P. 1
Tantric Prajnaparamita Text - Pg92-99.pdf

Tantric Prajnaparamita Text - Pg92-99.pdf

|Views: 71|Likes:
Veröffentlicht vonJames Stone
Edition of the Sanskrit fragments of the Prajnaparamita Sutra in 150 Lines also known as the Naya Prajnaparamita along with other information and glossary in German.
Edition of the Sanskrit fragments of the Prajnaparamita Sutra in 150 Lines also known as the Naya Prajnaparamita along with other information and glossary in German.

More info:

Categories:Types, Research
Published by: James Stone on Feb 12, 2013
Urheberrecht:Attribution Non-commercial

Availability:

Read on Scribd mobile: iPhone, iPad and Android.
download as PDF, TXT or read online from Scribd
See more
See less

07/16/2013

pdf

text

original

Schriften

der Wissenschaftlichen Gesellschaft in Straßburg
10. Heft

Zur nordarischen Sprache

und Literatur
Vorbemerkungen und
vier Aufsätze

mit Glossar

von

Ernst

Leumann

Straßbm-g

1912

Karl J. Trübner

/r^

Die

am

6. Juli

1906 gegründete

Wissenschaftliche
Zweige der

Gesellschaft in Straßburg,

die Vertreter aller

Wissenschaft umfaßt, veröffentlicht wissenschaftliche Arbeiten ver-

schiedenen Inhalts und Umfangs, die in zwangloser Folge
scheinen und einzeln käuflich sind;
sie

er-

werden mit laufenden
in

Nummern

bezeichnet. Eine

Zusammenfassung

Bänden

ist

nicht

beabsichtigt.

}

Schriften

der Wissenschaftlichen Gesellschaft in Straßburg
10. Heft

Zur nordarischen Sprache

und Literatur
Vorbemerkungen und
vier Aufsätze

mit Glossar
von

Ernst

Leumann

Straßburg

Karl

J.

Trübner

1912

Zur nordarischen Sprache und Literatur
Vorbemerkungen und
vier Aufsätze

mit Glossar

von

Ernst

Leumann

Straßburg

Karl

J.

Trübner

1912

Lange schon freuten wir uns der Sprachen der Inder und Perser;

Eede aus nördlichem Ijand
und
sie

mischt nun harmonisch sich

ein,

verkündet in heimisch ins Ohr uns fallenden Khythmen,

wie ein verschollenes Volk

Buddha's GrölJe

begriff.

Kauruk?etrena vedena

prltänäiii

Päraseua ca

Uttarakuru-je präpte traividyain püryate 'dya nah,

bähusrutyam ca no Bauddhain diksu

lalita-vistaram

apürvasrutayodlcyäm nava-srutyä 'bhivardhate.

P
147

Druck Ton H. DuMont Schauberg,

Strafiburg.

1

)cn

Krcundeii

Carl Saleinanii

..mi

Kaikioku Wntfinabe

in

Dankbarkeit gewidmet.

Inhalt.
Zur
KiiifüliruiiK (Inhnitsnngnho, hUtui,

^ntt)

p

I

^

ZuHtttz(>

p.

9

f.

Erster AiifNutz: Über ein iiorHariHches Dichtwork und seine Vcntmafio
I.

II.

Von der Handschrift K: Blätter, Von den Vei-sinaßen p. 15 19.

Knpittd und Stioplien

|».

II

p.

11—28.

1'».

ITI.

Zur Vorgeschichte der Versmaße
lueter

(ihr
p.

ZuMammenhanor mit Hoxam»**»«
19
28.
p.

?'*»ntt-

und Xibelunpenstrnphe)

Zweiter Aufsatz: Vom nordarischen Der Charakter der Sprache p. 29 f.
Ki-ste

lijuitsvstem

20— 55,

Lautliste mit 10
ft

+

10 Beispielworten
^ff
ffif

p.

31

— 37.

Die Doppelzeichen

*s

p.

38

f.

Zweite Lautliste

p.

40—43.
:

Kinzeluntoi'suchunpen

1.

e ai
//

<>

""
l
III

p.

43
p.

f.

II.

V

>•

n
p.

44

— 51.
in

III.

ky und gy

52— 55.
uurd-

Dritter Aufsatz: Stücke aus Vajracchedikü und .\parinütÄ.vurdhflrani 83. arischer Übersetzung p. 5H

Von der jungem Textsprache
Einzelne "Worte

p.

57

— ßl.
p.

1—3.
4
6 S
f.
f.

buifsa (Fle.xion, Etymologie, verschiedene .Vnhanirseh

62

— 65.

äitria (Flexion, Etymologie) p.

65—68.
p. »»»
f.

hamkhisa
11.

(rx)kativ

statt

Wort.stamm, Etymologie)
//:

stttfikhijenm

(Zusammenrückung,

Umlaut, y:
p.

PalataUsi»*nintr. y:

besondere Falle von Umlaut \ind Palatal isienmg)
12. gyasta 13.
p.

70

— 73.

73

f.

sä und xä

p.

74

f.

Schreib-Unregelmänigkeiten

p.

70.

Die Textstücke verbunden mit einer etymologischen Obertragung ins Sanskrit und mit dem Sanskrit-Original p. 77 83.

Vierter Aufsatz: Die A«Ihyanlha.«<atikä PrajuApj'iramitA
Abschnitten durchsetzten Sanskrit-Fa.«*sung
p
^^l

in

der mit nordarischon

-99.

Von der Handschrift

p.

S4— S74.
|6|

Vom

Inhalt


p.

im Besondern die Abschnitte 3 und den einzelnen

p. 87;,

Ml.

Der Text

in einer duppelzeilig

Hand.'ichriftaEeilen ent8preclieuden

Umschrift

92— 99.

VIII

Inhalt.

Glossar zu

p.

1

— 99

und zu den beiden frühern

(in

der Zeitschrift der Deutschen

Morgenländischen Gesellschaft erschienenen) Abhandlungen p. 100 145. Einleitendes (zu Umlaut usav., E XXV 489^—491^, Bhi SOeö&ee") P- 100—104.
aksara
? =
.
. .


f.

afä-ssättana

.

.

.

-ahto

.

.

.

äna

.

.

.

äMrya
rl

äs
i

indrlya
i

p.
p.

105
IO631

Die Singularformen des anaphorischen Pronomens
af
.

ä
. .

usw.
.

— IO82.

.

.

usfama usw.

.

.

.

cm & ö

.

.

.

karä
:

.

.

.

&

re

ji
p.

p.

108^—115.
f.

Die Suffixe der beiden Perfekt-Participia

-t<i

und -tänd

115

Das Demonstrativ-Pronomen
2. tta
.
. .

ita
.

mit Doppelsetzung usw.
.

p.

116;^
p.

H^kj.
II817

dasta

.

.

.

dät<(
. .
.

usw.

.

.

nivarana
.

.

.

pijüH
. . .

.

praysäta prahöna
hritä usw.
. . .

halyso
y<ni
. . . .

.

.

hisän
.
.

.

.

.

had
.
. .

pramudäfta hyana p. 125
. .

— 130«.
p.

1

24.

nn
. .

.

.

.

.

.

va^^ka
.
. .

.

ssüvarebistä

p.

I8O7

— 186.
p.

ssadda
Liste
»
»

.

.

.

ßßai

.

säj

h(h)i<'i

hatifa
p.

.

.

.

hvand

.

.

.

Iimya

\?ü

— 145.
146f.

I: die behandelten Textstellen

146.

II: die metrischen Textstellen, geordnet nach den Versmaßen

III: Metren-Ind^x zu

E

p.

147.

Nachträge und Berichtigungen

p.

147.

Zur EinfUhning.
[Geschrieben vor und nach Neujahr 1911.]

In den nachfolgenden vier Aufsätzen, die grußenteils im Herbst und Vor-

winter 1910 entstanden sind,
ich seit

ist

ein Teil der Resultate niedergelegt,

ra denen
p.

dem Abschluß meiner

letzt\'eröffentlichten

Abhandlung (ZDMG. 62

83

110) gelangt bin.

Wenn

mir

am Ende

dieser Abhandlung, als ich die Inter-

pretation eines nordarischen Textstückchens

kaum

recht begonnen hatte, deutlich
lasse,

i

wurde, daß meine Vorbereitung noch zu wünschen übrig
eine Pause bat, so
ist

weshalb ich

am
viel

nun

zum

Teil weil inzwischen

ein

Dekanatsjabr mit

außergewöhnlich vielen Amtsgeschäften über mich hinging
länger geworden, als ich erwartet hatte.

— die
Denn

Pause sehr

Auch kann
gemäß

ich jetzt nicht einfach die

frühere Abhandlung
allerlei

dem

einstigen Plane

fortführen.

es

ist

inzwischen

lo

neues Material in den Gesichtskreis gerückt Vor allem hat
viel

Salemann,

indem er mir eine neue und diesmal
Blättern

größere Sendung von Handschriftviel

zukommen

ließ,

meinen Untei-suchungen eine

breitere Grundlsge

geschaffen, als das in der erwähnten
sie

Abhandlung geschilderte Fragmenten-Material

geboten hatte; und Weiteres hat kürzlich

Hörnle im Journal der Rojal
denn auch das
linguistisch

i5

Asiatic Society zugänglich gemacht*).
tigste Einzolresultat. das

So

ist

wich-

ich

im Folgenden mitteilen kann

der Einblick in
übrigens auch

die Metrik

nur auf Grund von Salemann's neuer Sendung,
zu gewinnen gewesen.

da nicht

leicht,

Auch gestehe
sei,

ich, erst

im Herbst 1910

erkannt zu haben, daß das unter vielen Silben stehende Bogelchen mit
indischen Apostrophzeichen identisch

dem

9>

womit denn endlich
ich Folgendes

alle

Zeichen
,

der Schrift ihrem Werte nach festgelegt sind').

Über den Inhalt der

vier Aufsätze

bemerke

Der

erste entwickelt die nordarische Metrik

und ihren Zusammenhang mit der griechischen, beides auf Grund des umfassendsten und zugleich überraschendsten Teils von Salemann's neuer Sendung: es sind dies 173 meist gut erhaltene Blätter jener Handschrift E. aus der ich früher nur die
Blätter

8&

209 und 335 (und

auch

diese

bloß

halb)

gekannt und be-

schrieben hatte.
•)

1910

p.

837

f.

und 1284-1293.

*)

Was

das Bögelchen andeute, war mir indessen schon im Sonuner 1908
f.

annihemd
1

klar geworden; vgl. Journal Roy. As. Soc. 1911 p. 202

Schriften der WimenschHftUchen OeceUtchaft in Strafiborg X.

.

2

Zur Einführung.

Der zweite handelt

zum

Teil

unter Verwertung der Metrik

vom

nord-

arischen Lautsystem.

Der Der

dritte beschäftigt sich

mit den Textstücken, die Hörnle, wie oben erwähnt,
unterbreitet hat.

vor
5

Kurzem der Forschung

vierte schließlich greift auf Salemann's erste

Sendung zurück, sucht nämlich
des Tibetischen

einen fragmentarisch darin erhaltenen Text mit Hülfe

und Chinesischen zu ergänzen.
sonstigen Gelegenheiten aus

Alles,

was ich hiebei wie auch bei
verwerte, kenne ich durch

dem Chinesischen

Verdeutschungen, die mir Professor
10

KaikiokuWatanabe,

solang er noch

in Straßburg
die

war

(die

Abreise erfolgte im Januar 1910), freundlichst in

Feder

diktiert hat.

Leser, welche die eingangs erwähnte

Abhandlung sowie deren Vorgängerin

(ZDMG. 61
15

p.

648

— 658) nicht im Gedächtnis haben, bitte ich dringend, zunächst den
(p.

Anfang des zweitfolgenden Aufsatzes
türe der gegenwärtigen

29 ff.) zu überfliegen und dann erst die Lekfortzusetzen.

Vorbemerkungen

Denn

diese

Vorbemerkungen
nur zeigen, wie,

tragen den Titel 'Zur Einführung' nicht in

dem

Sinne, als ob sie die allerersten
folgt,

Grundlagen böten

;

vielmehr wollen

sie in

dem, was noch
erste

nachdem

in

den genannten Abhandlungen der
Grundlagen gewonnen wurden.
Fortschritt

Grund

gelegt war, allmäh-

lich weitere
20

Da

jeder

durch

allerlei

Zufälligkeiten

(vor Allem

durch das
ist,

etappenweise Insichtkommen des Forschungsmaterials) bedingt gewesen
steht die Herstellung der die Einzelheiten verbindenden

so

Zusammenhänge

vielfach

25

kaum volle Reihen von Deklinations- oder Konjugations-Endungen vorlegen. Und so nimmt sich denn auch das oben entwickelte Programm, das einfach aus dem ganzen Forschungsgebiet gewisse zur Zeit bestnoch aus; ich kann
z.

B. noch

geförderte Partien herausgreift, etwas zusammengewürfelt aus.

Selbst innerhalb

dieser Partien wird der Leser bald merken, daß die verschiedenen

Themata nicht

erschöpft werden.

Im gegenwärtigen Anfangsstadium man
auf tote Punkte und

der nordarischen Phü'ologie

kann man eben keinen größeren Zusammenhang
30

allseitig verfolgen

und abschließend

behandeln. Überall stößt

muß

zufrieden sein, trotzdem

fortwährend in verschiedenen Richtungen auch sichere Punkte zu gewinnen,
die sich

dann

später,

wenn

ihre Zahl erst

genügend groß geworden sein wird,
in das

zu einem vollen System werden ordnen

lassen.

35

Auf welchen Wegen allmählich Licht denn nun in Kürze an ein paar Beispielen

Dunkel

dringt,

möchte ich

darlegen.

Aus zahlreichen

Stellen der erwähnten Handschrift

E war

mir längst ein
so viele andere

Wort hüna

lautlich recht vertraut, aber der

Bedeutung nach, wie
:

Worte, bloß ganz unbestimmt bekannt geworden

hüna mochte ein Ausdruck
sein,

von der Art wie die indischen Lehnworte mäya und marici
40

der irgendwie

auf die Scheinhaftigkeit des Daseins, so wie es die buddhistische Mahäyäna-Lehre
auffaßt,

hindeutete.

Jüngst nun,

als

ich

die

acht

aus einer Handschrift des

Zar linftthmiif

8

^ürariigamasamädhi-sQtra übriggebliebenen Drittelblütter, die schon in meiner ein-

gangs genannten Abiiandiung, mo gut es damals ging, sur Baeprechtuiggekogteii, tod

Nouoni an der Hand des ChineHlschen, wozu
da
ließ ein

jetzt

auch das Tlbetiscbe ktm, Tonuhm,
birgt, bei aller

Zusammenhang, der
bloß

dm Wort

hüna

LOokenhaftigkeit
ft

erraten, daß dasselbe da den
jetzt

Traum'
Grund

bezeichne. Mit einem Schlage ergab tidi

nicht

die

Bedeutungsreihe Traum, Unwirklich keit, Schein', toiuletn
auf

auch die Etymologie:

von bereits erkannten Laatentsprecbongen

mußte hüna zusammen mit unvo; auf eine indogermanische Orandform mqmo^
zurückgehen, so daß sich
in

diesem Einzelfall unsere nordarische Sprache

dam

Griechischen und Slavischen beigesellt, w&hrend andrerseits das Süd- und WetIarische (Indische

»

und Persische)

in

Verbindung mit dem Lateinischen und Ger-

manischen die hochstufige Vorform auepno-» voraussetzen. Die Erkenntnis brachte
nebenbei eine willkommene
p.

Bestätigung

der Schlußfolgerung,

die

man unten
aber ohne

340_g finden wird.

Ferner aber wurden nun bald auch noch zwei weitere
die

Worte des gleichen Zusammenhangs,
durchsichtig.
blindet') stehe

mir ebenfalls
lassen,

bereits in E,

u

daß sich die Bedeutung hätte erschließen

begegnet waren, vollstindig
'blind'

Ks

zeigte sich erstens, daß

hana für

(genauer wohl für 'er-

und

also offenbar lautlich mit

dem

iranischen hana 'greisenhaft'
die

identisch

sei,

und zweitens, daß dem Verbum hüs
es als tiefstufige
tritt.

Bedeutung

'schlafen' zu-

komme, weshalb
/"o/'s 'schlafen'

Nebenform an die

Seite des iranischen Piisens s>

Im vorstehend
bracht.

geschilderten Falle hat eine in den Parallel-Übersetzungm
Te.\tstelle

von Tibet und China zugängliche
Häufig auch fügt es
sich,

die

schließliche

AufkUrong gealler-

daß eine solche Textstelle bloß den

ersten Anstoß zur Auffindung gewisser Bedeutungen bietet

Da

ist

in S^S^

»

wegen
p.

solcher

Abkürzungen

sei

auf

die

wiederholt

erwähnte

Abhandlung

103j_j^ vei'wiesen

dem
u

Tibetischen und Chinesischen

zufolge die

Bede
wobei

von einem Abschneiden des Kopfes; weil wir hier

am

Satzschluß (nämlich vor
lesen,

einem Neues anknüpfenden

'und*)
j'd

die

Worte kamalu patättä

offenbar kamalu mit al für ad aus

einem awestischen kam9r»dim 'den Kopf

»

(mittelpersisch kamäl) entspricht, so wird auf patättä

indem das Verbum im

Allgemeinen das Ende des Satzes einnimmt
entfallen.

die

Bedeutung 'schneidet ab*
patälttä^

Nun

schließt die Strophe

E

XIII 49 mit den Worten kamalu

und da der Zusammenhang es
Kopfes

zuläßt,
ist

daß hier abermals vom Abschneiden des

gesprochen

wird,

so

patättä
vertritt

=

patälttäy

d.

h.

das

nntergeeetite a»

Bögelchen der ersten Wortform
ein
/.

(wie auch in einigen andern Worten)

An

einer dritten Stelle

in

E

XXV 491

liest

man
lom TondMin
begegnet,

hüdva gva haysge

patälste [pr.

m. °/^],

wobei eine weitere Form oder Schreibweise unseres Verburas

Da für hüdva, das auch E XIV 77 & 79 die Bedeutung 'beide'
kommt.

in

der Schreibung

küduva

ans

«

erraten werden kann, weshalb das

Wort

4
aus d(u)va *zwei' und *Aw

Zur Einführung.

=

altpersisch

hauv

'jener'

zusammengewachsen
vgl.

sein

muß

(die

schwerere Form hö

=

aw. hau

=

sau in ind. asäu

unten

p.

443 f)^

so spricht

anscheinend unsere

dritte Textstelle,

zumal wiederum, wie an den

andern beiden
5

Stellen, der Genitiv 'eines

Mannes' vorangeht, vom Abschneiden
sich, sobald

eines

paarigen Körpergliedes.

In der Tat läßt

man

das Wörtchen
als

gva auf Grund der orthographischen Gewohnheiten unserer Literatur-Reste
eine Kurzschreibung für das üblichere gguva erkennt,
doppeltgestaltige Wort,
'hören'
10

wahrnehmen, daß dieses

weil es meist in der Nachbarschaft der

Wurzel

j^y^C?)

vorkommt (deren Bedeutung schon früh aus den S-Fragmenten hat gebezeichnet.

Wonnen werden können), das Ohr
tung gewisser Beobachtungen
gva & gguva
laut-

Damit

erhält

man

unter Verwer-

und
(

schriftgeschichtlicher Art die Identität

=

aw. gaosa 'Ohr'

=

ind.

ghosa 'Schall, Lärm').

Weiterhin werden wir an unser gva und gguva erinnert, wenn uns in der Halb-

^^

strophe
15

Ell 22 a
Bäggirathi rä§ayi
tta

pyüstä kyau ggOna Ggamggo passäte

das

Wort ggüna

begegnet.

Sollte dies, weil

n auf einen verschwundenen Sibilanten
sein,

hindeuten kann, der Instrumental zu gguva

obschon wir nach dem normalen

Schema vielmehr

die Instrumentalform *gguväna oder (in Kurzschreibung)

*gväna
:

erwarten müßten??
20

Als Sinn der Stelle ergäbe sich, genau der Wortfolge gemäß
(vgl.

Bhagiratha [Bägg° erweist sich durch die Metrik
Handschrift

unten
ein

p.

16) und,.

wie sich herausstellen wird, auch durch den Inhalt
;

als

Fehler der

es ist nicht die Bhägirathl d. h. die Gangä, sondern der

Weise

Bhagiratha, nach

welchem

die

Gangä jenen Namen bekommen
skt.

hat,

gemeint]

der Weise [daß räßaya auf dem Plural von
25

rßi beruht, läßt sich aus

andern Stellen erschließen] so [diese Bedeutung

ist

aus den S-Fragmenten

gewonnen]

wurde gehört, daß aus dem Ohre
ist

\kyau mit kg

=c

und
ind.

-au aus -ävat
gävat

lautlich das interrogativisch-relativische

Korrelat zu

und

tävat;

hiefür

muß

auf

die

nachfolgenden Aufsätze verwiesen

werden,
30

die

auch den

ablativischen

Gebrauch des Instrumentals ggüna
^a-s'-sa^e

sichern werden] er die Gaiigä entließ [daß
'er entließ',

zu übersetzen

ist

mit

geht wesentlich daraus hervor, daß die offenbar dazugehörige

Pluralform passändi in

E XXIII

228 bedeuten

muß

'sie

verlassen'],

oder in richtigem Deutsch

von dem Weisen Bhagiratha hört man, daß er die Gangä aus seinem Ohre
35

entließ.

Freilich erzählt

nun eine bekannte Sage der Inder

nur, daß Bhagiratha die

Gangä

vom Himmel

auf die Erde herniedergeführt habe,

ein

Inhalt,

der aus ver-

schiedenen Gründen unmöglich aus der obigen Halbstrophe herausgelesen w^erden
kann. Dagegen gibt es eine
40

zweite Gangä-Sage, nach welcher der Fürst Jahnu
und hernach aus

die Gangä, als sie seinen Opferplatz überflutete, aufgetrunken

Zur Einnbranf.

5

dem Ohre
vielleicht

entlassen habe!*) Also hat der VerfiMer der obigen Textstelle

— oder
Wir dem
s

schon der Puräpa-Erzäliler,
:

mit einander verwechselt

er schreibt

dem er folgt dem Bhagiratha


zu,

die beiden

Ot0gft-8iff«l
gilt

was von Jahnu

aber erhalten

jetzt

von dem west- und nordariscben Worte für 'Ohr* außer
ava^

Nom.-Akk. Dual oder Plural gyuta^ selten
auch den anomalen
Instr.-Abl. Sing, agüifa.

Und

wir werden die Vorgeschichte dieser Kasusformen in phonetischer Schrift
:

folgendermaßen anzusetzen haben

Num.-Akk.

I).

oder

PI.

ghau9ä(n) > götfä >

gO^ > gO^a > gfl't > gu'a.
lo

Instr.-Abl. Sing,

Allenfalls

mag

als

ghau^nä > giit^nä > gO^na > güQa. zweite Formenreihe eher
ghau.?anä > gö^anä > gü?ana > gü^i^na > güpa

vermutet werden, so daß

sie sich

wenig unterschiede von der folgenden^ die für

die vorläufig noch nicht gefundene
resp. *gvdnä) zu gelten haben wird
:

Normalform

des Instrumentals (^ggMtäna
is

ghau^anä > gö^anä > gfi^ana > gQ'ena > gn'ana. Jedenfalls pehen unsere Tnstnimentalformen auf den dem a-8tamro *ghau^ ursprünglich parallelstehenden aw-Stanim (*ghau?an) zurück, wobei dieser im einra
Fall

möglicherweise die vollständig redu2Üerte Form ^g^au^n'

(vgl. ind. rajn-ä\

möglicherweise aber wie im andern Fall die halb-reduzierte *gkaM9anr (vgl ind.

»

ätman-ä)

aufgewiesen

haben würde.

Damit rücken die im
in

Nordarischen

zu

r/-Stämmen geliörenden Instrumentale

eine

Linie

mit

den Instrumentalen

der indischen

i-

und

tt-Stämme, die bekanntlich auch von parallelen

n-Stimmen
Pro-

aus gebildet sind (ahin-ä, paäun-ä).

Und

ferner gehören in

nnsem Zusammen-

hang drei

bei

Bartholomae

in

Anlehnung an Per Persson
:

falsch beurteilte

»

nominal-Instrumentale des Iranischen

das Awesta bietet uns zu den Pronominal-

Stämmen a und ka
Ausdruck
neben

die

Instrumentale aiui 'durch ihn' (aus *an-ä) und ka$ia

*durch wen' (aus kan-ä\ und im AJtpersischen findet sich zu anga 'ander* der

haM

anii/anä

Vor einem Fremdling'

(auch

hier der

Instrumental

m
»^

ablativischem Sinne!) mit aniyanä aus *nnyiin'ä, wozu das Lateinische in aUen-^talio-

eine

analoge Doppelheit beisteuert

Das Nordarische

liefert

uns

weiterhin auch im Genitiv Pluralis der »-Stämme eine deutliche Spur von

zugehörigen /»-Stämmen
(z.

:

außer -ätm aeigt sich da gelegentlich die Endung

-<?«m

B. in

E

Yll 48 skandhdnu dätänu 'skandhänäni dhätOnäm'). Dafi etwa diese
erborgt wäre, wird bei der ganzen Sachlage

Endung von den i-Stämmen
für wahrscheinlich halten >).
•)

Niemand
Sanskrit

»

Unerörtert

soll

hier

bleiben,

warum das

heroisch-stilisierte

Diese zweite Sage wird die scherzhafte Aufbauschung eines Vorkommnisses oder ein« Anekdote sein. Der ursprüngliche Sina vrKn der Oanges breitete sich bei
:

Hochwasser über das Gelände dos Jnhnu aus und ging über ihn selber hinweg, eo da0 er Wasser schluckte und nachher (was wir selber nach dem Tauchen tan mOsaen) sich des Wassers im Ohr zu entledigen hatte. Daß etwa des Jahnu Trommelfell durchbohrt war. woUep wir nicht annthmw ) Zur Bedeutung von datanu sei bemerkt, daß data im Gebrauch nmlchat dkm faidbdiai

6

Zur Einführung.
a-,

im gleichen Kasus bei
gelängten

i-

und w-Stämmen
aufweist.

statt

-an-äm in-äm -un-äm bloß die
sei

Formen -änäm -inäm -ünäm
&c.)

Im Übrigen
auf

noch hingewiesen

auf die arischen Steigerungs-Feminina Itidräni usw.^ für die ich schon vor 20 Jahren

«M-Stämme (*Indran
5

postuliert

habe,

außerdem
'die

die

Bogazköi-Worte
^),

Nasattianna 'die beiden Näsatya's'

und mariannu

Mannen'

die auf w-Er(also

weiterungen der vedischen Stämme Näsatya und mdrya beruhen
*

im Veda

Ndsatyänä und *mdryänah

lauten

würden), schließlich auf die

germanische

Adjektiv-Flexion.

Nachdem
10

ich so probeweise gezeigt habe,

wo und wie

eine

Anzahl Be-

deutungen gewonnen wurden, mag ich verallgemeinernd beifügen, daß, wenn ein

Wort oder

eine

Form

in einer

größeren Anzahl von Stellen wiederkehrt, unter
eine findet, die eine Ermittlung der Bedeu-

diesen sich durchschnittlich

immer
hilft.

tung zuläßt oder vorbereiten
als Participia Necessitatis
15

So haben die Worte auf -äna aus

E XIII

17

f.

erkannt werden können; die ersten Konjunktiv-Formen

wurden aus
erraten,

einer mehrfach sich variierenden Verben-Reihe der

AP-Fragmente

weitere Konjunktiv-Formen
Stellen.

aus zahlreichen Strophen von E, Anderes

aus anderen

Es handelt

sich also vornehmlich darum, je den geeigneten

Ort zu finden, an

dem

eine gesuchte Bedeutung bei sorgfältiger

Erwägung der
Versuche

Sachlage herausspringen kann.
20

Daß

dabei

immer

einige

vergebliche

gewagt werden müssen, ehe einer

gelingt, ist selbstverständlich.

Im

Übrigen hat

man
war

nicht bloß zu suchen, sondern auch stets aufmerksam

hinzunehmen,

was einem ungesucht in den
es,

Weg

kommt.

Einer der ertrag-

reichsten Augenblicke

als ich in

der Strophe

E XII
25

32. tta hvate Näggärjuni hori

parähä k§ändä u värsä

jäna-pärämate pamjsa bissä hajvatteta vahä?te
unverhofft bemerkte, daß da die fünf ersten
aufgezählt seien,

Vollkommenheiten

(päramitäs)

was auf einmal die
hora

bis
skt.
»

dahin noch unerkannten Grleichungen

paräha
30

värsa
fürs

= — =

däna
sila

»

virya
die Übersetzung ergab

Wörterbuch

sicherte

und dann im Verlauf
:

Also sprach Nägärjuna

die Freigebigkeit,

die Gesittetheit, die Milde

und

die

Ausdauer

(und die Vollkommenheit der) Beschaulichkeit (dhyana),
35

(diese)

fünf Vollkommenheiten

haben

alle

ihren Bestand in der Weisheit (zu hajv° vgl.

p. 71ig_jg)>

Die Entdeckung der genannten Bedeutungen war mir dadurch erschwert, daß ich
zuvor
dharma
seit

Langem über hora

(das

gewöhnlich haura geschrieben wird) sowie über

entspricht (vgl. ZDMG. 62 p. lOBgo^ aber wegen des Anklangs an dhätu dessen Bedeutungen mitübernommen hat, daher sich denn ausnahmsweise die Schreibung dhäta findet. *) Vgl. Hugo Winckler in der Orientalistischen Literaturzeitung 1910 (Juli) col. 289—301.

Zur EinfObrung.

7
in

parahu ganz falsche VorstoUungen gehegt hatte: die
sarm) Roviol zu bedeuten wie
dätuirfi

8 hlofige Verbindung
verKchenkt
alles*,

haurn fmfä schien auf Grund der Parallel-Übenetsongen im Hinblick auf aw.
haiirm
(ind.

ind. mrffoiß tfft^i *er

während nun

daddti *or gibt Oabo' beraoagdeeen

werden muß, und

in
s

£ XXiri 291
parähm
sajKirydti
sein,
lieh,

ergab sich scheinbar für jtaräha die Bedeutung des awestisoben

'jenseitig'. Jetzt

vermute

ich,

daß hara etyroologisch mit ved. »abar- ond

zusammenhängo.
:

Das Wort väria aber

muß
ri)

ein

indiscbeM

Lehnwort

zu sprechen virza
als die

daß ry zu ri (phonetisch
tagte,

werden kann, wurde deut>

Erkenntnis

daß

die

lange

unklar gebliebenen Silbenpure

ttärSa hin(y)a
.4ö«y«,

und

ttätya ^nija zu vereinigen seien zu
p.

tiärMün(y)a und

tidrffth

lo

wozu unten
skt.

89, noch die Schreibung ttrUfoiünä kommt, alles hervor-

gegangen aus

tiryngyon(ik)a Tier' resp.

°m

Tierdasein*.
in die

Die Schilderung meines allmählichen Fortschreitens aus der Nacht

Morgendämmerung wäre

nicht vollständig,

wenn

ich nicht

auch noch die zu einer Weil die nordarische
i*

besondorn Lichtquelle gewordene Metrik kurz erwähnte.

Orthographie die wahren Quantitätsverhältnisse außerordentlich verschleiert and
letztere überdies

durch Textverderbnisse da und dort verschoben werden, so schien

es anfänglich, als

ob über die unbestimmten Rhythmen-Schemata, wie ich
wftre.

sie in

ZDM6. 62
die freie

p.

95f. augesetzt habe, kaum hinauszukommen

Man mochte
Ordnung

an

Rhythmik der Nibelungen-Strophe und des epischen Versmaßes der Inder

»

erinnert werden.

Auch

die Handschrift
sie

E

hat nicht ohne Weiteres
ließ,

in

die Wirrnis gebracht,

wenn

auch bald erkennen

daß gewisse Quantitäten-

Folgen (zumal unser Hexameter-Schluß)

besonders beliebt seien.

Andauerndem

Studium schließlich enthüllte sich
System, auf Gnind dessen nun
berichtigt
alle

in

den Metren ein wunderbar genaues Moren-

Quantitäten ermittelt und zahlreiche Lesungen
stellt

»

werden können.

Beispielsweise

sich

heraus, daß in

bi^

'alle'

(aus urarisch visvai^

=

ind. twAv, aw. rispe)

und

in parräte 'errettete* {parv'
als

ans

urar. par^-) die erste Silbe metrisch fast

ausnahmslos

Kürze

gilt,

während

umgekehrt in draya 'drei* die erste Silbe meist lang gemessen wird (im letztem
Fall
ist,

weil -ay- auch sonst als Länge vorkommt, *draia zu lesen, nicht etwa

»

*dräya, wozu das awestische 9räyö verleiten könnte; die

Form geht auf
ist).

*trajfäk

zurück, womit im Sanskrit der Genitiv trayänäm zu verbinden
Schliißsilben
betrifft,

Und was

so erwähne ich, daß in der oben

p.

4,j mitgeteilten Halb-

strophe sich für Gyarnyyo paiiäte die Quantitäten des

kurzem HexameCerschlosBes
Worten
sdllieftMides 35

ergeben (Ggaqiggö püssätö), während
e

andrerseits in bestimmten

und

entschiedene Längen darstellen. Die genannte Halbstrophe hat uns auch

bereits ein Beispiel dafür geliefert,

wie das Metrum gewisse Berichtigungen fordert
ist,

So groß nun auch der Gewinn

den die durch die Metrik erreidibaren

Aufklänmgen prosodischer und
handschriftlichen Überlieferung,

textkritischer Art abwerfen, sei es für die sprach-

geschichtliche Beurteilung zahlreicher Wortformen, sei es für die Säabetiing dar «>

— von größerer Bedeutung

ist

es doch, sn wissen,

g

Zur Einführung.

daß die Nordarier überhaupt eine so genaue und zugleich eigentümliche Metrik
gehabt haben.

Da

ich schon vor

elf

Jahren^) im Bereich der andern Sprache

von Ostturkestan ein gleich genaues und eigentümliches Metrum (von 13

+

13

+
5

13

+

13

+

21 Silben mit zahlreichen Zäsuren) nachgewiesen habe, so erhellt,

daß beide Sprachen eine einheimisch-literarische Pflege höheren Grades, die der

Bekehrung zum Buddhismus voranging, genossen haben. Und
in Indien hinter in der

so

mag

denn, wie

und neben dem Tripitaka der Veda und das Epos
in

steht,

sowohl

Gegend von Turfan wie

derjenigen von Khotan je ein der indischen

Kultus- und Sagen-Literatur entsprechendes Altschriftentum vorausgesetzt werden.
10

Ja

man

darf die

Hoffnung hegen, daß diese einheimischen Schätze von den Über-

setzungen und Neuschöpfungen buddhistischen Glaubens nicht derart überlagert
seien,

daß davon nicht wenigstens noch unter den so reichen und vielsprachigen
Stein's

Erwerbungen

und

Pelliot's einige

Spuren zum Vorschein kommen könnten.

Dieser Ausblick ins vorbuddhistische Altertum
15

von Ostturkestan braucht

sich aber nicht mit der bloßen

Hoffnung auf möglicherweise daraus erhaltene
nachhing, entdeckte ich den Weg, der

Literatur-Keste zu begnügen.

Vielmehr noch während ich den rückgleitenden

Erwägungen,

die

ich soeben aussprach,

von unserer nordarischen Metrik zur altgriechischen, zum Hexameter und zum
Pentameter,
20

und

außerdem

auch

zur

Nibelungenstrophe

hinüberführt.

Der

Leser wird diesen Weg, der

zum

ersten Mal Blicke in die vorzeitliche Rhythmik

der Indogermanen eröffnet, in einem nachträglich beigefügten Abschnitt des nach-

folgenden Aufsatzes dargelegt finden, ebenso in einem zwischenhinein entstandenen
Vortrag, der binnen
schaft,
25

Kurzem

in der Internationalen Wochenschrift für Wissen-

Kunst und Technik zum Abdruck gelangen wird.
dieser einleitenden Streifereien.

Doch nun genug

Ich kehre zurück

zum

Widmungsblatt, durch das ich zu erkennen geben möchte, wie sehr mir bewußt
ist,

was ich den beiden da genannten Gelehrten Carl Salemann und Kaikioku
schulde.

Watanabe
Auch
30

das Vertrauen, das mir

zu schätzen.

Ebenso fühle ich mich

Rudolf Hörnle bewiesen hat, weiß ich hoch Marc Aurel Stein und dem russischen
England
gesammelt, aus deren Fülle

Konsul Petrovski

verpflichtet: beide haben in Ostturkestan, der eine für

und der andere für Rußland,
ich

die Literaturschätze

im Folgenden

einiges

Wenige versuchsweise herausgebe.

Und
35

da während der Monate, in denen diese Schrift großenteils entstand,
selten

meine Gedanken nicht
so gedenke ich hier in
einst

zum Jubiläum

der Berliner Universität abglitten,
die

Verehrung und Dankbarkeit auch der Männer,

mich

an dieser Universität in der Indogermanischen Sprachwissenschaft und in

der Indischen Philologie

— beide Fächer verschränken sich
es

in

den nachfolgenden

Aufsätzen
')

auf

den Grund geführt haben:

waren Johannes Schmidt,

In der Abhandlung 'Über eine von den unbekannten Literatursprachen Mittelasiens':
l'Acad. Imp. des Sciences de St.-Petersbourg, Yllle Serie,

Memoires de

Tome

IV,

No

8.

1900.

Zar EinfOhmnf.

9
tu
Oöttingen

Albrecht Weber Oldenberg.
zustüllen

und

unser

jetziger

Meister

Hermann

Weil ein nonlarisches Wörterbuch, das

ich natürlich

vun Anfang «n snsammenkönnen,

bügonuon habe, noch nicht so bald wird an die
einstweilen

r)flentlicbkeit treten

80

mag

das den vier Aufsätzen beigefügte Oloesar erwttnscht sein,

das auch meine frühem beiden Arbeiten, die Nordarisches betreffen, umfaßt

Zusätze.

Was
die

auf Seite 2,,

3,i gesagt

wurde, erfordert wohl noch eine bestimmtere
bei,

Darlegung. Daher füge ich hier zunächst

daß die erwähnte Neu-Untersucbung

acht Drittelblätter als eine geschlossene Folge erkennen ließ, weshalb dielo

selben wcnifi^er hoho Biattnumraern gehabt haben, als ich früher vermutete. Statt

S 123—127 nnd 130-132, wie

in

erschlossenen Blattnummern stets in eckige

ZDMG. 62 p. 105,, Klammem setzend) S|101]

heiße ich sie jetzt (die

bis (108),

und der Umfang der im Übrigen verlorenen Handschrift berechnet sich darnach
auf etwa 150 (nicht 180) Blätter.

Der oben gemeinte Zusanmienhang nun beschlägt
von
fol.

die ersten drei Zeilen
dritter

i&

[106], deren erste gänzlich verloren ist

und aus deren zweiter und

folgende drei auf zwei Fragmente sich verteilende Stücke erhalten sind (Kaumsichtbares kursiv gedruckt):

2
3

Aanä
tc varl

rüva ik^ |ive hüitä hüna tcumani y hüna handaryau tcaimaundyau uysMoryao haip/«a pa
.

.

.'>
.

Hier
unten
p.

stellt
35),

hüfia

den Lokativ von hüna dar (wegen solcher Lokative

vgl.

71

und der Stamm traiman aus *cak8t»an
'ein blinder

(aw. dioimaii) bedeutet 'Auge',

daher tcaimaunda aus *cak^mamnt *mit Augen versehen'
hatui
Itre

=

sehend.

Im Übrigen

Mann* mit
p. 75,0.

/uina 'blind'

aw. hana 'greisenhaft' (lat

senex)\ vgl.

unten

»
.v//y>-.««.s-,

hüitä

'schläft'

von der auch im Partizipium hü8and(a) 'schlafend' gebotenen

Inchoativ-Basis hüs- aus urar.
urar. svajy-ssstellt
;

wozu das Iranische

in /*<»/«- aus

die bei Inchoativen eigentlich ungehörige Hochstafenform
p.

vgl.

noch unten

72„.

rüva (Lehnwort mit nordarischer Flexion)

=

skt rüpdifi 'Gestalten'.

»

Über uysnora 'Wesen*
p.

vgl.

unten

p. r>4«27ir.,

über handara p.46s4t., über Aojptei
f.

50i

ff.,

über die Endung -yau

p.

49

Auf Grund des Tibetischen (und Chinesischen) ist der Inhalt der ganzen Stelle folgender (die auf Nordarisch erhaltenen Worte kursiT):
Darauf sprach der ehrwürdige (äyu^mant) Mahäkä^yapa so zum Herrn (bhagavant)

»

wenn auch zum Beispiel irgendein von Geburt an blmder Traume Augen erlangt (und) (?es^a//-Erscheinungen la schlafend sehen bekommt (und daher) im Traume froh (und) zufrieden (und) hersbe:

Herr,

Mann

ini

10

Zur Einführung.

glückt (und) hocherfreut Freude

und Herzenslust empfindet (und) im Traume*

mit andern

Wesen, die

Augen haben, zusammen aufbricht oder kommt oder
führt,

herumgeht oder Gespräche
*

Der Ausdruck

Mm

Traume'

fehlt

an dieser Stelle im Tibetischen.
ist

Er und

steht aber

im Chinesischen, das dagegen sonst erheblich kürzer

gelegentlich abweicht.

Auch bezüglich der Abkürzungen, auf
wiesen wurde,
ist

die oben

p. Bggf.

flüchtig hinge-

hier Einiges nachzutragen.

Zunächst daß ich
zitiere:

ABDE

nicht

nach Blatt und
10

Zeile,

sondern nach Strophen

A

24 Schluß

— 35 Anfang.
(Näheres im erstfolgenden Aufsatz).

B [1]61T— [l]71a.

D 1—31. E I — XXV
Wegen Ö

vgl.

oben

p. Og.j^.
;

Für C 50

(mit den Strophen

60t— 67t)

empfiehlt

es sich jetzt,

Bh* 50 zu setzen

denn Dr. Watanabe hat mir auf Grund jener

Wochen-Halbzeilen, die ich
träglich

vom

1. c. p. 952i_24 aus C mitteilte (vgl. unten p. 48^), nachChinesischen aus nachzuweisen vermocht, daß das Blatt aus einer

Handschrift des Bhaisajyaguruvaidüryaprabha[räja]-sütra stamme, und ferner
auf
20

ist

Grund zweier Eigennamen noch

ein weiteres Stück der Hörnle'schen

Sammlung

(das linke Drittel eines zehnzeiligen Blattes 23) als einer Handschrift jenes Textes

zugehörig erkannt worden und

muß

also die Signatur

Bh^ 23 bekommen.
19 zehnzeilige Blätter:
beschädigt,

Neue Abkürzungen
5
25

sind auch:

Av = Avalokitesvara-dhärani (in Salemann's neuer Sendung),

— 22 &
— 83

[23].

Bei 7

— [23]

ist

der rechte

Rand mehr oder weniger

bei [23] auch der linke, bei 5 bloß der linke. 5^
78

— 7,
Max

=

15

^

— 18

2-

Den Mantra
ist,

hat mir Dr. Takata in der von

Zögen

(bei

Müller *Ziogon') im Jahre
selbst aber

1680 angefertigten Mantra-Sammlung nachgewiesen; der Text
er mir mitteilt,
bis

wie

in

den die Dhärani-Literatur enthaltenden Tokio-Bänden

XXV

30

XXVH des Kanons nicht zu finden. Suv = Suvarnaprabhäs(6ttam)a-sütra [benannt
prabhäsottama, der

nach dem Bodhisattva Suvarnawird].

am Anfang von SuvX genannt

Vorhanden

ist (in

Sale-

mann's neuer Sendung)

je ein größeres Mittelstück aus 9 Blättern.

Zu acht solchen

Mittelstücken habe ich in der Cambridge-Handschrift Add. 875 die inhaltlichen

Entsprechungen gefunden und kann darnach die
35

Blätter,

denen diese Mittelstücke

einst angehört haben,

annäherungsweise numerieren und mit Zeilen-Reihen der

besagten Handschrift gleichsetzen:

Suv
»
»

[84]

[99]

[100]

40

»

[101]

= = = =

Add. 875
» » » »
»

fol.

56*^^—

b^

Suv [102]
»
^>

»
»

66^^^— 67%

[103]

67%— bg
67^9

[104]
[108]

»

»

—68^1

»

= = = =

Add. 875
» » »

fol.

68^2

—69*.

»
» »

69%
69 bg

bj

» »

—70%

»

72%o— 73%

über
[Abschnitt

ein iiordarisches
I

Dichtwerk und seine Versmaße.
II

stammt aus dem Winter 1909/10, Abschnitt
Abschnitt
111

aus

dem Dezember

1910,

aas

dem Januar

1911.]

I.

Von der Handschrift

E:

Bestand an Blättern, Kapiteln und
Strophen.
Sinne die Rede aein

Das Dichtwerk, von dem hier

in vorläufigem

soll (eine

Ausgabe und Übersetzung der mir bekannt gewordenen Teile bereite

ich vor),

mag

als

Ganzes etwa 5300 Strophen umfaßt haben, die sich auf angeffthr 40

Kapitel verteilt haben werden.

Winzige Spuren aus etwa zwölf oder mehr Handschriften dea Werkes finden
sich

s

unter den geringeren Fragmenten der Hömle'schen und der Petecsbarger
Sie lassen erwarten, daß über kurz oder lang

Sammlung.

sei es

unter den

Stein'schen oder unter den Pelliot'schen Handschriften, sei es sonstwo
vollständiges

ein

Exömplar zum Vorschein kommen werde.
ist

Einstweilen
Schrift E, die
ist.

mir ein starkes

Drittel des Textes zugänglich in

der Hand-

lo

durch Petrovski ans Asiatische

Museum

zu St Petersburg gekommen

Diese Handschrift enthält nahezu auf jedem Blatte 12 vierteilige Zeilen, von
bildet;

denen jede eine Strophe
von
-j|^,
d. h.

man kann

also auf einen ursprünglichen

Umfang

von rund 440 Blättern schließen.

In Petersburg selbst sind von
i:>

diesen

nur 173 erhalten.

Andernorts mögen gel^^ntlich weitere auftauchen;

zwei solche wurden im Febniar 1908 durch einen Russen ron Jerusalem her
der Straßburger Universitäts- und r^andesbibliothek

zum Kauf

angeboten: es sind
p.

dies jene beiden, die ich in der mehrfach angezogenen

Abhandlung

&

96,7_5g

— damals noch ohne Kenntnis der Petersburger Blätter-Masse — unter
+
2 Blätter, von denen ich also zur Zeit weiß, sind im Übrigen
Viele haben kürzere Textstellen eingebüßt,

103^^_^

E

269 & 335 beschrieben habe.
Die 173

nicht alle vollständig erhalten.

und

manche

sind überhaupt nur halb oder in noch geringerem

Umfange auf

die Gegen-

wart gekommen. Aber durchschnittlich sind doch die linken Ränder,

wenn

Ober-

haupt, nicht so beschädigt, daß die da auf den Vorderseiten angebrachte Blätter»

&

Numerierung

fehlte,

und femer bieten auch die rechten Ränder nicht

allzu viele

Lücken, was für die Feststellung der Blattfolge zuweilen Bedeutung gewinnt,
weil
überall,

wo am Ende der

Zeilen

Raum

bleibt,

die

Strophen-Nummer

12

Über ein nordarisches Dichtwerk und seine Versmaße.

meist zwar abgekürzt, indem die Zehner

und Hunderter nur

selten gesetzt

werden


5

angebracht

ist.

So kann denn innerhalb des Bereiches, auf den unsere Blätter
es
,

sich verteilen


ist

dies ziemlich

genau das zweite und

dritte Drittel des

ganzen Werkes

von den verschiedenen Kapiteln, obschon

sie nicht

numeriert

und

vielfach fragmentarisch sind,

doch die Reihenfolge und der
sich,

Umfang

mit

annähernder Vollständigkeit bestimmt werden. Es zeigt
da ungefähr 25 sehr ungleich große anzusetzen
sind,

daß solcher Kapitel

deren Strophensummen
dieser

zwischen 28 und etwa 700 schwanken.

Und

ferner

mögen nach Maßgabe

Ermittlungen im ersten Drittel des Werkes, von
10

dem annoch

fast jede

hand-

schriftliche

Spur

fehlt,

circa 15 ähnliche Kapitel mit durchschnittlich vielleicht

120 Strophen vermutet werden, so daß sich denn eben im Ganzen rund 40 Kapitel
ergeben würden.

Der genauere Befund
ist
J5

soll

durch einige Listen vorgeführt werden. Zunächst

zu sagen, daß die erhaltenen Blätter in der Hauptsache sich zusammen-

schließen zu

sieben zum

Teil lückenlosen

Serien, die von Blatt 159 bis Blatt

428 reichen.

Summe
Es fehlen
Serie
I

der

vorhandenen
Blätter

Blätter
»

II III

»
»
»

lY

V
YI
YII

» »

159—170 181—269 281—290 302—309 335—368 399—408 417—428

162
214. 221. 222. 246. 268
alle

11

84
10
8

rechten Hälften

341. 359. 360. 361

30 10

12 165

Summe
Zu

der in den sieben Serien erhaltenen Blätter:

diesen sieben Serien

kommen dann noch

10 vereinzelte Blätter, die

meist bei ziemlicher Beschädigung die ISTumerierung entbehren, aber trotzdem
bis auf eines
20

mit annähernder Sicherheit bestimmt werden können;

drei

solche Blätter (das unbestinmibare, an
rechts ein Sechstel fehlt, sowie 146

dem

links ein starkes Viertel

und

und 147)
V,

liegen vor Serie

I,

zwei (vermutlich entweder 177 und 178 oder 176 und 177) zwischen Serie zwei (313 und 314) zwischen Serie
eines (395) zwischen Serie
25

I

und

II,

IV und

V

und VI,
Teil er-

zwei (439, 44-) hinter Serie YII.

Das
halten
ist,

letzte dieser
stellt

zehn Einzelblätter, von dem nur noch der vierte

offenbar das Schlußblatt der ganzen Handschrift dar, da die
ist;

Rückseite unbeschrieben

ob es sich indessen unmittelbar an Blatt 439 an-

schließt oder ob dazwischen eines oder
30

mehr

Blätter verloren sind, ist nicht zu

ermitteln.

I.

Von der Handachrift E: Bestand an

niAttern, Kapiteln

and Strophen.

IS
bereita

Zieht
die

man

die beiden Jerusalemer Blätter

269 und 335, von denen

Rede war,
(seit

üb, ho bleibt

der Petersburger Bestand. Diesen hat mir Prot
14 Blättern, deren ungerade

Walleser

Juni 1909 mein lieber Nachbar überm Rhein) unter meiner BeihUlfe in

verkieinertüije die

Aufnuhme photo^^phiert auf
je die

1

Nummern
folgende:

Vorder- und deren gerade

Rückseiten von meist 3 Handschriftblittem
iKt

wiedergeben.

Die

Konkordanz zwischen Aufnahme und Original
Aufn.
Bl.

Aufn.
Bl.
If.
. •

Original
Blätter

Original
Blätter
=

Aufn.
Bl.

Original
Blätter

= 11461159 3f. = 160|161|163 5f. = 164—166 7f. = 167—169 9f. = 1701302|177 llf. = 178|181|182 13f. = 183-185 15f. = 186—188 171 = 189—191 191 = 192—194 211 = 195—197 231 = 198—200 251 = 201—203 271 = 204—206 291 = 207—209
311

391

411 431

.

225—227 228—230
231—2:5

771

791

:

811
«r^l
s M.

451 471 491 511 531 551 571
591 611
631 651

=

234—230

» =
= =

337—339
340|842|343
lo

671

331
351
371

= =
= =

210—212
213|215|216

691
711 731
751

217—219
22012231224
hier Blatt

= 237—239 = 240—242 = 243—245 = 247—249 = 250—252 = 253—255 = 256»)— 258 = 259—261 = 262—264 = 265—267 = 281—286 = 287— 290 303 = 304—306 = 307—309 = 313[314|336
1

871
891

911

931
951

= = =
«=

344—346 347—849 350—352 353-355 356—358 362—364 365—367
368 395 399
1

1

= 400—402 = 403—405 1011 - 406-408 ICSI - 417—419 1051 = 420—422 1071 = 423—425 1091 = 426—428 1111 ^ 439|44 1131 = 1471256 Koll
971 991
in

»

»

Wenn

302 an falscher

Stelle (hinter Blatt 170) erscheint, so ist

dies noch eine

Nachwirkung des chaotischen Zustandes,

aufgefunden und mir zur Prüfung anvertraut wurde.')
•)

dem die Handschrift Daß 147 und die erste

so

266 ohne Kolumne 1 (d. h. ohne das linke AuOenviertel). Es befanden sich damals nur einzelne Gruppen von Blättern in der richlifen Fdge, und beim Ordnen, das wegen der gelegentlich ganz oder fast fehlenden Blitter-Namerieronf einige Tage sorgfältigster Untersuchung in Anspruch nahm, ist denn rersehentlich das eine nur die rechte Hälfte daTon Blatt, das vermutlich das 302te, kaum das 310te sein wird
*)

ist

erhalten

an der zufälligen Fundstelle hinler Blatt 170 verblieben.

Daß

es

wegen der

Slrophennummem 73 — 84

nicht dortliin "oliömi kann. h«'nierkle ich erst nach Fertigstellung

der photographischen Aufnahme. Die gesamten Ziffern der Hlattor-.Nuniorierung, (iie in der Handschrift fehlen, aber irgendwie erschlossen werden können, vereinige ich hier in nunerischer Folge ; es sind die

nachstehend eingeklammerten.
[14]6.
[439]. [44]

Blatt

406 trag ursprünglich die Nomnier 896.

[U]7. 1[66]. [177]. [178]. [302]. 3[07]. 34{2]. [366]. [TUSß. 3(64). 3(6)6. [8671 [4«7). [4M].

14

Über ein nordarisches Dichtwerk und seine Versmaße.
sind,

Kolumne von 256 am Schluß untergebracht
Bestandteile mir erst nachträglich (im

hängt daran, daß diese beiden

März 1910) zukamen.

I.

Von der Handschrift

E: Bestand an BlAllem, Kapiteln und Strophen.

15
vor-

Die

linksstehende Druckseite gibt schließlich auch
in Listonforni

noch über die

handenen Kapitel

AufHohluß.

Da

die Anzahl der gänzlich fehlenden

Anfangskapitül nur ganz unbestimmt auf 15 veranschlagt werden kann, indem
es
vielleicht

nur 10,

vielleicht
x

aber 20 oder mehr gewesen sind, so empfahl
in

es sich, sie mittelst

der Zahl

Rechnung zu bringen imd
bis x

also die hinterher

folgenden Kapitel, die auf unsere Blätter-Masse entfallen
seien,

daß es etwa 25

wurde gesagt

,

mit x

+

I

-|-

XXV
I

zu bezeichnen.

Und

in ver-

einfachendem Sinne mag dann hiefUr kurzweg

bis

XXV

gesetzt werden.

Von
davon
jeder
Blatt,
i^

jedem

dieser

25 Kapitel
Zwei

ist

nun

in

zwei Kolumnen, soweit es möglich war,-

angegeben worden,
erhalten
sind.

wie viele Strophen
weitere

ihm zukommen
bieten
die

und wie

viele

Kolumnen
sie in

Möglichkeit,
ist,

von
nach

erhaltenen Strophe den Ort,
Seite

wo

der Handschrift zu finden

und

Zeiio
;

anzugeben und

festzustellen,

ob

und

welche Strophenstücke

allenfalls fehlen

man

hat dabei nur zu beachten, daß überall,
sechszeilig
ist

wo

nichts Anderes
Zeile

bemerkt

wird,

jede Handschriftseite
faßt.

and daß jede

der

i&

Handschrift eine Strophe

In drei Fällen bleibt die Abgrenzung der aufgeführten Kapitel unsicher:
1.

Es mag sein, daß die 246 Strophen, die den Kapiteln x -1- II und x -f- HI zusammen zukommen, sich in der Weise auf die beiden Kapitel verteilen, daß X + II deren 144 und x + III deren 102 hat; dann sind den beiden
zu X

20

+

III

gehörenden Blättern die

Numniom 176 und
als

177. nicht 177

und

178 zuzuweisen.
2.

Wenn x +
ist

XV
+

f.

mit 235 Strophen

Doppelkapitel angesetzt wurde, so

auch möglich, daß sich diese Strophen vielmehr auf drei oder mehr Kapitel

verteilen oder aber daß sie
3.

nur ein einziges Kapitel

bilden.
in

25

Die unter x

XXII

verzeichneten

173 Strophen mögen

Wahrheit auf

zwei oder mehr Kapitel entfallen.

Hiezu kommt dann noch eine Änderung, die sich aas dem Inhalt ergibt
Dieser
bilden
lehrt,

daß die Strophen x
also

-f-

XII 62

und

gegen die Handschrift

— 78 eigentlich ein besonderes Kapitel — 17 numeriert werden mit
1

sollten.

»

Es schien aber

nicht angebracht,

hier von der Handschrift abzuweichen,

da ja

doch unsere ganze Kapitel-Numeriening nur eine annähernd zutreffende sein kann.

n.

Von den Versmaßen.
hatte,

Es

zeigt sich,

daß zu den beiden Strophen- Arten, von denen ich schon in
zu sprechen

ZDMG.

62

p.

95

f.

noch eine

dritte

hinzukommt, die im Bau

der zweiten nahesteht

Alle drei

ich heiße sie

ABC

zeri^en sich zu-

»

nächst in zwei gleiche Hälften (Halbstrophen), deren jede 3 oder 4 rhythmische

Einheiten von 5

—7

Moren umschließt

So besteht

X6

Über ein nordarisches Dichtwerk und seine Versmaße.

die Halbstrophe
»
»

4
B.

aus 5
» »

»
»

5
7

-^

+ + +

7

6 5

+ + +

5
7

+

7

=

24 Moren,

6

= =

18 Moren, 18 Moren.
(^
<^

Dabei bilden die Moren-Heptaden den kürzern Hexameterschluß
5

^

\

^

^)

oder ein unter Beibehaltung des schließenden Trochäus [der nur ganz ausnahmsweise durch einen Tribrachys, nie durch einen lambus ersetzt wird] entstehendes

Äquivalent

[i,

^ ^ ^

\

j.

^ oder ^ _
-g-

l

_i

^ oder ^

j.

^

\

j.

^ oder ^

^.^

_

l

^

w).

Die Moren -Hexade zeigt in

vorwiegend den Rhythmus ^ ^ ^ j_^

in -^,
10

wo
w

sie

endständig

ist,

meist die katalektische Verkürzung dieses

Rhythmus

(^

v-^

vL),

seltener dessen Yollform,

G weshalb die Halbstrophe -^ in Wahrheit

viel häufiger bloß 17 statt

18 Moren umfaßt.

Was

endlich die
so

Moren-Pentaden
daß wir
alle

anbelangt,

so
die

ist

deren Yariabilität wenig beschränkt,
antreffen,

acht

Formen,

möglich sind,
als die

immerhin ^ ^ _ und w ^ w w etwas
ausgehobene Halbstrophe

weniger häufig
15

übrigen.
p. 4^^

Probeweise wiederhole ich die oben
zeigt

sie

den Typus

y

^^ berichtigter

Form und nebenbei

in einer phonetischen

Umschrift, die die Quantitäten deutlicher erkennen läßt:
Baggirathi räsayi tta pyüstä kyau ggüna

phonetisch
20

:

Bagirathi

rizayi ta pyüsti
I

cau güna

Ggamggo passäte Gango pasäde
aber auch

w
Yielleicht

_^

w w

^

^^ K^ ^^

wäre pyüstä phonetisch eher mit püsH wiederzugeben
ist,

;

wenn

pyüsti zu sprechen

bleibt die vorstehende Skandierung richtig,

weil in der

nordarischen Metrik anlautende Doppelkonsonanz niemals Position bildet (außer
natürlich in der engen
25

Yerbindung

ni-stä,

von der unten

p. 7228f.

zu reden sein wird).

Die für -^ angesetzte Rhythmen-Folge findet
p,

man

ferner achtmal unten

21 und
v-»

je
^-1

einmal oben

p. 635
I

(man spreche

blsi

hajuateda [oder hajvat°] vahiste:
.

0>—

'

sowie unten
p,

p. ]7j9
-|-

ISgj

.

oS^^

.

65j5

.

7237. 48^).

Dazu

eine

Yiertelstrophe

-j-

unten
-2"

758 i^^^ 3

4 weitere

p. 442of.

und

Die Rhythmenfolge
30

mag durch

die Halbstrophe

XY 25* illustriert werden,
uysnora

die

von Buddha erzählt
pravarttäte
'er rollte das

cakkru u pharu

parräte

Rad

(des Gesetzes)

und

errettete viele
p.

Wesen'.

Wie
35

hier in uysnora (Näheres über dieses

Wort unten

542? ff.), so bildet auch sonst

sehr oft inlautende Doppelkonsonanz, aber höchstens vor einer Arsis, keine Position.

Daß parräte

(vgl.

oben

p. 727f.)

nur eine scheinbare Doppelkonsonanz

enthält,

werden wir unten

p. 4l9ff.

sehen.

'6

-}-

7'

oben

p. Sgg

(man spreche hüdua güa\

Eine Halbstrophe

-g-,

ausnahmsweise mit ungekürzter Moren-Hexade, wird
Die übliche 17-morige Form dagegen erscheint
z.

uns unten
40

p.

4939 begegnen.
p.

B.

außer in der

5834 mitzuteilenden Strophenhälfte
für

in der folgenden Halbläßt.

strophe, die sich

Wort

Wort

ins Sanskrit

umsetzen

II.

Von den V«mnA06n.

17

IV13)>.

Uui^

atfära

nairätma

dharma bUSä.
(•ind) alle Dioge*.
^

*tucchakä asarü nirütniäno dharma vi^ve'.
'eitel,

gebaltlus (und)

ohne Selbst

Um
J^ull,

schließlich

fUr alle drei Metren

gemeiosam auch noch den aeltenen
krt,

daß der Trochäus der Heptade durch einen Tribrachjra enetit

su bef.

legen, füge ich hier aus der Strophe II 22, deren erste Hälfte

obßn

p.

4

und

vorhin analysiert wurde, die zweite Hälfte
II22>>.
99ai 9H
sarvafti

bei.

ni väte ^ti

cva ni

!^düvani

püri.

lo

Wenn

wir bisher nur Beispiele dafür angetroffen haben, daß die Orthographie

gewisse einfache Konsonanten doppelt schreibt, so begegnen hier auf einmal zwei
Fälle umgekehrter Art
als einfacher
:

eine wirkliche Doppelkonsonanz

ist in

laxer Orthographie
ein indisches

Konsonant geschrieben.

Da

es sich beidemal

um

LehnOe99ada
v>

wort handelt, so können wir ohne Weiteres eine Berichtigimg vornehmen.
stützt auf andere Textstellen, die statt sarvani

genauer

sarvaffifH

nnd

statt

*Glaube* (aus ind. ^raddhä)

genauer sitadda bieten, werden wir in der geplanten

Ausgabe zu drucken haben:
$$ai $ä sarvaipfii ni

väte

sti

cva ni ^äddüvani püri.

Daß nun überdies noch
sich im nächsten Aufsatz

cva nach vedischer Art die

Lesung nia erfordert wird

»

(p. 4422ir.) als eine Selbstverständlichkeit ergeben,

— womit
Ehe

denn

die obige Skandierung nach allen Richtungen gerechtfertigt erscheint

ich die ganze Strophe übersetze,

muß

ich vorausschicken,

daß

sie

von einem Gegner

Buddhas, dem bekannten Makkhali Gimla (mogha-puriM)

— bei den Jaina's Ootäla
r.

MaTjikhali-putta genannt — gesprochen wird, den die vorangehende Strophe unter

dem Namen MaskhaH
es,

(aus skt

Maskann) einführt

Dieser Gegner beanstandet

daß Buddha

als sanxi-jna 'Allwissender' bezeichnet werde,

und nachdem er

schon in jener Vorstrophe auf die alten Weisen Asita, Bhärgara und rydaa, die

auch nicht Alles gewußt

hätten,

hingewiesen hat fährt er in unserer Strophe

<deren erste Hälfte schon oben p.4^_35 übersetzt wurde) fort:

»

Von dem

Weisen Bhagiratha hört man,
entließ.

daß er die Gartgä aus seinem Ohre

Wenn
wie

nicht einmal dieser allwissend ist

viel

weniger

ist

es der

Sohn des ^uddhodana!

Da wir nun
valente sich

sahen, daß

in der

Moren-Heptade der Daktylus und seine Äqaivermischen, so haben wir die oben

»

keinenfalls mit

dem Trochäus

vorgeführten Moren-Folgen, indem wir zugleich die stäricem Einschnitte, die sich
bilden, hervorheben,

genauer folgendermaßen anzusetzen:
Halbstrophe
»

A

:

5

JL: £.:

+ 4T3J^5 + 4 + 3 4+3 5+6 f+S 5 + 6
1 I

**

Schriften der W^isaenschafUicheii G«MUs«haft in StrafilMrf X.

S

13
Weiterhin

Über ein nordarisches Dichtwerk und seine Versmaße.
festzustellen,

ist

daß unter diesen Schemata bloß das mittlere
erste

durchgehends

gilt,

während dagegen das
A.

nur die mit Neunzehntel-Häufigkeit
dritte

vorkommende Hauptform von
ein
5

und das

nach dem oben Gesagten nur

Ausnahme-Schema
More

von

-G-

darstellt,

indem das zugehörige Normal-Schema
verschiedene

die letzte

fallen ließe.

Bei

A

kommen

Nebenformen

hinzu;

ebenso bei ^, wobei wieder jeweils die letzte More normalerweise fehlen oder

ausnahmsweise beibehalten sein kann.

Yon
Eine
10

A

verdienen folgende drei Nebenformen erwähnt zu werden.

erste bildet sich,

indem aus der zweiten Pentade zwei Moren

in die vor-

hergehende Heptade hinübergenommen werden:
5

+ 4-1-24-3

3-^4
I

+3
p.

Das

ist

der Rhythmus, den beide Hälften der unten

46

— 48

zu inter-

pretierenden Strophe aufweisen.

Eine zweite Nebenform
15

setzt

die gleiche

Moren-Umlagerung voraus, vermengt
so daß

die beiden

Moren aber mit der benachbarten Vierer-Gruppe,

wir

3

+

3 statt 4

+2

Moren

antreffen

5+3+3+3 3+4+3
I

Ein Beispiel für diese Rhythmenfolge
lichen
20

mag

die Strophe II 2 liefern, die

den üb-

Anfang buddhistischer Legenden

in folgender

Form

vorträgt:

112. Räjagrhä ästä dGrddhrakütu ttu scätu ggaru väte balysä,

pharäkyau ssamanyo hamtsa phara bodhisatva balonda.
"Bei Räjagrhä auf dem Grdhraküta-Berge weilte zu jener Zeit der Buddha

zusammen mit

vielen

Mönchen, (unter denen

sich) viele

mächtige Bodhisattva's

(befanden)".
25

Eine Transkription ästäd Grddhr° ließe sich kaum verteidigen; vielmehr

muß

dGr° für Gr° ein merkwürdiger Fehler der Handschrift
krit-Stellen

sein,

beruhend auf Sans-

wie

avasad

Grdhraküte.

Auf Grund

einer selten sich bemerkbar
ist

machenden Eigentümlichkeit der nordarischen Diktion
scätu [ein solcher Akkusativ der Zeit auch in der
30

die

Zeitbestimmung

ttu

demnächst mitzuteilenden Halb-

Strophe] *tena samayena' zwischen die zusammengehörenden Akkusative 'Grdhra-

kütam

.

.

.

girim' hineingeschoben
väte (vgl.
äs)

;

diese Akkusative selber

nachfolgende
(zur idg.

unten

p.

45,7) Lokativ-Bedeutung. Das

bekommen durch das Verbum ästä 'weilte'
eine Weiterbildung

Wurzel

schon in

ZDMG.

62

p.

107

g^;

pharäka

ist

yon pharu
35

(hierselbst

und oben

p. I632)

=

ttoXu-.
p. Ogj

Zu

haiiitsa vgl.

unten
f.

p. öOnf.,

zu

balonda (man spreche balönda) 'balavant' oben
'sramanaih'
(vgl.

und unten p. 43 22
p. 2X25) ein
ist

Daß ^ßamanyo
ist,

dazu ßßamana 'sramanän' unten
f.

Anapäst

werden

wir unten

p.

50 29

sehen.

