P. 1
Frankfurter Allgemeine Zeitung 20110430

Frankfurter Allgemeine Zeitung 20110430

|Views: 793|Likes:
Veröffentlicht vonНик Чен

More info:

Published by: Ник Чен on May 18, 2013
Urheberrecht:Attribution Non-commercial

Availability:

Read on Scribd mobile: iPhone, iPad and Android.
download as PDF, TXT or read online from Scribd
See more
See less

07/30/2013

pdf

text

original

###EXjh71vNtUe7/bIEiWZDehRKkie7UTsXFcATfQtadoAIF3QG5zb9dVYvH1OTeuIubPguczc6Vw55AtPwGYMRMA###

ZEI TUNG FÜR DEUTSCHLAND
Samstag, 30. April 2011 · Nr. 100 / 17 D2 HERAUSGEGEBEN VON WERNER D’INKA, BERTHOLD KOHLER, GÜNTHER NONNENMACHER, FRANK SCHIRRMACHER, HOLGER STELTZNER 2,20 € D 2954 A F. A. Z. im Internet: faz.net
Am Sonntag wird Johannes Paul II.
in Rom seliggesprochen. Manche
Pilger reisen von weither an; gerade
für Briten gilt es, Prioritäten zu
setzen. Ein Londoner sagt: „Er war
einer von uns.“ Politik, Seite 7
Landschaftsmalerei in Öl:
historisch, langweilig, gestrig. Von
wegen: In Stuttgart wird John
Constable gezeigt – mit Bildern, die
die Augen öffnen für das Wesen der
Natur. Feuilleton, Seite 37
Fifa-Präsident Joseph Blatter über
Korruption und Wohltaten, seinen
Gegenspieler bin Hammam, seine
Wahlchancen, geplante Reformen
im Falle einer weiteren Amtszeit
und sein Gehalt. Sport, Seite 31
Die Computer haben die Grenze
zu unseren Gehirnen überschritten:
Der Autor Daniel Suarez über die
Bedrohung einer total vernetzten
Welt. Feuilleton, Seiten 34 und 35
Autofeindlich dürfen in Baden-Würt-
temberg selbst die Grünen nicht
sein, sonst wird das Volk nervös.
Die Wirtschaft aber sieht in dem
ökologischen Umbau auch Chan-
cen. Wirtschaft, Seite 13
Noch steht nicht fest, wer das
Attentat von Marrakesch vom
Donnerstag verübt hat. Doch klar
ist, dass damit der Druck auf den
„Reformkönig“ Mohammed VI.
wächst. Politik, Seite 2
Wer an den jüngsten Staat in
Europa denkt, der stellt sich Krieg
und Hass vor, wie sie dort jahrelang
geherrscht haben. Wer ins Kosovo
reist, trifft Menschen voller Hoff-
nung. Bilder und Zeiten, Seite Z1
Mitteilung des Verlags:
16 Seiten Stellenanzeigenvon Seite C5 an;
Anzeigen Unterricht – Weiterbildung –
Seminare auf Seite C20.
Druckauflage: 481423 Exemplare
Himmelsmacht
Kongress soll WMvergeben
Himmel, das sind Bilder!
Ja – Nicht alle Erdenbürger, die sich am Freitag dem Sog der
Londoner Hochzeit hingaben, sehen wirklich zum Hochadel
auf. Aber dem Zusehen verweigerten sich am Ende auch
viele der Genervten nicht. Den königlichen Kuss gab es zur
deutschen Mittagspause, danach überflogen Jagdflugzeuge
den Buckingham Palace, die schon vor siebzig Jahren die
deutsche Luftwaffe bekämpften. Das alles passierte nach
Plan, weil in der Westminster Abbey niemand Einwände er-
hoben hatte, als der Erzbischof sie fragte. So steht es auf den
Seiten 3, 8, 9 und 44. Der Rest schweigt für immer. Foto AFP
F.A.Z. FRANKFURT, 29. April. Teofila
Reich-Ranicki, die Frau des Literaturkriti-
kers Marcel Reich-Ranicki, ist am Freitag
imAlter von 91 Jahren in Frankfurt gestor-
ben. Geboren 1920 im polnischen Lodz,
war ihr Leben geprägt vom Schrecken des
Nationalsozialismus. Zusammen mit ih-
rem Mann entkam sie dem Warschauer
Getto. Die Zeichnungen, die sie dort anfer-
tigte, wurden vielfach ausgestellt. Seit
1958 lebte das Ehepaar in der Bundesrepu-
blik. (Siehe Feuilleton, Seite 33.)
Gegen den Westen
Er suchte, sie kamen
I
n den vergangenen Jahren war
Großbritannien nicht nur der Ort,
an demMonarchiebegeisterte ihre vor-
republikanischen Sehnsüchte stillen
konnten; es war auch ein Magnet, der
Hunderttausende Arbeitskräfte aus
den neuen EU-Mitgliedstaaten anzog.
Denn Britannien hatte wie Irland und
Schweden schon bei deren Beitritt
2004 den Arbeitnehmern die volle Frei-
zügigkeit gewährt. Während in Frank-
reich der „polnische Klempner“ von
Erweiterungsgegnern zumPopanz auf-
gebauscht wurde, der 2005 zur Ableh-
nung des Verfassungsvertrags beitrug,
waren Polen, Slowaken oder Balten
auf den Inseln willkommen (was loka-
len Unmut nicht ausschloss). Jetzt zie-
hen die beiden letzten alten EU-Mit-
glieder in puncto Freizügigkeit nach,
die Übergangsfrist ist abgelaufen: Am
1. Mai öffnet sich der Arbeitsmarkt für
Bürger aus acht mittel- und nordosteu-
ropäischen Ländern auch in Deutsch-
land und Österreich. Es ist gut, dass
diese europäische Anomalie ihr Ende
hat, und das nicht nur, weil die Wirt-
schaft, die (angeblich) verzweifelt
nach qualifiziertem Personal sucht,
den neuen Arbeitssuchenden begeis-
tert entgegenblickt.
Es hat natürlich mit der aktuellen
Wirtschaftslage zu tun, dass das The-
ma Freizügigkeit heute mit größerer
Gelassenheit behandelt wird als vor
sieben, acht Jahren. Damals wurden
die Vorteile klein- und die Nachteile
großgeredet. Groß war die Koalition
gegen vermutete „Billigkonkurrenz“.
Die günstigen Prognosen für den Ar-
beitsmarkt und die große Nachfrage
nach bestimmten Berufen haben erst
gar keine Abwehrkampagne entstehen
lassen. Natürlich weiß niemand, ob
hundert-, zweihunderttausend oder
noch mehr Arbeitssuchende „aus dem
Osten“ kommen werden. Die briti-
schen oder schwedischen Erfahrungen
waren nicht so, dass man wirklich be-
gründete Bedenken wegen Störung
der Arbeitsmärkte und wegen Lohn-
dumping haben müsste.
Das heißt nicht, dass die Furcht man-
cher Leute vor „Überfremdung“ im-
mer nur ein Hirngespinst wäre. Die
neue populistische Euroskepsis wird ja
zu einem nicht geringen Teil gespeist
von Ängsten sozialkultureller Über-
fremdung. Aber Polen und Balten ste-
hen uns kulturell weitaus näher als au-
ßereuropäische Migranten. Die volle
Freizügigkeit, eine der vier europäi-
schen Kernfreiheiten, vollendet jeden-
falls die Erweiterung; sie kann dazu
führen, dass die Beziehungen zu den
östlichen Partnern noch verständnis-
voller werden. Menschlicher eben.
Teofila Reich-Ranicki
gestorben
Herrscher kommen und gehen
Kosovo als Multikultizentrum
Briefe an die Herausgeber . . . . . . . . . . . . 19
Bilder und Zeiten . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Z1
Kunstmarkt . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 39
Beruf und Chance . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . C1
Impressum . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 4
Deutschland und die Welt . . . . . . . . . . . . . . 8
Zeitgeschehen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 10
Wirtschaft . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 11
Die Lounge . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 13
Unternehmen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 14
Menschen und Wirtschaft . . . . . . . . . . . . . 18
Wetter . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 20
Finanzmarkt . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 21
Kurse . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 24
Sport . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 29
Feuilleton . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 33
Schallplatten und Phono . . . . . . . . . . . . . . 42
Medien . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 44
Hörfunk . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 44
Fernsehen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 45
isk./Mü. FRANKFURT, 29. April. Beam-
te des Bundeskriminalamts haben am
Freitag drei mutmaßliche Mitglieder der
Terrororganisation Al Qaida festgenom-
men. Wie die Bundesanwaltschaft mitteil-
te, sollen die Verdächtigen an diesem
Samstag demErmittlungsrichter des Bun-
desgerichtshofs vorgeführt werden. Sie
sollen demVernehmen nach einen größe-
ren Anschlag in Deutschland vorbereitet
haben.
Nach Informationen dieser Zeitung
stammen die Verdächtigen aus Bochum,
Essen und Düsseldorf. Sie wurden in Ma-
rokko geboren, besitzen aber wohl die
deutsche Staatsbürgerschaft. Zudemgehö-
ren sie offenbar demengsten Kreis von Al
Qaida in Deutschland an. Mindestens ei-
ner der mutmaßlichen Attentäter soll in
einem Terror-Camp ausgebildet worden
sein. Außer diesen drei Verdächtigen soll
es noch vier weitere Kontaktpersonen ge-
geben haben. Beamte des Bundeskrimi-
nalamtes haben insgesamt sieben Objek-
te durchsucht. Dabei soll Sprengstoff si-
chergestellt worden sein.
Wie aus Sicherheitskreisen zu hören
ist, waren die Anschlagsvorbereitungen
schon fortgeschritten. Eine unmittelbare
Gefährdung habe es aber nicht gegeben.
Offenbar war ein „Testlauf“ geplant, der
am Freitag stattfinden sollte, dann aber
verschoben worden war. Daraufhin ha-
ben die Ermittler des Bundeskriminal-
amts zugegriffen. Imnächsten Schritt war
offenbar der Bau einer Bombe geplant.
Dem Vernehmen nach sollten die geplan-
ten Anschläge von einem ähnlichen Aus-
maß sein wie die von der Sauerland-Grup-
pe geplanten. 2007 war ein Anschlag die-
ser Gruppe vereitelt worden.
Die Sicherheitsbehörden hatten die
mutmaßlichen Terroristen offenbar
schon über einen längeren Zeitraumbeob-
achtet. Auf die Spur gekommen sind sie
der Gruppe durch die Überwachung von
Mobiltelefonen und Computern. Zudem
habe es offenbar auch weitere Hinweise
gegeben. Im Zusammenhang mit Al Qai-
da in Deutschland gab es in der Vergan-
genheit immer wieder Informationen,
dass Anschläge geplant seien, unter ande-
rem auch durch Ankündigungen des
Dschihadisten Bekkay Harrach. Der Ma-
rokkaner aus Bonn gehörte ebenfalls zu
Al Qaida; im Jahr 2010 wurde er bei Ge-
fechten in Afghanistan getötet.
F.A.Z. FRANKFURT, 29. April. In Sy-
rien hat das Regime auch mit massiver Prä-
senz der Sicherheitskräfte neue Massen-
proteste nicht verhindern können. In allen
wichtigen Städten setzte die Bevölkerung
nach dem Freitagsgebet an einem weite-
ren „Tag des Zorns“ ihre Proteste gegen
das Regime fort. Es kamin mehreren Städ-
ten zu Zusammenstößen mit den Sicher-
heitskräften, nach Berichten der Oppositi-
on wurde auf Demonstranten geschossen.
In Internetforen und arabischen Medien-
berichten hieß es am Freitagnachmittag,
in der südsyrischen Stadt Daraa habe es
mindestens 15 Tote gegeben. Auch aus an-
deren Städten wurden Tote gemeldet. Die
Opposition behauptete, mehr als eine Mil-
lion Syrer seien am Freitag gegen Assad
auf die Straße gegangen.
In Damaskus vereitelte die Präsidenten-
garde auf dem zentralen Abbasidenplatz
und im Stadtteil Midan Kundgebungen.
Dennoch wurden auch aus mehreren
Stadtteilen und Vororten der Hauptstadt
trotz Militärpräsenz große Kundgebungen
gemeldet. Die Koordinatoren der Proteste
hatten imInternet dazu aufgerufen, an die-
sem Freitag Solidarität für die Bewohner
von Daraa zu zeigen, wo die Proteste am
15. März begonnen hatten. Die Stadt ist
vom Militär belagert, 120 000 Menschen
sind von der Außenwelt abgeschnitten.
Die EU begann am Freitag Beratungen
über Sanktionen gegen Syrien.
ImJemen, wo es ebenfalls zu neuen Pro-
testen gegen das Regime von Präsident Sa-
lih kam, schossen Polizisten nach Agentur-
berichten auf Demonstranten. UN-Gene-
ralsekretär Ban Ki-moon erinnerte die je-
menitische Regierung an ihre Verantwor-
tung zum Schutz der Bevölkerung. Die
amerikanische Regierung verschärfte ih-
ren Ton gegenüber demlibyschen Regime.
Hohe Mitarbeiter der Regierung pranger-
ten Menschenrechtsverletzungen der Trup-
pen des Machthabers Gaddafi an. UN-Bot-
schafterin Susan Rice warf dem Regime
im UN-Sicherheitsrat nach Angaben von
Diplomaten vor, es versorge seine Solda-
ten mit dem Potenzmittel Viagra, um im
Kampf gegen die Aufständischen gezielt
sexuelle Gewalt gegen Frauen einzuset-
zen. Die Nato teilte mit, sie habe den Ver-
such von Gaddafis Truppen vereitelt, den
Hafen der belagerten Stadt Misrata zu ver-
minen, über den Hilfsgüter ins Land ge-
bracht werden. (Siehe Seite 5.)
W
ar es wirklich eine Traumhoch-
zeit? Selbstverständlich, so ni-
cken alle, die mit diesem Ereignis Ge-
fühle verkauften: die Hersteller, die
Londoner Tourismus-Branche, die
Boulevardpresse, auch das Fernsehen.
Und alle, die an der Trauung von Prinz
William von Wales und Catherine
Middleton ihr Geld verdienen, staffier-
ten diesen Traum mit den Erinnerun-
gen an ein Hochzeitsmärchen aus, das
vor 30 Jahren die Maßstäbe setzte in
dieser Kategorie des Staunens: die Ver-
ehelichung von Williams Eltern,
Charles und Diana. Aus der Perspekti-
ve der Märchenerzähler heiratete Dia-
na jetzt quasi Kate – und vermählte da-
mit ihren Status einer royalen Pop-Iko-
ne mit den Aufstiegsträumen eines am-
bitionierten Mannequins.
Der Eintritt Dianas in das Haus
Windsor hätte die ehrwürdigste der eu-
ropäischen Monarchien wenig später
beinahe zum Einsturz gebracht: Die
naive, überwältigend charmante Prin-
zessin exponierte durch ihren privaten
Kummer die knöchernen Lebensre-
geln der königlichen Familie. Dass Dia-
na die Grenzen von Takt und Anstand
aus Unbekümmertheit und Unbedarft-
heit einfach übersprang, popularisier-
te „die Royals“ in jeder – und nicht nur
in der von ihnen erwünschten – Hin-
sicht. Dianas Umgang mit Fotografen
und Interviews brachte die britische
Königsfamilie in der Parade weltwei-
ter Berühmtheiten auf den ersten Platz
– und zog sie zugleich hinunter in die
Glitzerwelt der internationalen
Klatschgesellschaft. Dianas Präsenz
befeuerte die Neugierde, zerstörte
aber den Respekt vor der Institution.
Dieses Erbe lastet auf der jungen Ge-
neration der Windsors, aber nicht blei-
ern: Der Bräutigam, Prinz William,
hat aus der öffentlichen Ehe-Katastro-
phe seiner Eltern vor allem den
Schluss gezogen, selber ein möglichst
privates Leben führen zu wollen. Die
Braut hingegen, Kate Middleton, das
Aufsteigerkind aus der englischen Mit-
telklasse, wirkt zu patent und selbstsi-
cher, um von Glanz und Grausamkeit
der Monarchie überwältigt zu sein. So
ergibt sich aus dem Blick auf das Paar
der „Generation 1“ nach dem Natur-
wunder Diana ein Paradoxon: Die Au-
gen der Welt ruhen auf einemPrinzen,
der sich nach ungestörter Bürgerlich-
keit sehnt, und auf einer Prinzessin,
die imBürgertumgeboren wurde, aber
von ihrem Selbstbewusstsein in den
Hochadel hinaufgehoben wird.
Es ist die These zulässig, dass Kates
verstorbene Schwiegermutter Diana
durch ihre eigene unglückliche Ehe
mit dem Kronzprinzen die Trauung ei-
nes künftigen Königs mit einer Bür-
gerstochter erst möglich machte. Die
Standeskonventionen, die sie als Ab-
kömmling des englischen Hochadels
vor 30 Jahren noch an die Seite von
Prinz Charles führten, sind durch Dia-
nas eigenes Zutun gebrochen worden.
Andererseits aber heiratet die bürgerli-
che Braut Kate an diesem Freitag eben
nicht nur den privaten Bräutigam Wil-
liam, sondern ehelicht offenen Auges
auch die öffentliche Funktion einer
künftigen Königin. Und die wenigen
bisherigen protokollarischen Auftritte
Catherines haben schon bewiesen,
dass sie die repräsentativen Pflichten
einer Prinzessin zu meistern und wohl
auch zu genießen versteht.
Auf diese Weise könnte ausgerech-
net ein Bürgerkind die königliche Wür-
de in Großbritannien wieder stärken.
Es wird allerdings voraussichtlich
noch lange dauern, bis nach der rüsti-
gen Monarchin Elisabeth II. und nach
ihrem stets von einem Hauch Selbst-
mitleid umwehten Thronfolger
Charles die Zeit König Williams anbre-
chen kann. Charles wird dereinst viel-
leicht versuchen, die Krone zu politisie-
ren – nicht in innenpolitischen Ausein-
andersetzungen, wohl aber in gesell-
schaftlichen Debatten. William würde
zweifellos das Königtum verbürgerli-
chen, wohl in eine Richtung, wie sie
Norwegen und Dänemark vorleben.
Allerdings werden ihm die Erwar-
tungen der britischen Untertanen da-
bei Grenzen setzen – nicht nur wegen
der Sucht des Boulevards nach Gla-
mour, sondern vor allemwegen der Er-
wartungen des Staates an die Krone.
Denn der Monarch ist in der ältesten
Demokratie der westlichen Welt noch
immer Ausgangs- und Legitimations-
punkt aller Gewalt. In einem Gemein-
wesen, in dem die Verfassungsregeln
bis heute weitgehend nicht schriftlich
niedergelegt sind, sondern auf Konven-
tionen beruhen, kommt Tradition, her-
gebrachten Bräuchen und Verfahrens-
weisen große Bedeutung zu. Politik
und Krone zelebrieren dieses gemein-
same Verfassungsgeflecht regelmäßig
in der festlichen Eröffnung des Parla-
mentsjahrs – ein Ereignis, bei dem je-
der Schritt, jede Geste historisch be-
deutsam ist und das in seinem Ablauf
seltsam auffallend der Hochzeitszere-
monie ähnelt, die sich am Freitag in
London abgespielt hat.
Aber die Ähnlichkeiten sind so ver-
blüffend nicht. Denn auch in der Hoch-
zeitsparade entfaltete sich das patrioti-
sche Gesicht Britanniens: Die tausend
Soldaten zum Beispiel, die am Freitag
Ehrenspalier standen, haben fast alle
schon einmal ihre roten Garderöcke ge-
gen sandbraune Kampfanzüge ge-
tauscht, viele von ihnen haben gegen
afghanische Taliban oder andere Geg-
ner gekämpft. In Wahrheit ist der
Hochzeitszug von Prinz William und
Prinzessin Catherine kein Traumgewe-
sen, sondern ernste Staatsräson: Hier
feierte eine Nation den Fortbestand
ihrer Ordnung in der nächsten Genera-
tion – und stärkte damit sich selbst.
ban. BERLIN, 29. April. Die FDP-Frakti-
onsvorsitzende Homburger hat sich be-
reit erklärt, über das Vorziehen der Wahl
zumFraktionsvorstand „in Ruhe zu disku-
tieren“. Dies teilte ein Sprecher am Frei-
tag mit. Der stellvertretende Fraktionsvor-
sitzende Koppelin hatte gefordert, die
Vorstandswahl solle nicht erst – wie in
der Geschäftsordnung der Fraktion vorge-
sehen – im Herbst, sondern bald nach
dem FDP-Bundesparteitag Mitte Mai ab-
gehalten werden. (Siehe Seite 4.)
Heute
Werden wir
versklavt?
Homburger reagiert auf
Druck aus ihrer Partei
sat. BERLIN, 29. April. Die Bundes-
tagsverwaltung klärt Vorwürfe, nach
denen der Staatskanzleichef des dama-
ligen niedersächsischen Ministerpräsi-
denten und SPD-Kanzlerkandidaten
Gerhard Schröder, Frank-Walter Stein-
meier, im Bundestagswahlkampf 1998
von der Verschleierung einer Spende
Kenntnis hatte. Das teilte ein Spre-
cher der Bundestagsverwaltung am
Freitag dieser Zeitung mit. Das ARD-
Magazin „Panorama“ hatte berichtet,
dass der heutige Vorsitzende der SPD-
Bundestagsfraktion davon gewusst
habe, dass Carsten Maschmeyer, der
Gründer des Finanzdienstleisters
AWD, über einen Mittelsmann
150 000 Mark für drei ganzseitige An-
zeigen der Wählerinitiative „Hand-
werk und Mittelstand für Gerhard
Schröder“ gespendet habe, die auch in
dieser Zeitung gedruckt wurden.
Maschmeyer selbst habe der ARD mit-
geteilt, berichtet die „Panorama“-Re-
daktion, er könne sich an einen sol-
chen Vorgang nicht erinnern. (Fortset-
zung Seite 2; Kommentar Seite 10.)
Syrer trotzen dem Demonstrationsverbot
Tote bei neuen Massenprotesten / Amerika: Gaddafi-Regime lässt Frauen vergewaltigen
Eine Nation vergewissert sich
Von Johannes Leithäuser
F.A.Z. FRANKFURT, 29. April. Ab Sonn-
tag, den 1. Mai wird der deutsche Arbeits-
markt auch für Bürger aus Polen, Tsche-
chien, der Slowakei, Slowenien, Ungarn,
Lettland, Litauen und Estland geöffnet
sein. Bürger aus diesen EU-Staaten benö-
tigen dann keine Arbeitserlaubnis mehr.
Um Verwerfungen am Arbeitsmarkt zu
verhindern, hatte Deutschland die Frei-
zügigkeit für Arbeitnehmer aus diesen
Beitrittsländern bisher eingeschränkt.
(Siehe Wirtschaft, Seiten 10 und 12.)
Drei mutmaßliche Al-Qaida-Mitglieder
in Nordrhein-Westfalen festgenommen
Deutsche marokkanischer Herkunft / BKA: Größerer Anschlag in Deutschland geplant
Bundestag klärt
Vorwürfe gegen
Steinmeier
Am 1. Mai wird der
Arbeitsmarkt geöffnet
Weiterhin geht in der
ältesten Demokratie der
Welt alle Staatsgewalt
vom Monarchen aus.
Vollendet
Von Klaus-Dieter Frankenberger
4<BUACUQ=eaccaa>:r;V;l;m;x
Frankfurter Allgemeine Zeitung GmbH; Abonnenten-Service: 0180 - 2 34 46 77 (6 Cent pro Anruf aus dem dt. Festnetz, aus Mobilfunknetzen max. 42 Cent pro Minute). Briefe an die Herausgeber: leserbriefe@faz.de
Belgien 3,10€ / Dänemark 24dkr / Finnland, Frankreich, Griechenland 3,10€ / Großbritannien 2,70£ / Irland, Italien, Luxemburg, Niederlande 3,10€ / Norwegen 29nkr / Österreich 3,10€ / Portugal (Cont.) 3,10€ / Schweden 30skr / Schweiz 5,00sfrs / Slowenien 3,10€ / Spanien, Kanaren 3,10€ / Ungarn 820Ft
SEI TE 2 · SAMSTAG, 30. APRI L 2011 · NR. 100 F P M FRANKFURTER ALLGEMEI NE ZEI TUNG Politik
Der neue Verteidigungsminister de
Maizière hat sich über seine Vorstel-
lungen zum Bundeswehrumbau
bisher bedeckt gehalten. Für kom-
mende Woche wird Konkreteres
erwartet. Politik, Seite 4
Ein vom stellvertretenden SPD-Frak-
tionsvorsitzenden im Schweriner
Landtag herausgegebenes Buch
sorgt im politischen Nordosten für
Aufwallungen – insbesondere bei
der Linkspartei. Politik, Seite 4
Obwohl sich Belgien in einer tiefen
Krise befindet, hat das Abgeordne-
tenhaus abermals ein Burka-Verbot
beschlossen. Das wurde als Beweis
politischer Handlungsfähigkeit
gewertet. Politik, Seite 7
Slawomir Oder hat das Verfahren
zur Seligsprechung Papst Johannes
Pauls II. geleitet – vor allem aber
hat er es vorangetrieben. Mit dem
Ergebnis ist der Monsignore sehr
zufrieden. Zeitgeschehen, Seite 10
Ein Korrespondent zieht Bilanz:
Europa spricht oft und gern über
seine weltpolitische Verantwortung.
Aber die Realität, zuletzt in
Libyen, offenbart Ernüchterndes.
Zeitgeschehen, Seite 10
Aus Anlass des „Tages der Arbeit“
treten der SPD-Vorsitzende Gabriel
und DGB-Chef Sommer dafür ein,
der Arbeit den auch in Euro zu
beziffernden Wert zuzumessen, den
sie verdient. Zeitgeschehen, Seite 10
A
m18. Dezember 2013 wird der Ge-
burtstag von Willy Brandt genau
ein Jahrhundert zurückliegen. Geboren
wurde Brandt in Lübeck als Herbert
Ernst Karl Frahm. In seiner Heimat-
stadt würdigt seit Dezember 2007 das
Willy-Brandt-Haus den früheren SPD-
Vorsitzenden und Bundeskanzler. Be-
trieben wird das Haus von der Bundes-
kanzler-Willy-Brandt-Stiftung mit Sitz
in Berlin. Das Haus in Lübeck liegt an
der Königstraße, einem der repräsenta-
tiven Orte in der Hansestadt. Es hat mit
Brandts Geburtshaus allerdings nichts
zu tun. Brandt stammte aus einfachen
Verhältnissen, wo man sich ein solches
Haus nicht leisten konnte.
Im rechten Winkel zum Haus an der
Königstraße liegt mit gemeinsamem
Hof das Günter-Grass-Haus. Überhaupt
atmet die Stadt bis heute viel Sozialde-
mokratie. Auch Bürgermeister Bernd
Saxe ist Sozialdemokrat. Seit 2000 ist er
imAmt, vor kurzemwurde er wiederge-
wählt. Saxe hat nun mit Blick auf das
große Jubiläum angeregt, Brandt, der
natürlich auch Ehrenbürger Lübecks ist,
ein Denkmal zu setzen. Einen Standort
hat Saxe auch schon bei der Hand –
nahe dem Holstentor: „Das ist auch ein
Fotomotiv für Tausende von Touristen
in Lübeck.“ Brandt sei eine „hoch ge-
schätzte und bei den Bürgern beliebte
Persönlichkeit“. Allerdings findet Saxe
keineswegs nur Zustimmung für seine
Idee. Von einem„sozialdemokratischen
Bismarck“ war schon die Rede. Besser
sei die Gestaltung eines Brandt-Wortes,
etwa des Klassikers „Mehr Demokratie
wagen“. Andere
Kritiker verwei-
sen auf die „gro-
ße Herausforde-
rung“, ein sol-
ches Denkmal
zeitgemäß zu ge-
stalten. Die be-
kannte Brandt-
Skulptur von
Rainer Fetting,
die in der SPD-
Parteizentrale in
Berlin steht, sei „nicht wiederholbar“.
Das neue Kunstwerk solle „keine zweite
Skulptur werden“, sagt auch Jürgen Lill-
teicher, der Leiter des Willy-Brandt-
Hauses. Er hat 2005 am Holocaust-
Mahnmal in Berlin mitgewirkt und
wäre bereit, in einer Kommission für
ein Brandt-Denkmal mitzuwirken.
Die Hansestadt zählt mehr als 25 Er-
innerungs- und Denkmale. Für seine
drei Nobelpreisträger – Brandt, Grass
und Thomas Mann – gibt es jeweils ein
Museum. Auch für den Bürgermeister
ist freilich klar, dass das Brandt-Denk-
mal eine „zeitgenössische Ausdrucks-
form“ brauche. FRANK PERGANDE
Frischer Wind in Palästina?
Die „Neue Zürcher Zeitung“ schreibt zur Einigung
zwischen den Palästinenser-Organisationen Fatah
und Hamas:
„Die in Israel betriebene pauschale Verdammung der
Hamas ist nicht länger glaubwürdig. In Ägypten erwei-
sen sich die Muslimbrüder (die Paten der Hamas), die
das Verhältnis weder zu Israel noch zu den Vereinigten
Staaten grundsätzlich in Frage stellen, bis jetzt als tragfä-
hige Säule einer nachrevolutionären Ordnung. Ob die Ha-
mas ebenso den Pfad des Pragmatismus wählt, ist offen.
Für die EU gilt sie seit 2004 als terroristische Organisati-
on. Der unter amerikanischem Druck gefällte Entscheid
gilt in wichtigen EU-Ländern inzwischen als Fehler. Es
kann nicht sein, dass europäische Steuerzahler den Auf-
bau eines Staates Palästina finanzieren, ohne dass des-
sen wichtigste politische Kräfte einbezogen werden.“
Tragische Schatten über dem arabischen Frühling
Die Pariser Tageszeitung „Libération“ äußert zu dem
blutigen Terroranschlag in Marrakesch:
„Diese Bombe ist explodiert wie die tragische Erinne-
rung an ein Zeitalter, das der arabische Frühling ver-
bannt zu haben schien. Diese Völker kämpfen seit Mo-
naten, sie haben alternde Autokraten abserviert, den
amtierenden Regimes Reformen abgerungen und haben
gleichzeitig Terrorgruppen disqualifiziert, diese Apostel
blinder Gewalt . . . Kein einziger Schlachtruf der Terro-
risten kam bei den Kundgebungen in Tunis, Kairo oder
Casablanca auf. Zu keinem Zeitpunkt haben diese Völ-
ker Terror ins Spiel gebracht. Der Anschlag in Marra-
kesch galt Touristen und dem arabischen Frühling.“
Ein neues Zeitalter für die britische Monarchie
In der Londoner Tageszeitung „The Times“ lesen wir
zur Hochzeit von Prinz William und Kate Middleton:
„Das Paar hat sich in einer Erklärung erfreut und be-
rührt über die öffentliche Zuneigung geäußert. Das soll-
ten Prinz Williamund seine Frau auch sein. Es gab Stra-
ßenpartys im ganzen Land, und Familien hatten in Zel-
ten übernachtet, umeinen Blick auf das Brautpaar zu er-
haschen . . . Die Geschichte kann die Bedeutung einer
königlichen Hochzeit oft klarer einschätzen als die di-
rekten Beobachter des Ereignisses. Noch ist völlig un-
klar, wie die Geschichte die Hochzeit von Prinz Wil-
liam und Catherine Middleton bewerten wird. Das Er-
eignis dürfte jedoch als erste bürgerliche und volksnahe
königliche Hochzeit in die Geschichte eingehen und
nicht als Hochzeit eines Paares exotischer oder hochvor-
nehmer Abstammung.“
Symbol eines getrösteten Landes
Die Tageszeitung „Le Midi Libre“ (Montpellier)
meint zu dem Ereignis:
„Ein glamouröses Ereignis in einer brutalen
Welt . . . Dieses Märchen des 21. Jahrhunderts muss un-
ter drei Blickpunkten betrachtet werden. Zuerst wirt-
schaftlich. Diese Hochzeit kurbelt die Geschäfte eines
ruinierten Landes an . . . Dann politisch. Es gibt nichts
Schöneres als eine schöne Hochzeit, um zu entfliehen.
Durch die Finanzkrise erschüttert, kehrt das Land durch
das Fernsehen auf das internationale Parkett zu-
rück . . . Schließlich das Symbol. Das eines Landes, das
sich getröstet um seine Souveräne versammelt. Das einer
Monarchie, die Farbe und Popularität wiederfindet.“
Die englische Krankheit
Zum gesellschaftlichen Zustand Großbritanniens
heißt es in der Wiener Tageszeitung „Der Standard“:
„Kate Middletons Aufstieg zur Prinzessin zeigt, dass
die Barrieren zwischen der oberen Mittelklasse – zu der
die grob geschätzten sieben Prozent aller Briten zählen,
die wie sie auch Privatschulen besuchten – und der gesell-
schaftlichen Spitze abgetragen wurden. Das weit größere
Problem ist nicht dort an der Spitze zu suchen, sondern
in den miserablen Aussichten auf einen sozialen Auf-
stieg jener Mehrheit, welche die schlechten staatlichen
Schulen besucht. Das ist die Tatsache, die Großbritan-
nien, speziell England, von anderen modernen europäi-
schen Monarchien trennt wie zum Beispiel Schweden,
wo offene egalitäre Gesellschaften fröhlich nebeneinan-
der existieren. Das ist die wahre englische Krankheit.“
Dieses grün-rote Projekt ist ein Kampf
Die Tageszeitung „Le Monde“ (Paris) befasst sich mit
der grün-roten Einigung in Baden-Württemberg:
„Es ist ein historischer Augenblick: Erstmals wird ein
Grüner Ministerpräsident eines Bundeslands werden.
Das ist eine ziemlich große Herausforderung. Baden-
Württemberg ist eines der wohlhabendsten Länder der
Republik und wurde in den letzten 58 Jahren von den
Konservativen regiert. SPD und Grüne haben sich nun
darum bemüht, den Wechsel zu symbolisieren, ohne die
konservativen Wähler zu verschrecken. Trotz ihrer Eini-
gung bleibt eine große Meinungsverschiedenheit: die Zu-
kunft des gigantischen Projekts der Umwandlung des
Stuttgarter Bahnhofs. Die Grünen sind strikt dagegen,
die SPD ist dafür. Diese Union ist ein Kampf.“
Kanzlerin Merkels Strategie in der Europa-Politik
Das „Handelsblatt“ (Düsseldorf) stellt sich Fragen zur
Europa-Politik Bundeskanzlerin Merkels:
„Möglicherweise wird Angela Merkel in den nächsten
Wochen ein paar Zugeständnisse Frankreichs bei ande-
ren Themen wie dem künftigen Europäischen Rettungs-
fonds ESM erreichen. Doch insgesamt ist die Strategie
der Kanzlerin, trotz guter sachlicher Argumente demita-
lienischen Notenbankchef die Zustimmung zu versagen,
nicht aufgegangen. Merkels Zögern bei Draghi erinnert
an die anfängliche Weigerung Deutschlands, für Grie-
chenland ein Hilfspaket zu schnüren oder einen Euro-
Rettungsfonds zu schaffen. Am Ende stimmte die Bun-
desregierung beiden Projekten zu, ohne ihren Mei-
nungswechsel überzeugend erklären zu können.“
Ethik ist immer gut
Das „Badische Tagblatt“ (Baden-Baden) beschäftigt
sich mit der ersten öffentlichen Anhörung der „Ethik-
kommission sichere Energieversorgung“:
„Ethik hört sich immer gut an, und seit Hartz, Rürup
und Süssmuth scheint es Ausdruck modernen Regierens
zu sein, Experten zu Rate zu ziehen. Gleichwohl sagt die
jüngste Anhörung mehr über die Inszenierung von Poli-
tik aus als über deren Gehalt. So funktioniert Politik heu-
te: die Öffentlichkeit beschäftigen. Das ergibt im Zwei-
Wochen-Turnus einen schönen Termin, an dem man Be-
richte und Stellungnahmen in die Kameras halten
kann. Garniert wird die Show mit dem Geißler-Touch
der Live-Übertragung, der Bürgernähe verspricht. Das
kommt gut an, weil die Verpackung stimmt. Mal sehen,
was bleibt, wenn man im Juni die Hülle wegnimmt.“
F
o
to

rg
S
a
rb
a
c
h
Ende der Einarbeitung
Ein bisschen extremistisch
Burka-Verbot, zumZweiten
Der Fürsprecher
Die „Stunde Europas“?
VomWert der Arbeit
Den Vorwurf der Spendenverschleierung
erhebt die damalige Mittelstandsbeauf-
tragte der Staatskanzlei in Hannover, Bet-
tina Raddatz. Sie bezichtigt auch sich
selbst, an der Aktion beteiligt gewesen
zu sein. Die heutige Referatsleiterin in
der Staatskanzlei unter Ministerpräsi-
dent David McAllister (CDU) hatte in ei-
nem Vermerk aus dem Sommer 1998
Matthias Machnig, dem damaligen Lei-
ter der SPD-Wahlkampfzentrale und heu-
tigen Wirtschaftsminister in Thüringen,
über die Spende, die ausschließlich für
die Anzeigenkampagne verwendet wer-
den sollte, berichtet und diesen um Ant-
wort gebeten, nachdemein erstes Schrei-
ben an ihn unbeantwortet geblieben war.
In dem Vermerk, der auch dem Chef der
Staatskanzlei zugeleitet wurde, bat sie zu-
dem Steinmeier, er möge sicherstellen,
dass auch Schröder wisse, dass der Spen-
der „unbedingt anonym“ bleiben wolle.
Der Vermerk, über den die ARD berich-
tet, wurde mit dem Kürzel „FWS“ abge-
zeichnet, das Steinmeier üblicherweise
benutzt.
Steinmeier, der sich am Freitag nicht
zu dem Vorgang äußern wollte, hatte der
ARD schriftlich bestätigt, ihm sei be-
kannt gewesen, dass es eine solche Wäh-
lerinitiative im Bundestagswahlkampf
gegeben habe. Zudemgehe er davon aus,
dass die Mittelstandsinitiative auch Kon-
takt zum Mittelstandsreferat der Staats-
kanzlei gesucht habe. „Wenn von dort
aus Aktivitäten erfolgt sind, die in die
Nähe zur Wahlkampfunterstützung ge-
rückt werden, dann war selbstverständ-
lich vorauszusetzen, dass solche politi-
schen Aktivitäten außerhalb der dienstli-
chen Verantwortung dieser Mitarbeiter
erfolgten“, schreibt Steinmeier. „Ob
überhaupt, von wem und an welchen
Empfänger Geld überwiesen wurde“,
entziehe sich seiner Kenntnis. Weiter
schreibt Steinmeier: „Mir war damals
auch nicht bekannt, dass sich Herr
Maschmeyer hinter der (. . .) Unterstüt-
zungsaktion verbarg.“
Mit seinem Verweis darauf, dass die
Aktivitäten seiner Mitarbeiter „außer-
halb der dienstlichen Verantwortung“ er-
folgten, weist Steinmeier den Vorwurf zu-
rück, öffentliche und parteipolitische Be-
lange miteinander vermischt zu haben.
Zudem steht der Vorwurf eines Versto-
ßes gegen das damals geltende Parteien-
recht imRaum. Juristisch strittig ist zwei-
erlei: Zumeinen muss die Bundestagsver-
waltung prüfen, ob es sich bei den
150 000 Mark um eine verdeckte Partei-
spende handelt beziehungsweise um
eine Spende, die durch die Partei gebil-
ligt wurde, was der an Machnig gerichte-
te Vermerk nahelegt. Dann hätte der ei-
gentliche Spendername der Bundestags-
verwaltung gemeldet werden müssen.
Im Falle von Spenden für eine Wähler-
initiative greift indes das Parteiengesetz
nicht, folglich gibt es keine Verpflich-
tung zur Offenlegung der Spenderna-
men. Der Mittelsmann soll laut ARD-In-
formationen der Chefredakteur eines
Fachmagazins sein, der Frau Raddatz
schriftlich mitgeteilt habe, „als Clearing-
stelle“ für Maschmeyer aufzutreten.
Zum anderen ist juristisch relevant,
dass der Vorgang 13 Jahre zurückliegt.
Nach dem 1998 geltenden Parteienrecht
gibt es keine Verjährungsfrist für Verstö-
ße gegen das Parteiengesetz. 2002 führte
der Bundestag aber eine Verjährung
nach zehn Jahren ein. Die Bundestags-
verwaltung ist der Auffassung, dass der
Vorgang an der damals geltenden Rechts-
lage zu messen sei. Die „Klärung eines
Sachverhaltes“ ist der erste formale
Schritt, den die Bundestagsverwaltung
im Falle konkreter Hinweise unterneh-
men muss.
Bislang war lediglich nachträglich be-
kanntgeworden, dass Maschmeyer im
Frühjahr 1998 im niedersächsischen
Landtagswahlkampf eine Anzeige mit
demTitel „Der nächste Kanzler muss ein
Niedersachse sein“ finanzierte. Da die
Wahl als Vorentscheidung für die SPD-
Kanzlerkandidatur galt, habe Maschmey-
er, wie er später mitteilte, sicherstellen
wollen, dass Schröder und nicht Oskar
Lafontaine im Herbst des gleichen Jah-
res gegen Helmut Kohl antreten würde.
MADRID, 29. April. Die Toten von Mar-
rakesch sind aus der Sicht der islamisti-
schen Terroristen in Marokko und seinem
Sahara-Umland nur ein „Kollateralscha-
den“. Die eigentliche Zielscheibe des mut-
maßlichen Selbstmordattentäters waren
nicht die Franzosen, Kanadier, Holländer
und einheimischen Angestellten des Ca-
fés Argana, die ihr Leben oder ihre Ge-
sundheit verloren. Im Visier standen viel-
mehr der „Reformkönig“ Mohammed VI.
und der westliche Tourismus schlechthin.
Von den ägyptischen Pyramiden bis zu
der Synagoge von Djerba schlugen schon
Attentäter zu, um die „Ungläubigen“ von
den Stränden und Sehenswürdigkeiten zu
vertreiben. Nun traf es Marokkos „Perle
des Südens“, und damit eine Hauptein-
nahmequelle des Landes, ins Herz. Zu-
sammen mit den Trümmern von Marra-
kesch wurden amFreitag in Marokko auch
die Illusionen beseitigt, dass das inmitten
der „Arabellion“ noch auffallend friedli-
che und stabile alawitische Königreich un-
gestört seinen eigenen Weg zu mehr De-
mokratie, Freiheit und politischer wie
wirtschaftlicher Modernisierung gehen
könne. Die Identität des Mannes, der an-
geblich imCafé einen Orangensaft bestell-
te, einen Rucksack abstellte und entweder
unbemerkt flüchtete oder sich Minuten
später selbst in die Luft sprengte, konnte
noch nicht festgestellt werden; auch steht
die Frage im Raum, ob er ein Einzelgän-
ger oder eine Marionette der Organisation
„Al Qaida im islamischen Maghreb“ war.
Doch eines steht schon fest: Mit den jun-
gen Leuten, die in der „Bewegung 20. Feb-
ruar“ seit zwei Monaten Kundgebungen
organisieren und mehr Arbeit und Mei-
nungsfreiheit verlangen, hatte der Attentä-
ter nichts gemein – im Gegenteil.
Der marokkanische Wirtschafts- und
Finanzminister Salahedine Mezuar, der
am Tag des Verbrechens in Madrid von
König Juan Carlos empfangen wurde, hat-
te wohl recht, wenn er sagte: „Die Terro-
risten wollten einfach Blut sehen und den
Reformprozess stören.“ Das sah König
Mohammed VI., der am gleichen Tag in
Fes eine Kabinettssitzung leitete, den An-
gehörigen der Opfer sein Beileid aus-
drückte und versprach, für die Kosten der
Beerdigungen und der Transfers aufzu-
kommen, nicht anders. Er hat sich unter
dem Druck der Straße und mit Blick auf
die abschreckenden Beispiele tyranni-
scher Nachbarn zwischen Nordafrika und
Nahost mit seiner am9. März angekündig-
ten Verfassungsreform auf prekäres Ge-
lände begeben. Manchem Berater im Pa-
last gehen die geplanten Veränderungen,
die eine Selbstbeschneidung der Macht
des Monarchen einschließen sollen,
schon zu weit. Den Islamisten missfällt
hingegen grundsätzlich die ganze Rich-
tung, die der König seit seiner Thronbe-
steigung im Jahr 1999 eingeschlagen hat,
vor allem zur Stärkung der Frauenrechte.
Und der unzufriedenen, gut ausgebilde-
ten jungen Generation mit dürftigen
Chancen geht der bisweilen stockende Re-
formprozess viel zu langsam.
Es ist nicht wahrscheinlich, dass das
Verbrechen von Marrakesch den westlich
orientierten König von seinem Kurs hin
zu mehr demokratischem Wandel abbrin-
gen wird. Sein Informationsminister Jalid
Naciri bestritt solche Befürchtungen am
Freitag auch mit Nachdruck. Mehr Vor-
sicht ist aber angezeigt, und das Tempo
mag sich nicht gerade beschleunigen. Dar-
auf setzen die reaktionären „Traditionalis-
ten“, die Marokko amliebsten in einen re-
publikanischen „Gottesstaat“ verwan-
deln und auf den König als höchste reli-
giöse Autorität ganz verzichten würden.
Die nordafrikanischen Turbulenzen ha-
ben inzwischen auch Marokkos Touris-
mus mit einem Rückgang von geschätz-
ten zwanzig Prozent im ersten Quartal
dieses Jahres schon beträchtlich gescha-
det. Marrakesch, das mit seinen hundert
Hotels über rund ein Fünftel der Touris-
tenbetten des Landes verfügt, ist nun
ebenfalls markiert. Die ausländischen Rei-
senden sind Marokkos zweitgrößte Devi-
sen-Einnahmequelle, nach den Überwei-
sungen der Auswanderer und vor allen Ex-
porten. Hier könnte die Regierung, die
seit dem 20. Februar kostspielige Konzes-
sionen – Subventionen, Lohnerhöhun-
gen, Rentenzulagen – gemacht hat, bei oh-
nehin schon stattlichem Haushaltsdefizit
zusätzlich in Bedrängnis geraten.
Es ist nicht ausgemacht, ob die Draht-
zieher des Attentats tatsächlich, wie vom
Informationsminister angedeutet, in der
im Jahr 2007 gegründeten Organisation
„Al Qaida imislamischen Maghreb“ zu su-
chen sind. Dieser nordafrikanische Able-
ger von Bin Ladins Terrorbande, der in
der Sahelzone erratisch und offenbar weit-
gehend autonom agiert, beschäftigt sich
als „Unternehmen“ vor allem mit lukrati-
ven Entführungen sowie Waffen- und
Rauschgifthandel. Religion und Ideologie
scheinen eher zweitrangig zu sein. Das
Netz, das zum Teil in einem nur schwer zu
kontrollierenden Wüsten-Niemandsland
operiert, destabilisiert indes in der gesam-
ten Region schwache Staaten mit geringen
Ressourcen. Dass die wegen des Westsaha-
ra-Konflikts und anderen Rivalitäten ver-
feindeten Nachbarn Marokko und Alge-
rien nicht besser imKampf gegen den Ter-
rorismus kooperieren, verschafft diesem
zusätzlichen Spielraum.
Der Anschlag von Marrakesch, bei dem
mindestens 16 Menschen getötet und 21
weitere verletzt wurden, lenkt indes den
Blick abermals auf das einheimische Ter-
roristen-Biotop. Es waren zwölf marokka-
nische Selbstmordattentäter, keine infil-
trierten „heiligen Krieger“ von anderswo,
die im Mai 2003 in Casablanca bei einer
Attentatsserie 33 Menschen und sich
selbst umbrachten. Ein Jahr später, als in
Madrid Islamisten angeblich „wegen des
Iraks“ Vorortzüge sprengten und ein noch
größeres Massaker anrichteten, waren
die meisten Täter ebenfalls Marokkaner.
Wiederum in Casablanca kam es im Jahr
2007 zu gleich drei ähnlichen Zwischen-
fällen: Im März verletzte ein Selbstmord-
attentäter, der kurz davor aus dem Ge-
fängnis entlassen worden war, zwei
Landsleute in einem Café und brachte
sich um; im April wurden zunächst vier
Terroristen getötet, als sie von der Polizei
gestellt wurden, und wenig später zwei
weitere, die ihre Sprengstoffgürtel bei ei-
ner Verfolgungsjagd durch die Sicherheits-
behörden zur Explosion brachten.
Die Wirtschaftsmetropole des Landes
mit ihren trostlosen Armenvierteln hat
sich als ein wichtiger Nährboden für jun-
ge Marokkaner erwiesen, die von lokalen
Imamen aufgehetzt und von „Al Qaida im
islamischen Maghreb“ zumindest punktu-
ell mit Waffen, Geld und Indoktrinie-
rungsmaterial versorgt werden. Manche
von ihnen endeten inzwischen als „Got-
teskrieger“ auch in Kabul und Bagdad
oder sind als „Schläfer“ in westeuropäi-
schen Al-Qaida-Zellen untergetaucht.
Die marokkanische Regierung und die
Sicherheitsbehörden wollten sich amFrei-
tag trotz erster Verdachtsmomente noch
nicht zu vorschnellen Schlüssen über Ur-
heber und Hintergründe des Verbrechens
von Marrakesch hinreißen lassen. Ge-
prüft wurde unter anderem, ob der Täter
möglicherweise zu den vom König am 14.
April begnadigten und aus dem Gefäng-
nis entlassenen Islamisten gehörte. Die
meisten saßen in Zusammenhang mit den
Attentaten von Casablanca im Jahr 2003
in Haft. Damals hatte Mohammed VI.,
der sich mit versöhnlichen Gesten einge-
führt und dem Treiben der Islamisten
eine Weile geduldig zugesehen hatte, das
„Ende der Laxheit“ angekündigt. Mehre-
re tausend suspekte Radikale wurden ein-
gesperrt. Es mag sein, dass er nun den
Satz seiner damaligen Rede an die Nation
wiederholen muss, der da lautete: „Es
müssen alle diejenigen unschädlich ge-
macht werden, die die Demokratie ausnut-
zen, um die Autorität des Staates zu ge-
fährden, und Ideen verbreiten, um Zwie-
tracht und Fanatismus zu säen.“
Heute
STIMMEN DER ANDEREN
STREIFZÜGE
mas. BERLIN, 29. April. Bundesver-
kehrsminister Ramsauer (CSU) will das
Flensburger Punkteregister für Verkehrs-
sünder reformieren. „Das Punktesystem
soll einfacher, transparenter und verhält-
nismäßiger werden“, sagte der CSU-Poli-
tiker. Die Einstufung von Verkehrsdelik-
ten solle praxisnah überprüft werden.
Die Details der imKoalitionsvertrag ver-
abredeten Reform stehen allerdings
noch nicht fest. Gründlichkeit gehe vor
Schnelligkeit, sagte Ramsauers Spre-
cher. Die Neuregelung solle noch in die-
ser Legislaturperiode verwirklicht wer-
den. Er widersprach Vermutungen, nach
denen die Grenze für den Verlust des
Führerscheins von heute 18 auf 20 Punk-
te erhöht werde.
Überlegt wird offenbar, die Punkte
für Verstöße getrennt zu erfassen und
für sich verjähren zu lassen. Bisher füh-
ren neue Punkte dazu, dass das Punkte-
konto nicht auf null zurückfällt. Ohne
neue Verstöße werden die Punkte je
nach Vergehen nach zwei bis zehn Jah-
ren gelöscht. „Es gibt viele Stellschrau-
ben, an denen man drehen kann“, sagte
der Sprecher des Verkehrsministeriums
ausweichend. Der CSU-Rechtspolitiker
Norbert Geis äußerte gegenüber der
„Bild“-Zeitung Zweifel, ob das Fahren
in einer Umweltzone ohne entsprechen-
de Plakette mit einem Punkt bestraft
werden sollte. „Bei der Ahndung von
Ordnungswidrigkeiten sollte der Aspekt
der Verkehrssicherheit im Vordergrund
stehen“, äußerte Geis. Nachvollziehba-
rer wäre es, unfallträchtige Vergehen
wie das Telefonieren mit dem Handy
während der Fahrt härter zu bestrafen –
mit drei statt bisher zwei Punkten.
Wie das VerkehrsministeriumamFrei-
tag mitteilte, können Verkehrssünder ab
sofort ihren aktuellen Punktestand mit
dem neuen Personalausweis im Scheck-
kartenformat und einem entsprechen-
den Lesegerät „online“ beim Kraftfahrt-
Bundesamt abfragen. Bisher musste je-
der Antrag schriftlich ausgefüllt und zu-
sammen mit einer beglaubigten Kopie
des Personalausweises mit der Post nach
Flensburg geschickt werden. Das Amt
verschickt jedoch die Auskunft aus Da-
tenschutzgründen zunächst weiter in Pa-
pierform. Mittelfristig soll das Amt auch
über das Internet antworten.
Lübeck
1998: Schröder und Steinmeier Foto dpa
Fortsetzung von Seite 1
Vorwürfe gegen Steinmeier
Für ein
Brandtmal
Gegen „Reformkönig“ und Tourismus
Ramsauer will Punkteregister
in Flensburg reformieren
„Einfacher, transparenter“ / Änderungen bei Verjährung?
In Berlin
Noch steht nicht fest, wer das
Attentat von Marrakesch vom
Donnerstag verübt hat. Doch
klar ist, dass damit der Druck
auf Mohammed VI. wächst.
Von Leo Wieland
Am Freitag in Marrakesch: Polizisten vor dem zerstörten Café Argana Foto dapd
FRANKFURTER ALLGEMEI NE ZEI TUNG SAMSTAG, 30. APRI L 2011 · NR. 100 · SEI TE 3 Politik
D
ie Ehe wurde mit einem
Liebeskuss besiegelt. Der
zärtliche Moment krönte
den glücklichsten aller
Tage. Die Zeremonie war
himmlisch. Und es wurde
eine mächtige Liebe, an der die ganze Na-
tion Anteil nimmt – diese Zitate aus der
englischen Boulevardpresse aus dem
Jahr 1981 beweisen, dass auch bei Prin-
zenhochzeiten das Ja nicht das letzte
Wort ist. Das einzige, was halbwegs wahr
wurde an den vorschnellen Urteilen über
die Ehe von Prinz Charles und Lady Dia-
na, ist das: Die ganze Nation und die gan-
ze Welt nahmen Anteil an dieser Ehe,
vor allem an ihrem Scheitern.
Geschichte wiederholt sich nicht. Wie
um diesem Lehrsatz unter die Arme zu
greifen, wählten Prinz William und Kate
Middleton für den Freitag nicht die St
Paul’s Cathedral als Hochzeitskirche, son-
dern Westminster Abbey. Das böse
Omen einer Ehe, die unter öffentlicher
Anteilnahme auf ganzer Linie scheitert,
ist damit freilich nicht abgewendet. Wer
am Freitag die Hunderttausenden an den
Straßen von London sah, die Kamera-
kaskaden am Queen-Victoria-Denkmal,
die wild gewordenen Fotografen vor der
Westminster-Abtei, den könnte ein mul-
miges Gefühl beschleichen angesichts
der Wucht, mit der ein eigentlich priva-
tes Ereignis zu einem öffentlichen Event
von globaler Dimension vergrößert und
vergröbert wird.
Da passt es gut, dass der Prinz, der ver-
mutlich nicht so lang auf den Thron wird
warten müssen wie sein Vater, sein Ja-
wort einer Bürgerlichen gibt. So hat er ge-
wissermaßen das Publikumgleich mit ge-
heiratet, dem vom wichtigsten Königs-
haus der Welt noch nie ein so schönes
Identifikationsangebot unterbreitet wur-
de. Catherine Middleton, die aus zu Geld
gekommenen einfachen Verhältnissen
stammt, repräsentiert mit ihrem pragma-
tischen Aufstiegswillen nicht nur eine
Generation. Mit ihrer provinziellen Tat-
kraft, der es an Meinungsfreude mangelt,
könnte sie sogar für junge Frauen zu ei-
ner Symbolfigur eines postideologischen
Zeitalters werden.
Den Königshäusern in Dänemark, Nor-
wegen, Spanien, Schweden und den Nie-
derlanden, die im vergangenen Jahr-
zehnt Hochzeiten mit Bürgerstöchtern er-
lebten, haben die „Ehen zur linken
Hand“ nicht geschadet. Im Gegenteil,
auch die kontinentaleuropäischen könig-
lichen Hochzeiten haben schon gezeigt,
dass das Interesse der Öffentlichkeit von
Ehen mit Nichtebenbürtigen angesta-
chelt wird. Die Legitimität einer Monar-
chie muss beim Volk auch dann nicht
schwinden, wenn die Monarchen das
Volk umarmen.
Am Freitag zeigte sich das in aller
Pracht, die das Empire von einst aufzubie-
ten imstande ist. London erlebte Gefühls-
wallungen wie seit dem Tod Prinzessin
Dianas nicht mehr. Auf Nauru, Kiribati,
Vanuatu und Tuvalu war eigens für Fern-
sehempfang gesorgt worden. Die Baha-
mas feierten eine Royal Wedding Tea Par-
ty. In englischen Vorgärten wehten Wim-
pel. Glanz und Gloria schienen noch in
die letzte Hütte des versunkenen Welt-
reichs, auch wenn die Inszenierung
durchschaubar war. Wäre Frankreich
nicht, das Mutterland bürgerlicher Selbst-
behauptung, wo antibritisches Ressenti-
ment zur Folklore gehört – man hätte
glauben können, dieser Prinz hätte die
ganze Welt umarmt.
Wir Deutschen wollen uns da nicht aus-
nehmen. Mindestens vier Sender berich-
teten am Freitag stundenlang live. Viele
Frauen nahmen sich frei, um zu Hause
oder beim „Public Viewing“ ihren Ar-
beitsalltag hinter sich zu lassen. Sogar
heiratsmüde Männer sollen sich verein-
zelt dazu gesetzt haben. Der Prinz und
die Prinzessin scheinen in unserem
Land, das lange seinen alten Kaiser Wil-
helm wiederhaben wollte, erhört zu wer-
den. Eine Emnid-Umfrage fand heraus,
dass sich jeder zehnte Deutsche einen
Monarchen wie in Britannien wünscht.
Die trotzige Verehrung für Karl-Theo-
dor zu Guttenberg, die sich nach seinem
Rücktritt noch steigerte, offenbarte ge-
rade erst einen verblüffenden Respekt
vor den Namensbestandteilen „von“ und
„zu“. Die Bürger erkennen wohl, dass der
Adel keine wirtschaftlich, politisch oder
kulturell herausgehobene Bedeutung
mehr hat. Aber die gesellschaftliche Stel-
lung hebt viele vermeintliche Randfigu-
ren über das Tagesgeschehen. Wenn dazu
noch Gestus, Habitus, Besitz, eine schö-
ne Frau und eine glückliche Familie tre-
ten – dann kann sich auch eine bürgerli-
che Gesellschaft nicht freisprechen von
großen Gefühlen. Die Politikverdrossen-
heit scheint nicht nur den Drang des Wut-
bürgers zur direkten Demokratie zu ver-
stärken – sondern auch die Begeisterung
zumindest seiner Frau für höhere Stände.
Die Anteilnahme in aller Welt an dem
Festtag lässt sich jedenfalls nicht nur auf
den Kleinmädchentraum zurückführen,
mit einemZauberwort aus demgewöhnli-
chen Leben herausgehoben zu werden.
Vielmehr scheint die schwache Ahnung
von absoluter Herrschaft, der zarte Reiz
des Vordemokratischen, in rundum ver-
walteter Zeit magisch zu wirken. Loyali-
tät, Traditionalität und Patriotismus ver-
schränken sich an einem solchen Tag wie
die Union-Jack-Flaggen an der Mall. In
Zeiten, in denen die Optionenvielfalt
dauernd „Gelegenheitsfenster“ öffnet,
ist es unzeitgemäß, dass hier ein junger
Prinz das Fenster zum Balkon des Buck-
ingham Palace aufstößt, um der Welt zu
zeigen, dass sich mit diesem Auftritt alle
anderen Fenster für ihn schließen. So
hilft Prinz William, der in viel jüngerem
Alter heiratet als sein Vater, nämlich mit
28 statt mit reifen 42 Jahren, mit seinem
persönlichen Bekenntnis der gesellschaft-
lichen Bindungskraft der Monarchie.
In Zeiten des Bindungsverlusts ist das
offenbar schon eine Leistung, die diesem
Tag eine staatspolitische Note verleiht.
Dass Kirchen, Gewerkschaften, Parteien,
Verbände an Anziehungskraft verlieren,
dass die britische Regierung mit Sparpro-
grammen das Volk gegen sich aufbringt,
dass auch Katastrophen wie in Fukushi-
ma Unsicherheiten hervorrufen – das al-
les verlangt geradezu nach einem ruhen-
den Zentrum, nach einer Autorität, wie
sie Königin Elisabeth II. auch am Freitag
in ihrer stoischen Unerschütterlichkeit
ausstrahlte. An die alten Sitten und Ritua-
le, das ist die Botschaft dieses Tages,
kann man sich noch immer halten. Und
der großzügig mitgelieferte Pomp ersetzt
der vom Glauben abgefallenen westli-
chen Welt den schönsten Gottesdienst.
Auch die königliche Familie hat ihre
Schwierigkeiten. Dass man Prinz An-
drews ehemalige Frau Fergie nicht zur
Hochzeit eingeladen hatte, war dafür am
Freitag der anekdotische Beweis. Aber die
innerfamiliäre Tradierung, die strengen
Rangordnungen, die festgefügte Thronfol-
ge mit ellenlangen Namenslisten bieten
ein Gegenbild zu den Patchworkfamilien
der westlichen Welt. Prinz William selbst
litt unter den Brüchen seiner Biographie,
der Trennung der Eltern, dem Tod der
Mutter. Die Hochzeit markiert auch die
Überwindung dieses Lebensabschnitts. So
machte es die Monarchie am Freitag den
Normalsterblichen noch leichter zu glau-
ben, dass die zärtlichen Momente, die
himmlische Zeremonie, die mächtige Lie-
be auch ihnen galten.
Wimpel
imletzten
Winkel
Am Buckingham-Palast: Zuschauer und Reporter recken Fähnchen, Kameras und Mikrofone in die Luft. Foto Getty
In der Bundespressekonferenz in Berlin: Regierungssprecher Steffen Seibert verfolgt, gespiegelt rechts im Bild, die Übertragung der königlichen
Hochzeit – das Herz verborgen hinter Akten. Foto dapd
In London: Zwei falsche Bräute sind gerüstet fürs Zuwinken und Zuprosten. Foto AFP
Nicht die Himmelsmacht
der Liebe, sondern der zarte
Reiz des Vordemokratischen
hat die Welt in den Bann
des britischen Königshauses
gezogen. Die Medien haben
nachgeholfen.
Von Alfons Kaiser
Auf dem Campus von St. Andrews: Wo Prinz Williamund Kate
in Schottland studierten, feiert Jung mit Alt. Foto AFP
Am Parliament Square, London: Ein Burger-Monarch feiert durch. Foto Reuters
In Tunbridge Wells, Südostengland: Eine Straße feiert sich und die Royals. Foto AFP
SEI TE 4 · SAMSTAG, 30. APRI L 2011 · NR. 100 FRANKFURTER ALLGEMEI NE ZEI TUNG Politik
ban. BERLIN, 29. April. Die Minister-
präsidenten von Hessen, Bouffier, und
Niedersachsen, McAllister (beide
CDU), haben sich darauf verständigt,
die Koordinierung der von der Union re-
gierten Bundesländer im Bundesrat im
Wechsel zu übernehmen. Damit endet
eine längere Auseinandersetzung zwi-
schen den beiden Landesregierungen,
wer – nach dem Regierungswechsel in
Baden-Württemberg – für die Koordi-
nierung der sogenannten B-Länder zu-
ständig sei. Bislang hatte diese Aufgabe
bei der baden-württembergischen Lan-
desregierung und ihrem Minister Rein-
hart (CDU) gelegen.
Zunächst hatte das Land Hessen In-
teresse bekundet und unter anderem
darauf verwiesen, der Bevollmächtigte
des Landes, Michael Boddenberg, habe
als Landesminister auch Rederecht im
Bundesrat. Doch beharrte McAllister
auf niedersächsischen Interessen. Be-
vollmächtigte des Landes Niedersach-
sen ist seit Frühjahr 2010 Staatssekretä-
rin Martina Krogmann, die davor CDU-
Bundestagsabgeordnete war. McAllis-
ter machte die Entscheidung, der ein
Gespräch der beiden Ministerpräsiden-
ten vorausgegangen war, am Freitag öf-
fentlich bekannt. Nachdem Sachsen sei-
ne Bewerbung zurückgezogen hatte, wa-
ren die übrigen Ministerpräsidenten
der Union mit der Lösung einverstan-
den. Bis zum Sommer 2012 werde Nie-
dersachsen für die Koordinierung zu-
ständig sein. Danach ist Hessen an der
Reihe. Die Absprache ist dem Verneh-
men nach unbefristet, doch offenbar
auch mit Blick auf die Landtagswahlen
in beiden Ländern getroffen worden. In
Niedersachsen wird im Frühjahr 2013
gewählt, in Hessen dann Ende 2013/An-
fang 2014.
F
o
to
d
p
a
Frankfurter Zeitung
Gründungsherausgeber Erich Welter †
VERANTWORTLICHE REDAKTEURE: für Innenpolitik: Stefan Dietrich; für Außenpoli-
tik: Klaus-Dieter Frankenberger; für Nachrichten: Dr. Jasper von Altenbockum; für
„Zeitgeschehen“: Dr. Georg Paul Hefty; für „Die Gegenwart“: Horst Bacia; für Deutsch-
land und die Welt: Dr. Alfons Kaiser; für Wirtschaftspolitik: Heike Göbel; für Wirt-
schaftsberichterstattung: Michael Psotta; für Unternehmen: Carsten Knop; für Finanz-
markt: Gerald Braunberger; für Sport: Jörg Hahn; Fußball-Koordination: Roland Zorn;
für Feuilleton: Patrick Bahners, Verena Lueken (stv.); für Literatur und literarisches Le-
ben: Felicitas von Lovenberg; für Rhein-Main-Zeitung: Dr. Matthias Alexander (Stadt),
Peter Lückemeier (Region).
FÜR REGELMÄSSIG ERSCHEINENDE BEILAGEN UND SONDERSEITEN: Beruf und
Chance: Sven Astheimer; Bilder und Zeiten: Andreas Platthaus; Bildungswelten: Dr.
h.c. Heike Schmoll; Die Lounge: Carsten Knop; Die Ordnung der Wirtschaft: Heike Gö-
bel; Geisteswissenschaften: Jürgen Kaube; Immobilienmarkt: Steffen Uttich; Jugend
schreibt: Dr. Ursula Kals; Jugend und Wirtschaft: Dr. Lukas Weber; Kunstmarkt: Dr.
Rose-Maria Gropp; Medien: Michael Hanfeld; Menschen und Wirtschaft: Georg Giers-
berg; Natur und Wissenschaft: JoachimMüller-Jung; Neue Sachbücher: Christian Gey-
er; Politische Bücher: Prof. Dr. Rainer Blasius; Recht und Steuern: Prof. Dr. Joachim
Jahn; Reiseblatt: Freddy Langer; Staat und Recht: Dr. Reinhard Müller; Technik und Mo-
tor: Holger Appel.
Bildredaktion: Christian Pohlert; Chefin vomDienst: Dr. Elena Geus; Grafische Gestal-
tung: Johannes Janssen; Informationsgrafik: Thomas Heumann; Internet-Koordinati-
on: Dr. Holger Schmidt.
GESCHÄFTSFÜHRUNG: Tobias Trevisan (Sprecher); Dr. Roland Gerschermann.
VERANTWORTLICH FÜR ANZEIGEN: Andreas Formen (Verlagsgeschäftsführer); für
Anzeigenproduktion: Stephan Puls.
Anzeigenpreisliste Nr. 71 vom 1. Januar 2011 an; für Stellenanzeigen: F.A.Z.-Stellen-
markt-Preisliste Nr. 5 vom 1. Januar 2011 an.
MONATSBEZUGSPREISE: Abonnement Deutschland-Ausgabe 43,90 €; einschließ-
lich Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung 48,90 €. Abonnement Rhein-Main-Aus-
gabe 43,90 €; einschließlich Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung 48,90 € (bei
Postbezug Lieferung am Montag – bei Feiertagen amdarauffolgenden Werktag). Stu-
dierende, Wehrpflichtige und Zivildienstleistende (gegen Vorlage einer Bescheini-
gung) 21,40 €, einschließlich Frankfurter Allgemeine Hochschulanzeiger 21,90 €. Wei-
tere Preise auf Anfrage oder unter www.faz.net. Alle Preise bei Zustellung frei Haus,
jeweils einschließlich Zustell- und Versandgebühren sowie 7 %Umsatzsteuer; imAus-
land 52,90 € einschließlich Porto, gegebenenfalls zuzüglich Luftpostgebühren. Er-
scheint werktäglich.
Abonnementskündigungen sind schriftlich mit einer Frist von 20 Tagen zum Monats-
ende bzw. zum Ende des vorausberechneten Bezugszeitraumes möglich. Gerichts-
stand Frankfurt am Main.
NACHDRUCKE: Die Frankfurter Allgemeine Zeitung wird in gedruckter und digitaler
Form vertrieben und ist aus Datenbanken abrufbar. Eine Verwertung der urheber-
rechtlich geschützten Zeitung oder der in ihr enthaltenen Beiträge und Abbildun-
gen, besonders durch Vervielfältigung oder Verbreitung, ist ohne vorherige schriftli-
che Zustimmung des Verlages unzulässig und strafbar, soweit sich aus dem Urheber-
gesetz nicht anderes ergibt. Besonders ist eine Einspeicherung oder Verbreitung von
Zeitungsinhalten in Datenbanksystemen, zum Beispiel als elektronischer Pressespie-
gel oder Archiv, ohne Zustimmung des Verlages unzulässig.
Sofern Sie Artikel dieser Zeitung nachdrucken, in Ihr Internet-Angebot oder in Ihr Intranet
übernehmen oder per E-Mail versenden wollen, können Sie die erforderlichen Rechte bei
der F.A.Z. GmbHonlineerwerbenunter www.faz-archiv.de/syndikation. Auskunft unter syn-
dikation@faz.de oder telefonisch unter (069) 7591- 2985. Für die Übernahme von Artikeln
in Ihren internen elektronischen Pressespiegel erhalten Sie die erforderlichen Rechte unter
www.presse-monitor.de oder telefonischunter (030) 28 49 30, PMGPresse-Monitor GmbH.
© FRANKFURTER ALLGEMEINE ZEITUNG GMBH, FRANKFURT AM MAIN
DRUCK: Frankfurter Societäts-Druckerei GmbH, Kurhessenstraße 4 – 6, 64546 Mörfel-
den-Walldorf; Märkische Verlags- und Druck-Gesellschaft mbH Potsdam, Friedrich-
Engels-Straße 24, 14473 Potsdam; Süddeutsche Societäts-Druckerei GmbH, Lise-
Meitner-Straße 7, 82216 Maisach.
Amtliches Publikationsorgan der Börse Berlin, Rheinisch-Westfälischen Börse zu Düs-
seldorf, Frankfurter Wertpapierbörse, Hanseatischen Wertpapierbörse Hamburg, Nie-
dersächsischen Börse zu Hannover, Börse München, Baden-Württembergischen
Wertpapierbörse zu Stuttgart
ANSCHRIFT FÜR VERLAG UND REDAKTION:
Postadresse: 60267 Frankfurt am Main, Hausanschrift: Hellerhofstraße 2 – 4, 60327
Frankfurt am Main; zugleich auch ladungsfähige Anschrift für alle im Impressum ge-
nannten Verantwortlichen und Vertretungsberechtigten.
TELEFON: (069) 7591- 0. Anzeigenservice: (069) 7591- 33 44. Abonnentenservice: 01
80 - 2 34 46 77 (6 Cent pro Anruf aus dem deutschen Festnetz, aus Mobilfunknetzen
maximal 42 Cent pro Minute) oder www. faz.net/leserportal.
Telefax: Anzeigen (0 69) 75 91 - 23 33; Redaktion (0 69) 75 91-17 43; Vertrieb (0 69)
75 91 - 21 80.
BRIEFE AN DIE HERAUSGEBER: leserbriefe@faz.de
Postbank Frankfurt am Main (BLZ 500 100 60)
Konto-Nr. 91 393 604; IBAN: DE58 5001 0060 0091 3936 04; BIC: PBNKDEFF
BERLIN, 29. April. Mit Ablauf des Mo-
nats April endet für Verteidigungsminis-
ter Thomas de Maizière eine kurze und in-
tensive Zeit der Einarbeitung. Von der
kommenden Woche an sieht sein Zeit-
plan die ersten maßgeblichen Entschei-
dungen über die Umgestaltung der Bun-
deswehr vor. Wie sie ausfallen werden,
darüber hat der CDU-Politiker nur recht
allgemeine Andeutungen von sich gege-
ben, nachdem er Anfang März das Res-
sort von dem CSU-Mann Karl-Theodor
zu Guttenberg übernommen hatte. Mit
demAmt hat er einen Umbau ins Werk zu
setzen, für den sozusagen wesentliche Ab-
rissarbeiten bereits vorgenommen wor-
den sind, der Aufbau sich aber erst imPla-
nungszustand befand. Um selbst einen
Überblick über die Sachlage zu bekom-
men und die Reform dann nach seinen ei-
genen Vorstellungen zu verwirklichen,
hat de Maizière bereits eine Kommission
unter Leitung eines hohen Marineoffi-
ziers eingesetzt. Sie wird von einem „Len-
kungsausschuss“ mit den beiden Staatsse-
kretären Stéphane Beemelmans (Feder-
führung) und Rüdiger Wolf sowie Gene-
ralinspekteur Wieker überwölbt.
Kommenden Mittwoch will sich de Mai-
zière in einer zweitägigen hausinternen
Klausur die bisherigen Ergebnisse vorle-
gen lassen. Dabei dürfte es umdie inhaltli-
che Abstimmung gehen. So soll die organi-
satorische Reform auf die Basis eines si-
cherheitspolitischen Dokuments gestellt
werden. Diese „Verteidigungspolitischen
Richtlinien“ werden vom Planungsstab
verfasst, der seit den Zeiten von de Maiziè-
res Vorvorgänger Jung (CDU) von Ulrich
Schlie geleitet wird. Das Dokument sollte
eigentlich bis Ende März vorliegen, ging
dann aber noch einmal in die „Textarbeit“,
wie es hieß. Auf der Klausurtagung wird
es außerdem darum gehen, wie die Re-
form im Kabinett (Bundeskanzleramt, Fi-
nanzministerium) und im politischen Um-
feld (Koalitionsfraktionen) abgestimmt
werden kann. Bislang hat de Maizière sei-
ne Pläne „sehr eng am Körper gehalten“,
wie es in diesem politischen Umfeld for-
muliert wird, so dass es auch dort kaum
Einblicke in ihren Inhalt gibt. Am 18. Mai
will er mit Eckdaten ins Kabinett gehen.
Bislang operiert de Maizière mit den
Eckdaten, die schon zur Amtszeit Gutten-
bergs in Kabinettsbeschlüssen definiert
worden sind: ein Einsparvolumen von 8,3
Milliarden Euro und eine künftige Trup-
penstärke von bis zu 185 000 Soldaten.
Doch sind diese Größen noch knetbar.
Die Sparvorgabe wurde – ebenfalls noch
in den letzten Amtstagen Guttenbergs –
von vier auf fünf Jahre gestreckt, was die
Rechnung schon etwas schief machte,
denn der Betrag bezieht sich nicht auf
den aktuellen Etat von 31,7 Milliarden
Euro, sondern auf die ursprüngliche mit-
telfristige Finanzplanung bis 2014, die
eine leichte Steigerung vorgesehen hatte.
Wenn de Maizière eine Lockerung des
Sparzwangs anstrebt, dann wird er ver-
mutlich nicht an der symbolträchtig ge-
wordenen Zahl von 8,3 Milliarden rüt-
teln, sondern andere Hebel suchen. Ein
Hebel, der gegenwärtig noch zu Lasten
des Verteidigungsministers gestellt ist, be-
steht in neuerdings fälligen Mietzahlun-
gen für die Bundeswehrliegenschaften.
Die gehen aufgrund eines schon gut sechs
Jahre alten Gesetzes an eine Verwaltungs-
gesellschaft („Bima“) unter der Hoheit
des Finanzministeriums über. Zum Aus-
gleich ist der Wehretat zwar entspre-
chend erhöht worden, doch besteht noch
Uneinigkeit über den „Instandhaltungs-
stau“. Weitere Hebel haben jetzt hilfswei-
se die CSU-Verteidigungspolitiker Hahn
und Brandl in einer Reform-Denkschrift
identifiziert: So solle geprüft werden, ob
die Kosten für Auslandseinsätze vomEtat
des (im Kabinett federführenden) Aus-
wärtigen Amtes getragen werden können.
Das veranlasste den FDP-Fachmann Kop-
pelin zum Protest gegen eine „Militarisie-
rung“ des Außenministeriums. Er machte
stattdessen den (schon öfter folgenlos
erörterten) Vorschlag, die Einsatzkosten
sollten in einem Extra-Etat verbucht wer-
den. Außerdem ist Koppelin dafür, dass
die anderen staatlichen Stellen die Kos-
ten übernehmen, die durch ihre Inan-
spruchnahme der Flugbereitschaft der
Bundeswehr anfallen. Möglicherweise
bietet die Reformnot tatsächlich die Chan-
ce, solche Vorschläge zu verwirklichen.
Die symbolträchtigste Zahl ist die des
Truppenumfangs. Nicht ohne Grund wird
de Maizière nicht müde, auf das „bis zu“
vor den 185 000 hinzuweisen. Ansonsten
hält er sich hier völlig bedeckt. Die unter-
schiedlichsten Zahlen kursierten jedoch
schon, offensichtlich je nach Interessenla-
ge aus dem Apparat lanciert. So wurde
Anfang April ein Papier aus dem Füh-
rungsstab der Streitkräfte bekannt, in
dem berechnet wird, dass das Geld allen-
falls für 158 000 Soldaten reiche, und in
dem dann aufgezählt wird, auf welche
Hubschrauber, Flugzeuge, Schiffe et cete-
ra verzichtet werden müsste. Sicherheits-
halber wurde das „Kaputtspar-Papier“
vor Ostern via „Bild“-Zeitung ein zweites
Mal an die Öffentlichkeit gespielt. Gefor-
dert wird darin statt Kürzung eine An-
schubfinanzierung für die Reform von je
1,2 Milliarden Euro „in den haushaltsna-
hen Jahren“.
Der Bereich, in dem de Maizière auf
größte Beharrungskraft und Bewegungs-
unlust gestoßen ist, ist derjenige der zivi-
len Verwaltung. Dieser Eindruck musste
schon dadurch entstehen, dass nicht ein-
mal genau gesagt werden konnte, wie
weit die schon vor acht Jahren geplante
Reduzierung auf 75 000 Dienstposten ge-
diehen ist – außer, dass es noch nicht so
weit ist. Hier wird der Minister entschei-
den müssen, ob er wie die Weise-Kommis-
sion (50 000) oder wie Guttenberg
(60 000) von oben herab eine Größe fest-
legt, oder ob er sich auf eine „Aufgaben-
kritik“ einlässt, die allerdings nach seinen
bisherigen Erfahrungen gemeinhin eher
die Forderung nach Vergrößerung denn
Verkleinerung zum Ergebnis hat.
Weil alle Zahlenfestlegungen sofort in
Standortspekulationen umgerechnet zu
werden pflegen, de Maizière aber die Ent-
scheidung über Standorte erst im Okto-
ber in einem Aufwasch treffen will, kann
es sein, dass auch nach der Klausur kom-
mende Woche noch nichts Konkretes ver-
kündet wird. Die Eckpunkte dürften eher
den „Level of Ambition“ betreffen: Was
soll die Bundeswehr können. Hier sprach
de Maizière kürzlich im Deutschlandfunk
von einem oder zwei größeren nebst wei-
teren kleinen Einsätzen, für die man
durchhaltefähige Soldaten anbieten kön-
nen wolle – die Rede ist aber nicht mehr
von zusätzlichen einsatzbereiten Verbän-
den für EU (Battlegroup) und Nato
(NRF). Während seines Antrittsbesuchs
in New York sagte de Maizière: „Die Bun-
deswehrreform ist die organisatorische
Antwort auf die lange Wunschliste, mit
der uns die UN konfrontieren.“
Stegner kritisiert Sarrazin-Verfahren
— Der schleswig-holsteinische SPD-
Landesvorsitzende Stegner hat Konse-
quenzen aus demAblauf des Parteiord-
nungsverfahrens gegen den früheren
Bundesbankvorstand Sarrazin gefor-
dert. Solche Verfahren seien juristisch
geprägt und für die Öffentlichkeit
nicht nachvollziehbar, sagte Stegner
„Handelsblatt Online“. „Das führt im
Fall Sarrazin nun fälschlicherweise
dazu, dass der SPD-Führung politisch
unterstellt wird, sie habe aus parteitak-
tischen Erwägungen heraus gehandelt
und deshalb seinen Parteiausschluss
wieder verworfen“, kritisierte Stegner.
Umso etwas künftig zu vermeiden, sol-
le die SPDüber neue Instrumente nach-
denken, um Fälle zu regeln, bei denen
Mitglieder der Partei politisch großen
Schaden zufügen können. (dpa)
Haseloff besetzt Ämter neu — In Sach-
sen-Anhalt hat die neue Landesregie-
rung mehrere wichtige Ämter neu be-
setzt. Regierungssprecher wird der frü-
here Chefredakteur der „Magdebur-
ger Volksstimme“, der 59 Jahre alte
Franz Kadell. Er folgt auf Monika Zim-
mermann, die seit 2006 Regierungs-
sprecherin war und früher für diese
Zeitung aus Ost-Berlin berichtet hat-
te. Neuer Leiter des Landesverwal-
tungsamtes in Halle wird der bisheri-
ge Staatssekretär im Wirtschaftsminis-
terium Thomas Pleye. Sein Vorgänger
Thomas Leimbach war für die CDU in
den Landtag gewählt worden. Neuer
Staatssekretär im Wirtschaftsministe-
rium wird Michael Richter, der zuletzt
in Brandenburg eine Abteilung im
Wirtschaftsministerium geleitet hat-
te. Für Forschung und Hochschulen
ist im Doppelministerium für Wissen-
schaft und Wirtschaft der frühere
Landtagsabgeordnete Marco Tullner
(CDU) verantwortlich. (vL.)
Hürde für Entschädigung – Das Bundes-
verwaltungsgericht hat vor eine Ent-
schädigung für einen erkrankten frühe-
ren Bundeswehr-Radartechniker eine
Hürde gesetzt: Der Kläger trägt die Be-
weislast dafür, dass eine Berufskrank-
heit vorliegt, um ein erhöhtes Unfallru-
hegehalt zu beanspruchen. Der Bundes-
beamte war in der Werkstatt eines Mari-
nefliegergeschwaders mit der Wartung
und Reparatur von Radaranlagen be-
schäftigt und dabei sowohl Röntgen-
strahlung als auch starken hochfrequen-
ten Feldern ausgesetzt. Er entwickelte
eine sogenannte elektromagnetische
Hypersensibilität. In den ersten Instan-
zen wurde seiner Klage auf Gewährung
eines erhöhten Unfallruhegehalts statt-
gegeben; eine allgemeine Folgenabwä-
gung spreche in seinem Fall dagegen,
ihm die Beweislast für das Vorliegen ei-
ner Berufskrankheit aufzubürden. Das
Bundesverwaltungsgericht hat das Ur-
teil des Berufungsgerichts aufgehoben
und die Sache zur erneuten Entschei-
dung zurückverwiesen. (löw.)
Gericht befasst sich mit BND-Mann –
Das Oberlandesgericht München muss
abermals über das Strafmaß im Fall ei-
nes Mitarbeiters des Bundesnachrich-
tendienstes (BND) befinden, der schul-
dig gesprochen worden ist, seinem Le-
bensgefährten Dienstgeheimnisse mit-
geteilt zu haben. Der Bundesgerichts-
hof hatte im Januar zwar den Schuld-
spruch bekräftigt, den Strafausspruch
aber aufgehoben. Der Oberstleutnant
war für den BNDimKosovo tätig gewe-
sen. Der 6. Strafsenat des Oberlandes-
gerichts hatte ihn im vergangenen Jahr
zu einer Freiheitsstrafe von zwei Jah-
ren und drei Monaten verurteilt. Der
Oberstleutnant habe unter anderem
seinem Lebensgefährten, der als Dol-
metscher für den BND gearbeitet hat-
te, eine schematische Darstellung ex-
tremistischer Strukturen im Kosovo
zur Kenntnis gegeben. (ff.)
Irmgard Zecher gestorben – Die langjäh-
rige Alterspräsidentin der Grünen in Ba-
den-Württem-
berg, IrmgardZe-
cher, ist verstor-
ben. Sie starb am
Donnerstaginih-
rer Heimatstadt
MetzingenimAl-
ter von 90 Jah-
ren, teilte ihre
Partei amFreitag
mit. Frau Zecher
hatte mehrere
Jahre dem Lan-
desvorstand angehört und war von 1989
bis 1990 auch einige Monate Landesvor-
sitzende. Sie trat noch bei der Bundes-
tagswahl 2009 als Kandidatin an. (dpa)
Bouffier und McAllister einig
Hessen und Niedersachsen koordinieren B-Länder
SCHWERIN, 29. April. Der Rostocker
Mathias Brodkorb hat seinen eigenen
Kopf, auch bei der Extremistenjagd. Be-
kannt wurde er durch seine satirische
Modelinie Storch Heinar, die gegen die
von Rechtsextremisten gern getragene
Marke Thor Steinar gerichtet ist und
schon deutsche Gerichte beschäftigt
hat. Nun hat er ein Buch herausgege-
ben, das seinen jahrelangen Kampf
theoretisch weiterführt. „Extremistenjä-
ger!? Der Extremismus-Begriff und der
demokratische Verfassungsstaat“ heißt
es. Außer ihm haben sieben weitere Au-
toren daran mitgeschrieben. Dabei ist
auch der Chemnitzer Politikwissen-
schaftler Eckhard Jesse, der sich nicht
scheut, die Linkspartei dem extremisti-
schen Spektrum zuzuordnen, wenn
auch einem „weichen“.
Die Aufregung bei der Linkspartei
deswegen ist groß und wohl auch etwas
künstlich. Der Schuldige sei Brodkorb:
Wer die Linkspartei als extremistisch
ansehe, kriminalisiere die „Antifa-Ar-
beit“. Brodkorb sah sich deshalb zu ei-
ner Verteidigung veranlasst, die so an-
hebt: „Ich kann meinem Kollegen Peter
Ritter von der Partei Die Linke nur zu-
stimmen: Der Konsens der Demokraten
in Schwerin war nie gefährdet und ist
auch nicht gefährdet.“ Es gebe auch kei-
nen Extremismusstreit zwischen der
SPD und der Linkspartei. Das Buch ent-
halte jedoch viele Stimmen. „Es ist da-
her auch das Recht von Prof. Jesse, die
Auffassung zu vertreten, dass Die Linke
einem ‚weichen Extremismus‘ zuzuord-
nen sei, weil führende Repräsentanten
mehrfach bekundet haben, das ‚System‘
überwinden zu wollen.“ Er selbst, Brod-
korb, vertrete die Auffassung, dass Jes-
ses Analyse in diesem Punkt falsch sei.
Seine Begründung: „Mit ‚System‘ wird
in der Linken normalerweise nicht der
demokratische Rechtsstaat, sondern
die kapitalistische Marktwirtschaft be-
zeichnet, und diese radikal verändern
zu wollen kann durchaus durch Artikel
14 Absatz 3 des Grundgesetzes gedeckt
sein.“ Wem solche Unterscheidungen
zu feinsinnig sind, für den gibt Brod-
korb noch dieses
Bekenntnis ab:
„Die Linke in
Mecklenburg-Vor-
pommern gehört
gewiss nicht zu
diesemantidemo-
kratischen Spek-
trum.“
Politisch hat
das Buch inso-
fern einen Knall-
effekt, weil in
Mecklenburg-Vorpommern Landtags-
wahlen anstehen und SPDwie Linkspar-
tei sich ohne weiteres ein Zusammenge-
hen vorstellen können, wie es das schon
einmal von 1998 bis 2006 gegeben hat.
Der 34 Jahre alte Brodkorb war früher
Mitglied der PDS, die sich heute Links-
partei nennt. Er wechselte zur SPD,
schaffte es dort bis zum stellvertreten-
den Fraktionsvorsitzenden im Schweri-
ner Landtag und war auch schon mal als
Minister im Gespräch. (F.P.)
Die Zeit der Einarbeitung neigt sich demEnde zu
F
o
to
d
p
a
ban. BERLIN, 29. April. Die FDP-Frak-
tionsvorsitzende Birgit Homburger
schließt es nicht grundsätzlich aus, die
Wahlen zum Fraktionsvorstand vorzuzie-
hen. Einer der stellvertretenden FDP-
Fraktionsvorsitzenden, Koppelin, plä-
dierte in einem am Freitag veröffentlich-
ten „Positionspapier zur Fraktionsarbeit“
dafür, der Fraktionsvorstand und die Vor-
sitzenden der Arbeitskreise sollten „der
FDP-Bundestagsfraktion nach dem Bun-
desparteitag eine Neuwahl“ anbieten.
Das zielt auf einen Termin Ende Mai. Der
Sprecher der FDP-Fraktion sagte, Frau
Homburger sehe diese Forderung „sehr
gelassen“, und sie sei bereit, „in aller
Ruhe“ zu diskutieren. Nach der Geschäfts-
ordnung der Fraktion müsste die Wahl
erst im Herbst abgehalten werden. Inso-
fern hätte Frau Homburger die Forderung
mit guten Gründen rundweg ablehnen
können. Sie tat es nicht, was dafür
spricht, dass sie den Vorschlag für überle-
genswert hält.
Der designierte FDP-Vorsitzende Rös-
ler wird an diesemMontag den Führungs-
gremien der FDP seine personellen Vor-
stellungen für die Parteiführung erläu-
tern. Zunächst tagt das Präsidium, dann
das Präsidium mit den Landesvorsitzen-
den und danach diese mit demBundesvor-
stand. FDP-Generalsekretär Lindner sag-
te amFreitag imWDR, die Gespräche dar-
über seien noch nicht abgeschlossen. Auf
die Frage, ob Rösler ganz anders als der
amtierende Vorsitzende Westerwelle und
zu freundlich sei, antwortete Lindner:
„Die Umkehrfrage muss erlaubt sein:
Braucht die FDP in der jetzigen Lage ei-
nen Kotzbrocken an der Spitze? Da wür-
de ich sagen: Nein. Die FDP braucht ei-
nen durchsetzungsstarken, aber durchaus
doch auch sympathischen Mann in der
Führung, und den hat sie.“
Koppelin versicherte im Gespräch mit
dieser Zeitung, sein Papier sei eine Reakti-
on auf die Aufforderung Frau Hombur-
gers, zur Vorbereitung der Klausurtagung
der Fraktion am 8. Mai „Anregungen und
Ideen“ beizusteuern. Deshalb handele es
sich auch „überhaupt nicht“ um persönli-
che Angriffe gegen Frau Homburger. Frei-
lich gehört der schleswig-holsteinische
FDP-Landesverband, dessen Vorsitzen-
der Koppelin ist, seit längerer Zeit zu den
Gegnern Frau Homburgers. Der FDP-
Fraktionsvorsitzende im Landtag in Kiel,
Kubicki, hatte vor Ostern ebenfalls das
Vorziehen der Wahl verlangt und den
nordrhein-westfälischen FDP-Landesvor-
sitzenden Bahr sowie Entwicklungshilfe-
minister Niebel als künftige Fraktionsvor-
sitzende ins Gespräch gebracht. Bahr, der
bisher Parlamentarischer Staatssekretär
im Gesundheitsministerium ist, kandi-
diert auf dem Bundesparteitag am 13.
Mai in Rostock mit der ausdrücklichen Zu-
stimmung Röslers für das Amt eines der
stellvertretenden Parteivorsitzenden.
Koppelin, der früher als Beisitzer dem
FDP-Präsidium angehört und zugunsten
Röslers auf diese Funktion verzichtet hat-
te, bezog sich nun auf jüngste Äußerun-
gen Röslers. Dieser hatte am vergange-
nen Wochenende gesagt, die von ihm ein-
geleitete personelle „Erneuerung“ der
Parteiführung werde „Auswirkungen auf
die Politik der Minister und der FDP-
Bundestagsfraktion haben“. Koppelin
schrieb: „Wenn es richtig ist, dass die FDP
sich inhaltlich und personell erneuern
soll oder will, dann kann die Bundestags-
fraktion davon nicht ausgenommen wer-
den.“
In seinem Papier beschreibt Koppelin
die Mängel der derzeitigen Fraktionsfüh-
rung. Als der Parteivorsitzende und Au-
ßenminister Westerwelle von Gegnern
der FDP heftig attackiert worden sei, „er-
folgte keinerlei massive Abwehr durch
Partei und Fraktion“. Die Fraktion sei
nicht „im Vorfeld“ an der Ausarbeitung
des Sparpaketes der Koalition beteiligt
worden. Die „Partei- und Fraktionsfüh-
rung“ habe nach der Bundestagswahl
nicht erkannt, dass die FDP wegen ihres
guten Ergebnisses „nicht nur der Wunsch-
partner“ der Union gewesen sei. „Der
neue Bundesvorsitzende wird nur erfolg-
reich sein können, wenn er in einem
Teamdie FDP politisch in Stellung bringt.
Dazu bedarf es auch einer starken Füh-
rung der FDP-Bundestagsfraktion.“
Einen Tag vor der Klausurtagung der
Fraktion hat sich Frau Homburger auf
dem baden-württembergischen Landes-
parteitag bei der Wahl zur Vorsitzenden
einer Kampfkandidatur zu stellen. Der
FDP-Europa-Abgeordnete Theurer kandi-
diert gegen sie. Vor allem an der FDP-Ba-
sis werden ihm gute Aussichten zuge-
schrieben, während die Mandatsträger of-
fenbar einkalkulieren, dass eine Niederla-
ge Frau Homburgers deren Gewicht in
Berlin erheblich mindern würde.
Lindner sagte, künftig müsse die FDP
in der Koalition „gelegentlich vielleicht
gegenüber der Union mehr Durchset-
zungskraft zeigen“. In der „Bild“-Zeitung
kritisierte Lindner Innenminister Fried-
rich (CSU). Es sei bedauerlich, dass die-
ser bisher im Datenschutzstreit über die
Sony-Playstation bisher geschwiegen
habe. Die Bundesregierung müsse die
Bürger gegenüber privaten Datensamm-
lern stärken.
Widerstand gegen Homburger wächst
Kritisches Papier eines der stellvertretenden Fraktionsvorsitzenden der FDP
Linksextremistisch,
aber nur ein bisschen
Ein Buch bringt den politischen Nordosten in Wallung
BEILAGENHINWEIS: Einem Teil der heutigen Ausgabe liegt ein Prospekt der Firma Olzog Verlag GmbH, München bei.
Inland in Kürze
Sie halten einander nicht für Kotzbrocken: Lindner (links) und Rösler Foto dpa
Mathias Brodkorb
Für die Herstellung der Frankfurter Allgemeinen Zeitung wird ausschließlich Recycling-Papier verwendet.
Verteidigungsminister
de Maizière hat sich über
seine Vorstellungen zum
Bundeswehrumbau bisher
bedeckt gehalten. Für
kommende Woche wird
Konkreteres erwartet.
Von Stephan Löwenstein
Irmgard Zecher
FRANKFURTER ALLGEMEI NE ZEI TUNG SAMSTAG, 30. APRI L 2011 · NR. 100 · SEI TE 5 Politik
nbu. BRÜSSEL, 29. April. In der EU ha-
ben Gespräche über Sanktionen gegen
die syrische Führung begonnen. Die Mit-
gliedstaaten berieten am Freitagnach-
mittag in Brüssel über Schritte gegen
das Regime von Präsident Assad, das
seit Wochen Demonstrationen nieder-
schlagen lässt. Der Generalsekretär des
Auswärtigen Dienstes der EU, Pierre Vi-
mont, sagte, es gebe eine breite Überein-
stimmung unter den Mitgliedstaaten,
dass etwas getan werden müsse. „Es
geht nicht um Sanktionen um der Sank-
tionen willen. Wir versuchen die Bot-
schaft nach Damaskus zu senden, dass
die Repression beendet und der Dialog
mit der Opposition wiederaufgenom-
men werden muss.“
Der Auswärtige Dienst der EU legte
für die Sitzung am Freitag ein Optionen-
papier vor, das unter anderem Einreise-
verbote und das Einfrieren von Vermö-
genswerten in Europa für hohe Funktio-
näre und Unternehmen vorschlägt. Das
sind Standardsanktionen der EU, die
sich im Fall Syriens vor allem gegen die
Familie des Staatspräsidenten Assad
und deren Umkreis richten würde. Auch
ein Waffenembargo solle erwogen wer-
den, heißt es in dem Papier. Des weite-
ren könnte die EU-Hilfe für Syrien einge-
froren werden, für die von 2011 bis 2013
insgesamt 129 Millionen Euro zur Verfü-
gung stehen, was im regionalen Ver-
gleich allerdings ein geringer Betrag ist.
Die EU hat bereits Projekte über 70 Mil-
lionen Euro ausgesetzt. Stärker würde
das Regime die Aussetzung von Kredi-
ten der Europäischen Investitionsbank
treffen, die 1,3 Milliarden Euro betra-
gen. Schließlich wäre noch eine Erklä-
rung möglich, dass die EUnicht mehr be-
reit ist, das geplante Assoziierungsab-
kommen mit Syrien zu unterzeichnen.
Die syrische Regierung hatte das zuletzt
allerdings selbst abgelehnt.
Diplomaten berichteten vor der Sit-
zung, dass aus keinem Mitgliedstaat
grundlegende Einwände gegen Sanktio-
nen bekanntgeworden seien. Deutsch-
land, Frankreich und Großbritannien,
die im UN-Sicherheitsrat mit einem Re-
solutionsentwurf zur Verurteilung Sy-
riens gescheitert waren, verfolgten in
der EU wieder eine gemeinsame Linie.
Eine Einbeziehung der Türkei sowie Qa-
tars und Saudi-Arabiens sei wünschens-
wert, hieß es in Brüssel, um die Durch-
setzung von Sanktionen zu gewährleis-
ten. Diplomaten erwarteten, dass die
Gremien der EU sich in den nächsten
Tagen mit der Ausarbeitung befassen
würden.
nbu./rüb. WASHINGTON/BRÜSSEL,
29. April. Die Nato hat am Freitag berich-
tet, dass Truppen des libyschen Machtha-
bers Muammar al Gaddafi versucht hätten,
den Hafen von Misrata zu verminen. Man
habe das aber unterbunden. Brigadegene-
ral Rob Weighill, ein Offizier des Einsatz-
kommandos, wertete diesen Versuch als
weiteren Beleg dafür, dass Gaddafis Trup-
pen rücksichtslos gegen humanitäre Hilfs-
lieferungen vorgehen. Die seit Wochen be-
lagerte Stadt Misrata konnte zuletzt nur
noch über den Seeweg erreicht werden,
was Hilfsorganisationen immer wieder für
Lieferungen und zur Evakuierung der Be-
völkerung genutzt haben. Weighill berich-
tete, die Aufständischen hätten in Misrata
durch die Luftunterstützung der Nato an
Bodengewonnen, man könne aber nicht sa-
gen, dass sie vor einem Sieg stünden.
Derweil mehren sich die Vorwürfe ame-
rikanischer Regierungsmitarbeiter gegen
das libysche Regime. Die amerikanische
UN-Botschafterin Susan Rice warf in einer
nicht öffentlichen Sitzung des UN-Sicher-
heitsrates den Truppen des libyschen Dik-
tators vor, im Kampf gegen den Aufständi-
schen gezielt sexuelle Gewalt gegen Frau-
en einzusetzen. Gaddafis Soldaten würden
mit dem Potenzmittel Viagra versorgt, da-
mit sie Frauen vergewaltigen könnten, sag-
te Frau Rice nach Angaben mehrerer Di-
plomaten, die an der Sitzung des Rates teil-
nahmen. Eine Quelle für diese Informatio-
nen nannte Frau Rice offenbar nicht.
Die Sitzung verlief nach Aussagen von
Teilnehmern in angespannter Atmosphä-
re, weil die Vertreter Chinas, Russlands
und Indiens den Vereinigten Staaten und
der Nato vorwarfen, das Mandat der Reso-
lution 1973 zumSchutz der libyschen Zivil-
bevölkerung überschritten und faktisch in
einem Bürgerkrieg Partei ergriffen zu ha-
ben. Frau Rice wies die Vorwürfe demVer-
nehmen nach als „lächerlich“ zurück und
verwahrte sich gegen die Gleichsetzung
der Soldaten und Söldner Gaddafis mit
den Aufständischen, die sich erst bewaff-
net hätten, nachdem Gaddafi auf friedli-
che Demonstranten habe schießen lassen.
Über Vergewaltigungen von Frauen
durch Gaddafis Truppen sowie über die
Ausgabe von Viagra und Kondomen für
Vergewaltigungen hatte im März erstmals
ein Arzt aus der Stadt Adschdabija in dem
Sender Al Dschazira berichtet. Menschen-
rechtsorganisationen wie Human Rights
Watch konnten die Bericht durch eigene
Nachforschungen bisher weder bestätigen
nochwiderlegen. Unlängst hatte der ameri-
kanische Botschafter in Libyen, Gene
Cretz die Zahl der Todesopfer in Libyen
seit Beginn des Aufstands mit 10000 bis
30000 beziffert.
Nato-General Weighill kündigte an,
dass die Nato ihre Luftangriffe in den
nächsten Tagen mehr auf die TruppenGad-
dafis konzentrieren werde, die Bevölke-
rungszentren bedrohen. In der vergange-
nen Woche hatte das Bündnis verstärkt
Befehls- und Kommunikationseinrich-
tungen Gaddafis angegriffen, vor allem in
Tripolis.
Die Kämpfe im Grenzgebiet zu Tune-
sien dauerten auch am Freitag an und grif-
fen offenbar wieder auf tunesisches Territo-
rium über. Die libyschen Aufständischen
meldeten, sie hätten den Übergang im
Grenzort Dehiba zurückerobert. Agentu-
ren berichteten von Gefechten zwischen
Einheiten Gaddafis und dem tunesischen
Militär. Ein Fotograf der Nachrichtenagen-
tur Reuters berichtete, die Gaddafi-Einhei-
ten hätten zunächst Granaten auf Dehiba
abgeschossen, wo sich libysche Rebellen
verschanzt hätten. Dann rückten einige
von ihnen in den Ort vor. Das Außenminis-
teriumin Tunis hatte angesichts der Kämp-
fe um Dehiba am Donnerstag die „Verlet-
zung der territorialen tunesischen Integri-
tät“ verurteilt. In der Erklärung war zudem
von „großer Besorgnis“ angesichts der „ge-
fährlichen militärischen Eskalation“ in der
Region die Rede.
hcr. JERUSALEM, 29. April. Das Versöh-
nungsabkommen zwischen Hamas und Fa-
tah wird eine Lockerung der Abriegelung
des Gazastreifens zur Folge haben. Der
ägyptische Außenminister Nabil al Arabi
kündigte am Freitag gegenüber dem Sen-
der Al Dschazira an, den Grenzübergang
nach Ägypten in Rafah permanent für den
Personenverkehr zu öffnen. In Gaza wird
damit gerechnet, dass das nach der feierli-
chen Unterzeichnung des Abkommens ge-
schieht, zu der der palästinensische Präsi-
dent Abbas und Hamas-Politbürochef Me-
schal für nächsten Mittwoch nach Kairo an
den Sitz der Arabischen Liga eingeladen
worden sind. Der ägyptische Übergang ist
schon seit einiger Zeit wieder geöffnet. Die
Ein- und Ausreise von Palästinensern war
jedoch Einschränkungen unterworfen,
und die Grenze wurde immer wieder kurz-
fristig geschlossen. Güter sollen dagegen
weiter über den israelischen Übergang in
Kerem Schalom nach Gaza gelangen.
In Israel begann die Regierung damit,
den Druck auf den Westen zu erhöhen,
ein neues palästinensisches Kabinett un-
ter Beteiligung der Hamas nicht anzuer-
kennen. Es solle deutlich gemacht wer-
den, dass Abbas einen Fehler mache, „ein
Bündnis mit dem Teufel einzugehen, statt
mit Israel zu verhandeln“, berichtete die
Zeitung „Jediot Ahronot“ mit Bezug auf
Quellen in der Regierung. Zudem werde
darüber beraten, die Zusammenarbeit mit
der Autonomiebehörde einzuschränken,
für die Israel zum Beispiel einen großen
Teil der Steuern erhebt. Auch die amerika-
nische Regierung will nach Angaben des
Außenministeriums in Washington ihre fi-
nanzielle Unterstützung für die Palästinen-
ser überdenken, sollte die Hamas in einer
neuen Regierung vertreten sein. Die Ha-
mas wird auch in der EU als Terrororgani-
sation eingestuft.
Unklar war am Freitag, ob der bisherige
palästinensische Ministerpräsident Fajad
auch die vorgesehene gemeinsame Über-
gangsregierung führen wird. Die Hamas
hatte den in Israel und imWesten als Refor-
mer geschätzten Fajad bisher abgelehnt,
weil er keiner gewählten Regierung vor-
stand. Abbas bekräftigte, dass die neue Re-
gierung nicht für die Friedensbemühungen
mit Israel zuständig ist. Das bleibe alleine
der von ihm geführten PLO vorbehalten.
(Kommentar Seite 10.)
Her./du. ABU DHABI/ZÜRICH, 29.
April. Mit landesweiten Kundgebungen
haben Zehntausende Syrer nach dem
Freitagsgebet an einem weiteren „Tag des
Zorns“ ihre Proteste gegen das Regime
fortgesetzt. Trotz der Einschüchterungs-
versuche des Regimes, in allen wichtigen
Städten des Landes kam es zu Protesten.
Sicherheitskräfte hatten versucht, mit ei-
ner massiven Präsenz Kundgebungen zu
verhindern. Nach Berichten aus der Op-
position gab es Dutzende Todesopfer. In
Damaskus patrouillierten Eliteeinheiten
der Präsidentengarde in den Straßen. Auf
dem zentralen Abbasidenplatz und im
Stadtteil Midan vereitelten sie Proteste.
Es kam in mehreren Städten zu Zusam-
menstößen mit den Sicherheitskräften
und nach Berichten der Opposition zu
Schüssen auf Demonstranten. In Internet-
foren hieß es am Freitagnachmittag, in
der südsyrischen Stadt Daraa habe es min-
destens 15 Tote gegeben. Das Militär mel-
dete lediglich, dass in der Stadt vier Solda-
ten getötet worden seien. Berichte über
getötete Demonstranten gab es auch aus
anderen Städten. Die Proteste des vergan-
genen Wochenendes hatten mehr als 120
Todesopfer gefordert.
Zu den größten Kundgebungen kam es
in Homs, einigen Städten in Osten des
Landes, insbesondere in der von Kurden
bewohnten Region, sowie in der Region
um die vom Militär belagerte Stadt Da-
raa, wo 120 000 Menschen ohne Wasser,
Strom und Telefonverbindungen von der
Außenwelt abgeschnitten sind. Auch aus
mehreren Stadtteilen und Vororten von
Damaskus wurden trotz der Militärprä-
senz große Kundgebungen gemeldet. Die
Koordinatoren der Proteste hatten im In-
ternet dazu aufgerufen, an diesemFreitag
Solidarität für die Bewohner von Daraa
zu zeigen, wo die Proteste am15. März be-
gonnen hatten.
Erstmals riegelten Sicherheitskräfte
Kleinstädte um Damaskus vollständig ab.
In Homs hatten die Behörden vor demBe-
ginn der Freitagsgebete mehrere promi-
nente Geistliche zu Hause festgehalten,
umsie amPredigen zu hindern. In der Da-
maszener Vorstadt Duma hinderten Si-
cherheitskräfte Muslime am Betreten der
zentralen Moschee.
Die Niederschlagung der Proteste wer-
de trotz des Drucks aus dem Ausland und
drohender Sanktionen fortgesetzt, sagte
Informationsminister Adnan Mahmud.
Der Staat sei entschlossen, „für die Bür-
ger Sicherheit, Stabilität und Frieden“
wiederherzustellen. Das Innenministeri-
um hatte dazu aufgerufen, sich nicht an
Kundgebungen zu beteiligen, die nicht
ausdrücklich erlaubt seien. Gegenüber je-
nen, die an unerlaubten Kundgebungen
teilnähmen, würden die Gesetze des Lan-
des in voller Schärfe angewandt.
Die Unruhen in Syrien griffen auch auf
das Nachbarland Libanon über. In der
nordlibanesischen Stadt Tripoli explodier-
ten in einem Stadtteil, in dem überwie-
gend Alawiten wohnen, zwei Raketen.
Die Religionsgemeinschaft der Alawiten
stellt in Syrien den inneren Kreis der
Macht. Die Alawiten stehen im Libanon
der schiitischen Hizbullah nahe. Die Sun-
niten, die in Tripoli die Mehrheit stellen,
befinden sich hingegen in einer Dauerfeh-
de mit der Hizbullah. Zudem brachten
sich nahe der Grenze aus der syrischen
Kleinstadt Tall Kalach, die von der Ar-
mee eingekesselt ist, Hunderte Einwoh-
ner zu Fuß in den Libanon in Sicherheit.
Derweil setzt sich die Türkei zuneh-
mend vomsyrischen Regime ab. In Anka-
ra äußerte sich der Nationale Sicherheits-
rat, in demsich regelmäßig die führenden
Politiker und Generäle unter dem Vorsitz
von Staatspräsident Abdullah Gül tref-
fen, betroffen über die steigende Zahl von
Todesopfern und forderte so rasch wie
möglich Reformen, um die legitimen For-
derungen der Demonstranten nach
Grundrechten und Freiheiten zu erfüllen.
Der Nationale Sicherheitsrat habe auch
Szenarien für die Zeit nach Assad erör-
tert, berichten türkische Medien.
Zuvor war Hakan Fidan, der Chef des
türkischen Geheimdienstes, in Damaskus
mit Staatspräsident Baschar al Assad und
Ministerpräsident Adel Safar zusammen-
gekommen. Der Chef des staatlichen Pla-
nungsamts der Türkei soll Vorschläge zu
Reformen gemacht haben. Der türkische
Ministerpräsident Erdogan warnte As-
sad, er würde wie andere Herrscher ge-
stürzt, sollte er nicht die dringenden Re-
formen umgehend in Angriff nehmen. In
einemTelefongespräch mit Assad habe er
die Einführung eines Mehrparteiensys-
tems gefordert, berichtete die Zeitung
„Sabah“. Die Türkei wolle in einemNach-
barland keine „autoritären, totalitären
und Achtung gebietenden Strukturen“,
sagte Erdogan. In Erwartung von Flücht-
lingsströmen aus Syrien hat die Türkei be-
reits mit dem Bau von Flüchtlingslagern
begonnen. In Istanbul und in Kairo fan-
den am Freitag Demonstrationen gegen
das brutale Vorgehen der Sicherheitskräf-
te und gegen das Assad-Regime statt.
In Genf beriet der UN-Menschenrechts-
rat amFreitag in einer Sondersitzung über
seine Haltung zu Syrien. Die Vereinigten
Staaten und die EU-Staaten drangen zwar
auf eine Verurteilung des Regimes in Da-
maskus. Die Vertreterin der Hochkommis-
sarin für Menschenrechte plädierte für die
Entsendung einer unabhängigen Untersu-
chungskommission in das Land. Aller-
dings schätzten Beobachter die Chancen
für eine Annahme solcher Vorschläge als
gering ein. Neben dem Widerstand von
Russland, China und Kuba sowie der isla-
mischen Länder zeigten sich auch Staaten
in Lateinamerika zögerlich. Erwartet wur-
de daher nur ein allgemeiner Aufruf zu ei-
nem Ende der Gewalt in Syrien, das im
kommendenMonat zumMitglieddes Men-
schenrechtsrats gewählt werden will.
ABU DHABI, 29. April. Eine Überra-
schung war die Wortmeldung aus dem
Londoner Exil nicht. Während der syri-
sche Botschafter von der Hochzeitsfeier
des Königshauses ausgeladen worden
war, forderte in der britischen Hauptstadt
die Führung der in Syrien verbotenen
Muslimbruderschaft ihre Landsleute auf,
weiter gegen das Regime zu demonstrie-
ren und mit einer Stimme Freiheit und
Würde einzufordern. Die Syrer sollten an
diesem Freitag nach dem Wochengebet
wieder auf die Straße gehen, Solidarität
für die belagerte Stadt Daraa und deren
Bewohner zeigen. Sie dürften es dem Ty-
rannen nicht erlauben, sie zu versklaven.
Zum ersten Mal hatte sich die Muslim-
bruderschaft Syriens damit zu dem Auf-
stand gegen das Regime Assad geäußert,
der seit seinem Beginn Mitte März von
Woche zu Woche an Stärke gewonnen
hat. Wie in Tunesien und Ägypten waren
auch in Syrien die Islamisten nicht amBe-
ginn der Proteste beteiligt. Wie in ande-
ren Ländern haben sie sich in die Proteste
aber später eingeklinkt. Während in
Ägypten die Muslimbruderschaft zwar
verboten ist, aber geduldet wird, hatte das
Assad-Regime deren Strukturen in Sy-
rien völlig zerschlagen. Die Mitglied-
schaft in der Bruderschaft wurde mit dem
Tod bestraft. Wer die Verfolgung überleb-
te, die 1982 im Massaker von Hama mit
Tausenden Toten gipfelte, ging in den Un-
tergrund oder in das Exil, meist nach Lon-
don.
Von dort meldete sich nun der 1938 ge-
borene Führer, Ali Bayanuni. Er war gebo-
ren worden, als sich die Muslimbruder-
schaft formierte. Als er 23 Jahre alt war,
trat die Bruderschaft das einzige Mal zu
einer Parlamentswahl an und erhielt
zehn Sitze. Mit der Machtergreifung der
Baath-Partei 1963 wurde sie verboten. Im
Widerstand gegen das neue Regime über-
nahm die Muslimbruderschaft die Füh-
rung, bis Hafez al Assad sie ausmerzte
und die Islamisten in Syrien keine politi-
sche Kraft mehr waren. Mehr als verhalte-
ne Sympathien konnten die Syrer zur
Muslimbruderschaft nicht zeigen, und
der Staat unterwanderte im Untergrund
islamistische Kreise, umsie zu neutralisie-
ren. Auf tönernen Füßen steht daher die
Behauptung von Baschar al Assad, imFal-
le seines Sturzes drohe die Machtübernah-
me radikaler Extremisten. Schließlich
war ihm ja auch der Spagat geglückt, die
Muslimbrüder zu unterdrücken, die mit
den Muslimbrüdern ideologisch verwand-
te Hamas aber an seiner Seite zu halten.
Zu Assads Behauptung passt auch
nicht der Umstand, dass die Führung im
Exil ihre Politik geändert hat. Erst
schwor sie der Gewalt ab, dann der Scha-
ria als Leitbild ihrer Politik. Sie folgte
dem Beispiel der türkischen Islamisten
um Tayyip Erdogan, die 2001 die AKP
gründeten, und formulierte ein Grund-
satzprogramm. In ihm sprechen sie sich
für einen „zivilen demokratischen Staat“
aus und damit gegen eine islamische Re-
publik. Auch Saad Hariri, der Führer der
sunnitischen Muslime im Libanon, arbei-
tete mit ihnen zusammen.
Hariri soll, so heißt es in einem von
Wikileaks veröffentlichten Dokument
der amerikanischen Botschaft in Beirut
vom August 2006, vorgeschlagen haben,
Assad durch eine Allianz aus Muslimbrü-
dern und ehemaligen syrischen Politi-
kern, wie dem ebenfalls im Londoner
Exil lebenden Abdalhalim Chaddam, zu
ersetzen. Schließlich hätten sich, so äu-
ßerte Hariri, die Muslimbrüder wie die
AKP in der Türkei geöffnet. Sie seien zur
Zusammenarbeit mit Christen bereit, sei-
en offen gegenüber Frauen in der Politik
und sie seien sogar zum Frieden mit Isra-
el bereit.
Damit gehören die syrischen Muslim-
brüder zur Gruppe der Postislamisten,
die zwar nicht säkular sind, für die die Re-
ligion aber im Wesentlichen Teil der kul-
turellen Identität ist, die sich also für
Frömmigkeit in der Gesellschaft und ei-
nen demokratischen Staat aussprechen.
Nach langen Jahrzehnten der Unterdrü-
ckung sind Aussagen über die Stärke der
Muslimbrüder in Syrien kaum möglich.
Im benachbarten Libanon haben die
Muslimbrüder nie Fuß gefasst, was auch
damit erklärt wird, dass die Sunniten, die
meist zur urbanen Mittelklasse gehören,
für islamistische Ideologien nicht emp-
fänglich sind. Wenn das Feindbild Assad
beseitigt sein sollte, dürfte das auch zu ei-
nem großen Teil für die syrischen Sunni-
ten gelten. Und es hat den syrischen Mus-
limbrüdern gewiss nicht genutzt, dass
sich die Muslimbruderschaft im benach-
barten Jordanien in den vergangenen Jah-
ren für Assad ausgesprochen und dies mit
seiner antiwestlichen Außenpolitik be-
gründet hat.
Weitere amerikanische Sanktionen ge-
gen Syrien seien durchaus nicht aus-
geschlossen, aber sie würden nur we-
nig Wirkung zeigen, sagte dieser Tage
ein ranghoher amerikanischer Regie-
rungsmitarbeiter. Die Wirtschafts-
kraft Syriens entspreche etwa jener
der Zwei-Millionen-Einwohner-Metro-
polenregion von Pittsburgh im Wes-
ten des Bundesstaates Pennsylvania.
Seit 2004 bestehen umfassende Han-
delssanktionen der Vereinigten Staa-
ten gegen Damaskus, die seither wei-
ter verschärft worden sind – vor al-
lem als Reaktion auf den Mord am
früheren libanesischen Regierungs-
chef Rafik Hariri, in den Damaskus
verwickelt gewesen sein soll. Neben
dem Verbot des Warenaustausches
mit Syrien ist die staatliche syrische
Handelsbank mit Sanktionen belegt.
Außerdem sind die Bankguthaben
von 20 ranghohen Militärs sowie Ge-
heimdienst und Regierungsmitglie-
dern eingefroren. Diesen wird etwa
Korruption vorgeworfen, oder das
Terrornetz Al Qaida, die Taliban, die
Hamas oder die Hizbullah unterstützt
zu haben. Oder sie sollen ins Massen-
vernichtungswaffen-Programm ver-
wickelt sein oder die Nachbarländer
Irak und Libanon destabilisiert ha-
ben.
Als weitere Sanktionen bieten sich
nun allenfalls noch Reiseverbote für
Führungsmitglieder des Regimes so-
wie das Einfrieren weiterer Bankgut-
haben von Regierungsmitgliedern wie
Präsident Baschar al Assad an. Weil
aber schon seit Jahren faktisch jeder
Wirtschaftsaustausch mit Syrien un-
terbunden ist, hätten weitere Sanktio-
nen Washingtons allenfalls symboli-
schen Wert. (rüb.)
Assad kann die Massenproteste nicht unterdrücken
Zehntausende demonstrieren trotz Militärpräsenz / Kundgebungen auch in der Hauptstadt / Neue Todesopfer
Nato verhindert Verminung Misratas
Kämpfe greifen auf Tunesien über / Scharfe Kritik Amerikas
Sternekoch Johann Lafer
empfiehlt Kenwood
www.kenwoodworld.de
*Quelle: GfK Westeuropa – Verkauf Stück und Wert
Europas Nr.1bei Küchenmaschinen
*
HEUTE NEU!
Das neue
Red Bulletin
finden Sie
heute in Ihrer
Frankfurter
Allgemeinen
Zeitung
Ägypten will die Blockade
des Gazastreifens lockern
Israel gegen Anerkennung neuer Palästinenserführung
Unerschrocken: Auch in der Stadt Banias kam es wieder zu Massenprotesten gegen das Regime. Foto AFP
Exil, Untergrund oder Gefängnis
Syriens Islamisten sind geschwächt / Von Rainer Hermann
Amerikas Wirtschaftssanktionen
EU berät über Syrien-Sanktionen
Reiseverbote und Einfrieren von Vermögen erwogen
ANZEIGE
Ras Ajdir El Oued
Nalut
Zarzis
Djerba
Misrata
Sirte
Ghadamis
Tripolis
F
.A
.Z
.-
K
a
rte
le
v
.
LIBYEN ALGERIEN
TUNESIEN
Ras Ajdir
Dehiba Dehiba
El Oued
Nalut
Zarzis
Chott
el Djerid
Chott
el Djerid
Djerba
Mittelmeer
Misrata
Sirte
Ghadamis
Tripolis
250 km 250 km
F
.A
.Z
.-
K
a
rte
le
v
.
LIBYEN ALGERIEN
TUNESIEN
ITALIEN TÜRKEI
MALTA
GRIECHEN-
LAND
Algier
Tobruk
Tunis
Tripolis
Kairo
LIBYEN ÄGYPTEN
ALGERIEN
ITALIEN TÜRKEI
MALTA
Kreta (Gr.) Kreta (Gr.)
ZYPERN ZYPERN
GRIECHEN-
LAND
TUNESIEN TUNESIEN
Algier
Tobruk
Benghasi Benghasi
Tunis
Tripolis
Kairo
LIBYEN ÄGYPTEN
ALGERIEN
500 km 500 km
Arabellion Syrischer Volkszorn, libysche Eskalationen und ägyptisches Entgegenkommen für die Hamas
SEI TE 6 · SAMSTAG, 30. APRI L 2011 · NR. 100 FRANKFURTER ALLGEMEI NE ZEI TUNG FRANKFURTER ALLGEMEI NE ZEI TUNG SAMSTAG, 30. APRI L 2011 · NR. 100 · SEI TE 7 Politik Politik
BAGDAD, 29. April (AFP/dapd). Am
Donnerstagabend hat ein Selbstmordat-
tentäter bei einem Anschlag auf eine
schiitische Moschee zehn Menschen mit
in den Tod gerissen. Weitere 30 Personen
seien verletzt worden, als der Attentäter
seinen Sprengsatz in der Iman-el-Hus-
sein-Moschee in Baladrus gezündet
habe, teilten örtliche Sicherheitskräfte
mit. Die Stadt liegt 75 Kilometer nordöst-
lich der Hauptstadt Bagdad in der Pro-
vinz Dijala. Bei zwei weiteren brutalen
Überfällen sind am Freitag sechs Men-
schen getötet worden. Wie die irakische
Polizei mitteilte, stürmten Bewaffnete in
einem Dorf nördlich von Bagdad am frü-
hen Morgen das Haus eines Geistlichen,
der gegen konfessionell motivierte Ge-
walt gepredigt hatte. Die Angreifer hät-
ten den Geistlichen, seine Frau und seine
achtjährige Tochter getötet. Bei einem
weiteren Angriff in der Stadt Buhris wur-
den demnach drei Brüder erschossen, die
in einer irakischen Einheit zur Bekämp-
fung des Terrornetzes Al Qaida gedient
hatten. Der irakische Ministerpräsident
Nuri al Maliki hatte in dieser Woche mit-
geteilt, der Zeitplan für den Abzug der
letzten amerikanischen Truppen aus
dem Irak werde eingehalten. Die ameri-
kanischen Soldaten sollen Ende 2011 das
Land verlassen.
P.K. TOKIO, 29. April. Auch nach der Ver-
einbarung einer Waffenruhe ist es an der
thailändisch-kambodschanischen Grenze
wieder zu Schusswechseln gekommen.
Bei den Kämpfen vom Donnerstagabend
und Freitagmorgen seien ein thailändi-
scher Soldat getötet und vier verletzt wor-
den, hieß es von thailändischer Seite.
Kambodscha bestätigte einen kurzen Zu-
sammenstoß an der Grenze. Die Regie-
rung in Bangkok verkündete, der Waffen-
stillstand gelte weiter, die Lage an der
Grenze bleibe aber angespannt. Seit einer
Woche gibt es Feuergefechte an der thai-
ländisch-kambodschanischen Grenze. 16
Soldaten kamen bislang ums Leben. We-
gen der Gefechte mussten 20 000 Men-
schen auf beiden Seiten der Grenze ihre
Dörfer verlassen. Im Zentrum der Kontro-
verse steht die Tempelanlage Preah Vihar,
die zu Kambodscha gehört, deren Ein-
gang aber auf thailändischer Seite liegt.
Seit sie 2008 als Weltkulturerbe unter kam-
bodschanischer Verwaltung von der
Unesco anerkannt wurde, gab es Grenz-
zwischenfälle. (Kommentar Seite 10.)
Am 1. Mai beginnt die DTM-Saison 2011 auf dem Hockenheimring:
Audi wünscht Fans, Teams und Fahrern einen perfekten Start.
Das Warten hat ein Ende: Die populärste Tourenwagen-Meisterschaft Europas geht in eine neue Saison. Spannung ist
garantiert, denn Audi plant, den Titel zurückzuerobern, und freut sich auf die Unterstützung der Fans – live vor Ort oder
zuhause an den Bildschirmen.
Für Tickets und weitere Informationen: Telefon 0841-89 47777 oder unter www.audi.de/dtm
E
in
F
e
ie
r
t
a
g

