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Klassenarbeit zum Thema "Sagen"

Klassenarbeit zum Thema "Sagen"

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Veröffentlicht vonDaniel Tebs

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Published by: Daniel Tebs on Jan 31, 2009
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Arbeit im Fach Deutsch – Thema: Sagen
1. Erkläre in Sätzen, was Sagen sind, welche besonderen Merkmale sie haben! Erinnere Dich dabei an die angefertigte Übersicht! 2. a) Nenne zwei Sagen, die du kennst! b) Fasse kurz zusammen, worum es in einer der zwei genannten Sagen geht! 3. Lies die folgende Sage und markiere in ihr alle Stellen/Wörter, die wahr sind oder wahr sein könnten!

Die hilfsbereite Jungfrau zu Püchau
Einst wohnte in dem Dorf Püchau ein braver Bauer. Als er einmal in Wurzen zu tun hatte, konnte er erst mit Einbruch der Dunkelheit die Heimfahrt antreten. Plötzlich sah er im Mondschein eine Frau bewusstlos mit einem Kind am Weg liegen. Er lud sie in den Wagen und brachte sie nach Hause. Seine Frau pflegte die beiden. Die Fremde war jung und schön. Leider kam sie nicht wieder zu sich und starb. Die Bauersleute zogen das Waisenkind wie ihr eigenes Kind groß. Nun begab es sich, dass die Eltern einige Tage verreisen mussten. Die Mutter gab dem Mädchen den Haushalt in Obhut. Als es den Boden inspizierte, fiel ihm eine Tür auf, die es noch nie gesehen hatte. Neugierig öffnete das Mädchen sie. Wer beschreibt ihr Erstaunen, als es im dahinterliegenden Gemach eine alte Frau an einem schnurrenden Spinnrad sitzen sah. »Für wen spinnt Ihr, Mütterchen?«, fragte es neugierig. »Für Dich, mein Töchterlein«, antwortete die Alte. Erschrocken lief das Mädchen weg. Später fand es die Tür nicht mehr vor. Als es den heimgekehrten Eltern das seltsame Erlebnis erzählte, lachten diese. Doch heimlich prüfte der Vater den Boden. Er konnte keine Tür entdecken. Nur in einem Wandschrank fand er mehrere Stücke feinster neuer Leinwand, die vorher dort nicht gelegen hatten. Diese schenkten die Eltern dem Mädchen für seine Aussteuer. Wenige Jahre danach kam der Schwarze Tod nach Wurzen, und das große Sterben begann. Viele Wurzener Bürger flohen aus der Stadt auf's Land. Doch auch in Püchau brach die Pest aus. Viele starben oder lagen krank darnieder. Selbst in den Reihen der Helfer fand Gevatter Hein viele Opfer. Schließlich pflegte nur die Jungfrau die Kranken. Doch bald waren Wäsche und Verbandszeug aufgebraucht. Da erinnerte sich das Mädchen an die Leinwand in ihrer Aussteuertruhe. Aber welch' Wunder, die Kranken, die sie damit bedeckte, wurden alle gesund. Später heiratete das Mädchen den ältesten Sohn des Wurzener Pfarrers, den sie gesundgepflegt hatte. In Wurzen wurde sie eine von allen geliebte und verehrte Helferin der Kranken und Armen.
4. Woran kann man erkennen, dass die Geschichte sehr alt ist? Nenne drei Dinge (Argumente), die das zeigen! 5. Wer könnte die Alte am Spinnrad sein? Äußere deine Vermutung und begründe sie mit einer Textstelle! 6. Wieviele Helfer blieben am Ende während der Pest übrig? 7. Schreibe zehn Adjektive aus dem Text heraus!

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