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Potsdamer Abkommen

Grundsätze: „die 4 D´s“(eigentlich 5 D´s)

1.Denazifizierung

-Entfernung von NS Einflüssen in Gesellschaft, Kultur, Presse, Ökonomie, Jurisdiktion und Politik -Gerichtsprozesse gegen untergetauchte Nazis -Problem: Was ist ein Faschist?

2.Demilitarisierung

-Abbau jeglicher Rüstungsindustrie in Deutschland -Wurde aber während des Kalten Krieges nicht eingehalten → z.B Cruise-Missle

3.Demokratisierung

-Aufbau einer Demokratie in Deutschland -Schule mit demokratischen Ideen erziehen -Rede-,Presse-, Religionsfreiheit -Problem: Was ist Demokratie?

4.Dezentralisierung

-Verteilung der Macht an viele Ebenen(Provinzen, Distrikte, Regionen) → Unterbinden von Machtkonzentrationen in Händen weniger Personen -Verteilung auch der Wirtschaft um Bildung von Kartellen, Syndikaten und Monopolen zu verhindern

5.Demontage

-Abbau von Industrieanlagen um Reparationen zu zahlen -1951 wurden die Demontagen in Westdeutschland eingestellt, weil sie den Marshall-Plan annahmen(Teil der Truman-Doktrin, nur das es bei der Truman-Doktrin um Schutz vor den Russen ging, beim Marshall-Plan war es die finanzielle Unterstützung)

Hier das Modell für die Verfassung 1949

Hier das Modell für die Verfassung 1949

Hier das Modell für die Verfassung 1919

Hier das Modell für die Verfassung 1919
HISTORISCHE AUSSTELLUNG DES DEUTSCHEN BUNDESTAGES Die deutschen Verfassungen Synopse ausgewählter Bestimmungen aus den

HISTORISCHE AUSSTELLUNG DES DEUTSCHEN BUNDESTAGES

Die deutschen Verfassungen

Synopse ausgewählter Bestimmungen aus den Verfassungen von 1849, 1871, 1919, 1949

Thema

Grundgesetz 1949

Weimarer

Reichsverfassung

 

Reichsverfassung

Reichsverfassung

1871

1849

von 1919

 

Gleichheit vor

Art. 3 (1): Alle Menschen sind vor dem Gesetz gleich. Art. 3 (2): Männer und Frauen sind gleichberechtigt.

Art. 109 (1): Alle Deutschen sind vor dem Gesetze gleich. Art. 109 (2): Männer und Frauen haben grundsätzlich dieselben staatsbürgerlichen Rechte und Pflichten.

Art. 3 (1): Für ganz

§

137 (1): Vor dem

dem Gesetz

Deutsch-

Gesetze gilt kein Unterschied der

Stände. Der Adel als Stand ist aufgehoben.

land besteht ein gemeinsames Indigenat mit der Wirkung, dass der Angehörige […] eines jeden Bundesstaates als Inländer zu behandeln […] ist.

 

§

137 (3): Die

Deutschen sind vor dem Gesetze gleich.

Religions-

Art. 4: Die Freiheit des Glaubens, des Gewissens und die Freiheit des religiösen und

Art. 135: Alle

-

§

144 (1): Jeder

freiheit

Bewohner des Reichs genießen volle Glaubens- und

Deutsche hat volle

Glaubens-

und Gewissens-

Gewissens-

freiheit.

weltanschau-

freiheit

lichen Bekennt- nisses sind un-

verletzlich.

Versammlungs

Art. 8 (1): Alle Deutschen haben das Recht, sich ohne Anmeldung oder Erlaubnis friedlich und ohne Waffen zu versammeln.

Art. 123 (1): Alle Deutschen haben das Recht, sich ohne Anmeldung oder besondere Erlaubnis friedlich und unbewaffnet zu versammeln.

-

§

161 (1): Die

freiheit

Deutschen haben das Recht, sich friedlich und ohne Waffen zu versammeln; einer besonderen Erlaubnis dazu bedarf es nicht.

Parlament/

Art. 38: Die Abgeordneten des Deutschen Bundestages werden in allgemeiner,

Art. 20: Der Reichstag besteht aus den Abgeord- neten des deutschen Volkes. Art. 21: Die

Art. 20 (1): Der Reichstag geht aus allgemeinen und direkten Wahlen mit geheimer Abstimmung hervor.

