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Die geschlossene und die offene Form des Dramas

Deutsch Die geschlossene und die offene Form des Dramas

Die geschlossene und die offene Form des Dramas

Die geschlossene Form

und die offene Form des Dramas Die geschlossene Form • 5-Akt-Schema nach Freytag • Einheit von

5-Akt-Schema nach Freytag

Einheit von

Handlung

Zeit

Ort → „drei Aristotelischen Einheiten“

Ständeklausel

Beispiel: TTS S.131f. "Iphigenie auf Tauris"

Die offene Form

Bedeutungsgewinn ab 20. Jahrhundert

kein roter Pfaden

Aufgreifen des Hauptthemas

Polymethie

keine Exposition

Beispiel: TTS S. 132ff. "Der gute Mensch von Sezuan"

Geschlossene und offene Form im Vergleich

 

Geschlossene Form

Offene Form

 

linear

mehrsträngig, aufgefächert

einheitlich, in sich abgeschlossen

in Kurven

Handlung

eng verknüpfte, psychologisch konsequente Abfolge (nicht austauschbar)

keine Sprünge und Lücken

relative Eigenständigkeit einzelner Episoden (austauschbar)

sprunghaft, mit vielen Aussparungen

 

Gliederung in Akte und Szenen, die sich zu Akten zusammenfügen

lose Folge von Bildern und Situationen

Aufbau

Szenen funktional für größeren Zusammenhang

Szenen bilden eigenen Schwerpunkt

Komposition

Reihung

 

geringe Ausdehnung

große Ausdehnung

Zeit

Szenen schließen aneinander an

große Distanz zwischen Szenen möglich

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Die geschlossene und die offene Form des Dramas

Deutsch Die geschlossene und die offene Form des Dramas
 

eingeschränkter bzw. gar kein Wechsel

uneingeschränkter Wechsel

Ort

viele Orte

wenige Orte

Figuren

Motive im Geistigen oder abgeklärt Seelischen

Motive häufig im Kreatürlichen, Unbewussten oder Sozialen

einheitlich hoher gesellschaftlicher Stand der Protagonisten

keine ständischen oder sozialen Beschränkungen

 

Vorherrschen des aktionistischen Dialogs, der die Handlung vorantreibt

verschiedene Gesprächsformen, auch stockende, zerfahrene, sprunghafte Gespräche und Geplauder

Vielfalt der Sprechweise (Alltagssprache, Dialekte)

Sprache

einheitliche, rhetorisch geformte Hochsprache, häufig in Versform (Blankvers)

Sinn und Zweck

nur idealtypische Schemata

geschlossene Form

einfache Vorführung

höhere Konzentration des Publikums

Fokus auf den Konflikt

offene Form

Wiedergabe chaotischer Verhältnisse der modernen Gesellschaft

größere Freiheit

Publikum muss selbst interpretieren

Quellen

Texte, Themen und Strukturen. Cornelsen, 2010, S. 137 – 138.

Geschlossene und offene Form im Drama, http://de.wikipedia.org/wiki/Geschlossene_und_offene_Form_im_Drama, 08.01.2013

Offenes und geschlossenes Drama, http://www.uni- due.de/einladung/Vorlesungen/dramatik/dramaoffge.htm, 08.01.2013

Offenes und geschlossenes Drama, http://www.digitale-schule- bayern.de/dsdaten/18/801/index.html, 08.01.2013

Offene und geschlossene Form des Dramas, http://www.schulstoff.net/offenes- geschlossenes-drama-62.htm, 08.01.2013

Gegenüberstellung / Vergleich der Merkmale von geschlossenem und offenem Drama, http://arturleinweber.de/schule/deutsch/merkmale_von_geschlossenem_und_offenem_drama .php, 08.01.2013

Ständeklausel, http://de.wikipedia.org/wiki/Ständeklausel, 08.01.2013

Regeldrama, http://de.wikipedia.org/wiki/Regeldrama, 08.01.2013