r
M
o
t
o
r
s
p
o
r
t
-B
e
g
e
is
t
e
r
t
e
.
rüb. WASHINGTON, 29. April. Nach
den schlimmsten Tornadostürmen im Sü-
den der Vereinigten Staaten seit sieben
Jahrzehnten ist die Zahl der Todesopfer
weiter angestiegen. Nach offiziellen Anga-
ben vom Freitagnachmittag starben bei
den verheerenden Wirbelstürmen mindes-
tens 313 Menschen; die Behörden rech-
nen aber mit weiteren Opfern unter den
Trümmern. Präsident Barack Obama ver-
sprach den betroffenen Regionen Hilfe bei
der Unterbringung von Obdachlosen und
für den Wiederaufbau. Der Präsident und
„First Lady“ Michelle Obama wollten am
Freitag nach Alabama reisen, um sich per-
sönlich ein Bild von der Lage zu machen
und den von der Unwetterkatastrophe be-
troffenen Menschen ihr Mitgefühl zu zei-
gen. Es handle sich um ein Unglück histo-
rischen Ausmaßes, sagte Obama. Die
hohe Opferzahl sei „herzzerreißend“, ließ
der Präsident mitteilen.
Allein im Südstaat Alabama starben
nach vorläufigen Angaben 210 Menschen,
mehr als 1700 weitere wurden verletzt.
Auch am Freitag waren bis zu einer Milli-
on der 4,7 Millionen Einwohner des Staa-
tes ohne Strom. Vororte der Stadt Tusca-
loosa, wo die Behörden 36 Todesopfer be-
stätigten, wurden komplett verwüstet.
Wer den „Pfad der Zerstörung“ des mehr
als einen Kilometer breiten Tornadowir-
bels sehe, könne „kaum glauben, wie ir-
gendjemand das überlebt haben kann“,
sagte Bürgermeister Walter Maddox dem
Nachrichtensender CNN. Rettungskräfte
und Soldaten der Nationalgarde suchten
am Freitag weiter nach Opfern unter den
Trümmern. Die Behörden befürchten ein
weiteres Ansteigen der Opferzahlen, da
die Einsatzkräfte seit Donnerstag unter
den Trümmern zahlreiche Leichen gebor-
gen haben. Wohnhäuser, Geschäfte und
Schulen wurden dem Erdboden gleichge-
macht. Das Mercedes-Benz-Werk in Tusca-
loosa stellte seine Produktion für den Rest
der Woche ein. „Bei uns sind keine Mitar-
beiter zu Schaden gekommen“, sagte Fi-
nanzvorstand Bodo Uebber. Man wolle
den Beschäftigen aber ermöglichen, sich
jetzt um ihre persönlichen Angelegenhei-
ten zu kümmern. Der Produktionsstand-
ort, an dem Geländewagen gebaut wer-
den, wurde von den Tornados nicht getrof-
fen. Am Montag soll die Fertigung wieder
anlaufen. Bei BMW läuft die Produktion
weiter.
Im westlich von Alabama gelegenen
Bundesstaat Mississippi kamen nach offi-
ziellen Angaben vom Freitag 33 Men-
schen ums Leben. Auch in den Bundes-
staaten Tennessee, Georgia, Arkansas, Vir-
ginia, Missouri und Kentucky fielen zahl-
reiche Menschen den Tornados zum Op-
fer. Von Oklahoma bis Georgia wurde der
Notstand ausgerufen. Die Wirbelstürme
entwickelten Windgeschwindigkeiten von
teilweise mehr als 300 Stundenkilome-
tern. Die Serie von Wirbelstürmen, die am
Mittwoch über mehrere südliche Bundes-
staaten hinweggezogen war, war die
schlimmste seit März 1932, als bei einer
Tornadoserie 332 Menschen ums Leben
kamen. Im März 1925 starben 747 Men-
schen bei einer Tornadokatastrophe. Die
bisher höchste Zahl bestätigter Wirbelstür-
me innerhalb von 24 Stunden war 1974
mit 148 ermittelt worden. Am Mittwoch
wurden mehr als 160 Tornados gemeldet,
aber noch nicht bestätigt.
Auch Bundeskanzlerin Angela Merkel
zeigte sich von den schweren Stürmen
und der hohen Opferzahl betroffen. „Den
Angehörigen gilt unser tief empfundenes
Mitgefühl, den verletzten Menschen wün-
sche ich eine rasche und vollständige Ge-
nesung“, schrieb Merkel am Freitag in ei-
nemKondolenzbrief an Präsident Obama.
rüb. WASHINGTON, 29. April. Präsi-
dent Barack Obama hat beim umfang-
reichsten Revirement des Sicherheitskabi-
netts seit seinem Amtsantritt im Januar
2009 die neu berufenen Führungskräfte
als die bestmöglichen Persönlichkeiten
für die Übernahme der schwierigen Pos-
ten bezeichnet. „Ich kann mir keine Grup-
pe von Personen vorstellen, die besser ge-
eignet wäre, unser Team für die nationale
Sicherheit in diesen schwierigen Zeiten
zu führen“, sagte Obama am Donnerstag-
abend im Weißen Haus. Der Präsident
dankte dem scheidenden Verteidigungs-
minister Robert Gates für dessen Dienste.
Der 67 Jahre alte Gates, der Ende 2006
von Obamas republikanischem Amtsvor-
gänger George W. Bush berufen wurde,
wird sein Amt als Pentagonchef am 30.
Juni aufgeben. Neuer Verteidigungsminis-
ter wird der 72 Jahre alte Direktor des
Auslandsgeheimdienstes CIA, Leon Pa-
netta. Dessen Nachfolge beim Sitz der
CIA in Langley nahe Washington wird
der 58 Jahre alte Heeresgeneral David Pe-
traeus antreten, der derzeit die internatio-
nalen Schutztruppen in Afghanistan be-
fehligt. Panetta und Petraeus haben im
Drohnenkrieg zur Bekämpfung von Al
Qaida und den Taliban im afghanisch-
pakistanischen Grenzgebiet kooperiert.
Den Posten von Petraeus als Isaf-Kom-
mandeur in Kabul wird imSeptember Ma-
rinekorps-Generalleutnant John R. Allen
antreten, der gegenwärtig stellvertreten-
der Chef des für die Region zuständigen
Zentralkommandos der amerikanischen
Streitkräfte mit Sitz in Tama (Florida) ist.
Neuer Botschafter in Kabul wird der er-
fahrene Diplomat Ryan Crocker.
Anschlag auf Schiiten im Irak
Zehn Tote in Moschee / Weitere Überfälle
ROM, 29. April. Für Peter Holmes war es
eine der großen Entscheidungen seines Le-
bens. Der katholische Familienvater aus
London steht mit Frau und Sohn unter
den Kolonnaden, die den Petersplatz von
Rom umrahmen. Die Familie sieht sich ei-
gentlich die dort ausgestellten Dokumen-
te und Darstellungen zu Papst Johannes
Paul II. an. Aber nur eigentlich: Tatsäch-
lich verfolgen die drei auf dem iPad die
Hochzeit in der fernen Westminister Ab-
bey. „Da hätten wir auch sein können“,
sagt Holmes. „Auch gerne. Aber die Selig-
sprechung am Sonntag war uns dann doch
wichtiger.“ Und seine Frau sagt: „Johan-
nes Paul war für uns ein Vorbild, das junge
Glück ist nur wundervolle Unterhaltung.“
Wie viele Briten an diesem Wochenen-
de Rom London vorziehen, müsste noch
gezählt werden. Zumindest einer hält es
noch so wie Familie Holmes: Der Herzog
von Gloucester, Richard Windsor, ein Vet-
ter von Königin Elisabeth II., vertritt das
englische Königshaus. Er wird dabei frei-
lich nicht weiter auffallen, anders als der
polnische Präsident Bronislaw Komo-
rowski, der an der Spitze fast des gesam-
ten polnischen Episkopats zur Erhöhung
des ersten polnischen Papstes der Kirchen-
geschichte nach Rom gekommen ist. Der
Kardinal von Krakau, Stanislaw Dziwisz,
gibt sich wie sein Reisemarschall – er ist
als früherer Privatsekretär von „Jan Pa-
wel“ ein „Motor“ der Seligsprechung gewe-
sen. Im Übrigen haben sich 62 Staatsober-
häupter oder Regierungschefs angesagt.
Auch EU-Kommissionspräsident Barroso
kommt. Aus Deutschland kommt, neben
einer Delegation der Bischofskonferenz,
Bundesinnenminister Friedrich.
Eigentlich ist die Seligsprechung nur
Angelegenheit des Vatikans; die Kirche
will auch die eigenen Ausgaben decken.
Doch auch die Stadt Romlässt sich das Er-
eignis 3,5 Millionen Euro kosten. Der Bür-
germeister, Gianni Alemanno vom „Volk
der Freiheit“ von Ministerpräsident Ber-
lusconi, ist zwar nicht als Mann der Kirche
bekannt, aber kein Bürgermeister könnte
es sich erlauben, abseits zu stehen. Die ita-
lienische Regierung, in diesem Fall vertre-
ten durch Staatssekretär Gianni Letta, den
engsten Mitarbeiter Berlusconis, hält etwa
fünf Millionen Euro bereit. Dabei geht es
vor allem um die Bezahlung des Sonder-
aufgebots bei den Sicherheitskräften –
selbst pensionierte Polizisten sollen akti-
viert werden. Busse und U-Bahnen fahren
fast die gesamte Nacht vom Samstag auf
den Sonntag. Es werden Shuttle-Dienste
eingerichtet. Nicht nur die Vatikanischen
Museen bleiben länger geöffnet.
Hätte Johannes Paul II. das alles ge-
wollt? Plakate an den Straßen und auf den
Bussen erwecken den polnischen Papst
zum Leben, wie er in römischer Mundart
die Bürger zur Zusammenarbeit aufruft:
„Damose da fa’semo Romani!“ („Packen
wir es, wir sind Römer!“). Bis zum letzten
Atemzug hatte er gerungen; noch an sei-
nem Sterben durfte die Welt teilnehmen
und so erkennen, dass der Tod Teil eines
verlöschenden aktiven Lebens ist. Die Rö-
mer haben ihren Papst geliebt und fast un-
gern mit den Polen geteilt, auch wenn sie
zugeben, dass Karol Wojtyla zunächst ein-
mal ein Fremder war, als er mit gerade ein-
mal 58 Jahren alle italienischen Mitkandi-
daten verdrängte und sein Pontifikat be-
gann, das mit fast dreißig Jahren zu einem
der längsten der Kirchengeschichte wur-
de. Der erste nichtitalienische Papst seit
Hadrian VI. aus Utrecht im 15. Jahrhun-
dert wurde nicht nur Bischof von Rom,
sondern ein römischer Bürger, der nicht
nur in seiner katholischen Welt präsent
war, sondern auch in die Synagoge kam
oder zur deutschen evangelischen Gemein-
de in die Christuskirche. So steht passend
auf einemder Plakate sein Zitat: „Ich habe
euch gesucht. Ihr seid zu mir gekommen.
Dafür danke ich euch.“
An diesem Sonntag um zehn Uhr ist es
so weit: Bei der Erhebungsmesse vor
Sankt Peter, die allen offensteht und an
der an der Prunkstraße zum Vatikan die
Pilger auch an Bildschirmen teilnehmen
können, wird der am 18. Mai 1920 in Wa-
dowice nahe Krakau geborene Karol Jozef
Wojtyla, der sich als Pontifex Maximus Jo-
hannes Paul II. nannte, „zur Ehre der Altä-
re erhoben“. Schon in der Nacht zumSonn-
tag können die Pilger – es wird mit knapp
einer halben Million aus dem Ausland ge-
rechnet – an einer Gebetswache auf dem
Circus Maximus teilnehmen. Dort wird
der römische Kardinalvikar Agostino Val-
lini zu Ehren des neuen Seligen eine Vigil
halten. Bei der Feier auf der einstigen rö-
mischen Rennbahn wird Stanislaw Dzi-
wisz sprechen. Auch die französische Or-
densschwester Marie Simon-Pierre Nor-
mand wird erwartet, deren medizinisch
nicht erklärbare Heilung von der Parkin-
son-Krankheit nach einer Fürbitte an den
kurz zuvor gestorbenen Johannes Paul II.
bei dessen Seligsprechungsprozess als
Wunder anerkannt wurde. Per Videoschal-
tung wird Papst Benedikt XVI. von seinem
Amtszimmer im Apostolischen Palast aus
den Segen spenden. Am Sonntagmittag
wird der Sarg Wojtylas zur Verehrung
durch die Gläubigen vor demPapstaltar in
Sankt Peter aufgestellt.
„Er war einer von uns“, findet der katho-
lische Familienvater Holmes aus London.
So sagt man es auch in seiner Nähe.
Mieczyslaw Mokrzycki, der Nachfolger
von Dziwisz als Privatsekretär und heuti-
ge Erzbischof von Lemberg, erinnert dar-
an, dass Johannes Paul II. das „Wir“ der hö-
fischen Anrede fallen ließ. „Für mich war
er in seiner bescheidenen und direkten
Art, in seiner Frömmigkeit und Aufopfe-
rung schon als Lebender ein Beispiel für
Heiligkeit und mehr als nur ein ,Vorgesetz-
ter‘“, sagt Mokrzycki. „Er war uns allen
eine Vaterfigur, die wir von ganzem Her-
zen verehrten und liebten.“ Bei aller Kri-
tik an seiner konservativen Theologie, sei-
nen fragwürdigen Personalentscheidun-
gen und dem anrüchigen Finanzgebaren
seiner Bankiers, war Johannes Paul II. für
die „Stadt und den Weltkreis“ ein geistiger
Vater, der eine Generation lang die Men-
schen aus dem Ausnahmezustand des
Weltkrieges und des Ost-West-Konflikts
in das 21. Jahrhundert führte, als Mittler,
Mahner, Vorbild und Hirte.
mic. PARIS, 29. April. Mehrere französi-
sche Menschenrechtsorganisationen ha-
ben am Freitag gegen das Vorgehen der
französischen Polizei gegen tunesische
Einwanderer protestiert. Mehrere Aben-
de in Folge sind Sicherheitskräfte in Pa-
ris und in Marseille zu Identitätskontrol-
len ausgerückt. In der Nähe des Parks
von La Villette in der Hauptstadt wurden
in den vergangenen Tagen etwa 100 jun-
ge Männer aus Tunesien zur Überprü-
fung ihrer Aufenthaltspapiere aufgegrif-
fen und ins Polizeikommissariat ver-
bracht. Die Polizeipräfektur von Paris be-
stätigte, dass die meisten Tunesier nach
Italien zurückgebracht würden, da sie
nicht ausreichende finanzielle Mittel auf-
weisen könnten. Die Präfektur nannte
die Zahl von 100 Tunesiern, die Men-
schenrechtsorganisationen sprachen von
200 Betroffenen. Im Stadtrat von Paris
kritisierte eine Mehrheit der Abgeordne-
ten das Vorgehen der Polizei gegen die tu-
nesischen Migranten, das von einem
Mangel an Menschlichkeit gekennzeich-
net sei. Auch in Marseille in der Nähe
des Bahnhofs wurden junge Tunesier in
ihren Notbehausungen aufgegriffen und
in die zuständige Polizeidienststelle über-
stellt.
Der französische Innenminister
Claude Guéant sagte bei der Einwei-
hung eines Kommissariats am Freitag,
dass Frankreich die Regeln des Schenge-
ner Vertrages strikt anzuwenden geden-
ke. Frankreich wirft Italien vor, den tu-
nesischen Migranten Aufenthaltsgeneh-
migungen ausgestellt zu haben, mit de-
nen sie nach Frankreich einreisen kön-
nen. Guéant hat alle Präfekten und Poli-
zeipräfekten angewiesen, die Ausfüh-
rungsbestimmungen, besonders den
Nachweis ausreichender finanzieller
Mittel, strikt zu respektieren.
mic. PARIS, 29. April. Der frühere fran-
zösische Innenminister Charles Pasqua
ist am Freitag vom Berufungsgericht in
Paris vom Vorwurf des Amtsmissbrauchs
im Zusammenhang mit illegalen Waffen-
geschäften mit Angola freigesprochen
worden. Der Altgaullist war Ende Okto-
ber 2009 in erster Instanz wegen seiner
Rolle im sogenannten Angolagate zu ei-
nemJahr Haftstrafe ohne Bewährung ver-
urteilt worden. Für Pasqua kommt der
Freispruch einer politischen Rehabilitie-
rung gleich. Zuvor hatte schon das Son-
dergericht der Republik, die „Cour de jus-
tice de la République“, die Verfahren ge-
gen ihn eingestellt.
Der mittlerweile 84 Jahre alte Pasqua
stand im Verdacht, als Innenminister die
illegalen Waffenlieferungen an Angola
in den neunziger Jahren gedeckt zu ha-
ben. Das Rüstungsgeschäft wurde zwar
nicht vom französischen Staatsgebiet aus
abgewickelt, erfolgte aber unter dem
Deckmantel der dem französischen In-
nenministerium unterstehenden Gesell-
schaft Sofremi.
Das Berufungsgericht entschied am
Freitag auch, die Strafen gegen die zwei
Hauptprotagonisten des Angolagate,
Pierre Falcone und Arcadi Gaydamak, zu
mildern. Sie wurden vom Vorwurf des il-
legalen Waffenhandels freigesprochen.
Die Berufungsrichter argumentierten,
sie hätten ein „unanfechtbares Mandat“
des Staates Angola für das Waffenge-
schäft gehabt. Das Strafmaß gegen den
französischen Geschäftsmann Pierre Fal-
cone wurde von sechs Jahren Haftstrafe
ohne Bewährung auf dreißig Monate her-
abgesetzt. Falcone sollte in den kommen-
den Tagen aus der Haftanstalt entlassen
werden. Der russischstämmige Waffen-
händler Arcadi Gaydamak war ohnehin
in Abwesenheit verurteilt worden.
now. BRÜSSEL, 29. April. Zum zweiten
Mal innerhalb eines Jahres hat das belgi-
sche Abgeordnetenhaus fast einstimmig
ein Gesetz gebilligt, welches das öffentli-
che Tragen des islamischen Ganzkörper-
schleiers untersagt. Schon Ende April
vergangenen Jahres hatten die Abgeord-
neten für ein völliges Burka-Verbot ge-
stimmt. Wegen der damals ausgebroche-
nen (und noch andauernden) Regie-
rungskrise konnte das Gesetz, das der
Zustimmung durch die zweite Parla-
mentskammer, dem Senat, bedarf, nicht
in Kraft treten.
Das Votum im Parlament wird auch
als ein weiteres Zeichen dafür gewertet,
dass Belgien durchaus politisch hand-
lungsfähig sei. Zuvor hatte das Kabinett
des christlich-demokratischen Regie-
rungschefs Yves Leterme schon – mit
nachträglicher parlamentarischer Billi-
gung – die Beteiligung Belgiens an der
militärischen Intervention in Libyen be-
schlossen sowie die Planungen für den
Staatshaushalt dieses und der kommen-
den Jahre vorangetrieben.
Das Gesetz zum Burka-Verbot sieht,
wie die schon geltende französische Re-
gelung, bei Verstößen Geld- und sogar
Haftstrafen vor. Schon jetzt gelten in ei-
nigen belgischen Orten kommunale Ver-
bote. Geschätzt wird, dass im Land meh-
rere hundert Frauen den vollständigen
Schleier tragen; die Tendenz soll stei-
gend sein.
Auch mehr als zehn Monate nach den
Parlamentswahlen ist eine Verständi-
gung über die geplante Staatsreform
und die neue Regierung unterdessen
nicht in Sicht. Der mit einem Sondie-
rungsauftrag betraute Vorsitzende der
flämischen Christlichen Demokraten,
Wouter Beke, erstattete König Albert II.
am Freitag einen Zwischenbericht.
Nach wie vor scheitern Fortschritte
nicht zuletzt an der unnachgiebigen Hal-
tung der separatistischen Neuen Flämi-
schen Allianz (N-VA) von Bart De We-
ver, die aus den Wahlen als stärkste
Kraft hervorgegangen war. Ihren jetzt
bekräftigten Anspruch, mehr Verant-
wortung zu übernehmen, sehen franzö-
sischsprachige Politiker als „durchsichti-
ges Manöver“. Die Separatisten wollten
durch unannehmbare Vorschläge die
Verhandlungen blockieren und damit
den Eindruck einer ausweglosen Situa-
tion erwecken, heißt es unter franzö-
sischsprachigen Politikern. Aus ihren
Reihen kommt jetzt auch die Forderung,
die Befugnisse der geschäftsführenden
Regierung zu stärken. So sei es seit Mo-
naten nicht mehr möglich, vakante
Schlüsselpositionen in Ministerien, bei
der Polizei oder auch beim obersten
Gericht neu zu besetzen.
Wieder Kämpfe an der Grenze
Thailändischer Soldat getötet / Nur kurze Waffenruhe
Nach dem Sturm: Am Donnerstag in Concord im Bundesstaat Alabama Foto dapd
Obama lobt „Sicherheitsteam“
Amerikanischer Präsident stellt neue Führungskräfte vor
Tote in Ägypten – Bei einemFährunglück
in Ägypten sind am Freitag zahlreiche
Menschen ums Leben gekommen. Das
Schiff sei auf dem Nil im Süden des Lan-
des verunglückt, meldete die Nachrichten-
agentur MENA amFreitag. Mindestens 43
Menschen seien gestorben, als das Schiff
der Provinz Bani Suwaif gekentert sei. Poli-
zeivertreter sprachen hingegen von 17 To-
desopfern; vier weitere Menschen seien
verletzt worden, fünf würden noch ver-
misst. Den Polizeiangaben zufolge trans-
portierte die Fähre einen Bus mit 32 Passa-
gieren. (AFP)
Deutsche Botschaft wieder in Tokio –
Sechs Wochen nach ihrer Verlegung we-
gen des Reaktorunglücks in Fukushima
hat die deutsche Botschaft in Japan ihren
Betrieb in der Hauptstadt Tokio wieder
voll aufgenommen. Die Auslagerung nach
Osaka, die Mitte März wegen der „schwie-
rigen Lage“ in Fukushima erfolgt sei, sei
seit Freitag beendet, teilte ein Sprecher
des Auswärtigen Amts mit. Osaka liegt
rund 570 Kilometer vom Atomkraftwerk
entfernt, Tokio etwa 230 Kilometer. (AFP)
Islamisten getötet — Russische Sicher-
heitskräfte haben bei einem zweitägigen
Anti-Terror-Einsatz im Nordkaukasus
mindestens 16 Islamisten getötet. An der
Grenze zwischen der Teilrepublik Kabar-
dino-Balkarien und der Region Stawropol
erschossen Spezialkräfte am Donnerstag
acht Männer und zwei Frauen, teilten die
Behörden mit. Auch in Dagestan töteten
Sicherheitskräfte am Donnerstag mindes-
tens sechs Islamisten. (dpa)
Neuer Roskosmos-Leiter – Nach einer Pan-
nenserie in der russischen Raumfahrt hat
die Führung in Moskau den Roskosmos-
Leiter, Anatoli Perminow, entlassen. Wie
Ministerpräsident Putin amFreitag mitteil-
te, ist der stellvertretende Verteidigungs-
minister Wladimir Popowkin neuer Leiter
der russischen Raumfahrtbehörde. Offi-
ziell begründete Putin die Entlassung da-
mit, dass dieser in Rente gehe; indes wur-
de nach einer Reihe schwerer Rückschläge
in der russischen Raumfahrt seit längerem
über seine Absetzung spekuliert. (dpa)
Pakistan testet Rakete — Pakistan hat am
Freitag einen atomwaffenfähigen Marsch-
flugkörper getestet. Der Test der Rakete
vomTyp Hatf VIII (Ra’ad) an einemgehei-
men Ort sei erfolgreich verlaufen, teilte
das Militär mit. Der Marschflugkörper
habe eine Reichweite von 350 Kilometern
und könne sowohl nukleare als auch kon-
ventionelle Sprengköpfe tragen. Pakistan
und Indien testen regelmäßig atomwaffen-
fähige Raketen. (dpa)
Kritik an Carter – In Südkorea sind Äuße-
rungen des früheren amerikanischen Präsi-
denten Carter nach seiner Nordkorea-Rei-
se auf Kritik gestoßen. Carter hatte nach
seiner Rückkehr gesagt, dass es einer Ver-
letzung von Menschenrechten gleichkom-
me, wenn Südkorea und die Vereinigten
Staaten aus politischen Gründen keine
Hilfsgüter mehr an Nordkorea schickten.
Nordkoreanische Flüchtlingsorganisatio-
nen kritisierten auch Carters Aussage,
nach der Menschenrechtsverletzungen in
dem Land nicht von außen beendet wer-
den könnten. Carters privater Besuch in
Pjöngjang in dieser Woche war nicht mit
dem erhofften Gespräch mit Machthaber
Kim Jong-il belohnt worden. (P.K.)
Hafterleichterungen für Manning – Der
amerikanische Soldat Bradley Manning,
der im Zusammenhang mit den Wiki-
leaks-Enthüllungen des Geheimnisver-
rats verdächtigt wird, erhält bessere Haft-
bedingungen. Von Freitag an könne Man-
ning mit seinen Mitgefangenen sprechen
und Besucher empfangen, sagte die Leite-
rin des Militärgefängnisses Fort Leaven-
worth am Donnerstag. Seit Juli stand der
Dreiundzwanzigjährige im Militärgefäng-
nis Quantico unter Einzelhaft. (AFP)
Fürsprecher: Slawomir Oder im
Porträt, Zeitgeschehen, Seite 10
Er suchte, sie kamen
Auf dem Petersplatz Foto dapd
Tunesier sollen zurück nach Italien
Französische Polizei geht gegen Migranten vor / Kritik
Pasqua freigesprochen
Gericht in Paris hebt Urteil in „Angolagate“-Prozess auf
Zweiter belgischer Anlauf zum Burka-Verbot
Abgeordnetenhaus billigt Gesetzesvorlage / „Zeichen für Handlungsfähigkeit“
Mehr als 300 Tote durch Tornados
Obama verspricht Amerikas Süden Hilfe / „Herzzerreißend“
Ausland in Kürze
Am Sonntag wird Papst
Johannes Paul II. in Rom selig-
gesprochen. Manche Pilger
reisen von weit her an – und
setzen Prioritäten.
Von Jörg Bremer
SEI TE 8 · NR. 100
SAMSTAG, 30. APRI L 2011 FRANKFURTER ALLGEMEI NE ZEI TUNG Deutschland und die Welt
6.28 Uhr Margaret Tinsley beißt in ihr Ba-
guette mit Frühstücksspeck. Ihr zweiter
Morgen an der Mall. Nicht gut, aber besser
habe sie geschlafen, sagt die Neunundsech-
zigjährige. „Heute Nacht war es wärmer.“
Mit ihren beiden Freundinnen, der vier
Jahre jüngeren Shirley Messinger und der
siebzigjährigen Jill Gurney, war sie am
Mittwoch die Erste, die zwischen Bucking-
ham-Palast und Horse Guards Parade Stel-
lung bezog. Zu ihren Füßen eine Flasche
Champagner. „Den öffnen wir, wenn Kate
sagt: ,I will‘.“ Dann fließen die Tränen?
„Oh, Dear. Nicht erst dann. Ich weine, so-
bald die erste Musikkapelle vorbeizieht.“
6.34 Uhr Zu den Ersten, die ihre Arbeit
schon vor der Zeremonie erledigt haben
müssen, zählen Richard Ward und James
Pryce: In der Morgenstille betreten sie das
Hotel Goring hinter dem Buckingham-Pa-
last, um die Braut zu frisieren.
6.38 Uhr Carol Saint freut sich über den
bedeckten Himmel. Die Krankenschwes-
ter ist eine von Hunderten Freiwilligen,
die sich an 24 Erste-Hilfe-Stationen der St
John Ambulance um Verletzungen küm-
mern müssen. „Mal wird einem schlecht,
mal stürzt einer im Gedränge.“ Mit mehr
rechnet sie nicht. Ein Arzt gibt gerade sei-
nen jungen Helfern die letzten Anweisun-
gen. Und wenn das Brautpaar vorbeifährt,
verlässt Carol Saint dann ihr Zelt, um ei-
nen Blick zu erhaschen? „Nein, wir blei-
ben professionell und arbeiten weiter.“
7.05 Uhr Das offizielle Programm ist raus
und wird von 140 Pfadfindern und Kadet-
ten in den Parkanlagen entlang der Mall
verkauft. „Zwei Pfund für einen guten
Zweck“, versichert Sally Thompson, 17
Jahre alt und vom Air Training Corps. Ein
Teil des Geldes fließt in die Stiftung von
Prinz William und Prinz Harry. Dafür be-
kommt man ein Erinnerungsstück mit 27
Seiten, persönlichen Worten des Braut-
paars und dem neuesten Mario-Testino-
Foto der beiden, dazu den genauen Ablauf
und die Worte des Hochzeitsgottesdiens-
tes. Der Verkauf verläuft so früh am Mor-
gen noch schleppend – dabei ist die Auf-
lage begrenzt auf 150 000 Stück.
8.07 Uhr An der Mall spricht sich herum,
dass die Königin „voller Freude“ ihren En-
kelsohn William zu einem Herzog er-
nannt hat. Seit acht Uhr trägt er die Titel
„Duke of Cambridge, Earl of Strathearn
and Baron Carrickfergus“. Künftig ist
Prinz William „Seine Königliche Hoheit
der Herzog von Cambridge“, und die Bür-
gerliche Kate „Ihre Königliche Hoheit die
Herzogin von Cambridge“ – allerdings
erst nach der Hochzeit.
8.32 Uhr Die schweren Kirchentüren der
Westminster-Abtei öffnen sich. Draußen
steht schon eine geduldige Schlange der
Hochzeitsgäste im Morgendunst – die Da-
men bunt behütet, die Herren fast alle un-
ter Verzicht auf den Zylinder, der eigent-
lich zum festlichen Morgenanzug gehört,
weil sie auf den Sitzplätzen in der Kirche
sonst nicht wüssten, wohin mit dem Hut.
Viele Plätze im äußeren Kirchenschiff
sind ohne Namensreservierung, daher der
frühe Andrang in Hoffnung auf spätere
gute Sicht. Der Blumenschmuck in der Kir-
che: hellgrün-weiß, sehr frühlingshaft,
auch durch die sechs Feldahornbäume,
die demOrt etwas von der Atmosphäre ei-
ner Land-Hochzeit geben, genau so, wie
das Brautpaar es sich gewünscht hat.
8.50 Uhr In Bucklebury, der Heimat der
Braut, hat das Bürgerfest auf der Gemein-
dewiese um kurz vor neun schon angefan-
gen: Die Spanferkel drehen auf dem Grill
und zeigen bereits knusprige Stellen.
8.52 Uhr Ein Wagen der Straßenreinigung
fährt ein letztes Mal die Mall ab. Der Fah-
rer winkt fast so huldvoll wie die Königin
– und wird dafür bejubelt.
9.15 Uhr Die Abtei füllt sich zügig. David
Beckham (dem Bräutigam durch seinen
Sport verbunden – Williamist Ehrenpräsi-
dent des Englischen Fußballverbands) er-
scheint mit seiner Gattin als einer der ers-
ten Ehrengäste. Auch der Londoner Bür-
germeister Boris Johnson, eigentlich ein
notorischer Spätkommer, taucht mit sei-
nemsemmelblonden Kopf früh in der Fest-
gemeinde auf – seine Frisur wirkt heute be-
sonders wuschelig. Johnson verrät ohne
Zögern, der Cutaway, in dem er steckt, sei
nicht sein eigener, sondern stamme aus ei-
nem Frackverleih in der Fenchurch Street.
9.17 Uhr Aus den Lautsprechern entlang
der Mall ist erstmals die Orgel aus West-
minster Abbey zu hören. Für zwei Minu-
ten. Aus der Ferne nähert sich die erste
Blasmusik, Uniformen und Bärenfellmüt-
zen. „Das ist die Kapelle der Coldstream
Guard!“ Woher er das weiß? Die Knöpfe
vorne sitzen zu Paaren.
9.20 Uhr Auf Twitter kommentieren Nut-
zer im Sekundentakt, was sie auf dem
Fernsehbildschirm sehen. Zwei frühere
Freunde von Kate seien eingeladen und ge-
rade eingetroffen, berichtet jemand. Einer
kommentiert Victoria Beckhams Auftritt:
„Ich schwöre, sie hat gerade kurz ge-
lächelt. So fröhlich habe ich sie noch nie
gesehen.“ Andere verhindern allzu große
Harmonie mit kleinen Gemeinheiten:
„Ich habe noch gar keine Pferde gesehen –
Camilla muss Verspätung haben.“
9.22 Uhr Die Sonne bricht erstmals durch
die Wolken. Zwar nicht lange, aber Con-
stable Dunbar von der Metropolitan Po-
lice, der den letzten Abschnitt der Mall im
Auge behalten muss, zieht seine Regen-
jacke aus. Ein gutes Zeichen.
9.25 Uhr In Büros auf der ganzen Welt ver-
suchen Menschen, ihre Arbeit mit der
Hochzeit in Einklang zu bringen. „Ver-
flucht, alle meine Kolleginnen wollen die
Hochzeit auf meinem Laptop gucken“,
schreibt „DJBearish“, offenkundig ein
Mann, bei Twitter. Ein Foto seines Compu-
ters zeigt er auch: Die Kolleginnen haben
sich durchgesetzt, man sieht die ersten
Gäste in dunklen Limousinen vorfahren.
9.36 Uhr Die Geräuschkulisse imKirchen-
schiff ähnelt dem Gesprächsgesumm ei-
ner Cocktailparty. Überall Plauderei, Be-
grüßungen, Gelächter. Der katholische Pri-
mas von England und Wales, Erzbischof
Nichols, dessen eigene Kathedrale nur
500 Meter weiter die Victoria Street hin-
unter liegt, hat seinen Platz im Chor-
gestühl gefunden, er debattiert mit seinem
Sitznachbarn Rabbi Sacks, dem Oberrab-
biner von England. Victoria Beckham lä-
chelt doch wirklich schon wieder: Sie hat
Guy Ritchie in der Menge getroffen.
9.38 Uhr Blaulicht in der Ferne. Motor-
räder und Staatskarossen mit Wimpeln nä-
hern sich. Wieder brandet Jubel auf, dann
die Ernüchterung beim Nebenmann. „Das
sind doch nur ausländische Diplomaten.“
9.47 Uhr Die politischen Würdenträger
treffen in der Kirche ein. David Cameron,
der Premierminister, begegnet an seinem
Sitzplatz seinem Stellvertreter Nick Clegg,
dem Parteichef der Liberaldemokraten.
Clegg hat sich an seine Ankündigung ge-
halten, nicht im Schwalbenschwanz zur
Hochzeit zu kommen, Cameron, der sich
nach anfangs ähnlichen Absichten doch
dem Komment beugte und in einen Cut
schlüpfte, spricht Clegg gleich darauf an.
Seine Miene verrät Respekt.
9.55 Uhr „Test one, two, three, test one,
two, three“: Lautsprecher melden sich.
10.13 Uhr Endlich: Der Bräutigam fährt
herbei, neben ihm sein Bruder Harry. Der
Bentley ist schnell vorbei. „War William
der Rote oder der Schwarze?“ Der Rote,
wie ein Handy-Foto beweist. Eine Ameri-
kanerin ruft wütend zu Hause an: „Er war
so nah, und ich habe ihn verpasst.“
10.04 Uhr Vor dem Hotel Goring, wo die
Braut noch immer vorbereitet wird, spielt
die Gardekapelle Professor Higgins’ Song
aus „My Fair Lady“: „Hei, heute morgen
mach ich Hochzeit“.
10.16 Uhr whyamericansshouldcareabout-
theroyalwedding.comzeigt wie immer nur
zwei Wörter an: „They shouldn’t.“
10.18 Uhr Prinz William und sein Bruder
Harry treffen in der Kirche ein. „Heute
wohl bad hair day“, kommentiert eine
Frankfurter Fernsehzuschauerin die Fri-
sur des Trauzeugen. Auch könne der junge
Mann ein wenig mehr Haltung zeigen.
10.23 Uhr Carole Middleton, die Mutter
der Braut, verlässt mit Sohn James das Ho-
tel „The Goring“, in dem Kate die letzte
Nacht als Bürgerliche mit ihrer Familie ver-
brachte. Dutzende Köche mit ihren wei-
ßen Hauben schauen ihnen nach. Sie ha-
ben Kate wohl zum letzten Mal bekocht.
10.35 Uhr Im Berliner Fünf-Sterne-Hotel
Concorde prosten sich vor der Riesenlein-
wand in der Lounge schon einige Frauen
mit Champagner zu. Männer sind kaum
da – abgesehen von den Mitarbeitern des
Hotels, die von der Galerie aus zusehen
dürfen. Selbst der Direktor sei Hochzeits-
fan, sagt seine Sprecherin: „Was da pas-
siert, ist ja ein Stück europäische Geschich-
te!“ Für später erwartet sie noch einen An-
sturmvon Lunch-Gästen, die ihre Mittags-
pause verlängern, um bei „Royal Tea“ und
Scones die Trauung zu verfolgen. Mit dem
englischen Gebäck habe der Küchenchef
des französischen Hotels keine Probleme:
„Wer Macarons backen kann, kann auch
Scones backen – das ist eher einfach.“
10.47 Uhr Im Internet findet ein Bild gro-
ßen Zuspruch, das einen wie irre lachen-
den Mann zeigt und den Schriftzug „Royal
Wedding – I don’t give a shit“ trägt. Ande-
re User spotten darüber, dass auch jene,
die angeblich nicht an der Hochzeit inter-
essiert sind, so viel darüber schreiben:
„Hallo alle, hört euch an, wie wenig mich
diese Hochzeit interessiert!“
10.50 Uhr Die Königin ist da. Fanfaren.
Ihr Sohn, der Prinz of Wales, unter den
Wartenden am Eingang. Er bekommt ein
„good morning“ und einen Kuss auf die
Wange von seiner Mutter. Charles und Ca-
milla führen die Gruppe den Mittelgang
hinunter: Die Königin, protokollarisch
Nummer eins, ist in der Kirche als Groß-
mutter Nummer zwei in der Rangfolge.
10.54 Uhr Die Trauzeugin der Braut, ihre
Schwester Pippa, mit vier kleinen Braut-
jungferkindern und zwei jungen Pagen:
eine schwanenhaft elegante Erscheinung
umgeben von quirligen Küken.
10.57 Uhr Die Braut fährt vom Hotel zur
Kirche. Ihr gläserner Wagen erlaubt erste
Blicke auf das Brautkleid – und auf einen
Hauch von weißem Schleier. All das hat
der Bräutigam noch nicht zu Gesicht be-
kommen. Die Braut lächelt und winkt den
Menschen an der Mall zu.
11.00 Uhr Die Braut fährt im Rolls Royce
vor der Kirche vor. Der Brautvater hat zu
warten, nachdem Kate ausgestiegen ist
und erste Schritte getan hat: Auf seinem
Schoß ruhte die gefaltete Schleppe, die
sich erst auseinander ziehen muss.
11.07 Uhr William steht vor dem Hoch-
altar und wagt es nicht, sich umzusehen.
11.08 Uhr Trauzeuge Prinz Harry dreht
sich am Altar um und flüstert seinem Bru-
der dann lachend etwas zu. Über das
Brautkleid der herannahenden Kate?
Wahrscheinlich. Schon wieder ungebühr-
lich: Typisch Harry! Die Menge draußen
lacht. Einer ruft: „How cheeky!“
11.10 Uhr Im Pub „Fox and Hound“ in
Frankfurt wird es totenstill, als der Gottes-
dienst beginnt. Zwischen England-Flag-
gen und Union Jacks verfolgen die Gäste
andächtig die Trauung – ansprechen sollte
man sie währenddessen lieber nicht.
11.17 Uhr William steckt Kate den Ring
an den Finger. Kurz geht ein Aufstöhnen
durch die Frankfurter Kneipe: Passt er
etwa nicht? Doch, alles gut. Nun werden
auch die ersten Biere serviert. Schon
Kates Verlobungsring hatte Aufsehen er-
regt. Prinz Charles hatte ihn Lady Diana
Spencer zur Verlobung im Februar 1981
geschenkt, 18-Karat-Weißgold mit einem
ovalen, blauen Saphir, der von 14 Diaman-
ten umgeben ist. Prinz William gab ihn
Kate mit den Worten: „Ich wollte sicher-
gehen, dass meine Mutter diesen Moment
nicht verpasst.“ Ob auch der Ehering
Kates mit Diana in Verbindung steht? Das
Schmuckstück ist aus walisischem Gold.
Es war ein Geschenk der Königin an ihren
Enkel William, das er von ihr nach seiner
Verlobung mit Kate Middleton bekam.
Dass das Gold von jenem Nugget stammt,
aus dem schon die Eheringe der Königin-
mutter, der Königin, der Prinzessinnen
Margaret, Anne und Diana gewesen sind,
ist denkbar. Das Nugget stammt aus der
walisischen Goldmine Clogau St David’s.
Allerdings bekam Elisabeth II. im Novem-
ber 1981 einen weiteren walisischen Gold-
nugget von der Kriegsveteranen-Organisa-
tion „Royal British Legion“ geschenkt, aus
dem unter anderem der Ehering von Sa-
rah, der Herzogin von York, stammt. Auch
Kates Ring könnte aus diesem Gold her-
gestellt sein. William verzichtet ganz auf
einen Ehering – das ist durchaus üblich in
der englischen Oberschicht.
11.18 Uhr Schon vorbei. Gegen die sonore
Stimme des Erzbischofs von Canterbury
nehmen sich die Antworten des Brautpaa-
res („ich will“) leise aus in der stillen Kir-
che. Durch die Glasfenster der Abtei
dringt von draußen der Jubel in die Stille.
11.30 Uhr Der Bischof von London pre-
digt und zitiert die heilige Katharina von
Siena: „Seid, wozu Ihr geschaffen seid!“
Das Paar sitzt seitlich des Altars, sie
strahlt zu ihm, er lächelt scheu zurück.
11.32 Uhr Im Café der Methodist Central
Hall, schräg gegenüber von Westminster
Abbey, singt Elvis „You Don’t Have To Say
You Love Me“. Obendrüber, in der großen
Halle, wird die Hochzeit live übertragen.
Schöner und näher am Ort des Gesche-
hens kann man die Trauung an diesem
Tag in London nicht verfolgen.
11.35 Uhr Die Facebook-Seite „The Bri-
tish Monarchy“, auf der Fans ihre persön-
lichen Royal-Wedding-Geschichten pos-
ten sollen, ist wegen Überlastung für ein
paar Minuten nicht erreichbar.
11.47 Uhr John Hall, der Dekan von West-
minster Abbey, ruft den Segen Gottes auf
das junge Paar herab. Die Teilnehmer des
Gottesdienstes sind gut bei Stimme und
halten mit Orgel, Chor, Orchester und Fan-
faren mit. Fast alle singen, auch Elton
John und sein Lebensgefährte.
11.52 Uhr Die Nationalhymne erklingt,
„God save our gracious Queen“. Die Kir-
che ist erfüllt vom brausenden Gesang.
12.05 Uhr Der Auszug. Nach den Unter-
schriften des Paares, der Zeugen, der El-
tern im Kirchenbuch führt der Weg von
William und Catherine am Platz der Köni-
gin vorbei – Catherine knickst – das Mittel-
schiff hinunter. William hat immer ein
Auge auf den Weg und seine Schuhe ge-
richtet, aus Sorge, auf den ausgestellten
Saum des Brautkleides zu treten.
12.10 Uhr Das junge Ehepaar besteigt die
offene Kutsche und fährt los. Die Kund-
gebungen an der Strecke darf man mit Fug
und Recht „Jubel“ nennen.
12.11 Uhr Ordentlich betrunken sind in-
zwischen die Teilnehmer an Trinkspielen.
Die Internetseite „Fancydress“ etwa hat
Fernsehzuschauern geraten, sich in ein
„Team Kate“ und ein „Team Wills“ aufzu-
teilen und sich in besonderen Momenten
einen Drink zu genehmigen. Zum Bei-
spiel: „Immer, wenn Middletons Mutter
länger als zehn Sekunden lächelt, muss
TeamWills einen kleinen Drink nehmen.“
12.25 Uhr Der Landauer mit dem Hoch-
zeitspaar kurvt in den Innenhof von Buck-
ingham Palace. „Puuh“, entfährt es dem
Prinzen erleichtert, als die Kutsche hält.
12.27 Uhr Bernhard Wirth, Fachmann für
Körpersprache, will später seine Einschät-
zung des Paars kundtun. „Könnten Sie
mich in ein paar Minuten noch mal an-
rufen? Nach dem Kuss, bitte.“
12.40 Uhr: Der „Telegraph“ hat Lippen-
leserinnen zu den Flüstereien von William
in der Kirche befragt: Demnach hat Wil-
liam Kate mit den Worten „Du siehst
atemberaubend aus, Babe“ begrüßt. Sei-
nen Schwiegervater machte er mit einem
Scherz locker: „Eigentlich sollte es nur
eine kleine Familienfeier werden.“
13.27 Uhr Der Balkon. Für eine Minute
steht das Paar allein und winkt in den Ju-
bel der Hunderttausende. Dann kommen
Brautjungfern und Pagen, Eltern und Kö-
nigin. Elisabeth II. dirigiert die Eltern
Middleton an die richtige Stelle. Die Men-
ge ruft. William blickt zu Catherine: „Sol-
len wir?“ Dann ein rascher Kuss. Und drei
Minuten später, weil die Flugzeuge der Eh-
renformation, die über den Palast fliegen
wollen, noch immer nicht am Himmel
sichtbar sind, noch ein zweiter Kuss.
13.30 Uhr Körpersprache-Fachmann
Wirth ist enttäuscht: Er hat die Hochzeit
vor demFernseher als „Abarbeiten von Ri-
tualen“ erlebt. Nur Prinz Harry habe die
Feier „vermenschlicht“. Kate dagegen sei
berechnend: „William steht unter ihrem
Pantoffel.“ Der Prinz habe sich wohl tief
im Herzen mehr Romantik gewünscht,
doch nicht einmal liebende Blicke habe
ihm seine Frau zugeworfen. Schön sei
Kate ja, gesteht Wirth ein, und sehr souve-
rän. Doch herzlich sei sie leider gar nicht.
Deswegen habe es auch keinen richtigen
Kuss gegeben auf dem Balkon. „Sie wird
sich von ihm scheiden lassen“, prophezeit
Wirth düster. „Drei bis sieben Jahre“ gibt
er der Ehe. Wie schrecklich!
15.38 Uhr Im blauen offenen Cabriolet,
im Schlepptau rote Luftballonherzen,
fährt Prinz William seine Frau nach Hau-
se. Ein kurzer Weg: von der Feier im Haus
seiner Großmutter, Buckingham Palace,
nach Clarence House, wo er noch mit Va-
ter und Bruder wohnt.
15.47 Uhr Margaret Tinsley, Shirley Mes-
singer und Jill Gurney haben schon zusam-
mengepackt. Es war wohl doch zu viel des
Guten für die drei Damen aus Australien.
Das Ja des Jahrzehnts
Jetzt ein Ehepaar: Die Frischvermählten verlassen Westminster Abbey. Foto dapd
Diese Hochzeit hatte Millionen Fans und Milliarden Zuschauer. Szenen eines gar nicht verregneten Londoner
Tages. Von Friederike Haupt, Johannes Leithäuser, Peter-Philipp Schmitt und Axel Wermelskirchen
„Ich weine nicht erst, wenn
Kate ,Ja’ sagt. Ich weine,
sobald die erste Musikkapelle
vorbeizieht.“ Jill Guerney
„Du siehst atemberaubend
aus, Babe.“
Prinz William beim Anblick der Braut
nach Angaben eines Lippenlesers
Kiss me Kate Prinz Williamheiratet Catherine Middleton
FRANKFURTER ALLGEMEI NE ZEI TUNG SAMSTAG, 30. APRI L 2011 · NR. 100 · SEI TE 9 Deutschland und die Welt
Sie ist die Nächste – und deshalb wurde ihr
Auftritt in London besonders scharf be-
obachtet. Charlene Wittstock, die im Juli
Fürst Albert von Monaco ehelichen wird,
traf den Ton. Wie in den vergangenen Mo-
naten auch punktete sie mit einer unauf-
geregten Eleganz, die an Grace Kelly er-
innerte, immerhin eine der größten Stiliko-
nen des 20. Jahrhunderts. Für ihren Auf-
tritt in Westminster Abbey wählte die ge-
bürtige Südafrikanerin ein schlichtes grau-
es Kleid mit passendem Mantel, das der
Schweizer Designer Albert Kriemler
(Akris) für sie entworfen hatte. Dazu kom-
binierte sie einen breitkrempigen Hut, ge-
häkelte Handschuhe und eine Clutch aus
Straußenleder. Wir freuen uns schon aufs
Hochzeitskleid!
Den besten Auftritt des Tages legte aus-
gerechnet die Frau hin, über die man noch
vor ein paar Jahren die Nase gerümpft hat-
te. Am Freitag bewies Victoria Beckham,
die früher mit zu langen Extensions, zu
kurzen Röcken und falschen Finger-
nägeln auf der Tribüne saß, Klasse. Aus-
gerechnet in ihrem neuen Wohnort Los
Angeles mauserte sie sich von der Queen
of Trash zur Queen of Clean. „Posh
Spice“, die sich mittlerweile als Designe-
rin einen Namen macht, trug ein schlich-
tes nachtblaues Kleid mit U-Boot-Kragen
aus der eigenen Kollektion, das dezent
ihren Babybauch verdeckte. Dazu plazier-
te die Spielerfrau einen Pillboxhut von
Philip Treacy über der Stirn – elegant, ex-
zentrisch, einzigartig. Fotos dapd (2), AFP, Reuters
Was für ein Unterschied! Als Lady Diana
Spencer vor 30 JahrenPrinz Charles heirate-
te, sah sie aus wie ein überdimensioniertes
Bonbon. Die Puffärmel kanntenkeine Gren-
zen, die Halskrause war mit Schleifen und
Rüschen ins Absurde verkitscht, der Taft
wölbte sich wie im Barock, überall lugte
Spitze hervor, und die mit 10 000 Pailletten
bestickte Schleppe war acht Meter lang. Im
Vergleich zu diesem Pomp sah Sue Ellen
von „Dallas“ aus wie eine Ikone des Minima-
lismus. Eine Ehe, an deren Beginn ein sol-
ches Hochzeitskleid stand, konnte nur
schrecklich enden.
Und nun das. Beziehungsweise erst ein-
mal: das nicht. Denn kaum etwas wurde vor
diesem Tag so gut als Geheimnis gehütet
wie dieses Kleid. Lindka Cierach, die 1986
die Brautrobe für Sarah Ferguson entwarf,
klebte die Fenster ihres Ateliers mit Alufolie
zu, um neugierige Fotografen abzuwehren.
David und Elizabeth Emanuel, die Lady Dia-
na verunstalteten, hatten das Kleid in einem
Safe deponiert – Neugierige hatten sogar
die Abfalleimer vor dem Haus durchsucht,
um aus der Farbe der Fäden Rückschlüsse
auf das Kleid zu ziehen. Das Modehaus Ale-
xander McQueen hütete das Geheimnis
ebenfalls bestens. Erst in der Nacht zum
Freitag enthülltenTwitterer, dass Chefdesig-
nerin Sarah Burton heimlich das Hotel „The
Goring“ aufsuchte, in dem Kate Middleton
mit ihrer Familie die letzte Nacht in unver-
heiratetem Zustand verbrachte.
Und dann das. Als Kate Middleton am
Freitag um genau elf Uhr Ortszeit vor West-
minster Abbey aus dem Wagen stieg, be-
gann eine neue Zeitrechnung der könig-
lichen Mode. Denn dieses Kleid aus zwei-
lagigem Organza mit Schleier und Schleppe
gab sich nicht – größte Gefahr bei Brautklei-
dern – dem Kitsch hin. Vielmehr suchte es
mit dem schlichten Schnitt, den langen Fal-
ten, dem Schleier aus feinstem Seidentüll,
den Spitzenstickereien und der nur rund
2,70 Meter langen Schleppe Anschluss an
stilvolle Ereignisse der Nachkriegszeit –
nämlich die Hochzeit Königin Elisabeths II.
imJahr 1947 und die Hochzeit Grace Kellys
im Jahr 1956.
Die Spitze wurde unter Aufsicht von Sa-
rah Burton von der Royal School of Needle-
work im Hampton Court Palace hand-
gearbeitet und in der aus den zwanziger Jah-
ren des 19. Jahrhunderts stammenden iri-
schen Carrickmacross-Technik appliziert.
Die Distel-, Rosen-, Narzissen- und Klee-
blatt-Stickereien aus englischer Cluny- und
französischer Chantilly-Spitze wertendie el-
fenbeinfarbene Seide auf. Wegen der unter-
schiedlichen Herkunft der Seide lag viel Ar-
beit darin, die Farben gleichmäßig zu hal-
ten. Rund 30 Arbeiterinnen, so heißt es aus
der Firma, waren drei Wochen lang mit dem
Applizieren beschäftigt. Die Falten des Sei-
denkleides sollen an eine sich öffnende Blu-
me erinnern. Sogar an die viktorianische
Zeit und damit an legendäre Entwürfe Ale-
xander McQueens selbst schließt das amRü-
cken mit 58 Knöpfen befestigte Brautkleid
mit der schmalen Taille und der betonten
Hüfte an. Das ganze Raffinement erschloss
sich dem Publikum nicht einmal: Auch der
Seidenunterrock war mit Cluny-Spitze be-
stickt. Wenn die Ehe so minimalistisch ge-
läutert und phantastisch gearbeitet ist wie
dieses Kleid, dann wird sie lange halten.
Allerdings wirkt der Look trotz des Aus-
schnitts und der nur mit Spitze bedeckten
Schulter recht traditionell. „Ich hätte einen
Hauch mehr Avantgarde erwartet“, sagt Jo-
hanna Kühl („Kaviar Gauche“), eine der bes-
ten deutschen Brautmode-Designerinnen.
Schleier und Schnitt seien wunderbar.
„Aber mit alter Spitze hätte man den Look
über den Vintage-Effekt gebrochen.“
Dennoch: Die spießige Vergangenheit
der königlichen Garderobe ist endlich vor-
bei. Die Familie hatte sich immer an bewähr-
te Namen aus dem feinen Mayfair wie Nor-
man Hartnell oder Hardy Amies gehalten.
Zu Queen Mum und der Königin passte das
perfekt. Aber fast vier Jahrzehnte nach Vi-
vienne Westwoods Punk-Mode, zwei Jahr-
zehnte nach Prinzessin Dianas Dior-Cha-
nel-Armani-Label-Look war es an der Zeit,
dass auch einmal das East End, die Heimat
Alexander McQueens, zu Ehren kam.
Das Kleid ist auch eine Hommage an den
wahnsinnig genialen britischen Mode-
macher, der sich am 11. Februar vergange-
nen Jahres das Leben nahm – neun Tage
nach demTod seiner Mutter undwenige Wo-
chen vor der nächsten Schau. Noch vor ei-
nemJahr musste man glauben, dass von sei-
ner Marke nicht mehr viel übrig bleibenkön-
ne. Das Designteam stand plötzlich allein
da. Die Marke, die mehrheitlich zum Kon-
zern PPR-Gucci gehört und Gewinne ma-
chen muss, stand unter Renditedruck. Gro-
ße Designernamen wie Yves Saint Laurent,
Coco Chanel oder Christian Dior werden
nie untergehen, weil die Marken bekannt
sind, weil sie ein Image haben und verkaufs-
fördernde Assoziationen hervorrufen. Aber
Alexander McQueen, der im Alter von nur
40 Jahren starb, nur wenige Läden hatte
und dem allgemeinen Publikum kaum be-
kannt war? Was sollte von ihm bleiben, da
er nicht mehr da war?
Jetzt ist zumindest seine Marke wieder
auferstanden. Und das ist außer dem Ge-
schäftsführer Jonathan Akeroyd vor allem
Sarah Burton zu verdanken, die am Freitag
endgültig aus dem Schatten ihres Freundes
und Lehrmeisters trat. Vor 36 Jahren in
Manchester geboren, begann sie vor 20 Jah-
ren ihre berufliche Karriere als Ausschank-
Hilfe im Pub ihres Onkels und studierte
Mode an Central Saint Martins in London –
wo auch Alexander McQueen studiert hat-
te. Seit 1996 arbeitete sie mit McQueen zu-
sammen. Im Jahr 2000 wurde sie Design-
chefin für die Damen-Kollektionen. Nach
McQueens Selbstmord setzte die Gucci-
Gruppe sie schnell als seine Nachfolgerin
ein. Die Eintrittskartenzu ihrenSchauen ge-
hören zu den „hottest tickets“ beim Prêt-
à-porter in Paris. Dass Kates Wahl auf Sa-
rah Burton fiel, war geradezu unausweich-
lich. Denn so sehr die Londoner Mode im
Aufschwung ist: Wer nicht durch das Stahl-
bad Paris ging, dem wird als Designer stets
der Ruchdes Provinziellenanhaften. Die Be-
geisterung in der Familie Middleton für die
Designerin war jedenfalls so groß, dass die-
se gleich auch noch Kates Schwester Philip-
pa („Pippa“) einkleiden durfte.
Wie ihr Mentor versteht sich Sarah Bur-
ton auf spektakuläre Entwürfe – und hat Be-
ziehungen zum Königshaus. Als die Mode-
journalistin Sara Buys vor sechs Jahren den
Stiefbruder Prinz Williams’ heiratete, Tom
Parker Bowles, den Sohn von Camilla und
Stiefsohn von Prinz Charles, trug sie ein
Kleid aus dem Haus Alexander McQueen,
das ihr von Sarah Burton angepasst worden
war. Noch mehr Aufmerksamkeit errang die
Designerin, als First Lady Michelle Obama
am 19. Januar aus Anlass eines Galadiners
für den chinesischen Präsidenten Hu Jintao
eine wunderbare rote Abendrobe trug. Das
Kleid wurde auchdadurch berühmt, dass Os-
car de la Renta, der Designer früherer Präsi-
dentengattinnen, fragte: „Warum müssen
Sie europäische Kleidung tragen?“ Dabei
hat Michelle Obama mit all ihren Jason-
Wu- und Michael-Kors- und Isabel-Toledo-
Outfits so viel getan für die aufstrebende
New Yorker Modeszene wie niemand – au-
ßer Anna Wintour.
Undso wie Michelle Obama zu einer ame-
rikanischen Stilikone geworden ist, wie es
seit Jackie Kennedy und neben Lady Gaga
keine zweite gibt – so wird nunKate Middle-
ton zu einem Vorbild in Großbritannien,
das mit Sicherheit von den großen Ketten
kopiert wird. (Das zeigte schon das
40-Pfund-Topshop-Kleid mit Allover-Fä-
chermuster von ihrem 25. Geburtstag, das
schon am nächsten Tag ausverkauft war.)
Bisher war ihr Stil ausbaufähig: eklektizis-
tisch, mädchenhaft, kombinationsfreudig,
und trotz Kunstgeschichtsstudium ländlich-
sittlich mit Cowboystiefeln, Jeans und Pullo-
ver. Auf ihren Geschmack schlug wohl auch
ihre Tätigkeit als Accessoire-Einkäuferin
für die Billigkette Jigsaw durch. Erst in letz-
ter Minute bog das Mädchen von der High
Street mit Hilfe der Stylistin Leesa Whisker,
der Jigsaw-Eigner John und Belle Robinson,
des Putzmachers Philip Treacy und Sarah
Burtons zum Palast ein. Jetzt ist sie dort an-
gekommen, in jedem Sinne.
ITALIEN: In der Auslage des schottischen
Pullover-Geschäftes hängen doch tatsäch-
lich zwei britische Fahnen. Und in einer
Vinothek findet sich ein nie verkaufter
Rumtopf mit dem Bild von Prinz Charles
und Diana. Rom ließ sich wenig zur Feier
des Jahres in London einfallen. Gewiss,
die Zeitungen berichteten, das Fernsehen
übertrug alles live. Doch wichtiger ist den
Italienern die Seligsprechung von Johan-
nes Paul II. an diesem Sonntag. Hundert-
tausende Pilger, Rom im Ausnahmezu-
stand. Wer nichts damit zu tun haben will,
flieht aufs Land. Vielleicht, um dort die
Hochzeit zu sehen. JÖRG BREMER
SCHWEDEN: Man hatte Angst vor dunk-
len Wolken, die Traumhochzeit schien ins
Wasser zu fallen, doch siegte amEnde die
Sonne, und das Land feierte trocken (und
auch wieder nicht) die Vermählung: Die
Thronfolgerin sagte ja zu ihrem Mann aus
dem Volk. Stockholm 2010, damit muss
sich London 2011 vergleichen lassen. Als
die schwedische Kronprinzessin Victoria
mit ihrem Prinzen Daniel in offener Kut-
sche durch die Straßen der Hauptstadt
fuhr, klatschten Hunderttausende. Ihr
Kleid verzückte, die Einführungsrede
Prinz Daniels beim Gala-Diner rührte zu
Tränen. Recht mäßig vertreten war das
britische Königshaus. Nicht Prinz Charles
und Camilla waren gekommen, auch
nicht William und Kate, nur Prinz Ed-
ward mit Frau. An diesem Samstag müs-
sen Victoria und Daniel wieder in Stock-
holm sein. Dann feiert König Carl XVI.
Gustaf seinen 65. Geburtstag. Die Sonne
soll scheinen. MATTHIAS WYSSUWA
SPANIEN: Wäre da nicht Gibraltar, wäre
alles eitel Sonnenschein zwischen der spa-
nischen und der britischen Monarchie.
Aber der Affenfelsen ist ein königlicher
Zankapfel. Als sich kürzlich die beiden
Kronprinzen Felipe und Charles in Ma-
drid begegneten, wies der Gastgeber
beim Bankett darauf hin, dass allmählich
doch ein Kompromiss imspanischen Sinn
angezeigt wäre. Der Gast schwieg eisern
und deutete nur an, er stehe über der Poli-
tik und dürfe nichts sagen. Die Hochzeit
seines Sohnes findet nun natürlich auch
auf der Iberischen Halbinsel gebührende
Beachtung. In der spanischen Delegation
für London fehlt jedoch aus nicht genann-
ten Gründen König Juan Carlos. Er fehlt
inzwischen öfters bei traditionellen An-
lässen. Um seine Gesundheit nach einer
Krebsoperation vor einem Jahr machen
sich die Spanier Sorgen. LEO WIELAND
ARGENTINIEN: Das offizielle Hochzeits-
geschenk Argentiniens ist ein Mate-Ge-
fäß aus argentinischem Silber. Es hat die
Gestalt einer Traube, die von Engeln oder
Sirenen gehalten wird. Gefertigt wurde es
von dem Silberschmied Marcelo Toledo.
Ob das Prinzenpaar überhaupt weiß,
wozu es dient und wie es benutzt wird, ist
unerheblich. Das wertvolle Stück dürfte
in der Asservatenkammer verschwinden.
In einer Umfrage, ob Kate „sexier“ sei als
die spanische Prinzessin Letizia Ortiz, lag
Letizia vorn. Dass Kate ihr unterliegt,
mag auch mit dem Malvinentrauma der
Argentinier zu tun haben, der nie verwun-
denen Niederlage gegen Großbritannien
imFalklandkrieg. Schon daher finden vie-
le Argentinier den Hochzeitspomp ät-
zend. JOSEF OEHRLEIN
CHINA: Chinesen sind Weltmeister imKo-
pieren. Manche Fälschungen sind schnel-
ler auf demMarkt als das Original. Die kö-
nigliche Hochzeit fand daher schon vor ei-
nigen Tagen Nachahmer. In Nanking ließ
sich ein Paar auf königliche Art trauen,
hatte eine weiße Pferdekutsche gemietet
und ein paar Statisten, die das Wachregi-
ment mimten – die Bärenfellmützen sa-
ßen aber schief und teils zerbeult auf den
Köpfen. Die echte Hochzeit wurde in Chi-
na am Freitag dann mit noch größerer
Aufmerksamkeit verfolgt. In Internetfo-
ren wechselten sich begeisterte und ironi-
sche Kommentare ab. „Was für eine Sei-
fenoper!“, schrieb ein Nutzer bei „Sina“.
Ein anderer: „Prinzessin Diana wäre so
glücklich heute, wenn sie noch leben wür-
de.“ TILL FÄHNDERS
VEREINIGTE STAATEN: Wenn Amerika in
den Krieg zieht, schickt es die besten Ge-
neräle und Soldaten. Zu Hochzeiten im
britischen Königshaus werden die „An-
chors“ aller Fernsehsender sowie umfang-
reiche Kamera- und Technikerteams zur
Live-Übertragung entsandt. Für den
Nachrichtensender CNN berichtete An-
derson Cooper, der gewöhnlich seine täg-
liche Abendsendung direkt von Krisen-
und Kriegsschauplätzen aus moderiert;
ihm stand der britische Import Piers Mor-
gan zur Seite, der bei CNN Larry King
beerbt hat. FoxNews, der erfolgreichste
Zuschauermagnet unter den Kabelsen-
dern, war in London gleich mit drei „An-
chors“ zur Stelle: Gretchen Carlson, Mar-
tha MacCallum und Shepard Smith. Die
Live-Berichterstattung begann um vier
Uhr früh Ortszeit an der Ostküste. In Kali-
fornien blieb man am besten gleich bis
eine Stunde nach Mitternacht wach. In
die Faszination angesichts des perfekt in-
szenierten royalen Pomps mischte sich im-
mer wieder auch die uramerikanische Ver-
wunderung über so viel Aufwand um ein
bisschen Königshaus. Aber schön bunt ist
es natürlich trotzdem. MATTHIAS RÜB
DÄNEMARK: Sie raucht ihre Zigaretten al-
lein, sie malt ihre Bilder allein, sie hält
ihre Neujahrsansprachen allein – warum
also sollte Dänemarks Königin Margret-
he nicht auch alleine zur Hochzeit nach
London reisen? Eine Begründung dafür,
dass Prinz Henrik am Freitag nicht auf
der Gästeliste von Kate und William
stand, hielt der Hof in Kopenhagen jeden-
falls nicht für nötig. Sogar die Boulevard-
presse hat die Spekulationen über das
mehr oder minder distanzierte Verhältnis
des königlichen Paares eingestellt, seit
Kronprinz Frederik die so apart wie klug
auftretende Australierin Mary Donald-
son zur Frau genommen und diese inzwi-
schen vier gemeinsame Kinder zur Welt
gebracht hat. SEBASTIAN BALZTER
NORWEGEN: Für die norwegische Königs-
familie hat jeder Besuch in London histo-
risches Gewicht. Denn nach der Beset-
zung Norwegens durch deutsche Truppen
im April 1940 entschied sich der Groß-
vater des amtierenden Königs Harald,
Haakon VII., in der britischen Hauptstadt
ins Exil zu gehen. Von dort unterstützte
der als Kronprinz von Dänemark gebore-
ne König, dem die norwegische Krone
erst mit der Erklärung der Unabhängig-
keit des Landes von Schweden im Jahr
1905 angeboten worden war, mit Radio-
ansprachen den Widerstand gegen die Be-
satzungsmacht. Noch näher liegt für Ha-
rald und Königin Sonja die Erinnerung
an ein Exil anderer Art: Ihr Sohn, Kron-
prinz Haakon, zog mit seiner bürgerli-
chen Frau Mette-Marit Tjessem Høiby
nach der Hochzeit für ein Jahr nach Lon-
don, um den Klatschreportern in der Hei-
mat zu entgehen. SEBASTIAN BALZTER
JAPAN: Für europäische Traditionen, be-
sonders wenn sie von Schlössern und Pa-
lästen handeln, haben die Japaner durch-
aus eine Vorliebe. Die Hochzeit in Lon-
don wurde aber nicht zu dem Medien-
ereignis, das sie hätte werden können. Zu
sehr steht Japan noch im Bann der gro-
ßen Katastrophe, die den Nordosten des
Landes getroffen hat. Das Land trauert
um 28 000 Todesopfer von Tsunami und
Erdbeben und steht erst am Anfang des
Wiederaufbaues einer ganzen Küstenregi-
on. Dazu drückt die andauernde Krise am
Atomkraftwerk Fukushima die Stim-
mung. Die Hochzeit hätte Ablenkung von
den Sorgen bringen können. Doch an-
scheinend waren die meisten Japaner
nicht in Stimmung für Märchenbilder. In
den Zeitungen am Freitag wurde das Er-
eignis allenfalls mit einer kleinen Mel-
dung bedacht. PETRA KOLONKO
FRANKREICH: Vive la monarchie! Frank-
reich blickt sehnsüchtig auf das junge
Brautpaar auf der anderen Seite des Är-
melkanals. Selbst seriöse Nachrichtensen-
der habe ihre Berichterstattung auf die
Liveübertragung der „Jahrhunderthoch-
zeit“ konzentriert. Bei der Begeisterung
für die Royals schwingt in der Französi-
schen Republik immer eine gewisse Nos-
talgie für die Monarchie mit. Hätten die
Revolutionäre den König besser nicht guil-
lotiniert? Der Eurostar hat zum langen
Wochenende viele hochzeitsmüde Briten
über den Ärmelkanal-Tunnel nach Frank-
reich gebracht. Umgekehrt machte die de-
fizitäre Bahngesellschaft ein Super-
geschäft mit den Franzosen, die den ältes-
ten Sohn der in Paris tödlich verunglück-
ten Diana unbedingt als Zaungäste zum
Traualtar begleiten wollten. Die Kom-
mentatoren verweisen darauf, dass Lon-
don Zentrum der Welt sei, dieses Jahr we-
gen der Hochzeit, nächstes Jahr wegen
der Olympischen Sommerspiele. Paris
hat es noch immer nicht verwunden, im
Bewerbungsverfahren ausgeschieden zu
sein. Tröstlich: Die Zeremonie in West-
minister diente zur Einstimmung auf eine
(fast) französische Märchenprinzenhoch-
zeit. Anfang Juli geben sich der monegas-
sische Fürst Albert und seine Verlobte
das Jawort. MICHAELA WIEGEL
SINGAPUR: Ach, wären sie doch David
Beckhamund Posh – die Aufmerksamkeit
wäre ihnen auch am Äquator gewiss.
Denn britischer Fußball steht im Stadt-
staat Singapur hoch im Kurs. Wollte nicht
gerade einer der 77 000 Millionäre Singa-
purs einen englischen Club kaufen? Prinz
William und Kate dagegen nimmt man in
der ehemaligen britischen Kolonie bloß
wohlwollend wahr. In Singapur erklärt
die staatliche Presse den Bürgern derzeit
aber jeden Tag, dass erst in einer Woche
ein wirklich großes Ereignis ansteht: Am
7. Mai wird gewählt. Nun könnte man ein-
wenden, dabei werde es doch nur aus-
gehen wie jedes Mal seit der Unabhängig-
keit, und die regierende People’s Action
Party werde den nächsten Sieg einheim-
sen. Es geht um den Ministerpräsidenten
einer Fünf-Millionen-Einwohner-Stadt,
nicht um einen König. Aber die Macht ist
in Singapur – ganz demokratisch – vom
Vater auf den Sohn übergegangen, und
die Staatsmedien legen dem Bürger die
Verehrung der mächtigen Familie ans
Herz. Begnügen wir uns also mit der Vor-
freude auf das Großereignis in einer Wo-
che. CHRISTOPH HEIN
RUSSLAND: Ganz England spielt wegen
der Hochzeit verrückt, wir, die Russen,
nicht. Kein Wunder, in Russland wurde
die Zarenfamilie nach der Revolution um-
gebracht, und die Überlebenden des eins-
tigen Herrscherhauses sind auch nicht
sonderlich populär imLand. Was die Roy-
als für die bunten Blätter im Westen sind,
das sind für die bunten Blätter in Russ-
land meist Oligarchen oder Filmstars. Im-
merhin schickte Präsident Dmitrij Med-
wedjew Grüße an die Frischvermählten
und eine Schatulle mit einem Panorama
Moskaus. MICHAEL LUDWIG
Genial und daneben
Manche Hochzeitsgäste trafen den Ton – andere hatten sich in Zeit und Ort vertan / Von Anke Schipp
Viel zu republikanisch wirkte der Auftritt
von Samantha Cameron. Die Frau des
nun doch in einem Cut auftretenden
Premierministers, die immerhin in der Lu-
xusbranche arbeitet, hatte sich recht wenig
Gedanken gemacht, was sie beimwichtigs-
ten britischen Event des Jahrzehnts tragen
könnte. Das blaue First-Lady-Allround-
Dress (passt zu Staatsempfang, Ladies
Lunch und Krankenhauseinweihung) war
way too casual. Zudem trug sie als Kopf-
bedeckung einen Fascinator in der Größe
einer Haarklammer, was bei Hochzeiten
dieser Dimension als Fauxpas zu werten
ist. Eine Jacke hätte dem Kleid etwas For-
melles verliehen. „Sam Cam“ aber kam
mit Grillparty-Accessoire: einem Schal in
der Farbe einer überreifen Orange.
Die Verwandtschaft können sich nicht ein-
mal Kate und William aussuchen. Sarah
Ferguson wurde gar nicht erst eingeladen,
aber ihre Kinder, Prinz Williams Kusinen
Eugenie und Beatrice, sind Verwandt-
schaft ersten Grades, da kann man nichts
drehen. Nachdem ihnen im Vorfeld zur
Vermeidung negativer Schlagzeilen vor-
sorglich ein Partyverbot erteilt worden
war, versuchten die Töchter von Randy
Andy auf ihre Weise die Hochzeit zu torpe-
dieren, indem sie wie zwei geschmückte
Dressurpferde durch Westminster Abbey
irrten und anderen die Sicht wegnahmen.
Eugenie (links) wählte einen Albtraum in
Blau, während Beatrice mit einem orna-
mentalen Geweih wie ein zu süß geratenes
Cupcake das Freak-Duo komplettierte.
Ein Hochzeitskleid für die Ewigkeit
Vom Vater geleitet, von der Schwester unterstützt: Kate Middleton betritt Westminster Abbey. Foto AFP
Und wie sah der Rest
der Welt den Tag? Der Schleier ist gelupft:
Das Königshaus hat
einen neuen Stil. Und
das Londoner Modehaus
Alexander McQueen hat
eine Zukunft.
Von Alfons Kaiser
Kiss me Kate Prinz Williamheiratet Catherine Middleton
SEI TE 10 · SAMSTAG, 30. APRI L 2011 · NR. 100 FRANKFURTER ALLGEMEI NE ZEI TUNG Zeitgeschehen
F
ür die liberalen Vordenker des Ka-
pitalismus war die Sache noch
klar: „It is labour indeed that puts
the difference of value on every thing“,
schrieb John Locke schon 1690. Arbeit
ist die Grundlage aller Wertschöpfung.
Dieses Wissen ist bei Lockes heutigen
Epigonen verlorengegangen. Die Fixie-
rung auf die Kapitalmärkte und die un-
ausgesprochene Hoffnung, durch das
Jonglieren mit Finanzprodukten ließe
sich „anstrengungsloser Wohlstand“ er-
reichen, hat die Welt in die schwerste
Krise seit den dreißiger Jahren des 20.
Jahrhundert geführt. Sie scheint über-
wunden zu sein, aber gebannt ist sie
nicht. Nichts ist in diesem Hype der Fi-
nanzmarktorientierung mehr in Gefahr
geraten als der Wert der Arbeit. Nicht
nur im materiellen Sinn, sondern vor al-
lem auch als Orientierungspunkt für die
Entwicklung unserer gesamten Gesell-
schaft. Uns droht das Bewusstsein verlo-
renzugehen, dass es der Wert der Er-
werbsarbeit ist, der Zusammenhalt und
Wohlstand begründet. Dieser Aspekt ge-
hört in den Mittelpunkt der notwendi-
gen Debatte über die Zukunft der Ar-
beitsgesellschaft.
Die Wertschätzung von Arbeit und
Leistung hat unsere Wirtschaft stark
und international führend gemacht.
Und dieses Arbeitsethos ist immer noch
jeden Tag in Deutschland zu erleben. Er
ist zu spüren bei den Facharbeitern, die
in der Krise auf tarifliche Leistungen
verzichtet haben, damit es mit ihremBe-
trieb weitergeht. Er zeigt sich bei den
Polizistinnen, Busfahrerinnen und Feu-
erwehrleuten, die imSchichtdienst auch
nachts und am Wochenende den Men-
schen Sicherheit geben und dafür sor-
gen, dass unser Gemeinwesen funktio-
niert. Und wer einmal erlebt hat, wie
sehr sich Pflegekräfte für ihre Patienten
einsetzen, der weiß, wie hoch das Be-
rufs- und Arbeitsethos in Deutschland
ist. Es muss uns die Schamröte ins Ge-
sicht treiben, dass einige den Pflegekräf-
temangel statt mit besserer Bezahlung
mit Zuwanderung zu noch schlechteren
Arbeitsbedingungen lösen wollen.
Die Menschen in Deutschland wollen
arbeiten. Aber die Entwicklungen in
Deutschland drohen dieses Arbeits-
ethos dauerhaft zu untergraben. Dage-
gen wenden sich Gewerkschaften und
Sozialdemokratie. Die Arbeiterbewe-
gung hat von Anfang an dafür ge-
kämpft, dass die Arbeit als Quelle allen
Reichtums und aller Kultur geachtet
wird. Und dass die, die diese Arbeit ver-
richten, in Würde leben. Eine Selbstver-
ständlichkeit ist dies noch immer nicht:
Frauen erhalten im Durchschnitt ein
Viertel weniger Lohn als ihre männli-
chen Kollegen, Minijobs verdrängen re-
guläre Arbeitsplätze, Leiharbeiter arbei-
ten für weniger Geld und zu schlechte-
ren Bedingungen, Ältere werden aus
den Betrieben gedrängt, Jüngere han-
geln sich trotz guter Ausbildung oder
Studium von Befristung zu Befristung.
1,3 Millionen Menschen in Deutschland
verdienen mit ihrer Arbeit so wenig,
dass sie als „Hartz-IV-Aufstocker“ zu-
sätzlich auf staatliche Leistungen ange-
wiesen sind. Gerade hier, im Niedrig-
lohnbereich, ist vieles aus den Fugen ge-
raten. Im Namen von Flexibilisierung
und Deregulierung wurden Schutzmau-
ern eingerissen, auf die gerade Men-
schen mit geringerer Qualifikation
nicht verzichten können. Nirgendwo
sonst ist die Entwertung von Arbeit so
greifbar wie hier. Nirgendwo sonst ist
der Arbeiterstolz, der dieses Land aufge-
baut und zu Wohlstand geführt hat, so
beschädigt wie bei jenen, die hart arbei-
ten und trotzdemnicht davon leben kön-
nen.
Arbeit bedeutet Anstrengung. Aber
Anstrengung wird nur erbracht, wenn
damit realistische Hoffnungen auf ein
besseres Leben verbunden sind. Und
auch nur dann, wenn sich alle anstren-
gen und der Lohn der Anstrengung ge-
recht verteilt wird. Von all dem sind wir
in Deutschland und in weiten Teilen Eu-
ropas weit entfernt. Von guten und fai-
ren Löhnen ebenso wie von einer sozial
gerechten Verteilung des Wohlstands
und der Lasten in unserer Gesellschaft.
Mindestlöhne sind ein wichtiger Schritt
auf dem Weg zu mehr Gerechtigkeit.
Aber damit sich Anstrengung lohnt und
damit das Vertrauen in die Arbeitsgesell-
schaft wieder wächst, muss mehr gesche-
hen. Dazu gehören Tariflöhne und sozia-
le Sicherungssysteme, die auch wirklich
helfen, wenn sie bei Krankheit oder im
Alter gebraucht werden. Dazu gehört
der Grundsatz „Gleicher Lohn für glei-
che Arbeit“, der in der Leiharbeit eben-
so wie zwischen den Geschlechtern gel-
ten muss. Dazu gehört, dem Arbeits-
markt wieder eine gerechte Ordnung zu
geben, gerade im Niedriglohnbereich,
wo in der Vergangenheit jegliche Ord-
nung verlorengegangen ist – zu Lasten
der Beschäftigten. Die robuste Konjunk-
tur und die günstige Entwicklung auf
dem Arbeitsmarkt bieten die Chance,
wieder klare Regeln aufzustellen, die
die Menschen vor Ausbeutung und
Lohndumping schützen. Denn gutbe-
zahlte und sichere Arbeit ist die Grund-
lage für Anstrengung, Innovation und
langfristigen wirtschaftlichen Erfolg.
Das muss wieder ins Zentrum von Poli-
tik, Wirtschaft und Gesellschaft rücken.
Mehr Mitbestimmung am Haben und
Sagen in der Gesellschaft und in den Un-
ternehmen. Und eine gerechte Ordnung
auf demArbeitsmarkt, die der Arbeit ih-
ren Wert zurückgibt. Darum geht es.
Und das ist nicht nur eine Frage des
volkswirtschaftlichen Nutzens. Es geht
auch um unsere innere Verfassung: Wer
eine fortschrittliche Gesellschaft will,
der muss den Wert des Menschen und
den Wert seiner Arbeit wieder schätzen
lernen. Denn Deutschland bleibt nur als
Arbeitsgesellschaft zukunftsfähig.
Michael Sommer ist Vorsitzender des Deutschen
Gewerkschaftsbundes.
Sigmar Gabriel ist Vorsitzender der SPD.
E
uropa soll der Welt keine Lektio-
nen zu erteilen versuchen. So
heißt es allenthalben. Im Prinzip ist
das vermutlich richtig. Aber es könnte
der Welt nicht schaden, aus zumindest
einer historischen Erfahrung Europas
zu lernen. Das Unheil, das engstirniger
Nationalismus hier angerichtet hat, ist
nicht zu übersehen. Trotzdem ist, zur-
zeit vor allem in Asien, zu beobachten,
dass viele Länder versessen darauf zu
sein scheinen, die Fehler der Europäer
zu wiederholen. Den Konflikt zwi-
schen Thailand und Kambodscha um
Hinter-, Vorder- oder Nebeneingänge
von Tempelanlagen rational zu erklä-
ren, ist unmöglich. Wenn Gespräche
auf Regierungsebene abgesagt werden,
weil Zeitungen im anderen Land ge-
schrieben haben, der Gegner habe sei-
ne Niederlage eingestanden, könnte
man das kindisch nennen, wenn die Sa-
che nicht so ernst wäre. So viel kollekti-
ve Unvernunft wie derzeit (vor allem)
in Thailand waltet, müsste eigentlich
international angeprangert werden.
Aber das gälte dann vermutlich wieder
als typisch westliche Überheblichkeit
und wäre allein deshalb abzulehnen.
Richtig wäre es trotzdem. pes.
E
s wird sich noch zeigen, ob das
„Versöhnungsabkommen“, das die
Palästinenserorganisationen Fatah und
Hamas unterzeichnen wollen, von Dau-
er sein wird. Schließlich war der inner-
palästinensische Machtkampf in den
vergangenen Jahren mit großer Brutali-
tät geführt worden. Aber zweierlei lässt
sich schon jetzt feststellen: Die Erhe-
bung in der arabischen Welt hat auch
die Palästinenser erfasst; ihre Führun-
gen können nicht mehr einfach den Sta-
tus quo verwalten. Zum anderen rückt
Ägypten wieder ins Zentrum der arabi-
schen Politik. In Kairo wurde das Ab-
kommen ausgehandelt, dort wird es un-
terschrieben werden. Und wie zur Be-
stätigung israelischen Argwohns, dass
die Erhebung in Arabien die regionale
„Stabilität“ und Israels Sicherheitsin-
teressen gefährden könne, hat die neue
ägyptische Führung angekündigt, den
Grenzübergang zum Gazastreifen dau-
erhaft zu öffnen. Damit würde die von
Israel verhängte Blockade durchbro-
chen; eine Lockerung wird auch im
Westen schon lange verlangt. Für Israel
kann das nur heißen, den Sicherheits-
dialog mit Ägypten und den neuen
Kräften dort zu vertiefen. K.F.
Slawomir Oder hat es geschafft. Die Se-
ligsprechung von Johannes Paul II. sei
zwar nur die erste Etappe auf dem
Weg zur Heiligsprechung des polni-
schen Papstes; aber „ich bin mir sicher:
Der Tag ist nicht fern, an demder heili-
ge Karol Wojtyla auch heiliggespro-
chen wird.“ Monsignore Oder ist der
Fürsprecher im Verfahren „in der cau-
sa“ Johannes Paul II. gewesen. Der
1960 in Chelmza in Polen geborene
Priester führte damit das Verfahren ge-
gen die Kurie, in der die Kongregation
für Selig- und Heiligsprechungen die
Entscheidungen fällt. Oder erfüllte da-
für alle juristischen Voraussetzungen,
denn der 1989 in der Diözese Thorn
zum Priester geweihte Ökonom war
später als Kaplan auch in Jura promo-
viert worden. Seit 1992 ist er Priester
in Rom; seit September 2001 gehört er
als Rechtsvikar auch dem kirchlichen
Appellationsgericht von Rom an.
Den „Fall Johannes Paul II.“ nahm
er sich unmittelbar nach dem Tode des
Papstes 2005 selbst vor. In seinem gro-
ßen Büro sammelte er die Akten für sei-
nen Vorschlag zur Seligsprechung. Ein
Konvolut von 2000 Seiten legte er
schließlich als „Positio“ der Kurie vor
und hoffte, die Seligsprechung würde
schon im Frühling 2009 erfolgen kön-
nen. Doch obwohl Papst Benedikt
XVI. bei seinemVorgänger die kirchen-
rechtliche Vorschrift außer Kraft setz-
te, erst fünf Jahre nach dem Tod eines
Kandidaten mit diesem Verfahren zu
beginnen, so wollte die Kurie doch das
Verfahren ordnungsgemäß führen. So
beschied der damalige Chef der Kon-
gregation für Selige und Heilige, Jose
Saraiva Kardinal Martins: „Alles hängt
davon ab, wie sich der Fall weiter ent-
wickelt. Vielleicht bis 2009, vielleicht
auch später.“
Vor allem fehlte damals noch das
Wunder, das zu dem kirchenrechtli-
chen Verfahren gehört. Prälat Oder
aber wurde fündig. Aus Frankreich er-
reichte ihn die wundersame Heilung
der Schwester Marie Simon-Pierre Nor-
mand. Sie konnte an einem Abend im
Mai 2005 wegen ihrer Parkinson-Er-
krankung kaum mehr sprechen und
schreiben und kritzelte den Namen des
gerade verstorbenen Pontifex Maxi-
mus auf ein Papier. Die Mitschwestern
sollten um seine Fürbitte beten. In der
Nacht sei sie dann aufgeschreckt, be-
richtete sie später. „Mein Körper war
nicht mehr steif und schmerzend“, und
sie ging in die Kapelle, um in tiefem
Frieden und Wohlbefinden Gott zu
danken. Monsignore Oder ließ diesen
Vorfall überprüfen. Die Nonne wurde
von Ärzten und Psychiatern unter-
sucht, um jeden Zweifel auszuschlie-
ßen. Kalligraphen untersuchten ihre
Schrift vor und nach der Heilung. Die
Kurie akzeptierte Oders Material.
Prälat Oder ist darüber nicht nur aus
landsmannschaftlicher Nähe zum frü-
heren Papst froh. „Mich hat der gesam-
te Prozess in meinem Priesteramt be-
flügelt“, sagt er. Für ihn sei Johannes
Paul nicht zuletzt ein Vorbild, weil sei-
ne Persönlichkeit stets authentisch ge-
wesen sei. Ihn beeindrucke die Tiefe
seines spirituellen Wesens. Der Papst
sei eben ein „Mann Gottes“ gewesen
und ein „Mann des Gebets“. Er habe
bei der Beschäftigung mit Karol Wojty-
la gesehen, was ein Heiliger sei, „was
wir noch nicht sind, aber werden kön-
nen“. JÖRG BREMER
P
olitisch waren die Grenzen zwi-
schen Parteien und staatlichen Ent-
scheidungsträgern schon immer flie-
ßend; das bringen die Parteiendemokra-
tie und der Parteienstaat so mit sich. Ju-
ristischaber wurde stets eine Brandmau-
er zwischen Staatsverwaltung und Par-
teiapparaten vorausgesetzt. Darüber
kann sich auch nicht hinwegsetzen, wer
inder Alltagssprache „politischer Beam-
ter“ heißt. Dass die SPDund ihr damali-
ger Spitzenkandidat Schröder aus den
Diensten von Strohmännern späterer
Reformpolitikgewinnler Nutzen gezo-
gen haben, ist die eine Seite einer ver-
schmutzten Medaille. Die andere ist,
dass daran Beamte nicht nur in ihrer
Freizeit beteiligt waren. Oder war ihnen
das Abzeichnen von Vorgängen so in
Fleisch und Blut übergegangen, dass sie
auch in ihrer privaten Zeit und im Eh-
renamt des Parteimitglieds davon nicht
lassen konnten? Der damalige Beamte
und heutige SPD-Berufspolitiker Stein-
meier kann sich an solche Vorgänge,
falls es sie überhaupt gab, nicht erin-
nern. Wäre aber seine Beteiligung nach-
weisbar, dann hätte er sich wegen der
mangelnden Trennschärfe für Spitzen-
ämter disqualifiziert. G.H.
Mangelnde Trennschärfe
Slawomir ODER Foto PAP
Im Sommer 1991, als Jugoslawien in Or-
gien der Gewalt zu zerbrechen begann,
verkündete Jacques Poos, der Außenmi-
nister Luxemburgs und amtierende Rats-
vorsitzende der EU: „Dies ist die Stunde
Europas.“ Mit diesem einen Satz ist er da-
mals berühmt geworden. Denn das Ge-
genteil war der Fall: Europa erwies sich
während der langen, blutigen Auseinan-
dersetzungen auf dem Balkan als weitge-
hend handlungsunfähig. Und auch vier
Jahre später spielte es nur eine Nebenrol-
le, als die Kriegsparteien durch die Ver-
mittlung und den politischen Druck Ame-
rikas auf dem Luftwaffenstützpunkt in
Dayton endlich dazu gebracht wurden, wi-
derwillig Frieden zu schließen.
Das Versagen der EU in einem so
schweren Konflikt vor ihrer Haustür gab
damals den entscheidenden Anstoß, hö-
here Ansprüche an eine gemeinsame Au-
ßen- und Sicherheitspolitik zu stellen.
Neue Institutionen wurden geschaffen, da-
mit Europa in der Welt möglichst mit ei-
ner Stimme spreche und über gemeinsa-
me Fähigkeiten verfüge, umin internatio-
nale Krisen oder Konflikte nicht nur mit
politisch und diplomatisch, sondern not-
falls auch mit militärischen Mitteln ein-
greifen zu können. Etwas großspurig
heißt es in der 2003 von den Mitgliedstaa-
ten beschlossenen (und zu einem großen
Teil von dem derzeitigen außenpoliti-
schen Berater der Bundeskanzlerin for-
mulierten) Sicherheitsstrategie, die EU
sei schon aufgrund ihrer Bevölkerungs-
zahl und ihres wirtschaftlichen Gewichts
„zwangsläufig ein globaler Akteur“.
Mit kleineren zivilen und militärischen
Missionen auf dem Balkan, in Afrika und
in Asien hat sie sich in den vergangenen
Jahren auf einen größeren Einsatz vorbe-
reitet. Doch als es in Libyen zu einer Be-
währungsprobe kam, zeigte sich die Uni-
on so uneins wie 2003 vor dem Irak-Krieg
und ähnlich handlungsunfähig wie vor 20
Jahren in Jugoslawien. Dies hätte die
Stunde Europas werden müssen, zumal
Präsident Obama deutlich gesagt hat,
dass Amerika nur zu einem begrenzten
Engagement bereit sei. Stattdessen erle-
ben wir einen ernüchternden Rückfall
hinter bisher Erreichtes. Von den derzeiti-
gen Bemühungen einmal abgesehen, EU-
Sanktionen gegen das Regime in Syrien
zu verhängen, ist eine gemeinsame euro-
päische Antwort auf das Aufbegehren in
der arabischen Welt gegen ihre autokrati-
schen Herrscher nicht zu erkennen. Euro-
pa spricht nicht mit einer Stimme, und es
handelt nicht — obwohl sich wieder alles
vor seiner Haustür abspielt.
Der Fall Libyen war und ist so kompli-
ziert, dass man bei der Beurteilung der
Lage zu unterschiedlichen Ergebnissen
kommen kann. Deutschland hat sich mit
seiner Enthaltung im UN-Sicherheitsrat
aber unnötig früh und unnötig konse-
quent selbst ins Abseits gestellt. Der Hin-
weis des Außenministers, man befinde
sich damit in der guten Gesellschaft von
Ländern wie Russland, China, Brasilien
und Indien, musste — wenn er denn mehr
gewesen sein sollte als eine Ausflucht —
auf wichtige Partner in der EU und der
Nato wie Hohn wirken. Haben denn, als
in Berlin über das Abstimmungsverhalten
in NewYork entschieden wurde, Gesichts-
punkte wie eine gemeinsame Haltung der
EU oder die Bündnissolidarität in der
Nato überhaupt keine Rolle gespielt?
Gewiss, Frankreich und sein sprunghaf-
ter Präsident machten es auch diesmal
nicht gerade leicht, in der EU und in der
Nato eine gemeinsame Linie zu finden.
Als Washington, London und Paris sich
aber über ein Eingreifen einig waren und
der UN-Sicherheitsrat „alle notwendigen
Maßnahmen“ zur Durchsetzung einer
Flugverbotszone zum Schutz der liby-
schen Zivilbevölkerung beschloss, hätte
man in Berlin wenigstens den Anschluss
nicht verpassen dürfen. Wenn Außenmi-
nister Westerwelle wirklich der Auffas-
sung sein sollte, es könne eine eigenstän-
dige deutsche Außenpolitik außerhalb
der EU und der Nato und an der Seite von
aufstrebenden Mächten wie Brasilien und
Indien geben, die wie Deutschland einen
ständigen Sitz imSicherheitsrat beanspru-
chen, dann wäre das nicht nur eine Illusi-
on, sondern ein leichtfertiger Fehler. Viel-
leicht gibt es für das Verhalten imLibyen-
Konflikt aber auch eine ganz einfache Er-
klärung: das Schielen auf zwei wichtige
Landtagswahlen. Das wäre aber nicht we-
niger besorgniserregend.
Als größtes Mitgliedsland der EU war
das vereinte Deutschland aus gutem
Grund die treibende Kraft beim Ausbau
und der Ausgestaltung einer gemeinsa-
men europäischen Außenpolitik. Der Vor-
schlag, das Amt eines europäischen Au-
ßenministers zu schaffen, auch wenn die-
ser Titel nicht in den Vertrag von Lissa-
bon aufgenommen worden ist, geht
schließlich auf eine deutsch-französische
Initiative im europäischen Verfassungs-
konvent zurück. Doch in einer Zeit, in der
fast alles in der EU von der Schuldenkrise
und der Sorge um den Euro überschattet
wird und die Idee der Vereinigung Euro-
pas vielen Bürgern kaum noch etwas be-
deutet, hat anscheinend auch die deut-
sche Regierung nicht mehr den Ehrgeiz,
sich für eine gemeinsame europäische Au-
ßenpolitik starkzumachen.
Schon die Entscheidung für Catherine
Ashton als „Hohe Vertreterin“ für die ge-
meinsame Außen- und Sicherheitspolitik
könnte dafür ein Indiz gewesen sein. Für
das vielleicht wichtigste Amt, das durch
den Vertrag von Lissabon geschaffen wor-
den war, stand wegen ungeschriebener Re-
geln und fragwürdiger Absprachen nur
eine Bewerberin bereit, die in der Außen-
politik keine Erfahrung vorweisen konn-
te und nicht über internationale Kontakte
verfügte. Javier Solana, ihr mit sehr viel
geringeren Vollmachten ausgestatteter
Vorgänger, war immerhin Außenminister
und Nato-Generalsekretär gewesen.
Lady Ashton kam in dieses Amt, weil
es angeblich einem sozialdemokratischen
Politiker zustand (Kommissionspräsident
Barroso gehört einer konservativen Par-
tei an); weil die Briten (die gern Tony
Blair als Präsidenten des Europäischen
Rates durchgesetzt hätten) angeblich ein
Vorschlagsrecht hatten; und weil sie eine
Frau war. Wen wundert es, dass sie sich
jetzt erkennbar schwertut, die Führungs-
rolle zu übernehmen, die ihr als ständige
Vorsitzende des EU-Außenministerrats
mit einem eigenen „Europäischen Aus-
wärtigen Dienst“ und Vizepräsidentin der
Europäischen Kommission eigentlich zu-
gedacht gewesen ist. Der Vorwurf, eine
Fehlbesetzung zu sein, trifft allerdings
nicht die Amtsinhaberin, sondern vor al-
lem die Regierungen der Mitgliedstaaten,
die — ob nun mit Absicht oder aus Nachläs-
sigkeit — einer offenkundig nicht gerade
starken Persönlichkeit zugestimmt haben.
Die Entwicklung in der arabischen
Welt, zu der die EU seit 1995 durch die
nun als „Mittelmeerunion“ bezeichnete
Partnerschaft und ihre Nachbarschaftspo-
litik besondere Beziehungen unterhält,
berührt auf vielfältige Weise die Interes-
sen aller Mitgliedstaaten. Inzwischen ist
abzusehen, dass es in den meisten dieser
Länder einen ungehinderten Siegeszug
für Demokratie wohl nicht geben wird.
Selbst in Ägypten scheint fraglich, ob sich
die auf dem Tahrir-Platz geweckten Hoff-
nungen erfüllen werden.
Die EU wird es in diesem Teil der Welt
also auch künftig mit Regierungen zu tun
haben, die westliche Anforderungen an
Rechtsstaatlichkeit, Gewaltenteilung und
eine gegenüber demVolk verantwortliche
Regierung nicht oder nur unzureichend
erfüllen werden. Hier ohne Zynismus ei-
nen glaubwürdigen Weg zwischen Realpo-
litik und einer von den eigenen Werten ge-
leiteten Politik zu finden und die positi-
ven Trends in diesen Länden wirksam zu
unterstützen ist eine gewaltige Herausfor-
derung. Was die EUden Nachbarn aman-
deren Ufer des Mittelmeers bisher gebo-
ten hat, ist für ihre gemeinsame Außenpo-
litik eher ein Armutszeugnis.
Fremde Federn: Michael Sommer und Sigmar Gabriel
Der Arbeit ihren Wert zurückgeben
Ehrenprälat
Von wegen „Stunde Europas“
Abschied von der Idee einer gemeinsamen EU-Außenpolitik / Von Horst Bacia
Öffnung
Unvernunft
*Die DWS/DB Gruppe ist nach verwaltetem Fondsvermögen der größte deutsche Anbieter von Publikumsfonds. Quelle: BVI, Stand: Ende Februar 2011. Die Verkaufs-
prospekte mit Risikohinweisen und weitere Informationen erhalten Sie in elektronischer oder gedruckter Form kostenlos bei der DWS Investment GmbH, 60612 Frankfurt
am Main. Die Sondervermögen weisen aufgrund ihrer Zusammensetzungen der vom Fondsmanagement verwendeten Techniken eine erhöhte Volatilität auf, d. h.,
die Anteilspreise können auch innerhalb kurzer Zeiträume stärkeren Schwankungen nach unten oder nach oben unterworfen sein. Die Wertentwicklungen in der
Vergangenheit sind keine Garantie für zukünftige Ergebnisse.
„Wohin geht bei den Märkten die Reise und
gibt’s eine Geldanlage mit Navigationssystem?“
DWS MULTI-ASSET-FONDS – profitieren Sie von aktiv gemanagten
Mischfonds, die je nach Marktsituation in die vielversprechendsten
Anlageklassen investieren.
»www.DWS.de
FRANKFURTER ALLGEMEI NE ZEI TUNG SAMSTAG, 30. APRI L 2011 · NR. 100 · SEI TE 11 Wirtschaft
Mit dem neuen Bun-
desbankpräsidenten
Jens Weidmann
verbindet sich die
Hoffnung auf einen offeneren
Führungsstil. Seite 18
Ihr Studium brach
sie einst ab. Trotz-
dem machte Mandy
Mannix in der Lon-
doner Finanzwelt Karriere. Beilage
Beruf und Chance. Seite C2
Der Autohersteller liegt über dem
Plan – die Anleger sind aber ent-
täuscht. Sechs Wochen Produktions-
ausfall in Japan. Seite 17
Autofeindlich dürfen in Baden-Würt-
temberg selbst die Grünen nicht
sein. Der ökologische Umbau weckt
aber auch Hoffnungen in der Wirt-
schaft. Die Lounge. Seite 13
Der französische Energiekonzern
Total übernimmt Sun Power in
Amerika. Es ist die bisher größte
Investition eines Ölkonzerns in der
Solarbranche. Seite 15
Ist ein Bundesligist überraschend
erfolgreich, sind unerwartete
Prämien fällig. Dagegen kann man
sich versichern. Seite 20
Trotz aller Gerüchte ist ein schnel-
ler Schuldenschnitt für Griechen-
land kaum vorstellbar – noch hat
niemand einen genauen Plan für die
Durchführung. Seite 12
ImDienste der
Mannschaft
Allein unter
Männern
ppl. FRANKFURT, 29. April. Kurz vor
dem „Tag der Arbeit“ hat das Statistische
Bundesamt eine Nachricht veröffentlicht,
die Deutschlands Arbeitnehmer verdrieß-
lich stimmen kann: Die Tarifverdienste
sind von Januar 2010 bis Januar 2011 –
mitten im stärksten Aufschwung seit der
Wiedervereinigung – nur um 0,9 Prozent
gestiegen. Der Tarifanstieg lag damit un-
ter dem Anstieg der Verbraucherpreise
um 2 Prozent für die Zeit von Januar 2010
bis Januar 2011. Die „vergleichsweise
schwache Entwicklung der Tarifverdiens-
te“ sei noch von der Krise geprägt, schrei-
ben die Statistiker. Einige Abschlüsse wur-
den noch in der Rezession vereinbart.
Dennoch befeuerte die Meldung die Sor-
ge, dass die Arbeitnehmer am Wirt-
schaftswachstum – immerhin 3,6 Prozent
im vergangenen Jahr – wenig teilhatten,
wogegen die Gewinne der Unternehmen
und die Aktienkurse steil stiegen.
Allerdings ist die Zahl von 0,9 Prozent
des Statistischen Bundesamts umstritten.
Darin sind Einmalzahlungen nicht einge-
rechnet, geben die Statistiker zu. Deshalb
untertreibt ihre Zahl das tatsächliche
Lohnplus. „Ohne Einmalzahlungen hat
die Statistik keine Aussagekraft“, sagte
der Tariffachmann Hagen Lesch vom ar-
beitgebernahen Institut der deutschen
Wirtschaft (IW). „Das ist irreführend.“
Beispielsweise erhielten im Mai 2010 die
Beschäftigten der Metallindustrie eine
Einmalzahlung von 320 Euro. „Solche
Sonderzahlungen sind auch ein Einkom-
men und für die Unternehmen Kosten“,
sagt Lesch. Überrascht über die Meldung
von Destatis zeigte sich auch der Tarifex-
perte Thorsten Schulten von der gewerk-
schaftsnahen Hans-Böckler-Stiftung.
Nach Berechnung ihres Tarifarchivs er-
hielten die deutschen Arbeitnehmer 2010
immerhin ein Tarifplus von 1,8 Prozent.
Abzüglich der Inflation, die im Jahres-
durchschnitt 2010 nur 1,1 Prozent betrug,
blieb ein reales Plus von 0,7 Prozent.
Wer wissen will, wie viel die Deutschen
2010 tatsächlich mehr verdient haben,
muss die Bruttolöhne je Beschäftigten an-
sehen. Diese sind imAufschwung deutlich
gestiegen, nämlich bis Ende 2010 um 3,5
Prozent gegenüber dem Schlussquartal
2009. Darin drückt sich auch das Auslau-
fen der Kurzarbeit aus. Nun machen viele
Arbeiter wieder Überstunden, was zusätz-
lich Geld aufs Konto bringt.
„Ob der Aufschwung bei der Bevölke-
rung ankommt, zeigt sich nicht nur in den
Tarifabschlüssen, sondern auch in der Be-
schäftigung“, meint IW-Experte Lesch.
Nach der jüngsten Prognose der Bundes-
agentur für Arbeit wird die Arbeitslosen-
zahl schon im Mai unter die Marke von
3 Millionen fallen. Wirtschaftsforscher
betonen, dass die jahrelange Lohnzurück-
haltung die deutsche Wettbewerbsfähig-
keit gestärkt hat. Deutsche Produkte sind
durch real sinkende Lohnstückkosten
günstiger geworden. Dies hat den Export
gestärkt und die Erholung nach der Rezes-
sion gefördert.
Je länger sich der Aufschwung fortset-
ze, desto höhere Tarifabschlüsse gebe es
auch. Nach Jahren der Lohnzurückhal-
tung bestehe erheblicher Nachholbedarf,
betont Schulten. „Der Nachholbedarf
scheint sich nun aber zu realisieren, wenn
man auf die Abschlüsse in der Chemie
und am Bau blickt.“ Die 550000 Beschäf-
tigten der Chemieindustrie erhalten seit
April 4,1 Prozent mehr Entgelt, für die
560000 Beschäftigten im Baugewerbe
gibt es zum 1. Mai ein Plus von 3 Prozent.
Ein allgemeiner starker Lohnanstieg
steht dieses Jahr allerdings nicht an, mei-
nen Wirtschaftsforschungsinstitute. Die
Tariflöhne würden insgesamt im Jahr
2011 lediglich um 2 Prozent zulegen.
Zieht man davon die Inflation ab, könn-
ten die Tariflöhne real sogar sinken. Im
April ist die Teuerungsrate wegen des stei-
genden Ölpreises auf 2,4 Prozent gesprun-
gen, imEuro-Raum sogar auf 2,8 Prozent.
Die Bundesbank fürchtet einen Anstieg
auf 3 Prozent. Eine solche Teuerung wür-
de den Lohnanstieg vollständig zunichte-
machen. Erst imJahr 2012 werden Arbeit-
nehmer vom Aufschwung mehr profitie-
ren, prognostizieren die Institute: Wegen
der guten Arbeitsmarktlage und höherer
Produktivität dürften die Tariflöhne um
2,8 Prozent steigen. (Inflation im Euro-
Raum auf 2,8 Prozent gestiegen, Seite 12.)
In der Rezession 2009 sind die Tariflöhne nicht gesenkt worden, sondern sogar
recht kräftig um 2,6 Prozent gestiegen – real waren das sogar mehr als 2 Prozent.
Nach dem Ende der Rezession 2010 ist das Bild genau umgekehrt: Obwohl die
Wirtschaft sich rasant erholt, hinken die Löhne hinterher. Die Gewerkschaften stel-
len nun höhere Forderungen. Im Baugewerbe erhalten die Bauarbeiter vom 1. Mai
an 3 Prozent mehr Lohn, von Juni 2012 an weitere 2,3 Prozent mehr Geld.
Versicherung gegen Siege
FI RMENI NDEX Seite
Bayer . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 14
Beate Uhse . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 16
Chevron . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 19
Commerzbank . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 11
Daimler . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 17, 20
Delicious . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 18
Deutsche Bank . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 11
Evonik . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 20
Gasprom . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 15
Generali . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 18
Glencore . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 18
Heideldruck . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 15
Helaba . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 14
Indus . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 16
Klöckner & Co . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 16
Lego . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 18
Lekkerland . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 14
Lufthansa . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 17
Macsteel . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 16
Markit . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 11
Masterflex . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 19
Mediobanca . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 18
Metro . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 18
Microsoft . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 14
Morphosys . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 16
Nordea . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 16
Porsche . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 14
Praktiker . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 16
ProSiebenSat.1 . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 16
Qiagen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 19
Research in Motion . . . . . . . . . . . . . . . 14
Rosneft . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 18
RTL . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 16
Saab . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 17
Sachsenring . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 19
Samsung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 14
Schlott . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 14
Spyker . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 17
Sun Power . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 15, 20
Total . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 15, 20
ÖBB . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 15
F
o
to
d
p
a
M
anchmal ist Politik ganz ein-
fach. Die SPD befürwortet seit
längerem einen allgemeinen Mindest-
lohn. Die ihr nahestehende Friedrich-
Ebert-Stiftung gibt dazu eine Studie
in Auftrag. Das schöne Ergebnis lau-
tet: Eine Lohnuntergrenze von 8,50
Euro bringt dem Staat 7 Milliarden
Euro. Die Frage, wie sich der Mindest-
lohn auf die Nachfrage nach Arbeit
auswirkt, hat man jedoch ausgeklam-
mert. Wie der Beschäftigungseffekt
aussehe, lasse sich nicht so leicht sa-
gen, hieß es zur Begründung. Man
schaut nur auf den unwahrscheinli-
chen Fall, dass die geleistete Arbeit un-
abhängig von ihrem Preis ist. Dass
dann ein Mindestlohn zu mehr Ein-
kommensteuer, geringeren Sozial-
transfers und steigenden Einnahmen
aus den Verbrauchsteuern führt, ist
eine banale Erkenntnis. Die SPD-Poli-
tiker Carsten Schneider und Hubertus
Heil werten die Studie gleichwohl als
wissenschaftliche Bestätigung ihrer
Position. Doch glauben sie offenbar
selbst nicht, was dort steht, sonst
müssten sie für einen Mindestlohn
von 12 Euro plädieren. Für diesen Fall
prognostiziert die Studie Mehreinnah-
men und Minderausgaben des Staates
von 24 Milliarden Euro. Das allein
zeigt, wie unseriös das Ganze ist.
Herrscher kommen und gehen
Daimler mit Überraschungen
Kein Plan für Umschuldung
hmk. BRÜSSEL, 29. April. Die Europäi-
sche Kommission hat zwei Kartellverfah-
ren gegen 16 Banken sowie den Finanz-
datenlieferanten Markit wegen des Ver-
dachts verbotener Absprachen und Miss-
brauchs einer marktbeherrschenden Stel-
lung imHandel mit Kreditausfallversiche-
rungen (CDS) eingeleitet. Wie die Wett-
bewerbshüter am Freitag in Brüssel mit-
teilten, gehen sie dem Verdacht nach,
dass die Banken – darunter die Deutsche
Bank und die Commerzbank – als größte
Händler von CDS wichtige Rohdaten
zum Handel wie die Tagespreise nur an
Markit weitergeben. Der Marktführer für
CDS-Finanzinformationen erhalte damit
eine privilegierte Stellung. Die Banken
wiederum erschwerten so der Konkur-
renz den Markteintritt. Es gebe außer-
dem Hinweise darauf, dass Markit seine
Stellung missbrauche, um den Wettbe-
werb im Markt für Finanzinformationen
einzuschränken.
In dem zweiten Verfahren geht es dar-
um, ob die zur International Exchange
gehörende ICE Clear neun der 16 Ban-
ken niedrigere Gebühren einräumt und
sie am Gewinn beteiligt, so dass sie dazu
verleitet werden, nur ICE Clear zur Ab-
wicklung ihrer Geschäfte mit CDS zu
nutzen. Damit hätten andere Clearing-
häuser keine Chance, in den Markt einzu-
treten. Markit wies die Vorwürfe zurück.
Es gebe keine Vereinbarung zu einer ex-
klusiven Lieferung der Daten. Markit
streue die Daten und darauf aufbauende
Produkte breit an Marktteilnehmer auf
der ganzen Welt.
Mit CDS – die Abkürzung steht für „Cre-
dit Defaults Swaps“ – können sich Anle-
ger dagegen versichern, dass ein Staat
oder ein Unternehmen seinen Verpflich-
tungen aus einem Kredit oder einer Anlei-
he nicht nachkommen kann. CDS sind vor
allem im Zusammenhang mit der Euro-
Krise in die Kritik geraten. Spekulanten
sollen CDS genutzt haben, um etwa auf
die Zahlungsunfähigkeit Griechenlands
zu wetten. Damit hätten die nun eingelei-
teten Kartellverfahren nichts zu tun, sagte
eine Kommissionssprecherin. Die jüngs-
ten Entwicklungen hätten jedoch gezeigt,
dass der Handel mit CDS effizienter gestal-
tet werden müsse. Die zwei Verfahren soll-
ten einen Beitrag zu mehr Transparenz
auf dem CDS-Markt leisten.
Zu den 16 von dem erstem Verfahren
betroffenen Banken gehören neben der
Deutschen Bank und der Commerzbank
auch die amerikanischen Großbanken JP
Morgan, Citigroup, Bank of America und
Goldman Sachs, die britischen Institute
Barclays und HSBC, BNP Paribas, Credit
Agricole und Société Générale aus Frank-
reich sowie die Schweizer UBS und Credit
Suisse. Vom zweiten Verfahren ist die
Deutsche Bank, nicht aber die Commerz-
bank betroffen. Beide Banken äußerten
sich zunächst nicht zu den Ermittlungen.
Mit der Einleitung der zwei Verfahren hat
die Untersuchung der Verdachtsfälle nun
Priorität. Im Extremfall drohen den Be-
troffenen Strafen von 10 Prozent ihres
Umsatzes.
Total kauft Solarkonzern
S
ehr spät und immer noch skep-
tisch öffnet Deutschland seinen
Arbeitsmarkt. Nach sieben Jahren War-
tezeit dürfen von Sonntag an ohne Be-
schränkung Arbeitskräfte aus jenen
acht mittel- und osteuropäischen Län-
dern kommen, die 2004 der Europäi-
schen Union beigetreten sind. Die
deutsche Politik hat in großer Einver-
nehmlichkeit die Fristen ausgereizt,
selbst in Frankreich sind die Grenzen
schon drei Jahre offen. Doch der deut-
sche Arbeitsmarkt war vor der EU-
Ost-Erweiterung in besonders schlech-
ter Verfassung, die Schreckenszahl
von fünf Millionen Arbeitslosen
zwang SPD-Kanzler Gerhard Schröder
zu den unpopulären Reformen der
Agenda 2010. Verständlich, dass sich
niemand traute, die Arbeitskräfte der
Beitrittsländer willkommen zu heißen
– anders als Briten, Iren und Schwe-
den.
Polen, Tschechen, Ungarn, Slowa-
ken, Slowenen und Balten ließen sich
nicht bitten. Zigtausende, meist gut
ausgebildete junge Arbeitskräfte nah-
men das Angebot an. Zu beiderseiti-
gem Vorteil: Die Zuwanderer waren
Nutznießer und Schwungrad eines
kräftigen Aufschwungs, gerade in
Großbritannien. Auch wenn die Rezes-
sion im Gefolge der Bankenkrise 2008
viele zur Rückkehr bewegte, sind über
die Migration Erfahrungen und Bande
entstanden, die länger tragen dürften.
Das könnte im schärfer werdenden
Wettstreit um qualifizierte Arbeitneh-
mer ein enormer Vorteil für die Län-
der sein, die sich schnell öffneten.
Wenn Deutschland jetzt nachzieht,
gibt es starke Konkurrenten um die
besten, flexiblen, gut ausgebildeten
Köpfe. Diese orientieren sich nicht nur
an der günstigsten geographischen
Lage, wenn sie Karrierechancen im
Ausland abwägen.
Das aber sind die Köpfe, auf die es
mehr denn je ankommt in Deutsch-
land, dessen Bevölkerung altert und
schrumpft. Gebraucht werden qualifi-
zierte Zuwanderer, obwohl die Arbeits-
losenquoten gerade in den neuen Bun-
desländern noch zweistellig sind.
Doch immer mehr Unternehmen kla-
gen darüber, dass sie nicht weiter wach-
sen können, weil Spezialisten fehlen.
Ihr Vorhandensein entscheidet, ob zu-
sätzliche Arbeitsplätze auch für gerin-
ger Qualifizierte entstehen.
Die wichtigste Frage mit Blick auf
den 1. Mai lautet also: Werden die kom-
men, die hier vor allem gebraucht wer-
den? Darauf hat Deutschland in die-
sem Fall wenig Einfluss, die Freizügig-
keit in der EU gilt für jede Arbeits-
kraft, gelernt oder ungelernt. Die Pro-
gnosen von Ökonomen und Politik be-
schränken sich daher auf das Volumen
der Zuwanderung, das als überschau-
bar gilt. Zwar ist das Wohlstandsgefäl-
le in der EUimmer noch groß, doch ha-
ben sich die „Neuen“ wirtschaftlich so
weit stabilisiert, dass der Druck zum
Verlassen der Heimat schwächer ge-
worden ist. Das arbeitgebernahe Insti-
tut der Deutschen Wirtschaft erwartet
in dieser Dekade 1,2 Millionen Zuwan-
derer, zwei Drittel schon bis Ende
nächsten Jahres. Angesichts der günsti-
gen Wirtschaftsaussichten sei dieser
Schub aber gut verkraftbar und helfe
im besten Fall, Fachkräftemangel zu
vermeiden, urteilt das IW. Die Arbeits-
ministerin setzt auf einen gleichmäßi-
geren Zustrom von rund 150000 im
Jahr. Oft dürfte vorhandene Schwarz-
arbeit legalisiert werden, ein Vorteil
für Fiskus und Sozialkassen.
Politisch ist die Öffnung nicht nur
aufgrund aktuell sinkender Arbeitslo-
senzahlen kaum ein Thema, sondern
weil Union und FDP dem Drängen der
Gewerkschaften und Arbeitgeber nach-
gegeben haben, in den „kritischen“
Branchen wie der Zeitarbeit schnell
noch gesetzlich abgesicherte Mindest-
löhne festzulegen. Mit fast 8 Euro je
Stunde nimmt man weniger qualifizier-
ten osteuropäischen Arbeitskräften ih-
ren wichtigsten Wettbewerbsvorteil,
geringere Lohnansprüche. So riegelt
man den Arbeitsmarkt dann doch wie-
der ab. Das ist bedauerlich. Starre Löh-
ne behindern die Aufnahme des zusätz-
lichen Arbeitsangebots und damit des-
sen positive Wirkung auf Produktion
und Wachstum. Über kurz oder lang
wird die Mindestlohnschranke auf die
deutsche Beschäftigung zurückschla-
gen. Schwächt sich die Konjunktur ab,
werden die Arbeitslosenzahlen im
Niedriglohnbereich wieder steigen.
Dann wird die Politik die Schuld über-
all suchen, bloß nicht in der von ihr auf-
gebauten Mindestlohnsperre.
So ungewiss die deutsche Magnet-
wirkung auf die begehrten Fachkräfte,
so gewiss ist die Magnetwirkung des
komfortablen deutschen Sozialsys-
tems. Fünf Jahre lang haben aus der
EU zugewanderte Arbeitskräfte kei-
nen Anspruch auf Sozialleistungen
wie das existenzsichernde Arbeitslo-
sengeld II. Nicht jeder ist optimistisch,
dass diese Karenzzeit lang genug ist,
um in größerem Maß Zuzug zu verhin-
dern, der nur auf Ausbeutung der staat-
lichen Transfers gerichtet ist.
Die Politik muss das Missbrauchsrisi-
ko imAuge behalten, umder Freizügig-
keit in Deutschland die notwendige Ak-
zeptanz zu sichern. Die Wahl des Ar-
beitsortes gehört zu den Grundfreihei-
ten des Europäischen Binnenmarktes,
sie ist ein wichtiger Motor für Wettbe-
werb, Modernisierung und Annähe-
rung der Lebensverhältnisse. Zu viel
versprechen sollte man sich aber auch
nicht: Deutschlands Mangel an Hoch-
qualifizierten wird die Freizügigkeit al-
lenfalls lindern, nicht lösen. Dazu be-
darf es größerer Anstrengungen als
der bevorstehenden begrenzten Öff-
nung.
Prognose
Frühjahrs-
gutachten
Tariflohn und Inflation
Veränderung zum Vorjahr
2011 2012 2010 2009 2008 2007 2006
2,0
2,8
1,8
2,6
2,9
2,2
1,5
2,4
2,0
1,1
0,4
2,6 2,3
1,6
Tariflohn
Inflation
0,0
0,5
1,0
1,5
2,0
2,5
3,0
in %
mas. BERLIN, 29. April. Der Staat würde
nach einer Studie im Auftrag der SPD-na-
hen Friedrich-Ebert-Stiftung von einem
Mindestlohn profitieren. Eine allgemei-
ne Lohnuntergrenze von 8,50 Euro führ-
te demnach zu Mehreinnahmen und Min-
derausgaben von zusammen gut 7 Milliar-
den Euro. Allerdings klammert die Unter-
suchung der Prognos AG Auswirkungen
auf die Beschäftigung aus. Die erwarte-
ten Folgen für den Arbeitsmarkt streuten
erheblich, hieß es zur Begründung. Doch
verweisen die Autoren der Studie selbst
auf die Warnung des Sachverständigen-
rats zur Begutachtung der gesamtwirt-
schaftlichen Entwicklung, der erhebliche
Beschäftigungsverluste für einen gesetzli-
chen Mindestlohn von 7,50 Euro und
mehr vorhersagt.
Unter der Annahme, dass eine allge-
meine Lohnuntergrenze keine Beschäfti-
gungseffekte hat, werden die fiskali-
schen Effekte für unterschiedliche Min-
destlöhne für den Staat berechnet. Diese
reichen von etwa 1,3 Milliarden Euro
(Mindestlohn: 5 Euro) bis zu 24,4 Milliar-
den Euro (12 Euro). Diese sind die Folge
zusätzlicher Steuereinnahmen, höheren
Beiträgen in die Renten-, Kranken-, Pfle-
ge- und Arbeitslosenversicherung und er-
sparten Sozialtransfers (Arbeitslosen-
geld II, Sozialhilfe, Kinderzuschlag,
Wohngeld). Berücksichtigt werden auch
Zweitrundeneffekte, also inwieweit die
höheren verfügbaren Einkommen zu stei-
genden Konsumausgaben und damit hö-
heren Einnahmen aus der Mehrwertsteu-
er und speziellen Verbrauchsteuern etwa
auf Tabak oder Energie führen.
Wie die Gutachter hervorheben, wür-
den durch die Einführung eines Mindest-
lohns von 8,50 Euro insgesamt 5 Millio-
nen Menschen profitieren, weil dieser
Personenkreis derzeit weniger verdiene.
Dazu zählten besonders Frauen, Alleiner-
ziehende und gering qualifizierte Arbeit-
nehmer. Die Autoren der Untersuchung
geben selbst zu bedenken ist, dass negati-
ve Beschäftigungswirkungen den berech-
neten Vorteil des Mindestlohns schmäler-
ten. Zumindest rechnerisch sei auf allen
Mindestlohnstufen ein Verlust von Be-
schäftigung in gewissem Umfang hin-
nehmbar.
Der stellvertretende Fraktionsvorsitzen-
de der SPD-Bundestagsfraktion, Hubertus
Heil, wertete die Studie als eine Bestäti-
gung der Forderung seiner Partei nach ei-
nemallgemeinen Mindestlohn. Damit wer-
de wissenschaftlich belegt, dass mit einem
Mindestlohn Mehreinnahmen und weni-
ger Ausgaben in Milliardenhöhe für den
Staat möglich wären, sagte er. Heil forder-
te Bundesfinanzminister Wolfgang
Schäuble (CDU) auf, aus Gründen der
haushaltspolitischen Vernunft für Min-
destlöhne einzutreten. „Nichthandeln ent-
zieht dem Fiskus und den Sozialversiche-
rungen 7 Milliarden Euro.“ Der SPD-Haus-
haltspolitiker Carsten Schneider kündigte
an, das Ergebnis der Studie werde in das
steuer- und finanzpolitische Konzept ein-
fließen, das seine Partei erarbeite.
S
elbst im Aufschwung steigen die
Verdienste der Arbeitnehmer
kaum– diesen Eindruck vermittelt die
jüngste Meldung aus dem Statisti-
schen Bundesamt. Zwar haben die Sta-
tistiker seltsam gerechnet, doch von
der Tendenz her stimmt die Aussage.
Die jahrelange Lohnzurückhaltung
war schmerzhaft, doch hat sie gehol-
fen, die Wettbewerbsfähigkeit zu stär-
ken. Auch deshalb ist Deutschland so
überraschend gut durch die Rezession
gekommen. Nun beginnen die Tarif-
löhne stärker zu steigen. Die jüngsten
Abschlüsse für die Chemie und den
Bau legen die Latte für andere Bran-
chen hoch. Die Arbeitnehmer wollen
am Aufschwung, der den Unterneh-
men Rekordgewinne und der Börse
Kursrekorde beschert, angemessen be-
teiligt werden. Zugleich aber blickt
die Europäische Zentralbank argwöh-
nisch auf die Lohnentwicklung. Je hö-
her die Inflation klettert – aktuell auf
2,8 Prozent –, desto entschlossener
muss sie einschreiten, um eine Lohn-
Preis-Spirale schon im Ansatz zu stop-
pen. Verfestigt sich die Inflation, wür-
den alle darunter leiden, gerade die
Bezieher kleinerer Einkommen. Des-
halb ist es richtig, den Spielraum für
Lohnerhöhung auch im Aufschwung
weiterhin maßvoll zu nutzen.
Heute
