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März 2009

März 2009 Das Gay Magazin Pet Shop Boys Liebe ist wichtig! Thomas Hermanns Disco forever! Reise-Special
März 2009 Das Gay Magazin Pet Shop Boys Liebe ist wichtig! Thomas Hermanns Disco forever! Reise-Special
März 2009 Das Gay Magazin Pet Shop Boys Liebe ist wichtig! Thomas Hermanns Disco forever! Reise-Special

Das Gay Magazin

Pet Shop Boys Liebe ist wichtig! Thomas Hermanns Disco forever! Reise-Special Sommerurlaub und Politik
Pet Shop Boys
Liebe ist wichtig!
Thomas Hermanns
Disco forever!
Reise-Special
Sommerurlaub und Politik
Hermanns Disco forever! Reise-Special Sommerurlaub und Politik Endlich erwachsen! 18. Verzaubert Filmfest mit Star-Kino

Endlich erwachsen!

18. Verzaubert Filmfest mit Star-Kino

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EDITORIAL

Echt jetzt

Die Super8, 35mm, 360 Grad Edition

Kürzlich war ich auf einer Messe für Skater- bedarf. Nennt mich einen hoffnungslosen Romantiker, aber an diesem Nachmittag wurden meine verträumten Fantasien von vermeintlich echten Skatern, die auf der Hauptwache ihre Flips üben, unter einem riesigen Berg Baumwoll-T-Shirts mit bun- ten Grafikmotiven begraben. Dabei war es eigentlich gar nicht mal die Masse an Material, die mich ernüchterte, sondern vielmehr die Flut an Instant-Image aus der Retorten-Stanze. 30 EUR und man wird per T-Shirt zum Nonkonformist, 70 EUR für ein Shirt mit Gebrauchsspuren, das dafür aber den Anschein erweckt, schon immer cool gewesen zu sein. Nichts gegen Used- Look, aber man kann sich getrost von der Illusion lösen, dass einem das mehr Au- thentizität verschafft. Dabei sind Leute heute fast zwanghaft auf der Suche nach Authentischem. Rapper gelten als authen- tisch, wenn sie kriminell sind. Schwule sind cooler wenn sie heterolike sind. Essen in Bornheim wenn es Grüne Soße ist. Dabei kommt es meistens gar nicht so darauf an, ob etwas wirklich echt ist. Die Leute müssen lediglich davon überzeugt sein, dass es sich um Authentisches handelt. Das Image muss stimmen, guter Geschmack oder Qualität spielen eine untergeordnete Rolle. Vielleicht sind deswegen die Prolls so be- liebt, weil man meint, das ganze Gehabe sei ehrlicher als die geschönte Version in den Medien. Die haben das natürlich schon längst erkannt und verkaufen uns die Prolls raffiniert in erträglichen Häppchen. Wegen all dieser Dinge muss man jetzt weder ver- zweifeln noch die westliche Hemisphäre verlassen und in den Ashram auswandern. Aber zumindest sollte man im Hinterkopf behalten, dass man in einer manipulierten Gesellschaft lebt und kann immer mal wieder überprüfen, ob und wem man gerade auf dem Leim gegangen ist. Und bevor ich mich weiter um Kopf und Kragen schreibe, hier ein Blick auf die gab-Themen im März:

wir präsentieren das Verzaubert Filmfest, zu dem nach Layoutschluss noch ein wich- tiger Film ins Programm genommen wurde:

"The Informers" nach einem Roman von Bet Easton Ellis ("American Psycho") zeigt hedonistische und orientierungslose Men- schen - und das mit Starbesetzung: Kim Basinger, Winona Ryder, Mickey Rouke und Chris Isaak. Marc Almond gesteht indes, dass er sich für keinen guten Songschreiber hält und lieber Coverversionen singt. Jo van Nelsen offenbart sich als esoterischer Berater, der als ausgebildeter Schamane Energieblockaden lösen kann. Und auf besagter Modemesse hab ich natürlich ein paar hübsche Sachen gefunden, die man guten Gewissens tragen kann. Echt jetzt

Viel Spaß mit der März-Ausgabe des gab- magazins wünscht Björn Berndt

INHALT MÄRZ 2009

LIFESTYLE

Moderne Menschen 4 Ein Türsteher, ein Latino und ein Burnoutsyndrom

Modernes Leben Special Mode Das Ding auf der Zeil mit dem Loch ist eröffnet

Thema Verzaubert Filmfest 8 Filmfest ist Flirtmaschine, weiß der Rudi

6

Aktuell Politik

14

Die katholische Kirche ist mal wieder unmöglich Aktuell HIV

17

In Montreal gab's News zu HIV und Aids Media Film Die Makatsch imitiert die Knef - geht das gut?

18

Media Buch 20

Thomas Hermanns isst eine Discokugel Media Musik Ein Mandelbaum, ein Tierpfleger und vier Tipps

Reise Special 24 Was Politik mit Sommerurlaub zu tun hat

21

REGIONAL

Szene Frankfurt

Regenbogensitzung

28

Da zucke die Tucke mit Bäppi und OB

Kolumne

29

Fünf Fragen an eine lesbische Frau

Kultur

30

Moderne Oper, Schamane Nelsen und Horst Blue

Community

33

Schwitzen in Bockenheim

Gastro

34

Alte Schale - neuer Kern

Party-Profile

35

Lourdes zu Gast in der Alten Gasse

Szene Mainz/Wiesbaden 38

Romana und Denis - ein tolles Paar! Szene Mannheim Eine neue Aids-Hilfe und mehrere Feste Szene Stuttgart Teens, Fickstuten, die katholische Kirche und Aids

40

42

Szene Reich und Schön Das Feuer der Begierde lodert in jeder Pupille

44

SERVICE

Highlights

Party Frankfurt 46

Community Frankfurt 47

Mainz/Wiesbaden

48

Mannheim

48

Stuttgart 49

Fernsehen

50

Termine Listing

52

Pink Pages Adressen 58

Kleinanzeigen

62

RUBRIKEN

Impressum

64

Aktion Leser 64

Dinge für umme und eine strenge Partnerberatung Homoskop Verzweifelte Schreie verhallen im endlosen Nichts

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4
4
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8
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22
28
28

MÄRZ 2009

strenge Partnerberatung Homoskop Verzweifelte Schreie verhallen im endlosen Nichts 6 66 4 8 20 21 22

3

MODERNE MENSCHEN

Miss Kiss Kiss Bang Mitten auf dem New Yorker Broadway sei er von einem Produzenten
Miss Kiss Kiss Bang
Mitten auf dem New Yorker Broadway sei
er von einem Produzenten "entdeckt" und
"angesprochen" worden, so erzählt es die
Tränen treibende Biografie auf der Home-
page unseres diesjährigen Grand-Prix-
Vertreters Oscar Loya. Das zu glauben,
fällt nicht schwer, vor allem, wenn man
die an selber Stelle gezeigten Präsentations-
fotos des 29jährigen Tänzers und Musical-
sängers betrachtet. Bösartige Lästerzun-
gen sprechen in Grand-Prix-Fan-Foren
bereits von "Bewerbungsfotos für einen
Schwulenporno". Aber Okay: gutes Aus-
sehen, ein bisschen nackte Haut und ein
Dackelblick haben einer Laufbahn im
Unterhaltungsgewerbe noch nie geschadet.
Der bislang trotz "internationaler Ausnahme-
karriere" hierzulande völlig unbekannte
Kalifornier singt und tanzt nun im Mai in
Moskau den deutschen Beitrag "Miss Kiss
Kiss Bang" des Erfolgsproduzenten Alex
Christensen vor: eine Mischung aus
"Mambo No. Five" und "Livin' la Vida loca".
Viel Glück! (or)
Foto: oscarloya.com

Weltmeister der Schwulen

Dieser Mann sieht nicht nur aus wie ein Türsteher, er ist Türsteher. Sein Name Max Krzyzanowski klingt polnisch, aber Max ist Ire. Ein schwuler Ire, der im Februar in Kanada zum weltersten Mr Gay World gekürt wurde. Mit 37 Jahren war er sogar der älteste der 19 Finalisten, der im Winter- sportort Whistler im Rahmen der beliebten Gay-Ski-Week die 7-köpfige internationale Jury von sich überzeugte. "Habe keine Angst vor dem Urteil anderer Leute" lautet sein recht passendes Statement, das Mr Krzyza- nowski in die Welt hinaussendet. Die Deut- sche Beteiligung am Contest beschränkte sich übrigens auf zwei Jury-Mitglieder: die Schauspieler Jo Weil und Thore Schölermann, bekannt als schwules Paar der Serie "Verbotene Liebe" (im echten Leben ist aber nur Jo schwul). Wer sich berufen fühlt, Germanys Next Top-Gay zu werden: die Bewerbungsfrist für "Mr Gay Germay 2009" läuft noch bis zum 15. April - am 16. Mai findet das Finale in Göttingen statt. (bjö) MrGayWorld.org, mistergay.de

in Göttingen statt. (bjö) MrGayWorld.org, mistergay.de Ausgebrannt Zwangspause für Rosenstolz: am 11. Februar gab

Ausgebrannt

Zwangspause für Rosenstolz: am 11. Februar gab die Plattenfirma der erfolg- reichen deutschen Popband bekannt, dass Sänger Peter Plate an Burnout- Syndrom leidet - Folge von großem und lang anhaltendem Arbeitsstress. Um den Sänger zu schonen wurden daraufhin alle geplanten öffentlichen Termine der Band abgesagt - somit fallen auch die wegen großer Ticket- nachfrage für Herbst 2009 angekün- digten Zusatzkonzerte ins Wasser. Schade, denn mit ihrem im Mai 2008 veröffentlichten neuen Album und der Winter-Tour befanden sich Rosen- stolz gerade auf einem neuen erfolg- reichen Höhenflug; ihr Hippie-Video zum Song "Gib mir Sonne" wurde außerdem für den deutschen Pop-Preis "Echo 2009" nomi- niert. (bjö) Die neue Single "Blaue Flecken" von Rosenstolz erscheint am 27. März. Wir verlosen Fan-Memorabilia, schnell auf Aktion-Leser geblättert!

Fan-Memorabilia, schnell auf Aktion-Leser geblättert! Geburtstagskinder Tobias Bonn, 5.3.1964 Anne Will,
Geburtstagskinder Tobias Bonn, 5.3.1964 Anne Will, 18.3.1966 Perez Hilton, 23.3.1978 Tobias Bonn ist in Bonn
Geburtstagskinder
Tobias Bonn, 5.3.1964
Anne Will, 18.3.1966
Perez Hilton, 23.3.1978
Tobias Bonn ist in Bonn ge-
boren. Das allein hat zur
Berühmtheit noch nicht aus-
gereicht, erst als Toni Pfister,
ruhiges Mitglied des Comedy-
Trios "Die Geschwister Pfis-
ter", kam der Ruhm. Mit sei-
nem Bühnen-Kollegen Ursli
Kids of ther new economy:
Pfister hat er sich 2001 in
Berlin verpartnern lassen.
Christoph weiß zu berichten: "In der Homoszene werden
schwule Schweizer von einigen mit Geissenpeter assozi-
iert. Dieses erotische Klischee mögen gewisse Leute."
Homorechtlerin wollte Anne
Will nie sein: obwohl die ex-
Tagesthemen-Moderatorin,
jetzt Polit-Talkerin und Sabine-
Christiansen-Nachfolgerin
mit eigener Show die Be-
ziehung zu ihrer Partnerin
Miriam Meckel nie verleug-
net hat, lehnte sie es bisher
Mario Armando Lavandeira
wurde unter seinem Pseu-
donym Perez Hilton mit sei-
nem gleichnamigen Web-
Blog weltberühmt - gut 100
Millionen Besucher zählt
perezhilton.com. Mit böser
Zunge verbreitet er Klatsch,
ab, sich zu Lesben-Themen
zu äußern. Ihr Outing gelangte eher beiläufig und ohne
jeden weiteren Kommentar im Herbst 2007 via "Bild"-
Zeitung an die Öffentlichkeit.
Tratsch und vor allem un-
bestätigte Gerüchte aus der Promi-Welt; regelmäßig
werden dabei aber auch Themen wie Homophobie dis-
kutiert.
Foto: GeschwisterPfister
Foto: NDR/Sandra Schuck
Foto: Hannah Ross

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Themen wie Homophobie dis- kutiert. Foto: GeschwisterPfister Foto: NDR/Sandra Schuck Foto: Hannah Ross 4 MÄRZ 2009

MÄRZ 2009

The world is coming out July 25 – August 2. Check-in at www.copenhagen2009.org Book your
The world
is coming out July 25 – August 2.
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Book your flight at www.flysas.com/Copenhagen2009
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MODERNES LEBEN

Urban-Check

Urban-Check MyZeil Shopaholics haben ein neues Ziel auf der Zeil: das futuristische Glasfassaden-Shopping-Center

MyZeil

Shopaholics haben ein neues Ziel auf der Zeil: das futuristische Glasfassaden-Shopping-Center "MyZeil". Auf acht Etagen und 77.000 qm kann der Besucher in unterschiedliche Themenwelten eintauchen. Ein besonde- res Erlebnis: die freitragende Expressrolltreppe, welche den Bummler in nur 120 Sekunden flink vom Unterge- schoss in die Mode-Themenwelt der vierten Etage katapultiert. Neu an "MyZeil" ist die Verbindung von Einkaufen und Fitness, denn in den oberen Etagen kann man seinen Körper bei "Fitness First" stählen oder im Swimmingpool mit Panoramablick entspannen. MyZeil, Zeil 106, Frankfurt, MyZeil.de

entspannen. MyZeil, Zeil 106, Frankfurt, MyZeil.de Goldfischglas Tiere gibt's hier nicht, dafür eine

Goldfischglas

Tiere gibt's hier nicht, dafür eine Mischung an Street- wear (hauptsächlich von Bench) samt Accessoires, Taschen und Rucksäcke und eine bunte Auswahl an Wohnaccessoires für Küche und Wohnzimmer sowie pfiffige Geschenkartikel. "‚Goldfischglas' star- tete in Münster als reiner Klamottenladen" erzählt die Inhaberin. "Das Konzept wurde dann weiter entwi- ckelt." Besonders toll: im vorderen Bereich des Ladens ist eine Bar mit Holzhockern und bunten Kissen eingerichtet, und im Sommer kann man seinen Kaffee auch draußen genießen. Goldfischglas, Oeder Weg 43, Frankfurt. goldfisch-glas.de

Goldfischglas, Oeder Weg 43, Frankfurt. goldfisch-glas.de Stempel Naumann Seit 2004 residiert das Fachgeschäft für

Stempel Naumann

Seit 2004 residiert das Fachgeschäft für Stempel, Schilder und Gravuren im Herzen des schwulen Bermu- dadreiecks. Und seit Ute Schiele und ihr Mann den Laden übernommen haben, sind sie die Lieblinge in Frankfurts schwulster Straße geworden. Aber nicht nur die Gastronomen und Geschäftsleute lassen hier ihre Stempel oder Schilder herstellen; eine bunte Auswahl an (Geschenk-) Artikeln - vom Schlüsselbund über den Pokal bis zum Memoclip - wartet nur darauf, per Gravur einen persönlichen Touch zu bekommen. Stempel Naumann, Schäfergasse 22, Frankfurt. Tel: 069-281927, obscura-styles.de

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22, Frankfurt. Tel: 069-281927, obscura-styles.de 6 MÄRZ 2009 Gut aufgepasst! Diese Füchse von H&M! Mit

MÄRZ 2009

Gut aufgepasst! Diese Füchse von H&M! Mit einem Streich (besser: diesem Foto) haben sie wichtigsten
Gut aufgepasst!
Diese Füchse von H&M! Mit einem
Streich (besser: diesem Foto)
haben sie wichtigsten Ideen des
Sommerlooks 2009 eingefangen:
blau ist das neue schwarz,
lässig geschnittene Chinos
sind nicht mehr beige
sondern bunt und ganz
Modemutige tragen
Schuhe in hell-
pastell.
hm.com
Foto: Peter Gehrke/hm
Schuhe in hell- pastell. hm.com Foto: Peter Gehrke/hm Fotos: nat-2 Guter Zipper Auch wenn wir jetzt
Fotos: nat-2
Fotos: nat-2

Guter Zipper

Auch wenn wir jetzt noch durchs Schneegestöber stapfen: der Sommer kommt in ein paar Wochen wieder, und dann ist man mit den tricky Turnschuhen von nat-2 auf jeden plötzlich auftretenden warmen Regenschauer vorbereitet. Mit einem Reißverschluss kann beim Chucks-ähnlichen Schuh das Oberteil abgezippt werden - übrig bleibt eine lässige Sommer- sandale. Gibt's in uni oder kunterbunt. (bjö)

nat-2.eu

Gutes Design Skandinavische Designer stehen schon seit einiger Zeit ganz oben auf der Einkaufs- liste
Gutes Design
Skandinavische Designer
stehen schon seit einiger Zeit
ganz oben auf der Einkaufs-
liste modebewusster
Personen. Humör ist ein
junges dänisches Herren-
Label, das lässige Street-
Wear mit auffälligen, aber
nie zu lauten Mustern
und Prints macht. Ganz
wichtig in diesem
Sommer: Jeans und
Hosen mit tief
sitzenden Schritt, die
ein bisschen an
orientalische
Sarouel-Hosen
erinnern. (bjö)
humoer.dk
Guter Bass
Gut geschultert
Foto: ripzone-europe
eastpak Foto: humoer.dkFoto:

Um den Nachbarn in Stadtpark mit den neuesten Hits zu nerven muss man jetzt keinen Ghettoblaster mehr mitschleppen: die Rucksäcke von Fi-Hi haben eingebaute Lautsprecher und einen Verstärker, an den man seinen MP3-Player oder das Mobiltelefon anschließen kann. Gibt's auch als Messenger- Taschen und der Sound klingt sogar richtig gut! (bjö) Fi-Hi.com

Sieht aus wie traditionelles Reisegepäck, spielt im Detail aber mit futuristischen Versatzstücken: für Eastpak hat der belgische Designer Raf Simons erneut unauffällige aber raffinierte Taschen und Rucksäcke kreiert. Neben Segeltuch und Denim gibt's die sechs verschiedenen Modelle auch aus Nylon-Netz. (bjö) eastpak.com/rafsimons

Modelle auch aus Nylon-Netz. (bjö) eastpak.com/rafsimons partnerrings Hasengasse 9 • 60311 Frankfurt (neben der
Modelle auch aus Nylon-Netz. (bjö) eastpak.com/rafsimons partnerrings Hasengasse 9 • 60311 Frankfurt (neben der

partnerrings

aus Nylon-Netz. (bjö) eastpak.com/rafsimons partnerrings Hasengasse 9 • 60311 Frankfurt (neben der Kleinmarkthalle)

Hasengasse 9 • 60311 Frankfurt (neben der Kleinmarkthalle) Tel. 069 - 283519

Marktplatz 14 • 63619 Bad Orb Tel. 06052 - 6446

TeNo.de

THEMA ❚ VERZAUBERT FILMFEST
THEMA ❚ VERZAUBERT FILMFEST

Szene aus dem Film "3-Day Weekend",

Die Flirtmaschine Endlich erwachsen: 18 Jahre Verzaubert Queer Filmfest
Die Flirtmaschine
Endlich erwachsen: 18 Jahre Verzaubert Queer Filmfest

Kurz nach den Teddy-Awards zur Berlinale startet Europas größtes Queer Filmfest "Verzau- bert" in Frankfurt, Köln, Mün- chen und Berlin. 55 Langfilme hat das 7-köpfige Kernteam zu- sammengestellt. Verzaubert- Macher Frederike Dellert und Rüdi Fürstberger führen uns durch den Kino-Dschungel. Hektik im Vorfeld des Verzau- bert Festivals: Rudi Fürstberger sitzt in diesem Jahr nämlich auch in der Teddy-Jury der Berlinale. "Das heißt vier bis fünf Filme pro Tag anschauen" meint er; für den Cineasten aber kein Problem. Fällt denn da auch was für Verzaubert ab? "Leider ist unser Festival in diesem Jahr so früh, wir mussten schon vorher das Programm fertig haben. Aber die Auswahl wird insgesamt von Jahr zu Jahr größer" weiß der Berliner zu berichten. "Inzwischen müssen wir mehr Filme denn je ablehnen, was mir jedes Mal schwer fällt. Es gibt aber auch immer mehr Festivals, die Konkurrenz untereinander ist viel größer geworden."

Mehr Filme zur Auswahl

Frederike Dellert, einzige Frau im Team, kann dies für Filme mit les- bischen Themen nur teilweise bestätigen: "Eine Zeit lang dachte ich, dass Hollywood dem lesbi- schen Thema mehr Chancen ge- ben würde. Inzwischen habe ich aber das Gefühl, dass weniger lesbische Filme produziert werden. Das liegt zum Teil am Geld, und daran, dass die Branche eher von Männern dominiert wird. Außer- dem hat auch nicht jeder lesbi-

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dominiert wird. Außer- dem hat auch nicht jeder lesbi- 8 MÄRZ 2009 sche oder schwule Regisseur

MÄRZ 2009

sche oder schwule Regisseur Lust, immer nur Filme über Lesben und Schwule zu drehen. Viele Frauen- filme sind häufig im Independent- oder Amateur-Bereich angesie- delt. Die sind für unser Festival oft nicht zeigbar." Eine Prognose, ob wie "Brokeback Mountain" oder "Milk" auch lesbische Filme stärker im kommerziellen Bereich liegen oder gar Oscar-Chancen haben, wagt Frederike Dellert nicht. Gut ein Viertel der Verzau- bert-Filme sind Frauenfilme "Andere Festivals halten die 50/50 Quote, aber unser Publikum ist sehr anspruchsvoll, was ein gro- ßes Kriterium bei der Auswahl der Filme ist. Wir haben ein cineas- tisches Publikum, daher versuchen wir gute Produktionen und gute Filme mit guten Darstellerinnen zu zeigen." Der Erfolg gibt ihr Recht, denn "Wir haben in den letzten Jahren viele lesbische Zu- schauerinnen dazu gewonnen - das freut uns natürlich" meint Frederike Dellert.