Die Quantitäten-Folge

also

40

Auffallender

und zugleich von seltenerem Vorkommen
A.,

ist

die dritte

Nebenform
den beiden

des Schemas

die durch ein gewisses Balancieren zwischen

lU.

Zar VorfMohiebt« vauntr Versmaß«.
dafi

|9

Pentoden zustande kommt, derart

die eine sngniitteo der andern

um

eine

Moro gekürzt
4

wird.

Hiebei entKteht die Duplizitit:
|

Nebenform 3» 3b ,
VII 54 her:
cu padä

+ 44^ 6 + 4T3

6

I

+ 4+^ 4 + 4Tä
&

Als Beispiel der Nebenform 3* setze ich die erste HAIfte der Strophe

balysa cn vaysAa ou-rro oatarou k[&la hft]mire

"was

(für)

Buddha

s

früher (da waren), was (für Buddha's) jetzt (da sind) und wat

(für Buddha's) in späterer Zeit (da) sein

werden".
ergftnst

10

Die eingeklammerten Zeichen sind verloren, können aber leicht

werden.

cu aus *k(im mit
;

dem

l^alatal

von

ci,

das Gegenstück zu ind.

km

mit

dem

Guttural von ka
Zeit* {käla ist

itstamu Aö/m (Akkusativ der Zeit) wörtlich 'in der letzten [-> qtitasten)
;

Lehnwort) -rro wird gebraucht wie lat
oben
p. 6,^

-qtie {zu

rr vgl oben

p. ICsst).

Wenn
als

die Nebenform 3^ unseres Schemas
(vgl.

vorliegt, so ist

htaU

15

Tribrachys (huate) zu lesen

dazu noch nnten

p. 3fl,_,

und

Um

endlich über

^

das Nötige beizufügen, bemerke ich, daß da

sehen von geringeren Nebenformen

— einfach die

— abgeond
So ent-

45,_,^).

erste

ron

^

wiederkehrt,

zwar doppelt, insofern eben die Schlußmore fehlen oder bleiben kann.
stehen
mittelst
JC.

der geschilderten Moren-Umlagerung als wesentlichste Nebendie folgenden beiden:

»

formen von

1» (ohne Schlußmore)
1»>

4

(mit

.

)

4

+2+3 +2+3

|

3 3

I

+5 +6
wdche

Man
bei

sieht,

daß im zweiten Falle aus der Halbstrophe zwei neunmorige

Strophenviertel hervorgehen. Das

Metrum C

erlaubt also die Viertelung,

«

A

der Hauptform eigen

ist,

wenigstens in der Abart einer Nebenform.

Theoretisch wäre auch die zweite Nebenform von

A (mit der hinzukommenden
|

Moren-Vermengung)
2»>

bei

^

denkbar, in der Doppelfomi:

2» (ohne Schlußmore)
(mit
^
)

3

+3+3 3 +3 +3

|

+5 3+6
3

ao

Allein für diese Rhythmen-Folgen sind

kaum
p.

Beispiele zu finden.

Eine Halb-

strophe

vom Typus

wird uns unten

49,^ zu Gesichte

kommen.

III.

Zur Vorgeschichte unserer Versmaße.
Hauptfonn der Halbetrophe

Wie

die obige Darstellung lehrt, entsteht die

A
R

mittelst einfacher Doppelsetzung eines

Rhythmen-Paares r (Moren-Pentade) -f

(Moren-Heptade). Hiebei zeigt der Rhythmus r mit seinen siemlich gleichmäßig
zulassenden fünf Moren einen

»

alle Quaiititierungen

schwebenden
Charakter.

oder vor-

bereitenden, dagegen der Rhythmus

R

mit seiner bestimmten Qnantititen-Folge

^s,^^^

einen

entschiedenen oder abschließenden

So

bildet

'30

Über ein nordarisches Dichtwerk und seine Versmaße.

sich hinter r keine eigentliche Kluft,
die Stelle hinter r eine

wohl aber hinter ß, und wir mögen daher
die hinter
die

eine

Rhythmen-Fuge, Rhythmen- Scheide heißen. Nur
die

R

im Innern der Halbstrophe
verlangt not-

Rhythmen-Scheide

wendig einen Wortschluß (man wird einen solchen oben und auch späterhin
5

überall antreffen)
:

;

Rhythmen-Fuge

liebt

den Wortschluß, ohne ihn unbedingt

zu fordern die vier bisher mitgeteilten Halbstrophen von der hier in Rede stehenden
Art [n 2^. 22 a. 22^.

XH 32^]

zeigen in der Fuge dreimal vollen Wortschluß, zwei-

mal halben Wortschluß (Kompositionsfuge) und dreimal keinen Wortschluß.

Der Gegensatz zwischen Rhythmen-Fuge und Rhythmen-Scheide
10

ist

oben

bereits in der

Weise graphisch zum Ausdruck gekommen, daß für

die

Fuge

ein Pluszeichen, für die Scheide ein Vertikalstrich gesetzt wurde.
diese Zeichen bei, so ergibt sich

Behalten wir

für die Hauptform von

^ das

Schema

r

-1-

R

|

r

-1-

R

Und wenn
15

wir die in den IS^ebenformen von -^ sich einstellenden Rhythmen-

Vergrößerungen und Rhythmen- Verkleinerungen durch untergesetzte Plus- und
Minus-Zeichen wiedergeben, so erhalten wir weiterhin
für die
»
»

Nebenformen

1

&
3
^'^

2 von \- das
»

Schema
» »

r

-|-

R

|

r

-j-

R
R

»

Nebenform
>

»

»

r 4r
-|-

R R

1

'

+
r

r -f
-}-

»

3b

»

»

»

1

R
Moren-

20

Eng verwandt mit dem Rhythmus R
Hexade
vorliegt: dieser läßt sich

ist

nun

derjenige, der in der

kurzweg
so

als

die katalektische
das

Kürzung
einführen.

des andern auffassen,

und wir mögen

für ihn

Zeichen

i?

Im Ganzen würden wir hienach
1. 25

zwei Rhythmen zu reden haben: von einem fallenden Rhythmus, dessen akatalektische Form (R) im Normalfall aus "Daktylus -f- Trochäus' besteht und dessen katalektische Form (J?) im
bloß von

Innern der Zeile

als

'Daktylus

-\-

Länge oder Doppelkürze', am Schluß der
Kürze' erscheint.

Zeile gewöhnlich als 'Daktylus
'

-{-

2.

von einem freien Rhythmus

(r)

von fünf sich beliebig gruppierenden Moren

30

Nach
in

dieser Vereinfachung des metrischen
(p.

Sachverhalts können

wir den

den Vorbemerkungen

8)

angekündigten

Zusammenhang unserer nord-

arischen Versmaße mit der griechischen

und der germanischen Metrik durch

folgende Gleichungen
I.

zum Ausdruck

bringen.

35

III.

Zur VorgmciMchte anserer VermiaA«.

2L

Koinbinatiunen verbunden haben, von denen wir eine sowohl bei deu Nordariem

wie bei den Griechen, die übrigen
in Europti antreffen.

teils

bloß bei den Nordariem und
ist

teils blofi

Hei jeder

Kombination

nicht nur auf die Kliythmen-

Formen zu

achten,

sondern auch auf die Art,

wie

dieoe

Khythmen-Fonneii
sich

aneinander gefUgt oder von einander geschieden Hind.

dem

früher geschilderten Grunde hinter r eine

Immer findet Khythmen-Fage (durch

aus

ft

ein Ploa-

Zeichen tingcdeutot), dagegen hinter
scMiueiitj

K

resp. li (im letztem Fall nicht

gana kon-

Rhythmen-Scheide (durch einen Vertikalstrich gekennieichnet). Zu Gleichung I übergehend setze ich zunächst vier nordarische A->Strophea
oino
(letztere

und 6 Hexameter

der vier A-Stropheu folgen

dem Anfang der Odyssee entnommen) her. Alle Hüften dem Schema der Hauptfonn. Ich lege diese Strophen

lo

erst-zitierte Halbstrophe in doppelter Form vor einmal Zeichen-Umschrift und sodann, damit die Skandierung deutlich erkennbar werde, in einer phonetischen Umschrift unter besonderer Hen'or:

— wie schon früher die

in der einfachen

hebung einiger Kürzen und

Ikten.

Es

sei dabei

in

Erinnerung gebracht, daß im

ü

Xürdarischcn anlautende Doppelkonsonanz niemals Position bildet und daß selbst
iniautcudo

Doppolkonsonanz vor dem Iktus eine Silbe nicht notwendig Ungt
ich bei, daß eine

Auch füge

Rechtfertigung meiner phonetischen Umschriften

im nächsten Aufsatz folgen
II 75.

wird.

kye myänä indryiya hvanda

ttä

mamä

grau

lAi

pn^saindi

»

tr^^a indryau-jsa utüra parvachani bvämata rräsca 5
76. dätu ggaiiibhlru

pyuväre huhvatu

kft^e rratftu aggaipjsn
viri

ttänu vara hämäte praysätu balysänu ääi^anu
77.

6

Badr käde indriya tf^pa trämu bi:^^ 99ävä rraysgu
bispadya nijite aimu, kho ju bärgyi pütl hvandu, 7

S

78. bissä <^<ßamana

hälsto haiiigrlte

Aniruddhä balysi pruhaa,^

sanikhälu pättäru näte padü pastätä bilsaipggft, 8
Probeweise habe
ich

genommen. Die Kommata (im

im Vorstehenden die Kommata und die Stropheniahlen mitanfOriginal wagrecht in den Zeilenranm geMtzt) finden sich hinfif
Viertel, in die

am

Schluß der graphisch gleich langen

jede Strophe zerlegt wird, telten im 90

Innern solcher Viertel.
schrift meist

Ursprünglich Interpunktionen darstellend, spielen
in

ne

in der

Hand-

nur die Rolle von Füllseln, die

der Regel angebracht werden,

wo am Kode
da,

eines graphischen Strophen-Viertels sich eine kleine Leere bildet.

Sie köonen also j« oadi

der graphischen Sachlage ebensowohl vorhanden sein als fehlen

and ttehen

wo

sie

Widerspruch mit der Syntax und sogar mit der Worttren- 95 nung. Vorhin z. B. ist in Strophe 78 ein Komma mitten in das Wort prukau^f« hineipf aetat, um das graphische Viertel, welches die Silben tf bis hau umschließt, auf die «rfnrdariidM

vorhanden

sind, nicht selten in

Länge zu bringen. Die
Tetraden zusammen
Umschrift,

vier graphischen Viertel besagter Strophe

wie

all

solche Viertel

vom

linken

Rande eines

Blattes bis

zum

rechten reichend


haben in

wenn wir
• •

die innern Silben der Viertel je durch zwei Ponkte araetaen. folgendes «o

Aussehen
bissässama

hamgri

teani

lysäpruhau,

stesamkhä

runäte

pa^äpa

lsaing|i,8

Zum

Wortlaut in Kürze Folgendes

22
7 5v kye
. .

über ein nordarisches Dichtwerk und seine Versmaße.
itä

.

.

*je

.

.

te

.

/ indryiya ist Fehlschreibung für indriya über mamä unten
; ;

p.

59ie und

6431,

über indryau

p. 6633,

über utära

p. SSgi,

zu bvämata

p.

71 36 f.
rasf«,

76^

hu-hvata aus *su-svata 'wohl getönt' ==
lat.

Vohl

gesprochen'; rraßta

= aw.

rectus^

deutsch 'recht'; a-ggamjsa 'ohne Fehl'

vom Femininum ggamjsa
'verachtend'.

5

'Mangel',
76^. 'te§äm

wozu im Sanskrit *ganja 'Verachtung' und -ganjmm

abhüt prasädo buddhänärn säsane'

=

'sie

bekamen Yertrauen zur

Lehre der Buddha's'; dabei praysätu

= Ind.

])rasädah^ aber mit Neuträl-

Endung! Wegen ssämnu
77 Anf.
10

viri vgl,

unten

p. 54g_i5.

Badf für Badrä (über den Träger dies.es Namens unten p. 28^9). Auch sonst wird am Wortende nach Konsonanten meist r für rä geschrieben, was an lat. -er (in ager^ acer &c.) für -rofs] und -ri[s] erinnert, im Nordarischen aber nichts weiter als eine graphische Vereinfachung ist, da das Metrum
stets -rä erfordert.

78. "Alle
15

Mönche
sich in

berief

zusammen dahin Aniruddha,
Doppelgewand gekleidet
der Schar der
'dahin' schon

(und) Buddha,
sein

nachdem
{hilsarngga

er

sein

(und)

(Almosen-)Gefäß

genommen

hatte, schritt (dann)

Mönche voran"

=

skt.

bhiksu-samgha).
ist

liälsto

hauste samkhalu

eine

poetische

ZDMG. 62 p. 107 3^; p'uVariierung der Wendung prahonu

prahoste
20

hatte',

107 33 & 1083o_35) 'nachdem er sich in sein Kleid gekleidet mit samkhäla aus skt. samghäti; jMtäru unten p. 57,^2 i>«^ä
(1.

c. p.

5

'voran, früher' schon

oben

p.

19g; pastäta unten

p.

82 j^

und 38 n

f.

Phonetische Umschrift
(mit richtiger Interpunktion).
II 75.

c6

myänä

indria hvändi

ti

mämi

gradi

ifti

prazaindi,
risca.

tr.5na indräu-ja

udära parvachani bvämada

76.
25

dädu gambhiru pyuväre huvadu kide rastu
tänu vara himide prazädu balzänu säzanu

agaftju,
vlri.

77.

Badri kidS indria trsna trämu bisi §ävä razgu
bispadia rijide imu kho ju bärji pädi hvändu.

78.

Msi sämana

hälstö (h)ämgride Aniruddhi, balzi pruhauste
bilsängi.

samkhalu pätiru näde padä pastädi
30

a 16

21.

dW
TUJ
ei?

6t€
Ol

br|

exog r\KQe TrepiTrXoiuevuuv dviauTuJv,

^TreKXuKTavTO Geoi oiKÖvbe veeffGai
oiib'

MödKHV,

Iv6a

TreqpuY)iievo<;

tiev

deöXiuv

Kai luetd

oiffi

qpiXoicri.

Öeoi ö' ^Xeaipov diravTeg

voaqpi TTocreiödiJuvog' 6 b' d(TTTepxe(; )ueveaivev
35

dvTiGeuj 'Obucrfii irdpog

r\v

fdüav keffGai.

Die Metrik der beiden Textstücke weist folgende Unterschiede auf
1.

Im

nordarischen Stück

ist

die

Rhythmen-Scheide streng gewahrt und auch

III.

Zar VorgMchtchte DOMrer Yernnafl«.

23

die Khythnion-Fuge meist angedeutet (von den acht Zeilen haben nimlidi

fünf

büidemal Wortschluß

in

der Fuge, die übrigen wenigstens einmal).
(bei

Homer

beobachtet die Rhythmen-Scheide
rotif\

ihm

heifit

man

sie

*die

weibliche Zäsur', auf griechigch die

Kard rpirov Tpoxaiov) noch etwa

in zwei Dritteln aller Zeilen: unter den ersten 100
findet

Hexametern der OdysMe

5

man 65

mit

dem

bezüglichen Wortschluß (die vorstehenden tedis

Hexameter haben ihn
unter den

alle).

Im

gleichen

Maße

treten bei

Homer auch
als

die

Rhythmen-Fugen zurück,
erscheinen:
die

die nach der griechischen

Skandierung

Diiresen
18,
lo

genannten

100 Hexametern

b^^gnen noch

beide Diäresen

aufweisen.

Gleich

der erste Hexameter der Odyssee
die

bietet in höchst archaischer

Weise sowohl

Rhythmen-Scheide wie die

beiden Rhythmen-Fugen
r

:

+
I

R
{w€TTe

I

r
ttoXutpoytov

-I-

R
ö; poXa noXXd
zeigt sich,
i5

dvöpa Moi

Moüaa

|j

Werfen wir einen
die

Blick auf den

lateinischen Hexameter, so
ist

daß da die Rhythmen-Scheide gänzlich versehwunden

und daß auch

Rhythmen-Fugen kaum noch kenntlich

sind.

Es würde deshalb der

Beweis, daß unsere nordarische Halbstrophe
ist,

y

mit

dem Hexameter
in

identisch

von der lateinischen Poesie aus schwerlich geführt werden können.
ergibt
sich

So

die

überraschende Tatsache,
nicht im Übrigen

daß

der

eigentlichen 90

Rhythmisierung
unserm
bild.

der homerische Hexameter

asiatischen
ist

Versmaß weit näher

steht als seinem römischen

Nach-

Immerhin

auch der Unterschied zwischen den nordarischen und
bereits ziemlich groß:

den homerischen Rhythmen-Folgen

die nordarische
sie

Halbstrophe hat sich auf einer primitiveren Stufe erhalten;
sich

nimmt

»

beim Lesen
bei

in ihrer Vierteiligkeit etwas stockend

oder stückig aus,

während
bunden

Homer

die

vier Bestandteile zu einer schönen Einheit ver-

sind, die in leichtem

und

vielfach

wechselndem Schritte dahinschwebt

In den nordarischen Zeilen bilden sich bereits mehrfach daktylisch-spondJÜsebe

Moren-Folgen. Nicht bloß beginnt

R durclischnittlich
ist

mit

-^

^i^; sondern stets, an

wenn

r

mit einer Kürze anhebt, entstehen ein bis zwei weitere Viennorentakte

gleicher oder ähnlicher Art. Bei

Homer nun

die dakt^-lisch-spond&ische Tak-

tierung systematisch durchgeführt, derart daß

am Anfang

der Zeile eine More

wegfallen und am Schluß

beliebig eine unfreie

More hinzukommen mußte. Mit
x>

einem Wort

dem alten Rhythmen-Metrum, das nur Ansitie mr TiaktieHomer ein eigentliches Takt-Metrum geworden, das die rung Rhythmen nur noch verschleiert mitführt. Bei den Römern sodann ist bloß noch der Takt übriggeblieben, die Rhythmen sind verschwunden. Dieser ganie Übergang aber von Rhythmus zu Takt ist analog jenem Obergang von Rhythmus zu Takt, wie er sich in der Musik voUiogeD hat, wo uns die
:

aus

zeigte, ist

bei

«^

24

Über ein nordarisches Dichtwerk und seine Versmaße.
auf alter Stufe stehen gebliebene Technik der Asiaten auch bloß
vorführt,

Rhythmen
liegt.

während unserer eigenen Musik

die Taktierung

zugrunde

So läßt sich die Geschichte unserer Yerszeile graphisch in folgender "Weise veranschaulichen.

Hexameter
mit weiblicher Zäsur
bei

Homer

Hexameter
bei den

Römern

ä

Es sind hier
Paare) bei

die rhythmischen Teile

(d. h.

die

Einzelrhythmen und die Rhythmen-

-y,

weil da bestimmt

ausgeprägt,

durch voU-ausgezogene Obersie

bögen

dargestellt,

dagegen beim homerischen Hexameter, wo

bloß

durch-

schimmern,

durch punktierte Oberbögen.

Dementsprechend

erscheinen die

daktylisch-spondäischen Takte da,
10

wo
sie

sie

sich mit Entschiedenheit kundgeben,

als volle

Unterbögen und
als punktierte

da,

wo

mehr oder weniger aus ZufaU zustande

kommen,

Unterbögen.

Hiemit
borgen
liegt.

ist gezeigt,

was

in

der ersten der obigen sechs Gleichungen verdie Inter-

pretation
15

Daß von dem gewonnenen Standpunkte aus nunmehr der übrigen Gleichungen sich sozusagen aus dem Ärmel

schütteln

läßt,

wird sofort deutlich werden.

Die Gleichungen II und III bieten uns das Rhythmen-Paar r
dieses
bildet

+ B. Auch
als

wird,

so

gut wie

r

+

R,

einst in doppelter
{t

Setzung eine Verszeile ge-

haben.

Und
weil

diese Verszeile

+R

\

r

-|-

jB)

wird noch eher

die

vorhin behandelte bei den Griechen einer daktylischen Taktierung unterworfen
20

worden

sein,

der Rhythmus
j.

R
z,

sowohl in seiner Innen-Form

ji

^ ^

_jl

wie in seiner Außen-Form
als R.

^ ^

den Daktylus

viel entschiedener

markiert

Dabei mußte dann nicht bloß, wie beim geschilderten Hexameter, die

Anfangs-More wegfallen, sondern auch nach der Rhythmen-Scheide eine More
entweder wegfallen oder hinzukommen.

So hat das

alte

Rhythmen-Metrum

ni

Zur VorfMcbicbt« oiiB«r«r Vertanfl«.

M

auf griechischem Boden theoretisch die Takt-Metren
.

und

ergeben müssen.
zweite
hat sich

Die erste dieser postulierten Zeilen

ist

der PratuBeter.

Die
be-

nur

in

einer

Umfonnung

erhalten,

die

den Sohlofi

dem

schriebenen Hexameter anpaßte, also zu

wurde.

Es entstand

hier,

wie

man

sieht,

eine zweite Hexaraeter-Form,

5

die nicht wie die früher behandelte die weibliche Zäsur, sondern infolge des pentametrischen Einganges die männliche Hauptzäsur zeigt Von hoher

Bedeutung
d. h.

ist

nun,
in
-h

daß Homer nur diese beiden Hexameter-Formen

kennt,

daß bei ihm

Form

einer Zäsur ausnahmslos entweder die
r
-f-

Rhythmenerkennbar
10

Scheide der Zeile r
ist:

R

|

R

oder die der Zeile r

-|-

Ä

|

r

von den 100 ersten Hexametern der Odyssee zeigen 65 die eine Zäsur

(wie schon oben festgestellt wurde) und 35 die andere.
sache,

Wer

wollte diese Tat-

daß bei

Homer im

dritten

Daktylus entweder (mit | Häufigkeit) nach

der Dinge oder (mit $ Häufigkeit) nach der ersten Kürze ein

Wort

sohlieBen
15

muß, irgend anders erklären als unter Zuhülfenahme der nordariaoh«Q VersmaBe?

Für

die zweite

Hexameter-Form

die

wir wegen des peotametriachen Einbelegen mögen

gangs mit dem

Namen Tenthexameter'
Schema
r

werden wir nach

allem Gesagten das

+ Ä

I

+r + R

ansetzen müssen, wobei das Plus-Zeichen hinter der Rhythmen-Scheide andeuten a>

26
soll,

Über ein nordarisches Dichtwerk und seine Versmaße.

daß trotz dieser Scheide wegen
vorliegt.

der

eingefügten

More

eine

Rhythmen-

Anknüpfung

Endlich Gleichung
lungen-Liedes lautet:

YI Die
:

Nibelungen-Zeile.

Die erste Strophe des

Mbe-

/

r

\/x\/\/

1

\x

-f»-

\

Uns ist in vil geseit alten maeren Wunders von heleden lobebaeren, von grözer arebeit, , von fröuden, höchgeziten, von weinen und von klagen,
r

von küener

recken striten

muget

ir

nu wunder

beeren sägen.

Die Rhythmen-Scheide und die Rhythmen-Fuge sind ziemlich genau so ge10

wahrt wie im nordarischen Metrum A: jene macht sich
meist.
1.

stets

bemerkbar, diese

Im Übrigen

zeigen sich folgende Besonderheiten:
tritt B,

In den geraden Rhythmen-Paaren

statt

R

auf.

ist

2.

Die zweimorige Senkung im Innern von

R

und

zu einer einsilbigen

zusammengeschrumpft.
15

3.

Es verbinden

sich je zwei Zeilen durch

den Reim zu einem Zeilenpaar und

weiterhin zwei Zeilenpaare zu einer Strophe.
zeiligen Strophe

Im Gegensatz zu der

zwei-

A

der Nordarier und

zum

Distichon der Griechen haben

wir hier also eine vierzeilige Strophe.
4.

In der letzten (achten) Halbzeile der Strophe wird r verdoppelt.

20

So wird das Schema der Nibelungen-Strophe, wenn wir den Reim durch
einen Seitenbogen andeuten, folgendes:
r

+R
R

I

r-FÄ
r-f r-f
i?
7^

r-l-R
r-l25

I

I

r

+ R|r +

r-|-i?

"Wir haben früher von Katalexe

und Akatalexe gesprochen, und auch von

Rhythmus und Takt war
und
30

die Rede.

Vorhin unterschieden wir Zeilen und Strophen,

in letztern fand sich der

gleichbar

Reim und eine Schwellung des Schlußgliedes verder Fermate oder dem Schnörkel. All diese Dinge variieren die meder Rede;
sie

frische Gestaltung

treten

da und dort auf und ändern

oft

sehr

die

ererbten Gefüge.

Doch beschränkt

sich die volkstümliche Dichtung darauf,

einige einfachere Variationen mit Beharrlichkeit zu pflegen,

während

die Kunst-

poesie (man denke an diejenige der Griechen oder der Inder, auch an
Schiller) eine Fülle
35

unsem

von komplizierten Strophen-Formen hervorbringt, von denen

manche nur

in

wenigen Gedichten sich wiederholen.

Zunächst können metrische Elemente zu freien Reihen (aaaa
gleichmäßigen Paaren
(aa|aa|aa|

)

oder zu

•)

zusammentreten.

Innerhalb der Paare so-

lU.

Zar Vorgeschicht«

niis«r«r

V«rsma0«.

27

dann mögen neben den vollen Erst-Fonnen kürzere (kaUlektiBohe) Zweit-Formen
entstehen, insofern deren Kndständigkeit ein Verklingen begünstigt:
sich dio unglcichniüßigcn

ch

bilden

Paare

(ab|ab|ab!

und

als

sulche akustisch geschlossener ins

Ohr

fallenden

).

überall ferner sind

Verdoppelangen and sunstige Grup-

pierungen mit weiteren Katalexen denkbar.

Schon die bbfien Verdoppelungen
ß)

&

mit den Katalexen erster und zweiter Ordnung (b und

ergeben sechs Strophen-

Formen

:

1.

aaaa

3.
4.

abab
abaß

6. 6.

aabb
aabß

2.

aaab

Von
{^
{y->

der eraten Art

ist

unsere nordarische Strophe A.

Der

dritten (abab) ent-

>"

spricht die durch den
j.

Reim verbundene Doppelzeile

Firdousi's, in der das Stück
r

a

-

\

'^
<^

s

-)

möglicherweise eine taktmäßige Fixierung von
solche von r

+r

und das Stück b
ist

±-

\

j) eine

+r

ist.

Nach der fünften und sechsten Art

das archaisch-gegliederte Distichon gebaut:

a
Ti? bi ßio?, Ti bi TcpTTvöv

>

dxcp XP"<^? Aq)po6iTTi^;

^

b
TeGvairiv 6t€
^loi

b
^r\Kin lauTo
\ii\o\.

a
br\no<i ö' iLö'

a öv dpiora ouv ^tchövcooiv ^koito
ß

b

mite Xdiv dveSei? unre Tn€2[6^€V05.

Das Distichon entspricht
Hexameter
die alte

also,

sobald es wie in den vorgeführten Beispielen im

Rhythmenscheide bewahrt, seiner Anlage nach ziemlich genau

^

unsem kurzen

Vierzeilern

vom Typus

Mit Mädchen sich vertragen,
mit Männern 'rumgeschlagen,

:)

und mehr Kredit
so

als

Oeld:
die

kommt man durch
darin,

Welt

;) hj
statt

b

ä
der daktylischen
ist

Der Unterschied besteht nur

daß hier der Reim und
(in

Taktierung die trochäisch o mit Auftakt vorliegt

der deutschen Metrik

der Takt im Lauf des Mittelalters aufgekommen).

Künstlichere Kombinationen häufen die Elemente

und

lassen gelegentlich

die katalektischen den akatalektischen vorangehen, verzichten auch zuweilen auf
die Paarigkeit.

»

So finden wir bei Schiller Strophen-Schemata wie die folgenden
aabaabjabab
in

Hero und Leander

abaß||babababb

in der Erwartung,

28

Über ein nordarisches Dichtwerk und seine Versmaße.

bbaalbbaa|baba

im Kampf mit dem Drachen,
in der Bürgschaft.

abbaabb

Eine gewisse Künstlichkeit zeigen auch die nordarischen Strophen

Ebenso die Nibelungen-Strophe wegen der Schwellung ihres
5

B und C. Schlußgliedes. Was

diese Schwellung betrifft, so findet sich eine ähnliche in der aus 13

+ 13+13

+ 13 + 21

Silben bestehenden Strophe, von der oben p. Sgf

die

Rede war.

Heben wir aus den gemachten Beobachtungen

diejenigen heraus, die auf

unsere nordarischen Versmaße Bezug haben, so werden wir zusammenfassend
sagen dürfen, daß diese Versmaße eine sehr altertümliche Rhythmik zeigen, daß
10

aber der strophische Bau bloß bei

A

eine volkstümliche Einfachheit von gewiß

hohem

Alter aufweist, während die Strophen

B und

C,

weil ihre Zeilen nicht

paarig gegliedert sind, lokale Schöpfungen von jüngerem Gepräge sein werden.

Auf
maßlich
15

die Frage,

ob unter den drei Metren im Besonderen
als ein

A

als

das muteine

älteste

den Nordariern

episches

galt,

ist

vorläufig

kaum

glatte

Antwort zu geben. Aus der Handschrift

E

läßt sich soviel erkennen, daß

die Nordarier

nach ihrer Bekehrung zum Buddhismus jenes Metrum zwar gerne,

aber nicht ausschließlich, für legendarische Stoffe verwendeten. Beachtung verdient ein Metren-Wechsel in

E IL

Dieses Kapitel, das die Legende von der Be-

kehrung des Suggestionskünstlers Bhadra in einer von den chinesischen Fassungen
20

der Legende (Nanjio Nr. 23
enthält in

21

den Sti'ophen 105

und 35) gänzlich verschiedenen Weise behandelt, 122 die Ansprache einer Gottheit an Bhadra: indem
dagegen aUe übrigen im Metrum

diese Strophen

im Metrum

C,

A
als

verfaßt sind,

wird

ersichtlich,

daß in erzählendem Sinne jedenfalls eher

A

C zur Ver-

wendung kam.

Vom

nordarischen Lautsystem.

[Geschrieben im Aagust und September 1910.)

Den beiden
von Ostturkestan

arischen Sprachen von Indien und Iran gesellt sicu
in

diejenige

der Weise an,

daß

sie

lautlich

dem

Iranischen,

aber im

Wortsehatz dem Indischen näher steht

Dies

kommt
ist,

daher,

daß

sie

an sich

zwar mit dem Iranischen etwas enger verwandt
unter

aber Jahrhunderte lang
&

dem

indisciien Kulturcinfluß,

wie er durch die Ausbreitung des Buddhismus
Tatsächlich haben denn auch die Literatur-

sich geltend machte, gestanden hat.

stücke,

die

unsere Sprache

bietet,

jedenfalls

alle,

von denen man bisher

gehört hat

durchaus buddhistischen Inhalt und sind meist Obersetsnngen

aus indischen Werken, die ihrerseits oft verloren, aber im Allgemeinen in irgend-

welchen zuweilen ganz beträchtlich abweichenden Versionen bei den chinesisch*
japanischen

lo

und

bei

den tibetischen Buddhisten

in chinesischer

und

tibetisoher

Sprache noch erhalten sind.

Da

also

unsere Sprache in

oft

iranisch-klingenden Worten eine indische

Keligion verkündet, so

mag

sie,

von geeigneten Lautvertretuogen aus angesehen,
t^

fast als indianisiertes Iranisch

erscheinen: etwa wie das Englische als roroani-

siertes

Germanisch.
ist

Im Übrigen
Lautstand,

vor Allem zu beachten, daß die schriftliche Aufzeichnung

unserer Sprache erst in einer verhältnismäßig späten Zeit erfolgte, so daß der

den wir vorfinden, ein sehr vorgerückter

ist

von der Art, wie ihn
9>

das Iranische etwa im Mittelpersischeu und das Indische im Prnkrit erreicht hat

Während
und

die indische (südarische) Sprachgeschichte vielleicht

um 1200

vor Chr.

die iranische (westarische) einige Jahrhunderte später

b^nnt,

setst unsere

nordarische von Ostturkestan erst in nachchristlicher Zeit ein. Graphisch würde
sich das zwischen

den drei arischen Sprachen bestehende Verhältnis wie um-

stehend wiedergeben lassen.

»
das Sprachgut in zwei ganz getrennte Hälften,

Nach dem Gesagten
in eine einheimische

zerfällt

und eine indisch-buddhistische.

Und dementsprechend

er-

fordert auch die Darstellung der Lautlehre

ein doppeltes Vorgehen.

Einerseits

sind die Lautgesetze, die den einheimischen Wortbestaiid beherrschen, zur Sprache

zu bringen, andererseits die Anpassungen zu schildern, welchen die zahlloseo Lehnworte indisch-buddhistischer Herkunft sich haben unterziehen mOssen.

so

30

Vom

nordarischen Lautsystem.
Indisch

1200 vor Chr.

Iranisch

Nordarisch

100—400

n. Chr.

Man

könnte nun wohl naturgemäß erwarten, daß die beiden Teile meiner Auf-

gabe in der vorhin dargelegten Reihenfolge von mir in Angriff genommen würden.
Allein es gibt Gründe, die ein anderes Yorgehen empfehlen.

Wir kennen nämlich
der indischen Schrift.

das Lautsystem unserer Sprache nur durch das
5

Medium

Auch
und

hat die Untersuchung der Sprache notwendig von den indischen Lehnworten

ausgehen müssen und kann nur allmählich durch sorgfältigste Zusammenstellungen
subtilste

Erwägungen auch der einheimischen "Worte Herr werden. Es geht

daher nicht an, daß ich mit
für später aufhebe.
10

dem einheimischen
soll

Teile beginne

und den indischen
beiden Richtungen

Andererseits

der letztere auch nicht wie eine Hauptalso

Sache allein vorausgehen.
gleichzeitig einen

Ich Averde

versuchen,

in

Anfang zu machen und zwar
(in

in der Art,

daß ich das Laut-

system in zwei getrennten Teilen
vorlege

einem indischen und einem nicht-indischen)
einheimischer und indischer Worte
:

und dabei probeweise

eine Anzahl

sowie gewisse Laute einer genaueren Prüfung unterziehe
15

so

kommt

das unsere

Sprache charakterisierende Durcheinander von zweierlei Sprachmaterial auch bei
der grammatischen Bearbeitung

zum

lebendigen Ausdruck

— hoffentlich

ohne daß

deswegen Verwirrung

entsteht.

Indem

die

für unsere Sprache verwendete Schrift aus Indien
das Sanskrit
die

und zwar

aus literarischen Kreisen, für die
20

maßgebende Sprache war,

stammt, haben natürlich

am

einfachsten

und genauesten diejenigen Laute zur

Vom

nordaritcben LtAutsyttom.

8X

Aufzeichnung gelangen können, die dem Nordarisohon und

dem

Sanskrit ge-

meinsam

sind.

Diese I^aute umlasien so ziemlich das ganse Sanskrit-Alphabet

Abzuziehen sind nämlich bloß sieben Laute:
erstens
vier,

die

unsere Literaturrcste nur in sanskritischen Lehnworten auf»

weisen; das sind die aspirierten Medien gh 4h dk bh,
zweitens
drei,

die

im

Sanskrit selber ganz zurücktreten

und die daher nicht
er-

einmal in den sanskritischen Lehnworten
scheinen Gelegenheit haben
;

unserer Sprache zu

das sind die Laute f f jh.

Es handelt

sich aber nicht

nur darum, Laute abzuziehen, sondern es sind
üblichen Sanskrit-Alphabet

auch welche beizufügen.

Zum

kommen nämlich i
Dieses hat

lo

und 6 hinzu, weil das
korrekte
sich
erst
ist,

Sanskrit,

von dem wir reden, nicht das brahmanisch-

das bloß g und

kennt, sondern das

buddhistischa
ist

nach und nach dem brahmanischen Muster genähert,

dag^en

in

seinem altem Stadium (vor Allem in den Gäthä-Partien des Kanons) noch stark
dialektisch gefärbt
als

und weist

datier gleich

den Dialekten e and o sowohl lang

ift

kurz

auf,

ohne indessen diese Quantitätsunterschiede

die Dialekte tun

so

wenig wie es

in der Schrift kenntlich zu

machen.

Die nordarischen Laute, die
sind,

dem

so beschriebeneu Sanskrit ebenfalls bekannt
sein:

werden darnach,

in indischer

Weise vorgeführt, folgende

ir^u-i —

32
gesetzlich

Vom

nordarischen Lautsystem.

mit an- für a- beginnenden Negativ-Ausdrucken anpaßte.
ist

Im Übrigen

unser Wort willkommen zur Aufhellung des zwischen

aham^sta und indischem asamkhyäta bestehenden Zusammenhangs.

Man
5

hat wohl, was ich schon in Indica I

p.

80 angedeutet habe, eine

Wurzel k(h)äs und deren Fortbildung k(h)s-ä [= khyä] anzusetzen;
unser -khiß-wsire die Tiefstufe zur ersten Wurzelform, und das awestische
-j^s-

kann Tiefstufe zur ersten wie zur zweiten Wurzelform
ist

sein,

2.

avamäta

mit

-v-

für -/>

(vgl.

schon in ZDMG-. 62

p.

92^

& 95 ^

-vüra

&

-vare aus -püra
10

&

-pare) das

Negativum zu dem seltener vorkommenden
wobei pa
(resp. ^;o) eine nordarischttoti

pamäta 'von beschränkter
slavische

Zahl',

Nebenform von pra

(idg. pro),

wie pati ==

eine nordarisch-

iranisch-griechische von prati resp. *proti^ gewesen
'gemessen', das
spricht,

im Iranischen ebenso

lautet,
skt,

ist. Da ferner -mäta dem indischen -mita ent-

so

kann avamäta nahezu mit

apramita

[statt

welchem

15

aber nur einerseits aprameya und andrerseits amita wirklich in

Übung
stellt

gewesen

sind] identifiziert
37)

werden.

Genau
da

in derselben

Weise

sich pastäta (oben p, 21
3.

neben
*äsna,

ind, j^i'asthita.

äna

'sitzend'

geht

zurück

auf

Sibilanten

aller

Art vor

ti

unter Lingualisierung dieses Lautes unterdrückt werden.
20

Ein Bei1,

spiel dieser
p.

Unterdrückung oben

p,

5

jg. jg

und

ein anderes schon

c,

1083o_35, "^^ ^^^

YeTbnm 2)ya-ho?-te

zeigt,

daß im Akkusativ ^raÄonw

das n aus Sibilant
als

+

n entstanden sein wird.

Weniger durchsichtig
i

äna

ist

das Sanskrit-Äquivalent äsina.
ist.

da dessen

schwer in

befriedigender Weise zu erklären
25
4.

o?ku

und au?ku
samt
d(i)ei

'immer';
[aus

offenbar

hervorgegangen
alten

aus
äht-s

*äiußkam,

also

*aiiiesi]

vom

Neutrum
B,
in

'(Lebens)dauer'

aus gebildet.
5.

jiyäre

oder

jyäre

'sie

verschwinden',

z.

dem

verschiedenfach

be-

gegnenden und dabei meist
30

leicht variierten Satze 'alle bösen

Werke

verschwinden', den man auch passivisch übersetzen kann "alle bösen Werke werden unterdrückt oder vernichtet". Eine Form der Wendung findet man unten p. 89 ^—g [90i_3]. ^"^ Tibetischen steht für die Wendung

an der einzigen mir da bekannten

Stelle

gleichen Inhalts (8^436)

"die fünf bösen äwan^ar?/«- Werke werden rein", was jedenfalls nichts
35

weiter als eine
Sanskrit- Original
hiyante
gelautet

etwas sehr freie Übersetzung
(das

darstellt,

indem das

verloren

ist)

etwa sarväny

akidala-karmäni

haben

mag.

Etymologisch

wird j(i)yäre

=

skt,

jiyante (Medio-Passivum von jyä) sein mit der
fektisch, aber
40

im Sanskrit nur

per-

im Veda und im
-re

Päli einige

Mal auch präsentisch vor-

kommenden Endung

für

-nie.

Im

Iranischen gehört dazu das

Partizipium -jyamna in a-jyamna und a-frajyamna.

Vom
6.

nordariichen Lanttyftan.
lautgosetzlich derselbe

88
wie im Iranischen.

(lamu *2ehn'. Der Sibilant
die auffallende

ist

Was

Endung

anbelangt, so konnte

man

allenfallK
1.

an eine

Beeinflussung durch

mm

*neun' denken (dieses nau schon

c. p.

Weit wahi-schoinlichor
dakihnn

ist

aber dasau lantgenaa gleich

dem

05,J. indiscbeo
5

*eine Dekade';

denn -am hat zu -u werden mUssen, das

nach dem notwendigen Ausfall dos k mit dem
(in

aviau

zusammenfloß

der schon

1.

c.

p.

109,^^

geschilderten Weise).

Eine Bestitigung

dieser Auffassung liefert die mir nachträglich zu jxnf^JM *ftlnf (oben
p.

G ,j) aus Bh' 23

,

bekannt werdende Nebenform potßj^ SQs paHvgl.

cakam (wegen des o
7.

unten

p. 43,,,

w^n
nicht

des jt nnten

p.

42^).

lo

dira 'böse'

(im buddhistischen Sanskrit nkttkda oder jiäpi\ nur wie in

dem
ohne

zu
als

5

erwähnten Satze von

Werken,

von Personen gesagt,

genauer durch 'unheilvoll' wiederzugeben.
mit
lat.

Das Wort

ist

Zweifel identisch

dirtts

'grausig,

furchtbar*.

Da im Nord15

arischen wie im Iranischen die Aspiration der Medien verloren geht,
Aveshalb
fehlen,

denn
so

in unserer Laut-Liste die aspirierten

Medien gänzlich

könnte

man

zur Not dira auch
das

mit

dem nachvedischen
streng'

dhira

'fest,

beharrlich',

zuweilen

mit

'hart,

Qbersetst

werden kann, zusammenzubringen geneigt
nll

sein.

Alloin erstens sind
in der

diese

Bedeutungen dem Veda fremd, zweitens

Hauptsache

ss

auf Personen angewandt und drittens der Bedeutung

'unheilvoll' nicht

nahe genug. Die beiden

letzten

Gründe zusammen mit dem weitem,
findet,

daß sich für dira nie die Schreibung dhira

verhindern auch anzu-

nehmen, dira
dira nach

sei

Lehnwort aus dem Sanskrit Theoretisch könnte femer
'I.And*

dem Ausweis von k^ra

& püra

'Sohn* aus urarisch

»

*d(h)a%tra oder *d(h)itra hervorgegangen sein; allein

Worte solcher Art
'zur

kann es mit der erforderlichen Bedeutung nicht gegeben haben.
8.

bäda

'Zeit*,

meist in den

Wendungen
ei-sten

'zu

dieser Zeit*

und

gleichen

Zeit',

dabei der letztere

Ausdruck entweder in YoUform himM hödu
«

oder nach Ausfall des

resp.

wenn

ein

Kompositum

'Artm/i- ao

bä4ti angenommen wird, nach Ausfall des zweiten a


also

zusammengenaa ge-

gezogen zu harftbädu.

Die Bedeutung von

bätfa

ist

nommen

'Zeitpunkt',

und

daher wird nach Maßgabe des indischen
eigentlich

samaya 'Abmachung, Zeitpunkt* häda

"das

Fixierte,

die

Fixierung, Abmachung' bezeichnet haben, somit lautlich dasselbe sein

»

wie das indische Versicherungswort bödha.
als neutraler

Letzteres

kommt nur vor

Nominativ Singularis bädhaniy zu dem je nach der Begut, es gelte') asti

deutung ('gewiß,

oder astu hinzugedacht werden

muß

('es ist sicher', 'es soll

sicher sein'). Hienach ginge unser bä<fn mit bädha
;

auf urarisch *ha(tii)xh-Ui zuriick

aber welche Zwischenformen bei bäda
sein.

«

anzusetzen sind, wird

noch zu untersuchen
StraSbvg X.

Fraglich bleibt auch,

Schriften der Wiaaenschaftlichen G«teU«chaA in

8

34

Vom

nordarischen Lautsystem.

in welcher "Weise mit

hädham

die andern arischen Yersicherungsworte

ved. hat oder häd nebst hadd^ iranisch

M, häöa (und
107 32—35

allenfalls bäiSistam,

dessen Bedeutung etwas unsicher
9.

ist)

zusammenhängen.
ausgehobenen
Text(vgl.

suti

'Schulter'
stelle

ist

mir nur aus der

1.

c.

p.

5

und

in der Schreibung svi

aus der Yajracchedikä
'sieben'

unten

p. IS^^)

bekannt.

Weil

in

hauda
ist,

(ZDMGr. 62

p. 95^^)

ursprüngliches pt zu ud geworden

so sollte

man

das indo-persische

Wort

für Schulter (ind. supti, iranisch supti) eigentlich in der

Form

*suudi oder *südi erwarten.
10

Warum

dafür

suti,

was in unserer Sprache
vorliegt,

ohne Weiteres auch
bleibt

svi

(zu sprechen sui) ergeben konnte,

annoch unklar;

vielleicht

stammt das d von hauda aus dem
das

Ordinale
indog.

haudama

'der siebente',

zusammen mit

e'ßöo|ao-

auf das

sebdmo-

zurückgehen

kann.

Da

das Nordarische

wie

Iranische für das ch von ved. ckadäyati 'scheint, gefällt' ein s bietet
15

(vgl.

unten

p. öönff. &25ff.)7

so

kann

suti gleichwie iranisch sujiti

im

Urarischen supti oder ssiqM gelautet haben.

Der ersten dieser beiden
(alemannisch 'Hüft'),
(Schulterblatt).

Formen
die
20

entspricht

das deutsche

der zweiten das niederdeutsche

Wort Wort

'Hüfte'
'Schuft'

Daß
aus

einander analogen Partien der oberen und unteren Extremitäten

ursprünglich

zum

Teil

gleich

benannt waren, mag

man

z.

B.

den Opfertier-Beschreibungen des Yajurveda und aus der Bedeutungsgeschichte

unseres

deutschen Wortes 'Bug'

entnehmen.

Die

alte

Wort-Dublette 'Hüft
sätzlich lokalisiert.
25

— Schuft'

hat sich

im Gebrauch sozusagen gegenParadigma-Form

10. hadai-hadai 'Tag

um Tag,
c. p.

täglich', ein

Doppel-Lokativ

[vgl. die
;

dätinai

1.

10935]

^^^ hadä (aus hadaa) 'Tag'

also eine

Zusammenp. 48^).

setzung wie im Yeda dyävi-dyavi und dive-dive und im Sanskrit dinedine.

Der Nom.-Akk.

Plur.

hadä schon

1.

c. p.

952i_24

(vgl.

unten

Nunmehr
30

sollen probeweise

auch eine Anzahl Lehnworte, die keine andern

als die sanskritischen

Laute aufweisen, vorgeführt werden. Ich wähle dabei Aus-

drücke,
11.

die

aus

irgend einem Grunde sprachgeschichtlich voü Interesse sind.
ist

anantanarya

die Form, die der oben

bei

5

erwähnte Sanskrit-Terminus
hat.

änantarya in unserer Sprache angenommen
Böhtlingk's Wörterbuch nicht übersetzt)
35

Dieser Terminus

(in

ist
:

ein Adjektiv, das

im Päli
den

grammatisch richtiger änantarika lautet

meist mit karman 'Tat' ver(d. h.

bunden, bedeutet es wörtlich "eine unmittelbare Folge
fortigen Ausschluß

so-

aus

dem Orden) bewirkend".

Als Taten solcher

Art gelten den Buddhisten folgende fünf (nach Mahävyutpatti 122):
1.

Tötung der Mutter,

40

2.

Tötung eines Heiligen,

Vom
3.
4. 5.

aordariielMO Lautsyttcm.

85

Tötung des Vatore,
Spaltung der kirchlichen üemeinsobtit,
blutige Tat angeeiohts des Buddha.

Da nun in unserer Sprache narya die Hölle l)ezeichnet (das Wort gehört zum indischen naraka and ist wohl entlehnt), so heißt ammtanaryii scheinbar 'endlose Hölle (bewirkend)', drückt also das
viel

%

Gemeinte
Absicht

plastischer

aus als dio

vielleicht

in

ouphemittisober

weniger deutlich sich aussprechende Originalfurm des Terminus. Ifan

kann daher unser aiMutanatya eine glückliche Volksetymologie heißen.
12.

udümbara

=

skt.

udumbara 'Feigenbaum*. Eine Vokaldehnung, wie

sie hier

lo

vorliegt, hat sich in Indien selbst bei

der Bezeichnung der Moschoa-

ratte

eingestellt

:

neben rhucchundara begegnet chucchündara.
I

Man
p.

beachte auch die in Wackernagers Altindischer Grammatik

43

unter § 39 zusammengestellten Dehnungen.
in

Es kann

also die

Lloge
is

udUrnbara auf einer provinziell-indischen Aussprache des Wortes

udumbara beruhen.
13. kfatra oder

k^tra

stellt

für das indische chattra 'Sonnenschirm'. Hier
vor,
als

li^
uns

eine

Abweichung von der Originalform des Worte«

die

stutzig

macht
ist.

Man
dem

fragt sich,

ob k^tjtra überhaupt

Lehnwort
so

aufzufassen

Indessen müßte in unserer Sprache, da sie übereinIranischen für

stiniinend mit

d vor

/

und (wie

p.

34

^^

erwähnt

wurde) für indisches ch aus
in

»i ein s bietet,

aus urarischem *Mad-tra

Wahrheit *iMstra hervorgegangen

sein.

Zudem

ist

auch sachlich
als Kultur-

wahrscheinlich, daß

man

in Ostturkestan

den Sonnenschirm

objekt aus Indien erhielt

und daher

die

indische Bezeichnung mitbetrifft,

»

übernahm.

Was

aber die Änderung

des Anlauts
sein.

so

mag

wiederum etwas Volksetymologie im Spiele

Da

der Sonnenist,

schirm in Indien ein Symbol der weltlichen Herrschaft

so hat

man Wort

dabei wohl an die Herren-Kaste der K^atriya's gedacht
ist

Unser

dann noch weiter nach Norden gewandert und hat bei den
die Konsonantenverbindungen beschwerlich fanden, die

»

Uiguren, da sie

Form kumtir angenommen; man findet Wort verzeichnet in F. W. K. Müllers
Akad. 1908)
p.

dieses bisher anableitbare

'üigurica*

(Abh. der Bert.

58.

14. nairätmn für skt nirätman
als

'ohne Selbst'

(z.

B. oben p.

17^ Es

sieht aus.
ent-

s

ob

man

hier wieder ein Sanskritwort bei der

Herflbemahme

stellt

habe.

Allein dies

ist

nur Schein.
worden.

Vielmehr gehört die Unform
ist

nairätma

dem

buddhistischen Sanskrit selber an,
aufgefaßt

aber bisher Oberfinden
sich

sehen

oder

falsch

Tatsächlich

im
Die

Lalitavistara je einmal

die Adjektiva nairätma

und mnrOtmjfa.

«

beiden Stellen (ed. Lefm. p.

156^ und 176,,) sind:

36

Vom

nordarischen Lautsystem.

sünya-nairätma-hänaih zu umschreiben mit 'sünyä ime dharmä, nirät-

mäna ime dharmä'

iti

väkya-bänaih
leer,

=

mit den Pfeil-artigen Ver-

sicherungen 'die Dinge sind

die

Dinge haben kein

Selbst'.

nairätmy' asubhäs ca dharm' ime, punar ätmeti subhäs ca kalpitäh
5

=

ohne Selbst und unheilvoll sind die Dinge; aber man wähnt,
es sei ein Selbst

da und

sie seien heilvoll.

Die beiden Ad jektiva sind gebildet auf Grund desAbstraktums nairätmya^
sollten also eigentlich *)iairätmika lauten.

Daß
-y-

die Buddhisten

mehr-

fach Vrddhi-Abstrakta, ohne das Suffix -ika anzusetzen, adjektivisch
10

verwenden, wobei das
kann,
läßt

allenfalls

vorhandene
Wogihara's

unterdrückt werden
['Asafiga's

sich

aus

Professor

Dissertation

Bodhisattvabhümi'] entnehmen.
strakta änimitta
tika]
15

Man

findet da die auf

Grund der Ab[für *änimit-

und äninjya gebildeten Adjektiva änhnitta
[für *äninjika].

und äninjfyja

Gleicher Art

ist

ferner das oben

bei 11 behandelte Adjektiv änantarya^ dessen richtige
rikai

Form änantaist

wie bemerkt wurde, im Päli vorkommt.

Auffallend dagegen

die

Yrddhi in dem buddhistischen Adjektiv vaineya (= vineya)
unserer Sprache
(beidemal

'zu

bekehren, ein zu Bekehrender', da hier kein Vrddhi-Abstraktum zur
Seite steht; dieses vaineya hat in
20

meist die

Form
°yaa

vamaiyä,

seltener
»)

vaineya

angenommen

°yä

aas

=

""yaka).

Wie nairätmya an
'die
25

der zweiten Lalitavistara-Stelle, so

kommt nairätma
(Plur.)
als allegorischer

in unserer Sprache fast stets pluralisch als Beiwort

von dharma

Dinge' vor.

Das Wort begegnet im Übrigen auch

Eigenname

in der

im Kanjur erhaltenen

Schrift Nairätma-pariprcchä

['Nairätma's Frage'], die eine auf Nairätma's Frage erteilte Belehrung

über die Seele enthält;
15.

vgl.

Annales du Mus6e Guimet

II p.

255 unten.
ist

parßa Fem.
lich,

=

skt.

parßad

(älter

parißad) 'Versammlung'.

Auch

hier

mög-

daß schon das dialektische Sanskrit der Buddhisten ein *2^arßä
hat,

3Q

gehabt

umso eher
stellt)

als

die

Parallelform pari$ä (zu der sich
ist

im
die

Päli parisä

bereits

gefunden

in einer Strophen-Serie, in Indien

der Öik§äsamuccaya
i

zitiert.
ist

Während parißad schon
geworden.

da&

auswerfen konnte,

dagegen parivära 'Umgebung, Gefolge'
p. 4613)

erst in

Ostturkestan zu parvära (unten
35

16.

pärämata Fem.

= skt. päramitä
diese

'Vollkommenheit'. Der Terminus

ist

einer ein-

heimischen Abstraktbildung, die auf -ämata ausgeht, angepaßt worden.

Doch war
*)

Anpassung zur
ist

Zeit,

da unsere Literatur entstand,
Anomalie das vom üblichen

Im brahmanischen

Sanskrit

die nächst-ähnliche

vaidheya (von vidhi) verschiedene vaidheya

(=

vidheya), welches Böhtlingk's Nachträge aus

dem Da^akumära-caritra
halten {vaidu?a
ist

verzeichnen. Der Gana prajn'adi dürfte

kaum Entsprechendes

ent-

unsicher).

Vom
vielleicht

nordariichen Laotsyttam.

87
nicht selten
(z-

noch keine

vollstttndige,

d« die

Ifetrilc

B. in

£ IV

2A und XIII

5) es ermöglicht,

daß wir pärämata leMO. WetterM
p. ^)7,,

zur Laut^os(^hichte do8 Wortes untun
17. ixtstm *KlüiU'.

^f.

Das gleiche Wort auch
Lehnwort zu

in Indien

und

Pentien. Lautlich braucht
hlfäffO' s

es kein

sein; allein, weil es

nur im Kompositiun

wMtra vorkommt, womit das rotbraune Oewand der buddhistischen

Mönche bezeichnet
lehnt sein.
18. aatfikhäramti

wird, so dürfte es mit der Sache aus Indien ent-

=

skt »irjtgh'äräma *ein

dem Mönchsorden gehörender

Park*.
lo

Unser Wort

setzt eine sanskritische

Nebenfonn »ttfi^'äräma Toraos,

die ohnehin linguistisch zu postulieren wäre. Ein ähnliches

Schwanken
in

der Qimutitiit wie in ärämn

liegt z. B.

ror in

myäma\ vgl

Pro-

fessor Wogihara's bereits erwähnter Dissertation die Benierkune

am
i.-v

Fuße von
19.

p.

30.
:

»amni steht für zwei verschiedene Sanskritworte

für nanutyn

*

Verabredung'

und

für

samyak
erklärt

'richtig*,

^'atürlich

kann der zweite Gebrauch nicht

muß das Wort »nmm "Verabredung' aus irgend einem Grunde für mmyak mit^erwendbar geworden sein, vielleicht weil mmaya auch 'Lehre, Norm' (also 'das Richtige') heißt. Übrigens findet sich für mmyak statt des Quidproquo «
lautlich

werden,

sondern es

samai

in

manchen Fällen auch eine

lautlich richtige

Vertretang; so

kommt

für samyak-prahänn sowohl Mimni-pruhärut wie wamya^qtrakälim
ror.

und für samyag-d/'^i sowohl samai-drffi wie samyng^f^
20. saläva ist offenbar aus
skt.

sarfüdpa hervorgegangen, obtohon die Verwensich nicht ganz
ist,

dung der beiden Worte
viel

deckt Wfthrend

»offiiäpa to

s

wie 'Unterhaltung'

entspricht unser salaoa der Bedeatnng

nach eher dem indischen mrns oder tokyn 'Wort, Rede*. Da man so

wie so annehmen muß, daß eine größere Anzahl indischer Worte
nicht auf buddhistisch-literarischem

Wege, sondern

als

Stöcke de«
fahrendes

populären

Sprachbestandes durch
ist,

Kaufleute
so

und

allerlei

Volk

in

unsere Sprache gelangt

wird

man

sich nicht daran

stoßen dürfen,

wenn

gelegentlich ein

Lehnwort nicht genau so geließe.

braucht

ist,

wie es die indische Literatur erwarten

Wir haben uns im gegenwärtigen
werte,
die

Aufsatz bisher kutsweg an das Schrift-

bild gehalten und dieses sozusagen mit indischen Augoi betrachtet: die Laut-

s

den einzelnen Zeichen im Sanskrit zukommen, meinten wir ohne Weiteres auch fürs Nordarische postulieren zu können. Bei der Einfflhmng der
indischen Schrift in Ostturkestan werden ja wohl auch die Zeichen so gewälilt

worden

sein,

daß unser stillschweigend gehegtes Postulat für jene Zeit eine

gewisse Gültigkeit hat

Auch noch geraume

Zeit später

mag

die Sprache

ab

*^

38

Vom

nordarischen Lautsystem.

Ganzes die bewußten Laute bewahrt haben.
der Zeichen müssen

Allein in der Einzelverwendung

das läßt sich leicht zeigen

— erhebliche Verschiebungen
auch wirklich der betreffende

vorgekommen

sein,

derart daß durchaus nicht an allen, oft nicht einmal an der

Mehrheit der Stellen,
5

wo
ist.

ein Zeichen begegnet,

Sanskrit-Laut gemeint

Beispielsweise bezeichnet* das

t

fast

nur in der Verbindung

st

die dentale
allein-

Tennis, dagegen alleinstehend stets die Media,

während zur Wiedergabe der

stehenden und meist auch der mit r verbundenen Tenuis die Doppelschreibung
tt

verwendet wird.

Es sind

also

unter den Worten,

die wir

im Vorigen bet

10

handelt haben, nur anantanarya, ksaftjtra, nairätma

und

vastra mit

zu sprechen,
die

dagegen avamäta, pärämcda und
Aussprache
2^<^tö.da.

suti

mit

d-^

und für pastäta

ergibt sich

Die Ursache der orthographischen Inkonsequenz, der wir

hier begegnen, liegt deutlich zutage.

Weil unsere Sprache

fast

alle

tonlosen
p.

Laute zwischen Vokalen hat tönend werden lassen
15

schon in ZDMGr. 62

92

Schluß und 95 1 Anfang wurde
so hat
t

festgestellt,

daß

p

intervokalisch
ist

zu v wird

zwischen Vokalen den Wert von d bekommen,
die
t

aber doch,

weil

bekanntlich
weiterhin als

Orthographie

leicht

hinter

der Lautentwicklung

zurückbleibt,

geschrieben worden, worauf

man

denn,

um

von dieser Pseudo-

Tenuis die wirkliche zu unterscheiden, für letztere die Verdoppelung des Zeichens
20

einführte.

Eine zweite Konsequenz war, daß häufig zur Wiedergabe des indischen
t

d das Zeichen

(so

oben

p. 2I21. 23 ^ifära 'udära'

und

ijraysäta 'prasäda') gewählt
sie z. B.

wurde. So erklären sich gewisse Schreib-Differenzen, wie

zwischen unserm

pärämata *päramitä' und den beiden Ausdrücken muditta *muditä' (ZDMG. 62
p.
25

941 und

E XI

14,

wo

die Schreibung mudditta)
ist

und 2>ramudätta 'pramuditä'
den Buddhisten einer der

(E

XI

12)

bestehen.

Das Wort 'päramitä'

bei

üblichsten Begriffe,

den unsere Sprache, wie oben gezeigt wurde, unter ihre

eigenen Abstrakta eingereiht, also sich völlig assimiliert hat, weshalb hier das
indische
t

mit den einheimischen ^-Lauten in der Schrift zwar beibehalten, lautlich

aber d wurde.
30

Dagegen gehören

die

Ausdrücke

muditä'^)

und pramuditä nur

der gelehrten Dogmatik an, so daß deren indische Aussprache sich in Ostturkestan unverändert erhielt, was zur Schreibung mit
Zufällig
tt

Veranlassung gab.
die Metrik stützen,

können wir uns im vorstehenden Falle nicht auf

weil an den beiden metrischen Belegstellen,

die vorhin

genannt wurden,

mudditta zwar richtig
35

als

Tribrachys gemessen wird, aber pranmdätta resp.
vertritt,

der Akkusativ pramudättö eine Moren-Pentade
wirkliche Doppelkonsonanz wäre.

als

ob hier

tt

eine

Metrische Anomalien solcher Art sind

')

Der Terminus apramä^a, unter den muditä

fällt (vgl.
;

1.

c. p. 94'i4f),

ist

die falsche

Sanskritisierung eines Präkritwortes *appamü'^a aus *alpa-mäna

denn im

Päli entspricht appa-

mannä, welches aus *alpa-manyä 'das sich Geringdünken' 'Bescheidenheit, Demut' hervorgegangen sein muß. Da die Herkunft des doppeltgestaltigen Ausdrucks früh vergessen
wurde, hat sich sein Bedeutungsbereich etwas verschieben und erweitern können.

=

Vom
nicht ganz selten; oben

nordariichen LMtoystem.
vielleicht ixträhä als eine fthnlicho
p. 19|&r.

89
Un-

p.

6,^

ist

regelmäßigkeit aufzufassen und nicht in der

für

mi^ch

gehaltenen

Weise zu

rechtfertigen (daß etwa

ä durch das nachfolgende
ist

kf

aasmüuns-

weise metrisch gdftngt sein

sollte,
t

%'Allig

ausgeechloisen).

Ähnlich wie mit dem Zeichen

steht es mit

den Zeichen

i

und

$.

Beide

5

kommen

in

gewissen Worten

(z.

B. in

baMä

mit Medien vorhundon vor, stehen da also wir nun weiterhin
I^ehnworto wie
(vgl.

und pyÜ94* 'er hört^ für die Laute / und /. Beachten
'die Sttnde'

ii&iana 'Lehre' aus ind. iäsana

oben

p.

21

und unten

p.

67,,— 68^),
lo

Mä^tn-samna

*die

Anschauung

(die

Welt

sei)

ewig* aus ind. iähata-rninjü&y
ind. iättrihiraddhAmi

iiäxtra-ifmhäiia *der (ilaube ans

Lehrbuch* aus

(dazu

Mad/d/a oben

p. ITier.),
(z.

^vä
/und
außer
liegen.

'Jünger' aus ind. irävaka

B. oben p. 21 ^^

und unten

p. 49,,),

so wird deutlich, daß unter i

und

9

im Allgemeinen die tönenden Sibilanten

f zu verstehen sind, während im Sinne der tonlosen Sibilanten < und 9
in

li

Ligaturen

(*y,

«/•,

^/,

h

&c.)

die Doppelschreibungen Af

und

9$ vor-

Wieder

ist

der Onind dieser 'Schriftvorschiebung* offensichtlich der,

daß, als intervokalisch die harten Sibilanten S

und 9 tönend wurden, die Orthos

graphie den

Schritt

nicht mitmachte, so daß
,s

und « die Lautwerte

/ und
if

f

bekamen und für

die Laute

und

9 die Doppelschreibung erforderlich wurde, ao
ist,

Eine Folge des eben Gesagten

daß die Doppellaute

ü

und 99 von

und 9

nicht unterschieden werden können.

Indessen

kommen

die erstem anscheinend

gar nicht vor.
'alle'

Denn

es wird

z.

B. für a,HAl *das

Pferd' (aus aka»)

und biüd

(aus vüixii) durch das

Metrum

die Aussprache aiä
statt

und

biiä (mit je zwei

Kürzen) erwiesen.
Doppeliautes
.4.4

Man

sieht also,
.4

daß

des für

h

allenftüls

zu erwartenden

ss

der Laut

angetroffen wird, während, wie wir schon sagten, i

selber in gleicher

I^ge zu

/

wurde.

Mehr über
läßt

hy
:

i

im Glossar unter bUän.

Unklar

bleibt,

warum

die geschilderte Schriftverschiebung sich nicht auch
s

beim dritten Sibilnnten-Zeichen
stets für

beobachten

dieses steht wie
d. h. fflr «,

im Indischen

den tonlosen Laut; für den tönenden aber,
ys.

finden wir das ao

neu-geschaffene Doppelzeichen

Den beiden erstbesprochenen Sibilanten-Zeichen
sich indessen noch das Zeichen g an.

s

und f sowie dem
ist

t

schließt
«7

Wo
gv

die einfache

Media geroeint

wird


35

außer

in

den Ligaturen

y/-;

(^y,

(/r,

gl,

stets doppelt

geschrieben (zahlreiche

16,8^5,. 18,o. 21 f.). Offenbar hat g xwischen Vokalen den Wert eines weichen Spiranten {g[\ bekommen, weshalb die wirkliche Media g
5g. 6,^.

Beispiele oben p.Sjg

mittelst des doppeltgesetzten Zeichens

zum Ausdruck

gebracht >vurde. In analoger

Weise sind auch

die sonstigen

Medien zwischen Vokalen sn weichen Spirantm

geworden, ohne daß aber da für echte Medien regelmäßige Doppelsdirdbongen.
eingeführt worden wären (eine gelegentliche Doppelschreibung für die echte «>

Media d

in gelehrtem

Lehnwort oben

p. 38,4).

So kommt

ee,

daß wir

statt nr^

40

Vom

nordarischen Lautsystem.

sprünglichem v im Anlaut vor Yokal b antreffen, worunter ohne Zweifel b zu
verstehen
ist.

Übrigens läßt sich die Grenze zwischen d und

d schwer

ziehen,

weil anscheinend die nordarische Orthographie das Zeichen d auch an Stelle des

Zeichens
5

t

verwendet, letzteres nämlich, abgesehen von der Yerbindung

st,

kaum

irgendwo

sonst als gelegentlich in

einem Lehnwort

(z.

B.

oben

p. I820)

gebraucht;

so steht in
lich

dem

"Worte badde (wofür auch die Schreibung bade vorkommt; ähnp. ITj^.
jg)

d für dd oben
bhate > bhadde

'er reitet'

[Genealogie: bharatai > bhartai > bhafte

und

und

bhade] das

dd

resp.

d genau

parallel

dem
t

tt

von

butte 'er

erwacht',

und ebenso entspricht das d von mitda

'tot'

dem

von avamäta usw.

10

Mit den vorstehenden Bemerkungen über das
wir bereits beträchtlich über den

t

und andere Zeichen sind

Rahmen

der Lautliste, von der wir ausgingen,

hinausgeführt worden.

Anstatt uns

min noch weiter unvorbereitet auf Neues

hinlenken zu lassen, ziehen wir es vor, zunächst das ganze System der zu jener
Liste
15

hinzukommenden Laute kurz

ins

Auge zu

fassen,

um

alsdann die begonnene

Unterscheidung von Zeichen und Lauten in einigen Richtungen noch genauer

zu verfolgen.

Nordarische Laute, die dem Sanskrit fehlen.

Man

könnte hier zweierlei Laute unterscheiden: solche, die
s

dem

Sanskrit

durchaus abgehen, wie etwa die den drei harten Sibilanten

s s entsprechenden

weichen Sibilanten
20

^z

z,

und

solche, die
z.

dem

Sanskrit

mehr oder weniger
die
;

vertraut

sind.