Wirtschaftswachstum
Veränderung des realen BIP
Quellen: Hans-Böckler-Stiftung; Destatis F.A.Z.-Grafik Brocker
2011
Prognose
Frühjahrs-
gutachten
2012 2010 2008 2007 2006
2,8
2,0
3,6
–4,7
1,0
2,7
3,4
–4
–2
0
+2
in %
Deutschlands Mangel an
Hochqualifizierten wird
die Öffnung allenfalls
lindern, nicht lösen.
Die Löhne hinken der Konjunktur hinterher
EU leitet Kartelluntersuchung im CDS-Markt ein
Verfahren gegen 16 Banken / Deutsche Bank und Commerzbank betroffen
Unseriös
Von Manfred Schäfers
Grenzen der Freizügigkeit
Von Heike Göbel
Mageres Tarifplus im Aufschwung
Inflation droht Lohnzuwachs zunichte zu machen / Teuerung im Euroraumauf 2,8 Prozent gestiegen
„7 Milliarden Euro Entlastung durch Mindestlohn“
Prognos-Studie legt 8,50 Euro zugrunde / Effekte auf Beschäftigung ausgeblendet
Maßvoll
Von Philip Plickert
Branchenkenner vermuten,
dass sich eine Bank be-
schwert hat, die vergeblich
versucht hat, im Handel mit
den Kreditausfallversiche-
rungen (CDS) zum Zuge zu
kommen.
Der Sachverständigenrat zur
Begutachtung der gesamt-
wirtschaftlichen Entwick-
lung warnt vor erheblichen
Beschäftigungsverlusten.
SEI TE 12 · SAMSTAG, 30. APRI L 2011 · NR. 100 FRANKFURTER ALLGEMEI NE ZEI TUNG Wirtschaft
Deutschland und Österreich öffnen am
1. Mai ihre Arbeitsmärkte für Arbeit-
nehmer aus acht osteuropäischen EU-
Staaten. Andere alte EU-Staaten ha-
ben das schon lange vorher getan. Hat
Deutschland eine Chance verpasst?
Die Umstände waren und sind in
jedem Land anders. Deshalb ist es auch
nicht erstaunlich, dass jedes Land
einen anderen Weg zur Öffnung seiner
Arbeitsmärkte gewählt hat. Die Länder
wie Irland und Schweden, die ihre Tü-
ren früh geöffnet haben, haben davon
profitiert. Die Arbeiter aus den neuen
EU-Staaten haben gegen Arbeitskräfte-
mängel geholfen. Davon hätte auch
Deutschland profitieren können. Ange-
sichts der niedrigen Arbeitslosenquote
von zuletzt 6,5 Prozent und einer Quote
unbesetzter Stellen von 2,6 Prozent ist
klar, dass Deutschland geradezu auf
Arbeiter aus anderen Staaten angewie-
sen ist.
Was für Folgen wird die Öffnung für
den deutschen Arbeitsmarkt haben? Es
gibt ja schon viele osteuropäische Ar-
beitnehmer in Deutschland – sei es als
Schwarzarbeitnehmer oder als Selb-
ständige. Werden die einfach nur ihren
Status ändern?
Die Zahl der illegal Beschäftigten
wird sinken. Unabhängig davon rechnen
wir nicht mit einem übermäßigen Zu-
strom von Arbeitern aus den acht osteu-
ropäischen Staaten, für die die Restrik-
tionen jetzt fallen. Schließlich hat
Deutschland den Arbeitsmarkt zuletzt
schrittweise für Saisonarbeiter und Aka-
demiker geöffnet, ohne dass das starke
Zuwanderung ausgelöst hätte. Die Fried-
rich-Ebert-Stiftung rechnet mit 100 000
bis 140 000 Arbeitnehmern, die nun zwi-
schen 2011 und 2015 nach Deutschland
kommen könnten. Das sind nur 0,2 Pro-
zent der erwerbstätigen Bevölkerung.
Sie sagen, dass andere Länder von der
Zuwanderung profitiert haben.
Verschiedene Studien bestätigten das.
So ist das irische Wachstum um 0,4 Pro-
zent höher ausgefallen als ohne Zuwan-
derung. Die britische Wirtschaft wuchs
0,3 Prozent stärker. Es gibt keine Belege
dafür, dass in den Ländern, die sich ge-
öffnet haben, die Arbeitslosenquote ge-
stiegen wäre oder die Löhne unter
Druck gerieten. Im Gegenteil sind – zu-
mindest vor dem Ausbruch der Wirt-
schaftskrise – die Löhne sowohl in den
Heimatländern der Zuwanderer als
auch in den Zielländern gestiegen.
Vor dem Ausbruch der Wirtschaftskri-
se, sagen Sie. Wie sieht die Situation
heute aus?
Die Arbeitslosigkeit ist stark gestie-
gen, vor allem unter jungen Menschen.
Aber die Freizügigkeit der Arbeiterneh-
mer ist nicht Teil des Problems, sondern
Teil der Lösung. Wir müssen die Zuwan-
derung jedoch besser steuern. Das gilt
für die alten und für die neuen EU-Staa-
ten. In Deutschland gibt es einen Man-
gel an Fachkräften. Die EU muss helfen,
gezielt qualifizierte Arbeitskräfte zu su-
chen. Die neuen EU-Staaten laufen Ge-
fahr, qualifizierte Arbeiter dauerhaft zu
verlieren. Wir müssen sie dazu bewe-
gen, in ihre Heimatländer zurückzukom-
men und ihr im Ausland erworbenes
Wissen dort anzuwenden.
Welche Arbeitnehmer kommen denn
üblicherweise aus den neuen EU-Staa-
ten? Sind es vor allem die berühmten
Klempner oder doch eher Hochqualifi-
zierte?
Letztlich sind es vor allem Menschen
mit mittlerem Ausbildungsniveau. Aber
auch das kann ein Problem für die Her-
kunftsländer sein. So gibt es dort etwa
in der Krankenpflege schon einen Man-
gel an qualifizierten Arbeitnehmern.
Sie haben gesagt, dass die Löhne durch
die Zuwanderung von Arbeitern nicht
unter Druck geraten. Das ist schwer zu
glauben. Schließlich erhöht sich ja das
Angebot an Arbeitskraft.
Empirisch lässt sich das nicht bele-
gen. Der Einfluss dürfte eher gering
sein. So besagen Studien, dass der Lohn-
anstieg nach der Öffnung der Arbeits-
märkte in Deutschland in den kommen-
den Jahren um 0,4 Prozentpunkte gerin-
ger ausfallen könnte. Die Löhne werden
also vielleicht langsamer steigen, aber
sie werden steigen.
Sollte Deutschland Mindestlöhne einfüh-
ren, um Lohndumping zu vermeiden?
Das ist ein heißes Eisen. Ich persön-
lich glaube, dass Mindestlöhne einen
wichtigen Beitrag im Kampf gegen Ar-
mut und soziale Ungleichheit leisten
können. Aber letztlich muss jeder Staat
selbst entscheiden, ob er Mindestlöhne
will oder nicht.
Eine Zuwanderung in die Sozialsyste-
me fürchten Sie nicht? Man liest ja
schon Geschichten über arbeits- und
wohnungslose Polen in den Niederlan-
den, die auf Hilfe angewiesen sind.
Natürlich erwerben zugewanderte Ar-
beiter Anrechte auf Mutterschutz, Kran-
kengeld oder andere soziale Dienste: Sie
zahlen aber auch Steuern und Sozialbei-
träge. Deshalb kann keine Rede davon
sein, dass die Arbeitsimmigranten eine
Belastung für die Sozialsysteme sind.
Von Ende 2011 an muss Deutschland
den Arbeitsmarkt auch für Arbeiter
aus Bulgarien und Rumänien öffnen.
Eine Verlängerung um zwei Jahre soll
nur im Ausnahmefall möglich sein.
Deutschland müsste klar belegen kön-
nen, dass der Zufluss von Arbeitneh-
mern aus diesen beiden Ländern seinen
Arbeitsmarkt aus dem Gleichgewicht
bringt. Aber ich hoffe, dass sich diese
Frage gar nicht stellen wird und dass
Deutschland nach den positiven Erfah-
rungen mit der Öffnung des Arbeits-
markts zum 1. Mai keine Verlängerung
mehr verlangt.
Würden Sie es auf einen Streit ankom-
men lassen? Als Deutschland die Be-
schränkungen für die anderen osteuro-
päischen Staaten bis 2011 verlängerte,
gab die Kommission auch klein bei.
Überall in der EU arbeiten zu können
ist eine der Grundfreiheiten der EU.
Auch scheint es heute unwahrschein-
lich, dass eine weitere Öffnung der Ar-
beitsmärkte Deutschland Probleme be-
reiten könnte. Schließlich schreitet die
Erholung der europäischen Wirtschaft
voran, selbst wenn sie unausgeglichen
und fragil ist.
Das Gespräch führte Hendrik Kafsack.
gho. MOSKAU, 29. April. Wegen der
Kraftstoffknappheit in mehreren russi-
schen Regionen hat die Regierung in
Moskau eine Erhöhung der Abgabe auf
den Benzinexport angeordnet. Von Mai
an steigt die Abgabe um 44 Prozent. Mi-
nisterpräsident Wladimir Putin sagte,
dass die neue Höhe der Ausfuhrabgabe
die Bedürfnisse des Inlands und des Ex-
ports ausbalanciere. Die höhere Abga-
be könnte durch eine Senkung der För-
dersteuer für Erdöl ausgeglichen wer-
den. Zudem soll das Verbot der Abgas-
norm Euro-2 verschoben werden.
Der Treibstoffmangel in dem Land,
das der größte Erdölproduzent der Welt
ist, hat die Politik aufgescheucht. Soll-
ten Autofahrer in manchen Regionen
weiterhin nur schwer an Benzin gelan-
gen, könnte die Popularität Putins im
Vorfeld der Parlaments- und Präsiden-
tenwahlen leiden. Dabei steht am An-
fang des Problems wahrscheinlich eine
populistische Maßnahme von Putin
selbst. Die Regierung hatte im Februar
die Erdölunternehmen dazu aufgefor-
dert, die Inlandspreise nicht zu erhö-
hen. Da die Weltmarktpreise jedoch
stiegen, exportieren die Unternehmen
mehr und verringerten die Lieferungen
im Inland. Zudem wurden Vorräte von
Erdöl gehortet. Im ersten Vierteljahr
stieg der Export von Benzin um 40 Pro-
zent gegenüber dem Vorjahr, die Liefe-
rungen im Inland sanken um 6 Prozent
bei gleichbleibender Produktion.
Russland exportiert insgesamt wenig
hochwertiges Benzin. Viele russische
Raffinerien haben es versäumt – auch
wegen des unsicheren politischen Um-
felds –, in die Modernisierung der Anla-
gen zu investieren.
í Am 1. Mai wird der deutsche Ar-
beitsmarkt für Bürger aus den acht
osteuropäischen Ländern geöffnet,
die 2004 der EU beigetreten sind.
Zur Einreise brauchen sie keine Ar-
beitserlaubnis mehr. Dies gilt für
Menschen aus Polen, Tschechien,
Slowakei, Slowenien, Ungarn, Lett-
land, Litauen und Estland. Um Ver-
werfungen am Arbeitsmarkt durch
Zuwanderung von Niedriglöhnern
zu verhindern, hatten Deutschland
und Österreich die Freizügigkeit
zunächst eingeschränkt; diese
Übergangsregelungen fallen jetzt
nach sieben Jahren weg. Nur für
Rumänien und Bulgarien gelten
sie noch bis Ende 2013 weiter.
í Rauchen in Deutschland wird
teurer. Am Sonntag tritt die erste
Stufe der von der Bundesregierung
beschlossenen Erhöhung der Ta-
baksteuer in Kraft. Bis 2015 wird
eine Packung mit 19 Zigaretten da-
mit jährlich um 4 bis 8 Cent teurer.
Vom kommenden Jahr an wird die
Tabaksteuer bis 2015 jeweils zum
1. Januar erhöht. Die Abgaben auf
Tabak zum Selbstdrehen steigen
jährlich um 12 bis 14 Cent.
í Für Medikamente tritt eine
neue Verordnung über die Pa-
ckungsgrößen in Kraft. Darin sind
Maßzahlen und entsprechende
Spannbreiten beziehungsweise Ab-
weichungen der am häufigsten ver-
ordneten Packungsgrößen für eine
kurze (N1), mittlere (N2) und lan-
ge (N3) Therapiedauer festgelegt.
Grundgedanke ist die Umstellung
auf Versorgungszeiträume. Außer-
dem sollen Krankenkassen da-
durch leichter den Ersatz verordne-
ter Medikamente durch billigere
Präparate durchsetzen können.
Zum Aufbrauch alter Verpackun-
gen gelten Übergangsfristen.
í Eine Reihe pflanzlicher Arznei-
mittel (Phytopharmaka), die bis-
lang apothekenpflichtig sind, sind
künftig auch etwa in Drogerien er-
hältlich. Zu diesen neuerdings frei-
verkäuflichen Produkten zählen
Eukalyptusöl, Minzöl und Baldrian-
extrakt, ferner Artischockenblätter
und ihre Zubereitungen. Die Apo-
thekenpflicht für Heilwässer wird
auf solche begrenzt, die in Fla-
schen abgefüllt werden. jja.
Hohe Arbeitslosigkeit in Spanien
Die Zahl der Arbeitslosen in Spanien nä-
hert sich der Grenze von fünf Millionen.
Wie das Nationale Statistikamt am Frei-
tag bekanntgab, haben im ersten Quartal
abermals mehr als eine Viertelmillion
Spanier ihre Beschäftigung verloren. Mit
4,9 Millionen – das sind mehr als 21 Pro-
zent – sei ein neuer „historischer Rekord“
erreicht worden. Ein Sprecher der sozialis-
tischen Regierung von Ministerpräsident
Zapatero äußerte die Hoffnung auf eine
leichte Besserung im zweiten Quartal, so
dass die politisch und psychologisch be-
sorgniserregende Schwelle von fünf Mil-
lionen Arbeitslosen doch nicht überschrit-
ten werde. wie.
Widerstand gegen Euro-Pläne
In der FDP-Fraktion wächst der Wider-
stand gegen neue Lasten für Deutschland
aus der Euro-Staatsschuldenkrise. „Kein
Euroland sollte für die Schulden eines an-
deren Euro-Landes aufkommen müssen“,
mahnte der stellvertretende Vorsitzender
ihrer Bundestagsfraktion, Jürgen Koppe-
lin. Die Gläubiger und Spekulanten müss-
ten in die Pflicht genommen werden. „Es
gibt für Deutschland keinen Grund, in ei-
nen Euro-Rettungsfonds in Raten 22 Milli-
arden Euro einzuzahlen“, kritisierte er.
Gerade weil die FDP „Europa-Partei“ sei,
sollte sie nicht zulassen, dass die Bürger
Europa-verdrossen würden. mas.
Banken vergeben mehr Kredite
Die Kreditvergabe der Banken im Euro-
raum ist im März im Vergleich zum Vor-
jahresmonat um 2,5 Prozent gestiegen.
Das teilte die Europäische Zentralbank
am Freitag in Frankfurt mit. Im Februar
legte die Summe der an Unternehmen
und private Haushalte ausgereichten Dar-
lehenum 2,6 Prozent zu. Die für die Zins-
politik der EZB wichtige Geldmenge M3
wuchs hingegen um 2,3 Prozent und da-
mit stärker als im Vormonat (2,1 Pro-
zent). Im gleitenden Drei-
monatsdurchschnitt (Januar bis März) er-
höhte sich M3 um 2 Prozent. M3 umfasst
unter anderem Bargeld, Einlagen auf Gi-
rokonten, kurzfristige Geldmarktpapiere
sowie Schuldverschreibungen mit bis zu
zwei Jahren Laufzeit. Reuters
ImGespräch: László Andor, EU-Kommissar
Kurze Meldungen
„Die Löhne werden
langsamer steigen“
In Russland wird Kraftstoff knapp
Regierung erhöht Abgabe für Benzinexport
wmu. BRÜSSEL, 29. April. Mittlerweile
bietet die griechische Regierung den
Staatsanwalt gegen Gerüchte auf, eine
Restrukturierung der griechischen Staats-
schuld stehe unmittelbar bevor. Kurz vor
Ostern kündigte das Finanzministerium
in Athen Ermittlungen wegen „mögli-
cher krimineller Handlungen“ an, die die
Zinsentwicklung für griechische Staats-
anleihen beeinflusst hätten. Der Hinter-
grund: Eine internationale Investment-
bank hat nach Erkenntnissen des Ministe-
riums das Gerücht verbreitet, über
Ostern werde in Griechenland umge-
schuldet. Solche Gerüchte seien „ohne
jede Substanz und an der Grenze zur Lä-
cherlichkeit“, teilte das Ministerium mit.
Die Athener Mitteilung trifft aus ei-
nem einfachen Grund zu: Trotz aller Spe-
kulationen, die teils auf neue Zahlen
über die Entwicklung von Staatsdefizit
und Staatsschuld zurückgehen, teils auf
unklare Äußerungen aus der Politik, lässt
sich ein Schuldenschnitt – das ist mit
„Umschuldung“ in der Regel gemeint –
nicht von heute auf morgen bewerkstelli-
gen. Ob er sich vermeiden lässt, ist die
eine Frage. Die Antwort lautet: wahr-
scheinlich nicht. Die andere Frage, wann
es so weit ist, lässt sich nur vage beant-
worten: jedenfalls nicht sofort.
Die Märkte sind seit längerem davon
überzeugt, dass ein Schuldenschnitt kom-
men wird. Zuletzt sind die Risikoaufschlä-
ge für zweijährige griechische Staatsanlei-
hen auf über 25 Prozent geklettert. Aku-
ter Anlass dieses Anstiegs war, dass das
griechische Staatsdefizit 2010 höher aus-
gefallen ist als geplant. Nach Angaben des
EU-Statistikamts Eurostat betrug es 10,5
Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP).
Dies bedeutet zwar einen Rückgang um
4,9 Prozentpunkte des BIP gegenüber
2009. Das Defizit liegt aber höher als im
griechischen Haushaltsplan für 2010, wo
9,4 Prozent des BIP kalkuliert waren. Die
Schuldenquote stieg von 127,1 Prozent
des BIP (2009) auf 142,8 Prozent. Auch
das ist mehr als zuletzt veranschlagt; die
EU-Kommission hatte in ihrer Herbst-
prognose 140,2 Prozent prognostiziert.
Diese Zahlen haben Zweifel geweckt,
dass das Land sein Staatsdefizit in diesem
Jahr wie geplant auf 7,4 Prozent des BIP
senken kann. Und sie haben die ohnehin
bestehenden Zweifel verstärkt, dass Grie-
chenland seine stetig steigenden Schul-
den mittelfristig noch bedienen kann.
Es ist kein Zufall, dass das Finanzmi-
nisterium in Athen großen Wert auf die
Aussage legt, das höher als geplant ausge-
fallene Defizit habe seinen Grund in der
unerwartet schlechten Konjunktur – und
nicht etwa darin, dass die Regierung die
Auflagen des Reformprogramms nicht er-
füllt hätte, das ihr der Internationale
Währungsfonds (IWF) und die EU im
Rahmen der internationalen Kredithilfe
auferlegt haben. Bislang haben der IWF
und die EU-Gremien Athen bescheinigt,
mit der Erfüllung der Auflagen im We-
sentlichen im Plan zu liegen. Die EU-
Kommission wies in der vergangenen Wo-
che noch einmal darauf hin, dass das im
März beschlossene Privatisierungspro-
grammnicht nur 50 Milliarden Euro erlö-
sen werde, sondern auch die Wettbe-
werbsfähigkeit der griechischen Wirt-
schaft verbessere.
In der kommenden Woche steht eine
weitere Inspektionsreise der „Troika“ aus
Fachleuten des IWF, der Europäischen
Zentralbank (EZB) und der EU-Kommis-
sion nach Athen bevor. Sie ist einerseits
Routine, weil die drei Institutionen alle
drei Monate die Einhaltung der Pro-
grammauflagen vor Ort kontrollieren
und anschließend eine Schuldentragfähig-
keitsanalyse vorlegen. Andererseits gilt
die jetzige Mission wegen der neuen Zah-
len als besonders wichtig: Athen braucht
jetzt besonders dringend ein einwandfrei-
es Testat, die Vorgaben erfüllt zu haben.
Es ist die Voraussetzung dafür, dass Grie-
chenland die nächste Kredittranche er-
hält. Die Analyse der Schuldentragfähig-
keit soll klären, ob der im Programm ver-
ankerte Finanzierungsplan – er sieht ne-
ben den internationalen Krediten immer
wieder griechische Anleihen mit kurzer
Laufzeit vor – noch realistisch ist.
Eine zweite, nicht direkt in Zusammen-
hang mit der aktuellen Reise der Troika-
Delegation stehende Frage lautet, ob
Griechenland, wie imProgramm vorgese-
hen, im kommenden Jahr in zunächst be-
schränktem Umfang an den Kapitalmarkt
zurückkehren kann. Geplant ist, dass
Athen von Januar 2012 an seinen Kapital-
bedarf zumTeil – mit Anleihen von insge-
samt 32 Milliarden Euro über das ganze
Jahr – wieder am Markt deckt. Die beste-
henden Zweifel daran sind eine weitere
Quelle der Spekulationen über eine Um-
schuldung. Aus dem internationalen Kre-
ditprogramm soll Griechenland 2012
noch 24 Milliarden Euro erhalten.
Genau genommen hat die Umschul-
dung der griechischen Staatsschuld schon
begonnen. Die Staats- und Regierungs-
chefs der Euro-Staaten haben imMärz be-
schlossen, die Laufzeit der von ihnen bila-
teral an Athen gewährten Kredite von
drei auf siebeneinhalb Jahre zu verlän-
gern und die Zinsen um einen Prozent-
punkt zu senken. Begründet wurde das da-
mit, dass diese Bedingungen jenen des
Kreditprogramms für Irland entsprechen,
das Hilfe aus dem Euro-Hilfsfonds EFSF
erhält. Der IWF will sich diesem Be-
schluss anschließen; formal vollzogen ist
er aber noch nicht, weil noch technische
Details zu verhandeln sind. Prinzipiell
könnte eine weitere Umschuldung nur in
einer abermaligen Laufzeitverlängerung
bestehen. Eine Entscheidung über den
klassischen Schuldenschnitt („Haircut“),
mit dem die (auch privaten) Gläubiger
auf einen Teil ihrer Forderungen verzich-
teten, dürfte indes zumindest nicht
schnell fallen. Das liegt einmal daran,
dass sich vor allem die EZB und die EU-
Kommission heftig dagegen wehren.
EZB-Chefvolkswirt Jürgen Stark hat unge-
wöhnlich deutlich vor den Auswirkungen
einer Umschuldung gewarnt, EU-Wäh-
rungskommissar Olli Rehn hat den Schul-
denschnitt kategorisch ausgeschlossen.
Vor allem aber setzte eine Umschuldung
umfangreiche technische Vorarbeiten auf
einem Feld voraus, mit dem jedenfalls die
EU überhaupt nicht vertraut ist. Ein
„Plan B“ für Griechenland existiere nicht,
beteuerte EFSF-Chef Klaus Regling kürz-
lich in dieser Zeitung. Weder in Brüssel
noch in Berlin seien bislang auch nur Vor-
arbeiten an einem solchen Plan aufge-
nommen worden, heißt es von verschiede-
nen Seiten in Brüssel. Und als Bundesfi-
nanzminister Wolfgang Schäuble (CDU)
kürzlich davon sprach, man könne noch
nicht wissen, wie es in Griechenland aus-
sehe, sei das nicht – wie an den Märkten
gedeutet – als erste Andeutung einer Um-
schuldung zu verstehen gewesen, sondern
so, wie es gesagt wurde: Man könne es
wirklich noch nicht wissen. (Finanz-
markt, Seite 21.)
ami. BERLIN, 29. April. Die Kosten für
Wasser und Abwasser deutscher Haushal-
te sind 2010 um 2 Prozent gestiegen.
Nach Angaben des Statistischen Bundes-
amtes hat ein Zwei-Personen-Modellhaus-
halt mit 80 Kubikmetern Verbrauch im
Bundesdurchschnitt 440,99 Euro gezahlt.
Das entspreche 1,21 Euro am Tag. 197,60
Euro entfielen demnach auf das Trinkwas-
ser, 243,39 Euro auf Abwasser.
Allerdings gibt es innerhalb Deutsch-
lands große Abweichungen. Am günstigs-
ten ist die Versorgung in Bayern mit
324,26 Euro im Jahr, am teuersten in
Sachsen-Anhalt, wo Haushalte für die
gleiche Leistung 589,89 Euro zahlen
mussten. In Hessen bewegen sich Kosten
mit 433,80 Euro etwa in der Mitte. Vor al-
lem in den neuen Ländern und Berlin lie-
gen die Kosten mit mehr als 500 Euro dar-
über. Ein Grund sind die hohen Aufwen-
dungen für die Erneuerung des Wasser-
und Abwassersystems seit der Wende. We-
gen des Bevölkerungsrückgangs und des
sinkenden Wasserverbrauchs sind die An-
lagen oft nicht ausgelastet. Das führt
dazu, dass die Kosten je Kubikmeter noch
mehr steigen. Von den alten Ländern
überschreiten Nordrhein-Westfalen und
das Saarland die Marke von 500 Euro. In
Hamburg. Schleswig-Holstein, Nieder-
sachsen, Rheinland-Pfalz und Baden-
Württemberg liegen die Kosten unter 400
Euro.
Der Verband kommunaler Unterneh-
men wies darauf hin, dass die unterschied-
liche Höhe der Wasser- und Abwasserent-
gelte die regional unterschiedlichen Rah-
menbedingungen spiegelten. Auch stie-
gen die Preise nur moderat und blieben in
der Regel unter dem Inflationsniveau.
Dennoch haben Kartellbehörden in Hes-
sen und Berlin die Wasserpreise als zu
hoch kritisiert. Die Wasserpreise setzen
sich aus mehreren Komponenten zusam-
men. Dazu gehören die Förderung, der
Transport, die Reinigung – etwa von Ni-
tratverschmutzungen durch die Landwirt-
schaft – und Aufbereitung, aber auch Um-
weltschutz. Viele Länder verlangen eine
Gebühr für die Wasserentnahme, was die
Kosten für die Verbraucher weiter treibt.
ppl. FRANKFURT, 29. April. Die Infla-
tionsrate im Euroraum ist im April entge-
gen den Erwartungen von Volkswirten
nochmals gestiegen. Sie legte von 2,7 auf
2,8 Prozent zu – das ist der stärkste Preis-
anstieg seit Oktober 2008. Diese Schät-
zung teilte das Statistikamt Eurostat am
Freitag mit. Hauptgrund für die starke
Teuerung sind höhere Energiepreise. Die
Europäische Zentralbank strebt mittelfris-
tig eine Inflationsrate von knapp 2 Pro-
zent an. Anfang April hat sie den Leitzins
von 1 auf 1,25 Prozent erhöht. „Die heuti-
gen Inflationszahlen werden denjenigen
im EZB-Rat Rückenwind geben, die auf
eine schnellere Normalisierung der Geld-
politik dringen“, sagte Commerzbank-
Analyst Ralph Solveen. Die EZB werde
spätestens im Juli, vielleicht sogar schon
im Juni, die Zinsen weiter erhöhen. „Je
länger sich die Inflationsrate auf einemer-
höhten Niveau behauptet, desto größer
wird das Risiko, dass sich der von den
Energiepreisen ausgehende Impuls durch
die Preiskette arbeitet und sich die Infla-
tion auf höherem Niveau verfestigt“, sagte
der Postbank-Volkswirt Heinrich Bayer.
Was sich ändert
tp. ROM, 29. April. Der italienische No-
tenbankgouverneur Draghi hat Italiens
Haushaltspolitiker ermahnt, sich auf dras-
tische Haushaltskürzungen einzustellen.
Wenn bis 2014 das Ziel eines nahezu aus-
geglichenen Haushalts erreicht werden
solle, dann müssten bis dahin die Staats-
ausgaben real um 7 Prozent des Bruttoin-
landsprodukts verringert werden, sagte
Draghi. Der Zentralbankchef wider-
sprach damit abermals dem italienischen
Schatzminister Giulio Tremonti, der in
seiner Finanzplanung für 2011 und 2012
nur geringfügige Korrekturen vorgesehen
hat und erst in den Haushaltsplänen für
2013 und 2014 tiefere Einschnitte vorneh-
men will. Draghi kritisiert auch, dass Tre-
montis Pläne nur eine moderate Steige-
rung des Wirtschaftswachstums bedeute-
ten, obwohl Italien seit längerer Zeit ge-
genüber anderen europäischen Ländern
zurückfällt. Das Land brauche mehr Be-
schäftigung vor allem für junge und weib-
liche Arbeitskräfte, mehr Investitionen
und mehr Produktivität, um auch mit
mehr Wachstumzur Schließung der Haus-
haltslücken beizutragen.
László Andor Foto Getty Images
So schnell kommt die griechische Umschuldung nicht
Wasserpreis steigt um 2 Prozent
In Bayern kosten Wasser und Abwasser am wenigsten
Inflation im Euro-Raum
auf 2,8 Prozent gestiegen
Zentralbanker Draghi
für drastisches Sparen
Am 1. Mai erhalten die meis-
ten Osteuropäer freien Zu-
gang zum deutschen Arbeits-
markt. Von der Zuwande-
rung profitieren alle, wirbt
László Andor, der EU-Kom-
missar für Beschäftigung, So-
ziales und Integration. Der
Volkswirt rechnet mit
100 000 Zuwanderern und
nur mit geringem Druck auf
die Löhne in Deutschland.
Trotz aller Gerüchte ist ein
schneller Schuldenschnitt
für Griechenland kaum
vorstellbar – aus einem
einfachen Grund: Noch hat
niemand einen genauen Plan
für die Durchführung.
FRANKFURTER ALLGEMEI NE ZEI TUNG SAMSTAG, 30. APRI L 2011 · NR. 100 · SEI TE 13 Die Lounge
D
ie Traumfabrik der Welt befin-
det sich heute nicht im kalifor-
nischen Hollywood oder im in-
dischen Bollywood, sondern in Lon-
don. Dass sich die Briten für ihre „kö-
nigliche Hochzeit“ interessieren, liegt
nahe, dass vermutlich rund um den
Globus Abermillionen Menschen (dar-
unter auch ein paar Kolleginnen in der
Mittagspause, wie wir gerade feststel-
len mussten) dem Ereignis an den
Fernsehschirmen gefolgt sind, hat
wohl eher etwas mit der Sehnsucht des
Menschen nach Traumwelten, Roman-
tik und Illusionen zu tun, die ihm eine
zumindest kurzzeitige Flucht aus der
Realität gestatten. In der Wirtschaft
gibt es eine ganze Disziplin namens
Marketing, die den Unternehmen er-
zählt, wie man aus den Träumen und Il-
lusionen der Menschen materiellen
Nutzen ziehen kann. Aber das ist ein
anderes Thema. Jedenfalls viel Glück
dem jungen Paar!
vvv
Keine Illusion, sondern ein harter
Fakt ist der beeindruckende Rückgang
der Arbeitslosigkeit in Deutschland,
der sich in den kommenden Monaten
fortsetzen dürfte. Dagegen ist auf dem
amerikanischen Arbeitsmarkt keine
richtige Besserung zu erkennen, was
die dortige Zentralbank, die Fed, zu ei-
ner Geldpolitik verleitet, die sich eher
dem Arbeitsmarkt als der Geldwertsta-
bilität zu widmen scheint. Es ist erst we-
nige Jahre her, dass gerade deutsche
Ökonomen die amerikanische Arbeits-
marktverfassung für toll (vom Mindest-
lohn abgesehen), die deutsche aber ge-
nerell für betrüblich hielten und
Deutschland dringend empfahlen, sich
die Vereinigten Staaten zum Vorbild zu
nehmen. Da scheint im Nachhinein be-
trachtet die Kristallkugel etwas trüb ge-
wesen zu sein.
vvv
Apropos Prognosen: Wer wird denn
nun Joes Nachfolger? Anshu, Axel,
Hugo (in alphabetischer Reihenfolge)
oder ein ganz anderer? Die Rede ist
von der Nachfolge Josef Ackermanns
bei der Deutschen Bank. Wir hatten
vor ein paar Jahren mal auf Anshu Jain
gewettet, unser Wettpartner seinerzeit
auf Hugo Bänziger. Wahrscheinlich
würden heute viele auf Axel Weber
wetten. Es wird sich weisen, pflegte un-
sere Großmutter zu sagen. Aus heuti-
ger Sicht wird Ackermann jedenfalls
eine solide aufgestellte Bank überge-
ben, in der das Gewicht des Invest-
mentbanking mittelfristig abnehmen
sollte, auch wenn es natürlich erheb-
lich bleibt. Aber wer will schon mittel-
fristige Prognosen für das Bankge-
schäft abgeben? Da brauchte man
auch eine Kristallkugel.
vvv
26 Prozent imJahr ist keine schlech-
te Rendite. Sollte man denken. So viel
gibt es derzeit für Käufer zweijähriger
griechischer Staatsanleihen. Man wird
aber vermutlich keine Kristallkugel
brauchen, um diese Anlage als höchst
riskant einzuschätzen und die Finger
von ihr zu lassen. Viel getrommelt
wird in der Finanzbranche seit einiger
Zeit für Anleihen aus aufstrebenden
Schwellenländern. Diese mögen als Er-
gänzung eines Depots durchaus ganz
interessant sein, aber auch hier gilt:
Ein Anleger sollte nur Finanzprodukte
kaufen, deren Risiken er völlig verstan-
den hat.
vvv
An anderer Stelle dieses famosen
Wirtschaftsteils werden Sie, liebe Le-
ser, einen Beitrag über eine Versiche-
rung finden, mit der sich Sportvereine
gegen die Folgen unerwartet großer Er-
folge versichern können. Wir vermu-
ten stark, dass die Frankfurter Ein-
tracht nicht zu den Erstkunden gehö-
ren wird, die Offenbacher Kickers
auch nicht und der FSV ebenso wenig.
Dagegen vielleicht schon eher der
Mainzer Karnevalsverein. Manche Din-
ge sind einfach nicht so, wie sie sein
sollten.
vvv
Im Frühtau zu Berge wir ziehn, falle-
ra. Jedenfalls bis zu unserer Lieblings-
verkaufsstelle am Straßenrand, die seit
kurzer Zeit wieder Spargel und Erdbee-
ren anbietet. Man muss allerdings ein-
räumen, dass die Preise noch so ausse-
hen, als würden die Anbieter die Pflan-
zen mit Champagner gießen. Aber das
gibt sich. Für Nichtkenner der lokalen
Wirtschaftsstruktur: Um Kriftel befin-
det sich eines der größten Erdbeeran-
baugebiete Hessens. Nein, die Wirt-
schaft im Rhein-Main-Gebiet besteht
nicht nur aus Banken. Hier gibt es auch
Reales – wie diese Zeitung.
Auf einen Espresso
J
utta Benz hütet ihr Geheimnis.
Natürlich darf sie nichts über
die künftige A- und B-Klasse er-
zählen, aber das Schwärmen
lässt sie sich nicht nehmen. Die
neuen Modelle sind so recht
nach ihrem Geschmack. Das scheint
selbstverständlich, denn Jutta Benz ist die
Urenkelin von Carl Benz, dem Erfinder
des Automobils, und zudem Markenbot-
schafterin von Mercedes-Benz. Aber die
69 Jahre alte Lehrerin ist auch von Her-
zen Umweltschützerin, war einst sogar
bei der Gründung der Grünen in Karlsru-
he mit von der Partie. Ein Widerspruch
ist das für sie nicht: „Das Auto wird es im-
mer geben. Es kommt nur darauf an, es so
sicher und so umweltfreundlich wie mög-
lich zu machen“, sagt sie und vermerkt zu-
frieden, dass bei Daimler eine Menge
Geld und Grips in entsprechende For-
schung gesteckt wird.
Wie die neue grün-rote Landesregie-
rung von Baden-Württemberg mit dem
Erbe ihres Urgroßvaters umgehen wird,
ist noch unklar. Zwar ist imKoalitionsver-
trag viel von wirtschaftlichen Stärken die
Rede, von Wachstumspotentialen und
von zukunftsfähigen Arbeitsplätzen.
Doch das Land, das der Autoindustrie sei-
nen Wohlstand verdankt, sieht sich auch
konfrontiert mit einem designierten Mi-
nisterpräsidenten, der Laufen und Fahr-
radfahren in einem Atemzug mit dem
Wort „Mobilitätskonzept“ nennt und er-
klärt: „Weniger Autos sind natürlich
mehr.“ Gerade weil Winfried Kretsch-
mann nicht die lockere Plaudertasche
gibt, sondern eher den Typ Landesvater,
der seine Worte mit Bedacht wählt, schril-
len angesichts solcher Äußerungen die
Alarmglocken. „Die Baden-Württember-
ger werden es noch bereuen, diese grünen
Scharlatane an die Macht gewählt zu ha-
ben“, heißt es so oder ähnlich in Kommen-
taren im Internet. Oder: „Kaputtgemacht
ist vieles schnell, wiederaufgebaut wer-
den muss es dann in Jahrzehnten.“
Volkes Stimme kann als Seismograph
gelten für die Befindlichkeit im Autoland
Baden-Württemberg. Der Stern auf der
Kühlerhaube gilt weltweit als das Status-
symbol, ein Porsche ist der Inbegriff für
sportliches Fahren made in Germany,
und was bei Bosch oder ZF, bei Mahle
oder Elring-Klinger ausgetüftelt wird, fin-
det sich in allen Automarken. Das macht
stolz – und verletzlich. „Wer im Autoland
Nr. 1 verlangt, dass weniger Autos produ-
ziert werden, ist weit weg von den Men-
schen“, schimpft Markus Malm, Fachar-
beiter im neuen Halbleiterwerk von
Bosch und seit neuestemLandesvorsitzen-
der der Christlichen Gewerkschaft Me-
tall. Und Porsche-Betriebsratschef Uwe
Hück, ein SPD-Mitglied, schilt Kretsch-
mann, er habe mit seinen Äußerungen
die heimischen Hersteller „in die Schmud-
delecke“ gestellt.
Es geht aber nicht nur umgroße Gefüh-
le, sondern auch umGeld. Knapp 200 000
Arbeitsplätze stellen Autohersteller und
Zulieferer in Baden-Württemberg, Hun-
derttausende weiterer Arbeitsplätze hän-
gen mittelbar davon ab, und das Wohl
und Wehe ganzer Regionen. „Damit ist
nicht zu spaßen“, warnt Irmgard Balzer,
die für die Freien Wähler im Sindelfinger
Gemeinderat sitzt. Die Kommunalpoliti-
kerin hat mit ihren 71 Jahren den Ausbau
des Werks Sindelfingen zum wichtigsten
Produktionsstandort von Mercedes mit
zeitweise 40000 Mitarbeitern und ent-
sprechend fetten Steuereinnahmen eben-
so erlebt wie auch die schwierigen Jahre,
in denen Daimler sogar Gewerbesteuer
zurückforderte. „Wir sind in einem Maße
von Daimler abhängig, wie man sich das
woanders kaum vorstellen kann. Daran
hängen Arbeitsplätze, Existenzen, Schick-
sale – und die Finanzierung von Kommu-
nen. Das kann man nicht so einfach in
Frage stellen“, gibt sie mit Blick auf
Kretschmanns Äußerungen zu bedenken.
Doch auf Kurzarbeit folgten noch im-
mer Sonderschichten, und das macht die
Menschen anscheinend gelassen. „Die
Aufgeregtheit hält sich sehr in Grenzen“,
berichtet Florian Wahl, der mit seinen 26
Jahren erstmals für die SPD in den Land-
tag einzieht, als Gemeinderat aber reich-
lich Kontakte zu den Menschen in der Re-
gion hat. Ein bisschen mehr Verbunden-
heit wünscht er sich vom neuen Regie-
rungschef aber schon: „Ich erwarte, dass
der Ministerpräsident sich als Handlungs-
reisender der Unternehmen in seinem
Land empfindet.“
In den Unternehmen geht man pragma-
tisch mit Kretschmanns Ansage um, wo-
nach weniger Autos besser seien als
mehr. „Ich halte diese Aussage für un-
glücklich und unrealistisch, weil nicht die
Landesregierung über die Zahl der Autos
entscheidet, sondern die Märkte“, kom-
mentiert Dieter Hundt, Arbeitgeberpräsi-
dent in Baden-Württemberg und selbst Ei-
gentümer eines Autozulieferbetriebs. Die
Logik liegt auf der Hand: Seit vor 125 Jah-
ren Erfinder wie Carl Benz, Gottlieb
Daimler oder Robert Bosch den Grund-
stock für die heute so erfolgreiche Indus-
trie gelegt haben, sind schon viele Herr-
scher gekommen und gegangen.
Auch deshalb lassen die Konzernchefs
ihre Pressesprecher allenfalls unverbind-
lich-diplomatische Äußerungen zur aktu-
ellen politischen Lage verbreiten und ge-
nerelle Gesprächsbereitschaft ankündi-
gen. Selbst wenn eine Landesregierung in
völliger Verkennung der Realitäten versu-
chen sollte, die Autoindustrie zu gängeln,
so blieben ihr dafür nur wenige Mittel.
Tempolimits oder Mautgebühren wären
Nadelstiche, mehr nicht – denn der Hei-
matmarkt spielt längst nur noch eine un-
tergeordnete Rolle. Und in China oder
Brasilien schert man sich wenig, ob der
Ministerpräsident in Stuttgart ein grünes
oder schwarzes Parteibuch hat.
„Ich gehöre nicht zu jenen, die glau-
ben, angesichts einer neuen politischen
Farbenlehre in Baden-Württemberg in Pa-
nik und Hysterie verfallen zu müssen“,
sagt Hundt denn auch, obwohl er gewiss
nicht im Verdacht steht, mit Grün-Rot zu
sympathisieren. Er findet sich dabei in
bester Gesellschaft. Reinhold Würth, der
Selfmade-Milliardär, der für seine marki-
gen Sprüche berüchtigt ist, prognosti-
ziert: „Der Wirtschaftsstandort wird
nicht leiden.“ Die Parteivorsitzenden sei-
en loyale Baden-Württemberger und sich
fraglos bewusst, dass nur eine blühende
und wachsende Wirtschaft auch die zwin-
gend nötigen, höheren Steuereinnahmen
bringe. Man werde wohl mit höheren
Strompreisen durch die angekündigte
Energiewende rechnen müssen, so der Pa-
triarch: „Dies wird überwiegend wettbe-
werbsneutral geschehen.“
Was Würth nicht erwähnt, aber sehr
wohl bemerkenswert ist: Schon 1996 ist
der Schraubenhändler in die Solarwirt-
schaft eingestiegen, hat seit dem Jahr
2000 in einem ehemaligen Kohlekraft-
werk die Produktion von Dünnschicht-So-
larmodulen aufgenommen und gilt heute
als etablierter Anbieter. Was im grünen
Parteiprogramm steht, haben die Unter-
nehmen längst als Wachstumsmarkt ent-
deckt. Gerade die baden-württembergi-
sche Metallindustrie wächst kräftig mit
demBau von energie- und rohstoffsparen-
den Maschinen und Anlagen, mit der Aus-
rüstung für Solarunternehmen, dem Bau
von Turbinen oder der Zulieferung für
Windparks, unter ihnen auch Traditions-
unternehmen wie Voith oder Liebherr,
die man gemeinhin noch als Papierma-
schinenhersteller oder Kranfabrikanten
verortet.
Auch Branchen, die scheinbar wenig
mit Ökologie am Hut haben, sehen unter
der grün-roten Führung neue Chancen.
„Die Telekommunikationsindustrie be-
treffend sehen wir aufgrund der neuen po-
litischen Konstellation keinesfalls negati-
ve Einflüsse, weder auf Seiten unserer
Kunden, noch bei unseren eigenen Investi-
tionen“, erklärt beispielsweise Alf Hen-
ryk Wulf, Deutschland-Chef von Alcatel-
Lucent. ImGegenteil, sagt er: Der Umbau
der Energieversorgung werde die Nachfra-
ge ankurbeln: „Unsere neuen Geschäfts-
felder rund um das Energieinformations-
netz, Smart Metering und Smart Grid wer-
den davon eher profitieren, da der Um-
bau der Energienetze mehr Fahrt auf-
nimmt.“
Brigitte Vöster-Alber, geschäftsführen-
de Gesellschafterin von Geze, einem Spe-
zialisten für Tür- und Fenstertechnik mit
gut 2000 Mitarbeitern, ist zwar noch skep-
tisch, was die neue Regierung wirklich
umsetzen wird, warnt aber vor negativer
Erwartungshaltung: „Uns allen tut eine
stärkere Beachtung der Umwelt gut,
schließlich wollen wir diese sauber an un-
sere Kinder weitergeben.“ Vöster-Alber
hofft auf konkrete Hilfen beim Bemühen
um ökologisches Handeln, etwa Entbüro-
kratisierung oder eine kostengünstigere
Zertifizierung der zunehmend wichtigen
„green label“. Der in dieser Woche vorge-
stellte Koalitionsvertrag schürt diese
Hoffnung. Er stellt Bürokratieabbau und
Förderangebote für den Mittelstand in
Aussicht.
Selbst die Konzerne können auf Hilfe
hoffen, zumindest auf wichtige Symbole.
Die Landesregierung werde mit gutem
Beispiel vorangehen und eine Flotte von
Elektro-Fahrzeugen beschaffen, stellte
der künftige Wirtschafts- und Finanzmi-
nister Nils Schmid, SPD, in Aussicht. Das
dürfte für Daimler weit entzückender
sein als die Tatsache, dass bisher der ba-
den-württembergische Ministerpräsident
mit der Mercedes-Benz S-Klasse 600 Gu-
ard das luxuriöste Gefährt aller deut-
schen Landesfürsten fuhr. Denn wo eine
Elektroflotte angeschafft wird, liegt die
Frage nach der notwendigen Infrastruk-
tur auf der Hand. Man werde die Diskussi-
on um Subventionen der Elektromobilität
„begleiten“, kündigte Schmid an. Auch
die Aussicht darauf dürfte ein Grund da-
für sein, warum die Chefs von Daimler,
Porsche, Bosch & Co. auch kleine grüne
Provokationen geduldig aushalten.
Ungeachtet möglicher Subventionen
aber ist die Autoindustrie längst auf einen
neuen Kurs geschwenkt, nicht aus politi-
schen Erwägungen, sondern weil die Ölre-
serven endlich sind und der Lebenszyklus
des Verbrennungsmotors sich dem Ende
entgegen neigt. „Sicher, sauber, sparsam“
lautete zwar schon der Werbeslogan von
Bosch, als diese Marke noch für Zündker-
zen stand, doch die drei Worte sind noch
immer die Maxime aller Forschung im
Hause Bosch. Bei Daimler schlägt man
ebenfalls den Bogen zwischen Tradition
und Moderne. „Wir müssen das Auto neu
erfinden“, fasst Daimler-Chef Dieter Zet-
sche die Herausforderung in Worte, das
Geschäftsmodell der vergangenen 125
Jahre erfolgreich fortzusetzen. „Was wäre
Daimlers und Benz’ Rat für die Zu-
kunft?“, fragte Zetsche im Januar bei der
125-Jahr-Feier und antwortete: „Ich glau-
be, er wäre glasklar: „Macht grüne Autos
noch faszinierender – und faszinierende
noch grüner.“
Träume und
Fakten
Von Gerald Braunberger
Herrscher
kommen und gehen
Gehören zusammen wie eineiige Zwillinge: Daimler-Benz und Sindelfingen Fotos Axel Häsler (1), Laif (1)
Jutta Benz, Urenkelin von Carl Benz,
liebt Autos und gehört den Grünen
seit der Gründung an.
Autofeindlich dürfen
in Baden-Württem-
berg selbst die
Grünen nicht sein,
sonst wird das Volk
nervös. Die Wirt-
schaft aber sieht
den ökologischen
Umbau als Chance.
Von Susanne Preuß
SEI TE 14 · SAMSTAG, 30. APRI L 2011 · NR. 100 FRANKFURTER ALLGEMEI NE ZEI TUNG Unternehmen
Ein Jahrhundertprojekt sei dies, die
größte Wasserbaustelle Europas. Ein
solches Lob kam dem Bremer Bürger-
meister Jens Böhrnsen (SPD) direkt nach
der Eröffnung des Wahlkampfs zur Bür-
gerschaftswahl in Bremen am 22. Mai
gut zupass. Nach vier Jahren Bauzeit
wurde am gestrigen Freitag die Kaiser-
schleuse in Bremerhaven eröffnet. Mit
dem Ausbau der 1897 eröffneten Schleu-
senkammer, die von 200 auf 305 Meter
Länge und von 45 auf 55 Meter Breite
erweitert wurde, sollen Ro/Ro-Transpor-
ter der neuen Generation mit Längen bis
zu 230 Metern im größten Autoverladeha-
fen Europas Zugang finden. Seeschleu-
sen zählen zu den anspruchsvollsten und
aufwendigsten Ingenieurarbeiten im
Hafenbau. Drei Schleusentore hat die
Kaiserschleuse nun (eines als Reserve)
mit einer innovativen Hubschiebetortech-
nik. Die Baukosten von 233 Millionen
Euro trug das Land Bremen voll. Auto-
verlader brauchen tidenfreie Häfen, und
Bremerhaven wollte seine Rolle als Euro-
pas führende Automobildrehscheibe
nicht gefährden. Im Vorjahr wurden dort
1,6 Millionen Autos im Export und Im-
port verschifft. Bremerhaven, das sich
auch stark entwickelt als Verladezentrum
für Offshore-Windräder, schätzt
offenbar Rekorde: Erst vor gut zwei Jah-
ren war in Bremerhaven das neue Contai-
nerterminal CT4 in Betrieb genommen
worden – auch das galt damals als größte
Hafenbaustelle Europas. vL.
Der Kaiserschleuse neues Gewand
Hafen der Rekorde: 305 Meter lang und 55 Meter breit ist das neue Prachtstück in Europas größtem Umschlagplatz für den Autotransport zur See. Foto dapd
SEOUL, 29. April (Reuters). Der
größte Speicherchip- und Flachbild-
schirmhersteller der Welt, Samsung
Electronics, rechnet nach dem
schwächsten Quartalsgewinn seit fast
zwei Jahren auch in den kommenden
Monaten mit einem harten Wettbe-
werb. Als Grund nannten die Südko-
reaner am Freitag anhaltende Sorgen
über die Erholung der Weltwirtschaft
und die scharfe Konkurrenz in der Un-
terhaltungselektronik. Allerdings er-
holte sich das Geschäft mit Speicher-
chips – vor allemdeshalb, weil japani-
sche Konkurrenten mit den Folgen
der Erdbeben- und Tsunami-Katastro-
phe beschäftigt waren. Der Betriebs-
gewinn des Apple-Konkurrenten
ging auf 2,95 Billionen Won (rund 1,8
Milliarden Euro) von 4,4 Billionen
Won im Vorjahr zurück.
gho. MOSKAU, 29. April. Das Internet-
unternehmen Yandex, das die belieb-
teste Suchmaschine in Russland be-
treibt, strebt am amerikanischen Han-
delsplatz Nasdaq einen Börsengang
an. Die russische Gesellschaft will
rund 1 Milliarde Dollar einnehmen,
die Anzahl der Aktien, die angeboten
werden sollen, und die Preisspanne für
die Offerte stehen aber noch nicht fest.
Laut früheren Berichten könnte sich
eine Gesamtbewertung des Unterneh-
mens zwischen 6 und 9 Milliarden Dol-
lar ergeben, bis zu 20 Prozent des Ak-
tienkapitals könnten verkauft werden.
Der Börsengang soll über eine Kapital-
erhöhung und den Verkauf von Aktien
bestehender Anteilseigner erfolgen.
Yandex ist eine russische Erfolgsge-
schichte. Die Gesellschaft trotzt der
amerikanischen Suchmaschine Goo-
gle und vereinigt zurzeit rund 65 Pro-
zent aller Suchanfragen in Russland
auf sich. Das Unternehmen erzielte im
vergangenen Jahr einen Umsatz von
440 Millionen Dollar und einen Reinge-
winn von 134 Millionen Dollar. Das Er-
gebnis vor Zinsen, Steuern und Ab-
schreibungen (Ebitda) betrug 211 Mil-
lionen Dollar. Yandex wächst stark:
Der Umsatz im ersten Quartal 2011
stieg um 65 Prozent auf 137 Millionen
Dollar gegenüber der Vorjahresperi-
ode. Die Rentabilität sank jedoch.
Yandex erwartet jedoch laut den Bör-
senunterlagen, dass Google sich ver-
stärkt am russischen Markt engagieren
werde. Der russische Platzhirsch wird
zudemdurch heimische Konkurrenz be-
drängt, in erster Linie durch Mail.ru.
Das Unternehmen ist unter anderem
am E-Mail-Dienst und Internetportal
Mail.ru sowie an russischen Sozialen
Netzwerken beteiligt. Zudem hält
Mail.ru verschiedene Beteiligungen an
ausländischen Internetunternehmen,
darunter auch am Sozialen Netzwerk
Facebook, das nicht börsennotiert ist.
Mail.ru war 2010 erfolgreich an die Bör-
se gegangen. Neben Yandex und
Mail.ru bietet nur noch die Mediengrup-
pe RBC eine Möglichkeit, sich per Ak-
tienkauf am wachsenden russischen In-
ternetmarkt zu beteiligen.
Der größte Anleger bei Yandex ist
der Private-Equity-Fonds Baring Vos-
tok Capital Partners (knapp 24 Pro-
zent der Stimmrechte), insgesamt wer-
den rund 60 Prozent von Finanzgesell-
schaften gehalten, 30 Prozent der An-
teile von den Gründern und vom Ma-
nagement. Die restlichen 10 Prozent
teilen sich auf individuelle Investoren
auf. Das staatliche Finanzinstitut Sber-
bank hält eine Aktie, mit der ein Veto-
recht verbunden ist.
lid. NEW YORK, 29. April. Der Software-
konzern Microsoft hat insgesamt gute
Quartalszahlen vorgelegt, allerdings gab es
dabei eine gravierende Einschränkung:
Das Betriebssystem Windows für Personal-
computer, traditionell eine der tragenden
Säulen des Konzerns, wird mehr und mehr
zum Sorgenkind und erlitt diesmal einen
Umsatzrückgang. Ein wesentlicher Grund
dafür ist der Niedergang von Mini-Laptops
oder Netbooks, die zunehmend von Tablet-
computern wie dem iPad von Apple ver-
drängt werden. Windows ist auf vielen Net-
books vertreten, spielt aber für die flachen
Tablets bislang kaum eine Rolle. Die Ver-
schiebung der Gewichte kommt auch darin
zum Ausdruck, dass Microsoft im abgelau-
fenen Quartal beim Nettogewinn von App-
le überholt worden ist. Schon im vergange-
nen Jahr musste Microsoft Apple beimBör-
senwert an sich vorbeiziehen lassen. Am
Freitag verlor der Aktienkurs von Micro-
soft rund ein Prozent an Wert und notierte
um 26,40 Dollar.
Windows hatte wegen seiner dominie-
renden Position im Computermarkt für
Microsoft lange den Rang einer Geld-
druckmaschine. Das Betriebssystem ist
auf mehr als 90 Prozent aller Personal-
computer in der Welt installiert. Der
Markt für Personalcomputer steckt aber
in Schwierigkeiten: Nach Angaben des
Marktforschungsinstituts IDC ist der glo-
bale PC-Absatz im ersten Quartal gegen-
über dem Vorjahr um 3 Prozent ge-
schrumpft. IDC macht eine allgemein
schwache Nachfrage im Endverbraucher-
geschäft verantwortlich, aber auch den
Vormarsch von Tablets. Diese Entwick-
lung spiegelt sich nun auch in den Zahlen
von Microsoft wider: Im dritten Quartal
des Geschäftsjahres 2010/2011 (30. Juni)
erlitt die Sparte mit Windows für Perso-
nalcomputer einen Umsatzrückgang um
4 Prozent auf 4,4 Milliarden Dollar. Da-
bei gab es nach Angaben von Microsoft
zwar bei Unternehmenskunden ein
Wachstum von 9 Prozent, dem aber im
Endverbrauchersegment ein Minus von
8 Prozent gegenüberstand. Diesen Rück-
gang erklärt Microsoft unter anderem mit
einemrapiden Bedeutungsverlust der Net-
books. Diese Billig-Laptops waren bis vor
kurzem noch ein Wachstumsmotor für
die gesamte Branche. Für das vergangene
Quartal spricht Microsoft in dem Seg-
ment aber von einem dramatischen Um-
satzrückgang um 40 Prozent. Im bislang
klar von Apple dominierten Tablet-Markt
steht Microsoft derweil noch am Anfang.
Im Gesamtkonzern schaffte Microsoft
indessen ein Umsatzwachstumvon 13 Pro-
zent auf 16,4 Milliarden Dollar, was etwas
über den durchschnittlichen Analysten-
schätzungen von 16,2 Milliarden Dollar
lag. Deutlich zulegen konnte zum Beispiel
die Sparte mit der Bürosoftware Office,
wo der Konkurrenzdruck derzeit weniger
groß ist. Hier kletterte der Umsatz um 21
Prozent auf 5,3 Milliarden Dollar, Office
hat damit Windows als umsatzstärkste
Sparte abgelöst. Einen Umsatzsprung um
60 Prozent auf 1,9 Milliarden Dollar mach-
te die Unterhaltungssparte mit der Video-
spielekonsole Xbox. Hier profitierte Mi-
crosoft von dem im November eingeführ-
ten Bewegungssensor Kinect, ein Zusatz-
gerät für die Xbox. Das Geschäft mit
Windows für Netzwerkrechner legte um
11 Prozent auf 4,1 Milliarden Dollar zu.
Die Internetsparte steigerte zwar ihren
Umsatz um 14 Prozent auf 648 Millionen
Dollar, wies aber einen operativen Verlust
von 726 Millionen Dollar aus.
Der Nettogewinn von Microsoft erhöh-
te sich um 31 Prozent auf 5,2 Milliarden
Dollar, das Ergebnis je Aktie von 61 Cent
war besser als erwartet. Apple hat im ver-
gangenen Quartal einen Nettogewinn
von 6 Milliarden Dollar geschafft.
B.K. KÖLN, 29. April. Für Marijn Dek-
kers war es eine Premiere: Der seit Okto-
ber amtierende Bayer-Chef trat am Frei-
tag in den Kölner Messehallen erstmals
vor die Aktionäre des Leverkusener Phar-
ma- und Chemiekonzerns, um ihnen ei-
nen Rückblick auf das noch weitgehend
von seinem Vorgänger Werner Wenning
verantwortete Geschäftsjahr 2010 sowie
einen zuversichtlichen Ausblick auf das
laufende Jahr zu geben.
„Bayer ist ein gutes Unternehmen“, ver-
sicherte Dekkers den 3700 Aktionären.
Seine künftige Aufgabe sieht er darin, das
Innovationspotential des Konzerns zu för-
dern und die innovativen Produkte deut-
lich besser zu vermarkten. Bayer habe
eine vielversprechende Produktpipeline
und werde in diese Projekte weiter inves-
tieren, kündigte er an. So plant der Kon-
zern bis zum Jahr 2013 rund 15 Milliar-
den an Investitionen, davon rund zwei
Drittel für Forschung und Entwicklung so-
wie ein Drittel für Sachanlagen. Bayer in-
ternationaler zu machen, die Verwaltung
zu straffen und Entscheidungsprozesse zu
beschleunigen sind weitere Ziele, denen
sich der Niederländer verschrieben hat.
Unter dem Begriff „Life“ wurde ein
neuer Wertekatalog für den Konzern ein-
geführt. Das Kürzel steht laut Dekkers für
Leadership (Führung), Integrität, Flexibi-
lität und Effizienz. In der Aktionärsaus-
sprache, in der die Themenpalette von
der Dividendenstrategie und dem Aktien-
kurs über Portfoliomaßnahmen und Vor-
standsvergütung bis hin zur Frauenquote
oder dem werkseigenen Fußballklub
reichte, gab es viel Zuspruch für den neu-
en Bayer-Chef.
„Dekkers ist mit seiner Rede gut bei
den Aktionären angekommen“, lautete
denn auch der Befund eines Aktionärs-
sprechers. Der neue Mann an der Spitze
bringe frischen Wind ins Unternehmen,
hieß es. Bemängelt wurde in Aktionärs-
kreisen, dass Vorgänger Wenning nicht in
den Aufsichtsrat aufrücken konnte.
Die Hauptversammlung hatte unter an-
derem über die Ausgliederung des Immo-
bilienbesitzes des Konzerns auf die Bayer
Real Estate GmbH zu beschließen. Diese
Gesellschaft ist bereits seit 2008 der Im-
mobiliendienstleister des Konzerns. Mit
der Ausgliederung geht nun auch das Ei-
gentum an den Grundstücken auf die Ge-
sellschaft über.
lid. NEW YORK, 29. April. Research in
Motion (RIM), der kanadische Hersteller
des internetfähigen Handys Blackberry,
hat die Finanzmärkte mit einer Warnung
vor schlechteren Ergebnissen schockiert.
RIM hat seine erst vor vier Wochen gege-
bene Prognose für das laufende Quartal
nach unten korrigiert – und damit seine
Schwierigkeiten unterstrichen, sich im
Wettbewerb mit dem iPhone von Apple
und Geräten mit dem Betriebssystem An-
droid von Google zu behaupten. Der Ak-
tienkurs stürzte am Freitag im Handels-
verlauf um 13 Prozent auf 49,30 Dollar
ab. Die Aktie hat innerhalb eines Jahres
fast ein Drittel an Wert verloren.
RIM war mit dem Blackberry einer der
Pioniere im Markt für internetfähige
Handys oder Smartphones. Bevor Apple
im Jahr 2007 mit dem iPhone in den
Markt einstieg, galten Blackberrys als Sta-
tussymbol für Manager und Prominente.
Mittlerweile aber sind Blackberrys zuneh-
mend zu Billiggeräten verkommen, wie
RIM nun mit seiner Warnung unterstri-
chen hat. Als einen Grund für seine korri-
gierte Prognose nannte das Unterneh-
men, dass sich das Geschäft auf die billige-
ren Geräte aus seiner Produktpalette ver-
lagert. Die höherpreisigen Blackberrys
verkaufen sich dagegen vor allem in Ame-
rika immer schlechter. Das hat damit zu
tun, dass die Blackberry-Produktpalette
im oberen Preissegment veraltet ist, wo-
bei das Unternehmen Abhilfe verspricht
und bei einer Konferenz in der nächsten
Woche neue Geräte präsentieren will. In
Amerika dürfte es RIM auch zu schaffen
machen, dass das iPhone seit Februar
nicht mehr nur exklusiv bei AT&T als ein-
zigem Netzbetreiber zu haben ist. Nach
Angaben des Marktforschungsinstituts
Gartner ist der globale Marktanteil von
RIM bei Smartphones im vergangenen
Jahr von knapp 20 auf 16 Prozent gefal-
len. Für 2011 sagt Gartner einen weiteren
Rückgang auf 13,4 Prozent voraus.
RIM blieb schon mit seiner im März ge-
gebenen Prognose auf das am27. Februar
angelaufene erste Quartal des Geschäfts-
jahres 2011/2012 unter den Erwartungen.
Schon damals rutschte der Aktienkurs
um 11 Prozent ab und hat sich seither
nicht erholt. Nun rechnet RIM mit einem
Umsatz etwas unterhalb der angegebenen
Spanne von 5,2 Milliarden bis 5,6 Milliar-
den Dollar. Für das Ergebnis je Aktie vor
Sonderposten sagt das Unternehmen nun
1,30 bis 1,37 Dollar voraus, bislang war
von 1,47 bis 1,55 Dollar die Rede.
Ko-Vorstandsvorsitzender Jim Balsillie
versuchte in einer Telefonkonferenz, trotz
der korrigierten Prognose Optimismus zu
verbreiten, und stellte eine Wende in der
zweiten Hälfte des Geschäftsjahres in
Aussicht. RIM erwartet im dritten und
vierten Quartal ein starkes Umsatzwachs-
tum, das von neuen Blackberry-
Smartphones angetrieben werden soll.
Daneben kündigte das Unternehmen
aber auch „umsichtiges Kostenmanage-
ment“ an. Balsillie sagte weiter, das Ge-
schäft mit dem vor wenigen Wochen ein-
geführten Tabletcomputer Playbook ent-
wickle sich im Rahmen der Erwartungen.
eid. HAMBURG, 29. April. Die Preise
für leichtes Heizöl haben sich gegen-
über der Vorwoche geringfügig ermä-
ßigt. Angebotspreise für Lieferungen
von 3000 Litern (Premiumqualität)
frei Verwendertank, alles je 100 Liter,
einschließlich 19 Prozent Mehrwert-
steuer, EBV und IWO am 27. April
2011.
Porsche baut Schulden ab
Die Porsche SEals Holding für das Por-
sche-Sportwagen-Geschäft und die
Mehrheitsbeteiligung am VW-Kon-
zern profitiert von der guten Entwick-
lung der Fahrzeugverkäufe. Im ersten
Quartal 2011 habe die Porsche SE ein
Ergebnis nach Steuern von 691 Millio-
nen Euro erreicht, teilt das Unterneh-
men mit. Durch die erfolgreich abge-
schlossene Kapitalerhöhung habe sich
auch die Nettoliquidität deutlich ver-
bessert. Zwar wird sie amEnde des ers-
ten Quartals noch mit minus 6,7 Milli-
arden Euro angegeben. Allerdings hat
Porsche seither durch die Ausgabe neu-
er Aktien 4,9 Milliarden Euro einge-
nommen und zur Tilgung von Bank-
schulden eingesetzt, so dass sich das
Minus auf 1,8 Milliarden Euro redu-
ziert habe. Nun werde auch der Zins-
aufwand deutlich sinken. sup.
Schlott schließt Freudenstadt
Das Stammhaus der insolventen Dru-
ckereigruppe Schlott in Freudenstadt
mit 280 Mitarbeitern wird bis Ende Juli
geschlossen. Trotz zweimaliger Verlän-
gerung der Angebotsfrist habe keiner
der anfänglichen Interessenten eine Of-
ferte abgegeben, teilt der Insolvenzver-
walter Siegfried Beck mit. „Wir haben
bis zuletzt alles versucht, aber ohne ei-
nen Investor sind Standort und Arbeits-
plätze leider nicht zu retten“, heißt es
in einer Mitteilung. Dagegen gebe es
Angebote strategischer Investoren für
die ebenfalls zu Schlott gehörenden Un-
ternehmen Broschek Rollenoffset in
Lübeck, WWK Druck in Landau und
DVN Druckverarbeitung in Nürnberg.
Allerdings müsse man noch Finanzie-
rungsdetails klären. sup.
Lekkerland stagniert
Der Großhändler Lekkerland
AG & Co. KG, der 130 000 Tankstel-
len, Kioske und Kantinen in Europa be-
liefert, hat seinen Umsatz imvergange-
nen Jahr von 1,0 auf 1,2 Milliarden
Euro gesteigert. Während in West- und
Osteuropa Zuwächse erzielt wurden,
sank der Umsatz in Deutschland um
knapp 1 Prozent. Einbußen erlitt die
Gruppe hierzulande vor allem im Ge-
schäft mit Lebensmitteln. Die verlän-
gerten Öffnungszeiten des Handels
und die Preiskämpfe der Discounter
hätten manche Kunden dazu veran-
lasst, ihren Bedarf in Supermärkten
und nicht an Tankstellen oder Kiosken
zu decken, heißt es. Ihren operativen
Gewinn (Ebit) hat die Gruppe aus Fre-
chen bei Köln von 85 auf 100 Millio-
nen Euro gesteigert. Allerdings beruht
die Verbesserung allein auf Sonderef-
fekten wie der Auflösung von Rückstel-
lungen. csc.
Neues Kapital für Helaba
Das Land Hessen hat wie angekündigt
die Stärkung der Kapitalbasis der Lan-
desbank Hessen-Thüringen (Helaba)
in die Wege geleitet. Um das Institut fit
zu machen für den europaweiten Ban-
ken-Stresstest, beschloss die Landesre-
gierung eine Umwandlung ihrer Stil-
len Einlagen bei der Helaba. „Die als
Stille Einlagen eingebrachten Sonder-
vermögen „Wohnungswesen und Zu-
kunftsinvestitionen“ sowie „Hessi-
scher Investitionsfonds“ werden ver-
traglich so angepasst, dass sie die ban-
kenaufsichtsrechtlichen Anforderun-
gen für die Anerkennung als hartes
Kernkapital der Helaba erfüllen“, ließ
Finanzminister Thomas Schäfer
(CDU) am Freitag erklären. dpa.
Mehr Aufträge für Aixtron
Der Maschinenbauer Aixtron hat im
ersten Quartal von der starken Nach-
frage nach seinen Anlagen zur Produk-
tion von Leuchtdioden (LED) profi-
tiert, wenn auch die Wachstumsdyna-
mik nicht mehr so hoch war wie in
den Vorquartalen. Als Treiber für den
um ein Viertel auf 210 Millionen Euro
gekletterten Auftragseingang nennt
das Unternehmen vor allem die Hin-
tergrundbeleuchtung von elektroni-
schen Geräten wie Fernsehern und
Monitoren. Das Unternehmen aus
Herzogenrath bei Aachen hat seinen
Umsatz von Januar bis März um 33
Prozent auf 205 Millionen Euro gestei-
gert; unter dem Strich steht ein imVer-
gleich zum Vorjahresquartal um 64
Prozent auf 52 Millionen Euro gestei-
gerter Gewinn. csc.
Russische
Internetfirma will
an die Börse
Microsoft verliert an Boden gegenüber Apple
Neuer Bayer-Chef kommt gut an
Dekkers kündigt vor Aktionären Innovationsschub an
Samsung bekommt
Konkurrenz zu spüren
Heizölpreise sind
leicht gesunken
Die aktuellen Heizöl–Preise
16. Woche 17. Woche
Berlin 87,90–88,70 86,60–88,90
Dresden 85,80–86,20 84,60–85,05
Düsseldorf 86,05–91,05 86,80–92,10
Hamburg 86,75–89,85 85,90–89,50
Frankfurt 88,50–89,85 87,75–89,35
Hannover 89,50–91,50 88,65–90,30
Karlsruhe 86,05–89,15 85,20–88,90
Leipzig 85,90–88,60 84,75–89,20
Rostock 85,35–88,50 84,10–86,50
München 88,30–90,20 87,45–89,95
Stuttgart 88,05–89,15 87,80–89,00
Blackberry wird zum Billiggerät
Hersteller schockiert die Börse mit korrigierter Prognose
Kurze Meldungen
Der Softwarekonzern fällt
beim Nettogewinn hinter den
Rivalen zurück. Das einstige
Vorzeigegeschäft mit dem Be-
triebssystem Windows leidet
unter der Konkurrenz von
Tabletcomputern, denn Net-
books verlieren an Bedeutung.
Windows verliert vom Glanz früherer Tage. Foto Reuters
Marijn Dekkers Foto dapd
Neue Modelle im Premium-
Segment und umsichtiges
Kostenmanagement
sollen RIM wieder in die
Erfolgsspur bringen.
Billig-Laptops waren bis
vor kurzem noch der
Wachstumsmotor für die
gesamte Branche.
FRANKFURTER ALLGEMEI NE ZEI TUNG SAMSTAG, 30. APRI L 2011 · NR. 100 · SEI TE 15 Unternehmen
chs. PARIS, 29. April. Der französische
Öl- und Gaskonzern Total übernimmt für
rund 1,4 Milliarden Dollar die Mehrheit
amzweitgrößten amerikanischen Herstel-
ler von Solarpanelen Sun Power. Es han-
delt sich um die größte Investition eines
Öl- und Gaskonzerns in diesem Bereich.
Wie Total in Paris ankündigte, wird das
Unternehmen für 60 Prozent der Sun-
Power-Aktien ein Übernahmeangebote in
Höhe von gut 23 Dollar je Aktie abgeben.
Dies stellt eine Prämie von mehr als 44
Prozent auf den Schlusskurs der in Frank-
furt gehandelten Sun-Power-Aktie vom
vergangenen Donnerstag dar. Dement-
sprechend sprang der Kurs des Unterneh-
mens aus demkalifornischen San José am
Freitag umrund 40 Prozent. „Die erneuer-
baren Energien werden sich schrittweise
entwickeln und die konventionellen Ener-
giearten zunehmend ergänzen“, teilte Phi-
lippe Boisseau, Total-Generaldirektor für
Gas und erneuerbare Energien, mit.
Die Aktie von Total reagierte am Frei-
tag dagegen wenig. Das Unternehmen
gab am gleichen Tag bekannt, dass der
Nettogewinn im ersten Quartal 2011 um
35 Prozent auf 3,1 Milliarden Euro gestie-
gen ist – vor allem dank des erhöhten Öl-
preises. Der Gewinn lag über den Erwar-
tungen der Analysten, war jedoch von ei-
nemProduktionsrückgang von rund 2 Pro-
zent im vergangenen Quartal überschat-
tet. Total versprach, in diesem Jahr rund
20 Milliarden Dollar in den Ausbau der
Förderung zu investieren. „Die wachsen-
den geopolitischen Spannungen und die
Folgen des Erdbebens in Japan werden
das Gleichgewicht der weltweiten Ener-
giemärkte verschieben“, sagte Total-Chef
Christophe de Margerie. Der Konzern er-
wartet künftig vor allem mehr Nachfrage
nach Gas. Kürzlich erwarb Total für 4 Mil-
liarden Dollar eine 12 Prozent hohe Betei-
ligung an der russischen Gas-Gruppe No-
vatek. An der Nuklearenergie sei man wei-
ter „interessiert“, sagte der Total-Finanz-
direktor Patrick de la Chevardière in ei-
nem Radiointerview. Doch seit Fukushi-
ma rückt der Konzern das zumindest
nicht mehr in den Vordergrund.
Sun Power erzielte im vergangenen
Jahr bei einem Umsatz von rund 2,2 Milli-
arden Dollar einen Nettogewinn von
178 Millionen Dollar. Das war mehr als
das Fünffache vom Vorjahr. Dennoch gilt
das Unternehmen in der amerikanischen
Solarbranche als weniger profitabel als et-
liche Konkurrenten. Die operative Um-
satzrendite lag in den vergangenen vier
Quartalen bei 6,3 Prozent gegenüber ei-
nem Durchschnitt von 8,1 Prozent im
Bloomberg-Index der führenden Solar-
Aktien. Insofern greifen die Franzosen
für die Übernahme tief in die Tasche.
Doch Total komme es vor allem auf das
technische Wissen von Sun Power an, das
seit der Gründung vor 25 Jahren erwor-
ben wurde, sagte Finanzdirektor Chevar-
dière. Auch Total ist schon seit 1983 mit
der Gesellschaft Tenesol in der Solarener-
gie tätig, doch in einem kleineren Um-
fang. Kürzlich unterbreitete der französi-
sche Konzern dem Tenesol-Partner EdF
ein Übernahmeangebot für die 50 Pro-
zent des Unternehmens, die Total noch
nicht besitzt. Im Laufe der vergangenen
Jahre hat der Ölkonzern auch eine Reihe
anderer Solarenergieunternehmen ge-
kauft, doch nie in der Höhe des jetzigen
Engagements bei Sun Power.
Die Nachricht von der Übernahme
trieb international die Kurse der Solar-
Aktien in die Höhe. Unternehmen wie
Phoenix Solar, Q-Cells, Solarworld und
SMA Solar profitierten. Bei Sun Power
sind die Franzosen besonders willkom-
men, weil sich das Unternehmen künftig
besser gegen die mächtige Konkurrenz
aus China wehren kann, die erheblich
vom chinesischen Staat unterstützt wird.
Total versprach, Investitionen des ameri-
kanischen Unternehmens in Forschung
und Entwicklung sowie die internationa-
le Expansion mit 1 Milliarde Dollar abzu-
sichern. (Kommentar Seite 20)
Unser Jubiläum – Ihr Vorteil.
Sichern Sie sich 1,25%
¹
Jubiläumszins! Am 7. Mai!
Vor 125 Jahren hat Carl Benz das Automobil erfunden. Am 7. Mai feiern wir dieses Jubiläum mit einem
großen Aktionstag. Feiern Sie mit und sichern Sie sich unseren einmaligen Jubiläumszins von 1,25%
für die Modelle der A-, B-, C- und E-Klasse sowie den Viano. Nie waren die Konditionen so attraktiv! Ihr
Mercedes-Benz Partner freut sich auf Ihren Besuch. Mehr Informationen auf www.mercedes-benz.de
¹Angebot gültig vom 01.01.–30.06. 2011 für Neu- und Bestandsfahrzeuge. ²Kraftstoffverbrauch innerorts/außerorts/kombiniert: 9,3–9,9/5,4–6,1/6,8–7,5 l/100km; CO₂-Emission kombiniert: 160–176 g/km. Diese Angaben beziehen sich nicht auf ein einzelnes Fahrzeug und sind nicht Bestandteil des Angebots, sondern dienen
allein Vergleichszwecken zwischen verschiedenen Fahrzeugtypen. ³Ein zeitlich begrenztes Finanzierungsbeispiel der Mercedes-Benz Bank AG.
Unser Plus3-Finanzierungsbeispiel für ein C180 BlueEFFICIENCY T-Modell² ³:
Kaufpreis ab Werk 34.361,25 €
Anzahlung 7.248,69 €
Gesamtkreditbetrag 27.112,56 €
Gesamtbetrag 27.944,63 €
Gesamtlaufzeit/-leistung 36 Mon./45.000 km
Sollzins gebunden p. a. 1,24%
Schlussrate 17.180,63 €
Monatliche Plus3-Finanzierungsrate
bei 1,25% effektivem Jahreszins: 299 €
ela. WIEN, 29. April. Die Österrei-
chischen Bundesbahnen (ÖBB) belasten
die Staatskassen. Das Unternehmen
weist für das vergangene Jahr einen Ver-
lust von 330 Millionen Euro aus – nach ei-
nem Überschuss von 121 Millionen Euro
im Vorjahr. Bei einem um 6,4 Prozent auf
5,1 Milliarden Euro erhöhten Umsatz
schrumpfte die operative Marge von 5,5
auf 4,2 Prozent. Das Management begrün-
dete die Entwicklung anlässlich der Bi-
lanzvorlage am Freitag mit einer Erosion
der Marge sowie außerplanmäßigen Ab-
schreibungen auf Auslandsbeteiligungen.
Alleine der Güterverkehr Rail Cargo Aus-
tria (RCA) verbucht einen Fehlbetrag von
353 Millionen Euro. Die operative Marge
dieser Sparte verschlechterte sich von mi-
nus 4 auf minus 11 Prozent. Noch mehr
Besorgnis erregt die Eigenkapitalquote
der Sparte: Sie liegt nunmehr bei minus 1
Prozent; 2009 betrug sie noch plus 17 Pro-
zent. Im Gesamtkonzern liegt die Eigen-
kapitalquote bei 6,9 Prozent. Die Mitar-
beiterzahl sank um knapp 3 Prozent auf
42 419, damit ist ÖBB einer der größten
Arbeitgeber in Österreich – und einer der
größten Subventionsempfänger.
Für den seit demvergangenen Jahr täti-
gen Vorstandssprecher Christian Kern
spiegelt die Bilanz die Altlasten der Ver-
gangenheit. Nun gelte es dringend die
RCA zu sanieren, sagte Kern. Er will das
Ergebnis bis zumJahr 2015 um eine halbe
Milliarde Euro verbessern. Ein Schwerge-
wicht der Konsolidierung liegt bei der un-
garischen RCA-Beteiligung Rail Cargo
Hungaria (RCH). „Mit der Schlauheit des
Rückblicks wissen wir heute, dass der
Preis, den wir damals bezahlt haben, zu
hoch war“, räumte Kern ein. Die ungari-
sche Güterbahn sei nie richtig in den Kon-
zern integriert worden, die Marktlage in
Ungarn bleibe schwierig. Das Ungarn-Ge-
schäft soll nun „redimensioniert“ wer-
den. Der Manager will weiter Mitarbeiter
abbauen. Der Gesamtpersonalstand solle
mittelfristig auf weniger als 40 000 sin-
ken, kündigte er an. Auch das Rentenein-
trittsalter soll nach seinen Plänen steigen:
Im Vorjahr gingen die österreichischen
Bahnbediensteten mit imSchnitt 53,5 Jah-
ren in Pension.
tag. HEIDELBERG, 29. April. Heidel-
berger Druckmaschinen ist operativ in
die Gewinnzone zurückgekehrt. Der
Maschinenbauer meldet nach zwei Ver-
lustjahren in Folge für das Geschäfts-
jahr 2010/2011 einen kleinen operati-
ven Gewinn von 4 Millionen Euro.
Von diesemBetrag entfielen nach eige-
nen Angaben allerdings 2 Millionen
Euro auf positive Sondereffekte.
Heideldruck hatte in der Krise ein Kos-
tensenkungsprogramm verabschiedet,
dem fast 5000 der ursprünglich 20000
Stellen zum Opfer gefallen sind. Un-
term Strich erwartet Heideldruck den-
noch abermals einen deftigen Verlust.
Nach 229 Millionen Euro im Vorjahr
rechnet der Vorstand für das im März
abgeschlossene Geschäftsjahr mit ei-
nem Fehlbetrag von 130 Millionen
Euro. Belastet wurde das Ergebnis
abermals von hohen Finanzierungskos-
ten – nicht zuletzt für Staatskredite
und Landesbürgschaften, ohne die das
Unternehmen die Krise nicht überlebt
hätte. Nach der Neuordnung der Finan-
zierung wird die Zinslast im neuen Ge-
schäftsjahr spürbar sinken. Heidel-
druck hatte imSommer eine Kapitaler-
höhung plaziert und kürzlich eine
Hochzinsanleihe begeben. Im Gegen-
zug zahlte der Konzern 300 Millionen
Euro Kredite vorzeitig zurück. Kon-
zernchef Bernhard Schreier sagte, Hei-
deldruck sei wieder auf den Wachs-
tumspfad zurückgekehrt. Der Auftrags-
eingang kletterte im abgelaufenen Ge-
schäftsjahr um16 Prozent auf 2,76 Mil-
liarden Euro, der Umsatz legte um 14
Prozent auf 2,63 Milliarden Euro zu.
ANZEIGE
ela. WIEN, 29. April. Die österrei-
chische Versicherung Uniqa hat imver-
gangenen Jahr deutlich mehr verdient
und wächst vor allem im Ausland. Wie
das Unternehmen am Donnerstag-
abend mitteilte, wurde das Ergebnis
der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit
um 52,8 Prozent auf 153 Millionen
Euro verbessert. Die Prämieneinnah-
men der zweitgrößten Assekuranz in
Österreich stiegen um 8,4 Prozent auf
6,2 Milliarden Euro. Wachstumstreiber
war die Lebensversicherung. Die Divi-
dende bleibt stabil: Die Aktionäre er-
halten 40 Cent je Aktie. Besonders
stark wuchs Uniqa im internationalen
Geschäft mit 20,8 Prozent auf rund 2,4
Milliarden Euro. Die internationalen
Prämien waren damit fast so hoch wie
die gesamte Konzernprämie im Jahr
2000 mit 2,47 Milliarden Euro. Das in-
ternationale Geschäft sei „ausbalan-
ciert“ zwischen West- und Osteuropa,
sagte der scheidende Vorstandsvorsit-
zende Konstantin Klien anlässlich der
Bilanzvorlage. Nachfolger Kliens wird
von Juli an der bisherige stellvertreten-
de Vorsitzende Andreas Brandstetter.
Zu möglichen Übernahmen verwies
Klien auf die neuen Eigenkapitalvor-
schriften für die Branche („Solvency
II“), die von 2013 an gelten sollen. Mit
Solvency II und dem damit einherge-
henden Mittelbedarf würden sich inter-
nationale Anbieter auch überlegen, ob
sie deinvestieren. Ziele für mögliche
Übernahmen seien vor allem Osteuro-
pa und Länder, in denen man schon
vertreten sei.
Der französische Energiekonzern übernimmt Sun Power für
1,4 Milliarden Dollar mehrheitlich. Es ist die größte Investition
eines Ölkonzerns in der Solarbranche. Vor allem das technische
Wissen rechtfertigt den hohen Preis.
gho. MOSKAU, 29. April. Der russische
Erdgaskonzern Gasprom fühlt sich wie-
der im Aufwind. Nachdem das staatlich
kontrollierte Unternehmen während der
Finanz- und Wirtschaftskrise aufgrund ei-
ner schwächeren Nachfrage auf den wich-
tigen europäischen Märkten mit Umsatz-
und Ertragsrückgängen zu kämpfen hat-
te, verbuchte Gasprom für das vergange-
ne Jahr gegenüber der Vorperiode auf
Dollarbasis einen Zuwachs des Umsatzes
um 25 Prozent auf 118,5 Milliarden Dol-
lar (rund 80 Milliarden Euro) und des
Reingewinnes um 30 Prozent auf 32 Milli-
arden Dollar. Der freie Cashflow erreich-
te die Höhe von 13,8 Milliarden Dollar.
Das Wachstum erfolgte jedoch nicht in
den europäischen Märkten, sondern viel-
mehr durch Lieferungen in die Länder
der früheren Sowjetunion sowie am hei-
mischen Markt. Die regulierten Inlands-
preise nahmen im vergangenen Jahr um
27 Prozent zu. Aber auch für die europäi-
schen Märkte ist der größte Erdgasprodu-
zent der Welt optimistisch: Alexej Miller,
der Vorstandsvorsitzende von Gasprom,
sagte vor kurzem, dass er bis Dezember ei-
nen Preis von 500 Dollar für 1000 Kubik-
meter Erdgas erwarte. Miller hat sich je-
doch einen Ruf für überzogene Preisschät-
zungen erworben. Das Exportvolumen
imApril sei höher als in so manchen Win-
termonaten gewesen, meinte Miller. Der
Durchschnittspreis im vergangenen Jahr
für europäische Abnehmer betrug
302 Dollar, im ersten Quartal 2011 belief
sich dieser auf 346 Dollar.
Gasprom profitiert längerfristig von
der energiepolitischen Diskussion nach
den Katastrophen in Japan. Erdgas gilt
als alternative Energieformzur Stromher-
stellung, wenn die Programme zum Aus-
bau der Kernenergie ausgesetzt oder abge-
schwächt werden. Zudem spielen auch
die Unruhen in der arabischen Welt kurz-
fristig in die Hände des russischen Kon-
zerns. In der vergangenen Zeit war Gas-
prom vor allem ins Visier europäischer
und türkischer Abnehmer geraten. Es war
heftig über die langfristigen Lieferverträ-
ge und die verzögerte Bindung des Erdgas-
preises an die Erdölnotierung diskutiert
worden. Gaspromhatte einige Zugeständ-
nisse gemacht. Mit demAnstieg der Nach-
frage und der Angleichung der Notierun-
gen an den Spotmärkten und in den Lang-
fristverträgen entschärft sich die Lage.
Gasprom-Vertreter sagten während einer
Telefonkonferenz, es fänden immer noch
schwierige Verhandlungen statt.
Der zukünftige Erfolg von Gasprom
hängt in starkem Ausmaß von Entschei-
dungen der russischen Regierung ab. Der-
zeit wird eine Erhöhung der Fördersteuer
für Erdgas diskutiert. Zudem könnte die
Anpassung der Inlandspreise an „europäi-
sche Preise“ langsamer als erwartet erfol-
gen. Beides würde die Ergebnisse des Gas-
konzerns belasten.
Uniqa mit starkem
Auslandsgeschäft
Güterverkehr belastet ÖBB
Drastische Verluste / Probleme in Ungarn
Total kauft amerikanischen Solarhersteller
Ein Platz in der Sonne: Der französische Total-Konzern kauft sich in der Solarbranche ein. Foto mauritius images
Gasprom mit Rekordgewinn
Russischer Gaskonzern profitiert vom Energiebedarf
Heideldruck
schöpft Hoffnung
Zug der ÖBB Foto Rainer Wohlfahrt
„Geopolitische Spannungen
und die Folgen von Japan
verschieben das Gleichge-
wicht der Energiemärkte.“
Christophe de Margerie, Total-Chef
Größter Erdgasproduzent
der Welt ist auch für
die europäischen Märkte
optimistisch.
SEI TE 16 · SAMSTAG, 30. APRI L 2011 · NR. 100 FRANKFURTER ALLGEMEI NE ZEI TUNG Unternehmen
cmue/hpe. FRANKFURT/MÜNCHEN,
29. April. Als der amerikanische Medien-
milliardär Haim Saban die Unterföhrin-
ger Senderkette Pro Sieben Sat. 1 imSom-
mer 2003 kaufte, wunderte er sich über
eine deutsche Besonderheit. Hierzulande
zahlen Fernsehsender den Netzbetrei-
bern eine Gebühr, damit ihre Programme
ins Kabelnetz eingespeist werden. In Sa-
bans Heimat und auch in vielen anderen
Ländern ist es umgekehrt. Dort bezahlen
Kabelanbieter für die Programme der
Fernsehanstalten.
Acht Jahre nach Sabans letztlich erfolg-
losem Vorstoß ist die Diskussion um die
Einspeisegebühr wieder neu entfacht.
Abermals wird die Front der Gebühren-
gegner von Pro Sieben Sat.1 angeführt:
Der einstige Pharmamanager und heutige
Vorstandsvorsitzende Thomas Ebeling
staunte wie Saban ebenfalls nicht
schlecht über den gebührenfinanzierten
Verbreitungsweg, als er vor zwei Jahren
nach Unterföhring kam. Ebeling schwebt
vor, dass ein Fernsehanbieter von ver-
schiedenen Erlösquellen lebt, also so-
wohl von Werbung und Sponsoring, aber
auch von Kabelgebühren in einer Art Pay
TV, wie es in Amerika seit Jahrzehnten
üblich ist. „Wir wollen das amerikanische
Modell“, sagt er, seit er an der Spitze der
Sendergruppe steht. Ebeling ist nicht der
Einzige, dem der Dauerstreit mit den Ka-
belnetzbetreibern keine Ruhe lässt. Auch
Gerhard Zeiler, Chef von Europas größ-
ter Fernsehgruppe RTL, ist genervt. „Wir
wollen von den Plattformen eine faire Be-
teiligung am Umsatz mit unseren Pro-
grammen bekommen“, sagte er dieser Zei-
tung, „und das ist nur legitim.“
Es geht um das Milliardengeschäft mit
Spielfilmen, Serien und Talkshows – und
um die Frage, ob RTL und ZDF, ARD und
Pro Sieben dafür zahlen müssen, dass Uni-
tymedia, Kabel Deutschland und die an-
deren Netzbetreiber das Signal der Sen-
der in die Wohnzimmer der Zuschauer
bringen. Dafür überweisen die Sender
zwischen 0,22 und 0,27 Euro pro Haus-
halt und Jahr. Das klingt wenig, summiert
sich aber bei den Kabelnetzbetreibern auf
einen hohen dreistelligen Millionenbe-
trag. Ein unhaltbarer Zustand sei das, fin-
den Ebeling und Zeiler.
Für die Medienmanager steht viel auf
dem Spiel. Fernsehsender und Zeitungen,
Rundfunkanstalten und Magazine suchen
neue Erlösquellen. Zwar profitierten sie
im vergangenen Jahr von der guten Wirt-
schaftslage, doch in den Chefetagen geht
die Angst um, dass der Aufschwung nur
die Atempause vor dem nächsten Ein-
bruch ist. Die Umsätze der privaten Sen-
der hängen zum größten Teil am Werbe-
markt, der in den vergangenen Jahren ge-
fährlich schwankte. Jetzt wollen sie unab-
hängiger werden. Im Streit über die soge-
nannten Einspeiseentgelte geht es also
ganz generell um das künftige Geschäfts-
modell der privaten Fernsehsender.
Der Konflikt schwelt seit Jahren. Vor-
stöße der Sender konnten die Netzbetrei-
ber abwehren, schließlich kontrollieren
sie den Zugang zum Verbraucher. Doch
mit dem hochauflösenden Fernsehen,
auch HDTV genannt, ändern sich die
Spielregeln, schwindet die Macht der Ka-
belanbieter. Bisher kommt das HD-Signal
nur über Satellit. Gerne würden die Netz-
betreiber es in ihre Leitungen speisen.
Aber die Sender stellen sich quer. Bevor
Unitymedia und Kabel Deutschland hoch-
auflösendes Fernsehen von ihnen bekom-
men, sollen sie zahlen. Nicht nur für zu-
sätzliche Angebote wie Pay TV oder
HDTV, sondern auch für das Signal der
großen, frei empfangbaren Sender.
Zeiler und Ebeling argumentieren, dass
sie die Inhalte produzieren, mit denen die
Netzbetreiber ihr Geld verdienen. Unity-
media, Kabel Deutschland und Tele Co-
lumbus sagen, dass Filme, Serien und Wer-
beclips ohne die Netzbetreiber gar nicht
erst zum Kunden kommen. Zudem fließt
auch Geld in die andere Richtung: Für die
Verbreitung der Inhalte zahlen die Kabel-
netzbetreiber Urheberrechtsgebühren an
die VG Media, eine Verwertungsgesell-
schaft der privaten Fernseh- und Hörfunk-
sender in Deutschland, die das Geld an
die Sender ausschüttet. Im vergangenen
Jahr waren das nach Auskunft der VGMe-
dia zwischen 30 und 40 Millionen Euro.
Der Geldstrom, der von den Sendern
zu den Netzbetreibern fließt, ist aber grö-
ßer. Laut einemGutachten der Beratungs-
gesellschaft Solon im Auftrag von Kabel
Deutschland zahlten die deutschen Privat-
sender im Jahr 2008 insgesamt mehr als
211 Millionen Euro Einspeiseentgelte an
die Kabelnetzbetreiber, davon 57 Millio-
nen für den Bezahlsender Sky und 154
Millionen für die frei empfangbaren Kanä-
le. Den Autoren zufolge entsprach das
rund 2 Prozent des Umsatzes der Sender;
Geld, das zum Beispiel RTL gut gebrau-
chen könnte, wenn der Werbemarkt wie-
der einknickt. Zwar will die Gruppe nicht
sagen, wie viel sie in Deutschland den Ka-
belnetzbetreibern zahlt; in ganz Europa
waren es im vergangenen Jahr aber mehr
als 140 Millionen Euro, und Deutschland
dürfte als größter Fernsehmarkt ammeis-
ten ausmachen.
Ungern wollen die Kabler darauf ver-
zichten. Solon zufolge erwirtschafteten
die Gesellschaften 2008 mehr als 6 Pro-
zent ihrer Erlöse mit Einspeiseentgelten,
die auf Basis definierter Preislisten direkt
mit den Sendern und Sender-Gruppen
verhandelt wurden. Zwar verdienen Ka-
bel Deutschland, Unitymedia & Co. auch
gut amVerkauf von Telefon- und Internet-
anschlüssen, sie weiten ihr Angebot aber
zunehmend auf eigene Pay-TV-Program-
me aus. Das wiederumgefällt den Sender-
chefs nicht, und auch darüber drehen sich
in diesen Tagen die Verhandlungen. „Es
geht insgesamt um sehr komplexe Ver-
tragsinhalte“, sagte eine Sprecherin von
Kabel Deutschland. Die Gespräche dürf-
ten sich noch bis zum Sommer hinziehen.
Danach könnte es erstmals zu Verände-
rungen kommen. Denn allzu lange kön-
nen die Kabelnetzbetreiber ihren Kunden
das hochauflösende Fernsehprogramm
von RTL oder Sat.1 nicht vorenthalten.
Ob es am Ende wirklich amerikanische
Verhältnisse gibt, vermag keiner von den
Verhandlungspartnern heute zu sagen.
Haim Saban wird es gleichgültig sein,
denn er hat sein Geschäft längst gemacht.
Der Amerikaner hat das Unterföhringer
Unternehmen, an das er einst für weniger
als eine Milliarde Euro kam, rechtzeitig
vor Beginn der Wirtschafts- und Finanz-
krise an die Finanzinvestoren KKR und
Permira verkauft – für atemberaubende
3,1 Milliarden Euro.
Verschüsselung: Über Satellit lässt sich das HD-Signal empfangen, im Kabelnetz ist es aber immer noch nicht eingespeist. Foto dpa
csc. DÜSSELDORF, 29. April. Die Be-
teiligungsholding Indus aus Bergisch
Gladbach, zu der 40 mittelständische
Unternehmen gehören, will in diesem
Jahr beim Umsatz erstmals die Milliar-
denschwelle überschreiten. Angestrebt
werde ein Umsatz von „deutlich über
1 Milliarde Euro“ nach 971,6 Millio-
nen Euro im Vorjahr, sagte Vorstands-
vorsitzender Helmut Ruwisch bei der
Bilanzvorlage in Düsseldorf. Eine de-
taillierte Prognose sei wegen der Risi-
ken, welche die politischen Unruhen
in Nordafrika, die Katastrophe in Ja-
pan und die Euro-Krise mit sich bräch-
ten, nicht möglich. Die operative Mar-
ge (Ebit) soll bei mehr als 10 Prozent
(Vorjahr 10,4) Prozent liegen. „Das ers-
te Quartal ist für Indus gut gelaufen“,
berichtete Ruwisch. Vor allem die Au-
tomobilzulieferer, Maschinenbauer
und Metallverarbeiter der Gruppe pro-
fitierten vomAufschwung. Beschleuni-
gen will der Vorstand das Wachstum
zudem durch Akquisitionen. Nach fünf
Zukäufen im Vorjahr hält Ruwisch in
diesem Jahr ein bis zwei Übernahmen
mit einem Umsatzvolumen von bis zu
100 Millionen Euro für möglich. ImVi-
sier sind Mittelständler aus den Spar-
ten Energie/Umwelt, Medizintechnik
und Verkehrstechnik. „Schnäppchen-
preise sind aber nicht mehr zu bekom-
men“, stellte Ruwisch fest. Infolge der
raschen Konjunkturerholung verteuer-
ten sich interessante Übernahmekandi-
daten derzeit von Monat zu Monat. Im
vergangenen Jahr hat die Mittelstands-
holding dank des Aufschwungs und
der rasch eingeleiteten Sparprogram-
me ihre viermal angehobenen Progno-
sen noch übertroffen. Der Umsatz klet-
terte um mehr als ein Viertel auf 971,6
Millionen Euro. Der Gewinn vor Zin-
sen und Steuern zog von 57,1 auf 101,4
Millionen Euro an. Unter dem Strich
verblieben 46,9 (Vorjahr 11,4) Millio-
nen Euro. Die Aktionäre sollen mit ei-
ner Anhebung der Dividende von 50
auf 90 Cent beteiligt werden. Nach
dem Rückzug der Gründerfamilie Kill
hat das im S-Dax notierte Unterneh-
men zwei neue Ankeraktionäre gefun-
den. Neben der im Herbst mit 10 Pro-
zent eingestiegenen Versicherungs-
kammer Bayern gibt es seit dem Früh-
jahr eine Gruppe von Altaktionären,
die mit 8,5 Prozent beteiligt ist.
schä. HAMBURG, 29. April. Der Erotik-
konzern Beate Uhse ist im Geschäftsjahr
2010 überraschend schwer ins Schlingern
gekommen. Laut einer Pflichtmitteilung
hat der Konzern einen Verlust vor Zinsen
und Steuern (Ebit) von 56,5 Millionen
Euro ausgewiesen – nach einem Gewinn
von 3 Millionen Euro im Jahr zuvor. Für
den hohen Verlust macht Beate Uhse vor
allem hohe Restrukturierungskosten ver-
antwortlich. Dabei geht es konkret umAb-
schreibungen auf den Schweizer Filmrech-
tehändler TMC-Content-Group und
Drohverlustrückstellungen für Laden-
schließungen.
Allerdings verzeichnet das Flensburger
Unternehmen auch ohne Restrukturie-
rungs- und Sondereffekte ein Defizit von
18,5 Millionen Euro. Der Umsatz ging um
fast 15 Prozent auf etwas weniger als 200
Millionen Euro zurück. Zur Höhe des Net-
toverlustes wollte sich das Unternehmen
nicht äußern. Die Kennzahlen sind bis-
lang nur vorläufig, denn die Veröffentli-
chung seines Jahresberichts hat der Kon-
zern auf Mitte Mai verschoben.
Aggressive Preiskämpfe und kostenlo-
se Erotikfilme imInternet setzen demAn-
bieter von Sexartikeln seit Jahren zu. Vor-
standssprecher Serge van der Hooft er-
klärte, das Unternehmen setze künftig
stärker auf den Online-Verkauf.
Weil der Umsatz in den Einzelhandels-
geschäften abnimmt, dünnt der Konzern
zudem sein Filialnetz aus. In den vergan-
genen drei Jahren schloss das Unterneh-
men 35 seiner 279 Geschäfte. In diesem
Jahr sollen weitere 41 Filialen geschlos-
sen oder verkauft werden.
Auch deshalb rechnet Beate Uhse im
laufenden Jahr noch mal mit einemdeutli-
chen Rückgang des Geschäfts. Van der
Hooft erwartet, dass die Umsätze um
etwa 25 Prozent auf 140 bis 144 Millionen
Euro sinken werden. Für diesen Zeitraum
sagt der Vorstandschef auch ein negatives
Ebit von bis zu fünf Millionen Euro vor-
aus.
Trotz der schlechten Ergebnisse im Ta-
gesgeschäft ist es dem Flensburger Unter-
nehmen gelungen, sich imApril neu zu fi-
nanzieren. Für den Teilkonzern Deutsch-
land hat der Vorstand Kredite von der
Nord-Ostsee-Sparkasse und der Investiti-
onsbank Schleswig-Holstein erhalten und
damit den bisherigen Kreditrahmen der
Postbank abgelöst. Beate Uhse betonte,
dass für die neuen Kreditvereinbarungen
keine bestimmten Finanzkennzahlen (Co-
venants) eingehalten werden müssen.
Durch den Verkauf von Unternehmens-
teilen und zurückgezahlte eigene Darle-
hen gelang es dem Erotikkonzern zudem,
seine Bankverbindlichkeiten auf 33 Mil-
lionen Euro zu reduzieren. Die Eigenkapi-
talquote des Unternehmens liegt derzeit
bei knapp 30 Prozent. Im Geschäftsbe-
richt 2009 hatte Beate Uhse diesen Wert
noch mit 55 Prozent beziffert.
An der Börse sind die Aktien des Mar-
kenartiklers zum Zockerpapier gewor-
den. Gegenwärtig rangiert das Papier von
Beate Uhse nur bei 33 Cent, vor fünf Jah-
ren erreichte der Kurs dagegen 6,40 Euro.
Die Fernsehsender wollen endlich Geld sehen
hpa. FRANKFURT, 29. April. Auf ihrer
Homepage wirbt die börsennotierte Betei-
ligungsgesellschaft Heliad Equity Part-
ners mit dem wilden Stargeiger David
Garrett und seiner „sensationellen Er-
folgsstory“. Im Tagesgeschäft jedoch lau-
tet die wichtigste Aufgabe des neuen Ma-
nagements nun, das Unternehmen wie-
der in ruhigere Bahnen zu lenken. Zwei
Wechsel an der Heliad-Spitze innerhalb
weniger Monate, verbunden mit vielen
Fragen über die künftige strategische Aus-
richtung, sowie eine tiefrote Bilanz für
das vergangene Jahr sind alles andere als
eine Erfolgsgeschichte, wie der neue Al-
leingeschäftsführer Andreas Lange imGe-
spräch mit dieser Zeitung einräumt. „Heli-
ad hat 2010 auch die Folgen früherer Fehl-
einschätzungen zu spüren bekommen.
Bei einigen Portfoliounternehmen wur-
den Risiken nicht frühzeitig erkannt. Das
wollen wir kein weiteres Mal erleben“,
sagt Lange.
Die Heliad AGgehört mittelbar zur Un-
ternehmensgruppe Angermayer, Brumm
& Lange (ABL) und spielt in deren Kon-
strukt eines breit aufgestellten Finanz-
dienstleistungskonzerns die Rolle der mit-
telständischen Private-Equity-Gesell-
schaft. Das Geflecht der ABL-Unterneh-
men, die auch mit dem Familienstamm
Silvia Quandt verbunden sind, wird in der
Frankfurter Finanzwelt durchaus kritisch
beäugt. Zu den bekanntesten Besitztü-
mern der Heliad zählen eine Mehrheitsbe-
teiligung am Geldtransporteur Unicorn
sowie eine Beteiligung von 25 Prozent an
der Deutschen Entertainment AG, die
wiederum die Verbindung zu David Gar-
rett bildet. Insgesamt ist die Heliad noch
an knapp 20 Unternehmen mehr- oder
minderheitlich beteiligt, diese Zahl soll
aber deutlich bereinigt werden.
Denn im Portfolio befinden sich auch
einige Sorgenkinder, darunter insbesonde-
re die RT-Gruppe, ein Spezialist für pro-
fessionelle Kopierarbeiten (Reprografie).
Mehrere Gesellschaften der RT-Gruppe
haben unlängst Insolvenz angemeldet,
und diese Pleiten haben mit dazu geführt,
dass die Heliad in der Bilanz nun Belas-
tungen von 34,5 Millionen Euro aus Ge-
schäftsbereichen ausweist, die nicht fort-
geführt werden sollen. Zwar wurde aus
den anderen Beteiligungen ein Gewinn
von 9,7 Millionen Euro erwirtschaftet, un-
termStrich blieb allerdings ein Minus von
19,4 Millionen Euro.
Die Fehler der bisherigen Beteiligungs-
politik lastete die ABL-Spitze, zu der
auch Andreas Lange als Partner und Mit-
gründer zählt, dem früheren Heliad-Ma-
nagement umRalf Flore an, der Ende ver-
gangenen Jahres gehen musste. An die He-
liad-Spitze rückte für ihn der erfahrene
Private-Equity-Manager Bernd Sexauer,
einst Kochef von DZ Equity Partner.
Doch die Verbindung hielt nur gut fünf
Monate. Sexauer wollte die Heliad zu ei-
ner reinrassigen Private-Equity-Gesell-
schaft formen, die nur Mehrheitsübernah-
men an nicht börsennotierten Unterneh-
men tätigt, dieser Ansatz war den ABL-
Gründern jedoch zu eng. Heliad sei eine
Gesellschaft, „die sich an Wachstumsun-
ternehmen im deutschsprachigen Raum
beteiligt“, umreißt Lange das Feld – und
das könne auch Minderheiten an börsen-
notierten Unternehmen oder Finanzie-
rungen in etwas früheren Phasen ein-
schließen. Man habe sich von Sexauer
nicht im Streit getrennt, sondern wegen
unterschiedlicher Auffassungen über die
favorisierten Transaktionsstrukturen, be-
tont Lange. Dem Vernehmen nach wollte
Sexauer den Kurs der ABL-Gründer aber
nicht mittragen, wonach die Heliad sehr
opportunistisch alle möglichen Formen
von Beteiligungen eingehen soll. Daher
legte er sein Amt überraschend nieder, of-
fiziell scheidet er zum 30. April aus.
Lange sieht sich nicht als Übergangs-
lösung; er will die Beteiligungsgesell-
schaft längerfristig führen. Heliad habe
derzeit rund 15 Millionen Euro für neue
Investments zur Verfügung und zudem
noch eine Kreditlinie, die er aber nur be-
grenzt nutzen will. „Es gibt keine zwingen-
de Zielvorgabe für die Zahl an neuen Betei-
ligungen, die wir 2011 eingehen wollen“,
sagt er, aber die noch von Sexauer gesetzte
Messlatte von 2 bis 4 Transaktionen im
Jahr sei eine mögliche Größenordnung.
Beate Uhse macht hohen Verlust
Erotikkonzern leidet unter Billigkonkurrenz imInternet und plant tiefe Schnitte imFilialnetz lzt. FRANKFURT, 29. April. Die größ-
te skandinavische Bank Nordea hat im
ersten Quartal ihr Ergebnis deutlich ge-
steigert. Das Kreditinstitut mit Sitz in
Stockholm meldet einen Betriebsge-
winn von 1 Milliarde Euro, was einer
Eigenkapitalrendite von 12 Prozent
entspricht. Sowohl der Nettozinsertrag
als auch die Einnahmen aus Gebühren
und Provisionen sind gestiegen, wäh-
rend die Kreditausfälle zurückgegan-
gen sind. Der Vorstandsvorsitzende
Christian Clausen kündigte dennoch
weitere Sparmaßnahmen und Steige-
rungen der Effizienz an. „Das neue Re-
gelwerk stellt die europäischen Ban-
ken vor große Herausforderungen“,
kommentierte er die unter demNamen
Basel III entwickelten Pläne zur Ver-
schärfung der Eigenkapitalvorschrif-
ten. „Wir wollen die nötigen Schritte
tun, um weiterhin in der ersten Liga
mitspielen zu können.“ Die Debatte
um einen möglichen Alleingang
Schwedens in der Bankenregulierung,
die der Finanzminister und der Zentral-
bankgouverneur des Königreichs ange-
stoßen haben, nannte Clausen hinge-
gen „nicht realistisch“.
St. DÜSSELDORF, 29. April. Nach der
kartellrechtlichen Freigabe kann der
Duisburger Stahlhändler Klöck-
ner & Co den angekündigten Kauf des
amerikanischen Wettbewerbers Mac-
steel Service Centers vollziehen. Da-
mit wird Klöco am nordamerikani-
schen Markt seine Position von Platz
zehn auf drei verbessern und dort
knapp ein Drittel des Konzernumsat-
zes erlösen. Als Kaufpreis wurden mit
der Macsteel Global B.V. maximal 660
Millionen Dollar oder umgerechnet
rund 440 Millionen Euro vereinbart.
Mit den zu übernehmenden 260 Millio-
nen Dollar Schulden und Pensionsver-
pflichtungen beläuft sich der Transakti-
onswert auf 918 Millionen Dollar.
Wenn das operative Ergebnis der aus
dem kalifornischen Newport Beach
geführten Flachstahl-Service-Center-
Gruppe einen Zielwert unterschreitet,
sind Abschläge von bis zu 60 Millionen
Dollar vorgesehen. Die neue Klöco-
Tochtergesellschaft hat 2010 mit 1183
Mitarbeitern 1,3 Milliarden Dollar um-
gesetzt und will 2011 auf 1,8 Milliar-
den Dollar wachsen.
lzt. FRANKFURT, 29. April. Das Bio-
technologieunternehmen Morphosy-
saus Martinsried bei München hat ein
außergewöhnlich einträgliches Quartal
hinter sich. Zwischen Januar und März
hat das Unternehmen, das einen Groß-
teil seines Geschäfts mit der Auftrags-
forschung für Arzneimittelhersteller
macht, mit knapp 49 Millionen Euro
schon fast die Hälfte des für das Ge-
samtjahr prognostizierten Umsatzes er-
wirtschaftet und den Nettogewinn im
Vergleich zum Vorjahr auf rund 19 Mil-
lionen Euro versechsfacht. Als Ursache
für diesen Schub nannte der Vorstands-
vorsitzende Simon Moroney nach der
Vorlage der Quartalszahlen am Freitag
gegenüber dieser Zeitung eine Zahlung
des Schweizer Pharmakonzerns Novar-
tis im zweistelligen Millionenbereich.
Die Überweisung sei fällig geworden,
weil der Konzern imRahmen einer For-
schungskooperation nun die von Mor-
phosys entwickelte Antikörpertechno-
logie an seinem Stammsitz in Basel in
Eigenregie einsetzen könne. Für den
Gebrauch und etwaige Produkte, die
daraus entstehen, werde Morphosys zu-
sätzliche Gebühren und Tantiemen er-
halten. „Unsere Kosten werden in den
nächsten Monaten steigen“, kündigte
Moroney zugleich an. Das Unterneh-
men werde im Lauf des Jahres mit den
klinischen Studien für drei eigene Anti-
körperprojekte beginnen. Trotz dieser
beschwichtigenden Worte legte der
Kurs der Morphosys-Aktie im Tec-Dax
am Freitag um 5,5 Prozent zu.
tag. KIRKEL, 29. April. Die Misere der
Baumarktkette Praktiker hält an. Die
Erfolge der Mitte Februar angekündig-
ten Restrukturierungen und Neuaus-
richtung der Märkte lassen noch auf
sich warten. Im ersten Quartal bra-
chen die Erlöse zweistellig ein. Zudem
rutschte die zweitgrößte deutsche Bau-
marktkette operativ noch tiefer in die
Verlustzone. Die im März angekündig-
te Prognose, den Umsatz auf Vorjahres-
niveau zu halten und das bereinigte
operative Ergebnis zu verbessern, stell-
te Unternehmenschef Wolfgang Wer-
ner am Freitag indirekt in Frage. Um-
satz und Ertrag hätten sich im ersten
Quartal nicht so entwickelt, dass es
leichter geworden wäre, diese Zielset-
zungen zu erreichen, sagte er. Alles
hängt jetzt davon ab, wie rasch sich die
Neupositionierung der Marke Prakti-
ker in steigenden Umsätzen nieder-
schlage und wann sich die wesentli-
chen Länder des internationalen Port-
folios wieder erholten. In den ersten
drei Monaten sanken die Erlöse um
fast 11 Prozent auf 666 Millionen
Euro. Die heimischen Praktiker-Märk-
te verloren nach dem Verzicht auf den
bekannten Pauschalrabatt „20 Prozent
auf alles“ sogar fast 19 Prozent an Um-
satz. Die Kosten für den Konzernum-
bau ließen den operativen Verlust auf
71,6 (Vorjahr 52,1) Millionen Euro wei-
ter steigen.
Heliad soll in ruhigere Bahnen gelangen
Mehrere Vorstandswechsel und eine tiefrote Bilanz prägen die mittelständische Beteiligungsgesellschaft
Aushängeschild David Garrett Foto dpa
Nordea wappnet sich
für Basel III
Indus-Gruppe
vor der
Umsatzmilliarde
Beate-Uhse-Filiale in Berlin Foto Caro/Baertels
Klöco stärkt seine
Position in Amerika
Morphosys vervielfacht
den Quartalsgewinn
Praktiker verliert
weiter an Boden
In Deutschland zahlen
die Sender hohe
Gebühren an die Kabel-
netzbetreiber. Jetzt
wollen Pro Sieben und
RTL den Spieß um-
drehen. Ihr Druckmittel
ist das hochauflösende
Fernsehprogramm.
HDTV verändert die
Spielregeln zwischen
Fernsehsendern und den
Kabelnetzbetreibern.
„Wir wollen eine faire
Beteiligung am Umsatz mit
unseren Programmen.“
RTL-Chef Gerhard Zeiler
„Wir haben Risiken zu spät
erkannt, das wollen wir kein
weiteres Mal erleben.“
Andreas Lange, Heliad-Geschäftsführer
Im Zuge des Umbaus wer-
den die Umsätze im laufen-
den Jahr um 25 Prozent auf
144 Millionen Euro sinken.
FRANKFURTER ALLGEMEI NE ZEI TUNG SAMSTAG, 30. APRI L 2011 · NR. 100 · SEI TE 17 Unternehmen
bü./ufe. BONN/FRANKFURT 29. April.
Das Bundeskartellamt geht Beschwerden
über wettbewerbswidrige Verträge der
Lufthansa mit Geschäftskunden nach.
Laut einer Sprecherin hat die Behörde ei-
nen „größeren Kreis“ von Unternehmen
angeschrieben und um Auskunft über
ihre Vertragskonditionen mit der Lufthan-
sa gebeten.
Die Fluggesellschaft mache Rabatte für
Geschäftskunden davon abhängig, dass
diese Daten über die bei Wettbewerbern
gebuchten Flüge offenlegten. Auf diese
Weise verschaffe sich der deutsche Bran-
chenführer einen Einblick in die Preis-
und Rabattgestaltung der Konkurrenz
und beschränke womöglich den „Geheim-
wettbewerb“. Derzeit würden die Stel-
lungnahmen der angeschriebenen Unter-
nehmen und der Lufthansa ausgewertet,
um den Sachverhalt aufzuklären, sagte
die Sprecherin. „Wir arbeiten mit dem
Kartellamt eng zusammen, gehen aber
fest davon aus, dass die abgeschlossenen
Verträge mit unseren Firmenkunden
rechtlich unbedenklich sind“, sagte Luft-
hansa-Sprecher Andreas Bartels.
Auf besonders nachgefragten Strecken
kommen Unternehmenskunden amAnge-
bot der Lufthansa kaum vorbei. Das Kar-
tellamt könnte deren Geschäftsgebaren
deshalb als Missbrauch einer marktbe-
herrschenden Stellung werten. Möglicher-
weise verstößt das Unternehmen auch ge-
gen das Verbot wettbewerbsbeschränken-
der Vereinbarungen. Laut „Financial
Times Deutschland“ sind Bayer und
BASF sowie Volkswagen und Deutz als
Kunden abgesprungen.
Sollten sich die Vorwürfe bestätigen,
droht der Lufthansa im schlimmsten Fall
die Verhängung von Bußgeldern. Denk-
bar sei aber auch ein Verwaltungsverfah-
ren, in dem das Kartellamt lediglich an-
ordnet, die wettbewerbswidrigen Prakti-
ken zu beenden, hieß es.
cru. FRANKFURT, 29. April. Der Ein-
stieg des russischen Bankiers Wladimir
Antonow reicht offenbar nicht aus, um
den angeschlagenen schwedischen Auto-
hersteller Saab vor der zweiten Pleite zu
bewahren. Deshalb verhandelt Saab-Chef
Victor Muller jetzt dem Vernehmen nach
mit drei chinesischen Autoherstellern
über eine Kapitalbeteiligung und eine ge-
meinsame Produktion. Schon in wenigen
Tagen könnte es ein Ergebnis geben, be-
richtet die Nachrichtenagentur Bloom-
berg. Ein Saab-Sprecher wollte dies nicht
kommentieren.
Saab sei in Gesprächen mit Great Wall
Motor, China Youngman Automobile
Group und Jiangsu Yueda Group, heißt
es. Saab suche nach einem chinesischen
Partner, um an zusätzliche Mittel zu kom-
men. Außerdemwürde eine solche Koope-
ration den Zugang zumgrößten Fahrzeug-
markt der Welt eröffnen, indem die
Schweden erstmals in China produzieren
würden. Am Donnerstag hatte zwar der
russische Bankier Antonow vom ehemali-
gen Saab-Eigentümer General Motors
und der schwedischen Regierung die Er-
laubnis für eine Beteiligung erhalten. An-
tonow bringt aber nur 30 Millionen Euro
für knapp 30 Prozent der Anteile ein.
Vor einem Jahr hatte der amerikani-
sche Autokonzern GM Saab nach einem
Insolvenzverfahren an die kleine holländi-
sche Sportwagenmanufaktur Spyker ver-
kauft. Im ersten Quartal dieses Jahres hat
das in Amsterdam börsennotierte Unter-
nehmen einen Verlust von 76 Millionen
Euro gemacht, wie Spyker amFreitag mit-
teilte. Der Umsatz sei hingegen von 44
Millionen Euro im ersten Quartal vergan-
genen Jahres auf 257 Millionen Euro ge-
stiegen. Spyker hat derzeit erhebliche Li-
quiditätsprobleme und kann seine Zulie-
ferbetriebe nicht bezahlen. Seit vier Wo-
chen steht die Produktion daher still, so
dass die Ziele des Unternehmens für die-
ses Jahr in Frage stehen. „Es ist realis-
tisch, davon auszugehen, dass wir unser
Absatzziel von 80 000 Fahrzeugen in die-
sem Jahr nicht erreichen können“, sagte
Victor Muller, Vorstandschef von Spyker
und Saab. Der Kurs von Spyker fiel an der
Börse in Amsterdamnach dieser Stellung-
nahme umknapp 5 Prozent auf 4,15 Euro.
Kartellamt untersucht Lufthansa
Verträge sollen gegen Wettbewerbsrecht verstoßen
sup. STUTTGART, 29. April. Daimler
hat im ersten Quartal den Gewinn bei-
nahe verdoppelt und damit nach Ein-
schätzung von Konzernchef Dieter Zet-
sche ein „hervorragendes Ergebnis“ er-
zielt. „Wir liegen damit deutlich über
Plan“, kommentierte der Daimler-Vor-
standschef den Erfolg seines Unterneh-
mens. An der Börse hatte man aber noch
mehr erwartet; Daimler blieb den gan-
zen Freitag der Verlierer unter den Dax-
Werten. Analysten verwiesen darauf,
dass die Entwicklung weniger dyna-
misch sei als etwa bei VW und dass eini-
ge Teilbereiche Schwächen zeigten, etwa
die Bussparte, die sogar einen Verlust
ausweist. Analysten erwarten, dass
BMW eine Marge von 9,8 Prozent erzielt
haben dürfte. Der Daimler-Konkurrent
BMWlegt seine Quartalszahlen amMon-
tag vor. Mit einer Konzern-Marge von
8,2 Prozent ist Daimler davon noch weit
entfernt und viel näher an demvomMas-
sengeschäft dominierten VW-Konzern
mit 7,8 Prozent Marge. „Da müssen wir
uns nicht verstecken“, erklärte gleich-
wohl Finanzvorstand Uebber. Für 2011
stellte er in Aussicht, „das hervorragen-
de Ergebnis von 2010 noch mal deutlich
übertreffen zu können“. Im vergangenen
Jahr hatte Daimler bei einem Umsatz
von 97,8 Milliarden Euro ein operatives
Ergebnis (vor Steuern und Zinsen) von
7,3 Milliarden Euro erzielt.
„Die Strategie stimmt, wir partizipie-
ren am Aufschwung“, betonte Uebber
mit Blick auf ein Plus bei den Fahrzeug-
verkäufen von 15 Prozent und ein Um-
satzwachstumvon 17 Prozent. Die Markt-
entwicklungen böten die Grundlage für
weiteres kräftiges Wachstum. Für den Au-
tomarkt erwartet Daimler in diesem Jahr
ein Plus von 5 bis 7 Prozent. Mercedes
werde daran überproportional teilhaben
und mehr als 1,2 Millionen Autos verkau-
fen. Die Märkte für Lastwagen entwickel-
ten sich in den Schwellenländern unein-
heitlich, aber für Europa erwarte man ei-
nen Zuwachs von 20 bis 25 Prozent und
für Nordamerika ein Plus von 30 bis 35
Prozent, was auch zu einementsprechen-
den Zuwachs in der Truck-Sparte führen
werde. Der Auftragseingang in dieser
Sparte lag im ersten Quartal um 65 Pro-
zent über dem Vorjahrswert.
Mit dem geplanten Wachstum erklärte
Uebber auch den mit rund 500 Millionen
Euro negativen Free Cash-Flow. Allein
der Aufbau der Vorräte schlage mit 1,2
Milliarden Euro zu Buche – „aber das
wird sich alles in Umsatz verwandeln“.
Die Nettoliquidität des Konzerns liegt
bei 12,4 Milliarden Euro. „Das ist ein gu-
tes Polster. Da sitz’ ich jetzt drauf“, sagte
Uebber. Die einzige größere Übernah-
me, die sich schon abzeichnet, ist die des
Dieselmotoren-Spezialisten Tognum. Ge-
meinsam mit Rolls-Royce will Daimler
das Unternehmen aus Friedrichshafen
kaufen. Allerdings haben sowohl das Ma-
nagement als auch Großaktionäre das
Gebot von 24 Euro je Aktie als zu niedrig
abgelehnt. An der Börse hat sich der
Kurs zwischen 25 und 26 Euro eingepen-
delt. Dennoch wiederholte der Finanz-
vorstand die bisherige Position, das Ange-
bot nicht aufstocken zu wollen. Die Ange-
botsfrist läuft noch bis 18. Mai. Eine Wo-
che zuvor sind die Tognum-Aktionäre
zur Hauptversammlung eingeladen.
Deutliche Spuren hinterlassen imZah-
lenwerk von Daimler das Erdbeben in Ja-
pan und seine Folgen. Die Rendite der
Truck-Sparte, die im ersten Quartal 6,6
Prozent erreichte, hätte ohne diese Kata-
strophe 7,4 Prozent betragen, verdeut-
lichte Uebber die Relationen. In Japan
produziert Daimler Lastwagen der Mar-
ke Mitsubishi Fuso. Nach einer komplet-
ten Unterbrechung der Produktion über
18 Tage sei der Betrieb zunächst mit der
Fertigung von Teilen weitergegangen, be-
richtete der Finanzvorstand. Erst nach
sechs Wochen wurden tatsächlich wieder
Lastwagen gefertigt. Die Kosten des Leer-
stands haben imersten Quartal zu außer-
ordentlichen Belastungen von 49 Millio-
nen Euro geführt, noch einmal bis zu 100
Millionen Euro seien in diesem Quartal
einzuplanen. Vergleichsweise gering wer-
den sich dagegen die Tornados dieser Wo-
che für Daimler auswirken. Im Merce-
des-Werk Tuscaloosa (Alabama) seien
keine Mitarbeiter verletzt worden, und
die Fabrik sei nur leicht beschädigt.
(Kommentar Seite 20.)
Autohersteller Saab hofft
auf Chinesen als Retter
Millionenverlust imersten Quartal verbucht
Daimler wächst kräftig und verdient besser
Im Ausland gefragt: Deutsche Autos vor der Verladung auf ein Schiff in Bremerhaven Foto ddp
Daimler in Zahlen
in Millionen Euro
1.
Quart.
2010
1.
Quart.
2011
Veränd.
in
Prozent
Umsatz 21 187 24 729 17
Mercedes-Benz Cars 11 595 13 860 20
Daimler Trucks 4873 6242 28
Absatz
(Pkw und NfZ) 402 725 461 742 15
Ebit 1190 2031 71
Konzernergebnis 612 1180 93
Ergebnis je Aktie
(in Euro) 0,65 0,99 52
Beschäf tigte
am 31. 3. 254 779 261 718 3
Quelle: Unternehmensangaben
1) Maximaler Preisvorteil von bis zu 2.600 ¤ am Beispiel des STYLE Sondermodells Sharan in Verbindung mit dem optionalen „STYLE PLUS Paket“ gegenüber der unverbindlichen Preisempfehlung des Herstellers für einen vergleichbar ausgestatteten Sharan Trendline. 2) Das optionale „All-Inclusive-Paket“ vollendet den STYLE mit
einer attraktiven Finanzierung, Kreditabsicherung auch bei Arbeitslosigkeit und – in Verbindung mit Garantieverlängerung sowie Wartung und Inspektion – einer Kfz-Haftpflicht/Vollkasko zum Sondertarif für Laufzeiten von 12– 48 Monaten. Ein Angebot der Volkswagen Bank GmbH für Privatkunden und gewerbliche Einzelabnehmer
mit Ausnahme von Sonderkunden, für ausgewählte Modelle. Versicherungsleistungen gemäß Bedingungen der Allianz Versicherungs-AG (für Haftpflicht/Vollkasko) bzw. der Volkswagen Versicherung AG (Garantieverlängerung) und der Cardif Allgemeine Versicherung/Cardif Lebensversicherung, Stuttgart HRB 18173/18182 (Kredit-
absicherung). Nähere Informationen erhalten Sie unter www.volkswagenbank.de und bei Ihrem teilnehmenden Volkswagen Partner. Stand 04/11. Abbildung zeigt Sonderausstattungen gegen Mehrpreis.
www.volkswagen-style.de
Das Sondermodell Sharan STYLE.
Der praktisch geschnittene Sharan STYLE ist eines der Highlights in der Kollektion.
Er überzeugt u. a. mit der Klimaanlage „Climatronic“, den elektrischen Schiebetüren und
demWinterpaket in jedem Detail. Und mit dem optionalen „STYLE PLUS Paket“ mit
Radionavigationssystem RNS 315, Panoramadach und vielem mehr sowie dem STYLE-
Vorteil
1
von bis zu 2.600 Euro macht er Ihnen den stilvollen Einstieg noch leichter.
Mehr Informationen bei IhremVolkswagen Partner oder unter www.volkswagen-style.de
STYLE-Vorteil bis
zu
2.600