Mehr als Coming Out

Was sowohl für den schwulen wie den lesbischen Film gilt: die Themenvielfalt hat sich im Laufe der 18 Jahre Verzaubert Filmfest erweitert. "Es macht Spaß, dass es nicht immer nur ums Coming Out geht" meint Rudi Fürstberger. "Wir Schwule können inzwi- schen ja auch über uns selbst lachen und es muss nicht immer die schwule heile Welt gezeigt werden." Wie unterscheiden sich da europäische und schon die immer stark vertretenen US-Pro- duktionen? "Natürlich haben wir

auch die typischen amerikani- schen Filme im Programm, ro- mantische Titel und Komödien. Unser Abschlussfilm ‚The Myste- ries of Pittsburgh' fällt da ein bis- schen raus, trotzdem ist es ein großartiger Film mit Starbeset- zung. Europäische und beson- ders die deutschen Filme sind da oft sehr viel ernsthafter. Französi- sche Filme hingegen sind immer sehr besonders, weil sie Homo- sexualität sehr geschickt in den Handlungsablauf integrieren. ‚Private Lessons' ist da ein gutes Beispiel, ein sehr böser Film über die unerwarteten Folgen antiauto- ritärer Erziehung. Und asiatische Filme wie "End of Love" zeigen schwule Liebe auch mal von einer ganz anderen Seite." Über die Frauenfilme weiß Frederike Del- lert: "Ungewöhnliche Paare in ungewöhnlichen kulturellen, reli- giösen oder gesellschaftlichen Konstellationen sind in diesem Jahr stark vertreten und appellie- ren an die Toleranz. Ich habe mit ‚Pucchini for Beginners' und ‚Gray Matters' aber auch zwei Screwball-Comedys mit Starbe- setzung gefunden, das hat mich selber sehr erstaunt. Außerdem gibt es viele romantische Filme. Frauen, die von ihren Gefühlen überrascht werden um dann letzt- endlich doch die wahre Liebe zu finden, zum Beispiel in "When Kira met Karan", wo ein Bolly- woodstar sich in eine amerikani- sche Journalistin verliebt. Also Taschentücher mitbringen!" Und Rudi ergänzt aus 18 Jahren Queer Festival-Erfahrung: "Nicht ver- gessen: Verzaubert ist auch jedes Jahr eine Flirtmaschine!" (bjö)

Info Verzaubert Queer Filmfest von Mi, 25.3. - Mi, 1.4. im Cinestar Metropolis, Eschenheimer Anlage
Info
Verzaubert
Queer Filmfest
von Mi, 25.3. - Mi, 1.4. im Cinestar
Metropolis, Eschenheimer Anlage 40,
Frankfurt. Kinos Met 1 + Met 3.
VVK: ab 16. März im Metropolis und
unter cinestar.de
Das Programmheft liegt ca. 2 Wochen
vor Festivalbeginn im Kino und in der
Szene aus.
Unter gab.publigayte.com verlosen wir
Tickets!
Specials:
Verzaubert Filmbar täglich an der
Bar über den Kassen
Fr, 27.3., 22 Uhr
Verzaubert-Party im Pulse, Bleichstr. 38
Fr, 27.3., 21:45 Uhr
Elle World - Lesbische Kurzfilmnacht
Sa, 28.3., 21:45 Uhr
Gay Propaganda Night - Schwule Kurz-
filmnacht
So, 29.3. 11 Uhr
Matinee mit Kaffee und Croissants zu
"I can't think straight"
- Schwule Kurz- filmnacht So, 29.3. 11 Uhr Matinee mit Kaffee und Croissants zu "I can't

08-09-RTG-2008-D-43778-PR

Die Verzaubert Opening Night

The Man Who Loved Yngve

Die Verzaubert Opening Night The Man Who Loved Yngve Jarle Klepp (Rolf Kristian Larsen) ist Teenager

Jarle Klepp (Rolf Kristian Larsen) ist Teenager in Norwegen, als 1989 die Berliner Mauer fällt. Auch Jarles Alltag steht seitdem Kopf. Obwohl er die beste Freundin (Ida Elise Broch) hat, die er sich wünschen könnte, und mit seinem besten Kumpel Helge (Arthur Berning) seinen Traum von einer eigenen Band verwirklichte, ist da plötzlich Yngve (Ole Christoffer Ertvåg) in seiner Klasse. Der ruhige blonde Junge ist so ganz anders als Jarle, übt aber gerade deswegen eine große Faszination auf ihn aus. Ähnlich wie Reza Baghers "Populärmusik aus Vittula" kombiniert Stian Kristiansens Langfilmdebüt die Leiden- schaft für Musik mit den Gefühlsverwirrungen der Pubertät zu einem ansprechenden Zeitdoku- ment. Er verfilmte mit einer schon beeindru- ckenden Professionalität den 2003 erschienen Roman des norwegischen Erfolgsschriftstellers Tore Renberg, dem damit seinerzeit auch der internationale Durchbruch gelang. (fb)

Mi, 25.3., 20:30, Met 8

Closing Night

The Mysteries of Pittsburgh

Das Sprichwort "der Apfel fällt nicht weit vom Stamm" gilt nicht für den College-Ab- solventen Art Bechstein (Jon Foster): nichts als Verachtung hat er für seinen Mafioso-Vater Joe "The Egg" Bechstein (Nick Nolte) übrig. Als er aber das Künstler-Pärchen Cleveland und Jane (Sienna Miller und Peter Sarsgaard) kennenlernt, verwischen sich nicht nur die sexuellen Grenzen für den jungen Art. Mit dem Debütroman des Pulitzer Prize Gewin- ners Michael Chabon als Vorlage und hoch- karätig besetzt ist "The Mysteries of Pitts- burgh" ein großartiger Abschlussfilm des diesjährigen Verzaubert Festivals. (bjö)

Mi, 1.4., 20:30 Uhr, Met 1

Verzaubert Festivals. (bjö) Mi, 1.4., 20:30 Uhr, Met 1 Erfahren Sie mehr über die Effektiver HIV-Therapieansatz:
Erfahren Sie mehr über die
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Effektiver

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Integrase-Hemmung

Weitere Informationen unter der kostenfreien Hotline

0800 673 673 673

oder im Internet auf der Seite

www.hiv-integrase.de

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THEMA VERZAUBERT FILMFEST

Thema: Beziehungsweise schwul/lesbisch

Patchworkfamilien, langjährige Beziehungen, ungewöhnliche Liebschaften

Between Love and Goodbyelangjährige Beziehungen, ungewöhnliche Liebschaften Der Franzose Marcel (Justin Tensen) hat sich bei einem

ungewöhnliche Liebschaften Between Love and Goodbye Der Franzose Marcel (Justin Tensen) hat sich bei einem

Der Franzose Marcel (Justin Tensen) hat sich bei einem USA-Aufenthalt in Kyle (Simon Miller) verliebt. Um nicht ausgewiesen zu werden, geht er mit der Lesbe Sarah (Jane Elliott) eine Scheinehe ein. In die Wohnung der jungen Männer zieht schon bald Kyles Schwester April (Rob Harmon) mit ein, eine Transgender, die als Prostituierte gearbeitet hatte. Da sie Marcel nicht leiden kann, macht sie schon bald Schlechtwetter gegen ihn. In der jungen schwulen Liebesbeziehung beginnt eine Phase des Auf und Ab. Casper Andreas' Film wirkt durch und durch authentisch, als ob eine Menge persönlicher Erfah- rungen in sein Drehbuch eingeflossen wären. Musiker Kyle verarbeitet seine Gefühle im Film auch in den Songs, die er in Konzertszenen präsentiert. Insbesondere hier entfaltet Andreas' Film zusätzlich einige sehr poetische Momente. Eine aufrichtige Liebestragödie mit einem sehr talentierten Darstellerensemble. (fb)

Fr, 27.3., 15:15 Uhr

Patrik Age 1.5.talentierten Darstellerensemble. (fb) Fr, 27.3., 15:15 Uhr Das schwedische Homopaar Goran and Sven möchte zur

(fb) Fr, 27.3., 15:15 Uhr Patrik Age 1.5. Das schwedische Homopaar Goran and Sven möchte zur

Das schwedische Homopaar Goran and Sven möchte zur Komplettierung ihrer perfekten Idylle einen Sohn adoptieren. Der auserwählte Patrik entpuppt sich jedoch als homo- phober Jugendlicher mit krimineller Vergangenheit. "Dieser Film hatte durchaus auch Chancen, Opening oder Closing Film zu werden" meint Rudi Fürstberger vom Verzau- bert Team.

Do, 26.3., 19:30 Uhr 10 MÄRZ 2009
Do, 26.3., 19:30 Uhr
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MÄRZ 2009

Mommy is at the Hairdresser's

19:30 Uhr 10 MÄRZ 2009 Mommy is at the Hairdresser's Montréal Mitte der 1960er Jahre: Als

Montréal Mitte der 1960er Jahre: Als Mama Gauvin (Céline Bonnier) per Zufall entdeckt, dass ihr Mann (Laurent Lucas) sich zu gut mit seinem männlichen Golfpartner versteht, verlässt sie ihn und die drei Kinder. Künftig müssen der Papa und die drei Heranwachsen- den alleine zurecht kommen, was die Familie vor ungewohnte Probleme stellt, zumal Benoit (Hugo St.-Onge-Paquin), der Jüngste, etwas verhaltensgestört scheint. Die Schweizer Filmemacherin Léa Pool, die seit Jahren in Kanada lebt und arbeitet, hat das Drehbuch- debüt von Isabelle Hébert mit viel Einfühlungsvermögen umgesetzt. Der Auslöser der Ereignisse, Papas neu entdeckte Homosexualität, wird lediglich angedeutet und im Laufe des Films immer unwichtiger, wenn sich Léa Pool verstärkt auf die Herausforderungen seitens der drei Kinder konzentriert. Eine zu Herzen gehende Geschichte, die Sentimenta- litäten gekonnt vermeidet. (fb)

So, 29.3., 17.15, Met 1

I can't think straight

(fb) So, 29.3., 17.15, Met 1 I can't think straight Kurz vor der prunkvollen Hochzeit mit

Kurz vor der prunkvollen Hochzeit mit ihrer Verlobten Jordan lernt Tala die Freundin ihres Bruders Leyla kennen. Die Jordanierin Tala und die indische Leyla könnten nicht unter- schiedlicher sein - und verlieben sich Hals über Kopf ineinander. "Im neuen Film von Regisseurin Shamim Sarif des letztjährigen Erfolgsfilms‚ The World unseen' spielt auch Haupt- darstellerin Lisa Ray wieder die Hauptrolle" weiß Frederike Dellert vom Verzaubert Team.

Martinée mit Frühstück am So, 29.3., 11 Uhr (Filmstart 11:30 Uhr) + Mi, 1.4., 15.15 Uhr

Aktuelles

und

AIDS Prävention,

Wissenswertes

Du auf:

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HIV

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Dein Zeichen für die Liebe

Augen auf im Garten der Lüste. Kondome schützen.

HIV ist eine sexuell übertragbare Infektion. Dagegen können Sie sich schützen. Gegen die Folgen nur schwer. Abbott forscht im Bereich HIV und AIDS und unterstützt Aids-Hilfen in Deutschland.

Gegen die Folgen nur schwer. Abbott forscht im Bereich HIV und AIDS und unterstützt Aids-Hilfen in

THEMA VERZAUBERT FILMFEST

Thema: Eye Candy

Sexy Jungs, nackte Haut, Duschszenen - kurz: Körperfilme dürfen nicht fehlen

Were the World mine

kurz: Körperfilme dürfen nicht fehlen Were the World mine Das Licht in Timothys tristem Highschool-Alltag ist

Das Licht in Timothys tristem Highschool-Alltag ist Jonathan, Star der Rubgy-Mannschaft. Seine Schwärmerei für den trainierten Sportler lässt Timothy allerdings nur in romantischen Tagträumen zu - Jonathan weiß von nichts! Aufregung kommt erst auf, als die seltsame Leh- rerin Ms Tebbit (Wendy Robie aus Twin Peaks) Timothy als Hauptdarsteller "Puck" für eine Schul-Aufführung von Shakespears Sommernachtstraum besetzt. Beim Textlernen entdeckt Timothy ein Rezept für einen Liebestrank, der in allen Schülern Homo-Gefühle erwachen lässt. Doch was passiert, wenn der Zauber verfliegt? Regisseur Tom Gustafson versetzt die anrührend-romantische Komödie gewagt mit vielen kitschigen Musicalszenen im "Pierre et Gilles"-Stil. Hier tanzen die beiden Hauptdarsteller, aber auch die Jungs des Rugbyteams leichtbekleidet über die Leinwand und knutschen romantisch nackt am Seeufer. Kein praller Sex, aber erotisches Prickeln - und soviel sei verraten: sie kriegen sich am Ende! (bjö)

So, 29.3., 19:30 Uhr

Tipp
Tipp

Newcastle

sich am Ende! (bjö) So, 29.3., 19:30 Uhr Tipp Newcastle "Ein wunderschönes Cast mit jungen Surfern,

"Ein wunderschönes Cast mit jungen Surfern, die in diesem Film auch selbst für die waghalsigen Surfsequenzen verantwortlich sind. Das Ganze ist atemberaubend fotogra- fiert. Hier überzeugen sowohl die unverbrauchten, authentischen Darsteller als auch die großartige technische Leistung des ganzen Filmteams. Hat das Zeug zum Kultfilm" meint Rainer Stefan vom Verzaubert Team.

Fr, 27.3., 19:30 Uhr

Ebenso sehenswert: "3-Day Weekend", in dem eine Gruppe Schwuler für ein Sex-Wo- chenende in die Kalifornischen Berge anheuert. "Wrangler" bringt schließlich ein Porträt des in den 1970ern berühmten Pornostars Jack Wrangler.

Fr, 27.3., 15:15 Uhr

Thema: Thriller

Spannung und Gänsehaut: Krimis sind ein Schwerpunkt

Tipp
Tipp

Clapham Junction

Krimis sind ein Schwerpunkt Tipp Clapham Junction Ein Ensembledrama um die Schicksale mehrerer schwuler

Ein Ensembledrama um die Schicksale mehrerer schwuler Figuren: es gibt ein jung ver- heiratetes Männerpaar, von dem einer schon auf der Hochzeitsfeier eine Affäre mit einem attraktiven Kellner beginnt; einen vierzehnjährigen Schüler, der sich in seinen doppelt so alten Nachbarn verliebt; und Terry, der unter verschiedenen Pseudonymen Männer in Bars oder an anderen Cruisingplätzen aufgabelt, um sie anschließend krankenhausreif zu prü- geln. Adrian Shergold zeigt in seinem Film, dass Homosexualität auch heutzutage noch lange nicht gesellschaftlich akzeptiert ist. In seinem vielschichtigen Film wirft er einen Blick auf die zunehmende Gewalt gegen Schwule, gerade in Großstädten mit größerem Homosexuellenanteil, auf die Position der Medien und auf die noch immer großen Wis- senslücken auf Seiten der heterosexuellen Bevölkerung. (fb)

Di, 31.3., 19:15 Uhr 12 MÄRZ 2009
Di, 31.3., 19:15 Uhr
12
MÄRZ 2009

Affinity

Di, 31.3., 19:15 Uhr 12 MÄRZ 2009 A f f i n i t y England,

England, 19 Jahrhundert: Margaret (Anna Madeley), eine junge Dame aus gutbürgerlichem Hau- se, besucht in ihrer Freizeit Insassinnen des Frauengefängnisses, um ihnen eine Stütze zu sein. Dabei übt Selina (Zoë Tapper) auf Margaret nicht nur eine hohe sexuelle Anziehung aus, sie hält die junge Frau auch für unschuldig. Selina arbeitete als Medium; der Mord, der ihr angelastet wird, sei in Wirklichkeit von dem Geist verübt worden, den Selina in einer Séance heraufbe- schworen hatte. Margaret versucht, Selina frei zu bekommen. Basierend auf einem Roman der offen lesbischen Erfolgsschriftstellerin Sarah Waters hat Tim Fywell eine atmosphärisch stim- mungsvolle Gruselgeschichte aus dem viktorianischen England entworfen. Die dezenten lesbi- schen Elemente der Story hat er dabei stilvoll umgesetzt. Ein echter Geheimtipp für Liebhaber von Kostüm- und Gruselfilmen, der mit einigen überraschenden Wendungen aufwartet. (fb)

Fr, 27.3., 19:30 Uhr + Di, 31.3., 15:15 Uhr

Foto: peter087/Photocase.com

AKTUELL POLITIK

Nicht alle gläubigen Katholiken vermögen die Entscheidungen des Papstes nachzuvollziehen
Nicht alle gläubigen Katholiken vermögen
die Entscheidungen des Papstes
nachzuvollziehen

Katholische Chaostage

Mit Personalentscheidungen stärkt der Papst homo-feindliche Linie

Fast konnte er einem Leid tun:

Noch nie stand Papst Benedikt XVI. während seines Pontifikats so sehr in der Schusslinie seiner eigenen katholischen Kirche wie heute. Schuld daran sind zwei kurz nacheinander getroffene, äußerst umstrittene Entscheidun- gen. Erst hob er die Exkommuni- kation der drei zur abgespaltenen Pius-Bruderschaft gehörenden Bischöfe auf und ebnete der fun- damentalistischen (und homo- feindlichen) Gliederung damit den Weg zurück in die Amtskir- che. Dann versuchte er, den umstrittenen (homo-feindlichen) Dorfpfarrer Gerhard Wagner als Weihbischof von Linz durchzu- drücken. Massenweise Kirchen- austritte waren die Folge.

Besonderer Schutz vor Homosexuellen nötig

Vor allem an Pius-Bischof Richard Williamson erhitzten sich die Gemüter. Der bestritt rundheraus, dass es so etwas wie einen Holocaust und Gaskam- mern jemals gegeben habe. Auch in Fragen der Homosexualität fährt die Pius-Bruderschaft eine einmütig knallharte Linie, die sie wiederum mit dem Papst teilt. So rief der Münchner Ableger an Mariä Himmelfahrt im August 2007 zu einer Sühneandacht an der Mariensäule vor dem Rathaus. Dort war wenige Tage zuvor die

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vor dem Rathaus. Dort war wenige Tage zuvor die 14 MÄRZ 2009 CSD-Parade vorbeigezogen - Grund

MÄRZ 2009

CSD-Parade vorbeigezogen - Grund genug, Zeugnis gegen die "öffent- liche Missachtung der Gebote Gottes" abzulegen. "Die Grün- dungsväter der Bundesrepublik Deutschland waren sich sehr wohl bewusst, dass der Staat von Voraussetzungen lebt, die er nicht selber schaffen kann, näm- lich die Ehe und Familie. Zu deren besonderem Schutz wurde daher die Ausübung der Homo- sexualität als ein Straftatbestand gewertet. So war es bis 1969", dozierte Pius-Prior Pater Andreas Mählmann vor etwa 150 Gläubigen. "Und heute sehen wir, wie öf- fentlich auf der Straße das Ausle- ben dieses Lasters sogar als ein Recht eingefordert wird."

Homo-Heiler doch nicht Bischof

Eine weitere umstrittene Perso- nalie: am 31. Januar ernannte der Papst den seit 20 Jahren in der Gemeinde Windischgarten am- tierenden Pfarrer Gerhard Maria Wagner zum neuen Weihbischof für die Diözese Linz und setzte sich damit über die drei Vor- schläge des Diözesanbischof Ludwig Schwarz hinweg. Der heute 54-jährige streng auf Vatikan-Linie getrimmte Dorf- pfarrer hatte sein Studium in Rom absolviert und später den Doktortitel in katholischer Dog- matik erworben. In der Alpen-

republik hatte er mit höchst umstrittenen Ansichten die Me- dien aufgemischt. So rückte er "Harry Potter" in eine Reihe mit dem Satanismus. Der Hurrikan Katrina sei eine Strafe Gottes gewesen. Immerhin habe er nicht nur alle Nachtclubs und Bordelle, sondern auch alle fünf Abtrei- bungskliniken von New Orleans vernichtet. Im Interview mit dem Nachrichtenmagazin "Profil" be- kamen auch Schwule und Les- ben ihr Fett weg. Ob er denn Homosexualität für behandel- und damit heilbar halte, fragte ihn das Nachrichtenmagazin "Profil". Wagner antwortete:

"Dafür gibt es genügend Beispiele, nur davon spricht man nicht." Damit wollte die grüne National- ratsabgeordnete Ulrike Lunacek nicht leben. Der kommende Weihbischof "schlägt einem Teil

Österreichische Grünen-Politikerin Ulrike Lunacek Foto: Grüne Österreich
Österreichische Grünen-Politikerin
Ulrike Lunacek
Foto: Grüne Österreich

der Gläubigen und bekannterma- ßen auch des Klerus direkt ins Gesicht, wenn er die wissen- schaftlich und gesellschaftlich völlig unhaltbare Forderung auf- stellt, Homosexuelle müssten geheilt werden", so die lesbische Politikerin. "Der 'Läuterung' und Behandlung bedürfen nicht Les- ben und Schwule, sondern jene, die unheilbar von solchen Vorur-

teilen infiziert sind." Die Diözese verhängte ein Inter- viewverbot, doch der Schaden war nicht mehr zu reparieren. Einige österreichische Bischöfe machten ihrem Unverständnis über die Wahl Roms unverhohlen Luft. Derweil stapelten sich die Kirchenaustritte. Zunächst er- klärte der Pfarrer noch, die Kritik pralle an ihm ab. Dann aber erklärte Pfarrer Wagner am 16. Februar zwar seinen Rückzug, allerdings hat er bisher nur mündlich den Verzicht auf das Weihbischofsamt geäußert, be- richtete der ORF drei Tage später. Um wirklich wirksam zu wer- den, müsste er das Gesuch schon schriftlich und eigenhändig un- terschrieben in Rom einreichen. Da schossen Gerüchte ins Kraut, der Geistliche halte sich womög- lich noch für ein Bischofsamt bereit, dann allerdings nicht in der Heimat, sondern in Rom. Gerhard Maria Wagner blieb zu- nächst für alle Rückfragen uner-

reichbar

(to)

Wer die Diagnose „Chlamydien“ bekommt, ist vielleicht sogar erleichtert, denn: Chlamydien wird man los. HIV aber nicht. Doch auch, wenn man sie oft nicht bemerkt: Chlamydien können zu schmerzhaften Entzündungen und zu Unfruchtbarkeit führen. Und wie andere sexuell übertragbare Krankheiten (STDs) erhöhen Chlamydien das Risiko einer HIV-Übertragung. Kondome schützen vor HIV und helfen, andere STDs zu vermeiden. Bei häufig wechselnden Sexpartnern oder Verdacht auf Ansteckung empfehlen wir Beratung, Untersuchung und – wenn nötig – Behandlung. Das gilt auch für die Sexpartner! Mehr Informationen: www.stdinfo.de. Persönliche Beratung: www.aidshilfe-bera- tung.de und (02 21) 89 20 31 (BZgA-Beratungstelefon).

tung.de und (02 21) 89 20 31 (BZgA-Beratungstelefon). Eine gemeinsame Anzeige der Bundeszentrale für
tung.de und (02 21) 89 20 31 (BZgA-Beratungstelefon). Eine gemeinsame Anzeige der Bundeszentrale für

Eine gemeinsame Anzeige der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung und der Deutschen AIDS-Hilfe e.V., unterstützt vom Verband der privaten Krankenversicherung e.V.

e.V., unterstützt vom Verband der privaten Krankenversicherung e.V. Verband der privaten Krankenversicherung e.V.

Verband der privaten Krankenversicherung e.V.

Foto: LSVD RLP

AKTUELL POLITIK

Der LSVD Rheinland Pflaz: h.v.l. Bruno Minniti, Brian Huck, Joachim Schulte, Björn Beck, Patrick Zwiernik. v.l.v. Stephanie Schulz, Ariane Brückner

Ende des Dornröschenschlafs in Rheinland-Pfalz

LSVD mit neuem Führungsteam / SPD verspricht Landesgesetz bis zum Sommer

Es tut sich etwas in Sachen Homopolitik in Rheinland-Pfalz: Die Landesvertretung des Lesben-und Schwulenverband (LSVD) ist aus einem langem Dornröschenschlaf er- wacht und auch die SPD wacht im Wahljahr 2009 aus dem Tiefschlaf auf, um die Gunst der Stunde zu nutzen.

"Die Politik hat noch ein paar Hausaufgaben zu erfüllen" weiß Renate Pepper von der SPD;
"Die Politik hat noch ein paar Hausaufgaben
zu erfüllen" weiß Renate Pepper von der SPD;
einer Änderung des Landesrechts zugunsten
homosexueller Paare wurde indes von ihrer
Landesfraktion eine Absage erteilt.
Foto: SPD

Jahrelang war der LSVD in Rheinland- Pfalz nur eine rechtliche Hülse ohne aktiven Vorstand. Jetzt haben sich unter den über 100 Mitgliedern sieben Freiwillige für den Landesvorstand gefunden, welche die Auf- klärungs-und Politikarbeit gezielt fortführen können. " Die Mitglieder waren richtig aus- gehungert endlich wieder was zu tun", freut sich Vorstandmitglied Joachim Schulte über das große Interesse bei der Mitglieder- versammlung Anfang des Jahres. Neben Joachim Schulte und Stefanie Schulz sind im Landesvorstand - mit Ariane Brückner

16

Schulz sind im Landesvorstand - mit Ariane Brückner 16 MÄRZ 2009 (Schwusos), Björn Beck (LSU) und

MÄRZ 2009

(Schwusos), Björn Beck (LSU) und Brian Huck (Grüne) - alle politischen Farben gut vertreten. Und damit die politische Arbeit im Flächenland zwischen Rhein und Mosel besser zusammenfließt haben sich mit Bruno Minniti und Patrick Zwiernik auch zwei Koblenzer dem Führungsteam angeschlossen. "Wir sind auf unsere regionale Struktur ange- wiesen, damit sich unsere Mitglieder bei Stammtischen vor Ort in kleineren Teams treffen", resümiert Zwiernik. Denn der über- parteiliche Lobbyverband möchte in den nächsten Monaten viel bewegen: Themen wie die Aufklärungsarbeit an Schulen, das Landesanpassungsgesetz im Landtag, Bro- schüren für Regenbogenfamilien und Trans- sexuelle, stehen auf der Agenda. Vor allem die Erwartungen an die alleinregierende SPD-Landesregierung sind groß: "Wir wollen uns dafür einsetzen, dass Rheinland-Pfalz im Bundesrat noch mehr eigene Gesetzesinitia- tiven zur Gleichstellung einbringt", betont Schulte. Eine Initiative zum Thema "gleiches Adoptionsrecht" sei vom Land in Richtung Bundesrat schon gestartet, doch es müsse mehr kommen.

Unterstützung durch die SPD?

So wünscht sich der LSVD seitens der SPD mehr direkte Unterstützung bei der Kampagne für eine Erweiterung des Gleichheitsartikels im Grundgesetz, einer Forderung, mit der sich Renate Pepper - stellvertretende SPD- Fraktionsvorsitzende und schwulen- und lesbenpolitische Sprecherin im Landtag - auch Anfang Februar bei einem Gesprächs- abend in Mainz zur "Sozialdemokratische Vielfalt" konfrontiert sieht. Viele Gesetzes- änderungen sind für Pepper bereits im eigenen Bundesland überfällig: "Die Politik hat noch ein paar Hausaufgaben zu erfüllen", erinnert sie. Zwar können seit 1. Januar jetzt aufgrund einer Gesetzesänderung überall vor dem Standesämtern in Rheinland-Pfalz Lebens- partner "würdevoll von geschultem Personal

getraut" werden, doch dies sei erst ein Schritt auf dem Weg. Vor dieser Änderung mussten sich Homopaare das Ja-Wort je nach Land- kreis vor einem Beamten in der Kreis-Ver- waltung geben. Für Renate Pepper müssen Homosexuelle endlich auch im Beamten- recht gleichgestellt werden. "Es gibt immer noch Diskriminierungen, beispielsweise in der Besoldung."

