchschaut werden mag. Jede derartige Umdeutung aber muß offenbar dort verworfen werden. als vielmehr eine ständige Gefahr. wenn wir es dem Schema unserer mathematischen Begriffe unterwerfen und damit die empirische Bestimmtheit und Gebundenheit des Seins wiederum in die Freiheit und Willkür des Denkens aufgehen lassen? Und dennoch ist diese Gefahr.

die den Dingen ebenso wie ihre Farbe oder ihr Glanz und ihre Härte anhaftet. und die chemischen Formeln für die Zerlegung der Körper sind genau dieselben wie die Formeln für die Zerlegung der Zahlen. als hypothetische Radikale. . Dieses Verhältnis. K u m m e r den Gedanken durchgeführt hat. die sich ihrem Ursprung und ihrer logischen Beschaffenheit nach völlig von der Anschauung trennen und sie prinzipiell überschreiten. Man könnte an G^r Schwierigkeit. Denn gerade die komplexen mathematischen Begriffe. daß die Beziehungen. sind es. Auch selbst die idealen Zahlen unserer Theorie finden sich in der Chemie. das dritte von den arithmetischen Begriffen des Quadrats und des Kubus Gebrauch macht.Der chemischen Verbindung entspricht für die komplexen Zahlen die Multiplikation. in den Verhältnissen chemischer Verbindungen ihr konkretes Substrat besitzen. B. so mag hierin zunächst kein erkenntnistheoretisches Problem gesehen werden: gilt doch der naiven Auffassung Zahl und Gestalt selbst als eine Art physischer Eigenschaft. den Elementen oder eigentlich den Atomgewichten derselben entsprechen die Primfaktoren. Planetenbewegung von der reinen geometrischen Definition der Ellipse als Kegelschnitt. führen zu fruchtbaren Anwendungen innerhalb der Anschauung selbst zurück. bleibt dennoch nicht auf ihr Selbst eine so abstrakte gedankliche Gebiet beschränkt. um so nachdrücklicher tritt die allgemeine Frage hervor. vorbeisehen. die im Aufbau der Mechanik und Physik fortdauernd zur Geltung kommen. das in der Analysis des Unendlichen seinen prägnantesten Ausdruck findet. Schöpfung wie das System der komplexen Zahlen liefert einen neuen Beleg dieses Zusammenhangs: wie denn z. S.. oben. vielleicht nur allzuoft. 36. die hierin liegt. die innerhalb dieses Systems obwalten. (Vgl.) Je mehr indes im Fortschritt der mathematischen Begriffsbildung dieser Schein zerstört wird. welche bisher noch nicht dargestellt 154 .Zahlen und Maße in sich schließt. wenn es sich hierbei lediglich um die elementaren Begriffe und Gebilde der MatheWenn das erste Keplersche Gesetz der matik handelte. die keineriei Möglichkeit einer unmittelbaren Realisierung im Sinnlichen mehr besitzen. Konzeptionen.

35. auf die Sphäre des konkret-tatsächlichen Seins aber bildet das eigentliche Problem.. deren ganzer Inhalt aus einer Verknüpfung rein ideeller Konstruktionen stammt. 104. S. Sobald wir nur einen Schritt über die erste naive Beobachtung vereinzelter Tatsachen hinaus tun. — Schon die erste Phase jeglicher wissenschaftlicher Naturtheorie überhaupt bringt dies zum unzweideutigen Ausdruck.. auf denen jede naturwissenschaftliche Theorie beruht. überschritten. sich von diesem ersten Schema zu be- Mechanismus * Grelles Journal. so wie der hier behandelte Teil Zahlentheprie. auf die . die die positivistische Forderung uns vorschreibt. das nur allgemeine hypothetische Zusammenhänge von Gründen und Folgen entwickelt. oit.« Es zeigt sich schon hier. daß es eine eigentümliche Verflechtung . auf ein System zurückgreifen. in den Diese Zusammensetzungen ihre Wirklichkit haben hier angedeftteten Analogien sind nicht etwa als bloße Spiele des Witzes zu betrachten. beide denselben Grundbegriff. 155 . zichtet. nämlich den der Zusammensetzung. sondern haben ihren guten Grund darin. daß die Chemie. Wiederum müssen wir. haben wir damit bereits die strengen Grenzen. wenngleich innerhalb verschiedener Sphären des Seins zu ihrem Prinzipe haben*. wirklicher" und . Wirklichkeit" seiner Elemente dagegen prinzipiell ver- der — zufällt. die aber. 360." Eben diese Übertragung von Gebilden. Die Naturerklärung mag in ihrer späteren Entwicklung versuchen. Theorie der komplexen Zahlensysteme S. nicht-wirklicher" Elemente ist.worden sind.. beginnt mit einer Abkehr von eben dieser Wirklichkeit und ihrem Ersatz durch die Symbole des Zahlund Größengebiets. Auch diejenige Form der Erkenntnis. nach Hankel. um diese Verknüpfung auch nur scharf und adäquat bezeichnen zu können. sowie die idealen Zahlen. Bd. sobald wir nach der Verknüpfung und dem Gesetz des Wirklichen fragen. Der exakte Begriff der Natur wurzelt im Gedanken des und ist erst auf Grund dieses Gedankens erreichbar. der die Aufgabe das Wirkliche zu beschreiben und bis in seine feinsten Fasern bloßzulegen.

begrifflichen der Wahrnehmung. zu begründen. dessen die Mechanik bedarf. unter denen sie zustande kommt.. Raum der reinen den stetigen und Geometrie: Stetigkeit und Gleichförmigkeit aber eignen niemals dem Beisammen der sinnlichen Eindrücke selbst sondern nur derjenigen Mannigfaltigkeitsform. solange die Betrachtung im Umkreis der bloßen Wahrnehmungsdaten beharrt.und ein weiteres und allgemeineres an seine Stelle zu setzen: dennoch bleibt die und ihre Gesetze das eigentliche Grundproblem. 139. ja das bildet sie ein direktes Faktum Grundfaktum. wir unter dem Raum nichts anderes als eine verschiedener Gesichts. sondern in ihren Bestimmungen vorausgesetzt. successiver Vorstellungsinhalte mag allenfalls Verschiedenheit auf diese Weise erfaßbar sein: ab^r dieses Moment allein genügt keineswegs. Die Wirklichkeit ist vollständig erkannt. sondern schließt eine eigentüm- Solange Summe homogenen Wechsel 156 .. das und Zeit eingehen. je nach den besonderen physiologischen Bedingungen. zu der wir sie kraft bestimmter gedanklicher Forderungen konstruktiv umschaffen. S. psychologifreien Bewegung Raum schen und streng . (S. die sich. neben der Veränderung die Identität gefordert: und diese Identität wird niemals durch die bloße Beobachtung verbürgt. Raum und Zeit selbst aber werden als Glieder dieses Grundverhältnisses nicht mehr in ihren unmittelbaren. an dem zuerst das Wissen zur Klarheit über sich selbst und seine Aufgabe gelangt.) So wird denn auch die Bewegung selbst von Anfang an in diesen Kreis einer rein Nur scheinbar Bedingtheit hineingezogen. Bewegung" im Sinne Diese verlangt als Grundlage der exakten Physik möglich. das alle äußere Beobachtung uns zuerst darder Empfindungen. Hier wird neben der Verschiedenheit die Einheit. Diese Auflösung aber kann niemals gelingen.und Tasteindrücke verstehen. solange ist in ihm keine . um den strengen Begriff der Bewegung. sobald sie in ein System von Bewegungen aufgelöst ist. qualitativ voneinander unterscheiden. die qualitative Der bietet. Bewegung im allgemeinen wissenschaftlichen Sinn ist nichts anderes als ein bestimmtes Verhältnis. mathematischen phänomenalen" Eigenschaften. oben.

daß schon der erste Zugang zur Mechanik von Voraussetzungen abhängt. Die bekannte Kirchhoffsche Definition. wenn hier nicht von Anfang an ideelle Voraussetzungen wirksam wären. die aus ihr gewöhnlich gezogen werden. Kirchhoff selbst läßt keinen Zweifel darüber.und Zeitpunkte umfaßt. ist Punkte am Himmel erst : der reine mathematische Begriff der Ellipse. enthalten für sich allein nicht den Gedanken der Marsbahn: und alle Häufung einzelner Lagebestimmungen vermöchte zu diesem Gedanken nicht fortzuführen. der gleichförmigen und veränderlichen Geschwindigkeit sowie der gleichförmigen Beschleunigung zur Voraussetzung hat. den ihr Urheber mit ihr verband. mag in dem Sinne. Was die bleibt eine Mehrheit leuchtender Empfindung darbietet. völlig zu Recht bestehen. Erst indem wir kraft dieses Gesetzes eine Bestimmtheit schaffen. Jede Aussage über die einheitliche Bahn eines bewegten Körpers schließt die Angabe einer Unendlichkeit möglicher Stellen in sich: das Unendliche aber kann offenbar als solches nicht wahrgenommen werden. ohne daß darum doch die philosophischen Folgerungen irgend gerechtfertigt wären. ist damit die Bewegung mathematisches Faktum gewonnen. der zuvor konzipiert sein muß. durch die die Lücken der tatsächlichen Wahrnehmung ergänzt und und ausgefüllt werden. schafft dieses diskrete Aggregat zum stetigen System um. Alle diese Begriffe können dem 157 . auf die er hinzielt. sondern entsteht erst in der gedanklichen Synthese und in der Anticipation eines allgemeinen Gesetzes. und in ihnen die Begriffe als des materiellen Punktes. die die Allheit der konstruktiv erzeugbaren Raum. die exakten mathematischen Grundgleichungen der Bewegung. die über das sinnlich Erfahrbare hinausgreifen. r So zeigt es sich hier von einer neuen Seite her.liehe Leistung des Denkens in sich. Die einzelnen Orte des Mars. sofern sie jedem Moment der stetigen Zeit eine und nur eine Lage des Körpers im Räume zuordnet. die Kepler nach den Beobachtungen Tycho de Brahes zugrunde legt. daß die „Beschreibung". die als Aufgabe der Mechanik die vollständige und eindeutige Beschreibung der in der Natur vor sich gehenden Bewegungsvorgänge bezeichnet.

muß der empirische Körper zuvor selbst eindeutig bestimmt und gegen alle anderen Gebilde unterschieden und abgegrenzt sein. die mit annähernd denselben sinnlichen Merkmalen behaftet scheinen. Wahrheit das eigentliche und ursprüngliche Problem. Begriffs- man vom Prozeß es. Denn für sie gibt es eine „Natur".mathematischen Physiker mit gutem Grund als feste und unmittelbare Data gelten. einmal der Gedanke der Stetigkeit und Gleichförmigkeit des Raumes sowie der exakte Begriff der Geschwindigkeit und Beschleunigung erfaßt und begründet. aber sie sind es keineswegs im Sinne der Erkenntnistheorie. Der schärferen begrifflichen Analyse treten indessen schon an diesem Punkt eigentümliche Schwierigkeiten entgegen. Um als Subjekt der Bewegung zu gelten. Wo eine derartige Zusammen158 . kraft deren dieses Ergebnis erreicht wird. in welcher Bewegungen als beschreibbare Objekte sich vorfinden. müsse dieses Subjekt sich direkt in Wahrnehmung aufweisen lassen: ist es doch der Körper. bildet in Ist die der Physiker als vollzogen voraussetzt. so läßt sich in der Tat mit Hilfe dieses logischen Materials das Ganze der möglichen Bewegungserscheinungen völlig übersehen und seiner Form nach beherrschen: aber um so dringender erhebt sich nunmehr die Frage nach den intellektuellen Mitteln. in welcher wir Raumteile. Am sobald schärfsten tritt diese ideelle Bedingtheit hervor. der Bewegung zur bestimmung des Wieder scheint der ist Subjekts derBewegung als übergeht. ihre Bestimmtheit lediglich einer ersten Sie verdanken und oberflächlichen Zusammenfassung. Solange er selbst nicht in feste und unverrückbare Grenzen eingeschlossen ist. Umformung. es doch ein Komplex greifbarer und sichtbarer Eigenschaften. durch die er aus seiner Umgebung herausgehoben und als so lange Ganzes von individueller Form erkannt wird vermag er auch keinen konstanten Bezugspunkt der VerDie Körper unserer Wahrnehmungsänderung abzugeben. nur als ein Ergebnis einer durchgängigen gedankDiese mathematische lichen Umformung des Gegebenen. dem die Bewegung als Merkmal zugesprochen wird. — welt aber genügen nirgends dieser Bedingung. zu einem Ganzen vereinen.

Der . starre" Körper der reinen Geometrie muß an die Stelle des wahrnehmbaren Körpers und seiner schrankenlosen Veränderlichkeit gesetzt werden. Vor allem ist es Karl P e a r s o n der in seinem Werk über die . In der Tat ist die Notwendigkeit einer derartigen Umformung des Problems von den Anhängern der Theorie der . Abschluß des Körpers gegenüber allen Bestandteilen der äußeren Umgebung verlangt wird. Grammatik der Wissenschaft" diesen Prozeß mit Klarheit und Nachdruck geschildert hat. Beschreibung" selbst ausdrücklich anerkannt und hervorgehoben worden. so auch in sich selbst keiner weitergehenden Differenzierung und Zerfällung in eine Mehrheit unabhängig beweglicher Subjekte fähig ist... wo zwei verschiedene Körper sich zu berühren scheinen. wenn die Grundlegung der exakten Bewegungslehre gelingen soll. daß er in sich selbst eine strenge Einheit darstellt. Sobald wir seine einzelnen Teile gegeneinander verschiebbar denken. — — 159 . Somit muß ein System zugrunde gelegt werden. als es selbständig verschiebbare Partikeln gibt. Alle diese Gesetze können vielmehr mit Sinn nur von den idealen Grenzgebilden ausgesagt werden. einen beständigen wechselseitigen Austausch von Teilen und somit eine stete Verschiebung der Grenzflächen erkennen lassen. die wir als Grundlagen für die Urteile der reinen Mechanik. die wir begrifflich an Stelle Form : . Erst indem wir dem Körper eine strenge geometrische beilegen und ihn auf diese Weise aus dem Umkreis des bloß Wahrgenommenen zur Bestimmtheit des Begriffs erheben. die ihn zum „Träger" Und wie hier der genaue der Bewegung tauglich macht. ein schärferes sinnliches Unterscheidungsvermögen würde uns dort. Es sind wie er ausführt niemals die Inhalte der Perzeption als solche. ist mit absoluter Genauigkeit niemals zu bestimmen.. das. ist die oberste Bedingung der Eindeutigkeit des Bezugspunkts wiederum verletzt an Stelle der einen Bewegung sind so viele verschiedene getreten. wie es nach außen abgeschlossen ist.fassung anfängt und endet. als Ansatzpunkte für die Aussprache der Bewegungsgesetze brauchen können. so ist auf der anderen Seite zu fordern. hat er diejenige Identität erlangt.

der empirischen Daten der Sinneswahrnehmung setzen. findung. nicht der . sondern der „Konzeption". Beist ein Prädikat. sobald man darauf verzichtet. h. . können sich zu neuen Gruppen zusammensetzen: aber alle diese Wandlungen bezeichnen noch in keiner Weise den eigentlichen Gegenstand der Mechanik. in welche sich die d. die nur Grenzen bezeichnen. ist der Aufbau einer Welt von geometrischen Formen.. wegung — Erkenntnissphären." Mechanik häufig verwickelt hat und die insbesondere in den Versuchen zutage getreten sind. erklären sich zum größten Teil daraus. die Bewegung von Etwas klar zu denken. sich bewegen. wenn dieses Etwas nicht ein geometrischer Punkt oder ein Körper ist. daß unser Geist sich vergebens abmüht. so ist es nichtsdestoweniger wahr..Perzeption". können alte Bestandteile verlieren und neue gewinnen. selbst als phänomenalen Einzelinhalt anschauen zu wollen. die auf die Herstellung einer wissenschaftlichen Ordnung der Phänomene abzielt. die der Mathematiker ihnen in seiner freien KonSie ist ein Faktum nicht der Empstruktion substituiert. Diese Widersprüche schwinden. die allgemeinen mechanischen Gesetze auf die Bewegungen des Äthers anzuwenden. „So befremdend es auf den ersten Blick erscheinen mag. nicht scharf und bestimmt voneinander schied." Gruppen sinnlicher Eindrücke können sich verändern. der von kontinuieriichen Oberflächen begrenzt ist. daß man die beiden die hier einander gegenüberstehen. das niemals unmittelbar auf die der uns umgebenden Sinnenwelt anwendbar ist. die in der absoluten Zeit ihre Lage wechseln. sinnliche und begriffliche Momente nicht unmittelbar ineinander zu wirren. 160 . Dinge" sondern einzig allein von jener anderen Klasse von Objekten gilt. sondern des Denkens. die sich im Gebiet der Perzeption niemals tatsächlich aufzeigen lassen. Der Geist sträubt sich durchaus gegen den Gedanken jeder anderen Bewegung als die dieser reinen Denkschöpfungen. Die Widersprüche. Was wir in der Physik allein vermögen. „Nur in der Region des Begriffs können wir im strikten Sinne von der Bewegung der Körper sprechen: denn hier und nur hier sind es geometrische Formen. sobald man gelernt hat. eine gedankliche Schöpfung.

Second edition. Das einer derartigen Grenzsetzung aber vermag die Antinomien — Recht * S. die wir damit wiederum all den jeder Art des Dogmatismus. die diese Mannigfaltigkeit abschließt. Alle diese Ausführungen Pearsons sind vortrefflich: aber man fragt sich vergebens. an Stelle der Glieder einer bestimmten sinnlichen Mannigfaltigkeit die ideale Grenze einzuführen. S.die in der Mannigfaltigkeit von Bewegungen. The S. London 1900. Cassirer. die als solche der Welt unserer Perzeptionen notwendig fremd sind? Wenn die Aufgabe einer wahrhaft . dem physikalischen sowohl wie dem metaphysischen. 325 u. Pearson.. Substanzbegriff U 161 . of Science. wie unter diesen Voraussetzungen die Mechanik noch länger als rein beschreibende Wissenschaft aufgefaßt werden kann. vorgefunden" Die Frage nach der Eigenart der naturwissenschaftlichen Grundbegriffe mündet hier in ein allgemeineres Problem ein. die als solche durch die Empfindung zu erfassen wären. Es wäre eine eigentümliche Weise. die selbst auf keine Weise mehr werden können. was den Charakter und den Wert des begrifflichen Verfahrens der Physik ausmacht. notwendig anhaften*. Statt der bloßen passiven Wiedergabe sehen wir hier einen aktiven Prozeß vor uns. s. das Vorgefundene zu beschreiben. wenn wir uns zu diesem Zweck in lauter Begriffen bewegten. Wir sahen. 239 Grennmar ff. das Gegebene so getreu als möglich aufzufassen und keinen Einzelzug hinzuzufügen oder wegzulassen: so ist es hingegen gerade eine derartige Veränderung des anfänglichen Bestandes. 198 ff. objektiven" Beschreibung darin besteht. wenn an ihre Stelle ein Inbegriff geometrischer Ideale gesetzt wird. die wir ihnen zusprechen... wie der erste Schritt der naturwissenschaftlichen Begriffsbildung darin besteht. direkt in Bestandteile der Wirklichkeit umdeuten. sobald wir die logischen Momente. Sobald wir aber diese ganze Gedankenwelt wiederum unmittelbar in die sinnliche Welt hineinverlegen. 282. . die sie voraussetzt. Kann es noch eine Beschreibung der Wahrnehmungsinhalte heißen.. der das zunächst Gegebene in eine neue logische Sphäre überführt. die komplexen Einzelphasen unserer sinnlichen Erfahrung mit wunderbarer Genauigkeit wiedergeben und zur Darstellung bringen. sind verfallen.

aber niemals selbst unmittelbar vorzustellen sind. aber sie verzichtet von Anfang an darauf. zu wählen: es entweder mit dem Empirismus nur dasjenige als vorhanden zu setzen. Mehr als irgendwo aber scheinen beide hier in unlöslichen Schwierigkeiten befangen: und der einzige Ausweg. die den gedachten Abschluß bestimmter Vorstellungsreihen bilden. wie Paul o n d sie entwickelt hat. solange die Logik und die Erkenntnistheorie selbst an diesem Punkte nicht zur Klarheit durchgedrungen sind. gilt. Der Mathematiker ist außer stände. solange sie sich rein innerhalb ihres Bezirks mehr vollständig zu erweisen: sondern es ruht auf allgemeinen logischen Prinzipien. ihn zu schlichten. Es gilt zwischen diesen beiden Weltanschauungen Weltanschauungen. Die Betrachtung der mathematischen Grenzbegriffe führt nach ihm zu einem Grundproblem zurück. nicht sowohl zu lösen. der dem klaren Denken bleibt. sondern nur nach der subjektiven Neigung des einzelnen Forschers zu entscheiden ist. ob zu bestimmten gegebenen Vorstellungsfolgen. als sie vielmehr in ihrer Unlösbarkeit zu verstehen In der Tat ist diese Entscheidung in und anzuerkennen. nicht mehr nach strengen objektiven Kriterien. was sich einzeln in der wirklichen Vorstellung aufweisen läßt oder aber mit dem Idealismus die Existenz von Gebilden zu behaupten. nicht hält. Die „allgemeine Funklioncntheorie". Das schlichte mathematische Problem führt uns mitten hinein in den Streit zweier allgemeiner die sich unversöhnlich gegenüberstehen. der aus dieser Zurückführung der Frage gezogen werden kann.Naturwissenschaft. die Antinomien. scheint darin zu bestehen. nicht metaphysischen m mehr allein durch logische und mathematische Erwägungen eindeutig zu bestimmen. ist indessen gering. eine genaue Grenze existiert. Wenn wir uns die Frage stellen. Der Gewinn. die wir auf sie geben. die sich an diesem Punkte aufdrängen. so ist die Antwort. wie etwa zu den einzelnen Ziffern eines Dezimalbruchs. beleuchtet diesen d u B o i s-R e y Dualismus allseitig. das. wie alle Probleme dieser Gattung. neuerer Zeit von einem namhaften Mathematiker ausdrücklich vertreten worden. wie die Glieder der Folge selbst. die denselben Bestand besitzt. für eine dieser beiden Grundansichten 162 .

du Bois-Reymond. Tübingen 2 f. was die Wahrheit verbergen konnte. Die Lösung des Rätsels ist. 11* 163 . sie unter zweierlei Gestalt vor uns erscheint. ihn bis in seine letzten gedanklichen Wurzeln zu verfolgen. Die alte Frage nach dem und Verhältnis von Begriff und Existenz.den Sieg herbeizuführen. ist. als ich heute am Ende sorgfältigsten und unverdrossensten Überlegens die doppelte Anschauungsweise über die Grundlagen unserer Wissenschaft vor dem Leser zu entwickeln mich entschließen muß*. mag es nicht ergriffener seinen Freunden gezeigt haben. um — — es eine höchst befremdliche Erscheinung. wenigstens solange Immerhin bleibt es sich um reine Mathematik handelt.. und man erwarten durfte. nachdem alles. Nur in diesem Falle wäre die Antinomie unlösbar. der hier zwischen „Empirismus" und „Idealismus" konstruiert wird. hinweggeräumt. welche gleiches Anrecht darauf haben. der zugleich einen entscheidenden Wendepunkt aller Erkenntniskritik darstellt. weil keine von ihnen ungereimte Ergebnisse liefert. „Die ausdauerndste Beobachtung unseres Denkvorgangs und seiner so heißt es bei d u B o i s-R e y m o n d Beziehungen zur Wahrnehmung führt eben nicht darüber hinaus.. Ganze der möglichen Denkweisen umspannt und in sich befaßt. die dem * Paul 1882. denn hier stehen wir an einem Punkte. endlich ihr Bild klar und unzweideutig zu erblicken. daß es zwei durchaus verschiedene Auffassungsweisen gibt. daß es Problemgebiete gibt. Klarheit in die Grundlagen der Analysis zu bringen. daß es ein Rätsel bleibt und bleiben wird. wenn sich zeigen ließe. S. tritt von Idee uns hier noch einmal in einer Freilich eigentümlichen und originellen Fassung entgegen. ob der Gegensatz." Es verlohnt sich in der Tat dem Ursprung dieses eigentümlichen Ergebnisses nachzuspüren. Die allgemeine Funktionentheorie. daß. alles was er tun kann und tun muß. welcher zuerst durch wasserhellen Kristall das doppelte Bild des einfachen Gegenstandes bemerkte. auf einer Wirklichkeit ob er das vollständigenEinteilung beruht. als Grundanschauungen der strengen Wissenschaft zu gelten. muß sich sogleich das Bedenken erheben. Der. während sie sogleich an Schärfe verlieren würde.

1 ^-S (in inf. die wir zu ihrer Definition verwenden. ' die allgemeine Vorschrift 1 1+—1-f-— -f. sie nachzuprüfen und zu bewähren: denn nur das Experiment und die verallgemeinernde Induktion gestatten es. beDer Richtung des Interesses. wenn sie genügend weit fortgesetzt wird..Gegensatz. über reale Vorkommnisse im psychischen Leben der Individuen eine Entscheidung zu treffen. als daß durch die Reihe. eine und nur eine Stelle innerhalb des idealen Zahlensystems objektiv notwendig und eindeutig festgelegt stätigt Existenz diese ausschließende ^ wird.. Algebraiker. Wäre dies der Sinn der Aussage. aber ebensowenig ist es das Vorkommen bestimmter Vorstellungsinhalte in irgendwelchen wahrnehmenden und denkenden Subjekten.. völlig entrückt ihrer logischen Struktur und Gültigkeit von seiner Auflösung unabhängig sind. der hier zu Wort kommt. was damit behauptet werden soll. irgend einmal über- 164 . Was in aller Welt könnte auch „die ausdauernde Beobachtung unseres und seiner Beziehungen zur Wahrnehmung" für die Lösung irgendeines besonderen. physischen Wirklichkeit bezeichnen. so wird durch sie das Ganze zerlegt. sondern der Philosoph und Psychologe ist. in der der Begriff der Denkvorgangs innerhalb der Mathematik allein auftritt. Die Art. die von der Reihe. will damit zweifellos kein Faktum der äußeren. In Wahrheit zeigt es sich schon in den ersten Entwicklungen du Bois-Reymonds. daß sie von allen derartigen Untersuchungen über den Denkvorgang und seine subjektiven Bedingungen vollständig absieht und sich lediglich den Denkgegenständen als solchen und ihrem objektiv-logischen Zusammenhang zuwendet. so fehlte vom mathematischen Standpunkte aus jedes Mittel. deren eine alle der rationalen Zahlen in zwei streng geschiedene Klassen Elemente umfaßt. spezifisch mathematischen Problems fruchten? Ist doch die reine Mathematik eben dadurch charakterisiert. der von der . Die Existenz der Zahl e besagt nichts anderes. Existenz" der Zahlen e und it spricht. von und daher in dem hier ausgegangen wird.) gegeben. 1 Denken wir uns . daß es nicht der Mathematiker.

halten wir also daran fest.. logischen Bedingungen. als es die Werte von 1 und 1000 sind. als durch ein Verfahren. Bleiben wir auf dem Standpunkt des „Empiristen" stehen.) ist. daß wir nur dort berechtigt sind. von einer „Zahl" e zu sprechen und was das gesamte „Sein". Beziehungen ist es allein. ein besonderes . Hier aber machen sich sogleich. bei denen dies nicht der Fall ist. so nahe sie e immer liegen mag. S. was uns berechtigt. gewinnt die Reihe zu den Gliedern dieses Gebiets ein bestimmtes Verhältnis.Ding" anzunehmen. genau so streng und scharf unterschieden ist. ihn in der aufzuweisen und von anderen Lageelementen zu unterscheiden. 79f. als sie auch den ganzen und gebrochenen Zahlen eignet: wie denn der Wert von e von dem jeder anderen Zahl.schritten werden. Die Bestimmtheit. daß unter dieser Voraussetzung das Dasein eines Grenzpunktes für irgendeine bestimmte konvergente Punktfolge aus der Be- Anders scheint es freilich Punktes Anschauung 165 . während die andere diejenigen Elemente enthält. bestimmte Schranken des weiteren Fortschritts fühlbar. so sehen wir. Durch diese vollständige Einteilung. Die Existenz eines der Tat nicht anders gesichert werden zu können. ob. wird hier zurückgegangen. die auferlegt. es Perzeption in keiner Weise handelt sich auf beiden Seiten um reine Begriffe. hinlänglich gegeneinander die zu liegen. Vorstellungen in die „Kleiner" und einander ähnliche Einzelinhalte der im Bewußtsein zu unterscheiden. sobald wir uns von dem der Grenze zu ihrer geometrischen Bealgebraischen Sinn scheint in deutung wenden. indem sie selbst sich zu ihnen Beziehung des „Vor" oder „Nach" und somit des Die Gültigkeit all dieser und „Größer" setzt. wenngleich rein ideell. Auf auseinanderzuhalten das Vermögen. den vollständigen und in sich abgeschlossenen Bestand dieser Zahl ausmacht. (Vgl. das uns erlaubt. die durch ihnen ihre Definition abgegrenzt sind. die sie im Gebiet der Rationalzahlen bewirkt. die auf diese Weise entsteht. auf Grund des psychologischen Prinzips der Unterschiedsschwelle. so doch im Prinzip von keiner anderen Art. wo uns zu seiner Darstellung eine besondere Vorstellung zur Verfügung steht.

so bemerkt du BoisReymond. keine Denkarbeit werde einen solchen Beweis für das Dasein des Grenzpunktes je einem Gehirn abfoltern und vereinigte es Newtons Divinationsgabe. Der tiefere Grund aller * Allgemeine Funktionentheorie S. „Sein" der geometrischen Punkte ist prinzipiell nicht von anderer Art und gehört keinem anderen logischen Bereich an. wenn eine aus den gegebenen Punkten herausgegriffene Punktfolge einen zu den Für so gegebenen nicht gehörigen Punkt bestimmen soll. „Man fordert auch". daß ich behaupte. sie noch weiterhin voneinander zu sondern. oder aber nur diejenigen Lagebestimmungen Realität besitzen. so werden alle diese Punkte. zu „beweisen". endgültig zu entscheiden. wir sind demnach auch außer Stande.trachtung der Folge selbst niemals erwiesen werden kann. Die verschiedenen Termini werden von einem bestimmten Gliede an ununterscheidbar und fließen ineinander über. Denken wir uns etwa die einzelnen Zahlwerte einer konvergenten Reihe durch Punkte auf der Abscissenachse dargestellt." Es ist völlig zutreffend. der dem algebraischen Grenzwert der Reihe entspricht. den geforderten Beweis zu erbringen: denn mit der bloßen Fragestellung. die sich algebraisch durch die Glieder der Reihe selbst zum Ausdruck bringen lassen. als besonderes geometrisches Individuum existiert. in dem gestellt. ob derjenige Punkt. bis schließlich unsere Anschauung kein Mittel mehr besitzt. je weiter wir in der Reihe fortschreiten. „in der Tat Unmögliches. undenkbar halte ich dies. Eulers Klarheit und die zermalmende Gewalt Gaussischen Geistes*. Das in der der Seinsbegriff selbst genommen wird. haben wir uns bereits außerhalb des Bereichs der reinen Mathematik von Punkten in dem Sinne. der sich jemals auch nur die kritischen Widerlegungen des ontologischen Arguments völlig deutlich gemacht hat. daß all diese Mächte nicht genügen würden. 66 f. Dasein Mißverständnisse und Widersprüche aber liegt auch hier in der Unbestimmtheit und Vieldeutigkeit. 166 . die hier versucht wird. wird niemand versuchen. Das es hier genommen wird. einander immer näher und näher rücken.

S. sondern der aus den Vorstellungen unwillkürlich folgenden Anschauungen. die mit dem ursprünglichen durch eine eindeutige begriffliche Beziehung oder durch eine Kette solcher Beziehungen verknüpft sind. unvorstellbarer. Hier wie dort wird von einer ideellen Einheitssetzung ausgegangen und hier wie dort vollzieht sich der gedankliche Fortschritt derart. die die „Allgemeine Funktionentheorie" aufrollt. wie dieser. Der Idealist im Sinne du Bois-Reymonds hingegen geht über eine derartige Forderung weit hinaus. vollzieht sich. in das System aufnehmen. Tübingen 1890. die B. hierzu noch die treffende Kritik. Empiristen". wie von diesem Standpunkt aus auch das Paradoxon der imaginären und unendlich-fernen Punkte sich löste: so wenig diese Punkte irgendeine geheimnisvolle „Wirklichkeit" im Räume für sich in Anspruch nehmen konnten. daß wir alle Elemente. nur das „Vorhandene" als anerkennt. Lpz. indem er. durch unseren Denkvorgang erzeugter Wortabschlüsse von Vorstellungsfolgen**. wie man leicht erkennt. 109 ff. sobald man diese als Notwendigkeit . .." so heißt es hier. (Vgl. wahr Verwechslung vonWahrheit undWirklichP. K du Bois Reymonds geübt hat: System monds „Über die Grundlagen der Erkenntnis schaften. nach durchaus Mannigfaltigkeit analogen Gesetzen.ist also die wirkliche Existenz nicht allein des Vorgestellten." Hier spricht. 87. Wir sahen. das Konzept hat verrücken lassen. erschöpfte sich in ihrer geometrischen Bedeutung und Notwendigkeit. S. 175 ff. die der echte „Idealismus" allein für die Gebilde der reinen Mathematik fordern und in Anspruch nehmen kann. S. Die gesamte Antinomie. .) Diese ist es denn auch.. in den exakten Wissen- 167 . . e r r y an der Lehre einer Theorie der Grenzbegriffe. löst sich. die Schrift du Bois-Rey* Vgl. Wien.. vgl. 91. ** Allgemeine Funktionentheorie S.Der Aufbau der geometrischen das der reinen Zahlen. so sehr erwiesen sie sich andererIhr Sein seits als Ausdruck gültiger räumlicher Relationen*. Der Idealist glaubt an das irgendwie beschaffene Vorhandensein unwahrnehmbarer. wie sich zeigte. der sich von dem Gegner. ob. ein „Idealist".Die grundlegende Anschauungsweise des idealistischen Systems. dem . u. wie die systematische Entwicklung des Inbegriffs der Zahlen. 1900.

Vm. Die in als — die den Verfechtern beider Thesen ge- Folgen dieser Verwechslung treten noch schärfer der rein mathematischen Diskussion. auch sie schreiten beständig über das Gegebene hinweg. in der Auffassung der naturwissenschaftlichen Grundbegriffe hervor. was außerhalb ist. denn der Schimmer gleicht doch schon dem Licht: „was aber entspricht im Wirklichen dem Licht"?* Diese radikale Skepsis. die allem unseren Erkennen kraft seiner Natur und Wesenheit Immer von neuem sehen wir uns auf unvorgesetzt ist. die hinter der bekannten und uns zugänglichen Welt der sinnlichen Erscheinung liegen. kommt Das Organ dabei.k e i t aufhebt. griffe des absolut starren Körpers. ist eine Auf dem Boden folgerechte und bezeichnende Konsequenz. in die hier die Darstellung der Grundlagen der exakten Erkenntnis ausmündet. wie gelähmt. in nebelhaft gleichförmigem Vordringen sich abmüht. „Wir sind im Gehäuse unserer Wahrnehmungen eingeschlossen und für das. wie blindgeboren. für die Wirklichkeit ist und bleibt uns versagt. 168 . das lichen Sinn abzugewinnen vermögen. Nicht einen Schimmer können wir davon haben. Noch eindringlicher macht sich daher hier das Bewußtsein der Schranke geltend. und immer wieder zeigt es sich zugleich. dieser Anschauung besitzen wir in der Tat kein „Organ" mehr für das Wirkliche: denn die notwendigen Begriffe. in irgendwelchen Bestandteilen der äußeren Wahrnehmungswelt einen unmittelbaren Beleg für sie zu finden. stellbare Elemente geführt. seits die die eigentlichen * P. wenngleich wir andererjede Hoffnung aufgeben müssen. daß wir ihnen. Auch diese Begriffe sind in den gleichen Widerstreit hineingezogen. keinen verständ„Unser Denken. ohne daß dieser unvermeidliche Fortgang sich kritisch Wir können auf die Berechtfertigen und begründen ließe. Abschn. meinsam ist. nicht von der Stelle". Organe für die logische Auffassung und Über »iie du Bois-Reymond Gnindlagen der Erkenntnis in den exakten Wissenschaften. sobald wir sie zu fassen und zu zergliedern suchen. auf die Begriffe des Atoms oder der Fernkraft nicht verzichten.

wie sie sich in der Schöpfung der Grenzgebilde am deutlichsten aber trotzdem Form * Allgemeine Funktionen theorie. des Zukeine andere keine tiefere Verknüpfung gewinnen. . er setzt eine selbständige und konstruktive Betätigung voraus. Das Aggregat sinnlicher Dinge muß auf ein System notwendiger Begriffe und Gesetze bezogen und in dieser Beziehung zur Einheit zusammengeschlossen werden. sammenhangs. Dieses Bild entsteht freilich erst durch einen Prozeß der Idealisierung. der Druck." Dieser Satz ist zweifellos zutreffend. sofern unter dem „Vorstellungssystem" nichts anderes als die Masse gegebener Perzeptionen.. der Geschmäcke und Gerüche. sondern es wohnt uns die unerschütterliche Überzeugung inne." so behauptet du Bois-Reymonds „Idealist". enthält nicht allein die Mosaik des Wahrnehmbaren und die daraus durch den Denkprozeß. indessen diese Verwandlung einmal die Nebel. S. also durch Deformation und Kombination abgeleiteten Vorstellungen und Begriffe. . Dieser Prozeß des Denkens aber erfordert freilich mehr als die bloße Kombination und Deformation von Vorstellungsbestandteilen. Aber die Behauptung der objektiven Geltung dieses Prozesses ist nicht mit der Behauptung einer neuen Klasse von einerlei.und Berührungsempfinso lichten sich wiederum immer um Objekten .. Aber die Ergänzung dieses Mosaik des Wahrnehmbaren" kann nicht in der Art geschehen. dungen verstanden wird. die sich hier durchschaut. 169 . unsinnliche" Dinge in diese erste empirische Wirklichkeit einfach einschieben: denn dadurch würden die Teile des Mosaik zwar enger und dichter aneinander heran.. in welchem die unbestimmten Daten der Empfindung durch ihre strengen begrifflichen Grenzen ersetzt werden. 110 f. rücken. Unser Denkgebiet. als der Inbegriff der Farben und Töne. daß wir neue . sind jetzt Ist selbst in geheimnisvolle Realitäten jenseits der Phänomene verwandelt. vom Vorhandensein gewisser Dinge außerhalb des Vorstellungssystems*. ..Beherrschung der Mannigfaltigkeit der Empfindungen bilden. dichter das reine Bild der naturwissenschaftlichen Wirklichkeit zu legen drohten.

nicht um ein willkürliches Spiel der Phantasie handelt. ist damit aller Streit im Grunde geschlichtet. denen kein reeller oder logischer Gehalt entspricht. vor dem Ideal selbst Kehrt zu machen*. die wir bestimmten Folgen auf Grund bestimmter begrifflicher Kriterien zuordnen. die ideellen Grenzen. Denn der Bestand des Ideals. Sie gehen über das Gegebene nur hinaus. sondern sie wollen die unentbehrlichen logischen Richtlinien festsetzen. er erkenne nicht die absolut genaue Gerade. Es ist vergeblich. tritt um so schärfer das hervor. wie bei du Bois-Reymond. deren grundlegende Funktion hier somit durchaus bestätigt wird. je tiefer der Begriff des selbst analysiert und in seine Bedingungen zerlegt wird. Daß es sich hier aber um eine derartige Notwendigkeit. Diese Form der Idealisierung aber muß auch der Empirist" zugestehen. Es ist ein bloßes Mißverständnis. 118. Denn schon diese Unterscheidung verschiedener Stufen der Genauigkeit setzt die Vergleichung mit der exakten Idee voraus. Sobald daher der Empirist. besagt nicht mehr als die objektiv logische Notwendigkeit des Idealisierens. „Das Vollkommene". vermöge deren allein die vollständige Orientierung innerhalb der Mannigfaltigkeit der Phänomene selbst gelingt. fassen. mehr oder weniger genaue Ebenen als bestehend an. 170 . wenn er behauptet. sondern ein wahrhaftes Chaos sein..bekundet. als bloße zu deuten. denn ohne sie würde die Wahrnehmungswelt nicht nur ein Mosaik. Idealisieren als durchaus berechtigt bezeichnet und nur erklärt. der kritisch allein behauptet und vertreten werden kann. um die gesetzlichen Strukturverhältnisse des Gegebenen um so schärfer zu er. sondern immer nur mehr oder weniger genaue Gerade. Auch die naturwissenschaftlichen Idealbegriffe behaupten nichts über ein neues Reich getrennter absoluter Objekte. so Gegenstandes Wortabschlüsse * Allgemeine Funktionen theorie S. die absolut genaue Ebene. Das „Sein" der Idee aber geht in dieser ihrer Funktion auf und bedarf keiner anderen Stütze und keines anderen Beweises.

Aus diesem Zusammenhang mit der Logik der Mathematik läßt es sich nunmehr schärfer begründen und verstehen. Allgemeine Funktionen- theorie S. die aus den Partialsummen der definierenden Reihe gewonnen werden.wird behauptet — „kann auf keine Weise als bildliche Vor. Hat es einen Sinn. doch irgendwie Vorstellung sein und ist es auch. Größer und Kleiner von Elementen auszusagen. die naturwissenschaftlichen Begriffe bloße Aggregate von Wahrnehmungstatsachen zu deuten. S.. 95. Da es jedoch in unser Denken einund da unser Denken geht und darin Verwendung findet nun einmal in der Succession von Vorstellungen besteht. 55 ff. derartige Relationen der Ordnung in der Folge. die wir gedanklich an ihre Stelle setzen. numerischen Verhältnissen. sondern auf die ideellen Grenzen. die aufeinander einwirken.) muß es nämlich — W Denn gerade liche die charakteristische Bedeutung und die eigent- des Grenzbegriffs ist hier offenbar ausgeschaltet. nicht zwischen Ideen und Worten geben. deren eines als aktuelles und somit psychologisch bedeutungsvolles Vorstellungsbild genommen werden soll. S. ." sagt für die Deutung der Grenzbegriffe. indem wir die Massen. sein Früher oder Später unabänderlich zugewiesen ist. so . Zwischen dem Grenzglied und den Reihengliedern die als solche mathebestehen bestimmte matisch feststehen und sich nicht nach Belieben umwandeln lassen. 171 . während sein Korrelat Vollgültige in einem bloßen Wortklange bestehen soll? mathematische Beziehungen kann es nur zwischen Ideen und Ideen. 80. Keine naturwissenschaftliche Theorie bezieht sich unmittelbar auf diese Tatsachen selbst. Leistung Beziehungen. Die Folge der gegenständlichen Vorstellungen des Genauen hat also als Abschluß ein Wort für Dieser Nominalismus aber veretwas Unvorstellbares*. (S. Wir untersuchen den Stoß der Körper. als o r t. des — warum als jeder Versuch. stellung aufgefaßt werden. wie er schon für die Erklärung der reinen Zahlbegriffe versagte. vgl. als v o 1 1 * Grundlagen der Erkenntnis. sie ordnet sich in gewissen mit ihnen in eine Reihe. ob. notwendig mißlingen muß. in der jedem Element seine Stellung. Die .Zahr' e steht zu den andern Zahlen.

die wir aussprechen. solche. d. . für Bedingungen ausgesprochen sind und gelten. als eine bloße Weiterführung bestimmter wahrnehmbarer Verhältnisse darzustellen. ." „sind ein zeugter „Positivist". indem wir von den . 55. dieser Methode durch eine einfache Erweiterung des positivistiDenn die Objekte..elastisch oder unelastisch betrachten. und unter ihnen die wichtigsten Naturgesetze. insbesondere alle quantitativen Gesetze. indem wir den Begriff eines vollkommenen Flüssigkeitszustandes fassen. In Wahrheit indessen läßt sich das Verhältnis zwischen den theoretischen und den faktischen Grundelementen. S. denen es die theoretische Naturbetrachtung zu tun hat. daß viele. auf denen die Physik ruht. die zwischen dem Druck. idealen" Gasen ausgehen und somit gleichsam ein hypothetisch ersonnenes Modell den direkten Empfindungsdaten entgegenhalten. wie Wilhelm Ostwald zu ganz allgemein angewandtes Verfahren in der Wissenschaft. mit schen Schemas gerecht zu werden. haben nur für den Idealfall genaue Geltung. Bestände das Verfahren der Naturwissenschaft nur darin. wenngleich sie außerhalb des eigentlichen Gebiets der empirischen Wahrnehmung fallen. dennoch mit den Gliedern dieses Gebiets in derselben Linie zu liegen. 172 Grundriß der Naturphilosophie (Reclam). der Temperatur und dem Volumen der Gase bestehen.. kommen — — die in der Wirklichkeit überhaupt nicht das hier gestellt ist. Es ist eine weit komplexere Beziehung. vorkomme n*. Solche Extraso gesteht selbst ein so überpolationen auf den Idealfall. wir stellen das Gesetz der Fortpflanzung des Druckes in Flüssigkeiten fest. nicht in dieser einfachen Weise beschreiben. als es in dieser ersten Ostwald." Das Problem. scheinen nicht sowohl eine Umformung. Wir stehen somit hier vor der Tatsache. welche eine Beziehung zwischen meßbaren Werten ausdrucken. scheinen danach. und ein sehr großer Teil der Naturgesetze. h. die Gesetze. so könnte man versuchen. Formulierung den Anschein hat. es ist eine eigengreift indessen weiter. wir prüfen die Beziehungen. für die direkt beobachtbaren Erscheinungen ihre ideellen Grenzfälle einzusetzen.

sondern haben einander wechselseitig gefördert und erleuchtet. Diese Ansicht bedeutet indessen eine Verkennung des stetigen Ganges. so spezifisch moderne Errungenschaft bedeute..tümliche Verschlingung und wechselseitige Durchdringung der beiden Momente. bei allem Reichtum der Ergebnisse. Das in dem die Physik ihre heutige Gestalt erreicht hat. man. der zu diesen Ergebnissen hinführte. Dieser Gegensatz besteht in den modernen Erörterungen noch ungeschwächt fort. aber er erhält seine volle Schärfe und Bestimmtheit erst. die keiner empirischen Beglaubigung fähig sind. Metaphysik". dennoch der Weg. daß das Ideal der reinen Beschreibung der" Tatsachen eine Hier erst. um so deutlicher tritt in ihr ein grundlegender von Betrachtungsweisen hervor.. wenn man ihn auf seine allgemeinen systematischen und geschichtlichen Quellen zurückverfolgt. die daher auch logisch einen schärferen Ausdruck für das Verhältnis zwischen Prinzip und Tatsache verlangt. im Dunkeln lag. A In der erkenntnistheoretischen Diskussion über die Grundlagen der Naturwissenschaft begegnet man häufig der Ansicht. sei die Physik zu wahrhafter Klarheit über meint ihr eigentümliches Ziel und über ihre intellektuellen Mittel gelangt. Und je weiter man diese Reflexion zurückverfolgt. die im tatsächlichen Aufbau der Wissenschaft obwaltet. daß den Griechen der wissenschaftliche Gebrauch des ver- Experiments 173 . Gegensatz Wie die neuere Forschung das Vorurteil. Physik" und . die die neuere und neueste Forschung geleistet hat. hat ihr von ihren ersten wissenProblem der schaftlichen Anfängen an dauernd lebendig vor Augen ge- Methode standen und nur in dem Ringen um dieses Problem erwuchs ihr zugleich die volle Herrschaft über das Tatsachengebiet. während zuvor. III. gilt als das entscheidende Werk der kritisch-philosophischen Arbeit. auf das sie sie richtet. Die Scheidung der . Die Reflexion und die produktive wissenschaftliche Arbeit sind hier niemals streng voneinander geschieden gewesen. die prinzipielle Ausschaltung aller Faktoren.

die sie sich angeeignet haben. sind der alleinige Gegenstand des Wissens. das Wesen der Einsicht in das faßt hat. in der Abfolge der Erscheinungen gewisse Regel- Platonischen Höhlengleichnis mäßigkeiten zu unterscheiden und bestimmte Verbindungen zwischen ihnen als gleichmäßig wiederkehrend zu erkennen. bleibt freilich. in dem die gleiche Strenge der Verknüpfung. Nicht die Erscheinungen in der bloßen Folge ihres Abfließens. lediglich die F o 1 g e der Schattenbilder selbst aufzufassen. Gewohnheit und Übung befähigen uns allmählich. so läßt sich auch der theoretische Kampf um die Prinzipien des Erfahrungswissens mit voller Sicherheit bereits in der antiken Philosophie erkennen. lichen Bilde im festgehalten. infolge des fließenden und unbestimmten Charakters der Objekte selbst.. dieses Reich der \6{oi in den Erscheinungen selbst rein und unverfälscht zu erfassen. der hier einsetzt. zwei Arten der Betrachtung und Beurteilung. Wer einmal. Die eine begnügt sich damit. ihr Früher oder Später festzuhalten. ohne daß dieser Zusammenhang uns in seinen irgend verständlich würde. wie im Gebiete der Matheermatik. dem Denken versagt. nach Piaton. aus denen sie hervorgehen. Der Widerstreit.Umwendung" der Seele selbst zu einem anderen Ideal der Erkenntnis voraus. Der gemeine Verstand und die Weltansicht. der kehrt daher nur gezwungen und widerstrebend zur Betrachtung eines Gebiets zurück. mehr und mehr zerstört hat. Die philosophische Einsicht aber beginnt mit der Abkehr von jeder derartigen Betrachtungsweise: sie setzt die . niemals erreichbar Gründen Notwendige 174 . Es gibt für den menschlichen Geist gegenüber den Phänomenen der Sinnenwelt. beim Auftreten des einen Ereignisses das kommende vorauszusehen und es in den Kreis der praktischen Berechnung zu bannen. wirkt überall auf das Ganze der spekulativen Grundauffassung Es wird in einem unvergleichlichen und unvergeßzurück. sondern die ewigen und unveränderlichen Vernunftgründe. ihr Vor und Nach. bedarf dieser Gründe nicht: beiden ist es genug. wenn sie kraft der empirischen Routine. die sich auf ihn stützt. Diese Vernunftgründe. die gleich Schatten an ihm vorüberschweben. im Stande sind.schlössen geblieben sei.

. S. N a t o r Forschungen zur Geschichte des Erkenntnisp problems im Altertum. Daß diese Gegenüberstellung übrigens keine bloße gedankliche Konstruktion bedeutet. sondern sie dient gleichsam nur als der dunkle Hintergrund. ist äußerst wahrscheinlich*. das eine Phänomen als Z e i c h e n für ein anderes zu brauchen. von welchem die Klarheit des rein begrifflichen Forschens und Wissens sich um so schärfer abheben soll. Das Wesen der Dinge zu durchschauen und aus einem allgemeingültigen Vernunftprinzip zu verstehen. Berlin 1884. in prinzipieller Schärfe dargestellt und festgehalten wird. allenthalben nachklingt. 146 ff. empirischen" und den „rationalen" Ärzten. sondern daß in ihr zugleich ein konkreter geschichtlicher Gegensatz. ist in tons Zeiten bereits ausgebildet vorlag. Was uns übrig bleibt. Die realen Ursachen des Geschehens bleiben uns daher freilich verschlossen.Die empirische Kenntnis der Abfolge der Phänomene diesem Sinne nicht die Ergänzung und Erfüllung der reinen Ideenerkenntnis. hrz. die in dem Kampf zwischen den . die es uns ermöglicht. 175 . der für Piaton als der dauernde alles Erfahrungswissens galt. Sie ist es. da das eigentliche und endgültige Ziel skeptischen Mangel * Vgl. ist dem Wissen freilich nicht gegeben. Die Aufgabe der Wissenschaft erfüllt sich in der Gruppierung und Sichtung derartiger Zeichen. als seine grundlegende positive Bedeutung und Eigenart behauptet wird.. der die griechische Heilkunde durchzieht. um so mehr verschiebt sich damit das Wertverhältnis und die Rangordnung des Wissens. der zu Piaist. in welcher eben derjenige Zug. deren jedes eine bestimmte Erinnerung in uns weckt und somit unsere Erwartung des Künftigen in feste Bahnen lenkt. Aber je weiter die Forschung sich nunmehr der Erkundung und Sicherung der Einzeltatsachen zuwendet. In jedem Falle ist die gesamte spätere Entwicklung der naturwissenschaftlichen Forschung im Altertum von dieser Platonischen Scheidung beherrscht. aber wir bedürfen ihrer nicht. ist einzig und allein die Beobachtung des gewöhnlichen Ablaufs der Erscheinungen. Die wissenschaftliche Empirie schafft sich ihren Ausdruck in der Erkenntnislehre.

der in dieser Anschauung der Natur lebendig bleibt. gleichviel. keine eindeutige und vollständige Disjunktion für das Gesamtgebiet der Erkenntnis schafft. wie alle Fäden sich wechselseitig ineinanderschlingen. in der Charakteristik seines idealen Widerspiels dagegen bleibt eine Unbestimmtheit zurück. 176 . So wenig das Verharren des Sokrates im Kerker erklärt werden kann. Es ist der ethische Idealismus des Sokrates. auseinanderfiel. Wahrhafte Erkenntnis des Naturgeschehens besitzen wir nicht. das sich mit der Reihenfolge der „Schatten" genügen läßt. zwischen denen die Betrachtung wechselte. den er zwischen dem rationalen und empirischen Wissen vollzieht*. daß der „Schnitt". Republik. wie ein Moment das andere fordert. Dieser Umstand ist um so bedeutsamer. aller liegt. Die sachliche Ausgleichung und Entscheidung wurde erschwert. das ist zunächst der Einblick in ihren teleologischen Zusammenhang.Theorie in den praktischen Folgen für unser Handeln Diese Folgen aber bleiben wesentlich dieselben. zu einer einzigen Ordnung der Naturerscheinungen zusammenzuknüpfen. Wir müssen verstehen. ohne die sittlichen Vernunftgründe zu betrachten. Was Piaton dem Wissen um die bloße Abfolge der Erscheinungen entgegensetzt. das andere dagegen in zwei verschiedene Bedeutungen. solange nur das eine Glied sicher bestimmt war. logisch begreifen oder nur die Tatsache eines bestimmten empirischen Beisammen oder einer bestimmten empirischen Folge als solche hinnehmen und uns bei ihr beruhigen. Indessen läßt es sich bei Piaton selbst bereits erkennen. ist in äußerster Schärfe charakterisiert. — zweckmäßig wenn man die Lage und Stellung seiner Muskeln und Sehnen beschreibt. 509 D ü. um sich schließlich zu einem Gewebe. ob wir die Art. bes. sondern sie erschließt sich uns erst. als er in der geschichtlichen Fortbildung des Problems immer von neuem zutage getreten ist. * Vgl. in der ein Ereignis aus dem andern hervorgeht. wenn wir den Gesamtgegliedertes verlauf des Geschehens als ein Ganze überschauen. Das empirische Wissen. solange wir es nur als gleichgültige Zuschauer vor uns einfach abrollen lassen.

das wir in der Empfindung zu verspüren meinen. Die Umbildung der empirischen Zusammenhänge in ideale kann dieses Mittelglied nicht entbehren.. Sie wurzelt in Piatons Auffassung der Mathematik. so kann uns hierfür kein sinnliches Bindemittel. Maßen * Vgl. Es sind vor allem die späteren Platonischen Dialoge. kein körperlich-mechanischer Wirbel oder irgendeine andere Ursache derselben Art genügen. solange seine Stelle im Gesamtplan der Wirklichkeit nicht klar bezeichnet ist. Hier stehen wir somit vor einem neuen Wissensideal. Substanzbegriff 24 12 177 . das sinnlich Unbestimmte. sondern müssen überall zu exakten des Seins und des Geschehens vorzudringen streben. was als der letzte und entscheidende Grund des Zusammenhalts aufzuweisen ist*. sondern „das Gute die ihn — und Richtige" allein ist es. die diese Forderung am klarsten entwickeln. Dieser Ableitung der Naturerscheinungen aus Zwecken steht dagegen bei Piaton selbst zugleich eine andere Anschauung gegenüber. PhilebuB Cissirer. durch Maß und Zahl Beherrschbares zu verwandeln. in ein quantitativ Bestimmtes. stehen bleiben. ehe es zum Objekt der Erkenntnis werden kann. In diesen Maßen ist uns das Sein begriffen und erklärt**. Der erste und notwendige Schritt besteht überall darin. Wir dürfen nicht bei dem unbestimmten „Mehr" oder »Weniger". 109. bei dem „Stärker" und . wie etwa der Philebus. die ihm als das „Mittlere" zwischen den Ideen und den Sinnendingen gilt. f. dem Gesetz zu gehorchen: so wenig kann ein einzelnes Ereignis wahrhaft begriffen werden. daß die Erde im Mittelpunkt der Welt sich frei schwebend erhält zu erklären. Schwächer". das freilich für Piaton selbst mit seinem teleolo-« . das als solches nicht zu fassen und in feste Grenzen einzuschließen ist. den Abschluß des Ideenreiches aber bildet die Idee des Guten. ** Vgl. f.dazu bestimmen. in die somit all unser Begreifen zuletzt notwendig einmündet. Das Chaos der sinnlichen Wahrnehmung muß durch die Anwendung der reinen Quantitätsbegriffe in feste Grenzen gebannt werden. Versuchen wir etwa den Umstand. Phaedon 99 16. Das sinnliche Sein muß auf seine idealen Gründe zurückgeführt werden..

die die sichere Bürgschaft für seine innere Selbsterhaltung enthält. ein zweckmäßig Das Sein ist nur insoweit ein gegliedertes Ganze. Das äußere Geschehen und seine quantitative Gesetzesordnung spiegelt nur den dynamischen Prozeß wieder. der ihm durch seine Beschaffenheit vorgeschrieben ist. Das mathematische Motiv tritt nunmehr in den Hinter- Kosmos. Hier enthüllen sich die wahrhaften und inneren Ursachen jeglichen physischen Zusammenhangs. die Lehre von den Zweckursachen. die zahlenmäßige Bestimmtheit des Universums ist es.und Unterordnung getreten. kraft dessen die absoluten Substanzen sich erhalten und sich entwickeln. sich nebeneinander lagern.gischen Gedanken in unmittelbarem Einklang steht und sich mit ihm zu einer einheitlichen Grundauffassung verbindet. des Seins gelangt. — grund. die noch in Piatons Natursystem bestand. während die mathematische Betrachtungsweise. die als begriffliches Fundament der Physik zurückbleibt. und so ist es einzig die Teleologie. indem diejenigen. gischen und mathematischen Betrachtungsweise. die nicht bis zu den Gründen. so behält jeder Körper die Tendenz nach seinem . natürlichen Orte". aus dem immanenten Zweck.. Die mathematische Ordnung ist zugleich die Bedingung und der Urgrund des Bestandes der Wirklichkeit. Die Grenzlinie hat sich nunmehr verschoben: denn jetzt ist Maßen 178 . auch nachdem er gewaltsam von ihm getrennt worden ist. ist aufgehoben und an ihre Stelle ist ein Verhältnis der Über. der ihnen durch ihre Natur gesetzt ist und den sie fortschreitend zu erfüllen streben. So ordnen sich die Elemente im Weltall nach dem Grade ihrer Verwandtschaft. Damit aber ist ein neuer Gegensatz geschaffen. nur die sondern nur bis zu den „Accidentien" trifft und auf ihren Umkreis beschränkt bleibt. die in irgendeiner Qualität miteinander übereinstimmen. Das empirisch-physikalische Verhalten der Körper folgt im letzten Grunde aus ihrem Wesensbegriff. als es in seinem Bau von strengen mathematischen Gesetzen beherrscht wird. der fortan Die Einheit der teleoloin der Geschichte weiterwirkt. die für Piaton unlöslich verbunden sind. Schon bei Aristoteles indessen scheiden sich die beiden Gedankenreihen.

für den diese Wendung charakteristisch ist*. sofern er. Wissenschaft der neuen Zeit". die die direkte Beobachtung läßt. Sie erweitert die unmittelbare Erfahrung zur Theorie. die von der höchsten idealen Erkenntnis aus den obersten Ursachen ausgeschlossen wird. daß sie in der philosophischen Grundlegung von Aristoteles wieder auf Piaton zurückgeht. 12* 179 . Die mathematische Physik der neueren Zeit versucht zunächst ihr Recht und ihre Selbständigkeit dadurch zu erweisen. Aber sie verharrt anderseits dabei. So grenzt die wahrhafte Hypothese das Gebiet der mathematischen Physik nach zwei verschiedenen Richtungen ab.es nicht nur die sinnliche Beobachtung zufälliger empirischer Regelmäßigkeiten. II 322 ff. nicht aber unmittelbar durch die Empfindung gegeben werden kann. Die mathematische knüpft zwischen diesen Tatsachen ein ideelles Band. Der mathematische Hypothese Größen * Die genaueren Belege für die folgende geschichtliche Darstellung sind in m. von der Entscheidung über die Gesamtstruktur des Universums ausschließen will. sondern selbst die exakte Darstellung des Geschehens in reinen Größenbegriffen. gegeben. 308 ff. Mit aller Energie und Klarheit wendet er sich gegen eine Auffassung. Schrift über daa „Erkenntnisproblem in der Philosophie u. lediglich seiner eigenen Aufgabe nachgeht: aber die Abwendung von diesem Problem bedeutet keineswegs das Verharren in der gewöhnlichen empirischen Betrachtungsweise. die sich mit der bloßen Ansammlung vereinzelter Tatsachen begnügt. I 258 ff. ergänzt und an Stelle vereinzelter sinnlicher Daten einen stetigen Zusammenhang begrifflicher Folgen setzt. Die absoluten Substanzen und ihre inneren Kräfte bleiben dem mathematischen Physiker freilich unbekannt und müssen ihm unbekannt bleiben. diesen Zusammenhang von Folgen lediglich als einen Zusammenhang und eine systematische Abhängigkeit von darzustellen. Es ist vor allem Kepler. indem sie die Lücken. die den Mathematiker zum bloßen Rechner erniedrigen und ihn von der Gemeinschaft der Philosophen. frei von allen fremdartigen Interessen. sie schafft eine neue Einheit. die nur durch das Denken geprüft und beglaubigt. Jetzt erst gewinnt daher der Kampf zwischen empirischer und spekulativer Naturbetrachtung seine ganze Schärfe.

Die besonderen historischen Bedingungen. aus denen das Sein sich gestaltet hat. daß zunächst weniger der positive als der negative Teil der neuen Aufgabe in den Mittelpunkt der metaphysischen der Betrachtung rückt. Die Ansprüche ist es. Die logischen Faktoren treten zurück. die nicht in ihm waltet. Nicht ohne vielfältige Schwankungen und ohne innere Schwierigkeiten vermochte indessen die Physik selbst in ihrer Geschichte zu dieser Fassung des Grundproblems vorzudringen. zu einer Begemeinen . Kräften". in der sie sich darstellt. Nicht um den Übergang seinen vom mathemaUrsachen Phänomen zu absoluten handelt es sich.. unmittelbar von den Sinnen. weil er an eine andere tisch fixierten Stelle als die ihre entscheidende Leistung gewöhnliche spekulative Natur- philosophie verlegt. unter denen sich die neuere Naturwissenschaft entwickelt hat. daß er den Zugang zu einer neuen unsinnlichen Wirklichkeit erschließt.Ausdruck der Hypothese. Wenn Kepler für das Recht der Ganze Hypo- these eintritt. die reine Abwehr 180 . Der wissenschaftliche Physiker kann die Frage nach den letzten . die Diese Ordnung ist es. Statik des herrschung der durchgreifenden harmonischen Ordnung. sondern daß er an der WirklichkeitsEmpirie selbst konzeption der an seinem Teile mitarbeitet und ihr die bestimmte logische Universum mathematischen Form gibt. sondern um den Übergang von den ersten. von einer bloßen Sammlung von Beobachtungen zu einer alls". die die Theorie zunächst zu leisten hat: und diese Abwehr kann nur dadurch geführt werden. zu gelangen. so geschieht es. sondern allein vom mathematischen Intellekt ergriffen und begriffen wird. Der rechtmäßige Anteil des Begriffs besteht nach dieser Grundauffassung nicht darin. daß die empirischen Grundlagen der exakten Wissenschaft immer genauer und deutlicher bloßgelegt werden. machen es verständlich. auf sich beruhen lassen. die algebraisch-geometrische Gestalt. macht zugleich das ihrer Bedeutung aus. solange das Bemühen. begrifflich noch unbearbeiteten Wahrnehmungstatsachen zum quantitativen „Verständnis" der Wirklichkeit.. aber um so mehr muß sein Streben darauf gerichtet sein.

der das Maß der Beschleunigung enthält. der sich beim Übervollzieht. Die mathematischen Ideen sind die ewigen Vorbilder und „Archetypen". können wir die Schwere als eine „wesentliche" Eigenschaft der Materie auffassen: sofern wir kein Experiment kennen. ihr empirisch allgemeines Vorkommen zu bezweifeln. enthält die Antwort auf alle Fragen. gegen alle Newton Gewißheit — — und in ihrer Körpern gemeinsam zukommen. Kepler greift. in der endgültigen Konzeption seines Weltbildes dennoch wiederum auf die mathematische Teleologie Piatons zurück. Dieser Ausdruck besagt also nichts weiter und kann die allen Gesamtheit für uns das nichts anderes besagen. Die Induktion wird nunmehr in voller Bestimmtheit als die einzige Quelle der physikalischen bezeichnet. die in bezug auf die 181 .das Eindringen der Metaphysik zu philosophischen Kräfte in Anspruch nimmt. als eine empirische Verallgemeinerung bestimmter Wahrnehmungstatsachen. Das Gesetz. Man begreift unter diesem Gesichtspunkt den Umschwung in der allgemeinen Grundanschauung. gang von Kepler zu nachdrücklich er gegenüber der Metaphysik der substanso tiellen Formen die Rechte der empirischen Forschung verficht. aber auch nur in diesem. die Wesen der Körper ausmachen. das uns veranlassen könnte. die wie die Beobachtung und der wissenschaftliche Versuch uns lehren weder vermehrt noch vermindert werden können Erfahrung schützen. die strenge Grenzlinie zwischen Erfahrung und Spekulation sich wiederum zu verwischen. So droht hier. Diejenigen Eigenschaften der Körper. In diesem Sinne. nach welchem dieser Wert sich von Punkt zu Punkt ändert. Die Frage nach dem Grunde der wechselseitigen Anziehung der kosmischen Massen darf dagegen den Physiker als solchen nicht beschäftigen und zu spekulativen Hypothesen verlocken: denn für ihn ist die Attraktion nichts anderes als ein bestimmter Zahlwert. nach welchen der göttliche Weltbaumeister das All geordnet hat. Dieser Gefahr vor allem suchen Newtons „Regulae philosophandi" zu begegnen. sind es. die der Körper in jedem Punkte seiner Bahn erfährt. je tiefer wir uns in die exakte Struktur und in die exakten Voraussetzungen der Physik versetzen.

„Natur" der Schwere mit wissenschaftlichem Recht gestellt werden können. auf denen somit der Begriff der empirisch-physikalischen Realität selbst beruht. Und doch sollen es eben diese Begriffe sein. und das müssen der Physik fern bleiben. das Problematische dieses scheinbaren Abschlusses der Methodenlehre klar hervortreten. wie sich im weiteren Fortgang immer deutlicher zeigt. Der tiefere Grund dieser gebiet der Naturwissenschaft übertragen. und der absoluten Zeit. wie denn hier auch der technische Ausdruck der Beschreibung der Phänomene zuerst geprägt wird. schon innerhalb der Newtonischen Schule selbst. wirklichung dieser Forderung aber würde. wenn man versucht. nichts Geringeres bedeuten. wenn man sie mit den logischen Maßen und Kriterien mißt. die im Gebiet der Wahrnehmung kein unDie Vermittelbares Abbild besitzen. als die Auflösung der Newtonischen Mechanik selbst und Die Begriffe des absoihrer systematischen Verfassung. die luten Newton an die Spitze seiner Deduktionen stellt. die Newtons Methodenlehre allein zuläßt und zur Verfügung stellt. sie bilden kein Instrument der Erkenntnis. Newtons erste Anhänger und Schüler sind es. Wenn der Physik der Gebrauch der Hypothese in jedem Sinne verwehrt sein soll. so müssen aus ihr alle Elemente. zum ohncHypo- Wesen Raumes 182 . verlieren jegliche rechtmäßige Bedeutung. sondern stellen lediglich ein Hemmnis für die unbefangene Erfassung der Erscheinungen dar. Die weitere geschichtliche Entwicklung läßt indessen. die den Anspruch erheben. physikalische Erklärungen nach dem Muster logischer Definitionen zu gestalten. Definitionen. auf denen die Möglichkeit zwischen wirklicher und scheinbarer Bewegung zu unterscheiden. wenn man statt von der Beobachtung und Sammlung von Einzelfällen von der Hierarchie der Begriffe und Gattungen ausgeht. entfernt werden. den Grund irgendeines Naturvorganges aufzudecken. auf welcher der ganze Wert der Physik als Wissenschaft beruht. die diese Erklärungen verallgemeinern und auf das GesamtBei ihnen tritt erstenmal die Forderung einer Physik t h e s e n in prinzipieller Schärfe hervor. Als Grundfehler der Methodik wird es jetzt bezeichnet.

nahmen über irgendwelche . Noch immer wird von hervorragenden wissenschaftlichen Forschern das Verhältnis von und in einer Weise beschrieben und formuliert... die die Geschichte zusammengeführt und auf lange Zeit unlöslich miteinander verbunden hat. die innerhalb der Grenzen des Newtonischen Systems unlösbar ist. die der Physik von ihrer geschichtlichen Entwicklung her anhaftet. die lediglich in dem Widerspruch gegen die spekulative Metaphysik miteinander übereinstimmen. der mit größter Energie und Schärfe den Gedanken durchführt. Der berechtigte und notwendige Kampf gegen die Ontologie führt zu einer Verdunklung des schlichten logischen Tatbestandes. auf denen die Abgrenzung des Grund Problems der Physik und die Definition ihres empirischen Gebiets und Umfangs selbst beruht. Ein Forscher wie D u h e m . noch ungeschwächt weiter. Die philosophische Kritik der Grundlagen muß hier vor allem auf eine strenge Scheidung der beiden sachlich heterogenen Fragen dringen. Empirismus". Eben diese Zweideutigkeit aber ist es. Metaphysik der sub- wenngleich unvollkommene vollständigen mechanischen Welterklärung So werden die Ansollten hier gemeinsam getroffen werden. in der der Begriff der stantiellen Hypothese selbst hier genommen die wird. der gerade auf der Verkennung dieses fundamentalen Doppelverhältnisses beruht.Antinomie. Ari- stoteles und Descartes. dunklen Qualitäten" der nicht mit voller Sicherheit von den theoretischen getrennt. Denn unter diesem Losungswort vereinigen sich physikalische Forscher. liegt in der Unbestimmtheit. die trotz aller Versuche zu schärferer erkenntnistheoretischer Fassung der Frage auch in der modernen DisSie findet ihren kussion noch keineswegs überwunden ist. Ursachen wie der einer erste. Physik 183 Logik . So wirkt die Schwierigkeit. in der positiven Auffassung von der logischen Struktur der Physik aber Entwurf Dinge gedanken völlig voneinander abweichen. tritt hier unmittelbar an die Seite eines . schlagenden Ausdruck im Begriff der Beschreibung selbst. daß jede bloße Konstatierung eines physikalischen Faktums bestimmte theoretische Voraussetzungen und somit einen Inbegriff physikalischer Hypothesen in sich schließt.

IV. daß es unsere Aufgabe ist. die das Energieprinzip mit sich bringt. Ist einmal eine Tatsache nach allen ihren Seiten hin bekannt. die logische Stetigkeit nicht unterbrochen wird. Es entsteht die Aufgabe. 1 und Wo dem Streite zwischen Newton f f .. . die die erkenntnistheoretische Frage immer von neuem herbeirufen. den die antike Skepsis entwickelt und vertreten hat. bevor wir nach Erklärungen suchen oder nach höheren Ursachen fragen mögen. daß der „Phänomenalismus" eines Newton mit demjenigen. je nachdem er auf den unbestimmten Gegenstand der Sinneswahrnehmung oder auf das theoretisch konstruierte Objekt der mathematischen Physik angewandt wird: und eben die Bedingungen dieser Konstruktion sind es. genauer zu untersuchen.Die wichtigste. so ist sie eben damit erklärt und die Aufgabe der Wissenschaft ist beendigt. Es zeigt sich. Mag auch dieser Ausspruch von einigen für trivial erklärt. die doch beide in der Einschränkung der Physik auf das Gebiet der .. die sich in den verschiedensten Wendungen bei Galilei und Newton findet.als ständen wir noch mitten in der der Philosophie des achtzehnten Jahrhunderts sein Gepräge gegeben hat. daß bei aller sachlichen Erneuerung der Physik. Der Entdecker des Grundgesetzes der neueren Naturwissenschaft fügt sich in seinen methodischen Ansichten durchaus der Reihe der großen Forscher ein. Gerade vom Standpunkt dieser Erneuerung aber zeigt es sich zugleich deutlich. um nicht zu sagen einzige Regel für die echte Naturforschung ist die: eingedenk zu bleiben. die mit der Renaissance ihren Anfang nimmt. die Erscheinungen zu lernen. beginnt mit der gleichen theoretischen Fixierung der der Physik. Erscheinungen" übereinkommen. von anderen mit noch so vielen Robert Mayer Aufgabe kennen 184 . begrifflich nicht auf derselben Stufe steht. Dieser Streit darf indessen als erledigt gelten: denn die L o g i k selbst hat sich in ihrer Erneuerung und kritischen Gestaltung der metaphysischen Ansprüche begeben. Der Begriff der Erscheinung selbst ist ein anderer. auf welchen Momenten die Unterscheidung der beiden Ansichten beruht.

und daß ich über das. „Was Wärme. S. 226 u. was eine Kraft ist. als man bisher gesehen hat. f. in die Tiefen der Weltordnung durch Hypothesen einzudringen. hg. S. 3 Aufl. Eine Tatsache ist verstanden. der Wärme. Bemerkungen über das mechanische Aequivalent." Es ist genau dieselbe Sprache. wenn sie gemessen ist: „eine einzige Zahl hat mehr wahren und bleibenden Wert als eine kostbare Bibliothek von Hypothesen**. von Weyrauch.). daß diese Grundregel bis auf die neueste Zeit herab nur allzuoft vernachlässigt wird. dem inneren Wesen nach sei. ** S." Hier zugleich ist ein neben der Abweisung falscher Problemstellungen neues Problem von bleibender Bedeutung * Robert Mayer. die statt von den Tatsachen als solchen Besitz zu ergreifen. die Kepler gegen die Alchymisten und Mystiker seiner Zeit. helle und gute Begriffe geben kann. „Die scharfe Bezeichnung der natürlichen Grenzen menschlicher Forschung ist für die Wissenschaft eine Aufgabe von praktischem Wert. sind es die quantitativen Grundbestimmungen des Seins und Geschehens.Gründen bekämpft werden. daß aber alle spekulativen Operationen selbst der glänzendsten geistigen Kapazitäten. hg. Stuttgart 1893. was Elektrizität usw. 180. ein Seitenstück bilden zu dem Streben der Adepten. die als unerschütterlicher Bestand der Forschung zurückbleiben. Wie aus der verschwindenden Bewegung Wärme entsteht oder wie Wärme sich wiederum in Bewegung wandelt: diese Frage lehnt Robert Mayer ebenso ab." Dies aber ist alles. sich über dieselben erheben wollen. (Mechanik der Wärme." Im Lichte dieser Auffassung sind es zuletzt lediglich Zahlen. 236. von Weyrauch. Briefe. während die Versuche. so wenig als ich das innere Wesen einer Materie oder irgend eines Dinges überhaupt kenne. 185 . bis jetzt nur taube Früchte getragen haben*. wie Galilei die Frage nach der Ursache der Schwere von sich gewiesen hatte.. Mayers Briefe an Griesinger (Kleinere Schriften u. was von der empirischen Forschung irgend zu verlangen ist. so bleibt doch gewiß. die Galilei gegen die Peripatetische Schulphilosophie geführt hatte. weiß ich nicht. das weiß ich aber. Stuttgart 1893. daß ich den Zusammenhang vieler Erscheinungen viel klarer sehe.

ihr Sinn wird erst durch die Vergleichung und unterscheidende Verknüpfung mit anderen Werten festgestellt. sondern sie dient der Ermöglichung dieser Ordnung selbst.. des physikalischen Wissens widerspruchslos eingefügt ist. schließt die Geltung allgemeiner Regeln der VerIndem die Erscheinung auf einen festen ein. bezeichnet. Sie tritt nicht ein. um in ein transzendentes Jen- — dem 186 . um ihnen nachträglich eine Vermutung über ihre absoluten Gründe hinzuzufügen. besagen nichts anderes als seine Einordnung in einen allgemeinen ReihenZusammenhang. Die „Bekanntschaft" mit einer Erscheinung. Jede assertorische Behauptung einer Wirklichkeit schließt daher hier zugleich eine Aussage über bestimmte gesetzliche Relationen. Die . nachdie Erscheinungen bereits als Größen erkannt und geordnet sind. Damit aber ist zugleich auf bestimmte logische Voraussetzungen hingewiesen. Die einzelne Konstante bedeutet nichts bekannt Bedingungen Gesamtheit für sich selbst. gelangt dadurch diese logische Relativität nur zur klarsten Bezeichnung. die von keinem naturwissenschaftlichen Phänomenalismus mehr bestritten werden können. wenn sie vollständig und nach allen Seiten Diese Definition muß in der Tat ohne Einschränkung zugestanden werden: aber hinter ihr erhebt sich alsbald die weitere Frage. ist offenbar mit der bloßen sinnlichen Kenntnisnahme eines isolierten sinnlichen Tatbestandes nicht Ein Vorgang ist erst dann erkannt. sie überspringt das Gebiet des Faktischen nicht. die aller physikalischen Zählung und und diese Voraussetzungen bilden Messung zugrunde liegen die echten „Hypothesen". wenn er der einerlei. durch welche wir einen physikalischen Gegenstand oder ein physikalisches Ereignis bestimmen. ist. unter welchen ein Phänomen als bekannt im Sinne der Physik zu gelten hat.knüpfung Zahlausdruck Eine Erscheinung soll als erklärt gelten. wahre Hypothese" bedeutet nichts anderes als ein Prinzip und ein Mittel der Messung selbst. wenn sein Verhältnis zu verwandten Gruppen von Phänomenen und schließlich zum Inbegriff der Erfahrungstatsachen überhaupt eindeutig festgestellt ist. Die konstanten Zahlwerte. die die exakte Wissenschaft vermittelt. gebracht wird.

." So berechtigt indessen die Forderung der Meßbarkeit ist. sondern stets nur die Objekte. sie sprechen nur Verhältnisse zwischen Größen aus. Formeln enthalten lediglich algebraische Ausdrücke. S. so handelt es sich um eine dauernde Formel oder ein Naturgesetz. daß der bloße Versuch der Messung Postulate in sich schließt. das stets zu einer klaren Sonderung führt. Bei den physikalischen Bildern dagegen fehlt jedes Mittel einer derartigen Nachprüfung. Freilich erscheinen auch diese Bilder selbst oft im Gewände mathematischer Darstellung. sondern das Ergebnis bestimmter begrifflicher Operationen. Die Antwort. so irrig ist es. die hier erhoben wird.. bedeutet nur die Wiederholung der eigentlichen Frage: denn das gezählte und gemessene Phänomen ist nicht der selbstverständliche. die der direkten Messung und somit der unmittelbaren Verifikation durch die Beobachtung fähig sind. das in der bloßen Wahrnehmung und mit ihren Mitteln zu vollenden wäre. „Wenn jede in der Formel auftretende Größe für sich meßbar ist. die es im einzelnen zu verfolgen gilt. so handelt es sich um eine Hypothese in mathematischer Gestalt und in der Frucht sitzt der Wurm*. 187 . Wir messen niemals Empfindungen als solche. Vorlesungen über Naturphilosophie. s t w a 1 d hat in seiner Polemik gegen den Gebrauch der Hypothese allen Nachdruck auf den Unterschied zwischen der Hypothese als Formel und der Hypothese als Bild gelegt.. Aber es gibt in jedem Falle ein einfaches logisches Verfahren. die innerhalb des Gebiets unserer Sinneseindrücke niemals erfüllt sind. treten dagegen in der Formel Größen auf. die Messung selbst als ein rein empirisches Verfahren anzusehen. so daß das angegebene Merkmal der Unterscheidung auf den ersten Blick nicht zureichend scheint.seits überzugreifen. auf die wir sie beziehen. In der Tat zeigt es sich sogleich. unmittelbar gewisse und gegebene Ausgangspunkt. Selbst wenn man der Psychophysik die Meßbarkeit * Ostwald. welche nicht meßbar sind. auf dem wir von der sinnlichen Mannigfaltigkeit der Empfindungen zur intellektuellen der Maße und Zahlen gelangen.. sondern sie bezeichnet den Weg. 213 f. Lpz. 1902. die hier gegeben ist.

sondern einzig und allein mit Schwingungen. wenn wir einem ungleichförmig bewegten Körper in jedem Punkte seiner Bahn eine eindeutig bestimmte zusprechen: eine Konstruktion. ohne den sinnlichen Körper durch den geometrischen Körper. wo wir der direkten Empfindung näher zu stehen.intelligible" stetige Ausdehnung des Mathematikers zu ersetzen. 158 ff. weiter Weg von der unmittelbaren Empfindung der zum exakten Begriff der Temperatur. die sie uns darbietet. Es ist ein die hierbei erfordert werden. oben S. daß die physikalische Temperatur Bewegung Definition der Bewegung selbst nicht festgestellt werden konnte. die bei der Messung der beteiligt sind.oder Berührungsempfindung. daß der Physiker zum mindesten es niemals mit den Farben oder Tönen als sinnlichen Erlebnissen und Inhalten. Wir müssen von der subjektiven Wahrnehmung zu einem objektiven funktionalen Zusammenhang zwischen Wärme und Ausdehnung übergehen. Blickt man auf diejenigen Faktoren. deutlich hervor.) Nicht minder ist es eine reine begriffliche Konstruktion. ehe von Bewegung und ihren exakten Maßen im strengen Sinne überhaupt die Rede sein konnte.der Empfindung zugestehen wollte. Das unbestimmte Stärker und Schwächer des Eindrucks bietet nirgends eine Handhabe und einen Ansatz zur Gewinnung fester Zahlwerte. und Druck zu tun hat. Von den Inhalten der Perception mußte zu ihren begrifflichen Grenzen übergegangen werden. sondern mit Keiner dieser Begriffe aber läßt sich als einfache Kopie von Tatsachen der Wahrnehmung verstehen. wo wir von keinem anderen Interesse beherrscht scheinen.. um auch nur das Grundschema der Messung festzustellen. so ist hier die allgemeine Entscheidung bereits gegeben: denn es zeigte sich bereits. in einer festen Skala zu verzeichnen. Lassen wir etwa einer bestimmten Geschwindigkeit Wärme 188 . so bliebe dennoch diese Einsicht unberührt. die sinnliche Ausdehnung durch die . treten die theoretischen Grundmomente. (S. dort. denn auch unter dieser Voraussetzung ist es deutlich. die zu ihrer Begründung nichts Geringeres als die gesamte logische Aber auch Theorie der Infinitesimal-Analysis voraussetzt. daß er es nicht mit der Wärme. als die Unterschiede.

Annahme aber ist zunächst nichts als eine Hypothese. die zwischen dem Duhe physikalischen Faktum und der physikalischen Theorie obwaltet. so müssen wir. Der Gegensatz zwischen der naiven sinnlichen Beobachtung. B. um die Strecke. S. Gehen wir von den festen Körpern zu den flüssigen. 47 ff. Paris 1898. außerhalb deren nicht einmal die Frage nach der Meßbarkeit des Vorgangs gestellt werden könnte. die zwischen den beiden auf diese Weise bezeichneten Punkten liegt. einer Ausdehnung des Quecksilbers den Wert von anderen den Wert von 100 Grad entsprechen. Verfolgen wir in Gedanken den Gang einer experimentellen Untersuchung.Grad. wie selbst die ein- quantitative Fixierung eines physischen Tatbestandes diesen alsbald in ein Netzwerk theoretischer Voraussetzungen einbezieht. die diese erkenntnistheoretische Einsicht zu immer größerer Klarheit erhoben hat. in das Laboratorium versetzt. daß die Unterschiede der Temperatur denen der Ausdehnung des QueckDiese silbers direkt proportional zu setzen sind. in welchem Regnault seine bekannten Versuche zur Prüfung des Mariotte* Vgl. gemäß welcher sodann die Zuordnung bestimmter Temperaturwerte und bestimmter Volumenwerte zu erfolgen hätte*. denken wir uns z. in weitere Teile und Unterteile zu zerlegen. Milhaud. Man erkennt bereits an diesem Beispiel. die durch die empirische Beobachtung nahe gelegt. auf den einfachsten und schärfsten Ausdruck gebracht hat. Rationnel. hierüber die treffenden Ausführungen von G. nehmungstatsachen hält und dem wissenschaftlich geleiteten und kontrollierten Experiment erfährt bei ihm eine überzeugende und lebendige Schilderung. vom Quecksilberthermometer zum Wasserthermometer über. Vor allem ist es der diese Wechselbeziehung. so wäre hier zum Zweck der Messung die einfache Formel der Proportionalität durch eine komplexere Formel zu ersetzen. aber uns keineswegs durch sie allein gebieterisch aufgedrängt wird. die sich lediglich im Gebiet der konkreten Wahrfachste m . die Voraussetzung machen. La 189 . Es ist die philosophische Arbeit der physikalischen Forscher selbst.

sondern eine Variation des unter dem das beobachtete Gas steht. die lediglich die physikalische Theorie wieder mit den wirklich beobachteten Tatsachen verknüpft. was den Kern und den eigent- Sinn der physikalischen Ergebnisse Regnaults ausWas der physikalische Forscher objektiv vor sich macht. sind gewisse Zustände und Veränderungen in seinen Aber die Urteile. Der Apparat.sehen Gesetzes anstellt. die er fällt. was die Wahrnehmung des individuellen Moments unmittelbar darbietet zu der Form. Drucks. das ein Gas einnimmt. so sehen wir uns hier zunächst freilich einer Summe direkter Beobachtungen gegenüber. und der Grad der Temperatur. die wir etwa den Farben und Tönen an die Seite stellen könnten: sondern es sind „abstrakte Symbole". kraft dessen das Volumen des Gases festgestellt wird. die im Elektrizitätslehre usw. sind sämtlich keine konkreten Objekte und Eigenschaften. Verlauf eines Experiments wirklich beobachtet werden und dem endgültigen Ergebnis dieses Experiments. die durch sie gemessen werden sollen. der Zwischen den Phänomenen. die aus einem Bericht über einmalige Geschehnisse ein Urteil über Naturgesetze macht. sondern auf die Gegenstände. die im Manometer vor sich ging. obachtungen lichen sieht. Der Wert des Volumens. liegt also eine äußerst komplexe intellektuelle Arbeit: und diese ist es erst. setzt nicht nur die Prinzipien der Arithmetik und Geometrie. Dieser Übergang von dem. den es besitzt. unter dem es steht. zeichnet. wird ver- Meßinstrumenten. erhalten. die exakte Definition des Druckes fordert zu ihrem vollen Verständnis das Eindringen in die tiefsten und schwierigsten Theorien der Hydrostatik. wie der Physiker es formuliert. sondern ein Wert der „Temperatur" wird festgestellt. ist es keineswegs. die die Elemente in der physikalischen Aussage schließlich eigentümliche und charakteristische Leistung des naturwissenschaftlichen Begriffs aus. der Wert des Druckes. sondern auch die abstrakten Grundsätze der allgemeinen Mechanik und der Himmelsmechanik voraus. Nicht vom Stand einer bestimmten Quecksilbersäule wird berichtet. die wir einAber die Erzählung dieser Befach wiederholen können. macht die 190 . beziehen sich nicht auf diese Instrumente. . nicht eine Änderung.

die als allgemeingültig hingestellt werden. die beobachtete Abweichung der Magnetnadel in die allgemeine theoretische Formel der Stromintensität einzutragen und damit den Wert der letzteren zu bestimmen. son objet et sa structure. ausgeschaltet sind. Die Korrekturen. Messen wir etwa die Intensität eines elektrischen Stromes durch die Tangentenbussole. hervor. der eine bestimmte Größe und Form aufweist. Kein Physiker experimentiert und Noch Messung von bestimmten mißt in Wahrheit mit dem Einzelinstrument. ermittelt werden kann. daß das eigentliche Fazit des Versuches niemals direkt zutage liegt. horizontale magnetische Achse. setzen wir eine unendlich kleine. zuvor auf ein allgemeines geometrisches Modell bezogen und übertragen werden. hieße die Beobachtung selbst um ihren Sinn und ihren Wert bringen. sondern erst durch eine kritische Diskussion. sind also selbst ein Werk der mathematischen Theorie: diese letztere ausschalten. daß jede konkrete Messung zuvor die Fixierung bestimmter Einheiten verlangt. das er sinnlich vor Augen hat. in dem alle zufälligen Mängel. die ohne Reibung um eine vertikale Achse beweglich ist: und erst die Gesamtheit dieser Umformungen erlaubt es uns. die wir beim Gebrauch jedes physikalischen Instruments vornehmen und notwendig vornehmen müssen. die dem besonderen Werkzeug notwendig anhaften. so müssen die Beobachtungen. ehe sie physikalisch verwendbar sind. wenn wir uns vergegenwärtigen. An die Stelle eines Kupferdrahtes von bestimmter Stärke setzen wir eine strenge geometrische Kreislinie ohne Dicke. wenn man erwägt. die wir zunächst an einem konkreten Einzelapparat machen. 191 . die sie als konstant zugrunde legt. an die Stelle des Stahls der Magnetnadel. hierzu die ausgezeichnete Darstellung bis ins Einzelne aufgedeckt dieser Zusammenhang von Duhem. in der und nach allen Seiten hin beleuchtet wird Paris 1906. Die Konstanz. die auf die Ausschaltung der Beobachtungsfehler gerichtet ist.* Von einer anderen Seite her tritt uns diese Verknüpfung entgegen.) (La Theorie Physique. sondern er schiebt ihm in Gedanken ein ideales Instrument unter. * Vgl.deutlicher tritt diese Abhängigkeit jeder praktischen prinzipiellen Grundannahmen.

eine streng Die tägliche gleichförmige Bewegung festzuhalten sucht. Wir können nicht eine Zeitstrecke zu einer anderen hinbewegen und beide in direkter Anschauung miteinander vergleichen. solchem anhaftet. Die Zeitmessung muß von Anfang an auf all die sinnlichen Hilfen verzichten. So bleibt uns nur die begriffliche Vermittlung. Das Trägheitsgesetz geht als begrifflicher Bestand in die Erklärung der Zeiteinheit ein. Die Einheit wird uns hier durch das Intervall. am Problem der Zeitmessung. Umdrehung der Erde bietet. in denen ein sich selbst überlassener Wieder materieller Punkt gleiche Weglängen beschreibt. Die genauere Betrachtung läßt indessen die Differenz. sondern sie Die Notwendigkeit derartiger Setzungen tritt besonders an dem fundamentalen physikalischen Maßproblem. wie es scheint. finden wir uns hier dem Begriff des Massen p u n k t e s . die durch den Rückgang auf die Bewegungserscheinungen wird ihm erst auf tionen verliehen. das zwischen zwei aufeinanderfolgenden Kulminationen desselben Sternes liegt. daß zwei Teile von ihr niemals zugleich gegeben sind. die der räumlichen Messung zur Verfügung zu stehen scheinen. die aber als dem Wahrnehmbaren Grund ist niemals eine Eigenschaft. die durch den . direkt gegeben. begrifflicher Postulate und Defini- Für die abstrakte Mechanik heißen dieermöglicht wird. die zwischen idealem und empirischem Zeitmaß jederzeit zurückbleibt. Die Ungleichheit der Sterntage ist es. da gerade das charakteristische Grundmoment der Zeit darin besteht. jenigen Zeiten gleich. die jetzt vielmehr auf Grund theoretischer Erwägungen gefordert und durch empirische Gründe bestätigt wird. Man könnte versuchen. die verlangte Gleichförmigkeit in aller Vollkommenheit. das die Setzung des Grundmaßes erst ermöglicht. indem man von der rationalen Mechanik zu ihren empirischen Anwendungen übergeht und hier. diese Bedingtheit abzustreifen. also einem rein ideellen Grenzbegriff gegenüber und wieder ist es die hypothetische Annahme eines allgemeingültigen Prinzips. dar. im Gebiet der konkreten Phänomene selbst.die hier gefordert wird. hervor. die für die Ziele der Messung nur immer in Betracht kommt. sogleich klar hervortreten. 192 Schon die Reibung.

