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SUBSTANZBEGRIFF UND FUNKTIONSBEGRIFF
Untersuchungen über die Grundfragen
der Erkenntniskritik

von

ERNST CASSIRER

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VERLAG VON BRUNO CASSIRER BERLIN 1910

Vorwort.
Die erste Anregung zu den Untersuchungen, die dieser enthält, ist mir aus Studien zur Philosophie der Mathematik erwachsen. Indem ich versuchte, von Seiten der Logik aus einen Zugang zu den Grundbegriffen der Mathematik zu gewinnen, erwies es sich vor allem als notwendig, die Begriffsfunktion selbst näher zu zergliedern und auf ihre Voraussetzungen zurückzuführen. Hier aber machte sich

Band

alsbald eine eigentümliche

Schwierigkeit geltend:

die her-

kömmliche logische Lehre vom Begriff zeigte sich in ihren bekannten Hauptzügen als unzureichend, die Probleme, zu denen die Prinzipienlehre der Mathematik hinführt, auch nur
vollständig

zu bezeichnen.

Die exakte Wissenschaft

war hier, wie sich mir immer deutlicher zu ergeben schien, zu Fragen gelangt, für welche die Formensprache der traditionellen Logik kein genaues Correlat besitzt. Der sachliche Gehalt der mathematischen Erkenntnisse wies auf eine Grundform des Begriffs zurück, die in der Logik selbst nicht zu klarer Bezeichnung und Anerkennung gekommen war. Insbesondere waren es Untersuchungen über den Reihenbegriff und den Grenzbegriff (deren spezielles Ergebnis übrigens in die allgemeineren Erörterungen dieses Buches nicht aufgenommen werden konnte), die diese Überzeugung in mir befestigten und damit zu einer erneuten Analyse der Prinzipien
der Begriffsbildung selbst hindrängten. Allgemeinere Bedeutung gewann das Problem, das hierdurch bezeichnet war, freilich erst dann, als es sich zeigte, daß es sich keineswegs auf das Gebiet der Mathematik beschränkt, sondern von hier aus auf das Ganze der exakten Wissenschaften übergreift. Die Systematik dieser Wissenschaften

gewinnt eine verschiedene Gestalt,

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nacMem man

sie gleich-

sam unter verschiedenen logischen Perspektiven betrachtet. So mußte nunmehr der Versuch gemacht werden, von dem einmal gewonnenen Gesichtspunkt aus, den Formen der
Begriffsbildung in den einzelnen Disziplinen in der Arithmetik, wie in der Geometrie, in der Physik, wie in der Chemie Hier genügte es für den Gesamtzweck der nachzugehen. Untersuchung nicht, einzelne Beispiele aus den besonderen Wissenschaften zur Stütze der logischen Theorie heranzuziehen, sondern es mußte versucht werden, sie in der Gesamt-

Aufbaus zu verfolgen, um hierbei die Grundfunktion, von welcher dieser Aufbau beherrscht und zusammengehalten wird, immer bestimmter heraustreten zu lassen. Die Schwierigkeiten, die der Durchführung jedes derartigen Planes entgegentreten, habe /ich mir nicht verhehlt; wenn ich mich dennoch zuletzt entschloß, ihn in Angriff zu nehmen, so tat ich es, weil sich mir immer deutlicher zeigte, eine wie reiche und wichtige Vorarbeit für ihn in den Einzelwissenschaften selbst bereits geleistet, war \^ Immer bewußter und energischer hat sich insbesondere innerhalb der exakten Wissenschaften das Interesse der Forscher von den besonderen Zielen zu den philosophischen Grundlagen zurückgewandt. Hier gewinnt daher, wie immer man über die Ergebnisse dieser Forschungen im Einzelnen urteilen mag, die logische Aufgabe als solche überall eine reiche und unmittelbare Förderung, Die folgenden Darlegungen haben demgemäß überall gesucht, sich auf die geschichtliche Entwicklung der Wissenschaften selbst und auf die systematische Darstellung ihres Gehalts durch die großen Forscher zu stützen. So sehr sie von Anfang an darauf verzichten mußten, die Gesamtheit der Probleme, die sich hier aufdrängen, in ihre Betrachtung aufzunehmen, so sollte doch andererseits der spezielle logische Gesichtspunkt, unter welchem sie stehen, im Einzelnen bewährt und durchgeführt werden. Was der Begriff seiner einheitlichen Leistung nach ist und bedeutet, ließ sich nur aufweisen, wenn diese Leistung durch die wichtigsten wissenschaftlichen Problemgebiete hindurch verfolgt und in allgemeinen Umrissen dargestellt wurde.
heit ihres prinzipiellen einheitliche

,

VI

Eine neue und weitere Fassung erhielt die Aufgabe sodann, sobald von den rein logischen Grundbestimmungen zum Wirklichkeitserkenntnis fortgeBegriff der schritten wurde. Der ursprüngliche Gegensatz entfaltete sich jetzt zu einer Mehrheit verschiedener Probleme, die indes

durch den gemeinsamen Ausgangspunkt, von welchem

sie

ihren Anfang nehmen, auf einander hp'/raen und zu einer gedankimmer in der Geschichte lichen Einheit verknüpft sind. der Philosophie die Frage nach dem Verhältnis des Denkens und Seins, der Erkenntnis und der Wirklichkeit gestellt wird, da ist sie bereits in ihrem ersten Ansatz von bestimmten

Wo

logischen

Voraussetzungen, von einer bestimmten An-

sicht über die Natur des Begriffs und des Urteils geleitet und beherrscht. Jede Änderung in dieser Grundansicht muß daher mittelbar zugleich eine eingreifende Änderung jener allgeder meineh~Fragestellung nach sich ziehen. Das

System

keine isolierte „formale" Bestimmung, die nicht im Ganzen der Erkenntnisaufgaben und Lösungen weiterwirkte. Die Auffassung, die man einmal von der Grundform des Begriffs gewonnen hat, greift daher unmittelbar in die Beurteilung der sachlichen Fragen ein, die "man herkömmlicher Weise der ,, Erkenntniskritik" oder der „Metaphysik" zuweist. Wie diese Fragen sich vom Standpunkt der allgemeinen Ansicht, die in der Kritik der exakten Wissenschaft gewonnen wurde, umgestalten und wie damit zugleich ihre Lösung eine neue Richtung nimmt, versucht der zweite Teil des Buches zu zeigen. Beide Teile gehören daher, wiewohl sie ihrem Gehalt nach weit von einander abzustehen scheinen, der philosophischen Grundabsicht nach durchaus zusammen: sie suchen ein und dasselbe Problem darzustellen, das sich von einem festen Mittelpunkt aus immer mehr ausdehnt und immer weitere und konkretere Gebiete in seinen Kreis

Erkenntnis

duldet

aufnimmt.

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Berlin, im

Juli 1910.

Ernst Cassirer
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VII

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Die Zahl und II. — Reihenform und Reihenglied Der Begriff in der Aristotelischen Logik. theorie. — Die Stellung des Dingbegriffs im System der logischen Grundrelationen Das negative Verfahren der „Abstraktion". — Der Substanzbegriff in der Logik und Metaphysik Die psychologische Kritik des Begriffs (Berkeley).INHALTS-VERZEICHNIS. — Die Theorien von Helmholtz und Kronecker. Freges „Grundlagen der Arithmetik". — Elemente und Funktionen. — Gegenstände „erster" und „zweiter Ordnung". — Die metaphysischen Voraussetzungen der Aristotelischen Logik. Seite — Aufgabe und Natxir der Gattungsbegriffe. — Die Kritik der Abstraktionstheorien (Lambert Lotze). — Abstraktion und Reproduktion. u. I. Die Mängel der sensualistischen Ableitung. — Mängel der psychologischen Abstraktions— Die Formen der Reihenbildving. DINGBEGRIFFE UND RELATIONSBEGRIFFE. — Die Logik der Relationen. Erstes Kapitel: Zur Theorie der Begriffsbildimg. Das System der Arithmetik. — Die Mannigfaltigkeit der gegenständlichen „Intentionen". — Kritik der nominalistischen Ableitungsversuche — die „Vorstellung" . — Der Begriff der Progression. — Mills Analyse der mathematischen Begriffe. — Das Problem der Abstraktion. — — Vorstellungsinlialte und Vorstellungsakte Die logische Begründung des reinen Zahlbegriffs (Dedekind). — Die Psychologie der Abstraktion. — Der mathematische Begriff und seine „konkrete Allgemeinheit". 3 11 23 Zweites Kapitel: Die Zahlbcgriffe. — Die Zahl Ordnungszahl. — 35 als 46 IX . ERSTER TEIL.

. — Das Prinzip der Kontinuität bei Poncelet und Chasles.Analysis und Relations-Analysis. — Die Logik des Idealismus und das 119 System der Mathematik Das Problem der Metageometrie. — Die Zahl Ausdruck der Ordnvings.Geometrie. — Graßmanns Ausdehnungslehre und ihre logischen Prinzipien. — Seinswert und Verknüpfungswert der geometrischen Elemente 99 Metrische und projektive Geometrie. — Qualität reine und Quantität. — Der Begriff des Doppelverhältnisses. — Geometrische und arithmetrische Begründung. — Der Begriff des „Schnitts". die Geometrie. . — Die zwei „Erzeugungsprinzipe" der Zahl Zahlbegriff Seit und Klasaenbegi'iff . — Raumbegi'iff und Ordnungsbegriff. — Induktion und Analogie. — Das Imaginäre in der Geometrie. als als . begriffe. — Die Geometrie „Beziehungslehro" (Hilbert). Ivritik 57 Zalilbegriffs. als 70 Zalilen. 80 Drittes Kapitel: D«r Raumbe^^riff und I. (Cjuitor) . — Die Staudtsche Konstruktion. — Mächtigkeit und Äquivalenz. — Raumbegriff und Zahlbegriff. II. — Geometrie und Gruppentheorie 112 Die Kombinatorik reine „Formenlehre" (Leibniz). — Die Formen des Calculs. — Die Voraussetzungen des Klassenbegi'iffs. — Gattungsbegriff und Relationsbegriff — Gauß' Theorie der negaDie Erweiterungen des tiven und imaginären Zahlen. — Der Begriff und Gestalt. — Infinitesimal. — Pasch's empiristisches System. — Rationale und empirische Begründung der geometrischen Begriffe. — der „Klassen"Theorien. — Die Synthese der erzeugenden Relationen. — Die Erschaffung der transfiniten Ordnungszahlen. — Dedekinds Erklärung der Irrationalzahl. — Die projektive Metrik (Cayhiy und Klein). — Die logische Definition der Null und der Eins. — Größen und Funktionen Die 88 Die Geometrie der Lage. IV. — Die Methodik der antiken Geometrie. L«kge.III. — Ordnung vmd Maß.und Reihenform — Der Begriff der Das Problem der transfiniten Mächtigkeit. III. — Formbegriffe und Reihen— Das Grundprinzip der analytischen Geometrie. IV. — Russeis Theorie der Kardinalzahl. — Infinitesimal. — Idealismus und Empirismus. — Anschauung und Denken in den — Steiner und Poncelet — Prinzipien der Geometrie der Die Abhängigkeit geometrischer Gestalten — Der Begriff der „Korrelation".

Der Begriff Die Voraussetzungen des Zählens und Messens. — Atomistik und Zahlenlehre. — Der Substanzbegriff in der Ionischen Naturphilosophie. Die Bewegung als matheDas „Subjekt" der Bewegung. — P. — Der Erfahrungsbegriff der mathematischen Physik. I — — die physikalische „Theorie". — Begriff der Konstanten." — — 148 — — — Idealistische und empiristische Deutung der Grenzbegriffe.mathematische imd der sinnliche Raum. — Die Bewährung der physikaliscVien Hypothesen 184 Das Motiv der Reihenbildung — Die physikalischen Reihen— Zahlbegriff und Naturbegriff 195 Die Entwicklung des Dingbegriffs. und die ontologische „Hypothese" IV. — Das Problem der Zeitmessung. Wirklichkeit — Die begrifflichen — Geometrie und Seite 132 Viertes Kapitel: Die naturwissenschaftliche Begriffsbildung. Der geometrische Begriff der Bewegung. 152 matische „Idee. Das physikalische „Faktum" und physikalischen „Messung". — Die logische Naturbegriff Verhältnis von Wahrheit und Wirklichkeit Das Problem der physikalischen Methode und seine Geschichte. Galileis XI . — Das Ideal der reinen Beschreibimg II. Naturbegriffe und Konstruktionsbegriffe. Die Voraussetzungen der Hypothesen und Naturgesetze. — Der Begriff der Hypothese bei Kepler und Newton. I. Grundbestinimungen des reinen Raumes. Robert Mayers Methodik der naturwissenschaftlichen Erkenntnis. — Die Gex<. Der Grenzbegriff und seine Bedeutimg für die Naturerkenntnis. — Teleologie und Mathematik. 161 — und Zweckbegriff. du Bois Reymonds Theorie. — Der Stoß der Atome und das Postulat der Kontinuität.ännung der Maßeinheiten. 17. Der Erfahrungsbegriff des Altertums (Piaton und Protagoras). — Das System der Gattungsbegriffe und die Physik der sinnlichen Qualitäten (Bacon) 200 Das System der Atomistik. — Das Problem der „Existenz". des Mechanismus. — Begründung des Atombegriffs. — III. — Der Atombegriff und die Differentialrechnung. — Die Verdinglichung der sinnlichen Qualitäten (Anaxagoras und — Chemie und Alchymie. — Das „einfache" Atom bei Boscovich und Fechner. Aristoteles).S — V. — Die Wandlungen des Atombegriffs 205 l')er begriffe.

Der Grundbegri«? der Äquivalenz. — Der Atombegriffs. 287 dische System der Elemente.intoUigiblo" Raum: Newton und Leibniz. — Heinrich Hertz' Sj-stem der Mecheuiik. Der Maßbegriff — — ^ — Energie als reiner R^ lationsbegriff. -^ Die Entwicklung des chemischen Verhältnisbegriff. — Der Atomd Das Problem der Bej^iffsbildung in der Chemie. — Physik und Ontologie.. Neumanns der Körper Alpha. Rickerts Theorie der natxirwissenschaftlichen Begriffsbildung... — Daltons Gesetz der multiplen Proportionen. „Chemischer" und Typenbegriffs. Qualitativ». — Raum und Zeit mathematische Ideale. Der Ersatz des absoluten — — Raumes durch den Fixsternhimmel. — — — IX. begriff imd als Oi^Jnungsbegriff.Der Begriff der Materie und der Begriff des Äthers. „Wü'kUche" und „nicht wirkliche" Elemente in den physikalischen — — Die Seite Objektbegriffen — Materie und Idee 216 Newtons Begriffe des VT. jj^iff als „regulative" Gebrauch des A. Der naturwissenschaftliche Begriff und die „W^irklichkeit". Der Begriff ier Energie. — Absoluter und idealer Raum.>der".. der Arbeit. .. Der Begriff des „Radikals" und die 281 Theorie der „zusammengesetzten Radikale" Momente des chemischen — — — Die logischen Das perioDie Umbildung der chemischen Systemform. — Konstruktionen und KonvenIvritik : — als tionen.. Chemie und Mathematik . — des Streintz'schen Versuches. Das Bezugssystem der reinen Mechanik. Das Abstraktionsproblom in der modernen Logik. . Die Forderung der Homogeneität — — — — — — — — — . Richter). VIII. — — XII . Die Energie als DingEnergetik und Mechanik. logische Form der physikalischen Objektbegriffe. — Das Trägheitsgesetz. 226 Der Ener{ obegriff i'nd die SinnesVII. — Die Theorie C. Die Methode der physikalischen „Abstraktion" (Rankines Ableitung der Energetik). >(J. — Streintz' Begriff des . 'vtnbegriffs 270 Der Begriff der Valenz und die ^Vypentheorie. 249 „Begriffe" und „Bi.Fundamentalkörpers". „molekularer" Typtis. — Das Gesetz der der sinnlichen bestimmten Proportionen D.Die Die formalen Voraxissetzungon der Energetik. — Der absolute und der . qualitäten. Energiebegriff und Zahlbe^Tiff. . Die Pöduktion in der chemischen Begriffsbildung. — Die Chemie diePhlogistontheorie. Die Begriffe des Raumes imd der Zeit absoluten Raumes und der absoluten Zeit.

313 Induktion und Analysis. — Wortbedeutungen und mathematische Begriffe. — Gesetze und Konstanten. Die Relations.und Erfahrungsurteile. Das „Gedankenexperiment". — Die „Integration" des Einzelfalles. Die Zerlegung in „Relationsschichten". DAS SYSTEM DER RELATIONSBEGRIFFE UND DAS PROBLEM DER WIRKLICHKEIT. Die Grundform der Erfahrung. Das Experiment als Mittel der Analyse. „kompositive" und „resolutive" Methode. — GrößenKritik der Rickertschen Theorie. — Das Postulat der notwendigen Bestimmtheit. — Wahrnehmung oind Urteilsfunktion. — Der Einzelfall und das — Die Voraussetzung der To— Die Theorie des empirischen Urteils bei der Locke und Mach. Das Problem des „Einzelfalles". — Die Erfahrung Aggregat und System. — — Materiale und formale Konti— Die „Invariantentheorie der 351 Erfahrung" und der Begriff des „Apriori" XIII . — talität Fälle. „Isolation" und „Superposition". Der Begriff des „Grundes" und die mathematischen Notwendigkeits-Relationen. — Das Der Begriff Problem der naturwissenschaftlichen Konstanten. als als Seite werte und Größenverhältnisse 292 ZWEITER TEIL. — Das Allgemeine und das Besondere. III.— Begriff und Anschauung. — Das „Ewigkeitsmoment" in den empirischen Urteilen. Das Grundverhältnis der „allgemeinen" und der „besonderen" Relationen. Problem der Induktion.Synthese in der Mathematik und in der Erfahrtmgswissenschaft. — Diskrete und kontinuierliche „Ganze". — Induktion mid Invariantentheorie. Gresetz. — Die begrifflichen Voraussetzungen des „Naturobjekts". — Der Begriff Reihenprinzip. — Wahrnehmvmgs. Die beiden Grundtypen des Wissens 334 — — — — — — — • — . - als als Induktion und Analogie II. — Ausdruck von Einzelverhältnissen. nuität der Erfahrungsphasen. Das Problem der Naturgesetze. Fünftes Kapitel: Zum I. Die Konstanz und Eindeutigkeit des Geschehens. Gesetze und Regeln.

„Projektion" und „Selektion" . Der Begriff der Materie und gebene" und die Denkfunktion. m. Beharrlichkeit und WiederDer holbarkeit. Die Organisation der Erfahrung. Das Problem der „Transscendenz". Der Begriff der Objektivität und das Problem des Raumes. Das „Transscendieren" der sinnlichen Empfindung Der Begriff der „Repräsentation". Die Einheit des Der physikalische Begriff der Wirklichkeit.. Verhältnis von Wahrheit und Wirklichkeit II. Die Wechselbeziehung der „Form" und der „Materie" der Er- — XIV . Die „objektiven" Voraussetzungen des Ichbegriffs. Die Funktionsformen der rationalen und empirischen Erkenntnis. — — — — — — — — — — — — — 359 — — — — — — — — — — — — 373 380 — — — — — — — — — — 389 — — — physikalischen Weltbildes 402 Siebentes Kapitel: SubjektiTität und Objektivität der Relationsbegriffe. Die Stufenfolge in den Graden der Objektivität. falsche Begriff der „Subjektivität". Der Begriff Der Gegenstand und die Denknotwondigkeit.Seite Sechstes Kapitel: Der Begriff der Wirklichkeit Die Scheidung der „subjektiven" und der „objektiven" WirkDie Bedeutung des Objektbegriffs. Die Korrelation des Ichbewußtseins und des Gegenstandsbewußtseins und der „kritische Realismus". Die Subjektivierung der Sinnesqualitäten. Helmholtz' Theorie der „Relativität".. das Transscendenzproblem Das Gesetzliche der Zeichen und Bild. Die Umbildung des Repräaentationsbegriffs. Begriff und Wahrnehmung bei Helmholtz. Erscheinung. Die Projektionstheorie und ihre Mängel. Die logische Abstufung der Erfahrungsinlialte. Die „Ähnlichkeit" des Bewußtseins und des Gegenstandes. Gegenstand und Urteilsfunktion. Veränderliche und dauernde Erfahrungselemente. lichkeit. Die Gegendes Denkens im System des kritischen Idealismus. Logische und ontologische Fassung des Relativitätsgedankens. Die Forderung der Kontinuität des „Gegenstandes". Das „Geständlichkeit innerhalb der reinen Mathematik. Die Entstehiuig der Raumvorstellung. IV Die Zeichentheorie. Das Problem der „Lokalisation". Der Reihenbegriff und der empirische Gegenstand. I. Die Theorie der sinnlichen „Species". Die Gliederung in Objektivitätskreise. Der Fortschritt zUm „Ganzen der Erfahrung". Dfis Problem des „Transsubjektiven"..

bei Leibniz und Tetens Der Begriff des „Einfachen" — 433 Das Die Verdinglichung der „einfachen" Empfindungen. — Die WirkHchkeit als „projektierte Einheit". Die logischen Relationen vmd das Problem des Selbstbewußtseins. Die Funktionen der — — — — — Logik und Psychologie der Relationen 449 XV . — Wahrheit und NützHchkeit. Wahrnehmungsmoment und Urteilsmoment. — Die Psychologie des Denkens. „Phänomenale" und „metaphänomenale" Gegenstände. I. Die psychologische Theorie der Gestaltqualitäten. — Der Wahrheitsbegriff der modernen Mathematik Die Relationsbegriffe und die Aktivität des Ich. — Aristoteles' vom Koivöv. — Die Psychologie der „Verhältnisgedanken" in der neueren Psychologie. Seit« 410 421 Achtes Kapitel: Zur Psychologie der Relationen. — Kontinuität und Konvergenz der Erfahrungsphasen. — Die Doppelform des Begriffs kenntnis. Lehre — Piatons Psychologie der Relationsbegriffe. — Leibniz und Bolzano. Problem der „Gestaltqualität". Der Streit zwischen Empirismus und — Zuordnung und Verknüpfung. „Empfindungen" nnd „Anschauungen" 439 — — — IL Meinongs Theorie der „fundierten Inhalte". — Das Problem des Pragmatismus. . Die „Gegenstände höherer Ordnung". — Die UnvoUendbarkeit der Erfahrung und der kritische Wahrheitsbegriff. Die Psychologie der Raumvorstellung.— Der Bestand der „ewigen Wahrheiten". . — Nativismus.

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Ernst Cassirer Substanzbegriff und Funktionsbegriff 4 .

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Erster Teil Dingbegriffe und Relationsbegriffe .

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daß hier der stetige sichere Gang der Wissenschaft endgültig erreicht sei. wie sie seit Aristoteles keinen Schritt rückwärts tat. die die Hauptlehren der In der Logik in ihr erfahren haben. daß die Logik. bekundet sich nach außen hin vielleicht nirgends deutlicher.Erstes Kapitel Zur Theorie der Begriffsbildung Die neue Stellung. Von der Arbeit. eigentlichen Leben. während auf der andern Seite jene neuen Von dem — Cassirer. Überall zeigt sie sich von neuen Fragestellungen erfüllt und von neuen gedanklichen Tendenzen beherrscht. als in der Umbildung. die die Jahrhunderte hier für die Formulierung der Grundlehren geleistet haben. scheint mehr und mehr abzubröckeln. die die Philosophie der Gegenwart allmählich zu den Grundlagen des theoretischen Wissens gewinnt. Standpunkte und Lehrmeinungen richDas Urteil Kants. allein schien die philosophische Gedankenentwicklung endlich in ihr schien ein zu einem sicheren Halt gelangt zu sein. Gebiet abgegrenzt zu sein. so auch keinen Schritt vorwärts zu tun vermochte. mußte unter diesem Gesichtspunkt als eine und Bestätigung ihres eigentümlichen Gewißheitscharakters gelten. so ergibt sich auch für die formale Logik alsbald ein anderes Bild. Substanzbegriff 1 1* 3 . den die wissenschaftliche Entwicklung in den letzten Jahrzehnten genommen hat. gesichert blieb. die sich immer von neuem gegen die verschiedenen erkenntnis- formalen Logik — theoretischen teten. schien somit bewährt und befestigt. von der steten Umgestaltung alles gegenständlichen Wissens unberührt schien sie allein sich gleichförmig und einförmig zu behaupten. das gegen alle die Zweifel. Selbst die weitere Betrachtung. Verfolgt man indessen genauer den Gang.

aber verlangt zuDer gleich eine erneute Prüfung ihrer Voraussetzungen. sondern erweitert sich zu einer allgemeinen Betrachtung. die der Theorie des Beder logischen Erkenntnisse zugewiesen wird. gemeinsame Zielpunkt. Damit aber wird die Logik zugleich aus ihrer Absonderung befreit und wiederum konkreten Aufgaben und Leistungen zugeführt. dem verschieden- artige logische Fragestellungen. vom Wesen und von der Gliederung des Seins bedingt die Auffassung der Grundformen des Denkens. auf welchen diese letztere ruht. die man zuvor gesondert zu verfolgen pflegte. Der systematische Zusammenhang. weist auf diesen Zusammenhang zurück. Denn der Gesichtskreis der modernen Mannigfaltigkeitslehre bleibt nicht auf die rein mathematischen Probleme beschränkt. die grundlegende griffs im Aufbau . In der weiteren — Ausbildung der Logik beginnen sich freilich die Beziehungen n t o1 o gi e zu der speziellen Form der Aristotelischen zu lockern. die sich bis in die spezielle Methodik der Naturerkenntnis hinein erstreckt und bewährt. Die modernen Bestrebungen zur Reform der Logik haben freilich versucht. Die Aristotelische Logik ist in ihren allgemeinen Prinzipien der getreue Ausdruck und Spiegel der Aristotelischen Metaphysik. gleichmäßig zustreben und durch dtn sie ihre ideelle Einheit empfangen. in welchen die Logik auf diese Weise einbezogen wird. die sich aus der Berührung mit der allgemeinen mathematischen Mannig- faltigkeitslehre diese Lehre als der Immer mehr erweist sich ergeben. Schein unbedingter Sicherheit schwindet.großen Gebiete von Problemen hervortreten. die Kritik beginnt nunmehr sich auch solchen Lehren zuzuwenden. die selbst gegenüber tiefen prinzipiellen Wandlungen des allgemeinen Erkenntnisideals ihren geschichtlichen Bestand fortdauernd und scheinbar unverändert zu behaupten vermochten. Erst im Zusammenhang mit den Überzeugungen. läßt auch sie sich Die Auffassung in ihren eigentlichen Motiven verstehen. aber die Verknüpfung mit ihren allgemeinen Grundanschauungen bleibt nichtsdestoweniger erhalten und tritt an bestimmten Wendepunkten der geschichtlichen Entwicklung immer von neuem Schon in charakteristischer Deutlichkeit hervor. Bedeutung.

die durch den gemeinsamen Besitz ein und derselben Eigenschaft gekennzeichnet sind. Die Vorherrschaft des Begriffs. durch die Einzeldinge hindurchziehen. die' fortschreitend auf den höheren Stufen wiederholen. aus dieser Fülle der auf diesen : • individuellen Einzelexistenzen einer Mehrheit diejenigen Momente heraus- von ihnen gemeinsam zugehören. Die Hauptzüge dieser Lehre sind bekannt und bedürfen keiner eingehenden Darlegung. So schlicht und klar sind ihre Voraussetzungen. Aber so fruchtbar sich dieser Gesichtspunkt auch erwies. Alle kritischen Versuche einer Umformung der Logik müssen sich daher zunächst einen Punkt konzentrieren die Kritik der formalen Logik faßt sich in eine Kritik der allgemeinen Lehre von der Begriffsbildung zusammen. nicht dauernd in voller Reinheit zu behaupten. von der die alte Einteilung beherrscht war. so vermochte er sich doch gegenüber der systematischen Tendenz. die die gewöhnliche Weltansicht durchgehend braucht und betätigt. unter dem^auch all jene Neuerungsversuche noch standen. indem sie der Lehre vom Begriff die Lehre vom Urteil vorangehen lassen. war somit implicit wiederum anerkannt: nicht der sachliche Schwerpunkt des Systems. Indem wir auf diese Weise die Objekte. Die wesentlichen Funktionen. Nichts anderes wird in der Tat vorausgesetzt. zu Klassen vereinigen und dieses Verfahren zuheben. machte sich alsbald darin geltend. die das Denken hierbei betätigt. so sehr stimmen sie mit den Grundannahmen überein. entsteht uns allmählich eine immer festere Ordnung und Gliederung des Seins je nach der Abstufung der sachlichen Ähnlich* keiten. Der gedankliche Zwang. die man zu beseitigen suchte. die sich . sondern nur die äußere Gliederung seiner Elemente hatte sich verschoben.die überlieferte Rangordnung der Probleme an diesem Punkte umzukehren. als das Dasein der Dinge selbst in ihrer zunächst unübersehbaren Mannigfaltigkeit und das Vermögen des Geistes. daß in die Urteilslehre selbst sich immer wiederum Züge eindrängten. die nur aus der herkömmlichen Theorie des Gattungsbegriffs völlig zu verstehen und zu begründen waren. daß sich für eine kritische Nachprüfung hier kaum irgendwo eine Handhabe darzubieten scheint.

im symmetrischen und asymmetrischen Trapez und Trapezoid tatsächlich vorfindet und die sich hier unmittelbar anschaulich aufweisen läßt*. So wird durch diese Aufund dies scheint ihr eigentümlicher Vorzug und ihre — % Rhombus und Rhomboid. z. die sich im Quadrat und Rechteck. Buchen und Birken usw. während anderseits innerhalb dieser höchsten Gattung durch solche Eigenschaften.ert werden. in welchen diese Objekte übereinkommen.sind also lediglich die des Vergleichens und Unterscheidens gegebener sinnlicher Mannigfaltigkeiten. Der Begriff tritt der sinnlichen Wirklichkeit nicht als ein Fremdartiges gegenüber. Jede Reihe vergleichbarer Objekte besitzt einen höchsten Gattungsbegriff. indem wir aus der Gesamtheit der Eichen. die Menge der gemeinsamen Merkmale herausheben. die zwischen den besonderen Objekten hin und her geht. Wie wir den Begriff des Baumes bilden.i Die bekannten Hauptsätze der Begriffstheorie ergeben sich auf dieser Grundlage von selbst. 16ff. .Überweg. der alle die Bestimmungen. der Logik. völlig auf gleicher Stufe. was in ihr unmittelbar enthalten ist. Die Begriffe der exakten mathematischen Wissenschaft stehen in dieser Hinsicht mit den Begriffen der beschreibenden Wissenschaften. die es lediglich mit der übersichtlichen Ordnung und Klassifikation des Gegebenen zu tun haben. indem wir eine Beschaffenheit isolieren. indem man auf ein bestimmtes * Vgl.. im — Beimischung mit ungleichartigen Bestandteilen und heraushebt. führt von selbst zur Abstraktion. 4.. in sich faßt. so bilden wir in genau derselben Weise etwa den Begriff des ebenen Vierecks.. die eben diese verwandten Züge losgelöst von aller rein für sich erfaßt fassung Rechtfertigung zu sein die Einheit des natürlichen Weltbildes nirgends gestört und gefährdet. Neue Leipzig 1875. System Darstellting der Logik. sondern er bildet einen Teil eben dieser Wirklichkeit selbst. § B. Artbegriffe verschieden hoher Stufe defini. einen Auszug dessen. Wie man von einer Art zur höheren Gattung emporsteigt. Die Reflexion. in denen sie übereinstimmen. § 51 ff. um sich der wesentlichen Züge. die nur einem Teil der verglichenen Elemente zugehören. zu versichern. Bonn 1857. Aufl. Drobiöch.

Merkmal. ist dies. kraft dessen jeglicher beliebige Denksich . die eben in ihrem allumfassenden Sein. Anzahl Umfang inhalt unter sie fällt. während hier umgekehrt die scharfen Grenzen sich zu verwischen scheinen. auf welches diese Methode der Begriffsbildung schließlich hinausführt. verzichtet und damit ein größeres Gebiet von Objekten in den Umkreis der Betrachtung aufnimmt. endet nach oben hin in der abstrakten Vorstellung des „Etwas". — während sie abnehmen wird. wenn diese durch den Aufstieg zu einer höheren Gattung vermehrt. die wir kraft dieses Verfahrens aufbauen. Schritte die Forderung erfüllten. der hier gewiesen wird. Dem weiteren entspricht daher eine fortschreitende Beschränkung des Inhalts. gänzlich ins Leere fällt: so müssen sich auch gegen den gesamten Weg. Und selbst vom immanenten mung Bestim- j' . Wenn das Ziel. keinerlei auszeichnende Eigentümlichkeit und Bestimmtheit mehr besitzen. je weiter wir das angegebene logische Verfahren verfolgen. das bis dahin festgehalten wurde. deutung Lehre — Be- y^ An diesem Punkte indes. so vollzieht sich umgekehrt die Besonderung der Gattung durch die fortschreitende Hinzufügung neuer inhaltlicher Momente. muß sich sogleich der erste Zweifel gegen ihre ausnahmslose Geltung und Anwendbarkeit regen. zugleich von jeder spezifischen gänzlich entleert ist. Bedenken erheben. konkret-wissenschaftliche Begriffsbildung zu stellen pflegen. wenn die einzelnen. Die „Begriffspyramide". Ein derartiger Abschluß bliebe unverständlich. so wird diese Größe wachsen. zu denen wir gelangen können. Was wir vom wissenschaftlichen Begriff zunächst verlangen und erwarten. vermindert. zu dem die traditionelle logische vom Begriff mit innerer Notwendigkeit hingedrängt wird. daß er an Stelle der ursprünglichen Unbestimmtheit und Vieldeutigkeit des Vorstellungsinhalts eine scharfe und eindeutige setzt. die man dem Begriff untergeordnet denkt. wenn man vom höheren Begriff zum niedrigeren herabsteigt und damit die Anzahl der Arten. die wir an jede fruchtbare. so daß schließlich die allgemeinsten Begriffe. Nennt man demnach die Anzahl der Merkmale eines Begriffs die Größe seines Inhalts. einer Vorstellung.

die uns vorliegt. wird auch hier wiederum durch die Aristotelische Metaphysik gemeinsamen — — 8 . In der Tat verbürgt uns nichts. indem er den Grund seiner besonderen Gestaltung aufdeckt und für sich hinstellt. Wenn wir um ein drastisches Beispiel L o t z e s zu gebrauchen Kirschen und Fleisch unter die Merkmalgruppe rötlicher. daß die allgemeine formale Vorschrift für sich allein nicht genügt. so ist klar. Somit zeigt es sich. eßbarer Körper unterordnen. Der höhere Begriff will den niederen verständlich machen. die die Gesamtstruktur der Glieder des Komplexes beherrschen und nach sich bestimmen. so gelangen wir hiermit zu keinem gültigen logischen Begriff. die in der Logik zurückbleibt. wesentliches" Moment sein. daß durch eine derartige Reduktion an die Stelle der ursprünglichen anschauein bloßer Teilbestand geDieser Teil aber erhebt den Anspruch.Standpunkt der formalen Logik aus entsteht sogleich ein neues Problem. und gleichsam die Vernichtung ihrer Eigenart bedeuten wollte. sondern zu einer nichtssagenden Wortverbindung. daß vielmehr überall zu ihrer Ergänzung stillschweigend auf ein anderes gedankliches Kriterium zurückgegriffen wird. Wenn alle Begriffsbildung darin besteht. die für die Erfassung der besonderen Fälle nichts bedeutet und leistet. Wert verlieren. auch die eigentlich charakteristischen Züge enthalten. von deren Betrachtung er ausgeht. daß dieses Ziel wahrhaft erreicht wird. daß wir von einer Mehrheit von Objekten. sondern ein . soll nicht nur ein beliebig herausgegriffener Teil. während wir alle übrigen fallen lassen. Die herkömmliche Vorschrift für die Bildung der Gattungsbegriffe aber enthält in sich keinerlei Gewähr. die wir aus einem beliebigen Komplex von Objekten herausheben. saftiger..\ Der Akt der Negation soll vielmehr der Ausdruck einer durchaus positiven Leistung sein: was zurückbleibt. das Ganze zu beherrschen und zu erklären. er lediglich die Aufhebung der besonderen Fälle. daß die Merkmale. Der Begriff würde jeglichen lichen treten Gesamtheit wenn ist. Im System des Aristoteles liegt dieses Kriterium deutlich zutage: die Lücke. durch das das Ganze bestimmt wird. nur die übereinstimmenden Merkmale herausheben.

aus denen sie hervorgehen und denen gemäß sie sich gestalten. Zu den metaphysischen Voraussetzungen der Aristotelischen Logik Geschichte der Logik im Abendlande I delenburg. auf den auch die rein logischen Theorien des Aristoteles dauernd bezogen bleiben. y Grundbegriff * vgl. von der ihre Entwicklung geleitet ist. 2. Die echten und letzten Gemeinsamkeiten der Dinge sind zugleich die schöpferischen Kräfte. bos. nach welchem die einzelne Lebensform hinstrebt. Trenr . wenn nicht der Gedanke zugrunde läge. 1 1 . . Pr an M . besonderen Gestaltungen die allgemeine Prägung verleiht. Für Aristoteles zum mindesten ist der Begriff kein bloßes sub' jektives Schema. daß dasjenige. richtig . zugleich die reale Form sei. was auf diese Weise gewonnen wird. So ist es dieser der Substanz. II. die den kausalen und teleologischen Zusammenhang der Einzeldinge verbürgt. sondern endet. geleitet. aie Syllogistik des Aristoteles. Das Denken isoliert nur den A r t t y p u s der in der einzelnen konkreten Wirklichkeit als tätiger Faktor enthalten ist und der den mannigfaltigen. Geschichte der Kategorienlohre H. 183 ff. Das vollständige System der wissenschaftlichen Definitionen wäre zugleich der vollständige Ausdruck der substanziellen Kräfte. Die logische Form der Begriffsbildung und der Definition kann nur im Hinblick auf diese Grundverhältnisse des Realen festgestellt werden. S. Die biologische Gattung bezeichnet zugleich das Ziel. die die Wirklichkeit beherrschen *. in welchem wir die gemeinsamen Elemente einer beliebigen Gruppe von Dingen zusammenfassen. in der Feststellung der realen Wesensbegriffe. Der Prozeß der Vergleichung der Dinge und ihrer Zusammenfassung nach übereinstimmenden Merkmalen.. kraft dessen die reale Substanz sich successiv in ihre besonderen Seinsweisen entfaltet. Diese Heraushebung des Gemeinsamen bliebe ein leeres Spiel der Vorstellung.alsbald ergänzt und ausgefüllt. Die Bestimmung des Begriffs durch seine nächsthöhere Gattung und durch die spezifische Differenz gibt den Fortschritt wieder. Tübingen 1900. das beide Gebiete aneinander kettet. Die . wie er sich zunächst in der Sprache ausdrückt. Die Lehre vom Begriff ist das eigentliche Bindeglied. wie die immanente Kraft. führt nicht ins Unbestimmte.

in Zustände an einem Subjekt oder an einer Mehrheit von Subjekten umdeuten lassen. für sich bestehenden Wirklichkeiten. und Qualität. daß hier in der Regel die Verhältnisse oder Beziehungen zu den . In den Handbüchern der formalen Logik bekundet sich diese Ansicht darin.. Das kategoriale Grundverhältnis des Dinges zu seinen Eigenschaften bleibt fortan der leitende Gesichtspunkt. das primär vorhanden sein muß. das Sein der begrifflichen Synthese von dem des konkreten Subjekts ausdrücklich getrennt.Die spezifische Fassung der Aristotelischen Logik ist somit bedingt durch die spezifische Fassung seines Seinsbegriffs. sie kann ihm nur nachträgliche und äußere Modifikationen zufügen. der in all den mannigfachen Wandlungen. Natur" nicht berühren. die sie erfahren hat. die seine eigentliche . von der dinglichen Existenz. Raum.» ist es die / 10 . Dennoch bleibt in all diesen Versuchen einer schärferen Gliederung der logische Vorrang des Substanzbegriffs unbestritten. durch Vermittlungen irgendwelcher Art. Nur an einem festen dinglichen Substrat. Damit aber gewinnt die Aristotelische Lehre von der Begriffsbildung einen charakteristischen Zug. diese Vor allem aber Kategorie der Relation.außerluten. So wird denn auch von ihm das Sein. die durch diese metaphysische Grundlehre des Aristoteles zu einer abhängigen Die und untergeordneten Stellung herabgedrückt wird. Relation bleibt dem eigentlichen Wesensbegriff gegenüber unselbständig. Zwar hat Aristoteles selbst verschiedene Arten und Bedeutungen des Seins voneinander klar geschieden: Aufgabe seiner KategorienSonderung des Seins in seine verschiedenen Unterarten zu verfolgen und deutlich zu machen. Nur an gegebenen und existierenden Substanzen sind die mannigfachen Seinsbestimmungen denkbar.und Zeitbestimmungen bestehen nicht an und für sich. das die bloße Beziehung im Urteil bezeichnet. können die logisch-grammatischen Arten des Seins Quantität überhaupt ihren realen Halt und Grund finden. während alle relativen Bestimmungen nur insofern in Betracht gezogen werden.. als sie sich zuletzt. sondern lediglich als Eigenschaften an abso- und es ist die wesentliche lehre. unverändert geblieben ist.

Man kann es bei Berkeley bis ins einzelne verfolgen. während die Frage nach ihrer gültigen logischen Definition außer Betracht bleibt. innerlich unverständlich. abstrakten" Begriffs bringt hier. Hier tritt bereits eine methodische Sonderung von eingreifender Bedeutung hervor: je nach dem verschiedenen Wertverhältnis. wie durch ein stillschweigendes Übereinkommen der streitenden Parteien feststeht. so radikal sie auf den ersten Blick erscheinen mag. Die Realität der „Universalien" steht in Frage: was aber ohne allen Zweifel. daß die wesentliche prinzipielle Voraussetzung. keine wahrhafte Umwandlung.. so erkennt man ferner. daß der Begriff als universale Gattung. die somit in seiner Definition ohne Schaden fortbleiben können. Ohne diese beiderseitige Grundvoraussetzung wäre aller Streit darüber. auch die speziellen Grundlehren der Peripatetischen Metaphysik überdauert hat. ob jenes Gemeinsame eine gesonderte tatsächliche Existenz besitze oder nur in und mit den Sonderdingen. auf die Aristoteles seine Logik gründet. die ins- besondere in der modernen wissenschaftlichen Entwicklung einander gegenüberstehen.wesentlichen" Merkmalen eines Begriffs gerechnet werden. unterscheiden sich wie sich immer deutlicher zeigen wird die beiden — — typischen Hauptformen der Logik. wie sehr seine Skepsis gegen den Wert und die Leistungsfähigkeit des abstrakten Begriffs zugleich den dogmatischen Glauben an die Gültigkeit der gewöhnlichen Erklärung des Begriffs in sich schließt. Begriffsrealismus" gerade an diesem entscheidenden Punkte wirkungslos geblieben.. das zwischen Dingbegriff und Relationsbegriff angenommen wird. / Legt man diesen allgemeinsten Maßstab zugrunde. 11 . Daß der echte wissenschaftliche Begriff./ Und auch die psychologische Kritik des . als anschauliches Moment sich aufweisen lasse. Der Streit zwischen Nominalismus und Realismus betrifft nur die Frage nach der metaphysischen Wirklichkeit der Begriffe. In der Tat ist aller Kampf gegen den Aristotelischen . als gemeinsamer Bestandteil in einer Reihe gleichartiger oder ähnlicher Einzeldinge aufzufassen ist. ist eben dies.

m. § 51. Der Prozeß ist gleichsam nur in eine andere Dimension versetzt. stellungen einen Teil ihres Inhalts gemeinsam haben. a. Waren es zuvor die äußeren Dinge. ** Vgl. während sein allgemeiner Ablauf und seine Struktur die gleichen Wenn mehrere zusammengesetzte Vorgeblieben sind. indem gewisse Momente in lediglich eine ihm durch einseitige Richtung der. Den „substantiellen Formen". erksamkeit betont und von ihrer Umgebung schärfer abgehoben werden. als sie ihnen in dieser scholastischen Erklärung zugewiesen wird: dieser Gedanke wird nicht erfaßt*. 12 I .. Überweg. so wird nunmehr das gleiche Verfahren nur auf die Vorstellungen als ihre seelischen Korrelate übertragen. a. B. Näheres liiorüber in in der Philosophie und Wissenschaft der neueren meiner Schrift über das Erkenntnisproblem Zeit. In der Tat ist in der psychologischen Ableitung des Begriffs das traditionelle Schema nicht sowohl verändert. absoluten". als vielmehr nur auf ein anderes Gebiet übertragen. in dem lediglich die übereinstimmenden Bestimmungen festgehalten. O.die Begriffe der und möglicherweise eine andere Aufgabe und Leistung zu erfüllen haben. sondern bestimmte Einteilung des bereits vorhandenen Vorstellungsbestandes erreicht. artigen ein * Inhalt. 219 ff. Bd. daß nur diese . die bei Aristoteles das letzte Ziel dieser vergleichenden Tätigkeit darstellen. Es wird auf diese Weise kein neues Gebilde von selbständiger und eigenartiger Bedeutung geschaffen. die verglichen und aus denen ein gemeinsamer Bestand herausgehoben werden sollte.Auf.. Wiederum wird die hindurchziehen. z. alle anderen dagegen verdrängt sind**. entsprechen nunmehr bestimmte Grundelemente. die sich durch das gesamte Gebiet der Wahrnehmungen und . so entsteht aus ihnen nach den bekannten psychologischen Gesetzen der Miterregung und Verschmelzung des Gleich- daß insbesondere Mathematik Physik . Berlin 1907. für sich bestehenden Elemente den eigentlichen Kern des Gegebenen und „Wirklichen" ausmachen.Perzeptionen*' Und noch schärfer und nachdrücklicher Behauptung hervor. II. indem er aus dem Gebiet des Physischen in das des Psychischen übergetreten ist.) tritt jetzt die * S.

. Das Bewußtsein des Begriffs löst sich für die psychologische Analyse in das Bewußtsein einer Vorstellung oder eines Vorstellungsteils auf. die in ihrer Leistung beschränkt ist. da diese Glieder nur in individueller Besonderung gegeben sein können.» Denn diese Bestimmungen bleiben nicht auf den einzelnen Moment der Wahrnehmung beschränkt. daß der eigentliche positive Bestand jeder Beziehung doch immer nur in den einzelnen Gliedern liege. auch von einer allgemeinen Bedeutung der Relation keine Rede sein könne*. denn als Teil eines konkreten Vorstellungsbildes und mit allen Merkmalen eines solchen Vorstellungsbildes behaftet. durch neu Reproduktion * Mill. Indem diese Spuren. 2. daß unsere Aufmerksamkeit.Rolle der Relation so weit als möglich beschränkt gegen Hamilton. sind. Stuart Mill ausdrücklich. Psychologie der Abstraktion" enthält somit den eigentlichen Schlüssel für den logischen Gehalt jeglicher Begriffsform. Der Begriff existiert nicht anders. bes. der bei aller Anerkennung der Berkeleyschen : Theorie dennoch auf die eigentümliche Leistung des beziehenden Denkens hinweist. 319. Aufl. ** Vgl. Abstrakte Gegenstände entstehen in jedem vorstellenden Wesen. 88 ff. London 1865. niemals das Ganze dieses Bildes vollständig zu erleuchten vermag und sich notgedrungen auf einen bloßen Auszug beschränken muß.. Logik. Die schlichte Fähigkeit der einmal gegebener Vorstellungsinhalte ist es. S. An Examination of Sir William Hamiltons Philosophy. und daß somit. was ihm den Schein selbständigen Wertes und einer unabhängigen psychologischen Eigenart verleiht. die assoziativ mit irgendeinem Wortbild oder einem anderen sinnlichen Zeichen verbunden Die . S. Erdmann. sondern hinterlassen irgendwelche Spuren ihres Bestandes in dem physisch-psychischen Subjekt. ist lediglich der Umstand. dem sich in wiederholten Wahrnehmungen gleiche Bestimmungen des Wahrgenommenen dargeboten haben**. die durch sie verknüpft werden.. betont J. 13 . 65 ff. auf welche dieser Gehalt schließlich zurückgeht. die in dem Zeitraum zwischen der wirklichen Wahrnehmung und der Erinnerung als unbewußt anzusehen sind. B.

der allem Streit der Lehrmeinungen zunächst entzogen scheint. ihre Verschmelzung zu einem einheitlichen untrennbaren Ganzen. von denen hier die Rede ist. es bildet schließlich nur noch einen schattenhaften Hintergrund. Bleibt man im Umkreis dieses Problems stehen. so zeigt sich hier in der Tat eine gemeinsame Grundüberzeugung. der somit seinem Ursprung wie seiner Funktion nach nichts anderes als ein Inbegriff von Gedächtnisresiduen ist. Die Wirklichkeit dieser Residuen erweist sich darin. beginnt nunmehr die eigentliche methodische Schwierigkeit. nicht mehr sein wollen als VorsteUungsinhalte. der dem des bildet . so wird doch durch Fassung und der Inhalt des rein logischen Problems nicht berührt. macht das psychologische Wesen des Begriffs aus. Verdichtung Wirksam- — \ — „Konzeptualismus" nahe verwandt ist: die sachlichen und sprachlichen Abstrakta können aus den Wahrnehmungsinhalten abgeleitet werden. die uns von den Wahrnehmungen wirklicher Dinge und Vorgänge zurückgeblieben sind. mehr zurück. gerade an diesem Punkt. daß sie im Wahrnehmungsakt selbst eine eigentümliche und selbständige keit ausüben. So wichtig indessen dieser Unterschied vom Standpunkt erscheinen mag. So stehen wir hier wie von den Vertretern dieser Anschauung gelegentlich selbst betont wird auf einem Standpunkt. daß die . Die fortschreitende dieser übereinstimmenden Züge.auftretende Reize ähnlicher Art wiederum erweckt werden. weil sie in ihnen als konstante gemeinsame Bestandteile aktuell enthalten sind. Ist die Theorie des Begriffs. die in allen Umgestaltungen der Frage Aber unverändert und scheinbar unangreifbar beharrt. während die Gegenstände. sich allmählich ein immer festerer Zusammenhang zwischen den gleichartigen Elementen successiver WahrDas Unterscheidende tritt mehr und nehmungen heraus. Nur darin besteht der Unterschied der ontologischen und der psychologischen Betrachtungsweise. Dinge" der mittelalterlichen Scholastik das im Denken abgebildete Seiende bedeuten. von dem sich um so deutlicher die konstanten Züge abheben.. sofern jeder neu auftretende Inhalt ihnen gemäß aufgefaßt und umgedeutet wird. die der ihn Metaphysik die 14 % .

die lediglich die Nachbildung irgendwelcher tatsächlicher Züge in der gegebenen Wirklichkeit der Dinge sein wollen. des Pferdes. eine freie Produktion bestimmter Relations-Zusammenhänge gegenüber. Der Begriff des Punktes. der Linie. Abstraktion" tritt daher hier ein eigener Akt des Denkens. Abstraktion" aus ihm herauslösen.. scheiden sich von den empirischen. sind die Gattungsbegriffe der beschreibenden und klassiDie „Form" des Ölbaums. durch die gedankliche Feststellung eines konstruktiven Zusammenhangs entstehen. indem aus einem einfachen Akt der Setzung durch fortschreitende Synthese eine systematische Verknüpfung von Denkgebilden hervorgebracht wird.hier entwickelt wurde. die die exakte Wissenschaft liefert. erst zu schaffen. /Die „Begriffe". Der bloßen . Die mathematischen Begriffe. die Aristoteles letzten Endes sucht und auf die sein Interesse vornehmlich gerichtet ist. die durch genetische Definition. er das Gebiet der biologischen Betrachtung verläßt. des Löwen gilt es zu ermitteln und festzusetzen. Insbesondere sind es die Begriffe der Geometrie. die von Anfang an der Einordnung in das gewöhnliche Schema widerstehen. die den Gegenstand der Betrachtung bildet. so handelt es sich im ersteren umgekehrt darum. da vermag sich seine Theorie des Begriffs alsbald nicht mehr völlig natürlich und zwanglos zu entfalten. sprachlichen oder begrifflichen Ausdruck zusammengezogen werden soll. der Fläche läßt sich nicht als unmittelbarer Teilbestand des physisch vorhandenen Körpers aufweisen und sich somit nicht durch einfache .. Wenn im letzteren Falle die Mannigfaltigkeit der Dinge an und für sich vorhanden ist und nur auf einen abgekürzten. die Mannigfaltigkeit. das in den konkreten Wissenschaften geübt wird? Umfaßt und beherrscht sie alle Einzelzüge dieses Verfahrens und vermag sie sie in ihrem Zusammenhang wie in ihrer spezifischen Besonderung darzustellen ? Für die Ari- stotelische Theorie zum mindesten muß diese Frage verneint werden. fizierenden Naturwissenschaft. ein zureichendes und getreues Abbild des Verfahrens. Schon gegenüber diesen einfachsten Beispielen. daß die logische sich daher die logische 15 . Es ist begreiflich. sieht Wo Technik vor eine neue Aufgabe gestellt.

daß 1 + 1 = 2 ist.. die gerade jenen speund Messens im ziellen Erfahrungen des Z ä h 1 e n s Ganzen unserer Erkenntnis eignet. diesen Gegensatz zu verwischen: denn an diesem Punkt entscheidet sich die Frage nach ihrem Wert und ihrer inneren Einheit. daß ein Ding in dem Augenblick. in einer Welt etwa. Impression" mit dem Aufhören der anderen unlöslich So scheinen kraft dieser Erklärungsweise verbunden ist. Hier wird vorerst auf die Genauigkeit und Treue der Phantasiebilder hingewiesen. immer wieder versucht hat. 16 So sucht etwa Erklärungsprinzips zu M i 1 1 . Charakter. der auch die mathematischen Begriffe und Wahrheiten lediglich als den Ausdruck konkreter physischer Tatbestände zu deuten. Die Lehre von der Abstraktion verliert hier entweder ihre universelle logischen die Gültigkeit oder den spezifischen. Die reproduzierte Vorstellung ist in diesem Falle der ursprünglichen. beschreibt lediglich eine Erfahrung. wenn M i 1 1 weiterhin versucht.Abstraktionstheorie. den Wert und die eigentümliche Bedeutsamkeit zu begründen. Das gleiche gilt von den Axiomen über räumliche Verhältnisse: ein „rundes Viereck" beißt uns nur darum ein widersprechender Begriff. in der durch die Verbindung zweier Dinge jedesmal von selbst ein drittes entstünde. Aber diese Auffassung versagt. um Einheit des obersten . zu deren Gunsten er unternommen wird. das der Geometer entwahren. die sich uns in der Zusammenfügung von Dingen aufgedrängt hat. das Bild. in allen Stücken ähnlich. Der Satz. Aber dieser Versuch selbst führt alsbald zu einer Umbildung und Selbstzersetzung der Theorie. in welchem es die Eigenschaft der Rundheit annimmt. wie uns eine vielfältige Erfahrung gezeigt hat. er würde in einer anders gearteten Welt von Objekten. die wir von den räumlichen und zahlenmäßigen Verhältnissen bewahren. jede Bedeutung und Gültigkeit verlieren.rstellungsb i 1 d e r n aufgelöst. die Eigenschaft der Viereckigkeit verliert. so daß der Beginn der einen . Geometrie und Arithmetik von neuem in bloße Aussagen über bestimmte Gruppen von Vo. ihr ursprünglich eignete. weil es sich uns in ausnahmsloser Erfahrung gezeigt hat. bis in ihre moderne Gestaltung hinein.

entspricht in seinen Einzelheiten vollständig dem nach welchem es entworfen ist. Auf der einen Seite wird aller Nachdruck auf die Ähnlichkeit zwischen den mathematischen Ideen und den ursprünglichen Impressionen gelegt.wirft. 7 th edit. sondern ursprünglichen Eindruck. das wir entwerfen können. die mit den Definitionen der Geometrie genau übereinstimmen es gibt keinen Punkt ohne Größe. Cap. Und nicht nur die aktuelle Wirklichkeit. M i 1 1 A System London 1868.. daß eine derartige Ähnlichkeit zum mindesten für diejenigen Gebilde. wird jetzt darauf zurückgeführt. sondern nur mit Beziehungen zwischen hypothetischen Gebilden zu tun haben. begreifen" wir niemals eine Linie ohne Breite.. dessen Radien sämtlich gleich sind. Es gibt keine realen Dinge..i daß wir. 2 Cassirer. Aber diese Erklärung wird alsbald von einer anderen gekreuzt. wie diese Doppelerklärung sich selbst aufhebt. geometrischen oder arithmetischen Wahrheiten zu gelangen. Buch II. Die eigenartige „deduktive" Gewißheit. Nicht minder aber als die physische ist auch die psychische Existenz den Gegenständen der geometrischen Definitionen versagt. 5 und „Begriffe" definiert und ausgezeichnet of Logic. Denn auch in unserem Geiste findet sich niemals die Vorstellung eines mathematischen Punktes. keinen Kreis. die in der allein mathematischen Wissenschaft als . sondern immer nur die der kleinsten sinnlichen Ausdehnung. Buch III. Man sieht sogleich. da doch jedes geistige Bild. auch hier . die wir den mathematischen Sätzen zuschreiben. auf der anderen aber zeigt sich sogleich. um zu neuen So erscheint es begreiflich. nicht jedesmal erneuerter Wahrnehmungen physischer Objekte bedürfen: das Gedächtnisbild vermag dank seiner Schärfe und Klarheit den sinnlichen Gegenstand selbst zu ersetzen. uns immer nur Linien von bestimmter Breite zeigt*. selbst * Vgl. Cap. Substanzbegriff 17 . : selbst die Möglichkeit derartiger Inhalte muß vom Standpunkt unserer Erfahrung aus bestritten werden: sie ist zum mindesten durch die physische Beschaffenheit unseres Planeten. daß wir es in diesen Sätzen niemals mit Aussagen über konkrete Tatsachen. 24. keine vollkommen gerade Linie. wenn nicht durch die des Universums ausgeschlossen.

wenn man sich von den rein mathematischen Begriffen zu denen der theoretischen Physik hinüberwendet. weil sie in der Gesamtheit dieser Tatsachen kein konkretes Gegenbild beDie „Abstraktion". zuletzt in sich das gleiche Problem. indem die „Ähnlichkeiten" der Dinge allmählich das Übergewicht über ihre Verschiedenheit erlangen Funktionen i Umformung — — — Gattungen * Näheres s. wie sie bisher verstanden wurde. so birgt doch das naive Weltbild selbst. Verfolgt man die Art und den Weg dieser Umbildung. Denn auch sie weisen in ihrem Ursprung wie sich im einzelnen verfolgen läßt den gleichen Prozeß der der konkret sinnlichen Wirklichkeit auf. wie Mills eigene Entwicklungen lehren. Abstraktion" nicht bezeichnet. sondern setzt in ihm nur bestimmte Grenzlinien und Einteilungen.. bes. Cap. IV. auch sie wollen nicht lediglich Abbilder des Wahrnehmungssondern bestandes schaffen. Und dieses Ergebnis bestätigt sich auch dann. Diese Gebilde können nicht durch bloße Aussonderung aus den Tatsachen der Natur und der Vorstellung gewonnen sein. // 18 . verändert in der Tat den Bestand des Bewußtseins und der gegenständlichen Wirklichkeit nicht.werden. die bestimmten theoretischen Bedingungen entspricht*. 1 scheidet die Bestandteile des Sinneseindrucks. sinnlichen Mannigfaltigkeit eine andere setzen. Aber selbst. geschweige begründet werden. nicht besteht und nicht bestehen kann. an Stelle der. aber sie fügt ihnen kein neues Datum hinzu. In den Definitionen der reinen Mathematik aber ist. den die traditionelle Lehre nicht zu rechtfertigen vermag. als vielmehr umgestaltet und durch eine andersartige Ordnung ersetzt. so hebt sich ein gegliedertes System streng unterschiedener gedanklicher heraus. die durch das einförmige Schema der . sie sitzen. die Welt der sinnlichen Dinge und Vorstellungen nicht sowohl wiedergegeben. auf das die traditionelle logische Auffassung sich vornehmlich beruft und stützt. so heben sich hierbei bestimmte Formen der Beziehung. wenn man von der Form der exakten Begriffe zunächst absieht. Die Begriffe der mannigfachen Arten und sollen uns entstehen.

g wenn seine Glieder nicht beziehungslos nebeneinanderstehen. unbewußten" Spuren.. einen gegenwärtigen Inhalt auf einen vergangenen zu beziehen und beide in irgendeiner Hinsicht als identisch zu erfassen.dank ihres häufigen Auftretens. Diese Synthese. besitzt in den verglichenen Inhalten selbst kein unmittelbares sinnliches Korrelat. sondern gemäß einer erzeugenden Grundrelation von einem 2* 19 . Daß die . daß die Wahrnehmungen sich für die logische Betrachtung in „Ähnlichkeitsreihen" ordnen lassen. Ohne einen derartigen Prozeß der Aufreihung. kann vielmehr der gleiche sinnliche Stoff in sehr verAuch die schiedene begriffliche Formen gefaßt werden. Psychologie der Abstraktion muß zunächst die Forderung stellen. ohne das Durchlaufen der verschiedenen Momente könnte das Bewußtsein ihrer generischen Zusammengehörigkeit und somit der abstrakte Gegenstand nicht entstehen. so lange gleichgültig. in der sie sich vollzieht. wird eine eigentümliche Funktion zugestanden.« Damit aber ist zunächst als Grundlage aller „Abstraktion" ein Akt der Identifikation anerkannt. festgestellt wird. sich dem v während die individuellen Unterschiede. Wir nennen ein Mannigfaltiges Anschauung begrifflich gefaßt und geordnet. und durch das die Art der Abhängigkeit. die gleiche Festigkeit und Die Ähnlichkeit der Dauer nicht zu gewinnen vermögen. die die beiden zeitlich getrennten Zustände miteinander verknüpft und in eins setzt. einem neuen Eindruck tatsächlich gleichartig sind. Somit zeigt es sich auch von dieser Seite. Dem Denken sie allein. Dinge aber vermag offenbar nur dann fruchtbar und wirksam zu werden. die zwischen jedem Glied und dem nächstfolgenden besteht. als beide Elemente nicht als ähnlich erkannt sind. die von einem früheren Wahrnehmungsbild in uns zurückgeblieben sind. daß alle Begriffsbildung an eine bestimmte der Form Reihen- bild u n der gebunden ist. nach dem er erfolgt. Je nach der verschiedenen Art und Richtung. bleibt für den Prozeß. wenn sie als solche erfaßt und beurteilt wird. Dieser Übergang von Glied zu Glied aber setzt offenbar ein Prinzip voraus. — indem Geiste einprägen. um den es sich hier handelt. da sie von Fall zu Fall wechseln.

mit der sie aus der Fülle der möglichen Prinzipien wechselseitiger logischer Zuordnung lediglich das Prinzip der herausgreift. ohne daß damit das entscheidende Moment der eindeutigen Ableijedes Moments aus dem vorhergehenden aufgehoben Gegenstand. Man eigentliche erkennt in diesem Zusammenhange. Die „Vergleichung" der In/ 20 . die die spezifische Form des Begriffs ausmacht. die damit geschaffen wird. die die logische Charakteristik des Begriffs nicht berührt. In Wahrheit wird sich zeigen. in denen zwischen jedem Glied und dem darauf folgenden obwaltet. und für die der Begriff nur der Ausdruck und die Hülle ist. die bei aller Veränderlichkeit der Einzelinhalte festgehalten wird. nach den verschiedensten Gesichtspunkten abgestuft sein kann: sofern nur der leitende Gesichtspunkt selbst in seiner qualitativen Eigenart. Entscheidend ist in jedem Falle lediglich die Notwendigkeits-Relation. Vorstellungsbild tung wäre. ist es. im Aufbau der Reihe So können wir etwa neben unverändert festgehalten ist. daß der Mangel der Abstraktionstheorie in der Einseitigkeit Ähnlichkeit besteht. nicht die Gattungs Vorstellung.bestimmten Anfangsglied aus gehen. ist lediglich eine psychologische Nebenfrage. die sich unter besonderen Umständen nebenher einstellen mag. So führt die Analyse der Abstraktionstheorie selbst auf ein tieferes Problem zurück. um begrifflich erfaßt und geordnet zu heißen.. Ähnlichkeitsreihen. Die Entstehung eines derartigen Gemeinbildes kann durch die Art der erzeugenden Relation ausgeschlossen sein. Ob aus der Festhaltung dieser Identität der Beziehung dagegen zuletzt ein abstrakter ein allgemeines sich entwickelt. in dem die ähnlichen Züge vereint sind. die aber in die Definition nicht als wirksamer Bestandteil eingeht. nach räumlichen und zeitlichen Beziehungen oder nach ihrer kausalen Abhängigkeit geordnet denken. ein bestimmter Grad des Unterschiedes so können wir die Glieder nach Gleichheit oder Ungleichheit. nach Zahl und Größe. in Die Identität dieser notwendiger Folge hervorerzeugenden Relation. in deren einzelnen Inhalten ein gemeinsamer Bestandteil gleichförmig wiederkehrt. Reihen setzen. daß eine Reihe von Inhalten.

Wahrheit aber ist der Zusammenhang der Glieder einer Reihe durch den Besitz einer gemeinsamen . gleichviel an welchen Gliedern sie . b. und Funktionen. c. b). Die Verknüpfung der Glieder wird in jedem Falle durch irgendein allgemeines Gesetz der geschaffen. Und die eigentliche Aufgabe. sich darstellt. sondern es ist die Regel des Fortschritts.und Tast- Element empfindungen erscheinen. als beschränke sich die Aufgabe des Denkens darauf. so kann es freilich scheinen. ist nicht selbst ein neues Element. Druck. ist zunächst nur ein vager vieldeutiger Ausdruck. daß Ähnlichkeit oder Unähnlichkeit nicht als ein eigenes der Sinnesempfindung neben Farbe und Ton. » Ist dies einmal geschehen. mit Teilen eben dieses Wahrnehmungsinhalts selbst verwechselt. . .. .von der hier die Rede ist. Was den Elementen der Reihe a. daß die . die der logischen Theorie gegenüber einem bestimmten Begriff zukommt. der die Schwierigkeit der Frage In Wahrheit sind es sehr verschiedene k a t e verdeckt. Das gewöhnliche Schema der Begriffsbildung bedarf daher auch in seiner äußeren Gestalt einer eingreifenden Umformung: denn in ihm sind die dinglichen Eigenschaften und die reinen Momente der Beziehung unterschiedslos miteinander verquickt und auf ein und dieselbe Stufe gestellt. aus einer Reihe von Wahrnehmungen a «. . ihren Zusammenhalt verleiht. diese Funktionen in ihrer Eigen- tümlichkeit darzulegen und ihre formalen Grundmomente zu entwickeln. Zuordnung .. aß. die hier unter einem bloßen goriale Sammelnamen vereinigt sind. Und doch lehrt schon die einfache psychologische Besinnung. . Die Funktion F(a. F(b. Gleichheit" zwischen irgendwelchen Inhalten nicht selbst wiederum als ein neuer Inhalt gegeben ist. a 7 In das gemeinsame Element a herauszulösen. c) . kraft dessen eine durchgängige Regel der Abfolge festgestellt wird. Eigenschaft" nur ein sehr spezielles Beispiel der logisch-möglichen Zusammenhänge überhaupt. auf welchen alle Bestimmtheit des Wahrnehmungsinhalts beruht. das mit ihnen sachlich verschmolzen wäre. die die Art 21 . besteht eben darin. . die als ein und dieselbe festgehalten wird. Die Abstraktionstheorie verdunkelt diese Aufgabe. indem sie die kategorialen Formen. halte.

die ver- schiedenen von ihnen gemeinsam sein können: das bildet hier die selbstverständliche Grundannahme. Die kategorialen Akte. wenn nicht in seiner fertigen Gestalt. Daß Objekte als Zusammenfassungen einzelner Merkmale gegeben sind und daß die Gesamtgruppen derartiger Ganzen Merkmale sich in Teile und Unterteile gliedern. daß wir hier bei einem bloßen Anfang stehen. muß es auch sogleich deutlich werden. daß sie die Inhalte. die in der gewöhnlichen Lehre von der Entstehung der Gattungsbegriffe zur Anwendung kommen. haben wir ihn. Sobald dies aber erkannt ist. aus welchen der Begriff sich entwickeln soll. so doch in seiner grundlegenden Funktion bereits voraus- unverbundene gesetzt. die ihr gemäß entsteht und sich entwickelt. Es ist einerseits die Kategorie des und seiner Teile. » Was der : Theorie der Abstraktion Halt verleiht. ist augenscheinlich nicht selbst als Glied der Reihe aufzeigbar. Die Einheit des Begriffsinhalts kann somit aus den besonderen Elementen des Umfangs nur in der Weise . an denen diese logische Vorwegnahme unmittelbar deutlich wird. sondern vorweggenommen: denn indem wir einer Mannigfaltigkeit eine Ordnung und einen Zusammenhang ihrer Elemente zusprechen. Begriff" aber ist damit nicht abgeleitet. daß wir uns a n ihnen der spezifischen Regel. durch die sie in Beziehung stehen. selbst nicht als Besonderheiten voraussetzt. In Wahrheit aber ist damit das „Gegebene" nicht lediglich beschrieben..der Abhängigkeit zwischen den aufeinanderfolgenden Gliedern festsetzt. durch bloße Summierung oder Fortlassung von Teilen zusammensetzen. die wir durch den Begriff des Ganzen und des Teils. Der . daß wir diese Regel aus ihnen. des Dinges und seiner Eigenschaften bezeichnen.. sondern gemäß einem bestimmten begrifflichen Gegensatz beurteilt und geformt. Zwei verschiedene Richtungen der Betrachtung sind es vor allem. stehen • 22 . anderseits die Kategorie des Dinges und seiner Eigenschaften. sondern sie bereits stillschweigend in der Form einer geordneten Mannigfaltigkeit denkt. ist somit lediglich der Umstand. bewußt werden nicht aber derart. abstrahiert" werden. der über sich selbst hinausweist.

die unserm Geist eignet. daß das Denken. völlig scharf bestimmt. von hier aus seine Einzelheiten zu bestimmen. die individuellen Unterschiede der Fälle. die tatsächlich immer vorhanden sind. unter dem eingeschränkten Gesichtspunkt stimmter Beziehungen. daß die Erinnerungsvorstellung mit einem neu auftretenden Eindruck als völlig gleichartig aufgefaßt würde und so mit ihm zu einer Einheit verschmelzen könnte. die in der naiven Weltansicht bevorzugt sind. die uns von vergangenen Wahrnehmungen zurückgeblieben sind. so zeigt sich das paradoxe Ergebnis. indem es von den niederen Begriffen zu höheren und umfassenderen aufsteigt. wirklich zu erfassen. einen Gesamtplan dieses Systems verschafft haben. einen Überblick über das Ganze möglicher Weisen der Verknüpfung zu gewinnen. sondern gehören einem System logischer Kategorien an. daß wir in der reinen Mathematik ein Wissensgebiet besitzen. nicht möglich ist es bedagegen. in welchem und deren Beschaffenheiten prinzipiell abvon gesehen wird. ist es. das sie indessen keineswegs vollständig aus- messen und erschöpfen. an denen wir zunächst festhielten. An diesem Punkt enthüllt sich zugleich eine neue und allgemeinere Schwierigkeit. sich hierbei in bloßen bewegt. Wir können versuchen. die die traditionelle logische Lehre Wenn wir lediglich der Vorschrift folgen. indessen Grundbegriffen daher auch nicht irgendwelche Gemeinsamkeiten der Dinge festgehalten sein können. würden sie uns den entschwundenen Inhalt des Bewußtseins in seiner ganzen konkreten Lebendigkeit zurückrufen. Der wesentliche Akt. so könnte es niemals dahin kommen.nicht isoliert. Die Kategorie des Dinges erweist sich hierzu schon dadurch als untauglich. für den Aufstieg vom Besonderen zum Allgemeinen gegeben wird. nachdem wir uns. die ihn zur Begriffsbildung befähigt. fallen lassen. daß wir von ihnen absehen und sie als gleichgültig aus dem Kreise der Betrachtung ausscheiden. der hierbei vorausgesetzt wird. daß wir gewisse Bestimmtheiten. in einer allgemeinen logischen Theorie der Relationen. die hier bedroht. Erst die Unsicherheit der Re- Dingen Negationen 23 . Die glückliche Gabe des Vergessens. Wären alle Erinnerungsbilder. seine Unfähigkeit. soll darin bestehen.

an Stelle der individuellen Anschauung ein verallgemeinerndes Gesamtbild. so gelangt man demnach zu dem seltsamen Ergebnis. Logik. daß in ihnen die der speziellen Fälle.. so hat dies lediglich den Sinn und die Tendenz. Hält man an dfeser Auffassung fest.. f. sondern sie aus der allgemeinen Formel herleiten zu können. Gegen eine derartige Konsequenz aber schützt wiederum derjenigen Wissenschaft. 24 . Ma Man i e r . Jahrhunderts geführt wurde. der in der Philosophie des 18. Aufl. vgl. Statt zu einer tieferen Erfassung ihres Gehalts und ihrer Struktur würden wir nur zu einem oberflächlichen Schema gelangen. in welchem alle eigentümlichen Züge des besonderen Falles ausgelöscht wären.. sowie 168 ff. an Stelle der wirklichen Wahrnehmung ihre verstümmelten und verblaßten Reste zu setzen*. S. In dem methodischen Kampf um die Grenzen der Mathematik und Ontologie. nur dazu dient. 50 Psychologie des emotionalen Denkens. B. durch die Betrachtung mathematische . hierzu z. die wir an die gegebene Anschauung wenden. Sigw^art. sondern nur seine verschwimmenden Umrisse festhält. in welcher die Schärfe und Klarheit der Begriffsbildung ihre höchste Stufe erreicht. ist denn auch dieses Verhältnis gelegentlich zu besonders prägnantem und glücklichem Ausdrück gelangt. die niemals das Ganze des früheren Eindrucks. nicht aufgehoben. Allgemeinbegriffe". Diese Möglichkeit der Hecleitimg ~äber ist bei den logischen Schulbegriffen nicht ersichtlich: denn da diese. gemäß der gewöhnlichen Vorschrift. 2. sie uns mehr und mehr zu entfremden. für die sie angewendet werden sollen. In der Tat scheidet sich an diesem Punkt aufs deutlichste der Begriff vom o n t o logischen Begriff. die spezielleren Fälle nicht nur alle zu haben. sondern in aller Strenge aufrecht erhalten wird. daß alle logische Arbeit. ermöglicht diese Zusammenfassung an und für sich ungleichartiger Elemente. m Bestimmtheit * H.Produktion. Tübingen 1908. Wenn der Mathematiker seine Formeln allgemeiner macht. So beginnt alle Begriffsbildung damit. In seiner Kritik der Logik der Wolffischen Schule bezeichnet es L a b e r t als den entscheidenden Vorzug der mathematischen . S.

sondern in kontinuierlicher Verknüpfung mit anderen. der vermag aus ihm alle mathematischen Verhältnisse. 25 . abzuleiten. Bd. so wurde die Wiederherstellung der besonderen Momente und Gesichtspunkte den Gehalt des Begriffs selbst aufzuheben scheinen. also in seiner tieferen systematischen Bedeutung erfaßt. die ihren Ausdruck im bloßen sprachlichen findet. der in ihr auftritt. während er anderseits dieses Problem nicht isoliert. die er unter sich faßt. sondern er sucht das Auftreten und den Zusammenhang eben dieser Besonderheiten als zu erweisen. Anlage zur Architektonik oder Theorie des Einfachen \ind des Ersten in der philosophischen und mathematischen Erkenntnis. der Ellipse usw. II. Lambert. wer ihn besitzt. Diese schlichte Bemerkung enthält in der Tat den Keim zu einer tiefen und folgenreichen Unterscheidung. * S. 422 f. sondern als völlig bestimmte Stufen im allgemeinen Prozeß der Veränderung fixiert und festgehalten. gegenüber-v Der echte Begriff läßt die Eigentümlichkeiten und Besonderheiten der Inhalte. So können wir von einer allgemeinen mathematischen Formel etwa von der Formel der Kurven zweiter Ordnung zu den speziellen geometrischen Gebilden des Kreises. Der allgemeine Begriff erweist sich hier zugleich als der inhaltsreichere. m. daß er sie nicht mehr wiederzufinden und noch weniger die Abwechslungen. Das Ideal des wissenschaftlichen Begriffs tritt hier der schematischen Gattungsvorstellung. Vgl. die Bestimmung des Spezialen aus dem Allgemeinen dagegen desto schwerer: denn beim Abstrahieren hat er alle Sondermerkmale derart fortgelassen.P hilosophen" das Abstrahieren freilich sehr leicht. indem wir einen bestimmten Parameter. deren sie fähig sind. So wird dem . die an dem besonderen Wortzeichen notwendig — — Problem auftreten.. Die Einzelfälle sind nicht von der Betrachtung ausgeschieden. § 193 ff. S. gelangen. als veränderlich betrachten und ihn eine stetige Reihe von Größenwerten durchlaufen lassen. ist eine universelle Regel für die Verknüpfung des Besonderen selbst. Schrift über das Erkenntnisproblem in der Philosophie und Wissenschaft der neueren Zeit. Was er gibt. genau abzuzählen vermag*. Riga 1771. nicht achtlos beiseite.Weglassen des Besonderen entstanden sein sollen.

alle Artunterschiede fallen läßt. je fester dieser Zusammenhang nach Gesetzen sich knüpft. Das- 26 . Neuere Darstellungen der formalen Logik haben versucht. und von denen die eine durch 2. 2. an und für sich gedacht. sie sind zugleich konkret. wo z nur die Werte 0. deren Summe gleich 25. Denn sie sind allgemein. höheren" Raumformen emporsteigen. indem wir sie durch ein durchgreifendes Gesetz verbunden denken. wenn man z successiv die bezeichneten vier Werte gibt. die uns vorliegt. da auf diese Weise erst das gesamte axiomatische Gefüge dieses unseres Raumes sich in voller Deutlichkeit heraushebt. aus diesen Formen die gesuchten Zahlen selbst als Arten derselben folgen. daß nicht „Allgemeinheit" eines Vorstellungsbildes. nicht irgendwelche abstrakten Teile heraus. indem sie im Anschluß an eine bekannte Unterscheidung Hegels der abstrakten Allgemeinheit des Begriffs die konkrete Allgemeinheit der mathematischen Formel gegenüberstellen.Wiederum die zeigt es sich hier von einer neuen Seite. 3 haben kann. sondern wir schaffen für ihre Glieder eine eindeutige Beziehung. um so deutlicher tritt auch die eindeutige Bestimmtheit des Besonderen selbst zutage.^ Abstrakte Allgemeinheit kommt der Gattung zu. 1. Und je weiter wir hierin fortschreiten. konkrete Allgemeinheit dagegen dein Gesamtbegriff. sondern die Allgemeingültigkeit eines Reihenprinzips das charakteristische Moment des Begriffs bildet. Wir heben aus der Mannigfaltigkeit. diesem Sachverhalt Rechnung zu tragen. indem wir in der modernen Geometrie zu . der das Besondere aller Arten in sich aufnimmt und es nach einer Regel entwickelt. zwei ganze Zahlen zu finden. dadurch löst. weil. daß sie die zweite durch die Form 6z-(-3 ausdrückt. die Algebra die Aufgabe. B. weil sie das allen gesuchten Zahlen gemeinsame Bildungs- — — — — — gesetz darstellen. sofern sie. so sind dies Formen von konkreter Allgemeinheit.. und woraus von selbst für die erste die Form 22 6z folgt. die andere durch 3 teilbar sei. r So gelangt um nur ein einzelnes bezeichnendes Beispiel zu gebrauchen die Anschauung unseres Euklideischen dreidimensionalen Raumes nur zu um so schärferer Auffassung. „Wenn z.

läßt sich schließlich die Bedeutung des Problems in einer charakteristischen Wendung aufweisen. die Fragestellung über die traditionellen Gesichtspunkte hinauszutreiben. für die es für die Logik ein völlig gilt. Neue Darstellung der Logik. den Aufbau der innerhalb der Wissenschaft selbst zu verfolgen und damit die veränderte Auffassung des Begriffs an konkreten Beispielen zu bewähren. S. unter sich begfeift*". die L t z e der gewöhnlichen Lehre von der Abstraktion entgegengehalten hat. die. Vielmehr greift hier das Problem sogleich auf das Gebiet der über: (denn der Funktionsbegriff enthält in sich zugleich das allgemeine Schema und das Vorbild. das vermöge der successiven Werte. das in konsequenter Durchbildung und Ausführung dazu führen muß. tritt jetzt die Logik des mathematischenFunk- tionsbegriffs Form gegenüber. Das Anwendungsgebiet dieser der Logik aber kann nicht im Gebiet der Mathematik allein gesucht werden. Die wirkliche Praxis des Denkens geht wie er ausführt in der Bildung der Begriffe keineswegs den Gang. unter dem Gesichtspunkt und der Herrschaft des Substanzbegriffs steht. welche die Variable annehmen kann. die die Theorie selbst in neuerer Zeit genommen hat. den diese Lehre ihr vorschreibt: denn sie begnügt sich niemals damit. zugleich alle einzelnen Fälle. Wenn wir aus der Zusammenfassung von Funktionsbegriffe derAbstraktion — — Drobisch. 27 . Eine Andeutung dieses Motivs findet sich zunächst in den skeptischen Bemerkungen. — Ehe wir indessen daran gehen. bei dem Fortgang zum Allgemeinbegriff die besonderen Merkmale ohne Ersatz wegzulassen.* Überall zeigt sich hier ein neues Motiv.selbe gilt überhaupt von jeder mathematischen Funktion Denn jede Funktion stellt einer oder mehrerer Variablen. 22. Wird dies aber einmal anerkannt. ein allgemeines Gesetz dar. so eröffnet sich damit zugleich neues Gebiet der Untersuchung. wie wir sahen. nach welchem der moderne Naturbegriff in seiner fortschreitenden geschichtlichen Ent- Naturerkenntnis wicklung sich gestaltet hat. Der Logik des Gattungsbegriffs.

Nicht die einfache der Merkmale die in den verschiedenen Arten verschieden sind.Gold. Denn zur Charakteristik des Metalls reicht offenbar nicht die Vorstellung aus. Begriffe scharf und bestimmt formuliert von einer neuen Seite her. daß es in irgend- Weise jedenfalls gefärbt. so können wir dem abstrakten Gegenstand. der usw. nicht den Glanz des Silbers. deren Einzelarten p^ p^ un d qi qa sind. weder dieses noch jenes spezifische Gewicht. dem jenes * Lotze. Logik. angeben läßt. das der Begriff alsdann bedeutete. zwar nicht die Farbe des Goldes. nicht minder unzulässig aber wäre es. Denkt man die Vorschrift. auf Grund psychologischer Erwägungen. in irgendeinem Grade jedenfalls hart. diese oder jene Härte und Dichtigkeit besitze. sondern es muß der positive Gedanke hinzutreten. so daß unser Denken von dem logischen Nichts. S.. das bei der Begriffsbildung fortfällt. daß es weder besondere besonderen Gesamtheit rot noch gelb sei. zu Ende. Silber. Und analog würden wir den allgemeinen Begriff des Tieres nicht erhalten. Das bloß negative Verfahren dagegen würde zuletzt zur Vernichtung aller Bestimmtheit überhaupt führen. der uns auf diese Weise entsteht. Blei den Begriff des Metalls bilden. das am Beispiel der fallen ließen. dicht und glänzend sei. Aufl. 28 . Man sieht. an Stelle des einzelnen Merkmals. nähert. wenn wir in ihm jede Erinnerung an die Momente der Fortpflanzung. noch etwa das Gewicht des Kupfers oder die Dichtigkeit des Bleis zusprechen. so führt sie ersichtlich auf die Forderung. der Selbstbewegung und Respiration deshalb einer weil sich keine Form der Fortpflanzung. Kupfer. keinen zu den konkreten Sonderfällen zu finden vermöchte *. 2. wie L o t z e sich hier dem Problem. wenn wir aller dieser Einzelbestimmungen einfach die von ihm verneinen wollten. die hier mathematischen gegeben wird. sondern immer müssen an Stelle der weggelassenen besonderen Bestimmungen die allgemeinen Merkmale P und Q eingesetzt werden. Atmung Weglassung Rückweg » Lambert hatte. Leipzig 1880. den Inbegriff ins Auge zu fassen. Pi P2> ^1 ^2' kann also die Regel bilden. die allen Tierarten gemeinsam wäre. 40 f.

wenn E r d a n n . den wir bilden. Dieser Inbegriff aber wird uns dargestellt. in bezug auf welches wir den Begriff. Wir können von der besonderen Färbung absehen. das Ganze der Glieder ß durch einen veränderlichen Ausdruck y gegeben. daß der Fortfall der Sonderbestimmungen nur scheinbar ein rein negativer Prozeß ist. um so mehr tritt auf der andern Seite seine eigentümliche funktionale Leistung hervor.. Auf diese Weise fassen wir das Gesamtsystem in einem Ausdruck a x y .. so lange scheint freilich jede begriffliche Verallgemeinerung zugleich eine Verkümmerung des begrifflichen Inhalts zu bedeuten. sondern denken uns das Ganze der Einzelglieder « durch einen veränderlichen Ausdruck x. die ihrer Grundtendenz nach an der traditionellen Lehre von der Abstraktion festhalten. repräsentieren. Die festen Eigenschaften werden durch allgemeine Regeln ersetzt. Diese Wendung des Gedankens läßt sich selbst in solchen Darstellungen der Logik verfolgen. was auf diese Weise vernichtet zu werden scheint. zusammen. Bezeichnend hierfür ist es z. in anderer Form und unter einer anderen logischen Kategorie festgehalten. Wir gehen von einer Reihe a ai ßi. Diese Verwandlung. die uns die ganze Gruppe möglicher Werte. B. die uns eine Gesamtreihe möglicher Bestimmungen mit einem Blick überschauen lassen. Solange man alle Bestimmtheit in konstanten Merkmalen. • - m 29 . wenn wir nur die Gesamtreihe der Farben überhaupt als Grundschema festhalten. in Dingen und ihren Eigenschaften erschöpft glaubt.. So zeigt sich hier. a ag ß2» a a^hnicht unmittelbar zu ihrem gemeinsamen Bestandteil a über. Aber je mehr der Begriff gleichsam von allem dinglichen Sein entleert wird. der durch stetige Abwandlung in die konkrete Allheit der Reihenglieder übergeführt werden kann und uns daher den Aufbau und die logische Gliederung des Inbegriffs vollgültig darstellt. bestimmt denken. diese Umsetzung in eine neue Form des logischen „Seins" bildet die eigentlich positive Leistung der Abstraktion. indem wir an Stelle konstanter Einzelmerkmale variable Termini einsetzen. die die verschiedenartigen Merkmale annehmen können.Merkmal als vereinzelte Bestimmung angehört. In Wahrheit wird..

selbständig herausgehoben wird. haben wir damit einen neuen „Gegenstand zweiter Ordnung" geschaffen. Form B. daß wir scliließlich. Die erste Phase jeder Begriffsbildung so wird jetzt gelehrt besteht freilich darin. bei der schen Mannigfaltigkeiten sich Gesichtspunkts und einer neuen nachdem — — — Zusammen- sammenfassung. daß irgendein Allgemeines vermöge der Gleichförmigkeit. wenngleich die ursprüngliche. eine neue Nuance der Reihe bunter Farben. so doch nicht die einzige Bedingung.. die uns lehrt. Erdmann. „Wo immer im entwickelten Vorstellen ein zusammengesetzter Gegenstand sich in unserer Wahrnehmung einfindet. 2. /Den Gegenständen der Sinneswahrnehmung. aber diese Gleichförmigkeit des Gegebenseins ist. der sich als wohlbegrenztes Glied in eine Vorstellungsreihe einordnet. Aufl. die durch den Akt der Vereinigung zwischen den seine psychologische abgeschlossen vorliegt. mit der sein Inhalt in dem wechselnden Besonderen wiederkehrt. Logik. Im Fortschritt des Denkens wird vielmehr das Bewußtsein der Gleichförmigkeit durch das Bewußtsein der gehörigkeit ergänzt und berichtigt: und so weit geht diese Ergänzung. die wir als . dessen gesamter Gehalt sich in den Beziehungen ausdrückt.Theorie des Begriffs bereits Betrachtung der mathematizur Einführung eines neuen terminologischen Festsetzung gedrängt sieht.. die Gegenstände unseres Vorstellens gegeneinander zu begrenzen. eine neue chemische Verbindung der Reihe bekannter Verbindungen von ähnlicher Konstitution: da genügt die einmalige Bildung. um ihn in dieser seiner Bestimmtheit als Glied der Reihe festzuhalten. Gegenstände zweiter Ordnung" gegenüber. deren logische Eigenart lediglich durch die derZuaus der sie hervorgehen. S. 30 . Überall dort. wo wir irgendwelche Gegenstände unseres Denkens zu einem Gegenstand zusammenfassen. auf die vielfältige Wiederholung des „gleichen" Inhalts in keiner Weise mehr angewiesen sind. Gegenstände erster Ordnung" bezeichnen können.. 158 f. bestimmt ist. treten jetzt . auch falls er nie wieder zu unserer Wahrnehmung gelangen sollte"*. um irgendeine begriffliche Fixierung zu treffen.

die im Begriff gemeint ist. Wesenheit". das hier nur nachträglich und als sekundäres Moment eingeführt wird. erweist sich bei näherer Analyse in der Tat als das eigentliche logische Prius: denn wir sahen bereits. Allgemein tritt jetzt. Und dieses Kriterium.. Wahrnehmungsinhalten welcher Art diese Wesenheit uns zum Bewußtsein kommt und durch welche Akte sie erfaßt wird. Durch diese Betrachtungsweise aber. für diese Leistung niemals zureichen können. wie sehr man sie auch gehäuft und kompliziert denken mag.Einzelelementen hergestellt werden. durch die Probleme der modernen Mengenlehre hingeführt wird. ist das bisherige Schema der Begriffsbildung bereits durchbrochen: denn an Stelle der Gemeinsamkeit von Merkmalen ist es jetzt der . die in der Wahrnehmung bereits gegeben sind.. jeglichen Halt. Fallen die von denen die reine Logik handelt. Es ist klar. wie er selbst hervorhebt.und Mannigfaltigkeitsbegriffe sich erschließt. je tiefer das rein logische Wesen der Relations. wenn sie die Elemente. Ein solcher Aufmerk- 31 . Die Lehre von der samkeit als dem eigentlichen schöpferischen Vermögen der Begriffsbildung verliert demnach. Denn die Aufmerksamkeit trennt oder verbindet nur Bestandteile. zugleich mehr und mehr das Bedürfnis einer neuen psycho- — -* logischen Fundierung hervor. aus denen sie den Begriff herausliest. in Gegenstände. nicht von Anfang an durch eine bestimmte Relation verknüpft und kraft ihrer geordnet dächte. gegenüber einer tieferen Phänomenologie der reinen Denkvorgänge. daß bloß sinnliche Erlebnisse. Verflechtungszusammenhang" von Elementen. zu der Erdmann. sie kann dagegen diesen Bestandteilen keinen neuen Sinn geben und ihnen keine neue logische Funktion verleihen. sondern besitzen sie eine eigene Struktur und . der über ihre Vereinigung zu einem Begriff entscheidet. mit den individuellen nicht schlechthin zusammen. daß die „Abstraktion" richtungsund steuerlos bliebe. so muß notwendig die Frage entstehen. Denn das sinnliche Erlebnis betrifft ausschließlich einen bestimmten Einzelgegenstand oder eine Mehrheit solcher Einzelgegenstände: alle Summierung von Sonderfällen aber schafft niemals die spezifische Einheit.

etwas völlig anderes: denn jetzt ist die Abstraktion nicht mehr ein gleichförmiges und unterschiedsgegebener Inhalte. nicht wiederzugeben. so besagt dies doch. gegenüber der herkömmlichen sensualistischen Lehre. Es ist. ob ich von der Zahl „Vier" mathematisch gültige Urteile fälle und sie dadurch in einen objektiven Zusammenhang von Relationen einreihe. es sind eigene Weisen des Bewußtseins. So drängt die Psychologie des Denkens hier zur Setzung eines neuen Moments. Es ist etwas anderes.und Vorstellungsinhalte erst zu Begriffen im logischen Sinn umschafft. die sich notwendig Ganze von Beziehungen. Diese Aktcharaktere. etwas anderes. die sich an ihn heften können. ob ich dieses oder jenes Einzelmerkmal an einem Dinge ergreife. Neken dasjenige. selbstständigen Denkakte. daß die „Abstraktion" es ist. deren jeder eine besondere Art der Bemerken 32 . sind auch psychologisch ein völlig ursprüngliches Moment. auch vom Standpunkt der rein deskriptiven Analyse der Bewußtseinsvorgänge. durch ein individuelles Jetzt und Hier beschränkt.Wandel der Funktion aber ist es. lich und diese seine Bedeutung erwächst ihm aus den wechselnden logischen „Aktcharakteren". sondern sie bezeichnet loses den einsichtigen Vollzug der verschiedenartigsten. der Wahrnehmungs. was er im Zusammenhang der Erkenntnis immer auf * bedeutet. ob ich etwa aus dem Wahrnehmungskomplex eines Hauses seine bestimmte rote Färbung heraushebe. indem sie ihm verschiedene gegenständliche „Intentionen" aufprägen. die den sinn- einheitlichen Inhalt differenzieren. was der Inhalt seinem materialen sinnlichen Gehalt'nach ist. oder aber ob ich auf „das" Rot als Spezies hinblicke. tritt dasjenige. die auf das Bewußtsein der Empfindung oder Wahrnehmung in keiner Weise zurückführbar sind. Will man jetzt noch davon sprechen. det der Begriff sein Dasein verdankt. Die logische Bestimmtheit der „Vier" ist durch ihre Einreihung in ein ideelles und somit zeitlos gültiges ihre Stelle im mathematisch gegeben.oder Vorstellungsgruppe von vier Elementen gerichtet ist. oder ob mein Bewußtsein auf eine konkrete Ding. diese Form der Bestimmtheit definierten Zahlsystem aber vermag die sinnliche Vorstellung.

Nr. eine eigene Richtung der Gegenstandsbeziehung in sich schließt*. indem wir nunmehr von selten der „subjektiven" Analyse. Der Unterschied zwischen diesen Inhalten einerseits und zwischen den begrifflichen . weil beide nicht in einer Linie liegen. Substanzbegriff 3 33 . Diese Identität der Hinsicht. 2.. u s s e r 1 .. die die „Gleichheit" bestimmter Vorstellungsinhalte als eine selbstverständliche psychologische Tatsache hinnimmt und für die Erklärung des Prozesses der Begriffsbildung verwendet. von der reinen Phänomenologie des Bewußtseins her auf dieselbe grundlegende Unterscheidung geführt werden. bes. so kann ich sie durch Reflexion heraus- Reihenform. ist jedoch ein Eigenartiges und Neues gegenüber den verglichenen Inhalten selbst. Kenne ich die Relation. in welcher die Elemente als gleich oder ungleich bezeichnet sein sollen. innerhalb der . er ist kategorial und gehört zur „Form des Bewußtseins". Hinsicht" festgestellt ist. sondern prinzipiell verschiedenen Dimensionen angehören. wenn bereits eine bestimmte . das die einzelnen Glieder zu einem funktionalen Inbegriff verknüpfbar macht. Spezies". das die Einzelglieder verknüpft.des Inhalts.. / Somit schließt sich der Kreis der Betrachtung. Der Inhalt des Begriffs läßt sich in die Elemente des f a n g s nicht auflösen. Logische Untersuchungen. Um . ist mit Recht darauf verwiesen worden. durch die wir sie geeint denken. Gegenüber der empiristischen Deutung Lehre. (Halle 1901). deren Geltung sich uns bereits früher. durch welche a b c geordnet sind. * Zwoa Ganzen H Cassirer. . denn bei dieser Aufzählung fiele gerade das erzeugende Prinzip fort. . Band vgl. II: Die ideale Einheit der Species und die neueren Abstraktionstheorien. unter welchem die Vergleichung stattfindet. ist durch die Aufzählung noch so vieler Fälle des Gesetzes nicht zu erschöpfen. ist ein nicht weiter zurückführbarer Tatbestand. Es ist in der Tat der charakteristische Gegensatz von Reihenglied und der hier eine neue Ausprägung findet. daß von Gleichheit irgendwelcher Elemente nur dann mit Sinn geredet werden kann. des Gesichtspunkts. Die Bedeutung des Gesetzes. objektiven" logischen Untersuchung ergeben hatte.

.).lösen a. (S. vor uns. das durch ihn beherrscht und geordnet wird. Reihenformen" liegt im System der Wissenschaften. b. das unabhängig von jeder metaphysischen oder psychologischen Voraussetzung über das . die die Glieder einer Mannigfaltigkeit verknüpft. läßt sich offenbar nicht in der Art eines einzelnen a oder b oder c denken. ist es unmöglich. insbesondere im Aufbau der exakten Wissenschaft. aus dem bloßen Beisammensein von in der Vorstellung die Eigenart der verknüpfenden Relation zu gewinnen. den reinen Begriff zu verdinglichen. Schon ein flüchtiger Überblick über die Entwicklung der „formalen" Logik konnte uns zeigen. nicht in einer einfachen Anschauung. c dagegen und zum gesonderten Gegenstand des Denkens machen. Psychologie und Erkenntniskritik. Ihr „Sein" besteht ausschließlich in der logischen Bestimmtheit. wie hier allmählich die dogmatische Starrheit der traditionellen Formen sich zu lösen beginnt. ihm eine selbständige Wirklichkeit neben den Einzeldingen anzuweisen. Mit diesen Betrachtungen ist die Richtung der folgenden Untersuchung vorgezeichnet. . in eindeutiger Weise unterscheidet. Die Gesamtheit und die Stufenfolge der reinen . Denn innerhalb der Grundprobleme gibt es nirgends absolute Trennungen und Grenzscheiden: jede Umgestaltung eines im echten und fruchtbaren Sinne „formalen" Begriffs zieht hier zugleich eine neue Auffassung des gesamten Gebietes nach 'sich. kraft welcher sie sich von anderen möglichen Reihenformen 0. c.. Diese Selbständigkeit der reinen Logik aber bedeutet keineswegs ihre Isolierung innerhalb des philosophischen Systems. Hier findet daher die Theorie ein reiches und fruchtbares Gebiet.. ohne damit ihres eigentlichen Gehalts verlustig zu gehen. kann diese Auffassung nicht unterliegen. S. 20 ff.W. Und die neue Form. lediglich seinem logischen Gehalt nach untersucht werden kann. und diese Bestimmtheit kann immer nur in einem synthetischen Akt der Definition. das Problem des wie das Problem der Wirklichkeit nehmen an diesem Prozeß teil. Wesen" des Begriffs. . b.) Der Gefahr. die sich jetzt herauszubilden beginnt. Die Reihenform F(a. bedeutet zugleich die Form für einen neuen Inhalt. ob. — Bewußtseins 34 . ihren Ausdruck finden.

aber zugleich vertieft und verschärft sich die Einsicht. Im Gedanken der Zahl scheint alle Kraft des Wissens. Der Anspruch. wenn uns sogleich an der Schwelle der Algebra derselbe typische Widerstreit entgegentritt. Nichts von den Dingen wäre erfaßbar. noch zu anderen. wenn die Zahl nicht wäre und ihr Wesen. daß es bestimmte Grundeigenschaften der Objekte sind. alle Möglichkeit der logischen Bestimmung des Sinnlichen beschlossen. in welcher es sich nunmehr erst in voller Klarheit heraushebt und abgrenzt. Auch nachdem man aufgehört hat. In ihm spiegeln sich daher die prinzipiellen Gegensätze in der Grundauffassung der Erkenntnis unmittelbar wider. bleibt der Zahlbegriff noch immer der nächste und getreueste Ausdruck der rationalen Methodik überhaupt. Das allgemeine Ideal des Erkennens erhält hier eine bestimmtere Formung. weder in ihrem Verhältnis zu sich selbst. Dinge 3* 35 . Dieser Pythagoreische Satz bleibt durch alle Wandlungen der philosophischen Fragestellung hindurch seinem eigentlichen Gehalt nach unverändert.Zweites Kapitel: Die Zahlbegriffe. Unter den Grundbegriffen der reinen Wissenschaft steht der Begriff der Zahl historisch wie systematisch an erster Stelle. der sich innerhalb des Gebiets der Logik verfolgen ließ. die sich uns in den Zahlbegriffen offenbaren. So ist es verständlich. I. in ihm den metaphysischen Kern der Objekte zu sehen. tritt freilich allmählich zurück. Folgen wir der herkömmlichen logischen Ansicht. An ihm entwickelt sich zuerst das Bewußtsein von dem Wert und der Bedeutung der Begriffsbildung überhaupt. in der Zahl die Substanz der zu erfassen. so muß erwartet werden. daß in ihr die Substanz der rationalen Erkenntnis wurzelt.

die wir über Trennungen und Zusammen- — 86 ... wenn auf diesem Standpunkt der springt.Die Theorie der . streng genommen. der dieser Die Sätze Wissenschaft anhaftet. nach Geruch und Geschmack unterscheiden. o zu zerlegen. über keinen anderen Gesichtspunkt: wie die Gegenstände sich nach Größe und Gestalt. St. ist daher keineswegs ein nichtssagender identischer Satz. keine bloße Fixierung des Sinnes dar. daß 2 ist. Drei Kieselsteine machen. i 1 1 keine bloße Definition. ihr zufolge. als wenn sie M + 1=3 . sich durch eine bloße räumliche Umordnung seiner Teile stets in das zweite Wahrnehmungsbild überführen läßt. So stellt der Satz. In der modernen Entwicklung I des Empirismus ist diese latente Konsequenz zuerst in voller Schärfe zutage getreten. — — zu einem Haufen vereinigt sind: die Behauptung. nach J. Abstraktion" verfügt.. die uns durch frühe Erfahrung bekannt geworden und seither beständig befestigt worden ist. auch eine bestimmte Beschaffenheit an sich tragen. wenn sie in zwei getrennten Haufen vor uns liegen. sobald wir drei Dinge in einer bestimmten Anordnung etwa in der Form o " o vor uns sahen. die ihnen ihren Zahlcharakter aufprägt. Betrachtung alle Aussagen über Zahlen und Zahlenverhältnisse als der Ausdruck bestimmter physischer Eigenschaften der Objekte angesehen werden. Solche Wahrheiten bilden die Grundlage der Wissenschaft von der Zahl. Der Begriff der . den wir mit dem Begriff der Zwei und der Drei zu verbinden haben: sondern er berichtet von einem empirischen Tatbestand. daß das Wahrnehmungsbild.Zwei" oder der „Drei" wäre somit aus einer Mehrheit gegenständlicher Gruppen in derselben Weise abgesondert. auf unsere Sinne nicht denselben Eindruck. sie in Teilgruppen von der Art oo. muß daher schwinden. den unsere räumliche Wahrnehmung uns bisher stets in derselben Weise dargeboten hat. Der Schein der Idealität. so müssen sie. wie der Begriff einer bestimmten Farbe aus der Vergleichung der farbigen Wahrnehmungsdinge entEs ist folgerecht. Immer ist es uns gelungen. das im ersten Fall entsteht. der Arithmetik verlieren ihre bisherige Ausnahmestellung: sie rücken auf die gleiche Linie mit sonstigen physikalischen Beobachtungen. sondern eine induktive Wahrheit.

der sich immer wieder an Gruppen von zehn Körpern. wäre. welche sachliche Bedeutung und Tragweite scheinbar bloß formellen logischen Differenzen innezuwohnen vermag. 6 . II. ebenso geläufig und selbstverständlich daß machen. Denn wie immer man Mills Theorie der arithmetischen Grundprinzipien beurteilen mag: das eine ist anzuerkennen. da mußte man es zunächst von dem Trugbild unterscheiden. in der neueren Mathematik versucht wurde. wenn Mills Ableitung zu Recht bestände. das hier gezeichnet ist. der lediglich empirische Gewißheit besitzt: eine anders geartete Wirklichkeit. Eindrücke. so bezeichnender ist es. — hier beim ersten Schritt in das Gebiet der exakten wissenschaftlichen Probleme zeigt es sich in voller Deutlichkeit. S. könnte uns den Satz. als er uns jetzt unbegreiflich und widersinnig er- System 2x2 scheint*. 37 . daß diese erste Durchführung des Gedankens alsbald der zu einem unmittelbaren Widerstreit gegen das immer wissenschaftlichen Arithmetik selbst hinführt. zehn Tönen. die wir auf diese Weise aus der Betrachtung bilden. daß sie mit zwingender Notwendigkeit aus seiner allgemeinen Auffassung des Begriffs hergeleitet ist. der Gegenstände gewinnen. S. zehn Und daß die verschiedenartigen Pulsschlägen wiederfindet. eine neue physische Umgebung. Schon Um Faktum Wo — Bestimmtheit An examination of * Vgl.Denn Setzungen innerhalb der Körperwelt gemacht haben. die ihren eigentlichen Wert und Gehalt ausmacht. damit den arithmetischen Begriffen gerade jene geraubt. unter sich ein in welchem gewisse konstante Beziehungen obwalten. Buch 67 ff. ist ebenfalls ein Satz. dieses Faktum zu zergliedern und zu begründen. die sich nicht auf sinnfällige Tatsachen bezögen ? Der Begriff der Zehn bedeutet entweder nichts oder er bezeichnet einen bestimmten gleichbleibenden Totaleindruck. = 5 ist. System of Logic. WiUiam Hamütons Phüosophy. Cap. in die wir hineinversetzt würden. wie könnte es auch sinnvolle und gültige Urteile geben. M i 1 1 . da mußte man die logische Struktur der reinen Zahlenlehre mit aller Energie und Schärfe von der Mill'schen Arithmetik In der Tat der „Kieselsteine und Pfeffernüsse" absondern.

läßt sich indessen leicht erkennen. so verlieren sie auf der andern Seite die Weite und Freiheit cTer Anwendung. der die Anschauung der entsprechenden konkreten Mengen voneinander scheidet? Und wie hier der charakteristische Inhalt der Zahlbegriffe verloren geht. „Es wäre in der Tat wunderbar. wäre somit den Zahl- begriffen ihr eigentliches Fundament entzogen.und auseinanderlegen lassen. Die wechselnden Bilder. sondern auch von der Zahl der Kategorien." so bemerkt Frege in seiner drastischen und treffenden Kritik derMill'schen Lehre . — — daß am sinnlich ist. die sie setzt. einem salzigen Begriff. die ihnen wesentlich ist. wie es die Drei von der Zwei oder Vier ist. von der Zahl der Keplerschen Gesetze oder von der Zahl der Energiefaktoren: alles Gegenstände. einem zähen Urteile reden wollte. als ob man von einem schmelzbaren Ereignisse. an den physischen Objekten ist. die wir in der Auffassung gegebener Mengen von Objekten erlangt haben. Außerhalb des Gebiets der räumlichen Anschauung. die von den verschiedenen Gruppen in uns entstehen. bilden das eigentliche und unentbehrliche Substrat aller Aussagen über Zahlenverhältnisse. Die Synthesis des Zählens kann sich nach Mill nur dort betätigen.wenn eine von äußeren Dingen abstrahierte Eigenschaft auf Ereignisse. In Wahrheit sprechen wir indessen nicht nur von der Zahl der Körner eines Haufens. auf Begriffe ohne Änderung des Sinnes übertragen werden könnte.. wo die Verknüpfung oder Trennung. aber wer vermöchte den „Eindruck" aufzuweisen. ist Daß diese Folgerung einen Widersinn in sich schließt. Die Zahl 753684 von der Zahl ihr unmittelbar vorausgehenden oder folgenden ebenso bestimmt und deutlich unterschieden. was seiner Natur nach Wenn wir eine blaue Fläche sehen. Unsinnlichen vorkomme. einer blauen Vorstellung.Der logische Unterschied von Zahlen wäre begrenzt und gebunden durch die psychologische Unterscheidungsfähigkeit. Es wäre gerade so. wo die Dinge selbst sich in sinnlich-räumliche Gruppen zusammenfassen und auseinanderlegen lassen. die sich nicht gleich Kieselsteinen an. in welchem diese aktuellen Verbindungen tatsächlich ausführbar und Trennungen allein möglich sind. so haben wir 38 . auf Vorstellungen. Es ist ungereimt.

Wenn es möglich sein soll. die beim Aufbau des Zahlenreiches beteiligt sind. in die die sensualistische Auffassung der Zahlbegriffe zuletzt unaufhaltsam verwickelt. diese Leistungen des Urteils auch hier nicht gänzlich ausgeschaltet." Wenn die Absurditäten. S. ihm einen scharfen und eindeutigen Sinn zu geben. daß diese geistigen Tätigkeiten. so müßte er sich alsbald in eine Mehrheit unterschiedener intellektueller zerlegen. ff. 39 . dreieckig" eine Art sinnlicher Eindrücke entspreche. nicht sogleich in der ersten Ableitung unmittelbar zutage treten. * Prege. Nur die ersten Wahrheiten der Arithmetik. der dem Worte „blau" entund diesen erkennen wir wieder. Dieser Begriff aber schließt wiederum alle Rätsel ein. fortschreitend auf größere und immer größere zu übertragen und die „Eigenschaften" der folgenden nach Analogie der früheren zu bestimmen: so setzt dies voraus. welche zu einem Urteile führt. so liegt der Grund hierfür darin..einen eigentümlichen Eindruck. Beobachtungen. Versucht man. etwas Unsinnliches würde etwas Sinnliches an sich haben. Die Drei darin sehen wir nicht unmittelbar. aber man muß dabei dies Wort als Ganzes nehmen. in dem die Zahl 3 vorkommt*. woran eine geistige Tätigkeit anknüpfen kann. sondern auf der „V des primitiven sinnlichen Grundbestands beruhen soll. für die die Theorie eine Lösung versprach. wenn wir eine andere blaue Fläche erblicken. Man kann wohl zugeben. Wollten wir annehmen. 27 Breslau 1884. nur die elementarsten Formeln sollen das Ergebnis unmittelbarer Beobachtung physischer Tatbestände sein. erallgemeinerung" Funktionen Beziehung Arithmetik. bes. daß dem Worte . so müßten wir dies auch in drei Begriffen wiederfinden. Die Grundlagen der zum Ganzen vgl. die wir an kleineren Komplexen von Objekten gemacht haben. sondern wir sehen etwas. S. 9 ff. daß in derselben Weise beim Anblick eines Dreiecks etwas Sinnliches dem Worte „Drei" entspräche. S. während die wissenschaftliche Form der Algebra nicht auf dem stets erneuten Zufluß von Wahrnehmungstatsachen. 31 f. sondern stillschweigend geduldet werden. daß zwischen den verglichenen Fällen irgendeine Form der und der A b spricht.

der die sensualistische Lehre zuletzt wider Willen unterliegt. einer individuellen Menge entMengen von mehr oder weniger wenn wir sie nicht sämtlich als ihrer : i „Natur" nach begriffen diese Gleichartigkeit aber besagt nichts anderes. daß jede Einheit. daß dieselben gedanklichen Verfahrungsweisen. irgendeine Be- stimmung. wenngleich verhüllt. die sich für jede Theorie im Fortschritt zu den höheren arithmetischen Gebilden als Grundzügen aufheben könnten. die durch die Erklärung beseitigt werden sollte. Die sensualistische Theorie vermag dieser Folgerung nur dadurch zu entgehen. keine durchgehende Beziehung würde mehr die Glieder des Zahlenreiches zusammenschließen. Wir hätten uns besteht. Die Forderung der Verallgemeinerung der primitiven Zählerfahrungen enthält wiederum. als daß sie durch eine eindeutige gleichartig Regel miteinander verknüpft sind. die bereits in der Bestimmung der Elemente notwendige und hinreichende Grundlage bilden. In der Konsequenz. vielmehr wäre jeder arithmetische Satz für jede einzelne Zahl durch Beobachtung und Wahrnehmung zu erweisen. Die neuen Einheiten würden alsdann wie ebenfaltigkeit zur soviele besondere physische Umstände oder Kräfte wirken. daß von dem Verhalten der einen kein Schluß auf irgendeine andere mehr zulässig wäre. die wir zu einer gegebenen Menge hinzufügen oder die wir von ihr wegnehmen. die es ge- stattet. Der Weg zu einem rein deduktiven Aufbau des Zahlenreiches ist damit wieder frei geworden: es genügt hierfür die Einsicht.hängigkeit ableitbar ist. bietet sich der erste 40 . identischer Anwendung derselben Grundrelation von der einen Mannigin fortgesetzter andern zu gelangen. jene Funktion der Allgemeinheit der Zahlbegriffe. die gesamte Beschaffenheit der Menge derart ändert. daß sie unvermerkt in eine andere Richtung der Betrachtung abbiegt. die an gegengetreten ist. auf Elementen auszudehnen. kraft deren der eine aus dem andern nicht das Recht. Ohne die Annahme eines derartigen Zusammenhangs müßten wir in der Tat darauf gefaßt sein. besonders unentbehrlich ferweisen. die das Gesamtbild völlig umgestalten und in seinen Kein überall anwendbares Gesetz.

Nicht die Außendinge. oben S. aber an Stelle dieser Realität tritt ihre Erscheinungsform in unserem Geiste. wie sich hier an einem Sonderproblem dieselbe gedankliche Wendung wiederholt. wie sie zuvor als Spezialfall der Physik erschien. zunächst noch ein Moment zurück. unmittelbar die äußere Realität in ihrem absoluten Sein nachzubilden. Zuvor indessen scheint sich noch ein anderer Weg darzubieten. nunmehr einen Anhang zur Für Psychoals logie (vgl. die Psychologie indessen be- deutet die „Vorstellung" zuletzt nichts anderes einen 41 . Als stellung. Die ganze Weite und Allgemeinheit des Zahlbegriffs scheint sich ihm hier aufs neue zu erschließen. aus einem gemeinsamen Prinzip übersieht und gestaltet. in denen wir nunmehr erst das wahrhafte Urbild der Zahlbegriffe zu erfassen scheinen. Versagt die Ansicht. Der Begriff verzichtet darauf. daß alle arithmetischen Urteile auf physische Gegenstände gehen und in ihrer Geltung an sie geknüpft < bleiben: so bleibt dennoch eine zurück. Aber auch in dieser Umformung bleibt. Die Zahlenlehre gelangt auch jetzt nicht zu selbständiger logischer Begründung. der sich auf sie gründet. als bleibt die Zahl von all den Beschränkungen frei. die die Fundamente und den Aufbau. solange sie noch als Ausdruck stofflicher Sonderexistenzen und ihrer Verhältnisse galt. das sie umspannen und darstellen wollen. sondern ein geistiges Sein ist es.). Man erkennt. die geforderte Beziehung der Zahlaussagen zum empirischen Dasein der Dinge wiederum herzustellen. Der Akt der Zählung gibt nicht die Verhältnisse der Dinge an sich selbst. die ihr auferlegt werden mußten. sondern sie bildet. so sehr sie das Problem weiterführt. 11 ff.Ausblick auf eine einheitliche methodische Ableitung. wie sie sich in der Auffassung durch unser Ich andere Klasse von Wirklichkeiten Vor- psychische Wirklichkeit reflektieren. die uns früher innerhalb der allgemeinen logischen Theorie entgegentrat. sondern das „Bewußtsein" selbst in seiner eigentümlichen und ursprünglichen Daseinsweise bildet den Quell dieser Begriffe. sondern nur die Art wieder. das sie mit der sensualistischen Ableitung teilt. nicht ein materielles.

durch 'einander ersetzen lassen. ist somit immer nur eine zeitlich beje ' grenzte und determinierte Wirklichkeit. nicht aber ein Bestand. daß wir ihn als Träger und Ausgangspunkt bestimmter Urteile. Die charakteristischen Grundrelationen. niemals in völlig gleichförmiger Art wiederkehrt. Was hier gegeben ist. + = stimmtheit. 5 keiner Verkettung von Vorstellungserlebnissen. nachdem er einmal verschwunden. jetzt matter erfaßt werden: so wird doch durch all diese Differenzen die arithmetische Was ein Begriff der Zwei nicht berührt*. berichtet von Zahlbegriffe.an sich" mit der Zwölf . 37. der in den Einzelsubjekten nach besonderen Umständen entsteht und auf dieselbe Weise wiederum vernichtet wird: einen Inhalt. S. „ist" und bedeutet: dies kann nicht anders ermittelt werden als dadurch. es mag jetzt lebhafter. die von dem einen gilt.. auch auf den andern übertragbar ist. In der Erfüllung eben dieser letzteren Forderung aber besteht aller Sinn und aller Wert der reinen Der Satz. die Sieben und Fünf . Bild der Zwei mag sich bei dem einen mit räumlichen Nebenvorstellungen verbinden. hierzu wiederum Frege . bei dem andern von ihnen frei sein. der sich in unveränderlicher logischer Identität festhalten ließe. besitzt bei all seiner Idealität eine völlig eindeutige Bedie ihn von den wandelbaren Inhalten Das psychologische der Vorstellung streng unterscheidet. Wendet man indessen dieses Kriterium an. a. nach dem Platonischen Ausdruck. wenn sie sich in allen Aussagen. a. als Inbegriff möglicher Relationen auffassen. so tritt sogleich die ganze Divergenz zwischen dem logischen Gehalt des Zahlbegriffs und dem psychologischen Begriff der Vorstellung hervor. Der Gegenstand. sondern er stellt einen Zusammenhang fest. O.an sich" verbindet. daß 7 12 ist. in welche sie eingehen. — Bedeutung * Vgl. auf den dies Urteil sich richtet. der in verschiedenen Individuen verschieden ist und der auch für ein und dasselbe Subjekt. der. Begriffe sind identisch. 42 . wie sie sich in denkenden Individuen bisher abgespielt haben oder auch künftig ausnahmslos abspielen werden.. wenn jede Beziehung./ // bestimmten seelischen Inhalt.

nicht irgendein besonderer Inhalt. an welche die Zahlbestimmung anknüpft und auf die ihr eigentlicher Sinn zurückgeht.. der aus ihr erst nachträglich resultiert. das Gebiet des psychischen Daseins selbst nicht nach seiner vollen Bedeutung und Weite ergriffen zu haben. weil hier eine allgemeine Voraussetzung vorliegt. sind als Eigenschaften an gegebenen Vorstellungsinhalten nicht denkbar. vorhanden". durch den wir irgendeine Einheit abgrenzen und die Synthese. in ihrem tatsächlichen Vollzug auf. die den reinen Zahlbegriffen eignet. sei es der äußeren oder der inneren Wirklichkeit. — — — die die Entstehung und Bildung von Inhalten überhaupt beherrscht und leitet. Sind die Zahlen Wirklichkeiten im individuellen Bewußtsein. von einer .die in der Zahlenreihe obwalten. so können sie nur in endlicher Menge . d. Die „Allgemeinheit". in der wir derartige Einheiten zu neuen Gebilden zusammenfassen. den sie zwischen den reinen Zahlbegriffen und den psychologischen Vorstellungsinhalten feststellt. daß sie durch eine andere teilbar sei usf. aber er faßt sie seiner Grundansicht gemäß wie ein dingliches Merkmal. sondern Akte derApperception sind es. Indessen scheint diese Kritik in dem Gegensatz. unter der allein von einer Mannigfaltigkeit von Elementen und ihrem Zusammenhang die Rede sein kann. Die Tätigkeit der Unterscheidung und Verknüpfung. h. Das Charakteristische der Zahl so ließe sich mit Recht einwenden läßt sich nur deshalb nicht in irgendeinem besonderen und isolierten Bewußtseinsinhalt aufzeigen. kann daher allein das gesuchte psychologische Korrelat der Zahlbegriffe sein. Vorstellung" zu sagen. in diesem Bewußtsein als gesonderte Elemente realisiert sein. daß sie das Doppelte oder Dreifache von ihr. das sich gleichmäßig über — 43 . Und nicht minder weist die Forderung der Unendlichkeit der Anzahlen über jede derartige Auffassung hinaus: denn alles „Sein" der Vorstellung geht in ihrem unmittelbaren Gegebensein. Nicht Objekte.. daß sie größer oder kleiner als eine andere. läßt sich von hier aus in einer neuen Richtung verstehen und begründen. bilden die Bedingung. Es hat keinen Sinn. Auch der Sensualismus erkennt diese Allgemeinheit an. Der Akt.

und es gibt nichts dergleichen. eine Regel. nicht weil sie als fertiger Bestandteil in jedwedem Einzelnen enthalten ist. die sich unserer Erfahrung entzogen haben. sondern weil sie eine konstante für M i Bedingung Einzelnen. 6. Man erkennt indes." so heißt es bei i 1 1. Für sie heißt die Zahl allgemein. als eines solchen. sofern sie auf alle Gegenstände und alle Arten der Existenz gehen. die uns durch Erfahrung bekannt sind*. wiederzuerkennen und in licher Identität Mill. denn nichts verbürgt uns. können sie nichtsdestoweniger Zahlen von jedem Beliebigen sein. daß diejenigen Fälle.einen Kreis von besonderen Objekten verbreitet. Sätze über Zahlen haben daher die bemerkenswerte Eigentümlichkeit. darstellt. § 2. Cap. daß der Gedanke imstande ist. so finden wir mittels einer analogen Methode die zahlenmäßige Bestimmtheit an ihnen vor. festzuhalten. 44 . daß sie sämtliche Dinge überhaupt betreffen. wie eine abstrakte Zahl. sondern ist bereits in der Erfassung jedes einzelnen von ihnen vorausgesetzt: denn die Zuordnung dieses Einzelnen zu einem umfassenden Ganzen ist nur dadurch möglich. daß alle Körper schwer sind. Buch II. daß die Behauptung der Universalität der Zahl. „Alle Zahlen. Aber obwohl immer Zahlen von Etwas. sofern sie sich auf ein derartiges Verfahren gründet. „müssen Zahlen von Etwas sein. die gleiche Eigenschaft wie die tatsächlich beobachteten aufweisen und sich somit den arithmetischen Gesetzen fügen. DasBewußtsein dieser Allgemeinheit wird nicht durch das Durchlaufen einer unbestimmten Mehrheit von Fällen erworben. in Wahrheit erschlichen ist. — begriff- A System of Logic. deren er sich einmal versichert hat." Die mathematische Eigenschaft der Zählbarkeit der Dinge wird also hier in derselben Weise wie irgendeine physische Eigenschaft ermittelt: wie wir in durchgängiger Vergleichung der Einzelfälle lernen. Erst die tiefere und reifere psychologische Ableitung der Zahlbegriffe aus dem Grundakt der apperzeptiven Verknüpfung und Sonderung überhaupt gewinnt hier einen neuen Gesichtspunkt der Begründung. gegenüber allen Verschiedenheiten und Besonde- die Beurteilung jedes rungen ihrer Anwendung.

die Zwei mit der Drei verknüpft usf. Diese Grundform ist es. stets Geschehnisse. aus sie sich bilden. bes. 45 . die sich unwillkürlich stets aufs neue vordrängt. deren Erfüllung noch durchaus problematisch erscheinen muß. Damit aber wiederholt sich die frühere Frage. es. Wie die Eins sich mit der Zwei. weder als physisches noch als psychisches Sein fassen wollen? Indessen ist diese Frage. und wie gemäß dieser Verknüpfung jener gesamte logische Komplex von Sätzen entsteht. der von den fertigen zu den Akten zurückgeht.. Auch sie gehören somit einem bestimmten individuellen Bewußtseinsverlauf an. noch einer inneren. unt. Denn welches Mittel der Begründung bleibt uns für einen Begriff. Diese Methode ist freilich zunächst eine bloße Forderung. Nicht Begründung * Näheres hierüber s. kraft deren jegliches Element der Zahlenreihe mit jedem anderen nach ein für allemal feststehenden systematischen Regeln zusammenhängt. VIII. doch nur der Ausdruck einer bestimmten dogmatischen Ansicht vom Wesen und von der Leistung des Begriffs.diesem Ableitungsversuch.. Cap. wird indessen das eigentliche logische denen Problem der Zahl nicht sowohl gelöst. die in der reinen Arithmetik vorliegen: dies wird nicht durch eine psychologische Zergliederung der Akte der Vorstellungsbildung ermittelt. wenn wir ihn weder als Abbild einer äußeren. denen er eine dauernde und unveränderliche Grundform zuerkennt. die in der Zeit kommen und gehen. Der Aufbau und die objektive dieses System-Zusammenhangs gehört einer völlig anderen Methode an*. Denn welchen konstruktiven Wert man den reinen Denkakten immer beilegen mag. als vielmehr nur um einen Schritt zurückgeschoben. wie er hier und jetzt unter den besonderen Bedingungen des jeweiligen Moments vonstatten geht. in ihrem rein psychologischen Sinne gein Auch Vorstellungs inhalten nommen. so bleiben sie doch. deren Ver- hältnis in den arithmetischen Urteilen ausgesprochen und fest- sondern über das gesamte Gebiet des Denkgeschehens hinaus greift hier der Gedanke zu einem Bereich idealer Gegenstände über. Nicht zeitlich begrenzte Wirklichkeiten sind gestellt wird.

daß schärfer als je zuvor die Forderung hervortrat. Die Entwicklung. so wird man auf die Betrachtung der Fähigkeit des Geistes geführt. VIII.. Bratmschweig 1893.." tionellen logischen Doktrin von einer Mehrheit von und von dem Vermögen des Geistes. ausaber dennoch zeigt es sich bei tieferem gegangen zu werden . In dieser Herleitung der Arithmetik aus der Logik aber wird diese selbst bereits in einer neuen Gestalt vorausgesetzt. ist dadurch charakterisiert. Raumes schien der Anschauung. auch sonst ganz unentbehrdie gesamte Wissenschaft der Zahlen lichen Grundlage muß Hier scheint ganz im Sinne der tradierrichtet werden*. schien bisweilen selbst der empirischen Wahrnehmung anheirnfajlen zu sollen: um so in y. 46 . Eindringen * sogleich. . energischer aber kam nunmehr der Gedanke zur Bestimmungen der Zahl sich ohne jede auf sinnliche Objekte. „Verfolgt man genau. einem Ding ein Ding entsprechen zu lassen. sie abzubilden." so beginnt D e d e k i n d seine Deduktion des Zahlbegriffs. Dinge auf Dinge zu beziehen. ohne welche Fähigkeit überhaupt kein Denken möglich ist. oder einTDing durch ein Ding abzubilden. ohne jede Anlehnung an meßbare Größen „durch ein endliches System daß alle Geltung. Aufl. . Berufung konkrete einfacher Denkschritte" begründen lassen müssen.was wir bei dem Zählen der Menge oder Anzahl von Dingen tun. Dingen — . daß die überlieferten Bezeichnungen ? Dedekind. die die wissenschaftliche Arithmetik den letzten Jahrzehnten genommen hat./ Auf dieser einzigen. sondern ummetischen Begriffe und Sätze gekehrt findet die formal-logische Betrachtung hier eine Schranke und einen Maßstab an eben diesem System. sind iind was sollen die Zahlen 2.nach dieser Grundansicht läßt sich das System der arithabschätzen. II. Was S. den Zahlbegriff seinem vollständigen Gehalt nach aus Die Wissenschaft des rein logischen Prämissen abzuleiten. das sich aus selbständigen inhaltlichen Voraussetzungen entwickelt und allmählich festgestellt hat.

als die gedankliche durch die wir übrigens ganz verschiedenartige Elemente zu einer systematischen Einheit verknüpfen. die niemals losgelöst. die in fortgesetzter Anwendung alle Glieder des Komplexes erzeugt. Systeme und Systemgruppen in strenger~T)egnfflicher Gliederung. Dinge". Wir verfolgen die mathematische Entwicklung dieses Gedankens nicht in ihren Einzelheiten.. Sie sind Relationsterme. sondern begnügen uns da der Zahlbegriff uns hier nicht um seiner selbst willen. ohne daß doch ein Element mit dem andern irgendwie durch sachliche verbunden zu sein braucht. Abbildung" schafft kein neues Ding. Die ausgesagt werden.. So entstehen Kopie Zuordnung. eine begriffliche der äußeren Eindrücke zu schaffen. daß eine Beziehung (R) angegeben wird. Denn jetzt handelt es sich nicht mehr darum.. sondern nur als Beispiel für die Gestaltung der reinen „Funktionalbegriffe" interessiert lediglich ihre wesentliche Dedekind — — . soweit er für den Arithmetiker in Betracht kommt. werden alle weiteren Elemente dadurch gegeben. die ihnen in irgendwelchen Einzelzügen entspricht: sondern die Abbildung besagt nichts anderes. Nachdem durch eine ursprüngliche Setzung ein bestimmter Ausgangspunkt fixiert ist.neuen Gehalt und eine neue Bedeutung gewonnen . die von ihnen selbst einen haben. 47 . werden nicht als selbständige Existenzen vor jeder Rede Beziehung als vorhanden gesetzt. wie auf Grund dieser einfachen Prinzipien der vollständige Aufbau der Arithmetik und die erschöpfende Darstellung ihres wissenschaftlichen Gehalts möglich ist. von denen in der weiteren Ableitung die ist. nicht ihre Übereinstimmung in irgendeinem sachlichen Teilbestand in Frage. erst in und mit den Beziehungen. sondern eine neue Ähnlichkeit notwendige Ordnung gegenständen. i Und auch das Verfahren der „Abbildung" hat nunmehr eine charakteristische Wandlung erfahren.Was sind und was Zahlen" gezeigt. Hier kommt lediglich die Vereinigung von Reihengliedern durch ein Reihenprinzip. sollen die — zwischen Denkschritten und Denk- hat in seiner Schrift: . sondern sie erhalten ihren gesamten Bestand. Die . sondern nur in idealer Gemeinschaft miteinander „gegeben" sein können.

was wir unter der Ordnung Es ist in eines bestimmten Inbegriffs zu verstehen haben. die im Begriff . so treten uns hier zunächst gewisse formale entgegen. daß sie zwischen je zwei Gliedern. also aRb und bRa nicht miteinander bestehen können. wenn man die Ordnung. verdeutlicht sie an den verschiedenen verwandtschaftlichen Beziehungen: die Beziehung. als auf ihnen die schärfere Definition dessen beruht. b und c besteht. I. auf den diese Unterscheidungen zurückgehen. Kant Studien XII. auch meinen Aufsatz: Kant und die moderne Mathe- — matik. 1 ff. ist symmetrisch und trsmsitiv. die Russell. kommen hier zunächst nur insofern in Betracht. die S. nach welchen eine Reihe von Denksetzungen gegliedert sein kann. der Tat ein naives Vorurteil. daß sie in gleicher Weise zwischen b und a gilt. Eine Beziehung heißt weiterhin transitiv. vgl. a und b. Betrachten wir das Ganze der möglichen Beziehungen. wenn daraus.herv^orzuheben. symmetrisch" und unterscheiden sie einerseits von der nichtsymmetrischen Beziehung. Ist etwa irgendeine Beziehung zwischen zwei Gliedern a und b gegeben.Beziehung ausgeschlossen ist*.. 48 1 . die Beziehung „Bruder" nicht symmetrisch tmd transitiv. Diese Bestimmungen. die wir symbolisch durch den Ausdruck a R b bezeichnen können. Vater" asymmetrisch und intransitiv usw.. zum Folgenden: Russell. in der eine derartige Umkehrung nicht möglich ist. The Principles of Mathematics. Geschwister" voriiegt. ihre Geltung auch für Tendenz Grundbestimmungen a und c folgt. so daß aus der Geltung von a R b auch bRa folgt. so kann sie zunächst derart beschaffen sein. die bestimmten Klassen von Relationen gleichmäßig zukommen und sie von anderen Klassen verschiedener Struktur unterscheiden. aber nicht notwendig fordert. die im allgemeinen RelationsKalkül weitreichende Anwendung finden. in der die Geltung von aRb die von bRa zwar zuläßt. wenn diese Übertragung nicht notwendig und intransitiv.. hierzu und Beziehung . Wir nennen in diesem Falle die Relation . sie heißt nicht-transitiv. wenn sie durch die Natur der betrachteten. anderseits von der asymmetrischen Beziehung. Die Voraussetzungen für die Ableitung des Zahlbegriffs sind in der allgemeinen Logik der Relationen gegeben. Cambridge 1903.

daß zuletzt stets irgendeine tranund asymmetrische Beziehung erfordert wird. Progression" bereits den eigentlichen aller Gegenstände erfaßt. Cassirer. der Multiplikation und Division. sondern auf die ordinalen Beziehungen. Dinge"." Grundtypus es metik — — * Näheres hierüber bei Russell. Die nähere sitive Untersuchung ergibt. die zwischen den Elementen bestimmter Inbegriffe obwalten. um den Gliedern eines Inbegriffs eine bestimmte Ordnung aufzuprägen*. a. transitive und asymmetrische Beziehung die im Ganzen der Reihe überall dieselbe bleibt. In Wahrheit haftet sie nicht an den Elementen als solchen. sie gehen daher niemals unmittelbar auf . der ganzen und gebrochenen Zahlen lassen sich rein auf dieser Grundlage und ohne daß insbesondere auf die Verhältnisse konkreter meßbarer Objekte zurückgegangen würde entwickeln. Betrachten wir nunmehr eine Reihe. wie etwas Selbstverständliches betrachtet. mit dem es durch eine eindeutige. Die Definitionen der Addition und Subtraktion. die sie in sich selber aufweisen. „Wenn man. durch die sie verknüpft sind. und alle ihre Bestimmtheit und ihre spezifische Eigenart leitet sich aus dieser Reihenrelation her. die sie definiert.. beziehen sich lediglich auf die allgemeinen Eigenschaften der Progressionen. sondern halten und stützen sich wechselseitig. alle Operationen. sondern an der Reihenrelation. verknüpft ist.zwischen den Elementen einer Mannigfaltigkeit besteht. O. sofern jedem Glied durch das andere die Stelle im System eindeutig vorgeschrieben ist. die Erklärung der positiven und negativen. Alle Sätze der Arithmetik. nicht auf der Beziehung zu einer äußeren gegenständlichen Wirklichkeit: sie bedürfen keines fremden „Substrats".. Cap. a. so haben wir in einer derartigen . Substanzbegriff 49 . Der ganze „Bestand" der Zahlen beruht nach dieser Ableitung auf den Verhältnissen. 24 und 4 25. daß zu jedem Glied ein unmittelbar nachfolgendes gehört. das gleichsam durch das bloße Dasein der Einzelglieder schon unmittelbar gegeben sei. die ein erstes Glied besitzt und für die ein bestimmtes Gesetz des Fortschritts derart festgestellt ist. mit denen die Arithzu tun hat.

