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Die Bestimmung der Druckfestigkeiten des Betons

II. Prismendruckfestigkeit – Rpr

Die Prismendruckfestigkeit wird auf Betonprismen mit dem Verhältnis H/B=3


bestimmt (10x10x30 cm) und entspricht ziemlich gut der einachsigen Druckfestigkeit
des Betons (der querdehnungsbehindernde Einfluß der Druckplatten ist im
Bruchbereich nicht mehr spürbar). Das Verhältnis zwischen der Prismen- und 20 cm
- Würfeldruckfestigkeit ist:

Rpr=(0,7 .... 0,8)Rb

Prüfung der Probeprismen

Vor dem Versuch werden die Planeität und der Parallelismus beider
Grundflächen untersucht und falls diese nicht entsprechen, so muss man sie
verbessern, so wie bei den Würfelproben.
Das Verhältnis zur Bestimmung der Prismendruckfestigkeit Rpr ist:

Pr
R pr = [N/mm2]
A

Wobei: Pr – gemessene Bruchlast [N];


A – Mittelwert der Grundfläche der Prisma [mm2].
Die Prüfergebnisse werden in einer Tabelle eingeführt (s. Anhang II).

III. Zylinderdruckfestigkeit – Rbc


Zylinderprobekörper können so für die Bestimmung der Druckfestigkeit, wie für
die der Zugfestigkeit, verwendet werden.
Das Verhältnis zwischen der Zylinderdruckfestigkeit und die an 20 cm –
Würfeln ermittelte Druckfestigkeit ist:

R bc
= 0,83
Rb

Prüfung der Zylinderproben

Bevor man die Probe zwischen den Platten der Druckprüfmaschine stellt,
untersucht man die Planeität und den Parallelismus der Zylindergrundflächen. Um
den Parallelismus zu untersuchen, meßt man 4 Höhen des Zylinders (Abb. 4). Falls
die Grundflächen nicht gleichlaufend sind, so müssen sie verbessert werden, so wie
im Falle der Würfelproben.
Nachher werden die Durchmesser d1, d2, d3, d4 gemessen, mit einer
Genauigkeit von 1 mm (Abb. 4). Die Druckfläche wird folgend bestimmt:
πd m2
A= [mm2]
4

d1 + d 2 + d 3 + d 4
dm = [mm]
4

Abb. 4

Der Versuch wird mit derselben Druckprüfmaschine wie bei der


Würfeldruckfestigkeit ausgeführt.
Das Verhältnis zur Bestimmung der Zylinderdruckfestigkeit ist:

Pr
R bc = [N/mm2]
A

Indem: Pr – die Bruchlast des Zylinders [N];


A – die Bemessungsfläche[mm2] sind.