Optional: „All-Inclusive-Paket “
mit attraktiver Finanzierung
2
Endlich was
Schickes, in
das man sich nicht
reinzwängen
muss.
Der Premiumautohersteller
liegt über dem Plan – die
Börse ist trotzdem enttäuscht.
Sechs Wochen Produktions-
ausfall in Japan.
SEI TE 18 · SAMSTAG, 30. APRI L 2011 · NR. 100 FRANKFURTER ALLGEMEI NE ZEI TUNG Unternehmen
F
o
to
p
ic
tu
re
-a
llia
n
c
e
/d
p
a
M
achen Sie was draus! Mit
diesen Worten hat Bun-
despräsident Christian
Wulff demneuen Bundesbank-Prä-
sidenten Jens Weidmann am Frei-
tag die Ernennungsurkunde über-
reicht. Der freundlichen Aufforde-
rung wird Weidmann folgen, von
Montag an, wenn die Bundesbank
die Amtsübergabe des scheiden-
den Präsidenten Axel Weber an
Jens Weidmann begeht.
So ruhig, bescheiden und – wie
alle, die ihn kennen, betonen –
nett Weidmann auftritt, in den
sechs Jahren als wirtschaftspoliti-
scher Berater der Bundeskanzlerin
Angela Merkel war er einer der
mächtigsten Macher im Land.
Gleichgültig, ob es um Hilfen für
Opel, Banken oder finanzschwa-
che Euroländer ging – Bundeskanz-
lerin Merkel hat nichts ohne Weid-
manns Rat entschieden.
Aus dieser Rolle erwachsen
Hoffnungen und zugleich Beden-
ken innerhalb der Bundesbank.
Zweifler verweisen auf die große
Nähe zur Regierung, die sich aus
seiner bisherigen Beraterrolle erge-
ben könnte. Wie verträgt sich das
mit der Unabhängigkeit der Bun-
desbank? „Die Rolle ergibt sich
aus dem Amt“, lautet die einfache
und vertrauensvolle Antwort eines
künftigen Vorstandskollegen. Und
tatsächlich finden sich in der Ah-
nenreihe der Bundesbank einige
Präsidenten, darunter Hans Tiet-
meyer und Karl Otto Pöhl, die aus der Poli-
tik kamen und sich wenig später in harten
Gefechten mit der Politik bewährten. Das
darf man auch Weidmann zutrauen.
Die Hoffnungen der Bundesbanker rich-
ten sich auf Weidmanns diplomatisches
Geschick und seine Geschmeidigkeit, die
er in Berlin und auch in internationalen
Verhandlungen für Deutschland bewiesen
hat. Ihm wird nachgesagt, dass er ähnlich
hart wie Axel Weber verhandeln kann, im
persönlichen Auftritt aber gewinnender
wirkt. Das verspricht einen anderen Füh-
rungsstil, was mancher in der Bundesbank
mit einem Seufzer der Erleichterung zur
Kenntnis nimmt. „Mehr und bessere Kom-
munikation, mehr und bessere Kooperati-
on“, erhofft sich einer der führenden Köp-
fe der Bank. Dabei werden die Verdienste
des scheidenden Präsidenten Axel Weber
mit keinem Wort in Frage gestellt. Er gilt
als glänzender Geldpolitiker, scharfer
Analytiker und auch als Präsident, dem
die Bundesbank eine neues Profil zu ver-
danken hat. Und doch bleibt die Klage,
Weber habe eine Ein-Mann-Show betrie-
ben. Ihm falle es schwer, Vertrauen zu
schenken, weshalb es ihm an Vertrauten
fehle und damit so manches Mal am not-
wendigen Korrektiv.
In der Vorstellung der Bundesbanker
verspricht der – imVergleich zu seinen Vor-
gängern – mit 43 Jahren geradezu jugend-
lich wirkende Weidmann den Gegenent-
wurf. Er ist in der Bundesbank kein Unbe-
kannter. Bevor ihn die Kanzlerin Anfang
2006 nach Berlin holte, leitete Weidmann
die Abteilung Geldpolitik der Bundes-
bank. Er sei einer, der zuhören könne, der
das Gespräch mit den Mitarbeitern suche
und dann erst seine Entscheidung fälle,
heißt es in der Bank. Er werde bestimmt
die Klaviatur der Kommunikation
geschickter bedienen als Weber.
Diese Fähigkeiten werden auch
das Bild der deutschen Notenbank
auf internationaler Bühne beein-
flussen. Weber gilt seit demvergan-
genen Jahr im Rat der Europäi-
schen Zentralbank als isoliert. Er
machte damals seinen Widerstand
gegen die Anleihekäufe der EZB
nicht nur öffentlich, sondern ließ
auch fortan kaumeine Gelegenheit
aus, die Entscheidung zu verdam-
men. Das hatte den Vorzug, dass
das Thema in der Öffentlichkeit
blieb, und mag dazu beigetragen ha-
ben, das Volumen der Käufe relativ
gering zu halten. Zugleich jedoch
isolierte sich Weber damit. Das
schwächte seinen Einfluss, um die
Stabilitätspolitik in anderen Punk-
ten wie der Reduzierung der Ban-
kenhilfen durchzusetzen. Weber
habe nicht begreifen können, wann
ein Spiel verloren sei, formuliert es
ein Wegbegleiter aus der Bundes-
bank.
Von Weidmann darf man einen
diplomatischeren Ansatz erwarten.
Er wird die Interessen der 16 ande-
ren Euroländer stärker ins Kalkül
einbeziehen. Und wo das nicht
möglich ist, wird Weidmann es ver-
meiden, den anderen Ratsmitglie-
dern unnötig vor den Kopf zu sto-
ßen. Das muss nicht bedeuten, dass
er in der Sache weniger klar auf-
tritt. Gerade für die ersten Monate
erwartet mancher Beobachter, dass
Weidmann in strittigen Punkten besonders
gegenüber der Bundesregierung standhaft
auftreten wird. Nur so könne er den Vor-
wurf übergroßer Nähe und mangelnder Un-
abhängigkeit im Keim ersticken, heißt es
in der Bundesbank. An Gelegenheiten
wird es nicht mangeln. So wurde Weber in
den vergangenen Monaten nicht müde, zu
betonen, der unverhoffte Aufschwung
gebe der Regierung Spielraum, das Haus-
haltsloch schneller als geplant zu schlie-
ßen. Es gibt also für Weidmann genügend
Ansätze, an die Arbeit seines Vorgängers
anzuknüpfen. STEFAN RUHKAMP
F
o
to
a
c
tio
n
p
re
s
s
F
euerwehrautos und Krankenwagen
von Lego, in Miniatur und aus Kunst-
stoff, gibt es schon lange. Jetzt aber hat
die Gründerfamilie des dänischen Spiel-
warenherstellers die Fahrzeuge auch im
Original im Portefeuille: Der Kirkbi-
Fonds, in dem die Nachfahren des Lego-
Gründers Ole Kirk
Christiansen ihr
Vermögen verwal-
ten, übernimmt 20
Prozent am Ret-
tungs- und Sicher-
heitsdienstleister
Falck. Das Aktien-
paket im Wert von
knapp 1,6 Milliar-
den Kronen oder
215 Millionen
Euro kauft der
Fonds dem bisherigen Mehrheitseigner
Nordic Capital ab.
Dieser Fonds zieht sich nun ganz aus
der Falck-Gruppe zurück, die er seit 2004
kontrolliert hat. Neuer Mehrheitseigner
von Falck wird mit einem Anteil von
58 Prozent der von der Witwe des gleich-
namigen dänischen Arzneimittelherstel-
lers gegründete Lundbeck-Fonds. Damit
ist zugleich der oft diskutierte Börsen-
gang der Falck-Gruppe, die mit 23 000 Be-
schäftigten in 31 Ländern Notfall- und
Rettungsdienste, Brandschutz und Sicher-
heitstrainings anbietet und in Dänemark
der wichtigste private Feuerwehrbetrei-
ber ist, auf unbestimmte Zeit verschoben.
An der Spitze des Kirkbi-Fonds, der
ebenso wie die Zentrale des Spielzeugher-
stellers seinen Sitz in der jütländischen
Kleinstadt Billund hat, steht Kjeld Kirk
Kristiansen, der Enkel des Lego-Grün-
ders. Den Lego-Vorstandsvorsitz hat der
heute Dreiundsechzigjährige 2004 abgege-
ben, das Unternehmen befand sich da-
mals in einer tiefen Krise. Inzwischen
macht Lego wieder Gewinn, und davon
profitiert nicht zuletzt der Kirkbi-Fonds,
der 75 Prozent der Anteile am Konzern
hält. Außerdem ist der Fonds an der Ge-
sellschaft Merlin beteiligt, der die Lego-
land-Themenparks gehören, hält die
Rechte an den Lego-Markenzeichen und
Lizenzprodukten und besitzt die Firmen-
flugzeuge des Unternehmens.
Kristiansens Privatvermögen wird vom
amerikanischen Wirtschaftsmagazin
„Forbes“ auf rund 2,5 Milliarden Dollar
geschätzt, er dürfte damit einer der reichs-
ten Dänen überhaupt sein. Auch seine
drei Kinder Sofie, Thomas und Agnete
sind als Investoren aktiv: Ihnen gehört die
in der Schweiz registrierte Kirkbi AG. Die
gesamte Familie jedoch gilt als öffentlich-
keitsscheu. Das werden aller Voraussicht
nach auch Blaulicht und Martinshorn im
Originalformat nicht ändern. lzt.
F
o
to
L
a
if
Im Dienste der Mannschaft
Mit dem neuen Bundesbankpräsidenten Jens Weidmann verbindet sich die Hoffnung auf einen offeneren Führungsstil
I
n den Aufsichtsrat von Rosneft,
Russlands größtem Erdölkonzern,
kommt Bewegung. Nach der Auffor-
derung des russischen Präsidenten
Dmitrij Medwedjewan die Regierungs-
mitglieder, ihre Aufsichtsratsposten in
Staatsunternehmen aufzugeben, trat
Igor Setschin,
der stellvertre-
tende Minister-
präsident, von
seinem Amt als
Aufsichtsrats-
vorsitzender
von Rosneft zu-
rück. Seitdem
fragt man sich
in Moskau, wie
Setschin den-
noch seinen Ein-
fluss auf den staatlichen Erdölkonzern
ausüben wird. Laut der russischen Ta-
geszeitung „Kommersant“ soll Matthi-
as Warnig anstelle des Leiters der
Agentur zur Verwaltung staatlichen Ei-
gentums Mitglied des obersten Auf-
sichtsgremiums werden.
Der 55 Jahre alte Warnig verfügt in
Russland über ein weitverzweigtes Kon-
taktnetz. Im Jahr 2006 wurde Warnig
Geschäftsführer des Pipelinebetreibers
Nord Stream, an dem der russische
Staatskonzern Gasprom mehrheitlich
beteiligt ist. Der ehemalige deutsche
Kanzler Gerhard Schröder ist Vorsitzen-
der des Aktionärsausschusses von Nord
Stream. Warnig war bis zum Fall der
Mauer als Stasi-Agent in Westdeutsch-
land tätig. Danach wurde er von der
Dresdner Bank, die zu denObjekten sei-
ner Spionagetätigkeit gehörte, zumAuf-
bau der Geschäftsaktivitäten nach Russ-
land geschickt. Der Deutsche soll ein gu-
ter Bekannter des russischen Minister-
präsidenten Wladimir Putin sein und
sitzt in Russland bereits imAufsichtsrat
der Staatsbank VTB und der Bank Ros-
sija, die von einem Vertrauten Putins
kontrolliert wird. Nord Stream ließ je-
doch ausrichten, dass Warnig nicht für
Kommentare zu den Spekulationen zur
Verfügung stehe. gho.
A
lberto Nagel wird wie gewohnt mit
großer Zurückhaltung dabei sein,
wenn sich an diesemSamstag die Aktionä-
re von Europas drittgrößter Versicherung
Generali zur Hauptversammlung treffen.
Gerade in dem Unternehmen aus Triest
aber hat er sein Meisterstück für die mit
Intrigen, Klientelpolitik und Politik durch-
setzte italienische Finanzwelt abgeliefert.
Der erst 45 Jahre alte Nagel ist seit zwei
Jahren der Chef des mit Abstand größten
Aktionärs von Generali, der Mailänder
Mediobanca; sie hält mehr als 13 Prozent
an der Versicherung, deren Vizepräsident
Nagel deshalb ist. Offenbar hat er die Fä-
den gezogen, als Anfang April an einem
einzigen Wochenende der Sturz des bishe-
rigen Generali-Präsidenten Cesare Ge-
ronzi organisiert wurde. Dieser war jahre-
lang der ambesten mit der Politik vernetz-
te Banker Italiens – zunächst als Medio-
banca-Präsident, seit 2010 als Präsident
von Generali. Dass seine Zeit abgelaufen
war und Nagel seinen Sturz vorbereitete,
hat er jedoch nicht kommen sehen.
Was wie eine Fußnote der italienischen
Wirtschaftsnachrichten wirkt, kann nun
zum Beginn einer neuen Epoche für Ita-
liens Finanzwelt werden. Und der junge
Chef von Mediobanca darf ein Stück von
jener Machtposition beanspruchen, die
das Kreditinstitut früher einmal in Nord-
italien innehatte. Sein Sieg über Cesare
Geronzi flößt Respekt ein. Von nieman-
dem hatte sich der 76 Jahre Banker aus
Rom zuvor verdrängen lassen. Als Chef
von Banca di Roma und dann Capitalia
hatte er allen traditionellen Parteien mit
Krediten ausgeholfen, war auch treuer
Kreditgeber des späteren Regierungs-
chefs Berlusconi. Die Bankenpolitik auf
römische Art machte Geronzi zeitweise
zum Herrn über zwei Fußballklubs, aber
auch zum wichtigen Geldgeber der später
im Bankrott geendeten Konzerne Cirio
und Parmalat. Als seine Bank wegen ma-
roder Bilanzen mit Unicredit fusionieren
musste, wurde Geronzi mit seinem
Traumposten als Mediobanca-Präsident
abgefunden und arbeitete gleich daran,
seinen persönlichen Einfluss zu erwei-
tern. Zweimal wurde Geronzi von einem
Richter in einem Gerichtsurteil aus dem
Amt entfernt, ebenso oft ließ er sich von
einer eigens einberufenen außerordentli-
chen Hauptversammlung wieder bestäti-
gen. Solche Machtdemonstrationen gelan-
gen zuletzt keinem anderen als Geronzi.
Doch nun ist Nagel die Palastrevoluti-
on gelungen. Während Geronzi nachge-
sagt wurde, er wolle die stattlichen Bilan-
zen von Mediobanca und dann die Investi-
tionen von Generali für seine Klientelpo-
litik nutzen, unterstreicht Nagel umso
mehr das genaue Gegenteil: „Mediobanca
hat eine besondere Tradition der empiri-
schen Analyse der Bilanzdaten ohne
Rücksicht auf die Person“, lautet sein Leit-
satz. Tatsächlich hatte die Bank jahrzehn-
telang imRuf gestanden, auch in unbeque-
men Situationen „nein“ sagen oder ange-
sehenen Unternehmen eine gnadenlose
Rosskur verordnen zu können.
Die Bank mit 3300 Mitarbeitern, ei-
nem Börsenwert von 6,6 Milliarden Euro,
Beteiligungen an Telecom Italia und dem
Medienkonzern RCS („Corriere della
Sera“) sowie einem Nettogewinn von zu-
letzt 400 Millionen Euro hat in Italien im-
mer eine herausragende Rolle gespielt.
Gegründet in der Nachkriegszeit als Toch-
tergesellschaft staatlicher Banken, war
sie eines der wenigen Institute, die im ita-
lienischen Trennbankensystem langfristi-
ge Kredite vergeben und Unternehmens-
beteiligungen übernehmen durften. Ob-
wohl lange Zeit staatlich kontrolliert, ent-
wickelte sich Mediobanca zur Bastion der
Privatwirtschaft. Später wurde der Ver-
waltungsrat gewissermaßen zum Salon
des norditalienischen Industrieadels. Der
zumMythos gewordene Chef Enrico Cuc-
cia zog noch im Alter von 92 Jahren die
Fäden. Mediobanca kannte viele Unter-
nehmen als Aktionäre mit Sitz imVerwal-
tungsrat, konnte Sanierungsaktionen für
zusammengebrochene Konzerne organi-
sieren und finanziell gut gestellte Unter-
nehmer zur Teilnahme an der privaten
Plazierung von Aktien bewegen.
Alberto Nagel, der nach seinem Studi-
um an der Mailänder Eliteuniversität
Bocconi seit 1991 seine gesamte Berufs-
karriere bei Mediobanca verbracht hat,
erlebte noch einige Jahre dieser alten
Ära. Entdeckt wurde er, als er 1995 die
feindliche Übernahme einer Regional-
bank durch Credito Italiano betreute.
Von da an stieg der noch jugendliche Na-
gel zu einem engen Mitarbeiter von Cuc-
cia sowie dessen Schüler und Nachfolger
Vincenzo Maranghi auf. Diese Erfahrun-
gen sind nun sein Ansporn, die Traditio-
nen von Mediobanca auch in eine voll-
ständig veränderte Welt weiterzutragen.
Mediobanca ist für ihn wie eines der
„blaublütigen“ Institute mit großem Na-
men, auch wenn sie nicht auf eine Ban-
kiersfamilie zurückgeht. Das Ziel ist für
ihn, in seinen Worten formuliert, das glei-
che: „Werte und ein Arbeitsstil, die im-
mer seltener geworden sind, müssen mit
der Bank an die nächste Generation wei-
tergegeben werden.“ TOBIAS PILLER
D
ie Bergwerksbranche ist nichts für
zartbesaitete Seelen. Dasselbe trifft
für die großen Rohstoffhändler rund um
den Globus zu. Hier plant der Weltmarkt-
führer Glencore den Börsengang, am
kommenden Mittwoch soll die Preisspan-
ne für das Elf-Milliarden-Dollar-Projekt
veröffentlicht werden. ImFührungsgremi-
um hat das in der Schweiz ansässige Un-
ternehmen schon Nägel mit Köpfen ge-
macht. Für die Spitze des Verwaltungs-
rats ist der gebürtige Brite Simon Murray
ausersehen worden, ein Asien-Kenner
mit Abenteurervergangenheit.
Murrays Vorgänger, der 66 Jahre alte
Deutsche Willy Strothotte, war zurückge-
treten, weil er nach den Londoner Börsen-
regeln sonst seine maßgebliche Glencore-
Beteiligung hätte abgeben müssen und er
im übrigen vermehrt das Privatleben
sucht. Schon Strothotte war ein „harter
Knochen“, wie es heißt. Aber das ist
nichts imVergleich zu seinem 71 Jahre al-
ten Nachfolger, der durch die Vermittlung
eines Headhunters zu demKonzern gesto-
ßen ist. Der ehemalige Fremdenlegionär
marschierte noch im Alter von 63 Jahren
mit einem Kameraden zum Südpol. Seit
dieser 1200 Kilometer langen Tour ist
Murray im Guinness-Buch der Rekorde
als ältester Mensch verzeichnet, der ohne
Hilfsmittel dieses Ziel erreicht hat. „Beim
Start wog ich 76 Kilogramm, bei der Rück-
kehr noch 53“, zitiert ihn das Schweizer
Wirtschaftsmagazin „Bilanz“.
Altersbedingt gilt Murray als Über-
gangslösung an der Spitze von Glencore.
Zudem sitzt der Vorstandsvorsitzende
und gebürtige Südafrikaner Iwan Glasen-
berg in dem Gremium und wird daher bei
allen Entscheidun-
gen in dem Kon-
zern, der zuletzt ei-
nen Jahresumsatz
von 145 Milliarden
Dollar erwirtschaf-
tet hat, ein gewich-
tiges Wort mitre-
den. Dasselbe gilt
für die anderen
Führungskräfte in
der ehemaligen
Partnerschaft, die
frühestens fünf Jahre nach dem Börsen-
gang ausscheiden können.
Murray ist für Glencore gleichwohl
wertvoll. Sein Berufsweg macht dies deut-
lich. Nach seiner Zeit in der französi-
schen Fremdenlegion, über die er ein
Buch geschrieben hat, zog er mit seiner
Frau nach Asien und suchte dort neue
Herausforderungen. Er wurde in Hong-
kong ansässig und hat in den vergange-
nen 45 Jahren in den aufstrebenden Län-
dern der Region ein dichtes Beziehungs-
netz geknüpft. Für den britischen Misch-
konzern Jardine Matheson leitete Murray
14 Jahre lang den Handel. Danach gründe-
te er die Beteiligungsgesellschaft Daven-
ham Investments, die er 1984 an den le-
gendären Hongkonger Tycoon Li Ka-
shing verkaufte. Dieser holte ihn an die
Spitze seines Konglomerats Hutchison
Whampoa. Zwischen 1994 und 1998 war
Murray Excecutive Chairman der Deut-
schen Bank in Asien, ehe er sich mit der
Investmentgesellschaft Gems wieder selb-
ständig machte.
Murray leitet diese Beteiligungsgesell-
schaft bis heute. Daneben ist sein Rat in
vielen weiteren Unternehmen gefragt,
die zum Teil in völlig anderen Branchen
angesiedelt sind. In der Schweiz wurde
der Asien-Fachmann, der einst imheimat-
lichen Leicester von der Schule flog, im
Herbst 2003 in den Verwaltungsrat des
Luxusartikelanbieters Richemont ge-
wählt. Asien ist gerade für die europäi-
schen Uhren- und Schmuckhersteller zu
einem Hauptabsatzgebiet geworden.
Auch privat hält sich Murray gern in der
Alpenrepublik auf. Im Winter sieht man
ihn mit Frau und drei Kindern immer wie-
der in Klosters, wo er eine Penthousewoh-
nung besitzt. Jennifer Murray ist übrigens
nicht weniger abenteuerlustig als ihr
Mann: Sie war die erste Frau, die mit ei-
nem Helikopter um die Welt flog.
JÜRGEN DUNSCH
C
had Hurley und Steve Chen sind
gemachte Leute. Die Gründer der
Videoseite Youtube, die ihr Unterneh-
men nur ein Jahr nach dem Start für
1,65 Milliarden Dollar an Google ver-
kauft haben, sind nun selbst unter die
Käufer gegangen. Allerdings in be-
scheidenem Ausmaß: Für kolportierte
1 Million Dollar haben sie das Unter-
nehmen Delicious von Yahoo über-
nommen. Delicious gehört zu den Di-
nosauriern im Web 2.0. Nutzer können
dort ihre Lesezeichen ablegen und ar-
chivieren. Yahoo hatte Delicious im
Jahr 2005 für geschätzte 15 bis 20 Mil-
lionen Dollar übernommen, aber nie
weiterentwickelt. Mit dem Aufkom-
men von Facebook und Twitter haben
die Nutzer neue Werkzeuge für sich
entdeckt, um Links zu verbreiten. Der
Stern von Delicious ist seitdem gesun-
ken und mit ihm Yahoos Interesse an
demUnternehmen. Seit demvergange-
nen Jahr hat Yahoo nach Käufern ge-
sucht und sie nun in Hurley und Chen
gefunden, die Delicious in ihr neues
Unternehmen Avos integrieren möch-
te. Ein echter Unternehmenszweck
lässt sich auf der Avos-Seite im Inter-
net noch nicht erkennen. Was die bei-
den Youtube-Gründer mit Delicious
vorhaben: Eng mit der Community zu-
sammenarbeiten, um den Service zu
verbessern. Geld genug für das Wagnis
haben Hurley und Chen. ht.
S
chon mehrfach schien der Stern
von Eckhard Cordes zu sinken.
Schließlich war er es, der in seiner da-
maligen Funktion als Haniel-Chef für
rund 3 Milliarden Euro Metro-Aktien
zugekauft und damit dem Duisburger
Familienkonzern Haniel ein immenses
Klumpenrisiko und eine gewaltige Ver-
schuldung ins Haus geholt hat. Und als
Eckhard Cordes später zusätzlich Me-
tro-Chef wurde, hat er zunächst zwar
viel versprochen, beim angekündigten
Umbau des Portefeuilles in den Folge-
jahren aber wenig geliefert. Noch
Ende vergangenen Jahres klang das,
was aus Aufsichtsratskreisen durchsi-
ckerte, mehr nach Knatsch als nach
Durchmarsch bei der nächsten Ver-
tragsverlängerung, die in diesem
Herbst ansteht. Nun scheint der Mei-
nungsbildungsprozess der wichtigen
Metro-Anteilseigner jedoch ganz im
Sinne des Sechzigjährigen zu laufen.
Die Zeichen stünden positiv, heißt es:
Die Phalanx Haniel/Schmidt-Ruthen-
beck zeige Wohlwollen, die kritischen
Stimmen im Clan würden leiser. Auch
die Wogen zwischen Cordes und Me-
tro-Gründer Otto Beisheim sollen sich
geglättet haben. Dass Cordes an die-
sem Wochenende nebst Gattin zum
großen Familientreffen des Haniel-
Clans nach Hamburg gereist ist, gibt
einschlägigen Spekulationen Nahrung.
Hatten die Haniel-Gesellschafter in
der Vergangenheit kräftig unter dem
Wertverlust ihres Engagements bei Me-
tro zu leiden, so wendet sich inzwi-
schen das Blatt. Zwar ist der aktuelle
Aktienkurs noch längst nicht auf dem
Niveau, zu dem die letzte Tranche er-
worben wurde. Gleichwohl hat sich
der Wert des Pakets kräftig erholt. Vor
allem aber kann Cordes für 2010 ein
Rekordergebnis präsentieren und nach
der Metro-Hauptversammlung eine
spürbar höhere Dividende überweisen.
Das beruhigt die Gemüter. Auch hat er
inzwischen langjährige Sorgenkinder
wie die SB-Warenhausgruppe Real im
Griff. Ob sich Metro – wie einst in Aus-
sicht gestellt – von der Kette trennt, ist
offen. Dem Vernehmen nach gibt es
zwei bis drei seriöse Interessenten, die
sich schon die deutlich verbesserten
Zahlen des Unternehmens anschauen.
Als der langjährige Mercedes-Mana-
ger imJanuar 2006 als Haniel-Chef an-
trat, sorgte das für großes Erstaunen.
Ein die Öffentlichkeit liebender,
forsch auftretender Auto-Mann an der
Spitze einer verschwiegenen, nicht ein-
mal börsennotierten Ruhr-Dynastie?
Der Phantomschmerz, den er selbst
noch lange nach dem Abschied von
Daimler verspürte, soll verflogen sein,
heißt es aus seinem Umfeld. Sogar in
seinem Jargon ist der seit Anfang
2010 allein auf das Metro-Amt konzen-
trierte Manager inzwischen zum Händ-
ler mutiert. BRIGITTE KOCH
Jens Weidmann (Mitte) Foto dpad
JoachimMilberg, der Aufsichtsratsvor-
sitzende des Autobauers BMW, hat das
gleiche Amt auch im Technologie- und
Automatisierungskonzern Festo aus
Esslingen übernommen. Milberg ge-
hört dem Aufsichtsrat des Unterneh-
mens schon seit 2003 an. Er löst an der
Spitze nun Christoph Weiß ab. Dieser
habe das Gremium auf eigenen
Wunsch verlassen, teilte ein Sprecher
des Familienunternehmens mit. Festo
beschäftigt weltweit mehr als 14 600
Mitarbeiter und hat im vergangenen
Jahr 1,8 Milliarden Euro Umsatz er-
wirtschaftet.
Christoph Hugenberg rückt in den
Vorstand des Fenster- und Beschlagher-
stellers Roto Frank AGauf. Zum1. Sep-
tember wird er schrittweise den Be-
reich Dach- und Solartechnologie von
Erich Rosenkranz übernehmen, wie
das in Leinfelden-Echterdingen ansäs-
sige Unternehmen mitteilt. Dadurch
soll ein nahtloser Übergang gewährleis-
tet werden. Der 59 Jahre alte Rosen-
kranz werde altershalber zu einem
noch nicht genannten Zeitpunkt aus
demVorstand ausscheiden. Der 45 Jah-
re alte Diplom-Kaufmann Hugenberg
sei seit rund fünf Jahren bei dem in Fa-
milienbesitz befindlichen Bauzuliefe-
rer beschäftigt. Roto Frank erzielte im
vergangenen Jahr einen Umsatz von
knapp 640 Millionen Euro.
Eckhard Cordes
hat bei Metro
wieder Oberwasser
Ein Deutscher soll
Aufseher von
Rosneft werden
Alberto Nagel gelingt die Palastrevolution in Italiens blaublütiger Bank
Alberto Nagel Foto Ropi
Feuerwehr für die Lego-Erben Ein Asien-Kenner mit Abenteurerformat für Glencore
Youtube-Gründer
kaufen Delicious
Eckhard Cordes Foto Bloomberg
Matthias Warnig
Kjeld K. Kristiansen Simon Murray
MENSCHEN &WIRTSCHAFT
Kurze Personalien
FRANKFURTER ALLGEMEI NE ZEI TUNG SAMSTAG, 30. APRI L 2011 · NR. 100 · SEI TE 19 Unternehmen
csc. DÜSSELDORF, 29. April. Das größ-
te deutsche Biotechnologieunterneh-
men Qiagen ist verhalten in das neue
Jahr gestartet, rechnet aber in den kom-
menden Monaten mit einer Belebung
des Geschäfts. „Wir sind nach wie vor
auf dem richtigen Kurs, um unsere
Wachstumsziele für das Gesamtjahr zu
erreichen“, teilte der Vorstandsvorsitzen-
de Peer Schatz mit. Das Unternehmen
aus dem rheinischen Hilden erwartet für
2011 ein Umsatzplus von 5 bis 7 Prozent
und einen Zuwachs des bereinigten Ge-
winns je Aktie von 7 bis 13 Prozent. In
den Zahlen ist die geplante Übernahme
des australischen Diagnostikunterneh-
mens Cellestis, die Mitte des Jahres abge-
schlossen werden soll, noch nicht enthal-
ten. Für 2012 hat sich Qiagen ein deut-
lich stärkeres Wachstum vorgenommen.
Im ersten Quartal bekam der im Tec-
Dax notierte Hersteller von Tests zur Di-
agnose von Krankheiten die Naturkata-
strophen in Japan und Australien sowie
die politischen Unruhen in Nordafrika
zu spüren. Die Ereignisse hätten den Um-
satz um 2 Prozentpunkte geschmälert,
heißt es in der Mitteilung. Zudem litt das
Unternehmen unter der Flaute der ame-
rikanischen Wirtschaft. Viele Amerika-
nerinnen seien seltener zum Arzt gegan-
gen, was sich negativ auf den Verkauf ei-
nes Vorsorgetests zur Erkennung von Ge-
bärmutterhalskrebs ausgewirkt habe.
Der Umsatz stagnierte imersten Quar-
tal mit 264 Millionen Dollar annähernd
auf dem Vorjahresniveau. Der operative
Gewinn sank um 14 Prozent auf 38 Mil-
lionen Euro. Der Nettogewinn ging von
33 auf 28 Millionen Dollar zurück. Im
Jahresverlauf erwartet der Finanzvor-
stand Roland Sackers „bedeutend höhe-
re Wachstumsraten“. Dazu sollen unter
anderem ein neues Molekulardiagnos-
tik-Testsystem und der Trend zur perso-
nalisierten Medizin beitragen.
Schwacher Auftakt für Qiagen
Umsatz des Biotechnologieunternehmens stagniert
St. DÜSSELDORF, 29. April. Nach ei-
nem drei Jahre dauernden harten Sanie-
rungskurs ist die Masterflex AG aus Gel-
senkirchen unbelastet in das Geschäfts-
jahr 2011 gestartet. Der Vorstandsvorsit-
zende Andreas Bastin bekräftigte am
Donnerstag in Düsseldorf das für 2011
prognostizierte Umsatzwachstum um bis
zu 10 Prozent auf 51 Millionen Euro und
ein Ergebnis vor Steuern und Zinsen
(Ebit) von 7 Millionen Euro. Dabei hat
der Hersteller von Schlauch- und Verbin-
dungssystemen imersten Quartal ein ho-
hes Tempo eingeschlagen: Der Umsatz
wurde um 24 Prozent auf 14 Millionen
Euro gesteigert; das Ebit legte um75 Pro-
zent auf 2,4 Millionen Euro zu. Dennoch
will der Vorstand die Gewinnprognose
vor dem regelmäßig ruhigeren Sommer-
geschäft und wegen denkbarer Expansi-
onskosten nicht anheben.
Das 1987 gegründete Unternehmen
stellt aus Spezialkunststoffen industriel-
le und medizintechnische Anwendungen
her. So werden zum Beispiel für die Mi-
krochirurgie Schläuche gefertigt, die
kaum dicker sind als ein Streichholz,
aber aus fünf Kanälen bestehen. Eine an-
dere Spezialität sind Schlauchsysteme,
die Temperaturen von mehr als 1000
Grad Celsius standhalten. Sie werden im
Fahrzeug-, Flug- und Maschinenbau so-
wie in der Energietechnik verwendet.
Nach dem Börsengang 2000 ist das Un-
ternehmen auf fünf Geschäftsfelder mit
140 Millionen Euro Umsatz und 850 Ar-
beitsplätze expandiert, aber 2008 in eine
Ertragskrise gestürzt, die von der globa-
len Wirtschaftskrise verschärft wurde.
Seither konzentriert sich Masterflex
auf Schlauch- und Verbindungssysteme.
Das Unternehmen hat sich von fast 100
Millionen Euro Umsatz und 500 Arbeits-
plätzen getrennt. Gleichzeitig wurden im
Kerngeschäft Ertragskraft, Entwicklung
und Vertrieb gestärkt. Im Geschäftsjahr
2010 mit 46 (Vorjahr: 38) Millionen Euro
Umsatz führte zwar der Restrukturie-
rungsaufwand zu 2,3 (13,6) Millionen
Euro Konzernverlust. Im Kerngeschäft
wurde jedoch eine Ebit-Marge von 14 Pro-
zent erwirtschaftet. Nun soll die Eigenka-
pitalquote von aktuell 21,3 auf rund 30
Prozent ausgebaut werden, ehe die Wie-
deraufnahme der 2008 ausgesetzten Divi-
dende Priorität erhält. Nachdemdie Mas-
terflex-Aktie in der zweiten April-Hälfte
fast einen Euro auf 5,50 Euro zugelegt
hatte, bröckelte der Kurs nach Bekanntga-
be der Quartalszahlen etwas ab.
NEW YORK, 29. April (Reuters). Der
gestiegene Ölpreis hat Chevron zu Jah-
resbeginn einen deutlichen Gewinnan-
stieg beschert. Der Überschuss sprang
um 36 Prozent auf 6,2 Milliarden Dol-
lar, wie der zweitgrößte amerikanische
Ölkonzern am Freitag mitteilte. Der
Umsatz wuchs um 23 Prozent auf 58
Milliarden Dollar. Damit reiht sich für
die Ölbranche ein Erfolgsergebnis an
das Nächste. Auch die Konkurrenten
Royal Dutch Shell und Exxon Mobil
profitierten vomhohen Ölpreis und ver-
zeichneten deutliche Gewinnzuwächse
im ersten Vierteljahr. Der französische
Rivale Total gab am Freitag einen
Sprung beimNettoergebnis von rund ei-
nem Drittel auf 3,1 Milliarden Euro be-
kannt. Die Chevron-Aktie stieg um 0,1
Prozent. Seit Jahresbeginn hat der Kurs
bereits um 19 Prozent zugelegt. Das To-
tal-Papier erhöhte sich leicht um 0,4
Prozent.
Ölpreisanstieg lässt
Chevron jubeln
tih. FRANKFURT, 29. April. Es war ein
krasser Kontrapunkt. Nach den dezen-
ten Farben der Vergangenheit – Hell-
blau, Beige, Grün – lief am 30. April
1991 der letzte Trabant vom Band. Des-
sen pinkfarbene Lackierung markierte
gewissermaßen den optischen Schluss-
strich unter den DDR-Autobau mit
Zwickau als geographischem Zentrum.
Hier im Westen Sachsens waren unter
dem Sachsenring-Logo gut drei Millio-
nen Trabis entstanden. Das berühmte
Modell 601, ein 26 PS starker Zweitak-
ter, bauten die Mitarbeiter zweieinhalb
Jahrzehnte lang in kaum veränderter
Form. Im Herbst 1989 präsentierte die
DDR-Führung das Modell 1.1 mit einem
in Lizenz gefertigten VW-Polo-Viertakt-
motor. Es half nichts: Der Wagen verhin-
derte die Wende nicht, ein langes Leben
war ihm nicht vergönnt.
Mit demletzten Trabi endete zunächst
eine lange Historie. Den Grundstein hat-
te der Autopionier August Horch gelegt,
der am 10. Mai 1904 die
„A. Horch & Cie. Motorenwerke AG“
ins Handelsregister eintragen ließ. 1909
gründete er sein zweites Unternehmen
in Zwickau: Audi – der Name ist die latei-
nische Übersetzung von „Horch“. Die
beiden Marken gingen mit DKW und
Wanderer 1932 in der Auto Union AG
auf, demdamals zweitgrößten Kraftfahr-
zeugunternehmen Deutschlands nach
Opel in Rüsselsheim. „Nach dem Zwei-
ten Weltkrieg war es neben Lastkraftwa-
gen vor allem der Trabant, der Zwickaus
Ruf als Automobilstadt festigte“, stellt
heute die Stadtverwaltung fest. Und
Zwickau gehöre zu den wenigen Städten
in Deutschland, in denen seit mehr als
100 Jahren erfolgreich Kraftfahrzeuge
entwickelt und produziert werden.
In dieser Erkenntnis spiegelt sich die
Tatsache, dass mit dem Ende des DDR-
Volkswagens weder für die Stadt noch
für das Land Sachsen das Ende des tradi-
tionsreichen Automobilbaus kommen
sollte. Zunächst aber sorgte der Name
Sachsenring eher für negative Schlagzei-
len. Die Treuhand hatte den ehemaligen
Volkseigenen Betrieb mit 12 000 Mitar-
beitern abgewickelt und reprivatisiert,
unter anderem an die Brüder Ritting-
haus. Diese machten ein ostdeutsches
Vorzeigeunternehmen daraus und brach-
ten die Firma im Oktober 1997 an die
Börse, den Neuen Markt.
Doch das vermeintliche „Wunder von
Zwickau“ wich bald einer wenig wunder-
baren Realität. Das Expansionskonzept
scheiterte, am Ende standen die Insol-
venz und der Vorwurf der Bilanzmanipu-
lation im Raum. Seit 2006 gehört Sach-
senring zur HQM-Gruppe, die sich nach
eigenem Bekunden zu den „bedeutend-
sten Lohnhärtereien in Deutschland“
zählt. Und so erinnert auf dem histori-
schen Sachsenring-Gelände am Rand
des Stadtzentrums, wo Horch seine Au-
tos baute, heute nichts mehr an den Tra-
bi. Hier sind Zulieferer und Entwickler
untergebracht, hier arbeiten nur noch ei-
nige hundert Menschen.
Wichtiger für den Automobilbau in
Zwickau, den zu DDR-Zeiten sogar Brief-
marken würdigten, sind die Aktivitäten
von Volkswagen. Im 1,8 Millionen Qua-
dratmeter großen VW-Werk im Ortsteil
Mosel – wo auch der letzte Trabant vom
Band rollte – bauen 6200 Mitarbeiter die
Modelle Golf und Passat zusammen und
produzieren Karosserien für Bentley
und Phaeton. Es ist nicht der einzige
VW-Standort im Land. In Dresden hat
der Hersteller seine „gläserne“ Phaeton-
Manufaktur eingerichtet, in Chemnitz
findet sich ein Motorenwerk mit gut
1000 Mitarbeitern. Auch die anderen gro-
ßen Namen geben der „Wiege des deut-
schen Automobilbaus“, von der das Wirt-
schaftsministerium spricht, die Ehre.
Porsche produziert in Leipzig, BMW
auch.
Welche Bedeutung das Auto für Sach-
sen hat, versucht die Verbundinitiative
Automobilzulieferer Sachsen (AMZ) mit
Zahlen zu verdeutlichen. Im ganzen
Land gibt es demnach rund 750 Zuliefe-
rer, Dienstleister und Ausrüster. Für
2008 wurde eine Produktion von
433 750 Fahrzeugen und ein Umsatz von
12,2 Milliarden Euro errechnet, was ei-
nem Viertel der sächsischen Industrie-
produktion entspricht. „Misst man die
Produktivität der sächsischen Automobil-
industrie am Umsatz pro Beschäftigten,
so ist diese höher als in der deutschen
Automobilindustrie im Durchschnitt“,
konstatiert die Initiative stolz. Mancher
unkt bereits, das sei wohl das Vermächt-
nis des letzten Trabants.
Das Vermächtnis des letzten Trabi
Unternehmen
Sanierung ist Masterflex gut bekommen
Schlauchspezialist startet mit Ergebnissprung ins Jahr 2011
High-Tech-Schlauch Foto picture-alliance/dpa
Vor 20 Jahren rollte in
Zwickau der letzte Trabant
vom Band. Für den Auto-
mobilbau in Sachsen war das
nicht das Ende, sondern nur
eine Zwischenetappe in einer
langen Geschichte.
Deutsch-deutsche Legenden: der letzte Trabant aus Zwickau Foto dpa
Zum Leserbrief „Kein Bundestag in der
Beethovenhalle“ von Dr. Stephan Eisel
(F.A.Z. vom 2. April): Den Leser verwun-
dert, dass ausgerechnet ein in Bonn leben-
der Politiker sich vehement dagegen ver-
wahrt, dass der erste gesamtdeutsche Bun-
destag in der Bonner Beethovenhalle „ge-
tagt“ hätte. Gewiss Bonn liegt im Westen,
aber wäre es nicht eher als eine Ehre der
Stadt anzusehen, die damals Hauptstadt-
funktionen der Bundesrepublik wahr-
nahm? Dass der Leser die Bonner Beetho-
venhalle als „alte Mehrzweckhalle“ sieht,
die allenfalls eine gewisse Bedeutung für
die Bonner Lokalgeschichte haben mag, je-
doch nicht für die Bundesrepublik –, da
irrt er sich oder will das nicht sehen. Denn
die Beethovenhalle war der offizielle Ort,
an dem eine große Zahl von Staatsakten
und Staatsbesuchen neben Veranstaltun-
gen der internationalen Diplomatie statt-
fanden. Wenn nun in philologischer Akri-
bie um das Verb „tagen“ ein solches Getö-
se entfacht wird, wundert auch dies. Denn
niemand hat behauptet, dass in der Beetho-
venhalle eine reguläre Sitzung des Bundes-
tages stattgefunden habe. Vielmehr „tag-
te“ der erste gesamtdeutsche Bundestag
hier auf Einladung der Stadt Bonn, wie die
„Bonner Rundschau“ vom 30. Januar 1991
wörtlich berichtete. Man fragt sich bei sol-
cher Wortklauberei, ob nicht das neue phi-
lologische Interesse der Politik von wichti-
geren Aufgaben der Politik ablenke.
PROFESSOR DR. HEIJO KLEIN, BONN
Ihren kritischen Artikel zum Thema Elek-
troantrieb für Pkw„Das E-Auto wird über-
schätzt“ von Boris Schmidt (F.A.Z., „Tech-
nik und Motor“ vom 12. April) habe ich
mit großem Interesse gelesen. Er deckt
sich mit anderen Leseerfahrungen zu die-
sem Thema, und ich kann mir kaum vor-
stellen, dass eine Fahrt bei minus zehn
Grad im Winter und Schneefall mit einge-
schaltetem Licht sowie arbeitenden Schei-
benwischern durch eine Mittelgebirgsland-
schaft wie die Eifel ein Erfolgserlebnis
wäre. Das Energiespeicher-Problem ist
noch nicht einmal ansatzweise gelöst, und
ob es lösbar ist und bejahendenfalls mit
welchem finanziellen und ökologischen
Aufwand, das mag dahinstehen.
Dabei mutet eines besonders kurios
an: Bei Fahrzeugen wird der Weg zum
Heil darin gesehen, von den klassischen
fossilen Energiespendern hin zur Elektrizi-
tät zu wechseln. Bei der Raumheizung soll
es aber gerade umgekehrt laufen, nämlich
weg von der Elektrizität und hin zu den
fossilen Stoffen. Obwohl das Problem
der Speicherung gerade bei der Raumhei-
zung (Nachtstrom) kein Problem mehr
bildet und es neuerlichen Forschungs-
und Investitionsaufwandes hier kaum be-
darf. Was könnte es Ökologischeres geben
als die Heizung eines gut gedämmten Hau-
ses mit Strom, der durch Windenergie –
oder vielleicht einmal durch Kernver-
schmelzung – erzeugt worden ist?
Wir haben in unseremHaus eine Nacht-
stromheizung, mit der wir gut zurechtkom-
men. Wir haben sie uns nicht ausgesucht,
sie wurde uns von der Gemeinde in den
achtziger Jahren aus ökologischen Grün-
den – Schutz der Obstplantagen – vorge-
schrieben. Wer weiß, ob diese inzwischen
aufgehobene Ortssatzung nicht in dreißig
Jahren wieder letzter Stand der Erkennt-
nis sein wird. Dann wären wir wieder an
der Spitze der Fortschrittsfront.
DR. AXEL REBHAN, MECKENHEIM
Der Leitglosse von Holger Steltzner „Aus-
stieg mit Folgen“ (F.A.Z. vom 5. April)
stimme ich voll und ganz zu. Auf seine
Frage „Können sich die Deutschen wohl-
fühlen, wenn sie aussteigen und den feh-
lenden Strom aus dem Ausland holen,
wo er oft an der Grenze mit Kernkraft er-
zeugt wird oder mitunter aus alten, dre-
ckigen Kohlekraftwerken kommt?“ ist
meine Antwort klar und deutlich, nein,
ich kann es nicht.
Die Antwort darauf von Leser Axel Rei-
nisch in seinem Brief „Alles, was Energie
spart, muss genutzt werden“ (F.A.Z. vom
18. April): „Wenn wir aus Frankreich
Atomstrom importieren, so ist es für uns
nicht schön, jedoch eher ein Problem
Frankreichs, wie dort Strom produziert
wird, als unseres“ entbehrt jeglicher
Ethik. Wie scheinheilig: Wir, die guten
Deutschen, produzieren keinen Atom-
strom, wir benutzen ihn nur! Übrigens
glaube ich nicht, dass die meisten Franzo-
sen ein Problem mit der Erzeugung von
Atomstrom haben, Das ist doch ganz of-
fensichtlich ein deutsches Phänomen.
GABRIELE SNYDER, KARLSRUHE
Es war zu erwarten, dass der kritische Bei-
trag von Michael Heinig und Christoph
Möllers zur Lage der deutschen Rechtswis-
senschaft auf Ablehnung stoßen würde,
wie jetzt in den beiden Entgegnungen von
Peter M. Huber und Henning Radtke so-
wie von Claus-Wilhelm Canaris und Rei-
ner Schmidt (F.A.Z. vom 7. April) zum
Ausdruck kam. Wer jedoch mit der Situa-
tion an deutschen juristischen Fakultä-
ten nur ein wenig vertraut ist, musste
doch mit Verwunderung die Augen rei-
ben, wenn er hier lesen konnte, die deut-
sche Rechtswissenschaft sei „leistungsfä-
hig und vorbildlich“, auch habe sie sich
bewährt, sei international führend und
vertrete eine „hohe Kultur“.
Gewiss gibt es immer noch einige aus-
ländische Juristen, die den Weg an eine
deutsche juristische Fakultät finden, doch
dürfte der Grund dafür eine Reputation
sein, die sich die deutsche Rechtswissen-
schaft im 19. und frühen 20. Jahrhundert
erworben hat, als Staaten auf dem Weg in
die Moderne den Anschluss an die euro-
päische Rechtskultur suchten und nicht
die Kultur europäischer Kolonialstaaten
übernehmen wollten, außerdem in
Deutschland tatsächlich noch eine hoch-
karätige rechtswissenschaftliche Kultur
existierte. Dies war mit dem Jahr 1933
vorbei, und danach hat sich die deutsche
Rechtswissenschaft bis heute nicht von
ihrer positivistischen, dem „Willen des
Gesetzgebers“ unterwürfigen Methode
erholen können, zumal auch etwa der
nordamerikanische Bereich diese Metho-
de pflegt; dass viele Rechtsinstitute noch
immer nicht geklärt sind, spielt keine Rol-
le: Man hat ja die nötigen Gesetze zur
Hand. Und diese Gesetze werden dann
auf der Suche nach „Wortsinn“ ausgelegt,
als würden wir uns noch in der mittelalter-
lichen Zeit der Scholastik befinden.
Wo sind denn die „Leistungen“ einer
heutigen deutschen Rechtswissenschaft?
Anstelle einer Theorie der „Supranationa-
len Gemeinschaft“ haben wir den Begriff
„Staatenverbund“ erfunden, von dem nie-
mand weiß, was er eigentlich bedeuten
soll; es gibt keine Theorie des „Bundes-
staats“, was natürlich sehr bequem ist,
weil man dann nach Belieben „Föderalis-
musreformen“ durchführen kann; und es
gibt nicht einmal eine Theorie der „Demo-
kratie“ – ein Wort, das wir im Mund füh-
ren und glauben machen, wir wüssten,
was damit gemeint ist, obgleich ein Bürger
spätestens bei Demonstrationen erkennen
muss, dass das „Volk“ in der Politik nichts
zu sagen hat; der Begriff „Repräsentativde-
mokratie“ soll dies zwar erklären – aber
was ist denn dabei noch „Demokratie“?
Diese Liste ließe sich mit Beispielen
aus allen Rechtsgebieten ergänzen. So
hat unser „Aktiengesetz“ schwerlich et-
was mit der Idee der Aktiengesellschaft
zu tun, und ganz offensichtlich hat der
deutsche Gesetzgeber nicht begriffen,
was eigentlich eine Stiftung ist oder was
den Unterschied zwischen einem Dienst-
und einem Arbeitsverhältnis ausmacht.
Am ärgsten ist jedoch, dass die deutsche
Familienrechtswissenschaft weder über
einen Ehe- noch über einen Familienbe-
griff verfügt, so dass der Gesetzgeber
nach politischem Belieben „Reformen“
beschließen kann, umsich danach zu wun-
dern, dass Scheidungen in Deutschland
Rekordniveau haben, die deutsche Gesell-
schaft aus einem hohen Prozentsatz von
Singles und Alleinerziehenden besteht
und die Alterspyramide inzwischen we-
gen fehlender Geburten auf dem Kopf
steht, mit allen Folgen, die sich hieraus für
die deutsche Gesellschaft ergeben.
Wer behauptet, dass an deutschen juris-
tischen Fakultäten noch wirklich For-
schung betrieben wird, der weiß entweder
nicht, wovon er spricht, oder er weiß
nicht, was Forschung bedeutet. Sicherlich
gibt es auch hier noch vereinzelt tatsäch-
lich Forschungsleistungen. Die juristi-
schen Fakultäten in Deutschland bieten je-
doch im wesentlichen Fachhochschulkur-
se für angehende Richter, Rechtsanwälte
und Wirtschaftsjuristen, und dieser Zu-
stand wird sich mit dem Einzug des soge-
nannten Bologna-Prozesses weiterhin ver-
festigen. Die Kritik von Heinig und Möl-
lers erscheint durchaus nicht überzogen.
Die Selbstgefälligkeit ihrer Kontrahenten
lässt allerdings wenig Hoffnung, dass sich
an deutschen juristischen Fakultäten zu-
künftig etwas ändern wird.
DR. KARL ECKHART HEINZ, BONN
Mit Irritationen habe ich Ihren Artikel
über die Westminster Abbey gelesen
(F.A.Z. vom 28. April). Darin leiten Sie
zum Schluss über auf die Märtyrer des 20.
Jahrhunderts, und sie behaupten, Pater
Maximilian Kolbe sei verhungert und Pfar-
rer Dietrich Bonhoeffer erschossen wor-
den. Beides ist nicht korrekt. Maximilan
Kolbe wurde zwar in der Tat zum Hunger-
tod verurteilt, jedoch verabreichte man
ihm eine tödliche Phenolinjektion nach
zehn Tagen im Hungerbunker. Dietrich
Bonhoeffer musste durch den Strang ster-
ben. Insbesondere bin ich dahin gehend ir-
ritiert, da ich mir nicht erklären kann, wie
Sie auf diese Fehlbehauptungen kom-
men. So ist gerade über den Tod Bonhoef-
fers regelmäßig umfassend in Dokumen-
tationen und Spielfilmen berichtet wor-
den, dass es eigentlich schon Allgemein-
wissen ist, dass er unbekleidet, aber den-
noch von innerer Zuversicht getragen,
zum Galgen schritt. Selbst wenn man
dies nicht weiß, benötigt man kein umfas-
sendes Geschichtsstudium, um Daten re-
cherchieren zu können, da diese Fakten
relativ einfach und ohne großen Recher-
cheaufwand nachzulesen sind.
JOHANNES SAMLENSKI, EMMENDINGEN
Zur Rezension des Buches von Alfred de
Zayas „Völkermord als Staatsgeheimnis“
(F.A.Z., „Politische Bücher“ vom 18.
April): Darin wird der These von Zayas,
wonach die Masse der deutschen Bevölke-
rung keine Kenntnis von der Mordmaschi-
nerie der Nazis gehabt hätte, vehement
entgegengetreten. Rezensent Bernward
Dörner will zeigen, wie wenig erfolgreich
die Geheimhaltungsstrategie der NS-Füh-
rung im Ergebnis gewesen sei. Dazu über-
nimmt er auch den Satz, das millionenfa-
che Morden hätte „vor der Bevölkerung“
nicht verborgen werden können.
Dem steht entgegen, dass Himmler
noch im Oktober 1943 in seiner Posener
Rede den Spitzenvertretern des NS-Staa-
tes strikte Geheimhaltung und Schweige-
pflicht auferlegt hat. Natürlich wissen wir
heute, dass dennoch einiges durchgesi-
ckert ist. Zwischen dem, was daraus an
punktueller Wahrnehmung erwuchs, und
der vom Rezensenten zitierten dreisten
Einlassung Görings vor dem Militärtribu-
nal in Nürnberg liegen Welten. Das zweite
Beispiel des Rezensenten geht von der
kaumzu bezweifelnden Tatsache aus, dass
nach Stalingrad entgegen dem Versuch
der offiziellen Verschleierungspropagan-
da wohl nur noch die wenigsten an den
Endsieg glaubten. Eventuelle Geheimhal-
tungsbemühungen wurden im Fall Stalin-
grad durch die jedem sichtbare ständige
Rückverlegung der Kampffront und die
täglichen Verlustmeldungen ad absurdum
geführt. Auch dieses Beispiel eignet sich
kaumfür eine Übertragung einer Geheim-
haltungsstrategie auf den Holocaust.
Demgegenüber vermisst man bei der
Wertung des Buchs von Zayas die Würdi-
gung von leicht greifbaren Gegebenheiten
und Fakten, wie zumBeispiel: Jede öffent-
liche und private Kommunikation fand sei-
nerzeit unter den Bedingungen eines tota-
litären Staates und eines handfesten Droh-
potentials statt. Die Öffentlichkeit war
quantitativ und strukturell reduziert. Män-
ner waren im Feld, gefallen oder verwun-
det. Die Zivilbevölkerung war mit dem
Kampf ums Überleben, die Städter mit
den Folgen des Bombenkrieges vollauf
beschäftigt. Was soll man in den Kriegs-
jahren ab 1943 unter „der deutschen Be-
völkerung“ verstehen, welche die Chan-
ce gehabt hätte, Gerüchten nachzuge-
hen, zu prüfen und in den Austausch mit
systemkritisch Gesinnten zu treten?
Einiges spricht dafür, dass die Thesen
des Historikers Zayas doch etwas mehr
Beachtung verdienen als ihm vomRezen-
senten zugemessen.
DR. JÜRGEN HUBER, KÖNIGSWINTER
Zur Feuilleton-Glosse „Deutschstunde“
(F.A.Z. vom 26. April): So schlimm wie
angezeigt stand es zumindest an Gymna-
sien mit Deutsch als Fremdsprache bis
Ende der neunziger Jahre nicht in St. Pe-
tersburg. Der Deutschunterricht dort –
soweit ich ihn im Rahmen einer Schul-
partnerschaft mit einem Gymnasium
kennenlernte – war vor allem auf Litera-
risierung der Schülerinnen und Schüler
angelegt. Es wurde viel gelesen, meist Au-
toren des achtzehnten und neunzehnten
Jahrhunderts.
In den Unterrichtsräumen der Deutsch-
lehrkräfte – jede Lehrkraft hatte „ihren“
Raum, und die Schüler gingen dorthin
zum Fachunterricht – standen Bücherre-
gale voller Literatur, an den Wänden hin-
gen Autorenporträts und Fotos von Thea-
teraufführungen, Gedichte aus dem Lite-
raturkanon wurden vorgelesen, geschrie-
ben und auswendig gelernt. „Junger
Mann“ hieß im Gespräch auch mal „Jüng-
ling“, und anstelle von „ja“ wurde gesagt
„gewiss“, „gewiss doch“ oder „gewiss,
wenn ich darf“. Die Nachfrage ergab, dass
Hölderlin, Heine und Fontane („Effi
Briest“) gelesen worden waren. Literari-
sche und rhetorische Bildung galt eben
mehr als Alltagssprechtauglichkeit und
Standardkommunikation. Mittlerweile
scheint dies „veraltet“ zu sein.
DR. ELISABETH FUCHSHUBER-WEISS,
NEUENDETTELSAU
Der Libyen-Krieg hat EU und Nato in
eine tiefe Krise gestürzt; wer wollte das
bestreiten. Widerspruch aber verdient
die von Klaus-Dieter Frankenberger
(„Der große Unmut“, F.A.Z. vom 23.
April) wie auch von Lothar Rühl („Nur
noch zweitklassig“, F.A.Z. vom 26. April)
angebotene Analyse, Berlin habe mit sei-
ner Position außenpolitisches Kapital ver-
spielt. Zugegeben: Die Stimmenthaltung
im Sicherheitsrat war keine diplomati-
sche Meisterleistung – ein klar konditio-
niertes Ja oder ein eindeutiges Nein wä-
ren allemal besser gewesen.
Weitaus verheerender allerdings ist
der von Paris und London vom Zaun ge-
brochene planlose Libyen-Krieg mit dem
von der UN-Resolution nicht gedeckten
Ziel, den Gewaltherrscher Gaddafi aus
dem Amt zu entfernen, ist die Parteinah-
me der atlantischen Allianz in einemBür-
gerkrieg, ohne der Opposition wirklich
helfen zu können, und ist die Sperre Sar-
kozys gegen politische Vermittlungsver-
suche mit dem Ziel eines Waffenstill-
stands. Gewiss: Europapolitischer Glanz
strahlt schon lange nicht mehr aus Berlin
– aber Deutschland als EU- und Nato-Be-
schädiger an den Pranger zu stellen, weil
es sich nicht an einem politisch desaströ-
sen und mittlerweile auch völkerrecht-
lich fragwürdigen bewaffneten Feldzug
beteiligt, markiert eine beklagenswerte
publizistische Weichenstellung.
PROFESSOR DR. WALTHER STÜTZLE,
STAATSSEKRETÄR A. D., BERLIN
An der Spitze der Fortschrittsfront
Scheinheilig
Briefe an die Herausgeber
„Hohe Kultur“ an deutschen Rechtsfakultäten?
Wortklauberei
Literarische Bildung
Deutschland nicht an den Pranger stellen
Kolbe und Bonhoeffer
Mehr Beachtung für Alfred de Zayas’ Thesen
SEI TE 20 · SAMSTAG, 30. APRI L 2011 · NR. 100 FRANKFURTER ALLGEMEI NE ZEI TUNG Unternehmen und Wetter
E
s ist noch nicht lange her, da rann
den Daimler-Managern das Geld
nur so durch die Finger. Million um
Million musste ausgegeben werden,
ohne dass genug Autos und Laster ver-
kauft worden wären, um die Kasse
wieder ausreichend auffüllen zu kön-
nen. In höchster Not fanden die Stutt-
garter Autobauer arabische Investo-
ren, die sich zu einem Spottpreis ein-
kauften und die Kasse wieder füllten.
Das Erleben muss ziemlich eindring-
lich gewesen sein, denn inzwischen
bunkert Daimler Geld. Mehr als 12
Milliarden Euro Nettoliquidität wurde
angehäuft. Doch Finanzvorstand
Bodo Uebber fühlt sich wohl damit.
Die Schuldenkrise in Europa und
Amerika, Kriege und Bürgerkriege in
Afrika und dem Mittleren Osten, Na-
turkatastrophen – das sind die Realitä-
ten, die blitzschnell die derzeit florie-
rende Autoindustrie wieder vor neue
Probleme stellen können. Dann ist es
gut, dass Vorsorge getroffen ist und
schwierige Zeiten ohne fremde Hilfe
überstanden werden können. Der Ver-
lockung, um kurzfristiger Effekte wil-
len die Bilanzkennzahlen zu optimie-
ren, erliegt man bei Daimler offenbar
nicht mehr so schnell wie in der Ver-
gangenheit. Diese Lektion hat der Vor-
stand in Stuttgart anscheinend ge-
lernt.
FRANKFURT, 29. April
D
amit hatten selbst die kühnsten
Optimisten nicht gerechnet. Vor
dem 32. Spieltag der Fußball-Bun-
desliga steht Hannover 96 auf demdritten
Platz der Tabelle. Geben sich die Nieder-
sachsen gegen den Vorletzten Borussia
Mönchengladbach in der heimischen
AWD-Arena an diesem Samstag nicht die
Blöße, können sie einen großen Schritt
machen, sich den Qualifikationsrang für
die lukrative Champions League zu si-
chern. 17 Monate nach dem Selbstmord
von Nationaltorhüter Robert Enke, der
den gesamten Verein erschütterte und
fast den Abstieg in die zweite Liga nach
sich gezogen hätte, klopft die Mannschaft
von Trainer Mirko Slomka an die Pforte
zur europäischen Königsklasse.
Was sportlich ein großartiger Erfolg für
das Team um den ivorischen Torjäger Di-
dier Ya Konan wäre, würde den Verein
und seinen Sponsor TUI vor eine Heraus-
forderung stellen. Denn für beide stehen
unerwartete Erfolgsprämien an – finan-
zielle Sonderlasten, die man gern zahlt,
die aber vermeidbar wären. Zumindest se-
hen das die Sportspezialisten von Aon so,
dem größten Versicherungsmakler der
Welt. Für den Sponsor ziehe der Erfolg
Zahlungen nach sich, die für das Budget
des kommenden Jahres dann nicht mehr
zur Verfügung stünden, sagt Stefan Geri-
cke, Kundenberater Sport, Recreation und
Entertainment bei Aon. Die Bundesliga-
vereine und auch deren Sponsoren könn-
ten sich mit Hilfe einer Versicherungspoli-
ce gegen zu großen Erfolg zumindest ei-
nen Teil ihrer Planungssicherheit erkau-
fen. „Die Deckung wird zunehmend inter-
essant, weil Fußball für Sponsoren bedeut-
samer wird und die Bundesliga immer aus-
geglichener ist“, sagt Gericke.
Tatsächlich gab es selten so viele Über-
raschungsteams in einer Saison wie in die-
ser. Während Schalke 04 und der VfBStutt-
gart in der Liga keine Rolle spielen, ste-
hen Mainz 05 und Hannover auf Plätzen,
die zu einer Teilnahme am internationa-
len Geschäft berechtigen. Auch Borussia
Dortmund wäre trotz der klaren Überle-
genheit in dieser Saison ein Überra-
schungsmeister.
Die Vereine und ihre Sponsoren schei-
nen das finanzielle Risiko aber kaum pro-
blematisch zu finden. Zumindest ist das
aus ihren öffentlichen Stellungnahmen ab-
zuleiten. „Wir haben so etwas schon aus
philosophischen Gründen nicht“, sagt ein
Sprecher des Reisekonzerns TUI, der auf
der Brust der Hannoveraner wirbt. Sponso-
ring sei kein Mäzenatentum. Wenn durch
den größeren Erfolg die öffentliche Auf-
merksamkeit wachse, sei das ein Teil des
Deals mit dem Verein. Sei man gezwun-
gen, eine Erfolgsprämie zu zahlen, würde
der Konzern aus der niedersächsischen
Hauptstadt das begrüßen. Auch Evonik,
der Trikotsponsor des möglichen Meisters
Borussia Dortmund, hat nach eigener Aus-
kunft keine Police für den Fall der Fälle ab-
geschlossen. „Dass wir so eine Versiche-
rung nicht haben, kann man uns nicht vor-
werfen“, sagt Lutz Dreesbach, der mit sei-
ner kleinen Kommunikationsagentur die
Sponsoring-Aktivitäten von Evonik be-
treut. „Es rechnet sich ja auch, wenn auf
den Meisterfotos Evonik zu sehen ist.“
Der Vertrag zwischen dem Energie-
und Chemiekonzern und dem Revierklub
ist in besonderem Maße leistungsabhän-
gig. In normalen Jahren zahlt der Spon-
sor 7 Millionen Euro an den Verein, wie
aus Branchenkreisen zu hören ist. Errei-
chen die Borussen die Champions
League und werden Deutscher Meister, er-
höht sich demnach dieser Betrag um wei-
tere 4 Millionen Euro – Geld, das auch
ein großer Konzern erst einmal locker
machen muss.
Eine Handvoll Profiklubs habe sich
eine solche Police vermitteln lassen, be-
richtet Aon-Makler Gericke. Nicht jeder
werde dies indes öffentlich zugeben, um
nicht unnötig Aufmerksamkeit darauf zu
lenken. Doch für die Versicherer, die sol-
che Verträge anböten – etwa Spezialein-
heiten der Rückversicherer Munich Re
und Hannover Rück, denen sich häufig
auch Anbieter des Londoner Marktes als
Kapazitätsgeber anschlössen –, sei das Ge-
schäft attraktiv. „Das moralische Risiko ist
gering, weil jeder einzelne Verein ja Er-
folg haben will und gleichzeitig noch 17
andere“, argumentiert Gericke.
Vor allem für Vereine, die zuvor wenig
erfolgreich waren, seien die Prämien über-
schaubar. Für sie sei eine Police schon für
10 Prozent der Versicherungssumme zu
haben. Der Preis könne aber auch bis zu
50 Prozent steigen.
„Uns wurde so etwas wiederholt ange-
boten“, berichtet Christian Heidel, der Ma-
nager von Mainz 05. Vor diesem Wochen-
ende rangiert der Verein auf Platz fünf der
Bundesliga, was vor der Saison kaum je-
mand erwartet hat. „Wir haben es auch
durchgerechnet. Aber die Prämien waren
zu hoch.“ Heidel verweist zudem auf eine
implizite Versicherung, auf die jeder er-
folgreiche Bundesligist zurückgreifen kön-
ne: das Fernsehgeld. Denn wie viel ein Ver-
ein aus dem Gesamttopf der TV-Einnah-
men abbekommt, hängt von der Plazie-
rung in der Tabelle ab. Zugrunde gelegt
wird der durchschnittliche Rang innerhalb
einer Saison – die Mainzer schneiden bei
diesem Wert sogar noch besser ab als in
der aktuellen Tabelle. Dafür gibt es eine
Punktzahl, die mit 4 multipliziert wird.
Die Plazierung des Vorjahrs erhält den Ge-
wichtungsfaktor 3. Die davor zurückliegen-
den Jahre werden mit dem Faktor 2 und 1
bewertet. „Deshalb ergibt eine Versiche-
rung für den guten Fall für uns keinen
Sinn“, sagt Heidel.
Bleiben die Versicherungen gegen den
Abstieg, die von den Versicherungsmak-
lern ebenfalls angepriesen werden. Doch
auch hier scheint ihr Vertriebserfolg be-
grenzt zu sein. Interesse an einer Abstiegs-
versicherung bestehe zwar, erklärt ein
Sprecher des Tabellenletzten FC St. Pauli.
Abgeschlossen haben die Hamburger dem-
nach aber keine solche Police. „Wir haben
uns bei unserem Versicherer Generali er-
kundigt“, sagt der Sprecher. „Dort ging es
aber nicht.“
S
uperbenzin ist so teuer wie nie –
und der Ärger der Autofahrer ist
programmiert. Zumal die Preiserhö-
hung passend zum Osterreiseverkehr
geschieht. Da kommt Frust an der
Tankstelle auf. Denn viel ändern kön-
nen die Menschen, die auf ihr Gefährt
angewiesen sind, nicht. Zwar raten Au-
tomobilclubs gerne zu einer sparsa-
men Fahrweise. Doch die Wahrheit ist,
dass sich die Verbraucher in Zeiten ver-
besserter Wirtschaftslage auf der Welt
auf weiter steigende Benzinkosten ein-
stellen müssen. Der Ölpreis ist im Hö-
henflug, und viel Benzin wird von Eu-
ropa nach Asien und Amerika expor-
tiert. Das hält die Preise hoch. Es
stimmt aber auch, dass die Situation in
der Mineralölwirtschaft alles andere
als wettbewerbsfreundlich ist. Es gibt
ein Oligopol – das bedeutet, viele
Nachfrager stehen nur wenigen Anbie-
tern gegenüber. Dabei kontrollieren
die Ölkonzerne von der Ölquelle über
die Raffinerien bis zur Zapfsäule das
komplette Geschäft. Schon lange erre-
gen sich Politiker über mögliche Preis-
absprachen in der Branche. Passiert ist
nichts. Auch das Bundeskartellamt un-
tersucht seit mehr als zwei Jahren den
Markt und will bald eine Untersu-
chung vorlegen. Dass dann die Benzin-
preise sinken, darauf sollten Autofah-
rer nicht hoffen.
Frust an der Tankstelle
Von TimHöfinghoff
W
er aus der Atomenergie ausstei-
ge, der hacke sich quasi einen
Arm ab, hat Nicolas Sarkozy kürzlich
gesagt. Auch der Öl- und Gaskonzern
Total liebäugelt in Vorbereitung auf
die Zeit nach dem Öl seit langem mit
der Kernkraft. In Abu Dhabi aber
scheiterte Total mit seiner Bewerbung
um ein Nuklearprojekt. Ob der zweite
französische Druckwasserreaktor
vom Typ EPR bei Penly in der Nor-
mandie gebaut wird – an demTotal be-
teiligt ist –, steht seit Fukushima in
den Sternen. So unternimmt der Kon-
zern nun einen großen Schritt in die
Sonnenenergie. Die Übernahme des
zweitgrößten amerikanischen Herstel-
lers Sun Power für 1,4 Milliarden Dol-
lar ist die größte Investition eines Ölgi-
ganten in dieser Branche. Die Sonnen-
strom-Branche musste lange auf ei-
nen so schwergewichtigen Investor
warten. Ihre kleinteiligen Anlagen hat-
ten das Nachsehen gegenüber den gro-
ßen Windparks. Die sinkenden Sub-
ventionen verstärkten zudemdie Unsi-
cherheit. Doch klar ist, dass Fukushi-
ma den Ausbau der Kernkraft zumin-
dest in Frage gestellt hat. Die Suche
nach Alternativen muss auf mehreren
Gleisen erfolgen. Im Übrigen kostet
Total der Kauf ungefähr so viel, wie
das Unternehmen in einemMonat Ge-
winn macht.
Versicherung gegen zu viele Siege
Nach dem Öl
Von Christian Schubert
Die F. A.Z.-Wetterinformationen im Internet: www.faz.net/wetter
Ausländische Städte ASIEN
Fr. Sa. So. Mo.
29.4. 30.4. 1.5. 2.5.
Fr. Sa. So. Mo.
29.4. 30.4. 1.5. 2.5.
Fr. Sa. So. Mo.
29.4. 30.4. 1.5. 2.5.
NORDAMERIKA DEUTSCHLAND
Messwerte und Prognosen
EUROPA
Reisewetter in Europa – Vorhersage für Samstag bis Montag Aussichten
Österreich, Schweiz: Sonne und Wolken,
im Laufe des Tages örtlich Schauer und
Gewitter. 16 bis 23 Grad.
Frankreich, Benelux: In den Niederlan-
den sonnig. Sonst im Tagesverlauf Quell-
wolken mit Schauern. 15 bis 24 Grad.
Griechenland, Türkei, Zypern: Wechsel
von Sonne, Wolken und örtlichen Schauern
oder Gewittern. 16 bis 25 Grad.
Spanien, Portugal: Teils kräftige Schauer
und Gewitter. Morgen längere freundliche
Phasen. 16 bis 24 Grad.
Balearen, Sardinien, Korsika: Heute
Am Sonntag ist es in den meisten
Teilen Deutschlands durchweg sonnig
bei einem jedoch recht böigen Ost-
wind. Nur zwischen Schwarzwald
und bayerischem Alpenrand bilden
sich im Tagesverlauf noch einzelne
gewittrige Schauer. Die Temperaturen
liegen bei kaum 10 Grad in Vorpom-
mern und 22 Grad in der Rheinebene.
Am Montag ändert sich wenig. Im
Süden bleibt es leicht wechselhaft,
sonst sonnig, aber recht kühl. Im
Nordosten besteht Nachtfrostgefahr.
zeitweise Regenschauer, ab morgen
freundlicher. Höchstwerte um 21 Grad.
Italien, Malta: Gelegentlich Schauer, da-
zwischen besonders im Norden längere
freundliche Abschnitte. 18 bis 24 Grad.
Großbritannien, Irland: Viel Sonne, nach
Süden zu wolkiger und örtlich Regen.
Höchstwerte zwischen 13 und 20 Grad.
Skandinavien: Oft Sonne bei meistens
nur harmlosen Wolken. 7 bis 19 Grad.
Polen, Tschechien, Slowakei: Zeitweise
Sonne. Vereinzelt, in der Slowakei öfter
Schauer. 13 bis 23 Grad, ab morgen kühler.
Heute
s = sonnig, h = heiter, w = wolkig, b = bedeckt,
G = Gewitter, N =Nebel, R = Regen, Rs = Regen-
schauer, Sr =Sprühregen, S =Schnee, SR =
Schneeregen, Ss =Schneeschauer, -- = keine
Meldung. Für alle Tabellen: Werte von gestern
sind Messwerte von mittags Ortszeit.
Aachen 10° w 20° h 20° h 18° w
Arkona 9° w 10° h 9° h 8° h
Berlin 17° s 18° h 16° h 13° h
Bremen 15° w 19° s 18° s 15° h
Brocken 11° h 9° N 7° h 5° w
Cottbus 20° s 19° h 17° h 15° h
Cuxhaven 14° s 17° s 15° h 13° h
Dresden 19° w 18° w 15° w 13° w
Düsseldorf 17° w 21° h 21° h 19° h
Erfurt 14° h 17° w 14° w 13° w
Essen 17° b 20° h 19° h 17° h
Feldberg 6° b 9° w 10° w 11° w
Feldberg Ts. 12° w 15° N 14° b 13° w
Frankfurt/M. 17° w 22° w 21° w 19° w
Freiburg 15° w 20° w 22° w 22° w
Garmisch 15° b 18° w 17° w 19° w
Greifswald 10° h 11° h 11° h 10° h
Hamburg 14° h 17° s 16° h 14° h
Hannover 15° h 19° h 17° s 15° h
Helgoland 12° w 14° s 14° s 12° h
Hof 15° h 17° w 14° w 13° w
Kahler Asten 13° h 14° w 13° h 11° h
Karlsruhe 20° b 22° w 22° w 22° w
Kassel 15° w 20° w 18° w 17° w
Köln 18° w 22° h 22° h 19° h
Konstanz 12° b 21° h 21° h 22° w
Leipzig 18° w 18° h 16° h 14° h
Lübeck 13° h 15° s 15° h 13° h
Magdeburg 18° s 19° h 17° h 15° h
Mannheim 20° b 22° h 21° w 21° w
München 17° b 19° h 18° w 19° w
Norderney 12° w 16° h 14° h 13° h
Nürnberg 17° b 20° h 18° w 18° w
Oberstdorf 12° b 18° h 17° h 19° h
Osnabrück 17° h 19° h 18° s 16° h
Passau 17° h 20° h 17° w 17° w
Rostock 11° s 12° s 11° h 10° h
Saarbrücken 16° w 19° h 20° w 19° h
Stuttgart 15° w 19° h 19° w 19° w
Sylt 15° s 18° s 17° h 14° h
Trier 15° b 21° h 21° w 20° h
Wendelstein 5° w 9° w 8° N 9° w
Zugspitze -3° N -1° w -1° N 1° w
Während Süddeutschland zunächst
noch im Bereich feuchter Luftmassen
liegt, strömt in den Norden trockene
und zunehmend kühle Luft.
Berlin, Brandenburg, Sachsen-
Anhalt, Thüringen, Sachsen:
Heute ist es wieder überwiegend
sonnig. Über Thüringer Wald und
Erzgebirge gibt es am Nachmittag
mehr Quellwolken mit Schauern oder
Gewittern. Bei teils frischem und böi-
gem Nordostwind liegen die Höchst-
werte zwischen 17 und 19 Grad.
Bremen, Niedersachsen, Ham-
burg, Schleswig-Holstein, Meck-
lenburg-Vorpommern: Heute gibt
es oft ungestörten Sonnenschein.
Quellwolken bilden sich nur über
dem niedersächischen Bergland. Die
Temperaturen steigen bis höchstens
19 Grad, an der Ostsee kaum über 14
Grad. Der Nordostwind frischt erneut
auf, teils mit starken Böen.
Nordrhein-Westfalen, Hessen,
Rheinland-Pfalz, Saarland: Zu-
nächst ist es of t sonnig, im Tages-
verlauf wird es wolkiger. Zwischen
Eifel, Pfälzer Wald und Odenwald bil-
den sich Schauer und Gewitter. In
Westfalen und Nordhessen bleibt es
trocken. Bei böig auffrischendem
Ostwind liegen die Höchstwerte zwi-
schen 20 und 22 Grad.
Baden-Württemberg und Bayern:
Nach örtlichem Frühnebel scheint
zeitweise die Sonne. Im Tagesverlauf
bilden sich mehr Quellwolken und vor
allem über den Bergen einzelne
Schauer und Gewitter bei maximal 17
bis 22 Grad. Der Ostwind ist beson-
ders in Franken frisch und böig.
Sonne & Mond
Auf- und Untergang in Mitteleuropäischer
Sommerzeit (MESZ) für Frankfurt/Main.
Melbourne 22° s 22° b 17° w 16° h
Sydney 21° G 20° Rs 21° h 20° b
Wellington 13° s 14° w 17° h 17° b
Almaty 15° Rs 19° Rs 20° w 21° s
Bangkok 33° w 35° G 35° w 36° w
Mumbai 33° h 34° h 34° h 34° h
Colombo 31° G 33° w 32° w 33° w
Hanoi 28° b 31° b 32° w 33° w
Hongkong 25° Rs 29° R 30° w 30° w
Jakarta 32° Rs 32° R 32° R 31° R
Kalkutta 34° Rs 36° w 37° w 37° w
Manila 31° w 35° w 35° w 35° w
Neu Delhi 38° h 42° h 41° h 41° h
Peking 17° Rs 21° h 21° s 26° s
Seoul 14° w 18° R 18° h 21° h
Schanghai 25° w 30° w 30° h 25° h
Singapur 31° Rs 32° w 31° w 31° w
Taipeh 30° w 31° R 26° b 26° R
Tokio 17° s 23° s 24° s 24° s
Xian 27° h 32° h 29° w 24° b
Ankara 13° Rs 17° w 18° w 18° Rs
Antalya 20° w 23° w 23° w 23° w
Baghdad 33° w 33° w 30° w 32° h
Dubai 32° s 36° s 38° h 36° h
Kuwait 35° w 36° w 33° w 34° h
Riad 35° h 37° h 36° h 34° s
Teheran 24° h 28° b 26° b 24° w
Tel Aviv 24° w 22° R 24° w 31° w
Bogota 17° w 20° w 20° w 20° b
B.Aires 19° w 20° R 17° G 16° w
Caracas 27° w 28° w 28° w 27° b
Lima 22° h 23° w 23° w 23° w
Mexiko-St. 23° h 29° w 29° w 28° w
Recife 29° R 29° R 30° R 29° R
R.d. Janeiro 28° h 31° h 33° s 31° h
Sant.(Ch.) 13° w 20° h 18° h 21° h
Atlanta 22° w 29° w 27° w 27° w
Chicago 15° w 21° b 15° w 12° w
Denver 17° w 9° w 9° w 13° w
Houston 28° w 31° w 30° w 20° G
Los Angeles 21° w 26° h 28° h 31° h
Miami 31° Rs 31° w 30° G 31° w
Montreal 13° w 18° s 19° h 17° R
NewYork 19° w 20° w 21° w 18° w
S. Francisco 17° w 23° w 24° w 25° w
Toronto 9° b 17° h 19° w 14° w
Vancouver 11° s 13° s 14° h 13° s
Washington 19° w 22° w 24° b 24° w
Lagos 29° w 33° w 33° w 33° w
Nairobi 23° w 26° w 26° w 25° b
Tunis 22° w 26° w 26° h 27° w
Accra 31° w 32° w 32° w 32° w
Algier 23° w 20° G 22° w 24° w
Casabl. 18° Rs 20° R 20° R 20° R
Dakar 23° h 25° h 25° h 25° h
Johannesb. 15° s 19° w 19° w 20° R
Kairo 25° h 26° w 30° s 35° h
Kapstadt 18° w 23° s 28° s 23° w
Kinshasa 28° R 33° w 33° w 34° w
Amsterdam 17° w 20° h 20° h 18° h
Athen 19° w 21° h 22° b 23° w
Barcelona 17° w 20° h 20° h 19° R
Belgrad 17° w 23° h 20° w 20° R
Bordeaux 16° h 24° h 22° R 23° w
Bozen 16° w 21° w 24° h 23° h
Brüssel 15° w 20° h 20° h 17° w
Budapest 17° h 22° h 20° w 19° w
Bukarest 18° h 22° h 22° h 20° w
Dublin 13° w 15° w 14° w 14° R
Dubrovnik 16° h 18° h 18° w 20° w
Edinburgh 14° w 15° w 14° w 14° w
Faro 19° w 20° w 19° w 20° w
Helsinki 12° h 11° h 10° h 7° h
Innsbruck 14° w 20° h 20° h 22° h
Istanbul 13° w 17° w 20° w 21° w
Kiew 18° h 20° h 19° w 17° w
Kopenhagen 13° s 16° s 14° h 13° h
Larnaka 23° w 24° w 24° h 23° Rs
Las Palmas 23° w 24° w 24° R 24° w
Lissabon 19° b 20° Rs 21° w 19° w
Ljubljana 13° R 17° b 19° w 18° w
Locarno 13° R 18° b 21° w 20° w
London 16° Rs 20° w 20° w 19° Rs
Madrid 16° w 16° Sr 19° w 17° R
Mailand 16° w 20° w 22° w 22° h
Malaga 17° R 20° w 20° h 21° R
Mallorca 20° h 21° R 21° h 21° h
Moskau 14° w 14° w 12° b 13° w
Neapel 18° w 20° b 22° w 23° w
Nizza 17° w 20° w 20° h 20° w
Oslo 12° h 17° h 13° w 12° h
Ostende 16° b 20° h 20° w 17° w
Palermo 18° h 23° R 20° w 23° h
Paris 13° w 20° w 21° h 21° w
Prag 18° w 19° w 16° w 15° w
Reykjavik 7° Rs 6° R 8° w 10° w
Riga 14° s 12° s 11° h 9° h
Rom 19° h 19° R 21° h 22° w
Salzburg 17° w 19° h 17° w 19° w
Soa 14° w 20° w 18° b 19° b
Stockholm 14° h 15° h 12° h 9° h
St.Petersbg. 12° h 10° w 8° w 6° R
Venedig 17° w 20° w 22° w 21° h
Warschau 19° h 18° w 16° h 13° w
Wien 16° w 19° w 17° w 17° w
Zürich 14° w 20° w 20° h 21° w
bis --10° --9 bis --6 --5 bis --1 0 bis 4 5 bis 9 10 bis 14 15 bis 19 20 bis 24 25 bis 29 von 30° an
Vorhersagekarten für heute,
30.4.2011 (Tagesmaximum)
3
3
4
3
3
4
3
4
5
Saarbrücken Saarbrücken Saarbrücken Saarbrücken Saarbrücken Saarbrücken Saarbrücken Saarbrücken Saarbrücken
/ 06:04 20:42Uhr / 04:32 18:08Uhr
H T Hochdruckzentrum Tiefdruckzentrum
Warmfront
Kaltfront
Kaltluftzufuhr Warmluftzufuhr
Kaltluftzufuhr in der Höhe, Erwärmung am Boden Okklusion
sonnig heiter wolkig bedeckt Nebel Regen Schauer Gewitter Schnee Schnee-
schauer
Schnee-
regen
www.wetter.com Quelle: ddp/wetter.com AG
19 19 19 19 19 19 19 19 19
Kiel Kiel Kiel Kiel Kiel Kiel Kiel Kiel Kiel
Rostock Rostock Rostock Rostock Rostock Rostock Rostock Rostock Rostock
12 12 12 12 12 12 12 12 12
14 14 14 14 14 14 14 14 14
17 17 17 17 17 17 17 17 17
Hamburg Hamburg Hamburg Hamburg Hamburg Hamburg Hamburg Hamburg Hamburg
19 19 19 19 19 19 19 19 19
Bremen Bremen Bremen Bremen Bremen Bremen Bremen Bremen Bremen
Hannover Hannover Hannover Hannover Hannover Hannover Hannover Hannover Hannover
19 19 19 19 19 19 19 19 19
Magdeburg Magdeburg Magdeburg Magdeburg Magdeburg Magdeburg Magdeburg Magdeburg Magdeburg
Berlin Berlin Berlin Berlin Berlin Berlin Berlin Berlin Berlin