Zu den

letztern

würden

B. nebst

dem Yokal ä

ganzen mit u be-

ginnenden Diphthonge (ua ua ua ui ue &c.) zu rechnen sein

denn ä
i

ist,

wenn

auch meist nicht der Herkunft, so doch der Aussprache nach, mit
oder ganz

ziemlich

identisch,

und

die

«-Diphthonge waren mindestens dem Yeda,
vi vi &g. einsetzt,

dessen nachvedische Orthographie zwar dafür va vä
25

zum
tve

Teil

ebenfalls

geläufig

(z.

B. in tudm tuä tue tuöta,

geschrieben tvdm tvd

tvöta).

Unsere «-Diphthonge stimmen mit denen des Yeda umso eher überein,
selber auch nicht selten, der erste sogar stets, mit v statt
(es findet sich
z.

als sie

u geschrieben werden

B.

km und
sich

kvi,

saruai

und

sarvai).

Es empfiehlt
30

nun aber

nicht,

die

geschilderte

Scheidung wirklich

durchzuführen.

Sondern wir wollen einfach die in der frühern Liste noch

fehlenden Laute abermals listenförmig uns zur Kenntnis bringen.

Zuvor indessen müssen wir eine Anzahl phonetischer "Werte
wobei
es sich

feststellen,

darum handeln

wird, einfache Laute mit einfachen

und verwandte

mit verwandten Zeichen wiederzugeben.
35

Die Nordarier selber haben, wie wir
(z)

schon sahen, den weichen dentalen Sibilanten
(indem
sie

durch die Ligatur ys ausgedrückt
s

dem

ij

anscheinend einen 'mildernden' Einfluß auf das

zuschrieben),

haben aber nicht etwa daraufhin für die beiden andern weichen Sibilanten die
entsprechenden Ligaturen ys und ys eingeführt, vielmehr
sie

in ganz

anderer

Vom nordahichen

Laolayttan.

41
ist

Weise, und nicht immer, von i und ^ unterschieden. Wieder anders

ein rierteH
/<*,

Paar von harten und weichen I^auten behandelt: die Tenuis ersoheint aU

die

Media

als

^'.s;

in

phonetischer TrauHkription setzen wir fUr eratere
in

/, fflr

letztere /.

Ein fünftes Paar »olchcr fjauto verbirgt sich
alterniert,

den Schreibungen ky und gy; es wie wir sehen werden, mit den indischen Palatalen r und j und wird

&

also in der

Ansprache mit diesen zusammengefallen, ursprQnglich
Vorschlag
(als k'

al>er

vermutlich

mit

ji:nttnralein

und f) gesprochen worden

sein.

Im Ferneren
beide f^ute
u>

begegnet uns unter der Form
*rr*

'ts'

unser hartes deutsches f und unter der Fonn
Qberdies der ente

ein

hartes

/•,

das wir phonetisch mit r umschreiben wollen:

sind auch

der nördlichen Sprache von Ostttirkestan eigen,

dem

Tibetischen, der zweite

dem

üigurischen.

Natürlich

ist

dem r gi^enQber

das übliche r als ein weiches aufzufassen, und das Lautverhältnis zwischen den

Schreibungen rr und r

ist
^.H

demnach genau dasselbe wie das zwischen den Schrei&
.s:

bungen

tt

&

^,

.4«

k

.s,

wir haben aber oben

p.

39 noch nicht darauf
is

hinweisen dürfen, weil rr eine auf indischem Boden selbst in Dialekten undenkbare Verbindung darstellt.')

Besonderer Art
p.
r)6.j5ir.

ist

das ante-

und post-konso-

nantisciie

/r,

worüber unten

zu reden sein wird. Sclüießlich sind unter

den Konsonanten die weichen Spiranten g

db

7m nennen, von denen oben die Rede
(j

war; die entsprechenden
ist

Ijaute der Palatal-

und Lingual-Reihe
/

und

</)

beizufügen.

unnötig, weil der erstore mit

/ und
/

der letztere mit
</

zusammenfiel (Beispiele
p.47,).

»

für

/=j

unten

p.

HTgg— 68,3,

für

=

oben

p. Bj^

und 22,^ sowie unten

Zusatzweise

mag den Konsonanten noch
das unter
allerlei

das Bögelchen oder Schnörkelchen an-

gereiht werden,

Silben angebracht wird;

denn, obschon aus

dem

indischen Apostroph hervorgegangen, steht es nicht wie dieser für einen

fehlenden Vokal, sondern für einen fehlenden Konsonanten. •)
')

Waa

die Vokale

»

Im Original entsteht die Schreibung rr dadurch, da0 die Basis de« sellMtlndigen mehr oder weniger energisch nnch links umgebogen wird, was die Anhiaganf eines post-konsonantischen r-Zeichens zum Ausdruck bringen soll. Im Uigunschan findet man das Doppelzcichen z. B. innerhalb der Paraphrase zu don in ZD.MG. 61 p. 6U* reeUorierlen Sanskrit-Strophen bei der Wiedergabe von garbh« durch kärritt-di (in phonetischer
r-Zeichens

Schreibung härin-dä).
früher nocli leer gelassenen Lücken

Diese Sanskrit-Strophen will ich hier wiederholen, indem ich die beiden darin nunmehr ebenfalls ausfOUo. die zweite dank einer

Konjektur Boyer's, die mir inzwischen aus Mus^on N.S. vuL YU p. 107, bekannt geworden ist, die erste dank einer Konjektur de la Yall^e Pwissin's, die mir dieser im November 1907 auf einer Postkarte mitteilte,
ante 'paviddha-bh(u)ja-pä(da)-siro-varäqi
vipro ghrni ca
li^i)

sämyam prayänty

uparatäni kadepariiM

(]|

6)

kula-sruta-rüpa-drptas

käla-kraniepa sahilau äayitau ci(tä)yäm,
kitn

candäla eva ca jagat-parivarjaniyarh) evamvidhe jagati kaaya bhave(n nu) darpa(h)!

|

6

karmaijä dasavidhena äubhena labdhv(ä)
äari(,ram)

käyatn na kärayasi kama-sukhe praaakt«(^) ?
vistin)a-vetana-bhftä(d bhrta)k(a)d iTAriha(^) 1

anvisyatäin phala(ni anastalmitCä'id asäräd

yasmäd aniedhya-naraka-pratimaip

garbhe 'tacäv aiocini t(a)nMna pcffa^i
'pi

(tasmäd a)medhya-jala-jä(tam ivä)ravindain

tyakta(vyam eva v^i(d)a(fä) vapiifä

yaktaip

1

snänämbar'äbharaQa-bhöfaaa samraksito f pli su-nava(,h) paripälito 'pi *) Ein besonderes n-Zeichen, durch Drehung tun 90 Grad ans dem normal«! d(-Z«chea

42
betrifft,

Vom
so sei

nordarischen Lautsystem.

dem schon Gesagten

beigefügt, daß ä auch in der Original-Schrift
als

durch zwei über «-haltige Silben gesetzte Punkte
kenntlich gemacht wird,
p.
5

eine Modifikation des a
in

in der Aussprache

freilich

(was schon
ferner daß

ZDMG.

61

656^ festgelegt wurde) sich ganz
die in

dem

i

nähert;
als

die

Verbindung

«a,

der Originalschrift nicht anders

durch va ausgedrückt werden

kann, unten

dungen

(mo!

p. 45j2_i7 nachgewiesen werden soll; endlich daß zahlreiche «-Yerbinqji &c.) samt üä auch im Präkrit vorkommen, dann aber stets in
(3=551

zwei Silben

^^
wo

usw.) geschrieben werden,
sie nicht

während

die nordarische Schrift

dieselben auch da,
10

u durch v

ersetzt,

zu einer Silbe vereinigt

(^

=

ui, "^

=

uai;

einige

Verbindungen erscheinen nur oder häufiger nach Kon-

sonanten, uä z.B. in •'RT^

=

nyävuä und üä in

^rT =
wenn
(ai),

injüäte).

Eine weitere

Verbindung solcher Art
graphische Variante von

liegt vielleicht
i

vor in m. (^),

dies nicht eine bloß

{\)

ist.

Im Übrigen haben wir
Kreuzes

ein

besonderes cd
es

zu nennen, das wir in der Umschrift unterstreichen
15

während

in

der

Original-Schrift mittelst

eines

übergesetzten

wird

(vgl.

1.

c.

62
ist).

p.

107 und 1091,

wo

durch Kursivdruck

zum Ausdruck gebracht vom üblichen ai
:

unterschieden

Endlich kennt das ]^ordarische getrübte Vokale

an die Seite

von ö und au

treten, wie sich p.

50 f. zeigen wird, ö und äu (geschrieben -yo und

-yau\ und vielleicht werden sich noch andere Vokaltrübungen nachweisen lassen.
20

Sammelt man
führungen und fügt
eckigen

die

phonetischen
jeweils,

Umschreibungen der vorstehenden Ausdie Originalschreibung abweicht,

man
bei,

wo

diese in

Klammern

so

ergibt sich folgende Liste

von mehr oder weniger
äu

unsanskritischen Lauten
/[ä]
25

m
i ?)

[ä]

[-yo]

[-yau]

ai{=
Vokale

Ma[va] uä uä ui ue uai uqi uo
^

uau

üä

Guttural
Guttural-Palatale k'[kj]
30

^ [g]
g'[gj]
/[js]
^'[tc]

Dental-Palatale

Dentale ^[ts]
Labial

d[d]
ft[b]

Halbvokal r[rr]

Weiche
35

Sibilanten /[s]

^[s]

z[js]

Apostroph '[^] Die Vereinigung der frühern mit der vorstehenden Liste gibt einen größern

Reichtum an Lauten,

als

man

ihn in einer Sprache üblicherweise findet.

Dies

hervorgegangen (beide Formen mehrfach in S*8: Stein's "Ancient Khotan" Tafel GX obere Hälfte), kommt nur bei wenigen Schreibern (in S'8 & Dl— 31) und auch bei ihnen bloß in Worten vor, die sie nebenbei auch mit dem üblichen n schreiben. Es handelt sich da
also

um

nichts weiter als eine graphische Variante, die oben außer Betracht

fällt.

Vom
rührt

nordariBcben Laatsytiem.

48

zum Toil daher, daß ä und die Vokal Verbindungen ua vom. lamt Sä eigentUeh Uoß wegen der besondem Art, wie gie geschrieben werden^ ausfahrt werdra
mußton.

Ferner

ist

die

F'Ullo

nebenbei

eine

Folge der nordariaolKiiidiMlMo

Spruclimisclmng.
die

Auch

liat

man

zu beachten, daß gewisse Lsate ndlmolMiiMD,
in

bloß für die archaische Zeit,

deren Verlauf das indische Alphabet ein;

geführt wurde, beansprucht werden können

es

wurde

ja bereits angedeutet,

daB

die erste Liste allenfalls solche Laute enthalte die *GutturaUPalatale' so aufzufassen seien.

und daß

in der swetten jedenfalls

Indem wir nunmehr die vorher abgebrochene Untersuchung wieder aufnehmen, wollen wir uns darauf beschränken, aus der Fülle der Zeichen und
Zeichen-Verbindungen noch einige Gruppen herauszugreifen und eingebender
auf iliren

lo

Lautwert zu prüfen.
l

Es sind die Vokalzeichen

e ai o
«/y,

uu und die
die

Sonantcnzeichen y v r
schäftigen sollen.

m

n nebst den Doppelzeichcn ky und

uns beals

Dabei beabsichtigen wir vor Allem, noch bestimmter
zeigen, auf welchen Wegen und Metrum phonetische Aufschlüsse
in

es

im Bisherigen geschehen konnte, zu

welchem

Umfang

die Schrift sowohl wie das

liefert

und

was diese Aufschlüsse für weitere Folgerungen zulassen.

I. e ai

o an.

Die Schrift zeigt uns, daß

in seltenen Fällen

und

mit

t

und

k,

selten

auch
^daß €

e

mit

ai\

häufig o mit au wechseln.

Dazu erfahren wir durch die Metrik,
stets lang,

und

im Innern der Worte nahezu
und
mit

dag^^n am Wortschlnß
alternieren sie mit

»

meist kurz sind, und daß die genannten Varianten sich entsprechend verteilen
alternieren e
ai
i

und

1/,

so sind i

und ö gemeint,

und

r/M,

so haben wir g

und ö vor uns.

Graphische Schwankungen solcher Art sind uns schon oben anter den

Worten 4 und 14 begegnet:
und vainiya zw
für liaaau
ist

o:flcu

=

nii^hu

und imiiatyd

— fowMyd,

daher öfku

s

lesen.

Femer

hätte unter

Wort 6 erwähnt werden kftnDM, daA
«Mio,

auch die Schreibung daso vorkomme, worunter also daaö 10 Tenlehen
letstwes somit

Ganz ebenso finden wir für 'ohne' sowohl vinau wie
lambus
(das

ein

Wort gehört
(dieses

natürlich zu ind. r/nd),
ist,

und fOr

*oder^

sowohl an
soll,

wie die Länge
identisch mit

Wörtchen

wie im Glossar nachgewiesen worden
*bis*

9>

dem
fehlt

indischen ath<tvä\ schließlich für

sowohl

<iiMfil

wie das

trochäische odä (hier liegt ein noch zu bestimmender Kasos Ton unurisdi ffämmt

zugrunde,

tj

auch in der indischen Dialektform äpoHti des

j inistw

when
dner

Äcäränga-sotra). Seltenere

Worte kennen wir begreiflicherweise meist nur
ist

in

der beiden Schreibarten: so

mir neben atiau 'ohne*

dvcu) die Variante.»

*ano noch nicht begegnet, ebensowenig neben
p.

dem Spondios pmufto
*ich*

*fQnf (oben

33$) ein *parßj3au^ auch neben ayso (ein

lambus !)

[genau

=

ind.

ahakam]

44
kein *aysau (die übliche

Vom

nordarischen Lautsystem.

Form

des

Pronomens

ist

aysu

= aw, azdm — ind. ahdm);

ferner kenne ich die dann
einige

und wann vorkommende Langsilbe ho, in der sich Kasusformeu des Substantivums hära (worüber im Glossar ausführlich zu

sprechen sein wird) verbergen, einstweilen noch nicht in der Schreibung *hau.
5

Um

endlich von Beispielen für e

und ö zu
e

reden,

so ist

in

dem

als

Wort

5

behandelten j(i)yäre das schließende
Gleiche
gilt

nach Ausweis der Metrik kurz, und das

für das schließende o der Vergleichspartikel

Mo,

für die gelegentlich

khu geschrieben wird.

10

wenn wir beim Transkribieren von e und o ein Quantitätszeichen nur anbringen, wo die Yokale entgegen der allgemeinen Regel inlautend kurz oder auslautend lang sind. Wir schreiben also vaineyä, j(i)yäre, odä, .osku und kho, aber aysö, ö, dasö, pamjsö, vinö und Jiö. Im Übrigen zeigt der fast beliebige Austausch zwischen mi und langem o, daß au in der Aussprache dem ö nahe stand und daher ungefähr dem englischen
Es
dürfte genügen,
ö« in

15

show usw. ähnlich gewesen sein wird.
e,

Eine analoge Annäherung des
bietet, gibt sich

ai

an das

die das Englische in

dem

e'

von tvay usw.
e

kaum zu

erkennen, da wir das Alternieren von langem

mit ai nur selten beobachten.
Handschrift außerdem

Ein Beispiel für

e (d. h. e) =- ai in

zweimal -ä
20

statt -ä schreibt!

ZDMG. 62 p. 110^ wo die Man skandiere (dreimal ^):
||

B[l]66.

bisi sajna-|mätre lovä

bisi sajna-lmäträ
||

balysä

bisi sajna-|mäträ kseträ

II.

y V r

1

m

n.

Wie im Yeda und im Awesta können

die vorstehend aufgezählten Zeichen
sie


25

häufig die ersten, selten die letzten
i

— vokalische Geltung haben;

stehen

dann für

oder

iy,

u oder uv usw.
voUvokalischen
,

Der Grund hiefür

liegt wesentlich in

dem

schwebenden

(bald

bald halbvokalischen oder konsonantischen)

Charakter der bezüglichen Laute. In Indien und Ostturkestan wird überdies die
geschilderte

Verwendung der Zeichen begünstigt durch

die Schrift, weil dabei

jedesmal eine graphische Silbe gespart werden kann.

Man mag

daher von Kurz-

schreibungen reden.
30

Ein Beispiel für die
lesen

Fälle,

wo

beliebig Vokal oder Vokal 4- Halbvokal ge-

werden kann,

ist

das stets dreisilbige

nyam

'Schatzkammer oder Juwelen-

speicher' (kontrahiert aus °naa), zu lesen nianä oder niyanä; das

Wort wird aus
'Be-

*nidana-ka hervorgegangen sein (eine
Suffixes ka schon oben:
35

Spur des in unserer Sprache beliebten

vaineyaa aus °ya-ka)

und zum indischen nidhdna

hälter'
ist

(woneben auch nidhdna) gehören. Eher Vokal

+

Halbvokal

als

bloß Vokal

wohl anzusetzen im Lokativ von nau oder nö 'Schiff, der nvya geschrieben
;

wird

diesem nvya

(d.

i.

nuvya oder ndvya, kaum nuya,
ist

ich kenne die

Form

nur aus einer Prosa-Stelle; sicher

indessen wenigstens, daß y hier konso-

Vom
nuntisch
tiävi
ist,

nordarisdien Laotoyatcn.

t

worüber unten

p.

71 „—72g) irttrdo im Ved« ohne Stemin-AbilnfBiig

ä entsprechen.

Neben unsom
vor.

Kurzschreibiinii^n
wir,

kommen nun aber Mich VoUiehreÜivageii
gleiehwflrtift

Schon oben sahen

daß jyäre und jiyäre
blofi

aebtoabumifer

stehen (während das Awesta

-Jyamnu

bietet).

So

alterniert s. B.

aach bväre

ft

mit buväre

*sie

erwachen* =»
unten
p.

*8ie

gelangen zur Erkenntnis' ((irundform *imdAre^
Nicht selten auch sind die KunoMbreibungen
die

ind. fK)dh(inte^

vgl.

73.<ti(r.).

lautgeniüß richtig,
'er

wo immer nämlich y

keine Silbe bilden: so wird Arato

sprach' (wörtlich *cr tönte', zur Wursel avan) siemlidi gleiob biofig dreizweisilbig gebraucht (im erstem Fall htMt§ zu sprechen).
lO
i;

und

Sogar zwischen Vokalen finden wir nicht ganz selten y im Werte von
vgl.

oben

p. 7<2or.

Und auch
z.

v

kann, ohne daß ein Konsonant voranginge, für m

stehen.

Dies zeigt sich

H. in

dem

Verbalpräfix

ra^

da su erkennen

ist,

daß sich

darin das süd- und west-arische up(t (Onö) verbirgt

Indem wir
iia

theoretiscb uva er>

warten

sollten,

muß

sich hieraus die

Verengerung
vti

gebildet haben, die in der

u

Originalschrift nicht anders als durch
p.

wiederzugeben war. Ähnlich vitä imtBll
unten
p. 54,.
l

723i

und

väte (für *Hite

=

skt. uditya)

Die vier letzten Laute unserer Reihe
weise vokalischo Geltung. £s wird
ind. mantriim) als
d.
i.

r

m

n

— haben

nur ansnahmä-

z.

B. der Akkusativ matridru (=: aw. matii^r^m,

Daktylus gebraucht, womit

man den

vedischen Daktylus Indra «>

Indrf

<^dor

Indern vergleiche. Ebenso steht unter den gleichwertigen Schrei-

bungen ätma und ätama (zum indischen äfman gehörig) nicht bloß dlaMO, sondern
zuweilen auch atma im Sinne eines Dakt}'lus.

Zwei der üblichsten
sonders besprochen.
(Gen. von patia
die ich in

Spezialfälle

des Vorkommens von y seien noch be-

Der

erste betrifft die

Worte vom Typus pmiyr 'ekaikasra*
z.

»

*jeder*).
p.

Diesem Typus gehören
87» aufführte und die

B. unter jenen Ordinalzahlen,

ZDMG. 62

alle

im Genitiv

(nicht,

wie ich

damals noch meinte, im Nominativ) stehen
unten im vierten Aufsatz
(p.

der bezügliche Text folgt jetst

92

ff.)

,

die folgenden an
90

didye 'trtiyasya*

tcahauUmnnye 'oatunlas^amja^a'
pti^jxüsttmye *paAcadal^am)aBJa*

fcüramye 'caturthasya*

haudamye
Überall geht

'saptaniasya*

k^samye

*9oda^ain)asya*

dem y

eine Kürze

+

einfacher Konsonant voran.

So eigibt

sich eine Lautfolge, über deren Skandierung unsere Metrik an weitaus

den meisten

Versstellen keinen Aufschluß bieten kann, weil eine Lesung jHm|fr (mit konso-

»

nautischem und daher in Verbindung mit n Position bildeudem y) als TVochios

und eine Lesung
wertig sind.

i>anie als Tribrachys metrisch durchschnittlich

volkündig gleich-

Die Metrik sowohl wie auch die Schrift geben aber trotadem auch

hier eine Entscheidung;

denn

46
erstens
gilt

Vom
der den obigen

nordarischen Lautsystem.

Formen analog

gebildete Genitiv ttye *tasya' stets

als

zwei Kürzen (tüe\
tz,

zweitens alterniert das Doppelzeichen ny von i^cinye nie mit

während dagegen

für anya- im Sanskritwort anyatirthika gelegentlich ana- geschrieben
5

und

umgekehrt wirkliches n

(z.

B.

im Namen des

Stifters

der Jaina-Religion

Nätä püra

'Jftäta-putra')

zuweilen durch ny ersetzt wird (Nyätä püra),
ist.

wobei dann natürlich y konsonantisch

Zur Verdeutlichung der Verhältnisse entnehme ich einem Zusammenhang, der
die
10

wunderbaren Besitztümer eines Weltherrschers (cakravartin)

schildert, die

nach-

folgende Strophe und übersetze sie erst

Wort

für

Wort

ins Sanskrit

und dann auf

doppelte Weise ins Deutsche. Parallelstelle: catur-mahämdhi- Divyävadäna p. Gig.

E XXIII 160.

tcahorai

nyanä sarhindi

tcahori hälä mästa,

panye

ttye

nyanai parväri handara nyanä külu.

"catväry asya nidhanäny ucchrayante catasr§u diksu mahänti,
15

ekaikasya tasya nidhanasya pariväro 'nyäni nidhanäni kotih".

Wörtlich

:

Es erheben sich ihm vier Juwelenspeicher nach den vier Himmelsrichtungen, große;
eines jeden solchen Juwelenspeichers

Umgebung (bilden) andere (kleinere)
Himmelsrichtungen vier große

Juwelenspeicher, lO'OOOOOO.
20

Frei:

Es erheben

sich

ihm nach den

vier

Juwelenspeicher,

deren jeder von zehn Millionen kleinerer Juwelenspeicher umgeben
ist.

Einige Worte der Strophe sind bereits behandelt.
25 1.

Zu den übrigen

sei

bemerkt:

Für

die

Zahl Vier' sind tcahorä und tcöhorä^ je mit der Nebenform °ra, in
statt

Gebrauch, wobei
vgl.

ho stets hau geschrieben werden kann; über °rai

unten

p. 643.

Die lautgesetzwidrigen ra-Formen sind offenbar an die

Seite der

rä-Formen getreten wegen des Nebeneinanderstehens von draya

resp. *draia (oben p. Tgo)
30 2. 3.

und

'^drayä resp. *draiä (unten p. 663g).

sarb 'steigen, sich erheben, (von der Sonne) aufgehen' auch unten p. 83 j.

hälä 'Himmelsrichtung' schon

1.

c.

p.

107 33, wo der Akkusativ känm (aus katawelcher Richtung' zu übersetzen
p. 72i3f.
ist.

mam) hälau mit
4.
5.

yärp,

diäam

'in

mästa 'groß' schon

I.e. p. lOQ^g.

Zur Etymologie unten

handara

=

indopers. antara 'der andere'.

Wie
ist

in hal-ci 'irgendeiner'

=

lat.

35

aliquis
lat.

und

in hä 'hin'

=

indopers. ä

der Anlaut aspiriert. Weil auch
skt.

ho-die

und deutsch

'heute'

gegenüber

a-dya 'heute' (wörtlich 'an
'dieser'

diesem Tage') ein h zeigen, so scheinen die Worte für

und

'ander'

von

ältester Zeit her aspirierte

Nebenformen gehabt zu haben.

Eine

Anlaut-Aspiration zeigt unsere Sprache (wie das Neupersische) auch in
40

der Achtzahl: hasta
liegt natürlich eine

'acht',

hastüsu 'achtzehn', ha§tätä 'achtzig'.
vor.

Hier

Einwirkung seitens der Siebenzahl

Vom nordantehen
6.

LaatsTstem

47

küla

ist

vermutlich (mit

l

"

(jl)

identisch mit slct kü^a.
*Spitzo' bat,

Da

dienet

iwar wie

skt.

h4i die Grundbedeutung

aber an dessen Verwendung

als 'oberste Spitze der üblichen Zahlenreihe' (worunter

1000 x 100 x 100
IrtAa
ist

verstanden

ist)

keinen Anteil nimmt, so wttrde et scheinen, als ob

nicht Lehnwort wäre.
jedenfalls identisch mit

Ähnlich steht es mit

ihiari

TrommeK:

dieset

s

dem

indischen hoia Taß', scheint aber nicht ent-

lehnt zu sein, weil kokt nie in der Bedeutung
Sollen wir annehmen, daß kütn

Trommel' gebraucht wird.
Dat entere Wort
to

und hdn außerhalb der erhaltenen Literatur
B. in

doch die erforderlichen Bedeutungen gehabt haben?

umso

eher, als es nebenbei

s.

dem

Werktitel Rntnaküta *Juweleo-

Menge', aus

dem

unsere Sprache RalttakUln macht

— für 'Haufen, Menge',
Oder sind hüa
Bei küla wire

gebraucht wird, so daß es aussieht, als ob diese Verwendung darauf beruhe, daß küfd eine bestimmte große
in

Menge

bezeichnete.

der Bedeutung '10 Millionen' und kusa wirklich keine Ijehnworte,

sondern mit den indischen Äquivalenten urverwandt?

u

immerhin auch denkbar, daß es (ausgenommen im genannten Werktitel)
nicht

=

kütn^ sondern aus kofi

umgeformt
in

ist,

weil die indischen

i-

und

tz-Stämme bei der

Herübemahme
oben

unsere Sprache öfter zu n-Stämmen

werden

(ein Beispiel

p. 22,o).

Das arabische
entlehnt.
betrifft,

A-tf«

Trommel'

ist

natürlich irgendwoher aus

dem Osten

s>

Was nun den
Strophe

metrischen Bau unserer Te.xtstelle
A,

so bildet sie eine

vom Typus
ist

und zwar folgen beide Hälften dem Schema der OTSteo
es oben p. 18, j angesetzt wurde.

Nebenform der Halbstrophe, so wie
dierung

Die Skan-

demnach folgende
yjjL —
tcahorai

\-^^

— — —

^tiS.^\^—
tcori

^

^

nianä

sarblndi

hälä mästa,

panie

ttie

nianai

parvüri

händara

nian&

kOlu.
als

Für

trahori

muß
8

also fcori oder tcauri

und außerdem hmtdara

Tribrachrs
so

gelesen werden. Hiezu Folgendes
1.

Daß das aus
p. SlsTf.

entstandene h zwischen Vokalen

ausftille,

sahen wir oben

Ein Beispiel dafür auch die Zusammenrückung pantkffn and
(letzteres

panüdäyä

unten

p.

98,,) "jedentags* aus *pano kadai resp.
p.

*pam
35

hn^äyä 'an jedem Tage* und ein weiteres unten
lautschwach, also offenbar jüngerer Art,
ist

74^. Nicht gans so

das zwischen
p.

Vokalen ans

^ hervorgegangene A, das zwar in gg^tta (oben
ist,

4 1) auch geschwunden

aber

z.

B. in

uhu

*ihr'

= aw. yüHm

aus *yM-<tm sieh erhalten hat

und dem

aus 9 entstandenen h ähnlich zeigt sich das h der Vienahl

die auf den

starken Stamm zurückgehenden Wortformen

— tcahmrä otw.
ist

Vier', frahauhsattia 'der vierzehnte', tcaholsä "vienug'

(Lcp.95^

i

«

Druckfehler für

s)

werden

stets

mit A geschrieben, müssen aber im

48

Vom Metnim

nordarischen Lautsystem.

ziemlich gleich häufig wie mit h auch ohne dasselbe (dann mit

Verschleif ung

der

Nachbarvokale)

gelesen

werden

^).

Die

schwache

Stammform unseres Wortes
tcürama
5

— im Instrumental
Denn
;

tcüryau und im Ordinale
z.

— hat nie ein h gehabt.
verschwunden

-t- ist

wie
ist

B. das -d- oben p. 45ß
tv-

in *budäre spurlos
'du',

-tv-

dagegen

zunächst (wie

in tvam

das in unserer Sprache lautgesetzlich zu thu wird) zu -th-

und dann

intervokalisch zu -h- geworden. Letzterer

Übergang auch

in

kha 'wie?' und

khu
2. 10

'wie', die

über *kaha und *kahu auf kathd und kafhdm zurückgehen.

Für handara

findet sich häufig die Schreibung Jianidara.
oft nicht gerechnet, so

Der Anusvära aber
z.

wird metrisch sehr
'voll'

daß denn

B. auch harribada
ist)

(aus urarischem sarnbhrta^ das

im

Sanskrit unverändert erhalten

nicht selten

einen Tribrachys

bildet.

Und dem Metrum gemäß wird
skt. sarrisäre^ 2.

daher in gewissen Worten der Anusvära zuweilen geradezu weggelassen;
so trifft
15

man

statt saijitsera (1.

Lok.

=

Adj. aus *samsäri/a,
Silbe
als

wofür im Sanskrit sämsärikä) an
gilt,

Stellen,

mehrfach die Schreibung

satsera.

wo die erste Wären nicht all

Kürze

diese Anusvära-

Tatsachen, so könnte
als

man

denken, handara wäre bei dreimoriger Messung
in

handra aufzufassen, zumal man
väte

dem Ausdruck hamdr
ist, ist,

väte^

der durch

Kürzung aus hamdaru
20

hervorgegangen

eine Stütze dafür fände.
alle

Das Resultat der ganzen Darlegungen

daß

unsere Worte

vom

Typus panye (phonetisch panie) vor dem
sein kann, einen

e,

weil der Hiatus nicht ursprünglich
also offenbar

Konsonanten verloren haben müssen,
:

den altarischen

Genitiv auf -astja fortsetzen

liaudamie

z.

B. geht zunächst zurück auf haudamihe

und
25

in letzter Linie

auf saptamasya.

Warum

der Stamm-Auslaut zu
sei

i

wurde,

soU in anderm Zusammenhang gezeigt werden (hier
auf narya
i.

vorläufig hingewiesen
p. 7l23ff.).

e.

naria oben

p. 354f.

sowie auf die Lokative ähya &c. unten

Sprachgeschichtlich bedeutsam

ist,

daß die geschilderte Genitiv-Bildung in unserm
angehört.

Idiom nur der adjektivischen Flexion

Denn

nicht

bloß

erscheint

oben parallel mit den adjektivischen Formen panye
30

ttye die

anders geartete Sub-

stantivform nyanai^ sondern auch unsere Zahlwortformen didye usw. begleiten alle
in

dem

Text, aus

dem

sie

entnommen

sind (vgl. unten p. 94i5&24 usw.), adjektivisch

den entsprechend abweichenden Substantiv-Genitiv nayä 'nayasja'.
stantiv-Genitive

Solche Sub-

sehen aber formell wie Lokative aus, und tatsächlich finden

wir nicht nur
35

sie selber,
z.

sondern auch die adjektivischen Genitive gelegentlich in
B. in der beliebten Verbindung panye ksanä 'in jedem
z.

lokativischer Funktion,
*)

Dieselbe Vokal- Verschleifung wie in unserer E-Strophe verlangt
p.

B.

das Metrum in
yi zu öi sowie

Bh* 50 (ZDMG. 62

952i—»4);

man

verschleife
ha(}a,

daselbst überdies

ö

und

nauvare zu naure und entferne das dritte

skandiere also (zweimal die Haupt- und

einmal die zweite Nebenform von 4-)
65. bäyindi
|

ö vätcu
66. ö

I

hadä

|

äami bana rrundi ö(y}i hauda hadä drjsäre äüvarebäslä hadä ö pusparedärsä (hadä) nau(va)retc(ah)olsä vasta ku ham|khästu yanlndä
||
|

||

|

||

Vom
Augenbllok',

nordarisch«!! Laatsyttem.

49

wofUr auch k^tfä-k^aija *k««oe-k9«Qe' rorkommt

Man wird

alüo

zur Annahnio gofUhi% daß in unserer Sprache bei den a-Stimnien im Singular
Lokativ

und Oenitiv

zu

oinom

einheitlichen

Kaaus vermengt worden

sind,

wobei die Adjektiva den alten Genitiv
je in der doppelten

und die SabafcantiTa den alten Lokativ
^

Funktion verwenden.
zeitigt

Das vorstehend entwickelte Resultat
-e

noch ein weiteres: wenn das
ist,

von
1.

"pitniie c.

usw. aus -ya (genauer

-iä)

entstanden

dann kann auch das
usw.

•#

der

p.

107

— 109
\i.

tontativ

besprochenen Verbalfonnen praho^te

eine

solche Herkunft haben, was sie zu Absolutiven stempelt
Einsicht, daß
z.

So gewinnen wir die
).

nistäte funktionell

genau dem prati^fhdpya der

c

rokon-

lo

struierten Sanskrit-Stelle entspricht

und daß die Grundform unserer Sprache,
den Instnimontal des

um

Absolutiva zu bilden, die Silbe

-/yn, d. h.

/f-Suffixes, nicht

bloß wie das Indische an präfigierte Verba nach kurzem Vokal, sondern

durch-

geh ends angehängt hat
Der zweite
gesetzten
Spezialfall
:

Wahrnehmungen

im Vorkommen des y führt uns zu ganz entgegeny hat da niemals den Wert von t, selbst nicht nach
nach Länge

u

den schwersten Silben

(d. h.

+

mehrfacher Konsonanz); ja es bildet

mit einem vorangehenden Konsonanten nicht einmal Position. Dieses besondere y wie die entsprechenden ist das der pluralischen Kasusendung -yau oder -yö, die

Singular-Endungen
braucht wird.

— gleichzeitig in instrumentalem und in ablativischem Sinne geEndungen von
p.

'«»

An

alle

solch doppelter Geltung,
p. ßO.'^ff.]. tritt

ausgenommen an das

singularische -(äjfia [oben
jsa^ so

4

f.

und unten

meist noch die Partikel

daß wir genauer unsere Endung

als -yau(J8ti)

oder -yO(jm) ansetzen können.

Zum Holege seien zwei Halbstrophen vom T}'pus ^ mitgeteilt: die eine nach der Hauptfonn gebildet (und zwar ohne Kürzung der Horen-Hexade) und
die andere der

s

Nebenform 1» folgend (mit gekürzter Moren-He.xade).

4-1-3
E IV
79*.

5

-f

6

^vymi

harjitsa hixihisatvyau-jsii hi^yau

•^rävakaih saha bodhisattvai^ ca visvaib'
'mit den Jüngern

*

zusammen und mit
2

allen BodhirwiU»« ^^

4

+

+

3

3

+

6

E IV

43*.

haudynu

rntanynti-jxa bnnhi/a mnstn
vfkijä

pharu

•saptabhi ratnais ca

mahänto bahara^'

»

"und aus sieben Juwelen (bestehende) viele grofie Binme*.

Hier sind die ersten drei der vier Substantiva aus dem Indischen entlehnt, die
übrigen Worte einheimisch.
1.

Zum

Einzelnen bemerke ich:
{(.fünf

^ävyiiK ist eine lässige

Ausnahme-Schreibung für ^vjfou von

(aus

^ma)

oben
(oben

p.

39 j,.

Lehnworte mit gleichem Anlaut sind ^fodda '^raddhä* Glaube

«

p. 39j,),

^amana

*^ramai.ia'

Mönch (oben

p. 18a»r.).

f^hänn oben

p. 39,,.

Schriften der Wissenschaftlichen OeseUschaft in Stniflbarf X.

^

50
2.

Vom

nordarischen Lautsystem.

hamtsa 'zusammen mit' wird, wie sich schon oben

p.

9 20
;

&

ISgi zeigte, nach

Art der indischen Worte saha und sdrdham gebraucht

es gibt

dem

voransich

gehenden Instrumental

soziative

Bedeutung.
in

Als

Ausnahme

findet

dann und wann
5

die Schreibung hatsa,
ist:

der uns vielleicht die Grund-

form des Wortes erhalten

hatsa wäre die lautgesetzliche

Umformung-

von urarisch-sanskritisch

sakhijä 'mit

dem Genossen'

(aw. hasa)

und müßte

ursprünglich nur hinter singularischen Instrumentalen gestanden haben
(z.

B. in *ssävaina hatsa 'mit einem Jünger als Genossen')
'mit'

;

auch hätte das

bedeutungsverwandte Präfix harß
10

die

Nasaherung der ersten Silbe

bewirkt.
3.

bissa 'visva'.

Abgesehen von der Verbindung von
gilt die

tt

mit y oder r oder r oder

/

und

von allen rr-Verbindungen
zeichen,

Regel, daß ein doppeltes Konsonantenstets,

wenn

es mit

einem andern zusammentrifft,

sonst aber nur in

lässiger oder später Orthographie vereinfacht wird.
15

Daher
p.

ist

das obige hisyau

korrekt; dagegen läßt das dreimalige

hisi in

ZDMG. 62

110^ und oben p.442of.

auf einen unsorgfältigen oder ungebildeten Schreiber schließen.
tere Orthographie zwischen s usw.

Daß

die spä-

und
(p.

ss

usw. nicht mehr genau unterscheidet,

werden wir im nächsten Aufsatz
Belege für unsere Regel
20

5623

&

5720f. 6935. Tljg- 23 usw.)

sehen.

haben

wir

oben schon mehrfach angetroffen,
Fall unten p. 667.

vgl. p, 3

5. 2I20. 25f.

381; ein ungewöhnlicher
24-

Gegen-

beispiele p. 333. 2I21.
4.

46^.

13.

53i7.

24-

5025 ff.

ratana 'Juwel'.

Das Wort hat schon im dialektisch-buddhistischen und im
daher denn auch die gleiche

populär-nachlässigen Sanskrit so gelautet;

Form im
25

Päli

und

die entsprechende (rayana)
die

im

Präkrit.

Unsere Sprache
(letztere

bietet

neben ratana auch

Ausnahmeformen ratäna und rana

wohl ranna zu sprechen).

Worauf
zeigen
a)
30

es

uns hier nun ankommt, das sind die fünf Instrumental-Formen.

Sie

daß das y der Endung yau oder yö metrisch
{i

als

nicht vorhanden gilt

vor sy und a vor ny bleiben kurz!),

b)

daß vor dieser Endung merkwürdigerweise das erste a der aa-Stämme
spurlos verschwindet {sävyau, nicht sävayaul).

Beides zusammen beweist, daß unser y keinen Konsonanten, sondern nur
die Palatalisierung des nachfolgenden Vokals bezeichnen kann, mit andern
35

Worten^

daß unsere Endung äu resp.

zu sprechen

ist.

Wie

ssävaa 'srävaka' den Genitiv

Pluralis *§sävaätiu 'srävakänäm'

(dem

1.

c.

p.

109 vorgeführten Paradigma gemäß)
des y von

zu ssävänu zusammenfließen zu ssäväu.
-yau
40

läßt,

so den Instrumental-Ablativ Pluralis *ssävaäu

Zu den genannten beiden Besonderheiten im Verhalten
übrigens hinzu
zeigt,

kommt
c)

daß es keine Wirkungen

wie

sie

das halbvokalisch-konsonantische

y auf vorhergehende Laute ausübt.

Vom
Dieso dritto Tatsache

nordaritcben Laatsystem.

61
p.

Belüge finden wird
Schlußfolgerung.
F.

— für —

die

man unten

p. 73«,

verglichen mit
a)

72, ^ ^ iwei
b)

bestätigt also

durchaus die vorhin aus

und

gMogme
was
s

.Schließlich

mag

beigefügt sein, dafi auch die UigureOf

W.

K. Müller erkannt hat, beim Gebrauch der Sanslrritschrift das y im ange-

gebenen Sinne zur Wiedergabe von getrübten Vokalen verwendeten, ninüicb

im Inlaut ya für

öf,

yu für ü und yo für ö schrieben;
p.

vgl. Stönner's

Abhand-

lung in den Sitzungsberichten der Berl. Alcad. 1904

1289.

Die phunotische Wiedergabe unserer beiden Strophen-HAlften wOrde sonach
folgende

Form annehmen:
9äväu
haiti^a bodhisatväu-Ja biääu.
lo

haudäu radanäu-Ja banhya mista pharu.

Woher

aber die

Endung?

Nach Analogie von Erscheinungen,
sie
i

ui-

noch besprechen werden,

muß

die

vokalischen Elemente ä

und u ou
za

enthalten haben, die ein folgendes

oder y absorbierten und sich dabei trübten.
-pr.

Nun

wird in unserer Sprache arisches -bh- ohne Zweifel wie
abliif(is)

Es wird

i&

also äbhis (und

zugrunde liegen;

d. h.

bei der allgemeinen Uniformierung

der pluralisclicii Instrumental- und Ablativ-Formen werden die d-Feminina den

Ausschlag gegeben haben.

Einer der Wege, die hiezu führen mochten,
in die ä-Deklination.

ist

die

Überführung der Wurzel-Nomina

Wie im Lauf

der indischen

Sprachgeschichte k?(im 'Erde' kfudh 'Hunger* usw. zu

J^mä

k^udhä usw. geDorf, Haus*

»

worden sind, so kehrt in unserer Sprache das alte
als b'mi (Fem.) wieder,

vU 'Ansiedlung,

dessen pluralischer Instrumental-Ablativ bisyau (gesprochen

bUtäu) lautgesetzlich aus *visäbhih entstanden sein kann.

Die Doppelformen, die

unsere &A-Endungcn schon in urarischer Zeit bekamen, je nachdem ein an-

knüpfendes ca antrat oder nicht haben sich in -yau-jsa und -yau fortgesetst,

»

ohne daß das Bewußtsein geblieben wäre, daß die vollere Form mit ihrem
aus -i-cd eine Anknüpfung ausdrückt gularischen Doppelform des Instrumental- Ablativs auf aus
-ia^-cä)

-jsa

Und ebenso bemerkt man
-f

in der sin(letsteres

und

-t^

kaum, daß

das zweite Mal ein Bindewort mitgemeint ist

Freilich

steht der vorstehend entwickelten Auffassung des Anhängsels -Jm Einiges ent- a>

gegen;

sie

wird also bis auf Weiteres nur

als

eine Möglichkeit

im Aoge sn

bebalten sein.

Kein Zweifel, daß die Vokaltrübung
sprochene

in

unserer Sprache nicht auf die besollen

Kasusendung beschränkt

ist

Wie

wir sie aber in

andom

Fällen gewahr werden?

Denn

die drei Kriterien a b c, die

uns obeo die Ers.

»

kenntnis ermöglichten, können meist nicht in Frage kommen,

B.

wenn

es siob

um

initiale Silben

wie ya, yu, pyü

(vgl.

oben

p. 16,|)

und dergleichen handelt

Aber

es

werden

sich wohl

neue Kriterien finden
in

lassen.

Nachdem sich uns so das Zeichen y
kennen gegeben hat

einer dreifachen Geltung au er-

als

Vokal, als Konsonant

und

als

graphischer Notbehelf

«

im Sinne der beiden Punkte, die wir im Deutschen über Vokalen anzubringen

52
pflegen

Vom

nordarischen Lautsystem.

,

gehen wir schließlich zu jener vierten Verwendung des Zeichens

über, die oben in der zweiten Lautliste angekündigt wurde.

III.

ky und gy.
c

Die vorstehend aufgeführten Doppelzeichen können beliebig für
eintreten.
5

und j
ist

Daß dementsprechend auch

ch

durch khy ersetzt werden kann,

wohl anzunehmen, obschon ich diesen Wechsel zur Zeit noch nicht zu belegen
vermag.

Für Tennis und Media folgen hier

je drei bis vier Beispiele,

die ein-

heimischen nach Möglichkeit immer zuerst.

Tennis- Beispiele:
1.
10

ce

= kye 'yah' (welcher) und *ye' (welche);
oben
p.

singularisch unten

p. 7237,

pluralisch

22 j.
'välukäyäm' an einem Sandkorn, K'ach dem, was
ist
p.

2.

(jrvica

= ggurnkya
ff.

44^5

& 50 11
zu
15

gesagt wurde,

grv° eine normale Kurzschreibung für ggurv°.

Das Wort sieht
skt. giri

aus, als ob es aus

dem

Indischen käme

;

es gehört irgendwie

gurü grdvan, die unter einander durch die Begriffsreihe 'schwer,

Stein, Fels, Berg' verknüpft sind.
3.

marice
-e

=

marikye 'maricayah', Lehnwort; doch

ist

die

Endung einheimisch:
'(eitler)

aus

-iah.

Bei den Buddhisten wird marfci immer im Sinne von

Schein, Blendwerk' gebraucht, welche

Bedeutung in Böhtlingk's Wörterist.

buch
20

fehlt,

aber in Mahävyutpatti ISOj verzeichnet

Media- Beispiele:
4.

jünä

= gyünä '-mal'
(in

z.

B. in den adverbiellen Akkusativen draijüna 'dreimal'
(mit

und

E XXIII 125) dasö-gyümnau 'zehnmal'
zurückgehend

dem

zusätzlichen Anusvära,

der gelegentlich zwischen Länge und n erscheint).
*g'auna(ka)
25

Das Wort

auf
(aus

ist

palatalisierte

Dublette

zu ggüna

*gauna) 'Farbe' in
in Ö[107]7
(ISrtr.

E lY 48 &

89 und zu aggünä (aus *a-gaunaka) 'animitta'

Nom.-Akk. agünau\ ferner zu aw. gaona 'Haar, Farbe, Gewinn'
-fach'.

und zu

ind.

guna 'Faden, Schnur, Eigenschaft, Yorzug,

Jede der

drei Sprachen geht hier lautlich ihren eigenen AYeg; aber in der
stellt
30

Bedeutung
'Haar,

sich unser '-mal'

zum

indischen '-fach'

und das awestische

Farbe, Gewinn'

zum

indischen 'Faden, Eigenschaft, Yorzug'.

Die Linguasonstigen

lisierung des Nasals

im Sanskrit rührt

daher, daß das

Wort im
B.

Wortschatz keinen etymologischen Halt hatte und daher in der präkritischen

Aussprache literarische Geltung bekommen konnte,
kalyäni 'eine Schönheit'
35

was

z.

auch bei
p.

und kalyäna

'schön' (worüber KZ.
öfter

XXXII

309)

sich

einstellte.

Ähnlich bemerkt
der

man

im

Päli,

daß

isolierte

oder

seltene

Worte

orthographischen Normierung entgingen
;

oder volks-

etymologisch entgleisten
statt
5.

so findet

man da

Cetiya (aus Caidya oder Caidika)

Cediya und päricchattaka
-gya^ aus

statt pärijätaka.
z.

-ja

=

dem

Indischen übernommen,

B. in vipäka-gya

&

vipäka-ja

Vom
*vipäka-ja'

nord«rischen LAOttvattm.

53

aus der Reifung (der Werke) herrorgehend.

Die Lioge der

ersten Silbe

stammt aus dem dialektischen Sanskrit der Buddhisten; bei
sie in vfvadfuL,

den Brnhmanen erscheint
viväha usw.

vUarpa usw.,

bei

den Jaina's

in

= gyada 'törichf doch wohl I^hnwort trotas der nachstehenden Ableitung. 7. ja(}in = gyactin (Mask.) 'Torheit* (Nom. Vi). Das gleiche Suffix im Gotischen
6. ja<jla
;

»

(hier allerdings femininisch) in

mnnngrin (Nom.
z.

^gri)

*Menge' oaw.

Unsere

beiden Schreibungen begegnen
erste

B. in folgenden rwei Halbstrophen, deren
^'^^

nach der Huuptform von

-^

deren

zweite

nach

der

um

die
to

Schlußmore gekürzten Hauptform
es sich

von

um

den

oft

wiederkehrenden

^

gebildet ist

Beidemal handelt
p.

schon

ZDMO. 62

gesprochenen

94g^_g, aus-

Gedanken, daß die Dinge der Welt nur Vorstellung seien

und bloß ans Torheit für wirklich gehalten würden.
meine Sanskrit-Übersetzung nichts
Übertragung: sein.
J.
y-/

Wie

überall

will

weiter

als

eine möglichst wörtliche
»*

v-'N-'|^v^v/^»-'II_^v.'l^*-'

\J

S

"^

E X
Wörtlich

12 b.

t träft)

H hdra rirä abhOva uytnora hatta gyatfina.

'evaiii
:

dharnuin upar}' abhävfln sattvä baddhä jadatayä*.

So (sind) an die Dinge, die unwirklichen, die Wesen gebunden durch
Torheit.

»
die unwiiKiich^n

Frei:

So sind die W^esen durch ihre Torheit an
gekettet (im

Dinge

Wahn,

daß sie wirklich seien).

E IX

43». trämu ja^ina
'evaiii

bäüä dravya mindi

hära.

jadatayä vi^vo dravyäpi chadayanti dharmäb'-

9

Wörtlich:
Frei

So durch Torheit scheinen alle Dinge Wirklichkeiten. So scheinen (den Menschen) infolge ihrerTorheit alle Dinge wirklich
zu
sein.

Interpretation.
1.

tträmn oder tränni *so' und crräinu 'wie* sind adverbielle Akknsativeder häufig ge-

brauchten Pronomina (t)träma 'solch* und crräma

(vgl.

unten

p.

ööar) "welch*. 39

Zu den altern Suffix-Häufungen arisch -ta-wa und -ta-ra (im Iranischen auch mit Dehnung -täma und -iära) und den jüngeren lat imimmB ind, -i^^hth tania & -i^thatara, got. aftuniish usw. tritt hier eine bislier nnbekannte,
y

deren Grundform -ra-ta-nin gewesen sein wird, das n«oh Ansfall des

/

10

-rama werden mußte.

Ähnlich haben wir oben

p.

46si t d«« Relativnm

käma
r ein

s

auf katama zurückgeführt. Eine Gnmdform -ni-ma anzusetzen, die in iranischer

Weise zu

-ränia gedehnt

worden wäre,

ist

unerlaubt Daß femer vor

d«n

Vokal ausgeworfen sein muß, zeigt sowohl das e (das nur vor hellem Vokal entstehen konnte) wie das
t

(vgl. p. 7,»».

& 45 «f.). So

sind

tt-

und

c- in

unsem

54

.

Vom

nordarischen Lautsystem.

Worten Überbleibsel der Pronominalstämme
ich nicht, daß
seien.

ta-

und

ci-.

Natürlich meine

von Anfang an ta-ra-ta-ma und ci-ra-ta-ma gebildet worden
-ra gegeben haben, an die,

Es mag zunächst Ausdrücke mit bloßem
antrat,

wie an irestha usw., nachträglich tama
5
2.

suffixartig

hära 'Ding'.

wenn nicht überhaupt -äma von "Worten wie käma übernommen wurde. Im Plural sind Nom. und Akk. völlig zusammengefallen; an
ist

der ersten Stelle

hära Akk.

Plur.,

an der zweiten Kom. Plur.

Jener
vgl.

Akkusativ

ist

abhängig von der Postposition virä (für ^uirä aus upäri,

unten
10

p. 723i), die (wie väte

oben

p.

ISsif.) das Lokativ- Verhältnis ausdrückt.
z.

Gleiche Lokativ-Umschreibungen sind
in

B. außer ssäsanu viri oben p. 22g
(d. h.

E XIY

1

:

dasau dise virä
S,

'in

den zehn Richtungen'

außer 0, SO,

SW, W, NW,
wegen des

N,
s

NO

noch 'oben' und
ist.

'unten'),

wobei

dise

Lehnwort

Im

Sanskrit

würde man

dasasu diksu sagen.
15

in

E XIY

20

:

Prasnätaranu süttru

viri 'im Prasnätarana-sütra' (beide Teile

des Kompositums sind in den Akkusativ gesetzt).
ist entstellt. ist

Der

Titel

Da
t

das

Metrum

für Prasnä fünf

Moren

erfordert,

vermutlich Prasnavätaranu zu lesen:

der gemeinte Text

hieße, weil
20

intervokalisch oft 'Hiatus-tilgend' vorkommt, ge-

nauer Prasnavä(k)arana
Erklärung'.
dieses
3.

=

skt.

Prasna-vyäkarana 'Fragen-

Bisher weiß

man

bloß von

einem Jaina-Werk

Namens; das Kompositum
als

in Mahävyutpatti 244^^.

abhäva

muß oben doch wohl

Adjektiv mit der Bedeutung 'ohne Sein'

zu hära gehören.
25

Das Wort konnte gewiß im buddhistischen Sanskrit,
erst

zumal in Versen, so verwendet werden, wenn es auch

in der ent-

sprechenden Substantiv-Bedeutung 'Nichtsein' nachgewiesen
4.

ist.

Das Wort

uysnora oder uysnaura deckt sich im Gebrauch mit

dem

indischen

sattva 'Wesen'.

Vorn

ist

uys- abzulösen

;

denn

in

unserer Sprache erscheint
us- uz- (ind. ud-)

das ihr
30

mit dem Iranischen und Gotischen gemeinsame
als

vor n

uz- (geschrieben

wt/s-).

Was

-nora oder -naura angeht, so sei

zunächst bemerkt, daß von unserm Kompositum ganz selten eine Kurzform

uysnau vorkommt, mir bisher aus zwei Prosa-Stellen, einmal
(sonst uysnaura)

als

Nom.
und
:

Sing,

und einmal
ist

als

Nom.
für

Plur. (sonst uysnaura), bekannt ge-

worden.
35

Die Silbe ra

also

die Etymologie

belanglos,

dies

führt darauf, in nö oder nau das alte

Wort

'Nabel' zu erkennen
stellt

das

Komder

positum bedeutet wörtlich 'losgenabelt' und

sich

neben das
nächste'

alt-arische
d. h.

Kompositum *näbhä-nazdist(h)a
name].
40

'der

dem Nabel nach

Nächstverwandte [aw. näbä-nazdista, im Veda Ndhhä-nHistha nur
Als

als

Eigen-

Stamm

der beiden uysnau-'¥ovmQii wird wohl uysnäv (aus udsein.

nähh)

anzusetzen

Die

üblichen Wortformen

aber

{uysnaura

und

uysnora)

mögen entweder

in letzter Linie

an einen Stamm *näbhar 'Nabel'

Vom

norcUimeben LautUysttin.

55

anknüpfen, alHo auf *ud-näbh(a)r-a zurückweisen oder aber das Suffix ra
in derselben

WoIho wie

z.

B. aw. »ndvaf9-bägura 'aehDen-annig* aogefflgt

haben, so daß die Grundform *ud'näbh(a)-'ra wire.

Das indiache ndbkä'
ein
r>

und das awestische näbä- scheinen beide
älteres

in
in in

verschiedener Weite

Femininum ndbh
in

*Xabel',

das wohl
vorliegt,

RV. IX 74« und
die d-Deklination

alü

Kom-

positiunsglied
gofilhrt

unsorm uymau
HHrtholomae

hinQber-

zu haben; ähnlich gehen im Sanskrit sowohl pada wie päda auf
s

das altü jidd zurück.

Annahme
(d. h.

(im Altir.

Wort

unter

nalA'')^

Xdhhä-uSdi^ffha sei eine 'Ableitung'

ein Patronymikum), wird durch

die Doppol-Akzentuierung ausgeschlossen.
p.

Wackemagel

33Ö)

nimmt

zcigernd un, nähhä- habe sein ä aus

näbhi bezogen.

Im Deutschen

besitzen wir wieder,

(Altind. Gramm. II 1 dem Neben-Femininum wie in dem oben p. 34i5f.
:

lo

erörterten Fall, zwei

Wortformen mit geschiedener Bedeutung

Xabe and

Nabel.
5.

basta,

wie im Iranischen.

Ähnlich fmsta 'erwacht*

d. h.

*zur Erkenntnis ge-

is

langt',

=

ind.

hitddha.

Ein

in

den
ist
z.

andern

beiden

arischen

Sprachen
su

fehlendes Partizipium solcher Art

aatta (aus tiad-ta) 'geschienen'

dem sofort zu besprechenden Präsens, Vim 87. 8 atä nä duskani aastu 'äußerst
dem
singularischen i
(vgl.

B. in der

rhythmischen Proaa-Stelle

schwierig schien es ihnen'

=

'es

kam

ihnen außerordentlich wunderbar vor': atä
unten

=

ind. 'Äti';

nä dient paralld
Casus obliquos
oder aas

»

p. 63«)ff.) sIs pluralischer

des anaphorischen Pronomens; dufkara kann einheimisch

dem

Indischen
als

entlehnt sein;

sastu

'schien',

weil

das /o-Partizipiam beliebig

Verbum Finitum gebraucht
'scheint*

wird.

6. saindi,

häufiger saindä geschrieben.
(

Die zugehörige Singular-Form lautet

»

saitfä

=

aw. «o<fay«7i), z.B. in cu tä mitlä 'was scheint dir?'

=

'was meinst du?*

[Über cu

vgl.

oben

p.

\^ut., tlber Ul unten p. 64 uc]

Stücke aus Vajraccheclika und x^parimitayurdharani
in nordarischer Übersetzung.
[Geschrieben im Oktober und November 1910.]

Diesen
mit,

Sommer

teilte

Rudolf Hörnle im Journal der Royal Asiatic Society

daß zwei der arisch-ostturkestanisclien Handschriften, die

man

der letzten

Expedition von Marc Aurel Stein verdankt, durch ihre Unterschriften sich zu

erkennen geben
5

als je ein

Exemplar der Yajracchedikä und des Aparimitäyuh-

sütra.

Hörnle legte dabei zugleich ein noch sehr mangelhaftes Transkript der

beiden Text-Eingänge vor. Inzwischen hat er die Vajracchedikä-Handschrift weiter

untersucht und veröffentlicht

nun soeben im gleichen Journal von Neuem
Beigegeben
ist

die

beiden Text-Eingänge zusammen mit zwei weitern Stücken aus der Vajracchedikä,
10

diesmal Alles in vielfach verbesserter Transkription.

jetzt

auch die photographische Wiedergabe von vier Blattseiten der YajracchedikäHandschrift.

Da
Andern!

Hörnle's Transkription
setzt er meist
rr,

immer noch

viel

zu wünschen übrig läßt
7it

— unter
tt

u für

m, stets
t

wa
für

für selbständiges o sowie
v^

für

und r

oder r oder r für
15

ferner häufig

auch zuweilen
die

t

für

n und umgekehrt
was

n für

t

,

so wiederhole ich

im Folgenden

verschiedenen Textstücke in
bieten,

neuer Umschrift.

Fehlerlos

kann ich hiebei aber natürlich nur das
hat.

Hörnle photographisch reproduziert
als

Wo

ich bloß seine eigene Umschreibung

Richtschnur habe, mögen später noch einige Yerbesserungen notwendig werden.
bisher füge ich in der Regel unter oder neben den einzelnen

Wie
20

Worten

je

die sanskritischen Korrelate bei, soweit sie mir

bekannt

sind.
betrifft,

Was

zunächst die Unterschriften der beiden Texte

so lautet die

des ersten wie folgt:

hadiVoJrrachedaka Ttrsayä Prajüäpärärnma samäsye.
'äryaVajracchedikä Trisati Prajfiäpäramitä samäptä'.
25
1.

Zu rr von
oben

vajrra.

Die besondere Umbiegung des Zeichens für rr

(vgl.

p. 41^) findet sich sehr häufig auch
c),

unter allerlei Konsonanten

(regelmäßig unter
r-Linie,
teils

derart daß

z.

B. draya 'drei' teils mit der üblichen

mit jener umgebogenen (dem rr-Zeichen eigenen) Linie
Ich behalte diese doppelte Schreibweise der Handsetze also

geschrieben wird.
30

Schriften in der Transkription bei,

im ersten

Fall draya,

im

Stücke atu Vajracchedikä und Apahmitiyordhinml in nordartflclMr Ülnurtiiim

57

zweiten drruya.
nantischer Lage

Dabei meine ich nicht, daß auch in Holch pottkonaounter n* das harte r (das r unserer Lautschrift) su
dafi

vorstehen

sei.

Eh ucheint,

an gewisse Konsonanten sich das r

in

der Ausspruche woniger eng anschloß als an andere, so daß sich (ent-

sprechend
das
in

dem

iy

und uv für -y und

-p) ein

rr für «r entwickeln konnte,

5

besiigter

Weise durch rr ausgedrückt wire.
oder voraossetaeo.

Auch

in

Indien

weisen die Dialekte vielfach auf eine analoge Anaepraohe, wenn sie
z.

B. vajirtt für vajra

bieten

Und nnaere Sprache
lo

selber zeigt häufig eine solch entschiedene

Lockerung von r^haltigen Kon-

sonanten-Verbindungen, indem

sie

z.

B.

nach schwerer Silbe gern einen

eigentlichen Vukal zwischentreten läßt, der dann deutlich als Silbe gerechnet

wird:

vgl.

üben

p.

21,, jjättäru 'pätram' als Daktylus gegenüber

nnaerm

irgendwie dreiniorigen vajrru.

Wenn

so

mjrm und
es

drraya angeflhr

im Sinne von vajrra und dpxiya zu verstehen
ähnlicher Weise das Doppelzeichen rr da,

sein werden, ao dürfte in

wo

antekonsonantisch

is

vorkommt

(z.

B. in untia aus skt ürnä *Buddha*s Haarwirbel zwischen

den Augenbrauen'), eine mit rr vergleichbare Ausspitu^he andeuten.
2.

cheiüika mit a für

i

in einer mittlem Silbe

wie

in

der niohaten Unterschrift
lautet

3.

Der Nebentitcl
in

Trisatl 'die

300 Granthen messende (PrajAäpäramitä]'
p.

ZDMG. 62

p.

97

(vgl.

auch

101, ^„) in richtigerer Schreibung mit U:

»

TtTAsutiya 'Trisatikä*.
4. jKLt'ämtnd

(zum Anusvüra unten

p. 59i2ir.) statt

pöräma

ist

Kürzung für /id-

rämata.

Diese Kürzung bedeutet einen letzten Schritt in der Anpassung

des sanskritischen Terminus /)äramitä an den einheimischen Wortschatz
weil den nordarischen Abstrakta auf -ätnata kürzere

Formen auf -ämm

&

zur Seite stehen,

ist

nachträglich zu y)ä/-äma/fi (oben p. 8635 y.) eine ent-

sprechende Nebenform gebildet worden.
Innerhalb der Unterschrift des zweiten Textes lautet dessen Titel:
ApiiramUäyti »ütnl.
•Aparimitäyub-sütranr.
a>

Um
daß auf
p. S3i9f.

vom Idiom dem Gebiete

unserer beiden Texte zu reden, mfissen wir feststellen.
des Nordarischen nicht bloß, wie in
eine altüberlieferte

ZDMO.

(61 und)

62

gesagt wurde,

Textsprache imd
Grade

eine junge

Ur-

kunden spräche
Textsprache
gestuftlieit

zu unterscheiden sind, sondern daß auch noch innerhalb der

hier allerdings nur in geringfügigem
ist,

eine Altsisab- a»

wahrzunehmen
1.

derart daß wir
a) die ältere
b) die

als alte

Sprachformen

Textsprache,

jüngere Textapnehe,

2. als

junge Sprachform die Urkundensprache
zeigt sich die ältere

ansetzen

müssen. Im Allgemeinen

Textqmehe

in

der hohem,

m

58

Stücke aus Vajracchedikä und AparimitäyurdhäranI in nordarischer Übersetzung.

die jüngere in der niedrigeren Literaturschicht, jene also vornehmlich in Sütra-

Werken, diese
auch

in Dhärani-Schriften,

Man kann
bezeichnet.

sonach den fraglichen Unterschied

festhalten,

indem man

die ältere Textsprache einfach als

Sütra-Sprache,

die jüngere als
5

Dhärani-Sprache

Jedoch darf man diese Ausdrücke
es eigentlich verschiedene Sitze

nicht zu sehr pressen.

Es scheint nämlich, daß
sind, die in

der Gelehrsamkeit, ein älterer mit literarisch größeren Ansprüchen und ein jüngerer

von populärer Wirksamkeit

den beiden Sprachen zu uns reden.

Während nun
gestützt haben,
10

in der Handschrift E, auf die wir

uns bisher hauptsächlich

sowie in den Sarnghätasütra- und in sonstigen Fragmenten die
erscheint, steht
es

'Sütra-Sprache'

anders mit den

beiden Schriften,

die

uns

hier beschäftigen sollen.

Die zweite dieser Schriften
dreht sich
sie sich,
15

ist

deutlich

eine Dhärani;

denn der Inhalt

um

Zauberformeln (Mantra's).
oft

Es

ist

daher nicht von Belang,
SOtra-Titel

wenn

wie das

vorkommt, nebenbei den

anmaßt, nämlich in

den meisten Exemplaren des Sanskrit-Originals
Aparimitäyur-dhärani

näma Mahäyäna-sütrain
heißt.

und

in unserer Übersetzung sogar

kurzweg Aparamitäyä süträ

Einen höhern

Rang nimmt dagegen
zeigt
20

eigentlich das erste

Werk

ein

:

die "Vajracchedikä.

Trotzdem

auch diese in unserer Übersetzung die Eigenheiten der untergeordneten Texte,

vermutlich weil sie
gehörte.

zum

üblichen

Pensum der gewöhnlichen Klerikerbildung
altern,

So haben wir es denn beiderseits nicht mit der
tun.

sondern mit

der

Jüngern Textsprache zu

Der zwischen den beiden Textsprachen bestehende Unterschied
in der Hauptsache schon mit einer einzigen
25

läßt

sich

Wortform präzisieren

:

dem

Grenitiv

Pluralis 'buddhänäm' entspricht in der altern Textsprache bcdysänu, in der

jungem

baysärnnä, selten haysärß oder haysä.

Erstens nämlich hat die jüngere Textsprache das

l

von halysa und einige andere
aufgegeben und

Konsonanten,

die

früher noch vorhanden waren,

schreibt dafür unterhalb der reduzierten Silbe das nach oben gedrehte
30

Bögelchen.

Dieses Bögelchen

ist

graphisch nichts anderes

als

ein

nach unten geschobener Apostroph, der aber nicht wie im Indischen
das

Fehlen eines

a,

sondern das Fehlen irgendeines Konsonanten
also haysa vollständig

andeutet.
ba'ysa^
35

Wir können
ist,

sinngemäß ersetzen durch

wobei der Apostroph
d. h.

sagt,

daß an der Stelle ein Konsonant
wird, obschon die Tradiältere

ausgefallen
tion

nicht

mehr gesprochen

noch davon weiß.
zeigt,

Während aber
(ob

die

Textsprache mit

ihrem balysa uns
ist

welcher Konsonant in baysa verloren gegangen

und wo

er gestanden hat

zu Anfang oder im Innern oder
sind wir über Art

am
40

Schluß der bezüglichen

Silbe),

und Ort des

fehlenden

Konsonanten im Unklaren, wo immer uns keine Yollsei

schreibung zu Gesichte kommt, es

denn daß

die Vollschreibung

Stücke aas Vajraechedikä and AparimiUlyiirdbiravI in nordariichf

ObMMUmif.

59

ans besondorn Indizien ernten werden kann.

Vor Allem herrscht

Unklarheit bei den vielen Worten, die bereiti in der iltem Textsprachc ständig oinon Konsonanten au^egeben haben und toboo da
dafür
dits

Bügolchen führen.

Ich setse

nun beim

TVanakribiereii itatt
»

des Bögelchens in allen Fällen,

wo

der Ort dea fehlenden Konsonanten
ist,

bekannt oder mit ziemlicher Gewißheit erschließbar

an die be-

treffende Stelle iinsern Apottroph, schreibe also ha'ifM

und Im'tfgMap. 934&f.

vUynä

[die

VolUchreibung balftMavOygä in
Bin ich dagegen
in

ZDMG. 62
z.

und

10()i2(r.l-

der Sache nicht genügend sicher, so
B. bäia.

behalte ich das Bögelchon bei, schreibe daher
in der letztem Schreibweise

Ein Wort

lo

schon

1.

c. p.

108,^

Zweitens beobachtet

man

in

der

jungem

Te-xtsprache ziemlich allgemein eine

Nasaiioruug antenasaler Vokale.

