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Inselnachrichten

Das Chicago Symphony Orchestra wird im Januar 2014 vier Konzerte unter seiner Leitung geben

Riccardo Muti : Star des 30. Klassischen Musikfestivals

Deutsch-kanarische Korrespondenz aus Berlin

Lesung mit Elsa López in Berlin: Dem Leben auf den Grund gegangen...
Elsa López liest aus ihrem Roman „Una gasa delante de mis ojos“.

Wochenblatt 8.-21.Mai 2013

EFE

Die 30. Ausgabe des Klassischen Musikfestivals der Kanaren (Festival de Música de Canarias) soll eine besondere Jubiläumsausgabe werden. Trotz verordnetem Sparzwang ist es der Festivalleitung mit Candelaria Rodríguez an der Spitze gelungen, eines der ganz großen Orchester für die Festivaleröffnung im Januar 2014 zu gewinnen. Das als eines der besten Orchester der Welt anerkannte Chicago Symphony Orchestra wird unter der Leitung von Stardirigent Riccardo Muti am 10. Januar

Kanarische Inseln

im Auditorio Alfredo Kraus in Las Palmas de Gran Canaria das 30. Festival der Klassischen Musik der Kanaren eröffnen. Im Programm, das der Ballettmusik gewidmet ist, sind Auszüge aus Macbeth von Giuseppe Verdi, Tod und Verklärung von Johann Strauss und Romeo und Julia von Sergei Prokofjew vorgesehen. Am 12. Januar wird das Chicago Symphony Orchestra Ludwig van Beethovens berühmte 5. Sinfonie in c-Moll, op. 67 und die Symphonie fantastique von Hector Berlioz im Alfredo Kraus spielen. Das Programm wird am 13.

und 14. Januar im Auditorio Adán Martín in Santa Cruz de Tenerife wiederholt. Riccardo Muti wird an allen vier Konzertabenden am Pult stehen. Candelaria Rodríguez freute sich bei der Bekanntgabe über das Gelingen dieses gemeinsamen Projektes des kanarischen Kulturressorts und des Tourismusamtes. Ziel sei es, mit dem 30. Klassikfestival ein Ereignis für die internationale Klassikszene zu schaffen und Besucher aus dem Ausland anzuziehen. Weitere Einzelheiten zum Programm wurden noch nicht bekanntgegeben.

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Dass es doch noch gelingen sollte, die über die Kanaren hinaus berühmte Schriftstellerin und Dichterin Elsa López in Berlin persönlich zu erleben, das empfanden ganz gewiss viele der Zuhörer, so wie ich, als besonderes Geschenk an diesem Abend des 26. April im Simón-Bolívar-Saal des IberoAmerikanischen Instituts (IAI). Gastgeberin Diana von Römer vom IAI begrüßte denn auch die Gäste aus La Palma besonders herzlich. Ganz in diesem Sinne und ebenso freundlich willkommen hieß Frau Gloria Minguez Ropiñón, Kulturrätin der Spanischen Botschaft in Berlin, Elsa López und ihren Ehemann, Manolo Cabrera. Die Gesellschaften „Canarias en Berlín“, „Canarias en Europa“ und die Botschaft ermöglichten mit ihrer Kooperation einen erstklassigen literarisch- musikalischen Abend kanarischer Kultur in der Hauptstadt.

Berlin

rin, jedoch aus Argentinien – und um über ein Jahrhundert zeitversetzt – zu hören. Diesem Roman eilte ja auch die Nachricht voraus, López habe zu Biografie und Thema der Argentinierin Alfonsina Storni Martignoni (1882-1915) allein zehn Jahre recherchiert und dazu auch in Kontakt mit dem noch lebenden Sohn   Alfonsinas, Alejandro, gestanden. López bestätigte dies. Im Buch nun scheint es, als schlüpfe Elsa López in eine ihr irgendwie sehr nahe und vertraute Rolle der Alfonsina: Ein Leben für das Theater, ein Leben, das aus Lesen und Schreiben ständig neu geboren wird, ein Leben als Alleinstehende, mit der Schande eines nicht standesgemäß geborenen Kindes ... Kampf um Ansehen und Anerkennung ihrer schriftstellerischen Leistungen. Allein die häufige „Ich-Form“ sagt alles ...

Munde von Eva López selbst, dass ihr Roman demnächst bei Edition La Palma (Madrid) in deutscher Übersetzung erscheint.

Zunächst las Elsa López, wie angekündigt, aus ihrem 2011 erschienenen Roman „Una gasa delante de mis ojos“ („Eine Binde vor meinen Augen“).  Man war ja darauf eingestellt, eine bewegende Lebensgeschichte über eine (ebenfalls!) bekannte Dichte-

Über eine Frau und das Recht über ihr eigenes Schicksal zu entscheiden

Man warf Storni in Argentinien zeitlebens vor, zu gesellschaftskritisch zu sein, sich zu sehr für die Emanzipation der Frauen einzusetzen.  Schließlich beging sie  Selbstmord (es geschah am Strand La Perla von Mar del Plata). Immerhin wird das dichterische Werk von ihr heute gerade wegen ihrer ausdrücklich feministischen Thematik in die argentinische Literaturavantgarde eingeordnet. All das fasst Elsa López im Roman in der ihr eigenen, besonders verdichteten poetischen Sprache, meisterhaft, nicht selten erschütternd zu hören, in Worte. Für deutsche Liebhaber kanarischer Literatur hier noch die gute Nachricht aus dem

Gesellschaftskritik und Poesie

Nach der mit viel Beifall bedachten Lesung setzte sich das Buchthema quasi musikalisch fort. In „Alfonsina y el Mar" (nach einem Gedicht von Félix Luna) schuf Ariel Ramírez  inzwischen eine (v.a. durch Mercedes Sosa) äußerst bekannte Komposition, die das Berliner „Ensemble Hesperídes“ (Nino Díaz, Klarinette, Judit Díaz, Violoncello, Elisa Martell, Gesang/Sopran) zur Aufführung brachte. Wunderbar und mit vielen kanarischen Assoziationen auch die von Nino Díaz arrangierten weiteren Stücke des Abends „Nube de hielo“ (Text: Andrés Molina, Musik: Benito Cabrera), „Aquellas pequeñas cosas“ von Joan Manuel Serrat und ein schwungvolles Potpourri in kanarischen Rhythmen „Emigrante y luchador“ von Manuel Reyes. Was blieb Besseres, als auf diesen bereits zweiten erfolgreichen kanarischen Kulturabend in diesem Jahr mit einem Glas guten kanarischen Weins anzustoßen... Weitere Fotos von diesem Abend gibt es auch in Facebook unter https://www.face book.com/canariasenberlin Ein Interview des Autors León W. Schönau mit Elsa López kann (in Deutsch) unter http://www.miscanariasmagicasleon.de/kanarische-themen/kultur/ nachgelesen werden.
Text und Fotos: León Wolfgang Schönau

Als „Alfonsina y el Mar“ erklang...

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