18 18 18 18 18 18 18 18 18
18 18 18 18 18 18 18 18 18
Leipzig Leipzig Leipzig Leipzig Leipzig Leipzig Leipzig Leipzig Leipzig
Dresden Dresden Dresden Dresden Dresden Dresden Dresden Dresden Dresden
18 18 18 18 18 18 18 18 18
20 20 20 20 20 20 20 20 20
Essen Essen Essen Essen Essen Essen Essen Essen Essen
22 22 22 22 22 22 22 22 22
Köln Köln Köln Köln Köln Köln Köln Köln Köln
22 22 22 22 22 22 22 22 22
19 19 19 19 19 19 19 19 19 20 20 20 20 20 20 20 20 20
Nürnberg Nürnberg Nürnberg Nürnberg Nürnberg Nürnberg Nürnberg Nürnberg Nürnberg
Frankfurt Frankfurt Frankfurt Frankfurt Frankfurt Frankfurt Frankfurt Frankfurt Frankfurt
19 19 19 19 19 19 19 19 19
Stuttgart Stuttgart Stuttgart Stuttgart Stuttgart Stuttgart Stuttgart Stuttgart Stuttgart
20 20 20 20 20 20 20 20 20
Freiburg Freiburg Freiburg Freiburg Freiburg Freiburg Freiburg Freiburg Freiburg
19 19 19 19 19 19 19 19 19
München München München München München München München München München
13 13 13 13 13 13 13 13 13
Vancouver Vancouver Vancouver Vancouver Vancouver Vancouver Vancouver Vancouver Vancouver
26 26 26 26 26 26 26 26 26
Los Angeles Los Angeles Los Angeles Los Angeles Los Angeles Los Angeles Los Angeles Los Angeles Los Angeles
99 999 999 9
Denver Denver Denver Denver Denver Denver Denver Denver Denver
21 21 21 21 21 21 21 21 21
Chicago Chicago Chicago Chicago Chicago Chicago Chicago Chicago Chicago
17 17 17 17 17 17 17 17 17
Toronto Toronto Toronto Toronto Toronto Toronto Toronto Toronto Toronto
New York New York New York New York New York New York New York New York New York
22 22 22 22 22 22 22 22 22
Washington Washington Washington Washington Washington Washington Washington Washington Washington
20 20 20 20 20 20 20 20 20
Miami Miami Miami Miami Miami Miami Miami Miami Miami
31 31 31 31 31 31 31 31 31
31 31 31 31 31 31 31 31 31
Havanna Havanna Havanna Havanna Havanna Havanna Havanna Havanna Havanna
31 31 31 31 31 31 31 31 31
Houston Houston Houston Houston Houston Houston Houston Houston Houston
Mexiko-St. Mexiko-St. Mexiko-St. Mexiko-St. Mexiko-St. Mexiko-St. Mexiko-St. Mexiko-St. Mexiko-St.
29 29 29 29 29 29 29 29 29
Peking Peking Peking Peking Peking Peking Peking Peking Peking
21 21 21 21 21 21 21 21 21
32 32 32 32 32 32 32 32 32
Xian Xian Xian Xian Xian Xian Xian Xian Xian
30 30 30 30 30 30 30 30 30
Schanghai Schanghai Schanghai Schanghai Schanghai Schanghai Schanghai Schanghai Schanghai
18 18 18 18 18 18 18 18 18
Seoul Seoul Seoul Seoul Seoul Seoul Seoul Seoul Seoul
Tokio Tokio Tokio Tokio Tokio Tokio Tokio Tokio Tokio
23 23 23 23 23 23 23 23 23
Taipeh Taipeh Taipeh Taipeh Taipeh Taipeh Taipeh Taipeh Taipeh Hongkong Hongkong Hongkong Hongkong Hongkong Hongkong Hongkong Hongkong Hongkong
31 31 31 31 31 31 31 31 31 29 29 29 29 29 29 29 29 29
Manila Manila Manila Manila Manila Manila Manila Manila Manila
35 35 35 35 35 35 35 35 35
35 35 35 35 35 35 35 35 35 32 32 32 32 32 32 32 32 32
Bangkok Bangkok Bangkok Bangkok Bangkok Bangkok Bangkok Bangkok Bangkok
Saigon Saigon Saigon Saigon Saigon Saigon Saigon Saigon Saigon
28 28 28 28 28 28 28 28 28
32 32 32 32 32 32 32 32 32
Kuala Lumpur Kuala Lumpur Kuala Lumpur Kuala Lumpur Kuala Lumpur Kuala Lumpur Kuala Lumpur Kuala Lumpur Kuala Lumpur
Singapur Singapur Singapur Singapur Singapur Singapur Singapur Singapur Singapur
11 11 11 11 11 11 11 11 11 St. Petersburg St. Petersburg St. Petersburg St. Petersburg St. Petersburg St. Petersburg St. Petersburg St. Petersburg St. Petersburg
Helsinki Helsinki Helsinki Helsinki Helsinki Helsinki Helsinki Helsinki Helsinki 10 10 10 10 10 10 10 10 10
Moskau Moskau Moskau Moskau Moskau Moskau Moskau Moskau Moskau
14 14 14 14 14 14 14 14 14
Kiew Kiew Kiew Kiew Kiew Kiew Kiew Kiew Kiew
17 17 17 17 17 17 17 17 17
Oslo Oslo Oslo Oslo Oslo Oslo Oslo Oslo Oslo
15 15 15 15 15 15 15 15 15
Stockholm Stockholm Stockholm Stockholm Stockholm Stockholm Stockholm Stockholm Stockholm
15 15 15 15 15 15 15 15 15
Dublin Dublin Dublin Dublin Dublin Dublin Dublin Dublin Dublin
London London London London London London London London London
20 20 20 20 20 20 20 20 20
Hamburg Hamburg Hamburg Hamburg Hamburg Hamburg Hamburg Hamburg Hamburg
17 17 17 17 17 17 17 17 17 18 18 18 18 18 18 18 18 18
18 18 18 18 18 18 18 18 18
Warschau Warschau Warschau Warschau Warschau Warschau Warschau Warschau Warschau
Berlin Berlin Berlin Berlin Berlin Berlin Berlin Berlin Berlin
Frankfurt Frankfurt Frankfurt Frankfurt Frankfurt Frankfurt Frankfurt Frankfurt Frankfurt
22 22 22 22 22 22 22 22 22
20 20 20 20 20 20 20 20 20
19 19 19 19 19 19 19 19 19
Wien Wien Wien Wien Wien Wien Wien Wien Wien
München München München München München München München München München 19 19 19 19 19 19 19 19 19
22 22 22 22 22 22 22 22 22
Budapest Budapest Budapest Budapest Budapest Budapest Budapest Budapest Budapest
Varna Varna Varna Varna Varna Varna Varna Varna Varna
18 18 18 18 18 18 18 18 18
18 18 18 18 18 18 18 18 18
Dubrovnik Dubrovnik Dubrovnik Dubrovnik Dubrovnik Dubrovnik Dubrovnik Dubrovnik Dubrovnik
21 21 21 21 21 21 21 21 21
Athen Athen Athen Athen Athen Athen Athen Athen Athen
17 17 17 17 17 17 17 17 17
Istanbul Istanbul Istanbul Istanbul Istanbul Istanbul Istanbul Istanbul Istanbul
23 23 23 23 23 23 23 23 23 Antalya Antalya Antalya Antalya Antalya Antalya Antalya Antalya Antalya
Paris Paris Paris Paris Paris Paris Paris Paris Paris
19 19 19 19 19 19 19 19 19
Rom Rom Rom Rom Rom Rom Rom Rom Rom
Palermo Palermo Palermo Palermo Palermo Palermo Palermo Palermo Palermo
23 23 23 23 23 23 23 23 23
26 26 26 26 26 26 26 26 26
Tunis Tunis Tunis Tunis Tunis Tunis Tunis Tunis Tunis
Algier Algier Algier Algier Algier Algier Algier Algier Algier
20 20 20 20 20 20 20 20 20
Nizza Nizza Nizza Nizza Nizza Nizza Nizza Nizza Nizza
20 20 20 20 20 20 20 20 20
20 20 20 20 20 20 20 20 20
Mailand Mailand Mailand Mailand Mailand Mailand Mailand Mailand Mailand
Barcelona Barcelona Barcelona Barcelona Barcelona Barcelona Barcelona Barcelona Barcelona
20 20 20 20 20 20 20 20 20
Bordeaux Bordeaux Bordeaux Bordeaux Bordeaux Bordeaux Bordeaux Bordeaux Bordeaux
24 24 24 24 24 24 24 24 24
Madrid Madrid Madrid Madrid Madrid Madrid Madrid Madrid Madrid
16 16 16 16 16 16 16 16 16
Malaga Malaga Malaga Malaga Malaga Malaga Malaga Malaga Malaga
20 20 20 20 20 20 20 20 20
Lissabon Lissabon Lissabon Lissabon Lissabon Lissabon Lissabon Lissabon Lissabon
20 20 20 20 20 20 20 20 20
24 24 24 24 24 24 24 24 24
Las Palmas Las Palmas Las Palmas Las Palmas Las Palmas Las Palmas Las Palmas Las Palmas Las Palmas 995 995 995 995 995 995 995 995 995
995 995 995 995 995 995 995 995 995
1000 1000 1000 1000 1000 1000 1000 1000 1000
1000 1000 1000 1000 1000 1000 1000 1000 1000
1000 1000 1000 1000 1000 1000 1000 1000 1000
1000 1000 1000 1000 1000 1000 1000 1000 1000
1005 1005 1005 1005 1005 1005 1005 1005 1005
1005 1005 1005 1005 1005 1005 1005 1005 1005
1005 1005 1005 1005 1005 1005 1005 1005 1005
1005 1005 1005 1005 1005 1005 1005 1005 1005
1010 1010 1010 1010 1010 1010 1010 1010 1010
1010 1010 1010 1010 1010 1010 1010 1010 1010
1010 1010 1010 1010 1010 1010 1010 1010 1010
1015 1015 1015 1015 1015 1015 1015 1015 1015
1020 1020 1020 1020 1020 1020 1020 1020 1020
1020 1020 1020 1020 1020 1020 1020 1020 1020
1020 1020 1020 1020 1020 1020 1020 1020 1020
1020 1020 1020 1020 1020 1020 1020 1020 1020
1015 1015 1015 1015 1015 1015 1015 1015 1015
1015 1015 1015 1015 1015 1015 1015 1015 1015
1015 1015 1015 1015 1015 1015 1015 1015 1015
1025 1025 1025 1025 1025 1025 1025 1025 1025
1025 1025 1025 1025 1025 1025 1025 1025 1025
1030 1030 1030 1030 1030 1030 1030 1030 1030
1035 1035 1035 1035 1035 1035 1035 1035 1035
Europa Afrika
Afrika
Nordamerika
Lateinamerika
Naher Osten
Asien
Australien und Neuseeland
TT TTT TTT T
HH HHH HHH H
TT TTT TTT T
HH HHH HHH H
TT TTT TTT T
TT TTT TTT T
TT TTT TTT T
Biowetter und Pollenug
Im Süden und Südwesten überwie-
gen die negativen Wetterreize. Diese
machen sich vor allem durch Müdig-
keit und Kopfschmerzen bemerkbar.
In den nördlichen Landesteilen regen
Hochdruckeinfluss und trockene Luft
den Kreislauf an - die meisten Perso-
nen fühlen sich fit und vital. Blut-
hochdruckpatienten sollten sich je-
doch schonen. Allgemein ist der Flug
von Birken- und anderen Baumpollen
mäßig bis stark, der von Gräserpollen
schwach bis mäßig.
1020 1020 1020 1020 1020 1020 1020 1020 1020
1020 1020 1020 1020 1020 1020 1020 1020 1020
1015 1015 1015 1015 1015 1015 1015 1015 1015
1010 1010 1010 1010 1010 1010 1010 1010 1010
HH HHH HHH H
1005 1005 1005 1005 1005 1005 1005 1005 1005
1010 1010 1010 1010 1010 1010 1010 1010 1010
Daimler sorgt vor
Von Susanne Preuß
F.A.Z.-Grafik Kaiser Quelle: Unternehmen
Angaben in Millionen
1,23
1,22
1,25
1,29
1,27
1,28
1,09
Zahl der von Daimler
verkauften Pkw
2004 2005 2006 2007 2008 2009 2010
Landet ein Bundesligist
überraschend weit oben
in der Tabelle, sind
unerwartete Prämien
fällig. Dagegen kann
man sich versichern.
Von Philipp Krohn
Für jede Wetterlage – die F.A.Z. Filmedition
www.faz.net/filmedition
FRANKFURTER ALLGEMEI NE ZEI TUNG SAMSTAG, 30. APRI L 2011 · NR. 100 · SEI TE 21 Finanzmarkt
Bis jetzt sind die
jüngsten Dortmun-
der Schwächen nur
Kratzer im Lack.
Doch was passiert, wenn die Stür-
mer weiter kaum treffen? Trainer
Klopp wirkt unruhig. Seite 30
Der Maschinenbau ist weiterhin
im Wachstumszyklus. Keine
Industriebranche profitiert so sehr
von ihrem hohen Exportanteil wie
der Maschinenbau. Die Börse
honoriert das. Seite 23
Wer einen Vermögensplan aufstellt,
wird zu einem bitteren Ergebnis
gelangen. Selbst unter günstigen
Annahmen lässt sich der
Vermögenswert kaum erhalten.
Die Vermögensfrage. Seite 22
Die olympische Kernsportart
Leichtathletik braucht Mut zu
grundlegenden Reformen, um auf
Dauer konkurrenzfähig zu bleiben.
Wer wagt den ersten Schritt zu
mehr Unterhaltung? Seite 32
Ausreichend
Knautschzone?
Sport
I
n den vergangenen 12 Monaten hat
der Dax mehr als ein Fünftel gewon-
nen. In der zurückliegenden Woche er-
reichte er ein weiteres Jahreshoch, das
er am Freitag auf über 7500 Punkte aus-
baute. Die robuste Verfassung des Ak-
tienmarktes beruht auf den guten Unter-
nehmensberichten zum ersten Quartal.
Die Automobilkonzerne VW und Daim-
ler sowie die Deutsche Bank legten über-
raschend gute Zahlen vor.
Dass die Kursgewinne auf eine speku-
lative Übertreibung deuten, sehen die
Analysten der DZ Bank nicht. Vielmehr
bewerten sie die Entwicklung als eine ge-
sunde Erholung nach der Depressions-
panik Ende 2008 und Anfang 2009. „Die
Bewertung des Aktienmarktes ist nach
wie vor niedrig, die Gewinnanstiege ver-
laufen nach dem Muster früherer Erho-
lungen“, schreiben sie in ihremWochen-
ausblick. Den Anlegern empfehlen die
DZ-Bank-Analysten, das Kursniveau
zum Einstieg oder Zukauf zu nutzen.
Denn die Chancen auf deutliche Kursge-
winne innerhalb der kommenden sechs
bis acht Wochen seien sehr gut.
Diesen Optimismus spiegelt auch die
Umfrage der Citigroup und des Markt-
forschungsinstituts TNS Infratest unter
352 privaten Anlegern und 164 profes-
sionellen Marktteilnehmern wider. In
den kommenden 12 Monaten erwarten
mehr als zwei Drittel der privaten und
knapp drei Viertel der professionellen
Investoren eine Fortsetzung der Kursge-
winne. In den kommenden drei Mona-
ten sind 45 Prozent der Privatanleger
und rund die Hälfte der institutionellen
Investoren zuversichtlich gestimmt.
Börsianer bezeichnen so eine Stim-
mung als „bullish“. Der Bulle mit seinen
nach oben gerichteten Hörnern symboli-
siert die auf steigende Kurse setzenden
Anleger, die Haussiers. Dagegen steht
der Bär mit seiner gebeugten Haltung
für die Baissiers. Erstaunlich ist imaktu-
ellen Umfeld, dass auch die Bären gute
Argumente haben. In der größten Volks-
wirtschaft der Welt, in den Vereinigten
Staaten, verläuft die Konjunktur schlep-
pend. Die Fed muss ihre Nullzinspolitik
fortsetzen. In der zweitgrößten Volks-
wirtschaft, in China, nehmen die Sorgen
einer Wachstumsabschwächung zu. Die
geldpolitischen Zügel werden dort seit
einiger Zeit wegen der sich beschleuni-
genden Teuerung gestrafft. Eine Wachs-
tumsabschwächung in China könnte
auch die exportorientierten deutschen
Unternehmen treffen, allen voran die
Automobilhersteller.
Die drittgrößte Volkswirtschaft, Ja-
pan, hat mit dem Wiederaufbau nach
dem Erdbeben und den noch nicht ab-
sehbaren Schäden aus der atomaren Ka-
tastrophe zu kämpfen. Die Industriepro-
duktion ist im März gegenüber dem Vor-
monat um 15 Prozent eingebrochen.
Dem Euro-Raum droht eine Umschul-
dung Griechenlands. Darunter würden
vor allem die Banken, aber auch Versi-
cherer wegen der dann nötigen Wertbe-
richtigungen leiden. Vertreter der Euro-
päischen Zentralbank (EZB) wie Chef-
volkswirt Jürgen Stark warnen, eine Um-
schuldung Griechenlands könne für die
Banken schlimmere Folgen haben als
die Insolvenz von Lehman. Durch diese
war die Finanzkrise im Herbst 2008 es-
kaliert. Portugal braucht von europäi-
schen Partnern und dem Internationa-
len Währungsfonds mehr als 80 Milliar-
den Euro. Zumindest greift die Schul-
denkrise nicht auf Spanien über.
Dass Aktien sich großer Beliebtheit
erfreuen, liegt auch an den zunehmen-
den Inflationsgefahren im Euro Raum.
Die Verbraucherpreise haben sich im
April gegenüber dem Vorjahresmonat
um 2,8 Prozent verteuert. Dies ist der
höchste Stand seit Oktober 2008 und
liegt deutlich über der Inflationsrate
von 2 Prozent, die für die EZB mit Preis-
stabilität vereinbar ist. Eine weitere
Zinserhöhung dürfte aber noch nicht ge-
eignet sein, den auf Hochtouren laufen-
den Konjunkturmotor abzuwürgen. Viel-
mehr kann sie auch als Signal verstan-
den werden, dass die EZB die wirtschaft-
liche Situation mittlerweile als deutlich
stabilisiert betrachtet.
Eine Inflation ist für Aktienanleger
nicht unbedingt eine schlechte Nach-
richt. Denn Aktien, die den Anteil amEi-
genkapital des Unternehmens verbrie-
fen, gelten wie Immobilien als inflations-
sichere Anlage. Dagegen sind die Verlie-
rer des Preisanstiegs die Gläubiger, also
die Anleiheinvestoren. Der Realwert ih-
rer Forderung wird durch die Inflation
verringert. Dies bedeutet, dass institutio-
nelle Investoren gezwungen sind, ihre
Mittel aus dem Anleihe- in den Aktien-
markt umzuschichten. Das spricht für
eine Fortsetzung der Kursgewinne.
Die Hochzeit des britischen Thronfol-
gers Prinz William und seiner Braut
Kate spricht zwar nicht dafür. Aber sie
ist einer Commerzbank-Statistik zufolge
kein schlechtes Omen: Jahre mit Adels-
Hochzeiten brachten Aktien im Schnitt
ein Plus von 5 Prozent. Jedoch verweist
die Commerzbank auch auf Kursrück-
gänge, wie etwa im Jahr 2002, als der
niederländische Kronprinz WillemAlex-
ander der Argentinierin Máxima das Ja-
wort gab. Damals brach der Dax um 44
Prozent ein. MARKUS FRÜHAUF
Wachsender Maschinenbau
Alte Dame in Not
Heute
Bittere Pille
D
er erste Handelstag in der neuen
Börsenwoche verspricht ruhig zu
werden. Denn am Montag stehen nur
Quartalsergebnisse von Unternehmen
aus der zweiten Reihe auf der Tagesord-
nung. Am spannendsten dürfte die Bi-
lanzpressekonferenz von Haniel wer-
den. Die Duisburger Familienholding ist
Großaktionär des Einzelhandelskon-
zerns Metro und des Pharmagroßhänd-
lers Celesio. Dessen Vorstand hat zu-
letzt deutliche Kritik am Aufsichtsrats-
chef und Haniel-Chef Jürgen Kluge geäu-
ßert. Am Wochenende findet eine Ge-
sellschafterversammlung der Haniel-Fa-
milie in Hamburg statt. maf.
Die Börsenwoche
Rang/Branche 21.4.11 29.4.11 in %
Cinemaxx 3,05 3,56 16,72
Tomorrow Focus 4,35 4,88 12,18
Porsche Vz 44,26 48,87 10,42
Marseille Kliniken 2,50 2,72 8,80
Volkswagen St 110,75 120,40 8,71
Puma St 207,23 223,70 7,95
Centrotherm 37,90 40,88 7,86
Wacker Neuson 12,06 12,95 7,38
Deutsche Bank 41,10 44,10 7,30
Pro 7 Sat 1 Vz 18,05 19,34 7,15
SAP St 45,85 43,50 -5,12
SGL Carbon 37,89 35,99 -5,01
Zapf 1,72 1,64 -4,64
Adva Optical 5,47 5,25 -4,02
Friwo 11,00 10,60 -3,64
Sixt StA 35,10 33,84 -3,59
Biotest Vz 46,68 45,14 -3,30
Nordex 6,98 6,79 -2,72
PSI AG 20,37 19,85 -2,55
Gesco 58,41 57,22 -2,04
ruh. FRANKFURT, 29. April. Auf den Ka-
pitalmärkten wird das Risiko einer grie-
chischen Umschuldung immer höher be-
wertet. In den Preisen für Anleihen und
Kreditabsicherungen ist eine Wahrschein-
lichkeit von mehr als 60 Prozent enthal-
ten. Die Europäische Zentralbank warnt
zwar vor den Folgen eines Schulden-
schnitts, zugleich sucht die Politik jedoch
nach Auswegen. In den vergangenen Ta-
gen wurde deshalb immer wieder die Mög-
lichkeit einer freiwilligen Umschuldung
in den Fokus gerückt. Damit ist gemeint,
dass der Teilverzicht der Gläubiger nicht
vom Schuldner erzwungen, sondern in ei-
nem mehr oder weniger freiwilligen
Tausch erreicht wird. So könnten zumBei-
spiel die Inhaber der griechischen Staats-
anleihen ihre Titel gegen neue Anleihen
mit längerer Laufzeit und geringerem
Zins tauschen.
Damit die Anleger dem „freiwillig“ zu-
stimmen, müsse eine Teilnahme attrakti-
ver sein als das Festhalten an den alten
Anleihen, heißt es in einer Studie der
Commerzbank. Der sich für den Anleger
aus den Änderungen ergebende Barwert-
verlust könne nur durch eine Bonitätsver-
besserung kompensiert werden, zum Bei-
spiel weil sich die langfristige Tragfähig-
keit der griechischen Staatsfinanzen aus
Sicht der Anleger durch die Umschuldung
verbessere.
Doch auch eine solche Restrukturie-
rung der Staatsschuld auf „freiwilliger“
Basis könnte zu einer Verschärfung der Fi-
nanzkrise führen. Warnungen gibt es
schon vom Markt für Kreditausfallversi-
cherungen, wo die Händler solcher Deri-
vate schon fürchten, dass ihr Geschäft lei-
den könnte. Ein freiwilliger Verzicht der
Gläubiger sei kein Auslöser der Zahlun-
gen aus den Absicherungsgeschäften (Cre-
dit Default Swaps, CDS), sagt Jochen Fel-
senheimer von der Fondsgesellschaft As-
senagon. Solange ein staatlicher Emit-
tent, auf den sich ein CDS bezieht, keine
Zahlung ausfallen lässt, kein Moratorium
ausspricht und auch nicht umschuldet, so
lange sei es auch kein Kreditereignis im
Sinne des CDS. Eine freiwillige Umschul-
dung bewirkt zwischen Sicherungsneh-
mer und Sicherungsgeber zunächst
nichts. Das aber beklagen nun manche
CDS-Händler. Schließlich hätten ja viele
Investoren auf eine Staatspleite gesetzt.
Nun sei der griechische Staat de facto in-
solvent, ein freiwilliger Verzicht der Gläu-
biger verhindere aber die CDS-Zahlung.
Die Absicherungsfunktion der CDS sei in
Frage gestellt, was zu einer verstärkten
Flucht der Anleger aus anderen Euro Län-
dern führen könnte.
Ein konkreteres und schwerer wiegen-
des Hindernis für den stillen Ausweg über
einen freiwilligen Verzicht könnten die
Ratingagenturen sein. Ihre Reaktion
hängt unter anderem davon ab, wer das
Angebot ausspricht. Bietet zum Beispiel
ein Wohltäter, etwa ein Rettungsfonds,
Geld oder Anleihen imTausch gegen grie-
chische Titel, dürften die Agenturen
nichts dagegen haben. Spricht dagegen
die griechische Regierung das Angebot
aus, kommt es auf die Details an, ob die
Bonität heruntergestuft wird.
Ist die Bonität eines Schuldners zu
schlecht, fassen die Ratingagenturen je-
des Tausch- oder Rückkaufprogramm wie
eine Umschuldung auf. Dann wird die
Note des Unternehmens oder Staats auf
„D“ wie „default“ (Ausfall) gesetzt. Die
Agenturen handeln so, weil bei einemver-
zweifelten Schuldner ein solches Tausch-
angebot auf die Gläubiger wie eine Dro-
hung wirken kann – nach dem Motto:
Greif zu, oder es gibt morgen noch weni-
ger. Bei S&P liegt die Grenze bei der Note
„B+“, eine Stufe unter dem Rating, das
Griechenland derzeit trägt.
Ist die Bonität noch ausreichend, wer-
den weitere Details geprüft. Dabei haben
die Agenturen nach den eigenen Regeln
einen Ermessensspielraum. Es komme
darauf an, ob das Angebot von den Gläu-
bigern so empfunden werde, dass eine
wirklich freie Entscheidung über Annah-
me oder Ablehnung möglich sei, heißt es
bei S&P. Liege zumBeispiel bei einemAn-
gebot, bestehende Staatsanleihen gegen
neue mit veränderten Konditionen zu tau-
schen, der Barwert deutlich unter dem
Nennwert, sei das ein Verdachtsmoment
für eine verdeckte Umschuldung. Liege
der Barwert sogar unter den jüngsten
Marktwerten, sei die Sache klar, und eine
Herabstufung auf „D“ naheliegend.
Auch die Art und Weise, wie Politiker
im Fall der Fälle eine solche Transaktion
kommentieren, könne eine Rolle spielen.
Wenn zum Beispiel Druck aufgebaut oder
die Investoren an die nationale Verant-
wortung erinnert würden, könne von Frei-
willigkeit keine Rede mehr sein. Die mög-
lichen Ratingherabstufungen können in
einer Umschuldung eine wichtige Rolle
spielen, weil sie Banken zu Wertberichti-
gungen zwingen können. Andere institu-
tionelle Investoren dürfen Anleihen mit
geringer Qualität gar nicht halten.
jul. FRANKFURT, 29. April. Silber ist so
teuer wie niemals zuvor. Amvergangenen
Dienstag stieg der Preis für das Edelme-
tall im Handelsverlauf bis auf 49,79 Dol-
lar je Feinunze (31,1 Gramm) und kostete
damit 34 Cent mehr als vor 31 Jahren.
AmFreitag gab der Preis jedoch wieder et-
was nach. 1980 hatten die Brüder Nelson
und William Hunt am Silbermarkt speku-
liert und den Preis des Edelmetalls inner-
halb weniger Jahre bis auf 49,45 Dollar ge-
trieben. Bis vor kurzem galt dieser Re-
kord unter Fachleuten als uneinholbar.
Der Silbermarkt habe sich noch immer
nicht von dem damaligen Schock erholt.
Diese These ist nun widerlegt. Alleine
im laufenden Jahr hat sich eine Feinunze
um fast zwanzig Dollar beziehungsweise
65 Prozent verteuert. Seit Oktober 2010
hat sich der Kurs mehr als verdoppelt.
Diesmal ist jedoch nicht Spekulation der
Grund, sondern vor allem die Schwäche
der amerikanischen Währung. Der Dollar
ist gegenüber dem Euro im Moment so
schwach wie zuletzt vor zweieinhalb Jah-
ren. Im Vergleich zu anderen Währungen
wie dem Schweizer Franken hat er noch
viel mehr an Wert eingebüßt. Da Silber in
Dollar gehandelt wird, sehen Anleger zum
Beispiel aus dem Euroraum eine Investiti-
on trotz des Rekordpreises als lohnend an.
Analysten gehen davon aus, dass die
Pressekonferenz des amerikanischen No-
tenbankpräsidenten Ben Bernanke am
Dienstag der Preisrally auf dem Edelme-
tallmarkt neuen Schwung verliehen hat.
Der Goldpreis kletterte am Freitag auf
ein neues Rekordhoch bei mehr als 1540
Dollar. Während andere Notenbanken
wie die Europäische Zentralbank (EZB)
die Leitzinsen langsam wieder erhöhen,
zeigt die amerikanische Fed keine Anzei-
chen zur Eindämmung ihrer lockeren
Geldpolitik. Die hohe Liquidität im
Markt schürt Inflationssorgen – und
schafft die Basis für Rekordpreise auf den
Rohstoffmärkten, nicht zuletzt bei den
Edelmetallen. Gerade der Silbermarkt ist
mit einem Angebotsvolumen von weniger
als 30 Milliarden Dollar im Jahr recht
überschaubar, so dass der Preis schnell
steigt, wenn viele Anleger investieren.
Auch die hohe Staatsverschuldung in
den Vereinigten Staaten, vielen Ländern
der Europäischen Union und in Japan
treibt die Anleger in vermeintlich wertsta-
bile Anlagen wie Gold und Silber. Un-
längst hatte die Ratinggesellschaft Stan-
dard & Poor’s (S&P) der amerikanischen
Regierung mit dem Verlust der besten Bo-
nitätsnote gedroht, sollte sie den Staats-
haushalt nicht in Ordnung bringen.
Trotzdem halten viele Analysten den
hohen Silberpreis fundamental nicht
mehr für gerechtfertigt. So sehen die Roh-
stoffanalysten der Commerzbank deutli-
che Zeichen dafür, dass es nicht mehr lan-
ge so weitergeht. „Es deutet vieles darauf
hin, dass sich die Preisrally beim Silber
dem Ende nähert“, heißt es in einem
Marktkommentar. Dafür spricht, dass An-
leger in den vergangenen drei Tagen
knapp 340 Tonnen Silber aus demiShares
Silber Trust abgezogen haben.
Dabei ist Silber im Gegenteil zu Gold
nicht in erster Linie ein Anlage- und
Schmuckmetall. Nur etwa ein Viertel der
Silbernachfrage stammt von Anlegern,
und nur 16 Prozent des Silberangebots
werden zu Schmuck verarbeitet. Wegen
seiner hervorragenden Leitfähigkeit ist es
in der Industrie begehrt. Knapp die Hälfte
der Jahresproduktion wird dort ver-
braucht. Es kommt in Elektrotechnik, im
Autobau, in der Medizintechnik und der
Fotoindustrie zumEinsatz. Deswegen pro-
fitiert Silber nicht nur, wenn die Risiko-
aversion zunimmt und Anleger in Sicher-
heit flüchten, sondern auch, wenn die
Wirtschaft boomt. Aus dem Grund wird
Silber häufig als „unechtes“ Edelmetall be-
zeichnet oder „Zwitter“ zwischen Edel-
und Industriemetall. Nach Ansicht von
Thorsten Proettel, Rohstoffanalyst der
LBBW, rechtfertigt jedoch auch die gute
Konjunkturlage den rekordhohen Silber-
preis nicht. Es sei mit einer baldigen Kor-
rektur zu rechnen.
Allerdings ist es unwahrscheinlich, dass
sie dieses Mal so stark ausfällt wie 1980.
Damals versuchte die New Yorker Roh-
stoffbörse, die Spekulation der Hunt-Brü-
der zu vereiteln, und verbot über Nacht Sil-
berkäufe in größeren Mengen. Nur noch
Verkäufe waren erlaubt. Rasch sackte der
Kurs auf 20 Dollar ab. Den Kursrutsch ver-
stärkte, dass immer mehr Anleger nervös
wurden und aus dem Markt ausstiegen.
Die Hunt-Brüder hatten sich verspeku-
liert und verloren ihr Vermögen.
Die Börse amMontag
21.4.11 29.4.11 in %
Geschäf tsbanken 787,83 829,89 5,34
Auto- und Zulieferind. 3645,03 3810,31 4,53
Chemie und Pharma 2055,85 2127,28 3,47
Gesamtindex 1663,41 1704,49 2,47
Versorger und Telekom 1084,74 1111,52 2,47
Handel und Verkehr 1139,25 1166,03 2,35
Versicherungen 15542,06 15857,52 2,03
Maschinenbau 622,19 633,71 1,85
Bau und Immobilien 3094,24 3147,49 1,72
Konsumgüter 787,99 800,27 1,56
Bekleidung und Kosm. 1235,50 1276,87 3,35
Sonstige Konsumwerte 656,45 660,18 0,57
Grundstof fe 997,61 1007,73 1,01
Informationstechnologie 3693,38 3691,29 -0,06
Sonstige Finanzinstitute 312,77 311,87 -0,29
1) Nicht bereinigte Originalkurse ohne Kurszusätze; erfasst werden die
im F.A.Z.-Performance-Index enthaltenen Titel. Aktien mit Kursen von
weniger als 1 Euro sind nicht berücksichtigt. 2) Ermittelt aus den Ein-
zelindizes Quelle: F.A.Z.
Gewinner und Verlierer
Kurse
1)
am Veränd.
2)
tim. FRANKFURT, 29. April. Autofah-
rer in Deutschland müssen für Sprit so
viel zahlen wie noch nie: Am Freitag
kostete der Liter Superbenzin imDurch-
schnitt 1,62 Euro. Damit liegt der Ben-
zinpreis über dem Rekordniveau vom
Sommer 2008, damals kostete Super-
benzin knapp 1,60 Euro je Liter. Für
Diesel muss mittlerweile 1,46 Euro ge-
zahlt werden – 9 Cent unter dem Re-
kord vor drei Jahren.
Der Preissprung für Benzin fällt in
die Zeit des Osterreiseverkehrs und hat
Kritik von Automobilverbänden wie
dem ADAC hervorgerufen. Zuvor gab
es schon die Debatte über eine höhere
Besteuerung von Diesel sowie die Ver-
unsicherung über die Einführung des
Biokraftstoffs E10. Hinzu kommt, dass
der Ölpreis seit Jahresanfang um 30
Prozent geklettert ist.
Während der Rohölpreis in den ver-
gangenen Tagen nur noch wenig zuge-
legt hat, ist Benzin deutlich teurer ge-
worden. Zwar ist die Entwicklung des
Rohölpreises ein wichtiger Treiber der
Kosten der Benzinproduktion. „Doch
wichtiger ist die Entwicklung auf dem
Benzinmarkt in Rotterdam“, sagt Rai-
ner Wiek vom Hamburger Energie-In-
formationsdienst (EID). Auf dem
Markt für Ölprodukte wie Benzin und
Heizöl haben die Preise zuletzt stärker
zugelegt als für Rohöl. „Besonders im
Frühjahr ist die Nachfrage nach Ben-
zin groß“, sagt Wiek, „auch aus Asien
und den Vereinigten Staaten wird Ben-
zin in Rotterdam gekauft und treibt
die Preise weiter.“ Wenn etwa ameri-
kanische Raffinerien den Bedarf an
Benzin nicht decken können, wird der
Import aus Europa erhöht.
Die Einführung von E10 in Deutsch-
land hat ebenfalls Auswirkungen auf
die Benzinpreise. Es zeichne sich zwar
ab, dass sich E10 nicht durchsetze, sagt
Wiek, „steigt aber der Bioethanolan-
teil, wird auch das Superbenzin teurer,
denn Bioethanol ist der teurere Roh-
stoff im Vergleich zum Rohbenzin“.
Das Bundeskartellamt untersucht
seit zwei Jahren die Preisbildung im
Tankstellenmarkt. Im Mai will das Amt
dazu einen Bericht vorlegen. Vertreter
der Tankstellenbetreiber hingegen ver-
weisen stets auf die gestiegenen Be-
schaffungkosten für Benzin sowie auf
den hohen Steueranteil am Benzin-
preis. (Kommentar Seite 20.)
Jeden Tag wertvoller: Stapel von Silberbarren Foto Ulrich Zillmann
F.A.Z.-Aktien-Index
Quelle: Thomson Reuters F.A.Z.-Grafik Mazeczek
Basis: Börsenkurse von 13 Uhr in Punkten
1500
1540
1580
1620
1660
1700
29.4.2011 28.1.2011
ANZEIGE
Superbenzin
kostet so viel
wie noch nie
Die Tücken einer Umschuldung
Selbst ein freiwilliger Verzicht könnte die Finanzkrise verschärfen
Der Silberpreis bricht den
historischen Rekord von 1980
Feinunze Silber kostet fast 50 Dollar / Analysten sehen Anzeichen für Ende der Rally
Haniel lädt zur Pressekonferenz
Hochzeit am Aktienmarkt
F.A.Z.-Branchen-Indizes
Indexstand Veränd.
28.4. 29.4.
Dax
Dax 30 7475,22 7514,46
M-Dax 10711,30 10740,45
Tec-Dax 923,20 935,10
Euro Stoxx 50 3005,33 3011,25
Dow Jones 12763,31 12829,99*
Nasdaq Index 2872,53 2870,60*
Bund-Future 122,56 122,90**
Bobl-Future 115,04 115,24**
Tagesgeld Frankfurt 1,30 % 1,45 %
3-Monats-Euribor 1,375 % 1,385 %
F.A.Z.-Rendite 10 J. Dollar je Euro Rohöl $ je Barrel
London
26.1.2011 29.4.2011
3,00
3,15
3,30
3,45
3,60
3,75
26.1.2011 29.4.2011
6250
6550
6850
7150
7450
7750
26.1.2011 29.4.2011
1,30
1,34
1,38
1,42
1,46
1,50
26.1.2011 29.4.2011
86,0
94,0
102,0
110,0
118,0
126,0
28.4. 29.4.
Bundesanl.-Rendite 10 J. 3,25 % 3,23 %
F.A.Z.-Renten-Rend. 10 J. 3,49 % 3,51 %
US-Staatsanl.-Rend. 10 J. 3,32 % 3,30 % *
Gold-Unze (London $) 1535,50 gs.
Rohöl (London $/Barrel) 124,81 125,75**
1 Euro in Dollar 1,4794 1,4860
1 Euro in Pfund 0,8888 0,8917
1 Euro in Schw. Franken 1,2954 1,2867
1 Euro in Yen 120,97 120,67
*) Ortszeit 11.00 Uhr, **) Ortszeit 17.00 Uhr
1) Stand am 29.4. im Tagesverlauf. Quellen: Bloomberg; LBBW Commodity Research/F.A.Z.-Grafik Walter
Der Silberpreis steigt auf Rekordhöhe
29.4.2011
1)
1.1.2008
Preis für Silber
in Dollar und in Euro je Feinunze
in Dollar in Euro
40
30
20
10
0
Globale Nachfrage nach Silber
Anteil 2011 in Prozent (Schätzung)
46
26
16
6
6
Industrie
Anleger
Schmuck
Besteck
Fotoindustrie
Superbenzin teuer wie nie
Quelle: Aral F.A.Z.-Grafik Brocker
in Deutschland (Euro je Liter) ( j )
2011 2009 2007 2005
29.4. im
Tagesverlauf
1,46
1,61
0,90
1,00
1,10
1,20
1,30
1,40
1,50
Superbenzin
Diesel
Spitzenweine
Kultweine
www.caratos.com
0,75 l Flasche 39,90 €
12 Flaschen zu 478,80 €
Tel. 07841 / 508 80 86 • 77886 Lauf
2003 Clos Martinet
Mas Martinet, Priorat D.O.Ca.
Alles Nähere und viele wei-
tere Spitzenweine unter:
z.B. mit 92 Parkerpunkten:
Sonderpreis 420,- €
Ein Traum in Rot und ein Er-
lebnis von komplexer Tiefe.
Ganz hervorragend zu edlem
Fleisch. Potenzial bis 2020.
Mas Martinet ist der Pionier
im spanischen Priorat, tippt
an vier Sterne im „Kleinen
Johnson“. Kultwein!
SEI TE 22 · SAMSTAG, 30. APRI L 2011 · NR. 100 FRANKFURTER ALLGEMEI NE ZEI TUNG Finanzmärkte und Geldanlage
REUTLINGEN, 29. April
Ä
ngste und Sorgen sind hartnäckige
Begleiter privater Geldanleger.
Die wirtschaftlichen Ereignisse
der letzten Jahre sind zum Teil grausam,
und die Krisen haben bei vielen Privatleu-
ten das Gefühl hinterlassen, dass es keine
Sicherheit gibt. Das Empfinden ist richtig
und wahrscheinlich die beste Lektion,
welche die letzten Monate liefern konn-
ten. Es gibt weder in der Liebe noch in
der Gesundheit noch beim Geld irgend-
welche Garantien, und daran wird sich
auch in Zukunft nichts ändern.
Hinzu sollte nur die Erkenntnis kom-
men, dass Geld eine trügerische Hoff-
nung ist. Wer in dem Glauben lebt, durch
Zinsen und Zinseszinsen reich zu werden,
sollte den Traum so schnell wie möglich
begraben, weil das Leben andere Wege
geht. Die Kunst im Umgang mit Geld be-
steht darin, es durch Arbeit zu verdienen,
den Konsum im Zaum zu halten und die
Überschüsse in einfache Geldanlagen zu
streuen. Dadurch ist der Erhalt, nicht
aber die Vermehrung des Vermögens
möglich.
Umgekehrt bezahlen Investoren, die
von 8 oder 10 Prozent im Jahr träumen
und ihre Konzepte ständig über den Hau-
fen werfen, viel Geld für diese Einstel-
lung. An dieser Haltung verdienen nur Ver-
käufer und Vermittler, und daher ist es
kein Wunder, dass sie Anlegern ständig in
den Ohren liegen, das Kapital in angeb-
lich lukrative Anlagen umzuschichten.
Die Erkenntnis, dass die Bäume beim
Geld nicht in den Himmel wachsen,
kommt in vollständigen Vermögensplä-
nen zum Ausdruck. Sie beginnen mit der
Aufstellung aller Guthaben und Schulden.
Dazu gehören eben nicht nur Aktien, An-
leihen, Immobilien und Kredite, sondern
auch Arbeit, Renten und Konsum. Ein-
kommen, Versorgung und Lebenshaltung
sind für die meisten Menschen aber keine
Vermögenswerte. Folglich fallen die Posi-
tionen in den meisten Haushalten unter
den Tisch. Das ist kein Beinbruch, doch
die Anleger dürfen sich nicht darüber wun-
dern, dass die Entscheidungen, die aus un-
vollständigen Vermögensplänen gezogen
werden, zum Teil fragwürdig und gefähr-
lich sind.
Die fehlende Kapitalisierung der Pen-
sionen und führt zum Beispiel bei älteren
Menschen zu Ängsten und Sorgen, die un-
nötig sind wie ein Kropf. Wer 65 Jahre alt
ist und einen lebenslangen Versorgungsan-
spruch von monatlich 2500 Euro hat, be-
sitzt Geld im Wert von 434 000 Euro. Da-
hinter verbirgt sich die Kalkulation, dass
der Anleger noch 20 Jahre leben wird und
die Zahlungen mit 3,5 Prozent auf die Ge-
genwart abgezinst werden.
Was für die Ansprüche gilt, muss natür-
lich auch für die Pflichten gelten. Die mo-
natlichen Ausgaben für Essen, Trinken,
Haus, Auto und Urlaub müssen ebenfalls
abgezinst und als Schuld in die private
Vermögensbilanz gestellt werden. Wer
zum Beispiel monatlich 2000 Euro fürs
tägliche Leben braucht, benötigt bei ei-
ner „Restlaufzeit“ von 20 Jahren und ei-
nem Zins von 3,5 Prozent mindestens
347 000 Euro. Sollte der Wert des Geldes
in dieser Zeit jedes Jahr um durchschnitt-
lich 3 Prozent sinken, wird es richtig teu-
er. Dann sind 451 000 Euro notwendig,
umüber die Runden zu kommen. Die An-
leger müssen sich bei der Aufstellung ih-
res Vermögens an hohe Summen gewöh-
nen. Die Unsicherheit über die großen
Zahlen sollte freilich kein Hinderungs-
grund sein, sich mit den Vermögensplä-
nen zu beschäftigen. Sie schärfen den
Blick für die wichtigen Dinge des Le-
bens.
Wie das im Alltag aussehen kann, wird
in folgendem Beispiel deutlich. Hinter
dem Vermögen in Tabelle 1 steckt ein 55
Jahre alter Anleger. Er ist verheiratet, hat
zwei erwachsene Kinder, und der Mann
macht sich Gedanken über das restliche
Berufsleben. Gelegentlich blitzen auch
Überlegungen auf, wie der Ruhestand in
finanzieller Hinsicht aussehen wird, aber
im Augenblick steht die Frage im Mittel-
punkt, was bis zum Ruhestand hier und
da verbessert werden kann.
Das aktuelle Vermögen besteht aus
acht Verträgen. Die Aufstellung folgt der
bewährten Gliederung: Bargeld, Anlei-
hen, Immobilien, Aktien und Kredite.
Die meisten Posten sind Allerweltssa-
chen. Ungewöhnlich wird für viele Be-
trachter nur die Einbindung des Einkom-
mens, des Konsums und der Renten sein.
Die Rechenschritte sind freilich kein He-
xenwerk, weil sich hinter den Vermögens-
werten harmlose Barwerte verbergen.
Der erste Vertrag ist das Festgeld. Dort
liegen 100 000 Euro und werden mit jähr-
lich 2 Prozent verzinst. Die Rücklage gilt
als stabile Anlage, weil das Kapital durch
den Sicherungsfonds der Banken ge-
schützt ist. Die jährlichen Erträge von je-
weils 2000 Euro unterliegen der Abgel-
tungsteuer, so dass von den Zinsen ledig-
lich 1473 Euro bei dem Anleger ankom-
men. Kurssteigerungen gibt es beim Fest-
geld nicht, so dass der Endwert der Anla-
ge in zehn Jahren weiterhin 100 000
Euro betragen wird.
In dem zweiten Topf sind Staats- und
Unternehmensanleihen im Wert von
200 000 Euro enthalten. Bei einer Be-
trachtungsdauer von zehn Jahren sind im
Augenblick etwa 3,5 Prozent realistisch.
Folglich können dem Anleger in den
nächsten Jahren jeweils 7000 Euro zuflie-
ßen. Auch diese Zinsen unterliegen der
Abgeltungsteuer. Das heißt in Zahlen,
dass von jeder Ausschüttung rund 1846
Euro an den Fiskus gehen. Ob die Staats-
kasse die Beträge behalten darf, wird bei
Veranlagung zur Einkommensteuer ge-
klärt. Die Höhe des Endwertes der festver-
zinslichen Wertpapiere wird von den Kur-
sen abhängen, die in zehn Jahren gelten.
Sollten die heutigen Anleihen in zehn Jah-
ren zur Rückzahlung anstehen, wird der
Endwert mit hoher Wahrscheinlichkeit
bei 100 Prozent liegen, in diesemFall also
bei 200 000 Euro. Sollten unter den Anlei-
hen aber Papiere sein, deren Kurs in zehn
Jahren über 100 Prozent steht, so unter-
liegt die Differenz der Abgeltungsteuer.
Die dritte Anlage ist eine Kapitalversi-
cherung. Der heutige Rückkaufswert liegt
bei 150 000 Euro. Der Vertrag läuft noch
zehn Jahre, und in dieser Zeit fließen je-
des Jahr weitere 9000 Euro in den Spar-
topf der Gesellschaft. Bei der Rendite ist
der Anleger zurückhaltend. Die in Aus-
sicht gestellten 4,25 Prozent erscheinen
ihm zu hoch. Deshalb hat er die Verzin-
sung in seiner Kalkulation auf 3,5 Pro-
zent gesenkt, und wenn dieser Wert kor-
rekt ist, wird in zehn Jahren eine Leistung
von 321 000 Euro zur Auszahlung kom-
men. Der Betrag wird steuerfrei sein, weil
hinter der Police ein Altvertrag steckt.
Die vierte Geldanlage ist die gesetzli-
che Rente. Die meisten Privatleute
schimpfen über die Abgaben. Sie sollten
aber die Bezüge sehen. Die Ansprüche
sind ein Guthaben, weil das Geld nicht
vom Himmel regnet, sondern aus einem
Topf stammt. Konkret handelt es sich bei
Renten, die in Zukunft fließen werden,
um Rentensparpläne. Der Anleger muss
noch einige Jahre in die Kasse einzahlen,
danach kann er bis zum Lebensende mit
einer Rückzahlung rechnen.
Im vorliegenden Fall sind zwei Dinge
bekannt. Das ist zum einen die Tatsache,
dass der Anleger im Moment von seinem
Verdienst jeden Monat rund 500 Euro in
die Rentenkasse einzahlen muss, und das
ist zum anderen die Zusage, in zehn Jah-
ren eine Monatsrente von 2000 Euro zu
bekommen. Daraus lässt sich mit weni-
gen Handgriffen ein Rentensparplan bas-
teln. Zuerst sind 120 Raten von je 500
Euro einzuzahlen, danach kommen 240
Raten von je 2000 Euro zurück. Der End-
wert wird, wenn mögliche Witwenrente
vernachlässigt wird, gegen null Euro stre-
ben. Folglich beträgt der Barwert der Ra-
ten, die jedes Jahr um jeweils 1,5 Prozent
steigen sollen, bei einem Anlagezins von
3,5 Prozent etwa 222 000 Euro.
Die fünfte Anlage ist das Eigenheim.
Hier spielen Steuern keine Rolle. Das ei-
gene Dach über dem Kopf ist ein Privat-
vergnügen. Trotzdem ist das Eigenheim
eine Geldanlage. Das Haus hat einen Ge-
genwartswert. Es soll bis zum Lebensen-
de genutzt werden. Das werden aller Vor-
aussicht nach 30 Jahre sein. Zwischen
den beiden Punkten gibt es in diesem
Haus sowohl Erträge als auch Kosten. Die
Einnahmen sind die Mietvorteile, und die
Ausgaben sind die Instandhaltungskos-
ten. Das Eigenheim in Tabelle 1 rentiert
sich mit 4 Prozent, so dass das Haus rund
25 Jahresmieten kostet. Sowohl die Erträ-
ge als auch der Wert sollen pro Jahr um
1,5 Prozent steigen. Folglich kann das
Haus in zehn Jahren etwa 406 000 Euro
und in 30 Jahren rund 547 000 Euro wert
sein. Je nach Marktlage können die Werte
aber auch höher oder niedriger sein.
Weiter geht es in dem Privatvermögen
mit den Aktien. Sie haben zur Zeit einen
Wert von 300 000 Euro. Der Anleger hat
die Hoffnung, dass sich die Aktien in Zu-
kunft mit 6 Prozent pro Jahr verzinsen
werden. Gegen die Prognose können bis
auf den Hinweis, dass es eben eine Pro-
gnose ist, keine Bedenken vorgebracht
werden, und wenn die Hochrechnung
stimmt, wird sich nicht nur der Anleger,
sondern auch das Finanzamt freuen. Der
jährliche Anstieg um6 Prozent wird unter
Berücksichtigung der zusätzlichen Spar-
raten zu einem Endwert von rund
716 000 Euro führen. Das ist ein Gewinn
von 278 000 Euro, von demder Fiskus ein
Viertel erhalten wird.
Der siebte Vertrag ist die Arbeitskraft
des Anlegers. Er verdient zur Zeit jährlich
180 000 Euro. Wenn die Stricke nicht rei-
ßen, kommt das Gehalt noch zehn Jahre
aufs Konto. Folglich ist der Vertrag ein ri-
sikoreicher Einnahmeplan, und bei der
Berechnung des Barwertes sollte richtig
in die Tasten gegriffen werden. Mit einem
Satz von 3 oder 4 Prozent ist es da nicht
getan, und auch ein Wert von 6 Prozent
ist zu niedrig. Der Arbeitsplatz ist eine
Spezialaktie mit hohen Chancen und Risi-
ken, und hier sind 10 Prozent angemes-
sen. Bei der Diskontierung der Gehälter,
die jedes Jahr um 1,5 Prozent steigen mö-
gen, kommt ein Barwert von 1,17 Millio-
nen Euro heraus. Die laufenden Erträge
unterliegen in voller Höhe der Einkom-
mensteuer. Die jährlichen Abgaben sind
im Barwert nicht enthalten, sondern im
Vermögensplan unter den laufenden Aus-
gaben abgebildet.
Was für die Arbeit recht, kann für den
Konsum nur billig sein, freilich mit umge-
kehrtem Vorzeichen. Der Konsum ist ein
Kredit, und mit dem Barwert der Ausga-
ben steht jeder Anleger bei sich selbst in
der Kreide. In demachten und letzten Ver-
trag wird mit Jahresausgaben von 60 000
Euro gerechnet, und sie klettern jedes
Jahr um 3 Prozent in die Höhe, weil der
Anleger befürchtet, dass die Inflation in
diesemMaße zuschlagen wird. Das Ergeb-
nis beträgt 1,623 Millionen Euro und wird
Anleger, die von Zins und Zinseszinsen
träumen, auf den harten Boden der Reali-
tät zurückholen.
Der Vermögensplan in Tabelle 2 be-
ginnt mit harmlosen Zahlen. Die jährli-
chen Einnahmen bewegen sich zwischen
200 000 und 230 000 Euro. Davon sind
Ausgaben abzuziehen, die bei 87 000
Euro beginnen und im Laufe der Zeit auf
112 000 Euro steigen. Hinzu kommt die
Einkommensteuer auf die Gehälter. Trotz-
dem besteht bis zu diesem Punkt kein
Grund zur Klage. Die jährlichen Über-
schüsse bewegen sich am Anfang bei
53 000 Euro und gehen in der Folge auf
47 000 Euro zurück.
Das dicke Ende kommt im wahrsten
Sinne des Wortes am Schluss der Tabelle
zum Ausdruck. Das Nettovermögen des
Anlegers liegt am Anfang bei 869 000
Euro. Das ist der wahre Marktwert des
Haushaltes unter Berücksichtigung aller
Einnahmen und Ausgaben. Dieser Wert
wird, wenn die Unterstellungen der acht
Verträge zutreffen, auf 1,123 Millionen
Euro steigen. Der geringe Anstieg ver-
heißt nichts Gutes, und wer sich die Ent-
wicklung im Detail ansieht, kommt auf
eine Rendite von 2,6 Prozent pro Jahr.
Die Verzinsung ist das Ergebnis nach
Steuern, aber vor Geldentwertung. Unter
dem Einfluss der Inflation, im vorliegen-
den Fall jährlich 3 Prozent, sinkt die reale
Verzinsung auf minus 0,4 Prozent pro
Jahr. Sie gilt unter der Voraussetzung,
dass der Anleger in den nächsten Jahren
nicht arbeitslos wird, weil das Ergebnis in
erster Linie durch die hohen Gehälter er-
reicht wird. Sollte das Einkommen weg-
brechen, wird es dunkel und finster im
Lande. Dann rutscht die reale Verzinsung
richtig ins Minus, so dass in aller Deutlich-
keit klar wird: Träume von Zins und Zin-
seszins sind auf dem Papier schöne Zah-
len, doch in der Wirklichkeit sind sie Sei-
fenblasen. Sie schillern in bunten Farben,
aber irgendwann platzen sie im rauhen
Wind.
Der Autor ist Finanzanalytiker in Reutlingen.
hlr. FRANKFURT, 29. April. Der Immobi-
lieninvestor DICAsset emittiert eine fünf-
jährige Anleihe im Volumen von 100 Mil-
lionen Euro und bietet bei einem Ausga-
bepreis von 100 Prozent des Nennbetrags
einen Zinskupon von 5,875 Prozent. Dies
teilte das Unternehmen am Freitag mit.
Anders als viele andere Emittenten von
Mittelstandsanleihen sind die Aktien von
DIC Asset an der Börse notiert – DIC ist
auch Mitglied im S-Dax. Die Zeichnungs-
frist beginnt am 5. Mai und endet spätes-
tens am 11. Mai. Vom 16. Mai an soll die
Anleihe erstmals gehandelt werden. Im
März hatte sich DIC Asset schon über
eine Kapitalerhöhung von 50 Millionen
Euro Eigenmittel beschafft. Mit dem Er-
lös aus den beiden Finanzmarkttransak-
tionen will DIC Asset laut eigenen Anga-
ben „schnell und flexibel auf attraktive
Kaufgelegenheiten am Markt reagieren
können“. Das Unternehmen betreut ein
Immobilien-Portfolio von mehr als 3 Milli-
arden Euro, das hauptsächlich aus Büro-
und Einzelhandelsobjekten besteht.
gho. MOSKAU, 29. April. Die russische
Zentralbank hat in einem überraschenden
Schritt zum zweiten Mal in diesem Jahr
die Leitzinsen erhöht. Mehrere Sätze stie-
gen um 0,25 Prozentpunkte, darunter der
Refinanzierungssatz auf 8,25 Prozent. Da-
mit will die Notenbank gegen die hohen In-
flationserwartungen vorgehen. Im April
erreichte der Zuwachs der Teuerungsrate
auf jährlicher Basis einen Wert von 9,6
Prozent. Die Währungshüter wollen in die-
sem Jahr eine Rate von höchstens 7 Pro-
zent erreichen. Beobachter waren von ei-
ner Erhöhung der Mindestreservesätze
ausgegangen. Diese waren in diesem Jahr
bereits dreimal erhöht worden. Zur Inflati-
onsbekämpfung hatte die Zentralbank
eine Aufwertung des Außenwerts des Ru-
bels in Kauf genommen. Damit sollte ein
Abwürgen des wirtschaftlichen Auf-
schwungs durch allzu hohe Zinsen vermie-
den werden. Nach einer Zunahme des
Bruttoinlandsprodukts im Jahr 2010 um 4
Prozent rechnet die Regierung 2011 mit ei-
nem Wachstum von 4,2 Prozent.
Übersicht über die bestehenden Finanzverträge Tabelle 1
Nominaldaten Festgeld Anleihen Police Staatsrente Eigenheim Aktien Arbeit Konsum
Kontostand am 30.12.2010 30.12.2010 30.12.2010 30.12.2010 30.12.2010 30.12.2010 30.12.2010 30.12.2010
Betrachtung endet am 30.12.2020 30.12.2020 30.12.2020 30.12.2020 30.12.2040 30.12.2020 30.12.2020 30.12.2040
Betrachtung in Jahren 10 10 10 10 10 10 10 10
Nominalbetrag in Euro 100 000,00 200 000,00 150 000,00 222 000,00 350 000,00 300 000,00 1 200 000,00 1 900 000,00
Nominalzins pro Jahr in Prozent 2,00 3,50 3,65 3,50 4,00 6,00 10,00 3,50
Besteuerung Abgeltungsteuer Abgeltungsteuer Keine Einkommensteuer Keine Abgeltungsteuer Einkommensteuer Keine
Raten Jährlich Jährlich Jährlich Jährlich Jährlich Jährlich Jährlich Jährlich
Rate in Euro 2 000,00 7 000,00 9 000,00 6 000,00 14 000,00 12 000,00 180 000,00 60 000,00
Dynamik pro Jahr in Prozent 0,00 0,00 0,00 1,50 2,00 3,00 1,50 3,00
Dynamisierung beginnt am 30.12.2012 30.12.2012 30.12.2012 30.12.2012 30.12.2012 30.12.2012 30.12.2012 30.12.2012
Nächste Rate am 30.12.2011 30.12.2011 01.01.2011 30.12.2011 30.12.2011 30.12.2011 30.12.2011 30.12.2011
Verrechnungen Jährlich Jährlich Jährlich Jährlich Jährlich Jährlich Jährlich Jährlich
Nächste Verrechnung am 30.12.2011 30.12.2011 01.01.2011 30.12.2011 30.12.2011 30.12.2011 30.12.2011 30.12.2011
Zinstermine Jährlich Jährlich Jährlich Jährlich Jährlich Jährlich Jährlich Jährlich
Nächster Zinstermin am 30.12.2011 30.12.2011 30.12.2011 30.12.2011 30.12.2011 30.12.2011 30.12.2011 30.12.2011
Wert am Ende der Betrachtung in Euro 100 000,00 200 000,00 321 000,00 388 000,00 406 000,00 716 000,00 0,00 1 489 000,00
Nominaldaten der Geldanlagen und Kredite
Übersicht über die Entwicklung des Gesamtvermögens (Jeweils zum 30.12. ) Tabelle 2
Positionen 2010 2011 2012 2013 2014 2015 2016 2017 2018 2019 2020
Liquidität in Euro
Einnahmen 0 200 626 203 536 206 490 209 488 212 531 215 619 218 754 221 936 225 166 1 491 884
Ausgaben 0 87 000 89 250 91 566 93 950 96 405 98 931 101 532 104 210 106 966 109 804
Steuern 0 60 599 61 713 62 842 63 988 65 150 66 330 67 524 68 737 69 968 71 215
Überschuss 0 53 027 52 573 52 082 51 550 50 975 50 358 49 698 48 989 48 232 1 310 866
Vermögen in Euro
Kasse 0 53 027 106 661 160 875 215 642 270 931 326 707 382 939 439 587 496 610 1 817 408
Festgeld 100 000 100 000 100 000 100 000 100 000 100 000 100 000 100 000 100 000 100 000 0
Anleihen 350 000 364 564 379 638 395 239 411 387 428 100 445 397 463 300 481 830 501 008 0
Rentenansprüche 222 000 235 756 250 084 265 003 280 536 296 705 313 536 331 051 349 277 368 239 387 965
Immobilien 350 000 355 250 360 579 365 987 371 477 377 049 382 705 388 446 394 272 400 186 406 189
Aktien 300 000 330 000 362 160 396 620 433 530 473 048 515 342 560 592 608 986 660 726 0
Humankapital 1 170 000 1 107 029 1 035 060 953 152 860 269 755 272 636 907 503 794 354 414 187 096 0
KreditKonsume 1 623 000 1 619 779 1 614 646 1 607 479 1 598 152 1 586 532 1 572 479 1 555 848 1 536 485 1 514 232 1 488 920
Gesamtbetrachtung ohne Inflation
Nettovermögen (€) 869 000 925 847 979 536 1 029 397 1 074 689 1 114 573 1 148 115 1 174 274 1 191 881 1 199 633 1 122 642
Jahresentwicklung (%) 0,00 6,54 5,80 5,09 4,40 3,71 3,01 2,28 1,50 0,65 -6,42
Gesamtentwicklung (%) 0,00 6,54 6,17 5,81 5,45 5,10 4,75 4,39 4,03 3,65 2,59
Gesamtbetrachtung mit Inflation von 3 Prozent
Nettovermögen (€) 869 000 898 881 923 307 942 044 954 847 961 440 961 528 954 792 940 882 919 419 835 351
Jahresentwicklung (%) 0,00 3,44 2,72 2,03 1,36 0,69 0,01 -0,70 -1,46 -2,28 -9,14
Gesamtentwicklung (%) 0,00 3,44 3,08 2,73 2,38 2,04 1,70 1,35 1,00 0,63 -0,39
Betrachtung der Geldanlagen, Kredite und Steuern über einen Zeitraum von 10 Jahren
jja. BERLIN, 29. April. Beerdigungskos-
ten können beim Finanzamt geltend ge-
macht werden – aber nur im angemesse-
nen Rahmen. Das hat das Finanzgericht
Köln klargestellt. Für die Jahre 2006 und
2007 legten die Richter die Obergrenze
mit 7500 Euro fest. Geklagt hatte ein
Mann, der weitgehend die Kosten für das
Begräbnis seines Vaters übernommen hat-
te, weil sie nicht aus dem Erbe bestritten
werden konnten. Dafür gab er insgesamt
40 000 Euro aus. Das Finanzamt wollte
aber nur 7500 Euro anerkennen. Das fand
das Gericht nun auch berechtigt. Denn die
Ausgaben könnten beim Fiskus zwar als
„außergewöhnliche Belastung“ abgesetzt
werden, dazu müssten sie dem Steuer-
pflichtigen aber zwangsläufig erwachsen
sein. Kosten von Trauerkleidung oder
Traueressen gehörten nicht dazu, schon
gar nicht Filmaufnahmen und eine auf-
wendige Grabstätte. Die Richter verwie-
sen auf die Stiftung Warentest, der zufolge
eine Bestattung im Jahr 2004 im Schnitt
nur 4500 Euro kostete (Az.: 12 K 784/09).
DIC Asset emittiert
Unternehmensanleihe
Russische Zentralbank
erhöht Leitzinsen
Kostenlose Leseprobe 0180 2 52 52*
www.faz.net/probeabo
*6 Cent pro Anruf aus dem deutschen Festnetz, Mobilfunkhöchstpreis 42 Cent pro Minute.
Wie wollen Sie regieren, Herr Kretschmann?
Fragen an den grünen Ministerpräsidenten in spe
Geschäftsmodell Hacker
Hinter den Angriffen auf Computer steckt eine Industrie
Ein kleines Reich im Nebel von Wales
Wo Kate und William die nächsten drei Jahre leben werden
Held der Armen
Der Box-Weltmeister und Politiker Manny Pacquiao
Morgen in der
Sonntagszeitung:
Vermögenspläne
als bittere Pillen
Die Kapitalisierung sämtlicher Einnahmen und
Ausgaben sorgt in zahlreichen Haushalten für
blankes Entsetzen. Selbst bei günstigen Annahmen
kann der Wert des Vermögens kaum erhalten
werden. Die Vermögensfrage.
Von Volker Looman
Fiskus fördert nur
einfaches Begräbnis
FRANKFURTER ALLGEMEI NE ZEI TUNG SAMSTAG, 30. APRI L 2011 · NR. 100 · SEI TE 23 Finanzmärkte und Geldanlage
Die Aktie von Morphosys zu kaufen,
empfiehlt Equinet. Das mittelfristige
Kursziel wurde von 34 auf 35 Euro ange-
hoben (Kurs: 20 Euro). Das Kernge-
schäft des Biotechnologieunterneh-
mens, die Herstellung von Antikörpern
für die Pharmaindustrie, verspreche auf
Sicht von drei Jahren ein überaus star-
kes Wachstumdes Umsatzes. Da die Ein-
zigartigkeit und die Rentabilität dieses
Geschäftfeldes noch nicht hinreichend
erkennbar geworden sei, erscheine das
Papier deutlich unterbewertet. hi.
In der Ericsson-Aktie Positionen abzu-
bauen, empfiehlt die West LB. Zuvor
war sie neutral eingestuft worden. Das
mittelfristige Kursziel wird mit 86 schwe-
dische Kronen an-
gegeben. Am Frei-
tag kostete eine Ak-
tie 92 Kronen. Die
positiven Tenden-
zen beim Umsatz
und bei den Mar-
gen des Mobilfunk-
ausrüsters dürften
nicht von Dauer
sein. Es sei zu be-
zweifeln, dass In-
vestitionen in mobi-
le Breitbandsyste-
me eine neue
Wachstumsphase in Gang setzen. Belas-
tend kämen unter anderem strukturelle
Schwierigkeiten bei Sony Ericsson und
ST-Ericsson hinzu. hi.
Die Aktie von Credit Suisse überzuge-
wichten, rät J.P. Morgan Cazenove. Das
mittelfristige Kursziel liegt bei 50 Schwei-
zer Franken. AmFreitag wurden für eine
Aktie knapp 40 Franken gezahlt. Die
Großbank habe insgesamt sehr gute Zah-
len für das erste Quartal vorgelegt, wäh-
rend die meisten amerikanischen Invest-
mentbanken Mühe hätten, die gängigen
Prognosen nennenswert zu übertreffen.
Credit Suisse bezeichne das Klima an
den Finanzmärkten als erfreulich. Die
Kunden suchten nach Anlagen mit höhe-
ren Renditen und auch nach Beratung.
Das Institut glaube die neuen Kapitalan-
forderungen nach „Basel III“ erfüllen zu
können, ohne an Wettbewerbskraft zu
verlieren. gap.
Die Aktie von Acerinox zu verkaufen,
empfiehlt Unicredit. Das mittelfristige
Kursziel wurde jedoch von 10,50 Euro auf
12 Euro erhöht. Am Freitag kostete eine
Aktie 13,60 Euro.
Die Prognosen für
denspanischenHer-
steller von Edel-
stahl seien wegen
der Dynamik des
Geschäftsverlaufs
seines wichtigen Be-
reichs NorthAmeri-
can Steel heraufge-
setzt worden, ob-
gleich Thyssen-
Krupp dort zu ei-
nem bedeutenden
Konkurrenten her-
anwachse. Insge-
samt erschienen die Bedingungen für den
Absatz im laufenden Jahr besonders in
Europa, wo 2010 noch solide Ergebnisse
erwirtschaftet worden seien, jedoch recht
düster. Die meisten Analysten raten je-
doch zum Kauf der Aktie und nennen oft
Kursziele von mehr als 17 Euro. hi.
Die Aktie von Deutsche Bank stuft J.P.
Morgan Cazenove neutral ein. Das mit-
telfristige Kursziel wird mit 41 Euro an-
gegeben (Kurs: 44 Euro). Im Kernge-
schäft habe das In-
stitut im ersten
Quartal einen soli-
den Gewinn mit
ausgezeichneten
Ergebnissen beson-
ders im Investment
Banking erwirt-
schaftet. Die allge-
meine Aufmerk-
samkeit konzentrie-
re sich jedoch auf
die unerwartet
schwache Entwick-
lung in weniger be-
deutenden Geschäftsfeldern wie dem
Bereich „Corporate Investments“. gap.
Die Aktie von Bilfinger Berger zu kau-
fen, empfehlen die Analysten von Equi-
net. Das mittelfristige Kursziel wurde
von 73 Euro auf 83 Euro erhöht. Am
Freitag kostete das Dividendenpapier
rund 65 Euro. Der Baukonzern sei im
Laufe der Jahre zu einer Unternehmens-
gruppe umgebaut worden, in der Dienst-
leistungen die beherrschende Rolle
spielten, heißt es. Dies öffne Raum für
eine höhere Bewertung der Aktie. Die
Investitionen der über den Verkauf der
australischen Beteiligungen erlösten
Mittel dürften in den kommenden Quar-
talen für Anlagephantasie sorgen. hi.
In der Aktie von Heidelberger Druckma-
schinen Positionen auszubauen, emp-
fiehlt die Commerzbank. Das mittelfris-
tige Kursziel liegt bei 4,40 Euro. Die Ak-
tie notierte am Freitag mit rund 3 Euro.
Die vorläufigen Zahlen des Konzerns
für das vierte Geschäftsquartal beweg-
ten sich im Wesentlichen im erwarteten
Rahmen. Der freie Mittelzufluss
(„Cash-flow“) habe stark zugenommen.
Belastend wirke die Stärke des Euro.
Die Absatzmärkte in Amerika und in Ja-
pan blieben ohnehin schwierig, so dass
eine rasche Erholung des Auftragsein-
gangs von dort fraglich erscheine. hi.
Morphosys gilt als attraktiv
KGV(IBES) 12/2011
1)
51,01/37,0
41065,28
7,7
1) KGV: Kurs-Gewinn-Verhältnis (IBES-
Konsens-Schätzung).
Quelle: Thomson Reuters
F.A.Z.-Grafik
Zinkhan
Börsenwert Mio. Euro
Höchst-/Tiefst-
stand, 52 Wochen
Deutsche Bank
Tagesschlusskurse Xetra
29.4.: Tagesverlauf
ISIN DE0005140008
in Euro
39
41
43
45
47
49
29.4.2011 28.1.2011
KGV(IBES) 12/2011
1)
92,60/69,40
278873,6
15,8
1) KGV: Kurs-Gewinn-Verhältnis (IBES-
Konsens-Schätzung).
Quelle: Thomson Reuters
F.A.Z.-Grafik
Zinkhan
Börsenwert Mio. SKr
Höchst-/Tiefst-
stand, 52 Wochen
Ericsson
Schlusskurse Stockholm
29.4.: Tagesverlauf
ISIN SE0000108656
in Kronen
70
75
80
85
90
95
29.4.2011 28.1.2011
hpa. FRANKFURT, 29. April. Schreckens-
momente haben die deutschen Maschi-
nenbauer in den vergangenen zwei Jah-
ren einige durchlebt – den jüngsten am
11. März, als das große Erdbeben Japan
erschütterte. Würde das Beben auch die
Lieferketten der deutschen Industrie
lahmlegen? Die Aktien der hiesigen Ma-
schinenbauer fielen in den ersten Tagen
der Unsicherheit prompt stärker als der
Gesamtmarkt, seitdem hat sich die Stim-
mung der Investoren jedoch wieder ge-
wandelt. Ganz offensichtlich glauben die
Anleger den beruhigenden Worten vieler
Vorstandsvorsitzender, wonach keine grö-
ßeren Ausfälle zu erwarten seien. „Man
kann Nachzüglereffekte zwar noch nicht
ganz ausschließen, aber wenn die Unter-
nehmen noch größere Risiken vermute-
ten, wären sie mit ihren Aussagen vorsich-
tiger“, erläutert Christoph Ohme, Fonds-
manager der DWS Investments.
Daher herrscht an der Börse kurz vor
Veröffentlichung vieler Quartalszahlen
aus demdeutschen Maschinenbau eine ge-
wisse Vorfreude. Erwartet wird, dass die
Unternehmen die Prognosen eher über-
treffen. Die Kursrückschläge vom März
sind zumeist längst aufgeholt und einige
Titel weisen im Vergleich zum Jahresan-
fang schon ein deutliches Kursplus aus:
Krones etwa, der führende Hersteller von
Maschinen zur Getränkeabfüllung, oder
der Mischkonzern Gea sowie der Windan-
lagenbauer Nordex.
Der Maschinenbau hänge im wesentli-
chen von den Investitionszyklen seiner
Kunden ab, „und dieser Zyklus dürfte
noch nicht an seinem Ende angekommen
sein“, sagt Sven Weier, Analyst der Schwei-
zer Großbank UBS. Im vergangenen Jahr
hätten viele Unternehmen nur in Höhe ih-
rer Abschreibungen investiert, „das war
noch kein Expansionsmodus und lässt
Raum für weitere Erhöhungen“, fügt er
hinzu. „Daher bleibt der Maschinenbau
der Hauptprofiteur der Globalisierung,
und an diesem Trend ändert sich kurzfris-
tig auch nichts“, zeigt sich Weier sicher.
Für den Sektor spreche auch, dass er
später in die Rezession geraten sei als an-
dere Industriezweige und daher nun im-
mer noch eine größere Dynamik mit hö-
heren Wachstumsraten habe, ergänzt
DWS-Fondsmanager Ohme. „Die Investo-
ren sehen in Maschinenbauaktien zwar
keinen sicheren Hafen, aber gerade aus-
ländische Anleger werten den hohen An-
teil an Exporten der Unternehmen in die
Schwellenländer sehr positiv“, sagt er.
Dieser Exportanteil, der vom Branchen-
verband VDMA auf knapp 75 Prozent be-
ziffert wird, sei in Wahrheit noch größer,
weil viele Maschinenbauer ihre Vorpro-
dukte und Komponenten an inländische
Kunden lieferten, die das Endprodukt
dann exportieren, sagt Karsten Oblinger,
Analyst der DZ-Bank. „Die Branche profi-
tiert eindeutig von dem überproportiona-
len Wachstum der Schwellenländer, und
dieser Eindruck ist auch imMarkt fest ver-
ankert“, betont Oblinger. Die Kapazitäts-
auslastung im deutschen Maschinenbau
hat inzwischen wieder einen Wert von
mehr als 85 Prozent „und damit die Kom-
fortzone“ erreicht. Zudemkönnen die Un-
ternehmen allmählich auch wieder höhe-
re Preise durchsetzen, ergänzt DWS-
Fondsmanager Ohme. „Damit können in
der Zukunft steigende Profitabilitätsraten
erreicht werden.“
Allerdings besteht der deutsche Maschi-
nenbau aus fast 40 Einzelsparten mit teil-
weise immer noch sehr unterschiedlichen
Entwicklungen – äußerst positiv etwa in
der Robotik, anhaltend schwierig dagegen
bei den Druckmaschinenbauern. „Nur
weil die Gesamtbranche gut läuft muss
längst nicht jeder einzelne Titel auch gut
laufen“, warnt Stephan Thomas, Fondsma-
nager der Investmentgesellschaft Frank-
furt-Trust. So notiert zumBeispiel der füh-
rende Hersteller von Maschinen zur Holz-
bearbeitung, Homag, noch ein gutes Stück
unter seinem Kurs vom Jahresanfang.
Noch schwieriger ist die Lage für die bei-
den börsennotierten Druckmaschinenbau-
er Heideldruck und Koenig & Bauer. Sie
werden nach Ansicht der Investoren auch
künftig Sorgenkinder bleiben. Die jüngst
angekündigten Kooperationen mit Kon-
kurrenten aus dem Digitaldruck seien
„eine Verteidigungsstrategie“, urteilt Tho-
mas, „mittel- bis langfristig ist das eine
schrumpfende Industrie. Darin muss man
nicht unbedingt investieren“, sagt der
Fondsmanager. Auch Karsten Oblinger
sieht für die Druckmaschinenindustrie
weiter düstere Zeiten voraus. „Die Bran-
che wird nie wieder die alten Umsatzre-
korde erreichen“, sagt er.
Anders dagegen das zweite große Sor-
genkind der Rezession, die Baumaschi-
nenhersteller. Zwar bleibe der Absatz in
einigen Ländern wie Spanien weiter
schwierig, die Auftragseingänge in der
Baumaschinenindustrie insgesamt „sind
jedoch schon imvergangenen Jahr wieder
deutlich gestiegen und auch in 2011 hält
dieser Trend klar an“, erläutert er.
Als Einheitsbranche lässt sich der deut-
sche Maschinenbau auch deshalb nicht be-
werten, weil einige Kurse derzeit von be-
sonderen Geschehnissen geprägt sind.
Der Motorenbauer Tognum etwa steht im
Visier von Daimler und Rolls-Royce, aller-
dings wollen die beiden Traditionskonzer-
ne nicht mehr als 24 Euro je Tognum-Ak-
tie für die geplante Übernahme bezahlen.
Die Aktionäre hoffen dagegen auf einen
Nachschlag und haben das Papier auf ei-
nen Wert von zuletzt 26 Euro getrieben.
Auch der Solarmaschinenbauer
Roth&Rau soll vom Schweizer Konzern
Meyer Burger, der schon knapp 18 Prozent
der Aktien an dem ostdeutschen Unter-
nehmen hält, übernommen werden. Doch
an Roth&Rau hat sich inzwischen auch
der schwäbische Unternehmer und Besit-
zer des Maschinenbauunternehmens
Rena, Jürgen Gutekunst, mit gut 10 Pro-
zent beteiligt sowie der in Zypern regis-
trierte Finanzinvestor KLK Holdings (gut
5 Prozent). Nun rätselt die Finanzwelt, ob
es zu einem echten Bieterkampf kommt
und wohin das den Roth-&-Rau-Kurs trei-
ben könnte. Darüber hinaus sind alle Ak-
tienkurse der Solarmaschinenbauer (Cen-
trotherm, Manz Automation und Singu-
lus) derzeit stark von der politischen De-
batte um den Atomausstieg und die ange-
strebte Energiewende geprägt. Nach dem
Reaktorunglück von Fukushima verbuch-
ten diese Titel zeitweise erhebliche Kurs-
gewinne – zu Unrecht, wie Stephan Tho-
mas warnt. „Im Solarhype sind diese Pa-
piere viel zu teuer geworden“, sagt er.
Im Schnitt gelten Maschinenbauaktien
noch nicht als überteuert. Das durch-
schnittliche Kurs-Gewinn-Verhältnis
(KGV) auf Basis der für 2012 erwarteten
Gewinne hat sich aber wieder in der Nähe
des für die Branche langfristig typischen
Werts von 12 eingefunden. ImRekordjahr
2008 lag das nach vorne gerichtete KGV
allerdings deutlich höher auf 14. Zwar
werde die Volatilität der Maschinenbauak-
tien hoch bleiben, sagt DZ-Bank-Analyst
Oblinger. „Trotz der guten Kursentwick-
lungen der vergangenen Monate sieht der
Sektor aber noch nicht überteuert aus“, er-
gänzt UBS-Fachmann Weier.
KGV(IBES) 12/2011
1)
15,04/11,03
3378,07
14,0
1) KGV: Kurs-Gewinn-Verhältnis (IBES-
Konsens-Schätzung).
Quelle: Thomson Reuters
F.A.Z.-Grafik
Zinkhan
Börsenwert Mio. Euro
Höchst-/Tiefst-
stand, 52 Wochen
Acerinox
Tagesschlusskurse Madrid
29.4.: Tagesverlauf
ISIN ES0132105018
in Euro
12,0
12,5
13,0
13,5
14,0
14,5
29.4.2011 28.1.2011
Tendenzen und Tipps
Maschinenbau weiterhin im Wachstumszyklus
Begehrtes Übernahmeobjekt: Tognum-Zentrale in Friedrichshafen Foto Bloomberg
Silber, Zinn, Münzen, Orden,
Ehrenabzeichen, Medaillen,
Armbanduhren, Taschenuhren,
Wand- u. Standuhren, Musik-
instrumente. Tel.: 01577/6119186
Apotheken-Einrichtung
1913, Eiche natur, ca. 10 m Regal-
Wandschränke mit Schubladen-
sockel, Selbstabholung. VK2000,-€.
Tel.: 0160/2026989
Energiewende jetzt!
Sichere Geldanlage! EEG-Einspeise-
vergütung bis 2024. Biogasanlage in
Betrieb bzw. -beteiligung 350-500KW.
El. zu verkaufen.Rendite 5-15% p.a.
energiewendejetzt@googlemail.com
Achtung Jäger!
Vergebe Bockabschuss imHerzen der
Rhön. Übernachtungsmöglichkeiten
vorhanden. Tel.: 0170/9669632
Hochadel, Graf
Lebenspartnerschaft oder Adoption
sofort möglich. Tel.: 030/3342926
Autorinverfasst Ihr Buch. 0177/2194128
Besorge jedes alte Buch Tel.: 0172/7662864
Aus meiner Spielzeugsammlung:
Ferrari F430F1, EZ05, schwarz, Ganzleder bei-
ge, Navi, Xenon, traumhaft, tadellos, 99.000 €
Porsche 911 (930) Turbo, EZ 82, schwarz,
Ganzleder schwarz, Fuchs-Felgen, Schiebe-
dach, 71.000 km, 39.900 €
MB ML 63 AMG, EZ 09, schwarz, Ganzleder
schwarz, Vollausst., 21.600 km, 69.900 €.
Tel. 0172/ 9660082 oder 0163/6074449
Porsche Barankauf zu fairen Preisen.
✆040 - 5 27 68 49, Fax - 5 27 37 42
Hr. Berendsen, berendsen-automobile@web.de
Insignia Edition, 115PS, EZ06/09,
NR, 16tkm Navi, Parkpilot, 18800€,
Tel.06130/372017 o. 0171/8906455
Kaufe Wohnmobile 03944-36160
www.A1-Werksdienstwagen.de
Der MPU Profi Tel.: 0172 4125611
Bayreuth2011: 2KartenParsifal 27.08.,
Parkett.Chiffre:26038454F.A.Z.60267Ffm
Hinweisbekanntmachung
Union Investment Luxembourg S.A.
AAA-Zinsstrategie-Invest
Bei demoben genannten, von der Union Investment Luxembourg S.A. verwalteten Fonds ergeben sich zum31. Mai 2011
die unten beschriebenen Änderungen:
a) Der Name des Fonds lautet nunmehr „UniInstitutional AAA Bond Strategy”.
b) Ferner werden für diesen Fonds die jeweils gültigenAusgabe- und Rücknahmepreise ausschließlich imInternet auf
der unter www.union-investment.comabrufbaren Homepage der Verwaltungsgesellschaft veröffentlicht. Von der
bisher erfolgten Preisveröffentlichung imLuxemburger „Tageblatt“ kann bis auf weiteres abgesehen werden.
c) ImEinklang mit den gegenwärtigen aufsichtsrechtlichen Erfordernissen wurden die Bestimmungen zur
Wertpapierleihe an die Voraussetzungen des Rundschreibens CSSF 08/356 angepasst. Zugleich werden die in
Kapitel 6. des Verkaufprospektes enthaltenenAngaben hinsichtlich einer beispielhaften, nicht abschließenden
Aufzählung von Derivaten, Techniken und Instrumenten, die für die Verwaltung der oben aufgeführten Fonds
eingesetzt werden können, imHinblick auf deren Bedeutungsgehalt aktualisiert.
Bei den Zahl- undVertriebsstellen, der Depotbank sowie der Verwaltungsgesellschaft sind zum31. Mai 2011 die
aktualisiertenVerkaufsprospekte nebst Verwaltungs- und Sonderreglements kostenlos erhältlich.
Luxemburg, imApril 2011
Union Investment Luxembourg S.A.
Zahl- und Informationsstelle in der Bundesrepublik Deutschland:
DZ BANK AG, Deutsche Zentral-Genossenschaftsbank, Platz der Republik, 60265 Frankfurt am Main.
UniCredit S.p.A. nach italienischem Recht. Sitz: A.
Specchi, 16, Rom (Italien) – Hauptverwaltung: Piazza
Cordusio, Mailand (Italien)
Eingetragen im Unternehmensregister beim Amtsgericht
Rom unter der Steuer- und Umsatzsteuer-ID-Nr.
00348170101 und im Bankenregister. Muttergesellschaft
der Bankengruppe UniCredit, eingetragen im Register
für Bankengruppen unter der Code Nr. 02008.1. Mitglied
des Interbanken-Einlagensicherungsfonds. Grundkapital
€ 9.649.245.346,50, in voller Höhe eingezahlt.
Ordentliche und Außerordentliche Aktionärsversammlung am 29. April 2011
Die ordentliche Hauptversammlung hat die Ausschüttung einer Bruttodividende in Höhe von Euro 0,03 je
Stammaktie und Euro 0,045 je Sparaktie beschlossen, die am 26. Mai 2011 mit Wertstellung zum 23. Mai
2011 (Coupon Nr. 32) durch die dem zentralen Verwaltungssystem angeschlossenen Vermittler ausgezahlt wird.
UniCredit S.p.A.
Quoniam Funds Selection SICAV
Gesellschaftssitz: 308, route d’Esch, L-1471 Luxembourg
R.C.S. Luxembourg B 141455
Die Aktionäre der innerhalb der QuoniamFunds Selection SICAV (die „Gesellschaft“)
aufgelegten Teilfonds
Quoniam Funds Selection SICAV - Emerging Markets Equities MinRisk
Quoniam Funds Selection SICAV - Global Equities MinRisk
Quoniam Funds Selection SICAV - Euro Fixed Income MinRisk
Quoniam Funds Selection SICAV - Euro Fixed Income Credit