. daß hier der Begriff und Terminus der „Abstraktion" offenbar in einer neuen Bedeutung verwendet wird. die aber kein sach- denZahlen Wissenschaft Arithmetik • Gegenstände. welche . auf diese Befreiung der Elemente von jedem anderen Inhalt (Abstraktion) kann man die Zahlen mit Recht eine freie Schöpfung des menschlichen Geistes nennen. .i s. a. daß wir uns den Sinn einer bestimmten Relation unabhängig von allen Einzelfällen der Anwendung rein für sich zum Bewußtsein bringen. wie auch die den einzelnen Elementen zufällig gegebenen Namen lauten mögen. in die sie durch die ordnende Abbildung rp zueinander gesetzt sind. Hier wirkt daher die Abstraktion in der Tat als eine Befreiung: sie bezeichnet die logische auf den Relationszusammenhang als solchen unter Abweisung aller psychologischen Nebenumstände. 60 — i nd a. O. über die Definition des „einfach unendlichen Systems" siehe a. § 5 und 6. werden Konzentration lich-konstitutives * Moment . — Über den Begriff der „Abbildung" . wenn es sich darum handelt.. so heißen diese Elemente natürliche Zahlen oder Ordinalzahlen oder auch schlechthin Zahlen und das Grundelement 1 heißt In Rücksicht die Grundzahl der Zahlenreihe N. Vom logischen oder der Standpunkt aus ist es von besonderem Interesse.. § 6. Dedek oben S.Z a h 1" ist ihrer Bedeutung nach unabhängig von der inhaltlichen Verschiedenheit der können. a. die sich im subjektiven Vorstellungsverlauf herandrängen mögen. lediglich ihre Unterscheidbarkeit festhält so Dedekind — und nur die Beziehungen auffaßt. bilden den nächsten Gegenstand der von "*. sondern er zielt darauf ab. dieses Zusammenhangs bilden. Der Akt der Abstraktion richtet sich nicht auf die Absonderung eines dinglichen Merkmals.definiert „bei der Betrachtung eines einfach unendlichen durch eine Abbildung 90 geordneten Systems N von der besonderen Beschaffenheit der Elemente gänzlich absieht. O. diese Verschiedenheit die gezählt kann und muß daher außer acht bleiben. lediglich die Bestimmtheit dieser Funktion zu entwickeln. in allen geordneten einfach unendlichen Systemen immer dieselben sind. Dedekind. Die Funktion der . Die Beziehungen oder Gesetze.

daß es ein Gefüge idealer Gegenstände gibt. ist hier zunächst noch nicht erfordert. III). die diesen Gedanken mit besonderer Klarheit und Eindringlichkeit durchführen. L i p p s (Philosoph. hg. F. auf die Kant den Zahlbegriff gründet. definiert werde. Die „Essenz" der Zahlen geht in ihrem Stellen. daß die Zwei *S. Russell a. so müssen sie sich von anderen Wesenheiten durch irgendein absolutes Merkmal unterscheiden. kommt. bes. wert auf**." Lpz.Man hat gegen Dedekinds Ableitung bisweilen eingewandt. 3 u. sondern lediglich idealen logischen Bestand besitzen. Die Drei „folgt" auf die Zwei nicht. a. v. — — was hier überhaupt etwas sein. Sollen die Ordinalzahlen irgendeine »innerliche" wie es scheint müssen sie Natur und Beschaffenheit besitzen. Bd. da beide keine zeitliche Wirklichkeit. (Die logischen Grundlagen der exakten Wissenschaft. so was als Mater a 1 in sie eingeht. so gelte. für jede Progression überhaupt: es sei also einzig die Reihenform selbst. Aber dieser Einwand verkennt das eigentliche Ziel und die Grundtendenz von Was hier zum Ausdruck Dedekinds Begriffsbestimmung. nicht auf sinnlich-anschaulichen Bedingungen. Der «Sinn des Folgens beschränkt sich darauf. daß hier für die Zahl im Grunde gar kein unterscheidender Inhalt zurückbleibe. die zu fordern ist. § 242. i nicht dasjenige. 4. deren gesamter Inhalt in ihren gegenseitigen Beziehungen erschöpft ist. beruht auf rein begrifflichen. 1910. ** Zur Ableitung der Zahl als reiner „Reihenzahl" vgl. die Darstellung von G. Kap. Wundt. Da in ihrer Begriffsbestimmung lediglich die allgemeinen Momente der „Progression" festgehalten sind.) N 4* 51 . Die Unterscheidbarkeit der Elemente. in der Art wie Punkte von Augenblicken oder Farben von Tönen verschieden sind*. ist eben dies. Selbst die Anschauung der reinen Zeit. Studien. Und der Begriff der Stelle selbst muß hier zunächst in größter logischer Allgemeinheit und Weite gefaßt werden. aber dieser Begriff der Folge enthält nichts von der konkreten Bestimmtheit der zeitlichen Succession in sich.. Wir denken uns die Glieder der Zahlenreihe allerdings als geordnete Folge. O. wie etwa auf den Blitz der Donner. was hier von der Zahl ausgesagt werde. sowie die neuesten Darlegungen a t o r p s . der ihre Eigentümlichkeit gegenüber anderen reihenförmig geordneten Gegenständen bezeichnete.

Phasen « — — Hamilton — — alle inhaltlichen Sonderbestimmungen entfernt und lediglich das Moment der „Ordnung im Fortschritt" festgehalten hat *. Wir erschaffen dadurch ein neues . daß in ihr das „Was" der Elemente. den der auf diese Weise entsteht. als logische Bestandteile und in sich aufnimmt. m. Die niedere Zahl ist der höheren „vorausgesetzt": aber dies bezeichnet nicht das physische oder psychologische Früher und Später. B. Wo immer ein System von Bedingungen gegeben ist. das in seiner Struktur von aller Willkür unabhängig ist: aber unkritische Naivität wäre es. da können wir. außer Betracht bleibt und lediglich das „Wie" dieses Zusammenhangs berücksichtigt wird. inneren Sinnes" versteht zwar die Zahl. mit den sinnlich wirklichen und Gegenstand. Definition der Algebra als „Science über William of pvire time or order in progression" und ihre Beziehung zum Kantischen Zeitbegriff vgl. Was die „spätere" Stelle kennzeichnet. erst erhellt. sondern ein reines Verhältnis der begrifflich systematischen Abhängigkeit. Die Arithmetik kann dann und nur dann als die Wissenschaft der reinen Zeit definiert werden. die Systemform selbst als Infesthalten und ihre Gesetze deduktiv entwickeln. bestimmten fortschreitenden Zusammenhang bilden.als P r ä m i s s e in die Begriffsbestimmung der Drei eingeht. objektives" Gebilde. unbekümmert um die Verdie einen variante änderlichkeit dieser Inhalte. Kant- Hamiltons Studien XII. 34 f. die ihr vorangehen.. das sich in verschiedenen Inhalten erfüllen kann. Aufsatz „Kant und die moderne Mathematik". . wenn man zuvor wie es tut aus dem Begriff der Zeit selbst z. Damit tritt uns zum ersten Male ein allgemeines Verfahren entgegen. das für die gesamte Begriffsbildung der Mathematik von entscheidender Bedeutung ist.. aber nicht umgekehrt die Zahl die Zeit voraus. daß die Bedeutung des einen Begriffs i wenn die des anderen feststeht. ist der Umstand. daß sie auf komplexere Weise durch Anwendung der erzeugenden Relation aus der Grundeinheit hervorgeht und somit die Elemente. So setzt die Zeit wenn man darunter die konkrete Form des . Gerade dies erweist sich nunmehr als der methodische Vorzug der Zahlwissenschaft.

neb. Dieser Übergang von der reinen Ordnungszahl zur Kardinalzahl wird von den verschiedenen ordinalen Theorien der Arithmetik. zugleich als eine Charakteristik des ansehen wir nennen sie die des betrachteten Systems und sagen von diesem nunmehr. 54. zu dem wir gelangen. so gibt hier das Ziel. § 53 . insbesondere Helmholtz und Kronecker entwickelt haben. Die Zahl n. so können wir es auf den zuvor entwickelten Inbegriff der Zahlen in bestimmter und eindeutiger Weise beziehen. Was sind und was sollen die Zahlen. läßt sich also. als Ausdruck der Vielheit verstanden und verwendet werden soll. "j Dedekind. S. Ist irgendein endliches System gegeben.» Dieser Akt der Zuordnung aber. sobald die Zahl. daß es aus n Elementen bestehe*.Diesem Gegenstand wirksamen Dingen zu verwechseln. im allgemeinen übereinstimmend vollzogen. So grundlegend indessen das begriffliche Moment der auch ist. in ihrer spezifischen Bestimmtheit wieder. so ist doch in ihm der gesamte Inhalt des Zahlbegriffs nicht erschöpft. in ihrer Reinheit ergriffen haben. indem wir der vorgeschriebenen festen Ordnung der Stellen folgen. aus der er erwächst. faßt zugleich alle seine früheren Phasen in sich: denn da der Fortschritt von i zun nur auf eine einzige Art erfolgen kann. Wir gelangen zu einer neuen gedanklichen Wendung. sobald wir einmal die Relation. da er in all seiner Bestimmtheit vor uns steht. können wir nicht empirisch seine „Eigenschaften" ablesen. Gesamtsystems : Kardinalzahl * Vgl. der das Verfahren abschließt. zuzuordnen. schließlich — Ordnung dazu. bes. 161. gleichzeitig die gesamte Operation.eh Dedekind. die bisher als bloße logische Abfolge von Denksetzungen abgeleitet wurde. und wir bedürfen dessen nicht. wie sie-. durch die hindurch wir es erreichen. Wir gelangen auf diese Weise. in einer anderen Richtung der Betrachtung. die zunächst als Charakteristik des letzten Elements gewonnen wurde. indem wir jedem Element des Systems eine und nur eine Stelle dieses Inbegriffs entsprechen lassen. dem letzten Gliede des Systems eine bestimmte Ordinalzahl. «.

eine neue Menge C hervorgeht. in der die Anzahl der Glieder durch die Zahl (a 4. h. „Kardinalzahlen" läßt uns somit keinerlei Betrachtung der neue Eigenschaft und keine neue Beziehung entdecken. mathematischer Funktion * Helmholtz.b zuordnen. Zeller gewidmet. indem wir die auf a folgenden Zahlen gliedweise Diese Erden Elementen der Reihe 1 2 3 . zu der wir gelangen. Zählen und Messen. eine weitere Anwendbarkeit gewinnen. Aufsätze. es zeigt sich. Inhalt gekein eigentlich neuer schaffen wird. d. Lpz.) 54 . in welcher wir die Glieder der Menge nacheinander betrachten und herausheben.. trachtet. um b Schritte . der reinen Ordnungszahl die Bildung der daß wir. die sich nicht zuvor aus dem bloßen Moment der Ordnung hätte gewinnen lassen: nur dies wird erreicht.. von der Ordnung. So bedeutet etwa innerhalb (a + b). 33.^-^ »Hierbei ist allerdings vorausgesetzt. der sich hier vollzieht. schiedenen Sprachen gelesen werden können *. Diese Voraussetzung kann wie insbesondere Helmholtz gezeigt hat indessen ohne die Annahme irgendeines neuen Postulats aus den Prämissen der ordinalen Theorie in aller Strenge bewiesen werden. denen die Kardinalzahl a und b zukommt. daß die betrachtete Mannigfaltigkeit ein endliches System Auch die Definitionen der arithmetischen Grundbildet. daß die Formeln.weiterzählen". indem sie nunmehr gleichsam in zwei ver- — — Summe . wenn wir zur Addition der Kardinalzahlen übergehen. . auf die wir zuletzt treffen. klärung bleibt ohne weiteres in Kraft. die die ordinale Theorie entwickelt hat. daß aus der Zusammenfassung der Elemente zweier Mengen. (Philosoph. daß wir die Stelle der Reihe bestimmen. daß also die Stelle. so ist es nichtsdestoweniger unverkennbar. daß es eine und nur eine Kardinalzahl der gegebenen Menge geben könne. operationen können nunmehr ohne Schwierigkeit auf die neue Zahlart übertragen werden. sobald man nur an der Bedingung festhält. S. erkenntnistheoretisch beEd. unabhängig sei.b) Die in der zuvor bestimmten Bedeutung angegeben wird. daß in der Bildung der Kardinalzahl eine neue logische Wenn in der Theorie der Ordsich betätigt. Wenn somit durch den Übergang. von a ausgehend. 1887.

die sich durch ihre Gestalt und Stellung sichtbar voneinander unterscheiden. in welchem jedes Glied nicht nur für sich steht. ordinalen" Theorie der Zahl häufig verkannt worden. so tritt jetzt die Forderung ein. als Gruppen wahrnehmbarer Objekte.nungszahl die Einzelschritte als solche festgestellt und in eindeutiger Folge entwickelt wurden. rationalen Ableitung. ist daher erfüllt. in sich geschlossenen System.. sondern seinem gesamten logischen Gehalt nach in ihm aufbehalten bleiben. weil wir die Wirklichkeit der Objekte zuvor durch die ihrer sinnlichen „Abbilder" ersetzt haben. in sich faßt. '•'einmal anerkannt. sondern als ideelles Ganzes zu erfassen. gegeben wurde. so daß der letzte Schritt des Verfahrens zugleich alle vorhergehenden und das Gesetz. die von aller Anlehnung an die empirischen Verhältnisse physischer Objekte absieht. muß in der Tat zu der von Auffassung führen. Das vorangehende Moment soll durch das folgende nicht einfach verdrängt werden. das sie wechselseitig verknüpft. wie sie z. B. die Reihe nicht nur nacheinander in ihren einzelnen Elementen. sondern zugleich den Aufbau und das formale Prinzip der Gesamtreihe repräsentiert. auf denen alle Unterscheidung und alle Verknüpfung von Zahlen beruht. Freilich ist gerade dieser auszeichnende Grundcharakter in der Beurteilung der . daß hier zunächst konkrete Mengen von Gegenständen als gegeben vorausgesetzt werden und daß alle Leistung des Denkens sich darin erschöpfe. • ^ Sind aber diese beiden logischen Grundakte. „Zeichen" aber sind als solche zunächst selbst nichts anderes. sondern umgekehrt eine Ver- Helmholtz 55 . um das Gebiet und den Operationskreis Die Forderung einer rein der Arithmetik zu bestimmen. Erst in dieser Synthese vollendet sich die bloße Folge der Ordnungszahlen zum einheitlichen. so bedarf es keiner weiteren speziellen Voraussetzung mehr. für diese Verschiedenheit der Dinge eine entsprechende Verschiedenheit von Zeichen einzuführen. Von der unmittelbaren Beschaffenheit der Dinge scheinen wir demnach in den Aussagen über Zahlenverhältnisse nur deshalb absehen zu können. Die Begründung der Theorie. Nicht ein Absehen von den physischen Gegenständen.

Was auf diese Weise übrig bliebe.. II (Jena 1903). die die Theorie der Ordinalzahl bei verschiedenen Mathematikern erfahren hat. wenn sie lediglich nach dem. die hier geschaffen werden. den Gehalt der gültigen Urteile über Zahlen in Aussagen von dieser Art und Beschaffenheit umzudeuten.{ dichtung und Konzentration ihres sinnlichen Gehalts wäre somit der echte Anfang der Zahlbildung. was sie sinnlich sind. ihre Lage und ihre Färbung untersuchen könnten: kein noch so extremer mathematischer „Nominalismus" aber hat jemals tatsächlich versucht. Bilder". 66 . niemals in den Zeichen. Unter den modernen als es Weisen der Bezeichnung gibt. L e i b n i z dessen ganzes Denken doch auf den Plan einer „allgemeinen Charakteristik" konzentriert ist. wie die Arithmetik der Zeichen sich nur dadurch am Leben zu erhalten vermag. mit aller philosophischen Klarheit bezeichnet. sondern in den obwie er jektiven Beziehungen zwischen den Ideen. so müßten wir so viele Formen der Wahrheit unterscheiden. bisweilen nahegelegt zu werden scheint. Die „Zeichen". 1 * S. der durch ihn bezeichnet wird. . An die Stelle der leeren Symbole tritt im Verlauf der gedanklichen Entwicklung wiederum unvermerkt der Gehalt der arithmetischen Begriffe*. was sie gedanklich bedeuten. die wir auf ihre Form und ihre Größe. hat daher gegenüber den formalistischen Theorien seiner Zeit den logischen Sachverhalt. bald der ideale Gegenstand. Mathematikern hat sodann vor allem F r e g e in eindringender Einzelkritik dargetan. ermöglicht die Rückführung auf das nominalistische Schema. daß darunter bald das bloße Dasein eines sinnlichen Inhalts verstanden wird. nicht nach dem. daß sie sich selber untreu wird. Die „Basis" der Wahrheiten liegt. beurteilt würden. Bd. die durch die Darstellung. S.« Nur die Zweideutigkeit in der Verwendung des Begriffs des Zeichens. 139 u. Frege s. würden ihre charakteristische Leistung verlieren. . 69 ff. Wäre es anders. ausspricht. nur der Umstand. widerspricht indessen in Wahrheit ihrer eigentlichen und tieferen logischen Tendenz. Jede derartige Auslegung. Grundgesetze der Arithmetik. wären in der Tat nur gewisse . der hier zugrunde liegt. würden aufhören Zeichen zu sein..

so man jedoch auf die tatsächliche Entwicklung. die nach einer konstanten Regel aus einem einmal festgesetzten Anfang fortschreitend konstruiert werden. immer man versucht hat. moderne mathematische Prinzipienlehre genommen kann es scheinen.0 r d n u n g" ist nichts. um zum eigentlichen logischen Kern des Gedankens vorzudringen. der Voraussetzung einer Menge physisch gegebener Einzeldinge. in dem die logische Charakteristik der Zahl sich erst vollendet. als s6i in allen bisherigen Bestimwesentliche mungen gerade das Moment außer Betracht geblieben. Blickt die die hat. 318 ff. Couturat. die man zurückbehält: denn . 57 . was sich in den sinnlichen Eindrücken unmittelbar aufweisen ließe. Ist dies aber einmal geschehen. sind nicht empirisch vorhandene.Die nominalistische Darstellung bildet daher auch in der Theorie der reinen Ordnungszahlen nur eine äußere Hülle.. wie man ihr entgegengehalten hat *. die die Zahlenreihe auszeichnen und sie zum Grundtypus eines begrifflich erkannten und beherrschten Zu- sammenhangs überhaupt machen. Die Mannigfaltigkeiten. S. In dieser Regel wurzeln auch alle die echten „formalen" Bestimmungen. das ihnen erst kraft gedanklicher Relationen zukommt. Paris 1896. die man abstreifen und mathematischen muß. wenn es gelungen war. sondern etwas. So bedarf denn auch die Theorie in ihrer reinen Durchführung nicht. Die Analysis der Zahl schien erst dann abgeschlossen. den Zahlbegriff in rein „logische Konstanten" aufzulösen. III. die sie zugrunde legt. allen Sondergehalt der Zahl aus der allgemeinen Funktion des Begriffs überhaupt herzuleiten begriffliche Formung aber bedeutete wiederum nach der herrschenden logischen Grundüberzeugung nichts anderes als die Zusammenfassung der Gegenstände in Arten und Gattungen vermöge der Subsumption unter generelle Merkmale. da wurde man auf den als seine notwendige und hin- Wo Klassenbegriff reichende Voraussetzung zurückgeführt. sondern ideell definierte Inbegriffe. so sind es rein rationale Momente.De Tlnfini mathematique. : — ) * Vgl.

Betrachten wir nicht den Gedanken der Zahl überhaupt.ist". beiden Soll kommen bestimmte mathematische zu. zu bestimmen. daß es möglich ist. unter welchen Bedingungen wir zwei Mengen hinsichtlich ihrer Zahl als betrachten.Zahlbegriff. Das Kriterium für die Gleichzahligkeit zweier Mengen aber besteht darin. in eine bei Gattung zusammen. Wir fassen. Sobald einmal festgestellt ist. sondern fragen zunächst. die in beliebig vielen Einzelexemplaren gegeben sein kann. nur eine Vier und bewältigen. sondern den Begriff dieser und jener Zahl. was die Zahl ihrem reinen Wesen nach . sondern um die Fixierung einer eindeutig bestimmten Stelle innerhalb eines Gesamtsystems. 58 besteht. so trotzdem die Reduktion des Zahlbegriffs muß hier- auf den Klassenbegriff für ein anderer Weg eingeschlagen werden. mit andern Worten. Kraft dieses Verfahrens der Zuordnung stiften wir unter den unendlich vielen möglichen Klassen von Gegenständen bestimmte Zusammengehörigkeiten.. für die ein solches Verhältnis der „Äquivalenz" oder der eindeutigen Zuordnung der Glieder während wir Mengen. denen diese Bedingung nicht er- . Eigenschaften und teilen. indem wir Gruppen. das wir in beiden als identisch annehmen. suchen wir nicht sie selbst unmittelbar in inhaltlich einfachere Bestandteile zu zerlegen. Es handelt sich hier nicht um die Angabe einer Gattung. so haben wir es in ihm nicht mit einem logischen sondern mit einem Individualbegriff zu tun. alle Mannigfaltigkeiten. ist damit zugleich mittelbar die Eigenart des Merkmals bestimmt. Hier aber entsteht für die Theorie zunächst eine prinzipielle Schwierigkeit. So mußte aus zuvor dem alles bestimmten Allgemeinbegriff. eine bestimmte Relation anzugeben. Es gibt nur eine Zwei. was sich diesem Grundschema nicht einfügt. zu je einem Gesamtkomplex vereinigen. durch welche sich die Glieder der beiden Mengen einander Um von Zahlen gleichwertig wechselseitig eindeutig zuordnen lassen. was die Gleichheit bedeutet. um ihn gedanklich zu entfernt werden. die sich auf diese Weise miteinander verknüpfen lassen. i Merkmale die sie mit keinem anderen Gegenstand möglich sein.

verschiedenen Gattungen zugehörig betrachten. in ihrer Bedeutung zunächst noch unbestimmt sind und erst kraft der Gleichung allmählich be- Inhalt Weg m . es auch untereinander sind. welche dem Bedieser Inbegriffe bezeichnen. die einer dritten äquivalent sind. herauslösen und als für sich denkbaren Gegenstand auffassen. deren Elemente zu denen des betrachteten Inbegriffs im Verhältnis der eindeutigen Zuordnung füllt ist. das in der Gleichung ausgesagt wird. so kann weiterhin jede Einzelmenge hinsichtlich des Merkmals der Äquivalenz als vollständiger Repräsentant ihrer Gesamtgattung betrachtet werden: denn da sich zeigen läßt. als Ist dies M — — . von einem vorgegebenen Inbegriff er sich irgendeiner Menge des Gesamtkomplexes Glied für Glied zuordnen läßt. so gilt hier das umgekehrte Verfahren. — somit das Charakteristische dieser Auffassung.ist der diese Ableitung in ihren Grundzügen zurückgeht Umfang des Begriffes: gleichzahlig dem Begriffe F. Indem wir nun die gemeinsame Beziehung. haben wir damit dasjenige Moment gewonnen. um darin die Gewißheit zu besitzen. gegeben". Wenn der herdarin besteht. 59 . ist das allein Bekannte. sondern zugleich mit ihnen auch alle diejenigen Klassen ins Auge fassen.. aller kömmliche des Zahlbegriffs selbst beruht. was in der gewöhnlichen Ansicht lediglich der Anzahlgleichheit erscheint. stehen. daß das Gleiche für alle Mengen des betreffenden Komplexes gilt. auf den griffe F zukommt" . als als das Kriterium das eigentlich konstitutive Merkmal heraushebt. die alle Inbegriffe eines derartigen Komplexes untereinander besitzen. geschehen. so definiert demnach F r e g e. daß es. auf dem ist Es daß sie dasjenige. so genügt nachzuweisen.. indem wir die Gegenstände. das wir in gewöhnlicher Ausdrucksweise als die Zahl jedes . Das Verhältnis. nicht für sich allein betrachten." Wir fassen den Gedanken der Anzahl eines Begriffs..Die Anzahl. daß zwei Mengen. als bekannt vorauszusetzen und dann auf Grund dieser Bekanntschaft über ihre Gleichheit oder Ungleichheit zu entscheiden. die unter ihn fallen. während die E 1 e die dieses e n t e Verhältnis eingehen. die einzelnen Zahlen als .

ist in der neueren logisch- mathematischen Literatur lebhaft diskutiert worden: ich verweise für die positive Darlegung der Theorie besonders auf die Schriften von Frege. I. von allen diesen Funktionen gänzlich abzusehen und dennoch auf einem neuen Wege den vollständigen Aufbau des Zahlenreichs und seiner Gesetze zu erreichen. für die Kritik auf B. die aller leitung der Zahlenreihe aus dem Klassenbegriff tatsächlich vollzogen oder bewegt diese Ableitung sich in einem Zirkel. ." so schildert Frege das allgemeine Verfahren „den Inhalt eines Urteils zu bilden.). Ein Fortschritt der Analyse wäre offenbar nur dann erreicht. Nur die eine Frage bleibt zurück. Kerry. gemeinsame Eigenschaft" gewisser Inhalte und Inhaltsgruppen. sich dennoch in einem formalen faßt die Zahl als eine . begegnet die Theorie. sondern lediglich Momertt: auch sie * Das Problem. wenn es gelänge. nicht in den sinnlich physischen Dingen selbst. die hier entwickelt wird. „Unsere Absicht ist. die logisch einfacher ist als das Ganze der Funktionen. was als gleich zu beHier ist in der Tat eine methodische mathematischen Begriffsbildung zugrunde liegt. Halle 1891.. mittels — — des schon bekannten Begriffs der Gleichheit das gewinnen.52f. Wir wollen also . der sich so als eine Gleichung auffassen läßt. . Jonas C o h n Voraussetzungen tmd Ziele des Erkennens. S. die sie aufs schärfste bekämpft. Nur sind die Substrate der Zahlaussagen. . wissensch. wie nachdrücklich betont wird. das sie zu deduzieren unternimmt * ? / Mit der empiristischen Anschauung vom Wesen der Zahl. Philos. ob in der Beziehung der Äquivalenz zwischen Klassen wirklich eine Relation erfaßt ist. f. die in der ordinalen Theorie zur gegliederten Reihe der Ordnungszahlen hinführen. S. 158 ff. indem sie stillschweigend bereits Begriffe aus eben dem Gebiet voraussetzt." trachten Tendenz. oben.. daß jede Seite dieser Gleichung eine Zahl ist. Auf diesen Punkt also muß sich fortan die kritische Untersuchung konzentrieren: ist die Abis t. Über An- schauung und ihre psychische Verarbeitung. Kussell und Peano. Viertel jahrsschr.stimmbar werden. .. Leipzig 1908. XI. 60 . scharf bezeichnet: das „Gebilde" soll seinen gesamten Bestand aus den Relationen erhalten. 129 ff. um das es sich hier handelt. die es erfüllt (vgl. S. 287 ff H u s s e r 1 Philosophie der Arithmetik.

." Dieser Umstand allein erklärt denn auch die universelle Anwendbarkeit der Zahlaussage. Gerade dies wird gegenüber der Auffassung. Gebrauch im täglichen Lebfen" bestimmend und wesentlich sind. bei. Jedes Urteil über Zahlenverhältnisse legt nicht den Objekten. als eigentümlicher Vorzug betont. zu denen sie im Verhältnis der gegenseitig eindeutigen Zuordenbarkeit der Umfangselemente in zusammengefaßt werden. nämlich die. Wenn ich sage: „der Wagen des Kaisers wird von vier Pferden gezogen. Diesen Darlegungen gegenüber aber muß sich zunächst ein Einwand aufdrängen. die gleichzeitig den stehen. auf Dinge. soll gleichsam eine natürliche entgegentreten. daß die . auf innere und äußere Erscheinungen. die die Zahl im wirklichen Ganzen der Erkenntnis besitzt. wenn sie mit anderen. ." so lege ich die Zahl vier dem Begriffe „Pferd. die hier vertreten wird. so ist gar kein Mond oder ich sage: die Venus hat Aggregat von Monden da. aber dem Begriffe . durch die sie in Klassen von eigentümlicher Beschaffenheit geschieden werden. Venusmond" wird dadurch eine Eigenschaft beigelegt. die für ihren . will keineswegs einen Allgemeinbegriff der Zahl willkürlich ersinnen. betrifft somit stets dieselbe logische Wesenheit. zu Klassen « 61 .Wenn Monde. Wie dies genauer zu verstehen ist.. Der künstlichen Ableitung. sondern die eigentliche Funktion aufweisen. sondern ihren Begriffen bestimmte Merkmale bei.. die hier abgeleitet werden. von dem etwas ausgesagt werden könnte.den Begriffen dieser Dinge zu suchen. Diese scheinbare Mannigfaltigkeit des Gebiets des Zählbaren erweist sich bei schärferer Betrachtung als strenge Gleichförmigkeit: denn die Zahlangabe geht niemals auf die heterogenen Inhalte selbst. sondern auf die Begriffe. nichts unter sich zu befassen. zugleich unmittelbar diejenigen sind. unter die sie gefaßt sind. das den Wagen des Kaisers zieht". die lediglich die Zwecke der arithmetischen Wissenschaft ins Auge faßt. die von der reinen Ordnungszahl ausgeht. die sich gleich sehr auf Stoffliches und Unstoffliches. wie auf Ereignisse und Handlungen erstrecken kann. hat die frühere Entwicklung dargetan: den Begriffen wird eine gewisse Zahlbestimmung aufgeprägt.. Die Theorie. logischen" Eigenschaften der Zahl.

ohne daß sich ihm in diesem Prozeß irgendwie das charakteristische Bewußtsein der reinen Zahlbegriffe ergäbe. der zwischen den beiden Auffassungen der Zahl besteht. daß ihr nur als Stelle im Gesamtsystem ein fester Wert zukommt. in keiner Weise zusammen. Beschränken wir uns lediglich auf die bisherigen Festsetzungen. Die Betrachtung dieser Aufgabe aber führt zu einem tieferen methodischen Gegensatz zurück. Es ist die Grundeigentümlichkeit der ordinalen Theorie. gerecht wird. Auch sie 62 . daß schon zuvor die einzelnen Gruppen als bestimmt gegliederte Folgen von Elementen. Die Definition der einzelnen Zahl bestimmt zugleich und unmittelbar das Verhältnis. in welchem sie zu den übrigen Gliedern des Gebiets steht. verschiedene Gruppen von Elementen zusammenzustellen und unter einem bestimmten Gesichtspunkt als gleichartig aufzufassen.oder Siebenergruppen resultieren es sei denn. aber damit ist einstweilen über ihre .Zahr' im gewöhnlichen Sinne des Wortes noch keinerlei zureichende Bestimmung gewonnen.. Eine schärfere Untersuchung zeigt indessen. und dieses Verhältnis läßt sich nicht wegdenken. Ziel nicht erreicht wird: denn was hier logisch deduziert wird.konkreten Anwendungen. also als Zahlen im Sinne der ordinalen Theorie. ohne daß damit zugleich der Gesamtgehalt des besonderen Zahlbegriffs verloren ginge. erfaßt worden sind. Die spezifische Bedeutung der „Vier" oder der . Gleichviel" verwandeln. daß in ihr die Einzelzahl niemals etwas für sich allein bedeutet. Unser Denken könnte in der Tat beliebig viele „äquivalente" Mengen durchlaufen und in ihrem wechselseitigen Verhältnis betrachten. Sieben" kann niemals aus der bloßen Nebeneinanderstellung noch so vieler Vierer. Das „Wieviel" der Elemente im gewöhnlichen Sinne läßt sich durch keine logische Umdeutung in eine bloße Aussage über das . es bleibt als selbständige Frage und Aufgabe der Erkenntnis zurück.. ist dieser Zusammenhang aufgehoben. den wir mit den Zahlurteilen in der tatsächlichen Erkenntnis verbinden. die wir von der Zahl machen. die wir hier : « betrachten. In der allgemeinen Ableitung der Kardinalzahl. fällt mit dem eigentlichen Sinn. so werden wir durch sie zwar daß dieses in den Stand gesetzt..

Es wird zur Zahl erst. was sie will: für Analysis und Algebra kommt sie einzig dadurch in Betracht.. In Wahrheit aber ist es eben das Moment. betonen daher. ein festes Prinzip der Einzelzahlen aufzustellen und logisch der zu deduzieren. nicht. § 230. ist. Wird dies aber einmal zugestanden. sondern nur eine nicht näher bestimmte logische Eigenschaft.Zahr'. Die Betrachtung von Mengen. indem es sich von anderen Merkmalen desselben logischen Charakters abhebt. noch bevor irgendetwas über das VerhältAbfolge feststeht. kann zur Absonderung eines identischen Merkmals in ihnen führen. sondern auf die Heraushebung und Festhaltung der Verschiedenheit gerichtet. daß diese Erklärung für die methodischen Zwecke der reinen Mathematik im Grunde unerheblich sei. Die gemeinsame Eigentümlichkeit gewisser Klassen bestimmt. ihrer eigentlichen Tendenz nach. auf denen die Ordnung der Stellen beruht. als in ihrem allgemeinsten wissenschaftlichen Gebrauch? * Russell. 49. die sich einander gegenseitig eindeutig zuordnen lassen. des „Mehr" oder „Weniger" tritt. 63 . Was der Mathematiker an der Zahl' betraclitet.. daß sie sich rein und vollständig in der Form einer „Progression" darstellen und entwickeln läßt *. — Zum Begriff der Progression s. auf welche die Zahl zurückgeht. die die Erklärung der Zahl durch äquivalente Klassen am strengsten und folgerichtigsten durchgeführt haben. das sind lediglich die Eigenschaften. Die Zahl mag an sich selbst sein. indem es zu ihnen in ein Verhältnis des „Früher" oder . aber dieses Merkmal ist an sich noch nicht .freilich notwendig darauf bedacht sein. auf die Heraushebung des Gleichartigen. so ist damit streng genommen der Streit über den methodischen Vorrang der Ordnungszahl bereits aufgehoben: denn wo ließe sich eine sicherere Auskunft über das „Wesen" der Zahl im erkenntniskritischen Sinne gewinnen. worin der eigentliche Zahl Charakter wurzelt. Die Begriffsbildung. aber der Sinn der Elemente soll dennoch vor muß Anordnung dieser Glieder sind als die nis ihrer Ordnung und unabhängig von ihr feststehen. wie es nach der herkömmlichen Abstraktionstheorie der Fall sein müßte. S. das hier zunächst ausgeschaltet wird. Selbst diejenigen Denker. Später". ob.

nachdem bereits auf anderem Wege der „Zahlwert" für jede dieser Klassen und dadurch mittelbar eine Übereinstimmung zwischen ihnen festgestellt ist. welchen Sinn hätte es. extremen Relativismus" Vorschub leiste. r : 64 . hier dagegen.Klassen" abgeleitet werden. die durch kein weiteres Moment. Jede Reflexion auf den eigentlichen Tatbestand des Denkens läßt vielmehr sogleich den inneren Unterschied zwischen dem Gedanken der und dem der Zahl klar hervor- Und auch dem psychologische Äquivalenz was sie nach dieser Ableitung noch immer eine eigentümlich verwickelte und schwierige Aufgabe. die Menge der Kegel im Kegelspiel mit der der Musen zusammenzustellen! Eine derartige Vergleichung ist verständlich. als eben die Möglichkeit der gegenseitigen Zuordnung. als einen reinen Relationsbegriff bedeuten. so bliebe es und festgehalten wird. Nur das Gebiet und gleichsam der logische Ort der Relation ist hier verschoben denn während es sich in der ordinalen Theorie um ideelle Setzungen handelt. die sich wechselseitig aufeinander beziehen. sondern lediglich im Verhältnis zu anderen Mengen zukommen soll.die Berufung auf die Bedeutung. allein Wäre die Zahl das. derart ungleichartige Gruppen überhaupt aufeinander zu beziehen.. kraft dessen ein derartiger Begriff im Bewußtsein entsteht treten. Dieser Vorwurf ist indes zum mindesten zweideutig: denn der Zahlbegriff kann in der Tat. die wir mit Zahlbegriff im vorwissenschaftlichen Denken verbinden. sofern hier die Bestimmtheit der Zahl eine Beschaffenheit sein soll. hält hier nicht stand. die einer Menge nicht an sich selbst.. sondern aus der Vergleichung erst gewonnen werden soll. Denn die Zahl bedeutet hier eine Beziehung zwischen inhaltlich gänzlich heterogenen Klassen. entbehrt diese selbst jeder festen Direktive und Richtschnur. verbunden sind. daß sie einem . nichts anderes. den Prozeß aufzuweisen. in jeder Form der Ableitung. Man hat der Theorie der Äquivalenz vorgehalten. Welches gedankliche Motiv bestände aber. soll hier j ede einzelne dieser Setzungen aus einem Verhältnis gegebener . wo dieser Wert nicht vorausgesetzt wird. sein soll. Die Analyse zum mindesten bietet keine Stütze der Theorie. etwa die Klasse der Jupitermonde mit der der Jahreszeiten.

daß wir jedem Element der ersten Klasse eins und nur eins der zweiten zuordneten. wiss. daß der Begriff der „Eins" vorausgesetzt ist. sowie von Poincar6." so heißt es z. „ist natürlich unbestreitbar. XI. ihrer De- am finition nach. Viertel jahrsschr. unter welchen wir zwei dieser Werte als unmittelbar aufeinanderfolgend bezeichnen wollen.Die Voraussetzungen. * Vgl.. 112 ff. Was es heißt. keine Glieder besitzen. 287 ff. . Paris 1908. bei Russell. Substanzbegriff 5 65 . . das wurde hier schon von Anfang an als bekannt vorausgesetzt. Freilich ist diese Bemerkung. 82 Russell. daß diese Klassen. Zur Kritik Freges s. II. sobald dazu übergegangen wird. Es ist etwas anderes so hat man eingewandt ob ich die Zahl Eins in ihrer strengen arithmetischen Bedeutung oder ob ich sie nur in dem vagen Sinne nehme. von der wechselseitigen eindeutigen Zuordnung der Glieder verschiedener Klassen noch in dem Fall zu sprechen.eins" aufzufassen. ja so trivial sie zu sein scheint. Wir können vielmehr umgekehrt den Begriff — — i über diesen Punkt: Frege.. treten deutlichsten hervor.Eins" fortgeschritten wird. so einfach. vielfach bestritten worden. so tritt der Zirkel in der Erklärung doch alsbald wiederum deutlich hervor. Philos. f. B. irgendein Glied einer Klasse u herauszugreifen und es auf ein Glied einer andern Klasse v zu beziehen. wenn wir von einem Individuum sprechen. O. S. wenn ich aufgefordert werde.. Grundlagen der Arithmetik S. jetzt auch Natorp. aber es folgt daraus nicht. die hierbei zugrunde liegen. sobald zur Definition der . Science et Methode.. den der unbestimmte Artikel bezeichnet: lediglich dieser letztere Sinn aber wird vorausgesetzt. a. S. Schon in der Erklärung der Null zeigen sich erhebliche Schwierigkeiten denn es hat offenbar keinen Sinn. unter diesem Gesichtspunkt eine strenge logische Definition der einzelnen Zahlwerte zu geben und die Bedingungen festzustellen. Livr. denn die „Gleichzahligkeit" zweier Klassen wurde lediglich dadurch erkannt. ff.Daß jedes Individuum oder jedes Glied einer Klasse in gewissem Sinne eins ist. a. 113 nebst der Kritik von Kerry. Aber selbst wenn diese Schwierigkeit durch komplizierte logische Umdeutungen des Begriffs der Äquivalenz gehoben werden könnte*. ein Element als . — Cassirer.

Allgemein müssen wir. während weiterhin.. Man sieht. y verschiedene Termini der Klasse u sind und z von X und y verschieden ist.des Individuums als den grundlegenden ansehen. zu verstehen. die Elemente x. die hier gegeben werden. wie wir sahen. wenn für den Fall. § 124—126. so haben wir damit nichts anderes getan. während er gleichzeitig auf einen um- anderen Terminus y bezogen und je nach den besonderen Bedingungen mit ihm als übereinstimmend oder als von ihm verschieden beurteilt werden soll. daß sie überhaupt Termini besitzt und daß. wenn x. § 496. Legen wir indessen dieses Verfahren der Setzung und Unterscheidung zugrunde. auf der. drittes. es einen anderen von x verschiedenen Terminus y der Klasse gibt. als vielmehr lediglich auf kunstvolle Art schrieben ist. . Denn um die Erklärungen. um die verschiedenen Zahlen in die Form einer bestimmt geregelten . Grundlagen S. B. von welchem der Begriff Eins abgeleitet ist. daß diese Klasse nicht Null ist und daß. X mit y identisch ist. dahin bestimmt. sich von u unterscheidet. Frege. um die Erklärung zu vollenden. wird zum mindesten erfordert. So wird z. daß ein Terminus x gedanklich festgehalten und als mit sich selbst identisch erfaßt werde. wie hier. zu der z gehört. sobald u und y u's sind. y und y identisch sind *. daß z und x' zu y die Beziehung R haben." Unter diesem Gesichtspunkt wird die Bedeutung der Aussage. Progression" zu bringen und erst diese Form ist es. die Klasse von 2 Gegenständen von Russell durch die Bedingungen definiert. y z in fortschreitender Sonderung erschaffen und damit mittelbar bereits als erstes. sowohl x und x' als auch Es ist jedoch leicht ersichtlich. Glied unterschieden werden müssen. daß hier die logische Funktion der Zahl nicht sowohl abgeleitet. daß eine Klasse u „e i n" Glied (in arithmetischem Sinne) besitze. und x die Beziehung R zu y und y' besitzt. als die Zahl im Sinne der ordinalen Theorie vorweggenommen. ihre — 66 • Russell. 40 ff. jede Klasse.. Eine analoge Bestimmung soll sodann den Begriff der gegenseitig eindeutigen Beziehung zwischen Termen fixieren: R ist eine derartige Beziehung. wenn x einer ihrer Termini ist. zweites..

der sich den Gliedern von u eindeutig zuordnen läßt. wenn irgendeine Zahl n gegeben ist. daß wir den Bestandteil von v. indem ein einzelnes Glied x herausgehoben und den übrigen gegenübergestellt wird: die Gesamtheit dieser übrigen wird dann zur Definition der benachbarten.Gebrauch beruht das uns gestattet. welche dem Begriffe „ „unter F fallend. um von ihm sodann dasjenige Glied. daß wir die entsprechenden Klassen u und v miteinander vergleichen. welche dem Begriffe F zukommt. das Fehlen einer „Einheit" unterschieden ist. O. auf denfen in der Theorie der Ordnungszahl der Fortschritt von einer Einheit zur nächsten beruht: und nur darin liegt der methodische Unterschied. „nächstniederen" Zahl verwandt. ergibt sich aus einer letzten entscheidenden Erwägung." " zukommt. B. a.. in der je zwei benachbarte Glieder der natürUchen Zahlenreihe zueinander stehen. so werden wir V relativ zu u als nächsthöhere Klasse bezeichnen. Es handelt sich somit auch hier n\ir um eine Umschreibung der „populären" Begriffsbestimmung. während sie hier der Anlehnung an gegebene Klassen von Ele/ bedürfen *. aber nicht gleich a. dal3 diese Synthesen dort als freie Setzungen erscheinen. das keine entsprechende Abbildung in der anderen (u) besitzt. daß n in der natürlichen Zahlenreihe unmittelbar auf folgt. daß die Anzahl. S. ist": dieser Satz wird als gleichbedeutend damit erklärt. 89. menten — * die Beziehung zu erklären. indem wir ihre Elemente gliedweise einander zuordnen: findet es sich hierbei. daß diese ihr wissenschaftlicher ein Bedeutung und Prinzip — besitzen. im Grunde auf genau dieselbe nintellektuellen Synthesen zurückgegriffen. Auch hier wird also gefordert. Um m — m 6* 67 . daß in der einen Klasse (v) ein Glied zurückbleibt. zunächst für sich als ein Ganzes herausheben. Dieses Verhältnis der „Nachbarschaft" zwischen 2 Zahlen wird nun nach der Theorie dadurch bestimmt. n ist und daß die Anzahl.) Hier wird also innerhalb des Inbegriffs F eine Unterscheidung getroffen. wonach jedes Glied der Zahlenreihe von der benachbarten durch „Hinzufügung" bzw. (A. F r e g e von dem Satz aus: . Die Bestimmung der Zahl durch die Äquivalenz von Klassen setzt voraus. das bei dieser Form der Beziehung unverbunden Somit wird bleibt. als ein anderes „zweites" abzuheben. die nächsthöhere zu definieren.e3 gibt einen Begriff F und einen unter ihn fallenden Gegenstand x der Art. Daß aber in dieser Auffassung die logische Ordnung der Begriffe in der Tat verkehrt ist. geht z.

Die Theorie der Ordnungszahl stellt also in der Tat gleichsam das prinzipielle Minimum dar. — sind. daß es zur Herstellung dieser eindeutigen Beziehung nicht erforderiich sei. auf das in keiner logischen Ableitung des Zahlbegriffs verzichtet werden kann. die wir miteinander vergleichen. ableiten: denn hierzu wird nichts anderes erfordert als die Möglichkeit. es genüge vielmehr die Angabe eines allgemeinen Gesetzes. auf den Der Bedeutung zum mindesten durch eine bestimmte Relation miteinander verknüpft sind. eine Folge reiner Denksetzungen durch die verschiedene Beziehung zu einem bestimmten Grundelement. Man hat betont. die gegeben die sind. daß die Glieder der beiden Mannigfaltigkeiten zuvor einzeln durch Abzahlung bestimmt seien. unmittelbar und ohne den Umweg über den Klassenbegriff das System der Zahlen. aber wären wir von den Klassen selbst zurückgeführt auf die erzeugenden Relationen. Man mag entgegnen. auf welchen sie beruhen.Klassen selbst als eine Begriff der „Ähnlichkeit" die Betrachtung Mehrheit Inbegriffe. Aber selbst. so bliebe doch stets der Umstand zurück. von Klassen. zuvor in sich selbst numerisch zu gliedern. wie sich zeigte. die Einzelklassen. Der Unterschied in den Inbegriffen reduziert sich auf den Unterschied der begrifflichen Gesetze. . das als Ausgangspunkt dient. und denen sie ihre Abgrenzung und Bestimmtheit verdanken. das irgende i n Element der ersten Mannigfaltigkeit mit irgendeinem der zweiten in Verbindung setze. Von diesem Punkt aus aber läßt sich. zu unterscheiden. daß wir die Inbegriffe als Ganzes einander entgegensetzen und sie eben damit auch als „zwei" verschiedene auffassen müssen. verlangt zweier Anwen- dungen 68 dieses Begriffes von größter Bedeutung aber nicht zu seinem ursprünglichen Inhalt gehören. aus welchen sie hervorgegangen sind. während die Betrachtung äquivalenter Klassen zwar für die der Kardinalzahlen gegründet wird. als reiner Ordnungszahlen. daß diese Verschiedenheit durch den rein logischen Unterschied der Klassenbegriffe unmittelbar gegeben und somit Damit keiner weiteren Ableitung fähig und bedürftig sei. wenn wir diesem Gesichtspunkt gemäß darauf verzichten könnten.

* völlig auf eine als Die Zahl erscheint alsdann nicht a. solange noch Dingbegriffe und Funktionsbegriffe werden. so habe ich damit das logische Produkt des Begriffs „Mensch" und des Begriffs . ist unbestreitbar. In den verschiedenen Deutungen des Zahlbegriffs wiederholt sich noch einmal der allgemeine Kampf zwischen der Logik und der Logik der Reder Gattungsbegriffe lationsbegriffe. von dem sie ausging.a. oben. sondern die Begriffe von diesen — — — Objekten das Fundament des Zahlurteils bilden (s. 69 . bezeichnen. Daß mit dieser Umwandlung gegenüber der sensualistischen Auffassung eine außerordentliche Befreiung und Vertiefung gewonnen ist. als daß ein Komplex gegeben ist. 111. F r e'g e und Russell betrachten es als den entscheidenden Vorzug ihrer Lehre. daß in ihr die Zahl nicht als eine Eigenschaft an physischen Dingen. Gelänge es.. daß die Theorie den kritischen Grundgedanken. des empirischen sowohl wie des exakten. Dennoch genügt es nicht. nach Russell „Zwei Menschen". 38 ff. den Begriff der Zahl aus dem der Klasse abzuleiten. daß es zwei Menschen gibt. die für uns den Ausgangspunkt bildete.Zugleich aber mündet hier der Streit der mathematischen Theorien wiederum in die allgemeine logische Prinzipienfrage ein. An diesem Punkte zeigt es sich. S. daß hier also nicht mehr die Objekte als solche. so wäre damit in der Tat die traditionelle Form der Logik von einem neuen Ausgangspunkt her befestigt. nicht zu vollkommener Durchführung gebracht hat. sondern als Aussage über eine bestimmte Beschaffenheit von Klassen erscheint.Paar" (couple) gebildet und der Satz. § Stufe gestellt der Ausdruck Russell. In den Versuchen der Begründung der logischen Theorie der Kardinalzahlen ist dieser Zusammenhang bisweilen Fasse ich etwa den Gedanken deutlich sichtbar geworden. besagt nichts anderes.. den rein begrifflichen Charakter der Zahlaussage zu betonen.O. Die Einordnung des Einzelnen in die Hierarchie der Gattungen würde nach wie vor das eigentliche Ziel alles Erkennens.). der gleichzeitig der Klasse „Mensch" und der Klasse „Paar" angehört*.

Die bisherigen Versuche. haben indessen die Frage noch nicht in derjenigen Allgemeinheit und Weite erfaßt. die den endlichen und den transfiniten Zahlen sind. unten S. So wiederholt sich der Grundmangel was als rein kategorialer Gealler Abstraktionstheorien der die Grundbedingung.) m m — — Ergebnis gemeinsam 70 . man — IV. die sie durch die Entwicklung der modernen Mathematik gewonnen hat. da es auch dann bestehen bleibt. Es ist die Zahl in ihrer primitivsten * Freilich sind es nicht ledigUch logische Gesichtspunkte. die zu der Erkläning der Zahl durch die Äqmvalenz der Klassen hingeführt haben.) subtile und konsequent durchgeführte Versuch. Die Eigenschaften. S. den Charakter des Zahlbegriffs und das Prinzip der Zahlbildung festzustellen.Setzung jeglicher Mehrheit Merkmal. Erst auf dieser Grundlage schien es möglich. sondern zugleich speziellere athe a tische Gründe gewesen. 80 ff. (Zum Problem des Transfiniten vgl. das an der gegebenen Mehrheit der Klassen haftet und sich aus ihr durch Vergleichung absondern läßt. irgendwie als inhaltlichenBestandt e i 1 in den verglichenen Objekten selbst wiederzufinden. eine Theorie zu schaffen. Das Moment der gegenseitigen eindeutigen Zuordnung von Mengen erschien von fundamentaler Bedeutvmg. der in diesem Zusammenhange entsteht. Die Theorie erweist sich zuletzt als der (S. daß er mit dem Begriff der Zahl zusammenfällt. enthalten keineswegs als solche bereits das wesentliche Moment der Zahlbildung überhaupt: das „stmimum genus" im Sinne der GattungslogUc ist auch hier mit dem begrifflichen Ursprung der Erkenntnis nicht gleichbedeutend. mit dem allgemeinen Schematismus der Gattungsbegriffe ein Problem zu bewältigen. sondern als ein : sichtspunkt das sucht die Begriffsbildung leitet und beherrscht. die sich nicht von vornherein auf die endlichen Zahlen beschränkt. gezeigt hat: so ist doch danüt keineswegs erwiesen. das seiner Bedeutung und seinem Umfang nach einem neuen Gebiete angehört und einen anderen Begriff der Erkenntnis voraussetzt*. ob. die erst ermöglicht. 31 ff. sondern „endliche" und „vinendliche" Zahlen in einer einzigen Ableitung umfaßt luid beherrscht. wenn man die Endlichkeit der Inbegriffe und damit ihre „Abzählbarkeit" im Sinne der gewöhnlichen Auffassung des Zählakts So fallen läßt. das seinerseits eine andere begriffliche Erklärung der Zahl bereits voraussetzt. als des successiven Fortschritts von Einheit zu Einheit fruchtbar sich indessen der allgemeine Gesichtspunkt der „Mächtigkeit". Die rein mathematischen Leistungen des Mächtigkeitsbegriffs bleiben offenbar unberülirt davon. ob man in ihm das ursprüngliche Prinzip der Zahl oder nur ein abgeleitetes sieht.

Die Bedeutung der „Zwei" oder „Vier" bildet. Sind diese Erweiterungen ganzen lediglich dem Gesichtspunkt der Anwendungen erklärt und gerechtfertigt werden können. erklären sich leicht. Diesen Zusammenhang und damit das 71 beherrscht ? Die Schwierigkeiten. wie der des Imaginären immer wieder begegnet sind. auf welche der Ableitungsversuch der Klassentheorie wie der ordinalen Theorie sich beziehen. die der Begriff der Zahl durch die Einführung des Gegensatzes der positiven und negativen. auf den die naive Auffassung sich vornehmlich stützt und beruft. Das wissenschaftliche System der Arithmetik aber schließt sich erst in den Erweiterungen ab. der seinem ersten Ansatz nach bereits in jeder der neuen Zahlarten wirksam ist und der ihr das charakteristische Gepräge gibt. oder stellen sie Äußerungen derselben schon die erste logischen Funk- tion dar. denen die Begriffe des Negativen und Irrationalen sowohl. wenn man erwägt. Es sind Urteile und Aussagen über „N icht-Wirkliche s". Der Begriff und die Bezeichnung der „imaginären" Zahl ist der Ausdruck eines Gedankens. wie es scheint. Mit der ersten Verallgemeinerung und Weiterführung des Zahlbegriffs aber schwindet dieser dingliche Gehalt. die Setzung der „Anzahlen" denen die Einführung jeglicher neuen Zahlart. .— wie bedeutende Mathematiker behauptet haben — künstliche Umbildungen. daß in all diesen Umbildungen das eigentliche Substrat der Zahlaussagen sich mehr und mehr zu verflüchtigen drohte. die nur aus Gestalt und Bedeutung. die hier dennoch einen bestimmten. der rationalen und irrationalen Zahlen erfährt. kein ernsthaftes Problem. Der Standpunkt der Pythagoreer ist noch nicht prinzipiell verlassen: die „Anzahl" im engeren Sinne als der Zahl bildet noch immer das eigentliche und ausschließliche Problem. unentbehrlichen Erkenntnis wert für sich in Anspruch nehmen. da doch die empirische Welt der Dinge uns allenthalben Gruppen von zwei und vier Dingen unmittelbar darbietet. Die Anzahlen in ihrem allgemeinsten Grundsinne können unmittelbar durch wahrnehmbare Gegenstände als „real" und somit als gültig aufgewiesen werden. der ganzen und gebrochenen.

" Die Ableitung der Imaginärzahl beruht dann weiterhin darauf. was mit ihm vereinigt der Vernichtung gleich zu stellen ist. in der er sich das Ziel setzt. das. Genau besehen findet diese Voraussetzung nur da statt. was sie bedeuten an Substanzen. B.. so heißt es hier. i) bedarf. „können nur da eine Anwendung finden. wo das Gauss Gezählte ein Entgegengesetztes hat. wäre eine contradictio ist nur das notin adjecto. daß diese Gegenstände auf eine bestimmte Art in eine Reihe geordnet sind. die zugleich Sein und Nichtsein bedeuten müßte. Hier gehört nun zu dem Begriff der Entgegensetzung nichts weiter als der der Relation so daß. die Relation von B zu A durch 1 dargestellt werden muß. durch welche Verhältnisse in einer konstruktiv erschaffenen Reihe geregelt werden. die echte . Einführung einer neuen Einheit (+ i. eine negative Beziehung 72 . C.. wenn die Relation (also der Übergang) von A zu B als + 1 gilt. in vollster Schärfe und Bestimmtheit ausgesprochen. hat in einer Anzeige. an für sich denkbaren Gegenständen aufzeigen zu wollen. . Umtausch — — Der Sinn der erweiterten Zahlbegriffe läßt sich nicht fassen. A. Insofern als eine solche Reihe auf beiden Seiten unbegrenzt ist. .. Postuliert wird dabei. sobald man in ihnen den Ausdruck reiner die Beziehungen sieht. daß die Gegenstände. D. repräsentiert jede reelle ganze Zahl die Relation eines beliebig als Anfang gewählten Gliedes zu einem bestimmten Gliede der Reihe. gleich betrachtet werden kann. B. auf das alle die verschiedenen Methoden der „Z hlerweiterung" überhaupt zurückgehen. . aber er enthüllt sich sofort. z. Einzelheiten der Deduktion. solange man dabei beharrt. sondern daß es zu ihrer Ordnung der Betrachtung einer Reihe von Reihen und damit der Hier tritt. nicht mehr als in einer Reihe geordnet zu denken sind. Positive und negative Zahlen". und daß die Relation des A zu B als der Relation des B zu C usw. der beherrabgesehen von allen schende logische Gesichtspunkt in aller Deutlichkeit hervor.allgemeine Prinzip. die wir untersuchen. Eine negative Substanz. wo nicht Substanzen (für sich denkbare Gegenstände). Metaphysik des Imaginären" zu begründen. sondern Relationen zwischen je zwei Gegenständen das Gezählte sind.

innerhalb des auf diese Art erweiterten Zahlgebiets in einfacher Weise ab: sie alle gründen sich auf den Charakter der reinen Zahl als Beziehungszahl und bringen ihn zu immer deutlicherer Entfaltung *. auf der der Übergang von einem Glied der Zahlenreihe zum nächstfolgenden beruht. die sich an meßbaren Objekten vorfinden. die wir als die Umkehrung der ersten als inverse Relation (r) auffassen können. Die erstere Methode. in welcher das neue Prinzip sich bewährt. eingehende Darlegung und Begründxing dieses a. so ist gleichzeitig durch sie auch ein Verhältnis des folgenden Gliedes zum vorangehenden gesetzt. Es ist vor allem die Ableitung der Irrationalzahl. gründet die neue Zahl auf den und damit auf Beziehungen. an denen die logische Tendenz des Gedankens zum besonders klaren Ausdruck gelangt. Cap. Indessen zeigt es sich alsbald. O. Aus dieser rechnerischen Operationen. sondern nur an einzelnen typischen Beispielen verfolgt werden. all Grundauffassung leiten sodann die Wiederum soll diese Entwicklung nicht in allen ihren be- sonderen Phasen. Betrachtet man daher die erzeugende Relation (R). Wir können von den Verhältnissen zwischen gegebenen geometrischen Strecken oder aber von der Forderung der Auflösbarkeit bestimmter algebraischer Gleichungen ausgehen. 4. r^). 3 u. Zwei Wege sind es zunächst. daß zum mindesten die Berufung auf die Raum • * Vgl.. auf welchen eine Deduktion des Irrationalen versucht werden kann. lich als ein anderer Ausdruck für den Fortgang in diesen oder — beiden Beziehungsrichtungen sich (r». die bis auf Weierstraß und D e d e k i n d fast ausschließlich herrschte. a.wendige logische Korrelat des Relationsbegriffs überhaupt. da jede Relation von A zu B sich zugleich als eine solche von B zu A darstellen und aussprechen läßt. So scheinen es hier wiederum Erfahrungen an physisch-räumlichen Gegenständen zu sein. die Zusammenhangs bei Natorp. 73 . also eine zweite Fortschrittsrichtung definiert. die den Prozeß der mathematischen Begriffsbildung beherrschen und ihm seine Richtung vorschreiben. hierzu bes. Die posia) erscheinen jetzt ledigtiven und negativen Zahlen(+a.

Eine völlig exakte Bestimmung in diesem Gebiet zu suchen und zu fordern. Das neue Problem erwächst nicht an der Auffassung gegebener. können uns somit niemals den Begriff des Irrationalen in seiner strengen mathematischen Bedeutung aufzwingen: vielmehr muß dieser Begriff von innen heraus aus den Forderungen des systematischen Zusammenhangs der mathematischen Erkenntnisse selbst entstehen und begründet werden. So ist denn offenbar das gewöhnliche System der Bruchzahlen bereits ein in jeder Hinsicht ausreichendes gedankliches Instrument. das dem Inbegriff angehört. Nicht die Körper der physischen Wirklichkeit. vollständig zu beherrschen. Ist dies aber einmal erkannt. so bietet sich hier eine begriffliche Differenzierung dar. geschweige überboten werden kann. die Konstruktion. die die irrationalen Werte als Lösungen für bestimmte Gleichungen 74 . um alle Aufgaben. Die gewöhnliche algebraische Methode. auf die die äußere Erfahrung uns hinleitet. Die Maßbeziehungen. tatsächlich vorhandener Größen. vielmehr zwischen zwei noch so nahen Elementen sich stets wieder ein neues Element angeben läßt. die durch die Beobachtungsfehler gesetzt sind. so muß sich die weitere Forderung erheben. sondern aus den Gesetzen bestimmter geometrischer Konstruktionen. bekannt. Da es innerhalb dieses Systems keinen kleinsten Unterschied gibt. die in den beobachtbaren Verhältnissen der Dinge niemals erreicht. Die Verschiebung der Frage von der Zahl auf den Raum würde die Einheit und Geschlossenheit des Systems der Algebra selbst aufheben. hieße die Natur der Frage selbst verkennen. die sich innerhalb dieses Bereiches ergeben können. werden uns nur durch Beobachtung und somit nur innerhalb der Grenzen. sondern allenfalls die rein idealen Strecken der Geometrie können somit das gesuchte Substrat für die Ableitung des Irrationalen abgeben. die sich bei keinem Ableitungsversuch entbehren läßt. rein aus d e m G r u n d p r i n z i p derZahl selbst heraus zu führen und als notwendig zu erweisen.Verhältnisse konkreter empirischerDinge an diesem Die Maßverhältnisse von Dingen Punkte versagen muß.

ein — Wurzeln alge- eindeutig bestimmter mehrere. kraft deren es sich von allen andern unterscheidet. die der Die vollkommene Debezeichneten Bedingung genügen. von Anfang in sich. der Inbegriff selbst in zwei Klassen 31 und 33 zerlegt. ihm in der systematischen Ordnung des Inbegriffs vorangehen). reinsten tritt dieser logische Leitgedanke der Deduktion in der bekannten sehen Erklärung der irrationalen Zahlen als „Schnitte" hervor. sondern muß es in seiner vollen charakteristischen Eigenart. Diese Eigenart aber ist für jeden Zahlwert vollständig gegeben. da in ihr die stellung eines Postulats mit dessen AufErfüllung versich unendlich wechselt wird. viele irrationale Denn abgesehen davon. § 144 ff. da alle diese Eigenschaften erst nachträglich aus ihm hervorgehen und durch es begründet werden. — Am Dedekind Brüche Näheres hierüber z. bleibt freilich unzureichend. § 230. nicht nur nach irgendeinem einzelnen das ihm zukommt.. Denkt man sich zunächst die Gesamtheit der rationalen gegeben. die der einzelnen Zahl nur immer beigelegt werden können. auf das sie hinzielt. wenn zugleich mit seiner Ableitung seine Stelle im Gesamtsystem und somit sein Verhältnis zu den übrigen bekannten Gliedern des Zahlenreiches fixiert ist. die zweite alle Zahlen. die „größer" als o sind Merkmal. die kleiner als a sind (d. die als so wird doch braischer Gleichungen nicht darstellbar sind durch eine derartige Erklärung jedenfalls nichts darüber entschieden. bei RuBsell. 75 . untereinander verschiedene Werte gibt. das wir aus diesem Inbegriff herausgreifen können. der durch sie geschaffen ist. h. Die erste dieser Klassen umfaßt alle Zahlen. daß Werte angeben lassen. finition darf daher das ideelle Objekt. Dieses Stellenverhältnis faßt alle sonstigen Eigenschaften. bezeichnen. erfassen und bestimmen. wobei der Bruch als Verhältniszahl definiert und ohne Anlehnung an meßbare und teilbare Größen aus der Betrachtung reiner Ordnungsbeziehungen abgeleitet wird*.einführt. oder ob es wird. B. so wird durch jedes einzelne Element a. ob der Gegenstand.

Wir haben somit durch eine begriffliche Vorschrift der sich übrigens beliebig viele andere an die Seite stellen lassen würden — — zwischen Zahleine völlig scharfe und klare klassen erreicht. diese der selbst begrifflich zu repräsentieren. der uns nunmehr zur Einführung eines neuen . die zuvor in begrifflicher Strenge abgeleitet wurden. für deren Wiedergabe dennoch in der bisher definierten Mannigfaltigkeit kein einzelner Zahlwert zur Verfügung steht. das keine andere Funktion und Bedeutung hat als den. deren Quadrat größer als D ist. die indessen nicht das Quadrat einer ganzen Zahl sein möge. läßt.auf a folgen). während man sich alle Zahlen. Beziehung Bestimmtheit Einteilung sie als bloßes „Zeichen" eingeführt. die hier vollzogen ist. entspricht ein die sich gedanklich vollziehen bestimmter rationaler Wert. Faßt man jetzt alle Zahlen. so gehört jeder nur immer angebbare rationale Wert einer dieser Klassen zu. Sie stellt von Anfang an einen bestimmten logischen Beziehungsgehalt dar und läßt sich in ihn wiederum auflösen. h. irrationalen" Elements veranlaßt: eines Elements. und eindeutigen Scheidung.. Betrachtet man etwa irgendeine positive ganze Zahl D. so wird sie immer zwischen zwei Quadratzahlen liegen. das diese Sonderung hervorbringt. Die neue Zahl ist somit in dieser Form der Ableitung nicht willkürlich ersonnen.1)*. so daß sich also eine positive ganze Zahl von der Art angeben läßt. daß -r^*< D (^-f. das System der Rational- A < zahlen vollständig erschöpft. Dieser Umstand ist es. läßt. wie sich zeigen Systems kein Element. zu einer Gesamtklasse 9t zusammen. zu einer Klasse 33 vereinigt denkt. so gilt doch nicht die Umkehrung dieses Satzes: denn nicht jeder streng definierten (d. das also größer als alle Zahlen der Klasse % und kleiner als alle Zahlen der Klasse S5 wäre. so daß die Einteilung. sondern sie erscheint als der Ausdruck eines komplexen Ganzen von Relationen. innerhalb dieses Dennoch gibt es. deren Quadrate kleiner als D sind. Wenn indessen die Angabe jeder einzelnen Bruchzahl zugleich implicite eine derartige Scheidung des Gesamtsystems in sich schließt. Man hat gegen die Ableitung Dedekinds von philosophischer wie mathematischer Seite häufig den Einwand er- noch wird 76 .

Der Fortschritt von einem ideellen systematischen zur Existenz eines neuen Elements scheint eine ^ezraßaatj Punkt Geraden Axiom bestimmtheit Zusammenhang 2. unzählige seiner Eigenschaften würden dieselben bleiben. wenn er auch unstetig wäre. Idealen" und „Realen" kann in der Tat der Gedanke entstehen. so könnte uns doch wieder nichts hindern. durch die Bedingung zum Ausdruck bringen. . 9 ** a. daß. a. hineindenken".. durch welches wir erst der Linie ihre Stetigkeit zuerkennen. darum noch keine Seins-Bestimmtheit in sich zu schließen brauche. sondern lediglich auf Grund eines allgemeinen Postulats behauptet.Hat überhaupt der Raum eine reale Existenz. Und wüßten wir gewiß. das diese Einteilung vollzieht. hervorbringt*. 12.. O. derart. Für den Fall irgendeiner vollständigen Einteilung des Systems der Rationalzahlen werde hier die Existenz eines und nur eines Zahlelements. wenn alle Punkte der Geraden in zwei Klassen zerfallen." Bei einer derartigen Entgegensetzung des . ein und nur ein existiert. daß irgendeine Begriffsdie sich uns in der Verfassung des Zahlenreiches aufdrängt. In der Tat legt die Darstellung Dedekinds dieses Bedenken nahe. Die Stetigkeit der geraden Linie läßt sich. Stetigkeit und irrationale Zahlen.. 77 .. diese Ausfüllung würde aber in einer Schöpfung von neuen Punkt-Individuen bestehen und dem obigen Prinzip gemäß auszuführen sein**. so braucht er doch nicht notwendig stetig zu sein. wie hier ausgeführt wird. daß sie eine unerweisliche Forderung in sich schließe. S. daß jeder Punkt der ersten Klasse links von jedem Punkt der der zweiten Klasse liegt. Die Annahme dieser Eigenschaft der Linie wird von Dedekind selbst als ein bezeichnet. falls es uns beliebte. Braun- schweig 1892. ff. welcher diese Einteilung aller Punkte. S. * Dedekind. Aufl. diese Zerschneidung der Geraden in zwei Stücke. ihn durch Ausfüllung seiner Lücken in Gedanken zu einem stetigen zu machen. sofern sie zur Verdeutlichung des Grundgedankens zunächst von geometrischen Analogien ihren Ausgang nimmt. nicht bewiesen.hoben. daß der Raum unstetig wäre. durch welches wir die Stetigkeit in sie ..

Essenz" und . was er in der Natur der Dinge . Wenn beim Räume sich eine derartige Sonderung zwischen dem Inhalt der freien geometrischen Konstruktionen und dem. zum mindesten innerhalb des Bereichs der Zahl. Was hier völlig unzweideutig gegeben ist. wozu sie in bestimmten begrifflichen Definitionen gemacht worden ist. Keine Zahl die ganze so wenig wie die gebrochene und irrationale „ist" etwas anderes als das. die getroffene Einteilung also eine vollständige und erschöpfende ist.ist". allenfalls festhalten ließe: im Gebiet der reinen Zahl verliert sie jeglichen Sinn. das über die Reihenfolge der einzelnen Schnitte entscheidet.. Denn die Zahl besitzt nach ihrer ursprünglichen Erklärung keinerlei spezifisch-inhaltliche Merkeig SXXo -fivog in sich zu handelt es sich hier um — — Bestimmtheit 78 . Schnitt" des rationalen Zahlsystems vorliegt. ist zunächst die derEinteilung selb st: wir können.. sondern ihnen durch ihren ursprünglichen Begriff eindeutig vorgeschrieben.. 93') den ersten größer als den zweiten. kann daher keinen fragwürdigen Nebensinn in sich schließen.. ob es der einen oder der anderen Klasse zugehört und weiterhin zeigen. Die Forderung. allgemein gültiges Kriterium. Wir nennen von zwei Schnitten (% 93) und (St'. Existenz" hinfällig wird. lassen ihn also auf diesen folgen. die ihm entspricht. wenn durch irgendeine begriffliche Regel das rationale System in zwei Klassen Ä und 93 sich sondert. existiert". Damit aber ist zugleich den so erschaffenen Gebilden der reine Z a h 1 Charakter aufgeprägt. daß. in der die verschiedenen Schnitte sich folgen. wenn sich irgendein Element a angeben läßt. ist auch die Ordnung. wenn immer ein vollständiger . keine willkürliche. existiert ein festes. die gesamte dualistische Trennung von idealem und realem Sein. In Wahrheit aber keinen unberechtigten Übergang. von jedem seiner Elemente mit Sicherheit entscheiden. Somit der Klasse 95' in der zweiten Einteilung angehört.. das der Klasse 91 in der ersten. die ihm nicht erst durch Ferner aber ein Postulat gewährleistet zu werden braucht. daß bei dieser Alternative kein Glied unberücksichtigt bleibt. eine und nur eine Zahl . weil.schließen. von . Der „Schnitt" selbst hat somit als solcher unzweifelhafte logische „Realität".

male. kraft deren sich Glieder in geregelter Folge setzen und entwickeln lassen. Ein derartiges Verfahren enthält zwar e i n Prinzip. sondern ist lediglich der allgemeinste Ausdruck der Ordnungs. muß jetzt aufgegeben werden. geordnete Inbegriffe hervorgehen zu lassen. die sich ja sämtlich als Schnitte auffassen und darstellen lassen. daß über der Ordnung des anfänglich gegebenen Inbegriffs ein anderes komplexeres System reihenförmig abgestufter Bestimmtheiten sich erhebt.und Reihenform überhaupt: wo immer also eine derartige Form sich festhalten läßt. daß irgendwie . in welcher die relative Stellung der Elemente nach einer begrifflichen Regel feststeht. zwischen" den bekannten Gliedern des rationalen Zahlsystems noch anderer Elemente vermutet oder gefordert das Sein diese Fragestellung bliebe in der Tat in sich werde sinnlos selbst und unverständlich sondern darum. aber keineswegs das Prinzip der Erschaffung solcher Inbegriffe schlechthin. wie hierin der Grundgedanke der ordinalen Theorie der Zahl sich bewährt. ohne sie auf irgendeine inhaltlich bestimmte Einzelrelation zu beschränken.. Die Schnitte „sind" Zahlen. Nicht darum also handelt es sich in der Schöpfung der neuen irrationalen Elemente. Das begriffliche „Sein" der Einzelzahl geht hierbei immer in — — vonEinheiten 79 . Man sieht. die Zahl aus der s u c cessivenAddition entstehen zu lassen und in dieser Operation ihre eigentliche begriffliche Wesenheit zu begründen. da findet ihr Begriff Aufnahme und Anwendung. Der Gedanke. weil sie sich eine streng gegliederte Mannigfaltigkeit bilden. nach welchem die wechselseitige Stellung aller Glieder des alten wie des neuen Systems sich bestimmt. das für die „Schnitte" angegeben ist. Dieses System umfaßt den früheren Inbegriff und nimmt ihn in sich auf: denn das Kennzeichen der Aufeinanderfolge. gilt unmittelbar auch für die rationalen Zahlen selbst. Die Einführung des Irrationalen ist zuletzt nichts anderes als der allgemeine Ausdruck dieses Gedankens: sie gibt der Zahl die ganze Freiheit und Weite einer Methode der Ordnungsbildung überhaupt wieder. Somit ist jetzt ein übergreifender Gesichtspunkt gefunden.

Halle a. zugleich alle die scholastischen Gegensätze des Potentiell. f. Abhandl. des Infiniten und Indefiniten wiederum heraufbeschworen*. * Vgl. der hier im Mittelpunkt steht. wenn man vom Gebiet Zahlen zu endlichen dem der transfiniten Zahlen übergeht. philos.. an die auch die Deduktion Dedekinds zunächst anknüpft. . So hat denn auch C a n t o r selbst. C a n t o r Gesammelte Zur Lehre vom Transfiniten. S. bes. 1890. an sich bereits gegebene und vorhandene Zahl. als dem der Mathematik an. gehört seit jeher nicht minder dem Herrschaftsbereich der Metaphysik. Hier scheinen wir somit endgültig von der Frage nach der reinen Erkenntnisbedeutung der Begriffe zu den Proauf der dem : blemen des absoluten Seins und seiner Beschaffenheit hin- übergedrängt zu werden. Das Element kann aus dem Relationszusammenhang nicht herausgelöst werden. Eine neue Wendung nimmt der allgemeine Gedanke. das außerhalb ihrer Sphäre liegt. Kritik. berührt. die Bildung der Zahl beruht. Zugleich häufen sich nunmehr die eigentlichen philosophischen Schwierigkeiten denn der Begriff des Unendlichen. Der Begriff des Unendlichen scheint die Schranke der Logik und den Grenzpunkt zu bezeichnen. Aufgaben. Pliilosophie u. eine gewisse. an dem sie sich mit einem anderen Gebiet.und AktuellUnendlichen. um von der „Existenz" einer Zahl zu sprechen. indem er in seinen grundlegenden Untersuchungen das System der transfiniten Zahlen schuf. aus der Zeitschr.reiner tion und deutlicher in ihre eigentümliche begriffliche Funkauf: denn wenn nach der gewöhnlichen Auffassung. bewirkt". die zur Schöpfung Und dennoch gehen die des transfiniten Zahlenreiches führen. 80 . zugleich einen bestimmten Schnitt im Gesamtsystem . so wird zuletzt umgekehrt eben diese „Wirkung" zur notwendigen und hinreichenden Bedingung. da es in sich selbst nichts anderes als eben diesen Zusammenhang bedeutet und ihn gleichsam in verdichteter Form zum Ausdruck bringt. mit zwingender Notwendigkeit aus rein mathematischen Voraussetzungen hervor.

deren Elemente den Gliedern der natürlichen Zahlenreihe sich eindeutig zuordnen lassen. daß sich eine allgemeine Regel angeben läßt. in der Tat der Fall: während der Fortschritt von den positiven ganzen Zahlen zur Gesamtheit der rationalen Zahlen keine Änderung in der Mächtigkeit bedingt und das gleiche selbst dann gilt. derart verallgemeinert. wie bewiesen wird. ob die Zahl ihrer Elemente begrenzt oder unäquivalent oder von gleicher . so nimmt der Inbegriff einen neuen Charakter an. die beiden Mengen der geraden und ungeraden Zahlen erschöpfend dargestellt und eindeutig aufeinander bezogen sind. wenn sich ihre Glieder wechselseitig eindeutig einander — — Die Anwendung dieses Kriteriums kann zuordnen lassen. so entsteht die Frage. Der Begriff der Mächtigkeit. offenbar bei unendlichen Mengen nicht derart erfolgen. sobald sich zeigt. sondern setzt voraus. Bezeichnet man alle Inbegriffe. denn sie faßt einerseits Inbegriffe Cassirer. ob in ihnen das Ganze möglicher Mannigfaltigkeiten sich erschöpft. der auf diese Weise eingeführt ist. erhält indessen spezielleres mathematisches Interesse erst. sobald man den Grundbegriff der „Äquivalenz".. daß er in sich selbst einer Differenzierung und Abstufung fähig ist. daß er zum Vergleich unendlicher Inbegriffe fähig wird. sobald wir ihm weiterhin das Ganze der transzendenten Zahlen hinzufügen und ihn damit zu der Mannigfaltigkeit der reellen Zahlen überhaupt ergänzen. Mächtigbegrenzt sein mag keit". Substanzbegriff 6 81 . Das letztere ist nun. die sich über der ersten erhebt. daß wir ihre Elemente einzeln einander gegenüber stellen. der schon das Kriterium für die Anzahlgleichheit endlicher Mengen bildete. die in bezug auf das angegebene Merkmal eine andere Stellung einnehmen. Zwei Inbegriffe heißen uns gleichviel. als solche ersterMächtigkeit. oder aber ob sich Mengen angeben lassen. daß jeder geraden Zahl 2 n eine ungerade 2 n-f 1 entspricht und daß. Diese Mannigfaltigkeit stellt somit eine neue Stufe dar.Sie entstehen. wenn wir das System der rationalen zum System der algebraischen Zahlen erweitern. sicher. wenn wir hierbei n alle beliebigen ganzzahligen Werte annehmen lassen. durch welche die durchgängige Korrelation So sind wir festgestellt und in einem Blick überschaut wird.

Zahlen komplexerer sich. Gehalt wenn man an Unterscheidungsmerkmalen ergibt den transfiniten Kardinalzahlen. 5. mit anderen Worten. das uns entsteht. für alle Einzelheiten muß auf die dort angeführte Literatur.). Die Einführung der transfiniten «i und «o will lediglich diesen charakteristischen Grundunterschied festhalten. Aufsatz „Kant und die moderne Mathematik" (Kant. ** Zxu" Definition der „wohlgeordneten Menge" s. Annalen" verwiesen werden. 82 . a. C a n t o r Grund. Sprechen wir nun allen Reihen. lagen einer allgemeinen Mannigfaltigkeitslehre. § 2.Studien XII. die Stellung von E und F in der Succession der ersten Menge in Übereinstimmung ist mit der Stellung von Ei und Fi in der Geht. O.während sie anderseits über sie hinausgeht. die sich lediglich auf die Angabe der Mächtigkeit unendlicher Mengen beschränken. da bei dem Versuch der Zuordnung ihrer Elemente zu denen der natürlichen Zahlenreihe stets eine Unendlichkeit unverbundener Glieder zurückbleibt*. einander gegenseitig eindeutig zu- ordnen lassen: so daß also.. Die neue Zahl besagt auch hier nichts anderes als einen neuen Gesichtspunkt. a. Während somit bei der Vergleichung der Mächtigkeit zweier Mannigfaltigkeiten von jeder beliebigen Anordnung ihrer Glieder Gebrauch gemacht werden konnte. 21 ff. sondern zugleich die Stellung der Glieder im Inbegriff in Betracht ziehen. § 2.. S. Succession der zweiten Menge. wenn sich die Elemente beider unter Festhaltung der Abfolge. in der ersten Menge E vor F voraus. das System der zugehörigen Ordnungs- zahlen zur Seite stellt. Ein erster Mächtigkeit in sich. El und Fl die entsprechenden Elemente von N sind. sowie bes. sobald wir die betrachteten Mengen nicht lediglich hinsichtlich der Anzahl der Elemente vergleichen. auf C a n t o r s eigene Darstellung in den „Mathemat. die sich gemäß * Einige nähere Ausführungen in m. nach welchem unendliche Inbegriffe sich ordnen lassen. Ordnungstypus" zu. Wir sprechen zwei wohlgeordneten Mengen MundN** dieselbe Ordnungszahl oder denselben . sind wir bei Feststellung ihres Ordnungstypus an eine bestimmt vorgeschriebene Art der Aufeinanderfolge gebunden. die für beide Inbegriffe gilt. *** C a n t o r . wenn E und F Elemente von M. so muß auch in der zweiten Ej vor Fj vorausgehen***.

die hiermit eingeführt werden. 2 oder 3 Glieder hinzufügen. Symbole. Reihen vom w 10 -{. stets nur in struktion der Typen w^. auch w^.. .. 3 bilden. . sondern Bezeichnungen begrifflicher Bestimmtheiten und Unterschiede. wie es scheint. von der Welt oder von der Tätigkeit des erkennenden Ich aus betrachtet werden. um bestimmte unterscheidende Charaktere an unendlichen Inbegriffen aufzufassen und festzuhalten. daß die Gegenstände. die erst durch jene Form ihre klare und vollständige Fassung erhält. noch völlig fern. In zweifacher Form können diese Konflikte sich darstellen. to^. ^ Und es sind keineswegs bloß willkürliche überzugehen.2. Die metaphysischen Probleme des Aktual-Unendlichen treten bei dieser Form der Ableitung gänzlich zurück. e rr y . Die Konflikte. K System einer Theorie der Grenzbegriffe. die wir uns schaffen. unendliche Zahlen". als vielmehr um . Leipzig iind 6* 83 . um mathematische Ausdrücke. so können wir weiterhin. liegen demnach hier. 1890. Die Form der Zählung ist auch hier nur der Ausdruck einer notwendigen logischen Differenzierung. um sodann. je nachdem sie von der Seite des Objekts oder des Subjekts. auf die der Zählakt sich richtet und die er. in immer weiterer Anwendung dieses Verfahrens.. In der ersteren Hinsicht wird die Unmöglichkeit des Aktual-Unendlichen dadurch erwiesen. zur Kon- + + usf. wo wir uns durchaus im Gebiet rein ideeller Setzungen bewegen. Typus w Vereinigung zweier oder mehrerer Inbegriffe vom Typus tu die Ordnungstypen 2 w. 3 w. 68 f. . S. n w erschaffen. die im Gebiet der unendlichen Mannigfaltigkeiten tatsächlich gegeben und unzweideutig aufweisbar sind. ja — — — — * Wien S. weiterhin aber durch l. . Zahlen von etwas Unendlichem". w n . voraussetzen muß. die sich aus der Verknüpfung der Begriffe „Unendlichkeit" und „W i r k 1 i c h k e i t" ergeben. Denn es handelt sich wie man mit Recht betont hat* bei den neuen Zahlgebilden nicht sowohl um . den Ordnungstypus w zu.der angegebenen Bedingung der Folge der natürlichen Zahlen eindeutig zuordnen lassen. indem wir solchen Reihen in ihrer Gesamtheit je 1..

Zahlen — — 84 .begrenzter Anzahl gegeben sein können. Der Begriff des Transfiniten dient vielmehr dem umgekehrten Gedanken: er stellt die Unabhängigkeit des reinen logischen Gehalts der Zahl von der . die lediglich durch eine allgemeine begriffliche Vorschrift in der Totalität ihrer Elemente dargestellt und überblickt. Materie" des Zählens steht hier unbegrenzt zur Verfügung. Auf der andern Seite ist es die psychologische Synthese des Zähl- die das Aktual-Unendliche ausschließen kein „endlicher Verstand" vermag unbegrenzt viele Einheiten tatsächlich zu durchlaufen und zueinander successiv hinzuzufügen. isolierter V o r s t e 1 lungsakte und ihre nachträgliche Summierung hier in irgendeiner Weise erfordert. Zählung" im gewöhnlichen Sinne des Wortes dar. kategorie bringt diesen fundamentalen Unterschied zu allgemeinster Anerkennung. welche Weite und welchen Umfang wir der abstrakten Zahl zusprechen mögen: das Gezählte muß stets in bestimmten Grenzen eingeschlossen gedacht werden. wenn wir es auf seine streng mathematische Bedeutung beschränken. Nicht Aussagen von Dingen. unendliche Zahlenklassen zu betrachten. sondern logisch-begrifflicher Natur ist. daß der ganze unbeschränkte soll: akts selbst. die von Einzelheit zu Einzelheit fortschreitet. als vermöge der Erfahrung. nicht Die neue Zahlaber gliedweise abgezählt werden konnten. sondern Urteile über und Zahlenbegriffe sind es. von dem Verfahren der successiven Setzung und Vereinigung von Einheiten. Gleichviel. der etwa vorausgesetzt wird. da es uns nicht anders. Ebensowenig aber ist der psychologische Vollzug besonderer. sondern sie will lediglich der Ausdruck dafür sein.. da sie selbst nicht empirischer. Die . Cantor unterscheidet ausdrücklich die „logische Funktion". Schon für die Begründung der Irrationalzahl war es unumgänglich. selbst nicht als äußerlich gegeben. in der das Transfinite sich begründet. die zusammengefaßt werden: so daß der „Stoff". Die Zahl w ist nicht das Ergebnis solchen immer erneuten Hinzutuns einzelner Elemente. sondern als in freier Konstruktion entstanden zu denken ist. Beide Einwände aber verlieren gegenüber dem „Transfiniten".. ihr Recht. zugänglich ist.

weiterführt. 3. Die logische Funktion. verstanden wird. h. sich die schaffene Zahl w als Gre n z e . welche uns als jede der Zahlen v nach gegeben . 33. h. daß wenn irgendeine bestimmte Sukzession definierter ganzer realer Zahlen vorliegt. Wie die unendliche Vielheit der natürlichen Zahlen zuletzt durch * einen Cantor. S." Im Grunde freilich ist dieses „zweite Erzeugungsprinzip" nur deshalb zulässig und fruchtbar. daß ein und dieselbe erzeuVerfahren darstellt. Es ist der gleiche Gedanke. der jetzt nur zu schärferer Ausprägung gelangt. erfaßt als inhaltlich identisch und durch alle Abwandlungen der besonderen Anwendung hindurch festgehalten wurde. als daß co die erste ganze Zahl sein soll.Inbegriff der natürlichen Zahlen. von denen keine größte existiert auf Grund dieses zweiten Erzeugungsprinzips jener eine neue Zahl geschaffen wird. .Es ist sogar erlaubt. . „in seiner natürlichen Succession dem Gesetze neu gezu denken.. durch ein allgemein gültiges Prinzip § Grundlagen 11. d. der für jede unerläßlich Umfang gende Relation. Hier bereits war es nicht das bloße Hinzutun von Einheit zu Einheit. welche als Zahlen gedacht. als die ihnen allen nächst größere Zahl definiert wird*. Begriff.. das die Begriffsbildung beherrschte. in welchem es kein „letztes Glied" gibt. wenn darunter nichts anderes 1.. weil es kein völlig neues w geliefert hat.. welcher die Zahlen V. 2. . vielmehr zeigte es sich. welche auf alle Zahlen v folgt. 85 . ich nenne sie das zweite Erzeugungsprinzip ganzer realer Zahlen und definiere dasselbe näher dahin.. . größer zu nennen ist. .. auch nur die Reihe der . Eigenschaften äußerer Dinge wie diejenige einzelner psychischer Inhalte und Vorstellungsakte erwies sich als unfähig. . natürlichen" Zahlen in ihrer gesetzlichen Ordnung aufzubauen und zum vollen Verständnis zu bringen. sei". ist — — Grenze sondern nur die Tendenz eines Gedankens der logische Begründung Zahl überhaupt Die Betrachtung der ist. offenbar verschieden von dem ersten Erzeugungsprinzip. daß die einzelnen Glieder der Zahlenreihe und somit ihr gesamter nur dadurch zur Ableitung kommen konnte. zustreben. d.

Daß die Zahl w „nach" allen endlichen Zahlen der natürlichen Zahlenreihe zu setzen ist.. Der gesamte unendliche Inbegriff der natürlichen Zahlen wird. sondern mit diesem Verhältnis lediglich der logische Umstand bezeichnet werden soll. sofern nur daran festgehalten wird. in welche das Transfinite eingeht. h. daß diese Allheit logisch in einem einzigen Begriff zu übersehen und zu erschöpfen ist. daß die Definition der Drei die der Zwei „voraussetzt". die durch die Analyse auf Verhältnisbestimmungen unendlicher Inbegriffe „natürlicher" Zahlen zurückgeführt werden. wird die fundamentale Beziehung. die die Allheit der Glieder. d. die aus ihr hervorgehen können. die jene als Material brauchen und zugrunde legen. von welcher eine neue Form der Zahlbildung ihren Ausgang nimmt. in sich schließt. In diesem Sinne 86 . so gilt das gleiche in noch strengerer Bedeutung für die Beziehung zwischen den transfiniten und den endlichen Zahlen. Die Urteile. Dagegen bewährt sich auch hier die ordinale Betrachtungsweise: denn im Begriff einer neuen Setzung. liegt kein Widerspruch. Über der ersten Ordnung erheben sich andere und komplexere. so läßt sich ihr Gehalt wiederum in einen Für das mathematische Denken Begriff zusammenziehen.Zahr' als Aggregat einzelner Einheiten auffassen und darstellen zu wollen. sofern er „dem Gesetze nach gegeben". Wie die Drei auf die Zwei nicht im Sinne des Nacheinander von Ereignissen folgt. der Sinn des „Folgens" in einer Reihe ist von dem der konkreten Zeitfolge unabhängig. als Einheit zu betrachten und zu behandeln ist. erweisen sich als komplexe Aussagen. Von neuem zeigt sich somit die Befreiung des Begriffs der Zahl von dem Begriff der kollektiven Vielheit. hier Auch das Problem der Unendlichkeit der Zeit kann Denn zunächst noch völlig außer Betracht bleiben. die auf alle Elemente der natürlichen Zahlenreihe folgt. Die . bedeutet zuletzt lediglich eine derartige begriffliche Abhängigkeit in der Folge der Begründung. wäre t« widersinnig und würde ihren eigenen Begriff aufheben. zum Ansatz für einen neuen konstruktiven Aufbau. Element.gesetzt ist. selbst wiederum zu einem neuen zu einer Art Grundeinheit.

z. Jetzt handelt es sich gemäß der . B. die schon in der ersten Anlage des Systems sich wirksam erwies. Die neuen Gebilde sind „Zahlen". des Irrationalen und Transfiniten dem Zahlsystem eingefügt. deren jede durch eine bestimmte erzeugende Relation gegeben ist. * Näheres zur Arithmetik des Transfiniten 294 f. § 87 . sondern um die Zusammenfassung einer Mehrheit von Reihen. wenngleich sie nicht in allen Punkten mit ihnen übereinstimmen*. I 286. bei Russell. die denen der endlichen Zahlen analog sind. Mit diesem Fortgang zu einer mehrdimensionalen Mannigfaltigkeit treten logische Probleme hervor. Nicht von außen her werden somit die neuen Gebilde des Negativen. Eine neue prinzipielle Wendung aber tritt ein.herrscht denn auch zwischen dem einen und dem anderen Gebiet eine durchgängige begriffliche Kontinuität. die allgemeinsten Gesetze der Ordnung in einer Reihe fest- Verknüpfung — Gauss — zustellen. die entwickelt und begründet hat nicht mehr darum. sondern sie erwachsen aus der stetigen Entfaltung der logischen Grundfunktion.. die ihre vollständige Ausprägung erst außerhalb der Grenzen der reinen Zahlenlehre im Gebiet der allgemeinen Geometrie finden. zu einer Einheit der Bestimmung. Metaphysik des Imaginären". sofern sie einmal in sich selbst eine vorgeschriebene Reihenform besitzen. sobald dem in sich selbst fertigen und geschlossenen Inbegriff der reellen Zahlen die komplexen Zahlensysteme gegenübertreten. sodann aber bestimmten Gesetzen rechnerischer gehorchen.

Ein begriffliches Gebilde mag noch so fein gesponnen. Anschauung 88 . So notwendig es indessen im Aufbau der modernen Analysis und Algebra wird. lediglich nach selbstgeschaffenen Gesetzen betätigt. nachdem das Denken sich entwöhnt hatte. und Halt in der denn auch für jede logische Theorie des Begriffs die kritische Entscheidung. das allmählich zu immer bestimmterem Ausdruck gelangte. als stelle sich in ihr nur ein künstlicher Umweg des Denkens. wie im Bereich der Zahl. so tritt damit der Gegensatz Das der logischen Grundansichten in ein neues Licht.. diese Entwicklung zu vollziehen. zeigte sich von einem allgemeinen Grundmotiv beherrscht. Rein und vollständig scheint dieses Prinzip nur dort zutage zu treten. solange es unsere Hält man aber Anschauung nicht vertieft und bereichert. die er erfuhr. Der Gehalt des Zahlbegriffs konnte erst vollständig erfaßt werden. die in der Beschaffenheit der physischen Gegenstände kein unmittelbares sinnliches Abbild besitzt. nicht aber das der ursprüngliche und gleichsam natürliche Prinzip wissenschaftlichen Begriffsbildung dar.noch so folgerecht und widerspruchslos aus ursprünglichen gedanklichen Voraussetzungen aufgebaut sein: es erscheint. Die Entwicklung des Zahlbegriffs und die fortschreitende logische Umbildung. allgemeinsten Bedeutung als eine komerwies sich in ihrer plexe gedankliche Bestimmtheit. so kann es dennoch scheinen.dennoch leer und ohne Gehalt. für jede seiner Bildungen eine Die Zahl Entsprechung im konkreten Dasein zu suchen. einmal dieses Kriterium fest. sondern seinen Wert Hier allein liegt sucht. wo das Denken sich nicht.Drittes Kapitel: Der Raumbegriff und die Geometrie.

Muster. die obersten Gattungen aufzustellen.. Die . liegt fortan nicht ausschließlich in der Algebra. die durch alle Verschiedenheit hindurchgehen und sich in ihr als gleichbleibende Züge behaupten. In diesen Formen besitzen wir das feste Grundschema. sondern die Struktur einer fundamentalen mathematischen Wissenschaft. Nicht die Zahlsprünglicher in der sind es. ist keineswegs ausschließlich für die Fassung der logischen Probleme bedeutsam geworden. Bau noch grammatische der der Sprache. Gattungen" des : Begriff und Gestalt Formen — 89 . Die synthetische Geometrie des Altertums zeigt sich von der Grundanschauung beherrscht. Geometrie Raumbegriffe in sind Synonyma sie fließen der Wortbedeutung des €ldo<. Der Zusammenhang. denen es die konstante Wiederkehr bestimmter Einzelzüge verdankt. dem die Theorie zu folgen hat. die kraft begriffe. indem sich aus ihm bestimmte räumliche herausheben. gleichviel. Das sinnlich Mannigfaltige ordnet und gliedert sich. Der Grundgedanke der Gattungslogik ist von einer neuen S^ite her befestigt: und diesmal ist es nicht die populäre Weltansicht. worauf er sich stützt. sondern reiner und urvor uns. die in der formalen Logik ihren allgemeinen Ausdruck findet. der hier hervortritt. er hat auch in der wissenschaftlichen Entwicklung der Geometrie selbst entscheidend nachgewirkt. an welchem sinnlichen Stoff sie uns entgegentritt oder in welchem Maßstab wir sie entworfen denken: so gilt es allgemein. Wie wir den Umriß der sichtbaren Gestalt als identisch wiedererkennen. einen Bereich des „immer Seienden" ergreifen. denen das Seiende seine gleichartige begriffliche Prägung. In der Tat tritt sogleich in den geschichtlichen Anfängen der Logik dieser sachliche Zusammenhang aufs stärkste hervor. sondern die ihrer unmittelbaren Beziehung zur konkreten Wirklichkeit als das eigentliche Vorbild zu gelten haben. So wird die geometrische Gestalt zugleich zum Ausdruck und zur Bewährung des logischen Typus. zu einer unterschiedslosen Einheit zusammen. kraft dessen wir mitten im Wandel der sinnlichen Dinge ein Ganzes unveränderlicher Bestimmtheiten.

der hier zwischen der Methode der Entund der Methode der wissenschaftlichen Darstellung zurückbleibt. so daß auch das Irrationale dasEphodion des ihm eingefügt und unter ihm befaßt wird. ein für allemal fixierten Kreis von Inhalten eingeschränkt werden. sich mit dem Begriff der Stetigkeit durchdrungen und damit das Grundverfahren der Analysis des Aber gerade. wenn man sich dies gegenwärtig hält. Unendlichen selbst vorweggenommen hat*. sich inhaltlich berühren und einander entsprechen mögen. für beide Arten von Aussagen ist in jedem wenn Veränderung — deckung Typus Begründung Simon. nicht um eine ursprüngliche logische Identität. ist durch die fortschreitende Erforschung der geschichtlichen Quellen mehr und mehr widerlegt worden. 256. 274 ff. sichtbar-anschaulichen wie es scheint. wie innig das griechische Denken dort. So sehr daher die geometrischen Urteile. hierzu bes. Max 373. Somit bilden auch die verschiedenartigen geometrischen Gestalten je einen abgegrenzten Bezirk von unveränderlicher Eigenart. Nicht nur haben sie den Begriff der Zahl bereits in aller Schärfe erfaßt. Da Kreis und Ellipse. unter dem Druck bestimmter logischer Theorien. daß dem mathematischen Geiste der Griechen das Problem der überhaupt fremd geblieben sei.Seienden können nur dann in voller Schärfe erfaßt werden. sie wechselseitig gegeneinander streng geschieden und auf einen bestimmten. Berlin 1909. wird um so mehr der Abstand deutlich. 90 . von dem sie sich nicht gänzlich zu befreien vermag. Die Darstellung steht. bes. im strengen Sinne auch nicht unter die Einheit eines Begriffs fallen. S. Nicht sowohl auf die Einheit der Grundformen als vielmehr auf ihre strenge Unterscheidung ist das Interesse der Beweisführung zunächst gerichtet. so handelt es sich doch hier nur um eine sekundäre Ähnlichkeit des VerDie haltens. Die Ansicht freilich. Geschichte Vgl. Archimedes zeigt auch in voller Klarheit. die Darstellung von der Mathematik im Altert iim in Verbindung mit antiker Kulturgeschichte. die wir über beide Gebiete fällen können. wo es frei den Weg der methodischen Entdeckung ging. wie man nunmehr bemerkt. Ellipse und Parabel nicht dem gleichen angehören: so können sie.

Leibniz* System in seinen wissensch. (1902) S. nur durch die Lage unterschie^eiie^älle Die Einheit der konstruktiven Prinzipien zerlegt werden*. das die neuere synthetische Geometrie durch eine einzige allgemein anwendbare Konstruktion löst. R — 91 . deren jede für sich als eine eigene nicht weiter zurückführbare Wesenheit aufgefaßt und begriffen werden will. 343 ff. Descartes • Methode Ordnung Verknüpfung Denkens herzustellen. insbesondere im einzelnen vorbereitet war. hierzu eye Die sjoithetische Geometrie im Altertum tmd in der Neuzeit. Es ist kein Zufall. wenn sie einzeln aus dem jeweilig betrachteten Begriff und seiner spezifischen Struktur heraus Jede Verschiedenheit in der Lage und Angewonnen ist. . ordnung der gegebenen und gesuchten Linien eines Problems stellt somit den Beweis vor eine neue Frage. auch m. Differenz der Auffassung und Ableitung. Marburg 1902. Die Umgestaltung. so sehr sie. (Jahresberichte der Deutschen Mathematik. 220 ff. Nicht der Inhalt eines bestimmten Gedankens entscheidet über seinen reinen Erkenntniswert. eine eindeutige zwischen allen Einzeläußerungen des philosophi- schen Fermat. -muß bei ApoUonius mehr als achtzig. S. Wissens muß somit darin bestehen. Die Methode Descartes' aber ist und überall darauf gerichtet. Grundlagen. jeder Differenz im anschaulichen Gesamtverhalten der Figur entspricht eine Notwendigkeit Ein Problem. XI. Die erste Vorschrift alles rationalen Notwendigkeit. erst durch durch ihre endgültige Fixierung erhält. sondern die kraft deren er aus letzten ursprünglichen Grundsätzen in lückenloser deduktiver Folge hergeleitet ist. beginnt mit der Einsicht in den Grundmangel dieses Verfahrens.Falle streng getrennt zu geben: sie erhält ihre Geltung und erst. die Erkenntnisse derart zu gliedern.) Vgl. der Geometrie tritt zurück hinter der Besonderung ihrer in ^^ Einzelgestalten. Die Reform der Geometrie konnte erst zu vollständiger Durchführung gelangen. . in sich ab* S. Schrift. die die Geometrie in der neueren Zeit erfährt. daß sie eine einzige.Vereinigung. nachdem ein neues Ideal der in aller Klarheit erfaßt war. daß die neue Form der Geometrie.

dessen Eigenschaften sie in unmittelbarer sinnlicher Anschauung ergreift. sondern es muß schrittweise aus den früheren nach einer bestimmten Regel hervorgehen. innerhalb deren es keine unvermittelten Übergänge gibt. dem wird es nicht schwerer die die philosophische fallen. 8. . in der gleichen Strenge der systematischen Verknüpfung wie das Ganze der Zahlen begreift." Methode im Das Geiste zu behalten als sie alle sich setzt: daß * Descartes. nach welchem die Allheit dieser Objekte konstruktiv erzeugbar ist. Was immer ein Gegenstand menschlicher Erkenntnis werden kann. Kein Glied darf hier als gänzlich neues Element zu den vorangehenden hinzutreten. Oeuvres in^dites. in voller Schönheit erscheinen: wer die Kette derWissenschaften überschaut. sie somit das Ziel. untersteht notwendig dieser Bedingung der stetigen Verknüpfung. par Foucher de Careil. wo die Einzelobjekte nicht als gesonderte Gegenstände der Untersuchung unterbreitet werden. Geometrische Erkenntnis im strengen Sinne ist nur dort vorhanden. auf die sie sich richtet. Dieser schlichte Gedanke. Paris 1859. An dieser Stelle tritt mit innerer philosophischer Notwendigkeit der Gedanke der des geschlossene Reihe Ergänzung Raumbegriffs durch den Zahlbegriff ein. publ. 92 .bilden. in dem sich die Entwicklung seines Grundgedankens verfolgen läßt. so daß es keine noch so entlegene Frage geben kann./ Hier ist Reihe der Zahle n*.. auf den der „Discours de la m^thode" sich aufbaut.4. dessen systematischen Zusammenhang mit anderen Gebilden sie aber niemals vollständig darzulegen vermag.Die Wissenschaften in ihrem jetzigen Zustand sind maskiert und würden erst. Das Tagebuch Descartes'. die wir nicht auf diesem Wege im Fortgang von Grad zu Grad zu erreichen und völlig zu beherrschen vermöchten. fordert und bedingt sogleich eine neue allgemeine Grundkonzeption der Geometrie. wenn man ihnen die Maske abnimmt. Die gewöhnliche synthetische Geometrie aber scheitert gerade an dieser Forderung: denn ihr Gegenstand ist das isolierte Raumgebilde. das Gegenstände. enthält hierfür einen bezeichnenden Ausdruck. sondern ein Verfahren gegeben ist.

exakter selben Wir können den Raum nur dadurch zu völliger Begreiflichkeit bringen. die in starrer Absonderung einander gegenüberstanden. Ausdehnung" ursprünglichen. ditionelle Logik schien unangreifbar. solange ihr das Verfahren der antiken synthetischen Geometrie als unmittelbare Bestätigung und Verkörperung ihrer Grundsätze zur Seite stand. die von einem selbstgesetzten Anfang aus nach immanenten logischen Gesetzen aufgebaut ist. Revolution der Denkart". das alle Erkenntnis erst zur Erkenntnis macht. Aber die Analyse des Seins muß an dieser Stelle hinter der Analyse der Erkenntnis zurück- Zahlgebilde Ontologie Substanz treten. erst die Umbildung des Gehalts der Geometrie schafft Raum für eine neue Logik der Mannigfaltigkeiten. wenn man sie unter bedem Gesichtspunkt der Cartesischen trachtet. die nach einem bestimmten Grundprinzip aus einander erzeugbar werden. der bisher Zahl eignete. Die Umsetzung der Raumbegriffe in Zahlbegriffe erhebt daher zugleich das Ganze der geometrischen Forschungen auf ein Die substantiellen F o r neues gedankliches Niveau. den die exakten Wissen- die einzige schaften zur Zeit Descartes' erreicht haben Mannigfaltigkeit vor.R eihenbegriff e". begriffe der antiken Geometrie. auf die die wissenschaftliche EntDie tradeckung der analytischen Geometrie sich stützt. befremdlich scheinen: denn in dieser bedeutet die der Naturdinge. die wahrhafte . kann.liegt — von dem Standpunkt aus. sondern ihr tieferer Wert liegt darin.. daß wir ihm denlogischen Charakter aufprägen.. — Die Forderung. verwandeln sich kraft dieser allein der m Übertragung in reine . — 93 . So ist es in der Tat eine echte philosophische . die Raumgebilde als darzustellen und sie in diesen zum vollständigen Ausdruck zu bringen.. daß in ihr allein das oberste methodische Postulat. sich vollkommen erfüllt. die somit für das Denken keine prinzipiell unlösbaren Fragen in sich bergen kann. nicht weiter zurückführbaren einen also Grundbestand des Seins. Nicht als bloß technisches Instrument der Messung wird hier die Zahl ergriffen und angewandt. die über die Grenzen der Syllogistik hinausgreift.

Dreser Zusammenhang hebt die spezielle wenn man sich noch schärfer heraus. daß wir einem bestimmten Punkt. die durch irgendein Gesetz zusammenhängen. Auch hier zeigt es sich. in welcher eine successive Mannigfaltigkeit von Lagebestimmungen. also ein rein empirisches Moment voraus? Dieses Bedenken schwindet indessen. während der Übergang einer Gestalt in die andere uns wiederum in das Chaos der bloßen Vorstellung. ein rational nicht völlig beherrschbares Element eingeführt. die auf diese Weise als Vom Bahnen" von Punkten erzeugt werden.. Ausführung betrachtet. sobald man die Funktion. als werde durch die Anerkennung des Bewegungsbegriffs in die Cartesische Geometrie. entgegen ihrer eigentlichen Grundtendenz. die hier dem Begriff der Bewegung zugewiesen wird. den wir als Grundelement fixieren. Die Bewegung führt sofort auf die Frage des sich bewegenden „Subjekts" zurück. die in festen abgeschlossenen Grenzen vor uns steht. relativ zu einer vertikalen und einer horizontalen Achse verschiedene Arten des Fortschritts vorschreiben. daß die scheinbar individuelle Form der Darlegung in Wahrheit Züge von allgemeingültiger Bedeutung in sich faßt. wenngleich in anderer Fassung und Einkleidung. Standpunkt der bisherigen Gesamtauffassung liegt schon hierin ein Problem. 94 . Aus der Festhaltung und Vereinigung dieser Fortschrittsarten muß sich die Bestimmtheit der Linien. ist der Begriff der Bewegung. In der Tat kann es zunächst den Anschein haben. setzt aber dieses Subjekt nicht den materiellen Körper. wie man sieht. sondern einen lediglich idealen Vorgang: sie ist der Ausdruck der Synthese. Die verschiedenen Gestalten der ebenen Kurven entstehen dadurch. im einzelnen verfolgt und analysiert. durch die gesamte philosophische Geschichte der Geometrie hindurch behauptet haben. die die analy- tische Geometrie bei Descartes erhält. zuletzt vollständig und eindeutig ableiten lassen. Denn nur die Einzelfigur. auf den Descartes seine Betrachtungen aufbaut. scheint der wahrhaft bestimmten begrifflichen Auffassung zugänglich. in das sinnliche Reich des „Werdens" zurückzuwerfen droht. die Bewegung nicht einen konkreten. die sich. Der Grundbegriff. Hier bezeichnet. zur .

sofern sie zum exakten begrifflichen Ausdruck gelangen sollen. geometrische Linie löst sich kraft dieses Verfahrens in eine Bewegung derZuordnung reine Wertfolge von Zahlen auf. Die . den er von zwei festen Graden hat und erhält hierdurch seine feste systematische Stelle innerhalb der Gesamtheit der möglichen Lagen angewiesen..Individualitäten aber. Alle sinnlich aufweisbaren Eigenschaften.. sondern werden durch irgend welche komplexen Regeln in verschiedener Weise aufeinander bezogen und dadurch zu einheitlichen Gestalten verknüpft. die Ableitung aus den Verhältnissen reiner Zahlenregeln. werden dennoch aus der Geometrie verwiesen. die durch eine bestimmte arithmetische Regel miteinander verknüpft sind. daß sie es ist. Die Vermittlung des Bewegungsbegriffs dient also in Wahrheit nicht den Zwecken der Veranschaulichung. als Eigentümlichkeiten dieser Wertfolgen aussprechbar sein. die das Gebiet des Geometrischen selbst bestimmt und abgrenzt. über die Descartes verfügt der geforderte logische Aufbau. Wie vorher der Begriff der Zahl. Diese Kurven. transzendenten" Kurven werden ausgeschaltet. weil bei ihnen nach den technischen Hilfsmitteln. so dient auch hier der nur als Beispiel des allgemeinen Begriff der Der einzelne Punkt der Ebene wird Reihenbegriffs. Die Vorstellung der .! Die so gewonnenen Punkt. Wie streng diese allgemeine Forderung aufrecht erhalten wird. die ihrer anschaulichen Bildung nach keinerlei Ausnahmestellung einnehmen. zeigt sich in Descartes' Begründung besonder charakteristisch darin. um aus einem arithmetischen Reihengesetz von neuem zu entstehen. unmöglich scheint. wie etwa die Konstanz oder der Wechsel in ihrer Richtung und Krümmung. sondern denen der fortschreitenden Rationalisierung: die fertige gegebene Form wird gleichsam zerbrochen. weil — — 95 . Bewegung" der Punkte ist nichts anderes als das sinnliche Symbol Die anschauliche für diese logischen Akte der Zuordnung. müssen. kraft deren wir die eine Linie von der andern unterscheiden. die durch eindeutige Zahlwerte charakterisiert sind.Einheit eines räumlichen Gebildes zusammengefaߣ wird. bleiben nicht schlechthin nebeneinander stehen. zunächst durch den Abstand bezeichnet.

aber noch vermochte dieses Ideal nicht die der wissenschaftlichen Fragen zu umspannen. Gesamtgehalt der Es 96 ist eine unendliche Mannigfaltigkeit begrifflicher . logischer Vollendung darzustellen. Wiederum wird von der Bex„ ausgegangen. die in der weiteren geschichtlichen Entwicklung überschritten werden mußte.sie sich der neuen Definition des geometrischen Begriffs. Damit aber zeigt sich freilich zugleich die Schranke der Cartesischen Geometrie. wie bisher. tritt die neue Form der Begriffsbildung. und durchdringt sich mit dem allgemeinen Funktionsbegriff: ist Raumbegriffe • ' und den erst dieses Zusammenwirken beider Geometrie in Begriffe gestattet es. Multiplikation und Division von Zahlen oder Zahlenstrecken. kraft deren die Cartesische Geometrie sich mit innerer Notwendigkeit zur Hier erst Infinitesimal-Geometrie erweitert. ein enger Ausschnitt. Die Auflösung der in Reihenbegriffe bleibt der leitende Gesichtspunkt. sondern sie umfaßt jede mögliche Form gesetzlicher AbDer Zahlbegriff erfüllt hängigkeit von Größen überhaupt. Der Weg des logischen Fortschritts daher jetzt eindeutig vorgeschrieben. daß dadurch nicht nur. In dem Fortschritt zur Differential. Die Strenge der Begriffsbildung mußte durch den Ausschluß wichtiger und weitreichender Gesamtheit Gebiete erkauft werden. die die analytische Geometrie in ihren allgemeinen Umrissen erkennen ließ.i Diese Forderung ist es. durch die er zuletzt auf eine Gesamtheit elementarer Rechnungsoperationen zurückgeführt wird. sondern das Gesamtgebiet der möglichen räumlichen Gestaltungen übersehbar und beherrschbar wird. auf die Addition und Subtraktion. Ein neues Ideal des Begreifens war hier gestellt. Aber diese Zuordnung beschränkt VxVi sich nicht mehr auf die gewöhnlichen algebraischen Verfahrungsweisen.Geometrie aber tritt zugleich ein neues Moment entscheidend hervor. aber das System der Reihenbegriffe muß derart vertieft und verfeinert werden. die bisher unter dem Namen der Geometrie vereinigt waren. der trachtung einer Grundreihe x^x^ durch eine bestimmte Regel eine andere Reihe von Werten 'V n zugeordnet ist. nicht fügen. in vollkommener Fassung hervor.

zusammenhängenden Gebilde. kraft der Differentialgleichung f(x. als die Synthese dieser unendlich vielen Richtungsbestimmtheiten zu einem einheitlichen. y") = jedem Punkt und seiner Fortschreitungsrichtung zugleich einen bestimmten Krüm: = mungsradius zu. Ebenso ordnet eine Differentialgleichung zweiter Ordnung f(x. und die geometrisch durch den Begriff der Richtung und Krümmung bezeichnet werden. auf die hierbei zurückgegangen wird. y') 0. offenbar nichts anderes als einfache ReihenPrinzipien. daß es vielmehr möglich ist. die wir in ihrer Gesamtheit und ihrer gesetzlich geregelten Veränderung auffassen. daß wir in jeden Moment der tatsächlich vor sich gehenden Bewegung zugleich ein bestimmtes Gesetz des Fortschritts hineinlegen. ^ Denken wir etwa. zu voller Klarheit. sind. ihrem allgemeinsten Ausdruck nach. im Sinne der Infinitesimal-Analysis. den Raum. y'. hrz. deren die Infinitesimal-Analysis sich bedient. aus deren Vereinigung erst die Kurve als Daß diese Unendlichkeit begriffliche Gesamtheit resultiert. 143 ff. F. y. Wenn in der analytischen Geometrie der einzelne Punkt der Ebene wesentlich durch die Zahlwerte seiner Koordinaten x und y bestimmt ist. Cassirer. als Integral seiner Geschwindigkeiten dar^^estellt. darin. y. aus dem Inbegriff dieser F o r t Schrittsrichtungen das Ganze einer bestimmten Kurve. so besteht das Verfahren. der Bestimmungsstücke nicht zu einer Auflösung jeglicher Bestimmung führt.Zuordnungen. I. jedem derart gegebenen Punkte zugleich eine bestimmte Richtung des Fortschritts zugeordnet und die Aufgabe besteht nunmehr darin. das wir hierbei anwenden. Göttingen 1893. Die Integration der Gleichung bedeutet nichts anderes. Klein. Autographierte Vorlesung. Substanzbegriff 7 97 . aus der Gesamtheit der auf diese Weise gewonnenen Werte der Krümmung die Form der Kurve als Ganzes abzuleiten*. zu rekonstruieren. sie wiederum eines geometrischen Begriffs zusammenzur Einheit zuschließen das kommt erst in der Methode. mit allen Besonderheiten ihres geometrischen Verlaufs. Die Elemente. den ein bewegter Körper durchmißt. wobei wiederum die Aufgabe entsteht. durch * Vgl. so wird jetzt. Einleitung in die höhere Geometrie.

fortan gleichförmig in bestimmt angebbarer Weise fortschreiten. keine schaft des bewegten Dinges. da die Gleichförmigkeit der Bewegung aktuell niemals verwirklicht ist. die sich gegenseitig bestimmen.und Zeitpunkten zu konstruieren. h. die er durchläuft. usw. nach Ablauf einer Zeit tj 2 s. benachzuzeichnen. von Raumwerten und Zeitwerten. gleiche gilt von dem Verfahren.welches der Übergang zu den folgenden Raumpunkten einDie . sondern lediglich der Ausdruck für dieses wechselseitige AbhängigkeitsverhältWir nehmen an. teten Punkte jede äußere Einwirkung auf ihn aufhörte. die wirkliche Bewegung des Körpers durch Angabe der einzelnen Stellen. wird begrifflich gegliedert. sondern seine Bahn rein ideell grifflich rein logisch absolute Eigen- = au den verschiedenen Gesetzen der möglichen Zuordnung von Raum. die in ihrer unmittelbaren Gegebenheit eine sehr verwickelte Reihenform darstellt. Die Kurve Gedanke wird auch hier zunächst als eine bestimmte Ordnung von Punkten aufgefaßt. Körper an einem bestimmten Punkte seiner Bahn in einem gegebenen Zeitmoment besitzt. Das der wirklichen Bahn völlig durchsichtig zu machen. dessen sich die Analysis des Unendlichen im Gebiete der Geometrie bedient. Sie betrachtet. die von Punkt zu Punkt als verschieden anzusetzen sind.. daß er nach Ablauf einer gewissen Zeit 2 t^ die Strecke tj die Strecke Sj. Geschwindigkeit". d. die vom Standpunkt der direkten 98 . indem sie als eine Mannigfaltigkeit einfacher Reihengesetze aufgefaßt wird. aber diese Ordnung. wenn in dem betrachnis. Die geometrische Form.. läßt sich begrifflich nicht anders fassen und darstellen als durch die vergleichende Gegenüberstellung und wechselseitige Beziehung je einer Reihe ist. In alledem handelt es sich nicht darum. Die einzelnen Werte innerhalb der mannigfachen Reihen werden niemals tatsächlich angenommen. durchmessen haben würde. Die konkrete fertige Gestalt zerlegt sich in einen Inbegriff virtueller Bestimmungs- gründe. aber nichtsnotwendig dieser hypodestoweniger bedarf der thetischen Werte und Wertfolgen um sich das komplexe Ganze. daß der Körper. die ein deutig bestimmt sein soll.

die als . weiter verfolgt wird. sondern es sind Funktionsformen. die zwischen/ Ganzen determinieren. ist nur ein Beispiel für ein Verfahren von allgemeinerer Anwendbarkeit. Die „Elemente". zuletzt zu Damit aber eröffnet sich zugleich der Ausblick auf ein Problem von umfassender Bedeutung. Alle mathematische Begriffsbildung setzt sich in der Tat eine doppelte Aufgabe: eines bestimmten Relationsdie Aufgabe der in elementare Relationstypen oder aber die Synthese dieser einfachen Typen und Bildungsgesetze höherer Ordnung. wie die Infinitesimal. den auch die elementare synthetische Geometrie noch teilt. die sich übereinander lagern und die sich kraft der bestimmten Form der Abhängigkeit. die der modernen Mathematik ihr eigentliches Gepräge gibt. Teile" zu einem zusammentreten. treten zugleich die Anfänge einer neuen und allgemeingültigen logischen Frage/ stellung deutlich hervor. müssen wir uns zu zurückwenden. erscheint hier durchaus als ein vermitteltes Ergebnis.. Die Analysis zu des Unendlichen ist logisch bereits eine erste und vollkommene Ausprägung dieser Richtung der Betrachtung. ihnen besteht. Die Konstruktion der Kurve aus der Gesamtheit ihrer Tangenten. Denn schon in ihr wächst die mathematische Unters-uchung über die bloße hinaus und wendet sich einer Betrachtung der zu. allgemeinen Theorie der die hier zu neuen Einheiten verknüpft werden. diese Entwicklung. die hier geführt werden.Anschauung. einem Analyse zusammenhangs Relationen Größen Funktionen Ganzen Geometrie IL Zu einem streng prinzipiellen Aufbau ihres Gebiets und zu wahrhafter Freiheit und Universalität ihrer Methoden 7* 99 . die einander gegenseitig bestimmen und sich damit zu einem System Bevor indessen von Abhängigkeiten zusammenschließen. Das Gebilde ist gleichsam aufgelöst in mannigfache Relationsschichten.Geometrie sie lehrt. den speziellen Problemen der denn in den philosophischen Kämpfen um die Methode. sind selbst nicht extensive Größen. als etwas schlechthin Bekanntes und unmittelbar Erfaßbares schien.

so scheint sie seinen eigenen Tendenzen und Folgerungen unmittelbar zu widerstreiten. Adam-Tannery. in den Methoden Desargues'. hierin. die den ersten Ansatz zur projektiven Behandlung und Auffassung der Raumgebilde enthalten. sondern Correspon- * S. 100 . festgestellt. indem sie von der Geofortschritt. Descartes' Brief an Mersenno vom II. hat Er sieht Descartes selbst empfunden und ausgesprochen. ergibt sich uns die der eigentlich logische. die rein in ihr selbst liegen. Verfolgt man diese . die begriffliche Eigenart der Form wird nicht auf Grund von Bestimmung Merkmalen.. ein neues Motiv liegt. zu fixieren vermag. beschränken und durch bloße rechnerische Operationen zu ersetzen suchen. gemeingültige Ordnungsprinzip. Die Beziehung eines räumlichen Gebildes Geometrie derLage Anschauung auf die beliebig gewählten Koordinatenachsen trägt in die ein Moment subjektiver Willkür hinein. sondern daß sie' hierzu auf einen fremden und dem betrachteten Gegenstand äußerlichen Gesichtspunkt zurückgreifen muß. den Hinweis auf eine allgemeine . 490. Januar 1639. nicht innerhalb des Gebiets selbst. daß sie das alldessen sie sich rühmt. In der Tat vermochte sich die neue Auffassung nur in hartnäckigen Kämpfen gegen das Vorrecht und die Alleinherrschaft der analytischen Methoden allmählich durchzusetzen. das es zu ordnen gilt. metrie des Maßes zur analytischen Geometrie Descartes' scheint Gegenüber der dieser Schritt eine Reaktion zu bedeuten. Die tritt nun wieder wie in der antiken synthetischen Geometrie Nicht indem wir sie soviel als möglich in ihre Rechfe ein. So lenkt die Entwicklung wieder vom abDaß strakten Zahlbegriff zum reinen Formbegriff zurück. Metaphysik" indessen weiter. sondern indem wir sie in ihrer ganzen Weite und Selbständigkeit wiederherstellen. im philosophischen Sinne. Metaphysik der Geometrie"*. Die Kritik dieser Methoden setzt bereits bei Leibniz ein und wird in seiner Grundlegung der Analysis der Lage zu einem ersten Abschluß geführt.ist die neuere Geometrie erst gelangt. dance^ ed. Schon hier wird der Analysis vorgehalten. 9.. die streng deduktive Gestaltung Raumwissenschaft.

gewöhnlichen „Analysis situs". Die räumlichen Grundformen sollen wieder als das. 101 . Während Jakob jetzt unter der geometrischen — lozzi der hierin seinem Lehrer und Vorbild Pestanicht müde wird. den Versuch unternimmt. III. daß sie die Steiner. das in begrifflicher Strenge mit den analytischen Methoden ebenbürtig ist. Soll dieser Mangel beseitigt werden. Leibniz' System in s. die wissenschaftlichen Begründer der neueren Geometrie nach dem Sinne zu befragen. . Grundlagen. die gemäß diesem Verfahren zum Ausdruck eines räumlichen Gebildes verwendet werden können. den sie mit dem Begriff und Terminus der „Anschauung" verbinden so ergibt sich hier zunächst ein eigentümlich zwiespältiges Verhalten. verschieden ausOb unter all den verschiedenen jGrleichungen.. Kap. fallen kann. anderseits aber die rationale Vertiefung lediglich in den Grenzen des Geometrischen selbst und mit den Mitteln des reinen Raumes erreicht. wiss. folgt. antiken ein anschaulichen scheinbares denn der Inhalt dessen. Wenn man. um in dem philosophischen Kampf der Meinungen ein festes Kriterium zu gewinnen. was sie „an sich selbst" sind. also von einem Moment ab. die relativ einfachste ergriffen wird.durch eine zufällige Relation ausgedrückt. Die Rückkehr zur Erfassung der Figur schafft hier nur Bindeglied: . ** Näheres hierüber in der Darstellung von Leibniz' Entwurf der s. erfaßt und ohne Umdeutung in abstrakte Zahlverhältnisse in ihrer eigenen Gesetzlichkeit verstanden werden**. das der strenge und eindeutige Gang der Methode auszuschließen strebte. so muß ein Verfahren gefunden werden. hängt vom individuellen Geschick des Rechners.hat sich vertieft und umgestaltet. was Anschauung" verstanden wird. t Dennoch führt auch von diesem Standpunkt der Fragestellung aus ist und — und dies das philosophisch Charakteristische Bedeutsame — kein Weg zur Betrachtungsweise der Elementargeometrie zurück. das logische Recht und die Fruchtbarkeit der reinen Anschauung zu preisen. während er und seine Schüler daher den Mangel der synthetischen Geometrie eben darin erblicken. die je nach der Wahl des angenommenen Bezugssystems.

die dieser Gedanke beiderseits erhält. Der Wert der neuen Methode wird darin gesucht. denen keine individuelle geometrische . a. unter Festhaltung bestimmter Regeln der Umformung. Berün 1832: 102 . B. Entwicklung der Abhängigkeit geometrischer Gestalten voneinander. Ö. wie sie wechselseitig auseinander Sofern eine einzelne Gestalt betrachtet wird. besonders erfaßt und untersucht. a. findet sich in dem Grundwerk Poncelets zunächst eine durchaus entgegengesetzte logische Tendenz ausgeprägt. wo die Geometrie der Lage rein und ausschließlich auf die Anschauung gegründet wird. ** S. der hier in der Formulierung des Grundgedankens besteht. hervorgehen.. Reye. Die „Anschauung" geht hier also niemals auf die besondere Figur mit ihrem zufälligen auf Eigengehalt. Die verschiedenen sinnlich möglichen Fälle einer Figur werden nicht. wie in der griechischen Geometrie. steht sie niemals für sich allein. die Vorrede zu J. ist darunter nicht das Haften an der einzelnen. sinnlich gegebenen Figur. 347. Der Gegensatz. überführbar ist. daß in ihr die geof metrische Schlußfolgerung sich völlig ungehindert ergehen kann. Auch dort. sondern die freie konstruktive Erzeugung von Gestalten nach einem bestimmten einheitlichen Prinzip verstanden. nicht in der ganzen Freiheit und Weite ihrer Bedeutung brauchen lehrt*. — — Abhängigkeit * S. sondern alles Interesse konzentriert sich auf die Art. Existenz" zukommt. in welche sie. sobald man die nähere Ausführung verfolgt. ohne durch die Schranken der sinnlichen Darstellbarkeit irgendwie beengt zu werden. sondern ist im Sinne Jakob Steiners geometrischer Gedie Ermittlung der stalten voneinander gerichtet**. S. sondern als Symbol des Gedem sie angehört und als Ausdruck für den gesamten Inbegriff von Gestaltungen. daß sie. Steiners Schrift: Systemat. in den Kreis ihrer Betrachtungen zieht und erst dadurch zu einer völligen rationalen Geschlossenheit der Ableitung gelangt. Die Einzel terme treten samtzusammenhangs. schlichtet sich jedoch.Anschauung nur in eingeschränktem Sinne. z. Die synthetische GJeometrie im Altertum und in der Neuzeit. insbesondere auch imaginäre und unendlich ferne Elemente.

" . Schon die Ableitung der Grundgebilde die sie vereinigt. Durch gehörige Aneignung der wenigen Grundbeziehungeu macht man sich zum Herrn des ganzen Gegenstands es' tritt Ordnung in das Chaos ein. die dennoch in strenger Kontinuität an die Leistungen der analytischen Geometrie anknüpft. durch welchen die verschiedenartigsten Erscheinungen in der Raumwelt miteinander verbunden sind. worin sich der Schematismus ausspricht. wie ihre Eigenschaften von den einfacheren Figuren zu den zusammengesetzteren sich fortpflanzen. daß die Abhängigkeit der Gestalten voneinander und die Art und Weise aufgedeckt wird. methodische Gesichtspunkt. Es gibt eine geringe Zahl von ganz einfachen Fundamentalbeziehungen. weil sie als reinster und vollkommener Typus einer logisch geordneten Mannigfaltigkeit überhaupt galt. den Organismus aufzudecken. Der konstruktive Aufbau der räumlichen Gebilde aus ursprünglichen Grundbeziehungen bleibt als unverbrüchliche Forderung bestehen. sondern als Element eines Strahlenbüschels oder die einzelne Ebene als Element eines Ebenenbüschels Allgemein zeigt es sich jetzt. Man gelangt auf diese Weise gleichsam in den Besitz der Elemente. sondern nur darum festgehalten wurde. oben. gebracht wird. 92f). daß der definiert wird. daß von hier aus eine neue prinzipielle Aufgabe entstehen mußte. Man begreift. aber dieser Forderung gilt es nunmehr „Gegenwärtige Schrift hat es versucht. wie alle Teile naturgemäß ineinander greifen. nach welchem sich die übrige Masse von Sätzen folgerecht und ohne alle Schwierigkeit entwickelt. sofern etwa die einzelne Grade nicht für sich. Die Strenge des deduktiven Zusammenhangs schien nur durch die Vermittlung der Zahl auf den Raum übertragen werden zu können (s. 103 . von welchen die Natur ausgeht. wie bei Descartes selbst die Zahl nicht schlechthin um ihres eigenen Gehalts willen als Grundprinzip ausgezeichnet. aber um so reiner tritt jetzt das allgemeine Motiv der Reihe hervor. um mit möglichster Sparsamkeit und auf die einfachste Weise den Figuren unzählig viele Eigenschaften verleihen zu können. der darin besteht. hier nicht sowohl beseitigt.auch hier zurück gegenüber der systematischen Relation. und man sieht. als vielmehr festgehalten und im Gebiet des Räumlichen selbst zu neuer fruchtbarer Anwendung Das Motiv der Zahl ist ausgeschaltet. S. in schönster Ordnung sich in Reihen stellen und verwandte zu wohlbegrenzten Gruppen sich vereinigen. Hierbei macht weder die synthetische noch die analytische Methode den Kern der Sache aus. bringt dies zum Ausdruck. der zur fundamentale Entdeckung der analytischen Geometrie hinleitete. Wir sahen.

mit rein geometrischen Mitteln und ohne den
Begriffe des

Umweg

über die

tun. Die Entwicklung, die hiermit einsetzt, ist bis ins einzelne

Maßes und der Maßzahl Genüge zu

logischen Gesichtspunkten beherrscht und In besonderer Deutlichkeit tritt dies bei P o n c e 1 e t hervor, der in dem Streit, den er um die Prinzipien seiner Disziplin zu führen hat, mit wachsender Schärfe und Bestimmtheit auf die philosophischen Fundamente zurückweist. Gegenüber der Kritik, die die Pariser Akademie, die insbesondere C a u c h y an den philosophischen Voraussetzungen seines Werkes geübt hatte, betont er nachdrücklich, daß es sich in diesen Voraussetzungen nicht um einen Nebenpunkt, sondern um die eigentliche Wurzel der neuen Auffassung handle. Er macht sich das Wort Newtons zu eigen, daß in der
hinein

von

geleitet.

Geometrie

die

Methode der Entdeckung

alles

bedeute, so daß, wenn diese einmal gefunden und sichergestellt ist, die Ergebnisse sich von selbst als reife Frucht darbieten*. Die Lehre von den projektiven Eigenschaften der Figuren will somit keine bloß materiale Erweiterung des Gebiets der Geometrie sein, sondern sie will ihr ein neues Prinzip der Forschung und Erfindung zuführen**. ( Hierbei gilt es als der erste und notwendige Schritt, das geometrische Denken aus der Enge der sinnlichen Ansicht mit ihrem ängstlichen Haften an den Besonderheiten der gerade gegebenen indiviWenn Descartes der antiken duellen Figur, zu befreien. Mathematik vorhielt, daß sie den Geist nicht zu schärfen vermöge, ohne gleichzeitig die Einbildungskraft durch die enge Anlehnung an die sinnliche Gestalt zu ermüden, so Die echte hält Poncelet durchaus an diesem Vorwurf fest. synthetische Methode kann zu diesem Verfahren nicht wieder
Trait^ des propriötös projectives des figures, 356; II, S. 357. „La doctrine des propriöt^s projectives, celle de la perspectiverelief, le principe ou la loi de continuit6, enfin la th6orie des polaires r6ciproques et la th6orie des transversales ötendue aux lignes et surfaces courbes, ne forment pas simplement des classes plus ou moins öt^ndues de problemes et de theoremes, mais con&tituent proprement, pour la G6om6trie pure des principes, des möthodes d'investigation et d'invention, des moyens d'extension et d'exposition, dans le genre de ceux qu'on a nomm6 principes d'exhaustion, raöthode des infinirnent petita etc." (A. a. O. II, S. 5.)
2e Edition, Paris 1865,

*S. Poncelet,
I,

*

S.

104

Sie wird sich den analytischen Methoden ebenbürtig erweisen, wenn sie sie an Weite und Allgemeingültigkeit erreicht, diese Universalität der Betrachtungsweise dagegen zugleich aus rein geometrischen Voraussetzungen gewinnt. Diese doppelte Aufgabe wird erfüllt, sobald wir die besondere Gestalt, die wir untersuchen, nicht selbst als den konkreten Gegenstand der Forschung betrachten, sondern in ihr nur einen ersten Ansatzpunkt sehen, von dem aus wir kraft einer bestimmten Regel der Variation ein gesamtes System möglicher Die Grundrelationen, die Gestaltungen deduktiv herleiten.

zurückgreifen.
als

nur dann

dieses

System charakterisieren und

die in jeder Einzelgestalt

gleichmäßig erfüllt sein müssen, bilden erst in ihrer Gesamtheit das wahre geometrische Objekt. Was der Geometer betrachtet, das sind nicht sowohl die Eigenschaften einer gegebenen Figur, als das Netz von Korrelationen, in welchem Wir nennen sie mit anderen verwandten Bildungen steht. eine bestimmte räumliche Gestaltung einer anderen korrelativ zugeordnet, wenn sie durch stetige Umformung eines oder mehrerer ihrer Lageelemente aus ihr ableitbar ist: wobei jedoch die Voraussetzung gilt, daß gewisse räumliche Grundbeziehungen, die als die allgemeinen Bedingungen des Systems anzusehen sind, unverändert bleiben. Die Kraft und Schlüssigkeit des geometrischen Beweises ruht dann stets in jenen Invarianten des betreffenden Inbegriffs, nicht in dem, was den einzelnen Gliedern als solchen eigentümlich ist. Diese Auffassung ist es, die Poncelet philosophisch durch den Ausdruck des Kontinuitätsprinzips bezeichnet, das er weiterhin, schärfer und genauer, als Prinzip der

Permanenz dermathematischenRelationen
formuliert. Die einzige Forderung, von der wir ausgehen, läßt sich begrifflich dahin aussprechen, daß es möglich ist,

bestimmter ein für alle Mal definierter Beziehungen auch gegenüber einem Wechsel im Inhalt der einzelnen Beziehungsglieder, der besonderen Relata festzuhalten. Wir beginnen damit, die Figur, die wir geometrisch untersuchen, in einer allgemeinen Lage zu betrachten, sie also nicht von Anfang an in all ihren einzelnen Teilen festzulegen, sondern ihr
die Geltung

105

innerhalb eines bestimmten Umkreises, der durch die Bedingungen des Systems bezeichnet ist, Änderungen ihrer einzelnen Teile zu gestatten. Wenn diese Änderungen von einem bestimmten Anfangspunkt aus stetig verlaufen, so werden die systematischen Eigentümlichkeiten, die wir an der einen Figur entdeckt haben, auf jede folgende „Phase" übertragbar sein, so daß schließlich Bestimmungen, die sich am Einzelfall bewährt haben, fortschreitend auf die Gesamtheit der aufeinanderfolgenden Glieder ausgedehnt werden

können.
das

I

zeigt sich in diesen Ausführungen Poncelets Ringen nach einem exakten und allgemein gültigen Ausdruck des neuen Gedankens. Vor allem ist er bemüht, das Verfahren der Relations-Übertragung, das er zugrunde legt, vor jeder Verwechslung mit einem bloßen Analogie-

Deutlich

oder geht

Induktionsschluß
vom Besonderen

zu schützen. Die Induktion aufs Allgemeine; sie sucht eine Mehrheit

einzelner Fakta, die sie als einzelne und somit ohne notwendige Verknüpfung beobachtet hat, hypothetisch zu einem Ganzen zu vereinen. Hier aber ist das Gesetz der Verknüpfung nicht nachträglich erschlossen, sondern es liegt ursprünglich zugrunde, so daß kraft seiner auch der einzelne Fall erst in seinem Gehalt bestimmbar wird. Die Bedingungen, denen der gesamte Inbegritf unterwerfen wird, stehen vorweg fest, und alle Besonderung ist nur dadurch erreichbar, daß ihnen unter Wahrung ihres Gehalts ein neuer Faktor als Wir beeinschränkende Bestimmung hinzugefügt wird. trachten die metrischen und projektiven Beziehungen von Anfang an nicht in der Art, in der sie sich in irgendeiner besonderen Figur verkörpern, sondern nehmen sie in einer gewissen Weite und Unbestimmtheit, die ihnen einen SpielEs mag zunächst auffallend raum der Entwicklung läßt*. und paradox erscheinen, daß diese Unbestimmtheit des Ausgangspunkts den Grund für die Fruchtbarkeit des neuen Verfahrens und für seine Überlegenheit gegenüber den

antiken Methoden enthalten

soll.

Indessen zeigt es sich
S.

als-

Trsitö des propriötöa projectives.

XIII

f.,

XXI

f.