93: Das Volkshaus besteht aus den Abgeordneten des deutschen Volkes.

§

Abgeordnete/

Wahlen

§

94 (2): Die Wahl

geschieht nach den

noch:

unmittelbarer, freier, gleicher und geheimer Wahl gewählt. Sie sind Vertreter des ganzen Volkes, […].

Abgeordneten sind Vertreter des ganzen Volkes. Art. 22 (1): Die Abgeordneten werden in all- gemeiner, glei- cher, unmittelba- rer und geheimer Wahl […] gewählt.

[…] Art. 29: Die Mitglieder des Reichstages sind Vertreter des gesammten Volkes. […].

im Reichswahl-

gesetze enthaltenen

Parlament/

Vorschriften.

Abgeordnete/

Wahlen

Der Bundesrat

Art. 50: Durch den Bundesrat wirken die Länder bei der Gesetzgebung und Verwaltung des Bundes mit.

Art. 60: Zur Vertretung der deutschen Länder bei der Gesetzgebung und Verwaltung des Reiches wird ein Reichsrat gebildet.

Art. 5 (1): Die

85: Der Reichstag besteht aus zwei Häusern, dem Staatenhaus und dem Volkshaus.

§

Reichsgesetz-

gebung wird ausgeübt durch den Bundesrath und den Reichstag.

Staatsober-

Art. 54: Der

Art. 41 (1): Der Reichspräsident wird vom ganzen deutschen Volk

Art. 11 (1): Das Präsidium des Bundes steht dem Könige von Preußen zu, welcher den Namen Deutscher Kaiser führt. […].

§

68: Die Würde des

haupt

Bundespräsi-

Reichsober-

dent wird ohne

hauptes wird einem

Aussprache von der

der regierenden

Bundes-

gewählt.

deutschen Fürsten

versammlung

über-

gewählt.

tragen.

Bundes-

Art. 62: Die

Art. 52: Die Reichsregierung besteht aus dem Reichskanzler und den Reichs-

Art. 15 (1): Der Vorsitz im Bundesrathe und die Leitung der

73: Der Kaiser übt die ihm über- tragene Gewalt durch verant- wortliche von ihm ernannte Minister aus.

§

regierung

Bundesregie-

rung besteht aus

dem Bundes-

kanzler und den

Geschäfte steht dem

Bundes-

ministern.

Reichskanz-

ministern.

ler zu, welcher vom Kaiser zu ernennen ist.

Literaturhinweise:

Grundgesetz. Kommentar. Hrsg. von Michael Sachs. München, 3. Aufl. 2003. Limbach, Jutta, Herzog, Roman, Grimm, Dieter (Hrsg.), Die deutschen Verfassungen. Reproduktion der Verfassungsoriginale von 1849, 1871, 1919 sowie des Grundgesetzes von 1949. München 1999.

Verwaltung des Deutschen Bundestages, Fachbereich WD 1, Redaktionsdatum: Mai 2006.

Ziele der Siegermächte

Frieden von Versailles

Frankreich:

-Elsass-Lothringen wiederbekommen(Kohle, Erze) -wollten die größtmögliche Schwächung Deutschland → Erbfeindschaft

Großbritannien:

-“Balance-of-Power-Politik“ → Deutschland darf nicht soweit entmachtet werden, das ein Machtvakuum entsteht, könnte Deutschland in die Hände der Soviet-Union fallen und so wäre das Gleichgewicht gestört. -Vormacht auf der See

Italien:

-wollten nur ein paar lächerlich-unbedeutende Kolonien

USA:

-Aufhebung der Handelsbeschränkungen + Freie Schiffahrt - siehe 14-Punkte-Plan

Der 14-Punkte-Plan

1. Offene, öffentlich abgeschlossene Friedensverträge. Danach sollen keinerlei geheime internationale Abmachungen mehr bestehen, sondern die Diplomatie soll immer aufrichtig und vor aller Welt getrieben werden.

2. Uneingeschränkte Freiheit der Schifffahrt auf den Meeren, außerhalb der Territorialgewässer, im Frieden sowohl wie im Kriege, ausgenommen jene Meere, die ganz oder teilweise durch internationales Vorgehen zur Durchführung internationaler Verträge gesperrt werden.

3. Möglichste Beseitigung aller wirtschaftlichen Schranken und Herstellung einer Gleichheit der Handelsbedingungen für alle Nationen, die dem Frieden beitreten und sich zu seiner Aufrechterhaltung verbinden.