Kommunikationspannen in der Fraktion

Nach den vielen Versprechungen von Minis- terpräsident Kurt Beck die "Ungleichbehand- lung in absehbarer Zeit in Angriff" zu nehmen, war seit Ende 2007 nichts mehr geschehen. Im Gegenteil: Die SPD-Landesregierung stand selbst auf der Bremse. Im Januar 2008 erteilte der SPD-Fraktionsvorsitzende Jochen Hartloff dem LSVD zu "einer kurzfristigen Änderung des Landesrecht" eine klare Absage. Für Renate Pepper ist dieses Verhalten eher "eine kleine Kommunikationspanne der Fraktion" gewesen. Denn seit letztem Jahr arbeiteten alle Ministerien fleißig an einem Anpassungsgesetz. "Mit dem Thema haben wir ein ganz dickes Brett zu bohren", gibt Pepper zu, aber Fraktionschef Hartloff sei jetzt einer der "besten Mitstreiter in der Sache geworden." Der Gesetzentwurf sei bereits im Kabinett und werde bis zur Sommerpause im Landtag eingebracht. Eine Ankündigung die Joachim Schulte vom LSVD erfreut: "Wenn es so weit ist, sind wir gerne bereit uns für eine völlige Gleichstellung im parlamentari- schen Beratungsprozess mit einzubringen." Damit würde im Wahljahr 2009 einer der Inhalte des SPD-Regierungsprogramms auch Realität werden. Dort ist zu lesen: "Die Dis- kriminierung von Schwulen und Lesben ist in weiten Teilen abgebaut. Wir werden den Weg weitergehen und gegen Diskriminierung engagierte Gruppen stützen." (cos)

Mehr Infos zum LSVD Rheinland Pfalz c/o Bar jeder Sicht, Hintere Bleiche 29, Mainz. Mail: rlp@lsvd.de

Illustration: Christoph Niemann

AKTUELL HIV

Hoffnungen und Realität

CROI-Konferenz zu HIV und Aids

Dr. Ramona Pauli, Ärztin einer HIV-Schwerpunkt- praxis in München Foto: Felicitas Zorn
Dr. Ramona Pauli, Ärztin
einer HIV-Schwerpunkt-
praxis in München
Foto: Felicitas Zorn

Vom 8. bis 12. Februar fand in Montreal der wichtigste Kongress für HIV-Behandler statt. Auf der CROI (Conference on Retroviruses and Opportunistic Infections) diskutierten Wissenschaftler aus der ganzen Welt über Prävention, Therapie und Forschungserfolge im Kampf gegen die HIV-Infek- tion. Dr. Ramona Pauli, HIV- Ärztin aus München, zu Ergeb- nissen und Erkenntnissen.

gab-Magazin: Ein wichtiges Ergebnis der CROI: auch bei HIV- Positiven unter der Nachweis- grenze befinden sich noch Viren im Sperma. Was bedeutet das für die Nachricht, dass ein HIV-Infi- zierter, der Medikamente nimmt und unter der Nachweisgrenze ist, auf Kondome verzichten könnte? Ramona Pauli: Zwei Studien ha- ben gezeigt, dass noch Viren im Sperma nachweisbar waren. Zum Teil vereinzelt, - aber es gab auch einen Patienten, der im Lauf eines halben Jahres immer wieder sehr viele Viren im Sperma hatte. Was das für das Ansteckungsrisiko bedeutet, ist noch unklar. Es könnten methodische Fehler bei der Virusbestimmung aufgetreten sein. Darüber hinaus weiß man nicht, wie viele Viren es braucht, um eine Ansteckung auszulösen und auch die Anzahl der Sexual- kontakte spielt eine Rolle.

gab-Magazin: Was raten Sie jetzt Ihren Patienten? Ramona Pauli: Ich rate ihnen, mit ihrem Partner zu sprechen. Der HIV-Negative entscheidet, ob er das Risiko eingehen will. In einer treuen Partnerschaft mit den entsprechenden Bedingungen - Viruslast schon lange unter der Nachweisgrenze, keine sexuell übertragbaren Erkrankungen - ist das Risiko vertretbar. Das einzige was man heute sicher sagen kann:

Je weniger Viren im Blut sind, umso geringer ist das Risiko.

gab-Magazin: Große Hoffnungen lagen auf Interleukin-2, da es die CD4-Zellzahl erhöht. Ramona Pauli: Interleukin-2 ist ein Botenstoff, der die weißen Blut- körperchen und damit auch die Helferzellen anregt. Man hat ge- hofft, dass die Stärkung des Im- munsystems auch den Verlauf der HIV-Infektion günstig beeinflusst. Deshalb wurden in zwei großen Studien Patienten zusätzlich zu den HIV-Medikamenten mit Inter- leukin-2 behandelt. Nach sieben Jahren waren zwar die Helferzellen in der Interleukin-2-Gruppe höher, aber es kam in dieser Gruppe den- noch genauso häufig zu Aids-defi- nierenden Erkrankungen wie in der Patientengruppe, die nur HIV- Medikamente einnahmen. Das The- ma Interleukin-2 ist damit erledigt.

gab-Magazin: Es wird oft von einer möglichen Heilung der HIV- Infektion gesprochen. Ramona Pauli: Das Wort Heilung hat auf dem Kongress niemand in den Mund genommen, denn nie- mand kann dazu eine konkrete Aussage treffen. Aber es wird in- tensiv in dieser Richtung ge- forscht. Durch neue, feinste Meß- methoden konnte man jetzt HI-Viren aufspüren, die durch die Netze unserer bekannten Tests ge- schlüpft sind. Diese Viren stam- men aus langlebigen Immunzel- len, in denen sie von Beginn der Infektion an schlummern. Nur wenn diese Immunzellen sterben, können wir HIV aus dem Körper entfernen. Unsere bisherigen Me- dikamente erreichen diese ver- steckten Viren nicht, aber ich bin sicher, dass die Forschung auch hier erfolgreich sein wird. Nur wann es soweit sein wird, wissen wir heute noch nicht. (fez)

DIE GROSSE VERSCHWENDUNG

10 Beispiele für verschenkte Chancen

SYLT: EINE INSEL VERLIERT IHREN CHARME; DIAMANTEN: BITTERER GLITZER; HEIZEN: SO SPART MAN GELD; VITAMINE: WIE VIEL IST GESUND?

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MEDIA FILM

Alles oder nichts

Heike Makatsch spielt Hildegard Knef

FILM Alles oder nichts Heike Makatsch spielt Hildegard Knef "Ich glaube, du trittst gleichzei- tig aufs

"Ich glaube, du trittst gleichzei- tig aufs Gas und auf die Brem- se." In einem einzigen Satz bringt Ehemann David Came- ron (Dan Stevens) das Leben von Hildegard Knef auf den Punkt. Die Knef war eine stän- dige Überforderung: für die Mutter, die Männer, die Medi- en. In einer Zeit, in der Spießig- keit erste Bürgerpflicht war. In einem Land des Aussitzens von Schuld und Schande, das für Tabubrüche keinen Platz bot. Hildegard Knef bekam dies lan- ge zu spüren.

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Platz bot. Hildegard Knef bekam dies lan- ge zu spüren. 18 MÄRZ 2009 Regisseur Kai Wessel

MÄRZ 2009

Regisseur Kai Wessel nähert sich der ersten Lebenshälfte dieses Grenzen überschreitenden Stars in langen Rückblenden. Der Blick auf die Wurzeln im Nazi-Deutschland soll das Verstehen einer an Höhen und Tiefen reichen Biographie er- leichtern. Vielleicht war Hilde das erste deutsche It-Girl. Allein, sie hatte eine Geschichte und daher etwas zu sagen. Ihre Fähigkeiten als Schauspielerin indes werden bis heute überschätzt. Wenn man so will ist es konsequent, dass Heike Makatsch nun die Knef spielt. Oder besser: imitiert?

Schauspieler haben nichts zu sagen. Sie tun nur, was man ih- nen sagt: So bringt es Knefs Leh- rerin Else Bongers (Monica Bleib- treu) auf den Punkt. Es ist also auch eine Entscheidung der Re- gie, wie viel Persönlichkeit einer Schauspielerin hinter der realen Figur zugestanden wird. Ma- katsch sieht zweifellos beeindru- ckend aus und versteht es, Knefs besonderen Sprachduktus nach- zuahmen. Doch Film ist nicht Travestie, der Versuch perfekter Illusion. Die Knef wollte nie gefällig sein, Makatsch ist es. Sie setzt auf Effekt statt Eigenständigkeit und offenbart genau hiermit ihre Grenzen. So wie sie die pfiffig ar- rangierten Knef-Songs ordentlich bewältigt, gibt sich auch der Film: schön ausgestattet, erwart- bare Unterhaltung. Aber eben keine Charakterstudie. "Wer ist Hildegard Knef?" wird sie von Förderer und Produzent Erich Pommer (Hanns Zischler) einmal gefragt - und weiß darauf zunächst keine Antwort. Die kann auch der Film nicht geben. Er bleibt im Ungefähren. Verklärt wird Hilde nicht: da sind die Lie- be zu einem hochrangigen Nazi, die Überspanntheiten der Diva,

die Tabletten. Der Film endet, wo er beginnt: 1966, mit dem umju- belten Konzert in der Berliner Philharmonie. Es ist einer der wenigen berührenden Momente; einmal mehr Gaspedal und Brem- se. Endlich erkennt die Knef als Sängerin ihrer eigenen Chan- sons: das hier, das bin ich. Alles oder nichts. (sm)

"Hilde", Regie: Kai Wessels. Mit: Heike Makatsch, Dan Stevens, Monica Bleibtreu, Hanns Zischler, Roger Cicero. Kinostart:

12. März

Der Soundtrack zum Film ("Hilde" - Heike Makatsch singt Hildegard Knef) entstand in Zusammenarbeit mit der WDR Big Band. Dietmar Mensinger schuf zeitgemä- ße neue Arrangements, die von Heike Makatsch ordentlich interpretiert werden. Bis auf "After Eight", von der Knef ge- schrieben, aber nicht mehr aufgenom- men, enthält der Soundtrack die bekann- testen Songs der Sängerin.

Parallel versammelt die neue Album-Edition "Knef" (Universal) Hildes Philips-Alben digital remastert. Zwei Originalalben er- scheinen jeweils auf einer CD, vier CDs insgesamt. Das limitierte Box-Set enthält als Bonus außerdem erstmals wiederver- öffentlicht den Live-Mitschnitt "Tournee, Tournee" von 1980.

Ausgezeichnet mit dem Publikums- preis "Else" der LeserInnen der "Sie- gessäule": Regisseurin Yun Suh
Ausgezeichnet mit dem Publikums-
preis "Else" der LeserInnen der "Sie-
gessäule": Regisseurin Yun Suh für
"City of Borders".
Julián Hernández (li) aus Mexiko bekam einen Teddy für "Rabioso sol, rabioso cielo" als bester
Julián Hernández (li) aus Mexiko bekam einen Teddy für "Rabioso sol, rabioso cielo"
als bester Spielfilm. Rechts neben ihm: John Hurt (Special Teddy für herausragende
Schauspielerleistung in "An Englishman in New York") und
Panorama-Programmleiter Wieland Speck.
Fotos: Kirsten Lilli

Sieg der Außenseiter

Teddy Queer Film Awards 2009

Zum 23. Mal wurden im Rah- men der Internationalen Film- festspiele von Berlin am 13. Fe- bruar die Teddy Awards verliehen, die von einer acht- köpfigen Jury aus den Berlina- le-Beiträgen mit schwul-les- bisch-transidentischen Inhalten ausgewählt wurden. Als man den Preis 1987 ins Leben rief, wollte man den Außenseitern im Berlinale-Programm Tribut zollen. Im Jahr 2009 waren es nun die Außenseiterfilme unter den Teddy-Nominierten, die die Preise nach Hause nehmen durften. Die Jury hatte nämlich einige mutige Entscheidungen getroffen und Werke ausge- zeichnet, die experimentell, un- gewöhnlich und in mehrfacher Hinsicht queer waren.

Als bester Kurzfilm wurde Bar- bara Hammers autobiografischer Dokumentarexperimentalfilm "A Horse is not a Metaphor" prä- miert, in dem die lesbische Künstlerin mit verstörenden Bil- dern ihre eigene Eierstockkrebser- krankung verarbeitete. In der Ka- tegorie "Dokumentar-/Essayfilm" gewann mit John Greysons "Fig Trees" ebenfalls ein sehr unge- wöhnliches Werk. Der Regisseur (Teddy 1991 für "The Making of Monsters") hat darin zu gesam- pelten Interviews, Reden, Presse- konferenzen und Demonstratio- nen zweier Aids-Aktivisten Opernszenen improvisieren las- sen. Bester Spielfilm wurde "Ra- bioso sol, rabioso cielo" des Me- xikaners Julián Hernández. In dem über dreistündigen Epos

dreht sich alles um die mythi- schen Einflüsse auf eine schwule Liebesbeziehung, die Raum und Zeit überschreitet. Die Jury lobte hier insbesondere die "meister- hafte Kameraarbeit und die visio- näre Farb- und Tongestaltung". Beim Publikumspreis ELSE der LeserInnen der "Siegessäule" setzte sich schließlich Yun Suhs "City of Borders" gegen die Kon- kurrenz durch, "Fig Trees" schaff- te es hier auf den zweiten Platz. In Suhs Film geht es um Homose- xualität in Jerusalem, wo mit der Bar Shushan eine Anlaufstelle für Juden und Palästinenser be- steht, in der Vorurteilen und Ge- walt seit Jahren getrotzt wird. Zum ersten Mal in den 23 Teddy- Jahren wurde auch ein Darsteller- preis ausgelobt. Der wurde John

DIE MUSIK ZUM FILM

HILDE – HEIKE MAKATSCH SINGT HILDEGARD KNEF

MUSIK ZUM FILM HILDE – HEIKE MAKATSCH SINGT HILDEGARD KNEF ALS CD & DOWNLOAD AB SOFORT
MUSIK ZUM FILM HILDE – HEIKE MAKATSCH SINGT HILDEGARD KNEF ALS CD & DOWNLOAD AB SOFORT

ALS CD & DOWNLOAD AB SOFORT IM HANDEL

HILDEGARD KNEF ALS CD & DOWNLOAD AB SOFORT IM HANDEL WWW.WARNERMUSIC.DE HEIKE MAKATSCH AB 12. MÄRZ

WWW.WARNERMUSIC.DE

HEIKE MAKATSCH

AB 12. MÄRZ IM KINO

DAN STEVENS MONICA BLEIBTREU HANNS ZISCHLER ROGER CICERO
DAN STEVENS
MONICA BLEIBTREU
HANNS ZISCHLER
ROGER CICERO
Ein Teddy fürs Sexysein: Joe Dales- sandro war nicht nur Ehrengast, son- dern bekam auch
Ein Teddy fürs Sexysein: Joe Dales-
sandro war nicht nur Ehrengast, son-
dern bekam auch einen Ehrenteddy für
seine Verdienste als queeres Idol.
Foto: Frank Brenner

Hurt überreicht, der in "An Eng- lishman in New York" nun mit- tlerweile zum dritten Mal in der Rolle des offen schwul lebenden Dandys Quentin Crisp vor der Kamera gestanden hatte. Das Highlight des Abends, von TV-Moderatorin Annette Gerlach in einer an Peinlichkeiten reichen Weise moderiert, war die Verlei- hung des Special Teddy an Joe Dal- lesandro. Der unlängst 60 Jahre ge- wordene Schauspieler war Ende der 1960er Jahre von Andy Warhol entdeckt worden und hatte durch seine Nacktauftritte in Filmen wie "Flesh", "Trash" oder "Heat" das Bild von männlicher Sexualität im Film grundlegend gewandelt. Hier konnte er sich nun von seinen zahlreichen deutschen Fans aus- giebig feiern lassen. (fb)

MEDIA BUCH

"Soundtrack meines Lebens"

Thomas Hermanns huldigt der Disco-Ära mit einem autobiografischen Buch

Das Jugendzimmer von Thomas Hermanns verschönerten nicht nur Poster von ABBA. Auch Amanda Lear, John Travolta und Silver Convention zierten die Wände. Die Disco-Ära hat den Comedian nie losgelassen. Nun hat er dieses Kapitel außeror- dentlich schwuler Musikge- schichte mit einem sehr autobio- grafischen Buch aufbereitet.

gab-Magazin: Thomas, wenn man heute auf Outfit und Styling der Disco-Ära zurückblickt, wirkt das mit all dem Glitter sehr grell und schwul. Thomas Hermanns: Das hat meines Erachtens zwei Ursa- chen. Gloria Gaynor und andere haben mir erzählt, dass sie sich mehr Glamour wünschten. Denen war der 68er-Hippiekram einfach zu ranzig. Sie orientierten sich deshalb vielmehr an alten Holly- woodstars wie Bette Davis. Die Männer wiederum waren erstmals sehr stark sexualisiert. Nicht nur wie sie sich anzogen, sondern auch wie sie abgefilmt wurden,

20

sie sich anzogen, sondern auch wie sie abgefilmt wurden, 20 MÄRZ 2009 etwa John Travolta in

MÄRZ 2009

etwa John Travolta in "Saturday Night Fever". Es war eben eine sehr sexy Zeit und sexy Musik.

gab-Magazin: Die Männer mussten ja recht viel Mut auf- bringen, um sich so ins Rampen- licht zu stellen und womöglich sogar in Verruf zu kommen. Thomas Hermanns: Mutig mussten sie auch deshalb sein, weil sie sonst gar nicht durch die Tür der großen Clubs gekommen wären. Das "Studio 54" in New York war da besonders extrem. Männliche Attraktivität war Pflicht. Wenn die Heteromänner ihr Hemd auszogen, kamen sie rein. Oder wie der Designer Halston sagte: Man brauchte als Mann einen großen Schwanz und einen guten Rollkragenpullover.

gab-Magazin: Die Anfänge der Disco-Ära waren allerdings wenig glamourös und glitzernd. Thomas Hermanns: Die Disco- musik hat die Welt ursprünglich aus dem schwulen Untergrund heraus erobert. In den ersten

Clubs in New York tanzten Schwule, Schwarze und Puerto Ricaner zusammen. Das waren Arbeiterclubs mit ganz normalen Leuten.

gab-Magazin: Sylvester und die Village People sind sicherlich die bekanntesten schwulen Protagonisten der Disco-Ära. Aber auch unter den Managern, DJs, Komponisten fanden sich ja offensichtlich mehrheitlich Schwule. Thomas Hermanns: Die saßen überall in den ganzen Platten- labels. Das Ende der Disco kam nicht etwa nur, weil die Zeit dafür vorbei war. Disco war einfach zu mächtig geworden, wie mir Gloria Glaynor etwa erzählt hat: In den entscheidenden Positionen der Plattenfirmen saßen zu viele Schwule. Da mussten die Heteros wieder zurückschlagen und Rock in den Vordergrund holen.

gab-Magazin: Wolltest du mit dem Buch für die Disco-Leiden- schaft abschließen oder einfach

dein gesammeltes Wissen prä- sentieren? Thomas Hermanns: Ich habe das Buch natürlich auch ge- schrieben, um das ganze Nerd- Wissen loszuwerden, aber auch um zu forschen und meine vielen offenen Fragen zu beantworten. Der biografische Teil - Pubertät und Coming-out, die alten Tage- bücher wieder zu lesen - das hatte schon etwas von einer therapeuti- schen Aufarbeitung, die in der Erkenntnis gipfelt: 15 ist einfach das schlimmste Alter im Leben. Man kann nur allen die Daumen drücken, dass es schnell vorbei geht. (as)

Thomas Hermanns "FürimmerD.I.S.C.O.", 272 Seiten, 18,95 EUR, Scherz Ver- lag. fuerimmerdis- co.de Foto:
Thomas Hermanns
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Foto: Stephan Pick

Foto: Mike Owen

Image: Courtesy of Tourism Queensland

On the Road again

Marc Almond geht auf Tour

Der 17. Oktober 2004 war für Marc Almond ein schicksalhafter Tag. Nach einem Motorradunfall lag er mehrere Tage im Koma. Ein kehlkopfgefährdender Luft- röhrenschnitt drohte das Ende

schreibe ich ständig welche und nehme ein Demo dazu auf. Da- nach packe ich das aber in die Kiste. Damit ist es sozusagen aus dem Kopf und damit aus dem System genommen und ich rühre

gab-Magazin: In den letzten

gab-Magazin: Mit Antony aber

seiner

Gesangskarriere zu werden.

es auch nicht mehr an. Aber für

Doch

nach und nach kam der

nächstes Jahr habe ich "Dining

britische Pop-Dandy und Ex-Soft Cell-Sänger zurück ins Leben und zu seiner Stimme. Mit acht Konzerten in Deutschland feiert er den Abschluss seiner "Stardom Road"-Tour.

gab-Magazin: Dein letztes Al- bum "Stardom Road ist bereits 2007 erschienen. Wie kommt es,

with Panthers" angekündigt, das wird mein letztes Album mit Ori- ginalmaterial sein.

Jahren hat sich mit Singer/Song- writern wie Rufus Wainwright, Devendra Banhart, CocoRosie und Antony Hegarty (Antony & The Johnsons) geradezu eine

dass die dazugehörige Tour erst zwei Jahre später zu Ende geht? Marc Almond: Bedingt durch den Unfall wollte ich mir eine

Queer Neofolk-Pop-Chanson- Welle entwickelt. Fühlst du dich dieser Szene verbunden? Marc Almond: Damit habe ich ab-

lange

durchgehende Tour nicht

solut nichts zu tun. Gegen all die-

zumuten und hab sie deshalb in kleine Etappen aufgeteilt. Songs

se Kategorisierungen, ob die nun "Queer Music" heißen oder anders,

von "Stardom Road" bilden aller-

verwahre ich mich. Ich war immer

dings

nur einen kleinen Teil. Die

ein Außenseiter in der Musik-

Setliste wird sich aus Hits und Lieblingssongs von meiner Soft Cell-Ära bis eben zu "Stardom

branche, selbst mit Soft Cell, als wir von der Branche in diese Synthi-Wavepop-Ecke gepackt

Road"

zusammensetzen, also ein

worden waren. Um nicht miss-

em Querschnitt durch meine ge-

verstanden zu werden: Antony

samte

Karriere.

ist ein guter Freund von mir und

gab-Magazin: Was ist dran an den Gerüchten, dass du künftig nur noch Coverversionen auf-

ich habe großen Respekt vor der Arbeit von Rufus Wainwright. Er entstammt einer großen Musiker- familie und ist ganz sicherlich ein

nehmen willst? Marc Almond: Ich muss zuge- ben, dass es mir zunehmend schwe- rer fällt, eigene Songs zu schrei- ben, zumindest solche, die ich dann auch für wert halte, sie auf

weitaus cleverer Songwriter als ich. Aber ich sehe für mich keiner- lei Verbindung zu deren Arbeit.

verbindet dich zumindest eine

CD

aufzunehmen. Natürlich

intensive Arbeitsfreundschaft.

Marc Almond: Wir haben sehr engen Kontakt. Seine Musik ist großartig und er ein großartiger Mensch. Er war es auch, der mich nach meinem Unfall auf die Bühne zurückgeholt hatte, indem er mich bei seinem ersten großen London-Konzert 2005 zu einem Gastauftritt überredete. Das hat mir mein Selbstvertrauen zurückgeben und war für mich ein sehr magischer Moment.

gab-Magazin: Da wir gerade über deine Freunde sprechen. Boy George hatte in letzter Zeit ja einigen Ärger in seinem Leben. Hast du einen Rat für ihn? Marc Almond: Mir tut es sehr leid, was ihm passiert ist und ich

MEDIA MUSIK

denke, er hat das nicht verdient. Ich kenne ihn nicht so gut wie Antony, aber ich glaube, man wollte ihn einfach mal im Knast sehen. Wir hatten beide schon schwere Zeiten überstanden. Das verbindet uns. Boy George ist ein Stehaufmännchen. Der lässt sich nicht unterkriegen. Ich weiß, dass er sehr hart an seiner musi- kalischen Karriere arbeitet und in den vergangenen Monaten sehr viel gutes, neues Material produziert hat. Ich hoffe, er be- kommt die Chance, es auch zu veröffentlichen. (as)

Marc Almond live am 8.3. in der Batsch- kapp, Frankfurt. myspace.com/marcalmond- official, marcalmond.co.uk

Präsentieren Sie sich auch 2010 im internationalen Reiseführer der Gay Community: Infos unter info@spartacus.de
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Reiseführer der Gay Community:
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MEDIA ❚ MUSIK "Alles Übrige ist nur et cetera" Die Pet Shop Boys gibt's ja
MEDIA ❚ MUSIK
"Alles Übrige
ist nur et cetera"
Die Pet Shop Boys gibt's ja auch noch
Foto: Perou

25 Jahre nach "West End Girls" sagen Neil Tennant und Chris Lowe immer noch "Yes" zur Pop- musik und zur Liebe. "Yes" ist das zehnte Studioalbum des bri- tischen Elektronik-Pop-Duos, das im Februar bei den Brit- Awards mit einem Preis für sei- nen "herausragenden Beitrag zur britischen Musik" ausgezeichnet wurde. Wir trafen die Pet Shop Boys zum Interview in Köln.

gab-Magazin: Ihr sagt mal wie- der "Ja" zur Popmusik mit eurem neuen Album Neil Tennant: Ja, wobei wir es nicht gezielt darauf angelegt ha- ben. Bei unserem letzten Album "Fundamental" hatten wir von Anfang an eine klare Vorstellung von dem, was wir aufnehmen wollten. Und das haben wir dann auch so mit Trevor Horn durch- gezogen. Bei diesem Album hat sich alles nach und nach entwi- ckelt. Im Grunde haben wir schon vor zwei Jahren damit be- gonnen, die Stücke dafür zu schreiben. Damals wurden wir angefragt, Songs für Kylie Mi- nogue zu schreiben. Ein Song

22

Songs für Kylie Mi- nogue zu schreiben. Ein Song 22 MÄRZ 2009 unseres neuen Albums, nämlich

MÄRZ 2009

unseres neuen Albums, nämlich "Pandemonium", war ursprüng- lich für Kylie gedacht, aber sie hat ihn nicht aufgenommen. Möglicherweise hat uns dieser Song auf eine andere Schiene beim Schreiben gebracht. Das In- teressante ist, dass ich den Text von "Pandemonium" gar nicht aus meiner Sicht geschrieben ha- be. Und obwohl ich den Text jetzt singe, habe ich dabei an Ka- te Moss gedacht, die über Pete Doherty singt. Was inzwischen natürlich auch gut zwei Jahre überholt ist (lacht).

gab-Magazin: Im Jahr 2001 kam euer Musical "Closer To Heaven" in London auf die Bühne, für das ihr gezielt neue Songs geschrie- ben habt. Wären eure Hits nicht auch für ein Musical im Stil von Abbas "Mamma Mia!" geeignet? Neil Tennant: Ich kann mir nicht vorstellen, dass wir so etwas je- mals in Gang setzen. Und ich glaube auch nicht, dass es gut mit unseren Songs gehen würde. Wesentlich besser wäre dafür meiner Meinung nach der Kata- log von Robbie Williams geeignet.