Henri P o i n c a r 6 .beständigen Wechsel von Ebbe und Flut entsteht. Analog sind es die Prinzipien und Theoreme der Optik. Revue de M6taphysique et de Morale VI. Brahn. als Grundlage dient. Beziehung auf irgendein physikalisches Gesetz. — Das Gesetz kann nur darum aus der * Vgl. gewisse Gesetze als allgemeingültig festzuhalten. um das Prinzip der Erhaltung der Energie aufrecht zu erhalten. La mesure du temps. L'Esprit positif. die man voraussetzt. Die naive Auffassung. Damit aber ändert sich zugleich das Verhältnis von Gesetz und Tatsache. sowie Wilbois. Die wahrhaften Konstanten sind daher im Grunde nicht wie man mit Recht betont hat die dinglichen Maßstäbe und Maßeinheiten selbst. bedingt Verminderung der Rotationsgeschwindigkeit der Erde und somit eine Verlängerung der Sterntage. gleichen" Sterntage als ungleich. Lpz. Die moderne Physik dtsch. bes. der uns in der Wahl der Einheiten leitet. ment der Immer ist es somit der Versuch. wird daher mit dem Fortschritt der theoretischen Physik mehr und mehr zurückgedrängt. wobei das Exponentialgesetz.) Cassirer. Von neuem entgleitet uns das gesuchte genaue Maß und wir sehen uns zu weiter zurückliegenden begrifflichen Festsetzungen Sie alle aber erhalten ihren Sinn nur durch die gedrängt. v. Wir setzen die empirisch zunächst völlig . 1898. daß wir zu Gesetzen gelangen. in welcher die Emanation des Radiums ihre Radioaktivität verliert. indem wir einzelne Fakta vergleichen und messen. Denn die Erklärung.. um etwa die Wellenlänge bestimmter Lichtstrahlen als Fundaeinzuführen. das wir stillschweigend in ihnen mitdenken. Revue de M6taph. Substanzbegriff 13 193 . Lucien Poinoar6. sondern eben diese Gesetze. konstruiert sind*. 1908. nach welchem die Abnahme der Wirkung erfolgt. auf die sie bezogen und nach derem Vorbild eine allmähliche Längenmessung — — sie daß die Maße der physischen Dinge und Vorgänge ihnen gleich sinnlichen Eigenschaften anhaften und gleichsam von ihnen nur abgelesen zu werden brauchen. So hat man neuerdings als exakte Einheit der Messung die Zeit vorgeschlagen. Über die theoretischen Voraussetzungen der Be- stimmung der Maßeinheiten vgl. enthüllt sich jetzt als ein logischer Zirkel. IX (1901.

Auch die Gültigkeit des physikalischen Begriffs beruht nicht auf seinem Gehalt an wirklichen. ist sein Wert und sein Recht erwiesen. knüpfung. in einem besonderen sinnlichen Eindruck bewähren. die er ermöglicht. (Vgl. weil sie nicht eine endgültige Antwort. Erst wenn es auf Grund dieses Ansatzes gelingt. sondern lediglich eine Frage in sich schließt. das Ganze der Erfahrungen zu einer lückenlosen Einheit zu verknüpfen. weil wir es in hypothetischer Form Messung selbst hineingelegt haben. keines läßt sich aus dem Gesamtorganismus herauslösen und in dieser Sonderung darstellen und prüfen. mathema- Gesamtheit 194 . Seine „Wahrheit" bekundet sich zunächst in den Folgerungen. daß wir jede Hypothese. oben S. Wir besitzen nicht physikalische Begriffe und physikalische Tatsachen in reinlicher Scheidung. Die begriffliche Vorin die des Gesetzes ist nicht widersprechend. sondern auf der Strenge der Verdie er ermöglicht. sondern er erhält diese Bestätigung stets nur als Glied eines theoretischen Gesamtkomplexes. wie wir die Begriffe anderseits nur mit Rücksicht auf die Totalität der möglichen Erfahrung konzipieren. so genau bezeichnet es das logische Kernproblem der Physik. 109 f. weil sie der Form einer dogmatischen sondern lediglich als ein erster gedanklicher Ansatz erfolgt. so daß wir aus dem ersteren Gebiet ein Glied herausheben und versuchen könnten. Aber dieses Recht kann andererseits freilich nicht dadurch gesichert werden. Jedes Element bedarf hier des anderen zu seiner Stütze und Rechtfertigung. Es ist der Grundfehler des nicht in wegnahme Behauptung. direkt aufzeigbaren Daseinselementen.) Der einzelne Begriff kann daher niemals für sich allein an der Erfahrung gemessen und beglaubigt werden. zu denen er hinführt.Messung hervorgehen. In diesem Grundcharakter bildet er die Erweiterung und Fortsetzung des tischen Begriffs. Tatsachen" nur kraft der der Begriffe. jede theoretische Konstruktion unmittelbar in einer einzelnen Erfahrung. ob ihm ein Abbild im zweiten entspricht: sondern wir besitzen die . in dem Zusammenhang und der systematischen Geschlossenheit der Erklärungen. So paradox dieses Wechselverhältnis erscheinen mag..

Wozu dient alle Begriffs arbeit der Physik. in dieser Form. nicht auf die Sicherung und Nachprüfung dieses Materials selbst*. wenn wir zuletzt erkennen müssen. als Tatsachen in Symbole zu verwandeln? Der Vorwurf. daß alle Komplikation der Untersuchungsmethoden uns von dem konkreten Faktum der Anschauung in seiner sinnlichen Lebendigkeit nur mehr und mehr entfernt? Verlohnt sich dieser ganze Aufwand wissenschaftlicher Mittel. bes. die es mit der Gesamtheit der Phänomene systematisch verknüpft**. daß er diese Korrelation nicht begriff. 195 . 308 13* ff. wenn das endgültige Ziel kein anderes ist und sein kann. Faßt man jedoch das Endergebnis. s. zu dem die Analyse der physikalischen Theorie notwendig hindrängt. daß die Physik selbst ihrer die Auch daß letzte sie endgültig überwunden hat. Die „reine" Erfahrung im Sinne einer bloßen in- Erfahrung duktiven Sammlung vereinzelter Beobachtungen vermag niemals das Grundgerüst der Physik abzugeben: denn ihr ist die Kraft der mathematischen Formgebung versagt. modernen Gestalt in ihrer Gesamtheit die höchste und Kontrolle aller physikalischen Theorien bildet. beginnt die intellektuelle Arbeit des Begreifens. Th6orie Physique S. für sich bestehende Wesenheiten dachte. Duhem. daß sie die Betrachtung der Sachen * Näheres hierüber ** Vgl. die unser Denken nur so getreu als möglich nachzubilden hätte. Die Leistung des Begriffs erstreckt sich hier nur auf die nachträgliche Zusammenfassung und Darstellung des empirischen Materials. verwerfen den naiven Baconischen Gedanken des „experimentum crucis". so bleibt nichtsdestoweniger eine Paradoxie zurück. 125 ff. hrz. La Erkenntnisproblem II. daß er die „Fakta" gleichsam als abgelöste. So hartnäckig diese Auffassung sich innerhalb der Erkenntnistheorie der Naturwissenschaft erhalten hat: so viele Zeichen weisen in doch darauf hin. die mit allem Nachdruck betonen. den die moderne Physik in ihrer Entstehung gegen die Scholastik erhob.Baconischen Empirismus. Erst wenn das rohe Faktum durch ein mathematisches Symbol dargestellt und ersetzt ist. diejenigen Denker.

) Die Betrachtung der physikalischen Grundbegriffe bestätigt und erweitert diese Auffassung. schen wie sich im Gegensatz zu der Begriffsbildung war durch das Verfahren traditionellen logischen Lehre zeigte bestimmt. Man hat diese Konsequenz in der Tat bisweilen gezogen: man hat die zu der die physikalische Theorie uns hingestellt. droht jetzt auf sie selbst scheint wahren Wirklichkeit der Empfindung mehr und mehr entfremden. in Gegensatz zu der Evidenz und die uns im Erleben individueller Einzeltatsachen zum BeDiese Trennung beruht indessen selbst wußtsein kommt. die durch die Voraussetzununlöslich auf- gen der Begriffsbildung selbst einander hingewiesen sind. Wahrheit gegeneinander zu isolieren. die Besonderheit eines Objekts zu bezeichnen. sondern in der Regel. durch die wir uns der Namengebung Not- wendigkeit. sondern ein Prinzip festauseinander zustellen. aber damit sie möglich müssen die Reihenprinzipien selbst. Alle diese Begriffe erscheinen in nunmehr als ebensoviele Mittel. das zu fassen und ihm innerhalb dieser Reihen seine feste Stelle anzuweisen. Die in einem festen Bestand an Merkmalen. führt. müssen die Geist. auf einer falschen Abstraktion: sie versucht. als ein Inbegriff physikalischer Konstanten: außerhalb dieser Konstanten besitzt er keine Möglichkeit und keine Handhabe. Nicht darum handelte der es sich.durch die der zurückzufallen. durch welche die bloße Verschiedenheit als eine gesetzliche Abfolge von Elementen dargestellt wurde. sichtspunkte. ein bestimmtes spezifisches Gewicht. 18 ff. Das einzelne Ding ist für den Physiker nichts anderes. aus einer Mehrheit gleichartiger Eindrücke das Geherauszuschälen. theoretisch festgestellt und begründet sein. unter denen die Vergleichung und Zuordnung der Elemente erfolgt. — Der Weg der mathemati- — Reihenbildung meinsame Verschiedene „Gegebene" Reihen Wir müssen dem Gegenstand bestimmtes Volumen und eine bestimmte Masse. kraft dessen das Einheit des Begriffs bekundete sich nicht hervorgeht. (Vgl. zwei Momente eine neue hier erreicht. ein 196 . Namen Nur ersetze. oben S. Der wissenschaftliche Versuch leistet diese letzte endgültige Fixierung.

In der symbolischen Bezeichnung ist freilich die besondere Beschaffenheit des sinnlichen Eindrucks abgestreift. Ding" jetzt zu einem mathematischen Inbegriff von Werten. Das Symbol besitzt sein vollgültiges Korrelat nicht in irgendwelchen Bestandteilen der Wahrnehmung selbst. zusprechen. was ihn als Systemglied kennzeichnet. zuvor in begrifflicher Strenge und Dieses Moment ist niemals in dem Genauigkeit erfaßt ist. die als allgemeingültige Maßstäbe theoretisch festgelegt sind. um diese Gliederung zu vollziehen. Aus einer Summe von Eigenschaften wird das.. Erst in dieser Beurteilung wandelt sich der konkrete Eindruck zum physikalisch bestimmten Objekt. indem sie sich in eine reihenförmige Bestimmtheit umsetzt. eine bestimmte elektrische Leistungsfähigkeit usf. unter dem die Vergleichung erfolgt. um sodann auf das Mannigfaltige der Wahrnehmung angewandt zu werden. Die physikalische Zerlegung des Gegenstandes in die Gesamtheit seiner numerischen Konstanten ist somit keineswegs gleichbedeutend mit der Zerfällung eines sinnlichen Dinges in die Schar seiner sinnlichen Merkmale: sondern es sind neue und eigenartige Kategorien der Beurteilung. aber setzen voraus. aber es ist alles dasjenige festgehalten und für sich herausgehoben. Man begreift erst in diesem logischen Zusammenhang den . Die verschiedenen physikalischen Begriffe bestimmen jeder für sich eine derartige Skala und ermöglichen somit eine immer innigere Verknüpfung und Zuordnung der Elemente des Gegebenen. die hierzu erforderlich sind. sondern es muß theoretisch erarbeitet werden. Die sinnlich dingliche Qualität wird zum physikalischen Gegenstand. Die Messungen. der der Umbildung des Eindrucks in das mathematische . Das Chaos der Eindrücke formt sich in ein System von Zahlen: aber diese Zahlen erhalten ihre Benennung und somit ihre spezifische Bedeutung erst aus dem Inhalt der Grundbegriffe.eine bestimmte Wärmekapazität. wohl 197 .. anfänglichen Eindruck mitgegeben.. objektiven" Wert. die im Hinblick auf irgendeine Vergleichsskala fixiert sind. daß das Moment. Symbol" zukommt. die hinzugebracht werden müssen. um ihn von anderen Objekten zu unterscheiden und ihn einer festen begrifflichen Klasse einzuordnen.

. Der neu auftretende Eindruck. während die Erfahrung bestimmt. Wirklichkeit" selbst enthüllen wird. gewinnt es klar umgrenzte Selbst bevor noch sein physikalische .der zwischen aber in dem gesetzlichen ihren einzelnen Gliedern besteht: dieser Zusammenhang aber ist es. so wäre damit die „Einheit des Bewußtseins" so würde der Eindruck nicht länger zu selbst aufgehoben Man kann im Sinne . In der Sprache dieser Theorie löst sich das Problem des Begriffs in das Problem der . beleuchten. Vorarbeit schafft eine Übersicht über die möglichen Weisen der exakten Zuordnung. — — M Apperzep- Prädikat Leitgedanken Messung 198 . die die naturwissenschaftliche Theorie entwickelt. keine Einstellung des Tatsächlichen in Reihen und somit keine durchgängige wechselseitige Bestimmung zwischen seinen einzelnen Gliedern. ohne irgendein angeben zu können. Zusammenhang.. die er erfährt. der sich immer deutlicher als der eigentliche Kern des Gedankens der empirischen . Von einem anderen Standpunkt läßt sich das Verhältnis. der zunächst als Einzelnes erfaßt wird. Eigenschaften".. Fehlte diese Bezogenheit des Einzelnen auf die Gesamtheit der Erfahrung.apperzeptiven Verknüpfung" auf. als die eigentlichen und notwendigen tionsbegriffe für jede empirische Kenntnis überhaupt bezeichnen. das hier zugrunde liegt. Wir besäßen alsdann das Faktum immer nur als einzelnes Subjekt. ist jetzt doch seine notwendige Zugehörigkeit zu irgendwelchen von diesen Grundreihen erkannt und damit bereits das vorbereitende Schema Die deduktive zu seiner näheren Bestimmung geschaffen. gewinnt der einen es feste Gestalt und Prägung. gelangt zu begrifflichem Verständnis erst kraft der apperzeptiven Deutung und Einordnung. a ß dieser Auffassung die verschiedenen physikalischen begriffe. wie sich gezeigt hat. durch das wir es näher zu umgrenzen Erst indem wir das Gegebene unter irgendvermöchten. Ohne sie gäbe es in der Tat.. unserer" Welt der Wirklichkeit gehören. Einzel wert innerhalb jeder der möglichen Vergleichungsreihen empirisch festgestellt ist. stellen. wenn man an die gewöhnliche psychologische Fassung der Begriffstheorie anknüpft.

Parameter" in lationen. haben wir ihm damit das Siegel unserer allgemeinen anwendbar Verknüpfungsbegriffe..welcher von den möglichen den vorliegenden Fall Arten der Verbindung ist. Lipps. um irgendwelche konkrete Bestimmungen und Prädikate von ihr aussagen zu können. um uns das Ganze seiner möglichen Veränderungen und sein Verhalten gegenüber äußeren Bewegungsantrieben rational verdie wir ständlich zu machen. Sie entdeckt keine absoluten metaphysischen Qualitäten. die wir einem einzelnen Körper beilegen. dadurch zum Ausdruck zu bringen. seine Bestimmung aufnimmt. die bildung und Erkenntnis. Jetzt kann es daher nicht mehr befremden. je weiter sie in das „Sein" ihrer Objekte vorzudringen strebt. um so reiner tritt hierbei die Eigenart der naturwissenschaftlichen Dingbegriffe und ihr Unterschied von den metaphysi* Vgl. sondern der Gedanke dieser Form bildet die notwendige Voraussetzung. Mythen- 199 . F. Kein Inhalt der Erfahrung kann uns daher jemals als etwas schlechthin schon indem wir denn gegenübertreten: Fremdartiges ihn zum Inhalt unseres Denkens machen. für Das wissenExperiment findet stets eine Mehrheit von Wegen schaftliche vor. sondern sie sucht die Beschaffenheit des Körpers oder des Vorgangs. . Lpz. Je tiefer man sich in dieses Verfahren versenkt. insbesondere der mathematischen ReDie Materie der Wahrnehmung wird nicht erst nachträglich in irgendeine begriffliche Form gegossen. hrz. den sie untersucht. durch welche Physik und Chemie fortschreitend den Körper der Wirklichkeit bestimmen*. daß sie immer neue . aufgedrückt. Das Gleiche aber gilt für alle die verschiedenen Größen. indem wir ihn in räumliche und zeitliche Beziehungen mit anderen Inhalten setzen. S. oder die E i g e n e n e r g i e als charakteristisch für den augenblicklichen Zustand eines gegebenen physikalischen Systems ansehen. daß auch die wissenschaftliche Physik. 1907. immer nur gleichsam auf neue Schichten von Zahlen und Zahlenwerten stößt. Ein solcher Parameter ist die Masse. die die Theorie gebahnt hat und zwischen denen es nunmehr eine Auswahl zu treffen gilt. um auch nur irgendeine Gestalt der Materie selbst. treffenden Ausführungen von G. 211 ff.

Die Naturwissenschaft hat in ihrer Entwicklung überall an die dieser letzteren angeknüpft. Aber schon innerhalb der Jonischen Naturphilosophie selbst beginnen sich Tendenzen zu regen. Der neue Gedanke aber kann zunächst seine Bestätigung nirgend anders suchen. dennoch der charakteristische Ausdruck einer neuen Denkweise und einer neuen Fragestellung ist. positiven Inhalt der Wirklichkeit auszumachen scheinen. die Mannigfaltigkeit der sinnlichen Wirklichkeit aus einem einzigen Urstoff abzuleiten. da alle Einzelqualitäten sich erst aus ihm 200 — . er ist es. daß dasjenige. Es kann mit keiner einzelnen stofflichen Qualität behaftet sein. Form V. als in dem Umkreis der sinnlichen Dinge selbst. die über diese Auffassung hinausdrängen. So ist es irgendein empirisch aufweisbarer Einzelstoff. aber sie hat zugleich in ihrem eigenen Fortschritt diese Form mit einem neuen Gehalt erfüllt und sie auf eine andere Stufe der Begründung emporgehoben. Der Versuch. Erst in dieser Leistung gewinnt die Philosophie ihren eigenen Anfang. was den Ursprung des sinnlichen Seins bilden soll. wie unvollkommen sie zunächst auch erfüllt werden mag. die.sehen Substanzbegriffen hervor. die allein den festen. mit ihm nicht von gleicher Beschaffenheit sein kann. Es enthält den Hinweis auf den Gedanken. enthält eine allgemeingültige Forderung in sich. Das Sein wird erst jetzt zum geordneten Ganzen. die zwischen der Realität und den mythisch-poetischen Erdichtungen scheidet. Das Anaximandrische Prinzip des oTteiQov erhebt sich bereits in logischer Freiheit über den Kreis der unmittelbaren Wahrnehmungswirklichkeit. der geschichtlich die Grenzscheide zwischen Forschung und Mythos vollzieht. sondern in sich selbst die Gewähr seines Bestandes trägt. Der logische Gedanke der Substanz steht an der Spitze der wissenschaftlichen Weltbetrachtung überhaupt. dem jetzt die Bedeutung der „Substanz" aufgeprägt wird. Die Wahr- nehmung bietet hier — da die begriffliche und kritische Arbeit der Forschung noch nirgends eingesetzt hat die einzige feste Grenze. das nicht von außen durch fremde Willkür gelenkt wird.

so bleibt die Art. Die wahrhafte Unendlichkeit des Urstoffes bekundet sich nicht sowohl in seiner gleichförmigen und unterschiedslosen Struktur. Das Problem der besonderen Qualitäten und Eigenschaften ist jedoch in diesem ersten Lösungsversuch nicht überwunden. die er in sich birgt.entwickeln sollen. zunächst völlig im Dunkeln. vielmehr ist es gerade die reine Abstraktion des Stoffes selbst. Hier tritt zugleich mit der ersten Festsetzung eines allgemeinen bewegenden Prinzips auch die physikalische Erklärung der Einzelqualitäten in eine neue Phase der Betrachtung ein.. des Feuchten und Trocknen noch ungesondert nebeneinander liegen. So werden die mannigfachen erscheinenden Beschaffenheiten der Körper. Die Einheit. Wenn die Gegensätze sich durch . Die Frage. die Anaximander in seinem Prinzip des Unendlichen gesetzt hatte. von deren Dasein und deren Unterschieden die Sinne uns Kunde geben. um an diesem Punkt zur Klarheit durchzudringen. stellt sich lediglich als eine logische Vorwegnahme dar. das diese Tendenz zum Abschluß bringt. bildet den Antrieb für die weitere Entwicklung der spekulativen Naturphilosophie. Das Feuchte und das Trockene. So muß der Gedanke nunmehr. die hierin liegt. Ausscheidung" aus dem gleichartigen Urprinzip entwickeln sollen. die der genauen Begründung entbehrt. in dessen gleichartiger Struktur die Gegensätze des Warmen und Kalten. in der diese Differenzierung erfolgt und der Anstoß. Das Gebiet des Stofflichen überhaupt ist damit indes nicht verlassen. als vielmehr in der unbegrenzten Fülle und Mannigfaltigkeit an qualitativen Unterschieden. sondern erst gestellt. Es ist vergeblich. der zu ihr hinführt. wenn es nicht in irgendeiner Form in ihm bereits gesetzt und enthalten ist. die in dem unendlichen und bestimmungslosen Urstoff Anaximanders zur ersten deutlichen Ausprägung gelangt. scheinbar den entgegengesetzten Weg einschlagen. das Besondere aus dem Allgemeinen ableiten zu wollen. Es ist das Natursystem des Anaxagoras. nunmehr auf dauernde und absolute Eigenschaften der Materie als auf ihren eigentlichen Ursprung zurückgedeutet. das Helle sinnliche — 201 . So wird es zu einem Sein ohne bestimmte Unterscheidungsmerkmale.

Hierbei sind es stets alle elementaren Grundbeschaffenheiten. ist nicht dies. die in Wahrheit niemals fehlen können. das Dichte und Dünne sind sämtlich Grundeigenschaften der Dinge selbst: und auf der Art und dem quantitativen Verhältnis. in denen diese Eigenschaften sich mischen. beruhen alle Verschiedenheiten und Gegensätze der zusammengesetzten sinnlichen Substanzen. Die Analyse des Anaxagoras bezweckt. Die spezielle Ausführung dieser Lehre bietet lediglich geschichtliches Interesse: aber auch abgesehen hiervon enthält sie ein Moment von typischer Bedeutung. praktisch außer Betracht bleiben dürfen. das Warme und Kalte. wie sie sich der Anschauung zunächst darbieten. entspricht in Wahrheit ein unveränderliches substantielles Sein. die selbst durchaus der sinnlichen Beschaffenheiten und Wahrnehmung entnommen sind. die in ihrer Gesamtheit in jegliche Zusammensetzung eingehen und die auch in den kleinsten stofflichen Teilen. so daß in der gewöhnlichen populären Betrachtung die übrigen Faktoren. die sich in ihm durchdringen. In diesem Sinne ist . Jeder dieser Beschaffenheiten. daß sie irgendisoliert enthalten. die in der Erscheinung hin und her zu gehen.und Dunkle. wenngleich in Gemeinschaft mit anderen Ursachen derselben Art. zu entstehen und zu vergehen scheinen. noch als enthalten zu denken sind. Die bunte Vielheit der empfindbaren Qualitäten wird also beibehalten. das denn auch seither im Fortgang der Physik immer wieder zutage'getreten ist. ja sie wird bewußt zur Unendlichkeit gesteigert.. hinter die konkreten sinnlichen Objekte. Alles in Allem": jedes noch so kleine Partikel. Daß irgendeine 202 . wie der Luft und des Wassers. die an sich bestehen und für sich. eines der qualitativen Elemente sondern daß es in der Zusammensetzung vorherrscht. jeder physische Punkt selbst stellt einen Inbegriff unendlich vieler Qualitäten dar. Was den besonderen Stoffen ihr unterscheidendes Gepräge gibt. des Äthers und der Erde. so weit wir die Zerlegung auch fortsetzen mögen. zu wirken vermögen. Gegensätzlichkeiten der Empfindung werden hier unmittelbar zu dinglichen Gründen umgedeutet. zu ihren begrifflichen Prinzipien zurückzugehen: aber sie fixiert den Gehalt dieser Prinzipien in Ausdrücken.

die hier zugrunde liegt. die hinzutreten. Die Erhebung der Qualitäten zu gesonderten Wesenheiten. wie in der gebenen" herauszutreten. Mit besonderer Schärfe und Deutlichkeit tritt die Anschauung. das der Gedanke fordert. die die oberflächliche Betrachtung der Dinge uns vorspiegelt: jede b e h a r r t vielmehr und wird nur dieser Eigenschaften durch andere. Die Natur dieser Elemente bestimmt die Eigenart der Bewegungen. Jonischen Naturphilosophie. wenn man sie im Zusammenhang mit den logischen Voraussetzungen des Aristotelischen Systems betrachtet. dieser Eigenschaften läßt ihre Natur Die dennoch ungeändert.Grundeigenschaft an einem Subjekt neu entsteht oder an ihm verschwindet. und die an ihnen kraft der Wahrnehmung aufzeigbar sind. Luft und Feuer entstehen sollen. aus deren Zusammensetzung die vier Elemente: Wasser und Erde. sinnliche Hypostase metaphysische Auch die — Physik stellt in dieser Die Grundqualitäten Hinsicht keine innere Wandlung dar. Die gesamte Naturwissenschaft. wie die Luft oder das Wasser. insbesondere die gesamte Chemie und A 1 c h y m i e des Mittelalters werden erst verständlich. in ihren geschichtlichen Folgen hervor. 203 . die sie ausführen. sie erhalten dadurch zwar eine veränderte Bedeutung. und Trockenen. zu konstruieren. für unseren Blick zeitweilig So liegt hier in der Tat der charaktegleichsam verdeckt. ristische Versuch vor. So nunmehr lediglich die Eigenschaften des des Feuchten ruht auch der Bau dieser Physik auf dem gleichen Verfahren der Umsetzung relativer Eigenschaften der Empfindungen in absolute Eigenschaften der Dinge. ist eine bloße Täuschung. das beharrende Sein. wohl aber geht dieser Wert auf die Gesamtheit der Eigenschaften über. ohne aus dem Umkreis des „GeEs ist nicht mehr. der den dauernden Bestand der Dinge darstellt. ein einzelner empirischer Stoff. und damit den Gesamtplan und die Ordnung des Weltalls. aus denen jene Körper resultieren. sind hier wiederum auf eine kleine Anzahl zusammengezogen: statt der unendlich vielfältigen „Samen" der Dinge sind es Aristotelische Warmen und Kalten. treten aber aus dem Charakter des Sinnlichen prinzipiell nicht heraus.

zunächst getrennt ist. entziehen und sie durch andere Beschaffenheiten Allgemein genügt es. daß man imstande ist. um es dadurch dem Silber. was die generische Gemeinsamkeit einer Gruppe von Körpern ausmacht. sie nacheinander Die Umwandlung der Metalle inder Materie aufzuprägen. Die bildet hier die herrschende Grundanschauung.. von den flüssigen und flüchtigen durch die Anwesenheit einer bestimmten absoluten und ablösbaren Eigenschaft. Elemente". tritt noch in der neueren Zeit in der Physik B a c o n s deutlich hervor. Die Form der Wärme Gattungsbegriffs besteht als ein eigentümliches Etwas und sie ist es. seine Weichheit los. man löst etwa von dem Zinn sein Knirschen. auf der diese Naturauffassung beruht. seine Schmelzbarkeit.. um irgendeinen Körper in ersetzen. Eigenschaften. die verschiedenen . indem wir ihm successiv die beiden . die allen ihre Anwesenheit Die Aufgabe bestimmte Wirkungen in ihnen hervorruft. von dem es durch all diese Eigenschaften Die Gesamtansicht.die vom Sein des Körpers verschieden und somit wenigstens im Prinzip von einem Körper auf den anderen übertragbar sind. der Physik erschöpft sich darin. daß dasjenige. die komplexen sinnlichen warmen Dingen innewohnt und durch Einzeldinge in eine Schar abstrakter und einfacher Qualitäten 204 . einen anderen überzuführen. die als ebensoviele selbständige Substanzen in ihm gedacht werden. werden zugleich als p h y Bestandteile abgesondert und zu selbständiger s i s c h e Die festen Körper unterscheiden sich Existenz erhoben. einander wird gemäß dieser Grundanschauung gedacht und dargestellt. So läßt sich etwa Quecksilber in Gold verwandeln. Bacons Formenlehre geht auf das Axiom zurück. Naturen" derart zu beherrschen. auf denen seine Flüssigkeit und seine Flüchtigkeit beruhen. Man beraubt den Einzelkörper seiner individuellen Merkmale. als abtrennbarer Bestandteil in ihnen irgendwie vorhanden und nachweisbar sein muß. die ihnen innewohnt: der Übergang in einen anderen Aggregatzustand bedeutet den Verlust dieser Qualität und die Aufnahme einer neuen dinglichen Einzelnatur. zu nähern. die einer Klasse von Dingen gemeinsam sind die somit die und Grundlage für die Bildung eines bestimmten abgeben.

der den Körpern und Annahme ist es. zu einem besonderen Stoff. Das Sein wird nicht mehr unmittelbar in den sinnlich wahrnehmbaren Qualitäten gesucht noch in dem.. Die Atomistik geht in ihren geschichtlichen Voraussetzungen durch Vermittlung des Eleatischen Systems auf die Grundform der Lehre zurück. Immer sind es hier gewisse gesetzliche Reaktionen. s. Insbesondere ist es die Begriffsbildung der Chemie. S. 279 ff. 205 . Die Eigenschaft der Brennbarkeit. wie langsam auch in der modernen Naturwissenschaft diese Auffassung zurückgedrängt worden ist*. 300 ff. aber steht von Anfang an eine andere Grundauffassung des physischen Seins und Geschehens. die hier in ihren allgemeinen Zügen verfolgt wurde. Die Hypothesen des Wärmestoffes. u. für die unmittelbar ein dingliches Substrat eingesetzt wird. Hier stehen wir daher bereits vor einer veränderten Richtung der Denkart. Paris 1908. während das Quecksilber die Gesamtheit der metallischen Eigenschaften in sich faßt und darstellt. die vortreffliche Darstellung bei E. Paris 1885. ist direkt dem xevöv der Pythagoreer entnommen. auch Berthelot. aus welcher der gesamte Aufbau der Chemie vor Lavoisier mit innerer Not- — Neben der Entwicklung. Meyerson. Schon die antike Wissenschaft hat dieser Auffassung im System derAtomistik einen vollendeten Ausdruck gegeben. Les origines de P Alchimie.aufzulösen und aus ihnen zu erklären.. s. So ist der Schwefel der Ausdruck der Verbrennbarkeit der Körper. ist: verdichtet diese sich in der Annahme des Phlogistons wendigkeit folgt. Jedes Element der älteren Chemie ist zugleich der Träger und gleichsam der Typus einer bestimmten hervorstechenden Eigenschaft. das Salz der Ausdruck ihrer Löslichkeit. was ihnen etwa als absolutes Korrelat und Gegenbild ent- — — Pythagoreischen * Vgl. hrz. die wir an einer Anzahl von Körpern sinnlich zu erfassen und wahr- zunehmen beigemischt scheinen. wie die Annahme der besonderen elektrischen oder magnetischen Fluida zeigen. Identit^ et R6alit6. S. 206 ff. von dem Demokrit ausgeht. Der Grundbegriff des leeren Raumes. in welcher sie immer von neuem in verschiedenen Formen hervortrat.

So bleiben als die .. ist die unbedingte Gleichförmigkeit seiner Teile: alle inneren Unterschiede haben sich in einen bloßen StellenUnterschied aufgelöst. die ihnen allein eine bestimmt erkennbare Wesenheit verleiht. Die sinnlichen Eigenschaften der Dinge werden nunmehr aus dem wissenschaftlichen Weltbild verwiesen. da keine von ihnen einer exakten a ß und damit einer wahrhaft eindeutigen Fixierung fähig ist. Dasein zu gelangen bedürfen wir der Vermittlung und des M bestimmung Um Durchgangs durch den Raumbegriff. die im Sinne der reinen Mathematik bestimmbar sind. ist eben darum zugleich als die Substanz der Dinge zu bezeichnen denn sie ist es. Harmonie : Farbloses. Der mystische Überschwang. kraft dessen es erst seine volle Fruchtbarkeit zu von der Zahl zum stofflich physischen entfalten vermag. um zuletzt einer rein methodischen und rationalen Begründung zu weichen. auf. Der Raum selbst indes hier in einem Sinne genommen. ein Farbiges und spricht. Im atomistischen System ist diese Wendung vollzogen: was für die Pythagoreer als abstrakte Forderung feststand. Die Differenzen. nur der „Satzung" nach. ist hier in einem konkreten Aufbau der Mechanik verkörpert. sind völlig abgestreift.sondern es geht in dem reinen Begriff derZahl Die Zahl. ein Warmes und Kaltes. der ihn gleichsam zum reinen Sinnbild der Zahl stempelt. auf der alle Verknüpfung und alle innere der Dinge beruht. so daß jeder Einzelpunkt nur noch den gleichwertigen Ausgangspunkt für geometrische Beziehungen und Konstruktionen 206 . die im unmittelbaren Wahrnehmungsraum bestehen. Er bietet sich all ihren Bestimmungen dar und erfüllt alle ihre wesentlichen BeSein charakteristischer Grundzug ist demnach dingungen. nur in der ungeprüften „subjektiven" Auffassung gibt es ein Süßes und Bitteres. Für die Darstellung der objektiven Wirklichkeit dagegen sind alle diese Beschaffenheiten zu verwerfen. Das abstrakte Zahlschema der Pythagoreer aber wird jetzt durch ein neues Moment ergänzt. tritt in der Fortbildung der griechischen Wissenschaft mehr und mehr zurück. wirklichen" Merkmale der Dinge nur diejenigen zurück. mit dem dieser Gedanke in seiner ersten Konzeption ergriffen wird.

an ihm entdecken und feststellen. sie weiß oder rot. Denn das Atom selbst bezeichnet keinen festen physischen Tatbestand. Wird nunmehr das Wirkliche unter diesen Gesichts- punkten bestimmt. als die abstrakte Darstellung der physischen Wirklichkeit. Keine logische Notwendigkeit zwingt uns. sondern vielmehr ein variabler Ausdruck. Die Substanz des physikalischen Körpers erschöpft sich in dem Inbegriff der Eigenschaften. Im Atom Demokrits ist die Auflösung der sinnlichen Bestimmungen noch nicht zur vollen Durchführung gelangt. es ist daher selbst kein unveränderlicher.oder übelriechend zu denken. Die Atome unterscheiden sich hier wenn man den bekannten Bericht des Aristoteles zugrunde legt nicht nur ihrer Stellung und Lage. was es zu einer numerischen Ordnung. Im Begriff der Materie so führt er aus als daß sie von dieser oder jener Gestalt. noch an der Schwelle der modernen Physik. in oder in R u h e begriffen ist. so bleibt von ihm nur dasjenige zurück. vielmehr sind alle diese Bezeichnungen bloße denen. sofern an dieser nichts anderes als festgehalten werden. sowie die reine Bewegungslehre. Es ist interessant zu verfolgen. Von allen sonstigen Merkmalen dagegen können wir absehen. weiterwirkt und sich zu immer größerer Klarheit durchringt. dem er seine Entstehung verdankt. sondern Atome Größenbestimmungen — — Bewegung Namen. die der Atombegriff selbst im Laufe der Zeiten erfährt. daß sie groß oder klein. liegt nichts anderes. zu einem quantitativ gegliederten Ganzen macht. süß oder bitter. aber noch keineswegs vollständig gelöst. in diesem oder jenem Ort. Eben hierin wurzelt das Recht und die Bedeutung des Atombegriffs: die Welt der ist nichts anderes. auch kein festes objektives Korrelat entspricht. ohne dadurch den Gedanken der Materie selbst aufzuheben.bedeutet. — — — 207 . da sie sich nicht auf exakte Zahlenwerte zurückführen lassen. reine In diesem Sinne hat. die Arithmetik und Geometrie. die auf beide zurückgeht. Galilei die Atomistik verstanden und begründet. Mit dieser Hinwendung zur Atomistik ist indessen das Problem nur in allgemeinen Ausdrücken gestellt. wohl. wie in den Wandlungen. sondern eine logische Forderung. das gedankliche Motiv.

so sind ihre Eigenschaften und Wirkungsweisen nach dem Verhalten zu bestimmen. die Darstellung des Stoßes der so ergibt sich alsbald eine eigentümliche Schwierigkeit. auf eine Stufe gestellt. daß ein Teil der lebendigen Kraft von den Gesamtmassen auf ihre Teile übergegangen ist.auch ihrer Größe und Gestalt nach: sie besitzen somit selbst verschiedene Ausdehnung und verschiedene Form. die das mathematische Denken aussondert. die Annahme machen. Die Folgen dieses Dualismus treten im Fortgang der Lehre alsbald deutlich hervor. Vor allem aber tritt in dem Maße. kraft deren es alle anderen von seiner räumlichen Sphäre ausschließt. Die Theorie muß. ohne daß ein Grund dieses Unterschiedes aufweisbar wäre. Versucht man indessen diesen Gesichtspunkt auf anzuwenden. 208 . wenn wir es lediglich in seinen Anwendungen auf die Mechanik betrachten. Die Gegensätze des Harten und Weichen wie des Leichten und Schweren werden somit wieder unmittelbar in die objektive Naturbetrachtung aufgenommen: ein Rest der wahrnehmbaren Merkmale des Körpers ist erhalten und mit den Bestimmungen. jedes Atom mit einer absoluten Härte zu begaben. die logische Notwendigkeit hervor. das wir empirisch unmittelbar an unelastischen Massen beobachten können: bei jedem Zusammenstoß vollkommen oder zum Teil unelastischer Körper aber zeigt sich ein bestimmter Verlust an lebendiger Kraft. um diesen Widerspruch gegen das Erhaltungsgesetz auszugleichen. sobald man das Verhältnis betrachtet. als die dynamische Wechselder Atome zum eigentlichen Problem wird. Betrachtet man die Atome als vollkommen harte Körper. für jeden Übergang der Bewegung von einem Körper auf einen anderen. einfache Subjekte der da diese ihrem Begriff nach Bewegung zu denken sind. daß die „molare" Energie sich in „molekulare" umgesetzt hat. Sie verdichten sich zu einer eigentlichen Antinomie. das sich nunmehr zwischen dem physikalischen Grundbegriff des Seins und dem physikalischen Grundgesetz des Geschehens ergibt. Diese Erklärung aber versagt wirkung Atome ersichtlich für die als streng Atome selbst. daß die Gesamtsumme der lebendigen Kraft unverändert bleibt. Dieses Gesetz fordert.

daß wir im Moment des Stoßes selbst keinen eindeutigen Wert der Geschwindigkeit mehr für beide Massen zu fixieren vermögen und daß somit hier eine Lücke der mathematischen Bestimmung des Gesamtvorgangs zurückbleibt**. ohne daß ihr dies jemals in völliger Strenge gelungen wäre*. daß ein Teil der Rotationsbewegung der Atome sich in fortschreitende Bewegung umsetzt vgl. S t a 1 1 o Die Begriffe u. Die Änderung Kontinuität der Geschwindigkeit. wonach der Veran lebendiger Kraft. der Mechanik der Atome entgegenhält. dadurch aufgewogen wird. kann nur in einem plötzlichen Übergang bestehen. Die Verteidiger der extensiven Atome haben auf Einwände dieser Art bisweilen erwidert. diesen Widerspruch in den Grundlagen selbst zu beseitigen. die zwei absolut harte Körper im Moment ihres Zusammenstoßes erfahren. bes. Substanzbegriff 14 209 . Erkenntnisproblem II. auf welches die Mechanik gestützt werden soll. die nichts als rationale Setzungen des Denkens sein wollen. endlichen Betrag verschieden ist. deutsche Ausg. Die Atomistik und Faradays Begriff der Materie. S. Und ein zweites. daß hier an das hypothetische Bild. daß den Atomen. * ' lust . 394 ff. Otto Buek. Theorien der modernen Physik.bei denen jede Möglichkeit einer weiteren Zerlegung in Teile und Unterteile fehlt.34 ff. nicht minder schwerwiegendes Bedenken ergibt sich. Lpz. Berlin 1905. Cassirer. die sich des Geschehens eraus dem Postulat der geben. daß wir dem einen Körper eine unvermittelte Abnahme. der beim Stoß absolut harter Körper eintreten muß. ein falscher Maßstab angelegt werde. 1901. Wird etwa ein langsamerer Körper von einem schnelleren eingeholt und schreiten beide nach dem Stoß mit einer gemeinsamen Geschwindigkeit fort. die durch den Satz der Erhaltung der algebraischen Summe der Bewegungsgrößen bestimmt wird. der von ihm um einen festen. in einem Sprung von einem Größenwert zu einem anderen. Die kinetische Atomistik hat auf verschiedene Weise versucht. gewisse EigenZur Kritik des S e c c h i sehen Lösungsversuches. so läßt sich dieses Ergebnis nur dadurch darstellen. ** Näheres hierüber s. zur allgemeinen Kritik des Atombegriffs vgl. wenn man die Forderungen. Der Widerspruch stamme lediglich daher. dem anderen eine unvermittelte Zunahme der Geschwindigkeit zusprechen. Diese Annahme aber führt dahin.

nicht aber die Gleichartigkeit der Atombewegungen mit irgendwelchen Vorgängen der uns bekannten physischen Wirklichkeit hat die Regel zu bilden. Die Vereinbarkeit dieser Konstruktion mit den sonstigen Grundannahmen der rationellen Mechanik. die einzig uud allein aus der Analogie der sinnlichen Körper unserer Wahrnehmungswelt gefolgert sind. wie der schlechthin einfache Kraftpunkt. ob es für absolut starre Körper möglich oder unmöglich sei.. die bereits für Demokrit charakteristisch war. Lasswitz. Für ihn sind wir somit nicht auf bloße vage Vergleiche mit direkt beobachtbaren Erscheinungen angewiesen.Schäften zugesprochen werden. ist lediglich die Stelle. hier einen weiteren Schritt vorwärts getan hat. sondern die allgemeinen Gesetze und Prinzipien der Mechanik seien die Norm. Zur Negation der sinnlichen Qualitäten gesellt sich die Ne* S. Nicht das Verhalten der empirischen Körper unserer Umgebung. 380 ff. wenngleich unteilbaren Partikel tritt jetzt Man sieht. die uns allein leiten darf*. 210 . beim Zusammenstoß dem Gesetz der Erhaltung der Energie zu genügen. sondern wir bestimmen auf Grund begrifflicher Forderungen die Bedingungen. Subjekt** der Bewegung zu genügen hat. denen das eigentliche . die die NaturwissenAn Stelle der schaft seit Boscovich vollzogen hat. Wir dürfen daher nicht fragen. sieht man sich auch von der logischen Seite her zu derjenigen Umbildung des Atombegriffs gedrängt. sondern wir setzen umgekehrt die Gültigkeit dieses Gesetzes als Axiom fest. an welches wir in der theoretischen Konstruktion der Atome und ihrer Bewegungen gebunden bleiben. die Reduktion der anschaulichen Eigenschaften. Eben diese Analogie aber sei vom Standpunkt der erkenntnistheoretischen Betrachtung zu verwerfen. die sie sich wechselseitig im System der dynamischen Wirkungen und Gegenwirkungen anweisen. Diese Entgegnung ist prinzipiell durchaus zutreffend: aber gerade wenn man sie völlig zu Ende denkt. ausgedehnten. Geschichte der Atomistik II. nach welcher der Inhalt des Atombegriffs zu gestalten sei. Auch die Größe und Gestalt der Atome sind nunmehr geschwunden: was sie unterscheidet.

Boltzmann — — U* 211 . sich in den Begriff des Gesetzes auflöst. Denn daß die Kraft selbst. daß sie lediglich der Ausdruck einer funktionalen Größenabhängigkeit sein will. dann erst muß die Zahl wachsen. bestätigt durchaus diese Auffassung. Das Atom. ist lediglich die Relation eines dynamischen Beisammen im Gesetz der gegenseitigen Anziehung und Abstoßung der Kraftpunkte. der ihm zugesprochen werden kann. jetzt zu verschweigen. die der Begriff des Atoms in der neueren und neuesten Physik erfahren hat. damit aber überhaupt jeglicher inhaltdurch die sich ein empirisches „Ding'* Alle selbständigen. für sich bestehenden Eigenschaften sind jetzt völlig ausgelöscht.lichen Bestimmtheit. wenn man bei Erklärung der Differentialgleichung den durch dieselbe ausgedrückten Wert durch jene Forderung definiert hat?" Wer also glaube. was zurückbleibt. abzuleiten versucht.Bei näherem Zusehen ist die Differentialgleichung nur der Ausdruck dafür. Was nützt es. deren gedachter Mittelpunkt es ist. die Forderung. Will man sich keiner Illusion über die Bedeutung einer Differentialgleichung hingeben. das in seiner Entstehung auf den reinen Zahlbegriff zurückgeht. . so kann man wie er ausführt nicht im Zweifel sein. stammt aus den Beziehungen. ist hier nach mannigfachen Um- Boscovich formungen wieder zu seinem Ursprung zurückgekehrt: es bedeutet nichts anderes als ein Glied in einer systematischen Mannigfaltigkeit überhaupt. das hiermit gesetzt ist. Die wissenschaftliche Entwicklung. gation der Ausdehnung. noch von einem andern unterscheidet. sich eine große Zahl von Einzelwesen zu denken. Aller Inhalt. dies ist die erste Vorbedingung. daß man sich zuerst eine endliche Zahl zu denken hat. In dem Kampf zwischen Atomistik und Energetik hat die Notwendigkeit der atomistischen Hypothese aus dem Grundverfahren der theoretischen Naturwissenschaft selbst.. daß das Weltbild. wie sie hier verstanden wird. in seinem Wesen und seiner Struktur wiederum ein atomistisches sein muß. wird von und nach ihm von F e c h n e r energisch betont. bis ihr weiteres Wachstum nicht mehr von Einfluß ist. aus dem Verfahren des Ansatzes der Differentialgleichungen.

wenn wir die Größen. auf das Boltzmann sich stützt. so findet dieser Prozeß seinen mathematischen Abschluß erst dann. so wird damit freilich zugleich deutlich. ohne sich in Widersprüche mit Solange der Wirklichkeit der Erscheinungen zu verwickeln. S. Schriften S. daß der . während im Sinne der Atomistik stets ein konstanter Wert angebbar wäre. Über die Unentbehrlichkeit der Atomistik. Ist dies aber der Fall. vom extensiven * Boltzmann. gegen den Grenzwert Null konvergieren lassen. um zum Ansatz der Differentialgleichungen zu gelangen. so klein man sie auch wählen mag. 129 ff. Geht man zunächst von der Vorstellung bestimmter endlicher Größen aus und läßt diese alsdann. Diese Form der Begründung ist vom Standpunkt der Erkenntniskritik von höchstem Interesse: denn nicht aus den Tatsachen empirischen Naturbetrachtung. sondern aus den Bedingungen der Methodik der exakten Physik selbst soll hier die Notwendigkeit des Atombegriffs abgeleitet werden. als solle durch seine Deduktion die absolute Existenz der Atome erwiesen werden: nur als Bilder für die exakte Darstellung der Phänomene seien sie zu verstehen und anzuwenden**. wenn der und Genauigkeit Korpuskel zum einfachen Massenpunkt überzugehen. stehen bleibt. drängt selbst auf diesen Übergang hin. Boltzmann. der sehe den Wald vor lauter Bäumen nicht*. man bei Größen bestimmter Ausdehnung ist damit. kein anderer sein kann. über den das ideelle Verfahren nicht hinauszugehen vermöchte. Bd. stetig abnehmen. 212 . Annalen der Physik und Chemie N.). Gerade unter dieser Voraussetzung aber tritt zuletzt wiederum die Notwendigkeit hervor. 141 ff. die wir betrachten. Bestand".) ** Vgl. Ein Wort der Mathematik an [die Energetik (Pop. So verwahrt sich denn auch Boltzmann ausdrücklich gegen die Annahme. (Populäre Schriften. noch keine einanders das seine völlige „Büd" Schärfe gewinnen soll. 1905.. S. 231 ff. der auf diesem Wege für das Atom gesichert wird. Das Verfahren der Infinitesimalrechnung. Lpz. 60. als er allgemein den reinen mathematischen Grundbegriffen eignet.die Atomistik durch Differentialgleichungen los zu werden. F.

die mit Atomen gar nichts zu tun haben. * S. doch stets die gedankliche Möglichkeit. S. sondern als für bestimmte Veränderungen definiert und physikalischen Subjekt gefordert. den Körper weiter zu zerlegen und den mannigfachen. an sich unterscheidbaren UnterErst gruppen verschiedene Geschwindigkeiten beizulegen.) Von Seiten der Energetik hat man daher gegen Boltzmann eingewandt. für welch letztere wir sodann die Atome als hypothetische Substrate einführen." ist in der Tat ein wichtiges logisches Moment bezeichnet: die Einfachheit des Punktes wird um der Einfachheit der Bewegung willen angenommen. Helm. (Vgl. daß von der tunlichst oder selbst gänzlich abgesehen wird. aus denen die Mannigfaltigkeit des Geschehens abgeleitet werden soll. dem nur beliebiger fortschreitend bewegten materiellen Punkte Hier in Annäherung zu nähern vermögen*. wie ihn die Mechanik zugrunde legt. Nur als gedachter Ansatzpunkt für mögliche Relationen geht es in die Betrachtung ein.. ob. In diesem Sinne ist das . um zur Abstraktion der einfachen Bewegung vorzudringen. festes Unbestimmtheit gehoben und damit ein Subjekt der Bewegung geschaffen. so zerlegen wir die Körper in Teile. Wir zerlegen die komplexen Bewegungen in elementare Vorgänge. 158 ff. in Volumelemente.Atom" seiner Grundbedeutung nach nicht als Teil des Stoffes. die man annimmt. 215. Entwicklung. es besteht bei aller physischen Unteilbarkeit. sondern dadurch. daß der Begriff des materiellen Punktes. daß man von der drehenden absieht. in sich nicht weiter zerlegbaren Körpers ist nur ein methodischer Umweg.deutige logische Bestimmung getroffen. S. . „Haben wir andere als rein fortschreitende Bewegungen zu berücksichtigen. Man versteht es daher. wenn man zum ist diese materiellen Punkt fortschreitet. Die Energetik und ihre geschichtl. 213 . mit denen wir uns Ausdehnung Bewegung . . sondern um die Festlegung bestimmter einfacher Grund prozesse. Demnach handelt es sich in erster Linie nicht um die Herauslösung letzter Grund bestandteile der Dinge. nicht dadurch aus dem Körper hervorgehe. Die Annahme des einfachen. Leipzig 1898.

Die schärfere Zergliederung der physikalischen Beziehungen führt zu immer neuen Bestimmungen und Differenzierungen innerhalb ihrer Subjekte. Sobald die uns nicht mehr als eine schlechthin absolute Eigenschaft mehr durch irgendwelche Bewegungsformen Trägheit der Körper erscheint. daß der Inhalt des Atombegriffs als veränderlich zu gelten hat. Einordnung großer Gesamtgebiete in einen neuen Zusammenhang wie sie in der modernen Physik insbesondere auf Grund der Erscheinungen der Radioaktivität ermöglicht — 214 . die auf System von Elektronen auf. die ihm zukommt. So kann man sagen. während die Funktion. sich alsbald spaltet. den jeweiligen Stand der Erkenntnis zu fixieren und auf seinen prägnantesten gedanklichen Ausdruck zu bringen. kann indessen selbst wieder nur als relative und somit im Prinzip veränderliche gedacht werden. fachheit" der Atome ist im Grunde selbst ein rein logisches Prädikat: sie wird bestimmt nicht durch die Beziehung auf unsere sinnliche Unterscheidungsfähigkeit. daß. sie kraft der Gesetze der Elektrodynamik abzuleiten. sobald irgendein physikalischer Vorgang. die aber vermöge ihrer Eigenart die Bedingungen der Unzerstörlichkeit und der physischen Unteilbarkeit erfüllen. unter einen neuen Gesichtspunkt gestellt wird. sondern sich ein Weg darbietet. jede Naturerscheinungen. wenn es sich in Wirbelbewegungen im Äther auflöst. sondern genügt. zerfällt damit das bisherige materielle Atom und löst sich in ein Die neue Einheit. noch mit Rücksicht auf die physikalisch-technischen Mittel der Zerlegung. nicht die allerdings unausweichlich ist. wird hier materiellen Substrate. diese Weise gewonnen wird. Nur der Ansatzpunkt der Anwendung verschiebt sich: das Verfahren Die „Einder Einheitssetzung selbst aber bleibt konstant. Alldurch dauernde gemein zeigt es sich.wenn das Atom in seiner modernen physikalischen Anwendung mehr und mehr das Moment der Stofflichkeit abstreift. auch das Substrat. das man ihm zugrunde legte. allerdings beharrt. kraft dessen er als Ergebnis einer Mehrheit von Bedingungen erscheint. der bisher als einfach galt. Der Forderung der Identität. sondern im Hinblick auf die gedankliche Analyse der Jeder Fortschritt dieser Analyse.

je nachdem wir ihn also von verschiedenen empirischen Ausgangspunkten her durch fortschreitende Idealisierung zu erreichen suchen.und Hauptbegriff der Naturwissenschaft. B. der hier entsteht. Um Pearson. Eine analoge Entwicklung bietet sich dar. S. — stammen ebenfalls daher. Zusammenhang * Vgl. auf jede unmittelbare sinnliche Veranschaulichung des Äthers zu verzichten und ihn lediglich als begriffliches Symbol für bestimmte physikalische Grundbeziehungen zu brauchen*. wenn man vom Begriff der Materie zu dem zweiten Grund. Wir finden eine physikalische Erscheinung. einen stetigen zwischen diesen beiden Zuständlichkeiten herzustellen... Ursache" an einen davon entfernten Raumpunkt zu verlegen haben. je nachdem wir uns ihm in der einen oder anderen Richtung nähern. die wir fixieren. findet erst dann seine prinzipielle Lösung. zum Begriff des Äthers übergeht. während wir ihre . die anfangs unmittelbar aus dem Vergleich mit den Gegenständen der Sinneswahrnehmung gewonnen sind. 178 ff. Der Widerstreit. The Grammar of Science. hierüber z. Aus der Verbindung dieser beiden Momente aber ergibt sich zunächst kein völlig einheitliches Bild: der Grenzfall selbst zeigt ein verschiedenes Ansehen. die sich hier zunächst ergeben. 215 . gewisse Grundmerkmale aufnehmen muß. wenn man sich entschließt. fordern wir nunmehr für sie eine Vermittlung. wie etwa eine bestimmte Lichtwirkung an einem gewissen Punkte des Raumes vor. indem wir den Zwischenraum stetig mit bestimmten kommene Flüssigkeit. daß man in diesen Begriff.verändert zugleich unsere Anschauung von der worden ist „Konstitution" der Materie und von den Elementen. Die Schwierigkeiten. um ihm einen bestimmten Gehalt zu geben. ist stets nur der Ausdruck des relativ höchsten der Beund umfassendsten Gesichtspunktes urteilung für den Inbegriff der physikalischen Dinge und Vorgänge überhaupt. Die neue inhaltliche Einheit. 262 ff. Der Äther erscheint demnach als eine volldie aber anderseits mit gewissen Eigenschaften der vollkommen elastischen Körper ausgestattet ist. aus denen sie sich aufbaut.

beiderseits übereinstimmen*. läßt sich in der Tat zuletzt auf Urteile über derartige Verknüpfungen zurückWenn gemäß der elektromagnetischen Theorie des führen. behauptet wird. Poincarö. und weil ferner die numerischen Konstanten. meßbarer Beziehungen gemeint S. die wir im Gedanken des Äthers festhalten. den die Physik vom Begriff des Äthers macht. 159 216 . um so klarer zeigt sich auch hier. durch reine Zahlwerte erfüllt sein lassen. daß zwischen ihnen bestimmte funktionale Abhängigkeiten bestehen. Die Annahme des gleichen ist auch hier nur eine andere Bezeichnung für die durchgängige Analogie der mathematischen Verhältnisse: für die Zusammenhänge. Der Inbegriff derartiger Polarisation ergeben. ff. indem wir in ihn gleichsam ein Gewebe von Zahlen einDiese Abstufung der einzelnen Lage . auf die man in der Untersuchung der Lichtschwingungen geführt wird. die sich für die dielektrische die Qualitäten. weil die Gleichungen. sein kann. für sich wahrnehmbares Einzelding. Deutache Ausgabe. in dem sich die elektromagnetischen Wirkungen fortpflanzen. Der „leere" Raum. daß der der damit bezeichnet werden soll. die aber sämtlich dadurch zusammengehalten sind. Elektrizität und Optik. Berlin 1891. Der einheitliche und streng homogene Raum wird hier fortschreitend differenziert. so geschieht dies. numerischer Bestimmtheiten ist die eigentliche Grundkonzeption. Alles was die Physik vom „Sein" des Äthers lehrt.Elemente zeichnen. wird jetzt gewissermaßen überdeckt von einer Fülle anderer Bestimmungen.ausdrückbar sind. Substrats Gegenstand. die ihnen einen neuen Inhalt verleiht. die zwischen den Werten der optischen und elektrischen Konstanten bestehen. und ihre Einreihung in verschiedene mathematisch . Lichtes die Identität des Lichtäthers mit demjenigen Äther. der nur ein einzelnes Prinzip der Anordnung darstellt. Je umfassender und bewußter daher der Gebrauch wird. vor allem die Konstante für die Fortpflanzungsgeschwindigkeit. in ihrer Form identisch sind. mit denjenigen. Henri S. nicht als gesondertes.physikalische Grundreihen ist es. sondern nur als die Vereinigung und Konzentration objektiv gültiger.

. der Es muß zunächst wie eine wahrhafte Wirklichkeit erscheinen. ein sorgfältigeres Studium zeigt uns nun. wie hier dem Gegenstand mehr und mehr alle Daseins. seinen Geruch. sobald man das Ziel der Naturwissenschaft darein setzt. droht ihr umgekehrt. das . Und auch bei dieser Rückführung bleibt der gedankliche Prozeß nicht stehen: er gelangt nicht eher zur Ruhe. B. dem er zustrebt. ihm eine tausendmal geringere Masse zuzuschreiben. haben die Wirkung. wie er nicht nur seine Farbe. verliert. 249: „Somit muß das Elektron als eine der Materie entbehrende einfache elektrische Ladung betrachtet werden. das sie festhalten und unverfälscht bewahren soll. wenn man das Elektron in Bewegung setzen oder seine Geschwindigkeit wechseln lassen will. die sie einführt. auch E. als bis auch die Ausdehnung selbst sich in die bloße Erscheinung der einfachen und unteilbaren Kraftzentren aufgelöst hat. Das Elektron ist also einfach ein kleines bestimmtes Volurpen an einem Punkt des Äthers. Vgl. — 217 . Die moderne Physik. seinen Geschmack. die Charakteristik des „Elektrons". kraft der eigentümlichen * Vgl. z. hellen. das besondere Eigenschaften besitzt. eine möglichst vollkommene der äußeren Wirklichkeit zu gewinnen. duftenden Ding in eine bloße geometrische Figur von bestimmten Umrissen und Dimensionen. S. Diese fortschreitende Umbildung muß unverständlich scheinen. Punkt" zusammenseiner Descartes bekannten Analyse des Gegenstandsbegriffs zugrunde legt. die der naturwissenschaftliche Substanzbegriff von seinen ersten spekulativen Anfängen an erfahren hat. daß diese Masse nur eine Fiktion war. und dieser Punkt pflanzt sich mit einer Geschwindigkeit fort. Meyerson. 228 ff. die elektromagnetischen Erscheinungen. Identitö et Röalitö. die die Geschwindigkeit des Lichtes nicht übersteigen kann. so tritt in voller Deutlichkeit das einheitliche Ziel heraus. und zum bloßen Das „Stück Wachs". und diese auf seiner Ladung beruhende Trägheit hatte uns irregeführt.überblickt man jetzt nochmals die Wandlungen. gewissermaßen die Trägheit vorzutäuschen. Jede neue theoretische Kopie Konzeption. S. wandelt sich aus einem festen warmen. die eintreten. wenn man sieht. bei Lucien Poincarö. sondern allmählich auch seine Gestalt und Verarmung Ausdehnung schrumpft*.Qualitäten abgestreift werden. Unsere ersten Untersuchungen hatten uns veranlaßt. als die eines Wasserstoffatoms ist. also des Grtindelements der „Materie". würde die Wissenschaft alsdann immer weiter von ihrer eigentlichen Aufgabe entfernen: das empirische Dasein.

die ein Dasein bezeichnen. So erhalten wir zwei gesonderte Gebiete und gleichsam zwei verschiedene Dimensionen des Begriffs: den Begriffen. die sie entwickelt. auf denen die gesetzliche Ordnung der Wahrnehmungen beruht. heraustritt. Statt hinter der Welt der unverändert lassen würde. wird nur mit dem Verlust der unmittelbaren dinglichen Realität erkauft.Methode. vermag sie eben diese Wirklichkeit selbst als eine notwendigeVerknüpfung darzustellen. die lediglich eine mögliche Form der Verknüpfung zum Ausdruck bringen. stehen die Begriffe entgegen. unter den Händen zu zerrinnen. in der sich uns die Wahrnehmungen darbieten. Nur indem sie aus dem von Gründen und Folgen Kreise des Gegebenen schafft sie sich die gedanklichen Mittel. deren sie nicht entraten kann. Dennoch ist es kein metaphysischer Dua218 . mente. so wäre dies in der Tat ein vergebliches und nutzloses Bemühen: denn welches noch so vollkommene Bild vermöchte das Original an Schärfe und Genauigkeit zu erreichen? Die Erkenntnis bedarf einer derartigen Verdoppelung nicht. verzichtet. die allgemeingültigen intellektuellen Schemata zu entwerfen. die Schärfe und die vollkommene rationale Durchsichtigkeit der Zusammenhänge. die Wirklichkeit. Hier ist in der Tat kein Ausgleich möglich. die ihre Aufgabe um so genauer erfüllen. je weniger sie in sich selbst von direktem Wahrnehmungsgehalt bewahrt haben. Bestände der Sinn der Naturwissenschaft darin. in welchen die Beziehungen und Zusammenhänge der Perzeptionen sich vollAtom und Äther. nur einfach zu wiederholen. liegen niemals als Einzelbestandteile in den Wahrnehmungen selbst. Perzeptionen ein neues Dasein zu erdichten. das doch immer nur aus den Materialien der Empfindung aufgebaut sein könnte. die doch die logische Form. Dieses Wechselverhältnis aber enthält zugleich die eigentliche Lösung Erst dadurch. ein direktes sinnliches Abbild der Wirklichkeit zu geben. begnügt sie sich damit. daß die Wissenschaft darauf des Problems. die in konkreten Empfindungen gegeben ist. Masse ständig darstellen lassen müssen. die Denn die MoGesetzlichkeit des Gegebenen darzustellen. und Kraft sind nichts anderes als Beispiele derartiger Schemata.

denn so wenig zwischen den Gebilden besteht. Das . beider Gebiete irgendeine direkte so notwendig sind sie wechselweise aufeinander bezogen. selbst eine Art von Dingen. wie undurchdringlich die Mauern unseres intraphänomenalen Gefängnisses sind. sie lehren nur. niemals zu erreichen vermögen. unzugänglich bleiben. 162 ff. dennoch allen Erkenntnismitteln. während andererseits das. Die Ordnungsbegriffe der mathematischen Physik haben keinen anderen Sinn und keine andere Funktion. die im bewußten Widerspruch zu seinem eigentlichen Inhalt geschaffen worden sind. Es drängt sich uns die unabweisliche Vorstellung auf von etwas ewig unvorstellbar Vorhandenem. das wir doch. 112 ' 219 . Auf der andern Seite wird es unbegreiflich.. also im Zusammenhang mit den * S.. Hinter der Welt unserer Erfahrungen erhebt sich ein Reich absoluter Substanzen. Alle diese Zweifel lösen sich indessen. bleibt prinzipiell unverständlich. oben. da wir in dieses „extraphänomenale Jenseits" nicht übergreifen können. als ewig unbegreifliches Rätsel vor uns stehen bleibt. zu eben diesem System wieder zurückkehren. als dem Ähnlichkeit vollkommenen gedanklichen Überblick über die Beziehungen des empirischen Seins zu dienen.) kenntnis in den exakten Wissenschaften. S. mit denen wir sonst die Dinge der Erfahrung erfassen. es auf Grund von Gedanken zu beherrschen. wie wir mit unseren physikalischen Begriffen. wie wir hoffen können. die lediglich durch ein Überschreiten des . Über S. So verblaßt die Welt der unmittelbaren Erfahrung zum Schatten.lismus. so entsteht eine doppelte Antinomie. sobald man die physikalischen Begriffe nicht mehr für sich. Vorstellungssystems" entstanden sind. Grundlagen der Er(Vgl.. sondern gleichsam in ihrer natürlichen Genealogie. welche einen Ausblick in die extraphänomenale Welt gestatten. wahrhaft Wirkliche" der Physik: das System der Atome und Fernkräfte. „Die mannigfaltigen Formen des Absoluten sind nicht etwa Fenster unseres Vorstellungssystems. die. der hier entsteht. Wird dieser Zusammenhang zerrissen. du Bois-Reymond. terra nunc et in aeternum incognita"*. P. was wir für sie eintauschen. die ff." Die Physik selbst führt in ihrem stetigen und notwendigen Fortschritt auf ein dauernd unerforschliches Gebiet: auf eine .

wie diese eigentümliche Durchdringung des Sinnlichen mit dem Ge- — danklichen auch von den großen empirischen Forschern selbst allmählich immer klarer als bewußte logische Einsicht erfaßt 220 .Ding" des populären Weltbildes an Eigenschaften verliert. sobald man ihn als Ausdruck einer erkannte. Auch die Funktion des physikalischen Begriffs wird erst in dieser Umwendung deutlich. während wir auf dem Standpunkt der Wissenschaft nur diejenigen Momente an ihr festhalten. Wirklichkeit.Begriffen betrachtet. Der Sinn des mathematischen Begriffs ließ sich nicht fassen. um so schärfer hebt sich seine logisch-systematische Leistung heraus. die der Gedanke sich schaffen muß. je mehr er alles Bildliche von sich abstreift. In der Tat fort. auf der die Einheit und reinen die kontinuierliche Verknüpfung der Glieder einer Mannigfaltigkeit beruht. Je mehr er auf jeden selbständig perzipierbaren Inhalt verzichtet. um das Gewirr der Erscheinungen selbst als gegliedertes mathematischen sie führen nur den Prozeß Beziehung Gegenstände und meßbares Ganze zu überschauen. S. sondern ist mit der Gesamtheit der Erfahrung durch logische Fäden unlöslich verknüpft. 195 ff. die uns aber in verschiedener indem wir sie das eine Mal ihrer sinnlichen Anschaulichkeit. der in diesen letzteren angelegt ist und der hier zur vollen Klarheit gelangt. er trat erst hervor. (Vgl. So ist es nur eine Weise zum Bewußtsein kommt.) Was das . die es zu erforschen und in deren Inneres es einzudringen gilt. solange man für ihn noch irgendein Vorstellungs-Korrelat im Gegebenen suchte. mißverstanden werden. das wächst ihm an Beziehungen zu: denn jetzt steht es nicht mehr isoliert und ruht auf sich allein. oben. Jeder Einzelbegriff ist gleichsam einer dieser Fäden. aber zugleich in ihrer sinnlichen Vereinzelung betrachten. können nicht mehr als ebensoviele neue Realitäten. Die der Physik: die Masse wie die Kraft. die uns gegeben in ist. sobald sie einmal als die Instrumente erkannt sind. auf denen ihre intellektuelle Verknüpfung und „Harmonie" beruht.. das Atom wie der Äther. an dem wir die wirklichen Erfahrungen aufreihen und mit künftigen möglichen verknüpfen. Die Geschichte der Physik läßt erkennen.

sie in ihrer Mannigfaltigkeit und Veränderlichkeit zu verstehen und anzuerkennen. Die gedankliche Beherrschung der empirischen Wirklichkeit selbst ist ohne diesen Begriff nicht zu erreichen. wie der Eleatische Idealismus es versucht hatte. Im Begreifen des Wirklichen kommt diesem sinnlichen „Nichts" dieselbe Gültigkeit wie dem Stelle und dieselbe unverbrüchliche Das Sein. Der leere Raum ist für die Phänomene notwendig. xo yaQ yaQ xsvov . das wissenschaftliche Denken. muß man zugestehen. indem sie sich Möglichkeit nahmen. wenngleich er nicht die gleiche sinnliche Form des Daseins wie die konkreten Einzelerscheinungen besitzt.Seins bedeutet somit keine dialektische Erdichtung: sondern er wird umgekehrt als einziges Mittel ergriffen. das in ihm latent ist. 325 a: fj. lediglich auf das Sein zu beziehen und an das Sein zu ketten sondern das NichtS e i n wird ein ebenso notwendiger und unumgänglicher Begriff. auch alsbald das philosophische Problem. der zuerst ein allgemeines Grundschema der wissenschaftlichen Naturerklärung erschafft. * Vgl. eines spekulativen Idealismus zu schützen. daß in diesem Faktum ein Moment eingeschlossen liegt. Die Eleaten haben mit ihrer Abweisung dieses Begriffs nicht nur das Denken eines fundamentalen Hilfsmittels beraubt: : sie haben die Phänomene selbst zerstört. wenn man kein der anderes Ziel der Begriffe anerkennt. Die Bewegung verlangt zu ihrer Darergreift stellung das Leere: der leere Raum selbst aber ist kein sinnlich Gegebenes. Etwas" zu: firj fiälXov rb dkv ij xo f^rjöev*. ovx fikv ov.6v iiloig flvai xal axtvTjZOV. Demokrit. das sich der direkten Anschauung entdie Tatsachen Faktum zieht.und ausgesprochen wird. das dem . keine dingliche Wirklichkeit.. Aristoteles de generatione et corruptione tiov aQxaliov eöo^e xo ov i^ aväyxijq ^'v A 8. Der Gedanke des Nicht. . um das Recht der Physik gegenüber den Übergriffen Gerade dann. Somit wird es unmöglich. als das Bewegung und somit der Natur verständlich zu machen. selbst den höchsten Maßwenn man in den stab für alle begrifflichen Konzeptionen sieht. ix xivTj&Tjvai d'ovx av övvaoS-at fXT] ovxog xevov xexiOQio/nevov ovv xovxcav xwv Xoyatv wtsgßävxsq x^v alad-TjOiv xal naQiöovxe^ avx^v 221 . .

z6 xe xfvbv /ütj ov xal xov ovxoq ov&hv fii] 6v tpjjaiv elvai. Die Sinne. . die in den „konventionellen" und subjektiven Gegensätzen des Warmen und Kalten. so kann er allgemein als Sinnbild für diejenigen Grundsätze gelten. s.die wahren und notwendigen Dinge. Forscher direkt wiederum an oso geht er in seiner philosophischen Gesamtansicht auf D e Er beschreibt und ergänzt wie Demokrit k r i t zurück.. den Gedanken der Natur durch den Gedanken der Notwendigkeit: in den Umkreis der naturwissenschaftlichen Forschung gehören nur . S. da sie am Einzelnen haften. Denn dieses Ganze vollendet sich erst in den mathematisch funktionalen Abhängigkeiten. auf denen der Zusammenhang des Wirklichen und Gegebenen beruht.wissenschaftlichen Prinzip im Unterschied von irgend- eignet. 222 . die sich unmöglich anders verhalten können". Logik der reinen Erkenntnis. o/noXoyTjoai 6h tavra /xev xoiq «paivofievotg. C o h e n Piatons Ideenlehre und die Mathematik. xoTq da ro ?v xaraaxevcctiOvaiv wq ovx av xIvtjoiv ovaav avev xevov. xo yag xvgltüq ov naßnX. der die Atome erst zur Einheit überhaupt. gelangt hier ersten Male zu klarer Absonderung*. des Süßen und Bittern befangen sind. die ihnen. unzugänglich bleiben.rjQEg ov. Der grenzt sich in einer doppelten Entgegensetzung: sowohl gegenüber der metaphysischen Spekulation. Marburg 1879. cuc X(p Xoycj) . Der Begriff der Wahr- welcher konkreter Gegebenheit geschichtlich zum physikalischeBegriff — Archimedes m Siov caioXov^elv %v xal axhrjxov ro nav elval <pttai xal aneigov Afvxinnoq S't/siv o'itjS^t] Xöyovg oltiveg ngog t^v aiad-r]aiv ofxoXoyoifxeva Xiyovxeq oix avatg^aovoiv ovre yivsaiv ovxe (pS-OQav oine xlvrjaiv xal t6 nXrjS^og rä>v ovxwv. fvioi . vermögen das Ganze der Objektivität nicht zu erschöpfen. denn wie Galilei als experimenteller anknüpft. . ohne daß sie selbst Teile der anschaulichen Wirklichkeit bilden. Der geometrische Raum dient hierbei als Beispiel und Typus der reinen Relationsbegriffe Wie er es ist. Zur geschichtlichen und systematischen Bedeutiing des Begriffs des /XT] ov 8. zusammenschließt und Bewegung und Wechselwirkung zwischen ihnen ermöglicht. Die Physik der neueren Zeit hat diese Grundgedanken unverändert bewahrt. 70 u. wie gegenüber der unmethodischen sinnlichen Wahrnehmung seine Sphäre ab.

richtig bleiben. da sie an und für sich keine Aussagen über Existenz enthalten.heit aber bleibt auch ihm vom Begriff der Wirklichkeit geWie die Sätze des Archimedes über die Spirale schieden. sofern nur der selbst von genügend dauerhaftem Stoff ist. wenngleich seine Folgen auf sind.. in der Natur als erfüllt ansehen. Dialogs über die beiden Weltsysteme" die unbeschränkte Fortdauer der Bewegung eines sich selbst überlassenen Körpers auf der Horizontalebene zuzugestehen.Galilei bedeutet. der. Verhältnisse der äußeren Wirklichkeit eines doch keineswegs selbst eine direkte Die empirisch irgendwie gegebenen Sachverhalts bedeutet..resolutiven Methode" in einer gewonnen und festgesetzt. die zunächst rein gedanklich fixiert wurden. aber selbst. Darstellung und Verteidigung seines obersten dynamischen Prinzips kommt dieser allgemeine Gedanke Das Trägheitssogleich zu bezeichnender Anwendung. sondern nur an gewisse ideelle ideelle Schlußfolgerungen knüpfen. der sich spiralförmig bewegt. so wird ihm von Salviati. würden unsere Sätze nichts von ihrer Geltung verlieren. daß diese Voraussetzung für den eigentlichen Gehalt des Beharrungsprinzips ohne Belang ist: die stoffliche Beschaffenheit des besonderen Körpers selbst ist lediglich ein zufälliger und äußerer Umstand. die sich hieraus ergeben. der bei der Ableitung und dem Beweis Prämissen In bestimmte Galileis anwendbar Abbildung — — Körper 223 . Bedingungen. auch wenn es keinen Körper in der Natur gibt. so dürfen wir in der Grundeiner legung der Dynamik von der Voraussetzung gleichförmig beschleunigten Bewegung gegen einen bestimmten Punkt hin ausgehen und alle Folgerungen. gesetz besitzt für ihn durchaus den Charakter eines mathematischen Grundsatzes. die die Theorie aus der hypothetischen Annahme entwickelt hat. wenn dies Letztere nicht der Fall wäre. so können wir ohne Gefahr des Irrtums die Bedingungen. von denen er spricht. sie sind nur kraft der . Stelle des . begrifflich ableiten. so daß also in der Bewegung der schweren Körper dieselben Verhältnisse sich wiederfinden. sind aktuell niemals verwirklicht. Wenn daher Simplicio bereit ist. Stimmt sodann die empirische Beobachtung mit diesen Folgerungen überein.

sondern stets nur als „Konzeption"." Grenzen — — * Pearson. das überträgt sich auf den Begriff der Materie selbst. 250 f. die zum Zwecke der Ordnung der Erscheinungen konzipiert ist. S. was ihn erfüllt modernen physikalischen Schriftsteller streng „empiristischer" Richtung so haben wir damit eine Konstruktion geschaffen.. daß wir über das Gebiet der Empfindungen fortschreiten. Die Materie. sind allein dadurch möglich. sondern lediglich eines gedachten Substrats: die . wie hier die neuere Wissenschaft Demokrits Grundgedanken festgehalten hat. Die festen Umrisse und die geometrische Bestimmtheit. 224 . Wir sehen. Hauptsache auf geometrischen Symbolen ruht. Auch die Materie im Sinne der reinen Physik ist kein Gegenstand der Wahrnehmung. Wie für Demokrit der leere Raum. „Wenn wir den Raum als objektiv und die Materie so heißt es bei einem als dasjenige ansehen. materiellen Punkte" der Mechanik. auf das Tta^utk^QBi ov. können wir Bewegung zusprechen*. die wir ihr geben müssen. daß wir sie In mit Realitäten der Wahrnehmung selbst verwechseln. zu deren ideellen mit der die exakte Wissenschaft es allein zu tun hat. stellung der Erscheinungen nicht entbehren können. so ist für Galilei die Trägheitsbewegung zwar das wir für die wissenschaftliche Darein Postulat. um dennoch in bestimmtem Sinne über ihn hinauszuschreiten: denn was dort für den Begriff des Leeren ausgeführt wurde. Sie bezeichnet eine Idee.des Prinzips in keiner Weise benutzt wird. aber mit diesen Erscheinungen selbst methodisch nicht auf der gleichen Stufe steht. Daher bedarf diese Bewegung denn auch keines wirklichen. The Grammar of Science. sondern der Konstruktion. Wahrheit ist es das begriffliche Volumen und die begriffliche Form. die den Raum erfüllt: und ihr allein. die in der Wir projizieren die Begriffe der Form und des Volumens vom Gebiet des Denkens in das der Wahrnehmung und wir sind so sehr an diese Begriffselemente gewöhnt. existiert somit niemals als „Perzeption". nicht die empirischen Körper unserer Wahrnehmungswelt bilden die eigentlichen Subjekte für die exakte Aussprache des Prinzips. sinnlich aufweisbarer Vorgang der äußeren Wirklichkeit. aber nicht selbst ein konkreter. nicht aber den sinnlichen Eindrücken.