Quoniam Funds Selection SICAV - Euro Fixed Income Money Market
sowie
Quoniam Funds Selection SICAV - Global TAA Total Return
werden auf die hiernach beschriebenen Änderungen, welche mit Wirkung zum
31. Mai 2011 in Kraft treten, aufmerksam gemacht:
1) Die jeweils gültigen Ausgabe- und Rücknahmepreise werden künftig
ausschließlich im Internet auf der unter www.union-investment.com abrufbaren
Homepage der Verwaltungsgesellschaft (Union Investment Luxembourg S.A.)
veröffentlicht. Von der bisher erfolgten Preisveröffentlichung im Luxemburger
„Tageblatt“ kann bis auf weiteres abgesehen werden.
2) Die Sätze 1 und 2 der Anlagegrundsätze des Quoniam Funds Selection
SICAV - Euro Fixed Income MinRisk werden in Satz 1 zusammengefasst
und dahingehend geändert, dass das Teilfondsvermögen in fest- und
variabel verzinsliche Staatsanleihen, Anleihen supranationaler Aussteller,
Pfandbriefe und Unternehmensanleihen weltweiter Emittenten investiert
wird. Das Teilfondvermögen muss somit nicht mehr vorwiegend in fest- und
variabel verzinsliche Staats- und Unternehmensanleihen von Emittenten aus
Mitgliedsstaaten der Europäischen Währungsunion angelegt werden.
3) Der Name des Teilfonds Quoniam Funds Selection SICAV - Euro Fixed Income
Money Market wird in “Quoniam Funds Selection SICAV - Euro Fixed Income
Credit Libor” geändert.
4.) Die für den unter Ziffer 3) genannten Teilfonds anfallende „Taxe
d´Abonnement“ beträgt künftig 0,05 % p.a. (statt bisher 0,01 % p.a.).
Betroffene Anleger, die mit den unter Ziffern 2) und 4) genannten Änderungen
nicht einverstanden sind, können ihre Anteile bei der Gesellschaft, der
Verwaltungsgesellschaft, der Depotbank oder einer Zahlstelle letztmalig zum
Geschäftstag 30. Mai 2011 für den Handelstag 31. Mai 2011 ohne Kosten
zurückgeben.
Die aktualisierten Verkaufsprospekte sind am Sitz der Gesellschaft und bei allen
Zahl- und Vertriebsstellen kostenlos erhältlich.
Luxemburg, im April 2011
Der Verwaltungsrat
Zahl- und Informationsstelle in der Bundesrepublik Deutschland:
DZ BANK AG, Deutsche Zentral-Genossenschaftsbank, Platz der Republik,
60265 Frankfurt am Main.
Bekanntmachung
gemäß § 9 Abs. 2 Verkaufsprospektgesetz
Die INP Finanzconsult GmbH beabsichtigt, von der 8. INP Senioren-
zentrumHannover IsernhagenGmbH&Co. KGbegebeneKommandit-
anteile öffentlich anzubieten. Ein vollständiger Verkaufsprospekt wird
bei der Curatis Treuhangesellschaft mbH, Englische Planke 2 in 20459
Hamburg, zur kostenlosen Ausgabe bereitgehalten.
Hamburg, 30.04.2011 INP Finanzconsult GmbH
WWW.AMG-FAHRZEUGE.DE
SITTENSEN
INSOLVENZVERSTEIGERUNG
ImAuftrag der Insolvenzverwalterin, Frau RAin Heike Metzger, Büro Mannheim,
PLUTA Rechtsanwalts GmbH, Harrlachweg 1, 68163 Mannheim, (www.pluta.net),
und anderen Berechtigten versteigere ich das verbliebene Anlagevermögen der Firma
IBB Industriebuchbinderei GmbH, Schwabstraße 36, 74189 Weinsberg.
Zum Aufruf gelangen u.a.:
ein MBO – Kombi-Falzautomat, Bj. 2001, mit Rundstapelanleger R-800,
Falzmaschine K 800 S und Stehendbogenauslage SBAP 46 ME • eine
WOHLENBERG-Klebebindeanlage, Bj. 1996, mit Zusammentragmaschine
Sprinter 7011-24 Stationen, Klebebindemaschine Master 6501, Leimbecken
u. Trockenstrecke (2002) • ein WOHLENBERG-Papierschneideautomat,
Typ Trimtec 75i, Bj. 2002 • eine STAHL-Buchfertigungslinie, Typ BL 200,
mit Kernbuchlinie mit langer Brücke, Typ RHE 220, Zuführung, Anwärmstrecke,
Rückenformer und Falz-Einbrenn und Pressmaschine • u.v.m.
Informieren Sie sich unter: www.auktionshaus-thielen.de
Termin: Freitag, den 13. Mai 2011, ab 11.00 Uhr
Besichtigung: Donnerstag u. Freitag, den 5.–6. Mai 2011, von 10.00–17.00 Uhr
Donnerstag, den 12. Mai 2011, von 9.00–17.00 Uhr und
Freitag, den 13. Mai 2011, von 9.00–11.00 Uhr
Ort: In den Produktionshallen der IBB Industriebuchbinderei GmbH
Schwabstraße 36, 74189 Weinsberg
Durchführung:
Auktionshaus Thielen
Triererstraße 56 • 54427 Kell am See
Tel. 06589/917397 • Fax 06589/917398
E-Mail: info@auktionshaus-thielen.de
AUKTIONSHAUS
THIELEN
AUKTIONSHAUS
THIELEN
Hiermit laden wir alle unsere Mitglieder zur or-
dentlichenMitgliederversammlungamDienstag,
den 24.05.2011, um10 Uhr ein. Versammlungs-
ort sind unsere Geschäftsräume in der Carl-
Schurz-Straße 41, 13597 Berlin. Punkte der
Tagesordnungsind: 1. Feststellungder anwesen-
den und vertretenen Stimmen. 2. Bericht des
Vorstandes über das abgelaufene Geschäftsjahr.
3. Entlastung des Vorstandes. 4. Wahl des
Vorstandes. 5. Durchgreifende Neufassung der
Satzung. 6. Sonstiges. Förderverein Unfallopfer-
Hilfswerk e.V. gez.: Andreas Fenske, Vorstand.
SCHNELLBAUHALLE
TRANSFEREXPRESS
kurzfristig lieferbar
Kauf/Leasing/Miete
Demofilm: www.schnellbauhalle-transfer.de
Telefon 0621-84 444
Ankauf von Bordeauxweinen
schnell - zuverlässig - diskret
Firma Wein-Direkt
ట02472/8025723 od. Fax 8025724
V. Priv. gesucht: hochwertige Bordeauxweine
gegen bar. E-Mail: info@gute-rotweine.de
T. 0421/2219099 • F. 0421/ 5651820
Alle hochwertigen
Bordeauxweine
von privat gegen bar zu Höchstpreisen
gesucht. ట 01 71/5 15 44 40 oder
Fax 089/91049785, E-Mail: a-h@gmx.info
An- und Verkauf
Verschiedenes
Automarkt
Sie haben Fragen zu
Finanzanzeigen?
Wir beraten Sie gerne: Telefon (069) 75 91-19 24
Führungskräfte lesen die F. A. Z.
www.deutsche-leberstiftung.de
Die Leber leidet still.
Lebererkrankungen verursachen keine
Schmerzen und bleiben oft unbemerkt.
Machen Sie den GPT-Test!
Deutsche Bank neutral
Keine Industriebranche
profitiert so sehr von ihrem
hohen Exportanteil wie der
Maschinenbau. Die Börse
honoriert das.
Aktien der Maschinenbauer robust
1) Stand am 29.4. im Tagesverlauf. Quellen: Bloomberg; F.A.Z./F.A.Z.-Grafik Kaiser
F.A.Z.-Index Maschinenbau gegen Dax
F.A.Z.-Index
Maschinenbau
Dax
1.1.2011 29.4.2011
–3,1
–0,6
24,4
17,2
14,4
4,9
105
100
95
90
Tognum
Nordex
Krones
Gea
Gildemeister
Demag Cranes
Wacker Neuson
Heidelberger Druck
Index 1.1.2011=100
Kursveränderung seit 1.1.2011 in Prozent
1)
–16,5
30,6
Dax
5
F.A.Z.-Index
Maschinenbau
5
0
5
0
F A Z Index
5
0
5
Credit Suisse überzeugt
Acerinox verkaufen
Bilfinger Berger ist ein Kauf
Ausbau in Heidel Druck
Ericsson verkaufen
SEI TE 24 · SAMSTAG, 30. APRI L 2011 · NR. 100 FRANKFURTER ALLGEMEI NE ZEI TUNG Deutsche und internationale Aktien
Europäische und amerikanische Börsen
VeränderunginProzent am29. April 2011(17.39Uhr)
Gewinner Verlierer
Dax 30, M-Dax und Tec-Dax
Euro Stoxx 50 und Stoxx Europe 50
Börsenkennzahlen von Deutsche Bank Equity Research. Alle Angaben ohne Gewähr. k.A.=keine Angaben; I = auch im
Euro Stoxx 50 enthalten;P = auch im Stoxx Europe 50 enthalten; Die Dividenden sind die letztgezahlten Ausschüttun-
gen in Landeswährung. Hochzahl hinter Dividende: Zahl der Ausschüttungen je Jahr; Dividendenrendite: Brutto-
Dividendenrendite auf Basis der letztgezahlten Jahresdividende; Das 52-Wochen-Hoch/Tief wird berechnet auf Basis von Tageshoch- und -tiefkursen bereinigt um Kapitalmaßnahmen; Börsenkapitalisierung: Berech-
nung ausschließlich mit der relevanten Gattung (x Streubesitzfaktor); KGV: Kurs/Gewinnverhältnis auf Basis der Ergebnisse je Aktie vor Goodwillabschreibung, im Einzelfall werden Gewinnschätzungen der Deutschen
Bank durch Angaben von IBES ergänzt; . Dividendenrendite und KGV berechnet von vwd auf Basis von Verlaufs- bzw. Schlusskursen am Börsenplatz Xetra, bzw. Frankfurt..
Dax im Tagesverlauf (Xetra)
7445
7460
7475
7490
7505
7520
10 12 14 16 17:30 Uhr
Eröffnung: 7475 Schluss: 7514,46 (——Vortag 7475,22)
Dialog Semic. (GB) –4,41
AXA (F) –3,87
Unilever (NL) –2,82
SGL Carbon SE –2,43
Schneider Electr. (F) –1,99
Daimler NA –1,70
Errechnet auf Basis des H-Dax und des Eurostoxx 50
Phoenix Solar +8,15
SolarWorld +5,97
Praktiker +5,74
Klöckner & Co. SE NA +5,52
Morphosys +5,19
SMA Solar Techn. +4,87
Börsenwert Frankfurt Frankfurt Ums.Ges.
52 Wochen in Mrd. Landeswähr. KGV 28.4.11 29.4.11 Tages Veränd. in % seit 52 Wochen Div.- Tsd.St.
Tief Vergleich Hoch Gesamt Streubes. 2011 2012 Schluss Schluss Hoch Tief 28.4. 31.12.10 Hoch Tief Div. Rend. 28.4.
9,4 8,3 Euro Stoxx 50 3005,33 3011,25 3012,76 2994,23 +0,2 +7,8 3077,24 2448,10 147,10 4,89 95658
28,39 28,39 17,9 15,9 Air Liquide (F) 99,10 99,78 99,78 99,03 +0,7 +3,9 100,07 73,92 2,111x 2,11 5
13,19 9,24 15,8 14,7 Alstom (F) 45,10 44,64 44,89 44,45 –1,0 +24,0 45,59 30,98 1,241x 2,78 9
68,90 32,02 16,7 15,2 Anh.-Busch In BE P 43,26 42,91G 42,91 42,91 –0,8 –0,7 46,22 34,56 0,801x 1,86 <1
38,77 22,95 15,9 9,5 ArcelorMittal (L) 24,67 24,80 24,80 24,60 +0,5 –13,3 30,72 21,35 0,19$4x 2,31 32
25,19 21,62 11,1 9,9 Ass. Generali (I) 16,05 16,12G 16,12 16,12 +0,4 +12,6 17,05 13,35 0,351x 2,79 1
35,15 28,09 7,4 7,1 AXA (F) P 15,76 15,18xD 15,22 15,06 –3,7 +20,3 16,15 10,95 0,551x 3,62 94
70,32 70,32 8,9 7,5 Banco Santander (E) P 8,61 8,59 8,63 8,56 –0,3 +8,0 10,50 7,14 0,144x 7,37 89
38,95 38,95 8,7 7,1 BBVA (E) P 8,62 8,66 8,70 8,66 +0,5 +13,9 10,40 6,90 0,094x 4,66 3
64,02 53,34 7,4 6,3 BNP Paribas (F) P 53,08 53,41 53,52 53,05 +0,6 +10,0 59,51 41,00 0,971x 1,82 10
22,56 19,51 13,1 11,3 Carrefour (F) 31,75 31,99 31,99 31,65 +0,8 –0,1 41,00 29,88 1,081x 3,38 7
26,99 11,92 6,7 5,0 Crédit Agricole (F) 11,10 11,30 11,30 11,29 +1,8 +17,8 12,86 7,91 0,451x 3,98 15
11,85 11,85 20,9 15,5 CRH (IRL) 16,69 16,74 16,74 16,48 +0,3 +6,4 21,36 11,72 0,442x 3,73 <1
32,00 30,30 16,6 15,2 Danone (F) 48,95 49,44 49,44 49,15 +1,0 +2,4 49,44 39,50 1,201x 2,43 7
45,26 30,68 10,0 9,3 Enel (I) 4,85 4,81 4,83 4,79 –0,7 +27,7 4,85 3,42 0,102x 5,82 152
72,30 43,99 6,7 6,2 Eni (I) P 18,00 18,00 18,05 17,94 ±0,0 +9,8 18,62 14,35 0,502x 5,56 56
41,94 30,22 9,0 8,8 France Télécom (F) P 15,85 15,87 15,90 15,87 +0,1 +0,8 17,48 14,02 0,602x 8,82 56
62,41 36,82 14,9 13,5 GDF Suez (F) P 27,82 27,53 27,87 27,50 –1,1 +0,8 30,01 22,70 0,832x 5,34 7
34,38 23,00 11,8 10,4 Iberdrola (E) 6,28 6,27G 6,27 6,27 –0,2 +9,6 6,49 4,54 0,142x 5,22 51
34,37 34,37 5,9 5,4 ING Groep (NL) P 8,85 8,90G 8,91 8,81 +0,6 +22,5 9,46 5,38 0,001x 0,00 89
26,57 23,94 11,2 9,7 Intesa Sanpaolo (I) P 2,24 2,24G 2,24 2,24 –0,1 +9,8 2,67 1,87 0,081x 3,58 -
51,57 20,41 19,7 18,3 L’Oréal (F) 86,58 85,50xD 85,87 85,47 –1,2 +0,8 89,85 70,98 1,501x 1,75 <1
59,41 31,24 21,3 18,8 LVMH Moët Hennes. (F)119,98 121,36 121,36 120,04 +1,2 –2,1 128,94 78,10 0,702x 1,36 4
23,43 23,43 14,5 12,7 Nokia A FI P 6,30 6,23 6,29 6,23 –1,1 –19,7 9,26 5,43 0,401x 6,42 1721
19,74 19,74 10,6 9,4 Philips Electr. (NL) 20,25 20,07 20,07 19,91 –0,9 –12,7 26,89 19,91 0,751x 3,74 22
29,44 19,73 10,9 9,4 Repsol YPF (E) 24,08 24,14 24,14 24,02 +0,2 +15,1 24,85 15,43 0,532x 3,52 5
24,75 20,22 14,2 12,4 Saint-Gobain (F) 47,31 46,69 47,39 46,61 –1,3 +19,5 47,60 28,00 1,001x 2,14 6
70,21 59,76 8,2 9,0 Sanofi-Aventis (F) P 53,29 53,60 53,72 53,18 +0,6 +10,3 53,72 44,06 2,401x 4,48 33
32,22 32,22 13,8 12,5 Schneider Electr. (F) 120,73 117,98xD 117,98 117,98 –2,3 +3,1 123,28 74,98 2,051x 1,74 4
33,41 33,41 7,8 6,3 Société Générale (F) P 45,02 45,19 45,46 44,85 +0,4 +10,3 52,63 29,88 0,251x 0,55 8
13,61 10,55 7,9 7,3 Telecom Italia (I) 1,01 1,02 1,02 1,01 +1,7 +4,9 1,15 0,88 0,061x 5,68 179
82,84 72,23 8,5 8,2 Telefónica (E) P 18,09 18,10 18,19 18,02 +0,1 +6,3 19,69 14,70 0,653x 9,12 139
101,46 95,97 7,1 6,7 Total (F) P 42,84 43,17 43,20 42,80 +0,8 +7,5 44,53 35,72 1,142x 5,28 31
14,41 14,41 18,8 18,6 Unibail-Rodamco (F) 156,21 157,76 157,76 156,59 +1,0 +6,7 166,00 121,20 0,954x 3,93 <1
33,49 28,68 11,6 7,3 UniCredit Group (I) P 1,71 1,75 1,75 1,72 +1,9 +10,8 2,26 1,47 0,031x 1,72 203
38,10 34,50 14,1 12,9 Unilever (NL) P 22,14 22,17 22,17 21,95 +0,1 –6,6 24,09 20,70 0,212x 3,75 30
24,90 23,46 13,1 12,8 VINCI (F) 44,93 45,05 45,20 44,90 +0,3 +9,7 45,20 33,21 0,522x 3,60 3
26,19 26,19 9,8 9,2 Vivendi (F) 21,00 21,13 21,24 21,13 +0,6 +2,7 22,00 16,19 1,401x 6,63 15
9,2 8,2 Stoxx Europe 50 2655,60 2661,37 2663,00 2652,40 +0,2 +2,9 2779,45 2254,72 117,96 4,43 88560
55,47 55,47 16,9 14,6 ABB Ltd. (CH) 18,25 18,46G 18,60 18,33 +1,2 +9,9 18,70 12,80 0,001x 0,00 140
41,88 41,88 7,4 5,0 Anglo American (GB) 35,52 35,17 35,55 35,07 –1,0 –11,9 41,03 27,16 0,40$2x 1,36 4
41,73 41,73 6,9 8,1 AstraZeneca (GB) 33,41 33,50 33,55 32,90 +0,3 –4,6 41,50 32,00 1,17£2x 5,21 12
34,39 31,93 9,6 6,6 Barclays (GB) 3,18 3,26 3,26 3,17 +2,5 +3,0 4,18 3,03 0,03£2x 2,00 58
54,87 51,41 13,8 11,8 BG Group (GB) 17,65 17,59 17,63 17,26 –0,4 +11,6 18,85 11,30 0,07£2x 0,90 <1
56,32 56,32 10,2 7,7 BHP Billiton (GB) 28,38 28,02 28,50 27,68 –1,3 –8,9 30,95 20,11 0,46$2x 2,36 22
95,60 86,81 5,9 5,7 BP (GB) 5,21 5,21 5,26 5,20 ±0,0 –4,9 6,78 3,62 0,07$2x 1,89 322
52,86 52,86 13,7 12,7 Brit. Am. Tobacco (GB) 29,70 29,36 29,58 29,36 –1,1 –1,1 30,48 22,52 0,81£2x 4,59 4
46,54 43,67 9,9 8,0 Credit Suisse NA (CH) 30,10 30,57 30,67 30,09 +1,6 +0,2 36,81 28,50 2,00F1x 4,57 7
33,61 30,47 15,3 14,1 Diageo (GB) 13,80 13,62 13,89 13,62 –1,3 –2,7 15,35 11,77 0,16£2x 3,28 3
273,84 273,84 13,9 12,6 Ericsson B fr (S) 10,29 10,27 10,38 10,19 –0,2 +17,0 10,38 7,35 2,25K1x 2,43 164
74,61 68,36 11,6 10,9 GlaxoSmithKline (GB) 14,72 14,76 14,81 14,52 +0,3 –1,6 15,60 12,77 0,19£4x 5,16 11
311,85 208,82 21,5 17,9 Hennes & Mauritz (S) 25,14 23,93xD 23,93 23,77 –4,8 –4,8 28,56 21,22 8,00K1x 3,47 10
115,32 115,32 13,1 10,9 HSBC Hold. (GB) 7,41 7,34 7,38 7,32 –1,0 –4,8 8,76 7,08 0,12$4x 3,72 9
186,07 186,07 17,0 15,2 Nestlé NA (CH) 41,42 41,83 41,84 41,38 +1,0 –6,0 45,43 35,15 1,85F1x 3,45 67
141,30 141,30 10,5 9,9 Novartis NA (CH) 39,90 40,00 40,23 39,82 +0,3 –10,1 45,47 35,16 2,20F1x 4,31 38
66,76 61,52 7,7 6,3 Rio Tinto (GB) 49,23 48,89 49,39 48,82 –0,7 –8,7 56,81 32,07 0,39£2x 1,64 11
98,57 98,57 10,9 9,8 Roche Hold. (CH) 107,37 109,07 109,07 107,54 +1,6 –1,5 119,05 97,54 6,60F1x 4,71 5
82,38 82,38 8,4 7,5 Royal Dutch Sh. A (GB) 26,25 26,11 26,12 26,00 –0,5 +4,3 26,73 19,72 0,42$4x 4,77 75
38,69 32,60 14,6 13,1 Standard Ch. PLC (GB) 18,46 18,70 18,70 18,70 +1,3 –9,0 22,91 17,69 0,47$2x 2,71 -
32,39 32,39 12,8 11,7 Tesco (GB) 4,62 4,62 4,70 4,60 ±0,0 –9,3 5,35 4,24 0,10£2x 3,54 4
66,23 61,96 9,6 8,6 UBS NA (CH) 13,35 13,46 13,50 13,38 +0,8 +8,7 14,74 10,24 0,001x 0,00 102
98,24 89,10 10,4 11,0 Vodafone (GB) 1,95 1,98 1,98 1,94 +2,0 +1,5 2,19 1,46 0,03£2x 4,92 250
35,70 35,70 9,1 8,6 Zurich Fin.Serv. NA (CH)186,88 189,66 189,66 187,54 +1,5 –2,8 212,98 156,80 0,001x 0,00 <1
Europäische Börsen Börsen Asien, Australien, Afrika
Amsterdam
28.4. 29.4. 29.4.
Auslandsbörse Inland €
Aegon 5,37 5,36 5,386
Ahold Kon. 9,43 9,48 9,433
Akzo Nobel 52,90 52,44 52,23
ArcelorMittal 24,70 24,84 24,80
ASML Hold. 28,33 27,96 28,14
Boskalis Cert. 36,11 35,91 35,87
Crown van Gelder 5,99 5,70
CSM 25,68 25,87 25,63
DSM 46,15 46,55 46,395
Grontmij 15,30 15,18 15,01
Heineken N.V. 39,96 40,42 40,25
Imtech 25,56 25,64 25,305
ING Groep 8,84 8,90 8,90
Océ N.V. - 8,00 8,00
Philips Electr. 20,10 20,02 20,07
Randstad Hold. 38,04 37,98 38,185
Reed Elsev. N.V. 8,86 8,85 8,729
Robeco 23,13 23,01 22,67
Rolinco 20,74 20,64 20,33
Rorento 48,79 48,88 47,62
Royal BAM Group 5,39 5,40 5,337
Royal Dutch Sh. A 26,12 26,08 26,11
Royal KPN 10,74 10,72 10,745
Royal Wessanen 2,93 3,01 2,951
SBM Offshore 19,74 19,76 19,68
TNT N.V. 16,57 16,63 16,655
TomTom 6,06 6,11 6,01
Unilever 22,15 22,22 22,165
Wolters Kluwer 16,45 15,73 15,63
Madrid 28.4. 29.4. 29.4.
Abertis Infraestr. 16,00 16,00 15,705
Acciona 78,27 78,54 78,11
Acerinox 13,48 13,57 13,53
ACS 33,88 33,97 34,00
Antena 3 TV 6,49 6,26 6,30
Banco E. d. Cr. 6,33 6,32 6,313
Banco Santander 8,60 8,62 8,585
Bankinter 5,05 5,04 5,045
BBVA 8,66 8,66 8,663
Criteria CaixaCorp 5,06 4,99 5,00
Enagás 16,74 16,71 16,71
Endesa 23,59 23,54 23,38
Ferrovial 9,38 9,31 9,401
Fom-Constr. FCC 23,10 22,93 22,99
Gas Natural 13,94 13,88 13,88
Gestev. Telec. 7,70 7,59 7,58
Grupo Banco Popular 4,06 4,05 4,06
Iberdrola 6,27 6,27 6,267
Inditex 60,39 60,54 60,64
Indra 15,42 15,32 15,365
Int. Consol. Airlines 2,68 2,69 2,654
Mapfre 2,78 2,82 2,892
Metrovacesa 6,01 6,35 5,906
Red Eléctrica 43,17 43,08 43,415
Repsol YPF 24,11 24,11 24,14
Sacyr Valleherm. 8,73 8,53 8,706
Telefónica 18,08 18,15 18,10
Mailand 28.4. 29.4. 29.4.
Ass. Generali 16,13 16,18 16,12
Atlantia 16,42 16,61 16,205
Autogrill 9,73 9,68 9,56
Bulgari 12,27 12,29 12,10
Buzzi Unicem 5,95 5,94 5,84
Davide Campari 4,85 4,86 4,98
Edison 0,84 0,84 0,84
Enel 4,83 4,81 4,812
Eni 17,93 18,05 18,00
Exor 24,26 24,35 23,83
Fiat Industrial 10,03 10,03 9,925
Fiat StA 7,22 7,21 7,202
Finmeccanica 9,17 9,12 9,005
Geox 4,77 4,77 4,764
Impreglio 2,31 2,32 2,221
Indesit 9,00 8,90 8,80
Intesa Sanpaolo 2,24 2,24 2,235
Italcementi 7,38 7,41 7,395
Luxottica 22,70 22,29 22,39
Mediaset 4,48 4,50 4,504
Mediobanca 7,73 7,69 7,705
Mediolanum 3,95 3,97 3,894
Mondadori Editore 2,87 2,86 2,841
Parmalat 2,54 2,56 2,549
Pirelli & C. 6,97 7,03 6,933
RCS MediaGroup 1,34 1,33 1,33
Saipem 38,23 38,33 38,41
Telecom Italia 1,02 1,02 1,022
UniCredit Group 1,73 1,74 1,745
Paris 28.4. 29.4. 29.4.
Accor 30,25 30,00 30,00
Air France-KLM 11,83 11,92 11,85
Air Liquide 99,06 99,88 99,78
Alcatel-Lucent 4,36 4,35 4,33
Alstom 45,05 44,90 44,64
Atos Origin 41,55 41,61 41,065
AXA 15,69 15,15 15,18
BIC 65,48 65,64 65,28
BNP Paribas 53,03 53,43 53,41
Bouygues 34,79 33,62 33,40
Bull 4,68 4,49 4,45
Cap Gemini 40,80 40,92 40,84
Carrefour 31,90 32,01 31,99
Casino Guich. 70,65 71,07 70,37
Club Méditerranée 15,87 15,74 15,68
Crédit Agricole 11,32 11,24 11,295
Danone 49,14 49,46 49,435
EADS 21,13 20,89 20,945
Edenred 21,11 20,94 20,88
EdF 28,62 28,43 28,505
Euro Disney 8,63 8,56 8,57
Faurecia 28,00 27,85 27,11
France Télécom 15,84 15,84 15,87
GBL 66,74 66,95 66,41
GDF Suez 27,77 27,63 27,525
Groupe Eurotunnel 7,23 7,34 7,196
Groupe SEB 74,02 74,22 72,99
Imerys 52,44 52,31 52,41
Lafarge 48,18 47,78 48,085
Lagardère 29,73 29,65 29,62
L’Oréal 86,77 85,61 85,50
LVMH Moët Hennes. 120,00 121,25 121,36
Michelin 65,84 67,67 67,45
Pernod Ricard 67,73 67,86 68,00
Peugeot 30,10 30,66 30,395
Pinault-PR 120,80 120,75 120,50
Renault 40,68 41,14 41,015
Rhodia 31,45 31,48 31,47
Saint-Gobain 47,16 46,64 46,685
Sanofi-Aventis 53,30 53,40 53,60
Schneider Electr. 121,25 119,30 117,98
Société Générale 44,98 45,16 45,19
Sodexo 52,27 52,61 52,34
STMicroelectronics 8,04 7,97 8,00
Technicolor S.A 0,54 0,51
Technip Sa 74,96 76,16 75,26
TF1 12,45 12,67 12,25
Thales 29,57 29,83 29,495
Total 43,01 43,22 43,17
Unibail-Rodamco 156,30 157,95 157,76
Valeo 42,27 43,00 41,81
Vallourec 83,61 84,19 83,49
Veolia Environnem. 22,62 22,56 22,53
VINCI 44,76 45,10 45,045
Vivendi 21,18 21,19 21,13
Wien 28.4. 29.4. 29.4.
Agrana Beteil. 76,50 75,15 76,55
Andritz 70,00 69,71 69,76
AT&S Austria 14,90 14,85 14,80
BWT 20,62 20,38 20,40
Erste Group Bank 34,83 34,12 34,11
EVN 12,93 12,95 12,88
Flughafen Wien 42,01 42,50 42,30
Immofinanz 3,22 3,21 3,20
Intercell 6,18 6,11 6,178
Mayr-Melnhof 81,19 82,00 81,84
OMV 31,00 30,79 30,85
Österreich. Post 24,25 24,44 24,42
Palfinger 28,05 28,00 27,80
Raiffeisen Bank Intl 37,70 37,23 37,435
RHI 24,12 24,12 24,03
Schoeller-Bleckmann 67,11 68,38 68,10
Semperit 39,45 39,48 39,16
Strabag SE 22,40 22,67 22,45
Telekom Austria 10,40 10,44 10,43
Verbund Ö.E. 30,67 30,53 30,64
Vienna Insurance 40,32 40,30 40,155
Voest-Alpine 33,74 33,23 33,26
Wienerberger 14,08 14,44 14,265
Zumtobel 24,20 24,50 24,45
Fremdwährungen
London (GBP)
27.4. 28.4. 29.4.
Auslandsbörse Inland €
3i Group 274,80 280,10 3,231
A. B. Foods 984,00 1007,00 11,035
Admiral Group 1665,00 1692,00 18,67
Alliance Trust 379,00 381,50
AMEC 1184,00 1200,00 13,46
Anglo American 3084,50 3120,50 35,165
Antofagasta 1359,00 1367,00 15,49
ARM Holdings 615,50 620,50 7,117
AstraZeneca 3097,50 2990,00 33,50
Autonomy Corp. 1635,00 1610,00
Aviva 442,00 446,80 4,956
BAE Systems 328,00 327,90 3,812
Bank of Ireland 0,25 0,28 0,265
Barclays 287,50 282,30 3,26
BHP Billiton 2505,00 2524,50 28,02
BP 466,00 462,55 5,213
Brit. Am. Tobacco 2631,00 2611,00 29,36
Brit. Land 592,00 600,50 6,638
Brit. Sky Broadc. 834,50 842,00 9,357
BT Group 193,20 195,80 2,12
Bunzl 739,50 744,00 8,292
Burberry Group 1292,00 1295,00 14,46
Cable & Wireless 45,59 46,40 0,52
Cairn Energy 450,00 451,90 5,10
Capita PLC 729,50 736,00 8,239
Capital Shopping 401,10 405,90 4,497
Carnival Corp. 2432,00 2415,00 27,13
Centrica 321,40 320,90 3,664
Cobham 228,10 228,10 2,558
Compass Group 582,00 584,50 6,22
Diageo 1216,00 1218,00 13,615
Drax Group 430,40 439,90 4,81
Eurasian Natural 913,50 911,50 10,30
Experian Group 810,00 806,50 9,082
FirstGroup 323,90 324,70 3,632
Foreign Col.Inv. 311,90 312,50
GKN 221,20 223,00 2,48
GlaxoSmithKline 1286,50 1305,50 14,76
Group 4 Securicor 278,70 276,20 3,115
Hammerson 465,20 470,10 5,216
HSBC Hold. 657,90 655,40 7,338
ICAP 518,50 518,50 5,814
Imperial Tobacco 2071,00 2107,00 23,84
InterCont. Hotels 1314,00 1311,00 14,73
Intern. Power 320,10 330,60 3,614
Invensys 338,60 340,60 3,797
ITV 72,75 76,05 0,795
Johnson Matthey 2000,00 2003,00 22,415
Kingfisher 276,80 274,50 2,99
Land Securities 786,00 785,00 8,98
Legal & General 119,40 122,80 1,334
Lloyds Bank.Group 59,79 59,25 0,679
Logica 136,50 134,80 1,492
London Stock Ex. 876,00 871,50 9,631
Lonmin 1630,00 1632,00 18,495
Man Group 248,80 249,70 2,79
Marks & Spencer 391,00 388,00 4,384
Misys 318,70 315,60 3,45
Morrison Superm. 295,50 294,80 3,313
National Grid 609,00 614,00 6,875
Next 2225,00 2237,00 24,935
Old Mutual 136,60 139,00 1,531
Pearson 1159,00 1151,00 12,82
Petrofac 1505,00 1510,00 16,93
Provident Fin. 999,00 1008,00 11,28
Prudential Corp. 761,50 773,00 8,55
Randgold Res. 5160,00 5220,00 57,02
Reckitt Benckiser 3324,00 3324,00 37,97
Reed Elsevier 527,50 530,00 5,95
Rexam 387,00 390,60 4,283
Rio Tinto 4334,50 4360,00 48,89
Rolls-Royce Group 640,00 641,50 7,183
Royal Bk of Scotl. 41,45 41,47 0,476
Royal Dutch Sh. A 2308,50 2322,50 26,11
Royal Dutch Sh. B 2317,00 2327,00 26,45
RSA Insurance 136,80 137,60 1,533
SAB Miller 2231,50 2234,50 25,02
Sage Group 288,70 285,00 3,128
Sainsbury PLC 347,20 348,30 3,895
Schroders 1881,00 1898,00 21,08
Schroders(Non V.)1532,00 1547,00 17,17
Scot.&South. En. 1350,00 1358,00 15,125
Severn Trent 1484,00 1501,00 16,925
Shire PLC 1901,00 1850,00 20,77
Smith & Nephew 658,50 657,50 7,379
Smiths Group 1340,00 1332,00 14,95
Spirent Comm. 134,70 146,00 1,529
Standard Ch. PLC 1639,50 1659,00 18,70
Standard Life 219,10 226,10 2,483
Tesco 402,90 403,55 4,617
Thomas Cook 168,30 171,30 2,04
TUI Travel 239,50 239,20 2,70
Tullow Oil PLC 1445,00 1433,00 16,23
Unilever 1990,00 1942,00 22,52
United Utilities 622,50 631,50 7,052
Utd. Business M. 597,50 604,00 6,676
Vedanta Res. 2321,00 2325,00 26,45
Vodafone 173,60 171,60 1,984
Whitbread 1737,00 1680,00 18,815
Wolseley Ltd. 2165,00 2168,00 24,815
Xstrata 1521,00 1521,50 17,40
Moskau (RUB) 28.4. 29.4. 29.4.
Gazprom 231,99 231,46
Lukoil 1899,11 1894,36
MMC Norilsk N. 7643,30 7624,64
Rosneft 245,77 243,25
Sberbank 100,90 99,92
Surgutneftegas 29,20 28,69
Tatneft 180,08 176,63
VTB Bank 0,089 0,089
Stockholm(SEK) 28.4. 29.4. 29.4.
ABB Ltd. 165,00 166,50 18,46
AstraZeneca 301,10 300,10 33,50
Electrolux B fr 153,70 153,70 17,06
Ericsson B fr 91,55 91,75 10,265
Handelsbank. B fr 206,80 208,20 23,03
Hennes & Mauritz 223,10 213,50 23,93
Holmen B 224,50 223,00 24,93
Investor B fr 149,30 150,50 16,495
Nordea Bank AB 69,25 68,95 7,62
Novo Nordisk 636,65 636,50 85,55
Sandvik 125,70 128,20 14,28
SAS 20,20 20,10 2,225
SCA B fr 97,20 92,60 10,60
Scania B fr 152,00 157,00 17,44
SE Banken A fr 58,40 58,10 6,40
Securitas B fr 76,20 75,70 8,476
Skanska B fr 128,30 129,80 14,715
SKF B fr 194,00 190,70 20,875
Statoil ASA 168,00 152,70 19,72
Trelleborg B fr 73,20 73,05 8,12
Volvo B 115,90 118,60 13,165
Zürich (CHF) 28.4. 29.4. 29.4.
ABB Ltd. 23,86 23,88 18,46
Actelion NA 50,55 50,95 38,93
Adecco NA 60,45 61,75 47,485
Baloise NA 96,00 95,65 74,55
BB Biotech NA 64,55 65,40 50,50
Clariant NA 17,93 17,95 13,83
Credit Suisse NA 39,08 39,31 30,565
Fischer Ge. NA 567,50 565,00 434,30
Forbo Hold. NA 699,00 708,00 534,15
Geberit 198,50 202,50 156,31
Givaudan NA 950,50 962,00 738,77
Holcim Ltd. 76,00 75,30 58,32
Julius Bär NA 40,28 40,42 30,96
Kudelski Inh. 15,90 15,85 12,36
Kuoni NA 399,00 398,00 305,50
Lindt&Spr. PS 2874,00 2870,00 2222,25
Logitech NA 12,24 11,98 9,24
Lonza Group 73,90 74,30 57,11
Nestlé NA 53,60 53,70 41,825
Nobel Biocare NA 19,19 19,21 15,13
Novartis NA 51,40 51,35 40,00
OC Oerlikon NA 7,60 7,60 5,901
Richemont 55,25 55,90 43,15
Roche Hold. 138,80 140,30 109,07
Roche Inh. 154,00 153,00 119,53
Schindler PS 111,60 111,90 85,29
Schweiter Inh. 680,00 681,00 521,24
SGS S.A. NA 1717,00 1717,00 1329,59
Sika Inh. 2197,00 2208,00 1691,13
Sonova Hold. NA 87,40 87,35 67,95
Sulzer NA 153,50 155,90 119,51
Swatch Group Inh. 421,40 425,50 328,78
Swiss Life Hold. 158,90 157,80 123,15
Swiss Re NA 51,75 51,55 40,20
Swisscom NA 395,20 396,90 306,88
Syngenta 302,10 306,10 237,05
Synthes Hold. 148,20 149,00 114,22
UBS NA 17,31 17,29 13,455
Valora Hold. NA 299,00 295,50 227,10
Vontobel Hold. 35,70 35,25 27,09
VP Bank 113,00 114,40 87,22
Zurich Fin.Serv. NA 242,40 243,00 189,66
Euronotierungen Bangkok (THB)
28.4. 29.4. 29.4.
Auslandsbörse Inland €
Bangkok Bank 171,50 170,00
Delta Electronics 26,25 26,25
Kasikornbank 125,00 126,50
Thai Airways 39,50 38,25
Hongkong (HKD) 28.4. 29.4. 29.4.
Bank of China 4,35 4,30 0,37
Bank of Comm. 8,28 8,21 0,695
Bank of East Asia 32,10 32,15 2,72
BOC (HK) 24,60 24,40 2,12
Cathay Pacific 19,58 19,44 1,653
CCB 7,36 7,35 0,651
Cheung Kong 123,80 122,20 10,495
China Life Insurance 27,90 27,60 2,38
China Light & Power 63,75 63,95 5,44
China Mobile 71,30 71,50 6,20
China Nat. Offs. Oil 19,22 19,16 1,638
China Petroleum 7,83 7,82 0,68
Esprit 33,40 32,20 2,84
Hang Lung Group 51,75 52,30 4,451
Hang Seng Bank 121,40 121,60 10,42
HK Exchange 178,90 177,20 15,25
Hongk.& China Gas 19,36 19,28 1,645
HSBC Hold. 84,45 84,30 7,338
Hutchison Whamp. 89,25 88,80 7,70
Li Fung 39,55 39,80 3,397
MTR 28,45 28,30 2,434
New World Develop. 13,64 13,62 1,165
PCCW 3,15 3,08 0,257
Petrochina 11,26 11,12 0,976
Ping An Insur. 84,90 84,95 7,274
Power Assets Hold. 53,85 54,45 4,667
Shanghai Industries 31,00 30,60 2,589
Sino Land 13,72 13,70 1,158
Sun Hung K.P. 121,50 121,70 10,45
Swire Pacific A 118,00 118,60 10,13
Wharf Holdings 57,50 57,00 4,874
Wheelock 32,15 32,15 2,752
Jakarta (IDR) 28.4. 29.4. 29.4.
Astra International 55600 56150 4,352
Indocement 17100 17000 1,303
Indosat 5200,00 5350,00 0,399
Johannesb. (ZAR) 28.4. 29.4. 29.4.
AECI Ltd. 85,79 86,00 8,532
Anglo American 344,50 345,50 35,165
Anglo Gold 329,00 332,78 33,335
Anglo Platinum 658,00 667,00 67,23
Arc.Mittal. S. Africa 88,43 89,80 8,817
Barlow World 73,77 74,50 7,489
Evraz Highveld Steel 53,00 55,95 5,45
Gold Fields Ltd. 116,80 117,28 11,84
Harmony 99,00 99,15 10,08
Impala Platinum 203,50 205,03 21,01
Nedcor (Nedbank) 145,55 146,24 14,58
SAB Miller 247,83 248,00 25,02
Sasol 378,20 379,00 38,165
Schanghai (CNY) 28.4. 29.4. 29.4.
Aluminium Corp. 10,41 10,63
Bank of China 3,38 3,37
Baoshan Iron & Steel 6,90 6,90
China Citic Bank 5,71 5,56
China Life 20,56 20,29
China Merchants Bk. 14,68 14,46
China Petrol. & Ch. 8,52 8,64
Ind. a. Comm. Bank 4,59 4,56
Industrial Bank 30,21 29,20
Ping An Insurance 52,12 52,23
Seoul (KRW) 28.4. 29.4. 29.4.
Hyundai Motor 250500 246500
Posco 474000 468000
Samsung Elec. 900000 893000
Samsung Heavy 48050 48500
SK Telecom 161500 162500
Singapur (SGD) 28.4. 29.4. 29.4.
City Develop. 11,74 11,84 6,30
Dairy Farm $ 8,59 8,84 5,70
DBS Grp. Hold. 14,92 14,98 8,064
Hongkong Land $ 7,40 7,49 4,895
Jardine Matheson $ 47,00 48,00 31,88
Keppel Corp. Ltd. 12,00 11,90 6,55
Mandarin Orient 2,08 2,12
Nept. Orient. Lines 1,89 1,88 1,02
Singapore Airlines 14,08 14,08 7,65
Singapore Land 7,15 7,16 3,90
Singapore Press Hld. 4,01 3,98 2,10
Unit. Overs. Bk. 19,96 19,62 10,70
Sydney (AUD) 28.4. 29.4. 29.4.
Alumina 2,34 2,26 1,65
Amcor 7,03 7,00 5,071
Ansell 14,47 13,93 9,727
ANZ 24,32 24,23 17,66
BHP Billiton 46,29 45,83 33,495
Bougainville Copper 1,50 1,50 1,12
Brambles Ltd. 6,93 6,73 4,756
Carbon Energy 0,32 0,32 0,218
CSR 2,99 3,00 2,12
Energy Resources 5,63 5,45 4,00
Foster`s Group 5,75 5,62 4,078
Intrepid Mines 1,90 1,83 1,303
J. Hardie 5,93 5,90 4,271
Leighton 24,75 24,28 18,00
Lend Lease Group 8,89 8,70 6,26
Nat. Australia Bank 27,10 27,08 19,775
Newcrest Mining 42,02 41,45 30,505
Origin Energy 16,63 16,35 12,12
Rio Tinto Ltd. 83,37 82,21 60,26
Santos 15,51 15,12 11,055
Telstra Corp. 2,89 2,91 2,15
Westpac 25,25 24,84 18,58
Woodside 47,65 46,80 35,09
Tokio (JPY) 27.4. 28.4. 29.4.
Aeon 957 974 7,948
Asahi Glass 980 1026 8,596
Asahi Kasei Corp. 544 554 4,509
Astellas Pharma 3080 3090 25,89
Bridgestone 1723 1770 14,41
Canon Inc. 3740 3800 31,84
Cosmo Oil 266 265 2,142
Daiichi Sankyo 1573 1585 12,905
Daikin Ind. 2442 2566 21,14
Daiwa Sec. 344 348 2,90
Eisai 2922 2940 23,98
Fuji Heavy Industries 596 602 4,906
Fujifilm Hold. 2444 2510 20,43
Fujitsu Ltd. 457 461 3,74
Hikari Tsushin 1545 1585 13,22
Hitachi 421 438 3,63
Honda Motor 3100 3190 25,995
Japan Tobacco 312000 314000 2579,62
JFE Hold. Inc. 2180 2206 18,45
Kajima Corp. 229 231 1,87
Kansai El.Power 1643 1702 13,855
Kao 2021 2024 16,45
Kirin Holding 1101 1128 9,223
Komatsu 2762 2840 23,90
Konica 691 711 5,90
Kubota 753 770 6,293
Kyocera 8440 8890 72,79
Mitsub. UFJ Fin. 380 387 3,12
Mitsubishi Electr. 874 891 7,251
Mitsubishi Est. 1401 1408 11,44
Mitsubishi Heavy 383 385 3,10
Mitsui & Co. 1419 1432 11,75
Mitsumi Elec. 1026 1035 8,44
Mizuho Financ. 126 128 1,05
MS&AD Ins. 1890 1889 15,54
NEC Corp. 167 169 1,43
Nintendo 19810 19230 162,00
Nippon Steel Corp. 249 252 2,11
Nissan Motor 778 774 6,451
Nomura Holdings 410 412 3,42
NTT Data 259600 266200 2183,31
NTT Docomo 145900 149300 1222,40
OKI Elec. Industry 67 66 0,535
Olympus Corp. 2213 2282 18,74
Panasonic Corp. 975 998 8,34
Pioneer Elec. 331 340 2,75
Ricoh 946 890 7,45
Sekisui House 754 777 6,486
Seven + I Hold. 1976 2023 16,57
Sharp Corp. 739 741 6,15
Shiseido 1360 1341 11,07
Softbank 3380 3390 28,04
Sony Corp. 2366 2260 19,38
Sumitomo M.&M. 1426 1437 11,765
Sumitomo Mit.Fin. 2442 2495 20,29
Taisei Corp. 189 189 1,501
Takeda Ch. Ind. 3890 3920 32,81
TDK 4030 4160 34,025
Tokyo El. Power 412 425 3,55
Tokyo Electron 4555 4665 38,35
Toshiba Corp. 415 427 3,584
Toyota Motor 3185 3230 27,10
Börsen- Nyse / Nasdaq
52 Wochen wert 28.4.11 29.4.11 Veränd. in % seit 29.4.11
Hoch Tief in Mrd. $ Schluss 17.39 h 28.4.11 31.12.10 Inland €
97,50 67,98 69,50 3M Co. 97,23 97,47 +0,2 +12,9 65,11
18,47 9,81 17,23 Alcoa 17,09 16,88 -1,2 +9,7 11,34
49,07 37,13 58,81 American Express 48,52 48,96 +0,9 +14,1 33,03
31,82 23,78 184,60 AT & T Inc. 31,37 31,24 -0,4 +6,3 21,12
18,30 10,91 123,71 Bank of America 12,42 12,33 -0,7 -7,6 8,34
80,34 59,48 60,70 Boeing Co. 78,55 79,97 +1,8 +22,5 54,01
116,25 54,89 94,10 Caterpillar Inc. 112,64 115,47 +2,5 +23,3 77,79
109,94 66,83 267,03 Chevron Corp. 108,81 109,32 +0,5 +19,8 73,47
27,74 16,52 102,01 Cisco Sys. 17,29 17,31 +0,1 -14,4 11,67
68,47 49,47 155,93 Coca Cola Co. 67,41 67,59 +0,3 +2,8 45,60
44,34 30,72 82,61 Disney Co. 43,02 43,19 +0,4 +15,1 28,94
56,88 33,66 46,39 DuPont Co. 56,75 56,35 -0,7 +13,0 38,05
88,23 55,94 445,28 Exxon Mobil Corp. 87,34 87,45 +0,1 +19,6 58,79
21,65 13,75 217,51 General Electric 20,60 20,63 +0,1 +12,8 13,94
53,38 37,32 94,20 Hewlett-Packard 40,53 40,35 -0,4 -4,2 27,06
39,38 26,62 62,02 Home Depot 37,47 37,24 -0,6 +6,2 25,12
172,93 116,00 354,27 IBM 170,78 172,92 +1,3 +17,8 116,36
23,46 16,55 127,37 Intel Corp. 22,80 22,90 +0,4 +8,9 15,45
65,96 56,86 182,96 Johnson & Johnson 65,38 65,94 +0,9 +6,6 44,49
33,80 27,49 58,91 Kraft Foods 33,60 33,78 +0,5 +7,2 22,76
80,94 65,31 83,36 Mc Donald’s 78,03 78,32 +0,4 +2,0 52,60
37,68 30,70 82,99 Merck & Co. 35,77 35,89 +0,3 -0,4 24,16
31,08 22,60 238,26 Microsoft 26,71 25,60 -4,2 -8,3 17,26
48,36 35,16 171,39 Morgan (J.P.) 45,85 45,92 +0,2 +8,3 30,91
20,94 14,00 168,08 Pfizer 20,83 20,91 +0,4 +19,4 14,10
66,95 39,37 177,35 Procter & Gamble 64,50 64,98 +0,7 +1,0 43,90
63,37 47,69 29,73 Travelers Comp. 63,06 63,25 +0,3 +13,5 42,28
89,77 62,88 62,67 United Technologies 89,01 89,55 +0,6 +13,8 59,97
38,95 25,99 107,03 Verizon 38,27 37,68 -1,5 +5,3 25,89
57,90 47,77 200,08 Wal-Mart Stores 54,69 55,02 +0,6 +2,0 36,91
Amerikanische Börsen
Dow Jones Industrial Average
New York (USD)
28.4. 29.4. 29.4.
Auslandsbörse Inland €
Abbott Labor 52,29 51,97 35,35
Accenture Ltd. 56,99 57,77 37,975
AES Corp. 13,20 13,27 8,834
Aetna Inc. 41,45 41,18 27,795
Aflac Inc. 57,00 56,21 38,05
Agilent Techno. 50,32 49,95 33,605
Air Prod. & C. 95,68 95,59 64,16
AK Steel 16,32 16,34 11,02
Allegheny Tech. 71,47 72,20 47,97
Allergan Inc. 79,42 79,23 53,28
Alliant Energy 39,60 39,35 26,435
Allstate 33,76 33,93 22,465
Altria Group Inc. 26,65 26,94 18,105
Am. Electric Power 36,38 36,40 24,385
Am. Intl. Group 31,80 31,33 21,20
Am. Tower Corp. 52,38 52,23 34,87
AMD Inc. 9,07 9,09 6,096
Ameren 29,26 29,17 19,62
AMR 5,75 5,95 3,833
Anadarko Petr. 78,64 79,22 53,00
Aon Corp. 53,28 52,27 35,68
Apache Corp. 130,00 132,91 86,74
Archer-Daniels 36,34 36,76 24,415
ASA Gold&Precious Ltd.32,83 32,67 21,93
Ashland Inc. 62,12 61,78 41,565
Avery Dennison 42,50 41,68 28,495
Avis Budget 19,01 19,03 12,605
Avon Products 29,39 29,10 19,57
Baker Hughes Inc. 78,00 77,50 52,05
Ball Corp. 37,44 37,36 24,63
Bank of N.Y. Mellon 28,58 28,69 19,14
Barnes & Noble 10,90 10,85 7,456
Baxter Int. Inc. 57,33 57,19 38,125
Becton D.& C. 85,56 85,94 57,51
Bemis 31,57 31,25 20,95
Berkshire Hath. A 124810 125230 83304
Berkshire Hath. B 83,27 83,49 56,26
Best Buy 30,84 30,75 20,475
Blackstone L.P. 19,15 18,98 13,06
BMC Software 50,06 50,46 33,58
Boston Scientific 7,43 7,46 4,92
BP PLC 46,28 46,22 31,14
Bristol-Myers Sq. 28,29 28,19 18,765
Campbell Soup 33,39 33,55 22,21
Capital One 55,20 55,08 37,035
Carnival Corp. 38,33 38,01 25,985
Cdn Pacific Railw. 65,93 66,06 43,82
Centerpoint En. 18,46 18,47 12,165
Centurytel 40,42 40,65 27,07
Charles Schwab 18,57 18,30 12,44
Chiquita Brands 15,75 15,85 10,445
Chubb 64,74 65,00 43,35
CIGNA Corp. 46,97 46,61 31,455
Citigroup Inc. 4,59 4,56 3,054
Clorox 69,79 69,62 46,81
CNA Financial 30,91 30,89 20,63
Coca Cola Enterpr. 28,45 28,28 18,875
Colgate-Palmolive 82,97 84,62 55,45
Computer Sciences 50,79 50,96 34,01
ConAgra Foods 24,34 24,41 16,14
ConocoPhillips 77,45 78,15 52,20
Consolidated Edison 51,96 51,95 34,585
Con-Way Inc. 39,45 39,27 26,47
Cooper Industries 65,93 66,11 43,66
Corning Inc. 21,04 20,89 14,035
Crane 49,64 49,71 33,135
Crown Castle Intl. 43,67 43,00 29,07
Crown Holdings Inc. 37,00 37,21 24,785
CSX Corp. 78,11 78,63 52,35
CVS Caremark 36,25 36,10 24,29
Dana Hold. 18,26 18,40 12,035
Danaher Corp. 55,77 55,35 37,425
Deere & Co. 95,91 96,44 65,33
DeLuxe Corp. 26,99 26,95 18,00
Dominion Res. 46,33 46,34 31,06
Donnelley 18,89 18,71 12,70
Dover Corp. 68,02 67,76 45,56
Dow Chem. 40,71 40,85 27,61
Duke Energy 18,68 18,69 12,51
Dun & Bradstreet 81,62 81,86 54,48
Eastman Kodak 2,85 2,77 1,90
Eaton Corp. 54,59 53,88 36,345
Edison Internat. 39,46 39,35 25,98
El Paso Energy 19,27 19,36 12,775
EMC Corp. 28,32 28,46 18,99
Emerson Electric 60,05 60,62 40,25
Entergy Corp. 69,98 69,13 46,735
Enzo Biochem 4,02 3,97 2,577
Excelon Corp. 42,18 42,21 28,305
FedEx Corp. 95,28 95,43 63,93
FirstEnergy 39,81 39,55 26,52
Fluor Corp. 67,47 68,93 45,235
FMC Corp. 87,80 88,62 58,89
Foot Locker Inc. 21,84 21,60 14,615
Ford Motor 15,50 15,55 10,45
Forest Labs 33,31 33,26 22,325
Fortune Brands 64,90 65,43 43,845
Franklin Resources 127,33 129,00 85,50
Freeport-McMoRan 54,92 54,73 36,75
Gannett Inc. 15,28 15,02 10,23
Gap Inc. 23,26 23,19 15,44
GATX Corp. 42,18 41,98 28,155
GenCorp Inc. 6,65 6,60 4,304
General Dynamics 71,55 72,63 47,985
General Mills 38,50 38,57 25,66
General Motors 31,91 32,33 21,785
GlaxoSmithKline 43,55 43,39 28,95
Goldman Sachs 150,60 150,94 101,98
Goodrich Corp. 86,94 88,28 58,28
Goodyear 16,20 18,50 12,235
Grace 43,77 44,93 29,14
Grainger Inc. 150,84 152,04 101,16
H&R Block 17,60 17,42 11,685
Halliburton 50,26 50,51 33,90
Harley-Davidson 37,26 37,46 25,01
Harris Corp. 52,97 53,25 35,285
Harsco Corp. 35,32 35,51 23,45
Hartford Fin. Serv. 28,93 28,50 19,43
Hasbro Inc. 46,47 46,60 31,145
Heinz (H.J.) 51,29 51,34 34,60
Hershey Co. 57,54 57,71 38,57
Hess Corp. 83,94 85,96 57,09
Honeywell Intl. 61,01 61,24 40,90
Hospira 57,02 56,94 38,185
Host Hotels & Res. 17,91 17,45 11,87
Illinois Tool Works 58,34 58,27 39,105
Ingersoll Rand 50,70 50,64 33,74
Ingram Micro 20,95 18,95 13,00
Int. Paper 30,48 31,14 20,525
Intl. Flavors & Frag. 63,43 63,47 42,495
ITT Corp. 58,88 57,71 39,215
Johnson Controls 41,26 41,42 27,49
Kansas C.South. 58,10 57,99 38,78
Kellogg 56,84 57,27 38,78
Keycorp 8,68 8,72 5,784
Kimberly-Clark 65,58 65,99 43,955
Kroger Co. 24,08 24,32 16,245
Leggett & Platt 24,54 25,93 17,30
Lilly (Eli) 37,33 37,22 25,095
Limited Brands 41,01 40,89 27,425
Lockheed Mar. 79,06 79,30 53,44
Loews 44,06 44,36 29,505
Louis. Pacific 9,24 9,33 6,154
Lowe’s 26,60 26,55 17,825
Macys 24,21 23,98 15,90
Manpower 66,36 66,66 44,55
Marriott Intl. 35,47 35,30 23,75
Marsh & McL. 30,39 30,28 20,15
Masco Corp. 13,60 13,55 9,004
Massey Energy 66,34 67,72 44,145
McCormick 48,96 48,97 32,82
McDermott 23,12 23,09 15,33
McGraw Hill 40,21 40,40 26,755
MeadWestvaco 33,82 34,08 22,58
Medtronic Inc. 41,86 42,08 28,34
Meredith Corp. 33,46 33,28 22,04
MetLife 46,45 46,46 30,76
Molson Coors. Br. 49,25 48,79 32,65
Monsanto 67,42 67,45 45,50
Morgan Stanley 25,82 26,11 17,27
Motorola Sol. 46,66 46,00 30,71
Murphy Oil 76,45 77,38 50,99
Nat. Semic. 24,15 24,16 16,165
NCR 19,36 19,68 12,915
New York Times 8,40 8,10 5,56
Newell Rubb. 19,73 18,84 13,175
Newmont Min. 58,79 58,36 39,31
Nextera Energy 56,83 56,21 38,145
Nike 82,57 82,17 55,40
NiSource 19,42 19,37 12,80
Nordstrom Inc. 47,93 47,81 32,09
Norfolk South. 73,87 74,45 49,695
Northrop Grumman 63,09 63,71 42,30
Nucor Corp. 46,49 46,27 31,15
NYSE Euronext 39,75 39,79 26,61
Occidental P. 105,13 110,83 73,23
OfficeMax 10,00 10,01 6,661
Olin Corp. 26,29 25,96 17,60
Omnicom 49,09 49,19 32,665
Overseas Ship 27,54 27,70 18,14
Parker Hannifin 94,11 94,84 64,09
Penney (J.C.) 38,92 38,79 25,80
PepsiCo 69,72 68,92 46,79
PerkinElmer 28,01 28,19 18,575
PG & E Corp. 46,26 46,06 31,00
Philip Morris 69,03 69,30 46,54
Pitney Bowes 26,18 24,74 16,66
Potlatch Corp. 38,78 38,61 25,885
PP&L Res. 27,43 27,32 18,39
PPG Ind. 94,14 94,06 62,82
ProLogis SBI 16,61 16,31 11,00
Quantum DSS 3,09 3,14 2,049
Radioshack 15,99 15,76 10,605
Raytheon Co.New 49,25 48,51 33,015
Regions Fin. 7,44 7,34 4,941
Reynolds America 36,91 37,24 24,70
Rockwell Automat. 88,26 87,63 58,86
Ryder System 54,05 53,59 35,965
Sara Lee 19,16 19,20 12,805
Schlumberger 89,11 88,53 59,58
Sherwin Will. 82,73 82,41 55,36
Snap-On Tools 61,89 61,75 41,31
Sothebys Hlds. 49,92 50,07 33,465
Southern Co. 38,85 38,94 26,065
SPX Corp. 85,52 86,64 57,33
Stanley Black & D. 74,55 72,84 49,99
Starwood H&R 59,95 59,81 40,045
State Street 46,52 46,30 31,15
Stryker 59,18 59,10 39,89
Sun Co. 42,29 42,50 28,15
Sun Trust B. 28,07 28,25 18,83
Supervalu 11,10 11,19 7,402
SW Airlines 11,81 11,85 7,909
Sysco 29,26 29,05 19,55
Target Corp. 50,22 49,30 33,41
Temple Inl. 23,33 23,63 15,15
Teradyne 16,03 16,11 10,975
Texas Instr. 35,55 35,56 24,01
Textron 25,84 26,09 17,305
Thomas & B. 57,84 57,98 38,61
Tiffany & Co. 68,46 69,22 45,89
Time Warner New 37,23 37,95 25,445
Timken 56,17 56,37 37,495
Tupperware 62,69 63,78 41,80
Tyco Intl. 48,41 48,85 32,25
U.S. Steel 47,66 47,45 31,825
Union Pac. 102,90 103,02 69,13
Unisys Corp. 28,63 29,61 19,385
UnitedHealth 49,10 49,15 33,135
UPS 74,81 75,16 50,01
USG 15,69 15,57 10,495
Valero Energy 28,14 28,34 19,11
Viacom 58,14 58,39 38,785
VISA 77,66 78,33 52,11
Walgreen 43,17 43,12 29,475
Wash. Post 439,10 440,00 295,01
Washington M. 0,042 0,040 0,029
Waste Managem. 39,61 39,39 26,59
Wells Fargo 29,27 29,11 19,70
Western Digital 40,24 39,67 26,975
Western Refin. 16,71 17,03 11,115
Weyerhaeuser 23,99 23,10 16,10
Whirlpool 87,43 86,20 58,67
Williams Cos. 32,66 32,94 21,715
Worthington 21,53 21,35 14,42
Xerox 10,13 10,11 6,815
Yum! Brands 52,83 53,57 35,355
Nasdaq (USD) 28.4. 29.4. 29.4.
Adobe Sys. 34,02 33,68 22,775
Akamai Techn. 34,94 34,73 23,525
Altera Corp. 49,38 49,07 33,04
Amazon.com 195,07 195,65 131,00
Ameritrade 21,82 21,69 14,62
Amgen 57,14 56,18 38,25
Amylin Pharmac. 13,48 13,48 9,009
Apollo Group 40,28 40,38 27,21
Apple Inc. 346,75 350,44 236,08
Applied Mater. 15,69 15,60 10,50
Ariba 32,07 34,07 22,92
ASM Lithogr. 41,41 41,44 27,565
Atmel Corp. 15,04 15,11 10,08
Autodesk Inc. 45,00 45,20 30,175
Autom. Data 54,21 54,39 36,39
Baidu Inc. 148,25 150,65 101,70
Bed Bath & B. 56,87 56,27 38,12
Biogen Idec 98,97 98,99 66,37
Broadcom A 34,49 34,76 23,285
C.H.Robinson 80,95 80,49 54,34
CA Technologies 24,78 24,78 16,535
Celera 7,97 7,96 5,254
Celgene 58,84 59,31 39,44
Cephalon 76,63 76,79 51,37
Cerner Corp. 112,09 122,39 79,60
Charm. Shop. 4,72 4,63 3,103
Check point Softw. 54,96 55,15 37,355
Ciena Corp. 27,80 28,41 18,90
Cincinnati Fin. 31,61 31,51 21,21
Cintas Corp. 30,92 31,12 20,715
Citrix Sys. 85,37 84,86 57,01
Cognizant 81,44 82,73 55,14
Comast Corp. 24,47 24,48 16,23
Comcast A 26,13 26,14 17,52
Costco 81,46 81,01 54,66
Cracker Barrel 51,09 51,31 34,31
Dell Inc. 15,83 15,32 10,37
Dentsply Int. 38,30 37,90 25,68
Directv A 48,15 48,46 32,18
Discovery Comm. A 43,14 44,34 28,585
Dish Network Corp. 24,70 24,89 16,395
EarthLink 8,31 8,28 5,57
eBay 34,00 34,27 23,10
Elec. for Imag. 18,03 18,08 11,89
Electronic Arts 20,49 20,35 13,625
Expedia Inc. 24,68 25,55 17,17
Expeditors Int. 54,56 54,41 36,57
Express Scripts 56,70 56,76 38,14
Fannie Mae 0,39 0,41 0,275
Fastenal C. 67,10 67,60 45,035
Fiserv, Inc. 61,47 61,54 41,365
Flir Systems 35,13 34,63 23,615
Foster Wheeler 34,75 35,03 23,305
Freddie Mac 0,39 0,40 0,256
Garmin Ltd. 34,26 34,41 23,00
Gilead Science 39,35 38,91 26,41
Google 537,98 542,40 364,30
Hansen Natural 66,28 66,22 44,52
Henry Schein 73,15 73,57 49,10
Herman Miller 25,78 26,01 17,275
Hologic 22,00 21,89 14,59
Infosys Techn. 64,42 64,88 43,50
Integrated Dev. 7,99 8,09 5,31
Intuit Inc. 55,60 55,78 37,325
Intuitive-Surgical 355,99 355,86 238,55
J.B. Hunt Tran. 48,08 48,00 32,215
Jetblue Airways 5,63 5,70 3,80
Joy Global 99,85 100,70 66,81
KLA Tencor 43,36 44,19 29,12
Lam Research 48,66 48,53 32,67
Lamar Advert. 33,13 32,61 21,97
Landstar Sys. 47,88 47,48 32,115
Liberty Global 46,21 46,51 30,785
Lincare Hold. 31,40 31,43 21,05
Mattel Inc. 27,06 26,81 18,00
Microchip T. 40,75 40,73 27,44
Millicom 108,30 108,80 72,81
Moduslink Global 5,25 5,23 3,437
NetApp Inc. 52,41 52,26 35,095
News Corp 18,99 18,98 12,715
NII Hold. 42,27 41,88 28,17
Northern Trust 49,92 49,87 33,475
Novell - - a
NVIDIA Corp. 19,51 20,35 13,71
Oracle Corp. 35,29 35,56 23,755
Paccar Inc. 53,75 53,09 35,74
Parametric Techn. 24,02 24,25 16,095
Patterson Comp. 34,56 34,69 22,92
Paychex 32,99 32,94 22,125
PDL BioPharma 6,40 6,41 4,327
Pets Mart 42,45 42,58 28,525
Priceline.com 550,03 552,04 370,97
Qualcomm Inc. 57,58 57,87 38,90
Rambus 20,19 20,13 13,515
Research Motion 56,59 48,83 32,995
Ryanair Hold. 30,28 30,57 20,15
Sandisk 49,39 49,22 33,15
Sears Hold. 87,26 86,63 58,52
Sigma-Aldr. 70,31 70,62 47,19
Staples Inc. 21,08 21,12 14,13
Starbucks 36,88 36,39 24,60
Steel Dynamics 18,18 17,94 12,07
Stericycle 91,12 91,60 61,60
Symantec 19,68 19,62 13,24
Synopsys 27,42 27,38 18,23
T. Rowe Price 64,62 64,31 43,31
Tech Data 53,64 53,10 35,935
Teva Pharmac. 46,13 45,89 30,775
VeriSign 37,24 37,06 25,015
Vertex Pharm. - 55,58 37,43
Virgin Media Inc. 30,30 30,44 20,31
Vivus 7,71 7,77 5,24
WebMD Health 56,92 57,35 38,135
WholeFoodsMark. 62,44 63,00 42,69
Wynn Resorts 145,71 147,61 97,67
Xilinx 34,95 35,01 23,85
Yahoo 17,51 17,49 11,725
Toronto (CAD) 28.4. 29.4. 29.4.
ACE Aviation 11,90 - 8,334
Ballard Power Syst. 1,96 1,99 1,411
Barrick Gold 48,22 47,83 34,00
BCE Inc. New 35,18 35,32 24,90
Bk. of Montreal 62,10 62,02 44,00
Bk. of N.Scotia 57,33 57,60 40,35
Bombardier B 7,10 7,05 4,982
Breakwater Res. 5,79 5,90 4,143
CAE Inc. 12,80 12,62 8,978
Can. Imp. Bank 80,85 81,12 56,86
Can. Nat. Railway 73,14 73,29 51,12
Domtar Corp.new 87,89 88,37 61,95
EnCana Corp. 31,42 31,59 22,10
Goldcorp 52,34 52,43 37,00
Husky Energy 29,08 29,21 20,505
Iamgold 19,47 19,55 13,625
Imperial Metals 21,48 21,85 15,165
Imperial Oil 49,91 49,80 35,21
Inmet Mining 67,92 65,71 48,34
Kinross Gold 14,90 14,90 10,51
Magna Int. A 47,99 48,29 34,315
Methanex 31,78 30,98 22,255
Nat. Bk. Canada 79,11 78,52 55,74
Nexen Inc. 24,71 24,71 17,30
Northgate Expl. 2,83 2,83 1,96
Open Text Corp. 58,61 57,93 41,09
Research Motion 53,83 46,34 32,995
Royal Bank Cda 59,63 59,73 41,885
Suncor Energy 42,80 42,87 30,27
Talisman Energy 22,70 22,81 15,975
Teck Resources 51,04 51,38 36,435
Telus Corp. 47,58 47,37 33,44
Thomson Reut. Corp. 38,11 38,09 27,00
Toronto-Domin. Bk. 81,59 81,52 57,49
TransCda Corp. 40,35 40,56 28,445
Letzte Kursfeststellung um 17.39 Uhr.
Börsenwert Xetra Xetra Ums.Ges.
52 Wochen in Mrd. Landeswähr. KGV 28.4.11 29.4.11 Tages Veränd. in % seit 52 Wochen Div.- Tsd.St.
Tief Vergleich Hoch Gesamt Streubes. 2011 2012 Schluss Schluss Hoch Tief 28.4. 30.12.10 Hoch Tief Div. Rend. 28.4.
11,8 10,2 Dax 30 7475,22 7514,46 7514,69 7461,53 +0,5 +8,7 7514,69 5607,68 256,60 3,41 141691
10,52 10,52 15,9 13,1 Adidas 49,80 50,26 50,26 49,74 +0,9 +2,8 51,55 38,42 0,351x 0,70 1187
48,31 48,02 8,6 7,9 Allianz SE vink NA I P 105,60 106,30 107,00 105,10 +0,7 +19,5 108,85 75,82 4,101x 3,86 2173
63,74 63,74 11,0 10,0 BASF NA I P 68,56 69,40 69,49 68,27 +1,2 +16,2 69,49 39,94 1,701x 2,45 4454
49,08 49,08 12,0 10,8 Bayer I P 58,71 59,35 59,35 58,53 +1,1 +7,3 59,35 43,27 1,401x 2,36 20653
11,08 4,38 24,8 21,0 Beiersdorf 43,50 43,97 44,13 43,41 +1,1 +5,9 49,36 39,67 0,701x 1,59 512
38,33 20,47 12,7 11,5 BMW StA I 63,18 63,67 63,67 62,29 +0,8 +8,2 65,49 34,64 0,301x 0,47 2808
5,76 3,77 8,8 3,5 Commerzbank 4,33 4,30 4,34 4,27 –0,7 –22,6 7,37 4,15 0,001x 0,00 19270
57,71 48,51 9,8 9,0 Daimler NA I P 53,09 52,19 52,65 51,73 –1,7 +2,9 59,09 35,30 1,851x 3,54 4801
40,99 40,53 7,7 6,7 Deutsche Bank I P 43,79 44,10 44,21 43,60 +0,7 +12,8 51,61 35,93 0,681x 1,55 12453
10,94 10,43 12,7 11,2 Deutsche Börse I 55,50 56,10 56,29 55,41 +1,1 +8,3 62,48 46,33 2,101x 3,74 1011
16,15 11,23 10,5 9,8 Deutsche Post 13,30 13,36 13,36 13,23 +0,5 +5,2 14,18 11,01 0,601x 4,49 4971
48,46 33,10 14,8 14,2 Dt. Telekom I P 11,19 11,22 11,28 11,19 +0,3 +16,2 11,35 8,51 0,781x 6,95 13318
46,18 43,98 13,4 11,1 E.ON I P 22,95 23,08 23,12 22,92 +0,6 +0,6 28,77 20,21 1,501x 6,50 8691
15,83 10,17 21,8 18,9 Fres. Med. Care StA 52,43 53,06 53,26 52,07 +1,2 +22,7 53,26 37,53 0,611x 1,15 917
11,51 8,19 15,7 14,2 Fresenius SE&Co 69,88 70,86 70,92 69,29 +1,4 +12,9 71,12 48,45 0,751x 1,06 333
9,68 7,25 13,3 10,1 Heidelb.Cement StA 51,48 51,63 51,80 51,13 +0,3 +10,1 54,00 30,86 0,121x 0,23 605
8,33 8,14 14,4 12,7 Henkel Vz 45,56 45,98 46,23 45,59 +0,9 –1,2 48,59 35,69 0,721x 1,57 1337
8,33 8,33 14,5 13,0 Infineon 7,63 7,66 7,69 7,59 +0,5 +10,1 8,32 4,13 0,101x 1,30 7534
10,46 8,90 14,9 13,4 K+S 54,14 54,63 54,78 54,15 +0,9 –3,1 58,85 35,55 0,201x 0,37 1155
20,71 20,71 15,4 13,3 Linde 119,80 121,60 122,10 120,00 +1,5 +7,1 122,10 80,27 1,801x 1,48 364
7,02 7,02 9,8 7,7 Lufthansa vink NA 15,40 15,32 15,38 15,16 –0,5 –6,3 17,93 10,19 0,001x 0,00 3820
13,26 9,30 14,7 12,7 MAN SE StA 93,59 94,09 94,28 93,18 +0,5 +5,7 97,85 63,01 0,251x 0,27 645
4,71 4,71 9,6 9,0 Merck 71,55 71,52 72,74 71,42 ±0,0 +19,5 72,74 57,10 1,251x 1,75 1021
16,06 6,43 12,3 9,9 Metro StA 49,35 49,56 49,56 48,75 +0,4 –8,0 58,71 39,09 1,181x 2,38 1011
21,00 17,80 19,4 7,6 Münchener R.v.NA I 111,40 111,45 111,95 111,25 ±0,0 –1,8 126,00 98,38 6,251x 5,61 1082
23,06 18,08 9,3 8,9 RWE StA I 43,91 44,06 44,23 43,83 +0,3 –11,7 63,43 42,25 3,501x 7,94 2999
53,32 40,21 15,9 13,7 SAP I P 43,09 43,50 43,59 43,14 +1,0 +14,2 46,15 33,60 0,501x 1,15 15335
89,79 84,78 14,0 12,6 Siemens I P 98,24 98,22 98,50 97,56 ±0,0 +6,0 99,39 67,00 2,701x 2,75 2794
15,98 10,38 12,8 8,3 Thyssen Krupp 30,88 31,07 31,15 30,82 +0,6 +0,3 32,32 19,68 0,451x 1,45 2456
22,63 19,11 9,3 8,9 VW Vz 131,00 133,00 133,00 129,50 +1,5 +9,6 139,45 64,02 1,661x 1,25 1979
15,5 12,2 M-Dax 10711,30 10740,45 10741,4410691,92 +0,3 +6,0 10759,19 7384,27 251,92 2,35 17502
0,97 0,61 11,2 8,1 Aareal Bank 20,55 20,47 20,63 20,39 –0,4 –0,3 24,49 11,32 0,001x 0,00 298
1,79 1,39 10,3 8,4 Aurubis 39,08 39,90 40,10 38,93 +2,1 –9,7 46,84 30,85 1,001x 2,51 235
3,81 1,55 13,1 12,1 Axel Springer NA 111,30 110,60 111,85 109,95 –0,6 –9,3 125,75 77,58 4,801x 4,34 66
1,05 0,40 14,2 13,3 BayWa vink. NA 31,56 31,85 31,90 31,56 +0,9 –9,1 35,06 26,26 0,401x 1,26 67
2,99 2,87 13,2 12,3 Bilfinger Berger 64,80 65,03 65,46 64,40 +0,4 +2,9 65,62 40,75 2,001x 3,08 318
2,31 0,98 19,0 16,1 Boss Vz 66,40 67,00 67,00 66,08 +0,9 +18,6 67,00 28,23 0,971x 1,45 142
4,27 2,73 13,3 11,1 Brenntag 83,19 83,00 83,73 82,50 –0,2 +8,8 85,00 48,12 0,001x 0,00 66
2,78 1,26 9,7 9,1 Celesio 16,21 16,37 16,42 16,12 +1,0 –12,0 25,76 15,69 0,501x 3,05 496
13,55 3,37 9,2 7,4 Continental 67,50 67,77 67,83 66,78 +0,4 +14,6 68,53 35,30 0,001x 0,00 1157
0,77 0,77 13,5 13,5 Demag Cranes 36,39 36,30 36,57 35,97 –0,3 ±0,0 39,38 22,68 0,601x 1,65 50
1,41 1,20 22,5 16,9 Deutsche Euroshop 27,07 27,28 27,38 26,83 +0,8 –5,9 29,00 21,24 1,031x 3,78 73
1,60 0,83 16,6 13,1 Douglas Hold. 39,67 39,58 39,78 39,37 –0,2 –5,8 43,36 32,62 1,101x 2,78 114
0,87 0,82 21,3 20,5 Dt. Wohnen Inh. 10,57 10,64 10,65 10,43 +0,7 +1,3 11,57 6,03 0,001x 0,00 124
17,04 7,51 24,3 14,0 EADS (NL) 21,12 20,89 21,20 20,82 –1,1 +15,7 22,30 13,06 0,001x 1,05 180
1,50 0,72 17,5 12,9 ElringKlinger NA 23,51 23,69 23,69 23,26 +0,7 –10,6 27,70 16,83 0,201x 0,84 124
3,02 0,87 25,0 23,3 Fielmann 70,57 71,86 72,13 70,00 +1,8 +1,0 74,00 51,60 2,001x 2,78 36
4,97 1,91 29,4 30,2 Fraport 53,75 54,03 54,06 53,59 +0,5 +14,6 54,45 33,96 1,151x 2,13 155
1,31 1,31 15,0 14,6 Fuchs Petrolub Vz. 108,20 110,55 110,60 108,15 +2,2 –0,3 112,75 62,61 1,701x 1,54 45
1,40 0,56 9,7 8,5 Gagfah (L) 6,09 6,13 6,13 6,05 +0,7 –8,7 8,99 5,06 0,104x 8,16 484
4,54 4,16 13,9 10,9 GEA Group 24,91 24,69 24,87 24,51 –0,9 +14,1 25,44 14,49 0,401x 1,62 698
1,04 1,04 14,8 12,1 Gerresheimer 32,02 32,65 32,68 32,00 +2,0 –1,0 34,15 23,16 0,501x 1,53 160
0,88 0,76 22,0 12,2 Gildemeister 17,01 17,13 17,13 16,88 +0,7 +5,7 17,50 7,23 0,101x 0,57 341
2,38 0,72 24,8 18,6 Hamburger Hafen 32,51 32,75 32,79 32,26 +0,8 –5,2 35,81 23,44 0,401x 1,22 108
4,92 2,45 9,5 7,3 Hann. Rückv. 40,86 40,83 41,26 40,50 –0,1 +1,7 43,49 30,63 2,101x 5,14 397
0,70 0,61 0,0 27,4 Heidelb. Druck 3,02 3,01 3,12 2,99 –0,2 –18,3 5,51 2,87 0,001x 0,00 1587
4,92 2,40 15,9 13,1 Hochtief 63,40 63,93 64,47 63,21 +0,8 +0,6 76,88 45,09 1,501x 2,35 526
0,79 0,52 23,7 13,9 IVG Immobilien 5,50 5,70 5,72 5,51 +3,6 –11,7 7,97 4,65 0,001x 0,00 243
3,80 2,97 0,0 48,5 Kabel Deutschland 42,50 42,20 43,25 42,00 –0,7 +21,0 43,25 22,00 0,001x 0,00 245
1,62 1,53 15,8 12,3 Klöckner & Co. SE NA 23,01 24,28 24,43 23,00 +5,5 +15,6 25,65 13,51 0,001x 0,00 685
1,73 0,72 18,9 15,1 Krones 53,98 54,65 55,11 53,70 +1,2 +16,4 55,31 36,01 0,001x 0,00 80
5,15 5,15 11,2 10,0 Lanxess 61,75 61,93 62,81 61,66 +0,3 +4,8 62,90 29,77 0,501x 0,81 497
1,10 1,10 8,9 7,6 Leoni NA 37,56 37,11 37,20 36,05 –1,2 +12,6 37,84 14,95 0,001x 0,00 370
2,69 2,52 13,9 12,5 MTU Aero Engines 52,22 51,75 52,44 51,65 –0,9 +2,3 56,60 38,16 0,931x 1,80 289
0,46 0,46 18,6 10,8 Praktiker 7,55 7,98 7,98 7,05 +5,7 +0,3 9,00 5,19 0,101x 1,25 389
2,12 1,62 9,3 8,9 ProS.Sat.1 Media Vz 19,16 19,34 19,50 18,93 +0,9 –14,1 25,12 10,33 0,021x 0,10 538
3,42 1,00 14,6 12,9 Puma 223,00 225,00 226,05 221,85 +0,9 –9,3 267,10 195,05 1,801x 0,80 68
2,12 0,60 23,8 21,1 Rational 189,45 186,65 189,85 184,15 –1,5 +12,8 192,45 106,00 3,501x 1,88 21
2,40 2,32 10,4 8,2 Rheinmetall 59,82 60,56 60,68 59,08 +1,2 +0,6 66,90 41,79 0,301x 0,50 134
2,13 1,87 13,5 11,6 Rhön Klinikum StA 15,48 15,45 15,58 15,36 –0,2 –6,2 19,85 14,89 0,301x 1,94 908
3,19 2,02 20,4 9,8 Salzgitter 52,36 53,01 53,11 52,42 +1,2 –8,2 65,64 45,77 0,251x 0,47 271
2,38 1,53 32,4 17,3 SGL Carbon SE 36,90 36,00 36,48 35,20 –2,4 +33,3 39,90 22,49 0,001x 0,00 429
2,11 1,06 0,0 0,0 Sky Deutschland 2,96 2,98 2,98 2,93 +0,4 +75,7 3,31 0,81 0,001x 0,00 1597
1,76 1,76 11,9 10,4 Stada vink. NA 29,88 29,88 29,88 29,60 ±0,0 +17,7 32,49 20,60 0,551x 1,84 228
3,94 1,38 16,3 15,7 Südzucker 20,93 20,83 20,99 20,74 –0,5 +4,5 21,19 13,90 0,451x 2,16 276
2,63 2,47 13,9 12,6 Symrise 22,00 22,27 22,29 22,00 +1,2 +8,5 22,64 15,92 0,501x 2,25 597
3,40 2,55 19,0 15,5 Tognum 25,70 25,90 25,90 25,64 +0,8 +31,3 26,30 13,26 0,351x 1,35 235
2,17 1,18 11,0 8,7 TUI 8,58 8,61 8,61 8,46 +0,3 –18,0 11,05 6,67 0,001x 0,00 1108
1,44 0,84 13,4 13,1 Vossloh 96,83 97,06 97,24 95,61 +0,2 +1,6 102,75 65,75 2,001x 2,06 58
8,73 2,51 15,9 13,2 Wacker Chemie 166,45 167,30 169,70 165,90 +0,5 +28,1 169,70 93,62 1,201x 0,72 112
1,85 1,76 15,0 13,3 Wincor Nixdorf 56,10 55,80 56,11 55,55 –0,5 –8,5 63,45 42,83 1,701x 3,05 81
14,9 12,7 Tec-Dax 923,20 935,10 935,10 923,71 +1,3 +9,9 952,44 687,60 19,32 2,07 12788
0,25 0,20 13,8 9,9 ADVA Optical Netw. 5,33 5,25 5,35 5,16 –1,4 –10,4 7,90 3,53 0,001x 0,00 667
2,91 2,69 12,5 11,3 Aixtron 28,55 28,80 28,90 28,27 +0,9 +4,3 34,08 18,71 0,151x 0,52 2450
0,97 0,88 36,1 10,6 BB Biotech NA (CH) 50,09 50,80 50,80 50,00 +1,4 +2,8 50,93 39,49 3,20F1x 4,94 20
0,68 0,32 15,1 13,9 Bechtle 31,66 32,15 32,15 31,70 +1,5 +10,9 32,49 20,11 0,601x 1,87 38
1,24 0,43 18,6 17,3 Carl-Zeiss Med. 14,57 14,69 14,81 14,48 +0,8 +2,8 15,14 10,94 0,551x 3,74 42
0,86 0,43 17,8 15,7 Centrotherm Ph. 39,45 40,88 41,10 39,65 +3,6 +51,7 44,00 23,35 0,001x 0,00 175
0,92 0,81 14,4 10,1 Dialog Semic. (GB) 14,74 14,09 14,64 14,00 –4,4 –17,3 19,85 7,56 0,001x 0,00 390
0,45 0,43 12,6 10,6 Drägerwerk Vz 70,60 70,70 70,79 69,97 +0,1 +15,1 71,20 41,20 0,381x 0,54 21
0,41 0,38 11,4 10,6 Drillisch 7,50 7,63 7,67 7,48 +1,7 +25,1 7,67 4,21 0,301x 3,93 338
0,35 0,27 76,4 76,4 Evotec 3,01 3,05 3,08 3,01 +1,5 +4,6 3,48 1,82 0,001x 0,00 208
1,10 0,97 6,1 6,6 freenet NA 8,53 8,60 8,63 8,51 +0,8 +8,9 9,23 7,24 0,201x 2,33 563
0,16 0,16 5,8 6,0 Gigaset 3,97 4,16 4,20 4,01 +4,7 +21,7 4,81 0,76 0,001x 0,00 313
0,32 0,24 15,4 13,5 Jenoptik 5,50 5,54 5,57 5,50 +0,8 +2,7 6,10 3,85 0,001x 0,00 85
0,46 0,42 13,2 10,7 Kontron 8,35 8,32 8,39 8,28 –0,3 +4,2 9,47 5,28 0,201x 2,40 209
0,45 0,40 56,7 55,1 Morphosys 18,87 19,85 19,94 18,95 +5,2 +7,1 22,07 13,35 0,001x 0,00 97
0,45 0,34 28,3 18,3 Nordex 6,68 6,79 6,95 6,74 +1,6 +23,3 9,65 4,25 0,001x 0,00 888
0,92 0,92 14,3 12,8 Pfeiffer Vacuum 93,00 93,50 93,89 92,87 +0,5 +6,3 104,50 52,52 2,451x 2,62 25
0,16 0,16 6,7 5,7 Phoenix Solar 20,18 21,83 21,90 20,52 +8,2 –7,9 36,28 19,16 0,201x 0,92 69
0,43 0,30 41,1 12,5 Q-Cells SE 2,75 2,88 2,97 2,84 +4,5 +14,5 5,88 1,97 0,001x 0,00 1203
3,37 3,37 20,4 17,4 Qiagen (NL) 14,50 14,45 14,55 14,35 –0,3 –1,2 17,80 12,06 0,001x 0,00 1794
0,35 0,22 12,9 11,7 QSC 2,59 2,58 2,60 2,55 –0,5 –21,9 3,84 1,29 0,001x 0,00 389
0,38 0,33 38,6 19,5 Roth & Rau 23,35 23,16 23,17 22,22 –0,8 +88,4 26,80 10,65 0,001x 0,00 79
0,19 0,19 473,6 47,4 Singulus 4,69 4,74 4,75 4,67 +1,0 +5,5 6,68 3,05 0,001x 0,00 157
2,79 0,76 10,1 11,3 SMA Solar Techn. 76,75 80,49 81,50 77,85 +4,9 +15,8 104,20 61,25 1,301x 1,62 129
3,67 2,55 14,7 13,3 Software 125,70 127,75 127,90 125,05 +1,6 +16,3 130,00 75,73 1,151x 0,90 188
1,21 0,86 14,6 14,1 SolarWorld 10,23 10,84 11,05 10,66 +6,0 +45,1 11,96 6,89 0,161x 1,48 1451
0,36 0,20 20,7 16,6 Stratec Biom. Sys. 30,60 30,40 30,60 30,32 –0,7 –4,7 34,14 25,20 0,501x 1,64 18
0,22 0,22 14,0 10,8 Süss Mictrotec 11,69 11,73 11,76 11,50 +0,4 +28,4 13,77 3,59 0,001x 0,00 93
2,98 1,53 16,3 13,0 United Internet 13,23 13,23 13,23 13,10 ±0,0 +8,8 13,61 8,60 0,401x 3,02 450
1,31 1,21 21,1 18,7 Wirecard 12,42 12,89 12,89 12,44 +3,8 +25,8 13,05 6,73 0,091x 0,70 238
Nach sechs Tagen mit steigenden Kursen hat der
Dax am Freitag die 7500-Punkte-Marke geknackt.
Er stieg bis Handelsschluss um 0,5 Prozent auf
7514 Punkte und notierte damit so hoch wie seit Ja-
nuar 2008 nicht mehr. Sprudelnde Gewinne zahl-
reicher deutscher und amerikanischer Unterneh-
men sowie die Aussicht auf eine weiterhin lockere
Geldpolitik in den Vereinigten Staaten haben für
Optimismus unter den Anlegern gesorgt. „Die Stim-
mung ist gut, es sollte mich nicht wundern, wenn
es auch in der nächsten Woche weiter nach oben
geht“, sagte ein Händler. Je länger die Rally weiter-
gehe, desto größer werde allerdings die Gefahr ei-
ner Korrektur, fügte ein anderer Börsianer hinzu.
Der Euro Stoxx 50, Leitindex für den Euroraum,
stieg um 0,1 Prozent auf 3008 Punkte.
In Frankfurt musste der Autohersteller Daimler
spüren, wie hoch die Markterwartungen inzwi-
schen sind. Der Autokonzern hat seinen Über-
schuss im Auftaktquartal fast verdoppelt. Die Titel
gaben dennoch um2,4 Prozent nach und waren da-
mit größter Dax-Verlierer. Gedämpft wurde die
Freude über die Zahlen laut Börsianern auch da-
durch, dass Daimler vor weiteren Belastungen
durch die Erdbeben-Katastrophe in Japan und
durch die schnell steigenden Rohstoffkosten warn-
te. ImGegensatz zu den Titeln des Stuttgarter Kon-
zerns konnten Volkswagen und BMWnach anfäng-
lichen Verlusten an ihre Vortagesgewinne anknüp-
fen. Die Papiere legten um1,4 beziehungsweise 0,5
Prozent zu. Einer der größten Gewinner im Dax
waren Linde, die um bis zu 1,3 Prozent auf 121,40
Euro sprangen. Die Analysten von Cheuvreux rech-
nen laut Händlern mit einem starken Auftaktquar-
tal des Industriegase-Konzerns. Der Mittelwertein-
dex M-Dax legte um 0,1 Prozent auf 10 720 Punkte
zu. Die Aktien von Heidelberger Druck verloren
0,2 Prozent. Der weltgrößte Druckmaschinenher-
steller hat nach zweijähriger Verlustphase im abge-
laufenen Jahr operativ wieder die Gewinnzone er-
reicht.
In London fand wegen der Hochzeit des briti-
schen Thronfolgers Prinz William kein Handel
statt. In Zürich stiegt der SMI um 0,4 Prozent auf
6543 Punkte. In Paris verharrte der CAC-40 auf
4104 Punkten. Die Verliererliste führten die Titel
des Baukonzerns Bouygues mit einem Minus von 3
Prozent an.
Verhalten eröffneten die Aktienmärkte in New
York den letzten Handelstag der Woche. Der Dow
Jones stieg im Handelsverlauf um 0,5 Prozent auf
12 828 Punkte. Der breiter gefasste S&P-500 lag
kaumverändert auf 1362 Punkten. AmDonnerstag
hatte der Dow Jones 0,6 Prozent auf 12 763 Punkte
gewonnen. Der S&P-500 legte um 0,4 Prozent auf
1360 Punkte und der Nasdaq-Composite um 0,1
Prozent auf 2873 Punkte zu. An der New York
Stock Exchange wechselten am Donnerstag 958
Millionen Aktien den Besitzer. 1838 Werte legten
zu, 1144 gaben nach, 130 blieben unverändert.
Neue Hochs hatten 358 Titel, neue Tiefs 14.
maf./Reuters
Der Dax erklimmt wieder ein Jahreshoch
FRANKFURTER ALLGEMEI NE ZEI TUNG SAMSTAG, 30. APRI L 2011 · NR. 100 · SEI TE 25 Deutsche Aktien und Indizes
Dierig Hold. F 10,50 10,50 B
Digital Identifi. F 4,60 4,75 G
Dinkelacker S 750,00 750,00 G
Dorstener Masch. ** D 1,70 1,70 G
Dow Chem. (USA) F 27,33 27,61
DR Real Estate D 0,55 0,55 -T
Dr. Hönle F 10,27 10,70
Drägerwerk StA. F 56,10 57,22
Dresdner Fact. ∆F 3,459 3,47 G
Driver&Bengsch F 0,035 0,034 G
DSM (NL) F 46,285 46,395
Dt. Balaton F 10,00 10,00 G
Dt. Beteiligung F 19,885 19,80 G
Dt. Biogas F 6,995 6,86 G
Dt. Eff.u.W.Bet.Ges. F 1,401 1,40 G
Dt. Immob. Hold. F 1,396 1,485 G
Dt. Real Estate F 1,00 1,00 G
Dt. Steinz.Cr. & Br. F 0,415 0,425
Dt.Wohnen NA F - 15,00 G
DuPont Co. (USA) F 38,00 38,045
Dürkopp Adler D 5,40 5,40 G
Dürr F 25,66 26,155
DVB-Bank F 25,10 25,10 G
Dyckerhoff StA F 37,00 37,00 G
Dyckerhoff Vz F 37,705 37,50 G
E
Easy Software F 3,82 3,898
Eckert & Ziegler F 28,85 29,15
Ecomm. Alliance F 11,70 11,70
Ecotel Communic. F 4,956 5,103 G
EddingVz H 46,35 46,35 G
Edel F 2,621 2,62 G
EECH Group ∆F 0,034 0,033
Ehlebracht StA D 2,60 2,60 G
Eichborn F 0,70 0,701
Eifelhöhen-Klinik D 2,73 2,73 G
Einbecker Brauhaus Hn 11,50 11,50 B
Einhell Germany Vz. F 40,80 40,80 G
Eisen- u. Hüttenw. F 29,30 29,45
Electr. Line 3000 (IL) F 1,13 1,07 G
Elektr. Licht- u. Kr. ** H 69,00 69,00 -T
Elexis F 17,50 17,145
elexxion F 0,99 1,02
Elite World S.A. (L) F 1,65 1,60 G
Elmos Semic. F 10,87 10,82 G
Emprise F 0,03 0,031
emQtec F 0,262 0,264 B
E-M-S New Media F 0,03 0,03 bG
EnBWEnergie F 37,005 37,00
Energied. Hold. (CH) Bn 46,00 45,38 G
Energiekontor F 5,169 5,34
Envio F 0,313 0,32 G
EnviTec Biogas F 10,53 10,445
EPG F - 4,95 B
Epigenomics F 1,60 1,65
Equity Story F 24,75 24,90
Essanelle Hair Group F 8,67 8,67 G
Estavis F 1,96 1,95 bB
Esterer M 156,00 156,00
Eu.Ex.T. EOSt50 (IRL) F 30,25 30,30 G
Eu.Ex.Tr. St50 (IRL) F 26,56 26,64 G
Euro Asia Pr. Real Est. (VG) F8,25 8,24
Eurobike D 0,017 0,017 G
Eurokai Vz ∆H 26,55 27,20
Euromicron F 20,71 20,78
European CleanTech (L) F 9,592 9,535 G
EUWAX M 52,30 52,30
eValue Europe F - -
F
F.A.M.E. F 0,433 0,47 G
Fabasoft (A) F 3,25 3,35
Fair Value Reit F 4,531 4,579
Farmatic Biotech F 0,036 0,036 G
Feedback F - -
Fernhwk. Neukölln Bn 33,35 33,35 G
Fiat risp. (I) F 5,648 5,674 G
Fiat StA (I) F 7,167 7,202
Fiat Vz (I) F 5,59 5,689 G
Fidor F 4,50 4,25 G
FIHMFonds u. Immob. F 0,345 0,33 B
Flatex F - 5,635
Foris F 1,69 1,70 G
Forst, Ebnath Bn 1020,0 1020,0 G
Fortec F 9,00 9,25 bG
Fortune Manag. (USA) F 0,022 0,024
Franconofurt F 8,77 8,698
FranconoWest F 1,349 1,349 G
Francotyp-Postalia F 3,40 3,80
Fresenius MCVz F 42,62 44,50
Friwo F 10,70 10,60
Frogster Inter. Pictures F 28,05 28,15 G
Fröhlich Bau StA i.A. ** F - 0,301
Fröhlich BauVz i.A. ** F - -
Frosta F 19,00 19,20
Fuchs Petrolub StA F 95,40 96,96
Funkwerk F 6,76 6,75
G
GAGImmob. D 31,90 31,91 G
Garant Schuh+M. Vz D 16,02 16,02 G
GCI Industrie F 1,445 1,38
Gelsenwasser F 525,00 511,10 G
Geneart F - -
Generali Dtschld. F 86,80 -
GerathermMedical F 8,20 7,809 G
German Brokers F 0,18 0,18 G
GerryWeber F 44,85 44,17
Gesco F 57,60 57,22
GfK SE F 38,94 38,035 G
GFTTechnologies F 4,47 4,429
Girindus F 0,81 0,79 G
GK Software F - -
Gold-Zack D 0,082 0,08 G
Gontard & Metallbank F 0,022 0,021 G
Grammer F 18,875 18,805
Graphit Kropfmühl F 23,80 23,50 G
Greater China (SGP) F 0,379 0,47
Greenwich Beteil. F 0,901 1,20
Greiffenberger M 8,10 8,137
Grenkeleasing F 39,78 40,11 G
GROUP Busin. Softw. F 0,45 0,465
Gruschwitz ° Bn 515,00 515,00 bG
GSWImmobilien F 21,49 21,72
Günther&Sohn i.K. ** Bn 0,30 0,40 G
GWB Immobilien F 1,29 1,238
H
H&RWasag F 21,20 21,185
Hahn-Immobilien-Bet. F 2,18 2,05 G
Halloren Schokoladenf. F 6,977 7,00
Hamb. Immob. Invest F 0,98 0,98 G
Hamborner Reit F 7,491 7,50
Hansa Group F 3,698 3,61
HanseYachts F 4,68 4,68 G
Hasen-Immob. M 68,45 64,00
Hawesko F 35,25 34,905
Hbg. Getreide StA H 5,00 5,00 G
Hbg. GetreideVz H 5,90 5,90 -T
HCI Capital F 1,76 1,955
Heidelb. Beteil. F 1,85 1,85 G
Heiler Software F 2,285 2,265 G
Heliad Eq.Part. konv. F 2,92 2,98
Helikos (L) F 9,70 9,59 G
Heliocentris Fuel F - -
HELMA Eigenheimbau F 10,285 10,40
Henkel & Co. F 38,09 38,325
Herlitz StA. F 1,96 1,92
Hermle, BertholdVz S 77,50 77,60
Hesse N.C. konv. F 1,43 1,50 G
Highlight (CH) F 4,97 4,79
Hirsch D 0,073 0,066
HMS Bergbau F 7,988 8,521 G
Höft &Wessel F 3,855 3,875 G
Hohner S 6,30 6,30 G
Holcim Bn 27,79 27,79 G
Holzmann F 0,127 0,128
Homag Group F 16,00 16,22
Hornbach Hold. F 104,76 104,76 B
Hornbach-Baum. F 49,50 49,50 B
hotel.de F 13,995 13,73
HSBCTrinkaus & B. D 94,00 94,00 B
Hucke F 0,043 0,043 G
HumanOptics F 1,357 1,336
HWA F 13,15 12,735 G
Hydrotec F 2,56 2,631
Hymer F 38,60 41,94
Hypoport F 11,285 11,12
I - J - K
I.G. Farb. i.A. %RM F 0,079 0,063 G
i:FAO F 10,80 10,70 bB
IBS Group Hold. (IM) F 22,25 22,00 G
IBS NA F 4,252 4,251 G
Identive Group (USA) F 2,50 2,37
IFA Hotel&Tour. F 6,309 6,309
Ifa systems F 7,949 7,962 G
IFCO-Systems (NL) F 13,565 13,60
IFMImmobilien F 9,751 9,85 G
IKB Dt. Industriebank F 0,681 0,681
IMIntern. Med. F 0,103 0,103
ImperaTotal Ret. F 0,86 0,899
Impreglon SE F 10,07 9,899
IMWImmobilien F 6,00 6,00 G
InCity Immobilien F 2,702 2,631
Ind.Inv.XTF SMI F 51,34 51,96 G
Indus F 22,14 22,30
Info Ges.f.Inf. H 6,20 6,15 G
Infomatec F 0,036 0,036
Informica Real Inv. F - -
Init Innovation F 18,25 18,16
In-motion F 0,04 0,034
InnoTec TSS M 6,30 6,33
Integralis F 7,933 7,799 G
InterCard Inform. F 3,56 3,84
Interhyp F 69,61 69,60 G
Interseroh SE D 51,40 50,70
Intershop F 2,24 2,163
Intertainment F 0,763 0,69
InTiCa Systems F 5,05 5,06
InVision F 18,00 -
iQPower (CH) F 0,099 0,098
Ision F 0,931 0,931 G
IsraVision F 17,20 17,20
Itelligence F 7,34 7,186 G
ItN Nanovation F 4,28 4,25 G
IVUTraffic F 1,709 1,672 bG
JAXX F 1,381 1,38 G
Jetter F 8,01 8,01 G
JKWohnbau F 7,85 7,902 G
Joyou F 13,51 13,47 bG
Jubii Europe (NL) F 0,075 0,076
Jungheinrich F 30,77 31,00
Jupiter Techn. F - -
K & MMöbel * D 0,014 0,013 G
Kabel New Media F 0,016 0,016 G
Kampa F 0,093 0,093
KAP Beteiligung F 30,50 30,61
Kaufring D 0,115 0,12 B
KHD Humb. Wedag F 17,00 17,00 G
KHD Humboldt F 7,09 7,151
Kinghero F 24,52 25,02
Kizoo F 8,79 8,71
Klassik Radio F 6,20 6,20 G
Koenig & Bauer F 16,60 16,40 G
Köhler & Krenzer F 0,061 0,061 G
Kolb & Schüle * S 0,024 0,023 G
Köln-Ddf. D 12,50 12,50 G
KPS konv. F 1,185 1,185 G
Kremlin H 1,535 1,535 G
Kromi Logistik F 8,501 8,551 G
KSB StA F 602,05 603,02
KSBVz F 591,00 592,35
KST Beteiligung F 2,363 2,36
KTGAgrar F 16,66 16,89
KUKA F 18,295 18,365
Kulmb. Brauerei M 30,25 30,25
Kunert jge. M 7,25 7,25
Kunert StA M 1,53 1,53
Kunert Vz M 12,94 12,94
KWGKomm. Wohnen F 5,44 5,331
KWS F 151,45 151,42
L
Landesbank Berlin F 4,18 4,18
Lang&Schwarz W. F 8,149 8,10
Lechwerke F 63,00 64,80 bB
Leica Camera F 17,40 17,30
Leifheit F 25,10 25,495
LeonardoVenture M 0,50 0,50
Lewag Bn 6,90 6,90 B
Lilux II Conv. (L) H 165,86 166,48 G
Lintec Inf. Techn. F 0,028 0,028 G
Lloyd Fonds F 2,01 1,996
Loewe F 6,341 6,34
Logwin (L) F 1,38 1,36
LPKF Laser & Electr. F 14,135 14,345
LS telcom F 3,75 3,65 G
M
M.A.X. Automation F 4,58 4,52
m+s Elektronik F 0,017 0,015 G
m4e F 2,977 2,804 G
Madison Property F 19,65 19,60 G
MagForce Nanotecn. F 25,09 25,50
Magix F 6,32 6,25
Magnat Real Estate kv. F 1,957 1,922 G
Maier+Partner F 0,092 0,089
Mainova F 342,00 341,00
MAN SEVz F 69,05 69,78
Manag. Data Media F 0,022 0,022 G
ManiaTechnologie F 0,086 0,083
Mannheimer F 4,08 4,08 G
Manz Automation F 47,275 47,47
Marbert Hold. konv. F - -
Marenave Schiffahrt H 70,00 70,00 B
Marseille-Kliniken F 2,69 2,68
Marudai Food (J) F 2,002 2,006 G
Masterflex F 5,60 5,77
Maternus-Kliniken F 0,93 0,99
Mauser Waldeck D 0,35 0,35 -T
mb Software F 0,022 0,022 G
MBB Industries F 5,98 6,13
MCS Systeme F 72,52 72,52 G
Mediclin F 4,21 4,21 G
Medigene NA F 2,028 2,025
Medion F 9,777 9,75
Medisana F 2,65 2,69 G
Mercurius F - 4,00
Merkur Bank M 4,00 4,00
Met@box F 0,022 0,022
MetroVz F 30,99 31,60 bB
MeVis Medical Solut. F 8,69 -
mic F 5,18 5,002
Micrologica F 0,028 0,009
MIFA M.Fahr. Bn 3,40 3,40 G
Mineralbr. Überk. StA S 12,01 12,30
Mineralbr. Überk. Vz S 6,10 6,01
Mistral Media F 0,81 0,80 G
Mitsumi El. (J) F 8,424 8,441 G
MLP F 6,694 6,695
MME Moviement F 9,30 9,30 G
Mobotix F 54,50 54,50 G
Moenus Textil StA F - -
Moksel F 7,68 7,68 bG
Mologen F 8,799 8,70 G
Moninger Hold. S 3,95 3,95 B
Mood a. Motion konv. F - -
Mox Telecom F 5,69 5,80 bB
MPC F 4,002 4,33
Muehlhan F 1,893 1,865 G
Mühl Prod. F 0,092 0,091 G
Mühlbauer Hold. F 38,30 39,99
Müller-Lila Log. F 3,90 3,88 G
m-u-t Messgeräte F 6,41 6,797 G
MVV Energie F 27,505 27,335
MyHammer F 1,70 1,40 bB
MyPhotoAlbum (USA) F 0,025 0,027
N