106

bald,

daß der Ausdruck des Gedankens hier unter den Zweider
traditionellen
in

deutigkeiten

logischen

Schul-

welcher Begriffsgehalt und sprache Vorstellungsgehalt nicht streng geschieden sind, und in der daher immer von neuem der identische und streng eindeutige Sinn einer begrifflichen Regel in ein abstraktes und schemenWas haftes Gattungsbild zu verschwimmen droht. vom Standpunkt der Vorstellung als Unbestimmtheit erscheint, weil es die individuellen Züge des Bildes zurücktretenläßt, das erscheint vom Standpunkt des Begriff s als Grund jeglicher genauen und scharfen Determination, sofern in ihm die allgemeingültige Vorschrift zur Bildung des Einzelnen enthalten ist. Zwischen dem „Allgemeinen" und „Besonderen" besteht hier in der Tat durchaus dasjenige Verhältnis, das Begriffsbildung charakterialle echte siert: der allgemeine Fall sieht von den besonderen Bestimmungen nicht schlechthin ab, sondern er bewahrt in sich die Fähigkeit, sie, in ihrer konkreten Totalität vollständig aus einem Prinzip heraus zu entwickeln und zu überschauen. (Vgl. oben, S. 24 f .) Es sind, wie Poncelet betont, niemals bloße Eigenschaften der Art, sondern Eigenschaften der Gattung, von deren Betrachtung die projektive Behandlung eines Gebildes ihren Ausgang nimmt; die „Gattung" aber bezeichnet hier lediglich einen dem alles Einzelne eingeordnet ist,

zu leiden hat,

mathematische

Bedingungs-Zudie
in

sammenhang,
ein

nicht

losgelöstes

Ganzes von Merkmalen,

ihm

gleichmäßig wiederkehren. Der Schluß geht von den Eigenschaften der Verknüpfung auf die des Verknüpften, von den Reihenprinzipien auf die Reihenglieder. Diese Eigenart der Methode tritt am klarsten an dem Grundverfahren, dessen sie sich bedient, hervor. Die wichtigste Form der Korrelation, durch welche verschiedenartige Gebilde miteinander verknüpft werden, liegt im Verfahren der Projektion. Die wesentliche Aufgabe besteht in der Heraushebung derjenigen „metrischen" und „deskriptiven" Momente einer Figur, die in ihrer Projektion unverändert fortbestehen. Alle Gestalten, die in dieser Weise auseinander hervorgehen können, bilden für die Betrachtung eine unteilbare Einheit;

/

107

sie sind

im Sinne der

reinen Geometrie der Lage nur ver-

schiedene

Ausprägungen

ein

und desselben Be-

Hier wird es unmittelbar ersichtlich, daß die Zugehörigkeit zu einem Begriff nicht von irgendwelchen generischen Ähnlichkeiten der Einzelexemplare abhängig ist, sondern lediglich ein bestimmtes Prinzip der Umformung voraussetzt, das als identisch festgehalten wird. Die Gestalten, die wir auf diese Weise zu einer ,, Gruppe" vereinen, können, in ihrer sinnlich anschaulichen Struktur, einem völlig verschiedenen „Typus" zugehören; ja sie können sich jeder Zuweisung zu einem derartigen Typus entziehen, sofern ihnen überhaupt keine geometrische Existenz im Sinne der direkten Anschaubarkeit mehr entspricht. Das neue Kriterium der geometrischen Begriffsbildung erweist sich hier in seiner allgemeinen Bedeutung: denn dieses Kriterium ist es, auf

griffs,

dem

des Imaginären die Zulassung Geometrie zuletzt beruht. Allgemein lassen
drei

in
sich,

die
mit

verschiedene Grundformen des Verfahrens der „Korrelation" unterscheiden. Wir können eine bestimmte Figur, die wir als Ausgangspunkt wählen, in eine andere überführen, indem wir alle ihre einzelnen Teile sowie deren wechselseitige Ordnung festhalten, so daß der Unterschied also ausschließlich in der absoluten Größe der Bestimmungsstücke besteht. In diesem Falle werden wir von einer d i r e k t e n Korrelation sprechen können, während für den der einzelnen Teile sich in der Fall, daß die abgeleiteten Figur vertauscht oder umkehrt, nur von einer .indirekten" Korrelation gesprochen werden soll. Schließlich aber und dies ist methodisch der interessanteste und wichtigste Fall kann die Umformung auch in der Weise vor sich gehen, daß gewisse Elemente, die in der anfänglichen Gestalt als reale Bestandteile aufweisbar waren, im Verlauf Betrachten wir des Gesamtprozesses völlig verschwinden. etwa einen Kreis und eine Gerade, die ihn schneidet, so können wir dieses geometrische System durch stetige Verschiebungen derart umgestalten, daß die Gerade zuletzt ganz außerhalb des Kreises fällt und somit die Schnittpunkte, sowie die ihnen entsprechende Richtung der Radien durch
Poncelet,

Ordnung

,

108

imaginäre Werte auszudrücken sind. Die Zuordnung der abgeleiteten Figur zur ursprünglichen verknüpft jetzt nicht mehr tatsächlich vorhandene und für sich aufzeigbare, sondern lediglich gedachte Elemente; sie hat sich in eine rein ideale

Korrelation
Aber eben

aufgelöst.

können nicht entbehrt werden, wenn es sich darum handelt, die Geometrie zu gezu einem einheitlichen und geschlossenen stalten. Der Mangel der antiken Methoden besteht eben darin, daß sie auf dieses logische Grundmittel verzichten und somit nur Größen von absoluter und gleichsam physischer Existenz in den Kreis ihrer Betrachtung ziehen. Die neue Ansicht muß mit diesem Verfahren brechen, weil sie von vornherein nicht die einzelne Gestalt in ihrem sinnlichen Dasein, sondern die verschiedenen Weisen der Abhängigkeit, die zwischen Gestalten bestehen können, als das eigentliche Objekt der geometrischen Untersuchung definiert (s. S. 102). Unter diesem Gesichtspunkt aber stehen reelle und imaginäre Elemente einander wesentlich gleich: denn auch die letzteren sind der Ausdruck vollkommen gültiger und wahrer geometrischer Beziehungen. Dass unter bestimmten Bedingungen gewisse Elemente einer Figur fortfallen und zu bestehen aufhören dies ist schon an und für sich keine bloße negative Erkenntnis, sondern enthält eine fruchtbare und durchaus positive geometrische Einsicht. Weiterhin aber dienen die imaginären Zwischenglieder überall dazu, den Einblick in den reeller geometrischer Gestaltungen zu erschließen, die ohne diese Vermittlung als heterogen und beziehungslos einander gegenüberstehen würden. Diese ideelle Kraft der logischen Verist es, die ihnen ein volles Recht auf ein ,,Sein" im logisch-geometrischen Sinne sichert. Das Imaginäre hat Bestand, sofern es eine logisch unentbehrliche Funktion im der geometrischen Sätze erfüllt. Die einzige „Wirklichkeit", die wir sinnvollerweise von ihm erwarten und fordern können, geht in dem Wahrheitsgehalt auf, den es in sich birgt: in dem Gehalt an gültigen Sätzen und Urteilen, den es zum Ausdruck bringt. Es wiederholt
diese idealen Korrelationen

Ganzen

:

Zusammenhang

knüpfung

System

109

sich hier

bereits

im Bereich der Geometrie derselbe Prozeß, den wir im Bereich der Zahlen verfolgen konnten: aus der Fest-

haltung bestimmter Relationen entstehen neue ,, Elemente", die aber den früheren als wesentlich gleichartig und ebenbürtig zur Seite treten, weil auch diese zuletzt keinen tieferen
festeren Grund besitzen, als er in der Wahrheit von Relationen besteht (s. ob. S. 78 ff). Betrachten wir etwa um ein einfaches Beispiel der gewöhnlichen Geometrie zu brauchen zwei Kreise

und

in

einer Ebene,

der den, in ein neues Gebilde von verbindet, bestimmten Eigentümlichkeiten gegeben. Die Punkte dieser Geraden die wir als „gemeinschaftliche Sehne" der beiden Kreise bezeichnen sind dadurch ausgezeichnet, daß die Tangenten, die sich von ihnen aus an die Kreise legen lassen, einander gleich sind. Die geometrische Beziehung aber, die damit gesetzt ist, läßt sich auch für den Fall, daß die Kreise einander nicht mehr schneiden, sondern gänzlich auseinanderfallen, verfolgen und zum begrifflichen Ausdruck bringen. Auch in diesem Falle nämlich existiert stets eine Gerade die sogen. ,, Radikaldie die zuvor angegebene charakteachse** der beiden Kreise

so ist für den Fall, daß sie sich schneiGeraden, die ihre beiden Schnittpunkte

,

und in diesem Sinne als die gemeinschaftliche Sehne der zwei Kreise bezeichnet werden kann, die ihre beiden ,, imaginären** DurchschnittsHier wird also zunächst ein bestimmtes punkte enthält. anschauliches Element durch gewisse begriffliche Eigenschaften, die ihm zukommen, ausgedrückt und vollständig ersetzt: wird auch dann festund diese logische an dem sie zuerst gehalten, nachdem das Substrat, zur Entdeckung und Auszeichnung kam, geschwunden ist. Wir gehen von dem Fortbestand der Beziehung aus und erschaffen definitorisch in den imaginären „Punkten** die Die „Subjekte**, von denen die Beziehung ausgesagt wird. Fruchtbarkeit dieses Verfahrens aber bewährt sich darin, daß damit ein systematischer Zusammenhang zwischen Gebilden gestiftet wird, der es erlaubt, Sätze, die an dem einen gefunden und bewiesen sind, auf ein anderes zu überristische
erfüllt

Bedingung

ideale

Bestimmtheit

110

an dem sie unmittelbar nicht ersichtlich Neben den besonderen inhaltlichen Relationen waren*. aber sind es vor allen Dingen gewisse allgemeine formalen Bestimmungen, durch welche die „uneigentlichen" Elemente, die die Geometrie erschafft, mit den ,, eigentlichen" Punkten verknüpft sind. Das Prinzip der „Permanenz der formalen Gesetze" ist in der Tat, noch ehe es in der Algebra als Rechtfertigung der verallgemeinerten Zahlbegriffe gebraucht wurde, durch Poncelet von rein geometrischen Gesichtspunkten aus Der unendlich ferne eingeführt und begründet worden. Punkt, in dem, gemäß der projektiven Raumansicht, zwei parallele Gerade, und die unendlich ferne Gerade, in der zwei parallele Ebenen sich schneiden, sind logisch berechtigte Begriffsbildungen, nicht nur weil sie konzentrierte Aussagen über bestimmte Lagebeziehungen darstellen, sondern vor allem, weil sich zeigen läßt, daß auch diese neuen Gebilde soweit sie auf Maßverhältden geometrischen nisse nicht Bezug nehmen, völlig gehorchen. Damit ist eine übergreifende Wahrheitsinstanz gegeben, der „eigentliche" und „uneigentliche" Punkte in gleicher Weise gemäß sein müssen. Die neuen Elemente sind wie es Poncelet gelegentlich scharf und bezeichnend formuliert paradox in ihrem Objekt, aber sie sind nichtsdestoweniger durchaus logisch in ihrer Struktur, sofern sie zu strengen und unbestreitbaren Wahrheiten hinführen**.
tragen,

Axiomen,

* So läßt sich z. B., wenn irgendwölche drei Kreise in einer Ebene Jen sind und wir für je zwei von ihnen die „Radikalachsen" konstruieren, leicht zeigen, daß die so entstehenden drei Linien sich in einem Punkte schneiden; daraus aber ergibt sich weiterhin sofort, daß das gleiche auch für den speziellen Fall der drei gemeinschaftlichen Sehnen sich wirklich schneidender Kreise gilt usf. Die reellen Eigenschaften der reellen gemeinschaftlichen Sehnen werden also im Hinblick auf die „idealen" Sehnen entdeckt und begründet. Vgl. hierzu C h a s 1 e s , Apercu historique sur l'origine et le d^veloppement des methodes en G6om6trie, 2. Ausg., Paris 1875, S. 205 ff., S. auch Die Elemente der projektivischen Geometrie, Leipzig 1875, S. 7 ff. ** Zum Ganzen vgl. bes. Considörations philosophiques et techniques sur le principe de continuitö dans les lois g6om6triques § III. (Applications d' Analyse et de G6om6trie, Paris 1864, S. 336 ff.), sowie Traite des proprietös projectives I, S. XI ff., 66 ff. Zur Bezeichnung des

Hankel,

Poncelet,

Kontinuitätsprinzips als Prinzip der „Permanenz der geometrischen Re-

111

Die Entwicklung der projektiven Geometrie, die hier nicht im einzelnen verfolgt werden kann, hat sodann die philosophischen Grundgedanken, auf denen sie sich gründet, zu immer schärferer Darstellung gebracht. Je mehr es gelang, die Geometrie der Lage aus selbständigen Voraussetzungen aufzubauen, um so reiner trat auch der allgemeine logische Charakter und die logische Bedeutung des neuen VerDer konstruktive Fortgang, in welchem wir fahrens hervor. von den einfachen Begriffen des Punktes und der Geraden aus in strenger Ableitung das Ganze des projektiven Raumes erzeugen, knüpft zunächst an die Betrachtung der harmonischen Punktpaare an. Dabei wird in der ersten Phase der projektiven Geometrie die harmonische Lage von vier Punkten auf einer Geraden zunächst noch ausschließlich vermittels des Begriffs des eingeführt und erläutert: die Punkte a, b, c, d bilden eine harmonische Folge, wenn das Verhältnis der Strecke a b zu b c demjenigen der Strecke ad zu cd gleich ist. Diese Erklärung setzt indes

Doppelverhältnisses

ersichtlich die Messung und Vergleichung bestimmter Abstände voraus und ist somit ihrem Wesen nach selbst rein metrischer Natur; wenn sie dennoch der Geometrie der Lage zugrunde gelegt werden kann, so beruht dies nur

darauf, daß sie eine Maßbeziehung darstellt, die sich bei jeder projektiven Umformung der gegebenen Figur unverImmerhin ist hier der Maßbegriff nicht ausändert erhält. geschaltet, sondern als unabgeleiteter Bestandteil in die Grundlagen aufgenommen. Zu einer unabhängigen und streng einheitlichen Darstellung gelangt die projektive Geometrie

wenn auch diese letzte Schranke beseitigt ist, wenn also die Bestimmtheit, die sich metrisch als Doppelverhältnis charakterisiert, auf rein deskriptivem Wege gewonnen und festgehalten wird. Das entscheidende Verfahren hierfür ist
erst,

in

der bekannten S t a u d t 'sehen Vierseitskonstruktion gegeben. Wir bestimmen zu drei gegebenen kollinearen

lationen" s. Applicat. S. 319; Traitö II, 357; der gleiche Gedanke ist in anderer Wendung von Chasles in seinem „Principe des relationa contingentes" ausgesprochen worden. (Apercu historique S. 204 ff., 357 ff.,

368

ff.)

112

§ 8. der durch diese Methode eindeutig bestimmt wird. Cassirer. 1. in der Tat erbracht worden. das uns gestattet. <=> ein harmonisches Quadrupel bildet und diesem den Wert 3 beilegen. 4. das lediglich das Ziehen gerader Linien benutzt. 2. 5. Geometrie der Lage. daß zwei Gegenseiten durch a. Die Geometrie der Lage. 43 ff. <=o zuordnen. sämtliche Punkte des Raumes zur Ableitung zu bringen und ihnen eine bestimmte eindeutige aufzuprägen. dem wir die Zahl 2 entsprechen lassen. Gehen wir zunächst von drei Punkten in einer Geraden a. liefert. Der Nachweis hierfür ist in der Ausgestaltung. I. logische Ideal eines rein projektiven Aufbaus der Geometrie ist somit auf eine einfachere Bedingung zurückgeführt: es wäre erfüllt. der mit den Punkten 1. Leipzig 1899. die sich von einer gegebenen Anfangssetzung aus durch fortschreitende harmonische Konstruktionen erzeugen lassen. b. man zugrunde Damit ist ohne jede Anwendung metrischer Hilfsbegriffe durch ein Verfahren. Aufl. stets dasselbe Ergebnis legt*. Reye . bestimmten Zahl werten zuzuordnen und ihnen auf diese Weise eine feste Stellung innerhalb einer allgemeinen Reihenordnung zuzuweisen. sobald sich zeigen ließe. indem wir ein Vierseit derart konstruieren. eine fundamentale Relation der Lage festgestellt. die die projektive Geometrie durch C a y 1 e y und Klein erfahren hat. Staudt. sofern nur den angegebenen Bedingungen genügt. weiterhin einen neuen Punkt bestimmen. daß die angegebene Konstruktion gleichviel welches Vierseit. alle Punkte des Raumes. die sie zu Gliedern eines systematischen Inbegriffs macht. c aus. Wir gewinnen hier ein allgemeines Verfahren. S. eine Diagonale durch b und die beiden anderen Gegenseiten Diagonale c gehen: der Schnittpunkt der zweiten des Vierseits mit der Geraden a b c ist der verlangte Punkt d. daß es lediglich kraft dieser ersten Grundbeziehung und ihrer wiederholten Das Anwendung möglich ist. S. denen wir die Werte 0.. durch da sich beweisen es läßt.Punkten a b c den vierten harmonischen Punkt d. Substanzbeg:riff g 113 . Nürnberg 1847. bis wir schließlich vermöge dieses Verfahrens eine un- Ordnung *v. so können wir vermöge der Staudtschen Vierseitkonstruktion den vierten harmonischen Punkt zu ihnen finden.

indem wir die Betrachtung. Abdruck. auf zwei oder mehrere Gerade ausdehnen*. 8. Der Übergang zum Punktvollzieht sich von hier aus auf Grund einer gedanklichen Forderung. wie Addition und Subtraktion. in der jedes Element einer bestimmten rationalen. Encyklopädie der Elementar-Mathematik. durch entsprechende Zahlwerte könnte allerdings zunächst den Anschein erwecken. deren sollte.. sondern als Ausdruck der in der Folge gebraucht. die sich zunächst auf die Punkte einer Geraden beschränkte. S. als wären es dennoch Größenbegriffe. auf welches schon die Anfänge der neueren Geometrie vorausweisen. auch Weber-Wellstein. In Wahrheit aber wird die Zahl hier nur in ihrem allgemeinsten logischen Sinne: nicht als Ausdruck der Messung und Vergleichung von Größen. er erfolgt. Klein. die dem Postulat analog ist. in welcher die elementaren Operationen. Nicht-Euklid^he — Vorlesungen über Göttingen 1893. Geometrie. endliche kontinuum Dedekind Dimension bietet keine prinzipielle Schwierigkeit. § 18. 315 ff. Begriffe von Längen und Abständen. II. F. auf Grund deren sich eine einheitliche projektive Metrik entwickeln läßt. weiteren in seiner Theorie die irrationalen durch welches Zahlen als „Schnitte" einführt. Die Durchführung dieses Gedankens hat vornehmlich technisch-mathematisches Interesse: darüber hinaus aber tritt jetzt auch ein allgemeines philosophisches Ergebnis. Annalen IV. Diese Mannigfaltigkeit läßt sich sodann weiterhin in dem Sinne ergänzen. Wir gelangen damit zu einer vollständigen Skala. Bd. Prinzip hier nur angedeutet werden vgl. daß sie zu einer überall dichten Menge wird. Die Einfügung der Raumbegriffe in das Schema der reinen Reihenbegriffe ist hier endgültig Die Bezeichnung der einzelnen Raumpunkte vollzogen. 573 ff. 114 . Multiplikation und Division von Strecken rein geometrisch Auch der Fortgang zu Gebilden von höherer definiert sind. sowie Math. die bei dieser Ableitung verwendet werden. positiven oder negativen Zahl entspricht. Zur projektivenMetrik 338 ff. deren jede einer ganzen Zahl eindeutig zugeordnet ist. deutlich hervor. Ordnung * Für alle Einzelheiten dieser Betrachtungsweise.Mannigfaltigkeit einfacher Lagebestimmungen gewinnen.. 2.

und Winkelgrößen. die an rationaler Strenge und Reinheit der Arithmetik gleichzustellen sei*. S. Die Ordnung Raumpunkte ist in derselben Weise begriffen wie die der Zahlen. Möglichkeit des Beisammen" überhaupt abgeleitet. sondern einzig um die Unterscheidung und Abstufung der Glieder einer bestimmten Reihe. Hier bewährt es sich. 118.. Cambridge 1897. Man hat diesem Zusammenhang gemäß. dessen allseitige Anwendung den Inbegriff der möglichen räumlichen Setzungen aus sich hervorgehen läßt. apriorische" Grundwissenschaft vom Raum erklärt. Vielmehr läßt sich zeigen. The foundations of Geometry. der hatte. Wie bei der Zahl duktiven lediglich von einer ursprünglichen Einheitssetzung ausgegangen wurde. Aber eben in dieser relativen Selbständigkeit der Elemente wie der Grundbeziehung tritt der Zusammenhang in der allgemein deklar hervor.. aus der sich sodann vermöge einer bestimmten erzeugenden Relation die Allheit der Glieder in fester Ordnung entwickelte. die bereits Descartes gestellt damit auf einem neuen Wege erfüllt. daß je nach der Hinzunahme besonderer ergänzender Bedingungen die allgemeine projektive Maßbestimmung. 8* 115 . deren Elemente selbst als reine Lagebestimmungen definiert sind. Der Raum ist hier in der Tat lediglich in seiner allgemeinsten Form als . insbesondere über die Geltung des Parallelen-Axioms zunächst noch keine Entscheidung gefällt ist. Russell. daß in der allgemeinen logischen Grundlegung die Zahl als reine Ordnungszahl entwickelt und von jeder Bindung an meßbare Größen freigehalten wurde. die projektive Geometrie mit Recht als die allgemeine . Zwar bleiben beide Gebiete ihrer heit nach streng geschieden: die „Essenz" der Figur geht nicht mehr unmittelbar in die der Zahl auf. sich nacheinander mit den verschiedenen Parallelentheorien in Wesen- Methodik * Vgl. so wird hier zunächst eine Verschiedenheit von Punkten und ein bestimmtes Lageverhältnjis zwischen ihnen postuliert und in diesem ersten Ansatz bereits ein Prinzip entdeckt. während über seine spezielle axiomatische Struktur. die hier entwickelt wurde.Es handelt sich nicht um die Zusammensetzung oder Teilung von Strecken. ist Die Forderung.

„elliptischen" oder „hyperbolischen" Maßbestimmung fortführen läßt*. so daß also die successive Anwendung verschiedener. dem Inbegriff angehöriger Transformationen immer nur zu Operationen zurückführt. Annalen IV. irgendwelche Bewegungen in einem gewöhnlichen dreidimensionalen Räume ausführen lassen. Einleitung in die höhere Geometrie II. Gruppe" enthält ein neues und wichtiges logisches Moment. S. So hebt sich aus der Mannigfaltigkeit der geometrischen Methoden die einheitliche Grundform der geometrischen Begriffsbildung immer deutlicher und Die logischen Kennzeichen dieser Form präziser heraus. die wir betrachten. In diesem Begriff der Gruppe aber ist nunmehr ein allgemeines Klassifikationsprinzip gewonnen. „parabolischen".. bleiben bestehen und erhalten sich durch allen Wechsel der besonderen Anwendungen hindurch. Mathem. daß wir die Elemente. Vgl. wenn mit irgend zwei Operationen immer auch deren Verknüpfung in ihm vorkommt. F.Beziehung setzen und sich somit zur speziellen. F. Klein. eine Gruppe: da das Resultat zweier aufeinanderfolgender Bewegungen sich hier stets auch durch eine einzige Bewegung darstellen und erreichen läßt**. wenn man Fassung betrachtet zu der der moderne Begriff der Geometrie gelangt ist. die sich dadurch ergeben. Der Anschluß der Geometrie an die Gruppentheorie bildet hier den letzten. was überhaupt unter einer „geoVgl. zu einer gedanklichen Einheit zuEin Inbegriff von Operationen bildet eine Gruppe. Sinne bilden etwa alle geometrischen Umformungen. Schon die Definition der . In diesem die schon ursprünglich in ihm enthalten waren. kraft dessen die verschiedenen möglichen Formen der Geometrie unter einem einheitlichen Gesichtspunkt vereint und in ihrem symmetriStellen schen Zusammenhang überschaut werden können. Man kann sich diese — Kennzeichen nochmals zum Bewußtsein bringen. K I e i n . 575 ff. sofern in ihr nicht sowohl ein Ganzes von einzelnen Elementen oder Gebilden als vielmehr ein System die allgemeinste von Operationen sammengefaßt wird. für die Gesamtcharakteristik entscheidenden Schritt. 1 ff. wir uns zunächst die Frage. 116 .

wenn wir die absoluten Größen seiner Bestimmungsstücke im selben Verhältnis wachsen oder abnehmen lassen. daß nur solche Eigenschaften des Raumes geometrisch heißen. die die Geometrie von einem bestimmten Gebilde entwickelt. Die Sätze. also durch die angegebenen Operationen der Bewegung. B. die gewöhnliche metrische Geometrie durch die zugehörige Hauptgruppe räumlicher Änderungen. zu einer anderen Struktur überzugehen. der Ähnlichkeitstransformation und der Spiegelung charakterisiert. von einer bestimmten Form der Geometrie durch einen Wechsel des Grundsystems. Betrachten wir z.. so können wir sie alsbald zur projektivischen Geometrie erweitern. um dieser Gestalt wahrhafte Allgemeinheit und damit erst eigentlich geometrischen Charakter zu verleihen. indem wir an Stelle der ursprünglichen Figur eine andere treten lassen." Hält man diese Erklärung fest. Denn da wir in der Wahl der Transformationsgruppe. die von gewissen räumlichen Transformationen nicht berührt werden. die wir für die Untersuchung zugrunde legen. die sich gegenüber diesem bild verhält. nicht von vornherein gebunden sind. so bietet sich von hier aus sogleich ein Ausblick auf sehr verschiedenartige Möglichkeiten des Aufbaus geometrischer Systeme. wenn wir dieses Gebilde seine absolute Lage im Raum wechseln. diese Gruppe vielmehr durch Hinzunahme neuer Bedingungen erweitern können. bleiben unverändert. so ist damit ein Weg bezeichnet.metrischen** Eigenschaft zu verstehen ist. oder wenn wir schließlich den Sinn der Anordnung der einzelnen Teile umkehren. die logisch sämtlich als gleichberechtigt zu gelten haben. 117 . dient. die uns als Ausgangspunkt. unterscheidet sich eben dadurch von . hinzutreten. Geometrie Topographie. die sich zu ihr wie ihr SpiegelDer Gedanke der Unabhängigkeit gegenüber all diesen Umformungen muß zu der Anschauung der individuellen Einzelgestalt. auf das wir alle Aussagen bezogen denken. indem wir dieser Hauptgruppe noch den Inbegriff aller projektiven Umformungen hinzufügen und die Eigenschaften betrachten. welche bei einer gewissen Gruppe von Operationen ungeändert bleiben. so finden wir. daß wir solche und nur solche Eigenschaften als geometrische bezeichnen.

sobald eine Mannigfaltigkeit und in derselben eine Transformationsgruppe gegeben ist. die dazu bestimmt war. helles Licht. ein exakter Beweis zwar möglich sei: so konnte fortan die Veränderung aber nicht als als Hilfsbegriff geduldet. War einmal die Geometrie. Annalen 43. S. innerhalb dessen der reine mathematische Gedanke keine Kraft mehr besitzt und der Wer- dens somit der Unbestimmtheit der sinnlichen Wahrnehmung preisgegeben schien. als die Lehre vom — — K Invariantentheorie Konstanz Veränderung „immer Seienden" bestimmt. Diese universelle Betrachtungsweise wirft zugleich auf das prinzipielle Verhältnis. wie gerade diese Auffassung. 118 . nach dem Platonischen Wort. Konstanz der anschaulichen Raumform beengte zugleich die Freiheit der geometrischen Deduktion: die Betrachtung blieb in der Einzelfigur befangen. In der gleichen Weise lassen sich sodann wie F. indem wir von der zunächst betrachteten Hauptgruppe durch irgendeine bestimmte Vorschrift zu einem umfassenderen System übergehen. alle sinnlichen Momente aus der Begründung der reinen mathematischen Erkenntnis auszuscheiden. was stets in der gleichen Weise sich verhält. statt sich zu den letzten Gründen des gesetzlichen Zusammenhangs der besonderen Erlanger Einzelheiten muß wiederum auf F. Allgemein besteht die Aufgabe jeder dieser Geometrien darin. stand es fest.erweiterten Kreis von Änderungen als konstant erweisen.) * Für «die K Programm von verwiesen werden. daß nur von dem. 1 e i n im einzelnen dargetan hat die verschiedensten Arten der Geometrie methodisch begründen und ableiten. 63 ff. 1 e i n s 1872: Vergleichende Betrachtungen über neuere geometrische Forschungen (wieder abgedruckt: Math. innerhalb der Geometrie zuletzt Die geforderte starre in entgegengesetzter Tendenz wirkte. selbständiges logisches Prinzip gebraucht werden. Es zeigte sich indes. die auf die Gruppe bezügliche zu entwickeln*. das die Begriffe der und der in der Grundlegung der Geometrie eingehen. wie seit den Anfängen der griechischen Mathematik die philosophische Frage immer wieder zu diesem Verhältnis zurückkehrte. Wir sahen. 1893. Das Gebiet des bezeichnete einen Bezirk.

die sich im Vergleich als unabhängige Momente erweisen. Die Platonische Erklärung bewährt sich nunmehr in einem neuen Sinne. sondern er gilt stets nur relativ zu einer bestimmten gedanklichen Operation. Die Geometrie handelt. von dem hier die Rede ist. Hier kündigt sich bereits ein Bedeutungswandel in der allgemeinen Kategorie der Substantialität an. III. sondern sie bezeichnet die relative Selbständigkeit bestimmter Glieder eines funktionalen Zu: sammenhangs.Gestalten zu erheben. zu anderen Die Entwicklung der modernen Mathematik hat sich immer genauer und bewußter dem Ideal genähert. : : metrische . mit Rücksicht auf die er konzipiert ist. sondern immer nur mit Bezug auf einen Inbegriff möglicher Transformationen. von aber diese Unwandelbarkeit läßt sich in keiner ziehungen: Weise bestimmen und festhalten. Bestand. konnte hier eine neue Entwicklung einsetzen. Diese Entwicklung erhält in der Gruppentheorie 'hren systematischen Abschluß denn hier ist die Veränderung als Grundwährend ihr anderseits feste logische begriff anerkannt. nur daher hier als durchaus korrelative Momente Der geodurch und miteinander sind beide definierbar. denen gegenüber sie gilt und sich behauptet. Erst nachdem der Begriff der Ver- änderung durch die A n a 1 y s i s kritisch geprüft und beglaubigt war. gleichsam als ideellen Hintergrund. als bestimmten unwandelbaren BeInvariantentheorie. der im Fortgang der Untersuchung immer deutlicher zutage treten wird die Beharrlichkeit bezieht sich nicht auf die Fortdauer von Dingen und dinglichen Beschaffenheiten. ohne daß wir. den wir implicit Konstanz und Veränderlichkeit erscheinen voraussetzen. den Gedanken bestimmter Grundänderungen fassen.. Die unveränderlichen geometrischen Eigenschaften sind dies nicht an und für sich. das 119 . die wir als Bezugssystem wählen. Grenzen gezogen sind. Begriff" erhält seinen identischen und eindeutigen Sinn erst durch die Angabe der bestimmten Gruppe von Der Änderungen. bezeichnet keine absolute Eigenschaft gegebener Objekte.

tatsächlich Gegen Leibniz' Definitionen des bereits von Leibniz erfaßt worden ist. entnehmen können. selbst In diesem Sinne versucht die neuere Geometrie eine Beziehung. im Nebeneinander. die Gerade.) Man erkennt hier den Hinweis auf eine Frage. Bibl. daß sie nicht als sinnlich vorhandene er- Quantum Erkennbarkeit sondern im Fortgang relativer Setzungen durch den Gedanken aufgebaut wird*. daß sie gerade den wesentlichen Gehalt beider Begriffe nicht treffe.Le i b n i z für sie aufgestellt hat. noch ehe er als bestimmt wird. die durch die Logarithmen gemessen wird . daß der Raum. B. S.. so haben z. den Einwand. S. Nicht-Euklidische Geometrie. die Ebene. 65 ff. Innerhalb der reinen Geometrie zeigt sich dies am deutlichsten an dem all- gemeinen Begriff des Raumes. „Die relativen Dinge haben. in der Mathematik die Verhältnisse oder Proportionen ihre Größe. I. aber all das. durch welche die Punkte des projektiven Raumes erzeugt werden. was sich auf die Verknüpfung dieser Inhalte bezieht. der Zeit als einer Raumes als einer der für Newtons Erklärung im Nacheinander erhebt C 1 a r k e des absoluten RaumoA und der absoluten Zeit eintritt." (Leibniz. die sich auf rein projektiven Verhältnissen aufbaut. Die Kette der harmonischen Konstruktionen. 189 f. liefert das Bild dieser Ordnung. Hauptschriften zur Grundlegvmg der Philosophie. hältnisses 120 definiert und gemessen. daß das logische einer Metrik. was \ind und Zeit seien vor allen Dingen Leibniz erwidert hierauf. können. die sich in der modernen Grundlegung der projektiven Metrik wiederholt hat: denn in dieser wird in der Tat die . ihre Größe. Entfernung" zwischen beiden begrifflich definiert werden kann. Lage Raum durch den Logarithmus eines bestimmten Doppel ver(Vgl. dennoch aber sind und bleiben 63 Relationen. Der Anschauung mögen wir immerhin die elementaren Inhalte der Geometrie: den Punkt. Ordnung Quantitäten. wie die allgemeine Relation des * Eb ist von geschichtlichem Interesse. Die Zurückführung der metrischen Verhältnisse auf projektive verwirklicht den Leibnizschen Gedanken. Ordnung im Beisammen" (ordre des coexistences possibles) begriffen werden muß. deren Wert und deren vollständige eben darin wurzelt. ebensogut wie die absoluten. muß rein begrifflich abgeleitet und eingesehen werden griffen.) Klein. 107. in seiner ursprünglichen qualitativen Eigenart als . Vorlesungen über . daß auch innerhalb nicht sind. der sich hier allmählich herausbildet. Philo?.. sofern ein vorangehendes Glied vom folgenden unterschieden und die . .Distanz" zwischen zwei Punkten Problem Ord- nung Ordnung . reiner Ordnungsbeziehungen Größenbestimmungen möglich sind.

L e i b n i z . 121 . Diese Auffasung aber wirkt nunmehr weiter. durch bestimmte der Verknüpfung festgelegt werden: und von diesen Axiomen allein empfängt sie denjenigen Gehalt. Schriften. an welchen wir ihn zuerst erfaßten. Wieder ist es die L e i b n i z 'sehe Grundkonzeption der Mathematik. Kraft dieser Erweiterung vermögen wir den Begriff des Zwischen von den anschaulichen Inhalten. Was diese Relation bedeutet. Wo immer eine bestimmte Weise der Verknüpfung gegeben ist. Gerhardt. abgesehen von dem wechselnden sinnlichen Material. VII. mit welchem sie in die mathematische Deduktion eingeht. seu ordinis similitudinis relationis etc.Hinc etiam prodit ignorata hactenus vel neglecta subordinatio Algebrae ad artem Combinatoriam. in welchen das Verhältnis. sondern die universelle Darstellung der möglichen Weisen der überhaupt und ihrer wechselseitigen Abhängigkeit versteht**.„Zwischen". seu scientiae de formulis quantitatem significantibus ad doctrinam de formulis. nicht der Quantität.und Auseinander sich einem allgemeinen System der möglichen Ordnungen überhaupt einzugliedern strebt. kein unmittelbares anschauliches Korrelat mehr besitzt*. sondern der Qualität. sondern der Form. über neuere Geometrie. Math. 1 und ** . Vorles. an welchem sie sich darstellt.. Die Kombinatorik wird damit zur eigentlichen Grundwissenschaft: sofern man unter ihr nicht die Lehre von der Zahl der Verbindungen gegebener Elemente. hg. unabhängig zu machen und ihn nunmehr auch auf solche Reihen anzuwenden. expressionibus in Universum. seu Algebrae Speciosae ad Speciosam generalem. da ist im licher Axiome Verknüpfung * § Näheres 9. zu der wir uns hierbei zurückgeführt sehen. 61. Die Mathematik ist danach nicht die allgemeine Wissenschaft der Größe. von dieser Gebundenheit zu befreien und zu freier logischer Anwendung zu erheben. die wir in gewissen Grundregeln und Axiomen aussprechen können. muß. v. die zunächst ein nicht weiter zerlegbarer sinnBestand zu sein scheint. das er bezeichnet. vel scientiae generalis de quantitate ad scientiam generalem de qualitate. indem die spezifische Ordnung des räumlichen Neben. hierüber bei Pasch. ut adeo speciosa nostra Mathematica nihil aliud sit quam specimen illustre Artis Combinatoriae seu speciosae generalis.

Die Relationsstruktur als solche. was ihnen kraft der Teilhabe an dieser Form erfaßt: Denn dieses in Sein allein ist es. das H i 1 - We 122 1 1 * Vgl. loslösen und für sich in ihrer Gesetzlichkeit feststellen läßt.Sein" als dasjenige. hierzu die sehr instruktiven Beispiele und Erläuterungen bei 8 t e i n . in sich schließen. Dieser Zusammenhang bildet somit eine eigene. das in die Be- den Prozeß des Folgerns und Schließens eingeht und das somit der vollen Gewißheit zugänglich ist. die wir für diese Punkte entwickelt haben.mathematischen Sinne ein identisches „Objekt** fixiert. . vertauschen. allgemein gültige der Zusammenhang Form Ordnung und Verknüpfung zukommt. Bd. dadurch in sich selbst verändert würde*. was sie an und für sich sind. gelten vom Standpunkt dieser Betrachtungsweise einander als äquivalent.. die die Mathematik ihren Objekten verleiht. Mathematik. Die besonderen Elemente werden in der mathematischen Begriffsbildung nicht nach dem. sofern sie denselben Gehalt begrifflicher Abhängigkeiten bei einem bloßen Wechsel der anschaulichen „Subjekte". von denen der eine etwa von Geraden und Ebenen. Abschn. nacheinander mit Kugeln und Kreisen. von denen die gewöhnliche Enklideische Geometrie handelt. 1. Buch. Zum schärfsten Ausdruck gelangt diese Auffassung der weisführung. Methode der reinen Mathematik in dem Verfahren. In diesem Sinne lassen sich die „Punkte". 2. Zwei Urteilskomplexe. mit inversen Punktpaaren eines hyperbolischen oder elliptischen Kugelgebüsches oder auch mit bloßen Zahlentripeln ohne spezifische geometrische Bedeutung. Encyklopädie der Elem.und Untersuchungsweise aus. die Mathematik zum mindesten kennt an ihnen kein anderes . II. rein formale Bestimmtheit. sondern stets nur als Beispiele für eine bestimmte. an der sie jeweilig auftritt. ohne daß der deduktive der einzelnen Sätze. der andere von Kreisen und Kugeln eines bestimmten Kugelgebüsches handelt. für welche die Abhängigkeiten ausgesagt werden. die sich von der materialen Grundlage. nicht die absolute Beschaffenheit der Elemente macht den eigentlichen Gegenstand der mathematischen Betrachtungs.

. Eben hierin aber Abschluß einer Denkrichtung. das mit anderen seinesgleichen in Beziehungen steht. denen sie gehorchen. daß wir uns den Sinn einer bestimmten Relation immer nur an irgendwelchen gegebenen Relationstermen. die wir den Elementen zusprechen. nicht ihre Einzelbestimmtheit. vergegenwärtigen können. Im We 1 1 ste i n . von denen sie ausgeht. die die Begriffe des oder der Geraden. fließen lediglich aus diesen Regeln ihrer Zusammengehörigkeit.b e r t zur Darstellung hat. Der Punkt. a. 123 . Lediglich diese systematische „Komplexion" der Elemente. Aber diese Termini. 116. als unmittelbare Gegebenheiten der Anschauung nimmt und die ihnen somit von Anfang an einen bestimmten unabänderlichen Inhalt aufprägt. Alle Beschaffenheiten. Momenten von den ersten Anfängen der Mathematik her verfolgen konnten. Fundamente" der Beziehung dienen. die als . wenn der Inhalt der geometrischen Grundbegriffe einzig und allein durch die Axiome. die wir zugrunde gelegt haben. wird hier als Ausdruck ihrer Wesenheit gebraucht und festgehalten. die wir festlegen und deren Verträglichkeit miteinander wir erweisen. bestimmt werden soll: denn setzen diese Axiome zu ihrer Formulierung nicht wiederum bereits irgendwelche Begriffe voraus? Diese Schwierigkeit löst sich indessen. die Gerade bedeutet uns nichts anderes. S. Es kann freilich zunächst wie ein Zirkel erscheinen. a. O. Den Anfang bildet ein gewisser Kreis von Axiomen. wie sie durch gewisse Axiomgruppen definiert sind. In diesem Sinne hat man mit Recht die Hilbertsche Geometrie eine reine Beziehungslehre genannt*. denen sie gemäß sind. als ein Gebilde. sobald nur zwischen dem psychologischen bildet sie den konsequenten die wir in ihren rein logischen Anfang und dem logischen Grund völlig scharf unter- psychologischen Sinne ist es freilich zutreffend. Axiome angewandt und Ableitung der geometrischen Gegenüber der Euklidischen Be- griffsbestimmung. die wir zu* schieden wird. wird hier der Bestand der ursprünglichen geometrischen Punktes Objekte ausschließlich durch die Bedingungen bestimmt.

die sich auf Aber schon bei Leibniz beziehen.. Wir legen sie nur als hypothetischen Ansatz fest. wie im Gebiet der Arithmetik. weitet sich: bis es zuletzt völlig deutlich wird. Begriff und Urteil kennen das Einzelne nur als Glied und gleichsam als Punkt einer in ihrer scheinbaren Absolutheit ^uäz bedeuten. dem wir uns durch die fortschreitende Verknüpfung allgemein gültiger Individualität Das Verfahren der Mathematik annähern. Die . bezeichnen absoluten. in die sie sucErst durch diesen gedanklichen Prozeß cessiv eintreten. der Schwerpunkt Von hier aus wird es verständlich.) Schlüssel und die Rechtfertigung enthält. sie ist das logische Ziel. die einander wechselseitig stützen. sich selbst genügenden Bestand zu ergreifen. Die Gesetze der Verknüpfung bezeichnen daher das eigentliche ixqöxeqov tfj (pvaet^ während die Elemente nächst keinen der Bestimmung doch nur ein JtqöxeQov ftQoq Die Anschauung scheint den Inhalt als losgelösten. wird der gleichsam provisorische Inhalt zum festen logischen Gegenstand. das Grundinstrument für alle Aufgaben bilden. den sie bei Decartes erhält. daß die Eigenart der an keine besondere Klasse von Gegenständen gebunden und in ihr begrenzt ist. Der Kreis der Objekte. systematischen Mannigfaltigkeit.Mathesis universalis" soll in dem philosophischen Sinn. als das eigentliche logische Prius gegenüber allen besonderen Setzungen erscheint (vgl. sondern einen veränderlichen Bestand. S. und Beziehungen Naturwissenschaft Me- thode Ordnung 124 Maß . alle nähere aber erwarten wir von der Einordnung in die mannigfachen Bedingungskomplexe. daß des mathematischen Systems sich innerhalb der geschichtlichen Entwicklung beständig in bestimmter Richtung verschiebt.sinnlichen Anschauung verdanken. sondern am Ende der Begriffsentwicklung. Die Bestimmung der der Elemente steht daher nicht am Anfang. V. diesen Bestand im U r t e i 1 zu fixieren. für welches es den (S» Kap. weist hier auf ein analoges Verfahren der theoretischen voraus. aber sobald wir daran gehen. löst es sich in ein Gewebe relativer Setzungen auf. 88). oben. auf die die Betrachtungsweise der Mathematik anwendbar und übertragbar ist. die hier somit.

—Für Russell. 62. die sowohl für sich in ihrer eigentümlichen Struktur. Revue de M^taphysique. Gedanken zu immer schärferer Ausprägung. 1904. an die Stelle dieses Nebeneinanders zweier verschiedener Momente ein Verhältnis logischer Überund Unterordnung: die Lehre von den möglichen. Schon der Fortschritt der projektiven Geometrie ließ ein Gebiet erkennen. The notion which does occupy the place traditionally assigned to quantity is o r d e r. begrifflich verschiedenen Arten der Verknüpfung und Zuordnung wird zur Voraussetzung der Wissenschaften von der meßbaren und Die neuere Mathematik bringt diesen teilbaren Größe*. 158 u. ob. S. 121. s." Vgl. zu teilen oder zusammenzusetzen. (S. das das Ideal der mathematischen Darstellung unabhängig von allen Hilfsmitteln der Messung und Größenvergleichung in sich verwirklicht. S.oder Lage- Gruppentheorie bestimmungen. S. 50. Die Elemente und alles." XII. Die Metrik selbst wird hier aus rein qualitativen Beziehungen abgeleitet. erscheinen als Ergebnisse bestimmter ursprünglicher Regeln der Verknüpfung. gegebene zu vergleichen. sondern ein Inbegriff von OpeAbhängigkeit rationen bildet. was sich aus ihnen aufbaut. zu isolieren und ihr Verhältnis gegeneinander zu bestimmen. als in der Bestimmtheit. Leipzig 1904. Hier erst Größen erzeugenden * Vgl. 125 . 2. die lediglich das Stellenverhältnis der Raumpunkte betreffen. hierzu Gregor 1 1 e 1 s o n s Definition der Mathematik als Wissenschaft der geordneten Gegenstände".) Bd. wie sich zeigte. 419: „Quantity. die in ihrer wechselseitigen ist in der Tat das oberste und universelle Prinzip erreicht.tritt. Bibl. though philosophers appear still to regard it as very essential to Mathematics. untersucht werden. in fact. von dem aus sich das Gesamtgebiet der Mathematik als Einheit übersehen läßt. 5. and does occur in many cases not at present amenable to mathematical treatment. Anm. Die Aufgabe der mathematischen Betrachtung besteht ihrem allgemeinen Sinne nach nicht darin. Noch bezeichnender tritt sodann die Ausdehnung der Mathematik über ihre traditionellen Grenzen in der hervor. Principles of Mathematics S. auf denen die Möglichkeit jeglicher Größensetzung beruht. 107). auch Leibniz' Hauptschriften (Phil. does not occur in pure Mathematics. S. die moderne Auffassung ß. deren unmittelbares Objekt nicht Größen. sondern die Relationen selbst.

nionen. Theorie der komplexen Zahlensysteme. das sich hieraus ergibt. wir können Strecken oder Dreiecksflächen. sofern es nur möglich ist. ihm gleichartigen . Hankel.) Jetzt aber erweitert sich das Gebiet der Betrachtung: denn als Grundlage kann jedes beliebige Element dienen. Daß diese Synthese das eigentliche Ziel der mathematischen Operationen bildet. (S. In allen diesen Fällen handelt es sich nicht darum. die im Calcul festgehalten wird und die die notwendige und Die Festigkeit und hinreichende Bedingung für ihn bildet. ob. 126 .. 96 f. S. Sicherheit des deduktiven Gefüges ist an kein besonderes Element gebunden. Kräfte oder Kräftepaare auf irgendeine Weise miteinander zusammenfassen und das Resultat.die sich aus ihrem ergibt. durch verschiedene Massenwerte charakterisiert sein lassen. Leipzig 1867. Teile" Näheres über diese verschiedenen Rechnungsweisen bei WhiteUniversal Algebra I. aus ihm kraft der wiederholten Anwendung einer bestimmten. wie in Graßmanns geometrischer Charakteristik und der Quaternionentheorie Produkte von Punkten oder von Vektoren betrachten. Die mannigfachen Algorithmen. sind nur verschiedene Beispiele dieses logisch allgemeingültigen VerDer methodische Vorzug all dieser Verfahrens. ein gegebenes „Ganze" in seine. Zusammentreten und ihrer Durchdringung zu untersuchen sind. * head. Lediglich diese Möglichkeit der Determination ist es. wie in M ö b i u s' baryzentrischem Kalkül die Punkte außer durch ihre verschiedene Lage im Räume. rechnerisch feststellen*. sondern sich unmittelbar der Synthese von Relationen zuwendet. daß der „Calcul" hier zu völlig freier und selbständiger Betätigung gelangt: daß er nicht mehr auf die Zusammensetzung von Quantitäten beschränkt bleibt. gedanklich fixierten Grundbeziehung ein neues Gebilde hervorgehen zu lassen. wir können. Wir können das eine Mal. Cambridge 1898 sowie bei H. konnten wir im Größengebiet selbst bereits in der Entwicklung der Analysis des Unendlichen verfolgen. fahrungsweisen besteht eben darin. die die neuere Mathematik ausgebildet hat: die GraßmannHamiltons Theorie der Quatersche Ausdehnungslehre. die projektive Streckenrechnung.

zu zerlegen oder es aus diesen wiederum zusammenzusetzen. Schlegel. Das Ziel. Mathem. so wird auch die Zusammenfassung mehrerer derartiger Prinzipien eine Operation sein. hierüber bes. V. daß in ihnen der Beweis nicht über das Denken selbst hinaus in eine andere Sphäre übergeht. denen die Zahlreihe selbst erst hat. der Tat bisweilen unzureichend und dunkel erscheinen: aber sie zeichnen dennoch einen in sich klaren schen dessen Bedeutung durch die weitere Entwicklung der Probleme erläutert und bestätigt worden ist*. die sich auf feste systematische Regeln bringen läßt. Die Graßmannsche Aiisdehnungs41. kraft dessen wir von ihm aus in gleichmäßigem Fortgang zu einer Mannigfaltigkeit anderer Elemente gelangen können. Physik. Wo immer ein derartiger Übergang von einfachen zu komplexen Reihen möglich ist. da ist damit ein neues Gebiet deduktiv-mathematischer Be- stimmung abgegrenzt. in methodi- Entwurf. das Graßmann sich stellt. 1896. Ztschr. als mathematische Definitionen betrachtet. sondern die allgemeine Aufgabe besteht in der Verknüpfung irgendwelcher begrifflicher Bedingungen des Fortschritts in Ist einer Reihe überhaupt zu einem eindeutigen Ergebnis. m * S. Diese Forderung ist in der Wissenschaft der Zahl erfüllt: denn alle Besonderheit innerhalb des Zahlgebiets läßt sich in der Tat aus dem Inbegriff geordneter Setzungen. u. besteht darin. scheint es gewesen zu sein. der sich in strenger Abfolge aus Descartes' und Leibniz' philosophischem Ideal der jjMathesis universalis" entwickelt hat. — Dieser allgemeine Grundgedanke. die Wissenschaft des Raumes zum Range einer allgemeinen F o r Wissenschaft zu erheben. sondern rein in der Kombination der verschiedenen Denkakte verharrt. Die allgemeinen Erwägungen. f. die Graßmann seinem Werke vorausgeschickt m mögen. Bd. der auch zu einer der wichtigsten und fruchtbarsten Konzeptionen der neueren Mathematik: zu Hermann G r a ß a n n s Ausdehnungslehre hingeleitet hat. 127 . einmal ein Ausgangselement bestimmt und ein Prinzip angegeben. Der Charakter der reinen Formwissenschaften aber wird dadurch bestimmt. lehre.

der Fläche aus der Linie zu sprechen: aber was hier als bloßes Bild gemeint ist. ohne daß irgendein realer Inhalt. Ein eigentümlicher. für die Geometrie einen ebenso . gemäß denen das Mannigfaltige erst vollkommen zu überblicken Schon innerhalb der gewöhnlichen und zu begreifen ist. 10. Statt des Punktes. eine streng begriffliche Fassung und Deutung erhalten. Die lineale Ausdehnungslehre: ein neuer Zweig GeB. verstanden werden soll. S. in bezug auf welchen es verschieden sei. h. physikal. Die anschaulich räumlichen Verhältnisse mögen den ersten Anlaß bieten. worunter nur ein Besonderes schlechthin. d. Zu diesem Zweck muß auch hier von der gegebenen extensiven Mannigfaltigkeit selbst auf ihre einfachen . 22. Es gilt nunmehr. was für ein Besonderes dies denn eigentlich sei denn es ist eben das Besondere schlechthin ohne allen oder in welcher Beziehung das eine von dem realen Inhalt denn es ist eben schlechtweg als anderen verschieden sei Verschiedenes bestimmt. Ausdehnungslehre. wie er innerhalb der Arithmetik bereits gegeben und gesichert ist*. Graßraann." Ebenso sehen wir bei den Änderungen. 47. denen wir das Grundelement unterworfen denken. ihre — — — S. unmittelbaren Anfang" zu gewinnen.. von jeder speziellen Charakteristik noch ausdrücklich ab und halten lediglich den abstrakten Gedanken fest. des besonderen Ortes setzen wir nunmehr das Element.Entstehung verdankt.. um als Ausgangspunkt der neuen Wissenschaft dienen zu können.. Darstellung der geometrischen Elemente pflegt man von einer genetischen Erzeugung der Linie aus dem Punkte. Leipzig 1894. * S. aber sie erschöpfen nicht deren eigentlichen Gehalt. Werke. a. sich zu den rein begrifflichen Beziehungen zu erheben. der Mathematik (1844). I. vollständig ableiten. Erzeugungsweisen" zurückgegangen werden. S. gesetzt wäre**. daß aus einem ursprünglichen Anfang durch stete Wiederholung ein und derselben Operation Wenngleich eine Mannigfaltigkeit von Gliedern hervorgeht. a. mathemat. das muß nunmehr. u. spezifischer Inhalt ist damit noch nicht gesetzt: „es kann daher hier noch gar nicht davon die Rede sein. O. 128 . aufgefaßt als verschieden von anderem Besonderen.

über äußere und innere Multiplikation von Strecken und Punkten usf. Substanzbegriff S. indem wir verschiedene Grundänderungen miteinander verknüpfen in der Art. denen sie gehorchen. wenn das Erzeugnis ein bestimmtes sein soll. 28. sondern lediglich durch die Regel ihres Aufbaus für uns bekannt und bestimmt sind. „Das Verschiedene muß nach einem Gesetze sich entwickeln. die uns als die allgemeinste Funktion des mathematischen Begriffs überhaupt entgegen- um die Angabe irgendeiner. sobald Graßmann daran geht. die verschiedenen möglichen Verknüpfungsarten im einzelnen zu entwickeln und durch die formalen Bedingungen.daher die konkrete Ausführung der Graßmannschen Ausdehnungslehre sich zunächst auf die Betrachtung ganz bestimmter Transformationsweisen beschränkt. daß diese Regel zureichen muß. qualitativ bestimmten und einheitlichen Regel. wobei alle diese Operationen mit den gleichnamigen algebraischen Verfahrungsweisen lediglich in gewissen erfolgende die — Ausdehnungslehre Cassirer.. welche durch eine nach demselben Gesetze trat: einfache Änderung des erzeugenden Elements entsteht. 9 129 . Gesamtheit aller nach demselben Gesetz erzeugbaren Elemente nennen wir ein System oder ein G e b i e t*. gegeneinander abzugrenzen. uns nicht als anderweitig bereits gegebene gelten. so ist klar." In gleicher Weise entstehen Systeme höherer Stufen. Da nun die Gebiete. so greift doch der universelle Entwurf von Anfang an weiter. daß zunächst aus dem Anfangselement durch eine bestimmte Umformung eine gewisse Mannigfaltigkeit entwickelt und sodann die Gesamtheit ihrer Glieder einer neuen Umformung unterworfen wird. Die Ausdehnungsform ist also die Form. Hier handelt es sich nur um diejenige Leistung. die die Form des Übergangs zwischen den Gliedern einer Reihe bestimmt. die wir betrachten. Es ergibt sich nunmehr eine ausgeführte Lehre über die „Addition" und „Subtraktion" gleichartiger oder ungleichartiger Änderungen. Diese allgemeinen Festsetzungen erhalten sofort eine genauere mathematische Bedeutung. auch alle ihre Merkmale erschöpfend darzustellen und begrifflich zu beherrschen.

formalen Eigentümlichkeiten. die es successiv in verschiedene Werte a^ a^ a. zu immer komplexeren Weisen des Aufbaus eines Mannigfaltigen aus bestimmten Grundbeziehungen fort. wie in der Unterordnung unter das assoziative oder distributive Gesetz. ist in der Tat im strengen Sinne . durch die aus irgendwelchen Elementen ein neues Gebilde eindeutig determiniert wird. die wir definitorisch festgelegt haben. an und für sich aber völlig selbständige Bestimmungsweisen darstellen. . an den Prinzipien der Infinitesimalgedanke Idealismus Graßmann Cohens 130 .. die sich unabhängig von der Ausdehnungslehre entwickelt haben. die Graßmann seinem Werke vorausschickt. wie sie versteht. der im eigentlichen Beweisgang gebraucht und nicht lediglich zur anschaulichen Verdeutlichung verwandt wird. Jeder Begriff und jeder Satz. dem sich auch die verschiedenen Algorithmen. gegebenen" Elemente als solche zurückzudrängen und ihnen keinen Einfluß auf die allgemeine Form der Beweisführung zuzugestehen. schaffen daher in der Tat ein allgemeines logisches Schema. a\ a'^ a'^ usf. einordnen lassen: denn sie stellen nur von einer neuen Seite her den Gedanken fest. überführen. wie in ihnen der Grund. die . so sollen nunmehr das Ergebnis der Zusammenfassung dieser Operationen und die verschiedenen möglichen Typen dieser Zusammenfassung deduktiv abgeleitet werden. muß rein und vollständig aus den Gesetzen des konstruktiven Zusammenhangs begründet und eingesehen werden. auf dem sie sich aufbaut.. Die Betrachtungen. Logik des Ursprungs". Wir schreiten von den relativ einfachen Formen der „Erzeugung". logischen sich fortdes schreitend befestigt und vertieft hat. Ist ein Anfangsglied % gesetzt und zugleich eine Mehrheit von Operationen R^ Rj R3 bezeichnet. Mehr und mehr ist die Tendenz der neueren Mathematik darauf gerichtet. Die Logik der Mathematik. Logik der reinen Erkenntnis hat den Gedanken des Ursprungs. Überblickt man nunmehr das Ganze dieser Entwicklungen. daß die eigentlichen „Elemente" des mathematischen Calculs nicht sowohl Größen als vielmehr Relationen sind.. so erkennt man zugleich. übereinstimmen. .

. Unendlich-Kleinen" hat trotz aller Proteste der idealistischen Logik immer M Maxwell Mechanik — — H .Calculs" gehören. Abdr. M . von neuem zu dem Mißverständnis geführt. an Stelle bestimmter Streckenprodukte Kräftepaare einsetzen und damit jedem geometrischen Satz. einmal abgeleitet. 1881. Logik der reinen Erkenntnis.rechnung entwickelt*. VII ax e 1 1 Substanz u. ist überall dort erfüllt. Der Begriff des . Die verschiedenartigsten Formen des . soweit sie dieser Bedingung genügen. wenn wir etwa an Stelle von Geradenstücken Kräfte. bes. unmittelbar einen mechanischen zuordnen. wie sie denn auch in ihrer Fruchtbarkeit für die Probleme mathematischen Naturwissenschaft miteinander der übereinkommen. Begriff stellt. bes. Braunschw. Qualität" als dem eigentlichen FundaEine erneute Bestätigung gewinnt ment zurückleitet. wo die Glieder einer Mannigfaltigkeit aus bestimmten Reihenprinzipien abgeleitet und durch sie erschöpfend dargestellt sind. in der Tat unverändert erhalten. weisen in ihrem Aufbau auf den GrundDie Forderung. während von den Grundbegriffen der Vektorenrechnung aus die Elemente der entwickelt hat**.Relations-Analysis" überhaupt dient zugleich der Feststellung und Begrenzung ihres eigenen Problems. das logische Prinzip. So hat ö b i u s seinen allgemeinen Calcul zu einem streng rationalen Aufbau der Statik verwendet. Bewegixng. Fleischl. v. S. dem gleichen logischen Typus an. die dieser begriff des Ursprungs zurück. anke1 Theorie der komplexen Zahlensysteme. Abschn. dtsch. die vom Größenbegriff zum Funktionsbegriff. Sie alle. s. Die Einordnung der Infinitesimal-Analysis in den umfassenden Zusammenhang der . Hier ist in der Tat das erste Beispiel der allgemeinen Betrachtungsweise gegeben. 102 ff. vgl.. im sodann Fortgang zu den übrigen Problemgebieten der modernen und markanteste Mathematik. 1837). Der systematische Zusammenhang der Operationen bleibt. . ö b i u s Lehrbuch der Statik (T... der sich ergeben hat. I. ** S. Quantität" zur .. 2. als solle hier die Größe nicht sowohl aus ihrem begrifflichen Prinzip v e r * Cohen. von der . das hier festgestellt ist. M w 9* 131 . wie verschieden sie ihrem Inhalt nach sein mögen..

auf das Problem der Metageometrie einzugehen: denn eben dies ist 132 . wie im baryzentrischen Calcul. Wenn etwa. sondern lediglich einen neuen logischen Gesichtspunkt ihrer zu finden. die es zusammensetzen. einfache Punkte addiert oder die Summe zweier gerichteter Strecken durch die Diagonale des aus ihnen gebildeten Parallelogramms dargestellt wird. außerhalb des Umkreises unserer Untersuchung.vielmehr aus ihren. den letzten substantiellen Bestand der Größe aufzuzeigen. die als universelles Grundmittel allenthalben die Sicherheit und den Fortschritt der reinen Deduktion verbürgt. die Ergebnisse der Mathematik. die das System der Euklideischen Geometrie durch die metageometrischen Untersuchungen und Spekulationen erfahren hat. wenn vom Produkt zweier oder dreier Punkte oder vom Produkt eines Punktes und einer Strecke gesprochen wird: so wäre es widersinnig. rein inhaltlich betrachtet. ist hier ausgeschaltet und durch die allgemeine Beziehung des Bedingten zu den einzelnen Momenten. als standen denden Teilen zusammengesetzt Bestimmung — — IV.. Die Erweiterung. ersetzt. Die Scheidung. sondern lediglich das Prinzip der mathematischen Begriffsbildung zu bestimmen. Dieser Gesichtspunkt aber tritt scharf hervor. Damit aber wird die eigentliche Frage verkannt und verschoben: denn nicht darum handelt es sich. Denn hier handelt es sich nicht darum. wird nunmehr unvermeidlich: der . wenn man dem Verfahren der Infinitesimalrechnung die anderen möglichen Formen der mathematischen „Determination** zur Seite stellt. die schon Leibniz klar und bestimmt hervorgehoben hat. Zerlegung in Teile'* tritt allgemein die „Auflösung in Begriffe" gegenüber. all diesen Operationen den gewöhnlichen „arithmetischen** Sinn unterzulegen. darzustellen. wenngleich verschwinwerden. Die Beziehung des „Ganzen** zu den . so bedeutsam und fruchtbar sie auch vom Standpunkt der Erkenntniskritik sein mögen.. Aber auch unter diesem eingeschränkten Gesichtspunkt wird es unumgänglich. Teilen*'. die es gedanklich konstituieren. fällt.

Veroneses „Grundzüge der Geometrie von mehreren Dimensionen". Eine empirische Begründung der mathematischen Begriffe wäre im strengen Grund Ursprung Form — * sionen 1894. als hätte die Geometrie. außer Frage: um so notwendiger aber wird es zu untersuchen. Deutsche Aiisg. Die ganze Unbestimmtheit. in seinem populären Gebrauch. Anm. . in einem streng eindeutigen Sinn zu verwenden. Es ist. eingebüßt. Leipzig S. ob die Ansicht. 1. den neuen Aufgaben gegenüber. Daß hier eine berechtigte Ausdehnung des anfänglichen Problemgebiets der Geometrie vorliegt. standhält. anhaftet. Grundzüge der Geometrie von mehreren Dimenund mehreren Arten geradliniger Einheiten. schien eine Zeitlang endgültig festzustehen: allgemein war es der empirische Charakter der geometrischen Begriffe. bei Philosophen wie Mathematikern. daß hier nur eine scheinbare Einheit der Auffassung vorliegt. ob der neue Inhalt die logische der Geometrie gesprengt oder aber sie bewahrt und gefestigt hat. daß zum mindesten die gewöhnliche Geometrie des dreidimensionalen Raumes lediglich auf die Erfahrung gegründet sei*. daß es nicht lediglich den Gehalt der mathematischen Kenntnisse. 133 . Unab weislich drängt sich jetzt die Frage hervor. die die Mathematik selbst hierauf erteilte. steht nunmehr. ihr eigentümliches Vorrecht. Geht man indessen näher auf die Motive und Gründe ein. so erkennt man alsbald. die sie gebraucht. sondern die Auffassung von ihrem und ihrem umgestaltet hat. sprechen es als die gemeinsame Überzeugung der wissenschaftlichen Forscher aus. die zuerst einen vollständigen geschichtlichen Überblick über alle kritischen Versuche zur Erneuerung der geometrischen Prinzipienlehre enthalten. die bisher vom mathematischen Begriff gewonnen wurde. sobald sie den Boden der philosophischen Spekulation betrat. aus denen heraus die einzelnen Forscher diese Entscheidung gefällt haben.das Eigentümliche dieses Problems. Die Antwort. die sich von dieser Seite her erschließen. Veronese. die Begriffe. die dem Erfahrungsbegriff selbst. VIII. der aus den metageometrischen Untersuchungen gefolgert wurde. tritt jetzt alsbald zutage.

daß sie eine sehr geringe Anzahl von Begriffen und Gesetzen direkt aus der Erfahrung zu entnehmen braucht. die sie für die sinnliche Empfindung allein besitzen können. daß die betrachteten Punkte nicht zu nahe beieinander liegen dürfen. in sie — — 134 . dem fundamentalen Wahrheitsgehalt ihrer Sätze jedoch nichts hinzugefügt wurde. während die Strecke aus einer endlichen Anzahl derartiger Punkte zusammengesetzt ist. Verzichtet man auf diese Abstraktionen. wodurch zwar ihr theoretischer Ausbau gefördert. daß ihre Begriffe zunächst genau den tatsächlichen. sondern zunächst lediglich in derjenigen Bedeutung zu nehmen. Das einzig konsequente empiristische System der Mathematik ist daher von Pasch aufgebaut worden. sofern er versucht. in konkreten Wahrnehmungen wurzelt und aus ihnen ableitbar ist. der Vorbehalt hinzuzufügen. kehrt man entschlossen wiederum zu den eigentlichen psychologischen Anfängen zurück. So ist dem Satze.Sinne nur dort gegeben. nur für diesen Fall bleibt auch der Lehrsatz in Kraft. Der . welche die Geometrie fortwährend in den Naturwissenschaften und im praktischen so führt Pasch aus Leben erfährt kann nur darauf beruhen. der ihnen eignet. so bleibt der Geometrie der Charakter der Naturwissenschaft erhalten. wie den Punkt und die Gerade. daß man zwischen zwei Punkten stets eine gerade Strecke und nur eine ziehen kann. daß der gesamte Gehalt. die elementaren Gebilde. Die Geltung der geometrischen Grundsätze unterliegt demgemäß bestimmten Einschränkungen. vor deren anderen Teilen sie sich nur dadurch auszeichnet. die durch die Natur der geometrischen Objekte als bloße Wahrnehmungsgegenstände gefordert sind. in der Beobachtung gegebenen Objekten entsprechen. der sich innerhalb der jeweilig gegebenen Beobachtungsgrenzen nicht mehr als teilbar erweist. Punkt" ist in dieser Auffassung nichts anderes als ein materieller Körper. Erst nachträglich ist dieser ursprüngliche Inhalt mit einem Netze von künstlichen Abstraktionen übersponnen worden. wo der Nachweis erbracht würde. Die erfolgreiche Anwendung. alles andere dagegen der Entwicklung dieses einmal aufgenommenen Stoffes überlassen kann.. nicht sogleich exakter begrifflicher Gestaltung einzuführen.

a. ** Vgl. geistige Tatsachen" zu basieren sind nicht sei. S. hierzu die Kritik des Pasch' sehen Systems bei Veronese. eigentlichen" haft zu gewinnen. den Grundriß des Gesamtgebäudes der wissenschaftlichen Geometrie. sobald wir über eine gewisse Grenze. 17 f. S. 655 ff. Punkte. W 136 . sondern ebensowohl auf . * Pasch. sie kann nicht zur Ableitung von Methoden dienen. Jede Näherungsgeometrie muß mit Voraussetzungen operieren. von denen sie vielmehr nur eine spezielle ist**. während er seine Gültigkeit verliert. indem er betont. O. die sich freilich nicht in vollkommener Schärfe angeben läßt. die sie der „reinen" Geometrie entnimmt.. Die geometrischen Axiome der wirklichen Verhältnisse der Sinneswahrnehmung. sieht man sich. Die Begriffe die man ursprünglich auszuschalten versuchte. wahrVon der Annahme der . um den Beweisen wahrhafte Strenge und Allgemeinheit zu geben. der an diesem Versuch zunächst festhält. daß die geometrische „Möglichkeit" nicht allein auf die direkte äußere Beobachtung. wie er sich geschichtlich gestaltet hat. Vorlesungen über neuere Geometrie. 128 f. durch sie zeigt sich alsbald. Punkte. Veronese.daß sich zwischen zwei gegebenen Punkten stets ein dritter einschalten läßt. zur Setzung „uneigentlicher" Gebilde gedrängt. Der Versuch einer empirischen Begründung der Geometrie sieht sich demnach auf einen neuen Weg hingewiesen.. sondern sie sind vermöge deren wir in die ungenaue Anschauung genaue Aussagen hineinlegen. bestimmter Anwendung gibt dem Gedanken doch alsbald eine neue Wendung. als ein Ergebnis eben jener ideellen Konstruktionen. die tatsächliche Objekte der Beobachtung darstellen. a. Alle diese Ausführungen sind von dem einmal gewählAusgangspunkt aus durchaus folgerecht: aber es ten daß es nicht möglich ist. S. bei denen die geometrische Idee nur ungefähr und annähernd realisiert ist. Geraden und vollständig Ebenen werden auch hier gebraucht und dienen zur Grundlage für die Definition derjenigen Elemente. den uns die sinnlichen Abbilder Forderungen.. die zuletzt nichts anderes sind. hinausgehen*. und bei e 1 1 s t e i n . Der Rohstoff.

der Geometrie und der rationalen Mechanik den Vorrang vor dem . h. das Problem. In dem System von Pasch ist. empirischen Vorbetrachtungen". So ist es denn auch eine specifische Leistung des Intellekts. Wenngleich somit auch hier die Geometrie nach wie vor als Experimentalwissenschaft bestimmt exakte wird. in ein Gebiet. geistige Handlung". auf die man sich zuletzt zur Ableitung der Geometrien von mehreren Dimensionen berufen muß. das in der reinen Mathematik. aber doch a priori. Die sinnlichen Inhalte bilden somit zwar den ersten Anlaß. aber doch methodisch ausgeDenn die Daten der Beobachtung versagen sich jeschlossen. daß wir es gewissen allgemeinen Re136 .. in der wir über das Gegebene hinausgreifen. um als Ansatz für mathematische Betrachtungen brauchbar zu werden.Eindrücke liefern. d. nur als das „Sprungbrett". subjektive" Element ist es. wie Veronese bemerkt. der Begriffe. was in ihr gewonnen wird.. noch den eigentlichen Bestand dessen. Wir gehen von . wobei indes das neue erzeugte Element von vornherein dadurch bestimmt ist. die im Bereich des Wahrnehmbaren keinerlei Korrelat mehr besitzen. sondern lediglich nach dem. zu gestalten ist. dem Versuch. vorzudringen. von dem aus wir uns sogleich zur Betrachtung von allgemeinen Bedingungs- zusammenhängen erheben. nach dem Platonischen Wort.. was sie als Elemente der wissenschaftlichen Begründung bedeuten und wert sind.. ist stets ein reiner Akt der Konstruktion: eine mögliche. von gewissen Grundtatsachen der sinnlichen Anschauung aus: aber diese Tatsachen gelten uns. aber keineswegs die Grenze der mathematischen Begriffsbildung. Sie dienen als erste Anregung: aber sie gehen als solche in das Ganze das gänzlich unabhängig der deduktiven Mit dieser Feststellung aber ist nicht ein. so ist doch die logische Rolle der Erfahrung eine völlig andere geworden. muß. die mehrdimensionale Geometrie zwar nicht a posteriori. Was hierzu erfordert wird. das jenseit unserer räumlichen Anschauungsmöglichkeiten liegt. bereits entschieden: denn diese fragt nicht nach den Anfängen Begründung. vom Standpunkt der Erkenntniskritik. objektiven" behauptet. durch unseren Geist verarbeitet werden: und dieses . zwar nicht tatsächlich.

B.lationsgesetzen unterworfen denken. . „Will man uns." Die . die mit mehr als dreidimensionalen Räumen operieren.. 137 . welche dem mathematischen und geometrischen Geist ungerechtfertigterweise die größtmögliche logische Freiheit verweigern wollen und sich z. IV.weil es äußere Gegenstände gibt. so muß. Veronese. Da die Axiome. der in sich selbst der begrifflichen Untersuchung zugänglich ist. . Kap. S. so wäre die Stetigkeit des Aufbaus der — — — — * Näheres hierzu s. O.. so nehmen wir den Titel zum Unterschied von denjenigen. sondern sie muß sofern eine wahrhafte Einheit der Grundlegung erzielt werden soll bereits in den Methoden der gewöhnlichen Euklideischen Geometrie anerkannt werden. 658.der hier ausge- sprochenen Ideen wegen Rationalisten oder Idealisten nennen. Die logische Freiheit. ob sie eine wahrnehmbare Darstellung z. in der Geometrie eine wahrnehmbare rein äußere Darstellung besitze oder nicht. a. zum mindesten ein rein hypothetischer Zusammenhang abstrakter Wahrheiten zurückbleiben. Wäre wirklich der .. eigentlich philosophische" Bedeutung. ** Veronese.. ff. welche uns direkt (!) die Vorstellung des Punktes liefern oder sie in uns erwecken und ohne welche es den eigentlich sogenannten Punkt nicht gibt"***. S. XIII 225 f. kein nicht definiertes Anschauungselement zu enthalten. die hier abgewehrt wird. O. auch wenn wir auf die Anschaulichkeit überhaupt verzichten.. Punkt" dieser Geometrie nur das Bild eines außerhalb des Gedankens existierenden Objekts. soll wie die Berufung auf P. 162 ff. B. 687 usw. ** VIII vgl. S. a. S. S. Sätze und Beweise der Geometrie von Anfang an der Bedingung gehorchen mußten. daß ihm keinerlei eigentlich philosophische Bedeutung beigelegt wird. VU. a.. du Bois Reymond beweist * lediglich die Hypostasierung der mathematischen Ideale zu einer Art absoluter Existenzen bezeichnen: ihr rein begrifflicher HypothesenWert aber wird hiervon nicht berührt**." so fügt Veronese hinzu. a. Wir nehmen den Titel aber nur unter der Bedingung an. aber kann sich nicht lediglich auf diejenigen unter ihnen beziehen. bei jeder neuen Hypothese fragen. S. die damit für die geometrischen Begriffe gefordert ist.. ff.

rechts" und .. links" sind hier nicht gleichwertige Richtungen. und solchen. Raumformen*' zusammenhält. seine eigentümlichen begrifflichen Kennzeichen scharf hervor. die ohne Änderung miteinander vertauschbar wären. konstitutiven Merkmalen von ihm getrennt ist.Geometrie durchbrochen: denn welche begriffliche Analogie und Verwandtschaft besteht zwischen Elementen. als gegebenes Material für weitergehende Entwicklungen aufgefaßt wird. sondern gerade in den entscheidenden. qualitativ eigenartige. . „Oben" und „unten". nicht weiter aufeinander reduzierbare Bestimmtheiten. Sie zeigen unverkennbar. sondern alle Bedeutung erwächst ihm lediglich aus der relativen Stellung. die das Abbild vorhandener Dinge sind. da ihnen völlig verschiedene Gruppen von Organempfindungen entsprechen.. so bedeutet er vom Standpunkt der Erkenntniskritik nichtsdestoweniger einer komplizierten gedanklichen Operabereits das tionsreihe. die es im Gesamtsystem einnimmt. auch diejenigen. sondern sie bleiben. kraft ihrer zugleich den speziellen Fall der drei Dimensionen zu gewinnen? In der Tat heben sich gerade dann. Der Grundsatz der durchgängigen der Raumpunkte vernichtet alle Unterschiede. Die psychologischen Untersuchungen über den Ursprung der Raumvorstellung. Das Element als solches besitzt keinen spezifischen Inhalt mehr. Wenn er vom Standpunkt der Metageometrie leicht als bloßer Anfang. Im Raum der Geometrie dagegen sind alle diese Gegensätze aufgehoben. die wie die Differenz des Oben und wahrnehmung mit dem Raum Homogeneität — 138 . welche Schwierigkeit hat es noch. das Element einer n-dimensionalen Mannigfaltigkeit zu setzen und zu begründen.. wenn man den Euklideischen Raum mit den anderen möglichen . die rein aus „geistigen Handlungen" resultieren? Und umgekehrt: wenn jene intellektuellen Verfahrungsweisen ausreichen. Für die sinnliche Auffassung ist jede Unterscheidung des Ortes notwendig an einen Gegensatz im Inhalt der Empfindung geknüpft. daß der Raum unserer Sinnes- — unserer Geometrie nicht gleichbedeutend. Ende — die in rein sensualistischer Tendenz unternommen wurden haben dies mittelbar bestätigt und zur Klarheit gebracht.

die durch die moderne Mannigfaltigkeitslehre durchgeführt worden ist. Wiss. das die sinnliche Anschauung uns darbietet. a. Auch die weiteren Momente des geometrischen Raumes. ist durch die tiefere mathematische Analyse des Kontinuums. 1906. S. Dieses Bild vermag gerade die letzte entscheidende Differenz. h. den der Mathematiker voraussetzt und der in seinen Deduktionen gebraucht wird. 139 . punkte möglicher Konstruktionen: wobei die Forderung — besteht. bei Huntington. 71 ff). ist aus jenem unbestimmten Bilde des Raumes.lediglich das Verhältnis der äußeren Dinge zu unserem Unten Körper. . das der Wie das Gebiet der rationalen selbst angehört**.VI. durch die sich stetige Mannigfaltigkeiten von anderen unendlichen Inbegriffen abheben.u. Irrtum. d. Zahlen sich durch eine Folge von Denkschritten allmählich zum kontinuierlichen Inbegriff der reellen Zahlen erMenge * Näheres über die Unterscheidung des „homogenen" geometrischen physiologischen Raumes vom inhomogenen und „anisotropen" Räume bei Erkenntnis u. niemals zur Darstellung zu bringen: keine noch so scharfe sinnliche Unterscheidungskraft vermöchte noch irgendwelche Verschiedenheiten zwischen einer stetigen und einer diskreten Mannigfaltigkeit zu entdecken. Mach. vgl. die moderne Mathematik". Der Schein. Der Begriff des Kontinuums. Annais of Mathematics.. zwischen je zwei beliebig nahen Gliedern sich immer noch ein Glied angeben läßt.. als sei die Stetigkeit des Raumes keit : eine sinnlich-phänomenale Eigenschaft. The Continuum as a type of order. sofern die Elemente der letzteren „überall dicht" liegen. hierzu bes. die wir an ihnen vornehmen.). auch seine Stetigkeit und Unendlichberuhen auf der gleichen Grundlage sie sind in keiner Weise in den räumlichen Empfindungen bereits gegeben. 15ff. endgültig beseitigt worden. t. Leipzig 1905. 2« ser. Zur Einteilung der Wissenschaften (Abhandl.VII (vgl. der Berliner Akademie d.Aufs. was sie sind. ** Erläuterungen und Beispiele hierzu bes. S. 331 ff. „Kantu. sondern beruhen auf ideellen Ergänzungen. m. also zu einem einzelnen. Kant.Studien XII. daß die Identität dieser Konstruktionen sich bei aller Verschiedenheit des Ausgangselementes erkennen und festhalten lasse. die Darlegungen von Stumpf. in keiner Weise zu gewinnen. empirisch gegebenen Objekt Die Punkte sind. nur als Ansatzbetreffen*.

Da alle Systeme so folgert man der logischen Struktur nach gleichwertig sind. zusprechen mag.auch der Raum der Sinnlichkeit erst durch eine Reihe gedanklicher Umprägungen in den unendlichen. Daß Kant die Axiome in der „reinen Anschauung** „gegeben" sein lasse: dies sei nur zu erklären „aus jenem Erdenrest von Sensualismus. das uns in ihrer Anwendung leitet: und dieses Prinzip kann. Nicht der empirische. sondern in der wahl. daß neben ihr andere Systeme denkbar sind. ein rein rationales System weiterte. liegt niemals in der Beder einzelnen Systeme. Es ist somit eine seltsame Anomalie. merkwürdigerweise zwei völlig entgegengesetzte Einwürfe laut geworden. . so bedarf es eines Prinzips. sondern um den Begriff und das Problem des Realen selbst handelt. der dem Kantschen Idealismus noch anhaftet*". so wurde anderseits eingewandt. a. 146. Die Euklideische Geometrie hört nicht auf. da es sich hier nicht mehr um bloße Möglichkeiten. O. die aus der metageometrischen Betrachtungsweise geschöpft wurden. wenn man aus der Möglichkeit der Metageometrie auf die empirische Bedingtheit des Euklideischen Raumes geschlossen hat. S. nirgends anders Kantische Erfahrung gründung Aus- — — Wel 140 1 8 t e i n . die der gleichen logischen Strenge der Verknüpfung fähig Auffassung der Geometrie sind. sondern der logische Charakter Grundbegriffe ist durch die moderne Erweiterung des der Gebiets der Mathematik bestätigt und von einer neuen Seite Die Rolle. die man jetzt noch der her beleuchtet worden. wenngleich sich zeigen läßt. die wir zwischen ihnen zu treffen haben. homogenen und stetigen Begriffsraum der Geometrie über. Wenn man auf der einen Seite von diesen Prämissen aus die Reinheit und Apriorität des Raumes bestritt. a. so geht — von Bedingungen und Folgerungen zu sein. Gegen die sind auf Grund derselben Prämissen. daß in Kants eigener Darstellung eben die apriorische Freiheit der mathematischen Begriffe und ihre mögliche Ablösung von jeder sinnlichen Verdeutlichung nicht genügend zum Ausdruck gekommen sei. Von diesen beiden entgegengesetzten Einwänden besitzt lediglich der letztere einen völlig konsequenten und klaren Sinn.

die die rein logische Bestimmung zurückgelassen hatte: sie führt von den vieldeutigen Raumformen der Geometrie zu dem eindeutigen Raum der physischen Gegenstände. Die Erfahrung und die Hypothese gehören danach getrennten Gebieten an: jede steht Die für sich und kann für sich allein in Funktion treten. der vielmehr rein aus sich selbst feststehen muß aber es weist den Weg von der Wahrheit der Begriffe zu ihrer Wirklichkeit. Niemals steht auf der einen Seite die abstrakte Theorie. Wir können den Begriffen. die es zu prüfen gilt.Fakta" entgegenstellen: sondern es bestimmtes logisches System der 141 . gegenübersteht. so ist es hierbei wesentlich Die kritische Zergliederung des Erfahrungsbegriffs zeigt dagegen. Die Beobachtung schließt die Lücke. „reine" Erfahrung. stets bereits die Züge irgendeiner begrifflichen Formung in sich tragen.. wert des Wenn die jetzt in den Mittelpunkt der Betrachtung rückt. so wie es an und für sich und ohne jegliche begriffliche Deutung sich ausnimmt.der Beobachtung und dem wissenschaftlichen Exgesucht werden. Es ist die Frage nach der Methode und dem Erkenntnisselbst. das seine vollständige Bestimmung erst durch die erkenntniserhalten kritische Zergliederung des Verfahrens der kann. die abgelöst von jeder begrifflichen Voraussetzung gedacht ist. die hier vorausgesetzt wird. Das Experiment dient somit zwar niemals als Beweis oder auch nur als Stütze des mathematischen Begründungs-Zusammenhangs. daß die Trennung. Diese Auffassung führt indessen bereits über die Grenzen der reinen Mathematik hinaus und endet bei einem Problem. man vom Experiment die Bestätigung oder Widerlegung eines als in periment : — Physik physikalischenExperiments bestimmten Inbegriffs mathematischer Hypothesen erwartet. im Baconischen Sinne des „experimentum crucis" verstanden. die Erfahrungsdaten niemals als ist zuletzt stets ein nakte . wird zum Richter über den Wert oder Unwert einer bestimmten theoretischen Annahme aufgerufen. einen inneren Widerspruch in sich schließt. Vielmehr muß dieses Material. während ihr auf der andern Seite das Beobachtungsmaterial. wenn anders wir ihm irgendeine Bestimmtheit zusprechen sollen.

aber es scheint. hätten wir zunächst zu versuchen. widerspricht. so ist es klar. Sachverhalt ist in den Kämpfen um die Prinzipienlehre der Wo Geometrie Geometrie von philosophischer Seite immer wieder aufs neue hervorgehoben worden. daß wir den mathematischen oder aber den physikalischen Teil unserer abstrakten Hypothese einer Änderung unterwerfen. der auf Grund der deduktiven Theorie zu fordern wäre. wie kon- kret physikalische Annahmen über das Verhalten der Körper einbegriffen sind. dem neuen Resultat durch eine veränderte Auffassung der physikalischen Gesetzeszusammenhänge Rechnung zu tragen. Und dieses letztere Verfahren ist es. das an einem anderen derartigen System gemessen und von ihm aus beurteilt wird. in welchen sowohl rein geometrische Grundannahmen über den Raum. auf Grund der Ergebnisse astronomischer Messungen von der Euklids zur Geometrie Lobatschefskis überzugehen. hier die eingehendere Begründting in Kap. da bleibt es uns überlassen. Alle unsere Erfahrungen Poincar6 mit Recht hervor beziehen sich stets nur auf das Verhältnis der Körper untereinander und ihre wechselseitigen physikalischen Wirkungen. Ehe wir daran gehen würden. auch innerhalb der Mathematik zum Bewußtsein und zu immer allgemeinerer Anso hebt erkennung gelangt ist. indem wir etwa die Annahme der streng geradlinigen FortDieser pflanzung des Lichts einer Revision unterziehen. ob wir die geforderte Einstimmigkeit zwischen Begriff und Beobachtung dadurch wiederherstellen. zu dem der Gedanke sich zweifellos zunächst entschließen würde. niemals aber auf das Verhältnis.* Ist aber das messende Experiment in dieser Weise stets an ein Ganzes von Voraussetzungen gebunden. Die mögliche Variation der Bedingungen folgt selbst bestimmten Regeln und ist an eine gewisse Abfolge gebunden. sicht in der — — * Vgl. daß von ihm innerhalb des Widerstreits der geometrischen Systeme zum mindesten niemals eine eindeutige Entscheidung zu erwarten ist. IV. daß er erst durch die Darlegungen Poincar6s.Verknüpfung des Empirischen. 142 . Abachn. IV. die in dieser HinTat entscheidend sind. bes. immer ein experimentell gewonnener Maßwert dem Werte.

die sie sämtlich miteinander teilen. das gemäß seiner gesamten Tendenz und Anlage auf eine völlig andere Fragestellung hinzielt. 3 — 5. Die Form des Euklideischen Raumes ist somit in der Tat in demselben Sinne . Chap. die hierdurch begründet ist. ein rationales Kriterium der Unterscheidung zu entdecken. in den verschiedensten Gebieten.das die Körper zum reinen geometrischen Räume. von denen die Aussagen der Geometrie gelten wollen da der Versuch an materiellen Dingen die idealen Kreise oder Geraden niemals unmittelbar berührt und trifft so gelangen wir auch auf diese Weise niemals zu einer Entscheidung zwischen den verschiedenen Wegen. Die logische Widerspruchslosigkeit. überall dem der Ungleichförmigkeit vorausgeht. La Science et l'Hypothese. einfacher" als irgendeine andere somit einer neuen eine komplexere Bedingung gewonnen Vgl. die die geometrische Begriffsbildung — — einzuschlagen vermag*.. die all diesen Systemen zukommt. Das Ungleichförmige wird im Fortschritt der konstruktiven Synthesen stets aus dem Gleichförmigen — Aufbau Homogeneität durch Hinzufügung stellt und gedankliche Bildung dar. Da die Objekte. von welchen die Erfahrung handelt. von gänzlich anderer Art als die Gegenstände sind. oder das Raumes unter sich selbst besitzen. wiederum vor die Aufgabe gestellt. Poincarö. daß nichtsdestoweniger innerhalb der rationalen Systematik des Wissens der Begriff der Gleichförmigkeit. Es ist daher vergeblich. Belehrungen über das „Wesen" des Raumes die Teile dieses von einem Verfahren zu erwarten. wenn die Wahl zwischen den mannigfachen Systemen nicht gänzlich der subjektiven Willkür anheimgegeben bleiben soll. Vom Standpunkt des Satzes der Identität und des Widerspruchs mag der Gedanke der Heterogeneität des Raumes dem der in der Tat gleich zu stehen scheinen. aber es kann kein Zweifel darüber bestehen. Somit sehen wir uns. ist lediglich eine negative Bedingung. sind die Differenzen im prinzipiellen und in der relativen Einfachheit dieses Aufbaus nicht ausgelöscht. Aber innerhalb der Gemeinsamkeit. 143 .

wie er sich in der Hypothese Lobatschefskis oder Riemanns darstellt.und Konstruktionsraum gefaßt ist. — So bleibt der Euklideische Raum freilich eine begriffliche die sich einem System möglicher Hypothesen überhaupt einreiht: aber er besitzt nichtsdestoweniger Hypothese. Beschränken wir uns dagegen auf das erzeugende all dieser Räume.Raumform. wie innerhalb der Algebra ein Polynom ersten Grades einfacher ist als ein Polynom zweiten Grades*. der zuvor unabhängig entwickelt worden ist und der durch sie nur im einzelnen. die eine bestimmte Größe über- einander gegenüberstellen. „Die Einfachheit des Raumes wird ausgeea^ in dem Grundsatze: Der Raum ist an allen Orten und nach allen Richtungen gleich beschaffen. 61. durch die wir. treten erst dann heraus. Die Differenzen zwischen dem Euklideischen Raum und dem Raum. Sofern in der reinen Geometrie absolute Größenbestimmungen überhaupt setzbar und zulässig sind. Die Gleichförmigkeit des Euklideischen Raumes ist in der Tat nur der Ausdruck dafür. . durch Hinzufügung besonderer Bedingungen. a. wenn wir Teile dieser Räume. O. die auf einen Unterschied der absoluten und der absoluten Richtung führen könnte. die Ordnung der Gegenstände bestimmen. die sich eben damit im prinzipiellen Sinne als die eigentlich grundlegende erweist. Element Größen wird. a. In der Ordnung des Wissens zum mindesten besteht hier eine notwendige und "eindeutige Abfolge: diese Ordnung des Wissens aber ist es. Graßmann. daß er lediglich als reiner Relations.*' 144 o i n c a r 6. so ist hier die Unterscheidung aufgehoben. Für die Maßbestimmung im Infinitesimalen gilt somit ohne weiteres die Euklideische Norm. Ausdehnungslehre von 1844. das heißt an allen Orten und nach allen Richtungen können gleiche • * Vfjl. von ihm ferngehalten ist**. §22: z. S. Konstruktionen vollzogen werde n. P Vgl. an welches alle anderen Konstruktionen anknüpfen und über dem sie sich erheben. so stützen sie sich doch stets auf einen allgemeinen Relationszusammenhang. Sie stellt das erste und fundamentale Schema auf.B. alle sonstige inhaltliche Bestimmtheit aber. näher bestimmt schreiten. in der erkenntniskritischen Betrachtung.

a. die für irgendeine mehrdimensionale Mannigfaltigkeit abgeleitet und bewiesen worden sind.Sinn" entspricht. Aus einem Inbegriff reiner logischmathematischer Formen greifen wir eine Mannigfaltigkeit. Die Lobatschefskischen Geometrie finden.. die ihnen. zu denen diese Systeme hinleiten. die selbst einen besonderen Ausschnitt aus der gewöhnlichen Euklideischen Geometrie darstellt. ihre genaue Entsprechung und Abbildung in der Geometrie der pseudosphärischen Flächen. daß ihnen ein bestimmter konkreter . wie Verhältnisse der e 1 1 r a i gezeigt hat. S. a. Denn alle diese Sätze sprechen nur ein Ganzes von Beziehungen aus. nicht ausgeschlossen. Damit aber ist freilich nicht ausgeschlossen. daß neben dem Grundsystem auch die komplexeren Systeme eine bestimmte Sphäre der Anwendung besitzen. die Geometrie der Kugeloberfläche innerhalb des Euklideischen Raumes von drei Dimensionen entspricht. So bildet etwa die Mannigfaltigkeit aller Kugeln eine lineare Mannigfaltigkeit von vier Dimensionen. 102. wie R i e a n n sie entwickelt hat. elliptischen Geometrie" der Ebene. die bestimmten heraus und versuchen mit ihrer Hilfe die Bestimmtheit des Realen darzustellen und durchsichtig zu machen. bricht diese Möglichkeit der Rückbeziehung nicht ab.innerhalb dieses Systems einen eigentümlichen Vorzug des Wertes und der Geltung. Und auch dann. in der auch sie zu konkreter BeZunächst nämlich sind die Ergebnisse. die Sätze der Nicht-Euklideischen Geometrie derart zu interpretieren. vielfach selbst einer Deutung und Umsetzung fähig. Substanzbegriff We 1 1 s t e i n . zur anschaulichen Darstellung verhilft. die in allen ihren gegenseitigen Bestimmungen den abstrakten Regeln gehorchen. so ist damit die Möglichkeit. während der .. deutung gelangen. Wir können wiederum innerhalb unseres Anschauungsraumes selbst Gebilde auswählen. rationalen Forderungen entspricht. \q X45 . wenigstens mittelbar. B m — m räumliche Näheres bei Cassirer. O. deren Form sich in der allgemeinen Geometrie untersuchen und feststellen läßt*. wenn wir zu Systemen höherer Dimensionen übergehen. Aber selbst wenn wir auf diese Zurückführung auf bekannte Verhältnisse und Probleme verzichten.

Bologna 1906. die zu ihrer vollständigen Darstellung eine Mehrheit von erfordern. wie sie sich fortschreitend immer genauer festgestellt hat. die in Beziehungen eingehen. sind nicht selbständige Dinge. S. Raumform" hinauszuschreiten. Selbst wenn man allen Zweifeln Eingang verstattet. über die Euklideische . Die Punkte. das gemäß den zuvor entwickelten deduktiven Gesetzen dieser Mannigfaltigkeiten zu beurteilen der Anwendung — Bestimmungsstücken räum- und zu behandeln ist. die durch diese Betrachtungen geweckt werden mögen: so betreffen diese Zweifel doch niemals den eigentlichen der Begriffe. der den Regeln der Verknüpfung in irgendeiner dieser allgemeinen Beziehungslehren gemäß ist. unabhängig davon. daß die rein der geometrischen Begriffsbildung. welche qualitativen Merkmale seine Elemente aufweisen mögen und ob sie sich räumlich veranschaulichen lassen ein Gebiet diese — der abstrakten Sätze nachgewiesen und abgegrenzt. sondern stets nur die Möglichkeit ihrer empirischen Anwendung. sondern sie sind lediglich die vorausgesetzten Termini der Relation selbst und erhalten in ihr und durch sie erst all ihre Eigenart.während sie über den Charakter der Einzelglieder. nirgends einen Anlaß darbietet. 293 ff 146 . läßt sich. wird hierbei übrigens auch von den ausdrücklich radikalsten empiristischen zugeKritikern standen*. ob diese Bestimmungsstücke eine liche Deutung zulassen. Form Grund — — * S. 123 ff. von einem Mannigfaltigen mehrerer „Dimensionen" sprechen. Vom Standpunkt unserer heutigen Kenntnisse so schließen auch sie sind wir zu dem Urteil berechtigt. in ihrer jetzigen wissenschaftlichen Gestalt. (Vgl. denen an und für sich irgendwelche Beschaffenheit zukäme. In jedem Fall aber rationale ergibt sich nunmehr. da ist damit gleichviel. Enriques. keine endgültige Bestimmung treffen.) Wo uns daher irgendein Inbegriff entgegentritt. durch die metageometrischen Betrachtungen nicht bedroht.. Daß die Erfahrung. ob. Sofern die Physik uns Systeme darbietet. von denen sie handeln. S. sondern vielmehr bestätigt wird. Problemi della Scienza.

Nur die Möglichkeit positiv als Euklideisch anzusehen ist". Nur die reinen selbst. so würde hierdurch doch nur der Satz bestätigt. wie zweifellos sie immer erscheinen mag. stets nur relative und somit problematische Bein einer entfernten Wandel physikalischen — bestimmung — Wirklichkeitsabsolute zusammenhänge Bedingungs- deutung besitzt. die universellen Reihenformen bieten die Handhabe. ob nicht die verlorene Einheit durch einen Wechsel der „Raumform" selbst wieder hergestellt werden könne. jegliche Ordnung des Empirischen zu verstehen und logisch zu beherrschen. Zukunft vielleicht einmal auch hier einen eintreten zu lassen.daß der physische Raum . die mit unserem bisherigen theoretischen System der Natur nicht übereinstimmen und die auch durch keine noch so weitgehende Veränderung in den Grundlagen dieses Systems mit ihm in Einklang zu setzen sind. die die Mathematik aufstellt. gelten unbeschränkt. wenn somit alle begrifflichen Abänderungen innerhalb eines engeren Bezirks bereits vergeblich versucht worden sind: dann erst darf der Gedanke eintreten. Das System der allgemeinen Geometrie beweist indes. nehmungen 10* 147 .. sobald man den Boden der daß betritt keine Setzung. Es zeigt. während die Behauptung. Aber selbst wenn man mit derartigen Möglichkeiten rechnet. sollen wir uns nicht verschließen. daß es Existenzen gibt. daß diese Problematik den logischen Charakter des mathematischen Wissens als solchen nicht berührt. die diesen Bedingungen in allen Stücken entsprechen. Wenn sich irgendwelche sicher festgestellte Beobachtungen bieten. den Anspruch auf Gewißheit erheben darf. daß der reine Begriff für alle nur erdenklichen Änderungen in der empirischen Beschaffenheit der Wahrseinerseits vorbereitet und gerüstet ist.

haben kein anderes als ein ideales Sein. um als Typus für die Beschaffenheit des Begriffs überhaupt zu dienen. so der Logik ab. die das logisch gültige Urteil und SchlußDie Aristotelische Auffassung verfahren treffen wollen. an dem die Produktivität des Denkens sich am reinsten entscheint zugleich seine eigentümliche Schranke zutage zu treten. ein wesentliches Moment. Denn so sehr die Logik sich im „Formalen" beschränkt. (S. I. Die logische Natur der reinen Funktionsbegriffe findet im System der Mathematik ihre deutlichste Ausprägung und Hier ist ein Gebiet freiester ihren vollkommensten Beleg. US . Die Struktur und Verfassung des Seins ist es. Aber gerade an diesem Punkt. Gegenstände.Viertes Kapitel: Die naturwissenschaftliche Begriffsbildung. alle Beschaffenheiten. und Begründung der Syllogistik setzt diesen Gedanken überall voraus: die Ontologie gibt den Grundplan für den Aufbau Ist dies aber der Fall.) kann die Mathematik nicht länger als Vorbild und Muster gelten. S. 4 ff. um als Beispiel für den ganzen Umkreis der logischen Aufgaben. da gerade ihr.sein: aber es fehlt ihnen. die sich streng innerhalb des Gebiets faltet. Die mathematischen Konstruktionsbegriffe mögen innerhalb ihres engeren Bereichs fruchtbar und unentbehrlich . wie es scheint. die wir betrachten und in deren objektive Natur wir einzudringen suchen. die wir von ihnen aussagen können. und universeller Betätigung erschlossen. die der Begriff. ob. fließen einzig und allein aus dem Gesetz ihrer ursprünglichen Konstruktion. so ist dennoch in ihr der Zusammenhang mit den Problemen des Seins nirgends abgebrochen. in der das Denken Die über alle Schranken des „Gegebenen" hinauswächst.

ist berechtigt. der Mathematik die letzte und abLeistung des Begriffs nicht erstrebt und demgemäß nicht erreicht werde. Vielmehr sind es die wahrhaften Seinsbegriffe. hier bleibt keine schöpferische Freiheit und Willkür des Denkens übrig. das Ganze der logischen Probleme zu bestimmen. Auffassung und den mathematischen Konstruktionsbegriffen mag somit freilich zugestanden werden: aber man könnte versucht sein. Die freiwillige Beschränkung. der traditionellen logischen Auffassung zu verschieben. sondern die Art des Begriffs ist von vornherein durch die Art des Materials bestimmt und vorgeschrieben. die hier den eigentlichen Maßstab zu bilden haben.. den wir uns hier abgesteckt haben. Je mehr wir uns von den eigenen Bildungen. als die gegebenen Wahrnehmungstatsachen nachzubilden und ihren Gehalt in abgekürzter Form wiederzugeben. Die Entscheidung über Art und Richtung der Logik kann nicht durch daß innerhalb schließende — eine Betrachtungsweise erfolgen. die einseitig im Ideellen verharrt.ihrer selbstgeschaffenen Bildungen hält. von dem engen Bezirk aus. Die Naturbegriffe kennen keine andere Aufgabe und dürfen keine andere kennen. so scheint sich die Lösung alsbald zugunsten. diese Verschiedenheit dadurch zu erklären. sobald wir versuchen wollten. die Sorge um das Die Verschiedenheit zwischen den „Gattungsbegriffen" im Sinne der traditionellen logischen Sein prinzipiell fernbleibt. sind es die Aussagen über die Dinge und ihre wirklichen Beschaffenheiten. Idolen" des Geistes freimachen. Hier ist es die Beobachtung allein. von den eigenen . um so reiner stellt sich uns das Bild der äußeren Wirklichkeit dar. Die passive Hingabe an das Objekt ist es. Die Frage nach der Bedeutung und der Funktion des Begriffs erhält erst an den Naturbegriffen ihre endgültige und abgeschlossene Formulierung. die wir uns in ihr auferlegen. Damit aber stehen wir wiederum gänzlich innerhalb der allgemeinen Grundauffassung. Geht man indessen von dieser Fassung des Problems aus. was hier dem Begriff erst seine Kraft und Wirksamkeit zu sichern scheint. die ihren logischen Ausdruck 149 . auf der Wahrheit und Gewißheit des Urteils beruhen. aber sie würde zum methodischen Fehler werden.

die bezeichnet als solcher vor- Wahrnehmung handen und aufzeigbar sind. Die Hypothese bezeichnet nur eine Lücke unseres Wissens. auf denen 160 . 6. Dem metaphysischen Ideal der Naturerklärung tritt jetzt die bescheidenere Aufgabe gegenüber. In dieser Ansicht allein schien die Möglichkeit gegeben. (Vgl.) Die allgemeine Auffassung vom Sinn und von der Aufgabe der Naturwissenschaft entspricht denn auch durchaus dieser Anschauung. sie bedeutet die Annahme bestimmter Empfindungsdaten. sich zum mindesten in einer möglichen ^//t Wahrnehmung beglaubigen und rechtfertigen lassen muß. gewisse hypothetische Momente aufnehmen und verwenden.in der Theorie der Abstraktion er in der gefunden hat. Wir greifen nicht mehr über das Gebiet des Empfindbaren hinaus. Der Begriff ist nur die Kopie des Gegebenen. S. daß jeder Bestandteil. nur gewisse Züge. das Wirkliche vollständig und eindeutig zu beschreiben. um die unerfahrbaren absoluten Ursachen und Kräfte zu entdecken. um eine bestimmte Erscheinungsgruppe vollständig darzustellen. schien somit eine notwendige Bedingung bezeiclmet zu sein. die aber nichtsdestoweniger ihrer Beschaffenheit nach den wirklich wahrgenommenen Elementen als durchaus gleichartig angesehen werden. Die Erkenntnis könnte auf dieses asylum ignorantiae verzichten: vollkommene für sie würde die Wirklichkeit klar und übersichtlich in tatsächlichen Wahrnehmungen gegeben und erschöpft sein. aber auch für diesen Fall gilt die Forderung. durch die der wissenschaftliche Begriff der Physik erst zur Bestimmtheit und Vollendung gelangt. Der gesamte Gehalt und die Sicherheit des naturwissenschaftlichen Begriffs hängt danach von der Bedingung ab. der auf diese Weise eingeführt wird. daß er kein Element enthält. Die gesamte moderne Philosophie der Physik stellt sich auf den ersten Blick lediglich als die immer strengere und konsequentere Durchbildung dieser Grundansicht dar. Die Theorie mag freilich. die uns bisher durch keine direkte Erfahrung zugänglich waren. ob. das nicht innerhalb der Welt der Wirklichkeit sein genaues Gegenstück besitzt. Erfahrung und naturphilosophische Spekulation scharf gegeneinander abzugrenzen.

die Mannigfaltigkeit und die Veränderung unserer Wahrnehmungswelt beruht. wenn wir von den ge- danklichen Abkürzungen. wieder den Fülle der empirischen Einzeltatsachen vollziehen könnten. aus welchem auch die Welt des Physikers sich aufbaut.und Berührungswahrnehmungen sind das einzige Material.und Geschmacksempfindungen. Äther oder Energie. sinnliche Muskelgefühle und Druck. Die Schilderung des tatsächlichen Bestandes der physikalischen Rückweg zur konkreten 161 . der in eine physikalische Theorie eingeht. in eine Summe von Wahrnehmungen auflösen und durch diese Summe ersetzen. das ist in Wahrheit kein prinzipiell neues Element. was in Begriffen. indem sie sie als Symbole für bestimmte Eindrücke und Komplexe von Eindrücken wiedererkennt. wie Atom oder Molekül. Was diese Welt mehr zu enthalten scheint. die es zunächst zu beseitigen gilt. Den Inhalt der Physik bilden vielmehr einzig und allein die Phänomene selbst in der Form. Die durchgeführte logische Analyse führt auch diese Begriffe auf das Maß ihrer Bedeutung zurück. der im endgültigen Ergebnis wieder zu verschwinden hat. Die Ausschaltung aller Elemente. hinzugebracht wird. Geruchs. in welcher die Sinnesdaten auftreten. die kein direktes sinnliches Korrelat in der Welt der wahrnehmbaren Dinge und Vorgänge besitzen. sondern nur eine eigentümliche Verkleidung. aus denen sie sich zusammensetzt. Was sich dieser Zurückführung entzieht. Die Einheit der physikalischen Methodik scheint erst hierdurch wahrhaft gesichert zu werden: denn jetzt sind es nicht mehr heterogene Bestandteile. sondern im Allgemeinbegriff der Empfindung ist nunmehr gleichsam der gemeinschaftliche Nenner fixiert. als welche sich alle Begriffe zuletzt erweisen. wenn wir jeden Begriff. wäre demnach das eigentliche logische Ideal der Physik. Farbender sie uns unmittelbar zugänglich sind. das erweist sich eben damit als ein willkürlich eingeführter Faktor. in und Toneindrücke. auf den alle Aussagen über die Realität sich zuletzt reduzieren lassen müssen.« Wie immer man indes über die Rechtfertigungdieses Ideals urteilen mag: schon seine Fassung enthält eine Zweideutigkeit. Das Ziel einer Philosophie der Physik wäre erreicht.

in der Tat nur eine in der Art. „Faktische" der naturwissenschaftlichen Theorie selbst rein aufzufassen. birgt eine eigentümliche Schwierigkeit. die sich wie an einem Faden nebeneinander aufreihen. die der positivistische Kritiker gegenüber den Tatsachen der Sinneswahrnehmung verlangt. wie sie Sammlung von Beobachtungen.Theorien verquickt sich mit einer allgemeinen Forderung. ehe über den Wert oder Unwert der WirklichkeitsIst diese Theorie ansicht. die der Physik die Wege zu weisen suchte. entschieden wird. Die Theorien der Physik empfangen ihre Bestimmtin der sie . das sich Betrachtung jeder naturwissenschaftlichen Theorie unmittelbar aufdrängt. muß auch gegenüber den komplexeren Tatsachen des Wissens gefordert Auch hier besteht die erste Aufgabe darin. wenn man dem Gange der physikalischen Forschung selbst folgt und die Leistung des Begriffs. geändert. bei der Schon das erste und auszeichnende Merkmal. Dieselbe Unbefangenheit. unmittelbar in ihrer Wirksamkeit betrachtet. Wieder wäre es jetzt eine bestimmte Metaphysik der Erkenntnis. sobald man es vom Standpunkt der allgemeinen logischen Grunddes forderung der Beschreibung betrachtet. a t i s c h e n F o r heit erst von der a t h e Gegebenen m m m 152 . die einem anderen logischen Typus angehören und somit eine andere Begründung verlangen? Methode — II. das werden. die sich hier betätigt. Die Entscheidung in dieser Frage kann nur gewonnen werden. das hier nur auf seinen einfachsten und kürzesten Ausdruck gebracht wird. die über seinen Wert entscheiden soll? letzteren Falle wäre. geschichtlich vorliegt. wie immer auch das schließliche Ergebnis der Betrachtung nicht prinzipiell die lautet. Welches der beiden Momente ist hier das ursprüngliche und maßgebende? Ist es lediglich das wirkliche Verfahren der Wissenschaft selbst. die an eben diese Theorien gestellt wird. oder enthält sie Momente in sich. oder wird umgekehrt dieses Verfahren an einer allgemeinen Theorie des Erkennens und der Wirklichkeit geIn diesem messen. die sie enthält.

worfen worden verfälschen. also ist der mathematische Begriff nicht sowohl ein rechtmäßiges und notwendiges Instrument. die wir nach rationalen Gesetzen hervorbringen und beherrschen können. Die ist Messens Kon- lediglich den psychologischen Ausgangspunkt: mathematisch ist erkannt es ist. niemals zu umgehen oder zu beseitigen. die durch die Theorie wiedergegeben und in ihr vereinigt werden sollen. das sich uns in der Sinnesempfindung erschließt. wo es sich lediglich um die Auffassung des Gegebenen als Gegebenen in seiner eigentümlichen individuellen Struktur und Beschaffenheit handelt.Funktion des Z ä h 1 e n s und unentbehrlich. um auch nur den Rohstoff an „Tatsachen" herbeizuschaffen. So selbstverständlich indessen. daß aller Inhalt. Jede derartige Umdeutung aber muß offenbar dort verworfen werden. Für die Aufgabe der Naturerkenntnis. Der Physiker mag sie als empiristischer Philosoph noch so eindringlich schildern: er ist ihr unmittelbar von neuem verfallen. sobald wir auf die allgemeinen Erwägungen über das Prinzip der mathematischen Begriffsbildung zurückblicken. auf einer reinen struktion beruht. Heißt es nicht das unmittelbare Dasein. das nicht die Anwendung bestimmter 153 . ja so trivial dieser Zusammenhang erscheinen mag: so paradox ist er im Grunde. Das Gegebene der Anschauung bildet sich darstellen. im positivistischen Sinne des Wortes. der den mathematischen Begriffen eignet. Von ihr absehen hieße zugleich die Sicherheit und Klarheit der Tatsachen selbst aufheben. erst. das wir neben Experiment und Beobachtung zur Anwendung bringen können. sobald es einer Umdeutung unter- durch die es in eine andere Form der Mannigfaltigkeit umgeprägt wird. so klar sie auch durchschaut werden mag. als vielmehr eine ständige Gefahr. sobald er sich als wissenschaftlicher Forscher betätigt. zeitlichen Es gibt keine exakte Konstatierung eines räumlichFaktums. Immer schärfer und deutlicher hatte es sich gezeigt. wenn wir es dem Schema unserer mathematischen Begriffe unterwerfen und damit die empirische Bestimmtheit und Gebundenheit des Seins wiederum in die Freiheit und Willkür des Denkens aufgehen lassen? Und dennoch ist diese Gefahr.

Zahlen und Maße in sich schließt. Auch selbst die idealen Zahlen unserer Theorie finden sich in der Chemie. Denn gerade die komplexen mathematischen Begriffe. K u m m e r den Gedanken durchgeführt hat. den Elementen oder eigentlich den Atomgewichten derselben entsprechen die Primfaktoren. in den Verhältnissen chemischer Verbindungen ihr konkretes Substrat besitzen. Schöpfung wie das System der komplexen Zahlen liefert einen neuen Beleg dieses Zusammenhangs: wie denn z. und die chemischen Formeln für die Zerlegung der Körper sind genau dieselben wie die Formeln für die Zerlegung der Zahlen. die hierin liegt. die im Aufbau der Mechanik und Physik fortdauernd zur Geltung kommen. daß die Beziehungen. als hypothetische Radikale. 36. wenn es sich hierbei lediglich um die elementaren Begriffe und Gebilde der MatheWenn das erste Keplersche Gesetz der matik handelte. S. die sich ihrem Ursprung und ihrer logischen Beschaffenheit nach völlig von der Anschauung trennen und sie prinzipiell überschreiten. Planetenbewegung von der reinen geometrischen Definition der Ellipse als Kegelschnitt. Dieses Verhältnis.. das dritte von den arithmetischen Begriffen des Quadrats und des Kubus Gebrauch macht. (Vgl. . bleibt dennoch nicht auf ihr Selbst eine so abstrakte gedankliche Gebiet beschränkt. das in der Analysis des Unendlichen seinen prägnantesten Ausdruck findet. B. die innerhalb dieses Systems obwalten. vorbeisehen. die den Dingen ebenso wie ihre Farbe oder ihr Glanz und ihre Härte anhaftet.Der chemischen Verbindung entspricht für die komplexen Zahlen die Multiplikation. welche bisher noch nicht dargestellt 154 . die keineriei Möglichkeit einer unmittelbaren Realisierung im Sinnlichen mehr besitzen. Man könnte an G^r Schwierigkeit. vielleicht nur allzuoft. Konzeptionen. so mag hierin zunächst kein erkenntnistheoretisches Problem gesehen werden: gilt doch der naiven Auffassung Zahl und Gestalt selbst als eine Art physischer Eigenschaft. oben. führen zu fruchtbaren Anwendungen innerhalb der Anschauung selbst zurück. sind es.) Je mehr indes im Fortschritt der mathematischen Begriffsbildung dieser Schein zerstört wird. um so nachdrücklicher tritt die allgemeine Frage hervor.

auf die Sphäre des konkret-tatsächlichen Seins aber bildet das eigentliche Problem. Wiederum müssen wir.. die die positivistische Forderung uns vorschreibt. daß die Chemie. 360. 104. nicht-wirklicher" Elemente ist.. sondern haben ihren guten Grund darin. die aber. daß es eine eigentümliche Verflechtung . beginnt mit einer Abkehr von eben dieser Wirklichkeit und ihrem Ersatz durch die Symbole des Zahlund Größengebiets. S. Sobald wir nur einen Schritt über die erste naive Beobachtung vereinzelter Tatsachen hinaus tun. der die Aufgabe das Wirkliche zu beschreiben und bis in seine feinsten Fasern bloßzulegen. beide denselben Grundbegriff. zichtet. auf die . sowie die idealen Zahlen.« Es zeigt sich schon hier. 35. sobald wir nach der Verknüpfung und dem Gesetz des Wirklichen fragen. — Schon die erste Phase jeglicher wissenschaftlicher Naturtheorie überhaupt bringt dies zum unzweideutigen Ausdruck. Der exakte Begriff der Natur wurzelt im Gedanken des und ist erst auf Grund dieses Gedankens erreichbar." Eben diese Übertragung von Gebilden. auf denen jede naturwissenschaftliche Theorie beruht. Theorie der komplexen Zahlensysteme S.. 155 . deren ganzer Inhalt aus einer Verknüpfung rein ideeller Konstruktionen stammt. wenngleich innerhalb verschiedener Sphären des Seins zu ihrem Prinzipe haben*. überschritten. Auch diejenige Form der Erkenntnis.worden sind. das nur allgemeine hypothetische Zusammenhänge von Gründen und Folgen entwickelt. haben wir damit bereits die strengen Grenzen. nämlich den der Zusammensetzung. wirklicher" und . Wirklichkeit" seiner Elemente dagegen prinzipiell ver- der — zufällt. um diese Verknüpfung auch nur scharf und adäquat bezeichnen zu können. Bd. auf ein System zurückgreifen. nach Hankel. sich von diesem ersten Schema zu be- Mechanismus * Grelles Journal. so wie der hier behandelte Teil Zahlentheprie. in den Diese Zusammensetzungen ihre Wirklichkit haben hier angedeftteten Analogien sind nicht etwa als bloße Spiele des Witzes zu betrachten. Die Naturerklärung mag in ihrer späteren Entwicklung versuchen. oit.

oben. solange ist in ihm keine . das und Zeit eingehen. neben der Veränderung die Identität gefordert: und diese Identität wird niemals durch die bloße Beobachtung verbürgt. um den strengen Begriff der Bewegung. (S.) So wird denn auch die Bewegung selbst von Anfang an in diesen Kreis einer rein Nur scheinbar Bedingtheit hineingezogen. die qualitative Der bietet.. sondern in ihren Bestimmungen vorausgesetzt. qualitativ voneinander unterscheiden. psychologifreien Bewegung Raum schen und streng . solange die Betrachtung im Umkreis der bloßen Wahrnehmungsdaten beharrt. das alle äußere Beobachtung uns zuerst darder Empfindungen. wir unter dem Raum nichts anderes als eine verschiedener Gesichts.. Hier wird neben der Verschiedenheit die Einheit. mathematischen phänomenalen" Eigenschaften. Bewegung im allgemeinen wissenschaftlichen Sinn ist nichts anderes als ein bestimmtes Verhältnis. ja das bildet sie ein direktes Faktum Grundfaktum. an dem zuerst das Wissen zur Klarheit über sich selbst und seine Aufgabe gelangt. Die Wirklichkeit ist vollständig erkannt. die sich. zu der wir sie kraft bestimmter gedanklicher Forderungen konstruktiv umschaffen. S. Diese Auflösung aber kann niemals gelingen. Raum und Zeit selbst aber werden als Glieder dieses Grundverhältnisses nicht mehr in ihren unmittelbaren.und ein weiteres und allgemeineres an seine Stelle zu setzen: dennoch bleibt die und ihre Gesetze das eigentliche Grundproblem. je nach den besonderen physiologischen Bedingungen. zu begründen. 139.und Tasteindrücke verstehen. begrifflichen der Wahrnehmung. sondern schließt eine eigentüm- Solange Summe homogenen Wechsel 156 . Bewegung" im Sinne Diese verlangt als Grundlage der exakten Physik möglich. Raum der reinen den stetigen und Geometrie: Stetigkeit und Gleichförmigkeit aber eignen niemals dem Beisammen der sinnlichen Eindrücke selbst sondern nur derjenigen Mannigfaltigkeitsform. unter denen sie zustande kommt. successiver Vorstellungsinhalte mag allenfalls Verschiedenheit auf diese Weise erfaßbar sein: ab^r dieses Moment allein genügt keineswegs. dessen die Mechanik bedarf. sobald sie in ein System von Bewegungen aufgelöst ist.

die als Aufgabe der Mechanik die vollständige und eindeutige Beschreibung der in der Natur vor sich gehenden Bewegungsvorgänge bezeichnet. Kirchhoff selbst läßt keinen Zweifel darüber. durch die die Lücken der tatsächlichen Wahrnehmung ergänzt und und ausgefüllt werden. die Kepler nach den Beobachtungen Tycho de Brahes zugrunde legt.liehe Leistung des Denkens in sich. die über das sinnlich Erfahrbare hinausgreifen. Jede Aussage über die einheitliche Bahn eines bewegten Körpers schließt die Angabe einer Unendlichkeit möglicher Stellen in sich: das Unendliche aber kann offenbar als solches nicht wahrgenommen werden. sofern sie jedem Moment der stetigen Zeit eine und nur eine Lage des Körpers im Räume zuordnet. auf die er hinzielt. Alle diese Begriffe können dem 157 . den ihr Urheber mit ihr verband. der zuvor konzipiert sein muß.und Zeitpunkte umfaßt. Die bekannte Kirchhoffsche Definition. Erst indem wir kraft dieses Gesetzes eine Bestimmtheit schaffen. völlig zu Recht bestehen. und in ihnen die Begriffe als des materiellen Punktes. die exakten mathematischen Grundgleichungen der Bewegung. ist Punkte am Himmel erst : der reine mathematische Begriff der Ellipse. ist damit die Bewegung mathematisches Faktum gewonnen. sondern entsteht erst in der gedanklichen Synthese und in der Anticipation eines allgemeinen Gesetzes. Was die bleibt eine Mehrheit leuchtender Empfindung darbietet. schafft dieses diskrete Aggregat zum stetigen System um. Die einzelnen Orte des Mars. die die Allheit der konstruktiv erzeugbaren Raum. die aus ihr gewöhnlich gezogen werden. daß die „Beschreibung". enthalten für sich allein nicht den Gedanken der Marsbahn: und alle Häufung einzelner Lagebestimmungen vermöchte zu diesem Gedanken nicht fortzuführen. r So zeigt es sich hier von einer neuen Seite her. wenn hier nicht von Anfang an ideelle Voraussetzungen wirksam wären. daß schon der erste Zugang zur Mechanik von Voraussetzungen abhängt. mag in dem Sinne. ohne daß darum doch die philosophischen Folgerungen irgend gerechtfertigt wären. der gleichförmigen und veränderlichen Geschwindigkeit sowie der gleichförmigen Beschleunigung zur Voraussetzung hat.

Begriffs- man vom Prozeß es. kraft deren dieses Ergebnis erreicht wird. der Bewegung zur bestimmung des Wieder scheint der ist Subjekts derBewegung als übergeht. ihre Bestimmtheit lediglich einer ersten Sie verdanken und oberflächlichen Zusammenfassung. Solange er selbst nicht in feste und unverrückbare Grenzen eingeschlossen ist. — welt aber genügen nirgends dieser Bedingung. in welcher Bewegungen als beschreibbare Objekte sich vorfinden. in welcher wir Raumteile. dem die Bewegung als Merkmal zugesprochen wird. Der schärferen begrifflichen Analyse treten indessen schon an diesem Punkt eigentümliche Schwierigkeiten entgegen. zu einem Ganzen vereinen. Am sobald schärfsten tritt diese ideelle Bedingtheit hervor. Denn für sie gibt es eine „Natur". aber sie sind es keineswegs im Sinne der Erkenntnistheorie. Wo eine derartige Zusammen158 . Wahrheit das eigentliche und ursprüngliche Problem. so läßt sich in der Tat mit Hilfe dieses logischen Materials das Ganze der möglichen Bewegungserscheinungen völlig übersehen und seiner Form nach beherrschen: aber um so dringender erhebt sich nunmehr die Frage nach den intellektuellen Mitteln. die mit annähernd denselben sinnlichen Merkmalen behaftet scheinen. durch die er aus seiner Umgebung herausgehoben und als so lange Ganzes von individueller Form erkannt wird vermag er auch keinen konstanten Bezugspunkt der VerDie Körper unserer Wahrnehmungsänderung abzugeben. muß der empirische Körper zuvor selbst eindeutig bestimmt und gegen alle anderen Gebilde unterschieden und abgegrenzt sein.mathematischen Physiker mit gutem Grund als feste und unmittelbare Data gelten. nur als ein Ergebnis einer durchgängigen gedankDiese mathematische lichen Umformung des Gegebenen. Umformung. müsse dieses Subjekt sich direkt in Wahrnehmung aufweisen lassen: ist es doch der Körper. bildet in Ist die der Physiker als vollzogen voraussetzt. Um als Subjekt der Bewegung zu gelten. es doch ein Komplex greifbarer und sichtbarer Eigenschaften. einmal der Gedanke der Stetigkeit und Gleichförmigkeit des Raumes sowie der exakte Begriff der Geschwindigkeit und Beschleunigung erfaßt und begründet.

Es sind wie er ausführt niemals die Inhalte der Perzeption als solche. als es selbständig verschiebbare Partikeln gibt. wie es nach außen abgeschlossen ist. In der Tat ist die Notwendigkeit einer derartigen Umformung des Problems von den Anhängern der Theorie der . ein schärferes sinnliches Unterscheidungsvermögen würde uns dort.fassung anfängt und endet. Abschluß des Körpers gegenüber allen Bestandteilen der äußeren Umgebung verlangt wird. Erst indem wir dem Körper eine strenge geometrische beilegen und ihn auf diese Weise aus dem Umkreis des bloß Wahrgenommenen zur Bestimmtheit des Begriffs erheben. das. die wir als Grundlagen für die Urteile der reinen Mechanik. Vor allem ist es Karl P e a r s o n der in seinem Werk über die . Der . ist mit absoluter Genauigkeit niemals zu bestimmen.. als Ansatzpunkte für die Aussprache der Bewegungsgesetze brauchen können. Beschreibung" selbst ausdrücklich anerkannt und hervorgehoben worden. Somit muß ein System zugrunde gelegt werden. — — 159 . daß er in sich selbst eine strenge Einheit darstellt. wenn die Grundlegung der exakten Bewegungslehre gelingen soll. ist die oberste Bedingung der Eindeutigkeit des Bezugspunkts wiederum verletzt an Stelle der einen Bewegung sind so viele verschiedene getreten. hat er diejenige Identität erlangt. Sobald wir seine einzelnen Teile gegeneinander verschiebbar denken. so ist auf der anderen Seite zu fordern. so auch in sich selbst keiner weitergehenden Differenzierung und Zerfällung in eine Mehrheit unabhängig beweglicher Subjekte fähig ist. die wir begrifflich an Stelle Form : . die ihn zum „Träger" Und wie hier der genaue der Bewegung tauglich macht. Alle diese Gesetze können vielmehr mit Sinn nur von den idealen Grenzgebilden ausgesagt werden. starre" Körper der reinen Geometrie muß an die Stelle des wahrnehmbaren Körpers und seiner schrankenlosen Veränderlichkeit gesetzt werden. einen beständigen wechselseitigen Austausch von Teilen und somit eine stete Verschiebung der Grenzflächen erkennen lassen.. Grammatik der Wissenschaft" diesen Prozeß mit Klarheit und Nachdruck geschildert hat. wo zwei verschiedene Körper sich zu berühren scheinen..

Was wir in der Physik allein vermögen. Dinge" sondern einzig allein von jener anderen Klasse von Objekten gilt. Beist ein Prädikat..Perzeption". können alte Bestandteile verlieren und neue gewinnen. die nur Grenzen bezeichnen. der von kontinuieriichen Oberflächen begrenzt ist. .. sich bewegen.der empirischen Daten der Sinneswahrnehmung setzen. in welche sich die d. so ist es nichtsdestoweniger wahr. die Bewegung von Etwas klar zu denken. nicht scharf und bestimmt voneinander schied. sondern der „Konzeption". wenn dieses Etwas nicht ein geometrischer Punkt oder ein Körper ist. sinnliche und begriffliche Momente nicht unmittelbar ineinander zu wirren. „So befremdend es auf den ersten Blick erscheinen mag. eine gedankliche Schöpfung. das niemals unmittelbar auf die der uns umgebenden Sinnenwelt anwendbar ist. die in der absoluten Zeit ihre Lage wechseln. die sich im Gebiet der Perzeption niemals tatsächlich aufzeigen lassen." Mechanik häufig verwickelt hat und die insbesondere in den Versuchen zutage getreten sind. erklären sich zum größten Teil daraus. sobald man gelernt hat. Diese Widersprüche schwinden. 160 . sondern des Denkens. „Nur in der Region des Begriffs können wir im strikten Sinne von der Bewegung der Körper sprechen: denn hier und nur hier sind es geometrische Formen. daß unser Geist sich vergebens abmüht. h." Gruppen sinnlicher Eindrücke können sich verändern. können sich zu neuen Gruppen zusammensetzen: aber alle diese Wandlungen bezeichnen noch in keiner Weise den eigentlichen Gegenstand der Mechanik. Der Geist sträubt sich durchaus gegen den Gedanken jeder anderen Bewegung als die dieser reinen Denkschöpfungen. daß man die beiden die hier einander gegenüberstehen. findung. die allgemeinen mechanischen Gesetze auf die Bewegungen des Äthers anzuwenden. die auf die Herstellung einer wissenschaftlichen Ordnung der Phänomene abzielt. die der Mathematiker ihnen in seiner freien KonSie ist ein Faktum nicht der Empstruktion substituiert. wegung — Erkenntnissphären. ist der Aufbau einer Welt von geometrischen Formen. selbst als phänomenalen Einzelinhalt anschauen zu wollen. nicht der . Die Widersprüche. sobald man darauf verzichtet.

325 u. notwendig anhaften*. 282. die als solche der Welt unserer Perzeptionen notwendig fremd sind? Wenn die Aufgabe einer wahrhaft . Es wäre eine eigentümliche Weise. sind verfallen. Wir sahen. Statt der bloßen passiven Wiedergabe sehen wir hier einen aktiven Prozeß vor uns. Cassirer. die wir ihnen zusprechen. 239 Grennmar ff. Alle diese Ausführungen Pearsons sind vortrefflich: aber man fragt sich vergebens. Sobald wir aber diese ganze Gedankenwelt wiederum unmittelbar in die sinnliche Welt hineinverlegen. dem physikalischen sowohl wie dem metaphysischen. die wir damit wiederum all den jeder Art des Dogmatismus... wie unter diesen Voraussetzungen die Mechanik noch länger als rein beschreibende Wissenschaft aufgefaßt werden kann. Substanzbegriff U 161 .. vorgefunden" Die Frage nach der Eigenart der naturwissenschaftlichen Grundbegriffe mündet hier in ein allgemeineres Problem ein. The S. der das zunächst Gegebene in eine neue logische Sphäre überführt. das Gegebene so getreu als möglich aufzufassen und keinen Einzelzug hinzuzufügen oder wegzulassen: so ist es hingegen gerade eine derartige Veränderung des anfänglichen Bestandes. Kann es noch eine Beschreibung der Wahrnehmungsinhalte heißen. 198 ff. die diese Mannigfaltigkeit abschließt. sobald wir die logischen Momente.. S. wenn wir uns zu diesem Zweck in lauter Begriffen bewegten. of Science. Second edition. Das einer derartigen Grenzsetzung aber vermag die Antinomien — Recht * S. direkt in Bestandteile der Wirklichkeit umdeuten. objektiven" Beschreibung darin besteht.die in der Mannigfaltigkeit von Bewegungen. Pearson. an Stelle der Glieder einer bestimmten sinnlichen Mannigfaltigkeit die ideale Grenze einzuführen. die selbst auf keine Weise mehr werden können. London 1900. die komplexen Einzelphasen unserer sinnlichen Erfahrung mit wunderbarer Genauigkeit wiedergeben und zur Darstellung bringen. . was den Charakter und den Wert des begrifflichen Verfahrens der Physik ausmacht. wie der erste Schritt der naturwissenschaftlichen Begriffsbildung darin besteht. die sie voraussetzt. die als solche durch die Empfindung zu erfassen wären. das Vorgefundene zu beschreiben. s. wenn an ihre Stelle ein Inbegriff geometrischer Ideale gesetzt wird.

