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29/01/2013

Kadenz (Musikwissenschaft) Klassik-Lexikon.de

Kadenz(Musikwissenschaft)
(vonlateinisch:cadere,"fallend") 1. Schlussformelim(mehrstimmigen)musikalischenSatz.DerBegriffKadenzwird seitdem16.Jh.vonMusiktheoretikernverwendet.InderKadenzwerden verschiedene(mittelalterliche)melodische(auchzweiunddreistimmige) Schlussfiguren(Klauseln)zueinerharmonischenAufeinanderfolgevonzwei Klngen,diezwingendschlieendenCharakteraufweisen.DiesenEindruck verstrkendiedissonantenVorhaltsituationen(Quartvorhalt,seitdem17.Jh.auch Quartsextakkord)aufdemvorletztenKlangzustzlich.Kadenzenknnenber einemQuintfall("authentischer"Schluss)undbereinemQuartfall("plagaler" Schluss)dertiefstenStimmeaufgebautsein.DieBezeichnungen"authentisch"und "plagal"fandenflschlicherweiseinAnlehnungandieBezeichnungvon KirchentonartenEingangindieTerminologie.KadenzenwarenaufGrundihrer FloskelhaftigkeitbevorzugterOrtfrausdemstegreifhinzugefgteVerzierungen. 2. Akkordfolge,diedieTonarteinesMusikstckesdefiniertdabeiwirdzwischen verschiedenenKadenzenunterschieden:EineKadenz,dieaufderTonika(1.Stufe) schliet,heitGanzschluss,aufderDominante(5.Stufe)Halbschluss,eine Kadenz,dieaufeineranderenStufeendet,heitTrugschluss.EineKadenz,die auerTonika,DominanteundSubdominantenochandereAkkordeenthlt,nennt manerweiterteKadenz.DieStandardformeleinerKadenzlautet:TSDT. 3. innerhalbdesInstrumentalkonzertsdervirtuosimprovisierteTeildes Soloinstruments,indemderInterpretunterVerwendungderThematikdesSatzes GelegenheitzumAlleinspielhat.DieschriftlicheFixierungvonKadenzensetztemit C.P.E.BachsowiebeidenKlavierkonzertenvonW.A.Mozartein.

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