Während die klassische Mechanik. zunächst einen unentbehrlichen Bestandteil auszumachen scheint. sich auf den Begriffen von Raum und Zeit. die durch die Mathematik geschaffen und beglaubigt werden. Von der Masse aber gelangen wir weiter zum Masse bloßen Massenpunkt. daß das . Unter ihnen sind es insbesondere und Zeit. der sich vom Begriff der Materie zum reinen Begriff der vollzieht. ausgeschaltet. Die Prinzipien der Mechanik von Heinrich Hertz haben schließlich eine neue Anschauung durchgeführt. bilden jetzt keinen wesentlichen Bestand seiner Selbst das Moment der . Substanzbegriff 15 225 . die ihm Prinzipien beherrscht. je nach der Art und Anzahl der Grundbegriffe.. Die Materie selbst wird zur Idee. das allgemein die logische Entwicklung der naturwissenschaftlichen Die sinnlichen Merkmale.. nicht von den Daten der Sinneswahrnehmung allein. der nur noch durch einen bestimmten Zahlenwert.Bild*'. durch einen bestimmten Koeffizienten gekennzeichnet und unterschieden ist. indem sie sich immer deutlicher auf die idealen Konzeptionen einschränkt. ist in modernen Darstellungen an Stelle dieses letzteren Begriffs der Begriff der Energie getreten. — VI. Schwere". das wir uns von der Naturwirklichkeit entwerfen. Schon in dieser Mehrheit möglicher Ausgangspunkte bekundet es sich. indem sie sich lediglich auf die Festsetzung dreier unabhängiger Grundbegriffe: des Raumes. anhaften. von denen man ausgeht.So folgt der Begriff der Materie dem gleichen Gesetz. den Inbegriff der Bewegungserscheinungen als verständliches und gesetzmäßiges Ganzes abzuleiten suchen. das Bedeutung mehr. der Zeit und der Masse stützen und von hier aus. Der Aufbau des Systems der reinen Mechanik kann sich logisch auf verschiedene Weise vollziehen. Masse und Kraft aufbaut. die in Newtons Prinzipien zum ersten Abschluß gelangt. die in den verschieden- Raum Cassirer. tritt zurück und wird in dem Übergang. die wir an sie heranbringen. sondern von gedanklichen Gesichtspunkten und Forderungen abhängt. indem neben den sinnlich wahrnehmbaren Massen unsichtbare Massen eingeführt werden.

die für praktische Zwecke genügen. die die äußere und innere Wahrnehmung uns darbieten. vorzudringen. Physik bei Newton führen indes zu einer der theoretischen Aufhebung — dieser scheinbaren Einheit. so führt die psychologische Vereinigung und Durchdringung beider Momente zunächst notwendig Schon die Anfänge auch zu ihrer logischen Gleichsetzung. Raum und so wird jetzt ausdrücklich hervorgehoben sie in — Zeit sind etwas anderes. Auffassung wird eigentlicher zugestanden. Der reine Begriff allein verbürgt diese Allgemeingültigkeit und Notwendigkeit. Diese Unveränderlichkeit ist es. wenn wir und wenn wir sie in der der Art der unmittelbaren Empfindung Art mathematischer Begriffe fassen. Aufgabe der physikalischen Forschung ist es. Entgegensetzung In der Definition des Raumes und der Zeit und in der des sinnlichen und des mathematischen Gehalts beider Begriffe liegt daher erkenntnistheoretisch 226 . während der relative Raum und die relative Zeit. so muß sie uns die zeitlich-räumliche Ordnung des Alls nicht nur in der Art darstellen. wie sie einem empfindenden Individuum von seinem relativen Standort aus erscheint.artigen Systemen gleichmäßig wiederkehren und die daher den unveränderlichen Bestandteil. von diesen sinnlichen Maßen. die eigentliche Invariante für jede theoretische Grundlegung der Physik bilden. die in der physiologischen Beschaffenheit und in der besonderen Stellung der Einzelsubjekte begründet lediglich Und dieser letzten Wahrheitswert Maße ist. abstrahiert. Der absolute unbewegliche Raum und die absolute streng gleichförmig verfließende Zeit sind die wahrhafte Wirklichkeit. nur sinnliche und daher ungenaue für die empirischen Bewegungsvorgänge bedeuten. vermöge deren beide Begriffe der ersten Betrachtung selbst wie sinnliche Inhalte erscheinen: da die Empfindung niemals außerhalb dieser Formen erscheint und umgekehrt diese Formen selbst niemals abgetrennt von ihr gegeben sind. wieder zu den Realitäten. weil er von aller Verschiedenheit. sondern wie sie an sich und in schlechthin allgemeingültiger Weise besteht. Gibt es objektive Naturerkenntnis. die durch sie bezeichnet und ausgedrückt werden sollen.

unter denen wir sie konkret anwenden können. 15* . Zeit. stärker als an jeder anderen. sophischen Physik zur Ausprägung und zur Aussprache gelangen müssen. wie der absolute Raum und die absolute Welt als der der Erfahrung angehören. solange kein untrügliches Kennzeichen angegeben wird. das uns gestattet. Diese metaphysische Bestimmung tritt im weiteren Fortgang der Naturwissenschaft zurück: die. ihm eine unzweideutige in der uns zugänglichen Wirklichkeit zu geben? Daß wir in Anwendung der reinen Mechanik Gesetze für absolute Bewegungen entwickeln. Induktionen aus gegebenen Tatsachen beziehen sich zuletzt auf Gegen- stände. später bes. die philoGegensätze in der Grundauffassung der Objektivität überhaupt. Die der Naturwissenschaft.nichts Geringeres als die erste wissenschaftliche Fixierung Freilich des Problems der läßt sich dieses Problem hier noch nicht in seiner ganzen Ausdehnung überblicken: aber die entscheidende Vorbereitung dafür wird an diesem Punkt getroffen*. wenn nicht zugleich die Bedingungen bekannt sind. einer anderen * Näheres zum Problem der „Objektivität" s. Man begreift es daher. indem wir ihr bestimmte empirische Einzelfälle subsumieren. In der Newtonischen Formulierung aber bleibt hier in der Tat ein Widerstreit zurück. muß als ein unfruchtbares gedankliches Spiel erscheinen.und Zeitlehre zurückgegriffen. wenn die Erfahrung uns doch niemals sichere Beispiele dieser Begriffe zu geben vermag? Kann ein Gedanke irgendeinen physikalischen Wert beanspruchen. daß an dieser Frage. Der Streit um die Prinzipien hat immer wieder auf die Newtonische Gestaltung der Raum. Kap VI 227 und VII. um hier zugleich die Entscheidung für den allgemeinen Weg Was bedeuten die Begriffe der Begründung zu finden. wenn wir prinzipiell darauf verzichten müssen. da sie als die ewigen Attribute der unendlichen göttlichen Substanz gedacht sind. die tatsächlichen Gesetze samt und sonders verstanden werden als sollen. Die abstrakte Regel besagt für sich allein nichts. über den absoluten oder relativen Charakter einer Bewegung zu entscheiden. des absoluten Raumes und der absoluten Zeit.

einen . auf den sie sich gründet. indem sie. oder ob wir über diesen Umkreis des empirischen Daseins in irgendeiner Richtung hinausschreiten müssen. Dieser Gegensatz. dem Gange der Geschichte folgend.. Immer von neuem entsteht die Frage. nicht zum adäquaten Ausdruck. Gerade dies ist ja der eigentliche Charakter aller mathematischen Setzungen. die wir nachträglich in unsere Begriffe des Raumes und der Zeit aufnehmen. wenn anders sie mit um methodischen Newton werden als mathematische Konzeptionen gedacht nicht jede Art der Beziehung von sich ausschließen können. Keine physikalische Bestimmung. Die erkenntnistheoretische Diskussion der mechanischen Begriffe hat diese Schwierigkeit nicht prägnant und scharf genug bezeichnet. — Mannigfaltig- Relationssysteme 228 . So ist es denn in der Tat widersinnig. daß sollen. Zunächst nämlich ist leicht zu ersehen. ohne ihn zugleich auf einen anderen von ihm verschiedenen zu * einen Zeitmoment fixieren zu wollen. die hier zur Entscheidung drängen. Absoluten" und . Das „Hier" erhält seinen Sinn stets nur mit Bezug auf ein . Jetzt" nur im Hinblick auf ein Früher oder Später. aber der ist die Gesetze dieses Seins als vollständige und geschlossene Einheit zu begreifen.. die direkt von den empirischen Körpern und ihren wahrnehmbaren Beziehungen entlehnt sind. ob wir in die Grundlegung der Mechanik nur solche Begriffe aufzunehmen haben. ausschließlich den Gegensatz des . Sie sind und bleiben in dem Sinne.. das wir ihm entgegenstellen. damit nicht geschlichtet. kann diesen ihren logischen Grundcharakter antasten. In diesem Problem konzentriert sich fortan die eigentliche Schwierigkeit. Relativen" in den Mittelpunkt der Betrachtung rückte. daß keine von ihnen etwas für sich selbst bedeutet.. der dem Gebiet der n t o 1 o g i e entstammt. daß auch der „absolute" Raum und die .Da" und „Dort". ohne ihn beziehen als Punkt innerhalb einer geordneten keit zu denken.Ort" begreifen zu wollen. bringt die Fragen.logische Gegensatz. das .. absolute" Zeit. sondern jede einzelne nur im Zusammenhang und in durchgängiger Verknüpfung mit der Gesamtheit der übrigen zu verstehen ist..

in welcher die Physik sie nimmt.. Formen" sind. als empirisch gegeben oder als ideelle Konstruktion zu gelten habe. bedürfen wiederum der Vereinigung unter einem allgemeinen Gesichtspunkt. bestimmt wird. gedachtes" Sein besitzt. Nur über die Art dieses Bezugssystems. Diejenige . nur Aggregate aus sinnlichen Eindrücken oder aber selbständige gedankliche . die aber eben darum für die Lösung irgend einer Frage ohne Belang ist. losgelöst von jedem stofflichen Inhalt. die zunächst in der Abstraktion einander gegenüberstehen. nur darüber. Sobald wir uns für das letztere entscheiden. dialektischen Fassung heraus und gewinnt einen festen physikalischen Gehalt.jede besondere Setzung in ihnen stets nur eine einzelne Stelle bezeichnet.. in welcher sie mit der Allheit der Reihenglieder steht. Solche Sonderfragen aber sind es. Kein physikalischer Denker hat jemals diesen Begriff in einem Sinne genommen. die hier zur Entscheidung stehen.. überhaupt Natur besonderen 229 . Bewegung daß dadurch die Rücksicht auf jedesBezugssystem ausgeschaltet werden sollte. eine Vermittlung zwischen den idealen Anfängen der Physik und ihren realen Endergebnissen zu suchen. ob das System. kann jetzt völlig außer Betracht bleiben: sie bildet die allgemeine und selbstverständliche Voraussetzung. Auch der Gedanke der absoluten widerspricht nur scheinbar dieser Grundforderung. auf welches die Grundgleichungen der Newtonischen Mechanik sich beziehen. Die Forderung der absoluten Bewegung bedeutet nicht den Ausschluß jeglichen Korrelats. das hier als der „reine" Raum. kraft dessen ihr Anteil an dem einheitlichen Begriff der Objektivität sich bestimmt. tritt ferner die weitere Aufgabe hervor. Klarheit darüber zu gewinnen. Vor allem gilt es. bestand Streit. die ihren vollen Gehalt erst durch die Verknüpfung erhält. als empirischer Körper aufweisbar ist. die mit jeder wissenschaftlichen Setzung überhaupt unzertrennlich verbunden ist. Relativität". ob es als materiell oder immateriell. ob Raum und Zeit in der Bedeutung. oder aber nur ein . sondern enthält vielmehr eine Annahme über die diesesKorrelats selbst. Die sinnlichen und gedanklichen Momente. Damit erst tritt das Problem aus seiner vagen.

erscheinen würde*. begrifflichen es mühsamen die Erfahrung weil es sich hier um einen Fall handelt. Die Mechanik in ihrer Entwicklung Die GeWurzel des Satzes von der Erhaltung der Arbeit. da uns von selbst unzweideutig aufdrängt. wie sie uns unter anderen BedinIn gungen. .Auf den es. ohne danach zu forschen. an welchem das Phänomen der Trägheitsbewegung jederzeit in derjenigen Genauigkeit. sondern wir haben sie so hinzunehmen. wenn die Fixsterne nicht beständen oder wenn wir der Möglichkeit beraubt wären. Welche Bewegungsgesetze gelten würden. S. in bloße indem sie die Täuschungen Das Beharrungsprinzip wird freilich sinnlos. keiner komplizierten logischen Mittelglieder. es ist müßig. die der Empirismus alle diese um bereit hält. unsere Beobachtungen an ihnen zu orientieren. Probleme. die Mach gibt. ersten Blick kann es freilich scheinen. dieser Lösung des Problems. 230 . sobald auflöst. hierüber hinauszufragen. demonstriert werden kann. entgeht allen Schwierigkeiten. Jedes wissenschaftlich-gültige Urteil erhält demnach seinen Sinn nur als * S. hierzu schichte und die Mach. welche Gestalt der Trägheitssatz annehmen würde. an dem die Fortdauer der gleichförmigen und geradlinigen Bewegung nachweisbar wird. wie sie sich uns in der sinnlichen Wahrnehmung darbietet. 47 ff. Die Welt ist uns nicht zweimal: das eine Mal in Wirklichkeit. die wir logisch fingieren. wir in ihm nicht stillschweigend die Beziehung auf irgend ein Koordinatensystem mitdenken. Der Fixsternhimmel bietet uns ein Bezugssystem. zu der die empiristische Grundanschauung hindrängt. das andere Mal in Gedanken gegeben. sich eine Vorstellung darüber machen zu wollen. als bedürfe Fragen zu beantworten. ist in der Tat die Konsequenz. wenn wir die Beziehung auf die Fixsterne ausschalten und ein anderes System an deren Stelle setzen wollten. darüber fehlt uns jede Möglichkeit des Urteils. der in der tatsächlichen Erfahrung niemals verwirklicht war. Es ist ein verfehltes Verlangen. Die Antwort. deren Erfahrungsurteile überhaupt fähig sind. um die es sich hier handelt. Aber dieses unentbehrliche Substrat brauchen wir nicht in Deduktionen erst festzustellen. mit aller Entschiedenheit gezogen.

Empfindung. Die Verschiebungen eines materiellen Systems. daß wir sie gedanklich in Ansatz bringen können. S. die hier ins Auge gefaßt werden. Diese Folgerung aber. aber er vermag an keiner Stelle über sie hinauszugreifen und bloß mögliche. Unter einer virtuellen Änderung eines Systems wird jetzt nicht nur eine infinitesimale räumliche Verschiebung seiner einzelnen Teile. die hier gewonnen wird. oben. ist dies zum schärfsten Ausdruck gekommen. Im Prinzip der virtuellen Geschwindigkeiten. Einsicht. ihre „Möglichkeit" bedeutet lediglich. sondern auch eine unendlich kleine Erhöhung oder Erniedrigung der Temperatur. ohne dadurch zu einem Widerspruch gegen die Bedingungen des Systems geführt zu werden. die in der Erfahrung niemals gegeben waren.Aussage über ein konkretes. bisher nicht gegebene Fälle in den Kreis seiner Betrachtung zu ziehen. Die theoretischen Grundgesetze der Physik sprechen durchweg von Fällen. dem anwie sich bereits allseitig gezeigt hat erkannten Tatbestand des wissenschaftlichen Verfahrens selbst. sondern zugleich das . tatsächlich vorliegendes DaDer Gedanke vermag lediglich den Anzeigen der sein. noch auch in ihr gegeben sein können: denn in der Formel des Gesetzes ist das eigentliche Wahrnehmungsobjekt durch seine Die ideale Grenze ersetzt und vertreten (s. die das Prinzip innerhalb der Physik erfahren hat. eine unendlich kleine Umwandlung 231 . hat auch dieses methodische Moment immer deutlicher hervortreten lassen. virtuelle" Geschehen.. die von der angenommenen Voraussetzung aus unabweislich ist. das seit Lagrange die eigentliche Grundlage der analytischen Mechanik bildet. In der Entwicklung der modernen Thermodynamik ist das Prinzip der virtuellen Veränderungen von seiner anfänglichen Einschränkung auf mechanische Vorgänge befreit und zu einem allgemeineren Grundsatz umgestaltet worden. nachzugehen. der alle Gebiete der Physik gleichmäßig umfassen soll. geht somit niemals allein aus der Betrachtung der wirklichen.). die uns dieses Dasein erschließen. Die Weiterbildung. brauchen keineswegs tatsächlich ausführbar zu sein. sie umfaßt nur das aktuelle. sondern auch der mögwiderstreitet — — lichen nicht Bedingungen und Umstände hervor. 171 f.

L'övolution de la M6caiüque. die das System zu erfüllen hat.Wenn man im Verlauf der Deduktionen'*.. die den Gesamtzustand des Systems charakterisieren. nicht aus der Betrachtung einer besonderen Klasse empirisch wirklicher Bewegungen hervorgegangen ist. Duhem. sofern sie gemäß den in allgemeinen Bedingungen. Der Begriff der geradlinigen und zulässig m . kurz jede elementare Zu. 232 .der Verteilung der Elektrizität auf der Oberfläche eines leitenden Körpers. ebenso wie die des bewegten Körpers selbst. jenes „mente concipio". Ob die betreffende Umwandlung physisch vollziehbar ist. Paris 1903. nur zu den . daß das Prinzip in dem Sinne. bestimmten algebraischen Umformungen unterwirft.die Größen. S.." Die Entdeckung und die erste Formulierung des Beharrungsprinzips bestätigt durchaus diese Auffassung. sicherlich die gleiche Antwort erteilt haben. denn der Wahrheitswert unserer theoretischen Folgerungen besteht völlig unabhängig von dieser Möglichkeit einer unmittelbaren Realisierung unserer gedanklichen Operationen. so hat man sich hierbei nicht zu fragen.. Galilei zum mindesten läßt keinen Zweifel darüber. ist.oder Abnahme einer der variablen Größen verstanden. daß für den Bestand des Trägheitsgesetzes die dauernde Existenz der Fixsterne vorausgesetzt werde. hieße vielmehr sich einen völlig irrigen Begriff vom Wesen einer physikalischen Theorie machen*. geht das Dasein der Fixsterne nirgends ein. ob also die einzelnen Maßmethoden sich direkt in die Sprache der konkreten Anschauung übersetzen lassen und in dieser Übersetzung wirklichen oder möglichen Tatsachen entsprechen. so bemerkt D u h e . mit welchem Galilei seine allgemeinen Erörterungen beginnt. auf welche sich die Theorie bezieht. . Sich eine derartige Frage zu stellen. 211 ff. die er in einem ähnlichen Fall dem Simplicio gibt: die Wirklichkeit der Fixsterne gehört. ist hierbei gleichgültig. * S. Er würde auf den Einwand. ob diese Rechnungen einen physischen Sinn haben. zufälligen und äußerlichen" Bedingungen des Versuchs. in welchem er es nimmt. von denen die In eigentliche theoretische Entscheidung nicht abhängt.

wenigstens in allgemeinen Zügen voraussehen.Gegebenen fest*. die jeder Teil für den Aufbau des Ganzen besitzt. . Wir müssen den Erfolg. 180 ff. Die wesentlichen Züge. 233 . S. die wir aus derartigen idealen Konzeptionen folgern. 163 ff. S. klar erfassen. die hier von Galilei tat- anwendbar Um sächlich angewandt wird. Ob die Gesetze. wie Geometrie und Arithmetik sie darbieten..gleichförmigen Bewegung wird hier rein in abstrakt-phoronomischer Bedeutung eingeführt: er ist nicht auf irgendwelche materielle Körper. von denen sein gesetzliches Verhalten abhängt. Vgl. darüber muß freilich in letzter Linie das Experiment entscheiden: der logische und mathematische Sinn der hypothetischen Gesetze selbst aber steht unabhängig von dieser Form der Bewährung im Aktuell. S. wir müssen die möglichen bestimmenden Umstände gegeneinander abwägen und begrifflich abwandeln. hier erst gliedert sich der Wahrnehmungsbestand zu einem geordneten Komplex. „Über Gedanken- experimente". Gedankenexperiment" eine bedeutsame Stellung ein. das uns erst eine völlig klare Übersicht über das Gesamtgebiet der Tatsachen selbst verschafft. zum Ganzen vgl. in welchem wir die Bedeutung. O. Leipzig 1905. hierzu oben. um der Beobachtung selbst eine bestimmte Richtung zu geben. ohne daß unsere eigentliche physikalische Schlußfolgerung dadurch berührt würde**. 356 ff. Mach. In seiner Entwicklung der allgemeinen Methoden der Physik . den eine bestimmte Anordnung des Versuchs verspricht. logisch zu nur auf rechtfertigen. Gedankenexperimente zu ihrer notwendigen Vorbedingung. wie er betont. sondern lediglich auf die ideellen Schemata bezogen. die Aus- führungen ** Natorps (a. jetzt bes. sondern sich von den zufälligen. Erkenntnis und Irrtum. a.). Hier erst tritt die Bedeutung jedes einzelnen Moments klar hervor. braucht man sich übrigens zuletzt Mach selbst zu berufen. Man braucht alle diese nimmt das * S. Dieses Verfahren der gedanklichen Variation der für ein gewisses Ergebnis mitbestimmenden Faktoren ist es vor allem. auf die Wahrnehmungswelt sind. die beliebig wechseln können. die Form der Ableitung. Alle wirklich fruchtbaren physischen Versuche haben.

die den bewegten Körpern relativ zu einem besonderen empirischen Bezugssystem zukommen. Die Sätze der reinen Mechanik würden mit dieser Einsicht nichts von ihrer Geltung verlieren. ist jetzt verlassen: die Methode des .Erwägungen nur auf die Entdeckung und Aussprache des Trägheitsprinzips anzuwenden. die uns veranlassen würden. den Fixsternhimmel nicht nur als einen Bestandteil ansehen. vollständig aufbehalten. wenn diese Sätze nur die Verhältnisse wiedergäben. Denn die Voraussetzung. sondern wären in dem neuen System der Orientierung. ohne daß dadurch Sinn und Inhalt des Gesetzes selbst irgendwie berührt würde. unmöglich. daß wir das ursprüngliche Substrat beliebig variieren lassen können.. Gedankenexperiments" erschließt uns eine eigentümliche Aktivität des Denkens. sondern ihn auffassen. der in die begriffliche Fordes Trägheitsgesetzes eingeht. indem wir uns zum Bewußtsein bringen. den Fixsternen selbst bestimmte Bewegungen zuzuschreiben. selbst in Gedanken. Mach selbst muß. Dies nun der Körper ist eine Bewegung infolge der Trägheit. geradezu als einen der Beharrungsbewegung abhängig ist*. das wir alsdann zu suchen hätten. In einer von denen die gegebenen Übertragung mulierung kausalenFaktoren * „Ein freier Körper von einem Momentankräftepsiar angegriffen. daß sein Zentralellipsoid bei festgehaltenem Mittelpunkt an der zur Kräftepaarebene parallelen Tangentialebene ohne zu gleiten abrollt. um sofort zu erkennen. In der Tat würde offenbar der logische Gehalt des Beharrungsgesetzes ungeändert bleiben. daß die eigentümliche Geltung dieses Prinzips an irgend ein bestimmtes materielles Bezugssystem nicht gebunden ist. daß nämlich das Denken niemals über den Kreis der Einzeltatsachen hinauszublicken vermöge. bewegt sich derart. Hierbei macht die sonderbarsten Wendungen gegen die Himmelskörper. es von dieser Bedingtheit loszulösen. seiner ganzen Voraussetzung nach. die von den wirklichen Fällen zu den möglichen übergreift und auch von ihnen eine Bestirrlmung zu geben unternimmt. 234 . auf der Machs anfänglicher Einwand beruht. Eine solche aber wäre. auch wenn sich im Laufe der Erfahrung Gründe fänden. Selbst wenn wir das Gesetz zunächst für den Fixsternhimmel bewährt gefunden hätten. so stünde nichts im Wege.

irgendwie in dinglicher Wirklichkeit als vorhanden aufzeigt. Den gleichen prinzipiellen Einwänden unterliegt jeder Versuch. physischen Individuen ab. wenn man eine Erscheinung beschreiben will. Erhaltung der Arbeit. ohne daß dadurch die Hinge die Relation selbst eine völlig neue Gestalt erhielte. zu dem Kausalnexus derselben ? Die fernen Himmelskörper haben in unserem Beispiel keinen Einfluß mehr auf die Beschleunigung. auf das es hinweist. als vielmehr die Aussage über bestimmte Eigenschaften und „Reaktionen" eines und gegebenen empirischen Inbegriffs von Gegenständen wie sollten wir erwarten dürfen. die S t r e i n t z im einzelnen durchzuführen gesucht hat. diese Körper. 49. sondern vielmehr verworfen. seien ohne Einfluß auf dieselbe ? Gehört das. den das Trägheitsprinzip nach den empiristischen Voraussetzungen allein haben könnte. diese Anknüpfung fallen zu lassen und zu anderen Das Trägheitsprinzip wäre Bezugssystemen überzugehen. wie wir jemals daran denken könnten.) Meint 235 ." (Mach. die lediglich die Beziehung und Wechselwirkung zwischen bestimmten physischen Objekten zum Ausdruck bringt. dem Beharrungsgesetz dadurch eine feste Stütze zu geben. in diesem Falle nicht sowohl ein allgemeiner Grundsatz für die Bewegungserscheinungen überhaupt. aber ließe sich offenbar der eine der beiden Faktoren nicht durch einen anderen ersetzen. Die — logische Grundform der Mechanik ist hier nicht begriffen und erklärt. die es hier tatsächlich erfüllt hat. Wahrheit des Beharrungsgesetzes von den Fixsternen als bestimmten. Eine bekannte Erklärung. entspricht in keiner Weise der Bedeutung. wohl aber auf die Geschwindigkeit. Subjekt" losgelöst werden und auf ein anderes übergehen könnten? In jedem Falle erkennt man aus diesem Beispiel. daß auch hier Empirismus und Empirie auseinander gehen: der Sinn. die wir an einem konkreten Einzelding aufgefunden haben. S. ohne welche man die gedachte Bewegung gar nicht beschreiben kann. nicht zu den wesentlichen Bedingungen.. so diesen wäre es logisch unverständlich. bestimmt als dieses Bezugssystem man nun. daß die physischen Beschaffenheiten. daß man das Bezugssystem.Formel. was man offen oder versteckt mit nennen muß. die es in der wissenschaftlichen Mechanik seit deren Anfängen gehabt und der Funktion. von ihrem eigentlichen .

eine logische Unbestimmtheit in sich schließen. die die Physik zugrunde legt. in der sie gewöhnlich formuliert werden. als Ursache dieser Abweichung erscheinen. Bezeichnen wir nun einen Körper. in bezug auf welches die dynamischen Differentialgleichungen. Die physikalischen Grundlagen der Mechanik. 236 . Leipzig 1883. denn jede „absolute" Rotation eines Körpers setzt sich in irgendwelche physikalische Wirkungen um. wie sich leicht ergibt. S. haben jetzt einen festen und eindeutigen Sinn erhalten. erfüllt Diese Gleichungen.. die Abwesenheit von äußeren Kraftwirkungen betrifft. unzweideutig nachweisen. sofern derselbe die doppelte Bedingung erfüllt. * Vgl. die in der Art. (FK). das Trägheitsprinzip insbesondere läßt sich nunmehr in der Form aussprechen. es bisher stets gelungen ist. keine Drehbewegung zu vollführen und keiner Einwirkung einer äußeren Kraft unterworfen zu sein.. Was das zweite Moment. empirisch gegebenen Körper. daß. Die Abwesenheit der Drehbewegung läßt sich stets an bestimmten Maßinstrumenten. 13 ff. Auch dieser Ableitungsversuch beruht indessen. so besitzen wir in jedem derartigen Körper ein geeignetes System. die durch das Lageverhältnis. die näheren Ausführungen bei Streintz. als Fundamental- Körper sind. gyroskopischen Kompasses" bezeichnet.jeden beliebigen. daß jeder sich selbst überlassene Punkt Linie sich hinsichtlich eines Fundamentalkörpers in gerader und mit konstanter Geschwindigkeit bewegt*. die Streintz mit dem Namen eines . in welchem sie zu dem bewegten Punkt selbst oder zu dem angenommenen Bezugssystem stehen. irgendwelche äußere Körper anzugeben. so oft in der Bewegung eines Punktes bezüglich eines Körpers von unveränderlicher Richtung eine Abweichung von der Geradlinigkeit oder Gleichförmigkeit beobachtet wurde. die direkt wahrgenommen und gemessen werden können. durch die Abwesenheit der Drehbewegung und durch die vollkommene Unabhängigkeit von allen um- gebenden Massen charakterisiert ist. so ist hier freilich niemals eine gleich unmittelbare und positive Entscheidung möglich: wir müssen uns einfach mit der Feststellung begnügen. 22 ff. der durch die beiden angegebenen Grundbestimmungen.

Bedingungen. keiner fremden Einwirkung zu unterliegen. mit welchem Rechte wir lich. 237 . den diese Grundsätze erheben.auf einer Umkehrung des eigentlichen logischen und geschichtlichen Verhältnisses. die den beiden Momenten. Das wir feststellen. reinen Induktionen. ist aber von den denen die Gültigkeit des Gesetzes selbst beruht. Aber auch wenn man hiervon absieht. die wir an einzelnen Körpern mit bestimmten physikalischen Eigenschaften bewährt gefunden. denen wir die Eigenschaft. die ja nur kraft bestimmter Einzelbeobachtungen gewonnen sind. Nur unter der Voraussetzung dieser Gedanken leuchtet die Bedeutung ein. Der Anspruch auf strenge Allgemeingültigkeit. die schreiben. bliebe alsdann völlig unverständEs ließe sich nicht begreifen. gleichsam sinnlich ablesen konnten. so wären die mechanischen Grundsätze lediglich Induktionen. Nicht aus Beobachtungen an bestimmten Körpern. wäre die Erwägung entscheidend. alsbald umzugestalten. ist die Idee der Beharrung entstanden. gemäß ist. ob ein Einzelfall unter ein bestimmtes Gesetz auf subsumierbar ist. logisch streng geschieden. durch welche der Fundamentalkörper bestimmt ist. und die wir sodann für alle Körper derselben Art als wahrscheinlich angenommen haben. als Forderungen entunserer Erklärung die Richtung vorgegenhalten. die wir zuvor selbständig kraft dessen entwickelt haben. wenn die Bedeutung beider nicht zuvor in ideeller KonDie scheinbar struktion festgestellt worden wäre. daß der Fundamentalkörper selbst und das Fundamental-Koordinatensystem als empirische Fakta niemals vorgefunden werden könnten. Bestände Streintz' Erklärung zu Recht. sie den beobachteten Tatsachen. sind bereits geleitet und beherrscht von den Grundgedanken der analytischen Mechanik selbst. sondern umgekehrt erklärt es sich Merkmal. statt umgekehrt die Prinzipien. an denen wir erkennen. ob ein bestimmter gegebener Körper den Voraussetzungen der Theorie. sobald sie mit den neuen Erfahrungen nicht mehr im Einklang stehen. die Streintz an die Spitze seiner Erörterungen stellt. sowie die Unabhängigkeit von jeder äußeren Kraftwirkung bilden die empirischen Kriterien. zukommt: die Abwesenheit der Drehbewegung.

die Kritik des Streintzschen Versuches bei ö f Studien zur gegenw. „Jene Worte des Galilei. die hier an die Spitze treten. dieser Experiwährend umgekehrt der bloße mente nur auf dem Boden dieser Mechanik entstehen konnte*.erst auf suchen Grund dieser Idee. Grund- Gedanke Hält man also an der Forderung fest. 136 H 1 er . in der Tat einen Zirkel ein. sind die Sätze unserer Mechanik verständlich. denn in den Experimenten und in den empirischen Lehrsätzen selbst. so bleibt schließlich. Die analytische Mechanik ist. 238 . Leipzig 1900. einen unbekannten. und im Hinblick auf ihn die dynamischen Grundgleichungen zu erklären. daß wir nach Körpern dieser Art und ihnen eine bevorzugte Stellung im Aufbau So schließt der unserer empirischen Wirklichkeit zuweisen. Das Galileische Prinzip bedarf nach Neumann. treten uns entgegen als ein Satz ohne Inhalt. in der Erfahrung nicht gegebenen Körper anzunehmen. N e u in seiner Schrift über die Prinzipien der GalileiNewtonschen Theorie versucht worden. Nur in einer Welt. die erst deduziert werden sollen. Philosophie der Mechanik. um in seinem begrifflichen Sinn erfaßt zu werden. notwendig der Setzung eines bestimmten Daseins-Hintergrundes. sofern er eine wahrhafte legung der Mechanik sein will. in der Tat nur der Ausweg zurück. liegt bereits die stillschweigende Anerkennung der Grundsätze. als ein in der Luft schwebender Satz. S. hierzu bes. in der neben der Erörterung des physikalischen Grundproblems auch die methodische Hauptfrage zu besonders deutlicher Ausprägung gelangt ist. daß ein sich selber überlassener materieller Punkt in geraderLinie dahingeht. daß das Trägheitsgesetz notwendig an irgend ein materielles Bezugssytem angelehnt werden müsse. Streintzsche Versuch. in welcher an irgend einer uns mann unbekannten Stelle des Raumes ein absolut starrer. wie die Geschichte lehrt. ohne diese Experimente zustande gekommen. Die Durchführung dieses Gedankens ist zuerst von C. f. in seiner Gestalt und seinen Dimensionen für alle Zeiten unveränderlicher Körper existiert. der (um verständlich zu sein) noch eines * Vgl. wenn man zugleich die rationale Gestalt der Mechanik erklären will.

o dieser Körper sich befindet.bestimmten Hintergrundes bedarf. die auch sonst das ontologische Argument zu verleihen pflegte: es ist unveränderlich. als — . N m 239 ." Man erwarten. so können uns seine Fundamente nicht länger verborgen bleiben. Körper Alpha" bezeichnet wird. Wenn aber hier aus bloßem Denken ein Sein mit absoluten Eigenschaften gefolgert wird. daß die Begreiflichkeit unserer ideellen Konzeptionen von bestimmten Beschaffenheiten des Seins abhängig gemacht ist. Leipzig 1870. .. wiederum alle diejenigen Prädikate zu. Man denke sich den Körper Alpha durch irgendeine Naturmacht vernichtet: und die Sätze der Mechanik müßten aufhören. obwohl es selbst materieller Natur sein soll. Irgendein spezieller Körper im Weltall muß uns gegeben Basis unserer Beurteilung. dem wir diese bevorzugte sein. welche Gründe vorhanden sind. Wenn wir aber das von ihnen begründete und bis mehr und mehr erweiterte theoretische Gebäude aufmerksam durchmustern. der von Neumann als . kraft deren hier die Existenz dieses einzigartigen Körpers dargetan wird. Leider erhalten wir auf diese Stellung einräumen sollen ? sein. als derjenige Gegenstand. — hierauf sollte allerdings erhalten wir keine Antwort*. ewig und unzerstörbar. mit Bezug auf welchen alle Bewenur dann erst werden wir mit gungen zu taxieren sind jenen Worten einen bestimmten Inhalt zu verbinden imstande Welcher Körper ist es nun. gleichsam souveräne Stellung einzuräumen. . mitten in der Physik anzutreffen. . Denn sie ist in der Tat rein o n t o logischer Art: die Forderung eines einheitlichen logischen Bezugspunktes verdichtet sich zur Behauptung eines empirisch nicht unerkennbaren Daseins. Und diesem Dasein kommen. einem einzigen Körper eine auf die heutige Zeit W so hervorragende. 14f. Frage weder bei Galilei noch bei Newton eine bestimmte Antwort. so zeigt sich anderseits zugleich der umgekehrte Zug. die Beweisart. Wir erkennen alsdann leicht. S. daß sämtliche im Universum vorhandene oder überhaupt denkbare Bewegungen zu beziehen sind auf ein und denselben Körper. für uns nicht * Carl e u Über die Prinzipien der Galilei-Newtonschen ann Theorie.

an dem die ersten Zweifel und Bedenken gegenüber der Formulierung der mechanischen Prinzipien einsetzten. sondern sogar — verständlich zu sein. Der Begriff der strengen Unveränderlichkeit der Richtung. den die mathematische Theorie uns geliefert wäre nunmehr mit einem Schlage um all seinen Sinn gebracht. Diese Annahme aber kann uns niemals verwehrt werden: sie ist ein reines Postulat unseres wissenschaftlichen Denkens. wenn man sich entschließt. Auf alle diese geben.nur anwendbar. so begreift man nicht. Man entgeht in der Tat dem Dilemma erst dann. So haben wir uns auch hier im Kreise bewegt: die innere Konsequenz des Gedankens führt genau zu demjenigen Ausgangspunkt zurück. ob unsere grundlegenden mathematischen in sich selbst irgendeine Bedeutung besitzen. Hypothesen Fragen könnte es zuletzt nur eine Antwort Nicht die Existenz des Körpers Alpha so könnte man erwidern wohl aber die dieser Existenz ist es. Statt des Körpers Alpha könnten wir alsdann in logisch allein einwandfreier und verständlicher Weise den reinen selbst setzen und ihn mit bestimmten Eigenschaften und Beziehungen ausstatten. statt sie im Verlauf der Deduktion in verhüllter Form irgendwie einzuführen. Eine derartige Antwort aber würde das Problem sogleich auf einen völlig neuen Boden stellen. Wie aber sollten wir jemals zu einem begründeten Urteil über eine physikalische Wirklichkeit gelangen. in voller Klarheit an den Anfang zu stellen. sondern auch die merkwürdigsten logischen Folgen anknüpfen. mit ideellen Annahmen zu schalten. wenn nicht zuvor der Sinn dieser allgemeinen mathematischen Grundprädikate feststeht? hat. das hierin allein seinen eigenen Normen und Regeln gehorcht. warum dieses Verfahren auf die Setzung physischer Dinge eingeschränkt sein soll. Steht es in unserer Macht. woran die Geltung unserer mechanischen Begriffe hängt. der Begriff der gleichförmigen Bewegung von bestimmter Geschwindigkeit. die gedanklichen Forderungen. — Annahme — — — Raum 240 . so hinge es vom Sein oder Nichtsein eines aktuellen räumlichen Dinges ab. So würden sich hier an ein Geschehen in der äußeren Welt nicht nur bestimmte physische.

die hier erfordert sind. Kant xmd die Naturwissenschaft. 129 ff. Studien III. als dies bei der reinen Zahl der Arithmetik oder bei der reinen Geraden der Geometrie der Fall ist. daß die allgemeine Bewegungslehre ihm keinen Zweig der angewandten. genügt somit in der Tat der Grundforderung. zugleich aber bleiben beide als reine bestehen. 390 ff. Erkenntnisproblem II. vgl. Substanzbeg^iff 16 241 . und legen beide aller weiteren Betrachtung der Bewegungserscheinungen und ihrer wechselseitigen Beziehungen zugrunde*. daß wir sie im Begriff festgelegt haben. S. S. 344. sondern eine logische Eigenschaft. Braunschweig 1907. (1886). sie bedeutet. Wundts Phüos. die für das Funktionen Erkenntnis „Fundamental-Koordinatensystem" die Unabhängigkeit von * Näheres über die mathematische Konstruktion des „Inertialsystems" bei Ludwig Lange. sondern der reinen Mathematik bedeute.. ist keine sinnliche. die wir dem ursprünglichen und einheitlichen Bezugssystem zuschreiben müssen. Die Festigkeit. die gemäß einem ideellen Konstruktionsprinzip erzeugt und aufeinander bezogen sind.. dem wir alle jene Bestimmungen zuschreiben. um sie durch alle Umformungen der Rechnung hindurch als identisch und unveränderlich anzusehen.Der absolute Raum und die absolute Zeit der Mechanik schließen sowenig irgendwelche Daseinsrätsel in sich.Inertialsystem" und eine „Inertialzeitskala". Die phoronomischen und der gleichförmig beschleunigten Bewegung enthalten ursprünglich nichts von der sinnlichen Begriffe der gleichförmigen Beschaffenheit materieller Körper. ** S. 356 f. sondern fixieren lediglich eine bestimmte Beziehung zwischen Raum.und Zeitgrößen. . Cassirer. jetzt hierzu besonders die vortrefflichen Ausführungen von E d m. 559 ff. So entfällt die Hypostasierung des absoluten Raumes und der absoluten Zeit zu transzendenten Dingen. auf das wir hinblicken. Sie entstehen in genauer und stetiger Fortführung dieser Grundbegriffe: wie denn Galilei stets aufs schärfste betont. 677 ff. Wir erschaffen kraft begrifflicher Definitionen ein räumliches . So können wir uns denn auch für die Aussprache des Trägheitsprinzips zunächst lediglich auf ein gedachtes Bezugssystem stützen.. Das ideelle Achsensystem. Die geschichthche Entwicklung des Bewegungsbegriffs. kraft deren erst eine exakte der empirischen Wirklichkeit möglich wird**. König.

daß diese Forderung in der Erfahrung niemals exakt. (S. sondern wir können immer nur mittelbar in dem gesamten Verknüpfungszusammenhang. auf rein geometrische Gebilde zu wirken? Indem wir diese Linien in unserer gedanklichen Abstraktion als schlechthin konstant betrachten. so wenig gibt es einen wirklichen Körper. entwickeln wir hieraus ein allgemeines gesetzliches Schema für mögliche räumliche Veränderungen überhaupt. Aber auch hier ist es niemals möglich. und ihrer empirischen Erfüllung bestehen bleibt. Daß irgendein System wie etwa das System der Fixsterne gegebener Körper in Ruhe ist. ihr Recht aufweisen. oben. So bleibt stets die Möglichkeit offen. sprechen wir auch ihm „absolute!' Ruhe und absolute Festigkeit zu: d. die freilich unabweislich ist: denn sie liegt Sie ist der im Begriff des Erfahrungs. das bedeutet somit nicht eine Tatsache. die Grundhypothesen zu isolieren und sie einzeln in konkreten Wahrnehmungen als gültig aufzuzeigen. Diese Relativität ist es. vermag freilich zuletzt nur die Erfahrung zu lehren. den sie zwischen den Phänomenen herstellen.) der „Inertialsysteme". allen auf — Wir entwickeln rein theoretisch die Bestimmungen S. Soweit irgendein empirisch gedie sich an sie anschließen.Gegenstands selbst. sondern stets nur in bestimmter Annäherung erfüllt sein kann. wir behaupten. die wir formulieren. der in allen Stücken der mechanischen Definition des Inertialsystems entspricht. die sich — — 242 . durch die Wahl eines neuen Bezugspunktes eine nähere und genauere Übereinstimmung zwischen dem System der Beobachtungen und dem System der deduktiven Schlußfolgerungen herzustellen. h.äußeren Kräften verlangt: denn wie vermöchten Kräfte Linien. Aber wir sind uns zugleich darüber klar. So wenig es eine wirkliche Gerade gibt. 193 ff. Ob dieses Schema auf die Wirklichkeit der physischen Dinge und Vorgänge anwendbar ist. und die mathematischen Folgerungen. die alle Eigenschaften des reinen geometrischen Begriffs erfüllt. sich diesen Bestimmungen gemäß zu verhalten gebener Körper scheint. daß ein sich selbst überlassener materieller Punkt sich in bezug auf ihn geradlinig und gleichförmig bewegen müsse. der zwischen den exakten gedanklichen Gesetzen. Ausdruck des notwendigen Abstandes.

direkt durch Wahrnehmung oder Messung feststellen läßt. 16* 243 . deren Anwendung uns gestattet. von dem die konkrete Gesamtheit der maß. wie auf das Gravitationsgesetz stützen: als . mag sich daher verändern: die Grundrelation auf einen bestimmten Inbegriff von Gesetzen der Mechanik und Physik aber bleibt konstant. Phänomene als abhängig gedacht wird.und Lehrsätze der reinen Mechanik gefunden ist. anderseits den Gegensatz zwischen dem nach dem Newtonschen Gesetz berechneten und dem tatsächlich beobachteten Wert der säkularen Beschleunigung des Mondes zu beseitigen*. indem wir uns auf das Gesetz der Erhaltung der Kraft. einerseits den Widerspruch gegen die theoretischen Forderungen des Energieprinzips. die sich dem Zusammenhang dieser Sätze völlig einordnen und in ihm einen erschöpfenden Ausdruck finden. sondern darin. wir hinblicken und an dem wir unsere gedankliche auf das Orientierung suchen. ist kein einzelner. Der einzelne materielle Anknüpfungspunkt. Diese Bedeutung der Grundbegriffe des absoluten Raumes und der absoluten Zeit ist bereits von Leibniz in ihren allgemeinen Zügen festgestellt worden. La mesiire du temps (vgl. daß hier in der Körperwelt ein Paradigma für bestimmte Grund. Ihm sind beide Begriffe nur ein anderer Ausdruck für die durchgängige örtliche und * S. daß sie jegliche Relation abstreifen. 192 f. oben. punkt vom Materiellen ins Ideelle verlegen. steht mit den bewegten Körpern der Wirklichkeit in Be- ziehungen.). Poincare. wahrnehmbarer Körper. absolut" exakt gilt uns diejenige Zeiteinheit. an den wir gleichsam unsere Bewegungsgleichungen heften. H. Analog ersetzen wir das nicht völlig genaue Zeitdas die Sterntage uns darbieten. an welchem sie sich gleichsam anschaulich Der Fixsternhimmel demonstrieren und darstellen lassen. sondern es besagt. daß sie den notwendig geforderten BezugsDas System. S. durch ein genaueres. Die Bedeutung dieser Begriffe besteht nicht darin. sondern ein Inbegriff theoretischer und empirischer Regeln.. So bleibt freilich auch den physikalischen Begriffen des absoluten Raumes und der absoluten Zeit eine Beziehung anhaften.

844 . deren Eigenschaften indessen den Eigenschaften nicht widersprechen dürfen. Nouveaux Essais. Räumen und Massen sollen daher nicht mehr allein den Ansprüchen unseres Geistes genügen. insbesondere zukünftigen Erfahrungen entsprechen. II.zeitliche Bestimmtheit. Livr. werden die Zeiten. Die Aussagen. sondern sie sollen zugleich auch möglichen. die wir zuvor den gleichbenannten Größen als Formen unserer inneren Anschauung oder durch Definition beigelegt hatten. die wir für alles Sein und Geschehen fordern müssen. Diese Aussagen stützen sich daher auch nicht mehr allein auf die Gesetze unserer Anschauung und unseres Denkens. auch wenn es keinen streng gleichförmigen Ablauf irgendeines tatsächlichen Naturereignisses. deren Gesetz man kennt." Indem wir nämlich innerhalb jedes Gebiets feste Maßeinheiten zugrunde legen. das hier angenommen wird. gewinnen wir damit ein allgemeines Prinzip der Zu* Leibniz. Das Verhältnis zwischen Theorie und Erfahrung. Zeiten und Massen miteinander vergleichen. in dem sie sich der „innerenAnschauung** darbieten. Erst im zweiten 'Buch. nach denen wir die empirischen Räume. Sie ist theoretisch stets erreichbar: denn man kann stets die ungleichförmigen Bewegungen.. Räume und Massen als Zeichen äußerer empirischer Gegenstände gedacht. sind . hat in der neueren Zeit seine prägnanteste Ausprägung in Heinrich Hertz' System der Mechanik gefunden. sondern außerdem auf vorangegangene Erfahrung. Urteile a priori im Sinne Kants". in welchem von der Geometrie und Kinematik zur Mechanik der materiellen Systeme übergegangen wird. noch irgendeinen festen und unbeweglichen Körper im Weltall gibt. 1 4. Die Darstellung von Hertz nimmt Raum und Zeit zunächst lediglich in dem Sinne. auf gedachte gleichförmige Bewegungen beziehen und auf Grund dieses Verfahrens die Folgen der Verknüpfung verschiedener Bewegungen vorausberechnen*. die von ihnen gemacht werden. chap. Diese Bestimmtheit muß verlangt werden. jede Berufung auf die Erfahrung an sinnlich wahrnehmbaren Körpern bleibt ihnen fremd. „Unsere Aussagen über die Beziehungen zwischen Zeiten.

.. 53 ff." Während also bei den Gebilden. sondern es sind Unbestimmtheiten der abzubildenden äußeren Erfahrung selbst. so würde also das Ideal. kraft dessen wir nunmehr den konkreten sinnlichen tische Empfindungen und Wahrnehmungen bestimmte mathemaSymbole eindeutig entsprechen lassen und damit die gegebenen Eindrücke in die Zeichensprache unseres inneren gedanklichen Bildes übertragen. sind nicht Unbestimmtheiten unserer Bilder. ist sie im Gebiet der empirischen Erscheinungen lediglich gefordert. in seinem Sinn völlig unversehrt bleiben. Der absolute Raum ist daher wenn darunter nicht der abstrakte Raum der Mechanik. Wir messen die . ff. Die Unbestimmtheiten. sofern alle tatsächlich beobachtbaren Bewegungen in bezug auf dieses Grundsystem bisher stets in höchster Annäherung den Axiomen entsprachen. „Wir wollen damit sagen. keine Masse genauer. die vollkommene Fixierung aller Elemente erreicht ist. die diesen Festsetzungen der letzten Einheitsmaße notwendig anhaften. daß wir durch tatsächliche Bestimmung mit Hilfe unserer Sinne doch keine Zeit genauer festlegen können.und Korrelationsgesetze.Ordnung. S. als sie sich beziehen läßt auf ein mit dem entfernteren Fixsternhimmel ruhendes Koordinatensystem. auch nicht unserer Abbildungs... als sie sich messen läßt mit Hilfe der besten Chronometer. Die Weltordnung. absoluten Bewegung" charakterisiert. die aus den Gesetzen der Anschauung und des Denkens von uns erzeugt sind. keine Lage genauer. was wir durchaus als möglichen Fall in den Kreis unserer Berechnungen und Voraussetzungen aufnehmen müssen. durch welche die Mechanik den Begriff der . sondern die eindeutig be- — * S. Wirklichkeit" unserer Erfahrungen beständig an der . Die Prinzipien der Mechanik. Sollte einmal diese Bedingung sich nicht mehr erfüllt zeigen. nur seine empirische Verwirklichung wäre an eine andere Stelle gerückt. 157 245 . so würden diese Axiome. die wir unter der Voraussetzung der Ruhe des Fixsternhimmels konstruieren. Wahrheit" unserer abstrakten dynamischen Begriffe und Grundsätze. ist uns die wahre Ordnung der Dinge. Heinrich Hertz. nach welchem die Konstruktion erfolgt ist. als die besten Wagen sie uns liefern*.

verwehren. indem wir etwa eine Beziehung zwischen die Gesamtmasse der Körper auf die Schwerpunkte reduziert denken. in welchem Der es feste Lagen und Entfernungen gibt. weil sie zu viel beweisen würden: sie müßten.. so meinen wir damit streng genommen kein Verhältnis zwischen sinnlichen Körpern. als im Begriff des bloßen Raumes. niemals eine Gegebenheit im Sinne eines dogmatischen . da diese. daß die Ausdehnung. um auch nur über die relative Lage zweier materieller Systeme eine völlig sichere Aussage Abständen Um Punkten machen zu können. aber es folgt hieraus nicht. einem eindeutigen geometrischen Sinne zu gelangen. sind wir damit über die Grenzen der sinnlichen Eindrücke bereits hinausgeschritten. Wir müssen somit die direkte empirische Anschauung bereits vermittels der reinen geometrischen Grenzbegriffe geformt und umgestaltet haben. physische Raum der Körper bedeutet eben keine getrennte Wesenheit. Wenn wir von „Distanz" sprechen. Aber hierin liegt keine Minderung seiner objektiven Bedeutung für unsere Erkenntnis: denn auch der relative Raum bedeutet.stimmte Ordnung der Körperwelt selbst bezeichnet wird allerdings niemals endgültig gegeben. ja sehr verschiedene hier zu Entfernungen untereinander besitzen können. müssen wir vielmehr an die Stelle einer Beziehung von Körpern setzen. konsequent zu Ende gedacht. Es ist freilich richtig so führt er aus Begriff des Körpers mehr gesetzt ist. daher nichts. Auch für dieses Verhältnis hat L e i b n i z ein besonders treffendes und prägnantes Wort daß im geprägt. auch jede Darstellung physisch gegebener Körper in einem geometrischen System. sondern ist erst kraft des geometrischen Raumes der Linien und Abstände möglich. je nachdem man den einen oder anderen Punkt ihres Volumens zum Ausgangspunkt der Messung nimmt.reinen" Raum und die „reine" Zeit der Mechanik beweisen . wie sich bei schärferer Analyse zeigt. von der idealen Ausdehnung der Geometrie in irgendwelchen Bestimmungen ver- — — 246 . die wir an den Körpern wahrnehmen. Die positivistischen Bedenken gegen den . sondern stets nur gesucht. Auch wenn wir irgendwelche körperliche Massen in ihren — wechselseitigen Lagen und ihren relativen betrachten. Positivismus".

es bequemer S. Die Frage. Kopie Phoronomie Freilich feststehen. gleichviel ob wir sie rein begrifflich definieren oder sie uns in irgendeinem konkreten Beispiel veranschaulichen. a. die wir zum Zweck der leichteren Übersicht über die Tatsachen einführen. die hiermit aufgeworfen läßt indes * im Zusammenhang der bisherigen Untersuchung Leibniz. so sind wir in unserer Wahl niemals von außen schlechthin bestimmt und gezwungen: kein Zeitmaß ist wahrer als irgendein beliebiges andere.In demselben Sinne kann man auch sagen. s. der zu- Man hat diesen Schluß tatsächlich gezogen.Inertialsystems" und der „Inertialzeitskala" als bloße bezeichnet hat. Livr. man die Konventionen objektives daß ist. . II. beschränkt sich darauf. Nouveaux Ludwig ** Vgl. Studien. Chap. wenngleich seine Hauptzüge durch die Begriffe der Geometrie und Entwurf.schieden sei.. Bd. Lange Bystem vor dem Forum Essais. 247 . ist. Auch die Zahl ist etwas anderes als der Inbegriff gezählter Dinge. .. 4. Wenn wir irgendeine Naturerscheinung als absolut gleichförmig erklären und alle anderen an ihr messen. scheint. wenn Aussagen über Wirklichkeit wir auf in dieser Weise unsere vorangegangene Kon- struktionen begründen. a. die aber in keinem empirischen Faktum selbst ein unmittelbar Korrelat besitzen**. auch den Aufs. In einer Untersuchung über die Bedingungen der Zeitmessung hat sodann P o i n c a r 6 die allgemeine Folgerung hieraus in aller Entschiedenheit gezogen. Philoe. indem Begriffe des . während doch die Vielheit als solche stets ein und dasselbe bedeutet. daß man sich nicht zwei Arten der Ausdehnung: die abstrakte des Raumes und die konkrete der Körper vorzustellen hat: denn das Konkrete empfängt seine Beschaffenheit erst durch das Abstrakte*." Wir zeichnen die Daten der Erfahrung in unser konstruktives Schema ein und gewinnen damit ein Bild der physischen Wirklichkeit: aber dieses Bild bleibt nicht des Seins dennoch immer und erhält sich daher beständig wandlungsfähig.: Das Inertialder Naturforschung. damit zugleich ein Moment Willkür in unsere wissenschaftliche Betrachtung gelassen. was wir zu seiner Begründung anführen können.. sondern alles. II. O.

alle Zufälligkeiten der Beurteilung. das jede andere Wahl ausschließt. als die Einheit und Geschlossenheit im systematischen Aufbau der Gesamterfahrung. sie müßte sich selbst . Jede andere Fassung des Gegenstandsbegriffs liegt außerhalb ihres Bereichs. festzulegen. daß sie hierbei nicht nach Willkür verfährt.transzendieren". ehe sie als Maßstab gebraucht werden kann.noch keine endgültige Antwort zu. Diese Ordnung ist freilich niemals einem einzigen Begriffssystem. sondern ein bestimmtes Gesetz des Fortschritts befolgt. in ihrer Ordnung und ihrem Diese einzelnen System in Zusammenhang. daß der Gedanke sich in ihnen nicht lediglich aufnehmend und nachbildend verhält. wenngleich nicht in einer Wahrnehmung. Die Bezeichnung der ideellen begrifflichen Schöpfungen als . was an sich selbst durch die Natur der Sache notwendig ist.. zeigt es sich. die Trennung zwischen dem. denn sie greift vom Bereich der Wissenschaft in ein methodisch fremdes Gebiet über. und daß an ihre Stelle 248 . und ursprüngliche Selbsttätigkeit Selbsttätigkeit ist indessen keineswegs unbeschränkt und zügellos: denn ihre Bindung ist. gegeben. denn es verbürgt uns.. bedeutet selbst bereits eine metaphysische Satzung. Dieses Gesetz bleibt das letzte erreichbare Kriterium der . daß in dem Weltbild der Physik. sondern eine eigentümliche entfaltet. die. Objektivität". was vom Standpunkt unserer Begriffe und dem. so doch im der Wahrnehmungen. Die Wissenschaft besitzt kein höheres Kriterium der Wahrheit und kann kein anderes besitzen. Konventionen" hat somit zunächst nur eine verständliche Bedeutung: sie enthält den Hinweis und die Anerkennung.. um auch nur das Problem einer andersartigen Gegenständlichkeit in Gedanken fassen zu können. keiten der Darstellung sondern läßt stets verschiedenen MöglichRaum: aber eben indem unsere gedankliche Konstruktion sich erweitert und neue Momente in sich aufnimmt. mehr und mehr ausgeschaltet werden. auf ihr Recht und ihre Geltung zu prüfen ist. dem wir auf diesem Wege zustreben. Die Scheidung zwischen einer „absoluten" Wahrheit des Seins und einer „relativen" Wahrheit der wissenschaftlichen Erkenntnis. wie sie sich vom subjektiven Standpunkt des einzelnen Beobachters aus unausweichlich ergeben.

7tXrJQEi ov dem leeren Raum entgegengesetzt ist. sondern im Gebiet des Seins. die allgemein den diejenige des Objektbegriffs selbst ausmacht*. die als das 7tafj. Notwendigkeit Kern VIT. Und wir brauchen. und Zeit. gelten dennoch nur als die Sie in denen diese sich darstellt. neben allen spezifisch physikalischen Gründen. die sich aber an realer Bedeutung niemals mit der In der unmittelbaren Empfindung selbst messen können. allgemeinen sind die fundamentalen Ordnungen. So ist es denn in der Tat. hier tritt uns ein Sein entgegen. Hier scheinen wir zum ersten Mal auf dem Boden der Wirklichkeit zu stehen. die wir unseren Eindrücken anheften. so unentbehrlich sie zum Aufbau der empirischen Wirklichkeit sind. weil das Wirkende selbst. keinen Umweg über komplizierte mathematische Hypothesen mehr. gehen dennoch bei schärferer Zergliederung der Daten und Bedingungen unserer Erkenntnis in bloßen Abstraktionen auf. Inhalt zu erfüllen. 249 . Um Energetik die nimmt. die für die ältere Naturwissenschaft den eigentlichen Typus des Objektiven ausmachen. Energie erst erfassen wir das Wirkliche. das alle Bedingungen wahrhafter und unabhängiger Existenz erfüllt. Das Atom und Materie. um dieses letzte Sein zu ergreifen.tritt. Von Demokrits Begriff der Materie an. hier befinden wir uns nicht mehr im Gebiet des bloßen Denkens. sondern es offenbart sich uns direkt und unVgl. ein erkenntnistheoretifür sich in Anspruch scher Vorzug. indem es sich unzerstörlich und ewig erhält. hierzu später Kap. in welche sich das Reale einfügt. Sie sind Begriffsmarken. Hier schiebt sich kein bloßes Symbol mehr zwischen uns und die physischen Dinge. den die Raum Formen. ist dieses Prinzip in verschiedene Bezeichnungen zu fassen versucht worden. VI und VII. aber sie bestimmen nicht den Begriff des Realen die an und für sich leeren Formen mit konkretem selbst. bis es seine abschließende logische Fixierung in dem modernen Gedanken der Energie gefunden hat. bedarf es eines neuen Prinzips.

Vorles. welche auf der Netzhaut unseres Auges chemische Arbeiten bewirkt. reiner diese Aufgabe erfüllt wird. die von den Außendingen auf uns geübt werden. so empfinden wir die mechanische Arbeit. Überall sind es Energien oder Arbeiten. „Was wir sehen. S. Mit diesem Gedanken ist allerdings eine Bestimmung. und beruhen auf chemischen Arbeitsleistungen. Riechen Schmecken deren Betätigung uns davon Kunde gibt. die als Licht empfunden werden. ohne alle abstrakten und begrifflichen Hüllen. Was wir empfinden. 159 f. Ein Bedenken freilich muß sich sogleich gegen diese Auffassung erheben. Wenn wir einen festen Körper tasten. in die Grundlagen des naturwissenschaftlichen Denkens aufgenommen. von der wir in dem Maße Kenntnis erhalten. Wahrheit nicht die rätselhafte. können alle bloß spekulativen Gesichtspunkte um so strenger ausgeschlossen und die Betrachtung lediglich auf die WiederJe gabe des empirisch Tatsächlichen beschränkt werden. die in den Organen der Nase und des Mundes stattfinden. als was er sich uns allein gibt: eine Summe tatsächlicher und möglicher Wirkungsweisen. 250 . Gleichviel welche physikalischen Vorzüge * Ostwald. die bei der Zusammendrückung unserer Fingerspitzen und gegebenenfalls auch der des getasteten Körpers verbraucht wird. über Naturphilosophie. und die Gesamtheit der Natur erscheint uns unter diesem Gesichtspunkte als eine Austeilung räumlich und zeitlich veränderlicher Energieen in Raum und Zeit.gesucht in der ist ja Wahrnehmung selbst. Der Gegenstand i s t das. und welche Eigenschaften sie hat. um so klarer erblicken wir. sondern es sind die konkreten Einwirkungen.*" Das „Ding" als ein passives und gleichgültiges Substrat der Eigenschaften ist somit jetzt beseitigt. insbesondere auf die für den Empfang bestimmter Energieen ausgebildeten Sinnesorgane übergehen. nunmehr die Urrealität selbst. an sich völlig unbestimmte Materie. die rein der philosophischen Reflexion angehört. wie die Außenwelt geordnet ist. die wir als „Träger" der sinnlichen Eigenin schaften voraussetzen. als diese Energieen auf unsern Körper. aber damit Fortan ist zugleich deren Leistung begrenzt und erschöpft. ist nichts als die strahlende Energie.

mehr als jede andere physikalische Anschauung. geht. die die Energetik der mechanischen Weltanschauung zum Vorwurf macht. daß die „Materie" der theoretischen Physik sich direkt tasten und mit Händen greifen lasse. erkenntnistheoretisch betrachtet. Zahlenwerte und Zahlenverhältnisse sind es.der Begriff der Energie vor dem der Materie und des Atoms besitzen mag: logisch stehen jedenfalls beide auf derselben Stufe und gehören der gleichen Sphäre der Betrachtung an. Daß „Energieen" gesehen oder gehört werden können: dieser Gedanke ist offenbar nicht weniger naiv. sondern nur darum. sondern daß sie sie klarer und schärfer in ihrer logischen Bedingtheit durchschaut.). nicht in Linie auf den Begriff des sondern auf den der Zahl zurück. heißt bereits. Nicht darum kann es sich handeln. den beide gegenüber dem Sinnlich. des Hellen und Dunkeln. den die Energetik hier vor der Mechanik behaupten könnte. sind qualitative Unterschiede des Empfindungsinhalts: des Warmen und Kalten.Gegebenen bewahren. S. haben wir daher an ihnen genau die gleiche Umsetzung in eine. Faßt man die Aufgabe in dieser Weise. so zeigt es sich in der Tat. des Süßen und Bittern. mit bestimmten theoretischen Voraussetzungen des Urteils an sie herantreten (s. 251 . auf die hier die theoretische wie die experimentelle Beobachtung gleichmäßig eingestellt sind und in denen der erster gedanke Raumes. nicht aber die numerischen Differenzen von Arbeitsgrößen. Dies bekundet sich vor allem negativ in dem gleichen Abstand. Der Vorzug. daß die Energetik von Anfang an ein Motiv in sich das sie. 187 ff. vor der Gefahr der unmittelbaren Verdinglichung der abstrakten Prinzipien zu bewahren vermag. Eine Wahrnehmung heißt bereits sie in eine andere Form des Seins umprägen. daß sie sich dieser Voraussetzungen enthält. ihnen fremde Sprache vollzogen. Indem wir die Empfindungen auf derartige Größen und ihren wechselseitigen Ausgleich zurückdeuten. kann also niemals darin bestehen. die „Hypothese" gänzlich auszuschalten. als der Gedanke. Was uns gegeben ist. Ihr Grundenthält. sie nicht mehr gleich dem dogmatischen Materialismus in eine absolute Beschaffenheit der Dinge messen — — umzudeuten.

eigentliche Kern des Grundgesetzes besteht. indem ihm ein eindeutiger Platz in einer nach irgendeinem Gesichtspunkt geordneten und abgestuften Mannigfaltigkeit zugewiesen wird.. nicht wohl als Substanz mißverstanden werden. ist das . Es ist nicht genug. in die wir den Inhalt des Gegebenen zunächst geordnet haben. Denn das Objekt will chemische Verwandtschaft bezeichnen zunächst nur gewisse abstrakte Typen. Elektrizität. es will die Einheit der Eigenschaften und somit ihre wechselseitige Bedingtheit und Abhängigkeit Soll diese Forderung in der Wissenschaft ihren bedeuten. Die Entwicklung des Energiegedankens bietet ein konkretes physikalisches Beispiel für diesen allgemeinen Erkenntnisprozeß. als eine bloße Summe von Eigenschaften.Ding** der populären Erfahrung selbst noch nicht vollständig in seinem logischen Bestand begriffen. wenn man nicht zur Mystik des Pythagoreismus zurückkehren will. adäquaten Ausdruck finden. Die Zahl aber kann. es unter bestimmte Reihenbegriffe zu fassen. so muß nach einem Prinzip gefragt werden. daß der erste Schritt der mathematischen Objektivierung des Gegebenen darin bestand. Erst indem es in diesem Sinne „festgestellt** wird. als diese Reihen selbst noch gesondert nebeneinander stehen. wird das Gegebene damit zum Gegenstand wissenschaftlicher Betrachtung. wenn wir jede einzelne physikalische und chemische Eigenschaft in einem reinen Zahlenwert zum Ausdruck bringen und den Gegenstand stellen. als ein Ganzes derartiger „Parameter" dar- mehr sein. sondern sie bezeichnet lediglich einen allgemeinen Gesichtspunkt. das uns gestattet. die verschiedenen Gesamtreihen. durch welchen wir das sinnlich Mannigfaltige im B e g r i f f als einheitlich und gleichartig setzen. auf die wir das Ganze unserer Wahrnehmungen beziehen. Bewegung. ja prinzipiell noch nicht in Angriff genommen. Gesetz zu verknüpfen. Solange dies der Fall ist. Um von ihnen wiederum zu einer Dar252 f . Aber die eigentliche Aufgabe der Naturerkenntnis ist damit noch nicht erschöpft. Wir sahen. wiederum untereinander durch ein einheitliches Wärme. Die Einbeziehung des Sinnlich-Mannigfaltigen in Reihen von rein mathematischem Aufbau bleibt solange unzureichend.

ohne daß das Ergebnis dadurch berührt würde. kraft deren alle diese verschiedenen Gebiete wiederum zu Gliedern eines übergeordneten Systems werden. bedarf es einer durchgängigen Vermittlung. kann beliebig wechseln. auch eine konstante zahlenmäßige Beziehung zu entdecken. aber sie greift.Stellung des realen Vorgangs selbst zu gelangen. die wir hierfür zugrunde legen. sofern jedem . Im Maßbegriff der Arbeit sind alle diese Größenbestimmungen auf einen gemeinsamen Nenner bezogen. Quantum" der Bewegung ein Quantum der Wärme. Erst wenn dies geschehen. der Einzelreihen wenn es gelingt. einmal ermittelt. ist der Weg von jedem Glied zu jedem andern. jedem Quantum der Elektrizität ein Quantum chemischer Verwandtschaft entspricht usf. bestimmt und durch feste Regeln der Ableitung vorgeschrieben. Sind zwei Elemente eines Gebiets insofern einander gleich. läßt sich sogleich die allgemeine Von diesem Punkte aus Bedeutung und Leistung des Grundgedankens der Energetik überblicken. Das Energiegesetz enthält die Anweisung. die den Übergang von einer Reihe zur andern regelt. in den zugehörigen Werten irgendeiner anderen Reihe vollständig ausdrücken und wiedergeben. Diese Beziehung wird empirisch zunächst an dem Verhältnis der Äquivalenz von Bewegung und Wärme festgestellt. Der Aufbau der mathematischen Physik ist im Prinzip vollendet. sogleich über diesen ersten Ansatz hinaus. Ist aber einmal ein derartiger Zusammenhang festgestellt. wie in der Tat die Fäden des mathematischen Zusammenhangs des Geschehens allseitig geknüpft sind. Der Gedanke erstreckt sich als allgemeine Forderung alsbald auf die Allheit der möglichen physischen Mannigfaltigkeiten überhaupt. als ihnen in irgendeiner Reihe physischer Quali- 253 . ebenso wie wir die Glieder gemäß einer exakten numerischen Skala geordnet haben. Die Vergleichseinheit. Nun erst zeigt es sich. gleichviel welcher Reihe es angehören mag. so daß kein Element ohne Verbindung bleibt. den wir innerhalb der einen Reihe finden.. jedem Glied einer Mannigfaltigkeit ein und nur ein Glied in einer beliebigen anderen zuzuordnen. so läßt sich nunmehr jeder numerische Unterschied.

Will man den Zusammenhang schematisch darstellen. da die Umsetzung der verschiedenen . daß wir nicht jedem Einzelglied stets die ganze Fülle der entsprechenden Äquivalente zuordnen. so muß diese Gleichheit aufrecht erhalten bleiben. auch wenn man zum Zweck ihrer zahlenmäßigen Vergleichung auf eine beliebige In dieser Forderung erschöpft sich andere Reihe übergeht. daß wir als ein einheitliches Alles was sich von ihr mit der Messung zugrunde legen. sondern erschaffen zu diesem Zwecke eine geVergleichsreihe. bereits der wesentliche Inhalt des zips: denn jede Arbeitsgröße.. .. an und für aber könnte jede beliebige Einzelreihe als Ausdruck für die Gesamtheit der möglichen Relationen zugrunde gelegt werden. derart. Cn in einem bestimmten physikali- Erhaltungsprin- - - stehen. in dem dieser Ersatz vorgenommen wurde. beDieses Verhältnis der möglichen Substitution zeichnen wir kurz damit.. auf die sie gleichmäßig bezogen werden. Daß wir für diese Vergleichsreihe herkömmlicher Weise die mechanische Arbeit wählen.. die relativ leicht ausführbar sich Bezugssystem 254 . daß schen irgendein Glied von A durch ein bestimmtes anderes in B oder C ersetzt werden kann.. wissenschaftlichem Grund und Recht aussagen läßt.der" Energie zusprechen. Energiearten" in diese Grundform Austauschverhältnis meinsame und exakt meßbar ist. sondern daß wir ihm ein für allemal einen bestimmten Wert . deren Glieder aia^^z^n» bj bj b. Ci Cj Cj . C. dadurch geändert wird. B. würde das Prinzip der wechselseitig eindeutigen Zuordnung aller Reihen durchbrechen. bn. ist vor allem in technischen Umständen begründet.täten derselbe Betrag der Wirkung entspricht. ohne daß die Wirkungsfähigkeit des betreffenden physikalischen Systems. der alle diese Zuordnungen Wir in einen einzigen prägnanten Ausdruck zusammenfaßt.. nicht direkt an und inmessen die verschiedenen Systeme einander. erschöpft sich in den quantitativen Beziehungen der Äquivalenz. die „aus Nichts" entstände. In jedem Falle zeigt es sich. daß die Energie in dieser Form der Ableitung nirgends als ein neues Ding. so haben wir hier eine Anzahl von Reihen A. sondern erscheint.

das die eindeutige quantitative Zuordnung der Gesamtheit der Phätik Es wäre dem nomene fordert. wie Licht und Wärme. die gleiche dogmatische Verwechslung. Die Energie als Einzelding gefaßt. An diesem Punkte.des" Dinges.und bestimmungslosen Gegenstandes. zu der auch sie hinstrebt und zu der sie die verstreuten Einzelphänomene verknüpft. in welcher alle diese Inhalte stehen. die die EnergeMaterialismus vorwirft. Ob man die Energie als Substanz oder aber als den Ausdruck einer kausalen Relation begreift. das hängt schließlich von der allgemeinen Vorstellung ab. nach welchem alle diese Phänomene meßbar werden und sich somit bei aller sinnlichen Verschiedenheit ein und demselben Verknüpfungszusammenhang einfügen. drängt sich indessen zugleich eine allgemeine logische Bemerkung auf. Elektrizität und Magnetismus. die man sich vom Wesen der natur255 . so macht sich selbst hier. zur Seite. wäre ein Etwas. sondern sie bedeutet lediglich eine objektiv gesetzmäßige Korrelation.. der einen allumfassenden Substanz kleiden wollte. Die Energie tritt nicht als ein neues gegenständliches Etwas den schon bekannten physischen Inhalten. an welchem wir mitten in den naturphilosophischen Streitfragen der Gegenwart stehen. selbst in die Form eines Einzeldinges. das zugleich Bewegung und Wärme. Ihr eigentlicher Sinn und ihre Funktion liegt in den Gleichungen. nicht aber eines allumfassenden und somit im letzten Grunde eigenschafts. Magnetismus und Elektrizität und doch auch nichts von dem allen wäre. Die I d e n t i t ät . wo die Betrachtung völlig den Tatsachen hingegeben scheint. während sie als Prinzip nichts anderes als einen gedanklichen Gesichtspunkt bezeichnet. ja in die Form . wenn man das Prinzip. zum mindesten Die weiß von einer solchen substantiellen Umformung nichts und vermag sie nicht zu verstehen.zwischen den verschiedenen Gebieten der Physik obwalten. hat ihr stets die Form eines obersten mathematischen Gesetzes. So paradox es auf den ersten Blick erscheinen Wissenschaft mag. die Nachwirkung allgemeiner logischer Theorien geltend. die sie zwischen verschiedenartigen Gruppen von Vorgängen herstellen lehrt.

auf die Herauslösung eines identischen oder ähnlichen Bestandteils aus einer Mehrheit gleichartiger Wahrnehmungen. und 107 ff. Man erkennt an dieser Stelle von neuem. Der Inhalt. hier wurden nicht sowohl einzelne seiner Teile abgetrennt und herausgehoben. von denen er abgelöst ist: er bezeichnet eine Eigenschaft. (Vgl. nicht darauf ausgegangen. So frei der physikalische Forscher hier der Natur selbst gegenüberzustehen meint. die in der traditionellen Logik herrschend geblieben ist.) Die Bedeutung dieses Gegensatzes zeigt sich jetzt von einer neuen Seite: denn er ist es. die bestimmten Klassen Dieser Auffassung trat Objekten gleichmäßig zukommen. die ihren eigentlichen Ursprung in bestimmten . stützt den Begriff auf das Verfahren der Abstraktion: d. das Gegebene durch Vergleichung in Klassen zu scheiden. auf denen seine beruht. h. 18 ff. Die eine. indessen eine andere gegenüber. so läßt sich dennoch zeigen. die am Problem des Begriffs einander gegenüberstanden. wie die Gegenstände selbst. in ihrer eigentümsystematische lichen Relations-Struktur untersucht. formalen" Grundüberzeugungen haben.wissenschaftlichen Begriffsbildung überhaupt macht. die sich vor allem auf die Hier wurde Analyse der mathematischen Begriffe stützte. die zwar im allgemeinen nicht isoliert besteht. wie tief die Probleme der „Form" in die der „Materie" eindringen und wie nachhaltig Zwei verschiedene Grundansichten hier ihr Einfluß bleibt. der sich noch in der modernen Diskussion über den Sinn und die Formulierung des : Verknüpfung 256 . deren einzelne Exemplare sämtlich in bestimmten Merkmalen übereinkommen. sondern es durch ein gesetzliches Verfahren aus einer ursprünglichen Einheitssetzung erst aufzubauen. als vielmehr die Zusammenhänge und Beziehungen. der auf diese Weise gewonnen wird. oben bes. daß auch im Aufbau und in der Fassung der Energetik Motive wirksam gewesen sind. die aber doch an diesen Gegenständen stets als ein Teilmoment von ihnen aufweisbar ist und somit hier Der Begriff ist danach die ein konkretes Dasein besitzt. „Vorstellung vom Gemeinsamen" er ist die Zusammenfassung von derjenigen Einzelzüge. ist streng genommen von der gleichen Beschaffenheit und Natur. waren es. S..

nicht notwendig irgend welchen existierenden Dingen entsprechen und die Theoreme. Nur das erste Verfahren entspricht indes in aller Strenge den Forderungen der wissenschaftlichen und philosophischen Kritik. wie etwa der Geometrie. die wir aus ihnen ableiten. denen wir aber keinen fremden Zug hinzufügen. als die Bezeichnung bestimmterEigenschaften. der zuerst den Namen und den Begriff einer allgemeinen „Energetik" geschaffen hat. die wir der Entwicklung einer abstrakten Wissenschaft zugrunde legen. die Erscheinung des Magnetismus nicht auf irgend ein hypothetisches Fluidum zurück. während der echte naturwissenschaftliche Begriff nichts anderes sein will. sondern sie faßt beide lediglich in die schlichte Form. der allen Gliedern der Klasse gemeinsam ist und der ihnen in ihrer sinnlichen Erscheinung unmittelbar zukommt oder aber hinter die Erscheinung Um — zu bestimmten Hypothesen zurückgehen. Wir können einmal kraft einer rein . Es ist der prinzipielle Vorzug der neuen Wissenschaft der Energetik. R methodischen Betrachtungen aus. Substanzbegriff 17 257 . dadurch charakteristisch unterschieden. von den rein abstrakten Wissenschaften. die uns die Erklärungsgründe für das betreffende physikalische Tatsachengebiet liefern sollen. die der ersten Begründung des neuen Gedankens gewidmet ist.. in welcher sie sich der Wahrnehmung selbst Cassirer.Energieprinzips deutlich bemerkbar macht. daß wir die Beobachtungen durch keine willkürliche Deutung verfälschen. die wir zwar in bestimmte Klassen gliedern und einteilen. daß sie sich von Anfang an lediglich dieses reinen abstraktiven Verfahrens bedient.abstraktiven Methode" aus einer Mannigfaltigkeit gegebener Dinge oder Phänomene denjenigen Inbegriff von Bestimmungen absondern. Klasse wirklicher Objekte gemeinsam solche Eigenschaften herauszulösen. somit nicht notwendig Gesetze realer Vorgänge und Phänomene sein müssen. Die wie er ausführt. rein von Physik ist. Sie deutet die Erscheinung der Wärme nicht auf molekulare Bewegungen. a n k i n e . daß die Definitionen. die einer sind. nur hier bleiben wir rein im Gebiet der Tatsachen selbst stehen. Denn nur hier sind wir sicher. geht in der Abhandlung. gibt es im allgemeinen einen doppelten Weg.

R Helm.. Auf diese Weise werden wir schließlich zu einem Inbegriff von Prinzipien gelangen. Er bezeichnet nichts anderes. die er für seinen Gedanken wählt. Die Gesetze der Energie verdanken. die auf alle physischen Erscheinungen überhaupt anwendbar sind und die. La Theorie de la Physique chez les Physiciens contemporains. denen jedes Naturgeschehen als solches gehorcht*. über Rankine bes. die wir durch passende Termini bezeichnen. e y . Veränderungen hervorzubringen: und diese Fähigkeit ist die allgemeinste Bestimmung. Paris 1907. bestimmte universelle Gesetze über diese Eigenschaft zu entdecken. überall im physischen * Outlines of the Science of Energetics. S. 49ff. frei von der Ungewißheit sind. in der Rankine zur Aufstellung und Begründung dieser Regeln gelangt. III. 381 ff. „Statt die verschiedenen Klassen physikalischer Vorgänge in irgend einer dunklen Weise aus Bewegungen und Kräften zusammenzusetzen. Proceedings of the Philosophical Society of Glasgow. die diese Klassen gemeinsam besitzen und auf diese Weise umfangreichere Klassen definieren. 110 ff. die wir an den Körpern unserer Wahrnehmungs- welt noch unterscheiden können und ohne welche sie aufhören Gelingt würden. ist der allgemeine Begriff der Energie selbst. als die Fähigkeit. daß die dingliche Eigenschaft. 258 . ** Vgl. beständig anhaftet." Das erste Ergebnis. geht lediglich die geschichtliche Entwicklung der Physik selbst an**: von allgemeinstem philosophischem Interesse aber ist die logische Form und Einkleidung. dem wir auf diesem Wege der Untersuchung begegnen. wollen wir lediglich die Eigenschaften hervorheben. es uns daher. London und Gleisgow 1855. für uns physische Phänomene zu sein. wie man sieht. da sie lediglich induktiv aus den Tatsachen selbst abgeleitet sind. Die Art. deren Folgerungen durch die Erfahrung bereits vollständig bestätigt erscheinen. Vol. die selbst solchen mechanischen Hypothesen. die wir mit diesem Namen bezeichnet haben. so müssen diese unter gehöriger Berücksichtigung der besonderen Umstände anwendbar sein auf jeden Zweig der Physik überhaupt und ein System von Regeln darstellen. sowie A. S. Die Energetik. ihre Allgemeingültigkeit dem Umstand. Rankine.darbieten. S.

sie ist gleichsam die konkrete Dinglichkeit selbst: das eine unzerstörliche und ewige Sein. daß Kausalität kein Merkmal ist. daß diese Wirkungsfähigkeit überhaupt kon- statierbar. unter welche hier die Energie Sie steht mit den wahrnehmbaren Dingen. so ist es klar. Diese Form der Ableitung bedingt somit bereits die allgemeine gedankliche Kategorie. prinzipiell auf derselben Stufe. Ist somit die Abstraktion. Die Dinge erhalten ihren eigentlich objektiven Charakter erst. durch die nach ihm die Gegenstände der physischen Wirklichkeit ausgezeichnet sind. das an den Wahrnehmungen selbst als unmittelbarer Bestandteil aufweisbar ist. wie sie hier verstanden wird. weil er als real nur durch eben dieses auszeichnende Merkmal gekennzeichnet ist. Die allgemeinste Eigenschaft. wie in seiner Methodenlehre zurückbleibt. nur eine Sonderung — und Gruppierung im Wahrnehmungsstoff selbst. sondern daß sie in exaktem Sinne meßbar 17* 259 . Für den Aufbau der Energetik handelt es sich nicht darum. daß die „Wirkungsfähigkeit" der Körper eine Qualität an ihnen ist. wie ihre Farbe oder ihr Geruch anhaftet. lehrt zweifellos. daß ihr gerade dasjenige Moment entgehen müßte. Vom Standpunkt der Erkenntnistheorie läßt sich freilich sogleich die Lücke aufweisen. Kein Teil der Realität vermag sich diesen Gesetzen zu entziehen. indem sie zugleich als Glieder aktueller oder möglicher Kausalverhältnisse aufgefaßt werden. die nicht sowohl in Rankines Physik. die Rankine als Ideal der echten Wissenschaft ansieht. Und selbst wenn man zugestehen wollte. Gerade die vorurteilslose „abstraktive" Analyse aber. besteht in der Fähigkeit. auf welches hier der Begriff der Energie gegründet wird. so wäre damit das eigentliche Problem noch nicht bewältigt. Die rationalistische wie die empiristische Kritik kommen zum mindesten in dem einen Ergebnis überein.Universum verbreitet ist und jedem Körper als solchem irgendwie anhängt. Wirkungen zu erzeugen und Wirkungen zu empfangen. wie jede andere sinnliche Beschaffenheit. gefaßt wird. daß es keine direkten Impressionen gibt. deren wesentlichen Bestand sie ausmacht. die ihnen. die den Begriffen Ursache und Wirkung entsprechen.

sondern von Begriffsgegenständen aus. der transitiven und S3Tnmetri8chen Relation. wie sich allseitig gezeigt hat.ist. während x umgekehrt mit mehreren Gliedern in der entsprechenden Beziehung R' stehen kann**.. II. c zu keinem anderen Term als x in der bezeichneten Relation stehen können. das hier als geeignete formale Anknüpfung dienen könnte. von jedem * Zum Begriff 219 ff. Principles of Mathematics.. ist hierbei eine asymmetrische. c . sehen wir uns damit wiederum auf einen Inbegriff gedanklicher Konzeptionen und Bedingungen zurückgewiesen. der auf diese Weise geschaffen ist. bR'x. Die möglichen Verhältnisse zwischen den Reihengliedern lassen sich jetzt dadurch bezeichnen und darstellen. ristischer Dingen Beziehungen die Beziehung zu diesem x feststellen. S. viel-eindeutige Beziehung. die sich aus dem gewöhnlichen Gesichtspunkt der Abstraktion niemals erschöpfend begründen lassen. Die moderne Logik hat allerdings an die Stelle des alten Abstraktionsprinzips ein neues gesetzt. Cap. Sie geht hierbei charakte- mathematische und ihren gemeinsamen Weise nicht von zwischen Eigenschaften. so daß die Glieder a. Grundlegung der Energetik schließt Die bereits wiederum alle jene Methoden der „Reihenbildung" in sich. c R b und a R c folgen*). usw. daß wir. definiert (so daß also aus der Beziehung a R b und b R c auch die Beziehungen b R a. die zu jedem Glied unserer anfänglichen Reihe in einer bestimmten Beziehung R' steht. bilden. Ein Beispiel für dieses Verfahren besitzen wir etwa an demjenigen Verhältnis zwischen Reihen.. die. b. stets auch in der Art zum Ausdruck bringen. oben. statt die Glieder unmittelbar untereinander zu vergleichen. Ist irgend eine symmetrische und transitive Relation R für eine Anzahl von Gliedern a. bei s. also die Die Relation R' Relationen aR'x. b. durch die die zahlenmäßige Bestimmung dieser Fähigkeit ermöglicht wird. Sobald wir aber wiederum nach den Methoden fragen. so läßt sich der Zusammenhang. 260 . * * Näheres hierüber Russell. daß wir eine neue Wesenheit x einführen. cR'x . 166. in dem rein abstraktiven Verfahren keine hinreichende Stütze finden.

durch eine Beziehung der „Äquivalenz" miteinander verbunden sind. wenn in der Folge s ein Glied x einem Glied y vorangeht. auf Grund der Beobachtung und allgemeiner deduktiver Erwägungen. daß zu jedem Glied von s ein Glied von s' gehört (und umgekehrt). Auch hier gehen wir zunächst von der Feststellung bestimmter Abhängigkeiten zwischen empirisch-physikalischen Reihen aus. kraft des Prinzips der Abstraktion. dieses Ergebnis auf die so tritt einer der wesentlichen physikaZüge des modernen Energiebegriffs sogleich deutlich hervor. die zunächst abgesondert und unabhängig nebeneinander zu stehen scheinen. in Hinblick auf den wir nunmehr unsere Aussagen über die Verhältnisse der gegebenen Reihen prägnanter fassen und gleichsam zu einem einzigen. Hier besitzen wir eine symmetrische und transitive Relation. an und für sich bestehendes Ding entdeckt zu haben.als ihre „Ähnlichkeit" bezeichnen. Wir entdecken. s' s" . den wir als das wir s' und den gemeinsamen Ordnungstypus aller dieser Reihen bezeichnen. konzentrierten Urteilsausdruck verdichten können. Auf Grund dieser Relation erschaffen wir nunmehr. daß Mannigfaltigkeiten. auch das Korrelat von x in s' (x') dem Korrelat von y (y') vorangeht. daß wir damit nicht den Anspruch erheben.. verbunden sein kann. bis wir schließlich. ein und dieselbe begriffliche Eigenschaft zu. die auf diese Weise miteinander verbunden sind. durch die eine Mehrheit von Reihen s. einen neuen Begriff. s^**^ usf.. 261 . Wir sprechen sämtlichen Reihen. kraft deren einem Wert in der einen Reihe ein und nur ein Wert der anderen entspricht. Es ist indessen klar. wenn zwischen ihnen eine gegenseitig eindeutige Beziehung derart besteht. wir ersetzen den Inbegriff der Zuordnungen durch die Annahme eines identischen Merkmals. Wir erweitern diesen Zusammenhang. und daß. sondern daß damit nur ein gemeinsamer ideeller Bezugspunkt geschaffen ist. Wenden wir nunmehr lische Begriffsbildung an. Zwei Reihen 8 heißen im ordinalen Sinne einander ähnlich. indem wir immer mehr Gebiete des physischen Geschehens in den Kreis unserer Betrachtung ziehen. das allen Reihen gleichmäßig anhaftet. den Schluß ziehen. ein neues.

die dazu führt. Die Energetik hat in einigen ihrer Vertreter die letztere logische Wendung bereits vollzogen.lischer daß immer. auch bAa. transitive und symmetrische Relation zwischen physischen Inhalten gegeben*: und die Geltung dieser allgemein anwendbaren Beziehung ist es erst. den er einführt. Hier ist also in der Tat eine durchgängige. wie das Beispiel Rankines zeigt. — Robert Mayer Verwandlung aAb. ist nicht der einer ist. nehmen können. sondern er ist der Bestand bestimmter Verbindungsgesetze. wie tiefdringende sachliche Gegensätze sich hinter den Kämpfen um den logischen Schematismus verbergen Folgt man der traditionellen Abstraktionslehre. fast notwendig zu einer substantiellen Auffassung der Energie gedrängt. zugleich auch seine allgemeine theoder Die retische Stelle bestimmt hat. der dem neuen Begriff. während die funktionale Theorie des Begriffs ihr natürliches Korrelat in einer funktionalen Bestimmung der obersten Die Betrachtung. Hier muß vor allem an selbst erinnert werden. die allen Körpern gemeinsam sein soll. so wird man. die Bedingung der Symmetrie und Transitivität ist also erfüllt. Dieses Sein aber würde offenbar um jede Bedeutung gebracht. der in ihm gesetzt ist. ein neues Sein einzuführen. einen gewissen Betrag der Energie eindeutig zuordnen. die wir für sich wahrisolierten sinnlichen Eigenschaft. wie andererseits die Geltung von a Ab und bAc auch die von aAc in sich schließt. zwischen ihnen bestimmte Äquivalenzverhältnisse obwalten müssen. die in dem einen Falle in der Setzung einer dinglichen Beschaffenheit endet. in dem es entstanden Der Bestand. so folgt er- 262 . physikalischen „Realität" selbst findet. sobald wir es von dem gesamten Urteilszusammenhang loslösen wollten. endet im anderen Falle in der Schöpfung eines höchsten gemeinsamen Maßbegriffes für alle Veränderungen überhaupt. wenn irgendwelche beliebige Gruppen physikaErscheinungen gegeben sind. können. Man erkennt indessen an dieser Stelle von neuem. sichtlich aus Bezeichnet man die Relation der Äquivalenz mit A. indem wir jedem einzelnen Glied der verglichenen Reihen einen bestimmten Arbeitswert.

nichts anderes als die Fixierung der Tatsache.Kraft in Bewegung. S. wollten wir in der Energie ein Absolutes sehen und nicht vielmehr den zurzeit schlagendsten Ausdruck quantitativer Beziehungen zwischen den Naturerscheinungen**.) ** Helm. wie er ausdrücklich betont. Driesch. ob. denen seine Objekte.. der Bewegung in Wärme. daß hier zwischen je zwei verschiedenen Gruppen vom Phänomenen hin und her bestimmte quantitative Beziehungen stattfinden. und gewißlich ist das auch die einzige Formel aller wahren Naturerkenntnis. Philos. wenn er einsieht. S. Und ein Traum wäre es nicht minder. der Naturwiss. S. Heft 2. 362. H . (Abh. . warum nicht etwa eine Materie von andern Eigenschaften daraus entstehe.. Berlin 1904." . die Materien unterworfen sind. Helm zu dieser Wenn — Am * Mayer an Griesinger (Kleinere Schriften und Briefe. nicht näher kommt. Wie das verschwindende O und H Wasser gebe. gleich dem Atom um so mehr jedes sinnlichen S a c h deutlichsten g e h a 1 1 s entkleidet (vgl.. w i e die Bewegung in Wärme übergehe. Leipzig 1904. Veränderungen eintreten. so war es gleich um ihn getan. so bemerkt Stelle. dies wird keine Frage sein*. wäre von dem menschlichen Geiste zu viel verlangt.Beziehungstum" und will nicht ein neues Absolutes in die Welt setzen. daß in den Atomen unser Fragen Ruhe finden könne.So oft sich der Forschergeist beruhigt auf das Faulbett irgend eines Absoluten gelegt hat. je weiter der Fortschritt der Erkenntnis geht.Wie aus der verschwindenden Bewegung Wärme entstehe. als wenn er sich keines solchen Zusammenhangs bewußt ist. Die gleiche Definition der Energie als eines bloßen „Kausalmaßes" besonders bei H. zur Didaktik u.. ob er aber den Gesetzen. darüber wird sich wohl kein Chemiker den Kopf zerbrechen. 217 ff). Die Energetik. aber es bleibt ein Traum.. 20. Es mag ein behaglicher Traum sein. daß die entstehende Wassermenge sich präzis aus der verschwindenden J Menge von O und H finden lasse. darüber Aufschluß zu verlangen. bedeutet ihm. Naturbegriffe und Natururteile." mit Recht . 263 . so besteht doch zwischen ihnen das ist die diese bestimmte mathematische Beziehung Formel der Energetik. oder nach meiner Sprechweise. sowie bei Zur ö f1er gegenwärtigen Naturphilosophie. 187)." So wird die Energie.Im Sinne ihres Begründers". „ist die Energetik ein reines .