Die „allgemeine Funklioncntheorie". aber sie verzichtet von Anfang an darauf. neuerer Zeit von einem namhaften Mathematiker ausdrücklich vertreten worden. wie alle Probleme dieser Gattung.Naturwissenschaft. ihn zu schlichten. Der Mathematiker ist außer stände. was sich einzeln in der wirklichen Vorstellung aufweisen läßt oder aber mit dem Idealismus die Existenz von Gebilden zu behaupten. ist indessen gering. die sich an diesem Punkte aufdrängen. Der Gewinn. als sie vielmehr in ihrer Unlösbarkeit zu verstehen In der Tat ist diese Entscheidung in und anzuerkennen. nicht metaphysischen m mehr allein durch logische und mathematische Erwägungen eindeutig zu bestimmen. gilt. Das schlichte mathematische Problem führt uns mitten hinein in den Streit zweier allgemeiner die sich unversöhnlich gegenüberstehen. wie Paul o n d sie entwickelt hat. sondern nur nach der subjektiven Neigung des einzelnen Forschers zu entscheiden ist. nicht hält. so ist die Antwort. der dem klaren Denken bleibt. die denselben Bestand besitzt. Wenn wir uns die Frage stellen. zu wählen: es entweder mit dem Empirismus nur dasjenige als vorhanden zu setzen. wie die Glieder der Folge selbst. Es gilt zwischen diesen beiden Weltanschauungen Weltanschauungen. scheint darin zu bestehen. die den gedachten Abschluß bestimmter Vorstellungsreihen bilden. solange sie sich rein innerhalb ihres Bezirks mehr vollständig zu erweisen: sondern es ruht auf allgemeinen logischen Prinzipien. aber niemals selbst unmittelbar vorzustellen sind. das. die Antinomien. solange die Logik und die Erkenntnistheorie selbst an diesem Punkte nicht zur Klarheit durchgedrungen sind. nicht mehr nach strengen objektiven Kriterien. die wir auf sie geben. nicht sowohl zu lösen. beleuchtet diesen d u B o i s-R e y Dualismus allseitig. Die Betrachtung der mathematischen Grenzbegriffe führt nach ihm zu einem Grundproblem zurück. für eine dieser beiden Grundansichten 162 . wie etwa zu den einzelnen Ziffern eines Dezimalbruchs. eine genaue Grenze existiert. der aus dieser Zurückführung der Frage gezogen werden kann. Mehr als irgendwo aber scheinen beide hier in unlöslichen Schwierigkeiten befangen: und der einzige Ausweg. ob zu bestimmten gegebenen Vorstellungsfolgen.

daß es Problemgebiete gibt. du Bois-Reymond. tritt von Idee uns hier noch einmal in einer Freilich eigentümlichen und originellen Fassung entgegen. „Die ausdauerndste Beobachtung unseres Denkvorgangs und seiner so heißt es bei d u B o i s-R e y m o n d Beziehungen zur Wahrnehmung führt eben nicht darüber hinaus. welche gleiches Anrecht darauf haben. alles was er tun kann und tun muß. ob der Gegensatz. muß sich sogleich das Bedenken erheben. was die Wahrheit verbergen konnte. 11* 163 . als ich heute am Ende sorgfältigsten und unverdrossensten Überlegens die doppelte Anschauungsweise über die Grundlagen unserer Wissenschaft vor dem Leser zu entwickeln mich entschließen muß*. Die alte Frage nach dem und Verhältnis von Begriff und Existenz. als Grundanschauungen der strengen Wissenschaft zu gelten. daß. ihn bis in seine letzten gedanklichen Wurzeln zu verfolgen. nachdem alles. während sie sogleich an Schärfe verlieren würde.. Ganze der möglichen Denkweisen umspannt und in sich befaßt. Die allgemeine Funktionentheorie. der hier zwischen „Empirismus" und „Idealismus" konstruiert wird. daß es ein Rätsel bleibt und bleiben wird. Nur in diesem Falle wäre die Antinomie unlösbar. und man erwarten durfte. wenigstens solange Immerhin bleibt es sich um reine Mathematik handelt. wenn sich zeigen ließe. die dem * Paul 1882. auf einer Wirklichkeit ob er das vollständigenEinteilung beruht. daß es zwei durchaus verschiedene Auffassungsweisen gibt. der zugleich einen entscheidenden Wendepunkt aller Erkenntniskritik darstellt. Tübingen 2 f." Es verlohnt sich in der Tat dem Ursprung dieses eigentümlichen Ergebnisses nachzuspüren. hinweggeräumt. um — — es eine höchst befremdliche Erscheinung. S. weil keine von ihnen ungereimte Ergebnisse liefert. Klarheit in die Grundlagen der Analysis zu bringen. Der. Die Lösung des Rätsels ist. ist. welcher zuerst durch wasserhellen Kristall das doppelte Bild des einfachen Gegenstandes bemerkte.den Sieg herbeizuführen. mag es nicht ergriffener seinen Freunden gezeigt haben.. sie unter zweierlei Gestalt vor uns erscheint. endlich ihr Bild klar und unzweideutig zu erblicken. denn hier stehen wir an einem Punkte.

sondern der Philosoph und Psychologe ist. 1 Denken wir uns . sie nachzuprüfen und zu bewähren: denn nur das Experiment und die verallgemeinernde Induktion gestatten es. ' die allgemeine Vorschrift 1 1+—1-f-— -f. was damit behauptet werden soll.) gegeben. völlig entrückt ihrer logischen Struktur und Gültigkeit von seiner Auflösung unabhängig sind. Existenz" der Zahlen e und it spricht... die wir zu ihrer Definition verwenden. aber ebensowenig ist es das Vorkommen bestimmter Vorstellungsinhalte in irgendwelchen wahrnehmenden und denkenden Subjekten. Was in aller Welt könnte auch „die ausdauernde Beobachtung unseres und seiner Beziehungen zur Wahrnehmung" für die Lösung irgendeines besonderen. Algebraiker.. deren eine alle der rationalen Zahlen in zwei streng geschiedene Klassen Elemente umfaßt. so wird durch sie das Ganze zerlegt. irgend einmal über- 164 . spezifisch mathematischen Problems fruchten? Ist doch die reine Mathematik eben dadurch charakterisiert. von und daher in dem hier ausgegangen wird. daß es nicht der Mathematiker. in der der Begriff der Denkvorgangs innerhalb der Mathematik allein auftritt. eine und nur eine Stelle innerhalb des idealen Zahlensystems objektiv notwendig und eindeutig festgelegt stätigt Existenz diese ausschließende ^ wird. über reale Vorkommnisse im psychischen Leben der Individuen eine Entscheidung zu treffen. Wäre dies der Sinn der Aussage. die von der Reihe. beDer Richtung des Interesses. In Wahrheit zeigt es sich schon in den ersten Entwicklungen du Bois-Reymonds. 1 ^-S (in inf. physischen Wirklichkeit bezeichnen. als daß durch die Reihe. der hier zu Wort kommt. will damit zweifellos kein Faktum der äußeren. Die Art. daß sie von allen derartigen Untersuchungen über den Denkvorgang und seine subjektiven Bedingungen vollständig absieht und sich lediglich den Denkgegenständen als solchen und ihrem objektiv-logischen Zusammenhang zuwendet. wenn sie genügend weit fortgesetzt wird. so fehlte vom mathematischen Standpunkte aus jedes Mittel.Gegensatz. der von der . Die Existenz der Zahl e besagt nichts anderes.

die auf diese Weise entsteht. wo uns zu seiner Darstellung eine besondere Vorstellung zur Verfügung steht. als sie auch den ganzen und gebrochenen Zahlen eignet: wie denn der Wert von e von dem jeder anderen Zahl. die auferlegt. ob. was uns berechtigt. die sie im Gebiet der Rationalzahlen bewirkt. so nahe sie e immer liegen mag. genau so streng und scharf unterschieden ist. wird hier zurückgegangen. während die andere diejenigen Elemente enthält.. so doch im Prinzip von keiner anderen Art. S. indem sie selbst sich zu ihnen Beziehung des „Vor" oder „Nach" und somit des Die Gültigkeit all dieser und „Größer" setzt. sobald wir uns von dem der Grenze zu ihrer geometrischen Bealgebraischen Sinn scheint in deutung wenden. Die Existenz eines der Tat nicht anders gesichert werden zu können. Beziehungen ist es allein. Bleiben wir auf dem Standpunkt des „Empiristen" stehen. logischen Bedingungen. von einer „Zahl" e zu sprechen und was das gesamte „Sein". halten wir also daran fest.schritten werden. so sehen wir. ein besonderes . daß wir nur dort berechtigt sind. Hier aber machen sich sogleich. (Vgl. daß unter dieser Voraussetzung das Dasein eines Grenzpunktes für irgendeine bestimmte konvergente Punktfolge aus der Be- Anders scheint es freilich Punktes Anschauung 165 . bestimmte Schranken des weiteren Fortschritts fühlbar. bei denen dies nicht der Fall ist. Durch diese vollständige Einteilung. 79f. den vollständigen und in sich abgeschlossenen Bestand dieser Zahl ausmacht. Auf auseinanderzuhalten das Vermögen. Vorstellungen in die „Kleiner" und einander ähnliche Einzelinhalte der im Bewußtsein zu unterscheiden. Die Bestimmtheit. das uns erlaubt. ihn in der aufzuweisen und von anderen Lageelementen zu unterscheiden.Ding" anzunehmen. es Perzeption in keiner Weise handelt sich auf beiden Seiten um reine Begriffe. als es die Werte von 1 und 1000 sind. auf Grund des psychologischen Prinzips der Unterschiedsschwelle. die durch ihnen ihre Definition abgegrenzt sind. hinlänglich gegeneinander die zu liegen. gewinnt die Reihe zu den Gliedern dieses Gebiets ein bestimmtes Verhältnis. als durch ein Verfahren.) ist. wenngleich rein ideell.

endgültig zu entscheiden. daß ich behaupte. wird niemand versuchen. so bemerkt du BoisReymond. Der tiefere Grund aller * Allgemeine Funktionentheorie S. undenkbar halte ich dies. sie noch weiterhin voneinander zu sondern. ob derjenige Punkt. wir sind demnach auch außer Stande. als besonderes geometrisches Individuum existiert. „Sein" der geometrischen Punkte ist prinzipiell nicht von anderer Art und gehört keinem anderen logischen Bereich an. die sich algebraisch durch die Glieder der Reihe selbst zum Ausdruck bringen lassen. Eulers Klarheit und die zermalmende Gewalt Gaussischen Geistes*. Die verschiedenen Termini werden von einem bestimmten Gliede an ununterscheidbar und fließen ineinander über. daß all diese Mächte nicht genügen würden. Dasein Mißverständnisse und Widersprüche aber liegt auch hier in der Unbestimmtheit und Vieldeutigkeit. Denken wir uns etwa die einzelnen Zahlwerte einer konvergenten Reihe durch Punkte auf der Abscissenachse dargestellt. in dem gestellt. den geforderten Beweis zu erbringen: denn mit der bloßen Fragestellung. keine Denkarbeit werde einen solchen Beweis für das Dasein des Grenzpunktes je einem Gehirn abfoltern und vereinigte es Newtons Divinationsgabe. haben wir uns bereits außerhalb des Bereichs der reinen Mathematik von Punkten in dem Sinne. „Man fordert auch".trachtung der Folge selbst niemals erwiesen werden kann. 166 ." Es ist völlig zutreffend. Das in der der Seinsbegriff selbst genommen wird. zu „beweisen". wenn eine aus den gegebenen Punkten herausgegriffene Punktfolge einen zu den Für so gegebenen nicht gehörigen Punkt bestimmen soll. „in der Tat Unmögliches. der sich jemals auch nur die kritischen Widerlegungen des ontologischen Arguments völlig deutlich gemacht hat. so werden alle diese Punkte. je weiter wir in der Reihe fortschreiten. Das es hier genommen wird. einander immer näher und näher rücken. die hier versucht wird. der dem algebraischen Grenzwert der Reihe entspricht. oder aber nur diejenigen Lagebestimmungen Realität besitzen. 66 f. bis schließlich unsere Anschauung kein Mittel mehr besitzt.

wie die systematische Entwicklung des Inbegriffs der Zahlen. u. wie sich zeigte." Hier spricht. durch unseren Denkvorgang erzeugter Wortabschlüsse von Vorstellungsfolgen**. in das System aufnehmen. daß wir alle Elemente. die Schrift du Bois-Rey* Vgl. Die gesamte Antinomie. wie dieser. indem er. 87. . die mit dem ursprünglichen durch eine eindeutige begriffliche Beziehung oder durch eine Kette solcher Beziehungen verknüpft sind. die B. wie von diesem Standpunkt aus auch das Paradoxon der imaginären und unendlich-fernen Punkte sich löste: so wenig diese Punkte irgendeine geheimnisvolle „Wirklichkeit" im Räume für sich in Anspruch nehmen konnten. (Vgl. erschöpfte sich in ihrer geometrischen Bedeutung und Notwendigkeit. 1900. e r r y an der Lehre einer Theorie der Grenzbegriffe. hierzu noch die treffende Kritik. ** Allgemeine Funktionentheorie S. wahr Verwechslung vonWahrheit undWirklichP. das Konzept hat verrücken lassen. sobald man diese als Notwendigkeit . Wien. nur das „Vorhandene" als anerkennt. S. Der Idealist im Sinne du Bois-Reymonds hingegen geht über eine derartige Forderung weit hinaus..Der Aufbau der geometrischen das der reinen Zahlen. so sehr erwiesen sie sich andererIhr Sein seits als Ausdruck gültiger räumlicher Relationen*.. Wir sahen. Hier wie dort wird von einer ideellen Einheitssetzung ausgegangen und hier wie dort vollzieht sich der gedankliche Fortschritt derart. sondern der aus den Vorstellungen unwillkürlich folgenden Anschauungen. Empiristen". vgl. löst sich. 91. dem . ein „Idealist". ob. unvorstellbarer. . nach durchaus Mannigfaltigkeit analogen Gesetzen. 175 ff. Lpz. in den exakten Wissen- 167 .Die grundlegende Anschauungsweise des idealistischen Systems." so heißt es hier. S. vollzieht sich. . die der echte „Idealismus" allein für die Gebilde der reinen Mathematik fordern und in Anspruch nehmen kann. die die „Allgemeine Funktionentheorie" aufrollt.) Diese ist es denn auch. wie man leicht erkennt. 109 ff. S.. Der Idealist glaubt an das irgendwie beschaffene Vorhandensein unwahrnehmbarer. der sich von dem Gegner. K du Bois Reymonds geübt hat: System monds „Über die Grundlagen der Erkenntnis schaften. Tübingen 1890.ist also die wirkliche Existenz nicht allein des Vorgestellten.

wie blindgeboren. Auch diese Begriffe sind in den gleichen Widerstreit hineingezogen. „Wir sind im Gehäuse unserer Wahrnehmungen eingeschlossen und für das.k e i t aufhebt. Organe für die logische Auffassung und Über »iie du Bois-Reymond Gnindlagen der Erkenntnis in den exakten Wissenschaften. kommt Das Organ dabei. wenngleich wir andererjede Hoffnung aufgeben müssen. Die in als — die den Verfechtern beider Thesen ge- Folgen dieser Verwechslung treten noch schärfer der rein mathematischen Diskussion. seits die die eigentlichen * P. in nebelhaft gleichförmigem Vordringen sich abmüht. in der Auffassung der naturwissenschaftlichen Grundbegriffe hervor. Noch eindringlicher macht sich daher hier das Bewußtsein der Schranke geltend. die hinter der bekannten und uns zugänglichen Welt der sinnlichen Erscheinung liegen. was außerhalb ist. auch sie schreiten beständig über das Gegebene hinweg. für die Wirklichkeit ist und bleibt uns versagt. in irgendwelchen Bestandteilen der äußeren Wahrnehmungswelt einen unmittelbaren Beleg für sie zu finden. in die hier die Darstellung der Grundlagen der exakten Erkenntnis ausmündet. Vm. 168 . auf die Begriffe des Atoms oder der Fernkraft nicht verzichten. sobald wir sie zu fassen und zu zergliedern suchen. Abschn. ohne daß dieser unvermeidliche Fortgang sich kritisch Wir können auf die Berechtfertigen und begründen ließe. griffe des absolut starren Körpers. stellbare Elemente geführt. daß wir ihnen. nicht von der Stelle". und immer wieder zeigt es sich zugleich. keinen verständ„Unser Denken. die allem unseren Erkennen kraft seiner Natur und Wesenheit Immer von neuem sehen wir uns auf unvorgesetzt ist. wie gelähmt. das lichen Sinn abzugewinnen vermögen. meinsam ist. Nicht einen Schimmer können wir davon haben. dieser Anschauung besitzen wir in der Tat kein „Organ" mehr für das Wirkliche: denn die notwendigen Begriffe. ist eine Auf dem Boden folgerechte und bezeichnende Konsequenz. denn der Schimmer gleicht doch schon dem Licht: „was aber entspricht im Wirklichen dem Licht"?* Diese radikale Skepsis.

sofern unter dem „Vorstellungssystem" nichts anderes als die Masse gegebener Perzeptionen. des Zukeine andere keine tiefere Verknüpfung gewinnen... Aber die Ergänzung dieses Mosaik des Wahrnehmbaren" kann nicht in der Art geschehen.. . der Geschmäcke und Gerüche. 110 f. . 169 . unsinnliche" Dinge in diese erste empirische Wirklichkeit einfach einschieben: denn dadurch würden die Teile des Mosaik zwar enger und dichter aneinander heran. dichter das reine Bild der naturwissenschaftlichen Wirklichkeit zu legen drohten. vom Vorhandensein gewisser Dinge außerhalb des Vorstellungssystems*. sind jetzt Ist selbst in geheimnisvolle Realitäten jenseits der Phänomene verwandelt. die sich hier durchschaut. Dieser Prozeß des Denkens aber erfordert freilich mehr als die bloße Kombination und Deformation von Vorstellungsbestandteilen. wie sie sich in der Schöpfung der Grenzgebilde am deutlichsten aber trotzdem Form * Allgemeine Funktionen theorie." Dieser Satz ist zweifellos zutreffend.und Berührungsempfinso lichten sich wiederum immer um Objekten . Das Aggregat sinnlicher Dinge muß auf ein System notwendiger Begriffe und Gesetze bezogen und in dieser Beziehung zur Einheit zusammengeschlossen werden.Beherrschung der Mannigfaltigkeit der Empfindungen bilden. indessen diese Verwandlung einmal die Nebel. sammenhangs. Unser Denkgebiet. der Druck. S. in welchem die unbestimmten Daten der Empfindung durch ihre strengen begrifflichen Grenzen ersetzt werden. . Dieses Bild entsteht freilich erst durch einen Prozeß der Idealisierung.. enthält nicht allein die Mosaik des Wahrnehmbaren und die daraus durch den Denkprozeß. als der Inbegriff der Farben und Töne. sondern es wohnt uns die unerschütterliche Überzeugung inne. rücken. also durch Deformation und Kombination abgeleiteten Vorstellungen und Begriffe. dungen verstanden wird. Aber die Behauptung der objektiven Geltung dieses Prozesses ist nicht mit der Behauptung einer neuen Klasse von einerlei. er setzt eine selbständige und konstruktive Betätigung voraus." so behauptet du Bois-Reymonds „Idealist". daß wir neue .

die wir bestimmten Folgen auf Grund bestimmter begrifflicher Kriterien zuordnen. Es ist vergeblich. denen kein reeller oder logischer Gehalt entspricht. er erkenne nicht die absolut genaue Gerade. besagt nicht mehr als die objektiv logische Notwendigkeit des Idealisierens. je tiefer der Begriff des selbst analysiert und in seine Bedingungen zerlegt wird. Denn schon diese Unterscheidung verschiedener Stufen der Genauigkeit setzt die Vergleichung mit der exakten Idee voraus. mehr oder weniger genaue Ebenen als bestehend an. Sobald daher der Empirist. so Gegenstandes Wortabschlüsse * Allgemeine Funktionen theorie S. die ideellen Grenzen. deren grundlegende Funktion hier somit durchaus bestätigt wird. als bloße zu deuten. Idealisieren als durchaus berechtigt bezeichnet und nur erklärt. sondern ein wahrhaftes Chaos sein. die absolut genaue Ebene. um die gesetzlichen Strukturverhältnisse des Gegebenen um so schärfer zu er. 118. Auch die naturwissenschaftlichen Idealbegriffe behaupten nichts über ein neues Reich getrennter absoluter Objekte. wie bei du Bois-Reymond. ist damit aller Streit im Grunde geschlichtet. Denn der Bestand des Ideals. Das „Sein" der Idee aber geht in dieser ihrer Funktion auf und bedarf keiner anderen Stütze und keines anderen Beweises. tritt um so schärfer das hervor. fassen. Sie gehen über das Gegebene nur hinaus.bekundet. nicht um ein willkürliches Spiel der Phantasie handelt. „Das Vollkommene". der kritisch allein behauptet und vertreten werden kann. sondern immer nur mehr oder weniger genaue Gerade. denn ohne sie würde die Wahrnehmungswelt nicht nur ein Mosaik.. 170 . sondern sie wollen die unentbehrlichen logischen Richtlinien festsetzen. Es ist ein bloßes Mißverständnis. Diese Form der Idealisierung aber muß auch der Empirist" zugestehen. Daß es sich hier aber um eine derartige Notwendigkeit. vermöge deren allein die vollständige Orientierung innerhalb der Mannigfaltigkeit der Phänomene selbst gelingt. wenn er behauptet. vor dem Ideal selbst Kehrt zu machen*.

(S. numerischen Verhältnissen. Leistung Beziehungen. 55 ff. 171 . wie er schon für die Erklärung der reinen Zahlbegriffe versagte. notwendig mißlingen muß.wird behauptet — „kann auf keine Weise als bildliche Vor.Zahr' e steht zu den andern Zahlen. derartige Relationen der Ordnung in der Folge. Größer und Kleiner von Elementen auszusagen. . stellung aufgefaßt werden. deren eines als aktuelles und somit psychologisch bedeutungsvolles Vorstellungsbild genommen werden soll. so .) muß es nämlich — W Denn gerade liche die charakteristische Bedeutung und die eigent- des Grenzbegriffs ist hier offenbar ausgeschaltet. indem wir die Massen. als v o 1 1 * Grundlagen der Erkenntnis. S. Hat es einen Sinn. 80. des — warum als jeder Versuch. die wir gedanklich an ihre Stelle setzen. S. sondern auf die ideellen Grenzen. die aufeinander einwirken. Die . die naturwissenschaftlichen Begriffe bloße Aggregate von Wahrnehmungstatsachen zu deuten. Die Folge der gegenständlichen Vorstellungen des Genauen hat also als Abschluß ein Wort für Dieser Nominalismus aber veretwas Unvorstellbares*. sie ordnet sich in gewissen mit ihnen in eine Reihe. nicht zwischen Ideen und Worten geben. sein Früher oder Später unabänderlich zugewiesen ist. als o r t. während sein Korrelat Vollgültige in einem bloßen Wortklange bestehen soll? mathematische Beziehungen kann es nur zwischen Ideen und Ideen. Da es jedoch in unser Denken einund da unser Denken geht und darin Verwendung findet nun einmal in der Succession von Vorstellungen besteht. Keine naturwissenschaftliche Theorie bezieht sich unmittelbar auf diese Tatsachen selbst. Aus diesem Zusammenhang mit der Logik der Mathematik läßt es sich nunmehr schärfer begründen und verstehen. doch irgendwie Vorstellung sein und ist es auch. 95.. vgl. ob. in der jedem Element seine Stellung." sagt für die Deutung der Grenzbegriffe. Zwischen dem Grenzglied und den Reihengliedern die als solche mathebestehen bestimmte matisch feststehen und sich nicht nach Belieben umwandeln lassen. Wir untersuchen den Stoß der Körper. die aus den Partialsummen der definierenden Reihe gewonnen werden. Allgemeine Funktionen- theorie S.

insbesondere alle quantitativen Gesetze. für Bedingungen ausgesprochen sind und gelten. vorkomme n*. es ist eine eigengreift indessen weiter. wie Wilhelm Ostwald zu ganz allgemein angewandtes Verfahren in der Wissenschaft. Es ist eine weit komplexere Beziehung.elastisch oder unelastisch betrachten." Das Problem. und ein sehr großer Teil der Naturgesetze. dennoch mit den Gliedern dieses Gebiets in derselben Linie zu liegen. S. wenngleich sie außerhalb des eigentlichen Gebiets der empirischen Wahrnehmung fallen. Wir stehen somit hier vor der Tatsache. 172 Grundriß der Naturphilosophie (Reclam). daß viele. idealen" Gasen ausgehen und somit gleichsam ein hypothetisch ersonnenes Modell den direkten Empfindungsdaten entgegenhalten. die wir aussprechen. dieser Methode durch eine einfache Erweiterung des positivistiDenn die Objekte. . denen es die theoretische Naturbetrachtung zu tun hat. haben nur für den Idealfall genaue Geltung. Solche Extraso gesteht selbst ein so überpolationen auf den Idealfall. wir prüfen die Beziehungen. indem wir den Begriff eines vollkommenen Flüssigkeitszustandes fassen. .. scheinen danach. Bestände das Verfahren der Naturwissenschaft nur darin. die Gesetze. 55. kommen — — die in der Wirklichkeit überhaupt nicht das hier gestellt ist. indem wir von den ." „sind ein zeugter „Positivist". d. solche. so könnte man versuchen. und unter ihnen die wichtigsten Naturgesetze.. scheinen nicht sowohl eine Umformung. wir stellen das Gesetz der Fortpflanzung des Druckes in Flüssigkeiten fest. In Wahrheit indessen läßt sich das Verhältnis zwischen den theoretischen und den faktischen Grundelementen. als es in dieser ersten Ostwald. welche eine Beziehung zwischen meßbaren Werten ausdrucken. Formulierung den Anschein hat. der Temperatur und dem Volumen der Gase bestehen. mit schen Schemas gerecht zu werden. für die direkt beobachtbaren Erscheinungen ihre ideellen Grenzfälle einzusetzen. h. auf denen die Physik ruht. als eine bloße Weiterführung bestimmter wahrnehmbarer Verhältnisse darzustellen. die zwischen dem Druck. nicht in dieser einfachen Weise beschreiben.

Diese Ansicht bedeutet indessen eine Verkennung des stetigen Ganges. gilt als das entscheidende Werk der kritisch-philosophischen Arbeit. Metaphysik". daß das Ideal der reinen Beschreibung der" Tatsachen eine Hier erst.. daß den Griechen der wissenschaftliche Gebrauch des ver- Experiments 173 . die die neuere und neueste Forschung geleistet hat.tümliche Verschlingung und wechselseitige Durchdringung der beiden Momente. die prinzipielle Ausschaltung aller Faktoren. die keiner empirischen Beglaubigung fähig sind. Die Scheidung der . sondern haben einander wechselseitig gefördert und erleuchtet. A In der erkenntnistheoretischen Diskussion über die Grundlagen der Naturwissenschaft begegnet man häufig der Ansicht. während zuvor. aber er erhält seine volle Schärfe und Bestimmtheit erst. III. um so deutlicher tritt in ihr ein grundlegender von Betrachtungsweisen hervor. Und je weiter man diese Reflexion zurückverfolgt. der zu diesen Ergebnissen hinführte. Das in dem die Physik ihre heutige Gestalt erreicht hat. so spezifisch moderne Errungenschaft bedeute. man. Dieser Gegensatz besteht in den modernen Erörterungen noch ungeschwächt fort. bei allem Reichtum der Ergebnisse. dennoch der Weg. sei die Physik zu wahrhafter Klarheit über meint ihr eigentümliches Ziel und über ihre intellektuellen Mittel gelangt. die daher auch logisch einen schärferen Ausdruck für das Verhältnis zwischen Prinzip und Tatsache verlangt.. auf das sie sie richtet. Die Reflexion und die produktive wissenschaftliche Arbeit sind hier niemals streng voneinander geschieden gewesen. Physik" und . hat ihr von ihren ersten wissenProblem der schaftlichen Anfängen an dauernd lebendig vor Augen ge- Methode standen und nur in dem Ringen um dieses Problem erwuchs ihr zugleich die volle Herrschaft über das Tatsachengebiet. im Dunkeln lag. Gegensatz Wie die neuere Forschung das Vorurteil. wenn man ihn auf seine allgemeinen systematischen und geschichtlichen Quellen zurückverfolgt. die im tatsächlichen Aufbau der Wissenschaft obwaltet.

Wer einmal. Die eine begnügt sich damit. die gleich Schatten an ihm vorüberschweben. der kehrt daher nur gezwungen und widerstrebend zur Betrachtung eines Gebiets zurück. im Stande sind. in dem die gleiche Strenge der Verknüpfung. Gewohnheit und Übung befähigen uns allmählich.. Diese Vernunftgründe. der hier einsetzt. ihr Früher oder Später festzuhalten. dieses Reich der \6{oi in den Erscheinungen selbst rein und unverfälscht zu erfassen. dem Denken versagt. mehr und mehr zerstört hat. bedarf dieser Gründe nicht: beiden ist es genug. niemals erreichbar Gründen Notwendige 174 . das Wesen der Einsicht in das faßt hat. lichen Bilde im festgehalten. ohne daß dieser Zusammenhang uns in seinen irgend verständlich würde. die sie sich angeeignet haben. wenn sie kraft der empirischen Routine. Die philosophische Einsicht aber beginnt mit der Abkehr von jeder derartigen Betrachtungsweise: sie setzt die . infolge des fließenden und unbestimmten Charakters der Objekte selbst.Umwendung" der Seele selbst zu einem anderen Ideal der Erkenntnis voraus. zwei Arten der Betrachtung und Beurteilung. beim Auftreten des einen Ereignisses das kommende vorauszusehen und es in den Kreis der praktischen Berechnung zu bannen. nach Piaton. Der Widerstreit. aus denen sie hervorgehen. sondern die ewigen und unveränderlichen Vernunftgründe. Es gibt für den menschlichen Geist gegenüber den Phänomenen der Sinnenwelt. bleibt freilich. in der Abfolge der Erscheinungen gewisse Regel- Platonischen Höhlengleichnis mäßigkeiten zu unterscheiden und bestimmte Verbindungen zwischen ihnen als gleichmäßig wiederkehrend zu erkennen. Nicht die Erscheinungen in der bloßen Folge ihres Abfließens. wirkt überall auf das Ganze der spekulativen Grundauffassung Es wird in einem unvergleichlichen und unvergeßzurück. so läßt sich auch der theoretische Kampf um die Prinzipien des Erfahrungswissens mit voller Sicherheit bereits in der antiken Philosophie erkennen. ihr Vor und Nach.schlössen geblieben sei. sind der alleinige Gegenstand des Wissens. Der gemeine Verstand und die Weltansicht. die sich auf ihn stützt. wie im Gebiete der Matheermatik. lediglich die F o 1 g e der Schattenbilder selbst aufzufassen.

ist in tons Zeiten bereits ausgebildet vorlag. allenthalben nachklingt. die es uns ermöglicht. N a t o r Forschungen zur Geschichte des Erkenntnisp problems im Altertum. als seine grundlegende positive Bedeutung und Eigenart behauptet wird. da das eigentliche und endgültige Ziel skeptischen Mangel * Vgl. Sie ist es. Daß diese Gegenüberstellung übrigens keine bloße gedankliche Konstruktion bedeutet. ist einzig und allein die Beobachtung des gewöhnlichen Ablaufs der Erscheinungen. deren jedes eine bestimmte Erinnerung in uns weckt und somit unsere Erwartung des Künftigen in feste Bahnen lenkt. sondern sie dient gleichsam nur als der dunkle Hintergrund. von welchem die Klarheit des rein begrifflichen Forschens und Wissens sich um so schärfer abheben soll. In jedem Falle ist die gesamte spätere Entwicklung der naturwissenschaftlichen Forschung im Altertum von dieser Platonischen Scheidung beherrscht. das eine Phänomen als Z e i c h e n für ein anderes zu brauchen. 146 ff. Berlin 1884. empirischen" und den „rationalen" Ärzten. Was uns übrig bleibt. um so mehr verschiebt sich damit das Wertverhältnis und die Rangordnung des Wissens. in prinzipieller Schärfe dargestellt und festgehalten wird. der die griechische Heilkunde durchzieht. 175 . der für Piaton als der dauernde alles Erfahrungswissens galt. der zu Piaist. die in dem Kampf zwischen den . Die wissenschaftliche Empirie schafft sich ihren Ausdruck in der Erkenntnislehre. ist dem Wissen freilich nicht gegeben. Aber je weiter die Forschung sich nunmehr der Erkundung und Sicherung der Einzeltatsachen zuwendet.Die empirische Kenntnis der Abfolge der Phänomene diesem Sinne nicht die Ergänzung und Erfüllung der reinen Ideenerkenntnis. Die Aufgabe der Wissenschaft erfüllt sich in der Gruppierung und Sichtung derartiger Zeichen.. S. . in welcher eben derjenige Zug. Die realen Ursachen des Geschehens bleiben uns daher freilich verschlossen. Das Wesen der Dinge zu durchschauen und aus einem allgemeingültigen Vernunftprinzip zu verstehen. sondern daß in ihr zugleich ein konkreter geschichtlicher Gegensatz. hrz. aber wir bedürfen ihrer nicht. ist äußerst wahrscheinlich*.

Die sachliche Ausgleichung und Entscheidung wurde erschwert. zwischen denen die Betrachtung wechselte. der in dieser Anschauung der Natur lebendig bleibt.Theorie in den praktischen Folgen für unser Handeln Diese Folgen aber bleiben wesentlich dieselben. wie alle Fäden sich wechselseitig ineinanderschlingen. um sich schließlich zu einem Gewebe. Wir müssen verstehen. Indessen läßt es sich bei Piaton selbst bereits erkennen. ist in äußerster Schärfe charakterisiert. 176 . logisch begreifen oder nur die Tatsache eines bestimmten empirischen Beisammen oder einer bestimmten empirischen Folge als solche hinnehmen und uns bei ihr beruhigen. Dieser Umstand ist um so bedeutsamer. in der Charakteristik seines idealen Widerspiels dagegen bleibt eine Unbestimmtheit zurück. So wenig das Verharren des Sokrates im Kerker erklärt werden kann. ob wir die Art. keine eindeutige und vollständige Disjunktion für das Gesamtgebiet der Erkenntnis schafft. solange nur das eine Glied sicher bestimmt war. * Vgl. in der ein Ereignis aus dem andern hervorgeht. Es ist der ethische Idealismus des Sokrates. sondern sie erschließt sich uns erst. wie ein Moment das andere fordert. daß der „Schnitt". bes. ohne die sittlichen Vernunftgründe zu betrachten. — zweckmäßig wenn man die Lage und Stellung seiner Muskeln und Sehnen beschreibt. das sich mit der Reihenfolge der „Schatten" genügen läßt. Wahrhafte Erkenntnis des Naturgeschehens besitzen wir nicht. das andere dagegen in zwei verschiedene Bedeutungen. zu einer einzigen Ordnung der Naturerscheinungen zusammenzuknüpfen. aller liegt. als er in der geschichtlichen Fortbildung des Problems immer von neuem zutage getreten ist. Was Piaton dem Wissen um die bloße Abfolge der Erscheinungen entgegensetzt. 509 D ü. wenn wir den Gesamtgegliedertes verlauf des Geschehens als ein Ganze überschauen. auseinanderfiel. den er zwischen dem rationalen und empirischen Wissen vollzieht*. gleichviel. Republik. das ist zunächst der Einblick in ihren teleologischen Zusammenhang. solange wir es nur als gleichgültige Zuschauer vor uns einfach abrollen lassen. Das empirische Wissen.

das sinnlich Unbestimmte. Die Umbildung der empirischen Zusammenhänge in ideale kann dieses Mittelglied nicht entbehren. Es sind vor allem die späteren Platonischen Dialoge. so kann uns hierfür kein sinnliches Bindemittel. in ein quantitativ Bestimmtes. das freilich für Piaton selbst mit seinem teleolo-« . Maßen * Vgl. das wir in der Empfindung zu verspüren meinen. Schwächer". durch Maß und Zahl Beherrschbares zu verwandeln. den Abschluß des Ideenreiches aber bildet die Idee des Guten. Phaedon 99 16..dazu bestimmen. sondern müssen überall zu exakten des Seins und des Geschehens vorzudringen streben. PhilebuB Cissirer. bei dem „Stärker" und . Das sinnliche Sein muß auf seine idealen Gründe zurückgeführt werden. sondern „das Gute die ihn — und Richtige" allein ist es. f. Substanzbegriff 24 12 177 . f. die diese Forderung am klarsten entwickeln. die ihm als das „Mittlere" zwischen den Ideen und den Sinnendingen gilt. ** Vgl. In diesen Maßen ist uns das Sein begriffen und erklärt**. Der erste und notwendige Schritt besteht überall darin. wie etwa der Philebus. dem Gesetz zu gehorchen: so wenig kann ein einzelnes Ereignis wahrhaft begriffen werden. Wir dürfen nicht bei dem unbestimmten „Mehr" oder »Weniger". Versuchen wir etwa den Umstand. Sie wurzelt in Piatons Auffassung der Mathematik. Hier stehen wir somit vor einem neuen Wissensideal.. das als solches nicht zu fassen und in feste Grenzen einzuschließen ist. 109. in die somit all unser Begreifen zuletzt notwendig einmündet. daß die Erde im Mittelpunkt der Welt sich frei schwebend erhält zu erklären. ehe es zum Objekt der Erkenntnis werden kann. Dieser Ableitung der Naturerscheinungen aus Zwecken steht dagegen bei Piaton selbst zugleich eine andere Anschauung gegenüber. solange seine Stelle im Gesamtplan der Wirklichkeit nicht klar bezeichnet ist. Das Chaos der sinnlichen Wahrnehmung muß durch die Anwendung der reinen Quantitätsbegriffe in feste Grenzen gebannt werden. kein körperlich-mechanischer Wirbel oder irgendeine andere Ursache derselben Art genügen. stehen bleiben. was als der letzte und entscheidende Grund des Zusammenhalts aufzuweisen ist*.

Das mathematische Motiv tritt nunmehr in den Hinter- Kosmos. natürlichen Orte". die die sichere Bürgschaft für seine innere Selbsterhaltung enthält. als es in seinem Bau von strengen mathematischen Gesetzen beherrscht wird. Schon bei Aristoteles indessen scheiden sich die beiden Gedankenreihen. Die Grenzlinie hat sich nunmehr verschoben: denn jetzt ist Maßen 178 . indem diejenigen. der ihnen durch ihre Natur gesetzt ist und den sie fortschreitend zu erfüllen streben. die nicht bis zu den Gründen. ist aufgehoben und an ihre Stelle ist ein Verhältnis der Über. des Seins gelangt. die Lehre von den Zweckursachen. die in irgendeiner Qualität miteinander übereinstimmen. die für Piaton unlöslich verbunden sind. die zahlenmäßige Bestimmtheit des Universums ist es. nur die sondern nur bis zu den „Accidentien" trifft und auf ihren Umkreis beschränkt bleibt. kraft dessen die absoluten Substanzen sich erhalten und sich entwickeln.gischen Gedanken in unmittelbarem Einklang steht und sich mit ihm zu einer einheitlichen Grundauffassung verbindet. während die mathematische Betrachtungsweise.und Unterordnung getreten. und so ist es einzig die Teleologie. auch nachdem er gewaltsam von ihm getrennt worden ist. die noch in Piatons Natursystem bestand. Das empirisch-physikalische Verhalten der Körper folgt im letzten Grunde aus ihrem Wesensbegriff. gischen und mathematischen Betrachtungsweise. Hier enthüllen sich die wahrhaften und inneren Ursachen jeglichen physischen Zusammenhangs.. Die mathematische Ordnung ist zugleich die Bedingung und der Urgrund des Bestandes der Wirklichkeit. — grund. so behält jeder Körper die Tendenz nach seinem . Damit aber ist ein neuer Gegensatz geschaffen. der ihm durch seine Beschaffenheit vorgeschrieben ist. die als begriffliches Fundament der Physik zurückbleibt. aus dem immanenten Zweck. So ordnen sich die Elemente im Weltall nach dem Grade ihrer Verwandtschaft. Das äußere Geschehen und seine quantitative Gesetzesordnung spiegelt nur den dynamischen Prozeß wieder. der fortan Die Einheit der teleoloin der Geschichte weiterwirkt. ein zweckmäßig Das Sein ist nur insoweit ein gegliedertes Ganze. sich nebeneinander lagern.

So grenzt die wahrhafte Hypothese das Gebiet der mathematischen Physik nach zwei verschiedenen Richtungen ab.es nicht nur die sinnliche Beobachtung zufälliger empirischer Regelmäßigkeiten. II 322 ff. die nur durch das Denken geprüft und beglaubigt. frei von allen fremdartigen Interessen. diesen Zusammenhang von Folgen lediglich als einen Zusammenhang und eine systematische Abhängigkeit von darzustellen. 12* 179 . nicht aber unmittelbar durch die Empfindung gegeben werden kann. Die absoluten Substanzen und ihre inneren Kräfte bleiben dem mathematischen Physiker freilich unbekannt und müssen ihm unbekannt bleiben. I 258 ff. sie schafft eine neue Einheit. Mit aller Energie und Klarheit wendet er sich gegen eine Auffassung. die von der höchsten idealen Erkenntnis aus den obersten Ursachen ausgeschlossen wird. Der mathematische Hypothese Größen * Die genaueren Belege für die folgende geschichtliche Darstellung sind in m. Es ist vor allem Kepler. Die mathematische knüpft zwischen diesen Tatsachen ein ideelles Band. lediglich seiner eigenen Aufgabe nachgeht: aber die Abwendung von diesem Problem bedeutet keineswegs das Verharren in der gewöhnlichen empirischen Betrachtungsweise. die den Mathematiker zum bloßen Rechner erniedrigen und ihn von der Gemeinschaft der Philosophen. die die direkte Beobachtung läßt. sondern selbst die exakte Darstellung des Geschehens in reinen Größenbegriffen. für den diese Wendung charakteristisch ist*. Aber sie verharrt anderseits dabei. Schrift über daa „Erkenntnisproblem in der Philosophie u. von der Entscheidung über die Gesamtstruktur des Universums ausschließen will. ergänzt und an Stelle vereinzelter sinnlicher Daten einen stetigen Zusammenhang begrifflicher Folgen setzt. Wissenschaft der neuen Zeit". indem sie die Lücken. sofern er. die sich mit der bloßen Ansammlung vereinzelter Tatsachen begnügt. Jetzt erst gewinnt daher der Kampf zwischen empirischer und spekulativer Naturbetrachtung seine ganze Schärfe. daß sie in der philosophischen Grundlegung von Aristoteles wieder auf Piaton zurückgeht. Sie erweitert die unmittelbare Erfahrung zur Theorie. 308 ff. gegeben. Die mathematische Physik der neueren Zeit versucht zunächst ihr Recht und ihre Selbständigkeit dadurch zu erweisen.

Die Ansprüche ist es.Ausdruck der Hypothese. Nicht um den Übergang seinen vom mathemaUrsachen Phänomen zu absoluten handelt es sich. die nicht in ihm waltet. Kräften". in der sie sich darstellt. aus denen das Sein sich gestaltet hat. Statik des herrschung der durchgreifenden harmonischen Ordnung. sondern daß er an der WirklichkeitsEmpirie selbst konzeption der an seinem Teile mitarbeitet und ihr die bestimmte logische Universum mathematischen Form gibt. unter denen sich die neuere Naturwissenschaft entwickelt hat. macht zugleich das ihrer Bedeutung aus.. Der wissenschaftliche Physiker kann die Frage nach den letzten . die Diese Ordnung ist es.. Nicht ohne vielfältige Schwankungen und ohne innere Schwierigkeiten vermochte indessen die Physik selbst in ihrer Geschichte zu dieser Fassung des Grundproblems vorzudringen. zu einer Begemeinen . von einer bloßen Sammlung von Beobachtungen zu einer alls". die reine Abwehr 180 . unmittelbar von den Sinnen. begrifflich noch unbearbeiteten Wahrnehmungstatsachen zum quantitativen „Verständnis" der Wirklichkeit. Die besonderen historischen Bedingungen. aber um so mehr muß sein Streben darauf gerichtet sein. Die logischen Faktoren treten zurück. so geschieht es. daß er den Zugang zu einer neuen unsinnlichen Wirklichkeit erschließt. Der rechtmäßige Anteil des Begriffs besteht nach dieser Grundauffassung nicht darin. auf sich beruhen lassen. Wenn Kepler für das Recht der Ganze Hypo- these eintritt. daß zunächst weniger der positive als der negative Teil der neuen Aufgabe in den Mittelpunkt der metaphysischen der Betrachtung rückt. die die Theorie zunächst zu leisten hat: und diese Abwehr kann nur dadurch geführt werden. zu gelangen. sondern allein vom mathematischen Intellekt ergriffen und begriffen wird. solange das Bemühen. sondern um den Übergang von den ersten. weil er an eine andere tisch fixierten Stelle als die ihre entscheidende Leistung gewöhnliche spekulative Natur- philosophie verlegt. daß die empirischen Grundlagen der exakten Wissenschaft immer genauer und deutlicher bloßgelegt werden. die algebraisch-geometrische Gestalt. machen es verständlich.

nach welchem dieser Wert sich von Punkt zu Punkt ändert. aber auch nur in diesem. In diesem Sinne. nach welchen der göttliche Weltbaumeister das All geordnet hat. der das Maß der Beschleunigung enthält. Dieser Gefahr vor allem suchen Newtons „Regulae philosophandi" zu begegnen. Das Gesetz. Diejenigen Eigenschaften der Körper. die strenge Grenzlinie zwischen Erfahrung und Spekulation sich wiederum zu verwischen. die in bezug auf die 181 . können wir die Schwere als eine „wesentliche" Eigenschaft der Materie auffassen: sofern wir kein Experiment kennen. die wie die Beobachtung und der wissenschaftliche Versuch uns lehren weder vermehrt noch vermindert werden können Erfahrung schützen. Man begreift unter diesem Gesichtspunkt den Umschwung in der allgemeinen Grundanschauung. Kepler greift. in der endgültigen Konzeption seines Weltbildes dennoch wiederum auf die mathematische Teleologie Piatons zurück. gang von Kepler zu nachdrücklich er gegenüber der Metaphysik der substanso tiellen Formen die Rechte der empirischen Forschung verficht. je tiefer wir uns in die exakte Struktur und in die exakten Voraussetzungen der Physik versetzen. Die Induktion wird nunmehr in voller Bestimmtheit als die einzige Quelle der physikalischen bezeichnet.das Eindringen der Metaphysik zu philosophischen Kräfte in Anspruch nimmt. das uns veranlassen könnte. ihr empirisch allgemeines Vorkommen zu bezweifeln. Dieser Ausdruck besagt also nichts weiter und kann die allen Gesamtheit für uns das nichts anderes besagen. Die mathematischen Ideen sind die ewigen Vorbilder und „Archetypen". Die Frage nach dem Grunde der wechselseitigen Anziehung der kosmischen Massen darf dagegen den Physiker als solchen nicht beschäftigen und zu spekulativen Hypothesen verlocken: denn für ihn ist die Attraktion nichts anderes als ein bestimmter Zahlwert. die der Körper in jedem Punkte seiner Bahn erfährt. So droht hier. sind es. der sich beim Übervollzieht. enthält die Antwort auf alle Fragen. die Wesen der Körper ausmachen. gegen alle Newton Gewißheit — — und in ihrer Körpern gemeinsam zukommen. als eine empirische Verallgemeinerung bestimmter Wahrnehmungstatsachen.

verlieren jegliche rechtmäßige Bedeutung. wie denn hier auch der technische Ausdruck der Beschreibung der Phänomene zuerst geprägt wird. und der absoluten Zeit. Und doch sollen es eben diese Begriffe sein. schon innerhalb der Newtonischen Schule selbst. entfernt werden. auf denen die Möglichkeit zwischen wirklicher und scheinbarer Bewegung zu unterscheiden. sie bilden kein Instrument der Erkenntnis. wirklichung dieser Forderung aber würde. wie sich im weiteren Fortgang immer deutlicher zeigt. zum ohncHypo- Wesen Raumes 182 . die luten Newton an die Spitze seiner Deduktionen stellt. Die weitere geschichtliche Entwicklung läßt indessen. wenn man sie mit den logischen Maßen und Kriterien mißt. die Newtons Methodenlehre allein zuläßt und zur Verfügung stellt. sondern stellen lediglich ein Hemmnis für die unbefangene Erfassung der Erscheinungen dar. auf denen somit der Begriff der empirisch-physikalischen Realität selbst beruht. den Grund irgendeines Naturvorganges aufzudecken. so müssen aus ihr alle Elemente. die im Gebiet der Wahrnehmung kein unDie Vermittelbares Abbild besitzen. das Problematische dieses scheinbaren Abschlusses der Methodenlehre klar hervortreten. als die Auflösung der Newtonischen Mechanik selbst und Die Begriffe des absoihrer systematischen Verfassung. auf welcher der ganze Wert der Physik als Wissenschaft beruht. die den Anspruch erheben. Wenn der Physik der Gebrauch der Hypothese in jedem Sinne verwehrt sein soll. Der tiefere Grund dieser gebiet der Naturwissenschaft übertragen. die diese Erklärungen verallgemeinern und auf das GesamtBei ihnen tritt erstenmal die Forderung einer Physik t h e s e n in prinzipieller Schärfe hervor. Als Grundfehler der Methodik wird es jetzt bezeichnet. wenn man versucht. nichts Geringeres bedeuten. physikalische Erklärungen nach dem Muster logischer Definitionen zu gestalten. Newtons erste Anhänger und Schüler sind es. und das müssen der Physik fern bleiben.„Natur" der Schwere mit wissenschaftlichem Recht gestellt werden können. Definitionen. wenn man statt von der Beobachtung und Sammlung von Einzelfällen von der Hierarchie der Begriffe und Gattungen ausgeht.

Denn unter diesem Losungswort vereinigen sich physikalische Forscher. Ein Forscher wie D u h e m . Physik 183 Logik . Eben diese Zweideutigkeit aber ist es. die lediglich in dem Widerspruch gegen die spekulative Metaphysik miteinander übereinstimmen.. Die philosophische Kritik der Grundlagen muß hier vor allem auf eine strenge Scheidung der beiden sachlich heterogenen Fragen dringen. tritt hier unmittelbar an die Seite eines . in der positiven Auffassung von der logischen Struktur der Physik aber Entwurf Dinge gedanken völlig voneinander abweichen. daß jede bloße Konstatierung eines physikalischen Faktums bestimmte theoretische Voraussetzungen und somit einen Inbegriff physikalischer Hypothesen in sich schließt. in der der Begriff der stantiellen Hypothese selbst hier genommen die wird. Der berechtigte und notwendige Kampf gegen die Ontologie führt zu einer Verdunklung des schlichten logischen Tatbestandes. die der Physik von ihrer geschichtlichen Entwicklung her anhaftet. Empirismus". dunklen Qualitäten" der nicht mit voller Sicherheit von den theoretischen getrennt. liegt in der Unbestimmtheit. nahmen über irgendwelche .. schlagenden Ausdruck im Begriff der Beschreibung selbst. die trotz aller Versuche zu schärferer erkenntnistheoretischer Fassung der Frage auch in der modernen DisSie findet ihren kussion noch keineswegs überwunden ist. der mit größter Energie und Schärfe den Gedanken durchführt. noch ungeschwächt weiter. auf denen die Abgrenzung des Grund Problems der Physik und die Definition ihres empirischen Gebiets und Umfangs selbst beruht. die innerhalb der Grenzen des Newtonischen Systems unlösbar ist. So wirkt die Schwierigkeit. Metaphysik der sub- wenngleich unvollkommene vollständigen mechanischen Welterklärung So werden die Ansollten hier gemeinsam getroffen werden. die die Geschichte zusammengeführt und auf lange Zeit unlöslich miteinander verbunden hat. Ari- stoteles und Descartes.Antinomie. der gerade auf der Verkennung dieses fundamentalen Doppelverhältnisses beruht. Noch immer wird von hervorragenden wissenschaftlichen Forschern das Verhältnis von und in einer Weise beschrieben und formuliert. Ursachen wie der einer erste.

auf welchen Momenten die Unterscheidung der beiden Ansichten beruht. so ist sie eben damit erklärt und die Aufgabe der Wissenschaft ist beendigt. Der Entdecker des Grundgesetzes der neueren Naturwissenschaft fügt sich in seinen methodischen Ansichten durchaus der Reihe der großen Forscher ein. Ist einmal eine Tatsache nach allen ihren Seiten hin bekannt. daß bei aller sachlichen Erneuerung der Physik.Die wichtigste. Dieser Streit darf indessen als erledigt gelten: denn die L o g i k selbst hat sich in ihrer Erneuerung und kritischen Gestaltung der metaphysischen Ansprüche begeben. Mag auch dieser Ausspruch von einigen für trivial erklärt. Erscheinungen" übereinkommen. IV. Gerade vom Standpunkt dieser Erneuerung aber zeigt es sich zugleich deutlich. daß der „Phänomenalismus" eines Newton mit demjenigen. die Erscheinungen zu lernen. daß es unsere Aufgabe ist. Es zeigt sich. 1 und Wo dem Streite zwischen Newton f f . je nachdem er auf den unbestimmten Gegenstand der Sinneswahrnehmung oder auf das theoretisch konstruierte Objekt der mathematischen Physik angewandt wird: und eben die Bedingungen dieser Konstruktion sind es. die die erkenntnistheoretische Frage immer von neuem herbeirufen. von anderen mit noch so vielen Robert Mayer Aufgabe kennen 184 .als ständen wir noch mitten in der der Philosophie des achtzehnten Jahrhunderts sein Gepräge gegeben hat. die mit der Renaissance ihren Anfang nimmt. genauer zu untersuchen. Es entsteht die Aufgabe.. beginnt mit der gleichen theoretischen Fixierung der der Physik. . die logische Stetigkeit nicht unterbrochen wird. die doch beide in der Einschränkung der Physik auf das Gebiet der . die das Energieprinzip mit sich bringt. bevor wir nach Erklärungen suchen oder nach höheren Ursachen fragen mögen.. den die antike Skepsis entwickelt und vertreten hat. um nicht zu sagen einzige Regel für die echte Naturforschung ist die: eingedenk zu bleiben. begrifflich nicht auf derselben Stufe steht. Der Begriff der Erscheinung selbst ist ein anderer. die sich in den verschiedensten Wendungen bei Galilei und Newton findet.

Bemerkungen über das mechanische Aequivalent." Es ist genau dieselbe Sprache. ** S. so bleibt doch gewiß. sich über dieselben erheben wollen. das weiß ich aber. daß diese Grundregel bis auf die neueste Zeit herab nur allzuoft vernachlässigt wird. während die Versuche. Stuttgart 1893. 3 Aufl. so wenig als ich das innere Wesen einer Materie oder irgend eines Dinges überhaupt kenne. hg. von Weyrauch. 236. hg. „Was Wärme. wie Galilei die Frage nach der Ursache der Schwere von sich gewiesen hatte. als man bisher gesehen hat. S. daß aber alle spekulativen Operationen selbst der glänzendsten geistigen Kapazitäten. Stuttgart 1893. 180. sind es die quantitativen Grundbestimmungen des Seins und Geschehens." Hier zugleich ist ein neben der Abweisung falscher Problemstellungen neues Problem von bleibender Bedeutung * Robert Mayer. 185 . ein Seitenstück bilden zu dem Streben der Adepten. S." Im Lichte dieser Auffassung sind es zuletzt lediglich Zahlen. bis jetzt nur taube Früchte getragen haben*." Dies aber ist alles. die als unerschütterlicher Bestand der Forschung zurückbleiben. helle und gute Begriffe geben kann. Mayers Briefe an Griesinger (Kleinere Schriften u. von Weyrauch.). die Galilei gegen die Peripatetische Schulphilosophie geführt hatte. was von der empirischen Forschung irgend zu verlangen ist. 226 u. Wie aus der verschwindenden Bewegung Wärme entsteht oder wie Wärme sich wiederum in Bewegung wandelt: diese Frage lehnt Robert Mayer ebenso ab. (Mechanik der Wärme. weiß ich nicht. dem inneren Wesen nach sei. „Die scharfe Bezeichnung der natürlichen Grenzen menschlicher Forschung ist für die Wissenschaft eine Aufgabe von praktischem Wert. und daß ich über das. wenn sie gemessen ist: „eine einzige Zahl hat mehr wahren und bleibenden Wert als eine kostbare Bibliothek von Hypothesen**.. was Elektrizität usw. was eine Kraft ist. der Wärme.Gründen bekämpft werden. Briefe. die Kepler gegen die Alchymisten und Mystiker seiner Zeit. die statt von den Tatsachen als solchen Besitz zu ergreifen. Eine Tatsache ist verstanden. f. daß ich den Zusammenhang vieler Erscheinungen viel klarer sehe. in die Tiefen der Weltordnung durch Hypothesen einzudringen.

gelangt dadurch diese logische Relativität nur zur klarsten Bezeichnung. wenn sein Verhältnis zu verwandten Gruppen von Phänomenen und schließlich zum Inbegriff der Erfahrungstatsachen überhaupt eindeutig festgestellt ist. sie überspringt das Gebiet des Faktischen nicht. unter welchen ein Phänomen als bekannt im Sinne der Physik zu gelten hat. um in ein transzendentes Jen- — dem 186 . ihr Sinn wird erst durch die Vergleichung und unterscheidende Verknüpfung mit anderen Werten festgestellt. sondern sie dient der Ermöglichung dieser Ordnung selbst.. Sie tritt nicht ein. Die . ist offenbar mit der bloßen sinnlichen Kenntnisnahme eines isolierten sinnlichen Tatbestandes nicht Ein Vorgang ist erst dann erkannt. des physikalischen Wissens widerspruchslos eingefügt ist. um ihnen nachträglich eine Vermutung über ihre absoluten Gründe hinzuzufügen. durch welche wir einen physikalischen Gegenstand oder ein physikalisches Ereignis bestimmen. wenn er der einerlei. wenn sie vollständig und nach allen Seiten Diese Definition muß in der Tat ohne Einschränkung zugestanden werden: aber hinter ihr erhebt sich alsbald die weitere Frage. wahre Hypothese" bedeutet nichts anderes als ein Prinzip und ein Mittel der Messung selbst. die die exakte Wissenschaft vermittelt. die von keinem naturwissenschaftlichen Phänomenalismus mehr bestritten werden können. Jede assertorische Behauptung einer Wirklichkeit schließt daher hier zugleich eine Aussage über bestimmte gesetzliche Relationen. die aller physikalischen Zählung und und diese Voraussetzungen bilden Messung zugrunde liegen die echten „Hypothesen". bezeichnet. Die konstanten Zahlwerte. Die „Bekanntschaft" mit einer Erscheinung. Die einzelne Konstante bedeutet nichts bekannt Bedingungen Gesamtheit für sich selbst. besagen nichts anderes als seine Einordnung in einen allgemeinen ReihenZusammenhang. nachdie Erscheinungen bereits als Größen erkannt und geordnet sind. Damit aber ist zugleich auf bestimmte logische Voraussetzungen hingewiesen. schließt die Geltung allgemeiner Regeln der VerIndem die Erscheinung auf einen festen ein. ist.knüpfung Zahlausdruck Eine Erscheinung soll als erklärt gelten. gebracht wird.

bedeutet nur die Wiederholung der eigentlichen Frage: denn das gezählte und gemessene Phänomen ist nicht der selbstverständliche. Wir messen niemals Empfindungen als solche.. unmittelbar gewisse und gegebene Ausgangspunkt. Freilich erscheinen auch diese Bilder selbst oft im Gewände mathematischer Darstellung. so handelt es sich um eine Hypothese in mathematischer Gestalt und in der Frucht sitzt der Wurm*." So berechtigt indessen die Forderung der Meßbarkeit ist. sondern stets nur die Objekte. sondern das Ergebnis bestimmter begrifflicher Operationen.. s t w a 1 d hat in seiner Polemik gegen den Gebrauch der Hypothese allen Nachdruck auf den Unterschied zwischen der Hypothese als Formel und der Hypothese als Bild gelegt. 1902. Die Antwort. In der Tat zeigt es sich sogleich. 187 . Formeln enthalten lediglich algebraische Ausdrücke. auf die wir sie beziehen. das stets zu einer klaren Sonderung führt. treten dagegen in der Formel Größen auf. „Wenn jede in der Formel auftretende Größe für sich meßbar ist.seits überzugreifen.. das in der bloßen Wahrnehmung und mit ihren Mitteln zu vollenden wäre. die Messung selbst als ein rein empirisches Verfahren anzusehen. so handelt es sich um eine dauernde Formel oder ein Naturgesetz. Vorlesungen über Naturphilosophie. 213 f. sie sprechen nur Verhältnisse zwischen Größen aus. die hier gegeben ist. auf dem wir von der sinnlichen Mannigfaltigkeit der Empfindungen zur intellektuellen der Maße und Zahlen gelangen. die es im einzelnen zu verfolgen gilt. daß der bloße Versuch der Messung Postulate in sich schließt. die der direkten Messung und somit der unmittelbaren Verifikation durch die Beobachtung fähig sind.. S. die innerhalb des Gebiets unserer Sinneseindrücke niemals erfüllt sind. so irrig ist es. Bei den physikalischen Bildern dagegen fehlt jedes Mittel einer derartigen Nachprüfung. Aber es gibt in jedem Falle ein einfaches logisches Verfahren. Selbst wenn man der Psychophysik die Meßbarkeit * Ostwald. welche nicht meßbar sind. Lpz. die hier erhoben wird. sondern sie bezeichnet den Weg. so daß das angegebene Merkmal der Unterscheidung auf den ersten Blick nicht zureichend scheint.

Wir müssen von der subjektiven Wahrnehmung zu einem objektiven funktionalen Zusammenhang zwischen Wärme und Ausdehnung übergehen. (S. weiter Weg von der unmittelbaren Empfindung der zum exakten Begriff der Temperatur. deutlich hervor. ehe von Bewegung und ihren exakten Maßen im strengen Sinne überhaupt die Rede sein konnte. so bliebe dennoch diese Einsicht unberührt. Von den Inhalten der Perception mußte zu ihren begrifflichen Grenzen übergegangen werden. Blickt man auf diejenigen Faktoren. denn auch unter dieser Voraussetzung ist es deutlich. dort. und Druck zu tun hat. Lassen wir etwa einer bestimmten Geschwindigkeit Wärme 188 . die sinnliche Ausdehnung durch die .. Das unbestimmte Stärker und Schwächer des Eindrucks bietet nirgends eine Handhabe und einen Ansatz zur Gewinnung fester Zahlwerte. um auch nur das Grundschema der Messung festzustellen. oben S. daß der Physiker zum mindesten es niemals mit den Farben oder Tönen als sinnlichen Erlebnissen und Inhalten. Es ist ein die hierbei erfordert werden. als die Unterschiede.) Nicht minder ist es eine reine begriffliche Konstruktion. wo wir der direkten Empfindung näher zu stehen. ohne den sinnlichen Körper durch den geometrischen Körper. wo wir von keinem anderen Interesse beherrscht scheinen.der Empfindung zugestehen wollte. die zu ihrer Begründung nichts Geringeres als die gesamte logische Aber auch Theorie der Infinitesimal-Analysis voraussetzt. sondern mit Keiner dieser Begriffe aber läßt sich als einfache Kopie von Tatsachen der Wahrnehmung verstehen. treten die theoretischen Grundmomente. 158 ff. daß die physikalische Temperatur Bewegung Definition der Bewegung selbst nicht festgestellt werden konnte. die bei der Messung der beteiligt sind.oder Berührungsempfindung. sondern einzig und allein mit Schwingungen.intelligible" stetige Ausdehnung des Mathematikers zu ersetzen. so ist hier die allgemeine Entscheidung bereits gegeben: denn es zeigte sich bereits. wenn wir einem ungleichförmig bewegten Körper in jedem Punkte seiner Bahn eine eindeutig bestimmte zusprechen: eine Konstruktion. die sie uns darbietet. in einer festen Skala zu verzeichnen. daß er es nicht mit der Wärme.

Vor allem ist es der diese Wechselbeziehung. B. auf den einfachsten und schärfsten Ausdruck gebracht hat. die Voraussetzung machen. Verfolgen wir in Gedanken den Gang einer experimentellen Untersuchung. vom Quecksilberthermometer zum Wasserthermometer über. in weitere Teile und Unterteile zu zerlegen. S. die diese erkenntnistheoretische Einsicht zu immer größerer Klarheit erhoben hat. daß die Unterschiede der Temperatur denen der Ausdehnung des QueckDiese silbers direkt proportional zu setzen sind.Grad. Rationnel. einer Ausdehnung des Quecksilbers den Wert von anderen den Wert von 100 Grad entsprechen. außerhalb deren nicht einmal die Frage nach der Meßbarkeit des Vorgangs gestellt werden könnte. Milhaud. Gehen wir von den festen Körpern zu den flüssigen. hierüber die treffenden Ausführungen von G. so wäre hier zum Zweck der Messung die einfache Formel der Proportionalität durch eine komplexere Formel zu ersetzen. so müssen wir. aber uns keineswegs durch sie allein gebieterisch aufgedrängt wird. gemäß welcher sodann die Zuordnung bestimmter Temperaturwerte und bestimmter Volumenwerte zu erfolgen hätte*. die zwischen dem Duhe physikalischen Faktum und der physikalischen Theorie obwaltet. in das Laboratorium versetzt. nehmungstatsachen hält und dem wissenschaftlich geleiteten und kontrollierten Experiment erfährt bei ihm eine überzeugende und lebendige Schilderung. Es ist die philosophische Arbeit der physikalischen Forscher selbst. die zwischen den beiden auf diese Weise bezeichneten Punkten liegt. wie selbst die ein- quantitative Fixierung eines physischen Tatbestandes diesen alsbald in ein Netzwerk theoretischer Voraussetzungen einbezieht. die sich lediglich im Gebiet der konkreten Wahrfachste m . in welchem Regnault seine bekannten Versuche zur Prüfung des Mariotte* Vgl. 47 ff. Annahme aber ist zunächst nichts als eine Hypothese. denken wir uns z. die durch die empirische Beobachtung nahe gelegt. Man erkennt bereits an diesem Beispiel. La 189 . Der Gegensatz zwischen der naiven sinnlichen Beobachtung. Paris 1898. um die Strecke.

die durch sie gemessen werden sollen. wird ver- Meßinstrumenten. ist es keineswegs. setzt nicht nur die Prinzipien der Arithmetik und Geometrie. der Zwischen den Phänomenen. den es besitzt. was den Kern und den eigent- Sinn der physikalischen Ergebnisse Regnaults ausWas der physikalische Forscher objektiv vor sich macht. zeichnet. und der Grad der Temperatur. so sehen wir uns hier zunächst freilich einer Summe direkter Beobachtungen gegenüber. Der Wert des Volumens. sind gewisse Zustände und Veränderungen in seinen Aber die Urteile.sehen Gesetzes anstellt. Drucks. erhalten. Der Apparat. Verlauf eines Experiments wirklich beobachtet werden und dem endgültigen Ergebnis dieses Experiments. . nicht eine Änderung. unter dem es steht. die wir einAber die Erzählung dieser Befach wiederholen können. beziehen sich nicht auf diese Instrumente. die er fällt. sind sämtlich keine konkreten Objekte und Eigenschaften. obachtungen lichen sieht. die wir etwa den Farben und Tönen an die Seite stellen könnten: sondern es sind „abstrakte Symbole". sondern auch die abstrakten Grundsätze der allgemeinen Mechanik und der Himmelsmechanik voraus. wie der Physiker es formuliert. das ein Gas einnimmt. sondern auf die Gegenstände. der Wert des Druckes. Nicht vom Stand einer bestimmten Quecksilbersäule wird berichtet. die lediglich die physikalische Theorie wieder mit den wirklich beobachteten Tatsachen verknüpft. Dieser Übergang von dem. die exakte Definition des Druckes fordert zu ihrem vollen Verständnis das Eindringen in die tiefsten und schwierigsten Theorien der Hydrostatik. die im Manometer vor sich ging. die aus einem Bericht über einmalige Geschehnisse ein Urteil über Naturgesetze macht. was die Wahrnehmung des individuellen Moments unmittelbar darbietet zu der Form. sondern eine Variation des unter dem das beobachtete Gas steht. sondern ein Wert der „Temperatur" wird festgestellt. die die Elemente in der physikalischen Aussage schließlich eigentümliche und charakteristische Leistung des naturwissenschaftlichen Begriffs aus. die im Elektrizitätslehre usw. liegt also eine äußerst komplexe intellektuelle Arbeit: und diese ist es erst. kraft dessen das Volumen des Gases festgestellt wird. macht die 190 .

son objet et sa structure. die ohne Reibung um eine vertikale Achse beweglich ist: und erst die Gesamtheit dieser Umformungen erlaubt es uns. so müssen die Beobachtungen. sondern er schiebt ihm in Gedanken ein ideales Instrument unter. daß das eigentliche Fazit des Versuches niemals direkt zutage liegt. hervor.deutlicher tritt diese Abhängigkeit jeder praktischen prinzipiellen Grundannahmen. 191 . das er sinnlich vor Augen hat. die wir beim Gebrauch jedes physikalischen Instruments vornehmen und notwendig vornehmen müssen. die als allgemeingültig hingestellt werden. ausgeschaltet sind. * Vgl.) (La Theorie Physique. in dem alle zufälligen Mängel. Messen wir etwa die Intensität eines elektrischen Stromes durch die Tangentenbussole. wenn wir uns vergegenwärtigen. die beobachtete Abweichung der Magnetnadel in die allgemeine theoretische Formel der Stromintensität einzutragen und damit den Wert der letzteren zu bestimmen.* Von einer anderen Seite her tritt uns diese Verknüpfung entgegen. die sie als konstant zugrunde legt. die auf die Ausschaltung der Beobachtungsfehler gerichtet ist. wenn man erwägt. der eine bestimmte Größe und Form aufweist. zuvor auf ein allgemeines geometrisches Modell bezogen und übertragen werden. in der und nach allen Seiten hin beleuchtet wird Paris 1906. ermittelt werden kann. sind also selbst ein Werk der mathematischen Theorie: diese letztere ausschalten. ehe sie physikalisch verwendbar sind. Die Konstanz. setzen wir eine unendlich kleine. die wir zunächst an einem konkreten Einzelapparat machen. an die Stelle des Stahls der Magnetnadel. horizontale magnetische Achse. die dem besonderen Werkzeug notwendig anhaften. An die Stelle eines Kupferdrahtes von bestimmter Stärke setzen wir eine strenge geometrische Kreislinie ohne Dicke. Die Korrekturen. hierzu die ausgezeichnete Darstellung bis ins Einzelne aufgedeckt dieser Zusammenhang von Duhem. hieße die Beobachtung selbst um ihren Sinn und ihren Wert bringen. Kein Physiker experimentiert und Noch Messung von bestimmten mißt in Wahrheit mit dem Einzelinstrument. sondern erst durch eine kritische Diskussion. daß jede konkrete Messung zuvor die Fixierung bestimmter Einheiten verlangt.

die durch den . Das Trägheitsgesetz geht als begrifflicher Bestand in die Erklärung der Zeiteinheit ein. die durch den Rückgang auf die Bewegungserscheinungen wird ihm erst auf tionen verliehen. solchem anhaftet. sogleich klar hervortreten. daß zwei Teile von ihr niemals zugleich gegeben sind. Man könnte versuchen. Wir können nicht eine Zeitstrecke zu einer anderen hinbewegen und beide in direkter Anschauung miteinander vergleichen. wie es scheint. das die Setzung des Grundmaßes erst ermöglicht. also einem rein ideellen Grenzbegriff gegenüber und wieder ist es die hypothetische Annahme eines allgemeingültigen Prinzips. die jetzt vielmehr auf Grund theoretischer Erwägungen gefordert und durch empirische Gründe bestätigt wird. da gerade das charakteristische Grundmoment der Zeit darin besteht. sondern sie Die Notwendigkeit derartiger Setzungen tritt besonders an dem fundamentalen physikalischen Maßproblem. 192 Schon die Reibung. im Gebiet der konkreten Phänomene selbst. Umdrehung der Erde bietet. hervor. eine streng Die tägliche gleichförmige Bewegung festzuhalten sucht. die für die Ziele der Messung nur immer in Betracht kommt. diese Bedingtheit abzustreifen. finden wir uns hier dem Begriff des Massen p u n k t e s . dar. die verlangte Gleichförmigkeit in aller Vollkommenheit. jenigen Zeiten gleich. das zwischen zwei aufeinanderfolgenden Kulminationen desselben Sternes liegt. indem man von der rationalen Mechanik zu ihren empirischen Anwendungen übergeht und hier.die hier gefordert wird. Die Zeitmessung muß von Anfang an auf all die sinnlichen Hilfen verzichten. in denen ein sich selbst überlassener Wieder materieller Punkt gleiche Weglängen beschreibt. begrifflicher Postulate und Defini- Für die abstrakte Mechanik heißen dieermöglicht wird. So bleibt uns nur die begriffliche Vermittlung. die zwischen idealem und empirischem Zeitmaß jederzeit zurückbleibt. Die Einheit wird uns hier durch das Intervall. Die genauere Betrachtung läßt indessen die Differenz. die aber als dem Wahrnehmbaren Grund ist niemals eine Eigenschaft. die der räumlichen Messung zur Verfügung zu stehen scheinen. Die Ungleichheit der Sterntage ist es. am Problem der Zeitmessung. direkt gegeben.

sowie Wilbois. Von neuem entgleitet uns das gesuchte genaue Maß und wir sehen uns zu weiter zurückliegenden begrifflichen Festsetzungen Sie alle aber erhalten ihren Sinn nur durch die gedrängt. daß wir zu Gesetzen gelangen. enthüllt sich jetzt als ein logischer Zirkel. Analog sind es die Prinzipien und Theoreme der Optik. Revue de M6taph. Lucien Poinoar6. La mesure du temps. Die wahrhaften Konstanten sind daher im Grunde nicht wie man mit Recht betont hat die dinglichen Maßstäbe und Maßeinheiten selbst. Substanzbegriff 13 193 . nach welchem die Abnahme der Wirkung erfolgt. 1908. Henri P o i n c a r 6 . gewisse Gesetze als allgemeingültig festzuhalten. die man voraussetzt. 1898. ment der Immer ist es somit der Versuch. in welcher die Emanation des Radiums ihre Radioaktivität verliert.) Cassirer. v. Beziehung auf irgendein physikalisches Gesetz. Brahn.. Revue de M6taphysique et de Morale VI. als Grundlage dient.beständigen Wechsel von Ebbe und Flut entsteht. Die naive Auffassung. — Das Gesetz kann nur darum aus der * Vgl. wobei das Exponentialgesetz. der uns in der Wahl der Einheiten leitet. konstruiert sind*. bes. um das Prinzip der Erhaltung der Energie aufrecht zu erhalten. sondern eben diese Gesetze. das wir stillschweigend in ihnen mitdenken. bedingt Verminderung der Rotationsgeschwindigkeit der Erde und somit eine Verlängerung der Sterntage. wird daher mit dem Fortschritt der theoretischen Physik mehr und mehr zurückgedrängt. um etwa die Wellenlänge bestimmter Lichtstrahlen als Fundaeinzuführen. auf die sie bezogen und nach derem Vorbild eine allmähliche Längenmessung — — sie daß die Maße der physischen Dinge und Vorgänge ihnen gleich sinnlichen Eigenschaften anhaften und gleichsam von ihnen nur abgelesen zu werden brauchen. indem wir einzelne Fakta vergleichen und messen. Lpz. gleichen" Sterntage als ungleich. Damit aber ändert sich zugleich das Verhältnis von Gesetz und Tatsache. IX (1901. Denn die Erklärung. So hat man neuerdings als exakte Einheit der Messung die Zeit vorgeschlagen. Über die theoretischen Voraussetzungen der Be- stimmung der Maßeinheiten vgl. L'Esprit positif. Wir setzen die empirisch zunächst völlig . Die moderne Physik dtsch.

weil sie der Form einer dogmatischen sondern lediglich als ein erster gedanklicher Ansatz erfolgt. das Ganze der Erfahrungen zu einer lückenlosen Einheit zu verknüpfen. so daß wir aus dem ersteren Gebiet ein Glied herausheben und versuchen könnten. sondern auf der Strenge der Verdie er ermöglicht. Seine „Wahrheit" bekundet sich zunächst in den Folgerungen.Messung hervorgehen. keines läßt sich aus dem Gesamtorganismus herauslösen und in dieser Sonderung darstellen und prüfen. daß wir jede Hypothese. weil wir es in hypothetischer Form Messung selbst hineingelegt haben. (Vgl. zu denen er hinführt. Auch die Gültigkeit des physikalischen Begriffs beruht nicht auf seinem Gehalt an wirklichen. so genau bezeichnet es das logische Kernproblem der Physik. weil sie nicht eine endgültige Antwort. Es ist der Grundfehler des nicht in wegnahme Behauptung. In diesem Grundcharakter bildet er die Erweiterung und Fortsetzung des tischen Begriffs. mathema- Gesamtheit 194 . direkt aufzeigbaren Daseinselementen. ob ihm ein Abbild im zweiten entspricht: sondern wir besitzen die . Die begriffliche Vorin die des Gesetzes ist nicht widersprechend. die er ermöglicht. So paradox dieses Wechselverhältnis erscheinen mag. jede theoretische Konstruktion unmittelbar in einer einzelnen Erfahrung. wie wir die Begriffe anderseits nur mit Rücksicht auf die Totalität der möglichen Erfahrung konzipieren.) Der einzelne Begriff kann daher niemals für sich allein an der Erfahrung gemessen und beglaubigt werden. Tatsachen" nur kraft der der Begriffe.. ist sein Wert und sein Recht erwiesen. knüpfung. sondern er erhält diese Bestätigung stets nur als Glied eines theoretischen Gesamtkomplexes. Erst wenn es auf Grund dieses Ansatzes gelingt. oben S. in dem Zusammenhang und der systematischen Geschlossenheit der Erklärungen. sondern lediglich eine Frage in sich schließt. in einem besonderen sinnlichen Eindruck bewähren. Aber dieses Recht kann andererseits freilich nicht dadurch gesichert werden. 109 f. Wir besitzen nicht physikalische Begriffe und physikalische Tatsachen in reinlicher Scheidung. Jedes Element bedarf hier des anderen zu seiner Stütze und Rechtfertigung.

So hartnäckig diese Auffassung sich innerhalb der Erkenntnistheorie der Naturwissenschaft erhalten hat: so viele Zeichen weisen in doch darauf hin. so bleibt nichtsdestoweniger eine Paradoxie zurück. daß alle Komplikation der Untersuchungsmethoden uns von dem konkreten Faktum der Anschauung in seiner sinnlichen Lebendigkeit nur mehr und mehr entfernt? Verlohnt sich dieser ganze Aufwand wissenschaftlicher Mittel. Die Leistung des Begriffs erstreckt sich hier nur auf die nachträgliche Zusammenfassung und Darstellung des empirischen Materials. daß sie die Betrachtung der Sachen * Näheres hierüber ** Vgl. die unser Denken nur so getreu als möglich nachzubilden hätte. Faßt man jedoch das Endergebnis. Duhem. Die „reine" Erfahrung im Sinne einer bloßen in- Erfahrung duktiven Sammlung vereinzelter Beobachtungen vermag niemals das Grundgerüst der Physik abzugeben: denn ihr ist die Kraft der mathematischen Formgebung versagt. 195 . Th6orie Physique S. daß die Physik selbst ihrer die Auch daß letzte sie endgültig überwunden hat. in dieser Form. bes.Baconischen Empirismus. als Tatsachen in Symbole zu verwandeln? Der Vorwurf. verwerfen den naiven Baconischen Gedanken des „experimentum crucis". für sich bestehende Wesenheiten dachte. modernen Gestalt in ihrer Gesamtheit die höchste und Kontrolle aller physikalischen Theorien bildet. daß er die „Fakta" gleichsam als abgelöste. 308 13* ff. den die moderne Physik in ihrer Entstehung gegen die Scholastik erhob. wenn das endgültige Ziel kein anderes ist und sein kann. 125 ff. daß er diese Korrelation nicht begriff. La Erkenntnisproblem II. Erst wenn das rohe Faktum durch ein mathematisches Symbol dargestellt und ersetzt ist. wenn wir zuletzt erkennen müssen. diejenigen Denker. zu dem die Analyse der physikalischen Theorie notwendig hindrängt. die mit allem Nachdruck betonen. hrz. nicht auf die Sicherung und Nachprüfung dieses Materials selbst*. beginnt die intellektuelle Arbeit des Begreifens. Wozu dient alle Begriffs arbeit der Physik. s. die es mit der Gesamtheit der Phänomene systematisch verknüpft**.

die Besonderheit eines Objekts zu bezeichnen. kraft dessen das Einheit des Begriffs bekundete sich nicht hervorgeht. die durch die Voraussetzununlöslich auf- gen der Begriffsbildung selbst einander hingewiesen sind. in Gegensatz zu der Evidenz und die uns im Erleben individueller Einzeltatsachen zum BeDiese Trennung beruht indessen selbst wußtsein kommt.) Die Betrachtung der physikalischen Grundbegriffe bestätigt und erweitert diese Auffassung. müssen die Geist. sichtspunkte. oben S.durch die der zurückzufallen. schen wie sich im Gegensatz zu der Begriffsbildung war durch das Verfahren traditionellen logischen Lehre zeigte bestimmt. sondern in der Regel. Die in einem festen Bestand an Merkmalen. durch welche die bloße Verschiedenheit als eine gesetzliche Abfolge von Elementen dargestellt wurde. aber damit sie möglich müssen die Reihenprinzipien selbst. führt. unter denen die Vergleichung und Zuordnung der Elemente erfolgt. Man hat diese Konsequenz in der Tat bisweilen gezogen: man hat die zu der die physikalische Theorie uns hingestellt. aus einer Mehrheit gleichartiger Eindrücke das Geherauszuschälen. (Vgl. ein 196 . auf einer falschen Abstraktion: sie versucht. Das einzelne Ding ist für den Physiker nichts anderes. — Der Weg der mathemati- — Reihenbildung meinsame Verschiedene „Gegebene" Reihen Wir müssen dem Gegenstand bestimmtes Volumen und eine bestimmte Masse. Alle diese Begriffe erscheinen in nunmehr als ebensoviele Mittel. das zu fassen und ihm innerhalb dieser Reihen seine feste Stelle anzuweisen. durch die wir uns der Namengebung Not- wendigkeit. Nicht darum handelte der es sich. ein bestimmtes spezifisches Gewicht. theoretisch festgestellt und begründet sein. als ein Inbegriff physikalischer Konstanten: außerhalb dieser Konstanten besitzt er keine Möglichkeit und keine Handhabe. sondern ein Prinzip festauseinander zustellen. Der wissenschaftliche Versuch leistet diese letzte endgültige Fixierung. 18 ff. zwei Momente eine neue hier erreicht. Namen Nur ersetze. Wahrheit gegeneinander zu isolieren. droht jetzt auf sie selbst scheint wahren Wirklichkeit der Empfindung mehr und mehr entfremden.

die hinzugebracht werden müssen. um ihn von anderen Objekten zu unterscheiden und ihn einer festen begrifflichen Klasse einzuordnen. die als allgemeingültige Maßstäbe theoretisch festgelegt sind. objektiven" Wert. indem sie sich in eine reihenförmige Bestimmtheit umsetzt. Die sinnlich dingliche Qualität wird zum physikalischen Gegenstand. Symbol" zukommt. um sodann auf das Mannigfaltige der Wahrnehmung angewandt zu werden. zusprechen. aber setzen voraus. unter dem die Vergleichung erfolgt. In der symbolischen Bezeichnung ist freilich die besondere Beschaffenheit des sinnlichen Eindrucks abgestreift.. Die Messungen. Ding" jetzt zu einem mathematischen Inbegriff von Werten. anfänglichen Eindruck mitgegeben. Erst in dieser Beurteilung wandelt sich der konkrete Eindruck zum physikalisch bestimmten Objekt. Aus einer Summe von Eigenschaften wird das. daß das Moment. Die verschiedenen physikalischen Begriffe bestimmen jeder für sich eine derartige Skala und ermöglichen somit eine immer innigere Verknüpfung und Zuordnung der Elemente des Gegebenen. eine bestimmte elektrische Leistungsfähigkeit usf. Das Symbol besitzt sein vollgültiges Korrelat nicht in irgendwelchen Bestandteilen der Wahrnehmung selbst. was ihn als Systemglied kennzeichnet. die im Hinblick auf irgendeine Vergleichsskala fixiert sind.eine bestimmte Wärmekapazität. Das Chaos der Eindrücke formt sich in ein System von Zahlen: aber diese Zahlen erhalten ihre Benennung und somit ihre spezifische Bedeutung erst aus dem Inhalt der Grundbegriffe.. wohl 197 . der der Umbildung des Eindrucks in das mathematische . aber es ist alles dasjenige festgehalten und für sich herausgehoben.. um diese Gliederung zu vollziehen. die hierzu erforderlich sind. Die physikalische Zerlegung des Gegenstandes in die Gesamtheit seiner numerischen Konstanten ist somit keineswegs gleichbedeutend mit der Zerfällung eines sinnlichen Dinges in die Schar seiner sinnlichen Merkmale: sondern es sind neue und eigenartige Kategorien der Beurteilung. zuvor in begrifflicher Strenge und Dieses Moment ist niemals in dem Genauigkeit erfaßt ist. sondern es muß theoretisch erarbeitet werden. Man begreift erst in diesem logischen Zusammenhang den .

. gewinnt es klar umgrenzte Selbst bevor noch sein physikalische . Zusammenhang. ohne irgendein angeben zu können. Eigenschaften".. Von einem anderen Standpunkt läßt sich das Verhältnis. gewinnt der einen es feste Gestalt und Prägung.der zwischen aber in dem gesetzlichen ihren einzelnen Gliedern besteht: dieser Zusammenhang aber ist es. der sich immer deutlicher als der eigentliche Kern des Gedankens der empirischen . als die eigentlichen und notwendigen tionsbegriffe für jede empirische Kenntnis überhaupt bezeichnen. gelangt zu begrifflichem Verständnis erst kraft der apperzeptiven Deutung und Einordnung. a ß dieser Auffassung die verschiedenen physikalischen begriffe. die er erfährt. stellen. ist jetzt doch seine notwendige Zugehörigkeit zu irgendwelchen von diesen Grundreihen erkannt und damit bereits das vorbereitende Schema Die deduktive zu seiner näheren Bestimmung geschaffen. unserer" Welt der Wirklichkeit gehören. wenn man an die gewöhnliche psychologische Fassung der Begriffstheorie anknüpft. Fehlte diese Bezogenheit des Einzelnen auf die Gesamtheit der Erfahrung. — — M Apperzep- Prädikat Leitgedanken Messung 198 . die die naturwissenschaftliche Theorie entwickelt. Einzel wert innerhalb jeder der möglichen Vergleichungsreihen empirisch festgestellt ist. Der neu auftretende Eindruck. beleuchten. wie sich gezeigt hat. Ohne sie gäbe es in der Tat. das hier zugrunde liegt. Vorarbeit schafft eine Übersicht über die möglichen Weisen der exakten Zuordnung.. Wirklichkeit" selbst enthüllen wird. durch das wir es näher zu umgrenzen Erst indem wir das Gegebene unter irgendvermöchten. Wir besäßen alsdann das Faktum immer nur als einzelnes Subjekt.apperzeptiven Verknüpfung" auf. keine Einstellung des Tatsächlichen in Reihen und somit keine durchgängige wechselseitige Bestimmung zwischen seinen einzelnen Gliedern. der zunächst als Einzelnes erfaßt wird. während die Erfahrung bestimmt. so wäre damit die „Einheit des Bewußtseins" so würde der Eindruck nicht länger zu selbst aufgehoben Man kann im Sinne .. In der Sprache dieser Theorie löst sich das Problem des Begriffs in das Problem der .

insbesondere der mathematischen ReDie Materie der Wahrnehmung wird nicht erst nachträglich in irgendeine begriffliche Form gegossen. daß auch die wissenschaftliche Physik. immer nur gleichsam auf neue Schichten von Zahlen und Zahlenwerten stößt. sondern der Gedanke dieser Form bildet die notwendige Voraussetzung. Sie entdeckt keine absoluten metaphysischen Qualitäten. sondern sie sucht die Beschaffenheit des Körpers oder des Vorgangs. Jetzt kann es daher nicht mehr befremden. je weiter sie in das „Sein" ihrer Objekte vorzudringen strebt. F. Mythen- 199 . Lpz. aufgedrückt. daß sie immer neue . seine Bestimmung aufnimmt. den sie untersucht. die bildung und Erkenntnis. um uns das Ganze seiner möglichen Veränderungen und sein Verhalten gegenüber äußeren Bewegungsantrieben rational verdie wir ständlich zu machen. Kein Inhalt der Erfahrung kann uns daher jemals als etwas schlechthin schon indem wir denn gegenübertreten: Fremdartiges ihn zum Inhalt unseres Denkens machen. dadurch zum Ausdruck zu bringen. Ein solcher Parameter ist die Masse. um auch nur irgendeine Gestalt der Materie selbst. 1907. . oder die E i g e n e n e r g i e als charakteristisch für den augenblicklichen Zustand eines gegebenen physikalischen Systems ansehen. haben wir ihm damit das Siegel unserer allgemeinen anwendbar Verknüpfungsbegriffe. die die Theorie gebahnt hat und zwischen denen es nunmehr eine Auswahl zu treffen gilt.. Je tiefer man sich in dieses Verfahren versenkt. S. um irgendwelche konkrete Bestimmungen und Prädikate von ihr aussagen zu können. für Das wissenExperiment findet stets eine Mehrheit von Wegen schaftliche vor. hrz. die wir einem einzelnen Körper beilegen.welcher von den möglichen den vorliegenden Fall Arten der Verbindung ist. Parameter" in lationen. Das Gleiche aber gilt für alle die verschiedenen Größen. um so reiner tritt hierbei die Eigenart der naturwissenschaftlichen Dingbegriffe und ihr Unterschied von den metaphysi* Vgl. durch welche Physik und Chemie fortschreitend den Körper der Wirklichkeit bestimmen*. 211 ff. indem wir ihn in räumliche und zeitliche Beziehungen mit anderen Inhalten setzen. Lipps. treffenden Ausführungen von G.

sondern in sich selbst die Gewähr seines Bestandes trägt. Es enthält den Hinweis auf den Gedanken. dem jetzt die Bedeutung der „Substanz" aufgeprägt wird. positiven Inhalt der Wirklichkeit auszumachen scheinen. aber sie hat zugleich in ihrem eigenen Fortschritt diese Form mit einem neuen Gehalt erfüllt und sie auf eine andere Stufe der Begründung emporgehoben. als in dem Umkreis der sinnlichen Dinge selbst. Das Sein wird erst jetzt zum geordneten Ganzen.sehen Substanzbegriffen hervor. der geschichtlich die Grenzscheide zwischen Forschung und Mythos vollzieht. Form V. was den Ursprung des sinnlichen Seins bilden soll. die. wie unvollkommen sie zunächst auch erfüllt werden mag. Der neue Gedanke aber kann zunächst seine Bestätigung nirgend anders suchen. Aber schon innerhalb der Jonischen Naturphilosophie selbst beginnen sich Tendenzen zu regen. Das Anaximandrische Prinzip des oTteiQov erhebt sich bereits in logischer Freiheit über den Kreis der unmittelbaren Wahrnehmungswirklichkeit. die über diese Auffassung hinausdrängen. Die Naturwissenschaft hat in ihrer Entwicklung überall an die dieser letzteren angeknüpft. da alle Einzelqualitäten sich erst aus ihm 200 — . Der Versuch. er ist es. enthält eine allgemeingültige Forderung in sich. das nicht von außen durch fremde Willkür gelenkt wird. Der logische Gedanke der Substanz steht an der Spitze der wissenschaftlichen Weltbetrachtung überhaupt. die allein den festen. So ist es irgendein empirisch aufweisbarer Einzelstoff. die zwischen der Realität und den mythisch-poetischen Erdichtungen scheidet. mit ihm nicht von gleicher Beschaffenheit sein kann. die Mannigfaltigkeit der sinnlichen Wirklichkeit aus einem einzigen Urstoff abzuleiten. daß dasjenige. Erst in dieser Leistung gewinnt die Philosophie ihren eigenen Anfang. Die Wahr- nehmung bietet hier — da die begriffliche und kritische Arbeit der Forschung noch nirgends eingesetzt hat die einzige feste Grenze. Es kann mit keiner einzelnen stofflichen Qualität behaftet sein. dennoch der charakteristische Ausdruck einer neuen Denkweise und einer neuen Fragestellung ist.

nunmehr auf dauernde und absolute Eigenschaften der Materie als auf ihren eigentlichen Ursprung zurückgedeutet. die er in sich birgt. Ausscheidung" aus dem gleichartigen Urprinzip entwickeln sollen. Wenn die Gegensätze sich durch . als vielmehr in der unbegrenzten Fülle und Mannigfaltigkeit an qualitativen Unterschieden. so bleibt die Art. von deren Dasein und deren Unterschieden die Sinne uns Kunde geben. die der genauen Begründung entbehrt. in dessen gleichartiger Struktur die Gegensätze des Warmen und Kalten. scheinbar den entgegengesetzten Weg einschlagen. sondern erst gestellt. So werden die mannigfachen erscheinenden Beschaffenheiten der Körper. Es ist das Natursystem des Anaxagoras. Die Frage. die hierin liegt.. die in dem unendlichen und bestimmungslosen Urstoff Anaximanders zur ersten deutlichen Ausprägung gelangt. der zu ihr hinführt. die Anaximander in seinem Prinzip des Unendlichen gesetzt hatte. wenn es nicht in irgendeiner Form in ihm bereits gesetzt und enthalten ist. zunächst völlig im Dunkeln. um an diesem Punkt zur Klarheit durchzudringen. So muß der Gedanke nunmehr. Das Feuchte und das Trockene. Die wahrhafte Unendlichkeit des Urstoffes bekundet sich nicht sowohl in seiner gleichförmigen und unterschiedslosen Struktur. stellt sich lediglich als eine logische Vorwegnahme dar. des Feuchten und Trocknen noch ungesondert nebeneinander liegen. Das Problem der besonderen Qualitäten und Eigenschaften ist jedoch in diesem ersten Lösungsversuch nicht überwunden.entwickeln sollen. Hier tritt zugleich mit der ersten Festsetzung eines allgemeinen bewegenden Prinzips auch die physikalische Erklärung der Einzelqualitäten in eine neue Phase der Betrachtung ein. bildet den Antrieb für die weitere Entwicklung der spekulativen Naturphilosophie. Die Einheit. das Helle sinnliche — 201 . Das Gebiet des Stofflichen überhaupt ist damit indes nicht verlassen. das diese Tendenz zum Abschluß bringt. vielmehr ist es gerade die reine Abstraktion des Stoffes selbst. So wird es zu einem Sein ohne bestimmte Unterscheidungsmerkmale. Es ist vergeblich. in der diese Differenzierung erfolgt und der Anstoß. das Besondere aus dem Allgemeinen ableiten zu wollen.

daß sie irgendisoliert enthalten. hinter die konkreten sinnlichen Objekte. Die spezielle Ausführung dieser Lehre bietet lediglich geschichtliches Interesse: aber auch abgesehen hiervon enthält sie ein Moment von typischer Bedeutung. wie sie sich der Anschauung zunächst darbieten. des Äthers und der Erde. Gegensätzlichkeiten der Empfindung werden hier unmittelbar zu dinglichen Gründen umgedeutet. Jeder dieser Beschaffenheiten. zu wirken vermögen. Hierbei sind es stets alle elementaren Grundbeschaffenheiten. Was den besonderen Stoffen ihr unterscheidendes Gepräge gibt. Daß irgendeine 202 . das Dichte und Dünne sind sämtlich Grundeigenschaften der Dinge selbst: und auf der Art und dem quantitativen Verhältnis. in denen diese Eigenschaften sich mischen. In diesem Sinne ist .und Dunkle. das Warme und Kalte. praktisch außer Betracht bleiben dürfen.. die sich in ihm durchdringen. die in ihrer Gesamtheit in jegliche Zusammensetzung eingehen und die auch in den kleinsten stofflichen Teilen. so weit wir die Zerlegung auch fortsetzen mögen. die in der Erscheinung hin und her zu gehen. noch als enthalten zu denken sind. wie der Luft und des Wassers. eines der qualitativen Elemente sondern daß es in der Zusammensetzung vorherrscht. Alles in Allem": jedes noch so kleine Partikel. ist nicht dies. so daß in der gewöhnlichen populären Betrachtung die übrigen Faktoren. Die bunte Vielheit der empfindbaren Qualitäten wird also beibehalten. die selbst durchaus der sinnlichen Beschaffenheiten und Wahrnehmung entnommen sind. Die Analyse des Anaxagoras bezweckt. wenngleich in Gemeinschaft mit anderen Ursachen derselben Art. jeder physische Punkt selbst stellt einen Inbegriff unendlich vieler Qualitäten dar. zu ihren begrifflichen Prinzipien zurückzugehen: aber sie fixiert den Gehalt dieser Prinzipien in Ausdrücken. beruhen alle Verschiedenheiten und Gegensätze der zusammengesetzten sinnlichen Substanzen. ja sie wird bewußt zur Unendlichkeit gesteigert. die an sich bestehen und für sich. die in Wahrheit niemals fehlen können. das denn auch seither im Fortgang der Physik immer wieder zutage'getreten ist. zu entstehen und zu vergehen scheinen. entspricht in Wahrheit ein unveränderliches substantielles Sein.

Jonischen Naturphilosophie. Luft und Feuer entstehen sollen.Grundeigenschaft an einem Subjekt neu entsteht oder an ihm verschwindet. Die Erhebung der Qualitäten zu gesonderten Wesenheiten. und damit den Gesamtplan und die Ordnung des Weltalls. die hier zugrunde liegt. aus denen jene Körper resultieren. So nunmehr lediglich die Eigenschaften des des Feuchten ruht auch der Bau dieser Physik auf dem gleichen Verfahren der Umsetzung relativer Eigenschaften der Empfindungen in absolute Eigenschaften der Dinge. treten aber aus dem Charakter des Sinnlichen prinzipiell nicht heraus. ist eine bloße Täuschung. zu konstruieren. Mit besonderer Schärfe und Deutlichkeit tritt die Anschauung. Die gesamte Naturwissenschaft. Die Natur dieser Elemente bestimmt die Eigenart der Bewegungen. wie in der gebenen" herauszutreten. sinnliche Hypostase metaphysische Auch die — Physik stellt in dieser Die Grundqualitäten Hinsicht keine innere Wandlung dar. das beharrende Sein. die hinzutreten. die sie ausführen. das der Gedanke fordert. ohne aus dem Umkreis des „GeEs ist nicht mehr. wie die Luft oder das Wasser. wohl aber geht dieser Wert auf die Gesamtheit der Eigenschaften über. für unseren Blick zeitweilig So liegt hier in der Tat der charaktegleichsam verdeckt. die die oberflächliche Betrachtung der Dinge uns vorspiegelt: jede b e h a r r t vielmehr und wird nur dieser Eigenschaften durch andere. und die an ihnen kraft der Wahrnehmung aufzeigbar sind. insbesondere die gesamte Chemie und A 1 c h y m i e des Mittelalters werden erst verständlich. ristische Versuch vor. sie erhalten dadurch zwar eine veränderte Bedeutung. sind hier wiederum auf eine kleine Anzahl zusammengezogen: statt der unendlich vielfältigen „Samen" der Dinge sind es Aristotelische Warmen und Kalten. dieser Eigenschaften läßt ihre Natur Die dennoch ungeändert. 203 . in ihren geschichtlichen Folgen hervor. ein einzelner empirischer Stoff. aus deren Zusammensetzung die vier Elemente: Wasser und Erde. wenn man sie im Zusammenhang mit den logischen Voraussetzungen des Aristotelischen Systems betrachtet. der den dauernden Bestand der Dinge darstellt. und Trockenen.

entziehen und sie durch andere Beschaffenheiten Allgemein genügt es. Naturen" derart zu beherrschen.die vom Sein des Körpers verschieden und somit wenigstens im Prinzip von einem Körper auf den anderen übertragbar sind. werden zugleich als p h y Bestandteile abgesondert und zu selbständiger s i s c h e Die festen Körper unterscheiden sich Existenz erhoben. So läßt sich etwa Quecksilber in Gold verwandeln. auf der diese Naturauffassung beruht. indem wir ihm successiv die beiden . die allen ihre Anwesenheit Die Aufgabe bestimmte Wirkungen in ihnen hervorruft. die verschiedenen . einen anderen überzuführen. die als ebensoviele selbständige Substanzen in ihm gedacht werden. zunächst getrennt ist. man löst etwa von dem Zinn sein Knirschen. tritt noch in der neueren Zeit in der Physik B a c o n s deutlich hervor. sie nacheinander Die Umwandlung der Metalle inder Materie aufzuprägen. der Physik erschöpft sich darin. die komplexen sinnlichen warmen Dingen innewohnt und durch Einzeldinge in eine Schar abstrakter und einfacher Qualitäten 204 . von dem es durch all diese Eigenschaften Die Gesamtansicht. seine Weichheit los. um es dadurch dem Silber. von den flüssigen und flüchtigen durch die Anwesenheit einer bestimmten absoluten und ablösbaren Eigenschaft.. die einer Klasse von Dingen gemeinsam sind die somit die und Grundlage für die Bildung eines bestimmten abgeben. als abtrennbarer Bestandteil in ihnen irgendwie vorhanden und nachweisbar sein muß. Bacons Formenlehre geht auf das Axiom zurück. Die bildet hier die herrschende Grundanschauung. Die Form der Wärme Gattungsbegriffs besteht als ein eigentümliches Etwas und sie ist es. die ihnen innewohnt: der Übergang in einen anderen Aggregatzustand bedeutet den Verlust dieser Qualität und die Aufnahme einer neuen dinglichen Einzelnatur. seine Schmelzbarkeit. einander wird gemäß dieser Grundanschauung gedacht und dargestellt. zu nähern. um irgendeinen Körper in ersetzen. Man beraubt den Einzelkörper seiner individuellen Merkmale. auf denen seine Flüssigkeit und seine Flüchtigkeit beruhen. daß man imstande ist.. was die generische Gemeinsamkeit einer Gruppe von Körpern ausmacht. Eigenschaften. daß dasjenige. Elemente".

S. s. Insbesondere ist es die Begriffsbildung der Chemie. Immer sind es hier gewisse gesetzliche Reaktionen. Paris 1908. Hier stehen wir daher bereits vor einer veränderten Richtung der Denkart. von dem Demokrit ausgeht. Les origines de P Alchimie. So ist der Schwefel der Ausdruck der Verbrennbarkeit der Körper. Die Hypothesen des Wärmestoffes. zu einem besonderen Stoff. ist direkt dem xevöv der Pythagoreer entnommen. die wir an einer Anzahl von Körpern sinnlich zu erfassen und wahr- zunehmen beigemischt scheinen. der den Körpern und Annahme ist es. 206 ff.aufzulösen und aus ihnen zu erklären. u. das Salz der Ausdruck ihrer Löslichkeit. ist: verdichtet diese sich in der Annahme des Phlogistons wendigkeit folgt. auch Berthelot. Das Sein wird nicht mehr unmittelbar in den sinnlich wahrnehmbaren Qualitäten gesucht noch in dem. in welcher sie immer von neuem in verschiedenen Formen hervortrat. Der Grundbegriff des leeren Raumes. was ihnen etwa als absolutes Korrelat und Gegenbild ent- — — Pythagoreischen * Vgl. aber steht von Anfang an eine andere Grundauffassung des physischen Seins und Geschehens. Jedes Element der älteren Chemie ist zugleich der Träger und gleichsam der Typus einer bestimmten hervorstechenden Eigenschaft. Paris 1885. die vortreffliche Darstellung bei E. für die unmittelbar ein dingliches Substrat eingesetzt wird. während das Quecksilber die Gesamtheit der metallischen Eigenschaften in sich faßt und darstellt. wie langsam auch in der modernen Naturwissenschaft diese Auffassung zurückgedrängt worden ist*. 300 ff. Die Eigenschaft der Brennbarkeit. S. Meyerson. wie die Annahme der besonderen elektrischen oder magnetischen Fluida zeigen. 205 . Die Atomistik geht in ihren geschichtlichen Voraussetzungen durch Vermittlung des Eleatischen Systems auf die Grundform der Lehre zurück.. Schon die antike Wissenschaft hat dieser Auffassung im System derAtomistik einen vollendeten Ausdruck gegeben.. hrz. s. Identit^ et R6alit6. 279 ff. die hier in ihren allgemeinen Zügen verfolgt wurde. aus welcher der gesamte Aufbau der Chemie vor Lavoisier mit innerer Not- — Neben der Entwicklung.

die im Sinne der reinen Mathematik bestimmbar sind. auf der alle Verknüpfung und alle innere der Dinge beruht. die ihnen allein eine bestimmt erkennbare Wesenheit verleiht.sondern es geht in dem reinen Begriff derZahl Die Zahl. mit dem dieser Gedanke in seiner ersten Konzeption ergriffen wird. Für die Darstellung der objektiven Wirklichkeit dagegen sind alle diese Beschaffenheiten zu verwerfen. nur der „Satzung" nach. Die Differenzen. der ihn gleichsam zum reinen Sinnbild der Zahl stempelt. Die sinnlichen Eigenschaften der Dinge werden nunmehr aus dem wissenschaftlichen Weltbild verwiesen. auf. Dasein zu gelangen bedürfen wir der Vermittlung und des M bestimmung Um Durchgangs durch den Raumbegriff. tritt in der Fortbildung der griechischen Wissenschaft mehr und mehr zurück. Der mystische Überschwang. kraft dessen es erst seine volle Fruchtbarkeit zu von der Zahl zum stofflich physischen entfalten vermag. so daß jeder Einzelpunkt nur noch den gleichwertigen Ausgangspunkt für geometrische Beziehungen und Konstruktionen 206 . nur in der ungeprüften „subjektiven" Auffassung gibt es ein Süßes und Bitteres. So bleiben als die . die im unmittelbaren Wahrnehmungsraum bestehen. ist die unbedingte Gleichförmigkeit seiner Teile: alle inneren Unterschiede haben sich in einen bloßen StellenUnterschied aufgelöst. um zuletzt einer rein methodischen und rationalen Begründung zu weichen. ist eben darum zugleich als die Substanz der Dinge zu bezeichnen denn sie ist es. Im atomistischen System ist diese Wendung vollzogen: was für die Pythagoreer als abstrakte Forderung feststand.. ein Farbiges und spricht. Harmonie : Farbloses. Das abstrakte Zahlschema der Pythagoreer aber wird jetzt durch ein neues Moment ergänzt. sind völlig abgestreift. Er bietet sich all ihren Bestimmungen dar und erfüllt alle ihre wesentlichen BeSein charakteristischer Grundzug ist demnach dingungen. wirklichen" Merkmale der Dinge nur diejenigen zurück. ein Warmes und Kaltes. Der Raum selbst indes hier in einem Sinne genommen. ist hier in einem konkreten Aufbau der Mechanik verkörpert. da keine von ihnen einer exakten a ß und damit einer wahrhaft eindeutigen Fixierung fähig ist.

sofern an dieser nichts anderes als festgehalten werden. süß oder bitter. die auf beide zurückgeht. Eben hierin wurzelt das Recht und die Bedeutung des Atombegriffs: die Welt der ist nichts anderes. ohne dadurch den Gedanken der Materie selbst aufzuheben. als die abstrakte Darstellung der physischen Wirklichkeit. dem er seine Entstehung verdankt. Es ist interessant zu verfolgen. da sie sich nicht auf exakte Zahlenwerte zurückführen lassen. Von allen sonstigen Merkmalen dagegen können wir absehen. so bleibt von ihm nur dasjenige zurück. noch an der Schwelle der modernen Physik. sondern vielmehr ein variabler Ausdruck. wohl. Im Atom Demokrits ist die Auflösung der sinnlichen Bestimmungen noch nicht zur vollen Durchführung gelangt. es ist daher selbst kein unveränderlicher. an ihm entdecken und feststellen. das gedankliche Motiv.bedeutet. wie in den Wandlungen.oder übelriechend zu denken. was es zu einer numerischen Ordnung. die Arithmetik und Geometrie. Im Begriff der Materie so führt er aus als daß sie von dieser oder jener Gestalt. sowie die reine Bewegungslehre. aber noch keineswegs vollständig gelöst. auch kein festes objektives Korrelat entspricht. vielmehr sind alle diese Bezeichnungen bloße denen. liegt nichts anderes. in diesem oder jenem Ort. zu einem quantitativ gegliederten Ganzen macht. Die Atome unterscheiden sich hier wenn man den bekannten Bericht des Aristoteles zugrunde legt nicht nur ihrer Stellung und Lage. Wird nunmehr das Wirkliche unter diesen Gesichts- punkten bestimmt. Keine logische Notwendigkeit zwingt uns. daß sie groß oder klein. Die Substanz des physikalischen Körpers erschöpft sich in dem Inbegriff der Eigenschaften. sondern eine logische Forderung. Mit dieser Hinwendung zur Atomistik ist indessen das Problem nur in allgemeinen Ausdrücken gestellt. Denn das Atom selbst bezeichnet keinen festen physischen Tatbestand. — — — 207 . reine In diesem Sinne hat. die der Atombegriff selbst im Laufe der Zeiten erfährt. weiterwirkt und sich zu immer größerer Klarheit durchringt. Galilei die Atomistik verstanden und begründet. sie weiß oder rot. sondern Atome Größenbestimmungen — — Bewegung Namen. in oder in R u h e begriffen ist.

Die Gegensätze des Harten und Weichen wie des Leichten und Schweren werden somit wieder unmittelbar in die objektive Naturbetrachtung aufgenommen: ein Rest der wahrnehmbaren Merkmale des Körpers ist erhalten und mit den Bestimmungen. wenn wir es lediglich in seinen Anwendungen auf die Mechanik betrachten. für jeden Übergang der Bewegung von einem Körper auf einen anderen. Die Theorie muß. um diesen Widerspruch gegen das Erhaltungsgesetz auszugleichen. Betrachtet man die Atome als vollkommen harte Körper. Dieses Gesetz fordert. Vor allem aber tritt in dem Maße. die Darstellung des Stoßes der so ergibt sich alsbald eine eigentümliche Schwierigkeit. das wir empirisch unmittelbar an unelastischen Massen beobachten können: bei jedem Zusammenstoß vollkommen oder zum Teil unelastischer Körper aber zeigt sich ein bestimmter Verlust an lebendiger Kraft. 208 .auch ihrer Größe und Gestalt nach: sie besitzen somit selbst verschiedene Ausdehnung und verschiedene Form. so sind ihre Eigenschaften und Wirkungsweisen nach dem Verhalten zu bestimmen. daß ein Teil der lebendigen Kraft von den Gesamtmassen auf ihre Teile übergegangen ist. die logische Notwendigkeit hervor. sobald man das Verhältnis betrachtet. als die dynamische Wechselder Atome zum eigentlichen Problem wird. das sich nunmehr zwischen dem physikalischen Grundbegriff des Seins und dem physikalischen Grundgesetz des Geschehens ergibt. die Annahme machen. ohne daß ein Grund dieses Unterschiedes aufweisbar wäre. Sie verdichten sich zu einer eigentlichen Antinomie. Diese Erklärung aber versagt wirkung Atome ersichtlich für die als streng Atome selbst. auf eine Stufe gestellt. Versucht man indessen diesen Gesichtspunkt auf anzuwenden. daß die „molare" Energie sich in „molekulare" umgesetzt hat. die das mathematische Denken aussondert. jedes Atom mit einer absoluten Härte zu begaben. daß die Gesamtsumme der lebendigen Kraft unverändert bleibt. einfache Subjekte der da diese ihrem Begriff nach Bewegung zu denken sind. kraft deren es alle anderen von seiner räumlichen Sphäre ausschließt. Die Folgen dieses Dualismus treten im Fortgang der Lehre alsbald deutlich hervor.

in einem Sprung von einem Größenwert zu einem anderen. wenn man die Forderungen. Cassirer. ** Näheres hierüber s. die nichts als rationale Setzungen des Denkens sein wollen. Erkenntnisproblem II. so läßt sich dieses Ergebnis nur dadurch darstellen. gewisse EigenZur Kritik des S e c c h i sehen Lösungsversuches. daß hier an das hypothetische Bild. Die Verteidiger der extensiven Atome haben auf Einwände dieser Art bisweilen erwidert. auf welches die Mechanik gestützt werden soll.bei denen jede Möglichkeit einer weiteren Zerlegung in Teile und Unterteile fehlt. daß ein Teil der Rotationsbewegung der Atome sich in fortschreitende Bewegung umsetzt vgl. dadurch aufgewogen wird. die durch den Satz der Erhaltung der algebraischen Summe der Bewegungsgrößen bestimmt wird. S. die sich des Geschehens eraus dem Postulat der geben. Berlin 1905. deutsche Ausg. Und ein zweites. Otto Buek. Der Widerspruch stamme lediglich daher. die zwei absolut harte Körper im Moment ihres Zusammenstoßes erfahren. S t a 1 1 o Die Begriffe u. daß wir dem einen Körper eine unvermittelte Abnahme. * ' lust . Diese Annahme aber führt dahin. der beim Stoß absolut harter Körper eintreten muß. wonach der Veran lebendiger Kraft. Die Atomistik und Faradays Begriff der Materie. daß den Atomen. Theorien der modernen Physik. diesen Widerspruch in den Grundlagen selbst zu beseitigen. ein falscher Maßstab angelegt werde. Wird etwa ein langsamerer Körper von einem schnelleren eingeholt und schreiten beide nach dem Stoß mit einer gemeinsamen Geschwindigkeit fort. dem anderen eine unvermittelte Zunahme der Geschwindigkeit zusprechen. zur allgemeinen Kritik des Atombegriffs vgl. kann nur in einem plötzlichen Übergang bestehen. Lpz. daß wir im Moment des Stoßes selbst keinen eindeutigen Wert der Geschwindigkeit mehr für beide Massen zu fixieren vermögen und daß somit hier eine Lücke der mathematischen Bestimmung des Gesamtvorgangs zurückbleibt**. Die kinetische Atomistik hat auf verschiedene Weise versucht. der von ihm um einen festen. der Mechanik der Atome entgegenhält. Substanzbegriff 14 209 . 1901. 394 ff. Die Änderung Kontinuität der Geschwindigkeit. ohne daß ihr dies jemals in völliger Strenge gelungen wäre*. endlichen Betrag verschieden ist. bes. nicht minder schwerwiegendes Bedenken ergibt sich.34 ff.

wie der schlechthin einfache Kraftpunkt. denen das eigentliche .Schäften zugesprochen werden. Auch die Größe und Gestalt der Atome sind nunmehr geschwunden: was sie unterscheidet. nach welcher der Inhalt des Atombegriffs zu gestalten sei. sieht man sich auch von der logischen Seite her zu derjenigen Umbildung des Atombegriffs gedrängt. Zur Negation der sinnlichen Qualitäten gesellt sich die Ne* S. hier einen weiteren Schritt vorwärts getan hat. die die NaturwissenAn Stelle der schaft seit Boscovich vollzogen hat. ausgedehnten. Eben diese Analogie aber sei vom Standpunkt der erkenntnistheoretischen Betrachtung zu verwerfen. Für ihn sind wir somit nicht auf bloße vage Vergleiche mit direkt beobachtbaren Erscheinungen angewiesen. Geschichte der Atomistik II. die einzig uud allein aus der Analogie der sinnlichen Körper unserer Wahrnehmungswelt gefolgert sind. ist lediglich die Stelle. Nicht das Verhalten der empirischen Körper unserer Umgebung. wenngleich unteilbaren Partikel tritt jetzt Man sieht. die sie sich wechselseitig im System der dynamischen Wirkungen und Gegenwirkungen anweisen. 210 . Lasswitz.. Diese Entgegnung ist prinzipiell durchaus zutreffend: aber gerade wenn man sie völlig zu Ende denkt. die bereits für Demokrit charakteristisch war. ob es für absolut starre Körper möglich oder unmöglich sei. sondern wir bestimmen auf Grund begrifflicher Forderungen die Bedingungen. Wir dürfen daher nicht fragen. 380 ff. an welches wir in der theoretischen Konstruktion der Atome und ihrer Bewegungen gebunden bleiben. Subjekt** der Bewegung zu genügen hat. beim Zusammenstoß dem Gesetz der Erhaltung der Energie zu genügen. die Reduktion der anschaulichen Eigenschaften. sondern die allgemeinen Gesetze und Prinzipien der Mechanik seien die Norm. Die Vereinbarkeit dieser Konstruktion mit den sonstigen Grundannahmen der rationellen Mechanik. sondern wir setzen umgekehrt die Gültigkeit dieses Gesetzes als Axiom fest. die uns allein leiten darf*. nicht aber die Gleichartigkeit der Atombewegungen mit irgendwelchen Vorgängen der uns bekannten physischen Wirklichkeit hat die Regel zu bilden.

sich in den Begriff des Gesetzes auflöst. Boltzmann — — U* 211 . noch von einem andern unterscheidet. Denn daß die Kraft selbst. deren gedachter Mittelpunkt es ist. für sich bestehenden Eigenschaften sind jetzt völlig ausgelöscht. Was nützt es. das hiermit gesetzt ist. abzuleiten versucht. . stammt aus den Beziehungen. die Forderung. Aller Inhalt. In dem Kampf zwischen Atomistik und Energetik hat die Notwendigkeit der atomistischen Hypothese aus dem Grundverfahren der theoretischen Naturwissenschaft selbst. das in seiner Entstehung auf den reinen Zahlbegriff zurückgeht. Will man sich keiner Illusion über die Bedeutung einer Differentialgleichung hingeben. daß man sich zuerst eine endliche Zahl zu denken hat.. ist hier nach mannigfachen Um- Boscovich formungen wieder zu seinem Ursprung zurückgekehrt: es bedeutet nichts anderes als ein Glied in einer systematischen Mannigfaltigkeit überhaupt. Das Atom. in seinem Wesen und seiner Struktur wiederum ein atomistisches sein muß. der ihm zugesprochen werden kann. wenn man bei Erklärung der Differentialgleichung den durch dieselbe ausgedrückten Wert durch jene Forderung definiert hat?" Wer also glaube. gation der Ausdehnung.Bei näherem Zusehen ist die Differentialgleichung nur der Ausdruck dafür. dann erst muß die Zahl wachsen. wird von und nach ihm von F e c h n e r energisch betont. wie sie hier verstanden wird. sich eine große Zahl von Einzelwesen zu denken. so kann man wie er ausführt nicht im Zweifel sein. dies ist die erste Vorbedingung. daß das Weltbild. bis ihr weiteres Wachstum nicht mehr von Einfluß ist. bestätigt durchaus diese Auffassung.lichen Bestimmtheit. aus dem Verfahren des Ansatzes der Differentialgleichungen. damit aber überhaupt jeglicher inhaltdurch die sich ein empirisches „Ding'* Alle selbständigen. die der Begriff des Atoms in der neueren und neuesten Physik erfahren hat. was zurückbleibt. jetzt zu verschweigen. daß sie lediglich der Ausdruck einer funktionalen Größenabhängigkeit sein will. Die wissenschaftliche Entwicklung. ist lediglich die Relation eines dynamischen Beisammen im Gesetz der gegenseitigen Anziehung und Abstoßung der Kraftpunkte.

sondern aus den Bedingungen der Methodik der exakten Physik selbst soll hier die Notwendigkeit des Atombegriffs abgeleitet werden. Schriften S. Über die Unentbehrlichkeit der Atomistik. Gerade unter dieser Voraussetzung aber tritt zuletzt wiederum die Notwendigkeit hervor. (Populäre Schriften. Das Verfahren der Infinitesimalrechnung. als er allgemein den reinen mathematischen Grundbegriffen eignet. man bei Größen bestimmter Ausdehnung ist damit. wenn wir die Größen. so findet dieser Prozeß seinen mathematischen Abschluß erst dann. So verwahrt sich denn auch Boltzmann ausdrücklich gegen die Annahme. Ist dies aber der Fall. drängt selbst auf diesen Übergang hin. 1905. auf das Boltzmann sich stützt. so wird damit freilich zugleich deutlich. die wir betrachten. als solle durch seine Deduktion die absolute Existenz der Atome erwiesen werden: nur als Bilder für die exakte Darstellung der Phänomene seien sie zu verstehen und anzuwenden**. 212 .) ** Vgl. stehen bleibt. S. der auf diesem Wege für das Atom gesichert wird. 60. Boltzmann. daß der . Geht man zunächst von der Vorstellung bestimmter endlicher Größen aus und läßt diese alsdann. Diese Form der Begründung ist vom Standpunkt der Erkenntniskritik von höchstem Interesse: denn nicht aus den Tatsachen empirischen Naturbetrachtung. noch keine einanders das seine völlige „Büd" Schärfe gewinnen soll. Lpz. Ein Wort der Mathematik an [die Energetik (Pop. während im Sinne der Atomistik stets ein konstanter Wert angebbar wäre. Annalen der Physik und Chemie N. S. kein anderer sein kann. vom extensiven * Boltzmann. gegen den Grenzwert Null konvergieren lassen. über den das ideelle Verfahren nicht hinauszugehen vermöchte. um zum Ansatz der Differentialgleichungen zu gelangen. so klein man sie auch wählen mag. Bd.). F. stetig abnehmen.die Atomistik durch Differentialgleichungen los zu werden. wenn der und Genauigkeit Korpuskel zum einfachen Massenpunkt überzugehen. Bestand". 141 ff.. 231 ff. 129 ff. ohne sich in Widersprüche mit Solange der Wirklichkeit der Erscheinungen zu verwickeln. der sehe den Wald vor lauter Bäumen nicht*.

dem nur beliebiger fortschreitend bewegten materiellen Punkte Hier in Annäherung zu nähern vermögen*. Die Energetik und ihre geschichtl. 213 . Die Annahme des einfachen. den Körper weiter zu zerlegen und den mannigfachen. es besteht bei aller physischen Unteilbarkeit. wie ihn die Mechanik zugrunde legt. die mit Atomen gar nichts zu tun haben. (Vgl. in Volumelemente. Entwicklung. nicht dadurch aus dem Körper hervorgehe. Leipzig 1898. mit denen wir uns Ausdehnung Bewegung . sondern dadurch. S. daß von der tunlichst oder selbst gänzlich abgesehen wird. Demnach handelt es sich in erster Linie nicht um die Herauslösung letzter Grund bestandteile der Dinge. für welch letztere wir sodann die Atome als hypothetische Substrate einführen.. die man annimmt.Atom" seiner Grundbedeutung nach nicht als Teil des Stoffes. an sich unterscheidbaren UnterErst gruppen verschiedene Geschwindigkeiten beizulegen. in sich nicht weiter zerlegbaren Körpers ist nur ein methodischer Umweg. . 158 ff. ob. S. sondern um die Festlegung bestimmter einfacher Grund prozesse. so zerlegen wir die Körper in Teile. um zur Abstraktion der einfachen Bewegung vorzudringen. sondern als für bestimmte Veränderungen definiert und physikalischen Subjekt gefordert. * S.) Von Seiten der Energetik hat man daher gegen Boltzmann eingewandt. In diesem Sinne ist das . festes Unbestimmtheit gehoben und damit ein Subjekt der Bewegung geschaffen. „Haben wir andere als rein fortschreitende Bewegungen zu berücksichtigen. Man versteht es daher. aus denen die Mannigfaltigkeit des Geschehens abgeleitet werden soll. 215. Wir zerlegen die komplexen Bewegungen in elementare Vorgänge. daß man von der drehenden absieht. . Helm. daß der Begriff des materiellen Punktes. wenn man zum ist diese materiellen Punkt fortschreitet." ist in der Tat ein wichtiges logisches Moment bezeichnet: die Einfachheit des Punktes wird um der Einfachheit der Bewegung willen angenommen. Nur als gedachter Ansatzpunkt für mögliche Relationen geht es in die Betrachtung ein. doch stets die gedankliche Möglichkeit.deutige logische Bestimmung getroffen.

Alldurch dauernde gemein zeigt es sich. fachheit" der Atome ist im Grunde selbst ein rein logisches Prädikat: sie wird bestimmt nicht durch die Beziehung auf unsere sinnliche Unterscheidungsfähigkeit. kann indessen selbst wieder nur als relative und somit im Prinzip veränderliche gedacht werden. sie kraft der Gesetze der Elektrodynamik abzuleiten. zerfällt damit das bisherige materielle Atom und löst sich in ein Die neue Einheit. sondern im Hinblick auf die gedankliche Analyse der Jeder Fortschritt dieser Analyse.wenn das Atom in seiner modernen physikalischen Anwendung mehr und mehr das Moment der Stofflichkeit abstreift. kraft dessen er als Ergebnis einer Mehrheit von Bedingungen erscheint. daß. das man ihm zugrunde legte. Sobald die uns nicht mehr als eine schlechthin absolute Eigenschaft mehr durch irgendwelche Bewegungsformen Trägheit der Körper erscheint. nicht die allerdings unausweichlich ist. Einordnung großer Gesamtgebiete in einen neuen Zusammenhang wie sie in der modernen Physik insbesondere auf Grund der Erscheinungen der Radioaktivität ermöglicht — 214 . allerdings beharrt. Nur der Ansatzpunkt der Anwendung verschiebt sich: das Verfahren Die „Einder Einheitssetzung selbst aber bleibt konstant. So kann man sagen. wenn es sich in Wirbelbewegungen im Äther auflöst. wird hier materiellen Substrate. daß der Inhalt des Atombegriffs als veränderlich zu gelten hat. noch mit Rücksicht auf die physikalisch-technischen Mittel der Zerlegung. die aber vermöge ihrer Eigenart die Bedingungen der Unzerstörlichkeit und der physischen Unteilbarkeit erfüllen. diese Weise gewonnen wird. jede Naturerscheinungen. auch das Substrat. unter einen neuen Gesichtspunkt gestellt wird. der bisher als einfach galt. den jeweiligen Stand der Erkenntnis zu fixieren und auf seinen prägnantesten gedanklichen Ausdruck zu bringen. sobald irgendein physikalischer Vorgang. sondern genügt. Der Forderung der Identität. die ihm zukommt. sich alsbald spaltet. Die schärfere Zergliederung der physikalischen Beziehungen führt zu immer neuen Bestimmungen und Differenzierungen innerhalb ihrer Subjekte. sondern sich ein Weg darbietet. die auf System von Elektronen auf. während die Funktion.

Der Widerstreit. die wir fixieren. ist stets nur der Ausdruck des relativ höchsten der Beund umfassendsten Gesichtspunktes urteilung für den Inbegriff der physikalischen Dinge und Vorgänge überhaupt. wenn man vom Begriff der Materie zu dem zweiten Grund..und Hauptbegriff der Naturwissenschaft. aus denen sie sich aufbaut. Aus der Verbindung dieser beiden Momente aber ergibt sich zunächst kein völlig einheitliches Bild: der Grenzfall selbst zeigt ein verschiedenes Ansehen. zum Begriff des Äthers übergeht. 262 ff. einen stetigen zwischen diesen beiden Zuständlichkeiten herzustellen.. S. indem wir den Zwischenraum stetig mit bestimmten kommene Flüssigkeit. Die Schwierigkeiten. gewisse Grundmerkmale aufnehmen muß. der hier entsteht. je nachdem wir ihn also von verschiedenen empirischen Ausgangspunkten her durch fortschreitende Idealisierung zu erreichen suchen. je nachdem wir uns ihm in der einen oder anderen Richtung nähern. Der Äther erscheint demnach als eine volldie aber anderseits mit gewissen Eigenschaften der vollkommen elastischen Körper ausgestattet ist. hierüber z. Die neue inhaltliche Einheit.verändert zugleich unsere Anschauung von der worden ist „Konstitution" der Materie und von den Elementen. Zusammenhang * Vgl. wenn man sich entschließt. auf jede unmittelbare sinnliche Veranschaulichung des Äthers zu verzichten und ihn lediglich als begriffliches Symbol für bestimmte physikalische Grundbeziehungen zu brauchen*. B. Ursache" an einen davon entfernten Raumpunkt zu verlegen haben. Eine analoge Entwicklung bietet sich dar. findet erst dann seine prinzipielle Lösung. die anfangs unmittelbar aus dem Vergleich mit den Gegenständen der Sinneswahrnehmung gewonnen sind. wie etwa eine bestimmte Lichtwirkung an einem gewissen Punkte des Raumes vor. während wir ihre . die sich hier zunächst ergeben. — stammen ebenfalls daher. fordern wir nunmehr für sie eine Vermittlung. 215 . Um Pearson. 178 ff. daß man in diesen Begriff. um ihm einen bestimmten Gehalt zu geben. Wir finden eine physikalische Erscheinung. The Grammar of Science.

Deutache Ausgabe. nicht als gesondertes. Poincarö. mit denjenigen. durch reine Zahlwerte erfüllt sein lassen. vor allem die Konstante für die Fortpflanzungsgeschwindigkeit.Elemente zeichnen. wird jetzt gewissermaßen überdeckt von einer Fülle anderer Bestimmungen. Berlin 1891. Der Inbegriff derartiger Polarisation ergeben. in ihrer Form identisch sind. meßbarer Beziehungen gemeint S. Lichtes die Identität des Lichtäthers mit demjenigen Äther. behauptet wird. Elektrizität und Optik. den die Physik vom Begriff des Äthers macht. daß der der damit bezeichnet werden soll. Alles was die Physik vom „Sein" des Äthers lehrt. und weil ferner die numerischen Konstanten. auf die man in der Untersuchung der Lichtschwingungen geführt wird. Die Annahme des gleichen ist auch hier nur eine andere Bezeichnung für die durchgängige Analogie der mathematischen Verhältnisse: für die Zusammenhänge. die sich für die dielektrische die Qualitäten. Je umfassender und bewußter daher der Gebrauch wird. daß zwischen ihnen bestimmte funktionale Abhängigkeiten bestehen. sein kann. und ihre Einreihung in verschiedene mathematisch . numerischer Bestimmtheiten ist die eigentliche Grundkonzeption. um so klarer zeigt sich auch hier. Substrats Gegenstand. die zwischen den Werten der optischen und elektrischen Konstanten bestehen. so geschieht dies. ff. die aber sämtlich dadurch zusammengehalten sind. weil die Gleichungen. für sich wahrnehmbares Einzelding. die ihnen einen neuen Inhalt verleiht. 159 216 . sondern nur als die Vereinigung und Konzentration objektiv gültiger. beiderseits übereinstimmen*. indem wir in ihn gleichsam ein Gewebe von Zahlen einDiese Abstufung der einzelnen Lage .physikalische Grundreihen ist es. läßt sich in der Tat zuletzt auf Urteile über derartige Verknüpfungen zurückWenn gemäß der elektromagnetischen Theorie des führen. in dem sich die elektromagnetischen Wirkungen fortpflanzen. die wir im Gedanken des Äthers festhalten. der nur ein einzelnes Prinzip der Anordnung darstellt. Der „leere" Raum. Der einheitliche und streng homogene Raum wird hier fortschreitend differenziert.ausdrückbar sind. Henri S.

Meyerson. hellen. ihm eine tausendmal geringere Masse zuzuschreiben. Jede neue theoretische Kopie Konzeption. wie hier dem Gegenstand mehr und mehr alle Daseins. duftenden Ding in eine bloße geometrische Figur von bestimmten Umrissen und Dimensionen.überblickt man jetzt nochmals die Wandlungen. der Es muß zunächst wie eine wahrhafte Wirklichkeit erscheinen. wandelt sich aus einem festen warmen. Und auch bei dieser Rückführung bleibt der gedankliche Prozeß nicht stehen: er gelangt nicht eher zur Ruhe.Qualitäten abgestreift werden. das sie festhalten und unverfälscht bewahren soll. z. die elektromagnetischen Erscheinungen. so tritt in voller Deutlichkeit das einheitliche Ziel heraus. eine möglichst vollkommene der äußeren Wirklichkeit zu gewinnen. sondern allmählich auch seine Gestalt und Verarmung Ausdehnung schrumpft*. sobald man das Ziel der Naturwissenschaft darein setzt. wenn man das Elektron in Bewegung setzen oder seine Geschwindigkeit wechseln lassen will. Unsere ersten Untersuchungen hatten uns veranlaßt. also des Grtindelements der „Materie". seinen Geruch. die sie einführt. 249: „Somit muß das Elektron als eine der Materie entbehrende einfache elektrische Ladung betrachtet werden. wie er nicht nur seine Farbe. droht ihr umgekehrt. dem er zustrebt. daß diese Masse nur eine Fiktion war. und zum bloßen Das „Stück Wachs". als die eines Wasserstoffatoms ist. kraft der eigentümlichen * Vgl. würde die Wissenschaft alsdann immer weiter von ihrer eigentlichen Aufgabe entfernen: das empirische Dasein. S. S. ein sorgfältigeres Studium zeigt uns nun. gewissermaßen die Trägheit vorzutäuschen. auch E. Vgl. Die moderne Physik. die die Geschwindigkeit des Lichtes nicht übersteigen kann. Punkt" zusammenseiner Descartes bekannten Analyse des Gegenstandsbegriffs zugrunde legt. 228 ff. Das Elektron ist also einfach ein kleines bestimmtes Volurpen an einem Punkt des Äthers. seinen Geschmack. als bis auch die Ausdehnung selbst sich in die bloße Erscheinung der einfachen und unteilbaren Kraftzentren aufgelöst hat. das besondere Eigenschaften besitzt. die Charakteristik des „Elektrons". das . wenn man sieht.. und dieser Punkt pflanzt sich mit einer Geschwindigkeit fort. — 217 . bei Lucien Poincarö. Identitö et Röalitö. B. Diese fortschreitende Umbildung muß unverständlich scheinen. die der naturwissenschaftliche Substanzbegriff von seinen ersten spekulativen Anfängen an erfahren hat. verliert. haben die Wirkung. und diese auf seiner Ladung beruhende Trägheit hatte uns irregeführt. die eintreten.

die Denn die MoGesetzlichkeit des Gegebenen darzustellen. die Wirklichkeit. die Schärfe und die vollkommene rationale Durchsichtigkeit der Zusammenhänge. vermag sie eben diese Wirklichkeit selbst als eine notwendigeVerknüpfung darzustellen. Perzeptionen ein neues Dasein zu erdichten. die in konkreten Empfindungen gegeben ist. liegen niemals als Einzelbestandteile in den Wahrnehmungen selbst.Methode. Bestände der Sinn der Naturwissenschaft darin. in der sich uns die Wahrnehmungen darbieten. das doch immer nur aus den Materialien der Empfindung aufgebaut sein könnte. wird nur mit dem Verlust der unmittelbaren dinglichen Realität erkauft. die sie entwickelt. unter den Händen zu zerrinnen. die ihre Aufgabe um so genauer erfüllen. Hier ist in der Tat kein Ausgleich möglich. deren sie nicht entraten kann. nur einfach zu wiederholen. daß die Wissenschaft darauf des Problems. mente. auf denen die gesetzliche Ordnung der Wahrnehmungen beruht. die doch die logische Form. So erhalten wir zwei gesonderte Gebiete und gleichsam zwei verschiedene Dimensionen des Begriffs: den Begriffen. ein direktes sinnliches Abbild der Wirklichkeit zu geben. die ein Dasein bezeichnen. Statt hinter der Welt der unverändert lassen würde. die allgemeingültigen intellektuellen Schemata zu entwerfen. Masse ständig darstellen lassen müssen. verzichtet. Nur indem sie aus dem von Gründen und Folgen Kreise des Gegebenen schafft sie sich die gedanklichen Mittel. je weniger sie in sich selbst von direktem Wahrnehmungsgehalt bewahrt haben. so wäre dies in der Tat ein vergebliches und nutzloses Bemühen: denn welches noch so vollkommene Bild vermöchte das Original an Schärfe und Genauigkeit zu erreichen? Die Erkenntnis bedarf einer derartigen Verdoppelung nicht. und Kraft sind nichts anderes als Beispiele derartiger Schemata. die lediglich eine mögliche Form der Verknüpfung zum Ausdruck bringen. Dieses Wechselverhältnis aber enthält zugleich die eigentliche Lösung Erst dadurch. heraustritt. Dennoch ist es kein metaphysischer Dua218 . in welchen die Beziehungen und Zusammenhänge der Perzeptionen sich vollAtom und Äther. stehen die Begriffe entgegen. begnügt sie sich damit.

wahrhaft Wirkliche" der Physik: das System der Atome und Fernkräfte. das wir doch. so entsteht eine doppelte Antinomie. als dem Ähnlichkeit vollkommenen gedanklichen Überblick über die Beziehungen des empirischen Seins zu dienen. Wird dieser Zusammenhang zerrissen. wie wir mit unseren physikalischen Begriffen.) kenntnis in den exakten Wissenschaften. S. welche einen Ausblick in die extraphänomenale Welt gestatten. sondern gleichsam in ihrer natürlichen Genealogie. P.lismus. wie wir hoffen können. wie undurchdringlich die Mauern unseres intraphänomenalen Gefängnisses sind. bleibt prinzipiell unverständlich. Über S. also im Zusammenhang mit den * S. Auf der andern Seite wird es unbegreiflich. unzugänglich bleiben. es auf Grund von Gedanken zu beherrschen. da wir in dieses „extraphänomenale Jenseits" nicht übergreifen können. die im bewußten Widerspruch zu seinem eigentlichen Inhalt geschaffen worden sind. oben..." Die Physik selbst führt in ihrem stetigen und notwendigen Fortschritt auf ein dauernd unerforschliches Gebiet: auf eine . Hinter der Welt unserer Erfahrungen erhebt sich ein Reich absoluter Substanzen. was wir für sie eintauschen. die. während andererseits das. sobald man die physikalischen Begriffe nicht mehr für sich. Es drängt sich uns die unabweisliche Vorstellung auf von etwas ewig unvorstellbar Vorhandenem. Vorstellungssystems" entstanden sind. dennoch allen Erkenntnismitteln. So verblaßt die Welt der unmittelbaren Erfahrung zum Schatten. beider Gebiete irgendeine direkte so notwendig sind sie wechselweise aufeinander bezogen. mit denen wir sonst die Dinge der Erfahrung erfassen.. die lediglich durch ein Überschreiten des . als ewig unbegreifliches Rätsel vor uns stehen bleibt. Das . niemals zu erreichen vermögen. die ff. denn so wenig zwischen den Gebilden besteht. 162 ff. Grundlagen der Er(Vgl. der hier entsteht. du Bois-Reymond. zu eben diesem System wieder zurückkehren. sie lehren nur. 112 ' 219 . terra nunc et in aeternum incognita"*. selbst eine Art von Dingen. Alle diese Zweifel lösen sich indessen. Die Ordnungsbegriffe der mathematischen Physik haben keinen anderen Sinn und keine andere Funktion. „Die mannigfaltigen Formen des Absoluten sind nicht etwa Fenster unseres Vorstellungssystems.