Oder - auch wenn das vermut- lich nie irgendjemand anfassen würde - die Songs von Stock Aitken Waterman, die die ersten Hits von Kylie Minogue oder Rick Astley geschrieben haben. Auch wenn ihre Songs vermut- lich nicht die Qualität von Abba-Stücken erreichen, gehe ich davon aus, dass die Leute überrascht wären, wie gut eine Zusammenstellung ihrer besten Hits in einem Musical funktio- nieren könnte.

gab-Magazin: Der Titel eurer neuen Single "Love etc." vermit- telt den Eindruck, ihr könntet von der Liebe gelangweilt sein

Neil Tennant: Den Titel habe ich von einer Email, die ein alter Freund aus Newcastle mir und anderen Freunden geschickt hatte, er teilte uns mit, dass sein Vater gestorben sei. Als wir Kinder waren, haben wir viel Zeit in dem Haus dieser Familie verbracht. Das ist übrigens die- selbe Sache, um die es auch in "Being Boring" ging. Wie auch immer: Der Freund unterzeich-

nete die Email mit den Worten "Love etc.". Und ich dachte mir (Stimme überschlägt sich): "Was soll das denn heißen? Et cetera? Wie bitte? Et cetera?" Das habe ich mir aufgeschrieben, da es wie der Titel für einen Song klang. Im Text dazu geht es jedoch schließlich um eine Liste von Dingen, die weniger bedeutend als die Liebe sind.

gab-Magazin: Die Aussage des Songs ist also genau das Gegen- teil von dem, was der Titel ver- muten lässt, nämlich: Es gibt nichts Wichtigeres als die Liebe? Chris Lowe: Genau, und alles Übrige ist nur "et cetera". (mer)

Genau, und alles Übrige ist nur "et cetera". (mer) Die Single "Love etc." erscheint am 13.

Die Single "Love etc." erscheint am 13. März, das Album "Yes" am 20. März bei Parlophone. Mehr unter petshopboys.co.uk

CD-Tipps

Pop P o p

CD-Tipps P o p Dancefloor/ Pop I n d i e - P o p P
CD-Tipps P o p Dancefloor/ Pop I n d i e - P o p P

Dancefloor/

Pop

Indie-Pop

Pop P o p

Empire of the Sun: Walking on a Dream (EMI)

Schon das Cover macht klar: hier wird an die frühen 80er mit New-Romantic-Bands wie Duran Duran oder Visage angeknüpft. Die beiden Australier, die man eigentlich von ihren anderen Bands kennt (Luke Steele von Sleepy Jackson und Nick Littlemore von Pnau), haben sich in bunte Fantasiekostüme gewandet und singen

von fernen Welten. Zieht man den ganzen Pomp ab, bleibt lediglich ein gutes, kein tolles Album. Die eingängigen Popsongs mit den 80er-Anleihen haben Charme, doch insgesamt fehlen die ausgefallenen Ideen. An abgedrehte Zeitgenossen wie MGMT reichen sie bei Weitem nicht heran. (VÖ: 13.3.) (burn)

Nina Queer & DJ Divinity: Discopony (Denfis)

Wenn Berlins Schnulli-Drag, DJane und "Schmutziges Hobby"- Barbesitzerin Nina Queer ein Album veröffentlicht, wird das kein sensibles Chanson-Album. Nichts anderes als unterhalten will die Platte, und dafür knödelt sich Nina in bester Cher-Stimm-Modula- tion durch zehn gut stampfende Electropop-Tracks von DJ Divinty.

Da liegen Spaß ("Tanz Discopony tanz, schüttel' deine Mähne, wackel' mit dem Schwanz") und Stumpfsinn ("Ficki Ficki - Aua Aua") natürlich eng beieinander. Das funktioniert bestimmt super, wenn Nina live on Stage steht. Wer sie nicht kennt, schüttelt wahr- scheinlich leider nicht die Mähne, sondern nur den Kopf. (bjö)

Various Artists: Dark was the Night (4AD/Rough Trade)

Endlich mal ein Aids-Benefizsampler, der sich auch musikalisch lohnt: bekommt man sonst immer nur die üblichen üblen Ver- dächtigen wie Rosenstolz oder George Michael um die Ohren gehauen, hat es dieses Doppelalbum in sich: neue Songs und Kollaborationen, u.a. von Feist, Antony, Sufjan Stevens, Arcade

Annie Lennox: The Collection (Sony/BMG)

Trotz ihrer engelsgleichen Stimme ist "Pop-Elfe" irgendwie nicht die richtige Bezeichnung für Annie Lennox, dafür ist sie zu streng. Besonders wenn man sich an ihre Anfangszeiten erinnert, wo sie mit raspelkurzen, orangefarbenen Haaren im Herrenanzug für Gendertrouble sorgte. Das ist lange her, die

Fire, David Byrne oder Cat Power, die das Indie-Herz lachen lassen. Alle 32 (!) Songs wurden exklusiv für das Projekt auf- genommen, die Einnahmen kommen der Red Hot Organisation der The-National-Zwillinge Aaron und Bryce Dessner zugute. Großartig! (burn)

"Eurythmics" aufgelöst und Annie zur Pop-Dame avanciert. Geblieben ist die glockenklare Stimme. 14 ihrer besten Solo- Songs, inklusive zwei bisher unveröffentlichter Coverversionen "Pattern of my Life" von Keane und "Shining Light" von Ash, sind hier versammelt. (bjö)

Die neue Single ab 27. März
Die neue Single ab 27. März

Blaue Flecken 1 – Die Maxi CD mit 5 Titeln inkl. zwei neuen, unveröffentlichten Songs + Blaue Flecken Live Blaue Flecken 2 – Die Single inkl. Blaue Flecken (AnNa Elektronika) Blaue Flecken – Die Remix Maxi mit 7 Titeln, u. a. The Disco Boys, Boogie Pimps + Mike Candy

Flecken (AnNa Elektronika) Blaue Flecken – Die Remix Maxi mit 7 Titeln, u. a. The Disco

Foto: istockphoto.com

REISE SPECIAL

Verantwortung übernehmen

Was Politik mit dem Sommerurlaub zu tun hat

Foto: CDU
Foto: CDU

Ein Interview mit Jürgen Klimke (60), Bundestagsabgeordneter der CDU und Sprecher im Aus- schuss für Tourismus sowie Mit- glied im Ausschuss für wirt- schaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, über Reisen und Menschenrechte

gab-Magazin: In 85 Staaten der Erde ist gleichgeschlechtliche Liebe strafbar. In mindestens sie- ben islamischen Ländern droht sogar die Todesstrafe. Was kann deutsche Politik hier ausrichten? Jürgen Klimke: Wenn wir Kontakte in diese Länder haben, können wir an die Entwicklungs- zusammenarbeit bestimmte Be- dingungen knüpfen. Dazu gehören auch Fragen wie die Einhaltung

24

knüpfen. Dazu gehören auch Fragen wie die Einhaltung 24 MÄRZ 2009 der Menschenrechte und die situation

MÄRZ 2009

der

Menschenrechte

und

die

situation für Homosexuelle pro-

gab-Magazin: Und wenn sich

habt ihr Defizite, die unsere künf-

Akzeptanz

sexueller

Minder-

blematisch ist?

tige Zusammenarbeit betreffen.

heiten.

Jürgen Klimke: Man kann das

gab-Magazin: Das heißt: Cash nur gegen Menschenrechte? Jürgen Klimke: Wenn man so will, ja. Wir nennen das offiziell Budgethilfe. Die Frage der Akzep- tanz von Minderheiten ist hier in

sogar noch weiterspinnen und sagen: dann machen wir die Grenzen zu Dänemark dicht, weil die Dänen uns beim UN-Men- schenrechtsrat in Genf auf das Thema angesprochen haben: Dä- nemark hat uns einen Missstand in Deutschland vorgehalten, weil

gab-Magazin: Gilt das auch beim Thema Sextourismus? Jürgen Klimke: Es ist wichtig, Sextouristen, egal ob schwul oder hetero, immer wieder zu sagen: Es ist falsch und es wird strafrechtlich verfolgt, wenn es um Sex mit Minderjährigen geht.

der Vergangenheit nicht immer oben auf der Agenda gewesen.

gab-Magazin: Wie lässt sich das ändern? Jürgen Klimke: Es gibt bei- spielsweise die Länderberichte des Auswärtigen Amtes, die jeder lesen kann, der sich für ein be- stimmtes Ziel interessiert. Bei- spiel: Sie möchten nach Sri Lanka reisen und wollen wissen, was dort los ist. Da gibt es bestimmte Reisewarnungen, bloss weil es Aufstände in einer Region gibt, oder die Warnungen vor Strän- den bei Dunkelheit. Unserer Auf- fassung nach sollte hier auch dezidiert auf die Situation von Homosexuellen aufmerksam ge- macht werden.

gab-Magazin: Deutschland wird aber seine Beziehungen zu Reiseländern wie Polen oder Ägypten nicht gefährden, bloss weil dort die Menschenrechts-

es hier Übergriffe auf Schwule gibt und Homosexuelle nicht die gleichen Rechte haben. Die Dä- nen mischen sich also auch bei uns ein - und das ist ja auch in Ordnung! Und mit dem gleichen Recht können wir auch gegenüber Polen oder Ägypten auftreten.

die entsprechenden Länder auf religiöse oder kulturelle Traditio- nen berufen? Jürgen Klimke: Wir bemühen uns, nicht mit dem erhobenen Zeigefinger aufzutreten und die lokale Identität zu respektieren. Wenn man unter Entwicklungs- gesichtspunkten in den Touris- mus eines Landes investiert, kann man nicht gleich von null auf hundert gehen und von heute auf morgen die gesamte Gleich- stellung erwarten. Wir müssen die Situation von Schwulen und Lesben ansprechen und sagen: da

Das muss intensiv angeprangert werden. Ich fordere hier auch mehr Verantwortung der Reise- industrie.

gab-Magazin: Wie kann die aus- sehen? Jürgen Klimke: Das können zum Beispiel Filme sein, die in den Flugzeugen gezeigt werden und die deutlich machen, dass das Thema nicht nur eine straf- rechtliche und eine ethische Relevanz hat, sondern das Ge- samte miteinander betrifft. Es muss auch in Katalogen nicht ausdrücklich darauf hingewie- sen werden, dass Hotels direkt neben einem Vergnügungsviertel liegen. Länder, die auf Sextouris- mus setzen, schöpfen damit vielleicht drei Prozent ihres tou- ristischen Potenzials aus. Mit Sextourismus machen die Verant- wortlichen ihre Länder kaputt. (sm)

Im Osten geht die Sonne auf

Leserreise zum CSD nach Krakau

Im Osten geht die Sonne auf Leserreise zum CSD nach Krakau Jedes Wochenende zieht Krakau Hunderte
Im Osten geht die Sonne auf Leserreise zum CSD nach Krakau Jedes Wochenende zieht Krakau Hunderte

Jedes Wochenende zieht Krakau Hunderte von Schwulen und Lesben aus ganz Polen an, um sich in den Bars und Diskothe- ken der Stadt zu vergnügen. Am 16. Mai werden es Tausende sein, wenn zum fünften Mal der Kra- kauer CSD "Marsz Tolerancji" stattfindet. Die historische Metropole im Süden Polens ist für die polni- schen Gays sogar wichtiger als Warschau. Samuel Nowak, der als Vorsitzender der "Stiftung Kultur für Toleranz" die Parade seit Jahren mitorganisiert, fasst es so zusammen: "Krakau ist die einzige Stadt in Polen, alle ande- ren sind Dörfer". Während sich die Situation in Polen insgesamt noch anfühlt wie in Deutschland vor 20 Jahren, konnte sich in Kra- kau eine schwule Szene etablie- ren. Ein lebendiges Nachtleben hatte Krakau auch schon vor dem Erwachen der Schwulen und Lesben. In der historischen Alt- stadt reihen sich Bars und Clubs dicht aneinander, von denen sich die meisten als gay friendly prä- sentieren und andere wie Kokon

oder das LAF offensiv schwul- lesbisch sind. Homosexualität wurde in Polen im Gegensatz zu Deutschland nie strafrechtlich verfolgt. Was nicht sein durfte, gab es offiziell auch nicht und musste demnach auch nicht verboten werden. Schwu- les blühte im Verborgenen, was sich bis heute nicht wesentlich geändert hat. Jegliches öffentliche Auftreten von Schwulen und Lesben er- zeugt ein ungewöhnlich intensi- ves Echo. Die Widerstände sei- tens der katholischen Kirche und reaktionärer Gruppen sind stark. Krakau ist die Stadt von Karol Woytila, dem späteren Papst Johannes Paul II. Im Jahr 2005 musste der geplante zweite Tole- ranzmarsch abgesagt werden, weil Woytila damals seinen Be- such ankündigte und alles Lust- treiben deshalb vorsorglich ver- boten wurde. Heute, zur fünften Parade in sechs Jahren, werden rund 2000 Teilnehmer erwartet. Das ist im Vergleich zu Hamburg, Berlin, Köln oder München nied- lich, aber von erfrischender

Authentizität. Die Emanzipation ist noch jung, die Ziele noch sehr politisch und die Szene noch nicht in Gruppen und Marketing- interessen zersplittert. Gefahr, wie Volker Beck einst in Moskau angegriffen zu wer- den, besteht für Besucher heute nicht mehr. Die schwarz geklei- deten Herren nationaler Gesin- nung bekommen CSD-Besucher vermutlich dennoch zu sehen - ein groteskes Schauspiel. Sie hüpfen am Rande der Parade hinter der Polizeiabsperrung un- ermüdlich auf und ab und skan- dieren dazu: "Wer nicht hüpft ist schwul!". Vor sechs Jahren waren es noch 1000 hüpfende Glatzen, im letzten Jahr noch schätzungs- weise 100. Rechtsradikale versu- chen aber auch andere Veranstal- tungen wie zum Beispiel den Weltfrauentag am 8. März zu stören. Generell rechnet in Kra- kau jeder Veranstalter, der für Progressives eintritt, mit einer Gegendemo der Skinheads. Angst hat indes niemand "die Gegen- demos sind Straßentheater. Wo es keine Öffentlichkeit gibt,

tauchen die Glatzen auch nicht auf" meint Radek Oliva, Chef- redakteur des Gay-Portals innas- trona.pl. "In den Clubs herrscht jedenfalls Ruhe". (cle)

CSD-Reise Krakau

Publigayte-Leser haben die Möglichkeit, zum CSD nach Krakau zu reisen. Der Reise- veranstalter Bird Service bietet ein viertägi- ges Programm vom 14. bis 17. Mai an. Kosten: 199 EUR (bei eigener Anreise). Darin enthalten sind 3 ÜF im guten Mittel- klassehotel, Begrüßungsempfang mit Wod- ka, geführte Radexkursion durch Krakau und Umgebung, Radmiete, geführtes Club- bing durch das Krakauer Nachtleben. Komplettes Programm und Anmeldung auf queer.bird.pl. Veranstalter Maciej Zimowski spricht deutsch und gibt auch gerne telefo- nisch Auskunft.

Das Programm beginnt in Krakau. Eine günstige Reisemöglichkeiten bietet die neue Air-Berlin-Verbindung von Tegel nach Krakau mit Zubringerflügen ab München, Frankfurt und Köln. Lufthansa und Lot fliegen ab Frankfurt nach Krakau.

queer.bird.pl , airberlin.com

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MÄRZ 2009

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REISE SPECIAL REISETYPEN

Der Kreuzfahrer

REISE ❚ SPECIAL ❚ REISETYPEN Der Kreuzfahrer Seit der Frankfurter Michael am Strand von Miami die

Seit der Frankfurter Michael am Strand von Miami die Ozeanriesen hat auslaufen sehen, ist er selbst zum Seereise-Fan geworden. Er liebt das Gleiten über die Weite des Meeres und ist zwei bis drei Mal pro Jahr unterwegs. Besonders gefällt ihm die Viel- falt eines Kreuzfahrt-Urlaubs: "Es gibt Ruhe und Entspannung, aber auch Kultur und Sightseeing. An Bord gibt's Aktivitäten wie Sport, Theater, Restaurants, man kann schwimmen, faulenzen oder Partys feiern. Außerdem begegnen sich auf dem Mikro- kosmos Schiff auf relativ kleinem Raum manchmal Gäste aus mehr als 50 Nationen. Wo sonst findet man das?" Transatlantik-Cruises gehören zu seinen Favoriten. Auch an zwei Gay Cruises hat er teilgenommen: "Die hätten unterschiedlicher nicht sein können: die erste auf einem Gulet, einem traditionellen, einfachen türkischen Holzboot, zusammen mit 12 Männern. Sehr entspannt, sehr relaxt. Dann gab es in 2007 in der Karibik ‚The biggest Gay Cruise in History' - 3600 Schwule, von der Muscle Queen über den Rentner bis zum jungen Hundefrisör. Das war eine Woche Karneval, CSD und Love Parade in einem. Danach war ich urlaubsreif!" Einem Ruck- sack- oder Outdoorurlaub ist Michael aber auch nicht abgeneigt: "Mit den richtigen Leuten ist das sicher auch ein Vergnügen" meint der 46-jährige. (bjö)

Der Party-Shopper

meint der 46-jährige. (bjö) Der Party-Shopper Partys und Shoppen als Urlaubsziel? Auch das geht: Knud (38)

Partys und Shoppen als Urlaubsziel? Auch das geht: Knud (38) aus Frankfurt geht am liebsten in Berlin und London auf Tour. "Beide Städte sind wunderbar schnelllebig und man bekommt genau den richtigen Level an Reizüberflutung mit den neuesten Ein- drücken der Entwicklung von Mode und Nachtleben." Am liebsten würde Knud jede Woche losziehen, aber letztendlich ist er ungefähr alle zwei Monate in Sachen Party und Fashion unterwegs. Das Traumziel ist Los Angeles: "Da will ich ganz dringend zum Feiern hin! Bei ‚Shits and Giggles' sind die am grellsten geschminkten Club Kids und bei ‚Moustache Monday', der eigentlich eher ‚Club Makeup' heißen müsste, ist die Tanzfläche ein Catwalk! Shoppen kann man hier aber nicht. Dafür ist Kopenhagen das Ziel, um die tolle Hendrik Vibskov Boutique zu sehen und hoffentlich viele tolle neue Designer zu entdecken." Pauschalurlaube kommen für Knud nicht in Frage: "Das löst bei mir Beklemmungen aus. Kreuzfahrtschiffe und Cluburlaube machen mir Angst. So eine Urlaubsdiktatur wäre für mich eine Strafe. Einsame Strände sind was anderes. Die sind super, wobei ich einsame Seen in Finnland bevorzuge. Hier entspanne ich im Sommer regelmäßig mit meinen Eltern, meiner Schwester und ihrer Familie." (bjö)

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Eltern, meiner Schwester und ihrer Familie." (bjö) 26 MÄRZ 2009 Unterwegs mit Sack und Pack Kai

MÄRZ 2009

Unterwegs mit Sack und Pack

(bjö) 26 MÄRZ 2009 Unterwegs mit Sack und Pack Kai (36) aus Frankfurt möchte in seinem

Kai (36) aus Frankfurt möchte in seinem Urlaub etwas erleben! Mit seinem Rucksack bereist er exotische Länder und lernt fremde Kulturen kennen. Südostasien gehört zu seinen beliebtesten Zielen: "Hier habe ich mittlerweile fast alle Länder bereist. Mich fasziniert die Kultur rund um den Buddhismus, der Weltfrieden, der hier gepredigt und gelebt wird, das Essen, das sich komplett von dem unterscheidet, was in Deutsch- land als asiatisch verkauft wird, und nicht zuletzt die Echtheit der Menschen und ihre Gastfreundschaft. Myanmar hat mich besonders begeistert." Zwei Mal pro Jahr geht er auf Tour, nach Möglichkeit fünf bis sechs Wochen am Stück. "Ich schätze das Gefühl, den ‚deutschen Alltag' hinter mir zu lassen, was mir inzwischen auch immer besser gelingt." Nach Asien soll nun der afrikanische Kontinent erobert werden. Ein Pauschalurlaub kommt für Kai nicht in Frage: "Wenn ich mir vorstelle, morgens in einem Bettenbunker aufzustehen, zum typisch deutschen Frühstücksbuffet zu dackeln um anschließend den ganzen Tag am Strand zu liegen und mir anzuhören, dass hier ja so gar nichts wie in Deutschland ist - das würde ich niemals aushalten! Und was hat ein Pauschaltourist am Ende seines Urlaubs zu erzählen? Nichts - rein gar nichts!" (bjö)

Der Kultur-Liebhaber

Nichts - rein gar nichts!" (bjö) Der Kultur-Liebhaber Stefan (30) aus Mainz ist ein Kulturfan und

Stefan (30) aus Mainz ist ein Kulturfan und reist zu Zielen, an denen kulturelle Sehenswürdigkeiten im Mittelpunkt stehen. "Vor allem Paris und Wien sind sehr hübsche Orte", schwärmt er. Diese Kulturhauptstädte besucht er regelmäßig. Besonderes Interesse hat Stefan an der Zeit des Barock, hat auch schon mehrere Schlösser an der Loire besucht, und Prag durfte auch nicht fehlen. In Paris schlägt Stefan sein Quartier in unmittelbarer Nähe des Schlosses von Versailles auf. Die ehemalige Residenz von Sonnenkönig Ludwig XIV hat es ihm angetan. Er ist sogar Mitglied der Freundes- und Fördergesellschaft geworden. "Ich habe jetzt einen eigenen Baum, denn ich besuchen kann" erklärt er. Alle Prachtstädte des Barock kennt Stefan aber noch nicht: "St. Petersburg möchte ich unbedingt einmal besuchen." Aber nicht nur Museen und Schlösser sind ihm wichtig. "Meistens sind mehrere Sachen damit verbunden, die Abwechslung bieten. Ich kann auch einfach nur gemütlich im Café sitzen und dies genießen." Ein reiner Party- oder Shopping- urlaub wäre allerdings nichts für ihn: "Höchstens ein Badeurlaub zur Entspannung ist für mich drin." (cos)

Fotos: cc, Wango Deligianis, Jens Schneider

THEMA FRANKFURT REGENBOGENSITZUNG

Es zucke die Tucke! Der Regenbogensitzung Stage-Report
Es zucke die Tucke!
Der Regenbogensitzung Stage-Report
Es zucke die Tucke! Der Regenbogensitzung Stage-Report Die Oberbürgermeisterin tanzt, Gaines Hall singt barfuß,

Die Oberbürgermeisterin tanzt, Gaines Hall singt barfuß, Bäppi kommt unter die Haube und das Publikum feiert drei Tage im Süd- bahnhof unter dem Regenbogen. Crystel Cox schlich sich in den Elferrat und berichtet von der Bühnenaction:

Die Regenbogensitzung ist zurück und mit ihr die bissigen Sprüche der großen Bäppi. Hauptgrund für die letztjährige Pause: der Hessische Rundfunk ist nicht mehr dabei, was die Crew 2008 vor unlösbare technische Probleme stellte. Ob die Absage nun wirk- lich an Bäppies nacktem Arsch im Fernse- hen lag, bleibt allerdings ein Geheimnis. Im- merhin: eine zukünftige Zusammenarbeit mit dem hr ist trotzdem nicht ausgeschlos- sen. Gerüchte türmten sich in der einjähri- gen Pause genauso wie der Zündstoff für Bäppis Bühnenmoderation, die kein Auge trocken ließ: angefangen bei Papst Benedikt, Angela Merkel und natürlich seine Petra

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Papst Benedikt, Angela Merkel und natürlich seine Petra 28 MÄRZ 2009 Roth-Parodien. Die OB war persönlich

MÄRZ 2009

Angela Merkel und natürlich seine Petra 28 MÄRZ 2009 Roth-Parodien. Die OB war persönlich am

Roth-Parodien. Die OB war persönlich am Altweiber-Donnerstag in erster Reihe anwe- send und wagte mit Bäppi, verkleidet als perfektes Roth-Double, ein kleines Tänzchen

auf der Bühne. Auch unser Prinzenpaar war vor Ort und heizte mit frischen Fassenachts- songs dem Publikum ein. Mikroausfall, ungewollt hörbare Unterhal- tungen aus dem Backstage und müde Witze gehören immer dazu, genau wie die Tatsa- che, dass eine Regenbogensitzung im "Wet-

ten dass

Elferrat wird übrigens außer Äppelwoi der Alkohol verwehrt, was allerdings ein Meenzer Meedsche wie mich natürlich nicht ab- schreckt; eine heimlich organisierte Pipeline zur Bar versorgte mich unauffällig mit Sekt - mein Glas wurde nie leer! Ansonsten war eigentlich alles erlaubt. Gaines Hall strippte barfuss, Marion Scholz aus Köln erforschte lesbisches Paarungs-

immer Überlänge hat. Dem

?"-Stil

lesbisches Paarungs- immer Überlänge hat. Dem ?"-Stil verhalten, die Homoristen befragten die Heteros nach ihrem

verhalten, die Homoristen befragten die Heteros nach ihrem Outing, Stephen Folkers kam mit Harekrishna Charme und die Rosa Bembel Böckchen spreizten die Beine wie nie zuvor. Am dritten und letzten Abend wackelte der Südbahnhof mit dem besten und lautes- ten Gay-Publikum wie zu den besten Club78-Zeiten. Die Überraschung des Abends bekam Bäppi von Babsi Heart und mir mit der Choreo zu Beyoncés "Single Ladies" - schließlich blieb es nicht verborgen, dass Bäppi dieses Jahr unter die Haube kommt. Wir freuen uns schon auf das nächste Jahr, wenn es wieder heißt: "Da zucke die Tucke!" - oder vielleicht auch unter dem neuem Motto: "Da ficke die Zicke!" Helau! (cc)

Regenbogensitzung 2010 voraussichtlich Mi, 10.2. - Fr, 12.2. 2010, VVK startet im Mai/Juni 2009, checkt regenbogensitzung.de

SZENE FRANKFURT KOLUMNE

Gabbing about

Fünf Fragen an Katja Rosenbecker vom PRINZ-Magazin

Foto: Julia Kroh
Foto: Julia Kroh

1 Schwule stolzieren ja gerne mal als Drag durch die Nacht - wie ist das eigent-

lich bei den Lesben? In der Lesbenszene gibt es einige Frauen, die gerne Ihre maskuline Seite hervorheben und auch männli- cher erscheinen als mancher Mann selbst. Ich persönlich schaue mir lieber die weiblichen Frauen an und auch die schillern- de und glamouröse Welt der Drag Queens gefällt mir besser. Für mich kommt das Spiel mit dem Geschlechterwandel nicht in Frage. Ich bin gerne eine Frau.