Nabaltec F 9,552 9,70
Nano Focus F 3,93 4,00
Nanogate F 15,605 15,80 G
Nanostart F 16,69 16,80
Nemetschek F 30,07 31,71
Neschen F 0,47 0,50
Netlife F 0,044 0,043 G
nextevolution F 11,54 11,54 G
Nexus F 6,65 6,82
Nols Fritz F 0,28 0,296
NorCom F 1,48 1,50
Norddeut. Steingut H 5,80 5,80 -T
Nordwest Handel D 11,00 11,00 G
Norma Group F 20,40 20,39 G
Novavisions (CH) F 0,141 0,141
november F 0,586 0,582
Nucletron M 6,60 6,65
Nürnb. Bet. vink. NA M 59,60 59,60
NY-Hbg. Gummi StA H 0,92 0,92 G
O
Oasmia Pharmac. (SE) F 1,46 1,449
Oceanica M 2,50 2,50 TG
Odeon Film F 0,90 0,899
OHBTechnology F 12,785 12,84
Oldenb. Landesbk. Bn 38,21 38,30
Omiris F 0,65 0,65 G
Omron (J) F 18,075 18,115 G
OnVista F 18,005 -
Openlimit Hold. (CH) F 1,199 1,169
Opera One F - -
OppermannVersand H 0,329 0,329 B
Orad Hi-tec Sys. (IL) F 2,36 2,40 G
Orbis F 1,271 1,235 G
Orco Germany (L) F 0,803 0,763 G
OVB Holding F 18,645 18,645 G
P
P & I Personal & Inf. F 26,90 27,02
Paion F 2,17 2,16
Pandatel F 0,21 0,21
Pankl Racing Sys. (A) F 17,615 18,305
paragon F 9,25 9,23 bB
Paramount G&S (USA) F 2,358 2,249
Park u. Bellheimer F 1,08 1,15
Patrizia Immob. F 5,135 5,03
PayomSolar F 8,02 7,51
PayomSolar neue F - -
PEHWertpapiere Bn 33,45 34,00 G
Petrotec F 1,138 1,15
Pferdewetten.de F 0,30 0,253
Pfleiderer F 0,71 0,701
Pilkington Dtschld. F 444,00 444,00 G
Pinguin Haustech. H 0,224 0,224 G
Pironet F 1,504 1,50
Pittler Maschinen ** F 1,80 1,80
Pixelpark F 0,25 0,25
Plan Optik F 3,68 3,70
Plaut (A) F 0,747 0,728 G
Plettac D 0,119 0,09
PNEWind F 2,051 2,184
Polis Immo. F 10,275 10,275 G
Pongs & Zahn F 0,101 0,114
PorscheVz. F 48,79 48,90
Porta Systems konv. F 1,30 1,20 G
Porzellan Wald. i.A. ** M 1,25 1,25 G
Powerland F 14,36 14,55
Primacom F 0,511 0,511
Primag F 1,72 1,69 G
primionTechnology F 4,50 4,50 G
Princess Pr.E.Hld. (GG) F 6,337 6,39 G
PrivateValue F 0,119 0,12 B
Procon MultiMedia F 1,72 1,72 G
Prodacta F 0,051 0,04
Progress F 45,00 45,60
PSI NA F 19,85 19,94
Pulsion F 4,923 4,91
PVATePla F 4,554 4,554
Q - R
Q-Soft S 2,65 2,65
Quanmax (A) F 2,784 2,80
quirin bank F 1,94 2,00
RAGAbwicklungs F 0,89 0,89 G
Ralos New Energie F 2,868 2,884
Rathgeber Bn - -
Ravensb. Baub. D 0,041 0,041 G
REALTECH F 8,00 7,951
Regenbogen F 4,80 -
Reichelt StA ° H 465,00 465,00 -T
Reichelt Vz ° H 600,00 600,00 B
Renk M 72,00 73,00
REpower F 141,52 142,55
Rheintex D 17,35 17,49
RIB Software ∆F 7,49 7,599
Rinol F 0,085 0,071 G
RMRheiner Manag. F 25,50 25,50 G
Robeco (NL) F 22,56 22,67
Röder Zeltsys. F 47,60 47,60 G
Rofin Sinar (USA) F 29,00 29,50
Rolinco (NL) F 20,36 20,33
Ropal Europe F 1,86 1,88
Rorento (AN) D 47,46 47,62 G
Rösch Medizintechn. F 0,034 0,033 G
Ruberoid H 0,46 0,46 G
Rücker F 15,00 15,15
RWEVz F 41,35 41,225
RWLVerw.u.Bet. Bn 5,10 5,00 G
S
S&R Biogas F 0,054 0,054
S.A.G. Solarstrom F 4,58 4,651 G
Sachsenmilch Bn 3003,0 3003,0 G
SAF Simulation (CH) F 17,00 -
SAF-Holland (L) F 8,116 8,10
Saint-Gob.Oberl. F 435,00 435,00 G
Saltus F 0,089 0,089
Sanacorp Pharma. Vz F 17,93 17,95
Sanochemia (A) F 3,22 3,22 G
Sartorius StA F 32,25 31,855 G
SartoriusVz F 34,07 34,30
SCA Hygiene Prod.SE F 345,00 355,00 bG
Schaltbau Hold. F 72,80 73,00 bB
Scherzer & Co. F 1,239 1,29
Schloßgartenbau S 576,00 576,00 G
schlott gruppe F 0,208 0,189
Schneider Techn. F 0,031 0,031
Schnigge Wertp. F - 5,76 B
Schön & Cie F 0,081 0,10 G
Schuler F - -
Schuler neue F 9,98 10,08 G
Schumag F 4,10 4,10 B
Schwabenverlag S 3,20 3,20 G
Schwälbchen Molk. F 23,05 23,05 G
Schweizer Electronic F 22,20 22,15
Secunet F 10,60 10,495 G
Sedlbauer M 20,60 21,00
Sedlmayr KGaA M 1324,5 1324,5
Sedo Holding F 3,45 3,50 B
Sekt. Wachenheim F 7,399 7,399
Senator Entert. F 0,62 0,63
SER Systeme F 0,027 0,027
Sero * F 0,051 0,05 G
Seven Principles F 9,057 9,00
SFC Energy F 4,804 4,882
Shareholder Value F 24,00 -
SHF Communications F 3,51 3,85
Shigo Asia F 14,75 14,75 B
Silicon Sensor F 9,80 9,70
Simona F 322,00 322,00 G
Sinner F - -
Sinner Schrader F 2,488 2,50 G
Sino D 6,30 6,25 G
Sixt StA F 34,325 34,175
Sixt Vz F 26,995 27,20
SKWStahl-Metallurgie F 19,40 19,34
Sloman Neptun Bn 42,435 42,375 G
SMWirtschaftsberat. F 5,00 5,00 G
Smartrac (NL) F - -
SMT Scharf F 22,155 22,20
SNP F 68,40 68,52
Softing F 4,83 4,44
Softmatic F 0,55 0,55 G
Softship F 3,74 3,529
Solarfabrik F 4,395 4,456
Solarparc D 10,485 10,45 G
Solon SE F 3,90 3,955
Solutronic F 6,963 6,85 G
Sonne + Wind F 0,155 0,155 G
Sparta F 50,00 49,065
Splendid Medien F 0,79 0,855
Spobag D 5,55 5,55 B
Stahl R. F 31,82 31,075
Steico F 12,335 11,745
Stinag Stuttgart Inv. F 18,15 18,15 G
STOVz F 116,17 113,56
Stöhr D 2,90 2,90 G
Stolberger Telekom D 0,095 0,095 G
Strabag F 204,99 204,99
Ströer Out-of-Home F 22,56 22,285 G
Süd-Chemie M 124,25 124,23
Südw. Salzwerke S 26,61 28,50
Sunburst Merchand. F 0,141 0,141 G
Sunways F 5,468 5,50
Surikate Mittelst. F 8,00 8,00 G
Surteco F 28,50 28,70
SwarcoTraffic Holding F 5,59 5,60 bG
Sygnis Pharma F 2,331 2,296
Synaxon F 5,05 5,05 G
Syskoplan F 9,30 9,20 G
systaic F 0,189 0,165
Syzygy F 3,73 3,828
T
TAGImmobilien F 7,00 7,158
TAKKT F 11,86 11,68
TC Unterhaltungselek. F 0,251 0,251 G
TDMi F 0,07 0,088
TDS Infotech F 4,261 4,26 G
technotrans NA F 6,66 6,631 G
Telegate F 8,61 8,699
Teleplan (NL) F 1,792 1,888
Teles F 0,565 0,575
Terrex ** D 0,281 0,281 G
Thielert F 0,52 0,548
Tipp24 SE F 31,75 32,60
Tiptel F 0,04 0,037
Tiscon F 0,099 0,09 G
tmc Content Gr. SF1 (CH) F - -
TomTailor F 12,97 13,20 G
TomorrowFocus F 4,85 4,84
Tonkens Agrar F 20,715 20,35
Tradegate Wertpapier. F 6,952 6,913
Transtec S 1,49 1,49 G
Travel Viva F 6,00 6,00 G
Travel24.comkonv. F - 11,00 G
Tria-IT konv. F 0,66 0,637
Triplan F 1,51 1,59
Triumph Int. M 116,00 116,00 B
TTL Inf.Tech F 0,649 0,649 B
Turbon F 9,689 9,36
Twintec F 3,37 3,20 G
U
UMS F 8,176 8,32
Uniprof Real F 0,086 0,084
United Labels F 4,39 4,50 G
Univerma F 1,228 1,64
Update Software (A) F 2,621 2,788
UR Holding (I) F - -
Üstra Hn 3,80 3,80 G
USU Software F 4,95 4,95 G
Utimaco Safeware F - -
Uzin Utz F 27,19 27,045
V
Valora Effek.Hand. S 2,25 2,25 G
Value Manag.&Res. NA F 0,762 0,761 G
Varengold Wertpapier. F 20,00 20,00
Varta konv. F 8,40 8,10
VBH Holding F 4,90 4,90 B
VCL Film+Medien F 0,072 0,071
VDN F 0,038 0,036 G
Vectron Systems F 14,70 14,525 G
Ver. Filz. Giengen M 460,00 460,00
Verbio F 4,33 4,25
Verbund Ö.E. (A) F 30,795 30,64
Versatel F 6,801 6,801 G
Vestcorp F 0,96 0,951
VGT Industrie D 0,60 0,60 G
VietnamHold. (KY) F 0,63 0,631
Villeroy & BochVz F 6,25 6,40
Vilmaris H 1000,0 1000,0 G
VISA (USA) F 53,51 52,11
Viscom F 7,29 7,32
VITA 34 International F 4,90 4,90 G
Vivacon F 0,927 0,93
Vivanco Gruppe F 1,432 1,43
VK Mühlen H 71,20 71,20 G
Vogel AGf.Bet. Bn 280,00 280,00 -T
VSMVer.Schmirgel Hn 150,00 150,00 B
VTG F 17,495 17,105
VtionWirelessTechn. F 4,344 4,204
VWStA F 118,78 120,33
vwd F 2,455 2,455 G
W
W.E.T. Autom. F 40,00 40,50 bG
W.O.M. F 11,75 11,75 B
Wacker Neuson SE F 12,785 12,79
Wallstreet Online F 0,597 0,60 G
Walter Bau StA M 0,035 0,035
Walter BauVz M 0,05 0,05
Wanderer F 0,105 0,105 G
Wasgau Produkt. F 6,65 6,65 G
Washtec F 11,70 11,70 B
WCM F 0,181 0,179
Webac Hldg. F 4,70 4,30 G
Westag & Get. StA D 19,22 19,06 G
Westag & Get. Vz D 19,35 19,09 G
Westgrund D 3,47 3,47
Wige Media kv. F 3,90 3,725 G
Wilex F 4,041 4,01
Williams Grand Prix (GB) F 18,20 18,75
Windhoff D 0,08 0,08 G
WizComTechn. (IL) F 0,34 0,36 B
WKMTerrain StA D 0,015 0,015 -T
WKMTerrainVA D 7,00 7,00 -T
WMF StA F 31,00 30,62 G
WMFVz F 27,50 26,815
Württ. Leben StA S 24,00 24,00 G
Württ. Leben vink. NA S 17,50 17,80
Württ. Leinen ° S 665,00 665,00 G
Wüstenr. &Württemb. F 18,725 18,60 G
X - Y - Z
Xing F 46,84 47,50 G
Ymos F - -
YOC F 34,01 33,53 G
Youniq F - -
Your Family Entert. F - 1,12
Zapf Creation F 1,647 1,64
Zeag Energie S 111,00 111,00 G
ZhongDeWaste F 9,135 8,95
zooplus F 100,50 98,23
Prime, General und Entry Standard
Die im Prime Standard enthaltenen Aktien
sind gefettet. Die im Entry Standard enthalte-
nen Aktien sind kursiv.
Kurse in Euro
Berliner Synchron F 1,00 1,00 G
Bertrandt F 47,65 49,20
Beta Systems F - -
BHE Beteilig. Bn 3,05 3,05 G
BHS tabletop F 14,00 14,00 G
Bien-Zenker F 6,48 6,48
Bijou Brigitte H 98,90 96,80 G
Biofrontera NA D 3,34 3,38
Biogas Nord F 5,001 5,00
Bio-Gate F 1,599 1,568
Biolitec F 3,532 3,532 G
Biopetrol (CH) F 0,78 0,745 G
Biotest StA F 46,35 47,015 G
Biotest Vz F 43,15 45,14
BKN Biostrom F 1,30 1,25 G
BKN Intern. F 0,033 0,033
Blue Cap F 3,904 3,81 G
bmp F 1,14 1,151
BMWVz ∆F 41,67 42,01
Bochum-G. Strb. D 250,00 250,00 G
Borussia Dortmund F 3,05 3,09
Boss StA F 61,83 62,65
Böwe Systec F 0,30 0,271 G
BP Plc (GB) F 5,23 5,25
Br. Lager. vink. NA Bn 9,40 9,60 G
Bremer Str. Bn 140,00 140,00 -T
Brilliant Bn 23,45 23,45 G
Brüder Mannesmann F 2,04 2,04 B
Buch.de F 7,58 7,45
Bürg. Brauh. Rav. S 1600,0 1600,0 G
Business Media China F 3,00 3,00 B
C
C.A.T. oil (A) F 8,195 8,235
Caatoosee F 0,71 0,712
Camelot F 0,042 0,048 G
CancomIT Systeme F 9,72 10,00
CapitalStage F 2,15 2,32
CargoLifter F 0,062 0,061
cash life F 3,50 -
CASH Medien F 1,895 1,895 G
Catalis (NL) F 0,26 0,265
Caterpillar Inc. (USA) F 76,12 77,79
CBB Hold. H 0,026 0,026 bG
CBF China Bio-Fert. F 7,38 7,10 G
CCR Logistics F - -
CDV Softw. Entert. F 0,085 0,091 G
Cenit F 5,41 5,35
Centrosolar F 5,13 5,228
Centrotec F 23,39 23,745
CeoTronics F 1,77 1,77
CeWe Color F 33,125 32,66
Ceyoniq F 0,019 0,019 G
CFC Industriebet. F 1,693 1,602
Cinemaxx F 3,45 3,56
CineMedia F 2,59 2,552
Classic Dream (VG) F 0,121 0,121 G
Co.don F 1,02 1,00
Colexon Energy F 1,092 1,132
Colonia R. Estate F 5,221 5,207
Comarch F 1,389 1,40 B
Comdirect Bank F 8,225 8,30
Compugroup Medical F - -
Computec Media F 9,50 9,92
Comtrade konv. F 0,066 0,066 G
Concord Investmentbk. F 0,041 0,034 G
Conergy F 0,362 0,39
CONETTechn. F 6,00 6,00 G
Constantin Medien F 2,02 2,04
conVisual F 2,39 2,31
COR&FJA F 1,939 1,941
Corp.Eq.Partn. (CH) F 0,156 0,189
C-Quadrat Inv. (A) F 28,62 28,25
CR Capital Real Estate F 0,86 0,855
CreatonVz F - -
CropEnergies F 5,433 5,41
CTS Eventim F 50,50 50,17 G
Curanum F 2,30 2,30 G
Curasan F 3,82 3,849
Custodia Holding M 426,50 426,50
CyBio F 1,263 1,30 G
Cybits Hold. F 0,75 0,70 G
Cycos F 6,55 6,52 G
CytoTools F - 17,17
D
DAB Bank F 4,377 4,34
Dahlbusch StA ** D 410,00 410,00 G
DahlbuschVz ** D 390,00 390,00 G
Daltrup & Söhne F 20,21 20,35 G
Data Modul F 14,30 14,25
Datagroup IT Serv. F 6,96 7,21
Datron F 12,00 12,145
Deag F 3,449 3,26 G
Delignit F 1,20 1,16 G
Delticom F 72,30 73,39
Derby Cycle F 15,30 15,26 G
Design Bau F 3,359 3,28 G
DeTeBe F 2,38 2,38 G
Deufol F 1,61 1,56
Deutsche Postbank NA F 21,44 21,605
Deutsche Rohstoff F 13,50 13,485 G
Deutz F 6,349 6,191
DF Deutsche Forfait F 5,329 5,401
DIC Asset F 9,255 9,10 G
28.4. 29.4.
Schluss/Kassa 17.40 h
A
10tacle studios F 0,039 0,04 G
118000 F 1,80 1,508
1st Red H 1,60 1,60 B
2GBio-Energietechn. F 18,85 18,60
3U Holding F 0,704 0,71 G
3WPower Holdings (L) F 4,09 4,01 G
4SC F 3,80 3,83
7days music konv. F 1,07 1,02
A.A.A. Anlageverw. F 1,403 1,50 G
a.i.s. F 0,096 0,095 G
A.S.CreationTapeten F 30,00 30,00
aap Implantate F 1,08 1,10
Action Press Hold. F 1,23 1,22
Activa Resources F 2,50 2,45 bB
ad Pepper Media (NL) F 1,862 1,891
ADC African Dev. F 8,88 9,00
AdCapital StA F 10,05 10,02 G
Adesso F 5,90 6,33 G
adinotec F 10,00 10,00 bG
Adler Real Estate F 0,522 0,55 G
ADMHamburg F 257,23 260,05 G
Adv. Photonics konv. F 0,037 0,037 G
Advanced Inflight F 3,61 3,25
AdvancedVis. (IL) F 4,20 4,20 B
Agennix F 3,546 3,55
agiplanTechnoSoft F - -
Agiv Real Estate H 0,194 0,15
Agnico-Eagle M. (CDN) F 46,00 45,50
AGOAGEnergie+Anl. F 2,421 2,45
Agor F 0,036 0,035 G
Agrob Imm. StA M 9,50 9,50
Agrob Imm. VA M 8,455 8,90
AHAG D 0,016 0,016
Ahlers StA F 10,15 10,25
AhlersVz F 10,60 10,75
Air Berlin (GB) F 3,03 3,03 bG
AIRE F 9,29 9,60 G
Akt.-Br.Kaufb. M 278,00 278,00
Albis Leasing F 0,404 0,411 G
aleo solar F 23,60 23,92
Alexanderwerk D 0,85 0,81 G
Aligna ∆F 0,065 0,068
All for One Midmarket F 7,85 7,80 G
Allerthal-Werke Hn 14,85 14,90 G
Allgeier Holding F 13,88 13,85
Alno F 2,70 2,689
Alphaform F 2,061 2,035 G
alstria office REIT F 10,445 10,70 G
Altenb.u.Stra.Sp. i.A. ** H 0,80 0,80 -T
Altira F 9,431 9,351
Altria Group Inc. (USA) F 17,925 18,105
Amadeus Fire F 32,795 32,895
Amatech F 0,054 0,061
American Express (USA) F 32,125 33,025
Amictus konv. F - -
AmiraVerwaltung M 575,00 575,00
Analytik Jena F 9,971 10,025 G
Andreae-N. Z. F 28,025 28,02 G
AnterraVerm. M 2,32 2,32
Aragon F 9,947 9,80 G
Arbomedia F 7,51 7,60
Arcandor F 0,078 0,08
Archer-Daniels (USA) F 24,36 24,415
Areal Imm. u. Bet. S 0,17 0,17 G
Ariston Real Estate F 1,831 1,90 G
Arndt F 0,081 0,081 G
Arquana Internat. F 0,182 0,20
Artec Technologies F 1,90 2,00 G
Artificial Life (USA) F 0,316 0,31
Artnet F 7,73 7,25
Artstor F 0,053 0,053
Asian Bamboo F 33,90 33,895
asknet F 3,02 3,08
Atoss Software F 17,04 17,525
Audi F 625,00 624,00 G
AugustaTech. F 20,015 19,80
Autobank (A) F 2,388 2,45 G
AVWImmobilien F 2,878 2,875 G
B
B.A.U.M. F 0,289 0,29 B
B+S Banksysteme F 2,351 2,379
Babcock-BSH F 0,02 0,02 G
Balda F 9,10 9,02
Bankhaus Main F 8,005 8,005 G
Basler F 14,90 15,025
Bauer F 36,30 36,32
Bauverein Hbg. F 3,812 3,809 G
Bavaria Industr. F - -
BBI Bürg. Brauh. Imm. M 12,70 12,70
BBSVz F 0,20 0,20 B
BDI-BioEnergy Intl. (A) F 16,00 16,275 B
Beate Uhse ∆F 0,344 0,326
Beck, Ludwig F 20,50 20,50 B
Behrens, J.F. H 4,65 4,50 G
Berentzen-GruppeVz F 6,101 6,25
Berl.Effektenges. F 9,10 9,16
52 Wochen 52 Wochen 28.4. 29.4. 29.4. Tages- Veränd. in % 31.12.10
Tief Vergleich Hoch Hoch Tief Schluss 17.41 h Eröffn. Hoch Tief 28.4. 31.12.10 Schluss
Deutsche Indizes
1704,49 1285,16 F.A.Z. 1691,01 1704,49 - - - +0,80 +7,0 1592,44
391,49 292,67 F.A.Z. Performance 390,06 391,49 - - - +0,37 +8,3 361,42
157,14 128,34 F.A.Z. Euro 154,96 155,25 - - - +0,19 +6,1 146,33
7514,69 5607,68 Dax 30 7475,22 7514,46 7475,00 7514,69 7461,53 +0,52 +8,7 6914,19
10759,19 7384,27 M-Dax 10711,30 10740,45 10717,22 10741,44 10691,92 +0,27 +6,0 10128,12
952,44 687,60 Tec-Dax 923,20 935,10 924,13 935,10 923,71 +1,3 +9,9 850,67
3818,08 2824,11 H - Dax 3798,83 3818,08 3800,10 3818,08 3793,09 +0,51 +8,4 3522,35
5361,77 3605,91 S - Dax 5334,36 5348,19 5336,67 5349,00 5329,41 +0,26 +3,4 5173,79
660,86 487,05 C - Dax 657,39 660,86 658,22 660,86 656,49 +0,53 +8,1 611,30
7475,23 5665,74 Late Dax 7475,23 - - - - - - 6995,88
10716,05 7434,74 Late M - Dax 10707,95 - - - - - - 10117,11
950,13 690,89 LateTec - Dax 922,92 - - - - - - 853,43
5354,97 3612,10 Late S - Dax 5342,47 - - - - - - 5163,71
33,50 14,40 V - Dax 15,62 - - - - - - 19,09
185,50 142,16 DivDax (Perf.) 184,05 185,34 184,29 185,50 184,02 +0,70 +8,6 170,66
2793,73 2063,72 Prime-All-Share 2779,63 2793,73 2783,13 2793,73 2775,60 +0,51 +8,2 2582,04
1116,89 833,14 Tec-All-Share 1094,81 1107,05 1095,38 1107,07 1095,38 +1,1 +8,8 1017,33
3585,01 2496,04 Classic-All-Share 3572,24 3584,41 3572,34 3584,41 3566,60 +0,34 +5,6 3395,52
965,86 679,96 Midcap Market 961,48 965,86 962,67 965,86 961,02 +0,46 +6,6 905,88
1868,44 1367,67 GEX (Preis) 1843,69 1860,10 1849,65 1862,38 1848,34 +0,89 +7,4 1731,85
Europäische Indizes
3077,24 2448,10 Euro Stoxx 50 (Europa) 3005,33 3011,25 3003,96 3012,76 2994,23 +0,20 +7,8 2792,82
2779,45 2254,72 Stoxx Europe 50 (Europa) 2655,60 2661,37 2653,56 2663,00 2652,40 +0,22 +2,9 2586,46
297,73 234,19 Euro Stoxx (Europa) 292,53 293,20 292,33 293,21 291,61 +0,23 +6,8 274,45
292,16 229,74 Stoxx Europe 600 (Europa) 283,04 283,78 282,88 283,85 282,67 +0,26 +2,9 275,81
1196,30 945,35 S & P Euro 350 (Europa) 1156,35 1159,10 1154,90 1159,20 1153,75 +0,24 +3,1 1124,65
6105,77 4790,04 FTSE EuroTop (Europa) 1153,70 gs. +0,24 +3,1 1121,67
742,51 597,38 Euronext 100 (Europa) 727,48 727,91 725,78 728,22 724,79 +0,06 +5,4 690,80
374,19 301,48 AEX Index (Amsterdam) 359,49 359,94 358,15 359,94 357,90 +0,13 +1,5 354,57
1903,35 1351,65 Comp. Index (Athen) 1401,16 1434,65 1401,16 1435,04 1401,16 +2,4 +1,5 1413,94
2778,80 2288,83 BEL-20-Index (Brüssel) 2766,56 2768,34 2765,39 2770,77 2756,51 +0,06 +7,4 2578,60
24991,92 20146,50 BUX Index (Budapest) 24277,27 24091,71 24156,38 24200,74 24031,97 –0,76 +13,0 21327,07
7934,61 6075,10 OMX Index (Helsinki) 7517,93 7518,94 7505,28 7524,40 7500,72 +0,01 –1,9 7661,90
71776,92 38760,46 Nat. 100 Index (Istanbul) 68440,24 68806,25 68440,24 68951,93 67890,88 +0,53 +4,2 66004,48
478,38 362,49 OMXC 20 Ind. (Kopenhagen) 457,99 462,81 459,22 462,81 458,48 +1,1 +1,1 457,58
2905,74 2327,30 PSI-GERAL (Lissabon) 2756,30 - - - - - - 2721,99
6105,77 4790,04 FTSE 100 (London) 6069,90 gs. - - 5899,94
2254,18 1690,69 FTSETECHM (London) 2195,63 gs. - - 2039,99
11165,00 8563,60 IBEX 35 (Madrid) 10867,80 10878,90 10889,30 10911,30 10805,50 +0,10 +10,3 9859,10
23273,80 18044,47 FTSE MIB (Mailand) 22380,19 22417,96 22383,61 22447,63 22284,40 +0,17 +11,1 20173,29
2125,98 1226,57 RTS Index (Moskau) 2028,94 2026,94 2024,20 2033,31 2018,40 –0,10 +14,5 1770,28
456,71 317,79 Gesamt Index (Oslo) 444,20 447,74 444,27 447,74 443,36 +0,80 +1,8 439,72
4169,87 3287,57 CAC 40 (Paris) 4104,90 4106,92 4093,61 4110,41 4084,47 +0,05 +7,9 3804,78
1289,20 1086,50 PX Index (Prag) 1264,20 1261,00 1263,90 1267,90 1259,60 –0,25 +3,0 1224,80
377,17 290,62 All-Sh. Priceind. (Stockholm) 371,36 372,66 370,20 372,66 369,84 +0,35 +1,1 368,54
50501,79 38900,23 WIG Index (Warschau) 50219,70 50008,98 50121,96 50139,35 49891,55 –0,42 +5,3 47489,91
3012,78 2195,28 ATX Index (Wien) 2860,60 2846,05 2860,60 2862,54 2836,93 –0,51 –2,0 2904,47
6739,13 5934,95 SMI (Zürich) 6516,21 6539,70 6534,98 6555,69 6528,10 +0,36 +1,6 6436,04
Übersee Indizes
12824,65 9614,39 Dow Jones (NewYork) 12763,31 12823,22 12763,39 12824,65 12751,28 +0,47 +10,8 11577,51
2415,85 1700,04 Nasdaq 100 (Nasdaq) 2409,90 2409,81 2405,05 2412,17 2403,25 ±0,0 +8,7 2217,86
2874,59 2061,14 Nasdaq Com. (Nasdaq) 2872,53 2870,27 2869,74 2873,96 2863,04 –0,08 +8,2 2652,87
1362,42 1010,91 S & P 500 (NewYork) 1360,48 1362,42 1360,52 1362,42 1358,69 +0,14 +8,3 1257,64
3700,90 2060,18 Merval Ind. (Buenos Aires) 3365,67 3390,55 3375,32 3390,55 3374,08 +0,74 –3,8 3523,59
38876,76 30074,06 Mexiko SE (Mexiko) 36738,04 36775,04 36709,23 36823,85 36684,10 +0,10 –4,6 38550,79
73103,00 57633,90 Bovespa (Sao Paolo) 65673,00 65782,88 65664,39 66249,18 65460,92 +0,17 –5,1 69304,00
14327,18 11065,53 TSE Comp. Ind. (Toronto) 13894,40 13875,25 13894,40 13930,02 13861,43 –0,14 +3,2 13443,22
1113,63 720,47 SET Index (Bangkok) 1092,31 1093,56 1092,31 1094,48 1082,20 +0,11 +5,9 1032,76
24988,57 18974,52 Hang-Seng (Hongkong) 23805,63 23720,81 23774,47 23808,93 23633,74 –0,36 +3,0 23035,45
3824,07 2023,63 Jakarta SE (Jakarta) 3808,93 3819,62 3807,99 3822,64 3796,71 +0,28 +3,1 3703,51
33227,56 25017,91 JSE Industr.Ind. (Johannesb.)32889,49 33227,56 32867,98 33227,56 32748,35 +1,0 +2,7 32345,49
7466,50 5377,66 SSE 180 (Schanghai) 6723,75 6772,46 6721,74 6776,92 6672,87 +0,72 +3,9 6517,60
2231,47 1532,68 Kospi (Seoul) 2208,35 2192,36 2211,33 2219,60 2177,80 –0,72 +6,9 2051,00
3313,61 2648,15 StraitsTimes (Singapur) 3184,99 3179,86 3195,53 3196,44 3169,11 –0,16 –0,32 3190,04
5069,50 4194,40 All Ordinaries (Sydney) 4952,30 4899,00 4954,10 4954,10 4872,70 –1,1 +1,1 4846,90
9207,33 7032,40 TaiwanWeighted (Taipeh) 9040,77 9007,87 9049,78 9058,78 8943,99 –0,36 +0,39 8972,50
11092,52 8227,63 Nikkei 225 (Tokio) 9849,74 gs. - - 10228,92
-3
-2
-1
0
1
2
Mitteleuropäische Sommerzeit
Aktien-Indizes
Leitbörsen rund um die Uhr (Veränderung zum Eröf fnungs-I ndexstand i n Prozent)
Europa Asien Amerika
Hang-Seng
(Hongkong)
Dax
(Frankfurt)
FTSE 100 (London)
geschlossen
Dow Jones
(New York)
Nikkei 225 (Tokio)
geschlossen
1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20 21 22 Uhr
www.faz-archiv.de – Das F.A.Z.-Archiv im Internet
Finden statt stapeln
a Optimierte Suchmöglichkeiten
a Mit dem Artikel-Alarm „F.A.Z.-Update“
a Mit freien Artikelabrufen
a Mobile Nutzung per Smartphone
a Schon ab 24,90 € pro Jahr
Es gibt viele Möglichkeiten, die F.A.Z. zu archivieren.
Aber nur unsere ist effektiv, kostengünstig und schafft Platz in Ihrem Arbeitszimmer:
Registrieren Sie sich noch heute unter www.faz-archiv.de
und nutzen Sie alle Vorteile!
SEI TE 26 · 30. APRI L 2011 · NR. 100 FRANKFURTER ALLGEMEI NE ZEI TUNG Anleihen, Devisen, Genussscheine und Rohstoffe
Letzte Kursfeststellung um 17.25 Uhr.
Devisenkurse für 1 Euro 29.04.11 Notenpreise für 1 Euro
Interbanken- EZB aus Sicht der Bank
kurse (17 Uhr) Referenz- Banken An- Ver-
Geld Brief kurs Euro-FX Währung kauf kauf
1,4825 1,4829 1,486 1,4858 Am. Dollar* 1,4216 1,5526
1,3553 1,3573 1,356 Austr. Dollar* 1,2603 1,4703
2,3262 2,3342 Bras. Real* 1,5602 4,7202
0,8887 0,8891 0,8917 0,8922 Brit. Pfund* 0,8515 0,9241
9,6117 9,6317 9,6456 Chin. Yuan* 7,3966 11,8966
7,4571 7,4581 7,4576 7,4573 Dän. Krone* 7,1138 7,8638
11,5152 11,5202 11,5427 Hongk. Dollar* 10,2245 13,0245
65,539 65,699 65,703 Indische Rupie 49,8845 78,8845
Isländ. Krone 147,698 190,247
120,380 120,430 120,670 120,830 Jap. Yen* 115,510 129,510
1,4082 1,4092 1,4102 1,4111 Kan. Dollar* 1,3426 1,4946
7,3396 7,3475 7,3615 Kroat. Kuna 5,9646 9,1803
0,7083 0,7103 0,7093 Lett. Lats* 0,623 0,7847
3,4439 3,4509 3,4528 Lit. Litas* 2,9788 3,9787
17,090 17,105 17,1186 Mex. Peso* 13,0351 20,4438
1,8378 1,8403 1,8414 Neus. Dollar* 1,5767 2,1467
7,772 7,779 7,782 7,7923 Norw. Krone* 7,406 8,406
3,9216 3,9416 3,9356 Poln. Zloty* 3,422 4,7995
40,6081 40,6151 40,6463 Russ.Rubel* 34,7206 47,8217
8,937 8,942 8,914 8,9116 Schw. Kron.* 8,4909 9,6409
1,2859 1,2862 1,2867 1,2878 Schw. Franken* 1,250 1,3325
1,812 1,814 1,8205 Sing. Dollar* 1,6379 2,0779
9,7595 9,7695 9,7994 Südaf. Rand* 8,0392 12,4392
41,5568 43,5568 Taiwan Dollar 33,259 54,0545
44,234 44,304 44,387 Thail. Baht* 37,1047 55,1047
24,120 24,270 24,223 Tsch. Krone* 20,392 26,792
2,2515 2,2545 2,258 Türk. Lira* 2,111 2,411
264,020 265,020 264,500 Ungar. Forint* 211,610 341,610
* Interbankenkurse von der Commerzbank, Notenpreise der Deutschen Bank
Termine
Swapsätze; Euro gegen Fremdwährung
1 Monat 3 Monate 6 Monate
USD -12,6/-12,4 -38,7/-38,3 -85,8/-84,8
GBP -4,4/-4,2 -12,5/-12,1 -27,6/-26,6
CHF -13,3/-13,1 -39,9/-39,5 -83,7/-82,8
Devisenoptionen
29.04. 1 Mon. 3 Mon. 6 Mon. 1 Jahr
EUR/USD Call 1,75 3,22 4,67 6,62
EUR/USD Put 1,88 3,61 5,52 8,45
EUR/GBP Call 0,85 1,49 2,20 3,21
EUR/GBP Put 0,89 1,62 2,47 3,73
EUR/JPY Call 1,81 3,26 4,66 6,47
EUR/JPY Put 1,94 3,64 5,51 8,47
Alle Prämien in Prozent vom Euro-Betrag;
Mittelkurse; Basis: Am. Dollar 1,479; Brit. Pfund 0,889; Jap. Yen
120,900; Quelle: HSBC Trinkaus & Burkhardt;
Renten- und Devisenmarktbericht
Zinsen, Renditen und Indizes
Zins- 29.04. 29.04.
Zins Laufzeit termin 17.25 h Rend. Ratings
A
6,5 ABB Int. Fin. 03/11 30.5. 102,50G 2,1075 A3 A
4,25 ABN Amro Bk. 07/17 1.3. 102,45G 3,7698 AAA
4,125 Aegon 04/14 8.12. 101,66G 3,6146 A3 A-
6 Aegon 06/11unb. 21.7. 95,11 Baa2 BBB
7 Aegon 09/12 29.4. 104,30G 2,5405 A3
8,5 Air Berlin 10/15 10.5. 105,50 7,2684
6,375 Alcatel 04/14 7.4. 104,65bB 4,8876 B1 B
5,625 Allianz Fin. 02/12 29.11. 104,85G 2,4279 Aa3 AA
6,5 Allianz Fin. 02/25 13.1. 106,20B A2 A+
5,375 Allianz Fin. 06/11unb. 3.3. 95,50bG A3 A+
5,375 Ally Financial 04/11 6.6. 100,06G 4,4981 B1 B
4,125 Alstorm S.A. 10/17 1.2. 99,00G 4,3186 Baa1
5,875 Anglo American 08/15 17.4. 108,355G 3,5707 Baa1 BBB+
7,25 Antenna TV 05/15 15.8. 102,00G 6,7354 NR
5,5 Arcelor Fin. 04/14 15.7. 102,06G 4,7770 Baa3
9,375 ArcelorMittal 09/16 3.6. 121,55G Baa3
8,25 ArcelorMittal 09/13 3.6. 110,00G Baa3
5,87 Argentinien 93/23 31.5. 61,00G Ca D
11,75 Argentinien 96/11 20.5. 36,00G Ca
12,00 Argentinien 96/16 19.9. 36,00G Ca D
11,75 Argentinien 96/26 13.11. 39,50G Ca D
2,26 Argentinien 05/38 30.9. 35,26 B
Argentinien 05/35 15.12. 14,40
7,82 Argentinien 05/33 30.6. 97,25bG B
6 Asfinag 93/13 23.12. 107,75G 2,8953 Aaa AAA
9,75 Austral.Mng.F. 08/15 30.6. 57,90
4,85 Austria 09/26 15.3. 109,45G 3,9930 Aaa AAA
5,625 Autoroutes 07/22 4.7. 107,20G 4,7742 Baa1 BBB+
6 Axa 01/13 18.6. 106,99G 2,5717 A2 A
B
5,875 B.A.T. Fin. Intl. Fin. 08/1512.3.108,25G 3,5439 Baa1 BBB+
4,625 Bank Amerika 04/14 18.2. 102,50G 3,6593 A2 A
4,625 Bank Amerika 07/17 7.2. 94,83G 5,6923 A3 A-
4 Bank of Ireland 06/13 5.7. 89,02G 9,8098 Baa3 NR
6,25 Banq.Cent.Tunis. 03/13 20.2. 101,62G 5,2536 Baa3 BBB-
5 BASF Fin. Eur. 07/14 26.9. 106,57G 2,9311 A1 A
6 BASF Fin. Eur. 08/13 4.12. 107,97G 2,7529 A1
5,125 BASF Fin. Eur. 09/15 9.6. 107,20G 3,2191 A1
6 Bayer 02/12 10.4. 103,85bB 1,8106 A3 A-
4,25 Belgien 03/13 28.9. 103,00G 2,9278 Aa1 AA+
4 Belgien 06/22 28.3. 97,56G 4,2831 Aa1 AA+
4,25 Belgien 11/21 28.9. 99,74G 4,2791 Aa1 AA+
4,375 BHP Billiton 07/14 26.2. 104,17G 2,8074 A1 A+
4,125 BMW Fin. 06/12 24.1. 101,54bG 1,9487 A3 A-
4,875 BMW Fin. 07/12 18.10. 103,66 2,2805 A3 A-
8,875 BMW Fin. 08/13 19.9. 113,45G 2,9193 A3
3,875 BMW Fin. 10/17 18.1. 100,83G 3,7054 A3
6,375 BMW US Cap. 09/12 23.7. 104,695G 2,4149 A3
7,25 Bombardier 06/16 15.5. 104,83G 6,2994 BB+
11,00 Brasilien 97/17 26.6. 134,045G 4,5233 Baa3 BBB-
8,5 Brasilien 04/12 24.9. 107,95G 2,5849 Baa3 BBB-
7,375 Brasilien 05/15 3.2. 113,045G 3,5845 Baa3 BBB-
7,5 Bulgarien 02/13 15.1. 106,75G 3,3271 BBB
C
8,25 C.de St.-Gobain 09/14 28.7. 113,39G 3,7638 Baa2
4,375 Cais. d’Amort. 06/21 25.10. 104,20G 3,8750 AAA
6,25 Cargill Inc. 08/15 24.7. 107,99G 4,1398 A2 A
3,625 Carrefour 05/13 6.5. 101,17G 3,0154 BBB+
4,5 Celesio Fin. 10/17 26.4. 98,10 4,8731
8,625 Cell C (PTY) 05/12 1.7. 97,50G 11,1739 B
6,125 Cie Fin. Foncier 00/15 23.2. 109,65G 3,3769 Aaa AAA
3,875 Cie Fin. Foncier 06/55 25.4. 78,32G 5,1245 Aaa AAA
4,5 CIF Euromort. 03/13 10.12. 104,24G 2,7790 Aaa
4,5 CIF Euromort. 04/14 10.6. 104,08G 3,0968 Aaa
3,25 CIF Euromort. 04/11 1.12. 100,84G 1,7573 Aaa
6,4 Citigroup 08/13 27.3. 105,62G 3,2923 A3 A
4,375 Coca Cola 04/11 15.7. 100,45G 2,0443 A3 A-
7,5 Conti Gummi 10/17 15.9. 106,30 6,4818 B
6,5 Conti Gummi 10/16 15.7. 103,80G 5,6336 B
8,5 Conti-Gummi 10/15 15.7. 110,40G 5,7512
D
6,125 Daiml. Int.Fin. 08/15 8.9. 110,48G 3,4761 A3
5,875 Daiml. Int.Fin. 08/11 8.9. 101,46G 1,5862 A3
9 Daiml. Int.Fin. 08/12 30.1. 104,997G 2,1081 A3
7,875 Daiml. Int.Fin. 09/14 16.1. 112,22 3,0797 A3 BBB+
6,875 Daiml. Int.Fin. 09/11 10.6. 100,60bG 0,9714 A3
7,75 Daiml. Int.Fin. 09/12 26.3. 105,02 2,0365 A3
4,375 Daiml.NorthAm. 06/13 21.3. 102,962G 2,7345 A3 BBB+
4,875 Dexia Mun. 07/17 3.7. 102,58G 4,3831 Aaa AAA
5,125 Dt. Bahn Fin. 01/13 28.11. 106,41G 2,5083 Aa1 AA
5,375 Dt. Bahn Fin. 02/12 31.7. 104,05G 2,0276 Aa1 AA
4,75 Dt. Bahn Fin. 03/18 14.3. 107,18B 3,5501 Aa1 AA
4,25 Dt. Bahn Fin. 03/15 8.7. 104,39G 3,1095 Aa1 AA
4,25 Dt. Bahn Fin. 04/16 23.11. 103,76G 3,4871 Aa1 AA
3,625 Dt. Bahn Fin. 09/17 16.10. 100,60G 3,5141 Aa1
3,75 Dt. Bahn Fin. 10/25 9.7. 95,44G 4,1804 Aa1 AA
3,375 Dt. Bahn Fin. 10/22 4.11. 93,10G 4,1369 Aa1
5,125 Dt. Bank 98/13 20.8. 108,50G 1,3389 A+
5,5 Dt. Bank 01/11 18.5. 100,16G 1,5745 Aa3 A+
4,155 Dt. Bank 04/14 10.5. 101,85 3,6413
9,5 Dt. Bank C.F. 09/15unb. 31.3. 109,35 Baa2
5,125 Dt. Post Fin. 02/12 4.10. 103,86G 2,3141 Baa1 BBB+
4,875 Dt. Post Fin. 03/14 30.1. 104,93 2,9676 Baa1 BBB+
8,125 Dt. Telekom Fin. 02/12 29.5. 106,10G Baa1 BBB+
7,5 Dt. Telekom Fin. 03/33 24.1. 125,62G Baa1 BBB+
6,625 Dt. Telekom Fin. 03/18 29.3. 115,00G Baa1 BBB+
4,75 Dt. Telekom Fin. 06/16 31.5. 105,63G 3,5171 Baa1 BBB+
5,75 Dt. Telekom Fin. 08/15 14.4. 109,00G 3,2800 Baa1 BBB+
5,75 Dt. Telekom Fin. 08/14 10.1. 107,30B 2,8765 Baa1 BBB+
5,875 Dt. Telekom Fin. 08/14 10.9. 108,45G 3,1681 Baa1
6 Dt. Telekom Fin. 09/17 20.1. 111,38G 3,7434 Baa1
4,25 Dt. Telekom Fin. 10/20 16.3. 100,52G 4,1760 Baa1
4,875 Dt. Telekom Fin. 10/25 22.4. 99,80G 4,8944 Baa1
4,25 Dt. Telekom Fin. 10/22 13.7. 97,81G 4,4998 Baa1
E
6,375 E.ON Intl. Fin. 02/17 29.5. 113,99 3,7826 A2 A
5,125 E.ON Intl. Fin. 08/13 7.5. 104,41G 2,8374 A2 A
5,75 E.ON Intl. Fin. 08/20 7.5. 112,74G 4,0353 A2 A
5,25 E.ON Intl. Fin. 08/15 8.9. 107,25G 3,4184 A2
4,875 E.ON Intl. Fin. 09/14 28.1. 104,80G 3,0122 A2
5,5 EADS Finance 03/18 25.9. 107,95G 4,2182 A1 A-
2,75 EFSF 11/16 18.7. 98,30G 3,1074
2,125 EIB 11/14 15.1. 99,20G 2,4309 Aaa AAA
5,5 Electr.de Fr. 01/16 25.10. 108,29G 3,7867 Aa3 A+
5,625 Electr.de Fr. 03/33 21.2. 105,85 5,1681 Aa3 A+
4,5 En. Oberösterr. 05/25 4.3. 95,99bB 4,9029 A
5,875 EnBW Int. Fin. 02/12 28.2. 103,00G 2,1665 A2 A-
4,875 EnBW Int. Fin. 04/25 16.1. 98,20 5,0551 A2 A-
6,125 EnBW Int. Fin. 09/39 7.7. 107,31G 5,5998 A2
9,375 Europcar 10/18 15.10. 103,85G 8,7931 B-
5,25 EVN 01/11 14.12. 101,25G 3,1118 A3 A-
F - G - H
7,125 FCE Bank PLC 07/13 15.1. 105,15G 3,9072 Ba2 BB
6,75 Fiat Fin.+Trade 01/11 25.5. 100,111 4,6348 Ba1 BB
6,625 Fiat Fin.+Trade 06/13 15.8. 103,44G 4,6282 Ba1 BB
3,875 Finnland 06/17 15.9. 104,65 3,0559 Aaa AAA
3,375 Finnland 10/20 15.4. 99,44G 3,4481 Aaa
6,375 Fortis Lux. Fin. 01/16 16.2. 107,50G 4,5843 A2 AA-
7,25 France Tel. 03/13 28.1. 107,72G 2,6278 A3 A-
8,125 France Tel. 03/33 28.1. 133,55G 5,4478 A3 A-
4,625 France Tel. 04/12 23.1. 101,88G 1,9599 A3 A-
4,375 France Tel. 07/12 21.2. 101,80G 2,0696 A3 A-
4 Frankreich 05/55 25.4. 96,73G 4,1630 Aaa AAA
7,375 Fres.M.C.C.T.V 01/11 15.6. 100,60G 2,1974 Ba3 BB
5 Fresenius Fin. 06/13 31.7. 103,66 2,8445 BB
5,5 Fresenius Fin. 06/16 31.7. 104,22 4,5460 BB
8,75 Fresenius US 09/15 15.7. 115,00 4,8154 BB
5,375 GE Capital 08/18 16.1. 106,20G 4,2838 Aa2 AA+
4,875 GE Capital 08/13 6.3. 103,74 2,7565 Aa2 AA+
6,025 GE Capital 08/38 1.3. 106,70bB 5,5365 Aa2 AA+
5,25 GE Capital 08/15 18.5. 106,22 3,7116 Aa2 AA+
5,25 GE Capital 09/13 31.1. 104,15G 2,7640 Aa2 AA+
4,25 GE Capital 10/17 1.3. 100,74G 4,1000 Aa2
4,125 Gen. Elec. Cap. 05/35 19.9. 77,50 5,8807 Aa3 AA
5,875 German P.S. Fin. 86/16 31.5. 110,10G 3,6557
5,625 GlaxoSmithKl. 07/17 13.12. 111,10G 3,6947 A1 A+
5,125 Goldm.Sachs 07/14 16.10. 103,49G 4,0083 A1 A
6,375 Goldm.Sachs 08/18 2.5. 107,13G 5,1362 A1
4,6 Griechenland 07/40 20.9. 50,60bB 9,9856 B1 BB-
5,5 Griechenland 09/14 20.8. 60,00 B1
6,1 Griechenland 10/15 20.8. 56,40G B1
5,5 Groupe Danone 08/15 6.5. 108,84G 3,1194 A3 A-
5,625 Hdlbg.Cement 07/18 4.1. 101,46 5,3585 Ba3 BB
7,625 Hdlbg.Cement 08/12 25.1. 103,002bG Ba3 BB
7,5 Hdlbg.Cement 10/20 3.10. 106,68 6,6583 Ba3
6,75 Hdlbg.Cement 10/15 15.6. 106,85 5,1262 Ba3
5,5 Helaba Fin. 98/13 4.2. 104,90G 2,5928 Aa1 AA
4,375 Holcim Fin.Lux. 04/14 9.12. 103,23G 3,3972 Baa2 BBB
6 Hydro-Quebec 86/16 1.5. 109,50G 3,8714 A+
7,375 Hypo Alpe-Adria 01/06unb.13.7.29,75B Ca
I - J - K
4,875 Iberdrola 03/13 18.2. 101,52G 3,9628 A3 A-
6,625 IBM 08/14 30.1. 109,80G 2,8484 Aa3 A+
8 ING Groep 08/13unb. 18.4. 102,40 Ba1 BB
5,375 Internat. Endesa 03/13 21.2. 104,131G 2,9727 A3 BBB+
4,5 ISS Global 04/14 8.12. 98,46G 4,9611 B
11,00 Jamaika 04/12 27.7. 105,20 6,3944 B3 B-
10,50 Jamaika 04/14 27.10. 108,80 7,4806 B3 B-
7,5 John Deere 09/14 24.1. 111,19G 3,1383 A2
6,875 Kazkommerts 07/17 13.2. 94,20G 8,1519 B
5,25 Komm.K.Aust. 98/13 29.7. 102,50G 4,0433 Baa1
4,5 KPN 04/11 21.7. 100,564 1,8224 Baa2 BBB+
4,5 KPN 06/13 18.3. 102,78G 2,9477 Baa2 BBB+
5,75 Kraft Foods 08/12 20.3. 103,071G 2,1805 Baa2 BBB-
6,25 Kraft Foods 08/15 20.3. 109,60G 3,5529 Baa2 BBB-
5 Kroatien 04/14 15.4. 102,60G 4,0442 Baa3 BBB-
L - M - N - O
4 La Poste 06/13 8.11. 102,345G 3,0066 A
4,5 La Poste 08/18 27.2. 102,75G 4,0264 A
5 Lafarge 04/14 16.7. 103,25G 3,8916 Baa3 BB+
4,125 Lanxess 05/12 21.6. 101,97 2,3355 Baa2 BBB
7,75 Lanxess 09/14 9.4. 112,90 3,0795
5,5 Lettland 08/18 5.3. 102,60G 5,0351 Baa3 BB+
4,75 Linde Fin. 07/17 24.4. 106,15 3,5875 A3 A-
5,375 Linde Fin. 08/13 12.9. 106,00G 2,7033 A3
4,85 Litauen 07/18 7.2. 100,45 4,7635 Baa1 BBB
8 Logwin 04/12 15.6. 102,25G 6,5943 B-
3,75 Luxemburg 08/13 4.12. 103,81G 2,2115 Aaa
4,625 LVMH 04/11 1.7. 100,00G 4,4523 A-
4,45 Merrill Lynch 07/14 31.1. 101,575G 3,8224 A2 A
4,625 Metro Fin. 04/11 26.5. 100,16G 2,0295 Baa2 BBB
4,75 Metro Fin. 07/12 29.5. 102,58G 2,2817 Baa2 BBB
9,375 Metro Fin. 08/13 28.11. 115,13G 3,1342 Baa2
5,125 Metso Corp. 04/11 21.11. 99,86G 5,2640 Baa2 BBB
5,375 Mexico 03/13 10.6. 104,40G 3,1738 Baa1 BBB
5,5 Mexico 04/20 17.2. 105,50G 4,7160 Baa1 BBB
4,25 Mexico 05/15 16.6. 101,585G 3,8226 Baa1 BBB
6,5 Michelin Lux. 02/12 16.4. 103,64G 2,5778 Baa2 BBB
8,625 Michelin Lux. 09/14 24.4. 114,35G Baa2
5,5 Morgan Stanley 07/17 2.10. 101,80G 5,1511 A2 A
7,25 Motors Liquidat. 03/13 3.7. - NR
8,375 Motors Liquidat. 03/33 5.7. - NR
4,625 Natl. Austr. Bk. 07/12 7.6. 102,15G 2,5994 Aa1 AA
4,375 Natl. Grid 05/20 10.3. 98,54G 4,5758 Baa1 BBB+
6,5 Österreich 94/24 10.1. 120,00bG 4,4031 Aaa AAA
5 Österreich 02/12 15.7. 103,85G 1,7229 Aaa AAA
4,65 Österreich 03/18 15.1. 107,80G 3,3273 Aaa AAA
3,8 Österreich 03/13 20.10. 103,75G 2,2124 Aaa AAA
4,3 Österreich 04/14 15.7. 105,40G 2,5179 Aaa AAA
3,9 Österreich 05/20 15.7. 102,46G 3,5787 Aaa AAA
3,5 Österreich 05/15 15.7. 102,95 2,7433 Aaa AAA
3,5 Österreich 06/21 15.9. 98,55G 3,6671 Aaa AAA
4 Österreich 06/16 15.9. 104,35G 3,1023 Aaa AAA
4,15 Österreich 07/37 15.3. 99,60G 4,1743 Aaa AAA
4,35 Österreich 08/19 15.3. 106,00G 3,4633 Aaa AAA
4,3 Österreich 07/17 15.9. 105,65G 3,2965 Aaa AAA
3,4 Österreich 09/14 20.10. 102,60G 2,5995 Aaa AAA
3,2 Österreich 10/17 20.2. 99,90G 3,2161 Aaa AAA
3,65 Österreich 11/22 20.4. 99,40G 3,7134 Aaa AAA
5 OTE 03/13 5.8. 98,30bB 5,8953 Baa3 BB
7,25 Oversea-Chin. 01/11 6.9. 100,525G 5,4260 A-
P - Q - R - S
7,5 Peru 04/14 14.10. 110,47G 4,1578 BBB-
8,375 Peugeot 09/14 15.7. 111,69 4,3659
5,625 Peugeot 10/15 29.6. 103,755G 4,6032 Baa3
5 Peugeot 10/16 28.10. 100,75 4,8793 Baa3
5,5 Polen 02/12 12.3. 102,67G A2 A-
4,5 Polen 03/13 5.2. 103,20G 2,6016 A2 A-
4,2 Polen 05/20 15.4. 95,35G 4,8514 A2 A-
4,5 Polen 07/22 18.1. 97,00G 4,8605 A2 A-
5,25 Polen 10/25 20.1. 97,50G 5,5084 A2
3,875 Porsche Int. 06/16 1.2. 101,43 3,5366
4,2 Portugal 06/16 15.10. 73,95G 10,7181 Baa1 BBB-
6,4 Portugal 11/16 15.2. 82,00bG 11,4543 BBB-
4,5 Portugal Telec. 05/25 16.6. 76,01G 7,2694 Baa2 BBB
3,75 PPR S.A. 10/15 8.4. 100,76G 3,5373 BBB-
4,375 Rabo Bk. Nederl. 06/21 7.6. 99,59G 4,4242 Aaa AAA
4,75 Rabo Bk. Nederl. 07/22 6.6. 101,84G 4,5332 Aaa AAA
8,125 RCI Banque 09/12 15.5. 105,23G Baa2
6 Renault 09/14 13.10. 105,15bG 4,2410 Ba1 BB+
5,625 Renault 10/17 22.3. 102,76 5,0657 Ba1
5,625 Renault 10/15 30.6. 103,53G 4,6628 Ba1
4,625 Repsol 04/14 8.10. 103,05G 3,6513 Baa1 BBB
7,5 Resparcs Fd.Il 03/09unb.30.6. 57,25G Caa1
5,625 Roche Hldg. 09/16 4.3. 109,43G 3,4685 A2
3,875 Roy.Bk. Can. 06/11 31.10. 100,39G 3,0107 Aa1 AA-
5,25 Roy.Bk. Scot 05/10unb.30.6. 64,75G B3 C
6,5 Rumänien 08/18 18.6. 104,40G 5,7239 Baa3 BB+
5 Rumänien 10/15 18.3. 100,50G 4,8481 Baa3 BB+
6,25 RWE Fin. 01/16 20.4. 111,69G 3,6325 A2 A
6,125 RWE Fin. 02/12 26.10. 105,45G 2,3207 A2 A
5,125 RWE Fin. 03/18 23.7. 106,97G 3,9900 A2 A
9,625 Safilo Cap. 03/13 15.5. 101,55G 8,9577 CCC+
4,5 Schneider El. 06/14 17.1. 103,17G 3,2470 A-
5,75 Siemens 01/11 4.7. 100,68G 1,6470 A1
5,375 Siemens Fin. 08/14 11.6. 107,27 2,8898 A1 A+
5,625 Siemens Fin. 08/18 11.6. 111,52G 3,7456 A1 A+
5,125 Siemens Fin. 09/17 20.2. 107,945G 3,5783 A1
4,75 Sioen Ind. 06/16 14.3. 101,78B 4,3311
4,5 Slowakei 04/14 20.5. 103,70G 3,2042 A1 A+
5,25 Soc. Generale 08/13 28.3. 104,45G 2,8101 Aa2 A+
4,4 Spanien 04/15 31.1. 100,70G 4,1842 Aa2 AA
3,9 Spanien 07/12 31.10. 101,00G 3,1854 Aa2 AA
4,1 Spanien 08/18 30.7. 94,31G 5,0508 Aa2 AA
5,5 Spanien 11/21 30.4. 100,70G 5,4072 Aa2 AA
6,5 St.Georg Bk. 08/13 24.6. 107,355G 2,9002 Aa1 AA
5,125 Stora Enso Oyj 04/14 23.6. 102,80G 4,1473 Ba2 BB
4,25 Strabag SE 10/15 25.5. 100,50G 4,1111 BBB-
5,75 Südzucker Intl. 02/12 27.2. 102,94G 2,0674 Baa2
4,125 Südzucker Intl. 11/18 29.3. -
4,625 Swedish Match 06/13 28.6. 103,08G 3,1159 Baa2 BBB
4,125 Syngenta Fin. 05/15 22.4. 103,00G 3,3052 A2 A
T - U - V - W
7,25 Telecom Italia 02/12 24.4. 105,10bB 1,9179 Baa2 BBB
7,75 Telecom Italia 03/33 24.1. 109,90bG 6,8520 Baa2 BBB
6,875 Telecom Italia 03/13 24.1. 106,24G 3,0864 Baa2 BBB
5,125 Telefónica Eur. 03/13 14.2. 104,295 2,6148 Baa1 A-
5,875 Telefónica Eur. 03/33 14.2. 102,46G 5,6711 Baa1 A-
5,875 Telenor 02/12 5.12. 104,72G 2,7782 A3 A-
6,75 ThyssenKr. Fin. 09/13 25.2. 106,75bG 2,8605 Baa3
8,5 ThyssenKr. Fin. 09/16 25.2. 116,85bG 4,5145 Baa3
4,7 Total Capital 07/17 6.6. 106,975G 3,4104 Aa1 AA-
5,25 Toyota Motor 09/12 3.2. 102,145G 2,3101
6,625 Toyota Motor 09/16 3.2. 113,135G 3,5623
4,125 Tschechien 05/20 18.3. 99,33G 4,2145 A1 A
6,5 Türkei 04/14 10.2. 106,75 3,8692 Ba2 BB
5,5 Türkei 05/17 16.2. 104,00 4,6868 Ba2 BB
4,75 Türkei 05/12 6.7. 102,10G 2,8924 Ba2 BB
5 Türkei 06/16 1.3. 102,13G 4,4925 Ba2 BB
5,875 Türkei 07/19 2.4. 104,96G 5,0944 Ba2 BB
4,75 UBS 07/17 7.6. 103,55G 4,0775 Aa3 A+
6 UBS 08/18 18.4. 110,605G 4,2088 Aa3 A+
4 UBS 10/22 8.4. 98,53G 4,1690 Aaa
4,95 Ukraine 05/15 13.10. 93,35G 6,7055 B2 B+
4,5 Ungarn 03/13 6.2. 100,70G 4,0608 Baa3 BBB-
4,5 Ungarn 04/14 29.1. 99,00G 4,8820 Baa3 BBB-
3,875 Ungarn 05/20 24.2. 85,82G 5,9872 Baa3 BBB-
4,375 Ungarn 07/17 4.7. 92,84G 5,7799 Baa3 BBB-
6,125 UPM Kymmene 02/12 23.1. 102,80G 2,1512 Ba1 BB
7 Uruguay 03/12 26.9. 103,30G 4,4652 BB+
7 Uruguay 03/19 28.6. 110,05G 5,4345 Ba1 BB+
4,5 Vattenfall 99/11 25.10. 101,104G 2,1162 A2 A
7 Venezuela 03/15 16.3. 88,00 10,8474 BB-
5,875 Veolia Env. 02/12 1.2. 102,25G 2,7495 A3 BBB+
6,125 Veolia Env. 03/33 25.11. 108,90G 5,4255 A3 BBB+
4,375 Veolia Env. 05/20 11.12. 99,66G 4,4133 A3 BBB+
4,375 Veolia Env. 06/17 16.1. 102,71G 3,8306 A3 BBB+
5,125 Veolia Env. 07/22 24.5. 103,50G 4,7102 A3 BBB+
5,25 Veoliva Env. 09/14 24.4. 105,78G 3,1819 A3
3,875 Vivendi 05/12 15.2. 101,137G 2,3765 Baa2 BBB
9,875 Volvo Treasury 09/14 27.2. 116,98G 3,4343 Baa2
8,25 VTB Capital 08/11 30.6. 100,35G 5,6289 Baa1 BBB
5,375 VW Fin. 02/12 25.1. 102,33G 2,0940 A3 A-
4,75 VW Fin. 04/11 19.7. 100,63G 1,6917 A3 A-
6,875 VW Fin. 09/14 15.1. 109,70 3,0643 A3
7 VW Int.Fin. 09/16 9.2. 114,60G 3,6036 A3
5,625 VW Int.Fin. 09/12 9.2. 102,66G 2,0731 A3
6,25 Weltbank 86/16 15.3. 114,25 3,0510 Aaa AAA
5,125 Wolters Kluwer 03/14 27.1. 104,735G 3,2754 Baa1 BBB+
6,375 Wolters Kluwer 08/18 10.4. 108,20G 4,9468 Baa1 BBB+
3,5 Würth Fin.Int. 05/12 8.6. 101,15G 2,4194 A
4,25 Würth Fin.Int. 06/13 31.5. 102,90G 2,7887 A
4,75 Würth Fin.Int. 07/14 12.6. 104,97G 3,0460 A
6,25 Xstrata Fin. 08/15 27.5. 109,30G 3,7392 Baa2 BBB+
Variabler Zinssatz
Zins- 29.04.
Zins Laufzeit termin 17.25 h Ratings
5,5 Allianz 04/14unb. 15.1. 100,05 A3 A
4,375 Allianz Fin. 05/17unb. 17.2. 90,92 A2 A+
5,063 Argentinien 93/23 30.5. 60,60G Ca D
3,65 Axa 04/09unb. 29.10. 67,25G Baa1 BBB+
4,75 Bank of Amerika 04/19 6.5. 94,65G A3 A-
1,238 Citigroup 07/14 5.6. 96,417G A3 A
7 Credit Suisse Intl. 05/12 11.4. 103,20
4 Dt. Bank 99/19 4.6. 98,00G Aa3 A+
5,884 Dt. Bk. Cap. 05/10unb. 28.1. 75,60 Baa2 BBB
6,368 Dt. Postbank FT 04/09 23.12. 72,70bB Ba3 BB
3,103 Dt. Postbank FT 05/08unb.7.6. 65,00G Ba3 BB
7,125 Dt. Telekom 01/11 11.7. 101,00G Baa1 BBB+
1,477 Dt. Telekom 07/12 28.6. 100,00 Baa1 BBB+
3,589 DZ Bank 03/08unb. 11.5. 75,10G Baa2 BBB+
2,38 DZ Bank 06/13unb. 10.7. 66,00G Baa3 BBB
2,379 DZ Bank 08/13 22.9. 81,72G
2,11 EIB 06/16 21.7. 99,758G Aaa
1,606 EIB 09/17 27.7. 100,40G Aaa
1,579 Friesland Bank 06/13 26.7. 94,603G A3
3,065 Goldman Sachs 05/17 2.3. 92,25G A1 A
5,868 Griechenland 05/20 13.7. 45,01G B1 BB-
5,75 Hannover Fin. 04/24 26.2. 101,05G A
4,625 ING Bank 04/19 15.3. 99,43G A1
1,322 ING Groep 06/11 28.6. 99,85G A1
6,25 ING Verzeker. 01/21 21.6. 96,70G Ba1 BB
2,869 Investkr. Fd. Ltd. 02/unb. 30.6. 45,00B B2
6 Linde Fin. 03/13unb. 3.7. 104,50G Baa2 BBB
7,375 Linde Fin. 06/66 14.7. 110,475G Baa2 BBB
5,625 Lloyds Tsb Bk. 08/18 5.3. 98,35G Baa2 BBB+
1,359 Merrill Lynch 06/13 9.5. 98,10G A2 A
1,387 Merrill Lynch 06/14 27.5. 96,65G A2 A
6,375 Michelin 03/33 3.12. 107,257G Baa3 BB+
8,75 M-Real Corp. 06/13 1.10. 105,00G B3 B-
6,75 Münch.Rück. 03/23 21.6. 106,15 A2 A
5,596 Ned.Watersch.Bk. 05/35 15.8. 81,091G Aaa AAA
7,125 Pfleiderer 07/14unb. 14.8. 5,52
3,718 Popular Cap. 04/09unb. 30.6. 55,50G Ba2 BB
5,008 Raiff.-Boerenl. 05/35 23.3. 82,70G Aaa AAA
7,22 Raiff.-Boerenl. 05/35 9.5. 82,75G Aaa AAA
4,625 RWE 10/15unb. 28.9. 96,15
1,532 Schneider El. 06/11 18.7. 98,97G A-
7,092 SEB 07/17unb. 21.6. 103,50G Ba2 BBB
5,25 Siemens Fin. 06/16/66 14.9. 101,60bB A3 BBB+
6,999 Soc. Génér. 07/17unb. 19.12. 99,31G Baa2 BBB+
5,25 Südzucker Intl. 05/15 30.6. 98,80G Ba2 BB
2,518 UniCredit Luxembourg 7.6. 99,85G Baa3 BBB
5,25 Vattenfall 05/15unb. 29.6. 100,605G Baa2 BBB
6,5 Wienerberger 07/17unb. 9.2. 92,97G Ba3 B
Nullkuponanleihen
29.04. 29.04.
17.25 h Rend. Ratings
Bad.-W. L-Fin. 92/12 97,00 2,5621 NR
BMW D 87/12 92,52G A3
BMW E 87/17 598,50G A3
Dt. Bank 96/26 46,75bB 5,0319 Aa3 A+
EIB 96/26 52,75G 4,2102 Aaa AAA
EIB 97/17 82,15G 3,4515 Aaa AAA
Euro-DM Sec. 86/16 84,00G 3,6487
Euro-DM Sec. B 86/16 83,75G 3,6702
Euro-DM Sec. C 86/16 83,60G 3,6934
Euro-DM Sec. D 86/21 65,30G 4,3846
Euro-DM Sec. D 86/26 49,00G 4,8934
KfW 06/29 44,26G 4,4397 Aaa AAA
Österreich 86/16 432,10G 3,6993 Aaa AAA
Rabobank Ned. 96/26 45,50G 5,2159 Aaa AAA
Weltbank 85/15 87,25G 2,9878 Aaa AAA
Weltbank 96/16 84,50G 3,0991 Aaa
Wandelanleihen
Zins- 29.04. 29.04.
Zins Laufzeit termin 17.25 h Rend. Rating
Biofrontera 06/12 16.7. 84,00B
2,5 Celesio 11/18 7.4. 98,40G 2,7561
5,25 EM.TV Fin. 06/13 8.5. 5,85G
7,5 EPG 06/11 29.6. 82,50B
7 Gold-Zack 00/unb. 14.12. 9,50bB
1,75 IVG Finance 07/17 29.3. 82,75G 5,2163
6 Klöckner&Co Fin. 09/14 9.6. 144,805G
1,25 Lufthansa 02/12 4.1. 98,50G 3,5290
8 NanoCompound 07/12 12.2. 0,50B
4 RCM Beteilig. 07/12 6.7. 98,40G 5,4096
1,125 Salzgitter FIN. 09/16 6.10. 98,95G 1,3261
4,75 Schaltbau Hold. 07/12 1.1. 148,00
2,5 Südzucker 09/16 30.6. 125,00G
2,75 TUI 11/16 24.3. 56,80 5,6919
Optionsanleihen
Zins- 29.04. 29.04.
Zins Laufzeit termin 17.25 h Rend. Ratings
6 Biofrontera m.O. 09/1731.12. -
Aktienoptionsscheine
28.04. 29.04. Veränd.Proz.
Schluss 17.25 h
European CleanTech I SE 0,30G 0,30G ±0
Helikos 10/15 0,50G 0,438G -12,40
Stada Arzneimittel 00/15 233,00G 232,00G -0,43
F.A.Z.-Renten-Rendite
Restlaufzeit*) 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10
Öffentliche Anleihen
Hoch 52 Wochen 1,67 2,16 2,57 2,91 3,13 3,35 3,47 3,48 3,67 3,66
Tief 52 Wochen 0,67 0,77 1,14 1,35 1,63 1,84 2,07 1,96 2,00 2,25
27.04.2011 1,59 2,03 2,38 2,73 2,93 3,18 3,28 3,35 3,40 3,53
28.04.2011 1,62 2,07 2,42 2,76 2,94 3,20 3,29 3,36 3,42 3,49
29.04.2011 1,63 2,06 2,41 2,76 2,93 3,19 3,28 3,34 3,37 3,51
Hypothekenpfandbriefe und öffentlichen Pfandbriefe
Hoch 52 Wochen 2,40 2,74 3,16 3,29 3,52 3,76 3,85 3,86 3,92 4,07
Tief 52 Wochen 1,28 1,55 1,69 1,92 1,99 2,24 2,56 2,40 2,47 2,66
27.04.2011 2,30 2,55 2,99 3,17 3,37 3,59 3,69 3,76 3,75 3,90
28.04.2011 2,40 2,55 3,01 3,20 3,39 3,61 3,71 3,77 3,74 3,90
29.04.2011 2,30 2,57 3,01 3,19 3,38 3,62 3,70 3,77 3,74 3,90
*) In Jahren. Die in die Berechnung einbezogenen Papiere haben Restlaufzeiten von einem halben Jahr weniger bis zu sechs Monaten
mehr als die angegebenen vollen Jahre. – Berechnung vom 31. Oktober 1995 an mit Stückzinsen.
Emissionsrendite Stand 17.25 Uhr; Laufzeit in Jahren
1 2 3 4 5 6 7 8 9 10
28.04.2011 1,81 2,30 2,64 2,94 3,14 3,30 3,44 3,55 3,64 3,72
29.04.2011 1,83 2,32 2,65 2,94 3,15 3,30 3,43 3,55 3,64 3,72
Rex-Renten-Indizes
28.04.11 29.04.11
Schluss Schluss Rendite
Gesamt 121,7091 121,9451 2,9859
1 Jahr 105,7499 105,7444 1,5566
5 Jahre 121,1478 121,3056 2,7722
10 Jahre 131,7227 132,2738 3,3454
Performance 384,8077 385,5900 2,9859
Geldmarktsätze unter Banken
Bundesschatzbriefe
(Zinslauf ab 1.4.2011, Zinsstaffel in Prozent jährlich, in
Klammern Zwischenrendite für die jeweilige Besitzdauer):
Ausgabe 2011/05 (Typ A) - 1,00 (1,00) - 1,50 (1,25) -
2,00 (1,50) - 2,75 (1,80) - 3,75 (2,17) - 4,50 (2,53) Aus-
gabe 2011/06 (Typ B) - 1,00 (1,00) - 1,50 (1,25) - 2,00
(1,50) - 2,75 (1,81) - 3,75 (2,20) - 4,50 (2,58) - 4,50
(2,85)
Finanzierungsschätze des Bundes
1 Jahr Zinssatz: 1,23% Rendite: 1,25%
2 Jahre Zinssatz: 1,53% Rendite: 1,57%
Tagesanleihe des Bundes (Preis 100,19): 1,13%
Spareinlagen (3 Mon. Kündigungsfr.): ca. 0,62%*
Sparbriefe mit Laufzeit von 4 Jahren: 2,67%*
Private Dispositionskredite etwa 11,27%*
Ratenkredite bei 5 Jahren Laufzeit:
bis 5000 Euro, effektiv etwa 7,45%*
bis 10000 Euro, effektiv etwa 7,36%*
Hypothekarkredite auf Wohngrundstücke (effektiv,
100 %Auszahlung): Fest 5 Jahre 3,77%*; Fest 10 Jahre
4,22%*. *ungefähr: Zinssätze sind institutsabhängig
Eurolibor/Libor am 28.04.2011
Euro 3 Mon. 1,3388 6 Mon. 1,6306
Dollar 3 Mon. 0,2730 6 Mon. 0,4305
Basiszins nach § 247 BGB (01.01.2011) 0,12%
EZB-Daten
EZB-Zinsen (ab 13.04.2011)
Spitzenrefinanzierung 2,00%
Einlagefazilität 0,50%
Hauptrefi. 1,25%
Mindestreserve (Verzinsung) 1,25%
Hauptrefinanzierungsgeschäft (Refis)
7 Tage (fällig 04.05.) 1,25%; 28 Tage (fällig 11.05.)
1,25%; 91 Tage (fällig 26.05.) - %; 91 Tage (fällig 30.06.)
- %
Wachstum Euro-Geldmenge M 3
Jahresrate 02/2011 2,00%
3 Monats Durchschnitt 01/2011-03/2011 1,90%
Referenzwert für das Geldmengenwachstum
der 3 Monats-Jahresrate 4,50%
Notenumlauf im Euro-Raum
zum 22.04.2011: 838 Milliarden Euro.
Euro-Inflationsrate 2,70%
New Yorker Geldmarkt
Diskontsätze für Schatzwechsel in % 28.04.
90 Tage 0,025 - 0,015; 180 Tage 0,048 - 0,037
Certificates of Deposit (ab 100.000 Dollar)
1 Mon. 0,19%; 3 Mon. 0,23%; 6 Mon. 0,35%
USA Primerate 3,25%
Commercial Papers in % (Händler)
30 Tage 0,15; 60 Tage 0,17; 90 Tage 0,20
Leitzinsen im Ausland
Dänemark 1,00 % (Diskont); Großbritannien 0,50 %
(Repo-Satz); Japan 0,10 % (Diskont); Kanada 1,00 %
(Diskont); Norwegen 2,00 % (Deposite Rate); Schweiz
0,19 % (Libor CHF 3M); Schweden 1,75 % (Pensions-
satz); USA 0,25 % (Federal Fund Rate);
Benchmark-Anleihen
28.04. 29.04. 29.04. 31.12.10
Laufzeit RenditeRendite Kurs Rendite
Deutschland
2 Jahre 1,80 1,79 99,474 0,87
5 Jahre 2,61 2,61 97,248 1,84
10 Jahre 3,25 3,23 93,984 2,97
Frankreich
2 Jahre 1,78 1,80 103,232 0,91
5 Jahre 2,89 2,90 97,109 2,12
10 Jahre 3,59 3,58 91,424 3,34
Großbritannien
2 Jahre 1,14 1,12 106,194 0,77
5 Jahre 2,22 2,20 110,511 2,19
10 Jahre 3,40 3,38 110,358 3,39
Japan
2 Jahre 0,19 0,19 100,0125 0,18
5 Jahre 0,47 0,47 100,1305 0,41
10 Jahre 1,21 1,21 100,7955 1,13
USA
2 Jahre 0,62 0,64 99,98 0,59
5 Jahre 2,01 2,01 99,96 2,01
10 Jahre 3,32 3,31 102,63 3,29
30 Jahre 4,42 4,40 105,78 4,34
Renditen/Kreditzinsen
Umlaufrendite der Bundesanleihen
29.04.2011 (28.04.11) 3,05% (3,07%)
3 bis 5 Jahre 2,40%(2,41%)
5 bis 8 Jahre 2,88%(2,91%)
8 bis 15 Jahre 3,21%(3,25%)
15 bis 30 Jahre 3,78%(3,81%)
Swaps
52 Wochen 29.04.
Hoch Tief Ausschüttung 17.25 h
106,6 92,0 Aareal Bk. 02/11 6,75 F 105,70G
105,0 93,0 Aareal Bk. 02/11 6,38 F 104,60B
103,5 89,0 Aareal Bk. 03/13 6,13 F 103,50G
232,2 175,0 Bertelsmann 01/unb. 15,00 F 226,80bG
139,5 92,0 Bertelsmann 92/unb. 3,97 F 128,00G
84,5 84,0 Bln.-Han.Hypo. 01/11 3,88 B 84,50G
102,1 84,0 Commerzbk.00/10 - F 102,10B
24,5 10,0 Coreal Cred.Bk.97/10 - D 24,50G
20,0 11,0 Coreal Cred.Bk.99/11 - D 20,00G
110,6 99,4 Depfa 96/11 7,65 F 110,60bG
198,0 65,3 Drägerw. 83/unb. (€) 4,00 F 194,00
196,0 65,0 Drägerw. 91/unb. (€) 4,00 F 186,00G
193,0 66,3 Drägerw. 98/unb. (€) 4,00 F 191,95
109,2 97,0 Dt. Ap. Bk. XII/00 7,13 D 109,15G
105,5 92,0 Dt. Ap. Bk. XIV/02 6,13 D 102,20G
105,0 90,0 Dt. Ap. Bk. XV/03 5,75 D 102,00B
79,0 45,0 Dt. Schiffsbk. 05/20 - F 79,00G
112,0 102,0 DZ Bank 02/11 6,50 F 106,50G
112,0 100,0 DZ Bank 84/11 8,50 F 111,25G
95,0 70,0 Eurohypo 00/12 - F 70,00G
90,0 70,0 Eurohypo 03/13 - D 82,00G
24,5 3,5 Hypo Real Est. 02/12 - F 19,30G
17,0 11,0 IKB Bank 02/12 - D 17,00G
91,5 77,0 LB H.-Th. 06/16 4,88 F 86,95
93,0 73,0 LBBW01/10 - S 92,50G
89,7 70,0 LBBW01/11 - S 88,50
95,0 72,0 LBBW01/14 - S 93,25G
92,0 69,9 LBBW02/12 - F 89,90G
89,4 69,9 LBBW A1 01 - F 88,00G
8,8 0,20 Pongs&Z. 05/unb. - F 0,351G
119,1 97,5 Roche Hold. 6,60 F 109,07
22,0 8,0 Salvator Gr. 06/unb. - S 18,25G
107,0 92,0 SEB S.2 01/11 6,85 F 101,00G
115,5 102,0 Sixt 04/11 11,15 F 114,50G
110,0 104,0 Südwestbk. 01/11 6,50 S 108,00G
109,0 103,0 Südwestbk. 02/12 6,50 S 107,00G
110,0 100,0 VWBank 02/11 7,15 F 108,50G
85,0 54,0 West LB 00/19 - D 56,00B
84,5 52,0 West LB 01/11 - D 63,00G
114,8 105,5 WGZ „B“ 86/11 8,25 D 111,15bG
116,0 104,3 WGZ „C“ 86/11 8,25 D 112,00G
78,0 50,0 Windsor 05/unb. 8,00 S 71,00G
Genussscheine Kurse in Prozent
Bundesanleihen
Zins- 29.04. 29.04.
Zins Laufzeit termin 17.25 h Rend.
6 86II/16 20.6. 115,70G 2,6809
5,625 86I/16 20.9. 113,90 2,8003
6,25 94/24 4.1. 127,80G 3,4930
6,5 97/27 4.7. 133,45 3,7097
5,625 98/28 4.1. 122,85G 3,7529
4,75 98/28 4.7. 112,30G 3,7626
6,25 00/30 4.1. 133,07G 3,7514
5,5 00/31 4.1. 123,13G 3,8053
5 01/11 4.7. 100,66G 1,0542
5 02/12 4.1. 102,50G 1,2151
5 02/12 4.7. 103,923 1,5814
4,5 03/13 4.1. 104,58 1,6876
4,75 03/34 4.7. 114,07 3,8222
3,75 03/13 4.7. 103,94G 1,8761
4,25 03/14 4.1. 105,70 2,0293
4,25 04/14 4.7. 106,19 2,2032
3,75 04/15 4.1. 104,89 2,3393
4 05/37 4.1. 103,14 3,8042
3,25 05/15 4.7. 103,08 2,4611
3,5 05/16 4.1. 104,00 2,5759
1,64 Inflat. 06/16 15.4. 105,43
4 06/16 4.7. 106,23G 2,6903
3,75 06/17 4.1. 104,97G 2,7863
4,25 07/39 4.7. 108,28G 3,7667
4,25 07/17 4.7. 107,76 2,8576
4 07/18 4.1. 106,35G 2,9340
4,25 08/18 4.7. 107,95 2,9987
4,75 08/40 4.7. 117,30 3,7617
3,75 08/19 4.1. 104,76G 3,0414
3,5 09/19 4.7. 102,86 3,0964
1,804 Inflat. 09/20 15.4. 108,45
3,25 09/20 4.1. 100,87 3,1310
1,5 09/12 S-Tr. $ 21.9. 101,45G 0,4455
1,5 09/12 A-Tr. $ 21.9. -
3 10/20 4.7. 98,45 3,1956
3,25 10/42 4.7. 91,23 3,7296
2,25 10/20 4.9. 92,46 3,1943
2,5 10/21 4.1. 93,97 3,2331
3,25 11/21 4.7. 99,93 3,2721
Bundesobligationen
3,5 S.149 06/1114.10. 101,02 1,1515
4 S.150 07/12 13.4. 102,385 1,4372
2,421 Inflat. 07/13 15.4. 105,48
4,25 S.151 07/1212.10. 103,635G1,6685
3,5 S.152 08/13 12.4. 103,23G 1,7912
4 S.153 08/1311.10. 104,83G 1,9469
2,25 S.154 09/14 11.4. 100,55 2,0543
2,5 S.155 09/1410.10. 100,79 2,2545
2,5 S.156 10/15 27.2. 100,46 2,3702
2,25 S.157 10/15 10.4. 99,44 2,3810
1,75 S.158 10/15 9.10. 97,01 2,4941
2 S.159 11/16 26.2. 97,18G 2,6282
2,75 S.160 11/16 8.4. 100,53 2,6330
Inflat. 11/18 15.4. 100,30
Schatzanweisungen
1,5 09/11 10.6. 100,055G0,9515
1,25 09/11 16.9. 100,05G 1,1054
1,25 09/11 16.12. 100,01 1,2279
1 10/12 16.3. 99,685G1,3648
0,5 10/12 15.6. 98,875 1,5222
0,75 10/12 14.9. 98,80G 1,6433
1 10/12 14.12. 98,865 1,7150
1,5 11/13 15.3. 99,45G 1,7997
Länder-/Städteanleihen
Bundesländer
5,25 3v.98/13 2.4. 105,40G 2,3287
5,25 4v.98/13 29.4. 105,53G 2,4052
3,75 19v.04/11 7.9. 100,77G 1,4672
3,375 20v.05/12 28.2. 101,30G 1,7778
2,75 21v.05/11 29.6. 100,21 1,3654
3,375 23v.06/13 6.2. 102,02 2,1850
4 24v.06/12 29.6. 102,34G 1,9263
3,75 25v.06/13 17.10. 103,25 2,3645
4,125 26v.07/14 24.1. 104,08G 2,5496
4,25 27v.07/17 13.4. 104,90G 3,3267
4,375 28v.07/12 27.9. 103,27G 1,9729
4,125 29v.08/15 30.1. 104,54G 2,8240
4,25 30v.08/14 2.5. 104,59G 2,6371
3,25 31v.09/14 29.4. 101,73G 2,6402
3,5 32v.09/19 7.10. 99,25G 3,6005
2,625 33v.10/16 18.3. 97,98G 3,0755
2 34v.10/15 2.6. 96,56G 2,9048
1,875 35v.10/15 1.10. 95,47G 2,9821
2,875 36v.11/16 9.2. 99,00G 3,1002
Berlin
3 11/16 29.3. 99,395G3,1555
Brandenburg
4 03/13 20.2. 103,12G 2,2040
4 04/11 22.6. 100,34G 1,4471
Hessen
5 01/12 4.1. 102,23G 1,6065
4,5 02/13 4.1. 103,85G 2,1189
4 03/11 10.6. 100,26G 1,4158
4 03/15 10.3. 104,12 2,8523
4 04/14 7.4. 103,91G 2,5939
4 04/15 5.1. 104,09G 2,8062
3,5 05/16 4.1. 101,99G 3,0315
3,25 05/15 14.10. 101,21G 2,9502
3,625 05/17 25.1. 101,99G 3,2346
4,25 07/12 11.6. 102,40G 2,0272
1,082 08/21 5.5. -
1,273 08/13 21.7. 99,86G
1,52 09/12 4.5. 100,35G
3,125 09/14 13.5. 101,40G 2,6371
2,125 09/13 11.2. 99,49G 2,4169
1,072 10/12 12.7. 99,95G
3,5 10/20 10.3. 99,12G 3,6158
2 10/15 16.6. 96,50G 2,9120
2,75 10/20 22.9. 92,80G 3,6671
3,75 11/21 12.4. 100,06G 3,7418
Niedersachsen
4,25 03/13 24.9. 104,23G 2,4006
4,125 04/14 20.2. 104,16G 2,5598
3,625 05/15 20.1. 102,80G 2,8151
3,5 06/16 22.2. 101,86G 3,0739
1,51 06/11 10.10. 100,00G
4,25 07/17 22.2. 104,97G 3,2914
4,625 07/17 4.7. 103,11G 1,9030
1,574 07/12 24.10. 99,98G
4,25 08/18 27.2. 104,71G 3,4592
4,5 09/11 2.9. 100,97G 1,5056
3,25 09/14 7.4. 101,73G 2,6265
3,5 09/19 21.10. 99,24G 3,6014
2,125 10/15 8.6. 97,02G 2,9053
1,422 11/16 7.7. 99,78G
Nordrhein-Westfalen
5,25 01/11 4.7. 100,62G 1,5155
3,5 05/15 16.11. 101,85G 3,0512
4,5 07/18 15.2. 106,08G 3,4745
2,75 09/12 30.1. 100,82G 1,6196
2,625 10/15 31.3. 98,10G 3,0802
2,125 10/15 30.6. 96,68G 2,9832
1,25 10/13 13.9. 97,59G 2,3063
2 10/15 15.10. 95,50G 3,0937
2,625 11/16 21.1. 97,87G 3,1135
Rheinland-Pfalz
4,25 08/13 7.1. 102,83G 2,4955
4 08/14 6.2. 102,92G 2,8768
1,039 08/13 19.5. 99,70G
4,25 08/18 2.3. 104,45G 3,5030
2,125 09/12 15.7. 99,64G 2,4248
3 10/16 15.1. 99,35G 3,1463
1,277 10/12 15.7. 99,85G
2,875 10/17 3.3. 97,20G 3,4097
2 10/15 5.8. 95,94G 3,0276
1,237 10/12 16.9. 99,65G
3,5 11/21 1.3. 97,60G 3,7948
1,134 11/13 16.6. 99,90G
Sachsen-Anhalt
6,3 97/17 11.12. 113,98G
4,25 04/14 28.2. 104,49G 2,5821
3,375 05/15 1.6. 101,82G 2,8937
4 06/16 26.9. 103,94G 3,1882
4,5 07/17 11.9. 106,20G 3,3936
4,125 08/13 22.4. 103,51G 2,2811
3,75 11/21 6.4. 100,07G 3,7403
Thüringen
3,75 04/12 19.3. 101,75G 1,7184
Sonderinstitute
Dt. Postbank
1,275 IS02/12 4.6. 99,25G
1,883 05/15 6.5. 95,00G
3,375 09/11 20.12. 100,85G 1,9854
3,375 10/20 31.3. 97,89G 3,6554
Kreditanstalt für Wiederaufbau
5,125 98/13 17.6. 106,20G 2,1032
5,5 98/18 22.1. 112,38G 3,4026
5,25 02/12 4.7. 104,02 1,7400
3,875 03/13 4.7. 103,68G 2,1173
4,25 04/14 4.7. 105,25G 2,5024
3,5 05/15 4.7. 102,59G 2,8294
4,25 05/35 23.2. 100,05bB 4,3851
3,5 06/21 4.7. 98,41 3,6881
3,75 06/11 14.10. 101,05G 1,3597
4,125 07/17 4.7. 104,76G 3,2577
4,625 07/12 12.10. 103,93G 1,8277
4,375 08/18 4.7. 106,11 3,3974
4,375 08/13 11.10. 105,04G 2,2214
3,375 08/12 16.1. 101,28G 1,5190
3,875 09/19 21.1. 102,65 3,4738
3,125 09/14 25.2. 101,94G 2,3994
2,25 09/12 21.5. 100,55G 1,7154
3,125 09/16 4.7. 100,39 3,0543
3,625 10/20 20.1. 100,08G 3,6106
1,125 10/12 23.3. 99,62G 1,5565
2,25 10/15 10.4. 98,12G 2,7595
1,25 10/13 17.6. 98,29G 2,0802
1,75 10/14 4.8. 97,60 2,5114
1,875 10/15 16.11. 95,64G 2,9110
3,375 11/21 18.1. 97,34G 3,7029
1,349 11/17 26.7. 99,39G
2,125 11/14 11.4. 99,08G 2,4522
3,125 11/16 8.4. 100,48 3,0181
NRW-Bank
3,875 05/20 27.1. 101,08G 3,7242
3,875 06/11 26.7. 100,56G 1,3966
4,5 07/17 29.5. 105,75G 3,4331
4,25 07/14 27.11. 104,75G 2,8384
4,25 08/13 14.5. 103,66G 2,3810
3 09/12 13.2. 101,03G 1,6478
3,375 09/14 18.3. 101,93G 2,6800
4,25 09/19 29.4. 104,57G 3,5989
2,5 10/15 2.3. 98,65G 2,8912
Unternehmensanleihen
8,481 A.T.U. 04/14 1.7. 83,50G
3,375 BASF SE 05/12 30.5.101,41 2,0321
4,5 BASF SE 06/16 29.6.105,13G 3,3947
3,75 BASF SE 09/12 8.10.102,23G 2,1395
4,375 Bertelsm.06/12 26.9.102,50G 2,5163
4,75 Bertelsm.06/16 26.9.104,10G 3,8849
7,875 Bertelsm.09/14 16.1.112,10 3,1228
4,125 Daimler 10/17 19.1.101,80G 3,7629
5 Dt.Börse 08/13 22.4.103,97G 2,8954
7,5 Dt.Börse 08/38 13.6.105,50
7,25 Dürr 10/15 28.9.107,00 5,4743
7,5 EDOB 05/12 1.10. 21,80bB 351,10
7 Evonik 09/14 14.10.111,00B
5,125 Evonik Deg. 03/13 10.12.104,40 3,3189
4,375 EWE Tr.1 04/14 14.10.103,21G 3,3632
4,875 EWE Tr.2 04/19 14.10.103,18G 4,4087
5,25 Fraport 09/19 10.9.105,21 4,4812
7 Gerling 04/14/24 12.8.103,60G
6,75 Gerling 05/15/49 30.6.101,00G
8,625 Grohe 04/09/14 1.10.102,67G 7,8398
6,75 Haniel+Cie 09/14 23.10.107,80G 4,2668
9,25 Heckl.&Koch 04/11 15.7. 99,38 14,0015
7,5 Heid.Cem. 09/14 30.4.109,285 4,6302
8 Heid.Cem. 09/17 31.7.110,855G 5,8264
8,5 Heid.Cem. 09/19 30.4.112,75G 6,6164
6,5 Heid.Cem. 10/15 3.8.105,935 4,9869
4,25 Henkel 03/13 10.6.103,62 2,4587
6,125 Hornbach 04/14 15.5.105,50 4,4737
5 Leoni 06/13 17.7.102,10G 3,9727
4,625 Lufthansa 06/13 6.5.103,05 3,0361
6,75 Lufthansa 09/14 24.3.109,19 3,3561
6,5 Lufthansa 09/16 7.7.109,30 4,4419
5,375 MAN SE 09/13 20.5.104,925G 2,8612
7,25 MAN SE 09/16 20.5.115,79G 3,7815
4,5 Maxingv. 04/14 13.10.103,635 3,3548
5,75 Metro 09/14 14.7.107,08G 3,3688
7,625 Metro 09/15 5.3.114,81 3,4353
5,875 Praktiker 11/16 10.2.101,40 5,5200
5,75 RWE 03/33 14.2.107,00 5,2016
6,125 SolarWorld 10/17 21.1.102,70G 5,5476
4,375 ThyssenKr. 05/15 18.3.103,15 3,4877
8 ThyssenKr. 09/14 18.6.111,94G
6,625 TUI 04/11 16.5.100,00G
8,625 TUI 05/13 30.1.102,00G
5,375 Voith 07/17 21.6.105,30G 4,3666
Anleihen aus Deutschland
Internationale Devisenmärkte
in Prozent 28.04. 29.04.
Eonia
1 Woche 1,124 1,095
1 Monat 1,178 1,164
3 Monate 1,203 1,204
6 Monate 1,346 1,353
12 Monate 1,569 1,578
Kapitalmarkt
2 Jahre 2,319 2,316
5 Jahre 3,029 3,005
7 Jahre 3,293 3,268
10 Jahre 3,556 3,535
Erläuterungen zum Kursteil Erläuterungen zum Kursteil Erläuterungen zum Kursteil Erläuterungen zum Kursteil
Aktienmarkt Aktienmarkt Aktienmarkt Aktienmarkt (Beispiel) (Beispiel) (Beispiel) (Beispiel)
Tabellen Euro Stoxx 50 und Stoxx 50: Tabellen Euro Stoxx 50 und Stoxx 50: Tabellen Euro Stoxx 50 und Stoxx 50: Tabellen Euro Stoxx 50 und Stoxx 50:
nur Werte, die nicht bereits im Dax 30 nur Werte, die nicht bereits im Dax 30 nur Werte, die nicht bereits im Dax 30 nur Werte, die nicht bereits im Dax 30
genannt sind. genannt sind. genannt sind. genannt sind.
1111 Aktueller Kurs in der Bandbreite Aktueller Kurs in der Bandbreite Aktueller Kurs in der Bandbreite Aktueller Kurs in der Bandbreite
von Höchst- und Tiefstkurs der von Höchst- und Tiefstkurs der von Höchst- und Tiefstkurs der von Höchst- und Tiefstkurs der
letzten 52 Wochen. letzten 52 Wochen. letzten 52 Wochen. letzten 52 Wochen.
2222 Börsenkapitalisierung: Unterneh- Börsenkapitalisierung: Unterneh- Börsenkapitalisierung: Unterneh- Börsenkapitalisierung: Unterneh-
menswert (Verlaufs- bzw. Schluss- menswert (Verlaufs- bzw. Schluss- menswert (Verlaufs- bzw. Schluss- menswert (Verlaufs- bzw. Schluss-
kurs multipliziert mit Aktienzahl). kurs multipliziert mit Aktienzahl). kurs multipliziert mit Aktienzahl). kurs multipliziert mit Aktienzahl).
3333 Kurs-Gewinn-Verhältnis: Kurs divi- Kurs-Gewinn-Verhältnis: Kurs divi- Kurs-Gewinn-Verhältnis: Kurs divi- Kurs-Gewinn-Verhältnis: Kurs divi-
diert durch erwarteten Gewinn je diert durch erwarteten Gewinn je diert durch erwarteten Gewinn je diert durch erwarteten Gewinn je
Aktie. Je niedriger das KGV, desto Aktie. Je niedriger das KGV, desto Aktie. Je niedriger das KGV, desto Aktie. Je niedriger das KGV, desto
besser. besser. besser. besser.
4444 Schlusskurs vom Vortag (Dax, M- Schlusskurs vom Vortag (Dax, M- Schlusskurs vom Vortag (Dax, M- Schlusskurs vom Vortag (Dax, M-
Dax, Tec-Dax: Xetra; Eurostoxx 50, Dax, Tec-Dax: Xetra; Eurostoxx 50, Dax, Tec-Dax: Xetra; Eurostoxx 50, Dax, Tec-Dax: Xetra; Eurostoxx 50,
Stoxx 50: Parkett Frankfurt). Stoxx 50: Parkett Frankfurt). Stoxx 50: Parkett Frankfurt). Stoxx 50: Parkett Frankfurt).
5555 Aktueller Kurs bzw. Schlusskurs. Aktueller Kurs bzw. Schlusskurs. Aktueller Kurs bzw. Schlusskurs. Aktueller Kurs bzw. Schlusskurs.
6666 Höchst- und Tiefstkurs des Ver- Höchst- und Tiefstkurs des Ver- Höchst- und Tiefstkurs des Ver- Höchst- und Tiefstkurs des Ver-
laufszeitraumes bzw. Börsentages. laufszeitraumes bzw. Börsentages. laufszeitraumes bzw. Börsentages. laufszeitraumes bzw. Börsentages.
7777 Veränderung in Prozent gegenüber Veränderung in Prozent gegenüber Veränderung in Prozent gegenüber Veränderung in Prozent gegenüber
Vortag bzw. Vorjahresende. Vortag bzw. Vorjahresende. Vortag bzw. Vorjahresende. Vortag bzw. Vorjahresende.
8888 Höchst- und Tiefstkurse der letzten Höchst- und Tiefstkurse der letzten Höchst- und Tiefstkurse der letzten Höchst- und Tiefstkurse der letzten
52 Wochen, teilweise gerundet. 52 Wochen, teilweise gerundet. 52 Wochen, teilweise gerundet. 52 Wochen, teilweise gerundet.
sowie um Kapitalmaßnahmen sowie um Kapitalmaßnahmen sowie um Kapitalmaßnahmen sowie um Kapitalmaßnahmen
rechnerisch bereinigt. rechnerisch bereinigt. rechnerisch bereinigt. rechnerisch bereinigt.
9999 Dividende: jüngster ausgeschütte- Dividende: jüngster ausgeschütte- Dividende: jüngster ausgeschütte- Dividende: jüngster ausgeschütte-
ter Gewinnanteil je Aktie in Euro ter Gewinnanteil je Aktie in Euro ter Gewinnanteil je Aktie in Euro ter Gewinnanteil je Aktie in Euro
oder – in kursiver Schrift – jeweili- oder – in kursiver Schrift – jeweili- oder – in kursiver Schrift – jeweili- oder – in kursiver Schrift – jeweili-
ger Landeswährung. Hochzahl hin- ger Landeswährung. Hochzahl hin- ger Landeswährung. Hochzahl hin- ger Landeswährung. Hochzahl hin-
ter Dividende: Zahl der Ausschüt- ter Dividende: Zahl der Ausschüt- ter Dividende: Zahl der Ausschüt- ter Dividende: Zahl der Ausschüt-
tungen je Jahr. tungen je Jahr. tungen je Jahr. tungen je Jahr.
10 10 10 10 Dividendenrendite: Verhältnis Divi- Dividendenrendite: Verhältnis Divi- Dividendenrendite: Verhältnis Divi- Dividendenrendite: Verhältnis Divi-
dende zum Börsenkurs in Prozent. dende zum Börsenkurs in Prozent. dende zum Börsenkurs in Prozent. dende zum Börsenkurs in Prozent.
11 11 11 11 Handelsvolumen (Zahl gehandel- Handelsvolumen (Zahl gehandel- Handelsvolumen (Zahl gehandel- Handelsvolumen (Zahl gehandel-
ter Aktien) aller deutscher Börsen. ter Aktien) aller deutscher Börsen. ter Aktien) aller deutscher Börsen. ter Aktien) aller deutscher Börsen.
fer identisch. fer identisch. fer identisch. fer identisch. DDDD Börsenplatz Düssel- Börsenplatz Düssel- Börsenplatz Düssel- Börsenplatz Düssel-
dorf. dorf. dorf. dorf. FFFF Börsenplatz Frankfurt. Börsenplatz Frankfurt. Börsenplatz Frankfurt. Börsenplatz Frankfurt. GGGG Geld; Geld; Geld; Geld;
keine Umsätze, es bestand nur Nach- keine Umsätze, es bestand nur Nach- keine Umsätze, es bestand nur Nach- keine Umsätze, es bestand nur Nach-
frage. frage. frage. frage. gs gs gs gs Börse geschlossen. Börse geschlossen. Börse geschlossen. Börse geschlossen. HHHH Bör- Bör- Bör- Bör-
senplatz Hamburg. senplatz Hamburg. senplatz Hamburg. senplatz Hamburg. Hn Hn Hn Hn Börsenplatz Börsenplatz Börsenplatz Börsenplatz
Hannover. Hannover. Hannover. Hannover. i.A. i.A. i.A. i.A. in Abwicklung. in Abwicklung. in Abwicklung. in Abwicklung. i.K. i.K. i.K. i.K. in in in in
Konkurs. Konkurs. Konkurs. Konkurs. i.L. i.L. i.L. i.L. in in in in Liquidation. Liquidation. Liquidation. Liquidation. Inh. Inh. Inh. Inh.Inha- Inha- Inha- Inha-
beraktie. beraktie. beraktie. beraktie. MMMM Bör Bör Bör Börsenplatz München. senplatz München. senplatz München. senplatz München.
Na Na Na Na Namensaktie. Namensaktie. Namensaktie. Namensaktie. PS PS PS PS Partizipations- Partizipations- Partizipations- Partizipations-
schein. schein. schein. schein. rrrr rationiert, beschränkte Aus- rationiert, beschränkte Aus- rationiert, beschränkte Aus- rationiert, beschränkte Aus-
führung limitierter Aufträge oder führung limitierter Aufträge oder führung limitierter Aufträge oder führung limitierter Aufträge oder
repartiert. repartiert. repartiert. repartiert. rB rB rB rB rationiert, Brief. rationiert, Brief. rationiert, Brief. rationiert, Brief. rG rG rG rG
rationiert, Geld. rationiert, Geld. rationiert, Geld. rationiert, Geld. ssss geschätzt. geschätzt. geschätzt. geschätzt. SSSS Bör- Bör- Bör- Bör-
senplatz Stuttgart. senplatz Stuttgart. senplatz Stuttgart. senplatz Stuttgart. TTTT Taxe. Taxe. Taxe. Taxe. Vz Vz Vz Vz Vor- Vor- Vor- Vor-
zugsaktie, gewährt Vorrechte gegen- zugsaktie, gewährt Vorrechte gegen- zugsaktie, gewährt Vorrechte gegen- zugsaktie, gewährt Vorrechte gegen-
über über über über Stammaktien (beispielsweise Stammaktien (beispielsweise Stammaktien (beispielsweise Stammaktien (beispielsweise
Stimm Stimm Stimm Stimmrechte oder Dividenden); häufig rechte oder Dividenden); häufig rechte oder Dividenden); häufig rechte oder Dividenden); häufig
ohne Stimmrecht. ohne Stimmrecht. ohne Stimmrecht. ohne Stimmrecht. xA xA xA xA nach Aus- nach Aus- nach Aus- nach Aus-
Ohne Kurs: kein Kurs erhältlich. Bör- Ohne Kurs: kein Kurs erhältlich. Bör- Ohne Kurs: kein Kurs erhältlich. Bör- Ohne Kurs: kein Kurs erhältlich. Bör-
sen ohne Angabe der Uhrzeit: sen ohne Angabe der Uhrzeit: sen ohne Angabe der Uhrzeit: sen ohne Angabe der Uhrzeit:
Schlusskurse. Alle Zeitangaben Schlusskurse. Alle Zeitangaben Schlusskurse. Alle Zeitangaben Schlusskurse. Alle Zeitangaben
beziehen sich auf deutsche Uhrzeit. beziehen sich auf deutsche Uhrzeit. beziehen sich auf deutsche Uhrzeit. beziehen sich auf deutsche Uhrzeit.
Kurs ohne Zusatz: bezahlt, alle Aufträ- Kurs ohne Zusatz: bezahlt, alle Aufträ- Kurs ohne Zusatz: bezahlt, alle Aufträ- Kurs ohne Zusatz: bezahlt, alle Aufträ-
ge ausgeführt. ge ausgeführt. ge ausgeführt. ge ausgeführt.
aaaa Kursnotierung ausgesetzt. Kursnotierung ausgesetzt. Kursnotierung ausgesetzt. Kursnotierung ausgesetzt. ADR ADR ADR ADR
American Depository Receipt: Anteils- American Depository Receipt: Anteils- American Depository Receipt: Anteils- American Depository Receipt: Anteils-
scheine, die Rechte auf Aktien ver- scheine, die Rechte auf Aktien ver- scheine, die Rechte auf Aktien ver- scheine, die Rechte auf Aktien ver-
briefen, wie Aktien gehandelt. briefen, wie Aktien gehandelt. briefen, wie Aktien gehandelt. briefen, wie Aktien gehandelt. BBBB Brief; Brief; Brief; Brief;
keine Umsätze, es bestand nur keine Umsätze, es bestand nur keine Umsätze, es bestand nur keine Umsätze, es bestand nur
Angebot. Angebot. Angebot. Angebot. bB bB bB bB bezahlt Brief; es bezahlt Brief; es bezahlt Brief; es bezahlt Brief; es
bestand weiteres Angebot. bestand weiteres Angebot. bestand weiteres Angebot. bestand weiteres Angebot. bG bG bG bG be- be- be- be-
zahlt Geld; es bestand weitere Nach- zahlt Geld; es bestand weitere Nach- zahlt Geld; es bestand weitere Nach- zahlt Geld; es bestand weitere Nach-
frage. frage. frage. frage. Bn Bn Bn Bn Börsenplatz Berlin. Börsenplatz Berlin. Börsenplatz Berlin. Börsenplatz Berlin.
Br Br Br Br Börsenplatz Bremen. Börsenplatz Bremen. Börsenplatz Bremen. Börsenplatz Bremen. CCCC Kompen- Kompen- Kompen- Kompen-
sationsgeschäft, Käufer und Verkäu- sationsgeschäft, Käufer und Verkäu- sationsgeschäft, Käufer und Verkäu- sationsgeschäft, Käufer und Verkäu-
gleichszahlung: erste Notiz unter gleichszahlung: erste Notiz unter gleichszahlung: erste Notiz unter gleichszahlung: erste Notiz unter
Abschlag einer Ausgleichszahlung. Abschlag einer Ausgleichszahlung. Abschlag einer Ausgleichszahlung. Abschlag einer Ausgleichszahlung.
xB xB xB xB ausschließlich Bezugsrecht oder ausschließlich Bezugsrecht oder ausschließlich Bezugsrecht oder ausschließlich Bezugsrecht oder
Zusatzaktie. Zusatzaktie. Zusatzaktie. Zusatzaktie. xD xD xD xD ausschließlich Divi- ausschließlich Divi- ausschließlich Divi- ausschließlich Divi-
dende. dende. dende. dende. xS xS xS xS nach Splitting, erste Notiz nach Splitting, erste Notiz nach Splitting, erste Notiz nach Splitting, erste Notiz
nach Kursumstellung auf geteilte nach Kursumstellung auf geteilte nach Kursumstellung auf geteilte nach Kursumstellung auf geteilte
Aktien. Aktien. Aktien. Aktien. xZ xZ xZ xZ nach Zinsen: erste Anlei- nach Zinsen: erste Anlei- nach Zinsen: erste Anlei- nach Zinsen: erste Anlei-
henotiz unter Abschlag der Zinsen henotiz unter Abschlag der Zinsen henotiz unter Abschlag der Zinsen henotiz unter Abschlag der Zinsen
(flat). (flat). (flat). (flat). –––– gestrichen, kein Kurs festge- gestrichen, kein Kurs festge- gestrichen, kein Kurs festge- gestrichen, kein Kurs festge-
stellt. stellt. stellt. stellt. –B –B –B –B kein Kurs, es bestand unli- kein Kurs, es bestand unli- kein Kurs, es bestand unli- kein Kurs, es bestand unli-
mitiertes Angebot. mitiertes Angebot. mitiertes Angebot. mitiertes Angebot. –G –G –G –G kein Kurs, es kein Kurs, es kein Kurs, es kein Kurs, es