Wie

wir schon oben im Titel der

Yajracchedikü jtäräm»'» für jiämnia fanden, so steht für das vorhin

genannte

iHi'y.Hünaimi/aä 'bodhisattva'

meist bts'fttißMaviftd und ebenso

is

in der Kegel maijimä für

nuimä *mama', närftm» für näma *mit Namen*.
In

und Ähnliches mehr

in zahllosen Fällen.

unserm paradigniatiscben

Worte

iKi'i/aanimi ist

der Anusvära von gleicher Art.

Man mag
ist

sich

fragen, ob wir

beim Transkribieren diesen sekundären Anusvära nicht
echten unterscheiden
sollten.

irgendwie

vom

Nicht bloß

die Ver-

»

mengung der
in-efiihrend
;

beiden Nasalierungsarten unerwünscht und gelegeotlidi

sondern es wird auch im Transkript durch das ZwisdienZeichens
171

treten des breiten

das übliche Schriftbild arg entstellt,

während
Punkt

in der Originalschrift,

wo

es sich

nur

um

einen übeigoüetiten

handelt, der Unterschied zwischen nasalierter

und unnasalierter
vor,

»

Sclireibung weniger

hervortritt

So habe ich denn

bloß

den

echten Anusvära in der gewohnten Weise durch

p

wiederzugeben.

dagegen den unechten nach slavischem Muster nur leicht anzudeutoiL

Das ergibt

also

z.

B. eine Schreibung

})o'tf»qnii

mit unechtem Anusvära

gegenüber dem Lehnwort
Drittens
ist

aatfina 'saipjfkü'

mit echtem Anusvära.

»

die jüngere

Textsprache in der Unterscheidung der auslantenden

Kurzvokale ziemlich unsicher geworden, offenbar weil einige bloß

noch wie # gesprochen wurden
oft venvechselt,

:

-<i

und

-<7

wie auclv -«• und

werdOD
era&

und

-u wird außer in Einsilblem

immer durch -ä

setzt So kommt es denn, daß Nominativ und Akkusativ

— wie schon

früher im Plural


in

auch im Singular nicht mehr unterschieden
Pluralis der ft-Stfnune auf -äma (resp.

werden und daß der Genitiv
-qua]
stjitt

auf -änn auslautet: daher unser ha'ptqitä •buddhänäm*.

Viertens endlich

stellt sich

der jungem Te.\tsprache

Mbea dem

annähernden
«0

Verklingen auslautender Kürzen, von
weilen

dem

vorhin die Rede war, au-

ein vollständiges Verklingen ein,

wobei ein vorheiigehender

60

Stücke aus Vajracchedikä und AparimitäyurdhäranI in nordarischer Übersetzung.

Nasal,

da das Nordarische keine Auslaut-Konsonanten zuläßt,
oder ganz
Pluralis die

zum
daher

Anusvära wird
z.

verschwindet.

Es ergeben
-ärß

sich

B.

im Genitiv

Ausnahme-Endungen
Unten wird man
als

und

-ä statt

ursprünglichem -änu, also die oben paradigmatisch angesetzten Neben5

formen ha'ysäm und

ha'tjsä.

Kürzungen solcher

Art die Genitive Pluralis satväm 'sattvänäm', haudhisatvärn 'bodhisattvänäm' und aparamittä 'aparimitänäm', außerdem den Akkusativ
Singularis

äysam für äysanä
Natürlich
ist

statt

äysanu [zu äysana aus

ind. äsana]

vorfinden.
10

das Auftreten

der Kurzformen besonders

motiviert; es zeigt sich, daß sie stets in enger

Verbindung mit einem
näsäme-

folgenden Worte begegnen und dabei in gewissen Fällen die indische

Stammform
jsa

ersetzen.

So steht safvärn im Ausdruck

satväiji

= ind.

mittä
15

'sattva-samgrahena' und aparamittä im Namen Guna-aparaebenso äysam im sarncayä = ind. 'Aparimita-guna-samcayah'
;

Ausdruck
wie 'äsane'

äysaiji

vira,

das ältere virä vertritt,
ist.

wo vira entsprechend dem vorher Gesagten soviel also äysarn vira zusammen (nach p. 548
ff.)

Und was

haudhisatvätfi betrifft

— das gleich zu Anfang
so
folgt

der Vajracchedikä im Namaskära vorliegt

,

zwar in der

Handschrift dahinter eine Interpunktion
20

;

allein diese bildet das

Ende

einer Zeile

und hat da ohne
(z.

Zweifel, wie das auch sonst gelegentlich
ist

am

Zeilenende
in

B. in S^ 8^) der Fall

und wie wir es oben

p, 21^^__j^^

E am

Schluß eines graphischen Strophen -Viertels beobachtet haben,

nur den Zweck, eine kleine Leere graphisch auszufüllen.
Kürzungen, die den beschriebenen an die Seite
25

Gewisse

gestellt

werden können,
aus

kennt schon die ältere Sprache;

vgl, z. B.
p. 8829

hamhädu
ff.

'gleichzeitig'

hamu

hädii 'zur gleichen Zeit'

oben

Und

eine festgewordene

Verbindung solcher Art erwartet uns auch unten: für 1200 würde
die ältere Sprache in feierlich-breiter Diktion duväsu säte setzen [was,

wie aus
30

p.

884

ff.

& 496

ff.

+

52i7 annähernd zu ersehen

ist,

auf *di(äda;

sakarß satyah 'eine Zwölfheit Hundertschaften' zurückgeht]

in unsern
i.

beiden Texten

ist

daraus bei korrekter Schreibung dvässe

[d.

dväs-se

'zwölf-hundert'J

und

bei lässiger Schreibung dväsi geworden.

Den
35

vier

am

Genitiv Pluralis von balysa demonstrierbaren Besonderheiten

der jüngeren Textsprache füge ich schließlich der eben geschilderten in

noch

eine

weitere bei,

die

mit

Zusammenhang
Textsprache es

steht.

Fünftens nämlich werden auch inlautende Kürzen etwas häufiger unterdrückt,
als die

ältere

gestattet.

Hievon wird vor Allem

die

singularische Instrumental-Ablativ-Endung

der «-Stämme betroffen

für ~äna finden wir
40

wiederholt bloßes -na.

Ähnliche Erscheinungen
ich denke
z.

in

der älteren

Sprache sind
p.

zum
4
f.)

Teil

B.

an das

an

früherer Stelle (oben

besprochene qgüna,

dessen Nasal

Stücke aus Yajracchedik& nnd AparimitäyurdhArai^I in nonUrbeber ObrnMUnof.

61
nicht

einen

ui-sprün^lich

vorangehenden Sibilanten ToraaMotit
als


mm

als KUrziui^'en,

gondern

archaiHche
-tta

Kunformon
nicht

aufzufassen.

Wo
-dma

die

(ironze

zwisohm anfänglichem
ist,

und nachträglich

gekürztem -mi zu ziehen
sein.

wird freilich

immer anmgtbto
&

Im Allgemeinen

findet sich

-na in älterer und neaeror Zeit

(in letzterer

etwas häufiger) mit Vorliebe hinter den Sonantien und
ich probeweise

Sibilanten.

Aus der früheren Sprache erwähne

hawma

hona

[für

hamänn hävüna,

vgl.

unten

p. 66,,]

*mit gleicher

Stimme'

d. h. 'unisono'

und ZDMO. 62

p.

107,, ätfmmmi (fOr dysaiiAia] panalä

'er

Verbum Finitum brauchten Partizipium pnnata von pn (oben p. 32|0f.) + nom 'sich heben' (wozu auch das Westarische, ungleich dem SQdarisoheOf
erhob sich von seinem Sitze* mit
als
7i(im die

dem

ge>
er-

lo

fOr

Bedeutung

'sich in

Bewegung

setzen' liefert, vgl. Bartbolomae

'Zum

altiranischen Wörterbuch' p. 64
I'

und Salemann 'Manichäische

Studien

p.

44

Mitte).

Die unten folgenden Textstttcke bieten nach:

stehende Instrunientiü-Ablative auf -wo
äysaijDia pnniitä für äi/xtninn
;»°

worüber soeben.

ä^anna für ämnäna.
kidna (Postposition) 'wegen' samt der durch Assimilation daraus hervorge-

gangenen Nebenform kina [phonetisch
lautet die Postposition

kitnut].

— In der altem Sprache
stets

ao

nur ganz ausnahmsweise kä^na, sonst

käiiäua oder käi/etm. Sie stammt wohl aus

dem

Sanskrit (kfUna)^

ist

aber

der eiuheimischen Flexion angepaßt, weshalb der mittlere Vokal gekürzt
ist

Ähnlich verhält es sich mit der gleichbedeutenden Postposition prth
p.

caina unten

60,,, die aber

schon in der älteren Sprache /^rmti/iia laatet

&

khdysiui für khaysäna.
ha'ysiia vereinzelt

neben dem üblichen

ha*if9äna,

sanina für samäna.

Während
gegen die

so die gelegentliche

Unterdrückung des ä von -diw ein

in der

altern Zeit sich bereits entschieden
in

ankündigender Vorgang ist, beruht da-

»

spätem Texten wiederholt begegnende Schreibung -mia für
p. 59sifr.

-äna wohl nur darauf, daß die oben

erwähnte Unsicherheit im
ergriff.

Unterscheiden der Auslautkürzen

-fi

uüd -ä auch das ä von -äna
Wortformen nur
in

Wenn
sei

die

an fünfter Stelle aufgeführten
älterer

geringem

Grade eine Trennung zwischen

und jüngerer Te.xtsprache

indiaieren, so 3&

ergänzungsweise hervorgehoben, daß auch die vorhergenannten Versdiieden-

heiten nicht so streng gelten, daß nicht spätere

Wortformen im Sinne von Ausp.

nahmen
bietet

bereits früher da

und dort vorkommen könnten. Schon oben und von dem
92
p. 7iof.

52„

über-

raschte uns in

E

ein unechter Anusvära,

erwähnten Worte.

E XII

10 den Genitiv Pluralis mryfdüny&nä, Beeonden nhlreiche Anklänge
p.
ff.

«

an die jüngere Textsprache findet man unten

in der Adhr. Prajädpäramitd.

62

Stücke aus Vajracchedikä und Aparimitäyurdhäranl in nordarischer Übersetzung.

Nachdem

ich so den Sprachcharakter

der jüngeren

und ohne Schulung

tradierten Literatur

vom

Schlage unserer beiden "Werke in aller Kürze skizziert

habe, glaube ich den Leser auch noch in der

Weise auf die nachfolgende Lek-

türe vorbereiten zu sollen, daß ich
5

ihm probeweise eine Anzahl Worte vorneweg

etymologisch und grammatisch vertraut mache.

ba'ysa.
1.

Das Wort ba'ysa [phonetisch
nämlich zu
ind.

baza], älter halysa [phon. halza\ bedeutet eigent-

lich 'Priester*, gehört

hrahmdn

=

lat,

flamen. So wird

denn Buddha

nur abkürzungsweise kurzweg ba'ysa
ist

'Priester' genannt; der volle

Ausdruck für ihn

vielmehr gyasta ba'ysa

[älter gyasfa balysa] 'Gott-Priester' (d. h. göttlicher Priester) [älter

10

oder gyastätiä gyasta ba'ysa
(d. h.

gyastänu gyasta balysa]

'Gröttergott-Priester'

göttlichster Priester), letzteres

im Nominativ

=

*yajatänäm yajafö brahniä.
6°,

Im

Vokativ heißt der dreiteilige Ausdruck nicht gy° gy°

sondern midqna gyasta

ba'ysa [älter

mäßdäna gyasta

balysa oder

mädäna gy°
'o

6°,

wobei mäiP nach Ausist,

weis der Metrik zuweilen ungenaue Schreibung für mädd°
15

vgl.

im Übrigen

noch unten

p. 72i9ffJ

=

*mtdhvo yajata brahman

gütiger Gott-Priester' (wofür in

der buddhistischen Sanskrit-Diktion mahä-kärunika stehen könnte). Unter diesen

Wortverbindungen werden die ersteren im
Flexion

Instr.-Abl. Singularis, in der
als

spätem

zum

Teil

auch in andern Kasus des Singulars,

grammatische Einfehler-

heiten behandelt; wir finden nämlich
20

im Singular (wenn wir von einigen

haften Schreibungen absehen)
in der altern Textsprache in der Jüngern Textsprache

Nom. gyasta balysa
gyastänu gyasta balysa
Akk.
25

N.-A.

gyasta ba'ysa

&

gyasta-ba'ysä

gyastu balysu

gyastänä gyasta ba'ysa

gyastänu gyastu balysu
.1
,

' gyastä-balysäna

gyasta-ba'ysäna, gyasta-ba'ysna, gyastä-ba'ysäna

gyastänä-gyastä-ba'ysäna
" T

ok

gys^stä balysa

gyaslä ba'ysa

&

gyasta-ba'ysä

|
/

^

,

gyastänä gyasta ba'ysa
gyasta balysa mä[s]däna gyasta balysa gyasta ba'ysa

30

Vok.

midäna gyasta ba'ysa
teils

Offenbar sind einzelne der vorstehenden Flexionsformen
nativ

vom Nomi-

und

teils

vom Vokativ

aus entstanden, indem dies die üblichsten beiden
also

Kasus waren. Es handelt sich
35

um

eine

besondere Art von Zusammen-

rückungen, nicht

um

eigentliche Kompositions-Erscheinungen.

Darnach müssen

auch die Ausgangsformen Nom. [gyastänä] gyasta ba'ysa und Vok. gyasta ba'ysa

(vom Nom. gyasta balysa mögen wir absehen)

bereits

halbwegs

als

einheitliche
sein.

Worte

[gyastänä-]gyastä-ba'ysä

und

gyasta-ba'ysa

empfunden worden

Übrigens wird

man unten

p.

77

ff.

noch weitere Zusammenrückungen ähnlicher

Sttteke

aus Vajracchadiki und AparimiUynrdhiraoI in nordariselMr ObcrMlmif.

68

Art finden.
soeben
in


in

Nachträglich (Anfang 3fira 1911) erhalte ich von Oauthiot einen

den

MHangn S^hain

LM

p.

111—120

eracbienenen Anfsatx betitelt

welchem er aus renobiedenen Sprachen die («enitiv-Verbindiingeu vuin Tvpuä t^yasfanu fftfojda ifAfianimßlt und chronologiüch zu ordnen
Paovavo pao,
gesucht hat
2. Die besondern
Guttiiral<

s
^<Iii<I''l< itn.nii

^hrn, die im Orieohischen zu
|idg. voiito-B *dat

KTX >verdon und
genau
>vie

die ich

im ludu^erinuniHcheu ähnlich schreibe
halti*

Haus', ayro-s 'der Acker*, n^yho 'ich

Stand'],

erscheinen

im Xordariscben

im Westarischen

als

denUile Sibilanten,

und indem beide

^mob-

zweige auch gleichmäßig die Aspiration aufgeben, so reduziert noh beiderorti
die genannte Lautreihe auf x

»

und

z.

Damach würde

unser ba'yaa im Indischen
i.

barhd lauten,

d. h.

zu hrahnidn im selben Verhältnis stehen wie

B. ^iarä

so

darmdn

*Zerbrecher' in puraffi-danim 'den Biirg-Zerbrecher*

s

puräiß

darmdmtm
von verB. meint

'den Burgen-Zerbrecher*.

Gegen

die alte Gleichung

Imihmdn

=

lat flamen sind bekanntlich
z.

u>

schiedenen Seiten schwächliche Gründe vorgebracht worden. Waide
iu

seinem Lat. Etymol. Wörterbuch, weil er noiMrjv übereieht, daß flamm urer spricht daher gar
nicht

sprünglich ein Neutrum gewesen sein müsse;

vom
s>

Maskulinum brahmdn, sondern
flamen mit
treten

zieht

nur zu Felde gegen die GleichMimng Ton

dem Neutrum hrdhman^ als ob diese von einem Vemflnftigen verwürde. Man könnte nun etwa denken, daß unser babfm doroh sein / den
steht,

Zweiflern es erleichtere, flamen in den Bereich zu ziehen, da es aoMi^it, als

ob die /-Variante der Sprachwurzel, die in Frage

anfier in
/

fl

ammt

jetst

auch auf asiatischem Boden in baiysa vorläge. Allein das

von baiym kann eine

autochthoue Genesis haben. Ein I^autgesetz des Nordarischen lAAt nimlicfa r vor
urarisch oder sonst palatalen Sibilanten in
holsä 'vierzig' [Genaueres über diese beiden
/

»

übergehen

:

tcahaurä Vier*, aber too-

Worte oben

p.462&(r

& •!
p.

<

S8 c]t

'wir fragen*, aber

hra^

'er fragte* [letzteres
p. 67io(r.,

Wort

in

ZDMG. 62
'Prinz'

107,^

fmitAmti k 108 f.),
72,,_,,.
ist

°rbh° &c. gegenüber °/s° unten

midysdi aus *mridi unten
sein.

p.

Gleicher Art wie in Inilym wird lys in tdymnä
dieses

Offenbar

»

Wort

ein

auf urar.

arihänaka zurückgehendes

Medialpartizipiura

der

Wurzel aryh 'den

Vortritt haben, beginnen, dominieren*

und

tritt als

solches an

die Seite des ebenfalls substantivierten Partizipiums dpxuiv.

Das Indopeniaohe

andrerseits setzt eine Nebenwurzel nrgh 'verdienen, wert son* Toraoa.

nun aber

balysa in der

jungem

Te.xtsprache zu ba'ifm wird, erscheint

Wihrend ulytk nä da l
Ar'yta.

»

als eysänä^ vgl.

unten

p. 8237 den Akkusativ «yaöjim (wofür in der Satra-Sprache

alymnau stünde);
3.

es gibt indessen

neben

ba*if9a

auch eine spite Schreibang

Ein paar Mal werden wir am Satzanfange den Nominativ Singnlaris gyastä Ixi'ysi lesen. Hier ist i zusammengeflossen aus der Nominativ-Endung ä

und dem anaphorischen Pronomen
kann
(ind.

i,

das mehrere oblique Singnlai^Kaaos teitieteii a>
«sw.).

Akk.

emm

enäm enad^ Gen. a«y«

Wie mit vorhergehendem

«f

«=

64

Stücke aus Vajracchedikä und Aparimitäyurdharanl in nordarischer Übersetzung.

zu
zu

z,

so fließt

im Übrigen dieses Pronomen auch mit vorhergehendem a und
es

e

ai

zusammen; mit u wird

lä oder

vi.

Daher hatten wir oben
p.

p.

46j2

tcahorai (aus °ra

+

i)

'catväry asva',

und unten

793i &

lo

werden wir

khui aus khu
5

+

i 'jsithsi 'sya'
-\-

[im Sinne von 'vathainena']

und
dung

khtiai nebst khvai aus khti vä

i

'katham vä asya'
?

[= 'katham vä

anena']

antreffen, ebenso p.
ttai

83 ^

ttai

aus

tta

+

'evam asya' in der idiomatischen Wen-

pasH wörtlich

'so fiel er
d. h.

ihm' {pasti aus *pat-fi

=

ind. patitah)
ttai

=

'so

machte er sich an ihn heran',

so redete er ihn an. Das gleiche

kenne ich

ferner aus einer ebenfalls idiomatischen
10

Wendung,

die unserer Sprache mit

dem

buddhistischen Sanskrit eigen

ist;

sie lautet ttai

hämätu 'evam asyäbhOt' (genauer
d. h.

*'evam asya bhütam')

=

'so

(ist)

ihm geworden',

ihm kam der folgende

Gedanke.

Man möchte
15

das genannte
se,

arischen Äquivalenten pkt.

dem homerischen oi und dessen süd- und westaw. he & se, ap. saiy (welch letzteres in der
f

Gebrauchsweise
soi

mit
;

dem

i

völlig

übereinstimmt) gleichsetzen,
.s

also

auf

idg.

zurückführen

denn der für das

in

unserer Sprache zunächst zu
(vgl.

er-

wartende Hauch mußte zwischen Yokalen verloren gehen

oben

p. 4:1 ^i_^^).

Aber

die

beiden

analogen

Enkliticae

idg.

moi

'mir'
z.

und
in

toi

'dir'

sind

im

Nordarischen zu
20

mä und

toi

geworden

(letzteres

B.

der Pronominal-Yerdie anscheinend nach

bindung 0-tä

==

im Sinne von
lat.

'der da'

=

'dieser',

Form und Bedeutung
erstens
die kontrahierten

in

is-te
t

eine schöne Parallele hat).

Nun kommt zwar

ausnahmsweise für unser

auch die Schreibung ä vor und zweitens sind
ae,

Formen
in

auf i

und

die

über die Quantität der Enklitika nichts

aussagen, in der Überzahl.
25

Es würde

sich also scheinbar
stets

nur darum handeln zu
erscheint.
i

erklären,

warum

Formen wie khui nahezu

die

Länge

Die vorhandene Schwierigkeit hebt
sich

sich, sobald

wir beachten, daß unser
deutlich

von

mä und

nicht bloß

im Allgemeinen

(teils

und

teils

durch

Kontraktion verdeckt) in der Vokal-Quantität, sondern auch noch dadurch unterscheidet, daß es
30

im Sinne von Postpositionen

die Partikeln jsa (vgl.

oben

p.

49 23)

und vaska zu
gegen
ihn').

sich

nimmt
in

{i

jsa 'mit ihm, von ihm'

und

i vaska

'auf ihn zu,
Stelle
tvi

Da nun
gegen

Verbindung mit diesen selben Partikeln an
tvi eintritt {tvi

von

tä stets die stärkere

Wortform
dich'),

jsa 'mit

dir,

von

dir'

und

vaska

'auf dich zu,
tvi
35

so steht

lautlich unser

i offenbar

mit der Wortform
stellt

auf gleicher Linie,

und nur

die erwähnte

Ausnahme-Form ä
mit
oi

sich als

echte Enklitika an die Seite von

mä und

:

sie allein ist

usw. identisch.
fväyi

— Natürlich
tve^

entspricht unser tvi den indischen

Wortformen

skt.

und

ved.

welch

letztere bekanntlich
ist.

im Sandhi unverändert

bleibt, also
i

wohl tudi und
auf urar. *säi

tvdi

gesprochen worden
*sdifi

Darnach müßte unser nordarisches

oder
40
z.

zurückgehen.
i

Die Verbindung

vaska

diese allein will ich hier belegen

findet sich

B. in der Bhadra-Legende (vgl. oben p. 28i8ff.) innerhalb eines Zusammenhangs,

Stocke aus Vajracchedikä und Aparimitayardhinuil in norduriadMr

ObtVMtMM^

66

der von den Untaten spricht, welche HuddhaM Gegner gegen Buddha planen.

Es

heißt da in der Halbstropho

KH27»

(üotruni ^):

ParÖMtini tUirthä

tta hrate :

m

miUäi»

i

tatka

paüümd.
b

TanUanis

tirthya

evam

iiktavün

:

vetA^am enaip

prati Hj^jianai)'.

*'Dor Sektcnf (ihrer
lüs".
p.

Para^ra sprach
p. 75i8r.,

so: wir laaeen einen

LeichendAmon auf ihn

Zu

se vgl.

unten
ist

zu skt vetä^ l^t>fenor Wogihara*8 Diaeertation

40. Die Silbe rat

hier einmorig.

indem nicht

blofi Poeiti<Nislingeo,

«ondem
d&6
lo

in seltenen Füllen

auch Naturlängen vor dem Iktus knns gemenen wenlen können.
p.

In Anlehnung an die
in

64if.

erwähnten Kontraktionen

sei beigefügt,

dem

Auslaut ai auch eine Verbalforra verborgen sein kann.

Buddha's Viler

spricht zu

dem
p.

ihn

in

Kapilavastu besuchenden Hohne (über die Episode TgL
die nachfolgenden Worte, die wieder eine Halbetrophe
:

Kern 's Manuel

26

— 28)

nach dem Schema -y bilden

E VI

91». thu vä

•tvaip vai

mamä mama pitä

jxltai nuldäua,
'si

aysu rätro

püH mä

taiftSkt.

is

mldhval.i, ahaip

punab putro 'smy adya*.

"Du
Hier
ist

bist wahrlich (im geistlichen

Sinne) mein Vater, o gütiger,

ich dagegen bin jetzt der SSohn".

pätai kontrahiert aus iMVe *pitä* und der enklitischen
'sein*, die

Person Singularis des Verbums

offenbar als

*i

aus

Form der zweiten Äi anzusetzen ist,
''\.

»

während die betonte Form, wenn
*ithi

sie

überhaupt vorkommt, vermutlich *ai aus
tai

lauten würde.

Ein Wortschluß

aus te-\-i auch unten

p.

igrin.
4.

Das zu

(fijastä

ha'ysi Gesagte läßt

annehmen, daß unten Amthapimfi
ist

aus

°4'iu

[für °4ik(i\

und äsin aus °nV7 hervorgegangen
p.

In der Tat

haben

wir genau parallel den mf-Stämmen (ZDMG. 62
setzen.
Beidei-seits
ist

109) auch >rr-8ttoime anzuein

»

vor

dem Stamm-Auslaut a
je

Konsonant (meist

k) ver-

schwunden, so daß sich dann
gebotene Veränderung

nach den Umständen Kontraktion oder die sonst

ein.stellt.

Für

die ältere Te.xtsprnchc erludten wir so bei

den tV/-Stämmen:
Singular
Nora,
i

Plural
\
1 '
, .. y» («US
-

»
x

(aus Ul)
^
'

wi)

Akk.
Instr.-Abl. imt
(

»

itlna)
.„,

.

yau

(für yjfWN)
•**•«*)

Gen.
k-: rx>k-.

\
»
•"

,

'AiwM («0»

'

*"
'

Im Akkusativ

Sing, sollte

man yu
z.

(aus

»»/)

erwarten.

Indessen

ist

in

diesem Fidle

schon in der altern Sprache der Nominativ durchgehend» an die Stelle des Akkusativs getreten;

man

findet

B.

Rnddhi 'Bhadrikam*.
in Strmftlrant X.

Was femer den
^

piuni-

Schrifteii der Wissenschaftlirheu

OeseUsrhan

66

Stücke aus Vajracchedikä und Apavimitäyurdhäram in nordarischer Übersetzung.

lischen Instrumental- Ablativ unserer /rt-Stämrae betrifft, so unterscheidet er sich

scheinbar nicht von

dem

gleiclien

Kasus der a- und (m-Stämme; denn wir haben

von halysa ssävaa

äsiria gleichmäßig

halysymi
r.

ssävyau

äUryau.

Allein phonetisch

wäre zu setzen:
halzäu

säväu
p.

ä^lryäu.

Das heißt: äsiryau

steht

gemäß der oben

öOn

ff.

mitgeteilten Regel für °ryyau,
als

wobei das erste y ein wirklicher Halbvokal und das zweite y nichts weiter
jener graphische Notbehelf
10

ist,

von dem oben

p. 49i5ff.

die

Rede war.

Ohne
aus

Zweifel wird die Metrik die hier entwickelte Auffassung bestätigen; augenblicklich
ist

mir an Kasusformen voni Typus äsiryau^ da
(sie

sie

ziemlich

selten

sind,

Strophen nur eine weitere gegenwärtig

fehlen mir von narya

und ananta-

narya
p. 2I21
15

[vgl,

oben

p.

304

ff'.]

durchaus),

und jene eine
sie


als

indryau 'indriyaih' oben

maß

ich für irreleitend halten:
lesen,

wird

Spondäns gemessen,

ist

also

wohl indräu zu

was mir nur

als

Ausnahme-Lesnng
i

möglich zu sein

scheint,

während durchschnittlich der Laut

so

wenig wie der Laut u (wo-

rüber sofort) vor äu elidiert worden sein wird. Weiteres hierzu im Glossar.

— Li
bietet.

der spätem Textsprache ändert sich das obige Deklinations-Schema nur darin,

daß der Genitiv Pluralis für änu die früher beschriebenen Abweichungen
20

Den

aa-

und ?a-Stämmen

treten

nun ferner noch 2<«-Stämme zur

Seite,
fol-

deren Flexion entsprechende Lautveränderungen erfordert.
,

Aus den unten

genden Text-Abschnitten gehört hieher der Stamm härua
Akk.-Gen.-Lok. härü
;

'sresthin' (Sing.

Nom.-

Plur.

Nom.-Akk. häruva, Gen. häruvänu^
sich,

Instr.-Abl. härvyau).

Eine
25
tritt.

letzte

Abart von a-Stämnien bildet

Von

dieser

Länge wird ä einfach

wenn vor das a eine Länge absorbiert, und wiederum übernimmt
!

schon in der altern Sprache

aber nicht durchgehends


i.

der Nominativ

Singularis auch die Funktion des Akkusativ Singularis.

pracaina (Postposition) 'wegen' aus *pracaiäna

i.

e.

*pracayäna,

skt.
e.

pratyayena.

hauna oder höna *mit der Stimme' aus *hauäna oder *höäna
30

hämna.

samai aus *samaiä

i.

e.

*samayä\ zunächst

als

Nom.
Akk.

skt.
skt.

samayah *der Vertrag',

durch Übertragung aber auch
gebraucht.

als
:

samayam 'den Vertrag'
p. 4^-.

Mit erhaltenem y
als

räßayi 'der Weise' oben

Vinau und Vinai, beide Formen

Akkusativ begegnend
d. h.

(die zweite eigentlich

Nominativ): 'den Vinaya',
35

'den Vorschriften-Kodex'.
z.

Außer

-au

kommt auch

(mit erhaltenem y) -ayu vor,
(seil.

B. in eka-nayu 'eka-

nayam'
'drei'

=

den eindeutigen
ist

Dharma).
p. 729
flf.)

Genau wie samai und Vinai

das neben draya (oben

vorkommende drai

zu beurteilen: es geht zurück auf *draiä aus urarisch trayas.

ssälö aus *ssälöä
40

= pkt. silöe, skt. slokah, 'der (metrische) Ausspruch', weise auch = skt. slokam 'den Ausspruch'.
äsiria,

übertragungs-

5.

Dem Worte

dessen Flexion oben festgelegt wurde, entspricht im

Stflcke aoR Vajracchedikä

und AparimiUrordhiniiyi

in nord«rifch«r

OberMlsaDf.

67

Sunskrit-Ori^inul

toils

äyuifmanl und toüs hkiktfu: ee bezeichnet alM, wie

man ohne

Weiteres sieht, den buddhistiKchen Mönch.

80 sehr aber
ist

die Bedentung des

Wortes auf der Hand
aufzudocken,

liegt,

so wenif? offenkundig
als

deMen Herkunft

Um

diese

müssen wir nicht weniger

droi

Hindemisse aus dem Wege
s

räumen.
Ersitens
ist

festzustellen,

daß im Nordarischen

vielfach das lange ä

und zuweilen auch andere Vokale
/,

durch

r,

vor pnlntalon und dentalen Sibilanten durch

boachwert werden.

So findet man
statt statt

ich lasse die einheimischen Beispiele ganz beiseite


tu
t-,

mahähhata häufiger muhdrhhüta oder mit Preisgabe der Aspiration

makärirttia^
p, 9Ct^f.

Kämm

oder Käss<irn lixuU

Külstim [die ersten beiden Formen

I.

die dritte p. 93jy|.

In einigen Fällen

ist

mir vorläufig

erst die

beschwerte

Form begegnet:

kßärmaHa oder °ana
iikUarba

'Bitte

um

Verzeihung' «- ind. k^fämofäf
15

=

ind. scäubha (der

mythische Springer),

av(ui^r^iä *übrig'

=

ind. avasIstaAay

Armütäyä

=

ind.

Amitäyuh.

Und

in

andern Fällen

ist

die

beschwerende Liquida durch den Apostroph ersetzt:

für ind. iäsana 'Lehre' ercheinen die Schreibweisen tiäiana
letztere eine Vollschreibung

und

irfÖioMa,

welch

^ü&liana voraussetzt,
ujxtpaia,

m
*mpa9Ma

und für

lud. ujjacäsa 'Fasten' liost

man

was

in Vollschreibung

wäre.

Daß der das
der Stelle
steht,

verlorene

/

andeutende Apostroph hier beidemal nicht an

an

welcher wir ihn auf Grund von baym

»

imlym erwarten^

beruht offenbar darauf, daß die Silbentrennung im I^ut-Kmpfindon schwankend

»

war:

trennte

man M-ysa^

so

ergab sich

ba-y^a^

trennte

man aber
sich

*^<fl

I4m

fm

und

diese der indischen Schrift eigene

Trennung

findet

dnrchgelnBds
findet den

auch

in der nordarischen Schrift

,

so ergab sich «Md-^o-na.

Man

Apostroph,
tritt,

wo

er,

wie hier
in

überall,

den Kndlaut oder Anlaut einer Silbe ver-

im Allgemeinen

einheimischen

Worten eher unterhalb der Eodlaut»

30

Silbe, in

Lehnworten eher unter der Anlaut-Silbe.

Hiernach würde unserm äMria^ woneben wie bei

Uäiam auch

die Sefarn-

bung ohne Apostroph
können, deren
/

{öMi-ia)

vorkommt, eine Vollschreibong *äUiria entspreebea
fall«

vermutlich eine Beschwerung des d wäre und,

wir ein

indisches Lehnwort vor uns haben sollten, im Sanskrit fehlen müßte.

»
Dieser

Zweitens haben wir uns mit dem
sprechen.
z.

Sibilanten

von

ä^ia

abzufinden.

braucht nicht notwendig wie in »ia^na und upatäia einem inditdiMi «^ an ent-

Er kann unter Anderm auch für indisches j stehen
ind.

:

denn wir finden
überall
ist

B.

pükt 'Ehrung' aus

pnjä und
in itiammi

rt-äki

'König' ans ind. rö/ö.
^,

-i-

phonetisch

=

/,

welches

&c. für

in /ulAi Jkc. für

j

eingetreten

68
ist.

Stücke aus Vajracchedikä und Aparimitäyurdhärani in nordarischer Übersetzahg.

Letzterer

Vorgang

ist lautgesetzlich,

da das Nordarische (ähnlich dem Toskaläßt,

nischen) zwischen Vokalen bei einem Palatal den dentalen Vorschlag fallen
d. h.

/

für j setzt


/

oder phonetisch gesprochen j in den weichen Spiranten j
identisch
ist.

umwandelt, der mit
5

Dagegen

ist

eine Sibilanten-Palatalisierung,

wie

sie in Ssäsana &c.

gegenüber

ind. säsana &c. vorliegt,

zwar vielfach zu be'Sitz'

obachten, aber nicht eigentlich gesetzmäßig, indem vielmehr äysana
tisch äzana) für ind. äsana

(phone-

den Normalfall

darstellt.

Man

sieht nun,

daß hier

überall das Nordarische einen intervokalischen Konsonanten erweichte,

wenn
in

er

nicht schon weich war;
10

und

so

kann denn unser
-c-

-/- [geschrieben

-s'-]

Lehndaß
hier

Worten außer einem
äsiria

-j-

auch einem

entsprechen.

Daher

ist

es möglich,

immer

vorausgesetzt, daß das
hat.

Wort aus dem

Sanskrit stammt

mit äc- begonnen

Drittens müssen

wir,

um

das Ziel,

dem wir

zusteuern, vollends zu erreichen,
äsiria steckt.
oft nicht

einer Schwierigkeit Herr werden, die

im zweiten Vokal von

Wir

haben uns zu vergegenwärtigen, daß die indischen Lehnworte

auf das

übliche Sanskrit zurückgehen, sondern Besonderheiten zeigen, die sich bei den

Buddhisten oder in der Volkssprache eingestellt haben,

daß

z.

B.

vasära

'Donnerkeil (Blitzschlag), Diamant' nicht das korrekt-sanskritische vajra, sondern
das
20

populär-sanskritische

vajira

wiedergibt,

welches im Päli vorliegt und im
ferner daß das

volkssprachlichen vatra vorausgesetzt wird,

zum ebengenannten
(aus °maya)
Stoff-

Worte gehörende Stoff-Adjektivum vasärämä oder vasrämä 'diamanten'
jene rhythmische

Dehnung erkennen

läßt, die

bei

Kürzen-Häufung mehrere
(pkt.

Adjektiva

in

den

indischen Dialekten

aufweisen

vai'rämaya

'vajramaya',

rayanämaya 'ratnamaya', rayayämaya
25

'rajataraaya'),

endlich daß asya 'Nonne'

auf ind. ajjiä zurückweist,

was

die

dialektische

Umformung von
Lehnwort
ist,

äryikä

ist.

Hienach

fragt es sich, ob die für äsiria,

wenn
ist

es

als

möglich er-

wiesene Ausgangsform *äeiria innerhalb der indischen Sprachenmannigfaltigkeit

einem geeigneten Punkte zuführt.

Nun
stets

es in der Tat denkbar,

daß *äciria
ist.

eine populäre Sprechform des Sanskritwortes äcärya 'Lehrer' gewesen
30

Wir

sehen,

daß 'Länge

+

ry

im Päli

zu

'Kürze

-|-

riy

wird

[sürtja:

suriya,

inrya: viriya,

bhäryä: bhariyä, äcärya: äcariya).

Auch nimmt zuweilen

in der

dialektischen Aussprache eine
an. Also

Kürze

die Lautfärbung des nachfolgenden Vokales äsiria

muß

dies fordert

nun eben unser

in der buddhistischen

Dialekt-Eede neben äcariya auch eine Umlautform *äcinya in Gebrauch gewesen
35

sein.

Denn daß der

allgemein-indische Titel 'Lehrer' ebenso wie die ehrenden

Ausdrücke ärya
vinziell

'Edler',

äyusmant 'Langlebender' und sthavira

'Ältester'

pro-

zu einer üblichen Bezeichnung für den buddhistischen Mönch werden

konnte, steht völlig außer Frage.

Aus der ganzen Darlegung
40

folgt,

daß ich äUria im Transkript durch die

präzisere Schreibung ä'siria ersetzen kann, der eine Vollschreibung *älsiria ent-

sprechen würde.

StOek« aus VajraccbedikA und ApariinittytnniAnml in ooriMtiadmt OkanaliiiBf.

69

6.

Der Aufdruck ham^hiäfi y^ya
an spUtoror
SU)I1<!

ist

miuiminoniuitrileo mit dorn im Samikrit-

Ori^Mnnl
(d.
I).

folgendon

KompoMtuin mußmtdBhjäk *mm äohweii

aus

warmer

Feuchtif^keit)

entiitandono (Inaekteo)*.

Und xwar

Ilfit

lidi

dioso Gloichsützung wie folgt begründen.

Zunächst
niiodon worden.

ist

festzustellen,

daß Koroposit« im NordariHchon

m

-ii'

i.

-

i

Statt soleher

vom

indiM'hon

TypUH tUunrwM<ahra

*U«
i.

sind ähnlich wie im Sinvischen Adjektiv-AuKdrücko (däümä cakra wöru..
setzliclios Rad') in

(iebrauch; vgl. darüber schon L

o.

p.

110,g_^.

Oder

ab<

vrird

besonders in der spätem Zeit

die uns geUiifigo OeniÜv-Verbindung

gesetzt.
fnriihn

Aus der
'ein

alt(;n

Sprache gehören hieher Vorbindnngen wie Wyarf
des Buddha'
d. h.

pnM
Unaem

lo

Hild (pratibimbnkuh)

'ein

Buddha-Bild*.

Toxtstücken cntnelmie ich probeweise die Übersetzung des indischen 'Jcta-vane*:
Jivä rrin-pürä
Natürlich
ein
hcubi

*im Park des Jeta, des KönigMohnes*.
in

kommt

es vor,

daß

Anlehnung an

du Sanskrit
findet

dann and «rann
fttr

Kompositum
ii

als solches

übernommen wird; so

man unten

jtco-

is

mrfijnä teils den

c h t - n o rd a r i s c h e n
teils

A usdnick Jtäkä

vfra «cmiAa *(Ke

VonteUmif

von einem Lebenden' und

das indisch-nordarische

Auch
z.

gibt es ein paar Komposita, die durchgehends ihre indische
stets

Konpontom jkHMmßßit. Form behalten;
wieder als bandkimlm

B. kehrt l)odhmiftva-yäna 'der Bodhis^ittva-Ffad'

yämt.

Was nunmehr
in

noch die indischen Adjektiv- & Fartizipial-Komposita vom
so ersetzt unsere Sprache darin die

»

Typus
form

and^t-ja ^Di-^eboren' betrifft,

Stamm-

der Regel durch den erforderlichen Ka.sus: für iMHihifmHwgjfimi mmfvmUkifü

'den Bodhisatt\'a-Pfad beschreitend' werden wir ständig die Wiedergabe baudkisatva-yqna [Lokativ]
ist

hamhamdä
(in

antreffen.

Kin besonders gearletea Kompositum

bisäii-pirmättamt

späterer SchrtMbung
lit

bUä^^

'der allererste' (mit

dem

»

Superlativ von pJrmä

aus *pirmaka zu

pirma» und lat pr%mu»\

womit im

Awesta vispe-muzUta 'der allergrößte' zu vergleichen ist

Da

also das Nordarische eine
läßt,

Abneigung gegen das ZasarnnMOsetien too
als

Worten erkennen

werden wir nichts anderes erwarten,
vä jaräyu-jä vä saiiisveda-jä

daß die sans-

kritische Komposita-Reihe
a]:i(ia-jä

»
trä

Ei-geborne, Eihaut-gobome und ächweiß-gebome (Wesen)
d. h.

Vögi4, Säugetiere

und Insekton
A

umgesetzt wird

in

eine Reihe von

Lokativ-

n^drücken.

Indem

hiebe!

noch

eine Umstellung hinzukommt, so entsteht
futfpkhiia

»
ystfla

ymya u ähya

o ptrij^ yiMi

was sich Wort für Wort wiedergeben
'im Schweiß geborene

läßt mit

sainsvede jätäs tathä 'pde jätä athar-vä paranie jAt&b

und im Ei geborene oder
geborene (Wesen)'.

in

der alten (Eihaut)

«

70

Stücke aus Vajracchedikä und Aparimitayurdharani in nordarischer Übersetzung.

Wie man

sieht, ist

jaräyu
sie

ersetzt durcli ein anderes Sanskritwort, das in solcher
ist,

Verwendung, weil
provinzielle

der indischen Literatur nicht bekannt

offenbar nur
nicht jmrqna^

Geltung

hatte.

Übrigens

schreibt

die

Handschrift

sondern purqnä^ was, wenn es richtig sein
5

sollte,

der entsprechende Feminin-

Kasus (im Sanskrit puränyäm) wäre.
7.

Es kann nun nach dem Prühergesagten
ist

in

harnkhisa

der Sibilant
dy,

wenn

er tönend (phonetisch /)
sein
;

aus

j,

also

wohl auch aus

hervor-

gegangen

d. h.

harnkhisa kann,

da der Apostroph unter einem Sibilanten,

wie wir sahen, häufig etymologisch nicht in Betracht kommt, einen wie purqna
10

(aus *puränya)

mit ya gebildeten Lokativ

darstellen,

zu

dem

die

Stammform
von ur-

*harp,khida gehören würde.

Dieser Wortstamm aber wäre mit seinem indischen
läßt,

Äquivalent samsveda identisch, wenn sich zeigen

daß an

Stelle

sprünglichem SV ein nordarisches kh

denkbar
p.

ist.

Letztere Möglichkeit wird
gezeigt wurde, daß urar.
tv-

man
15

nicht abweisen,

nachdem oben

473g

— 48^

in gewissen Fällen

(offenbar

wenn

v

rein

konsonantischen Charakter hatte) in
sv (mit

unserer Sprache
theoretisch ää,

ih-

ergeben hat; es wäre hiernacli für
irgend ein verstärkter

konsonantischem

v)

also

Hauch zu erwarten, den uns

die

Schreibung kh bezeichnen würde.
Die Entscheidung in der ganzen Frage wird davon abhängen, ob noch
20

andere Worte zu finden sind, in denen sich ein nordarisches kh auf führen
läßt.

sv

zurückdies

Wenn

mir einstweilen kein solches Wort bekannt
es

ist,

so

mag

darauf beruhen,

daß

sich

bei kh

aus sv wie bei th aus

tv

nur
sv

um

eine
tv
v,

exzeptionelle Lautvertretung handeln kann.

Denn Grundworte mit
und

und

hatten jedenfalls durchschnittlich nicht konsonantisches, sondern halbvokalisches
25

das dann im Nordarischen, wie schon hu-hvafa (oben p. 2I22)
p. 45g_jo) gezeigt haben, erhalten blieb.

hvate (oben
p.

Nachtrag: kh aus sv unten

113 n-

samkhyerma.
8.

Vom

Lokativ haijikhisa gehen wir über

zum Lokativ samkhyerma^ der
als

in

den Einleitungen unserer beiden Texte begegnet, jedesmal
skt.

Übersetzung

von
30

äräme 'im

Park'.

Die Frage

ist hier,

wie sich samkhyerma zu

dem oben

p.

379 ff. behandelten

Wortstamm

saijikh'ärama 'Ordens-Park' verhält.
betrifft,

Was
wurde,

das y von sarrikhyerma

so sind die

Prämissen zu dessen Erdie

klärung im Yorigen bereits gegeben.
folgt,

Aus dem, was über

Komposita gesagt

daß an Stelle eines Kompositums saijikh'ärama in echt-nordarischem
ist.

Sinne die Genitiv- Verbindung sarrikhä ärama 'des Ordens Park' zu erwarten
35

Diese Genitiv-Verbindung

ist

nun offenbar

(weil

ä

^ =
i

y)

durch Zusammen-

rückung zu sarnkhyärama geworden, das

also in

den Bestandteilen ganz genau

dem deutschen
Pej-

'Ordenspark' entspricht und

auf

dem
eine

einfachsten

Wege durch

die Schreibung sarßkhy-ärama verdeutlicht
I^ok^tiv

werden kann.
ftocl^

sarp,khyerma setzt

aber

zweite Verengerung des

Stacke

MS VajraccIiedikÄ

und AparimitÄyardluirAoI

in

nordaritelMr

ON r—tw ng

71

Ijaiitbestandos voraus.

Wenn

die onito den umiitändliclion Ausdruck aaiitkkä

auf vier Hüben

roduzierte,

so reduziert
bildet

ihn die zweite «u( drei: mmUd^fdrma.

Von

dioscr SUuiiniforni aus

Mich mniUchferma «Ih regeiinABiger

ümlautft

Lokativ.
9.

Der Umlaut
f.

zeigt sich

im NordariHchon aU eine Wirkung der Epeotbate

von y und

Indem offenbar

ursprüni^lich diene l^uto (tber

gewiiM Kootooaotes

hinübor ein vorausgehendos a oder ä ungefähr ku wie im

AwMta

beeinfluBteii,

wundoltü sich schließlich unter völligem Verklingen des Halbvokali

wenn der Halbvokal
»

oin y war:
I

a zu
,( >

t

und ä zu
9

/,

»

>

ü

ä
;

»

6,

10

Beispiele für die zweite Reihe finden sich nur wonige

solche für die ente sind

unten außer mtnkhyenmi aus *Mrfikhä ärmtfti auch die Lokative
kifjitha

aus *kanihya von kantha Fem.
»

*Stadt*,

bedUt

*bä(,iya

»

büufa 'Zeitpunkt' (oben p. 'i^xttX
li

ferner der Casus obliquus
itusättetä (mit i für jW

nach der schlechten Orthographie der spitem Texte)
'I^eerheit',

aus *ttii.iWtäti/ä zu ttuMättätä

was etymologisch einem

vodischen Uucchyitkatät i eutsprechen würde und literarisch die Über-

setzung des buddhistischen Terminus
schließlich

itfiiyatö ist,

noch
kar,
cur.

»
»

kini *Werk' aus *karya zur arischen Wurzel
tcira

'-mar

*tcaryn

»

»

»

Die Formen äJiya 'im £i' und üarßdya (nach der altem Orthographie Umßdifa^

auch shndya und »sandiya)
zurück und ihr y

'auf der Erde'

stehen nicht etwa in Widerspruch
sie

mit den vorstehenden Ausführungen; denn
«rt-Stiinime
ist

gehen nicht auf

o-,

sondern auf

»

demgemäß

vokalischer Art (man spreche öMia
z.

und

.sv/n(/i(i).

In der Wort-Ableitung begegnet unser Umlaut

B. beim De-

norainativura baje^^- 'tönen' (aus *bajä^?y') zu

bajä^^ Ton'.
gewissen andern an das

10. Das Verhalten eines ursprünglichen y erinnert nun aber nicht bloß in

gewissen Fällen an die Awesta-Sprache, sondern auch
Indische und an das Slavische. Ungefähr wie
einige Konsonanten
in diesen

in

»

beiden Sprachen sind nämlich
y,

und Konsonanten -Verbindungen durch ein nachfolgendes

während dieses verloren ging, beeinflußt worden.
(s)c AUS' (s)ky,

Wir

finden unten

n aus ny

Hieher gehören außer verschiedenen l»kativen auf ila z. B. die Participia Necessitatis auf äüa aus *änyaj die wie die Abstiakta auf
Beide Suffixe findet

x>

äma(ta) ziemlich von allen Verben gebildet werden können, nrsprünglidi
aber jedenfalls nur den d-Wnrteln zukamen.

man

in

dem von der

Basis pnrnav (aus ind.

pmj^p)

abgeleiteten

Necessitas-Abstraktimi

pmHaräMmata^

das sich im Sanskrit mit pnt-

«

jnäpyatä wiedergeben läßt

72
ts

Stücke aus Vajracchedikä und Aparimitäyurdhärani in nordarischer Übersetzung.

aus

ci/


in der

Wurzel

tsu 'gehen' (ind. cyu),

wovon
-t-)

z.

B. das Perfekt-Par-

ticipium tsutänd oder (nach Ausfall des
st

fsuaifid 'gegangen'.

aus

stf/

in ha'ysüMä 'bodhim', älter balysüstu aus halysüstyu mit

u aus aw,

ein Abstraktum,
5

das an die litauischen Bildungen auf yste [apastausw.) erinnert.

lyste 'Apostelschaft'
SS

(phonetisch

s)

aus sy
z.

[—

urar. ssy

^

ind. cchtj] in ttmsättätä

(cf.

p. Tlj^).

Dazu anderwärts
s

B. noch:

(phonetisch /) aus ysy
(

(phonetisch zy)
(

z.

B. in häki [Lokativ
z.

von häysa\

sd
10

»

M)
'aus

»

ysdy

»

zdy)

B.

im

Instr.-Abl. mäste mulsde jsa

großem

Mitleid' aus *niästye midysdye jsa

zum Nominativ mästä
sind.

mulysdä,

indem

hier

ein

adjektivischer

Feminin-Stamm mästi und
Ersterer

ein substantivischer
steht

Peminin-Stamm mulysdi anzusetzen
'groß', ist

neben dem Maskulin-Stamm mästa

aber von *mäst aus

gebildet (womit
15

man
also

aw. masit

und

ind.

mahänt

aw. mazänt ver-

gleiche)," ähnelt
steht,

dem

indischen mahisi, das auch neben maJiisa

aber auf die Basis *mahis zurückgeht; mulysdi aber setzt nach
p. 6325;_„29

dem

erwähnten Lautgesetz ein urarisches

mrMi

(wozu

ind.

mrdika

aw. mdVdzdika gehört) voraus, während dagegen der in der

Bedeutung überraschend nahestehende Vokativ mäsdäna (phonetisch
20

mi?(Mna)

'o

Gütiger' (oben
als

p. 62^3)

dem vedischen

Partizipial -Vokativ

midhvas (aus mi?dhvas)
setzen
ist.

zugehörige Medialform an die Seite zu

11. Eine besondere

Erwähnung
d. h.

verdient

es,

daß der ursprüngliche Auslaut

-i

durchgehends wie -yi gewirkt,
25

vorhergehende Laute in einer der geschilderten

beiden Richtungen beeinflußt hat, ohne gleichzeitig zu verschwinden.

Man

findet

daher

z.

B.
'ist'

astä

aus

dsti^

hüstä (oben
stä,

p. Ogg)

aus *hüs(a)ti,
stl]

ni-stä [seltener ni-

so oben p. IT^^ mit der Schreibung

'ist

nicht'

aus *na
30

stl,

indä 'sind' (für *hindä nach Vokal) aus santi; jsindä

'er tötet'

(= aw.

jainti)

und jsanindi

'sie

töten' (aus *jananti); virä (oben p. 548_i5) aus updri.

Ferner kommt es vor, daß bei y die geschilderten beiden Wirkungsarten (Umlaut und Palatalisierung) gleichzeitig auftreten. So bildet dasta 'Hand' (altpers.
dasta,
35

aw. zasta, ind. hasta)

den Lokativ

dista (aus *dastya),

z.

B. in der Halb-

Strophe (Schema ^):

E XII

161^.

dista

ttye

näta

balysüstä

ce-sä-ce

ttuto

bhäväte

mätro.

'haste tasya präptä

bodhir yah-sa-yas täm-täm bhävayati maitrim'.
(d. h.

"in die
40
(d. h.

Hand gegeben
die

sicher

ist)

dem

die Vollerkenntnis, der diese

im Vorangehenden

dargestellte) Freundlichkeit übt".

Slfleke aas VajracchedikA

und AparimilAywdhicMl ia BordariMiMr ObacMümnc

Kndlicli zoi^^ sich iinH unton die twoite

WirkanpwriM

in

eioem

Fall von

beKondoror Art.

Wir

losen nämlich

zwoimal den Inttr.-Ablatir

rfwli 9$ pnMJtAinu

'dväda^M^te-iNiAeUidbhib',

wo

iKirfijMmu oino die Viikaltrübung unbeMiohiMi bMWttde Fehltebreibung (Qr

»

/Hnfljifäsyau (phun. patfijcuäu) ist

ücnau

die gielebe Febleohreibaog liegt vor

im

orstün

Worte der

Stelle

bautüiisdtmn misty<nt
'bodhisjittvair

J"i

y.tiM(Ufü^$jfau-jm
bodbisitftvai|^*,

mahadbhir

welche überdies an einer Tautologie
vorrät (vgl. daxii
jodenfalls

leidet, die

einen wenig genauen OburioUer
lautet

ZDMG. 62 p. lOB,«.,,). Unser Zahlwort jHitftjsüxd, muH aber im Instntinental den palatalcn
gebuuten
Zahlwörter

im Nominativ

Sibilant aeigen, weil

die

entsproclicud

(wie auch pamj^o) sumnuuisch in der

Flexion sich palat^Uisieren

daaau *zehn' bildet den Gen. daüänu^ den luHtr.-AbL

r/riiiyd

und

i/rtijywi,

»

den Lok. daim
zw därsü 'dreißig'

resp. (in

Av) dairä\
<)2

(vgl.

ZDMG.

p.

95,,) liefert

£

den Gen. dirignu und

Av den

Ix)k.

diäradirsvä [für dmvaretUrivä\,

gyasta.
12.

Das Ausfallen eines a zwischen einfachen Konsonanten, wie wir es
beobachtet haben,
ist

bei sittfikhärama

durchaus keine sin^^ulire Kncheinung.
in

jn

Vielmehr zeigt

sich eine solche Wortverengerung

weitem Umfug, namentlich

in der Konjugation (daher

hüMd

p. 72,,).

£in Beispiel

li^

aaoh vor

in

jeoMi

Worte gyasta

'Gott'

oder

'göttlich',

das uns oben in der BeKeicbnung des

Buddha
fflr

begegnete und das im Übrigen ganz wie das indische deva sowohl direkt
'Gott'

wie hyperbolisch

als

Anrede des Königs vorkommt
von gyasta darzulegen, erwähne ich ninichst, daß

»

Um
es mir in

die Lautgeschichte

ZDMG.

62 p. 92^

noch nicht möglich war, dem Hinweiae Sieg's auf
Durchsichtig wurde fyoste eitt,

aw. yaznta das Passende beizufügen.
die

ab auch

Worte gyaysna

'Opfer'

und

gya^

'er opferte* sowie die gniphjsohe Oleiehong

gy -=j ermittelt waren. Diese Tatsachen zeigten, dafi die Wurael ind. yaf* •• aw. yaz im Nordarischen statt des Halbvokals eine palatale Media aufweist und
daß unser gyasta durch Verengening aus *gyayMta [sn qireohen /asofo ) hervorgegangen, also mit
heimisches

»

dem

indischen

yiijftta

und dem penischeii fmuta

ala ein-

Wort

lautgesetzlich identisch ist
palatalisiert ein

Das Nordarische
yudh

anlautendes

y auch

in

der Wurael

ind.

m

=

aw. yud 'kämpfen*.

Anf

diese gehen nämlich die gleichwertigen Verhal-

formen juväre und
logen

jväre 'sie streiten,

kämpfen* zurück, die genau wie die ana-

Formen

buväi'e

und bvärt
'sie

'sie

erwachen* entstanden sein mttaeen.

Die

Grimdformen *bMdhatrat

erwachen* und *bmihakd *er orwaehtT, die sich au

74

Stücke aus Vajracchedika und Aparimitayurdhärani in nordarischer Übersetzung.

einander verhalten wie im Veda duhre zu duhß

Näheres über die Medial-

Flexion an anderer Stelle
date^ schließlich

,

sind lautgesetzlich zunächst zu
hutte

%udäre und
in *juäre

*6?/-

zu h(u)väre und

geworden.

Was

das letzte Stadium der

pluralischen Formenreihe anlangt, so
5

wurde nach Ausfall des d

und
(die

*buäre
meist

der Hiatus
dreisilbig

entweder mittelst der
lesen

Schreibungen jväre und bväre durch
die

zu

sind

!)

graphisch verschleiert oder

Ein-

fügung des zwischen Yokalen
V schiebt
z.

sich

ungemein

leicht einschiebenden v getilgt.


i'i

sich

sowohl nach ü und ö wie nach andern Yokalen ein: nach

B. oben p. 17 jq in

^m[d]düvnna für *bsäddüana aus Suddhodana und unten
Suhhüta (wozu
p. 442.j]

10

p. 8I7. j6

USW. in Suhhüva für *Subhüa neben
(1.

ZDMG. 62
und unten

p. 93),

nach ö in lova für *löa aus loka
nach
i

c.

p.

110^ [oben

p.

SSJ,

oben

p.

69j3 in

Jmi

für *Jiä zu Jeta.

Die so bei zwei Wurzeln aufgedeckte Sonderbehandlung eines anlautenden

y erinnert
15

an

parallele

Erscheinungen

anderer

Sprachen.

Einmal

läßt

das

Sanskrit darauf schließen,

daß sein y- in gewissen Fällen nicht halbvokalisch,
Zweitens wird im Präkrit ganz
'yajfia', jiijjhanti
«/-

sondern rein-konsonantisch gesprochen wurde.

summarisch jedes
janta "yantra' usw.).
teils
20

y-

in j-

umgewandelt {janna

'yudhyanti',

Drittens entspricht einem indopersischen

im Griechischen
teils

der aus halbvokalischem y hervorgegangene Spiritus asper und
Z:.

das
sei

aus konsonantischem y entstandene
hier auf AYackernagel's Altindische

Fürs Sanskrit und fürs Griechische
I p.

Grammatik

207 § 186 verwiesen.

Überraschend
ind. yaj

ist

nun

bloß,

daß gerade in den obigen beiden Wurzeln

und

ytidh außer

dem

Sanskrit

und dem Persischen auch das Griechische
und
uajLiivri),

ein
25

halbvokalisches
(abgesehen
lassen).

y- reflektiert (äxioig

so daß das Nordarische

da mit seinem auf ein konsonantisches y- zurückweisenden gy
steht

=j

allein

vom

Präkrit,

welches überhaupt jedes

ij-

hat konsonantisch

werden

sä und sä.
13. Nicht bloß Überraschung,

sondern geradezu Verblüffung erregen im

Nordarischen einige Anlaut-Sibilanten.
30

Normalerweise verwandelt sich das antes

vokalisch-initiale

und das intervokalische
Ä,

des Urarischen (und Indogermanischen)

im Nordarischen zu
stets

das im Anlaut nur gelegentlich, dagegen zwischen Vokalen

verloren geht.

In indischen Lehnworten werden die entsprechenden s-Laute
s,

je

nach Umständen zu

ys, ss, s

d. h.

es entsteht ein tonloser oder tönender

Sibilant
35

von dentaler oder
Beispiele.
'echt,
lich'

palataler Artikulation.

Wie oben

in indä 'santi' fehlt

ein h- auch in uysäna

wirklich',
lautet,

das nämlich,

weil die Negierung a-uysäna 'unwirk-

für *hu-ysäna
ind. su-jäta

stehen

muß

(aus

urar.

*m-zäna 'wohlsind).

geboren',

womit

und ^ewaioc, zu vergleichen

Den

schon behandelten oder erwähnten Lehnworten

mära

'asära",

äysana

Stücke

aiiM VajraccIicdikÄ

und AparimiiayurdharaQl

in nordariacb^r

ObaridlWig.

75

*tiHanu\ iijMträi^ *u|NiväKa*, prttyndlu 'praftäd«*,

boAimttm k haudkimdm
Mißffraka 'Muiifpvha*.

'hodhisattva',

MaMinn und

üAkma

*Miuui«',

mafückUrmna *ni|igh*Ar&ina*,

siitfd'hähi 'sniM^hütr, t*atftkkff$rma *sai|igh*&rAine',
^/////my(|•^^Hl|l('aya^ mit^flnkMtjiia *MnijftÄ*,

Mrfm'sattra',

amNai'mmnvnh'
J

und 'sutnayaiu', tuirca/rfi/nn *sarvajAa', Külrn Viltra* — aci noch beig«ijMyna *Saat, grilnor Halm' aus pkt
Hiidciha gorichteton Viortclstropbe
*tiäMi {tikt

.

«uyo)

x.

B. in der an

(Schema

•^)

A

Hl".

Sviixh'ikinu

luitai

ytdyM

*Sva8tikät praptavan asi HaMvuin'
erhalten**
(die
lo

"von ((Kni Hauern) Svaatika hast du grüne Halme
gcniointü Episode
ist

beschrieben in r/alitavistara od. I^efm.

p. 2Htf f.;

wie oben

p.

60,g_,o stammt die
ist
stt

Endung

-e

von den i«Femininen.|

Das Merkwürdige

nun, daü die s-Formen

des indogemiaoisehen Froanln^»'«"'?

nomens

'der,

die'

(ind.

Äc,

gricch. ö ^)

im Nordarischen

r»inen

Sibilanten aufweisen.
einerseits

Wir

finden in der älteren Textspracho
//,

das Masculinum sä (phonetisch

vgl.

schon oben
{Ml

p.

17 „. 64„. 72„)

tft

=
.sä)

ind. sa

&

sah und die Feminin-Fomien

(phonetisch fäj

=

ind.

und

sä-.sd (phonetisch

fä-fd, -^ ind. sä-nä),

andrerseits die rode-bc^inncndo Partikel
i/athä\;

w ^

pkt. sr (skt.

m-

in nth-cftt

und «sondern

eine Stelle oben

p. 604.

Natürlicii

können diese Wörtchen nicht aus dem indischen entlehnt

sein,

»

müssen zum einheimischen Sprachgut gehören.
eine ganz konträre eine
niciit

Warum

al)er die
(in

LautvertretODg

und überdies eine durchaus zwiespältige
im
letzten

den ersten FUlen
ich vorilufig

tönend-linguale,

eine

tonlos-dentale)

ist,

vermag

zu sagen.

Gemäß der spätem

Orthographie, die einige Worte mit sinn-

losen Apostroph-Zeichen auszustatten

uud im Auslaut ß und a sowie
fr?

«•

und

i

oder

<f

«

nicht genau auseinanderzuhalten pflegt, begegnen unten für
^('i

die Schreibungen

und

?i

sowie für

.sc

die Schreibungen ä?

und m.

Woher
ist

in

unserm

Fall der

unnütze Apostroph stammt, werden wir im Glossar sehen.
Gleich rätselhaft wie die genannten Pronomina
t/sanu
'alt*,

übrigens auch das W.»rt
p.

das wieder nicht Lehnwort sein kann, neben hana oben

9s4

f.

»

Ehe

ich

nun
bei

die Textstücke vorlege,

muß

ich

noch bemerken,
als bloße

dafi ihre

Wiederholung

mir nicht im Hömlo'schen Sinne

Wiedergabe der

handschriftlichen Partien, sondern im Sinne einer

Ueransgabe der besügverweise
all

lichen Textabschnitte gedacht
schriften abstrahierte

ist

Daher befolge ich gewiaee aus den Handdie diesen

Normen der Orthographie und

Normen widersprechenden Willkürlichkeiten und I/Hssigkeiten and Veneben der Was für Sohroib-Unregelmäßigkeiten vorkommen Schreiber in die Fußnoten.
und
in

welchen Fußnoten

sie bei

mir verzeichnet

sintl.

ersieht

man aus nach-

folgender liste.

76

Stücke aus Vajracchedika und Aparimitäyurdhärani in nordarischer Übersetzung.

1.

Fehlschreibung -a für -ä
» »
» »
»

5.
8.

21. 27.

Im Ganzen 29
29. 37.
Idi

Stellen.

2.

-a-ff-

»

-ä-i-

17. 20. 22. 32. 39. 48.

Neun

Stellen,

3.

»
»

19.. 20. 21.

4.
5.
6. 7.

-äv
-i
-i-ff-

-a
-ff

15. 24. 25.

Ganzen 21

Stellen.

»

24.

»

-ff-

43.
3.

» »

»

-ffw-ffwz-

8.

-e-ff-

» »
»

46.
35.

9.
10

»
»

-ä-e
-ff

10.
11.

-i

4.41.AiißerdemPerf.-Part.:7723.78i6.i9.83i.
49.
52.
16.
6.

»
» »

-e

» »

12.

-w
ff-

-ff

13.

»

u-

14.
15

Vergessener Anusvära
»

11. 16. 26.

Acht

Stellen.

15. Verstellter

14.
9.

16. Falsche Quantität 17.

10. 42.

Vergessener Apostroph

47.
51. 36.
2.

18. Fehlschreibung cä für tä 19.
20
» »
t

» ^

^^

20.

ty

cy

Zwei

Stellen.

21. Lingual für Dental
22. Fehlschreibung s 23.
»

12. 13.

für
y>

4.

s

17.
16.
2(?).

24. Falsche
25

Endungen
Wiederholungen

17. 23. 33.
7.

25.
26. 27.

»

18. 39.

Vergessene Silben
>

11. 16. 39. 40.

Worte

39. 40. 44.
1.

28.

Fehlende Interpunktion
»

18.

Dutzende von
p. 60i7_23.

Stellen,

29. Scheinbare
30

vgl

oben

30. Eigentliche Varianten

28. 29. 30.

Fünf

Stellen.

Es

ist

möglich,
(z.

daß ein paar der hier systematisch geordneten Unregel-

mäßigkeiten

B. solche in Nos. 16, 17, 21, 23) nicht den Schreibern, sondern

dem Hörnle'schen
35

Transkript zur Last fallen.

Auch

bleiben

die

unter No. 2

subsumierten Fälle in dubio; da handelt es sich nämlich an allen neun Stellen

um
die

die handschriftliche

Endung

-ffnff

für -äna

im Instrumental-Ablativ

Singularis,

man

allenfalls

als

Nebenform gelten
als

lassen

und

in

den Text aufnehmen

kann.

Nicht

viel authentischer
-a- für
-ff-;

diese

neun ffwff-Formen sind einige andere
statt

Schreibungen mit

von den mit ham°
sein.

häm° beginnenden

Verbalformen wird im Glossar zu reden
40

Unter die einzelnen Worte der nordarischen Textstücke setze ich zunächst,
so weit ich es vermag, die etymologisch

und syntaktisch möglichst entsprechenden

Stocke aoR Vajraechedikli und AparlnilAyardliAni^I ta nordariaclMr
SunHkrit-Forni(3n, ohnr* swiKchon ditsen tMtt eine Siindhi- Verbindung

bemwMlM;

und

in oinor weitern Zoilo Iukso ich

dann jcwoiln

in

Kuniiv-Dnick daa 8«nslnrtt-0ri-

ginal fuigoi), wobei ich

mich

in

den Vajnicohodik&-StQekon an
(ein

Max

Mfiüer't in den

AiHoldfa Ovnniousia erschienene Ausgabe

paar Xal an seine Varianten) balle.

Vi^iraeehediki.
Erstes StUok [Max Maller*» Ausgabe
p.

19—21«].
b&laiy&QtJL
&

siddham.t
siddhain.

orgu

1

harbisi|nä

gyast^nä ba'yM4nii

u

baudhisatWuii

naino slu sarvesäin

yajatänüip brahinanäin tatbä bodbiaattviniqi

diit.

/»una-

buddka
tta-ttii

kodkitmtt 90hh0m^J
p}ii.<ta.'

m^ma
mama
wtapM

talhtt-lalhä

iroUip.
ändti^i.