Der Sinn des mathematischen Begriffs ließ sich nicht fassen. So ist es nur eine Weise zum Bewußtsein kommt. Je mehr er auf jeden selbständig perzipierbaren Inhalt verzichtet.Begriffen betrachtet. mißverstanden werden. sobald man ihn als Ausdruck einer erkannte. S. auf der die Einheit und reinen die kontinuierliche Verknüpfung der Glieder einer Mannigfaltigkeit beruht. wie diese eigentümliche Durchdringung des Sinnlichen mit dem Ge- — danklichen auch von den großen empirischen Forschern selbst allmählich immer klarer als bewußte logische Einsicht erfaßt 220 . Die Geschichte der Physik läßt erkennen. können nicht mehr als ebensoviele neue Realitäten.Ding" des populären Weltbildes an Eigenschaften verliert. solange man für ihn noch irgendein Vorstellungs-Korrelat im Gegebenen suchte.. oben. die der Gedanke sich schaffen muß. das Atom wie der Äther. um das Gewirr der Erscheinungen selbst als gegliedertes mathematischen sie führen nur den Prozeß Beziehung Gegenstände und meßbares Ganze zu überschauen. die uns aber in verschiedener indem wir sie das eine Mal ihrer sinnlichen Anschaulichkeit. Jeder Einzelbegriff ist gleichsam einer dieser Fäden. Auch die Funktion des physikalischen Begriffs wird erst in dieser Umwendung deutlich. Wirklichkeit. Die der Physik: die Masse wie die Kraft. sobald sie einmal als die Instrumente erkannt sind. an dem wir die wirklichen Erfahrungen aufreihen und mit künftigen möglichen verknüpfen. sondern ist mit der Gesamtheit der Erfahrung durch logische Fäden unlöslich verknüpft. aber zugleich in ihrer sinnlichen Vereinzelung betrachten.) Was das . das wächst ihm an Beziehungen zu: denn jetzt steht es nicht mehr isoliert und ruht auf sich allein. um so schärfer hebt sich seine logisch-systematische Leistung heraus. 195 ff. die uns gegeben in ist. die es zu erforschen und in deren Inneres es einzudringen gilt. je mehr er alles Bildliche von sich abstreift. er trat erst hervor. In der Tat fort. (Vgl. während wir auf dem Standpunkt der Wissenschaft nur diejenigen Momente an ihr festhalten. auf denen ihre intellektuelle Verknüpfung und „Harmonie" beruht. der in diesen letzteren angelegt ist und der hier zur vollen Klarheit gelangt.

um das Recht der Physik gegenüber den Übergriffen Gerade dann. Die Bewegung verlangt zu ihrer Darergreift stellung das Leere: der leere Raum selbst aber ist kein sinnlich Gegebenes. Somit wird es unmöglich. . muß man zugestehen. ovx fikv ov. Aristoteles de generatione et corruptione tiov aQxaliov eöo^e xo ov i^ aväyxijq ^'v A 8. Der Gedanke des Nicht. Etwas" zu: firj fiälXov rb dkv ij xo f^rjöev*. wie der Eleatische Idealismus es versucht hatte. das wissenschaftliche Denken. Im Begreifen des Wirklichen kommt diesem sinnlichen „Nichts" dieselbe Gültigkeit wie dem Stelle und dieselbe unverbrüchliche Das Sein. das sich der direkten Anschauung entdie Tatsachen Faktum zieht. indem sie sich Möglichkeit nahmen.. das dem . xo yaQ yaQ xsvov . Demokrit. selbst den höchsten Maßwenn man in den stab für alle begrifflichen Konzeptionen sieht.und ausgesprochen wird. 325 a: fj. Die gedankliche Beherrschung der empirischen Wirklichkeit selbst ist ohne diesen Begriff nicht zu erreichen. ix xivTj&Tjvai d'ovx av övvaoS-at fXT] ovxog xevov xexiOQio/nevov ovv xovxcav xwv Xoyatv wtsgßävxsq x^v alad-TjOiv xal naQiöovxe^ avx^v 221 . auch alsbald das philosophische Problem. keine dingliche Wirklichkeit. sie in ihrer Mannigfaltigkeit und Veränderlichkeit zu verstehen und anzuerkennen. als das Bewegung und somit der Natur verständlich zu machen. wenn man kein der anderes Ziel der Begriffe anerkennt.6v iiloig flvai xal axtvTjZOV. . Die Eleaten haben mit ihrer Abweisung dieses Begriffs nicht nur das Denken eines fundamentalen Hilfsmittels beraubt: : sie haben die Phänomene selbst zerstört. Der leere Raum ist für die Phänomene notwendig. lediglich auf das Sein zu beziehen und an das Sein zu ketten sondern das NichtS e i n wird ein ebenso notwendiger und unumgänglicher Begriff. eines spekulativen Idealismus zu schützen. daß in diesem Faktum ein Moment eingeschlossen liegt.Seins bedeutet somit keine dialektische Erdichtung: sondern er wird umgekehrt als einziges Mittel ergriffen. wenngleich er nicht die gleiche sinnliche Form des Daseins wie die konkreten Einzelerscheinungen besitzt. der zuerst ein allgemeines Grundschema der wissenschaftlichen Naturerklärung erschafft. das in ihm latent ist. * Vgl.

s..rjQEg ov. Die Physik der neueren Zeit hat diese Grundgedanken unverändert bewahrt. ohne daß sie selbst Teile der anschaulichen Wirklichkeit bilden. denn wie Galilei als experimenteller anknüpft. cuc X(p Xoycj) . die sich unmöglich anders verhalten können". zusammenschließt und Bewegung und Wechselwirkung zwischen ihnen ermöglicht. fvioi . des Süßen und Bittern befangen sind. C o h e n Piatons Ideenlehre und die Mathematik. Der grenzt sich in einer doppelten Entgegensetzung: sowohl gegenüber der metaphysischen Spekulation. auf denen der Zusammenhang des Wirklichen und Gegebenen beruht. die in den „konventionellen" und subjektiven Gegensätzen des Warmen und Kalten. da sie am Einzelnen haften. xo yag xvgltüq ov naßnX. gelangt hier ersten Male zu klarer Absonderung*. Logik der reinen Erkenntnis. wie gegenüber der unmethodischen sinnlichen Wahrnehmung seine Sphäre ab. Der geometrische Raum dient hierbei als Beispiel und Typus der reinen Relationsbegriffe Wie er es ist. 222 . Zur geschichtlichen und systematischen Bedeutiing des Begriffs des /XT] ov 8.die wahren und notwendigen Dinge. die ihnen. z6 xe xfvbv /ütj ov xal xov ovxoq ov&hv fii] 6v tpjjaiv elvai. xoTq da ro ?v xaraaxevcctiOvaiv wq ovx av xIvtjoiv ovaav avev xevov. den Gedanken der Natur durch den Gedanken der Notwendigkeit: in den Umkreis der naturwissenschaftlichen Forschung gehören nur . S. . 70 u.wissenschaftlichen Prinzip im Unterschied von irgend- eignet. Marburg 1879. o/noXoyTjoai 6h tavra /xev xoiq «paivofievotg. Denn dieses Ganze vollendet sich erst in den mathematisch funktionalen Abhängigkeiten. Der Begriff der Wahr- welcher konkreter Gegebenheit geschichtlich zum physikalischeBegriff — Archimedes m Siov caioXov^elv %v xal axhrjxov ro nav elval <pttai xal aneigov Afvxinnoq S't/siv o'itjS^t] Xöyovg oltiveg ngog t^v aiad-r]aiv ofxoXoyoifxeva Xiyovxeq oix avatg^aovoiv ovre yivsaiv ovxe (pS-OQav oine xlvrjaiv xal t6 nXrjS^og rä>v ovxwv. so kann er allgemein als Sinnbild für diejenigen Grundsätze gelten. Forscher direkt wiederum an oso geht er in seiner philosophischen Gesamtansicht auf D e Er beschreibt und ergänzt wie Demokrit k r i t zurück. der die Atome erst zur Einheit überhaupt. Die Sinne. vermögen das Ganze der Objektivität nicht zu erschöpfen. . unzugänglich bleiben.

sofern nur der selbst von genügend dauerhaftem Stoff ist.. die sich hieraus ergeben. auch wenn es keinen Körper in der Natur gibt. so daß also in der Bewegung der schweren Körper dieselben Verhältnisse sich wiederfinden.heit aber bleibt auch ihm vom Begriff der Wirklichkeit geWie die Sätze des Archimedes über die Spirale schieden.resolutiven Methode" in einer gewonnen und festgesetzt. Wenn daher Simplicio bereit ist. sie sind nur kraft der . so können wir ohne Gefahr des Irrtums die Bedingungen. der bei der Ableitung und dem Beweis Prämissen In bestimmte Galileis anwendbar Abbildung — — Körper 223 . begrifflich ableiten. da sie an und für sich keine Aussagen über Existenz enthalten. sondern nur an gewisse ideelle ideelle Schlußfolgerungen knüpfen. wenngleich seine Folgen auf sind. die zunächst rein gedanklich fixiert wurden. so wird ihm von Salviati. wenn dies Letztere nicht der Fall wäre. Darstellung und Verteidigung seines obersten dynamischen Prinzips kommt dieser allgemeine Gedanke Das Trägheitssogleich zu bezeichnender Anwendung. richtig bleiben. die die Theorie aus der hypothetischen Annahme entwickelt hat. Stimmt sodann die empirische Beobachtung mit diesen Folgerungen überein. so dürfen wir in der Grundeiner legung der Dynamik von der Voraussetzung gleichförmig beschleunigten Bewegung gegen einen bestimmten Punkt hin ausgehen und alle Folgerungen. würden unsere Sätze nichts von ihrer Geltung verlieren. daß diese Voraussetzung für den eigentlichen Gehalt des Beharrungsprinzips ohne Belang ist: die stoffliche Beschaffenheit des besonderen Körpers selbst ist lediglich ein zufälliger und äußerer Umstand. Stelle des . sind aktuell niemals verwirklicht..Galilei bedeutet. der. Bedingungen. gesetz besitzt für ihn durchaus den Charakter eines mathematischen Grundsatzes. aber selbst. von denen er spricht. der sich spiralförmig bewegt. Verhältnisse der äußeren Wirklichkeit eines doch keineswegs selbst eine direkte Die empirisch irgendwie gegebenen Sachverhalts bedeutet. Dialogs über die beiden Weltsysteme" die unbeschränkte Fortdauer der Bewegung eines sich selbst überlassenen Körpers auf der Horizontalebene zuzugestehen. in der Natur als erfüllt ansehen.

was ihn erfüllt modernen physikalischen Schriftsteller streng „empiristischer" Richtung so haben wir damit eine Konstruktion geschaffen. die zum Zwecke der Ordnung der Erscheinungen konzipiert ist. das überträgt sich auf den Begriff der Materie selbst. Wie für Demokrit der leere Raum.des Prinzips in keiner Weise benutzt wird. so ist für Galilei die Trägheitsbewegung zwar das wir für die wissenschaftliche Darein Postulat." Grenzen — — * Pearson. Die Materie. Hauptsache auf geometrischen Symbolen ruht. Auch die Materie im Sinne der reinen Physik ist kein Gegenstand der Wahrnehmung. sondern stets nur als „Konzeption". 224 . sondern der Konstruktion. 250 f. Wahrheit ist es das begriffliche Volumen und die begriffliche Form. zu deren ideellen mit der die exakte Wissenschaft es allein zu tun hat. materiellen Punkte" der Mechanik. existiert somit niemals als „Perzeption". um dennoch in bestimmtem Sinne über ihn hinauszuschreiten: denn was dort für den Begriff des Leeren ausgeführt wurde. die wir ihr geben müssen. wie hier die neuere Wissenschaft Demokrits Grundgedanken festgehalten hat. sondern lediglich eines gedachten Substrats: die . auf das Tta^utk^QBi ov. sind allein dadurch möglich. stellung der Erscheinungen nicht entbehren können. Sie bezeichnet eine Idee. daß wir sie In mit Realitäten der Wahrnehmung selbst verwechseln. nicht aber den sinnlichen Eindrücken. können wir Bewegung zusprechen*.. die den Raum erfüllt: und ihr allein. The Grammar of Science. sinnlich aufweisbarer Vorgang der äußeren Wirklichkeit. Die festen Umrisse und die geometrische Bestimmtheit. Wir sehen. „Wenn wir den Raum als objektiv und die Materie so heißt es bei einem als dasjenige ansehen. daß wir über das Gebiet der Empfindungen fortschreiten. nicht die empirischen Körper unserer Wahrnehmungswelt bilden die eigentlichen Subjekte für die exakte Aussprache des Prinzips. die in der Wir projizieren die Begriffe der Form und des Volumens vom Gebiet des Denkens in das der Wahrnehmung und wir sind so sehr an diese Begriffselemente gewöhnt. aber nicht selbst ein konkreter. Daher bedarf diese Bewegung denn auch keines wirklichen. aber mit diesen Erscheinungen selbst methodisch nicht auf der gleichen Stufe steht. S.

indem sie sich lediglich auf die Festsetzung dreier unabhängiger Grundbegriffe: des Raumes.. indem neben den sinnlich wahrnehmbaren Massen unsichtbare Massen eingeführt werden. sich auf den Begriffen von Raum und Zeit. der sich vom Begriff der Materie zum reinen Begriff der vollzieht. Von der Masse aber gelangen wir weiter zum Masse bloßen Massenpunkt.So folgt der Begriff der Materie dem gleichen Gesetz. je nach der Art und Anzahl der Grundbegriffe.. Die Materie selbst wird zur Idee. Unter ihnen sind es insbesondere und Zeit. indem sie sich immer deutlicher auf die idealen Konzeptionen einschränkt. die in den verschieden- Raum Cassirer. ausgeschaltet. von denen man ausgeht. der nur noch durch einen bestimmten Zahlenwert. Der Aufbau des Systems der reinen Mechanik kann sich logisch auf verschiedene Weise vollziehen. daß das . das Bedeutung mehr. zunächst einen unentbehrlichen Bestandteil auszumachen scheint. die wir an sie heranbringen. Schon in dieser Mehrheit möglicher Ausgangspunkte bekundet es sich. nicht von den Daten der Sinneswahrnehmung allein. ist in modernen Darstellungen an Stelle dieses letzteren Begriffs der Begriff der Energie getreten. Während die klassische Mechanik.Bild*'. anhaften. bilden jetzt keinen wesentlichen Bestand seiner Selbst das Moment der . das allgemein die logische Entwicklung der naturwissenschaftlichen Die sinnlichen Merkmale. tritt zurück und wird in dem Übergang. die in Newtons Prinzipien zum ersten Abschluß gelangt. Masse und Kraft aufbaut. der Zeit und der Masse stützen und von hier aus. Schwere". Substanzbegriff 15 225 . Die Prinzipien der Mechanik von Heinrich Hertz haben schließlich eine neue Anschauung durchgeführt. — VI. durch einen bestimmten Koeffizienten gekennzeichnet und unterschieden ist. die durch die Mathematik geschaffen und beglaubigt werden. die ihm Prinzipien beherrscht. den Inbegriff der Bewegungserscheinungen als verständliches und gesetzmäßiges Ganzes abzuleiten suchen. sondern von gedanklichen Gesichtspunkten und Forderungen abhängt. das wir uns von der Naturwirklichkeit entwerfen.

Auffassung wird eigentlicher zugestanden. Aufgabe der physikalischen Forschung ist es. die für praktische Zwecke genügen. wie sie einem empfindenden Individuum von seinem relativen Standort aus erscheint. die in der physiologischen Beschaffenheit und in der besonderen Stellung der Einzelsubjekte begründet lediglich Und dieser letzten Wahrheitswert Maße ist. abstrahiert. die durch sie bezeichnet und ausgedrückt werden sollen. die die äußere und innere Wahrnehmung uns darbieten. nur sinnliche und daher ungenaue für die empirischen Bewegungsvorgänge bedeuten. Der reine Begriff allein verbürgt diese Allgemeingültigkeit und Notwendigkeit. während der relative Raum und die relative Zeit. die eigentliche Invariante für jede theoretische Grundlegung der Physik bilden. vermöge deren beide Begriffe der ersten Betrachtung selbst wie sinnliche Inhalte erscheinen: da die Empfindung niemals außerhalb dieser Formen erscheint und umgekehrt diese Formen selbst niemals abgetrennt von ihr gegeben sind. Physik bei Newton führen indes zu einer der theoretischen Aufhebung — dieser scheinbaren Einheit. so führt die psychologische Vereinigung und Durchdringung beider Momente zunächst notwendig Schon die Anfänge auch zu ihrer logischen Gleichsetzung. Gibt es objektive Naturerkenntnis.artigen Systemen gleichmäßig wiederkehren und die daher den unveränderlichen Bestandteil. Der absolute unbewegliche Raum und die absolute streng gleichförmig verfließende Zeit sind die wahrhafte Wirklichkeit. wenn wir und wenn wir sie in der der Art der unmittelbaren Empfindung Art mathematischer Begriffe fassen. von diesen sinnlichen Maßen. sondern wie sie an sich und in schlechthin allgemeingültiger Weise besteht. vorzudringen. so muß sie uns die zeitlich-räumliche Ordnung des Alls nicht nur in der Art darstellen. wieder zu den Realitäten. Diese Unveränderlichkeit ist es. Entgegensetzung In der Definition des Raumes und der Zeit und in der des sinnlichen und des mathematischen Gehalts beider Begriffe liegt daher erkenntnistheoretisch 226 . Raum und so wird jetzt ausdrücklich hervorgehoben sie in — Zeit sind etwas anderes. weil er von aller Verschiedenheit.

später bes. stärker als an jeder anderen. In der Newtonischen Formulierung aber bleibt hier in der Tat ein Widerstreit zurück. des absoluten Raumes und der absoluten Zeit. Kap VI 227 und VII. sophischen Physik zur Ausprägung und zur Aussprache gelangen müssen. um hier zugleich die Entscheidung für den allgemeinen Weg Was bedeuten die Begriffe der Begründung zu finden. die philoGegensätze in der Grundauffassung der Objektivität überhaupt. daß an dieser Frage. das uns gestattet. einer anderen * Näheres zum Problem der „Objektivität" s. 15* . ihm eine unzweideutige in der uns zugänglichen Wirklichkeit zu geben? Daß wir in Anwendung der reinen Mechanik Gesetze für absolute Bewegungen entwickeln. unter denen wir sie konkret anwenden können. Die abstrakte Regel besagt für sich allein nichts. Der Streit um die Prinzipien hat immer wieder auf die Newtonische Gestaltung der Raum. da sie als die ewigen Attribute der unendlichen göttlichen Substanz gedacht sind. die tatsächlichen Gesetze samt und sonders verstanden werden als sollen.nichts Geringeres als die erste wissenschaftliche Fixierung Freilich des Problems der läßt sich dieses Problem hier noch nicht in seiner ganzen Ausdehnung überblicken: aber die entscheidende Vorbereitung dafür wird an diesem Punkt getroffen*. wie der absolute Raum und die absolute Welt als der der Erfahrung angehören. solange kein untrügliches Kennzeichen angegeben wird. Induktionen aus gegebenen Tatsachen beziehen sich zuletzt auf Gegen- stände. über den absoluten oder relativen Charakter einer Bewegung zu entscheiden. Zeit.und Zeitlehre zurückgegriffen. Man begreift es daher. wenn die Erfahrung uns doch niemals sichere Beispiele dieser Begriffe zu geben vermag? Kann ein Gedanke irgendeinen physikalischen Wert beanspruchen. indem wir ihr bestimmte empirische Einzelfälle subsumieren. wenn nicht zugleich die Bedingungen bekannt sind. Die der Naturwissenschaft. Diese metaphysische Bestimmung tritt im weiteren Fortgang der Naturwissenschaft zurück: die. wenn wir prinzipiell darauf verzichten müssen. muß als ein unfruchtbares gedankliches Spiel erscheinen.

. Zunächst nämlich ist leicht zu ersehen. nicht zum adäquaten Ausdruck. Keine physikalische Bestimmung. Jetzt" nur im Hinblick auf ein Früher oder Später. das wir ihm entgegenstellen. einen .logische Gegensatz.. dem Gange der Geschichte folgend.. sondern jede einzelne nur im Zusammenhang und in durchgängiger Verknüpfung mit der Gesamtheit der übrigen zu verstehen ist. die direkt von den empirischen Körpern und ihren wahrnehmbaren Beziehungen entlehnt sind. Das „Hier" erhält seinen Sinn stets nur mit Bezug auf ein .Ort" begreifen zu wollen. das . oder ob wir über diesen Umkreis des empirischen Daseins in irgendeiner Richtung hinausschreiten müssen.. auf den sie sich gründet. die hier zur Entscheidung drängen.Da" und „Dort". Dieser Gegensatz. — Mannigfaltig- Relationssysteme 228 . Sie sind und bleiben in dem Sinne.. Relativen" in den Mittelpunkt der Betrachtung rückte. ohne ihn beziehen als Punkt innerhalb einer geordneten keit zu denken. wenn anders sie mit um methodischen Newton werden als mathematische Konzeptionen gedacht nicht jede Art der Beziehung von sich ausschließen können.. aber der ist die Gesetze dieses Seins als vollständige und geschlossene Einheit zu begreifen. Gerade dies ist ja der eigentliche Charakter aller mathematischen Setzungen. kann diesen ihren logischen Grundcharakter antasten. In diesem Problem konzentriert sich fortan die eigentliche Schwierigkeit. Immer von neuem entsteht die Frage. ohne ihn zugleich auf einen anderen von ihm verschiedenen zu * einen Zeitmoment fixieren zu wollen. bringt die Fragen. Die erkenntnistheoretische Diskussion der mechanischen Begriffe hat diese Schwierigkeit nicht prägnant und scharf genug bezeichnet. die wir nachträglich in unsere Begriffe des Raumes und der Zeit aufnehmen. indem sie. absolute" Zeit. ob wir in die Grundlegung der Mechanik nur solche Begriffe aufzunehmen haben. daß sollen. damit nicht geschlichtet. So ist es denn in der Tat widersinnig. daß auch der „absolute" Raum und die . Absoluten" und . daß keine von ihnen etwas für sich selbst bedeutet. der dem Gebiet der n t o 1 o g i e entstammt. ausschließlich den Gegensatz des .

. Diejenige . tritt ferner die weitere Aufgabe hervor. kraft dessen ihr Anteil an dem einheitlichen Begriff der Objektivität sich bestimmt.jede besondere Setzung in ihnen stets nur eine einzelne Stelle bezeichnet. Klarheit darüber zu gewinnen. ob das System. eine Vermittlung zwischen den idealen Anfängen der Physik und ihren realen Endergebnissen zu suchen. Sobald wir uns für das letztere entscheiden. nur darüber. überhaupt Natur besonderen 229 . in welcher sie mit der Allheit der Reihenglieder steht. losgelöst von jedem stofflichen Inhalt. Auch der Gedanke der absoluten widerspricht nur scheinbar dieser Grundforderung. Formen" sind. als empirischer Körper aufweisbar ist. die zunächst in der Abstraktion einander gegenüberstehen. ob Raum und Zeit in der Bedeutung. Die sinnlichen und gedanklichen Momente. Bewegung daß dadurch die Rücksicht auf jedesBezugssystem ausgeschaltet werden sollte. dialektischen Fassung heraus und gewinnt einen festen physikalischen Gehalt. gedachtes" Sein besitzt. die mit jeder wissenschaftlichen Setzung überhaupt unzertrennlich verbunden ist. bestimmt wird. Die Forderung der absoluten Bewegung bedeutet nicht den Ausschluß jeglichen Korrelats. oder aber nur ein .. in welcher die Physik sie nimmt.. als empirisch gegeben oder als ideelle Konstruktion zu gelten habe. Damit erst tritt das Problem aus seiner vagen. die hier zur Entscheidung stehen. Solche Sonderfragen aber sind es. ob es als materiell oder immateriell. Nur über die Art dieses Bezugssystems. auf welches die Grundgleichungen der Newtonischen Mechanik sich beziehen. Kein physikalischer Denker hat jemals diesen Begriff in einem Sinne genommen. bedürfen wiederum der Vereinigung unter einem allgemeinen Gesichtspunkt. bestand Streit. nur Aggregate aus sinnlichen Eindrücken oder aber selbständige gedankliche . sondern enthält vielmehr eine Annahme über die diesesKorrelats selbst. die aber eben darum für die Lösung irgend einer Frage ohne Belang ist. Relativität". Vor allem gilt es. kann jetzt völlig außer Betracht bleiben: sie bildet die allgemeine und selbstverständliche Voraussetzung. das hier als der „reine" Raum. die ihren vollen Gehalt erst durch die Verknüpfung erhält.

entgeht allen Schwierigkeiten. wie sie sich uns in der sinnlichen Wahrnehmung darbietet. hierüber hinauszufragen. Jedes wissenschaftlich-gültige Urteil erhält demnach seinen Sinn nur als * S. erscheinen würde*. zu der die empiristische Grundanschauung hindrängt. sondern wir haben sie so hinzunehmen. Es ist ein verfehltes Verlangen. der in der tatsächlichen Erfahrung niemals verwirklicht war. darüber fehlt uns jede Möglichkeit des Urteils. dieser Lösung des Problems. an dem die Fortdauer der gleichförmigen und geradlinigen Bewegung nachweisbar wird. . begrifflichen es mühsamen die Erfahrung weil es sich hier um einen Fall handelt. wir in ihm nicht stillschweigend die Beziehung auf irgend ein Koordinatensystem mitdenken. in bloße indem sie die Täuschungen Das Beharrungsprinzip wird freilich sinnlos. sich eine Vorstellung darüber machen zu wollen.Auf den es. das andere Mal in Gedanken gegeben. unsere Beobachtungen an ihnen zu orientieren. Die Mechanik in ihrer Entwicklung Die GeWurzel des Satzes von der Erhaltung der Arbeit. ohne danach zu forschen. es ist müßig. ist in der Tat die Konsequenz. wenn wir die Beziehung auf die Fixsterne ausschalten und ein anderes System an deren Stelle setzen wollten. deren Erfahrungsurteile überhaupt fähig sind. 230 . demonstriert werden kann. ersten Blick kann es freilich scheinen. sobald auflöst. mit aller Entschiedenheit gezogen. die der Empirismus alle diese um bereit hält. Aber dieses unentbehrliche Substrat brauchen wir nicht in Deduktionen erst festzustellen. Die Antwort. um die es sich hier handelt. Probleme. wenn die Fixsterne nicht beständen oder wenn wir der Möglichkeit beraubt wären. welche Gestalt der Trägheitssatz annehmen würde. Der Fixsternhimmel bietet uns ein Bezugssystem. keiner komplizierten logischen Mittelglieder. wie sie uns unter anderen BedinIn gungen. an welchem das Phänomen der Trägheitsbewegung jederzeit in derjenigen Genauigkeit. hierzu schichte und die Mach. Welche Bewegungsgesetze gelten würden. die Mach gibt. Die Welt ist uns nicht zweimal: das eine Mal in Wirklichkeit. als bedürfe Fragen zu beantworten. da uns von selbst unzweideutig aufdrängt. S. 47 ff. die wir logisch fingieren.

die uns dieses Dasein erschließen. die das Prinzip innerhalb der Physik erfahren hat. das seit Lagrange die eigentliche Grundlage der analytischen Mechanik bildet. virtuelle" Geschehen. die in der Erfahrung niemals gegeben waren.Aussage über ein konkretes. sie umfaßt nur das aktuelle. Unter einer virtuellen Änderung eines Systems wird jetzt nicht nur eine infinitesimale räumliche Verschiebung seiner einzelnen Teile. eine unendlich kleine Umwandlung 231 . sondern auch eine unendlich kleine Erhöhung oder Erniedrigung der Temperatur. geht somit niemals allein aus der Betrachtung der wirklichen. Diese Folgerung aber. sondern zugleich das . Empfindung. Die theoretischen Grundgesetze der Physik sprechen durchweg von Fällen. ihre „Möglichkeit" bedeutet lediglich. tatsächlich vorliegendes DaDer Gedanke vermag lediglich den Anzeigen der sein. dem anwie sich bereits allseitig gezeigt hat erkannten Tatbestand des wissenschaftlichen Verfahrens selbst. sondern auch der mögwiderstreitet — — lichen nicht Bedingungen und Umstände hervor. der alle Gebiete der Physik gleichmäßig umfassen soll. nachzugehen. ist dies zum schärfsten Ausdruck gekommen. Einsicht. bisher nicht gegebene Fälle in den Kreis seiner Betrachtung zu ziehen. die hier gewonnen wird. Im Prinzip der virtuellen Geschwindigkeiten. Die Weiterbildung. 171 f. In der Entwicklung der modernen Thermodynamik ist das Prinzip der virtuellen Veränderungen von seiner anfänglichen Einschränkung auf mechanische Vorgänge befreit und zu einem allgemeineren Grundsatz umgestaltet worden. Die Verschiebungen eines materiellen Systems.. aber er vermag an keiner Stelle über sie hinauszugreifen und bloß mögliche. hat auch dieses methodische Moment immer deutlicher hervortreten lassen. noch auch in ihr gegeben sein können: denn in der Formel des Gesetzes ist das eigentliche Wahrnehmungsobjekt durch seine Die ideale Grenze ersetzt und vertreten (s. die hier ins Auge gefaßt werden. brauchen keineswegs tatsächlich ausführbar zu sein. die von der angenommenen Voraussetzung aus unabweislich ist. ohne dadurch zu einem Widerspruch gegen die Bedingungen des Systems geführt zu werden. daß wir sie gedanklich in Ansatz bringen können. oben.). S.

so bemerkt D u h e . ist. die das System zu erfüllen hat. daß für den Bestand des Trägheitsgesetzes die dauernde Existenz der Fixsterne vorausgesetzt werde.oder Abnahme einer der variablen Größen verstanden. die den Gesamtzustand des Systems charakterisieren. 211 ff. L'övolution de la M6caiüque. 232 . daß das Prinzip in dem Sinne.. * S. denn der Wahrheitswert unserer theoretischen Folgerungen besteht völlig unabhängig von dieser Möglichkeit einer unmittelbaren Realisierung unserer gedanklichen Operationen. geht das Dasein der Fixsterne nirgends ein.. ebenso wie die des bewegten Körpers selbst. ." Die Entdeckung und die erste Formulierung des Beharrungsprinzips bestätigt durchaus diese Auffassung. ist hierbei gleichgültig. Paris 1903. sicherlich die gleiche Antwort erteilt haben. kurz jede elementare Zu. Der Begriff der geradlinigen und zulässig m . zufälligen und äußerlichen" Bedingungen des Versuchs. Sich eine derartige Frage zu stellen.die Größen. bestimmten algebraischen Umformungen unterwirft. nicht aus der Betrachtung einer besonderen Klasse empirisch wirklicher Bewegungen hervorgegangen ist..der Verteilung der Elektrizität auf der Oberfläche eines leitenden Körpers. mit welchem Galilei seine allgemeinen Erörterungen beginnt.Wenn man im Verlauf der Deduktionen'*. hieße vielmehr sich einen völlig irrigen Begriff vom Wesen einer physikalischen Theorie machen*. sofern sie gemäß den in allgemeinen Bedingungen. Ob die betreffende Umwandlung physisch vollziehbar ist. auf welche sich die Theorie bezieht. nur zu den . jenes „mente concipio". von denen die In eigentliche theoretische Entscheidung nicht abhängt. Duhem. ob also die einzelnen Maßmethoden sich direkt in die Sprache der konkreten Anschauung übersetzen lassen und in dieser Übersetzung wirklichen oder möglichen Tatsachen entsprechen. Galilei zum mindesten läßt keinen Zweifel darüber. die er in einem ähnlichen Fall dem Simplicio gibt: die Wirklichkeit der Fixsterne gehört. S. ob diese Rechnungen einen physischen Sinn haben. so hat man sich hierbei nicht zu fragen. Er würde auf den Einwand. in welchem er es nimmt.

Gedankenexperimente zu ihrer notwendigen Vorbedingung. O. hier erst gliedert sich der Wahrnehmungsbestand zu einem geordneten Komplex. von denen sein gesetzliches Verhalten abhängt. wie Geometrie und Arithmetik sie darbieten. sondern lediglich auf die ideellen Schemata bezogen. S.Gegebenen fest*. die hier von Galilei tat- anwendbar Um sächlich angewandt wird. S. Alle wirklich fruchtbaren physischen Versuche haben. a. Vgl. auf die Wahrnehmungswelt sind. Wir müssen den Erfolg. braucht man sich übrigens zuletzt Mach selbst zu berufen.. Dieses Verfahren der gedanklichen Variation der für ein gewisses Ergebnis mitbestimmenden Faktoren ist es vor allem. Erkenntnis und Irrtum. . Gedankenexperiment" eine bedeutsame Stellung ein. Ob die Gesetze. die wir aus derartigen idealen Konzeptionen folgern. klar erfassen. Die wesentlichen Züge. 180 ff. 233 . zum Ganzen vgl. 356 ff. sondern sich von den zufälligen. wenigstens in allgemeinen Zügen voraussehen. logisch zu nur auf rechtfertigen. die jeder Teil für den Aufbau des Ganzen besitzt. um der Beobachtung selbst eine bestimmte Richtung zu geben. jetzt bes. 163 ff. Mach. in welchem wir die Bedeutung. die beliebig wechseln können. wie er betont. die Aus- führungen ** Natorps (a. hierzu oben. die Form der Ableitung. den eine bestimmte Anordnung des Versuchs verspricht. Hier erst tritt die Bedeutung jedes einzelnen Moments klar hervor. ohne daß unsere eigentliche physikalische Schlußfolgerung dadurch berührt würde**. Leipzig 1905. wir müssen die möglichen bestimmenden Umstände gegeneinander abwägen und begrifflich abwandeln. In seiner Entwicklung der allgemeinen Methoden der Physik .gleichförmigen Bewegung wird hier rein in abstrakt-phoronomischer Bedeutung eingeführt: er ist nicht auf irgendwelche materielle Körper. „Über Gedanken- experimente". das uns erst eine völlig klare Übersicht über das Gesamtgebiet der Tatsachen selbst verschafft. S. darüber muß freilich in letzter Linie das Experiment entscheiden: der logische und mathematische Sinn der hypothetischen Gesetze selbst aber steht unabhängig von dieser Form der Bewährung im Aktuell. Man braucht alle diese nimmt das * S.).

Eine solche aber wäre. vollständig aufbehalten. seiner ganzen Voraussetzung nach. wenn diese Sätze nur die Verhältnisse wiedergäben. Hierbei macht die sonderbarsten Wendungen gegen die Himmelskörper. indem wir uns zum Bewußtsein bringen. den Fixsternen selbst bestimmte Bewegungen zuzuschreiben. auf der Machs anfänglicher Einwand beruht. die den bewegten Körpern relativ zu einem besonderen empirischen Bezugssystem zukommen. Selbst wenn wir das Gesetz zunächst für den Fixsternhimmel bewährt gefunden hätten. daß die eigentümliche Geltung dieses Prinzips an irgend ein bestimmtes materielles Bezugssystem nicht gebunden ist. um sofort zu erkennen. 234 . so stünde nichts im Wege. sondern wären in dem neuen System der Orientierung. ist jetzt verlassen: die Methode des . auch wenn sich im Laufe der Erfahrung Gründe fänden. unmöglich. der in die begriffliche Fordes Trägheitsgesetzes eingeht. In der Tat würde offenbar der logische Gehalt des Beharrungsgesetzes ungeändert bleiben. Gedankenexperiments" erschließt uns eine eigentümliche Aktivität des Denkens. es von dieser Bedingtheit loszulösen. daß sein Zentralellipsoid bei festgehaltenem Mittelpunkt an der zur Kräftepaarebene parallelen Tangentialebene ohne zu gleiten abrollt. Die Sätze der reinen Mechanik würden mit dieser Einsicht nichts von ihrer Geltung verlieren. die uns veranlassen würden. Denn die Voraussetzung. Mach selbst muß. daß wir das ursprüngliche Substrat beliebig variieren lassen können. ohne daß dadurch Sinn und Inhalt des Gesetzes selbst irgendwie berührt würde. sondern ihn auffassen. In einer von denen die gegebenen Übertragung mulierung kausalenFaktoren * „Ein freier Körper von einem Momentankräftepsiar angegriffen. geradezu als einen der Beharrungsbewegung abhängig ist*. das wir alsdann zu suchen hätten. bewegt sich derart. die von den wirklichen Fällen zu den möglichen übergreift und auch von ihnen eine Bestirrlmung zu geben unternimmt. selbst in Gedanken. daß nämlich das Denken niemals über den Kreis der Einzeltatsachen hinauszublicken vermöge.Erwägungen nur auf die Entdeckung und Aussprache des Trägheitsprinzips anzuwenden.. Dies nun der Körper ist eine Bewegung infolge der Trägheit. den Fixsternhimmel nicht nur als einen Bestandteil ansehen.

bestimmt als dieses Bezugssystem man nun. Erhaltung der Arbeit." (Mach. dem Beharrungsgesetz dadurch eine feste Stütze zu geben. als vielmehr die Aussage über bestimmte Eigenschaften und „Reaktionen" eines und gegebenen empirischen Inbegriffs von Gegenständen wie sollten wir erwarten dürfen. die es hier tatsächlich erfüllt hat. Subjekt" losgelöst werden und auf ein anderes übergehen könnten? In jedem Falle erkennt man aus diesem Beispiel. aber ließe sich offenbar der eine der beiden Faktoren nicht durch einen anderen ersetzen. Wahrheit des Beharrungsgesetzes von den Fixsternen als bestimmten. daß die physischen Beschaffenheiten. daß auch hier Empirismus und Empirie auseinander gehen: der Sinn. von ihrem eigentlichen . Den gleichen prinzipiellen Einwänden unterliegt jeder Versuch. S. Eine bekannte Erklärung. diese Körper. die es in der wissenschaftlichen Mechanik seit deren Anfängen gehabt und der Funktion. in diesem Falle nicht sowohl ein allgemeiner Grundsatz für die Bewegungserscheinungen überhaupt. 49. ohne welche man die gedachte Bewegung gar nicht beschreiben kann. zu dem Kausalnexus derselben ? Die fernen Himmelskörper haben in unserem Beispiel keinen Einfluß mehr auf die Beschleunigung. sondern vielmehr verworfen.. wenn man eine Erscheinung beschreiben will. die lediglich die Beziehung und Wechselwirkung zwischen bestimmten physischen Objekten zum Ausdruck bringt. was man offen oder versteckt mit nennen muß. physischen Individuen ab. irgendwie in dinglicher Wirklichkeit als vorhanden aufzeigt.) Meint 235 . die wir an einem konkreten Einzelding aufgefunden haben. seien ohne Einfluß auf dieselbe ? Gehört das. auf das es hinweist. die S t r e i n t z im einzelnen durchzuführen gesucht hat. den das Trägheitsprinzip nach den empiristischen Voraussetzungen allein haben könnte. Die — logische Grundform der Mechanik ist hier nicht begriffen und erklärt. diese Anknüpfung fallen zu lassen und zu anderen Das Trägheitsprinzip wäre Bezugssystemen überzugehen. daß man das Bezugssystem. wie wir jemals daran denken könnten. wohl aber auf die Geschwindigkeit. so diesen wäre es logisch unverständlich. nicht zu den wesentlichen Bedingungen.Formel. entspricht in keiner Weise der Bedeutung. ohne daß dadurch die Hinge die Relation selbst eine völlig neue Gestalt erhielte.

236 . eine logische Unbestimmtheit in sich schließen. als Ursache dieser Abweichung erscheinen. die die Physik zugrunde legt. so ist hier freilich niemals eine gleich unmittelbare und positive Entscheidung möglich: wir müssen uns einfach mit der Feststellung begnügen. die Streintz mit dem Namen eines .. irgendwelche äußere Körper anzugeben. in bezug auf welches die dynamischen Differentialgleichungen.. erfüllt Diese Gleichungen. daß. in der sie gewöhnlich formuliert werden. 22 ff. die direkt wahrgenommen und gemessen werden können. wie sich leicht ergibt. Leipzig 1883. der durch die beiden angegebenen Grundbestimmungen. keine Drehbewegung zu vollführen und keiner Einwirkung einer äußeren Kraft unterworfen zu sein. sofern derselbe die doppelte Bedingung erfüllt. die durch das Lageverhältnis. 13 ff. haben jetzt einen festen und eindeutigen Sinn erhalten. unzweideutig nachweisen.jeden beliebigen. gyroskopischen Kompasses" bezeichnet. * Vgl. Die physikalischen Grundlagen der Mechanik. in welchem sie zu dem bewegten Punkt selbst oder zu dem angenommenen Bezugssystem stehen. denn jede „absolute" Rotation eines Körpers setzt sich in irgendwelche physikalische Wirkungen um. (FK). Die Abwesenheit der Drehbewegung läßt sich stets an bestimmten Maßinstrumenten. so oft in der Bewegung eines Punktes bezüglich eines Körpers von unveränderlicher Richtung eine Abweichung von der Geradlinigkeit oder Gleichförmigkeit beobachtet wurde. die in der Art. die näheren Ausführungen bei Streintz. als Fundamental- Körper sind. Auch dieser Ableitungsversuch beruht indessen. empirisch gegebenen Körper. die Abwesenheit von äußeren Kraftwirkungen betrifft. das Trägheitsprinzip insbesondere läßt sich nunmehr in der Form aussprechen. daß jeder sich selbst überlassene Punkt Linie sich hinsichtlich eines Fundamentalkörpers in gerader und mit konstanter Geschwindigkeit bewegt*. S. Was das zweite Moment. so besitzen wir in jedem derartigen Körper ein geeignetes System. Bezeichnen wir nun einen Körper. durch die Abwesenheit der Drehbewegung und durch die vollkommene Unabhängigkeit von allen um- gebenden Massen charakterisiert ist. es bisher stets gelungen ist.

keiner fremden Einwirkung zu unterliegen. die wir an einzelnen Körpern mit bestimmten physikalischen Eigenschaften bewährt gefunden. als Forderungen entunserer Erklärung die Richtung vorgegenhalten. statt umgekehrt die Prinzipien.auf einer Umkehrung des eigentlichen logischen und geschichtlichen Verhältnisses. sondern umgekehrt erklärt es sich Merkmal. und die wir sodann für alle Körper derselben Art als wahrscheinlich angenommen haben. bliebe alsdann völlig unverständEs ließe sich nicht begreifen. wäre die Erwägung entscheidend. gemäß ist. die wir zuvor selbständig kraft dessen entwickelt haben. gleichsam sinnlich ablesen konnten. logisch streng geschieden. die ja nur kraft bestimmter Einzelbeobachtungen gewonnen sind. Nur unter der Voraussetzung dieser Gedanken leuchtet die Bedeutung ein. alsbald umzugestalten. Bestände Streintz' Erklärung zu Recht. den diese Grundsätze erheben. 237 . die Streintz an die Spitze seiner Erörterungen stellt. Nicht aus Beobachtungen an bestimmten Körpern. mit welchem Rechte wir lich. ob ein bestimmter gegebener Körper den Voraussetzungen der Theorie. Der Anspruch auf strenge Allgemeingültigkeit. wenn die Bedeutung beider nicht zuvor in ideeller KonDie scheinbar struktion festgestellt worden wäre. so wären die mechanischen Grundsätze lediglich Induktionen. ob ein Einzelfall unter ein bestimmtes Gesetz auf subsumierbar ist. die den beiden Momenten. daß der Fundamentalkörper selbst und das Fundamental-Koordinatensystem als empirische Fakta niemals vorgefunden werden könnten. ist aber von den denen die Gültigkeit des Gesetzes selbst beruht. ist die Idee der Beharrung entstanden. sind bereits geleitet und beherrscht von den Grundgedanken der analytischen Mechanik selbst. die schreiben. zukommt: die Abwesenheit der Drehbewegung. denen wir die Eigenschaft. sie den beobachteten Tatsachen. an denen wir erkennen. reinen Induktionen. Das wir feststellen. durch welche der Fundamentalkörper bestimmt ist. sowie die Unabhängigkeit von jeder äußeren Kraftwirkung bilden die empirischen Kriterien. Bedingungen. Aber auch wenn man hiervon absieht. sobald sie mit den neuen Erfahrungen nicht mehr im Einklang stehen.

S. Grund- Gedanke Hält man also an der Forderung fest. daß ein sich selber überlassener materieller Punkt in geraderLinie dahingeht. und im Hinblick auf ihn die dynamischen Grundgleichungen zu erklären. daß das Trägheitsgesetz notwendig an irgend ein materielles Bezugssytem angelehnt werden müsse. Die analytische Mechanik ist. Streintzsche Versuch. sofern er eine wahrhafte legung der Mechanik sein will. die hier an die Spitze treten. notwendig der Setzung eines bestimmten Daseins-Hintergrundes. einen unbekannten. Das Galileische Prinzip bedarf nach Neumann. dieser Experiwährend umgekehrt der bloße mente nur auf dem Boden dieser Mechanik entstehen konnte*. liegt bereits die stillschweigende Anerkennung der Grundsätze. „Jene Worte des Galilei. um in seinem begrifflichen Sinn erfaßt zu werden. in welcher an irgend einer uns mann unbekannten Stelle des Raumes ein absolut starrer. hierzu bes. N e u in seiner Schrift über die Prinzipien der GalileiNewtonschen Theorie versucht worden. in der Tat einen Zirkel ein. als ein in der Luft schwebender Satz. in der neben der Erörterung des physikalischen Grundproblems auch die methodische Hauptfrage zu besonders deutlicher Ausprägung gelangt ist. treten uns entgegen als ein Satz ohne Inhalt. sind die Sätze unserer Mechanik verständlich. 136 H 1 er . denn in den Experimenten und in den empirischen Lehrsätzen selbst. so bleibt schließlich. ohne diese Experimente zustande gekommen. 238 . die erst deduziert werden sollen. daß wir nach Körpern dieser Art und ihnen eine bevorzugte Stellung im Aufbau So schließt der unserer empirischen Wirklichkeit zuweisen. die Kritik des Streintzschen Versuches bei ö f Studien zur gegenw.erst auf suchen Grund dieser Idee. Leipzig 1900. wenn man zugleich die rationale Gestalt der Mechanik erklären will. f. Die Durchführung dieses Gedankens ist zuerst von C. in der Tat nur der Ausweg zurück. in der Erfahrung nicht gegebenen Körper anzunehmen. der (um verständlich zu sein) noch eines * Vgl. Philosophie der Mechanik. wie die Geschichte lehrt. in seiner Gestalt und seinen Dimensionen für alle Zeiten unveränderlicher Körper existiert. Nur in einer Welt.

. dem wir diese bevorzugte sein. Und diesem Dasein kommen. gleichsam souveräne Stellung einzuräumen. daß sämtliche im Universum vorhandene oder überhaupt denkbare Bewegungen zu beziehen sind auf ein und denselben Körper. Wenn aber hier aus bloßem Denken ein Sein mit absoluten Eigenschaften gefolgert wird. wiederum alle diejenigen Prädikate zu. welche Gründe vorhanden sind. . Frage weder bei Galilei noch bei Newton eine bestimmte Antwort. Körper Alpha" bezeichnet wird. mitten in der Physik anzutreffen. für uns nicht * Carl e u Über die Prinzipien der Galilei-Newtonschen ann Theorie. ewig und unzerstörbar. obwohl es selbst materieller Natur sein soll. daß die Begreiflichkeit unserer ideellen Konzeptionen von bestimmten Beschaffenheiten des Seins abhängig gemacht ist. Denn sie ist in der Tat rein o n t o logischer Art: die Forderung eines einheitlichen logischen Bezugspunktes verdichtet sich zur Behauptung eines empirisch nicht unerkennbaren Daseins.bestimmten Hintergrundes bedarf. einem einzigen Körper eine auf die heutige Zeit W so hervorragende. Leipzig 1870. 14f. kraft deren hier die Existenz dieses einzigartigen Körpers dargetan wird. S. Irgendein spezieller Körper im Weltall muß uns gegeben Basis unserer Beurteilung. die auch sonst das ontologische Argument zu verleihen pflegte: es ist unveränderlich. Wenn wir aber das von ihnen begründete und bis mehr und mehr erweiterte theoretische Gebäude aufmerksam durchmustern. der von Neumann als ." Man erwarten. mit Bezug auf welchen alle Bewenur dann erst werden wir mit gungen zu taxieren sind jenen Worten einen bestimmten Inhalt zu verbinden imstande Welcher Körper ist es nun. so zeigt sich anderseits zugleich der umgekehrte Zug. Leider erhalten wir auf diese Stellung einräumen sollen ? sein. so können uns seine Fundamente nicht länger verborgen bleiben. die Beweisart. als derjenige Gegenstand. als — . — hierauf sollte allerdings erhalten wir keine Antwort*. . o dieser Körper sich befindet. Man denke sich den Körper Alpha durch irgendeine Naturmacht vernichtet: und die Sätze der Mechanik müßten aufhören.. N m 239 . Wir erkennen alsdann leicht.

sondern sogar — verständlich zu sein. der Begriff der gleichförmigen Bewegung von bestimmter Geschwindigkeit. Eine derartige Antwort aber würde das Problem sogleich auf einen völlig neuen Boden stellen. das hierin allein seinen eigenen Normen und Regeln gehorcht. die gedanklichen Forderungen. Statt des Körpers Alpha könnten wir alsdann in logisch allein einwandfreier und verständlicher Weise den reinen selbst setzen und ihn mit bestimmten Eigenschaften und Beziehungen ausstatten. warum dieses Verfahren auf die Setzung physischer Dinge eingeschränkt sein soll. ob unsere grundlegenden mathematischen in sich selbst irgendeine Bedeutung besitzen. Man entgeht in der Tat dem Dilemma erst dann. Auf alle diese geben. Wie aber sollten wir jemals zu einem begründeten Urteil über eine physikalische Wirklichkeit gelangen. so hinge es vom Sein oder Nichtsein eines aktuellen räumlichen Dinges ab. sondern auch die merkwürdigsten logischen Folgen anknüpfen. in voller Klarheit an den Anfang zu stellen. an dem die ersten Zweifel und Bedenken gegenüber der Formulierung der mechanischen Prinzipien einsetzten. Steht es in unserer Macht. Hypothesen Fragen könnte es zuletzt nur eine Antwort Nicht die Existenz des Körpers Alpha so könnte man erwidern wohl aber die dieser Existenz ist es. so begreift man nicht. wenn nicht zuvor der Sinn dieser allgemeinen mathematischen Grundprädikate feststeht? hat.nur anwendbar. Der Begriff der strengen Unveränderlichkeit der Richtung. den die mathematische Theorie uns geliefert wäre nunmehr mit einem Schlage um all seinen Sinn gebracht. mit ideellen Annahmen zu schalten. statt sie im Verlauf der Deduktion in verhüllter Form irgendwie einzuführen. woran die Geltung unserer mechanischen Begriffe hängt. Diese Annahme aber kann uns niemals verwehrt werden: sie ist ein reines Postulat unseres wissenschaftlichen Denkens. So würden sich hier an ein Geschehen in der äußeren Welt nicht nur bestimmte physische. wenn man sich entschließt. — Annahme — — — Raum 240 . So haben wir uns auch hier im Kreise bewegt: die innere Konsequenz des Gedankens führt genau zu demjenigen Ausgangspunkt zurück.

Inertialsystem" und eine „Inertialzeitskala". So können wir uns denn auch für die Aussprache des Trägheitsprinzips zunächst lediglich auf ein gedachtes Bezugssystem stützen. Erkenntnisproblem II. die wir dem ursprünglichen und einheitlichen Bezugssystem zuschreiben müssen.Der absolute Raum und die absolute Zeit der Mechanik schließen sowenig irgendwelche Daseinsrätsel in sich. jetzt hierzu besonders die vortrefflichen Ausführungen von E d m. Substanzbeg^iff 16 241 . vgl. ** S. auf das wir hinblicken. sondern eine logische Eigenschaft. die für das Funktionen Erkenntnis „Fundamental-Koordinatensystem" die Unabhängigkeit von * Näheres über die mathematische Konstruktion des „Inertialsystems" bei Ludwig Lange. genügt somit in der Tat der Grundforderung. Die geschichthche Entwicklung des Bewegungsbegriffs. kraft deren erst eine exakte der empirischen Wirklichkeit möglich wird**. 390 ff. König. Die phoronomischen und der gleichförmig beschleunigten Bewegung enthalten ursprünglich nichts von der sinnlichen Begriffe der gleichförmigen Beschaffenheit materieller Körper. daß die allgemeine Bewegungslehre ihm keinen Zweig der angewandten. zugleich aber bleiben beide als reine bestehen. Studien III. die gemäß einem ideellen Konstruktionsprinzip erzeugt und aufeinander bezogen sind. um sie durch alle Umformungen der Rechnung hindurch als identisch und unveränderlich anzusehen. 356 f. Das ideelle Achsensystem.und Zeitgrößen. S.. und legen beide aller weiteren Betrachtung der Bewegungserscheinungen und ihrer wechselseitigen Beziehungen zugrunde*. sondern fixieren lediglich eine bestimmte Beziehung zwischen Raum. 559 ff. So entfällt die Hypostasierung des absoluten Raumes und der absoluten Zeit zu transzendenten Dingen. 129 ff. Cassirer.. Sie entstehen in genauer und stetiger Fortführung dieser Grundbegriffe: wie denn Galilei stets aufs schärfste betont.. Braunschweig 1907. Die Festigkeit. S. (1886). . daß wir sie im Begriff festgelegt haben. Kant xmd die Naturwissenschaft. 344. die hier erfordert sind. dem wir alle jene Bestimmungen zuschreiben. sie bedeutet. ist keine sinnliche. sondern der reinen Mathematik bedeute. Wundts Phüos. als dies bei der reinen Zahl der Arithmetik oder bei der reinen Geraden der Geometrie der Fall ist. 677 ff. Wir erschaffen kraft begrifflicher Definitionen ein räumliches .

Soweit irgendein empirisch gedie sich an sie anschließen. Aber auch hier ist es niemals möglich. der in allen Stücken der mechanischen Definition des Inertialsystems entspricht. und ihrer empirischen Erfüllung bestehen bleibt.äußeren Kräften verlangt: denn wie vermöchten Kräfte Linien. entwickeln wir hieraus ein allgemeines gesetzliches Schema für mögliche räumliche Veränderungen überhaupt. so wenig gibt es einen wirklichen Körper. wir behaupten. Aber wir sind uns zugleich darüber klar. So bleibt stets die Möglichkeit offen. der zwischen den exakten gedanklichen Gesetzen. Daß irgendein System wie etwa das System der Fixsterne gegebener Körper in Ruhe ist. sondern wir können immer nur mittelbar in dem gesamten Verknüpfungszusammenhang.Gegenstands selbst.) der „Inertialsysteme". h. 193 ff. (S. allen auf — Wir entwickeln rein theoretisch die Bestimmungen S. Diese Relativität ist es. ihr Recht aufweisen. die sich — — 242 . auf rein geometrische Gebilde zu wirken? Indem wir diese Linien in unserer gedanklichen Abstraktion als schlechthin konstant betrachten. und die mathematischen Folgerungen. Ausdruck des notwendigen Abstandes. Ob dieses Schema auf die Wirklichkeit der physischen Dinge und Vorgänge anwendbar ist. durch die Wahl eines neuen Bezugspunktes eine nähere und genauere Übereinstimmung zwischen dem System der Beobachtungen und dem System der deduktiven Schlußfolgerungen herzustellen. die freilich unabweislich ist: denn sie liegt Sie ist der im Begriff des Erfahrungs. daß diese Forderung in der Erfahrung niemals exakt. das bedeutet somit nicht eine Tatsache. die Grundhypothesen zu isolieren und sie einzeln in konkreten Wahrnehmungen als gültig aufzuzeigen. die alle Eigenschaften des reinen geometrischen Begriffs erfüllt. sprechen wir auch ihm „absolute!' Ruhe und absolute Festigkeit zu: d. So wenig es eine wirkliche Gerade gibt. die wir formulieren. oben. sondern stets nur in bestimmter Annäherung erfüllt sein kann. daß ein sich selbst überlassener materieller Punkt sich in bezug auf ihn geradlinig und gleichförmig bewegen müsse. sich diesen Bestimmungen gemäß zu verhalten gebener Körper scheint. den sie zwischen den Phänomenen herstellen. vermag freilich zuletzt nur die Erfahrung zu lehren.

H. anderseits den Gegensatz zwischen dem nach dem Newtonschen Gesetz berechneten und dem tatsächlich beobachteten Wert der säkularen Beschleunigung des Mondes zu beseitigen*. daß sie den notwendig geforderten BezugsDas System. Der einzelne materielle Anknüpfungspunkt. daß sie jegliche Relation abstreifen. Diese Bedeutung der Grundbegriffe des absoluten Raumes und der absoluten Zeit ist bereits von Leibniz in ihren allgemeinen Zügen festgestellt worden. deren Anwendung uns gestattet. La mesiire du temps (vgl. 192 f. von dem die konkrete Gesamtheit der maß.. oben. Die Bedeutung dieser Begriffe besteht nicht darin. sondern darin. Phänomene als abhängig gedacht wird. So bleibt freilich auch den physikalischen Begriffen des absoluten Raumes und der absoluten Zeit eine Beziehung anhaften. sondern ein Inbegriff theoretischer und empirischer Regeln. wie auf das Gravitationsgesetz stützen: als . Analog ersetzen wir das nicht völlig genaue Zeitdas die Sterntage uns darbieten. durch ein genaueres. punkt vom Materiellen ins Ideelle verlegen. wir hinblicken und an dem wir unsere gedankliche auf das Orientierung suchen. an welchem sie sich gleichsam anschaulich Der Fixsternhimmel demonstrieren und darstellen lassen. indem wir uns auf das Gesetz der Erhaltung der Kraft. sondern es besagt.direkt durch Wahrnehmung oder Messung feststellen läßt. daß hier in der Körperwelt ein Paradigma für bestimmte Grund.). steht mit den bewegten Körpern der Wirklichkeit in Be- ziehungen. wahrnehmbarer Körper. Ihm sind beide Begriffe nur ein anderer Ausdruck für die durchgängige örtliche und * S. die sich dem Zusammenhang dieser Sätze völlig einordnen und in ihm einen erschöpfenden Ausdruck finden. ist kein einzelner. absolut" exakt gilt uns diejenige Zeiteinheit. 16* 243 . Poincare.und Lehrsätze der reinen Mechanik gefunden ist. mag sich daher verändern: die Grundrelation auf einen bestimmten Inbegriff von Gesetzen der Mechanik und Physik aber bleibt konstant. einerseits den Widerspruch gegen die theoretischen Forderungen des Energieprinzips. S. an den wir gleichsam unsere Bewegungsgleichungen heften.

deren Eigenschaften indessen den Eigenschaften nicht widersprechen dürfen. Erst im zweiten 'Buch. Livr. 1 4. jede Berufung auf die Erfahrung an sinnlich wahrnehmbaren Körpern bleibt ihnen fremd. die wir für alles Sein und Geschehen fordern müssen. Die Aussagen. hat in der neueren Zeit seine prägnanteste Ausprägung in Heinrich Hertz' System der Mechanik gefunden. Zeiten und Massen miteinander vergleichen. deren Gesetz man kennt. gewinnen wir damit ein allgemeines Prinzip der Zu* Leibniz. werden die Zeiten. die von ihnen gemacht werden. Diese Aussagen stützen sich daher auch nicht mehr allein auf die Gesetze unserer Anschauung und unseres Denkens. Räumen und Massen sollen daher nicht mehr allein den Ansprüchen unseres Geistes genügen. chap. das hier angenommen wird. „Unsere Aussagen über die Beziehungen zwischen Zeiten. sind . noch irgendeinen festen und unbeweglichen Körper im Weltall gibt. Die Darstellung von Hertz nimmt Raum und Zeit zunächst lediglich in dem Sinne. Urteile a priori im Sinne Kants". Diese Bestimmtheit muß verlangt werden. Das Verhältnis zwischen Theorie und Erfahrung. Räume und Massen als Zeichen äußerer empirischer Gegenstände gedacht." Indem wir nämlich innerhalb jedes Gebiets feste Maßeinheiten zugrunde legen. Nouveaux Essais. auf gedachte gleichförmige Bewegungen beziehen und auf Grund dieses Verfahrens die Folgen der Verknüpfung verschiedener Bewegungen vorausberechnen*. Sie ist theoretisch stets erreichbar: denn man kann stets die ungleichförmigen Bewegungen. die wir zuvor den gleichbenannten Größen als Formen unserer inneren Anschauung oder durch Definition beigelegt hatten. nach denen wir die empirischen Räume. in welchem von der Geometrie und Kinematik zur Mechanik der materiellen Systeme übergegangen wird. sondern außerdem auf vorangegangene Erfahrung.zeitliche Bestimmtheit.. 844 . insbesondere zukünftigen Erfahrungen entsprechen. II. auch wenn es keinen streng gleichförmigen Ablauf irgendeines tatsächlichen Naturereignisses. sondern sie sollen zugleich auch möglichen. in dem sie sich der „innerenAnschauung** darbieten.

Heinrich Hertz. sofern alle tatsächlich beobachtbaren Bewegungen in bezug auf dieses Grundsystem bisher stets in höchster Annäherung den Axiomen entsprachen.. sondern es sind Unbestimmtheiten der abzubildenden äußeren Erfahrung selbst.. die vollkommene Fixierung aller Elemente erreicht ist. sind nicht Unbestimmtheiten unserer Bilder. Die Prinzipien der Mechanik. durch welche die Mechanik den Begriff der . die aus den Gesetzen der Anschauung und des Denkens von uns erzeugt sind. daß wir durch tatsächliche Bestimmung mit Hilfe unserer Sinne doch keine Zeit genauer festlegen können. Der absolute Raum ist daher wenn darunter nicht der abstrakte Raum der Mechanik. Die Unbestimmtheiten. „Wir wollen damit sagen. nach welchem die Konstruktion erfolgt ist. kraft dessen wir nunmehr den konkreten sinnlichen tische Empfindungen und Wahrnehmungen bestimmte mathemaSymbole eindeutig entsprechen lassen und damit die gegebenen Eindrücke in die Zeichensprache unseres inneren gedanklichen Bildes übertragen. was wir durchaus als möglichen Fall in den Kreis unserer Berechnungen und Voraussetzungen aufnehmen müssen. Wir messen die ." Während also bei den Gebilden. Die Weltordnung. ist uns die wahre Ordnung der Dinge. Sollte einmal diese Bedingung sich nicht mehr erfüllt zeigen. so würde also das Ideal. Wirklichkeit" unserer Erfahrungen beständig an der . als sie sich beziehen läßt auf ein mit dem entfernteren Fixsternhimmel ruhendes Koordinatensystem. in seinem Sinn völlig unversehrt bleiben. absoluten Bewegung" charakterisiert. nur seine empirische Verwirklichung wäre an eine andere Stelle gerückt. die wir unter der Voraussetzung der Ruhe des Fixsternhimmels konstruieren.und Korrelationsgesetze. auch nicht unserer Abbildungs. ist sie im Gebiet der empirischen Erscheinungen lediglich gefordert. keine Masse genauer. keine Lage genauer. die diesen Festsetzungen der letzten Einheitsmaße notwendig anhaften. Wahrheit" unserer abstrakten dynamischen Begriffe und Grundsätze.Ordnung.. als die besten Wagen sie uns liefern*. 157 245 . 53 ff. sondern die eindeutig be- — * S. als sie sich messen läßt mit Hilfe der besten Chronometer.. ff. so würden diese Axiome. S.

Es ist freilich richtig so führt er aus Begriff des Körpers mehr gesetzt ist. auch jede Darstellung physisch gegebener Körper in einem geometrischen System. so meinen wir damit streng genommen kein Verhältnis zwischen sinnlichen Körpern. ja sehr verschiedene hier zu Entfernungen untereinander besitzen können. da diese. um auch nur über die relative Lage zweier materieller Systeme eine völlig sichere Aussage Abständen Um Punkten machen zu können. weil sie zu viel beweisen würden: sie müßten. sondern ist erst kraft des geometrischen Raumes der Linien und Abstände möglich. Positivismus". Die positivistischen Bedenken gegen den .stimmte Ordnung der Körperwelt selbst bezeichnet wird allerdings niemals endgültig gegeben. niemals eine Gegebenheit im Sinne eines dogmatischen . wie sich bei schärferer Analyse zeigt. indem wir etwa eine Beziehung zwischen die Gesamtmasse der Körper auf die Schwerpunkte reduziert denken.. physische Raum der Körper bedeutet eben keine getrennte Wesenheit. die wir an den Körpern wahrnehmen. Auch für dieses Verhältnis hat L e i b n i z ein besonders treffendes und prägnantes Wort daß im geprägt. sondern stets nur gesucht.reinen" Raum und die „reine" Zeit der Mechanik beweisen . von der idealen Ausdehnung der Geometrie in irgendwelchen Bestimmungen ver- — — 246 . Wir müssen somit die direkte empirische Anschauung bereits vermittels der reinen geometrischen Grenzbegriffe geformt und umgestaltet haben. müssen wir vielmehr an die Stelle einer Beziehung von Körpern setzen. Aber hierin liegt keine Minderung seiner objektiven Bedeutung für unsere Erkenntnis: denn auch der relative Raum bedeutet. je nachdem man den einen oder anderen Punkt ihres Volumens zum Ausgangspunkt der Messung nimmt. einem eindeutigen geometrischen Sinne zu gelangen. aber es folgt hieraus nicht. verwehren. Wenn wir von „Distanz" sprechen. Auch wenn wir irgendwelche körperliche Massen in ihren — wechselseitigen Lagen und ihren relativen betrachten. als im Begriff des bloßen Raumes. in welchem Der es feste Lagen und Entfernungen gibt. daß die Ausdehnung. sind wir damit über die Grenzen der sinnlichen Eindrücke bereits hinausgeschritten. daher nichts. konsequent zu Ende gedacht.

Kopie Phoronomie Freilich feststehen. Bd. wenngleich seine Hauptzüge durch die Begriffe der Geometrie und Entwurf. auch den Aufs.: Das Inertialder Naturforschung. . Auch die Zahl ist etwas anderes als der Inbegriff gezählter Dinge. wenn Aussagen über Wirklichkeit wir auf in dieser Weise unsere vorangegangene Kon- struktionen begründen. die hiermit aufgeworfen läßt indes * im Zusammenhang der bisherigen Untersuchung Leibniz. 4.. daß man sich nicht zwei Arten der Ausdehnung: die abstrakte des Raumes und die konkrete der Körper vorzustellen hat: denn das Konkrete empfängt seine Beschaffenheit erst durch das Abstrakte*. Livr. damit zugleich ein Moment Willkür in unsere wissenschaftliche Betrachtung gelassen." Wir zeichnen die Daten der Erfahrung in unser konstruktives Schema ein und gewinnen damit ein Bild der physischen Wirklichkeit: aber dieses Bild bleibt nicht des Seins dennoch immer und erhält sich daher beständig wandlungsfähig. II. s. die aber in keinem empirischen Faktum selbst ein unmittelbar Korrelat besitzen**. gleichviel ob wir sie rein begrifflich definieren oder sie uns in irgendeinem konkreten Beispiel veranschaulichen. indem Begriffe des . Die Frage. so sind wir in unserer Wahl niemals von außen schlechthin bestimmt und gezwungen: kein Zeitmaß ist wahrer als irgendein beliebiges andere. a. Lange Bystem vor dem Forum Essais. a. der zu- Man hat diesen Schluß tatsächlich gezogen. sondern alles. II.. scheint. die wir zum Zweck der leichteren Übersicht über die Tatsachen einführen.. Philoe. Studien. Chap.In demselben Sinne kann man auch sagen. In einer Untersuchung über die Bedingungen der Zeitmessung hat sodann P o i n c a r 6 die allgemeine Folgerung hieraus in aller Entschiedenheit gezogen.Inertialsystems" und der „Inertialzeitskala" als bloße bezeichnet hat. Nouveaux Ludwig ** Vgl. ist. beschränkt sich darauf. während doch die Vielheit als solche stets ein und dasselbe bedeutet. . es bequemer S. man die Konventionen objektives daß ist. was wir zu seiner Begründung anführen können. O. 247 . Wenn wir irgendeine Naturerscheinung als absolut gleichförmig erklären und alle anderen an ihr messen.schieden sei.

Die Wissenschaft besitzt kein höheres Kriterium der Wahrheit und kann kein anderes besitzen. die. keiten der Darstellung sondern läßt stets verschiedenen MöglichRaum: aber eben indem unsere gedankliche Konstruktion sich erweitert und neue Momente in sich aufnimmt.. mehr und mehr ausgeschaltet werden.. Dieses Gesetz bleibt das letzte erreichbare Kriterium der . denn es verbürgt uns. gegeben. die Trennung zwischen dem. Jede andere Fassung des Gegenstandsbegriffs liegt außerhalb ihres Bereichs. Die Bezeichnung der ideellen begrifflichen Schöpfungen als . um auch nur das Problem einer andersartigen Gegenständlichkeit in Gedanken fassen zu können. sie müßte sich selbst . Objektivität". sondern ein bestimmtes Gesetz des Fortschritts befolgt. daß der Gedanke sich in ihnen nicht lediglich aufnehmend und nachbildend verhält. alle Zufälligkeiten der Beurteilung. was vom Standpunkt unserer Begriffe und dem. auf ihr Recht und ihre Geltung zu prüfen ist. Diese Ordnung ist freilich niemals einem einzigen Begriffssystem. das jede andere Wahl ausschließt. und ursprüngliche Selbsttätigkeit Selbsttätigkeit ist indessen keineswegs unbeschränkt und zügellos: denn ihre Bindung ist.. in ihrer Ordnung und ihrem Diese einzelnen System in Zusammenhang. sondern eine eigentümliche entfaltet. wenngleich nicht in einer Wahrnehmung. bedeutet selbst bereits eine metaphysische Satzung.transzendieren". was an sich selbst durch die Natur der Sache notwendig ist. wie sie sich vom subjektiven Standpunkt des einzelnen Beobachters aus unausweichlich ergeben.noch keine endgültige Antwort zu. als die Einheit und Geschlossenheit im systematischen Aufbau der Gesamterfahrung. und daß an ihre Stelle 248 . denn sie greift vom Bereich der Wissenschaft in ein methodisch fremdes Gebiet über. so doch im der Wahrnehmungen. Die Scheidung zwischen einer „absoluten" Wahrheit des Seins und einer „relativen" Wahrheit der wissenschaftlichen Erkenntnis. dem wir auf diesem Wege zustreben. Konventionen" hat somit zunächst nur eine verständliche Bedeutung: sie enthält den Hinweis und die Anerkennung. ehe sie als Maßstab gebraucht werden kann. festzulegen. zeigt es sich. daß sie hierbei nicht nach Willkür verfährt. daß in dem Weltbild der Physik.

allgemeinen sind die fundamentalen Ordnungen. VI und VII. keinen Umweg über komplizierte mathematische Hypothesen mehr. Energie erst erfassen wir das Wirkliche. sondern es offenbart sich uns direkt und unVgl. sondern im Gebiet des Seins. neben allen spezifisch physikalischen Gründen. Inhalt zu erfüllen. hier tritt uns ein Sein entgegen. bedarf es eines neuen Prinzips. um dieses letzte Sein zu ergreifen. Und wir brauchen. Sie sind Begriffsmarken. Hier scheinen wir zum ersten Mal auf dem Boden der Wirklichkeit zu stehen. hierzu später Kap. aber sie bestimmen nicht den Begriff des Realen die an und für sich leeren Formen mit konkretem selbst. ist dieses Prinzip in verschiedene Bezeichnungen zu fassen versucht worden. die für die ältere Naturwissenschaft den eigentlichen Typus des Objektiven ausmachen. und Zeit. die wir unseren Eindrücken anheften. Notwendigkeit Kern VIT. die sich aber an realer Bedeutung niemals mit der In der unmittelbaren Empfindung selbst messen können. Um Energetik die nimmt.7tXrJQEi ov dem leeren Raum entgegengesetzt ist. indem es sich unzerstörlich und ewig erhält. das alle Bedingungen wahrhafter und unabhängiger Existenz erfüllt. 249 . So ist es denn in der Tat. hier befinden wir uns nicht mehr im Gebiet des bloßen Denkens. Das Atom und Materie. die allgemein den diejenige des Objektbegriffs selbst ausmacht*. gelten dennoch nur als die Sie in denen diese sich darstellt. Von Demokrits Begriff der Materie an. den die Raum Formen. Hier schiebt sich kein bloßes Symbol mehr zwischen uns und die physischen Dinge. weil das Wirkende selbst. gehen dennoch bei schärferer Zergliederung der Daten und Bedingungen unserer Erkenntnis in bloßen Abstraktionen auf.tritt. ein erkenntnistheoretifür sich in Anspruch scher Vorzug. die als das 7tafj. bis es seine abschließende logische Fixierung in dem modernen Gedanken der Energie gefunden hat. so unentbehrlich sie zum Aufbau der empirischen Wirklichkeit sind. in welche sich das Reale einfügt.

nunmehr die Urrealität selbst. die als Licht empfunden werden. Gleichviel welche physikalischen Vorzüge * Ostwald. welche auf der Netzhaut unseres Auges chemische Arbeiten bewirkt. Der Gegenstand i s t das. reiner diese Aufgabe erfüllt wird. Wahrheit nicht die rätselhafte. Mit diesem Gedanken ist allerdings eine Bestimmung. Vorles. Riechen Schmecken deren Betätigung uns davon Kunde gibt. als was er sich uns allein gibt: eine Summe tatsächlicher und möglicher Wirkungsweisen. Überall sind es Energien oder Arbeiten. S. Was wir empfinden. an sich völlig unbestimmte Materie. aber damit Fortan ist zugleich deren Leistung begrenzt und erschöpft. über Naturphilosophie. 159 f. die von den Außendingen auf uns geübt werden. ohne alle abstrakten und begrifflichen Hüllen.*" Das „Ding" als ein passives und gleichgültiges Substrat der Eigenschaften ist somit jetzt beseitigt. in die Grundlagen des naturwissenschaftlichen Denkens aufgenommen. um so klarer erblicken wir. die in den Organen der Nase und des Mundes stattfinden. die wir als „Träger" der sinnlichen Eigenin schaften voraussetzen. sondern es sind die konkreten Einwirkungen.gesucht in der ist ja Wahrnehmung selbst. Ein Bedenken freilich muß sich sogleich gegen diese Auffassung erheben. 250 . ist nichts als die strahlende Energie. insbesondere auf die für den Empfang bestimmter Energieen ausgebildeten Sinnesorgane übergehen. die bei der Zusammendrückung unserer Fingerspitzen und gegebenenfalls auch der des getasteten Körpers verbraucht wird. und die Gesamtheit der Natur erscheint uns unter diesem Gesichtspunkte als eine Austeilung räumlich und zeitlich veränderlicher Energieen in Raum und Zeit. und welche Eigenschaften sie hat. können alle bloß spekulativen Gesichtspunkte um so strenger ausgeschlossen und die Betrachtung lediglich auf die WiederJe gabe des empirisch Tatsächlichen beschränkt werden. und beruhen auf chemischen Arbeitsleistungen. als diese Energieen auf unsern Körper. „Was wir sehen. die rein der philosophischen Reflexion angehört. von der wir in dem Maße Kenntnis erhalten. Wenn wir einen festen Körper tasten. so empfinden wir die mechanische Arbeit. wie die Außenwelt geordnet ist.

mehr als jede andere physikalische Anschauung. die die Energetik der mechanischen Weltanschauung zum Vorwurf macht. den beide gegenüber dem Sinnlich. den die Energetik hier vor der Mechanik behaupten könnte. so zeigt es sich in der Tat. kann also niemals darin bestehen. vor der Gefahr der unmittelbaren Verdinglichung der abstrakten Prinzipien zu bewahren vermag. des Süßen und Bittern. haben wir daher an ihnen genau die gleiche Umsetzung in eine. daß die Energetik von Anfang an ein Motiv in sich das sie. Nicht darum kann es sich handeln. Zahlenwerte und Zahlenverhältnisse sind es. die „Hypothese" gänzlich auszuschalten. Faßt man die Aufgabe in dieser Weise. sind qualitative Unterschiede des Empfindungsinhalts: des Warmen und Kalten. sie nicht mehr gleich dem dogmatischen Materialismus in eine absolute Beschaffenheit der Dinge messen — — umzudeuten. daß die „Materie" der theoretischen Physik sich direkt tasten und mit Händen greifen lasse. heißt bereits. des Hellen und Dunkeln. Daß „Energieen" gesehen oder gehört werden können: dieser Gedanke ist offenbar nicht weniger naiv. als der Gedanke. Was uns gegeben ist. S. Ihr Grundenthält. ihnen fremde Sprache vollzogen. erkenntnistheoretisch betrachtet. mit bestimmten theoretischen Voraussetzungen des Urteils an sie herantreten (s. auf die hier die theoretische wie die experimentelle Beobachtung gleichmäßig eingestellt sind und in denen der erster gedanke Raumes. Dies bekundet sich vor allem negativ in dem gleichen Abstand. Der Vorzug. daß sie sich dieser Voraussetzungen enthält. 187 ff. nicht aber die numerischen Differenzen von Arbeitsgrößen. sondern daß sie sie klarer und schärfer in ihrer logischen Bedingtheit durchschaut. sondern nur darum.). nicht in Linie auf den Begriff des sondern auf den der Zahl zurück.Gegebenen bewahren. Indem wir die Empfindungen auf derartige Größen und ihren wechselseitigen Ausgleich zurückdeuten. 251 .der Begriff der Energie vor dem der Materie und des Atoms besitzen mag: logisch stehen jedenfalls beide auf derselben Stufe und gehören der gleichen Sphäre der Betrachtung an. geht. Eine Wahrnehmung heißt bereits sie in eine andere Form des Seins umprägen.

Denn das Objekt will chemische Verwandtschaft bezeichnen zunächst nur gewisse abstrakte Typen. so muß nach einem Prinzip gefragt werden. Aber die eigentliche Aufgabe der Naturerkenntnis ist damit noch nicht erschöpft. als ein Ganzes derartiger „Parameter" dar- mehr sein. das uns gestattet. Elektrizität. Bewegung. in die wir den Inhalt des Gegebenen zunächst geordnet haben. indem ihm ein eindeutiger Platz in einer nach irgendeinem Gesichtspunkt geordneten und abgestuften Mannigfaltigkeit zugewiesen wird. es will die Einheit der Eigenschaften und somit ihre wechselseitige Bedingtheit und Abhängigkeit Soll diese Forderung in der Wissenschaft ihren bedeuten.Ding** der populären Erfahrung selbst noch nicht vollständig in seinem logischen Bestand begriffen. nicht wohl als Substanz mißverstanden werden. als diese Reihen selbst noch gesondert nebeneinander stehen. ja prinzipiell noch nicht in Angriff genommen. Solange dies der Fall ist. als eine bloße Summe von Eigenschaften.. Wir sahen. Die Zahl aber kann. wird das Gegebene damit zum Gegenstand wissenschaftlicher Betrachtung. Um von ihnen wiederum zu einer Dar252 f . wiederum untereinander durch ein einheitliches Wärme. adäquaten Ausdruck finden. auf die wir das Ganze unserer Wahrnehmungen beziehen. Die Entwicklung des Energiegedankens bietet ein konkretes physikalisches Beispiel für diesen allgemeinen Erkenntnisprozeß. daß der erste Schritt der mathematischen Objektivierung des Gegebenen darin bestand. wenn man nicht zur Mystik des Pythagoreismus zurückkehren will.eigentliche Kern des Grundgesetzes besteht. ist das . Die Einbeziehung des Sinnlich-Mannigfaltigen in Reihen von rein mathematischem Aufbau bleibt solange unzureichend. Gesetz zu verknüpfen. die verschiedenen Gesamtreihen. durch welchen wir das sinnlich Mannigfaltige im B e g r i f f als einheitlich und gleichartig setzen. Es ist nicht genug. sondern sie bezeichnet lediglich einen allgemeinen Gesichtspunkt. Erst indem es in diesem Sinne „festgestellt** wird. wenn wir jede einzelne physikalische und chemische Eigenschaft in einem reinen Zahlenwert zum Ausdruck bringen und den Gegenstand stellen. es unter bestimmte Reihenbegriffe zu fassen.

die wir hierfür zugrunde legen. ohne daß das Ergebnis dadurch berührt würde. Erst wenn dies geschehen. ist der Weg von jedem Glied zu jedem andern. wie in der Tat die Fäden des mathematischen Zusammenhangs des Geschehens allseitig geknüpft sind. gleichviel welcher Reihe es angehören mag. als ihnen in irgendeiner Reihe physischer Quali- 253 . die den Übergang von einer Reihe zur andern regelt. Sind zwei Elemente eines Gebiets insofern einander gleich. kann beliebig wechseln. Im Maßbegriff der Arbeit sind alle diese Größenbestimmungen auf einen gemeinsamen Nenner bezogen. jedem Quantum der Elektrizität ein Quantum chemischer Verwandtschaft entspricht usf. Diese Beziehung wird empirisch zunächst an dem Verhältnis der Äquivalenz von Bewegung und Wärme festgestellt. so läßt sich nunmehr jeder numerische Unterschied. Ist aber einmal ein derartiger Zusammenhang festgestellt. ebenso wie wir die Glieder gemäß einer exakten numerischen Skala geordnet haben. Die Vergleichseinheit. Das Energiegesetz enthält die Anweisung. einmal ermittelt. Der Gedanke erstreckt sich als allgemeine Forderung alsbald auf die Allheit der möglichen physischen Mannigfaltigkeiten überhaupt. kraft deren alle diese verschiedenen Gebiete wiederum zu Gliedern eines übergeordneten Systems werden. sogleich über diesen ersten Ansatz hinaus. sofern jedem . Nun erst zeigt es sich. so daß kein Element ohne Verbindung bleibt. bestimmt und durch feste Regeln der Ableitung vorgeschrieben. der Einzelreihen wenn es gelingt. bedarf es einer durchgängigen Vermittlung. den wir innerhalb der einen Reihe finden. aber sie greift. jedem Glied einer Mannigfaltigkeit ein und nur ein Glied in einer beliebigen anderen zuzuordnen. in den zugehörigen Werten irgendeiner anderen Reihe vollständig ausdrücken und wiedergeben. Quantum" der Bewegung ein Quantum der Wärme. auch eine konstante zahlenmäßige Beziehung zu entdecken. läßt sich sogleich die allgemeine Von diesem Punkte aus Bedeutung und Leistung des Grundgedankens der Energetik überblicken..Stellung des realen Vorgangs selbst zu gelangen. Der Aufbau der mathematischen Physik ist im Prinzip vollendet.

Energiearten" in diese Grundform Austauschverhältnis meinsame und exakt meßbar ist.. bn. so haben wir hier eine Anzahl von Reihen A.der" Energie zusprechen.. würde das Prinzip der wechselseitig eindeutigen Zuordnung aller Reihen durchbrechen. sondern erschaffen zu diesem Zwecke eine geVergleichsreihe. bereits der wesentliche Inhalt des zips: denn jede Arbeitsgröße. derart. sondern erscheint. Ci Cj Cj .täten derselbe Betrag der Wirkung entspricht. dadurch geändert wird. Will man den Zusammenhang schematisch darstellen. daß schen irgendein Glied von A durch ein bestimmtes anderes in B oder C ersetzt werden kann. daß die Energie in dieser Form der Ableitung nirgends als ein neues Ding. beDieses Verhältnis der möglichen Substitution zeichnen wir kurz damit.. auf die sie gleichmäßig bezogen werden. auch wenn man zum Zweck ihrer zahlenmäßigen Vergleichung auf eine beliebige In dieser Forderung erschöpft sich andere Reihe übergeht. daß wir nicht jedem Einzelglied stets die ganze Fülle der entsprechenden Äquivalente zuordnen. erschöpft sich in den quantitativen Beziehungen der Äquivalenz. wissenschaftlichem Grund und Recht aussagen läßt. deren Glieder aia^^z^n» bj bj b. Cn in einem bestimmten physikali- Erhaltungsprin- - - stehen. der alle diese Zuordnungen Wir in einen einzigen prägnanten Ausdruck zusammenfaßt. daß wir als ein einheitliches Alles was sich von ihr mit der Messung zugrunde legen. ist vor allem in technischen Umständen begründet. . nicht direkt an und inmessen die verschiedenen Systeme einander. B. C. da die Umsetzung der verschiedenen .. in dem dieser Ersatz vorgenommen wurde. sondern daß wir ihm ein für allemal einen bestimmten Wert . die „aus Nichts" entstände.. an und für aber könnte jede beliebige Einzelreihe als Ausdruck für die Gesamtheit der möglichen Relationen zugrunde gelegt werden. so muß diese Gleichheit aufrecht erhalten bleiben. Daß wir für diese Vergleichsreihe herkömmlicher Weise die mechanische Arbeit wählen. In jedem Falle zeigt es sich. die relativ leicht ausführbar sich Bezugssystem 254 .. ohne daß die Wirkungsfähigkeit des betreffenden physikalischen Systems.

in welcher alle diese Inhalte stehen. Ob man die Energie als Substanz oder aber als den Ausdruck einer kausalen Relation begreift. drängt sich indessen zugleich eine allgemeine logische Bemerkung auf. So paradox es auf den ersten Blick erscheinen Wissenschaft mag. Elektrizität und Magnetismus. das hängt schließlich von der allgemeinen Vorstellung ab. die die EnergeMaterialismus vorwirft. das die eindeutige quantitative Zuordnung der Gesamtheit der Phätik Es wäre dem nomene fordert. zur Seite. der einen allumfassenden Substanz kleiden wollte. die sie zwischen verschiedenartigen Gruppen von Vorgängen herstellen lehrt. An diesem Punkte. selbst in die Form eines Einzeldinges. nicht aber eines allumfassenden und somit im letzten Grunde eigenschafts. Die Energie tritt nicht als ein neues gegenständliches Etwas den schon bekannten physischen Inhalten. ja in die Form . wo die Betrachtung völlig den Tatsachen hingegeben scheint. nach welchem alle diese Phänomene meßbar werden und sich somit bei aller sinnlichen Verschiedenheit ein und demselben Verknüpfungszusammenhang einfügen. Die Energie als Einzelding gefaßt.des" Dinges. die gleiche dogmatische Verwechslung. Die I d e n t i t ät . wenn man das Prinzip. so macht sich selbst hier. wie Licht und Wärme..zwischen den verschiedenen Gebieten der Physik obwalten. das zugleich Bewegung und Wärme. wäre ein Etwas. zu der auch sie hinstrebt und zu der sie die verstreuten Einzelphänomene verknüpft. an welchem wir mitten in den naturphilosophischen Streitfragen der Gegenwart stehen.und bestimmungslosen Gegenstandes. die man sich vom Wesen der natur255 . Magnetismus und Elektrizität und doch auch nichts von dem allen wäre. hat ihr stets die Form eines obersten mathematischen Gesetzes. während sie als Prinzip nichts anderes als einen gedanklichen Gesichtspunkt bezeichnet. sondern sie bedeutet lediglich eine objektiv gesetzmäßige Korrelation. zum mindesten Die weiß von einer solchen substantiellen Umformung nichts und vermag sie nicht zu verstehen. Ihr eigentlicher Sinn und ihre Funktion liegt in den Gleichungen. die Nachwirkung allgemeiner logischer Theorien geltend.

die in der traditionellen Logik herrschend geblieben ist. „Vorstellung vom Gemeinsamen" er ist die Zusammenfassung von derjenigen Einzelzüge. von denen er abgelöst ist: er bezeichnet eine Eigenschaft. die bestimmten Klassen Dieser Auffassung trat Objekten gleichmäßig zukommen. deren einzelne Exemplare sämtlich in bestimmten Merkmalen übereinkommen.) Die Bedeutung dieses Gegensatzes zeigt sich jetzt von einer neuen Seite: denn er ist es. die am Problem des Begriffs einander gegenüberstanden. sondern es durch ein gesetzliches Verfahren aus einer ursprünglichen Einheitssetzung erst aufzubauen. wie tief die Probleme der „Form" in die der „Materie" eindringen und wie nachhaltig Zwei verschiedene Grundansichten hier ihr Einfluß bleibt. 18 ff. formalen" Grundüberzeugungen haben. so läßt sich dennoch zeigen. die sich vor allem auf die Hier wurde Analyse der mathematischen Begriffe stützte. Der Inhalt. der auf diese Weise gewonnen wird. h. auf die Herauslösung eines identischen oder ähnlichen Bestandteils aus einer Mehrheit gleichartiger Wahrnehmungen. das Gegebene durch Vergleichung in Klassen zu scheiden. ist streng genommen von der gleichen Beschaffenheit und Natur. Man erkennt an dieser Stelle von neuem. wie die Gegenstände selbst. S. hier wurden nicht sowohl einzelne seiner Teile abgetrennt und herausgehoben. (Vgl. und 107 ff. als vielmehr die Zusammenhänge und Beziehungen.wissenschaftlichen Begriffsbildung überhaupt macht. So frei der physikalische Forscher hier der Natur selbst gegenüberzustehen meint. nicht darauf ausgegangen. oben bes. indessen eine andere gegenüber.. stützt den Begriff auf das Verfahren der Abstraktion: d. in ihrer eigentümsystematische lichen Relations-Struktur untersucht. auf denen seine beruht. daß auch im Aufbau und in der Fassung der Energetik Motive wirksam gewesen sind. die ihren eigentlichen Ursprung in bestimmten . waren es. die zwar im allgemeinen nicht isoliert besteht. Die eine. die aber doch an diesen Gegenständen stets als ein Teilmoment von ihnen aufweisbar ist und somit hier Der Begriff ist danach die ein konkretes Dasein besitzt. der sich noch in der modernen Diskussion über den Sinn und die Formulierung des : Verknüpfung 256 .

rein von Physik ist. Denn nur hier sind wir sicher. der allen Gliedern der Klasse gemeinsam ist und der ihnen in ihrer sinnlichen Erscheinung unmittelbar zukommt oder aber hinter die Erscheinung Um — zu bestimmten Hypothesen zurückgehen. daß wir die Beobachtungen durch keine willkürliche Deutung verfälschen. nur hier bleiben wir rein im Gebiet der Tatsachen selbst stehen. die Erscheinung des Magnetismus nicht auf irgend ein hypothetisches Fluidum zurück. von den rein abstrakten Wissenschaften. Nur das erste Verfahren entspricht indes in aller Strenge den Forderungen der wissenschaftlichen und philosophischen Kritik. als die Bezeichnung bestimmterEigenschaften.abstraktiven Methode" aus einer Mannigfaltigkeit gegebener Dinge oder Phänomene denjenigen Inbegriff von Bestimmungen absondern. somit nicht notwendig Gesetze realer Vorgänge und Phänomene sein müssen. Sie deutet die Erscheinung der Wärme nicht auf molekulare Bewegungen. Substanzbegriff 17 257 . Wir können einmal kraft einer rein . Klasse wirklicher Objekte gemeinsam solche Eigenschaften herauszulösen. gibt es im allgemeinen einen doppelten Weg. die wir zwar in bestimmte Klassen gliedern und einteilen. die wir aus ihnen ableiten. die uns die Erklärungsgründe für das betreffende physikalische Tatsachengebiet liefern sollen. während der echte naturwissenschaftliche Begriff nichts anderes sein will. denen wir aber keinen fremden Zug hinzufügen. geht in der Abhandlung. Es ist der prinzipielle Vorzug der neuen Wissenschaft der Energetik. daß sie sich von Anfang an lediglich dieses reinen abstraktiven Verfahrens bedient. wie etwa der Geometrie. in welcher sie sich der Wahrnehmung selbst Cassirer. die der ersten Begründung des neuen Gedankens gewidmet ist. die wir der Entwicklung einer abstrakten Wissenschaft zugrunde legen. die einer sind. sondern sie faßt beide lediglich in die schlichte Form. daß die Definitionen. R methodischen Betrachtungen aus. nicht notwendig irgend welchen existierenden Dingen entsprechen und die Theoreme. Die wie er ausführt. dadurch charakteristisch unterschieden. der zuerst den Namen und den Begriff einer allgemeinen „Energetik" geschaffen hat.. a n k i n e .Energieprinzips deutlich bemerkbar macht.

geht lediglich die geschichtliche Entwicklung der Physik selbst an**: von allgemeinstem philosophischem Interesse aber ist die logische Form und Einkleidung. Die Energetik. die wir mit diesem Namen bezeichnet haben. 258 . 49ff. III. dem wir auf diesem Wege der Untersuchung begegnen. London und Gleisgow 1855. ** Vgl. so müssen diese unter gehöriger Berücksichtigung der besonderen Umstände anwendbar sein auf jeden Zweig der Physik überhaupt und ein System von Regeln darstellen. Proceedings of the Philosophical Society of Glasgow. Rankine. Die Art. die auf alle physischen Erscheinungen überhaupt anwendbar sind und die. Veränderungen hervorzubringen: und diese Fähigkeit ist die allgemeinste Bestimmung. über Rankine bes. Die Gesetze der Energie verdanken. Er bezeichnet nichts anderes. die er für seinen Gedanken wählt. e y . S. Auf diese Weise werden wir schließlich zu einem Inbegriff von Prinzipien gelangen. überall im physischen * Outlines of the Science of Energetics. beständig anhaftet. wollen wir lediglich die Eigenschaften hervorheben. S. Paris 1907. La Theorie de la Physique chez les Physiciens contemporains. sowie A. denen jedes Naturgeschehen als solches gehorcht*. frei von der Ungewißheit sind. es uns daher. die diese Klassen gemeinsam besitzen und auf diese Weise umfangreichere Klassen definieren. da sie lediglich induktiv aus den Tatsachen selbst abgeleitet sind. die wir an den Körpern unserer Wahrnehmungs- welt noch unterscheiden können und ohne welche sie aufhören Gelingt würden. R Helm.darbieten. wie man sieht. deren Folgerungen durch die Erfahrung bereits vollständig bestätigt erscheinen. die wir durch passende Termini bezeichnen." Das erste Ergebnis. die selbst solchen mechanischen Hypothesen. S. als die Fähigkeit.. bestimmte universelle Gesetze über diese Eigenschaft zu entdecken. daß die dingliche Eigenschaft. ihre Allgemeingültigkeit dem Umstand. in der Rankine zur Aufstellung und Begründung dieser Regeln gelangt. 110 ff. Vol. ist der allgemeine Begriff der Energie selbst. „Statt die verschiedenen Klassen physikalischer Vorgänge in irgend einer dunklen Weise aus Bewegungen und Kräften zusammenzusetzen. 381 ff. für uns physische Phänomene zu sein.

unter welche hier die Energie Sie steht mit den wahrnehmbaren Dingen. die nicht sowohl in Rankines Physik. durch die nach ihm die Gegenstände der physischen Wirklichkeit ausgezeichnet sind. sondern daß sie in exaktem Sinne meßbar 17* 259 . Wirkungen zu erzeugen und Wirkungen zu empfangen. wie ihre Farbe oder ihr Geruch anhaftet. wie jede andere sinnliche Beschaffenheit. Ist somit die Abstraktion. das an den Wahrnehmungen selbst als unmittelbarer Bestandteil aufweisbar ist. die den Begriffen Ursache und Wirkung entsprechen. besteht in der Fähigkeit. so ist es klar. so wäre damit das eigentliche Problem noch nicht bewältigt. auf welches hier der Begriff der Energie gegründet wird. daß Kausalität kein Merkmal ist. Gerade die vorurteilslose „abstraktive" Analyse aber. nur eine Sonderung — und Gruppierung im Wahrnehmungsstoff selbst. wie in seiner Methodenlehre zurückbleibt. daß es keine direkten Impressionen gibt. die Rankine als Ideal der echten Wissenschaft ansieht. Für den Aufbau der Energetik handelt es sich nicht darum. wie sie hier verstanden wird. indem sie zugleich als Glieder aktueller oder möglicher Kausalverhältnisse aufgefaßt werden. Die allgemeinste Eigenschaft. Diese Form der Ableitung bedingt somit bereits die allgemeine gedankliche Kategorie. die ihnen. Die Dinge erhalten ihren eigentlich objektiven Charakter erst. Und selbst wenn man zugestehen wollte. daß die „Wirkungsfähigkeit" der Körper eine Qualität an ihnen ist. Kein Teil der Realität vermag sich diesen Gesetzen zu entziehen. deren wesentlichen Bestand sie ausmacht. lehrt zweifellos. sie ist gleichsam die konkrete Dinglichkeit selbst: das eine unzerstörliche und ewige Sein. prinzipiell auf derselben Stufe. Vom Standpunkt der Erkenntnistheorie läßt sich freilich sogleich die Lücke aufweisen. daß diese Wirkungsfähigkeit überhaupt kon- statierbar. gefaßt wird. weil er als real nur durch eben dieses auszeichnende Merkmal gekennzeichnet ist. daß ihr gerade dasjenige Moment entgehen müßte.Universum verbreitet ist und jedem Körper als solchem irgendwie anhängt. Die rationalistische wie die empiristische Kritik kommen zum mindesten in dem einen Ergebnis überein.

c . daß wir. b. c R b und a R c folgen*). Principles of Mathematics. ist hierbei eine asymmetrische. während x umgekehrt mit mehreren Gliedern in der entsprechenden Beziehung R' stehen kann**. oben.ist. der auf diese Weise geschaffen ist. Sie geht hierbei charakte- mathematische und ihren gemeinsamen Weise nicht von zwischen Eigenschaften. so läßt sich der Zusammenhang.. 260 . also die Die Relation R' Relationen aR'x. usw. viel-eindeutige Beziehung. c zu keinem anderen Term als x in der bezeichneten Relation stehen können. Ein Beispiel für dieses Verfahren besitzen wir etwa an demjenigen Verhältnis zwischen Reihen. Ist irgend eine symmetrische und transitive Relation R für eine Anzahl von Gliedern a.. die sich aus dem gewöhnlichen Gesichtspunkt der Abstraktion niemals erschöpfend begründen lassen. statt die Glieder unmittelbar untereinander zu vergleichen. bR'x. bei s. wie sich allseitig gezeigt hat. b. sehen wir uns damit wiederum auf einen Inbegriff gedanklicher Konzeptionen und Bedingungen zurückgewiesen. Sobald wir aber wiederum nach den Methoden fragen. daß wir eine neue Wesenheit x einführen. das hier als geeignete formale Anknüpfung dienen könnte. in dem rein abstraktiven Verfahren keine hinreichende Stütze finden. Grundlegung der Energetik schließt Die bereits wiederum alle jene Methoden der „Reihenbildung" in sich. die. cR'x . Die möglichen Verhältnisse zwischen den Reihengliedern lassen sich jetzt dadurch bezeichnen und darstellen. II. S. stets auch in der Art zum Ausdruck bringen. bilden. definiert (so daß also aus der Beziehung a R b und b R c auch die Beziehungen b R a. 166. ristischer Dingen Beziehungen die Beziehung zu diesem x feststellen. von jedem * Zum Begriff 219 ff. durch die die zahlenmäßige Bestimmung dieser Fähigkeit ermöglicht wird. der transitiven und S3Tnmetri8chen Relation. so daß die Glieder a. sondern von Begriffsgegenständen aus.. * * Näheres hierüber Russell. Cap. die zu jedem Glied unserer anfänglichen Reihe in einer bestimmten Beziehung R' steht. Die moderne Logik hat allerdings an die Stelle des alten Abstraktionsprinzips ein neues gesetzt.

an und für sich bestehendes Ding entdeckt zu haben. und daß. einen neuen Begriff. Hier besitzen wir eine symmetrische und transitive Relation. Wir sprechen sämtlichen Reihen. die auf diese Weise miteinander verbunden sind. wenn in der Folge s ein Glied x einem Glied y vorangeht. s' s" . den Schluß ziehen. daß zu jedem Glied von s ein Glied von s' gehört (und umgekehrt). wir ersetzen den Inbegriff der Zuordnungen durch die Annahme eines identischen Merkmals. Auch hier gehen wir zunächst von der Feststellung bestimmter Abhängigkeiten zwischen empirisch-physikalischen Reihen aus. das allen Reihen gleichmäßig anhaftet.. 261 . in Hinblick auf den wir nunmehr unsere Aussagen über die Verhältnisse der gegebenen Reihen prägnanter fassen und gleichsam zu einem einzigen. sondern daß damit nur ein gemeinsamer ideeller Bezugspunkt geschaffen ist. auch das Korrelat von x in s' (x') dem Korrelat von y (y') vorangeht. Wir erweitern diesen Zusammenhang. daß Mannigfaltigkeiten.. Es ist indessen klar. die zunächst abgesondert und unabhängig nebeneinander zu stehen scheinen. ein und dieselbe begriffliche Eigenschaft zu. kraft des Prinzips der Abstraktion. durch die eine Mehrheit von Reihen s. Wir entdecken. auf Grund der Beobachtung und allgemeiner deduktiver Erwägungen. wenn zwischen ihnen eine gegenseitig eindeutige Beziehung derart besteht. durch eine Beziehung der „Äquivalenz" miteinander verbunden sind. verbunden sein kann. ein neues. Zwei Reihen 8 heißen im ordinalen Sinne einander ähnlich. s^**^ usf. daß wir damit nicht den Anspruch erheben. Wenden wir nunmehr lische Begriffsbildung an. Auf Grund dieser Relation erschaffen wir nunmehr. indem wir immer mehr Gebiete des physischen Geschehens in den Kreis unserer Betrachtung ziehen. den wir als das wir s' und den gemeinsamen Ordnungstypus aller dieser Reihen bezeichnen. bis wir schließlich. kraft deren einem Wert in der einen Reihe ein und nur ein Wert der anderen entspricht.als ihre „Ähnlichkeit" bezeichnen. konzentrierten Urteilsausdruck verdichten können. dieses Ergebnis auf die so tritt einer der wesentlichen physikaZüge des modernen Energiebegriffs sogleich deutlich hervor.

ein neues Sein einzuführen. sichtlich aus Bezeichnet man die Relation der Äquivalenz mit A. fast notwendig zu einer substantiellen Auffassung der Energie gedrängt. wie tiefdringende sachliche Gegensätze sich hinter den Kämpfen um den logischen Schematismus verbergen Folgt man der traditionellen Abstraktionslehre. physikalischen „Realität" selbst findet. — Robert Mayer Verwandlung aAb. die allen Körpern gemeinsam sein soll. die dazu führt. indem wir jedem einzelnen Glied der verglichenen Reihen einen bestimmten Arbeitswert. die in dem einen Falle in der Setzung einer dinglichen Beschaffenheit endet. auch bAa. Hier muß vor allem an selbst erinnert werden. Die Energetik hat in einigen ihrer Vertreter die letztere logische Wendung bereits vollzogen. sobald wir es von dem gesamten Urteilszusammenhang loslösen wollten. endet im anderen Falle in der Schöpfung eines höchsten gemeinsamen Maßbegriffes für alle Veränderungen überhaupt. während die funktionale Theorie des Begriffs ihr natürliches Korrelat in einer funktionalen Bestimmung der obersten Die Betrachtung. wie andererseits die Geltung von a Ab und bAc auch die von aAc in sich schließt. nehmen können. sondern er ist der Bestand bestimmter Verbindungsgesetze. die Bedingung der Symmetrie und Transitivität ist also erfüllt. der dem neuen Begriff. zwischen ihnen bestimmte Äquivalenzverhältnisse obwalten müssen. so wird man. wenn irgendwelche beliebige Gruppen physikaErscheinungen gegeben sind. Hier ist also in der Tat eine durchgängige. ist nicht der einer ist. transitive und symmetrische Relation zwischen physischen Inhalten gegeben*: und die Geltung dieser allgemein anwendbaren Beziehung ist es erst. einen gewissen Betrag der Energie eindeutig zuordnen. so folgt er- 262 . können. Dieses Sein aber würde offenbar um jede Bedeutung gebracht. wie das Beispiel Rankines zeigt. zugleich auch seine allgemeine theoder Die retische Stelle bestimmt hat. in dem es entstanden Der Bestand. die wir für sich wahrisolierten sinnlichen Eigenschaft. den er einführt. Man erkennt indessen an dieser Stelle von neuem. der in ihm gesetzt ist.lischer daß immer.

Helm zu dieser Wenn — Am * Mayer an Griesinger (Kleinere Schriften und Briefe. 217 ff). darüber wird sich wohl kein Chemiker den Kopf zerbrechen." mit Recht .Wie aus der verschwindenden Bewegung Wärme entstehe. S. 263 . darüber Aufschluß zu verlangen. „ist die Energetik ein reines . Wie das verschwindende O und H Wasser gebe. daß hier zwischen je zwei verschiedenen Gruppen vom Phänomenen hin und her bestimmte quantitative Beziehungen stattfinden.. aber es bleibt ein Traum." . als wenn er sich keines solchen Zusammenhangs bewußt ist. und gewißlich ist das auch die einzige Formel aller wahren Naturerkenntnis. 20. nicht näher kommt. Heft 2. Die Energetik. wenn er einsieht.. gleich dem Atom um so mehr jedes sinnlichen S a c h deutlichsten g e h a 1 1 s entkleidet (vgl. daß in den Atomen unser Fragen Ruhe finden könne. Veränderungen eintreten. warum nicht etwa eine Materie von andern Eigenschaften daraus entstehe. ob er aber den Gesetzen. S. dies wird keine Frage sein*. H . so bemerkt Stelle. zur Didaktik u. oder nach meiner Sprechweise.Im Sinne ihres Begründers". daß die entstehende Wassermenge sich präzis aus der verschwindenden J Menge von O und H finden lasse. wäre von dem menschlichen Geiste zu viel verlangt. 362. Driesch. wie er ausdrücklich betont.Kraft in Bewegung. so besteht doch zwischen ihnen das ist die diese bestimmte mathematische Beziehung Formel der Energetik. nichts anderes als die Fixierung der Tatsache. Leipzig 1904.. Die gleiche Definition der Energie als eines bloßen „Kausalmaßes" besonders bei H.. bedeutet ihm. der Bewegung in Wärme. der Naturwiss.So oft sich der Forschergeist beruhigt auf das Faulbett irgend eines Absoluten gelegt hat. Es mag ein behaglicher Traum sein. . 187). Philos. w i e die Bewegung in Wärme übergehe. S. Und ein Traum wäre es nicht minder. so war es gleich um ihn getan. denen seine Objekte. ob.Beziehungstum" und will nicht ein neues Absolutes in die Welt setzen. je weiter der Fortschritt der Erkenntnis geht. wollten wir in der Energie ein Absolutes sehen und nicht vielmehr den zurzeit schlagendsten Ausdruck quantitativer Beziehungen zwischen den Naturerscheinungen**.) ** Helm. sowie bei Zur ö f1er gegenwärtigen Naturphilosophie. die Materien unterworfen sind. Naturbegriffe und Natururteile. Berlin 1904.. (Abh." So wird die Energie.

S. der ja in einer doppelten Seinsform auftritt. Mayer seinen Gedanken. . jeder Definition.. Ein derartiges Verhältnis erklärt sich in der Tat nach der s'schen Theorie des Negativen tritt diese Entwicklung Energie Hertz Gaus nur dort. Hertz Die Prinzipien der Mechanik. in der sie gewöhnlich gefaßt wird. existieren soll. gerecht werden zu können. oben. daß die angeblich substanzartige Energie in so verschiedenen Daseinsweisen. . sind ein und dasselbe Objekt. eben diese Kategorie des Objekts allmählich eine neue Bedeutung an.am Begriff der potentiellen hervor. Mayer." (S. wenn also ein bloßer Zustand mit einem wegung übergegangen * 264 * S. sondern Relationen zwischen je zwei Gegenständen das Gezählte sind. wenn sie in Be- Mayer — — Objekt ist**. betont hat. H. während die Gesamtheit der in einem System enthaltenen potentiellen Energie unter Umständen auch durch einen negativen Wert auszudrücken ist*." so erläutert nunmehr R. wo das Gezählte ein Entgegengesetztes hat. Es liegt. wo die Energie wie es auch bei Robert der Fall ist zunächst als ein einheitliches und unzerstörliches nimmt daher eingeführt wird.Das Erhobensein eines Kilogramms auf 5 Meter. Kleinere Schriften und Briefe. . S. hört dann aber natürlich auf. S. h. eine solche Bewegung kann auch wieder in die Gewichtserhebung übergehen. aber „wo nicht Substanzen (für sich denkbare Gegenstände). d. welche ihr die Eigenschaften einer Substanz beilegt: denn die Menge einer Substanz müßte notwendig eine positive Größe sein. 26." Wenn hier das bloße Erhobensein über eine gewisse Niveaufläche mit dem Fall über eine bestimmte Distanz. wie es die kinetische und potentielle Form sind. um dem neuen Inhalt. bereits eine besondere wie Heinrich Schwierigkeit in der Annahme. Bewegung zu sein. der schon in seiner allgemeinen Benennung auf ein eigentümliches logisches Problem hinweist. 72. .. 178.die Bewegung eines solchen Gewichtes mit einer Geschwindigkeit von 10 Meter in einer Sekunde. Zudem aber widerstrebt die potentielle Energie in der Art.) Selbst dort. wie die Gewichtserhebung nicht mehr Gewichtserhebung ist.

Sie vermag die Ordnung zwischen der Allheit der Phänomene zu stiften. sondern weil sie als Glieder derselben Kausalgleichung auftreten können. Wir beginnen mit der Entdeckung eines exakten zahlenmäßigen Verhältnisses und setzen als Ausdruck dieses Verhältnisses jenen neuen Damit ist gegenüber .. die verschiedenen Gruppen physikalischer Vorgänge in ihrer Eigenart zu verstehen.zeitlichen Prozeß identisch gesetzt wird. zwei qualitativ verschiedene Gebiete von Naturerscheinungen zueinander in Beziehung zu setzen. Der Anspruch der Energetik. lediglich 265 . damit aber ihrer spezifischen Besonderheit entkleidet zu haben. nur ein reines Verhältnis wechselseitiger Abhängigkeit zum Ausdruck bringt. während die Energie ihrem Ursprung nach bereits einem anderen Gebiet angehört. sondern als abstrakte Maßwerte miteinander verglichen werden. wenngleich seine rein begriffliche Bedeutung sich allmählich immer schärfer abhebt. Aber gerade dieser ausschließliche Rückgang auf die numerische Regel der Beziehung schließt andererseits ein neues gedankliches Moment in sich. von jedem konkreten Dasein entlastet. Das Atom erscheint. der Atomistik in der Tat eine neue prinzipielle Wendung vollzogen. Die Vorgänge bleiben in ihrer Beschaffenheit unberührt. zuletzt doch immer noch als das Analogon und gleichsam als das verkleinerte Modell des empirisch-sinnlichen Körpers. so zeigt sich daß an beide kein unmittelbarer dinglicher Maßstab angelegt wird. weil sie selbst mit keinem einzelnen von ihnen auf gleicher Stufe steht. Die beiden Momente sind „dieselben". um welcher Ähnlichkeit der sachlichen Beschaffenheit. sofern sie gestattet. Der eigentliche Vorzug der Energetik vor den . ohne sie zuvor in Bewegungsvorgänge aufgelöst. also unter dem Gesichtspunkt der reinen Größenbestimmung einander substituierbar sind. Gegenstand". den wir Energie nennen. nicht weil sie irgend ein gegenständliches Merkmal miteinander teilen. daß sie in größerer Nähe der gegebenen Wahrnehmungstatsachen verbleibt. da all unsere Aussagen lediglich auf ihren kausalen Zusammenhang abzielen.. mechanischen" Hypothesen wird von ihren Anhängern gewöhnlich darin gesehen. daß sie nicht nach irgenddarin nur so deutlicher. weil sie.

die seit der Zeit Descartes'. wie es der Mechanismus darbietet. wenn man in dieser Tendenz zu einer . Aristoteles sind etw^as völlig anderes. die Natur zum zu gestalten. als die Qualitäten der modernen Physik: denn wenn jene nur hypostasierte sinnliche Eigenschaften bezeichnen. Möglichkeit. ist der Ausdruck der Qualität in einer bestimmten Zahl. daß man uns der Rückkehr zu den verborgenen Vermögen der Scholastik beschuldigt. von denen der Geometer handelt. in denen Züge ausgelöscht sind. dasjenige..statt all sie in mechanische Vorgänge umzudeuten. als eine ursprüngliche und nicht weiter zurückführbare Eigenschaft in ihm anerkennen. die sie vollständig repräsentiert und für unsere Betrachtung 266 . wodurch ein Körper warm oder hell. erscheint jetzt erkenntnistheoretischen Standpunkt aus zugleich begrenzt.in unsere Physik andere Züge als die rein quantitativen Elemente. qualitativen" Physik zugleich eine Umwendung zur allgemeinen Aristotelischen Weltansicht zu erkennen geglaubt hat. Aber es ist ein Irrtum. aufzunehmen und somit zuzugestehen. wie innerhalb eines bestimmten Umkreises gerechtIn der Tat eröffnet sich hier die allgemeine logische fertigt. ohne daß wir für dieses System prinzipiell die Darstellung in einem einheitlichen anschaulichen Bilde. wir müssen auf die Gefahr hin. nur die „Erklärung" der einzelnen Qualitätsart aus bestimmten mechanischen Bewegungen." so schildert ein hervorragender moderner Vertreter der Energetik diese Wandlung. wir müssen mit anderen Worten auf alle Versuche. fordern müßten. „Wir sind gezwungen. daß die Materie Qualitäten hat. unaufhörlich erneuert worden sind. verzichten und unsere Theorien wiederum an die wesentlichsten Aber die Begriffe der Peripatetischen Physik anknüpfen. . so sind diese bereits durch das ihre individuellen vom System gesamte Begriffssystem der Mathematik hindurchgegangen und haben hierdurch eine neue logische Form und Beschaffenheit ist erhalten. woran sie dagegen festhält und was für sie die Bedingung ihres eigenen Anfangs ist. elektrisch oder magnetisch ist." weitere Ausführung des Gedankens beseitigt sogleich den Die Qualitäten des Schein eines tieferen Zusammenhangs.. Worauf die Energetik verzichtet.

Die allgemeine Aufgabe der mathematischen Fixierung läßt sich durchführen. a. Die allmähliche Ausbildung dieser letzteren ließ sich bereits in den allgemeinen Hauptzügen verfolgen. 51 D u h e m a. 267 . ebenso urteilt f.daher nur gleichzeitig die unin der Tat zurücktreten. ** Duhem. In dieser Auffassung aber bringt die Physik nur einen Gedanken zum Abschluß und zur Anwendung.) nicht notForm der zahlenmäßigen wendig daran geknüpft ist. weil und sofern es eine Mathematik der Qualitäten gibt. bestimmte Empfindung des Wärmer und Kälter durch den Begriff des exakten Grades derTemperatur ersetzt ersetzt. In dem Schema der theoretischen Physik ist das bestimmte empirische System. Was hier von der Qualität zurückbehalten ist. S. das wir untersuchen. der zuerst das Wesen der Mathematik in einer Lehre von den möglichen * H. ob. Qualitäten" und kann eine solche geben. Driesch. . wir können den Ausdruck „Quantität der Wärme" definieren. Die Frage. 233 ff. 198 f. ob Wärme Bewegung ist. kann sofern in ihm erst objektiviert wird.. ohne daß diese Art der eines Ganzen aus seinen konkreten und — m — Wahrnehmungen Ordnung Zusammenfügung Einzelteilen erforderlich wäre. die seine verschiedenen quantitativen Elemente zum Ausdruck Die Energetik zeigt. daß die Dinge und Vorgänge. O. S. 197 Naturbegriffe und Natururteile. ist daher nicht ihre sinnliche Bestimmtheit. S. betrachten. ohne hierbei den spezifides Kalten und Warmen schen irgend etwas zu entlehnen**.. S. (S. Wir können das Urteil über den Zusammenhang zwischen der energetischen eine und der Peripatetischen Physik entnommen ist* Theorie der Wärme entwickeln. Von L e i b n i z an. f. durch einen Inbegriff von Zahlwerten ersetzt. sondern lediglich die Eigentümlichkeit ihrer mathematischen selbst. zuvor in letzte anschauliche Teildie wir elemente zerlegt und aus ihnen wieder zusammengesetzt worden sind. daß diese bringen. dem so betont D u h e Reihenform. L'6volution de la Möcanique. der zuvor bereits in der allgemeinen Prinzipienlehre der Mathematik Es gibt eine „Physik der zur Anerkennung gelangt war.

der häufig gegen die Energetik erhoben worden ist. die der mathematischen Bevollkommen zugänglich sind. wie es möglich ist. sondern es fallen unter diese Bezeichnung alle Gebilde. ohne doch den gewöhnlichen metrischen Begriff der Distanz zur Anwendung zu bringen. Es genügt zur zahlenmäßigen Fassung des Geschehens. daß sie die H o m o g e n e i t ä t des Geschehens vernichte. für sich angebbare anschauliche Merkmale miteinander teilen. die irgendwelche.) Dieser Gedanke wird von der allgemeinen Energetik nunmehr auf die Gesamt- stimmung heit der physikalischen Mannigfaltigkeiten übertragen. bis zur modernen projektiven Geometrie und zur Gruppentheorie führt hier ein durchaus stetiger Weg. die durch wiederholte additive Setzung ein und derselben Maßeinheit entstanden sind. (S. Schon die projektive Streckenlehre zeigt.deduktiven Verknüpfungsformen überhaupt sieht und der daher eine Ergänzung der gewöhnlichen Algebra. wenn für die einzelnen Qualitäten je eine bestimmte Skala der Vergleichung geschaffen wird und wenn ferner die Werte innerhalb dieser verschiedenen Skalen durch ein objektives Gesetz einander wechselseitig zugeordnet werden. oben.) aber wird hier genügt: der Zusammenhang nach Begriffen. — mathematischen — 268 . daß es weite und fruchtbare Gebiete gibt. (Vgl. wenn wir die „gleichartig" sind Artbegriffe als Ausgangspunkt und Muster der Beurteilung wählen nicht nur solche Inhalte. 106 ff. durch eine allgemeine Wissenschaft von der Qualität (scientia generalis de qualitate) fordert. 111 ff. die Elemente einer räumlichen Mannigfaltigkeit in eindeutige Beziehung zu festen Zahlwerten zu setzen und ihnen kraft dieser Korrelation eine bestimmte Ordnung aufzuprägen. S. ist daher nicht zutreffend. ohne daß ihre Objekte extensive Größen sind. Deutlich tritt in dieser gesamten Entwicklung hervor. Der Vorwurf. sofern in ihr die Natur in gesonderte Klassen von Denn Phänomenen zerfalle. bes. als der Wissenschaft der Quantität. die nach irgend auseinander abeiner feststehenden begrifflichen Regel Diesem Kriterium leitbar sind. Diese Beziehung aber läßt sich unabhängig von jeder mechanischen Deutung der einzelnen Erscheinungsgruppen erreichen und festhalten. ob. S.

als die Zurückf ührung auf ein gemeinsames mechanisches Modell. 264. denn nur hier kann es sich zeigen. so zeigt die Mathematik selbst. h. Abgesehen hiervon aber behält die Energetik in jedem Falle ein hervorragendes erkenntnistheoretisches Interesse. während sie fordert. welche Betrachtungsweise schließlich den konkreten Aufgaben und Problemen am besten gerecht zu werden vermag. die Beziehung auf die Maßeinheit enthalte daher bereits die Umsetzung aller qualitativen Unterschiede in extensive Streckendifferenzen und somit die Reduktion La Theorie de la (Vgl.mechanisches Bild.. das die allgemeine irgendEnergetik sich stellt. daß eine derartige Zuordnung auch dort möglich ist. Versteht man unter der „Messung" einer Mannigfaltigkeit nur ihre mathematische Bestimimung überhaupt. bauen lassen. wo die Gegenstände des betreffenden Inbegriffs sich nicht aus räumlichen Teilen zusammensetzen und auf- Messung . daß wir zuvor irgend eine Einheit des. sofern hier versucht ist.der durch die Äquivalenzwerte zwischen den verschiedenen Reihen geschaffen wird. R e y auf ein räumlich . Die gedankliche Forderung der Homogeneitätist somit sowohl in der energetischen wie in der mechanischen Auffassung der Naturvorgänge wirksam: nur darin besteht der Unterschied. das andere Mal zugleich den Begriff des Der Streit zwischen diesen beiden Auffassungen kann endgültig nur durch die Geschichte der Physik selbst entschieden werden. 269 . Maß sei notwendig eine Bestimmung der Ausdehnung. bisweilen eingewandt. d. Die Vergleichung aber setzt nicht etwa voraus. unter denen von einer „Meßbarkeit" der Erscheinungen überhaupt noch gesprochen werden kann*. die Zuordnung ihrer Elemente zu den einzelnen Gliedern der Zahlenreihe. s. 286 u. daß sie sich das eine Mal zu ihrer Durchführung rein auf den Begriff der Zahl stützt. daß jede welcher Dinge oder Vorgänge die Voraussetzung in sich schließe. gibt eine nicht minder feste logische Verknüpfung. Physique chez les Physiciens contemporains.) Der Begriff des „Maßes" selbst ist indessen hier offenbar zu eng gefaßt. gleichsam das festzustellen. Wesens" entdeckt hätten. daß sie sich aus gleichartigen Teilen zusammensetzen und sich daher durch wiederJedes holte Addition ein und derselben Grundeinheit darstellen lassen. auf denen die zahlenmäßige Fixierung eines Einzelgeschehens überhaupt und seine zahlenmäßige Vergleichung mit jedem anderen Geschehen beruht. Wahrhaft allgemein sind nur diejenigen Prinzipien und Regeln. sondern zwischen Wärme und Bewegung Raumes Minimum derBedingungen — — * Man hat gegen die logische Möglichkeit des Zieles. S.

als sie nicht neben den physikalischen Begriffen die Grundbegriffe der in den Kreis ihrer Betrachtung zieht. Das erkenntnistheoretische Interesse. kinetischer Natur sind. die lediglich auf die Grundmomente des Wissens. um auf Grund davon die Gleichartigkeit auch solcher Vorgänge zu behaupten.umgekehrt die mathematische Physik damit. ist daher ein Satz. die nur der Bearbeitung irgend eines Einzelgebiets dienen. um so mehr strebt auch sie zu konstruktiven Begriffs- Chemie 270 . numerischen Beziehung zu versichern. die sie einnehmen. nicht auf die des absoluten Seins gerichtet ist. Zuordnungen Anfangsgründe VIII. beruht vor allem auf der eigentümlichen Mittelstellung. Die Darstellung der Begriffsbildung innerhalb der exakten Naturwissenschaft bleibt auch nach der logischen Seite hin so lange unabgeschlossen. „an sich". jedes physikalische auf mechanische Arbeitswerte Geschehen zu beziehen und somit einen Komplex von zu schaffen. in welchem jeder Einzel Vorgang nunmehr seine bestimmte Stelle erhalten kann. die sinnlich aufeinander in keiner Weise zurückDaß die verschiedenen Formen der Energie führbar sind. weil mathematischen der Naturerkenntnis von denjenigen speziellen Hypothesen zu sondern. Die Chemie scheint zunächst mit rein empirischen Beschreibungen der einzelnen Stoffe und ihrer Zusammensetzung zu beginnen. sobald ein Weg gezeigt ist. den die sich der exakten beginnt Erkenntnistheorie. Zu einer schlechthin „hypothesenfreien" Darstellung des Naturgeschehens kann es freilich auch auf diesem Wege nicht kommen: denn die Übertragung in die Sprache der abstrakten Zahlbegriffe schließt nicht minder wie diejenige in die Sprache der Raumbegriffe eine theoretische Umbildung des empirischen WahrnehmungsAber es bleibt von logischem Wert. das diese Grundbegriffe darbieten. ihren Forderungen ist vielmehr genug getan. hier die stoffes in sich. und die „metaphysischen". allgemeinen Voraussetzungen in aller Strenge von den besonderen Annahmen zu scheiden. nicht zu vertreten vermag. aber je weiter sie fortschreitet.

steht sie daher logisch auf keinem anderen Boden. Denn er ist hier nur das Symbol für eine bestimmte Form der Verknüpfung. Göttingen 1896. mit welchem die Chemie arbeitet. die sie untersuchen. keine Handhabe für dieses neue Problem. auf Grund der empirischen Daten selbst schaffe n*. er bezeichnet nur die Art einer möglichen Zuordnung. In der physikalischen Chemie ist dieses Ziel sodann in der Tat erreicht: ein bedeutender Vertreter dieser Disziplin kann es geradezu als den verbindenden Grundzug von Physik und Chemie bezeichnen. 271 . daß beide sich die Systeme. wie etwa die Gibbs'sche Phasenregel oder das Gesetz der chemischen Massenwirkung. denn ihr Ziel und ihr eigentliches Gebiet bilden die reinen Gesetzesbegriffe. Die besonderen Stoffe der empirischen Wirklichkeit und ihre besonderen Eigenschaften sind es. wie das Ideal. mit besonderer Deutlichkeit hervor. Die Ziele der physikalischen Chemie. das in dieser letzteren schon von ihren ersten Anfängen an. nicht das * S. Der „Begriff" aber enthält gerade in der spezifischen Bedeutung. hier nur allmählich und schrittweise erreicht wird. die hier den Gegenstand der Frage bilden. Die Grenzen des rein empirischen und des rationalen Wissens treten gerade in der stetigen Verschiebung. Die Chemie erst stellt das Problem des Einzeldings in aller Entschiedenheit in den Vordergrund. Die Kraft der wissenschaftlichen Formgebung wird besonders eindringlich an dem gleichsam spröderen Material. das jeden materialen Sonderinhalt mehr und mehr von sich abgestreift hat. Es gewährt indessen ein besonderes Interesse zu verfolgen. wie irgendwelche Sätze der theoretischen Physik. Nernst. Sofern die Chemie diese ihre moderne Form bereits erreicht hat. die er in Mathematik und Physik besitzt. Die Mittelglieder und damit die Bedingungen des exakten Verstehens heben sich nunmehr immer schärfer ab. schon in Galilei und Newton verwirklicht ist. Ihre Grundgesetze.bildungen hin. die sie in diesem Fortgang der chemischen Erkenntnis erfahren. als die Physik selbst. Die Physik hat es zuletzt doch nur scheinbar mit Dingbegriffen zu tun. gehören demselben rein mathematischen Typus an.

S. nicht um im Reichtum ihres Inhalts zu erfassen. die durch neu hinzutretende Bestimmungen. die wir empirisch an irgendwelchen Stoffen vorfinden*. faßt das Element als eine Gattungseigenschaft auf.„Was" der Elemente. Diese Auffassung wird erst dort prinzipiell überwunden. auch Meyerson. wenn man dem geschichtlichen Gang der chemischen Lehren einzelnen den unübersehbaren selbst folgt. während das Quecksilber der Träger der metallischen Eigenschaften ist. Leitlinien der Chemie. die andere tritt. welche indes der gleichen logischen Richtung des Denkens angehören. Ostwald. verleiht der Schwefel durch seine Anwesenheit in einem beliebigen Körper diesem die Grundeigenschaft der Verbrennbarkeit. wo neben die Aufgabe. die bis auf Lavoisier vorherrscht und die ihren letzten charakteristischen Ausdruck noch in der Phlogiston-Theorie gefunden hat. Die Forderung strenger Zahlbestimmungen bildet auch hier den entscheidenden Wendepunkt. ausgefüllt werden kann oder muß an dieser Stelle eine prinzipiell andere Grundform der Erkenntnis überhaupt anerkannt und eingeführt Handelt werden ? Diese Frage läßt sich nur beantworten. zu exakten quantitativen Aussagen über ihre gegenseitigen Reaktionen zu gelangen. die Körper nach ihren gattungsmäßigen Beschaffenheiten zu sondern und in Klassen zu scheiden. in welchen die verschiedenen Elemente * S. ff . konkreten Elemente sind hierbei nur die Bezeichnung und Hypostase So der besonders hervorstechenden sinnlichen Qualitäten. es sich hier lediglich um eine Lücke. Das Gesetz der bestimmten Proportionen. Die ältere Form der chemischen Elementenlehre. nach welchen die Entwicklung sich bei all ihrer Mannigfaltigkeit gliedern und übersehen läßt. nach welchen sie fortschreiten. die einander zugeordnet werden sollen. vgl. die allen Gliedern einer bestimmten Gruppe gemeinsam Die anhaftet und ihren wahrnehmbaren Typus bestimmt. 4 ff. S. das Salz die Eigenschaft der Löslichkeit. sondern um sich die großen logischen Richtlinien deutlich zu machen. 213 272 . Identit^ et R6alit6. In der Tat heben sich hier alsbald von selbst wenige allgemeine Hauptzüge heraus.

und eine Reihe von Basen B^ B2 B3. neben den bekannten allgemeinen Geschichtswerken besonders urtz La Theorie atomique. ist durch diese Zahlen eindeutig bestimmt: die beiderseitigen Massen. In dieser sich mit einander verbinden. 69 L Bratmschweig 1902. daß die Massenreihe der Basen eine arithmetische. In der ersten. Aufl. Dieser Gedanke hat sich empirisch nicht als zutreffend erwiesen. wie man sieht. die der Säuren eine geometrische Reihe bilde. bes. bildet * Zu den folgenden Daten aus der Geschichte der Chemie vgl. Paris 1879. 3. 5. verhalten sich wie die entsprechenden Zahlwerte mp und nq. daß dieses Gesetz zunächst völlig unabhängig von jeder Auffassung über die Konstitution der Materie. ff. Näher versucht Richter nachzuweisen. während wir den Gliedern der zweiten Reihe andere konstante. . daß wir jedem Glied der ersten Reihe eine bestimmte Zahl mi m2 mg . zuordnen. so waltet zwischen beiden ein bestimmtes Verhältnis ob. Betrachten wir eine Reihe von Säuren A^ Ag A3 .. aber er ist nichtsdestoweniger in seiner allgemeinen Tendenz bezeichnend und bedeutungsvoll. in welcher es zuerst von ausgesprochen wird. D. nach welchen irgend eine Säure Ap mit irgend einer Basis Bq zusammentritt. insbesondere unabhängig von der atomistischen Hypothese.. der modernen chemischen Theorie. Paris 1902. Es ist. R i c h t e r nichts anderes als die Geltung bestimmter harmonischer Beziehungen. konzipiert wird. Duhem. Le Mixte et la combinaison chimique. wie sie analog für die Entfernungen der Planeten von der Sonne angenommen worden ist*. Chemie. das sich dadurch ausdrücken läßt. Vorträge über die Ent- Richter s. Die Art. Lothar Meyer. a d e n b u r g . in der sich irgend ein Element der ersten Reihe mit einem Element der zweiten verbindet. noch unfertigen Form.den ersten Ausgangspunkt Es ist interessant.. 53 28 — Über ff. und daß somit hier eine Gesetzlichkeit stattfinde. Breslau 1884.. Ladenburg. die hier an der Wiege der neueren Chemie steht. durch die Beobachtung zu ermittelnde Zahlwerte Uj n^ n.^ entsprechen lassen.. wie sie an der Wiege der neueren Physik stand. Die modernen Theorien der W . die zwischen verschiedenen Reihen von Körpern gelten. S. Duhem.. Aufl. Substanzbegriff 273 .. Cassirer. S. wicklungsgeschichte der Chemie. die allgemeine Pythagoreische Grundansicht von der . Harmonie" des Alls. besagt es zunächst J.

während innerhalb derselben chemischen Gattung das Atom stets unwandelbar ein und dieselbe konstante Masse aufweist. daß die Atome der verschiedenen einfachen Körper durch ihre Massen unterschieden sind. Das Gesetz der multiplen Proportionen bedeutet nunmehr. in das Ganze der chemischen Der Begriff des Verbindungsgewichts wandelt Lehren ein. die somit hinreicht. An die Stelle der empirisch ermittelten Proportionalzahlen der einzelnen Körper sind Aussagen über eine wesentliche Beschaffenheit ihrer letzten konstitutiven Bestandteile getreten. die das Gesetz der konstanten Verbindungszahlen bei seinem eigentlichen wissenschaftlichen Begründer erhält. daß es für jedes Element eine charakteristische Äquivalenzzahl gibt und daß. fügt allerdings dieser allgemeinen Grundanschauung sogleich einen neuen konkreten Zug hinzu.wenn man nicht auf das Ganze der Hinsicht ist Richter Leistungen. in all bedurch den Wert Formeln die Zahl der unseren 0=8 274 . Da indessen betrifft. wobei wir nur statt durch 0= 16. das des Sauerstoffs. die ihr gegeben wird und geht nur in der besonderen Gestalt. Wir könnten. die sie hierdurch empfängt. Sachlich ist auch hier zunächst nur ausgesprochen. Die Fassung. Aber diese Regel der „multiplen Proportionen" verschmilzt bei D a 1 1 o n sogleich mit einer bestimmten Deutung. sich zu dem des Atomgewichts. die sich bis in alle Einzelgebiete des Geschehens fortsetzt. — — — den Wert stimmen. um einen bestimmten einfachen Grundstoff in seiner Eigenart zu charakterisieren. ohne den bekannten Tatsachen der Zusammensetzung zu widersprechen. ihre Massen sich wie ganze Vielfache dieser Grundzahlen verhalten. richtung sieht mit dem er den Grundgedanken der durchgängigen zahlenmäßigen Verfassung des Universums teilt. all unser Wissen stets nur die Verhältnisse nach welchen die Elemente in die Verbindungen eingehen. sondern lediglich auf die allgemeine Geistesin der Tat mit Kepler zu vergleichen. so ist von hier aus noch kein unzweideutiger Rückschluß auf die absoluten Zahlen der Atomgewichte möglich. wenn wir das Atomgewicht des Wasserstoffs als Vergleichseinheit wählen. wenn je zwei oder mehrere Elemente in eine Verbindung eingehen.

Ostw Näheres hierüber bes. auf eine gleiche Anzahl auf gleiche Erst die Art verbundener Atome in ihnen zurückweist. Lpz. sofern = . Neben die Bestimmung der Atomgewichte aus der Dampfdichte. 32 die Werte S wir nur die chemischen Formeln übereinansetzen. Abschn. 16. bietet. bald durch H S oder Die Entscheidung zwischen all Hg S bezeichnen würden. Würde man lediglich die einzelnen Forscher befragen. zunächst möglichen Ansätzen erfolgt auf Grund mannigdiesen facher Kriterien. daß die gleiche Krystallform. . also etwa den Schwefelwasserstoff je nach der Wahl. die wir treffen. Sinn zu besitzen. die verschiedene Verbindungen besitzt. bei Lothar Meyer. 1909. die an ihr mitwirken. Die Entwicklung. sowie diejenige aus dem Mitscherlichschen den sich auf die Isomorphismus. wir könnten successiv als Atomgewicht des Schwefels 8. so scheint sie freilich für sie alle zunächst nur einen. stimmend nach einer dieser Grundannahmen gestalten. völlig eindeutigen und klar bestimmten. — .Sauerstoff atome zu verdoppeln hätten. die auf das Dulong-Petitsche sich wechselseitig bestätigen oder korrigieren. bald durch den Ausdruck H S^. Gesamtheit aller dieser verschiedenen Gesichtspunkte. Die objektive Existenz der verschiedenen Arten von Atomen wird vorausgesetzt: nur ihre Eigenschaften gilt es noch zu ermitteln und quantitativ schärfer zu umgrenzen. Je weiter wir fortschreiten * cf . nach welcher gleiche molekulare Massen verschiedener Verbindungen. Buch I. im vollkommenen Gaszustand unter denselben Bedingungen des Drucks und der Temperatur. die sich ihre Gesetz. . II IV a 1 d Gnindriss der allgemeinen Chemie. 4. abgesehen von ihren Einzelheiten. ergibt schließlich nach mannigfachen Versuchen eine einheitliche Tabelle der Atomgewichte und legt damit den Grund zu einer eindeutigen chemischen Formelsprache*. Eines der wichtigsten Kennzeichen bietet hier die Avogadrosche Regel. die hierdurch ermöglicht wird. Satz stützt. die hierin zum Abschluß gelangt. auch logisch ein allgemeines Problem dar. . die in der Geschichte der Chemie selbst erst allmählich erarbeitet werden. Aufl. das gleiche Volumen einnehmen. 18* 275 . tritt sodann Bestimmung aus der Wärmekapazität.