Hertz Die Prinzipien der Mechanik. 178. H. sondern Relationen zwischen je zwei Gegenständen das Gezählte sind. Kleinere Schriften und Briefe. Zudem aber widerstrebt die potentielle Energie in der Art. h. in der sie gewöhnlich gefaßt wird. jeder Definition. welche ihr die Eigenschaften einer Substanz beilegt: denn die Menge einer Substanz müßte notwendig eine positive Größe sein. 26.. eine solche Bewegung kann auch wieder in die Gewichtserhebung übergehen. eben diese Kategorie des Objekts allmählich eine neue Bedeutung an. Bewegung zu sein. um dem neuen Inhalt. Ein derartiges Verhältnis erklärt sich in der Tat nach der s'schen Theorie des Negativen tritt diese Entwicklung Energie Hertz Gaus nur dort. daß die angeblich substanzartige Energie in so verschiedenen Daseinsweisen. gerecht werden zu können. bereits eine besondere wie Heinrich Schwierigkeit in der Annahme." (S. S. sind ein und dasselbe Objekt. Mayer. . der schon in seiner allgemeinen Benennung auf ein eigentümliches logisches Problem hinweist. .. wenn also ein bloßer Zustand mit einem wegung übergegangen * 264 * S. wo das Gezählte ein Entgegengesetztes hat. betont hat. Mayer seinen Gedanken. d." Wenn hier das bloße Erhobensein über eine gewisse Niveaufläche mit dem Fall über eine bestimmte Distanz. oben. wie es die kinetische und potentielle Form sind.die Bewegung eines solchen Gewichtes mit einer Geschwindigkeit von 10 Meter in einer Sekunde. während die Gesamtheit der in einem System enthaltenen potentiellen Energie unter Umständen auch durch einen negativen Wert auszudrücken ist*. 72. .) Selbst dort. wenn sie in Be- Mayer — — Objekt ist**. S.am Begriff der potentiellen hervor. . Es liegt.Das Erhobensein eines Kilogramms auf 5 Meter. hört dann aber natürlich auf. wie die Gewichtserhebung nicht mehr Gewichtserhebung ist." so erläutert nunmehr R. existieren soll. wo die Energie wie es auch bei Robert der Fall ist zunächst als ein einheitliches und unzerstörliches nimmt daher eingeführt wird. S. aber „wo nicht Substanzen (für sich denkbare Gegenstände). der ja in einer doppelten Seinsform auftritt.

den wir Energie nennen. weil sie. nicht weil sie irgend ein gegenständliches Merkmal miteinander teilen. wenngleich seine rein begriffliche Bedeutung sich allmählich immer schärfer abhebt. lediglich 265 . mechanischen" Hypothesen wird von ihren Anhängern gewöhnlich darin gesehen. Das Atom erscheint.. Der eigentliche Vorzug der Energetik vor den . Aber gerade dieser ausschließliche Rückgang auf die numerische Regel der Beziehung schließt andererseits ein neues gedankliches Moment in sich. ohne sie zuvor in Bewegungsvorgänge aufgelöst. daß sie in größerer Nähe der gegebenen Wahrnehmungstatsachen verbleibt.zeitlichen Prozeß identisch gesetzt wird. der Atomistik in der Tat eine neue prinzipielle Wendung vollzogen. nur ein reines Verhältnis wechselseitiger Abhängigkeit zum Ausdruck bringt. Sie vermag die Ordnung zwischen der Allheit der Phänomene zu stiften. von jedem konkreten Dasein entlastet. Der Anspruch der Energetik. sofern sie gestattet. zwei qualitativ verschiedene Gebiete von Naturerscheinungen zueinander in Beziehung zu setzen. sondern weil sie als Glieder derselben Kausalgleichung auftreten können. so zeigt sich daß an beide kein unmittelbarer dinglicher Maßstab angelegt wird. Gegenstand". Die Vorgänge bleiben in ihrer Beschaffenheit unberührt. während die Energie ihrem Ursprung nach bereits einem anderen Gebiet angehört. sondern als abstrakte Maßwerte miteinander verglichen werden. weil sie selbst mit keinem einzelnen von ihnen auf gleicher Stufe steht. damit aber ihrer spezifischen Besonderheit entkleidet zu haben. zuletzt doch immer noch als das Analogon und gleichsam als das verkleinerte Modell des empirisch-sinnlichen Körpers.. also unter dem Gesichtspunkt der reinen Größenbestimmung einander substituierbar sind. daß sie nicht nach irgenddarin nur so deutlicher. da all unsere Aussagen lediglich auf ihren kausalen Zusammenhang abzielen. die verschiedenen Gruppen physikalischer Vorgänge in ihrer Eigenart zu verstehen. Wir beginnen mit der Entdeckung eines exakten zahlenmäßigen Verhältnisses und setzen als Ausdruck dieses Verhältnisses jenen neuen Damit ist gegenüber . Die beiden Momente sind „dieselben". um welcher Ähnlichkeit der sachlichen Beschaffenheit.

ohne daß wir für dieses System prinzipiell die Darstellung in einem einheitlichen anschaulichen Bilde. qualitativen" Physik zugleich eine Umwendung zur allgemeinen Aristotelischen Weltansicht zu erkennen geglaubt hat. „Wir sind gezwungen. Worauf die Energetik verzichtet. fordern müßten. ist der Ausdruck der Qualität in einer bestimmten Zahl. elektrisch oder magnetisch ist. als die Qualitäten der modernen Physik: denn wenn jene nur hypostasierte sinnliche Eigenschaften bezeichnen. die sie vollständig repräsentiert und für unsere Betrachtung 266 . Möglichkeit. wie es der Mechanismus darbietet. wie innerhalb eines bestimmten Umkreises gerechtIn der Tat eröffnet sich hier die allgemeine logische fertigt. von denen der Geometer handelt.. daß die Materie Qualitäten hat. wenn man in dieser Tendenz zu einer . wir müssen auf die Gefahr hin. verzichten und unsere Theorien wiederum an die wesentlichsten Aber die Begriffe der Peripatetischen Physik anknüpfen. woran sie dagegen festhält und was für sie die Bedingung ihres eigenen Anfangs ist. unaufhörlich erneuert worden sind.statt all sie in mechanische Vorgänge umzudeuten. so sind diese bereits durch das ihre individuellen vom System gesamte Begriffssystem der Mathematik hindurchgegangen und haben hierdurch eine neue logische Form und Beschaffenheit ist erhalten.. in denen Züge ausgelöscht sind. aufzunehmen und somit zuzugestehen. wir müssen mit anderen Worten auf alle Versuche. die seit der Zeit Descartes'. daß man uns der Rückkehr zu den verborgenen Vermögen der Scholastik beschuldigt. erscheint jetzt erkenntnistheoretischen Standpunkt aus zugleich begrenzt." so schildert ein hervorragender moderner Vertreter der Energetik diese Wandlung.in unsere Physik andere Züge als die rein quantitativen Elemente. nur die „Erklärung" der einzelnen Qualitätsart aus bestimmten mechanischen Bewegungen. . dasjenige. als eine ursprüngliche und nicht weiter zurückführbare Eigenschaft in ihm anerkennen. Aristoteles sind etw^as völlig anderes. Aber es ist ein Irrtum. die Natur zum zu gestalten." weitere Ausführung des Gedankens beseitigt sogleich den Die Qualitäten des Schein eines tieferen Zusammenhangs. wodurch ein Körper warm oder hell.

Qualitäten" und kann eine solche geben. Die Frage. zuvor in letzte anschauliche Teildie wir elemente zerlegt und aus ihnen wieder zusammengesetzt worden sind. bestimmte Empfindung des Wärmer und Kälter durch den Begriff des exakten Grades derTemperatur ersetzt ersetzt. In dem Schema der theoretischen Physik ist das bestimmte empirische System. S. 198 f. In dieser Auffassung aber bringt die Physik nur einen Gedanken zum Abschluß und zur Anwendung. Driesch. S.. betrachten. wir können den Ausdruck „Quantität der Wärme" definieren. ob. 233 ff. a. Von L e i b n i z an. ist daher nicht ihre sinnliche Bestimmtheit. daß die Dinge und Vorgänge. ** Duhem. der zuerst das Wesen der Mathematik in einer Lehre von den möglichen * H. ob Wärme Bewegung ist. Die allmähliche Ausbildung dieser letzteren ließ sich bereits in den allgemeinen Hauptzügen verfolgen. 267 . Wir können das Urteil über den Zusammenhang zwischen der energetischen eine und der Peripatetischen Physik entnommen ist* Theorie der Wärme entwickeln. kann sofern in ihm erst objektiviert wird. ohne daß diese Art der eines Ganzen aus seinen konkreten und — m — Wahrnehmungen Ordnung Zusammenfügung Einzelteilen erforderlich wäre. der zuvor bereits in der allgemeinen Prinzipienlehre der Mathematik Es gibt eine „Physik der zur Anerkennung gelangt war. S. dem so betont D u h e Reihenform. das wir untersuchen. O.. die seine verschiedenen quantitativen Elemente zum Ausdruck Die Energetik zeigt. sondern lediglich die Eigentümlichkeit ihrer mathematischen selbst. f. L'6volution de la Möcanique. ohne hierbei den spezifides Kalten und Warmen schen irgend etwas zu entlehnen**. Was hier von der Qualität zurückbehalten ist. Die allgemeine Aufgabe der mathematischen Fixierung läßt sich durchführen. daß diese bringen. ebenso urteilt f. (S.) nicht notForm der zahlenmäßigen wendig daran geknüpft ist. S. .daher nur gleichzeitig die unin der Tat zurücktreten. weil und sofern es eine Mathematik der Qualitäten gibt. 51 D u h e m a. 197 Naturbegriffe und Natururteile. durch einen Inbegriff von Zahlwerten ersetzt.

die irgendwelche. Deutlich tritt in dieser gesamten Entwicklung hervor. ohne daß ihre Objekte extensive Größen sind. der häufig gegen die Energetik erhoben worden ist. Schon die projektive Streckenlehre zeigt. Diese Beziehung aber läßt sich unabhängig von jeder mechanischen Deutung der einzelnen Erscheinungsgruppen erreichen und festhalten. 106 ff. als der Wissenschaft der Quantität. ist daher nicht zutreffend. wie es möglich ist. Der Vorwurf. durch eine allgemeine Wissenschaft von der Qualität (scientia generalis de qualitate) fordert. daß es weite und fruchtbare Gebiete gibt. ohne doch den gewöhnlichen metrischen Begriff der Distanz zur Anwendung zu bringen. S. für sich angebbare anschauliche Merkmale miteinander teilen. S. daß sie die H o m o g e n e i t ä t des Geschehens vernichte. oben. die durch wiederholte additive Setzung ein und derselben Maßeinheit entstanden sind.) aber wird hier genügt: der Zusammenhang nach Begriffen. (Vgl. sofern in ihr die Natur in gesonderte Klassen von Denn Phänomenen zerfalle.deduktiven Verknüpfungsformen überhaupt sieht und der daher eine Ergänzung der gewöhnlichen Algebra. Es genügt zur zahlenmäßigen Fassung des Geschehens. die der mathematischen Bevollkommen zugänglich sind. sondern es fallen unter diese Bezeichnung alle Gebilde. die Elemente einer räumlichen Mannigfaltigkeit in eindeutige Beziehung zu festen Zahlwerten zu setzen und ihnen kraft dieser Korrelation eine bestimmte Ordnung aufzuprägen. die nach irgend auseinander abeiner feststehenden begrifflichen Regel Diesem Kriterium leitbar sind. 111 ff. — mathematischen — 268 . wenn wir die „gleichartig" sind Artbegriffe als Ausgangspunkt und Muster der Beurteilung wählen nicht nur solche Inhalte. wenn für die einzelnen Qualitäten je eine bestimmte Skala der Vergleichung geschaffen wird und wenn ferner die Werte innerhalb dieser verschiedenen Skalen durch ein objektives Gesetz einander wechselseitig zugeordnet werden. bes. bis zur modernen projektiven Geometrie und zur Gruppentheorie führt hier ein durchaus stetiger Weg. (S. ob.) Dieser Gedanke wird von der allgemeinen Energetik nunmehr auf die Gesamt- stimmung heit der physikalischen Mannigfaltigkeiten übertragen.

bisweilen eingewandt. welche Betrachtungsweise schließlich den konkreten Aufgaben und Problemen am besten gerecht zu werden vermag. die Beziehung auf die Maßeinheit enthalte daher bereits die Umsetzung aller qualitativen Unterschiede in extensive Streckendifferenzen und somit die Reduktion La Theorie de la (Vgl. gleichsam das festzustellen. daß jede welcher Dinge oder Vorgänge die Voraussetzung in sich schließe. während sie fordert.mechanisches Bild. unter denen von einer „Meßbarkeit" der Erscheinungen überhaupt noch gesprochen werden kann*. wo die Gegenstände des betreffenden Inbegriffs sich nicht aus räumlichen Teilen zusammensetzen und auf- Messung . daß sie sich das eine Mal zu ihrer Durchführung rein auf den Begriff der Zahl stützt. 264.) Der Begriff des „Maßes" selbst ist indessen hier offenbar zu eng gefaßt. die Zuordnung ihrer Elemente zu den einzelnen Gliedern der Zahlenreihe. d.. auf denen die zahlenmäßige Fixierung eines Einzelgeschehens überhaupt und seine zahlenmäßige Vergleichung mit jedem anderen Geschehen beruht. gibt eine nicht minder feste logische Verknüpfung. Die Vergleichung aber setzt nicht etwa voraus. s. denn nur hier kann es sich zeigen. S. daß wir zuvor irgend eine Einheit des.der durch die Äquivalenzwerte zwischen den verschiedenen Reihen geschaffen wird. sofern hier versucht ist. Wahrhaft allgemein sind nur diejenigen Prinzipien und Regeln. bauen lassen. 286 u. Physique chez les Physiciens contemporains. daß sie sich aus gleichartigen Teilen zusammensetzen und sich daher durch wiederJedes holte Addition ein und derselben Grundeinheit darstellen lassen. als die Zurückf ührung auf ein gemeinsames mechanisches Modell. das die allgemeine irgendEnergetik sich stellt. Wesens" entdeckt hätten. Die gedankliche Forderung der Homogeneitätist somit sowohl in der energetischen wie in der mechanischen Auffassung der Naturvorgänge wirksam: nur darin besteht der Unterschied. Maß sei notwendig eine Bestimmung der Ausdehnung. Abgesehen hiervon aber behält die Energetik in jedem Falle ein hervorragendes erkenntnistheoretisches Interesse. sondern zwischen Wärme und Bewegung Raumes Minimum derBedingungen — — * Man hat gegen die logische Möglichkeit des Zieles. R e y auf ein räumlich . h. Versteht man unter der „Messung" einer Mannigfaltigkeit nur ihre mathematische Bestimimung überhaupt. das andere Mal zugleich den Begriff des Der Streit zwischen diesen beiden Auffassungen kann endgültig nur durch die Geschichte der Physik selbst entschieden werden. daß eine derartige Zuordnung auch dort möglich ist. so zeigt die Mathematik selbst. 269 .

umgekehrt die mathematische Physik damit. die sinnlich aufeinander in keiner Weise zurückDaß die verschiedenen Formen der Energie führbar sind. in welchem jeder Einzel Vorgang nunmehr seine bestimmte Stelle erhalten kann. und die „metaphysischen". um auf Grund davon die Gleichartigkeit auch solcher Vorgänge zu behaupten. ihren Forderungen ist vielmehr genug getan. weil mathematischen der Naturerkenntnis von denjenigen speziellen Hypothesen zu sondern. Das erkenntnistheoretische Interesse. numerischen Beziehung zu versichern. „an sich". Die Darstellung der Begriffsbildung innerhalb der exakten Naturwissenschaft bleibt auch nach der logischen Seite hin so lange unabgeschlossen. nicht zu vertreten vermag. jedes physikalische auf mechanische Arbeitswerte Geschehen zu beziehen und somit einen Komplex von zu schaffen. beruht vor allem auf der eigentümlichen Mittelstellung. den die sich der exakten beginnt Erkenntnistheorie. Zu einer schlechthin „hypothesenfreien" Darstellung des Naturgeschehens kann es freilich auch auf diesem Wege nicht kommen: denn die Übertragung in die Sprache der abstrakten Zahlbegriffe schließt nicht minder wie diejenige in die Sprache der Raumbegriffe eine theoretische Umbildung des empirischen WahrnehmungsAber es bleibt von logischem Wert. kinetischer Natur sind. allgemeinen Voraussetzungen in aller Strenge von den besonderen Annahmen zu scheiden. sobald ein Weg gezeigt ist. als sie nicht neben den physikalischen Begriffen die Grundbegriffe der in den Kreis ihrer Betrachtung zieht. die sie einnehmen. um so mehr strebt auch sie zu konstruktiven Begriffs- Chemie 270 . Zuordnungen Anfangsgründe VIII. hier die stoffes in sich. die nur der Bearbeitung irgend eines Einzelgebiets dienen. die lediglich auf die Grundmomente des Wissens. nicht auf die des absoluten Seins gerichtet ist. Die Chemie scheint zunächst mit rein empirischen Beschreibungen der einzelnen Stoffe und ihrer Zusammensetzung zu beginnen. ist daher ein Satz. aber je weiter sie fortschreitet. das diese Grundbegriffe darbieten.

mit besonderer Deutlichkeit hervor. In der physikalischen Chemie ist dieses Ziel sodann in der Tat erreicht: ein bedeutender Vertreter dieser Disziplin kann es geradezu als den verbindenden Grundzug von Physik und Chemie bezeichnen. er bezeichnet nur die Art einer möglichen Zuordnung. die sie in diesem Fortgang der chemischen Erkenntnis erfahren. Der „Begriff" aber enthält gerade in der spezifischen Bedeutung. Es gewährt indessen ein besonderes Interesse zu verfolgen. Die Kraft der wissenschaftlichen Formgebung wird besonders eindringlich an dem gleichsam spröderen Material. steht sie daher logisch auf keinem anderen Boden. als die Physik selbst. Die Physik hat es zuletzt doch nur scheinbar mit Dingbegriffen zu tun. Die Ziele der physikalischen Chemie. die hier den Gegenstand der Frage bilden. wie etwa die Gibbs'sche Phasenregel oder das Gesetz der chemischen Massenwirkung. Die Chemie erst stellt das Problem des Einzeldings in aller Entschiedenheit in den Vordergrund. schon in Galilei und Newton verwirklicht ist. hier nur allmählich und schrittweise erreicht wird.bildungen hin. das jeden materialen Sonderinhalt mehr und mehr von sich abgestreift hat. auf Grund der empirischen Daten selbst schaffe n*. die sie untersuchen. Nernst. das in dieser letzteren schon von ihren ersten Anfängen an. Die besonderen Stoffe der empirischen Wirklichkeit und ihre besonderen Eigenschaften sind es. 271 . Die Mittelglieder und damit die Bedingungen des exakten Verstehens heben sich nunmehr immer schärfer ab. gehören demselben rein mathematischen Typus an. wie das Ideal. wie irgendwelche Sätze der theoretischen Physik. nicht das * S. Ihre Grundgesetze. keine Handhabe für dieses neue Problem. Denn er ist hier nur das Symbol für eine bestimmte Form der Verknüpfung. Die Grenzen des rein empirischen und des rationalen Wissens treten gerade in der stetigen Verschiebung. daß beide sich die Systeme. Göttingen 1896. die er in Mathematik und Physik besitzt. mit welchem die Chemie arbeitet. Sofern die Chemie diese ihre moderne Form bereits erreicht hat. denn ihr Ziel und ihr eigentliches Gebiet bilden die reinen Gesetzesbegriffe.

während das Quecksilber der Träger der metallischen Eigenschaften ist. die Körper nach ihren gattungsmäßigen Beschaffenheiten zu sondern und in Klassen zu scheiden. in welchen die verschiedenen Elemente * S. Die ältere Form der chemischen Elementenlehre. S. faßt das Element als eine Gattungseigenschaft auf. nach welchen sie fortschreiten. In der Tat heben sich hier alsbald von selbst wenige allgemeine Hauptzüge heraus. 213 272 . nicht um im Reichtum ihres Inhalts zu erfassen. ausgefüllt werden kann oder muß an dieser Stelle eine prinzipiell andere Grundform der Erkenntnis überhaupt anerkannt und eingeführt Handelt werden ? Diese Frage läßt sich nur beantworten. Diese Auffassung wird erst dort prinzipiell überwunden. zu exakten quantitativen Aussagen über ihre gegenseitigen Reaktionen zu gelangen. die allen Gliedern einer bestimmten Gruppe gemeinsam Die anhaftet und ihren wahrnehmbaren Typus bestimmt. 4 ff. sondern um sich die großen logischen Richtlinien deutlich zu machen. wo neben die Aufgabe. Leitlinien der Chemie. Das Gesetz der bestimmten Proportionen. die durch neu hinzutretende Bestimmungen. Ostwald. welche indes der gleichen logischen Richtung des Denkens angehören. das Salz die Eigenschaft der Löslichkeit. ff . es sich hier lediglich um eine Lücke. auch Meyerson. nach welchen die Entwicklung sich bei all ihrer Mannigfaltigkeit gliedern und übersehen läßt. Die Forderung strenger Zahlbestimmungen bildet auch hier den entscheidenden Wendepunkt. konkreten Elemente sind hierbei nur die Bezeichnung und Hypostase So der besonders hervorstechenden sinnlichen Qualitäten.„Was" der Elemente. S. die einander zugeordnet werden sollen. Identit^ et R6alit6. die wir empirisch an irgendwelchen Stoffen vorfinden*. wenn man dem geschichtlichen Gang der chemischen Lehren einzelnen den unübersehbaren selbst folgt. die andere tritt. die bis auf Lavoisier vorherrscht und die ihren letzten charakteristischen Ausdruck noch in der Phlogiston-Theorie gefunden hat. vgl. verleiht der Schwefel durch seine Anwesenheit in einem beliebigen Körper diesem die Grundeigenschaft der Verbrennbarkeit.

3.. insbesondere unabhängig von der atomistischen Hypothese. noch unfertigen Form. 53 28 — Über ff. neben den bekannten allgemeinen Geschichtswerken besonders urtz La Theorie atomique. Chemie. Harmonie" des Alls. wie man sieht. 5. Duhem. wie sie analog für die Entfernungen der Planeten von der Sonne angenommen worden ist*. Paris 1879. R i c h t e r nichts anderes als die Geltung bestimmter harmonischer Beziehungen.den ersten Ausgangspunkt Es ist interessant. Lothar Meyer. Aufl. Die modernen Theorien der W . Paris 1902.. Breslau 1884.. zuordnen. und eine Reihe von Basen B^ B2 B3. die zwischen verschiedenen Reihen von Körpern gelten. Dieser Gedanke hat sich empirisch nicht als zutreffend erwiesen. Es ist. S. besagt es zunächst J. aber er ist nichtsdestoweniger in seiner allgemeinen Tendenz bezeichnend und bedeutungsvoll. Duhem.^ entsprechen lassen. Substanzbegriff 273 . ff. die allgemeine Pythagoreische Grundansicht von der . durch die Beobachtung zu ermittelnde Zahlwerte Uj n^ n. nach welchen irgend eine Säure Ap mit irgend einer Basis Bq zusammentritt. 69 L Bratmschweig 1902. die hier an der Wiege der neueren Chemie steht. Betrachten wir eine Reihe von Säuren A^ Ag A3 . verhalten sich wie die entsprechenden Zahlwerte mp und nq. daß wir jedem Glied der ersten Reihe eine bestimmte Zahl mi m2 mg . . Le Mixte et la combinaison chimique. daß dieses Gesetz zunächst völlig unabhängig von jeder Auffassung über die Konstitution der Materie. Näher versucht Richter nachzuweisen. so waltet zwischen beiden ein bestimmtes Verhältnis ob. wie sie an der Wiege der neueren Physik stand. Ladenburg. der modernen chemischen Theorie. bildet * Zu den folgenden Daten aus der Geschichte der Chemie vgl. D... und daß somit hier eine Gesetzlichkeit stattfinde. Cassirer. während wir den Gliedern der zweiten Reihe andere konstante. daß die Massenreihe der Basen eine arithmetische. S. das sich dadurch ausdrücken läßt. ist durch diese Zahlen eindeutig bestimmt: die beiderseitigen Massen. die der Säuren eine geometrische Reihe bilde. bes. wicklungsgeschichte der Chemie. Vorträge über die Ent- Richter s. Die Art. a d e n b u r g . Aufl. in der sich irgend ein Element der ersten Reihe mit einem Element der zweiten verbindet. konzipiert wird.. In der ersten. in welcher es zuerst von ausgesprochen wird.. In dieser sich mit einander verbinden.

fügt allerdings dieser allgemeinen Grundanschauung sogleich einen neuen konkreten Zug hinzu. sondern lediglich auf die allgemeine Geistesin der Tat mit Kepler zu vergleichen. in all bedurch den Wert Formeln die Zahl der unseren 0=8 274 . die sie hierdurch empfängt. wenn wir das Atomgewicht des Wasserstoffs als Vergleichseinheit wählen. die ihr gegeben wird und geht nur in der besonderen Gestalt. ohne den bekannten Tatsachen der Zusammensetzung zu widersprechen. Da indessen betrifft. An die Stelle der empirisch ermittelten Proportionalzahlen der einzelnen Körper sind Aussagen über eine wesentliche Beschaffenheit ihrer letzten konstitutiven Bestandteile getreten. Wir könnten. Das Gesetz der multiplen Proportionen bedeutet nunmehr. die das Gesetz der konstanten Verbindungszahlen bei seinem eigentlichen wissenschaftlichen Begründer erhält. das des Sauerstoffs. wenn je zwei oder mehrere Elemente in eine Verbindung eingehen. die somit hinreicht. sich zu dem des Atomgewichts. daß die Atome der verschiedenen einfachen Körper durch ihre Massen unterschieden sind. richtung sieht mit dem er den Grundgedanken der durchgängigen zahlenmäßigen Verfassung des Universums teilt. — — — den Wert stimmen. ihre Massen sich wie ganze Vielfache dieser Grundzahlen verhalten. Die Fassung. Aber diese Regel der „multiplen Proportionen" verschmilzt bei D a 1 1 o n sogleich mit einer bestimmten Deutung. in das Ganze der chemischen Der Begriff des Verbindungsgewichts wandelt Lehren ein. daß es für jedes Element eine charakteristische Äquivalenzzahl gibt und daß. so ist von hier aus noch kein unzweideutiger Rückschluß auf die absoluten Zahlen der Atomgewichte möglich. wobei wir nur statt durch 0= 16. all unser Wissen stets nur die Verhältnisse nach welchen die Elemente in die Verbindungen eingehen. um einen bestimmten einfachen Grundstoff in seiner Eigenart zu charakterisieren.wenn man nicht auf das Ganze der Hinsicht ist Richter Leistungen. während innerhalb derselben chemischen Gattung das Atom stets unwandelbar ein und dieselbe konstante Masse aufweist. die sich bis in alle Einzelgebiete des Geschehens fortsetzt. Sachlich ist auch hier zunächst nur ausgesprochen.

— . auf eine gleiche Anzahl auf gleiche Erst die Art verbundener Atome in ihnen zurückweist. tritt sodann Bestimmung aus der Wärmekapazität. bietet. 32 die Werte S wir nur die chemischen Formeln übereinansetzen. Buch I. Abschn. im vollkommenen Gaszustand unter denselben Bedingungen des Drucks und der Temperatur. zunächst möglichen Ansätzen erfolgt auf Grund mannigdiesen facher Kriterien. sofern = . völlig eindeutigen und klar bestimmten. also etwa den Schwefelwasserstoff je nach der Wahl. . das gleiche Volumen einnehmen. nach welcher gleiche molekulare Massen verschiedener Verbindungen. bald durch H S oder Die Entscheidung zwischen all Hg S bezeichnen würden. die an ihr mitwirken. Gesamtheit aller dieser verschiedenen Gesichtspunkte. Neben die Bestimmung der Atomgewichte aus der Dampfdichte. ergibt schließlich nach mannigfachen Versuchen eine einheitliche Tabelle der Atomgewichte und legt damit den Grund zu einer eindeutigen chemischen Formelsprache*. stimmend nach einer dieser Grundannahmen gestalten. 16. bald durch den Ausdruck H S^.Sauerstoff atome zu verdoppeln hätten. Die Entwicklung. wir könnten successiv als Atomgewicht des Schwefels 8. 1909. II IV a 1 d Gnindriss der allgemeinen Chemie. abgesehen von ihren Einzelheiten. . Lpz. die sich ihre Gesetz. 18* 275 . . Je weiter wir fortschreiten * cf . bei Lothar Meyer. sowie diejenige aus dem Mitscherlichschen den sich auf die Isomorphismus. Ostw Näheres hierüber bes. Würde man lediglich die einzelnen Forscher befragen. die hierin zum Abschluß gelangt. 4. Eines der wichtigsten Kennzeichen bietet hier die Avogadrosche Regel. auch logisch ein allgemeines Problem dar. Die objektive Existenz der verschiedenen Arten von Atomen wird vorausgesetzt: nur ihre Eigenschaften gilt es noch zu ermitteln und quantitativ schärfer zu umgrenzen. Aufl. Satz stützt. die in der Geschichte der Chemie selbst erst allmählich erarbeitet werden. daß die gleiche Krystallform. die hierdurch ermöglicht wird. die verschiedene Verbindungen besitzt. die auf das Dulong-Petitsche sich wechselseitig bestätigen oder korrigieren. Sinn zu besitzen. die wir treffen. so scheint sie freilich für sie alle zunächst nur einen.

sofern die Produkte a b. die nach dem Gesetz von Gay Lussac zwischen dem numerischen Wert der Dichtigkeit der Gase und dem Wert ihrer Verbindungsgewichte besteht. . so verschiebt sich alsbald das allgemeine Bild. in der Krystallform ausprägt. wie sie in ihrem Zusammentreten durch ihre Zahl und ihre relative Lage einen bestimmten Grundriß der Gestaltung erzeugen. Geht man indessen der näheren empirischen Begründung all dieser Aussagen nach. Subjekt". Der inhaltliche Reichtum. die der Atombegriff. niemals der gegebene unserer wissenschaftsondern immer nur der lichen Aussagen. . Funktion. Das substantielle „Innere" der Atome enthüllt sich und gewinnt folgen. Wir sprechen von der Anzahl der Atome. wie die Atome sich nebeneinander lagern und sich wechselseitig zu einem einheitlichen Aufbau des Moleküls verknüpfen. Die eigentümliche denselben konstanten Wert besitzen. . Wir ver- insbesondere in der entwickelten chemischen Konstitutionsformel. die in einem bestimmten Volum einer gasförmigen Substanz enthalten sind und drücken damit in Wahrheit eine Beziehung aus. B. der sich z. andersartiges scheinbar das Atom selbst in seinen mannigfachen Bestimmungen und Zuständen erforschen. a" b" usf. sondern bezieht sich auf ein Indem wir empirisches . geht daher im Grunde niemals es selbst an. Das Atom ist. 276 .und um so mehr verschiedene Gruppen von Phänomenen wir in den Kreis unserer Betrachtung ziehen. daß. abgesehen logische Ausgangspunkt. zwischen diesen beiden Reihen eine eindeutige Zuordnung besteht. a' b'. . den es im Fortgang der wissenschaftlichen Forschung gewinnt. wie jetzt sogleich deutlich wird. wir sprechen den Atomen aller einfachen Körper dieselbe Wärmekapazität zu und bezeichnen damit die Tatsache. haben wir damit zugleich eben diese verschiedenen Gruppen von Zuständen zueinander in ein neues Verhältnis gesetzt. wir sehen. Endpunkt .. die Zahlen für ihre bn spezifische Wärme in eine andere Reihe b b' b" ordnen. wenn wir die Verbindungsgewichte der chemischen Elemente in eine Reihe a a' a" an. um so deutlicher tritt der Reichtum und die Bestimmtheit dieser Eigenschaften heraus. für uns feste und greifbare Gestalt.

daß wir sie sämtlich in Beziehung zu ein und dem(Vgl. wechselseitig auf einander zu beziehen. hier gleichsam als der gedachte einheitliche Mittelpunkt eines Koordinaten-Systems. befaßt und ausgedrückt. eigentlich positive Ertrag. das Atomgewicht der einzelnen Elemente eindeutig zu bestimmen. S. so wäre somit gerade in den . ob. dadurch zum Ausdruck gebracht.. die die Sonderreihen Der unter sich eingehen können. dem wir alle Aus- sagen über die mannigfachen Gruppen chemischer EigenDie verschiedenen und anschaften eingeordnet denken. In Wahrheit handelt es sich darum. so daß damit das Ganze der Relation als abgeschlossen und vollendet gelten könnte. indem wir jede von ihnen auf dieses gemeinsame Zentrum zurückbeziehen. Das Atom fungiert diesen Beispielen deutlich hervor. Das zunächst verstreute Tatsachenmaterial organisiert sich nunmehr. der uns bereits früher entgegentrat: die komplizierten Verhältnisse zwischen bestimmten Inbegriffen werden. immer neue Gebiete chemisch-physikalischer Phänomene als Kriterien heranzuziehen. weitet sich daher auch der Kreis der empirischen Relationen selbst. als vielmehr. die verschiedenen Reihen nicht sowohl auf das Atom. den die chemische Erkenntnis hier gewinnt. absoluten" Atomgewichten das Ganze der möglichen Verhältnisse. Nur scheinbar wird daher hier die einzelne Eigenschaft an das Atom als ihren absoluten „Träger" angeknüpft. 260 ff.von der allen metaphysischen Behauptungen über die Existenz tritt in Atome besitzt. Versuch. besteht in der systematischen Gliederung eben dieser Verhältnisse selbst. durch den Mittelbegriff des Atoms hindurch. Indem wir die Beobachtungen über die Dampfdichte. Wieder zeigt sich hier der gleiche gedankliche Prozeß. es steht nicht mehr beziehungslos nebeneinander.) identischen Terminus setzen. über den Isomor- selben Der 277 . In dem Maße als diese Bestimmung fortschreitet. über die Wärmekapazität. sondern ordnet sich um einen festen Mittelpunkt. heterogenen Mannigfaltigkeiten von Bestimmungen fänglich gewinnen einen festen Zusammenhang. Denken wir uns diesen Fortschritt vollendet. nötigt dazu. statt daß wir jeden Inbegriff einzeln mit allen übrigen vergleichen.

wenn sie jedesmal. Worauf 278 . Die empirische Ertritt an diesem Beispiel klar hervor. die unsere Setzung eines letzten identischen Subjekts für die Allheit der möglichen Eigenschaften erklärt und ermöglicht. bewahrt er ihren wesentlichen Gehalt. nach denen Gegenunsere Erkenntnis ins Unbekannte weiterschreitet. und von diesem Punkt gehen nun all die verschiedenen Richtlinien aus. wenngleich Fortschritt darin beihr eigentlich Konzentra- philosophischer steht. kenntnis kann diesen Begriff nicht entbehren. die der allgemeine Substanzbegriff innerhalb des tatsächlichen Prozesses der Erfahrung besitzt. wirkt vielmehr zugleich produktiv. sämtlich an ein und dasselbe Subjekt an- damit selbst erst in wahrhafte begriffliche Wechselwirkung. sich die Fülle des bereits gewonnenen empirischen Materials explizit wiederholen und in all seinen Einzelzügen vergegenwärtigen müßte. Die heften. über den neu zu entdeckenden Mannigfaltigkeiten fungieren die bereits gefundenen und gesetzlich fixierten als eine feste logische Einheit: und diese Einheit des prinzipiellen Anknüpfungspunkts ist es. Die Bedeutung. ihn als Begriff zu verstehen uiid zu würdigen. Indem der Atombegriff hier eine gedankliche tion aller dieser Züge schafft. Aber freilich ist es nicht der einzige logische Wert dieses „Subjekts". Der Inbegriff des empirisch Bekannten verdichtet sich gleichsam in einem einzigen Punkt. Der Gang der Wissenschaft würde schleppend. ihre Darstellung würde umständlich und mühsam werden. während doch andererseits alle Kräfte des Denkens nunmehr für die Erfassung des neuen Erfahrungsinhalts frei werden. daß es nur nachträglich die gewonnenen Erfahrungen beschreibt und zusammenfaßt. sie schafft ein allgemeines unmittelbar Schema auch für die künftigen Beobachtungen und weist diesen eine bestimmte Richtung an. und erfaßt das Problem gleichsam von einer anderen Seite als die rein erkenntnistheoretische Betrachtung. Die lebendige und unmittelbare Arbeit der Forschung selbst steht hier freilich von Anfang an auf einem anderen Standpunkt. ehe sie an ein neues Tatsachengebiet herantritt.phismus usf. die hier geschaffen ist. treten sie Vereinigung.

Der passive Bestand. in die Annahme eines einzelnen dinglichen „Trägers". Dennoch aber sind beide Gesichtspunkte. sind die neuen Tatsachengebiete. notwendig Produktion Betrachtung erforderlich. denn nur dadurch schafft sie sich die Möglichkeit. sondern nach rückwärts auf den Ursprung und die Gründe der Erkenntnis gerichtet. Somit ist es in der Tat berechtigt und unvermeidlich.sie hinblickt und was ihr Interesse fesselt. den die Wissenschaft an einzelnen Stellen fixiert. der als solcher keiner weiteren Analyse bedarf. das fortan den Grundstock für alle weiteren Beobachtungen abgibt. wenn sie eine Fülle erfahrungsmäßiger Relationen in einen einzigen Ausdruck. beruht doch zugleich die eigentümliche Bestimmtheit. Funktionen zum Aufbau der Erfahrungswirklichkeit nicht zugleich betätigen und sie zur selben Zeit als solche betrachten und beschreiben. dennoch wiederum in seine einzelnen Faktoren zerlegen: denn ihr Blick ist nicht nach vorwärts auf die Gewinnung neuer objektiver Erfahrungen. als es die der kritischen Reflexion Wir können die sind. Das jeweilig muß der Forschung Erreichte. Die kritische Selbstbestimmung des Denkens muß indessen dieses Produkt. ist somit der bewußte Wechsel des Standpunktes der Gewonnene. Beide Richtungen lassen sich niemals unmittelbar vereinen: die Bedingungen der wissenschaftlichen sind andere. So läßt es sich verstehen. das eben erst alsbald wiederum als ein Gesichertes und Vorhandenes gelten. die es zu erschließen gilt. der hier zurückbleibt. zusammenfaßt. ist daher ein Moment in ihrer eigenen Aktivität. während sie die bekannten Tatsachen als einen gegebenen Bestand nehmen darf. 279 . Auf in der Spannung und dem Gegensatz. so daß stets neue Fragen in den Kreis ihrer Betrachtung eintreten. Der Inbegriff des „Faktischen" in diesem Sinne steht als solcher fest. das Gebiet des Problematischen an eine andere Stelle zu verlegen. es gleichsam immer weiter fortzurücken. wenngleich sie es für bestimmte Zwecke der Erkenntnis als begreift. die der Erkenntnis zukommt. er bildet ein ruhendes Substrat. um die Erkenntnis als Ganzes den Motiven ihres Fortschrittes wie in den dauernden logischen Bedingungen ihres Bestandes zu beurteilen.

. Gerade eine derartige Wandlung bestätigt. der jedoch. So ist das Atom der Chemie eine „Idee" in dem strengen Sinne. ob er zwar nur eine Idee (focus imaginarius). B. Aufl." Diese Leistung bleibt dem Atombegriff als dauerndes Charakteristikum erhalten. auf welchem man sich ihm nähert. auch wenn sein Inhalt sich vollkommen wandelt. i.daß auch der chemische Begriff des Atoms. in einem einzigen Brennpunkt vereinigt. wie in der neueren Physik. alsbald als ein einheitliches reelles Objekt erscheint. das wird. zum Elektron wird. das Atom der Materie zum Atom der Elektrizität.. an dem sich nacheinander für uns verschiedene Eigenschaften unterscheiden und aussondern lassen. in Aussicht auf welches die Richtungslinien all seiner Regeln in einem Punkt zusammenlaufen. eine verschiedene Gestalt Für die erste naive Betrachtung erscheint das Atom zeigt. der sich je nach dem Stande unserer Erfahrung mit mannigfachem konkreten Inhalt zu erfüllen vermag. statt als bloß . daß das Wesentliche des Begriffs nicht in irgendwelchen materialen Eigenschaften besteht. 280 . ihnen die größte Einheit neben der größten Ausbreitung zu verschaffen*. während umgekehrt vom Standpunkt der Erfahrungskritik aus eben jene „Eigenschaften" und ihre wechselseitigen Verhältnisse die eigentlichen empirischen Daten bilden. notwendigen regulativen „nämlich den Verstand zu einem gewissen unentbehrlich Ziele zu richten. indem er ganz außerhalb der Grenzen möglicher Erfahrung liegt. ein Punkt ist. dennoch dazu dient. 2.. 672. also z. d. aus welchem die Verstandesbegriffe nicht wirklich ausgehen. je nach dem Wege. gemäß einer natürlichen Täuschung. • Kritik der reinen Vernunft. virtueller" Punkt. zu deren Ausdruck noch der Begriff des Atoms wird zu erforschenden. es in der Tat einen und Gebrauch" besitzt. S. der.. als ein fester substantieller Kern. zugleich mit dem Das gegebene Tatsachenmaterial vorweggenommen diesem Terminus gegeben hat vortrefflichen — sofern Kant . den begrifflich erschaffen wird. sondern daß er ein Formbegriff ist.

die wir jedem Element beilegen und die nunmehr zu der Zahl seines Verbindungsgewichts hinzutreten. Substitutionen ableitbar sind. eine neue charakteristische Konstante für jeden einfachen Körper geschaffen. so ergeben sich hierbei bestimmte Grundregeln. das sich uns hier darbietet. nach gedanklichen Gesichtspunkten zu verknüpfen und zu Klassen bestimmter Eigenart bildung. zunächst völlig getrennten Bestimmungen. die ihnen unabhängig von ihrer chemischen Verwandtschaft zukommt. daß ein Chloratom in bestimmten Verbindungen je ein Atom des Wasserstoffs zu ersetzen vermag. Ordnen wir nunmehr die chemischen Verbindungen gemäß dem neuen Prinzip. die sich gemäß voll- den Regeln über die Wertigkeit der einzelnen Atome — 281 . Nimmt man das Atom des Wasserstoffs als Einheit. zusammenzustellen. die diese Form der Beziehung regeln.. Die empirischen Tatsachen. die mannigfachen. die zunächst zu derartigen relativen Unterscheidungen und Zusammenfassungen innerhalb des Gesamtsystems hinführen. dadurch charakterisiert sind. Damit ist ein weiterer Gesichtspunkt der Zuordnung der einzelnen Elemente zu einander. während ein Sauerstoffatom stets an die Stelle von 2. Valenz" der Elemente ist der Ausdruck einer bestimmten Grundbeschaffenheit in ihnen. ein Stickstoffatom an die Stelle von 3. Die . die demselben Typus angehören. so zeigt sich etwa. besteht darin. wie die Atome verschiedener einfacher Körper sich in den Verbindungen ersetzen und wechselweise für einander eintreten können.Der zweite wichtige Schritt der chemischen Begriffsnachdem der allgemeine Gedanke des Atoms konzipiert und die Werte für die Atomgewichte der einzelnen Elemente im allgemeinen festgestellt sind. ein für allemal festhalten und ausdrücken. Die Form des Austausches läßt sich durch gewisse Zahlwerte. sind in den Verhältnissen der chemischen Substitution gegeben. ein Kohlenstoffatom an die Stelle von 4 Atomen Wasserstoff tritt. so treten sie in verschiedene Haupttypen auseinander. die hierdurch gewonnen sind. Verfolgt man. wobei die Glieder. daß sie sämtlich aus einer bestimmten Grundform durch fort- schreitende ziehen.

ineinander übergeführt werden können. sofern sie kraft der Beziehung. Der erste Schritt zu dieser Trennung liegt schon in dem Grundverhältnis der Substitution selbst vor. Sie gehören zufestgestellt hat. schichte der Chemie der Typenbegriff vom Begriff der chemischen Analogie losgelöst*. verdanken diese Zusammenstellung weder der äußeren Ähnlichkeit in ihren sinnlichen Eigenschaften. Die verschiedenen Verbindungen. Der Gedanke der Substitution.. sondern nur als Paradigma für bestimmte logische Verhältnisse in Betracht. Wu r t z . Näheres hierüber S. * a. die Berzelius vertritt. Dumas : während dem Wasserstoff positive Je mehr indessen die Theorie der Substitution sich Bahn bricht. die ihrer Natur und Eigenart nach völlig verschieden scheinen.in seiner „Typus" kommt hier wiederum nicht Bedeutung für die speziellen Aufgaben der Chemie. S. als sie eben durch dieses Ableitungsgesetz Nur allmählich hat sich in der Geselbst hergestellt wird. sammen. da es. Elektrizität zukommt. Er weist in der Tat in voller Deutlichkeit die charakteristischen Grundzüge auf. a. sich einander ersetzen können. die zwischen der Valenz der einzelnen Atome besteht. 189 ff. wie er zuerst von formuliert wird. bei Duhem . die die Analyse des exakten naturwissenschaftlichen Begriffs bereits im allgemeinen Der Begriff des Auch der chemische Typenbegriff ist nicht nach dem Muster der Gattungsbegriffe. die unter einem Haupttypus befaßt werden. wird daher unter diesem Gesichtspunkt zunächst von Berzelius als paradox und widerspruchsvoll zurückgewiesen das Chlor kann nicht in irgend einer Verbindung für den Wasserstoff eintreten. sofern hier Elemente. wobei indes die entfernteren Glieder der Reihe zu den näheren keine andere Analogie mehr darzubieten brauchen. um so mehr gewinnt umgekehrt die Anschauung Raum. noch der unmittelbaren Verwandtschaft in ihren chemischen Funktionen. Le Mixte. 97 ff. bes. nach der Theorie des elektrochemischen Dualismus. 282 . O. daß auch völlig unähnliche Körper sich in gewissen Verbindungen ohne Änderung der Natur negativ elektrisch ist. sondern nach dem der Reihenbegriffe gestaltet.

sondern die ganze Gruppe von Körpern. näher betrachtet wird. während das Verhältnis der Äquivalenz als eine empirische Beziehung zwischen Regnaults mathematischen 283 . Noch schärfer treten die Konsequenzen dieser Ansicht hervor. sondern lediglich durch die eindeutige Regel der Relation. in sich faßt. entsprechen also durchaus denjenigen. daß die Reihen. der Körper sehr verschiedener Eigenschaften. deren Glieder nicht durch irgend welche anschauliche Einzelzüge. die in all ihren wahrnehmbaren Eigenschaften und ihren wesentlichen chemischen Bestimmungen voneinander völlig abweichen. die von Glied zu Glied obwaltet. sobald nicht allein die Elemente. Wie sich hier geometrische Systeme und Gruppen von Systemen ergaben. Die „Valenz" der einzelnen Elemente stiftet unter ihnen eine derartige Beziehung. tritt jetzt der „molekulare Typus" Dumas entgegen. Glieder enthalten können. Parameters" erzeugt und begründet die Form des Begriffs. so gilt das gleiche auch hier. daß die Relation. sondern in der Art der Verknüpfung beruht. bei dem letzteren rein konstruktiv festgestellt ist. auf denen nunmehr die Einheit des Typus beruht. entstehend denken kann.. Die gesetzliche Abwandlung dieses . die wir im Gebiet der Begriffsbildung verwirklicht fanden. die somit ebenfalls nicht auf einer Gleichartigkeit im Inhalt des Verknüpften. Der chemische Begriff unterscheidet sich hierbei vom mathematischen freilich darin. Auch hier wird anfangs die Forderung der Analogie aufrecht erhalten.. die man sich durch Substitution auseinander Die Bedingungen. die in ihrer fortgesetzten Anwendung bestimmte Inbegriffe von charakteristischem Reihen-Typus erschafft. einzeln ein- ander gegenübergestellt. die aus wiederholten Substitutionen hervorgehen können. ihn aufgestellt Dem . miteinander zusammengehalten werden. die ihnen gemeinsam sind. kraft deren von einem Glied zum andern fortgegangen wird.der Verbindung vertreten können. bis weitere Untersuchungen zu dem Schluß drängen. chemischen Typus". die sich einander substituieren lassen. wie und für den er ähnliche Haupteigenschaften aller Glieder gefordert hatte. die auf diese Weise entstehen.

Wir kennen die eigentümliche Beschaffenheit des Chloratoms nicht. wenn sie als eine dingliche Qualität in ihnen aufgefaßt wird. unter Festhaltung weniger allgemeiner Grundprinzipien. La Theorie atomique. denn es bildet das eigentlich auszeichnende Merkmal der wissenschaftlichen Fassung der chemischen Grundbegriffe. Die Typentheorie bildet in dieser Hinsicht den ersten Ansatz zur chemischen sofern sie lehrt. wenn man zur Erklärung der verschiedenen relativen Wertigkeiten auf die der einzelnen Atome zurückgreift. wie eine wahrhafte qualitas occulta erscheinen. Und dieses Rätsel wird nicht gelöst. nachdem erst ein allgemeines Zuordnung Moment die der fixiert ist. Auch hier gilt es. 284 . nachdem einmal das entscheidende Merkmal der Vergleichung gewonnen ist. das Kohlenstoffatom mit 4 Atomen des Wasserstoffs zusammentritt. einem Bewegungszustände Cf.den verschiedenen Elementen entdeckt wird. von gewissen Anfangspunkten an aufzubauen und um gewisse Mittelpunkte zu gruppieren. so erkennt man. die einander derart angepaßt oder derart entgegengesetzt sein sollen. 175. die weitere Begriffsbildung nunmehr auf beiden Seiten genau die gleiche Richtung einschlägt. durch welchen Zwang getrieben das Sauerstoffatom mit 2. Das sinnlich Heterogene gestaltet sich jetzt homogen. wir mit wissen nicht. Sieht man hingegen von diesem Unterschied des Ursprungs ab. die den einzelnen Atomen zugesprochen wird. S. dieses Moment durch gesamte Mannigfaltigkeit der durch die Beobachtung Stoffe hindurchzuführen und diese somit aus einem Aggregat zu einem System zu gestalten. indem wir es mit bestimmten Zahl-Verhältnissen durchdringen. Denn auch hier wird ein schlechthin Unbekanntes und empirisch gegebenen Deduktion. Wu r t z . daß. Dieses letztere Moment ist auch hier entscheidend. daß sie stets nur in einem ganz bestimmten Verhältnis miteinander verschmelzen können*. muß zunächst. die Mannigfaltigkeit der Körper. innerhalb dessen wir das Ineinandergreifen und die Zusammengehörigkeit der einzelnen Glieder nach festen Regeln begreifen. Die „Valenz". kraft deren es sich nur Atom Wasserstoff zu verbinden vermag.

6. Die chemische Konstitutionsformel scheint freilich zunächst ein direktes anschauliches Bild der Reihenfolge und Stellung darzubieten. ist in Wahrheit nicht eine derartige Erkenntnis der letzten absoluten Elemente der Wirklichkeit. Als Radikal wird hierbei gemäß der Definition Liebigs der nicht wechselnde Bestandteil in einer Reihe Verbindung Atomgruppen — — von Verbindungen betrachtet. Die Formel einer bestimmten Verbindung lehrt uns nicht nur diese selbst in ihrer Zusammensetzung kennen. die durch Substitution aus der gegebenen Verbindung entstehen können. aber was sie zuletzt leistet. Kap. sofern er sich in diesen ersetzen 285 . ist sie freilich eben dadurch zugleich der echte wissenschaftliche Ausdruck der empirischen Realität des Körpers: denn diese besagt nichts anderes. ist eben der gedankliche Verzicht. in welcher ein individuelles „Ding" oder ein besonderes Ereignis mit dem Inbegriff der wirklichen und möglichen Erfahrungen überhaupt steht. (Vgl. wenn er nicht mehr allein auf einzelne Atome.) Von besonderer Wichtigkeit wird der Gedanke der Substitution. sondern lediglich die Tatsachen dieser Verbindung nach allgemeingültigen quantitativen Ordnungsprinzipien darstellen. die jetzt entsteht. die die Atome selbst gegeneinander einnehmen. als die durchgängige objektive Verknüpfung. sondern vielmehr die allseitige Gliederung der Körper und Stoffe der Erfahrung. wird zur eigentlichen Grundlage der organischen Chemie. hierzu bes. Er will nicht in die substantielle Natur der Verbindung von Atom und Atom eindringen. sondern auf ganze angewandt wird. Die Theorie der „zusammengesetzten Radikale". sondern ordnet sie verschiedenen typischen Grundreihen ein und weist damit auf das Ganze derjenigen Gebilde voraus. denen es angehört und die aus ihm durch die gesetzliche Variation bestimmter Grundbestandteile hervorgehen können. Indem die Konstitutionsformel diese herstellt. Was jedoch den Valenzbegriff der Chemie von allen scholastischen Qualitäten scheidet. Das einzelne Glied wird zum Repräsentanten der Gesamtgruppen.in keiner Weise Nachweisbares an Stelle der allein bekannten Austauschverhältnisse gesetzt. den er in sich schließt.

in welcher die Radikale in den Verbindungen . sondern soll nur. die aus ihnen durch Verbindung mit anderen Atomen entstehen. S. nach Ladenburg. vorhanden. Das Radikal besitzt jetzt keine selbständige Wirklichkeit mehr. Die Kerne sind als solche in einer Mehrheit von Körpern. Indem insbesondere darauf hinweist.. zwei Radikale in einer Verbindung anzunehmen. S. — — Gerhardt. mehrere wie nunmehr betont wird rationelle Formeln für ein und denselben Körper aufzustellen. Wir stehen damit am Beginn einer Auffassung. daß es möglich ist. so steht nichts im Wege. die allgemein darauf verzichtet. Trait6 de Chimie organique O.) . „die Beziehungen ausdrücken.. (Vgl. die Frage zu beantworten. Der Streit über die Natur und die absolute Beschaffenheit der Radikale ist damit geschlichtet. da sie also nicht dar- Laurents Gerhardt was die Körper an und für sich sind. Da die Formeln der Chemie nur bestimmte Struktur. Durch die weitere Fortbildung der Theorie aber wird diese Anschauung mehr und mehr zurückgedrängt.läßt durch andere einfache Körper. sie präexistieren den komplexeren Gebilden. den wir zugrunde legen. die wir vornehmen und die je nach dem herrschenden Gesichtspunkt der Vergleichung. wird damit der Gedanke an die reale Existenz abgesonderter Gruppen zunichte. denn sie erscheinen nunmehr nur noch als Ergebnisse gewisser ideeller Zerlegungen. oder sofern sich in seinen Verbindungen mit einem einfachen Körper dieser letztere ausscheiden und durch Äquivalente von anderen einfachen Körpern vertreten läßt. existieren". wird das Verhältnis zunächst in einem durchaus realistischen Sinne aufgefaßt und beschrieben. aber herrscht anfangs In der „Kerntheorie" Streit. sondern nur was sie waren oder werden können. stellen sollen. Über die Art. zit. verschieden ausfallen können. 286 . je nachdem man seinen Zusammenhang mit der einen oder der anderen Gruppe von Verbindungen zum Ausdruck bringen will. 235. wie Gerhardt selbst ausdrücklich hervorhebt.und Reaktionsverhältnisse in Gleichungen ausdrücken sollen. in denen sich Elemente oder Atomgruppen ersetzen"*. 194 ff.

daß jedes Glied in ihm aus einer ursprünglichen Anfangssetzung nach bestimmten einheitlichen Regeln hergeleitet und konstruktiv entwickelt ist. Kap.und Endzustand eines chemischen Umwandlungsprozesses bestehen. so greift diese Forderung nunmehr auch auf alle die physikalischen und chemischen Bestimmungen über. m . daß jedes Tendenzen hervor. O s t wa die „energetische" AuffassTing 1 d . Jedem einfachen Körper kommt nunmehr nach dem Leibniz'schen Ausdruck eine bestimmte . sondern * bes. Leipzig 1904. um statt dessen lediglich die meß- baren Relationen. IX und X. mathematischen Ehe indessen diese Einreihung der Chemie in ein allgemeineres wissenschaftliches Problem sich vollzieht. was die gesamte Fülle seiner empirischen Eigenschaften begrifflich zum vollkommenen Ausdruck bringt. die als abhängig von bestimmten Zahlwerten erkannt sind. Auch sie dürfen nicht länger als ein regelloses Beisammen gedacht werden. 287 . Wie es der eigentliche methodische Vorzug des Zahlgebiets ist. zu entdecken und gemäß allgemeinen Regeln darzustellen.. charakteristische Zahl" zu: und diese Zahl gilt implicit als dasjenige. uhe Le Mixte. form Element durch den Wert seines Atomgewichts charakterisiert wurde. in den Verbindungen. die zwischen dem Anfangs. und tritt damit aus dem Kreise der empirisch beschreibenden Wissenschaften in das Gebiet der Naturwissenschaft hinüber. Diese Dar- — — keit stellung der stofflichen Mannigfaltigkeit in einer Mannigfaltigvon Zahlen aber enthält bereits den Hinweis auf ein neues Problem.Vorlesung. Über s. die sie eingehen. sowie D und Behandlung der Chemie Elemente und Verbindungen. treten schon innerhalb ihrer selbst bestimmte Gesichtspunkte und die auf diese Umbildung der Systemhindeuten.ob und wie die Elemente als solche fortexistieren. Sobald aber diese Phase erreicht ist ordnet sich die Chemie dem allgemeinen Grundplan der Energetik ein*. Faraday. Die erste Phase der Bestimmung der stofflichen Mannigfaltigkeit war dadurch gekennzeichnet.

müssen in ihrer Abfolge und ihrer allmählichen Veränderung durch ein exaktes Gesetz darstellbar sein. „Bis jetzt wurden in der Physik als variable Größen. ihre Schmelzbarkeit und Flüchtigkeit. von denen die Erscheinungen abhängen. Elektrizität und einige andere Größen in die Rechnung eingeführt. seine Qualität machte sich nur dadurch geltend. erscheinen jetzt als periodische Funktionen Denkt man sich die Gesamtheit der Elemente in eine Reihe geordnet. der Stoff erschien. in Maß und Zahl ausgedrückt. besonders Ort und Zeit. ferner unter Umständen Wärme. ihre Leitungsfähigkeit für Wärme und Elektrizität usf. Diese von der s t o f f 1 i c h e n N a t u r d e r S u b s t a n z e n abaus dem Konstanten hängigen Größen deln. war als Variable zu behan- bisher nicht üblich geworden. so findet sich. aber dieser Fortschritt ist jetzt gemacht worden. indem man die physikalischen Konstanten für die verschiedensten Substanzen bestimmte. daß die in den Differential. Lothar Meyer. daß beim Fortgang in dieser Reihe die Eigenschaften der einzelnen Elemente sich von Glied zu Glied ändern. seine Beschaffenheit bis ins Einzelne abhängig ist. Man hat zwar auch bisher schon in den physikalischen Erscheinungen den Einfluß der stofflichen Natur der Materie berücksichtigt. Gebiet der naturwissenschaftin das Gebiet der Variablen lichen übergegangen.oder den Bedingungsgleichungen auftretenden Konstanten für jede Art des Stoffes einen anderen Wert erhielten. Temperatur. Diese allgemeine Forderung findet ihre erste Erfüllung in der Aufstellung des periodischen Systems der Die verschiedenen Eigenschaften der einfachen Elemente. wovon sein physikalischchemisches „Wesen". hat zugleich die neue prinihrer Atomgewichte. in den Gleichungen nur als Masse. zipielle Wendung. systematischen Grundreihe ist es also. Aber diese stoffliche Natur blieb stets 288 . Körper. Der „Stoff* ist jetzt die in ihm vorliegt. ihre Härte und Dehnbarkeit. daß aber nach dem Durchlaufen einer bestimmten Periode die gleichen EigenDer Ort jedes Elements in dieser schaften wiederkehren. klar bezeichnet. Einer der Hauptbegründer des periodischen Systems.

nach welchem es sich in Reihen von bestimmtem Fortschreitungsgesetz ordnet." Das Qualitative der einzelnen Stoffe wird mathematisch faßbar und beherrschbar. daß nunmehr Glieder der Mannigfaltigkeit. a. So entwickelt etwa am Beispiel der chemischen Erkenntnis der Grundstoffe und ihrer Eigenschaften seine gesamte Auffassung von den Aufgaben wie von den Grenzen der naturwissenschaftlichen Forschung. O. Nur dort. die empirisch bisher nicht bekannt waren. wenn auch noch sehr primitiver Anfang gemacht worden. im strengen Sinne des Seite.etwas Qualitatives. Das deduktive Moment. abgesehen von seiner naturphilosophischen p r b1 e . allgemeingültige Einsichten in zu gewinnen. aus der Bekanntschaft mit dem Gegenstand alle seine Beschaffenheiten unmittelbar zu erschließen und a priori zu bestimmen. — m . daß der Zahlenwert des Atomgewichts die Variable ist. S. diese fundamentale Variable in Zahl und Maß ausgedrückt in die Rechnung einzuführen. Wahrhaftes gilt ihm nur dort als erreichbar. es fehlte die Möglichkeit. wie es einerseits in der spekulativ-metaphysischen Naturbetrachtung. 176. wo alle Eigenschaften des Gegenstandes aus seiner ursprünglichen Natur vollkommen verständlich und gewiß sind. wiederholt eine wichtige erkenntnistheoretische Rolle zufiel. wo es möglich ist. a. wo es also möglich ist. indem der Nachweis geführt wurde. andererseits in der mathematischen Physik ausgeprägt ist.. das damit in die Chemie eintritt. Zu dieser Einführung ist jetzt ein. auf Grund des allgemeinen systematischen Prinzips gefordert und vorausgesagt werden können und daß die fortschreitende Erfahrung diese Forderung bestätigt. wenn man es mit dem Ideal der Deduktion vergleicht. indem ein Gesichtspunkt entdeckt wird. durch welche die substantielle Natur und die von ihr abhängigen Eigenschaften bestimmt werden*. Locke Wissen notwendigeVerknüpfungen * L o t h ar Meyer . kann von eigentlicher Erkenntnis. In der Geschichte der Philosophie ist es gerade das Stoffdem. Die Bedeutung dieses Gesichtspunkts tritt vor allem darin hervor. läßt sich am deutlichsten in seiner Eigenart erfassen. Cassirer Substanzbegriff 19 289 .

um aus ihr die Gesamtheit der sekundären Eigenschaften deduktiv abzuleiten*. zum Teil erfüllt. Essay on human understanding. das Problem „am andern Ende" anfassen könnten. das Locke hier entwirft. 290 tSI . versagt sich unser naturwissenschaftliches Wissen. Hier. wenn wir. deren Glieder selbst. seine Dehnbarkeit. Sie stimmt mit Locke darin überein. seine Feuerbeständigkeit usf. die unsere Kenntnis der Natur erst zu echter Wissenschaft. geredet werden. so können wir niemals die Form der Verknüpfung verstehen. wäre nur dann möglich. bleibt es auf immer unmöglich. so ist doch damit die Frage nach ihrem inneren Zusammenhang um keinen Schritt weitergeführt. so können wir doch von ihnen aus keine einzige neue Bestimmung entdecken. kraft deren bestimmten Merkmalen der einen Art stets bestimmte andere einer anderen Art entsprechen. wo wir es lediglich mit der Sammlung und Beschreibung verschiedener Wahrnehmungstatsachen zu tun haben. seine Härte. Buch IV. daß die Ableitung der Einzelmerkmale eines Stoffes aus seiner „substantiellen Wesenheit" die Aufgabe des exakten und empirischen Wissens übersteigt. Wenn wir noch so viele Merkmale des Goldes. wenn wir von irgendeiner Wesensbestimmung des Goldes ausgehen könnten. zusammenstellen. die in all unsern „intuitiven" Urteilen über mathematische Verhältnisse erfüllt ist. Eine derartige Einsicht. 6. Dieser Forderung aber. Die moderne Wissenschaft hat das Ideal. wie sie in der Mathematik vorliegt. jene Abhängigkeit der Einzelglieder voneinander herzustellen. Locke. durch die sie allein zu einem rational verbundenen und begriffenen Ganzen werden könnten.Wortes. Kap. aber sie verzichtet darum nicht der auf jeden begrifflichen Zusammenhang empirischen Daten * Sie faßt die Vielheit der Elemente in eine Grundreihe zusammen. So viele Eigenschaften irgend einer Substanz man auch durch Beobachtung und Versuch entdecken mag. erheben würde. aber sie mußte freilich zuvor diesem Ideal selbst einen neuen Sinn verleihen. statt lediglich Beobachtungen über das empirische Beisammen oder die empirische Unverträglichkeit von Merkmalen zu sammeln.

auf Grund bestimmter allgemeiner Daten gewisse spezielle Beschaffenheiten zu berechnen und vorherzusagen. in denen wir die Eigenart und die Besonderheit der Elemente ausdrücken. die Atomgewichte. nichtsdestoweniger aber wird das Faktum dieser Abhängigkeit selbst zu dem Versuch benutzt. als die metaphysische Einsicht aus den letzten Wesensgründen. Denken wir uns diese Aufgabe gelöst. sondern ließen sich in ihrer Entstehung auseinander verfolgen. Der chemische Begriff wäre damit in den physikalischen Begriff übergegangen. die zunächst nur als diskrete Werte eingeführt waren. bietet wenigstens ein A n a - also ein Analogon der exakten und . so wären wir damit logisch in eine andere Form der Begriffsbildung eingetreten: statt einer Anzahl von Regeln über das Zusammenbestehen von Eigenschaften besäßen wir nunmehr ein einheitliches.) Zugleich aber führt diese Lösung alsbald zu einer neuen Frage. oben. 276 ff. das bleibt freilich auch hier unbeantwortet. enthält daher freilich weniger. Die Atomgewichte. durch stetige Abwandlung auseinander hervorgehen zu lassen und das Gesetz zu bestimmen. mathematisch darstellbares Gesetz der kausalen Abhängigkeit zwischen den Änderungen verschiedenartiger Größen. Wie aus der angenommenen Grundeigenschaft die weiteren Merkmale folgen. 291 . die hier geschaffen wird.. die nunmehr eine bloß empirische ZusammenEinzelheiten. Es entsteht das Problem. In das absolute Sein der Körper dringen wir dadurch freilich nicht tiefer ein. Die Ordnung der entsteht. ständen jetzt nicht mehr als gegebene starre Einzelwerte nebeneinander. intuitiven" Erkenntnis. Die neueste 19* logon der Mathematik. S. nach welchem bei einer derartigen Variation die abhängigen Eigenschaften sich ändern müßten. aber sie bietet zugleich mehr als stellung unverbundener Elemente. Schmelzbarkeit und Flüchtigkeit ergibt. wie aus einem bestimmten Atomgewicht sich eine bestimmte Dehnbarkeit und Härte.. (Vgl. aber wir erfassen jetzt schärfer die Regeln ihres systematischen Zusammenhangs. Die funktionale Verknüpfung.nach einem bestimmten Prinzip aufeinanderfolgen und bestimmt sodann die einzelnen Eigenschaften der Körper als Funktionen ihrer Stellung in dieser Reihe.

kraft dessen der Begriff. in festen Zahl.und Maßbestimmungen zu fixieren. Indem aber auf diese Weise die empirischen Mannigfaltigkeiten sich in rationale umgestalten. die eine stetige Umwandlung der Elemente ineinander annimmt. Die chemische Forschung beginnt damit.Phase der Naturwissenschaft. die ihm bisher zugesprochen wurde und erscheint als ein bloß relativer Ruheals ein Einschnitt. ein System von Elektronen auflöst. eine Mehrheit tatsächlicher Beobachtungen. indem er den Tatsachen gehorcht. zugleich die intellektuelle Herrschaft über die Tatsachen gewinnt. die Gesetzlichkeit der Struk- turverhältnisse auf ein tiefer liegendes kausales zurückzuführen und in ihm Gesetz des In dieser fortschreitenden Beerschöpfend zu begründen. auf dem der wissenschaftliche Begriff fortschreitet. entsteht dadurch zugleich die Aufgabe. Aber diese durch die Beobachtung gewonnenen Zahlwerte ordnen sich alsbald zu Reihen. verliert es damit die absolute Festigkeit und Unveränderlichkeit. daß in ihr das Verhältnis in eine neue Beleuchtung gerückt wird. scheint diese Wendung bereits unmittelbar zu bezeugen: denn für sie. Geschehens IX. die aus der Betrachtung der Erscheinungen der Radioaktivität hervorgegangen ist. die zunächst noch unverbunden nebeneinander stehen. Die Betrachtung der physikalischen Begriffe und Methoden läßt zunächst nur eine desAllgemeinen zumBesonderen 292 . wältigung des empirischen Materials tritt zugleich die Eigenart des logischen Prozesses hervor. Das eigentlich methodische Interesse der chemi- schen Begriffsbildung liegt darin. die nach einer Regel fortschreiten und in denen daher die folgenden Glieder aus den vorangehenden bestimmbar sind. heit — Recht derartiger Annahmen urteilen mag: in jedem Falle zeigen sie in charakteristischer Deutlichkeit den Weg. den der Gedanke im stetigen Fluß punkt Wie immer man über das positive des Geschehens setzt. ist der einzelne Stoff in all seiner sinnlichen Abgeschlossendennoch nur der Durchgangspunkt in einem bestimmten Indem das chemische Atom sich in dynamischen Prozeß.

Die Vereinfachung. gemäß Grundfunktion eben in der Abwendung von dieser konkreten Totalität der Einzelzüge besteht. Nominalismus" und „Realismus" stellt nur eine Weiterbildung des Problems dar. während das wahrhafte und ursprüngliche Sein nicht dem Allgemeinen. sondern den individuellen Substanzen in der dynamischen Stufenfolge ihrer Verwirklichung zukommt. die während des Mittelalters und bis weit in die neuere Zeit hin um das Aristotelische System geführt werden. die bereits im Natursystem des Aristoteles ihren ersten bezeichnenden Ausdruck gefunden hat. Wiederum tritt unverhüllt jene Antinomie hervor. Die geschichtlichen Kämpfe. die er gegenüber der intensiven und extensiven Mannigfaltigkeit der Dinge vornimmt. Denn in dem Maße. Alles Wissen will Wissen vom Allgemeinen sein und vollendet sich erst in diesem Ziele. Die Richtung des Denkens auf den „Begriff" hin und die Richtung auf das Wirkliche schließen hier wechselweise einander aus. weicht das Gebiet der anschaulichen Einzeltatsachen mehr und mehr zurück.fundamentalen Verhältnisses klar hervortreten. der hier zugrunde liegt. seine schärfste Ausprägung in Rickerts Theorie der naturwissenschaftlichen Begriffsbildung gefunden. Wirklichkeit" Formung und somit in einer unübersehbaren Mannigfaltigkeit Seite dieses Das Ziel der theoretischen von Einzelzügen seiner dar. als der Begriff seine Aufgabe fortschreitend erfüllt. das bereits in den ersten Anfängen der Aristotelischen Metaphysik und Erkenntnislehre latent ist. um so schärfer wird nunmehr die Trennung. Physik sind und bleiben die allDie besonderen Fälle gemeinen Gesetze des Geschehens.. In der Philosophie der Gegenwart hat der Gegensatz. Je weiter indessen diese wissenschaftliche Aufgabe verfolgt wird. bedeutet zugleich eine ständige ihres Wirk- Verarmung 293 . Denn alle bietet sich uns in individueller Gestalt und .. wollen. sofern sie in den Kreis der Betrachtung gezogen werden. die zwischen dem System unserer Begriffe und dem System des Wirklichen entsteht. nur als Paradigmen gelten. erklären sich größtenteils aus diesem Gesichtspunkt: der Widerstreit des . an denen diese Gesetze darzustellen und zu erläutern sind. während alles Begreifen.

daß die Aufgabe ihrer Wissenschaft darin besteht. „Welches auch immer der Inhalt der Begriffe sein mag. S. dem sie zustrebt. An Stelle • Rickert." Besteht indessen diese logische Folgerung zu Recht: so ist die wissenschaftliche Forschung selbst über das Ziel. die wir kennen. ebenso Endziel. Forscher glaubten und glauben noch. daß Wirklichkeit im Grunde genommen immer und überall dieselbe ist. bisher in einer seltsamen Selbsttäuschung befangen Denn alle die großen exakten und empirischen gewesen. das Wirkliche selbst mehr und mehr mit der Erkenntnis zu durchdringen und zu immer bestimmterer Anschauung zu erheben. die durch die Naturwissenschaft Begriffen und den hervorgebracht werden muß. und daß ferner das Einzelne. daß jedes Stück der Wirklichkeit sich in seiner anschaulichen Gestaltung von jedem andern unterscheidet. besteht in einer Entfernung der empirischen Anschauung aus dem Inhalt ihrer Begriffe. also gar Dies aber ist durchaus nichts Individuelles mehr enthält nicht der Fall. ist also eine Kluft zwischen den ' Begriffen und der Wirklichkeit überhaupt*. daß alle Begriffsbildung die Individualität der Wirklichkeit vernichtet. die diese Kluft erst schafft und die sie ständig erweitert. Wenn nämlich nichts Individuelles und Anschauliches in den Inhalt der naturwissenschaftlichen Begriffe eingeht. und sobald wir nur daran denken. Individuen. dem die Körperwissenschaften anderen Naturwissenschaften zustreben. zum Bewußtsein kommen. Tübingen und Leipzig 294 . so muß uns auch die Tragweite der Tatsache. zur empirischen Welt des Anschaulichen steht er im entschiedensten Gegensatz Das Individuelle im strengen Sinne verschwindet bereits durch Das wie alle die primitivste Begriffsbildung. so folgt daraus. 235 ff. daß Die Kluft zwischen den nichts Wirkliches in sie eingeht. Anschauliche und Individuelle die einzige Wirklichkeit bildet. Die Grenzen der naturwissenschaftlichen Begriffs1902. bildung. Die Wissenschaft schließt somit nicht die Kluft zwischen den „Gedanken" und den „Tatsachen".lichkeitsgehalts. sondern sie selbst ist es. und schließlich alle kommt die Naturwissenschaft darauf hinaus.

das stumpft ihn.. Begriff ihr unmittelbar Was unseren Blick für die Einzelheiten widerstreitet? der empirischen Anschauung schärfen sollte.einer zufälligen und fragmentarischen Betrachtung der Dinge. gemäß der herrschenden logischen Lehre nichts anderes als eine „Vorstellung vom Gemeinsamen". die uns die feineren Strukturverhältnisse des Wirklichen erst erschließt und sie bis ins einzelne verfolgen läßt. der hierin S i g w a r t folgt. Ist der Begriff. an Stelle des engbegrenzten naiven Weltbildes eine umfassende Einsicht gewonnen werden. die Rickerts Theorie zugrunde legt. wenn das logische Instrument. wie es rein innerlich gegenwärtig ist. zunächst völlig auf eine Stufe gestellt wird. mit der sie denn auch von Rickert. Der Ausdruck für diesen innerlich gegenwärtigen Gehalt des Vorgestellten ist d a s o r t als solches. Das begriffliche Verständnis der Wirklichkeit kommt der Vernichtung ihres charakteristischen Grundgehalts gleich. vielmehr darin nur gewisse unsichere Umrisse der Gestalt zugleich mit der vagen Vorstellung der Flugbewegung festgehalten sind. in einer beliebigen Menge von einzelnen Dingen oder Fällen existierend gedacht werden kann. wie wir jetzt erkennen müssen. als das Vorgestellte. Seine Funktion ist alsdann nicht wesentlich von der des verschieden. dessen die Forschung sich bedient. so daß ein Kind auch den fliegenden Käfer oder Schmetterling als Vogel bezeichnen wenn der naturwissenschaftliche Wortes — — W 295 . Vogel" kein völlig bestimmter anschaulicher Gehalt entspricht. Wie nun etwa dem Wort . Tatsächlichen" selbst. so ist und bleibt er unfähig. So eigentümlich dieses Ergebnis indessen berühren mag: so zwingend folgt es in der Tat aus den Prämissen. die sich für jeden individuellen Beobachter anders darstellt. Alles Vorgestellte wird wie Sigwart ausführt entweder als einzeln existierend oder aber abgesehen von den Bedingungen seiner Einzelexistenz vorgestellt und heißt alsdann insofern allgemein.. was unsere Kenntnis der Tatsachen zu befestigen und zu erweitern schien. vielmehr ab. Wie aber ließe sich dieser Forderung genügen. das Besondere als Besonderes zu erfassen. sollte ein vollständiger Überblick über sie. das entfernt uns vielmehr immer weiter von dem eigentlichen Kern des .

die nur den einen oder anderen Zug von ihnen aufbewahrt haben: und diese letzteren sind es. diese Vieldeutigkeit aufzuheben.. sondern inhaltlich Verschiedenes angewendet zu werden. ist zunächst mit ihrer gegeben: . Abstraktionsgebilde erhalten damit gegeneinander eine sichere Abgrenzung. indem jedes von ihnen einen einzigen Kreis kann: Unbestimmtheit von Merkmalen umfaßt: und diese Konstanz und allseitige Unterscheidung eines mit einem bestimmten Worte be296 . daß sich im wirklichen Prozeß des Bewußtseins neben den lebendigen und unmittelbar gegenwärtigen sinnlichen Anschauungen stets abgeblaßte Reste von ihnen finden. Die Fähigkeit einer Vorstellung. die immer neue und immer entlegenere Elemente in den Kreis der Vergleichung hineinzuziehen vermag. Auch der wissenschaftliche Begriff entsteht auf dem gleichen Wege und unter den gleichen Bedingungen. das dort unbewußt wirksam ist. die sie Die verschiedenen in allgemeingültigen Definitionen fixiert. bringt es mit sich.je unbestimmter. sich selbst überlassenen Abstraktion sich vielfältig verschlingen und kreuzen. auf nicht bloß räumlich und zeitlich. Auch sie sind nur möglich. die das eigentliche psychologische Material zum Aufbau der begrifflichen Allgemeinvorstellungen enthalten. Sein Unterschied von den naiven Begriffen der Sprache und der populären Weltansicht besteht nur darin. Der scheinbare Reichtum der Begriffsfunktion. so besteht die Leistung der Wissenschaft darin. wenn somit hier niemals zu einem völlig festen und eindeutigen Ergebnis zu gelangen ist. hier mit kritischem Bewußtsein geübt wird. beruht also vielmehr auf der Armut des psychologischen Substrats. Wenn die Wege der natürlichen. desto leichter die Anwendung". die wir von unseren tatsächlichen Empfindungen zurückbehalten. indem sie für die Auswahl des Wahrnehmungsmaterials bestimmte Vorschriften aufstellt. Die Unsicherheit der Erinnerungsbilder.so gilt das gleiche ursprünglich für alle unsere Allgemeinvorstellungen. daß das Verfahren. an welches sie anknüpft. weil wir neben den konkreten und in sich vollendeten Sinneswahrnehmungen auch über unvollständigere und weniger genaue Bewußtseinsinhalte verfügen.

S. Für den „Begriff" in diesem Sinne aber besteht die Antinomie nicht. hierzu a. doch immer noch im Hintergrund des Bewußtseins. a. ein exaktes * S. aber er die Wirklichkeit. S i g wart (S. das demWort als solchem völlig fremd ist. Was in dieser Deduktion zunächst auffällt. ist der Umstand. s. je reiner sich um so mehr von diesem letzten Er wird dadurch zu einem Rest der Anschauung befreit. Rickert.) ff. da sie von Anfang an auf einem anderen Boden stehen und in völlig anderen Voraussetzungen wurzeln. die sie bezeichnen sollen. vgl. 47 ff. Die theoretischen Begriffe der Naturwissenschaft sind keineswegs bloß gereinigte und idealisierte Wortbedeutungen. der bereits innerhalb der reinen Erkenntnis wirksam ist. was das Wesen des BeDie Entfernung von der lebendigen Anausmacht*. kritisiert. . — Die exakten naturwissen- schaftlichen Begriffe setzen nur einen gedanklichen Prozeß fort. 45 I. Logik^ I. Hier kann keine unüberbrückbare Kluft zwischen dem „AUhalten. . denn ihnen allen haftet ein Moment an. die stets nur in individueller Form vor- handen und erfaßbar ist. den sie in zuvor von dem Zusammenhang loslöst. zu ergreifen und wiederzugeben. wenngleich sie sich nicht zu ausdrücklicher Klarheit zu erheben zeichneten Vorstellungsgehalts griffs während der wissenschaftliche Begriff.. auf die Rickert seine Beweisführung stützt. das uns anweist. Ganzen. 325 u. Sie ent- mathematischen Wort- bedeutungen durchgehend den Hinweis auf Reihenprinzip. Die Kritik der populären trifft daher diese Begriffe nicht. völlig übersehbaren und für unser Denken beherrschbaren braucht.ist es. daß sie den naturwissenschaftlichen Begriff. auch Kap. . Denn bei den Wortbedeutungen steht die konkrete Vorstellung der Inhalte. muß freilich andererseits darauf verzichten. I. 297 32 ff. er sich gestaltet. welchem er logisch entsteht und aus dem er fortdauernd seine eigentliche Kraft schöpft.. das Mannigfaltige der Anschauung in bestimmter Weise zu verknüpfen und gemäß einem vorgeschriebenen Gesetz zu durchlaufen. O. schauung der Einzeltatsachen aber ist jetzt noch größer geworden als zuvor. wie sich gezeigt hat..

Die gewöhnliche chemische Formel. sondern er bezeichnet Richtung. weiter verfolgt. zugleich aber den verschiedenen chemischen . pri nzi p ohne ineinander überzugchen und sich inhaltlich irgendwie miteinander zu vermischen. als eben den Zusammenhang zu ermöglichen und zur Darstellung zu bringen. die nur im allgemeinen seine Zusammensetzung. Tatsachen" weist. in der er als besonderer Stoff in seiner eigentümlichen Struktur aufgefaßt. Typen" eingeordnet und damit in ein bestimmtes Verhältnis zu der Gesamtheit der übrigen Körper gerückt wird. begrifflich" gefaßt und geformt wird. Jeder echte naturwissenschaftliche Begriff beweist in der Tat seine Fruchtbarkeit eben darin. daß beide Momente. daß irgend ein konkreter Inhalt seiner Besonderheit und Anschaulichkeit verlustig gehen müßte. von dem besonderen Material der Anschauung ab. immer neue Besonderheiten im Mannigfaltigen der Anschauung kennen lehrt.. doch in ihrer Leistung durchgehend aufeinander angewiesen sind. eine Hier trifft neue spezifische Beschaffenheit hervortreten. um es zu- hänge gestellt und — Gesichtspunkt — letzt gänzlich aus den Augen zu verlieren. in die das Besondere eintritt. Das Gegenteil ist vielmehr der Fall: je weiter diese Formung fortschreitet und je mehr Beziehungskreise es sind.gemeinen" und dem „Besonderen" entstehen. Denkt man das Besondere als Reihenglied. die Ordnung des Besonderen selbst gleichartigen Inhalten in verschiedene Reihen-Zusammen- insofern . nicht aber die Art des Aufbaus der stets eine 298 . Relation und der Begriff ist nicht mehr als ein solcher Gesichtspunkt läßt zugleich an ihm eine neue Seite. das Allgemeine als R e i h e nso ist alsbald deutlich. um so schärfer hebt sich auch der Jeder neue seine Eigenart ab.. Es ist nicht einzusehen. somit die Logik mit der Auffassung der konkreten Wissenschaft selbst wiederum zusammen. da das Allgemeine selbst keine andere Bedeutung und keine andere und Funktion hat. die uns.. daß er einen Weg zu neuen. sobald er mit anderen . So ist etwa der chemische „Begriff" eines bestimmten Körpers durch seine Konstitutionsformel gegeben. bisher nicht bekannten Er wendet sich nicht Gebieten von .

hierzu die treffenden kritischen Bemerkungen von M. die doch andererseits für die positive der exakten Begriffe abgelehnt wird.Subsumtionstheorie"*.. so ist damit zugleich implicit zugestanden. daß alle Dingbegriffe der Naturwissenschaft die Tendenz in sich tragen. kann als solches durchaus erhalten bleiben. 225 ff. Die allgemeine Regel. f. um so schärfer prägt sich somit die Fähigkeit der des Besonderen aus. S. kraft deren es mit anderen zu einer Gesamtgruppe zusammengefaßt wird. dessen Stellung im Ganzen des Systems bestimmt werden soll. treten vom Standpunkt des entwickelten Begriffs deutlich Unterscheidung . * Vgl. gestattet zugleich zu verfolgen. in welcher sie sich von anderen Beziehungsformen unterscheidet. während die Allgemeinheit des bestimmten Relationsgesetzes diese Eigenart festigt und allseitig kenntlich macht. 299 .isomer" zu bezeichnen waren. Stoffe. sich mehr — — Begründung und mehr in reine umzugestalten. Phüosophie XII (1906). wird hier durch eine Fülle neuer Beziehungen bereichert. büdung. zugleich aber besitzt die Relation. sondern die Allheit seiner möglichen räumlich-zeitlichen Phasen in sich. die wir jetzt besitzen. eine scharf ausgeprägte Bedeutung. Frisch- Die Grenzen der naturwissenschaftlichen BegriffsSystem. — — keit ab. die vom Standpunkt des unentwickelten Begriffs als gleichartig weil als . Sie steht unter dem Gesichtspunkt der . Arch. die den populären Wortbedeutungen anhaftet. in welcher Weise und nach welchem Gesetz der gegebene Stoff in andere übergeht: sie schließt nicht nur die Form seines Daseins in einem bestimmten Moment. Je weiter die chemische Begriffsbildung fortgeht. die er selbst als ungenügend erkennt und zurückweist. Nur die Allgemeinheit des verschwommenen Gattungsbildes bedroht das Einzelne in seiner Eigenart. auseinander und grenzen sich bestimmt in ihrer EigentümlichSo treffen wir hier nirgends auf jene vage „Allgemeinheit".einzelnen Elemente wiedergibt. Erkennt man mit Rickert an. Die Kritik R i c k e r t s trifft somit zuletzt nur eine Form der Begriffsbildung. daß der eigentliche logische Wert der Begriffe nicht an der Form der Beziehungsbegriffe eisen-Köhler. Das besondere Reihenglied.