« V

a

fi

W
vyi
Jivl
Jitm/-

de

seye^

^
büsn

scye* tä gyastänä gyastä ba'ysft drAvasti k^lri aatt
yajatänäin yajato

ekasmin knie ckasmin käle k a sm i n a a m a ^ «
rris-pQrü
rät-putrasya

brahmi ärivasU«

kfatrt nivif|o bhülo ivlaaya

bkagaväÜ
hürfl

äriwmtlpM^

pikmmH mmm

Anüthapiotll

sai|ikhyerma mistina
Mupgb'äräm« aram«
»

bilsaqigina*
bhikfii*Mipgbtoa
ik Uf m

vane Anäthapiiulikaaya
min« 'nOthapiif^euUu^

ir6f)hinah

roahaU

U

wmkmtä

tmßfk mm

haiptsa,

*dväs-se-painjsääau

ä'dir}'au-jsa.

silrdhan) dvädasa-äata-pancääadbhir

äcäryaib.
»amtbakulaii em h$ikimiNmtr

gärdham ardha-trayoda4ahkir
tL\

bhikfwiatai^

wmkämltmi^

tadä ntha khalu

yajalänäin

gyastünü ^yastü^ ba'ysä yajato brabmä

brrä-hadü

naTftjsje pAttart elfaii*
nhräsiUvin pitraip
wrfgi

»

pürTiha«
/>ai'>itty

civanap

bhagavän

IMm

wwf
ttl

tf

ftkrm-

dtmrwm
kfl

pana

näti

ärävasta niistä-kliiitha« piqdä traipdfi*.»

gyatti ba*y8A^

prthagällavünSrävastyüinmahn-nagaryäm pii^däya praviH|ab. tadä y^iat<> brabai& yadi ädüga ^rävattim mahä-nagarm pip^Oga prämkpmi. mikm kkmim b h m ßmmMM
^rüvastii- müstä- kliptha^
Srävastlpit.idü vii tsutä^

S

hainveta

kil

kbayana

kM yn^ jo^
pajal bji

mahü^racaatim mahä- »agat-im pi94*igo

nngaryäin pii.ujäya vai cyuto

bbülah yada bhakt

—a karyay kftay kftatto
pA
pAdaa p§imm

carittS
hamye
bhütah
pätra*

kri»-bkmktmkrt fm^
chraraqt pia HwmifcytaTia

hvadä khüysä

kfi

scetä paryetä^

pättara- Olrari

paScäd- bhaktasya yadä kiüain atikrünto

V

paäcadbhakta-pipifapata-pratikrSMtm^
haysuätä
praflavyi
äysaifi

p4trm'

e9mram

pimtH§mpm{T)

vlra

nasti bastfi-palaifigA
itmmt pmrpmmimm äkktiffm

rragti'ttarauMfa ri na

snäpitaviin prajnaptam

äsanain

upari nifaQOO baddha-palyaAka^
«r'

TJ^*

kifena
^' f«
f*

prak^&lga (!) mjafidat

prajnapta

fjfß

V

i

s t
i

ätä

pyai]itsii

ttuMttetü* byäta

jävae

tyeli.
bhäta|i.

»

s l h t a h pra^idhäga

iSünyatäyäh sinriim opasthito

«bhimukhäm smftim upattkilpita.
styo.
•.

I.

die Interpunktion Tehlt.
ttl

t.

a.

SJlf°.
t.

«.

dväjüp".

».

'^

«.dar Anosfira

fehlt.

T.

gy° b^

ist

wiederholt.

«Vana.

ttü**».

78
ttitä
tad'ä

Stücke aus Vajracchedikä und Aparimitäyurdhärani in nordarischer Übersetzung.

pharäka

ä'sirya

atJia Jchalu

bahava äcäryä sambahuJü bhiksavo

käma ^^ hälai gyastänä gyastä ba'ysä yasyäm disi yajalänäm yajalo bralimä bhagnvätjis e n a
1/

vyetä^
bhütas

hästä
tatra

tenopattirä-jsa

5

vara hamya gyastänä gyastä ba'ysä pä param abhütärp yajatänäm yajatasya brahmanah pädau sarßkrüntäh, tipasamkramya bhagavatah pädau

tsuämdä

namanama-

cyutavanlah

yatra

sirasä

sirobhir

abhi-

syämdä"
syitavantah
V a
10

gyastä
yajatarn

ba'ysä

drrai
trin
t

tcira

hvaramcainä tvamdanä^^
pradaksinena

tsuamdä
cyutavantah

brahmänam

värän

ndy a

bhagavantam
nasta,

u
tathä

sau hälai mi

ttye


i

r

§

-

prada k^
vätcä

i

vanditum nt - h f t y a
ä'sirl

sce ra

Siibhütä^
Subhütih
Subhütis

vara

ekasyäm disy ami nisannäh. tasmin käle punar äcäryah e k d n t e nya^tdan. tena khalu puna^ samayen' äyu^män

param
tasyüm

ttina
tasyärn
ir^

parsana

hamgri

vyitä
'bhüt

u
tathä

nastä.^

parsadi samnipatito bhütas

nisannäh.
samni^a^^ah.

e V

a

parsadi samnipatito
ä'sirl

tti

Subhütä^ äysamna panatä^
Subhütir

sau
k ä

sve

civarä
clvaram

prahausti
niväsitavän

tad'

äcäryah

äsanäd
utthäy'

utthitah

ekasyäm ^uptau
e

atha khalv

ayu^män

Subhütir

äsanäd

iß s

a

m

uttar' äsangam

k^tvä
brahmä

u
20

hvaramdai
daksinam
dak^iitaw
j

ysänü^^
ä n u k a

samdya^

pärautti
pratisthäpitavän

käma

hälai gyastä ba'ysä
yajato

tathä

m

prthivyärn

jänu-mai}4(ilam pfthivyam
^*
-

prati§thäpya

yasyäm diäi y e na
tta

bha g av äms
hve
:

ästä^3 hästä amjalä
nivistas tatra a
ii

dastä

yudai
prairiamya

u

gyastä

ba'ysä

^

j

a

1 i

hastam krtaväms tathä yajatarn brahmänam tathöktavän

:

nanu
üscaryaip,

tena
25

anjalim

bhagavantam

et ad avocat

:

duskarä midäna gyastä ba'ysä cu ttirä^ gyastänä-gyastä-ba'ysäna duskaram midhvo yajata brahman yat tävad yajatänäm yajatena brahmanä bhagavan param'äscaryam sugata yävad e v a tathägatena
hväfiäkänai^
prabhäsakena

ttähirau

pajsamänä äsanna rrastä

bisä
visvä
s

hälä biysämdäna uhu^^-jsa baudhidiäo

püjänäm
a r h a
t

ena
ä

rju
samyak-

vijänatä
e

tvayä

30

a

mb u d d h

n a

bodhibodhi-

satva mistä-ba'ysünavüysä
sattvä
sattva

hamdäda
anugfhttäJf,

bisä^'^-

pirmättamye harndärä-jsa, ^

mahä-b mahä^^cu

dh

i

s

a

1 1

V ä anugrhitä

visva-

sattvä
ttirä^^

paramena anu grab ena, paramena anugrahe^a,
tsükäna
kena
tsai

äscaryam

gyasta^^-ba'ysäna
yajatena brahmanä

'-'ottähirau

sinänä sänänä
a r
-

35

yat tävad
bhagavan
tvisä

yävad

e v

a

tathägatena
hir^nä
arthänäm
sarvesäm

yanäkäna samna bisäuä^i
kärakena
t

vamasäkäna^^ uhu-jsa baudhisatva
upamarsakena

^•''

tvayä

bodhisattvä
bodhisattvä

h a

ä

samyak -sambuddhena
u. tvanä.
is
12.

10.

kä^ma.
bisä.

ysj\nu.

13.

ästä.

i4.

ajamlä.

js. °ä.

lo.

°ysädä ahu.
resp. mit
19.

17.

°dana

bis

is.

Alles ist versehentlich wiederholt

und zwar ohne jede Interpunksind
34,

tion.

Die in dieser Wiederholung

'auch
«0.

den nachfolgenden Fußnoten °harä tsukana tkhaisin°. W:°hirau tsukana
in

W

vorkommenden Varianten
so,


ss

stets^mit

'W

«i,

«s— 32,
«t.

verzeichnet.
s*.

ttarä.

tsaisln°.

basäna W.

°kana.

Stacke aus VajrncchedtkA und AparimHiyvidUiinkOl in nor6ukth»t Obtfsateong.
mistii-bn'vsrjrtavüysä*» yslnlva-hauda** biäft^-plrmÄtUmyo
inalia-

70

yHlnlya'^-haur^oie-JM,*

bodliisutlvAh
H

parinditah
pa rf nd
i

vUva-

panunayA
pmrtummfü

parindanayA,
fmrlmdmmmffä,
bodhbaltva-

ma
tt](

h a-

n

1 1

V a

^

i I

ä ^

khti

vü midt^na*^
vai

gyasta**
y a
j

'^ba'ysa'^
r

ba'yaOAavQyMÜna baudhiaatvabodlii«altv«iia

lathü

kalhaip
kathnpi

m

d h v o

a

t

a b

a

li

mun

tat
yiiAn

bhogapan
niara
iha

luu|)jsai|idaina*'

mab&yiMUi>* «^vi^iMi*

yäne
IfänaII

samprusthitona
sampraathittna

mabäyäne

ttbälaYyaip

kulapytrefa 9ä Imladukitrü «i <rti>

f

j tf
f

i

>*

intlAop pn^ipattmrjfm^r

khVu

i

=*"

aysmü
cittam
citlatp

'"biysaipjAftä* ?
pragrahilavyain ?
pragrnhltaetfaiH Y
;,'ya.stii*'

w

tathü

kathain vü nnena

kathum
ttyo

hvaye hvaüai
ukle

^'ya-stüuii*"

baysä"
bralunfi

ä':^irl

'^Siihhütä^
Subbütiin

tta

tasminn

väkyo

vajatanäm
>>

yajalo

äcäryaip

latbä
«
t

9vamukte
hve:*
uktavän
avocat
:
:

k a g a » ä n
'

i^nfmanttnn

Subkütim

ad

x^

^irä

i^irä

Subhüta,

tta-tta

^i

hära^'

Subhflta,'

sädhu sädhu Suhhüte, lalhü-talbä so 'ribah
smlhit sildhu

Subhüte,

«ram

etat

Subbüte, SMbkai0,
'»ba'ysfjrtavüysi"

haindäda*^
anug rh1 1ä anHparigfhftäa

pyasta'^-ba'ysäna"
yajatcna

baudhisatva**
bodbisattvä
bodhitattvä

bi^plnniviiva- p a r a- 90

brahinaqä

bodbisattTä
mt$

tathü gatena

hä amt t

r

M $

pmrm-

ttamyo** "hanidärä^-jsa'*,' ysliil-hauda'* gyastä-ba'ysina baudhisatra me^a anugraheija, parinditä yajaiena brabma^ bodbisatUi

meifa

a n u g r'a h

e

tf

a

,

partnditäs

tatkägattna
tena
ki

bodkitmU ra

mmkMtattti^

bisä-pirnuittamä yslnl-haurqnie-jsa;'

tta»« ttina
talhä
ttt*a

SabhQta pyü
SobhQte SubkBit
AfQO

im

su-bi

jl

viäva-paramayä

paramayä

parlndanayä; parJndanagd;
aham
b b a s e

sldbu ^Tpt »adkm em rmffkm ra
hai|i-

aysmiya'*" yain," asyo hväfilmä

khu baVsüAavflysaina baudhisatra-y^fia
yatbä
tr

manas manaai

i

kuru,

bodhisativana
u
'
'

bodbiaaltTa-Tine

«aa»*

kuru,

bho^i^e 'kam

yo/Ai

kmik imttwm yfw
khul
gtdkM-

mmaysnifl

ao

jsanidaina'* mara niahäyärla
prasthitena
i

visi^^änä

man

h a

mahäyäne slhätavyam

taUiä yathä'DtoMia dltaqi

prasthitena
nästifijL'

Btkätavymfi ifmtkM pt ntiptMu9$mm

pragrahltavyam.

pragrahitacyam"tta-tta
tathä-tatlui
e V
sirii,«

gyasta ba'ysii"
yajala

ttü

nüi-^atli

;i

Mii

SiiMuitÄ^ f^yasta-ha'ysäna
Mihhutir
yajai.(d

sädhu

brahman

lad äkl y.it.un

.i<ii\a'<

hrahma^ali

a

^

bhagaran»

<

y
«)

pyüste.^
ärulavän.
pratyaäraiifit.

«9.
33.

khimi

M. ovüysaina W. .». bays° W.
s4.

.«. «di.

W:'^^!.

W

:

näsänä.
«>.

m. <^ W. m. febU in W.

m.

«>atf»,
ai.

auch W.

tt.
tt.

HW.

hiri

W.

<*pana W.
«. bad».

°vüysaina.

*»ttamä

W.

''dÄri

W.

>«.

la.

tt.

aynnaTa.

80

Stücke aus Yajracchedikä und AparimitäyurdhäranT in nordarischer Übersetzung.

gyastä ba'ysi
yajato

tta

hve:^
:

mara Subhüta ba'ysünavüysaina

baudhisatva-y^na
bodhisattva- yäne
bodhisattva- yäna-

brahmainam tathoktavän
asija

bhagavän

etad
tta - tta

avocat

:

iha iha

Subhüte Subhüte

bodhisattvena

hamjsamdaina
5

aysmü
cittam

upevänä

"cu-burä
Subhüte

satva
sattväh
sattvä^

samprasthitena tathä-tathä cittam utpädayitavyarn yävantah
samprasthitena
e v

a

m

tttpädayitavi/am yävantah

sattva-dhätau
^

satväm näsäme-jsa
sattvänäm samgrahena

hamkhisa ysäya u ähya ysäta
samsvede jätäs tathä 'nde

o

puräna^^ ysäta,
puräne
jätäh,

jätä athavä

sattva10

samgrahetia samgThTtä

an^a-jä vä jaräyu- ja vä sariisveda-ja
cii

v'

cuga
ye

ni-stä

ysäta
jätcä

ü v a v ä,i
aupapädukäh,

hamtsa rüvina cu^^ anaurüväna/ cuhamtsa
saha
rüpena
o

na

santi

ye
r ü

ye
r ü

vinä
i
ii

rüpena, ye
v ä
,

saha

aupapädukä

vü,

p

i

iri

v ä

'

p

o

s

a

mj

n i-

syäme-jsa cu anau syäme-jsa,
15

^

cu vä
ye vai

tti

satva cu ni hamtsa syäme-jsa

ni'^''

anau
vinä

samjnayä n o V ä

ye

vinä

samjnayä,
v a
,

te sattvä

'sainjüino
ku-burä

ye na

saha
s a rnj
^^

samjiiayä

naiva

nin o
^

na n äs a

mj ni satva
sattvä

syäme^^-jsa/

satva-däta-praiiavänämata
sattva-dhätu-prajiiapyatä

näpiyä^,
jiiäpyeta,

tti

samjnayä,
no vä,

yävati
yävän
Tcas-cit

te
te

— —
ca

sattva-dhatuh prajnapyamäna^

prajnapyate,

muhu-jsa harbisä
20

aharlna

nirväna

paranirväna";
parinirväpayitavyäh;

dädirä
tävato

avamäta
'prameyän aparimäi^an
paranirparinir-

mayä
m
a y ä

s

a

r

v e 'nupadhi-sese
e

nirväne

s

a r v

'nupadhi-se$e nirväiia-dhatau parinirväpayitavyäh ; e v

am

— —
25

satva

ku

paranirväye ^^

hamäti, nä^ hadi kämii-jä sai sau satvä^
bhavet,
n'

saltvän yadä parinirväpitavän

ärya

kas-cid
kas-cit

apy ekah sattvah
sattvah

api sattvän

parinirväpya
tta

na
ci

parinir-

väye
väpito
vüpito

hämä.
bhavet.
bhavati.

ci

härä kidna?^
hetoh ?

Subhüta baudhisatvä** satva-samna
Subhüte Subhüte
bodhisattvasya
bodhisattrasya
sattva-samjiiä

tathä
tat

kasyärthasya krtena?

yadi
sa-cet

kasya

satfva-samjnä

hämätä ui sä baudhisatvä hvanai.^
30

tta

ci

härä

kidna? ni

§i

Subhüta baubobo-

na sa pravarteta na sa
dhisatvä hvaiiai

bhaven

bodhisattvo
bodhisattva
ci

vaktavyah. tathä kasyärthasya krtena? na sa Subhüte
iti

vaktavyah.

tat

kasya

hetoh? na sa

Subhüte o

satvä
sattva-

vira

samna hamätä
samjiiä prararteta

o

jväkä v!ra samna
jira-

dhisattvo vaktavyo yasya sattvam upari samjüä
dhisattvo vaktavyo yasya

bhavaty athavä jlvam upari samjiiä 'thavä
sarnjnä

pudgalä vira
35

samila
samjiiä

häme.^
bhavet.

pudgalam upari
pudgala-

sarnjnä vä pravarteta.

Zweites Stück [Max MüUer's Ausgabe
tti

p.

35 jg


:

86^9].


ä'sirl

Subhüta
Subhütir

gyasta-ba'ysä
yajatam brahmänam

tta

hve:^
avocat
:

khu
katham

midäna
midhvo
b h a -

tadä
atha

äcäryah

tathoktavän
etad

kathain vai

khalv äyufmän

Subhütir

bhagavantam
41. °i.

39.

rüvana.

«o.

fehlt.

<».

°väiiam°.

43.

parin°.

44.

satvä vergessen.

Stack« aui Vajracchedikn und AparimilüyordlMkniQi in mtnUrisolMr ObWMlfOBg.

$1

«yaata ba'ysa'«
yajata

I)ainlln8«tvg«»-yijnl«*
IxKlhisaltva yinikanya

ninrft

bralminn
V

iha

inahAyAAa mahayiat

g a

a n

ftotihimtlraifäHa-MmpnuHkittma

-— ittüNfSfiK kmlätMfi prm4

aysmü
-

biysaiiij/^nä ?

cillaiji

lipattavyaifiY kathaifi

cittam
tUi

pragrahilBvyam y pragrakUaPifornf

gyastii

bu'ysi

live:>

mani Subhüvu
ili«

b«uilhiiMitVN-iiiäHti-hii'yif<)AttvQyiiaiiia

yajati» brahinainaiii

tath^klavün.

hhaiiavün
tta-tt«
tathü-tatiiä

üha:
iipovartji

ika

Snbhüte Suhhüt»

bctühisaUvena mahal«

bodhiaaUvma bndhiaaltwugiinm-tamprmtlkittnm
ahjulna
anupadbi-4«f«
'nm/mi i 4$99 mirvU^m k

aysinü
cittam
eittam

"bisiü satva

imrapari-

w

ulpädnyitavyaiii
utp^ulaifUavjfam

visve

itattvu

«

a

«I

mtre«

mUMi mmpä

äkUmm

ptmi'

nirväyärm":
nirväpayitavyali;

^-

ni ha^i kftmu-jl «itvä^
n*

paranirvaAft^
pmrimintäpito

trya

kai^il
kmäeit

Mltvah parininapayiUvYo
aaff wi^

nirväpayUavifä^
hiimü.
tta

;

team ra
ci

tattvilH paf'inii'vßpjfa

im

^

härä

kioa?
helo^ Y

c1

.Subhfiva

baitilhiHaUä

Mh-a-«HU|iAa

bhav«>t. tatliä

kasyArlhasya krtcna? yadi
kuat/a

Utarati.

tat

Subhüte »a-cH SmAküte
<>

bodbiitatlvasy« •atlva-su][^|iä

AodaUMttMfya

—/»r« — ^ii—
•>

hamAti bbavMi pimmittm

ni

^'^ baiKihisatvü
bodhisattvo
bodhisnftra
iti

livanaiJ

ütnia-siu|iAa'^ u vA

jlva-tiiu|iila'^

ptidgala'^*)

na sa
na
sa

vaklavyali, athav' »tma-samjnä 'thavä vai jiva-saiiyiä 'Ihavä podfala»
raktapt/a^t,

jtva-aainjiiä vä

jfiitmt

pudfmlm-amifijßä
ni-:^Ui

sainna haniüti ni si baudhisatvä^ hvailat.' ci härft kiqa?' tta samjnä bhaven na sa bodliisattvo vaktavynli latbA kaxydrtbaKya kftena?

vä pravatieta na
.^i

-xa

l)<Mihi»altra iti

raktaryafi.

tat

katt/a
*"

h4t«4r

dharmä känui-jä baudhisatva-y4Aa'^
kas-cid
i/o

hainj^^nidai

Aya;
syat;

s
tmt

sa (Ihannah

bodhisattvaInxihiaattra-

yäne
tfiino'

samprasthilab

na kaäcid dhat'mo

»ampnuihito

mamta

;

Wp mwngmm SmUMtf

astä nai
asti

^
sa
sa

asti

l)i|)ai|ikarii Subhfiva dharmä cu g^'asta-ba'ysAna g>'a8ia-ba*y8i Subhüte dharmo yo yajalena brahinaoä Dipainkaraaya yigalasya brahoia^i ka^citl dharmo yo« tathiigaltma tHpaiftkmrmafm tmtkigmtmtpä'

V

äifia

ka bisä-plrmättaniii
visva-paiainäin

ba'ysfL^tii
iKHlhiin

busta

Aya?'
syät?

ntikäd

buddbah

lUikäd

anultarüm samtfok-tambotihim abhitmmbmtldka^

ttye

hvayo hvanai
ukte

ä'siii«'

Subhfitä* gyasti
Subbütir
yaiataiii bT

ba'yüä

tta

hve:'

tasminn

vaktavyc äcäryah
n

ahmi ya ip

talböktavän
timd

&
'kmm

tv

am

kt a

äyu^miln

SubkMir

bkmgmramtmm
sft

mmmt! pmlk §
T^ata

nWti
nAsti

iiii44na gyaata**

nanu
l'hagavun
l>ha<jiuat,>

midlm»
b

baVsa'* brahman

hha^itatgdrtham Hf9mämi

nA^i

m

hm fm

r

m m

kämu-jä §ä dharmä ru jjyasta-ba ysäna yo yajatona brahmaiM^ kaä-cit sa dharmo


DfprnifUMrmfga

ka^id
4s.

dJuirmo

ya«

tathägatenm

tttkäfUtgärk^m^

»rnrnfmk-

Bei dort äiifi-Pariizipicn steht in einhoiraiacber Koostruktiaa der Genitiv, in «an-

skritischer dor Instrumental.

«.

*^sed**.

«t.

der Apostroph MilL
Httmabar« X.

Schrifttii <l«r Wissi-nstchnniichen Ovspllaclwfl in

82

Stücke aus Vajracchedika und Aparimitayurdhärani in nordarischer Übersetzung.

'—


ttye
ä

——

bisä-pirmättama ba'ysQstä bodhim visva-paramäm

bustä

äya.^
syät.
.

buddhah

sambuddhasyänUkud antittaräm sami/ak-sambodhim ahhisamhiiddhah

hvaye hvanai gyasta-baysä
ukte

tasminn
e V

väkye

yajato

brahm"

a

m ukte
^

bhagavän
ni-stä
nästi

ä'siri Subhütä tta hve:^ äcäryain Subhütim tathoktavän: äyu^mantam Subhütim etad avocat:

tta-tta
tathä-tathä.
e v

a

m

si

härä SubhQva,
Subhüte,
Subhüte,

kämu-jä

so 'rthah

etat
10

evam

etat,

ndsti Subhüte

dharmä cii gyasta-ba'ysna dharmo yo yajatena brahmanä sa kas-cid dharmo yas tathägatena
si

ka^-cit sa

Dipamkarä-gyasta-ba'ysäna*^


cl

Dipamkaräd yajatäd brahraano Dtpamkarasya tathägatasy ärhafa^ samyak-sambuddhasydntikäd anuttarärp samyakba'ysOstä

bustä

äya;i
syät;

——

SubhOva kämu-jä
Subhüte Subhüte
yj-a ni
kas-cit

si

dharmä
dharmas

vya

cii

15

buddhah sam,bodhim abhisambuddhah
bodhim

yadi
sa-cet ptinah

sa

dharmo bhaved yo

kas-cid

gyasta-ba'ysäna *^ ba'ysüstä
yajatena

bustä

brahmanä

bodhim

tathägatena
vyi ra: "sä
20

na abhisambuddho 'bhavi^yat na
bhavet

buddho

muhu mäm
märfl


Dipamkaras tathägato
gyasta-

hama
bhava

thu

mänavä ustamäjsi bädä Öäkya-munä näma
uttame
anägate
käle

prati

tvam mänavaka
mäitava

Säkya-munir

vyäkari^yad "bhavi^yasi tvam

'dhvani

Häkya-mnnir

näma yajato näma tathä-

ba'ysä".

brahmä.

gato

'rhan namyak-sambtiddha"

iti.

Der Anfang der Aparimitayur-dharani.

^

siddham.
siddham.
siddham.

^

tta-tta

muhu

jsa

pyüstä.
srutam.
srntaiii.

*

tathä-tathä

m
m

evam
Örävastä

a y ä a y ä

sina
•*

beda

gyastä ba'ysä
yajato

ästä''

vyä*^

Jivä
Jetasya
Jeta-

rris-pürä
rät-putrasya

bäsa
vane
vane

ekasmin käle ekasmin samaye

brahmä

bhagavän
härü

Srävastyäm nivisto bhüto Srävastyäm viharati sma

Anäthapindl
Anäthapi7ji(}adasy'

Anäthapindikasya sresthinah

samkhyerma samgh'äräme äräme mahatä u pharäkyau
bahubhir

dväs-sedvädasa-sata-

bhik^u-samghena sdrdham

ardha-tra-

pamjsäsau
35

ä'siryau-jsa
äcäryais
hhikßu-sataih

baudhisatv^au mistyau ba'ysüilavüysyau-jsa
bodhisattvair mahadbhir
bodhisattvair

pancäsadbhir
yodasabhir
harritsa*'.

tathä

sambahulais ca

mah

ä

-

bodhisattvaih sattvaifji
gurämantri-

ttina

becia
käle

mi gyastä ba'ysä
'sau yajato

MainjusrI
Maiijusriyam

eysänai-''"

särdham.
,

tasmin
tatra

brahmä

kumäram

khalu

bhagavän
vye.
50.

Manjusriyam kumära-bhütam ämantra-

48.

°ysana.

49.
i

Von der Schlußsilbe angeblich 'nur der Anusvara'

[d. h.

wohl das ai-Zeichen] vorhanden.

Stücke auN Vajratchediku und Aparimiluyurdluinipi in

not4umhM CtbtnMrtsoaf

H.'t

^\vi

II

ttui

paMti:*
:

tavän
ytUt

(aitia

talhä'ayuktavän

»ma
saiiicayä

8i* aiti*' Mainju^ry«** MtflNMiidi b&lai üuoA-apaapfthmiUnanv Mti MM^fmärf^ oanftUyAip düi ApmHmiimtuli Mai^airni t^fmrif^f/^m
ra.

ramittü
gUQünürp
ffupa-

n4nm lovu-d&Tä'
näma nämn
°<iryu.

»aipcayo
»ameaifo

loka-dlinloh.

lokt-Hhatm^

ai.

aiücä.

M.

Die Adhyardhasatikä Prajnäpäramitä
in der mit nordarischen Abschnitten durchsetzten

Sanskrit-Fassung aus der Gegend von Khotan.
[Dieser Aufsatz ruht in der Hauptsache auf Untersuchungen, die im Jahre 1908 durchgeführt

wurden.]

Mit der Handschrift, die der nachfolgenden Ausgabe zugrunde
ähnlich gegangen wie

liegt, ist

es

mit der KharosthT-Handschrift des Dhammapada.

Beide

sind nicht vollständig erhalten
seits
5

und haben ihren

Weg

zu ungleichen Teilen einer-

nach Westeuropa und andrerseits nach

8t.

Petersburg gefunden.

Während

aber von der Dhammapada-Handschrift die Hauptmasse nach Paris und nur der

Rest nach

St.

Petersburg gelangte,

ist

unsere Handschrift in der Hauptsache an
:

letztem! Orte

und nur in Spuren bei Hörnle in Oxford aufgehoben die PetrovskiSammlung des Asiatischen Museums hat fünfzehn zum Teil arg beschädigte Blätter, und Hörnle's Sammlung hat gleichartige Drittelstücke von zwei weitern
Blättern.

10

Der Zusammenhang zwischen den beiden Hörnle'schen Blattstücken und
den 15 Petersburger Blättern wäre vielleicht noch sehr lange, wenn nicht für

immer, unbeachtet geblieben, wenn nicht ein günstiger Zufall ihn hätte entdecken
lassen.
15

Unter etwa 130 Blattstücken verschiedenster Art und Größe waren

m'ir

die beiden Hörnle'schen

Fragmentchen ziemlich zur selben Zeit wie

die Peters-

burger Blätter (im Oktober 1907) zur Untersuchung anvertraut worden.
zufällige

Diese

Vereinigung

aller Bestandteile

in einer

Hand

hätte

aber an sich den

Zusammenhang noch
20

nicht enthüllen können.

Zwar

zeigte die Schrift der beiden

Fragmentchen eine überraschende Ähnlichkeit mit derjenigen der Petersburger
Blätter.

Allein die

Färbung der Fragmentchen war ziemlich verschieden; auch
sie voraussetzten,

war nicht genau zu erkennen, welche Blattgröße

und überdies

boten sie bloß nordarischen Inhalt und konnten auch im ursprünglichen Zustande
als

voUe Blätter keinen andern enthalten haben, während unter den Petersburger

Blättern sich nur eines findet, das kein Sanskrit enthielte. Grelegentlich indessen

^

bemerkte

ich,

daß eine mir aus den Samghätasütra-Blättern bekannte Silbenreihe

von einem Petersburger Blatte,
lünüberleitete.

wo

sie

abbrach, auf eines der beiden Fragmentchen

Es handelt

sich

bei

dieser wegleitenden Silbenreihe

um

einen bildlichen

Ausdruck, der den Ganges-Strom nennt und der aus der buddhistischen Sanskrit-

Die AdhyardhaMatikii frajAüpäramilM

iiiil

ai-lil

nurdarinchen Ab»clinitt«ii.

gg
den
Kiii-

]jiteratur

(z.

B. aus dorn Huvan^aprahliüsa) reichlich bekannt

i»tt

Um
alx

(Iruck einer

ungeheuom Monge zu erwecken, wird diew bezeichnet
Sandkörner von s« und ho vielen Zehnniillionen
bei unK

"ähnlich

(lorjonigen der

(Koti'K)

von GaftgöheiUt, hat

Htrömen".

Was

im Norden kurzweg *wie der Sand am Meer'

hier also eine echt indische

SteiKonmg erfahren. Das mit dem Anfang der besagten

s

Eine Unsicherheit blieb aber noch.

Wendung

schlioHond«'

Potei-sburgor Blatt trug die

Nummer

20,

so daS daa die

Fortsetzung liefernde FragnientchtMi
hat dieäos Fraginentchen seine

zum

21. Blatte gehört haben moStp.

Nun

das andere Fragmentchon die

Nummer Nummer 2
für das

verloren; aber aus trägt sollte

dem

Umstandi*, daß

man

bei der Uleicbartigkeit

»

der Zeixtörunp:, der beide Fragmentehen anheimgefallen sind, auf ihr ursprängliches Zusanimenliogen,
also

der .Nummer beraubt«' tVagmentchen auf

die

Nummer

1

oder 8 schließen. Eine Zeit lang schien es mir, als ob die Schwierig-

keit sich in
ziffer

der Weise höbe, daß auf
also

dem numerierten Fragmentchen
in

die Dekaden-

20 vergessen, dasselbe

ein Überbleibsel des 22. Blattes sein könnte,

ü

Diese
als

Annahme

ausgesprochen
die beiden

ZUMG.

(>2

p.

103,,

,4

hat sich später

irrig

erwiesen:

Fragmentchon stanunen

trotz ihrer

genau

üb«»r-

einstimmenden Verwahrlostheit aus entgegengesetzten Ijagen der Handschrift, das
numerierte
ist

ein Rest

von Blatt 2 und das unnumerierte ein Best von
Blätter anbelangt,

Blatt 21.
sie

Was
bei

die

Numerierung der Petersburger

so

ist

nur

»

den letzten vieren (17

— 20)

unversehrt erhalten, bei den übrigen meist vollgleichartigen Beschädigungen

ständig weggehrochen.

Durch Beachtung der

und

der

einigemal

vorhandenen

Sanskrit-t^bergänge

V(m Blatt zu

Blatt

hat sich
Blatt-

immerhin schon bald nach dem Beginn der Untereuchung die vollständige
folge

mit ziemlic^her Sicherheit gewinnen

lassen.

Und

als

ich

«lie

gesamten

»

Sanskritpartien in der mutmaßlichen Reihenfolge transkribierte
n«»ch
in

und meinem damals

Straßburg weilenden Freundfe Dr. Kaikioku Watanabe vorige, da war

dieser glücklicherweise imstande, das
die

Werk von den

chinesi.schen Fassungen her,

ihm wohlbekannt waren, zu

identifizieren.

Eine V'ergicichung dieser Fiusungen,
ließ

zu der mein freundlicher Helfer mir nun die Haud bot
kennen, daß die zuvor ermittelte Blattfolge lückenlos

dann siinichst

er- ao

sei, also

ohne Unterbrechung
auch die

von

()

bis

20

(resp.

mit

dem einen Fragmentchen

bis 21) reiche.
all«'

Dabei
durcli
«lie

ist

zu bemerken, daß mit einer Ausnahm«'

Blätter,

beiden
ist

Fragmentchen vertretenen, zehn Zeilen gehabt haben.
das neunte
:

Das

Ausnahme-Blatt
Zeilen,

hier stehen auf der einen Seite die üblichen fünf

»

während die andere

in

kleiner Schrift auf 12 Zeilen fragmentarisch die
enthält.

eisten IM Strophen eines

besondem Werkes

Offenbar hatte der Schreiber

unserer Handschrift dieses Blatt verwendet im («lauben, es sei noch unbeschrieben.
Als er dann beim

Umwenden

sah, daß die Rückseite bereits mit
in

den genannten

Strophen besetzt war, hat er sein Versehen

der Weise halb gutgemacht da8
(fol.

er den über das Hindernis hinüb«^rführenden Abschnitt

9,

.

-|-

10,) wieder-

86

Die Adhyardhasatikä Prajnäparamitä mit acht nordarischen Abschnitten.

holte (10
9.

j_

5).

So kommt

es,

daß

vom Text

nichts verloren geht,

wenn man vom
nur die Zeilen

Blatte bloß die ersten 2i Zeilen (yati bis vä)

und vom

10. Blatt

2

— 10

mitrechnet.

Um
5

den handschriftlichen Umfang unseres Textes zu bestinunen, müssen

wir nun aber einen noch weit größeren Abstrich machen.

Schon beim Ver-

gleichen der chinesischen Versionen erschien es höchst auffallend, daß

dem
in

ersten

Petersburger Blatte fünf andere vorangegangen sein sollten. Als ich dann auch
die
tibetische

Fassung des Werkes, die ich zunächst im März 1908

Paris

bloß flüchtig exzerpierte, später an der
10

Hand

des India-Office-Exemplars voll-

ständig untersuchte, da ergab sich mit voller Bestimmtheit, daß unser Text nicht

auf
hat.

dem

ersten, sondern erst mit
fast

Es würde

dem fünften Blatt unserer Handschrift begonnen möglich sein, vom Tibetischen und Chinesischen aus dieses

verlorene Anfang-sblatt, das nur Sanskrit enthalten haben kann, wörtlich zu rekonstruieren.
15

Ich werde mich indessen unten damit begnügen, bloß die erste

und

die letzte Zeile des Blattes

Wir

fragen schließlich,

dem Wortlaut nach herzustellen. wieviel uns am Ende des Textes fehlt. Hier

lassen

die genannten Paralleltexte von Tibet und China erkennen, daß hinter dem
21. Blatte bloß

noch 6 Zeilen folgen konnten, von denen die letzten vier einen
noch

sanskritischen Abschnitt darstellten.
20

So ergibt

sich,

daß innerhalb unserer Handschrift zur

Zeit,

da

sie

vollständig war, der Zeilenbestand unseres Textes folgender gewesen
fol.

ist:

ö—
9

40
2i
9

Zeilen
» »
» »

» »

10

25

»

11—21

110
6

»22
Unter diesen Zeilen fehlen die ersten 10 und

Summa 167f
Weniger
30

Zeilen

die letzten 6 gänzlich.

als

zur Hälfte erhalten sind die Zeilen 4
6 von
fol.

7

von

fol.

6

und

die Zeilen

5

«&

18 sowie

alle

Zeilen von

fol.

21.

Zur Hälfte

bis

zu fünf Sechsteln sind erhalten

die übrigen Zeilen der eben genannten Blätter 6
alle

&

18,

Zeilen von

fol. 7,

10, 16, 17,
fol. 8,
»

die Zeilen 4
35
» »

—7
&
6

von
»
»

» »

1—5
5

9,

»

19 & 20.
die

Annähernd oder gänzlich unversehrt sind

noch nicht genannten Zeilen der

Blätter 8, 19, 20 sowie alle Zeilen der Blätter

11—15.

40

Die fehlenden Stücke würden im Ganzen wohl etwa 45 Zeilen ausmachen,
so

daß tatsächlich nicht

viel

mehr

als

f des Textes vorhanden

ist.

Allein

es

Dil)

Adhyardhasatiku

i'rajiui|»uraiiiita

mit acht nordariMzhen Ativcbnitti^n

s7

wird sich zeigen, duU durch Verwertung aller HUlfemittel ziemlich genau die
}Iiilft(>

dessen, wtis fohlt,
ulso aus

Wort

für

Wort hat ergänzt werden können.

Wir

g<»-

winnon

dem

verwuhrlosten Material inunerliin ftwas. daK uniiah«'rnd wi»

ein volistündigor

Text aussieht.
zweisprachiger Text
(d. h.

Was unser
in die acht

bietet,

ist

eine aus

17

Abschnitten

be-

&

stehende Sanskrit-Schrift

die ursprüngliche

Adhyardha^tikä PrajAüpararoitä),

nurdarische Abschnitte eingefügt worden sind. Je hinter lehrhaften Ab-

schnitten oder Abschnitt-R(>ihen des Sanskrit-Originals hat

man nämlich

nordarische

Anpreisungen der vorgetragenen Lehren angebracht So erhebt sich die Geaamtzahl
der Abschnitte auf 25. Über den Inhalt, die Zusammengehörigkeit und den
ilieser
juK^li

Umfang

lo

Abschnitte
noi'h

ist

das Nötigste der nachfolgenden Liste zu entnehmen, mit der
I.e.
p.
.S()

das schon

— S8

Mitireteilto

zusammengehalten werden mag.

Ahschnill

88

Die Adhyardhasatika Prajnäparamita mit acht nordarischen Abschnitten.

Man

wird bemerken, daß ich in der links außen stehenden Haupt-Numedie

rierung, welche alle 25 Abschnitte umfaßt,

Nummern
in

der sanskritischen

Abschnitte in eckige

Klammern

gesetzt

habe und daß rechts von der Haupt-

Numerierung noch eine Neben-Numerierung
5
ist,

römischen Ziffern verzeichnet
Diese

welche bloß die lehrhaften Abschnitte berücksichtigt.
ist in
c.

Neben-

Numerierung
zahlen,
die
1.

den nordarischen Abschnitten angedeutet
87^

:

daher jene Ordinalteilweise

p.

ausgehoben und oben

p.

453q_32
eine

Aviederholt

nommen
10

Immer nämlich beginnt und schließt mit dem Bemerken, daß der oder die voran gehenden Lehrabschnitte, die in solchem Zusammenhang als 'erster', 'zweiter' Das letzte Mal in usM'. bezeichnet werden, dem Leser Grewinn brächten. 'vierzehnten' und 'fünfAbschnitt 23 ist dabei irrtümlicherweise außer vom
worden
sind.

Anpreisung (ausge-

die Gesamtanpreisung)

zehnten'

auch

nocli
ist.

von

einem 'sechzehnten' Lehrabschnitt die Rede, der gar

nicht vorhanden
15

Probeweise will ich
a)

liier,

um

die geschilderte Sachlage zu verdeutlichen,

den

ersten

der

nordarischen

Abschnitte

ausschreiben

und

interlinear

ins

Sanskrit sowie hinterher ins Deutsche übertragen, überdies das
'

dem

Abschnitt entsprechende Stück der tibetischen Text-Fassung im Wortlaute mitteilen

und zugleich

interlinear ins Sanskrit übersetzen

20

b)

den dritten

der sanskritischen Lehrabschnitte in

berichtigter

und übersicht-

licher

Form zum Abdruck

bringen.

Abschnitt
sä vä pa(\.aujsje
sa vai

3.

prajnäpäramitä-nayä

hivya

hauva

pufiinai

hawbis«
räsis

u
tathä

prathamasya prajnäpäramitä-nayasya sambandhi prahhfivah

punya-

bujsä
2.5

gunah
ci-jü

hal-ri

sä ai Vajrapäna

ci

ttü
etain

bissänu

dätaftänu

lilviva

vas-

yas-cid anyatarah sa syäd Vajrapäne

ya

visvesäm dharmänäm sambandhinyä visud-

vatte

nväyä>/«ä

j)rajnäpäraniitä-nayä
prajnäpäramitä-nayam

ustamäta ssai
uttamato
'pi

herra
garbhe

pyüsdä ttye odä
srnoti

dhatäyä udghätakarn
30

tasya

ä-

balysüste
bodher
cai

byamna

u

hism

ttü
te

.

klaisa (^ysmü
klesäs
cittarn

nä haljlndä; bässu
na
ghnanti;

kladsa

mvaranäni tathä visve
säretu

visvathä klesä

byamnä yanlndä
ärra

u

bisye

data

hjarnmi yanandä hära

ye'sya subhatäyä nlvaranarn kurvanti tathfi visvasya dharmasya nivaranäni kurvanto 'rthäs

u
35

bissä

kädyäne

u

basde

mästa stäna

ssai
api

hamjsaunda nyätine

tathä visväni

karmäny aparädliäs lathä päpäni mahänti santy
ra aväyä bästä yanära
nai

tcahoru
cat

ne ttätänu karmänu pracaina

narya-

apäy

kuryur näsya jätv

etesäm karmanäm pralyayena naraka-

Die Adbyardha^atikä rrajäüpäramitä mit acht nurdari»cben Abadmitien.

89
Imide

ysiiiiitlm
jutir
II

h&iniUr
iitpadyale

nc pn'yvo
na preteNU dukliä
duhklmiii

u
latiiü

iie

ttrlyiu^Qnii

yuda-inase 9t&ii* biätt

tti

na liryagyonau kfta-iiuklrMi MOti vÜvini
ahomaA/^nii
vinn
vina
//

täni pAptai

kurina vina

vinu
vina

ayKmva AphAranänX harfoiMu
manaai
viAvalh«

tatha kurmaiji vinü

jyäre

ii

cai

va

diysf/c

luulai-hadai vftfo

ä

tl

dnüMna

Da- &

hiyantc tathä ya enain vai dhärayati lalhä dine-dine väcayaty aUiavainaiii

jsanm hväi^ä ä

tl

vä wm^tÄ cindl ^a\i

nauhl

ai/sm
manaii

ttääa ysb^tba ^täna

pathaty iithavainain
bi.si^ünu
vitivesäin
t/ataftinii

ekiiin muhrirtaiii

UuPfkm jälau

hainaiiige

vachükä
upagantur

va^i'ä
vajrasya

iiym%ui

va^ma
u

hyolic
präpsyaii

tty^
taaya
rje
>"

dlinrmäqätii

samalüyä

mano

|)mcainn Mira stnna biäyc
pratyayena

dätü

vorraysanond« htlmye
virüsanavän

visvasya dliannasya
sai|idu.s(.T

bhavati iatha

siravo
pritiiii

II

hamurastu
samyag
balysiKsta
bodhirn

varä.4e

u
talhä

k^iasyau tnSstyaii haiid)iis///rinyffM
scxlai^abhyo

tathä

sainliisliin

bodhisallva-inahasattvalihi

il»(irßthyan

fnrmättam&
paramäni

byehe

ii

buly8äiiu

vasäru

dijs.i-

i>

jätibhyah

präpsyati latbn buddhänäin

»ambandbino vajrasya dhar-

kä häine.

bbavati.

.y/

pt/dauysye

prajfiapdraniitä-nayä

hlvya

liauva

u

buijsä

bvüAa.
boddhavyali.

sa prathamasya prajnäpärainiia-nayasya sainbandhi prabbävas latbä

ga^o

Verdeiitscliunp.
Das Hiiwalir
(ist i\vr)

dem

oi-stcn Ijehrabschnitt

der

l'i-ajna|»jinuiiita uigviit* Kiiiiiim.

Verdienst-I\'eichtum und Vorzug:

Wer immer
keiten

irgend der sein mag, o Vajrapä^i, der diesen (die) allen V'ortrefflicbLehrabschnitt der
(ist),

eigene Reinheit erschlieiJeudi'n

Praji\ü|)äraniitä

auch
zur

nur

|iittainatas],

(wenn er noch) im Mutterleibe
Hindernisse

hört*),

dem werden

bis

*

(Krlanguiig der) VoUorkenntnis

und

alle

Arten von Anfechtungen

den

(reist

nicht

gefährden:

Anfeclitungen vielmehr, die seiner Wohlfahrt ein

Hindernis bereiten (könnten), und die jeder Frömmigkeit Hindemisse bereitenden

Dinge und

alle

schlimmen Werke und großen Sünden, wenn
in

sie

(bei

ihm auf
(Höllen«i

dem Wege

der Wiedergehurt) ein Sinken

die

vier UDheil-Stadien

Dasein, (Jespenster-Dasein usw.) bewirken könnten,

ihm wird durchaus nicht
den

wogen dieser Taten
')

ein Höllen-Dasein bevorstehen, nicht (ein Da.sein) unter

Dieser Gedanke, daü bereits die I.eilM>srrucht darch geistliche Worte heilaan beeinflaflt
felilt
:

werde,

wie in der tibeliseben so auch

in allen

chinesischen
:

Obenetmigen onans

1 7 Ed. fol. 1 15 Im Sinne von 'auch nur' steht im nordbuddhistisciien .Sinskrit gewöhnlich omtaJa^. Der Lokativ hfrra ist nacli oben p. Tlnir. von härra aus gebildet, das aus dem Alttfirkischen stammt: Tgl.

Werkes

ich kernte ihn nebenbei aus

dem Jaina-Kanon

vgl.

Bhagavali

oben

p.

41

*

lürkische gelangtes

den alttürkischen Lokativ hät-riHdä. Ein umgekehrt aos unserer Sprach« in« Wort oben p. Hö.'KXr.

All-

90

Die Adhyardhasaüka Prajnaparamitä mit acht nordarischen Abschnitten.

Gespenstern und nicht (eines in einem) Tier(-Leib)

;

kaum

getan werden

alle diese

Sünden und Taten

(bei

ihm),

ohne Leid (und) ohne BeschAverden (und) ohne

Beeinträchtigungen des Geistes (zu bewirken), gänzlich verschwinden, und Aver
ihn
5

[= den

Lehrabschnitt]
hersagt

fürwahr (im Gedächtnis) behält und tagtäglich
oder
in

liest

oder ehrfurchtsvoll

richtigem

Denken

eine

Weile im Geiste

erwägt, der wird (schon) in diesem Dasein eine Geistesverfassung (vergleichbar)

einem die Gesamtheit
(und) wird

aller Vortrefflichkeiten

sichernden (Zauber-)Keil erlangen

aus diesem Grunde mit der Askese-Gewalt jeder Frömmigkeit ver-

sehen sein und Glück, Freude und Zufriedenheit in vollem
10

Maße gewinnen, und

(er)

wird,

nachdem

er sechzehnmal als großer Bodhisattva wiedergeboren wurde,

(endlich) die höchste Vollerkenntnis erreichen

und

in

den Besitz des den Buddha's

eigenen (Zauber-)Keils gelangen.

Das

(ist),

wie

man

wissen

soll,

(der)

dem

ersten Lehrabschnitt der Prajnaparamitä

eigene Einfluß und Vorzug.
15

Dal3 der die Ordinalzahl enthaltende Anfangs-

und Schlußsatz sowohl des vorstehenden Ab-

schnittes wie aller übrigen nordarischen Abschnitte
fehlt,

habe ich schon

in

ZDMG. 62

p.

87^

12

festgestellt.

im Tibetischen und Chinesischen ganz Wenn ich im folgenden die chine-

sischen Fassungen unseres Abschnittes übergehe und bloß die tibetische vorlege, so geschieht dies, weil letztere sich
2()

durchschnittlich mit der nordarischen etwas näher berührt

als die andern.

Lag-na-rdo-rje

su la-la
ijah kas-eit

chos thams-cad kyi

no-bo-iiid

rnam-par-dag-pahi sgo-sgrub-pa
|

Vajrapäne

sarvadharmaghul hdi

svabhävalan geig
ekaväraiti

cisuddhi-

nirhäram

ses-rab kyi pha-rol-tu phyin-pahi

thos-na yan de byan-chub kyi sfüüsrutvä
'pi

prajnä2ö

päramitäsarvanwaraii'-

nayam imam
|

sa

ä-

b
daii

d h

i

-

pohi bar-du sgrib-pa thams-cad dan

chod-pa dan iion-mons-pahi sgrib-pa

chos kyi

maif4ät
sgrib-pa
iitvara^asoii
3()

üvara^achen-po
bsags kyan
j

lelesa-

mvarai^a-

dharma-

dan

|

las kyi sgrib-pa

sems-can dmyal-ba ia-sogs-pa nan><attvo

karma-mvaranäni mahänti/ upacityäpi

narak'-

ä d y

-

apn-

du

nam-yan
kadacid api

skye-bar mi hgyur

|

sdig-pa yan byas ma-thag-tu sdug-bsnal

med-par
rahitak

ye,?u

notpatsyate,
|

päpam

api kftvä 'nantaram

duhkha-

byan-bar hgyur-ro
|

su zig

h2in-pa dan iiin-re-zig klog-pa daii

|

kha-ton

byed-pa dan
j

suddho
ähul-bzin

bhavi^yati ; yah kascid dhärayati
yid-la

pratidinam pafhati

svädhyäyam karoti

byed-pa de
|

jhe

hdi-iiid-la

chos thams-cad kyi mfiam-pa-fiid rdo-rjehi

yathä-nayam manaai
3b
tiiie-hlin

karoti

sa

janmany asminn

eva sarvadharma-

satnatü-

vajra-

thob-pas chos thams-cad la dban-bar hgyur-ro

]
j

chos thams-cad la dgah-ba daii

samädhim präpya

sarvadharme^u

vast

bhavi^yati,

sarvadharme$u

sukham

ca

mgu-ba

daii

|

mchog-tu dgah-ba myon-bar hgyur-ro

'

byan-chub sems-dpah

sems-dpah

samto^am ca
chen-pohi
40

parama-sukham cänubhavi^yati,
jhe

bodhisattvah2[in

mahn\
\

bcu-drug gis de-bzin-göegs-paham rdo-rje

thob-par hgyur-ro

sattva-

janmdbhifit fo^aäabhis

tathägato

vtt

vajra- dharo vä

bhavi^yati.

Die Adhyardhaäatikü PrajAäpäramilä mit

mhl nordAriieben

Abtefanitten.

Hl

Abschnitt

16).

Htha hhuguvüiii .surva-duHta-vinaya-SakvanuiniM tatliagmUb punar «pi «ur»«Iharnia-sHniatü-vijnyu-saiiignilmip

nüma

prajAüpüramitü-iiirlmraili
*,

>

detey&m &m:

nigflprapaficatayü «IvesäprapafkcaUi

«Ivesaprapaficatayä

'

niuhuprapaAcatu,

moliaprapancatayü

sarvadhamiaprapahcatu.
'

&
hrii|i.

sarvadliarniaprapaucatayä
1.

pnijAäpüramitü'pntpaAcatä vetiiUvyeti
ist

Weil im MS. der Anusvüra nicht vorhanden

und

die folgenden

4 oder & Silben mit

dem auf sie fallenden Verhum abgebrochen sind, sn bleib! der Wortlaut hier etwa« fraglich. Wenn der Anusvüra vom Schreiber nicht vergesMen w«irden Hein sollte, so roOflle mirkäimm dr^yüm am oder nirhiiram mit einem vokaliach beginnenden Verbnm gesiandan haben.
2. 3.

10

Dieses Kompositum im MS. vergessen.

Hier im MS. irrtümlicherweise ein
letzten vier Silben dieses
irriges

Komma, dagegen
war.

keines hinter

dem

folgenden Kompusitiun!
aifoii

k Die
ist,

Kompositums im MS. weggebrochen, so daU nicht so

ob auch hior ein

5.

Hier wieder ein falsches

Komma gesetzt Komma im MS

15

Ks

liegt

nun nicht
und
ich

in

meiner Absicht, hier noch weiter

in eine Interpretation

iiordarischer

in eine

Süubening sanskritischer Abschnitte einzutreten.

Viel-

mehr möchte

im gegenwärtigen Aufsatz einfach tinsem neu gewonnenen
dorn
iiandschriftlichen

R-ajfiäpäraniitii-Te.xt

Befunde gemalt samt Ergänzungen
den im vorigen .\ufsatz herausgein

vtulegen und eine Bearbeitung,

wie ich

sie

»

gebeuen Te.xtstücken

habe angedeihen lassen, für später

Aussicht nehmen.

Es

ist

nämlich zu erwarten, daB unter den Enverbungen von Stein und Felliot

noch reichliche Spuren unseres Werkes und vermutlich auch V(dl8tindige Handschriften des.selbeu zutage treten werden.

Und gerade meine

vorläufige Bekannt-

gabe dessen, was ich kenne und ergänzen kann, dürfte den Anstoit dazu geben.
solch

^

weiteres

Text-Material

aus

der Fülle

des Vorhandenen

herauszufinden.

Damit wäre dann für eine eingehendere Untersuchung ein bewerer Roden gi^
Wonnen,
als

wie ich ihn zur Zeit

besitze.

Zur nachfolgenden Umschrift bemerke
möglichst
erstens

ich.

dali

>m-

m

j.u.r

BfZieluing
»•

getreu

die

Handschrift

wiederzugeben

sucht.

Deshalb entsprechen

immer genau zwei Dnickzeilen

einer Handschriftzeilc.

Zweitens sind

die zahlreichen Schreibfehler
(in

und Schreibnachlässigkeiton
[.icser

alle sorgfältig beibehalten

den Sanskrit-Abschnitten wird der

die Fehler leicht selber verbesBem:
in einer

ich

habe nur an ein paar Stellen Veranlassung genommen,
Drittens endlich
teils
ist

Fußnote auf

das Erforderliche hinzuweisen).

Alles in Kursivdruck gesetzt r»

was

ich teils von

Wiederholungen und

vom

Tibetischen und ChineaiteiMn

aus innerhalb der schadhaften oder gänzlich weggebrochenen Stellen unter steler

Berücksichtigung der

in

der Xachbarschaft erhaltenen SUbenbreit»-n und Silben-

abstände habe ergänzen können.

92

Die Adhyardhasatikä Prajnäpäramitä mit acht nordarischen Abschnitten.

[5]

1

om

namo
ll

hhagavatyai

Prajnäpäramitäyai
jj

nw

[1],
2

mah
inrn

evam mayä srutam

ehasmirn samaye bhagci'

3—9
ö
10


\

\

\

Vajrapänitiö

bodhisdtvena
ca

mahäsatve'

na
[6]
1

Ävalokitesvarena

bodhisafreno

mahäsa =
ca

tvena

Äkäsagarbhenani
ca
ca,

ca

.

Vajrramustinä

Marnjiisriyü
2

SacitfMjmla - dharniacakra

pravartanfi

Gaganagamjenain
ca

ca,

Sarva»

10
3

raärapramardinä
t'D&ii'd.

bodkisatvemi

mahämbidhisatva-

evain-pramukhaira

astäbhir

kotibhi.
4
. .

rma^ ädau kalyänarri

madhye kalyänain

pa»

ryavasäne
15
5

kalyämm

.sad-((rtham
,

sn-padäkmru^
sarva-dharraasnia

ni

asarfikirnam

paryavadätam

naya-visuddhi-nirhäram
[2].
6

desayati

käma-in'

sKddhi-2)ad(fni

etat

yad-uta bodhisr/tva-padam dr=
etat

.Hti-visuddhi-j)adani
7

y<id-at<(

bodhisatva-

padantj rati-visuddhi-padam etat yad-uta
satva -p(tdaT!i,

bodhi=
ya-

'20

frt^nä-visuddhi-j/adani

etat

8

d-ui?i

bodhisatva-padam,
^t(ü

bhOpana*-visuddhiä=

padam
9

yad-uta

bodhlsatm-padaTfi,
etat

hlädana-visiiddhi-padam
satva-pada?/z,

yad-uta

bodhi=
ya^

kloka-vikiddhi-padam

etat

25

10

d-uta
padani

bodhisat<;a-padam.
etat

käya-sukha-visuddhibodhisatva-padam
,

yad-uta

[7]

1

V

.

-wsuddh/-padam
,

etat

yad-uta bodhisatvafdtat

padaiii
2

mano-visuddlii-padam

yad-uta

bo=

dhisatva-padain, sabda-visuddhi-padam etat yad-u*
ta

30
3

bodhisatva-padam, gandh'A-vimddhi-padam
bodhisatva-padairi,

etat

«/ad- Uta

rasa-visuddhi-pa*
^pff^

dam
4

etat

yad-u/a
etat

hodhisatva-padain,

rsa-*'isuddhi-padam

yad-uta

bodhisatva-pa*

dam,
35
5

tat

kasya

]\etost\\((d-yathä

sarva-dharmäh sva=
stvabhäva-sü*
b/iavati
//

bhäva-vii}Jiddhä.h

sarva-dharmäh

nyatayä prajnäpäramitä mstiddhir
3.
6

rä 2X/d<mysye

prajnäpäramitä-nayä
a
ttü

hlvya
hal-ci

hau=

va
7

puninai

liawbls«'
ci

bujsä

ci-jä

m

m

Yajrapäna

bissänu

dätafiämnu

*für bhü^a^a.

Die Adhynrdhni^likä IVajüitpnramitä mit arbt nordaritchra Abschnitten

93

hlvlva
8

\asvatte
iistainäta

nväyäwä
«Hai
ii

fjraJUajjäninutä-

nuyä
da

liorra
hiti^'i

pyn><4Ä

ttye


««

halysü.sto
nji

hyaiima

t

9

ysniü

hnljlndü, bäsisu
ii

klaiAa «fM

^itr"»ii

»'»«n,.

nä yanlndä
in

bisye data byan«
kä«lyünfl

i

hära

ii

bissit

ürra
tr

u

basde nia

na
[s|
t

s:;<ai

hainjsaunda nyütTno
bä.stä

ra

aväyä

yanäiTi

nai

id'

ttaünMi

Kiuinn'

nu
t

pracaina
II

narya

ysaiiithu

h&m&te

ne

pn*

yvo
ttä

iit'

ttrlyasünä
u

yuda-mase
diikhä

H\äim
vina

bi^
ahenifi»

10

basde

karina

vina

s

rlüninu
re
II

vina
cai

aysmya üphäninänä
vu
diys//c

harbisSs^u

jyä»
vii&e

u

badai-badai
t1

4

ä
stä

t1

vj'i

draisäna
!l4au

pajsama bvnilä ä
aifsmü

ira*
I5

cindl

naubl

s

ttäfla

ysitba

s^ana

l)is.4rinu

r/ütaninu

bamaiii'

go
6

vachäkä
ttyc

vnsä/ii

....
vara
n
vani.<t'
ii

byehe

prf«^aina

stäna

b/^ye

dätÄ

verräysanondä Wini\<
7

ne slrave
syau

ii

samdustl hanmnistu
baudbis/^/r

k.sa»

»

niästyau
balysüstä

prrwätta»

8

ina

byehe
sa

u

balysänu

blvl

vtM»


9

dijsäkä

iiänie.

p^danysye
u
l)ulj.^i

pi-ajAäpdra*

mitä-nayä
atha

hivya

bauva

bvärta

|

[4].
10

bhagaväip

Vairaucanas

tatbäpatab

puwi-

r.

r

apidaip

prajnäpänimilä-nayain
dbannatäbbisanibodbi
-

sarva-tatbäpa«
doäa«

ta [9]
1

Santa

-

nirbärain

yati

sma,

vajra-sainatäbhisaiiibodbi-mabäbodhi
,

vajra - drdbatayä
i

artha

-

.sainaMM«w«;iA<WA«M

mahäbodbir
bodhaii

ckartbatiiyä

dbarnia-samatäbbisani«

m

niahäbodhib stvabbavaddhi^ryä snrra-s^i'

3

niatäbhisainbodhau
Ipanatayoti
ani

mahübodhih

sarvÄrika«
/mißiä/tdrami»

äy?

i

tä-nayä
jsä
ci-jä

blvl
a1

pufilnai
V'ajrrapäi.ia

bainbTsä

bauva

u

bu»
tläia

ce

tte

taihnunt

»

5

hlvye
vara

nväyümo
u|

pyüäte
;?.sai

au
hi

dijsäte
hUSff

o

tä^I

o

ÄoAajiite

baide

fu*

[10]

1

da alyä bisyau aväyyau jsa bade par^tä u tha*
tau-ra bissa-pTrnmttania balysü^tä
byo/i**
.«7

5.

i

sye
bisä

prajnäpänimittä-nayä

blvl
ha^-ci

puninai
(»df

bai|i*
Vttfrrt*

»

bauva u bujsä

ci-jä

«

94

Die Adhyardhasatika l'rajnäparamita mit acht nordarischen Abschnitten.

3

päna

ci

ttä

tcahauia
däjsäte
o

data
väsi
o

liivye

uväyä=

me
4

pväte
ssai

o

vara

m

lia-

hajäte

ka bissä basde yude Iva bisyaii

aväyyau
5
5

jsa

hade parrye häwe

stä

u
II

thatau-ra bissä-pirmättama balysüstu bye=
sä ttye prajwä;)ä;Y////ittä->^r/^ä

he
j.

Mvya haiwa
sarva-du=

,

6

u bujsä

bväna

||

atha

bhagavärn
tathägatah
-

§ta-vinaya-Öäky«»wM/M,s'
1

punar

(i=

pi

sarva - dharma

-

samatä - vijaya

sarngraharri
äs((
,

10
8

näma

prajnäpäramitä - nirhära
,

demyäm

rägäprapamcatayä

dvesäprapamcatayä

m oh äprapaii
9

1

catä

moh äi^rapcfmcatayä
sarvadharmäprapaiii=
vedita'

sarvadharmäprapaiiicatä,

catayä
15

,

prajnäpäramitäprapani^rtifä
||

10

vyeti

hüm
hal-ci

sä vä didye prajnäpüramitä-na=

yä hivi
[11]
1

punlnai

hamblsä

hauw

u

hujsä

/'

cä-jä

sä ai ci ttü prajnäpäramitä-nayä

pyüsde o
2
2()

d^ysdf' o väsi o

bhäve u ssau nühä

vara

m

hahajäte o säjye ssai ci sä drhaskali
tvise ya=

ysama-ssamdai ysäna harbässä satva
3

nai

bade

aväyä

tsümata

häme cu
ttifia

pra*

caina pathamke kidna ra vä
4

deta njü-

jäme pracaina u
stä butte
II

thyaii-ra sä hastania balvsü=

§ä ttye didye prajnäpäramitä-nayä

25

rc

^
1

hlvya

hauva

u

bujsä

bvärla

||

atha

bhaga=

6

väm dam

stabhäva-suddhas tathägatah punar api*
sa/-ya-rfAörwrt-samatävalokittesvara-jüä*

na-mudrräm näma prajfiäpäramitä-nayam desa=
7

yäm
sa
-

äsa

sarva-räga-visuddhitä

loke

dve-

30
8

visuddhitäyai
loke

samvartate

sarva -mala-

visuddhitä
vartate
,

*dvesa-viddhitäyai
-

sam*
loke *
sarva-

sarva

mala

-

visuddhitä
samvartate,

9

sarva-päpa-visuddhitäyai

dharma-visuddhitä
35
10

loke

sarva-satva-visuddhi=

täyai samvartate, sarva-jfiäna-visuddhittä lauke

prajnäpärami^ä-^'^suddhyai samvartatetih hrri
||

9. 1[2]

1

§ä vä tcüramye präjiiäpäramitä-nayä hivl pu*

nlnai
2

harfilnm
ttü

hmtva

u

buljsä

||

kämu-jä
ü=

ai

ci

bissäni

dätanäiu vira

hamegge

* bis * irrtümliche

Wiederholung.

Die AdhyardhaAatikä PrnjAäpäramitä mit arhl nordariarhen Abtchnitten

!i5

yäme
s

virräyKauauiidü

liujvattetinai

phlMO*
vani
if\i»


u)

pytl^do

diysde
Hv<ai

:

vü^yo
bi.4ye

s^hu

iiaiiliä

hahajäte

ka ^ü

hrlye inyuAu
jui

4 tu

ne hade briyo hlvyuu gaipJHyo

Kai|i|ch|tte

truniu mäAaiiidii khii viysä
6 ji

myäni

ktiitj«*

«itäna

khä*

*

hlvyau

iforßj>^> j>^ ni sai|i(chjtto

u ^u ra harhiäyau

iTlmai\vauul)i!iyauäbii|idvyaukluiHyaujsiinit8ai|il(hi«
c

tte

u

tliifou-i'u

/if/staina

balysüAtu butt^

;{

%iä


bij'

tcüramä prajnüparamitü-nayä hlvy^i h^iuva u
iini
^

-i^

bväiUi

||

atha

bhapiväip

sarva-ti-aidhütukA'

w

dhipatis
H

tathägatal.i

punar

api

sarva-tathägatä'

bhi^eka-saipbhava-jrlüna-gtirbhain

nüma
äsa

pra«

jnäparamita
»

-

nayaip
sarva
-

des^yäm
artha-danaip

abhi«

i^eka -

dänaip

traidhätukä - räjya - pratilani*

bhäya
III

sai}ivartate
sainvailat»*,

:

sarv'ü^-pa'

i'>

ripüryal

dharma-dänaiii saiiirva-dha*
dmi.sa-dänain
sarvasaiiiva'

rmatä-pniptye
|ll{|
1

saiiivar/^/e,

käya
rtate

-

väk
ifi

-

citta -

sukha

-

pratilaiiibhäya
/>/rr/gavAi)i

Uli
:•

träfft
-

uthn

sarva-tatha*
-

gata

-

jnäna

mudra - präpta - sarva säsvata
-

tathngata
api

um*
sa«

»

::;ti-dharas

tathägata
-

punar

»

na
jraip
ni

-

tathägata

jnäna

niudmdhistäna
-

-

va«

näma
äsa

prajmiparaniitä
-

nayani
-

deäayä'
-

4

Sana
väg

tathägata
-

-

käya

niudnt

pari»

grahah
&

sarva
-

tathägatatväya
parigrahasa
sarva
citta -

siiniva»

»

rtate.

ni//drä

-

dharma-

pratilainbhäya
6

sai|ivartatc.

niudrä

pa*

rigrahal.i

s//;-Vff-sainädhi-pratilaf/ibhäya

sai|ira«

rttate,
7

vajni-niudrni-parigrahah sarva-kftya-väk-ci«
saiiivarta«

tta-vajra-satva-sarvauttijnia-siddhyai
te
iti, ai|i
j
!

m

18.
8

?ä vä pühy o u k^^enive prajrm{Niraniitä-na«


hlvl
hal-ci

puninai

äi

haiiibisä
ci

hauva

ii

hujsä

ci-

ttü

pühä
hajvatte

biAsäiii

g:>'astäi|i

•)

halysäin

avis.siya-ju

jsa

hanibadä
hi»

prajAäpäramitä-nayä
10

u

bissänu

bal\*aänu

»

vi

bväniatlnai

phlsünäna

ayä^tbve

vaääri

mä*

naipndä
[14]
1

ki^einä ywYi/näpttmwitä-nayä

Rväto dijsä«

te

väsi

bhävl

ul

vara

hahajäte

harbisyo

^ire
9

sijäwiri

hyrUf

u

W^
vaäürfi

pyälya
bis^l

byehe

u
40

bi^*sä-padya
hvai-aiucinä

bväma byehe u
sijindä

däyya

kire

u

niäi^andä

bi:^

<>6

Die Adhyardhasatika Prajnäpäramitä mit acht nordarischen Abschnitten.