2 Lesarion, Facebook, My- Space - wie viele Profile braucht Frau von heute?

Interessante Frage. Meiner

Meinung nach hängt dies von vielen Faktoren ab. Wenn jemand schüchtern ist, mag es zunächst einfacher sein, im Chat Men- schen zu kontakten. Ich kenne einige Frauen, die ihre Partnerin über Internet kennen gelernt haben und auch glücklich sind. Auf der anderen Seite gibt es Frauen, die gleich mehrere Profile mit unterschiedlichen Nicknames haben, um ihre Chancen zu stei- gern. So etwas stößt mich eher ab. In einer Stadt wie Frankfurt ist es doch eigentlich leicht Gleichgesinnte zu treffen. Das Party- und Locationangebot bietet mittlerweile viele Möglichkei- ten. Ich hatte noch kein Profil auf einer der Datingseiten und lernte meine Freundinnen eher im priva- ten Umfeld kennen. Letztendlich muss aber jede Frau ihren eige- nen Weg zum Glück finden

3 Du bist immer so quirlig - wie hälst du dich

Ich nehme mir

schon regelmäßig meine Aus-

fit?

zeiten und genieße mein Leben. Viel Schlaf, gutes Essen, lecker Weinchen und eine fantastische Beziehung gehören für mich dazu. Auch durch meine Arbeit komme ich in den Genuss, inte- ressante Menschen zu treffen und bleibe offen für neue Erfah- rungen. Joggen und Yoga helfen mir körperlich und geistig fit zu bleiben (Gramyo, you´re the best!)

4 Wie war dein erstes Mal?

Ausbaufähig würde ich

sagen! Ich war 17, lebte

noch bei meinen Eltern und meine

Mutter erwischte uns.

5 Was magst du an Frankfurt

- was geht dir auf die Ner- ven? Die Kombination

aus Großstadt und dörflicher Intimität finde ich wunderbar. Die Vielzahl unterschiedlicher

kultureller Veranstaltungen ge- fällt mir. Ich liebe den Äppler und die Apfelweinwirtschaften. Im Sommer am Main auf der Wiese liegen und chillen ist

herrlich

mich das ewige Gemeckere und die negative Grundhaltung ge- genüber Neuem. Die Communi- ty sollte sich doch unterstützen! Was mir richtig auf die Nerven geht ist die Politik vor Ort. Die Verantwortlichen in einer multi- kulturellen Stadt wie Frankfurt müssten sich endlich zu einem offeneren Umgang, auch mit Schwulen und Lesben, beken- nen.

In der Szene stört

Vita: Katja Rosenbecker (geb. 30. Mai 1972 in Bad Nauheim) lebt seit 2004 in Frankfurt und arbei- tet beim PRINZ-Magazin als An- zeigenleiterin. (bjö)

tet beim PRINZ-Magazin als An- zeigenleiterin. (bjö) www.fitnessfirst.de WELCOME TO FITNESS FIRST BIS
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MÄRZ 2009

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Foto: cutja/photocase

SZENE ❚ FRANKFURT ❚ KULTUR
SZENE ❚ FRANKFURT ❚ KULTUR
Junge Oper - Junge Talente "Angels in America" als Oper im Depot
Junge Oper - Junge Talente
"Angels in America" als Oper im Depot

Eine Oper im 21. Jahrhundert:

Peter Eötvös' "Angels in America", uraufgeführt 2004 in Paris, ba- siert auf dem gleichnamigen, vielfach ausgezeichneten Drama von Tony Kushner. Im Mittel- punkt der in New York angesie- delten Handlung stehen Men- schen auf der Suche nach ihrem Glück: Louis verlässt seinen Freund Prior, als dieser ihm offen- bart, HIV-positiv zu sein. Die Ehe von Joe und Harper zerbricht, weil Joe seine homosexuellen Neigungen auslebt, Roy Cohn hat Aids, leugnet aber seine Krank- heit und seine Homosexualität. Die musikalische Leitung und die Inszenierung der Neuproduk- tion im Bockenheimer Depot liegen bei zwei jungen Talenten, die mit "Angels in America" Frankfurts Kulturlandschaft be- reichern: Erik Nielsen (31)

Regisseur Johannes Erath
Regisseur Johannes Erath

30

be- reichern: Erik Nielsen (31) Regisseur Johannes Erath 30 MÄRZ 2009 stammt aus Iowa, arbeitet seit

MÄRZ 2009

stammt aus Iowa, arbeitet seit der Spielzeit 2002/03 als Solo- repetitor und seit 2008/09 als Kapellmeister an der Oper Frank- furt. Johannes Erath (33) erhielt kürzlich den Götz-Friedrich-Preis für junge Regisseure für seine Sicht auf Massenets "Cendrillon".

gab-Magazin: Das Drama rech- net ab mit Fanatismus, Aids- Hysterie und Diskriminierungen der späten 80er Jahre. Was leistet die Oper von 2004 heute? Johannes Erath: Das Stück ist uns natürlich näher als andere Opern, in denen es auch um Liebe und Tod geht. Im Stück war es wichtig zu signalisieren, dass Prior mit der Krankheit wei- terleben wird, was damals noch eine Utopie war.

Erik Nielsen:

Charakter Roy, den man eigent-

mit dem

und

Kapellmeister Erik Nielsen Fotos: Wolfgang Runkel / Oper Frankfurt
Kapellmeister Erik Nielsen
Fotos: Wolfgang Runkel / Oper Frankfurt

lich hassen soll, wird im Stück diese Utopie real. In seiner Bos- heit bringt er ein Medikament ins Spiel, mit dem Prior weiter- leben kann. Johannes Erath: Heute wird mit dem Thema Aids anders um- gegangen, es wird zunehmend verdrängt oder wieder zum Tabu. Ich habe streckenweise das Ge- fühl, dass es heute wichtiger ist, den Fokus darauf zu lenken, dass man trotzdem Sterben wird.

gab-Magazin: Ist Aids und die Reaktion der US-Gesellschaft in der Reagan-Ära zentraler Gegen- stand der Oper? Johannes Erath: Nein. Auch Eötvös hatte nie eine Abhand- lung über Aids zum Thema. Aids ist der Katalysator für dieses Stück, der die Handlung ins Rol- len bringt und die Angst vor dem

Tod, vor einer Endgültigkeit vor Augen führt.

über diesen Kata-

lysator vernetzen sich die Bezie-

Erik Nielsen:

hungen der einzelnen Personen, die aber alle auch furchtbar ein- sam sind. Es ist eine bunte Mi- schung von Menschen mit zeit- losen Ängsten und Fehlern. Diese Emotionalität ist eine allgemein- gültige, egal vor welchem Hinter- grund, sei es Politik oder Aids.

gab-Magazin: Die Mini-Fern- sehserie zum Theaterstück wurde late night, also zu einer wenig

frequentierten Sendezeit, ausge- strahlt, trotz Starbesetzung. Ist für die Oper mit ähnlichen Akzep- tanzproblemen zu rechnen? Erik Nielsen: Es geht ja nicht primär um Aids oder Schwule. Für mich ist es das gleiche Thema wie in "La Bohème" oder "La Traviata". Ob es nun Schwind- sucht oder Aids ist, es geht um Beziehungen und die gleichen Problematiken. Johannes Erath: Wir werden vielleicht Schwierigkeiten ha- ben, die Leute hinzubekommen, denen etwas mehr Toleranz gut täte, aber man kann sie ja nicht zwingen. Aber es ist gut und not- wendig es anzubieten. (los)

"Angels in America", Oper von Peter Eöt- vös, Premiere 21.3., 19:30 Uhr, Bockenhei- mer Depot, Frankfurt. Weitere Vorstellun- gen 23., 25., 27. + 29. März sowie 1.+ 3., April, 15 - 50 EUR (zzgl. VVK-Gebühr)

Die Produktion wird begleitet von einer Ausstellung der AIDS-Hilfe Frankfurt e.V Neben einer Dokumentation zum aktuel- len Sachstand der HIV-Erkrankungen, un- terstützt von der Speyer'schen Hoch- schulstiftung, ergänzen interessante Beiträge von Reinhard Brodt (Leiter der HIV Infektiologie der Universität Frank- furt), Winfried Hassemer (ehem. Richter am Bundes Verfassungsgericht), Martin Dannecker (Institut für Sexualforschung der Universität Frankfurt) und Christian Setzepfandt, Vorstand der AIDS-Hilfe Frankfurt, die Informationstafeln.

Endless Happiness!

Ist Jo van Nelsen wirklich wunschlos glücklich?

Seit 20 Jahren unterhält er vom Feinsten, vielseitig und abwechs- lungsreich, auf und hinter der Bühne. Was einige vielleicht nicht wissen: Seit 2007 ist er eso- terischer Lebensberater und Kartenleger und löst Energie- blockaden als ausgebildeter Scha- mane. Wie geht das eigentlich zusammen? In seinem neuen Bühnenstück "Wunschlos glück- lich" beweist Jo van Nelsen, dass Kabarett auch nur eine Form von Therapie ist - seien es nun der Darsteller, oder das Publikum, die hier traumatisiert sind.

gab-Magazin: Gibst du einer deiner Tätigkeiten einen Schwer- punkt? Jo van Nelsen: Es befruchtet sich alles zum Glück gegenseitig. Aber es gab auch Probleme, das Esoterische mit den Theaterakti- vitäten zu vereinbaren. Zum Bei- spiel mit Thorsten, meinem Pia- nisten, der mit Spirituellem überhaupt nichts am Hut hat. Diesen Konflikt haben wir inner- halb unseres Programms "Well- ness" auf der Bühne ausgetragen und nun harmoniert es.

gab-Magazin: 20 Jahre Bühnen- präsenz - das bedeutet viel Ar- beit und Erfahrung. Wie siehst du deine Entwicklung innerhalb von Kultur und Unterhaltung? Jo van Nelsen: Ich hatte gleich zu Anfang sehr gute Resonanz und auch viel Glück. Ich war sehr fixiert auf diese Karriere und habe sie auch sehr ernsthaft

Foto: mousonturm
Foto: mousonturm

verfolgt. Junge Kabarettisten ha- ben es heute viel schwerer, das Gebiet ist jetzt so vielschichtig. Der Mediendruck ist viel stärker geworden. Ich glaube, es ist gut, dass ich mich nie festlegen woll- te, nicht in einem Genre und auch nicht innerhalb eines Be- rufszweiges.

gab-Magazin: Was war der Mo- tor für das neue Programm? Jo van Nelsen: Ich hatte immer das große Glück, das auf die Büh- ne bringen zu können, was mich zu dem Zeitpunkt beschäftigt.

"Wunschlos glücklich" bedient meinen Wunsch, mehr zeitgenös- sisches und eigenes Material zu bringen, zum Beispiel das sehr absurde "Schneewittchen - was danach geschah". Darüber kamen wir dann auch schnell zu unse- rem Hans-im-Glück-Thema

gab-Magazin:

immer weniger hat und immer glücklicher wird?

Eine

der Trottel, der

Jo van Nelsen:

Figur, die sich aber systematisch von ihrem wertvollen Ballast

trennt und am Ende mit nichts

Genau.

glücklich wird; sehr aktuell in Zeiten der Bankenkrise also. Ein sehr schönes Lied handelt auch vom Universum, das sich über die Flut an Bestellungen be- schwert. Das neue Programm ist spielerischer und weniger di- daktisch im Vergleich zu frühe- ren, mit vielen Elementen, die Chansonpuristen überraschen werden.

Wunschlos glücklich, Jo van Nelsen/ Thorsten Larbig, Do 19.3 - Sa 21.3., 21 Uhr, Mousonturm, Waldschmidtstraße 4, Frank- furt. 22 EUR im VVK

Mein Leben, mein Vorteil, meine Frankfurter Sparkasse

Paul M. | Polizeibeamter | Kunde seit 1967 „Spielend in den Ruhestand gehen? Wer später nicht im Aus landen will, muss wie ich am Ball bleiben und rechtzeitig privat vorsorgen.“

Die Vorsorgekonzepte der Frankfurter Sparkasse – Spiel, Satz und Sieg in jeder Lebensphase.

privat vorsorgen.“ Die Vorsorgekonzepte der Frankfurter Sparkasse – Spiel, Satz und Sieg in jeder Lebensphase.

SZENE FRANKFURT KULTUR

SZENE ❚ FRANKFURT ❚ KULTUR Kein Lied für Germany Der Frankfurter Grand Prix Jubel, Trubel, Tragik

Kein Lied für Germany

Der Frankfurter Grand Prix

Jubel, Trubel, Tragik - endlich ist es wieder soweit: zum siebten Mal geht der wahre deutsche Grand Prix Vorentscheid über die Bühne. Horst Blue und seine Assistentin, die arbeitslose Quotenphysikerin Dr. Ruslana Onassis-Krupp, präsentieren herzzerreißende Balladen, kuriose Songs und unglaubliche Showeinlagen und suchen, gemein- sam mit dem Publikum, "Kein Lied für Germany". Alles live, ver- steht sich. Unter anderen dabei: Die 3 Frisöre, Thorsten Larbig und die Band Perle.

Fr 27.3. + Sa 28.3., 20 Uhr, Gallustheater, Kleyerstr. 15, Frankfurt. 11 EUR

Ataman Edirne Surreale und Abstrakte Zusammen mit zwei Künstler-Freundinnen aus Japan und Frankreich stellt der

Ataman Edirne

Surreale und Abstrakte

Zusammen mit zwei Künstler-Freundinnen aus Japan und Frankreich stellt der in Frankfurt lebende türkische Maler Ataman Edirne Exponate im Atelier Rafi aus. Neben Arbeiten mit Acryl und Aquarell auf Leinwand, Papier und Karton zeigt er "bead paintings", Gemälde oder Kollagen aus Perlen.

Sa 7.3., 16 - 23 Uhr, Vernissage Atelier Rafi, Unterweg 12, Frankfurt

Wespenplage Eine lesbische Actionkomödie Die konservative Familienministerin Renate van der Schwall verfolgt eine

Wespenplage

Eine lesbische Actionkomödie

Die konservative Familienministerin Renate van der Schwall verfolgt eine restriktive Politik. Die Affäre mit ihrer Physiotherapeutin ist allerdings nicht leicht ge- heim zu halten; dazu machen militante Feministinnen ihr das Leben schwer. Ironisch und turbulent präsen- tiert vom Bonner Lesben-Theater "Die Cinderellas".

Sa 14.3., 20 Uhr, LSKH, Klingerstraße 6, Frankfurt. Ab 8 EUR

Nach mir ist man süchtig Karin Pagmar als Zarah Leander Eine hinreißende Karin Pagmar als

Nach mir ist man süchtig

Karin Pagmar als Zarah Leander

Eine hinreißende Karin Pagmar als Zarah, große Gefühle, wehmütige Gedanken und Konfrontationen mit dem eigenen Ego sowie mit ersehnten oder verflossenen Liebhabern. Perfekte Illusion und schöne Roben - die Göttin mit der rauchig tiefen Stimme lebt!

Di, 26.3. - So, 12.4., 20 Uhr (So 18 Uhr), Die Komödie, Neue Mainzer Straße 14-18, Frankfurt. Ab 19 EUR

Promitipp

Thomas "Bäppi" Bäppler (baeppi.de), Tanzlehrer und Entertainer, empfiehlt:

"Hedwig and the angry inch" - Dieses kleine Musical, das schon in London und New

"Hedwig and the angry inch" - Dieses kleine Musical, das schon in London und New York Erfolge feierte, ist ein Muss für die schwule Subkultur. In der Inszenierung im ehemaligen English Theater "K52" auf der Kaiser- str. 52 hat man das Feeling einer gnadenlos guten Off- Broadway-Inszenierung. Das melodramatische Stück ist jedem zu empfehlen und ich lege es allen ans Herz. Das ganze Team hat viel Herzblut in das Projekt gesteckt und das soll belohnt werden. Also hin! Läuft noch bis Mitte April, jeweils Mi bis So. hedwigandtheangryinch.de

Kochkurs Küchenparty Kochschule Frankfurt Main Event Meeting Ein leckeres Geschenk zu Weihnachten Feinkost
Kochkurs
Küchenparty
Kochschule Frankfurt Main
Event
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Ein leckeres Geschenk zu Weihnachten
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www.kochenistkultur.de

32

Frankfurt Main Event Meeting Ein leckeres Geschenk zu Weihnachten Feinkost www.kochenistkultur.de 32 MÄRZ 2009

MÄRZ 2009

ikarus

SZENE FRANKFURT COMMUNITY

Wohlfühlen

Gay rein Sauna feiert Einjähriges

Im Januar 2008 startete das Team des "Gay Rein"-Shop und Kino sein zweites Projekt, die Gay Rein"-Sauna, die etwas abseits des Szenezentrums unweit der Leipziger Straße in Bockenheim liegt. Nach einem Jahr Saunabe- trieb ist das Fazit ausgesprochen gut. "Die Gäste sagen immer, dass das ihre Wohlfühlssauna ist" er- zählt Martin, der seit Anfang 2009 fest im Team ist. Mit insge- samt fünf Gay-Saunen hat Frank- furt vergleichsweise viel Ange- bot - wie klappt das? "Jede Sauna hat ihren eigenen Stil" meint Martin. "Viele Gäste kommen von außerhalb, die genau wie die Frankfurter gerne Abwechslung suchen. Das ist ein bisschen wie Sauna-Tourismus. Und ich glau- be, dass Gayromeo den Saunen nicht, wie viele Bars das bekla- gen, wirklich Konkurrenz ge- macht hat." Gemütlich startet man bei "Gay rein" im Barbereich mit angeschlossenem Living- room samt Ledersofa und -Ses- seln, bevor man die insgesamt drei Etagen und der zusätzlichen großen Sonnenterrasse erkunden

Etagen und der zusätzlichen großen Sonnenterrasse erkunden kann. Die eigentliche Sauna be- findet sich im Untergeschoss

kann. Die eigentliche Sauna be- findet sich im Untergeschoss mit einer 100-Grad Trockensauna und der rund 20qm großen Dampfsauna. Mittwochs ist Well- nesstag, der mit verschiedenen Aufgüssen und frischem Obst die Saunafreunde erfreut. Wellness ist auch Thema der drei Masseu- re, die täglich ab 15 Uhr vor Ort sind; das Happy End gibt's indes an anderer Stelle: im Anschluss an die Bar im Erdgeschoss er- streckt sich eine Kabinenland- schaft bis in den ersten Stock,

sich eine Kabinenland- schaft bis in den ersten Stock, großzügig und mit viel Platz ge- staltet.

großzügig und mit viel Platz ge- staltet. Freitags gibt es hier den FKK-Club, zu dem die Gäste mit kleinen Taschenlampen die Gän- ge erkunden. "In Zukunft planen wir noch mehr verschiedene Club-Specials anzubieten" meint Martin. Das Schmuckstück der Sauna ist ohne Zweifel die 250qm große Freiluft-Dachterras- se, die mit Pflanzen und Liege- stühlen entspanntes Urlaubsfee- ling aufkommen lässt. Zum einjährigen gibt's am Samstag den 21.3. für jeden Gast einen

gibt's am Samstag den 21.3. für jeden Gast einen Welcomedrink und ab 16 Uhr freies Buffet

Welcomedrink und ab 16 Uhr freies Buffet samt Verlosung von Goodies vom Dildo bis zum Sau- nahandtuch aus dem "Gay Rein"- Shop - und das alles für den Ge- burtstagseintritt von 7 EUR. (bjö)

"Gay rein" Sauna, Kurfürstenstraße 8a (HH), Frankfurt. Mo-Sa 12 - 1 Uhr, So, 13 - 1 Uhr. Tägliche Specials wie Wellnesstag (Di), 2 for 1 mit zwei Spinden (Mi), oder FKK-Club (Fr). Neu ist ab März die Bonus-Karte: nach fünf Saunabesuchen gibt's einen Gratisein- tritt. Wir verlosen auch Tickets - schnell auf AktionLeser geblättert. gayrein-sauna.de

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SZENE FRANKFURT GASTRO

Alte Schale - neuer Kern

Essen an historischen Adressen: Echt und Strandcafé

Fachwerkgebälk mit modernem Inhalt: die Restaurant/Bar "Echt" in Bornheim Fotos: pez
Fachwerkgebälk mit modernem Inhalt:
die Restaurant/Bar "Echt" in Bornheim
Fotos: pez

Dieter Burochs

Damit Kochen zum Erlebnis wird …

In gemütlicher Atmosphäre einen kulinarischen Abend verbringen und in geselliger Stimmung das selbst zubereitete Menü genießen: Das ist Kochen in der Kochschule Mirko Reeh in Frankfurt.

Mit einer Kombination aus tradi- tionellen und außergewöhnlichen Rezepten sowie seiner einzigartigen Art lässt Mirko Reeh Ihren Abend zum Erlebnis werden. Gemeinsam werden Sie je nach Thema köstliche Menüs aus aller Welt zaubern, die sich auch im Alltag leicht nachko- chen lassen.

Mirko Reeh begleitet Sie auch gerne bei Ihren familiären Festen: Er kreiert an Geburtstagen, Hoch- zeiten und sonstigen Jubiläen ein unvergessliches Menü, schwingt bei einem privaten Homecooking mit Ihnen und Ihren Freunden den Kochlöffel oder schmeißt bei dem Kindergeburtstag Ihrer Liebsten eine wilde Küchenparty.

Mirko Reeh – Feel Good Food Wiesenstraße 33 D-60385 Frankfurt am Main Fon +49 (0) 69 / 94 50 71 - 0 Fax +49 (0) 69 / 94 50 71 - 17 E-Mail info@mirko-reeh.com Internet www.mirko-reeh.com

- 17 E-Mail info@mirko-reeh.com Internet www.mirko-reeh.com Nach einer Renovierung im Jahr- hundertwende-Stil, mit

Nach einer Renovierung im Jahr- hundertwende-Stil, mit schön olivgrauen Wänden, dunkelgrau- em Holz bei sanft-heller Glühbir- nenkranz-Illumination, geht das "Strandcafe" in der Koselstraße

unter neuer Leitung an den Start. Nostalgischen Charme verströmt eine große Schiffswanduhr und eine in die abschließende Rück- wand des Lokals eingelassene

Literatur-Schmöker-und-Spiele-

Ecke. Doch in dieser Kaiserzeit

Retro-Stimmung überleben auch warme Erinnerungen an die 1980er Jahre, wo das damalige "Strandcafé" zwischen New Wave, Henna und Punk, Öko- und Schwulenbewegung Anlaufpunkt erster Nachmittagsrendezvous "zum Kaffee" war oder dazu dien- te, betont unauffällig die neueste Betttrophäe beim Sonntagsfrüh- stück vorzuführen. Schon da- mals hing das schöne Gemälde "Frau mit Eisbecher" an der Wand, das auch heute ganz zu Recht seinen prominenten Ehren- platz erhalten hat. Doch vorbei

und mit ihnen

auch Vollkornkuchen, Maracuja- Yoghurt und Müsli, jawohl. Statt- dessen erwartet heute den Gast eine ehrgeizige, kleine Speise- karte, die Features wie "Rinder- hackgefüllte Calamares mit Ar- tischockensalat" (8 EUR) als Vorspeise nicht fürchtet und ebenso gut "Königsberger Klop- se" (12,50 EUR) und Tafelspitz anbietet. Angesichts der mittel- großen Portionen sind die Teller nicht gerade billig und waren leider auch nicht angewärmt. Da die Küche aber erst seit drei Wo- chen den vollen Betrieb aufge- nommen hatte und unsere Kritik

sind die Zeiten

gerne und aufmerksam angenom- men wurde, versöhnte uns wie- der. Und geschmeckt hat es auch sehr gut.