. Die eigentümliche denselben konstanten Wert besitzen. die Zahlen für ihre bn spezifische Wärme in eine andere Reihe b b' b" ordnen. . Funktion. um so deutlicher tritt der Reichtum und die Bestimmtheit dieser Eigenschaften heraus. . . abgesehen logische Ausgangspunkt. Der inhaltliche Reichtum. Wir ver- insbesondere in der entwickelten chemischen Konstitutionsformel. Wir sprechen von der Anzahl der Atome. . wir sprechen den Atomen aller einfachen Körper dieselbe Wärmekapazität zu und bezeichnen damit die Tatsache. die in einem bestimmten Volum einer gasförmigen Substanz enthalten sind und drücken damit in Wahrheit eine Beziehung aus. a' b'. 276 . wie sie in ihrem Zusammentreten durch ihre Zahl und ihre relative Lage einen bestimmten Grundriß der Gestaltung erzeugen. andersartiges scheinbar das Atom selbst in seinen mannigfachen Bestimmungen und Zuständen erforschen.und um so mehr verschiedene Gruppen von Phänomenen wir in den Kreis unserer Betrachtung ziehen. daß. wenn wir die Verbindungsgewichte der chemischen Elemente in eine Reihe a a' a" an. Das substantielle „Innere" der Atome enthüllt sich und gewinnt folgen. geht daher im Grunde niemals es selbst an. Subjekt". Geht man indessen der näheren empirischen Begründung all dieser Aussagen nach. sondern bezieht sich auf ein Indem wir empirisches . wie jetzt sogleich deutlich wird. den es im Fortgang der wissenschaftlichen Forschung gewinnt. wir sehen. der sich z. die der Atombegriff. Endpunkt . die nach dem Gesetz von Gay Lussac zwischen dem numerischen Wert der Dichtigkeit der Gase und dem Wert ihrer Verbindungsgewichte besteht. Das Atom ist. wie die Atome sich nebeneinander lagern und sich wechselseitig zu einem einheitlichen Aufbau des Moleküls verknüpfen. so verschiebt sich alsbald das allgemeine Bild. B. niemals der gegebene unserer wissenschaftsondern immer nur der lichen Aussagen. haben wir damit zugleich eben diese verschiedenen Gruppen von Zuständen zueinander in ein neues Verhältnis gesetzt. in der Krystallform ausprägt. zwischen diesen beiden Reihen eine eindeutige Zuordnung besteht. sofern die Produkte a b. a" b" usf. für uns feste und greifbare Gestalt.

befaßt und ausgedrückt. eigentlich positive Ertrag. die verschiedenen Reihen nicht sowohl auf das Atom. hier gleichsam als der gedachte einheitliche Mittelpunkt eines Koordinaten-Systems. das Atomgewicht der einzelnen Elemente eindeutig zu bestimmen. durch den Mittelbegriff des Atoms hindurch.) identischen Terminus setzen. den die chemische Erkenntnis hier gewinnt. ob. dadurch zum Ausdruck gebracht. Das Atom fungiert diesen Beispielen deutlich hervor. dem wir alle Aus- sagen über die mannigfachen Gruppen chemischer EigenDie verschiedenen und anschaften eingeordnet denken. es steht nicht mehr beziehungslos nebeneinander. absoluten" Atomgewichten das Ganze der möglichen Verhältnisse.. Nur scheinbar wird daher hier die einzelne Eigenschaft an das Atom als ihren absoluten „Träger" angeknüpft. weitet sich daher auch der Kreis der empirischen Relationen selbst. über den Isomor- selben Der 277 . besteht in der systematischen Gliederung eben dieser Verhältnisse selbst. über die Wärmekapazität. daß wir sie sämtlich in Beziehung zu ein und dem(Vgl. so daß damit das Ganze der Relation als abgeschlossen und vollendet gelten könnte. 260 ff. In Wahrheit handelt es sich darum. Versuch. Indem wir die Beobachtungen über die Dampfdichte. heterogenen Mannigfaltigkeiten von Bestimmungen fänglich gewinnen einen festen Zusammenhang. statt daß wir jeden Inbegriff einzeln mit allen übrigen vergleichen. indem wir jede von ihnen auf dieses gemeinsame Zentrum zurückbeziehen. Das zunächst verstreute Tatsachenmaterial organisiert sich nunmehr. so wäre somit gerade in den . sondern ordnet sich um einen festen Mittelpunkt. Wieder zeigt sich hier der gleiche gedankliche Prozeß. die die Sonderreihen Der unter sich eingehen können. S.von der allen metaphysischen Behauptungen über die Existenz tritt in Atome besitzt. In dem Maße als diese Bestimmung fortschreitet. der uns bereits früher entgegentrat: die komplizierten Verhältnisse zwischen bestimmten Inbegriffen werden. nötigt dazu. Denken wir uns diesen Fortschritt vollendet. wechselseitig auf einander zu beziehen. als vielmehr. immer neue Gebiete chemisch-physikalischer Phänomene als Kriterien heranzuziehen.

wirkt vielmehr zugleich produktiv. kenntnis kann diesen Begriff nicht entbehren. wenngleich Fortschritt darin beihr eigentlich Konzentra- philosophischer steht. Aber freilich ist es nicht der einzige logische Wert dieses „Subjekts". nach denen Gegenunsere Erkenntnis ins Unbekannte weiterschreitet. die unsere Setzung eines letzten identischen Subjekts für die Allheit der möglichen Eigenschaften erklärt und ermöglicht. Die heften. daß es nur nachträglich die gewonnenen Erfahrungen beschreibt und zusammenfaßt. sie schafft ein allgemeines unmittelbar Schema auch für die künftigen Beobachtungen und weist diesen eine bestimmte Richtung an. bewahrt er ihren wesentlichen Gehalt. die der allgemeine Substanzbegriff innerhalb des tatsächlichen Prozesses der Erfahrung besitzt. sich die Fülle des bereits gewonnenen empirischen Materials explizit wiederholen und in all seinen Einzelzügen vergegenwärtigen müßte. treten sie Vereinigung. sämtlich an ein und dasselbe Subjekt an- damit selbst erst in wahrhafte begriffliche Wechselwirkung. Indem der Atombegriff hier eine gedankliche tion aller dieser Züge schafft. während doch andererseits alle Kräfte des Denkens nunmehr für die Erfassung des neuen Erfahrungsinhalts frei werden. die hier geschaffen ist. Worauf 278 . Die empirische Ertritt an diesem Beispiel klar hervor. Der Gang der Wissenschaft würde schleppend. Die Bedeutung. ehe sie an ein neues Tatsachengebiet herantritt. und von diesem Punkt gehen nun all die verschiedenen Richtlinien aus. und erfaßt das Problem gleichsam von einer anderen Seite als die rein erkenntnistheoretische Betrachtung. ihn als Begriff zu verstehen uiid zu würdigen. Die lebendige und unmittelbare Arbeit der Forschung selbst steht hier freilich von Anfang an auf einem anderen Standpunkt. wenn sie jedesmal. Der Inbegriff des empirisch Bekannten verdichtet sich gleichsam in einem einzigen Punkt.phismus usf. ihre Darstellung würde umständlich und mühsam werden. über den neu zu entdeckenden Mannigfaltigkeiten fungieren die bereits gefundenen und gesetzlich fixierten als eine feste logische Einheit: und diese Einheit des prinzipiellen Anknüpfungspunkts ist es.

der als solcher keiner weiteren Analyse bedarf. ist daher ein Moment in ihrer eigenen Aktivität. die es zu erschließen gilt. in die Annahme eines einzelnen dinglichen „Trägers". Funktionen zum Aufbau der Erfahrungswirklichkeit nicht zugleich betätigen und sie zur selben Zeit als solche betrachten und beschreiben. sondern nach rückwärts auf den Ursprung und die Gründe der Erkenntnis gerichtet. So läßt es sich verstehen. Somit ist es in der Tat berechtigt und unvermeidlich. wenngleich sie es für bestimmte Zwecke der Erkenntnis als begreift. der hier zurückbleibt. 279 . um die Erkenntnis als Ganzes den Motiven ihres Fortschrittes wie in den dauernden logischen Bedingungen ihres Bestandes zu beurteilen. denn nur dadurch schafft sie sich die Möglichkeit. als es die der kritischen Reflexion Wir können die sind. Das jeweilig muß der Forschung Erreichte. sind die neuen Tatsachengebiete. während sie die bekannten Tatsachen als einen gegebenen Bestand nehmen darf. Dennoch aber sind beide Gesichtspunkte. notwendig Produktion Betrachtung erforderlich.sie hinblickt und was ihr Interesse fesselt. das fortan den Grundstock für alle weiteren Beobachtungen abgibt. dennoch wiederum in seine einzelnen Faktoren zerlegen: denn ihr Blick ist nicht nach vorwärts auf die Gewinnung neuer objektiver Erfahrungen. Der passive Bestand. die der Erkenntnis zukommt. zusammenfaßt. er bildet ein ruhendes Substrat. Der Inbegriff des „Faktischen" in diesem Sinne steht als solcher fest. das Gebiet des Problematischen an eine andere Stelle zu verlegen. Beide Richtungen lassen sich niemals unmittelbar vereinen: die Bedingungen der wissenschaftlichen sind andere. den die Wissenschaft an einzelnen Stellen fixiert. Auf in der Spannung und dem Gegensatz. so daß stets neue Fragen in den Kreis ihrer Betrachtung eintreten. ist somit der bewußte Wechsel des Standpunktes der Gewonnene. das eben erst alsbald wiederum als ein Gesichertes und Vorhandenes gelten. Die kritische Selbstbestimmung des Denkens muß indessen dieses Produkt. beruht doch zugleich die eigentümliche Bestimmtheit. es gleichsam immer weiter fortzurücken. wenn sie eine Fülle erfahrungsmäßiger Relationen in einen einzigen Ausdruck.

. das wird. B. aus welchem die Verstandesbegriffe nicht wirklich ausgehen." Diese Leistung bleibt dem Atombegriff als dauerndes Charakteristikum erhalten. in Aussicht auf welches die Richtungslinien all seiner Regeln in einem Punkt zusammenlaufen.. notwendigen regulativen „nämlich den Verstand zu einem gewissen unentbehrlich Ziele zu richten. je nach dem Wege. während umgekehrt vom Standpunkt der Erfahrungskritik aus eben jene „Eigenschaften" und ihre wechselseitigen Verhältnisse die eigentlichen empirischen Daten bilden. So ist das Atom der Chemie eine „Idee" in dem strengen Sinne. der sich je nach dem Stande unserer Erfahrung mit mannigfachem konkreten Inhalt zu erfüllen vermag. statt als bloß . dennoch dazu dient. das Atom der Materie zum Atom der Elektrizität.. gemäß einer natürlichen Täuschung. also z. als ein fester substantieller Kern. den begrifflich erschaffen wird. 280 . zum Elektron wird. zugleich mit dem Das gegebene Tatsachenmaterial vorweggenommen diesem Terminus gegeben hat vortrefflichen — sofern Kant . d. 2. eine verschiedene Gestalt Für die erste naive Betrachtung erscheint das Atom zeigt. in einem einzigen Brennpunkt vereinigt. auch wenn sein Inhalt sich vollkommen wandelt. ob er zwar nur eine Idee (focus imaginarius). virtueller" Punkt. i. an dem sich nacheinander für uns verschiedene Eigenschaften unterscheiden und aussondern lassen. Gerade eine derartige Wandlung bestätigt. der jedoch. • Kritik der reinen Vernunft. daß das Wesentliche des Begriffs nicht in irgendwelchen materialen Eigenschaften besteht. 672.daß auch der chemische Begriff des Atoms. auf welchem man sich ihm nähert. wie in der neueren Physik. sondern daß er ein Formbegriff ist.. indem er ganz außerhalb der Grenzen möglicher Erfahrung liegt. es in der Tat einen und Gebrauch" besitzt. ihnen die größte Einheit neben der größten Ausbreitung zu verschaffen*. alsbald als ein einheitliches reelles Objekt erscheint. Aufl. S. der. ein Punkt ist. zu deren Ausdruck noch der Begriff des Atoms wird zu erforschenden.

so zeigt sich etwa. Verfolgt man. die ihnen unabhängig von ihrer chemischen Verwandtschaft zukommt. die demselben Typus angehören. Substitutionen ableitbar sind. die sich gemäß voll- den Regeln über die Wertigkeit der einzelnen Atome — 281 . Die Form des Austausches läßt sich durch gewisse Zahlwerte. Die empirischen Tatsachen. Die . zusammenzustellen. während ein Sauerstoffatom stets an die Stelle von 2. so treten sie in verschiedene Haupttypen auseinander. so ergeben sich hierbei bestimmte Grundregeln. besteht darin. die diese Form der Beziehung regeln. ein Stickstoffatom an die Stelle von 3. Ordnen wir nunmehr die chemischen Verbindungen gemäß dem neuen Prinzip. zunächst völlig getrennten Bestimmungen. Nimmt man das Atom des Wasserstoffs als Einheit. daß sie sämtlich aus einer bestimmten Grundform durch fort- schreitende ziehen. wie die Atome verschiedener einfacher Körper sich in den Verbindungen ersetzen und wechselweise für einander eintreten können. dadurch charakterisiert sind. wobei die Glieder.. ein für allemal festhalten und ausdrücken. Damit ist ein weiterer Gesichtspunkt der Zuordnung der einzelnen Elemente zu einander. sind in den Verhältnissen der chemischen Substitution gegeben. ein Kohlenstoffatom an die Stelle von 4 Atomen Wasserstoff tritt. das sich uns hier darbietet. daß ein Chloratom in bestimmten Verbindungen je ein Atom des Wasserstoffs zu ersetzen vermag. die wir jedem Element beilegen und die nunmehr zu der Zahl seines Verbindungsgewichts hinzutreten. eine neue charakteristische Konstante für jeden einfachen Körper geschaffen. die hierdurch gewonnen sind.Der zweite wichtige Schritt der chemischen Begriffsnachdem der allgemeine Gedanke des Atoms konzipiert und die Werte für die Atomgewichte der einzelnen Elemente im allgemeinen festgestellt sind. die mannigfachen. Valenz" der Elemente ist der Ausdruck einer bestimmten Grundbeschaffenheit in ihnen. die zunächst zu derartigen relativen Unterscheidungen und Zusammenfassungen innerhalb des Gesamtsystems hinführen. nach gedanklichen Gesichtspunkten zu verknüpfen und zu Klassen bestimmter Eigenart bildung.

sofern hier Elemente. S. verdanken diese Zusammenstellung weder der äußeren Ähnlichkeit in ihren sinnlichen Eigenschaften. Näheres hierüber S. sammen. sofern sie kraft der Beziehung. Die verschiedenen Verbindungen. die die Analyse des exakten naturwissenschaftlichen Begriffs bereits im allgemeinen Der Begriff des Auch der chemische Typenbegriff ist nicht nach dem Muster der Gattungsbegriffe. Sie gehören zufestgestellt hat. sondern nur als Paradigma für bestimmte logische Verhältnisse in Betracht. wobei indes die entfernteren Glieder der Reihe zu den näheren keine andere Analogie mehr darzubieten brauchen. Elektrizität zukommt. Le Mixte. um so mehr gewinnt umgekehrt die Anschauung Raum. Er weist in der Tat in voller Deutlichkeit die charakteristischen Grundzüge auf. sich einander ersetzen können. * a. Wu r t z . Der Gedanke der Substitution. die Berzelius vertritt. bes. nach der Theorie des elektrochemischen Dualismus. a.in seiner „Typus" kommt hier wiederum nicht Bedeutung für die speziellen Aufgaben der Chemie. sondern nach dem der Reihenbegriffe gestaltet. wird daher unter diesem Gesichtspunkt zunächst von Berzelius als paradox und widerspruchsvoll zurückgewiesen das Chlor kann nicht in irgend einer Verbindung für den Wasserstoff eintreten. noch der unmittelbaren Verwandtschaft in ihren chemischen Funktionen. bei Duhem . Dumas : während dem Wasserstoff positive Je mehr indessen die Theorie der Substitution sich Bahn bricht. da es. ineinander übergeführt werden können. als sie eben durch dieses Ableitungsgesetz Nur allmählich hat sich in der Geselbst hergestellt wird. schichte der Chemie der Typenbegriff vom Begriff der chemischen Analogie losgelöst*. die ihrer Natur und Eigenart nach völlig verschieden scheinen.. die unter einem Haupttypus befaßt werden. die zwischen der Valenz der einzelnen Atome besteht. O. daß auch völlig unähnliche Körper sich in gewissen Verbindungen ohne Änderung der Natur negativ elektrisch ist. 189 ff. 97 ff. 282 . Der erste Schritt zu dieser Trennung liegt schon in dem Grundverhältnis der Substitution selbst vor. wie er zuerst von formuliert wird.

bei dem letzteren rein konstruktiv festgestellt ist. die in ihrer fortgesetzten Anwendung bestimmte Inbegriffe von charakteristischem Reihen-Typus erschafft. deren Glieder nicht durch irgend welche anschauliche Einzelzüge. sobald nicht allein die Elemente. kraft deren von einem Glied zum andern fortgegangen wird. Noch schärfer treten die Konsequenzen dieser Ansicht hervor. miteinander zusammengehalten werden. daß die Relation. entstehend denken kann. während das Verhältnis der Äquivalenz als eine empirische Beziehung zwischen Regnaults mathematischen 283 . tritt jetzt der „molekulare Typus" Dumas entgegen.. sondern in der Art der Verknüpfung beruht. sondern die ganze Gruppe von Körpern. in sich faßt. die von Glied zu Glied obwaltet. Die „Valenz" der einzelnen Elemente stiftet unter ihnen eine derartige Beziehung. Wie sich hier geometrische Systeme und Gruppen von Systemen ergaben. die sich einander substituieren lassen. chemischen Typus". die man sich durch Substitution auseinander Die Bedingungen. ihn aufgestellt Dem . die somit ebenfalls nicht auf einer Gleichartigkeit im Inhalt des Verknüpften. entsprechen also durchaus denjenigen. die auf diese Weise entstehen. bis weitere Untersuchungen zu dem Schluß drängen. der Körper sehr verschiedener Eigenschaften. sondern lediglich durch die eindeutige Regel der Relation. einzeln ein- ander gegenübergestellt. die aus wiederholten Substitutionen hervorgehen können. Glieder enthalten können. auf denen nunmehr die Einheit des Typus beruht. die wir im Gebiet der Begriffsbildung verwirklicht fanden. so gilt das gleiche auch hier. wie und für den er ähnliche Haupteigenschaften aller Glieder gefordert hatte. daß die Reihen. Auch hier wird anfangs die Forderung der Analogie aufrecht erhalten. die in all ihren wahrnehmbaren Eigenschaften und ihren wesentlichen chemischen Bestimmungen voneinander völlig abweichen. Die gesetzliche Abwandlung dieses .. die ihnen gemeinsam sind. Parameters" erzeugt und begründet die Form des Begriffs.der Verbindung vertreten können. näher betrachtet wird. Der chemische Begriff unterscheidet sich hierbei vom mathematischen freilich darin.

die weitere Begriffsbildung nunmehr auf beiden Seiten genau die gleiche Richtung einschlägt. die den einzelnen Atomen zugesprochen wird. Wir kennen die eigentümliche Beschaffenheit des Chloratoms nicht. Auch hier gilt es. S. von gewissen Anfangspunkten an aufzubauen und um gewisse Mittelpunkte zu gruppieren. denn es bildet das eigentlich auszeichnende Merkmal der wissenschaftlichen Fassung der chemischen Grundbegriffe. Die Typentheorie bildet in dieser Hinsicht den ersten Ansatz zur chemischen sofern sie lehrt. Dieses letztere Moment ist auch hier entscheidend. wenn sie als eine dingliche Qualität in ihnen aufgefaßt wird. wenn man zur Erklärung der verschiedenen relativen Wertigkeiten auf die der einzelnen Atome zurückgreift. La Theorie atomique. Das sinnlich Heterogene gestaltet sich jetzt homogen. die Mannigfaltigkeit der Körper. 175. das Kohlenstoffatom mit 4 Atomen des Wasserstoffs zusammentritt. nachdem einmal das entscheidende Merkmal der Vergleichung gewonnen ist. Die „Valenz". Denn auch hier wird ein schlechthin Unbekanntes und empirisch gegebenen Deduktion. nachdem erst ein allgemeines Zuordnung Moment die der fixiert ist. daß. indem wir es mit bestimmten Zahl-Verhältnissen durchdringen. wie eine wahrhafte qualitas occulta erscheinen. 284 . Und dieses Rätsel wird nicht gelöst. kraft deren es sich nur Atom Wasserstoff zu verbinden vermag. durch welchen Zwang getrieben das Sauerstoffatom mit 2. so erkennt man. daß sie stets nur in einem ganz bestimmten Verhältnis miteinander verschmelzen können*. einem Bewegungszustände Cf.den verschiedenen Elementen entdeckt wird. unter Festhaltung weniger allgemeiner Grundprinzipien. die einander derart angepaßt oder derart entgegengesetzt sein sollen. wir mit wissen nicht. dieses Moment durch gesamte Mannigfaltigkeit der durch die Beobachtung Stoffe hindurchzuführen und diese somit aus einem Aggregat zu einem System zu gestalten. Sieht man hingegen von diesem Unterschied des Ursprungs ab. muß zunächst. innerhalb dessen wir das Ineinandergreifen und die Zusammengehörigkeit der einzelnen Glieder nach festen Regeln begreifen. Wu r t z .

wird zur eigentlichen Grundlage der organischen Chemie. Als Radikal wird hierbei gemäß der Definition Liebigs der nicht wechselnde Bestandteil in einer Reihe Verbindung Atomgruppen — — von Verbindungen betrachtet. ist in Wahrheit nicht eine derartige Erkenntnis der letzten absoluten Elemente der Wirklichkeit. aber was sie zuletzt leistet. den er in sich schließt. Das einzelne Glied wird zum Repräsentanten der Gesamtgruppen. sondern auf ganze angewandt wird. die durch Substitution aus der gegebenen Verbindung entstehen können. Die chemische Konstitutionsformel scheint freilich zunächst ein direktes anschauliches Bild der Reihenfolge und Stellung darzubieten. 6. Die Formel einer bestimmten Verbindung lehrt uns nicht nur diese selbst in ihrer Zusammensetzung kennen. sofern er sich in diesen ersetzen 285 .) Von besonderer Wichtigkeit wird der Gedanke der Substitution. Er will nicht in die substantielle Natur der Verbindung von Atom und Atom eindringen. sondern vielmehr die allseitige Gliederung der Körper und Stoffe der Erfahrung. in welcher ein individuelles „Ding" oder ein besonderes Ereignis mit dem Inbegriff der wirklichen und möglichen Erfahrungen überhaupt steht.in keiner Weise Nachweisbares an Stelle der allein bekannten Austauschverhältnisse gesetzt. (Vgl. ist eben der gedankliche Verzicht. Kap. die jetzt entsteht. Die Theorie der „zusammengesetzten Radikale". ist sie freilich eben dadurch zugleich der echte wissenschaftliche Ausdruck der empirischen Realität des Körpers: denn diese besagt nichts anderes. denen es angehört und die aus ihm durch die gesetzliche Variation bestimmter Grundbestandteile hervorgehen können. wenn er nicht mehr allein auf einzelne Atome. als die durchgängige objektive Verknüpfung. die die Atome selbst gegeneinander einnehmen. sondern lediglich die Tatsachen dieser Verbindung nach allgemeingültigen quantitativen Ordnungsprinzipien darstellen. sondern ordnet sie verschiedenen typischen Grundreihen ein und weist damit auf das Ganze derjenigen Gebilde voraus. hierzu bes. Indem die Konstitutionsformel diese herstellt. Was jedoch den Valenzbegriff der Chemie von allen scholastischen Qualitäten scheidet.

. Indem insbesondere darauf hinweist. je nachdem man seinen Zusammenhang mit der einen oder der anderen Gruppe von Verbindungen zum Ausdruck bringen will. nach Ladenburg. Trait6 de Chimie organique O. so steht nichts im Wege. mehrere wie nunmehr betont wird rationelle Formeln für ein und denselben Körper aufzustellen. daß es möglich ist. Da die Formeln der Chemie nur bestimmte Struktur. in welcher die Radikale in den Verbindungen . (Vgl. verschieden ausfallen können. die aus ihnen durch Verbindung mit anderen Atomen entstehen. aber herrscht anfangs In der „Kerntheorie" Streit.und Reaktionsverhältnisse in Gleichungen ausdrücken sollen.. wird damit der Gedanke an die reale Existenz abgesonderter Gruppen zunichte. — — Gerhardt. die Frage zu beantworten. Über die Art. die allgemein darauf verzichtet.läßt durch andere einfache Körper. S. oder sofern sich in seinen Verbindungen mit einem einfachen Körper dieser letztere ausscheiden und durch Äquivalente von anderen einfachen Körpern vertreten läßt. sie präexistieren den komplexeren Gebilden. wird das Verhältnis zunächst in einem durchaus realistischen Sinne aufgefaßt und beschrieben. stellen sollen. Das Radikal besitzt jetzt keine selbständige Wirklichkeit mehr. da sie also nicht dar- Laurents Gerhardt was die Körper an und für sich sind. Durch die weitere Fortbildung der Theorie aber wird diese Anschauung mehr und mehr zurückgedrängt. die wir vornehmen und die je nach dem herrschenden Gesichtspunkt der Vergleichung. 194 ff. den wir zugrunde legen. 235. Der Streit über die Natur und die absolute Beschaffenheit der Radikale ist damit geschlichtet. zwei Radikale in einer Verbindung anzunehmen. Wir stehen damit am Beginn einer Auffassung. denn sie erscheinen nunmehr nur noch als Ergebnisse gewisser ideeller Zerlegungen. existieren". zit. 286 . vorhanden. Die Kerne sind als solche in einer Mehrheit von Körpern. sondern soll nur. in denen sich Elemente oder Atomgruppen ersetzen"*. wie Gerhardt selbst ausdrücklich hervorhebt. „die Beziehungen ausdrücken. sondern nur was sie waren oder werden können. S.) .

die als abhängig von bestimmten Zahlwerten erkannt sind. Diese Dar- — — keit stellung der stofflichen Mannigfaltigkeit in einer Mannigfaltigvon Zahlen aber enthält bereits den Hinweis auf ein neues Problem. Die erste Phase der Bestimmung der stofflichen Mannigfaltigkeit war dadurch gekennzeichnet. form Element durch den Wert seines Atomgewichts charakterisiert wurde. charakteristische Zahl" zu: und diese Zahl gilt implicit als dasjenige. um statt dessen lediglich die meß- baren Relationen. Wie es der eigentliche methodische Vorzug des Zahlgebiets ist. die sie eingehen. m . Leipzig 1904.ob und wie die Elemente als solche fortexistieren.Vorlesung. und tritt damit aus dem Kreise der empirisch beschreibenden Wissenschaften in das Gebiet der Naturwissenschaft hinüber.. sondern * bes. Jedem einfachen Körper kommt nunmehr nach dem Leibniz'schen Ausdruck eine bestimmte . O s t wa die „energetische" AuffassTing 1 d . zu entdecken und gemäß allgemeinen Regeln darzustellen. mathematischen Ehe indessen diese Einreihung der Chemie in ein allgemeineres wissenschaftliches Problem sich vollzieht.und Endzustand eines chemischen Umwandlungsprozesses bestehen. daß jedes Tendenzen hervor. Faraday. Sobald aber diese Phase erreicht ist ordnet sich die Chemie dem allgemeinen Grundplan der Energetik ein*. in den Verbindungen. daß jedes Glied in ihm aus einer ursprünglichen Anfangssetzung nach bestimmten einheitlichen Regeln hergeleitet und konstruktiv entwickelt ist. uhe Le Mixte. sowie D und Behandlung der Chemie Elemente und Verbindungen. Über s. 287 . was die gesamte Fülle seiner empirischen Eigenschaften begrifflich zum vollkommenen Ausdruck bringt. so greift diese Forderung nunmehr auch auf alle die physikalischen und chemischen Bestimmungen über. treten schon innerhalb ihrer selbst bestimmte Gesichtspunkte und die auf diese Umbildung der Systemhindeuten. Auch sie dürfen nicht länger als ein regelloses Beisammen gedacht werden. Kap. die zwischen dem Anfangs. IX und X.

Einer der Hauptbegründer des periodischen Systems.oder den Bedingungsgleichungen auftretenden Konstanten für jede Art des Stoffes einen anderen Wert erhielten. seine Qualität machte sich nur dadurch geltend. in den Gleichungen nur als Masse. war als Variable zu behan- bisher nicht üblich geworden. daß beim Fortgang in dieser Reihe die Eigenschaften der einzelnen Elemente sich von Glied zu Glied ändern. Man hat zwar auch bisher schon in den physikalischen Erscheinungen den Einfluß der stofflichen Natur der Materie berücksichtigt.müssen in ihrer Abfolge und ihrer allmählichen Veränderung durch ein exaktes Gesetz darstellbar sein. Der „Stoff* ist jetzt die in ihm vorliegt. von denen die Erscheinungen abhängen. Lothar Meyer. Körper. Gebiet der naturwissenschaftin das Gebiet der Variablen lichen übergegangen. ferner unter Umständen Wärme. systematischen Grundreihe ist es also. daß die in den Differential. zipielle Wendung. Aber diese stoffliche Natur blieb stets 288 . indem man die physikalischen Konstanten für die verschiedensten Substanzen bestimmte. ihre Schmelzbarkeit und Flüchtigkeit. ihre Härte und Dehnbarkeit. ihre Leitungsfähigkeit für Wärme und Elektrizität usf. in Maß und Zahl ausgedrückt. Elektrizität und einige andere Größen in die Rechnung eingeführt. seine Beschaffenheit bis ins Einzelne abhängig ist. wovon sein physikalischchemisches „Wesen". daß aber nach dem Durchlaufen einer bestimmten Periode die gleichen EigenDer Ort jedes Elements in dieser schaften wiederkehren. erscheinen jetzt als periodische Funktionen Denkt man sich die Gesamtheit der Elemente in eine Reihe geordnet. hat zugleich die neue prinihrer Atomgewichte. Diese von der s t o f f 1 i c h e n N a t u r d e r S u b s t a n z e n abaus dem Konstanten hängigen Größen deln. so findet sich. klar bezeichnet. besonders Ort und Zeit. „Bis jetzt wurden in der Physik als variable Größen. Diese allgemeine Forderung findet ihre erste Erfüllung in der Aufstellung des periodischen Systems der Die verschiedenen Eigenschaften der einfachen Elemente. der Stoff erschien. aber dieser Fortschritt ist jetzt gemacht worden. Temperatur.

176. andererseits in der mathematischen Physik ausgeprägt ist. daß nunmehr Glieder der Mannigfaltigkeit. Cassirer Substanzbegriff 19 289 . Nur dort. auf Grund des allgemeinen systematischen Prinzips gefordert und vorausgesagt werden können und daß die fortschreitende Erfahrung diese Forderung bestätigt. a. Wahrhaftes gilt ihm nur dort als erreichbar. wie es einerseits in der spekulativ-metaphysischen Naturbetrachtung. durch welche die substantielle Natur und die von ihr abhängigen Eigenschaften bestimmt werden*. die empirisch bisher nicht bekannt waren. kann von eigentlicher Erkenntnis. aus der Bekanntschaft mit dem Gegenstand alle seine Beschaffenheiten unmittelbar zu erschließen und a priori zu bestimmen. a. im strengen Sinne des Seite. wo es also möglich ist. In der Geschichte der Philosophie ist es gerade das Stoffdem. O. das damit in die Chemie eintritt. es fehlte die Möglichkeit. läßt sich am deutlichsten in seiner Eigenart erfassen. abgesehen von seiner naturphilosophischen p r b1 e . wo es möglich ist.etwas Qualitatives. Locke Wissen notwendigeVerknüpfungen * L o t h ar Meyer . indem der Nachweis geführt wurde. Zu dieser Einführung ist jetzt ein. indem ein Gesichtspunkt entdeckt wird. wenn man es mit dem Ideal der Deduktion vergleicht. wenn auch noch sehr primitiver Anfang gemacht worden. daß der Zahlenwert des Atomgewichts die Variable ist. — m . Das deduktive Moment.." Das Qualitative der einzelnen Stoffe wird mathematisch faßbar und beherrschbar. Die Bedeutung dieses Gesichtspunkts tritt vor allem darin hervor. wiederholt eine wichtige erkenntnistheoretische Rolle zufiel. nach welchem es sich in Reihen von bestimmtem Fortschreitungsgesetz ordnet. So entwickelt etwa am Beispiel der chemischen Erkenntnis der Grundstoffe und ihrer Eigenschaften seine gesamte Auffassung von den Aufgaben wie von den Grenzen der naturwissenschaftlichen Forschung. diese fundamentale Variable in Zahl und Maß ausgedrückt in die Rechnung einzuführen. S. wo alle Eigenschaften des Gegenstandes aus seiner ursprünglichen Natur vollkommen verständlich und gewiß sind. allgemeingültige Einsichten in zu gewinnen.

zum Teil erfüllt. Dieser Forderung aber. wenn wir. seine Feuerbeständigkeit usf. Die moderne Wissenschaft hat das Ideal. kraft deren bestimmten Merkmalen der einen Art stets bestimmte andere einer anderen Art entsprechen. versagt sich unser naturwissenschaftliches Wissen. Kap. die unsere Kenntnis der Natur erst zu echter Wissenschaft. bleibt es auf immer unmöglich. so ist doch damit die Frage nach ihrem inneren Zusammenhang um keinen Schritt weitergeführt. geredet werden. das Locke hier entwirft. aber sie verzichtet darum nicht der auf jeden begrifflichen Zusammenhang empirischen Daten * Sie faßt die Vielheit der Elemente in eine Grundreihe zusammen. so können wir doch von ihnen aus keine einzige neue Bestimmung entdecken. um aus ihr die Gesamtheit der sekundären Eigenschaften deduktiv abzuleiten*.Wortes. Essay on human understanding. 290 tSI . jene Abhängigkeit der Einzelglieder voneinander herzustellen. aber sie mußte freilich zuvor diesem Ideal selbst einen neuen Sinn verleihen. 6. die in all unsern „intuitiven" Urteilen über mathematische Verhältnisse erfüllt ist. seine Härte. Hier. so können wir niemals die Form der Verknüpfung verstehen. Wenn wir noch so viele Merkmale des Goldes. daß die Ableitung der Einzelmerkmale eines Stoffes aus seiner „substantiellen Wesenheit" die Aufgabe des exakten und empirischen Wissens übersteigt. statt lediglich Beobachtungen über das empirische Beisammen oder die empirische Unverträglichkeit von Merkmalen zu sammeln. Sie stimmt mit Locke darin überein. das Problem „am andern Ende" anfassen könnten. erheben würde. wäre nur dann möglich. zusammenstellen. durch die sie allein zu einem rational verbundenen und begriffenen Ganzen werden könnten. wo wir es lediglich mit der Sammlung und Beschreibung verschiedener Wahrnehmungstatsachen zu tun haben. Eine derartige Einsicht. deren Glieder selbst. So viele Eigenschaften irgend einer Substanz man auch durch Beobachtung und Versuch entdecken mag. wie sie in der Mathematik vorliegt. wenn wir von irgendeiner Wesensbestimmung des Goldes ausgehen könnten. seine Dehnbarkeit. Locke. Buch IV.

Die Ordnung der entsteht. mathematisch darstellbares Gesetz der kausalen Abhängigkeit zwischen den Änderungen verschiedenartiger Größen. Wie aus der angenommenen Grundeigenschaft die weiteren Merkmale folgen.. ständen jetzt nicht mehr als gegebene starre Einzelwerte nebeneinander. Es entsteht das Problem. 276 ff.. in denen wir die Eigenart und die Besonderheit der Elemente ausdrücken. das bleibt freilich auch hier unbeantwortet. Die neueste 19* logon der Mathematik. auf Grund bestimmter allgemeiner Daten gewisse spezielle Beschaffenheiten zu berechnen und vorherzusagen. aber wir erfassen jetzt schärfer die Regeln ihres systematischen Zusammenhangs. Der chemische Begriff wäre damit in den physikalischen Begriff übergegangen. In das absolute Sein der Körper dringen wir dadurch freilich nicht tiefer ein. nach welchem bei einer derartigen Variation die abhängigen Eigenschaften sich ändern müßten. S. oben. intuitiven" Erkenntnis. die Atomgewichte. Die funktionale Verknüpfung. 291 . (Vgl. durch stetige Abwandlung auseinander hervorgehen zu lassen und das Gesetz zu bestimmen. sondern ließen sich in ihrer Entstehung auseinander verfolgen. die hier geschaffen wird. bietet wenigstens ein A n a - also ein Analogon der exakten und . die zunächst nur als diskrete Werte eingeführt waren. die nunmehr eine bloß empirische ZusammenEinzelheiten. als die metaphysische Einsicht aus den letzten Wesensgründen.nach einem bestimmten Prinzip aufeinanderfolgen und bestimmt sodann die einzelnen Eigenschaften der Körper als Funktionen ihrer Stellung in dieser Reihe. nichtsdestoweniger aber wird das Faktum dieser Abhängigkeit selbst zu dem Versuch benutzt. so wären wir damit logisch in eine andere Form der Begriffsbildung eingetreten: statt einer Anzahl von Regeln über das Zusammenbestehen von Eigenschaften besäßen wir nunmehr ein einheitliches. aber sie bietet zugleich mehr als stellung unverbundener Elemente. enthält daher freilich weniger. Die Atomgewichte.) Zugleich aber führt diese Lösung alsbald zu einer neuen Frage. Schmelzbarkeit und Flüchtigkeit ergibt. wie aus einem bestimmten Atomgewicht sich eine bestimmte Dehnbarkeit und Härte. Denken wir uns diese Aufgabe gelöst.

indem er den Tatsachen gehorcht. Geschehens IX. eine Mehrheit tatsächlicher Beobachtungen. die eine stetige Umwandlung der Elemente ineinander annimmt. scheint diese Wendung bereits unmittelbar zu bezeugen: denn für sie. die ihm bisher zugesprochen wurde und erscheint als ein bloß relativer Ruheals ein Einschnitt. wältigung des empirischen Materials tritt zugleich die Eigenart des logischen Prozesses hervor. ist der einzelne Stoff in all seiner sinnlichen Abgeschlossendennoch nur der Durchgangspunkt in einem bestimmten Indem das chemische Atom sich in dynamischen Prozeß. entsteht dadurch zugleich die Aufgabe. die zunächst noch unverbunden nebeneinander stehen. heit — Recht derartiger Annahmen urteilen mag: in jedem Falle zeigen sie in charakteristischer Deutlichkeit den Weg. Die Betrachtung der physikalischen Begriffe und Methoden läßt zunächst nur eine desAllgemeinen zumBesonderen 292 .Phase der Naturwissenschaft. daß in ihr das Verhältnis in eine neue Beleuchtung gerückt wird. in festen Zahl. Das eigentlich methodische Interesse der chemi- schen Begriffsbildung liegt darin. kraft dessen der Begriff. verliert es damit die absolute Festigkeit und Unveränderlichkeit. Indem aber auf diese Weise die empirischen Mannigfaltigkeiten sich in rationale umgestalten. die Gesetzlichkeit der Struk- turverhältnisse auf ein tiefer liegendes kausales zurückzuführen und in ihm Gesetz des In dieser fortschreitenden Beerschöpfend zu begründen. Die chemische Forschung beginnt damit. auf dem der wissenschaftliche Begriff fortschreitet. die nach einer Regel fortschreiten und in denen daher die folgenden Glieder aus den vorangehenden bestimmbar sind. zugleich die intellektuelle Herrschaft über die Tatsachen gewinnt. ein System von Elektronen auflöst.und Maßbestimmungen zu fixieren. die aus der Betrachtung der Erscheinungen der Radioaktivität hervorgegangen ist. Aber diese durch die Beobachtung gewonnenen Zahlwerte ordnen sich alsbald zu Reihen. den der Gedanke im stetigen Fluß punkt Wie immer man über das positive des Geschehens setzt.

Denn in dem Maße. seine schärfste Ausprägung in Rickerts Theorie der naturwissenschaftlichen Begriffsbildung gefunden.. Wiederum tritt unverhüllt jene Antinomie hervor. Denn alle bietet sich uns in individueller Gestalt und . weicht das Gebiet der anschaulichen Einzeltatsachen mehr und mehr zurück. die während des Mittelalters und bis weit in die neuere Zeit hin um das Aristotelische System geführt werden. an denen diese Gesetze darzustellen und zu erläutern sind. Die geschichtlichen Kämpfe.fundamentalen Verhältnisses klar hervortreten. Nominalismus" und „Realismus" stellt nur eine Weiterbildung des Problems dar. Physik sind und bleiben die allDie besonderen Fälle gemeinen Gesetze des Geschehens. In der Philosophie der Gegenwart hat der Gegensatz. Je weiter indessen diese wissenschaftliche Aufgabe verfolgt wird. gemäß Grundfunktion eben in der Abwendung von dieser konkreten Totalität der Einzelzüge besteht. das bereits in den ersten Anfängen der Aristotelischen Metaphysik und Erkenntnislehre latent ist.. der hier zugrunde liegt. Die Richtung des Denkens auf den „Begriff" hin und die Richtung auf das Wirkliche schließen hier wechselweise einander aus. erklären sich größtenteils aus diesem Gesichtspunkt: der Widerstreit des . sondern den individuellen Substanzen in der dynamischen Stufenfolge ihrer Verwirklichung zukommt. um so schärfer wird nunmehr die Trennung. bedeutet zugleich eine ständige ihres Wirk- Verarmung 293 . Wirklichkeit" Formung und somit in einer unübersehbaren Mannigfaltigkeit Seite dieses Das Ziel der theoretischen von Einzelzügen seiner dar. während alles Begreifen. Die Vereinfachung. als der Begriff seine Aufgabe fortschreitend erfüllt. die bereits im Natursystem des Aristoteles ihren ersten bezeichnenden Ausdruck gefunden hat. während das wahrhafte und ursprüngliche Sein nicht dem Allgemeinen. die zwischen dem System unserer Begriffe und dem System des Wirklichen entsteht. sofern sie in den Kreis der Betrachtung gezogen werden. Alles Wissen will Wissen vom Allgemeinen sein und vollendet sich erst in diesem Ziele. wollen. nur als Paradigmen gelten. die er gegenüber der intensiven und extensiven Mannigfaltigkeit der Dinge vornimmt.

daß Wirklichkeit im Grunde genommen immer und überall dieselbe ist. Die Grenzen der naturwissenschaftlichen Begriffs1902. so folgt daraus.lichkeitsgehalts. bisher in einer seltsamen Selbsttäuschung befangen Denn alle die großen exakten und empirischen gewesen. daß Die Kluft zwischen den nichts Wirkliches in sie eingeht. und schließlich alle kommt die Naturwissenschaft darauf hinaus. Anschauliche und Individuelle die einzige Wirklichkeit bildet. das Wirkliche selbst mehr und mehr mit der Erkenntnis zu durchdringen und zu immer bestimmterer Anschauung zu erheben. An Stelle • Rickert. und daß ferner das Einzelne. die wir kennen. Wenn nämlich nichts Individuelles und Anschauliches in den Inhalt der naturwissenschaftlichen Begriffe eingeht. die diese Kluft erst schafft und die sie ständig erweitert. 235 ff. sondern sie selbst ist es. und sobald wir nur daran denken. „Welches auch immer der Inhalt der Begriffe sein mag. daß alle Begriffsbildung die Individualität der Wirklichkeit vernichtet. Die Wissenschaft schließt somit nicht die Kluft zwischen den „Gedanken" und den „Tatsachen". zum Bewußtsein kommen. so muß uns auch die Tragweite der Tatsache." Besteht indessen diese logische Folgerung zu Recht: so ist die wissenschaftliche Forschung selbst über das Ziel. die durch die Naturwissenschaft Begriffen und den hervorgebracht werden muß. daß jedes Stück der Wirklichkeit sich in seiner anschaulichen Gestaltung von jedem andern unterscheidet. dem die Körperwissenschaften anderen Naturwissenschaften zustreben. Individuen. dem sie zustrebt. zur empirischen Welt des Anschaulichen steht er im entschiedensten Gegensatz Das Individuelle im strengen Sinne verschwindet bereits durch Das wie alle die primitivste Begriffsbildung. besteht in einer Entfernung der empirischen Anschauung aus dem Inhalt ihrer Begriffe. ist also eine Kluft zwischen den ' Begriffen und der Wirklichkeit überhaupt*. ebenso Endziel. Forscher glaubten und glauben noch. S. also gar Dies aber ist durchaus nichts Individuelles mehr enthält nicht der Fall. daß die Aufgabe ihrer Wissenschaft darin besteht. Tübingen und Leipzig 294 . bildung.

das stumpft ihn. das Besondere als Besonderes zu erfassen. wie wir jetzt erkennen müssen. So eigentümlich dieses Ergebnis indessen berühren mag: so zwingend folgt es in der Tat aus den Prämissen. an Stelle des engbegrenzten naiven Weltbildes eine umfassende Einsicht gewonnen werden. gemäß der herrschenden logischen Lehre nichts anderes als eine „Vorstellung vom Gemeinsamen". zunächst völlig auf eine Stufe gestellt wird. Tatsächlichen" selbst.. Alles Vorgestellte wird wie Sigwart ausführt entweder als einzeln existierend oder aber abgesehen von den Bedingungen seiner Einzelexistenz vorgestellt und heißt alsdann insofern allgemein. Vogel" kein völlig bestimmter anschaulicher Gehalt entspricht. die Rickerts Theorie zugrunde legt. Ist der Begriff. die sich für jeden individuellen Beobachter anders darstellt. das entfernt uns vielmehr immer weiter von dem eigentlichen Kern des . Seine Funktion ist alsdann nicht wesentlich von der des verschieden.. vielmehr darin nur gewisse unsichere Umrisse der Gestalt zugleich mit der vagen Vorstellung der Flugbewegung festgehalten sind.einer zufälligen und fragmentarischen Betrachtung der Dinge. wenn das logische Instrument. als das Vorgestellte. dessen die Forschung sich bedient. wie es rein innerlich gegenwärtig ist. in einer beliebigen Menge von einzelnen Dingen oder Fällen existierend gedacht werden kann. Wie aber ließe sich dieser Forderung genügen. die uns die feineren Strukturverhältnisse des Wirklichen erst erschließt und sie bis ins einzelne verfolgen läßt. sollte ein vollständiger Überblick über sie. der hierin S i g w a r t folgt. so ist und bleibt er unfähig. Der Ausdruck für diesen innerlich gegenwärtigen Gehalt des Vorgestellten ist d a s o r t als solches. was unsere Kenntnis der Tatsachen zu befestigen und zu erweitern schien. vielmehr ab. mit der sie denn auch von Rickert. Begriff ihr unmittelbar Was unseren Blick für die Einzelheiten widerstreitet? der empirischen Anschauung schärfen sollte. so daß ein Kind auch den fliegenden Käfer oder Schmetterling als Vogel bezeichnen wenn der naturwissenschaftliche Wortes — — W 295 . Das begriffliche Verständnis der Wirklichkeit kommt der Vernichtung ihres charakteristischen Grundgehalts gleich. Wie nun etwa dem Wort .

die nur den einen oder anderen Zug von ihnen aufbewahrt haben: und diese letzteren sind es. die wir von unseren tatsächlichen Empfindungen zurückbehalten. desto leichter die Anwendung". die immer neue und immer entlegenere Elemente in den Kreis der Vergleichung hineinzuziehen vermag. wenn somit hier niemals zu einem völlig festen und eindeutigen Ergebnis zu gelangen ist. die sie Die verschiedenen in allgemeingültigen Definitionen fixiert.so gilt das gleiche ursprünglich für alle unsere Allgemeinvorstellungen. weil wir neben den konkreten und in sich vollendeten Sinneswahrnehmungen auch über unvollständigere und weniger genaue Bewußtseinsinhalte verfügen. Sein Unterschied von den naiven Begriffen der Sprache und der populären Weltansicht besteht nur darin. an welches sie anknüpft. sondern inhaltlich Verschiedenes angewendet zu werden. Auch sie sind nur möglich. Auch der wissenschaftliche Begriff entsteht auf dem gleichen Wege und unter den gleichen Bedingungen. das dort unbewußt wirksam ist. diese Vieldeutigkeit aufzuheben. hier mit kritischem Bewußtsein geübt wird.je unbestimmter. Die Unsicherheit der Erinnerungsbilder.. beruht also vielmehr auf der Armut des psychologischen Substrats. daß das Verfahren. Wenn die Wege der natürlichen. indem jedes von ihnen einen einzigen Kreis kann: Unbestimmtheit von Merkmalen umfaßt: und diese Konstanz und allseitige Unterscheidung eines mit einem bestimmten Worte be296 . auf nicht bloß räumlich und zeitlich. Die Fähigkeit einer Vorstellung. bringt es mit sich. Der scheinbare Reichtum der Begriffsfunktion. daß sich im wirklichen Prozeß des Bewußtseins neben den lebendigen und unmittelbar gegenwärtigen sinnlichen Anschauungen stets abgeblaßte Reste von ihnen finden. ist zunächst mit ihrer gegeben: . sich selbst überlassenen Abstraktion sich vielfältig verschlingen und kreuzen. Abstraktionsgebilde erhalten damit gegeneinander eine sichere Abgrenzung. indem sie für die Auswahl des Wahrnehmungsmaterials bestimmte Vorschriften aufstellt. die das eigentliche psychologische Material zum Aufbau der begrifflichen Allgemeinvorstellungen enthalten. so besteht die Leistung der Wissenschaft darin.

wenngleich sie sich nicht zu ausdrücklicher Klarheit zu erheben zeichneten Vorstellungsgehalts griffs während der wissenschaftliche Begriff. das Mannigfaltige der Anschauung in bestimmter Weise zu verknüpfen und gemäß einem vorgeschriebenen Gesetz zu durchlaufen. s. Für den „Begriff" in diesem Sinne aber besteht die Antinomie nicht. S i g wart (S. ein exaktes * S. ist der Umstand. Sie ent- mathematischen Wort- bedeutungen durchgehend den Hinweis auf Reihenprinzip. Rickert. Denn bei den Wortbedeutungen steht die konkrete Vorstellung der Inhalte. was das Wesen des BeDie Entfernung von der lebendigen Anausmacht*. S. Hier kann keine unüberbrückbare Kluft zwischen dem „AUhalten. vgl. welchem er logisch entsteht und aus dem er fortdauernd seine eigentliche Kraft schöpft. schauung der Einzeltatsachen aber ist jetzt noch größer geworden als zuvor. a. das demWort als solchem völlig fremd ist.. . Ganzen. den sie in zuvor von dem Zusammenhang loslöst. doch immer noch im Hintergrund des Bewußtseins. 47 ff. je reiner sich um so mehr von diesem letzten Er wird dadurch zu einem Rest der Anschauung befreit. daß sie den naturwissenschaftlichen Begriff. zu ergreifen und wiederzugeben. O. 325 u. die stets nur in individueller Form vor- handen und erfaßbar ist.ist es. hierzu a. . wie sich gezeigt hat. kritisiert. er sich gestaltet. Was in dieser Deduktion zunächst auffällt. muß freilich andererseits darauf verzichten. Logik^ I. da sie von Anfang an auf einem anderen Boden stehen und in völlig anderen Voraussetzungen wurzeln. . I. der bereits innerhalb der reinen Erkenntnis wirksam ist.. 297 32 ff.. das uns anweist. auch Kap. denn ihnen allen haftet ein Moment an. — Die exakten naturwissen- schaftlichen Begriffe setzen nur einen gedanklichen Prozeß fort. Die Kritik der populären trifft daher diese Begriffe nicht. aber er die Wirklichkeit. völlig übersehbaren und für unser Denken beherrschbaren braucht. die sie bezeichnen sollen. 45 I. auf die Rickert seine Beweisführung stützt.) ff. Die theoretischen Begriffe der Naturwissenschaft sind keineswegs bloß gereinigte und idealisierte Wortbedeutungen.

. eine Hier trifft neue spezifische Beschaffenheit hervortreten. das Allgemeine als R e i h e nso ist alsbald deutlich. in der er als besonderer Stoff in seiner eigentümlichen Struktur aufgefaßt. Typen" eingeordnet und damit in ein bestimmtes Verhältnis zu der Gesamtheit der übrigen Körper gerückt wird. Die gewöhnliche chemische Formel. Denkt man das Besondere als Reihenglied. daß irgend ein konkreter Inhalt seiner Besonderheit und Anschaulichkeit verlustig gehen müßte.gemeinen" und dem „Besonderen" entstehen. doch in ihrer Leistung durchgehend aufeinander angewiesen sind. die nur im allgemeinen seine Zusammensetzung. da das Allgemeine selbst keine andere Bedeutung und keine andere und Funktion hat. von dem besonderen Material der Anschauung ab. die uns.. die Ordnung des Besonderen selbst gleichartigen Inhalten in verschiedene Reihen-Zusammen- insofern . begrifflich" gefaßt und geformt wird. daß beide Momente. daß er einen Weg zu neuen. weiter verfolgt. So ist etwa der chemische „Begriff" eines bestimmten Körpers durch seine Konstitutionsformel gegeben.. um so schärfer hebt sich auch der Jeder neue seine Eigenart ab. bisher nicht bekannten Er wendet sich nicht Gebieten von . als eben den Zusammenhang zu ermöglichen und zur Darstellung zu bringen. Tatsachen" weist. sondern er bezeichnet Richtung. in die das Besondere eintritt. somit die Logik mit der Auffassung der konkreten Wissenschaft selbst wiederum zusammen. Relation und der Begriff ist nicht mehr als ein solcher Gesichtspunkt läßt zugleich an ihm eine neue Seite. Es ist nicht einzusehen. um es zu- hänge gestellt und — Gesichtspunkt — letzt gänzlich aus den Augen zu verlieren. zugleich aber den verschiedenen chemischen . Das Gegenteil ist vielmehr der Fall: je weiter diese Formung fortschreitet und je mehr Beziehungskreise es sind. pri nzi p ohne ineinander überzugchen und sich inhaltlich irgendwie miteinander zu vermischen. sobald er mit anderen . immer neue Besonderheiten im Mannigfaltigen der Anschauung kennen lehrt. nicht aber die Art des Aufbaus der stets eine 298 . Jeder echte naturwissenschaftliche Begriff beweist in der Tat seine Fruchtbarkeit eben darin.

Sie steht unter dem Gesichtspunkt der . Frisch- Die Grenzen der naturwissenschaftlichen BegriffsSystem. kann als solches durchaus erhalten bleiben. die doch andererseits für die positive der exakten Begriffe abgelehnt wird. — — keit ab. Arch. die wir jetzt besitzen. Erkennt man mit Rickert an. wird hier durch eine Fülle neuer Beziehungen bereichert. büdung. Die Kritik R i c k e r t s trifft somit zuletzt nur eine Form der Begriffsbildung. daß der eigentliche logische Wert der Begriffe nicht an der Form der Beziehungsbegriffe eisen-Köhler. 299 . Die allgemeine Regel. treten vom Standpunkt des entwickelten Begriffs deutlich Unterscheidung .Subsumtionstheorie"*. sich mehr — — Begründung und mehr in reine umzugestalten. f. eine scharf ausgeprägte Bedeutung. während die Allgemeinheit des bestimmten Relationsgesetzes diese Eigenart festigt und allseitig kenntlich macht. Stoffe. Phüosophie XII (1906). zugleich aber besitzt die Relation. dessen Stellung im Ganzen des Systems bestimmt werden soll. so ist damit zugleich implicit zugestanden. hierzu die treffenden kritischen Bemerkungen von M. die den populären Wortbedeutungen anhaftet. die vom Standpunkt des unentwickelten Begriffs als gleichartig weil als . auseinander und grenzen sich bestimmt in ihrer EigentümlichSo treffen wir hier nirgends auf jene vage „Allgemeinheit". daß alle Dingbegriffe der Naturwissenschaft die Tendenz in sich tragen. sondern die Allheit seiner möglichen räumlich-zeitlichen Phasen in sich. die er selbst als ungenügend erkennt und zurückweist.. Das besondere Reihenglied. kraft deren es mit anderen zu einer Gesamtgruppe zusammengefaßt wird. S. Nur die Allgemeinheit des verschwommenen Gattungsbildes bedroht das Einzelne in seiner Eigenart. in welcher sie sich von anderen Beziehungsformen unterscheidet. um so schärfer prägt sich somit die Fähigkeit der des Besonderen aus. in welcher Weise und nach welchem Gesetz der gegebene Stoff in andere übergeht: sie schließt nicht nur die Form seines Daseins in einem bestimmten Moment. Je weiter die chemische Begriffsbildung fortgeht.isomer" zu bezeichnen waren. * Vgl.einzelnen Elemente wiedergibt. gestattet zugleich zu verfolgen. 225 ff.

" so heißt es bei Rickert selbst. je allgemeiner sie werden. a. d. bis sie schließlich zu bloßen Schemen ohne eigentlichen Wirklichkeitsgehalt verkümmern." Gegenüber diesen klaren Ausführungen läßt sich der kritische Punkt in Rickerts Theorie alsbald bezeichnen: der Schwerpunkt der Betrachtung wird hier fälschlich von der Notwendigkeit der begrifflichen . stellungen" kann gesagt werden. 73. um so mehr an anschaulicher Schärfe und Klarheit einbüßen. „kann eine Wissenschaft nur sein. Urteile dagegen bestimmen das Einzelne um so genauer. Vorheit der Gattungsvorstellungen verschoben. sondern müssen ihrem logischen Wert nach Urteile sein. unbedingt allgemeingültigen Zusammenhange stehen. wenigstens soweit es sich um ein Erkennen im Sinne der Naturwissenschaften handelt.. Bedeutungen" in die AllgemeinNur von . Gewiß bildet die Beziehung der Welt der Bedeutungen auf die Welt der Anschauungen unser Erkennen. S. Das Wachstum des Umfangs geht hier mit der Bestimmung in * a. sondern es wird jede Zusammenfassung von irgend welchen Elementen zu einem Begriff immer unter der Voraussetzung geschehen. aber gerade darum können die Bedeutungen nicht Vorstellungen. den auf die Erkenntnis des Ganzen der Körperwelt gerichteten Bestrebungen. d. 71.„Ein wertvolles Glied abstrakten „Allgemeinheit" haftet. die Einsicht in die naturgesetzliche Notwendigkeit der Dinge. daß sie. in einen je weiteren Umkreis der Vergleichung und Zuordnung sie es einbeziehen. wenn sie schon in den ersten Ansätzen zu den Bildungen ihrer Begriffe das endgültige Ziel aller Naturwissenschaft im Auge hat. in denen ein naturgesetzlich notwendiger Zusammenhang zum Ausdruck kommt.. Hat sie aber dieses Ziel im Auge. 300 . daß die zusammengefaßten Elemente entweder direkt in einem naturgesetzlich notwendigen. die Gesetze entweder enthalten oder vorbereiten*.. die bloße Merkmalskomplexe sind. h. O. oder in ihrer Zusammenstellung wenigstens Vorstufen zu solchen Begriffen abgeben. sie wird sich niemals bei Begriffen begnügen. dann wird sie überall die rein klassifikatorische Begriffsbildung sobald wie möglich zu verlassen streben. h.

Die Kausalität. * Eine mittelbare Bestätigting dieser Ansicht finde ich nachträgUch in der neuesten Darstellung der Rickertschen Theorie. Allgemeinheit" ist daher aufgeprägt. gleichsam ein sekundäres Moment. subjekts. wird somit niemals in seiner schlechthin Hessen. er ist. Hessen um einmaligen und unwiederholbaren Eigenart. sondern immer nur als Exemplar eines Gattungsbegriffs erfaßt und dargestellt.. Ganzes . Kap. allgemeiner" Dinge über: sondern ein relativ loses Nebeneinander empirischer Bestimmungen fügt sich zu einem System objektiv Nicht eine eigene Art gültiger Verknüpfungen zusammen. empfindung kraft der naturwissenschaftlichen Gesetze in ein Notwendiges umdenken. sondern ein und derselben Erfahrungswirklichkeit wird eine neue kategoriale Form Der Übergang zur . sondern es lediglich unter einen Nicht ein neuen Gesichtspunkt der Beurteilung gestellt. daß die Eigenschaft P in einer Mehrheit von Subjekten gleich- mäßig enthalten ist. Nr. die die soeben er. das nicht die eigentliche Grundtendenz der Begriffsbildung trifft. geht in dem Gedanken der allgemeinen Gesetzmäßigkeit auf. haben wir damit an seinem materialen Inhalt nichts geändert. Der Gehalt des Kausalgedankens aber ist durch dieses einseitige naturwissenschaftliche Schema nicht erschöpft. I). individueller" Dinge geht hier in ein Ganzes . der durch die Aufgabe der naturwissenschaftlichen Erkenntnis selbst gesetzt und gefordert ist*. Die Allgemeingültigkeit eines Urteils bezeichnet ja nicht eine Quantität des UrteilsQualität der Urteilsverknüpfung. ihm aber unbedingt und mit objektiver NotwendigIndem wir also das Gegebene der Sinneskeit zukomme.. oben. zwei verschiedene Formen der Kausalität. sondern eine so daß auch Urteile über Einzelnes durchaus allgemeingültig sein können. Denn Ursächlichkeit bedeutet ihrem letzten Grunde nach nichts anderes als die „Notwendigkeit der zeitlichen überhaupt 301 .. wie die Naturwissenschaft sie behauptet und für ihre Erklärungen zugrunde legt. Der Satz S ist P besagt in diesem Falle nicht. Ein Ereignis kausal begreifen.des Inhalts parallel (s. von Gegenständen wird erschaffen. scheidet. Berlin 1909). Individuelle Kausalität" enthält schienene Schrift von Sergius imter(Ergänzungshefte der Kantstudien.. nur ein Symptom und Ausdruck für jenen Übergang zur Notwendigkeit. sofern er eintritt. 15. heißt im Sinne dieser Auffassung es unter allgemeine Gesetze substimieren was auf diese Weise erkannt wird. sondern daß sie diesem besonderen Subjekt. den Gegensatz zwischen der naturwissenschaftlichen und der historischen Begriffsbildung scharf hervortreten zu lassen.

Hinsicht freilich bleibt die Trennung naturwissenschaftlichen Begriff und der „Wirklichkeit", wie sie uns in den sinnlichen Eindrücken gegeben ist, bestehen. Keiner der Grundbegriffe der Naturwissenschaft läßt sich als Bestandteil der sinnlichen Wahrnehmung
In

einer
dem

zwischen

Aufeinanderfolge der Wirklichkeitsstücke**: eine solche Notwendigkeit aber müssen wir auch dort postulieren, wo wir es mit der Abfolge rein individueller Ereignisse zu tun haben, die somit niemals in genau Die spezifisch ,, historische Kauderselben Weise wiederkehren können. salität*' gründet sich auf die Anwendung dieses Gesichtspunktes; ihr Bogriff entspringt, sobald wir in ein einmaliges zeitlich determiniertes Geschelien, ohne es als einen Sonderfall allgemeiner Gesetze begreifen zu wollen, dennoch den Gedanken der Notwendigkeit imd Eindeutigkeit des Verlaufs hineine 8 8 e n a. a. O., bes. S. 32 ff., S. 73 ff., u. s.) Hier zeigt sich legen. (Vgl. jedenfalls, daß für den naturwissenschaftlichen und den historischen „Begriff** dennoch eine übergreifende Einheit besteht, aus welcher beide sich ableiten und diese Einheit wird durch den Gedanken der Notwendigkeit konstituiert. Bei Hessen selbst wird diese Notwendigkeit zvmächst in die „objektive Wirklichkeit*' verlegt, die als solche von jeder Form der begriffliclien Deutung, gleichviel ob sie in der Richtung der naturwissenschaftliclien oder der geschichtlichen Begriffe erfolgt, prinzipiell Eine genauere erkenntnistheoretische Analyse frei gedacht werden soll. ergibt indes, daß eben diese Wirklichkeit nicht im Sinne einer absoluten metaphysischen Existenz zu nehmen, sondern als eine regulative Idee aufzufassen ist, die unsere verschiedenen, methodisch auseinandergehenden Konzeptionen auf ein gemeinsames Ziel hin dirigiert. (Vgl. bes. S. 88 ff.) Es zeigt sich somit, mit anderen Worten, daß die methodologische Unterscheidung der „allgemeinen** Naturbegriffe von den „individuellen" zwischen beiden nicht Gescliichtsbegriffen einen ausschließt, sondern vielmehr fordert: was vom Standpunkt der „Allgemeinheit" logisch auseinanderfällt, das strebt wiederum zusammen, sobald wir diesen Standpunkt mit dem der Notwendigkeit vertauschen. Halten wir diesen letzteren Gedanken als den eigentlich ursprünglichen und entscheidenden fest, so wird ferner deutlich, daß auch der Unterschied im Grade der „Allgemeinheit" selbst sich niemals zu einem unSofern wir die Idee der bedingten Gegensatz zu steigern vermag. Notwendigkeit auf ein besonderes zeitliches Geschehen anwenden, sofern wir also behaupten, daß dieses individuelle A dieses individuelle B

H
:

,

Zusammenhang

notwendig foraert und nach sich
eines implicit mitgesetzt.
;

eben in dieser Feststelliuig Moment des Allgemeinen Denn in diesem Urteil ist zwar der Fall, daß der Gesamtkomplex A jemals in genau derselben Bestimmtheit wiederkehrt, ausgeschlossen zugleich aber ist in ihm ausgesagt, daß, w e n n A sich in dieser Weise wiederholte, damit B und nur B als wirklich gefordert wäre. Wer also in der Geschichte mehr sieht als eine bloße positivistische „Beschreibung** des Nacheinander verschiedener Ereignisse, wer auch ihr eine besondere Art des kausalen Urteils zugesteht der hat diese Form des „Allgemeinen" in ihr bereits anerkannt. Die Allgemeinheit haftet nicht an dem kategorischen, sondern an dem hypothetischen Teil der
zieht, so ist

einmaligen

Sachverhalts ziigleich ein

:

302

aufweisen und durch einen unmittelbar entsprechenden Eindruck belegen. Immer deutlicher hat es sich vielmehr gezeigt, daß das naturwissenschaftliche Denken, je weiter es seine Herrschaft ausdehnt, um so mehr zu begrifflichen Konzeptionen gedrängt wird, die im Gebiet der konkreten Empfindungen kein Analogon mehr besitzen. Nicht nur hypothetische
die Form des von und wird ins Allgemeine projiziert, wenngleich die einzelnen Elemente nur besitzen mögen. Der historische Begriff, eine einmalige der diese Wirklichkeit zu fassen versucht, bezieht sich mittelbar auf die universelle Form der Notwendigkeit, wie andererseits der exakte naturwissenschaftliche Begriff, der zunächst der Ausdruck eines allgemein gültigen Relationszusammenhangs sein will, eine Bewährung und Anwendung der Beim zeitlich bestimmten Einzelfalle sucht. Nur die

je

:

Zusammenhangs

A

B

ideell

Wirklichkeit

Richtung

ziehung des

,,

Besonderen" auf das

während die
als
,,

Korrelation

Allgemeine" ist somit verschieden, der beiden Momente sich in beiden Fällen
,,

einen Gegensatz zwischen dem Wirklichkeit", sondern um eine Unterscheidung, die sich rein innerhalb des Systems der Begriffe selbst hält. selbst hebt diesen Umstand und damit den begrifflichen Chaeignet, nachdrücklich hervor. ,,Die rakter, der auch der entgegengesetzte Meinung, welche die Geschichte zu einer anschaulichen Wissenschaft machen und sie mit der Wirklichkeit verknüpfen will, macht sich eines historischen Begriffsrealismus schuldig, der ebenso gefährlich ist, wie der naturwissenschaftliche." Auch die historischen Begriffe sind ,,im allgemeinen Produkte einer mehr oder weniger starken Abstraktion" und somit als solche ebensowenig anschaulich wie die Begriffe der Natvirwissenschaften. ,,Als individualisierende Kulturwissenschaft bedeutet Geschichte eine Entfermuig von der Wirklichkeit prinzipiell steht sie der letzteren ebenso nah wie die Naturwissenschaften, auch sie arbeitet mit Begriffen, vmd zwar mit individuellen Begriffen. Dem historischen Begriffsrealismus gegenüber muß das besonders betont werden."
Begriff" schlechthin

notwendig erweist. Hier handelt es sich also nicht

um

und der absoluten

,,

Hessen

Geschichte

;

( S. 2 7 f f ) Hier zeigt es sich von einer anderen Seite her, daß die des naturwissenschaftlichen Begriffs vom historischen auf der anderen Seite eine bestimmte zwischen beiden voraussetzt die
.

Trennung
:

Begriffsfunktion
mung"

Verknüpfung

als solche in ihrer einheitlichen Grundform verstanden und abgeleitet sein, ehe die Differenzierung in verschiedene Begriffsarten einsetzen kann. Diese Grundform aber liegt nicht im^ Gattungsbegriff, sondern im der für jegliche Art der ,, For-

muß

Reihenbegriff,

des anschaulich Gegebenen unentbehrlich ist. Die Einordnung des Einzelnen in einen übergreifenden Gesamtzusammenhang, die sich immer deutlicher als das eigentliche Ziel der natiirwissenschaf tlichen Begriffsbildung herausgestellt hat, bildet eine wesentliche Aufgabe auch der geschichtlichen Begriffe. Diese ,, Einordnung" kann unter mannigfachen Gesichtspunkten und gemäß verschiedenen Motiven erfolgen: sie besitzt nichtsdestoweniger logisch übereinstimmende Züge, die sich als das Wesen „des" Begriffs be-

stimmen und herausheben

lassen.

303

Begriffe, wie das

Atom

Begriffe, wie Materie oder

oder derAether, sondern rein empirische Bewegung, lieferten den Beleg dafür,

daß die wissenschaftliche Forschung neben den ,, gegebenen" Elementen der Wahrnehmung die rein idealen und in keiner direkten Erfahrung aufzeigbaren Grenzbegriffe, daß sie neben dem „Wirklichen" das ,, Nicht-Wirkliche" nicht zu entbehren vermag. (S. oben, S. 159 ff.) Aber es wäre nichtsdestoweniger ein Mißverständnis, wenn man annähme, daß
exakte Wissenschaft sich durch diesen eigentümlichen ihrer Begriffsbildung den Aufgaben, die das empirisch-konkrete Dasein ihr stellt, mehr und mehr entfremdet. Gerade in dieser scheinbaren Abkehr von der Wirklichkeit der Dinge strebt sie ihr vielmehr auf einem neuen Wege zu. Eben jenen Begriffen, die keinen direkt aufweisbaren anschaulichen Gehalt mehr besitzen, kommt dennoch eine unentbehrliche Funktion für die Gestaltung und den Aufbau der anschaulichen Wirklichkeit zu. Die Bestimmungen, zu deren Ausdruck die naturwissenschaftlichen Grundbegriffe geschaffen sind, haften den empirischen Gegenständen freilich nicht wie wahrnehmbare Eigenschaften, wie ihre Farbe oder ihr Geschmack an; aber sie sind andererseits Verhältnisse eben dieser empirischen Gegenstände selbst. Die Urteile, die hier geprägt werden, sind daher, so wenig sie selbst sich ihrem Inhalt nach in bloße Aggregate von Sinneseindrücken auflösen lassen, in ihrem Gebrauch doch wiederum auf das Ganze dieser Eindrücke, dem sie systematische Form zu geben suchen, bezogen. Der methodische Gegensatz steigert sich daher niemals zum metaphysischen: denn das Denken trennt sich von der Anschauung nur, um mit neuen selbständigen Hilfsmitteln zu ihr zurückzukehren und sie dadurch in sich selbst zu bereichern. Jede Beziehung, die die Theorie entdeckt und in mathematischer Form ausgeprägt hat, weist jetzt zugleich einen neuen Weg vom Gegebenen zum noch nicht Gegebenen, von den wirklichen zu den ,, möglichen" Erfahrungen. Es ist somit freilich zutreffend, daß die Relationsbegriffe der Naturwissenschaft kein unmittelbares Abbild in den Einzeldingen besitzen: aber was ihnen widerstrebt, ist nicht sowohl das
die

Grundzug

304

als vielmehr das Moment der Einzelheit, Sie ermöglichen und verbürgen die der Dinglichkeit. Einsicht in Einzel Verhältnisse, wenngleich sie sich anschauen lassen. niemals in der Art isolierter So bedeutet etwa die „Energie*' nicht ein gleichartiges Ding, in dem alle inneren Unterschiede der verschiedenen Energiearten aufgehoben wären, sondern ein einheitliches Prinzip der Verknüpfung, das sich als solches nur am qualitativ Verschiedenen selbst bewähren kann. Die Identität der Reihenform und diese ist es, die sich hinter jeder Annahme identischer Objekte in der Naturwissenschaft verbirgt ist nur an der Mannigfaltigkeit der Reihenglieder, die als Zwischen der allsolche bewahrt werden muß, aufzeigbar. gemeinen Geltung der Prinzipien und dem besonderen Dasein der Dinge besteht somit kein Widerspruch: weil zwischen beiden im letzten Grunde kein Wettstreit stattfindet. Sie gehören verschiedenen logischen Dimensionen an, so daß keines versuchen kann, sich unmittelbar an die Stelle des

Moment

Objekte

anderen zu setzen.
erhält das Problem, um das es sich hier handelt, schärfere Fassung, sobald man es auf den Boden der eine zurückversetzt*. Man hat gegenüber

Wiederum

Mathematik
*

Die „konkrete Allgemeinheit", die den mathematischen Begriffen (vgl. oben, Kap. I), ist gelegentlich auch vom Standpunkt der Rickertschen Grundanschauung aus ausclrücklich anerkaiuit luid hervorgehoben worden. „Die für die begriffliche Erkenntnis bestehende Kluft zwischen Allgemeinem und Besonderem" so heißtes in L a s k s Schrift „Fichtes Idealismus und die Geschichte" mithin die Irrationalität, wird in der mathematischen Anschauung überbrückt durch die Möglichkeit der Konstruktion. Die einzelnen Verwirklichungsfälle des mathematischen Begriffs können durch den Begriff selbst erzeugt werden. Vom Begriff des Kreises gelangt man durch Konstruktion zur mathematischen Individualität des einzelnen Kreises, dringt also vom Allgemeinen her bis zum letzten Rest des Individuellen vor Auch in der Mathematik ist das anschauliche Objekt ein Einzelnes, Konkretes, Gegebenes, aber ein apriori, nicht ein aposteriori Gegebenes, wie das Materiale der Empfindtmg es ist ein logisches Unikum! individuell einmalig und doch zugleich apriori konstruierbar." (S. 40 f.) Man sieht auch hier, daß die Kritik Rickerts eine andere Gestalt erhalten hätte, wenn sie von Anfang an und mit voller

zukommt

— —

.

.

.

;

Entschiedenheit die naturwissenschaftlichen Begriffe statt als Ergebnisse der „abstraktiven" Begriffsbildung, als Erzeugnisse der konstruktiven mathematischen Begriffsbildung gefaßt hätte. Die Einsicht,
Cassirer Substanzbegriff

20

305

Rickerts Auffassung mit Recht auf die bedeutsame Rolle hingewiesen, die der Feststellung bestimmter Größentatsachen,

bestimmter

numerischer Konstanten

der Naturwissenschaft

dieser Konstanten in eingesetzt werden, erhält damit die Mannigfaltigkeit der Erfahrungen jenes feste und eindeutige Gefüge, das sie zur „Natur*' stempelt. Der wissenschaftliche Bau der Wirklichkeit wenn neben die allgemeinen Kausalist erst vollendet,

im Aufbau zukommt*. Erst wenn die Werte die Formeln der allgemeinen Gesetze

gleichungen bestimmte empirisch festgestellte Größenwerte für besondere Gruppen von Vorgängen treten; wenn also etwa das allgemeine Prinzip der Erhaltung der Energie durch die Angabe der festen Äquivalenzzahlen ergänzt wird, nach welchen der Energieaustausch zwischen zwei verschiedenen Diese Zahlen sind, wie Robert Gebieten erfolgt. es ausgesprochen hat, die gesuchten Fundamente einer exakten Die bestimmte Zahl aber durchbricht Naturforschung**. das herkömmliche logische Schema, das den Begriff nur als allgemeinen Gattungsbegriff kennt, der eine Mehrheit von Exemplaren unter sich faßt. Die „Zwei", die „Vier" existiert nicht als Gattung, die in allen konkreten Zwei- oder Vierheiten von Gegenständen verwirklicht ist, sondern sie ist als festes Glied in der Folge der Einheitssetzungen nur einmal da, wenngleich andererseits kein Zweifel darüber bestehen kann, daß sie kein sinnliches, sondern ein rein begriffliches ,,Sein*' besitzt. (S. hierzu Kap. II.) Auch von dieser Seite her zeigt es sich somit, daß dem Wissenschaftlichen Begriff als solchem

Mayer

die hier für die Mathematik gewonnen ist, hätte sich dann notwendig auf die Physik übertragen müssen: denn eben darin hegt das eigen tUche Problem, daß^ie Mathematik keineswegs ein „logisches Unücimn" ist und bleibt, sondern daß sie mit der ihr eigentümlichen Begriffsform fortschreitend auch die ,, besonderen" Naturwissenschaften erfüllt. In der Form der physikalischen „Indtiktion", durch die wir das empirisch Wirkliche erfassen, ist bereits die Form der mathematischen ,, Deduktion" enthalten und wirksam, ist somit die gleiche methodische Bewältigung des Besonderen durch das

Allgemeine
* S.

geleistet.
i

(Vgl. bes.

Kap.

5.)

R
6,

eh
S.

wart",
S. 255.

I,

Logik und Erkenntnistheorie (,,Die Kultur der GegenlOlf.); vgl. bes. Frischeisen-Köhler, a.a.O.
1
,

Wärme
306

** R. a (1851)

M

ye

r

,

(Die Mechanik der

Bemerkungen über das mechanische Äquivalent der Wärme, S. 237.)

die Feststellung des Einzelnen keineswegs versagt ist; wenngleich er andererseits das Einzelne niemals isoliert, sondern

besonderes Element einer geordneten Mannigfaltigkeit Statt zu abstrakten und leeren Gattungen des Seins und Geschehens aufzusteigen, sucht die Forschung die empirischen Konstanten, die sie gefunden und die durchaus eindeutige Zahlen- Individualitäten darstellen, kraft notwendiger Gesetze zu Reihen zu verknüpfen*. Die ,, Strukturverhältnisse", die neben den Gesetzen der kausalen Abhängigkeit das wesentliche Objekt der naturwissenschaftlichen Betrachtung ausmachen, werden schließlich, wie insbesondere das Beispiel der chemischen Erkenntnis lehrt, auf bestimmte Zahlen zusammengezogen, die ihrerseits wieder als geregelte Folgen zu verstehen gesucht werden. Die Theorie betrachtet und umgrenzt die möglichen Formen des Reihenzusammenhangs überhaupt, während die Erfahrung die bestimmte Stelle bezeichnet, die ein empirisch „wirkliches" Sein oder ein empirisch wirklicher Vorgang innerhalb dieses Zusammenhangs einnimmt. Im entwickelten naturwissenschaftlichen Weltbild sind beide Momente untrennbar miteinander vereint: das Allgemeine der Funktionsregel stellt sich hier nur in der Besonderheit konstanter Zahlwerte, die Besonderheit der konstanten Zahlen nur in der Allgemeinheit eines Gesetzes dar, das sie wechselseitig verknüpft. Auch innerhalb der besonderen Wissenschaften wiederholt und bestätigt sich diese Wechselbeziehung. Keine naturwissenschaftliche Disziplin verzichtet auf die Feststellung einzelner Tatsachen; und keine kann diese Feststellung ohne entscheidende Mitwirkung des Gesetzesgedankens vollziehen. Auch dort, wo von dem Gegensatz der historischen Individualbegriffe und der naturwissenschaftlichen Gattungsbegriffe ausgegangen wird, muß daher ausdrücklich zugestanden werden, daß dieser gedanklichen Sonderung keine reale Trennung in den Wissenschaften selbst entspricht. Überall greifen die beiden Motive ineinander über: und nur nach der

nur

als

erfaßt.

* Vgl- hrz. jetzt besonders A. Görland, Aristoteles züglich der Idee der theoretischen Erkenntnis untersucht.
(Pliilos.

und Kant beGießen 1909.

Arbeiten hrg. von

Cohen

u.

Natorp

II, 2.)

S.

433 ff.
20*

307

des einen oder anderen läßt sich die Stellung einer besonderen Wissenschaft im allgemeinen System Ist dem aber so, der Erkenntnis bemessen und feststellen. so wird es fraglich, mit welchem Rechte wir eine Art der Problemstellung und Problembehandlung, die sich als solche auf die mannigfachsten Disziplinen verteilt, noch durch den Namen einer von ihnen bezeichnen und charakterisieren können. Wenn wir alle jene Verfahrungsweisen der Wissen.Tatsächlichen" schaft, die auf die Gewinnung des rein gerichtet sind, unter dem einen Gattungsbegriff des ,, Historischen" zusammenfassen: so ist damit noch keineswegs erwiesen, daß der so entstandene Begriff eine wahrhafte dische Einheit darstellt. Denn die Feststellung des Tatsächlichen erfolgt in den verschiedenen SonderwissenImmer ist schaften unter sehr verschiedenen Bedingungen. es die allgemeine Theorie der betreffenden Sonderdisziplin, die hierbei notwendig vorausgesetzt wird und die auch dem Tatsachenurteil erst sein bestimmtes Gepräge gibt. So schließt jedes astronomische „Faktum" in seiner Formulierung und Aussprache den gesamten Begriffsapparat der Mechanik des Himmels, weiterhin aber die Grundlehren der Optik, ja alle wesentlichen Teile der theoretischen Physik überhaupt in sich ein (s. oben, S. 189 ff.). Methodisch ist somit der „historische" Teil jeder Wissenschaft mit ihrem „theoretischen" Teil kraft einer wahrhaften innerlichen Abhängigkeit verknüpft, während andererseits zwischen den beschreibenden Disziplinen nur ein loser Teilen zweier Zusammenhang besteht. Die Einheit ist hier nicht prinzipieller, Das Verfahren, sondern lediglich klassifikatorischer Art. kraft dessen die Astronomie ihre Tatsachen gewinnt, gehört begrifflich zusammen mit dem Verfahren, in welchem sie ihre allgemeinen theoretischen Grundkonzeptionen entwirft: aber es scheidet sich scharf und bestimmt von dem Wege, auf welchem beispielsweise die Biologie zur Bestimmung und Sichtung ihres empirischen Materials gelangt. Auch hier erweist es sich als unmöglich, den Schnitt, den wir durch unsere Erkenntnisse legen, in der Weise zu führen, daß auf die eine Seite rein das Allgemeine, auf die andere rein das Be,

Vorherrschaft

metho-

verschiedener

308

sondere zu stehen käme: nur das Verhältnis der beiden Momente, nur die Funktion, die das Allgemeine am Besonderen erfüllt, ergibt einen wahrhaften Einteilungsgrund. Daß diese Funktion in keiner ihrer Betätigungen zu Ende gelangt, daß sie vielmehr hinter jeder Lösung, die sie zu geben entstehen sieht, ist freilich vermag, eine neue zweifellos. Hier bewährt in der Tat die ,, individuelle" Wirklichkeit den Grundcharakter der Unerschöpflichkeit. Aber es bildet zugleich den charakteristischen Vorzug der echten

Aufgabe

wissenschaftlichen Relationsbegriffe,

daß

sie

•trotz ihrer prinzipiellen Unabschließbarkeit in Angriff

Jede neue Setzung bildet, indem sie sich gegangenen verknüpft, einen neuen Schritt zur

Aufgabe nehmen. mit den vorandiese

Deter-

des Seins und Geschehens. Das Einzelne bestimmt als unendlich ferner Punkt die Richtung der Erkenntnis. Dieses letzte und höchste Einheitsziel weist freilich über den Kreis der naturwissenschaftlichen Begriffe und Methoden hinaus. Das „Individuum" der Naturwissenschaft umfaßt und erschöpft weder das Individuum der ästhetischen Betrachtung noch die sittlichen Persönlichkeiten, die die Subjekte der Geschichte bilden. Denn alle Besonderheit der Naturwissenschaft geht in der Entdeckung eindeutig be-

mination

stimmter

Größenwerte
auf,

und

Größenverhältihres

nisse

während

der Gegenstand in ethischen Beurteilung
kreises liegen.

und der Eigenwert, den der künstlerischen Betrachtung und in der
die Eigenart

gewinnt,

außerhalb

Gesichts-

Aber diese Abgrenzung der verschiedenen Methoden des Urteils schafft dennoch keinen dualistischen Gegensatz zwischen ihnen. Der naturwissenschaftliche Begriff leugnet und vernichtet das Objekt der Ethik und Ästhetik nicht, wenngleich er es mit seinen Mitteln nicht aufzubauen vermag; er verfälscht die Anschauung nicht, wenngleich er sie mit Bewußtsein unter einem vorherrschenden Gesichtspunkt betrachtet und eine einzelne Form der Bestimmung an ihr heraushebt. Die weiteren Betrachtungsweisen, die sich über ihm erheben, stehen daher zu ihm nicht sowohl im» Widerspruch, als in einem Verhältnis der gedanklichen Ergänzung. Auch sie gehen nicht auf das Einzelne
309

und isoliertes Element, sondern sie schaffen neue und inhaltsvolle Gesichtspunkte der Verknüpfung. Es ist eine neue Zweckordnung des Wirklichen, die jetzt neben die bloße Größenordnung tritt und in der das Individuum erst seine volle Bedeutung gewinnt. So sind es, logisch gesprochen, verschiedene Beziehungsformen, in die hier das Einzelne aufgenommen und kraft deren es gestaltet wird: der Widerstreit des „Allgemeinen" und „Besonderen" löst sich in einen Fortschritt tärer Bedingungen auf, die erst in ihrer Gesamtheit und ihrem Zusammenschluß das Problem des Wirklichen zu fassen vermögen.
als losgelöstes

komplemen-

310

Zweiter Teil Das System der Relationsbegriffe und das Problem der Wirklichkeit .

.

den die philosophischen Parteien um die Rechte der und . daß es sich hier um eine falsche und künstliche Trennung von Erkenntnisweisen und Erkenntniswegen handePt.. Der eigentliche Ertrag der methodischen Analyse der naturwissenschaftlichen Erkenntnis liegt darin.. daß sie dem Gegensatz des Allgemeinen und Besonderen seine metaphysische Schärfe nimmt. I. indem sie sich zueinander wie Mittel und Zweck verhalten. sondern sie stehen in lebendigem funktionalen Zusammenhang. das wird in der Betrachtungsweise Metaphysik derErkenntnis 313 . Es gibt kein empirisches Gesetz.A Fünftes Kapitel. das nicht auf die Verknüpfung der gegebenen. die ihr beide schon in der Festsetzung ihres ursprünglichen Bestandes gleich unentbehrlich sind. Die empirische Naturwissenschaft selbst hat daher. Das Gesetz und die Tatsache erscheinen nun nicht mehr als die beiden für immer getrennten Gegenpole des Wissens. Zum Problem der Induktion. Induktion" Anteil mehr genommen. seit sie zuerst in den „stetigen Gang einer Wissenschaft" eingelenkt ist. wie auf die Erschließung nicht gegebener Gruppen von Tatsachen ginge. an dem Streit. wie auf der anderen Seite jede „Tatsache" bereits im Hinblick auf ein hypothetisches Gesetz festgestellt ist und durch diese Rücksicht erst ihre Bestimmtheit erhält. Deduktion" führten. Das Grundmotiv. sobald sie ihr eigenes Verfahren prüfte. begreifen. das aller eigen ist. Sie mußte. tritt hier wiederum deutlich hervor. Was im Erkenntnisprozeß selbst als unlösliche Einheit von Bedingungen erscheint und wirksam ist. keinen erheblichen .

Die Geltung. die wir fällen. so wird hier die Empfindung in ihrer individuellen Eigenart zum Träger und Inhalt der echten Wirklichkeit. Soll dieser Forderung in aUer Strenge genügt werden. und Vielheit. Der reale Gehalt des Daseins. als die Feststellung eines hier und jetzt gegebenen Tateinfache bestandes. die als Ausdruck des notwendigen Zusammenhangs der Erfahrungen dienen. Schon das letztere Moment droht freilich bereits das allgemeine Grundschema zu durchbrechen: denn auch die Vergangenheit „ist" für das Bewußtsein nicht mehr in 314 . können und dürfen nunmehr nichts anderes bedeuten. wird allein in den isolierten Eindrücken und ihrer qualitativen Beschaffenheit gesucht: die fortschreitende begriffliche Einsicht dient nur dazu. fiele damit wiederum dem Gebiet der bloßen Fiktion anheim. Wenn dort Begriffe. die irgendein wahres Urteil für sich in Anspruch nehmen darf. ausmachen. diesen Grundbestand immer reiner herauszuheben und alle Aussagen über das Sein immer vollkommener in ihn aufgehen zu lassen. zu selbständigen Wirklichkeiten erhoben werden. die sämtlich nur Teilmomente bestimmter fundamentaler Erkenntnisweisen bezeichnen. so muß auch der Begriff.der Metaphysik zu einem Widerstreit von Dingen hypostasiert. Eine Behauptung. wenn er sich nicht von ihrer Bestimmtheit entfernen will. und vergangene Empfindungen sind es. Dauer auf Einheit und Veränderung. die diesen Kreis durchbricht. der lediglich in dieser seiner räumlich-zeitlichen Besonderung ergriffen wird. treten diese Weise in unbedingte Gegensätze auseinander. der rationalen wie der Tatsachenurteile. Alle Urteile. muß somit in strengem Sinne auf den Zeitpunkt der Urteilsfällung eingeschränkt werden: denn wie die Wahrnehmung als realer Vorgang über diesen Zeitpunkt nicht hinausdringt. Gegenwärtige diese ihre natürliche Schranke anerkennen. Sein und Werden. die den Kern aller unserer Urteile. so muß vor allem das Motiv der Vereinzelung scharf und klar durchgeführt werden. der jeder Analyse stand hält. So steht denn auch in der Philosophie der Natur dicht neben der Metaphysik des Allgemeinen eine Metaphysik des Be- sonderen.

tatsächliche aller Be- Es sind und reproduzierte Wahrnehmungsinhalte. stehen unter diesem Gesichtspunkt gleichwertig nebeneinander: denn es ist nicht die Analyse des Gegenstands. die zu dieser Erklärung hingeführt hat. auf deren Vergleichung der alleinige Bestand des Urteils beruht. Der konsequente . auf dem diese Form wesentlich und ausschließlich beruht. b und c liegen sollen: so wird der Gedanke. vom Scheitel des rechten Winkels aus. um die Lösung dieser Aufgabe zu finden. Die Form des Urteils muß überall die gleiche sein. willkürlich angenommene Strecke abgetragen und zu ihr — M — 315 . sofern nur angenommen wird. auf einer der beiden Katheten irgendeine beliebige. die in einem früheren Zeitpunkt das Bewußtsein erfüllt haben. in dem genommen wird. wird alsdann trotz seiner zeitlichen dem gleichen Sinne.hier der Begriff der Wirklichkeit einen zeitlich gegenwärtigen Eindruck mit anderen zusammenhalten. Empirismus" muß diese Folgerung gleichmäßig auf alle Gebiete des Wissens ausdehnen. dessen einer Eckpunkt mit dem Scheitel des rechten Winkels zusammenfällt. Denken wir uns etwa. Ist etwa um ein Beispiel a c h s zu brauchen die geometrische Aufgabe gestellt. Das Vergangene. Physik und Biologie. während die drei übrigen Ecken auf den Seiten a. weil das Material der Vorstellungen. in ein rechtwinkliges Dreieck mit den Katheten a und b und der Hypotenuse c ein Quadrat einzuschreiben. Mathematik und Physik. Die Methode der Beobachtung und des Versuches ist unabhängig davon. die gegebenen Bedingungen zunächst einem Versuch unterwerfen. für die verschiedenen Disziplinen der Erkenntnis stets ein und dasselbe bleibt. gefahrlos gelten. so haben wir damit bereits den ersten Schritt vom „Gegebenen" ins „NichtImmerhin mag dieser Schritt noch als Gegebene" getan. Wenn wir Ferne dennoch als gegenwärtig und in stimmtheit des unmittelbaren Eindrucks erfaßt. das hier vor uns hintritt. ob wir mit den Dingen selbst oder aber mit unseren Vorstellungen und Erinnerungen der Dinge experimentieren. daß die erinnerte Wahrnehmung der tatsächlichen in allen sachlichen Bestandteilen durchaus ähnlich ist.. sondern die psychologische Zergliederung des Urteilsaktes selbst.

entsprechende Quadrat konstruiert. nicht anders vor sich gehen. einmal berührt. S. Zwischen diesen beiden an und für sich möglichen Fällen besteht. kürzeste und übersichtlichste Lösung. Die „Erinnerung" im strengen psychologischen sie verSinne vermag keine neuen Inhalte zu produzieren. mag nur zu wiederholen. auf der der gesamte Gedankengang beruht. die die beiden Teile der Dreiecksebene sondert." Zugleich indessen deckt freilich eben dieses Beispiel eine latente Voraussetzung auf. . also auf ihr ein Punkt bezeichnet wird.. der nunmehr den durch die Aufgabe gePunkt darstellt. als daß hierbei die Hypotenuse als die Grenzlinie. was die sinnliche Vorstellung als — * Mach.. Diese Veraußerhalb des Dreiecks. in welchen wir die Lösung der Aufgabe zu suchen haben. Erkenntnis und Irrtum. das ein stetiger Übergang. indem wir uns erinnern. Zieht man also von diesem bekannten Punkt aus diese Winkelhalbierende. „Solche tatonnierende Sonforderten dierungen der Vorstellungsgebiete. 39 f. daß alle eingeschriebenen Quadrate die von dem Durchschnittspunkt der a und b ausgehende Winkelhalbierende als Diagonale gemein haben. Diese erhalten wir. Beispiel ist. schiebung aber kann wiederum. wie die Anschauung unmittelbar lehrt. sofern wir durch kontinuierliche Vergrößerung der anfangs gewählten Strecke den Endpunkt aus der einen Lage im Innern des Dreiecks in die andere. außerhalb oder innerhalb der Dreiecksfläche zu liegen kommen. Das vulgäre Denken mag sich auch mit einer praktisch zureichenden annähernden Lösung begnügen. wie sich ferner zeigt. überführen können. so wird dessen Eckpunkt im allgemeinen nicht auf die Hypotenuse. So simpel auch dieses mit Absicht gewählte so bringt es doch das Wesentliche jeder Problemlösung. gehen naturgemäß der vollkommenen Lösung voraus. sondern rechts oder links von ihr. Die Wissenschaft fordert die allgemeinste. so kann man von deren gefundenem Durchschnittspunkt mit c aus ohne weiteres das gesuchte Quadrat ergänzen. . mit Erinnerungen . 316 .zu klarem Bewußtsein*. Experimentieren mit Gedanken. das .

Indem wir uns dieser einheitlichen Regel der Konstruktion bewußt werden. in dem vorliegenden Falle durch die Natur der Aufgabe Quadrate selbst ausgeschlossen: die Zahl der möglichen ist unendlich und somit für die konkrete sinnliche EinbildungsDas Erinnerungsurteil als kraft schlechthin unerschöpflich. sondern stets nur die begrenzte Vielheit wirklicher Fälle zu Soviel Punkte der Winkelhalbierenden wir überblicken.Sie kann somit diejenigen solche einmal dargeboten hat. die gleiche Eigentümlichkeit. wenn wir uns allein der geschilderten Methode des Experimentierens mit Vorstellungen und Erinnerungen überlassen. die Annahme zu hindern. ohne zuvor die besonderen ExemGerade dies aber ist plare einzeln durchlaufen zu haben. wenn wir über die einzelnen Beispiele auf das Verfahren der Konstruktion zurückgreifen. wie es und Eindeutigkeit 317 . Fälle. daß es ins Bewußtsein zurückrufen — bleibt es. da diese Bestimmungen erst kraft des erzeugenden Gesetzes bestehen und aus ihm in voller Strenge beweisbar sind. niemals entscheiden. wieder aber völlig unverständlich wie sie irgendeine Aussage über eine Allheit von Gestalten wagen kann. die wir uns anschaulich vergegenwärtigt haben. wie die zuvor beobachteten aufweisen werde. den wir herausgreifen. die der gestellten Bedingung nicht genügen oder aber. sondern von der Einheit des geometrischen Verfahrens zu den Besonderheiten der Anwendung. auf diesem Standpunkt der Betrachtung. umgekehrt Punkte gibt. Nichts vermag. immer untersucht haben mögen. die nicht nur für das gegenwärtige Vorstellungsbild. Den Charakter der Notwendigkeit erhält somit die Lösung erst dann. die die Bedingung erfüllen. so können wir doch. in welcher die Winkelhalbierende entsteht und in dem sie all ihre mathematischen Eigenschaften ein für allemal gewinnt. Hier geht der Weg nicht von der Mehrheit der Einzelfälle zum verknüpfenden Gesetz. daß sich in weiterem Fortschritt Punkte der Winkelhalbierenden finden werden. ob auch der nächste Punkt. Erst damit wird eine Beziehung gesetzt. solches vermag niemals die unendliche Allheit möglicher. ohne darum dieser Linie anzugehören. ergreifen wir damit zugleich die Gesamtheit der Bestimmungen des fertigen Gebildes.

der nicht von diesem oder jenem individuellen Dreieck mit den besonderen Beschaffenheiten seiner Gestalt und Lage. über welches die konsequente sensualistische Ansicht allein verfügt. Die vorurteilslose Analyse der Tatsachen der Erkenntnis zeigt in aller Deutlichkeit. dessen Geltung von allen Änderungen in der Welt der existierenden sinnlichen Objekte unberührt bleiben soll.dem Dreieck" schlechthin gelten will. Der unbefangene Ausspruch der . reinen Erfahrung" lehnt sich in diesem Punkte immer wieder gegen die dogmatischen Folgerungen des Sensualismus auf. Gleichviel. in dem Bestreben. unumwunden anerkennen. Keine metaphysische Konstruktion verdieses mag das psychologische und logische zu beseitigen: die „Relationen zwischen Ideen" Unterschiedes bleiben von rein tatsächlichen Feststellungen über das Beisich Ursprung Meinung Phänomen 318 . ob und wie oft bestimmte Erfahrungsinhalte in Raum und Zeit sich nebeneinander vorgefunden haben. auf das er sich bezieht. sondern von . wie dieser Anspruch sich schließlich rechtfertigen mag: schon als bloßes psychologisches Phänomen durchbricht er das Schema der Erkenntnis. aufheißt daher. Einen logischen oder mathematischen Satz als bloße Wiedergabe einzelner aktueller „Eindrücke" und ihrer empirischen Verhältnisse deuten. sondern stellen einen notwendigen Zusammenhang zwischen idealen Gebilden fest. daß die Zurückführung der mathematischen und logischen Relationen auf Aussagen über das häufige empirische Beisammen einzelner Diese Vorstellungsinhalte ein vergebliches Bemühen bleibt. gelten will.im Bewußtsein vorfindet. die innerhalb der Psychologie die Forderung des „radikalen Empirismus" am entschiedensten verkünden.. weder besitzt noch besitzen kann.. seinen und Bedeutung verzudecken. den er gemäß der Natur des Subjekts. seine eigentliche fälschen: heißt ihm einen Sinn zuschreiben. Relationen berichten nichts darüber. sondern darüber hinaus einen dauernden idealen Verknüpfungszusammenhang behauptet. eben von diesem Standpunkt aus den logischen und methodischen Unterschied. der hier vorliegt. So mußten denn gerade solche Denker. es wird ein Satz festgestellt.

genommen und damit allen Aussagen über die näheren Beschaffenheiten und Merkmale dieser Existenz der Boden entzogen. als in der bewußten Einschränkung der Geltung der Urteilsverknüpfung In diesem auf den zeitlichen Moment der Urteilsfällung. die Gültigkeit der mathematischen Erkenntnisse beruht. 654. Was von einem Dreieck bewiesen ist. II. Vol. (The Principles of Psychology. die sie in uns erregen: ihre Gewißheit kann daher auch von keiner anderen Art sein. sondern will nur ein zufällig herausgegriffenes besonderes Sinnbild für einen allgemeingültigen und dauernden Sachverhalt sein. geht mit besonderer Deutlichkeit aus der Polemik hervor. als die dieser Eindrücke selbst. M 645. aber ist uns dieser Ausblick versagt. um so mehr tritt andererseits die Eigenart des rein empirischen Urteils hervor und diese Eigenart scheint nunmehr in der Tat in nichts anderem zu bestehen. als in den sinnlichen Eindrücken. die über das Gebiet unserer intellektuellen Vorstellungen auf die Existenz der Dinge hinausgehen. das ist sogleich und ohne weitere Vermittlung auf alle Dreiecke übertragbar: denn die einzelne anschauliche Vorstellung des Dreiecks steht im Beweis nicht für sich selbst. das wir für die Existenz des Dinges besaßen. Die äußeren Dinge künden sich uns nicht anders an und bringen sich auf keinem anderen Wege zum Bewußtsein. Der Bestand der Sinnesempfindung aber reicht nicht weiter als ihre unmittelbare Gegenwart.) 319 . so ist uns damit zugleich das einzige Kriterium.sammen und die Folge einzelner empirischer Merkmale prinzipiell getrennt*. die James an diesem Punkt gegen Spencer und i 1 1 richtet. Urteile über das Dasein der Dinge besitzen daher : * Daß gerade die echte psychologische „Empirie" diese Trennung durchaus bestätigt und aufrecht erhält. Sinne ist das Verhältnis der beiden Arten von Wahrheiten bereits von Locke gefaßt worden. Ist sie einmal entschwunden. Der Grundsatz der Unveränderlichkeit derselben Beziehungen zwischen den gleichen intellektuellen Gegenständen ist es. London 1901. Bei allen Urteilen. bes. s. Je schärfer indessen diese Trennung durchgeführt wird. worauf. nach ihm. 661 u.

in seine Aussagen nichts über die Beschaffenheit der besonderen Vorstellungsbilder einfließen läßt. könnte allenfalls als ein richtiger Ausdruck für dasjenige erscheinen. Was er feststellt. von solchen Gegenständen. wenn sie lediglich vom abstrakten Standpunkt der Erkenntnistheorie erwägt. der das Ergebnis einer experimentellen Untersuchung ausspricht. so sind sie den erzählenden Urteilen der Psychologie. denn so überzeugend und evident sie uns erscheinen mögen. zu konstatieren. was die rein empirisch-induktiven Sätze der Naturwissenschaft sein sollten: aber man was sie in Wirklichkeit sind. auf jede konkrete Wirklichkeit verzichten. so geht auch der Forscher. solange wir der direkten Empfindung hingegeben sind. der Naturwissenschaft beschränkt sich darauf. Urteile. streng Gibt es begrenzten Zeitpunkt zusammengefunden haben. nicht den theoretischen und beschreibenden Urteilen der allgemeinen Naturwissenschaften zuzurechnen. ist nicht die Abfolge und das Spiel sie trifft sicherlich nicht das. die. welche sinnlichen Eindrücke sich im Bewußtsein eines einzelnen Beobachters in einem bestimmten. gleich den Objekten der reinen Mathematik. — So einleuchtend jedoch diese Unterscheidung ist. daß das momentane Zeugnis der Empfindung sich jemals streng in derselben Weise wiederNotwendige Erkenntnis gibt es demnach nur holen werde. so wenig haben wir eine sichere Gewähr. in welchem diese Wirklichkeit in den Kreis unserer Betrachtung einbezogen wird. sobald man ihr das konkrete Verfahren der Naturwissenschaft gegenüberstellt. während in dem gleichen Augenblick. die Locke hier entwirft und die seither mit geringen Abwandlungen häufig wiederholt worden ist. Kein Urteil 320 . über einen einfachen Bericht seiner besonderen individuellen Wahrnehmungserlebnisse beständig hinaus. auch der Charakter des Wissens eine völlige Umbildung erstets fährt.nur relative und eingeschränkte Wahrheit. der von den Relationen zwischen geometrischen Gestalten oder zwischen reinen Zahlen handelt. in welchen er sich diese Verhältnisse sinnlich darstellt. Wie der Mathematiker. die hiervon sprechen. so bietet sie dennoch ein schwieriges Problem dar. Die Schilderung.

der nunmehr in seiner Gesamtheit wie mit einem Blicke überschaut wird. um in Nichts zu verschwinden. so oft auch immer die Bedingungen. Es ist in erster Linie eine neue Art der zeitlichen Geltung. daß Schwefel Erkenntnisform Bestand Dauer bestimmten Temperatur schmilzt.Eigenschaften" konstanter Dinge und Vorgänge. die im Subjektsbegriff zusammengefaßt sind. objektiven" Behauptungen der Begriff der . als sie ihnen eine neue Dieses letztere Moment läßt sich völlig unabhängig von allen weitergehenden metaphysischen Behauptungen. sondern die konstanten Freilich J. die in ihm aufgetaucht sind.gewisser Sinneseindrücke. die jetzt dem Urteil zugesprochen wird. Er enthält die sich verwirklicht finden. Substanzbegriff 21 321 . Auch das einfachste Urteil über irgendeinen empirischen Sachverhalt zu. stützt sich auf die latente Voraussetzung. Diese logische Funktion ist es. die der Prädikatsbegriff aussagt. Die Umformung. gibt den Sinnesdaten nur insofern eine neue Seinsform. die jeglichem Experiment erst seine eigentümliche Beweisstets werden. daß. Moment beschränkt sein Behauptung. kraft verleiht. Jede wissenschaftliche Entscheidung. sofern Cassirer. daß das. heraussondern und festhalten. daß Wasser bei bestimmten Temperatur gefriert. bedeutet abgesehen von den mannigfachen theroetischen Voraussetzungen. bei einer einer — — die auf keinen isolierten zeitlichen will. Transzendenz" noch völlig wiederum metaphysische fern. die spricht diesem einen und eine das flüchtige sinnliche Erlebnis als solches nicht zu erreichen und nicht zu gewährleisten vermag. die sich hier vollzieht und die erst das naturwissenschaftliche Urteil erschafft und ermöglicht. liegt bei diesem Fortgang von dem bloßen Prozeß der Sinnesempfindung zu bestimmten . sein und notwendig an sie geknüpft Der Augenblick der unmittelbaren Wahrnehmung erweitert sich für den Gedanken zum Ganzen des Zeitverlaufs. die man nachträglich daran knüpfen mag. was hier und jetzt als gültig befunden wird.. aufprägt. auch für alle Orte und alle Zeiten gültig bleibt. die wir auf ein Experiment gründen.. die im bloßen Begriff der „Temperatur" eingeschlossen sind schon in seiner schlichten Aussprache eine Feststellung. die Folgen. Der Satz.

wie sehr nach dem Goetheschen Wort alles Faktische schon Theorie ist: denn erst der — — notwendigen Bestimmtheit des Geschehens ist es. der einmal objektiv festgestellt ist.die sonstigen Bedingungen des Versuchs ungeändert bleiben.Tatsachen" zu stehen glauben und die jede Selbständigkeit des Intellekts gegenüber den Daten der unmittelbaren Wahrnehmung verwerfen. 322 1 . Erst kraft dieses Prinzips wandelt sich die „subjektive" Tatsache der sinnlichen Wahrnehmung in die „objektive" Tatsache des wissenschaftlichen Urteils. 15. „die einmal erkannt worden sind. haben daher die Eigenart dieser gedanklichen Funktion ausdrücklich bezeugt. Aber wie sich die Wissenschaft auch umgestalten möge. daß die Beziehungen nicht als ganz allgemein aufrecht zu erhalten sind. bleiben als unzerstörbare Bestandteile aller künftigen Wissenschaft bestehen. Gnindriß der Naturphilosophie. an die man bei ihrer Entdeckung und ersten Formulierung nicht hat denken können. die sie ändern. So bestätigt es sich von einer neuen Seite her. sie besteht so lange. h. weil sie unbekannt waren. unterworfen erweisen. ein bestimmter unverlierbarer Rest jener ersten Erkenntnis bleibt bestehen. d. Kein Zusammenhang zwischen Beobachtungen. Auch solche Forscher. der dazu führt. so heißt es etwa bei O s t w a 1 d. und eine einmal von der Wissenschaft erworbene Wahrheit hat in solchem Sinne ein ewiges Leben. Es kann vorkommen. und kommt sogar sehr häufig vor. kann im weiteren Fortgang . die ausschließlich sie — zum Stehen zu bringen * Ofltwald. sich als unvollkommen erweist. Durch alle vermeintliche Skepsis hindurch dringt bei ihnen bisweilen der Ausdruck dieser einheitlichen Grundüberzeugung. als menschliche Wissenschaft bestehen wird*. S. als Faktum „festzustellen". eine einzelne vorGedanke der überrauschende Beobachtung gleichsam und auf dem Boden der empirischen . sondern sich anderen Einflüssen." Dieses Moment der „Ewigkeit" ist auch den empirischen Urteilen über Tatsachen eigen. daß die Form. in welcher jene Beziehungen zuerst ausgesprochen worden waren. „Die Beziehungen zwischen den verschiedenen Erscheinungen".

das sich uns zuvor darbot. das ist uns nicht mehr dasselbe empirische Objekt. So wird nicht die Wahrheit des früheren Urteils . Der Fortschritt der Beobachtungen birgt daher zugleich einen steten Fortschritt der Analyse in sich: er scheidet Fälle. die wir ihm ein für allemal zusprechen. die es zu ermitteln und festzustellen gilt. Denken wir uns etwa einen gewissen Stoff durch die Angabe seiner physikalischen und chemischen Merkmale und Reaktionen bestimmt. die ja nur für ihn fixiert und ausgesprochen waren. sondern fügen ihnen nur bestimmte diese begriffliche Determinationen im hinzu. Was wir jetzt vor uns sehen. so würde er auch eine innere Veränderung empirischen Gesetzlichkeit der Dinge in sich schließen.. aufheben. als vielmehr das Subjekt. sondern es gilt uns durch irgendwelche Bedingungen. daß wir eben die Identität des beobachteten Gegenstands selbst in Frage stellen. durch irgendeine Änderung. modifiziert. die er in seinem Verhalten zeigt.S ist P" bestritten und durch den Gegensatz . ein und derselbe Körper habe sich in seinen Grundeigenschaften gewandelt. In Wahrheit aber besitzt für uns jeder Körper eine identische Struktur und Beschaffenheit. Wäre das empirische Urteil auf den Zeitmoment bezogen und an ihn gebunden. so wird durch irgendwelche Gegeninstanzen. die sich im Laufe der fortschreitenden Beobachtung einstellen. Die neuen Tatsachen.. Und die Umwandlung betrifft Grunde nicht sowohl Urteilsverknüpfung als solche. verdrängen die früheren Erfahrungen nicht in jedem Sinne. der zuvor behauptete Zusammenhang von Bestimmungen noch keineswegs als solcher aufgelöst. daß wir annehmen. Wie er sich im realen Verlauf des Geschehens an : seine Stelle setzt. unter Aufrechterhaltung des ersten Satzes. sondern dadurch. die das Urteil erfahren muß. wenn S in S' übergeht. Die abweichenden Ergebnisse bringen wir daher niemals dadurch zum Ausdruck.der Untersuchung schlechthin vernichtet werden. die der 21* 323 . auf das sie sich bezieht. die wir auffinden. so müßte hier ein einfaches Verhältnis der Vernichtung und Neuschöpfung gelten der spätere Augenblick würde den früheren und mit ihm alle die „Wahrheiten".S ist nicht P" entkräftet: sondern es wird. die Umwandlung verfolgt.

er einzuordnen ist. als das. welchem der verschiedenen hypothetischen Begriffe. Das Moment der Ungewißheit. die wir zuvor konzipiert und in ihre Folgerungen entwickelt haben. von ihm also niemals mit voller Sicherheit zu entscheiden ist. wahrhaft a ist.und stützt. erweist sich damit als innerlich unzureichend: denn sie derVerverhüllt jenes Moment der knüpfung. als didaktische Bedeutung: sie knüpft an die sensualistische Auffassung des Urteils an. Hier liegt der eigentliche Vorrang der mathematischen Begriffsbildung: denn die Gegenstände dieser Begriffsbildung sind nichts anderes.der ersten vagen Betrachtung als völlig gleichartig erscheinen. wozu unsere ideale Konstruktion sie gemacht hat. sondern ob ein gegebener Inhalt alle Bedingungen des Begriffs a erfüllt oder etwa durch einen davon verschiedenen Begriff a' zu bestimmen ist. immer schärfer und genauer und hebt die charakteristischen Denkt man sich diese Differenzen jedes Einzelfalls heraus. Nicht ob a wahrhaft 6. die Locke versucht hat. das auch der Aussage über Tatsachen eigen — Notwendigkeit ist und ihr erst ihren wahrhaften Halt verleiht. hat nicht sowohl unmittelbar sachliche. zeigt sich in der ersten Einführung seiner Punkte noch von kritischen Frage dennoch in Die Unterscheidung der Locke abhängig. 324 . das die bloße Wahrnehmung uns liefert. um ihr einen neuen Sinn und eine tiefere Deutung Empirische Urteile. Die Analyse des empirischen Urteils. Arbeit der Analyse abgeschlossen und damit völlig bestimmte Subjekte gewonnen. so würde diese Eindeutigkeit des Subjekts auch die Eindeutigkeit und Notwendigkeit des Urteilszusammenhangs in sich schließen. einem Wahrneh- mung Erfahrungsurteile. bildet das Problem. für den diese Notwendigkeit zum eigentlichen Grundproblem geworden ist. Nicht dies ist fraglich. betrifft daher immer nur die Subsumption des gegebenen unter den ideal bestimmten Fall. sofern sie objektive abzugewinnen. das die empirischen Urteile gegenüber den rationalen enthalten. ob einem streng umgrenzten Inhalt a das Prädikat b zukommt oder nicht. auf die er sich s . während jeder empirische Inhalt unbekannte Bestimmungen in sich birgt. Kant. sondern ob das x.

Jedes Urteil beansprucht. so sehr es seinen Subjektsbegriff einschränkt. sondern greift beide nur derart auf.. wie sie sich zufällig in einem einzelnen Bewußtsein nach den „subjektiven" Regeln der Assoziation zusammenfinden. Das . der die Bedingtheit im Objekt gegründet ist dieses oder jenes empfindenden das einzelne. der andere uns als gefordert gilt. Das . sondern stiftet zwischen ihnen eine funktionale Zuordnung. um so mehr zeigt es sich. will nicht sagen. der aber keine reale Trennung der Urteile selbst in zwei heterogene Klassen mit sich führt.. so oft ich bisher einen Körper getragen habe. sollen Erfahrungsurteile. die somit als unentbehrlicher Faktor auch in jede Aussage über einen empirisch einzelnen Gegenstand eingeht. so daß immer. sondern er will einen Zusammenhang feststellen. Auch Urteil enthält daher in der 325 . eine bestimmte Tast. diejenigen aber. der den neu gewonnenen Begriff der wissenschaftlichen Objektivität durch seinen Gegensatz beleuchten soll.Ist" der Kopula ist der Ausdruck dieser Verknüpfung. wenn der eine Inhalt gegeben ist. ohne sie in irgendein Verhältnis zu setzen. Der Satz.und Druckempfindung sich eingestellt habe. daß. innerhalb dieses selbstgewählten engeren Umkreises ein bestimmtes Maß objektiver Geltung. „aposteriorische" und ihm unabhängig vom Zustand Individuums zukommt. was der dogmatische Empirismus als das eigentliche Kennzeichen und den Charakter der Erfahrung selbst ansieht. Je weiter inwechselseitiger dessen die Kantische Unterscheidung fortschreitet. bloße Wahrnehmungsurteile heißen. daß der Körper schwer ist.Gültigkeit haben. Es begnügt sich niemals mit der Feststellung eines bloßen Nebeneinander von Vorstellungen. daß das Wahrnehmungsurteil in dieser Fassung nur ein methodisch konstruierter Grenzfall sein will. Der letztere Begriff deckt und umfaßt somit alles das. nur subjektiv gültig sind. Wir konstatieren in ihm nur das Beisammen zweier Inhalte.Wahrnehmungsurteir' zum mindesten ist nichts anderes und will nichts anderes sein als ein Bericht über ein momentanes und individuelles Erlebnis: es verknüpft Subjekt und Prädikat nicht nach irgendeinem Gesichtspunkt der gedanklichen Abhängigkeit und Zusammengehörigkeit.

von dem man oft gesprochen hat. In diesem Sinne bestimmen wir etwa die astronomische Lage und Stellung der Himmelskörper für einen gegebenen einmaligen Zeitpunkt. zugrunde legen.. sondern wir versuchen umgekehrt. Der Kreis des Notwendigen selbst verengt sich und zieht sich zusammen. das Besondere selbst als notwendig zu begreifen. Aber auch in diesem Falle treten wir nicht aus dem Gebiet der objektiven Notwendigkeit in das der bloßen . Kritik der reinen Vernunft. die es behauptet. bis er zu immer näherer Bestimmung des scheinbar . 141 f.Notwendigkeit des Zusammenhangs. 326 . Aufl. wie die bloße Wiederholung und Nebeneinanderreihung von Einzelbeobachtungen dem Besonderen irgendeine neue logische Würde verleihen sollte. indem wir hierbei die allgemeingültigen Relationen. Das „Geheimnis der Induktion". In der endgültigen Fassung des der Erfahrung ist demnach der Hilfsbegriff des bloßen Wahrnehmungsurteils überwunden und ausgeschaltet. wo wir aus einer Mehrheit von Beobachtungen einen Schluß auf die Allheit der Fälle ziehen. Nicht die schlechthin isolierte zeitliche Setzung als Systems Einordnung eben dieser Setzung in den Gesamtverlauf des Geschehens bildet auch hier das eigentliche Ziel der „Induktion". das von eindeutigen Gesetzen beherrscht wird. seine feste Stelle anweisen. 2. Zufälligkeit" über. indem wir ihm innerhalb des kausalen Geschehens.. Die Lösung des Problems der Induktion kann nur in dieser Erweiterung seines Inhalts gesucht werden. In der Tat wäre es nicht zu verstehen.. S. Die bloße Anhäufung von Elementen vermag diesen keine völlig veränderte begriffliche Bedeutung zu geben. beginnt daher nicht erst dort. jederzeit einen „apriorischen" Einschlag*. so daß ein hier und jetzt gegebener Zustand des Seins den Inhalt des Urteils ausmacht. die die Prinzipien der Mechanik sowie das Gravitationsgesetz uns darbieten. solche. sondern es ist bereits in der Feststellung irgendeines Einzelfalles vollständig und ungeteilt enthalten. sondern die — * Vgl. Zufälligen" zureichend wird. Zwar kann auch das Einzelne alsEinzelnes Gegenstand einer wissenschaftlichen Aussage sein.

die jeder Induktionsschluß für sich in Anspruch nimmt: Bestimmung selbst. wächst über ihre anfängliche Sphäre hinaus.sie vermag nur gesetzt die sind. so zersplittert und vereinzelt er sich scheinbar darbieten mag. kraft deren wir einen empirischen Inhalt über die Grenzen. unteilbaren Moment kund tut. Das dauernde empirische Objekt samt seinen konstanten empirischen Eigenschaften ist. können wir irgendeine einzelne Phase. sich auf die Totalität der Zeiten überträgt und gleichsam in beständiger identischer Neuerzeugung durch diese Totalität hin sich fortsetzt. die die der sinnliche in matische die einzelne Eindruck darbietet. sofern der Inhalt. zur Probe und zum Sinnbild für die syste- wenn wir uns Nur Verfassung der Wirklichkeit überhaupt. das ihn über seine Begrenzung und Isolierung hinaushebt. Schon im einzelnen Fall muß ein Moment verborgen liegen. d. in denen er uns zeitlich gegeben ist. doch stets den Hinweis auf ihre gleichbleibende gesetzliche Form in sich schlösse. als Darstellung und Symbol des Gesamtprozesses und seiner durchgehenden Regel brauchen. ihm zur Norm. die im Element selbst zu größerer Deutlichkeit zu erheben. der uns allein zu Gebote steht. alle Glieder des Geschehens durch notwendige Relationen verknüpft denken. Der logische Prozeß der Integration aber wäre nicht möglich. mathematisch ausgedrückt. bildet somit den eigentlichen Kern Die Beziehung. Bestimmungen. der in ihm gesetzt ist. wenn nicht der wechselnde Inhalt der Erfahrung. Diese symbolische Bedeutung aber ist es. die wir herausheben. wenn nicht auch hier im Element bereits die Beziehung auf das Ganze läge. Kraft dieses Hinweises erweitert sich der beschränkte räumlich-zeitliche Umkreis der Erfahrungen. die sich uns des induktiven Verfahrens. von denen der einzelne Versuch uns Kunde gibt. wird dem gedanklichen Aufbau 327 . weiterbereits verfolgen und ihn für alle Punkte der Zeitreihe in seiner Bestimmtheit festhalten. So schließt bereits jegliches Einzelurteil ein Motiv der Unendlichkeit in sich. h. zunächst nur für einen einzigen. Die Funktion. immer erst das Integral der momentanen Beschaffenheiten. bis sie die Gesamtheit der künftigen Zeitpunkte in irgendeiner Weise bestimmt.

aber diese Definition ist nur dadurch möglich. jede Bedeutung ein. an die jedoch bald der eine. abgetrennt von ihm. kann nie wieder völlig der logischen Vernichtung anheimfallen. Ganzes" zu definieren. die in irgendeinem theoretisch aufzeigbaren Umstand variieren und deren Abweichung voneinander daher selbst als notwendig begriffen wird. Element" des Kontinuums dagegen widerstrebt einer derartigen Vereinzelung: es erhält seinen Inhalt erst von der Beziehung zu der Gesamtheit des Systems. daß der „Punkt" selbst zuvor als Ausdruck einer reinen Lage-Relation gefaßt. Beisammen" mit anderen gleichartigen Elementen also fertig in ihn hineingelegt wird. kontinuierlichen" Ganzen. In den ersteren gehen die Teile voran und sind. die sie nachträglich eingehen. Das . als jeder von ihr eine ganz bestimmte Geltungssphäre zugewiesen wird. insofern zu vereinen. Jede besondere Erfahrung. die sich überall dort feststellen läßt. bald der andere Erfolg geknüpft ist. wo das Problem vorliegt. Im gleichen Sinne läßt sich Summe 328 .. die Beziehung des räumlichen . das tritt hier in bestimmt geschiedene Sonderfälle auseinander. als isolierte und selbständige Bestandstücke möglich und aufzeigbar. alle diese verschiedenen Aussagen. das nicht lediglich die seiner Teile. dem es angehört und büßt. sondern ein systematischer Inbegriff ist... unabhängig von der Verknüpfung. So läßt sich etwa eine Linie als eine unendliche Mannigfaltigkeit von Punkten definieren. die nach den objektiven Verfahrungsweisen und Kriterien der Wissenschaft festgestellt ist. — Im Verhältnis des induktiven Einzelfalles zur Gesamtheit der wissenschaftlichen Erfahrung wiederholt sich daher eine Bestimmung. die sich vielfältig zu kreuzen und einander zu widersprechen scheinen.der empirischen Wirklichkeit als dauernder Grundzug erhalten bleiben muß. setzt sich zunächst gleichsam absolut: was das methodisch geleitete und gepriifte Experiment einmal gelehrt hat. der aus den Beziehungen zwischen ihnen hervorgeht.. Was für die gewöhnliche sinnliche Auffassung ein identischer Bestand von Bedingungen ist. Die Logik scheidet von alters her zwischen „diskreten" und . ein . Die Aufgabe der Induktion besteht darin.

sondern erst fortschreitend zu ermitteln ist. der im vollendeten System der Erfahrung als abgeschlossenes Ergebnis vorliegt. voneinander geschieden. enthält daher jetzt keine Paradoxie und keine innere Schwierigkeit mehr: die Erweiterung des Einzelnen zum Ganzen. Der logische Akt der . hebung bedarf. wie sich zeigte. daß das Gesetz der Erfahrung nur darum aus den einzelnen Fällen „resultiert". weil es in jedem von ihnen bereits stillschweigend mitgesetzt ist. sondern durch die Mittel. Das Einzelne ist nicht anders als im Zusammenhang mit anderen örtlichen und zeitlichen.zeitlichen. der im Kommen und Gehen der sinnlichen Phänomene festzuhalten ist. sowie der ursächlichen Verknüpfung bezeichnen. deren sie sich in der Verfolgung dieses Zieles bedienen. bereits in jedem echten Induktionsurteil mitwirkt. Wie dem einzelnen der allgemeine Relationscharakter der Lage und der Distanz anhaftet. daß diese Bestimmungen irgendwie ineinander gegründet wenngleich die Form dieser Abhängigkeit nicht unmittelbar bekannt. Punkt setzt ein System der Raum. eignet daher dem induktiven Denken nicht minder. Jede Aussage über ein bloßes Beisammen von empirischen Bestimmungen zielt schon auf den Gedanken hin. weil die Beziehung zum Ganzen von Anfang an im Einzelfall nicht ausgeschaltet. ^ (•() zugänglich.sagen. ist möglich. sondern festgehalten ist und nur der gesonderten begrifflichen Heraus- des Zusammenhangs Zeitstellen. die hierin zu liegen scheint.und sowie ein einheitliches Ganzes der kausalen Zuordnungen voraus. Die Tendenz auf einen unveränderlichen Bestand. und diese Art sind. wobei f. der.. Integration". \p die verschiedensten Weisen der räumlich . Der Tatbestand a ist uns nur in funktionaler Form als f (a). näheren oder entfernteren Elementen erfahrbar. Wir konnten in der Entwicklung der geometrischen Methoden 329 . cp. rp (ß). als dem mathematischen Denken: beide sind nicht ihrem Ziele nach. Das einzelne empirische Urteil enthält als unentwickelte Forderung bereits den Gedanken der durchgängigen Bestimmtheit des Naturgeschehens. so haftet daher der einzelnen Erfahrung bereits der universelle Gesetzescharakter an.

die die Geometrie behauptet.) Jetzt erscheint dieses fundamentale logische Verhältnis in einem neuen Licht. Da jedes Ereignis nur einmal stattfindet und daher schon durch den Zeitpunkt seines Auftretens völlig individualisiert und von allen anderen unterschieden ist. daß gleiche Ursachen immer gleiche Wirkungen herdar. was unter gleichen Ursachen und gleichen Wirkungen zu verstehen ist. sondern nur relativ zu einem bestimmten Gesichtspunkt gemeint sein. wie er ausführt. 116 ff. in welcher es diese Forderung zum Ausdruck bringt. so kann die Gleichheit.verfolgen.der Unterschied zwischen zwei Ereignissen hängt nicht ab von dem reinen Unterschiede der Zeiten oder der Orte. sofern sie unter dem allgemeinen Gesichtspunkt der „Invariantentheorie" gestellt und von ihm aus charakterisiert werden. dem allgemeinen „Kausalgesetz" eine Wendung gegeben. (S. S.. Auch jegliche Aussage über eine empirische Zusammengehörigkeit von Elementen stellt eine Behauptung die unabhängig vom jeweiligen absoluten RaumMaxwell hat gelegentlich oder Zeitpunkt gelten soll. niemals im Sinne einer absoluten Identität. in denen und an denen sie stattfinden. als nicht feststeht. solange keinen scharf ausgeprägten Sinn. wenn die Ursachen sich voneinander bloß hinsichtlich des absoluten Raumes und der absoluten Zeit unterscheiden. der Konfiguration oder der 330 . Der Gedanke der und der der rung zeigten sich schon hier wechselweise durcheinander bedingt: nur im Hinblick auf mögliche Veränderungen Konstanz Verände- ließen sich die dauernden Zusammenhänge. Der Satz. wie alle die mannigfachen Richtungen. der der ausdrücklichen Hervorhebung und Formulierung bedarf. Jede spezielle Ausprägung der Geometrie ist jetzt einer bestimmten Gruppe von Transformationen. ob. daß. sich zur Einheit zusammenschließen. hat. die sich streng bezeichnen und gegeneinander abgrenzen lassen. von der hier die Rede ist. Der eigentliche Kern des Kausalprinzips liegt in der Behauptung. dasselbe auch für die Wirkungen gilt: . vorbringen. in denen das moderne geometrische Denken sich bewegt. als zugehörige Invariantentheorie zugeordnet. aussprechen und formulieren. sondern nur von Unterschieden in dem Wesen.

Wir müssen freilich jeden Naturgegenstand prinzipiell bestimmten physischen Änderungen. Substanz und Bewegung. . wird diskreter Zeitwerte tj. daß sich richtet. Ein funktionales Verhältnis f (a. tg von dieser Einschränkung losgelöst und der Abhängigkeit von irgendeinem einzelnen Zeitpunkt der Beobachtung entrückt. so greift eine analoge Betrachtungsweise hier auf die Zeit über. sofern die übrigen Bedingungen ungeändert bleiben. diejenigen Momente an ihm herauszuheben und abzulösen. wenn wir ihn nicht als gleichbleibend. Bewegung der betreffenden Körper"*. unterworfen denken: aber die Reaktion auf diese Einwirkungen selbst ließe sich .. das nur für einen Zeitpunkt t^ oder für eine Mehrheit direkt festgestellt ist. tg. b). Mitten in dem zeitlichen Chaos der Empfindungen schaffen wir.Hier tritt deutlich auch der Inhalt. logisch nicht in gesetzlicher Form darstellen. und daß das Urteil darauf geht. der uns zunächst gegeben ist. die durch diese Veränderung nicht berührt werden. Auch alle Erfahrung ist demnach auf die Gewinnung bestimmter . Maxwell. über die Zeit hinwegblickend. 331 . Artikel XIX. sondern sich gleichWie wir als geometrische Eigenschaften artig behaupten. so daß der jetzige Moment zugleich eine Entscheidung für die vergangenen und künftigen enthält. zunächst in Gedanken einer bestimmten Änderung unterworfen wird. Jeder beliebige Zeitmoment gilt uns. auf den das physikalische Urteil hervor. die durch äußere Kräfte an ihm hervorgerufen werden. als ausgestattet mit denselben Grundeigenschaften und Merkmalen festhalten und gleichsam rekognoszieren könnten. . eines bestimmten Gebildes alle diejenigen Merkmale seiner Gestalt bezeichnen. daß es sich im Fortschritt der Zeit „mit sich selbst identisch" erhält. als äquivalent. Der Gedanke des empirischen Natur Objekts entsteht und begründet sich erst in diesem Verfahren: denn es gehört zum Begriff dieses Objekts. die ihm unabhängig von seiner absoluten Lage im Räume und von der absoluten Größe der Bestimmungsstücke zukommen. mit demjenigen. invarianter" Beziehungen gerichtet und gelangt erst in ihnen zu ihrem eigentlichen Abschluß.

die uns der das Beständigkeit des empirischen Seins versichert. Introduction k l'ötude de la mödicino 83 ff 332 .. durchsetzt und beherrscht ist. So zweifellos es ist. Auch die Induktion der beschreibenden Wissenschaften ist daher stets eine . während man die apodiktischen Behauptungen des Mathematikers als Deduktion bezeichnet: aber dies ist alsdann nur ein Unterschied. bes. so ist es doch auch hier der Gedanke. scheinbar rein rezeptive Klassifikation des Einzelnen von ideellen Voraussetzungen. Und dieser Sachverhalt findet seinen Ausdruck nicht nur in den Induktionen der mathematischen Physik. wie sehr die bloße. daß die endgültige Feststellung dieser Ordnung der Erfahrung zu danken ist.feste die Verbindungen und Zuordnungen. der die Gewißheit oder Ungewißheit des Ausgangspunktes unserer Schlußfolgerungen betrifft. provisorische Deduktion". sondern tritt auch innerhalb der beschreibenden Naturwissenschaft deutlich hervor. Auch hier zeigt die tiefere Analyse. der das Schema der Erfahrung zuvor entworfen haben muß. Das Prinzip in der diese Folgerungen selbst fortschreiten. ohne die begriffliche Anticipation einer möglichen Ordnung läßt sich die Ordnung des „Wirklichen" und Tatsächlichen nicht gewinnen. nicht die Art.Man kann. Somit ist es stets eine Funktion des Urteils. Diese Einheit der Grundlage tritt besonders deutlich in jenen Grenzgebieten hervor. Für die Physiologie und für das Gesamtgebiet der „experimentellen Medizin" hat insbesondere Claude B e r n a r d dieses Wechselverhältnis von Idee und Beobachtung allseitig beleuchtet. die sich auf die Struktur des Ganzen beziehen.. Ohne einen ideellen Gesichtspunkt der Vergleichung. S. wenngleich der Weg des Folgerns in zwiefacher Richtung durchlaufen werden kann: „es gibt für den Geist nur eine Art des Schließens. und diese sind es. Paris 1865. expörimentale. das zweifelnde Denken des experimentellen Forschers induktiv nennen. wie es für den Körper nur eine Art des Gehens gibt"*. in denen das Denken der Mathematik Claude Bernard. . wenn man will. Grundgerüst der empirischen Tatsächlichkeit ausmachen. des Folgerns bleibt in beiden Fällen das gleiche.

en d6veloppant les ramifications nombreuses du raisonnement deductif qui relie les principes aux lois 218 ff. Newton a fixe dans un meme ouvrage les lois de la dispersion de la lumiere qui traverse un prisme et les lois des teintes dont se pare une bulle de savon simplement parce que des couleurs eclatantes signalent aux yeux ces deux sortes de ph^nomenes. Man hat von jeher den Analogieschluß als einen wesentlichen Bestandteil der physikalischen Methodik und insbesondere des induktiven Verfahrens gekennzeichnet. S.. . erwies sich als das eigentliche Objekt der geometrischen Mannigfaltigkeiten.. Ist es doch gerade die Aufgabe der theoretischen Physik. indem analytisch immer tiefer in die Bedingungen ihrer Entstehung eindringt**. dem kein Geheimnis der Natur verborgen bleibt. au contraire. kraft deren sie sich von der naiven Betrachtung scheidet. — Zum Kepler. konnten demnach in Eins gesetzt werden. Erkenntnis und Irrtum. schlechthin ungleichartig sind. 187). Fälle.La Physique experimentale nous fournit les lois toutes ensemble et. Kap. ce sont des causes tout accidentelles. pour ainsi dire. wie der Fortschritt des geometrischen Denkens darauf gerichtet war. sur un meme plan . (Op. preist*. voneinander zu sondern. 333 . wenn und sofern sie Beispiele und Ausprägungen derselben Regeln der Verknüpfung darboten. Ein Beispiel hierfür bei D u h e m La Theorie Physique. . Begriff der ** * in 4 vgl. Bien souvent. im Nur der Beweis mehr und mehr zurücktreten zu lassen. Der wissenschaftliche Wert der Analogie aber bleibt unverständlich.und das der experimentellen Forschung sich gleichsam berühren. die besondere anschauliche Eigen- art der Gebilde. S. von dem auch die Begriffsbildung der exakten Physik sich beherrscht zeigt. der ihn als seinen getreuesten Führer und Lehrer. die in der direkten sie Wahrnehmung einander ähnlich und gleichartig erscheinen... des analogies toutes superficielles qui ont conduit des observateurs a rapprocher. Die echte und wahrhaft fruchtbare Paralipomena Vitellionem. die für die Anschauung Betrachtung. Relationszusammenhang zwischen den Elementen als solcher. solange man sie lediglich auf eine sinnliche Ähnlichkeit zwischen Einzelfällen stützt. une loi d'une autre loi. Ein entsprechendes logisches Verfahren ist es. IV. und kein Geringerer als Kepler ist es. La theorie. II. dans leurs recherches. nicht die individuelle Beschaffenheit dieser Elemente selbst. 32 f. Analogie Mach. Wir sahen. auf die die Untersuchung sich bezieht.

besteht darin. erfassen Wahrnehmung an ihnen Form der Gleichungen. il en est qu'elle söpare les unes des autres et qu'elle place en deux groupes extremement öloign6s Ainai. als logische . das Ganze des Seins beherrschen und damit auch das scheinbar Entfernteste zur Einheit zusammenschließen. . — — IL Die erste Leistung. sondern auf die die wir beiderseits als quantitativen Ausdruck der Erscheinungen feststellen. eile ränge les loia auxquelles ob^issent les couleurs de rarc-en-9iel ni£Üs les lois selon lesquelles se succedent les teintes des anneaux de Newton vont. Les lois de tous ces ph6nomenes que leurs 6clatantes couleurs confondaient les uns avec les autres aux yeux du simple observateur." . 6troitement serröes. geht daher wofür wiederum die Lehre Keplers das klassische Beispiel bietet mehr und mehr in die mathematische . nach der Voraussetzung. die sich zunächst als ein bloßes beziehungsloses Nebeneinander exp^rimentales. von welcher die exakte Physik geleitet ist. rejoindre les lois des franges döcouvertes par Young et par Fresnel. ebenso wie in der reinen Mathematik. dans un meme groupe. Wenn wir. sondern auf einer begrifflichen Übereinstimmung im Relationsgefüge. en une autre r6gion. S. pres des lois qui rögissent le spectre fourni par un prisme. sont.. par lea soins du th6oricien. sowie auf die Beziehungen zwischen den numerischen Konstanten. Elektrizität und Licht als gleichartige Phänomene betrachten.. die für beide Gebiete charakteristisch sind. . ob. sondern auf einer wahrhaften Identität des mathematisch faßbaren Bedingungszusammenhangs: und diese Identität ist es. classöes et ordonnöes. . in der elektro-magnetischen Theorie des Lichts. daß er die Mannigfaltigkeit der Beobachtungen. so gründet sich diese Behauptung nicht auf eine Übereinstimmung. die von dem induktiven „Begriff" im strengen Sinne dieses Wortes gefordert wird. 6tablit parmi celles-ci un ordre et une Classification. il en est qu'elle röunit. die. die zunächst noch am Sinnlich-Einzelnen zu haften scheint. . . die die könnte. die. Die „Analogie". 216. Invariante" herausgehoben und für sich betrachtet wird.) Der Vergleich beruht somit nicht auf einer bloß unbestimmten Ähnlichkeit. (S. Harmonie" über: in die Anschauung der einheitlichen quantitativen Strukturgesetze.Analogie beruht denn auch nicht auf einer sinnlichen Übereinstimmung der Merkmale. 334 .

einzelner Elemente darstellt. theoretisch geschulte und geleitete Induktion bleibt niemals bei dieser ersten Feststellung 335 . jedoch zunächst noch unbekannten Regel miteinander zusammenhängen. in irgendeine feste umsetzt. so muß. 81. die gegebene Reihe wiederum erreichen können.. die gemäß f Reihen- m einer bestimmten. die gegebene Folge zunächst in einen Komplex von Reihen aufgelöst werden. Ist etwa irgendeine Folge von Zahlen gegeben. Die gleiche . durch die hier die einzelnen Reihenglieder verknüpft sind. von dieser Grundform aus durch immer kompliziertere Mittelstufen hindurch.. bis wir schließlich bei einer einfachen arithmetischen Reihe.. er kann nur schlechthin konstatiert. Man kann. vor uns. an gewisse elementare Probleme der Arithmetik anknüpfen. die für das logische Verhältnis. erscheint für den Gedanken zunächst gleichsam undurchdringlich. mit einem Unterschied zwischen den Einzelgliedern stehen bleiben. identisch festgehaltenen Fortschreitungsregeln abgeleitet werden. daß wir zunächst die Differenzen zwischen ihnen und weiterhin die Differenzen dieser gesetzen gehorchen. auf welchem wir. den die unmittelbare konstanten Beobachtung darbietet. Aber die wahrhafte. Diese steht somit jetzt in den Bedingungen ihrer Struktur und in allen einzelnen Phasen ihres Aufbaus deutlich vor uns. so läßt sich die Beziehung. um das es sich hier handelt. Differenzen usf. bilden. 16. Der gegebene Bestand. kennzeichnet den echten wissenschaftlichen Induktionsschluß. zur Ermittlung dieser Regel.. der die primitiven Reihen auszeichnet. dadurch feststellen. aber nicht aus einfachen Anfängen gemäß bestimmten. um den Sinn dieser Aufgabe zu o r verdeutlichen. ein genaues Beispiel und Analogon bilden. 625 .resolutive Methode". 256. die relativ einfacheren Bildungs- Haben wir etwa die Folge der vierten Potenzen 1. Damit sind wir zu einem völlig bekannten und völlig beherrschbaren Reihentypus zurückgekehrt und haben zugleich den Weg bezeichnet. die hier im Gebiet der Zahlen geübt wird. sie ist durch die Zurückführung auf die Vorstufen ihrer Bildung für uns gleichsam durchsichtig geworden und trägt denselben Charakter der Notwendigkeit des Fortschritts von Glied zu Glied an sich.

nach klarer überschauen Das Experiment geht daher streng genommen niemals auf den wirklichen Fall. die nach einer festen. Die eigentlichen Anfänge der wissenschaftlichen Induktion bieten hierfür Das Gesetz des Falles der bereits das klassische Beispiel. wirkt bereits in dieser Richtung. wie etwa die Abänderung der Beschleunigung mit der Entfernung vom Erdmittelpunkt. vierter Ordnung : fortgingen. . 294 sowie bes. der sich jedoch zugleich seiner Gestaltung Jedes Experiment. indem wir fortschreitend die komplexen Bestimmungen. Dieser Begriff liefert ihm für gegebene Zeitwerte eine Folge von Raum werten. in der die Differenzen zwischen den Gliedern konstant sind. den wir ihm substituieren. der zwar rein materiell betrachtet ärmer an Bestandteilen erscheint. Und von dieser Regel aus muß nunmehr versucht werden. zu dem tatsächlichen Vorgang der Wirklichkeit vorzudringen. zu Reihen zweiter. Wie wir in dem arithmetischen Beispiel von der einfachen Grundreihe. Methodenielire.. so zerlegt sich uns jetzt * Näheres hierüber Erkenntnisproblem . das er selbst konstruiert und dem er seine Grenzen vorgeschrieben hat. bei HonigsBeiträge zur Erkenntnistheorie u. in die die Verzögerung durch den Luftwiderstand usf. indem er beliebige Beobachtungen an sinnlich-wirklichen Körpern zusammenstellt. dem Prinzip läßt. dritter. sondern auf einen idealen Fall. wie er hier und jetzt in aller Fülle seiner besonderen Bestimmungen vorliegt. sondern indem er den Begriff der gleichförmigen Beschleunigung hypothetisch fixiert und als gedankliches Grundmaß den Tatsachen entgegenhält*. das wir anstellen und auf welches wir unsere induktiven Schlüsse gründen.stehen. die anfangs ausgeschaltet blieben. wiederum Betrachtung einbeziehen. sondern setzt an seine Stelle ein Ganzes von Bedingungen. wa 336 1 d I. Denn der wissenschaftliche Versuch hat niemals das unbearbeitete Material der sinnlichen Wahrnehmung zu seinem eigentlichen Gegenstand. Leipzig 1906. ein für allemal übersehbaren Regel fortschreiten. Sie ersetzt das tatsächliche Beisammen sinnlicher Daten durch einen andersartigen Zusammenhang. Körper wird von Galilei nicht ermittelt.

daß die Richtung. wo das Ganze dieses theoretischen Aufbaus den tatsächlichen Beobachtungen gegenübertritt. den wir hier vollziehen. wird daher nicht dadurch gehoben. sondern daß wir diesen Versuchen neue Faktoren hinzufügen. Ein Widerspruch. der innerhalb der Mathematik zu einem festen Ende gelangt. um es zugleich als Ansatzpunkt für neue Bestimmungen zu brauchen. zugleich in einer neuen Bedeutung festzuhalten gestatten. das sie berichtigen. dem mathematischen Begriff aber zeigt sich jetzt der charakteristische Unterschied. beweist der induktive Begriff. aber betriff t wiederum nicht die Beziehungen. die das erste Ergebnis. nicht von der Wirklichkeit hinweg. daß wir die prinzipiellen Grundlagen der früheren Versuche aufgeben. Substanzbegrif 22 337 . der sich hierbei ergibt. die er nimmt. daß der Aufbau. so bleibt doch stets die Möglichkeit offen. des Phänomens weicht einem streng begrifflichen System Gegenüber der Über. die innerhalb der einzelnen Reihen festgestellt worden sind. innerhalb der Erfahrung prinzipiell unabschließbar bleibt.das Wirkliche in verschiedene Relationsordnungen.und Unterordnung von Beziehungen. nur die Zulänglichkeit dieser Bestimmungsstücke für die Erklärung der komplizierten tatsächlichen Verhältnisse der Wirklichkeit ist es. sondern sie tritt erst dort hervor. die stets aufs neue in Frage gestellt wird. besitzt somit nur den relativen Wert einer vorläufigen Fixierung. die das Gewonnene nur darum festhält. Aber gerade. Jeder Abschluß. Die Wahrheit der einzelnen Bestimmungsstücke bleibt im allgemeinen sofern von subjektiven Irrtümern der Beobachtung abgesehen wird unangetastet. die gesetzmäßig miteinander zusammenhängen und sich fortschreitend Der sinnliche Schein der Einfachheit einander bedingen. sondern viele — — Cassirer. So „Schichten" der Beziehung wir auch übereinander sich erheben lassen mögen und je näher wir damit auch allen Einzelumständen des wirklichen Vorgangs kommen mögen. Die Ungewißheit. die damit zurückzubleiben scheint. daß irgendein mitbestimmender Faktor des Gesamtergebnisses außer Rechnung blieb und erst durch den weiteren Fortschritt der experimentellen Analyse zur Entdeckung gelangen wird. indem er diese Frage offen läßt.

aber sie leugnen sie ebensowenig. wenn die gegebene Folge möglich sein soll. das wir untersuchen. Der naturwissenschaftliche „Begriff* sieht daher in diesem Sinne keineswegs von dem Besonderen ab. daß diese Bedingungen von dem konkreten Gesamtvorgang. um die Phänomene des Falls bei einem bestimmten Luftwiderstand darzustellen. Ein neuer Gesichtspunkt der Betrachtung. Denken wir uns einen Einzelvorgang als Synthese verschiedener Gesetze. ändert daher nichts am Sinn und Wert der früheren Bestimmungen. die schon in seiner ursprünglichen Fassung prinzipiell zugelassen und vorgesehen ist.Die „allgemeinen" Relationen. sondern lediglich einer begrifflichen Erweiterung. die wir auf diese Weise fortschreitend feststellen. nur teilweise oder ungenau befolgt werden. die er feststellt. Nur das Eine wird gefordert. enthalten der nachträglich hinzutritt und der das Phänomen. zu einem neuen Kreis von Tatsachen in Beziehung setzt. der aus ihrer Totalität sich ergibt. vielmehr müssen sie insgesamt vollständig und ohne Einschränkung erfüllt sein. Jede der Grundreihen. allein genommen. sich mit anderen Beziehungen zu verknüpfen. keiner Berichtigung seines Gehalts. um kraft dieser Durchdringung mehr und mehr zur Beherrschung des Einzelnen tauglich zu werden. so hört die Frage. enthält bereits die Tendenz in sich. ihr hinführt. ein 338 . Es kann indes keine Rede davon sein. miteinander verträglich sind: und diese Verträglichkeit ist im Prinzip bereits dadurch verbürgt. Das Fallgesetz Galileis bedarf. bezeichnet für sich genommen freilich nur einen bestimmten Umkreis von Bedingungen. daß die Relationen. immer genauer zu die er zunächst heraushebt. sondern immer schärfer auf das Besondere hin. daß die Bestimmung des besonderen Falls auf Grund der Bestimmung des allgemeinen Falles erfolgt und dessen Geltung daher stillschweigend voraussetzt. Jede allgemeingültige Beziehung. wie das Besondere am Allgemeinen „Teil haben" könne. auf. aus welchen ein komplexeres Gesetz sich aufbaut. zwar für sich die besonderen Merkmale noch nicht. Vielmehr lassen sie von Anfang an Raum für sie und deuten auf ihre künftige mögliche Bestimmung voraus.

