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PRESSEBERICHT

Polizeipräsidium
Dienstag, 7. April 2009

Jourdienstbeamter: Gottfried Schlicht

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und am Sonntag 09.00 - 13.00 Uhr

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Aus dem Inhalt:

467. Zwei Schüler bei Sturz durch das Oberlicht einer


Tiefgarage verletzt - Bogenhausen

468. Bundesweit agierender Computerbetrüger zu


mehrjähriger Haftstrafe verurteilt

469. Versuchtes Tötungsdelikt nach räuberischer


Erpressung - Tatverdächtiger ermittelt
- siehe Pressebericht vom 05.04.2009, Ziffer 455
- Lichtbild

470. „Trittbrettfahren“ kann teuer werden

Herausgeber: Polizeipräsidium München, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit


80333 München, Ettstraße 2, Eingang Augustinerstraße 2
Tel. (089) 2910-2432, Fax (089) 2910-4806, E-Mail: ppmuc@polizei.bayern.de
Internet: http://www.polizei.bayern.de/muenchen Druck: Eigendruck im Selbstverlag
PRESSEBERICHT
Polizeipräsidium
Dienstag, 7. April 2009

467. Zwei Schüler bei Sturz durch das Oberlicht einer


Tiefgarage verletzt - Bogenhausen

Am Montag, 06.04.2009, hielt sich eine Gruppe von sechs


Schülern auf der Rasenfläche einer Wohnanlage in der
Bogenhauser Elektrastraße auf. Unter dieser Rasenfläche
befindet sich eine Tiefgarage. Auf der Rasenfläche befinden sich
auf einen ca. 30 cm hohen Mauersockel Lichtkuppeln aus
Kunststoff mit einer Grundfläche von ca. 1,5 x 1,5 Meter, die den
Einfall natürlichen Lichts auf die Parkflächen ermöglichen.
Einige aus der Gruppe ließen sich abwechselnd aus Spaß mit
vorgestreckten Händen gegen die Plexiglaskuppeln fallen.

Ohne Vorankündigung sprangen plötzlich ein 14-jähriger Schüler


aus Daglfing und ein 13-jähriger Schüler aus Trudering
gleichzeitig rückwärts auf die Kuppel. Dadurch durchbrachen sie
das Plexiglas und stürzten ca. 4,5 Meter tief auf den Betonboden
der Fahrebene der Tiefgarage.

Ein Hausmeister, der das Treiben der Schüler aus einiger


Entfernung beobachtet hatte und die Gruppe nicht mehr
rechtzeitig warnen konnte, verständigte den Rettungsdienst.

Beide Schüler mussten mit schweren Verletzungen in ein


Krankenhaus gebracht werden. Beim 14-Jährigen wurden
mehrere Knochenbrüche und beim 13-Jährigen eine Vielzahl von
Prellungen diagnostiziert.

Die Ermittlungen vor Ort wurden von Beamten der Münchner


Kriminalpolizei aufgenommen. Als erstes Ergebnis wird davon
ausgegangen, dass die beiden Schüler den Unfall aus Leichtsinn
selbst verursacht haben. Hinweise auf Fremdverschulden
ergaben sich bisher nicht.

468. Bundesweit agierender Computerbetrüger zu


mehrjähriger Haftstrafe verurteilt

In den vergangenen Jahren geriet ein 38-jähriger Türke mit


Wohnsitz in Nordrhein Westfahlen ins Visier der Polizei. Er trat
im gesamten Bundesgebiet immer wieder im Zusammenhang mit
Manipulationen an Geldspielautomaten in Erscheinung.
Aufgrund seiner umfassenden technischen und elektronischen
Fähigkeiten konnte er auf die Software bestimmter Automaten
zugreifen, um so „Gewinnausschüttungen“ in Höhe von
mehreren tausend Euro zu generieren.
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Dienstag, 7. April 2009

Bei seinen Aktionen ging er äußerst konspirativ vor, so dass es


sehr schwierig war, ihn beweiskräftig zu überführen.

Der Münchner Kriminalpolizei ist es im Oktober 2008 bei einer


aufwändigen Polizeiaktion gelungen, den Türken in einer
Spielothek in der Münchner Innenstadt festzunehmen. Er war
gerade dabei, einen Spielcomputer zu manipulieren.
Ebenfalls ins Netz gingen zwei in München ansässige türkische
Staatsangehörige im Alter von 39 und 43 Jahren. Die beiden
hatten für den aktiven Täter Aufpasser- und Hilfsdienste
geleistet.

Im Zuge weiterer Ermittlungen konnte die Münchner


Kriminalpolizei dem Betrüger zwei Manipulationen an
Geldspielautomaten in Spielotheken in München und Starnberg
nachweisen. Auch bei diesen Taten konnte der 38-Jährige
mehrere tausend Euro ergaunern.