Speisen im Fachwerkhäuschen:

"Echt" in Bornheim

Nach Bornheim und dann immer geradeaus, die Berger Straße hin- auf bis zur Hausnummer 319 zieht es ein lässig lebhaftes Publi- kum ins "Echt". Seit Januar haben die Betreiber des Restaurants und der Bar das schöne Alt-Born- heimer Fachwerkhäuschen (vor- mals "Markou") übernommen. Der sich über drei verwinkelte Etagen erstreckende Innenraum ist von Zimmerwänden fast voll- ständig befreit und zaubert aus dem historischen Balkengerippe und aus Treppchen eine aben- teuerliche 3-D-Szenerie, die - vom Dachfirst bis zum Boden - in Ecken und Nischen bewirtschaftet wird. Der helle Anstrich und die gepolsterten cremefarbenen Wand- bänke in Straußenleder-Optik kontrastieren dabei sehr schön mit der rustikalen Rauheit des

Gebäudes. Das soll "Echt" sein und ist es auch: weder Bornhei- mer Gemütlichkeitskitsch noch Pseudo-Style, sondern irgendwie echt dazwischen. Genauso ver- fährt man beim Menüangebot:

Der so genannte "Echt-Teller" (9,20 EUR) zeigt endlich allen Rechthabern, die meinen, das Originalrezept der Frankfurter Grünen Soße zu kennen, die rote Karte, indem gleich mal drei ver- schiedene Variationen angeboten werden - sehr clever! Die Meis- terstücke des Küchenchefs dürf- ten aber unstrittig die exzellenten Steaks sein, die mit hausgemach- ten Saucen oder beispielsweise als Entrecôte mit gebratenen Quarkgnocchi, sautiertem Blatt- spinat und Pinienkernjus (Größen M: 17,60 bis XL: 21,50 EUR) auf den Tisch kommen. Echt gut - echter gibt's nicht. (pez)

Strandcafe, Koselstr. 46, Tel. 241 454 95, strandcafe-frankfurt.de, tägl. 10 - 24 Uhr

Echt Bar/Restaurant, Berger Str. 319, Tel. 244 049 83, echt-frankfurt.de, Mo - Sa 18 - 1 Uhr, So 10 - 1

Ehrgeizige Speisekarte im wiederbelebten Strandcafé
Ehrgeizige Speisekarte im
wiederbelebten Strandcafé

SZENE FRANKFURT PARTY-PROFILE

Komputerliebe Re-Boot

Billie Ray Martin und Mark Moore

Bereits im Herbst 2008 startete Electro-Soul- Sängerin Billie Ray Martin ihre in London begonnene Partyreihe "Komputerliebe" zu- sammen mit den befreundeten Partyteam Fabian und Thomas (Posh Tiles) neu in Hans Romanovs "Yachtklub". Singen wollte Billie dort eigentlich nicht, sondern nur DJane sein. Das Publikum schrie und bekam am Ende des Abends was es wollte: die Diva knallte den Gästen eine überdrehte, hysterisch-improvisierte Live-Techno-Show vor den Latz. In die krachenden Sounds mischte sich ihre unverwechselbare weiße Soul-Stimme - das war anarchistisch, das

war herrlich. Nachdem der Yachtklub zur Winterpause ins Osthafendock geschleppt wurde, musste eine neue Location her. Die findet sich im Dora Brilliant (Ex-Cantina, neben Tanzhaus West), und zum 2009er Re-Boot von Komputerliebe hat Billie ihre London-Connections spielen lassen und DJ und S'Express-Gründer Mark Moore eingeladen. (dr)

Foto: insicht.de
Foto: insicht.de

Sa, 14.3., 22 Uhr, Dora Brilliant (Ex-Cantina) auf dem Gelände des Tanzhaus West, Gutleutstr. 294, Frankfurt.

Das Casting Wochenende

Xtremeties und Lucky's starten durch

Casting Wochenende Xtremeties und Lucky's starten durch 10-jähriges Jubiläum feiern die Xtremeties mit ihren Gay

10-jähriges Jubiläum feiern die Xtremeties mit ihren Gay Girls and Friends-Partys. Damit das Event im April ein Knaller wird, gibt's vorab ein Casting für jede, die Teil der Jubiläumsparty- Show "Time of my Life" werden möchte. Bewer- berinnen können sich als Soloact oder Gruppe unter casting@xtremeties.de (mit Angabe, was on Stage geboten wird), anmelden, um sich bei der Casting-Party im Friends dem Publikums- Voting zu stellen! Und auch die Karaoke-Fraktion fiebert ab März wieder: im Lucky's startet zum vierten Mal der "Lucky Star Contest" - drei mo- natliche Vorrunden müssen die Kandidaten überstehen, bevor beim Finale im Juni der Sieger gekürt wird. Ihm winken 500 EUR und Auftritte beim Schäfergassenfest und dem CSD. (dr)

Lucky Star Contest Runde eins, Fr, 20.3., 20 Uhr, Lucky's Manhattan Lounge, Schäfergasse 27, Frankfurt.

Xtremeties Casting "Time of my Life", So, 22.3., 17 Uhr, Friends, Bleichstr. 46, Frankfurt. Eintritt frei

Die Mischung macht's

25 Jahre Schlosskeller-Party Darmstadt

Das ist schon beachtlich: mit 25 Jahren ist die schwul-lesbi- sche Party des autonomen AStA-Referats der TU Darmstadt älter als manch einer ihrer Gäste! Das stimmt aber nur fast, denn die Mischung im Schlosskeller macht's und Stammgäste schwören auf die besondere Atmosphäre und die Lockerheit der Gäste. Nach einer experimentellen Phase der wöchentli- chen Partys steigt der Schlosskeller inzwischen wieder ganz traditionell jeden ersten, dritten und fünften Sonntag im Monat. Die DJs Ernie, Geli und Peter bringen ihre gewohnten Mixes aus Hits und Aktuellem, einmal monatlich liefert ein zweiter Dancefloor sogar musikalische Alternativen. Weitere Specials werden im Jubiläumsjahr folgen, als Starter zum Beispiel das Flirt- und Single-Special "Frühlingserwachen" mit Special DJ Andrea, am Sonntag den 29. März. (dr)

Schlosskeller Darmstadt, Hochschulstr. 1 (im Schlosshof), Darmstadt

Foto: M. Tarsia
Foto: M. Tarsia
Andrea, am Sonntag den 29. März. (dr) Schlosskeller Darmstadt, Hochschulstr. 1 (im Schlosshof), Darmstadt Foto: M.

SZENE FRANKFURT PARTY-PROFILE

Clubtalk

Die Partykolumne im gab-Magazin

Ein bisschen wie das letzte Kon- zert von Cher ziehen sich die Entwicklungen in der Alten Gasse 5, auch bekannt als Flop-Club "The Saint". Wobei hier wider Erwarten nicht der finale Vor- hang fällt - ganz im Gegenteil; aber der Reihe nach: während die Saint-Crew um Wolfgang Hemlein inzwischen die entgül- tige Location-Kündigung bekam, die Veranstalter Bareuter und Bubenheim trotzdem die Zusage seitens des Vermieters hatten, zumindest bis April ihre Partys "UC" (sprich "utsch") und "L- World" weiter zu feiern, kam En- de Februar neuer Schwung in die Alte Gasse: wie uns eine vertrau- ensvolle Quelle mitteilte, ist ein neues Veranstalter-Team (u.a. mit

einem ehemaligen Pulse-Mitar- beiter, der weder Steffen Lopens noch Larry Crichton heißt) für die Basement-Disco verantwort- lich und möchte nach einigen Umbaumaßnahmen Mitte Mai dort einen neuen Club eröffnen. Heidewitzka. Im Zuge dieser Ent- wicklung kam eine weitere News ans Licht: das Team hatte sich nämlich parallel um die ehema- ligen Räume des Blue Angel be- müht, sie aber nicht bekommen, weil die bereits an jemanden ver- geben sein sollen, der dort auch wieder einen Club eröffnen möchte. Bleibt zu hoffen, dass die negativen Schlagzeilen rund um das Saint-Debakel die neuen Projekte nicht allzu stark beein- trächtigen.

Eine gute Entwicklung auch für die Xtremeties-Girls: für ihre "L-World"-Party hieß es im Fe- bruar "Ab in den Dschungel" und man verwandelte "The Saint" in eine Urwald- und Partyhölle. Dabei offenbarten die Mädels eine gehörige Portion Fetisch- Faktor: Tarnfleck ist eben doch das neue schwarz. Holt mich hier raus, hat an diesem Abend dann auch keine gerufen. Statt- dessen feierten die Frankfurter Frauen (und ein paar verspreng- te Jungs) zu feinsten House- Sounds. Die Thunderpussy ist eben noch immer Garant für delikate, tanzbare Sets. Mit der neuen Ausgabe der L-Word- Party haben die Xtremeties bewiesen, dass sie offenbar

immer noch wissen, was Frauen wünschen. Auch Party-Macher Norman schwimmt mit seiner "Treib- jagd" weiterhin auf Erfolgskurs. Die Stimmung der Feierwütigen kochte wenige Minuten nach be- treten des Walden auf höchster Flamme! Dies lag nicht nur an den überhöhten Zimmertempe- raturen, sondern auch an den wallenden Beats von David Whode (extra-Lob für gute Musik!!), der mit DJ Dirk Dreyer den Abend bestritt und somit den schwulen Jägern die passende akustische Untermalung zur Treibjagd lie- ferte. Es wurde gejagt, gefum- melt, getanzt, geknutscht und das Ganze für extrem gut befunden. Weiter so! (dr, rol, cc)

Tarnfleck ist das neue Schwarz: Claudia (li) von den Xtremeties weiß was Frauen wünschen Foto:
Tarnfleck ist das neue
Schwarz: Claudia (li)
von den Xtremeties
weiß was Frauen
wünschen
Foto: wdg
Smart und gut: DJ- Newcomer David Whode rockte zur Treibjagd im Wald(en)
Smart und gut: DJ-
Newcomer David Whode
rockte zur Treibjagd im
Wald(en)
Heiß wie der Club: GoGo-Jungs auf Treibjagd im Wald(en)
Heiß wie der Club: GoGo-Jungs auf
Treibjagd im Wald(en)
Fotos: ez
Fotos: ez

"Milk" Film-Preview

Großer Erfolg - bewegender Film: die vom LSVD Hessen und dem gab-Magazin initi- ierte Preview für Gus von Sants Biopic über Harvey Milk im Cinestar Metropolis war mit über 300 Besuchern ein voller Erfolg. Vorab gab es in der Hollywoodbar des Kinos einen vom Pulse gesponserten Sektempfang des LSVD, mit dabei waren untern anderen die gab-MitarbeiterInnen Gaby Wanzke, Mark Minn und Chris Schäfer und unser gab-Covermodel-2008 Achim. Gute Aktion, und gute Vorschusslorbeeren für das Ende März steigende Verzaubert Filmfest.

Aktion, und gute Vorschusslorbeeren für das Ende März steigende Verzaubert Filmfest. Fotos: realrah 2009 36 MÄRZ
Fotos: realrah 2009
Fotos: realrah 2009

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Aktion, und gute Vorschusslorbeeren für das Ende März steigende Verzaubert Filmfest. Fotos: realrah 2009 36 MÄRZ

MÄRZ 2009

Szenebummel

Franks Bermudadreieck-Kolumne

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Nach der Abgabe von Leon und der Übernahme durch die "Putzfrau" hat sich im Tangerine schon wieder einiges getan. Zwischendurch wurde ge- schlossen, am 21. Februar aber wieder geöffnet. Man glaubt es kaum, doch es ist wahr: der neue In- haber, Eddy vom Maurice, ist mit von der Partie, und hinter der Theke steht Steven, Ex- Comeback (Foto 1). Wir lassen uns überraschen was kommt, aber geschlossen wird jedenfalls so schnell nicht wieder, Eddy war schon immer ein bisschen zäher als die anderen. Nach dem Hoffnungsschimmer für das Weiterbestehen des "The Saint" (siehe Clubtalk) sieht es jetzt auch wieder gut für die Xtremeties- und UC-Partys aus - gut denn die Februar-UC war gut besucht und mit bester Stim- mung hat Ralf (Foto 2) mit der Theke (Foto 3, Tho- mas) um die Wette gestrahlt. Eher an die Walpur- gisnacht auf dem Blocksberg als an das Einjährige der Hex erinnerte die Jahresparty in der Hex. In Scharen kam alles, was in Frankfurt Rang und Namen hat (Foto 4: Zarah, Patrizia und Charlotte als Trio Infernale, auch dabei Isaac, Nick, Dolly. Auch im Friends tut sich wieder etwas: seit dem

21. Februar finden dort Samstags echte Männer- partys statt. Markus Lohmann (Foto 5) hat weder Kosten noch Mühen gescheut und sogar DJ Urge- stein Timo (Foto 6), Ex-Loft House, Blue Angel, und Connex/Mannheim ausgegraben. Ob aller- dings eine Party ganz ohne Fraueneinlass heutzu- tage noch politisch korrekt ist, bleibt zu abzuwar- ten. Einen unglaublichen Huschenschub bescherte der Stadt natürlich die Ambiente-Messe. So war es Samstagabend im Pulse schon sehr früh voll, ebenso in der Piper Lounge, dort gab es überhaupt kein Plätzchen mehr. La Giraffe Diddi (Foto 7) ließ sich davon nicht beeindrucken und machte ihre Arbeit wie immer mit der nötigen Ruhe. Auch immer voller und schon langsam beängstigend:

der Beardance in der Lucky's Lounge, bekannt für ihre gute Statik. Sollte es noch voller werden, wird die Party wohl in Keller verlegt. Dort gesichtet und verkleidet als die Kessler Zwillinge: Daphne und das dicke Mädchen Thomas (Foto 8).

Wir sehen uns, bis zum nächsten Mal Euer Frank

1 Jahr Wohlfühlen Entspannen

Spaß haben

21. März 2009

Eintritt,

Welcome-Drink,

Buffet, (ab 16.00 Uhr)

Verlosung und Überraschungen

für nur 10

Kurfürstenstraße 8a, Frankfurt-Bockenheim www.gayrein.de
Kurfürstenstraße 8a,
Frankfurt-Bockenheim
www.gayrein.de

vom 16.03. bis 20.03. 2009 4 Ermäßigung mit dieser Anzeige.

SZENE MAINZ/WIESBADEN

Foto: LAU
Foto: LAU

Gabbing About

Fünf Fragen an Romana aus der Bar jeder Sicht

gab-Magazin: Du bist seit kurzer Zeit eine von zwei Teamleitern der Bar jeder Sicht! Was hat sich für dich verändert und was hast du an der Bar jeder Sicht verän- dert? Romana Juliana Schiffer: Nun ja, verändert an mir persönlich habe ich nichts (denke ich), nur jetzt wird mir dort auch zugehört und auf meine Ideen und Vor- schläge wird eingegangen, was ein sehr schönes und auch gutes Gefühl ist. Und an der Bar selber kann und will ich nichts verän- dern! Bestimmt kann man einige Dinge besser machen aber das sollten die Gäste als Vorschläge abgeben und dem Vorstand als Idee einbringen. Ihr könnt sie auch gerne mir oder Thomas geben und wir leiten es weiter

gab-Magazin: Du bist transsexu- ell. Hat man es als Transsexuelle in der Szene sehr schwer einen Partner zu finden, oder hast du schon einen Partner? Romana Juliana Schiffer: Ei- nen Partner in der Szene zu fin-

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Juliana Schiffer : Ei- nen Partner in der Szene zu fin- 38 MÄRZ 2009 den ist

MÄRZ 2009

den ist wirklich nicht einfach, denn die Männer sind schwul und wollen Männer haben! Ich liebe trotz alledem die Szene, denn sie ist immer lustig, zickig und auch offen! (lach)

gab-Magazin: Gibt es etwas, was du Gleichgesinnten sagen möchtest, oder rätst? Romana Juliana Schiffer: Der beste Rat den ich weiter geben kann ist: "Versteck dich nicht vor dir, bleib immer du selbst, ver- stell dich nicht und verkaufe dich nicht unter Wert!"

gab-Magazin: Wie war dein ers- tes Mal? Romana Juliana Schiffer:

Mein erstes Mal hatte ich ja zweimal (lach). Als Junge war es war okay, aber ich war sehr jung damals. Es ist ja auch nicht der sexuelle Grund, wieso ich mich meinem Geschlecht angleiche, denn das denken viele! Als Frau war es trotz allem viel schöner, intensiver und leidenschaftli- cher! Es geschah am Rhein, im

Wolf im Schafspelz

Denis Fischer mit aktuellem Programm im Unterhaus

Nein, der kleinere Bruder von Tim Fischer ist er schon lange nicht mehr: "Nach "Fischer singt Juhnke", den "Death Songs" und "Six Strings that drew Blood", stellt Denis Fischer Anfang März in Mainz- als androgynes Engelsgesicht mit teuflischen Charme - sein neues Programm vor. Mit dem zum größten Teil selbstgeschriebenem Pro- gramm "Devil in Disguise" beweist Denis Fischer dabei, dass er mit seinem Soloprogramm erwachsen geworden ist. Lieben, Leiden, Le- ben statt zu Überleben, sind die Themen seiner Songs. Geschickt ver- woben mit Versionen von Pop-, Country- und Rockklassikern von Neil Young, Cyndi Lauper, Patti Smith, Iggy Pop oder Depeche Mode schreckt Fischer vor nichts zurück, verleiht jedem Song seinen eige- nen dunklen Charakter, der auch in Gestik und Kleidung zum Leben kommt. Begleitet wird er dabei von seinem langjährigen musikali- schen Partner an Orgel und Klavier Carsten Sauer. Ein Abend für alle Fans einer skurrilen Mischung bittersüße Musik aller Stilrichtungen. (cos)

Mo, 9.3., 20 Uhr, Unterhaus, Münsterstraße 7, Mainz. Infos + Karten unter unterhaus-mainz. de

Winter mit einem Mann aus ei- ner Disco und ich war 16 Jahre alt.

gab-Magazin: Was magst du an Mainz und Frankfurt, was geht dir auf die Nerven? Romana Juliana Schiffer:

Generell mag ich es, dass die Städte immer offener und ak- zeptabler mit der Homoszene werden, aber leider sind sie noch nicht offen genug. Viele Menschen denken immer noch, es wäre eine Krankheit so zu sein und stellen dich dar als wärst du ansteckend. Die Ju- gend wird leider immer schlim- mer und man muss nachts Angst haben durch die Straßen zu laufen und das macht mir wiederum Angst! Zu meiner Ju- gendzeit war das doch noch anders und schöner!

Vita:

Romana Juliana Schiffer lebt seit ihrer Geburt, 12.7.1981, in Mainz. Angefangen als Friseurin und ausgebildete Kosmetikerin arbei-

als Friseurin und ausgebildete Kosmetikerin arbei- tete sie später in den verschie- densten Bars und

tete sie später in den verschie- densten Bars und Discotheken. 2006 fing sie als Ein-Euro-Jobbe- rin in der Bar jeder Sicht an und ein Jahr später arbeitete sie dort ehrenamtlich. Im Oktober 2008 wurde sie zusammen mit Tho- mas Becker Teamleiterin. Man trifft Romana in der Bar jeder Sicht, auf der Mainzer Unifete und im Imperial. (cc)

Foto: ama

SZENE MANNHEIM

Eine neue AIDS-Hilfe

Der Vorstand des AIDS-Hilfe Arbeitskreis Ludwigshafen: v.l. Mike Ludwig, Wolfgang Karle, Andreas Weber, Alexandra Weiß und Klaus Neudecker

AIDS-Hilfe Arbeitskreis Mannheim Ludwigshafen gegründet

"Offiziell hat unser Arbeitskreis seine Arbeit seit dem 1. Dezem- ber 2008 aufgenommen, noch unter dem Dach der AIDS-Hhilfe Landau wurde Präventionsarbeit zusammen mit dem Gesund- heitsamt Neustadt/Bad Dürk- heim durchgeführt. Auf dem Neustädter Weihnachtsmarkt wurde ein Info-Stand gestaltet und eine Nikolaus-Aktion in Gaststätten im Rhein-Neckar Raum sammelte Spenden für die Arbeit des neuen Vereins", erzäh-

len Mike Ludwig und Klaus Neu- decker vom "AIDS-Hilfe Arbeits- kreis Ludwigshafen". Seit der Mediation ist klar, dass es eine Abspaltung von der bisherigen AIDS-Hhilfe Mannheim Lud- wigshafen geben wird. Die Ver- einsgründung fand am 12. Febru- ar 2009 in Ludwigshafen statt. Geplante Aktivitäten für 2009 sind ein Brunch im Mai, an dem sich der neue Verein der Öffent- lichkeit vorstellen möchte. Wich- tig sind Mike Ludwig und Klaus

Inside feiert Geburtstag

Schräge Freitage und lange Samstage

Inside-Inhaber Peter Kamp- schulte und Frontfrau Markus Schwarz alias Marcella feiern! Foto: ama
Inside-Inhaber
Peter Kamp-
schulte und
Frontfrau Markus
Schwarz alias
Marcella feiern!
Foto: ama

2 Jahre wird das Kind von Peter Kampschulte, und das muss na- türlich gebührend gefeiert wer- den. Für den Geburtstag am 14.3. wird darum die ganz große Beset- zung aufgefahren, und neben Pe- ter auch Frank und Marcella für die Gäste da sein. DJ Waltraud und DJ LiquidCosmo sorgen für die entsprechende Party-Stim-

mung. Ein kleines Büffet und günstige Getränke-Angebote runden den Abend ab. Neben den schrägen Freitagen mit Marcella und wechselnden DJ-Specials samstags bietet das Inside seit Oktober letzten Jahres für Nachtschwärmer sonntags ab 6 Uhr "morning house" mit DJ MoederJam an. Seit das Inside ein Raucher- lokal geworden ist, haben Personen unter 18 Jahren leider keinen Zutritt mehr. Ein Grund mehr für alle 17-jährigen endlich das letzte Jahr abzu- reißen, denn im Inside gibt's spätestens wenn der Laden zu DJ-Waltrauts Schlagern rockt kein Halten mehr. (ama)

Sa, 14.3., 21 Uhr, Geburtstagsfeier, Inside, S6,12, Mannheim, inside-mannheim.de

Neudecker neue Ansätze in der Präventionsarbeit, zum Beispiel stärker auf junge Erwachsene als Zielgruppe einzugehen. Projekte wie das Regenbogen-Cafe in der medizinischen Ambulanz des Klinikums Ludwigshafen sollen weitergeführt und auch direkte unterstützende Arbeit für Betrof- fene angeboten werden. Aus der eigenen Erfahrung in der beste- henden AIDS-Hilfe resultiert auch der Anspruch, Fehler zu vermeiden, zum Beispiel grund-

La Dolce Vita!

Oststadt feiert 4 Jahre Lello

sätzlich bei der Wahl von Räu- men auf Barrierefreiheit zu ach- ten, um allen Betroffenen einen einfachen Zugang zu Angeboten zu ermöglichen. Wichtig für die weiteren Aktivitäten wird neben tatkräftiger Unterstützung durch Helfer und Spender auch die Entscheidung über die Aufnah- me in den Landesverband der AIDS-Hilfen Rheinland-Pfalz sein. (ama)

Kontakt: Aids.Hilfe.AK-LU@gmx.net

Chef Lello Ortu sagt "Grazie" für die Treue der Gäste Foto: ama
Chef Lello Ortu sagt "Grazie" für die
Treue der Gäste
Foto: ama

Mit einer italienischen Nacht fei- ert das Lello vier Jahre "dolce vita" in der Mannheimer Oststadt. Zum Jubiläum begrüßt Chef Lello Ortu Stammgäste und Freunde stilecht mit einem Gratis-Prosecco. In den letzten Jahren ist die gemütliche Lounge in der Berliner Straße zu einer fest etablierten Größe im

Mannheimer Leben geworden. In Sichtweite des Nationaltheaters serviert Lello Kaffeespezialitäten, küh- les Bier, leckere Cocktails und vollmundige Weine, die er überwiegend direkt aus Italien bezieht. Lello: "Ich sage meinen Gästen 'Grazie' für ih- re Treue und viele schöne Abende in den letzten vier Jahren. Mein Team und ich freuen uns darauf, auch zukünftig 'dolce vita' in die Mannhei- mer Oststadt zu bringen." Außerdem läuft schon der Countdown, denn sobald die ersten Sonnenstrahlen heraus kommen "gibt es natürlich auch wieder hausgemachtes italienisches Eis." Der Sommer kann also kommen, die Oststadt ist bestens gerüstet. (ama)

Sa, 7.3., 21 Uhr, Lello, Berliner Str. 17, Mannheim, cafe-lello.de

News

Club Hans geschlossen

Szenerundgang für Lesben

LASH zeigt "Positiv Leben"

Auch der kurzfristige Relaunch als "Club T" brachte der "Club Hans"-Gruppe nicht den erhofften Erfolg:

Am 14. März gibt es wieder die Möglichkeit, Kneipen, Treffpunkte und Discos gemeinsam unter kundiger Führung der PLUS-Szeneguides Heike und Sabine zu erkunden. Anmeldung und ein Unkostenbeitrag von 4 Euro sind hierfür notwendig. (ama)

Der Film gibt am Sonntag den 1. März um 16 Uhr Ein- blicke in die Lebensgeschichten junger Schwuler mit HIV. Im Anschluss gibt es die Möglichkeit, bei Cafe und Kuchen bei PLUS in der Alphornstrasse 2a mit drei Darstellern des Films ins Gespräch zu kommen. (ama)

Mitte Februar schloss der Laden. Wie es in T6, 14 weitergeht war bei Redaktionsschluss noch nicht sicher. (bjö)

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Februar schloss der Laden. Wie es in T6, 14 weitergeht war bei Redaktionsschluss noch nicht sicher.