C .. verschiedenartige . ob. die Frage. sondern als ein logisches Moment. daß daraus die begriffmöglich die Regeln universeller liche Einsicht in die besonderen Verhältnisse des physisch (Vgl. S. die Galilei bereits als „resolutive" und „kompositive" Methode einander gegenübergestellt hat. Das erste Ziel der experimentellen Forschung besteht darin. das in einem umfassenderen Inbegriff von Beziehungen implizit mitgesetzt Wir bestimmen ein einzelnes Naturereignis A durch Einist. das Phänomen. Wirklichen sich ergibt. : metaphysisches reihung in f (A. 22* 339 . ).) \p{K B".. . Isolation" und . 300 ff. bildet jetzt mehr ist.. Die „Teilhabe" des Einzelnen am Allgemeinen erscheint somit nicht rätselhafter. sondern wie es der Erkenntnis Zusammenhänge. Volkmann. funktionale .Problem zu sein denn nunmehr gilt uns das Allgemeine nicht mehr als ein dinglich Vorhandenes. die untrennbar * S. dem die Untersuchung sich zuwendet. es kraft dieser B'. Leipzig 1896. das als sachlicher Bestandteil irgendwie in das Einzelne eingeht. und denken dieser Zusammen.Superposition" voneinander geschieden worden*. daß überhaupt verschiedene Bedingungen sich gedanklich zu einem einheitlichen Ergebnis zusammenfassen lassen. Während die Wirklichkeit uns eine vielfältige Mischung heterogener Umstände zeigt. die sie gewonnen hat. C" 9 Einordnung den Regeln all (A. als die logische Grundtatsache selbst. derart in Beziehung zu setzen und wechselseitig durcheinander zu determinieren. Zusammenhänge ) usf.. in welchem jede von ihnen ganz erhalten Nicht wie das Einzelne seiner .. . Substanz" nach aus dem ist. sind in der modernen Diskussion bisweilen als die Prinzipien der . Allgemeinen hervorgeht und von ihm sich ablöst. Die beiden Grundrichtungen naturwissenschaftlicher Betrachtung. hänge unterworfen.0.) — Daß in dieser Aufgabe das eigentliche Problem der Induktion beschlossen ist. Erkenntnis theoretische Griindzüge der Natur- wissenschaft. als reines Phänomen und frei von allen zufälligen Nebenumständen zu gewinnen. B. tritt innerhalb der Erkenntnistheorie der neueren Naturwissenschaft an vielen Stellen deutlich zutage.

das Objekt der Mathematik. 125 ff. kraft deren diese Elemente sich wiederum zu einer gesetzlich beherrschbaren Einheit zuBestand in die experimentelle 340 . (S. nur durch die Herstellung besonderer Versuchsbedingungen. S. der ihm in der Struktur des Ganzen zukommt. sondern als ein differenziertes Begriffsganzes erscheint. und die als wesent- Forschung selbst eingeht. in welchem die Art der Abhängigkeit zwischen den Einzelmomenten fest bestimmt ist. sondern die Verknüpfung und wechselseitige Bestimmung von Beziehungen bildet. daß die mathematische Betrachtungsweise nicht sowohl als Gegensatz.ineinander verwoben und verwirrt scheinen. gewinnt auch die konstruktive Zusammensetzung ihre Klarheit und Schärfe. Nur durch eine künstliche Scheidung des tatsächlich Verbundenen. Indem wir die Teilsysteme miteinander verknüpfen und sie gleichsam sich übereinander lagern lassen. die es gestatten. das jedoch nunmehr nicht nur in der Art einer einheitlichen Totalanschauung. Erst nachdem diese Vereinzelung streng durchgeführt ist. Denn eben jene Synthese von Relationen. die einzelnen Faktoren für sich allein in ihrer Wirksamkeit zu beobachten und zu verfolgen. licher die hier gefordert wird. so zeigt sich hierin von einer neuen Seite. sofern sie in der ganzen Weite und Universalität ihres Begriffs gefaßt wird. Wird die Aufgabe der physikalischen Induktion in diesem Sinne gefaßt. so gehört andererseits der mathematischen Theorie die Bestimmung der Form an. wie als notwendiges Korrelat der induktiven Begriffsbildung zu gelten hat.) Die Aufgaben der beiden Forschungsrichtungen berühren sich also hier in einem gemeinsamen Punkt: wenn das Experiment unentbehrlich ist. Nicht die Zusammensetzung von Größen. findet ihre letzten abstrakten Grundlagen und die Gewähr ihrer allgemeinen Gültigkeit im System der Mathematik. entsteht uns damit wiederum das vollständige Bild des Gesamtvorgangs. wie sich gezeigt hat. ist dieses Ziel erreichbar. fordert der Gedanke die gesonderte Betrachtung jedes einzelnen Moments und die genaue Bestimmung des Anteils. oben. um ein zunächst ungeschiedenes Wahrnehmungsganze in seine einzelnen konstituierenden Elemente zu zerlegen.

.Qu'est-ce donc qu'expliquerl C'est tout uniment faire rentrer un fait dans une forme. Paris 1909: „La physique ne separe pas l'etude des formes de l'etude des faits.Superposition" gelegentlich dadurch erklärt und begründet werden soll. daß alles Wirkliche nur die Summe von Äußerungen einzelner Naturgesetze darstellt und aus diesen als hervorgegangen zu denken ist. sofern die Frage zuvor klar und eindeutig gestellt ist. die der Gedanke am Stoff des Wirklichen versucht. ** S. bietet die Handhabe und das Grundschema für die Verknüpfungen. toute experience devant.." . toute forme se developpant naturellement sous les symboles mathematiques. wie es im sinnlichen Eindruck erfaßt wird. a. Das Experiment gibt in seinem Ergebnis Antwort darauf. S. Nicht um den Ursprung der Dinge. V o 1 k a n n . O.Das System der . Abhängigkeitsreihen dargestellt. entrer dans une forme. en definitive.. Le fait est explique lorsqu'il apparait identique ä un des phenomenes qu'engendre un des ces sorites indefinis que nous appelons theories ou formes La physique n'est donc pas mathematique. so hat es damit bereits prinzipiell die Form eines mathematisch bestimmbaren Gefüges erlangt*. synthesen.. H. 100). welcher der möglichen Beziehungszusammenhänge in der Erfahrung tatsächlich verwirklicht ist: aber diese Antwort kann nur erfolgen. Isolation" und . la deduction prevoit les faits que l'experience confirme.. sondern um den Ursprung und die Beschaffenheit unserer Einsicht in die Dinge kann es sich hier allein handeln. die einander decken und durchdringen. so verhüllt diese Wendung bereits den eigentlichen erkenntnistheoretischen Sinn des Gedankens**. a. O. Das „Wirkliche". sondern steht zunächst als schlechthin einfaches und unzerlegtes Ganzes und — * Eine neue Bestätigung und eine außerordentlich klare Darstellung hat dieses Grundverhältnis. parce qu'on y trouve des algorithmes algebriques. 341 . wie ich nachträglich sehe. das in der Mathematik vorgängig entwickelt ist. soeben durch einen modernen Physiker erhalten. . Wenn daher das Prinzip der . und dieser Prozeß der Fragestellung geht auf Konzeptionen zurück. Bouasse. S. a. m S. . 91. möglichen" Relationssammenschließen. toute physique est mathematique (a... 89. ist nicht an und für sich bereits eine „Summe" verschiedenartiger Elemente. kraft deren die unmittelbare Anschauung nach begrifflichen Gesichtspunkten sich scheidet Ist das Wirkliche als Ergebnis elementarer gliedert. Physique generale in dem Sammelband: De la Methode dans les sciences. 76 f.

Vo kmann 1 .. auf das sie sich gründen. sondern übersehen mit einem Blick das Ganze der „möglichen" Bahnformen.vor uns. deren allgemeine Struktur sich mathematischdeduktiv ableiten läßt. wie er sonst allenthalben als der Quell der Einheit erscheint. Der Newtonische Begriff einer Zentralkraft. Regeln" des Geschehens. Diese ursprüngliche „Einfalt" der Anschauung wandelt sich erst unter der logisch zergliedernden Arbeit des Begriffs zu einer inneren Vielgestaltigkeit um. O.. a. Die Keplerschen Induktionen über die Planetenbewegung bezeichnen nur verallgemeinerte . 59. aus welchen wir die empirische Wirklichkeit erklären und aufbauen. 342 . die gemäß dem Quadrat der Entfernung abnimmt. geben wir ihm damit eine immer weitergehende Bestimmtheit. So schließt das „Gesetz" der Gravitation das Tatsachengebiet. in sich selbst ab und weist ihm eine strenge Gliederung zu. Der Fortschritt des Experiments geht hier Hand in Hand mit der fortschreitenden Universalität der Grundgesetze. Der Begriff ist somit hier ebenso der Quell der Vielheit.. führt zu einer vollständigen Disjunktion der empirischen Fälle überhaupt. während die bloß empirisch erkannte Regel der Planetenbewegung die besonderen Fälle nur als loses — — * S. S. Indem wir einen einzelnen Vorgang successiv verschiedenen Systemen einordnen. Regeln" der Naturerkenntnis und zwischen den wahrhaft allgemeinen „Gesetzen" der Natur besteht. Hier finden wir in der Tat die Ellipse nicht bloß als die wirkliche Form der Marsbahn vor. das von ihm beherrscht wird. der zwischen bloßen . Der Übergang dieser Fälle ineinander ist nunmehr im voraus fest bestimmt: die Größe der Anfangsgeschwindigkeit des bewegten Körpers entscheidet unabhängig von der Richtung dieser Geschwindigkeit ob die Form seiner Bahn eine Ellipse oder eine Hyperbel oder Parabel ist. während das fundamentale Gesetz. sofern damit seine Stellung in dem allgemeinen Orientierungsplan unseres Denkens immer genauer bezeichnet wird. erst in Newtons Theorie der Gravitation erreicht wird*. a. Man hat bisweilen auf den methodischen Unterschied hingewiesen.

daß die Form des Kegelschnitts für ihre Bahn notwendig ist. aber auch in diesem Falle geht die des empirischen Begriffs keineswegs zugleich mit seinem besonderen Inhalt unter. die das Gesetz erreicht.Im Nebeneinander ohne scharfe Begrenzung stehen läßt. 193 ff. Ist 343 . Wir fordern für das neue Gebiet. als durch diese methodische Notwendigkeit. bereits die Tendenz.) Zwingt uns dereinst die Erfahrung durch neues Material. so zeigt es sich. Wir stehen vor demselben scheinbaren Zirkel. (Vgl. daß indessen diese Bestimmung über Art und Größe der Anziehung „wirklich" statt hat. das sie uns zuführt. die gleiche vermag der Form Funktion bleibt. als sie stets ein hypothetisches Moment in sich birgt. das wir zugrunde legen. die Herleitung des Einzelnen aus einem obersten Reihenprinzip. Das veränderte Material bedingt eine veränderte Weise der Verknüpfung. — Diese Funktion. was im Begriff der Erfahrung selbst gesetzt ist und daher zu den eigentlichen „Bedingungen ihrer Möglichkeit" gehört. kann selbst nicht anders. Regel" enthält in sich unmerklich ineinander über. der uns überall im Verhältnis von Gesetz und Tatsache entgegentritt. von dieser Annahme abzugehen. die sich auf diese Weise logisch sondern lassen. insofern eine bloß provisorische Setzung bleibt. so reine Begriff als solcher hiergegen freilich nichts auszurichten. nirgends in aller Strenge getrennt.. sondern greifen Die . ob. das dem früheren übergeordnet ist. sich zur Form des Gesetzes zu erheben. zu vollziehen. wobei indes die allgemeine dieser Verknüpfung. die Beobachtungen einheitlich zu verknüpfen und in bestimmtem — Sinne zu begrenzen. Denken wir uns die Bewegung der Planeten durch Zentralkräfte bestimmt. das sich uns nunmehr erschließt. nicht ihre jeweilige und wechselnde konkrete Ausprägung in besonderen Lehrsätzen. wie andererseits die begriffliche Vollendung. S. alsbald den gleichen gedanklichen Abschluß und suchen diesen Abschluß in einem neuen Gesetz. die im umgekehrten Quadrat der Entfernung wirken. ist es. tatsächlichen Fortgang der Wissenschaft sind indes die beiden Betrachtungsweisen. durch die Fähigkeit dieser Annahme. dargetan werden.

durch eine gegebene Folge von Beobachtungen ein Gesetz von bekannter begrifflicher Struktur gleichsam hindurchzuführen und bemessen die Wahrheit dieses Gesetzes . . Daß diese Arbeit indes niemals zu einem absoluten Abschluß gelangt. Wir versuchen. das zweite als das der „Deduktion" bezeichnen mag. Wenn man das erste Verfahren vorzugsweise als das der „Induktion". so ist doch deutlich. das dem Denken hierbei als Problem vorschwebt. die Mannigfaltigkeit der Glieder in einer letzten Identität zusammenzufassen.au gegeben. die er als bekannte ideelle Normen den Tatsachen gegenüberstellt. danach. durch die der Übergang von aj zu a„ von a. zu aj usf. bestimmt und einem festen Prinzip unterworfen wird. das Material dieser Reihe durch Interpolation und Extrapolation zu bereichern. Die Ergänzung der Reihe durch Einführung neuer Einzelglieder erfolgt bereits in der Richtung auf das einheitliche Gesetz der Ableitung. indem wir zwischen die gegebenen Glieder hypothetische Mittelglieder einschieben oder aber die Reihe über ihre anfänglichen Grenzen hinaus weiter verfolgen.irgendeine Reihe von Beobachtungen aj aj aj . Wir können einerseits versuchen. sie durch beliebig viele Linien von verschiedenartiger. seinerseits zu bezeichnen und auf ihre Ausfüllung durch künftige Versuche vorauszudeuten. so ist es doch stets möglich. ob es ihm gelingt. Die Auswahl und Sichtung des Materials steht unter der Leitung einer aktiven Urteilsnorm. die ihm durch die Forschung Tycho de Brahes geliefert sind. bis er schließlich zu der Ellipse als derjenigen Linie gelangt. die die größte Mannigfaltigkeit von Beobachtungen aus dem relativ einfachsten geometrischen Fortschrittsprinzip abzuleiten gestattet. nacheinander durch die verschiedensten geometrischen Kurven. Stellen. die die unmittelbare Wahrnehmung leer gelassen hat. In diesem Sinne verknüpft Kepler die Angaben über die Marsörter. daß beide einander wechselseitig bedingen und aufeinander hinarbeiten. geht schon aus der Natur der Aufgabe selbst hervor: denn so viele Punkte der Planetenbahn uns auch gegeben sein mögen. Daneben aber gilt es. komplizierter Gestalt zu ver344 . indem eine Regel angegeben wird. so bietet sie der Betrachtung alsbald eine doppelte Aufgabe dar.

Die logische Entwicklung der Naturwissenschaft geht demnach mehr und mehr dahin. daß.. daß bei derselben Lage.binden. erkennt.. so daß man ihnen höchstens den Wert veranschaulichender Bilder beimißt.In dem Maße als die Bedingungen einer Erscheinung erkannt werden. Empirismus" ohne Einschränkung zugestehen: denn die Annahme dieser Grund Verhältnisse ist dasjenige. Man erkennt die Beziehungen zwischen Bedingung und Be- begrenzten — — konstante Grundverhältnisse Mach. was ihm vom Begriff des . mag der Ausdruck als ein symbolischer festgehalten werden. Diese Gleichungen oder Beziehungen sind also das eigentlich Beständige. Objekts". Es ist also durchaus eine Beständigkeit der Verbindung der sinnlichen Elemente. wie wir regeln zurückzukommen ist: arithmetische Reihen beliebig hoher Ordnung allmählich auf den Grundtypus der Reihe mit konstanter Differenz der Glieder zurückführen. 345 . welche zwischen den sinnlichen Elementen statt haben. . Diese Rückführung des mannigfachen und rastlos wechselnden Wahrnehmungsstoffes auf letzte muß auch der radikalste .. Beleuchtung. gibt bei jeder Temperatur ein anderes Tastbild usw.Ein Körper". so notwendig komplexe Annahmen für die konkreten TatsachenDarstellung eines gebietes sich erweisen mögen. in der letzten Analyse des Naturgeschehens überhaupt auf bestimmte einfache Grundder Art vergleichbar. um die es sich hier handelt.. einzig und allein übrig bleibt. daß die ursprünglichen naiven Stoffvorstellungen als unnötig erkannt werden. Könnte man sämtliche sinnliche Elemente messen. bietet bei jeder Raumlage ein anderes optisches Bild. Nur die eine methodische Forderung bleibt hierbei bestehen. als das eigentlich Substanzielle in den Erscheinungen dagegen die quantitativen Beziehungen. die zwischen ihnen obwalten. Temperatur auch dieselben Bilder wiederkehren. tritt der Eindruck der Stofflichkeit zurück. so würde man sagen. der Körper besteht in der Erfüllung gewisser Gleichungen. also vom Begriff der Natur selbst. Auch wo man nicht messen kann. Alle diese sinnlichen Elemente hängen aber so miteinander zusammen. . so heißt es bei „sieht bei jeder Beleuchtung anders aus.

Die Prinzipien der Kritik der reinen Vernunft. Substanzielle. dessen Ermittelung ein stabiles Weltbild ermöglicht*. schon vom Standpunkt einer bloßen „Phänomenologie" der Bewußtseinstatsachen aus. Sie tritt erst in dem Maße hervor. auf den der Begriff des Objekts zurückgeführt ist. welche größere oder kleinere Gebiete beherrschen. S. Es ist. Aufl. Was wir auch nur so hatte insbesondere die Kritik an der Materie kennen sind lauter Verder reinen Vernunft unzweideutig gelehrt hältnisse. Der Gegensatz setzt erst dort ein.dingtem. etwas völlig anderes. wo dieser Begriff der Beharrlichkeit selbst... 346 . S. * * Mach. 341. hervorgehen zu lassen. ist von der Gewißheit der einzelnen Empfindung deutlich geschieden. 422 ff. ob verschiedene Inhalte des Bewußtseins lediglich tatsächlich aufeinander folgen oder ob der folgende . als das eigentlich Bleibende. oder stellt sie erst das Ergebnis einer intellektuellen Arbeit dar. die Gleichungen. das Sinnlich-Mannigfaltige zum Mathematisch-Mannigfaltigen umzugestalten. die ihnen under mittelbar anhaftet.aus" — — Eigenschaft dem vorhergehenden nach ein und demselben durchgehenden Wärmelehre. da diese vielmehr nur ein Konglomerat der verschiedenartigsten. d. die diesen Regeln zukommt. kraft deren wir das Gegebene im Sinne bestimmter logischer Forderungen allmählich umformen? Die Antwort hierauf kann nach den früheren Entwicklungen nicht zweifelhaft sein. es aus bestimmten Grundelementen nach Regeln. Leipzig 1896. 2. als es uns gelingt. aber es sind darunter selbständige und beharrliche. Die Beharrung liegt niemals in der sinnlichen Erfahrung als solcher bereits fertig vor. die wir unveränderlich festhalten. als dasjenige. dadurch uns ein bestimmter Gegenstand gegeben wird**." Bis hierher stimmt der moderne Empirismus mit der kritischen Auffassung vom Sinn und von der fortschreitenden Tendenz der Naturerkenntnis noch völlig überein. Die Art der Gewißheit. in seiner logischen Bedeutung und seinem logischen Ursprung Ist die Beständigkeit eine näher bestimmt werden soll. h. sinnlichen Eindrücke. auf einen einzigen Zeitpunkt beschränkten und niemals völlig gleichartig wiederkehrenden Eindrücke darstellt.

statt von der Durchzählung der Einzelglieder der Reihe. Auf Grund dieser Tatsache läßt sich erwarten. diese psychologische Erwartung einer logischen Notwendigkeit gleich zu achten. die konstante und Beziehung. Diese Form der Gewißheit aber wird sogleich gewonnen. daß die Differenzen der einzelnen Glieder durch die fortschreitende Reihe der ungeraden Zahlen 1.erkannt wird. so können wir hier zunächst rein empirisch durch Anstellung mannigfacher Proben den Umstand feststellen. sobald sie einmal erfaßt ist. die uns in dieser Hinsicht sicher stellt. Diese Formel gilt. ohne den Sinn und die Bedeutung des Beweises selbst anzutasten. . d. 3. die zwischen dem Fortschritt der Quadratzahlen und dem der ungeraden Zahlen besteht. Denken wir uns etwa die Reihe der Quadratzahlen gegeben. 5. h. sobald wir.ip n^ 2 n -\. . von dem ein für allemal identischen Bildungsgesetz. Keine noch so große Häufung von Beobachtungen an einzelnen Zahlen vermag uns jemals eine neue Form der Gewißheit zu erschließen. daß. wiederum eine Quadratzahl sich ergeben werde: aber nichts berechtigt uns. in der Tat in aller Schärfe kennzeichnen. Jetzt erst ist der Inbegriff der Quadratzahlen und der der un- — = notwendige geraden Zahlen in ein System aufgenommen. der besondere Wert also beliebig variieren kann. die das allgemeine Verhältnis. Die Formel (n -\. 7 darstellbar sind. um das es sich hier handelt. So viele Glieder vielmehr bereits erprobt worden und der Regel entsprechend gefunden worden sind. so bleibt es doch stets möglich und zulässig. L e i b n i z hat zur Verdeutlichung dieses Unterschiedes gelegentlich auf Beispiele der Zahlentheorie verwiesen. in welchem 347 . daß von einer bestimmten Stelle ab die bisherige konstante Art des Fortschritts unterbrochen wird. ausgehen. von ihrem „allgemeinen" Gliede. für jedes b e 1 i e b i g e n. logischen Prinzip . da in ihrer Ableitung und ihrem Beweis auf die Besonderheit irgendeines bestimmten Zahlwertes nirgends Rücksicht genommen ist. wenn wir von dem zuletzt geforderten Gliede der Reihe der Quadratzahlen ausgehen und dieses Glied um die entsprechende ungerade Zahl vermehren.1 zeigt mit einem Schlage und ohne daß es hierzu einer Mehrheit von Proben bedürfte.

all das leisten. der sich hier jedem echten physikalischen Grundgesetz aufweisen. so werden hier die zusammengehörigen Werte der Räume und Zeiten. und sind daher mittelbar derart miteinander verknüpft. Und diesem mathematischen Zusammenhang läßt die physikalische Theorie sodann einen objektiv-kausalen entsprechen: die Werte der Funktion gehören zugleich mit denen der unabhängig Veränderlichen einem gemeinsamen gleiche grundlegende ergibt. was die mathematische Funktionsregel uns nur immer zu geben vermag: und doch würde jede solche Anhäufung einzelner numerischer Daten gerade das charakteristische Moment vermissen lassen.den anderen erkannt wird. deren allgemeingültige Regeln feststehen. dennoch lediglich durch neben einander Der stehen blieben. zu jedem einzelnen Wert der Zeit der entsprechende Fallraum vermerkt wäre. daß die Setzung der einen die der anderen notwendig nach sich zieht. Eine Liste von Zahlenwerten. auf Denn hier welchem die Bedeutung des Gesetzes beruht. auf eine so große Strecke hin wir die wechselseitige Entsprechung auch verfolgen mochten. in der zu jedem einzelnen Wert des Drucks der entsprechende Wert des Volumens. würde rein materiell. durch welche rein algebraischen Operationen. selbst wenn das Ergebnis dieser Bestimmung Diese Weise der Bestimmung tritt richtig verzeichnet wäre. Auch hier stellen wir nicht den einzelnen Wert der einen Reihe dem einzelnen der anderen 348 . der Wert der abhängigen Variabein aus dem Wert des Arguments zu gewinnen und zu errechnen ist. von Bedingungen und Bedingtem an. Grundsystem von Ursachen und Wirkungen. Betrachten wir ein Gesetz. bliebe in Dunkel aus der andern gehüllt. Unterschied. aber läßt sich auch hei Bestimmung. wie das Galileische Fallgesetz oder das Mariottesche Gesetz. in der quantitativen Gleichung scharf hervor: denn diese zeigt. während zuvor der eine beide. was die bloße Tatsachenkenntnis angeht. sondern sie gelten als durcheinander bedingt. des Drucks und des Volumens nicht einfach nebeneinander registriert. Moment fortgefallen: die wäre gerade das entscheidende kraft deren die eine Größe Art der hervorgehend gedacht wird.

die indes ihrerseits nach dem strengen Verhältnis des mathematischen „Grundes" zur mathematischen . Wissens. Folge" fort- Beisammen schreiten. 349 . die wir von ihr empfangen. oben. 183 f. indem sie dasjenige. begreifen. sondern versuchen.. beschreiben". der Theorie der . Beschreibung" gegenüber. was die Erfahrung von Gliedern kennt. S. aber wir verstehen den Fortschritt von jeglichem Einzelschritt der Theorie zum nächstfolgenden in derselben Strenge und Genauigkeit. wie der mathematische Phänomenalismus es will. diesen Charakter ins Ontologische umzudeuten. der aus einer bestimmten Ursache eine bestimmte Wirkung hervortreibt. nur als ein komplexes als eine Resultante einfacherer Abhängigkeitsreihen darstellt. heißt zugleich ihn in jedem wissenschaftlich nur irgend zulässigen Sinne . erklären": denn die Gleichung selbst ist das Muster einer rein begrifflichen Einsicht. begreifen nunmehr zwar nicht den Zwang in den Dingen. wenigstens hypothetisch.. wohl aber ist es ein neuer Wir zu dem wir uns damit erhoben haben. Eine Gruppe von Phänomenen beschreiben heißt alsdann nicht lediglich rezeptiv die sinnlichen Eindrücke verzeichnen.) Einen Naturvorgang. Der Begriff der „Beschreibung" ist daher nur dann berechtigt und zulässig. wenn man einen aktiven Sinn in ihn hineinlegt... in der wir die Umformung Typus irgendeiner Größenbeziehung in eine andere. so haben wir damit freilich unsere Kenntnis von den absoluten und transzendenten Ursachen des Geschehens des nicht vermehrt. Auch hier gilt es. Diese Anwendung der Begriffe des Grundes und der Folge hält sich offenbar von allen metaphysischen Nebengedanken frei. in quantitativen Gleichungen . Die methodisch geleitete Induktion strebt diesem Ziele zu. beide Reihen in ihrem Bildungsgesetz und somit in der Totalität ihrer möglichen Bestimmungen zu erfassen und miteinander zu vergleichen. Haben wir einen gegebenen Inbegriff von Beobachtungen durch „Superposition" mehrerer Grundreihen mathematisch dargestellt. ohne (Vgl. die ihr logisch äquivalent ist.einfach gegenüber. den reinen logischen Charakter der Beziehung von Grund und Folge aufrecht zu erhalten.

2. Dieses Ziel ist nur dann erreichbar. cf. in welchem all . verleugnet sich denn auch in den Theorien des Empirismus nicht: unter wie verschiedenen Namen es sich Die . deren nicht in * Mach. Analyse der Empfindungen. gewisse gleichbleibende Relationen der Verknüpfung festzuhalten. sondern er bezeichnet das Ziel. Vor allem ist es das Prinzip der Einretisch — — des Geschehens. so wie sie uns im ersten unmittelbaren Erleben gegeben sind. Der Gedanke der Eindeutigkeit und der „Stabilität** des Seins liegt offenbar deutigkeit diese dem Inhalt der Wahrnehmungen selbst. „daß in der Natur nur das und so viel geschieht. Wirklichkeit" setzt eben den Begriff dieser stellungen an die Wirklichkeit selbst und damit ein Ganzes intellektueller Forderungen voraus. der auf diese Weise entsteht. S. Anpassung der Vorhier auch immer verbergen mag. überzeugt. dem die wissenschaftliche Denkarbeit diesen Inhalt mehr und mehr anzunähern strebt. deren jede von der anderen verschieden ist und deren jede in ihrer Bedeutung und Wahrheit zunächst nur auf einen einzigen Zeitmoment beschränkt ist. und daß dies nur auf eine Weise geschehen kann. gegeben ist. das hiermit Elemente erscheinen. so wird man damit implizit auf alle jene Grundgedanken zurückgeführt. als geschehen kann.** Alles physische Geschehen wird demnach durch die augenblicklich wirksamen Umstände vollständig bestimmt und daher nur in einer Analysiert man indes die Weise vor sich gehen können*.** so heißt es bei Mach selbst..Ich bin Forderungen sich zuletzt zusammenfassen. die hier und jetzt gegebenen Elemente als konstruktiv abgeleitete Das logische Moment. Gründe eben dieser Überzeugung. Prinzipien der Wärmelehre.sondern es heißt sie gedanklich umprägen. wenn es gelingt.. 392 f. daß in dem Inbegriff. . S. 222 ff. Aufl. die die sensualistische Grundlegung explizit verleugnet. Unter den theobekannten und entwickelten Formen des mathealso etwa unter den Gestalten matischen Zusammenhangs soll eine derartige Auswahl getroffen der reinen Geometrie und eine derartige Zusammensetzung gefunden werden. in dem Wechsel der Empfindungen.. 350 .

einzusehen. daß dieser Gedanke ein vollkommen selbständiges Moment der Erkenntnis ist. als das geschieht. auf ein und dasselbe Motiv des Denkens 351 . wurde bereits von Anfang an zugestanden und hervorgehoben. als sie selbst sich zu und sich in dem ganzen Reichtum III. Funktionsverhältnisse zwischen den Elementen der Erfahrung. auf denen das Verfahren der Induktion beruht: die Gewinnung einzelner . In dem Maße. ohne die Behauptung dieser Konstanz in einem zugehörigen Mittel des rechtfertigen zu können. zum Bewußtsein bringen können. Man spricht von einer Beständigkeit unserer Umgebung. Die fortschreitende Analyse führt zu einer immer genaueren Bestätigung dieses Grundunterschiedes: die logische Eigenart der reinen Relationsbegriffe tritt in dem Maße schärfer einem festen System ordnen ihrer Verzweigungen und ihrer wechselseitigen Abhängigkeiten darstellen. Tatsachen'* und die Verknüpfung dieser Tatsachen zu Gesetzen gehen. Daß der Gedanke des konstanten Gesetzes für die Definition des Naturobjekts selbst unentbehrlich ist. die jedenfalls auf die materialen Gegensätze der Empfindung selbst. das Süße und Bittere usf. Die beiden Grundmomente. im letzten Grunde mathematisch formulierbarer.Regeln wir uns. als das Bestehen fester. das jeder Reduktion auf angeblich „einfache" Sinneseindrücke widerstrebt. entsteht und festigt sich der wissenschaftliche Begriff der Natur. die Konstanz des Seins festzuhalten. es bleibt nur übrig. Die biologische Begründung der Erkenntnistheorie dagegen sucht in dem Gedanken. daß mit dieser Beständigkeit der Umgebung zuletzt nichts anderes gemeint und gesagt ist. hervor.. unabhängig von der Veränderlichkeit des jeweiligen Materials. wie sich gezeigt hat. in keiner Weise mehr zurückführbar ist. daß alles Erkennen eine fortschreitende Anpassung an das Sein darstellt. aus der sich eine Wissens entsprechende Beständigkeit der Gedanken entwickeln soll: aber man übersieht. Damit aber ist aller Streit im Grunde geschlichtet. auf das Helle und Dunkle. Neben dem Inhalt dieser Elemente ist also jetzt eine Form ihrer Verknüpfung anerkannt.

aus dem Flusse der Erfahrung Bestandteile herauszuheben. wissenschaftliche Denken ist beherrscht und durchdrungen von der Forderung unveränderlicher Elemente. das hier überall wirksam ist. während auf der anderen Seite das empirisch Gegebene stets aufs neue dieses Verlangen vereitelt. die hier gestellt ist. zeitlich lassen. sondern Konstanten Konstanten Ordnung. 352 . daß wir in dem an und für sich veränderlichen Geschehen gewisse gleichbleibende Bedingungszusammenhänge zu ergreifen und festzuhalten vermögen. gleichsam höherer die sich über dem bloß faktischen Bestand der Einzeltatsachen. Auch diese „Konstanten zweiter Stufe" lösen sich im ferneren Prozeß der Erkenntnis wiederum in Variable auf. in welchem die feste Grundgestalt des Seins und Geschehens. die zunächst die abschließende . alsbald wiederum nur als das Material einer weitergehenden Betrachtung. W^as wir Wissenschaft nennen.Superposition" einfacher Grundbeziehungen führt sodann die Aufgabe.. auch in diesem Ergebnis nur scheinbar zur Vollendung.. die sich als der theoretischen Konstruktion brauchen Schon die Feststellung irgendeines einzelnen. sobald dieser Kreis selbst sich ausdehnt. unter einem anderen gedanklichen Gesichtspunkt angesehen.) Die wissenschaftliche Erklärung irgendwelcher verwickelter Erscheinungsgruppen durch die . der in bestimmten Größenwerten fixiert ist. um es wieder zu verlieren. In beiden Fällen ist die Aufgabe gestellt. So stehen wir hier vor einem unaufhaltsamen Fortgang. wiederum zu zerrinnen scheint. in den letzten empirischen . um einen Schritt weiter. Wir ergreifen das beharrliche Sein nur. Dennoch gelangt das allgemeine Verfahren. Isolation" und . zugleich in ihrem Gehalt zu wechseln. erheben. Wir entdecken nunmehr..zurück. Die „Grundgesetze" der Naturwissenschaft. begrenzten Ereignisses wies diesen Grundzug auf: schon sie verlangte. dienen.. Sie gelten nur relativ zu einem bestimmten Erfahrungskreis und müssen somit gewärtig sein. 321 ff. (S. die wir soeben gewonnen Alles zu haben glaubten. erscheint unter diesem Gesichtspunkt nicht als die Annäherung an irgendeine „stehende und bleibende" Wirklichkeit. Naturgesetzen".Form" alles empirischen Geschehens in sich darzustellen scheinen.

so müssen sie sich doch in jenen Bestimmungen begegnen. Substanzbegriff 23 353 . in einem bestimmten Verhältnis des Früher und Später: und dieser eine Zug genügt. selbst alsbald vor einem anderen zu verschwinden und um zunichte zu werden. in der jeweilig ein neues Bild alle früheren verdrängt. sondern es erhalten sich gewisse Grundbestimmungen. so bildet dieses Ganze niemals ein bloßes Aggregat von Wahrnehmungsdaten. beruht. denen hier die Einzelphasen der Wissenschaft verglichen werden. um ihnen. Daß ohne derartige läßt. Selbst die Bilder im individuellen Vorstellungsleben. ist sodann diese Forderung aufs reinste und vollständigste erfüllt. Sie alle stehen zum mindesten in geordneter zeitlicher Verknüpfung. ohne welche sie sich nicht als Inhalte ein und desselben Bewußtseins auffassen ließen. Cassirer. besitzen untereinander.nur wie eine stets sich erneuernde Illusion. eine Phantasma- gorie. in helles Licht. so bunt und vielfältig sie aufeinander folgen mögen. die der radikalen Skepsis gesetzt ist. Gerade dieser Vergleich aber weist zugleich auf eine notwendige Schranke hin. In den aufeinanderfolgenden Phasen der Wissen- — Reihenform. stellt zugleich die dauernden Strukturelemente. einen gemeinsamen Grundcharakter aufzuprägen. auf denen die Gleichartigkeit und Gleichförmigkeit der Reihe beruht. Selbst in der losesten und lockersten Succession von Gliedern wird das vorangegangene Glied durch den Eintritt des folgenden nicht schlechthin vernichtet. da sie sich nur unter Vor- schaft aussetzung eben dieser Elemente feststellen und beschreiben Denken wir uns das Ganze der Erfahrung. sondern ist nach bestimmten theoretischen Gesichtspunkten in sich selbst gegliedert und zur Einheit gestaltet. So sehr die einzelnen Elemente ihrem materialen Bestände nach voneinander abweichen mögen. gegeben. auf welchen die an der sie sämtlich teil haben. so wie es sich auf irgendeiner bestimmten Stufe der Erkenntnis darstellt. doch stets eine bestimmte innere Form des Zusammenhangs. die wir diesem System zusprechen müssen. Jede Veränderung. die sich im System der wissenschaftlichen Begriffe vollzieht. durch alle Vielfältigkeit der individuellen Gestaltung hindurch.

die umgeformt und verspeziellen Beziehungen 'f'i. . sondern einem Maßbestimmung m • • . das symbolisch etwa durch einen Ausdruck F [<l>i {% %).. zu ersetzen wäre. die auf Grund dieser allgemeinsten theoretischen Formel zu erwarten und zu errechnen sind. die ein bestimmtes Verhältnis der Über. ip2 diese Gesetze sodann •) zusammengefaßt.. die jedem Einzelfaktor hinsichtlich des anderen Die Grundseine bestimmte und eindeutige Stelle zuweist.Gesichtspunkte keine einzige Aussage über Tatsächliches. in einer anderen Betrachtungsweise sich möglicherweise als ein sehr komplexer Zusammenhang erweist. hat sich bereits allseitig gezeigt. bestimmten Prinzip des methodischen Fort- gangs Die Umgestaltung erfolgt gleichsam werden zunächst. ipz) verknüpft. D . (Vgl. die aber nicht wahllos jedes beliebige Element aus ihr herausgreifen kann. (^^3 W^). bes. 186 ff... irgendeine Form F (A. form F zerlegt sich für den Gedanken in ein Gefüge voneinander abhängiger Bestimmungen. so daß also das Glied A durch f(ai. B.. C.] zu beFindet es sich nun. die uns die charakteristische Beziehung wiedergibt. insbesondere keine einzige konkrete möglich wäre.von innen nach außen": es . bn) usf. so bedarf diese Formel einer Berichtigung. Wir erhalten. Fassen wir also den Inbegriff der ErfahrungsS. .) erkenntnis in einem beliebigen Zeitpunkt ins Auge. unter Festhaltung der umfassenderen Relationen F. .. daß dasjenige. O^ usf. a^. daß irgendeine völlig zeichnen wäre. wobei indessen daran festzuhalten ist. aj. . das Glied B durch So entsteht ein komqp (bi b. Og . bis wir schließlich zu einer allgemeinsten Beziehung gelangen. .). kraft deren wir die Einzelglieder in ihrer wechselseitigen Abhängigkeit geordnet denken. allgemein gesprochen. a^).. an). sicher gestellte Beobachtung mit den Bestimmungen. so können wir ihn in der Form einer Funktion darstellen. nicht übereinstimmt. 354 . .und Unterordnung gegeneinander bewahren. ^^ untersteht. was in diesem Ausdruck zunächst als E 1 e e n t erscheint. plexes Ganze ineinandergreifender Synthesen. Oi. {ßv ßi* ßi* wiederum untereinander in einer neuen Relation <P (i/Zi.. 0. Zwei Erscheinungsgebiete A und B werden zunächst je in einem besonderen Gesetz ip^ (a^.

durch welche wir die Einheit der Erfahrung stiften. dem beide unterstehen. Regeln" ihrer Ver- bindung auf die übergreift.. die also ein abgeleitetes Moment betrifft.. aber sie ergibt sich auch dann. als notwendig abgeleitet wird. wenn die notwendige Revision von den „Tatsachen" und den rein empirischen . daß die eine Grundgestalt absolut verschwindet. um derentwillen sie überhaupt unternommen wird und die ihr das eigentliche Ziel weist. Die neue Form soll die auf Fragen enthalten. indem das abweichende Ergebnis nunmehr aus ihnen selbst. Die Erhaltung einer allgemeinen . Die Einschiebung von Mittelgliedern. schlechthin unveränderliche Dogmen gelten.Form" der Gesamterfahrung ist also hier ohne weiteres deutlich. Die Veränderung muß einen bestimmten Bestand von Prinzipien unangetastet lassen.. wie sie an die Spitze seiner Mechanik stellt. so sieht sich die Kritik nunmehr zu den Voraussetzungen selbst und zu der Forderung ihrer Umgestaltung zurückgewiesen. den Einklang zwischen Theorie und Erfahrung wiederherzustellen vermag: hat dieser Weg sich aber endgültig als ungangbar gezeigt. solange noch irgendeine weniger eingreifende Variation. Prinzipien und Grundsätze selbst Auch diese Grundsätze. der Ansatz neuer Experimente erfolgt in der gedanklichen Tendenz. denn lediglich die Sicherung dieses Bestandes ist es. während eine andere an ihrer Stelle absolut neu entsteht. die innerhalb der älteren entworfen und formuliert worden sind: schon dieser eine Zug aber setzt zwischen beiden einen logischen Zusammenhang und weist auf ein gemeinsames Forum der Beurteilung hin. sondern als die jeweilig einfachsten gedanklichen . auf diese Weise die lückenlose Übereinstimmung zwischen Theorie und Beobachtung wiederum herzustellen. die umfassenderen Gesetze zu wahren und zu „retten". unter Einfügung eines neuen bestimmenden Einzelfaktors. Jetzt ist es somit die „Funktionsform" selbst.sucht. Wir gehen von dem Inhalt dieser Hypothesen nicht ab. Da wir etwa Newton dürfen uns nicht als Antwort 23* 355 . Hypothesen". die in eine andere übergeht: aber dieser Übergang selbst bedeutet niemals.

so werden hier diejenigen universellen Formelemente zu ermitteln gesucht. der Größe und der funkUnd tionalen Abhängigkeit von Größen usf. so gilt das Gleiche auch hier. Vgl. auf welche die Charakteristik des induktiven Verfahrens selbst immer deutlicher hindrängt. die hierbei geübt wird. festgestellt. auch die Methode. daß der Sinn bestimmter Erfahrungsfunktionen von einem Wechsel in dem materialen Inhalt. Auge zu 356 . um die Unabhängigkeit einer begrifflichen stellen. so bedürfen wir für diese fortschreitende Vergleichung ein letztes konstantes in obersten Grundsätzen. wie es uns in der Mathematik entgegentrat. Wir stellen fest. die sich in allem Wechsel der besonderen materialen Erfahrungsinhalte erhalten. nicht Beziehung von bestimmten Änderungen festzudarauf angewiesen waren. alle diese Änderungen wirklich zu vollziehen und tatsächlich zu durchlaufen. die für alle Erfahrung überhaupt gelten.niemals den Inbegriff der Hypothesen an sich mit den nackten Tatsachen an sich vergleichen. In diesem Sinne will die kritische Erfahrungslehre in der Tat gleichsam die all- Maß gemeine Invariantentheorie derErfahrung bilden und damit eine Forderung erfüllen. was dadurch gemessen wird. gegenüberstellen können. was der Gedanke fordert. wie es vielmehr genügte. in welchem sie sich ausein für allemal ins fassen. Wie wir dort. werden die „Kategorien" des Raumes und der Zeit. umfassenderen und radikaleren. ist es. weist das gleiche „rationale" Gepräge auf. Als solche Formelemente. S. die bei bestimmten Transformationen ungeändert bleiben. oben. sondern stets nur e i n hypothetisches System von Grundsätzen einem anderen. Die Identität dieses logischen Maßsystems bei allem Wechsel dessen. 317 f. lediglich die Richtung um die der Änderung Entscheidung zu treffen*. die somit in keinem Erfahrungsurteil und in keinem System solcher Urteile fehlen können. Das Verfahren der „Transzendentalphilosophie" kann an diesem Punkte dem der Geometrie unmittelbar gegenübergestellt werden: wie der Geometer an einer bestimmten Figur die Beziehungen heraushebt und untersucht.

sondern weil und sofern sie in jedem gültigen Urteil über Tatsachen als notwendige Prä- misse so finden wir Zergliedern wir ein derartiges Urteil. was es unmittelbar an sinnlichen Beobachtungsdaten enthält und was von Fall zu Fall verschieden ist. h. nicht als einem Sinne ob sie in irgend vor der Erfahrung läge. Das Ziel der kritischen Analyse wäre erreicht. Kausalgesetz ausspricht. bereits alle diejenigen Momente in sich. wenn es gelänge. weil sie die Bedingungen jedweder Theorie sind. die Geltung räumlich-zeitlichen Abhängigkeit der Elemente des die sich im allgemeinen Geschehens überhaupt. Dieses Grundverhältnis ist in der Tat von keinem noch so entschlossenen „Empirismus" jemals im Ernst geleugnet worden. so enthält dieser gewiß unbestrittene und unbestreitbare Satz in dem Begriff der „Umgebung". Es ist darin vorausgesetzt. von jeder Änderung in den besonderen Kausalsätzen unberührt bleibt. prinzipiell nicht betroffen wird: wie z. diejenigen Momente begrifflich zu fixieren. die hier in Frage kommen. einen gleichbleibenden Bestand: gleichsam ein System von „Argumenten". neben dem. den er voraussetzt. Apriorisch können nur jene letzten logischen Invarianten : Forderung — heißen. Wenn etwa die evolutionistische Erfahrungslehre Gewicht darauf legt. ß. d.einer prägen. objekist. daß es eine feste. enthalten 357 . Dieses Ziel mag auf keiner gegebenen Stufe des Wissens vollständig erreicht sein als bleibt es nichtsdestoweniger bestehen und bestimmt in der stetigen Entfaltung und Entwicklung der Erfahrungssysteme selbst eine feste Richtung. daß die Zeitempfindung und Zeitvorstellung sich „in der Anpassung an die zeitliche und räumliche Umgebung" entwickelt. Eine Erkenntnis heißt a priori. auf diese Weise das letzte Gemeinsame aller möglichen Formen der wissenschaftlichen Erfahrung herauszustellen. die jeder Bestimmung naturgesetzlicher Zusammen- hänge überhaupt zugrunde liegen. zu denen die betreffende Aussage einen zugehörigen Funktionswert darstellt. die sich im Fortschritt von Theorie zu Theorie erhalten. Der streng begrenzte sachliche Sinn des „a priori" tritt in dieser Betrachtungsweise deutlich hervor.

Nicht vom Dasein psychischer Inhalte.tive Zeitordnung „gibt" beliebig und daß die Ereignisse in ihr nicht und nach Willkür einander folgen. um so deutlicher zeigt es sich auf der anderen Seite. sondern von der Geltung bestimmter Relationen und von ihrer Über. und welche Richtung seiner Lösung wird dem daß er eine ungelöste Frage Sonderung beider Momente — — Denken damit gewiesen? 358 . Gibt es so muß jetzt gefragt innerhalb der Erkenntnis selbst einen Weg. nicht die Farbe ist ein „Apriori" im Sinne der kritischen Erkenntnislehre. So notwendig die so unabweislich ist es andererseits. ist. auf welche der Begriff des Apriori in seiner reinen logischen Bedeutung allein anwendbar ist. die das Problem selbst hierdurch gewinnt. sofern die Erkenntnis sich zum einheitlichen System vollenden soll. nicht die Existenz irgendwelcher Vorstellungen in uns. wenn der Gedanke der Evolution irgendwelches Recht. Die Wahrheit dieser Grundannahmen muß feststehen. wiederum der Gegensatz zwischen Wahrheit und Wirklichkeit in sich birgt. ist es. Der Raum. bildet. eine Vermittlung zwischen ihnen anzunehmen. der uns werden von den reinen logischen und mathematischen Bedingungszusammenhängen bis zum Problem der Wirklichkeit hinführt? Und wenn ein solcher Weg gezeigt werden kann: welche neue Bedeutung ist es. sondern nach einer bestimmten Regel „auseinander" hervorgehen. ja irgendwelchen Sinn behalten soll: und diese Wahrheit eines Urteilszusammenhangs.und Unterordnung ist in ihm einzig die Rede. weil nur er eine Invariante für jegliche Je schärfer indessen hier physikalischeKonstruktion hervortritt.

Gegensätzliches umdeutet. die vom echten Begriff gefordert werden. wenn zum Wesen der Wirklichkeit das Moment der und der Denkens Veränderung gehört. oben. 313f. die sich bereits in der ursprünglichen Formung der Grundgedanken Identität Bewegung Unwandel- 359 . voneinander abtrennt und somit das Logisch-Korrelative in ein Dinglich. S. Der Begriff der Wirklichkeit. so ist dem Subjekt die Forderung der Einheit wesentlich. so treten sie alsbald auch in zwei getrennte räumliche Sphären. Sind einmal die „Dinge" und der „Geist" begrifflich geschieden.) An keiner Stelle tritt dieser Zug so deutlich hervor und an keiner Stelle ist er so bedeutsam und folgenreich. Das charakteristische Verfahren der Metaphysik besteht lungen — nicht darin. daß sie das Gebiet der Erkenntnis überhaupt überschreitet denn außerhalb dieses Gebiets gäbe es für sie nicht einmal mehr Stoff zu möglichen Fragestelsondern daß sie.Sechstes Kapitel. des Subjekts und Objekts der Erkenntnis. in eine Innen. so sind es dagegen und bar k e i t .und Außenwelt auseinander. wie in der alten Grundfrage nach dem Verhältnis des und Seins. die nur in bezug aufein- — ander bestimmt sind. (Vgl. Dieser eine Gegensatz birgt bereits alle anderen in sich und läßt sich fortschreitend in sie entfalten. I. zwischen denen es keine verständliche kausale Vermittlung gibt. im Gebiet der Erkenntnis selbst. Keine dialektische Lösung vermag diese Trennungen. Und immer schärfer prägt sich nunmehr der Widerstreit aus: wenn die Objekte nur als Vielheit Bestand haben. zusammengehörige Gesichtspunkte.

Somit lautet die Frage nicht länger. äußeren" Dinge beziehen. welche Trennung im Absoluten den Gegensätzen des .. ist zugleich zu fordern. Über die Richtung dieses Fortschritts muß sich also Klarheit gewinnen lassen.vollzogen haben. sondern lediglich. Selbst die Zeitgrenze der einzelnen Erfahrungen verschwimmt: das Vergangene ist. Der stetige Gang der Wissenschaft wird durch die wechselnden Schicksale der Metaphysik nicht von seinem Ziele abgelenkt. um deren Trennung und Wiedervereinigung sich alle Geschichte der Philosophie gemüht hat.. das . lediglich gedankliche Phantome oder bleibt für sie im Aufbau der Erkenntnis eine feste Bedeutung und Leistung zurück? Befragt man die unmittelbare Erfahrung.. Gegenstands" zugrunde liegt. Sind diese Begriffe.ist" damit und ist genau in der Form. Und dennoch bildet zum mindesten das des eine ursprüngliche Einheit. ohne den Dualismus der metaphysischen Grundbegriffe bereits vorauszusetzen. besteht noch keinerlei feste Scheidewand. daß ihr der Gegensatz des „Subjektiven" und „Objektiven" noch völlig fremd ist.. aus welchen Gesichtspunkten und welcher selbst zu diesen Notwendigkeit heraus das Scheidungen gelangt. Zwischen den Erfahrungen insbesondere. jemals wieder völlig aufzuheben: die Geschichte der Metaphysik wechselt zwischen den gegensätzlichen Tendenzen ab. die sich all jenen Gegensätzen zum Trotz als solche erhält und behauptet. ohne daß es ihr gelingt. so zeigt es sich. daß er sich rein aus ihr und ihren eigentümlichen Prinzipien verständlich machen lasse. Was hier und jetzt vom Bewußtsein aufgefaßt wird. sofern es in die Erinnerung aufgenommen — System Erfahrungswissens anwendbar Wissen 360 . die noch von keinem Moment der Reflexion durchsetzt ist. Außen". der „Vorstellung" und des . die sich auf die . die eine aus der anderen abzuleiten und auf sie zurückzuführen. die sich auf den eigenen Körper des Individuums und denen. Sofern dieser Dualismus auf die Erfahrung sein soll. in der es sich der direkten Erfahrung darbietet.. die alle Inhalte gleichmäßig und unterschiedslos in sich befaßt. Innen" und . Für sie gibt es nur eine Stufe des „Daseins" schlechthin.

Indem die Wissenschaft das Gegebene aus bestimmten Prinzipien zu gestalten und abzuleiten unternimmt. liegt bereits in den ersten Ansätzen der wissenschaftlichen Weltbetrachtung verborgen. Die die jetzt beginnt und die sich im weiteren Fortgang immer schärfer ausprägt. als es das Gegenwärtige ist. der dazu berufen ist.ebenso vorhanden und damit ebenso „wirklich". sind nur jene „typischen" Erfahrungen.und Unterordnung an seine Stelle treten lassen. die sinnlichen Daten nicht einfach hinzunehmen. der sich gegen die allgemeine Gültigkeit irgendeiner Wahrnehmung richtet. jene fraglose und unzweifelhafte Gegebenheit. indem er ihren wesentlichen begriffliche n Gehalt in sich auf- metaphysische nimmt. Jeder kritische Zweifel aber. dieser Stufe den Gegensatz des Subjektiven und Objektiven überhaupt gebrauchen was nur im übertragenen und unso müßte man ihr das eigentlichen Sinne geschehen kann Merkmal durchgängiger Objektivität zusprechen: denn in ihr ist. die irgendeinen Vorrang des einen vor den Will man zur Charakteristik andern begründen könnten. Werte obachtung wird mehr und mehr in den Hintergrund gedrängt: was zurückbehalten werden soll. die wir mit dem Gedanken des „Dinges" zu verknüpfen pflegen. Aber freilich hebt schon der erste Anfang der logischen Reflexion diesen Eindruck der vollkommenen Einheit und Geschlossenheit auf. Die Grundtendenz dieser Betrachtung geht dahin. muß sie eben damit das anfängliche Verhältnis der Koordination aller Erfahrungsdaten aufheben und ein Verhältnis der Über. — — besitzen die Inhalte noch jene Passivität. die in immer gleichbleibender Weise und unter Bedingungen. 361 . Die einmalige flüchtige Be- Ent- zweiung. die sich allgemein formulieren und feststellen lassen. wiederkehren. an dieser Stelle die Scheidung von Subjekt und Objekt abzulösen. sondern sie in ihrem zu unterscheiden. trägt im Keime zugleich die Spaltung des Seins in eine „subjektive" und „objektive" Sphäre in sich. Die Analyse des Erfahrungsbegriffs hat bereits zu demjenigen Gegensatz hingeführt. Die mannigfachen Inhalte ordnen sich gleichsam in einer Ebene: noch gibt es keine bestimmten Gesichtspunkte.

dem Kreise der Subjektivität zugerechnet wird. zusammentreten. finden Zusammenhänge. was also nur eine Bestimmung des individuellen. einmaligen Hier und Jetzt ausdrückt. so wenig gibt es absolut veränderliche Elemente. die nur jeweilig unter besonderen Umständen. daß er lediglich relative So wenig es. während andere wiederum zerfließen und sich verflüchtigen. wobei indes stets die Möglichkeit bestehen bleibt. die durch den besonderen Ort und den bestimmten Zeitpunkt der Beob- Das liegt. während dasjenige.Ziel. Ein Inhalt kann als veränderlich nur erkannt werden mit Bezug auf einen anderen. Objektiv heißen uns zuletzt diejenigen Elemente der Erfahrung. absolut konstante Elemente der Erfahrung gibt. Die ersteren sind es. Stand unserer Erkenntnis. in der Gewinnung letzter Invarianten. Subjektiven" bezeichnen. die die notwendigen und konstitutiven Faktoren jedes Erfahrungsurteils bilden. Aus dieser Ableitung des Grundunterschiedes aber ergibt behaupten. die wir im prägnanten Sinne „objektiv" nennen. der ihm gegenübertritt und der für sich zunächst dauernden Bestand in Anspruch nimmt. was diesem Wechsel selbst angehört. erscheinen indessen die mannigfachen empirischen Aussagen alsbald von sehr verschiedenem Werte. ein für allemal zukommen. Unter diesem Gesichtspunkt betrachtet. und daß er somit nicht mehr als der wahrhafte und vollständige sich sogleich. die für irgendeinen Gesamtbereich von Gegenständen schlechthin gültig sind und ihm. die sich in jeder ferneren experimentellen Prüfung und durch alle scheinbaren Gegeninstanzen hindurch die somit im Flusse der Erfahrung beharren. also etwa unter bestimmten physiologischen Bedingungen. auf denen ihr unwandelbarer Bestand beruht. unabhängig von den Differenzen. Neben lockeren assoziativen Verbänden von Wahrnehmungen. die sich also in allem Wechsel des Hier und Jetzt erhalten. für einen jeweilig erreichten 362 . dem alle empirische Erkenntnis zustrebt.. Bedeutung besitzt. daß auch dieser zweite Inhalt in einem dritten seine Korrektur findet. wie sich zeigte. Wir achtung gegeben sind. während wir die letzteren mit dem Ausdruck des . finden sich feste Verknüpfungen.

Die „Dinge" werden dadurch nicht zu bloßen „Vorstellungen" herabgedrückt. weil er dieses Grundverhältnis verdunkelt. sondern gleichsam dynamischer Natur: er bezeichnet die verschiedene Kraft. während der materiale Inhalt der beiden Gebiete Der räumliche Ausdruck in steteni Fluß begriffen ist. ist nicht räumlicher. der das Grundmerkmal aller Objektivität ausmacht. sondern des Seins gilt. die sich im Fortgang der Erkenntnis selbst Die gegenwärtige Phase erscheint der beständig verschiebt. sondern ein Urteil. weil er an die Stelle einer lebendigen Wechselbeziehung. das zuvor unbedingt zu gelten schien. ohne in ihrem Inhalt dadurch geändert zu werden. da sie die Probe nicht bestanden.als bloßer Teilausdruck Hier handelt es sich also nicht um eine starre Scheidewand. Der Gegensatz. wenn man an das bekannteste Beispiel für diesen Übergang 363 . wie sie sich der späteren gegenüber als „subjektiv" erweist. die zwei voneinander ewig getrennte Gebiete der Wirklichkeit auseinanderhält. die sich zugleich mit der fortschreitenden Erkenntnis selbst vollzieht und konstituiert. mit welcher Erfahrungsurteile der steten Nachprüfung durch Theorie und Beobachtung standhalten. diesen Charakter. die die Entgegensetzung zu erfüllen hat. bleibt bestehen. eingeschränkt. die Zerlegung des Seins in eine Innenund Außenwelt ist daher schon darum unzureichend und irreführend. sondern lediglich um eine solche. sondern um eine bewegliche Grenze. bei diesem Übergang ins Subjektive nicht um eine Veränderung. Man kann sich dieses Verhältnis alsbald verdeutlichen. eine fertige und absolut abgeschlossene Sonderung der Dinge setzt. verlieren. wie jetzt immer klarer hervortritt. die die kritische Bewertung von Erkenntnissen erfährt. Aber es handelt sich. um den es sich handelt. die die Substanz der Dinge. nur die Funktion. der Grenzscheidung. wird nunmehr auf einen bestimmten Kreis von Bedingungen Ausdruck der Objektivität. vergangenen gegenüber ebenso sehr als „objektiv". die uns anfangs als „feststehend" galten und die jetzt. In diesem sich stetig erneuernden Prozeß scheiden immer mehr Gruppen aus. Nur dieser wechselseitige Akt der Berichtigung selbst.

wohlbegründet" ist. die Gerüche und Geschmäcke einen eigentümlichen Erkenntnischarakter erhalten. daß ihnen jeder Anteil am Sein überhaupt abgesprochen wird: vielmehr wird ihnen. das in den Gesetzen der Lichtbrechung . der Bewegung. der gehörte volle Geltung bewahren. an die Entdeckung der „Subjektivität der sinnlichen Qualitäten" denkt. wenn wir eine Bestimmung. die die mathematische Physik entwirft. Abgrenzung nicht. nicht aber aus der Natur als solcher heraus: denn eben jenes Verhältnis physikalischer und physiologischer Bedingungen. Wirkliches": nur besteht diese Wirklichkeit nicht für sich und isoliert.. Schon bei Demokrit. und des zugehörigen Organs der sinnlichen Empfindung. sie trennen sich von den rein mathematischen Ideen des Raumes.der Objektivität in die Subjektivität. denen fortan allein physikalische Trotzdem bedeutet diese „Wahrheit" zugesprochen wird. Das gleiche gilt. zwar aus der Welt der „reinen Formen". so ist auch dies kein wesenloser Schein. sondern ein Phänomen. Der Irrtum beginnt erst. engeres Gebiet abgesteckt. bedeutet sie im Grunde nichts anderes. die früher nur ein als Zeugen der Wirklichkeit schlechthin galten. Sie gehen von der ^rtjaltj ^via^ri in die öxot/t. der diese Entdeckung zuerst vollzieht. Wasser gebrochen erblicken. wenn man über den Kreis der sekundären Qualitäten hinaus. das unter bestimmten Einschränkungen als gültig befunden 364 .. auf welchem sie beruhen. bis zu den Illusionen und SinnesWenn wir den geraden Stab im täuschungen zurückgeht. kraft dessen sie aus der wissenschaftlichen Konstruktion der Wirklichkeit ausscheiden. macht selbst einen Teil der „Natur" aus. sondern resultiert von dem Zusammenwirken des physikalischen Reizes. der Gestalt. das somit einen be- stimmten komplexen Zusammenhang von Erfahrungsmomenten zu völlig zutreffendem Ausdruck bringt. innerhalb dessen sie jedoch ihre Die gesehene Farbe. Die Qualitäten fallen also. auf den Gesamtkomplex übertragen und somit ein Urteil. indem sie als subjektiv erklärt werden. -[viü^it} über. deren Begriff sich ja erst in der wechselseitigen kausalen Abhängigkeit der Einzelelemente erfüllt. als daß die Farben und Töne. Ton ist und bleibt ein . die für ein einzelnes Glied gilt.

zwischen relativ abhängigen und relativ unabhängigen Urteilen besteht. Jedes Glied weist nunmehr auf ein folgendes hin und fordert es zu seiner Ergänzung. von denen — sich nicht abstrahieren läßt. ist damit ein Gegensatz gegeben. ist ein gültiges Erfahrungsurteil. während sie. diesem Urteil gleichsam einen logischen Index beigeben. In Wahrheit handelt es sich hier stets um eine Beziehung. der Halluzination und dem Traume gegenüber. an dem Schema der exakten Physik gemessen. Damit aber ist von selbst statt einer bloßen Zweiheit von Bestimmungen. der schlechthin keine Vermittlung zuläßt. Oder: wie ein Ding Hier gilt nur ein einfaches Entweder nicht gleichzetig an zwei verschiedenen Stellen des Raumes sein kann. Solange man bei dem metaphysischen Unterschied des Innen und Außen stehen bleibt. Faßt man das Ganze dieser Betrachtungen zusammen. sich als notnur müssen wir wendig begründen und ableiten läßt. je nachdem er relativ zu verschiedenen logischen Bezugspunkten genommen wird. sofern wie sich gezeigt hat und derselbe Erfahrungsinhalt subjektiv und objektiv heißen kann. bezeichnet und festlegt. Die sinnliche Wahrnehmung bedeutet. der die besonderen Bedingungen seiner Geltung. auf die es sich bezieht. den eigentlichen Typus des Objektiven. ein sondern mehrgliedrig. so tritt die Stufenfolge in den Graden der Objektivität deutlich hervor. die nach einer bestimmten Regel fortschreitet. sondern nur einen subjektiven Zustand des Beobachters ausdrückt. Der Gegensatz ist nicht mehr zweigliedrig. Schon in der populären und vorwissenschaftlichen Betrachtung lassen sich die ersten. ist. das keine selbständige Eigenschaft der „Dinge" mehr. kritischen Fassung der Frage dagegen ist diese Beschränkung aufgehoben. auf die Erfahrung als Ganzes. losgelöst von jeder Daß der Stab gebeschränkenden Bedingung. und umgekehrt. eine Wertfolge gegeben. zu einem Phänomen werden kann. wichtigen Phasen dieser Entwicklung — — — 365 .wurde. anwenden. sofern nämlich brochen die Erscheinung. so kann das „Innere" nicht in irgendeinem BeIn der tracht zugleich ein „Äußeres" sein. die zwischen dem relativ engeren und dem relativ weiteren Erfahrungskreis.

der uns hier und etwa jetzt als ganz bestimmter Nuancierung gegeben ist. worauf die Wissenschaft ihre Definition der Natur und des Naturobjekts gründet. Die . Hier genügt es nicht. Aber diese gedankauch im Einzeleindruck latent ist und ihm erst einen eigentlichen Bestand verleiht. Wenn in wir einen sinnlichen Eindruck. sind nur völlig diskrete Werte. sind dagegen stets nur isolierte Bruchstücke.. werden jetzt bewußt aufgenommen und in methodischer Absicht weitergeführt. DerGegen- stand der Erfahrung wird als ein kontinuierliches Sein gedacht. Die Fortbildung dieses Verfahrens ist es sodann. die in keiner Zusammenfassung ein stetiges Ganzes ausmachen. in dem er erfaßt wird. Schon hier wird der Inhalt der Empfindung vom momentanen Erlebnis losgelöst und diesem als selbständig gegenübergestellt: er erscheint dem einzelnen zeitlichen Akt gegenüber. Das wahrhaft „Gesehene" und „Gehörte" gibt nur unzusammenhängende.. die schon im Erfahrungsbegriff der gewöhnlichen Weltansicht vorlagen. also streng genommen die Setzung eines unendlichen Inbegriffs von Elementen. was im Dingbegriff der gewöhnlichen Erfahrung geleistet ist. Gegenstandes" die vollkommene Erfüllung der Zeitreihe. Die logischen Ansätze. identischer Bestimmung die sinnliche ein Wahrnehmungen schlechthin zusammenzunehmen. die für alle Erkenntnis wesentlich ist. verlangt. das sich in liche Festigung. dessen Fortbestand in jedem Punkte der stetigen Folge der Zeitmomente als notwendig postuliert wird. sondern neben diese bloße Vereinigung des Gegebenen muß Akt der logischenErgänzu ng treten. je deutlicher 366 . festhalten läßt. erweisen sich. als ein gleichbleibendes Moment. während der Begriff des . so liegt schon dieser primitive Urteilsakt in jener Richtung vom Variablen zum Konstanten. Dinge".erkennen. Somit tritt auf dieser zweiten Stufe das allgemeine Verfahren der Umformung und Bereicherung des Gegebenen auf Grund der logischen Forderung seiner durchgängigen Verknüpfung bereits in voller Schärfe hervor. bleibt dennoch weit zurück hinter dem. zeitlich auseinanderfallende Massen von Perzeptionen. Was die direkte Wahrnehmung uns darbietet. „rot" oder „grün" bezeichnen. die nunmehr entstehen.

Auch sie 367 . h. sondern um das. was sie für das Gesamtsystem bedeutet: und diese Bedeutung ist es. die der Erkenntnis völlig faßbar und erreichbar ist. S. sieht sich der Gedanke zu einem hypothetischen Unterbau des empirischen Seins hingeführt. wie das absolute Dasein sich in das absolute Wissen wandelt. (Vgl.Ding an sich" in die bloße . Dingcharakter" unterschieden. die einander wechselseitig als Maßstab dienen. zu erreichen. Jede Teilerfahrung wird danach befragt.. wie sich zeigte.ihrem eigentlichen Gehalt erfaßt werden. der ihnen als ein für allemal erkennbares Merkmal anhaftete. Das System dieser unveränderlichen Elemente bildet das Muster der Objektivität überhaupt. Stetigkeit. der aber keine andere Funktion besitzt. was sie „wert ist". welche Leistung ihr. Wie das . So handelt es sich hier im letzten Grunde nicht darum. bleibt daher freilich ein unergründliches Problem: aber mit dieser Frage haben wir es in der kritisch geklärten Fassung des Gegensatzes des Subjektiven und Objektiven auch nirgends zu tun. sondern es sind verschiedene Teilausdrücke ein und derselben Gesamterfahrung. als besonderem — Baustein. zu jenen letzten Konstanten der Erfahrung überhaupt vorzudringen.ist". als die beständige Ordnung innerhalb dieses Seins selbst darzustellen. sobald es uns gelungen wäre. sie in als Um — sofern dieser Terminus rein auf eine Bedeutung einge- schränkt wird. immer mehr metaphorische Ausdrücke für dauernde Gesetzeszusammenhänge der Phänomene und somit für die Konstanz und Kondiese Festigkeit und tinuität der Erfahrung selbst. Auch die Traumerlebnisse sind von den wachen Erlebnissen nicht durch einen ganz spezifischen . dieses Prozesses wäre erreicht. 217 ff. Wir messen hier die Vorstellungen nicht an den absoluten Gegenständen. im Aufbau des Ganzen zukommt. die in keinem sinnlich wahrnehmbaren Objekt jemals völlig erfüllt ist. Vorstellung" übergeht. die.. oben. was eine bestimmte Erfahrung ..) Somit ist es ein lückenloser Fortgang. zugleich Voraussetzung und Ziel der Forschung bilden.. der von den ersten Stufen der Objektivierung bis zu ihrer vollenDer Abschluß deten wissenschaftlichen Gestalt hinführt. die ihr das Maß der Objektivität bestimmt. d.

sofern es die Antwort auf eine Frage geben will. wohl aber können wir einen relativ engeren Aspekt der Erfahrung selbst durch einen weiteren ersetzen. die gleichsam die verschiedenen komplementären Phasen für die Lösung ein und derselben Aufgabe darstellen. So können wir freilich die selbst. in „objektiven" körperlichen Zusind. Und so ist es allgemein die immer strengere der Erfahrung. so wie sie den Dingen niemals mit den an und für sich und losgelöst von allen Bedingungen der Erfahrung etwa angenommen werden. — 368 . Wir suchen an Stelle der veränderlichen Inhalte dauernde Inhalte zu gewinnen. aber keine von Abschluß dar. Wir stehen hier vor einem ständig sich erneuernden Prozeß. den wir in dieser Richtung gegründet Abstufung Organisation unternehmen. So gelangen wir zu einer Folge über.und untergeordneter Momente. die uns den jeweiligen Begriff der „Objektivität" am — Erfahrung Dingen Gesichtspunkt definieren. aber dieses Sein reicht nicht ständen über den Umkreis und über die Zeitspanne hinaus. sondern vielmehr innerhalb einer bestimmten Geltungssphäre bestätigt. die von dem Keine dieser Phasen — Ziel kann gänzlich entbehrt weitesten entfernt bleiben stellt auch einen schlechthin unbedingten werden. der der Gegensatz des Subjektiven und Objektiven in seiner fortschreitenden Entwicklung dient. Jedes spätere Glied der Reihe hängt mit den früheren. der die gegebenen Daten unter ordnet. vergleichen. Die einem neuen allgemeineren früheren Ergebnisse werden dadurch nicht entwertet. sofern sie in bestimmten physiologischen Bedingungen. subjektiven Charakter des Traumes bedeutet nichts anderes als die Wiederherstellung einer logischen zwischen den Bewußtseinsinhalten.besitzen eine Art des „Seins". an deren Stelle es sich setzt. die sich vorübergehend zu verwischen drohte. notwendig zusammen. der nur relative Haltpunkte kennt: und diese Haltpunkte sind es. innerhalb Die Einsicht in den deren diese Bedingungen erfüllt sind. auch diejenigen nicht. aber wir werden uns zugleich bewußt. die in ihnen latent ist. daß jeder Ansatz. die Grundforderung nur zum Teil erfüllt und daher der Ergänzung in einer neuen Setzung bedarf.

die einzelnen Phasen der empirischen Erkenntnis zu unterscheiden. die in dieser Hinsicht unternommen werden. Jeder — — . uns wieder über ihn hinausführen. das System in seiner Gesamtheit seinem absoluten Werte nach abzuschätzen. Subjektiven" zum . Die Frage nach der Objektivität der Erfahrung überhaupt beruht im Grunde auf einer logischen Illusion. sondern wie wir vom „Objektiven" zum . die in der Erfahrung selbst und gemäß ihren Bedingungen gegeben ist. ob das Ganze der Erfahrung objektiv wahr und gültig ist da hier bereits ein Maßstab vorausgesetzt würde. Sie kennt keine andere und keine höhere Objektivität. Sie steht prinzipiell auf derselben Stufe. von der die Geschichte der Metaphysik auch sonst mannigfache Beispiele liefert. ob ein bestimmter Sonderinhalt einen dauernden oder vergänglichen Bestandteil in eben diesem Ganzen ausmacht. die nach den gewöhnlichen metaphysischen Voraussetzungen zu erwarten wäre. wie wir vom . auf die gedachte Allheit dieser Phasen und ihre Aufeinanderfolge angewandt. Es handelt sich nicht darum. so kann keine Bemühung des Denkens. so wird hier ein begrifflicher Gegensatz. als diejenige. das nur für die einzelnen Teile des Universums in ihrer wechselseitigen Beziehung Geltung hat. Objektiven". in welcher dieser Weg der Erfahrung durchschritten wird. versagen: haben wir uns einmal in den Kreis des . unmittelbar entgegengesetzt. die ja selbst vollständig diesem Kreise angehört. Substanzbegriff 24 369 . sind es die Vorstellungen in uns. Der Kritik der Erkenntnis dagegen stellt sich die Aufgabe umgekehrt: für sie lautet das Problem nicht. Selbstbewußtsein" eingeschlossen... ist derjenigen.Auch die Richtung. Vom Standpunkt dieser Voraussetzungen ist es das Subjekt. Cassirer.. Somit fragt sie nicht. wie etwa die Frage nach dem absoluten Ort der Welt: denn wie in dieser ein Verhältnis. die uns anfangs allein gegeben sind und von denen wir uns erst mühsam den Zugang zur Welt der Objekte zu bahnen haben.. Die Geschichte der Philosophie lehrt indes. Subjektiven" gelangen. wie alle Versuche. der in der Erkenntnis niemals gegeben sein kann sondern nur. sondern einen Wertunterschied zwischen seinen einzelnen Faktoren zu treffen. fälschlich auf das Universum als Ganzes übertragen wird. der bestimmt ist.

Jedes Einzelurteil sich hier nimmt zunächst und ursprünglich unbedingte Geltung für sich in Anspruch: es will nicht nur hier und jetzt gegebene Empfindungen in ihrer individuellen Eigentümlichkeit beschreiben.. sondern sie setzt ein kompliziertes Verfahren der gedanklichen und empirischen voraus. was aus der wissenschaftlichen Auffassung der Wirklichkeit ausscheidet. wenngleich es innerhalb eines beschränkten Umkreises sein Recht bewahrt. Bestandteile. das erst auf relativ hoher Stufe erreicht wird. Das. das schon in der Begriffsbestimmung des inso zeigte duktiven Urteils hervortrat. die zunächst unentbehrlich und konstitutiv für den Begriff des empirischen Seins selbst scheinen wie der spezifische Inhalt der einzelnen Empfinverlieren diese vorherrschende Stellung und bedungen sitzen fortan keine zentrale. die ihr gegenübertritt. indem es einen allgemeingültigen Zusammenhang zwischen Subjekt und Prädikat 370 . in der sich der veränderliche Bestand vom dauernden abscheidet. die den Bestand der Erfahrung selbst. Das Urteil blickt als solches und kraft seiner logischen Grundfunktion über den Kreis des jeweilig Gegebenen hinaus.. sondern es ist erst das Ergebnis einer Analyse. Die Bezeichnung eines Elementes als „subjektiv" kommt ihm daher keineswegs ursprünglich zu. Besonderen" zurückblickt. Subjektive" ist nicht der gegebene selbstverständliche Ausgangspunkt. voraussetzt. die also die Geltung fester gesetzlicher Relationen zwischen Inhalten überhaupt. Sie entsteht erst in der wechselseitigen Kritik der Erfahrungen. wenn man auf das Verhältnis des „Allgemeinen" zum . von welchem aus nun in einer spekulativen die Welt der Objekte zu erreichen und zu konstruieren wäre. solange sie nicht durch eine andere. mehrt sich daher der Stoff dessen. als diese ständige Prüfung und Selbstkorrektur fortgesetzt wird. besonderen Erfahrung endgültigen — — Kontrolle Synthese — Der Fortgang dieser Analyse wird deutlich. sondern einen Sachverhalt feststellen. der unabhängig von allen besonderen zeitlichen Umständen an — — und für sich als gültig gesetzt wird. verdrängt und berichtigt wird.kommt das volle Maß der „Objektivität" zu. sondern nur noch eine periphere Bedeutung. In dem Maße.

wenn man den logischen Grundcharakter des wissenschaftlichen der ja der eigentliche Zeuge der empirischen Wirklichkeit ist. Das wissenschaftliche Experiment stellt niemals einen einfachen Bericht über hier und jetzt gegebene — Differenzierung Versuchs.. sich schneiden und sich wechselweise bestimmen. die sich dem Gesamtplane scheinbar nicht einfügen. einigen" allbefassenden Raum gewonnen wird. einzelne Inhalte. Es entsteht. Es ist somit die logische der Erfahrungsinhalte und ihre Einordnung in ein gegliedertes System von Abhängigkeiten. (S. indem sie auf verschiedene Subjekte be- indem also zum mindesten die eine von zogen werden. Kreis zu beschränken.. Natur" der Dinge schlechthin. inhaltlich unvereinbar sein würden. S. Von der schlechthin isolierten „Impression". sondern nur von einem speziellen Gesichtspunkt aus und unter bestimmten einschränkenden Bedingungen zum Ausdruck zu bringen. oben. zunächst auszuscheiden. nicht die . von dieser ersten Forderung abzugehen und seine Aussage ausdrücklich auf einen engeren Diese Begrenzung findet nur statt. Dieser Zusammenhang wird von einer neuen Seite her bestätigt. um sie erst nachträglich aus einem besonderen Komplex von Bedingungen abzuleiten. wie wir auf Grund der allgemeinen Forderung einer durchgehenden gesetzlichen Ordnung der Erfahrungen dazu geführt werden. nur durch Einschränkung aus dem . ihnen sich bescheidet. näher ins Auge faßt. wenn eine Mehrheit von Erfahrungskreisen.) Nur auf Grund besonderer Motive wird der Gedanke dazu geführt. Wie die einzelne geometrische Gestalt.behauptet. Konflikt zwischen verschiedenen empirisofern sich ein Aussagen. nach einem bekannten Satz der Kantischen Raumlehre. werden jetzt in Einklang miteinander gesetzt. 326 ff. führt kein Weg zum Gesetz hinüber: dagegen ist es völlig verständlich. schen Aussagen ergibt. deren jeder indessen als gesetzlich völlig bestimmt gedacht wird. 24* 371 . was den eigentlichen Kern des Wirklichkeitsbegriffs bildet. die absolut genommen. so geht das besondere Erfahrungsurteil durch Einschränkung aus dem einigen Grundsystem der Erfahrungsurteile überhaupt hervor und setzt dieses System voraus. in der jeder Gedanke der logischen Beziehung ausgelöscht ist.

das er vor sich hat. S. aus Aluminium oder Glas. oben. ist etwa ein bestimmter Ausschlag der Magnetnadel. der uns im Einzelmoment zugänglich wie D u h e m Immer muß der Physiker ist. Es ist jetzt nicht mehr ein bestimmtes Werkzeug. der weit über den begrenzten Tatsachenkreis. 251 f. den die Theorie voraussetzt und erheischt. La Theorie Physique. wie die des magnetischen Feldes. Was wir beobachten. der ihm vor Augen steht. hinausgreift. ist stets ein objektiver Zusammenhang theoretisch-physikalischer Sätze. Damit aber wandelt sich ihm das einzelne Instrument. sondern an seine Stelle sind Begriffe. an ihre Stelle tritt der Gedanke einer allgemeingültigen Ordnung. S. zuvor zum Ausdruck des idealen Falls umbilden. charakteristische Vorzug des Experiments daß hier in der Tat ein Schlag tausend Verbindungen schlägt. die ihrerseits wiederum nur das Symbol und die Hülle für allgemeine mathematischDer physikalische Beziehungen und Zusammenhänge sind*. der magnetischen — — Achse. sondern erhält seinen Wert daß es die Einzeldalen unter einen bestimmten Gesichtspunkt der Beurteilung rückt und ihnen damit eine Bedeutung gibt. Die unmittelbare Anzeige des Augenblicks wird nach allen Richtungen hin überschritten. Der beschränkte Umkreis von Tatsachen. die im Kleinsten wie im Größten gleichmäßig Geltung besitzt und die sich daher auch von jedem Einzelpunkte aus wiederum rekonstruieren seines lassen muß. auf das er in seinen Aussagen hinblickt. der uns sinnlich allein zugänglich ist. liegt eben darin. aus einer Gruppe sinnlicher Merkmale und Eigenschaften in ein Ganzes ideeller gedanklicher Bestimmungen. getreten. Wahrnehmungstalsachen dar.. ein Ding aus Kupfer oder Stahl. die sie im einfachen sinnlichen Erleben als solchem nicht besitzen. um zu einem wirklichen es vortrefflich ausgeführt hat Ertrag seiner Untersuchungen zu gelangen. vgl. was wir dagegen als Ergebnis des Versuchs aussagen. weitet sich vor dem geistigen Blick zum naturgesetzlichen Zusammenhang der Phänomene überhaupt. 372 . Erst vermöge dieser Bereicherung * Duhem. der Stromintensität usf.erst dadurch. den tatsächlichen Fall. 190 ff. der unter gewissen Bedingungen erfolgt ist.

auf welchen wir von einer Erfahrung zur anderen fortschreiten.unmittelbaren Gehalts wird der Inhalt der Wahrnehmung zum Inhalt der Physik und damit zum „objektiv wirklichen" Inhalt.. innerhalb deren er steht und an welcher er in bestimmtem Maße teil hat. Der Begriff und Terminus der der trotz aller Angriffe. als das Bezeichnete und gehört einem anderen Bereich des Seins an.. Repräsentation. um auf diese Weise schließlich die Gesamtheit des Seins als die Gesamtheit des Systems der Erfahrung zu überblicken. was ihm das Kennzeichen wahrhafter Objektivität aufprägt. was zuvor als einfach galt. Sie bezeichnen nur verschiedene Wege. Eben hierin aber liegt das eigentliche Rätsel der Erkenntnis. tritt jetzt zusammen und weist wechselweise aufeinander hin. nächst isoliert schien. Indem wir die Einzelinhalte auf diese Art gleichsam mit immer neuen Fäden aneinander knüpfen. Aber dieser Fortschritt verändert wiederum nicht seine metaphysische Was zu. Realität** verleiht. Wäre uns der lichkeit ausmacht. geben wir ihnen damit jene Festigkeit. Das . das offenbart jetzt eine innere Fülle und Mannigfaltigkeit.. Innerhalb der metaphysischen Lehren ist es die „Vorstellung**. daß sich von ihm aus in kontinuierlichem Fortschritt und nach völlig bestimmten Regeln zu anderen und wieder anderen Daten der Erfahrung gelangen läßt. sondern lediglich seine logische Form. Zeichen" ist somit hier von gänzlich anderer Natur. empfängt hier einen neuen Sinn. die auf den Gegenstand. in der Geschichte der Erkenntnislehre dauernd eine zentrale Stellung behauptet hat. Was die „Dinge" der Physik über die Sinnendinge hinaushebt und ihnen ihre eigentümliche Art der . die gegen ihn gerichtet wurden. 373 . Somit haben wir es hier freilich mit einer Art „Transzendenz** zu tun: denn der einzelne gegebene Eindruck bleibt nicht schlechthin was er ist. sofern sich zeigt. hinweist. sondern dieser innere Beziehungsreichtum ist es. der von ihnen ausgeht. Substanz". sondern wird zum Symbol der durchgehenden systematischen Verfassung. die das auszeichnende Merkmal der empirischen GegenständNicht die sinnliche Lebhaftigkeit des Eindrucks. ist der Reichtum an Folgerungen. der hinter ihr steht.

wie es möglich ist. um zur Erkenntnis zu gelangen. wie wir seine Beschaffenheit aus der Art der Vorstellungen. die ganz und ausschließlich der anderen angehören. die uns von ihm entstehen. Selbst wenn die ist auch hier Dinge gleichsam einen Teil ihrer selbst hergeben. Bilder" der Dinge. wie dagegen dieser Begriff selbst entsteht und was ihn notwendig macht. selbst als standteile gedacht. was er an und für sich ist. Es ist kleinertem Maßstabe die wirkliche Substanz der Körper. wenn auch nur allgemeine von transzendenten Dingen jenseits aller Erkenntnis besitzen. diesen Teil nicht nur als das. die hier nicht abgeleitet. so bleibt es doch nach wie vor dunkel.. wenigstens dem Begriff nach gegebene Realität suchen. wie wir dazu gelangen sollten. Ganzen zu als Ausdruck eines umfassenden nehmen. Haben wir uns des Daseins zweier verschiedener Grundreihen einmal versichert. Sobald wir die. Diese Zurückdeutung auf das Ganze würde stets eine eigentümliche Funktion erfordern. sondern vorausgesetzt ist. so können wir versuchen. die sich von ihnen loslösen und die auf dem Wege zu unseren Sinnesorganen mannigfache physich besondere Gewißheit wenngleich in verVeränderungen erfahren.absolute Gegenstand bereits anderweit bekannt. mittelbar ablesen könnten. die uns von ihrem stoffliche BeSein Kunde verschaffen. listische Darstellung vermag das logische Ziel. die Existenz der einen Reihe aus Daten. um dessentwillen sie unternommen wird. so ließe es allenfalls verstehen. zu fordern. mögen wir daher im unmittelbaren Erfahrungsinhalt nach Zeichen für diese. die wir in der einen Reihe finden. kraft eines Analogieschlusses die Verhältnisse. Die Aristotelisch-scholastische sondern 374 . In der antiken Atomistik werden die . wird durch die Theorie der Zeichen nicht erklärt. Diese Grundschwierigkeit tritt denn auch in die Entwicklung des Repräsentationsbegriffs immer von neuem zutage. nicht zu erreichen: denn die sische — — Einheit des Erfahrungsinhalts nur scheinbar gewahrt. die in der sinnlichen Wahrnehmung in uns eindringt und die Aber diese materiamit unserem eigenen Sein verschmilzt. auf die andere zu übertragen: unbegreiflich dagegen bleibt es.

Die als gehörten beide derselben logischen Kategorie an. Die . Die Umwälzung der Wahrnehmungßhypothesen durch die mechaniache Methode.cognoscimus non ipsam speciem impressam. da sie eben nur durch diese Operation des Hinweisens selbst. nicht durch irgendwelche dingliche Beschaffenheiten. Bestimmungen der Spezies selbst. Leipzig 1895. geht jetzt im Akt der Wir erkennen keinerlei einzelne Repräsentation selbst auf. gerät in eine eigentümliche Beschaffenheit. vgl. in denen sie anderen Dingen .. nicht ein angeschautes wird als das mit dem Gegenstand Ähnliche bezeichnet*.. „Die Verähnlichung des Bewußtseins mit dem Gegenstande bedeutet für Suarez nicht. sondern wir erkennen nur durch sie die Verhältnisse der äußeren Dinge: . diesen als der Gegenstand sich vortäuschen. Die lebendige Tätigkeit des Bewußtseins. die das vermittels der Spezies wirkende bewußtseinsfremde Objekt erkennt. daß dadurch in das Bewußtsein Elemente hineingebracht werden.. species expressa) des Gegenstandes wird. daß es sich auf den wirklichen Gegenstand richtet. Schwarz. Die Auffassung. Ähnlichkeit". ist daher jetzt nicht mehr derart aufzufassen. statt sie zu erklären. 12 ff. auf den sie hinweisen. die ohne weiteres bewirkt. von Anfang an postuliert. ac wird daher zum mindesten in den reifsten und konaussequentesten Ausführungen der Theorie bei Suarez drücklich bekämpft und verworfen.Theorie der Wahrnehmung scheint daher dem eigentlichen psychologischen Tatbestand näher zu kommen. gekennzeichnet sind." — veluti picturae objectoru m" — * H. daß sozusagen das ganze Bewußtsein zu einem Erkenntnismittel und insofern zu einem Bilde (besser zu einem Ausdruck. wenn sie diese Funktion. die im Objektverhältnis zu anderen Funktionen des Bewußtseins stehen. Das Bewußtsein vollzieht eine Handlung. I. ähnlich" sein könnten. die zwischen dem Zeichen und dem Bezeichneten anzunehmen ist. 375 . ein anschauendes. durch welche wir das Sein der Dinge erfassen. 25. immateriellen Spezies". in keinem einzigen sachlichenEinzelmit dem Gegenstand. sed per speciem". vielmehr das ist seine Meinung. S. daß sie „formales Spezies stimmen 1 merkma similitudines seien. Der ganze Inhalt der . S.. überein.

Hier tritt also, wenngleich verhüllt durch die scholastische Terminologie, bereits eine wichtige neue Unterscheidung hervor. Die Tatsache, daß ein Element auf ein anderes ,, hinweist" und dieses mittelbar zur Darstellung bringt, wird jetzt nicht mehr durch eine besondere Beschaffenheit dieses Elements selbst erklärt, sondern auf eine eigentümliche Gesamtleistung der Erkenntnis und insbesondere des Urteils zurückgeführt. In prinzipieller Strenge freilich vermag diese Einsicht nicht festgehalten zu werden; vielmehr droht stets von neuem das funktionale Verhältnis des Ausdrucks, auf welches hier die Analyse hinführt, sich in ein dinglichsubstantiales Verhältnis der Teilhabe an gewissen objektiven Merkmalen zu verwandeln. Die Spezies werden alsdann wiederum zu ,, Spuren" der Dinge, die indes nicht mehr den vollenSeinsgehalt, sondern nur eine abgeschwächte „Wesenheit" besitzen. DerWiderstre t dieser beiden Auffassungen aber bringt zuletzt den Begriff der ,, Repräsentation" selbst um seinen bestimmten und eindeutigen Sinn. die Operation des Ausdrucks rein hervortreten zu lassen, muß der Inhalt, der als Zeichen dient, mehr und mehr seines Dingcharakters entkleidet werden; damit aber scheint zugleich die objektivirende die ihm zugesprochen wird, ihren Halt und ihre beste Stütze zu vertieren. So droht die Theorie der Repräsentation immer von neuem der Skepsis zu verfallen: denn welche Gewißheit besteht dafür, daß das des Seins, das wir in unseren Vorstellungen zu besitzen glauben, uns seine Gestalt unverfälscht wiedergibt, statt sie gerade in ihren wesentlichen Zügen zu entstellen? Die neue Bedeutung, die die Erkenntniskritik dem Begriff der Repräsentation zuweist, hebt dieses Bedenken auf. Jede besondere Phase der Erfahrung besitzt in der Tat, wie jetzt erkannt wird, ,, repräsentativen" Charakter, sofern sie auf eine andere hinausweist und schließlich im geregelten Fortschritt auf den Inbegriff der Erfahrung überhaupt hinführt.

Um

Bedeutung,

Symbol

Aber

dieser

Hinweis

betrifft

nur den Übergang von einem

einzelnen Reihenglied zu der Totalität, der es angehört und zu der allgemeinen Regel, von der diese Totalität sich beherrscht zeigt. Die Erweiterung greift also nicht in ein schlechthin

376

jenseitiges Gebiet über, sondern sucht umgekehrt eben dasselbe Gebiet, dem die besondere Erfahrung als einzelner Aus-

schnitt angehört, als allseitig bestimmtes Ganze zu erfassen. Sie stellt das Einzelne in den Umkreis des Systems ein. Fragt man aber weiter, woher dem besonderen empirischen Inhalt diese Fähigkeit eigne, das Ganze zu vertreten und darzustellen, so liegt hierin bereits eine Umkehrung der Problemstellung. Die Verbundenheit der Tatsachen und ihre wechselseitige Beziehung ist das Erste und Ursprüngliche, während ihre Isolierung lediglich das Ergebnis einer künstlichen AbstrakVersteht man daher die Repräsentation als tion darstellt. Ausdruck einer ideellen Regel, die das Besondere, hier und jetzt Gegebene, an das Ganze knüpft und mit ihm in einer gedanklichen Synthese zusammenfaßt, so haben wir es in ihr mit keiner nachträglichen Bestimmung, sondern mit einer konstitutiven Bedingung alles Erfahrungsinhalts zu tun. Ohne diese scheinbare Repräsentation gäbe es auch keinen „präsenten", keinen unmittelbar gegenwärtigen Inhalt; denn auch dieser besteht für die Erkenntnis nur, sofern er einbezogen ist in ein System von Relationen, die ihm erst seine örtliche und zeitliche, wie seine begriffliche Bestimmtheit geben. So wenig daher aus dem bloßen Begriff der Erkenntnis sich die Notwendigkeit ableiten läßt, ein Sein zu setzen, das außerhalb jeder Beziehung zur Erkenntnis steht: so notwendig enthält dieser Begriff eben jene Forderung der Verknüpfung, auf die die kritische Analyse des Realitätsproblems hinführt. Der Inhalt der Erfahrung ist uns ,, objektiv" geworden, sobald wir begriffen haben, wie jegliches Element in

ihm
als

sich

zum Ganzen
denn
die

webt.

Wollte

man

dieses

Ganze

selbst

Illusion bezeichnen,

so bliebe dies ein bloßes

Spiel

mit

Worten:

Unterscheidung von

Wirklichkeit

Schein, die hier vorausgesetzt wird, ist selbst nur i der Erfahrung und unter seinen Bedingungen möglich. (Vgl. oben, S. 362 ff.) Auch die Frage nach der ,, Ähnlichkeit" des empirischen Zeichens mit dem, was es bezeichnet, bietet jetzt keine Schwierigkeit mehr dar. Das das als Zeichen dient, ist dem Inbegriff, der bezeichnet wird, zwar nicht materiell ähnlich denn die B e z i e -

m

und System

Einzelmoment,

377

hung

e n

durch wohl aber besteht zwischen ihnen eine und „abbilden" durchgehende logische Gemeinsamkeit, sofern beide prinzipiell derBegründung andemselben gehören. Die sachliche Ähnlichkeit wandelt sich in begriffliche Korrelation: die beiden Stufen des Seins werden zu verschiedenen, jedoch notwendig einander ergänzenden Gesichtspunkten, unter denen der Erfahrungszusammenhang sich

die den Inbegriff ausmachen, lassen sich nicht irgendeine Einzelgestaltung vollständig ausdrücken
,

Zusammenhang

betrachten läßt.
Freilich

könnte die

sensualistische

Erkenntnis-

lehre versuchen, diesen Tatbestand, ohne ihn zu bestreiten, in das Schema ihrer Erklärung einzufügen, indem sie ihn

auf den psychologischen Grundbegriff der „Assoziation" zurückführt. Dieser Begriff scheint in der Tat alle Voraussetzungen für die Deutung und Lösung des Realitätsproblems darzubieten: da er über den Inhalt der einzelnen Eindrücke zwischen ihnen hinhinweg zu festen führt. Der Mangel der Erklärung aber tiitt sogleich hervor,

Verbindungen

wenn man

die

Form der Verbindung,

die

hier

vorausgesetzt wird und die nach den Begriffen der AssoziationsPsychologie allein zulässig erscheint, näher zergliedert. Der ,, Zusammenhang" zwischen den einzelnen Gliedern der Reihe bedeutet hier nichts anderes als ihre häufige empirische Koexistenz. Dies Beisammen der einzelnen Vorstellungen ist es, was eine Verbindung zwischen ihnen nicht sowohl schafft, als vielmehr vortäuscht. Kein begriffliches Prinzip, das sich in strenger logischer Identität aussprechen und feststellen ließe, verknüpft die Elemente der Assoziationsreihen zur
Einheit. Die Wege von einem zum anderen Element sind an und für sich unbeschränkt: welcher von diesen Wegen im wirklichen psychologischen Denken eingeschlagen wird, hängt lediglich von den voraufgehenden psychischen ,, Dispositionen",

von einem Umstand und von Individuum zu
also

ab,

der von Moment zu Moment Individuum als wandelbar an-

zusehen

deutigkeit des

So geht hier gerade jene Beständigkeit und EinZusammenhangs verloren, die das eigentliche Kennzeichen im Gedanken der Realität ausmacht. Die Geist.

378

staltung

zum „Objekt"

tritt erst

mit der kritischen

Ordnung im Begriff
sondern zugleich bestimmte

W

e r t -

Gehen wir von dem besonderen Inhalt der Erfahrung aus, wie er im Zeitmoment vorliegt, so sind in ihm nicht nur bestimmte Elemente gegeben,
zutage.

Richtlinien

vorgezeichnet,

gemäß denen der Gedanke allmählich
Gesamtsystem zu erweitern vermag.
als gesetzlich

die einzelne

Phase zum Der Fortgang bleibt

nicht der individuellen Willkür überlassen, sondern er gilt

Indem die Wissenschaft den Forderungen immer strenger faßt und immer genauer bezeichnet, gewinnt sie damit fortschreitend erst den Begriff des Wirklichen. Daß diese Entwicklung überall über die Sphäre der bloßen Assoziation hinausgreifen muß, hat sich bereits allseitig gezeigt. Die Assoziation vermag,
Inbegriff dieser

gefordert.

im günstigsten Sinne verstanden, lediglich die Frage zum Ausdruck zu bringen; die Antwort dagegen liegt allein in den
allgemeinen

Reihenprinzipien,
Glied zu

die

die

möglichen
deter-

logischen Übergänge von

Glied

im voraus

minieren und unter bestimmte Gesichtspunkte ordnen. Die spezifische Bedeutung dieser Gesichtspunkte muß theoretisch feststehen, wenn der Fortgang sich nicht ins Unbestimmte verlieren soll. Die notwendigen Leitbegriffe der Assoziation können nicht aus dieser selbst entstehen, sondern gehören einem anderen Gebiet und einem anderen
logischen Ursprung an*.

daß das Problem der Wirkzu seinen einzelnen Bedingungen vordringt, um so deutlicher wiederum in das Problem der Wahrheit einmündet. Ist einmal begriffen, wie die Erkenntnis zu einer Konstanz bestimmter Prädikate, zu einer gesetzlichen Festigung von Urteilszusammenhängen gelangt, so bietet die „Transzendenz", die dem Gegenstand gegenüber der bloßen Vorstellung zuzusprechen ist, keine neue prinzipielle Schwierigkeit mehr dar. Und auch die Mittel, deren sich die Erkenntnis bedient, erweisen sich nunmehr in beiden Gebieten der Fragestellung als die
Allgemein zeigt es sich
je weiter
jetzt,

lichkeit,

man

* Vgl. bes. ob.

S.

18 u,

S.

346 ff.

379

Wie die eigentliche Leistung des Begriffs nicht darin liegt, daß durch ihn ein gegebenes Mannigfaltige abstrakt und schematisch „abgebildet" wird, sondern darin, daß er ein Gesetz der Beziehung in sich schließt, durch welches ein neuer und eigenartiger Zusammenhang des Mannigfaltigen erst geschaffen wird, so zeigt sich hier die Form der Verknüpfung der Erfahrungen als dasjenige, was die veränderlichen „Eindrücke" zu konstanten „Objekten" umschafft. Der allgemeinste Ausdruck des ,, Denkens" trifft also in der Tat mit dem allgemeinsten Ausdruck des „Seins" zusammen: der Gegensatz, den die Metaphysik nicht zu überwinden vermag, schlichtet sich, wenn man auf die logische Grundfunktion zurückgeht, aus deren Anwendung beide Problemkreise erst entstanden sind und in der sie daher zuletzt ihre Erklärung finden müssen.
gleichen.
II.

In der Geschichte des wissenschaftlichen und spekulativen Denkens ist das Problem der Wirklichkeit seit jeher unverknüpft. löslich mit dem des So eng ist dieser Zusammenhang und so ausschließlich beherrscht er das logische Interesse, daß man alle Fragen, die sich an die Begriffsbestimmung des Wirklichen knüpfen, gelöst und erledigt glaubt, sobald es gelungen sei, die Frage nach der Realität der ,, Außenwelt" endgültig zu entscheiden. Noch die ,, Kritik der reinen Vernunft" vermochte sich den Zugang zu ihrem eigentlichen Grundthema nicht anders zu bahnen, als dadurch, daß sie von einer Umformung der Theorie des Raumes ihren Ausgang nahm. Damit aber entschied sich bereits zum großen Teil das Schicksal ihrer geschichtlichen Wirkung: in der Auffassung der Zeitgenossen und Nachfolger konnte nunmehr, was eine Kritik des Erfahrungsbegriffs sein sollte, wiederum als eine Metaphysik des Raumbegriffs In Wahrheit gilt es auch hier die mißverstanden werden. Ordnung der Probleme umzukehren. Nicht von einer feststehenden Ansicht über die ,, subjektive" oder „objektive" Beschaffenheit des Raumes kann ausgegangen werden, um danach den Begriff der Erfahrungswirklichkeit überhaupt zu

Problem

Raumes

380

bestimmen, sondern die obersten und allgemeingültigen Prinzipien des Erfahrungswissens sind es, nach denen auch die Frage über die „Natur', des Raumes sich zuletzt entscheiden muß. Die empirisch-physiologische Betrachtung, wie sie insMüller begründet worden besondere durch ist, widerstreitet dieser Forderung, sofern sie ein Axiom an die Spitze stellt, das selbst unverhohlen metaphysischen dies wird hier Charakter trägt. Was wir wahrnehmen vorausgesetzt sind nicht die Dinge selbst in ihrer wirklichen Gestalt und ihrer wirklichen wechselseitigen Lage und Entfernung voneinander, sondern es sind unmittelbar nur Gegenstand gewisse Bestimmungen unseres eigenen Leibes. der Gesichtsempfindung sind nicht die äußeren Objekte, sondern es sind die Teile der Netzhaut, die wir in ihrer

Johannes

realen räumlichen Größe und Ausdehnung zu erfassen vermögen. Die Aufgabe der Physiologie des Sehens besteht darin, den Übergang zu schildern, der von diesem Bewußtsein

der Netzhautbilder zur Erkenntnis der räumlichen Ordnung der Gegenstände hinführt. Es muß gezeigt werden, wie wir

dazu kommen, Empfindungen, die nur ,,in uns" gegeben nach außen zu versetzen und sie zu einer für sich beStellt man das stehenden Raumwelt zusammenzufassen.. Problem indessen in dieser Form, so erweist es sich alsbald als unlösbar. Alle Versuche, den eigentümlichen Vorgang der
sind,

„Projektion", der hier angenommen wird, auf „unbewußte Schlüsse" zurückzuführen und aus ihnen zu erklären, bewegen sich im Zirkel sie setzen stets schon ein allgemeines von jenem „Außen" voraus, das hier erst abgeleitet werden soll. In der Tat gibt es keine Phase der Erfahrung, in der uns lediglich die Empfindungen als innere Zustände und losgelöst von jeder ,, objektiven" Beziehung gegeben wären. Die Empfindung in diesem Sinne ist keine empirische Wirklichkeit, sondern lediglich das Ergebnis einer Abstraktion, die auf sehr komplexen logischen Bedingungen beruht. Der Weg geht von den gesehenen zu der Annahme bestimmter Nervenerregungen und ihnen entsprechender Empfindungen zurück; er führt nicht umgekehrt
:

Wissen

Objekten

381

von den an
hin,

sich bekannten Empfindungen zu Gegenständen die ihnen etwa korrespondieren mögen*. So ist auch

die allgemeine Form der Räumlichkeit, also das sammen und Auseinander der einzelnen Elemente, kein

Beiver-

mitteltes Ergebnis, sondern eine Grundbeziehung, die mit den Elementen selbst gesetzt ist**. Nicht wie diese Form an und für sich entsteht, sondern lediglich, wie sie sich in der empirischen Erkenntnis näher bestimmt und spezialisiert, kann gefragt werden. Was der Erklärung bedarf, ist nicht der Umstand, wie wir vom Inneren zum Äußeren gelangen denn das schlechthin ,, Innere" ist selbst eine bloße Fiktion sondern wie wir dazu geführt werden, gewisse Inhalte der ursprünglichen Außenwelt nach und nach als ,,in uns" befindlich anzusehen, d. h. sie nicht nur überhaupt räumlich zu bestimmen, sondern sie in eine notwendige Korrelation mit unseren körperlichen Organen, mit bestimmten Teilen unserer Netzhaut oder unseres Gehirns zu setzen. (Vgl. oben, S. 363 ff.) Nicht die Lokalisation schlechthin, sondern diese besondere Lokalisation ist es, was es zu erklären gilt: und jede derartige Erklärung muß offenbar die allgemeine Relation der Räumlichkeit bereits zugrunde legen. Den Begriff der „Wirklichkeit" bestimmen, heißt somit auch hier ein Motiv der Differenzierung auffinden, das uns gestattet, den zunächst gleichartigen Inbegriff von Erfahrungen in Gruppen von verschiedenem Wert und Gehalt auseinanderzulegen. Denken wir uns etwa die verschiedenen Wahrnehmungsbilder, die wir von ein und demselben „Objekt", je nach der Entfernung, in welcher wir uns von ihm befinden und je nach der wechselnden Beleuchtung, empfangen, in eine Reihe zusammengefaßt, so läßt sich, vom Standpunkt des unmittelbaren psychologischen Erlebnisses aus, zunächst kein Merkmal angeben, kraft dessen irgendeines dieser mannigfach wechselnden Bilder einen Vorrang vor

— —

* Näheres zur psychologischen Widerlegung der „Projektionshypotheeen" s. bes. bei Stumpf, Über den psychologischen Ursprung der Raiunvorstellung, S. 184 ff, sowie bei James, Principles of Psycho;

logy

II,

31 ff. Vgl. unten

Kap.

8.

382

n

einem beliebigen anderen besitzen

sollte.

Erst die

Gesamt-

heit

bildet ja dasjenige, was wir die empirische Kenntnis des Objekts nennen und für diese Gesamtheit ist kein einzelnes Element schlechthin entbehrlich
dieser

Wahrnehmungsdaten

oder überflüssig. Keine der verschiedenen perspektivischen Ansichten, die uns nacheinander entstehen, kann demnach den Anspruch erheben, der allein gültige, absolute Ausdruck des J.Gegenstandes selbst" zu sein; vielmehr kommt aller Erkenntniswert, den wir einer einzelnen Wahrnehmung beilegen, ihr nur im Zusammenhang mit anderen Inhalten zu,

zu einem Erfahrungsganzen zusammenbedeutet diese Forderung des durchgängigen Zusammenhangs nicht zugleich die durchgängige Gleichwertigkeit der einzelnen Faktoren. Zur Anschauung einer bestimmten räumlichen gelangen wir erst, sobald diese Gleichwertigkeit unterbrochen wird. Wenn wir fragen, was unter einem nach drei Dimensionen ausgedehnten Körper zu verstehen ist, so werden wir wie
mit denen
sie

sich

schließt.

Und dennoch

Form

gelegentlich ausführt psychologisch in der Tat zunächst auf nichts anderes geführt, als auf eine Reihe einzelner Gesichtsbilder, die sich gegenseitig ablösen. Die genauere Analyse zeigt indessen, daß der bloße Ablauf all dieser Bilder, so viel wir ihrer auch immer annehmen mögen, für sich allein niemals die Vorstellung eines körperlichen

Helmholtz

Objekts zu ergeben vermöchte, wenn nicht der Gedanke einer Regel hinzuträte, durch welche jedem einzelnen eine be-

stimmte

Ordnung

und

Stellung

im Gesamtkomplex zu-

gewiesen wird. Die Vorstellung der stereometrischen Form spielt in diesem Sinne ,,ganz die Rolle eines aus einer großen Reihe sinnlicher Anschauungsbilder zusammengefaßten Begriffs, der aber selbst nicht notwendig durch in Worten ausdrückbare Definitionen, wie sie der Geometer sich konstruieren könnte, sondern nur durch die lebendige Vorstellung des Gesetzes, nach dem jene perspektivischen Bilder einander folgen, zusammengehalten wird." Diese Gliederung durch den Begriff aber besagt zugleich, daß die verschiedenen Elemente hier nicht bloß wie Teile eines Aggregats nebeneinander liegen, sondern daß wir jedes von ihnen nach seiner
383

systematischen
scheiden wir
gleichartig

Bedeutung abschätzen.

Auch

hier

nunmehr „typische" Erfahrungen,

die wir als

wiederkehrend voraussetzen, von ,, zufälligen" Eindrücken, die nur in individuellen Begleitumständen gegründet sind. Und jene Erfahrungen sind es, die wir ausschließlich zum Aufbau der ,, objektiven" Raumwelt verwenden, während wir alle Inhalte, die ihnen widerstreiten, fernzuhalten und auszuschalten bemüht sind. Helmholtz' Darstellung hat diesen Prozeß bis ins einzelne erleuchtet. Hier wird zunächst die allgemeine Regel aufgestellt, „daß wir stets solche Objekte als im Gesichtsfelde vorhanden uns vorstellen, wie sie vorhanden sein müßten, um unter den gewöhnlichen normalen Bedingungen des Gebrauchs unserer Augen denselben Eindruck auf den Nervenapparat hervorzubringen." Einer Erregung, die unter ungewöhnlichen Bedingungen eintritt, wird zunächst jene Bedeutung beigelegt, die ihr zukommen würde, wenn sie als auf gewöhnlichem Wege entstanden zu denken wäre. „Um ein Beispiel zu benutzen, nehmen wir an, es sei der Augapfel am äußeren Augenwinkel mechanisch gereizt worden. Wir glauben dann eine Lichterscheinung in der Richtung des Nasenrückens im Gesichtsfelde vor uns zu sehen. Wenn bei dem gewöhnlichen Gebrauche unserer Augen, wo sie durch von außen kommendes Licht erregt werden, eine Erregung der Netzhaut in der Gegend des äußeren Augenwinkels zustande kommen soll, muß in der Tat das äußere Licht von der Gegend des Nasenrückens her in das Auge fallen. Es ist also der eben aufgestellten Regel gemäß, daß wir in solchem Falle ein lichtes Objekt in die genannte Stelle des Gesichtsfeldes hinein versetzen, trotzdem der mechanische Reiz hierbei weder von vorn vom Gesichtsfelde her, noch von der Nasenseite des Auges, sondern im Gegenteil von der äußeren Fläche des Augen und mehr von hinten her einwirkt*." Die einzelnen Beobachtungen werden also gleichsam abgestimmt auf einen bestimmten Kreis von Bedingungen, den wir als konstant ansehen. In diesen Bedingungen besitzen^wir ein festes Koordi*

Helmholtz,

Handbuch der

Physiolog. Optik,

§ 26,

S. 428.

384

^Sl

naten-System, auf das nunmehr jede besondere Erfahrung Und erst kraft dieser eigenstillschweigend bezogen wird. Deutung, die wir dem Material der Sinnesempfintümlichen dungen geben, entsteht uns das Ganze des objektiven Gesichtsund Tastraumes. Dieses Ganze ist niemals der bloße tote Abdruck einzelner sinnlicher Perzeptionen, sondern ein konstruktiver Aufbau, der unter Festhaltung bestimmter allgemeiner Grundregeln erfolgt. In dem Maße als nach diesen Grundregeln die unveränderlichen Momente der Erfahrung von den veränderlichen Bestandteilen sich trennen, erfolgt die Scheidung in eine objektive und subjektive Sphäre. Und es unterliegt auch hier keinem Zweifel, daß die Erkenntnis der Subjektivität nicht den ursprünglichen Ausgangspunkt, sondern eine logisch vermittelte und spätere Einsicht darstellt. Helmholtz betont ausdrücklich, daß das Wissen um die Objekte dem Wissen um die vorangeht und es an Klarheit und Schärfe bei weitem übertrifft. Die Empfindung ist unter den gewöhnlichen psychologischen Bedingungen des Erlebens, so ausschließlich auf den Gegenstand gerichtet und geht so völlig in ihn ein, daß sie selbst hinter ihm gleichsam verschwindet. Die Auffassung einer Empfindung a 1 s Empfindung ist daher immer erst das Werk einer nachträglichen bewußten Reflexion, die wir auf sie richten. Wir müssen stets erst lernen, unseren einzelnen Empfindungen die Aufmerksamkeit zuzuwenden „und wir lernen dies für gewöhnlich nur für die Empfindungen, die uns als Mittel zur Erkenntnis der Außenwelt dienen". „Während wir deshalb in der objektiven Beobachtung einen außerordentlichen Grad von Feinheit und Sicherheit erreichen, erlangen wir diesen für die subjektiven Beobachtungen nicht nur nicht, sondern wir erlangen sogar in einem hohen Grade die Fähigkeit, diese zu übersehen und uns in der Beurteilung derObjekte von

Empfindungen

ihnen unabhängig zu erhalten,
durch ihre könnten*."
sich

selbst

wo

sie

Stärke

leicht

genug bemerklich machen

Helmholtz,
Cassirer, Substanzbegriff

a. a. O.,

S. 432.

25

385

Was hier als bloß negative Leistung, als ein Akt des Übersehens und Vergessens geschildert wird, ist indessen in Wahrheit jene höchst positive des Begriffs, die sich bereits allseitig dargestellt hat. Es ist das Festhalten der identischen Beziehungen in dem wechselnden Vorstellungsinhalt, was jede, auch die früheste Stufe objektivgültiger Erkenntnis kennzeichnet. Das schlechthin Wandelbare fällt gleichsam von dem momentanen Inhalt ab: und nur dasjenige bleibt zurück, was sich in dauernden Gedanken befestigen läßt. Durch die zentrale Richtung des Denkens wird ein gewisser Kreis von Erfahrungen, der bestimmten logischen Bedingungen der Konstanz genügt, aus dem Gewirr der Erlebnisse überhaupt herausgehoben und als „fester Kern" Die relativ flüchtigen Inhalte dades Seins ausgezeichnet. gegen, in denen sich keine durchgängige Bestimmtheit der Erfahrung überhaupt ausdrückt, können für diesen ersten Aufbau und diese erste Bezeichnung des ,, Wirklichen" zunächst unbeachtet bleiben. Die tiefere Besinnung lehrt indes, daß auch diese Elemente aus dem Umkreis der Erfahrung nicht schlechthin herausfallen, sondern daß auch sie eine Stelle in ihm beanspruchen dürfen, sofern ihre Variation selbst nicht willkürlich erfolgt, sondern bestimmten Regeln unterliegt. Jetzt ist es daher das Veränderliche selbst, das unter einem neuen Interesse der Erkenntnis zum Gegenstand der Betrachtung gemacht wird. Diese Erkenntnis des „Subjektiven" bedeutet somit in Wahrheit eine Objektivierung höherer Stufe, die in einem Material, das zunächst als schlechthin unbestimmt bei Seite gelassen wurde, noch ein Moment der Bestimmbarkeit entdeckt. Das Gegebene gliedert sich jetzt in weitere und engere Objektivitätskreise, die

Funktion

deutlich voneinander abgehoben und nach bestimmten Gesichtspunkten abgestuft sind. Jede Einzelerfahrung wird nunmehr nicht nur durch den materialen Gehalt an Eindrücken bestimmt, sondern durch eine eigentümliche Funktion, die sie erfüllt, sofern die einen Erfahrungen als feste Koordinationsmittelpunkte dienen, an denen wir andere messen und deuten. Auf diese Weise schaffen wir bestimmte, begrifflich ausgezeichnete Zentren, um die sich die Phänomene ordnen

386

und gliedern. Die einzelnen Erscheinungen fließen nun nicht mehr einförmig und gleichförmig ab, sondern begrenzen und scheiden sich gegeneinander: das anfängliche Flächenbild gewinnt gleichsam Vordergrund und Hintergrund. Die Sonderung in verschiedene Teilgebiete, die durch ihre systematische Bedeutung voneinander geschieden sind, nicht die ,, Projektion" des Innen und Außen, erweist sich somit auch hier als der eigentliche Ursprung des Begriffs des Gegenstandes.
Jedes Einzelne erhält einen Index, der seine Stellung zum Ganzen bezeichnet, und dieses Kennzeichen ist es, worin sich Für die naive Ansicht sein gegenständlicher Wert ansprägt. ist es das „Ding", das von Anfang an gegeben ist und das in jeder unserer Wahrnehmungen immer nur zum Teil ausgedrückt und abgebildet wird. Auch sie setzt somit ein Ganzes voraus, mit dem wir jede besondere Erfahrung vergleichen und an dem wir ihren Wert messen. Die Forderung, die hier gestellt ist, bleibt auch vom Standpunkt der kritischen Betrachtung zu Recht bestehen. Der Mangel der naiven Auffassung besteht nicht darin, daß sie diese Forderung überhaupt erhebt, sondern daß sie Forderung und Erfüllung verwechselt; daß sie die Aufgabe, die die Erkenntnis zu vollziehen hat, als bereits gelöst vorwegnimmt. Das Ganze, das wir suchen und auf welches der Begriff sich richtet, darf nicht im Sinne eines absoluten Seins außerhalb jeder möglichen Erfahrung gedacht werden; es ist nichts anderes als der geordnete Inbegriff dieser möglichen Erfahrungen selbst. Die moderne Psychologie der Raumvorstellung hat daher an die Stelle der Projektionstheorie eine andere Auffassung gesetzt, die den Tatbestand der Erkenntnis, wie er unabhängig von allen metaphysischen Annahmen sich darstellt, reiner und schärfer zum Ausdruck bringt. Die Vorstellung des ,, objektiven" Raumes ist danach nicht ein Werk der „Projektion", sondern der „Selektion": sie beruht auf einer begrifflichen Auswahl, die wir im Bereich unserer Sinneswahrnehmungen, insbesondere im Gebiet der Gesichtsund Tasteindrücke, vollziehen. Wir halten in der homogenen Masse dieser Eindrücke nur jene Inhalte fest, die den ,, normalen" physiologischen Bedingungen entsprechen, während

25*

387

wir andere. uns machen wird. Hier ist es somit kein absoluter Seinsunterschied. Der Inbegriff aller dieser möglichen Empfindungen in eine Gesamtvorstellung zusammengefaßt ist unsere Vorstellung von dem Körper. ohne eine begriffliche Regel nicht möglich sei. Vom Standpunkt der logischen Betrachtung ist es von besonderem Interesse. während alle übrigen Inhalte nur insofern Wert behalten. welches wir sehen. Er ist es nunmehr. wenn sie das nicht ist. sondern gleichsam ein Unterschied der Betonung. obwohl dem gewöhnlichen Sprachgebrauch widersprechend. Erinnerungsbild. daß schon die Vorstellung einer gesetzlichen Verbundenheit von Einzelinhalten. welche wir nennen. 237 ff. ist auch eine solche Wahrnehmung * Näheres zur Theorie der „Selektion" Psychology U. so lange sie durch gegenwärtige Empfindungen unterstützt ist. Helmholtz selbst rührt an diese Frage. wenn er gelegentlich betont. mehr und mehr zurückdrängen. der als die Realität schlechthin gilt. Indem auf diese Weise unsere Apperzeption einen bestimmten Umkreis von Erfahrungen aus dem Fluß der übrigen herauslöst. Principles of 388 . die Leistung zu verfolgen. Die Masse der räumlichen „Perzeptionen" organisiert sich allmählich gemäß einem bestimmten Plane und gewinnt in dieser Organisation feste Gestalt und Fügung*. James. s. betasten usw. welche anderen Empfindungen des Gesichts oder der anderen Sinne ein Objekt. In gewissem Sinne also. der das Objektive vom Subjektiven sondert. die unter außergewöhnlichen Bedingungen entstehen und die daher nicht die gleiche Wiederholbarkeit wie jene ersteren besitzen. gewinnt dieser eine bevorzugte Stellung. die in der Zeit aufeinanderfolgen. wenn wir die Augen oder unseren Körper fortbewegen und jenes Objekt von verschiedenen Seiten betrachten. „Durch Erfahrung können wir offenbar lernen. als sie als „Zeichen" auf diese Realität hinweisen. die dem Begriff in diesem allmählichen Prozeß der Gestaltung zukommt. Der konstruktive Aufbau der räumlichen Wirklichkeit enthält einen Prozeß der logischen Auslese in sich und wäre ohne ihn in seinem Ergebnis nicht verständlich.

wie sich jetzt zeigt. die der traditionellen Logik fremd erscheint. Optik.Vorstellung von einem individuellen Objekte schon ein Begriff. sondern in seiner echten und ursprünglichen Bedeutung. welche dieses Objekt von verschiedenen Seiten betrachtet. Er steht fortan nicht nur für sich selbst. Der rätselhafte Übergang zwischen zwei verschiedenen. 2. sondern für die Gesetze dieser Erfahrung. bereits in jedem einfachsten Urteil * Handbuch der physiolog. und der. der bereits in der Grundlegung der exakten Wissenschaften entscheidend hervortrat. ist und die ihm selbst daher zunächst paradox In Wahrheit aber erscheint gerade hier der Begriff keineswegs in bloß übertragener und abgeleiteter. in uns hervorrufen kann*. Die psychologische Analyse der Raumvorstellung beund befestigt somit den Begriff der Objektiv i t ä t der sich allgemein aus der logischen Analyse der Erkenntnis ergeben hat. die in ihren näheren und weiteren Folgen das Ganze der erfahrbaren Wirklichkeit bestimmt und umfaßt.. 947 f. Aufl." Man sieht. gleichsam aus seiner zeitlichen Enge herauswachsen und sich zum Ausdruck der Gesamterfahrung erweitern.. — III. seinen Grundzügen nach. Das Verfahren dieser logischen „Integration" ließ sich. berührt oder sonst untersucht. weil sie alle die möglichen einzelnen Empfindungsaggregate umfaßt. Gattungsbegriff". Der „Reihenbegriff". 389 . Der einzelne Inhalt muß. um wahrhaft objektiv heißen zu können. stätigt . die er an seinem Teil zur Darstellung bringt. Der Moment bildet jetzt den Ausgangspunkt einer gedanklichen Konstruktion. auch in den weiteren Anwendungen fortwirkt und sich als Instrument der objektiven Erkenntnis erweist. von einander ihrem Wesen nach getrennten Sphären des Seins verschwindet nunmehr und an seine Stelle tritt das schlichte Problem des Zusammenhangs und Zusammenschlusses der einzelnen Teilerfahrungen zu einem geordneten Inbegriff. war es. daß Helmhol tz sich hier zu einer Ansicht des Begriffs zurückgeführt sieht. S. im Unterschiede vom .

. (S. wo auch nur einem einzelnen Ding eine konkrete besondere Beschaffenheit zugesprochen wird. waltet bereits der Gedanke. unter bestimmt angebbaren Umständen. die sich aus ihm. hin wiederholbar gesetzt und im Urteil fixiert wird. Gegenstandes" selbst: änderung denn der wissenschaftliche Begriff eines bestimmten Objekts umfaßt. entwickeln können. der damit gesetzt ist. wo der Inhalt. 321 ff. Überall dort. S.. Zu diesem ursprünglichen Akt aber vermag weiterhin ein anderer hinzuzutreten. sofern nur daran festgehalten wird. die als schlecht- Form . sondern auch die Gesamtheit der notwendigen Folgen. daß in jeder beliebigen Aussage: a ist b insofern ein Moment der Dauer eingeschlossen ist. die nicht nur für einen einzelnen Zeitpunkt gelten will. sondern durch zugehörige Änderungen in einer anderen Reihe gesetzlich bedingt und gefordert ist. oben. Die . in welchem sie durch den Wahrnehmungsakt erfaßt wird. sondern wird für die ganze Reihe t^^t^t^ festgehalten. Wie das Urteil dem Subjekt a im Zeitpunkt Iq das Prädikat b zugeschrieben hat.über „Tatsachen" sichtbar machen. zu. Erst damit ergibt sich das allgemeine Schema für den Begriff des empirischen . die mit der des Urteils selbst gesetzt ist. als solcher logisch beharrt. Eigenschaft" b kommt dem „Ding" a nicht nur in dem bestimmten Zeitpunkt t^. als damit eine Abhängigkeit festgestellt wird.. im Zeitpunkt t^ das Prädikat b" zusprechen. auf den die Bestimmung sich richtet. in seiner ideellen Vollendung nicht nur die Gesamtheit seiner hier und jetzt gegebenen Merkmale. als solcher veränderlich ist.) Somit ist es hier zunächst ein und dieselbe Bestimmung. sondern als identisch übertragbar auf die ganze Folge der Zeitmomente angesehen wird. in welchem nunmehr die Verder Einzelelemente selbst als logisch bestimmt gedacht wird. In der einfachsten schematischen Bezeichnung des Grundverhältnisses genügte es. Wir verknüpfen eine Reihe zeitlich getrennter und inhaltlich verschiedener Zuständlichkeiten durch einen ein390 . daß dieser Wechsel der Merkmale nicht regellos erfolgt. 355 ff. bewährt sich auch dort. so kann es ihm im Zeitpunkt ti das Prädikat b'. daß der Zusammenhang. Und diese Beharrung. darauf hinzuweisen.

des einzelnen Zeitdifferentials gewinnt objektive Bedeutung. lediglich den Inhalt der einzelnen. daß nichts anderes. oder ihn zunächst Gegebenen logisch nach einem bestimmten begrifflichen Gesichtspunkt zu beurteilen. als eben diese Zustände den Inhalt des unmittelbar ausmachen. wo man am eifrigsten bestrebt ist. sofern aus ihm nach bestimmter Methodik der Inhalt der Gesamterfahrung sich rekonstruieren läßt. die Schlußfolgerungen auf- zuweisen.. Gerade dort. Im Gegensatz zu diesem kontinuierlichen Prozeß. die sich ausdrücklich darauf beschränkt. die keiner näheren Prüfung bedarf. ist mit dieser Fragestellung im Grunde bereits eine Schranke zwischen Denken und Sein aufgerichtet. transzendentale Realismus" sich die Aufgabe stellt. das uns anfangs allein zugänglich ist. das Bewußtsein des 391 . ohne ihm irgendein neues Element hinzuzufügen. Daß alles Bewußtsein sich nur auf die subjektiven Zustände des eigenen Ich bezieht. nach dem platonischen Wort. zugrunde gelegt. der über diese ersten und ursprünglichen Daten nirgends hinausgreift: es gibt eine Art des Selbstbewußtseins. die für das Ichbewußtsein als hinlänglich gilt. Dinge" vorzudringen. zeigt sich der Mangel aufs deutlichste und empfindlichste. die fortan durch keine logische Bemühung mehr beseitigt werden kann.. tatsächlich vorhandenen Impressionen passiv hinzunehmen. wird hier als eine Voraussetzung. in den Bereich des „Transsubjektiven" hinüberführen. Es gibt einen Bezirk der . um zu einer Welt der . Nur dies wird behauptet und zu erweisen gesucht. durch — welchen die anfänglich fragmentarischen und unverbundenen Erfahrungen sich mehr und mehr zu dem einen System der empirischen Erkenntnis gestalten. Vorstellungswelt" realen . die das Denken nicht mehr zu überbrücken. die Grenzen der bloßen zu durchbrechen.. die vom Gebiet des Subjektiven. sieht sich die metaphysische Auffassung an irgendeiner Stelle notwendig zu einer Kluft geführt. Indem der . die dem Einzelnen.. wenngleich allenfalls zu überspringen vermag. daß diese erste Stufe. Der Inhalt erst wahrhaft das Siegel des Seins aufdrückt.ist heitlichen Komplex kausaler Regeln: und diese Verknüpfung es. Immanenz". in keiner Weise genügt.

ist nicht sowohl der Begriff der „Transzendenz".. Insbesondere ist Gegenstand der Naturwissenschaft. Kraft" und die Beschleunigung. Immanenz". oben. durch sie nicht nur den psychologischen Vorstellungsidealismus. daß er sie schärfer faßt und ihre Wirksamkeit bereits für jegliche. erschöpfen. Der Gedanke des Ich ist keineswegs ursprüng. ohne damit einem anderen. wie sich in Tat der der leicht zeigen läßt. Man mag alle diese Folgerungen bis hierher völlig zuaber ein seltsamer Irrtum war es. Phase der Erkenntnis. von denen hier die Rede ist. die über den Inhalt der jeweilig gegebenen Eindrücke hinausgreifen. mit diesen primitiven Mitteln nicht zu Die Gegenstände. als vielmehr der Begriff der . den wie nunmehr weiter gefolgert wird der hat damit Kreis des immanenten Seins bereits verlassen. der ihm gegenüber als der objektive Inhalt kann als „subjektiver" erscheint. auf welche in diesen Deduktionen der Begriff des objektiven Seins gegründet wird. Wer daher der Wissenschaft das Recht einräumt. Der kritische Idealismus unterscheidet sich von dem „Realismus". — — — Grundsätze.) Die 392 Bedingungen und Voraussetzungen der „objektiven" . da beide nur miteinander bestehen und sich nur in steter Kein Wechselbeziehung aufeinander entwickeln können. S. auch die Ohne logische primitivste. sondern auch den kritischen Idealismus in seinem Grunde und seiner Wurzel getroffen zu haben. als der Gedanke des Objekts.. der hier vertreten wird.Gegenstandes zu begründen. gibt es für ihn so wenig ein I c h als es ein Gegenstandsbewußtb ewu ß t se i n sein gibt. die „Masse" und die „Energie". wenn man gegestehen: glaubt hat. entgegengesetzt zu werden. verneint. (Vgl. fordert. um in den Bereich der „Transzendenz" überzutreten. Was daher von seinem Standpunkt aus zu bestreiten ist. daß er die gedanklichen Postulate. licher und logisch unmittelbarer. der hier vorausgesetzt wird. von Objekten und von den kausalen Verhältnissen der Objekte zu sprechen. nicht dadurch. sondern umgekehrt dadurch. sind von allen Inhalten der unmittelbaren Wahrnehmung streng und unverkennbar geschieden. 362. die . gewußt und erfahren werden.

die sich von jeder Beimischung des Begriffs frei hält. daß der Inhalt. sobald einmal die metaphysische Differenz des Subjekts und Objekts in eine methodische Unterscheidung verwandelt ist. in der er hier und jetzt gegeben ist. Die innere Wahrnehmung. Der tiefere Grund dafür. ein schlechthin individueller ist. daß Außen. So klar dieser Sachverhalt erscheint. ist es. Die Gewißheit der reinen Erfahrung gilt von der des Denkens als völlig verschieden. so beziehen sie sich demgemäß auch auf je einen besonderen Kreis von Objekten. besitzt demnach freilich eine eigentümliche und in ihrer Art unübertreffliche Evidenz: aber diese Evidenz wird dadurch erkauft..Erfahrung können daher nicht. der auf diese Weise gewonnen wird. ohne sich damit Erfahrung Denken 393 . Und wie beide in ihrem Ursprung getrennt sind.und Innenwelt als zwei heterogene Wirklichkeiten einander entgegengesetzt werden. Die reine Erfahrung. das als solches keinen selbständigen Bestand besitzt. so verlohnt es sich dennoch. die uns der Zustände des eigenen Ich versichert. die zwischen den verschiedenen erkenntnistheoretischen Richtungen immer aufs neue entstehen. ergriffen wird. der lediglich in der einmaligen Beschaffenheit. bei ihm zu verweilen: denn hier liegt der Kern aller Mißverständnisse. nachdem die subjektive Welt der Vorstellungen bereits besteht und in sich selbst ihren Abschluß gefunden hat.. alles logische Ordnen entfernt ist und sie nur in einem Zusammenrinnen des Ähnlichen und Gleichen bestehen": dann und nur dann darf die Selbstgewißheit sie in ihren Dienst stellen. strakte Teilmoment einer begrifflichen Unterscheidung. innerhalb dessen sie alleinige und ausschließende Geltung besitzen. weil sein ganzer Sinn und seine ganze Bedeutung in seinem logischen Korrelat und Gegensatz wurzelt. liegt in einem analogen Gegensatz. während alle Erkenntnis des äußeren Objekts ihre eigentliche Gewähr erst kraft der Notwendigkeit des Denkens empfängt. der zwischen und angenommen wird.alle Denknotwendigkeit. Subjektive" bedeutet immer nur das abenthalten. als nachträgliche Ergänzung hinzugefügt werden. Wenn aus unseren Vorstellungen . sondern sie sind bereits in ihrer Setzung mitDas . kraft deren das Ich sich selbst erfaßt.

an der das Denken in keiner Weise beteiligt ist. Ein schlechthin regelloses und ungeordnetes Etwas von Wahrnehmungen ist daher ein Gedanke. Der Schnitt. S. wie den objektiven Begriff der Erfahrung. Erst auf diese Weise gelangen wir zu einer Gewißheitsart. setzt eine Einordnung des individuellen Inhalts in irgendeinen Gesamtzusammenhang voraus. 15ff. Bezeichnet man daher jedes Moment. zu erweitern ist*. als . der nicht einmal als methodische Fiktion vollziehbar ist: denn die bloße Möglichkeit des Bewußtseins schließt zum mindesten die begriffliche Antizipation einer möglichen. vernichtet nicht minder den Begriff des Bewußtseins. vgl. daß wir uns allen Zusammenhängen mit den Reichen des Geistes und der Natur. Gerade dieser scheinbar gänzlich voraussetzungslose Anfang aber enthält eine Prämisse in sich. Erfahrxing und Denken. hierzu o 1 k e 1 t . wenngleich in ihren Einzelheiten noch nicht festgestellten Ordnung in sich. sondern daß sie durch logische Annahmen und Postulate. sondern auch die Gewißheit des Anfang — * S. der hier zwischen Wahrnehmung und Denken versucht wird. allem Verkehr mit den Gütern und Gemeinschaften der Kultur entschlagen. bes. transsubjektiv". daß sich bei ihr nicht stehen bleiben läßt. 1906. kraft deren wir einen Gegenstand der Erkenntnis setzen. um lediglich dieses unser einzelnes individuelles Bewußtsein „in seiner ganzen Blöße und Nacktheit" festzuhalten. das über die bloße unmittelbare Gegebenheit der Einzelempfindung hinausgeht. Die Quellen der menschlichen Gewißheit. . Leipzig 1878. daß nicht nur die Gewißheit des Objekts. so gilt hier der paradoxe Satz. V 394 . ohne den einzelnen Inhalt selbst zu zerstören. I.. Der jeder Theorie des Erkennens muß somit darin bestehen. um freilich sogleich einzusehen.untreu zu werden. Alles Bewußtsein verlangt irgendeine Art der Verknüpfung: und jede Form der Verknüpfung setzt eine Relation des Einzelnen zu einem umfassenden Ganzen. So primitiv und unentwickelt dieser Zusammenhang auch gedacht werden mag: er läßt sich dennoch niemals gänzlich aufheben. deren Recht vom Standpunkt der Logik wie von dem der Psychologie aus in gleicher Weise unerweislich ist. München Kap.

