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Eudmonismus

Der Eudmonismus ( griech. eudaimonims : "das Glcklichpreisen") eigentlich: die Glckseligkeitslehre - bezeichnet eine ethische Lehre, nach der das eigentliche Motiv, letzte Ziel und sittliche Kriterium des menschlichen Handelns die Glckseligkeit ist. In der Regel wird vom Eudmonismus die Glckseligkeit als Genussfhigkeit des Menschen aufgefasst. Insofern wird der Eudmonismus auch als Philosophie des Genusses bezeichnet.

Zur Verbreitung der Lehre des Eudmonismus


Der Eudmonismus ist eine der weitverbreitetesten ethischen Lehren der Philosophie. Die Mehrzahl der ethischen Lehren der Vergangenheit sind mit eudmonistischen Elementen durchzogen. Mehr oder weniger ausgeprgte eudmonistische ethische Anschauungen entwickelten Demokrit, Sokrates, Platon, Aristoteles, Epikur, Spinoza, Christian Wolff, viele Vertreter der englischen, franzsischen und deutschen Aufklrung, Ludwig Feuerbach, Jeremy Bentham, John Stuart Mill und Auguste Comte.

Zur Unterscheidung der verschiedenen Arten des Eudmonismus


Nach der Art von Glckseligkeit, auf die das menschliche Handeln nach dieser oder jener eudmonistischen ethischen Lehre gerichtet sein soll, kann zwischen einer egoistischen Verwirklichung rein individueller Glckseligeit auf Kosten anderer bzw. ohne Rcksicht auf andere altruistischen oder sozialen - Verwirklichung fremder Glckseligkeit, die der Mitmenschen, besonders im Hinblick auf soziale Wohlfahrt und individuellen Verwirklichung sinnlicher oder seelischer Glckseligkeit Eudmonismus unterschieden werden. Wird in einer ethischen Lehre die Glckseligkeit vornehmlich in der Verwirklichung sinnlicher Gensse gesehen, so ist der Eudmonismus zum Hedonismus modifiziert.

Zur materialistischen Komponente im Eudmonismus


Innerhalb der ethischen Anschauungen des philosophischen Materialismus ist eine breite sozial orientierte eudmonistische Tradition zu verzeichnen, die von Demokrit und Epikur ber den franzsischen Materialimus des 18. Jahrhunderts bis zu Ludwig Feuerbach reicht. Siehe auch: Hedonismus, Autonomie (Philosophie), Philosophie des Glcks