" so heißt es bei Rickert selbst. h. „kann eine Wissenschaft nur sein." Gegenüber diesen klaren Ausführungen läßt sich der kritische Punkt in Rickerts Theorie alsbald bezeichnen: der Schwerpunkt der Betrachtung wird hier fälschlich von der Notwendigkeit der begrifflichen .. Gewiß bildet die Beziehung der Welt der Bedeutungen auf die Welt der Anschauungen unser Erkennen. sondern es wird jede Zusammenfassung von irgend welchen Elementen zu einem Begriff immer unter der Voraussetzung geschehen. sondern müssen ihrem logischen Wert nach Urteile sein. dann wird sie überall die rein klassifikatorische Begriffsbildung sobald wie möglich zu verlassen streben. d. aber gerade darum können die Bedeutungen nicht Vorstellungen. die Einsicht in die naturgesetzliche Notwendigkeit der Dinge. Das Wachstum des Umfangs geht hier mit der Bestimmung in * a. S. 73.. in denen ein naturgesetzlich notwendiger Zusammenhang zum Ausdruck kommt. O. oder in ihrer Zusammenstellung wenigstens Vorstufen zu solchen Begriffen abgeben. 71. Urteile dagegen bestimmen das Einzelne um so genauer. bis sie schließlich zu bloßen Schemen ohne eigentlichen Wirklichkeitsgehalt verkümmern. stellungen" kann gesagt werden. daß die zusammengefaßten Elemente entweder direkt in einem naturgesetzlich notwendigen. in einen je weiteren Umkreis der Vergleichung und Zuordnung sie es einbeziehen. die bloße Merkmalskomplexe sind. sie wird sich niemals bei Begriffen begnügen. h. den auf die Erkenntnis des Ganzen der Körperwelt gerichteten Bestrebungen. Vorheit der Gattungsvorstellungen verschoben. um so mehr an anschaulicher Schärfe und Klarheit einbüßen. Hat sie aber dieses Ziel im Auge. Bedeutungen" in die AllgemeinNur von . wenigstens soweit es sich um ein Erkennen im Sinne der Naturwissenschaften handelt. wenn sie schon in den ersten Ansätzen zu den Bildungen ihrer Begriffe das endgültige Ziel aller Naturwissenschaft im Auge hat. a.. die Gesetze entweder enthalten oder vorbereiten*. unbedingt allgemeingültigen Zusammenhange stehen. 300 . d. daß sie.„Ein wertvolles Glied abstrakten „Allgemeinheit" haftet. je allgemeiner sie werden.

scheidet. ihm aber unbedingt und mit objektiver NotwendigIndem wir also das Gegebene der Sinneskeit zukomme. Der Satz S ist P besagt in diesem Falle nicht. I).. Berlin 1909). wie die Naturwissenschaft sie behauptet und für ihre Erklärungen zugrunde legt.. Individuelle Kausalität" enthält schienene Schrift von Sergius imter(Ergänzungshefte der Kantstudien. Hessen um einmaligen und unwiederholbaren Eigenart. er ist. heißt im Sinne dieser Auffassung es unter allgemeine Gesetze substimieren was auf diese Weise erkannt wird. wird somit niemals in seiner schlechthin Hessen. sondern es lediglich unter einen Nicht ein neuen Gesichtspunkt der Beurteilung gestellt. von Gegenständen wird erschaffen. gleichsam ein sekundäres Moment. sondern ein und derselben Erfahrungswirklichkeit wird eine neue kategoriale Form Der Übergang zur . haben wir damit an seinem materialen Inhalt nichts geändert. sondern immer nur als Exemplar eines Gattungsbegriffs erfaßt und dargestellt. Die Kausalität. * Eine mittelbare Bestätigting dieser Ansicht finde ich nachträgUch in der neuesten Darstellung der Rickertschen Theorie. nur ein Symptom und Ausdruck für jenen Übergang zur Notwendigkeit. Denn Ursächlichkeit bedeutet ihrem letzten Grunde nach nichts anderes als die „Notwendigkeit der zeitlichen überhaupt 301 . das nicht die eigentliche Grundtendenz der Begriffsbildung trifft.. oben. 15. zwei verschiedene Formen der Kausalität. allgemeiner" Dinge über: sondern ein relativ loses Nebeneinander empirischer Bestimmungen fügt sich zu einem System objektiv Nicht eine eigene Art gültiger Verknüpfungen zusammen. sondern daß sie diesem besonderen Subjekt. Allgemeinheit" ist daher aufgeprägt. den Gegensatz zwischen der naturwissenschaftlichen und der historischen Begriffsbildung scharf hervortreten zu lassen.des Inhalts parallel (s. Die Allgemeingültigkeit eines Urteils bezeichnet ja nicht eine Quantität des UrteilsQualität der Urteilsverknüpfung. subjekts. Der Gehalt des Kausalgedankens aber ist durch dieses einseitige naturwissenschaftliche Schema nicht erschöpft. Ein Ereignis kausal begreifen. der durch die Aufgabe der naturwissenschaftlichen Erkenntnis selbst gesetzt und gefordert ist*. individueller" Dinge geht hier in ein Ganzes . Ganzes . geht in dem Gedanken der allgemeinen Gesetzmäßigkeit auf. sondern eine so daß auch Urteile über Einzelnes durchaus allgemeingültig sein können. Nr.. empfindung kraft der naturwissenschaftlichen Gesetze in ein Notwendiges umdenken. sofern er eintritt. daß die Eigenschaft P in einer Mehrheit von Subjekten gleich- mäßig enthalten ist. die die soeben er. Kap.

Hinsicht freilich bleibt die Trennung naturwissenschaftlichen Begriff und der „Wirklichkeit", wie sie uns in den sinnlichen Eindrücken gegeben ist, bestehen. Keiner der Grundbegriffe der Naturwissenschaft läßt sich als Bestandteil der sinnlichen Wahrnehmung
In

einer
dem

zwischen

Aufeinanderfolge der Wirklichkeitsstücke**: eine solche Notwendigkeit aber müssen wir auch dort postulieren, wo wir es mit der Abfolge rein individueller Ereignisse zu tun haben, die somit niemals in genau Die spezifisch ,, historische Kauderselben Weise wiederkehren können. salität*' gründet sich auf die Anwendung dieses Gesichtspunktes; ihr Bogriff entspringt, sobald wir in ein einmaliges zeitlich determiniertes Geschelien, ohne es als einen Sonderfall allgemeiner Gesetze begreifen zu wollen, dennoch den Gedanken der Notwendigkeit imd Eindeutigkeit des Verlaufs hineine 8 8 e n a. a. O., bes. S. 32 ff., S. 73 ff., u. s.) Hier zeigt sich legen. (Vgl. jedenfalls, daß für den naturwissenschaftlichen und den historischen „Begriff** dennoch eine übergreifende Einheit besteht, aus welcher beide sich ableiten und diese Einheit wird durch den Gedanken der Notwendigkeit konstituiert. Bei Hessen selbst wird diese Notwendigkeit zvmächst in die „objektive Wirklichkeit*' verlegt, die als solche von jeder Form der begriffliclien Deutung, gleichviel ob sie in der Richtung der naturwissenschaftliclien oder der geschichtlichen Begriffe erfolgt, prinzipiell Eine genauere erkenntnistheoretische Analyse frei gedacht werden soll. ergibt indes, daß eben diese Wirklichkeit nicht im Sinne einer absoluten metaphysischen Existenz zu nehmen, sondern als eine regulative Idee aufzufassen ist, die unsere verschiedenen, methodisch auseinandergehenden Konzeptionen auf ein gemeinsames Ziel hin dirigiert. (Vgl. bes. S. 88 ff.) Es zeigt sich somit, mit anderen Worten, daß die methodologische Unterscheidung der „allgemeinen** Naturbegriffe von den „individuellen" zwischen beiden nicht Gescliichtsbegriffen einen ausschließt, sondern vielmehr fordert: was vom Standpunkt der „Allgemeinheit" logisch auseinanderfällt, das strebt wiederum zusammen, sobald wir diesen Standpunkt mit dem der Notwendigkeit vertauschen. Halten wir diesen letzteren Gedanken als den eigentlich ursprünglichen und entscheidenden fest, so wird ferner deutlich, daß auch der Unterschied im Grade der „Allgemeinheit" selbst sich niemals zu einem unSofern wir die Idee der bedingten Gegensatz zu steigern vermag. Notwendigkeit auf ein besonderes zeitliches Geschehen anwenden, sofern wir also behaupten, daß dieses individuelle A dieses individuelle B

H
:

,

Zusammenhang

notwendig foraert und nach sich
eines implicit mitgesetzt.
;

eben in dieser Feststelliuig Moment des Allgemeinen Denn in diesem Urteil ist zwar der Fall, daß der Gesamtkomplex A jemals in genau derselben Bestimmtheit wiederkehrt, ausgeschlossen zugleich aber ist in ihm ausgesagt, daß, w e n n A sich in dieser Weise wiederholte, damit B und nur B als wirklich gefordert wäre. Wer also in der Geschichte mehr sieht als eine bloße positivistische „Beschreibung** des Nacheinander verschiedener Ereignisse, wer auch ihr eine besondere Art des kausalen Urteils zugesteht der hat diese Form des „Allgemeinen" in ihr bereits anerkannt. Die Allgemeinheit haftet nicht an dem kategorischen, sondern an dem hypothetischen Teil der
zieht, so ist

einmaligen

Sachverhalts ziigleich ein

:

302

aufweisen und durch einen unmittelbar entsprechenden Eindruck belegen. Immer deutlicher hat es sich vielmehr gezeigt, daß das naturwissenschaftliche Denken, je weiter es seine Herrschaft ausdehnt, um so mehr zu begrifflichen Konzeptionen gedrängt wird, die im Gebiet der konkreten Empfindungen kein Analogon mehr besitzen. Nicht nur hypothetische
die Form des von und wird ins Allgemeine projiziert, wenngleich die einzelnen Elemente nur besitzen mögen. Der historische Begriff, eine einmalige der diese Wirklichkeit zu fassen versucht, bezieht sich mittelbar auf die universelle Form der Notwendigkeit, wie andererseits der exakte naturwissenschaftliche Begriff, der zunächst der Ausdruck eines allgemein gültigen Relationszusammenhangs sein will, eine Bewährung und Anwendung der Beim zeitlich bestimmten Einzelfalle sucht. Nur die

je

:

Zusammenhangs

A

B

ideell

Wirklichkeit

Richtung

ziehung des

,,

Besonderen" auf das

während die
als
,,

Korrelation

Allgemeine" ist somit verschieden, der beiden Momente sich in beiden Fällen
,,

einen Gegensatz zwischen dem Wirklichkeit", sondern um eine Unterscheidung, die sich rein innerhalb des Systems der Begriffe selbst hält. selbst hebt diesen Umstand und damit den begrifflichen Chaeignet, nachdrücklich hervor. ,,Die rakter, der auch der entgegengesetzte Meinung, welche die Geschichte zu einer anschaulichen Wissenschaft machen und sie mit der Wirklichkeit verknüpfen will, macht sich eines historischen Begriffsrealismus schuldig, der ebenso gefährlich ist, wie der naturwissenschaftliche." Auch die historischen Begriffe sind ,,im allgemeinen Produkte einer mehr oder weniger starken Abstraktion" und somit als solche ebensowenig anschaulich wie die Begriffe der Natvirwissenschaften. ,,Als individualisierende Kulturwissenschaft bedeutet Geschichte eine Entfermuig von der Wirklichkeit prinzipiell steht sie der letzteren ebenso nah wie die Naturwissenschaften, auch sie arbeitet mit Begriffen, vmd zwar mit individuellen Begriffen. Dem historischen Begriffsrealismus gegenüber muß das besonders betont werden."
Begriff" schlechthin

notwendig erweist. Hier handelt es sich also nicht

um

und der absoluten

,,

Hessen

Geschichte

;

( S. 2 7 f f ) Hier zeigt es sich von einer anderen Seite her, daß die des naturwissenschaftlichen Begriffs vom historischen auf der anderen Seite eine bestimmte zwischen beiden voraussetzt die
.

Trennung
:

Begriffsfunktion
mung"

Verknüpfung

als solche in ihrer einheitlichen Grundform verstanden und abgeleitet sein, ehe die Differenzierung in verschiedene Begriffsarten einsetzen kann. Diese Grundform aber liegt nicht im^ Gattungsbegriff, sondern im der für jegliche Art der ,, For-

muß

Reihenbegriff,

des anschaulich Gegebenen unentbehrlich ist. Die Einordnung des Einzelnen in einen übergreifenden Gesamtzusammenhang, die sich immer deutlicher als das eigentliche Ziel der natiirwissenschaf tlichen Begriffsbildung herausgestellt hat, bildet eine wesentliche Aufgabe auch der geschichtlichen Begriffe. Diese ,, Einordnung" kann unter mannigfachen Gesichtspunkten und gemäß verschiedenen Motiven erfolgen: sie besitzt nichtsdestoweniger logisch übereinstimmende Züge, die sich als das Wesen „des" Begriffs be-

stimmen und herausheben

lassen.

303

Begriffe, wie das

Atom

Begriffe, wie Materie oder

oder derAether, sondern rein empirische Bewegung, lieferten den Beleg dafür,

daß die wissenschaftliche Forschung neben den ,, gegebenen" Elementen der Wahrnehmung die rein idealen und in keiner direkten Erfahrung aufzeigbaren Grenzbegriffe, daß sie neben dem „Wirklichen" das ,, Nicht-Wirkliche" nicht zu entbehren vermag. (S. oben, S. 159 ff.) Aber es wäre nichtsdestoweniger ein Mißverständnis, wenn man annähme, daß
exakte Wissenschaft sich durch diesen eigentümlichen ihrer Begriffsbildung den Aufgaben, die das empirisch-konkrete Dasein ihr stellt, mehr und mehr entfremdet. Gerade in dieser scheinbaren Abkehr von der Wirklichkeit der Dinge strebt sie ihr vielmehr auf einem neuen Wege zu. Eben jenen Begriffen, die keinen direkt aufweisbaren anschaulichen Gehalt mehr besitzen, kommt dennoch eine unentbehrliche Funktion für die Gestaltung und den Aufbau der anschaulichen Wirklichkeit zu. Die Bestimmungen, zu deren Ausdruck die naturwissenschaftlichen Grundbegriffe geschaffen sind, haften den empirischen Gegenständen freilich nicht wie wahrnehmbare Eigenschaften, wie ihre Farbe oder ihr Geschmack an; aber sie sind andererseits Verhältnisse eben dieser empirischen Gegenstände selbst. Die Urteile, die hier geprägt werden, sind daher, so wenig sie selbst sich ihrem Inhalt nach in bloße Aggregate von Sinneseindrücken auflösen lassen, in ihrem Gebrauch doch wiederum auf das Ganze dieser Eindrücke, dem sie systematische Form zu geben suchen, bezogen. Der methodische Gegensatz steigert sich daher niemals zum metaphysischen: denn das Denken trennt sich von der Anschauung nur, um mit neuen selbständigen Hilfsmitteln zu ihr zurückzukehren und sie dadurch in sich selbst zu bereichern. Jede Beziehung, die die Theorie entdeckt und in mathematischer Form ausgeprägt hat, weist jetzt zugleich einen neuen Weg vom Gegebenen zum noch nicht Gegebenen, von den wirklichen zu den ,, möglichen" Erfahrungen. Es ist somit freilich zutreffend, daß die Relationsbegriffe der Naturwissenschaft kein unmittelbares Abbild in den Einzeldingen besitzen: aber was ihnen widerstrebt, ist nicht sowohl das
die

Grundzug

304

als vielmehr das Moment der Einzelheit, Sie ermöglichen und verbürgen die der Dinglichkeit. Einsicht in Einzel Verhältnisse, wenngleich sie sich anschauen lassen. niemals in der Art isolierter So bedeutet etwa die „Energie*' nicht ein gleichartiges Ding, in dem alle inneren Unterschiede der verschiedenen Energiearten aufgehoben wären, sondern ein einheitliches Prinzip der Verknüpfung, das sich als solches nur am qualitativ Verschiedenen selbst bewähren kann. Die Identität der Reihenform und diese ist es, die sich hinter jeder Annahme identischer Objekte in der Naturwissenschaft verbirgt ist nur an der Mannigfaltigkeit der Reihenglieder, die als Zwischen der allsolche bewahrt werden muß, aufzeigbar. gemeinen Geltung der Prinzipien und dem besonderen Dasein der Dinge besteht somit kein Widerspruch: weil zwischen beiden im letzten Grunde kein Wettstreit stattfindet. Sie gehören verschiedenen logischen Dimensionen an, so daß keines versuchen kann, sich unmittelbar an die Stelle des

Moment

Objekte

anderen zu setzen.
erhält das Problem, um das es sich hier handelt, schärfere Fassung, sobald man es auf den Boden der eine zurückversetzt*. Man hat gegenüber

Wiederum

Mathematik
*

Die „konkrete Allgemeinheit", die den mathematischen Begriffen (vgl. oben, Kap. I), ist gelegentlich auch vom Standpunkt der Rickertschen Grundanschauung aus ausclrücklich anerkaiuit luid hervorgehoben worden. „Die für die begriffliche Erkenntnis bestehende Kluft zwischen Allgemeinem und Besonderem" so heißtes in L a s k s Schrift „Fichtes Idealismus und die Geschichte" mithin die Irrationalität, wird in der mathematischen Anschauung überbrückt durch die Möglichkeit der Konstruktion. Die einzelnen Verwirklichungsfälle des mathematischen Begriffs können durch den Begriff selbst erzeugt werden. Vom Begriff des Kreises gelangt man durch Konstruktion zur mathematischen Individualität des einzelnen Kreises, dringt also vom Allgemeinen her bis zum letzten Rest des Individuellen vor Auch in der Mathematik ist das anschauliche Objekt ein Einzelnes, Konkretes, Gegebenes, aber ein apriori, nicht ein aposteriori Gegebenes, wie das Materiale der Empfindtmg es ist ein logisches Unikum! individuell einmalig und doch zugleich apriori konstruierbar." (S. 40 f.) Man sieht auch hier, daß die Kritik Rickerts eine andere Gestalt erhalten hätte, wenn sie von Anfang an und mit voller

zukommt

— —

.

.

.

;

Entschiedenheit die naturwissenschaftlichen Begriffe statt als Ergebnisse der „abstraktiven" Begriffsbildung, als Erzeugnisse der konstruktiven mathematischen Begriffsbildung gefaßt hätte. Die Einsicht,
Cassirer Substanzbegriff

20

305

Rickerts Auffassung mit Recht auf die bedeutsame Rolle hingewiesen, die der Feststellung bestimmter Größentatsachen,

bestimmter

numerischer Konstanten

der Naturwissenschaft

dieser Konstanten in eingesetzt werden, erhält damit die Mannigfaltigkeit der Erfahrungen jenes feste und eindeutige Gefüge, das sie zur „Natur*' stempelt. Der wissenschaftliche Bau der Wirklichkeit wenn neben die allgemeinen Kausalist erst vollendet,

im Aufbau zukommt*. Erst wenn die Werte die Formeln der allgemeinen Gesetze

gleichungen bestimmte empirisch festgestellte Größenwerte für besondere Gruppen von Vorgängen treten; wenn also etwa das allgemeine Prinzip der Erhaltung der Energie durch die Angabe der festen Äquivalenzzahlen ergänzt wird, nach welchen der Energieaustausch zwischen zwei verschiedenen Diese Zahlen sind, wie Robert Gebieten erfolgt. es ausgesprochen hat, die gesuchten Fundamente einer exakten Die bestimmte Zahl aber durchbricht Naturforschung**. das herkömmliche logische Schema, das den Begriff nur als allgemeinen Gattungsbegriff kennt, der eine Mehrheit von Exemplaren unter sich faßt. Die „Zwei", die „Vier" existiert nicht als Gattung, die in allen konkreten Zwei- oder Vierheiten von Gegenständen verwirklicht ist, sondern sie ist als festes Glied in der Folge der Einheitssetzungen nur einmal da, wenngleich andererseits kein Zweifel darüber bestehen kann, daß sie kein sinnliches, sondern ein rein begriffliches ,,Sein*' besitzt. (S. hierzu Kap. II.) Auch von dieser Seite her zeigt es sich somit, daß dem Wissenschaftlichen Begriff als solchem

Mayer

die hier für die Mathematik gewonnen ist, hätte sich dann notwendig auf die Physik übertragen müssen: denn eben darin hegt das eigen tUche Problem, daß^ie Mathematik keineswegs ein „logisches Unücimn" ist und bleibt, sondern daß sie mit der ihr eigentümlichen Begriffsform fortschreitend auch die ,, besonderen" Naturwissenschaften erfüllt. In der Form der physikalischen „Indtiktion", durch die wir das empirisch Wirkliche erfassen, ist bereits die Form der mathematischen ,, Deduktion" enthalten und wirksam, ist somit die gleiche methodische Bewältigung des Besonderen durch das

Allgemeine
* S.

geleistet.
i

(Vgl. bes.

Kap.

5.)

R
6,

eh
S.

wart",
S. 255.

I,

Logik und Erkenntnistheorie (,,Die Kultur der GegenlOlf.); vgl. bes. Frischeisen-Köhler, a.a.O.
1
,

Wärme
306

** R. a (1851)

M

ye

r

,

(Die Mechanik der

Bemerkungen über das mechanische Äquivalent der Wärme, S. 237.)

die Feststellung des Einzelnen keineswegs versagt ist; wenngleich er andererseits das Einzelne niemals isoliert, sondern

besonderes Element einer geordneten Mannigfaltigkeit Statt zu abstrakten und leeren Gattungen des Seins und Geschehens aufzusteigen, sucht die Forschung die empirischen Konstanten, die sie gefunden und die durchaus eindeutige Zahlen- Individualitäten darstellen, kraft notwendiger Gesetze zu Reihen zu verknüpfen*. Die ,, Strukturverhältnisse", die neben den Gesetzen der kausalen Abhängigkeit das wesentliche Objekt der naturwissenschaftlichen Betrachtung ausmachen, werden schließlich, wie insbesondere das Beispiel der chemischen Erkenntnis lehrt, auf bestimmte Zahlen zusammengezogen, die ihrerseits wieder als geregelte Folgen zu verstehen gesucht werden. Die Theorie betrachtet und umgrenzt die möglichen Formen des Reihenzusammenhangs überhaupt, während die Erfahrung die bestimmte Stelle bezeichnet, die ein empirisch „wirkliches" Sein oder ein empirisch wirklicher Vorgang innerhalb dieses Zusammenhangs einnimmt. Im entwickelten naturwissenschaftlichen Weltbild sind beide Momente untrennbar miteinander vereint: das Allgemeine der Funktionsregel stellt sich hier nur in der Besonderheit konstanter Zahlwerte, die Besonderheit der konstanten Zahlen nur in der Allgemeinheit eines Gesetzes dar, das sie wechselseitig verknüpft. Auch innerhalb der besonderen Wissenschaften wiederholt und bestätigt sich diese Wechselbeziehung. Keine naturwissenschaftliche Disziplin verzichtet auf die Feststellung einzelner Tatsachen; und keine kann diese Feststellung ohne entscheidende Mitwirkung des Gesetzesgedankens vollziehen. Auch dort, wo von dem Gegensatz der historischen Individualbegriffe und der naturwissenschaftlichen Gattungsbegriffe ausgegangen wird, muß daher ausdrücklich zugestanden werden, daß dieser gedanklichen Sonderung keine reale Trennung in den Wissenschaften selbst entspricht. Überall greifen die beiden Motive ineinander über: und nur nach der

nur

als

erfaßt.

* Vgl- hrz. jetzt besonders A. Görland, Aristoteles züglich der Idee der theoretischen Erkenntnis untersucht.
(Pliilos.

und Kant beGießen 1909.

Arbeiten hrg. von

Cohen

u.

Natorp

II, 2.)

S.

433 ff.
20*

307

des einen oder anderen läßt sich die Stellung einer besonderen Wissenschaft im allgemeinen System Ist dem aber so, der Erkenntnis bemessen und feststellen. so wird es fraglich, mit welchem Rechte wir eine Art der Problemstellung und Problembehandlung, die sich als solche auf die mannigfachsten Disziplinen verteilt, noch durch den Namen einer von ihnen bezeichnen und charakterisieren können. Wenn wir alle jene Verfahrungsweisen der Wissen.Tatsächlichen" schaft, die auf die Gewinnung des rein gerichtet sind, unter dem einen Gattungsbegriff des ,, Historischen" zusammenfassen: so ist damit noch keineswegs erwiesen, daß der so entstandene Begriff eine wahrhafte dische Einheit darstellt. Denn die Feststellung des Tatsächlichen erfolgt in den verschiedenen SonderwissenImmer ist schaften unter sehr verschiedenen Bedingungen. es die allgemeine Theorie der betreffenden Sonderdisziplin, die hierbei notwendig vorausgesetzt wird und die auch dem Tatsachenurteil erst sein bestimmtes Gepräge gibt. So schließt jedes astronomische „Faktum" in seiner Formulierung und Aussprache den gesamten Begriffsapparat der Mechanik des Himmels, weiterhin aber die Grundlehren der Optik, ja alle wesentlichen Teile der theoretischen Physik überhaupt in sich ein (s. oben, S. 189 ff.). Methodisch ist somit der „historische" Teil jeder Wissenschaft mit ihrem „theoretischen" Teil kraft einer wahrhaften innerlichen Abhängigkeit verknüpft, während andererseits zwischen den beschreibenden Disziplinen nur ein loser Teilen zweier Zusammenhang besteht. Die Einheit ist hier nicht prinzipieller, Das Verfahren, sondern lediglich klassifikatorischer Art. kraft dessen die Astronomie ihre Tatsachen gewinnt, gehört begrifflich zusammen mit dem Verfahren, in welchem sie ihre allgemeinen theoretischen Grundkonzeptionen entwirft: aber es scheidet sich scharf und bestimmt von dem Wege, auf welchem beispielsweise die Biologie zur Bestimmung und Sichtung ihres empirischen Materials gelangt. Auch hier erweist es sich als unmöglich, den Schnitt, den wir durch unsere Erkenntnisse legen, in der Weise zu führen, daß auf die eine Seite rein das Allgemeine, auf die andere rein das Be,

Vorherrschaft

metho-

verschiedener

308

sondere zu stehen käme: nur das Verhältnis der beiden Momente, nur die Funktion, die das Allgemeine am Besonderen erfüllt, ergibt einen wahrhaften Einteilungsgrund. Daß diese Funktion in keiner ihrer Betätigungen zu Ende gelangt, daß sie vielmehr hinter jeder Lösung, die sie zu geben entstehen sieht, ist freilich vermag, eine neue zweifellos. Hier bewährt in der Tat die ,, individuelle" Wirklichkeit den Grundcharakter der Unerschöpflichkeit. Aber es bildet zugleich den charakteristischen Vorzug der echten

Aufgabe

wissenschaftlichen Relationsbegriffe,

daß

sie

•trotz ihrer prinzipiellen Unabschließbarkeit in Angriff

Jede neue Setzung bildet, indem sie sich gegangenen verknüpft, einen neuen Schritt zur

Aufgabe nehmen. mit den vorandiese

Deter-

des Seins und Geschehens. Das Einzelne bestimmt als unendlich ferner Punkt die Richtung der Erkenntnis. Dieses letzte und höchste Einheitsziel weist freilich über den Kreis der naturwissenschaftlichen Begriffe und Methoden hinaus. Das „Individuum" der Naturwissenschaft umfaßt und erschöpft weder das Individuum der ästhetischen Betrachtung noch die sittlichen Persönlichkeiten, die die Subjekte der Geschichte bilden. Denn alle Besonderheit der Naturwissenschaft geht in der Entdeckung eindeutig be-

mination

stimmter

Größenwerte
auf,

und

Größenverhältihres

nisse

während

der Gegenstand in ethischen Beurteilung
kreises liegen.

und der Eigenwert, den der künstlerischen Betrachtung und in der
die Eigenart

gewinnt,

außerhalb

Gesichts-

Aber diese Abgrenzung der verschiedenen Methoden des Urteils schafft dennoch keinen dualistischen Gegensatz zwischen ihnen. Der naturwissenschaftliche Begriff leugnet und vernichtet das Objekt der Ethik und Ästhetik nicht, wenngleich er es mit seinen Mitteln nicht aufzubauen vermag; er verfälscht die Anschauung nicht, wenngleich er sie mit Bewußtsein unter einem vorherrschenden Gesichtspunkt betrachtet und eine einzelne Form der Bestimmung an ihr heraushebt. Die weiteren Betrachtungsweisen, die sich über ihm erheben, stehen daher zu ihm nicht sowohl im» Widerspruch, als in einem Verhältnis der gedanklichen Ergänzung. Auch sie gehen nicht auf das Einzelne
309

und isoliertes Element, sondern sie schaffen neue und inhaltsvolle Gesichtspunkte der Verknüpfung. Es ist eine neue Zweckordnung des Wirklichen, die jetzt neben die bloße Größenordnung tritt und in der das Individuum erst seine volle Bedeutung gewinnt. So sind es, logisch gesprochen, verschiedene Beziehungsformen, in die hier das Einzelne aufgenommen und kraft deren es gestaltet wird: der Widerstreit des „Allgemeinen" und „Besonderen" löst sich in einen Fortschritt tärer Bedingungen auf, die erst in ihrer Gesamtheit und ihrem Zusammenschluß das Problem des Wirklichen zu fassen vermögen.
als losgelöstes

komplemen-

310

Zweiter Teil Das System der Relationsbegriffe und das Problem der Wirklichkeit .

.

das nicht auf die Verknüpfung der gegebenen. sobald sie ihr eigenes Verfahren prüfte.. Es gibt kein empirisches Gesetz. daß sie dem Gegensatz des Allgemeinen und Besonderen seine metaphysische Schärfe nimmt. Das Grundmotiv. den die philosophischen Parteien um die Rechte der und . wie auf die Erschließung nicht gegebener Gruppen von Tatsachen ginge. sondern sie stehen in lebendigem funktionalen Zusammenhang. daß es sich hier um eine falsche und künstliche Trennung von Erkenntnisweisen und Erkenntniswegen handePt. Der eigentliche Ertrag der methodischen Analyse der naturwissenschaftlichen Erkenntnis liegt darin. Zum Problem der Induktion. das wird in der Betrachtungsweise Metaphysik derErkenntnis 313 . Induktion" Anteil mehr genommen. Die empirische Naturwissenschaft selbst hat daher. indem sie sich zueinander wie Mittel und Zweck verhalten. Was im Erkenntnisprozeß selbst als unlösliche Einheit von Bedingungen erscheint und wirksam ist. Das Gesetz und die Tatsache erscheinen nun nicht mehr als die beiden für immer getrennten Gegenpole des Wissens. seit sie zuerst in den „stetigen Gang einer Wissenschaft" eingelenkt ist. I. die ihr beide schon in der Festsetzung ihres ursprünglichen Bestandes gleich unentbehrlich sind. wie auf der anderen Seite jede „Tatsache" bereits im Hinblick auf ein hypothetisches Gesetz festgestellt ist und durch diese Rücksicht erst ihre Bestimmtheit erhält. an dem Streit. tritt hier wiederum deutlich hervor. keinen erheblichen . Deduktion" führten. das aller eigen ist.A Fünftes Kapitel. begreifen.. Sie mußte.

Alle Urteile. Dauer auf Einheit und Veränderung. diesen Grundbestand immer reiner herauszuheben und alle Aussagen über das Sein immer vollkommener in ihn aufgehen zu lassen. und Vielheit. und vergangene Empfindungen sind es. Eine Behauptung. zu selbständigen Wirklichkeiten erhoben werden. wird allein in den isolierten Eindrücken und ihrer qualitativen Beschaffenheit gesucht: die fortschreitende begriffliche Einsicht dient nur dazu. Wenn dort Begriffe. treten diese Weise in unbedingte Gegensätze auseinander. Gegenwärtige diese ihre natürliche Schranke anerkennen. die als Ausdruck des notwendigen Zusammenhangs der Erfahrungen dienen. ausmachen. so muß auch der Begriff. der lediglich in dieser seiner räumlich-zeitlichen Besonderung ergriffen wird. die den Kern aller unserer Urteile. der jeder Analyse stand hält. so muß vor allem das Motiv der Vereinzelung scharf und klar durchgeführt werden. Sein und Werden. der rationalen wie der Tatsachenurteile. so wird hier die Empfindung in ihrer individuellen Eigenart zum Träger und Inhalt der echten Wirklichkeit. So steht denn auch in der Philosophie der Natur dicht neben der Metaphysik des Allgemeinen eine Metaphysik des Be- sonderen. Schon das letztere Moment droht freilich bereits das allgemeine Grundschema zu durchbrechen: denn auch die Vergangenheit „ist" für das Bewußtsein nicht mehr in 314 . Soll dieser Forderung in aUer Strenge genügt werden. die irgendein wahres Urteil für sich in Anspruch nehmen darf. fiele damit wiederum dem Gebiet der bloßen Fiktion anheim.der Metaphysik zu einem Widerstreit von Dingen hypostasiert. muß somit in strengem Sinne auf den Zeitpunkt der Urteilsfällung eingeschränkt werden: denn wie die Wahrnehmung als realer Vorgang über diesen Zeitpunkt nicht hinausdringt. die diesen Kreis durchbricht. wenn er sich nicht von ihrer Bestimmtheit entfernen will. können und dürfen nunmehr nichts anderes bedeuten. als die Feststellung eines hier und jetzt gegebenen Tateinfache bestandes. Der reale Gehalt des Daseins. die sämtlich nur Teilmomente bestimmter fundamentaler Erkenntnisweisen bezeichnen. Die Geltung. die wir fällen.

Ist etwa um ein Beispiel a c h s zu brauchen die geometrische Aufgabe gestellt. vom Scheitel des rechten Winkels aus. Das Vergangene. stehen unter diesem Gesichtspunkt gleichwertig nebeneinander: denn es ist nicht die Analyse des Gegenstands.. Die Methode der Beobachtung und des Versuches ist unabhängig davon. Empirismus" muß diese Folgerung gleichmäßig auf alle Gebiete des Wissens ausdehnen.hier der Begriff der Wirklichkeit einen zeitlich gegenwärtigen Eindruck mit anderen zusammenhalten. sondern die psychologische Zergliederung des Urteilsaktes selbst. weil das Material der Vorstellungen. um die Lösung dieser Aufgabe zu finden. Mathematik und Physik. so haben wir damit bereits den ersten Schritt vom „Gegebenen" ins „NichtImmerhin mag dieser Schritt noch als Gegebene" getan. wird alsdann trotz seiner zeitlichen dem gleichen Sinne. Der konsequente . Denken wir uns etwa. gefahrlos gelten. daß die erinnerte Wahrnehmung der tatsächlichen in allen sachlichen Bestandteilen durchaus ähnlich ist. Physik und Biologie. auf deren Vergleichung der alleinige Bestand des Urteils beruht. die in einem früheren Zeitpunkt das Bewußtsein erfüllt haben. die zu dieser Erklärung hingeführt hat. auf dem diese Form wesentlich und ausschließlich beruht. während die drei übrigen Ecken auf den Seiten a. ob wir mit den Dingen selbst oder aber mit unseren Vorstellungen und Erinnerungen der Dinge experimentieren. willkürlich angenommene Strecke abgetragen und zu ihr — M — 315 . sofern nur angenommen wird. b und c liegen sollen: so wird der Gedanke. Die Form des Urteils muß überall die gleiche sein. das hier vor uns hintritt. für die verschiedenen Disziplinen der Erkenntnis stets ein und dasselbe bleibt. in ein rechtwinkliges Dreieck mit den Katheten a und b und der Hypotenuse c ein Quadrat einzuschreiben. die gegebenen Bedingungen zunächst einem Versuch unterwerfen. dessen einer Eckpunkt mit dem Scheitel des rechten Winkels zusammenfällt. auf einer der beiden Katheten irgendeine beliebige. in dem genommen wird. Wenn wir Ferne dennoch als gegenwärtig und in stimmtheit des unmittelbaren Eindrucks erfaßt. tatsächliche aller Be- Es sind und reproduzierte Wahrnehmungsinhalte.

gehen naturgemäß der vollkommenen Lösung voraus. 39 f. was die sinnliche Vorstellung als — * Mach. S. Experimentieren mit Gedanken. Zwischen diesen beiden an und für sich möglichen Fällen besteht. nicht anders vor sich gehen. als daß hierbei die Hypotenuse als die Grenzlinie. Die Wissenschaft fordert die allgemeinste. das ein stetiger Übergang. kürzeste und übersichtlichste Lösung. Erkenntnis und Irrtum. wie sich ferner zeigt. so wird dessen Eckpunkt im allgemeinen nicht auf die Hypotenuse. . überführen können. Die „Erinnerung" im strengen psychologischen sie verSinne vermag keine neuen Inhalte zu produzieren. außerhalb oder innerhalb der Dreiecksfläche zu liegen kommen. Zieht man also von diesem bekannten Punkt aus diese Winkelhalbierende. auf der der gesamte Gedankengang beruht.. die die beiden Teile der Dreiecksebene sondert. schiebung aber kann wiederum. mag nur zu wiederholen. . 316 ." Zugleich indessen deckt freilich eben dieses Beispiel eine latente Voraussetzung auf. das . Diese erhalten wir. sondern rechts oder links von ihr.entsprechende Quadrat konstruiert. in welchen wir die Lösung der Aufgabe zu suchen haben. Das vulgäre Denken mag sich auch mit einer praktisch zureichenden annähernden Lösung begnügen.zu klarem Bewußtsein*. indem wir uns erinnern. wie die Anschauung unmittelbar lehrt. mit Erinnerungen .. „Solche tatonnierende Sonforderten dierungen der Vorstellungsgebiete. Beispiel ist. so kann man von deren gefundenem Durchschnittspunkt mit c aus ohne weiteres das gesuchte Quadrat ergänzen. So simpel auch dieses mit Absicht gewählte so bringt es doch das Wesentliche jeder Problemlösung. Diese Veraußerhalb des Dreiecks. der nunmehr den durch die Aufgabe gePunkt darstellt. also auf ihr ein Punkt bezeichnet wird. einmal berührt. sofern wir durch kontinuierliche Vergrößerung der anfangs gewählten Strecke den Endpunkt aus der einen Lage im Innern des Dreiecks in die andere. daß alle eingeschriebenen Quadrate die von dem Durchschnittspunkt der a und b ausgehende Winkelhalbierende als Diagonale gemein haben.

sondern stets nur die begrenzte Vielheit wirklicher Fälle zu Soviel Punkte der Winkelhalbierenden wir überblicken. da diese Bestimmungen erst kraft des erzeugenden Gesetzes bestehen und aus ihm in voller Strenge beweisbar sind. niemals entscheiden. Hier geht der Weg nicht von der Mehrheit der Einzelfälle zum verknüpfenden Gesetz. umgekehrt Punkte gibt. daß es ins Bewußtsein zurückrufen — bleibt es. in welcher die Winkelhalbierende entsteht und in dem sie all ihre mathematischen Eigenschaften ein für allemal gewinnt. die die Bedingung erfüllen. in dem vorliegenden Falle durch die Natur der Aufgabe Quadrate selbst ausgeschlossen: die Zahl der möglichen ist unendlich und somit für die konkrete sinnliche EinbildungsDas Erinnerungsurteil als kraft schlechthin unerschöpflich. ergreifen wir damit zugleich die Gesamtheit der Bestimmungen des fertigen Gebildes. die gleiche Eigentümlichkeit. so können wir doch. Fälle. ohne darum dieser Linie anzugehören. Indem wir uns dieser einheitlichen Regel der Konstruktion bewußt werden. wieder aber völlig unverständlich wie sie irgendeine Aussage über eine Allheit von Gestalten wagen kann. ob auch der nächste Punkt. Den Charakter der Notwendigkeit erhält somit die Lösung erst dann. wenn wir über die einzelnen Beispiele auf das Verfahren der Konstruktion zurückgreifen. sondern von der Einheit des geometrischen Verfahrens zu den Besonderheiten der Anwendung. auf diesem Standpunkt der Betrachtung. Erst damit wird eine Beziehung gesetzt. wie es und Eindeutigkeit 317 . wie die zuvor beobachteten aufweisen werde. wenn wir uns allein der geschilderten Methode des Experimentierens mit Vorstellungen und Erinnerungen überlassen. immer untersucht haben mögen. ohne zuvor die besonderen ExemGerade dies aber ist plare einzeln durchlaufen zu haben.Sie kann somit diejenigen solche einmal dargeboten hat. Nichts vermag. die Annahme zu hindern. die wir uns anschaulich vergegenwärtigt haben. den wir herausgreifen. daß sich in weiterem Fortschritt Punkte der Winkelhalbierenden finden werden. solches vermag niemals die unendliche Allheit möglicher. die nicht nur für das gegenwärtige Vorstellungsbild. die der gestellten Bedingung nicht genügen oder aber.

der nicht von diesem oder jenem individuellen Dreieck mit den besonderen Beschaffenheiten seiner Gestalt und Lage. sondern von . gelten will. reinen Erfahrung" lehnt sich in diesem Punkte immer wieder gegen die dogmatischen Folgerungen des Sensualismus auf.im Bewußtsein vorfindet. seinen und Bedeutung verzudecken. wie dieser Anspruch sich schließlich rechtfertigen mag: schon als bloßes psychologisches Phänomen durchbricht er das Schema der Erkenntnis. Gleichviel. unumwunden anerkennen. sondern stellen einen notwendigen Zusammenhang zwischen idealen Gebilden fest. weder besitzt noch besitzen kann. seine eigentliche fälschen: heißt ihm einen Sinn zuschreiben. eben von diesem Standpunkt aus den logischen und methodischen Unterschied. ob und wie oft bestimmte Erfahrungsinhalte in Raum und Zeit sich nebeneinander vorgefunden haben.. Die vorurteilslose Analyse der Tatsachen der Erkenntnis zeigt in aller Deutlichkeit.dem Dreieck" schlechthin gelten will. Der unbefangene Ausspruch der . aufheißt daher. in dem Bestreben. auf das er sich bezieht. dessen Geltung von allen Änderungen in der Welt der existierenden sinnlichen Objekte unberührt bleiben soll. sondern darüber hinaus einen dauernden idealen Verknüpfungszusammenhang behauptet. daß die Zurückführung der mathematischen und logischen Relationen auf Aussagen über das häufige empirische Beisammen einzelner Diese Vorstellungsinhalte ein vergebliches Bemühen bleibt. Einen logischen oder mathematischen Satz als bloße Wiedergabe einzelner aktueller „Eindrücke" und ihrer empirischen Verhältnisse deuten. So mußten denn gerade solche Denker. die innerhalb der Psychologie die Forderung des „radikalen Empirismus" am entschiedensten verkünden. Relationen berichten nichts darüber. Keine metaphysische Konstruktion verdieses mag das psychologische und logische zu beseitigen: die „Relationen zwischen Ideen" Unterschiedes bleiben von rein tatsächlichen Feststellungen über das Beisich Ursprung Meinung Phänomen 318 .. es wird ein Satz festgestellt. über welches die konsequente sensualistische Ansicht allein verfügt. den er gemäß der Natur des Subjekts. der hier vorliegt.

II. (The Principles of Psychology. Was von einem Dreieck bewiesen ist. als die dieser Eindrücke selbst. aber ist uns dieser Ausblick versagt. das ist sogleich und ohne weitere Vermittlung auf alle Dreiecke übertragbar: denn die einzelne anschauliche Vorstellung des Dreiecks steht im Beweis nicht für sich selbst. die James an diesem Punkt gegen Spencer und i 1 1 richtet. 654. Der Bestand der Sinnesempfindung aber reicht nicht weiter als ihre unmittelbare Gegenwart. Sinne ist das Verhältnis der beiden Arten von Wahrheiten bereits von Locke gefaßt worden. die sie in uns erregen: ihre Gewißheit kann daher auch von keiner anderen Art sein. das wir für die Existenz des Dinges besaßen. so ist uns damit zugleich das einzige Kriterium. als in der bewußten Einschränkung der Geltung der Urteilsverknüpfung In diesem auf den zeitlichen Moment der Urteilsfällung. Urteile über das Dasein der Dinge besitzen daher : * Daß gerade die echte psychologische „Empirie" diese Trennung durchaus bestätigt und aufrecht erhält. worauf. um so mehr tritt andererseits die Eigenart des rein empirischen Urteils hervor und diese Eigenart scheint nunmehr in der Tat in nichts anderem zu bestehen.) 319 . M 645. geht mit besonderer Deutlichkeit aus der Polemik hervor. Die äußeren Dinge künden sich uns nicht anders an und bringen sich auf keinem anderen Wege zum Bewußtsein. London 1901. genommen und damit allen Aussagen über die näheren Beschaffenheiten und Merkmale dieser Existenz der Boden entzogen. s. nach ihm. Vol. die Gültigkeit der mathematischen Erkenntnisse beruht. bes. die über das Gebiet unserer intellektuellen Vorstellungen auf die Existenz der Dinge hinausgehen.sammen und die Folge einzelner empirischer Merkmale prinzipiell getrennt*. als in den sinnlichen Eindrücken. sondern will nur ein zufällig herausgegriffenes besonderes Sinnbild für einen allgemeingültigen und dauernden Sachverhalt sein. Der Grundsatz der Unveränderlichkeit derselben Beziehungen zwischen den gleichen intellektuellen Gegenständen ist es. Je schärfer indessen diese Trennung durchgeführt wird. 661 u. Bei allen Urteilen. Ist sie einmal entschwunden.

auch der Charakter des Wissens eine völlige Umbildung erstets fährt. gleich den Objekten der reinen Mathematik. zu konstatieren. so bietet sie dennoch ein schwieriges Problem dar. Was er feststellt. so wenig haben wir eine sichere Gewähr. Kein Urteil 320 . Wie der Mathematiker. die hiervon sprechen.nur relative und eingeschränkte Wahrheit. die Locke hier entwirft und die seither mit geringen Abwandlungen häufig wiederholt worden ist. von solchen Gegenständen. sobald man ihr das konkrete Verfahren der Naturwissenschaft gegenüberstellt. in welchen er sich diese Verhältnisse sinnlich darstellt. in welchem diese Wirklichkeit in den Kreis unserer Betrachtung einbezogen wird. welche sinnlichen Eindrücke sich im Bewußtsein eines einzelnen Beobachters in einem bestimmten. könnte allenfalls als ein richtiger Ausdruck für dasjenige erscheinen. in seine Aussagen nichts über die Beschaffenheit der besonderen Vorstellungsbilder einfließen läßt. so sind sie den erzählenden Urteilen der Psychologie. — So einleuchtend jedoch diese Unterscheidung ist. streng Gibt es begrenzten Zeitpunkt zusammengefunden haben. auf jede konkrete Wirklichkeit verzichten. denn so überzeugend und evident sie uns erscheinen mögen. Urteile. was die rein empirisch-induktiven Sätze der Naturwissenschaft sein sollten: aber man was sie in Wirklichkeit sind. die. wenn sie lediglich vom abstrakten Standpunkt der Erkenntnistheorie erwägt. Die Schilderung. nicht den theoretischen und beschreibenden Urteilen der allgemeinen Naturwissenschaften zuzurechnen. während in dem gleichen Augenblick. über einen einfachen Bericht seiner besonderen individuellen Wahrnehmungserlebnisse beständig hinaus. ist nicht die Abfolge und das Spiel sie trifft sicherlich nicht das. der von den Relationen zwischen geometrischen Gestalten oder zwischen reinen Zahlen handelt. daß das momentane Zeugnis der Empfindung sich jemals streng in derselben Weise wiederNotwendige Erkenntnis gibt es demnach nur holen werde. so geht auch der Forscher. der das Ergebnis einer experimentellen Untersuchung ausspricht. solange wir der direkten Empfindung hingegeben sind. der Naturwissenschaft beschränkt sich darauf.

die im bloßen Begriff der „Temperatur" eingeschlossen sind schon in seiner schlichten Aussprache eine Feststellung. daß das. die jeglichem Experiment erst seine eigentümliche Beweisstets werden.gewisser Sinneseindrücke. die Folgen. Der Satz. bedeutet abgesehen von den mannigfachen theroetischen Voraussetzungen. die im Subjektsbegriff zusammengefaßt sind. so oft auch immer die Bedingungen. gibt den Sinnesdaten nur insofern eine neue Seinsform.. sofern Cassirer. daß Schwefel Erkenntnisform Bestand Dauer bestimmten Temperatur schmilzt. die der Prädikatsbegriff aussagt. Die Umformung. die wir auf ein Experiment gründen. was hier und jetzt als gültig befunden wird. als sie ihnen eine neue Dieses letztere Moment läßt sich völlig unabhängig von allen weitergehenden metaphysischen Behauptungen. stützt sich auf die latente Voraussetzung. Transzendenz" noch völlig wiederum metaphysische fern. Substanzbegriff 21 321 . objektiven" Behauptungen der Begriff der . die man nachträglich daran knüpfen mag. Er enthält die sich verwirklicht finden. die sich hier vollzieht und die erst das naturwissenschaftliche Urteil erschafft und ermöglicht. die in ihm aufgetaucht sind. auch für alle Orte und alle Zeiten gültig bleibt. daß. heraussondern und festhalten. der nunmehr in seiner Gesamtheit wie mit einem Blicke überschaut wird. um in Nichts zu verschwinden. Es ist in erster Linie eine neue Art der zeitlichen Geltung. bei einer einer — — die auf keinen isolierten zeitlichen will. liegt bei diesem Fortgang von dem bloßen Prozeß der Sinnesempfindung zu bestimmten . Auch das einfachste Urteil über irgendeinen empirischen Sachverhalt zu. Jede wissenschaftliche Entscheidung. Moment beschränkt sein Behauptung. die jetzt dem Urteil zugesprochen wird. kraft verleiht. Diese logische Funktion ist es. sondern die konstanten Freilich J.. daß Wasser bei bestimmten Temperatur gefriert.Eigenschaften" konstanter Dinge und Vorgänge. die spricht diesem einen und eine das flüchtige sinnliche Erlebnis als solches nicht zu erreichen und nicht zu gewährleisten vermag. sein und notwendig an sie geknüpft Der Augenblick der unmittelbaren Wahrnehmung erweitert sich für den Gedanken zum Ganzen des Zeitverlaufs. aufprägt.

h. wie sehr nach dem Goetheschen Wort alles Faktische schon Theorie ist: denn erst der — — notwendigen Bestimmtheit des Geschehens ist es. sondern sich anderen Einflüssen. d. ein bestimmter unverlierbarer Rest jener ersten Erkenntnis bleibt bestehen. und kommt sogar sehr häufig vor.die sonstigen Bedingungen des Versuchs ungeändert bleiben. der einmal objektiv festgestellt ist. daß die Beziehungen nicht als ganz allgemein aufrecht zu erhalten sind. der dazu führt. Erst kraft dieses Prinzips wandelt sich die „subjektive" Tatsache der sinnlichen Wahrnehmung in die „objektive" Tatsache des wissenschaftlichen Urteils. als Faktum „festzustellen"." Dieses Moment der „Ewigkeit" ist auch den empirischen Urteilen über Tatsachen eigen. Aber wie sich die Wissenschaft auch umgestalten möge. „Die Beziehungen zwischen den verschiedenen Erscheinungen". daß die Form. Gnindriß der Naturphilosophie. bleiben als unzerstörbare Bestandteile aller künftigen Wissenschaft bestehen. sich als unvollkommen erweist. „die einmal erkannt worden sind. haben daher die Eigenart dieser gedanklichen Funktion ausdrücklich bezeugt. Durch alle vermeintliche Skepsis hindurch dringt bei ihnen bisweilen der Ausdruck dieser einheitlichen Grundüberzeugung. Es kann vorkommen. unterworfen erweisen. und eine einmal von der Wissenschaft erworbene Wahrheit hat in solchem Sinne ein ewiges Leben. 15. Kein Zusammenhang zwischen Beobachtungen. weil sie unbekannt waren. in welcher jene Beziehungen zuerst ausgesprochen worden waren. sie besteht so lange. an die man bei ihrer Entdeckung und ersten Formulierung nicht hat denken können. so heißt es etwa bei O s t w a 1 d. eine einzelne vorGedanke der überrauschende Beobachtung gleichsam und auf dem Boden der empirischen . So bestätigt es sich von einer neuen Seite her. als menschliche Wissenschaft bestehen wird*. die sie ändern. kann im weiteren Fortgang .Tatsachen" zu stehen glauben und die jede Selbständigkeit des Intellekts gegenüber den Daten der unmittelbaren Wahrnehmung verwerfen. die ausschließlich sie — zum Stehen zu bringen * Ofltwald. S. Auch solche Forscher. 322 1 .

aufheben. die sich im Laufe der fortschreitenden Beobachtung einstellen. so würde er auch eine innere Veränderung empirischen Gesetzlichkeit der Dinge in sich schließen. unter Aufrechterhaltung des ersten Satzes. die der 21* 323 .der Untersuchung schlechthin vernichtet werden. Der Fortschritt der Beobachtungen birgt daher zugleich einen steten Fortschritt der Analyse in sich: er scheidet Fälle. der zuvor behauptete Zusammenhang von Bestimmungen noch keineswegs als solcher aufgelöst. die wir ihm ein für allemal zusprechen. die er in seinem Verhalten zeigt. sondern fügen ihnen nur bestimmte diese begriffliche Determinationen im hinzu. die ja nur für ihn fixiert und ausgesprochen waren. So wird nicht die Wahrheit des früheren Urteils . sondern dadurch.. die Umwandlung verfolgt. das sich uns zuvor darbot. daß wir annehmen.S ist P" bestritten und durch den Gegensatz . daß wir eben die Identität des beobachteten Gegenstands selbst in Frage stellen. die wir auffinden. als vielmehr das Subjekt. Wie er sich im realen Verlauf des Geschehens an : seine Stelle setzt. wenn S in S' übergeht. In Wahrheit aber besitzt für uns jeder Körper eine identische Struktur und Beschaffenheit. Die neuen Tatsachen. die es zu ermitteln und festzustellen gilt. Denken wir uns etwa einen gewissen Stoff durch die Angabe seiner physikalischen und chemischen Merkmale und Reaktionen bestimmt. Was wir jetzt vor uns sehen. das ist uns nicht mehr dasselbe empirische Objekt. sondern es gilt uns durch irgendwelche Bedingungen. verdrängen die früheren Erfahrungen nicht in jedem Sinne. auf das sie sich bezieht. Die abweichenden Ergebnisse bringen wir daher niemals dadurch zum Ausdruck. ein und derselbe Körper habe sich in seinen Grundeigenschaften gewandelt. durch irgendeine Änderung. modifiziert. die das Urteil erfahren muß. Wäre das empirische Urteil auf den Zeitmoment bezogen und an ihn gebunden. so müßte hier ein einfaches Verhältnis der Vernichtung und Neuschöpfung gelten der spätere Augenblick würde den früheren und mit ihm alle die „Wahrheiten". Und die Umwandlung betrifft Grunde nicht sowohl Urteilsverknüpfung als solche.S ist nicht P" entkräftet: sondern es wird.. so wird durch irgendwelche Gegeninstanzen.

einem Wahrneh- mung Erfahrungsurteile.und stützt. Nicht dies ist fraglich. er einzuordnen ist. welchem der verschiedenen hypothetischen Begriffe. wozu unsere ideale Konstruktion sie gemacht hat. von ihm also niemals mit voller Sicherheit zu entscheiden ist. sofern sie objektive abzugewinnen. Hier liegt der eigentliche Vorrang der mathematischen Begriffsbildung: denn die Gegenstände dieser Begriffsbildung sind nichts anderes. hat nicht sowohl unmittelbar sachliche. um ihr einen neuen Sinn und eine tiefere Deutung Empirische Urteile. wahrhaft a ist. das die bloße Wahrnehmung uns liefert. erweist sich damit als innerlich unzureichend: denn sie derVerverhüllt jenes Moment der knüpfung. das auch der Aussage über Tatsachen eigen — Notwendigkeit ist und ihr erst ihren wahrhaften Halt verleiht. als didaktische Bedeutung: sie knüpft an die sensualistische Auffassung des Urteils an. zeigt sich in der ersten Einführung seiner Punkte noch von kritischen Frage dennoch in Die Unterscheidung der Locke abhängig. 324 . ob einem streng umgrenzten Inhalt a das Prädikat b zukommt oder nicht. auf die er sich s . während jeder empirische Inhalt unbekannte Bestimmungen in sich birgt. Nicht ob a wahrhaft 6. Arbeit der Analyse abgeschlossen und damit völlig bestimmte Subjekte gewonnen. Die Analyse des empirischen Urteils.der ersten vagen Betrachtung als völlig gleichartig erscheinen. sondern ob ein gegebener Inhalt alle Bedingungen des Begriffs a erfüllt oder etwa durch einen davon verschiedenen Begriff a' zu bestimmen ist. immer schärfer und genauer und hebt die charakteristischen Denkt man sich diese Differenzen jedes Einzelfalls heraus. das die empirischen Urteile gegenüber den rationalen enthalten. Kant. für den diese Notwendigkeit zum eigentlichen Grundproblem geworden ist. als das. die Locke versucht hat. sondern ob das x. bildet das Problem. Das Moment der Ungewißheit. so würde diese Eindeutigkeit des Subjekts auch die Eindeutigkeit und Notwendigkeit des Urteilszusammenhangs in sich schließen. die wir zuvor konzipiert und in ihre Folgerungen entwickelt haben. betrifft daher immer nur die Subsumption des gegebenen unter den ideal bestimmten Fall.

„aposteriorische" und ihm unabhängig vom Zustand Individuums zukommt. sondern er will einen Zusammenhang feststellen.Wahrnehmungsurteir' zum mindesten ist nichts anderes und will nichts anderes sein als ein Bericht über ein momentanes und individuelles Erlebnis: es verknüpft Subjekt und Prädikat nicht nach irgendeinem Gesichtspunkt der gedanklichen Abhängigkeit und Zusammengehörigkeit. Das . nur subjektiv gültig sind. daß der Körper schwer ist. bloße Wahrnehmungsurteile heißen.. so oft ich bisher einen Körper getragen habe. sondern greift beide nur derart auf. sollen Erfahrungsurteile.Ist" der Kopula ist der Ausdruck dieser Verknüpfung. Der Satz. der den neu gewonnenen Begriff der wissenschaftlichen Objektivität durch seinen Gegensatz beleuchten soll. so daß immer. Je weiter inwechselseitiger dessen die Kantische Unterscheidung fortschreitet.. daß das Wahrnehmungsurteil in dieser Fassung nur ein methodisch konstruierter Grenzfall sein will. will nicht sagen. innerhalb dieses selbstgewählten engeren Umkreises ein bestimmtes Maß objektiver Geltung. Der letztere Begriff deckt und umfaßt somit alles das. der andere uns als gefordert gilt. so sehr es seinen Subjektsbegriff einschränkt. Auch Urteil enthält daher in der 325 . die somit als unentbehrlicher Faktor auch in jede Aussage über einen empirisch einzelnen Gegenstand eingeht. der die Bedingtheit im Objekt gegründet ist dieses oder jenes empfindenden das einzelne.Gültigkeit haben. der aber keine reale Trennung der Urteile selbst in zwei heterogene Klassen mit sich führt. Wir konstatieren in ihm nur das Beisammen zweier Inhalte. Es begnügt sich niemals mit der Feststellung eines bloßen Nebeneinander von Vorstellungen. wie sie sich zufällig in einem einzelnen Bewußtsein nach den „subjektiven" Regeln der Assoziation zusammenfinden. wenn der eine Inhalt gegeben ist. ohne sie in irgendein Verhältnis zu setzen.und Druckempfindung sich eingestellt habe. um so mehr zeigt es sich. eine bestimmte Tast. was der dogmatische Empirismus als das eigentliche Kennzeichen und den Charakter der Erfahrung selbst ansieht. Jedes Urteil beansprucht. daß. Das . sondern stiftet zwischen ihnen eine funktionale Zuordnung. diejenigen aber.

Zufälligen" zureichend wird. In diesem Sinne bestimmen wir etwa die astronomische Lage und Stellung der Himmelskörper für einen gegebenen einmaligen Zeitpunkt. seine feste Stelle anweisen. sondern wir versuchen umgekehrt. wo wir aus einer Mehrheit von Beobachtungen einen Schluß auf die Allheit der Fälle ziehen. zugrunde legen. 326 . jederzeit einen „apriorischen" Einschlag*. 141 f. Zwar kann auch das Einzelne alsEinzelnes Gegenstand einer wissenschaftlichen Aussage sein. sondern es ist bereits in der Feststellung irgendeines Einzelfalles vollständig und ungeteilt enthalten. so daß ein hier und jetzt gegebener Zustand des Seins den Inhalt des Urteils ausmacht. die es behauptet. wie die bloße Wiederholung und Nebeneinanderreihung von Einzelbeobachtungen dem Besonderen irgendeine neue logische Würde verleihen sollte. bis er zu immer näherer Bestimmung des scheinbar . Nicht die schlechthin isolierte zeitliche Setzung als Systems Einordnung eben dieser Setzung in den Gesamtverlauf des Geschehens bildet auch hier das eigentliche Ziel der „Induktion". von dem man oft gesprochen hat. indem wir ihm innerhalb des kausalen Geschehens. S. die die Prinzipien der Mechanik sowie das Gravitationsgesetz uns darbieten. beginnt daher nicht erst dort.. das Besondere selbst als notwendig zu begreifen. Aber auch in diesem Falle treten wir nicht aus dem Gebiet der objektiven Notwendigkeit in das der bloßen . sondern die — * Vgl.. In der endgültigen Fassung des der Erfahrung ist demnach der Hilfsbegriff des bloßen Wahrnehmungsurteils überwunden und ausgeschaltet. indem wir hierbei die allgemeingültigen Relationen. 2. Zufälligkeit" über. Die Lösung des Problems der Induktion kann nur in dieser Erweiterung seines Inhalts gesucht werden. solche. Kritik der reinen Vernunft. Die bloße Anhäufung von Elementen vermag diesen keine völlig veränderte begriffliche Bedeutung zu geben.Notwendigkeit des Zusammenhangs. Der Kreis des Notwendigen selbst verengt sich und zieht sich zusammen.. das von eindeutigen Gesetzen beherrscht wird. In der Tat wäre es nicht zu verstehen. Aufl. Das „Geheimnis der Induktion".

mathematisch ausgedrückt. die sich uns des induktiven Verfahrens. ihm zur Norm.sie vermag nur gesetzt die sind. d. kraft deren wir einen empirischen Inhalt über die Grenzen. wenn nicht der wechselnde Inhalt der Erfahrung. bildet somit den eigentlichen Kern Die Beziehung. sich auf die Totalität der Zeiten überträgt und gleichsam in beständiger identischer Neuerzeugung durch diese Totalität hin sich fortsetzt. zur Probe und zum Sinnbild für die syste- wenn wir uns Nur Verfassung der Wirklichkeit überhaupt. immer erst das Integral der momentanen Beschaffenheiten. wird dem gedanklichen Aufbau 327 . Kraft dieses Hinweises erweitert sich der beschränkte räumlich-zeitliche Umkreis der Erfahrungen. die wir herausheben. Diese symbolische Bedeutung aber ist es. wenn nicht auch hier im Element bereits die Beziehung auf das Ganze läge. Die Funktion. der in ihm gesetzt ist. zunächst nur für einen einzigen. als Darstellung und Symbol des Gesamtprozesses und seiner durchgehenden Regel brauchen. wächst über ihre anfängliche Sphäre hinaus. in denen er uns zeitlich gegeben ist. h. alle Glieder des Geschehens durch notwendige Relationen verknüpft denken. das ihn über seine Begrenzung und Isolierung hinaushebt. die jeder Induktionsschluß für sich in Anspruch nimmt: Bestimmung selbst. Das dauernde empirische Objekt samt seinen konstanten empirischen Eigenschaften ist. unteilbaren Moment kund tut. So schließt bereits jegliches Einzelurteil ein Motiv der Unendlichkeit in sich. können wir irgendeine einzelne Phase. Schon im einzelnen Fall muß ein Moment verborgen liegen. der uns allein zu Gebote steht. von denen der einzelne Versuch uns Kunde gibt. die die der sinnliche in matische die einzelne Eindruck darbietet. so zersplittert und vereinzelt er sich scheinbar darbieten mag. doch stets den Hinweis auf ihre gleichbleibende gesetzliche Form in sich schlösse. weiterbereits verfolgen und ihn für alle Punkte der Zeitreihe in seiner Bestimmtheit festhalten. sofern der Inhalt. Bestimmungen. Der logische Prozeß der Integration aber wäre nicht möglich. bis sie die Gesamtheit der künftigen Zeitpunkte in irgendeiner Weise bestimmt. die im Element selbst zu größerer Deutlichkeit zu erheben.

unabhängig von der Verknüpfung. — Im Verhältnis des induktiven Einzelfalles zur Gesamtheit der wissenschaftlichen Erfahrung wiederholt sich daher eine Bestimmung. das tritt hier in bestimmt geschiedene Sonderfälle auseinander. abgetrennt von ihm. So läßt sich etwa eine Linie als eine unendliche Mannigfaltigkeit von Punkten definieren. sondern ein systematischer Inbegriff ist. Das . die nach den objektiven Verfahrungsweisen und Kriterien der Wissenschaft festgestellt ist. die sich überall dort feststellen läßt. der aus den Beziehungen zwischen ihnen hervorgeht. Im gleichen Sinne läßt sich Summe 328 .. dem es angehört und büßt.der empirischen Wirklichkeit als dauernder Grundzug erhalten bleiben muß. das nicht lediglich die seiner Teile. In den ersteren gehen die Teile voran und sind. an die jedoch bald der eine.. Ganzes" zu definieren. Die Logik scheidet von alters her zwischen „diskreten" und . als jeder von ihr eine ganz bestimmte Geltungssphäre zugewiesen wird. alle diese verschiedenen Aussagen. als isolierte und selbständige Bestandstücke möglich und aufzeigbar. insofern zu vereinen. bald der andere Erfolg geknüpft ist. Jede besondere Erfahrung. Die Aufgabe der Induktion besteht darin. Beisammen" mit anderen gleichartigen Elementen also fertig in ihn hineingelegt wird. Element" des Kontinuums dagegen widerstrebt einer derartigen Vereinzelung: es erhält seinen Inhalt erst von der Beziehung zu der Gesamtheit des Systems. die sich vielfältig zu kreuzen und einander zu widersprechen scheinen. daß der „Punkt" selbst zuvor als Ausdruck einer reinen Lage-Relation gefaßt.. wo das Problem vorliegt. ein . jede Bedeutung ein. die Beziehung des räumlichen . kontinuierlichen" Ganzen. Was für die gewöhnliche sinnliche Auffassung ein identischer Bestand von Bedingungen ist.. die sie nachträglich eingehen. setzt sich zunächst gleichsam absolut: was das methodisch geleitete und gepriifte Experiment einmal gelehrt hat. die in irgendeinem theoretisch aufzeigbaren Umstand variieren und deren Abweichung voneinander daher selbst als notwendig begriffen wird. kann nie wieder völlig der logischen Vernichtung anheimfallen. aber diese Definition ist nur dadurch möglich.

hebung bedarf. der im Kommen und Gehen der sinnlichen Phänomene festzuhalten ist. Jede Aussage über ein bloßes Beisammen von empirischen Bestimmungen zielt schon auf den Gedanken hin. Der Tatbestand a ist uns nur in funktionaler Form als f (a). der. sowie der ursächlichen Verknüpfung bezeichnen. eignet daher dem induktiven Denken nicht minder. der im vollendeten System der Erfahrung als abgeschlossenes Ergebnis vorliegt. und diese Art sind. Das einzelne empirische Urteil enthält als unentwickelte Forderung bereits den Gedanken der durchgängigen Bestimmtheit des Naturgeschehens. sondern festgehalten ist und nur der gesonderten begrifflichen Heraus- des Zusammenhangs Zeitstellen. sondern erst fortschreitend zu ermitteln ist. daß das Gesetz der Erfahrung nur darum aus den einzelnen Fällen „resultiert". Wie dem einzelnen der allgemeine Relationscharakter der Lage und der Distanz anhaftet. Punkt setzt ein System der Raum. wobei f. rp (ß).und sowie ein einheitliches Ganzes der kausalen Zuordnungen voraus.sagen. ^ (•() zugänglich. so haftet daher der einzelnen Erfahrung bereits der universelle Gesetzescharakter an. \p die verschiedensten Weisen der räumlich . die hierin zu liegen scheint. ist möglich. enthält daher jetzt keine Paradoxie und keine innere Schwierigkeit mehr: die Erweiterung des Einzelnen zum Ganzen. cp. Der logische Akt der . als dem mathematischen Denken: beide sind nicht ihrem Ziele nach. weil die Beziehung zum Ganzen von Anfang an im Einzelfall nicht ausgeschaltet. sondern durch die Mittel. Die Tendenz auf einen unveränderlichen Bestand. näheren oder entfernteren Elementen erfahrbar. deren sie sich in der Verfolgung dieses Zieles bedienen.zeitlichen. daß diese Bestimmungen irgendwie ineinander gegründet wenngleich die Form dieser Abhängigkeit nicht unmittelbar bekannt. Wir konnten in der Entwicklung der geometrischen Methoden 329 . voneinander geschieden. bereits in jedem echten Induktionsurteil mitwirkt. wie sich zeigte. Integration". weil es in jedem von ihnen bereits stillschweigend mitgesetzt ist.. Das Einzelne ist nicht anders als im Zusammenhang mit anderen örtlichen und zeitlichen.

. als zugehörige Invariantentheorie zugeordnet. wenn die Ursachen sich voneinander bloß hinsichtlich des absoluten Raumes und der absoluten Zeit unterscheiden. sondern nur von Unterschieden in dem Wesen. niemals im Sinne einer absoluten Identität. ob. aussprechen und formulieren. die die Geometrie behauptet. Der Satz. sich zur Einheit zusammenschließen. (S. daß gleiche Ursachen immer gleiche Wirkungen herdar. die sich streng bezeichnen und gegeneinander abgrenzen lassen. S. der der ausdrücklichen Hervorhebung und Formulierung bedarf. solange keinen scharf ausgeprägten Sinn.der Unterschied zwischen zwei Ereignissen hängt nicht ab von dem reinen Unterschiede der Zeiten oder der Orte. daß. 116 ff. dasselbe auch für die Wirkungen gilt: . wie er ausführt. so kann die Gleichheit. Der Gedanke der und der der rung zeigten sich schon hier wechselweise durcheinander bedingt: nur im Hinblick auf mögliche Veränderungen Konstanz Verände- ließen sich die dauernden Zusammenhänge. in denen das moderne geometrische Denken sich bewegt. in welcher es diese Forderung zum Ausdruck bringt. sondern nur relativ zu einem bestimmten Gesichtspunkt gemeint sein. was unter gleichen Ursachen und gleichen Wirkungen zu verstehen ist. von der hier die Rede ist. Jede spezielle Ausprägung der Geometrie ist jetzt einer bestimmten Gruppe von Transformationen. vorbringen. in denen und an denen sie stattfinden. wie alle die mannigfachen Richtungen. hat.) Jetzt erscheint dieses fundamentale logische Verhältnis in einem neuen Licht. als nicht feststeht. der Konfiguration oder der 330 . Auch jegliche Aussage über eine empirische Zusammengehörigkeit von Elementen stellt eine Behauptung die unabhängig vom jeweiligen absoluten RaumMaxwell hat gelegentlich oder Zeitpunkt gelten soll. Der eigentliche Kern des Kausalprinzips liegt in der Behauptung. sofern sie unter dem allgemeinen Gesichtspunkt der „Invariantentheorie" gestellt und von ihm aus charakterisiert werden.verfolgen. dem allgemeinen „Kausalgesetz" eine Wendung gegeben. Da jedes Ereignis nur einmal stattfindet und daher schon durch den Zeitpunkt seines Auftretens völlig individualisiert und von allen anderen unterschieden ist.

und daß das Urteil darauf geht. daß es sich im Fortschritt der Zeit „mit sich selbst identisch" erhält. die ihm unabhängig von seiner absoluten Lage im Räume und von der absoluten Größe der Bestimmungsstücke zukommen. als äquivalent. die durch äußere Kräfte an ihm hervorgerufen werden. b). das nur für einen Zeitpunkt t^ oder für eine Mehrheit direkt festgestellt ist. über die Zeit hinwegblickend. tg von dieser Einschränkung losgelöst und der Abhängigkeit von irgendeinem einzelnen Zeitpunkt der Beobachtung entrückt. so greift eine analoge Betrachtungsweise hier auf die Zeit über. invarianter" Beziehungen gerichtet und gelangt erst in ihnen zu ihrem eigentlichen Abschluß. auf den das physikalische Urteil hervor. Bewegung der betreffenden Körper"*. Mitten in dem zeitlichen Chaos der Empfindungen schaffen wir. Der Gedanke des empirischen Natur Objekts entsteht und begründet sich erst in diesem Verfahren: denn es gehört zum Begriff dieses Objekts. tg. die durch diese Veränderung nicht berührt werden. daß sich richtet. Jeder beliebige Zeitmoment gilt uns. mit demjenigen. Artikel XIX. logisch nicht in gesetzlicher Form darstellen. Substanz und Bewegung. Ein funktionales Verhältnis f (a. wenn wir ihn nicht als gleichbleibend. . als ausgestattet mit denselben Grundeigenschaften und Merkmalen festhalten und gleichsam rekognoszieren könnten. Wir müssen freilich jeden Naturgegenstand prinzipiell bestimmten physischen Änderungen. Maxwell. zunächst in Gedanken einer bestimmten Änderung unterworfen wird. sofern die übrigen Bedingungen ungeändert bleiben. . Auch alle Erfahrung ist demnach auf die Gewinnung bestimmter . sondern sich gleichWie wir als geometrische Eigenschaften artig behaupten.Hier tritt deutlich auch der Inhalt. eines bestimmten Gebildes alle diejenigen Merkmale seiner Gestalt bezeichnen. so daß der jetzige Moment zugleich eine Entscheidung für die vergangenen und künftigen enthält. unterworfen denken: aber die Reaktion auf diese Einwirkungen selbst ließe sich . diejenigen Momente an ihm herauszuheben und abzulösen. der uns zunächst gegeben ist. wird diskreter Zeitwerte tj.. 331 .

. wenngleich der Weg des Folgerns in zwiefacher Richtung durchlaufen werden kann: „es gibt für den Geist nur eine Art des Schließens. die uns der das Beständigkeit des empirischen Seins versichert. provisorische Deduktion".feste die Verbindungen und Zuordnungen. So zweifellos es ist. sondern tritt auch innerhalb der beschreibenden Naturwissenschaft deutlich hervor. bes. wie es für den Körper nur eine Art des Gehens gibt"*. Und dieser Sachverhalt findet seinen Ausdruck nicht nur in den Induktionen der mathematischen Physik. daß die endgültige Feststellung dieser Ordnung der Erfahrung zu danken ist.. Somit ist es stets eine Funktion des Urteils.Man kann. Ohne einen ideellen Gesichtspunkt der Vergleichung. Das Prinzip in der diese Folgerungen selbst fortschreiten. und diese sind es. S. ohne die begriffliche Anticipation einer möglichen Ordnung läßt sich die Ordnung des „Wirklichen" und Tatsächlichen nicht gewinnen. so ist es doch auch hier der Gedanke. des Folgerns bleibt in beiden Fällen das gleiche. das zweifelnde Denken des experimentellen Forschers induktiv nennen. Grundgerüst der empirischen Tatsächlichkeit ausmachen. der das Schema der Erfahrung zuvor entworfen haben muß. wie sehr die bloße. durchsetzt und beherrscht ist. Auch die Induktion der beschreibenden Wissenschaften ist daher stets eine .. wenn man will. Introduction k l'ötude de la mödicino 83 ff 332 . Auch hier zeigt die tiefere Analyse. in denen das Denken der Mathematik Claude Bernard. nicht die Art. die sich auf die Struktur des Ganzen beziehen. scheinbar rein rezeptive Klassifikation des Einzelnen von ideellen Voraussetzungen. Für die Physiologie und für das Gesamtgebiet der „experimentellen Medizin" hat insbesondere Claude B e r n a r d dieses Wechselverhältnis von Idee und Beobachtung allseitig beleuchtet. expörimentale. der die Gewißheit oder Ungewißheit des Ausgangspunktes unserer Schlußfolgerungen betrifft. Diese Einheit der Grundlage tritt besonders deutlich in jenen Grenzgebieten hervor. während man die apodiktischen Behauptungen des Mathematikers als Deduktion bezeichnet: aber dies ist alsdann nur ein Unterschied. Paris 1865.

pour ainsi dire. sur un meme plan . kraft deren sie sich von der naiven Betrachtung scheidet. dans leurs recherches. die für die Anschauung Betrachtung. dem kein Geheimnis der Natur verborgen bleibt.und das der experimentellen Forschung sich gleichsam berühren. Newton a fixe dans un meme ouvrage les lois de la dispersion de la lumiere qui traverse un prisme et les lois des teintes dont se pare une bulle de savon simplement parce que des couleurs eclatantes signalent aux yeux ces deux sortes de ph^nomenes.. une loi d'une autre loi. die in der direkten sie Wahrnehmung einander ähnlich und gleichartig erscheinen.La Physique experimentale nous fournit les lois toutes ensemble et. wenn und sofern sie Beispiele und Ausprägungen derselben Regeln der Verknüpfung darboten. erwies sich als das eigentliche Objekt der geometrischen Mannigfaltigkeiten. Begriff der ** * in 4 vgl. Relationszusammenhang zwischen den Elementen als solcher. Wir sahen. La theorie. wie der Fortschritt des geometrischen Denkens darauf gerichtet war. S. voneinander zu sondern. die besondere anschauliche Eigen- art der Gebilde. preist*. ce sont des causes tout accidentelles. II. Bien souvent. solange man sie lediglich auf eine sinnliche Ähnlichkeit zwischen Einzelfällen stützt. Analogie Mach. schlechthin ungleichartig sind. (Op. nicht die individuelle Beschaffenheit dieser Elemente selbst.. Ein Beispiel hierfür bei D u h e m La Theorie Physique. des analogies toutes superficielles qui ont conduit des observateurs a rapprocher. auf die die Untersuchung sich bezieht. en d6veloppant les ramifications nombreuses du raisonnement deductif qui relie les principes aux lois 218 ff. . IV. Kap. der ihn als seinen getreuesten Führer und Lehrer. Erkenntnis und Irrtum. Man hat von jeher den Analogieschluß als einen wesentlichen Bestandteil der physikalischen Methodik und insbesondere des induktiven Verfahrens gekennzeichnet. . 187). von dem auch die Begriffsbildung der exakten Physik sich beherrscht zeigt. 333 . konnten demnach in Eins gesetzt werden. Die echte und wahrhaft fruchtbare Paralipomena Vitellionem. Fälle. im Nur der Beweis mehr und mehr zurücktreten zu lassen. indem analytisch immer tiefer in die Bedingungen ihrer Entstehung eindringt**. Der wissenschaftliche Wert der Analogie aber bleibt unverständlich.. S. 32 f. au contraire.. — Zum Kepler. Ist es doch gerade die Aufgabe der theoretischen Physik. Ein entsprechendes logisches Verfahren ist es. und kein Geringerer als Kepler ist es.

die die könnte.. in der elektro-magnetischen Theorie des Lichts. geht daher wofür wiederum die Lehre Keplers das klassische Beispiel bietet mehr und mehr in die mathematische . sondern auf einer begrifflichen Übereinstimmung im Relationsgefüge. . die sich zunächst als ein bloßes beziehungsloses Nebeneinander exp^rimentales. die für beide Gebiete charakteristisch sind.) Der Vergleich beruht somit nicht auf einer bloß unbestimmten Ähnlichkeit. sondern auf die die wir beiderseits als quantitativen Ausdruck der Erscheinungen feststellen. Les lois de tous ces ph6nomenes que leurs 6clatantes couleurs confondaient les uns avec les autres aux yeux du simple observateur. dans un meme groupe. ebenso wie in der reinen Mathematik. — — IL Die erste Leistung. die. il en est qu'elle söpare les unes des autres et qu'elle place en deux groupes extremement öloign6s Ainai. pres des lois qui rögissent le spectre fourni par un prisme. . classöes et ordonnöes. Wenn wir. par lea soins du th6oricien. Elektrizität und Licht als gleichartige Phänomene betrachten. sowie auf die Beziehungen zwischen den numerischen Konstanten. il en est qu'elle röunit. von welcher die exakte Physik geleitet ist. (S. eile ränge les loia auxquelles ob^issent les couleurs de rarc-en-9iel ni£Üs les lois selon lesquelles se succedent les teintes des anneaux de Newton vont. erfassen Wahrnehmung an ihnen Form der Gleichungen. 6troitement serröes. ob. die von dem induktiven „Begriff" im strengen Sinne dieses Wortes gefordert wird. 216." . sondern auf einer wahrhaften Identität des mathematisch faßbaren Bedingungszusammenhangs: und diese Identität ist es. 6tablit parmi celles-ci un ordre et une Classification. als logische . 334 . besteht darin. die.. en une autre r6gion. S. Die „Analogie". sont. Invariante" herausgehoben und für sich betrachtet wird. Harmonie" über: in die Anschauung der einheitlichen quantitativen Strukturgesetze.Analogie beruht denn auch nicht auf einer sinnlichen Übereinstimmung der Merkmale. die zunächst noch am Sinnlich-Einzelnen zu haften scheint. . . rejoindre les lois des franges döcouvertes par Young et par Fresnel. das Ganze des Seins beherrschen und damit auch das scheinbar Entfernteste zur Einheit zusammenschließen. nach der Voraussetzung. . daß er die Mannigfaltigkeit der Beobachtungen. so gründet sich diese Behauptung nicht auf eine Übereinstimmung.

vor uns. um den Sinn dieser Aufgabe zu o r verdeutlichen.resolutive Methode". dadurch feststellen. durch die hier die einzelnen Reihenglieder verknüpft sind. die gegebene Folge zunächst in einen Komplex von Reihen aufgelöst werden. Die gleiche . daß wir zunächst die Differenzen zwischen ihnen und weiterhin die Differenzen dieser gesetzen gehorchen. die gemäß f Reihen- m einer bestimmten. 16. Ist etwa irgendeine Folge von Zahlen gegeben. Der gegebene Bestand. ein genaues Beispiel und Analogon bilden. 81. Man kann. aber nicht aus einfachen Anfängen gemäß bestimmten. jedoch zunächst noch unbekannten Regel miteinander zusammenhängen. die hier im Gebiet der Zahlen geübt wird.. bis wir schließlich bei einer einfachen arithmetischen Reihe.einzelner Elemente darstellt. er kann nur schlechthin konstatiert. in irgendeine feste umsetzt. so läßt sich die Beziehung. Differenzen usf. die für das logische Verhältnis. die relativ einfacheren Bildungs- Haben wir etwa die Folge der vierten Potenzen 1. Aber die wahrhafte. auf welchem wir. von dieser Grundform aus durch immer kompliziertere Mittelstufen hindurch. Damit sind wir zu einem völlig bekannten und völlig beherrschbaren Reihentypus zurückgekehrt und haben zugleich den Weg bezeichnet. zur Ermittlung dieser Regel. 256. theoretisch geschulte und geleitete Induktion bleibt niemals bei dieser ersten Feststellung 335 . den die unmittelbare konstanten Beobachtung darbietet. an gewisse elementare Probleme der Arithmetik anknüpfen.. bilden.. sie ist durch die Zurückführung auf die Vorstufen ihrer Bildung für uns gleichsam durchsichtig geworden und trägt denselben Charakter der Notwendigkeit des Fortschritts von Glied zu Glied an sich. Diese steht somit jetzt in den Bedingungen ihrer Struktur und in allen einzelnen Phasen ihres Aufbaus deutlich vor uns. so muß. kennzeichnet den echten wissenschaftlichen Induktionsschluß. 625 . identisch festgehaltenen Fortschreitungsregeln abgeleitet werden. um das es sich hier handelt. erscheint für den Gedanken zunächst gleichsam undurchdringlich. mit einem Unterschied zwischen den Einzelgliedern stehen bleiben.. die gegebene Reihe wiederum erreichen können. der die primitiven Reihen auszeichnet.

indem er beliebige Beobachtungen an sinnlich-wirklichen Körpern zusammenstellt. der sich jedoch zugleich seiner Gestaltung Jedes Experiment. Körper wird von Galilei nicht ermittelt. in die die Verzögerung durch den Luftwiderstand usf. Wie wir in dem arithmetischen Beispiel von der einfachen Grundreihe. sondern indem er den Begriff der gleichförmigen Beschleunigung hypothetisch fixiert und als gedankliches Grundmaß den Tatsachen entgegenhält*. das wir anstellen und auf welches wir unsere induktiven Schlüsse gründen. dem Prinzip läßt.. Sie ersetzt das tatsächliche Beisammen sinnlicher Daten durch einen andersartigen Zusammenhang. dritter. sondern setzt an seine Stelle ein Ganzes von Bedingungen.stehen. bei HonigsBeiträge zur Erkenntnistheorie u. das er selbst konstruiert und dem er seine Grenzen vorgeschrieben hat. Und von dieser Regel aus muß nunmehr versucht werden. zu dem tatsächlichen Vorgang der Wirklichkeit vorzudringen. zu Reihen zweiter. nach klarer überschauen Das Experiment geht daher streng genommen niemals auf den wirklichen Fall. Leipzig 1906. sondern auf einen idealen Fall. wie er hier und jetzt in aller Fülle seiner besonderen Bestimmungen vorliegt. wiederum Betrachtung einbeziehen. wirkt bereits in dieser Richtung. vierter Ordnung : fortgingen. Denn der wissenschaftliche Versuch hat niemals das unbearbeitete Material der sinnlichen Wahrnehmung zu seinem eigentlichen Gegenstand. die nach einer festen. den wir ihm substituieren. wie etwa die Abänderung der Beschleunigung mit der Entfernung vom Erdmittelpunkt. so zerlegt sich uns jetzt * Näheres hierüber Erkenntnisproblem . ein für allemal übersehbaren Regel fortschreiten. indem wir fortschreitend die komplexen Bestimmungen. Methodenielire. in der die Differenzen zwischen den Gliedern konstant sind. 294 sowie bes. Dieser Begriff liefert ihm für gegebene Zeitwerte eine Folge von Raum werten. . die anfangs ausgeschaltet blieben. Die eigentlichen Anfänge der wissenschaftlichen Induktion bieten hierfür Das Gesetz des Falles der bereits das klassische Beispiel. der zwar rein materiell betrachtet ärmer an Bestandteilen erscheint. wa 336 1 d I.

die das erste Ergebnis. sondern daß wir diesen Versuchen neue Faktoren hinzufügen. So „Schichten" der Beziehung wir auch übereinander sich erheben lassen mögen und je näher wir damit auch allen Einzelumständen des wirklichen Vorgangs kommen mögen. daß wir die prinzipiellen Grundlagen der früheren Versuche aufgeben. den wir hier vollziehen.und Unterordnung von Beziehungen. um es zugleich als Ansatzpunkt für neue Bestimmungen zu brauchen. die damit zurückzubleiben scheint. aber betriff t wiederum nicht die Beziehungen. Ein Widerspruch.das Wirkliche in verschiedene Relationsordnungen. des Phänomens weicht einem streng begrifflichen System Gegenüber der Über. sondern viele — — Cassirer. Substanzbegrif 22 337 . das sie berichtigen. beweist der induktive Begriff. dem mathematischen Begriff aber zeigt sich jetzt der charakteristische Unterschied. zugleich in einer neuen Bedeutung festzuhalten gestatten. wird daher nicht dadurch gehoben. Jeder Abschluß. die stets aufs neue in Frage gestellt wird. Die Ungewißheit. nicht von der Wirklichkeit hinweg. die gesetzmäßig miteinander zusammenhängen und sich fortschreitend Der sinnliche Schein der Einfachheit einander bedingen. innerhalb der Erfahrung prinzipiell unabschließbar bleibt. daß die Richtung. der sich hierbei ergibt. daß der Aufbau. Die Wahrheit der einzelnen Bestimmungsstücke bleibt im allgemeinen sofern von subjektiven Irrtümern der Beobachtung abgesehen wird unangetastet. nur die Zulänglichkeit dieser Bestimmungsstücke für die Erklärung der komplizierten tatsächlichen Verhältnisse der Wirklichkeit ist es. besitzt somit nur den relativen Wert einer vorläufigen Fixierung. die innerhalb der einzelnen Reihen festgestellt worden sind. daß irgendein mitbestimmender Faktor des Gesamtergebnisses außer Rechnung blieb und erst durch den weiteren Fortschritt der experimentellen Analyse zur Entdeckung gelangen wird. wo das Ganze dieses theoretischen Aufbaus den tatsächlichen Beobachtungen gegenübertritt. so bleibt doch stets die Möglichkeit offen. die das Gewonnene nur darum festhält. sondern sie tritt erst dort hervor. Aber gerade. der innerhalb der Mathematik zu einem festen Ende gelangt. indem er diese Frage offen läßt. die er nimmt.

Das Fallgesetz Galileis bedarf. der aus ihrer Totalität sich ergibt. Ein neuer Gesichtspunkt der Betrachtung. so hört die Frage. Jede allgemeingültige Beziehung. wenn die gegebene Folge möglich sein soll. die er feststellt. allein genommen. Nur das Eine wird gefordert. daß die Relationen. Vielmehr lassen sie von Anfang an Raum für sie und deuten auf ihre künftige mögliche Bestimmung voraus. zu einem neuen Kreis von Tatsachen in Beziehung setzt. sondern lediglich einer begrifflichen Erweiterung. aus welchen ein komplexeres Gesetz sich aufbaut.Die „allgemeinen" Relationen. Denken wir uns einen Einzelvorgang als Synthese verschiedener Gesetze. ein 338 . auf. immer genauer zu die er zunächst heraushebt. enthalten der nachträglich hinzutritt und der das Phänomen. keiner Berichtigung seines Gehalts. Es kann indes keine Rede davon sein. aber sie leugnen sie ebensowenig. Jede der Grundreihen. ändert daher nichts am Sinn und Wert der früheren Bestimmungen. die wir auf diese Weise fortschreitend feststellen. wie das Besondere am Allgemeinen „Teil haben" könne. um die Phänomene des Falls bei einem bestimmten Luftwiderstand darzustellen. bezeichnet für sich genommen freilich nur einen bestimmten Umkreis von Bedingungen. die schon in seiner ursprünglichen Fassung prinzipiell zugelassen und vorgesehen ist. Der naturwissenschaftliche „Begriff* sieht daher in diesem Sinne keineswegs von dem Besonderen ab. das wir untersuchen. ihr hinführt. nur teilweise oder ungenau befolgt werden. daß diese Bedingungen von dem konkreten Gesamtvorgang. sich mit anderen Beziehungen zu verknüpfen. sondern immer schärfer auf das Besondere hin. um kraft dieser Durchdringung mehr und mehr zur Beherrschung des Einzelnen tauglich zu werden. vielmehr müssen sie insgesamt vollständig und ohne Einschränkung erfüllt sein. enthält bereits die Tendenz in sich. daß die Bestimmung des besonderen Falls auf Grund der Bestimmung des allgemeinen Falles erfolgt und dessen Geltung daher stillschweigend voraussetzt. zwar für sich die besonderen Merkmale noch nicht. miteinander verträglich sind: und diese Verträglichkeit ist im Prinzip bereits dadurch verbürgt.