.5

ttaraindarä

byehe

,

u

vasärä

mänamndä
thatau-ra

hU


4

u

vasärä

raänaindä sijäma
|j

aysmO byehe u
byehe

bissähasta=

pirmättama

ra

ma
5
5

balysüstu butte

sä pühye u ksemye *präjnä=
||

päramitä-uayä hivya hauva u bujsä bväiia
tha

a=

[13].
6

bhagaväm Sarva-dharraäprapamcas tathäga=
punar
a/;/

ta,

cakräksara-parivartarn

näma
sOnyä

präjnäpäramitä-nayam
7

desayäm
-

äsa

sarva-dharmä
s

nisvabhäva

yaugena

rnimittä*

10
8

sarva-dharmä

nirnimittatäm

upädäya aprani=
prakr-

hi
ti -

sarva-dharmä
prabhäsvaräh
iti

apranidadha-yaugena
sarva - dharmä

9

mitä-parisuddhä
_

[141 '*
^

'I
,

,

prajnäpära*

am

||

atha

bhagaväm 8a=
:

rva
10

-

tathagata

-

cakrräntargatas

tathagatah

15

punar api mahä-cakrra-pravesaiii näma prajöä*
päramitä-navaiii

desayäm
-

äsa
-

vajra-samattä-

[1J5

1

pravesa,

sarva

tathagata

cakrra

pravesä=

ya
2

sarnvartate,

artha-samatä-praveso
sarnvartate,

mahädha=

bodhisatva- cakrra -pravesäya

20
3

rma-samatä-pravesah

sarva-dharma-cakrra-prave=
sarva
-

sanwartate
-

ij

samatä

-

pravesah
i*

sarva
4

cakrra
'|

-

pravesäya

samvartata

tih

rain

atha

bhagaväm
tathagatah

Sarva-püjä-vidhi-

vistara-bhäjanas
25
5

punar

api
-

sa^^

rva

-

püjägryani
äsa
-

näma
vidhi
-

prajnäpäramitä

naya

desayäm
6

bodhicittautpädanatä
vistarah

sarva-

tathagata -^jüjä

sarva -satvatathagata
-

dhätu
7

-

paritränatä
,

sarva

-

pOjä-

vidhi-vistara

saddharma-parigrahah
-

sarva-ta=

30
8

thägata

-

püjä
-

vidhi

-

vistarah

prajnäpäramitä-

likhana

lekhana
-

dhärana
-

väcanoccära*
sarva
j|

na
9
•^

-

bhävana

püjana

karmana
iti,

-

tathä*

gata-püjä-vividha-vistara
lu

aum

atha kha«
tathä*

^'

bhagaväni

Sarva- vinaya-samarthas

35

10

gato punar apidam jfiäna-musti-parigraham sa=

rvatva**-vinaya-jfiäna-//arbham

näma

prajiiäpä=

16

1

rami^ä-nayaTW

desayäm äsa, sarva- satva-sama«
,

tayäm
2

krrodha - s&matä

sarva - satva - vinayana^

tayärnkrrodha-vinayanatä,sarva-satva-dharmatayäm

vielleicht sec.

m. präjiP.

** für sarva-satva.

Die Adtiyardliaiatikä Pr^jäipäramitä mit acht nordarincben Abtchnittca.

9f

krrodiia-<lliarroutä, aarvtnatm-vttfrataifätß
s

krrodha-

vajrHtä taktusya*,

betau
jj

tath& hi Mrv»-Mtva-vi«

nayau
4

Itoilhir iti,

ha

atlui

bhagavätn

mrta^harma'
punar
«pi*

samutu-prati^^tliitaM
(lai|i

Utb&gata|)

sarra-dbarmd^rrya^

tiäma prqfMpAramilä'
Kaira
-

&

nayaifi

de^y&m
rthatu,

äaa,
,

8amaUy&

,

pra-

jt^äpäramitä
6

Bamntä

mrvdtikutayä
-

prajUäpä»

rainitii

sarva
,

dharmatayi

pnjfkip&n«
prqfHäpära*

niitä
^

,

(Iharmotö

niirva-harmata^
||

mitä karmatü, veditavyeti, hrl
thhgato
VairtH-atuih

alba bhagaväina t»*
api

punar

muramittädki*

8

$tänai|i

näma

prajfiüpüramitä-nayani
tnthätjaUi-garbhah

deteyä*

m
9

äsa

s&TVd-sdtvw*

Samam

ntabhadrra-mahäbaudhisatva-saiT atmatayo vajra-

garbhüh
10

sana - sa/tü

vajragurbhäbhi^ikUiUmfä,

dhnrnia-garbhä, sarva-satvä sanra-väk-pravartana«

tayä karma-garbhäl; siirvii-mträh sarva-rntta-kara» 17
(19J.
i
1

i;iatä-prayogatayeti

,

tri

||

atha bhagaTänm Anaiti«
'namtäjxirytnTUä*

ttaparyanitoni^tbas

tatliägato

ni^tA-dharniä punar apy asya kalpasya parini^tbä'dlii!st,hänartlmm idai|i saTva-ilhanmi-ntimafä-pfirini'

3

.nadhi^täna

- vajraiii

näma
äsa

prajAäpäramitä

-

na«

yain
4

deäayam
sarva
-

prajnäpäramitä'mttfUaUi^

tathägatanaiiitatä
,

prajAüpäramitä-

'paryaintatayä
6

sairn
-

-

tathäf/aMfumßtrftMä

prajnäpäramitä
prajnüpäraraitö

naikatayä

sana

-

dharmaikadA
-

'parini^atuyä
,

Mnrva

dkarmd*

6

parini^tatä

bhavati

bhyo

>

^
o

boNdomye
u
o

20.
7

nuyü
tä-nayä
jsä
8
II

yäva
hlvl
ci

tCithaiiltuvimye

prajnäpärtimi*

punlnai

haiiiblsä-

bauva
diysde
ttye

b^«

ttü

nayd

infü^

fdü
hlrya

bhävl
pastä

aysniü

vara

habajäte

balysäna

:•

pa.4tä

byehe
u

u
-

harbasi$änu
ra

ävamoänu
Itali/süMu

pa^
lmU§
||

byche
10

thyau

)\Adiima

u
:

balysünu

hlvl

vaäärä
ydtiri

dijsäkä

hiinite,

haudamye audä
Vairaucanab

imijhä*

18
[21].

1

pärami tä-nayä hauva u b^sä bvuna
gaväin

atha bba«

sarm-4atJ»dyatihgiihyfMHim

* für tat ka9ya,
Sclirifteo der Wissenarhaftlichen

OcMlltchaft ia StrmMmrg X.

98

Die Adhyardhaäatika Prajnäpäramitä mit acht nordarischen Abschnitten.

2

rmatä-präpta-sarva-dharmäpraparacah punar
dani mahä-sukha-vajrämogha

api«

näma vajrämogha-

8

dharmatä

-

prajnäpäramitä

-

mukham
desayäm

parama=
äsa

m
,p
.

anädinidhanamadhyaip,

ma'

4

hä-rägottama-siddhir mahä-bodhisatvänäm mahksukh6ttama-sic?c?A?/a«
sarfivartate ,

mahä-sukhö'

5

ttama-siddhir mahä-bodhisatvänäm san;a-tothäga=
\äi-m3i\m.-hodhy-uttama-siddhyai sarßvartate, sarva-ta^'

6

thägata- mahäbodhy -ütama - s^ddh^r
satyänärß

vnahä - hodhu

10
7

sarva-niahä-Mära-pramardandttama-si=

ddhyai samvartate, sarva-mahä-Mära-pramardanorta*
raa-siddhir mahä-hodhisak^änäiji sakala-mahä-trai-

8

dhätuk'aisvaryottama-siddhyai

samvartate,

saka*

la-mahä - trsiidhäitvik' aisvaryöttama - siddhir
15

mahä-

9

bodhisatvänäm
dhätu
-

ase^änavasesa
-

-

sarva
-

satvä
-

-

pariträna

ssirvasatva

-

hita

sukha

para-

10

mätyamta-mahä-sukhottama-siddhyai
iti,

samvartate

sväm

:

||

tat

kasya hetoÄ yävad bhavädhistMne

19
20
-

1

'ttra

bhavamti

vara-sürayah

tävat

satvärtha*

m
2

atulam

sakyä
-

kartum

anirvrtäh
-

prajnäpä=
sarva-

ramitopäya

jnänädhi§thäna
tu

sädhitä

karma - visuddhyä

bhava-suddhä

bhavam»

sti,
25 4

räg'ädi-vinayo loke ham äbhavätmäsakrt sadä te§ä vi*
:

sodhanärtham
n

tu

vinayamn dyätavä =
suratnam*
tu
rä-

svayam
r

yathä

padmam
lipyate

5

ga-do§ai,

na

ca

väsa-dau§air
-

bha^

ve
6

nityam

na

lipyante

jagad

dhitäm

ma^

hä-räga-visuddhäs tu mahä-sawkhyä mahä-dhanäÄ
tridhätv-isyavatärß präptäh
axthsLjp,

30
7

kurvawtu

tsLiji

drdham

iti

||

vä tcahaulasamye u pamjsü=
-

23.
8

samye

prajnäpäramitä
-

nayä
hivi

odä

ksasamye

prajnäpäramitä
bisä

nayä
||

pufiinai
hal-ci

ham=
ai

hauva u bujsä
ci

ci-ju

§ä

Va*

35

9

jrapäna
hivi

ttü

bissä-hastamä
-

parriya

stäm

prajnäpämitä

nayä

hlvi

ssäma
brü-hadä

däyya
pana«

10

6yämjja

hadai-hadai
hväfii

panüdäyä
ä
ti

mäte hamayai
20
1

vä hamdarna pyuä=

te

§ä bissäm suhänu byehänai häme, u mü-ysam*

* für °raktam.

Die Adhyardhaiatikd PrajUpiramiti mit acht DordaiiadMO

AimhükUtn.

99

thi 9t&iui
t

üyAdva mistye suha-jä vattri m&Aaip«
vaAlrft

üdä attuälma a)y&dva-6amay& sijAma byehe, u
biS^li gyastäna balysä

mäAaipdänu
byehe

ra'

s

bäsänu

virä

hastama

sij&mata

a
ft

bi^DU
4

balysänu

hlvl

vattri

dijs&kl
||

häme u thyau-ra hastama balysQ^tu
ni

butto nyata

84.
5

^

VajrapäQa sQträ ttyänu satvänu gvo

h1^
99ai

ce pufia a

ku^amQla

nara päiänlndä,
lMi\yMi\i

u ne

ä
ttü

^na

Hatva
v>

6

sütru

pldä yanära aa st yuaära

sdrku
7

ywdu-yofiära
yudii-yanära
-

au


tl

ggarkhu
ä
tl

^tanä

tcürafka

ü
8

mafiära

pajsamu yudu

yanära
vira

u ttyärpnu satvanu pharäküiimu balysänu
jftäpäramitä-nayä
süträ

pufta kuäaniüla pärända bväfka ci-ttä-ci ttye pra*
9

u

däyye

byäiiije

vlrä


tti«

staniähi sSau-mase ak:;^arä
10

pvände cu

ni ra

na ahurlna harbissü darrä pvündo kämyo
1-ci

jsa ha*

VajrapäQa

hai^t^ küla
.

nayvä Ggaipgvo ny&voA
4^ gyasta balysa ne pa>

[21]

1

grutco sye rnyäAaiTinda

s

naraiii pajsa yani, ni >^

häme k&

ttö prajAApära'

mitä-nnyä
8

da pär^ 9ä äSarpdye pi^kaX^ häme ku 9tA 9ä d&«

»
benda
I

4 ci ttye ttaraipnda

^f&te,

ä

tl


6

la kalp

jMtfftmjaa

ysani^Ä«
«

fiä

Tili

masta

YVMfui
7

haiiidara gyasta,

u

ni

n

viysam*


8

bodhisatvyau jsa äyscfo ywdä häme hai|iggaä:ki haiU'

»
9

ysaipthä näste, ttyätimä Astaninn

ttidirl

pharAke

''ö|^

10

byüipje cu ra hade hira VajrapöQa pä^ka/

[22] 1-8 Diese sechs Handschrift-Zeilen fehlen ganz.

Glossar.
[Das Glossar

und

die hinterherfolgenden Listen

angefertigt innerhalb der

wurden nach Drucklegung der Seiten Monate April bis November 1911.]

1

— 99

Das Glossar

soll

erstens

als

eine

Art *Wort-Index' zu den vier voran-

gehenden und den zwei früheren Aufsätzen dienen,
Stellen nennt oder auffinden
allenfalls
5
hilft,

als ein

Index,

der die

an denen gewisse Worte vorgekommen und

zur Erörterung gelangt sind,

Zweitens sucht das Glossar Ergänzungen, die während der Monate, da es
entstand, durch fortgesetzte

Forschungen gewonnen worden
das

sind,

an passendem
Lautlehre

Orte nachzutragen.
Flexion,
teils

Es sind

Ergänzungen,

die

teils

die

und

die Interpretation betreffen.

Beispielsweise

folgt

unter bisän die

lautgeschichtliche Aufhellung der scheinbaren Doppelkonsonanz
10

von

bissä

'alle'

und im Zusammenhang damit der Nachweis, daß außer den gotischen e/-Femininen (worüber schon oben
p.

53 6f.) auch die gotischen ö-Feminina eine Anknüpfung
(p.

im Nordarischen

finden.

Das s von sä usw.

75

15«-.)

erledigt sich unter

1. tta.

Mehrere von den möglich gewordenen Ergänzungen haben sich nicht wohl
unter geeigneten Worten anbringen lassen.
15

Und

drei davon, auf die das Glossar

doch Bezug nehmen muß, seien darum hier im Vorraum des Glossars dem Leser
unterbreitet.
1.

Zu Umlaut
und ä
in e

(d. h.

Vokal-Falatalisierung)
p.

und Falatalisierung

(d. h.

Konso-

nanten-Palatalisierung)
i
20

71

5

— 73

is.

Unter den gleichen Bedingungen, die a in

verwandeln, wird ü (und anscheinend auch u) zu

m

oder

vi.

Beispiel: wie hina
so

Fem.

*das Heer' (skt, senä)

den Genitiv hine (aus

^hint/e) bildet,

müra Fem.

'das Siegel' (skt. niudrä)

den Genitiv nwire (aus *mürye).
ts

Ferner

stellen sich

zu den Palatalisierungsprodukten n (aus ny\

(aus cy) usw. außer

andern auch
c
25

aus tcy

:

von ütca Fem. 'Wasser'

lautet der Lokativ üca (aus *ütcya)

und der

Instrumental- Ablativ ücejsa (aus *ütcyejsa\
ch aus tsy
:

ggatfitsa 'Grube' bildet

den Lokativ ggarßcha (aus *ggaTiitsya\

j aus jsy

:

zu haspijsä Fem. 'Anstrengung' (genauer zum kürzern Femininum

*haspijsa) gehört das

Denominativum

haspij (aus *haspijsy) 'anstacheln',
p.

und

pamjsa 'fünf
30

bildet

(im Einklang mit

73ii_i8) die Flexionsformen Gen.
(in

pamjinu, Instr.-Abl. pamjymi jsa und Lok.
Beigefügt
sei,

Av)

parßjvä.

daß hier meist vor
welches im

dem verschwundenen y

urarisch noch

ein a

gestanden

hat,

Nordarischen schon früh durch Wortverengerung verloren

Za Umlaut und

t'alaUliiiiening (Lokative

nnd

Ftniiitiia).

101

ging; denn in letzter Linie weist die Lokativ-Endung ya bei den maitkiiliniadlMa

a-8tämmon auf ay-ä
nativa (vgl.
p.

[urar.

z.

B.

*dammfä

*im Hau8o'| und das

y der Denomider

71 28) auf ay zurück.

Etwas

rätselhaft nohinen sich die Palatalisit'rungen aus, die in der flexion
-atui^

Nomina auf
oberflächlich

-im und

-aittä

auftreten

:

alle

dieee

Nomina verwandeln

s

betrachtet
in mgjfa

im Lokativ Singularis Maskulini und im Femininijija,

Stamm

das

tiä

oder

seltener in gya oder Ja. So liefert

E von den

Femin in->Stämmen zu
jadiiffigya

alysänä, jcujiinä

gyadirfKjya

gyadirßjn

jadigyu,

und hritainä die Schreibungen rrfflffw, Initairftjii und vom liokativ S. IL SO
ist

hnntitiä die

Schreibung hnitigya. In Wahrheit

das Ende dieser

Formen

fteli

it

aus nakya hervorgegangen;

zum
es

Beispiel hat ddtinä zur Zeit, da es
S.

noch *däii-

naka

lautete,

normalerweise den Ix)kativ
:

M. *dätinakya und gleichlautend auch

den Feminin-Stamm gebildet
die übliche

mußte dann kya zu gyn und ja werden, worauf
zur Folge hatte, daß der Nasal

Wortverengerung

erfolgte, die

zum

Anusvära wurde, welcher

bei lässiger Sprech-

und Schreibweise wegfid. In der

u

Zwischenzeit aber wurde *dätinaka in allen y-losen Formen, weil Gutturale intervokalisch meist spurlos verloren gehen, zu *datinna und dätinä.

Den doppelten

Entwicklungsprozeß mag folgendes Schema
"^dätlnaka

illustrieren.

/
/

*dät1nakya
^dätlnagya
dätirpgya

«>

&
I

*dätluaja
dätlnija
dätija

*dätinaa
I

&
I

dätinä

dätlgya
Selbst

&

s
ist,

wo noch

die Av/-lose

Urform eines der obigen

drei Suffixe erhalten

bildet
:

sich das

Femininum zuweilen, wenn

nicht stets, in der geschilderten Weist»

zu

niä(9)däna gesellt sich das
(mit der

Femininum madärfigya
-ätui)

(aus

*mä^dnaiya) und zu dpa
und zugleich
^piyya

reduzierten Form des Suffixes

das Femininum d^yn (aus *dmiaiya).

In der späteren Sprache sind unsere Lokative den Maskulin-Stämmen

»

den Lokativen der /ki-Stämme derart angepaßt worden, daß Äa für
tßja geschrieben wird;
als

oder

auch dienen die so entstandenen nff-Formen gleidberitig
z.

femininische Lokative:

B. findet sich

von satfätärvßä
in

^siiiisArika'

(die

jüngere Orthographie schreibt in
in

dem Worte wie
saijitnäriiia.

manchen andern m

für 9]
3s

Av

der Lok. Mask. und Fem.

Die übrigen Ftaiinin-Formea aber

behalten ihre Eigenart; so lautet in Av die grammatisch-gewagte Wendung "mit dem großen Mitleid -Wasser* [für 'mit dem Wasser des grofien Mitleides'] sie — das erste Mai mfytjft nti^y»kommt zweimal vor, je mit zwei Schreibfehlem

dije üce Jsa

und das zweite Mal mulye muUdimfi
Mitif9d°).

i^*

ßn

(korrekt

wirui imdä»

nndysd° und mtiäe

Übrigens haben im Nordarischen Palatalwienmg

m

102

Zu Umlaut und

Palatalisierung (Feminina

und

Infinitive).

und Wortvereiigerung auch die Feminina andersgearteter Nomina zuweilen den
maskulinischen Stammformen
arg entfremdet.

So gehört zu rräjsä [aus urar.

*nchaka
wie bei

'ritzend',

wozu im Sanskrit
rräsca.

die unpalatalisierte

Wurzelform

likh]
ist

'scharf

(skt. tiksna)

das

Femininum

Die Konsonanz der Schlußsilbe

hier nicht

5

däti(rfi)gya

usw. weich, sondern hart, weil

Avie

auch gyasta aus

*yazata, ütca aus *udakya (was
Glossar)

im Sanskrit *udaki lauten würde, Näheres im

und andere Worte zeigen
viel früher als

die

Wortverengerung nach kurzem Vokal

jedenfalls in gewissen Fällen (natürlich ist

auch der Charakter der nachfolgenden
eintrat,

Silbe
10

von Bedeutung)

nach langem Vokal

nämlich der inter-

vokalischen Tenuis-Erweichung voranging anstatt ihr zu folgen. Das
also diesmal

Schema wird

*rrätcaka

*rräjsaa
I

*rrätckya
I

15

rräjsa

*rräskya

&

rräsca
letzter

Eine Gruppe von Formen mit Umlaut oder Palatalisierung haben sich in
Stunde
als

Infinitive zu erkennen gegeben: es sind dies Dative von feminiProbeweise nenne ich
:

nischen ^'-Stämmen.

jsiye 'zu töten' aus "^jsatye; dazu Partizipium jsata
20

= aw.

jfata^ skt.

hata.

trimle 'zu überschreiten'

aus *trandye\ Partizipium tranda 'hinübergeschritten'.

padifide 'zu zimmern' aus *padandye] Partizipium

padanda 'gezimmert'.
55 15 f.).

huste 'zu erwachen' aus *bustye; Partizipium busta (vgl, p.
,<ipestä

'zu betrachten' aus *spästye; Partizipium spästa 'betrachtet'.

hviye 'zu sagen' aus *hvatye\ Partizipium hvata 'gesagt' (wörtlich 'getönt').
25

Durchflektierte

f^-Feminina

kommen nur
ist

in

Spuren

vor, vgl. mulysdi p.

72 9 ff.

Eher finden

sich Weiterbildungen nach Art von ind.

krtyd und krtyakä.

Ein

Analogen zu letzterm Wort
lich 'Gebundenheit'.

hasdä 'Schuld, Sünde' aus urar. *bazdhyakä wört-

Als

isolierte

Bildungen haben mulysdi und basdä die laut-

gesetzliche Assimilationsweise bewahrt,
»)

während

die

Partizipia basta usw.

samt

dem
2.

Infinitiv buste ihr

t

dem Systemzwang

verdanken, der von den sonstigen

Partizipien

und
38
ff.

Infinitiven ausgeübt wurde.

Die

p.

3

besprochene Textstelle stammt aus

einem Zusammenhang, der

die moralische Selbstbesinnung oder Beichte, bei der

man

sein

Tun prüfend

sich

vergegenwärtigt, mit einer
35

Spiegelung

vergleicht.

Über

die Spiegelung heißt es da:

kho ju vasutu äyäüa hve äyäte
490. cv
1

tciru,

varata gyastu ttu bissu ttiyä vajsi§de,
ttu

cu ne gyastu lyä

vä jehäte

ttiyä;

491. kye hvandi hü-dva gva haysge patälste
ttu

mä na vä

hvänita

äyämna cu

yindi.

Oberaetznng Yon

EXXV4aiH»— 401» und von Uh'SOM«^

108

wie (wenn) ein Mensch im Spiegel ein reines

(—

getreues] Noohnuiliget

[>
490.

Abbild) spi^^elt,
[

was (da an) ihm

Oöttliohefl

— Normales]

(ist),

das betnehtet er dann alles

(mit Befriedigung),

was
4dl.

(aber) nicht göttlich |=x normal] sein sollte, das venibscheot er

dann;

»

(zum Beispiel) welchem Menschen beide Ohren (und) NasenflUgel abgeschnitten (sind),

das (oder den) saget mir nicht

[=

lafit

das oder von

dem

unaa^gesprochen),

was er mit (oder ans) dem Spiegel macht
Bei

Skandierung der 2Wt Strophen
hve^ biisu, kye,

Metrum B
ist

beachte man, daß
biiu,

die

lo

Wörtchen
</ua,

dva und qva

alle

zweimorig sind (phon. kue,
also

Ue,

gua); der hier
(vgl.

vorliegende Genitiv ky$
p.

vom

gleichgeschriebenen
katjfa

Nominativ kye
herzuleiten.
3. In

52g f.) lautlich durchaus zu trennen und von urar.
48*
skandiert wurden,

den l'/t Strophen, welche oben
:

p.

ist

die

Rede

u

von einem schwerkranken Menschen

in der Zeit,

da er zwischen Leben und
sie

Tod schwebt, wird seine Seele durch Yama's Boten zu Yaroa gebracht, and
zählen binnen 7 oder 21 oder 35 oder 49 Tagen seine guten und bösen

Werke

zusanimon, worauf die Entscheidung

fällt,

ob er sterben oder zum Lebra surück-

kehren
65. Sie

soll.

Die Übersetzung lautet
Boten] bringen (ihn) vor König
ihn sieben Tage

»
Yama; entweder
behalten sie

[= Yama's

oder aber ein-über-zwanzig Tage oder fünf-über-dreißig (Tage)
66. oder neun-über-vierzig

Tage

lang.

Wenn

sie (seine

guten luad bösen Werke)

zusammengezählt machen [= zusammenzählen], ....

s
schwerer Er-

Auf Grund der hier durchblickenden Theorie, daß die Krise
krankung im

bei

Maximum

sieben

Wochen
die

dauere,

hat sich

die

Forderung einer
ins

siebenwöchigen
verhelfen
sütra.
soll,

Seelenmesse,

einem Totkranken zur Rückkehr

lieben

ausgebildet Näheres darüber im Bhai^J7agaruvaidnryaprabha(r&ja)einer siebenwöchigen

Auch von

Totenmesse

ist

bei

Nordbuddhisten

viel-

m

fach die Rede, vgl. F.

W.

K. Müller *üignrica' II

p. 83.

Nunmehr zum
sich
richtet, so

Glossar mich

wendend,

bemerice ich, daß die Wortfolge

da möglichst genau nach der Schrift und nach dem indischen Alphabet

daß
der
> »
»

Palatal
»

tc

zwischen
*
> »

/

und
*

it

m

J8

f

a
rt
»*

Halbvokal »r
Sibilant

ry

*
»

y

zu finden ist

Die gleichwertigen Schreibungen

ä=>ia)=stö~'<M

104
sind je

Über die Einrichtung des Glossars.

am

selben

Orte untergebracht, nämlich

wo
n/,

die

hier kursiv
f,

gedruckte

Schreibung zu suchen wäre; so steht nä unter

ai unter

ösku unter außku.
unter

Auch
5

die Schreibungen

ky

=^ c

und gy

=j

habe

ich, so

weit es anging,

titäten

ky und gy zu vereinigen gesucht. Und was noch die Bezeichnung der Quanvon e und o betrifft, so bin ich (wie schon die vorstehenden paar Seiten
p.

gezeigt haben) von der früher befolgten Praxis (vgl.

449_i2) zurückgekommen,
alle

behandle nämlich
Inlaut wie
die
\o

jetzt die

beiden "Vokale genau wie
ich,

andern

:

sowohl im

im Auslaut schreibe
ö,

wo immer
und
o.

metrische oder andere Indizien

Länge erweisen, # und
Die
freistehenden

sonst e

Antiqua-Zahlen

verweisen auf die Seiten der gegen-

wärtigen Schrift, die freistehenden Kursivzahlen auf die Seiten der darin immer

wieder zitierten Abhandlungen

ZDMG.
Worten,

61

p.

648—658 und

62

p.

83—110.
ist

Lehn Worte
dieses
15

sind durch ein vorangesetztes
die

L

gekennzeichnet, und zwar

L

eingeklammert vor
in

nur zur Hälfte Lehnwortcharakter

haben,

d. h.

denen an indische Ausgangsformen einheimische Ableitungssilben

gehängt sind.

Zu den

p.

10 erwähnten Abkürzungen sind noch folgende hinzugekommen

:

An =
ao

Anantamukhanirhäri-dhärani, 3 zehnzeilige Blätter der Hörnle'schen
lung,
die
alle

Sammund

aus

einer

Handschrift von

etwa

32 Blättern

stammen
Watadie ich

16 (rechts

fehlt

im Innern ein durchgehendes
ganze linke Rand).

Stück), 19 (vollständig)

[28] (hier fehlt der

Den Text

hat mir Professor

nabe kurz vor seiner Heimreise

identifiziert auf

Grund der Angaben,

ihm über den

Inhalt der Blätter bis dahin hatte
p.

machen können.

Ap
25

=

Aparimitäyur-dhärani, vgl.

56

ff.

und 82

f.

Tajr

= Yajracchedikä (oder Trisatikä Prajnäpäramitä), vgl. p. 56 und 77 S*8 = zwei Hörnle'sche Stücke des achten Blattes einer S-Handschrift. ph. ^ phonetisch.
ff.

ff.

'später' heißt so viel

wie

'in

der späteren Textsprache'

(vgl.

p.
ist,

57—61).
sind Maskulina

Substantivische «-Stämme, deren Geschlecht nicht angegeben
30

oder Neutra.

Um
mann
35

alles

Nötige gesagt zu

haben,

gedenke ich hier endlich noch einer

Nachricht, die mir während der Ausarbeitung des Glossars zukam. Freund Saleteilte

mir nämlich unterm

8.

Juni 1911 mit, daß von den Worten, die

bei mir p. 1

— 76

erörtert werden, etwa ein

Dutzend auch in zwei im Jahre 1909

erschienenen (mir bis zur Stunde nicht zu Gesichte gekommenen) Arbeiten des

Barons Stael von Holstein vermerkt seien; offenbar haben
samt der Bedeutung, aus Petersburger Glossen ergeben.

sie

sich ihm,

meist

Nach Salemann's An-

gaben sind die beiden Veröffentlichungsstellen

:

Bulletin der Petersburger Akap.

demie

m

p.

483

f.

und Bibliotheca Buddhica XII

118.

Akran-ir«

106

L L
of.
t

ak^ara 'ak^ara' Silbe 130a»atärafta

(aus skt a-kjiaßtH) •undankbar*

E XXITI

242.

Zu <fm an«

jia

pki

»trat

aus skt
Vgl.

srjati\ für

das wef|;fallende k hat fdoh ein *Hiatus-tilgende»*
ll2i:,ir.

eingestollt

im Übrigen noch
ataraflln,

[L] atäraftin,

selten

Mask. (Abstr. zu atäraßa) *Undankbarkeit*; .Vom.
f.

&

Sing, nifirani.

Zum

Suffix in 53«

atä-6^ättaua [fünfmorig] 'ati-svitna* übermäßig weiß

E XXIII

164; vgl 128i8.


die
i'>

Es muß auch eine Wortform
zu MüUina (ph.

*i^ifna

(ph. iitna)
t

vorhanden gewesen sein, deren

lautgesetzlich erhalten gebliebene Tennis
iHtlana)

%'erhinderte,

daß üätiann

(ph.

Mtana)

wurde. Ähnlich finden sich für ind. gotra und

ttütra

Doppelformen
pättäni 122 j».
anaitikliii^ta

(fgütra (oder ggüttra)

und ggütUirn, aütin

untl

sHttdra; vgl, auch

&

^khi^t^ (aus a-hatßkh^^

cf.

ISO.iir.)

'ungezählt*

=

"nnzählig* 31 Mf.

L

anantanarya [volksetymologisch umgestaltet aus skt änantarya] 'den Ausschluß

aus

dem Orden bewirkend' 34

f.;

vgl. die
cf.

Umbildung von skt knlarinka 110s7f.
382i) 'das freudige Loben'
;

r.

L

armütana Fem. (aus skt unumodanäj

E XII

74.

L armüv (aus skt. anu-mod^ zu av vgl. 749) 'freudig loben'
[L]

1.

Sing,

'^oidliiul

E XJI

70. 70.

armüvämata Fem.
armüvämatlnä

'das freudige Loben* (cf. 7

1

xn);

Instr.

"tejm

1

ODsi-

Vgl 1 12« t,

[L]

(Adj. zu °ta) *in freudigem

Loben bestehend, daraus henor•*»

gehend*

An

[28] 4. 9.
Güaoir.)

alysänä (formell Medial-Partizipium
(später
-alsto

'kumüra' vornehmer Jüngling, Prinz
101,».

eysänä

6830);

Fem.

alysä(jya [genauer

wäre °ärngya\ 'vornehme Jungfrau'
z.

Richtnngs-Adverbia bildendes Suffix,
vgl.

B. in biUäJUio 'überallhin'
häluto.

und cäklo

'wohin' [Relativum];

auch mkyäUto und

Zuweilen wird das Snffix

an einen Lokativ gehängt: hnmän<i kinthäUto

'in

die gleiche Stadt* (Lok.

kmtka

+ »

oh4o)\ gyaatnvöhto 'zu den Göttern* (Lok. gyattuiv

+ abto).
& 106] f.): ilonn dif den indischen auf dttat
stellen.
(seil,

Anscheinend

ist

das

/

einfach vokal-beschwerend (vgl. 67«^.

meisten der in Frage

kommenden Adverbien
(die alte

lassen sich

{uttarät-tät wörtlich 'von

Norden, von da* usw.) an die Seite
Ablativ-Endung)

Die Grund-

form unseres Suffixes wäre at

+ tarn

düam); also

»

würde

z.

B. uskyäJi<to wörtlich bedeuten 'von oben, in der (Richtung)'.
stets Flur,

avamata (aus a-pam°) 'ungemessen*,
asäa [ph.
oirt,

'unermeßlich viele*

SImc &

32g t.

zweimorig 3923 t] *a^^a* Pferd 128 ig.
bildendes Suffix
ff.

-äfta Participia Necessitatis

(cf.

81*)

liisf.

limg.;

vgl.

Mperäüa.

äna (aus *äzna)
äyä (aus
a-iiä

'sitzend'

32 ig

(nach 101 34 später äna

Av

84);

Fem.

Oßjfa

101».

119-2»)

Med.

'sich spiegeln, spiegeln': 3. Sing, dyttl«

102 35,

3. PInr.

äyäre (aus *a-i/yäre).

IQg

äyäna

i

ä

i

ti

yi ye.

äyäna (zu äyä) 'ädarsa' Spiegel; Lok. äyäna IO235,
vgl.

Instr.-Abl.

äyärnna IÖ239 (zum r

676-^, zu °nna 61 5-30).

L
5

äsirya (ph. äHria^ aus pkt. *äciriya

=

päli äcar° == skt. äcärya) wörtlich 'Lehrer',

gebraucht für 'buddhistischer
Sing, äs'än]. [lOSJe [Akk. Sing.

Mönch' Ell 91 [Nom.

Sing. °n]. Ö[107]4 [Nora.

äsän\ Später meist

ä'sirya;

doch ohne Apostroph
äls°

äsärya

Av

15 4.

Der Apostroph kann auf eine Aussprache

zurückweisen

67&_35; vielleicht aber ist er sinnlos 7 5 24 f. Ein ähnlich später Apostroph unten 12722-

Flexion 653o
Sing.
10

6619.

Etymologie 6641

6841.

Nom. Nom.

ä'sin 78io.i6. 7937- 8037- 8I34. Akk. ä'siri 79i3. 824.
a'sirya 78i. Instr. Wsiryau-jsa {tür °ryyau-jsa 667
ff.)

Plur.
äs

77i7. 8234.

Med.

'äs' sitzen,

weilen, Präs. 3. Sing, äste,
[2.

3. PI.

äre (aus *ähäre) 13434, Part,

am

10535; Perf.-Part ästa

Sing, ästi, 3. Sing, ästä]

107 34. 116 1

f.

135 n

f.

L
15

indriya 'indriya' Sinnesorgan.
indriya nicht als Daktylus,

Gelegentlich wird der Nominativ-Akkusativ Pluralis

sondern

als

Trochäus gemessen,

ist

dann

also

indrya zu sprechen.

E

bietet

außer

der Normalschreibung indriya

auch die Kurzschreibungen indrya und indra;
da,

doch finden sich die letztern nicht etwa gerade

wo

das

Metrum

die trochäische

Messung verlangt

(so steht in

E

VII 45 indrya

als

Daktylus und in

E XIV 118

indriya als Trochäus).
20

Der geschilderten Doppelmessung von indriya entsprechend
der zugehörige Instrumental- Ablativ sowohl
indrio) wie als
als

ist

anzunehmen, daß
(ph. indriäu

Amphimacer

und
In

Spondäus

(ph.

indryäu und indryo) gebraucht werden kann.

der Tat finden sich beide Messungen:

Amphimacer: Schreibung indriyo
25

E

III 75.

Spondäus: Schreibung indryau [mit y für yy nach 667] 6613;

nasallose

Schreibung idryau

E

II

74 & VI 103.
'tribhih'

Und genau

in derselben

Weise

ist

auch die metrische Geltung von dryau

(wo wieder y in Ligatur für yy steht) eine doppelte: ^ - d. i. ph. driäu E XVII 44 (die Stelle folgt unter
30
I

hvci,nd).

ä
i

d.

i.

ph.

dryäu

E XIV

147.

tl

yä yi ye

lauter singularische,

gemeinsam

die Funktionen

von Genitiv,
Ihr

Dativ und Akkusativ

vertretende

Formen des anaphorischen Pronomens.

Gebrauch
I.

ist

folgender:
steht

Nach kurzem Vokal
t

eine der drei ersten

Formen

also

summarisch

35

gesprochen
nicht


r f
f
>

und
(bloß

es

tritt

Kontraktion

ein.

Da

der Laut r
:

am Wortende

vorkommt

das

Zeichen r

findet sich da

229-13), so ergeben sich

fünf Kontraktionsarten
1.

a
^

+
-)-

2. 40 3.

in allen drei Fällen entsteht gleichmäßig

ai.

+

Die Singularformen des anaphorischen Pronomens

:

i

ft

i

ti

yi

yi ye.

107

4.
').

ä
//

+
-f.

f oder f

i


:

-f /

es entsteht

f.

es entsteht in der Regel üf oder
ri.

nf,

ganx selten MI oder
:

9
64.
*

resp. vä oder

Wegen

der Zäsur unkontrehiert

ugtamu

i

E XUI

Beispiele zu

1

643 &

g_i2.

Hieher gehören wohl auch khuai und khvai tHu. Im

Text zwar entspricht diesen Wortverbindungen
phorischen Pronomens
tionen aus khu vä

bei

W^all

des ana-

— khu
tv/

nS 704, so daß es aussieht, als ob KontrakAllein hinter ä erscheint sonst unser Pro-

+

f vorlägen.

nomen

in

anderer Form, und wir werden daher, da an Stelle von tä bftufig

die enklitische Ersatzform

vorkommt, bosser

tun.

Huat und

khrai gegen
10

645 suf *Äu va
Beispiele zu 2
:

+f

zurückzuführen.

65i9(r.; cni [aus ce

nai ne [aus ne
Beispiel

+ f] 'ye 'sya* 88» « 084, *ya enam' 8»5 = + f ne] 'durchaus nicht ihm* 8835 = O.Sg. — nqi *nainad'
[aus
"tio

93b;
1

162».
(-|-)

zu 3:

stunai

+

(\

•sthüijäm asmai*

in

E

XXIII 159*
469 & die

stunai säfilndi nüga-räja mä.stu kfiinjani ysirri

"Eine Säule schenken ihm [nämlich dem cakraratUn^
stelle

vgl.

Parallel-

i&

Divvavadäna
ig.

p.

6I5] die Näga-räja's, eine große, von kä^cana-Oold."
.%.

Beispiele zu 4: 126io.

„>,>

131»).
vtantä

Ferner

citi

[aus citä

-|-

f]

und

ttUi [aus fUtf

+

f]

in S^ 810

ttiti

^

harnbruiUä,

u

t-iti

ffä

vraful hambruittä

UOä
ao

hutte

"dann
schließt,

schließt sich

ihm diese Wunde, und wenn diese Wunde sich
er".
letztere

ihm

dann denkt

Beispiele zu

5:

kui

k

kvi

H2io,

Form

134i2;
39'>

kliui

644;

rvi

1023b;

vaittädvf 6^4.

arthuii 'artham asya' in

E V

(-^):

Samaitittamukha-parivartto balysä västarna arthu^ nijsa^te.
**Im Samantaniukha-parivarta hat

Buddha ausführlich den Sinn davon

ver-

kündet".

— Das Metrum
ti (d. h.

fordert die Entfernung von

mukha oder

pari.

»

n. Nach langen Vokalen erscheint in gewissen Texten und möglicherweise nur
in

besonderen Fällen
ti

i

mit Hiatus-tilgendem

t).

Beispiel: ä
III.
yi,

vä *athainaip vä* [für 'athavainani'] llOia.

Andere Texte, vor allem E, setzen nach langen Vokalen gewöhnlich yd oder
zuweilen (weil bei lässiger Orthographie die Vokale ^ und d sich vertauschen)

»

ye:

ganz selten bieten die gemeinten Texte nach langen Vokalen L

Man

darf

dabei das y von yü yi ye einigermaßen
in der

dem

t

von

ti

gleichsetzen,

insofern es

Hauptsache auch nur den Hiatus aufheben

soll.

Und iwar
fordert,

wird diese

Rolle des y
entfernt

umso

deutlicher, als ab

und zu das Metrum
oder d yi

daß das Zeichen
a5

und

die vorausgehende

Länge mit der nachfolgenden Kürre zu einer
z.

diphthongischen Silbe kontrahiert,

B.

yti

als

^

gelesen wird; vgl.

48^ und (mit einer zweiten Vokal- Verschleifung)

E

IT

3« (y):

"sein

[

näma bira9|A näma bira^ Buddha's] Name (oder Ruhm) erstreckte
hälä yä

bi^

zu lesen hlkkdai

sich nach allen

Himmels-

«>

richtungen (Akkus, des Orts wie 46sic)>"

1Ö&

i

— upev.

Ganz verschieden von unserm yä yi ye ist das Wörtchen ye yä yi 13321—23Zur Etymologie 64 13 ff.; über i im Gegensatz zu mä und tä 6426ff. Vgl. auch 2. m.
I

(späte Schreibung?) für die Optativform m.
'sein mag', Potential 3. Sing, der

=

aiyä, vgl. örga.
*aÄ2, das

ai 5

Wurzel

as;

entweder für

sowohl auf

*(mt wie auf *asait
als eine mittelst

{= hom.

^01)

zurückgehen kann, oder — wenn ai

nichts weiter

der Mätrkä a hergestellte Schreibung des selbständigen f-Yokals

sein sollte (vgl.

42 12 f.)

für *Af aus
statt

*sit resp.

*smt.

Die Textstellen unter

ci-jä.

Eine Nebenform mit primärer
Schreibung
10

sekundärer Endung (urarisch
unter

°ti statt °t) in

der

'öfyä

9338

& Av IO5

(vgl.

Mlä\

in der Schreibung iyä 943. IO237.
1. 2-

L

aiyädva 'atitädhvan' (Vergangene Zeit'
die

=) Vergangenheit 99
'Zeit';

Auch

Jaina's

brauchen

adhvan 'Weg' für

doch

ist

der Ausdruck
drei

atitädhvan

wie

auch der Ausdruck try-adhvan

(=

tri-käla)

'die

Zeiten'

(= Yergangenheit, Gegenwart und Zukunft) nur dem buddhistischen Sanskrit
eigen (beide fehlen in ßöhtlingk's Wörterbuch). Vgl. ttf-adhva 'dreizeitig' 139
15
15.

1.

u 'und'

329. 624- 1632. 107i8. lll2i-22. 13634. I4O13.
2.

— Später zuweilen füröllOief.
(aus °dä

Gelegentlich fließt das Bindewort wie

u mit einer vorhergehenden Kürze zu-

sammen,

z.

B. in

E XXIV 102^

[-^-]

:

Urä

Nahum Edü

+

u)

Devä

*Ura, Nahusa, Aida und Deva'.
2.
20

u (=

ved. n) hervorhebende Partikel; wird, weil enklitisch, mit einer vorherstets kontrahiert.
1.
2.

gehenden Kürze

Die Kontraktion vollzieht sich wie
3.

folgt:

a

ä

+ +

u wird au u
»

M
e

+
-{•

M wird ü
u
»

ü
ttätü

4.

au

Beispiel für 1: ttänau

118 le, für 2:

118 le, für 4: kyau II233.

ul (aus *u^i\ Dual des alten Wortes für 'Ohr',
25

im Nordarischen anscheinend meist

in der (auch

Sinn' gebraucht.
einsilbig
1.

dem Awesta bekannten) Bedeutung 'Aufmerksamkeit, Sinnestätigkeit, Es begegnen die folgenden drei im Metrum durchschnittlich
(die zweite
z.

gemessenen Kasusformen

B. 12423—28)

ph. u{^ geschrieben:

um

oder

um;
(cf.

2. 30

ph. ut,

»
»

:

gewöhnlich ««
uvyau,

429 f.), einmaH<yz( Apostroph vergessen);

3. ph.

udu,

:

uvyau, uvau.

Da
die

das anlautende u der drei Wortformen in der Kegel keine Silbe bildet, wird
erste

im Allgemeinen wie

engl, tve 'wir'

und

die

zweite wie wee in engl.

week 'Woche' zu sprechen

sein.

Die einmalige Schreibung uvi
ui

kommt

in der
ist.

Weise zustande, daß unterhalb des Doppelzeichens
35

noch ein v angebracht

L udümbara

'udumbara' Feigenbaum 35

loff.

L
ist

upäta

(ph.

upäda 38

21)

Fem. 'utpäda' das Entstehen. Das indische Maskulinum

femininisch geworden, weil es sich

dem einheimischen
ist,

Korrelat-Begriff jinga
hat.

'das

Vergehen, Verschwinden', der femininisch
(einen Gedanken)
in
sich

angepaßt

L

upev 'utpäday'

aufkommen

lassen

[eine

aus

dem

urma — OBtamäU.
buddhistischen Sanskrit HtnmmeDde Bedeutung);
utpätlay

109

wurde sanlohft nach

101 2r.

zu *uppäiiy oder
u})iv.

*u'paily,

dann nach Tl».» xu

*upiil

und weiterhin nach
122sf.

74 »-^12 zu
upivana

Das oinhoimische Synonym

lautet jtatiim

l'art.

Necessitatis,
*üri;irt*

Nom.

Sing. Ntr. °riä

80 4

[°vijAäJ

& 81

10.

L urma Fem.
uskyälsto
S'*^

Buddha'» Haarwirbel swischen den
uiid(t

Angenbraaen 57 le.
105<j4.

5

&

°lstu

Hö^r. die

& mkot^ ind. urcd) Adv. Schreibungen Hskyästu & imkaUtiio.
(zu aw.

'nach oben'

In

ustaina 'uttama' letzt

=

zukünftig; uxtamti
später'

kälii
ig.

'in

der Zukunft' lOij.

ustamu Adv.

'zuletzt,

lOT». 109

ustamä Adv.

(erstarrter Ablativ

von °ma^

urar. °mä/) 'mindestens'
'in

lOd^f.

^

ustamäipjsya 'zukünftig, einstig': Gen.-Lok. *^« bädä

zukünftiger Zeif82i9 (der

Anusvära

in lässiger

Orthographie weggelassen].
Iph. -arnjia]

Das Suffix -amßyc
indopei-sischeu

aus urar. *'(mdika

ist

eine Weiterbildung des

Kichtungssuffixes -anc (in ind. prdiir usw., aw. Adv. frgi usw.).
dieses Grundsuffix auf die räumliche, sondern auf die
15

Es wird aber nicht wie
Adjektiva. Daher
itstumu
'später',

zeitliche Richtung bezogen, bildet nämlich zu Zeit-Adverbien die entsprechenden
stellt

sich unser ustamärjijsya als Adjektiv

neben

da.s

Adrerbium

und ebenso

treten

z.

B.

an die Seite der Adverbia Ö9ku oder

aufku 'immer* und padä 'früher* die Adjektiva aufkärnßya 'immer dauernd, ewig*
(ind. säsvata)

und

paqtärnjsya 'vormalig* (ind. pürwi).

»
dem
Suffix resp. mit dessen

Indem mehrere "Wortstämme, an
Erweiterung

die -anc antrat, sowolü räumlich wie zeitlich

gebraucht wurden, ergab sich die Möglichkeit, die mit
*-<incika gebildeten Adjektiva in

zeitlichem Sinne zu gebrauchen
lassen.

und an

Stelle der

alten Zeit-Adjektiva, die auf -tana ausgingen, treten zu
z.

Worte nach älterem Muster sind
immerhin mit
alten Mitteln

B. ind. purätana 'vormalig*

und

\Ai.

prigUmis\

»

diesen gegenüber bildet unser gleichbedeutendes padätßJBtfa eine Neuerung, die

gewonnen

ist

ustamätÄ Adv. 'äußersten Falles* 1243^; ustamäta

<nwi 'auch nur'

88»

-= 93«.

Eine kürzere Wortform

uMamä

zeigt sich in

An

[28]6_s:
c« thatö balysä^ta

ttye kädäna ^ääriputra

mästye balysüAavü^ri

k^amlju

ao

bu^te ttye dhärafie byßhä^ce kädäna ustamä
jsa haspljsä tcera.')

pyü^ämaU

jsa

ö

& armQTimate

Wörtlich

:

Deswegen, o ^äriputra,

(ist)

von einem makämttm bodhimttm^ der schnell

>) Das in Kursivdruck Gesetzte fehlt wegen Schadhaftigkeit des Blattes. Die Rrginzang des für die Konstruktion wichtigen Wörtchens ce gelang an der Hand von An 16, und EXIII77. hn Chinesischen bietet die achte Übersetzung ^voin Jahre 721) nach Dr. Watanabe Folgaidaa:

o Säripulra, wenn
ra?l behalten;

man

schnell die große Bodhi erlangen will,

wenn man

diese nicht behalten kann,

dann

soll

maß man diese Dhäman wenigstens Mil-

freude hegen.

110

ü

— karavlrä.
(derselben)

zur hodhi erwachen möchte, der Erlangung dieser Dhärani wegen äußersten
Falles durch

Hören oder freudiges Loben

Anstrengung zu machen.

Frei

:

Deswegen

soll,

o Öäriputra, ein mahäsatfva bodhimttva, der die Vollerkenntnis

schnell erreichen möchte, diese Dhärani (welche den
5

Weg

zur YoUerkenntnis

sichert)

sich aneignen

und zu diesem Zwecke
es,

sie

mindestens hören oder
sie abschreibt, aus-

freudig loben.

[Wirksamer noch wäre

wenn man

wendig
ü Vah' euch

lernt usw.]
(enklitisch, vgl. 1. tiä)

11 2 34. Aus urar. *uas ergab sich zunächst *uä,
6623).

das zu ü werden mußte (wie *häruä zu härü
10

ütca Fem. 'Wasser' Instr.-Abl. üce jsa (in der spätem Orthographie auch üci jsa)
IOO25. IOI39. Lok. üca IOO24.

— Genealogie
letzten

der Stammform: *udakya > *udkja >
vgl. pätco.

*uskya > *usca > ütca

;

zum

Übergang

au und ö 'oder'; die Länge von ö durch das Metrum gesichert 48^.
In S^Sg: ö fünfmal.
15

In

An:

ö vä 109 31.

In

AP:

ö und au an den

unter pyü? und yan nachzusehenden Stellen

(dabei auch ein- oder zweimal u\) 12420ff.

& 133 i9f.
vä wechseln, in

In Vajr: ö 8O7.

31. 31.

Slig.

19.

ö vä 8I19.

u(\) 8O7.
ti

Da
der
20

an den AP-Stellen ö und au öfter mit der Silbenreihe ä
ti

das anaphorische

Pronomen

ist (vgl. 1072?),

so sieht

man, daß der Ausdruck

für 'oder' eigentlich ä vä lautet, aber in dieser Vollform von

AP

nur,

wenn

das

anaphorische Pronomen zwischentritt, geboten, sonst dagegen zu au und ö kontrahiert wird.
(z.

Indem nun aber ä vä imjnerhin
ti

in einigen

wenigen andern Texten

B. in Av) auch ohne zwischengeschobenes

unkontrahiert vorkommt, so wird
ti

man
25

sagen müssen, daß vä sich jedenfalls hinter der Enklitika

vollwertig (langenklitisch

vokalisch) erhielt,

im engen Anschluß an ä dagegen im allgemeinen

(kurzvokalisch) wurde, worauf aus *ä-va lautgesetzlich au

und

ö entstanden.
betrifft,

Was
es

ferner das initiale ä der Ausdrücke ä

ti vä,

ä vä und *ä-va

so

kann

nach 4738

4:87

für aa aus atha stehen,
ind. atha-vä

und wir gelangen

so dazu, au

und ö wie

auch das seltene ä vä mit
30

zu identifizieren. Vgl. noch 11 2 26 ff.

&

13439ff.

örga

I

'Verehrung sei' 775 (am Anfang des die Vajracchedikä eröffnenden Namaskära).

Dafür awr^^a aiyä (ebenfalls zu Anfang eines Namaskära) in

Av

IO5 (vgl unter

hälä).

au§kämjsya
au§ku
ka
35
'als,

(ph. °jia) 'säsvata'

immer dauernd, ewig 109 19.
5.

& ö§ku Adv.
wenn' 140io;
'Stadt'.

'immer' 3225 ff.; auch öskuvätä wörtlich 'auf die Dauer' Ell
??«*

[= 9?«*

ci]

'sogar

wenn' 9337

= 943. 953. — ka va II225
auch 41 21 und 132 1).

ff.

kantha Fem.

Lok. kintha, Schreibung
ff.

kiijitha

71 13; kinthälsto 'zur Stadt' 10525vgl.

kamala (aus urar. ka-mrdha) 'Kopf 3 29

(zum

l

L

karavlrä 'karavira[ka]' für '.kalavijQka[ka]' Sperling.

Den bekannten Vogelnamen

kalavinka (Sperling) haben die Nordarier,

wie

mau

kari— kldln«

ot«.

111

karä ne

112
kmtliälsto

kmthalsto

— ksana.

Adv.

*in

die Stadt', vgl. -alsto.
21-

kira (aus *karya) Ntr, 'Werk' 71
1.

134 13; in enger Kompositionsverbindimg -tira 113 9.
12]

ku (=

ved, hüa) 'wo' [134 12.

und 'wo?'; ku vä
:

'wo' 134ii.
?ta 'wo' 9924- 1349.
10.

In der Relativ-Bedeutung auch durch ?ta verstärkt
5 2.

ku
lat.

n.

13.

ku

(aus urar.
a.

kam
B. in
[lat.
[lat.

=

lat.

quum; gebraucht wie
quuni\\

quum und

ut):

'als,

wenn, weil'
z.

[lat.


oft

cf.

cu II437:
daß';
tterä

b.
c.

'daß'

Wendungen wie
ut

'es ist Zeit,

'so daß'

consecutwum\
z.

nach Worten wie träma^

usw.;

d.
10

'auf daß'
'als

ut fitiak],
(2.

B.

nach Verben wie haspäs

'sich anstrengen'.

kui oder kvi

ihm usw.'

oder

1, ktt

+

anaphorisches Pronomen) 4028- 107 21.

L
L

kussala-müla 'kusala-müla' Wurzel des Heils; Plur.
15

^ om- Akk. piina
Av
14i,

kusala-müla

99 8-

[kusa-m°

!],

Gen. bissäni punäni kusala-müläni

krtafia 'krtajna'

dankbar

E XXIII

242.

[L] krtanin (Abstr.
15

von °na) Mask. 'Dankbarkeit', Nom.

°m E XXIII
:

111.

XXIV 172.

Die von diesem und vom vorigen Worte aus mit a- gebildeten Negativ- Ausdrücke

haben ein ganz unsanskritisches Aussehen bekommen

sie

lauten

atärana und

atäranin 105. Offenbar waren sie in den populären Wortschatz gedrungen, während

krtana und krtanin mehr nur der literarischen Sprache angehört haben werden.

Auch
20

ein

und dasselbe Lehnwort kann uns gelegentlich

in

einer literarischen

und

in einer volkstümlichen

Form begegnen;

so steht

neben dem noch einiger-

maßen

sanskritisch klingenden

Abstraktum armütana die einheimische Umbildung
3825-31-

armüüämata 105i6_i8. Vgl. auch
kau und kö 'wie? ob wohl?'
der
25

Könnte

lautlich

eine

Dublette zu khu sein;

Stammbaum wäre kathdm y kahu y käu y kau (oder kö\ vgl. kommt in genau gleicher Verwendung auch ka va und ka
stellt

4738
. .

ff.

Allein es

.

va vor; daher

sich offenbar
(vgl.

kau und kö
ff.),

in derselben

Weise zu ka

(.

.

.)

va wie au und ö zu

ä...m

110

18

d. h.

kava und ka...va gehen auf doppelt-akzentuiertes ka
und kö auf einfach-akzentuiertes kä
vä.

vä resp. kä...vd zurück, dagegen kau

Nach
30
1.

kau.,
ce),

kö und ka{...)va steht das
unter ce und
ce-ßä-ce,

Verbum

meist im Konjunktiv.
1.

kye
kye

(ph.

vgl.

auch unter
1.
kye.,

und

2.

kyau.

2.

(ph. kie,

zweimorig).

Gen. Sing, zu
tasya):,
2. u)

entstanden aus urar.

kasya

(also
1. 2. 35

Korrelat zu ttye aus urar.
1.

kye hvandi 'cujus hominis' 102 38.

kyau (kontrahiert aus kyau
(aus
1.

kye -f

kye

+

ü) 'yo vah' der

= 'daß er' 4 euch EXXV 209. 210.
'der da'

15.

[Unhaltbares 42?

f.]

E VI

45. 51.

kväysa und kuväysa 'Mutterleib' (Lok. Sing, nach 728 Ä;wmsa); et härra.

L

ksana 'ksana' Augenblick.

Gen. pamje k$anä und k$anä-k?anä

'in

jedem
Lok.

Augenblick' 4836 f.; in gleicher Bedeutung Lok. panina
ssäna kßana 'in einem Augenblick'

k?anoE IV

112.

Av

128 f.

kf«llra--fya^iiUl

IIB

L

k^nttra oder ksatra *chattra*

SonnenHohimi

'i^inw.
(pli.

k^tasaniii (für

*k9asnam(i) 'der spchzehnt«»', (Jen. ^niye

^mie) i^x:*k9asitn.

k^asu 'sechzehn'
Ab!. hs(i»y(in

K XXIII
nach

159; alH TrochluH gemessen, also für
erwartet

InKtr.-

H})i;,;

73i:,

man

hier i für

$.

L

k::*ündä

Fem.

'kyäiiti*

Milde, Nachsicht

(Ja*.

kplra (aus urar. k^aitra XV^,) 'Ijand'; Ix)k. Sing, in

K

slrU» /.

«or hfirä «Tu.
n.^ -».. tien.

k:?aima (ph. kseima, aus

*k»a»ma

1)22)

'der sechste'.
f.,

Später

'wye

-s?*.

kha [durch Verengonuig aus *kaha 48;

=

ved. kathd, a\v. kii9ä\ 'wie?'

E

IV

\H.

khäysa 'bhakta' Kssen;

Instr.

V*''

«I2«.

~

khäifm-Hra (für 4rfro) 'Efigeechift' 1338».
76;
au.s urar. xrai-räja^ cf. ved.

khlrüjsa *Selbstkönig, Freiherr*

E VI 23 & XIIl
wozu

«w-

10

räj -räjau

-räj;/<i,

srn-pafi

=

aw. *2^'a-f)aUi (wovon /'apni9ya)^

— mit

urar. »tm-:

ind. sntif-thn

&

&\s. /'ae-paiti /*'ai'-j>fti9ya,

n(»ch ap. ''uräijiaiiya (aus * »iiäijxttia).

Das Wort, obschon mir lautlich längst bekannt, hat in 70i9fr. noch nicht verwertet werden können, weil die Bedeutung, und damit die Etymologie, sich erat erraten ließ, als ich im Sommer 1911 bei einet- Untersuchung von E VI in dcmi^hier Atler vork»)mmendon Worte äAli/n das indische .s^U-yn erkannte. Zum Doppcl-Verlialten von ursprünglichem »v vgl. noch das von ursprünglichem 128i:f<

I&

^

khu [durch Verengerung aus *A«Ä/^

^

ind.

kathäm 487f. &

73|9ff.|

Vie*,

Kon-

junktion und Vergleichspartikel: in Verbindung mit rä (resp. ew) Fragewort
AuftalkMultM-


»

Weise schreiben

die älteren Texte fast stets

ifcAo,

als

ob die (irund-

form auf

am

ausgelautet hätte. Ist

eine aus kathd und kathdm entstandene Miscbin der o-Fftrbung

forni * kathdm vorauszusetzen?

Oder hat man

des Vokals eine

Nachwirkung des

ausgofalleneii a zu erblicken, also an eine nichste

Vorform *h'hH

zu denken? Vgl. auch

Vo

neben

°.v^/^

UO.tjf., °««
4- f)

und "am
f.

132.2, °f/o

und Vi« ISU*

khu Konjunktion TOjg; khul (aus khn
kho vä 'wie?* S'87; khu rä 7 9 4. 80^7
;

643

— khu

Vergleich8|>artikel 96».
rrt

»

khvni

& khuaiimskhu

+ n074fjW5.
khu k mmu.

kho 'wie' Konjunktion und Vergleichspartikel und kho vä

'wie?', vgl.

L

Gganigga Fem.

'Gai'igä*

der Ganges, Akk. °(jgoii^ 7 34

f.;

Lok. Plur. ^rajfijfMroS*^^.

ggaiptsa *Grube'; Lok. Sing, gtforficha 100»^ L30|o.

ggainpha 'yojana' Meile

130;^;i.

»•

gguva und gv'a (aus
Akk.

urar. ghausa) 'Ohr* (Instr.-Al)l. tffü'na.

Dual oder Plur. Noni.-

gijuva, selteu gv'a) 3.«
(cf.

52|.

Uyäuu mti-anu

gv'o
(vgl.

hiMä 'gelangt zum Ohr
lOlsi) ggi'mt
weil

derjenigen Wesen' JJR;

133 1«). Für ggü'na spater

Av Ug.

Die letztgenannten beiden Kasusformen

sollten eigentlich,

der Sibilant in

dem

Xasal untergegangen ist so wenig wie äna und ähnliehe Worte mit

dem

Apostroph

geschrieben
(vgl.

sein;

offenbar

ist

dieser

von

^tgHr»/

usw.

herflber-

genommen

138*)

ff.).

L
L

ggüttära ggüttra ggü tra 'gotra* Geschlecht 105 n.
gyacla

und

[L] gyadin gyaijllnä vgl. unter

jmf.
8

Sclirifteu der Wissenscliiifllichen Oosetlachan io StniBbarft X.

114
gyasta (ganz selten jasta) 'Gott*
73

gyasta—
f.

ce.

& 102 5;

hissä gyasta

Visve deväh' 140 13. Die
halysä)

Yerbindungen gyasta halym und gyastänu gyasta halysa (samt mäsdäna gyasta
vgl.

unter halysa.

Ausnahmsweise bloß gyastänu gyasta

statt

gyastänu gyasta
'normal'
102,^^6.37.

halysa 14025

— gyastuvölsto Adv. 10526- — Adj. gyasta
cf. -alsto.

'göttlich'

=

cälsto

Adv. 'wohin',

ci-jä 'yas-cid'

(oder vielleicht 'yo-yah' mit distributiver Wiederholung des Re-

lativums) 'wer immer' (das richtige Sanskrit setzt dafür bekanntlich 'yah kascid').

Über

AP

ist

zu sagen

:

Einmal

steht statt des Nominativs ci der

Akku-Ju.

sativ (!)
10

kämu

*yam', einmal auch statt -ja die akkusativisch aussehende
folgt,

Form

Dem

Doppelausdruck

um

seine Indefinit-Bedeutung stärker

zu betonen,

öfter hal-ci 'anyatarah'

[lat. ali-qtiis]

'irgend', einmal hal-ci geschrieben (mit sinnl

losem Apostroph, übernommen von Schreibungen mit fehlendem
Hinter

5827if.

101 40).

dem einfacheren Indefinit-Ausdruck dem um hal-ci vermehrten stets sä m, 'der
überall folgt

finden wir stets
sein mag'.
'0

m

'sein mag', hinter

Alsdann wird meist der

15

Vokativ Vajrapäna (einmal Vajrrap° geschrieben)

Vajrapäni' eingeschoben, und

zum Schluß
als

das Relativum

ci

oder

ee 'welcher'.

Dieses Relativum

ersetzt einmal für sich allein die

ganze Wendung.
ausführliche Ausdrucksweisen im Sinne von

So ergeben sich

mehr oder weniger

'wer
20

immer' —
ci

alle

das große Mittelstück in den Anpreisungen der Adhyardha-

satikä Prajnäpäraraitä eröffnend

der Wortzahl nach geordnet folgende Stellen

'welcher' 97
al ci

31.

kämu-jä
ci-jä ai

'wer immer

(es) sein

mag, welcher' 9438f.
sein mag, o Vajrapäni, welcher' 9835.

Vajrrapäna ce 'wer immer

(es)

cä-jä hal-ci §ä ai ci
25

94 17

|
|

'wer

immer irgend der

ci-jä hal-ci §ä al ci 9532f.
ci-jä hal-ci

sein mag, welcher'.
ci
ci

sä ai Vajrapäna
ßä ai Vajra^kn^

9 2 33 f.

'wer immer irgend der sein

ci-jä ha/-ci

9 3 41 f.

mag, o Vajrapäni, welcher'.

ci-ju hal-ci sä ai
ci 30
'als,

Vajrapäna

ci

98 34

f.

wenn' (nicht-enklitische Temporal- und Konditional-Partikel, durchaus

verschieden

vom

enklitischen

ced

des

Sanskrit,

vielmehr
tti

vom Stamm
ci

ci

aus
ßßai

gebildetes [interrogativisch-Jrelativisches Korrelat zu
ci

'dann')

81i6&82i3;
auch
citä

[^

ßsai ka] 'sogar Avenn'

94 19.
17.

In gleicher Bedeutung wie

und

ciyä: erstere Schreibung 107

cu Nom.-Akk. Ntr. Sing, zu
.35

ce

19 12 f.; gebraucht

1. 2. 3.

als als

wirkliches Neutrum, relativ 'welches*

und

interrogativ (5026) *was? welches?';

Ersatz für das pluralische ce llSgff., später auch für das singularische ce;

als

Konjunktion (wie

lat.

quod) 'weil, wenn,
ce,

als';

vgl.

2. ku.

ce oder kye (beide Schreibungen ph.

einmorig),

Nom.

Sing.

&

Plur.,

gewöhnlich

Relativum 'welcher, welche', seltener Interrogativum
40

'welcher?

welche?' oder
ye 1332i.

Indefinitum 'irgendeiner, irgendwelche', kye 'ye' 22

1.

— Satz-Dublette

e»i^*ce

— «t« A •lind.
E
\

1

] :,

ce-^-oe
ftfi-ee

Ver
XII
4.

der

(ist)

welüher* (empbatuKjhes Relativ um) 7297. Schreibung ky«^
lautet

£

Das Neutrum

rw^ä-cu

VI 20, das Maakulinum Pluralix
»tpäter ei-Uä-ei

a-tU'i-ce

K XXIH221. Für

die letzte

Verbindung

99 1>
luitar h

Die drei Wurtchen kimnen auch getrennt sein
kijf

hf

wtä

Uä vtdn&l^ Anitndtika

'welche da meine .lUnger

(sind),

Aniniddha, welche*

* 'diefenigeo
^

meinen Jüngern, o Aniruddha, welche' Ell 74: cu mara

^ ^fyM cu im 'was hier
'was hier
sattv&lt^)
.
. .

(= im
nicht'
satva

Bisherigen) derartiges (wörtlich 'das') Bein

sollte,

das nichf

EIX48.

Weitere Beispiele unter

ci-jä.

Ferner gehört bieher ru vä tH

cu *was das für

Wesen

sind, welche' =» 'welche

Wesen' (ye

8O13:
tti
. . .

CM *yad' vertritt da wie in 19g syntaktisch den Plural des Maskulinums (cu

10

cu

== ce-ttä-ce). Bloß das erste 00 ist

durch cu ersetzt in

m ttä #iMI Ay» Velohe
in

Tjaien' (ye

smvakäh) K

XIV

150 Anf. (mit überzähliger Morel] und
niu'li

einem der

folgenden fünf Satzanfängo, die der Reihe
ce ttä uysnaura kve
\
.

in S'' 4*2
,.
(«'

j

7

beg^nen:
^ .
.

...,
*^ t''^<-'»

ce

ttä

Sarvasüra uysnora kye
'ein

,

1
|

Sarvasura), welche

,.

.

u

ce sä nysnörä ce

Wesen, welches* 'Wesen
(o Sarva.4rira), welche'

cu
ce

tti

uysnöra ce
,

ttä

Sanassüra ce
ü) 'yo val.i'

cö (aus

re

+

der euch 112 34.

cn-äma

(in

Av

meist ciräma) 'welch*; Akk. Ntr. °mu als Adv. 'wie*

53» y.

v

L

jada und gyada 'jada* töricht, Tor 585. 130ii.

[L] jadTn

und gyadln Mask. Torheit'; Sing. Nom. V»,
zu
°fiin]

Instr.-Abl. ^'^'na

öSer

(L( jadlnä (Adj.

'torheitlich' llö^inr.;
:

Y^^-

j<f(iim;fJfo 9!fOfti^tgifa gjfa4üßj<i

jadvjya 101
(bei)

«.