MÄRZ 2009

Jubiläums-Gala

PLUS feiert 10jähriges

Jubiläums-Gala PLUS feiert 10jähriges Am 7.März ist es soweit: im Jugendkulturzentrum Forum steigt die große Gala

Am 7.März ist es soweit: im Jugendkulturzentrum Forum steigt die große Gala für PLUS. Die Gäste erwartet ein buntes Programm mit der Sängerin Nina Gaenßler, begleitet von Julian Zuber. Geballte Frauenpower liefern die "Weibrations" (Foto): der Karlsruher Lesbenchor lädt zu einer musikalischen Therapiesitzung auf die Couch und präsentiert Beziehungsmuster in allen Schattierungen. Ebenfalls aus Karlsruhe angereist kommen die Schrillmänner unter Stefan Fischer mit A-cappella Stücken. Eine Tanzchoreographie na- mens "a different conversation" von Luches Huddleston wird von ihm und Luis Eduardo Sayago, beide Mitglieder des Ensembles des Nationaltheaters Mannheim, beigesteuert. Carolina Bauckmann und ihre kreativen lesbischen Songtexte sind einigen schon seit den 80er Jahren bekannt, Gudrun Eymann komplettiert mit ihrem Akkordeon den musikalischen Reigen, bevor die Gala dann mit DJ Ernie in eine all mixed up Party übergeht. (ama)

Sa, 7.3., 20 Uhr, Forum Jugendkulturzentrum, Neckarpromenade 46, Mannheim, 20 EUR, VVK bei Plus, Xanthippe und Der andere Buchladen

Monnem hinne - Monnem vorne

hatte, auf einem Schiff arbeiten zu müs- sen, wollte ich natürlich auch die passen- den

hatte, auf einem Schiff arbeiten zu müs- sen, wollte ich natürlich auch die passen- den Seeleute dazu kennen lernen. Problem: ich war noch nie in Bremen. Aber was soll ich sagen? Meine rege Kor- respondenz auf den blauen Seiten, meine Internetrecherche, schwule Stadtpläne und sogar der Spartacus waren komplett für die Katz! Wie in der Heimat liegen alle Locations im selben Ballungszentrum, be- quem per Fuß zu erreichen und irgendwie gruselig in der fast identischen Anord- nung. Selbst so manche Außenfassade erinnerte mich an die Mannheimer Knei- pen. Was bei uns das Rosanellis, ist dort oben das Toms- nur in rotem Plüsch. In Monnem regiert die Dolo das Klatsch, in Bremen tobt Rüdiger durch das La Vie. Café Kussmann heißt da Friends und man geht nicht in den Club Hans, sondern ins Downtown. Nur einen Club Action habe ich da nicht gefunden, dafür war ich aller- dings auch zu nüchtern. Damit will ich sagen, es ist toll mal rauszukommen und ein anderes Stadt- leben zu erforschen, das bei genauerer Betrachtung der Heimat verdammt ähn- lich ist. Irgendetwas müssen wir ja dann wohl richtig gemacht haben.

Sex, Drags and Wodka-Bull, Eure Céline

Ich habe da mal recherchiert

!

Mann-

heim gibt es überall. Es ist wie mit einer

Wegbeschreibung für die gemeine Fuß- gängerzone an sich. Bei H&M rechts, dann vorbei an C&A und Saturn und schon bist du bei Kaufhof. Egal in wel- cher Stadt, das passt immer! Offenbar trifft das auch auf die Szene zu. Es verschlug mich für einen Monat in den kühlen Norden, der gar nicht so kühl war, immerhin hatten wir meist sechs Grad plus, während hier der Schnee die Zug- linien lahm legte. Nachdem ich mich durch die teils abartige bremische Küche gefuttert hatte und mich als Landratte endlich mit dem Gedanken angefreundet

Mehr Verführung gibt’s bei MANNheim Quadrate O7, 20, www.galileo-sauna.com 4 Minuten vom HBF., nahe Wasserturm,
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1 78 64 09 Geöffnet So-Do. 13:00 - 1:00 Uhr, Fr + Sa + vor Feiertagen
1 78 64 09 Geöffnet So-Do. 13:00 - 1:00 Uhr, Fr + Sa + vor Feiertagen
1 78 64 09 Geöffnet So-Do. 13:00 - 1:00 Uhr, Fr + Sa + vor Feiertagen

MÄRZ 2009

1 78 64 09 Geöffnet So-Do. 13:00 - 1:00 Uhr, Fr + Sa + vor Feiertagen

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Foto: ihs

SZENE STUTTGART

"Die Chance, jemanden richtig kennen zu lernen"

Neue Jugendgruppe gegründet

Die Initiativgruppe Homosexua- lität Stuttgart (ihs), einer der äl- testen schwul-lesbischen Verei- ne in Stuttgart, hat eine neue Gruppe für homosexuelle Ju- gendliche zwischen 16 und 21 Jahren ins Leben gerufen. Wir trafen den 29-jährigen Leiter Markus Doster zum Interview.

gab-Magazin: Welche Angebote für schwule uns lesbische Ju- gendliche gab es denn seither in Stuttgart? Markus Doster: Eine ganz frühe Gruppe der ihs für bis zu 27-Jäh- rige war "Max und Moritz", das ist aber schon sicher 13 oder 14 Jahre her. Nach Gründung der Weissenburg hat sich "Max und Moritz" aufgelöst, da die Gruppe in sich festgefahren war und Neue nur noch schwer Zugang gefunden haben. Deshalb wurde dann eine neue Jugendgruppe gegründet, die Königskinder. Die hat jetzt auch schon seit 13 Jah- ren Bestand. Parallel gab es noch

die so genannte "Schülergruppe", was aber auch schon länger her ist. Für Lesben haben wir extra seit einigen Jahren die "Weiber- helden", die sich aber seit An- fang des Jahres nicht mehr als reine "Junglesbengruppe" defi- nieren, aber nach wie vor auch für ganz junge Lesben da sind. Die Königskinder bilden zurzeit unsere wichtigste Jugendgruppe, bei der das Klientel unter 20 Jah- ren sich aber eher weniger ange- sprochen fühlt.

gab-Magazin: Also Zeit für eine neue Gruppe? Markus Doster: Wir haben fest- gestellt, dass bei den Königskin- dern wieder mehr Jüngere sind. Im Moment funktioniert das Jung und Alt nebeneinander dort relativ gut, aber wir haben jetzt eine Spannweite von 16 bis 27 Jahren, und die ist doch sehr groß. Deshalb bieten wir jetzt für unter 21-Jährige extra die neue Gruppe "Teens" an. Parallel dazu

werden die Königskinder aber weiterhin bestehen.

gab-Magazin: Um was geht es euch bei der neuen Gruppe? Markus Doster: Immer wieder suchen Jugendliche Halt, sie sind oft mitten im Coming Out, oft wissen es noch nicht einmal die Eltern. Dann suchen sie Gleich- gesinnte. Heutzutage gibt es dazu viele Möglichkeiten zum Bei- spiel im Internet. Aber das ist sehr unverbindlich: man weiß nicht, wer da gegenüber am Com- puter sitzt und ob das stimmt, was er sagt. In der Gruppe hat man die Chance, jemanden rich- tig kennen zu lernen. Gleichaltri- ge oder auch etwas Ältere, die ein bisschen Erfahrung haben und zur Seite stehen können.

gab-Magazin: Und wie läuft so ein Gruppennachmittag dann ab? Markus Doster: Wir bieten den Rahmen, das heißt den Raum in der Weissenburg und Ansprech-

Markus Doster (Mitte) mit dem Betreuer-Team und Teens-Mitgliedern.

personen, die Fragen beantwor- ten können, auch intimere. An- sonsten greifen wir das auf, was von der Gruppe kommt. Die Jun- gen verabreden sich dann auch untereinander und unternehmen etwas. Gerade der Kontakt und die Freundschaft untereinander sind uns wichtig.

gab-Magazin: Seither gab es nun schon zwei Treffen. Wie war die Resonanz? Markus Doster: Die Stimmung war sehr locker, weil die Leute sich ja schon von den Königskin- dern gekannt haben. Wir sind im Moment auch noch auf Namens- suche, da der Name "Teens" nur ein Arbeitstitel ist. Und an einem Flyer wird schon kräftig geplant.

Infos: einfach samstags 16 Uhr in der Weis- senburg vorbeikommen oder vorher eine E-Mail schicken: teens@ihs-ev.de. Ein Tref- fen vorm Gruppentreffen an einem neutra- len Ort ist für Neulinge problemlos möglich. ihs-ev.de/teens (cd)

News

PositHIV-Preis an Rotes Kreuz Ludwigsburg

Gauthier tanzt

Foto: Brocke
Foto: Brocke

Stuttgart

staunt

Der PositHIV-Preis der baden-württembergischen AIDS- Hilfen geht in diesem Jahr an die ambulante AIDS-Hilfe des Deutschen Roten Kreuzes in Ludwigsburg. Diese betreibt seit 1989 die ambulanten Hilfen für Menschen mit HIV. 1992 wurde eine Wohngemeinschaft mit sechs Plätzen eröffnet. Der PositHIV-Preis wird an Menschen und Einrichtungen verliehen, die sich in ganz besonde- rer Art und Weise für die Belange HIV-Infizierter und an Aids erkrankter Menschen eingesetzt haben und einset- zen. Im vergangenen Jahr hatte das "Netzwerk der An- gehörigen von Menschen mit HIV und Aids" zusammen mit Erika Trautwein den Preis erhalten. (cd)

Am Dienstag, dem 10. März, wird "Four Play", die drit- te Produktion der Stuttgarter Ballettkompanie "Gau- thier Dance" im Theaterhaus Premiere feiern. Fünf abwechslungsreiche, hoch ästhetische Stücke sind zu sehen: die Uraufführung von Philip Taylors "What It Is", die Uraufführung von Gauthiers "Seasons" sowie "Duo" von William Forsythes, "Double You" von Jirí Ky- liáns und "Björk Duets" von Eric Gauthiers. Die Pre- miere ist restlos ausverkauft, für die weiteren Vorstel- lungen am 11. und 12. März gibt es nur noch Restkarten - die nächste Möglichkeit haben Tanzbe- geisterte am 13., 14., und 15. April. (cd)

"Four Play" Premiere: 10.3., 20 Uhr, Theaterhaus (T1), weitere Vorstellungen: 11.3. + 12.3., 13.4. - 15.4. Karten zu 26/23/20 EUR unter 0711-40207-20/21/22/23, tickets@theaterhaus.com

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11.3. + 12.3., 13.4. - 15.4. Karten zu 26/23/20 EUR unter 0711-40207-20/21/22/23, tickets@theaterhaus.com 42 MÄRZ 2009

MÄRZ 2009

Fame definitiv

N-Pir-Goodbye verschiebt sich

Fame definitiv N-Pir-Goodbye verschiebt sich Obwohl der Termin für das N-Pir-Goodbye der Fame-Party bereits feststand,

Obwohl der Termin für das N-Pir-Goodbye der Fame-Party bereits feststand, hat Macher Felix Horsch seine Pläne geändert: die Party wird nicht am Osterwochenende stattfinden sondern am Samstag, 18.4. Grund es Ganzen: am Osterwochenende ist ganz Baden- Württemberg geradezu zugepflastert mit Gay-Events, heißt es in ei- ner Pressemitteilung. "Ich will mich wie immer auf die Qualität der letzten und zugleich größten Fame im N-Pir konzentrieren, nicht auf eine Werbeschlacht" meint Felix (Foto Mitte) zum gab- Magazin. Bis April ist noch ein bisschen hin, aber neben dem Termin steht schon soviel fest: vier Floors plus erweiterter Beach- floor und Außenbereich. "Es wird keine Party, es wird ein Festival" meint Felix. (bjö)

Kirche und Aids

Provokation à la Horst

Foto: kaba-reh production
Foto: kaba-reh production

Der Schauspieler Horst Emrich wird am 5. März das Thema Aids der Kirche nahe bringen und einen Auszug aus dem Theaterstück LiebesLeben von Jutta Schubert spielen. Horst Emrich erzählt, wie die Veranstaltung zustande kam: "Die Betroffenen gehen zu den Gemeinden und die Pfarrer können das nicht auffangen, deshalb ist jetzt eine Art Informationsveranstaltung geplant." Eigentlich wollte Horst Emrich gar nicht den schwulen Charakter David spielen, doch das katholische Bildungswerk bestand darauf. "Das wird eine ziemlich provokante Veranstaltung mit Konfrontation", sagt Emrich, der mit 22 Jahren aus der katholischen Kirche ausgetreten ist, als der Papst forderte, in Afrika keine Kondome zu benutzen. Wolfgang Tripp, Caritasdirektor der Diözese Rottenburg-Stutt- gart, und der evangelische Stadtdekan Hans-Peter Ehrlich stellen sich der Diskussion, vor welchen Fragen die Kirchen im Angesicht von Aids stehen. Das Gespräch wird moderiert von Gerd Brunnert, dem Leiter der Aidsberatung der Eva Stuttgart. (cd)

Do, 5.3., 20 Uhr, Haus der Katholischen Kirche, Königstraße 7, Stuttgart

Hemmungslos

Fickstutenmarkt

Foto: Angeles Eyes
Foto: Angeles Eyes

Der "Fickstutenmarkt" macht im März ein zweites Mal Halt in Stutt- gart. Die Idee der Party ist, sich selbst auf die eigentlichen Grundbe- dürfnisse zu reduzieren, mit Stuten und Hengsten - und viel Sex. Nach einer ersten erfolgreichen Auflage mit rund 80 Gästen ist Ver- anstalter Sascha Müller-Bardone aus Berlin auf das zweite Mal ge- spannt. Zur ersten Party war bei Staatsanwaltschaft und Polizei im Vorfeld wegen eines "bordellähnlichen Betriebs" eine Klage einge- gangen. Doch das Ordnungsamt gab nach ausführlicher Prüfung grünes Licht. "Jetzt habe ich meine Ruhe", hofft Müller-Bardone. (cd)

Sa, 28.3., Einlass Stuten: 17:30 - 18:30 Uhr, Einlass Hengste: 19 - 20 Uhr, Eagle, Mozart- strasse 51, Stuttgart. 12 EUR. smb-berlin.de

Kerle gesucht!

Mr. Leather Baden-Württemberg

Alex Rose-Grein ist der amtierende Mr Leather BW - wer wird sein Nachfolger?
Alex Rose-Grein ist der
amtierende Mr Leather
BW - wer wird sein
Nachfolger?

Nach vier Jahren in Mannheim findet die Wahl zum Mr. Leather Baden-Württemberg erstmals in Stuttgart statt. Anders als in den Vorjahren richten der Lederclub (LC) Stuttgart und "Lugmann Mannheim" die Veranstaltung gemeinsam aus. "Bislang fand die Wahl in Mannheim mit einem Übergewicht an Kandidaten aus dem Rhein-Neckar-Raum statt", sagt Jens Fahrion, Vorstand des LC Stuttgart. Die Zahl der Interessenten habe mittlerweile nachgelassen. Man habe deshalb die Hoffnung, "das Kandidatenpotenzial der Region Stuttgart besser ausschöpfen zu können", sagt Jens. Über den Titel entscheidet allein das Publikum, der Gewinner darf vom 20. bis 25. Mai in Chicago beim International Mr. Leather 2009 teil- nehmen. Für eine Bewerbung sind drei Dinge wichtig: du stehst zu deinem Fetisch, hast Zeit und Lust, beim Maitreffen des LC Stutt- gart als Kandidat mit dabei zu sein und fühlst dich der Szene in Baden-Württemberg verbunden. (cd)

Informationen und Anmeldung: info@lc-stuttgart.de, Telefon: 0172/7119124, lc-stuttgart.de.

MÄRZ 2009

verbunden. (cd) Informationen und Anmeldung: info@lc-stuttgart.de, Telefon: 0172/7119124, lc-stuttgart.de. MÄRZ 2009 4 3

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REICH

UND

SCHÖN

Fotos: Crystel Cox, Wango Deligiannis, Ezra Ibrahim, Sven Mese, Panajotis Neuert

Bildeten ein Schachbrett und blickten voller Zuversicht nach vorne: Girls im Schlosskeller Aktivistinnen der
Bildeten ein Schachbrett
und blickten voller Zuversicht
nach vorne: Girls im Schlosskeller
Aktivistinnen der Greenpeace-Truppe
FFM-West tarierten das Öko-Gleichge-
wicht in der L-World

Ganz süß mit Rehblick: NoX ist gut

Fing mit seinem langen Schlips einen jungen Hirsch. Erfolg reiche Beliebt ist der Kolchose-Look, Ausdruck
Fing mit seinem langen Schlips
einen jungen Hirsch.
Erfolg
reiche
Beliebt ist der Kolchose-Look, Ausdruck tiefer
Verbundenheit zu Mutter Erde bei L-World
Treib-
jagd im
Wald(en)
Hello - we're The Sugarbabes, diesmal live and direct bei Lovepop in Stuttgart Club-Look März
Hello - we're The Sugarbabes, diesmal live
and direct bei Lovepop in Stuttgart
Club-Look März
High Hair
Jungs, ihr habt's
mal wieder ge-
schafft! Auch
wenn man den
Irokesen seit
2001 nicht
mehr trägt und
euer unglaub-
liches Haar-
Styling jenseits
aller erlaubten
Ozon-Werte ist: es ist der Hingucker des Monats! God save the Icebears!
Geblitzt bei One Night in Heaven in Ludwigshafen. (bjö)
Foto: pan
Kernig! Schunklig! So wollen wir euch! Helau im Schwejk Heißes Filet schrie vor Freude beim
Kernig! Schunklig! So wollen wir euch!
Helau im Schwejk
Heißes Filet
schrie
vor
Freude
beim
Erwärmen
seines
harten
Nacken-
muskels
bei
Treibjagd

Es zucke die Tucke und Kleider machen Leute - und wer weiß, welche Talente sonst noch in ihm stecken die Regenbogensitzung bringt's ans Licht!

Crystel Cox (li) tätowierte Antonio NoX (re) die Schläfe - verrückte Welt! Babsi Heart fand
Crystel Cox (li) tätowierte Antonio NoX
(re) die Schläfe - verrückte Welt!
Babsi Heart fand Gefallen an einem Mann mit
Federn auf dem Kopf. Auch schön, bei NoX
Oh, aus deinem Nabel möchten wir
Nektar löffeln. Heiße Biene bei One Night
in Heaven in Ludwigshafen
Vier Power-Girls düsen durch
die L-World
Aneinander fanden sie was sie
brauchten. ONiH in Ludwigshafen
War Mitte betört
von der tollen
Halskette (li) oder
der Züngel-Zunge
(re)? Tiefe Emotion
bei NoX!
Auch im heißesten
Moment sollte man eine
Mütze parat haben, wis-
sen Schlosskellerpeople
Bart des Monats, getroffen bei One
Night in Heaven in LU
Waren vor Freude ganz außer sich: Spaß
bei NoX
Standen eng beieinander und
genossen es:
zwei People
Pony des Monats! Gesehen
bei One Night in
Heaven in LU
Hielten im Arm was ihnen lieb
war: Jungs bei Treibjagd
auf
Treibjagd

Hey links, tolle Muskulatur! Zeig' mehr Haut, nächstes Mal bei Lovepop in Stuttgart

Supermähnen und Zuckerlächeln: so sind die Jungs bei Lovepop
Supermähnen und Zuckerlächeln: so sind die
Jungs bei Lovepop
Mit euch möchte man danach sehr gerne noch frühstücken! Schlosskeller am Sonntag Moustache macht dich
Mit euch möchte man danach
sehr gerne noch frühstücken!
Schlosskeller am Sonntag
Moustache macht
dich heiß - auch nach der
Regenbogensitzung!
DJ im Fokus
Debbie Harry plant die Weltherrschaft zu übernehmen. Sie
sondierte die generelle Lage des Planeten bei der Regenbo-
gensitzung in Frankfurt - einen besseren Ort hätte sie dafür
nicht wählen können! Vote for Debbie!
Name: E*Star, MySpace.com/esther2d2
Musik-Style: House, Black, Disco,
Classics
Clubs im gab-Land: "One Night In
Heaven" im Ludwiq (LU), Tiffany (MA),
8 Grad + Print Media Lounge + Deep
(HD)
Sexy Club-Erlebnis: Die GoGos im
"Heaven" sind jedes mal ein Erlebnis!
Anmacher: Das weiß die auserwählte
Person!
DJane E*stars Top 5-Liste
Robert Morr
"Run For Cover"
Einer meiner Lieblingsklassiker - gut geremixt!
Mastiksoul
"Butterbleed" (Helpless Remix)
Einfach ein geiler Effekt mit der Stimme
Mando Diao
"Dance With Somebody"
Frischer Wind im Club
Jennifer Hudson
"Spotlight"
Hey Linda, ob im Fümmel oder ohne - du hast immer
gute Laune! So geht's im Schwejk!
Schöner, schmalziger Song, wenn einem mal danach ist
Beyonce
PARTYTIME!
"Single Ladies"
Hatte Shirt und Hemmung
abgeschüttelt und war total
emotional bei One Night in
Heaven in LU.
Öffnete Hemd und Herz für die Gäste der NoX Schnitt einen Spalt in den Blauhirschfell-
Öffnete Hemd und
Herz für die Gäste
der NoX
Schnitt einen Spalt in den Blauhirschfell-
Wandteppich und war sehr glücklich
über diese
Tat bei UC
Ruslana und Kalinka
brachten zur UC einen
aus original russischem
Blauhirschfell gewebten
Wandteppich mit, vor
dem sie hier posieren.
Nastrovje!

Ich weiß was du letztes Wochenende getan hast

Nastrovje! Ich weiß was du letztes Wochenende getan hast Tolles Trio Rio hatte Spaß bei ONiH
Tolles Trio Rio hatte Spaß bei ONiH in Ludwigshafen
Tolles Trio Rio hatte Spaß bei
ONiH in Ludwigshafen
Über-Babes sind härter als Vic Beckham - L-World zeigt, wo die Bewegung hingeht!
Über-Babes sind härter als Vic Beckham - L-World
zeigt, wo die Bewegung hingeht!

Eine Person auf diesem Foto ist doppelt auf diesen tollen Fotoseiten. Wer es weiß bekommt einen Hasel- nusskeks. Ansonsten wart ihr toll bei der Treibjagd.

Waren nominiert für Pony des Monats, bekamen aber den Echo für bestes Ringel-Dinkel-Brötchen verliehen. Auch
Waren nominiert für Pony des Monats, bekamen aber
den Echo für bestes Ringel-Dinkel-Brötchen verliehen.
Auch dies erfreute sie sehr bei der UC
Wer weiß, was diese Burschen im Schilde führen, bekommt eine Kokosmakrone bei der nächsten UC
Wer weiß, was diese Burschen im Schilde führen,
bekommt eine Kokosmakrone bei der nächsten UC
Hey Girls! Ihr seid Germany's next Topmodels! Pfeift auf Heidi Klum! L-World regiert die Welt!
Hey Girls! Ihr seid Germany's next Topmodels! Pfeift auf
Heidi Klum! L-World regiert die Welt!

Reich & Schön Online

gab.publigayte.com

Jetzt jede Woche neu: alle Partyfotos des vergangenen Wochenendes

4 6 MÄRZ 2009 HIGHLIGHTS PARTY FRANKFURT NoX Gay Spring Break Endlich wieder Sonne! Die
4 6 MÄRZ 2009 HIGHLIGHTS PARTY FRANKFURT NoX Gay Spring Break Endlich wieder Sonne! Die

46

4 6 MÄRZ 2009 HIGHLIGHTS PARTY FRANKFURT NoX Gay Spring Break Endlich wieder Sonne! Die Natur

MÄRZ 2009

HIGHLIGHTS PARTY

FRANKFURT

NoX

Gay Spring Break

Endlich wieder Sonne! Die Natur er- wacht aus dem Winterschlaf, und genau wie die Triebe
Endlich wieder Sonne! Die Natur er-
wacht aus dem Winterschlaf, und
genau wie die Triebe der Flora und
Fauna, so werden auch unsere Ge-
fühle wieder in Frühling aktiver. Se-
rotonin sorgt im Gehirn für Antrieb,
Stimmung und Impulsivität, aber auch
für Sexualtrieb. Und die pulsierenden
Housevibes auf der NoX sorgen für
eine Ausschüttung der Pheromone im
Überfluss auf der Tanzfläche. Brunft-
zeit - sei dabei!
Fr, 20.3., 23 Uhr, Chango, Münchener Str. 57, Frankfurt. 10 EUR
Men's Disco No Girls, no Queens, no Drama Kernige Männer in rusti- kalem Ambiente und
Men's Disco
No Girls, no Queens, no Drama
Kernige Männer in rusti-
kalem Ambiente und dazu
geile, treibende House-
sounds von DJ-Urgestein
Timo. Klingt bewährt, hat
sich bewährt, bewährt
sich immer wieder! Je-
den Samstag im Friends.
Sa, 7.3., 22 Uhr, Friends, Bleichstr. 46, Frankfurt.
Bis 23 Uhr kostenlos, dann 5 EUR

FFM L World

 

Underground

Tanzende GoGos (muss es nicht Gogoinnen heißen?), Welcome- drink, anregende Deko und ein

Tanzende GoGos (muss es nicht Gogoinnen heißen?), Welcome- drink, anregende Deko und ein

Mix

aus HipHop, House, Elektro,

Pop

und Classics von den DJanes

Meggi (Foto) und Claudia.

Sa, 7.3., 22 Uhr, The Saint, Alte Gasse 5, Frankfurt. 8 EUR

Wrinkles Gestandene Männer Der Par- tyspaß für den Mann ab 28 mit DJ Mi- chael
Wrinkles
Gestandene Männer
Der
Par-
tyspaß für
den Mann ab
28 mit DJ Mi-
chael Büchel.
Afterhour im
Friends!
Sa, 14.3., 22 Uhr, Dachcafé, Zeil 112, Frankfurt.
6
EUR (bis 23 Uhr frei). Afterhour ab 4 Uhr
Friends, Bleichstr. 46, Frankfurt. 5 EUR

UC Dance Party

The first, the last Eternity 2

Ralf Bareuters kerlige Tribal- House-Party bleibt vorerst in der Alten Gasse 5. Mit DJ Rado und "rough"-DJ Steve Choon. After- hour in der Metropol-Sauna.