4. Entsprechende gegenseitige Bürgschaften für die Beschränkung der Rüstungen der Nationen auf das niedrigste, mit der Sicherheit im Innern vereinbare Maß.

5. Freier, unbefangener und völlig unparteiischer Ausgleich aller kolonialen Ansprüche, auf der genauen Beachtung des Grundsatzes beruhend, dass beim Entscheid in solchen Souveränitätsfragen die Interessen der betreffenden Bevölkerungen ebenso ins Gewicht fallen, wie die berechtigten Ansprüche der Regierung, deren Rechtstitel zu entscheiden ist.

6. Räumung des ganzen russischen Gebietes und ein Einvernehmen über alle auf Russland bezüglichen Fragen, das das beste und freieste Zusammenwirken der anderen Völker sichert, um für Russland eine ungehemmte Gelegenheit zur unabhängigen Bestimmung seiner eigenen politischen Entwicklung und nationalen Politik herbeizuführen und ihm eine herzliche Aufnahme in der Gesellschaft der freien Nationen unter selbst gewählten Staatseinrichtungen, ja noch mehr, Hilfe jeder Art, deren es bedürftig sein und von sich aus wünschen mag, gewährleistet. Die Russland von seinen Schwesternationen in den nächsten Monaten gewährte Behandlung wird der Prüfstein ihres guten Willens, ihres Verständnisses für seine Bedürfnisse im Unterschied zu ihren eigenen Interessen und ihres verständigen und selbstlosen Mitgefühls sein.

ohne jeden Versuch, seine Souveränität, deren es sich wie alle anderen freien Völker erfreut, zu beschränken. Kein anderer einzelner Schritt wird so wie dieser dazu dienen, das Vertrauen unter den Nationen in die Gesetze wiederherzustellen, die sie selbst geschaffen haben und als maßgebend für ihre Beziehungen zueinander festgesetzt haben. Ohne diesen heilsamen Schritt bleibt die gesamte Struktur und die Gültigkeit des Völkerrechts für immer geschädigt.

8. Das ganze französische Gebiet muss geräumt und die besetzten Teile wiederhergestellt werden. Das Unrecht, das Frankreich im Jahre 1871 in Beziehung auf Elsass-Lothringen durch Preußen angetan worden ist und das den Weltfrieden während nahezu fünfzig Jahren erschüttert hat, muss wieder gut gemacht werden, damit der Friede im Interesse Aller wiederhergestellt werden kann.

9. Berichtigung der Grenzen Italiens nach den genau erkennbaren Abgrenzungen der Volksangehörigkeit.

10. Den Völkern Österreich-Ungarns, deren Platz unter den Nationen wir geschützt und gesichert zu sehen wünschen, sollte die freieste Gelegenheit zu autonomer Entwicklung zugestanden werden.

11. Rumänien, Serbien und Montenegro sollten geräumt, die besetzten Gebiete zurückgegeben werden. Serbien sollte ein freier und sicherer Zugang zur See gewährt werden, und die Beziehungen unter den verschiedenen Balkanstaaten zueinander sollten durch freundschaftliche Übereinkunft nach den bestehenden geschichtlichen Richtlinien der Zugehörigkeit und der Nationalität geregelt werden. Internationale Bürgschaften für die politische und wirtschaftliche Unabhängigkeit sowie die Unverletzlichkeit des Gebiets der verschiedenen Balkanstaaten sollten geschaffen werden.

12. Den türkischen Teilen des jetzigen Osmanischen Reiches sollte eine unbedingte Selbstständigkeit gewährleistet werden. Den übrigen Nationalitäten dagegen, die zurzeit unter türkischer Herrschaft stehen, sollte eine zuverlässige Sicherheit des Lebens und eine völlig ungestörte Gelegenheit zur selbstständigen Entwicklung gegeben werden. Die Dardanellen sollten unter internationalen Bürgschaften als freie Durchfahrt für die Schiffe und den Handel aller Nationen dauernd geöffnet werden.

13. Ein unabhängiger polnischer Staat sollte errichtet werden, der alle Gebiete einzubegreifen hätte, die von unbestritten polnischer Bevölkerung bewohnt sind; diesem Staat sollte ein freier und sicherer Zugang zur See geöffnet werden, und seine politische sowohl wie wirtschaftliche Unabhängigkeit sollte durch internationale Übereinkommen verbürgt werden.