Denn dieser Gegenstand mag vom Standpunkt des psychologischen Individuums aus immerhin heißen: vom Standpunkt der Logik und . 325 f. 186 ff. S.. sie betrifft lediglich die objektive Geltung bestimmter Axiome und Normen der wissenschaftlichen Erkenntnis. Erfahrung und Denken. Denn auch das bloße . 395 .. der den Kern des kritischen seiner Kritik . transsubjektives" Moment in sich birgt. erkenntnistheoretische irgendein Machtgebot des einen . V o 1 k e 1 1 Quellen der menschlichen Gewißheit. Vorstellung" nichts mehr gemein. sondern daß er erst auf Grund der Denknotwendigkeit gewonnen wird**: so verficht er damit die eigenste These eben dieses Idealismus selbst.. daß der Gegenstand nicht in der bloßen Empfindung gegeben ist. ** Quellen der menschlichen Gewißheit.Subjekts ein .) dieses Systems anerkennen. transsubjektiven Befehl" zu über- winden wäre*. Die Idealität.. die hier allein behauptet ist. so gibt es hier keine Kluft". immanent" zu bezeichnen. 32 ff. oben. hat mit der subjektiven . Bestimmt man daher den Gegenstand nicht als eine absolute Substanz jenseits aller Erkenntnis. Die Wahrheit des Gegenstands dies allein ist die Meinung hängt an der Wahrheit dieser Axiome und besitzt keinen anderen und festeren Grund. . den diese Grundsätze. S. Er verbleibt streng in dem Umkreis. sondern immer nur relatives Sein: aber diese Relativität bedeutet ersichtlich nicht die physische Abhängigkeit von den einzelnen — — * Vgl.. Dieser schlichte Gedanke allein aber ist es. sondern als das wie es sich in der fortschreitenden Erfahrung Objekt. usf. die erst mühsam. transzendent" ihrer obersten Grundsätze aus ist er nichtsdestoweniger als rein . Wahrnehmungsurteil" gewinnt seine Bedeutung erst durch den Hinblick auf das System der Erfahrungsurteile und muß somit die gedanklichen Bedingungen (Vgl.. durch .. Idealismus" ausmacht. S. 46 f. selbst gestaltet.. Wenn Volkelt in immer von neuem hervorhebt. den insbesondere die allgemeinen Prinzipien der mathematischen und naturwissenschaftlichen Erkenntnis bestimmen und abgrenzen. usf. Es gibt somit freilich im strengen Sinne kein absolutes. durch Denkens. S.

oben. Vernunft. (Vgl. kraft deren wir aus dem Kreis der einzelnen. sondern er bezeichnet lediglich eine rein funktionale Beziehung.und Unterordnung in der Gültigkeit Wenn wir die Definition des bestimmter Urteile." Unter Seinsgültigkeit soll daher nichts anderes verstanden werden. ein Verhältnis der Über. daß sie auch auf der Gegenseite ausdrücklich hervorgehoben und bezeugt wird. „Gegenstandes" zergliedern. 37. enthält somit hier keinerlei Hindeutung auf irgendein physisches oder metaphysisches Kausalverhältnis. konDie stitutiven „Faktoren" eben dieses Begriffs erscheinen.) Diese Art der Bedingtheit aber ist so unverkennbar. bes. so werden wir hier notwendig auf gewisse logische Notwendigkeiten zurückgeführt. 33 u. Erfahrung und ihr Gegenstand werden in der Weise von abhängigen Variabein aufgefaßt.sondern die logische Abhängigkeit vom Inhalt bestimmter allgemeingültiger Obersätze aller Erkenntnis überhaupt. wenn wir dieser Gewißheit zuwider handelten." Die Vo ke 1 1 1 . Die sachliche Notwendigkeit.Argumente" zurückgeführt werden und diese rein inhaltliche Abhängigkeit der Funktion von ihren Argumenten ist es. „Es geschieht im Namen der nötigt. 354 ff. . daß das Sein ein „Produkt" des Denkens ist. Verstand. Überlegen. : wendigkeit. die somit als die unentbehrlichen. wenn wir uns zu klarem Bewußtsein bringen. Wissenschaft nennen. 396 . S. um uns zu dem Gedanken kontinuierlicher. . was in der Sprache des Idealismus als die Bedingtheit des „Objekts" durch das „Denken" bezeichnet wird. daß die Gewißheit sachlicher Notwendigkeit mich beherrscht und zu transsubjektiven Annahmen was wir Beurteilen. im letzten Grunde eine logische Not- denkenden Subjekten. Vernunft. wie auch hier schließlich zugestanden wird. was in diesem Begriff gesetzt ist. Denken. unverbundenen Empfindungen heraustreten. durch strenge kausale Regeln miteinander verknüpfter Gegenstände zu erheben. würde uns an der Wurzel untergraben erscheinen. ist. die wir vermöge der Denknotwendigkeit dem Inhalte des Urteils geben*. die successiv auf eine Folge logischer . Der Satz. S. Alles. als „die transsubjektive Bedeutung. Die Quellen der menschlichen Gewißheit.

. Ist diese Einsicht einmal festgestellt. nichts anderes sind als das Ergebnis und der Abschluß einer logischen Arbeit. durch welches sie und jetzt im wirklichen Vorstellen repräsentiert wird. wie die Grenze einzelnen bestimmen. sind notwendig und hinreichend für die Umformung hier 397 . In beiden Fällen erhebt sich das momentane sinnliche Bild zu einer neuen logischen Bedeutung und Dauer. wie die Unterscheidung. Die „Transzendenz". aber in beiden Fällen gilt zugleich. auf denen der Übergang von den empirischen Daten des Tastund Gesichtssinnes zu den reinen Gestalten der Geometrie beruht. entgegenstellen. so läßt sie sich alsbald auf die Objekte der Physik übertragen. Transzendenz" ist damit genau bezeichnet. daß vermöge dieser Scheidung kein gänzlich fremdartiges Sein von uns ergriffen wird. der keine unmittelbare Entsprechung in irgendeinem einzelnen Vorstellungsinhalt besitzt. ist von derselben Art und beruht auf den gleichen prinzipiellen Gründen.allgemeingültigen Regeln der Vernunft sind es somit. die ja. jeglicher Am klarsten tritt diese Begrenzung hervor. bilden die Zahlen wie die reinen Gestalten der Geometrie kein eigenes Gebiet für sich bestehender. wie sich allenthalben gezeigt hat. sondern nur bestimmten Inhalten ein neuer Charakter begrifflicher Notwendigkeit aufgeprägt wird. Und dennoch bilden die Gegenstände der mathematischen Erkenntnis. Art von . absoluter Existenzen. Auch dieser geht ja in keiner Weise in einem Komplex von sinnlichen Empfindungen auf. kraft deren wir die mathematische Idee des Dreiecks oder Kreises dem einzelnen anschaulichen Bilde. daß er das Gegebene in einem gedanklichen Entwurf. Dieselben Bedingungen. nach welchen wir den Begriff des Seins selbst entwerfen und im Das Recht sowohl. auch für ihn ist es charakteristisch. die wir dem physikalischen Objekt im Unterschied von dem verfließenden und veränderlichen Inhalt der Einzelwahrnehmung zuschreiben. überschreitet. in der wir die Erfahrung fortschreitend gemäß den Forderungen des mathematischen Begriffs umgestalten. wenn man hier den Gegenstand der Erfahrung mit dem Gegenstand der reinen Mathematik vergleicht. sondern sind nur der Ausdruck bestimmter allgemeingültiger und notwendiger ideeller Zusammenhänge.

mit dem Urteilen rein im Gegebenen zu bleiben. läge all seine Bedeutung in dem. die Erkenntnis gehen ihrem Sinne nach über das Gegebene hinaus. wenn wir lediglich auf das Gegebene beschränkt wären. Transzendenz". Denn wäre das Urteil nicht transzendent. hätte es keine Bedeutung. als sie hier gezogen wird. die über das in ihm Gegebene hinausführt. gleichgültig.\Vir könnten nie etwas meinen. . würden zu Tautologien.. Der „Gegenstand" W. das zu dem Gegebenen hinzukommt. mit dem Meinen. ** Vgl. und gewährleistet . a ist b oder a ist nicht b. denn alle Versuche.. als die. das in ihnen Gemeinte ist dem Gegebenen und daher ihnen selbst. sondern etwas. ob ich urteile. nicht in den gegenwärtigen Empfindungen zu beharren. wenn es bereits zu seiner ursprünglichen Leistung gehört. Hier wie dort wird eingeführt. Wenn wirklich alles Denken „sich selbst transzendent" ist. jedes Urteil 398 . was es als psychischer Vorgang ist. S. daß das. als gegenwärtiger psychischer Inhalt betrachtet werden. Maßstab Realismus" ist somit allerdings im Recht.. Das Urteil. auf den fortan ein konstanter das Veränderliche bezogen wird: und diese grundlegende Funktion ist es. die Erkenntnis zur Erkenntnis macht. nicht selbst etwas Gegebenes ist. selbst die in gesetzt der Grundfunktion des Urteils ist**. S. insofern er sich selbst nie meinen kann*." Diese Sätze sind völlig zutreffend: aber es bedarf nur einer leichten Änderung der Formulierung. Die . a.a.des Inhalts der bloßen Perzeption in die Welt der empirischphysikalischen Massen und Bewegungen. Der Realismus und das Transzendenzproblem.. Frey tag. Der betont. transzendent. sondern über sie hinauszuschreiten: so gilt zugleich der umgekehrte Schluß. wenn er was das Urteil zum Urteil. zu sinnlosen Sätzen führen. 123. sofern sie nur als Gegebenes. Jeder Gedanke . F r e y t a g Halle 1902..O. so würde ja die Wahrheit vom Urteil selbst geradezu gemacht werden. ist sich selbst transzendent. auf der die Setzung jedweder Art von Objektivität beruht.. ist keine andere. um aus ihnen sofort eine völlig andere Konsequenz zu entwickeln. die kraft des Denkens begründet und erwiesen werden kann. jenige. 126: „In dieser allgemeinen Überzeugvmg von der objektiven Natur der Wahrheit liegt aber die Transzendenz des Urteils als notwendige Voraussetzung eingeschlossen.

Vorstellung" alles Gegebene zugleich etwas bedeutet. sinnlichen Wahrnehmung überschreitet. das würde in sich richtig sein. Kant und seine Vorgänger. um zum Begriff des physikalischen Objekts vorzudringen. sondern vielmehr die logische Allgemeingültigkeit der obersten Erkenntnisprinzipien gegenüber. Damit aber ist wiederum die Korrelation von Erkenntnis und Gegenstand im kritischen Sinne zugestanden: denn so sehr das Urteil den bloßen Inhalt der eben gegenwärtigen. Der metaphysische „Realismus" mißversteht diesen logischen Bedeutungswandel. das tatsächlich als nicht b seiend beurteilt und darum auch so gegeben wäre. das Urteil ist. aber war es. „Ein Jegliches. im zweiten das a. Uphues . B. 399 . daß . nicht diestehe. wie sich bereits gezeigt hat. S. das ohne den Hinweis auf sein Integral nicht völlig bestimmt und verständlich ist. das es von denen Gesamtsystem und die Allheit der Glieder umschließt. seinem Wesen. weil seiner DefiniDer psychologischen Immanenz tion nach unablösbar ist. weil ja im ersten eben das a gemeint wäre. das uns über die Erfahrung als hinausführt. hierzu z. die der methodische Idealismus allein vertrat und forderte. Das Besondere erscheint als Differential.." * Vgl. ist unbedingt zuzugestehen: aber in dieser „Repräsentation" liegt. mitgesetzt mit- gemeint ist. so wenig wird man behaupten wollen. Die „Immanenz" im Sinne des Psychologismus muß freilich überwunden werden. jenige von irgendwelchen konkreten psychischen Inhalten oder Akten. 336. seinen Bestand in begrifflichen Re- lationen. Jedes Einzelglied der Erfahrung besitzt insofern symbolischen Charakter. das tatsächlich als b seiend beurteilt und darum auch gegeben wäre. als in ihm das Gesamtgesetz. der Eindrücke tritt nicht eine metaphysische Transzendenz der Dinge.somit genau so viel und genau so wenig transzendent. daß es jenseits der logischen Grundsätze der Erkenntnis überhaupt Die Abhängigkeit von diesen Grundsätzen. kein Moment. Daß die einzelne gleichsam über sich selbst hinausgreift. indem er ihn als eine Art dinglicher Transsubstantiation auffaßt. indem es den Kreis der Empfindung ist als es — überschreitet. Berlin 1906. aber eben dieses Objekt selbst gewinnt. was nicht direkt in ihm selbst liegt*.

die mit ihrem Ansich nie in die Erscheinung treten können. und B hinwiederum. nun weiter rückwärts in etwas hinter sich zu suchen haben. * S. Denn. Das Grundproblem der Erkenntnistheorie. sofern A besteht. vielmehr den ganzen unselbständigen Schein der Erscheinung. spricht A. Das beständige Hinausgreifen über den jeweilig gegebenen Einzelinhalt ist selbst eine Grundfunktion der Erkenntnis. scharf erfaßt hat. allen Erscheinungen überhaupt die eigentliche Existenz abzusprechen und als letzten haltbaren und Halt gewährenden Grund ihrer wechselnden Vielheit an sich bestehende. V. „Daß in der Welt der Erscheinung immer nur Eins mit und durch das Andere bestehen kann.'* Aber dieses . ist es eben und braucht es darum nicht erst zu bedeuten*. . „muß etwas anderes bedeuten. kann leicht dazu führen. Diese Beziehung ist dazu bestimmt. sofern B besteht. das hierin liegt. 49. als es ist. ineinander hineinwerfen oder durch inneres Wirken in sich oder aus sich heraus erzeugen. die als solche einer gemeinsamen Ordnung angehören. vielmehr handelt es sich hier um eine Beziehung zwischen verschiedenen empirischen Inhalten. ich kann nur bestehen. ich kann nur bestehen. die sich innerhalb des Gebiets der Erkenntnisgegenstände erfüllt und befriedigt. denn das. . Hartmann. Heterogenes zu sein. und hat dazu geführt. Von den philosophischen Physikern ist es insbesondere F e c h n e r der das Problem. sagt man: wenn sich Eins hinsichtlich des Grundes seiner Existenz immer nur auf das Andere berufen will. den sie nicht einseitig und wechselseitig ineinander finden können. was es ist.etwas bedeuten soll". was ihrem Schein den Grund . 400 .Andere" braucht darum in keiner Weise etwas sachlich. selbständig seiende feste Dinge dahinter anzunehmen. nicht dazu. so fehlt zuletzt ein Grund für alle Existenz. so haben beide sich zuletzt auf Nichts berufen Aber statt daß A und B den Grund der Existenz. daß wir kraft ihrer von einem gegebenen Anfangspunkt aus das Erfahrungsganze im geregelten Fortgang durchschreiten. daß wir es überschreiten. sei es durch äußeres Wechselwirken. . so wird hier gefolgert. E.

nichts anderes. welche das Ding gewährt.. von der sie beide Glieder sind. nach welchen Regeln sich das Einzelne zum Ganzen fügt und was die letzten Elemente. dahinter noch Anderem. die metaphysischen Bestandteile im Begriffe der Materie auszuschalten.. haben sie ihn in der Totalität zu suchen. in der Begriffsbestimmung des Objekts der Physik noch eine innere die so verrät sich Unklarheit. Die kritische Auffassung steht Tastgefühl dem — * lehre. Was hinter den Daten des Tastens und Fühlens selbst noch liegen mag. nach dessen Grunde man von neuem zu fragen hätte. das Ganze ist der Halt und Kern des Ganzen und alles Dessen. a. sondern in einem über die Einzelwahrnehmungen. braucht den Physiker nicht zu kümmern." So deutlich und entschieden diese Sätze indessen Abgrenzung zwischen Metaphysik und Physik vollziehen: dennoch zuletzt bei Fechner selbst. nicht in etwas Einzelnem. bestimmt er sie durch eben diese Eigenschaften selbst: die Materie des Physikers ist. S. auch das eigentümliche logische Moment zu beseitigen. hinausreichenden solidarisch gesetzlichen Zusammenhang derselben. Erscheinungen rückliegenden dunklen Dinge dahinter. was darin .. „ganz übereinstimmend mit dem gemeinsten Sprachgebrauche". ihm ist die Handgreiflichkeit selbst das allein Aufzeigbare. als was sich dem bedeutend mit bemerklich macht. So wird sie gleich„Handgreiflichen". Cassirer. und philosophische Atomen- Aufl. doch kann man untersuchen. durch Erfahrung Faßbare und weiter Verfolgbare: und dies genügt. beruht immer nicht in einem unabhängig von den Wahrnehmungen. Über die physikalische ff. von dem jede Erscheinung einen Teil verwirklicht*. Fechner.. O. 2. das den sinnlich wahrnehmbaren Eigenschaften „zugrunde liegt". das für ihn charakteristisch ist. 106 f. Hier hat also der Versuch. Einzelerscheinungen. dem Begriffe die für seine Zwecke erforderliche feste Unterlage zu geben**.. 111 ** A. Um der Auffassung der Materie als eines völlig unbekannten und unbestimmten Etwas. Leipzig 1864..und Kern gebe. wiederum dazu geführt. zu entgehen. S.. Was wir Objektives an einem materiellen Dinge finden können. Im Ganzen hat man allen Grund des Einzelnen zu suchen. Substanzbegriff 26 4Q1 .

Sie definiert das Objekt der Naturwissenschaft durch die Beziehung auf das „Ganze der Erfahrung": aber sie ist sich zugleich bewußt. und einer der mannigfaltigen Ausdrücke dieser Relationen ist es. All unser Wissen. der im Begriff der Materie. Der Eindieses naive Vertrauen wird alsbald erschüttert. der die Geschichte der Metaphysik aufweist auch alle räumlich-zeitlichen Eigen- — — 402 . wie es an sich selbst weder leuchtend noch duftend. die sich im Fortschritt der Erkenntnis immer gefährlicher aufFür die erste naive Wirklichkeitsansicht zurichten drohte. Immer mehr Bestimmungen. deren keine sich „handgreiflich" gleich einem gegebenen sinnlichen Inhalt aufzeigen läßt. gewinnt es seine Form und Gliederung. oben. Nur durch die Setzung ursprünglicher Relationen. sondern nur Zeichen von ihnen und ihren wechselseitigen Beziehungen. wandeln sich nunmehr in bloße Ausdrücke des Seins. weder farbig noch tönend ist. sondern er besitzt sie unmittelbar und vermag sie zu ergreifen. Die Rückführung des Dingbegriffs auf einen obersten Ordnungsbegriff der Erfahrung beseitigt eine Schranke. druck des Objekts und dieses Objekt selbst treten auseinander: an die Stelle der Identität tritt das Verhältnis der Repräsentation. so vollendet es in sich selbst sein mag.zwischen beiden Ansichten mitten inne. 224 f. S. liefert uns niemals die Gegenstände selbst. Der Gedanke braucht nicht allmählich und kraft komplizierter Schlußfolgerungen zu den Dingen vorzudringen. Begriff des Dinges keinerlei Rätsel und zwar enthält der Schwierigkeiten. die unseren unmittelbaren Sinnesempfindungen anhaften. daß dieses Ganze sich niemals als eine bloße Summe einzelner Sinnesdaten darstellen und begründen läßt. Wie das Ding frei von all den Besonderungen zu denken ist. die zuvor als dem Sein selbst zugehörig galten. wie unsere körperlichen Organe des Tastens Aber das körperliche Objekt umfassen und umspannen. (S.) — IV. so müssen weiterhin in dem bekannten Fortgang. wie in dem der Kraft oder Energie festgehalten wird.

keine das. So ist das geworden ist. Wir erkennen somit nicht „die Gegenstände" als wären sie schon zuvor und unabhängig als Gegenstände bestimmt und gegeben sondern wir erkennen gegenständlich. Der Begriff des Gegenstandes ist — — . der Veränderlichkeit und der Ursächlichkeit von ihm Alles alles Erkennbare. daß eben dasjenige. Einen Inhalt erkennen. tritt in einen eigentümlichen Gegensatz zum absoluten Sein Bekannte. so müssen Verhältnisse. sobald man sich darauf besinnt. was die Metaphysik den Dingen an und für sich als beilegt. als vielmehr tiefer und tiefer zu verbergen. sondern ein Ausdruck für die Form und den Modus des Begreifens selbst. All das. Alle Skepsis und alle Mystik drängen sich fortan in diesen einen Punkt zusammen.Ding" nicht mehr die unbekannte Sache. wie die der Mehrheit und der Zahl. nicht ein dunkles Jenseits. in Wahrheit in jegliche Erkenntnis als unentbehrlicher Faktor und als notwendige eingeht. in diesem Sinne genommen. Er bezeichnet den logischen Besitzstand des Wissens selbst. heißt ihn zum Objekt umprägen. was hier als der unverstandene Rest der Erkenntnis erscheint.. indem wir innerhalb des gleichförmigen Ablaufs der Erfahrungsinhalte bestimmte Abgrenzungen schaffen und bestimmte dauernde Elemente und Verknüpfungszusammenhänge fixieren. das sich ihm jetzt und für immer entzieht. des Gegenstandes. erweist sich jetzt als ein notwendiges Moment im Prozeß der Eigenschaft 26* 403 . abgestreift werden.Schäften. — . Wie vielfältige und neue Verhältnisse der „Erscheinungen" uns die wissenschaftliche Erfahrung immer kennen lehren mag: die eigentlichen Gegenstände scheinen sich in ihnen nicht sowohl zu enthüllen. sondern umgekehrt eben das Grundmittel. prägt ihnen das Merkmal der Unbegreiflichkeit auf. Derselbe Grund. die als bloßer Stoff vor uns liegt. kraft dessen es all was ihm zum feststehenden Eigentum ausdrückt und sicherstellt. letzte Schranke des Wissens mehr. indem wir ihn aus dem bloßen Stadium der Gegebenheit herausheben und ihm eine — Bedingung bestimmte logische Konstanz und Notwendigkeit verleihen. der uns der Existenz der Dinge versichert. Alle diese Zweifel und Bedenken schwinden indes.

so erscheinen hier Identität sowohl wie Stetigkeit als Postulate.dort von der Beharrlichkeit und der im Unterschied von der Wandelbarkeit und der Unterbrechung der Sinneswahrnehmungen. ihm festgehalten wird. als die rein formalen Beziehungen. Denn vom Bilde verdort. nicht die Mittel. Besonders prägnant tritt dieser Zug in der Helmholtzschen hervor. entstehen verschiedene Begriffe der physikalischen Realität. Aus diesem Zusammenhang heraus erklärt sich erst die eigentümliche Wandelbarkeit. zur Bezeichnung seines Gehalts zuletzt kein anderes Ausdrucksmittel zu finden. deren wir uns hier niemals versichern können. Das Zeichen dagegen fordert keinerlei sachliche Ähnlichkeit in den Elementen. sondern lediglich eine funkWas in tionale Entsprechung der beiderseitigen Struktur. Unsere Empfindungen und Vorstellungen sind Zeichen. mit denen erkannt wird.y auch die Begriff des absoluten Gegenstandes festhält. nicht der Gegenstände. die sich im Inhalt der wissenschaftlichen Objektbegriffe kundtut. Forderung selbst. die jedoch nur verschiedene Stufen in der Erfüllung ein und derselben fundamentalen Forderung Wahrhaft unveränderlich bleibt lediglich diese darstellen. Wenn stetigen Fortdauer der Gegenstände. So vermag denn Naturwissenschaft wo sie am Zeichentheorie Abbilder langt man irgendeine Art von Gleichheit mit dem abgebildeten Objekt. durch die sie jeweilig Funktion befriedigt wird. die eine charakteristische und typische Ausprägung der allgemeinen naturwissenschaftlichen Erkenntnislehre darstellt. Objektivierung. sondern die objektiven Verhältnisse. Sie bezeichnen nicht sowohl die sachlichen Merkmale. Die Mannigfaltigkeit der Empfindungen ist der Mannigfaltigkeit der wirklichen 404 . die erkannt werden. die der fortschreitenden gesetzlichen Verknüpfung als allgemeine Richtlinien dienen. das ist nicht die besondere Eigenart des bezeichneten Dinges. auf denen der Zusammenhang der Erfahrung beruht. Je nachdem die ihrem Ziel und Wesen nach einheitliche der Gegenständlichkeit sich mit verschiedenem empirischen Material erfüllt. . in denen es zu anderen gleichartigen steht. als vielmehr die logischen Werkzeuge. gesprochen wird.

Gegenstände derart zugeordnet. 586 ff. ö. in ihrem gesetzmäßigen Zusammenhang. Was wir unzweideutig und als dem in einen Inbegriff feststellen knüpfung dem andern Tatsache ohne hypothetische Unterschiebung finden können. keine Bedeutung mehr besitzt. nicht seiner Natur nach geändert. S.. Der bekannte Tatbestand wird. als G e s e t z e der Dinge aussprechen. die für uns eine Bedingung der Begreiflichkeit der Phänomene ist. Handbuch der physiolog. als sie vielmehr objektive Zeichen sind. Zeichen von etwas Objektivem". haben wir damit lediglich eine neue Bezeichnung für die universelle Bedeutung. abgesehen von allen besonderen einschränkenden Bedingungen besitzen. 947 f. sondern lediglich bekräftigt und in seiner objektiven Wahrheit bestätigt. die sie für alle Erfahrung. auf eine Verhinweist. Indem wir die Zusammenhänge. Die Dinglichkeit ist stets nur eine derartige Bestätigungsformel. Man sieht indessen. wohl aber die Regeln. Optik. Aufl. 405 . die wir ihnen zuerkennen. das Gesetzliche in der Erscheinung: und diese Gesetzmäßigkeit. als vielmehr nur ein doppelter Ausdruck für ein und denselben fundamentalen Sachverhalt geschaffen ist. geschaffen. in seiner isolierten an sich seienden Beschaffenheit. sich in daß jede Verknüpfung. u. die zunächst als bloße Regelmäßigkeiten von erscheinen konnten. 2.. die durch sie beglaubigt werden sollen. die wir unmittelbar auf die Dinge selbst übertragen können*. sind daher nicht sowohl . ist zugleich die einzige Eigenschaft. Somit erkennen wir kraft unserer Vorstellungen zwar nicht das Wirkliche schlechthin. die läßt. daß auch in dieser Auffassung nicht sowohl ein gänzlich neuer Inhalt gesetzt. indem wir diese Ausdrucksform wählen. die bestimmten begrifflichen Bedingungen und Forderungen genügen. unter denen dieses Wirkliche steht und denen gemäß es sich verändert. die somit abgetrennt von dem Ganzen der empirischen Zusammenhänge.. Die Gesetzlichkeit des Realen besagt zuletzt nichts mehr und nichts anderes als die Realität der Gesetze: und diese besteht in der unveränderlichen Gültigkeit. ist Empfindungen * Helmholtz. Die Gegenstände der Physik.

vgl. So sprechen wir von der Löslichkeit einer Substanz. 321). A\ifl." so formuliert Helmholtz diese Anschauung. als die Fähigkeit desselben. bekannt. ohne es zu nennen. als selbstverständlich im Sinne behalten. 406 . was sie für sich sondern nur in ihren wechselseitigen Verhältnissen kennen: daß wir nur die Relationen der Beharrung und Veränderung an ihnen festzustellen vermögen. daß es sich nur darum handelt.die Dinge niemals in dem. aber sie werden uns nur in ihrer Wechselwirkung.. die in der realistischen Metaphysik mit ihm verknüpft sind. Aber dieser Satz schließt keine der skeptischen Folgerungen mehr in sich. an dem sie sich äußert. S.." Man hat sich auf diese Sätze. berufen. ergibt sich hieraus von selbst. Braunschweig 1896. so muß es wie ein Mangel des Denkens erscheinen. aller um Ausscheidung ontologischen auf Grund derselben die Bestandteile * Helmholtz. wenn wir das Reagens. in denen man die treffendste Formulierung des allgemeinen Grundsatzes der Relativität prinzipielle sah. Wenn aber.. wir sprechen von ihrer Anziehung gegen die Erde. „Jede Eigenschaft oder Qualität eines Dinges. ihre Wirkung auf ein normales Auge zu bezeichnen. Die Dinge bestehen nach dieser Auffassung für sich. auf welches gewirkt wird*. Physiologische Optik». sondern sie besteht überhaupt nur in Beziehung auf und hängt ab von der Natur eines zweiten. Sehens. 589. und ebenso mit demselben Recht blau. Die neueren Fortschritte in der Theorie des 4. das ist ihre nennen wir sie natürlich nie allein von der Natur des einen Wirkenden ab- hängen. S. immer eine Beziehung zwischen zwei Dingen betrifft. indem dabei als selbstverständlich vorausgesetzt wird. auf andere Dinge gewisse Wirkungen auszuüben. die die Natur Daß wir allein sind. das ist ihr Verhalten gegen Wasser. daß es sich dieser Existenz niemals völlig rein und abgelöst zu bemächtigen vermag. jedes einzelnen beeinträchtigt und verdunkelt. so kann eine solche Wirkung Schwere. (Vorträge und Reden. Geht man von der Existenz der absoluten Elemente aus. Eine solche Wirkung nennen wir Eigenschaft. was wir Eigenschaft nennen. „ist in Wirklichkeit nichts anderes.

da eben diese Wechselwirkung vielmehr nur einer jener ist. Die Begriffe und Theorien dtsch. liefert hierfür einen charakteristischen Beleg. 131. 407 . in welchem der Begriff der Wirklichkeit selbst wurzelt. In Wahrheit indessen enthalten auch sie noch ein unverkennbar ontologisches Element. die die Erkenntnis in das sinnlich Mannigfaltige hineinlegt. 186 ff. S. wobei diese Elemente selbst doch immer noch als ein dunkler für sich bestehender Kern gedacht sind. der modernen Physik. Die schärfere Fassung des Prinzips der Relativität der Erkenntnis stellt dieses Prinzip nicht als eine bloße Folge aus der allseitigen Wechselwirkung der Dinge hin. die neuerdings ein bedeutender Physiker von dem Fortgang und den allgemeinen Zielen der physikalischen Methodik gegeben hat. Leipzig 1901. Es ist von besonderem Interesse zu verfolgen. den wir noch gerade zu erfassen vermögen. Es bleibt ein Zirkel. sondern daß wir nur durch die Kategorie der Beziehung hindurch zur Kategorie des Dinges gelangen können. denen wir gegenständliche Geltung zusprechen. daß wir stets nur die Beziehungen zwischen Seinselementen denkend erfassen können. um es damit zur Einheit zu gestalten. die Relativität der Erkenntnis aus der durchgängigen Wechselwirkung der Dinge erklären zu wollen. Die Darstellung. Ausg.. sondern wir verdichten die Erkenntnis empirischer Zusammenhänge zu Urteilen. Wir erfassen nicht an absoluten Dingen die Verhältnisse. wie diese Grundanschauung innerhalb der modernen Physik selbst allmählich mehr und mehr zu methodischer Klarheit und Schärfe gelangt. Nicht dies ist die Meinung. sondern sie bilden den ersten und positiven Grund. die aus ihrer Wechselwirkung resultieren. Stalle. In seiner Schrift über die Einheit des physikalischen Weltbildes hat Planck in einem kurzen Entwurf die allgemeinen Gesichtspunkte bezeichnet. Die „relativen" Eigenschaften bedeuten demnach nicht im negativen Sinne den Rest an Dinglichem. sondern erkennt in ihm eine vorausgehende Bedingung für den Begriff des Dinges selbst.aus den Naturwissenschaften zu fordern*. nach Relationsgedanken * Vgl. Hierin erst besteht die allgemeinste und radikalste Bedeutung des Relativitätsgedankens.

S. mehr abzustreifen.denen die stetige Umbildung der physikalischen Theorien die erste Stufe unserer physikalischen Definitionen dadurch gekennzeichnet ist. nunmehr als Glieder ein und desselben Gesamtplanes in wechselseitigem Zusammenhang begriffen werden können. Die Einheit des physikalischen Weltbildes. so besteht aller weitere diese Bedingtheit mehr und logische Fortschritt darin. an Einheit und Geschlossenheit zurück. — Bedeutung und seine Notwendigkeit beruht? Hier zeigt es sich nun alsbald. sofern sie notwendig eine Beziehung auf ein bestimmtes Sinnesorgan. Welchen Ersatz aber so muß nunmehr gefragt werden bietet zuletzt das wissenschaftliche Weltbild für diese verlorenen Inhalte dar welcher positive Vorzug ist es. Vortrag.) war bereits vollendet. die vom Standpunkt der Empfindung aus schlechthin unvergleichlich sind. Die Darstellung der Entwicklung der naturwissenschaftlichen Begriffsbildung im vierten Kapitel (vgl. Die Empfindung als solche enthält ein Element. in allen wesentlichen Punkten bestätigt und von einem anderen Gesichtspunkte her beleuchtetwird. zu dem diese Darstellung gelangt ist. Planck. als der Plancksche Vortrag erschien. was sie scheinbar an Inhalt einbüßt. Wenn anthropomorphes — . bes. Mit der individuellen Besonderung der Eindrücke ist auch ihre innere Ungleichartigkeit verschwunden. also auf die spezifische physiologische Struktur des menschlichen Organismus in sich schließt. daß durch den philosophischen Teil der Ausführungen Plancks das Ergebnis. Wie dieses Element ständig zurückgedrängt wird. Hier allein liegt der eigentümliche Wert des wissenschaftlichkonstruktiven Aufbaus: in ihm erscheint durch stetige begriffseine * S. Indem die Wissenschaft dem Reichtum und der bunten Mannigfaltigkeit der unmittelbaren Empfindung entsagt. auf sich erklärt. um schließlich im idealen Entwurf der Physik gänzlich zu verschwinden: dafür bildet die Geschichte der Naturwissenschaft ein einziges fortlaufendes Beispiel*. 217 ff. daß der geforderte Ersatz nicht selbst wiederum in einem materialen. gewinnt sie kraft dieses Verzichtes. dem — 408 . Leipzig 1909. um so freudiger begrüße ich es. sondern lediglich in einem formalen Moment gegründet sein kann. so daß Gebiete. daß der Begriff hier noch unmittelbar den sinnlichen Inhalt der Einzelempfindung wiederzugeben trachtet.

sondern viel eher einer Gemäldesammlung. ohne die Das wird in dem zukünftigen anderen zu beeinträchtigen. licher Theorie der was Planck als Grundbedingung jegPhysik fordert: der Inbegriff und die Erfüllung aller dieser Forderungen aber ist es zugleich. Einheit in bezug auf alle Einzelzüge des Bildes. wie sie hier entwickelt werden. so glich das alte System der Physik gar nicht einem einzigen Bild. . man konnte diese verschiedenen Bilder hingen nicht miteinander eins von ihnen entfernen.. die bei der Gegebenheit der bloßen Empfindung stehen bleibt als .liehe Mittelglieder verbunden. Denn die Unabhängigkeit des physikalischen Objekts von allen Besonderheiten der Empfindung stellt zugleich seine Zuordnung zu allgemeingültigen logischen Grundsätzen in helles Licht: nur im Hinblick auf diese Grundsätze der Einheit und Kontinuität der Erkenntnis wird der Inhalt des Objektbegriffs selbst gefunden und festgestellt. im Gegensatz darf daher mit Recht seine Grundanschauung zu der phänomenalistischen Ansicht. realistisch" bezeichnen: aber dieser „Realismus" bildet nicht mehr den Gegensatz. völlig zusammenfallen. physikalischen Weltbild nicht möglich sein.. Einheit in bezug auf alle Orte und Zeiten. wie sie sich aus der erkenntnistheoretischen Analyse ergeben. Kein einziger Zug desselben wird als unwesentlich fortgelassen werden können. was in der ersten naiven liegt. sondern das Korrelat zum recht verstandenen logischen Idealismus.. alle Kulturen" ist es. um so vollkommener hat die Forschung ihre Aufgabe erfüllt. Sehen wir genauer zu." Kennzeichen der echten physikalischen Theorie. Ansicht fremd und beziehungslos nebeneinander reiner diese Je Tendenz sich durchringt. denn für jede Klasse von Naturerscheinungen hatte man ein besonderes Bild. daß die genau entsprechenden Platz finden. was den Planck eigentlichen Sinn des Gegenstandsbegriffs ausmacht. — — 409 . Einheit in bezug auf alle Forscher. und umgekehrt wird und muß jede beobachtbare physikalische Erscheinung in dem Bilde einen ihr Man sieht. mit den Kriterien der empirischen Realität. . jeder ist vielmehr unentbehrlicher Bestandteil des Ganzen und besitzt als solcher eine bestimmte Bedeutung für die beobachtete Natur. alle Nationen. Und zusammen.

Das „gemeinsame" Gebiet. also nur für dieses selbst und den Umkreis seiner Inhalte gültig? Oder besteht hier eine geheimnisvolle praestabilierte Harmonie zwischen dem Geist und der Wirklichkeit. kraft deren beide notwendig zuletzt in denselben Grundbestimmungen zusammentreffen müssen? Es genügt indessen. Auch die reinen Relationen unterliegen derselben Frage. Subjektivität und Objektivität der Relationsbegriffe. Weiter als bis zu diesen allgemeinen Beziehungen vermag der Gedanke nicht zurückzudringen: denn nur in ihnen ist das Denken selbst und ist ein Gedachtes möglich.Siebentes Kapitel. auf 410 . an welchem wir zu Anfang standen. die sich zuvor auf die Empfindungen und Vorstellungen richtete. Das Problem scheint verschoben. als hätten wir uns mit dieser Antwort im Zirkel bewegt. das Problem in dieser Weise zu fassen. der durch das Ergebnis der vorangehenden Untersuchung prinzipiell überwunden ist. Das Ende der Untersuchung scheint uns an denselben Punkt zurückzuführen. Die Analysis der Erkenntnis endet in bestimmten Grunddenen der inhaltliche Bestand aller Erfahrung beruht. in dem der Gegensatz von Denken relationen. um alsbald zu bemerken. Und dennoch kann es scheinen. Sind sie ein Bestandteil des Seins oder sind sie bloße Gebilde des Denkens. aber nicht gelöst: denn der Gegensatz des Subjektiven und Objektiven besteht noch immer in gleicher Schärfe fort. daß es einem Typus der Fragestellung angehört. enthüllt sich in ihnen die Natur der Dinge oder sind sie nur die allgemeinen Ausdrucksformen unseres Bewußtseins.

nachdem diese Relationen in ihrer Bedeutung „feststehen". Seins". wie des . würde eine deutliche petitio principii in sich schließen: denn das . w i e sie sich zusammenfügen. so entfällt jegliche Frage nach festgefügtes der Kausalität der Relationen überhaupt. jedeZurückführung der Grundformen auf eine Wirksamkeit der Dinge oder auf eine Betätigungsweise des Geistes. in den allgemeingültigen der rationalen und empirischen Erkenntnis gesucht werden. Jede Frage nach dieser Entstehung. über Objekt und Subjekt einen verständlichen Sinn. aber sie zeigt uns niemals. mit ihrer Hilfe und unter der Anleitung der Erfahrung der — 411 ..und Sein ausgelöscht sein soll. besteht allerdings: aber es kann nicht mehr in einem absoluten Urgrund aller Dinge überhaupt. die in ihr und durch sie feststellbar ist. die außerhalb des Rahmens der Zahl und Größe. der Causalität und Wechselwirkung stünde: alle diese Bestimmungen sind nur die letzten Invarianten der Erfahrung selbst und somit aller Wirklichkeit. Die Analyse lehrt uns mit unzweideutiger Bestimmtheit. ohne die Möglichkeit. Denkens" eingehen. noch woher sie ihre Entstehung ableiten. Es gibt keine Objektivität. daß alle diese Relationsformen in den Begriff des . Woher" ist selbst nichts anderes als eine bestimmte Form der logischen Beziehung. relativ konstante Bestände von relativ veränderlichen zu scheiden. sie zu bestimmten Einheiten zusammenzufassen und sie wiederum in unterschiedene Vielheiten auseinanderzulegen. Man kann. Ihnen gegenüber läßt sich nur noch fragen. was sie ihrem logischen Sinne nach sind. der Beharrung und Veränderlichkeit.. Diese Formen selbst bilden ein sondern lediglich Funktionsformen System von Bedingungen: und nur relativ zu diesem System erhalten alle Aussagen über den Gegenstand. besitzt der Gedanke des Ich keine angebbare Bedeutung und Anwendung. Die gleiche Betrachtungs\yeise aber erstreckt sich unmittelbar auf das Bewußtsein selbst: ohne eine zeitliche Folge und Ordnung von Inhalten. ohne die Möglichkeit endlich. wie über das Ich.. nicht in welcher Weise und von welchen Anfängen aus sie geworden sind. Ist einmal die Kausalität als Relation verstanden und eingeordnet.

S. 154 ff. Diese unlösliche logische Correlation widerstreitet jedem Versuch. die „Materie" der Erkenntnis von ihrer „Form" derart zu sondern. Kritik dieser Schrift: Kant Studien XIV. 1. denen sie gegenübersteht: sie besteht nur als Reihenglied und kann nur als solches wahrhaft gedacht werden. zum Problem der Lipps. so bleibt für beide kein . (bes. Denn alle Bestimmtheit. Vgl. kommt ihr lediglich relativ zu irgendeiner und somit zu einem formalen Reihenbegriff zu. Unbestimmtheit" ihres Inhalts zur Folge haben. hrz. Methodenlehre. S. S. R &iticismu8 285 ff. Die materiale Besonderung der empirischen Inhalte kann daher niemals zum Beweis für die Abhängigkeit aller Damit möglichen Ordnung Der philosophische i e h 1 . 91 Größenkonstanten s. Dasein" mehr übrig. sondern gänzlich ins Leere führen**. den des anderen dagegen in der Einheit des Bewußtseins sucht*.) Hönigswald. II. Zum Folgenden vgl. die man als für sich seiend und wirksam annimmt. das Verhältnis. wie andererseits die Form nur in Beziehung auf die Materie gilt. sie selbst. F. das hier vorliegt.Entstehung der besonderen Objekte und Vorgänge nachgehen: dagegen ist es ein hoffnungsloses Beginnen. Das Absehen von dieser Fundamentalbedingung würde nicht nur eine größere oder geringere . 1907. ** Vgl.. die wir an der „Materie" der Erkenntnis festhalten können. S. ob.. 306 ff. durch zwei getrennte ursächliche Faktoren zu erklären. Sieht man von dieser Zuordnung ab. Mythenbildung und 412 . — Beiträge zur Er- — 98. Erkenntnis. m. Lpz. auf weiter zurückliegende Anfänge. hierzu sowie die Darstellung bei kenntnistheorie u. daß man beiden einen verschiedenen Ursprung im absoluten Sein zuweist. jetzt besonders: G. indem man etwa den Ursprung des einen Faktors in den „Dingen". Lpz. Die einzelne qualitativ besondere Empfindung empfängt ihre Eigenart erst durch die Unterscheidung von anderen bewußten Inhalten. 1906. Die Materie ist stets nur in Bezug auf die Form. auf psychische oder physische „Grundkräfte" zurückführen zu wollen. — entfällt zugleich die Möglichkeit. gleich einer entstehenden und vergehenden empirischen Existenz. nach dessen Grund und Ursprung sich fragen ließe.

Gegenstandserkenntnis von einem schlechthin . ist nichts anderes als ein Charakteristikum der Erkenntnis selbst. indessen dieser Herkunft sich aufs neue hervorzudrängen. (S. sondern daß es hierzu zugleich der Kenntnis besonderer Konstanten bedarf. Bringen wir sie auf ihren reinsten wissenschaftlichen Ausdruck. in Nichts zerrinnt: so ist doch der alte Gegensatz des . in denen wir uns die 413 . Inwiefern diese Konstanten aber mehr als die empirische Realität der Erfahrungsobjekte selbst bezeugen. fixierte Größenwert bleibt also stets in dem Umkreis desjenigen Seinsbegriffs. Diese Begrenzung aber ist Besonderung die seine wahrhafte „Idealität'* ausmacht: eine Idealität. bei universellen des Naturgeschehens stehen Regeln Gleichungen zu bleiben. bei allgemeinen der Verknüpfung. sobald man fragt. Subjektiven" und „Objektiven" hier noch nicht in jedem Sinne geschlichtet und überwunden. wenn das Problem.. als die Feststellung. ob. ist nicht ersichtlich. Denn die eines Gesetzes setzt doch eben dieses Gesetz selbst voraus und ist nur in Beziehung darauf verständlich: der einzelne. durch die keine korrelative Zuordnung zu den Vorstellungen und Denkakten der psychologischen Individuen. Vielmehr scheint er Wenn 395 f). transzendenten" Bestimmungsgrunde angeführt werden: denn diese Bestimmtheit. so besagt sie zuletzt nichts anderes. ob sie aus dem Geist oder aus den Dingen oder aus einer Wechselwirkung beider abzuleiten sind.. der durch die allgemeinen Grundsätze der Mathematik bezeichnet und umgrenzt wird. die Frage nach der metaphysischen Bedingungen sich als ein Mißverständnis erweist. durch welches ihr Begriff sich erst vollendet. inwiefern sie etwas über ihre absoluten Grundlagen enthüllen sollen. S. daß es zum Aufbau der Erfahrung und zur Konstituierung ihres Objekts nicht genügt. welche Formen des Urteils und des beziehenden Denkens es sind. sondern zu den allgemeinen Prinzipien und Bedingungen der wissenschaftlichen Wahrheit behauptet und festgestellt werden soll. es. die als solche unleugbar besteht. die nur durch die experimentelle Beobachtung sich ermitteln lassen. welche spezifischen Erkenntnismittel.

Bolzanos * S. von Leibniz' Hauptschriften zur Grundlegung der Philosophie. Die „ewigen Wahrheiten" so erklärt bereits L e i b n i z im engsten gelten völlig unabhängig von jeglichem an Piaton Anschluß Tatbestand der Wirklichkeit.. ob es Individuen gibt. was sie selbst wenn es nichts gäbe. 1904 ff. ohne darauf Rücksicht zu nehmen. Ausg. Sie stellen lediglich hypothetische Systeme von Folgerungen dar. Juris et aequi elementa (M o 1 1 a t . wie sie gemäß einer strengen und notwendigen Abfolge aus einander hervorgehen und somit ein ideales Ganze der Bestimmung ausmachen: dies läßt sich vollkommen ableiten und zur Darstellung bringen. der hier als zu Recht bestehend behauptet wird. sind noch irgend jemand. Leibniz. ja ohne irgend danach zu fragen. 1893 S. 21 f.) 414 . ob sich in der Welt der empirischen Dinge konkrete Beispiele dieser abstrakten Zusammenhänge finden lassen. Die Wahrheiten der reinen Zahlenlehre würden bleiben. ohne daß wir auf die psychologischen Akte zurückgehen. Lpz. m. 504 f. an sich zeitlose Geltung der ideellen Grundsätze zeit- lich. In solcher äußersten Prägnanz vollzieht sich die Abkehr von jeder bloß psychologischen Begründung bei den eigentlichen Klassikern sein — Sie alle neigen jenem Gedanken zu. der des Idealismus. wie immer er auch beschaffen — — möge. was gezählt werden kann. Was etwa die Sätze der reinen Geometrie bedeuten. Man kann sich versucht fühlen. Der „Bestand" der Wahrheiten ist logisch unabhängig von der Tatsache ihres Gedachtwerdens. tatsächlich jemals vollzogen worden ist. Lpz. sie knüpfen die Geltung bestimmter Schlußsätze an die Geltung bestimmter Obersätze. im tatsächlichen empirischen Erlebnis. II. vgl. zu vergegenwärtigen vermögen. seinen paradoxen Ausdruck in Conception eines Reiches der „Sätze und Wahrheiten an sich" gefunden hat. S. um der Strenge und Reinheit der logischen Begründung willen. in denen wir uns den Gehalt dieser Sätze zur anschaulichen oder begriffGleichviel ob diese Akte in den lichen Vorstellung bringen. Mitteilungen aus Leibnizens ungedruckton Schriften. in deren aktuellem Denken der Übergang von den Prämissen zu den Folgerungen.reine. auch diese Frage völlig auszuschalten und abzuweisen. der zu zählen verstünde*.

so bleibt hier für irgendwelche willkürliche Betätigung des Denkens keinerlei Raum übrig: vielmehr geht das Denken ganz in seinem Gegenstand auf und wird durch ihn bestimmt und geleitet.verschiedenen artig sind Individuen verschieden oder ob sie gleicheine konstante Beschaffenheit darbieten: in keinem Falle ist es d i e s e Beschaffenheit.es gibt eine Welt. ohne auf die komplexe und schwierige psychologische Nebenfrage einzugehen. von den Linien.Man nenne es wie man will" so spricht sich ein moderner Vertreter der mathematischen Logik aus . die sich auf ihn stützt. wie sie irgendwelchen konkreten physischen oder psychischen Inhalten eignet. Die Gebilde. wenn wir von den Objekten der Geometrie. Flächen und Winkeln sprechen. von neuem den Boden bereitet hat. die bevölkert ist von Ideen. aus denen und somit Erweiterung Mathematik. bedeutet keinerlei zeitliche Wirklichkeit. das wir diesen Objekten beilegen. . Der systematische Aufbau dieser Gebilde aber läßt sich vollständig entwickeln und darlegen. sondern lediglich ihr wechselseitiges B e stimmt-Sein: es besagt die objektive Abhängigkeit im nicht irgendeinen tatsächlichen Bereich des Gedachten. in welchen intellektuellen Prozessen wir uns die Bedeutung der unendlichen Inbegriffe. Das „Sein". Da ferner alle Eigenschaften dieser Inbegriffe durch ihren ursprünglichen Begriff feststehen und ihnen in notwendiger und unabänderlicher Weise zukommen. sind echte und vollgültige Objekte der Mathematik.. die in endloser Verschiedenheit und Mannigfaltigkeit vom Einfachsten beginnen und bis zum Verwickeltsten aufsteigen. — — 415 . mit denen es die allgemeine Mannigfaltigkeitslehre zu tun hat. von Inbegriffen.. die hier den Gegenstand der Betrachtung bilden. vergegenwärtigen. die wir meinen. die deren Begriff erst seinem ganzen Umfang nach darstellen. von Sätzen. sondern die Beute des Gedankens: denn die Wesenheiten. von Relationen und Abhängigkeiten. sondern das Objekt. Diese Welt ist nicht das Produkt. nicht das Geschöpf. kausalen Zusammenhang im Gebiete des Denkens. Es ist insbesondere die moderne der die diesen Sachverhalt zu voller Klarheit gebracht hat und die damit der logischen Theorie.

sowohl nach der positiven wie nach der negativen Seite hin.wie etwa die wahren Sätze sind so wenig sie besteht identisch mit dem dieser Wesenheiten. als diejenigen. ihre innere ontologische — — Denken Struktur macht den wesentlichen Charakter und die Substanz der Logik als einer unabhängigen und außerpersönlichen Form Wie der Astronom. * C. J. Verwandtschaften. . New York Mathematics -^ a Lecture delivered at Columbia 1907 S. Umversity. Aber steht dieser Gehalt in Wahrheit auf derselben Stufe. der allgemeinen matheDie matischen Zusammenhänge muß unangetastet bleiben: und diese Notwendigkeit bildet in der Tat eine eigentümliche Wesenheit. Die Verfassung dieser außerpersönlichen W^elt. wie der Wein identisch ist mit dem Trinken des Weines. so erforscht er alle Höhen und Tiefen nach neuen Tatsachen: nach Ideen. 25 f. für welchen es festgestellt wird und beDie zeichnet somit einen empirisch -einmaligen Tatbestand. die jede derartige unmittelbare Gleichsetzung der und der rein beschreibenden Methoden endgültig verbietet. Abhängigkeiten. der Physiker. 416 . Klassen.. nicht schlechthin als solche . das hier vorliegt. . der der psychologischen Tätigkeit des Denkens als schlechthin bindende Norm gegenübersteht. der des Seins aus. Notwendigkeiten können nicht einfach beschrieben. Keyser. aufs schärfste das Problem. Notwendigkeit exakten gefunden" werden: denn alles bloß Vorgefundene gilt eben nur für den Moment. die etwa der vergleichende Anatom und Zoologe in der Beschreibung und Vergleichung verschiedenartiger körperlicher Strukturen feststellt? Gerade die Logik der Mathematik und der mathematischen Physik ist es.*" Diese Sätze umgrenzen. sondern in wörtlichem Sinne im Universum der Logik vorwärts. in denen Frage nach den intellektuellen Operationen. wie die sinnliche Wirklichkeit. nicht in übertragenem. Geologe oder irgend ein anderer Naturforscher die Welt der Sinne in seiner Betrachtung durchmißt. vor. von der wir lediglich empirisch Kenntnis zu erhalten vermögen? Sind die „Tatsachen" des Mathematikers nichts anderes und wollen sie nichts mehr bedeuten. so schreitet der Geist des Mathematikers. einen objektiven Gehalt.

die er sich gleichsam gegenüberstellt.. Solange der Gegenstand noch schlechthin das „Ding" in der gewöhnlichen Bedeutung des naiven Dogmatismus war: so lange mochte ein einzelner . das hier entscheidend hervortritt. Substanzbegriff 27 417 . So besteht zwischen dem und der O p e rat i n des Denkens in der Tat ein tieferes und intimeres Wechselverhältnis.. Die allgemeine Charakteristik des Gegenstands. der aus der Analyse des Gehalts der wissenschaftlichen Grundsätze gewonnen wurde. wie andererseits der Bestand der Wahrheit nur kraft dieser Akte und durch ihre Vermittlung Gegenstand — — gebracht werden kann. Wein und Trinken sind einander nicht in eindeutiger Weise zugeordnet. drängt sich daher hier von neuem hervor. welcher Art die gedanklichen Mittel und Verfahrungsweisen sind. Cassirer. Diese Art der Aneignung aber versagt. um ihn zu erfassen und innerlich nachzubilden. Denn der Gehalt reiner Beziehungen läßt sich niemals in bloßen sinnlichen Impressionen darstellen: die Gleichheit oder Ungleichheit.jene Notwendigkeiten erfaßt werden. enthält zugleich implicit die allgemeine Antwort auf die Frage. die sich ergab. was gesehen oder getastet wird*. sofern sie zwei verschiedene Aspekte eines allgemeinen Problems darstellen. Cap. die Identität oder Verschiedenheit des Gesehenen und Getasteten ist nicht selbst etwas. Ein Moment ist es vor allem. Subjektivität" in einem neuen Sinne zu bestimmen. was durch sie erkannt wird. Eindruck" oder eine bloße Summe derartiger Eindrücke genügen. niemals unterschiedslos verschmelzen: die Gesetzlichkeit des Erkannten ist mit der des Erkennens nicht gleichbedeutend. Überall zum Bewußtsein Es gilt * Näheres hrz. Dennoch aber bleiben beide Gesetzlichkeiten auf einander bezogen. Diese Operationen dürfen uns freilich mit dem. Objektivität" aus. als zwischen dem Wein und dem Trinken des Weins. wohl aber zielt jeder reine Erkenntnisakt auf eine objektive Wahrheit hin. VIII. kraft deren wir zu seiner Kenntnis gelangen. daher jetzt von dem Begriff der . nachdem einmal die Geltung bestimmter logischer Relationen als notwendige Bedingung und als der eigentliche Kern des Gegenstandsbegriffs festgestellt ist. den Begriff der . s..

muß hier von der passiven Empfindung auf die Aktivität des Urteils zurückgegangen werden. die ihm unabhängig von jedem besonderen zeitlich begrenzten Denkakt ein für alle Mal zukommt. können wir uns nach dieser Gesamtanschauung nicht anders verdeutlichen. So zeigt sich. sondern streng geregelte und gebundene Tätigkeit. 418 4 . Freilich scheint damit der Gehalt der Wahrheit.. um sich überhaupt psychologisch bezeichnen zu lassen. stehenden und bleibenden" Geltungsbereichs objektiv notwendiger Beziehungen. Der gesetzmäßige Fortschritt im Urteil ist das Korrelat des gesetzmäßigen Zusammenhangs der Beziehungen. in der allein der Begriff des logischen Zusammenhangs und damit der Begriff der logischen Wahrheit einen zureichenden Ausdruck findet. indem wir sie aus ihren einzelnen Bedingungen vor uns entstehen lassen. Die funktionale Betätigung des Denkens verlangt und findet ihren Halt in einer idealen mehr zu der Forderung Tätigkeit Struktur des Gedachten. ist selbst nicht willkürliche. und somit zugleich der Gehalt des „Seins" von neuem gleichsam in Fluß zu geraten: denn was eine bestimmte Wahrheit „ist". Den Gedanken des Dinges als eines Komplexes sinnlicher Eigenschaften mag man sich immerhin dadurch entstanden denken. den Hinweis auf eine selbständige Tätigkeit des Bewußtseins. Aber diese „gene- — — tische" Ansicht der Erkenntnis bildet jetzt keinen Gegensatz Denn eines dauernden Bestandes. des Denkens. daß wir sie gedanklich nacherzeugen. Ganze [unserer intellektuellen Operationen ist gerichtet und gespannt auf die Idee eines . daß jedes Wissen gleichsam ein statisches und ein dynamisches Motiv in sich birgt und erst in dieser Es verwirklicht sich Vereinigung seinen Begriff vollendet. auf die hier zurückgegangen die wird. die sich im Begriff des Erkenntnisobjekts zur Einheit zusammenschließen. Beide Momente bestimmen erst in ihrer DurchDas dringung den vollständigen Begriff der Erkenntnis. als dadurch. daß diese Eigenschaften für sich wahrgenommen werden und vermöge eines automatischen Mechanismus der „Association" wie von selbst zusammenfließen: der Gedanke der notwendigen Verknüpfung aber bedarf.

gefaßt und als Ausdruck eines Reihe selbst als Einheit Sachverhalts genommen werden. daß wir sie selbst konvergierend denken. daß man sich prinzipiell jeder Beziehung auf das Denken und den „denkenden Geist" begiebt. stellen wir das Ganze ihrer Definitionen. während andererseits die Konstanz nur an der zum Bewußtsein kommen kann. Diese gegen eine ideelle Grenze . Je nachdem wir unseren Standort an dem gedachten Grenzwert selbst oder aber innerhalb der Reihe und ihres Fortgangs wählen. wie andererseits dieser Bestand sich nicht anders als in Akten des Wissens belegen und zum Verständnis bringen läßt. der nicht auf irgendeinen festen Gehalt von Beziehungen. wobei indes jeder der beiden Aspekte den anderen zu seiner Ergänzung verlangt und herbeiruft. wie man betont. so ist.nur in einer Aufeinanderfolge logischer Akte. Die Veränderung zielt auf eine ab. damit wir uns der Soll aber diese Regel ihres Fortschrittes bewußt werden. unter den „logischen Konstanten''. dieser gesamte Zusammenhang gegeben wäre. der Begriff eines denkenden Subjekts. Es gibt keinen Akt des Wissens. die successiv durchlaufen werden muß. in einer Reihe. immer schärfer und genauer bezeichnet wird: so ist hierfür erforderlich. Dieser Begriff gehört demnach nicht dem Gebiet der reinen Logik und Mathematik selbst an. er ist vielmehr zu jenen „gänzlich bedeutungslosen" Konzepsie. Zergliedern wir das ideale Gefüge der Mathematik. gerichtet wäre.ist" und besteht in eindeutiger Bestimmtheit. als seinen eigentlichen Gegenstand. wenngleich sie für uns nicht anders. in keiner Weise mitenthalten. Auf der einen Seite wird die reine Objektivität des Logischen und Mathematischen dadurch aufrecht zu erhalten gesucht. An diesem Punkte scheiden sich am deutlichsten die allgemeinen Tendenzen. die die erkenntnistheoretische Diskussion der Gegenwart beherrschen. ihrer Axiome und Lehrsätze klar und vollständig heraus. je identischen Grenze Konstanz Veränderung dem 27* 419 . die auf diese Weise zuletzt übrig bleiben. ergibt sich uns. als vermittels der einzelnen gesetzlichen Veränderung Reihenglieder und ihrer erreichbar ist. der durch weiter wir in ihr fortgehen. also eine verschiedene Auffassung..

420 . Er ist in der Erkenntnis eines bestimmten Zusammenhangs von Schlußfolgerungen so völlig passiv. a. als er die Indianer erschuf. ** s 8e 1 1 . O. Alles Erkennen ist nichts als ein Anerkennen. S. Was immer den Gegenstand unseres Denkens bildet. 427. a. sondern eine Wesenheit. Nicht die Zahl.tionen zu rechnen. Sinne entdeckt werden. die den Gegenstand unseres Denkens bilden kann. Russell." Die . * Vgl. But now Mathematics is able to answer. S.. § 37. um Täuschung selben — Principles of Mathematics I. als Columbus West-Indien entdeckte und wir schaffen die Zahlen so wenig. sobald man sich vergegenwärtigt. Objektivität" der reinen Begriffe und Wahrheiten wird demnach mit der der physischen Einzeldinge völlig auf eine Stufe gestellt. 451. wo immer er diese Wahrheiten ergreift. a. sofern es nicht bloße — — Die Arithmetik muß genau in demsein soll.. sondern stets nur relative „Gegenstände" sind. daß es nicht absolute. daß es gedacht wird. der Logik und Mathematik allein zu gelangen vermögen. so f ar at loast as to reduce the whole of its propositiona to certain fundamental notions of logic. a. Dennoch tritt die Differenz zwischen beiden alsbald wieder scharf hervor. Die Zahl . daß der Geist.. dieses Ganze hier seinen Sinn und Gehalt erst vom Ganzen: aber läßt sich niemals wie ein ruhendes Objekt der Anschauung auf einmal vergegenwärtigen. die erst durch die Vermittlung der Philosophie in die Wissenschaften eingedrungen sind*. hat ein bestimmtes Sein und dieses Sein ist die Vorbedingung dafür. 33. . sondern allenfalls die Zahlen Das Einzelne erhält bilden eine wahrhafte „Wesenheit". sie nur receptiv als gegebenen Stoff empfängt. and Philosophy answered by introducing the totally irrelevant notion of mind. § S. wie es gemäß der gewöhnlichen Auffassung der Sinn in der Wahrnehmung sinnlicher Objekte ist**. 4: PhiloWhat does it mean ? Mathematics in the Mathematics past weis unable to answer.Zwei" ist kein rein geistiges Ding. nicht aber selbst ein Ergebnis des Denkens***. O. Damit entfällt auch jede nähere Beziehung der ideellen Wahrheiten der Mathematik und Logik zur Aktivität des Denkens: vielmehr wird ausdrücklich hervorgehoben. zu denen wir innerhalb des Umkreises. The : sophy asks of Ru * Russell. sondern muß.

hält sich fast ausschließlich im Bereich des rhetorisch-polemischen Stils und zerfällt. Soweit freilich der Pragmatismus in nichts anderem besteht. wird einseitig nur ein einzelnes Moment von ihr betont. die einander wechselweise bedingen. die ihm allein erreichbar ist. so muß sich alsbald ein Rückschlag einstellen. im Gesetz seines Aufbaus Um die erfaßt und durch dieses Gesetz bestimmt werden. wie man ihn etwa für die Wahrnehmung eines besonderen Sinnendinges als genügend ansieht. Pragmatismus" gegen die . als in der Gleichsetzung der Begriffe .wahrhaft übersehen zu werden. Aus diesem allgemeinen Motiv heraus läßt sich vielleicht am ehesten der Kampf verstehen. es in die nüchterne Sprache der logischen Begründung zu übertragen. Schon der Begriff des Nutzens selbst widerstrebt jedem 421 . Wahrheit" und „Nützlichkeit": soweit dürfte man ihn getrost dem allgemeinen Schicksal philosophischer Schlagworte überlassen. bedarf es nicht nur eines einzelnen apperceptiven Aktes. Die Tätigkeit selbst ist es somit. sondern nach konstanten Regeln erfolgt. aus der die Anerkennung eines dauernden Bestandes von Wahrheiten quillt... Was zur Verteidigung dieser Ansicht vorgebracht worden ist. die jedoch kein bloßer Wechsel von Vorstellungen sondern in der vielmehr das einmal Erreichte festgeund zum Ausgangspunkt neuer Entwicklungen gemacht wird. sondern stets einer Mannigfaltigkeit derartiger Akte. sondern das notwendige Korrelat derjenigen — „Objektivität". sobald man versucht. der nunmehr die Konstanz des Logischen selbst gefährdet.. Mitten im Akt des Produzierens hebt sich für den halten er sich Gedanken ein bleibendes logisches Produkt heraus. hier also eine Bewegung des Denkens erfordert. Immer wird ist.. der von Seiten des . daß dieser Akt selbst nicht willkürlich vor sich geht. denen er sich nicht zu entziehen vermag. reine Logik" geführt wird. Die . wenn anders er in sich selbst Sicherheit und Bestimmtheit gewinnen soll. Spontaneität" des Denkens bildet somit nicht den Gegensatz. Zahlenreihe als Reihe aufzufassen und sie damit erst in ihrem systematischen Wesen zu durchdringen. sofern bewußt wird. Wird diese Grundbeziehung nicht vollständig erfaßt.

bald ist es irgendeine gemeinsame gattungsmäßige Struktur des Menschen. die der Pragmatismus insbesondere durch Dewey und seine Schule erhalten hat. sondern lediglich feinere — — 422 . Denn das Denken selbst ist hier.psychisches Subjekt mit einer gleichbleibenden Organisation gesetzt. des „Nützlich-Seins" verständlich und anwendbar. ob. in Bezug auf welche der Nutzen festgestellt und gemessen wird. in Wahrheit bereits vorweggenommen.. so bleibt gerade das entscheidende Problem. der abgeleitet werden sollte. Es handelt sich nunmehr klar hervortritt um das Verhältnis. Gilt das Erstere.Tuns" geworden. „Praktisch" heißt unser Folgern und Schließen. das sich unter Bedingungen. sondern in der bestimmte Erfolge an bestimmte Voraussetzungen gebunden sind: nur innerhalb des Seins und innerhalb einer eindeutigen Ordnung des Geschehens ist der Gesichtspunkt (Vgl.407ff. weil es notwendig auf die Erreichung eines äußeren Zweckes gerichtet wäre.Versuch einer scharfen Begrenzung: denn bald ist es das einzelne Individuum mit seinen besonderen Wünschen und Neigungen. wie sich bei näherer Prüfung ergibt. es ist somit der gesamte Begriff des Seins. da diese vielmehr auf die Ausschaltung aller rein „anthropomorphen" Elemente des Weltbildes gerichtet ist. (S. so ist wiederum ein konstantes physisch . die Möglichkeit exakter wissenschaftlicher Erkenntnis ungelöst: aus individuellen Gefühlen und Trieben baut sich so wenig wie aus individuellen Empfindungen eine Wissenschaft der Natur auf. der reine und vollgültige Ausdruck des . Hier ist das Problem zum mindesten von jenen Unklarheiten und Zweideutigkeiten befreit. 350 f. denen selbst eine objektive Regelmäßigkeit zukommt.) Soll dagegen das Zweite gelten. entwickelt. in der nicht beliebig aus Jeglichem Jegliches hervorgeht. S. „Nützlichkeit" selbst gibt es nur in einer Welt.) Indessen treffen freilich derartige Erwägungen nicht die und subtilere Fassung. unser Untersuchen und Prüfen nicht. S. mit denen es in der populären philowie sophischen Diskussion behaftet bleibt. das zwischen den objektiv-gültigen Sätzen der Wissenschaft und zwischen der Aktivität des Denkens anzunehmen ist.

alles Sinne. Seine eigentliche Rechtfertigung ist die Wirksamkeit. Vol. als es ihr gelingt. die er in der Richtung auf alles die fortschreitende Vereinheitlichung entfaltet. Die „Realitäten". sondern dadurch. Jede Hypo- these des Wissens besitzt ihr Recht lediglich im Hinblick auf diese fundamentale Aufgabe: sie gilt in dem Maße. die es im Aufbau und in der Deutung der Gesamtheit der Erfahrungen erfüllt. nicht weil er mit einer festen Realität jenseit Lösung weil Denkens und aller Denkbarkeit übereinstimmt.Wahr" heißt uns ein Satz. sondern wir können stets nur nach der Funktion fragen. was er für die dieser Grundaufgabe des Wissens. First series. den sie selbst von ihren ersten Anfängen an anerkennt und zugrunde legt. sinnliches Sein aufgewiesen wird. Sie werden begründet. daß sie Abbilder an sich vorhandener Wirklichkeiten sind. wie sie stets aufs neue betont. als für sich gegebenen Dingen.in ist. für die fortschreitende Vereinheitlichung des Mannigfaltigen leistet. Auffassung der Erkenntnis und ihres wird indessen durch alle diese Ausführungen nicht getroffen: denn in ihnen ist nur ein Gedanke fortgesponnen.Studies in Logical Theory" (The Decennial Publications of the University of Chicago. * Vgl. nicht dadurch ihre Wahrheit.. Wir können ein Urteil niemals direkt den einzelnen äußeren Gegenständen gegenüberstellen und es mit diesen. Die Wahrheit irgendeines dem Einheit Gedachten Einzelsatzes läßt sich nur danach bemessen. die anfänglich auseinanderliegenden sinnlichen Daten gedanklich zu organisieren und in sich einstimmig zu gestalten*. 423 . sondern er sich im Prozeß des Denkens selbst bewährt und zu neuen fruchtbaren Folgerungen hinleitet. daß es die die als letztes Ziel beständig vor uns steht und unserem Erkennen die Richtung weist. III. hrz. die von D e w e y herausgegebenen . die die Physik setzt und behauptet.. daß sie ideelle Ordnungen ausdrücken. die den Zusammenhang der Erfahrungen herstellen und verbürgen. nicht indem ein besonderes Chicago 1903). reichen über diesen Sinn der Ord- Die kritische Verhältnisses zum Gegenstand nungsbegriffe nicht hinaus. . Auch für sie empfangen die Regriffe. vergleichen.

. Die Anerkennung dieses Sachverhalts aber (S.das ihnen „entspricht". In der Tat tritt diese Foldurch alle Zweideutigkeiten im Begriff des . Was also hier geleistet ist. die der Pragmatismus an ihn zu knüpfen pflegt. sondern indem sie als Mittel der strengen Verknüpfung. der hier theoretischen Mitteln verfolgt wird. logischen Wahrheitskriteriums unterscheidet: beides sind nur verschiedene Ausdrücke derselben Sache. Unsere Ideen müssen. auf denen sie beruht. . 209 ff. James. die dem Fortgang der Erkenntnis die Richtung weisen. seine Befriedigung finden soll. der unser Denken im Gebiet der reinen Logik und Mathematik bestimmt." Es ist klar. sondern die allgemeingültigen gedanklichen Postulate der E i nh e i t und Stetigkeit sind es. 217 ff. so gibt es einen „ideellen Zwang". . daß die Annahme eines derartigen »ideellen Zwanges" (coercions of the ideal order) sich in nichts mehr von der Annahme eines objektiven. und somit der durchgängigen relativen Bestimmtheit des „Gegebenen" selbst erkannt werden. Prakgerung bisweilen in aller Klarheit zutage. mögen sie Tatsachen oder Prinzipien sein*. daß unser Erkennen einem doppelten Zwange unterliegt: wie wir in unserem Tatsachenwissen an die Beschaffenheit unserer sinnlichen Eindrücke gebunden sind. Nicht eine — — James . ist keine Widerlegung der . ist nichts anderes. sondern allenfalls eineWeiterführung der Gedanken. die von einem Subjekt zum andern wechseln. instrumentale" Bedeutung der wissenschaftlichen Hypothesen zugestehen und betonen mag: so handelt es sich doch hier ersichtlich um ein rein theoretisches Ziel. tischen" hindurch selbst betont.reinen Logik". wenn sie nicht endlosem Selbstwiderspruch und endloser Täuschung anheimfallen sollen. das mit rein Der Wille. S.. mit den Realitäten übereinstimmen: mögen diese Realitäten nun konkret oder abstrakt. S. . So sehr man die .. New York 1907. ob. 424 Pragmatism.) schließt nichts von den Folgerungen ein. mag auch niemand sie tatsächlich ausgerechnet haben. als der Wille zum Logischen selbst: nicht irgendwelche individuellen Bedürfnisse. So ist etwa die hundertste Dezimalstelle der Zahl n ideell voraus bestimmt.

in dem der Gedanke sich der empirischen Existenz der Gegenstände zuwendet. 425 . zu behaupten und auszumachen*.. * S. liegt selbst niemals fertig als ein in sich vollendeter Schatz von „Tatsachen" vor. S. die zum Wesen des selbst Empirischen . sondern es gestaltet sich erst im Prozeß des Fortschritts und gewinnt in ihm immer neue Formen. die hier einander entgegengestellt werden.neue Lösung. wo wir darauf verzichten. hrz. das wir in der Form rationaler mathematischer Ordnungen zu fassen und zu begreifen suchen. M e i n o n g Über die Stellung der Gegenim System der Wissenschaften. scheint er sich daher von dem eigentlichen Fundament seiner Gewißheit loszulösen. als diese auf Bedingung erfüllt ist. sondern ein neues Problem wird aufgestellt. . sondern sie scheinen auch jede Beziehung zur Welt der empirischen GegenIhre Apriorität stützt sich stände entbehren zu können. In dem Augenblick. Daß diese Forderung niemals bis zu einer letzten definitiven Erfüllung geführt werden kann. standstheorie 319 f vgl. ergibt sich freilich aus der Natur der Aufgabe selbst. die es durch neue Beobachtungen und Versuche erfahren kann. Es ist kein konstantes. wiederum unmittelbar auf einander in — — bezogen: das empirische Sein selbst ist es. Dennoch kann es so unentbehrlich sie bei dieser unbedingten Trennung anfangs aus methodischen Gesichtspunkten erscheinen mag nicht bleiben: da schon die bloße Möglichkeit der mathematischen Naturwissenschaft ihr widerstreitet. ob. 1907. Wahrhafte Einsicht in die Notwendigkeit eines Zusammenhangs läßt sich nur dort erreichen. begriffen und gewürdigt sein will. das eben in seiner Variabilität: in der möglichen Umformung. das hier der intellektuellen Bearbeitung unterbreitet wird. Denn das Material. ihre . sondern ein variables Datum. Aber diese Variabilität. Daseinsfreiheit" und gilt nur in dem Maße. Denn in dieser sind die beiden Wissenstypen. irgend etwas über die Wirklichkeit der Elemente. Wahrheiten der Logik und Mathematik entziehen sich nicht nur der empiristischen Begründung. Lpz. § 5 ff. die in die Relation eingehen. das den ersten allgemeinen Ansätzen zur Begründung des Die universellen Wissens zunächst zurücktreten durfte.

während Raum und Zeit. sondern gemäß einem bestimmten Gesetz von einem Stadium zum andern übergegangen wird. Form 426 . da wiralso die astronomischen Konstruktionen niemals mit diesen Bewegungen selbst zusammenhalten und an ihnen erproben können: so hat es keinen Sinn. vor allen anderen den Vorzug der „Wahrheit" einzuräumen. Der Zusammenhang und die Konvergenz der Reihe tritt an die Stelle des äußeren Maßstabes der Realität: beides aber läßt sich. — — nichts anderes. Da die absoluten Bewegungen der Himmelskörper so folgert man uns in keiner Erfahrung gegeben sind. die je nach der Wahl des intellektuellen und räumlichen Standortes verschieden ausfallen können und müssen. als subjektive Zusammenfassungen von Erscheinungen bedeuten wollen. wechseln. sofern nur an der allgemeinen Voraussetzung festgehalten wird. um die Relativität des Begriffs der empirischen Wahrheit zu erweisen. wie etwa dem Kopernikanischen. der sie in ihrem Fortschritt folgen. schließt dennoch kein ein. ermitteln und feststellen. sofern nicht beliebig.Moment „subjektiver" Willkür Die Veränderung selbst ist als solche bestimmt und notwendig. irgendeinem System. die wir für unsere Konstruktion des Weltbildes zugrunde legen. Zahl und Größe (Vgl. daß die fahrung beharrt: die besonderen Konfigurationen im Räume. weil alle der absoluten Wirklichkeit der Dinge gleich fern stehen und gehört. als Mittel jeglicher Konstruktion erhalten bleiben. rein durch den Vergleich der Reihenglieder selbst und durch die allgemeine Regel. noch jemals gegeben sein werden. mit Vorliebe auf die bloß relative Gültigkeit unseres astronomischen Weltbildes zu berufen. Der Mangel dieser Schlußweise aber liegt deutlich zutage: denn die Aufhebung des absoluten Maß- stabes schließt in keiner Weise die Aufhebung des e r t der verschiedenen Theorien selbst ein. analog wie im Arithmetischen. Dieser bleibt vielmehr in aller Strenge bestehen. Alle Systeme sind gleich wahr und gleich wirklich. sondern durch logische Beziehungen W Unterschiedes mit einander verknüpft bleiben. Diese Regel ist auf der Erder einen Seite dadurch gegeben. Man pflegt sich. daß die wechselnden Phasen des Erfahrungsbegriffes nicht schlechthin auseinander liegen.

auf derartige oberste Leitsätze verbürgt eine innere führung Gleichartigkeit des Erfahrungswissens. S. sondern unumgänglich. wie sie sich gemäß einem bestimmten Zusammenhang stetig entfalten. sondern läßt ihn in einer neuen Deutung fortbestehen. die diesen Prinzipien entspricht. während jegliche Form ihrer Erfüllung wiederum über sich selbst hinausweist.) uns aufgebaut worden ist. So wenig diese Einheit jemals fertig vorliegt. nichts wahrer und notwendiger. das Kopernikanische so wenig wie das Ptolemäische. B.ob. Das Ganze der Beobachtungen Tycho de Brahes geht in das System Keplers ein. So wird hier der instrumentale Charakter der wissenschaftlichen Begriffe und 427 . Die Eine Wirklichkeit kann nur als die ideale Grenze der mannigfach wechselnden Theorien aufgezeigt und definiert werden. S. sofern erst durch sie die Kontinuität — der Erfahrung hergestellt wird. kraft deren sich seine verschiedenen Phasen zum Ausdruck des all Einen Der „Gegenstand" ist Gegenstands zusammenschließen. daher genau so wahr und so notwendig. aber die Setzung dieser Grenze selbst ist nicht willkürlich. „Objektiv" heißt uns die räumliche Ordnung. 242 ff. gemäß der Voraussetzung und den Erfordernissen des Trägheitsgesetzes von Die Zurück(S. die wir als logische Normen festhalten.. 353 ff. sondern erst das Ganze dieser Systeme. wie die logische Einaber freilich auch um heit der Erfahrungserkenntnis. projektierte Einheit" ist und bleibt. Die Forderung selbst ist das Bleibende und Feststehende. die also z. ob. in welchem es jedoch nunmehr in neuer Weise verknüpft und begriffen erscheint. es auch gewisse beim Übergang von einem Stadium zum folgenden unberührt bleiben: die Variation hebt den früheren Bestand nicht schlechthin auf. Das Recht jeder derartigen Verknüpfung aber messen wir nicht an den Dingen sondern an bestimmten obersten Prinzipien selbst. so ist doch ihr Begriff darum nicht minder eindeutig bestimmt. darf uns demnach als Ausdruck der „wahren" kosmischen Ordnung gelten.) Weiterhin aber sind die materiale Züge des Bildes. der Naturerkenntnis. so sehr sie vielmehr stets . Kein einzelnes astronomisches System.

die hier gestellt ist. zeitlich wechselnden Umständen des psychologischen Erfassens unberührt bleibt. aber nicht mehr in seinem eigenen Gehalt umgeformt werden. wie im Bereich der empirischen Erkenntnis ist es Im Prozeß der die gleiche Aufgabe. in der Anwendung auf das empirische Material fortschreitend bewähren muß. muß in sich fest und sicher sein. die zu ihm hinzutreten. Die Behauptung einer derartigen Constanz ist jedem Denkakt als solchem wesentlich. so wäre kein sicherer und dauernder Gebrauch von ihm möglich. Weges die zu dem Er- kenntnis durchdringt. begründet den Unterschied Solange wir im Gebiet der verschiedenen Erkenntnisstufen. es würde beim ersten Versuch zerbröckeln und sich in Nichts auflösen. der sich in der Ausübung. Erkenntnis selbst entsteht und festigt sich der Gedanke eines Grundbestandes ideeller Beziehungen. das zur Einheit und damit zur Wahrheit des Gedachten hinführt. für immer. er kann durch andere. Die rein empirische Wahrheit aber scheint sich dieser Bestimmtheit prinzipiell zu entdieser ziehen: andere. die unJeder Satz ist hier. sondern sofern sie einen Entwurf zu möglichen Einheitssetzungen in sich sclüießen. rationalen. in welcher der Beweis Behauptung erbracht wird. was veränderlich in sich selber ruhen. der als solcher sich Form selbst gleich und von den zufälligen. wohl aber der objektiven Bestimmtheit des der Erfahrung selbst.Urteile nicht bestritten: diese Begriffe gelten. Und dennoch schließen sich beide Motive trotz aller Gegensätzlichkeit zuletzt zu einem einheitsie ist morgen eine 428 . — Der reale Inhalt des Gedachten. nicht sofern sie ein gegebenes starres Sein abbilden. als sie gestern war und bedeutet somit nur einen flüchtigen Halt. ergänzt. besitzen wir ein festgefügtes Ganze von Wahrheiten. Wir bedürfen nicht der Objektivität absoluter Dinge. Aber das Instruselbst. der rein logischen und mathematischen Sätze verharren. um ihn alsbald wiederum aufzugeben. entspricht daher in der Tat genau der Im Bereich der aktiven des Denkens überhaupt. nur die Art. er einmal ist. den wir im Wechsel der Vorstellungen ergreifen. Besäße ment es nicht in sich selbst eine bestimmte Stabilität.

das Dauernde für das Vergängliche selbst fruchtbar zu machen. Erst indem wir uns der Bedingtheit unserer empirischen Kenntnisse und damit gleichsam der Bildsamkeit des empirischen Materials. 429 . Diese Funktion. im Gebiet der Veränderung selbst Fuß zu fassen. sind die gleichbleibenden Richtlinien. die gesamte Bewegung der Erkenntnis. Die idealen Zusammenhänge. bewußt werden. Das Veränderliche wird betrachtet. Die Veränderlichkeit des empirischen Materials erweist sich keineswegs nur als ein Hemmnis. eröffnet sich die Möglichkeit einer Aufhebung des Widerstreits. nach denen die Erfahrung selbst in ihrer wissenschaftlichen Gestaltung sich orientiert. wenn es sich beiderseits um starre unabänderliche Gegebenheiten handelte.liehen Typus des Wissens zusammen. Die Gegensätze zwischen der mathematischen Theorie und dem Inbegriff der jeweilig bekannten Beobachtungen wären unausgleichbar. Der Einldang des Gegebenen und des Geforderten wird hergestellt. Der Bestand der ewigen Wahrheiten wird zum Mitte]. der sich von einem zum andern hin vollzieht. Nur in der Abstraktion können wir die schlechthin dauernden Momente von den vergänglichen ablösen und ihnen gegenüberstellen: denn die eigentliche konkrete Aufgabe der Erkenntnis besteht darin. der sich gegenübej allem Wandel des zufälligen Erfahrungsstoffes als identisch behauptet und bewährt. So wenig der Unterschied der beiden Faktoren sich daher jemals völlig zum Verschwinden bringen läßt: so besteht doch in dem beständigen Ausgleich. als ob es dauernd wäre. es als Ergebnis allgemeiner theoretischer Gesetze zu verstehen. Die Beständigkeit der idealen Formen hat nunmehr selbst keinen rein statischen. sondern zugleich und vorzüglich einen dynamischen Sinn: sie ist nicht sowohl Beständigkeit im Sein. die sie stetig erfüllen. von denen Logik und Mathematik sprechen. ist ihr dauernder und unverlierbarer Gehalt. als vielmehr Beständigkeit im logischen Gebrauch. indem wir das Gegebene im Sinne der theoretischen Forderungen aufs neue durchforschen und damit seinen Begriff erweitern und vertiefen. sondern zugleich als eine positive Förderung des Wissens. indem wir versuchen. mit dem die Erkenntnis arbeitet.

in ihrer Mannigfaltigkeit und Wandclbarkeit. Denn das Denken erschöpft sich wie sich allseitig gezeigt nicht in der Heraushebung des analytisch Gemeinhat samen aus einer Mehrheit von Elementen. hieße nicht nur den Begriff des Seins. den es von einem Element zum andern vollzieht. als mannigfaltiges und veränderliches Ganze. Die mannigfachen physikalischen Qualitäten der Dinge lösen sich ihm daher in den Einen Begriff des Aethers auf. sondern den des Denkens aufheben. die lebendige Anschauung des Zeitverlaufs der Ereignisse erstarrt für ihn zur Beharrung letzter absoluter Größenkonstanten. die Wirklichkeit kraft unserer mathematisch-physikalischen Begriffe zu verstehen. Wird diese korrelative des Begriffs selbst verkannt. Verschiedenheit und Veränderung bilden demnach keine prinzipiell „denkfremden" Gesichtspunkte*. Konstanz und Veränderung erscheinen demnach auch von dieser Seite her als zusammenlogische Momente. Co h n . die in der Tat in modernen erkenntniskritischen Untersuchungen eine interessante und bezeichnende Erneuerung erfahren hat. so muß sich alsbald wieder zwischen der Erkenntnis und der phaenomenalen Wirklichkeit eine unübersteigliche Kluft erheben. Lpz. aus denen er sich seine Form des Seins aufbaut. 1908.Identität und Verschiedenheit. Wir stehen alsdann wieder vor der Grundansicht der Eleatischen Metaphysik. sondern sie gehören ihrer Grundbedeutung nach der eigentümlichen Leistung des Intellekts selbst an. Ziele Zum Begriff der „Denkfremdheit" s. müssen wir sie wie man nunmehr folgert zuvor in ihrem eigentlichen Wesen. Jonas ff. sondern erweist seine eigenste Bedeutung erst in dem notwendigen Fortgang. und stellen diese erst ihrem vollen Umfang nach dar. gehörige Zwischen ihnen einen absoluten sachlichen Gegensatz statuieren. aufheben: die ewig gleichartige unbewegliche „Sphäre des Parmenides" — — Doppelform Um — — Raumes * u. Die Natur erklären. vernichten. heißt somit sie als Natur. der selbst nichts anderes. bes. Der Gedanke duldet keine innere Ungleichartigkeit und Veränderlichkeit der Elemente. 107 430 . als die Hypostasierung des leeren eigenschaftslosen ist. Voraussetzungen des Erkennens.

sinnlichen Einzelqualitäten in eine Fülle elementarer auflöst. E. So paradox diese Konsequenz erscheinen mag: so genau und folgerecht ist sie aus der einmal angenommenen Erklärung des Intellekts und seiner eigentümlichen Grundfunktion abgeleitet. von der Vielheit zur Einheit. das in der wissenschaftlichen Erklärung an die Stelle des sinnlich-Mannigfaltigen tritt. der der Gedanke fortschreitend zustrebt.bildet das letzte Ziel. Die Identität. ist es zu danken. hrz. als es des Gesichtspunkts der Identität bedarf: auch er ist ihm somit nicht schlechthin von außen aufgedrängt. sondern gelangen erst in und mit ihm zur Bestimmung. von der Bewegung zur Ruhe überzugehen. daß sie sich gegenüber der logischen Nivellierung ihres Gehalts daß in der Vollkommenheit des Wissens behauptet: nicht das Sein selbst zum Verschwinden kommt*. zeigt es sich.. Was der Gedanke fordert. daß die Realität den Denkens widersteht und ihnen zuletzt be- stimmte unübersteigliche Schranken setzt. Indem die Analyse die gegebenen. daß der Weg der Forschung nicht lediglich darin besteht. S. ist nicht die Identität letzter substantialer Dinge. Identitö et Röalitö. Nicht die Mannigfaltigkeit als solche wird aufgehoben. 229 ff. Eindrucks" zur Wirklichkeit der „Schwingung" wird. bes. sondern die Identität funktionaler Ordnungen und Zuordnungen. sondern daß auch die umgekehrte Richtung: die Aufhebung der scheinbaren Kontinuität Bewegungen * S. dem alle Naturwissenschaft sich unver- merkt annähert. Bemühungen des Nur dem Umstand.Meyerson. ist somit nicht die Auslöschung der Vielheit und Veränderlichkeit überhaupt. sondern ihre Beherrschung kraft der mathematischen von Reihengesetzen und Reihenformen. sondern es ist nur ein Mannigfaltiges anderer Dimension: es ist das mathematisch-Mannigfaltige. indem ihr die Wirklichkeit des . Zur Herstellung dieser Kontinuität aber bedarf das Denken des Gesichtspunkts der Verschiedenheit nicht minder. sondern im Charakter und in der Aufgabe der wissenschaftlichen „Vernunft" selbst gegründet. 431 . Aber diese Erklärung selbst verlangt eine Einschränkung. Diese aber schließen das Moment der Verschiedenheit und Veränderung nicht aus.

der den wissenschaftlichen Gesetzen zugrunde liegt. sondern enthält die Bedingung und den Ansporn zu ihrer immer vollkommeneren Lösung in sich.Konstanz und Einfachheit der Wahrnehmungsdinge nicht minder berechtigt und notwendig ist. Der volle Begriff des Denkens stellt somit die Einstimmigkeit des Seins wiederum her: die Unerschöpflichket der wissenschaftlichen Aufgabe ist kein Kennzeichen ihrer prinzipiellen Unlösbarkeit. I 432 . Erst durch diese Aufhebung hindurch läßt sich zu dem neuen Sinn der Identität und der Dauer gelangen.

Subjekts" und . solange es sich darum handelt..Achtes Kapitel. zu einem Inbegriff von Beziehungen zurückgeführt. Zur Psychologie der Relationen. Inbegriff erweist sich die herkömmliche Trennung als undurchführbar: er ist objektiv. die sie im Gesamtsystem der Wissenschaft gewinnen. Jeder Einzelsatz wird innerhalb dieses Systems an einen anderen gebunden und mit ihm verknüpft und die Stellung.. Das Problem der Erkenntnis hat uns statt zu einem metaphysischen Dualismus der subjektiven und der objektiven Welt. sofern auf ihm alle Constanz der Erfahrungserkenntnis und somit alle Möglichkeit des gegenständlichen Urteils beruht. die er damit im Ganzen der möglichen Erkenntnis überhaupt erhält. den reinen Begründungszusammenhang selbst zu verstehen und in seiner Wahrheit abzuleiten. Was diese Beziehungen ihrem reinen logischen Sinne nach sind. wie dieses Ganze selbst in den erkennenden Individuen sich verwirklicht. ohne von diesem Wege durch psychologische Betrachtungen und psycboCassirer. Objekts" selbst enthält. Die Frage. weist ihm das Maß seiner Gewißheit zu. kann lediglich aus der Bedeutung abgenommen werden. Schon von hier aus zeigte es sich. für den sie die gleiche Form der Geltung in Anspruch nimmt. I. kann und muß zurücktreten. Substanzbegriff ng 433 . daß seine Bestimmung einer doppelten Methode unterliegt und auf zwiefachem Wege versucht werden kann. diese Frage in den Hintergrund treten zu lassen: die Wissenschaft schreitet von einem objektiv gültigen Satze zu einem anderen fort. während er andererseits nur im Urteil selbst und somit in der Tätigkeit des Denkens zu erfassen ist. der die Voraussetzung für die gedankliche Entgegensetzung Vor diesem des . Die Entwicklung der Wissenschaft selbst drängt dazu.

fordert zugleich neue psychologische Mittel. den Aufgaben. Und dennoch schafft gerade dieser unabhängige Fortgang zuletzt auch für die Psychologie selbst ein neues Problem. wie in der reinen Geometrie und Arithmetik seiner notwendigen Mittelglieder versichert hat. kraft deren er sich beschreiben läßt. der hier festgestellt werden soll. von dieser allgemeinen Bedeutung aus. in die Bedeutung des Selbstbewußtseins über. Diese Umformung in den Prinzipien der Psychologie bildet selbst ein wichtiges erkenntnistheoretischesProblem es zeigt sich auch hier. Der Gedanke der wissenschaftlichen Psychologie geht geschichtlich auf P 1 a t o n zurück. Hier erst tritt der Seelenbegriff aus dem allgemeinen Umkreis des Naturbegriffs heraus und gewinnt eigene und selbständige Züge. daß Piaton sich bereits in der reinen Logik. in keiner Weise gerecht zu werden vermag. die von selten der Wissenschaft beständig aufs neue gestellt werden. Vom geschichtlichen Standpunkt aus liegt hierin eine seltsame Anomalie: denn was der moderne Psychologe leicht als das Ende seiner Wissenschaft betrachtet.logische Zweifel abgelenkt zu werden. daß die psychologische Analyse sofern sie vom bloßen sinnlichen Erlebnis ausgeht und bei seinem Typus zu verharren strebt. Die Seele ist nun nicht mehr der bloße Lebenshauch. Der Gegenstand. wie in den übrigen Gebieten. Es zeigt sich. der hier deutlich und gesichert vorliegt. sondern sie geht. das bildet in Wahrheit ihren historischen Anfang. Und so führt die allgemeine Forderung einer Psychologie der Relationen : zu einer Umbildung der psychologischen Methode überhaupt. Die neuere Psychologie schien eine Zeitlang das Eigentümliche der reinen Relationsbegriffe völlig aus dem Auge verloren zu haben: erst seit relativ kurzer Zeit und auf merkwürdigen Umwegen beginnt sie sich ihm wiederum zu nähern. Denn die' 434 . daß es die Art der Begriffsbildung ist. Von der bloßen Wahrnehmung als solcher führt kein Weg zu dem neuen Begriff des „Selbst". eine charakteristische Verschiebung erfährt. der in sich selbst das Prinzip seiner Erhaltung und Selbstbewegung enthält. die. Dieser Übergang aber wird nur dadurch möglich.

wenn wir von Farbe oder Ton sagen. Eine Erkenntnis ist es. Aber diese Ansicht. Einheit und Verschiedenheit. als der Ausgleich. so lassen sie sich nichtsdestoweniger durch keinen Wahrnehmungsinhalt als solchen belegen: denn eben dies ist ihre Funktion. Wenn indessen Sein und Nicht-Sein. Das Helle und Dunkle mag das Auge. ohne es in seine realen Komponenten zerlegen zu können. wie zwei aufeinander bezogene und abgestimmte formen. Die Seele muß. die wir jedoch niemals rein und selbständig zu isolieren. der philosophiesieschildern sich zwischen unserem Körper einerseits und den materiellen Dingen seiner Umgebung vollzieht.Wahrnehmung erscheint sie ist wie ein bloßer Teil des Naturprozesses. 28» Aussage 435 . Objekt" verhalten sich zu einander. das Leichte und Schwere. wird von ihm alsbald verlassen. Ähn- — — Bewegungs- — — lichkeit und Unähnlichkeit. in der ihnen das Ich gegenübertritt. klingt diese Anschauung noch deutlich nach: „Subjekt" und . das Warme und Kalte der Tastsinn unterscheiden: aber in der Gesamtheit derartiger sinnlicher Inhaltsunterschiede erschöpft sich niemals das Ganze der Erkenntnis. die mit körperlichen Kräften auf uns eindringen. Einheit und Vielheit. mit ihnen von gleicher Art und Beschaffenheit sein. eine von Grund aus neue und eigentümliche. daß jegliches von ihnen ist. Gleichheit und Ungleichheit sind keine körperlichen Gegenstände. Das Bild und Analogon der physischen Wirkung und Gegenwirkung muß jetzt versagen. die Piaton im Theaetet dem Satze des Protagoras gegeben hat. der Piaton auf eine kurze Strecke hin so lange es sich um die Zergliederung der Sinnesempfindung handelt folgt. sobald er sich der Analyse der reinen Begriffe zuwendet. um die körperlichen Dinge in der Wahrnehmung zu erkennen.. Identität und Gegensatz objektiv unentbehrliche Bestandteile jeglicher sind. daß das eine vom andern verschieden ist. daß sie beide vereint zwei sind. So ist auch die Art. Wir ergreifen stets nur das Resultat. sondern nur in ihrer wechselseitigen Bestimmung durch einander zu erfassen vermögen. wie Empedokles und die gesamte ältere Naturnichts anderes. In der Ausbildung.

Die „Seele" wird somit hier gleichsam als der einheitliche Ausdruck für den Gehalt und die systematische Verfassung der reinen Relationsbegriffe erdacht und gefordert. Die Platonische Auffassung hat in Aristoteles' Lehre vom KoLvöv zweifellos nachgewirkt. gültigen Momente sind an kein spezielles Organ mehr gebunden und bedürfen seiner nicht: vielmehr ist es die Seele selbst. die sie rein aus sich heraus und in freier Gestaltung gewinnt. die aber in keinem der beiden Einzelelemente als solchem direkt aufzeigbar ist. Der wahrhafte Begriff des Selbst ist an den Begriff des Einen und Vielen. Theaetet 184 C. der den Platonischen Seelenbegriff endgültig von der orphischen und naturphilosophischen Spekulation loslöst. die sich außerhalb ihrer Sonderbestimmtheit und somit Diese allgemeinihrer qualitativen Gegensätzlichkeit halten. aber ihr Schwerpunkt ist daß sie um eine * Vgl. was sie auf einander beziehbar macht und sie zu einem identischen Selbst zusammenschließt. des Seins und Nicht-Seins gebunden und findet Indem wir die Wahrerst hier seine wahrhafte Erfüllung. an der beide im gleichen Sinne Teil haben.über die Besonderheit all dieser Inhalte hinausgreifen. Und hier erst gewinnt der Begriff der Einheit des Bewußtseins einen festen Halt und Bleiben wir bei dem Inhalt der beeine sichere Grundlage. Wie die Helden im hölzernen Pferde. so nahe er mit dieser zunächst verbunden erscheint. wenn es nicht Gebilde gäbe. Verknüpfung zwischen ihnen herzustellen. bes. 436 . so liegen hier die Wahrnehmungen dichtgedrängt in uns zusammen: aber nichts findet sich. nehmung unter diese Begriffe fassen. Die Beziehung zwischen den heterogenen Gebieten sinnlicher Wahrnehmung wäre nicht erreichbar. sonderen Empfindung stehen. Das Grundproblem der Psychologie findet seine Bestimmung im Hinblick auf die Grundprobleme der reinen Logik und Mathematik: und dieser Zusammenhang ist es. führen wir sie damit in eine Idee zusammen: gleichviel ob wir diese Einheit als „Seele" oder wie immer bezeichnen mögen. ff. so bietet sich uns nichts als ein Chaos einzelner Erlebnisse. des Gleichen und Ungleichen.

. 6.. 2. die sich in einer Mehrheit von Objekten gleichmäßig vorfinden. Der Allgemeinheit des Gegenstandes aber muß eine Allgemeinheit wie Aristoteles nunmehr weiter folgert Wenn wir etwa des aufnehmenden Organs entsprechen. reicht nicht aus. der diesen Akt der Vergleichung vollzieht: denn mit welchem anderen Vermögen vermöchten wir Inhalte. zu erfassen ? Aber der Sinn fungiert hier nicht mehr in irgend einer Sonderbeschaffenheit. Begriff" zuletzt nichts anderes als eine Summe dinglicher i'diov — — Merkmale sieht. sobald es sich darum handelt. das über alle Einzelunterscheidungen . 437 . das erscheint hier als eine zugleich abstrakte und sinnliche Potenz. zu. bes. Gemeinsinn" in einer umfassenden Bedeutung. das Weiße mit dem Süßen zusammenstellen oder beides einander entgegensetzen. während der Tastsinn zwar eine Mehrheit von Qualitäten in sich faßt. sondern als . sich aber zu jeder einzelnen von ihnen in gleicher Weise. wie irgend ein Sinn zu seinem bestimmten Aber diese Art der Beziehung spezifischen Inhalt verhält. nsQl xpvxijs H. * Vgl. um in ihm gesammelt und auf einander bezogen zu werden*. III. 426b. Diese psychologische Entscheidung entspricht wiederum der logischen Grundansicht: sie beruht auf jener Auffassung. Was bei Piaton also als spontane und freie Leistung des „Bewußtseins selbst" gefaßt wurde. zusammengefaßt ist. In der Einteilung der sinnlichen Wahrnehmungen wird davon ausgegangen. dem Gehör der Ton als ein derartiges Gesicht die Farbe. wie Größe und Zahl ihr psychologisches Korrelat zu bestimmen. die selbst rein sinnlicher Natur sind.hier bereits verschoben. worin die verschiedenen Arten und Gebiete der Wahrnehmung übereinstimmen. so ist es notwendig der Sinn selbst. als bloßes Gesicht oder bloßer Geschmack. Diese Begriffe stellen ein wahrhaft dar. Begriffen wie Bewegung und Ruhe.. der ihm allein eigentümlich So kommt dem ist und ihn von allen anderen unterscheidet. 418a. Aristoteles. die im . in der all das. Diesem Gemeinsinn werden alle einzelnen Daten der Wahrnehmung zugeführt. daß jedem Sinn ein besonderer Inhalt angehört. Gemeinsames" hinweggreift.

L e i b n i z greift unmittelbar wieder auf Piaton zurück. aus welchen er sich zusammensetzt. anschaulich gegebenen Vorstellungsbildern zum klarsten tritt dies am Begriff hervor. den Bestand und die Wahrheit des Unendlichen ausmacht: so trägt sie doch für die psychologische Betrachtungsweise notwendig den Stempel des bloß Negativen. die anfangs eine besondere Stellung einzunehmen scheinen.. als sie sich unmittelbar in einzelnen. aber sich in ihnen niemals erschöpfend begründen lassen. werden zuletzt nach diesem Maßstab gemessen. die einfachen Sinnesinhalte darzulegen. wenn es gelungen ist. aber bleibt hier durchaus das Lockesche Schema herrschend. daß die Inhalte. der nur darum der Kritik verfällt. vom Standpunkt der Logik und Mathematik. die zwar anläßlich sinnlicher Eindrücke sich bilden. In der neueren deutschen Psychologie ist es sodann besonders T e t e n s der diese Anregung aufnimmt und sie zu einer ausgebildeten Theorie Im Ganzen der reinen „Verhältnisgedanken'* weiterführt. was er will und bedeutet. weil es sich zeigt. Sie besitzen nur insoweit wahrhaft positiven Gehalt. Dennoch kehrt der Gedanke dieser Beziehungen. das dasjenige. Gestalt und Bewegung Ideen des reinen Verstandes seien. so sehr er zurückgedrängt werden mag. nach welchem ein Begriff erst dann als wahrhaft verstanden und abgeleitet gelten kann. Ausdruck bringen des lassen. daß insbesondere Ausdehnung. "Wie ein Schattenbild von unsicherer "Wesenheit und Herkunft mischt er sich stets von neuem unter die klaren und gewissen Eindrücke der "Wahrnehmung Denn innerhalb 438 . stets von neuem wieder. die die traditionelle Lehre dem „Gemeinsinn" zuspricht. Auch die Ideen der . .Die moderne Psychologie versucht zunächst nur in vereinzelten Ansätzen zu einer neuen Fassung des Problems vorzudringen. im tatsächlichen Vorstellen niemals realisiert ist. Am Unendlichen dieser Betrachtungsweise ist selbst noch kein zureichender Ausdruck für die Geltung und Eigenart der Beziehungen entdeckt. sondern immer nur in dem Hinweis auf einen unbegrenzt möglichen gedanklichen Fortschritt besteht. Reflexion". So sehr gerade die allgemeine Regel dieses Fortschritts. wenn er betont.

Die Analyse stößt hier auf einen letzten Rest. Wie die Substanz des Dinges. der all- H m 439 . Geister abgeschiedener Quantitäten" spotten mag: diese Geister wollen sich nicht bannen lassen. so scheint nunmehr die Substanz des Ich beseitigt: es sind bloße associative Zusammenhänge von Vorstellungen. gegen den sich Locke am schärfsten und eindringlichsten wendet. Wie sehr man mit Berkeley über die Infinitesimalgrößen der Mathematik als die . die was uns vom Standpunkte der Erfahrung das Bekannteste und Gewisseste ist. daß sie sich von dem Typus der Realität.und Erinnerung. Ein rätselhaftes „Ich weiß nicht was" wird zum begrifflichen Grund aller wahrhaft wißbaren Qualitäten und Eigenschaften erhoben.. Die Begriffe. den sie weder zu begreifen. die sie bekämpft. indem die „Erklärung" für dasjenige. in ein gänzlich Inhaltleeres und Unbekanntes verlegt wird. Trotz alledem bleibt in der Ansicht der physischen und psychischen Wirklichkeit. innerlich noch keineswegs frei gemacht hat. daß die psychologische Kritik an diesem Punkte sich von den Voraussetzungen. die im tatsächlichen wissenschaftlichen Gebrauch sich als wirksam und fruchtbar erweisen. ist der Begriff der Substanz. entfernen und ihn — geflissentlich überschreiten. das man als „Träger" der sinnlichen Qualitäten voraussetzt. Immer von neuem wird gezeigt. gehen niemals in jene Elemente auf. abgesonderten und eigenschaftslosen „Etwas" aufgeboten. die sich auf dieser Grundlage aufbaut. die an beider Stelle treten. Alle Waffen des Spottes werden gegen Annahme jenes selbständigen. Der Begriff. Und das Werk der Kritik scheint beendet. der hier als Muster dient. In dieser Polemik gegen den Substanzbegriff glaubt Locke den eigentlichen Kern aller Metaphysik und aller scholastischen Wirklichkeitserklärung getroffen zu haben. — Der tiefere Grund dieses Widerstreites aber liegt darin. ihre Bedeutung beruht darauf. wie in dieser Annahme die eigentliche Geltung des Wissens sich verkehrt. noch zu beseitigen vermag. nachdem u e ihr Ergebnis von der äußeren Erfahrung auf die innere übertragen hat. die die psychologische Betrachtung als die alleinigen Träger der „Objektivität" kennt und anerkennt.

die reinen Begriffe der Verknüpfung. mit denen sie operierte. die sich nachträglich zwischen den besonderen Inhalten einstellen.. Die Substantialität der . nicht aber eines objektiven Zusammenhangs der Dinge selbst sind.Kategorie der Substantialität ihre entscheidende Bedeutung erhalten. die die substantielle Auffassung trotz allem noch besitzt. die . die zunächst naiv und vertrauenswurde. Seele" ist nur scheinbar beseitigt: denn sie lebt in der Substantialität des sinnlichen „Eindrucks" fort. auf denen sie ruht. während sie selbst unvermerkt ihre alte Stellung und ihren alten Vorrang behauptet.Wirklichkeit". daß nur dasjenige als wahrhaft . der skeptischen Konsequenz der Humeschen Lehre zu entgehen. eine bloße Zutat des Geistes bilden. Ihr erwuchs in den eigenen Begriffen. daß sie in der „Natur" des Geistes selbst gegründet erscheint und sich demnach mit einer Art von Allgemeinheit und Regelmäßigkeit unter bestimmten Bedingungen einstellt. einer durchgreifenden Änderung zu unterziehen. wie insbesondere die gemeinen Anwendungen von Ursache und Wirkung. wirklich" und als Grund alles Wirklichen zu gelten habe. und somit nur Ausdruck eines willkürlichen Triebes der Einbildungskraft. als isolierter Bestand faßbar und verständlich ist. das ist eben damit bloße Fiktion: und diese Fiktion gewinnt nicht dadurch an innerem Wert. eine neue — — der . Form voll hingenommen James 440 . was für sich allein steht und rein aus sich selbst. ohne die Prämissen. Dieses Ergebnis bildet gleichsam die negative Probe für die Festigkeit. nicht mehr und Abdrücke von Gegenständen zu denken. Nur die dieser Kategorie sind andere geworden. Nach wie vor herrscht die Überzeugung. So ergab sich hier jene Selbsttäuschung.. Hier liegt das Unveränderliche und Wesentliche aller bewußten Wirklichkeit vor uns. Sobald einmal der Versuch unternommen wird. während alle Verknüpfungen. Die neuere Psychologie hat lange Zeit versucht. Alle Eigentümlichkeiten der psychologischen Analyse wurden jetzt unmittelbar als Beschaffenheiten in das psychische Objekt hineinverlegt. Begriffe — so schwindet als Eindrücke auch ihr logischer Gehalt. Was nicht selbst „Eindruck" ist.

196 ff. ist ein typisches Beispiel dieser Gesamtanschauung. 278 ff. die in diesem Tatbestand selbst enthalten sind. Der Standpunkt der reflexiven Beobachtung und Zergliederung schiebt sich unvermerkt dem Standpunkt des wirklichen Erlebnisses unter*. Immer wieder zeigen sich in ihm Merkmale und Eigentümlichkeiten. a. Wir können durch * Vgl. zutage.„psychologische Täuschung" schlechthin (the Psyfallacy) aufgedeckt und beschrieben hat. dem Gestaltqualität Melodie Töne zu bestehen und aufgehen zu müssen. 441 . Die Lehre von den „einfachen" Grundelementen. Principles of Psychology I. die aus der bloßen Summierung der Einzelteile nicht erklärt und abgeleitet werden können. Die Mittel. geben die erste Anregung zu einer erneuten Revision der allgemeinen Grundbegriffe.. um einen bestimmten psychischen Tatbestand darzustellen und ihn in einfacher Weise mitteilbar zu machen. Wenn unser Bewußtsein eine einfache verfolgt und auffaßt. Die Fragen. die sich psychologisch Begriff der zusammenfassen. Die nähere Betrachtung zeigt indessen. deren wir uns bedienen. werden zugleich zu den absoluten Uratomen. tritt hier an besonders markanten Beispielen hervor.. aus denen jeder Zustand des Bewußtseins sich zusammensetzen soll. in der Wahrnehmung der einzelnen unter Formulierung erfahren. sich als einfacher aggregativer Komplex seiner einzelnen Teile darstellen läßt. das die Erfahrung uns darbietet. von dem aus sie ihre erste Wege überläßt. u. Je weiter die Selbstbeobachtung fortschreitet und je mehr sie sich vorurteilslos ihrem eigenen um so mehr drängen die neuen Probleme Es ist zunächst noch ein eingeschränkter Gesichtspunkt und ein spezielles Interesse. werden als wirkals die chologist's liche Momente aufgefaßt. die unser Begriff noch zu unterscheiden vermag. der ihm hierbei gegenwärtig ist. daß eine derartige Beschreibung den wahrhaften Sachverhalt nicht trifft. aus denen das Sein des Psychischen sich aufbaut. Daß nicht jedes räumliche oder zeitliche Ganze. Aber dieses so gewonnene Sein bleibt trotz allem in sich selbst zwiespältig. James. Die letzten Teile. so scheint zunächst aller Inhalt.

kann somit nicht von der Besonderheit der Elemente abhängen. S. ist als empirisches Datum anzuerkennen. die doch in all ihren einzelnen Bestandstücken von einander abweichen. fordert. wenngleich sie sich auf qualitativ völlig verschiedenen räumlichen Einzelempfindungen aufbauen.. f. Über Gestaltqualitäten. Auch im Räume bezeichnen wir bestimmte Figuren als einander „ähnlich". so doch eine besondere psychologische Kennzeichnung. bes. Der Bestand derartiger Gebilde und der eigentümliche inhaltliche Zuwachs. wiss. der damit gegeben ist. die freilich zunächst nur das Problem abgrenzt. Dieses Bewußtsein der Identität von Ganzen. Der gleiche Gedanke läßt sich sodann von der Einheit der „Tongestalten" auf die Einheit der „Raumgestalten*' übertragen. wie andererseits zwei Komplexe. Viertel- (1890). das ist nicht in einem dieser Inhalte selbst. zuerkennen. ohne daß wir darum aufin eine andere die Melodie anfänglich für hören. Was die mannigfachen Vorstellungsinhalte zu einer psychischen Grundgestalt verknüpft. gleichviel von welchen theoretischen Voraussetzungen aus man ihn beurteilen und deuten mag*. zu völlig verschiedenen Melodien führen. da sie sich jedem Wechsel dieser Besonderheit gegenüber als solche erhält und behauptet. die sie für uns besitzt. Zur 442 . jahrschr. Ehrenfels. ff. noch in ihrem bloßen aggregativen Beieinander aufzufinden: sondern es liegt hier eine neue Leistung vor. Philos.Übergang denen Tonart sämtliche Einzeltöne. * Vgl. hrz. Zwei durchaus verschiedene Komplexe von Tonempfindungen können für uns dieselbe Melodie ergeben. aus uns bestand. die aus inhaltlich gleichen Elementen bestehen. sofern diese Elemente in ihrer relativen Folge von einander unterschieden sind. 249 sowie Meinong.. sie selbst als Einheit festzuhalten und wieder- Die spezifische Eigenart und die charakteristische Beschaffenheit. verschwinden lassen und durch andere ersetzen. ohne noch eine bestimmte Lösung dafür zu geben. XIV. fassen sie also ihrem bloß geometrischen Begriff nach als identisch auf. wenn nicht eine besondere Erklärung. die sich zugleich in einem selbständigen Gebilde von bestimmt aufweisbarer Beschaffenheit verkörpert. Der Begriff der Gestaltqualität enthält diese Bezeichnung.

liegt bereits vor. Zeitschr. Nicht nur die Teile als solche. zu erklären unternimmt. sind es. die von dem Komplex ausgehen und somit zugleich von der Ordnung der Elemente innerhalb desselben abhängig sind. Wie schon die angeführten psychologischen Beispiele zeigen. Die einfache Wahrnehmung ist es wiederum. während die Beziehungsglieder die mannigfachsten Umformungen erfahren. Einheit. 443 .. die nicht nur über sinnliche Beschaffenheiten. die sich hier unmittelbar aufdrängen. handelt es sich um jenen allgemeinen Prozeß der Loslösung und selbständigen Setzung des Relationsgehalts. der insbesondere für weite Gebiete der charakteristisch \ind von grundlegender Bedeutung ist. 245 ff. III. Die Möglichkeit. gegenüber den so wendet man ein Daß die Melodie einzelnen Tönen. eingegangen wäre. zwar nicht aus dem bloßen ihrer Teile. dieser Psychologie der Komplexionen u. denn als Ganzes wirken. wohl aber aus der wechselseitigen die sie gegen einander ausüben. (Näheres hierüber Kap. aber zur Erklärung Tatsache ist es keineswegs erforderlich. für Psychologie u. Erörterung des Problems der . (1891). wie über Farbe und Ton. eine Beziehung ihrem Sinne nach als invariant festzuhalten.). Geruch und Geschmack entscheidet. wird in den rein psychologischen Erwägungen nxxr von einer neuen Seite her be- — Mathematik leuchtet und sichergestellt. wenn sie näher auf die entsprechenden logischen Probleme. die zu ihnen hinzukommen. S. neben den gewöhnlichen Empfindungs. sondern auch ihr gesamter Komplex löst stets bestimmte besondere Wirkungen auf unser Gefühl und unsere Vorstellung aus: und diese Wirkungen. Ein Ganzes bilden heißt im psychologischen Sinne nichts anderes. sondern die uns zugleich über Einheit und Vielheit. über die Inhalt erscheint.und Vorstellungselementen noch ganz neuartige einzuführen. die den komplexen psychischen Gewenn man die bilden zukommt. als ein selbständiger Eine solche theoretische Deutung Beisammen Wirkung. bes. die in sie eingehen. 122 ff. Die psychologische Physiologie der Sinnesorgane II. — — ist nicht zu bestreiten. über Beharrung und Veränderung. Relationen. Erklärung scheint in ihrer allgemeinen Anwendung zugleich jede Annahme besonderer Relationsvorstellungen und Relationsbegriffe entbehrlich zu machen. S. kraft deren wir über die Ähnlichkeit oder Unähnlichkeit. die GleichDiese heit oder Ungleichheit ganzer Inbegriffe urteilen. Gestaltqualitäten" hätte zweifellos an allgemeiner Bedeutvmg gewonnen.

Zur Psychologie der Zeitanschauung. Wie eine bestimmte Ätherschwingung in uns den Eindruck einer bestimmten Farbe hervorbringt. daß sie die „Wirkungen" nicht von einzelnen Reizen. (1899) 444 . die von der Wirkung. vielmehr muß umgekehrt dasjenige. daß wir von der Kenntnis bestimmter ursächlicher Zusammenhänge aus zum Verständnis der Beziehungsbegriffe überhaupt geleitet werden könnten. Denn Bestimmungen unterscheiden sich von den ein- Sinneseindrücken nur dadurch. bald von einer langsameren Aufeinanderfolge sprechen.zeitliche Folge alle diese und zeitliche Dauer der Inhalte belehrt. Indem die psychologische geistigen Intervalle. sondern es Schumann. f. B. den er in sich schließt. bereits vorausgesetzt werden. Die Gesamtheit der reinen Relationsgedanken wird hier auf eine tatsächliche Wirkung zurückgeführt. Es bedarf hierzu keines fachen besonderen Aktes der . deren * S.. S. So können wir z. 106 Ausführungen M e n o n g s Über Gegenstände höherer Ordnung u. Nicht derart ist das Verhältnis. die bei einem weiteren Abstand der Töne eintritt. Verfolgt man indessen diesen Erklärungsversuch zu Ende. i . was diese Begriffe bedeuten und meinen. so entdeckt man alsbald den erkenntniskritischen Zirkel.. verschieden ist*. Ztechr. die unser Bewußtsein treffen. des Wechsels oder der Dauer hervor. die von bestimmten Mannigfaltigkeiten ausgeht. daß von dem Komplex der rascher aufeinanderfolgenden Einzeltönc eine besondere Wirkung ausgeht.Vergleichung" zeitlicher genügt die einfache Annahme. Ztschr. Verhältnis zur inneren Wahrnehnning. um mit Sinn von kausalen Verknüpfungen der Wirklichkeit zu sprechen. XXI. bes. die XVII (1889) S. die Länge der dazwischenliegenden Pausen gegeneinander abmessen und daraufhin bald von einer rascheren. — Zur Kritik Schumanns vgl. ff. Psychol. so bringt eine bestimmte Zusammenstellung und Verknüpfung von Reizen. sondern von Reizkomplexen sind. wenn verschiedene Tonempfindungen in bestimmten zeitlichen Abständen nacheinander in uns erregt werden. f. während doch die bloße Anwendung des Gesichtspunktes von Ursache und Wirkung bereits einen speziellen Relationsgedanken in sich schließt. in diesem den Eindruck der Ähnlichkeit oder Verschiedenheit. 236 ff. Psychol.

Die Elemente „bestehen" niemals außerhalb jeglicher Form der Verknüpfung. die hier im ersten Ansatz der Frage zunächst verkehrt wurde. hat sie bereits all das vorweggenommen. die sich sodann zu verschiedenen beobachtbaren Wirkungen zusammensetzen. Was uns im Gebiete des Bewußtseins empirisch wahrhaft bekannt und gegeben ist. in der verschiedenartige objektiv feststehende Beziehungen während es obwalten. aber man erkannte und sprach es aus. während seine einzelnen Komponenten nur den Wert hypothetischer Ansätze besitzen. abgeleitet werden. so daß der Versuch. als könne und solle diese ganze Art der Wirklichkeit. dessen logische Rechtfertigung in Frage steht. . Das Ideal der begrifflichen „Erklärung". daß unsere tatsächliche Erfahrung — — 445 . als den alleinigen Daten der reinen Erfahrung.. notwendig im Kreise verläuft. ohne Hinzunahme irgend eines anderen Bestandteiles. die möglichen Weisen der Verknüpfung aus ihnen herzuleiten. ausgeht. sind niemals die Einzelbestandteile. ob sie in ihrer Vereinigung die Gesamtheit der Phänomene wiederum darzustellen und zu rekonstruieren vermögen. die sie im Ganzen des psychischen Geschehens ausüben. den Eigengehalt der reinen Beziehungen zu leugnen und ihn durch bloße Komplexe von Empfindungen zu ersetzen. deren Wert und Recht danach zu bemessen ist. allmählich verstummt. das hier maßgebend war.Rear' im Sinne der Erfahrung und des psychologischen Erlebnisses ist stets nur das Gesamtergebnis selbst. aus den einfachen Empfindungen. sondern wie wir von dem Ganzen zu den Teilen gelangen. die sich lediglich kraft der Abstraktion in einzelne Teilbestände sondern läßt. So sind denn auch innerhalb der psychologischen Forschung selbst die spekulativen Versuche. Diese Umkehr ist freilich nicht befremdlich: denn sie stellt sachlich nur jene Rangordnung der Probleme wieder her. Sie setzt eine dingliche Welt. an den Anfang der Betrachtung zuerst den Anschein hatte. sondern es ist stets bereits eine vielfältig gegliederte und durch Relationen aller Art geordnete Mannigfaltigkeit. wie wir von den Teilen zum Ganzen.Erklärung von tatsächlichen Elementen und der Aktion. wurde zwar im allgemeinen festgehalten. Die Frage kann hier niemals lauten.

aber sie bilden nichtsdestoweniger schließlich doch insofern eine Einheit. „Wirken äußere Reize auf sie ein. Diese Übereinstimmung in den physischen Grundlagen jeder Wahrnehmung. ehrliche Armut dem Schein des Reichtums vorziehen"*. nicht weiter reduzierbare Daten des Bewußtso bemerkt seins anerkennen. die begriffliche Mannigfaltigkeit der Beziehungen wiederum in die Einheit eines einzigen kausalen Ursprungs aufzulösen. Die Sinnesorgane samt den ihnen zunächst zugehörigen nervösen Zentren stellen sich freilich zunächst als sehr verschieden gebaute und verschieden ausgestattete Apparate dar. Die allgemeinen Verhältnisbestimmungen. des räumlichen Beisammens wie der zeitlichen Dauer als grundlegende. so müssen die in ihnen hervorgerufenen Prozesse naturgemäß verschieden sein. 462. Was der rein psychologischen Betrachtungsweise versagt blieb. der uns gestattet. Wie wir bestimmte Klassen einfacher Empfindungen als letzte Tatsachen annehmen wie nunmehr erklärt wurde neben müssen. die sich an allen Empfindungen. der Ähnlichkeit und Verschiedenheit. 2. so müssen wir — — diesen Gebieten auch gewisse spezifische Beziehungen. als sie sich sämtlich aus demselben Material. scheint hier der physiologischen Erklärung und Deutung gelingen zu können. aber es heißt. „Natürlich heißt dies nicht" ein Vertreter dieser Ansicht „die Dinge erklären. Grundzüge der Psychologie. wie die der Einheit und Mehrheit. erweisen sich eben damit als ein gemeinsamer des Empfindungsinhaltes als solchen. Aufl. unbeschadet ihrer qualitativen Verschiedenheit. S.. für den nunmehr auch eine entsprechende Gemeinsamkeit in den zugehörigen physiologischen Prozessen zu fordern ist. aber ist leicht aufweisbar. 446 . gleichviel welchem besonderen Gebiet sie angehören mag. 1905.und unsere wirklichen empirisch-psychologischen Kenntnisse ihm die Erfüllung versagen. aus nervösen Elementen nach gewissen in sich übereinstimmenden Prinzipien aufbauen. gleichmäßig wiederfinden. Lpz. soweit die physikalisch-chemische — — Bestand Ebbinghaus. E i n Rückweg scheint freilich noch übrig zu bleiben.

lenkt dennoch ihrem Prinzip nach wiederum in die Bahnen Für der Aristotelischen Lehre vom „Gemeinsinn" zurück. die auf den ersten Blick rein mit den Mitteln moderner naturwissenschaftlicher Auffassung operiert.. der Einheit und Mehrheit. . Bitteres empfinden. soweit nämlich in der Außenwelt die Verbindungsweise der Reize zu einem Ganzen und innerhalb der Sinnesorgane die Grundeigenschaften der nervösen Materie und die allgemeinen Konstruktionsprinzipien ihres Aufbaus dieselben sind .. Sollte indessen diese ursächliche Erklärung zugleich eine logische Deduktion der Geltung der Verhältnisbegriffe bedeuten. die den Empfindungen zugeordnet sind. Denn sie muß. S. Diese Erklärung. wie Helles. die Erfassung der Beziehungen steht zwar nicht wie für die der einzelnen Sinnesqualitäten ein besonderes Organ zur Verfügung. Anschauungen" des Raumes und der Zeit. Aber zur selben Zeit müssen jene Prozesse auch gleich oder ähnlich ausfallen. aber nicht in sämtlichen. deren nähere Angabe uns freilich noch nicht mög- besonderen — menden . offenbar auf die Gleichheit oder Verschieden- — Ebb nghau i 8 .. eine Art gemeinsamen Organs. a. der Identität oder Ähnlichkeit zu erklären. bewußt werden" die den . sich verändernd usw. wohl aber besteht auch hier. Zügen derselben Erregungen. sondern nur in den gemeinsamen Eigentümlichkeiten dieser Prozesse. um die Vorstellung der Gleichheit oder Verschiedenheit.. 442 f. O. Die nervösen Vorgänge. in den übereinstimLautes.. so würde auch sie eben jenes vGTEQov TCQÖreqov in sich schließen.Beschaffenheit der Reize und die ihr angepaßte Funktion der ersten Aufnahmeapparate verschieden ist. a. daß uns alle diese Eindrücke je nach Umständen als dauernd oder intermittierend. kraft dessen wir die realen Verhältnisse der äußeren Objekte in uns aufnehmen. der Konstanz und Veränderung zugrunde liegen. dem wir zuvor bereits begegnet sind. 447 . stecken also in ganz denselben Prozessen. lich ist"*. In der Schmecken stattfindenden Erregungen liegt es. Hören. Eigenart der beim Sehen. daß wir ihre seelischen Wirkungen als etwas ganz Disparates.

zum Bewußtsein kommen. Von allen Seiten her werden wir somit immer deutlicher auf ein zweites großes Gebiet der psychologischen Untersuchung hingewiesen. Der Psychologie der Empfindung tritt die Psychologie des Denkens gegenüber. das in ihrem ersten Ansatz zunächst vernachlässigt und zurückgedrängt war. relativen" Elementen des Bewußtseins beherrscht wird. Der Begriff des Seins. nur hypothetischen Erklärung zugänglich Weiterhin aber muß jede rein physiologische — Darstellung des Sachverhalts denjenigen Punkt im Dunkeln lassen. die lediglich innerhalb der psychischen Phänomene selbst verharrt. Die Forderung bleibt bestehen. daß sie in einer Betrachtungsweise. enthält also bereits alle diejenigen kategorialen in sich. 448 . damit es zu jener Loslösung des allgemeinen Anschauungsinhalts vom besonderen Empfindungsinhalt kommt. die von Anfang an von einer völlig andersartigen Formulierung des Problems und von einer neuen Wertordnung zwischen den „absoluten" und den . noch durch den Rückgang auf die objektiven physiologischen Ursachen zu ersetzen. der hier vor allem in Frage steht. auf dem Wege der psycho-physiologischen Ableitung aus ihm wiederum heraus- Dingen.heit in den spezieller in den peripherischen und zentralen Organen der Wahrnehmung zurückgehen. ohne zu ihren hypothetischen Gründen zurückzugehen. Die reinen Bewußtseinsfunktionen der Einheits..und Verschiedenheitssetzung sind somit als solche niemals zu entbehren. Das physisch Gleiche muß als gleich erkannt und beurteilt. wie sie einer sein — dem individuellen Subjekt freilich mag. aufgewiesen und dargestellt werden. das sachlich Verschiedene a 1 s verschieden aufgefaßt werden. um den correlativen Bewußtseinsausdruck dieser Verhältnisse zu erklären. Eine Identität oder Gemeinsamkeit in den äußeren Reizen reicht niemals hin. von dem hier ausgegangen wird. die nachträglich. der hier angenommen wird. mungen Bestim- Der Wahrheitsgehalt dieser Bestimmungen muß vorausgesetzt werden. wenngleich die Art. gezogen werden.

wenngleich er für sein Urteil über das Zahl Verhältnis eine bestimmte objektive Wahrheit und Gültigkeit in Anspruch nimmt. nicht auf eine bloße Erweiterung ihres Gebiets.. Die Unselbständigkeit. Die allgemein gültigen Relationen. Aber als Einheit oder Mehrheit von dieses Etwas kann anderseits beliebig wechseln. existieren nicht als zeitlich oder örtlich abgegrenzte Teile der psychischen oder physischen Wirklichkeit. So treten allgemein den Beziehungen zwischen Existenzen reine Idealrelationen gegenüber: und diesem Unter- Etwas — — . Bedeutung Cassirer.II. als Begriff oder Urteil erscheinen. sondern sie „bestehen" schlechthin kraft der Notwendigkeit. zu schärferem Ausdruck gelangt. daß die Fragen. Es sind nunmehr zwei Formen psychischer „Gegenstände". die wir bestimmten Aussagen zuerkennen. es kann als Farbe oder Ton. die einander bestimmt gegenübertreten. über den Qualitäten der verschiedenen Sinne bauen sich „Gegenstände höherer Ordnung" auf. ohne sie als Gleichheit oder Verschiedenheit. Substanzbegriff 09 449 . und ihrer als Stütze bedürfen. der stellt neben ihnen nicht noch die Vierheit als ein besonderes Stück der Wirklichkeit vor. zu denken. sondern auf eine innere Umgestaltung ihres Begriffs hinzielen. als Geruch oder Geschmack. Wir können freilich von Gleichheit oder Verschiedenheit. Die allgemeinen Probleme. die in der Lehre von den „Gestaltqualitäten" eingeschlossen sind. sind in der Umbildung. die aber in ihnen nicht aufgehen. fundierten Inhalte" Hier zeigt erfahren hat. die den reinen Relationen in ihrem tatsächlichen Auftreten und gleichsam in ihrer psychischen Existenz anzuhaften scheint. es sich bereits deutlicher. die damit in die Psychologie eintreten. schließt somit eine vollkommene Selbständigkeit ihrer eigenartigen nicht aus. die von jenen Elementarinhalten zwar getragen werden. von Einheit oder Mehrheit nicht sprechen. von welchem allem ja Verschiedenheit oder Einheit aussagbar ist ohne daß dadurch der eigentliche Sinn dieser Grundgedanken irgendwie berührt würde. Wer vier wirkliche Gegenstände vorstellt. um die es sich hier handelt. Über den einfachen Empfindungen. die diese Lehre in der Theorie der .

Sie knüpft an die einfachen Empfindungsinhalte als anerkannte Daten an. die mit dem Bewußtsein zeitloser und notwendiger Geltung gefällt werden. um in ihrer Wahrheit erfaßt zu werden. An die Stelle einer bloß faktischen Feststellung tritt hier das systematische Ganze eines Begründungs-Zusammenhangs. immer das Urteil sich auf ein Objekt der tatsächlichen Wirklichkeit bezieht und an ihm eine einzelne Bestimmung bezeichnen und treffen will. nicht der Probe durch verschiedene. successiv durchlaufene Einzelfälle bedürfen. also auf eine Aussage von bloß empirischer Geltung beschränkt. nur einfach in ihrem Auftreten und ihrer Beschaffenheit als Tatsachen konstatiert werden können. M . die. bei e i n o n g vgl. Diesem Fall. Den empirischen Urteilen über Erfahrungsgegenstände stehen somit „apriorische**Urteile über die Fundierungsin Wo Notwendigkeit .schied entspricht weiterhin ein charakteristischer Gegensatz der Rangordnung der Erkenntnisse. Während die psychischen „Phaenomene". in welchem die Art der Abhängigkeit zwischen zwei Elementen a und b durch die „Natur" der Glieder selbst determiniert