). C" 9 Einordnung den Regeln all (A.. Substanz" nach aus dem ist. sondern wie es der Erkenntnis Zusammenhänge. Die „Teilhabe" des Einzelnen am Allgemeinen erscheint somit nicht rätselhafter. derart in Beziehung zu setzen und wechselseitig durcheinander zu determinieren. ob. das in einem umfassenderen Inbegriff von Beziehungen implizit mitgesetzt Wir bestimmen ein einzelnes Naturereignis A durch Einist.) \p{K B". die Frage. bildet jetzt mehr ist. dem die Untersuchung sich zuwendet. daß daraus die begriffmöglich die Regeln universeller liche Einsicht in die besonderen Verhältnisse des physisch (Vgl. die Galilei bereits als „resolutive" und „kompositive" Methode einander gegenübergestellt hat. Allgemeinen hervorgeht und von ihm sich ablöst.. C . Leipzig 1896. sind in der modernen Diskussion bisweilen als die Prinzipien der . Isolation" und . in welchem jede von ihnen ganz erhalten Nicht wie das Einzelne seiner . daß überhaupt verschiedene Bedingungen sich gedanklich zu einem einheitlichen Ergebnis zusammenfassen lassen. 300 ff. Volkmann.0. S.Problem zu sein denn nunmehr gilt uns das Allgemeine nicht mehr als ein dinglich Vorhandenes.. funktionale . das als sachlicher Bestandteil irgendwie in das Einzelne eingeht. .. tritt innerhalb der Erkenntnistheorie der neueren Naturwissenschaft an vielen Stellen deutlich zutage. als reines Phänomen und frei von allen zufälligen Nebenumständen zu gewinnen. Wirklichen sich ergibt. die untrennbar * S. es kraft dieser B'. : metaphysisches reihung in f (A. Die beiden Grundrichtungen naturwissenschaftlicher Betrachtung. sondern als ein logisches Moment. hänge unterworfen.Superposition" voneinander geschieden worden*. als die logische Grundtatsache selbst. Das erste Ziel der experimentellen Forschung besteht darin. .. Zusammenhänge ) usf. die sie gewonnen hat. B. das Phänomen. und denken dieser Zusammen. Erkenntnis theoretische Griindzüge der Natur- wissenschaft. 22* 339 . Während die Wirklichkeit uns eine vielfältige Mischung heterogener Umstände zeigt.) — Daß in dieser Aufgabe das eigentliche Problem der Induktion beschlossen ist. verschiedenartige .

das jedoch nunmehr nicht nur in der Art einer einheitlichen Totalanschauung. Nur durch eine künstliche Scheidung des tatsächlich Verbundenen. (S. die es gestatten. kraft deren diese Elemente sich wiederum zu einer gesetzlich beherrschbaren Einheit zuBestand in die experimentelle 340 . sofern sie in der ganzen Weite und Universalität ihres Begriffs gefaßt wird. die einzelnen Faktoren für sich allein in ihrer Wirksamkeit zu beobachten und zu verfolgen. Denn eben jene Synthese von Relationen. wie sich gezeigt hat. gewinnt auch die konstruktive Zusammensetzung ihre Klarheit und Schärfe. so zeigt sich hierin von einer neuen Seite.) Die Aufgaben der beiden Forschungsrichtungen berühren sich also hier in einem gemeinsamen Punkt: wenn das Experiment unentbehrlich ist. Nicht die Zusammensetzung von Größen. fordert der Gedanke die gesonderte Betrachtung jedes einzelnen Moments und die genaue Bestimmung des Anteils. S. sondern die Verknüpfung und wechselseitige Bestimmung von Beziehungen bildet. findet ihre letzten abstrakten Grundlagen und die Gewähr ihrer allgemeinen Gültigkeit im System der Mathematik. so gehört andererseits der mathematischen Theorie die Bestimmung der Form an. Erst nachdem diese Vereinzelung streng durchgeführt ist. sondern als ein differenziertes Begriffsganzes erscheint. 125 ff. um ein zunächst ungeschiedenes Wahrnehmungsganze in seine einzelnen konstituierenden Elemente zu zerlegen. nur durch die Herstellung besonderer Versuchsbedingungen. der ihm in der Struktur des Ganzen zukommt. und die als wesent- Forschung selbst eingeht.ineinander verwoben und verwirrt scheinen. das Objekt der Mathematik. Indem wir die Teilsysteme miteinander verknüpfen und sie gleichsam sich übereinander lagern lassen. Wird die Aufgabe der physikalischen Induktion in diesem Sinne gefaßt. in welchem die Art der Abhängigkeit zwischen den Einzelmomenten fest bestimmt ist. licher die hier gefordert wird. entsteht uns damit wiederum das vollständige Bild des Gesamtvorgangs. oben. daß die mathematische Betrachtungsweise nicht sowohl als Gegensatz. ist dieses Ziel erreichbar. wie als notwendiges Korrelat der induktiven Begriffsbildung zu gelten hat.

soeben durch einen modernen Physiker erhalten.Superposition" gelegentlich dadurch erklärt und begründet werden soll. Isolation" und . sofern die Frage zuvor klar und eindeutig gestellt ist. a. Paris 1909: „La physique ne separe pas l'etude des formes de l'etude des faits. m S. welcher der möglichen Beziehungszusammenhänge in der Erfahrung tatsächlich verwirklicht ist: aber diese Antwort kann nur erfolgen. toute physique est mathematique (a. . 91. ist nicht an und für sich bereits eine „Summe" verschiedenartiger Elemente. möglichen" Relationssammenschließen. toute experience devant.. Das Experiment gibt in seinem Ergebnis Antwort darauf. sondern steht zunächst als schlechthin einfaches und unzerlegtes Ganzes und — * Eine neue Bestätigung und eine außerordentlich klare Darstellung hat dieses Grundverhältnis.... die der Gedanke am Stoff des Wirklichen versucht. O.. toute forme se developpant naturellement sous les symboles mathematiques. bietet die Handhabe und das Grundschema für die Verknüpfungen. en definitive. Le fait est explique lorsqu'il apparait identique ä un des phenomenes qu'engendre un des ces sorites indefinis que nous appelons theories ou formes La physique n'est donc pas mathematique. la deduction prevoit les faits que l'experience confirme. 100). sondern um den Ursprung und die Beschaffenheit unserer Einsicht in die Dinge kann es sich hier allein handeln. S. . entrer dans une forme. 89. 76 f.Das System der . Physique generale in dem Sammelband: De la Methode dans les sciences. O. wie es im sinnlichen Eindruck erfaßt wird. so hat es damit bereits prinzipiell die Form eines mathematisch bestimmbaren Gefüges erlangt*. H. Das „Wirkliche"." . so verhüllt diese Wendung bereits den eigentlichen erkenntnistheoretischen Sinn des Gedankens**.Qu'est-ce donc qu'expliquerl C'est tout uniment faire rentrer un fait dans une forme. daß alles Wirkliche nur die Summe von Äußerungen einzelner Naturgesetze darstellt und aus diesen als hervorgegangen zu denken ist. parce qu'on y trouve des algorithmes algebriques. und dieser Prozeß der Fragestellung geht auf Konzeptionen zurück. V o 1 k a n n . a. . Nicht um den Ursprung der Dinge. Abhängigkeitsreihen dargestellt. das in der Mathematik vorgängig entwickelt ist. Wenn daher das Prinzip der . wie ich nachträglich sehe. die einander decken und durchdringen. a. synthesen. S. kraft deren die unmittelbare Anschauung nach begrifflichen Gesichtspunkten sich scheidet Ist das Wirkliche als Ergebnis elementarer gliedert.. ** S. Bouasse. 341 .

So schließt das „Gesetz" der Gravitation das Tatsachengebiet. erst in Newtons Theorie der Gravitation erreicht wird*. sondern übersehen mit einem Blick das Ganze der „möglichen" Bahnformen. Der Fortschritt des Experiments geht hier Hand in Hand mit der fortschreitenden Universalität der Grundgesetze. a. Der Begriff ist somit hier ebenso der Quell der Vielheit. Indem wir einen einzelnen Vorgang successiv verschiedenen Systemen einordnen.. während die bloß empirisch erkannte Regel der Planetenbewegung die besonderen Fälle nur als loses — — * S. auf das sie sich gründen.vor uns.. Diese ursprüngliche „Einfalt" der Anschauung wandelt sich erst unter der logisch zergliedernden Arbeit des Begriffs zu einer inneren Vielgestaltigkeit um. Regeln" des Geschehens. während das fundamentale Gesetz. das von ihm beherrscht wird. führt zu einer vollständigen Disjunktion der empirischen Fälle überhaupt. in sich selbst ab und weist ihm eine strenge Gliederung zu. geben wir ihm damit eine immer weitergehende Bestimmtheit. Der Übergang dieser Fälle ineinander ist nunmehr im voraus fest bestimmt: die Größe der Anfangsgeschwindigkeit des bewegten Körpers entscheidet unabhängig von der Richtung dieser Geschwindigkeit ob die Form seiner Bahn eine Ellipse oder eine Hyperbel oder Parabel ist.. wie er sonst allenthalben als der Quell der Einheit erscheint. aus welchen wir die empirische Wirklichkeit erklären und aufbauen. Der Newtonische Begriff einer Zentralkraft. Vo kmann 1 . die gemäß dem Quadrat der Entfernung abnimmt. S. Man hat bisweilen auf den methodischen Unterschied hingewiesen. sofern damit seine Stellung in dem allgemeinen Orientierungsplan unseres Denkens immer genauer bezeichnet wird. Hier finden wir in der Tat die Ellipse nicht bloß als die wirkliche Form der Marsbahn vor. a. Die Keplerschen Induktionen über die Planetenbewegung bezeichnen nur verallgemeinerte . der zwischen bloßen . O. 59. deren allgemeine Struktur sich mathematischdeduktiv ableiten läßt. 342 . Regeln" der Naturerkenntnis und zwischen den wahrhaft allgemeinen „Gesetzen" der Natur besteht.

so reine Begriff als solcher hiergegen freilich nichts auszurichten. nirgends in aller Strenge getrennt. die sich auf diese Weise logisch sondern lassen. Ist 343 . Denken wir uns die Bewegung der Planeten durch Zentralkräfte bestimmt. als sie stets ein hypothetisches Moment in sich birgt.Im Nebeneinander ohne scharfe Begrenzung stehen läßt. so zeigt es sich. die im umgekehrten Quadrat der Entfernung wirken.. zu vollziehen. nicht ihre jeweilige und wechselnde konkrete Ausprägung in besonderen Lehrsätzen. — Diese Funktion. das sie uns zuführt. ist es. die Herleitung des Einzelnen aus einem obersten Reihenprinzip. ob. durch die Fähigkeit dieser Annahme. was im Begriff der Erfahrung selbst gesetzt ist und daher zu den eigentlichen „Bedingungen ihrer Möglichkeit" gehört. insofern eine bloß provisorische Setzung bleibt. kann selbst nicht anders. bereits die Tendenz. die Beobachtungen einheitlich zu verknüpfen und in bestimmtem — Sinne zu begrenzen. 193 ff. dargetan werden.) Zwingt uns dereinst die Erfahrung durch neues Material. Das veränderte Material bedingt eine veränderte Weise der Verknüpfung. die das Gesetz erreicht. als durch diese methodische Notwendigkeit. von dieser Annahme abzugehen. sich zur Form des Gesetzes zu erheben. (Vgl. aber auch in diesem Falle geht die des empirischen Begriffs keineswegs zugleich mit seinem besonderen Inhalt unter. daß indessen diese Bestimmung über Art und Größe der Anziehung „wirklich" statt hat. Regel" enthält in sich unmerklich ineinander über. sondern greifen Die . das wir zugrunde legen. alsbald den gleichen gedanklichen Abschluß und suchen diesen Abschluß in einem neuen Gesetz. das sich uns nunmehr erschließt. das dem früheren übergeordnet ist. die gleiche vermag der Form Funktion bleibt. Wir fordern für das neue Gebiet. tatsächlichen Fortgang der Wissenschaft sind indes die beiden Betrachtungsweisen. wobei indes die allgemeine dieser Verknüpfung. Wir stehen vor demselben scheinbaren Zirkel. S. daß die Form des Kegelschnitts für ihre Bahn notwendig ist. wie andererseits die begriffliche Vollendung. der uns überall im Verhältnis von Gesetz und Tatsache entgegentritt.

das Material dieser Reihe durch Interpolation und Extrapolation zu bereichern. die die unmittelbare Wahrnehmung leer gelassen hat. bestimmt und einem festen Prinzip unterworfen wird. Wir versuchen. durch die der Übergang von aj zu a„ von a. komplizierter Gestalt zu ver344 . Daß diese Arbeit indes niemals zu einem absoluten Abschluß gelangt. zu aj usf.irgendeine Reihe von Beobachtungen aj aj aj . Stellen. danach. Daneben aber gilt es. indem eine Regel angegeben wird. so ist doch deutlich. die Mannigfaltigkeit der Glieder in einer letzten Identität zusammenzufassen. nacheinander durch die verschiedensten geometrischen Kurven. . indem wir zwischen die gegebenen Glieder hypothetische Mittelglieder einschieben oder aber die Reihe über ihre anfänglichen Grenzen hinaus weiter verfolgen. ob es ihm gelingt. die ihm durch die Forschung Tycho de Brahes geliefert sind. die die größte Mannigfaltigkeit von Beobachtungen aus dem relativ einfachsten geometrischen Fortschrittsprinzip abzuleiten gestattet. das dem Denken hierbei als Problem vorschwebt. Wir können einerseits versuchen. so ist es doch stets möglich. In diesem Sinne verknüpft Kepler die Angaben über die Marsörter. Wenn man das erste Verfahren vorzugsweise als das der „Induktion". sie durch beliebig viele Linien von verschiedenartiger. seinerseits zu bezeichnen und auf ihre Ausfüllung durch künftige Versuche vorauszudeuten. Die Ergänzung der Reihe durch Einführung neuer Einzelglieder erfolgt bereits in der Richtung auf das einheitliche Gesetz der Ableitung. geht schon aus der Natur der Aufgabe selbst hervor: denn so viele Punkte der Planetenbahn uns auch gegeben sein mögen. so bietet sie der Betrachtung alsbald eine doppelte Aufgabe dar. Die Auswahl und Sichtung des Materials steht unter der Leitung einer aktiven Urteilsnorm. das zweite als das der „Deduktion" bezeichnen mag.au gegeben. daß beide einander wechselseitig bedingen und aufeinander hinarbeiten. durch eine gegebene Folge von Beobachtungen ein Gesetz von bekannter begrifflicher Struktur gleichsam hindurchzuführen und bemessen die Wahrheit dieses Gesetzes . die er als bekannte ideelle Normen den Tatsachen gegenüberstellt. bis er schließlich zu der Ellipse als derjenigen Linie gelangt.

In dem Maße als die Bedingungen einer Erscheinung erkannt werden. Auch wo man nicht messen kann. tritt der Eindruck der Stofflichkeit zurück. welche zwischen den sinnlichen Elementen statt haben. daß bei derselben Lage. Alle diese sinnlichen Elemente hängen aber so miteinander zusammen. Die logische Entwicklung der Naturwissenschaft geht demnach mehr und mehr dahin.binden. in der letzten Analyse des Naturgeschehens überhaupt auf bestimmte einfache Grundder Art vergleichbar. was ihm vom Begriff des . Diese Gleichungen oder Beziehungen sind also das eigentlich Beständige.. 345 . so daß man ihnen höchstens den Wert veranschaulichender Bilder beimißt. bietet bei jeder Raumlage ein anderes optisches Bild. Empirismus" ohne Einschränkung zugestehen: denn die Annahme dieser Grund Verhältnisse ist dasjenige. also vom Begriff der Natur selbst. Könnte man sämtliche sinnliche Elemente messen. die zwischen ihnen obwalten... einzig und allein übrig bleibt. als das eigentlich Substanzielle in den Erscheinungen dagegen die quantitativen Beziehungen. . erkennt. Beleuchtung. Man erkennt die Beziehungen zwischen Bedingung und Be- begrenzten — — konstante Grundverhältnisse Mach. wie wir regeln zurückzukommen ist: arithmetische Reihen beliebig hoher Ordnung allmählich auf den Grundtypus der Reihe mit konstanter Differenz der Glieder zurückführen.Ein Körper".. . mag der Ausdruck als ein symbolischer festgehalten werden. Nur die eine methodische Forderung bleibt hierbei bestehen. so notwendig komplexe Annahmen für die konkreten TatsachenDarstellung eines gebietes sich erweisen mögen. Es ist also durchaus eine Beständigkeit der Verbindung der sinnlichen Elemente. Diese Rückführung des mannigfachen und rastlos wechselnden Wahrnehmungsstoffes auf letzte muß auch der radikalste . Objekts". so würde man sagen. daß. um die es sich hier handelt. so heißt es bei „sieht bei jeder Beleuchtung anders aus. der Körper besteht in der Erfüllung gewisser Gleichungen. Temperatur auch dieselben Bilder wiederkehren. gibt bei jeder Temperatur ein anderes Tastbild usw. daß die ursprünglichen naiven Stoffvorstellungen als unnötig erkannt werden.

als dasjenige. auf den der Begriff des Objekts zurückgeführt ist. Aufl. wo dieser Begriff der Beharrlichkeit selbst. Substanzielle.dingtem. sinnlichen Eindrücke. da diese vielmehr nur ein Konglomerat der verschiedenartigsten. S. 2. Leipzig 1896. als es uns gelingt. Sie tritt erst in dem Maße hervor. die diesen Regeln zukommt.aus" — — Eigenschaft dem vorhergehenden nach ein und demselben durchgehenden Wärmelehre.. Der Gegensatz setzt erst dort ein. Was wir auch nur so hatte insbesondere die Kritik an der Materie kennen sind lauter Verder reinen Vernunft unzweideutig gelehrt hältnisse. Die Beharrung liegt niemals in der sinnlichen Erfahrung als solcher bereits fertig vor." Bis hierher stimmt der moderne Empirismus mit der kritischen Auffassung vom Sinn und von der fortschreitenden Tendenz der Naturerkenntnis noch völlig überein. Die Art der Gewißheit. * * Mach. das Sinnlich-Mannigfaltige zum Mathematisch-Mannigfaltigen umzugestalten. d. welche größere oder kleinere Gebiete beherrschen. Die Prinzipien der Kritik der reinen Vernunft. h. 346 . auf einen einzigen Zeitpunkt beschränkten und niemals völlig gleichartig wiederkehrenden Eindrücke darstellt. es aus bestimmten Grundelementen nach Regeln. als das eigentlich Bleibende. Es ist. 341.. ist von der Gewißheit der einzelnen Empfindung deutlich geschieden. schon vom Standpunkt einer bloßen „Phänomenologie" der Bewußtseinstatsachen aus. die wir unveränderlich festhalten. hervorgehen zu lassen. S. etwas völlig anderes. die ihnen under mittelbar anhaftet. aber es sind darunter selbständige und beharrliche. in seiner logischen Bedeutung und seinem logischen Ursprung Ist die Beständigkeit eine näher bestimmt werden soll. oder stellt sie erst das Ergebnis einer intellektuellen Arbeit dar. ob verschiedene Inhalte des Bewußtseins lediglich tatsächlich aufeinander folgen oder ob der folgende . 422 ff. kraft deren wir das Gegebene im Sinne bestimmter logischer Forderungen allmählich umformen? Die Antwort hierauf kann nach den früheren Entwicklungen nicht zweifelhaft sein. dadurch uns ein bestimmter Gegenstand gegeben wird**. dessen Ermittelung ein stabiles Weltbild ermöglicht*. die Gleichungen.

der besondere Wert also beliebig variieren kann. . Auf Grund dieser Tatsache läßt sich erwarten.ip n^ 2 n -\. sobald sie einmal erfaßt ist. wiederum eine Quadratzahl sich ergeben werde: aber nichts berechtigt uns. sobald wir. logischen Prinzip . Keine noch so große Häufung von Beobachtungen an einzelnen Zahlen vermag uns jemals eine neue Form der Gewißheit zu erschließen. Jetzt erst ist der Inbegriff der Quadratzahlen und der der un- — = notwendige geraden Zahlen in ein System aufgenommen. um das es sich hier handelt. die konstante und Beziehung. so können wir hier zunächst rein empirisch durch Anstellung mannigfacher Proben den Umstand feststellen. daß.1 zeigt mit einem Schlage und ohne daß es hierzu einer Mehrheit von Proben bedürfte. da in ihrer Ableitung und ihrem Beweis auf die Besonderheit irgendeines bestimmten Zahlwertes nirgends Rücksicht genommen ist. von dem ein für allemal identischen Bildungsgesetz. ohne den Sinn und die Bedeutung des Beweises selbst anzutasten. Die Formel (n -\. für jedes b e 1 i e b i g e n. statt von der Durchzählung der Einzelglieder der Reihe. ausgehen. . Denken wir uns etwa die Reihe der Quadratzahlen gegeben. 3.erkannt wird. daß von einer bestimmten Stelle ab die bisherige konstante Art des Fortschritts unterbrochen wird. L e i b n i z hat zur Verdeutlichung dieses Unterschiedes gelegentlich auf Beispiele der Zahlentheorie verwiesen. Diese Formel gilt. in der Tat in aller Schärfe kennzeichnen. Diese Form der Gewißheit aber wird sogleich gewonnen. so bleibt es doch stets möglich und zulässig. die uns in dieser Hinsicht sicher stellt. 7 darstellbar sind. So viele Glieder vielmehr bereits erprobt worden und der Regel entsprechend gefunden worden sind. h. die das allgemeine Verhältnis. d. die zwischen dem Fortschritt der Quadratzahlen und dem der ungeraden Zahlen besteht. wenn wir von dem zuletzt geforderten Gliede der Reihe der Quadratzahlen ausgehen und dieses Glied um die entsprechende ungerade Zahl vermehren. 5. in welchem 347 . von ihrem „allgemeinen" Gliede. daß die Differenzen der einzelnen Glieder durch die fortschreitende Reihe der ungeraden Zahlen 1. diese psychologische Erwartung einer logischen Notwendigkeit gleich zu achten.

auf eine so große Strecke hin wir die wechselseitige Entsprechung auch verfolgen mochten. der Wert der abhängigen Variabein aus dem Wert des Arguments zu gewinnen und zu errechnen ist. bliebe in Dunkel aus der andern gehüllt. Eine Liste von Zahlenwerten. zu jedem einzelnen Wert der Zeit der entsprechende Fallraum vermerkt wäre. Betrachten wir ein Gesetz. Unterschied. des Drucks und des Volumens nicht einfach nebeneinander registriert. deren allgemeingültige Regeln feststehen. selbst wenn das Ergebnis dieser Bestimmung Diese Weise der Bestimmung tritt richtig verzeichnet wäre. Auch hier stellen wir nicht den einzelnen Wert der einen Reihe dem einzelnen der anderen 348 . würde rein materiell. all das leisten. wie das Galileische Fallgesetz oder das Mariottesche Gesetz. Grundsystem von Ursachen und Wirkungen. Moment fortgefallen: die wäre gerade das entscheidende kraft deren die eine Größe Art der hervorgehend gedacht wird. in der zu jedem einzelnen Wert des Drucks der entsprechende Wert des Volumens.den anderen erkannt wird. sondern sie gelten als durcheinander bedingt. dennoch lediglich durch neben einander Der stehen blieben. daß die Setzung der einen die der anderen notwendig nach sich zieht. so werden hier die zusammengehörigen Werte der Räume und Zeiten. was die bloße Tatsachenkenntnis angeht. von Bedingungen und Bedingtem an. und sind daher mittelbar derart miteinander verknüpft. Und diesem mathematischen Zusammenhang läßt die physikalische Theorie sodann einen objektiv-kausalen entsprechen: die Werte der Funktion gehören zugleich mit denen der unabhängig Veränderlichen einem gemeinsamen gleiche grundlegende ergibt. auf Denn hier welchem die Bedeutung des Gesetzes beruht. was die mathematische Funktionsregel uns nur immer zu geben vermag: und doch würde jede solche Anhäufung einzelner numerischer Daten gerade das charakteristische Moment vermissen lassen. in der quantitativen Gleichung scharf hervor: denn diese zeigt. während zuvor der eine beide. der sich hier jedem echten physikalischen Grundgesetz aufweisen. durch welche rein algebraischen Operationen. aber läßt sich auch hei Bestimmung.

. erklären": denn die Gleichung selbst ist das Muster einer rein begrifflichen Einsicht. Beschreibung" gegenüber. die ihr logisch äquivalent ist.. so haben wir damit freilich unsere Kenntnis von den absoluten und transzendenten Ursachen des Geschehens des nicht vermehrt. wenn man einen aktiven Sinn in ihn hineinlegt. die indes ihrerseits nach dem strengen Verhältnis des mathematischen „Grundes" zur mathematischen . wenigstens hypothetisch. die wir von ihr empfangen. der Theorie der . 183 f. in quantitativen Gleichungen . wohl aber ist es ein neuer Wir zu dem wir uns damit erhoben haben. begreifen. beide Reihen in ihrem Bildungsgesetz und somit in der Totalität ihrer möglichen Bestimmungen zu erfassen und miteinander zu vergleichen. Wissens. Eine Gruppe von Phänomenen beschreiben heißt alsdann nicht lediglich rezeptiv die sinnlichen Eindrücke verzeichnen. nur als ein komplexes als eine Resultante einfacherer Abhängigkeitsreihen darstellt. Der Begriff der „Beschreibung" ist daher nur dann berechtigt und zulässig. 349 .) Einen Naturvorgang. Folge" fort- Beisammen schreiten. aber wir verstehen den Fortschritt von jeglichem Einzelschritt der Theorie zum nächstfolgenden in derselben Strenge und Genauigkeit. ohne (Vgl. Auch hier gilt es. indem sie dasjenige. S.. beschreiben". in der wir die Umformung Typus irgendeiner Größenbeziehung in eine andere. heißt zugleich ihn in jedem wissenschaftlich nur irgend zulässigen Sinne . oben. wie der mathematische Phänomenalismus es will. Diese Anwendung der Begriffe des Grundes und der Folge hält sich offenbar von allen metaphysischen Nebengedanken frei. diesen Charakter ins Ontologische umzudeuten. den reinen logischen Charakter der Beziehung von Grund und Folge aufrecht zu erhalten. Die methodisch geleitete Induktion strebt diesem Ziele zu. der aus einer bestimmten Ursache eine bestimmte Wirkung hervortreibt.einfach gegenüber.. begreifen nunmehr zwar nicht den Zwang in den Dingen. sondern versuchen. was die Erfahrung von Gliedern kennt. Haben wir einen gegebenen Inbegriff von Beobachtungen durch „Superposition" mehrerer Grundreihen mathematisch dargestellt.

das hiermit Elemente erscheinen. verleugnet sich denn auch in den Theorien des Empirismus nicht: unter wie verschiedenen Namen es sich Die . Anpassung der Vorhier auch immer verbergen mag. und daß dies nur auf eine Weise geschehen kann. als geschehen kann. wenn es gelingt.sondern es heißt sie gedanklich umprägen. deren jede von der anderen verschieden ist und deren jede in ihrer Bedeutung und Wahrheit zunächst nur auf einen einzigen Zeitmoment beschränkt ist.** Alles physische Geschehen wird demnach durch die augenblicklich wirksamen Umstände vollständig bestimmt und daher nur in einer Analysiert man indes die Weise vor sich gehen können*. so wird man damit implizit auf alle jene Grundgedanken zurückgeführt. der auf diese Weise entsteht. Unter den theobekannten und entwickelten Formen des mathealso etwa unter den Gestalten matischen Zusammenhangs soll eine derartige Auswahl getroffen der reinen Geometrie und eine derartige Zusammensetzung gefunden werden. S. S. dem die wissenschaftliche Denkarbeit diesen Inhalt mehr und mehr anzunähern strebt. überzeugt. 2. 222 ff. Prinzipien der Wärmelehre. Vor allem ist es das Prinzip der Einretisch — — des Geschehens. Gründe eben dieser Überzeugung. Analyse der Empfindungen.Ich bin Forderungen sich zuletzt zusammenfassen. gegeben ist. die die sensualistische Grundlegung explizit verleugnet.** so heißt es bei Mach selbst. so wie sie uns im ersten unmittelbaren Erleben gegeben sind. Wirklichkeit" setzt eben den Begriff dieser stellungen an die Wirklichkeit selbst und damit ein Ganzes intellektueller Forderungen voraus. Aufl. daß in dem Inbegriff. „daß in der Natur nur das und so viel geschieht. in welchem all . . gewisse gleichbleibende Relationen der Verknüpfung festzuhalten... 350 . 392 f. sondern er bezeichnet das Ziel. die hier und jetzt gegebenen Elemente als konstruktiv abgeleitete Das logische Moment. Dieses Ziel ist nur dann erreichbar.. Der Gedanke der Eindeutigkeit und der „Stabilität** des Seins liegt offenbar deutigkeit diese dem Inhalt der Wahrnehmungen selbst. deren nicht in * Mach. in dem Wechsel der Empfindungen. cf.

auf ein und dasselbe Motiv des Denkens 351 . Die beiden Grundmomente. die jedenfalls auf die materialen Gegensätze der Empfindung selbst. Neben dem Inhalt dieser Elemente ist also jetzt eine Form ihrer Verknüpfung anerkannt. hervor. unabhängig von der Veränderlichkeit des jeweiligen Materials. aus der sich eine Wissens entsprechende Beständigkeit der Gedanken entwickeln soll: aber man übersieht.. Tatsachen'* und die Verknüpfung dieser Tatsachen zu Gesetzen gehen. einzusehen. es bleibt nur übrig. entsteht und festigt sich der wissenschaftliche Begriff der Natur. das Süße und Bittere usf. in keiner Weise mehr zurückführbar ist. Daß der Gedanke des konstanten Gesetzes für die Definition des Naturobjekts selbst unentbehrlich ist. das jeder Reduktion auf angeblich „einfache" Sinneseindrücke widerstrebt. als das geschieht. die Konstanz des Seins festzuhalten. auf denen das Verfahren der Induktion beruht: die Gewinnung einzelner . ohne die Behauptung dieser Konstanz in einem zugehörigen Mittel des rechtfertigen zu können. Die fortschreitende Analyse führt zu einer immer genaueren Bestätigung dieses Grundunterschiedes: die logische Eigenart der reinen Relationsbegriffe tritt in dem Maße schärfer einem festen System ordnen ihrer Verzweigungen und ihrer wechselseitigen Abhängigkeiten darstellen. zum Bewußtsein bringen können. Damit aber ist aller Streit im Grunde geschlichtet. daß mit dieser Beständigkeit der Umgebung zuletzt nichts anderes gemeint und gesagt ist. als sie selbst sich zu und sich in dem ganzen Reichtum III. daß alles Erkennen eine fortschreitende Anpassung an das Sein darstellt. Funktionsverhältnisse zwischen den Elementen der Erfahrung. im letzten Grunde mathematisch formulierbarer. auf das Helle und Dunkle. daß dieser Gedanke ein vollkommen selbständiges Moment der Erkenntnis ist. wurde bereits von Anfang an zugestanden und hervorgehoben. als das Bestehen fester. Man spricht von einer Beständigkeit unserer Umgebung. wie sich gezeigt hat. In dem Maße.Regeln wir uns. Die biologische Begründung der Erkenntnistheorie dagegen sucht in dem Gedanken.

zeitlich lassen. Isolation" und .Superposition" einfacher Grundbeziehungen führt sodann die Aufgabe. dienen. 321 ff. daß wir in dem an und für sich veränderlichen Geschehen gewisse gleichbleibende Bedingungszusammenhänge zu ergreifen und festzuhalten vermögen. um einen Schritt weiter. in welchem die feste Grundgestalt des Seins und Geschehens. erheben. Auch diese „Konstanten zweiter Stufe" lösen sich im ferneren Prozeß der Erkenntnis wiederum in Variable auf. W^as wir Wissenschaft nennen.. wissenschaftliche Denken ist beherrscht und durchdrungen von der Forderung unveränderlicher Elemente. sobald dieser Kreis selbst sich ausdehnt. Wir ergreifen das beharrliche Sein nur. sondern Konstanten Konstanten Ordnung. die zunächst die abschließende . unter einem anderen gedanklichen Gesichtspunkt angesehen.Form" alles empirischen Geschehens in sich darzustellen scheinen. zugleich in ihrem Gehalt zu wechseln. um es wieder zu verlieren. (S. während auf der anderen Seite das empirisch Gegebene stets aufs neue dieses Verlangen vereitelt. aus dem Flusse der Erfahrung Bestandteile herauszuheben. die sich als der theoretischen Konstruktion brauchen Schon die Feststellung irgendeines einzelnen. das hier überall wirksam ist. gleichsam höherer die sich über dem bloß faktischen Bestand der Einzeltatsachen. Wir entdecken nunmehr. alsbald wiederum nur als das Material einer weitergehenden Betrachtung. Naturgesetzen". Dennoch gelangt das allgemeine Verfahren.. In beiden Fällen ist die Aufgabe gestellt..) Die wissenschaftliche Erklärung irgendwelcher verwickelter Erscheinungsgruppen durch die . So stehen wir hier vor einem unaufhaltsamen Fortgang.zurück. erscheint unter diesem Gesichtspunkt nicht als die Annäherung an irgendeine „stehende und bleibende" Wirklichkeit. Die „Grundgesetze" der Naturwissenschaft. 352 . auch in diesem Ergebnis nur scheinbar zur Vollendung. begrenzten Ereignisses wies diesen Grundzug auf: schon sie verlangte. in den letzten empirischen . die hier gestellt ist. Sie gelten nur relativ zu einem bestimmten Erfahrungskreis und müssen somit gewärtig sein. die wir soeben gewonnen Alles zu haben glaubten. der in bestimmten Größenwerten fixiert ist. wiederum zu zerrinnen scheint..

die der radikalen Skepsis gesetzt ist.nur wie eine stets sich erneuernde Illusion. auf welchen die an der sie sämtlich teil haben. stellt zugleich die dauernden Strukturelemente. gegeben. Selbst in der losesten und lockersten Succession von Gliedern wird das vorangegangene Glied durch den Eintritt des folgenden nicht schlechthin vernichtet. so wie es sich auf irgendeiner bestimmten Stufe der Erkenntnis darstellt. ohne welche sie sich nicht als Inhalte ein und desselben Bewußtseins auffassen ließen. so müssen sie sich doch in jenen Bestimmungen begegnen. so bildet dieses Ganze niemals ein bloßes Aggregat von Wahrnehmungsdaten. selbst alsbald vor einem anderen zu verschwinden und um zunichte zu werden. die wir diesem System zusprechen müssen. einen gemeinsamen Grundcharakter aufzuprägen. So sehr die einzelnen Elemente ihrem materialen Bestände nach voneinander abweichen mögen. eine Phantasma- gorie. da sie sich nur unter Vor- schaft aussetzung eben dieser Elemente feststellen und beschreiben Denken wir uns das Ganze der Erfahrung. in einem bestimmten Verhältnis des Früher und Später: und dieser eine Zug genügt. Cassirer. besitzen untereinander. auf denen die Gleichartigkeit und Gleichförmigkeit der Reihe beruht. sondern es erhalten sich gewisse Grundbestimmungen. Selbst die Bilder im individuellen Vorstellungsleben. Daß ohne derartige läßt. Substanzbegriff 23 353 . Sie alle stehen zum mindesten in geordneter zeitlicher Verknüpfung. die sich im System der wissenschaftlichen Begriffe vollzieht. denen hier die Einzelphasen der Wissenschaft verglichen werden. durch alle Vielfältigkeit der individuellen Gestaltung hindurch. ist sodann diese Forderung aufs reinste und vollständigste erfüllt. beruht. in helles Licht. In den aufeinanderfolgenden Phasen der Wissen- — Reihenform. um ihnen. so bunt und vielfältig sie aufeinander folgen mögen. sondern ist nach bestimmten theoretischen Gesichtspunkten in sich selbst gegliedert und zur Einheit gestaltet. doch stets eine bestimmte innere Form des Zusammenhangs. in der jeweilig ein neues Bild alle früheren verdrängt. Jede Veränderung. Gerade dieser Vergleich aber weist zugleich auf eine notwendige Schranke hin.

form F zerlegt sich für den Gedanken in ein Gefüge voneinander abhängiger Bestimmungen. insbesondere keine einzige konkrete möglich wäre. . plexes Ganze ineinandergreifender Synthesen. das Glied B durch So entsteht ein komqp (bi b. hat sich bereits allseitig gezeigt.und Unterordnung gegeneinander bewahren... irgendeine Form F (A. Og . . bn) usf. B.) erkenntnis in einem beliebigen Zeitpunkt ins Auge. nicht übereinstimmt. .Gesichtspunkte keine einzige Aussage über Tatsächliches. sondern einem Maßbestimmung m • • . bis wir schließlich zu einer allgemeinsten Beziehung gelangen.] zu beFindet es sich nun. . . {ßv ßi* ßi* wiederum untereinander in einer neuen Relation <P (i/Zi. die umgeformt und verspeziellen Beziehungen 'f'i. so können wir ihn in der Form einer Funktion darstellen. 186 ff. daß dasjenige. Wir erhalten. zu ersetzen wäre. Oi. so bedarf diese Formel einer Berichtigung. die auf Grund dieser allgemeinsten theoretischen Formel zu erwarten und zu errechnen sind. wobei indessen daran festzuhalten ist.. aj. . 354 . daß irgendeine völlig zeichnen wäre. Zwei Erscheinungsgebiete A und B werden zunächst je in einem besonderen Gesetz ip^ (a^. Fassen wir also den Inbegriff der ErfahrungsS. unter Festhaltung der umfassenderen Relationen F.. bes. kraft deren wir die Einzelglieder in ihrer wechselseitigen Abhängigkeit geordnet denken. so daß also das Glied A durch f(ai. a^. die ein bestimmtes Verhältnis der Über.. ^^ untersteht. in einer anderen Betrachtungsweise sich möglicherweise als ein sehr komplexer Zusammenhang erweist. die uns die charakteristische Beziehung wiedergibt.. allgemein gesprochen. C. die aber nicht wahllos jedes beliebige Element aus ihr herausgreifen kann. sicher gestellte Beobachtung mit den Bestimmungen. D . was in diesem Ausdruck zunächst als E 1 e e n t erscheint. 0. das symbolisch etwa durch einen Ausdruck F [<l>i {% %).von innen nach außen": es .. O^ usf. ip2 diese Gesetze sodann •) zusammengefaßt.). a^). ipz) verknüpft.. (^^3 W^). die jedem Einzelfaktor hinsichtlich des anderen Die Grundseine bestimmte und eindeutige Stelle zuweist. an). bestimmten Prinzip des methodischen Fort- gangs Die Umgestaltung erfolgt gleichsam werden zunächst. (Vgl.

als notwendig abgeleitet wird. denn lediglich die Sicherung dieses Bestandes ist es. sondern als die jeweilig einfachsten gedanklichen . die also ein abgeleitetes Moment betrifft. durch welche wir die Einheit der Erfahrung stiften.. Regeln" ihrer Ver- bindung auf die übergreift. Die Veränderung muß einen bestimmten Bestand von Prinzipien unangetastet lassen. wenn die notwendige Revision von den „Tatsachen" und den rein empirischen . der Ansatz neuer Experimente erfolgt in der gedanklichen Tendenz. indem das abweichende Ergebnis nunmehr aus ihnen selbst. aber sie ergibt sich auch dann. Prinzipien und Grundsätze selbst Auch diese Grundsätze. Jetzt ist es somit die „Funktionsform" selbst. Die Einschiebung von Mittelgliedern. um derentwillen sie überhaupt unternommen wird und die ihr das eigentliche Ziel weist. schlechthin unveränderliche Dogmen gelten. den Einklang zwischen Theorie und Erfahrung wiederherzustellen vermag: hat dieser Weg sich aber endgültig als ungangbar gezeigt. Die Erhaltung einer allgemeinen . die umfassenderen Gesetze zu wahren und zu „retten". Da wir etwa Newton dürfen uns nicht als Antwort 23* 355 . Hypothesen". die in eine andere übergeht: aber dieser Übergang selbst bedeutet niemals. wie sie an die Spitze seiner Mechanik stellt.. die innerhalb der älteren entworfen und formuliert worden sind: schon dieser eine Zug aber setzt zwischen beiden einen logischen Zusammenhang und weist auf ein gemeinsames Forum der Beurteilung hin. während eine andere an ihrer Stelle absolut neu entsteht.sucht. unter Einfügung eines neuen bestimmenden Einzelfaktors.Form" der Gesamterfahrung ist also hier ohne weiteres deutlich. so sieht sich die Kritik nunmehr zu den Voraussetzungen selbst und zu der Forderung ihrer Umgestaltung zurückgewiesen. solange noch irgendeine weniger eingreifende Variation. Die neue Form soll die auf Fragen enthalten. Wir gehen von dem Inhalt dieser Hypothesen nicht ab.. auf diese Weise die lückenlose Übereinstimmung zwischen Theorie und Beobachtung wiederum herzustellen. dem beide unterstehen. daß die eine Grundgestalt absolut verschwindet.

Wie wir dort. oben. sondern stets nur e i n hypothetisches System von Grundsätzen einem anderen. so werden hier diejenigen universellen Formelemente zu ermitteln gesucht. was der Gedanke fordert. der Größe und der funkUnd tionalen Abhängigkeit von Größen usf.niemals den Inbegriff der Hypothesen an sich mit den nackten Tatsachen an sich vergleichen. Vgl. alle diese Änderungen wirklich zu vollziehen und tatsächlich zu durchlaufen. auch die Methode. Auge zu 356 . in welchem sie sich ausein für allemal ins fassen. Das Verfahren der „Transzendentalphilosophie" kann an diesem Punkte dem der Geometrie unmittelbar gegenübergestellt werden: wie der Geometer an einer bestimmten Figur die Beziehungen heraushebt und untersucht. um die Unabhängigkeit einer begrifflichen stellen. nicht Beziehung von bestimmten Änderungen festzudarauf angewiesen waren. lediglich die Richtung um die der Änderung Entscheidung zu treffen*. so bedürfen wir für diese fortschreitende Vergleichung ein letztes konstantes in obersten Grundsätzen. was dadurch gemessen wird. auf welche die Charakteristik des induktiven Verfahrens selbst immer deutlicher hindrängt. festgestellt. weist das gleiche „rationale" Gepräge auf. die bei bestimmten Transformationen ungeändert bleiben. 317 f. Als solche Formelemente. die für alle Erfahrung überhaupt gelten. werden die „Kategorien" des Raumes und der Zeit. so gilt das Gleiche auch hier. In diesem Sinne will die kritische Erfahrungslehre in der Tat gleichsam die all- Maß gemeine Invariantentheorie derErfahrung bilden und damit eine Forderung erfüllen. wie es vielmehr genügte. ist es. wie es uns in der Mathematik entgegentrat. umfassenderen und radikaleren. Die Identität dieses logischen Maßsystems bei allem Wechsel dessen. Wir stellen fest. S. gegenüberstellen können. die somit in keinem Erfahrungsurteil und in keinem System solcher Urteile fehlen können. daß der Sinn bestimmter Erfahrungsfunktionen von einem Wechsel in dem materialen Inhalt. die sich in allem Wechsel der besonderen materialen Erfahrungsinhalte erhalten. die hierbei geübt wird.

von jeder Änderung in den besonderen Kausalsätzen unberührt bleibt. sondern weil und sofern sie in jedem gültigen Urteil über Tatsachen als notwendige Prä- misse so finden wir Zergliedern wir ein derartiges Urteil. Der streng begrenzte sachliche Sinn des „a priori" tritt in dieser Betrachtungsweise deutlich hervor.einer prägen. daß die Zeitempfindung und Zeitvorstellung sich „in der Anpassung an die zeitliche und räumliche Umgebung" entwickelt. die hier in Frage kommen. diejenigen Momente begrifflich zu fixieren. h. neben dem. nicht als einem Sinne ob sie in irgend vor der Erfahrung läge. Dieses Grundverhältnis ist in der Tat von keinem noch so entschlossenen „Empirismus" jemals im Ernst geleugnet worden. enthalten 357 . Apriorisch können nur jene letzten logischen Invarianten : Forderung — heißen. daß es eine feste. zu denen die betreffende Aussage einen zugehörigen Funktionswert darstellt. auf diese Weise das letzte Gemeinsame aller möglichen Formen der wissenschaftlichen Erfahrung herauszustellen. objekist. ß. d. einen gleichbleibenden Bestand: gleichsam ein System von „Argumenten". Eine Erkenntnis heißt a priori. prinzipiell nicht betroffen wird: wie z. weil sie die Bedingungen jedweder Theorie sind. was es unmittelbar an sinnlichen Beobachtungsdaten enthält und was von Fall zu Fall verschieden ist. Es ist darin vorausgesetzt. Wenn etwa die evolutionistische Erfahrungslehre Gewicht darauf legt. die sich im Fortschritt von Theorie zu Theorie erhalten. so enthält dieser gewiß unbestrittene und unbestreitbare Satz in dem Begriff der „Umgebung". bereits alle diejenigen Momente in sich. die Geltung räumlich-zeitlichen Abhängigkeit der Elemente des die sich im allgemeinen Geschehens überhaupt. die jeder Bestimmung naturgesetzlicher Zusammen- hänge überhaupt zugrunde liegen. den er voraussetzt. Kausalgesetz ausspricht. Das Ziel der kritischen Analyse wäre erreicht. Dieses Ziel mag auf keiner gegebenen Stufe des Wissens vollständig erreicht sein als bleibt es nichtsdestoweniger bestehen und bestimmt in der stetigen Entfaltung und Entwicklung der Erfahrungssysteme selbst eine feste Richtung. wenn es gelänge.

auf welche der Begriff des Apriori in seiner reinen logischen Bedeutung allein anwendbar ist. der uns werden von den reinen logischen und mathematischen Bedingungszusammenhängen bis zum Problem der Wirklichkeit hinführt? Und wenn ein solcher Weg gezeigt werden kann: welche neue Bedeutung ist es. wenn der Gedanke der Evolution irgendwelches Recht. ja irgendwelchen Sinn behalten soll: und diese Wahrheit eines Urteilszusammenhangs. wiederum der Gegensatz zwischen Wahrheit und Wirklichkeit in sich birgt.und Unterordnung ist in ihm einzig die Rede. Nicht vom Dasein psychischer Inhalte. Die Wahrheit dieser Grundannahmen muß feststehen. um so deutlicher zeigt es sich auf der anderen Seite. sondern nach einer bestimmten Regel „auseinander" hervorgehen. sofern die Erkenntnis sich zum einheitlichen System vollenden soll. nicht die Existenz irgendwelcher Vorstellungen in uns. weil nur er eine Invariante für jegliche Je schärfer indessen hier physikalischeKonstruktion hervortritt. ist. So notwendig die so unabweislich ist es andererseits. nicht die Farbe ist ein „Apriori" im Sinne der kritischen Erkenntnislehre. sondern von der Geltung bestimmter Relationen und von ihrer Über. Gibt es so muß jetzt gefragt innerhalb der Erkenntnis selbst einen Weg. Der Raum. die das Problem selbst hierdurch gewinnt. ist es. eine Vermittlung zwischen ihnen anzunehmen. und welche Richtung seiner Lösung wird dem daß er eine ungelöste Frage Sonderung beider Momente — — Denken damit gewiesen? 358 .tive Zeitordnung „gibt" beliebig und daß die Ereignisse in ihr nicht und nach Willkür einander folgen. bildet.

wie in der alten Grundfrage nach dem Verhältnis des und Seins. S. Keine dialektische Lösung vermag diese Trennungen. so sind es dagegen und bar k e i t . Und immer schärfer prägt sich nunmehr der Widerstreit aus: wenn die Objekte nur als Vielheit Bestand haben. 313f. daß sie das Gebiet der Erkenntnis überhaupt überschreitet denn außerhalb dieses Gebiets gäbe es für sie nicht einmal mehr Stoff zu möglichen Fragestelsondern daß sie. zwischen denen es keine verständliche kausale Vermittlung gibt. die vom echten Begriff gefordert werden. so ist dem Subjekt die Forderung der Einheit wesentlich. wenn zum Wesen der Wirklichkeit das Moment der und der Denkens Veränderung gehört. die nur in bezug aufein- — ander bestimmt sind. des Subjekts und Objekts der Erkenntnis. oben. (Vgl. so treten sie alsbald auch in zwei getrennte räumliche Sphären. Dieser eine Gegensatz birgt bereits alle anderen in sich und läßt sich fortschreitend in sie entfalten.) An keiner Stelle tritt dieser Zug so deutlich hervor und an keiner Stelle ist er so bedeutsam und folgenreich. in eine Innen.Gegensätzliches umdeutet. Das charakteristische Verfahren der Metaphysik besteht lungen — nicht darin. die sich bereits in der ursprünglichen Formung der Grundgedanken Identität Bewegung Unwandel- 359 . Sind einmal die „Dinge" und der „Geist" begrifflich geschieden. I.Sechstes Kapitel. im Gebiet der Erkenntnis selbst. voneinander abtrennt und somit das Logisch-Korrelative in ein Dinglich. zusammengehörige Gesichtspunkte. Der Begriff der Wirklichkeit.und Außenwelt auseinander.

die alle Inhalte gleichmäßig und unterschiedslos in sich befaßt. die eine aus der anderen abzuleiten und auf sie zurückzuführen. Über die Richtung dieses Fortschritts muß sich also Klarheit gewinnen lassen. die sich auf den eigenen Körper des Individuums und denen. besteht noch keinerlei feste Scheidewand. daß ihr der Gegensatz des „Subjektiven" und „Objektiven" noch völlig fremd ist. Selbst die Zeitgrenze der einzelnen Erfahrungen verschwimmt: das Vergangene ist. die sich auf die . die noch von keinem Moment der Reflexion durchsetzt ist. äußeren" Dinge beziehen. so zeigt es sich. Gegenstands" zugrunde liegt. daß er sich rein aus ihr und ihren eigentümlichen Prinzipien verständlich machen lasse. Zwischen den Erfahrungen insbesondere.. lediglich gedankliche Phantome oder bleibt für sie im Aufbau der Erkenntnis eine feste Bedeutung und Leistung zurück? Befragt man die unmittelbare Erfahrung.vollzogen haben. ohne den Dualismus der metaphysischen Grundbegriffe bereits vorauszusetzen. um deren Trennung und Wiedervereinigung sich alle Geschichte der Philosophie gemüht hat.. die sich all jenen Gegensätzen zum Trotz als solche erhält und behauptet. Der stetige Gang der Wissenschaft wird durch die wechselnden Schicksale der Metaphysik nicht von seinem Ziele abgelenkt. sondern lediglich. Außen". aus welchen Gesichtspunkten und welcher selbst zu diesen Notwendigkeit heraus das Scheidungen gelangt.ist" damit und ist genau in der Form. ohne daß es ihr gelingt. ist zugleich zu fordern. welche Trennung im Absoluten den Gegensätzen des .. sofern es in die Erinnerung aufgenommen — System Erfahrungswissens anwendbar Wissen 360 .. Sofern dieser Dualismus auf die Erfahrung sein soll. Innen" und . das . Sind diese Begriffe. Somit lautet die Frage nicht länger. Was hier und jetzt vom Bewußtsein aufgefaßt wird. Und dennoch bildet zum mindesten das des eine ursprüngliche Einheit. Für sie gibt es nur eine Stufe des „Daseins" schlechthin. jemals wieder völlig aufzuheben: die Geschichte der Metaphysik wechselt zwischen den gegensätzlichen Tendenzen ab. in der es sich der direkten Erfahrung darbietet.. der „Vorstellung" und des .

die irgendeinen Vorrang des einen vor den Will man zur Charakteristik andern begründen könnten. sind nur jene „typischen" Erfahrungen. Aber freilich hebt schon der erste Anfang der logischen Reflexion diesen Eindruck der vollkommenen Einheit und Geschlossenheit auf. Die die jetzt beginnt und die sich im weiteren Fortgang immer schärfer ausprägt. die sinnlichen Daten nicht einfach hinzunehmen.ebenso vorhanden und damit ebenso „wirklich". die in immer gleichbleibender Weise und unter Bedingungen. Die Analyse des Erfahrungsbegriffs hat bereits zu demjenigen Gegensatz hingeführt. Die mannigfachen Inhalte ordnen sich gleichsam in einer Ebene: noch gibt es keine bestimmten Gesichtspunkte. die sich allgemein formulieren und feststellen lassen. indem er ihren wesentlichen begriffliche n Gehalt in sich auf- metaphysische nimmt. an dieser Stelle die Scheidung von Subjekt und Objekt abzulösen. wiederkehren. sondern sie in ihrem zu unterscheiden. Werte obachtung wird mehr und mehr in den Hintergrund gedrängt: was zurückbehalten werden soll. der dazu berufen ist.und Unterordnung an seine Stelle treten lassen. der sich gegen die allgemeine Gültigkeit irgendeiner Wahrnehmung richtet. Indem die Wissenschaft das Gegebene aus bestimmten Prinzipien zu gestalten und abzuleiten unternimmt. Die Grundtendenz dieser Betrachtung geht dahin. 361 . als es das Gegenwärtige ist. Die einmalige flüchtige Be- Ent- zweiung. jene fraglose und unzweifelhafte Gegebenheit. die wir mit dem Gedanken des „Dinges" zu verknüpfen pflegen. trägt im Keime zugleich die Spaltung des Seins in eine „subjektive" und „objektive" Sphäre in sich. dieser Stufe den Gegensatz des Subjektiven und Objektiven überhaupt gebrauchen was nur im übertragenen und unso müßte man ihr das eigentlichen Sinne geschehen kann Merkmal durchgängiger Objektivität zusprechen: denn in ihr ist. liegt bereits in den ersten Ansätzen der wissenschaftlichen Weltbetrachtung verborgen. — — besitzen die Inhalte noch jene Passivität. Jeder kritische Zweifel aber. muß sie eben damit das anfängliche Verhältnis der Koordination aller Erfahrungsdaten aufheben und ein Verhältnis der Über.

die sich also in allem Wechsel des Hier und Jetzt erhalten. die wir im prägnanten Sinne „objektiv" nennen. wie sich zeigte. für einen jeweilig erreichten 362 . daß er lediglich relative So wenig es. was also nur eine Bestimmung des individuellen. Neben lockeren assoziativen Verbänden von Wahrnehmungen. die nur jeweilig unter besonderen Umständen. unabhängig von den Differenzen. finden sich feste Verknüpfungen. Wir achtung gegeben sind. die sich in jeder ferneren experimentellen Prüfung und durch alle scheinbaren Gegeninstanzen hindurch die somit im Flusse der Erfahrung beharren. Stand unserer Erkenntnis. dem alle empirische Erkenntnis zustrebt. Unter diesem Gesichtspunkt betrachtet. Subjektiven" bezeichnen. Ein Inhalt kann als veränderlich nur erkannt werden mit Bezug auf einen anderen. Aus dieser Ableitung des Grundunterschiedes aber ergibt behaupten. die durch den besonderen Ort und den bestimmten Zeitpunkt der Beob- Das liegt.Ziel. also etwa unter bestimmten physiologischen Bedingungen. während dasjenige. der ihm gegenübertritt und der für sich zunächst dauernden Bestand in Anspruch nimmt. zusammentreten. und daß er somit nicht mehr als der wahrhafte und vollständige sich sogleich. dem Kreise der Subjektivität zugerechnet wird. daß auch dieser zweite Inhalt in einem dritten seine Korrektur findet. einmaligen Hier und Jetzt ausdrückt. erscheinen indessen die mannigfachen empirischen Aussagen alsbald von sehr verschiedenem Werte. ein für allemal zukommen. was diesem Wechsel selbst angehört. während andere wiederum zerfließen und sich verflüchtigen. absolut konstante Elemente der Erfahrung gibt. während wir die letzteren mit dem Ausdruck des . die die notwendigen und konstitutiven Faktoren jedes Erfahrungsurteils bilden. Objektiv heißen uns zuletzt diejenigen Elemente der Erfahrung. so wenig gibt es absolut veränderliche Elemente. Die ersteren sind es. in der Gewinnung letzter Invarianten. finden Zusammenhänge. auf denen ihr unwandelbarer Bestand beruht. wobei indes stets die Möglichkeit bestehen bleibt. die für irgendeinen Gesamtbereich von Gegenständen schlechthin gültig sind und ihm. Bedeutung besitzt..

weil er dieses Grundverhältnis verdunkelt.als bloßer Teilausdruck Hier handelt es sich also nicht um eine starre Scheidewand. eine fertige und absolut abgeschlossene Sonderung der Dinge setzt. Aber es handelt sich. der Grenzscheidung. diesen Charakter. um den es sich handelt. wie sie sich der späteren gegenüber als „subjektiv" erweist. vergangenen gegenüber ebenso sehr als „objektiv". weil er an die Stelle einer lebendigen Wechselbeziehung. In diesem sich stetig erneuernden Prozeß scheiden immer mehr Gruppen aus. die die Entgegensetzung zu erfüllen hat. sondern gleichsam dynamischer Natur: er bezeichnet die verschiedene Kraft. wenn man an das bekannteste Beispiel für diesen Übergang 363 . während der materiale Inhalt der beiden Gebiete Der räumliche Ausdruck in steteni Fluß begriffen ist. wie jetzt immer klarer hervortritt. sondern lediglich um eine solche. verlieren. Man kann sich dieses Verhältnis alsbald verdeutlichen. sondern um eine bewegliche Grenze. Nur dieser wechselseitige Akt der Berichtigung selbst. Die „Dinge" werden dadurch nicht zu bloßen „Vorstellungen" herabgedrückt. da sie die Probe nicht bestanden. mit welcher Erfahrungsurteile der steten Nachprüfung durch Theorie und Beobachtung standhalten. eingeschränkt. die zwei voneinander ewig getrennte Gebiete der Wirklichkeit auseinanderhält. ist nicht räumlicher. bei diesem Übergang ins Subjektive nicht um eine Veränderung. der das Grundmerkmal aller Objektivität ausmacht. nur die Funktion. die die kritische Bewertung von Erkenntnissen erfährt. bleibt bestehen. die Zerlegung des Seins in eine Innenund Außenwelt ist daher schon darum unzureichend und irreführend. die uns anfangs als „feststehend" galten und die jetzt. Der Gegensatz. die sich zugleich mit der fortschreitenden Erkenntnis selbst vollzieht und konstituiert. sondern ein Urteil. wird nunmehr auf einen bestimmten Kreis von Bedingungen Ausdruck der Objektivität. die die Substanz der Dinge. sondern des Seins gilt. das zuvor unbedingt zu gelten schien. ohne in ihrem Inhalt dadurch geändert zu werden. die sich im Fortgang der Erkenntnis selbst Die gegenwärtige Phase erscheint der beständig verschiebt.

zwar aus der Welt der „reinen Formen".der Objektivität in die Subjektivität. Der Irrtum beginnt erst. die Gerüche und Geschmäcke einen eigentümlichen Erkenntnischarakter erhalten. bis zu den Illusionen und SinnesWenn wir den geraden Stab im täuschungen zurückgeht. der gehörte volle Geltung bewahren. denen fortan allein physikalische Trotzdem bedeutet diese „Wahrheit" zugesprochen wird. an die Entdeckung der „Subjektivität der sinnlichen Qualitäten" denkt. das somit einen be- stimmten komplexen Zusammenhang von Erfahrungsmomenten zu völlig zutreffendem Ausdruck bringt. sondern ein Phänomen. so ist auch dies kein wesenloser Schein.. innerhalb dessen sie jedoch ihre Die gesehene Farbe. Schon bei Demokrit. indem sie als subjektiv erklärt werden. das in den Gesetzen der Lichtbrechung . sie trennen sich von den rein mathematischen Ideen des Raumes. Ton ist und bleibt ein . sondern resultiert von dem Zusammenwirken des physikalischen Reizes. kraft dessen sie aus der wissenschaftlichen Konstruktion der Wirklichkeit ausscheiden. der diese Entdeckung zuerst vollzieht. Wasser gebrochen erblicken. bedeutet sie im Grunde nichts anderes. die für ein einzelnes Glied gilt. auf welchem sie beruhen. wohlbegründet" ist. Das gleiche gilt. als daß die Farben und Töne. deren Begriff sich ja erst in der wechselseitigen kausalen Abhängigkeit der Einzelelemente erfüllt. der Gestalt. nicht aber aus der Natur als solcher heraus: denn eben jenes Verhältnis physikalischer und physiologischer Bedingungen. macht selbst einen Teil der „Natur" aus. wenn man über den Kreis der sekundären Qualitäten hinaus. Sie gehen von der ^rtjaltj ^via^ri in die öxot/t. die die mathematische Physik entwirft. das unter bestimmten Einschränkungen als gültig befunden 364 . Wirkliches": nur besteht diese Wirklichkeit nicht für sich und isoliert. daß ihnen jeder Anteil am Sein überhaupt abgesprochen wird: vielmehr wird ihnen.. die früher nur ein als Zeugen der Wirklichkeit schlechthin galten. Die Qualitäten fallen also. und des zugehörigen Organs der sinnlichen Empfindung. auf den Gesamtkomplex übertragen und somit ein Urteil. Abgrenzung nicht. engeres Gebiet abgesteckt. -[viü^it} über. der Bewegung. wenn wir eine Bestimmung.

Schon in der populären und vorwissenschaftlichen Betrachtung lassen sich die ersten. In Wahrheit handelt es sich hier stets um eine Beziehung. die nach einer bestimmten Regel fortschreitet. der schlechthin keine Vermittlung zuläßt. Oder: wie ein Ding Hier gilt nur ein einfaches Entweder nicht gleichzetig an zwei verschiedenen Stellen des Raumes sein kann. losgelöst von jeder Daß der Stab gebeschränkenden Bedingung. der Halluzination und dem Traume gegenüber. Der Gegensatz ist nicht mehr zweigliedrig. ist.wurde. Die sinnliche Wahrnehmung bedeutet. auf die Erfahrung als Ganzes. während sie. die zwischen dem relativ engeren und dem relativ weiteren Erfahrungskreis. zu einem Phänomen werden kann. je nachdem er relativ zu verschiedenen logischen Bezugspunkten genommen wird. diesem Urteil gleichsam einen logischen Index beigeben. von denen — sich nicht abstrahieren läßt. anwenden. bezeichnet und festlegt. sofern nämlich brochen die Erscheinung. wichtigen Phasen dieser Entwicklung — — — 365 . das keine selbständige Eigenschaft der „Dinge" mehr. zwischen relativ abhängigen und relativ unabhängigen Urteilen besteht. kritischen Fassung der Frage dagegen ist diese Beschränkung aufgehoben. ist ein gültiges Erfahrungsurteil. Faßt man das Ganze dieser Betrachtungen zusammen. sich als notnur müssen wir wendig begründen und ableiten läßt. der die besonderen Bedingungen seiner Geltung. und umgekehrt. eine Wertfolge gegeben. so kann das „Innere" nicht in irgendeinem BeIn der tracht zugleich ein „Äußeres" sein. Jedes Glied weist nunmehr auf ein folgendes hin und fordert es zu seiner Ergänzung. Solange man bei dem metaphysischen Unterschied des Innen und Außen stehen bleibt. auf die es sich bezieht. den eigentlichen Typus des Objektiven. so tritt die Stufenfolge in den Graden der Objektivität deutlich hervor. ist damit ein Gegensatz gegeben. sofern wie sich gezeigt hat und derselbe Erfahrungsinhalt subjektiv und objektiv heißen kann. an dem Schema der exakten Physik gemessen. sondern nur einen subjektiven Zustand des Beobachters ausdrückt. Damit aber ist von selbst statt einer bloßen Zweiheit von Bestimmungen. ein sondern mehrgliedrig.

also streng genommen die Setzung eines unendlichen Inbegriffs von Elementen. Gegenstandes" die vollkommene Erfüllung der Zeitreihe. verlangt. identischer Bestimmung die sinnliche ein Wahrnehmungen schlechthin zusammenzunehmen.. je deutlicher 366 . das sich in liche Festigung. zeitlich auseinanderfallende Massen von Perzeptionen. DerGegen- stand der Erfahrung wird als ein kontinuierliches Sein gedacht. Die Fortbildung dieses Verfahrens ist es sodann. festhalten läßt. die für alle Erkenntnis wesentlich ist. die nunmehr entstehen. die in keiner Zusammenfassung ein stetiges Ganzes ausmachen. bleibt dennoch weit zurück hinter dem. „rot" oder „grün" bezeichnen. Somit tritt auf dieser zweiten Stufe das allgemeine Verfahren der Umformung und Bereicherung des Gegebenen auf Grund der logischen Forderung seiner durchgängigen Verknüpfung bereits in voller Schärfe hervor. Die . dessen Fortbestand in jedem Punkte der stetigen Folge der Zeitmomente als notwendig postuliert wird.. Schon hier wird der Inhalt der Empfindung vom momentanen Erlebnis losgelöst und diesem als selbständig gegenübergestellt: er erscheint dem einzelnen zeitlichen Akt gegenüber.erkennen. Was die direkte Wahrnehmung uns darbietet. der uns hier und etwa jetzt als ganz bestimmter Nuancierung gegeben ist. worauf die Wissenschaft ihre Definition der Natur und des Naturobjekts gründet. werden jetzt bewußt aufgenommen und in methodischer Absicht weitergeführt. Dinge". Wenn in wir einen sinnlichen Eindruck. sind dagegen stets nur isolierte Bruchstücke. was im Dingbegriff der gewöhnlichen Erfahrung geleistet ist. als ein gleichbleibendes Moment. Die logischen Ansätze. so liegt schon dieser primitive Urteilsakt in jener Richtung vom Variablen zum Konstanten. in dem er erfaßt wird. Das wahrhaft „Gesehene" und „Gehörte" gibt nur unzusammenhängende. sondern neben diese bloße Vereinigung des Gegebenen muß Akt der logischenErgänzu ng treten. erweisen sich. während der Begriff des . Hier genügt es nicht. Aber diese gedankauch im Einzeleindruck latent ist und ihm erst einen eigentlichen Bestand verleiht. die schon im Erfahrungsbegriff der gewöhnlichen Weltansicht vorlagen. sind nur völlig diskrete Werte.

was eine bestimmte Erfahrung . bleibt daher freilich ein unergründliches Problem: aber mit dieser Frage haben wir es in der kritisch geklärten Fassung des Gegensatzes des Subjektiven und Objektiven auch nirgends zu tun.ist". So handelt es sich hier im letzten Grunde nicht darum. Dingcharakter" unterschieden. h. dieses Prozesses wäre erreicht.Ding an sich" in die bloße . der ihnen als ein für allemal erkennbares Merkmal anhaftete.ihrem eigentlichen Gehalt erfaßt werden.. zugleich Voraussetzung und Ziel der Forschung bilden. wie das absolute Dasein sich in das absolute Wissen wandelt. der von den ersten Stufen der Objektivierung bis zu ihrer vollenDer Abschluß deten wissenschaftlichen Gestalt hinführt. was sie für das Gesamtsystem bedeutet: und diese Bedeutung ist es. als besonderem — Baustein. S. Auch die Traumerlebnisse sind von den wachen Erlebnissen nicht durch einen ganz spezifischen . Auch sie 367 . sobald es uns gelungen wäre. sie in als Um — sofern dieser Terminus rein auf eine Bedeutung einge- schränkt wird. sondern um das.) Somit ist es ein lückenloser Fortgang. was sie „wert ist". d. Das System dieser unveränderlichen Elemente bildet das Muster der Objektivität überhaupt. die einander wechselseitig als Maßstab dienen. Stetigkeit. immer mehr metaphorische Ausdrücke für dauernde Gesetzeszusammenhänge der Phänomene und somit für die Konstanz und Kondiese Festigkeit und tinuität der Erfahrung selbst. sieht sich der Gedanke zu einem hypothetischen Unterbau des empirischen Seins hingeführt.. Wie das .. sondern es sind verschiedene Teilausdrücke ein und derselben Gesamterfahrung. die ihr das Maß der Objektivität bestimmt. oben. zu erreichen. welche Leistung ihr. wie sich zeigte. die.. 217 ff. die in keinem sinnlich wahrnehmbaren Objekt jemals völlig erfüllt ist. Wir messen hier die Vorstellungen nicht an den absoluten Gegenständen. (Vgl. zu jenen letzten Konstanten der Erfahrung überhaupt vorzudringen. als die beständige Ordnung innerhalb dieses Seins selbst darzustellen. Vorstellung" übergeht. im Aufbau des Ganzen zukommt. Jede Teilerfahrung wird danach befragt. der aber keine andere Funktion besitzt. die der Erkenntnis völlig faßbar und erreichbar ist.

sondern vielmehr innerhalb einer bestimmten Geltungssphäre bestätigt. So gelangen wir zu einer Folge über.und untergeordneter Momente. Wir suchen an Stelle der veränderlichen Inhalte dauernde Inhalte zu gewinnen. Jedes spätere Glied der Reihe hängt mit den früheren. — 368 . der der Gegensatz des Subjektiven und Objektiven in seiner fortschreitenden Entwicklung dient. den wir in dieser Richtung gegründet Abstufung Organisation unternehmen. innerhalb Die Einsicht in den deren diese Bedingungen erfüllt sind. wohl aber können wir einen relativ engeren Aspekt der Erfahrung selbst durch einen weiteren ersetzen. subjektiven Charakter des Traumes bedeutet nichts anderes als die Wiederherstellung einer logischen zwischen den Bewußtseinsinhalten. auch diejenigen nicht. So können wir freilich die selbst. sofern es die Antwort auf eine Frage geben will. Die einem neuen allgemeineren früheren Ergebnisse werden dadurch nicht entwertet.besitzen eine Art des „Seins". notwendig zusammen. so wie sie den Dingen niemals mit den an und für sich und losgelöst von allen Bedingungen der Erfahrung etwa angenommen werden. sofern sie in bestimmten physiologischen Bedingungen. der die gegebenen Daten unter ordnet. in „objektiven" körperlichen Zusind. die sich vorübergehend zu verwischen drohte. an deren Stelle es sich setzt. daß jeder Ansatz. Wir stehen hier vor einem ständig sich erneuernden Prozeß. vergleichen. die uns den jeweiligen Begriff der „Objektivität" am — Erfahrung Dingen Gesichtspunkt definieren. Und so ist es allgemein die immer strengere der Erfahrung. die gleichsam die verschiedenen komplementären Phasen für die Lösung ein und derselben Aufgabe darstellen. aber wir werden uns zugleich bewußt. aber dieses Sein reicht nicht ständen über den Umkreis und über die Zeitspanne hinaus. aber keine von Abschluß dar. die in ihnen latent ist. die von dem Keine dieser Phasen — Ziel kann gänzlich entbehrt weitesten entfernt bleiben stellt auch einen schlechthin unbedingten werden. die Grundforderung nur zum Teil erfüllt und daher der Ergänzung in einer neuen Setzung bedarf. der nur relative Haltpunkte kennt: und diese Haltpunkte sind es.

der in der Erkenntnis niemals gegeben sein kann sondern nur. Der Kritik der Erkenntnis dagegen stellt sich die Aufgabe umgekehrt: für sie lautet das Problem nicht. als diejenige. Sie kennt keine andere und keine höhere Objektivität. Cassirer. ist derjenigen. Subjektiven" zum . die ja selbst vollständig diesem Kreise angehört. die nach den gewöhnlichen metaphysischen Voraussetzungen zu erwarten wäre. fälschlich auf das Universum als Ganzes übertragen wird. sondern wie wir vom „Objektiven" zum . Vom Standpunkt dieser Voraussetzungen ist es das Subjekt.Auch die Richtung. sind es die Vorstellungen in uns. Es handelt sich nicht darum. die uns anfangs allein gegeben sind und von denen wir uns erst mühsam den Zugang zur Welt der Objekte zu bahnen haben. sondern einen Wertunterschied zwischen seinen einzelnen Faktoren zu treffen. Somit fragt sie nicht. Objektiven". Die Frage nach der Objektivität der Erfahrung überhaupt beruht im Grunde auf einer logischen Illusion. uns wieder über ihn hinausführen. Sie steht prinzipiell auf derselben Stufe. das System in seiner Gesamtheit seinem absoluten Werte nach abzuschätzen. in welcher dieser Weg der Erfahrung durchschritten wird. die in der Erfahrung selbst und gemäß ihren Bedingungen gegeben ist. ob ein bestimmter Sonderinhalt einen dauernden oder vergänglichen Bestandteil in eben diesem Ganzen ausmacht.. das nur für die einzelnen Teile des Universums in ihrer wechselseitigen Beziehung Geltung hat. der bestimmt ist. versagen: haben wir uns einmal in den Kreis des . so wird hier ein begrifflicher Gegensatz. Subjektiven" gelangen... auf die gedachte Allheit dieser Phasen und ihre Aufeinanderfolge angewandt. wie etwa die Frage nach dem absoluten Ort der Welt: denn wie in dieser ein Verhältnis. unmittelbar entgegengesetzt. so kann keine Bemühung des Denkens. Substanzbegriff 24 369 . wie wir vom . Jeder — — . Selbstbewußtsein" eingeschlossen. wie alle Versuche. die in dieser Hinsicht unternommen werden. die einzelnen Phasen der empirischen Erkenntnis zu unterscheiden. von der die Geschichte der Metaphysik auch sonst mannigfache Beispiele liefert. ob das Ganze der Erfahrung objektiv wahr und gültig ist da hier bereits ein Maßstab vorausgesetzt würde.. Die Geschichte der Philosophie lehrt indes.

Jedes Einzelurteil sich hier nimmt zunächst und ursprünglich unbedingte Geltung für sich in Anspruch: es will nicht nur hier und jetzt gegebene Empfindungen in ihrer individuellen Eigentümlichkeit beschreiben. indem es einen allgemeingültigen Zusammenhang zwischen Subjekt und Prädikat 370 . Das. mehrt sich daher der Stoff dessen.. das schon in der Begriffsbestimmung des inso zeigte duktiven Urteils hervortrat. Das Urteil blickt als solches und kraft seiner logischen Grundfunktion über den Kreis des jeweilig Gegebenen hinaus. die also die Geltung fester gesetzlicher Relationen zwischen Inhalten überhaupt. sondern einen Sachverhalt feststellen. in der sich der veränderliche Bestand vom dauernden abscheidet.kommt das volle Maß der „Objektivität" zu. die zunächst unentbehrlich und konstitutiv für den Begriff des empirischen Seins selbst scheinen wie der spezifische Inhalt der einzelnen Empfinverlieren diese vorherrschende Stellung und bedungen sitzen fortan keine zentrale.. solange sie nicht durch eine andere. von welchem aus nun in einer spekulativen die Welt der Objekte zu erreichen und zu konstruieren wäre. wenn man auf das Verhältnis des „Allgemeinen" zum . Sie entsteht erst in der wechselseitigen Kritik der Erfahrungen. sondern es ist erst das Ergebnis einer Analyse. was aus der wissenschaftlichen Auffassung der Wirklichkeit ausscheidet. sondern nur noch eine periphere Bedeutung. die ihr gegenübertritt. sondern sie setzt ein kompliziertes Verfahren der gedanklichen und empirischen voraus. voraussetzt. Besonderen" zurückblickt. die den Bestand der Erfahrung selbst. Die Bezeichnung eines Elementes als „subjektiv" kommt ihm daher keineswegs ursprünglich zu. besonderen Erfahrung endgültigen — — Kontrolle Synthese — Der Fortgang dieser Analyse wird deutlich. als diese ständige Prüfung und Selbstkorrektur fortgesetzt wird. Bestandteile. verdrängt und berichtigt wird. Subjektive" ist nicht der gegebene selbstverständliche Ausgangspunkt. In dem Maße. das erst auf relativ hoher Stufe erreicht wird. wenngleich es innerhalb eines beschränkten Umkreises sein Recht bewahrt. der unabhängig von allen besonderen zeitlichen Umständen an — — und für sich als gültig gesetzt wird.

die absolut genommen. 24* 371 . Dieser Zusammenhang wird von einer neuen Seite her bestätigt. von dieser ersten Forderung abzugehen und seine Aussage ausdrücklich auf einen engeren Diese Begrenzung findet nur statt. Das wissenschaftliche Experiment stellt niemals einen einfachen Bericht über hier und jetzt gegebene — Differenzierung Versuchs. nur durch Einschränkung aus dem . so geht das besondere Erfahrungsurteil durch Einschränkung aus dem einigen Grundsystem der Erfahrungsurteile überhaupt hervor und setzt dieses System voraus. (S. um sie erst nachträglich aus einem besonderen Komplex von Bedingungen abzuleiten. deren jeder indessen als gesetzlich völlig bestimmt gedacht wird. Es ist somit die logische der Erfahrungsinhalte und ihre Einordnung in ein gegliedertes System von Abhängigkeiten. in der jeder Gedanke der logischen Beziehung ausgelöscht ist. indem sie auf verschiedene Subjekte be- indem also zum mindesten die eine von zogen werden.behauptet.. Es entsteht. einzelne Inhalte. zunächst auszuscheiden. Natur" der Dinge schlechthin. Von der schlechthin isolierten „Impression". nach einem bekannten Satz der Kantischen Raumlehre. inhaltlich unvereinbar sein würden. nicht die . S. sondern nur von einem speziellen Gesichtspunkt aus und unter bestimmten einschränkenden Bedingungen zum Ausdruck zu bringen. wie wir auf Grund der allgemeinen Forderung einer durchgehenden gesetzlichen Ordnung der Erfahrungen dazu geführt werden. sich schneiden und sich wechselweise bestimmen. Wie die einzelne geometrische Gestalt.) Nur auf Grund besonderer Motive wird der Gedanke dazu geführt. werden jetzt in Einklang miteinander gesetzt. führt kein Weg zum Gesetz hinüber: dagegen ist es völlig verständlich. einigen" allbefassenden Raum gewonnen wird. wenn eine Mehrheit von Erfahrungskreisen. Konflikt zwischen verschiedenen empirisofern sich ein Aussagen. ihnen sich bescheidet.. schen Aussagen ergibt. was den eigentlichen Kern des Wirklichkeitsbegriffs bildet. die sich dem Gesamtplane scheinbar nicht einfügen. 326 ff. oben. wenn man den logischen Grundcharakter des wissenschaftlichen der ja der eigentliche Zeuge der empirischen Wirklichkeit ist. näher ins Auge faßt. Kreis zu beschränken.

190 ff. der uns im Einzelmoment zugänglich wie D u h e m Immer muß der Physiker ist. vgl. der Stromintensität usf. Erst vermöge dieser Bereicherung * Duhem. 372 . liegt eben darin. 251 f.. Die unmittelbare Anzeige des Augenblicks wird nach allen Richtungen hin überschritten. der uns sinnlich allein zugänglich ist. charakteristische Vorzug des Experiments daß hier in der Tat ein Schlag tausend Verbindungen schlägt. was wir dagegen als Ergebnis des Versuchs aussagen. ist etwa ein bestimmter Ausschlag der Magnetnadel. La Theorie Physique. Damit aber wandelt sich ihm das einzelne Instrument. der unter gewissen Bedingungen erfolgt ist. die sie im einfachen sinnlichen Erleben als solchem nicht besitzen. die ihrerseits wiederum nur das Symbol und die Hülle für allgemeine mathematischDer physikalische Beziehungen und Zusammenhänge sind*. S. aus einer Gruppe sinnlicher Merkmale und Eigenschaften in ein Ganzes ideeller gedanklicher Bestimmungen. die im Kleinsten wie im Größten gleichmäßig Geltung besitzt und die sich daher auch von jedem Einzelpunkte aus wiederum rekonstruieren seines lassen muß. der ihm vor Augen steht. sondern erhält seinen Wert daß es die Einzeldalen unter einen bestimmten Gesichtspunkt der Beurteilung rückt und ihnen damit eine Bedeutung gibt. ein Ding aus Kupfer oder Stahl. S. der weit über den begrenzten Tatsachenkreis. Wahrnehmungstalsachen dar. getreten. oben. sondern an seine Stelle sind Begriffe. wie die des magnetischen Feldes. zuvor zum Ausdruck des idealen Falls umbilden. um zu einem wirklichen es vortrefflich ausgeführt hat Ertrag seiner Untersuchungen zu gelangen. das er vor sich hat. ist stets ein objektiver Zusammenhang theoretisch-physikalischer Sätze.erst dadurch. den tatsächlichen Fall. auf das er in seinen Aussagen hinblickt. der magnetischen — — Achse. aus Aluminium oder Glas. den die Theorie voraussetzt und erheischt. Der beschränkte Umkreis von Tatsachen. Es ist jetzt nicht mehr ein bestimmtes Werkzeug. hinausgreift. weitet sich vor dem geistigen Blick zum naturgesetzlichen Zusammenhang der Phänomene überhaupt. Was wir beobachten. an ihre Stelle tritt der Gedanke einer allgemeingültigen Ordnung.

sondern wird zum Symbol der durchgehenden systematischen Verfassung. Was die „Dinge" der Physik über die Sinnendinge hinaushebt und ihnen ihre eigentümliche Art der . die auf den Gegenstand. was zuvor als einfach galt. Substanz". das offenbart jetzt eine innere Fülle und Mannigfaltigkeit. der hinter ihr steht. die gegen ihn gerichtet wurden. ist der Reichtum an Folgerungen. sondern lediglich seine logische Form. empfängt hier einen neuen Sinn. Indem wir die Einzelinhalte auf diese Art gleichsam mit immer neuen Fäden aneinander knüpfen. Repräsentation. in der Geschichte der Erkenntnislehre dauernd eine zentrale Stellung behauptet hat. daß sich von ihm aus in kontinuierlichem Fortschritt und nach völlig bestimmten Regeln zu anderen und wieder anderen Daten der Erfahrung gelangen läßt. innerhalb deren er steht und an welcher er in bestimmtem Maße teil hat. als das Bezeichnete und gehört einem anderen Bereich des Seins an. die das auszeichnende Merkmal der empirischen GegenständNicht die sinnliche Lebhaftigkeit des Eindrucks. Realität** verleiht. nächst isoliert schien. sondern dieser innere Beziehungsreichtum ist es. auf welchen wir von einer Erfahrung zur anderen fortschreiten. der von ihnen ausgeht. um auf diese Weise schließlich die Gesamtheit des Seins als die Gesamtheit des Systems der Erfahrung zu überblicken. geben wir ihnen damit jene Festigkeit. was ihm das Kennzeichen wahrhafter Objektivität aufprägt. hinweist. Wäre uns der lichkeit ausmacht. Zeichen" ist somit hier von gänzlich anderer Natur. Somit haben wir es hier freilich mit einer Art „Transzendenz** zu tun: denn der einzelne gegebene Eindruck bleibt nicht schlechthin was er ist. Das . Innerhalb der metaphysischen Lehren ist es die „Vorstellung**. 373 .unmittelbaren Gehalts wird der Inhalt der Wahrnehmung zum Inhalt der Physik und damit zum „objektiv wirklichen" Inhalt. Der Begriff und Terminus der der trotz aller Angriffe.. Eben hierin aber liegt das eigentliche Rätsel der Erkenntnis. tritt jetzt zusammen und weist wechselweise aufeinander hin. sofern sich zeigt. Aber dieser Fortschritt verändert wiederum nicht seine metaphysische Was zu.. Sie bezeichnen nur verschiedene Wege..

kraft eines Analogieschlusses die Verhältnisse. sondern vorausgesetzt ist. um dessentwillen sie unternommen wird. die Existenz der einen Reihe aus Daten. wenn auch nur allgemeine von transzendenten Dingen jenseits aller Erkenntnis besitzen.absolute Gegenstand bereits anderweit bekannt. Diese Zurückdeutung auf das Ganze würde stets eine eigentümliche Funktion erfordern. die sich von ihnen loslösen und die auf dem Wege zu unseren Sinnesorganen mannigfache physich besondere Gewißheit wenngleich in verVeränderungen erfahren. In der antiken Atomistik werden die . so bleibt es doch nach wie vor dunkel. die in der sinnlichen Wahrnehmung in uns eindringt und die Aber diese materiamit unserem eigenen Sein verschmilzt. zu fordern.. was er an und für sich ist. Diese Grundschwierigkeit tritt denn auch in die Entwicklung des Repräsentationsbegriffs immer von neuem zutage. wie wir seine Beschaffenheit aus der Art der Vorstellungen. wie dagegen dieser Begriff selbst entsteht und was ihn notwendig macht. nicht zu erreichen: denn die sische — — Einheit des Erfahrungsinhalts nur scheinbar gewahrt. Bilder" der Dinge. auf die andere zu übertragen: unbegreiflich dagegen bleibt es. wenigstens dem Begriff nach gegebene Realität suchen. mögen wir daher im unmittelbaren Erfahrungsinhalt nach Zeichen für diese. Selbst wenn die ist auch hier Dinge gleichsam einen Teil ihrer selbst hergeben. diesen Teil nicht nur als das. die uns von ihrem stoffliche BeSein Kunde verschaffen. so können wir versuchen. um zur Erkenntnis zu gelangen. wie es möglich ist. die wir in der einen Reihe finden. selbst als standteile gedacht. listische Darstellung vermag das logische Ziel. Haben wir uns des Daseins zweier verschiedener Grundreihen einmal versichert. mittelbar ablesen könnten. Ganzen zu als Ausdruck eines umfassenden nehmen. Die Aristotelisch-scholastische sondern 374 . so ließe es allenfalls verstehen. die ganz und ausschließlich der anderen angehören. die uns von ihm entstehen. wird durch die Theorie der Zeichen nicht erklärt. die hier nicht abgeleitet. wie wir dazu gelangen sollten. Es ist kleinertem Maßstabe die wirkliche Substanz der Körper. Sobald wir die.

durch welche wir das Sein der Dinge erfassen.. daß es sich auf den wirklichen Gegenstand richtet. in denen sie anderen Dingen . daß sie „formales Spezies stimmen 1 merkma similitudines seien. Die Umwälzung der Wahrnehmungßhypothesen durch die mechaniache Methode. vgl. Schwarz. auf den sie hinweisen. ein anschauendes. in keinem einzigen sachlichenEinzelmit dem Gegenstand. gekennzeichnet sind.. Ähnlichkeit".. wenn sie diese Funktion. da sie eben nur durch diese Operation des Hinweisens selbst. ist daher jetzt nicht mehr derart aufzufassen. diesen als der Gegenstand sich vortäuschen. von Anfang an postuliert. Die Auffassung. ähnlich" sein könnten. vielmehr das ist seine Meinung.. nicht ein angeschautes wird als das mit dem Gegenstand Ähnliche bezeichnet*." — veluti picturae objectoru m" — * H. überein. 25. die im Objektverhältnis zu anderen Funktionen des Bewußtseins stehen. immateriellen Spezies". I. geht jetzt im Akt der Wir erkennen keinerlei einzelne Repräsentation selbst auf. daß dadurch in das Bewußtsein Elemente hineingebracht werden. Die lebendige Tätigkeit des Bewußtseins. species expressa) des Gegenstandes wird. die zwischen dem Zeichen und dem Bezeichneten anzunehmen ist. daß sozusagen das ganze Bewußtsein zu einem Erkenntnismittel und insofern zu einem Bilde (besser zu einem Ausdruck. 12 ff. Der ganze Inhalt der . sondern wir erkennen nur durch sie die Verhältnisse der äußeren Dinge: . „Die Verähnlichung des Bewußtseins mit dem Gegenstande bedeutet für Suarez nicht.cognoscimus non ipsam speciem impressam. Das Bewußtsein vollzieht eine Handlung. Leipzig 1895. die das vermittels der Spezies wirkende bewußtseinsfremde Objekt erkennt.Theorie der Wahrnehmung scheint daher dem eigentlichen psychologischen Tatbestand näher zu kommen. S. sed per speciem". gerät in eine eigentümliche Beschaffenheit. S. Die . ac wird daher zum mindesten in den reifsten und konaussequentesten Ausführungen der Theorie bei Suarez drücklich bekämpft und verworfen. die ohne weiteres bewirkt. Die als gehörten beide derselben logischen Kategorie an. Bestimmungen der Spezies selbst. 375 . statt sie zu erklären. nicht durch irgendwelche dingliche Beschaffenheiten.