BeispieU-j) ^/«a ni

ttcuietu

gytidimgy* 'bringe

zum Verschwinden
2.,

uns die Finsteniis der Torheit'
(päli jhäiia

E XXIII 192.
Nachdenken, Beschaulichkeit

L
ßn

Jana

)

'dbyäna*

stiiles

Ö^
lOSsr.

jiAga (zum folgenden

Verbum) Fem. 'vyaya' das Vergeben, Verschwinden

'überwinden,
2.

Imper.

Sing,

zum Verschwinden ßna II0.24.

bringen*, Transitiv-Form [ind.yiii^i] zu /t;

ß (Medio-Passivum zu
(lautlich

^V«) 'vei^schwinden*, 3. Sing, jiyr^
32,«ir.;

3.

1*1.

jiifärf «nler jy^ltrt

m

zu ^Vt

jiijnntc]

Konj.

3.

Sing. ^Vyd/*? oder ^yd/«»; Partizipium mit

Suffix -ämt (lOlajf.): ^Vyäm/ [aw. -jyammi\.
-tii

'-ta*

und -tänd

'-tavant*.

Die mit diesen beiden Snfß.xen gebildeten Ver-

gaugenheitspartizipia haben im Nordarischen das ursprüngliche Aktir-Perfektnm

gänzlich verdrängt: in der dritten Person stehen sie allein, in der

1.

und

2. ver-

»

binden

sie sich

mit

dem Hülfsverbum

'sein*.

Intransitiva

yerwendeo das ente

Partizipium, Transitiva das zweite; doch begegnet ausnahmsweise leUlereB anoh
bei Intransitiven.

116

-la

&-tänd

1. tta

Intransitiva: ästä

'er weilte'

18 20;

ästi (aus ästä

+

«",

cf.

6620) 'du hast geweilt'

A

& E XXIV 115; tramdä 'er ging' II835, ttranda sta 'ihr seid hinübergelangt' E XXIII 109; nasti 'nisanno 'si' du hast gesessen oder du hast dich gesetzt A 31;
27

pmtätä
5

'prasthitah' er schritt dahin 21 27;

vistäta 'sie

standen'

oder

'sie

stellten

sich hin' 140 13; sastu 'es schien' 5523;

Jmmätu

'abhüt' es

wurde 64 10.

Transitiva

:

nätaimä (aus

°te

+

imä

'asmi') 'ich

habe

erlangt', nätai (aus °te

+

/)

'du hast erlangt' 75 §; yäde 'krtavän' er hat gemacht,

yidätä 'krtavati'
st((

sie

hat

gemacht; yädändä 'krtavantah'

sie

haben gemacht, yidändl
västäte
'er
stellte'

'krtavantah stha*

und yädända
10

'ihr

habt

gemacht';

107 33.

Intransitiva:

tsutätä '*cyutavatl' sie ist gegangen,
sie sind

tmtändä

(später tsuärßdä 784) '*cyutavantah'

gegangen,
m-.s^ä

cf.

118 33;

väte '*uditavan'

=

'er ist

gewesen' 11628-

Wie von
sitive

kommen auch von

pat parr pra-hös hi-rays
vgl.

m sowohl

das intrantransitive

wie das transitive Partizipium vor,

121 27fr. 122 22f. usw.

Das

Partizipium hat nur im Singular eine besondere Femininform, verwendet nämlich
15

die

angegebenen Pluralformen
;

(die formell

maskulinisch sind)

auch fürs Femi-

ninum

so ist die

2.

Person Pluralis pyüf^tändi
an Frauen, in

sta 'srutavantah stha'

=

'ihr

habt

gehört' in
gerichtet.

E XXIII 243
ät

E XXIII

335 an Männer (und Frauen)
vorher-

Solche Pluralformen lassen im Übrigen das ä von änd mit
(oder soll

gehendem
2i)

dafür

dt

postuliert

werden?) zu bloßem ä zusammender Plural nicht *nätändä^ sondern

fließen

:

zu rmte (140 10)

'er hat erlangt' lautet

nändä (139 16. 140 13,
pcmäte
(430. 734)

vielleicht aus *n9tätidä) 'sie

haben
'er

erlangt',

und zum Singular

'srstavän' oder 'tyaktavän'

=

hat losgelassen oder verlassen

oder preisgegeben' gehört in pluralischem Sinne nicht *passätändi^ sondern jmssändi
(432, vielleicht
25

aus *pass9tändi) 'srstavantah' oder 'tyaktavantah'
einer Negation
:

=

'sie

haben ver-

lassen'.

Nach

nehmen auch

die dritten

Personen das Hülfs-

verbum
santi';

'sein'

zu sich

dem

nicht-negierten Plural dätändä 'drstavantah'

=

'sie

haben gesehen' in 8^422 entspricht in S^426 nä dätändä indä 'na drstavantah
ebenso findet sich 17 10 nl väte
sti 'er ist

nicht gewesen', in

E XIV

122 ne
asti'.

jsate stä 'na hatavän asti'
30

und

in

E XIII 44

nai hvate stä 'nainad uktavän

Den ganzen Darlegungen gemäß
Typus prahößte
als

sind also gegen 496_i4 die

Verbalformen vom

maskulinische Nominative Singularis von ^ä«c?-Partizipien aufJiv^

zufassen; vergleichbare Nominative sind

(1444 &

14

ff.),

päte (65

19)

usw.
* tcaf.

tcahaulasama 'caturdasama' der vierzehnte. Gen. °mye

(ph. °mie)

45 30.

V orform

haurdasama; rd > d > d
35

=

1,

vgl.

41 21.


(pli.

tcahölsä 'catvärirnsat' vierzig 6326

tcira (aus *tcarya

71

22)

N^tr.

'-mal' 1193«; 'Nochmaliges'

=

'Abbild' 102 35.

tcürama 'der
1.

vierte' 484;

Gen. °mye

°mie) 4531.

40

Stamm des Demonstrativ-Pronomens 'er, dieser', im Nom. Sing, vertreten durch den Stamm sa 'sa'. In letzterm ist s ein Sandhi-Produkt, entstanden in re-ßäce, ßßai sä usw.; ähnlich s in [64 14] aw. sS & ap. soiy sowie ? in skt. esä. Sing. Nom. Mask. ßä 'sa' 7 5 15, Fem. sä 'sä' 7 5 ig, Ntr. sä *tad'; die Maskulintta 'ta'

Om
Form wird
also füi-s

Demonstraliv-Prononm

II«.

II

Neutrum mitverwoudet
ist

1152.«. Die in
einheitlieheH

hervorhebendem Sinne

übliche Wiederholung *9ihiiä 'dieser'
ergibt als Kolchos lautgosotzlich
die

als

Wort behandelt und
'diese' |75i7)

mi

|ph. ^/j;

dagegen bilden auffallender Weite

zugohörigen

Feminin- Wiederholungen

Ȋrfia

A

/i4-<m

je

xwei

selbständige Wörtchen und bleiben daher un verschmolzen. In der spitem Ortho-

graphie geht von {«» aus der Apostroph auch auf das einfache ff Ober |r>der
steht er da nach
In

I24xtr?\; daher die Schreibungen

^

und

fi 75/;.

AP

:

Mask.-Ntr. 9a an den unter ei-ß und hnufti aufgeführten Stellen, außer23.
l>;'>a. «. 38-

dem »4 19.
In Vajr:

•>-'»30-

'»ö;.

a.

-ii-

W.

Mask.

^

HOaj. «1 19.40.

79,6.80»

81» ».3».

«27.7.1»
bin,

Die übrigen Flexionsformen, soweit ich ihrer sicher
folgendem Schema enthalten
:

sind

in

nach-

118

Das Demonstrativ-Pronomen
ttätä^

IIa

— daslalatä.

Nominative- Mask.-Ntr.

Fem.

ttäte

oder üätä und der allen drei Geschlechtern

gemeinsame Gen. ttätänu
Anstatt durch

[8836]

genannt (aus letzterm später ttyänn 11832).

Doppelsetzung kann die an sich geringe Hinweiskraft unseres

Pronomens auch durch Anhängung der Enklitika
5

(ungenau

te)

=

toi

'dir*

gesteigert werden.

Doch
:

sind es nur die Nominative, die von dieser Möglichkeit

Gebrauch machen

Sing. Mask.-Ntr. ßä-tä ($ä-te) Mieser,

dieses'

64 20

f.,

häufig nach
[ph. ^^|,

Wegfall des

t

kontrahiert zu ßoi [ph. zei\ oder

.sf

Fem.
10

ßa-tä [sa-te) 'diese', häufig kontrahiert sai^

Plur. Mask. ttä-tä (üä-te) 'diese',

Fem.

tte-tä (tte-te)

und

ttä-tä (ttä-te)

'diese'.

Wie man

sieht, fallen die

vorstehenden Pluralformen annähernd zusammen mit

den gleichbedeutenden Pluralen, die auf Doppelsetzung beruhen.

Unser Demonstrativum kann schließlich
15

drittens durch die Partikel u (108 19) ver-

stärkt

werden.

Durch Kontraktion ergeben
°na

sich

dabei (nach 1082if.)

Formen

w^ie tfänau (aus
2.

+ u),
'so

ttätü (aus °tä
(in

+ u)

usw.
tta

tta 'so'

vor einem
tta

Verbum

Wendungen wie
gehört',
.ttai

hvate 'so sprach', tta braßte
6o7i__4.

'so fragte',

pyüstä

wurde

hämätu 'evam asyäbhüt')
und
skt.

i07a> 4 15. 624 usw.
20

Aus

urar. *fä in aw. tä
2. tta)

tä-drs 'so aussehend'.

tta-tta

(verstärkende Wiederholung von

'so'

(am Satzanfang).

Ähnlich

pkt. icc-evarji^ skt. ity-evam.

ttarandara 'Körper'; Instr. ttararßdaräna 17^.

— Im Metrum muß der erste Vokal
offenbar ein
altes

häufig unterdrückt werden.
ti^ani
25

Das Wort

ist

^ra-Neutrum zu

'gehen'.

Die Grundform wäre also *t(a)rantra. in Bildung und Bedeutung

ein

Analogen zum indischen gätra 'Körper'.

ttädätä

Fem.

'Finsternis'

;

Vorformen

:

*tam(a)stäti > Hätäti.

— Akk.

ttädetu (nach

71
tti

16 f.

aus *°dätyu) 11024.
ci)

'dann' (Korrelat zu
:

77 20-

23-

78 le107

Verstärkungen
30

tti

vä 'tadä vai' 80 37.

ttitä

oder tUyä; erstere Schreibung 78

1.

17. is,

letztere 102;%. 37.

ttitä

vä oder ttiyä vä; erstere Schreibung 107 32.

ttussä
falsch]

(aus

urar.

Hussya

=

ved. tucchyd

[BoehtUngk's Schreibung tucchiä

ist

+

ka) 'sünya' leer 172; Abstr, ttussättätä
cf. lat.

Fem. 'sünyatä' Leere

726-

tram & ttram (aus *taram^
35

^raMs)Med. 'gehen, hinübergehen' 11824- Perf.-Part.
(cf.

tranda oder ttranda IO220; Nom. Sing. Mask. traijidä
2.

1222) 'er ging

(hin)' 772;^;

Plur. ttranda sta 'ihr seid hinübergeschritten' II62.
'solch' I8O10;

Infinitiv trinde

102 20-

träma oder tträma

Akk. Ntr. °ww

als

Adv. *so' 5329ff.l30ii.

— Vgl.1128.

tm

'cyu* gehen; tsuta (Nom. Sing. Mask.°#ä) 7726;

tmtänd (Fem.
cf.

tsutätä) 722- 11 610.

dasta Adj. 'geschickt'

und

dastatätä

Fem.

'Kunstfertigkeit',

dasta.

daMui

dri.

litt

dasau oder dasö (aus *damkum) 'zehn* 83|t.; Flexion 73|5f.
dasta (aw. zmta^ ap. dttMa, skt. hanUi) 'Hand': Akk. (Dual k)
PI. dtitia

UOmt
und
&

diMa nüta

•Iiastft-j)nipta'

-

'in

die

Hand

erlangt' d. h. sicher 72s7. Ähnlich wini

im Iranischen der Lokativ von

ziista

resp. duHta mit
'in

den Verben dd
d. h. in die

'netren'

kar 'machen* verbunden im Sinne von

die

Hand

Macht geben*

= 'überantworten,
Nicht
als

ausliefern*.

Bositzorgreiferin, sondern als Künstlerin erscheint die
<lii»Ui

Hand im nord-

urischon yr<-Adjoktiviini

[nach 72s aus ^datdifu, lautlich »• ind. Adifyo): es

bedeutet 'kunstfertig, geschickt, gewandt', und das zugehörige Abatraktum daä4ktätä gilt offensichtlich als tlbei-setzung des indischen kalä 'Kunstfertigkeit'.

Ob

lo

nicht auch aw. zaxtavai avö zu übersetzen

ist

mit 'geschickte Hülfe*?
Flexion

data (mit aw. data aus *dhäta) 'dhanna' Gesetz oder Lehre (Buddha's).
J09s4f[:
(Jen. Phir.

selten °tänit 'dhätünäm' 534.
(//läta
'y'^.

Zur Bedeutung und zur Auä122.v 134|i.

nahme-Schreibung
dätafia 'dharma*,
(vgl. Ö33f.),

mahäyänu data 'Mahäyüna-Lehre'

späte

Synonym von däta\ Gen. Flur. Ausnahme-F<»rrn Formen °n4/i// 8826 = 92.« und °näi;i 94 »i.

**«/»!«

89»

= 93»

i&

dätana aus °tany(i weist auf *dätau, die n-Erweiterung von dätn^ zurück.
dätlnü (aus *°naka) 'dharniya', zu data 'dharma' gehörendes Adjektivum in der

Bedeutung 'Lehre-,
Sluvisciien.

(iesetzes-',

also

gebraucht

wie entsprechende Adjektiva im
(Beispiel

Deklination
;

usw. lOi^sm,

&

69tt_H

dätim nUcra 'dharma.sind

31

cakra* Gesetzesi'adJ

vgL auch 101n_25. Gleichgebildete Adjektiva

pHntttä

&

kädäf/äninä^ von einem äma/a-Abstraktum armümmatiiid^ von

einem

/tö/fl-Abatrak-

tum

hdjvattetim^ von einem //-Stamm

tnidysdttUi^

von einem d-Maskulinum mr-

miiiä,

von «-Femininen hasdaifiä und bhtnlnd, von einem ä»»-Stamm hiMnind^ von

einem «d-Stamm hvandim^

von einem m-Stamm jadlnä.

»
65gBflJ däJt

dätya (ph. dädia^ aw. däitya) Adj. 'dharmya'

(=

dätifWi)\

Akk. Ntr. (nach

nikrn (oder °ÄA:n/) 'dharma-cakram* 1349; Fem.

Nom.

Sing,

dät^ (Daktylus) An

19j.

da

[ved.di, cf.öyt/J redupl.

Med. ddtte
3.

'zeigt sich*, 3. PI. dyärr.

— data 'gesehen' 1323».

dijs

Med. 'dharay' behalten,

Sing. f/iy.W«& [Konjunktiv) dijsäte 1242i_9; äjf$6iaAP.

dädda
dira

(ein Trochäus) 'der dritte';

Gen. didye S7K

(=

lat dints) Adj. 'akusala, päpa* unheilvoll, böse (von
(ph.

Werken

gesagt) 33|ir

duva und dva

dua) X.-A. Dual 'zwei* (aus urar.
cf.

</wd); Ai}-</(M>ra 'beide* 30\tt,

düarndin^

(für

dmrnrfd°,

122 wir.) 'zwei-über-dreißig* ; Lok. in Xx^^dirkä 73».

L

du?kara 'du?kam' schwierig 134i3; Ntr. Nom. Sing. °ru 559, »pUßt^rä 78».

[L)

du^kadara 'schwieriger'. Genesis: °karatara> ph. °karadara> ^ardani> ^a^ra.
'tri'

»

dri

drei.

— Nora.- Akk. draya (meist troohäisch)und f/mi66:wf.:
5U./7

in

beiden Wort-

formen häufig drr für dr

57i4.

Im Sinne von 'dreimal'

findet

man

ärai

JUm

52oi

&

136:^4f.

und drai

tcira

78? [drr%

In.«<tr.-Abl.

dnftiH 106srt.

120

draisu

— nlvarana.
dväsu); Lok. (nach
73i5ff.)

draisu 'trayodasa' dreizehn (zum -u

cf.

draisvo S'^39i.

dväsu und duväsu
nach
73i5fr.)

(u

aus

rp,

[vgl.

123 35 f.] oder aus ö wie ISösf.) 'dvädasa' zwölf; Lok.

dväsum

S^8.-,

[korrekt

wären

dmmim
[nach

und dvä^\

Später dväs-

in dvässe
.5

&

dväsi *1200' ßOaif.

— Vgl. duva.
7 3.21 f.

L namas
Verbum
tmram

'verehren',

namaUä

'er verehrt'

aus "^namasati]; trans. Perf.-

Part. namasätänd,
liegt

wovon Nom.

Sing. Mask. namasäte 'er verehrte' 107-^_
skt.

— Dem

das Päli-Präsens namassati |aus
2)'>'n-vraj],

namasi/ati] zugrunde.

(cf.

tram) 'hinausgehen [ind.

herauskommen'.

Perf.-Part. na-

randa 'hinausgegangen usw.'
10

Infinitiv (nach 102iyff.) narinde.

nasta vgl. nätasta.

nä 'erlangen'; mta
näfaimä,
2.

'erlangt'

11 93; trans. Perf.-Part.
3.

mtänd

'erlangt habend'
20f.

[1.

Sing.

Sing. nät(n\ 3. Sing, näte^
624-36-

Plur. nändä] 1166f.

L
15

Näggärjuna 'Nägärjuna'

Der dem Nägärjuna hier
Poussin

in

den

Mund
1

gelegte

Ausspruch formuliert, wie mir Anschauung, die
z.

la Vallee

mitteilt, einfach eine

allgemeine
zitierten

B. in der

vom Kommentar zu Bodhicaryävatära IX

Öatasahasrikä-Stelle verkündet werde.

Man findet
p.

diese Stelle in la Valloe Poussin's

'Bouddhisme, Etudes

et

Materiaux'

236i3_25was-,

näs Med. 'erlangen, empfangen, nehmen' (aw.

ind. nas), 1. Sing, näse, 3. Sing.

näste 9936, 3. Plur. näsäre, Konj. 3. Sing, nästa
20

und

tmsäte^ Imper. 2. Sing,

nmax

Part. Necessitatis näsäna:
1.

Nomen

agentis näsäka.

nä und

ni (enklitisch) 'nah' (Akk. Dat. Gen.) uns, unser.
(die für Akk., Dat.

ni II024.

2.

nä und ni

und Gen. stehende Pluralform des anaphorischen

Pronomens,
•'^öigff.
2.5

vgl.

die Singularform

IO631— IO82) 'enän
ist,

usw.'

sie,

ihnen, ihr;
r-


rr-

134io.

Weil das Wörtchen enklitisch

wird der Nasal nach
§ 194),
z.

und

haltiger Silbe lingualisiert (Ähnliches

im Veda: Whitney

B. in

E XXIII 297

2)haru nä pajsamu
3.

yamndä
cf.
t

'sie

machen [= erweisen] ihnen

viel

Ehrung'.

nä und

ni Negation,

m.

L
30

nätatä Adv. (das erste

'Hiatus-tilgend') 'niyatam' sicherlich

E IV

67.

VI

9. 9.

20.42. SHlio. BhiöOee.


2.

Später nyatu 996t

nätasta (mit hiatus-tilgendera

für "^'näasta aus *nähastä) 'gesessen', als

Verbum

Rnitum
(i.e.

(Mask.

Nom.

Sing, 'er setzte sich', PI. 'sie setzten sich')
13,

116 1 ff.; später nasta

n'asta)

11 32- 7 8 10.

Sing, nasti II63.

L
35

nlvarana '[Tugend-] Verhinderung'

EXI27. XIII

92. 95; als einheimisches AVort

entspricht hyana^ vgl. 129 30 ff.

Das Tibetische

gibt

mvarana durch
p. 333*^)

sgrib-pa 'Verfinsterung'

wieder.

Bei Sarat
solche

Chandra Das (Dictionary

werden

einerseits fünf, andrerseits
erste
[vgl.

zwei

Verhinderungen oder Verfinsterungen aufgezählt, und die
kehrt samt einer andern Fünfer-Reihe auch im
nivarai}a',

dieser Reihen

Päü wieder

Childers

s.

v^

im Sainyutta-nikäya

lautet die erste Fünfer-Reihe

%äma-cchanda

(selten

ne

— paillt.

121

häma-iü(iH\ 'vyäjiädu^ ^thina-midtlha, *udfihiiua-knkknerti^ *pirikicrhä\. Kl De weitere
K<>ihü (sarva-, üvarai.ia-klosa-, (iliarnia-, kanna-)

DO.«*,» Die MahATjutiMtti enthält
oniten Fttnfer-Keibe die Verhindo-

krine der ReilH'ii: doch findot
rungüii
:{

man aus der
f.

r>

in

Mahavyutp. 104«,

5« f.»

(dabei M

und

4

aU

je «wei

ff*»r»»<hn«-t

wie
Dil)

in Sai|iyiitt»i-nikäya vol.

V

p. 110).

dialektische

Wortform

mvfii'aita,

zunächst

dem

i*ttli

eigen,

ist

auch bei den
in

Nordbuddhisten die

(ibliche; sie

begegnet steh« im Mahävastu, ferner

Saddhar-

mapundarlka

III

(Kd. p. 75.2 v.l.)
p.

& V

(Kd.

p.

rJ3|i)

und im Ak^yaroatinink^M«

({^ikiiiüsanmccaya

l!»!;),

endlich im Karapilavynha in
(vgl.

dem ßodhisattva-Namen
le

Sftrra-nmirawi-ri^hinMIn
(Als
ne,

damit bei Childers den Artikel riHhumfihtiMii).
in

Bezeichnung einer Ungeheuern Zahl steht nirammi
auch nä und
ni,

Mahüvy.

248|7f.|

Negation

(ind. na)\

mit

dem anaphorischcn I*ronomen:
gleichen Pronomen:
itai

mri

k

|107i2| nql\

nf ne 'durchaus nicht*, mit

dem

m
^

107 1*

L

nairätma

|

-

buddh.

skt.

nair(itni(y)a\

Adj. 'nin'itman* '»hno

<f.li..t

•'...

L nyatu Adv. *niyatam'
pajsama 'Ehrung'
|

sicherlich

1202«.
9J)|.i.

^
120a>.
in einer

wörtlich 'Vortritt*, skt. *pi'a-tjama\

L

pamja-vasigiya

{tfij

wie 107 u) 'pancavanfika' Fünfjahit-Fest), bestehend

Bewirtung und Beschcnkung des Mönchsordens; Akk. Sing, nach ttöasc E XXV^ 4(56. 474. Im Divyavadäna heißt das Fest häufiger jittnctivär/tiltt
°mr.s/Aa, in der ^lahävyutpatti jKtnniratsik-it-nni/ni [°rä/-^° .Mironowj.

^W
als

painjsa 'paflca' fünf

'AS»',

Instr. /x/iTyya^^.sa, (Jen. *^V/«m, I»k. **yrd

1003>

— /Mnßjt6 33»f.
^'«Mi«)

paipjsüsama (von °JKHsn aus gebildet) 'der fünfzehnte'; Gen. °Myf (ph.
painjsüsu (aus pittnj^

45s|.

+

*lnif»n^

vgl. (iO^tr.

und

47s2-9«) *fünfxehn*.
°/»fi)

padä Adv. 'früher' 19«; 'voran* 21,^.

padäipjsya (ph.
87'.

'vonnalig' 109 j».

padauysa 'der
jxit 'pat'

erste';

Gen.

^y-vy« (ph. /x«//iM2/«)
73.2if.)

»
imsta 'sie sind gefallen* 130 n.

fallen; 3. Sing, (nach

/n/W, Pot. paUl 'patef 130 10.
PI.

j)iistu 'patita'

gefallen; als

Verbum Finitum Mask.

jKistand
fallen'

ti'ans.

Perf.-Part. llögsjr.; Nora. Sing. Mask. fMiste 'er ließ (eine

Bemerkung)

=

'er

äußerte sich*

:

E VI

43°

(J^).

balysä Vai.sraman&

tta

paate

'Buddha äußerte sich so [=> mit folgenden Worten] zu Vai^nunsQ«*.

»

Für paste später

in

schlechter Orthographie

(cf.

76io| pa^i 64;

f..

wo Utd ptuH

tu

übersetz(»n ist 'so äußerte er sich zu ihm*,

patä 'prati* (32 n

f.)

'gegen ... hin' (Präp«isition mit Akk.) i40i9.
;

jwiUVt (aus plr/a-k/i oder fajpii-h/i) 'abschneiden*

3.

Sing.
I

paUUMH & patähä aus
also wie
vgl.
/

*pfrja- oder *fa/jKi-k/iati

(skt. -Arwto/i) 3j»(r.

Das

erste

in 5415t.,
1

»

1053f und 133u &

11

'Hiatus-tilgend' an Stelle von

verklungenem k:

auch 138

paUlhfa (aus Ht-Ut) 'abgeschnitten';
(das Prädikat richtet sich nach

Nom.-Akk. Dual Fem. oder Ntr. ^üe 10238
Subjekt-SubstantiT
hatfdye).

dem nähern

122

.

pa-nam
'sich erheben'
(cf.

— pättära.
6l9„_i7.
ist

pa-nam Med.

;

3.

Sing, jjanamäte, 3. Plur. panamäre. Perf.-Part. Sing.

Nom. Mask. panatä

llGiff.) 'er

erhob sich'
cf.

78 iß. 137

15.

Das Kausativum pa-nem
Gesinnung in
ösu

(aus -nämay^

109 1 f.)

eine Umschreibung des bud'(einen

dhistisch-indischen utpäday (lOSsgff.), bedeutet also
5

Gedanken oder eine mahäyänu* dätu viUä
cittam

sich)

aufkommen
*yo
die

lassen',

z.

B. in S^ Sef.: kye

aysniü jicmemäte

mahäyäna[cf. 54i5f.]-dharmarn

praty akusalam

utpädayati'

wer gegen

Mahäyäna-Lehre eine schlimme Gesinnung

hegt,

*Hinler diesem Worte (das die sechste Zeile beschließt) steht die 6O21 erwähnte PseudoInterpunklion, vgl. den Schluß des obern Bildes in Stein's 'Khotan' Tafel CX.
10

paräha

'sila'

Gesittetheit 624ff.

Vielleicht ist der
;

Nom,
ist

Sing,

parähä

in 624 aus-

nahmsAveise fünfmorig gemessen 19i5f.

gesichert

eine solche

Ausnahme

für

den Akk. Sing. paräJiu in
-pare- [nach Konsonanten]

E XXIII

291.
'über' (aus urar. pards) in
[z.

und -vare- [nach \'ökalen]

den aus Einern und nicht-einfachen Zehnern bestehenden Zahlworten
15

B. piis73i8.

pare-f/ärsa*fünf-über-dreißig', waMt'are^caÄö/s« 'neun-über-vierzig'] 95i8ff.
10323f.

48 1.

Analog gebildete Zahlworte in den andern beiden arischen Sprachen und
95^.

im Slavischen

Aus dem

Italienischen

kommen

hinzu (worauf mich Dr. Groß auf-

merksam macht)
parr (aus par$
20

diciat^Hette

aus decem-ad-septem und diciannore aus decem-ad-norem.

7 27 f.) 'entrinnen, errettet

werden' (mit Abi.: aus den Leiden des
vgl. 1232?), 3. Sing.

Daseins usw.); inchoativischer Präsens-Stamm pars (aus par^-ss,
parstä
(vgl. 732if.), 3.

VhiY.parsindä, Konj.

1.

Sing. parsu (aus

°s.s'rtm), 1.

Flur. jmrsäma.
;

Perf.-Part. intrans.^^fl'n-äYa'entronnen, errettet' (auch <ifm/7YVYa *un errettet') 1 1 612 trans.

parräfänd, Nom.

Sing. Mask. ^te (116 12) 'er

machte entrinnen'

=

er errettete I632.

L
25

parsa Fem. 'par(i)sad' Zuhörerschaft (1388) ^6 28 ff.; Lok. (spät)

par^na 18 13.

pa-ssä 'entlassen, loslassen, verlassen'; trans. Perf.-Part. imssätänd 1162iff.
pastäta (22 21) 'prasthita', als

Yerbum Finitum Nom.

Sing. Mask. °tä

116 4.

pä (Nom.-Akk. Dual oder Plural) 'die (beiden) Füße', eine auf dem alten Wortstamni p)ad beruhende Form. Dazu der Lok. pvo pö pau 'zu Füßen'. In Anlehnung
an den Lokativ wird später der Apostroph öfter auch im Nom.-Akk. jjä geschrieben,
30

wo

er keine lautliche Berechtigung hat;

7729,

784.

pätco

(dazu

die

nach Vokal

entstandene

Sandhi-Dublette vätco),

auch

patcu

(& vätcu),

später pätcä (& vätcä)

Adv. 'hernach, wiederum, aber'; anscheinend
seil,

auf einem femininischen Akkusativ *jjascäm

disam oder auf einem femininischen

Lokativ *paskyäm
35

seil, disi

beruhend, zu ind. pascä {aw.pasca) usw.

Im Nordarischen
(vgl. pkt. pacchä),

hat sc^resp. sky vermutlich zunächst wie

im Präkrit cch ergeben
(cf. ütca)-,

aber mit

Dehnung

des vorhergehenden Vokals

eck sodann verlor den
tc\

Hauch und
c(h)

erhielt sich intervokalisch als einfache

Tenuis (geschrieben

während

nach 1022f. zwischen Vokalen zur Media js wurde.

Vgl. noch vaska.
29
L"**«-]-

L

pättära 'pätra' Almosengefäß;

Ak\.°ru

5 7 12, später ^jä^tom 7 7 20-

p&iioMla— pyAf.

123

L

p ärämata Fem. 'päramitü' 3üf.; Plur. Koro,
mUtätänil-,
(cf.

'^ie

H^ —
Iftik.

Später

pMfma

57afi
wofOr

pärauttäiul trans. Ferf.-Part.

Noni.

Sinjj^.

*W#

'er atellte',

später die schlechte Schreibung

76 lo) ®W/

THj».

pälsun Fem, (aus urar. /Hir^u/kä/,
1.

I

nach 63 «^ f.)
IMur. (vgl,

wie

in

den andern beiden arischen Sprachen 'Rippe', Nom.|-Akk.j

i

i%'n) jKihiirc
J.

E XXI

45, j}aliwe (ph. itähiie)

E

II

24.

wie im Vor-Germanischen 'Speiche' (germanisch mit BodeutungsverBchiebung
'Felge') iu ynära-valsua (v

wie 122 19) 'sahasHlra' tausendspcichig

V^'^tat.

Im Germanischen
nieinster

ist

auUer dem

Nomen

ein

zugehöriges
verknüpfte

Verbum vorbanden,
Vorstelluog in allge-

das die mit der Rippen- und Speichen-Reihe

w

Weise zum Ausdruck bringt
z.

:

'folgen*.

Auch

'Volk' schlielit »ich wohl an.

jxl-rän 'äropay' pflanzen,

B. in der

Wendung
f.

'die segensvollen

Wurzeln des
Mit

Heils (112 11) pflanzen';

3.

Sing, nach 732]

jtäretuUlj 3. PI.

pärünindä 99 g.

09

1:,

päräiida |aus °rdn-fa] 'gepflanzt' vgl.
;

lat.

platUa.

Das Präsens wQrde im
i4

Sanskrit wohl *fd-ränäti lauten

(irundbedeutung 'bewässern' oder 'aufpfropfen'?

puka

Ntr. 'Schritt*, bloß als
vgl. j)(it)vH.

IjängenmaiJ,

kann daher auch mit Elle

übenietzt

werden;

Zum

-k-

127

ler.

L

pufia 'pui.iya* religiöses oder moralisches Verdienst; Adj. verdienstlich

U-nf.
Verbin-

[L| puiMnä Adj. zu jmna.
(vgl.

Nom.

Sing, puninai hatnbtsä "die Verdienst-Menge'
131a)f.J; die gleiche
(142.<Hir.)-

lioMdim) Up26fr. [eine der beiden Textstellen
in

»

düng femer

den unter hauta vereinigten Satzformen
10 f.

Das Wort vermutlich auf *piir^ aus *pr^ zurückgehend, gehört wohl zu ved. pf-ßaut &. prßtitd 'mit weiüen (rundlichen) Flecken
purra Fem. 'Mond* 132
(Tupfen) besetzt' (von Gazellen und

Kühen

gesagt); die ursprüngliche

Bedeutung

von purra wäre 'der weiße Tupfen (des Nachtliimmels)'.
^letapher heißt bei den
puls Inchoativum (aus

Nach einer ähnlichen

Indem der Mond
vgl.

bekanntlich 'der Tropfen*.
/

s
/w/aümI

y>/«-.'w,

jntlM

pulM,

1. PI.

pulsämä.

122» und zum Perf.-P. trans. bra^md
'Schritt',

63 -ir.r.)

'fragen', Sing.

(aus //m« -H

tatmU 11 033) 63s>

puvu und pva

(ph.

jma) Ntr.

im Gegensatz zu puka nur von wirklichen
als

Sehritten gebraucht Die

Grundform puka dürfte
Zeitschrift

Demiiuitiv des uralten Wortes
f.]

si

pu 'Mann'
lich

|vgl.

Kuhns
die

XXXII

p.

304

anzu.sehen sein, also eigent-

'Männchen' bedeutet haben. In Indien wenigstens wird das näohstgröDere

Ijjingennniß
riiso

Mannslänge oder Klafter

eine 'Mannheit' genannt:

;»«##-

von puruiia (aus *pu-vf9a) 'Mann*.
(jnts-

pusparedärsä

aus *pnj- oder *pn^ zu

jtofßj'^) *fönf

über dreißig' Ti^ur
(ph. '*hit)

i^

püha (mit aw. jm/da aus
jtf/ü^

*ptfk-fh(i) 'der fünfte*;

Gen.

°h^

s7K

(aus urar. *py'at^ß 'an-ohren', vgl.

108« und skt
und

ä-lnrmajf,

auch lat audio

aiM-culta

und mit unklarem

Präfix ökcuu)

gv>t hati*fam)

Med. 'hören' ig f.:

124
3.

Pyüs

— pramudätta.
jtväte, in

Sing. i>yüßde^ 3. Plur. in
3.

E

pyüväre pi/uväre pyuväre pyiimre pyuäre pvyäre{\)

pväre; Konj.
pyüväte,
3.

Sing, in

AP

pyuate {4:2 n) pyuäte

S^4l4 pyüväte,

in

8^435

Plur.

pyüvände 8^43^ und prände
2«.

99i7.

i8.

— pyüsta

'gehört'; °stä

'srutah' oder 'srutam' 4 15.
5

Transitives Perf.-Part. pyüßtänd^

Xom.

Sing. Mask.

pyüßte

als 3. Sing, 'er hörte' 794o, 2. Plur.
fr.

[gegen 102 ig

116 igf. ohne Umlaut!], ungenaue Schreibung ^j^/msM 8^193.3.
:

pyüständi

sta

Infinitiv pyüste

Mit dem

[Instr.-]Abl. 'von

dätu balysäna pn^üste
gyasta-ha'ysänd)
10

Jemandem hörend entgegennehmen' E XXIV 20 samu 'gleich (als) er von Buddha die Lehre hörte'. Ähnlich (mit
40;

7937 &

in

der entsprechenden
'entgegenhören',

Sanskritwendung steht nicht

das bloße

s>-m,

sondern

jyrati-sru

und zwar ohne Objekt und

mit

dem
in

Genitiv[- Ablativ] der Person.

Der

AP

unser

Verbum sozusagen

als

Leitwort enthaltende Relativsatz
hhic'


und

des

Inhalts ''Wer dief^en Lehrabschnitt der Frajnäpäramitä hört

nimmt im
die
Je-

Ganzen acht verschiedene Formen an
15

;

dabei

ist

die erste durch mehrere Zwischen-

Sätze in zwei ganz isolierte Hälften (9238

— 930
(als

und

93i3__i5) gespalten

zweite handschriftlich doppelt vorhanden

2 und 2*).

Behalten wir
i^iwd

vom

weiligen Eingang, der bereits unter ri-jä und ce-ßä-ce (1146_-28
lysiert

11 5 3) anasich an-

wurde, nur immer das

letzte

Wörtchen

bei

und ersetzen den

schließenden Objekt- Ausdruck durch je drei Punkte, so erhalten wir Folgendes
20
1.

[9239

— 932 &
cai
.

93i3__i5] ci

.

.

.

ustamäta ssai herra pyüsdä
ti

Zirischensätze
ti


u

vä diysde u hadai-hadai väse ä

vä draisäna pajsama hvänä ä
,

rrastä-cindi ssau nauhi
2.

aysmü

19335-37] ce

.

.

pyuate au dijsäte ö väsl ö vara

m

hahajäte,

2*.
25

[94i_3] ci
|94i7„i9]
ci

.

.

.

pväte ö däjsäte ö väsl ö vara ul hahajäte,
.

3.

.

.

pyüsde ö diysde ö väsi ö bhäve u ssau nühä vara

m

haha-

jäte ö säjye,
4.
o. 6.
1

|9439

9.03]

ci
.
.

.

.

.

pyüsde diysde väsye ssau nauhä vara ul hahajäte,

[9533_38]

ci
.

.

pväte dijsäte väsl bhävT ui vara hahajäte,

97 31 f.]

ci

.

.

pyüsde ö diysde ö väsl ö bhävi aysmü vara hahajäte,
.

30

7.

[9835_39] ci

.

.

hadai-hadai panüdäyä brü-hadä panamäte hamayai hvänl ä

ti

vä harndarna pyuäte,
5.

[99i5_i8] ci

.

.

.

ustamäta ssau-mase aksarä pvände cu ni ra vä ttina aharina

harbissä darrä pvände.

pyügäraata (Abstr. \onpyüß) Fem. 'das Hören' 8^82.
35

Den unter j^ws aufgeführten
eine Schreibung ohne s
-,s'-,

Formen gemäß soUten wir von unserm Abstraktum
''pyüämata) erwarten;

(z.

B.

indessen wird ab und

zu ein intervokalisches

das

eigentlich wegfallen sollte, in der Schrift beibehalten,

dann aber

stets

mit

Apostroph versehen,
f.

d. h.

durch diesen für die Aussprache annulliert.

dem Auch in

4()

An [28] 7 wird ein s vorhanden gewesen sein 109 31. L pramudätta Fem. 'pramuditä' [cf. Mahävyutpatti 31 1];

^lBy Jjokaiiw

pramudcUtö

unregelmäßiger Weise fünfmorig gemessen 3835, richtig viermorig

E XVII 60.

praysttln

— Bafgirallia.

125

L

pruysata

|pli.

prazäda

\\H<i\\

»

'prasäda' in der buddbiKtiMjhea (bei BöhUiiigii
l^elirt»

tohlondenj Bedoutung '(f^lüubiges) Vertrauen (zur

Buddb«*s)\ Mowohl MahIcu-

linuni wio Noutrum(!), dalu»r \om. Sing.
1.

°M

S''41k

&

{^nädtf-prayuätii 'sraddhü-prufcüdalji' Klüubige« Vertrauen|
f.

K

XIII

'

'

2.

°/« 2I2;,
«.V

& 22 7

Ell 12:{|pn°l.

prahörju

prahauijm, auch prrah®

& pruh°

"Kleid";

Akk. pruhonu

'.Vl^x

Sjmi.i

mit «

(lOl.'w):

prahauna Av

9«.

In der mit F611,5 Ubereinslimiiicnden Stelle der Budliisaltvabhümi— v|d. i(Mi chädanäni datlva müssen die Worte gdrüi.iAiii

A

143i*a.

ergänzt werden zu gnriinäm abhyai^ga-sufnvä}iana-8nänd(c)chiidanäni dalivä.

Denn uurli das letzte der vier Kompositionsglicder muQ sich so fui wie die eniten drei auf die Kiuperpfleije beziehen, weil das sechste Huddha-Merknml, von dem di« Rede iat, wtFdutnrupa-hatrtapüda-tala laute! Deutlich soll gesagt werden, daß Buddha gerade detwegen mit
.

weiclicn und zarten llandllilchen und Fußsohlen ausgestattet gewesen sei, weil er in frflbem

Daseinsformen verehriingswürdi;ion Personen Igurünäm) allerlei Hautpflege-Dienste erwiesen habe. Und eben durch die Lesung ucchädantt wird die geforderte Bedeutung gewoonMi: sie stellt nändich fUr utsädana 'Kinfettung der Haut', indiMu die Bodhisattvabhümi (rgl. ProTessor Wogihara's Dissertation
p. 2()f.)

li

auch ucehädnka für tiUädaka schreibt.
hat, »«

Da nun aber

der nordarisciie Übersetzer an der Stelle das Wort 'Kleid*
(.M-apliiscIie

mofi er die uoortbo-

Sciireibim;; sttänöcchädanäni

als

das übliche ncchädnna bekannt war
(ienau
derselbe Irrtum

— —

olTenbar weil

ihm das seltene vIsAlaiM weniger

V

irrtOmlich für BHän'äc^tädomäni gehalten haben.

Rämäyana
deutlich,

ein<restelll.

hat sich auch in Indien selber zweimal auf dem Boden des Aus einer Vergleichung der beiden He/ensionen dieses Epos wird

daU es wie die Rodhisaltvabhümi ucchüd9 fOr ut»adP geschrieben hat: man findet das Substantiv ucchadnnn und das Absolulivuiii wcc/ifWya, jedes einmal und zwar, wie ttbUdl, SS wilrff in Verbindung mit einem auf das Haden bezüglichen Ausdruck. Die Stellen lauten

c

Daraus ist nun in der einen der beiden Rtiensiooeo (bei Gorresiü) äcchüdayan snäpayam^ 01 und MyanTtcehädnurmt geworden, wlhrend die andere bei Schlegel und in der Madras-.Xusgabe von 1806 den richtigen Wortlaut bietet, aber in tkoigm der beliebten und im Allgemeinen zuverlä-ssigen liombay- Ausgabe die Verderbnisse Wie man sieht, war der Worteingang snäjkii/anti stmi und sväpiinöcrhüdunenu gezeitigt hat.
«nripaifanti

sma und

anäjMtnt'icchäduHenu.

m

9

keiner bemerkte, daß hier cch für

ucchätP einem Bearbeiter und einem Herausgeber des Rämäyaoa nicht recht verstindlieh t» stehe, sondern der eine riet an beiden Stellen auf MedMt^.

während der andere, der zwar dem Kommentar zufolge um
die erste Stelle

erste Stellen sind bekanntlich bei

die richtige Bedeutung wußte, ungewöhnlichen Wörtern der Verball-

a&

hornung
praliü^ta

am
«^^

meisten ausgesetzt
prahaussta,

in ucekod°

umänderte.
(in

auch pruh°, 'gekleidet

Kleider

— Akk.)*; jtrHÄa»^
°:^/-

l:i4s«-

Trans. Perf.-Part.
ein Kleid

(cf. llt>«(r.) °i<tän(l,

Nom.

Sing. >[ask.
-

*er kleidete sich (in

Akk.)*

=

'er

zog (ein Kleid) an*
(cf.

pmhöjfte

& jm^hJuih^
78 1«.

22|7.|»,
10

später

in

uuorthographischer Schreibung

76 10)
[

}irahati.s(i

plmräka [ 1821.781.8234! und (ohne Flexion !) pharu

IS34. 120»|*viel(e)*;ni ved.;i»#rii

L B agglrat ha

'Bhaglratha* (gemeint

ist

Jahnu!X
ni

Nora. °Mi

K 11 22

(Bägg®!), cf.4,5f:
nicht unbe-

(fegen 4.» sei hier bemerkt, daß die Schreibung Bägg°
dingt ausgeschlossen
ist,

metrisch
falsch,

indem ä wie
Lesjtrt
ist

65 nr. und qi 134 i5f. ausnahmsweise
nur sachlich

kan

gemessen sein kann.

Die

als<i

und dnranch

braucht sie nicht notwendig dera»Schreiber der Handschrift lur

Ust zu

fallen.

126

banhya und balysa.
ist

Es

vielmehr möglich, daß der Verfasser selber den
mit
hat.

Namen

des Weisen Bhain

giratha, da er ihn sowieso

dem Namen Jahnu

verwechselt,

ungenauer

Form im Gedächtnis gehabt
banhya
5

(vielleicht

durch Verengerung für *banahya aus *vanasika zu

ind. vdnas-

pdti)

'Baum' 4934.
(aus
urar.

Gegen 4933 möglicherweise Tribrachys
barzha

(ph. bania).

bal3^sa

=

ved.

*barhd für hrahmdn 63)

wörtlich

'Priester',

abkürzungsweise für 'Buddha' gebraucht neben den volleren Ausdrücken gyasta
balysa
'Gott-Priester'

und gyasfämi gyasta
ersetzt
»fc

balysa

'Göttergott-Priester'

(welch
balysa

letzterer
10

Ausdruck im Vokativ

wird

durch

mäfsjdäna gyasta

'0

gütiger Gott-Priester') ()57i^a
in

62

f.

— In genau gleicher Verwendung später
Instr.-Abl.

(ausgenommen

Av) ba'ysa 08 f. & 62, selten be'ysa 6837. Dabei Sing.
6226f.; Plur. Gen. ba'ysänä

ba'ysfäjna 6I27

&

Ältere Singular-Flexion [nach S

& ba'ysäfrnj 58-26 & 59 f. & Vim] und jüngere [nach Vajr & Ap] 62 21-31.
:

In S^ 8 &c. bloß ältere Flexionsformen
15

Sing,
» »
>•>

Nom.
» » » »

balysa 18 20- -l26- balysi 137
-f f

15.

(anaphorisches

Pronomen

6338fr.

&

10631fr.):

balysi

8^87.

gyasta balysa 107 33 t

+ +

f (anaph. Pron.)

:

gyasta balysi S^Se-

9.

»

gyastänu gyasta balysa 8^83.
f (anaph. Pron.):

20

j>

»

gyastänu gyasta balysi 8^84.

»

Akk. balysu 140 13.
»

» »
»

gyastänu gyastu balysu 107 ^a,
e-

Vok. gyasta balysa S'83.
»

7-'9-

mäsdäna gyasta

balysa S^Sq.

25

Plur. Nora, balysa 19 g. 1349. balysa bissä
»

134 34.

bisl

.

.

.

balysa 4420-

Gen. balysänu 21 23. 8^81.5.
6l40f. ältere

In

AP

nach

und jüngere Plexionsformen
992o-

:

Plur.
»

Nom.-Akk. gyasta balysa
Gen. balysänu 89 15
» »

=

9322- 9736.

30

»

pharäkänu balysänu 99 14.
bissänu balysänu 9635. 995.
bissätß

»
»

»
»

gyastänu balysa 993.
f.

»

bissäm gyastäm balysärp, 9 5 33

In Yajr und
35

Ap
» »

bloß jüngere Flexionsformen

Sing.
»

Nom.

gyasta ba'ysä 11 '23- 7 8 19. 8228-

37-

+

f (anaph. Pron.): gyasta ba'ysi

80 1- 81 7.

»

gyasta-ba'ysä 824. i9_22-

»
»

»

gyastänä gyasta ba'ysä 77 11.20- 78 1. 79 13.
gyasta ba'ysä 787.22- 81 34.
gyasta-ba'ysä 80 37.
*

Akk.
»

40

>

Sing. Instr.-Abl. ijyadtflMi'ygihM
9 »
»
'

IH^
82 7. 79 a.

l^vt-m- 81«. «. 82 1*.
K2|o.

»
»
»

»
»

Diixirftkart'i-f/yagithbfi'yntlna

gyeuäa-ita'ymui
tjyngtä-htt'yiUina

»
^

»

gyitstänä-tiynnWl'Ut'ytäna

78».

*

>

Oen. Ihjtattihirä gf/mhi-lni'ynä 81 a.
>

>

(jyasUuiii yynstä Ita'ysä 784.
i/yiista

»

Vok.
»

Im'ym 79 .17.
ijyanta Ini'ysti

»

midqna

IHr^ 19^.

SO.-n

— 81

1.

81:ij (mäd®].
10

Plur. (ieu. haihik^nä gyusUpu'i Im'yfi^nä 11 'o.

basdä (aus *haz(lhyakä 102/7) Fem. 'Schuld, Sünde'; Flexion:
ba^daina Adj. zu Imstlä wie (iättnä zu däUi
harfihisä
teil
(cf.

°f/d

°r/^u«w.
Sing.

135» t.

llOigr.);

Nom.

baSdaittt^

Mie Sünden-Menge* (dasselbe wie kä4ägäninm
huTfibinä)

hatfbitiä

und d«8 0«gen-

von jntniHai

S*85.(v

basaka
'Kind*

[=

ind. vnfxaka^ vgl. 138<«] wörtlich {.Jährling

=|

*Kälbcben', gebraucht für
ist

v,

EVI

94.

Während

-k-

gewöhnlich schwindet,

es hier wie \n pitkn

= i>(u)va
bä^
die

und .f.^u

=

ssfuva erhalten geblieben.
ir.;

*Zeit* [Lok. S,

Imia 71 h| 3328

nach

ftät/ätd

und irä^nd zu schließen, wird

Grundform

* lHirfizh-f<i

zunächst

*/>d^i

ergeben haben. Zar Bedeutung cf. 139«/.

bäysa *i\srama, vana' (Mönchen
Lok.

als

Aufenthaltsort dienender) Park oder Wald,

»

nach
7):

12^

Itäsa.

Später

wird

das Wort mit Apostroph geachriebeo (rgL

IO65

Lok.

bä.ja

[i.e.

bä'kt\ 69,3

[= 77m &
zu

82a»].

Grundform

urar. *I>a^ha 'Außengebiet*

ind. btihir 'draußen'.

Von

letzterem

ist

pkt. ItäJnra 'draußen

befindlich* abgeleitet,
itäysti

während das bezügliche Sanskritwort

hdhya auf *bäh<i (das mit unserm
bi-rays (aus urar. r/-;oi,
Part. bir<i4a^
trans.
cf.

identisch wäre) zurückzugehen scheint

&

133 31 f.)

Med.

'sich erstrecken' 3. Sing. birayud^

137 la; Perf.107a8;
122.

Nom. Sing.Mask.-Ntr. ^stä '(der Name oder Ruhm) entredrte sich*
°.^ie

hhnstünd^ Xom. Sing. Mask.
Rede', Sing.

'er verbreitete (die Kunde)*

E XXIV
f..

bi^n Mask. 'Zunge,
bikLna

Nom. bi^ E IX
(cf.

36, Akk. bii& 96,

Instr.-Abl.

Av

.')7;

Adj. biiiäfiinä 'värtmaya*

dätind) F611,.
hizpä.

Grundform
ui-arische
//

*vi^'hvän zu ind. jihvd

und aw.

Die drei Worte ergeben eine
teils

Vorform
zu
li

M/hvä

(idg. yviyhvä],

deren Reduplikationssilbe sich

m
«

und
zi

teils

vereinfachte und in der erstem

Form überdies im Westen

siob

zu

dissimilierte,

woraus dann im

Vorlauf lautgesetzÜch ki wurde.

Neten

^'vUhvd besaß das Urarische auch die Akzent-Variante {/tUktia

)

^iri/häy die

im Westen und Süden

das nördliche Äquivalent fehlt annoch

den gleichen

Veränderungen wie zvi^hrä, außerdem aber im Süden einer Vokal-Assimilttioo

und einer Bedeutungsisolierung unterlag
nur
in

(statt *jihti

findet

man

jukä^ das iist

der übeiti'agenen Bedeutung 'Löffel* vorkommt). Das Oanae ordnet sidi
in

graphisch

folgender Weise:

128
urar. zvizhvä

l)isan

und

bissa.

& ^n/hü

durch verschiedene Vereinfachung
vizhvd

zishvä

&

<si/hü

durch Dissimilation

\

durch Vokal-Assimilation

zizhvd & zi^hü

\

isuzhu

nordar. ph.

"^h'izu

aw. lüzvä &
liegt

Mzü

ind. jihvd

& juhü
sondern die zugehörige

Im Nordarischen

nun nicht

eigentlich
bisän),

^bUa
im

vor,

«-Erweiterung hizöM (geschrieben

die

Mittel-

und Neupersischen

in

hnzrän usw. einen Stützpunkt findet und im Übrigen sich genau so zum gotischen
10

w-Stamm tuggön 'Zunge'

stellt

wie 53 yf. jadin zu managein usw^
ist.

Man

beachte,

daß wie bisän auch aw. hizü ein Maskulinum

Was noch

den Sibilanten von bisän

(ph,

bizän) betrifft,

so findet er seine Ersich,

klärung durch bissa 'visva' und ähnliche Worte. Es zeigt
urarischen Konsonanten
i.T

daß v hinter den
frühzeitig

s

z zh

[idg,

k t Th 63 6 fr.]

im Norden schon

zu y geworden ist, welclies dann die genannten Laute entsprechend beeinflußt hat. Die Formel lautet:
urar. sv

&

z[h]v > sy

«S:

z[h|y > sy

& zy

> s (geschr. ss)

&

z (geschr.

s).

Tenuis-Beispiele sind assa 'asva', bissa Visva', sslta
'ati-svitna'
20
;

&

ssiga 'sveta', atä-ssättana

ein weiteres Media-Beispiel außer bisän kenne ich
ist

noch

nicht.

Vermutlich

aber v erhalten geblieben, Avenn es mit vollvokalischer Aussprache

alternierte, also

mindestens halbvokalischen Lautwert

hatte.

Es

gilt

demnach unsere
beim ur-

obige Regel genau

genommen nur

für das zu rein konsonantischer Aussprache

neigende

r,

und
tv

so Aviederholt sich hier das Doppel-Verhalten, das wir

sprünglichen
25

kennen gelernt haben
Jiv

(70i4_i6)

und das uns

aucli

beim ursprüng(7025f.).

liehen

sv

(woraus jenachdem

oder kh entstand) begegnet

ist
f.

Das

gleiche Doppel-Verhalten ferner bei dv: 120-2 gegenüber 135 29

30

Schon im Jahre 1908 ließ mich die Stelle Av 5j in Verbindung mit Mahävyutpatli 91 für himn die Bedeutung 'väc' erraten. Aber die Etymologie des Wortes war ersi zu finden, als endlich im Juni 1911 die Strophe EIX36 das Kapitel EIX gehört zu den schwierigsten so weit klar wurde, daß die Grundbedeutung von bisän (samt der Bedeutung von haysge) heraussprang.

bissa (ph. 5/sa,

cf. 128i3ff.)

Visva'

all,

jeder; in Indien ist das

Wort nach und nach
B. bissä gyasta

gänzlich durch sarva verdrängt Avorden, während umgekehrt sarva bei den Nordariern völlig
35

verschwunden
bissä

ist.

Meist Plur. Nom.-Akk. Mask. bissä
:

(

z.

140 13, dharma

11 21

balysa bissä usw. 12625-33], zuweilen die Schreibung bässä

1.

bud—byaoB.
httufig die

129
M«Mkulinuin-Fonn
bm$). — biUä'

|53.mJ,

Fem. korrekt

biiie,

wofür aber

Miß

eintritt;

Instr.-Abl. hiiyan öOnif.; Sing. (Jen.

Mask. und
Tittie;

(95.,|

Fem.

bikfe (ph.

pirmäWnmt
bistii
1

M<?r allererste'

ÖHjftff.

&

Adv. biüäli^o 106a; biUm rirä ISR^f.
oder buh *rUat{) *2(f 136»..
.'}.

(nach

102? ff. entweder aus

*ri»iitih 'virnAatib'
3.
/

.

Inid

*bii(lli'

Med. erwachen, erkennen,
Infin. hiiMe 102,0,

Sing. Imtte,

IMur. hiirdre

& bmif

73^,^;

s

Part, husta
In

&

zum

102»

ff.;

Infin.

9.?«. 109.,,

der

Sanskrit-Wendung

[anuUaräm]

aamyak-mmiMidhim

Mii-mim-imdh

'zur

|hr>c'li8ton)
(ini

richtigen Vollerkonntnis erwachen' bleibt das Doppol-Priifix aißhi-nam-

Tibetischen

immer durch mnoti-iMr
jtrnti-

rÜM/s-ftar

wiedergegeben) im Nordari.Hcben
als

unübersetzt, ähnlich wie
iHxlh'nn

1249f.; ebenso wird mmbodhim nicht anders
vgl.
72..j)

durch bdlysüMn (wörtlich 'Priesterschaft*,

zum

Aitödruck gebracht
ein
:

Für

[itnuttarätfi]

sumyak femer
-

treten allerlei Um.«*chroibungcn
(fiOa:,
ff.)

'die

beste*


1.

'die beste richtige*

'die allererste'

usw. Aus
Betracht

AP

und S*« kommen

hier folgende zwei

Gruppen von Wendungen

in

[u] thafau-ra

Vollerkenntnis'

[m] huMama balysüitu butte 'und schnell erwacht er zur besten [°M b"*]. Oög. 963r. 97 a^. 99«. An den ersten beiden und 94.^
f.

l&

letzten beiden Stellen für thutnu-ra die Küivaing thymi-ra.

Im Original

hat ver-

mutlich
II.

k.fijtraifi

ca sa myak-saniliodhim abhi.sambwihifate gestanden.
bijfhe

[u thatau-ra] bism-pirmättama UäysüHtit
Vollerkenntnis* 93 21
f.

'und schnell erlangt er die

allerei-ste

[°siä by°\. mt. [^st'l

by%

945.

Das Original wird
Statt

»

k.pprarfi cunuttarätfi aamyak-sambttdhitfi

jn-äpnoti gelautet

haben.

hiMfir

niäftama bietet B"*8i bisänn pirniö rro.sfo und
2.

S^S» ata-pirmö

rmft(o.

hud Med.

'duften', 3. Sing, hütte
als

-

ti\\.biWi\aiie, 3. lMur.(cf.

\Ms,)bttmrt'!&\\^h.

/**^(/

'bevorzugen oder

vorzüglich hinstellen, viel Aufbebens machen*

& 52

(die zweite Stelle

111 22); nach lOl^r. & lOO/ir. aus *^ljmy
== bitljaä.

EXIII 41 (= aw. b^nfoff)
ISö^g.

»

Denominativum zu *bnljm

buijsä (und bujsä) [aus *°Jsakä\

Fem. 'Vorzug* 14234 rJ Flexion
eine

°jMi *^«öusw.

L büta bi^
gentuRt ituftt

(selten bhüta)
als Träume Tr

'bhüta*

Klasse

von

Geistern

(of.

Mahävyutp. 2124),

bewirkend 140ri.

Vgl. mahä(r)b(h)üttu

byana

(selten

biyana) 'Hindernis*. Nach

dem Muster von myanä aus ^nülhamilkal

»

wozu im Sanskrit uidhäna neben üblicherem nidhäna
:

dürfte b(i)yana auf

*mdhdna zurückgehen
wäre
in

die

Gnmdbedeutiing

'das

Zertun,

Auseinanderroachen*

Stören verstanden worden, während sie im indischen cidhämt in gutem Sinne als ein Ordnen aufgefaßt wurde. Das Wort byatM umschreibt den buddhistischen Tenninus nitin-a^'h ^^n das Nordarische im
schlimmem Sinne
als ein

»

Übrigen auch

als

Lehnwort kennt,

vgl.

120

f.

In

AP

lauter spite

Formen

Akk. Sing, byanii (für °nu) 883a -=935- Ferner mit Nasalierung hffq^ä in iirffw byqnä yanindä 'sie machen ein Hindernis des guten Fortgangs [wOrttich 'dw
Gutheit']*

=
ilt-r

sie

verhindern den guten Fortgang 88»*-'934r. Hier
'ein

ist

die Ver-

bindung byqm yan
Schriften

Hindernis

machen*, die eigentlich einen
StnSImre X.

OeoitiT

lu

^

Wissenschaftlichen 0*»eU«ch«fl in

*

130
sich

britä usw.

— maksia.
für
ssäratetu

nehmen

sollte,

zu einem transitiven Ausdruck im Sinne von 'verhindern'
ist
:

geworden; denn säretu

eine späte

Form

**kusalatätim'.

Oder

man kann auch
werden
5

sagen
ff.),

weil in der jüngeren Sprache die Auslautkürzen unsicher

(vgl. 59.31

so steht säretu für mrete (älter ssäratete).. Die ganze AYen-

düng würde

in der älteren Sprache ssäratete byanii yanindä lauten,

Nom.

Plur. hyqna 8830

=

983.
vgl. 10226ff.5

brItä oder briyä,
5625ff.)

auch brrltä oder brriyä, (aus *prityakä^
doch Gen. Sing, außer

zu hrr-

Fem.

'Liebe'; Flexion ISösgff.,

hritye

&

°täye auch (kon-

trahiert) briye 903.4.
10

Nom. und
:

Instr.-Abl. Sing, in folgender Strophe

(Metrum

C):

E XXI 63.

brriyä träma

samu Mio

Jianä

ggamcha patä

irämu

aväyä hrritye jsa jMsta jada.
:

'räga idrso

yathä 'ndho garte patet

tathä 'päye rägena patitä jadäh.'

"Die Liebe
15

(ist)

eine solche:

gleich wie ein Blinder in eine

Grube

fallen

mag,

so (sind) infolge der Liebe die Toren ins Verderben gefallen."
britinä oder brrltinä Adj. (nach

dem Muster von
Fem.

dätinä usw. entstandene Neben-

form von

britainä); Lok. Sing.

Mask. hrritigya 101 lobritairßja

britainä Adj. zu bntä wie dätinä zu däta\

101 9.
'vor-

brü oder brrü (aus urar. *p)% zu deutsch
20

'früh')

im Adverbium b(r)rü-liadä

mittags': b)rü-h° 7 7 20, brü-h° 9837.

bväma[n] (aus '^budhäman) Ntr. jüngere Nebenform von bvämata

(cf.

5725)

95 40.
das

bvämata (aus %Hdhäma-tä llma. &
Verstehen, Verständnis 18833.
jsa.
25

^Bsgff.)

Fem.

'das (geistige)

Erwachen'

=

Instr.-Abl. (mit

Umlaut) bvematejsa oder bvemäte

Die besondere Art des Umlauts, welche hier vorliegt, zeigen die meisten
:

Abstrakta auf -änmta in den mit y gebildeten Kasus entweder hat da (wie auch in gewissen sonstigen Fällen) y über eine kurze Zwischensilbe hinüber palatalisierend
gewirkt, oder es

müssen verengerte Nebenformen auf -ämta

(resp. in

den sonstigen

Fällen gewisse andere), von denen unsere Palatalisierungen ausgingen, voi^usgesetzt Averden;
30

vgl.

187 39f. I883 und (Gen.) 143 le, außerdem (ohne UmlautPi05i8.
°f«,
cf.

bvämatinä (Adj. von

119 21 ff.) 'verständnisvoll' 95 3«.
ind.

mase [zu aw. masah 'Größe'] wird gebraucht wie
oder lang usw., bloß, kaum':

-mäfra(m)

'so

und

so groß

gyampjha-mase 'ein Yojana [== eine Meile] groß oder weit'

EXV43. XXIII
98 10.

168.

yuda-mase ^täna 'krta-mäträni
.^5

santi'

=

'kaum getan' 89 1

=

ssau-mase akßarä *eka-mätram aksaram'

=

'bloß eine Silbe' 12432-

L mahärbüta und mahärbhüta, Elemente (cf. EIV32; bloß die
L MahäSandäväta

seltener mahäbhüta,

'mahäbhüta' Plur. die fünf
101i__5) 67
10.

ersten vier in

Mahävy.

Vgl. büta.
f.

'MahäSarnnipäta'

Name

einer

Text-Sammlung 138 17

L

mäk§ia 'mäk^ika' Honig, Nom.-Akk. °ä:^ S^ 83 [ya verlesen für ö 6062^

cf.

110 14].

mnrä-plüini

— mAr»

eamUvanl.

131

marä-pätara (aus *mäträ^fit(aräy cf. 83-« & 131 37) Nom.-Akk. Diuü *mätk-pitaniu' Vator und Mutter 8I812; dafür in die Schreibung m&rä-p^aUtra^ auch
ilor (ion. IM.


an&

märä-/M/ntaränu. Die zwoimaligo Schrvibong /lyn
/>'

ffir /n7 itcheint

zudouteii, daii das

von

/wV/fi/*

*Vatc>r' |Xoni. Siug.
tf

päi$ 65 1«]

alao wohl Ober-

haupt das
wert
I

als Tiofstufe

von d auftretende
//

nicht wie das loiiiitigf den Lauttl)

hat,

sondern ein getrübtes
(formell

(unser deutsches

darstellt;

vgl.

51 jn^^^
\
i

ni ä^dän a

und mädüna

Medial-Partizipium
btilym
12(3»;

72i9ff.) 'gütig',

meist in
.».

hindung mit dem Vokativ
mästa (wohl nach 1027
PI.
0-.

ifijosta

Fem. mäiiätitg^ 101

aus *mimt-n zu aw. nuutU

& Maxpö^)

Adj.

*grofi*

46ah

üistr.
lu

mistynu

l'^^\

von *wu>Waus: Fom. w/Mfi

(lostr.- Abi. Sing, indtito) 72off. 142si.

ml, selten mi, singularisch

und plundisch gebrauchter Nominativ eines rückH?."»?,

weisenden Pronomens; Sing, mi Vr*

Flur,

mi
/#.

(statt

üblichem iwj'sie* 78|o.

Im Indischen

entspricht syntaktisch mt reap.
IniS identisch

Lautlich wird unser

mf eher

mit ami als mit
schnittlich

sein; die

fjängo hat sich im Nordarischen durdi-

orhalteii
i

wegen der Betontheit (man

beachte auch den /wty/ifcyg(vgl.

»

Charakter des
ist

von ami) und wegen der Einsilbigkeit
in
lässiger oder
:

^116^).

In 823;

dem Pronomen

umständlicher Diktion

noch der geroeinte

Substantiv- Ausdruck' beigegeben

statt

bloßem
.«a

'er'

steht 'er der Herr* [genau wie

das Sanskrit aa Uidf/avän

statt

einfachem

zuläßtj.

Ähnliches findet sich bei der
in S-'^SO^ Uert

obliquen Kasusform
mi'uitä

f

nur ganz ausnahmsweise, so

Uyr u^ntamril
ist

»

puniuai harfihmi hämäte *eine derart große Verdienst-Masse
(eigen)'

ihm diesem

Wesen
*asya'

hier folgt

dem mit Wer«

'derart*

nach 107

ith.

kontrahierten f

noch

tautologiscli der

gemeinte Vollausdruck
:i.

Utf$ tt^tuiHnl 'tasya sattvasya'.
:

wir (aus manj\ Med.
-mtiiiijnle) >

'sterben',

Sing, mitie [Vorformen
3.

maryatai (woraus aw.

*mlrate> *mlrade > *mlrde|,

Plur.

mämit

(die erste Silbe als vortot*.

»

tonig gekürzt wio 12923);

muda

jaus mi'Ui\ 'gestorben,

mudü

(aus

°<i(ta)

'mptaka' Toter, Leichnam: Oen. Plur. mMtfoni 1323.
17)

mulysdi oder mulysdä (aus urar. mfif// 72

Fem. 'Nachsicht, Milde. Mitleid'; Akk.

mnl»ifu (aus *m/'/fltjain, was zunächst *mulys(iyu ergab); Instr.-Abl. tmäidr jmt 72».

niulysdlnä Adj. zu °di llOji
lud
cf.

ff.:

eine denkbare Nel)enfonn muL^dlnä (aus
gesichert.

^mui^f4

.^i

140 1)

ist

noch nicht genügend

— Fem.
cf. skt.

mif/jfatf^yo (cf. 101

«J

EA'IöO;

Instr.-Abl. (in später Schreibung) mut^M/tjr
(später)

und miäiiiüßji lOlmt.
üna 'ermangelnd*) Adj.

mulysdyüna und

inuysdyiuuu

(ph.

°di-Am,

•mitleidbedürftig* (skt.

hyo^) Av

[meist m»<y*/°|.
Adj.) 'Mitleidbedürftigkeit'

mulysdyüuauni Fem. (Abstr. zum vorstehenden
|Nom. Plur. jnuysdyämtuna].
raüra Fem. 'mudrä' Siegel, (»en.

Av ISj «

mme

lOD.i; när

>

lutr >

uMr

> üi\

cL Sd^t

+L

candävani-nulra
(d. h.