Sa, 14.3., 22 Uhr, The Saint, Alte Gasse 5, Frankfurt. 9 EUR (bis 23 Uhr 5 EUR). Afterhour ab

3 Uhr Metropol Sauna, Große

Friedberger Str. 7, Frankfurt.

3 Uhr Metropol Sauna, Große Friedberger Str. 7, Frankfurt. Apartment "Neuprodüktion" Das aparte Team mit einem

Apartment

"Neuprodüktion"

Das aparte Team mit einem neuen pastellfarbenen In- stallationsabend, der Zeit und Kontinuum in Frage stellt.

Fr, 6.3., 22 Uhr, Salon über der Roten Bar, Mainkai 7, Frankfurt.

Love Camp

Gays-and-Friends-Party mit DJ Jean Philips.

Fr, 13.3., 22 Uhr, APT, Hanauer Landstr. 190, Frankfurt. 10 EUR

Atomic

Nuclear Powered Indie-Pop mit Resident DJ Pol + bar- becute björn.

Fr, 13.3., 22 Uhr, Nachtleben, Kurt- Schumacher-Str., Frankfurt. 4 EUR

Komputerliebe

DJs Billie Ray Martin + Mark Moore in der Ex-Cantina, siehe auch S. 35.

Sa, 14.3., Dora Brilliant, Gutleut- str. 294, Frankfurt. 8 EUR

rough!

Die Fetischparty mit strik- tem Dresscode (keine Jeans!), Techhouse Tunes von DJ Steve Choons.

So, 15.3., 18 Uhr (Einlass bis 20 Uhr), O25, Ostparkstr. 25, Frankfurt. 8,50 EUR

Roof 27+

Party für lesbische Frauen ab 27 mit dem Xtremeties DJ-Team.

Sa, 21.3., 22 Uhr, Dachcafé (Zeilgalerie Ebene 8), Zeil 112, Frankfurt. 8 EUR

Royal Disco Ball

Die offizielle Verzaubert- Filmfest-After-Movie-Party mit feinsten Housetunes von DJane Meggi.

Fr, 27.3., 22 Uhr, Pulse, Bleichstr. 38a, Frankfurt. Eintritt frei

Famous House

Nach dem Erfolg im Dezem- ber gibt House-DJane Sasa erneut Gas für die Mädels

Fr, 27.3., 22 Uhr, Friends, Bleich- str. 46, Frankfurt. 5 EUR

HIGHLIGHTS COMMUNITY

FRANKFURT

2Nite Beardance

So schön kann nur ein Mann sein

Immer am ersten Sams- tag im Monat brummt die Lounge im Luckys. Nicht, dass an
Immer am ersten Sams-
tag im Monat brummt die
Lounge im Luckys. Nicht,
dass an den anderen Tagen
nichts los wäre (ganz im Ge-
genteil!) - nein, hier treffen
sich die Bären, kraulen sich
das Fell, flirten, was das
Zeug hält und setzen Monat
für Monat den Maßstab für
natürliche, geile Männlich-
keit. Rrrrrrrrrrrr
Sa, 7.3., 20 Uhr, Luckys LM 27, Schäfergasse 27, Frankfurt. Eintritt frei
Schaumarea
Markus Sauer
Schwitzen mit Stil
Neu: der geile Saunaspaß
für Jung und Alt, jeden
Sonntag.
Eine Gemäldeausstel-
lung in der Gay-Sau-
na? Auf die Idee muss
man erst mal kom-
men! Andreas von der
Metropol Sauna hatte
den kreativen Einfall
und so sind in den
nächsten Monaten
dort neben Spaß und
Entspannung suchen-
den, höchst lebendi-
gen Männern auch solche zu sehen, die der Aschaffen-
burger Markus Sauer auf die Leinwand bannte.
So, 1.3., 18 Uhr, Saunawerk,
Eschersheimer Landstr. 88,
Frankfurt. 15 EUR (unter 25
Jahre 10 EUR)
Cream Team
Kenner schätzen die lecke-
ren Kuchen und Torten, die
jeden Sonntag frisch ange-
boten werden.
So, 14-18 Uhr, Switchboard, Alte
Gasse 36, Frankfurt.
LesCafé
Sa, 14.3., 14 Uhr (Vernissage), Metropol Sauna,
Große Friedberger Str. 7-11, 1. OG, Frankfurt.
Regenbogenfamilien
Im Anschluss an den lesbi-
schen Community-Sonntag
gibt's ab 19 Uhr den Strei-
fen "Von heute an! Anke
Schäfer, die Frauenbewe-
gung und die Lesben".
Brunch mit Kind und Kegel
So, 8.3., 16 Uhr, LSKH, Klingerstr.
6, Frankfurt. Eintritt frei
Brunch
und
Talk
vom
LSVD
Hes-
Golden Girls
sen
für
Lesben
und
Schwule
mit
Für Lesben um die Fünfzig,
immer am zweiten Mittwoch.
Kindern
oder
mit
Kinderwunsch. An-
Mi, 11.3., 19-22 Uhr, LSKH,
Klingerstr. 6, Frankfurt.
meldung
unter
ilse.hessen@lvsd.de
RubClub
erbeten.
Sa, 14.3., 14 Uhr, LSKH, Klingerstr. 6, Frankfurt
Gib Gummi: die Fetischparty
für Rubber-Fans. Natürlich
men only.
Die harte Tour F.F.M. Frankfurt Fetish Meeting Die Jungs, Verzei- hung: die Männer vom FLC
Die harte Tour
F.F.M. Frankfurt Fetish Meeting
Die Jungs, Verzei-
hung: die Männer vom
FLC sorgen für eine
geile Deko und wa-
chen über die strikte
Einhaltung des Dress-
codes (na klar: Leder,
Gummi, Uniform, Wor-
ker, Skingear, Snea-
ker, Sportswear oder
Sox'n'Briefs). Ab 22
Uhr mischt sich die
Men-only-Party mit
dem normalen Stall-
Betrieb.
So, 29.3. 17 Uhr, Stall,
Stiftstr. 22, Frankfurt. 10 EUR

Sa, 21.3., 17 Uhr (Einlass bis 19 Uhr), Stall, Stiftstr. 22, Frankfurt. 5 EUR

Lucky Monday

Saunaspaß für Zocker: wür- fele um deinen Eintrittspreis! Jeden Montag in Bocken- heim (U Leipziger Straße).

Mo, 23.3., 12 Uhr, Gayrein Sauna, Kurfürstenstr. 8 HH, Frankfurt. 9-14 EUR

Golden Girls Club

Nach einer kleinen Pause vergnügt sich der Club mit den Girls wieder regelmäßig jeden vierten Donnerstag im Monat bei Kaffee und dem berüchtigten Käsekuchen.

Do, 26.3., 19:30 Uhr, Switch- board, Alte Gasse 36, Frankfurt. Eintritt frei

agency NIGHT scout TUNERS PRESENTS presents HORNY DANCER SHOW LIVE PERCUSSION FR. 20/03/09 HAPPY HOUSE
agency
NIGHT
scout TUNERS
PRESENTS
presents
HORNY DANCER SHOW
LIVE PERCUSSION
FR. 20/03/09
HAPPY HOUSE FLOOR MIT
DJ MASSIMO TERREMOTO RESIDENT
TENT GARDEN
SMOKER AREAS
BRÜSSEL-PARIS-IBIZA-BARCELONA
CRUISING ZONE
DJ JOHAN LEWIS RESIDENT
SPECIAL DEKO
BRÜSSEL-LUXEMBURG-IBIZA
SEXY BARMEN
DJ ANGEL (SPECIAL)
BRÜSSEL, PARIS, IBIZA, MOSKAU, MARRAKESCH
RAINBOW DANCE FLOOR
DJ SEB (RYTHMO LATINO)
NOX MÜNCHENER STRASSE 57 FRANKFURT/MAIN
U4,U5 UND ALLE S-BAHNEN BIS HAUPTBAHNHOF
START 23:00 – OPEN END ENTRY 10 EURO
WWW.NOX-FFM.DE
U4,U5 UND ALLE S-BAHNEN BIS HAUPTBAHNHOF START 23:00 – OPEN END ENTRY 10 EURO WWW.NOX-FFM.DE MÄRZ

MÄRZ 2009

U4,U5 UND ALLE S-BAHNEN BIS HAUPTBAHNHOF START 23:00 – OPEN END ENTRY 10 EURO WWW.NOX-FFM.DE MÄRZ

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HIGHLIGHTS

MAINZ/WIESBADEN

Steffi List - Live & Unplugged

Konzert in der Bar jeder Sicht

Rockige Songs im gradlini- gen 80er Jahre Stil, vorge- tragen mit einer wunderbar rauchigen Stimme:
Rockige Songs im gradlini-
gen 80er Jahre Stil, vorge-
tragen mit einer wunderbar
rauchigen Stimme: Steffi
List - die Entdeckung aus
Stefan Raabs Casting Show
2008 stellt ihr erstes Album
"Why do you love me?" vor.
Zehn Songs gegen klir-
rende Kälte oder für erste
Frühlingsgefühle. Eintritt
und Autogramme frei.
Fr, 6.3., 21 Uhr, Bar jeder Sicht, Hintere Bleiche 29, Mainz
Neoklassik und Moderne Premiere ballettmainz - Programm XXIX Zum vorletzten Mal bietet sich die Gelegen-
Neoklassik und Moderne
Premiere ballettmainz - Programm XXIX
Zum vorletzten
Mal bietet sich
die Gelegen-
heit, eine Ur-
aufführung des
Choreographen
Martin Schläp-
fer in Mainz zu
bewundern. Das
Programm XXIX
wagt dabei einen
Spagat zwischen
Balanchines stil-
schöpferischen Choreographien des 20. Jahrhunderts
und der "andersartigen Balance und unbemühten Ein-
fachheit" einer Komposition Schläpfers.
Sa, 7.3., Mi, 11.3, So, 22.3 + Fr, 27.3, 19:30 Uhr,
Staatstheater Mainz, Großes Haus,
Gutenbergplatz 7, Mainz; ab 14,70 EUR
Foto: Gert Weigelt

Männlich - weiblich - menschlich

Identität jenseits des Geschlechts

In der Reihe "Quergefragt" bietet die Bar jeder Sicht im März einen Abend zum Thema

In der Reihe "Quergefragt" bietet die Bar jeder Sicht im März einen Abend zum Thema "Transgender-Le- benswege". Nach einem In- formationsvortag von Helma Katrin Alter von der Deut- schen Gesellschaft für Transidentität und Intersexualität, bietet sich bei der anschießenden Podiumsdiskussion die Möglichkeit, sich mit Betroffenen auszutauschen.

Fr, 13.3., 19:30 Uhr, Bar jeder Sicht, Hintere Bleiche 29, Mainz

Schwuguntia - Tanzrausch

Schwingendes Frühlingserwachen

Es ist soweit - der Stan- dardtanzklassiker geht in eine neue Saison:

für alle die gerne klas- sisch über das Parkett fegen und das Tanzbein

schwingen, bietet der "Tanzrausch" mit Michael eine extra große Tanzfläche. Der Eintritt ist frei und für die Stärkung in den Pausen gibt es zu fairen preise Essen und Getränke.

Foto: curiofoto
Foto: curiofoto

Sa, 14.3., 20 Uhr, Bürgerhaus Hechtsheim, Am Heuergrund 6, Mainz

48

20 Uhr, Bürgerhaus Hechtsheim, Am Heuergrund 6, Mainz 48 MÄRZ 2009 Trans & Lovers Party für

MÄRZ 2009

Trans & Lovers

Party für Transvestiten,Trans- sexuelle, Crossdresser und alle, die genau das suchen.

Sa, 7.3., 20 Uhr, Bluepointsauna, Frauenlobstraße 14, Mainz. 10 EUR

Kussmund

Pink vs. Britney Bitch Rock&Pop mit einem Schuss House. Eine explo- sive Mischung mit Dj`Harem und Ünal von der Unifete.

Sa, 7.3., 22 Uhr, Café Central, Im Hauptbahnhof, Mainz. 5 EUR (inkl. Welcomedrink)

Weltfrauentag

Demo zum Thema "Feuer und Flamme für Frauen- rechte!" - vom Frauenzent- rum zum Domplatz.

So, 8.3., 17:30 Uhr, Frauenzentrum Mainz, Walpodenstr. 10, Mainz

Denis Fischer

Das aktuelle Programm "Devil in Disguise" mit vie- len neuen, eigenen Songs.

Mo, 9.3., 20 Uhr, Unterhaus, Münsterstraße 7, Mainz. 19 EUR

Vagina-Monologe

Gegen die Tabuzone: Eines der erfolgreichsten und um- strittensten Theaterstücke der letzten Jahre von Eve Ensler ist wieder zu Gast.

Di, 10.3 - 12.3., 20 Uhr, Mainzer Kammerspiele, Rheinstraße 4, Mainz. AK 16 EUR

Takeover Friday

Diesmal wird mit Jeff der gerade wiedereröffnete "Kamin" in der Altsstadt gestürmt.

Fr, 20.3., 20 Uhr, Kamin, Kapuziner- straße 8, Mainz

Sergej Sarowny

Der Sieger des weißrussi- schen "DSDS" präsentiert einen Potpourri aus russi- schen, deutschen und eng- lischen Songs.

Fr, 20.3., 21 Uhr, Bar jeder Sicht, Hintere Bleiche 29, Mainz

HIGHLIGHTS

MANNHEIM

Gaywerk Springbreak

Die Kultparty aus den USA

Was in den USA unter Studenten Tradition ist, hält jetzt Einzug in die Hallen des
Was in den USA unter Studenten
Tradition ist, hält jetzt Einzug in die
Hallen des MS Connexions: Spring-
break - Party bis zum Ultimo. Fünf
Stockwerke und vier DJs: DJ Je-
rome Noak (House), DJ Bulldoza
(Black Music), Mizz Dee (Proges-
sive) und DJ Blondie sorgen für
die passende Partylaune die ganze
Nacht. Hinter Gittern wartet wie
immer Lady Thea. Studenten bis 29
Jahre zahlen nur 7 Euro Eintritt.

Sa, 14.3, 22 Uhr, MS Connexion, Angelstr. 33, Mannheim. 10 EUR

Leder Extreme Fetisch Party im Jail`s Unter dem Motto "maXX -fetish extreme" startet wieder die
Leder Extreme
Fetisch Party im Jail`s
Unter dem Motto "maXX
-fetish extreme" startet
wieder die Kooperati-
onsparty des Frankfur-
ter Leder Clubs mit den
LUGman Mannheim. Ab
21 Uhr können Männer
im strikten Dresscode
in Leder, Gummi, Uni-
form, Worker, Skingear,
Sports- oder Underwear
ihre Phantasien im Jail`s
freien Lauf lassen.
Sa, 7.3., 21 Uhr, Jail's, Angelstr. 33, Mannheim
Der Sultan kommt Gay Orient Party Partymacher Can (sie- he Foto) gastiert mit "Sultan,na!" im
Der Sultan kommt
Gay Orient Party
Partymacher Can (sie-
he Foto) gastiert mit
"Sultan,na!" im Connex.
Mit viel Turkish-Pop,
Arabic Music, House &
Disco können die Hüf-
ten und Bäuche zum
Kreisen gebracht wer-
den. Weg mit dem Win-
terspeck, her mit den
Bauchmuskeln!
Sa, 7.3., 22 Uhr, MS Connexion,
Angelstr. 33, Mannheim. 10 EUR
Luxus Früchtchen Erste Himbeer-Deluxe Die House- und Danceparty für "Gays and Fri- ends" startet zum
Luxus Früchtchen
Erste Himbeer-Deluxe
Die House- und
Danceparty für
"Gays and Fri-
ends" startet
zum ersten
Special im
neuen Club-
Format in Hei-
delberg. Wer
die musikali-
schen Genüsse
von DJ Jewels
und DJ Kidkane noch exklusiver genießen möchte, kann
unterdeep-club.debereitsseineVIP-Loungereservieren.
Sa, 14.3., 22 Uhr, DEEP-Club,
Hauptstraße 1, Heidelberg. 8 EUR

Lello´s

Jubiläumsparty

Lello feiert mit italienischem dolce vita sein 4-jähriges Bestehen - mehr Infos auf Seite 40.

Sa, 7.3., 21 Uhr, Lello, Berliner Str. 17, Mannheim

10 Jahre PLUS

Die Beratungsstelle PLUS feiert mit einer Jubiläums- gala, mehr Infos auf Seite 40.

Sa, 7.3., 20 Uhr, Forum Jugend- kulturzentrum, Neckarpromenade 46, Mannheim, 20 EUR

Le Pop - Les Filles

Für alle Fans des frankopho- nes Stils mit François Breut, Marianne Dissard und dem LePop DJ-Team.

Sa, 14.3., 21 Uhr, Karlstorbahnhof, Am Karlstor 1, Heidelberg, Abendkasse 19 EUR

Inside Geburtstag

Zwei Kerzen für's Inside - mehr Infos auf Seite 40.

Sa, 14.3., 21 Uhr, Inside, S6, 12, Mannheim

SugarBeeslounge

DJane Andilicious bringt die Bienchen in Frühlings- stimmung auf der fröhlichen Frauenparty im Hafenstrand.

Sa, 14.3., 22 Uhr, Hafenstrand, Hafenstr. 49, Mannheim. 6 EUR

Mutprobe

UnheilBAR goes klub-k! Gay- Party mit Indie, Pop, Electro mit schönem Panoramablick.

Fr, 20.3., 22 Uhr, Karlstorbahnhof, Am Karlstor 1, Heidelberg, 4 EUR

Lange Nacht der Museen

Das magische Dreieck der Museen in Heidelberg, Mannheim und Ludwigsha- fen laden ein.

Sa, 21.3., 19 - 2 Uhr.14 EUR

Bären Bowling

Die MannheimBears geben sich die Kugel im Bowling Hill.

So, 22.3., 17 Uhr, Bowling Hill, Zum Herrenried 16, Mannheim

HIGHLIGHTS

STUTTGART

L -Filmnacht

Out at the Wedding

Der Film von Lee Friedlander ist eine schrille Komödie im Stile der guten alten Screw-
Der Film von Lee Friedlander ist eine schrille
Komödie im Stile der guten alten Screw-
ball-Filme. Lexie traut ihrer Südstaaten-
Familie nicht zu, dass sie ihren Verlobten
den jüdisch-afroamerikanischen Piloten
Dana akzeptieren werden. So schweigt
sie ihn tot und reist mit ihrem schwulem
Kumpel zur Hochzeit ihrer Schwester. Als
sie versehentlich als lesbisch geoutet
wird, versucht Lexie das Beste daraus zu-
machen
Mit
unerwarteten Folgen.

Sa, 21.3., 20 Uhr, Cinemaxx An der Liederhalle, Robert-Bosch-Platz 1, Stuttgart.

Lovepop

Pop und Queer

Auch im März will DJ Sven En- zelmann (Foto) aus dem Ham- burger Lovepop-Mutterclub Kir

Auch im März will DJ Sven En- zelmann (Foto) aus dem Ham- burger Lovepop-Mutterclub Kir mit seiner schrägen Mischung aus Pop und Independent für eine etwas "andere Gay & Lesbi- an-Party" sorgen. Der Treffpunkt für alle die nicht auf musikalischen Einheitsbrei stehen und nicht nur auf House und Black Musik tanzen.

Sa, 7.3., 22 Uhr, Lauras Club, Lautenschlagerstr. 20, Stuttgart. 5 EUR

Zick nicht rum Singleparty im Lauras Club Nach einem furi- osen Auftakt im Januar, startet
Zick nicht rum
Singleparty im Lauras Club
Nach einem furi-
osen Auftakt im
Januar, startet
der nächste Ver-
kupplungsabend
für alle Schwu-
len und Lesben
mit Frühlingsge-
fühlen. Wieder
ist das Motto, möglichst vielen flirtfreudigen Singles den
Partnerstatus "vergeben" anzuheften. Für musikalische
Flirtstimmung sorgt die Mixed Music von DJ Nikos.
Sa, 21.3., 22 Uhr, Lauras Club,
Lautenschlagerstr. 20, Stuttgart. 7 EUR
Gaylicious Glitter & Glamour im proton Nach drei sehr erfolgreichen Partys im proton wird Gaylicious
Gaylicious
Glitter & Glamour im proton
Nach drei sehr erfolgreichen Partys im proton wird
Gaylicious jetzt zum festen Club-Event in Stuttgart.
Jeden 3. Samstag im Monat gibt es auf zwei Dance-
floors Tanzbares mit DJ Alex Amour und DJ Amar, Stripper,
GoGos, DragQueens und viel Glitter.
Sa, 21.3., 23 Uhr, proton, Königstr. 49, Stuttgart.

"Ich war's nicht"

Tina Häussermann und Fabi- an Schläper sind "Zu Zweit" mit ihrem neuen Programm.

So, 1.3. + 29.3., 18 Uhr, Renitenz- theater, Eberhardstr. 65/1, Stuttgart. 16 EUR

AIDS betrifft Kirche

Ausschnitte aus dem The- aterstück "LiebesLeben". Anschließend Diskussions- abend mit Kirchenvertretern und der AIDS-Hilfe.

Do, 5.3., 20 Uhr, KBW, Königstr. 7, Stuttgart

Delightful Saturday

Resident DJ Clash und DJ Christiano Gallo bringen saftiges House für die rich- tige Mischung aus Party- crowd und Gayszene.

Sa, 7.3., 23 Uhr, Climax Institutes, Calwerstr. 25 Stuttgart

100. Vorstellung!

"Der Ansager einer Strip- teasenummer gibt nicht auf"- die 100. Vorstellung mit Horst Emrich.

Fr, 20.3., 20:30 Uhr, Kulturwerk, Ostendstr. 106A, Stuttgart. 13 EUR

Ero*gen

Men-only-Danceparty mit DJ Peter Rapp, Welcome- Drink und Cruising-Area.

Fr, 20.3., 22 Uhr, Lauras Club, Lau- tenschlagerstr. 20, Stuttgart. 5 EUR

Fickstutenmarkt

Men-Only-Fetischparty. Ein- lass für Stuten bis 18:30 Uhr, Hengste von 19 bis 20 Uhr.

Sa, 28.3., 17:30 Uhr, Eagle, Mozartstr. 51, Stuttgart. 12 EUR

RubClub @ Culteum

Der Klassiker für Gummi- freunde. Wer kein Gummi hat, wird im Fundus fündig.

Sa, 28.3., 20 Uhr, Culteum, Essenweinstr. 9, Karlsruhe. 14 EUR

Gayröhre

Heute mit dem süßen Por- no-DJ Jan Fischer, unter- stützt von Rob Medina.

Sa, 28.3., 22 Uhr, Röhre, Willy- Brandt-Str. 2, Stuttgart

GAY-TANTRA ® mit Armin C. Heining Freitag 20.3., 19:30 h InformationsAbend mit Massagevorführung in Köln
GAY-TANTRA
®
mit Armin C. Heining
Freitag 20.3., 19:30 h
InformationsAbend mit
Massagevorführung
in Köln
21.-22.3.
Erotische Massage
18.-24.5.
Workshop in Köln
Zertifizierter
GAY-TANTRA ® -Masseur
Ausbildung in Berlin
+49 30 26344515 | www.gay-tantra.de
** Holzwerkstatt Filou • Kleine Straße 7 • 65207 Wiesbaden-Igstadt • Tel.:0611 - 50 77
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Holzwerkstatt Filou • Kleine Straße 7 • 65207 Wiesbaden-Igstadt • Tel.:0611 - 50 77 20
Fax: 0611 - 50 77 30 • Mobil: 0170 - 23 00 666 • email@holzwerkstattfi lou.de
Herstellung von: Möbel, Küchen, Betten, Tische, Regale, Schränke, Individuelle Möbel Restaurierung von: Treppen,
Fußböden, Möbel Dienstleistungen: Lohntrocknungen von Massivholz, Thermische Schädlingsbekämpfung, Massivholzhandlung
Verlegung von: Fertigparkett, Massivholzdielen, Klebeparkett, Kork, Linoleumparkett, Handel von: Naturmatratzen, Naturfarben, Fußböden
www.holzwerkstattfilou.de
*

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

 
 
 
 

MÄRZ 2009

Linoleumparkett, Handel von: Naturmatratzen, Naturfarben, Fußböden www.holzwerkstattfilou.de *   MÄRZ 2009 4 9

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HIGHLIGHTS FERNSEHEN Footballers Wives (Serie, GB 2002) Wenn Fußball-Profis plötzlich einen millionenschweren

HIGHLIGHTS

FERNSEHEN

Footballers Wives (Serie, GB 2002) Wenn Fußball-Profis plötzlich einen millionenschweren Vertrag in der Pre- mier
Footballers Wives
(Serie, GB 2002)
Wenn Fußball-Profis plötzlich einen
millionenschweren Vertrag in der Pre-
mier League bekommen, drehen die
Ehefrauen manchmal am Rad. Zuvor
unbekannte Vorstadt-Girls mutieren
dann zu B-Klasse-Celebrities, die Pra-
da tragen und die Klatschspalten der
Regenbogenpresse füllen. Doch sie
spielen nicht nur die braven Anhängsel
ihrer kickenden Göttergatten, sondern
entpuppen sich als bösartige Intrigan-
tinnen, die vor nichts zurückschrecken.
Mo, 2.3., 20:15 - 21:15 Uhr, Timm
Foto: Touchstone Television