Hier tritt also, wenngleich verhüllt durch die scholastische Terminologie, bereits eine wichtige neue Unterscheidung hervor. Die Tatsache, daß ein Element auf ein anderes ,, hinweist" und dieses mittelbar zur Darstellung bringt, wird jetzt nicht mehr durch eine besondere Beschaffenheit dieses Elements selbst erklärt, sondern auf eine eigentümliche Gesamtleistung der Erkenntnis und insbesondere des Urteils zurückgeführt. In prinzipieller Strenge freilich vermag diese Einsicht nicht festgehalten zu werden; vielmehr droht stets von neuem das funktionale Verhältnis des Ausdrucks, auf welches hier die Analyse hinführt, sich in ein dinglichsubstantiales Verhältnis der Teilhabe an gewissen objektiven Merkmalen zu verwandeln. Die Spezies werden alsdann wiederum zu ,, Spuren" der Dinge, die indes nicht mehr den vollenSeinsgehalt, sondern nur eine abgeschwächte „Wesenheit" besitzen. DerWiderstre t dieser beiden Auffassungen aber bringt zuletzt den Begriff der ,, Repräsentation" selbst um seinen bestimmten und eindeutigen Sinn. die Operation des Ausdrucks rein hervortreten zu lassen, muß der Inhalt, der als Zeichen dient, mehr und mehr seines Dingcharakters entkleidet werden; damit aber scheint zugleich die objektivirende die ihm zugesprochen wird, ihren Halt und ihre beste Stütze zu vertieren. So droht die Theorie der Repräsentation immer von neuem der Skepsis zu verfallen: denn welche Gewißheit besteht dafür, daß das des Seins, das wir in unseren Vorstellungen zu besitzen glauben, uns seine Gestalt unverfälscht wiedergibt, statt sie gerade in ihren wesentlichen Zügen zu entstellen? Die neue Bedeutung, die die Erkenntniskritik dem Begriff der Repräsentation zuweist, hebt dieses Bedenken auf. Jede besondere Phase der Erfahrung besitzt in der Tat, wie jetzt erkannt wird, ,, repräsentativen" Charakter, sofern sie auf eine andere hinausweist und schließlich im geregelten Fortschritt auf den Inbegriff der Erfahrung überhaupt hinführt.

Um

Bedeutung,

Symbol

Aber

dieser

Hinweis

betrifft

nur den Übergang von einem

einzelnen Reihenglied zu der Totalität, der es angehört und zu der allgemeinen Regel, von der diese Totalität sich beherrscht zeigt. Die Erweiterung greift also nicht in ein schlechthin

376

jenseitiges Gebiet über, sondern sucht umgekehrt eben dasselbe Gebiet, dem die besondere Erfahrung als einzelner Aus-

schnitt angehört, als allseitig bestimmtes Ganze zu erfassen. Sie stellt das Einzelne in den Umkreis des Systems ein. Fragt man aber weiter, woher dem besonderen empirischen Inhalt diese Fähigkeit eigne, das Ganze zu vertreten und darzustellen, so liegt hierin bereits eine Umkehrung der Problemstellung. Die Verbundenheit der Tatsachen und ihre wechselseitige Beziehung ist das Erste und Ursprüngliche, während ihre Isolierung lediglich das Ergebnis einer künstlichen AbstrakVersteht man daher die Repräsentation als tion darstellt. Ausdruck einer ideellen Regel, die das Besondere, hier und jetzt Gegebene, an das Ganze knüpft und mit ihm in einer gedanklichen Synthese zusammenfaßt, so haben wir es in ihr mit keiner nachträglichen Bestimmung, sondern mit einer konstitutiven Bedingung alles Erfahrungsinhalts zu tun. Ohne diese scheinbare Repräsentation gäbe es auch keinen „präsenten", keinen unmittelbar gegenwärtigen Inhalt; denn auch dieser besteht für die Erkenntnis nur, sofern er einbezogen ist in ein System von Relationen, die ihm erst seine örtliche und zeitliche, wie seine begriffliche Bestimmtheit geben. So wenig daher aus dem bloßen Begriff der Erkenntnis sich die Notwendigkeit ableiten läßt, ein Sein zu setzen, das außerhalb jeder Beziehung zur Erkenntnis steht: so notwendig enthält dieser Begriff eben jene Forderung der Verknüpfung, auf die die kritische Analyse des Realitätsproblems hinführt. Der Inhalt der Erfahrung ist uns ,, objektiv" geworden, sobald wir begriffen haben, wie jegliches Element in

ihm
als

sich

zum Ganzen
denn
die

webt.

Wollte

man

dieses

Ganze

selbst

Illusion bezeichnen,

so bliebe dies ein bloßes

Spiel

mit

Worten:

Unterscheidung von

Wirklichkeit

Schein, die hier vorausgesetzt wird, ist selbst nur i der Erfahrung und unter seinen Bedingungen möglich. (Vgl. oben, S. 362 ff.) Auch die Frage nach der ,, Ähnlichkeit" des empirischen Zeichens mit dem, was es bezeichnet, bietet jetzt keine Schwierigkeit mehr dar. Das das als Zeichen dient, ist dem Inbegriff, der bezeichnet wird, zwar nicht materiell ähnlich denn die B e z i e -

m

und System

Einzelmoment,

377

hung

e n

durch wohl aber besteht zwischen ihnen eine und „abbilden" durchgehende logische Gemeinsamkeit, sofern beide prinzipiell derBegründung andemselben gehören. Die sachliche Ähnlichkeit wandelt sich in begriffliche Korrelation: die beiden Stufen des Seins werden zu verschiedenen, jedoch notwendig einander ergänzenden Gesichtspunkten, unter denen der Erfahrungszusammenhang sich

die den Inbegriff ausmachen, lassen sich nicht irgendeine Einzelgestaltung vollständig ausdrücken
,

Zusammenhang

betrachten läßt.
Freilich

könnte die

sensualistische

Erkenntnis-

lehre versuchen, diesen Tatbestand, ohne ihn zu bestreiten, in das Schema ihrer Erklärung einzufügen, indem sie ihn

auf den psychologischen Grundbegriff der „Assoziation" zurückführt. Dieser Begriff scheint in der Tat alle Voraussetzungen für die Deutung und Lösung des Realitätsproblems darzubieten: da er über den Inhalt der einzelnen Eindrücke zwischen ihnen hinhinweg zu festen führt. Der Mangel der Erklärung aber tiitt sogleich hervor,

Verbindungen

wenn man

die

Form der Verbindung,

die

hier

vorausgesetzt wird und die nach den Begriffen der AssoziationsPsychologie allein zulässig erscheint, näher zergliedert. Der ,, Zusammenhang" zwischen den einzelnen Gliedern der Reihe bedeutet hier nichts anderes als ihre häufige empirische Koexistenz. Dies Beisammen der einzelnen Vorstellungen ist es, was eine Verbindung zwischen ihnen nicht sowohl schafft, als vielmehr vortäuscht. Kein begriffliches Prinzip, das sich in strenger logischer Identität aussprechen und feststellen ließe, verknüpft die Elemente der Assoziationsreihen zur
Einheit. Die Wege von einem zum anderen Element sind an und für sich unbeschränkt: welcher von diesen Wegen im wirklichen psychologischen Denken eingeschlagen wird, hängt lediglich von den voraufgehenden psychischen ,, Dispositionen",

von einem Umstand und von Individuum zu
also

ab,

der von Moment zu Moment Individuum als wandelbar an-

zusehen

deutigkeit des

So geht hier gerade jene Beständigkeit und EinZusammenhangs verloren, die das eigentliche Kennzeichen im Gedanken der Realität ausmacht. Die Geist.

378

staltung

zum „Objekt"

tritt erst

mit der kritischen

Ordnung im Begriff
sondern zugleich bestimmte

W

e r t -

Gehen wir von dem besonderen Inhalt der Erfahrung aus, wie er im Zeitmoment vorliegt, so sind in ihm nicht nur bestimmte Elemente gegeben,
zutage.

Richtlinien

vorgezeichnet,

gemäß denen der Gedanke allmählich
Gesamtsystem zu erweitern vermag.
als gesetzlich

die einzelne

Phase zum Der Fortgang bleibt

nicht der individuellen Willkür überlassen, sondern er gilt

Indem die Wissenschaft den Forderungen immer strenger faßt und immer genauer bezeichnet, gewinnt sie damit fortschreitend erst den Begriff des Wirklichen. Daß diese Entwicklung überall über die Sphäre der bloßen Assoziation hinausgreifen muß, hat sich bereits allseitig gezeigt. Die Assoziation vermag,
Inbegriff dieser

gefordert.

im günstigsten Sinne verstanden, lediglich die Frage zum Ausdruck zu bringen; die Antwort dagegen liegt allein in den
allgemeinen

Reihenprinzipien,
Glied zu

die

die

möglichen
deter-

logischen Übergänge von

Glied

im voraus

minieren und unter bestimmte Gesichtspunkte ordnen. Die spezifische Bedeutung dieser Gesichtspunkte muß theoretisch feststehen, wenn der Fortgang sich nicht ins Unbestimmte verlieren soll. Die notwendigen Leitbegriffe der Assoziation können nicht aus dieser selbst entstehen, sondern gehören einem anderen Gebiet und einem anderen
logischen Ursprung an*.

daß das Problem der Wirkzu seinen einzelnen Bedingungen vordringt, um so deutlicher wiederum in das Problem der Wahrheit einmündet. Ist einmal begriffen, wie die Erkenntnis zu einer Konstanz bestimmter Prädikate, zu einer gesetzlichen Festigung von Urteilszusammenhängen gelangt, so bietet die „Transzendenz", die dem Gegenstand gegenüber der bloßen Vorstellung zuzusprechen ist, keine neue prinzipielle Schwierigkeit mehr dar. Und auch die Mittel, deren sich die Erkenntnis bedient, erweisen sich nunmehr in beiden Gebieten der Fragestellung als die
Allgemein zeigt es sich
je weiter
jetzt,

lichkeit,

man

* Vgl. bes. ob.

S.

18 u,

S.

346 ff.

379

Wie die eigentliche Leistung des Begriffs nicht darin liegt, daß durch ihn ein gegebenes Mannigfaltige abstrakt und schematisch „abgebildet" wird, sondern darin, daß er ein Gesetz der Beziehung in sich schließt, durch welches ein neuer und eigenartiger Zusammenhang des Mannigfaltigen erst geschaffen wird, so zeigt sich hier die Form der Verknüpfung der Erfahrungen als dasjenige, was die veränderlichen „Eindrücke" zu konstanten „Objekten" umschafft. Der allgemeinste Ausdruck des ,, Denkens" trifft also in der Tat mit dem allgemeinsten Ausdruck des „Seins" zusammen: der Gegensatz, den die Metaphysik nicht zu überwinden vermag, schlichtet sich, wenn man auf die logische Grundfunktion zurückgeht, aus deren Anwendung beide Problemkreise erst entstanden sind und in der sie daher zuletzt ihre Erklärung finden müssen.
gleichen.
II.

In der Geschichte des wissenschaftlichen und spekulativen Denkens ist das Problem der Wirklichkeit seit jeher unverknüpft. löslich mit dem des So eng ist dieser Zusammenhang und so ausschließlich beherrscht er das logische Interesse, daß man alle Fragen, die sich an die Begriffsbestimmung des Wirklichen knüpfen, gelöst und erledigt glaubt, sobald es gelungen sei, die Frage nach der Realität der ,, Außenwelt" endgültig zu entscheiden. Noch die ,, Kritik der reinen Vernunft" vermochte sich den Zugang zu ihrem eigentlichen Grundthema nicht anders zu bahnen, als dadurch, daß sie von einer Umformung der Theorie des Raumes ihren Ausgang nahm. Damit aber entschied sich bereits zum großen Teil das Schicksal ihrer geschichtlichen Wirkung: in der Auffassung der Zeitgenossen und Nachfolger konnte nunmehr, was eine Kritik des Erfahrungsbegriffs sein sollte, wiederum als eine Metaphysik des Raumbegriffs In Wahrheit gilt es auch hier die mißverstanden werden. Ordnung der Probleme umzukehren. Nicht von einer feststehenden Ansicht über die ,, subjektive" oder „objektive" Beschaffenheit des Raumes kann ausgegangen werden, um danach den Begriff der Erfahrungswirklichkeit überhaupt zu

Problem

Raumes

380

bestimmen, sondern die obersten und allgemeingültigen Prinzipien des Erfahrungswissens sind es, nach denen auch die Frage über die „Natur', des Raumes sich zuletzt entscheiden muß. Die empirisch-physiologische Betrachtung, wie sie insMüller begründet worden besondere durch ist, widerstreitet dieser Forderung, sofern sie ein Axiom an die Spitze stellt, das selbst unverhohlen metaphysischen dies wird hier Charakter trägt. Was wir wahrnehmen vorausgesetzt sind nicht die Dinge selbst in ihrer wirklichen Gestalt und ihrer wirklichen wechselseitigen Lage und Entfernung voneinander, sondern es sind unmittelbar nur Gegenstand gewisse Bestimmungen unseres eigenen Leibes. der Gesichtsempfindung sind nicht die äußeren Objekte, sondern es sind die Teile der Netzhaut, die wir in ihrer

Johannes

realen räumlichen Größe und Ausdehnung zu erfassen vermögen. Die Aufgabe der Physiologie des Sehens besteht darin, den Übergang zu schildern, der von diesem Bewußtsein

der Netzhautbilder zur Erkenntnis der räumlichen Ordnung der Gegenstände hinführt. Es muß gezeigt werden, wie wir

dazu kommen, Empfindungen, die nur ,,in uns" gegeben nach außen zu versetzen und sie zu einer für sich beStellt man das stehenden Raumwelt zusammenzufassen.. Problem indessen in dieser Form, so erweist es sich alsbald als unlösbar. Alle Versuche, den eigentümlichen Vorgang der
sind,

„Projektion", der hier angenommen wird, auf „unbewußte Schlüsse" zurückzuführen und aus ihnen zu erklären, bewegen sich im Zirkel sie setzen stets schon ein allgemeines von jenem „Außen" voraus, das hier erst abgeleitet werden soll. In der Tat gibt es keine Phase der Erfahrung, in der uns lediglich die Empfindungen als innere Zustände und losgelöst von jeder ,, objektiven" Beziehung gegeben wären. Die Empfindung in diesem Sinne ist keine empirische Wirklichkeit, sondern lediglich das Ergebnis einer Abstraktion, die auf sehr komplexen logischen Bedingungen beruht. Der Weg geht von den gesehenen zu der Annahme bestimmter Nervenerregungen und ihnen entsprechender Empfindungen zurück; er führt nicht umgekehrt
:

Wissen

Objekten

381

von den an
hin,

sich bekannten Empfindungen zu Gegenständen die ihnen etwa korrespondieren mögen*. So ist auch

die allgemeine Form der Räumlichkeit, also das sammen und Auseinander der einzelnen Elemente, kein

Beiver-

mitteltes Ergebnis, sondern eine Grundbeziehung, die mit den Elementen selbst gesetzt ist**. Nicht wie diese Form an und für sich entsteht, sondern lediglich, wie sie sich in der empirischen Erkenntnis näher bestimmt und spezialisiert, kann gefragt werden. Was der Erklärung bedarf, ist nicht der Umstand, wie wir vom Inneren zum Äußeren gelangen denn das schlechthin ,, Innere" ist selbst eine bloße Fiktion sondern wie wir dazu geführt werden, gewisse Inhalte der ursprünglichen Außenwelt nach und nach als ,,in uns" befindlich anzusehen, d. h. sie nicht nur überhaupt räumlich zu bestimmen, sondern sie in eine notwendige Korrelation mit unseren körperlichen Organen, mit bestimmten Teilen unserer Netzhaut oder unseres Gehirns zu setzen. (Vgl. oben, S. 363 ff.) Nicht die Lokalisation schlechthin, sondern diese besondere Lokalisation ist es, was es zu erklären gilt: und jede derartige Erklärung muß offenbar die allgemeine Relation der Räumlichkeit bereits zugrunde legen. Den Begriff der „Wirklichkeit" bestimmen, heißt somit auch hier ein Motiv der Differenzierung auffinden, das uns gestattet, den zunächst gleichartigen Inbegriff von Erfahrungen in Gruppen von verschiedenem Wert und Gehalt auseinanderzulegen. Denken wir uns etwa die verschiedenen Wahrnehmungsbilder, die wir von ein und demselben „Objekt", je nach der Entfernung, in welcher wir uns von ihm befinden und je nach der wechselnden Beleuchtung, empfangen, in eine Reihe zusammengefaßt, so läßt sich, vom Standpunkt des unmittelbaren psychologischen Erlebnisses aus, zunächst kein Merkmal angeben, kraft dessen irgendeines dieser mannigfach wechselnden Bilder einen Vorrang vor

— —

* Näheres zur psychologischen Widerlegung der „Projektionshypotheeen" s. bes. bei Stumpf, Über den psychologischen Ursprung der Raiunvorstellung, S. 184 ff, sowie bei James, Principles of Psycho;

logy

II,

31 ff. Vgl. unten

Kap.

8.

382

n

einem beliebigen anderen besitzen

sollte.

Erst die

Gesamt-

heit

bildet ja dasjenige, was wir die empirische Kenntnis des Objekts nennen und für diese Gesamtheit ist kein einzelnes Element schlechthin entbehrlich
dieser

Wahrnehmungsdaten

oder überflüssig. Keine der verschiedenen perspektivischen Ansichten, die uns nacheinander entstehen, kann demnach den Anspruch erheben, der allein gültige, absolute Ausdruck des J.Gegenstandes selbst" zu sein; vielmehr kommt aller Erkenntniswert, den wir einer einzelnen Wahrnehmung beilegen, ihr nur im Zusammenhang mit anderen Inhalten zu,

zu einem Erfahrungsganzen zusammenbedeutet diese Forderung des durchgängigen Zusammenhangs nicht zugleich die durchgängige Gleichwertigkeit der einzelnen Faktoren. Zur Anschauung einer bestimmten räumlichen gelangen wir erst, sobald diese Gleichwertigkeit unterbrochen wird. Wenn wir fragen, was unter einem nach drei Dimensionen ausgedehnten Körper zu verstehen ist, so werden wir wie
mit denen
sie

sich

schließt.

Und dennoch

Form

gelegentlich ausführt psychologisch in der Tat zunächst auf nichts anderes geführt, als auf eine Reihe einzelner Gesichtsbilder, die sich gegenseitig ablösen. Die genauere Analyse zeigt indessen, daß der bloße Ablauf all dieser Bilder, so viel wir ihrer auch immer annehmen mögen, für sich allein niemals die Vorstellung eines körperlichen

Helmholtz

Objekts zu ergeben vermöchte, wenn nicht der Gedanke einer Regel hinzuträte, durch welche jedem einzelnen eine be-

stimmte

Ordnung

und

Stellung

im Gesamtkomplex zu-

gewiesen wird. Die Vorstellung der stereometrischen Form spielt in diesem Sinne ,,ganz die Rolle eines aus einer großen Reihe sinnlicher Anschauungsbilder zusammengefaßten Begriffs, der aber selbst nicht notwendig durch in Worten ausdrückbare Definitionen, wie sie der Geometer sich konstruieren könnte, sondern nur durch die lebendige Vorstellung des Gesetzes, nach dem jene perspektivischen Bilder einander folgen, zusammengehalten wird." Diese Gliederung durch den Begriff aber besagt zugleich, daß die verschiedenen Elemente hier nicht bloß wie Teile eines Aggregats nebeneinander liegen, sondern daß wir jedes von ihnen nach seiner
383

systematischen
scheiden wir
gleichartig

Bedeutung abschätzen.

Auch

hier

nunmehr „typische" Erfahrungen,

die wir als

wiederkehrend voraussetzen, von ,, zufälligen" Eindrücken, die nur in individuellen Begleitumständen gegründet sind. Und jene Erfahrungen sind es, die wir ausschließlich zum Aufbau der ,, objektiven" Raumwelt verwenden, während wir alle Inhalte, die ihnen widerstreiten, fernzuhalten und auszuschalten bemüht sind. Helmholtz' Darstellung hat diesen Prozeß bis ins einzelne erleuchtet. Hier wird zunächst die allgemeine Regel aufgestellt, „daß wir stets solche Objekte als im Gesichtsfelde vorhanden uns vorstellen, wie sie vorhanden sein müßten, um unter den gewöhnlichen normalen Bedingungen des Gebrauchs unserer Augen denselben Eindruck auf den Nervenapparat hervorzubringen." Einer Erregung, die unter ungewöhnlichen Bedingungen eintritt, wird zunächst jene Bedeutung beigelegt, die ihr zukommen würde, wenn sie als auf gewöhnlichem Wege entstanden zu denken wäre. „Um ein Beispiel zu benutzen, nehmen wir an, es sei der Augapfel am äußeren Augenwinkel mechanisch gereizt worden. Wir glauben dann eine Lichterscheinung in der Richtung des Nasenrückens im Gesichtsfelde vor uns zu sehen. Wenn bei dem gewöhnlichen Gebrauche unserer Augen, wo sie durch von außen kommendes Licht erregt werden, eine Erregung der Netzhaut in der Gegend des äußeren Augenwinkels zustande kommen soll, muß in der Tat das äußere Licht von der Gegend des Nasenrückens her in das Auge fallen. Es ist also der eben aufgestellten Regel gemäß, daß wir in solchem Falle ein lichtes Objekt in die genannte Stelle des Gesichtsfeldes hinein versetzen, trotzdem der mechanische Reiz hierbei weder von vorn vom Gesichtsfelde her, noch von der Nasenseite des Auges, sondern im Gegenteil von der äußeren Fläche des Augen und mehr von hinten her einwirkt*." Die einzelnen Beobachtungen werden also gleichsam abgestimmt auf einen bestimmten Kreis von Bedingungen, den wir als konstant ansehen. In diesen Bedingungen besitzen^wir ein festes Koordi*

Helmholtz,

Handbuch der

Physiolog. Optik,

§ 26,

S. 428.

384

^Sl

naten-System, auf das nunmehr jede besondere Erfahrung Und erst kraft dieser eigenstillschweigend bezogen wird. Deutung, die wir dem Material der Sinnesempfintümlichen dungen geben, entsteht uns das Ganze des objektiven Gesichtsund Tastraumes. Dieses Ganze ist niemals der bloße tote Abdruck einzelner sinnlicher Perzeptionen, sondern ein konstruktiver Aufbau, der unter Festhaltung bestimmter allgemeiner Grundregeln erfolgt. In dem Maße als nach diesen Grundregeln die unveränderlichen Momente der Erfahrung von den veränderlichen Bestandteilen sich trennen, erfolgt die Scheidung in eine objektive und subjektive Sphäre. Und es unterliegt auch hier keinem Zweifel, daß die Erkenntnis der Subjektivität nicht den ursprünglichen Ausgangspunkt, sondern eine logisch vermittelte und spätere Einsicht darstellt. Helmholtz betont ausdrücklich, daß das Wissen um die Objekte dem Wissen um die vorangeht und es an Klarheit und Schärfe bei weitem übertrifft. Die Empfindung ist unter den gewöhnlichen psychologischen Bedingungen des Erlebens, so ausschließlich auf den Gegenstand gerichtet und geht so völlig in ihn ein, daß sie selbst hinter ihm gleichsam verschwindet. Die Auffassung einer Empfindung a 1 s Empfindung ist daher immer erst das Werk einer nachträglichen bewußten Reflexion, die wir auf sie richten. Wir müssen stets erst lernen, unseren einzelnen Empfindungen die Aufmerksamkeit zuzuwenden „und wir lernen dies für gewöhnlich nur für die Empfindungen, die uns als Mittel zur Erkenntnis der Außenwelt dienen". „Während wir deshalb in der objektiven Beobachtung einen außerordentlichen Grad von Feinheit und Sicherheit erreichen, erlangen wir diesen für die subjektiven Beobachtungen nicht nur nicht, sondern wir erlangen sogar in einem hohen Grade die Fähigkeit, diese zu übersehen und uns in der Beurteilung derObjekte von

Empfindungen

ihnen unabhängig zu erhalten,
durch ihre könnten*."
sich

selbst

wo

sie

Stärke

leicht

genug bemerklich machen

Helmholtz,
Cassirer, Substanzbegriff

a. a. O.,

S. 432.

25

385

Was hier als bloß negative Leistung, als ein Akt des Übersehens und Vergessens geschildert wird, ist indessen in Wahrheit jene höchst positive des Begriffs, die sich bereits allseitig dargestellt hat. Es ist das Festhalten der identischen Beziehungen in dem wechselnden Vorstellungsinhalt, was jede, auch die früheste Stufe objektivgültiger Erkenntnis kennzeichnet. Das schlechthin Wandelbare fällt gleichsam von dem momentanen Inhalt ab: und nur dasjenige bleibt zurück, was sich in dauernden Gedanken befestigen läßt. Durch die zentrale Richtung des Denkens wird ein gewisser Kreis von Erfahrungen, der bestimmten logischen Bedingungen der Konstanz genügt, aus dem Gewirr der Erlebnisse überhaupt herausgehoben und als „fester Kern" Die relativ flüchtigen Inhalte dades Seins ausgezeichnet. gegen, in denen sich keine durchgängige Bestimmtheit der Erfahrung überhaupt ausdrückt, können für diesen ersten Aufbau und diese erste Bezeichnung des ,, Wirklichen" zunächst unbeachtet bleiben. Die tiefere Besinnung lehrt indes, daß auch diese Elemente aus dem Umkreis der Erfahrung nicht schlechthin herausfallen, sondern daß auch sie eine Stelle in ihm beanspruchen dürfen, sofern ihre Variation selbst nicht willkürlich erfolgt, sondern bestimmten Regeln unterliegt. Jetzt ist es daher das Veränderliche selbst, das unter einem neuen Interesse der Erkenntnis zum Gegenstand der Betrachtung gemacht wird. Diese Erkenntnis des „Subjektiven" bedeutet somit in Wahrheit eine Objektivierung höherer Stufe, die in einem Material, das zunächst als schlechthin unbestimmt bei Seite gelassen wurde, noch ein Moment der Bestimmbarkeit entdeckt. Das Gegebene gliedert sich jetzt in weitere und engere Objektivitätskreise, die

Funktion

deutlich voneinander abgehoben und nach bestimmten Gesichtspunkten abgestuft sind. Jede Einzelerfahrung wird nunmehr nicht nur durch den materialen Gehalt an Eindrücken bestimmt, sondern durch eine eigentümliche Funktion, die sie erfüllt, sofern die einen Erfahrungen als feste Koordinationsmittelpunkte dienen, an denen wir andere messen und deuten. Auf diese Weise schaffen wir bestimmte, begrifflich ausgezeichnete Zentren, um die sich die Phänomene ordnen

386

und gliedern. Die einzelnen Erscheinungen fließen nun nicht mehr einförmig und gleichförmig ab, sondern begrenzen und scheiden sich gegeneinander: das anfängliche Flächenbild gewinnt gleichsam Vordergrund und Hintergrund. Die Sonderung in verschiedene Teilgebiete, die durch ihre systematische Bedeutung voneinander geschieden sind, nicht die ,, Projektion" des Innen und Außen, erweist sich somit auch hier als der eigentliche Ursprung des Begriffs des Gegenstandes.
Jedes Einzelne erhält einen Index, der seine Stellung zum Ganzen bezeichnet, und dieses Kennzeichen ist es, worin sich Für die naive Ansicht sein gegenständlicher Wert ansprägt. ist es das „Ding", das von Anfang an gegeben ist und das in jeder unserer Wahrnehmungen immer nur zum Teil ausgedrückt und abgebildet wird. Auch sie setzt somit ein Ganzes voraus, mit dem wir jede besondere Erfahrung vergleichen und an dem wir ihren Wert messen. Die Forderung, die hier gestellt ist, bleibt auch vom Standpunkt der kritischen Betrachtung zu Recht bestehen. Der Mangel der naiven Auffassung besteht nicht darin, daß sie diese Forderung überhaupt erhebt, sondern daß sie Forderung und Erfüllung verwechselt; daß sie die Aufgabe, die die Erkenntnis zu vollziehen hat, als bereits gelöst vorwegnimmt. Das Ganze, das wir suchen und auf welches der Begriff sich richtet, darf nicht im Sinne eines absoluten Seins außerhalb jeder möglichen Erfahrung gedacht werden; es ist nichts anderes als der geordnete Inbegriff dieser möglichen Erfahrungen selbst. Die moderne Psychologie der Raumvorstellung hat daher an die Stelle der Projektionstheorie eine andere Auffassung gesetzt, die den Tatbestand der Erkenntnis, wie er unabhängig von allen metaphysischen Annahmen sich darstellt, reiner und schärfer zum Ausdruck bringt. Die Vorstellung des ,, objektiven" Raumes ist danach nicht ein Werk der „Projektion", sondern der „Selektion": sie beruht auf einer begrifflichen Auswahl, die wir im Bereich unserer Sinneswahrnehmungen, insbesondere im Gebiet der Gesichtsund Tasteindrücke, vollziehen. Wir halten in der homogenen Masse dieser Eindrücke nur jene Inhalte fest, die den ,, normalen" physiologischen Bedingungen entsprechen, während

25*

387

James. daß schon die Vorstellung einer gesetzlichen Verbundenheit von Einzelinhalten. s. sondern gleichsam ein Unterschied der Betonung. „Durch Erfahrung können wir offenbar lernen. mehr und mehr zurückdrängen. die Leistung zu verfolgen. In gewissem Sinne also. Helmholtz selbst rührt an diese Frage. wenn sie das nicht ist. ohne eine begriffliche Regel nicht möglich sei. gewinnt dieser eine bevorzugte Stellung. uns machen wird.wir andere. Indem auf diese Weise unsere Apperzeption einen bestimmten Umkreis von Erfahrungen aus dem Fluß der übrigen herauslöst. so lange sie durch gegenwärtige Empfindungen unterstützt ist. Er ist es nunmehr. während alle übrigen Inhalte nur insofern Wert behalten. die unter außergewöhnlichen Bedingungen entstehen und die daher nicht die gleiche Wiederholbarkeit wie jene ersteren besitzen. wenn wir die Augen oder unseren Körper fortbewegen und jenes Objekt von verschiedenen Seiten betrachten. Der konstruktive Aufbau der räumlichen Wirklichkeit enthält einen Prozeß der logischen Auslese in sich und wäre ohne ihn in seinem Ergebnis nicht verständlich. 237 ff. Der Inbegriff aller dieser möglichen Empfindungen in eine Gesamtvorstellung zusammengefaßt ist unsere Vorstellung von dem Körper. die dem Begriff in diesem allmählichen Prozeß der Gestaltung zukommt. welche anderen Empfindungen des Gesichts oder der anderen Sinne ein Objekt. Vom Standpunkt der logischen Betrachtung ist es von besonderem Interesse. Erinnerungsbild. welche wir nennen. als sie als „Zeichen" auf diese Realität hinweisen. Principles of 388 . ist auch eine solche Wahrnehmung * Näheres zur Theorie der „Selektion" Psychology U. welches wir sehen. der als die Realität schlechthin gilt. Hier ist es somit kein absoluter Seinsunterschied. der das Objektive vom Subjektiven sondert. Die Masse der räumlichen „Perzeptionen" organisiert sich allmählich gemäß einem bestimmten Plane und gewinnt in dieser Organisation feste Gestalt und Fügung*. obwohl dem gewöhnlichen Sprachgebrauch widersprechend. betasten usw. die in der Zeit aufeinanderfolgen. wenn er gelegentlich betont.

weil sie alle die möglichen einzelnen Empfindungsaggregate umfaßt.. sondern für die Gesetze dieser Erfahrung. Aufl. war es. Gattungsbegriff". Optik. die er an seinem Teil zur Darstellung bringt. 2.Vorstellung von einem individuellen Objekte schon ein Begriff. die in ihren näheren und weiteren Folgen das Ganze der erfahrbaren Wirklichkeit bestimmt und umfaßt. Der „Reihenbegriff". daß Helmhol tz sich hier zu einer Ansicht des Begriffs zurückgeführt sieht. 389 . 947 f.. Die psychologische Analyse der Raumvorstellung beund befestigt somit den Begriff der Objektiv i t ä t der sich allgemein aus der logischen Analyse der Erkenntnis ergeben hat. im Unterschiede vom . sondern in seiner echten und ursprünglichen Bedeutung. — III. ist und die ihm selbst daher zunächst paradox In Wahrheit aber erscheint gerade hier der Begriff keineswegs in bloß übertragener und abgeleiteter. in uns hervorrufen kann*. und der. wie sich jetzt zeigt. Das Verfahren dieser logischen „Integration" ließ sich. gleichsam aus seiner zeitlichen Enge herauswachsen und sich zum Ausdruck der Gesamterfahrung erweitern. bereits in jedem einfachsten Urteil * Handbuch der physiolog. Er steht fortan nicht nur für sich selbst. von einander ihrem Wesen nach getrennten Sphären des Seins verschwindet nunmehr und an seine Stelle tritt das schlichte Problem des Zusammenhangs und Zusammenschlusses der einzelnen Teilerfahrungen zu einem geordneten Inbegriff. Der rätselhafte Übergang zwischen zwei verschiedenen. Der Moment bildet jetzt den Ausgangspunkt einer gedanklichen Konstruktion. welche dieses Objekt von verschiedenen Seiten betrachtet. seinen Grundzügen nach." Man sieht. berührt oder sonst untersucht. auch in den weiteren Anwendungen fortwirkt und sich als Instrument der objektiven Erkenntnis erweist. Der einzelne Inhalt muß. stätigt . die der traditionellen Logik fremd erscheint. um wahrhaft objektiv heißen zu können. der bereits in der Grundlegung der exakten Wissenschaften entscheidend hervortrat. S.

355 ff. hin wiederholbar gesetzt und im Urteil fixiert wird. als solcher veränderlich ist. wo der Inhalt. als damit eine Abhängigkeit festgestellt wird. die sich aus ihm. daß dieser Wechsel der Merkmale nicht regellos erfolgt. unter bestimmt angebbaren Umständen. waltet bereits der Gedanke. Gegenstandes" selbst: änderung denn der wissenschaftliche Begriff eines bestimmten Objekts umfaßt. in welchem nunmehr die Verder Einzelelemente selbst als logisch bestimmt gedacht wird. im Zeitpunkt t^ das Prädikat b" zusprechen. bewährt sich auch dort. Und diese Beharrung. sondern als identisch übertragbar auf die ganze Folge der Zeitmomente angesehen wird. sondern wird für die ganze Reihe t^^t^t^ festgehalten. In der einfachsten schematischen Bezeichnung des Grundverhältnisses genügte es. . Die . Erst damit ergibt sich das allgemeine Schema für den Begriff des empirischen . Zu diesem ursprünglichen Akt aber vermag weiterhin ein anderer hinzuzutreten. in seiner ideellen Vollendung nicht nur die Gesamtheit seiner hier und jetzt gegebenen Merkmale. so kann es ihm im Zeitpunkt ti das Prädikat b'. Überall dort. S. darauf hinzuweisen. der damit gesetzt ist. sofern nur daran festgehalten wird. Wir verknüpfen eine Reihe zeitlich getrennter und inhaltlich verschiedener Zuständlichkeiten durch einen ein390 . entwickeln können.. daß der Zusammenhang. in welchem sie durch den Wahrnehmungsakt erfaßt wird. wo auch nur einem einzelnen Ding eine konkrete besondere Beschaffenheit zugesprochen wird. die nicht nur für einen einzelnen Zeitpunkt gelten will. die als schlecht- Form . 321 ff. Eigenschaft" b kommt dem „Ding" a nicht nur in dem bestimmten Zeitpunkt t^. auf den die Bestimmung sich richtet.) Somit ist es hier zunächst ein und dieselbe Bestimmung. sondern durch zugehörige Änderungen in einer anderen Reihe gesetzlich bedingt und gefordert ist.. (S. zu. oben. die mit der des Urteils selbst gesetzt ist. daß in jeder beliebigen Aussage: a ist b insofern ein Moment der Dauer eingeschlossen ist. als solcher logisch beharrt. sondern auch die Gesamtheit der notwendigen Folgen.über „Tatsachen" sichtbar machen. Wie das Urteil dem Subjekt a im Zeitpunkt Iq das Prädikat b zugeschrieben hat.

das Bewußtsein des 391 . die fortan durch keine logische Bemühung mehr beseitigt werden kann. wenngleich allenfalls zu überspringen vermag. die sich ausdrücklich darauf beschränkt. der über diese ersten und ursprünglichen Daten nirgends hinausgreift: es gibt eine Art des Selbstbewußtseins. ohne ihm irgendein neues Element hinzuzufügen. ist mit dieser Fragestellung im Grunde bereits eine Schranke zwischen Denken und Sein aufgerichtet. des einzelnen Zeitdifferentials gewinnt objektive Bedeutung. Daß alles Bewußtsein sich nur auf die subjektiven Zustände des eigenen Ich bezieht. wo man am eifrigsten bestrebt ist. in keiner Weise genügt. die Schlußfolgerungen auf- zuweisen. zeigt sich der Mangel aufs deutlichste und empfindlichste. in den Bereich des „Transsubjektiven" hinüberführen. wird hier als eine Voraussetzung. zugrunde gelegt.. sieht sich die metaphysische Auffassung an irgendeiner Stelle notwendig zu einer Kluft geführt. daß diese erste Stufe. Dinge" vorzudringen. Gerade dort. die keiner näheren Prüfung bedarf.. Immanenz". die dem Einzelnen. oder ihn zunächst Gegebenen logisch nach einem bestimmten begrifflichen Gesichtspunkt zu beurteilen. als eben diese Zustände den Inhalt des unmittelbar ausmachen. die Grenzen der bloßen zu durchbrechen. die das Denken nicht mehr zu überbrücken. nach dem platonischen Wort. sofern aus ihm nach bestimmter Methodik der Inhalt der Gesamterfahrung sich rekonstruieren läßt. um zu einer Welt der . Vorstellungswelt" realen . Im Gegensatz zu diesem kontinuierlichen Prozeß. tatsächlich vorhandenen Impressionen passiv hinzunehmen. lediglich den Inhalt der einzelnen.. die vom Gebiet des Subjektiven. Nur dies wird behauptet und zu erweisen gesucht. das uns anfangs allein zugänglich ist. Es gibt einen Bezirk der . Der Inhalt erst wahrhaft das Siegel des Seins aufdrückt. transzendentale Realismus" sich die Aufgabe stellt.. Indem der . daß nichts anderes.ist heitlichen Komplex kausaler Regeln: und diese Verknüpfung es. durch — welchen die anfänglich fragmentarischen und unverbundenen Erfahrungen sich mehr und mehr zu dem einen System der empirischen Erkenntnis gestalten. die für das Ichbewußtsein als hinlänglich gilt.

daß er die gedanklichen Postulate. gewußt und erfahren werden. auf welche in diesen Deduktionen der Begriff des objektiven Seins gegründet wird. fordert. der hier vorausgesetzt wird. wie sich in Tat der der leicht zeigen läßt. S.. Insbesondere ist Gegenstand der Naturwissenschaft.. durch sie nicht nur den psychologischen Vorstellungsidealismus. der hier vertreten wird. verneint. sind von allen Inhalten der unmittelbaren Wahrnehmung streng und unverkennbar geschieden. nicht dadurch. Immanenz". sondern auch den kritischen Idealismus in seinem Grunde und seiner Wurzel getroffen zu haben. die über den Inhalt der jeweilig gegebenen Eindrücke hinausgreifen. oben. erschöpfen. Der kritische Idealismus unterscheidet sich von dem „Realismus". (Vgl. als der Gedanke des Objekts. Man mag alle diese Folgerungen bis hierher völlig zuaber ein seltsamer Irrtum war es. ohne damit einem anderen. die . da beide nur miteinander bestehen und sich nur in steter Kein Wechselbeziehung aufeinander entwickeln können. Was daher von seinem Standpunkt aus zu bestreiten ist. mit diesen primitiven Mitteln nicht zu Die Gegenstände. von Objekten und von den kausalen Verhältnissen der Objekte zu sprechen. daß er sie schärfer faßt und ihre Wirksamkeit bereits für jegliche. Der Gedanke des Ich ist keineswegs ursprüng. ist nicht sowohl der Begriff der „Transzendenz". den wie nunmehr weiter gefolgert wird der hat damit Kreis des immanenten Seins bereits verlassen. gibt es für ihn so wenig ein I c h als es ein Gegenstandsbewußtb ewu ß t se i n sein gibt. von denen hier die Rede ist. die „Masse" und die „Energie". wenn man gegestehen: glaubt hat.Gegenstandes zu begründen. um in den Bereich der „Transzendenz" überzutreten. entgegengesetzt zu werden. Phase der Erkenntnis. Wer daher der Wissenschaft das Recht einräumt. licher und logisch unmittelbarer.) Die 392 Bedingungen und Voraussetzungen der „objektiven" . 362. auch die Ohne logische primitivste. als vielmehr der Begriff der . sondern umgekehrt dadurch. Kraft" und die Beschleunigung. — — — Grundsätze. der ihm gegenüber als der objektive Inhalt kann als „subjektiver" erscheint.

Wenn aus unseren Vorstellungen . sobald einmal die metaphysische Differenz des Subjekts und Objekts in eine methodische Unterscheidung verwandelt ist. alles logische Ordnen entfernt ist und sie nur in einem Zusammenrinnen des Ähnlichen und Gleichen bestehen": dann und nur dann darf die Selbstgewißheit sie in ihren Dienst stellen.alle Denknotwendigkeit. kraft deren das Ich sich selbst erfaßt. der lediglich in der einmaligen Beschaffenheit. Die reine Erfahrung.Erfahrung können daher nicht. nachdem die subjektive Welt der Vorstellungen bereits besteht und in sich selbst ihren Abschluß gefunden hat. das als solches keinen selbständigen Bestand besitzt. innerhalb dessen sie alleinige und ausschließende Geltung besitzen. der auf diese Weise gewonnen wird. sondern sie sind bereits in ihrer Setzung mitDas . Die innere Wahrnehmung. besitzt demnach freilich eine eigentümliche und in ihrer Art unübertreffliche Evidenz: aber diese Evidenz wird dadurch erkauft. Und wie beide in ihrem Ursprung getrennt sind. Subjektive" bedeutet immer nur das abenthalten. ohne sich damit Erfahrung Denken 393 . Der tiefere Grund dafür. der zwischen und angenommen wird. liegt in einem analogen Gegensatz. ergriffen wird.und Innenwelt als zwei heterogene Wirklichkeiten einander entgegengesetzt werden. daß Außen. so verlohnt es sich dennoch. während alle Erkenntnis des äußeren Objekts ihre eigentliche Gewähr erst kraft der Notwendigkeit des Denkens empfängt.. ein schlechthin individueller ist. in der er hier und jetzt gegeben ist. daß der Inhalt. So klar dieser Sachverhalt erscheint. bei ihm zu verweilen: denn hier liegt der Kern aller Mißverständnisse. so beziehen sie sich demgemäß auch auf je einen besonderen Kreis von Objekten. als nachträgliche Ergänzung hinzugefügt werden. Die Gewißheit der reinen Erfahrung gilt von der des Denkens als völlig verschieden.. weil sein ganzer Sinn und seine ganze Bedeutung in seinem logischen Korrelat und Gegensatz wurzelt. die sich von jeder Beimischung des Begriffs frei hält. ist es. die uns der Zustände des eigenen Ich versichert. strakte Teilmoment einer begrifflichen Unterscheidung. die zwischen den verschiedenen erkenntnistheoretischen Richtungen immer aufs neue entstehen.

I. ohne den einzelnen Inhalt selbst zu zerstören. vernichtet nicht minder den Begriff des Bewußtseins.. Ein schlechthin regelloses und ungeordnetes Etwas von Wahrnehmungen ist daher ein Gedanke. V 394 . Erfahrxing und Denken. München Kap. transsubjektiv". Erst auf diese Weise gelangen wir zu einer Gewißheitsart. an der das Denken in keiner Weise beteiligt ist. setzt eine Einordnung des individuellen Inhalts in irgendeinen Gesamtzusammenhang voraus. so gilt hier der paradoxe Satz. der hier zwischen Wahrnehmung und Denken versucht wird. daß sich bei ihr nicht stehen bleiben läßt. das über die bloße unmittelbare Gegebenheit der Einzelempfindung hinausgeht. wie den objektiven Begriff der Erfahrung. 15ff. Der Schnitt. hierzu o 1 k e 1 t . Leipzig 1878. sondern daß sie durch logische Annahmen und Postulate. So primitiv und unentwickelt dieser Zusammenhang auch gedacht werden mag: er läßt sich dennoch niemals gänzlich aufheben. . S. wenngleich in ihren Einzelheiten noch nicht festgestellten Ordnung in sich. Der jeder Theorie des Erkennens muß somit darin bestehen. der nicht einmal als methodische Fiktion vollziehbar ist: denn die bloße Möglichkeit des Bewußtseins schließt zum mindesten die begriffliche Antizipation einer möglichen. zu erweitern ist*. allem Verkehr mit den Gütern und Gemeinschaften der Kultur entschlagen. daß nicht nur die Gewißheit des Objekts. Gerade dieser scheinbar gänzlich voraussetzungslose Anfang aber enthält eine Prämisse in sich. daß wir uns allen Zusammenhängen mit den Reichen des Geistes und der Natur.untreu zu werden. als . vgl. Bezeichnet man daher jedes Moment. Alles Bewußtsein verlangt irgendeine Art der Verknüpfung: und jede Form der Verknüpfung setzt eine Relation des Einzelnen zu einem umfassenden Ganzen. bes. um freilich sogleich einzusehen. 1906. um lediglich dieses unser einzelnes individuelles Bewußtsein „in seiner ganzen Blöße und Nacktheit" festzuhalten. kraft deren wir einen Gegenstand der Erkenntnis setzen. sondern auch die Gewißheit des Anfang — * S. deren Recht vom Standpunkt der Logik wie von dem der Psychologie aus in gleicher Weise unerweislich ist. Die Quellen der menschlichen Gewißheit.

den insbesondere die allgemeinen Prinzipien der mathematischen und naturwissenschaftlichen Erkenntnis bestimmen und abgrenzen. selbst gestaltet. S. immanent" zu bezeichnen. Er verbleibt streng in dem Umkreis.. Es gibt somit freilich im strengen Sinne kein absolutes. ** Quellen der menschlichen Gewißheit. 32 ff.. so gibt es hier keine Kluft". daß der Gegenstand nicht in der bloßen Empfindung gegeben ist. der den Kern des kritischen seiner Kritik . Wenn Volkelt in immer von neuem hervorhebt. V o 1 k e 1 1 Quellen der menschlichen Gewißheit. Vorstellung" nichts mehr gemein.. Denn dieser Gegenstand mag vom Standpunkt des psychologischen Individuums aus immerhin heißen: vom Standpunkt der Logik und . Bestimmt man daher den Gegenstand nicht als eine absolute Substanz jenseits aller Erkenntnis. Wahrnehmungsurteil" gewinnt seine Bedeutung erst durch den Hinblick auf das System der Erfahrungsurteile und muß somit die gedanklichen Bedingungen (Vgl. .. Erfahrung und Denken. transzendent" ihrer obersten Grundsätze aus ist er nichtsdestoweniger als rein . Idealismus" ausmacht. Denn auch das bloße . usf. 186 ff. Die Idealität. die hier allein behauptet ist. sondern daß er erst auf Grund der Denknotwendigkeit gewonnen wird**: so verficht er damit die eigenste These eben dieses Idealismus selbst. transsubjektives" Moment in sich birgt. den diese Grundsätze. oben.. durch . S.. sie betrifft lediglich die objektive Geltung bestimmter Axiome und Normen der wissenschaftlichen Erkenntnis. erkenntnistheoretische irgendein Machtgebot des einen . Dieser schlichte Gedanke allein aber ist es. Die Wahrheit des Gegenstands dies allein ist die Meinung hängt an der Wahrheit dieser Axiome und besitzt keinen anderen und festeren Grund. durch Denkens. transsubjektiven Befehl" zu über- winden wäre*. sondern als das wie es sich in der fortschreitenden Erfahrung Objekt.) dieses Systems anerkennen.. usf. 395 . sondern immer nur relatives Sein: aber diese Relativität bedeutet ersichtlich nicht die physische Abhängigkeit von den einzelnen — — * Vgl. S..Subjekts ein . die erst mühsam. 325 f. S. hat mit der subjektiven . 46 f.

: wendigkeit. wenn wir uns zu klarem Bewußtsein bringen. Die Quellen der menschlichen Gewißheit. „Es geschieht im Namen der nötigt. daß das Sein ein „Produkt" des Denkens ist. 354 ff. S. ein Verhältnis der Über. die somit als die unentbehrlichen. .und Unterordnung in der Gültigkeit Wenn wir die Definition des bestimmter Urteile. Erfahrung und ihr Gegenstand werden in der Weise von abhängigen Variabein aufgefaßt. würde uns an der Wurzel untergraben erscheinen. so werden wir hier notwendig auf gewisse logische Notwendigkeiten zurückgeführt. wie auch hier schließlich zugestanden wird.Argumente" zurückgeführt werden und diese rein inhaltliche Abhängigkeit der Funktion von ihren Argumenten ist es. . Wissenschaft nennen. 37. kraft deren wir aus dem Kreis der einzelnen. daß sie auch auf der Gegenseite ausdrücklich hervorgehoben und bezeugt wird.) Diese Art der Bedingtheit aber ist so unverkennbar. im letzten Grunde eine logische Not- denkenden Subjekten. S. Der Satz.sondern die logische Abhängigkeit vom Inhalt bestimmter allgemeingültiger Obersätze aller Erkenntnis überhaupt. 33 u. die successiv auf eine Folge logischer ." Die Vo ke 1 1 1 . Vernunft. Die sachliche Notwendigkeit. oben. daß die Gewißheit sachlicher Notwendigkeit mich beherrscht und zu transsubjektiven Annahmen was wir Beurteilen. die wir vermöge der Denknotwendigkeit dem Inhalte des Urteils geben*." Unter Seinsgültigkeit soll daher nichts anderes verstanden werden. ist. unverbundenen Empfindungen heraustreten. (Vgl. Verstand. was in diesem Begriff gesetzt ist. wenn wir dieser Gewißheit zuwider handelten. Denken. Überlegen. Vernunft. sondern er bezeichnet lediglich eine rein funktionale Beziehung. durch strenge kausale Regeln miteinander verknüpfter Gegenstände zu erheben. konDie stitutiven „Faktoren" eben dieses Begriffs erscheinen. enthält somit hier keinerlei Hindeutung auf irgendein physisches oder metaphysisches Kausalverhältnis. „Gegenstandes" zergliedern. Alles. bes. was in der Sprache des Idealismus als die Bedingtheit des „Objekts" durch das „Denken" bezeichnet wird. 396 . um uns zu dem Gedanken kontinuierlicher. als „die transsubjektive Bedeutung.

daß er das Gegebene in einem gedanklichen Entwurf. Die „Transzendenz". die wir dem physikalischen Objekt im Unterschied von dem verfließenden und veränderlichen Inhalt der Einzelwahrnehmung zuschreiben.allgemeingültigen Regeln der Vernunft sind es somit. sind notwendig und hinreichend für die Umformung hier 397 . wie sich allenthalben gezeigt hat. Dieselben Bedingungen. bilden die Zahlen wie die reinen Gestalten der Geometrie kein eigenes Gebiet für sich bestehender. entgegenstellen. die ja. durch welches sie und jetzt im wirklichen Vorstellen repräsentiert wird. Transzendenz" ist damit genau bezeichnet. auch für ihn ist es charakteristisch. jeglicher Am klarsten tritt diese Begrenzung hervor. Auch dieser geht ja in keiner Weise in einem Komplex von sinnlichen Empfindungen auf. wenn man hier den Gegenstand der Erfahrung mit dem Gegenstand der reinen Mathematik vergleicht. ist von derselben Art und beruht auf den gleichen prinzipiellen Gründen. der keine unmittelbare Entsprechung in irgendeinem einzelnen Vorstellungsinhalt besitzt. daß vermöge dieser Scheidung kein gänzlich fremdartiges Sein von uns ergriffen wird. nach welchen wir den Begriff des Seins selbst entwerfen und im Das Recht sowohl. Ist diese Einsicht einmal festgestellt. auf denen der Übergang von den empirischen Daten des Tastund Gesichtssinnes zu den reinen Gestalten der Geometrie beruht. sondern sind nur der Ausdruck bestimmter allgemeingültiger und notwendiger ideeller Zusammenhänge. Und dennoch bilden die Gegenstände der mathematischen Erkenntnis. überschreitet. sondern nur bestimmten Inhalten ein neuer Charakter begrifflicher Notwendigkeit aufgeprägt wird.. kraft deren wir die mathematische Idee des Dreiecks oder Kreises dem einzelnen anschaulichen Bilde. Art von . aber in beiden Fällen gilt zugleich. in der wir die Erfahrung fortschreitend gemäß den Forderungen des mathematischen Begriffs umgestalten. wie die Unterscheidung. wie die Grenze einzelnen bestimmen. nichts anderes sind als das Ergebnis und der Abschluß einer logischen Arbeit. so läßt sie sich alsbald auf die Objekte der Physik übertragen. In beiden Fällen erhebt sich das momentane sinnliche Bild zu einer neuen logischen Bedeutung und Dauer. absoluter Existenzen.

123.des Inhalts der bloßen Perzeption in die Welt der empirischphysikalischen Massen und Bewegungen. Der betont. insofern er sich selbst nie meinen kann*. Frey tag. nicht selbst etwas Gegebenes ist. die kraft des Denkens begründet und erwiesen werden kann. so würde ja die Wahrheit vom Urteil selbst geradezu gemacht werden. ist keine andere. sondern über sie hinauszuschreiten: so gilt zugleich der umgekehrte Schluß. F r e y t a g Halle 1902. transzendent..O.. mit dem Meinen. Der „Gegenstand" W. 126: „In dieser allgemeinen Überzeugvmg von der objektiven Natur der Wahrheit liegt aber die Transzendenz des Urteils als notwendige Voraussetzung eingeschlossen. wenn er was das Urteil zum Urteil. mit dem Urteilen rein im Gegebenen zu bleiben. jenige. auf der die Setzung jedweder Art von Objektivität beruht. nicht in den gegenwärtigen Empfindungen zu beharren.. S. ist sich selbst transzendent. auf den fortan ein konstanter das Veränderliche bezogen wird: und diese grundlegende Funktion ist es. Jeder Gedanke . um aus ihnen sofort eine völlig andere Konsequenz zu entwickeln. a. hätte es keine Bedeutung. und gewährleistet . wenn es bereits zu seiner ursprünglichen Leistung gehört. ob ich urteile. Transzendenz". zu sinnlosen Sätzen führen. die Erkenntnis zur Erkenntnis macht. . die Erkenntnis gehen ihrem Sinne nach über das Gegebene hinaus. Das Urteil. daß das. als die. sondern etwas. gleichgültig. was es als psychischer Vorgang ist. ** Vgl. Wenn wirklich alles Denken „sich selbst transzendent" ist. Der Realismus und das Transzendenzproblem.\Vir könnten nie etwas meinen. a ist b oder a ist nicht b. als gegenwärtiger psychischer Inhalt betrachtet werden. jedes Urteil 398 .a." Diese Sätze sind völlig zutreffend: aber es bedarf nur einer leichten Änderung der Formulierung. denn alle Versuche. das zu dem Gegebenen hinzukommt. die über das in ihm Gegebene hinausführt. läge all seine Bedeutung in dem. S. das in ihnen Gemeinte ist dem Gegebenen und daher ihnen selbst. sofern sie nur als Gegebenes.. Denn wäre das Urteil nicht transzendent. Hier wie dort wird eingeführt. selbst die in gesetzt der Grundfunktion des Urteils ist**. wenn wir lediglich auf das Gegebene beschränkt wären.. Die . Maßstab Realismus" ist somit allerdings im Recht.. als sie hier gezogen wird. würden zu Tautologien.

336. sinnlichen Wahrnehmung überschreitet. Der metaphysische „Realismus" mißversteht diesen logischen Bedeutungswandel. weil ja im ersten eben das a gemeint wäre. die der methodische Idealismus allein vertrat und forderte. wie sich bereits gezeigt hat. nicht diestehe. daß es jenseits der logischen Grundsätze der Erkenntnis überhaupt Die Abhängigkeit von diesen Grundsätzen. so wenig wird man behaupten wollen. Das Besondere erscheint als Differential.somit genau so viel und genau so wenig transzendent. ist unbedingt zuzugestehen: aber in dieser „Repräsentation" liegt. indem es den Kreis der Empfindung ist als es — überschreitet. das es von denen Gesamtsystem und die Allheit der Glieder umschließt. sondern vielmehr die logische Allgemeingültigkeit der obersten Erkenntnisprinzipien gegenüber. das Urteil ist. mitgesetzt mit- gemeint ist. das tatsächlich als nicht b seiend beurteilt und darum auch so gegeben wäre. seinem Wesen. jenige von irgendwelchen konkreten psychischen Inhalten oder Akten. das würde in sich richtig sein. das tatsächlich als b seiend beurteilt und darum auch gegeben wäre. im zweiten das a. was nicht direkt in ihm selbst liegt*.. Die „Immanenz" im Sinne des Psychologismus muß freilich überwunden werden. das ohne den Hinweis auf sein Integral nicht völlig bestimmt und verständlich ist. das uns über die Erfahrung als hinausführt. 399 . Daß die einzelne gleichsam über sich selbst hinausgreift. Berlin 1906. Vorstellung" alles Gegebene zugleich etwas bedeutet. der Eindrücke tritt nicht eine metaphysische Transzendenz der Dinge. Jedes Einzelglied der Erfahrung besitzt insofern symbolischen Charakter. Uphues ." * Vgl. weil seiner DefiniDer psychologischen Immanenz tion nach unablösbar ist. aber war es. Damit aber ist wiederum die Korrelation von Erkenntnis und Gegenstand im kritischen Sinne zugestanden: denn so sehr das Urteil den bloßen Inhalt der eben gegenwärtigen. um zum Begriff des physikalischen Objekts vorzudringen. als in ihm das Gesamtgesetz. „Ein Jegliches. B. aber eben dieses Objekt selbst gewinnt. daß . hierzu z. S. Kant und seine Vorgänger. kein Moment. indem er ihn als eine Art dinglicher Transsubstantiation auffaßt. seinen Bestand in begrifflichen Re- lationen.

Denn. die mit ihrem Ansich nie in die Erscheinung treten können. was ihrem Schein den Grund . . als es ist. den sie nicht einseitig und wechselseitig ineinander finden können. Heterogenes zu sein. Diese Beziehung ist dazu bestimmt. das hierin liegt. so haben beide sich zuletzt auf Nichts berufen Aber statt daß A und B den Grund der Existenz. ich kann nur bestehen. spricht A. 49. vielmehr den ganzen unselbständigen Schein der Erscheinung. denn das. sagt man: wenn sich Eins hinsichtlich des Grundes seiner Existenz immer nur auf das Andere berufen will. .'* Aber dieses . „muß etwas anderes bedeuten. * S. und B hinwiederum. Das Grundproblem der Erkenntnistheorie. sofern B besteht. was es ist. 400 . vielmehr handelt es sich hier um eine Beziehung zwischen verschiedenen empirischen Inhalten.Andere" braucht darum in keiner Weise etwas sachlich. sofern A besteht. Von den philosophischen Physikern ist es insbesondere F e c h n e r der das Problem. und hat dazu geführt. Das beständige Hinausgreifen über den jeweilig gegebenen Einzelinhalt ist selbst eine Grundfunktion der Erkenntnis. . sei es durch äußeres Wechselwirken. nicht dazu. Hartmann. nun weiter rückwärts in etwas hinter sich zu suchen haben. scharf erfaßt hat. selbständig seiende feste Dinge dahinter anzunehmen. daß wir kraft ihrer von einem gegebenen Anfangspunkt aus das Erfahrungsganze im geregelten Fortgang durchschreiten. so wird hier gefolgert. daß wir es überschreiten.etwas bedeuten soll". so fehlt zuletzt ein Grund für alle Existenz. ist es eben und braucht es darum nicht erst zu bedeuten*. die sich innerhalb des Gebiets der Erkenntnisgegenstände erfüllt und befriedigt. E. die als solche einer gemeinsamen Ordnung angehören. kann leicht dazu führen. allen Erscheinungen überhaupt die eigentliche Existenz abzusprechen und als letzten haltbaren und Halt gewährenden Grund ihrer wechselnden Vielheit an sich bestehende. ich kann nur bestehen. „Daß in der Welt der Erscheinung immer nur Eins mit und durch das Andere bestehen kann. ineinander hineinwerfen oder durch inneres Wirken in sich oder aus sich heraus erzeugen. V.

sondern in einem über die Einzelwahrnehmungen.. die metaphysischen Bestandteile im Begriffe der Materie auszuschalten. braucht den Physiker nicht zu kümmern. Was hinter den Daten des Tastens und Fühlens selbst noch liegen mag. doch kann man untersuchen. nach dessen Grunde man von neuem zu fragen hätte. Über die physikalische ff. das den sinnlich wahrnehmbaren Eigenschaften „zugrunde liegt". auch das eigentümliche logische Moment zu beseitigen. welche das Ding gewährt. S. von dem jede Erscheinung einen Teil verwirklicht*. Cassirer. ihm ist die Handgreiflichkeit selbst das allein Aufzeigbare. 106 f. nicht in etwas Einzelnem. bestimmt er sie durch eben diese Eigenschaften selbst: die Materie des Physikers ist. nichts anderes.und Kern gebe. S. haben sie ihn in der Totalität zu suchen. So wird sie gleich„Handgreiflichen". O. beruht immer nicht in einem unabhängig von den Wahrnehmungen. dem Begriffe die für seine Zwecke erforderliche feste Unterlage zu geben**.. von der sie beide Glieder sind. Im Ganzen hat man allen Grund des Einzelnen zu suchen. Hier hat also der Versuch. und philosophische Atomen- Aufl. was darin . das Ganze ist der Halt und Kern des Ganzen und alles Dessen. Die kritische Auffassung steht Tastgefühl dem — * lehre. Was wir Objektives an einem materiellen Dinge finden können. Erscheinungen rückliegenden dunklen Dinge dahinter. wiederum dazu geführt. Substanzbegriff 26 4Q1 . 111 ** A.. als was sich dem bedeutend mit bemerklich macht. „ganz übereinstimmend mit dem gemeinsten Sprachgebrauche". hinausreichenden solidarisch gesetzlichen Zusammenhang derselben. dahinter noch Anderem." So deutlich und entschieden diese Sätze indessen Abgrenzung zwischen Metaphysik und Physik vollziehen: dennoch zuletzt bei Fechner selbst. Um der Auffassung der Materie als eines völlig unbekannten und unbestimmten Etwas. Fechner. zu entgehen. in der Begriffsbestimmung des Objekts der Physik noch eine innere die so verrät sich Unklarheit. 2.. Leipzig 1864... Einzelerscheinungen. durch Erfahrung Faßbare und weiter Verfolgbare: und dies genügt.. a. nach welchen Regeln sich das Einzelne zum Ganzen fügt und was die letzten Elemente. das für ihn charakteristisch ist.

die unseren unmittelbaren Sinnesempfindungen anhaften. S. weder farbig noch tönend ist. der die Geschichte der Metaphysik aufweist auch alle räumlich-zeitlichen Eigen- — — 402 .zwischen beiden Ansichten mitten inne.) — IV. wie in dem der Kraft oder Energie festgehalten wird. liefert uns niemals die Gegenstände selbst. wie es an sich selbst weder leuchtend noch duftend. Immer mehr Bestimmungen. die zuvor als dem Sein selbst zugehörig galten. Sie definiert das Objekt der Naturwissenschaft durch die Beziehung auf das „Ganze der Erfahrung": aber sie ist sich zugleich bewußt. Der Eindieses naive Vertrauen wird alsbald erschüttert. Wie das Ding frei von all den Besonderungen zu denken ist. der im Begriff der Materie. All unser Wissen. wie unsere körperlichen Organe des Tastens Aber das körperliche Objekt umfassen und umspannen. (S. Begriff des Dinges keinerlei Rätsel und zwar enthält der Schwierigkeiten. sondern er besitzt sie unmittelbar und vermag sie zu ergreifen. druck des Objekts und dieses Objekt selbst treten auseinander: an die Stelle der Identität tritt das Verhältnis der Repräsentation. Der Gedanke braucht nicht allmählich und kraft komplizierter Schlußfolgerungen zu den Dingen vorzudringen. 224 f. Nur durch die Setzung ursprünglicher Relationen. deren keine sich „handgreiflich" gleich einem gegebenen sinnlichen Inhalt aufzeigen läßt. gewinnt es seine Form und Gliederung. so müssen weiterhin in dem bekannten Fortgang. so vollendet es in sich selbst sein mag. und einer der mannigfaltigen Ausdrücke dieser Relationen ist es. die sich im Fortschritt der Erkenntnis immer gefährlicher aufFür die erste naive Wirklichkeitsansicht zurichten drohte. sondern nur Zeichen von ihnen und ihren wechselseitigen Beziehungen. Die Rückführung des Dingbegriffs auf einen obersten Ordnungsbegriff der Erfahrung beseitigt eine Schranke. oben. wandeln sich nunmehr in bloße Ausdrücke des Seins. daß dieses Ganze sich niemals als eine bloße Summe einzelner Sinnesdaten darstellen und begründen läßt.

All das. So ist das geworden ist. was die Metaphysik den Dingen an und für sich als beilegt. heißt ihn zum Objekt umprägen. erweist sich jetzt als ein notwendiges Moment im Prozeß der Eigenschaft 26* 403 . des Gegenstandes. letzte Schranke des Wissens mehr. — . Wie vielfältige und neue Verhältnisse der „Erscheinungen" uns die wissenschaftliche Erfahrung immer kennen lehren mag: die eigentlichen Gegenstände scheinen sich in ihnen nicht sowohl zu enthüllen. der Veränderlichkeit und der Ursächlichkeit von ihm Alles alles Erkennbare. so müssen Verhältnisse. als vielmehr tiefer und tiefer zu verbergen. Wir erkennen somit nicht „die Gegenstände" als wären sie schon zuvor und unabhängig als Gegenstände bestimmt und gegeben sondern wir erkennen gegenständlich. Alle diese Zweifel und Bedenken schwinden indes. kraft dessen es all was ihm zum feststehenden Eigentum ausdrückt und sicherstellt. indem wir ihn aus dem bloßen Stadium der Gegebenheit herausheben und ihm eine — Bedingung bestimmte logische Konstanz und Notwendigkeit verleihen. die als bloßer Stoff vor uns liegt. Alle Skepsis und alle Mystik drängen sich fortan in diesen einen Punkt zusammen. nicht ein dunkles Jenseits. Derselbe Grund. in Wahrheit in jegliche Erkenntnis als unentbehrlicher Faktor und als notwendige eingeht. abgestreift werden. prägt ihnen das Merkmal der Unbegreiflichkeit auf. keine das. Der Begriff des Gegenstandes ist — — . Einen Inhalt erkennen. sondern ein Ausdruck für die Form und den Modus des Begreifens selbst. sobald man sich darauf besinnt. was hier als der unverstandene Rest der Erkenntnis erscheint. daß eben dasjenige. in diesem Sinne genommen. sondern umgekehrt eben das Grundmittel.Schäften. indem wir innerhalb des gleichförmigen Ablaufs der Erfahrungsinhalte bestimmte Abgrenzungen schaffen und bestimmte dauernde Elemente und Verknüpfungszusammenhänge fixieren. tritt in einen eigentümlichen Gegensatz zum absoluten Sein Bekannte. Er bezeichnet den logischen Besitzstand des Wissens selbst. das sich ihm jetzt und für immer entzieht.Ding" nicht mehr die unbekannte Sache.. der uns der Existenz der Dinge versichert. wie die der Mehrheit und der Zahl.

. Die Mannigfaltigkeit der Empfindungen ist der Mannigfaltigkeit der wirklichen 404 . nicht die Mittel. auf denen der Zusammenhang der Erfahrung beruht. das ist nicht die besondere Eigenart des bezeichneten Dinges. Unsere Empfindungen und Vorstellungen sind Zeichen. mit denen erkannt wird. zur Bezeichnung seines Gehalts zuletzt kein anderes Ausdrucksmittel zu finden. die der fortschreitenden gesetzlichen Verknüpfung als allgemeine Richtlinien dienen. Objektivierung. nicht der Gegenstände. deren wir uns hier niemals versichern können. Denn vom Bilde verdort. Je nachdem die ihrem Ziel und Wesen nach einheitliche der Gegenständlichkeit sich mit verschiedenem empirischen Material erfüllt.y auch die Begriff des absoluten Gegenstandes festhält. Aus diesem Zusammenhang heraus erklärt sich erst die eigentümliche Wandelbarkeit. die eine charakteristische und typische Ausprägung der allgemeinen naturwissenschaftlichen Erkenntnislehre darstellt. So vermag denn Naturwissenschaft wo sie am Zeichentheorie Abbilder langt man irgendeine Art von Gleichheit mit dem abgebildeten Objekt. als die rein formalen Beziehungen. Sie bezeichnen nicht sowohl die sachlichen Merkmale. die sich im Inhalt der wissenschaftlichen Objektbegriffe kundtut. in denen es zu anderen gleichartigen steht. die erkannt werden. sondern lediglich eine funkWas in tionale Entsprechung der beiderseitigen Struktur. durch die sie jeweilig Funktion befriedigt wird. entstehen verschiedene Begriffe der physikalischen Realität. die jedoch nur verschiedene Stufen in der Erfüllung ein und derselben fundamentalen Forderung Wahrhaft unveränderlich bleibt lediglich diese darstellen. so erscheinen hier Identität sowohl wie Stetigkeit als Postulate. Besonders prägnant tritt dieser Zug in der Helmholtzschen hervor.dort von der Beharrlichkeit und der im Unterschied von der Wandelbarkeit und der Unterbrechung der Sinneswahrnehmungen. Forderung selbst. gesprochen wird. Das Zeichen dagegen fordert keinerlei sachliche Ähnlichkeit in den Elementen. Wenn stetigen Fortdauer der Gegenstände. als vielmehr die logischen Werkzeuge. sondern die objektiven Verhältnisse. ihm festgehalten wird.

Zeichen von etwas Objektivem". die läßt. die für uns eine Bedingung der Begreiflichkeit der Phänomene ist. die wir unmittelbar auf die Dinge selbst übertragen können*. die somit abgetrennt von dem Ganzen der empirischen Zusammenhänge. nicht seiner Natur nach geändert. die wir ihnen zuerkennen. haben wir damit lediglich eine neue Bezeichnung für die universelle Bedeutung. ist Empfindungen * Helmholtz. die durch sie beglaubigt werden sollen. Handbuch der physiolog. abgesehen von allen besonderen einschränkenden Bedingungen besitzen. 586 ff. in ihrem gesetzmäßigen Zusammenhang. 2. Die Gesetzlichkeit des Realen besagt zuletzt nichts mehr und nichts anderes als die Realität der Gesetze: und diese besteht in der unveränderlichen Gültigkeit. wohl aber die Regeln. Optik. Was wir unzweideutig und als dem in einen Inbegriff feststellen knüpfung dem andern Tatsache ohne hypothetische Unterschiebung finden können. Indem wir die Zusammenhänge.. als G e s e t z e der Dinge aussprechen. 947 f. ö. als vielmehr nur ein doppelter Ausdruck für ein und denselben fundamentalen Sachverhalt geschaffen ist. 405 . auf eine Verhinweist. in seiner isolierten an sich seienden Beschaffenheit. keine Bedeutung mehr besitzt. daß auch in dieser Auffassung nicht sowohl ein gänzlich neuer Inhalt gesetzt. indem wir diese Ausdrucksform wählen. Die Dinglichkeit ist stets nur eine derartige Bestätigungsformel. u. Aufl. Die Gegenstände der Physik. sondern lediglich bekräftigt und in seiner objektiven Wahrheit bestätigt. geschaffen.. das Gesetzliche in der Erscheinung: und diese Gesetzmäßigkeit.Gegenstände derart zugeordnet. die zunächst als bloße Regelmäßigkeiten von erscheinen konnten. Man sieht indessen. die sie für alle Erfahrung. sich in daß jede Verknüpfung. als sie vielmehr objektive Zeichen sind. S. sind daher nicht sowohl . unter denen dieses Wirkliche steht und denen gemäß es sich verändert. Somit erkennen wir kraft unserer Vorstellungen zwar nicht das Wirkliche schlechthin.. ist zugleich die einzige Eigenschaft. die bestimmten begrifflichen Bedingungen und Forderungen genügen. Der bekannte Tatbestand wird.

Braunschweig 1896. sondern sie besteht überhaupt nur in Beziehung auf und hängt ab von der Natur eines zweiten. an dem sie sich äußert. Die Dinge bestehen nach dieser Auffassung für sich. was wir Eigenschaft nennen." so formuliert Helmholtz diese Anschauung. jedes einzelnen beeinträchtigt und verdunkelt. die die Natur Daß wir allein sind. „ist in Wirklichkeit nichts anderes.die Dinge niemals in dem. „Jede Eigenschaft oder Qualität eines Dinges. was sie für sich sondern nur in ihren wechselseitigen Verhältnissen kennen: daß wir nur die Relationen der Beharrung und Veränderung an ihnen festzustellen vermögen.. (Vorträge und Reden. S. S. indem dabei als selbstverständlich vorausgesetzt wird. Wenn aber." Man hat sich auf diese Sätze. als die Fähigkeit desselben. ergibt sich hieraus von selbst. wenn wir das Reagens. Sehens. das ist ihre nennen wir sie natürlich nie allein von der Natur des einen Wirkenden ab- hängen. wir sprechen von ihrer Anziehung gegen die Erde. vgl. A\ifl.. auf andere Dinge gewisse Wirkungen auszuüben. immer eine Beziehung zwischen zwei Dingen betrifft. 589. berufen. die in der realistischen Metaphysik mit ihm verknüpft sind. aber sie werden uns nur in ihrer Wechselwirkung. Eine solche Wirkung nennen wir Eigenschaft. Physiologische Optik». als selbstverständlich im Sinne behalten. Geht man von der Existenz der absoluten Elemente aus. 406 . aller um Ausscheidung ontologischen auf Grund derselben die Bestandteile * Helmholtz. das ist ihr Verhalten gegen Wasser. daß es sich dieser Existenz niemals völlig rein und abgelöst zu bemächtigen vermag. 321). und ebenso mit demselben Recht blau. So sprechen wir von der Löslichkeit einer Substanz. Aber dieser Satz schließt keine der skeptischen Folgerungen mehr in sich. bekannt. so muß es wie ein Mangel des Denkens erscheinen.. auf welches gewirkt wird*. daß es sich nur darum handelt. ihre Wirkung auf ein normales Auge zu bezeichnen. ohne es zu nennen. so kann eine solche Wirkung Schwere. in denen man die treffendste Formulierung des allgemeinen Grundsatzes der Relativität prinzipielle sah. Die neueren Fortschritte in der Theorie des 4.

S.. um es damit zur Einheit zu gestalten. Die Darstellung. die Relativität der Erkenntnis aus der durchgängigen Wechselwirkung der Dinge erklären zu wollen. Es ist von besonderem Interesse zu verfolgen. nach Relationsgedanken * Vgl. da eben diese Wechselwirkung vielmehr nur einer jener ist. sondern erkennt in ihm eine vorausgehende Bedingung für den Begriff des Dinges selbst. wobei diese Elemente selbst doch immer noch als ein dunkler für sich bestehender Kern gedacht sind. Die Begriffe und Theorien dtsch. 131. daß wir stets nur die Beziehungen zwischen Seinselementen denkend erfassen können. 407 . Hierin erst besteht die allgemeinste und radikalste Bedeutung des Relativitätsgedankens. 186 ff. In seiner Schrift über die Einheit des physikalischen Weltbildes hat Planck in einem kurzen Entwurf die allgemeinen Gesichtspunkte bezeichnet. wie diese Grundanschauung innerhalb der modernen Physik selbst allmählich mehr und mehr zu methodischer Klarheit und Schärfe gelangt. denen wir gegenständliche Geltung zusprechen. Die schärfere Fassung des Prinzips der Relativität der Erkenntnis stellt dieses Prinzip nicht als eine bloße Folge aus der allseitigen Wechselwirkung der Dinge hin. Wir erfassen nicht an absoluten Dingen die Verhältnisse. In Wahrheit indessen enthalten auch sie noch ein unverkennbar ontologisches Element. sondern sie bilden den ersten und positiven Grund. der modernen Physik. in welchem der Begriff der Wirklichkeit selbst wurzelt. den wir noch gerade zu erfassen vermögen. Nicht dies ist die Meinung. die aus ihrer Wechselwirkung resultieren. Es bleibt ein Zirkel. Stalle. sondern wir verdichten die Erkenntnis empirischer Zusammenhänge zu Urteilen. sondern daß wir nur durch die Kategorie der Beziehung hindurch zur Kategorie des Dinges gelangen können. liefert hierfür einen charakteristischen Beleg. die die Erkenntnis in das sinnlich Mannigfaltige hineinlegt. Ausg. Leipzig 1901.aus den Naturwissenschaften zu fordern*. Die „relativen" Eigenschaften bedeuten demnach nicht im negativen Sinne den Rest an Dinglichem. die neuerdings ein bedeutender Physiker von dem Fortgang und den allgemeinen Zielen der physikalischen Methodik gegeben hat.

Die Darstellung der Entwicklung der naturwissenschaftlichen Begriffsbildung im vierten Kapitel (vgl. nunmehr als Glieder ein und desselben Gesamtplanes in wechselseitigem Zusammenhang begriffen werden können. Leipzig 1909. Die Empfindung als solche enthält ein Element. so besteht aller weitere diese Bedingtheit mehr und logische Fortschritt darin. um so freudiger begrüße ich es. die vom Standpunkt der Empfindung aus schlechthin unvergleichlich sind. daß der Begriff hier noch unmittelbar den sinnlichen Inhalt der Einzelempfindung wiederzugeben trachtet. mehr abzustreifen. also auf die spezifische physiologische Struktur des menschlichen Organismus in sich schließt. — Bedeutung und seine Notwendigkeit beruht? Hier zeigt es sich nun alsbald.) war bereits vollendet. so daß Gebiete. zu dem diese Darstellung gelangt ist. Mit der individuellen Besonderung der Eindrücke ist auch ihre innere Ungleichartigkeit verschwunden. an Einheit und Geschlossenheit zurück. dem — 408 . um schließlich im idealen Entwurf der Physik gänzlich zu verschwinden: dafür bildet die Geschichte der Naturwissenschaft ein einziges fortlaufendes Beispiel*.denen die stetige Umbildung der physikalischen Theorien die erste Stufe unserer physikalischen Definitionen dadurch gekennzeichnet ist. was sie scheinbar an Inhalt einbüßt. sondern lediglich in einem formalen Moment gegründet sein kann. 217 ff. S. daß durch den philosophischen Teil der Ausführungen Plancks das Ergebnis. auf sich erklärt. Wenn anthropomorphes — . Die Einheit des physikalischen Weltbildes. Welchen Ersatz aber so muß nunmehr gefragt werden bietet zuletzt das wissenschaftliche Weltbild für diese verlorenen Inhalte dar welcher positive Vorzug ist es. gewinnt sie kraft dieses Verzichtes. Hier allein liegt der eigentümliche Wert des wissenschaftlichkonstruktiven Aufbaus: in ihm erscheint durch stetige begriffseine * S. Planck. sofern sie notwendig eine Beziehung auf ein bestimmtes Sinnesorgan. daß der geforderte Ersatz nicht selbst wiederum in einem materialen. Indem die Wissenschaft dem Reichtum und der bunten Mannigfaltigkeit der unmittelbaren Empfindung entsagt. Vortrag. bes. als der Plancksche Vortrag erschien. in allen wesentlichen Punkten bestätigt und von einem anderen Gesichtspunkte her beleuchtetwird. Wie dieses Element ständig zurückgedrängt wird.

und umgekehrt wird und muß jede beobachtbare physikalische Erscheinung in dem Bilde einen ihr Man sieht. Ansicht fremd und beziehungslos nebeneinander reiner diese Je Tendenz sich durchringt.. realistisch" bezeichnen: aber dieser „Realismus" bildet nicht mehr den Gegensatz. Sehen wir genauer zu. Und zusammen. ohne die Das wird in dem zukünftigen anderen zu beeinträchtigen. . jeder ist vielmehr unentbehrlicher Bestandteil des Ganzen und besitzt als solcher eine bestimmte Bedeutung für die beobachtete Natur. sondern viel eher einer Gemäldesammlung.liehe Mittelglieder verbunden." Kennzeichen der echten physikalischen Theorie. mit den Kriterien der empirischen Realität. . sondern das Korrelat zum recht verstandenen logischen Idealismus. Denn die Unabhängigkeit des physikalischen Objekts von allen Besonderheiten der Empfindung stellt zugleich seine Zuordnung zu allgemeingültigen logischen Grundsätzen in helles Licht: nur im Hinblick auf diese Grundsätze der Einheit und Kontinuität der Erkenntnis wird der Inhalt des Objektbegriffs selbst gefunden und festgestellt. wie sie hier entwickelt werden. Einheit in bezug auf alle Einzelzüge des Bildes. so glich das alte System der Physik gar nicht einem einzigen Bild. — — 409 . Einheit in bezug auf alle Forscher. licher Theorie der was Planck als Grundbedingung jegPhysik fordert: der Inbegriff und die Erfüllung aller dieser Forderungen aber ist es zugleich. denn für jede Klasse von Naturerscheinungen hatte man ein besonderes Bild.. Einheit in bezug auf alle Orte und Zeiten. um so vollkommener hat die Forschung ihre Aufgabe erfüllt. physikalischen Weltbild nicht möglich sein. man konnte diese verschiedenen Bilder hingen nicht miteinander eins von ihnen entfernen. wie sie sich aus der erkenntnistheoretischen Analyse ergeben. was den Planck eigentlichen Sinn des Gegenstandsbegriffs ausmacht. völlig zusammenfallen. was in der ersten naiven liegt. daß die genau entsprechenden Platz finden. die bei der Gegebenheit der bloßen Empfindung stehen bleibt als . im Gegensatz darf daher mit Recht seine Grundanschauung zu der phänomenalistischen Ansicht. alle Kulturen" ist es. alle Nationen. Kein einziger Zug desselben wird als unwesentlich fortgelassen werden können..

also nur für dieses selbst und den Umkreis seiner Inhalte gültig? Oder besteht hier eine geheimnisvolle praestabilierte Harmonie zwischen dem Geist und der Wirklichkeit. Das „gemeinsame" Gebiet. Das Problem scheint verschoben. die sich zuvor auf die Empfindungen und Vorstellungen richtete. kraft deren beide notwendig zuletzt in denselben Grundbestimmungen zusammentreffen müssen? Es genügt indessen. Das Ende der Untersuchung scheint uns an denselben Punkt zurückzuführen. an welchem wir zu Anfang standen. Weiter als bis zu diesen allgemeinen Beziehungen vermag der Gedanke nicht zurückzudringen: denn nur in ihnen ist das Denken selbst und ist ein Gedachtes möglich. das Problem in dieser Weise zu fassen. enthüllt sich in ihnen die Natur der Dinge oder sind sie nur die allgemeinen Ausdrucksformen unseres Bewußtseins. daß es einem Typus der Fragestellung angehört. als hätten wir uns mit dieser Antwort im Zirkel bewegt. aber nicht gelöst: denn der Gegensatz des Subjektiven und Objektiven besteht noch immer in gleicher Schärfe fort. Subjektivität und Objektivität der Relationsbegriffe. der durch das Ergebnis der vorangehenden Untersuchung prinzipiell überwunden ist.Siebentes Kapitel. Die Analysis der Erkenntnis endet in bestimmten Grunddenen der inhaltliche Bestand aller Erfahrung beruht. Und dennoch kann es scheinen. um alsbald zu bemerken. auf 410 . Sind sie ein Bestandteil des Seins oder sind sie bloße Gebilde des Denkens. Auch die reinen Relationen unterliegen derselben Frage. in dem der Gegensatz von Denken relationen.

würde eine deutliche petitio principii in sich schließen: denn das .und Sein ausgelöscht sein soll. Die Analyse lehrt uns mit unzweideutiger Bestimmtheit. Woher" ist selbst nichts anderes als eine bestimmte Form der logischen Beziehung. besteht allerdings: aber es kann nicht mehr in einem absoluten Urgrund aller Dinge überhaupt. Jede Frage nach dieser Entstehung. jedeZurückführung der Grundformen auf eine Wirksamkeit der Dinge oder auf eine Betätigungsweise des Geistes. Diese Formen selbst bilden ein sondern lediglich Funktionsformen System von Bedingungen: und nur relativ zu diesem System erhalten alle Aussagen über den Gegenstand. noch woher sie ihre Entstehung ableiten. Die gleiche Betrachtungs\yeise aber erstreckt sich unmittelbar auf das Bewußtsein selbst: ohne eine zeitliche Folge und Ordnung von Inhalten. sie zu bestimmten Einheiten zusammenzufassen und sie wiederum in unterschiedene Vielheiten auseinanderzulegen. relativ konstante Bestände von relativ veränderlichen zu scheiden.. die in ihr und durch sie feststellbar ist. was sie ihrem logischen Sinne nach sind. wie des . mit ihrer Hilfe und unter der Anleitung der Erfahrung der — 411 . Es gibt keine Objektivität. w i e sie sich zusammenfügen. ohne die Möglichkeit endlich. über Objekt und Subjekt einen verständlichen Sinn.. der Causalität und Wechselwirkung stünde: alle diese Bestimmungen sind nur die letzten Invarianten der Erfahrung selbst und somit aller Wirklichkeit. wie über das Ich. aber sie zeigt uns niemals. besitzt der Gedanke des Ich keine angebbare Bedeutung und Anwendung. Man kann. in den allgemeingültigen der rationalen und empirischen Erkenntnis gesucht werden. die außerhalb des Rahmens der Zahl und Größe. so entfällt jegliche Frage nach festgefügtes der Kausalität der Relationen überhaupt. nachdem diese Relationen in ihrer Bedeutung „feststehen". Seins". daß alle diese Relationsformen in den Begriff des . ohne die Möglichkeit. Ist einmal die Kausalität als Relation verstanden und eingeordnet.. nicht in welcher Weise und von welchen Anfängen aus sie geworden sind. Ihnen gegenüber läßt sich nur noch fragen. Denkens" eingehen. der Beharrung und Veränderlichkeit.

306 ff. II. F. auf psychische oder physische „Grundkräfte" zurückführen zu wollen. die wir an der „Materie" der Erkenntnis festhalten können. das hier vorliegt. S. 1906. Diese unlösliche logische Correlation widerstreitet jedem Versuch. denen sie gegenübersteht: sie besteht nur als Reihenglied und kann nur als solches wahrhaft gedacht werden. S. Erkenntnis. ob. 154 ff.Entstehung der besonderen Objekte und Vorgänge nachgehen: dagegen ist es ein hoffnungsloses Beginnen. daß man beiden einen verschiedenen Ursprung im absoluten Sein zuweist. 1907. (bes. kommt ihr lediglich relativ zu irgendeiner und somit zu einem formalen Reihenbegriff zu. die man als für sich seiend und wirksam annimmt. Lpz. jetzt besonders: G. sondern gänzlich ins Leere führen**. Mythenbildung und 412 . das Verhältnis. 91 Größenkonstanten s. den des anderen dagegen in der Einheit des Bewußtseins sucht*. Dasein" mehr übrig. hierzu sowie die Darstellung bei kenntnistheorie u. 1. Die materiale Besonderung der empirischen Inhalte kann daher niemals zum Beweis für die Abhängigkeit aller Damit möglichen Ordnung Der philosophische i e h 1 . R &iticismu8 285 ff. Das Absehen von dieser Fundamentalbedingung würde nicht nur eine größere oder geringere . indem man etwa den Ursprung des einen Faktors in den „Dingen". sie selbst. Die Materie ist stets nur in Bezug auf die Form. so bleibt für beide kein . zum Problem der Lipps. Denn alle Bestimmtheit. Die einzelne qualitativ besondere Empfindung empfängt ihre Eigenart erst durch die Unterscheidung von anderen bewußten Inhalten. — entfällt zugleich die Möglichkeit.. hrz.. ** Vgl. S. Sieht man von dieser Zuordnung ab. auf weiter zurückliegende Anfänge. gleich einer entstehenden und vergehenden empirischen Existenz. — Beiträge zur Er- — 98. Zum Folgenden vgl. m. die „Materie" der Erkenntnis von ihrer „Form" derart zu sondern. Methodenlehre. Kritik dieser Schrift: Kant Studien XIV. Lpz. wie andererseits die Form nur in Beziehung auf die Materie gilt. nach dessen Grund und Ursprung sich fragen ließe.) Hönigswald. durch zwei getrennte ursächliche Faktoren zu erklären. Vgl. S. Unbestimmtheit" ihres Inhalts zur Folge haben.