Juwel

mit

& müra candävanä 'cintamaqi-mudrä' Siegel mit dem Gedanken* dem Wünsche verwirklichenden Juwel) = Stein der Weisen.

132

maula

— yan.
mukuta) *Diadem'

L maula nach
(seltener

41 21 aus

pkt.

maüda

(skt.

E VI

31.

myäno und myänu

'raadhye'

=

*in

der Mitte, inmitten von', mit nachfolgendem
(cf.

vorangehendem) Genitiv: myäno mudäni
'mitten in
ff.

61 40) 'mitten unter Leichen'

E II 53, myäno dukhänu
h

den Leiden (des Daseins)'
als

E XX 92 &

94. Später

als Postposition

nach 59 31

mi/äna 953,
cf.

Präposition nach 59 39 ff.

myäm

955.
'die

myänä
reine

(formell Medial-Partizipium,
lichte] Monatshälfte' (ind.

lOljff.

&

1052i) 'rein' in

[=

suddha

})aksä).

In

myänä 2^akßa dem Vergleich 'wie

der

Mond
10

in der lichten Mohatshälfte'
1821^)

kann die Zeitbestimmung erstens im Gen.-Lok.

und zweitens (nach
1,

im Akkusativ stehen:

kho purra myänai ^mksä

E VII 22.
()1 3^

2.

kho purra myännii paksä \h\QhQ\ °km im: °kßu ndich

40]

E XXIII 109.

An
+
15

beiden Stellen bildet der Vergleich das rechtsstehende Stück der ersten N'eben-^-

form einer
[L]

-Zeile (18 n),

indem rr keine Position

bildet.
ff.
|

myänä-indryiya (Bahuvrihi-Kompositum mit an indrya [106 kj
:

angetretenem

Suffix -iya aus -ika) 'suddhendriya' rein-sinnig

Jivandä tiä 'welche

Menschen sinnen-rein

= sinnen-rein 21 20 kye myänä-indryiya (sind), diese' = siunen-reine Menschen.

Mein früherer Gedanke (vgl. 21 20 und 22,) war, indryiya siehe für indriya und sei als Akkusativ der Beziehung 'was die Sinne betrifft' aufzufassen die ganze Stelle wäre darnach zu übersetzen gewesen 'welche Menschen rein (sind), was die Sinne

;

20

betrifft,

diese'.

yan 'machen'; nach
machen'.

7230f.

yindä

'er

macht' und (1202ß. 12938. 1393i) yanindä

'sie

Da

das Perfekt-Partizipium yäda

k yuda

lautet,

welche Formen offenbar
ist

beide auf kfid zurückgehen, so wird yan aus *krn entstanden sein. Zunächst

anzunehmen, daß im Ur-Nordarischen die alten Präsens-Themata *krndn- & *krmi25

(nebst *krn-') unter die «-Präsentien gerieten

und dabei eine Flexion

3.

Sing.

*krnati *kanati

& 3. Plur. krnanti ergaben, aus der weiterhin durch Lautvereinfachung k *kananti hervorgegangen sein dürften. Eine genau entsprechende Flexionsentwicklung hat sich in Indien vollzogen, wo die vedischen Ausgangsformen krnö- & krni(- (nebst krn-') in das prakritische Präsens-Substrat kun (3. Sing.
3.

30

kuna^

Plur. kunanti)

ausmünden.

Warum

aber läßt das Xordarische ungleich
eine zweite von kan in yan

dem Indischen
folgen?

der geschilderten

Umwandlung noch

Dies hat offensichtlich seinen Grund darin, daß unser Verbum in der

nördlichen Sprache sich gern mit

einem Perfekt-Partizipium oder mit einem

Nomen zu einem
35

zweiteiligen Verbalausdruck wie

'geschrieben machen'
[Gleichartige

=

'schreiben'

oder

'Ehrung machen'

=

'ehren'

verbindet.
V^^'eise

Neu-

bildungen gewinnt das Latein in viel einfacherer
sierung: von Partizipien aus entstehen da cantare^

durch bloße Verbali-

tractare usw.,

von Nominal-

stämmen aus
(also z. B. in

privare, sacrare usw.].

Indem

sich in den genannten

Verbindungen

dätu yindä

'er

macht gesehen'

=

'er sieht') das

Verbum eng an
in-

den Akkusativ anschließt, entsteht aus den beiden Bestandteilen des Ausdrucks
nahezu ein einheitliches Wort.

Und da nun

die Tenuis

k im Nordarischen

yan

— vaArimi.
tut,

138

luutond zwischen Vokalen verweh wunden

ho wird wabrecheinlicb, daB

Verhuni zuerst laut^esetzlich

in

der bcKchhebenen Verwendung und dann Qber-

trn^'ungsweiHO auch HonHt seinen altorerbten Anlaut k in den hchwaoben Ober^
gatigsiaut

y verwandelt

hat.

Daß

wirklich in ifan kein urttprüngUohw y, nondeni
vorliegt, zeigen
1/

nur ein gerin^iigi^'or Zwischonlaut
koniineiidon Schreibungen mit
ein solch beliebig auftretendes
/

nebenbei die ab und zu vor-

»

für

(tlndä, t^inlndii);

denn wir wifwen

ja.

daB

'hiatustilgendes'

/

kaum

einen I^iutwert bat

Im Übrigen
worauf

darf noch hervorgehoben werden, daß auch das SubHtantivum kit-n

'WtMk, (loschäft* bei engem AnseliluU an ein vorhergehendes Wort »ein k fallen
läßt,

in

der Schrift sich das genannte
(skt.

/

an die Stelle
wir in

Hetzt:

für *Eß-

lu

geschäft*

=

'Speisung*

hhakta-krly») finden

E XIV 98

khd^m-hrti

(ph. khäz(t-ira).

Vgl. noch
A.
'.).

1. ye.

Medialformon:
'i\.

Sing, yuiide |aus *kfnnlni\, 3. IM. ynnäiv (aus •XTW'rfroi); Konj.
VI.

Sing, yanäte,

yunäro oder

°rii (später °ru).

Die Cbersetzung von 99; p,

wo yiuMni

fünfmal begegnet, lautet ungefähr

(vgl. llSa^r.):

Nicht geht, o Vajrapüni. dieses Sütra ins Ohr von solchen

Wesen

ein,
ist

welche die segensvollen
es diesen

Wurzeln des Heils nicht pflanzen, und auch
oder.

Wesen
oder

nicht nuiglich, dali sie dieses Sfltra [geschrieben
(cf.

machen =J
.

schreiben oder [gelernt machen -^) lernen

139iof.)

«»«bT
.,,

oder
1.

.

.

.

.

.

.

oder es schätzen oder ihm Khning erweisen
yi) *man, einer*;
wii-d

ye (ausnahmsweise yä oder
ist

stets

enklitisch zwischen«
rv,

geschoben,

also

nach

13230ir.

zu schließen hervoi^gangen aus
die vorhergehenden Vokale.

entstanden

wegen des engen Anschlusses an
2.


66«

ye ^^^u-

ye Ausnahme-Schreibung für yü und yi lüTanr.
ved.^'w-, xa\x: Lok. ^däifa
®irti

ysama-^sandä Mask. *Erd- Boden, Erde'; zu aw.2»m-,

ISTu.

»

ysänua (aus *xänuka,

ind.

jänu) Ntr. 'Knie*, Akk. Sing, nach

W7x^
143.

ysära (aus urar. /hasra, indopers. mit «o- resp. kaysfira-välsua 'tausendspeichig' 1238;
Instr.7-Abl.|

*ein-*) Ntr. 'taoaend*.

Nom.

Sing, (nach ÖOjoff) */««

E XXIIl

Plur. ysära- f^äsvynii cakrtyau 'mit tausend.speichigen
'r!?»'

R&dem' F611».

L

i-ä^ya (ganz selten r?aya)

Weiser 4.^ f.; Nom. Sing. °yi 66 aalat.

n*aysman

(^

aw. rasninn, öpcT^a,

reyimen) Str. 'Schlachtreihe*.

rrasrta (wintlich 'gestreckt*,
rräjsi'i

= aw. rdMn, lat >•«:<««) 'richtig* 223f. 129« * ü;ct.kamraf$a,
'tlksqa*
21.

Adj. (aus lichuhi 102 ..f.)

scharf;

Fem. rrüxa (102 4)

in

bwämata

ri-üi^-a

'eine scharfe Intelligenz* 21
ri-?/i,

träys (aus urar.

ind.

WA &

Uk, aw.

r'iM)

'lecken*;

trau»,

I*erf.-Part

nach
I

x,

10229_3i

&

1 löuff.

ira^änd, Nom. Sing. Mask.

ml^ 'er leckte* - 'er küßte* E V M
vaiiuia (cf.

rrusana Adj. 'rüsaut' glänzend 13433vaysfia Adv. 'jetzt* IJJs
t>5i5.

Schon

in der

altem SprMÜie auch

62 «gj.

L

vasära (OSnir.) 'vajra* AP.

L va^rämä &

va^rftmä 'vajramaja'

68«

J34

vasta

— vä.
im
letztern mit 'weit' zu über-

vasta Postposition mit Akk., gebraucht nach Zeit- und Raum-Strecken im Sinne

von 'über
setzen;

.

.

.

hin', also

im erstem

Fall mit 'lang',

'(so

und

so viel Tage) lang'

48 ^ 18634.

vaska Postposition (daher mit Anlaut-Erweichung aus urar. paskä^ Guttural-Dublette
5

von ved.

2)ascä)

mit Gen.

'in

Verfolgung von'
;

=

hinter (einer Person oder einem
tvi

Ziele) her, auf

(Jemanden oder Etwas) zu

i

vaska 'auf ihn' und

vaska 'gegen

dich' 64 30 ff., balysüste vaska 'im Streben

nach der Vollerkenntnis'. Letztere VerA):

bindung z.B.
65.
10

in der

Namaskära-Tirade

E XII 65— 67 (Metrum
ttä

ku

sta balysa busta balysüstu ggaissätändä dätl

cakru

paranärväta ku sta nä ssarira bissä
66.

aysu namasämä thäna.

ku
kv

sta
I

mahä-yäni data slyä ku vä püstiya pldä
väsiti ttu diso

je hväniyä ku

aysu namasiraä.
yädändi

67.

ku

sta stäna duskara-kire balysüste vaska

höri ästanna bödhisatva tto ssandö (aysu) namasimä.
15

In der ersten Strophe stellen sich vor
als

dem

Iklus zwei

Kürzungen ein: qi

gilt

da nämlich

einmorig (wie ai 65 gr,), und für paranärväta ist pärnärväta oder p"ranärväta zu Das Metrum zeigt ferner, daß aus den ersten beiden Strophen aysu auch in lesen.
die dritte

gedrungen

ist,

wo

ich es

durch Klammern

als

unmetrisch kennzeichne.

65.
20

Wo
(wo

die Buddha's zur Vollerkenntnis erwacht (sind

und wo

sie)

das

Rad des

Gesetzes gerollt (haben),
sie ins

Nirväna) verweht (sind und)

wo

ihre Leiber

[=
[=

Gebeine oder

Reliquien] (aufbewahrt werden), alle diese Orte verehre ich.
66.

Wo

die

Mahäyäna-Lehre gelernt (und) wo

(sie)

zu Buch

in

Bücher] ge-

schrieben (wird),
25

wo man
67.

sie

verkündet (und)

wo (man

sie) liest,

diese Richtung

[= Gegend]

verehre ich.

Wo

befindlich

im Streben nach der Vollerkenntnis schwierige Werke getan

die Bodhisattva's
30

mit

[= ausgeführt] (haben) dem Anfang der Freigebigkeit [= durch Ausübung
ist],

der sechs Päramitä-Tugenden, unter denen die Freigebigkeit die erste
diesen (Erd-)Boden verehre ich.

L

vastra 'vastra' Kleid, bloß in käsäya-mstra 374ff.

;

C-Strophe

EIV82:

gyästüfia thauna käsäya-vastra rrusana

pruhausta äre
35

sarva[r!:i]fla

balysa bissä.

"In göttliche

f

=

himmlische] Gew^änder, in braunrote Kleider, in glänzende

gekleidet thronen die allwissenden Buddha's alle."
ijyastüna (Adj.
ist

von gyada)

gilt

hier

nach 16 34

f.

als

Amphibrachys

;

sarvafrfijna

gegen das Metrum

ohne Anusvära geschrieben, vgl. 17ioff.


4()

(=

aw.

vä,

ind. vai

und

vä)

hervorhebende Partikel (vom ersten Worte eines

Satzes oder Satzteils höchstens durch eine Enklitika getrennt) llO^ff. II829. 31;

im engen Anschluß an ä und

allerlei

Frageworte {ka ku kye khu

ni) meist ge-

TAteo

nair.

— MamUL
ew
vri

135
{ph. etta)

kürzt

HOmit.

H'-^'iMr.

H^m,

dabei statt cm ta auch die Hchreibung

17io

=

137 10. Zu wollen wird

m

doppelt gesetzt; daher
fvf

tf

tu (aus *d

i4) I10i4t.

und kau vn oder kö va (aus
vätco vätcu vätcU Adv.

*A:a

ra)

neben

Ir/i

m

mL

cf. yjd/eo.

m

(ph. «/)
|init

Med.

'sein* (lautlich

=

sict

»/</-/,

cf.

1423».); 3. Sing.

iv7t«

(aus *ud'itai),
:J.

'.

Konj.
(ph.

Konjunktiv- und Potential-BedeutungJ rata (aus *iid-iUi\ Pot.

I*lur.

'iitro,

aus *uihran).

— Für mta

rmi

«lio

späte Schreibung ry«
als

H2i.<i.

\^

cäta (ph. M/V/a,

Perfekt- Taitizipi um) 'gewesen';
'sie war*,

Verbum

Pinittini Sing. Noni.

Mask. vütä 'er war*, Fem. rata

Plur.

Nom. Mask.

täta

k Fem.

rätt *ut

waren*. Später für ihUh dio Schreibung rya und für rata die Schreibungen
njitü lyä
ri/t.

sfiM

lO

bödhimtta

.

.

.

os/« tya 'diu Uodhisattva's

waren (gesesMO

=)

sitzend* -- 'die Bodhisattva's saßen* Jft'2it; öjftä vyfi 'er saü* 77 n.
rtßtä
773.-,.

82»

fry« M8.|.

78 1.

vyitä 7 8 13.

riitänd fornioll die Transitiv-Form

zum

vorigen Partizipium, wird indessen in ähnvt'ite

lichem Sinne f^ebraucht; Nom. Sing. Mask.
väte l'ostposition, die (genau wie vird) mit

'er ist

gewesen* 116n.
da.^ L.
*

vorhei^hendem Akkusativ
b^egnet auch
und [82»]

Verhältnis ausdrückt, IS^if.; ungemein häufig
(z.

die Schreibun^^
ryi.

B.

IIO33. 1225. 139.21), selten

mi

(ph. r«), später ve

Das Wort

.u^ehört

wohl nicht zum vorgenannten Verbum (gegen 45 17).
'vi-apa*

L

värapa und vraiia
'vi-sthä',
viri
15.

Wunde

C'i^'.^of.;

tramt 107 ig.

ig.

»
llti».
9i

m-ütä
\Trä

Peil-Part
(aus hihiH)^

intrans. vistäta 11 64, trans.

väaUUHmd

oder

Postposition

mit

Akkusativ 45 1«; biüm vkrü

°ri

'überall' 137

Später meist die ungenaue Sehi*eibung pwa (phonetiadi 9ir$) and

häufig auch Genitiv statt Akkusativ:

nrä mit Kasusform,
})9iö;
viril

die vielleicht sowohl Akkusativ wie (ienitiv sein kann ft

mit entschiedenem (Jenitiv 99 4.
i>U|:,{.

mit Kasusform, die vielleicht sowohl Akk. wie lien. sein kann
77;t!.

»

80.ii&;m (WOZU

69i6f.); mit entschiedenem Genitiv 943^ 99u.

säta (ph. /ida; urar. tlvUa mit konsonantischem r

wurde nach 128^9». xu
naoh
Au.Hfall

*d^ita

und
auch
^iie)

*jiUt^

woraus ähnlieh wie 67» g, ph.
Sing. Gen.
«J/iiye

j^ida) 'der zweite',

dea

t

»

ihja (ph. iüi).

E XXIII
Vgl.

217, später

^

(ph. ^i$ für /ie

ans

«7»; Lok. mrina

E XXIU

115.

noch V6G»t.

L

svän[a]

starken

& ssuvänfa] 'Hund* (beide Wertformen wohl herroiKeguigeD aus dem Stamm sitän von ind. svan\ Plur. Nom. «rraiKi & ^faidiid, Oea. jftiiwJ ii«
i
.

L

sväna-vrata *Sva-vrata* das Hunde-Gelübde

(d. h.

das Gelflbde, so geoQgtnm

»

wie ein
keine

Hund

zu leben)

E

XXV

170.

In der Stinskrit-TJteratur hat sich bisher

Erwähnung des Gelübdes gefunden.
seil.

s.sandü (aus * syantaliü 'die liegende'

Erde) Fem. 'Boiien

[vt.

i.i.iasj.

iiexion:

Sing.

Nom.

°dä, Akk. °dö 134u, Instr.-Abl. ^dyr jph. °diel

>i ""^ °dt^ Jm,

Oen.

X36
°dye [ph. °die]

ssarlra

— ssüvarebistä.
[ph. °dia]

und

°diye^

Lok. °dya
[ph. °däu],

und °diya 71 23 ff.;

V\wv.

Nom.-

Akk.

°d€^ Instr.-Abl.

°dyau

Gen. °dänii.
auf den Boden, zu Boden'; Schreibung

ssando^ selten °du^ Adv. 'auf

dem Boden,

sando 107-^.
5

Das Wort

ist

entweder der Akkusativ von ^ssanda

=

smndä

(vgl.

12926 und die Ä-a-losen Alt-Formen ^01 26 ff.)

oder allenfalls eine Kürzung des
1829]-

Akkusativs ssandö; Akkusative des Ortes 463if. [und der Zeit

L
L

ssarlra 'sarlra' in der buddhistischen

Bedeutung

(Plur.) 'Reliquien'

134 10.
6G;
cf.()7ir,.

ssalarba (Tribrachys) 'salabha'

= 'sarabha'

(mythischer Springer)

E II

L
10

Ösäya *Öäkya' Angehöriger von Buddha's Geschlecht

E

VI;

cf.

113ir,f.

L
L

ssäsana und ssäsana 'säsana' (Buddha's) Lehre oder Lehrbereich 39 9.
ssäsvata-dr§tä 'säsvata-drsti'

&

(39 10) ssäsvata-sanifia 'säsvata-sainjnä' Fem. die

(von den Buddhisten bekämpfte) Anschauung, die Welt sei ewig.

Vom erstem Kompo(cf.

situm in

E XXV

170 der Akk. Sing, ssäsvatu dr?to mit doppelter Flexion

122:, f.).

L
15

ssästra-ssahäna *sästra-sraddhäna' Fem. Plur. der Glaube ans Lehrbuch 39 n.

L

ssäkga Fem. *siksä' Unterweisung 139 15.


VI

L

ssäksävata 'siksäpada' Vorschrift.

L

Ssä[d]dütana [E

XIV

54], 6sä[d]dütara

[E

19]

und gsä[d]düvana

[17ioff.]

'Öud-

ddhodana'

Name von

Buddha's Vater.
trotzdem
statt

An

allen drei Stellen ist die

erste Silbe

metrisch lang gemessen;

bietet

die

Handschrift jedesmal in lässiger
dieser

Orthographie
20

einfaches

d

dd.

Als Vokal

ersten

Silbe

wäre u zu

erwarten; ä beruht anscheinend auf einer Angleichung des

eigenen

Namen

Siddhärtha.

Zum

t

der ersten

Namens an Buddha's beiden Namensformen 3820f., zum
Anlehnung
'Tochter',

V der dritten 748jf.; das r der zweiten verrät eine volksetymologische

des

Namens an
& °n
(cf.

das einheimische

Wort dütar

ssära Adj. 'kusala' gut (das Gegenteil von dira).
25

Ntr.

Nom.-Akk. ssärn und smru\
iq. 25- 37-

später sirä

als

Adv.

'gut,

wohl'
(i.

(skt.
e.

sädhu) 19iq.

— ssäratätä
=
25.

12937ff.

ssära-ssüka

137

is)

Fem. 'Gute

frohe) Botschaft' (euaTTe^iov)

Kunde von
XXIII
196.

der Ankunft Buddha's oder
ssüjätu (Nom.
lich 'einer
30

vom

Auftreten eines Buddha's

E VI
-|-

+

Akk., vgl. ind, parasparam
cf.

&

dXXri\ou<;) 'einer

den andern' (wörtInstr.-Abl.) 'einer
t

den zweiten',

13o29ff.): ssüjätäna

&

°tena (Nom.

mit oder von

dem

andern'; (Nom.

+

Gen.) ssQjätäye

und (nach Ausfall des

zu-

sammengezogen
ssüvarebistä

zu) ssüjiye 'einer des andern'.

einundzwanzig (cf. 122 13 & 129 4); späte Schreibungen süvarebästä 48^ und smvarihistä an folgender Stelle:
'eins-über-zwanzig'
ff.

=

Jni53f.
35

=

Jn2 46
tvä

ci-ju smvarihistä ssavi*

hadä vasta drai jüna

ssivi

n drai

jüna hadäya
Tage lang
rezitiert'.
(je)

däranä** liväniyä 'welcher einundzwanzig Nächte (und)

dreimal in der Nacht und dreimal
Jö'-^.

am Tage

diese Dhärani

*°va-

**Statt t°
cf.

^

in

An

der altern Sprache gemäß ttuo
-vä statt älterem -wo oder

d(h)äranu (aus *°ranyam\

117 35 &
is-

5934f.;

-w

auch im Lok.

Plur., vgl.

7 3 ig.

100 30-

ffadd«

— Mipkb'Anun«.
99adda-fmn(>Aln
*iSniddhä.praiittila*

187
12''»
4.

L 9^dda Fem.

'.srnddhü' (ilaubo 4H4or.;

L ^^mana
9t>ava

*^ramai.ia' (buddhistisclior)

Miinch 4941
Sing. Oen. (nach lOO^tr.) «rfi» '\m

Fem.

'k9ap(ä)*

==

aw. /*«;/ü> Nacht:
tiy«

Nacht* (später ^vi \'M^M)^

mve

*iii

tWaser Nacht*,

(hM; Ao^idya

"bei

Nacht (und)
'wMbn*nd
s

am IVe':

Pliir.

Xom.-Akk.

A<af«v (z. B.

Akkusativ der Zeit köda

ff^ttt^

sieben Nächten'

K VII

iS),

später °c/ \'M\m-

L

^^ahüna Fem. (das (iesehlecht also durcii »tfadda beeinflußt) *.Araddhäna*, meist

Plur., (ilaube,

Glaubousrogung

A\U\-

Nicht bloß die Lautfiinn (-ddh- > -th- > -h- !)
befremdlicli,
10

und das Geschlecht sowie die meist pluralische Verwendung sind
sondern auch das Ijchnwort
zu fehlen seheint.
als sulches, weil »radtlhänn

im buddhisti.Hchen Sanskrit

L

s^^ävä 'srävaka'

Jünger

4{)aBf.

?5?uva

Fem.

(aus urar. Mutika oder

miukä^

cf.

11 331

&

137|8) *Knnde, Nachricht'.

z.B. in

E XXIII 195» (A):
^(i

9t<NV(t

hiiiu viri fnrai/adf *fianntd ifsama-üandötfu Inilysi'.

u
Krdltnden

Diese KimhI«' xcrbreitet sich überall: 'erhoben hat sich auf
ein Buddha*.

dem

?süka Fem. (altertümliche Nebenform von ^^utou) in
::5!<ai

i.«n'i-.<>ülca
r.it.

IHti^sr.
tti
.

'aucli,

sogar,

trotzdem', in

n.'fai

m
der

siirm/rn/ni ni

Hi c/u/ tn

.

.

*sogar der ist
es dann)
viel


. .

oder 'trotzdem
.'

ist

nicht allwissend gewesen,

wsk?
ist,

(ist

/•

nicht
ist

=
.

'wenn nicht einmal dieser allwissend geweseo
17io_34. Ferner in 8834

wie

weniger

es

.

.'

=

93; und
ci

in

n ne 99m "und

auch nicht' 99«. Die Verbindungen ^^ai ka und ^«i
findet

'auch wenn, sogsr wenn'

man

unter ka und

ci^

ebenso iiKtnmäia

^ai

unter tuiamäla.

Später die

Schreibung sni S0j2-

Es scheint

dalS

.ssai

auf ein in Bildung

und Gebrauchsweise an

Xoiir6^ *übri^

erinnerndes Adjektiv *sniyu 'sich anlehnend, hinzukommend' zurückgeht;

9^1

wäre davon wohl ein erstarrter Nominativ-Akkusativ des Maskulinums, der seine
eiijentliche Stelle uiNprünglioh

nur

in

Verbindung mit maskulinischen Nominativen

und Akku.sativen gehabt
.s'.vdt

hätte.

Beispielsweise

würde

in

der erstmitgeteilten Stelle

«•

!<ä

wiutlich bedeuten
der*.

'hinzukommend

der'

=

'außerdem der*

=

'auch der*

oder 'sogar
9^- [ph.
.V-]

Der

Auslaut -ni aus -<iycw

und für -ayam 6630-39: der Anlaut
im erstem
Fall

entspricht nicht bloß in aus Indien entlehnten (vgl. 499t.). sondern
.-fr-:

auch
h'-

in

einheimischen Worten einem urar.
.v-,

wurde

(unu*.-) ind

unmittelbar zu

im

letztern urar. ir- zunächst zu

.-»r-

und dann zu ^.
Beschrieben in

L saiMvara'sanivara* die Abwehr(als Gelübde, cf. 1 1 lioir.) I39ie.
und
in Sik?äsamuccaya Ed.
p. 1
1

E XIII
Park'

1&—

Iö.»j; vgl.

auch Mahüvyutpatti '245«^

ft 25ö||.

L
71

sauikh'ärama (aus skt *sorptffiaräma)

'ein

dem Mönchsorden gehörender
*.tfirfikhärma

•^7 9 ff.« n

von einem verengerten Nebenstanmie

aas bildet sich nadi
•*

der Lok. Sing, i^arnkhem''

F\\TV:i2.

138
aamkhüt (zu
mmkh'dtte
iud.

samkhilt

— sarva.
'sich
;

sdhi & sim/häna) Med.

beschmutzen',

8.

Sing, (nach 121 34 f.)

E XXV 227, später ^kjütte 904. g. 7f.
(i.

a-mrrikhilsta

& °khähta

'unbeschmutzt'.

L
5

sainkhyärama

e.

°khy-är°)

=

°kh'är° TOs^ff.;

Lok. Sing, sarftkhyerma l^m«.

sad (aus urar.
55.25;

ssac?)

'scheinen', 3. Sing. sa?Y^ä 'chadäyati (34 14)' 5526, 3. PI. saindä

Perf.-Part. sasta {ö5n) 'geschienen' (Nora. Sing. Ntr. sastu 'es schien') II65.

L
L
1.

samtsära 'samsära' Weltwirrsal; Lok. Sing, nach 7l9_-28
sandäväta 'samnipäta'

^«mMra 48 14.

kommt

in

drei

Bedeutungen vor:
sich

Gruppe oder Rang innerhalb der im Kreise

scharenden Zuhörerschaft

eines
10

Buddha

[es

werden
;

drei solcher Ränge, ein innerer, ein mittlerer

und ein

äußerer, unterschieden

die gleichen drei kehren unter der
vvo

Bezeichnung mandala
das innere mandala

wieder im Pancatantra,

die

Umgebung

des

Löwen

in

der i^imhänuyäyinah^ in das mittlere der käkaraväh und in das äußere der kirßvrtfäh zerfällt]

E XXIII 217

[saipd°];

die geschilderte

Bedeutung

ist

auch ge-

meint in Mahävjaitp. 244 17.
15

2.

als

medizinischer Ausdruck 'der Zusammenfall'

d. h.

das

Zusammenwirken der

drei
3.

humores im Leibe 140 22;

Mahävyutpatti 28454.

in

MahäSandäväta 'MahäSamnipäta'

=

'die

große |Text-]Sammlung'

E XIY

13.


20

Eine Übersicht über die Bestandteile dieses Sammelwerkes WO^.
'samaya' Verabredung, Vertrag; Nom.-Akk. Sing, samai 66 30 f.

L samaya L samu
sam kho

(aus

samam) Adv.

'gleich' (Vergleichspartikel), häufig

mit kho verbunden:

samu kho

'gleich wie'

130 10. Ausnahmsweise begegnen für samu kho die Kürzung

[vgl. 6024ff.
•&

&

Hl

10]

und

die Umstellung kho samu.

L
25

samai-

samya[k]- 'samyak-' richtig-,

am Anfang mehrerer Ausdrücke
Sing, saruui

37

15«-.

sarua&sarvä [aus *tsarusaka\ 'Löwe'; Gen.-Lok.

Nom.

Sing, lautet sarau: er setzt offenbar einen starken

& sarvai 40 28. Wortstamm *tsaräv voraus.
Tieres,

Der

Grundbedeutung 'der Beschleiche r' zum indischen Verbum Uar

'beschleichen'.

Im Veda

erscheint

Udru

als

Bezeichnung eines gefährlichen
ist.

ohne daß die

Tradition noch wüßte, welches Tier gemeint

Später wird das indische fsaru nur
;

gebraucht für 'Griff (eines Schwertes), Stiel (eines Gefäßes usw.)'

vermutlich weil

m

häufig ein Löwenkopf den Griff bildete, hat

man

diesen kurzweg 'Leu' genannt.

Anzusetzen

und

tsdrus;

Zeitschrift

Wort mit den Stammformen tsdru (stark fmrät)) gleicher Art sind Mdmi(s)^ dhdnu(s) und süm((s), worüber auf Kluge's für Deutsche Wortforschung XI p. 61 verwiesen sei. Im Ur-Nordist

also

ein altes

arischen
35

ist

*tsdrm zunächst in die «-Flexion übergeführt worden (was *tt(anisa
Ä;«-Suffix antrat;
fs

ergab),
-ß-

worauf dann noch das übliche
-k-

es

verschwanden dann

und

wie in gguva usw., und aus

ward

.s

wie in basaka. Freilich sollten

wir hiernach erwarten, daß

unter der zweiten Silbe von saruai
die

&

sarrai ein

Apostroph-Zeichen stünde;
sich nach
40

allein

Orthographie der beiden Wortformen hat

dem Nominativ sarau
begegnet — zumal

gerichtet,

wo

ein Apostroph ausgeschlossen
Fall,

ist.

Häufiger

in der

spätem Sprache — der umgekehrte

daß

Mrvaiiina

hajavatutl.

189
Ober-

der Apostroph von KorrucMi

au(>,

die korrekterweisc damit veraehen sind,

tragen wird auf andere, die ihn nicht haben KoUten; vgl.

MSmw.

^l'^bw.

l^^^t.
Fall oft

L

sarvaiprla

und sarvaAa (häufiger
letzlern

fünf- als vier-morig, dabei

im erKtem

ohne und im
wissend
ITioff.

gelegentlich

mit Anusv&ra

gettohriebeo) 'sanajAa' all*

13434.
(vi.

sarvainü Adj. zu sariia

llWjiff.)

Jn'J.v
'il uti.'y

L

saiävu 'sai|iläpa' Wort, Rede, I^'hre
&.

ff^ilytämi Mi/aai

'Buddha-Lehre*.

säj Mernen*, 1. Sing, sajitnä

°jämä;

Nomon
y<i;i

agentis mtjakn 'ein lernender', Part

Necess. näjäna,


Perf.-Part. »iya 'gelernt*,

Xom.
1

Sing. MaHk.-Ntr.

»iifä

'wunle
lernen:

(oder wird) gelernt' 134 n; Akk. mit
3.

nach

32 .^f. 'gelernt machen'

=

PI.

Konj. Med.

ißinära (mit si aus siya
Perf.-Part. siyänd,
siyaiuli 'sie

für styi«

deant' DOu).
geleiTit*,

— IVans.
PI.

65»— 66«) &
.»»>•
*"»•

61

40t) *«tu-

Nom.

Sing. Maak.

l"rn»<>

ml^r hat

Nom.

Mask.
letzte

haben

gelernt*.
in

Die erste und die

der aufgeführten Formen

der B-Strophe:
u>

K Xlir
'ich will die

35. säjimä

^äh^o

k/io aiyäntli tf/'-adiim

hism liödhisdfva kye

ttü

mtjicaiH mtulä.
gelernt haben die dreizeitigen

Unterweisung lernen, wie

(sie)

[=

die

der Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft angehörenden]
Bodhisattva's
alle,

die dieses Sai|ivara (-Gelübde) erlangt
(haben).'

[=

auf sich

genommen

|

Zu

ttr-mfhra

cf.

IO812.
i'>/^»f..

suti

'supti*

Schulter

'.\Ai->^\

ftyamfai sufi rata 'auf der linken Schult«-i"

dafür sau sve 'auf der einen Schulter' TSig, wobei sre aus
sein scheint.

»ri ve kontrahiert

au

L

sütra süttra süttära 'sütra'

Lehrbuch 105 n; Akk. Sing. ȟHtm 54 1>

skyäta
urar.
s tuna

&

scäta 'Zeit(punkt)* 77u. n, ein substantiviertes fa-Partizipium der

Wurzel
b&itt.

&

ki

=

et,

wörtlich 'der festgesetzte (Augenblick)'; vgl. das
Plur.

Synonym

Fem. (- aw..s/wnä) 'Säule* 107 j-u.,

Xom. %/• K XXIII 139; skt ttküm

steht wie (jana 52rj

wegen des n etwas abseibi.
zu oxid) 'schattenseitig'

syandä (aus

*H8i'antak-a

= 'nördlich* & 'links' 139«
=
'südlich'

;

dazu da»
*rechtB'.

KoiTelat hrarawiä (aus *mat''antaka zu iiXioc) 'sonnenseitig'

&

m>

hanikhä^ta 'zusammengezählt' 105 13;
gezählt machen*
harngritn (selten)

ktt

harnkkOf^ fftmimdä 'wenn

sie

lusammen-

=

wenn

sie zusammenzählen 48*

& 103^
78 13.
Sing. Nom.-Akk.-Oeo.

und hanigrlya

'siutmipatita'

zusammengekommen, vemunmelt:

Nom.

Sing. .Mask. °gtn (aus ^ffriä für °ynyä,

cf. H6.j4ir.)

hajva (ph. hajiia), selten hajuva, Adj. 'weise*; nach
hajiL,

Q^i-jot.

»

aber (weil die erste Silbe kurz> okalisch

ist)

Flur.

Nom.-Akk. meist hajcn

(selten hajinxt)

und Gen. hajräim.

hajvattätä (selten hajuvattätä) Fem. (Abstr. von
hajvattifa (aus °ttätya) 625. m-

hq^)

'prajAä' Weisheit; I»k. Sine

140

hajvattetina

— hastatä.
'weisheitlich'

hajvattetmä (aus °tiäty-inä. Adj. zu
lQl4ff.) hajvattetigya in S-149r,f.
:

hajvattätii)

95 1; Fem. (nach

kye gyastänu gyastä hajvattetigyo däti hvänämato

pyümre
5

'(diejenigen) welciie

die Aveisheitsvolle

Dharma-Verkündung des

Götter-

gottes (Buddha) hören'.
haiiiju dasta 'die

Hände zusammen'

;

hamju

adverbiell aus

*mmcam, dagegen im

Awesta

die

entsprechende Adjektiv- Verbindung hamca zasto Mie zusammenge-

legten Hände'.
haijiju

Mit *samca resp. *samk'a
'er

xgl.

uskya (aus ud-k'a) 109 6f.

dada mte

hielt

(verehrungsvoll) die

Hände zusammen

(hin)'

107^^.

Metrisch der gleiche Ausdruck
10

mit hä 'hin' in

Ell GS'''

(Jf)'-

harnju hä dasta ka näfe

'indem er die Hände (verehrungsvoll) zusammen hinhielt'

und pluralisch in EXXIV114'^
bissä gyasta
'alle
15

(4 Nebenform

2):
vistätxt

hamju dasta nändä u patä balysu

Götter hielten (verehrungsvoll) die
stellten sich

Hände zusammen
auf.

(hin)

und

dem Buddha zu(gewendet)
urar. -ä
:

hadä 'Tag' 130i9. 18634. Lok. Sing, ohne
[ISöa'i. 1374],

hadai 342ö; mit urar. -ä

:

hadäya

wofür nach

öOaitf. später

auch hadäyä [schon

E XXIII 140,
4732ff.

cf. 6l37ff.|.

Beide Lokative auch in panüdal |EXII17

&

18]

und panüdäyä

hana (aus
20

urar. sana) 'blind' (ursprünglich 'greisenhaft') 924f.

130 10.

handara 'antara' ander 46 34 ff.; im Metrum häufig (gegen

4727ff.

und 48 9

ff.)

als

Trochäus (handra) zu skandieren (vgl. 73 ig«-.), z. B. zweimal EV73. daiyä hve bete jsa Jiüna, ö sandävätäna daiyä;
büta näjsätäre handara hüna, handara

in der

A-Strophe

karmyau dyäre.
infolge

"Der Mensch
25

sjeht (Gestalten)

im Traume
(er)

(erstens)

des (im Leibe als

humor wirkenden) Windes, oder
Andere Träume [= solche
kungen)."

sieht (sie

zweitens) infolge des Zu-

sammenfallens [= Zusammenwirkens]

(aller drei hnmores des Leibes).
;

dritter Art] zeigen (ihm) die Bhüta(-Geister)

(wieder)

andere [= solche vierter Art] zeigen sich (ihm) infolge der Karman(-'Wir-

.30

hama

'sama' gleich, Lok. Sing. Mask.-Ntr.

& Fem. °mäna, Fem.

10525.

hambisa 'Masse, Menge' (oder 'Summe, Konto'?) 123 19-21.
hamrastu, hamrrastu [ph. hamrr° oder hamdr°
in allen vier Fällen zuAveilen
'in
35
5625ff.],

hamarastu, hamurastu, dazu
akkusativisches

auch die Schreibung
vgl.

°s^o,

Adverbium

vollständig richtiger
932o-

Weise';

rrasta^ auch

skt.

sam-räj

&

samy-ünc.

hamurastu

haysga (Fem. oder

Ntr.) 'Nasenflügel';

Nom.-Akk. Dual (oder Plural) haysge

*die

(beiden) Nasenflügel'
hal-ci

=

'die

Nase' 1023«. I2831.

(=

lat. ali-quis)

'irgendeiner' 4634.

Die Textstellen unter

ci-jä.

ha§ta (aus urar. a?td) 'acht' 4640.
40

ha^tätä (aus urar. a^täfi) 'achtzig' 4640; Lok. (nach 71 9) hartem (für °ßtetm) S'H2-.

ha»(üsu - hlml.

141

hu^tüsu *t9t&dA^' achtzehn 4640;
h(u<jH'iH

zum

-m TiO«.

'«ich anstrengen*
°J)»/)

112«;

:J.

Sing, (nach TS^ir.) hm/i/Uta,

X

VI

htttpOtimlä.

haHjHJ (aus

'utsühav* antreibon, anstacheln 100^).
12«/;.
»

haspljsä (aus y^ikä) Frni. 'utsäha' Energie lOO^i- 10».«.; Flexion

'hin*

46av 140io.

141a)f.; (mit stra 'froh') 'darübiT'

lU«.

L

hüira (aus

dem Uigurischen
EXIT).

89*) 'Mutterleib'
IM. biüil

124». Da» einhoimische Wort 112».

hälft W'nk'

Himmelsrichtung; Akk.
A:
Jl.

häJä (stetü ph. biäUä] *iiadi allen Kichhälttu

tungen* 107.«
Lok.

XXV 4H5;
|zu 7()|

kämu

111»

wcrfür ftplter chei"^^»»
78|.
au.« •ikd/m
ift

kämä

hälai Jfi*2»
°9^",

und

hinzukommend) lUfma häiai
jr.

hähtiyäßta
Aü^f<'/

und

späte Können, (nach 0931

HOi». 141 ü) entstanden

für älteres *halan hälsto^ mit

vorangehendem Genitiv

'hin in der

Kichtung

von',

am

Schiuli eines Xanuisküra die indische Dativ-Kektion umschreibend:

hälaiyäifiä

11^

am Schluß

des die Vajracchediku eröffnenden Nunaakiia.
in

Ein ähnlicher Namasküra

Av

lOsr. lautet:
Ixilyttaiul

aurgija aiyä muJiu-Jm* hiimini f/yuHtäna
liälaiyäßta

hölahfä^t u buuäni hötlkimäwämi
in

\h

'Verehrung
-^

sei

von mir (ausgesprochen)
aller

der Kichtung aller Götter-

Priester
I

Buddha'sJ und in der Kichtung
ist

BodhisattvaV.

*

am Rande

hier ..no».ri-jm 'von der...*

sitzerin der Handschrift

beigefügt; ans« heinend hat die Beda ihren Namen angebracht oder anbringen lasten.

halste (aus hä-\- -ulsto
•^'*3iff.)

10.')2.^if.)

Adv. 'dortiün' 22 17.
-ä^fd

Später hä^/l (mit
&.

il

nach
f.

"'^1-22;

bei

engem Anschluß

&

-ä-^fa in halai-y-ü^ä

°sfa 141 10

häva [aus

urar. säwi, das

neben ved. mni steht wie

in Indien bfiäta

neben bhani]

'Anregung* im Sinne von
1.

geistliche

Anregung, geistliche Wirkung, geistlicher Dienst, geistlicher
geistliches

Einfluß,
2.

Ansehen

(oft

neben pajaama 'Ehrung'):

ä

fromme Aufforderung,

Kuf, Kede, Stimme, Sprache.
kö),

Sing. Nora.-Gen.

ham k °n
nach

(nach 6624ir. auch hau und
ßti.jn

Akk. häru und nach

öÖ28f. Äö; Instr.-Abl.

hiuna &

höiui:

fxtfysdmtM hiuna 'durch die Wirkung des Buddha'

=

mit

Buddhas HOlfe
^.

E

XXV 432.
hin
die

mamä hönn 'auf meine fromme Anregung oder Aufforderung 190 & 292; 'kraft meines geistlichen Einflusses oder durch meines Gebetes' E XII 71. 72. 78.
hnmnn
höiki (6l7f.)

E XXIII Wirkung
112.
r>

'mit gleicher
'in

Ifitfidvanäna

hauwi

indischer

|= mnuinsamerj Stimm«** K XXIII Sprache' E XIII 'M\

Hiinduva und

(141a-,)

Hinidväna, Adj. za
1.

Hindu

(also 'Saindhava'), 'indisch'.

hämä Med.
tuäre;

'werden, sein';
3.

Sing,
.J.

häme

IUä

3. Sing.

Mmai$

21 a,

3. Plur. 4tf-

Konj.

Sing, hämäte,

Plur. häwänrlt.

hämdia •geworden, gewesen'
Sing.

[auch negiert: n-hamfUa 'ungeworden']: als

Verbum Pinitnm
'sie

Nom. Hask. häUämatM
'es

mätä

'er

wurde oder

war',

Fem. hilmnta

wurde oder

war*, Xtr.

142

hämä — haula usw.
Flur.

wurde oder war' 64 10,
oder waren'.

Nom. Mask. hämäta & Fem. hämäte
von bhü 'werden,
sein',

'sie

wurden

Das Nordarische hat an
Stelle
5

die Stelle

zum

Teil

auch an die

von as

'sein', die

Verba hämä und vä treten

lassen, die auf sam-i 'zustande-

kommen' und
-arßjsya (109

ud-l 'hervorgehen' zurückzuführen, also wie die Zeit-Adjektiva auf

13«-.)

zu bezeichnen sind
ist

als

mit alten Mitteln geschaffene Neuerungen.

In

hämä aus hamä

der erste Yokal

dem

zweiten assimiliert;

wenn

die spätere

Sprache tatsächlich noch meist hamä

bietet, so darf

man

dies Avohl, obschon sie

im Übrigen auch zuweilen
10

altes -ä-

durch

-a- ersetzt (7635ff.),

zusammen mit
läßt

der

Schreibung khu

(llBigff.)

unter die sehr spärlichen Altertümlichkeiten rechnen,
hat.

welche die spätere Sprache vor der älteren voraus

Es

sich allenfalls

auch sagen, daß hamä und Jiämä gleichmäßig auf h"m-i zurückgehen (ähnlich
wie
skt.
(firi

und

vor-iran. garl auf g'*r-i sowie skt. pun'i

und

vor-iran.

paru auf

p"r-n).
15

Unsere Textstücke aus Vajr enthalten folgende Formen:
mit hammit häm-

Indikativ

3.

Sing,
»

hamätä 80 31
hamäti 8022- 81 kj.
22

Konjunktiv
Potential

hämäfä 80 -js

»

hämä 80 25. 81
2.

m,

°me 80 34

Imperativ [Futurum]
20

Sing,

hama 82 19
26,
°*'«2/^'

Perfekt
»

3.
^>

Sing, Mask. hamyetä 7 7

29

Plur.

>

hamya 784

L

hina 'hlna' Adj. 'untergeordnet, (im Verhältnis zu Anderm) geringer'.

hina Fem. 'senä' Heer 100 20; tnääe. hine jsa 'mit einem großen Heere',

hü (=
25

ap.

hauv

'jener'),

nur in hü-d(u)va 'jene zwei'

=

'beide' 11932.
19. 20.

hüna

(aus *su]ma 38 ff.) 'svapna'

Traum

(Lok. Sing, hüna) 9

140 22.
«S:

23;

in

E
Sß.

meist mit

dem Nebensinn

'Unwirklichkeit, Schein' (Mahävyutp. 3O49
3.

139 n)

hüs (aus *supss 9 27 f.) 'schlafen';

Sing, hüstä 7227\v

hauta oder höta und hauva oder höva

für

t

nach 74 8-12] Fem.
22).

'sakti,

prabhäva'

Fähigkeit, Kraft, Einfluß, Macht; wohl aus Häva-tä (vgl. 141
30

In

E

meist höta,

seltener hauta, ausnahmsAveise höva

;

in

AP

bloß der

Nom.

Sing, hauva,

und zwar

innerhalb der Anfangs- und Schlußsätze der Anpreisungen. Diese AnfangsSchlußsätze, die alle nach

und

dem

Muster der ersten beiden (8822-25folgt:

89i9ff. 90i3f.)

zu interpretieren zu
35
I.

sind, lauten

wie

§ä vä padauysye prajnäpäramitä-nayä hivya

hauva

pufiinai

hamblsä u b^jsä.

§ä padauysye prajnäpäramitä-nayä hivya hauva u buljsä bväfia.

zu IL §ä vä sye prajiiäpäramitä-nayä hivi pufiinai hamblsä hauva u bujsä. [Bei
der Wiederholung:
°mittä-n°
. . .

°nai

hamb°

.

.

.].

sä ttye prajnäpäramittä-nayä hivya hauva u bujsä bväfia.

zu

III.

§ä vä didye prajfiäpäramitä-nayä hlvi pufiinai hamblsä hauva u bujsä.
sä ttye didye prajnäpäramitä-nayä hivya hauva u bujsä bväfia.

haula

oiiw.

hvanA.

148
liaifibliiä

zu

I

V. 9ü vä tcüraiiiyu piiijiläpttrainitä-uayä hlvl puAlnai

hauva u

bulJMtt.

sa vü tcOramä prajAapüraniiUi-nayä hlvya hauva u bijJHA bv&Aa.

zu V \ VI. sä vä

|)riliyo

u

k^emyr prMJrtäpuramitä-nayä

hlvl puHliiai haiiibUti

huuvH u bujsü.

zu VII — XIII.

^ püliyu

u ksümyo prrtjnHpürauiih'i-nayM hlvya hauva u btjjw br&fia.
.

'•

s« vä iuuidaniyc iiayä yäva
punliiai
hai|iblHä

prajAü|}äramitü-nay& hlvl
bijjsa.

hauva u

sä haudaniye audä yäva

prajiUpäramitä-nayft hanr«

u iHjjsä hvüna.

zu

XIV & XY.

i^Ä

vä tcahaulasamyo u painjsüsamye prajtlüpäraniitä-nayä odä

k.sa-

i"

samye prajüüpäramitü-nayä
hauda und
tania'

hlvl puAluai haiiiblsii

hauva u bujsä.
*sap-

(137:,)

höda

*sapta' sieben.

haudania und

(EXI18) hödama

der siebente: (Jen. haudaniye (ph. °wiw) 57'.

haura und höra *däna* (Jeben, (Jabe, Freigebigkeit; Sin?

Nom

höri lij^n

'

hön lH4i4;

Instr.-Abl. (nach

61:,ff.)

haunui FBlli»,:
ifsndnd

jrimnu

<ii>i/arfij/a-ushrntiniäte

jnahaunä

haiiiita

"durch Schenken von Salbe-Einreibung (sowie) von Bad (und) Kleid

an die Ehrwürdigen*

=

indem er dem Lehrer und den Eltern
ihnen
l-f^8ff.

(die (Uieder)

mit Salbe einrieb ond
so

Bad und Kleidung

[statt

'Kleidung' stand

im Sanskrit-Original nach

wahrscheinlich *Haut-Einfettung'j besorgte.
3«.

Vorläufiges über die vorstehend übersetzte Te.xtstelle /0«;n

hvanä (aus *svanyak(i\
^mir S02HHl-

Part. Fut.
t)"'*

Pass. 'vaktavya' zu

nennen, Nora. Sing. Ma-sk.

Hli'.iji'-

Neutrum unter hvanä.
|

hmn

[lautlich

=

i

nd,

smn

'tönen'

'sprecheu'.

— Perf.-Part

pass.

Amto *geHprochen'
19 15^ 654,

-r.

Gen. Sing, hrutye (ph. hradie), später Aw/y^, HSar.nJ; trans. hraiämi,, Nora. Sing. Mask.
hvate *er sprach' (zwei11S,7.

und dreimorig,

in letztem) Fall

ph. huadr) 6^4.


81

Infin.

hmjv

102..M.

Vgl. hrän.

Im Sinne von
80
1.

hvate begegnet auch hve (im
81*4.

Metrum zweimorig £1171) 78•^

79|«.

37.

7. ;^4.

Diese kürzei-e Wortfomi dürfte durch Kontraktion aus kmte
;

»

entstanden, also im

Metrum hve zu lesen .sein sollte ein singulirer Aori.nt ohne Augment (Grundform *xränt) vorliegen, so ergäbe sich nach 116a)-a im Metrum
hvanä [aus
zu
'Gesprochenes, Darlegiing'. Oen.t.

die Aussprache hnr.
*f(v<iiuihi

iud.

arana

»Je

lat. »>/in.hJ

Lok. absol. (mit auffallender Wortstellung) tiäHhff kvatjfe

väkye*

als diese

Darlegung dargelegt

hmmai *eteBininn akte war S^lQi. Die gleiche Wendung mit Wyr
54* 824. Dafür
als

'tasmin' statt ttätäye 'etasmin' lautet später Hye hrayr hvattai 81
ttye

hvnye

hmnoi 79 im, wo, wenn der

Palatal

Vertrauen verdient
das sieh

Synonym
«•

von hvitm ein Neutrum hi\inä 'Darlegiuig'
verhielte wie im Indischen

vorliegt,

zum

Partizipium hrahä

t^ya zu

väcya\ der Palatal

ist

indessen namentlich

144

hvand(a)

— hvaramcaini.
bietet,

deswegen unsicher, weil er innerhalb des späten Textes, der ihn
erstmaligen

nur beim
meisten

Vorkommen

der

Wendung,

also

an einer der Verderbnis

am

ausgesetzten Stelle erscheint.

hvand(a) 'Mann, Mensch'; Sing. Nom. hve [ph,
5

]iue\

9 24

& 102 35, auch
°däye^

hiive^

Akk.

hmndu,

Instr.-Abl. Jimndäna^

Gen. hvandä &

(cf. 4820ff.)

Flur, N^om.-Akk.

Jivßndä^ Instr.-Abl.

hmndyau, Gen. kvandämu Lok. hvanduvo
/

&

°duvo.

Statt

ä

wird natürlich
rnd

hve
10

hmndi 102 as), statt nd sehr häufig oder rfind-^ auch fehlt nicht selten der Apostroph. Im Metrum ist das v von stets, das von hm,nd° nirgends Silbe-bildend; selbst in E XVII 44'*^ (^\ w^o
oft

geschrieben (daher Gen.

die SchreibuDg htivarfindi begegnet,

ist

hvandi zu lesen:

drjau dharmyau
pii.

jsa Jarabviviya huvairindi

driäti

dharmäu ja Jamhu(d)iviya hvandi
dharmair Jämbudvipakä manusyäh'.

'tribhir

Da sonach
15

auf den Worteingang hvand- im

Metrum immer
ist,

bloß

zwei Moren

ent-

fallen, v hier also

durchgehends konsonantisch
gleichfalls
stets

so könnte

man

versucht sein,

den im Metrum
eher durch hve

zweimorigen Nominativ Singularis phonetisch
Eine Stütze hiefür scheint der
ein

als

durch

hm

wiederzugeben.

Umstand zu
lich' gehört,
20

liefern,

daß rnind 'König'

wozu

Adjektivum rrviya 'königsteht

genau wie neben hvand das Adjektivum hviya 'menschlich'
bildet.

den Nominativ Singularis rre

Allein

wir finden eben doch außer der

Schreibung hve ab und zu die Schreibung huve, und der Apostroph unseres

Wortes

läßt in

Verbindung mit der nordarisch-sanskritisch-lateinischen ßetonungs-

regel, die

den Akzent nach Möglichkeit dem Wortanfang zuschiebt, auf eine vorFlexion
'^hi'ize

literarische
25

*hu?dndu ^huzdndäna usw. schließen.
sein,

Es wird

also

eine

Wirkung des Akzentes

wenn nur im Nominativ

Singularis das ur-

sprüngliche u sich bis in die literarische Zeit hinein vokalisch erhalten hat.
das e von
ist

hm
das

kurz war, darf

offenbar ein Vokal mit

Daß man auch aus 1163o_32 entnehmen. In vre dagegen dem hier gleichfalls zu erwartenden -e zu -e konKürzung aus
urar. raivdnt

trahiert:
30

Wort

scheint infolge einer argen

'der

Keiche' hervorgegangen zu sein.

hyandlnä, Adj. zu fivand(a)^ 'Menschen-'
hvar

(vgl. 1192iff.)

E XXIII 191.

{=

aw. /"«/) 'essen',
*hvirdi]

3.

Sing, hvtdä

[Vorgeschichte: *hvarati > *hvaradi >

*l^rdi >

E

II 26, 3. Plur. hvarindä

E IV

59.

V

33

[°ndi].

hvaramcini Fem,
35

'die rechte Seite',

Abstraktum zum Adjektivum hvarandä. Der
dieses Adjektivums dürften
ist

singularische Lokativ Maskulini

und der Femininstamm

nach 101 f. *hvararnca gelautet haben, und vermutlich
unser Abstraktum entstanden.

von dieser Form aus
als

Warum

aber nicht eher hvarandä selber
Instr.

Aus-

gangsform gedient
d. h. 40

hat, bleibt unklar.

hvaramcinä 'auf der rechten Seite'

'nach rechts'

=

'in

günstiger Weise' ^h^.

hvaramcaini Fem. Nebenform von °aw/, gebildet nach

dem Muster von Doppel-

hvaranda
forinun
==^

iMriya.

146
rechten Seite*

wie hrritinä und hntiiinä.

In«tr. ktutrittfyainä 'auf ilor

'nach rechts' (umwandeln in ehrfurohUtvuUer BofcrfißunK) 787.
*i»Oäliob'

hvuitodä [auK *Mnir-antHka 'sonnenseitiK'. vgl ayttmiä\ Adj.
soitip',

und VeoM

Ntr. Akk.

hmmmlau
»^

ijaänü

Mas

rochto Knie'

107^

wofür

Kpftter "tltd ynfitii

78,« \°ram<r\.

hvdn

|uHoli

lUl.'i.

^

I

;C)

»»•><

*Kiafmy\ 'verkünden.

!«ij?en':

I

^»ng. ^i

°mndü,

rnip««r.

2. PI.

''nitu

102^,.

Vgl.

hmn.

hväfiärnata Fem. 'Verkünihuig* [däti 'des Dharma') 140-^,
[ivjya (Adj. zu

hmnd)

'menschlich* 144

1«.

ächrifteo der WiMeuachafUicheD

O wcilachaft

ta

Stnfbwg

Z.

10

146

Liste

I.

Die behandelten Textstellen.

A81ap.75s. An[28J«_8P-10930ff. ApAnf. p.82f.
14ip.ll2i2.

APp.92— 99. Av 10 5

f.

P-

141

15 f.

B[lJ66aßT p.4420f. BhiöOtö&öo p.48i & lOB^itr. EII2p.l8.20f. 3ap.l07;^. 22ap.4i5&16i8. 22^
p.l40. 74Anf. p.1154. 75 Anf. p.l32i5f.

p.

75— 78p.21.
IX 43

ITioÄ 187iy. 27'^p.654. 63t IV13bp.l72. 43« p. 4934.
p.12129. 91'^p.65i5.

79^

p.

4929. 82p.l3433f.
p.

V39>.10723. 73p.l40. yi43a
p. 5;m.

yiI22ß
p.333.

132io.

48aMitte

54'^ p. 198-

-"^

p.

5324-

48 Anf. p.ll5ü.

X12bp.53i7. XII16bp.7237. 32
51 &52'^p.lll20tt.

p.624f.

65—67
p.54ii.
p.

p.l34.

XIII35p.l39. 49Schl.

XlYlßAnf.

XV25^p.l632. XVII44^p.l44.
p.l07i4.

XXI63

20«p.54i5. 156 Anf. p. 115 n. 130iof. XXIII 109^ p. 132 n. 159«

160p.46i2f.

192ßp.ll524.

195ap.l37i5. 297&p.l2026.

XXIY20T

p.l247f. 102Tp.l08i7. 114^^ p.l40i3. XXy489t'— 491^ p. 10235ff. 491Mitte Vielleicht gehören hieher auch die Enden der zehn Büchertitelp. 838.

Strophen

p.

97—102.
Jn»2if. p.l35ii.
6f.

F 61 1 15

p.

143 16.

53f. p. 136;^f.

S»82f. p.i07ai-35p.l3l2.)f.

p.l225f.
115i4tf.
c^

10 p.

107

42i_7p.

11626f.

Sn9ip.l43av 1495f. p. 1402f. 8^393 S*8i&9 p. 1292-2. S|106]2f. p.9i9f.
18.

Vajr Erstes Stück

p.

77

80.

Zweites Stück

p.

80— 82. Yim

87.8

p.

55 19.

Liste
Die metrischen Stellen von Liste
I,

II.

geordnet nach den VersmalSen.
B[l]66«ßT. Bh^öOßö. EII2b. 3«. 22.
91*^.

A

Hauptform: p.l6i5_28.
27*. 68T. 7.5—78.
32*».

Beispiele:

A31«
¥143«.

V39^ 73^

VlUSaMitte.

X12^
102t.

XII16b.

65.

67 ^ XIV Iß Anf. XXIII192ß.
1:
p.

195 '\

XXIV 20T.
|

Nebenform
XII66b.

18 9-13. Beispiele: Ell 74 Anf. VII 22 ß.

XIV

156 Anf. XXIII 109^ 160. 297^

Dazu

die

Enden von
,97.*)

Nebenform
73b.

2: p. 1814-;«. Beispiele: Bhi50o6a.

EII2^ V
)

zehn Strophen

XII 66^ 67 ^ XIV 20«. XXIII
stammen
sie

159«.

XXIV 114^

*) Vielleicht

aus den annoch fehlenden Partien von
||v_>iw'

E.

Man

skandiere wie

folgt

metrisch erforderliche und sonstige Ergänzungen setze ich in eckige

Klammern
>^ ^^

61.-^

v^

Iww

I

v_/
I

_

v_^

liwwwl"^*^ —
I
1

Iww
. I

'^

62.
63.

Sumattidhärika-prccha

Sur[i]yaggarbhä Ttrssatiya
'

64.—
65. 66. 67. 68. 69.



'

ca nä Aksayamatä-pr[c]cha

[Gga]gganaggamja Vimalakirtta-nTrdesä

———
——

[ÖsJälTstambhä Avaivar[ttiya-cakkr]e
Ratnadhä[ri]k[a]-pr[c]cha

u Susthätamata-pr[c]cha Ttatvi daräanä süträ
S[a]var]a6ttama-pr[c]cha
rä Märadambhcua-pl[c]cha

70.

147

Nebenform 3":

p. p.

IBs-.wm.
194.
,5,.

Beispiel:
Bei«piel(?):

EVIlM».
EXII.TJ
51

Nebenform 3":

B:

p.

16^-37.

Beispiele:

EXIIlaö. 4» Schluü.

\

b'2\

W
vgl.

2ü».

XV1M4*.

XXV 489 •»—491»'.
€ Hnuptform;
a.

Normalschenm (IT-morig):
EIV13»».
82»».

p.

Itt»— 174;
p. lH.<Kr,
19,£..
.t^.

llUr. Beispiele:

1X43«. 48Aiif. XXlö.l.
Beispiel:
Beispiel:

b.

Ausnahmeschema (iN-morig):
Normalschenm
(17-morij?): p.

EIV79*. 82*.

Ni'benfonn

1;

u.
I).

KIV

1:5".

Ausnalimeschema (18-morip):

p.

19-^ j^
in

Der die Versinaüe mit Hexameter, Pentameter und Nibelungenütrttphe
Voi-trac (Vgl.
p.

Verbindun,
19.

-'

!/•

nde

Ksar) erschien in der Internationalen Wochenschrifl

unterm

Augu«t 1911

(Jahrgang V, Nr. 3H).

Liste ni.
Metren-Index zu E.

111-104 & 123—138. V. VI. VII. X. XI. Xll. .\1V. XVf. 226—235. XVlIl-5. 7—11. 19—27. 31. 50f. 57—67. XXlll. XXIV. XXV493f. B: Ex. III. XIIIl— 89&126— 129. XV. XVI16. 12— 18. 32-46. 49. XX. XXV 114—125. 1()2— 207. 215—243. 249—281. 378—492. 495 f 122. IV. VIII. IX. XIII 90— 125 & 130-134. XVf. 22.,- — WIl C: EII105 28-30. 47 f. 52—56. XVIII. XXI. XXII. XXV208— 214 & 244-248.
A: K
1.
...

Nachträge und Berichtigungen.
Kinzufiigen
p. i,.j

hinler sie: haben

p.

16,, vor 60,5: 6ö«.

p. 2f>,,

aaßerdem zweimal unten p. 4H* gewesen vor Im: Ferner können in der Nibehmgenstrophe wie in den nordarischen Ver>iiiaüen die Hebungen statt der Länge zwei KQrzen bieten, eine Möglichkeit, die dem Hexameter und dem Pentameter abbanden gekommen ist. An sich allein schon legt dieses in der Nibelungenstrophe fOr die bisherige
Pp.

l^t« hinter 21:

,

17„ vor

ist:

Auffassung eigentlich unerklärliche Alternieren einer L&nge mit zwei KttnMl den Gedanken nahe. daU die Strophe auf eine moren-zihlende Grundlaf«

zurück gehl,
p.

46 zwischen

,

und

«:

drittens wird statt des

schrieben;

vgl.

y der in Rede stehenden Genitive gelefentlicb dTjr oder ig geim Glossar p. llTnr. Uäy« usw., p. 186,, ^ätäpe, p. 186m dä^fMäift

.

Zu streichen:
p.
p.

4, die ganze Parenthese. und 4«' 16,g +4
t.
.

p.

P-^i

4,«_,, und -am .... und indrgiga . iHtirijfm
.

Mm/
P-22, und

.

;

64„

p. 48,«r.

2

.

.

.

«üfwari/ta

P 49,

der

guue

Abschnitt

Zu

lesen:
p.

22, bhavati
42, ua statt

statt

abhüt und bekommen

statt

t>ekamen
.
.

p. 22itr. p.

'er kleidete sich in sein Kleid' statt

'nachdem
urrpa

hatte*

^

P-&7(,

urma

statt

p. 64Tr. t*ai

peuii fQr Hai past0 wörtlich *so Ue8 er

ihm (Worte) CUlen*.

d. h.

'Vwl

S^'

Schriften der Wissenschaftlichen Gesellschaft in Straßhurg :
Verlag von
Heft 1:

KARL

J.

TRÜBNER
Ein

in Straßburg.

W.
Heft 2:
,

ägyptischer Heiratsvertrag. Spiegelberg. Mit drei Tafeln in Lichtdruck. 40. IV, 12 S. 1907.

Der Papyrus Libbey.

Von

^4.—

Arabische Beduinenerzählungen: Arabischer Text. Von 8.— Enno Littmann. 4°. VH, 58 S. 1908. Heft 3: Arabische Beduinenerzählungen: Übersetzung. Von Enno Littmann. Mit 16 Abbildungen im Text. 4°. XI, 57 S. 1908. c^ 6.— Heft 4: Die griechischen Martyrien. Rede, gehalten bei der ersten

^

Jahresversammlung der Wissenschaftlichen Gesellschaft in Straßburg am 6. Juli 1907. Von Albert Ehrhard. Mit Anhang: Erster Jahresbericht der Wissenschaftlichen Ge^v sellschaft in Straßburg, erstattet bei der ersten Jahresversammlung am 6. Juli 1907, von Adolf Michaelis. Mit dem Verzeichnis der Mitglieder der GeseUschaft. 4«. 30 und 8 S. 1907. c^ 3.— Heft 5: Studien zu Quintilians größeren Deklamationen. Von 9.— R. Reitzenstein. 4". IV, 90 S. 1909. Heft 6: Über die pseudoapostolischen Kirchenordnungen. Von E. Schwartz. Mit Anhang: Zweiter Jahresbericht der Wissenschaftlichen Gesellschaft in Straßburg, erstattet am 4. Juli 1908 von Adolf Michaelis.

^

der Wissenschaftlichen GeseUschaft in Straßburg, erstattet am 3. Juli 1909 von Theobald Ziegler. Mit dem Verzeichnis der Mitglieder der Gesellschaft. 4". IV, 40 und 15 S. 1910.
Dritter Jahresbericht

Jt 4.—
Heft 7: Bußstufen und Katechumenatsklassen. Von E. Schwartz. Lex. 80. IV, 61 S. 1911. je 3.50 Heft 8: Griechische Urkunden des Ägyptischen Museums zu Kairo. Von Friedrich Preisigke. Lex. 8». VHI, 58 S. 1911. cJ( 3.20 Heft 9: Venezianisch-Istrische Studien. Von Walter Lenel. Mit 3 Tafeln in Lichtdruck. Lex. 8». XV, 197 S. 1911. cJe 10.50 Heft 10: Zur nordarischen Sprache und Literatur. Vorbemerkungen und vier Aufsätze mit Glossar. Von Ef-nst Leumann. Lex. 8". VTH, 147 S. 1912. 9.60 Heft 11: Die juristische Persönlichkeit der standesherrlichen Familie. Von Hermann Rehm,. Lex. 8». VI, 76 S. 1911. <je 3.— Heft 12: Burzöes Einleitung zu dem Buche Kallla waDimna. Von Theodor Nöldeke. Lex. 8». V, 27 S. 1912. c^ 1.50 Heft 13: Ein Erbstreit aus dem ptolemäischen Ägypten. Von Otto Gradenwitz, Friedrich Preisigke, Wilhelm, Spiegelberg. Mit vier Tafeln 6.— in Lichtdruck. Lex. 8«. VII, 62 S. 1912. Heft 14: Das tausendjährige Jubiläum der deutschen Selbständigkeit. Rede, gehalten in der Wissenschaftlichen Gesellschaft zu Straßburg, am 1. Juli 1911. Von Harry Bresslau. Mit Anhang: Vierter und fünfter Jahresbericht der Wissenschaftlichen Gesellschaft in Straßburg, erstattet von Theobald Ziegler. Mit dem Verzeichnis der Mitglieder der Gesellschaft. Lex. 8». IH, 16 und 17 S. 1912. .^ 1.20

^

^

p

561

U7

Leumann, Ernst Zur nordarischen Sprache und Literatur

PLEASE

DO NOT REMOVE
PROM
THIS

CARDS OR

SLIPS

POCKET

UNIVERSITY

OF TORONTO

LIBRARY

You're Reading a Free Preview

Herunterladen
scribd
/*********** DO NOT ALTER ANYTHING BELOW THIS LINE ! ************/ var s_code=s.t();if(s_code)document.write(s_code)//-->