14. Ein allgemeiner Verband der Nationen muss gegründet werden mit besonderen Verträgen zum Zweck gegenseitiger Bürgschaften für die politische Unabhängigkeit und die territoriale Unverletzbarkeit der kleinen sowohl wie der großen Staaten.

Und jetzt für Normalsterbliche:

1. Alle Friedensverträge werden offen geschlossen. Keine geheime Diplomatie

2. Uneingeschränkte Seefahrt

3. Freier Handel

5.

Neuaufteilung der Kolonien

6. Räumung Russlands(Entfernung deutscher Truppen)

7. Räumung+Wiederherstellung Belgiens

8. Räumung+Wiederherstellung Frankreichs

9. Neue Grenzen für Italien

10. Trennung Österreichs von Deutschland , auch nicht durch Volksabstimmung

änderbar(Dadurch soll eine freie Entwicklung Österreichs gewährleistet sein, als ob die

jemals unfrei waren

)

11. Rumänien, Serbien und Montenegro sollten geräumt, die besetzten Gebiete zurückgegeben werden. Außerdem sollen die Balkanstaaten endlich mal ihre Probleme klären, und dieses Mal friedlich.

12. Freie Türkei+Öffnung der Dardanellen für Handel(Dardanellen ist keine Stadt, Provinz oder ein Fischgericht sondern eine Meerenge.

13. Neugründung Polens

14. Gründung eines Völkerbunds

Territoriale Beschlüsse(die Extended-Version)

- Elsaß-Lothringen → Frankreich

- Westpreußen → Polen, jedoch ohne Danzig

- Provinz Posen → Polen

- (Reichthaler Ländchen → Polen)

- (Hultschiner Ländchen → Tschechoslowakei)

- kleine Grenzstreifen Niederschlesiens → Polen

- Neukamerun(ehemals französische, dann aber wieder deutsche, Kolonie) → Frankreich

- (von China gepachtete Kiautschou → japanisches Mandat)

- Inselgruppen der Marianen und der Karolinen, beide → japanisches Mandat

- Nordschleswig nach Dänemark

- 1/3 Oberschleßiens → Polen ; der Rest bleibt deutsches Territorium

- Saargebiet → dem Völkerbund unterstellt(in 15 Jahren Volksentscheid über Zugehörigkeit)

- Danzig → Freie Stadt

- (Memelland → dem Völkerbund unterstellt)

- deutsche Kolonien → dem Völkerbund unterstellt

- Rheinland → gehört bis 1935 den Franzmännern

Militärische Beschlüsse

- Auflösung des Generalstabs(alle Generäle entlassen)

- Berufasarmee mit 100.000 Mann und 4.000 Offizieren

- keine Wehrpflicht

- (12 Jahre Dienst in der Armee)

- keine militärischen Vereine

- Marine 15.000 Mann und ein paar popelige Schlauchboote

- keine Panzer, U-Boote, Schlachtschiffe

- (keine chemische Kampfstoffe)

- (beschränkte Waffenvorräte)

- keine Luftstreitkräfte

- Entmilitarisierung des Rheingebiets

- (keine Festungen)

- (keine Artillerie zwischen Ost-, und Nordsee(damit sie die Briten nicht abknallen können wenn die mal ihre Späher schicken))

- alles ist verboten was man als Vorbereitung auf einen Krieg werten könnte

Wirtschaftliche Beschlüsse

-132 Milliarden Goldmark

-große Teile der Handelsflotte

-die Elbe, Oder, Donau und Memel waren jetzt internationale Handelswege, mit Begünstigung für die Siegermächte

-Cognac muss aus Cognac kommen um Cognac zu heißen(Branntwein ist kein Cognac mehr)

-Champagner muss aus Champagne kommen um Champagner zu heißen(Schaumwein ist kein Champagner mehr)

-Demontagen in alle Länder der Teilnehmer der Konferenz(also Lokomotiven, Industrieanlagen, Militärische Befestigungen und Waffen aller Formen und Farben)

Ich hab leider außer dem 14-Punkte-Plan keine Politischen Beschlüsse gefunden.

Alles was mit Klammern gekennzeichnet ist wird denke ich mal nicht in der Arbeit vorkommen, lernen kann man es ja trotzdem

Und das Allerwichtigste: der Versailler Vertrag war ein Diktatfrieden!

Quelle: wikipedia.org