Strafrechtlich stellt das Verhalten des Täters ein mehrfaches


Vergehen des gewerbsmäßigen Computerbetrugs dar.
Zusätzlich legte ihm die Staatsanwaltschaft München I ein
Verbrechen des Raubes in einer Spielothek in Nordrhein
Westfahlen zur Last. Im Januar 2009 erhob daher die
Staatsanwaltschaft München I Anklage vor dem Schöffengericht.
Am 31.03.2009 wurde der überregional agierende Täter nun zur
Rechenschaft gezogen. Das Gericht verurteilte ihn zu einer
Haftstrafe von drei Jahren. Gegen die bei den mitangeklagten
Helfer sprach das Gericht jeweils eine Geldstrafe aus. Das Urteil
ist noch nicht Rechtskräftig.

Bemerkenswert ist die Tatsache, dass es seit der Festnahme


und dem nun folgendem Urteil zu keinerlei ähnlich gelagerten
Straftaten im Großraum München mehr kam.

469. Versuchtes Tötungsdelikt nach räuberischer


Erpressung - Tatverdächtiger ermittelt
- siehe Pressebericht vom 05.04.2009, Ziffer 455
- Lichtbild

Wie bereits berichtet, kam es am vergangenen Samstag,


04.04.2009, gegen 03.45 Uhr, zu einem versuchten
Tötungsdelikt in Ramersdorf. Ein damals unbekannter Täter
bedrohte einen 20-Jährigen und seinen 23-jährigen Freund mit
einem Messer. Der Täter äußerte sich gegenüber den Beiden,
dass er Geld für Drogen brauche und die beiden Männer alles
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Polizeipräsidium
Dienstag, 7. April 2009

hergeben sollen, sonst würde er sie abstechen. In der Folge


gelang es dem Täter auf den 23-jährigen Mann einzustechen. Er
traf ihn letztlich in die Brust.

Obwohl die Freunde ein Taxi anhalten konnten, gelang dem


Täter die Flucht.
Im Krankenhaus wurde festgestellt, dass der 23-Jährige einen
ca. 2,5 cm tiefen Bruststich erlitten hatte.

Die Mordkommission hatte die Ermittlungen aufgenommen.

Aufgrund der Presseveröffentlichung in den Zeitungen vom


06.04.2009 gingen Hinweise bei der Kriminalpolizei ein. Nach
deren Auswertung ergibt sich nun ein dringender Tatverdacht
gegen einen 25-jährigen Deutschen. Sein aktueller Aufenthaltsort
ist nicht bekannt.

Auslobung:
Zur Aufklärung der Tat oder zur Ergreifung der Täter wurde eine
Belohnung in Höhe von 1.000 € ausgesetzt, die unter Ausschluss
des Rechtsweges zuerkannt und verteilt wird.

470. „Trittbrettfahren“ kann teuer werden

Am 11.03.2009 kam es in Winnenden zu einem folgenschweren


Amoklauf eines Schülers. Dabei wurden 16 Personen mit der
Schusswaffe des Täters getötet.

Als Folge kam es in den darauf folgenden Wochen in München


vermehrt zu Meldungen hinsichtlich der Ankündigung von
Amokläufen. Insgesamt wurden bisher 33 Fälle bekannt. Als
Plattform für die Täter dienten neben üblichen Schmierschriften
auf Wänden und Tafeln, auch Internetforen wie „Lokalisten“
oder „You tube“.

In einem der Fälle, der Täter schrieb seiner ehemaligen Freundin


diffuse Ankündigungen wie „Blutbad“ oder „in München auch
bald“, erging mittlerweile ein Strafbefehl mit einer Freiheitsstrafe
von einem halben Jahr auf Bewährung. Der Täter, ein 21-jähriger
arbeitsloser Deutscher, gab als Grund seiner „Mitteilungen“ Frust
über seine Lebenssituation an. Nun muss dieser die polizeilichen
Einsatzkosten in Höhe von knapp 800 € übernehmen.

Herausgeber: Polizeipräsidium München, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit


80333 München, Ettstraße 2, Eingang Augustinerstraße 2
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Polizeipräsidium
Dienstag, 7. April 2009

Wie eine vorab erstellte Kostenrechnung für die weiteren beim


Polizeipräsidium München anhängigen Verfahren ergab, müssen
manche „Trittbrettfahrer“ allerdings mit weit höheren Summen
rechnen.
Da sich die Kosten an den aufgewendeten Stunden sowie den
eingesetzten Beamten orientieren, können in Einzelfällen bis zu
fünfstellige Summen in Rechnung gestellt werden.

Diesbezüglich möchte das Polizeipräsidium München darauf


aufmerksam machen, dass das Vortäuschen einer Straftat - sei
es ein Amoklauf oder andere rechtswidrige Taten - nichts mit Jux
oder Tollerei zu tun hat. Zusätzlich zur Strafe werden den Tätern
die entstandenen Kosten in Rechnung gestellt.

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