Inwiefern diese Konstanten aber mehr als die empirische Realität der Erfahrungsobjekte selbst bezeugen. daß es zum Aufbau der Erfahrung und zur Konstituierung ihres Objekts nicht genügt. Vielmehr scheint er Wenn 395 f). Bringen wir sie auf ihren reinsten wissenschaftlichen Ausdruck. inwiefern sie etwas über ihre absoluten Grundlagen enthüllen sollen. in denen wir uns die 413 . Diese Begrenzung aber ist Besonderung die seine wahrhafte „Idealität'* ausmacht: eine Idealität. durch die keine korrelative Zuordnung zu den Vorstellungen und Denkakten der psychologischen Individuen. in Nichts zerrinnt: so ist doch der alte Gegensatz des .. indessen dieser Herkunft sich aufs neue hervorzudrängen.. fixierte Größenwert bleibt also stets in dem Umkreis desjenigen Seinsbegriffs. welche Formen des Urteils und des beziehenden Denkens es sind. die als solche unleugbar besteht. die Frage nach der metaphysischen Bedingungen sich als ein Mißverständnis erweist. der durch die allgemeinen Grundsätze der Mathematik bezeichnet und umgrenzt wird. die nur durch die experimentelle Beobachtung sich ermitteln lassen. (S. so besagt sie zuletzt nichts anderes. es.Gegenstandserkenntnis von einem schlechthin . ist nichts anderes als ein Charakteristikum der Erkenntnis selbst. welche spezifischen Erkenntnismittel. ist nicht ersichtlich. sobald man fragt. wenn das Problem. ob. Denn die eines Gesetzes setzt doch eben dieses Gesetz selbst voraus und ist nur in Beziehung darauf verständlich: der einzelne. als die Feststellung. sondern daß es hierzu zugleich der Kenntnis besonderer Konstanten bedarf. Subjektiven" und „Objektiven" hier noch nicht in jedem Sinne geschlichtet und überwunden. sondern zu den allgemeinen Prinzipien und Bedingungen der wissenschaftlichen Wahrheit behauptet und festgestellt werden soll. bei allgemeinen der Verknüpfung. ob sie aus dem Geist oder aus den Dingen oder aus einer Wechselwirkung beider abzuleiten sind. S. durch welches ihr Begriff sich erst vollendet. transzendenten" Bestimmungsgrunde angeführt werden: denn diese Bestimmtheit. bei universellen des Naturgeschehens stehen Regeln Gleichungen zu bleiben.

Bolzanos * S. der zu zählen verstünde*. an sich zeitlose Geltung der ideellen Grundsätze zeit- lich. wie sie gemäß einer strengen und notwendigen Abfolge aus einander hervorgehen und somit ein ideales Ganze der Bestimmung ausmachen: dies läßt sich vollkommen ableiten und zur Darstellung bringen. was sie selbst wenn es nichts gäbe. was gezählt werden kann. zu vergegenwärtigen vermögen. Ausg. auch diese Frage völlig auszuschalten und abzuweisen. Die Wahrheiten der reinen Zahlenlehre würden bleiben. sind noch irgend jemand. In solcher äußersten Prägnanz vollzieht sich die Abkehr von jeder bloß psychologischen Begründung bei den eigentlichen Klassikern sein — Sie alle neigen jenem Gedanken zu. der hier als zu Recht bestehend behauptet wird. sie knüpfen die Geltung bestimmter Schlußsätze an die Geltung bestimmter Obersätze.) 414 . im tatsächlichen empirischen Erlebnis. 21 f. seinen paradoxen Ausdruck in Conception eines Reiches der „Sätze und Wahrheiten an sich" gefunden hat. S. ob sich in der Welt der empirischen Dinge konkrete Beispiele dieser abstrakten Zusammenhänge finden lassen. ohne darauf Rücksicht zu nehmen. II.. ob es Individuen gibt. Mitteilungen aus Leibnizens ungedruckton Schriften. Der „Bestand" der Wahrheiten ist logisch unabhängig von der Tatsache ihres Gedachtwerdens. um der Strenge und Reinheit der logischen Begründung willen. Leibniz. Sie stellen lediglich hypothetische Systeme von Folgerungen dar. ja ohne irgend danach zu fragen. Was etwa die Sätze der reinen Geometrie bedeuten. Man kann sich versucht fühlen. Die „ewigen Wahrheiten" so erklärt bereits L e i b n i z im engsten gelten völlig unabhängig von jeglichem an Piaton Anschluß Tatbestand der Wirklichkeit. in denen wir uns den Gehalt dieser Sätze zur anschaulichen oder begriffGleichviel ob diese Akte in den lichen Vorstellung bringen. Lpz. in deren aktuellem Denken der Übergang von den Prämissen zu den Folgerungen. tatsächlich jemals vollzogen worden ist. 504 f. Lpz. m. 1904 ff. der des Idealismus. 1893 S. Juris et aequi elementa (M o 1 1 a t .reine. ohne daß wir auf die psychologischen Akte zurückgehen. von Leibniz' Hauptschriften zur Grundlegung der Philosophie. wie immer er auch beschaffen — — möge. vgl.

das wir diesen Objekten beilegen.verschiedenen artig sind Individuen verschieden oder ob sie gleicheine konstante Beschaffenheit darbieten: in keinem Falle ist es d i e s e Beschaffenheit. die wir meinen. mit denen es die allgemeine Mannigfaltigkeitslehre zu tun hat. aus denen und somit Erweiterung Mathematik. wenn wir von den Objekten der Geometrie. die bevölkert ist von Ideen. die deren Begriff erst seinem ganzen Umfang nach darstellen. . von Sätzen.es gibt eine Welt. die hier den Gegenstand der Betrachtung bilden. — — 415 . sind echte und vollgültige Objekte der Mathematik. kausalen Zusammenhang im Gebiete des Denkens. in welchen intellektuellen Prozessen wir uns die Bedeutung der unendlichen Inbegriffe. bedeutet keinerlei zeitliche Wirklichkeit.Man nenne es wie man will" so spricht sich ein moderner Vertreter der mathematischen Logik aus . Da ferner alle Eigenschaften dieser Inbegriffe durch ihren ursprünglichen Begriff feststehen und ihnen in notwendiger und unabänderlicher Weise zukommen. von den Linien. Flächen und Winkeln sprechen.. Die Gebilde. Diese Welt ist nicht das Produkt. ohne auf die komplexe und schwierige psychologische Nebenfrage einzugehen. sondern die Beute des Gedankens: denn die Wesenheiten. Der systematische Aufbau dieser Gebilde aber läßt sich vollständig entwickeln und darlegen. von Relationen und Abhängigkeiten. sondern das Objekt. die sich auf ihn stützt. sondern lediglich ihr wechselseitiges B e stimmt-Sein: es besagt die objektive Abhängigkeit im nicht irgendeinen tatsächlichen Bereich des Gedachten. so bleibt hier für irgendwelche willkürliche Betätigung des Denkens keinerlei Raum übrig: vielmehr geht das Denken ganz in seinem Gegenstand auf und wird durch ihn bestimmt und geleitet. die in endloser Verschiedenheit und Mannigfaltigkeit vom Einfachsten beginnen und bis zum Verwickeltsten aufsteigen. Das „Sein". Es ist insbesondere die moderne der die diesen Sachverhalt zu voller Klarheit gebracht hat und die damit der logischen Theorie. von neuem den Boden bereitet hat. nicht das Geschöpf. vergegenwärtigen. wie sie irgendwelchen konkreten physischen oder psychischen Inhalten eignet. von Inbegriffen..

. der allgemeinen matheDie matischen Zusammenhänge muß unangetastet bleiben: und diese Notwendigkeit bildet in der Tat eine eigentümliche Wesenheit. nicht in übertragenem. aufs schärfste das Problem. Keyser. das hier vorliegt. wie die sinnliche Wirklichkeit. der des Seins aus. für welchen es festgestellt wird und beDie zeichnet somit einen empirisch -einmaligen Tatbestand. New York Mathematics -^ a Lecture delivered at Columbia 1907 S. ihre innere ontologische — — Denken Struktur macht den wesentlichen Charakter und die Substanz der Logik als einer unabhängigen und außerpersönlichen Form Wie der Astronom. der der psychologischen Tätigkeit des Denkens als schlechthin bindende Norm gegenübersteht. in denen Frage nach den intellektuellen Operationen.. Notwendigkeiten können nicht einfach beschrieben. so schreitet der Geist des Mathematikers.*" Diese Sätze umgrenzen. J.wie etwa die wahren Sätze sind so wenig sie besteht identisch mit dem dieser Wesenheiten. Notwendigkeit exakten gefunden" werden: denn alles bloß Vorgefundene gilt eben nur für den Moment. Umversity. Geologe oder irgend ein anderer Naturforscher die Welt der Sinne in seiner Betrachtung durchmißt. als diejenigen. der Physiker. sowohl nach der positiven wie nach der negativen Seite hin. Die Verfassung dieser außerpersönlichen W^elt. sondern in wörtlichem Sinne im Universum der Logik vorwärts. Aber steht dieser Gehalt in Wahrheit auf derselben Stufe. wie der Wein identisch ist mit dem Trinken des Weines. von der wir lediglich empirisch Kenntnis zu erhalten vermögen? Sind die „Tatsachen" des Mathematikers nichts anderes und wollen sie nichts mehr bedeuten. die jede derartige unmittelbare Gleichsetzung der und der rein beschreibenden Methoden endgültig verbietet. nicht schlechthin als solche . Abhängigkeiten. so erforscht er alle Höhen und Tiefen nach neuen Tatsachen: nach Ideen. einen objektiven Gehalt. vor. * C. Klassen. 25 f. . Verwandtschaften. 416 . die etwa der vergleichende Anatom und Zoologe in der Beschreibung und Vergleichung verschiedenartiger körperlicher Strukturen feststellt? Gerade die Logik der Mathematik und der mathematischen Physik ist es.

Denn der Gehalt reiner Beziehungen läßt sich niemals in bloßen sinnlichen Impressionen darstellen: die Gleichheit oder Ungleichheit. Wein und Trinken sind einander nicht in eindeutiger Weise zugeordnet. Diese Art der Aneignung aber versagt. s. der aus der Analyse des Gehalts der wissenschaftlichen Grundsätze gewonnen wurde. daher jetzt von dem Begriff der . wie andererseits der Bestand der Wahrheit nur kraft dieser Akte und durch ihre Vermittlung Gegenstand — — gebracht werden kann. Diese Operationen dürfen uns freilich mit dem.. niemals unterschiedslos verschmelzen: die Gesetzlichkeit des Erkannten ist mit der des Erkennens nicht gleichbedeutend. Die allgemeine Charakteristik des Gegenstands. das hier entscheidend hervortritt. sofern sie zwei verschiedene Aspekte eines allgemeinen Problems darstellen. Subjektivität" in einem neuen Sinne zu bestimmen.jene Notwendigkeiten erfaßt werden. die er sich gleichsam gegenüberstellt. um ihn zu erfassen und innerlich nachzubilden. was gesehen oder getastet wird*. Solange der Gegenstand noch schlechthin das „Ding" in der gewöhnlichen Bedeutung des naiven Dogmatismus war: so lange mochte ein einzelner . Cassirer. den Begriff der . Überall zum Bewußtsein Es gilt * Näheres hrz. kraft deren wir zu seiner Kenntnis gelangen.. nachdem einmal die Geltung bestimmter logischer Relationen als notwendige Bedingung und als der eigentliche Kern des Gegenstandsbegriffs festgestellt ist. drängt sich daher hier von neuem hervor. enthält zugleich implicit die allgemeine Antwort auf die Frage. Dennoch aber bleiben beide Gesetzlichkeiten auf einander bezogen. Ein Moment ist es vor allem. Eindruck" oder eine bloße Summe derartiger Eindrücke genügen. Objektivität" aus. die sich ergab. was durch sie erkannt wird. als zwischen dem Wein und dem Trinken des Weins. VIII. Cap. die Identität oder Verschiedenheit des Gesehenen und Getasteten ist nicht selbst etwas. welcher Art die gedanklichen Mittel und Verfahrungsweisen sind. Substanzbegriff 27 417 . So besteht zwischen dem und der O p e rat i n des Denkens in der Tat ein tieferes und intimeres Wechselverhältnis. wohl aber zielt jeder reine Erkenntnisakt auf eine objektive Wahrheit hin..

. können wir uns nach dieser Gesamtanschauung nicht anders verdeutlichen. Den Gedanken des Dinges als eines Komplexes sinnlicher Eigenschaften mag man sich immerhin dadurch entstanden denken. Aber diese „gene- — — tische" Ansicht der Erkenntnis bildet jetzt keinen Gegensatz Denn eines dauernden Bestandes. in der allein der Begriff des logischen Zusammenhangs und damit der Begriff der logischen Wahrheit einen zureichenden Ausdruck findet. die ihm unabhängig von jedem besonderen zeitlich begrenzten Denkakt ein für alle Mal zukommt. 418 4 . Beide Momente bestimmen erst in ihrer DurchDas dringung den vollständigen Begriff der Erkenntnis. um sich überhaupt psychologisch bezeichnen zu lassen. daß diese Eigenschaften für sich wahrgenommen werden und vermöge eines automatischen Mechanismus der „Association" wie von selbst zusammenfließen: der Gedanke der notwendigen Verknüpfung aber bedarf. die sich im Begriff des Erkenntnisobjekts zur Einheit zusammenschließen. daß jedes Wissen gleichsam ein statisches und ein dynamisches Motiv in sich birgt und erst in dieser Es verwirklicht sich Vereinigung seinen Begriff vollendet. den Hinweis auf eine selbständige Tätigkeit des Bewußtseins. auf die hier zurückgegangen die wird.muß hier von der passiven Empfindung auf die Aktivität des Urteils zurückgegangen werden. sondern streng geregelte und gebundene Tätigkeit. und somit zugleich der Gehalt des „Seins" von neuem gleichsam in Fluß zu geraten: denn was eine bestimmte Wahrheit „ist". stehenden und bleibenden" Geltungsbereichs objektiv notwendiger Beziehungen. Ganze [unserer intellektuellen Operationen ist gerichtet und gespannt auf die Idee eines . ist selbst nicht willkürliche. des Denkens. So zeigt sich. Die funktionale Betätigung des Denkens verlangt und findet ihren Halt in einer idealen mehr zu der Forderung Tätigkeit Struktur des Gedachten. Freilich scheint damit der Gehalt der Wahrheit. indem wir sie aus ihren einzelnen Bedingungen vor uns entstehen lassen. Der gesetzmäßige Fortschritt im Urteil ist das Korrelat des gesetzmäßigen Zusammenhangs der Beziehungen. als dadurch. daß wir sie gedanklich nacherzeugen.

wie andererseits dieser Bestand sich nicht anders als in Akten des Wissens belegen und zum Verständnis bringen läßt. während andererseits die Konstanz nur an der zum Bewußtsein kommen kann. Je nachdem wir unseren Standort an dem gedachten Grenzwert selbst oder aber innerhalb der Reihe und ihres Fortgangs wählen. so ist. unter den „logischen Konstanten''. in keiner Weise mitenthalten. stellen wir das Ganze ihrer Definitionen. Zergliedern wir das ideale Gefüge der Mathematik. Auf der einen Seite wird die reine Objektivität des Logischen und Mathematischen dadurch aufrecht zu erhalten gesucht. ergibt sich uns. die auf diese Weise zuletzt übrig bleiben. daß wir sie selbst konvergierend denken. Diese gegen eine ideelle Grenze . der nicht auf irgendeinen festen Gehalt von Beziehungen. Die Veränderung zielt auf eine ab. wie man betont. die successiv durchlaufen werden muß. als seinen eigentlichen Gegenstand. der durch weiter wir in ihr fortgehen. also eine verschiedene Auffassung. er ist vielmehr zu jenen „gänzlich bedeutungslosen" Konzepsie. An diesem Punkte scheiden sich am deutlichsten die allgemeinen Tendenzen. die die erkenntnistheoretische Diskussion der Gegenwart beherrschen. der Begriff eines denkenden Subjekts. Es gibt keinen Akt des Wissens. gerichtet wäre.nur in einer Aufeinanderfolge logischer Akte. damit wir uns der Soll aber diese Regel ihres Fortschrittes bewußt werden. gefaßt und als Ausdruck eines Reihe selbst als Einheit Sachverhalts genommen werden.ist" und besteht in eindeutiger Bestimmtheit. daß man sich prinzipiell jeder Beziehung auf das Denken und den „denkenden Geist" begiebt. in einer Reihe.. ihrer Axiome und Lehrsätze klar und vollständig heraus. als vermittels der einzelnen gesetzlichen Veränderung Reihenglieder und ihrer erreichbar ist. Dieser Begriff gehört demnach nicht dem Gebiet der reinen Logik und Mathematik selbst an. dieser gesamte Zusammenhang gegeben wäre. je identischen Grenze Konstanz Veränderung dem 27* 419 . wenngleich sie für uns nicht anders. wobei indes jeder der beiden Aspekte den anderen zu seiner Ergänzung verlangt und herbeiruft. immer schärfer und genauer bezeichnet wird: so ist hierfür erforderlich.

Zwei" ist kein rein geistiges Ding. sie nur receptiv als gegebenen Stoff empfängt.. 420 . hat ein bestimmtes Sein und dieses Sein ist die Vorbedingung dafür. 33. dieses Ganze hier seinen Sinn und Gehalt erst vom Ganzen: aber läßt sich niemals wie ein ruhendes Objekt der Anschauung auf einmal vergegenwärtigen. Die Zahl .. a. O. Dennoch tritt die Differenz zwischen beiden alsbald wieder scharf hervor. * Vgl.. um Täuschung selben — Principles of Mathematics I. Sinne entdeckt werden. wie es gemäß der gewöhnlichen Auffassung der Sinn in der Wahrnehmung sinnlicher Objekte ist**. ** s 8e 1 1 . Er ist in der Erkenntnis eines bestimmten Zusammenhangs von Schlußfolgerungen so völlig passiv. 451. der Logik und Mathematik allein zu gelangen vermögen. 427. sondern muß. a. S. Nicht die Zahl. sondern eine Wesenheit. so f ar at loast as to reduce the whole of its propositiona to certain fundamental notions of logic. § 37. zu denen wir innerhalb des Umkreises. Russell. Was immer den Gegenstand unseres Denkens bildet. Objektivität" der reinen Begriffe und Wahrheiten wird demnach mit der der physischen Einzeldinge völlig auf eine Stufe gestellt." Die . S. sofern es nicht bloße — — Die Arithmetik muß genau in demsein soll. sondern allenfalls die Zahlen Das Einzelne erhält bilden eine wahrhafte „Wesenheit". a. daß der Geist. 4: PhiloWhat does it mean ? Mathematics in the Mathematics past weis unable to answer. and Philosophy answered by introducing the totally irrelevant notion of mind. O. sondern stets nur relative „Gegenstände" sind. a. daß es nicht absolute. The : sophy asks of Ru * Russell. sobald man sich vergegenwärtigt. wo immer er diese Wahrheiten ergreift. Alles Erkennen ist nichts als ein Anerkennen. die erst durch die Vermittlung der Philosophie in die Wissenschaften eingedrungen sind*. Damit entfällt auch jede nähere Beziehung der ideellen Wahrheiten der Mathematik und Logik zur Aktivität des Denkens: vielmehr wird ausdrücklich hervorgehoben. But now Mathematics is able to answer. § S. als Columbus West-Indien entdeckte und wir schaffen die Zahlen so wenig. nicht aber selbst ein Ergebnis des Denkens***. . daß es gedacht wird. die den Gegenstand unseres Denkens bilden kann. als er die Indianer erschuf.tionen zu rechnen.

als in der Gleichsetzung der Begriffe . hier also eine Bewegung des Denkens erfordert. reine Logik" geführt wird. Mitten im Akt des Produzierens hebt sich für den halten er sich Gedanken ein bleibendes logisches Produkt heraus. Zahlenreihe als Reihe aufzufassen und sie damit erst in ihrem systematischen Wesen zu durchdringen. Wird diese Grundbeziehung nicht vollständig erfaßt. sondern nach konstanten Regeln erfolgt. Die . wenn anders er in sich selbst Sicherheit und Bestimmtheit gewinnen soll. Schon der Begriff des Nutzens selbst widerstrebt jedem 421 . sondern das notwendige Korrelat derjenigen — „Objektivität". die ihm allein erreichbar ist. Wahrheit" und „Nützlichkeit": soweit dürfte man ihn getrost dem allgemeinen Schicksal philosophischer Schlagworte überlassen. Was zur Verteidigung dieser Ansicht vorgebracht worden ist.. der von Seiten des . so muß sich alsbald ein Rückschlag einstellen. sondern stets einer Mannigfaltigkeit derartiger Akte. Die Tätigkeit selbst ist es somit. Aus diesem allgemeinen Motiv heraus läßt sich vielleicht am ehesten der Kampf verstehen.. Pragmatismus" gegen die . wie man ihn etwa für die Wahrnehmung eines besonderen Sinnendinges als genügend ansieht.. hält sich fast ausschließlich im Bereich des rhetorisch-polemischen Stils und zerfällt. Immer wird ist. sofern bewußt wird. es in die nüchterne Sprache der logischen Begründung zu übertragen. bedarf es nicht nur eines einzelnen apperceptiven Aktes. daß dieser Akt selbst nicht willkürlich vor sich geht. wird einseitig nur ein einzelnes Moment von ihr betont. aus der die Anerkennung eines dauernden Bestandes von Wahrheiten quillt. im Gesetz seines Aufbaus Um die erfaßt und durch dieses Gesetz bestimmt werden. Soweit freilich der Pragmatismus in nichts anderem besteht.wahrhaft übersehen zu werden. die einander wechselweise bedingen.. denen er sich nicht zu entziehen vermag. der nunmehr die Konstanz des Logischen selbst gefährdet. Spontaneität" des Denkens bildet somit nicht den Gegensatz. sobald man versucht. die jedoch kein bloßer Wechsel von Vorstellungen sondern in der vielmehr das einmal Erreichte festgeund zum Ausgangspunkt neuer Entwicklungen gemacht wird.

S. so bleibt gerade das entscheidende Problem. da diese vielmehr auf die Ausschaltung aller rein „anthropomorphen" Elemente des Weltbildes gerichtet ist. das zwischen den objektiv-gültigen Sätzen der Wissenschaft und zwischen der Aktivität des Denkens anzunehmen ist. ob.. die der Pragmatismus insbesondere durch Dewey und seine Schule erhalten hat. wie sich bei näherer Prüfung ergibt.psychisches Subjekt mit einer gleichbleibenden Organisation gesetzt. in der nicht beliebig aus Jeglichem Jegliches hervorgeht. das sich unter Bedingungen. so ist wiederum ein konstantes physisch .407ff. in Bezug auf welche der Nutzen festgestellt und gemessen wird. entwickelt. Hier ist das Problem zum mindesten von jenen Unklarheiten und Zweideutigkeiten befreit.) Indessen treffen freilich derartige Erwägungen nicht die und subtilere Fassung.Tuns" geworden. (S. Gilt das Erstere. mit denen es in der populären philowie sophischen Diskussion behaftet bleibt. Es handelt sich nunmehr klar hervortritt um das Verhältnis. Denn das Denken selbst ist hier. bald ist es irgendeine gemeinsame gattungsmäßige Struktur des Menschen.Versuch einer scharfen Begrenzung: denn bald ist es das einzelne Individuum mit seinen besonderen Wünschen und Neigungen. 350 f. der abgeleitet werden sollte. in Wahrheit bereits vorweggenommen. der reine und vollgültige Ausdruck des . es ist somit der gesamte Begriff des Seins. die Möglichkeit exakter wissenschaftlicher Erkenntnis ungelöst: aus individuellen Gefühlen und Trieben baut sich so wenig wie aus individuellen Empfindungen eine Wissenschaft der Natur auf. des „Nützlich-Seins" verständlich und anwendbar. sondern in der bestimmte Erfolge an bestimmte Voraussetzungen gebunden sind: nur innerhalb des Seins und innerhalb einer eindeutigen Ordnung des Geschehens ist der Gesichtspunkt (Vgl. S. „Nützlichkeit" selbst gibt es nur in einer Welt. weil es notwendig auf die Erreichung eines äußeren Zweckes gerichtet wäre. unser Untersuchen und Prüfen nicht. denen selbst eine objektive Regelmäßigkeit zukommt. „Praktisch" heißt unser Folgern und Schließen. sondern lediglich feinere — — 422 .) Soll dagegen das Zweite gelten.

daß sie ideelle Ordnungen ausdrücken. hrz. Wir können ein Urteil niemals direkt den einzelnen äußeren Gegenständen gegenüberstellen und es mit diesen. sondern dadurch. für die fortschreitende Vereinheitlichung des Mannigfaltigen leistet. die anfänglich auseinanderliegenden sinnlichen Daten gedanklich zu organisieren und in sich einstimmig zu gestalten*. nicht indem ein besonderes Chicago 1903). Die Wahrheit irgendeines dem Einheit Gedachten Einzelsatzes läßt sich nur danach bemessen. die von D e w e y herausgegebenen . die die Physik setzt und behauptet. als für sich gegebenen Dingen. wie sie stets aufs neue betont.in ist. daß sie Abbilder an sich vorhandener Wirklichkeiten sind. sondern er sich im Prozeß des Denkens selbst bewährt und zu neuen fruchtbaren Folgerungen hinleitet. . Jede Hypo- these des Wissens besitzt ihr Recht lediglich im Hinblick auf diese fundamentale Aufgabe: sie gilt in dem Maße. Vol. die er in der Richtung auf alles die fortschreitende Vereinheitlichung entfaltet. vergleichen. nicht weil er mit einer festen Realität jenseit Lösung weil Denkens und aller Denkbarkeit übereinstimmt..Wahr" heißt uns ein Satz. * Vgl. die es im Aufbau und in der Deutung der Gesamtheit der Erfahrungen erfüllt. Sie werden begründet. Seine eigentliche Rechtfertigung ist die Wirksamkeit. sinnliches Sein aufgewiesen wird. Auffassung der Erkenntnis und ihres wird indessen durch alle diese Ausführungen nicht getroffen: denn in ihnen ist nur ein Gedanke fortgesponnen.Studies in Logical Theory" (The Decennial Publications of the University of Chicago. was er für die dieser Grundaufgabe des Wissens. den sie selbst von ihren ersten Anfängen an anerkennt und zugrunde legt. 423 . alles Sinne. die den Zusammenhang der Erfahrungen herstellen und verbürgen. III. als es ihr gelingt. First series. nicht dadurch ihre Wahrheit. reichen über diesen Sinn der Ord- Die kritische Verhältnisses zum Gegenstand nungsbegriffe nicht hinaus. Auch für sie empfangen die Regriffe. Die „Realitäten". sondern wir können stets nur nach der Funktion fragen.. daß es die die als letztes Ziel beständig vor uns steht und unserem Erkennen die Richtung weist.

Unsere Ideen müssen. sondern allenfalls eineWeiterführung der Gedanken. Prakgerung bisweilen in aller Klarheit zutage. 217 ff. 209 ff. der hier theoretischen Mitteln verfolgt wird. die der Pragmatismus an ihn zu knüpfen pflegt." Es ist klar. So ist etwa die hundertste Dezimalstelle der Zahl n ideell voraus bestimmt. So sehr man die . Was also hier geleistet ist. In der Tat tritt diese Foldurch alle Zweideutigkeiten im Begriff des . so gibt es einen „ideellen Zwang". mit den Realitäten übereinstimmen: mögen diese Realitäten nun konkret oder abstrakt.. wenn sie nicht endlosem Selbstwiderspruch und endloser Täuschung anheimfallen sollen. instrumentale" Bedeutung der wissenschaftlichen Hypothesen zugestehen und betonen mag: so handelt es sich doch hier ersichtlich um ein rein theoretisches Ziel. James. . mögen sie Tatsachen oder Prinzipien sein*. die dem Fortgang der Erkenntnis die Richtung weisen. Die Anerkennung dieses Sachverhalts aber (S. 424 Pragmatism. als der Wille zum Logischen selbst: nicht irgendwelche individuellen Bedürfnisse. die von einem Subjekt zum andern wechseln. S.. daß unser Erkennen einem doppelten Zwange unterliegt: wie wir in unserem Tatsachenwissen an die Beschaffenheit unserer sinnlichen Eindrücke gebunden sind. ob. logischen Wahrheitskriteriums unterscheidet: beides sind nur verschiedene Ausdrücke derselben Sache. . S. das mit rein Der Wille.) schließt nichts von den Folgerungen ein. sondern indem sie als Mittel der strengen Verknüpfung. mag auch niemand sie tatsächlich ausgerechnet haben. der unser Denken im Gebiet der reinen Logik und Mathematik bestimmt. Nicht eine — — James . ist nichts anderes. seine Befriedigung finden soll.das ihnen „entspricht".. tischen" hindurch selbst betont.reinen Logik". ist keine Widerlegung der . sondern die allgemeingültigen gedanklichen Postulate der E i nh e i t und Stetigkeit sind es. New York 1907. auf denen sie beruht. und somit der durchgängigen relativen Bestimmtheit des „Gegebenen" selbst erkannt werden. . daß die Annahme eines derartigen »ideellen Zwanges" (coercions of the ideal order) sich in nichts mehr von der Annahme eines objektiven.

M e i n o n g Über die Stellung der Gegenim System der Wissenschaften. begriffen und gewürdigt sein will. Dennoch kann es so unentbehrlich sie bei dieser unbedingten Trennung anfangs aus methodischen Gesichtspunkten erscheinen mag nicht bleiben: da schon die bloße Möglichkeit der mathematischen Naturwissenschaft ihr widerstreitet. die zum Wesen des selbst Empirischen . die hier einander entgegengestellt werden. das eben in seiner Variabilität: in der möglichen Umformung. Aber diese Variabilität. Denn das Material. irgend etwas über die Wirklichkeit der Elemente. * S. hrz. das hier der intellektuellen Bearbeitung unterbreitet wird. die es durch neue Beobachtungen und Versuche erfahren kann. sondern ein neues Problem wird aufgestellt. ihre . standstheorie 319 f vgl. Wahrheiten der Logik und Mathematik entziehen sich nicht nur der empiristischen Begründung. In dem Augenblick. scheint er sich daher von dem eigentlichen Fundament seiner Gewißheit loszulösen. liegt selbst niemals fertig als ein in sich vollendeter Schatz von „Tatsachen" vor. Denn in dieser sind die beiden Wissenstypen. § 5 ff. wiederum unmittelbar auf einander in — — bezogen: das empirische Sein selbst ist es. sondern sie scheinen auch jede Beziehung zur Welt der empirischen GegenIhre Apriorität stützt sich stände entbehren zu können. Daß diese Forderung niemals bis zu einer letzten definitiven Erfüllung geführt werden kann. S. 425 . sondern es gestaltet sich erst im Prozeß des Fortschritts und gewinnt in ihm immer neue Formen. Lpz. Es ist kein konstantes. als diese auf Bedingung erfüllt ist.neue Lösung. 1907. das den ersten allgemeinen Ansätzen zur Begründung des Die universellen Wissens zunächst zurücktreten durfte. Daseinsfreiheit" und gilt nur in dem Maße. in dem der Gedanke sich der empirischen Existenz der Gegenstände zuwendet. die in die Relation eingehen. wo wir darauf verzichten. ob. zu behaupten und auszumachen*. das wir in der Form rationaler mathematischer Ordnungen zu fassen und zu begreifen suchen. .. ergibt sich freilich aus der Natur der Aufgabe selbst. sondern ein variables Datum. Wahrhafte Einsicht in die Notwendigkeit eines Zusammenhangs läßt sich nur dort erreichen.

Der Zusammenhang und die Konvergenz der Reihe tritt an die Stelle des äußeren Maßstabes der Realität: beides aber läßt sich. daß die fahrung beharrt: die besonderen Konfigurationen im Räume. sondern gemäß einem bestimmten Gesetz von einem Stadium zum andern übergegangen wird. wie etwa dem Kopernikanischen. Alle Systeme sind gleich wahr und gleich wirklich. rein durch den Vergleich der Reihenglieder selbst und durch die allgemeine Regel. noch jemals gegeben sein werden. daß die wechselnden Phasen des Erfahrungsbegriffes nicht schlechthin auseinander liegen. sondern durch logische Beziehungen W Unterschiedes mit einander verknüpft bleiben.Moment „subjektiver" Willkür Die Veränderung selbst ist als solche bestimmt und notwendig. Man pflegt sich. um die Relativität des Begriffs der empirischen Wahrheit zu erweisen. wechseln. als subjektive Zusammenfassungen von Erscheinungen bedeuten wollen. Zahl und Größe (Vgl. analog wie im Arithmetischen. sofern nur an der allgemeinen Voraussetzung festgehalten wird. ermitteln und feststellen. mit Vorliebe auf die bloß relative Gültigkeit unseres astronomischen Weltbildes zu berufen. — — nichts anderes. die wir für unsere Konstruktion des Weltbildes zugrunde legen. schließt dennoch kein ein. irgendeinem System. weil alle der absoluten Wirklichkeit der Dinge gleich fern stehen und gehört. während Raum und Zeit. der sie in ihrem Fortschritt folgen. Dieser bleibt vielmehr in aller Strenge bestehen. Der Mangel dieser Schlußweise aber liegt deutlich zutage: denn die Aufhebung des absoluten Maß- stabes schließt in keiner Weise die Aufhebung des e r t der verschiedenen Theorien selbst ein. als Mittel jeglicher Konstruktion erhalten bleiben. da wiralso die astronomischen Konstruktionen niemals mit diesen Bewegungen selbst zusammenhalten und an ihnen erproben können: so hat es keinen Sinn. Form 426 . die je nach der Wahl des intellektuellen und räumlichen Standortes verschieden ausfallen können und müssen. sofern nicht beliebig. vor allen anderen den Vorzug der „Wahrheit" einzuräumen. Da die absoluten Bewegungen der Himmelskörper so folgert man uns in keiner Erfahrung gegeben sind. Diese Regel ist auf der Erder einen Seite dadurch gegeben.

sondern läßt ihn in einer neuen Deutung fortbestehen. darf uns demnach als Ausdruck der „wahren" kosmischen Ordnung gelten. „Objektiv" heißt uns die räumliche Ordnung. So wenig diese Einheit jemals fertig vorliegt. aber die Setzung dieser Grenze selbst ist nicht willkürlich. während jegliche Form ihrer Erfüllung wiederum über sich selbst hinausweist. auf derartige oberste Leitsätze verbürgt eine innere führung Gleichartigkeit des Erfahrungswissens. S.) Weiterhin aber sind die materiale Züge des Bildes. Das Recht jeder derartigen Verknüpfung aber messen wir nicht an den Dingen sondern an bestimmten obersten Prinzipien selbst. projektierte Einheit" ist und bleibt. 353 ff. sondern unumgänglich. S. die diesen Prinzipien entspricht. Das Ganze der Beobachtungen Tycho de Brahes geht in das System Keplers ein. die wir als logische Normen festhalten. So wird hier der instrumentale Charakter der wissenschaftlichen Begriffe und 427 . Die Forderung selbst ist das Bleibende und Feststehende. es auch gewisse beim Übergang von einem Stadium zum folgenden unberührt bleiben: die Variation hebt den früheren Bestand nicht schlechthin auf. B. daher genau so wahr und so notwendig.ob. gemäß der Voraussetzung und den Erfordernissen des Trägheitsgesetzes von Die Zurück(S. der Naturerkenntnis. wie die logische Einaber freilich auch um heit der Erfahrungserkenntnis. 242 ff. wie sie sich gemäß einem bestimmten Zusammenhang stetig entfalten. sofern erst durch sie die Kontinuität — der Erfahrung hergestellt wird. Kein einzelnes astronomisches System. Die Eine Wirklichkeit kann nur als die ideale Grenze der mannigfach wechselnden Theorien aufgezeigt und definiert werden. ob.) uns aufgebaut worden ist. in welchem es jedoch nunmehr in neuer Weise verknüpft und begriffen erscheint. die also z. so ist doch ihr Begriff darum nicht minder eindeutig bestimmt. das Kopernikanische so wenig wie das Ptolemäische. so sehr sie vielmehr stets . kraft deren sich seine verschiedenen Phasen zum Ausdruck des all Einen Der „Gegenstand" ist Gegenstands zusammenschließen. nichts wahrer und notwendiger.. sondern erst das Ganze dieser Systeme.

er kann durch andere. in welcher der Beweis Behauptung erbracht wird. begründet den Unterschied Solange wir im Gebiet der verschiedenen Erkenntnisstufen. die unJeder Satz ist hier. als sie gestern war und bedeutet somit nur einen flüchtigen Halt. Weges die zu dem Er- kenntnis durchdringt. Die rein empirische Wahrheit aber scheint sich dieser Bestimmtheit prinzipiell zu entdieser ziehen: andere. Wir bedürfen nicht der Objektivität absoluter Dinge. in der Anwendung auf das empirische Material fortschreitend bewähren muß. Und dennoch schließen sich beide Motive trotz aller Gegensätzlichkeit zuletzt zu einem einheitsie ist morgen eine 428 . es würde beim ersten Versuch zerbröckeln und sich in Nichts auflösen. wie im Bereich der empirischen Erkenntnis ist es Im Prozeß der die gleiche Aufgabe. Aber das Instruselbst. um ihn alsbald wiederum aufzugeben. wohl aber der objektiven Bestimmtheit des der Erfahrung selbst. besitzen wir ein festgefügtes Ganze von Wahrheiten. sondern sofern sie einen Entwurf zu möglichen Einheitssetzungen in sich sclüießen. rationalen. die zu ihm hinzutreten. nicht sofern sie ein gegebenes starres Sein abbilden. die hier gestellt ist. nur die Art. — Der reale Inhalt des Gedachten. das zur Einheit und damit zur Wahrheit des Gedachten hinführt. er einmal ist. was veränderlich in sich selber ruhen. Die Behauptung einer derartigen Constanz ist jedem Denkakt als solchem wesentlich.Urteile nicht bestritten: diese Begriffe gelten. muß in sich fest und sicher sein. aber nicht mehr in seinem eigenen Gehalt umgeformt werden. für immer. der als solcher sich Form selbst gleich und von den zufälligen. den wir im Wechsel der Vorstellungen ergreifen. Besäße ment es nicht in sich selbst eine bestimmte Stabilität. der sich in der Ausübung. zeitlich wechselnden Umständen des psychologischen Erfassens unberührt bleibt. Erkenntnis selbst entsteht und festigt sich der Gedanke eines Grundbestandes ideeller Beziehungen. der rein logischen und mathematischen Sätze verharren. entspricht daher in der Tat genau der Im Bereich der aktiven des Denkens überhaupt. ergänzt. so wäre kein sicherer und dauernder Gebrauch von ihm möglich.

mit dem die Erkenntnis arbeitet. Der Bestand der ewigen Wahrheiten wird zum Mitte]. sondern zugleich als eine positive Förderung des Wissens. eröffnet sich die Möglichkeit einer Aufhebung des Widerstreits. Der Einldang des Gegebenen und des Geforderten wird hergestellt. Nur in der Abstraktion können wir die schlechthin dauernden Momente von den vergänglichen ablösen und ihnen gegenüberstellen: denn die eigentliche konkrete Aufgabe der Erkenntnis besteht darin. 429 . sondern zugleich und vorzüglich einen dynamischen Sinn: sie ist nicht sowohl Beständigkeit im Sein.liehen Typus des Wissens zusammen. das Dauernde für das Vergängliche selbst fruchtbar zu machen. Das Veränderliche wird betrachtet. im Gebiet der Veränderung selbst Fuß zu fassen. sind die gleichbleibenden Richtlinien. bewußt werden. die gesamte Bewegung der Erkenntnis. Die idealen Zusammenhänge. die sie stetig erfüllen. der sich von einem zum andern hin vollzieht. wenn es sich beiderseits um starre unabänderliche Gegebenheiten handelte. von denen Logik und Mathematik sprechen. als vielmehr Beständigkeit im logischen Gebrauch. als ob es dauernd wäre. nach denen die Erfahrung selbst in ihrer wissenschaftlichen Gestaltung sich orientiert. Die Veränderlichkeit des empirischen Materials erweist sich keineswegs nur als ein Hemmnis. ist ihr dauernder und unverlierbarer Gehalt. es als Ergebnis allgemeiner theoretischer Gesetze zu verstehen. indem wir versuchen. Diese Funktion. Die Gegensätze zwischen der mathematischen Theorie und dem Inbegriff der jeweilig bekannten Beobachtungen wären unausgleichbar. Erst indem wir uns der Bedingtheit unserer empirischen Kenntnisse und damit gleichsam der Bildsamkeit des empirischen Materials. indem wir das Gegebene im Sinne der theoretischen Forderungen aufs neue durchforschen und damit seinen Begriff erweitern und vertiefen. Die Beständigkeit der idealen Formen hat nunmehr selbst keinen rein statischen. So wenig der Unterschied der beiden Faktoren sich daher jemals völlig zum Verschwinden bringen läßt: so besteht doch in dem beständigen Ausgleich. der sich gegenübej allem Wandel des zufälligen Erfahrungsstoffes als identisch behauptet und bewährt.

Wir stehen alsdann wieder vor der Grundansicht der Eleatischen Metaphysik. sondern den des Denkens aufheben. die lebendige Anschauung des Zeitverlaufs der Ereignisse erstarrt für ihn zur Beharrung letzter absoluter Größenkonstanten. und stellen diese erst ihrem vollen Umfang nach dar. 1908. aus denen er sich seine Form des Seins aufbaut. Der Gedanke duldet keine innere Ungleichartigkeit und Veränderlichkeit der Elemente. Konstanz und Veränderung erscheinen demnach auch von dieser Seite her als zusammenlogische Momente. bes. so muß sich alsbald wieder zwischen der Erkenntnis und der phaenomenalen Wirklichkeit eine unübersteigliche Kluft erheben. heißt somit sie als Natur. hieße nicht nur den Begriff des Seins. die Wirklichkeit kraft unserer mathematisch-physikalischen Begriffe zu verstehen. der selbst nichts anderes. Voraussetzungen des Erkennens.Identität und Verschiedenheit. Lpz. gehörige Zwischen ihnen einen absoluten sachlichen Gegensatz statuieren. Co h n . als die Hypostasierung des leeren eigenschaftslosen ist. Denn das Denken erschöpft sich wie sich allseitig gezeigt nicht in der Heraushebung des analytisch Gemeinhat samen aus einer Mehrheit von Elementen. in ihrer Mannigfaltigkeit und Wandclbarkeit. den es von einem Element zum andern vollzieht. müssen wir sie wie man nunmehr folgert zuvor in ihrem eigentlichen Wesen. Die mannigfachen physikalischen Qualitäten der Dinge lösen sich ihm daher in den Einen Begriff des Aethers auf. 107 430 . Jonas ff. vernichten. Verschiedenheit und Veränderung bilden demnach keine prinzipiell „denkfremden" Gesichtspunkte*. aufheben: die ewig gleichartige unbewegliche „Sphäre des Parmenides" — — Doppelform Um — — Raumes * u. die in der Tat in modernen erkenntniskritischen Untersuchungen eine interessante und bezeichnende Erneuerung erfahren hat. sondern sie gehören ihrer Grundbedeutung nach der eigentümlichen Leistung des Intellekts selbst an. sondern erweist seine eigenste Bedeutung erst in dem notwendigen Fortgang. als mannigfaltiges und veränderliches Ganze. Wird diese korrelative des Begriffs selbst verkannt. Die Natur erklären. Ziele Zum Begriff der „Denkfremdheit" s.

sondern im Charakter und in der Aufgabe der wissenschaftlichen „Vernunft" selbst gegründet. von der Vielheit zur Einheit. sondern gelangen erst in und mit ihm zur Bestimmung. Was der Gedanke fordert. S. ist es zu danken. Aber diese Erklärung selbst verlangt eine Einschränkung. daß sie sich gegenüber der logischen Nivellierung ihres Gehalts daß in der Vollkommenheit des Wissens behauptet: nicht das Sein selbst zum Verschwinden kommt*. Identitö et Röalitö. bes. hrz. 229 ff.. daß die Realität den Denkens widersteht und ihnen zuletzt be- stimmte unübersteigliche Schranken setzt. Indem die Analyse die gegebenen. E. dem alle Naturwissenschaft sich unver- merkt annähert.Meyerson. Zur Herstellung dieser Kontinuität aber bedarf das Denken des Gesichtspunkts der Verschiedenheit nicht minder.bildet das letzte Ziel. daß der Weg der Forschung nicht lediglich darin besteht. ist nicht die Identität letzter substantialer Dinge. der der Gedanke fortschreitend zustrebt. Nicht die Mannigfaltigkeit als solche wird aufgehoben. Die Identität. zeigt es sich. das in der wissenschaftlichen Erklärung an die Stelle des sinnlich-Mannigfaltigen tritt. sondern ihre Beherrschung kraft der mathematischen von Reihengesetzen und Reihenformen. sondern die Identität funktionaler Ordnungen und Zuordnungen. sondern daß auch die umgekehrte Richtung: die Aufhebung der scheinbaren Kontinuität Bewegungen * S. So paradox diese Konsequenz erscheinen mag: so genau und folgerecht ist sie aus der einmal angenommenen Erklärung des Intellekts und seiner eigentümlichen Grundfunktion abgeleitet. Diese aber schließen das Moment der Verschiedenheit und Veränderung nicht aus. von der Bewegung zur Ruhe überzugehen. indem ihr die Wirklichkeit des . sondern es ist nur ein Mannigfaltiges anderer Dimension: es ist das mathematisch-Mannigfaltige. 431 . ist somit nicht die Auslöschung der Vielheit und Veränderlichkeit überhaupt. Bemühungen des Nur dem Umstand. Eindrucks" zur Wirklichkeit der „Schwingung" wird. als es des Gesichtspunkts der Identität bedarf: auch er ist ihm somit nicht schlechthin von außen aufgedrängt. sinnlichen Einzelqualitäten in eine Fülle elementarer auflöst.

Erst durch diese Aufhebung hindurch läßt sich zu dem neuen Sinn der Identität und der Dauer gelangen. der den wissenschaftlichen Gesetzen zugrunde liegt. Der volle Begriff des Denkens stellt somit die Einstimmigkeit des Seins wiederum her: die Unerschöpflichket der wissenschaftlichen Aufgabe ist kein Kennzeichen ihrer prinzipiellen Unlösbarkeit.Konstanz und Einfachheit der Wahrnehmungsdinge nicht minder berechtigt und notwendig ist. sondern enthält die Bedingung und den Ansporn zu ihrer immer vollkommeneren Lösung in sich. I 432 .

zu einem Inbegriff von Beziehungen zurückgeführt. Das Problem der Erkenntnis hat uns statt zu einem metaphysischen Dualismus der subjektiven und der objektiven Welt. daß seine Bestimmung einer doppelten Methode unterliegt und auf zwiefachem Wege versucht werden kann. sofern auf ihm alle Constanz der Erfahrungserkenntnis und somit alle Möglichkeit des gegenständlichen Urteils beruht. für den sie die gleiche Form der Geltung in Anspruch nimmt. Subjekts" und . Die Frage. kann lediglich aus der Bedeutung abgenommen werden. Die Entwicklung der Wissenschaft selbst drängt dazu. Was diese Beziehungen ihrem reinen logischen Sinne nach sind.. die sie im Gesamtsystem der Wissenschaft gewinnen. I. kann und muß zurücktreten. Inbegriff erweist sich die herkömmliche Trennung als undurchführbar: er ist objektiv. solange es sich darum handelt. weist ihm das Maß seiner Gewißheit zu. die er damit im Ganzen der möglichen Erkenntnis überhaupt erhält.. Objekts" selbst enthält. ohne von diesem Wege durch psychologische Betrachtungen und psycboCassirer. Jeder Einzelsatz wird innerhalb dieses Systems an einen anderen gebunden und mit ihm verknüpft und die Stellung. der die Voraussetzung für die gedankliche Entgegensetzung Vor diesem des . den reinen Begründungszusammenhang selbst zu verstehen und in seiner Wahrheit abzuleiten. wie dieses Ganze selbst in den erkennenden Individuen sich verwirklicht. während er andererseits nur im Urteil selbst und somit in der Tätigkeit des Denkens zu erfassen ist. diese Frage in den Hintergrund treten zu lassen: die Wissenschaft schreitet von einem objektiv gültigen Satze zu einem anderen fort. Zur Psychologie der Relationen. Schon von hier aus zeigte es sich.Achtes Kapitel. Substanzbegriff ng 433 .

Dieser Übergang aber wird nur dadurch möglich. Diese Umformung in den Prinzipien der Psychologie bildet selbst ein wichtiges erkenntnistheoretischesProblem es zeigt sich auch hier. Und so führt die allgemeine Forderung einer Psychologie der Relationen : zu einer Umbildung der psychologischen Methode überhaupt. daß es die Art der Begriffsbildung ist. wie in den übrigen Gebieten. in die Bedeutung des Selbstbewußtseins über. das bildet in Wahrheit ihren historischen Anfang. Der Gegenstand. Von der bloßen Wahrnehmung als solcher führt kein Weg zu dem neuen Begriff des „Selbst". Denn die' 434 . Vom geschichtlichen Standpunkt aus liegt hierin eine seltsame Anomalie: denn was der moderne Psychologe leicht als das Ende seiner Wissenschaft betrachtet. daß die psychologische Analyse sofern sie vom bloßen sinnlichen Erlebnis ausgeht und bei seinem Typus zu verharren strebt. eine charakteristische Verschiebung erfährt. wie in der reinen Geometrie und Arithmetik seiner notwendigen Mittelglieder versichert hat. Die neuere Psychologie schien eine Zeitlang das Eigentümliche der reinen Relationsbegriffe völlig aus dem Auge verloren zu haben: erst seit relativ kurzer Zeit und auf merkwürdigen Umwegen beginnt sie sich ihm wiederum zu nähern. den Aufgaben. fordert zugleich neue psychologische Mittel. Der Gedanke der wissenschaftlichen Psychologie geht geschichtlich auf P 1 a t o n zurück. von dieser allgemeinen Bedeutung aus. der hier deutlich und gesichert vorliegt. Und dennoch schafft gerade dieser unabhängige Fortgang zuletzt auch für die Psychologie selbst ein neues Problem. kraft deren er sich beschreiben läßt. der hier festgestellt werden soll. Hier erst tritt der Seelenbegriff aus dem allgemeinen Umkreis des Naturbegriffs heraus und gewinnt eigene und selbständige Züge. die von selten der Wissenschaft beständig aufs neue gestellt werden. in keiner Weise gerecht zu werden vermag. Es zeigt sich. die. Die Seele ist nun nicht mehr der bloße Lebenshauch. der in sich selbst das Prinzip seiner Erhaltung und Selbstbewegung enthält. sondern sie geht. daß Piaton sich bereits in der reinen Logik.logische Zweifel abgelenkt zu werden.

daß sie beide vereint zwei sind. Das Helle und Dunkle mag das Auge. Wir ergreifen stets nur das Resultat. um die körperlichen Dinge in der Wahrnehmung zu erkennen. Gleichheit und Ungleichheit sind keine körperlichen Gegenstände. der Piaton auf eine kurze Strecke hin so lange es sich um die Zergliederung der Sinnesempfindung handelt folgt. Einheit und Vielheit. klingt diese Anschauung noch deutlich nach: „Subjekt" und . so lassen sie sich nichtsdestoweniger durch keinen Wahrnehmungsinhalt als solchen belegen: denn eben dies ist ihre Funktion. wird von ihm alsbald verlassen. wenn wir von Farbe oder Ton sagen. der philosophiesieschildern sich zwischen unserem Körper einerseits und den materiellen Dingen seiner Umgebung vollzieht. die wir jedoch niemals rein und selbständig zu isolieren. So ist auch die Art. Einheit und Verschiedenheit. die Piaton im Theaetet dem Satze des Protagoras gegeben hat. in der ihnen das Ich gegenübertritt. Identität und Gegensatz objektiv unentbehrliche Bestandteile jeglicher sind. Aber diese Ansicht. 28» Aussage 435 . Das Bild und Analogon der physischen Wirkung und Gegenwirkung muß jetzt versagen. sondern nur in ihrer wechselseitigen Bestimmung durch einander zu erfassen vermögen. eine von Grund aus neue und eigentümliche.Wahrnehmung erscheint sie ist wie ein bloßer Teil des Naturprozesses. die mit körperlichen Kräften auf uns eindringen. mit ihnen von gleicher Art und Beschaffenheit sein. Ähn- — — Bewegungs- — — lichkeit und Unähnlichkeit. als der Ausgleich. wie zwei aufeinander bezogene und abgestimmte formen. das Warme und Kalte der Tastsinn unterscheiden: aber in der Gesamtheit derartiger sinnlicher Inhaltsunterschiede erschöpft sich niemals das Ganze der Erkenntnis. ohne es in seine realen Komponenten zerlegen zu können. sobald er sich der Analyse der reinen Begriffe zuwendet. Die Seele muß. Wenn indessen Sein und Nicht-Sein.. In der Ausbildung. Eine Erkenntnis ist es. daß das eine vom andern verschieden ist. daß jegliches von ihnen ist. Objekt" verhalten sich zu einander. wie Empedokles und die gesamte ältere Naturnichts anderes. das Leichte und Schwere.

436 . ff. bes. wenn es nicht Gebilde gäbe. Die Platonische Auffassung hat in Aristoteles' Lehre vom KoLvöv zweifellos nachgewirkt. Und hier erst gewinnt der Begriff der Einheit des Bewußtseins einen festen Halt und Bleiben wir bei dem Inhalt der beeine sichere Grundlage. die aber in keinem der beiden Einzelelemente als solchem direkt aufzeigbar ist. des Gleichen und Ungleichen. an der beide im gleichen Sinne Teil haben. des Seins und Nicht-Seins gebunden und findet Indem wir die Wahrerst hier seine wahrhafte Erfüllung. was sie auf einander beziehbar macht und sie zu einem identischen Selbst zusammenschließt. Wie die Helden im hölzernen Pferde. Verknüpfung zwischen ihnen herzustellen. Theaetet 184 C. aber ihr Schwerpunkt ist daß sie um eine * Vgl. Das Grundproblem der Psychologie findet seine Bestimmung im Hinblick auf die Grundprobleme der reinen Logik und Mathematik: und dieser Zusammenhang ist es. nehmung unter diese Begriffe fassen. so nahe er mit dieser zunächst verbunden erscheint. die sich außerhalb ihrer Sonderbestimmtheit und somit Diese allgemeinihrer qualitativen Gegensätzlichkeit halten. so liegen hier die Wahrnehmungen dichtgedrängt in uns zusammen: aber nichts findet sich. der den Platonischen Seelenbegriff endgültig von der orphischen und naturphilosophischen Spekulation loslöst.über die Besonderheit all dieser Inhalte hinausgreifen. Der wahrhafte Begriff des Selbst ist an den Begriff des Einen und Vielen. führen wir sie damit in eine Idee zusammen: gleichviel ob wir diese Einheit als „Seele" oder wie immer bezeichnen mögen. die sie rein aus sich heraus und in freier Gestaltung gewinnt. Die „Seele" wird somit hier gleichsam als der einheitliche Ausdruck für den Gehalt und die systematische Verfassung der reinen Relationsbegriffe erdacht und gefordert. Die Beziehung zwischen den heterogenen Gebieten sinnlicher Wahrnehmung wäre nicht erreichbar. sonderen Empfindung stehen. gültigen Momente sind an kein spezielles Organ mehr gebunden und bedürfen seiner nicht: vielmehr ist es die Seele selbst. so bietet sich uns nichts als ein Chaos einzelner Erlebnisse.

. die selbst rein sinnlicher Natur sind. wie irgend ein Sinn zu seinem bestimmten Aber diese Art der Beziehung spezifischen Inhalt verhält. Was bei Piaton also als spontane und freie Leistung des „Bewußtseins selbst" gefaßt wurde. die sich in einer Mehrheit von Objekten gleichmäßig vorfinden. das über alle Einzelunterscheidungen . Diese Begriffe stellen ein wahrhaft dar. 6. worin die verschiedenen Arten und Gebiete der Wahrnehmung übereinstimmen. in der all das. bes.. In der Einteilung der sinnlichen Wahrnehmungen wird davon ausgegangen. 437 . 426b. Gemeinsames" hinweggreift. Gemeinsinn" in einer umfassenden Bedeutung. Begriff" zuletzt nichts anderes als eine Summe dinglicher i'diov — — Merkmale sieht. nsQl xpvxijs H.. 2. als bloßes Gesicht oder bloßer Geschmack. Aristoteles. * Vgl. so ist es notwendig der Sinn selbst. das Weiße mit dem Süßen zusammenstellen oder beides einander entgegensetzen. Der Allgemeinheit des Gegenstandes aber muß eine Allgemeinheit wie Aristoteles nunmehr weiter folgert Wenn wir etwa des aufnehmenden Organs entsprechen. zusammengefaßt ist. reicht nicht aus. daß jedem Sinn ein besonderer Inhalt angehört. wie Größe und Zahl ihr psychologisches Korrelat zu bestimmen. III. der ihm allein eigentümlich So kommt dem ist und ihn von allen anderen unterscheidet. dem Gehör der Ton als ein derartiges Gesicht die Farbe. zu erfassen ? Aber der Sinn fungiert hier nicht mehr in irgend einer Sonderbeschaffenheit. zu. während der Tastsinn zwar eine Mehrheit von Qualitäten in sich faßt. Diese psychologische Entscheidung entspricht wiederum der logischen Grundansicht: sie beruht auf jener Auffassung. sich aber zu jeder einzelnen von ihnen in gleicher Weise. das erscheint hier als eine zugleich abstrakte und sinnliche Potenz. 418a. Begriffen wie Bewegung und Ruhe. die im . sobald es sich darum handelt. Diesem Gemeinsinn werden alle einzelnen Daten der Wahrnehmung zugeführt.hier bereits verschoben. sondern als . um in ihm gesammelt und auf einander bezogen zu werden*. der diesen Akt der Vergleichung vollzieht: denn mit welchem anderen Vermögen vermöchten wir Inhalte.

Dennoch kehrt der Gedanke dieser Beziehungen. Sie besitzen nur insoweit wahrhaft positiven Gehalt. So sehr gerade die allgemeine Regel dieses Fortschritts. die zwar anläßlich sinnlicher Eindrücke sich bilden. aber sich in ihnen niemals erschöpfend begründen lassen. anschaulich gegebenen Vorstellungsbildern zum klarsten tritt dies am Begriff hervor. Gestalt und Bewegung Ideen des reinen Verstandes seien. L e i b n i z greift unmittelbar wieder auf Piaton zurück.. Am Unendlichen dieser Betrachtungsweise ist selbst noch kein zureichender Ausdruck für die Geltung und Eigenart der Beziehungen entdeckt. die anfangs eine besondere Stellung einzunehmen scheinen. nach welchem ein Begriff erst dann als wahrhaft verstanden und abgeleitet gelten kann. den Bestand und die Wahrheit des Unendlichen ausmacht: so trägt sie doch für die psychologische Betrachtungsweise notwendig den Stempel des bloß Negativen. Reflexion". vom Standpunkt der Logik und Mathematik. der nur darum der Kritik verfällt. stets von neuem wieder. aus welchen er sich zusammensetzt.Die moderne Psychologie versucht zunächst nur in vereinzelten Ansätzen zu einer neuen Fassung des Problems vorzudringen. weil es sich zeigt. so sehr er zurückgedrängt werden mag. die einfachen Sinnesinhalte darzulegen. werden zuletzt nach diesem Maßstab gemessen. Auch die Ideen der . wenn es gelungen ist. als sie sich unmittelbar in einzelnen. die die traditionelle Lehre dem „Gemeinsinn" zuspricht. Ausdruck bringen des lassen. was er will und bedeutet. In der neueren deutschen Psychologie ist es sodann besonders T e t e n s der diese Anregung aufnimmt und sie zu einer ausgebildeten Theorie Im Ganzen der reinen „Verhältnisgedanken'* weiterführt. daß die Inhalte. "Wie ein Schattenbild von unsicherer "Wesenheit und Herkunft mischt er sich stets von neuem unter die klaren und gewissen Eindrücke der "Wahrnehmung Denn innerhalb 438 . sondern immer nur in dem Hinweis auf einen unbegrenzt möglichen gedanklichen Fortschritt besteht. . im tatsächlichen Vorstellen niemals realisiert ist. aber bleibt hier durchaus das Lockesche Schema herrschend. wenn er betont. daß insbesondere Ausdehnung. das dasjenige.

Wie sehr man mit Berkeley über die Infinitesimalgrößen der Mathematik als die . Geister abgeschiedener Quantitäten" spotten mag: diese Geister wollen sich nicht bannen lassen. indem die „Erklärung" für dasjenige.. gehen niemals in jene Elemente auf. die die psychologische Betrachtung als die alleinigen Träger der „Objektivität" kennt und anerkennt. innerlich noch keineswegs frei gemacht hat. das man als „Träger" der sinnlichen Qualitäten voraussetzt. die im tatsächlichen wissenschaftlichen Gebrauch sich als wirksam und fruchtbar erweisen. die an beider Stelle treten. daß die psychologische Kritik an diesem Punkte sich von den Voraussetzungen. die sie bekämpft.und Erinnerung. so scheint nunmehr die Substanz des Ich beseitigt: es sind bloße associative Zusammenhänge von Vorstellungen. abgesonderten und eigenschaftslosen „Etwas" aufgeboten. Wie die Substanz des Dinges. entfernen und ihn — geflissentlich überschreiten. Die Analyse stößt hier auf einen letzten Rest. der all- H m 439 . in ein gänzlich Inhaltleeres und Unbekanntes verlegt wird. daß sie sich von dem Typus der Realität. die sich auf dieser Grundlage aufbaut. — Der tiefere Grund dieses Widerstreites aber liegt darin. noch zu beseitigen vermag. In dieser Polemik gegen den Substanzbegriff glaubt Locke den eigentlichen Kern aller Metaphysik und aller scholastischen Wirklichkeitserklärung getroffen zu haben. die was uns vom Standpunkte der Erfahrung das Bekannteste und Gewisseste ist. Alle Waffen des Spottes werden gegen Annahme jenes selbständigen. der hier als Muster dient. Die Begriffe. Der Begriff. Und das Werk der Kritik scheint beendet. Ein rätselhaftes „Ich weiß nicht was" wird zum begrifflichen Grund aller wahrhaft wißbaren Qualitäten und Eigenschaften erhoben. nachdem u e ihr Ergebnis von der äußeren Erfahrung auf die innere übertragen hat. ist der Begriff der Substanz. gegen den sich Locke am schärfsten und eindringlichsten wendet. den sie weder zu begreifen. wie in dieser Annahme die eigentliche Geltung des Wissens sich verkehrt. Immer von neuem wird gezeigt. ihre Bedeutung beruht darauf. Trotz alledem bleibt in der Ansicht der physischen und psychischen Wirklichkeit.

Ihr erwuchs in den eigenen Begriffen. mit denen sie operierte. das ist eben damit bloße Fiktion: und diese Fiktion gewinnt nicht dadurch an innerem Wert.Wirklichkeit". Nur die dieser Kategorie sind andere geworden.Kategorie der Substantialität ihre entscheidende Bedeutung erhalten. die die substantielle Auffassung trotz allem noch besitzt. So ergab sich hier jene Selbsttäuschung. die reinen Begriffe der Verknüpfung. daß sie in der „Natur" des Geistes selbst gegründet erscheint und sich demnach mit einer Art von Allgemeinheit und Regelmäßigkeit unter bestimmten Bedingungen einstellt. Nach wie vor herrscht die Überzeugung. einer durchgreifenden Änderung zu unterziehen. während alle Verknüpfungen. die . als isolierter Bestand faßbar und verständlich ist. nicht mehr und Abdrücke von Gegenständen zu denken. Form voll hingenommen James 440 . der skeptischen Konsequenz der Humeschen Lehre zu entgehen. ohne die Prämissen. und somit nur Ausdruck eines willkürlichen Triebes der Einbildungskraft. die zunächst naiv und vertrauenswurde. die sich nachträglich zwischen den besonderen Inhalten einstellen. auf denen sie ruht. eine bloße Zutat des Geistes bilden. eine neue — — der . nicht aber eines objektiven Zusammenhangs der Dinge selbst sind.. Die neuere Psychologie hat lange Zeit versucht. daß nur dasjenige als wahrhaft . Sobald einmal der Versuch unternommen wird. während sie selbst unvermerkt ihre alte Stellung und ihren alten Vorrang behauptet. wie insbesondere die gemeinen Anwendungen von Ursache und Wirkung. Die Substantialität der .. Seele" ist nur scheinbar beseitigt: denn sie lebt in der Substantialität des sinnlichen „Eindrucks" fort. Was nicht selbst „Eindruck" ist. Begriffe — so schwindet als Eindrücke auch ihr logischer Gehalt. was für sich allein steht und rein aus sich selbst. Dieses Ergebnis bildet gleichsam die negative Probe für die Festigkeit. wirklich" und als Grund alles Wirklichen zu gelten habe. Hier liegt das Unveränderliche und Wesentliche aller bewußten Wirklichkeit vor uns. Alle Eigentümlichkeiten der psychologischen Analyse wurden jetzt unmittelbar als Beschaffenheiten in das psychische Objekt hineinverlegt.

u. James. werden zugleich zu den absoluten Uratomen.. werden als wirkals die chologist's liche Momente aufgefaßt. daß eine derartige Beschreibung den wahrhaften Sachverhalt nicht trifft. um einen bestimmten psychischen Tatbestand darzustellen und ihn in einfacher Weise mitteilbar zu machen. in der Wahrnehmung der einzelnen unter Formulierung erfahren. Die Mittel. von dem aus sie ihre erste Wege überläßt. so scheint zunächst aller Inhalt. aus denen das Sein des Psychischen sich aufbaut. die aus der bloßen Summierung der Einzelteile nicht erklärt und abgeleitet werden können. das die Erfahrung uns darbietet. Wir können durch * Vgl. Die nähere Betrachtung zeigt indessen. Immer wieder zeigen sich in ihm Merkmale und Eigentümlichkeiten. Je weiter die Selbstbeobachtung fortschreitet und je mehr sie sich vorurteilslos ihrem eigenen um so mehr drängen die neuen Probleme Es ist zunächst noch ein eingeschränkter Gesichtspunkt und ein spezielles Interesse. der ihm hierbei gegenwärtig ist. geben die erste Anregung zu einer erneuten Revision der allgemeinen Grundbegriffe. die unser Begriff noch zu unterscheiden vermag. tritt hier an besonders markanten Beispielen hervor. aus denen jeder Zustand des Bewußtseins sich zusammensetzen soll. a. die sich psychologisch Begriff der zusammenfassen. Die Lehre von den „einfachen" Grundelementen. 441 . die in diesem Tatbestand selbst enthalten sind. Der Standpunkt der reflexiven Beobachtung und Zergliederung schiebt sich unvermerkt dem Standpunkt des wirklichen Erlebnisses unter*. Principles of Psychology I. dem Gestaltqualität Melodie Töne zu bestehen und aufgehen zu müssen.. deren wir uns bedienen.„psychologische Täuschung" schlechthin (the Psyfallacy) aufgedeckt und beschrieben hat. Wenn unser Bewußtsein eine einfache verfolgt und auffaßt. sich als einfacher aggregativer Komplex seiner einzelnen Teile darstellen läßt. zutage. Daß nicht jedes räumliche oder zeitliche Ganze. ist ein typisches Beispiel dieser Gesamtanschauung. 278 ff. Die Fragen. Aber dieses so gewonnene Sein bleibt trotz allem in sich selbst zwiespältig. Die letzten Teile. 196 ff.

ohne noch eine bestimmte Lösung dafür zu geben. Viertel- (1890). Der Begriff der Gestaltqualität enthält diese Bezeichnung. die sich zugleich in einem selbständigen Gebilde von bestimmt aufweisbarer Beschaffenheit verkörpert. verschwinden lassen und durch andere ersetzen. ohne daß wir darum aufin eine andere die Melodie anfänglich für hören. Der gleiche Gedanke läßt sich sodann von der Einheit der „Tongestalten" auf die Einheit der „Raumgestalten*' übertragen. Dieses Bewußtsein der Identität von Ganzen. ff. da sie sich jedem Wechsel dieser Besonderheit gegenüber als solche erhält und behauptet. der damit gegeben ist. Zur 442 . ist als empirisches Datum anzuerkennen. die doch in all ihren einzelnen Bestandstücken von einander abweichen.Übergang denen Tonart sämtliche Einzeltöne. das ist nicht in einem dieser Inhalte selbst. kann somit nicht von der Besonderheit der Elemente abhängen. 249 sowie Meinong. zu völlig verschiedenen Melodien führen. wie andererseits zwei Komplexe. bes. S. die sie für uns besitzt. * Vgl. XIV. wenn nicht eine besondere Erklärung. zuerkennen. Ehrenfels. sie selbst als Einheit festzuhalten und wieder- Die spezifische Eigenart und die charakteristische Beschaffenheit. Was die mannigfachen Vorstellungsinhalte zu einer psychischen Grundgestalt verknüpft. die freilich zunächst nur das Problem abgrenzt. Philos. fassen sie also ihrem bloß geometrischen Begriff nach als identisch auf. Über Gestaltqualitäten. Zwei durchaus verschiedene Komplexe von Tonempfindungen können für uns dieselbe Melodie ergeben. f. gleichviel von welchen theoretischen Voraussetzungen aus man ihn beurteilen und deuten mag*. aus uns bestand. Auch im Räume bezeichnen wir bestimmte Figuren als einander „ähnlich". hrz. wiss. jahrschr. wenngleich sie sich auf qualitativ völlig verschiedenen räumlichen Einzelempfindungen aufbauen.. so doch eine besondere psychologische Kennzeichnung. fordert. noch in ihrem bloßen aggregativen Beieinander aufzufinden: sondern es liegt hier eine neue Leistung vor. sofern diese Elemente in ihrer relativen Folge von einander unterschieden sind.. Der Bestand derartiger Gebilde und der eigentümliche inhaltliche Zuwachs. die aus inhaltlich gleichen Elementen bestehen.

neben den gewöhnlichen Empfindungs. — — ist nicht zu bestreiten. die GleichDiese heit oder Ungleichheit ganzer Inbegriffe urteilen. aber zur Erklärung Tatsache ist es keineswegs erforderlich. die zu ihnen hinzukommen. denn als Ganzes wirken. Die psychologische Physiologie der Sinnesorgane II. die in sie eingehen. über Beharrung und Veränderung. Nicht nur die Teile als solche. sondern die uns zugleich über Einheit und Vielheit. die von dem Komplex ausgehen und somit zugleich von der Ordnung der Elemente innerhalb desselben abhängig sind. wohl aber aus der wechselseitigen die sie gegen einander ausüben. als ein selbständiger Eine solche theoretische Deutung Beisammen Wirkung. gegenüber den so wendet man ein Daß die Melodie einzelnen Tönen. die sich hier unmittelbar aufdrängen. sondern auch ihr gesamter Komplex löst stets bestimmte besondere Wirkungen auf unser Gefühl und unsere Vorstellung aus: und diese Wirkungen. zwar nicht aus dem bloßen ihrer Teile. die nicht nur über sinnliche Beschaffenheiten. eingegangen wäre. sind es. Geruch und Geschmack entscheidet. Zeitschr. für Psychologie u. S. wenn sie näher auf die entsprechenden logischen Probleme. wird in den rein psychologischen Erwägungen nxxr von einer neuen Seite her be- — Mathematik leuchtet und sichergestellt. III. wie über Farbe und Ton. über die Inhalt erscheint. S. der insbesondere für weite Gebiete der charakteristisch \ind von grundlegender Bedeutung ist. Einheit. dieser Psychologie der Komplexionen u.liegt bereits vor. zu erklären unternimmt. Ein Ganzes bilden heißt im psychologischen Sinne nichts anderes. die den komplexen psychischen Gewenn man die bilden zukommt. 122 ff. (Näheres hierüber Kap. kraft deren wir über die Ähnlichkeit oder Unähnlichkeit.und Vorstellungselementen noch ganz neuartige einzuführen. Erklärung scheint in ihrer allgemeinen Anwendung zugleich jede Annahme besonderer Relationsvorstellungen und Relationsbegriffe entbehrlich zu machen. bes. während die Beziehungsglieder die mannigfachsten Umformungen erfahren. Die einfache Wahrnehmung ist es wiederum. Relationen. Die Möglichkeit. eine Beziehung ihrem Sinne nach als invariant festzuhalten. Gestaltqualitäten" hätte zweifellos an allgemeiner Bedeutvmg gewonnen. handelt es sich um jenen allgemeinen Prozeß der Loslösung und selbständigen Setzung des Relationsgehalts. Wie schon die angeführten psychologischen Beispiele zeigen. Erörterung des Problems der ..). 443 . 245 ff. (1891).

— Zur Kritik Schumanns vgl. Verfolgt man indessen diesen Erklärungsversuch zu Ende. des Wechsels oder der Dauer hervor. Zur Psychologie der Zeitanschauung. die XVII (1889) S. um mit Sinn von kausalen Verknüpfungen der Wirklichkeit zu sprechen. f. daß von dem Komplex der rascher aufeinanderfolgenden Einzeltönc eine besondere Wirkung ausgeht. i . XXI. f. sondern von Reizkomplexen sind. bereits vorausgesetzt werden. Ztschr. sondern es Schumann. den er in sich schließt. Indem die psychologische geistigen Intervalle. so bringt eine bestimmte Zusammenstellung und Verknüpfung von Reizen. So können wir z. die von der Wirkung. 236 ff. Verhältnis zur inneren Wahrnehnning. S. daß sie die „Wirkungen" nicht von einzelnen Reizen. Ztechr. deren * S. was diese Begriffe bedeuten und meinen. daß wir von der Kenntnis bestimmter ursächlicher Zusammenhänge aus zum Verständnis der Beziehungsbegriffe überhaupt geleitet werden könnten. B. Wie eine bestimmte Ätherschwingung in uns den Eindruck einer bestimmten Farbe hervorbringt.Vergleichung" zeitlicher genügt die einfache Annahme. Denn Bestimmungen unterscheiden sich von den ein- Sinneseindrücken nur dadurch. während doch die bloße Anwendung des Gesichtspunktes von Ursache und Wirkung bereits einen speziellen Relationsgedanken in sich schließt. vielmehr muß umgekehrt dasjenige. so entdeckt man alsbald den erkenntniskritischen Zirkel. (1899) 444 . Psychol. Die Gesamtheit der reinen Relationsgedanken wird hier auf eine tatsächliche Wirkung zurückgeführt. die bei einem weiteren Abstand der Töne eintritt.. wenn verschiedene Tonempfindungen in bestimmten zeitlichen Abständen nacheinander in uns erregt werden. Es bedarf hierzu keines fachen besonderen Aktes der . Psychol. verschieden ist*.zeitliche Folge alle diese und zeitliche Dauer der Inhalte belehrt. die von bestimmten Mannigfaltigkeiten ausgeht. die unser Bewußtsein treffen. Nicht derart ist das Verhältnis. in diesem den Eindruck der Ähnlichkeit oder Verschiedenheit. 106 Ausführungen M e n o n g s Über Gegenstände höherer Ordnung u. bes. ff. bald von einer langsameren Aufeinanderfolge sprechen. die Länge der dazwischenliegenden Pausen gegeneinander abmessen und daraufhin bald von einer rascheren..

sind niemals die Einzelbestandteile. allmählich verstummt. dessen logische Rechtfertigung in Frage steht. Die Elemente „bestehen" niemals außerhalb jeglicher Form der Verknüpfung.Rear' im Sinne der Erfahrung und des psychologischen Erlebnisses ist stets nur das Gesamtergebnis selbst. wurde zwar im allgemeinen festgehalten. sondern wie wir von dem Ganzen zu den Teilen gelangen. ausgeht. abgeleitet werden. deren Wert und Recht danach zu bemessen ist. als könne und solle diese ganze Art der Wirklichkeit. notwendig im Kreise verläuft. aus den einfachen Empfindungen. den Eigengehalt der reinen Beziehungen zu leugnen und ihn durch bloße Komplexe von Empfindungen zu ersetzen. so daß der Versuch. So sind denn auch innerhalb der psychologischen Forschung selbst die spekulativen Versuche. ob sie in ihrer Vereinigung die Gesamtheit der Phänomene wiederum darzustellen und zu rekonstruieren vermögen. daß unsere tatsächliche Erfahrung — — 445 . Diese Umkehr ist freilich nicht befremdlich: denn sie stellt sachlich nur jene Rangordnung der Probleme wieder her. an den Anfang der Betrachtung zuerst den Anschein hatte. Was uns im Gebiete des Bewußtseins empirisch wahrhaft bekannt und gegeben ist. wie wir von den Teilen zum Ganzen. in der verschiedenartige objektiv feststehende Beziehungen während es obwalten. die hier im ersten Ansatz der Frage zunächst verkehrt wurde. die möglichen Weisen der Verknüpfung aus ihnen herzuleiten. die sie im Ganzen des psychischen Geschehens ausüben. Das Ideal der begrifflichen „Erklärung".Erklärung von tatsächlichen Elementen und der Aktion. sondern es ist stets bereits eine vielfältig gegliederte und durch Relationen aller Art geordnete Mannigfaltigkeit. hat sie bereits all das vorweggenommen. . das hier maßgebend war. als den alleinigen Daten der reinen Erfahrung. Die Frage kann hier niemals lauten.. aber man erkannte und sprach es aus. die sich sodann zu verschiedenen beobachtbaren Wirkungen zusammensetzen. ohne Hinzunahme irgend eines anderen Bestandteiles. während seine einzelnen Komponenten nur den Wert hypothetischer Ansätze besitzen. Sie setzt eine dingliche Welt. die sich lediglich kraft der Abstraktion in einzelne Teilbestände sondern läßt.

und unsere wirklichen empirisch-psychologischen Kenntnisse ihm die Erfüllung versagen. die begriffliche Mannigfaltigkeit der Beziehungen wiederum in die Einheit eines einzigen kausalen Ursprungs aufzulösen. aber es heißt.. Was der rein psychologischen Betrachtungsweise versagt blieb. 1905. so müssen die in ihnen hervorgerufenen Prozesse naturgemäß verschieden sein. „Wirken äußere Reize auf sie ein. Die allgemeinen Verhältnisbestimmungen. Aufl. erweisen sich eben damit als ein gemeinsamer des Empfindungsinhaltes als solchen. gleichviel welchem besonderen Gebiet sie angehören mag. wie die der Einheit und Mehrheit. Grundzüge der Psychologie. der Ähnlichkeit und Verschiedenheit. unbeschadet ihrer qualitativen Verschiedenheit. Die Sinnesorgane samt den ihnen zunächst zugehörigen nervösen Zentren stellen sich freilich zunächst als sehr verschieden gebaute und verschieden ausgestattete Apparate dar. für den nunmehr auch eine entsprechende Gemeinsamkeit in den zugehörigen physiologischen Prozessen zu fordern ist. als sie sich sämtlich aus demselben Material. soweit die physikalisch-chemische — — Bestand Ebbinghaus. E i n Rückweg scheint freilich noch übrig zu bleiben. S. ehrliche Armut dem Schein des Reichtums vorziehen"*. Diese Übereinstimmung in den physischen Grundlagen jeder Wahrnehmung. 462. des räumlichen Beisammens wie der zeitlichen Dauer als grundlegende. aus nervösen Elementen nach gewissen in sich übereinstimmenden Prinzipien aufbauen. Lpz. aber ist leicht aufweisbar. so müssen wir — — diesen Gebieten auch gewisse spezifische Beziehungen. „Natürlich heißt dies nicht" ein Vertreter dieser Ansicht „die Dinge erklären. Wie wir bestimmte Klassen einfacher Empfindungen als letzte Tatsachen annehmen wie nunmehr erklärt wurde neben müssen. aber sie bilden nichtsdestoweniger schließlich doch insofern eine Einheit. die sich an allen Empfindungen. nicht weiter reduzierbare Daten des Bewußtso bemerkt seins anerkennen. 2. 446 . gleichmäßig wiederfinden. scheint hier der physiologischen Erklärung und Deutung gelingen zu können. der uns gestattet.

deren nähere Angabe uns freilich noch nicht mög- besonderen — menden . um die Vorstellung der Gleichheit oder Verschiedenheit. daß wir ihre seelischen Wirkungen als etwas ganz Disparates. der Konstanz und Veränderung zugrunde liegen. die Erfassung der Beziehungen steht zwar nicht wie für die der einzelnen Sinnesqualitäten ein besonderes Organ zur Verfügung. der Identität oder Ähnlichkeit zu erklären. O. Aber zur selben Zeit müssen jene Prozesse auch gleich oder ähnlich ausfallen.Beschaffenheit der Reize und die ihr angepaßte Funktion der ersten Aufnahmeapparate verschieden ist. Hören. Eigenart der beim Sehen. sondern nur in den gemeinsamen Eigentümlichkeiten dieser Prozesse. dem wir zuvor bereits begegnet sind. . a. die auf den ersten Blick rein mit den Mitteln moderner naturwissenschaftlicher Auffassung operiert.. sich verändernd usw. daß uns alle diese Eindrücke je nach Umständen als dauernd oder intermittierend. offenbar auf die Gleichheit oder Verschieden- — Ebb nghau i 8 . bewußt werden" die den . Sollte indessen diese ursächliche Erklärung zugleich eine logische Deduktion der Geltung der Verhältnisbegriffe bedeuten. der Einheit und Mehrheit.. a.. aber nicht in sämtlichen. stecken also in ganz denselben Prozessen. In der Schmecken stattfindenden Erregungen liegt es. lenkt dennoch ihrem Prinzip nach wiederum in die Bahnen Für der Aristotelischen Lehre vom „Gemeinsinn" zurück. Anschauungen" des Raumes und der Zeit. die den Empfindungen zugeordnet sind. eine Art gemeinsamen Organs. Denn sie muß. Die nervösen Vorgänge. kraft dessen wir die realen Verhältnisse der äußeren Objekte in uns aufnehmen. Zügen derselben Erregungen. soweit nämlich in der Außenwelt die Verbindungsweise der Reize zu einem Ganzen und innerhalb der Sinnesorgane die Grundeigenschaften der nervösen Materie und die allgemeinen Konstruktionsprinzipien ihres Aufbaus dieselben sind . lich ist"*. Diese Erklärung. 447 . 442 f. Bitteres empfinden... wie Helles. S. wohl aber besteht auch hier. in den übereinstimLautes. so würde auch sie eben jenes vGTEQov TCQÖreqov in sich schließen.

gezogen werden. noch durch den Rückgang auf die objektiven physiologischen Ursachen zu ersetzen. Eine Identität oder Gemeinsamkeit in den äußeren Reizen reicht niemals hin. Der Psychologie der Empfindung tritt die Psychologie des Denkens gegenüber.und Verschiedenheitssetzung sind somit als solche niemals zu entbehren. enthält also bereits alle diejenigen kategorialen in sich. wenngleich die Art. wie sie einer sein — dem individuellen Subjekt freilich mag. das in ihrem ersten Ansatz zunächst vernachlässigt und zurückgedrängt war. Die Forderung bleibt bestehen. die von Anfang an von einer völlig andersartigen Formulierung des Problems und von einer neuen Wertordnung zwischen den „absoluten" und den . mungen Bestim- Der Wahrheitsgehalt dieser Bestimmungen muß vorausgesetzt werden. der hier vor allem in Frage steht. zum Bewußtsein kommen. daß sie in einer Betrachtungsweise. nur hypothetischen Erklärung zugänglich Weiterhin aber muß jede rein physiologische — Darstellung des Sachverhalts denjenigen Punkt im Dunkeln lassen. von dem hier ausgegangen wird. das sachlich Verschiedene a 1 s verschieden aufgefaßt werden. 448 . relativen" Elementen des Bewußtseins beherrscht wird.. ohne zu ihren hypothetischen Gründen zurückzugehen. Der Begriff des Seins.heit in den spezieller in den peripherischen und zentralen Organen der Wahrnehmung zurückgehen. Die reinen Bewußtseinsfunktionen der Einheits. aufgewiesen und dargestellt werden. der hier angenommen wird. damit es zu jener Loslösung des allgemeinen Anschauungsinhalts vom besonderen Empfindungsinhalt kommt. Von allen Seiten her werden wir somit immer deutlicher auf ein zweites großes Gebiet der psychologischen Untersuchung hingewiesen. um den correlativen Bewußtseinsausdruck dieser Verhältnisse zu erklären. auf dem Wege der psycho-physiologischen Ableitung aus ihm wiederum heraus- Dingen. die lediglich innerhalb der psychischen Phänomene selbst verharrt. Das physisch Gleiche muß als gleich erkannt und beurteilt. die nachträglich.

wenngleich er für sein Urteil über das Zahl Verhältnis eine bestimmte objektive Wahrheit und Gültigkeit in Anspruch nimmt. existieren nicht als zeitlich oder örtlich abgegrenzte Teile der psychischen oder physischen Wirklichkeit. der stellt neben ihnen nicht noch die Vierheit als ein besonderes Stück der Wirklichkeit vor. als Geruch oder Geschmack. zu schärferem Ausdruck gelangt. zu denken. Wir können freilich von Gleichheit oder Verschiedenheit. von welchem allem ja Verschiedenheit oder Einheit aussagbar ist ohne daß dadurch der eigentliche Sinn dieser Grundgedanken irgendwie berührt würde. Bedeutung Cassirer. um die es sich hier handelt. über den Qualitäten der verschiedenen Sinne bauen sich „Gegenstände höherer Ordnung" auf. die einander bestimmt gegenübertreten. die wir bestimmten Aussagen zuerkennen. es sich bereits deutlicher. sondern auf eine innere Umgestaltung ihres Begriffs hinzielen. Über den einfachen Empfindungen. Es sind nunmehr zwei Formen psychischer „Gegenstände". So treten allgemein den Beziehungen zwischen Existenzen reine Idealrelationen gegenüber: und diesem Unter- Etwas — — . fundierten Inhalte" Hier zeigt erfahren hat. ohne sie als Gleichheit oder Verschiedenheit. von Einheit oder Mehrheit nicht sprechen. und ihrer als Stütze bedürfen.. Wer vier wirkliche Gegenstände vorstellt. Die allgemeinen Probleme. schließt somit eine vollkommene Selbständigkeit ihrer eigenartigen nicht aus. die von jenen Elementarinhalten zwar getragen werden.II. daß die Fragen. als Begriff oder Urteil erscheinen. die diese Lehre in der Theorie der . nicht auf eine bloße Erweiterung ihres Gebiets. die den reinen Relationen in ihrem tatsächlichen Auftreten und gleichsam in ihrer psychischen Existenz anzuhaften scheint. sind in der Umbildung. die in der Lehre von den „Gestaltqualitäten" eingeschlossen sind. Aber als Einheit oder Mehrheit von dieses Etwas kann anderseits beliebig wechseln. Substanzbegriff 09 449 . Die allgemein gültigen Relationen. sondern sie „bestehen" schlechthin kraft der Notwendigkeit. Die Unselbständigkeit. die aber in ihnen nicht aufgehen. die damit in die Psychologie eintreten. es kann als Farbe oder Ton.

um in ihrer Wahrheit erfaßt zu werden. in welchem die Art der Abhängigkeit zwischen zwei Elementen a und b durch die „Natur" der Glieder selbst determiniert und eindeutig vorgeschrieben ist. 450 . die sich auf diese Gegenstände beziehen. der „Gegenstände Z. höherer Ordnting'* s.. bei e i n o n g vgl. dessen Elemente sich wechselseitig bedingen und fordern*. Während die psychischen „Phaenomene". 182 ff. gegenstände" zur Seite. wie Gleichheit oder Ähnlichkeit. immer das Urteil sich auf ein Objekt der tatsächlichen Wirklichkeit bezieht und an ihm eine einzelne Bestimmung bezeichnen und treffen will. steht an einem Punkte noch unter dem Einfluß der traditionellen Begriffsbildung. Von den idealen Relationen dieser Art sind Urteile möglich. Psychologie XXI. successiv durchlaufene Einzelfälle bedürfen. steht jedoch der andere Fall entgegen. Auch diese Theorie inde