bestand unlimitierte Nachfrage. bestand unlimitierte Nachfrage. bestand unlimitierte Nachfrage. bestand unlimitierte Nachfrage.
–T –T –T –T gestrichen Taxe, Preis geschätzt. gestrichen Taxe, Preis geschätzt. gestrichen Taxe, Preis geschätzt. gestrichen Taxe, Preis geschätzt.
* 5 DM. ** 50 DM. * 5 DM. ** 50 DM. * 5 DM. ** 50 DM. * 5 DM. ** 50 DM. 1Euro. ° ande- 1Euro. ° ande- 1Euro. ° ande- 1Euro. ° ande-
re. (Keine Angabe: ohne Nennwert). re. (Keine Angabe: ohne Nennwert). re. (Keine Angabe: ohne Nennwert). re. (Keine Angabe: ohne Nennwert).
▲▲▲▲ Dax-30-Wert, der auch im Euro Dax-30-Wert, der auch im Euro Dax-30-Wert, der auch im Euro Dax-30-Wert, der auch im Euro
Stoxx 50 oder Stoxx 50 enthalten Stoxx 50 oder Stoxx 50 enthalten Stoxx 50 oder Stoxx 50 enthalten Stoxx 50 oder Stoxx 50 enthalten
ist. ist. ist. ist.
Länderabkürzungen: Länderabkürzungen: Länderabkürzungen: Länderabkürzungen:
AAAA Österreich Österreich Österreich Österreich AN AN AN AN Niederländische Niederländische Niederländische Niederländische
Antillen Antillen Antillen Antillen AUS AUS AUS AUS Australien Australien Australien Australien CDN CDN CDN CDN Kanada Kanada Kanada Kanada
CH CH CH CH Schweiz Schweiz Schweiz Schweiz EEEE Spanien Spanien Spanien Spanien FFFF Frankreich Frankreich Frankreich Frankreich
GB GB GB GB Großbritannien Großbritannien Großbritannien Großbritannien GG GG GG GG Guernsey Guernsey Guernsey Guernsey
IIII Italien Italien Italien Italien IL IL IL IL Israel Israel Israel Israel IRL IRL IRL IRL Irland Irland Irland Irland JJJJ Japan Japan Japan Japan
KY KY KY KY Kaimaninseln Kaimaninseln Kaimaninseln Kaimaninseln LLLL Luxemburg Luxemburg Luxemburg Luxemburg
NNNN Norwegen Norwegen Norwegen Norwegen NL NL NL NL Niederlande Niederlande Niederlande Niederlande
SGP SGP SGP SGP Singapur Singapur Singapur Singapur USA USA USA USA Vereinigte Staa- Vereinigte Staa- Vereinigte Staa- Vereinigte Staa-
ten von Amerika ten von Amerika ten von Amerika ten von Amerika VG VG VG VG Britische Britische Britische Britische
Jungfern-Inseln. Jungfern-Inseln. Jungfern-Inseln. Jungfern-Inseln.
Renditen US-Staatsanleihen von Renditen US-Staatsanleihen von Renditen US-Staatsanleihen von Renditen US-Staatsanleihen von
Tullett Prebon Information. Tullett Prebon Information. Tullett Prebon Information. Tullett Prebon Information.
Nikkei: © Nihon Keizai Shimbun, Inc. Nikkei: © Nihon Keizai Shimbun, Inc. Nikkei: © Nihon Keizai Shimbun, Inc. Nikkei: © Nihon Keizai Shimbun, Inc.
Kursangaben stammen, wenn nicht Kursangaben stammen, wenn nicht Kursangaben stammen, wenn nicht Kursangaben stammen, wenn nicht
gesondert ausgewiesen, von vwd Ver- gesondert ausgewiesen, von vwd Ver- gesondert ausgewiesen, von vwd Ver- gesondert ausgewiesen, von vwd Ver-
einigte Wirtschaftsdienste AG. Alle einigte Wirtschaftsdienste AG. Alle einigte Wirtschaftsdienste AG. Alle einigte Wirtschaftsdienste AG. Alle
Angaben ohne Gewähr. Angaben ohne Gewähr. Angaben ohne Gewähr. Angaben ohne Gewähr.
. s e G . s m U a r t e X a r t e X t r e w n e s r ö B
- . v i D n e h c o W 2 5 t i e s % n i . d n ä r e V s e g a T 8 0 . 1 1 . 7 0 8 0 . 1 1 . 6 0 V G K . r h ä w s e d n a L . d r M n i n e h c o W 2 5 Tsd.St.
Vergleich Streubes. 2008 2009 Schluss Schluss Hoch Tief 6.11. 28.12.07 Hoch Tief Div. Rend. 7.11.
5,45 5,45 9,20 8,80 Aktientitel 26,64 27,50 28,21 26,60 3,20 –46,4 51,63 23,01 0,501x 1,82 2271
1 4 5 9 10 11 2 3 7 6 8
Tief Hoch Gesamt
Weitere Abkürzungen und wichtige Begriffe Weitere Abkürzungen und wichtige Begriffe Weitere Abkürzungen und wichtige Begriffe Weitere Abkürzungen und wichtige Begriffe
Quelle: DZ Bank AG
Crossrates
29.04. € $ ¥ £ sfr
€ 1,4828 120,38 0,8885 1,2856
$ 0,6742 81,1930 0,5992 0,8672
¥1) 8,3027 12,3145 7,3793 1067,68
£ 1,1250 1,6685 135,47 1,4467
sfr 0,7775 1,1531 93,6197 0,6910
1 Einheit, 1) 1.000 Einheiten;
Internationale Warenmärkte
Gold Währung 28.4. 29.4.
London 1-Unze 10:30 $ 1531,00 gs.
London 1-Unze 15:00 $ 1535,50 gs.
London 1-Unze 15:00 € 1034,36 gs.
Zürich 1-Unze 17:25 $ 1535,70 1541,50
Paris 1-kg-Barren € 33480,00 33370,00
Goldbörsen
Indizes
Titel Veränd. Proz.
27.4. 28.4.
Dow Jones-UBS Spot 509,92 505,70 -0,83
27.4. 28.4.
CRB Futures 677,13 677,97 +0,12
27.4. 28.4.
Moodys-Index 7407,07 7386,95 -0,27
28.4. 29.4.
Reuters-Index 3192,49 3187,01 -0,17
26.4. 27.4.
FTSE Gold (London) 3912,82 3939,78 +0,69
27.4. 28.4.
American Gold Bugs (HUI) 585,90 582,96 -0,50
(in EUR/MWh) 29.4. 30.4.
EEX Phelix Peak 56,45 43,24
EEX Phelix Base 45,09 53,47
APX Durchschnittspreis 55,31 52,63
GPI Peak 56,39 62,43
Energie
Benzin Rotterdam, SS, cif NWE, fob Ara
28.4. 29.4.
bleifr.95 Oktan,($/t) - - -
Normalbenzin,NY(ct/Gal) 27.4. 28.4.
bleifr. Mai - - -
Gasöl, Ldn ($/t) 28.4. 29.4. (17.25 h)
Mai 1028,50 1033,75 +0,51
Juni 1031,25 1036,50 +0,51
Juli 1033,25 1038,75 +0,53
Heizöl, NY (ct/Gal.) 27.4. 28.4.
Nr. 2 Mai 324,40 323,25 -0,35
Rohöl, Ldn ($/b) 27.4. 28.4.
Nordsee Brent, loco 125,64 126,40 +0,60
Nordsee Brent, Juni 124,81 125,47 +0,53
Nordsee Brent, Juli 124,43 125,14 +0,57
Nordsee Brent, August 124,20 124,65 +0,36
Rohöl WTI, NY ($/bar) 27.4. 28.4.
Juni 113,28 112,75 -0,47
Juli 113,81 113,24 -0,50
August 114,09 113,49 -0,53
Metalle
Aluminium, London ($/t) 27.4. 28.4.
Hochgr. Kassa 2740,00 2772,00 +1,17
Hochgr. 3 Monate 2749,50 2774,00 +0,89
Blei, London ($/t) 27.4. 28.4.
Kassa 2580,00 2531,00 -1,90
3 Monate 2530,50 2513,00 -0,69
Gold, NY ($/F.-Unze) 28.4. 29.4.
Juni 1531,20 1542,60 +0,74
August 1532,50 1543,40 +0,71
Kadmium, Ldn ($/lb) 28.4. 29.4.
Blöcke, 99,5 % 1,80 1,90 +5,56
Kobalt London ($/t) 27.4. 28.4.
Kassa 37300,00 37500,00 +0,54
3 Monate 37500,00 37000,00 -1,33
Kobalt, Ldn ($/lb) 28.4. 29.4.
ab Lag. Rdm. 99,9% 20,50 18,25 -10,98
Kupfer „A“, London ($/t) 27.4. 28.4.
Kassa 9348,50 9370,50 +0,24
3 Monate 9380,00 9390,50 +0,11
Umsatz (1 lot = 25 t) 103081 108439
Kupfer, NY (ct/lb) 27.4. 28.4.
Mai 425,45 425,35 -0,02
Juni 426,80 425,55 -0,29
Molybdän London ($/t) 27.4. 28.4.
Kassa 38200,00 38200,00 ±0
3 Monate 38500,00 38500,00 ±0
Molybdän-Ferro, Ldn ($/kg) 28.4. 29.4.
Lager Rotterdam 42,00 41,50 -1,19
Nickel, London ($/t) 27.4. 28.4.
Kassa 26350,00 26610,00 +0,99
3 Monate 26450,00 26610,00 +0,60
Palladium, Ldn ($/F.-Unze) 27.4. 28.4.
fr.Hdlpr. Kassa 754,00 777,00 +3,05
Palladium, NY ($/F.-Unze) 27.4. 28.4.
fr.Hdlpr. Kassa 760,00 783,00 +3,03
Juni 766,46 775,06 +1,12
Platin, Ldn ($/F.-Unze) 27.4. 28.4.
fr.Hdlpr. Kassa 1812,00 1835,00 +1,27
Platin, NY ($/F.-Unze) 27.4. 28.4.
fr.Hdlpr. Kassa 1816,00 1835,00 +1,05
Juni - 1838,80 -
Juli 1828,10 1844,90 +0,92
Rhodium, Ldn ($/F.-Unze) 28.4. 29.4.
Basisp., Johnson-Matthey 2275,00 2275,00 ±0
Silber, London (ct/F.-Unze) 27.4. 28.4.
Fixing Mittag 4530,00 4870,00 +7,51
Silber, NY (ct/F.-Unze) 27.4. 28.4.
Mai 4778,50 4832,00 +1,12
Juni 4783,50 4834,00 +1,06
H + H Ankaufspreis 4525,50 4853,00 +7,24
Wolfram, NY ($/stu) 28.4. 29.4.
m. 65% H.-Pr. 309,00 309,00 ±0
Wolframerz, Ldn ($/t-E) 28.4. 29.4.
m. 65% H.-Pr. 190,00 190,00 ±0
Zink, London ($/t) 27.4. 28.4.
Spez. Hochgr. Kassa 2232,50 2221,50 -0,49
Spez. Hochgr. 3 Mon. 2242,00 2235,50 -0,29
Zinn, London ($/t) 27.4. 28.4.
Kassa 32195,00 32275,00 +0,25
3 Monate 32275,00 32325,00 +0,15
Zinn, Pen. (USD/t) 28.4. 29.4.
ab Werk, prompt 32500,00 32500,00 ±0
Getreide, Öle und Genussmittel
Gerste, Winnipeg (can$/t) 27.4. 28.4.
Mai 200,00 200,00 ±0
Juli 205,00 205,00 ±0
Hafer, Chic. (ct/bu) 27.4. 28.4.
Mai 369,75 339,00 -8,32
Juli 380,00 350,00 -7,89
Kaffee, ICO-Indikator 26.4. 27.4.
tägl. Durchschnitt 241,28 241,08 -0,08
Kaffee, NY (ct/lb) 27.4. 28.4.
Kontrakt C Mai 295,50 298,60 +1,05
Kontrakt C Juli 296,15 299,20 +1,03
Kakao, NY ($/t) 28.4. 29.4.
Mai 3152,00 3330,00 +5,65
Juli 3173,00 3280,00 +3,37
Mais, Chic. (ct/bu) 27.4. 28.4.
Gelbm. Nr. 2 Mai 752,25 723,00 -3,89
Juli 759,25 729,25 -3,95
Schalterpreise 28.04.2011 29.04.2011
in Euro Ankauf Verkauf Ankauf Verkauf
Australien Nugget 1006,72 1081,48 1006,31 1080,84
Britannia bzw. Eagle 1006,72 1084,58 1006,31 1083,94
Maple Leaf / Nugget 1006,72 1081,48 1006,31 1080,84
Britannia 1/10 96,18 121,19 96,14 121,12
Maple Leaf 0,25 248,71 288,47 248,61 288,30
Nugget 1/2 502,42 562,62 502,21 562,29
Krüger-Rand 1006,72 1081,48 1006,31 1080,84
20-Mark-Stück 234,60 316,48 234,51 316,29
Vreneli 181,80 218,11 181,73 217,99
Philharmoniker 1006,72 1084,58 1006,31 1083,94
Sovereign (neu) 230,01 268,32 229,92 268,17
Platin Koala 1168,10 - 1175,04 -
Barrengold 1kg 32849,26 33549,35 32836,12 33529,47
Barrengold 10g 322,29 359,09 322,16 358,89
Barrensilber 1kg 1008,61 1317,72 1011,67 1321,37
Stand 11.30 Uhr Quelle: Deutsche Bank
Münzen, Barren
Edelmetalle (Euro)
Maisöl, NY 28.4. 29.4.
Mittelweststaaten 76,00 76,00 ±0
Orangensaft, NY (ct/lb) 27.4. 28.4.
Mai 171,85 174,10 +1,31
Juli 166,00 166,20 +0,12
Palmöl, Rdm ($/t) 28.4. 29.4.
Sumatra max. 5% cif 1155,00 1145,00 -0,87
Raps, MATIF (Euro/t) 28.4. 29.4.
Mai 470,00 456,50 -2,87
August 434,25 431,50 -0,63
Sojabohnen, Chic. (ct/bu) 27.4. 28.4.
Mai 1378,00 1350,25 -2,01
Juli 1384,50 1353,50 -2,24
Sojaöl, Rdm (Euro/t) 28.4. 29.4.
Niederl. roh fob Wk. 882,00 867,00 -1,70
Sojaöl, Chic. (ct/lb) 27.4. 28.4.
Mai 57,86 56,43 -2,47
Juli 58,41 56,93 -2,53
Sojaschrot, Chic. (ct/lb) 27.4. 28.4.
Mai 356,70 348,70 -2,24
Juli 361,80 354,20 -2,10
Sonnenblumenöl,Rdm ($/t) 28.4. 29.4.
jegl.Herk. ex Tank 1395,00 1395,00 ±0
Weizen, kan.Ex (c$/t) 27.4. 28.4.
CWRS,Atl.,13,5%,Nr.1 450,37 450,53 +0,04
Weizen, Chic. (ct/bu) 27.4. 28.4.
Weichweiz. Mai 777,00 743,00 -4,38
Weichweiz. Juli 812,00 777,50 -4,25
Zucker, NY (ct/lb) Rohz.Nr.11 27.4. 28.4.
Mai 24,55 23,92 -2,57
Juli 22,96 22,51 -1,96
26.4. 27.4.
ISO-Tagespreis (ct/lb) 23,76 23,56 -0,84
ISO-15 Tage-Durchschnitt 24,26 24,14 -0,49
Kautschuk, Fasern, Tierprodukte
Bauholz,Chic. ($/1000Bd.ft) 27.4. 28.4.
Mai 224,00 232,50 +3,79
Baumwolle, NY (ct/lb) 27.4. 28.4.
Nr.2 Mai 174,00 172,82 -0,68
Nr.2 Juli 153,39 152,02 -0,89
Häute, Chic. ($/pc) EXW 26.4. 27.4.
Heavy Native Steers 62/up 86,00 86,00 ±0
Kautschuk,Kua.Lu. (cM./kg) 28.4. 29.4.
SMR 5CV Oktober 1682,00 1650,50 -1,87
Kautschuk,Singap. (cS./kg) 28.4. 29.4.
RSS Nr.3 fob mal.H. Mai 555,00 545,00 -1,80
Juni 549,90 543,00 -1,25
Lebend-Rinder,Chic. (ct/lb) 27.4. 28.4.
April 117,28 117,15 -0,11
Juni 113,55 113,18 -0,33
Schlachtschweine,Chic. (ct/lb) 27.4. 28.4.
Mai 97,75 96,80 -0,97
Juni 96,70 96,50 -0,21
Schw.-bäuche,Chic. (ct/lb) 27.4. 28.4.
Mai 126,50 126,50 ±0
Wolle, Sydney (aus.cts/kg) 28.4. 29.4.
Juni 1054,00 1054,00 ±0
Für industrielle Verbraucher (ohne Mehrwertsteuer)
Gold* je kg 32530,00 35000,00 32590,00 35060,00
dgl. verarbeitet* je kg 36670,00 36730,00
Feinsilber* je kg 1015,60 1119,10 1028,30 1133,10
dgl. verarbeitet* je kg 1171,40 1186,10
Platin verarbeitet je g 41,69 42,29
Palladium verarbeitet je g 18,49 18,90
* Basis London Fixing Quelle: W.C.Heraeus GmbH
Preise in Euro/100 kg 28.04.2011 29.04.2011
Reinzinn 99,9% 2202,00 -
Elektrolytkupfer, DEL 640,37 - 642,67 -
MK Kupfer, Grade „A“ 732,39 730,35
Blei in Kabeln 191,62 -
Aluminium, 99,7% 207,00 -
Alu in Kabeln 233,09 -
Messing MS 58 I 524,00 - 531,00 530,00
Messing MS 58 II 573,00 - 574,00 550,00
Mess.Ms 63 (Draht) 554,00 - 556,00 -
Kupferlegierung SG-CuSi3 652,00 -
Metallbasis 94/6 861,00 858,00
Metallbasis 63/37 551,00 - 553,00 550,00 - 552,00
Deutsche NE-Metalle
Euribor neu Tagesgeld: Euro Overnight Index Average (Eonia) % (Vortag: 1,282%)
Prozent 28.04.11 29.04.11 28.04.11 29.04.11 28.04.11 29.04.11
1 Monat 1,22700 1,23700
2 Monate 1,26100 1,27000
3 Monate 1,37500 1,38500
4 Monate 1,47200 1,47900
5 Monate 1,56600 1,57300
6 Monate 1,66900 1,67500
7 Monate 1,74500 1,75100
8 Monate 1,81700 1,82200
9 Monate 1,90200 1,90900
10 Monate 1,97700 1,98300
11 Monate 2,04400 2,04900
12 Monate 2,12800 2,13200
Umsätze der deutschen Börse
Kurswert Anteil in %
alle Börsenplätze in Mio. Euro Xetra Parkett
27.04. 28.04. Ffm
Aktien im Dax 30 3409 5431 98,40 0,77
Aktien im M-Dax 509 517 96,91 1,17
Aktien im Tec-Dax 153 205 96,60 1,79
Terminmarkt (Stand: 17.25 Uhr) Put-Call-Ratio: 1,09
Aktienoptionen Put: 558224 Call: 511768
Anleihen Ausländischer Schuldner
Neue Euro-Anleihen
21.04. Geo Travel Finance EUR XS0618568389 175 100.000 10,375 100,000 01.05. 8 Caa1 / B- / - Goldman Sachs, CS Group, Societe Generale, UBS
21.04. UBI Banca EUR XS0618976582 1.000 100.000 4,125 99,881 11.10. 2,5 A1 / A / A Banca IMI, Goldman Sachs, Natixis, Societe Generale, UBS
21.04. Veneto Banca EUR XS0617329775 500 100.000 4,875 99,799 21.10. 2,5 - / BBB+ / A- Banca IMI, Deutsche Bank, ING, Natixis
26.04. NRW Bank EUR DE000NWB14J2 1.500 1.000 2,625 99,790 25.04. 3 Aa1 / AA- / AAA UniCredit, DekaBank
26.04. Region Valencia EUR XS0619202772 400 50.000 5,500 100,000 26.04. 2 A2 / A+ / - Barclays, BBVA, Caja Madrid, Deutsche Bank, La Caixa
27.04. ABN Amro EUR XS0619548216 1.228 100.000 6,375 99,603 27.04. 10 A1 / A- / A ABN Amro, Bank of America-Merrill Lynch, CS, Dt. Bank
27.04. Hamburg EUR DE000A1E8K82 500 1.000 D)+14 100,000 27.04. 4 - / - / - HSBC, LBBW, UBS, WGZ Bank
28.04. Ideal Standard EUR XS0619611352 250 100.000 11,750 100,000 01.05. 7 Caa1 / - / B+ Goldman Sachs, Deutsche Bank
28.04. Schiphol Nederland EUR XS0621167732 438 100.000 4,430 100,000 28.04. 10 A1 / A / - Deutsche Bank, ING, RBS
29.04. Red Electrica EUR XS0619706657 300 100.000 4,875 99,814 29.04. 9 - / - / - Barclays, Citigroup, Bank of America Merrill Lynch, BBVA
30.04. Boparan 16) EUR XS0618540883 340 100.000 9,750 99,380 17.04. 7 Ba3 / B+ / - Goldman Sachs
15.05. ALBA Group EUR DE000A1KQ177 203 100.000 8,000 98,669 15.05. 7 B1 / BB- / - Dt. Bank, Commerzbank, IKB, UniCredit, WestLB
Wäh- Betrag Mindest- Ausg. Zins-
Valuta Emittent rung ISIN (Mio) anlage Zins Kurs % term. Laufz. Ratings Konsortialführer
C) =Dreimonats-Kanada-Dollar-Interbankensatz; D) =Dreimonats-Euribor; E) =Einmonats-Euribor; J) =Einjahres-Euribor; K) =Dreimonats-Libor; L) =Einmonats-Libor; M) =Mid Swaps; N) =Eonia; S) =Sechsmonats-
Euribor; U) =Dreimonats-Dollar-Interbankensatz; 1) Pfandbrief; 2) Wandelanleihe; 3) Variabel verzinst; 4) Zinssatz zunächst fest,dann variabel; 5) Stufenzinsanleihe (steigende Zinsen); 6) Stufenzinsanleihe (fallende
Zinsen); 7) Nullkuponanleihe; 8) Volumen, Zinsausstattung, Laufzeit oder Tilgung mit besonderen Elementen; 9) In mehreren Tranchen mit unterschiedlichen Ausstattungsmerkmalen; 10) Ohne feste Endlaufzeit;
11) Vorzeitig kündbar; 12) Aufstockung einer früheren Anleihe; 13) Monatlich; 14) Vierteljährlich; 15) Halbjährlich; 16) Teil einer auf verschied. Währungen lautenden Anleihe; 17) Asset Backed Security
(ABS - durch Aktiva besicherte Anleihen) (Zusammenstellung: Dow Jones)
Der unerwartet kräftige Preisanstieg im Euro-
raum hat den Euro am Freitag gestützt und die
Kurse für Bundesanleihen belastet. Die Gemein-
schaftswährung kostete am frühen Abend
1,4823 Dollar und bewegte sich damit in der
Nähe ihres am Donnerstag erreichten 17-Mo-
natshochs. Die Europäische Zentralbank (EZB)
setzte den Referenzkurs auf 1,4860 (Donners-
tag: 1,4794) Dollar fest. Der Dollar kostete da-
mit 0,6730 (0,6760) Euro.
Für den Euro spricht die Erwartung eines grö-
ßer werdenden Zinsgefälles: In den Vereinigten
Staaten setzt die Notenbank Fed wegen der
schleppenden Konjunktur ihre Nullzinspolitik
fort. Dagegen erwarten die Investoren in Euro-
pa eine weitere Leitzinserhöhung durch die
EZB. Darauf deuten die jüngsten Inflationszah-
len aus dem Währungsraum. Die Verbraucher-
preise im Euroraum haben sich im April gegen-
über dem Vorjahresmonat um 2,8 Prozent er-
höht. Die EZBhält eine Inflationsrate von maxi-
mal 2 Prozent als noch vereinbar mit Preisstabi-
lität. „Zahlen wie diese tragen zu der Sicht bei,
dass wir uns in einem inflationären Umfeld be-
finden und die EZB die Zinsen möglicherweise
stärker anhebt, als dies derzeit eingepreist ist“,
erwartet Unicredit-Analyst Kornelius Purps.
„Solange wir keine Daten bekommen, die eine
ernste Debatte über eine geldpolitische Straf-
fung durch die Federal Reserve rechtfertigen,
wird der Dollar unter Druck bleiben“, sagt Sean
Callow, Devisenstratege von Westpac Banking.
Am Rentenmarkt legte der Bund-Future um
23 Stellen auf 122,90 Prozent zu. Die Rendite
der zehnjährigen Bundesanleihe stieg auf 3,267
(3,262) Prozent. Die Umlaufrendite öffentlicher
Anleihen ging auf 3,05 (3,07) Prozent zurück.
Nach Einschätzung von Purps liegen die Rendi-
ten deutscher Staatsanleihen aufgrund der wahr-
scheinlichen geldpolitischen Straffung um 25
bis 30 Basispunkte zu niedrig.
maf./Reuters/Bloomberg
Inflationsdaten lassen Zinserwartungen steigen
Fonds Anzeige
Name Whrg. Ausg. Rückn. Zwg. Aktg.
/Img.
* Preise vom Vortag/letzt verfügbar 29.04.11
Name Whrg. Ausg. Rückn. Zwg. Aktg.
/Img.
* Preise vom Vortag/letzt verfügbar 29.04.11
Name Whrg. Ausg. Rückn. Zwg. Aktg.
/Img.
* Preise vom Vortag/letzt verfügbar 29.04.11
Name Whrg. Ausg. Rückn. Zwg. Aktg.
/Img.
* Preise vom Vortag/letzt verfügbar 29.04.11
Name Whrg. Ausg. Rückn. Zwg. Aktg.
/Img.
* Preise vom Vortag/letzt verfügbar 29.04.11
Name Whrg. Ausg. Rückn. Zwg. Aktg.
/Img.
* Preise vom Vortag/letzt verfügbar 29.04.11
Name Whrg. Ausg. Rückn. Zwg. Aktg.
/Img.
* Preise vom Vortag/letzt verfügbar 29.04.11
Name Whrg. Ausg. Rückn. Zwg. Aktg.
/Img.
* Preise vom Vortag/letzt verfügbar 29.04.11
Fortsetzung nächste Seite
INVESTMENTFONDS
1. SICAV
EuroAdvEquties AP.............EUR* 107,76 102,63 0,00 11,19
EuroAdvStratBd AP ............EUR* 108,88 105,71 2,29 0,00
Aberdeen Immobilien KAG
DEGI EUROPA.....................EUR* 39,85 37,95 0,24 -17,98
DEGI GE BUSINES ..............EUR* 97,66 97,66 0,06 0,00
DEGI GL BUSINES ..............EUR* 75,78 75,78 0,46 -30,99
DEGI Internat. ....................EUR* 46,39 44,18 0,06 -3,74
Adviser I Funds Sicav
Alb&Cie Optiflex.................EUR* 96,46 91,87 0,00 -1,72
Alb&Cie Optirent ................EUR* 100,36 97,44 0,23 0,04
Alb&Cie Optiselect .............EUR* 173,44 165,18 0,00 27,10
AHW Top-Div.Int. ................EUR* 54,56 51,42 0,00 -63,68
AHW Top-Div.Int.B..............EUR* 59,72 57,29 0,00 -42,88
AHW Top-Div.Int.C..............EUR* 59,29 57,45 0,00 -41,18
AC Alt-PharosEvol ..............EUR* 75,20 71,62 0,00 -1,30
AC Arabia Inside ................EUR* 90,46 88,69 0,00 -3,66
AC RiskPar.12 EURA ..........EUR* 142,32 135,54 0,00 0,00
AC Triple Alp.FI A ...............EUR* 100,62 98,65 0,04 -0,07
David Fund - One ..............EUR* 108,89 103,70 0,74 -6,31
IVP-Global Wachstum.........EUR* 9,15 8,71 0,00 18,19
IVP-Globale Werte..............EUR* 14,89 14,18 0,04 35,15
NV Strat-Kons. P................EUR* 55,14 53,53 0,07 4,73
NV Strat-Kons. POA............EUR* 47,47 47,47 0,04 -1,90
NV Strat-Kons. POT............EUR* 48,27 48,27 0,04 -3,25
OneWorld Tactics ...............EUR* 38,20 36,38 0,02 0,18
Ourworld-Mezzo ................EUR* 96,81 92,20 0,00 -5,89
Ourworld-Piano..................EUR* 83,51 79,53 0,00 -2,04
Alger Fund
Alger La. C.Gr. B ................USD* 11,42 11,42 0,00 nv.
Alger M.Cap Gr. B ..............USD* 6,53 6,53 0,00 nv.
Alger SmallCap B...............USD* 7,41 7,41 0,00 nv.
Alger SICAV
Am. Asset Gr. A..................USD* 32,96 30,98 0,00 49,40
China US Gwth Cls A..........USD* 15,99 15,03 0,00 29,71
La. C. Fd A.........................USD* 8,39 7,88 0,00 27,20
M. Cap Fd A.......................USD* 12,87 12,10 0,00 36,36
Sm.Cap Fd A......................USD* 11,26 10,59 0,00 49,65
Adifonds ............................EUR* 80,97 77,11 0,00 -8,83
Adirenta P..........................EUR* 13,33 12,94 0,28 0,00
Adireth...............................EUR* 82,75 80,34 1,26 0,13
Adiselekt ...........................EUR* nv. 172,34 0,00 50,13
Adiverba ............................EUR* 91,50 87,14 0,00 -79,68
Akt Dtschld AE...................EUR* 132,54 126,23 0,00 23,69
Akt Europ AE......................EUR* 62,95 59,95 0,00 -33,92
Concentra AE.....................EUR* 69,52 66,21 0,00 26,17
Europazins AE....................EUR* 45,65 44,32 0,49 0,00
Fl Rentenfd AE...................EUR* 72,38 69,93 1,52 3,86
Flex Eur Ba AE...................EUR* 56,04 53,88 0,21 2,03
Flex Eur Dy AE...................EUR* 56,87 54,16 0,00 -8,61
Flexi Immo A......................EUR* 109,06 104,87 3,70 -0,50
Fondak P ...........................EUR* 121,65 115,86 0,00 31,90
Fondirent ...........................EUR* 39,78 38,62 0,00 0,00
Geldmarkt AE.....................EUR* 49,84 49,84 0,86 0,00
Geldmkt SP AE...................EUR* 50,49 50,49 0,76 0,00
Industria AE .......................EUR* 79,01 75,25 0,00 -23,89
Interglobal AE ....................EUR* 149,65 142,52 0,00 -52,94
Kapital + AE ......................EUR* 46,69 45,33 0,46 7,50
Mobil-Fonds AE .................EUR* 54,21 53,15 0,98 0,00
Nebenw DE AE...................EUR* 154,49 147,13 0,00 66,28
RCM Reale Werte A............EUR* 54,96 52,85 0,20 1,71
Rentenfonds AE .................EUR* 73,69 71,89 1,44 0,00
Rohstofffonds AE ...............EUR* 138,74 132,13 0,00 66,32
Thesaurus ATE...................EUR* 588,15 560,14 0,00 42,17
Vermögenb DE AE..............EUR* 120,86 115,10 0,00 32,00
Wachst Eurld AE ................EUR* 65,35 62,24 0,00 -11,04
Wachst Europ AE ...............EUR* 68,52 65,26 0,00 14,91
Allianz Global Investors Luxembourg S.A.
Abs Ret ATE.......................EUR* 111,93 106,60 0,54 -2,11
AGIF B St E IE....................EUR* 9,41 9,41 0,00 -4,00
AGIF EuBd AE ....................EUR* 10,10 9,81 0,08 0,00
AGIF Eu EqD ATE................EUR* 180,89 172,28 0,00 34,92
AGIF Gl AgTr AE..................EUR* 126,05 120,05 0,00 14,86
AGIF GlEcoT AE..................EUR* 84,14 80,13 0,00 -22,82
All Comm Stra A ................EUR* 119,79 114,09 0,00 -0,62
Bond Pf .............................EUR* 1170,54 1114,80 7,36 0,00
Eur Bd TR AE .....................EUR* 57,24 55,57 0,43 0,00
Europe 25 ATE...................EUR* 104,80 99,81 0,31 1,51
Fondak Euro.A(EUR) ...........EUR* 47,06 44,82 0,00 -11,61
Fondak Wait or Go .............EUR* 70,95 67,57 0,00 51,01
Mlt.AsiaAct.A(EUR) .............EUR* 50,38 47,98 0,00 -4,80
Nik.Bel.Gl.AT(EUR) .............EUR* 109,42 104,21 0,00 22,01
Oriental Income AT ............EUR* 120,50 114,76 0,20 12,44
RCM BRIC Equity AT...........EUR* 95,82 91,26 0,00 0,00
RCM EM.MrktsA(EUR) ........EUR* 405,96 386,63 0,00 58,93
RCM Enh ST Euro AT .........EUR* 106,23 106,23 0,90 0,00
Sm.Cap Europa AE.............EUR* 112,77 107,40 0,00 60,30
Allianz Global Investors Ireland Ltd.
Emg Mrkt Bd AE ................EUR* 60,72 58,95 0,94 0,00
Gl Emg Mrkt AE .................EUR* 41,65 39,67 0,00 67,85
US Eq AE ...........................EUR* 45,48 43,31 0,00 39,17
Alte Leipziger Trust
AL Trust €uro Relax ...........EUR* 50,55 49,08 0,32 -0,17
€uro Short Term.................EUR* 48,40 47,92 0,65 0,00
Aktien Deutschland............EUR* 89,62 85,35 0,00 -3,52
Trust Aktien Europa............EUR* 46,26 44,06 0,00 -50,90
Trust €uro Cash .................EUR* 48,28 48,28 0,57 0,00
Trust €uro Renten..............EUR* 42,09 40,86 0,75 0,00
Trust Global Invest .............EUR* 53,20 50,67 0,00 -63,44
AAA MAP Rend.AMI P ........EUR* 109,00 103,81 0,40 -7,10
AAA MAP Sich.AMI P .........EUR* 101,96 98,99 1,72 5,09
Aktiv Trend Glbl AMI...........EUR* 102,51 97,63 3,86 1,40
AktivTrendGlAMI Pa............EUR* 99,66 94,91 1,64 4,27
Alpha select AMI ................EUR* 22,51 21,44 0,00 6,63
Conq.Bhv.Fin. AMI ..............EUR* 10,20 9,71 0,00 -9,94
CQUAD.ArtsTRGIAMI ..........EUR* 98,61 93,91 0,00 94,23
CQUAD.StratAusgAMI.........EUR* 53,64 50,72 0,00 12,66
CT Welt Pf AMI Pt...............EUR* 104,96 99,96 0,00 0,67
CT Welt Portf. AMI ..............EUR* 36,48 34,74 0,05 25,28
DC Value One AMI Pt..........EUR* 111,44 106,13 0,00 6,72
EuropEqMinVar AMI ...........EUR* 73,34 69,85 0,00 -13,80
GALIPLAN Akt.G.AMI ..........EUR* 98,60 93,90 0,00 9,38
Gen InvEuAk.AMI Pt ...........EUR* 106,52 101,45 0,00 67,52
Gen.In.7:3 V AMI Pt ............EUR* 112,00 108,21 0,27 3,67
Gerl EuroAktVC10Pt ...........EUR* 106,33 103,23 0,00 3,52
GerlPf MuETFStr Pa ...........EUR* 19,79 19,21 0,19 -77,22
Gerling AS..........................EUR* 36,14 34,58 0,17 -39,44
Gerling Balanced 3 ............EUR* 126,60 120,57 0,96 10,83
Gerling Flex .......................EUR* 35,64 34,02 0,17 -29,95
Gerling Global ....................EUR* 17,06 16,44 0,15 0,00
Gerling Kompakt P(t)..........EUR* 142,93 136,12 0,27 27,14
Gerling Massiv...................EUR* 110,71 105,44 3,76 0,75
Gerling Money Sav.............EUR* 57,07 57,07 0,20 0,00
Gerling Pf.Tend Pt ..............EUR* 20,20 19,61 0,21 21,48
Gerling Pf.Tot.Ret...............EUR* 97,86 94,10 1,40 -9,73
Gerling Rendite..................EUR* 19,73 19,16 0,22 0,00
Gerling Reserve .................EUR* 51,35 51,09 0,52 0,00
Gerling Vario P(a) ...............EUR* 24,61 23,66 0,10 -9,58
Gerling Zukunft..................EUR* 6,75 6,46 0,00 -201,81
GerlingEuroStar 50 ............EUR* 37,36 37,36 0,00 20,45
GerlPf Real Estate..............EUR* 110,70 105,43 1,88 -0,40
GFS Strat IV AMI ................EUR* 119,06 113,39 0,00 4,59
Gl.Min.Varianz AMI.............EUR* 51,20 48,76 0,00 -17,36
Glob.ETF Aktien Pa ............EUR* 9,76 9,48 0,00 2,43
Golden Gate Global ............EUR* 7,73 7,43 0,02 -86,97
HeLa AMI P(t).....................EUR* 115,38 109,89 0,15 -6,88
HSSB Vermögensb. I ..........EUR* 9,53 9,21 0,06 -47,29
HSSB Vermögensb.II ..........EUR* 8,18 7,79 0,00 -9,18
JF M-Rentenf.AMI I............EUR* 34,80 34,80 0,18 0,00
JF Renten W. .....................EUR* 103,06 101,04 2,01 0,00
JF-Mittelst.Rent P..............EUR* 35,78 34,74 0,14 0,00
Kapit.Tot.Re.AMI P .............EUR* 97,91 95,06 0,81 -34,75
KAPITAL PROZINS..............EUR* 23,29 22,29 1,08 0,00
Kapitalauf.+ AMI P.............EUR* 79,49 77,17 0,89 -159,16
Kapitalauf.AMI P ................EUR* 81,16 78,80 0,43 -106,15
Kirch.Verm.III AMI ..............EUR* 105,75 104,70 0,00 40,25
Kirchröder 1 AMI................EUR* 86,95 86,09 0,82 -10,25
Lacore AA.AMI It ................EUR* 1000,37 1000,37 3,74 2,20
Nachhaltig.Renten .............EUR* 95,41 95,41 0,89 0,00
NV Str.Stif.AMI Pt ...............EUR* 100,27 100,27 0,38 0,47
NV Strat Q PI AMI PO.........EUR* 94,56 94,56 1,58 359,38
NV Strat Stift AMI...............EUR* 109,93 106,73 0,68 -2,92
NV Strat.Q.Pl. AMI ..............EUR* 117,19 111,61 2,45 -32,57
PF Glob ETF Aktien ............EUR* 16,53 16,05 0,02 -29,95
RBV- VV AMI ......................EUR* 91,29 86,94 0,36 -20,12
Responsibility Fds..............EUR* 93,40 88,95 0,49 -7,75
Sherpa Abs.Ret.AMI ...........EUR* nv. 96,22 nv. nv.
terrAssi.Akt.I AMI ...............EUR* 14,60 13,97 0,00 -69,15
terrAssisi Renten I AM .......EUR* 100,69 100,19 0,83 0,00
TOP TREND AMI .................EUR* 115,80 110,29 0,49 -10,68
TOP TREND Evo AMI P .......EUR* 105,91 101,84 0,00 6,98
Val. Intell.Fd AMI ................EUR* 108,11 108,11 0,02 7,15
Vario Fonds P(t) .................EUR* 104,92 100,88 0,02 1,63
Zan.Eu.Cor.B.AMI I .............EUR* 101,66 101,66 1,99 0,00
Zan.Eu.Cor.B.AMI P............EUR* 103,56 101,53 0,84 0,00
Zantke Eu.HY AMI Ia ..........EUR* 108,63 108,63 1,95 0,00
Zantke Eu.HY AMI Pa .........EUR* 110,72 108,55 1,88 0,00
APO-Bank / INKA Intern. KAG
APO Vivace INKA................EUR* 50,32 48,38 0,53 -15,79
Forte Dachfd......................EUR* 42,64 41,00 0,00 10,21
Geldmarkt Plus ..................EUR* 48,71 48,71 0,00 0,00
Mezzo Dachfd....................EUR* 49,50 48,06 0,25 0,55
Piano Dachfd. ....................EUR* 55,57 54,48 0,45 3,76
Rendite Plus ......................EUR* 48,55 47,60 1,14 0,00
Trend Selekt ......................EUR* 32,30 31,36 0,00 -70,79
Akrobat Europa..................EUR* 160,71 153,06 0,00 43,81
Akrobat Value ....................EUR* 105,97 100,92 0,00 27,50
Altera Securtity A...............EUR* 40,83 38,70 0,00 -9,20
BLACK FERRYMAN.............EUR* 110,78 105,24 0,00 7,02
GREIFF Special Value I .......EUR* 110,79 105,51 0,00 16,85
GREIFF Special Value P......EUR* 108,58 103,41 0,00 16,83
M AXX Absolut Return.......EUR* 98,25 93,57 0,00 10,52
M AXX ImPULS 1 ..............EUR* 31,03 29,84 0,09 -3,64
M AXX InCap Taurus ..........EUR* 67,53 64,31 0,00 38,19
M AXX Platinum.................EUR* 103,01 97,18 0,42 4,80
M AXX RCS Universal........EUR* 117,74 112,13 0,37 3,45
smart-invest Helios............EUR* 47,19 44,83 0,00 8,23
smart-invest Proteus .........EUR* 29,37 27,90 0,00 0,68
smart-invest Superfd........EUR* 30,47 28,95 0,00 14,82
TELOS Momentum Select ..EUR* 56,46 53,77 0,00 3,50
www.baloise-fund-invest.com Tel.: 0041 58285 7032
BFI Activ R.........................CHF* 111,12 106,85 1,20 2,21
BFI Activ R.........................EUR* 58,95 56,68 0,33 0,52
BFI Cap.Protect R ..............CHF* 11,71 11,20 0,01 -0,53
BFI Cap.Protect R ..............EUR* 11,84 11,33 nv. -4,04
BFI Cap.Protect Pl.R...........EUR* 10,75 10,28 0,06 -7,91
BFI Dynamic R...................CHF* 93,57 89,97 0,32 -10,59
BFI Dynamic R...................EUR* 48,45 46,59 0,03 -5,98
BFI Equity Fund R..............EUR* 122,97 117,68 nv. -6,34
BFI EuroBond R .................EUR* 71,52 69,43 0,65 -0,00
BFI InterStock R.................CHF* 66,73 63,55 nv. -21,61
BFI EuroStock R.................EUR* 35,28 33,60 nv. -23,00
BFI Opport.Fund R .............CHF* 9,02 8,59 nv. -18,09
BFI Opport.Fund R .............EUR* 9,22 8,78 nv. -18,09
BFI Progress R...................CHF* 107,76 103,61 0,91 1,47
BFI Progress R...................EUR* 56,95 54,76 0,11 0,77
BFI Swissfr.Bond R ............CHF* 109,79 106,59 0,53 -0,13
BFI SwissStock R...............CHF* 86,21 82,11 nv. 9,96
Bank für Sozialwirtschaft AG
BfS Nachhaltigkeit. ............EUR* 46,75 45,39 0,44 -1,16
BFS-EuroRent.D 54............EUR* 48,00 46,60 0,46 0,00
Bantleon Cash (IA) .............EUR 98,81 98,81 1,19 0,00
Bantleon Corpor.IA.............EUR 97,88 97,88 1,91 0,00
Bantleon Dynamic IA .........EUR 91,78 91,78 0,98 0,00
Bantleon Opp. L IA.............EUR 128,58 128,58 1,17 0,00
Bantleon Opp. L IT.............EUR 142,33 142,33 1,29 0,00
Bantleon Opp.L PA.............EUR 101,37 101,37 0,56 0,00
Bantleon Opp.L PT.............EUR 101,56 101,56 0,57 0,00
Bantleon Opp. S IA.............EUR 112,33 112,33 1,27 0,00
Bantleon Opp. S IT.............EUR 124,56 124,56 1,41 0,00
Bantleon Opp.S PA.............EUR 99,43 99,43 0,89 0,00
Bantleon Opp.S PT.............EUR 99,85 99,85 0,89 0,00
Bantleon Return IA.............EUR 105,46 105,46 1,34 0,00
Bantleon Return IT.............EUR 96,18 96,18 1,17 0,00
Bantleon Return PA............EUR 97,42 97,42 1,08 0,00
Bantleon Return PT............EUR 95,90 95,90 1,06 0,00
Bantleon Strat. IA...............EUR 98,66 98,66 1,26 0,00
Bantleon Strat. IT...............EUR 98,25 98,25 1,17 0,00
Bantleon Strat. PA..............EUR 96,89 96,89 1,08 0,00
Bantleon Trend IA ..............EUR 101,78 101,78 1,26 0,00
Bantleon Trend IT...............EUR 95,45 95,45 1,18 0,00
Bantleon Yield IA................EUR 98,26 98,26 1,60 0,00
Bantleon Yield PA...............EUR 97,64 97,64 1,43 0,00
Bantleon Yield PT...............EUR 96,97 96,97 1,37 0,00
Berenberg Lux Invest S.A.
Balance Select...................EUR* 65,76 62,33 0,00 12,25
Globalway Fonds ...............EUR* 52,45 49,72 0,00 30,40
BNY Mellon Service KAG
antea.................................EUR* 74,88 71,31 1,18 19,38
Balanced ...........................EUR* 54,57 51,97 0,27 13,24
BHW Laz.Short T.Pl ............EUR* 47,47 46,54 10,00 0,00
Eur.Prot.2012Extra.............EUR* 52,34 49,85 0,00 0,00
Europa...............................EUR* 39,70 37,81 0,00 -47,45
Eurorent ............................EUR* 53,61 52,05 0,70 0,00
Gl. Protect 2012 ................EUR* 51,67 49,21 0,00 0,00
Megatrend.........................EUR* 47,64 45,37 0,00 31,13
Protect 2013 D..................EUR* 50,97 48,54 0,00 0,00
Triselect.............................EUR* 47,85 45,57 0,04 -4,06
C&P Funds (Creutz & Partners)
C&P ClassiX.......................EUR* 33,26 31,98 0,00 -0,29
C&P QuantiX......................EUR* 47,24 45,42 0,00 -0,29
ARTS Best Mom. T.............EUR* 209,78 199,79 0,00 nv.
ARTS TotR Bal. T................EUR* 165,92 158,02 1,37 nv.
ARTS TotR.Dyn. T...............EUR* 176,35 167,95 0,00 nv.
CQ ARTS TotR.Gara. ...........EUR* 122,30 116,48 0,00 nv.
C-Quad.ARTS TR Fl.T.........EUR* 101,17 96,35 0,00 -0,84
Caso Asset Management S.A.
Plutos Internat.F.................EUR* 88,01 83,82 0,74 79,17
Plutos MultiChance............EUR* 50,13 47,74 0,44 24,60
Plutos T-VEST Fund ...........EUR* 57,74 54,99 1,00 16,94
CASTELL BANK
Castell Concept .................EUR* 103,73 100,71 0,00 9,52
Catella Real Estate AG KAG
BouwfondsEuropResid.......EUR* 10,51 10,51 0,06 0,24
Catella MAX.......................EUR* 10,82 10,30 0,00 0,00
Focus HealthCare ..............EUR* 10,85 10,33 0,01 0,00
FocusNordicCities ..............EUR* 10,69 10,69 0,13 7,77
Commerz Real
hausInvest .........................EUR 44,99 42,85 0,16 2,15
CONREN
CONREN Fortune................EUR* 108,65 103,48 0,00 -5,58
CPB Immobilien KAG
Const.Real Est.A ................EUR 122,00 118,45 0,05 0,00
Craton Capital
Auricos Abso. Re................EUR* nv. 40,36 0,00 -0,55
Global Resources...............USD* nv. 253,85 0,00 -6,51
Precious Metal...................USD* nv. 376,69 0,00 -1,57
Ren.Alt.&Sust.Res..............USD* nv. 127,44 0,00 7,10
The European Equ O..........EUR* nv. 90,60 0,00 2,10
AC RiskPar. 7 EURA............EUR* 125,41 119,44 0,00 0,00
Convert. Europe.................EUR* 163,44 163,44 0,62 -1,16
Convert. Far East ...............EUR* 1669,80 1669,80 0,00 11,80
C.S.FD-F.I.CYC.I.B..............EUR* 99,44 99,44 0,57 0,00
CSEF(L)Gl.Val.R CH ............CHF* 10,73 10,22 0,00 9,30
CSEF(L)Gl.Val.R US ............USD* 11,29 10,75 0,00 7,62
DJ Indus.Average ..............USD* 129,66 125,88 0,00 17,60
EuroStoxx 50.....................EUR* 101,20 98,25 0,00 7,48
Infrastructure R .................EUR* 8,48 8,08 0,00 -24,83
Man AHL Trend EUR D .......EUR* nv. 103,84 0,00 0,00
Credit Suisse Asset Management KAG mbH
CS EUROREAL....................EUR* 62,18 59,22 0,11 1,94
CS MACS Absolut P ...........EUR* 106,88 106,88 2,08 2,03
CS MACS Classic 20B........EUR* 115,99 108,40 1,69 4,84
CS MACS Classic 20P........EUR* 108,56 108,56 2,67 3,82
CS MACS Classic 35B........EUR* 114,10 106,64 1,24 1,65
CS MACS Classic 35P........EUR* 104,00 104,00 1,96 3,23
CS MACS Classic 50P........EUR* 101,41 101,41 1,85 7,12
CS MACS Dynamic B.........EUR* 129,63 121,15 0,75 7,96
CS MACS Dynamic P .........EUR* 107,38 107,38 1,19 -5,00
CS MACS EuDivVal.P..........EUR* 88,45 88,45 0,00 -20,29
CS MACS Funds 20 P ........EUR* 106,68 106,68 1,43 -1,84
CS MACS Funds 35 P ........EUR* 103,97 103,97 0,92 -4,67
CS MACS Funds 50 P ........EUR* 98,57 98,57 1,19 -5,17
CS MACS Glob. Eq. P .........EUR* 94,90 94,90 0,08 9,23
CS Vario St.&Bo.Pl .............EUR* 105,31 101,26 0,47 -0,28
Germ. Vario MACS 2 ..........EUR* 103,78 103,78 1,20 3,69
Germ. Vario MACS 3 ..........EUR* 115,48 115,48 1,83 9,21
CSAM Immobilien Kapitalanlageges. mbH
Property Dynamic ..............EUR* 109,52 109,52 0,11 0,00
DAVIS FUNDS SICAV
Financial Fd A....................USD* 17,08 16,10 0,00 13,41
Opportunities Fd.A.............USD* 26,57 25,04 0,00 32,23
Real Estate Fd A ................USD* 16,07 15,15 0,00 32,84
Value Fund A .....................USD* 31,15 29,36 0,00 17,34
DJE Inv.Karitativ.................EUR 1328,33 1253,14 20,29 14,91
DJE Inv.Lux Select .............EUR 196,27 186,92 0,40 8,44
DJE Inv.Primus ..................EUR 2307,34 2176,74 44,81 36,12
DJE INVEST-StiftRI .............EUR 10,50 10,24 0,26 0,00
DJE INVEST-Vario P ...........EUR 1079,43 1018,33 1,97 -4,18
DJE Vermögensm I ............EUR 110,61 109,51 0,00 9,26
DJE Vermögensm P ...........EUR 110,76 105,49 0,00 9,05
DJE-Absolut I.....................EUR 242,99 242,99 0,00 30,53
DJE-Absolut P ...................EUR 243,50 231,90 0,00 31,63
DJE-Absolut XP .................EUR 99,81 99,81 0,00 -5,38
DJE-Ag&Ernährung I ..........EUR* 126,51 126,51 0,00 23,88
DJE-Alpha Global I .............EUR 210,40 210,40 0,00 31,92
DJE-Alpha Global P............EUR 207,28 199,31 0,00 32,89
DJE-Asien Hi D XP.............EUR 147,38 147,38 0,00 30,81
DJE-Asien High D I ............EUR* 145,97 145,97 0,00 30,82
DJE-Asien High D P...........EUR 149,97 142,83 0,00 31,08
DJE-Div&Sub I ...................EUR 260,05 260,05 0,00 42,47
DJE-Div&Sub P..................EUR 255,92 243,73 0,00 43,78
DJE-Div&Sub XP................EUR 153,31 153,31 0,00 26,25
DJE-Div&Sub.IH-CHF .........CHF 114,23 114,23 0,00 12,90
DJE-Gold&Ressour I ..........EUR 235,97 235,97 0,00 42,65
DJE-Gold&Ressour P .........EUR 239,22 227,83 0,00 42,34
DJE-InterCash I .................EUR 125,28 125,28 1,55 0,00
DJE-InterCash P ................EUR 125,61 124,37 1,39 0,00
DJE-Real Estate I...............EUR* 934,93 925,67 20,34 5,64
DJE-Real Estate P..............EUR* 9,29 8,85 0,10 2,70
DJE-Renten Glob I .............EUR 142,03 142,03 3,82 0,25
DJE-Renten Glob P ............EUR 140,90 138,14 2,30 0,20
DJE-Renten Glob XP ..........EUR 120,07 120,07 4,22 -0,49
DJE-Zins&Divid I................EUR 98,77 98,77 0,00 -0,72
DJE-Zins&Divid XP.............EUR 99,06 99,06 0,15 -0,66
Gamma Concept ................EUR 192,28 184,88 7,99 38,36
GoldPort Stab.Fd.P.............CHF 127,13 121,08 2,88 5,51
LuxPro-Euro Rent I ............EUR 1028,46 1003,38 18,49 0,00
LuxTopic-Akt.Eu B .............EUR 976,36 976,36 0,00 -0,07
LuxTopic-Aktien Eu A.........EUR 18,76 17,87 0,00 6,07
LuxTopic-Bk.Schill .............EUR* 15,75 15,00 0,11 17,12
LuxTopic-Cosmopoli ..........EUR 155,65 148,24 0,54 21,19
LuxTopic-Flex ....................EUR 157,37 149,88 0,00 16,37
LuxTopic-Pacific P .............EUR 21,82 20,78 0,03 34,58
LuxTop-VPEPentagon.........EUR* 3,58 3,41 0,00 -12,43
AriDeka .............................EUR* 54,59 51,86 0,00 -60,13
ARIDEKA TF .......................EUR* 138,61 138,61 0,00 24,65
BasisIndustrie CF...............EUR* 64,65 62,31 0,00 34,78
BasisIndustrie TF ...............EUR* 56,52 56,52 0,00 33,28
bAV Fonds .........................EUR* 26,25 25,55 0,00 -28,43
BerolinaRent EUR...............EUR* 36,66 35,38 0,31 -8,89
BonusStrategie 3y .............EUR* 79,67 78,49 0,00 0,00
BR Aktien 100 ...................EUR* 39,09 37,77 0,00 -10,93
BR Aktien 20 .....................EUR* 51,39 49,65 0,52 0,10
BR Aktien 35 .....................EUR* 49,42 47,75 0,00 0,53
BR Aktien 45 .....................EUR* 48,47 46,83 0,07 -1,71
BR Aktien 55 .....................EUR* 47,50 45,89 0,00 -3,83
BR Aktien 75 .....................EUR* 45,22 43,69 0,23 -3,89
BR Aktien 85 .....................EUR* 42,46 41,02 0,00 -11,53
BW Portfolio 20..................EUR* 42,01 41,19 0,48 -4,22
BW Portfolio 40..................EUR* 40,90 40,10 0,53 -10,80
BW Portfolio 75..................EUR* 37,26 36,53 0,16 -11,90
BW Zielfonds 2020 ............EUR* 34,75 34,07 0,31 -17,75
BW Zielfonds 2025 ............EUR* 33,64 32,98 0,13 -20,58
BW Zielfonds 2030 ............EUR* 33,64 32,98 0,08 -18,63
DeepDiscount 2y ...............EUR* 111,83 110,72 0,00 0,00
Deka-Co.Bd.NFin. CF .........EUR* 113,10 109,81 1,98 0,00
Deka-Co.Bd.NFin. S ...........EUR* 113,38 110,08 2,14 0,00
Deka-DDiscount2y III .........EUR* 117,36 116,20 0,00 0,00
Deka-DisStrat5y II .............EUR* 133,09 128,28 0,00 0,00
Deka-Eu.Ren.Abs.R ...........EUR* 45,99 44,65 0,19 0,00
Deka-Eur. Renten+............EUR* 37,74 37,00 0,00 0,00
Deka-Euro Rent.+CF..........EUR* 41,83 40,61 0,00 0,00
Deka-Euro Rent.+TF..........EUR* 39,85 39,85 0,00 0,00
Deka-Euro.Trend CF...........EUR* 42,05 40,53 0,00 1,10
Deka-Euro.Trend TF...........EUR* 39,02 39,02 0,00 1,43
Deka-Eurol.B.Dy.CF ...........EUR* 117,53 113,28 0,00 0,00
Deka-Eurol.B.Dy.S .............EUR* 114,55 111,76 0,00 0,00
Deka-Eurol.Bal...................EUR* 53,05 51,50 0,03 0,63
Deka-Eurol.Bal. TF.............EUR* 103,33 103,33 0,02 2,29
Deka-Euroll.B.Dy.I..............EUR* 114,38 111,59 0,00 0,00
Deka-EuroRent 2y A ..........EUR* 103,34 103,34 0,90 0,00
Deka-EuroRent 2y CF ........EUR* 105,50 104,46 0,95 0,00
Deka-EuroRent 2y TF.........EUR* 103,80 103,80 0,85 0,00
Deka-EuroRent 3y A ..........EUR* 101,35 101,35 1,13 0,00
Deka-EuroRent 3y CF ........EUR* 102,56 101,54 1,18 0,00
Deka-EuroRent 3y TF.........EUR* 101,11 101,11 1,07 0,00
Deka-EuroRent 4y A ..........EUR* 107,56 107,56 0,75 0,00
Deka-EuroRent 4y CF ........EUR* 110,35 108,72 0,79 0,00
Deka-EuroRent 4y TF.........EUR* 108,03 108,03 0,72 0,00
Deka-EuroRent.K.IA ...........EUR* 100,69 98,72 1,13 0,00
Deka-Finanzw.CF...............EUR* 25,07 24,16 0,00 -70,30
Deka-Finanzw.TF...............EUR* 22,65 22,65 0,00 -71,77
DekaFonds ........................EUR* 79,21 75,25 0,00 24,10
DekaFonds TF....................EUR* 191,57 191,57 0,00 43,50
Deka-Geldm:EuroTF...........EUR* 66,63 66,63 0,35 0,00
Deka-HedgeSelect P..........EUR* 44,73 42,60 0,00 -3,93
Deka-HedgeSelectIT ..........EUR* 44,13 44,13 0,00 -7,94
Deka-Inst.Akt.Eu IT............EUR* 49,25 47,70 0,00 -15,04
Deka-Inst.Geldm................EUR* 52,17 51,91 0,08 0,00
Deka-Inst.Ren.Eu. ..............EUR* 57,69 56,56 0,60 0,00
Deka-Inst.Ren.Euld. ...........EUR* 54,26 53,20 0,50 0,00
Deka-MegaTrends CF ........EUR* 39,59 38,16 0,00 -10,06
Deka-MegaTrends TF.........EUR* 35,80 35,80 0,00 -17,32
Deka-PB Ausgewogen .......EUR* 101,12 99,14 0,20 0,00
Deka-PB Defensiv..............EUR* 102,31 100,30 0,03 0,00
Deka-PB Offensiv ..............EUR* 103,17 101,15 0,21 0,00
Deka-PB Wertkonzept ........EUR* 103,16 101,14 0,61 0,24
DEKA-RECOVERY CF ..........EUR* 104,52 100,74 0,00 1,81
DEKA-RECOVERY TF ..........EUR* 105,67 105,67 0,00 7,29
Deka-RentenReal...............EUR* 44,88 43,57 3,07 0,00
DekaRent-intern.TF............EUR* 103,47 103,47 0,67 0,00
DekaRent-Internat. ............EUR* 16,79 16,30 0,11 0,00
Deka-RentSpezPlus2 A ......EUR* 99,36 97,65 0,00 0,00
Deka-RentSpezPlus2 T ......EUR* 101,70 99,95 0,00 0,00
Deka-Schweiz ...................EUR* 221,74 214,76 0,00 28,42
DekaSe:Konservativ...........EUR* 102,14 101,13 1,91 -0,14
DekaSel:Nachhaltig ...........EUR* 114,88 110,73 0,00 11,07
DekaSpezial.......................EUR* 199,29 189,33 0,00 -58,04
DekaSpezial TF..................EUR* 145,96 145,96 0,00 28,66
Deka-Staatsanl.Eur............EUR* 99,99 97,08 1,75 0,00
Deka-Stift. Bal. ..................EUR* 56,45 55,34 0,00 4,58
Deka-Treas. Ertrag.............EUR* 90,71 87,43 1,65 0,86
DekaTresor ........................EUR* 81,90 79,90 0,14 0,00
DekaValor ..........................EUR* 66,72 66,06 0,31 0,03
DekaWertk def CF T...........EUR* 102,16 99,18 0,36 0,08
DekaWertk def TF T ...........EUR* 98,94 98,94 0,27 0,08
DekaWertk off CF T............EUR* 104,45 101,41 0,37 0,15
DekaWertk off TF T............EUR* 101,18 101,18 0,28 0,15
DekaWertkonzeptCF(T) ......EUR* 1138,95 1105,78 17,75 0,04
DekaWertkonzeptS(A) ........EUR* 1097,03 1065,08 19,61 -0,34
DekaWertkonzeptTF(T).......EUR* 99,38 99,38 0,41 0,64
Dis.Strat.3/2012CF ............EUR* 106,09 102,26 0,00 0,00
DiscountStrat 2013............EUR* 110,38 106,65 0,00 0,00
Div.Strateg.CF A.................EUR* 112,00 107,95 0,00 7,22
Eur. Disc.Strat.CF...............EUR* 44,35 42,75 0,00 -7,53
Eur. Disc.Strat.TF...............EUR* 40,92 40,92 0,00 -7,53
Europa Potential CF ...........EUR* 76,70 73,93 0,00 -14,18
Europa Potential TF............EUR* 70,06 70,06 0,00 -6,11
EuropaBond CF..................EUR* 106,16 103,07 2,64 -0,01
EuropaBond TF ..................EUR* 37,76 37,76 0,84 0,01
EuropaSelect CF ................EUR* 39,57 38,14 0,00 -61,62
Frankf.Sparinrent ...............EUR* 47,66 46,27 0,34 0,00
Frankf.Sparinvest...............EUR* 97,84 93,18 0,00 0,24
Futur-Chance.....................EUR* 47,46 47,46 0,03 -3,38
Futur-ChancePlus ..............EUR* 47,31 47,31 0,01 -1,76
Futur-Ertrag.......................EUR* 47,93 47,93 0,00 0,36
Futur-Wachstum................EUR* 50,22 50,22 0,06 0,89
GlobalChampions CF..........EUR* 95,92 92,45 0,00 -9,08
GlobalChampions TF..........EUR* 89,58 89,58 0,00 -10,29
GlobOpp PlusBal CF...........EUR* 45,43 43,79 0,07 -0,05
GlobOpp PlusBal I ..............EUR* 45,17 44,07 0,09 -0,04
GlobOpp PlusKons CF ........EUR* 44,99 43,36 0,14 -0,04
GlobOpp PlusKons I ...........EUR* 44,65 43,56 0,15 -0,03
GlobOpp PlusOff CF ...........EUR* 44,04 42,45 0,00 -0,04
GlobOpp PlusOff I ..............EUR* 43,91 42,84 0,00 -0,03
HedgeSelect I (A) ...............EUR* 38,58 38,58 0,00 -13,27
Köln-Aktien Gl. ..................EUR* 22,69 22,69 0,00 -82,83
Köln-Aktienf.o.A.................EUR* 37,84 37,84 0,00 -46,09
Köln-Aktienfonds ...............EUR* 46,92 44,58 0,00 -48,47
Köln-Rentenf. o.A...............EUR* 27,94 27,94 0,40 0,00
Köln-Rentenfonds ..............EUR* 27,85 26,87 0,45 0,00
Komm.Eurol.Bal.I A............EUR* 59,75 58,29 0,09 9,96
LBBW Bal. Konzept ............EUR* 44,54 43,67 0,00 9,99
LBBW Exportstrat...............EUR* 55,29 53,08 0,00 -0,29
LBBW-Rentenf.Euro ...........EUR* 40,12 38,95 0,83 0,00
MF Weltkonz. kons.............EUR* 101,66 101,66 0,56 -0,08
MF Wertkonz. ausg. ...........EUR* 103,16 103,16 0,61 0,10
Naspa Creat.Inv 7..............EUR* nv. 30,34 0,00 0,00
Naspa-Aktienfonds ............EUR* 37,30 35,81 0,00 -61,04
Naspa-Europafonds ...........EUR* 42,82 42,82 0,00 -42,40
Naspa-Fonds .....................EUR* 41,87 40,40 0,12 -27,66
Privat Vorsorge AS .............EUR* 59,30 57,29 0,01 -18,24
RenditDeka........................EUR* 20,46 19,86 0,09 0,00
RenditDeka TF ...................EUR* 25,79 25,79 0,10 0,00
RentSpEM12/2014S(A) ......EUR* 99,48 97,77 1,45 0,00
RentSpez.2/2014 CF..........EUR* 108,01 104,86 0,88 0,00
RentSpez.2/2014 TF ..........EUR* 104,75 104,75 0,83 0,00
RentSpezEM12/14 GF........EUR* 101,27 99,53 1,40 0,00
RentSpezial Plus 1.............EUR* 103,29 101,51 2,08 0,00
S-BayRent-Deka................EUR* 48,36 46,67 0,76 0,00
Sigma + Konservativ .........EUR* 41,15 40,15 0,00 -27,76
Sigma Plus Balanced.........EUR* 42,41 41,38 0,06 0,15
Sigma Plus Offensiv...........EUR* 41,04 40,04 0,00 -8,36
SK Corporate Bd. ...............EUR* 54,57 52,85 1,29 0,00
Struktur: 5 Chance.............EUR* 124,17 121,74 0,29 21,05
Struktur: 5 Chance+..........EUR* 150,47 147,52 0,00 33,46
Struktur: 5 Ertrag...............EUR* 106,62 104,53 3,19 0,22
Struktur: 5 Ertrag+............EUR* 110,39 108,23 2,28 5,58
Struktur: 5 Wachst. ............EUR* 120,47 118,11 1,71 11,39
Technologie(CF) .................EUR* 12,32 11,87 0,00 -207,49
Technologie(TF) .................EUR* 10,29 10,29 0,00 -213,60
TeleMedien TF ...................EUR* 36,63 36,63 0,00 -96,09
UmweltInvest CF................EUR* 83,02 80,02 0,00 -25,22
UmweltInvest TF................EUR* 77,61 77,61 0,00 -28,68
Zielfds 2035-2039.............EUR* 35,42 34,22 0,00 -15,39
Zielfds 2040-2044.............EUR* 35,30 34,11 0,00 -15,78
Zielfds 2045-2049.............EUR* 35,29 34,10 0,00 -15,90
Zielfds 2050-2054.............EUR* 34,49 33,32 0,00 -18,24
Zielfonds 2015-019...........EUR* 43,46 43,46 1,48 3,12
Zielfonds 2020-024...........EUR* 43,60 42,13 0,82 7,64
Zielfonds 2025-029...........EUR* 44,61 43,10 0,08 13,15
Zielfonds 2030-034...........EUR* 47,94 46,32 0,01 14,75
Zielstr.Chance....................EUR* 111,84 109,65 0,00 3,66
Zielstr.Chance Pl ................EUR* 114,37 112,13 0,00 5,32
Zielstr.Wachst ....................EUR* 109,40 107,25 0,00 2,82
Zukunftsplan I....................EUR* 147,55 144,66 0,00 29,82
Zukunftsplan II...................EUR* 132,77 130,17 1,41 17,77
Zukunftsplan III ..................EUR* 119,61 117,26 1,03 12,89
Zukunftsplan IV..................EUR* 114,36 112,12 3,46 5,59
Deka Intern. (Lux.) (Deka-Gruppe)
1822-Struk. Ertrag.............EUR* 49,67 48,70 2,44 0,41
Berol.Ca.Chance................EUR* 46,15 44,81 0,12 27,26
Berol.Ca.Premium..............EUR* 45,44 43,90 0,00 33,01
Berol.Ca.Sicherh. ...............EUR* 45,74 44,62 0,48 10,67
Berol.Ca.Wachst. ...............EUR* 43,62 42,45 0,41 16,37
Best of Ga 10/2013 ...........EUR* nv. 100,79 0,51 0,00
BF EuroRentTR CFA ...........EUR* 112,76 109,48 1,56 0,00
BF EuroRentTR IA ..............EUR* 102,67 100,66 1,49 0,00
BF EuroRentTR SA.............EUR* 102,70 100,69 1,62 0,00
BORA Protect 3/2012.........EUR* nv. 103,86 0,00 0,00
CapGarant 3 ......................EUR* nv. 100,79 0,49 0,00
ChampionsGarant ..............EUR* nv. 94,89 0,00 0,00
Commodities I (A) ..............EUR* nv. 94,71 0,21 0,00
Commodities I (T) ..............EUR* nv. 101,58 0,23 0,00
Commodities TF (A) ...........EUR* nv. 91,97 0,00 0,00
Corp.Bd. Euro CF ...............EUR* 51,61 50,11 0,77 0,00
Corp.Bd. Euro TF................EUR* 49,83 49,83 0,66 0,00
Corp.Bd.HY Euro CF...........EUR* 40,89 39,70 1,20 0,00
Deka 04/2012 ...................EUR* nv. 99,25 0,00 0,00
Deka Eu.StocksCF .............EUR* 33,30 32,10 0,00 10,03
Deka Eu.StocksTF..............EUR* 30,82 30,82 0,00 8,43
Deka EuroGarant 7 ............EUR* nv. 97,12 0,54 0,00
Deka:DeutschlGara1..........EUR* nv. 98,55 0,00 0,00
Deka:DeutschlGara2..........EUR* nv. 103,67 0,05 0,00
Deka:DeutschlGara3..........EUR* nv. 99,11 0,24 0,00
Deka-DtlGarant 4...............EUR* 104,20 100,68 0,00 0,00
Deka-CapGarant 1.............EUR* nv. 114,87 0,04 0,00
Deka-CapGarant 2.............EUR* nv. 107,99 0,40 0,00
Deka-Commod CF(A) .........EUR* nv. 93,55 0,00 0,00
Deka-Conv.Akt. TF .............EUR* 176,76 176,76 0,00 57,04
Deka-Conv.Aktien CF.........EUR* 196,15 189,06 0,00 56,34
Deka-Conv.Rent. TF ...........EUR* 49,75 49,75 0,70 0,00
Deka-Conv.Renten CF........EUR* 51,96 50,08 0,87 0,00
Deka-Conv.Sm.Mid.CF.......EUR* 168,85 162,75 0,00 42,78
Deka-Conv.Sm.Mid.TF .......EUR* 159,88 159,88 0,00 42,20
Deka-EuroGar 5/11............EUR* nv. 100,50 0,00 0,00
Deka-EuroGarant 1............EUR* 101,54 98,11 0,00 0,00
Deka-EuroGarant 2............EUR* nv. 100,47 0,00 0,00
Deka-EuroGarant 3............EUR* nv. 99,20 0,00 0,00
Deka-EuroGarant 4............EUR* nv. 98,35 0,00 0,00
Deka-EuroGarant 5............EUR* nv. 104,05 0,00 0,00
Deka-EuroGarant 6............EUR* nv. 110,57 0,30 0,00
Deka-EuroGarant 8............EUR* nv. 99,33 0,00 0,00
Deka-EuroGarant 9............EUR* 99,11 95,76 0,28 0,00
Deka-EuroGarant10...........EUR* 99,97 96,59 0,00 0,00
Deka-EuropaGarant1 .........EUR* nv. 97,44 0,67 0,00
Deka-EuropaGarant80 .......EUR* 109,77 109,77 0,00 9,40
Deka-Flex:EUR A................EUR* 1004,30 996,82 10,76 0,00
Deka-Flex:EUR C ...............EUR* 1152,80 1144,22 12,69 0,00
Deka-GeldmarktPlanPB .....EUR* 1001,10 1001,10 12,92 0,00
Deka-Gl.Con.Rent. CF ........EUR* 44,23 42,63 2,06 0,00
Deka-Gl.Conv.Re.TF...........EUR* 42,21 42,21 1,76 0,00
Deka-KickGarant 06 ..........EUR* nv. 40,04 0,16 0,00
DekaLux Bond EUR............EUR* 60,03 58,28 0,60 0,01
DekaLux Pazifik.................EUR* 481,66 457,59 0,00 46,98
DekaLux USA TF................EUR* 48,57 48,57 0,00 10,55
DekaLux-BioTech CF..........EUR* 128,66 124,01 0,00 26,56
DekaLux-BioTech TF..........EUR* 121,57 121,57 0,00 27,79
DekaLux-Japan CF ............EUR* 391,00 371,46 0,00 -13,58
DekaLux-MidCapTF A ........EUR* 47,73 47,73 0,00 54,82
DekaLux-PharmaT.TF.........EUR* 112,55 112,55 0,00 11,57
DekaLuxTeamEMBdCF.......EUR* 104,36 100,59 3,63 0,00
DekaLuxTeamEMBdTF .......EUR* 99,87 99,87 3,13 0,00
DekaLuxTeamEmMkts .......EUR* 108,35 102,94 0,00 5,91
DekaLux-Treas. EUR ..........EUR* 50,30 50,30 0,29 0,00
DekaLux-Treas. USD..........USD* 98,02 98,02 0,07 0,00
Deka-PharmaTech CF........EUR* 117,91 113,65 0,00 12,45
Deka-Rent 3-7 CF A ..........EUR* 1248,43 1212,07 12,57 0,00
Deka-Rent 3-7 CF B ..........EUR* 58,11 56,42 0,59 0,00
Deka-RentEur1-3CF(A) ......EUR* 1001,67 977,24 10,94 0,00
Deka-Russland CF.............EUR* 149,40 144,00 0,00 29,23
Deka-Russland TF .............EUR* 142,55 142,55 0,00 28,72
Deka-ToReSt.94I A.............EUR* 103,23 99,50 0,24 0,05
Deka-Währung.Gl.CF .........EUR* 48,09 47,38 0,00 0,00
Deka-Währung.Gl.TF .........EUR* 45,84 45,84 0,00 0,00
Deka-WldTopGarant1.........EUR* nv. 96,26 0,00 0,00
Deka-WorldGarant 1..........EUR* nv. 100,21 0,00 0,00
Deka-WorldGarant 2..........EUR* nv. 98,79 0,00 0,00
Deka-WorldGarant 3..........EUR* nv. 99,20 0,00 0,00
Deka-WorldGarant 4..........EUR* nv. 97,16 0,00 0,00
Deka-WorldGarant 6..........EUR* nv. 116,57 0,25 0,00
Deka-WorldGarant 7..........EUR* nv. 103,16 0,48 0,00
Deka-WorldGarant 8..........EUR* nv. 98,05 0,51 0,00
Disc.Strategie 5y ...............EUR* nv. 87,84 0,00 0,00
EuroGarant Plus 5..............EUR* nv. 100,10 0,00 0,00
Geldmarkt Plan CF.............EUR* 998,63 993,66 10,23 0,00
Geldmarkt Plan TF .............EUR* 993,49 993,49 8,80 0,00
GeldmarktGar. TF(A) ...........EUR* 4799,64 4799,64 53,05 0,00
GlobalResources CF...........EUR* 96,21 92,73 0,00 3,10
GlobalResources TF ...........EUR* 91,53 91,53 0,00 -26,45
GlobalSelect CF .................EUR* 105,18 101,38 0,00 -5,54
GlobalSelect TF..................EUR* 100,12 100,12 0,00 0,28
Inst. OptiCash CF ...............EUR* 5575,59 5520,39 0,38 49,47
Inst. OptiCash TF ...............EUR* 5434,07 5434,07 0,35 40,23
Inst. OptiFlex CF ................EUR* 5490,57 5436,21 0,00 7,47
Inst. OptiFlex TF.................EUR* 5406,14 5406,14 0,00 7,09
Inst.GldmktGarCF A............EUR* 4824,35 4800,35 44,83 0,00
Kick Garant 1.....................EUR* nv. 106,94 0,00 0,00
KickGarant 2006 II .............EUR* nv. 43,22 0,98 0,00
Ludwigsburg Bof15 ...........EUR* 91,28 89,49 2,26 -4,27
Ludwigsburg Bof35 ...........EUR* 96,41 94,06 2,02 -0,84
Ludwigsburg Bof70 ...........EUR* 98,26 95,63 0,60 1,94
MidEast&Africa CF.............EUR* nv. 104,82 0,00 12,36
MidEast&Africa TF .............EUR* nv. 104,04 0,00 13,60
SpreadGarant 12/2013 ......EUR* nv. 98,60 0,59 0,00
StrategieChanceAlt ............EUR* 48,10 47,16 0,05 -6,35
Tr.CreditStrat.S(A) ..............EUR* 100,03 96,41 2,18 0,00
Wandelanleihen CF............EUR* 52,94 51,40 0,00 -1,65
Wandelanleihen TF ............EUR* 50,46 50,46 0,00 -1,68
WldGar.BestSt.4/12............EUR* nv. 100,11 0,00 0,00
WorldGar. 10/2011.............EUR* nv. 40,26 0,45 0,00
WorldGar.+ 5/2011............EUR* nv. 40,87 0,68 0,00
WorldGarant 1/2012 ..........EUR* nv. 40,10 0,22 0,00
WorldGarant 2/2012 ..........EUR* nv. 100,54 0,08 0,00
WorldGarant 8/2012 ..........EUR* nv. 98,79 0,00 0,00
WorldGarant10/2012 .........EUR* nv. 100,15 0,50 0,00
WorldGarPl. 6/2012 ...........EUR* nv. 44,42 0,72 0,00
WorldGarPl.10/2011 ..........EUR* nv. 41,01 0,45 0,00
WorldTopGarant .................EUR* nv. 99,08 0,00 0,00
WorldTopGarant 2..............EUR* nv. 102,05 0,00 0,00
ZielGar. 2010-2013............EUR* 101,98 101,98 1,21 -5,72
ZielGar. 2014-2017............EUR* 99,51 99,51 1,56 -12,43
ZielGar. 2018-2021............EUR* 92,65 89,52 1,58 -23,80
ZielGar. 2022-2025............EUR* 83,26 80,44 0,00 -33,88
ZielGar. 2026-2029............EUR* 84,87 82,00 1,25 -33,05
ZielGar. 2030-2033............EUR* 79,41 76,72 1,20 -40,15
ZielGar. 2034-2037............EUR* 77,21 74,60 1,01 -42,71
ZielGar. 2038-2041............EUR* 74,22 71,71 0,84 -46,89
ZielGar. 2042-2045............EUR* 73,51 71,02 0,79 -47,19
ZielGar. 2046-2049............EUR* 73,51 71,02 0,63 -47,62
ZielGar. 2050-2053............EUR* 73,70 71,21 0,47 -46,07
Deka Immobilien Investment
Deka Immob Europa ..........EUR* 49,14 46,68 0,13 3,59
Deka Immob Global ...........EUR* 59,79 56,80 0,33 10,27
Deutsche Postbank International (Lux.)
Nach Auskunft des Emittenten wurde das Ertragsausgleichsverfahren
für die u.g. Fonds angewendet
PB Dyn.Best Garant ...........EUR nv. 47,63 0,00 0,00
PB Dyn.DAX®....................EUR 97,49 94,42 0,07 16,04
PB Dyn.DAX® Gar.II...........EUR nv. 50,32 0,23 0,00
PB Dyn.Garant 2013..........EUR nv. 48,80 0,00 0,00
PB Dyn.Innovation .............EUR 20,14 19,41 0,00 39,61
PB Dyn.KlimaGarant ..........EUR nv. 45,14 0,00 0,00
PB Dyn.Protekt ..................EUR 49,94 48,02 0,21 -0,23
PB Dyn.Vision ....................EUR 50,69 48,86 0,00 -0,39
PB Dyn.Zuk.Gar..................EUR nv. 54,58 0,00 0,00
PB Dyn.Zuk.Gar. II ..............EUR nv. 54,42 0,00 0,00
PB Europ.Prot.2011 ...........EUR* nv. 60,62 0,00 0,00
PB Strat. Prt.+ II ................EUR 113,62 109,25 0,52 2,81
PB Strat. Rt Medi ...............EUR 50,60 49,13 0,46 0,12
PB Strat. Rt Short ..............EUR 52,12 52,12 0,43 0,00
PB Vermog + Chance ........EUR 44,40 42,90 0,00 1,35
PB Vermog + Ertrag...........EUR 48,14 46,51 0,05 0,84
PB Vermog + Wachst .........EUR 45,86 44,31 0,00 1,53
Deutsche Postbank Fonds
Best Inv.Chance.................EUR* 49,88 47,96 0,00 -6,94
Best Inv.Wachst. ................EUR* 53,27 51,47 0,38 -16,12
Business Basic EUR...........EUR* 51,74 51,48 0,67 0,00
Euro Cash EUR ..................EUR* 55,72 55,72 0,00 0,00
Europaf. Aktien ..................EUR* 47,24 45,42 0,00 -112,48
Europaf. Plus EUR..............EUR* 51,87 50,36 0,61 -11,45
Europaf. Renten.................EUR* 51,58 50,08 1,03 -0,02
Global OptiMix EUR............EUR* 37,11 35,68 0,29 -54,70
Global Player EUR..............EUR* 25,71 24,72 0,00 -292,63
Protekt Plus.......................EUR* 121,76 117,36 0,24 -4,24
VL Invest EUR ....................EUR* 38,86 37,37 0,02 -67,11
Astra-Fonds.......................EUR* 195,26 185,96 0,00 23,40
DWS Akkumula..................EUR* 594,89 566,55 0,14 -0,28
DWS Akt. Str. De. ...............EUR* 197,20 187,81 0,09 33,31
DWS Bonus Aktiv...............EUR* 46,94 45,13 0,00 8,94
DWS Convertibles ..............EUR* 122,93 119,34 0,53 1,18
DWS Deutschland..............EUR* 125,84 119,84 0,00 20,53
DWS EURO Strat.Ren.........EUR* 41,52 40,50 0,53 -0,02
DWS Eurol.Strat. ................EUR* 36,51 35,62 0,25 -0,01
DWS Europ. Opp. ...............EUR* 174,36 166,06 0,01 3,68
DWS Eurovesta..................EUR* 100,69 95,89 0,01 -18,94
DWS Geldmarkt Pl. ............EUR* 67,57 67,57 0,13 0,00
DWS Inter Genuss..............EUR* 35,76 34,72 0,43 5,42
DWS Inter-Renta................EUR* 13,32 12,93 0,14 -0,02
DWS Investa......................EUR* 113,71 108,29 1,22 4,12
DWS Klimawandel .............EUR* 35,83 34,12 0,00 -47,71
DWS Plusinv.Wach.............EUR* 41,35 39,38 0,00 17,23
DWS Select-Invest .............EUR* 279,13 265,83 3,68 23,71
DWS Select-Rent ...............EUR* 48,20 47,02 0,58 0,00
DWS Stiftungsfonds...........EUR* 47,77 46,37 0,31 1,73
DWS TOP 50 Asien ............EUR* 107,32 103,19 0,00 42,71
DWS TOP 50 Europa..........EUR* 99,82 95,98 0,01 4,64
DWS TOP 50 Welt ..............EUR* 58,31 56,06 0,01 -33,55
DWS Top Dividende ...........EUR* 83,68 79,69 0,01 37,16
DWS Vermögensb.I ............EUR* 93,56 89,10 0,01 -23,41
DWS Vermögensb.R...........EUR* 16,74 16,25 0,14 0,00
DWS Vors. AS Dyn..............EUR* 87,26 83,90 0,79 -16,17
DWS Vors. AS Flex .............EUR* 84,11 80,87 0,39 -6,40
DWS Zukunftsress. ............EUR* 54,64 52,03 0,00 1,37
Immoflex ...........................EUR* 106,17 101,11 1,28 -2,54
Ring-Aktienfd. DWS ...........EUR* 52,22 49,87 0,00 23,38
Ring-Internat.DWS.............EUR* 84,78 80,96 0,38 -2,03
Ring-Rentenfd. DWS..........EUR* 22,24 21,24 0,04 0,00
TOP 25 S...........................EUR* 155,25 147,85 0,00 22,07
DWS Investment S.A. Luxemburg
Divid. Direkt 2014..............EUR* 105,80 101,73 0,01 -0,11
DWS Eurorenta ..................EUR* 50,65 49,17 0,41 -0,01
DWS Global Value ..............EUR* 144,46 137,58 0,02 32,61
DWS Gold Plus...................EUR* 1730,54 1680,13 0,00 0,00
DWS Inst.Money+..............EUR* 14003,68 13865,02 0,00 0,00
DWS Rendite Garant ..........EUR* 81,90 81,09 0,33 0,06
DWS Rendite Optima .........EUR* 73,13 73,13 0,13 0,02
FPM Stockp Ger.ALC..........EUR* 248,73 239,15 0,00 57,86
FPM Stockp Ger.LC............EUR* 134,50 129,32 0,00 26,84
FPM Stockp Ger.SMC.........EUR* 170,88 164,31 0,00 46,65
Rend Opt 4 Seasons. .........EUR* 103,02 103,02 0,18 0,00
SFC Global Markets ...........EUR* 131,38 125,12 0,57 6,02
VermögensmanProt80 .......EUR* 87,52 83,34 0,34 -18,06
Vermögensmand Bal..........EUR* 97,62 93,86 0,48 -5,90
Vermögensmand Def .........EUR* 103,55 100,53 0,60 -2,95
Vermögensmand Dyn.........EUR* 99,01 94,29 0,55 -4,99
DWS Invest SICAV
Alpha Strat.FC ...................EUR* 122,00 122,00 0,00 4,10
Alpha Strat.LC ...................EUR* 122,00 118,34 0,00 3,17
BRIC Plus LC .....................EUR* 219,16 208,21 0,00 54,42
Convertibles FC .................EUR* 146,16 146,16 0,66 4,00
Convertibles LC .................EUR* 143,89 139,57 0,00 4,23
Divers.FI Strat.FC...............EUR* 110,27 110,27 1,37 0,00
DWS Inv.EO.Bds.LC............EUR* 111,74 108,39 0,64 -0,01
DWS Inv.Gl.Agri.L...............EUR* 127,42 121,05 0,00 26,92
Euro Bds (short)LC.............EUR* 132,42 128,45 0,75 0,00
Euro Corp.Bonds LD ..........EUR* 104,77 101,62 1,19 0,00
Europ.Di.+LC.....................EUR* 127,94 121,54 0,00 36,54
Europ. Equities LC .............EUR* 131,67 125,09 0,00 31,08
Europ. S/M Cap LC ............EUR* 127,80 121,41 0,00 10,88
Gl. Infrastruct.LC................EUR* 100,30 95,28 0,00 -10,07
Global Value LC..................EUR* 103,85 98,66 0,00 -4,19
Inv. Chinese Eq LC.............EUR* 160,18 152,17 0,00 34,06
New Ressources LC...........EUR* 109,26 103,79 0,00 2,07
Top 50 Asia LC ..................EUR* 179,27 170,30 0,00 62,01
Total Return Bd.LC.............EUR* 119,32 115,74 1,67 -0,47
Ethna Aktiv E A ..................EUR 113,92 110,60 0,69 25,57
Ethna Aktiv E T ..................EUR 114,57 111,23 0,69 3,68
Ethna Global Def A.............EUR 138,66 135,28 1,40 1,19
Ethna Global Def B.............EUR 133,55 130,29 1,37 1,42
Ethna-GLOBAL DynA..........EUR 64,11 61,06 0,00 14,14
Ethna-GLOBAL DynB..........EUR 64,09 61,04 0,00 14,11
Am. Div.- A-Euro................EUR* 11,70 11,12 0,00 11,76
America EUR .....................EUR* 3,85 3,65 0,00 49,37
American Growth...............USD* 26,88 25,54 0,00 28,96
Asean Fund .......................USD* 32,59 30,96 0,00 72,68
Asian Special Sit................USD* 37,03 35,18 0,04 78,45
Australia Fund ...................AUD* 45,40 43,14 0,03 47,68
China Focus Fund..............USD* 50,50 47,98 0,07 90,52
Em.Mkt Debt A Eur ............EUR* 10,04 9,70 0,50 1,08
Emerging Markets .............USD* 24,30 23,09 0,00 56,67
Euro Balanced Fund...........EUR* 13,46 13,00 0,10 23,63
Euro Blue Chip...................EUR* 16,43 15,61 0,00 35,69
Euro Bond Fund.................EUR* 11,65 11,26 0,29 0,00
Euro Stoxx 50 Fund ...........EUR* 8,94 8,94 0,00 -23,37
Europ. High Yield................EUR* 10,07 9,73 0,48 -1,97
Europ.Lager Comp. ............EUR* 30,63 29,10 0,00 47,48
European A Acc Eur ...........EUR* 10,58 10,05 0,00 39,48
European Agressive ...........EUR* 13,48 12,81 0,00 6,85
European Dyn Gr................EUR* 28,71 27,28 0,00 59,38
European Growth...............EUR* 10,83 10,29 0,00 41,18
European Sm. Comp. .........EUR* 28,95 27,51 0,00 99,99
FF Global Opport................EUR* 10,80 10,26 0,00 -4,66
FF Mult.Asset Str. ..............EUR* 10,37 10,02 0,06 0,63
France Fund .....................EUR* 40,19 38,19 0,00 64,59
Germany Fund...................EUR* 31,11 29,56 0,00 47,56
Gl.Property A Eur ...............EUR* 9,07 8,62 0,00 24,73
Gl.Technology ....................EUR* 6,77 6,43 0,00 16,02
Gl.Consumer Indust. ..........EUR* 24,72 23,49 0,00 46,53
Gl.Financ.Services .............EUR* 18,39 17,47 0,00 15,30
Gl.Health Care ...................EUR* 17,37 16,50 0,00 23,41
Gl.Industrials Fund.............EUR* 40,58 38,56 0,00 64,97
Gl.Telecommunicat. ...........EUR* 7,74 7,35 0,00 41,28
Global Focus Fnd A............EUR* 31,08 29,53 0,00 59,91
Greater China Fund............USD* 158,10 150,20 0,15 70,17
Iberia Fund ........................EUR* 49,66 47,18 0,00 99,99
India Focus Fd EUR............EUR* 29,32 27,86 0,00 72,32
Indonesia Fund..................USD* 30,61 29,08 0,03 82,96
International USD..............USD* 37,91 36,02 0,00 31,09
International Bond .............USD* 1,36 1,31 0,03 0,01
International EUR...............EUR* 25,65 24,37 0,00 34,86
Italy Fund ..........................EUR* 29,73 28,25 0,00 89,60
Japan Adv. Fd - A ..............JPY* 18518,00 17594,00 0,04 18,10
Japan EUR.........................EUR* 1,00 0,95 0,00 26,56
Japan Sm. Comp. ..............JPY* 990,00 940,60 0,00 -19,86
Korea Fund........................USD* 26,99 25,64 0,01 66,41
Latin America Fund............USD* 51,41 48,85 0,00 78,44
Malaysia Fund ...................USD* 49,49 47,02 0,00 64,49
MoneyB. Euro Bd. ..............EUR* 19,98 19,98 0,58 -0,35
MoneyB. Euro Fd. ..............EUR* 22,87 22,87 0,00 30,98
MoneyB. Global Fd.............EUR* 25,74 25,74 0,00 27,89
Nordic Fund.......................SEK* 644,60 612,40 0,02 57,19
Pacific Fund.......................USD* 24,14 22,94 0,00 58,39
Port.Sel. Gr.&Inc.................USD* 19,90 18,91 0,00 30,46
Port.Sel. Growth.................EUR* 13,94 13,24 0,00 32,47
Port.Sel. Mod. Gr. ...............EUR* 9,68 9,35 0,10 15,82
Short Term Bond A.............EUR* 23,39 22,60 0,73 0,00
Singapore Fund .................USD* 55,27 52,51 0,00 83,25
South Ea. As. EUR..............EUR* 5,48 5,20 0,00 72,92
Sterling Bond Fund............GBP* 0,30 0,29 0,00 -0,24
Switzerland Fund...............CHF* 41,59 39,52 0,00 37,46
Taiwan Fund......................USD* 10,57 10,04 0,00 27,93
Target 2010 Euro...............EUR* 21,81 21,07 0,16 9,48
Target 2015 Euro...............EUR* 27,76 26,82 0,30 27,69
Target 2020 Euro...............EUR* 30,52 29,49 0,17 32,29
Target 2025 Euro...............EUR* 24,74 23,90 0,06 24,90
Target 2030 Euro...............EUR* 24,89 24,05 0,00 26,60
Thailand Fund....................USD* 38,96 37,02 0,05 73,32
United Kingdom.................GBP* 2,08 1,98 0,00 39,40
US Dollar Bond ..................USD* 6,54 6,32 0,07 0,00
US High Yield Fund ............USD* 12,85 12,42 0,69 1,16
World Fund........................EUR* 11,00 10,45 0,00 33,05
FP Akt.Emerg.Mkts. ...........EUR* 107,11 102,01 0,00 49,04
FP Aktien Global A .............EUR* 56,48 53,79 0,00 12,00
FP Alpha Global .................EUR* 49,83 47,46 0,00 -0,75
FP EuroAkt.Staufer ............EUR* 53,79 51,23 0,00 -18,52
FP Europa Akt.ULM............EUR* 53,15 50,62 0,00 -6,58
FP FOREX PLUS.................EUR* 45,75 43,57 0,10 0,00
Tel +41 44 284 24 24 - www.fam.ch
FISCH BdValueInvGr...........EUR* 108,21 107,67 1,04 nv.
FISCH CB HybridInt ............EUR* 108,16 107,62 0,11 -0,25
FISCH CB ICEF HA2............EUR* 126,06 125,43 nv. -12,69
FISCH CB Sustain. .............EUR* 124,57 123,95 0,56 0,74
FISCH Japan A...................JPY* 7042,78 7042,78 nv. -14,23
FISCH Japan HA1E ............EUR* 62,96 62,96 nv. -43,65
Aktien Global F ..................EUR 152,36 145,10 0,04 -0,19
Aktien Global I ...................EUR 151,15 143,95 0,00 58,73
Aktien Global P..................EUR 121,70 115,90 0,00 8,45
Ausgewogen F...................EUR* 114,59 109,13 1,95 1,55
Ausgewogen R ..................EUR* 112,31 106,96 1,68 1,40
Bond Diversifik I ................EUR 105,47 100,45 2,00 0,00
Bond Diversifik P ...............EUR 105,06 100,06 1,64 0,00
Bond Opport. I ...................EUR 109,90 104,67 2,37 0,00
Bond Opport. P ..................EUR 109,24 104,04 2,01 0,00
Defensiv F ........................EUR 111,69 106,37 2,14 -1,35
Defensiv R........................EUR 111,73 106,41 1,93 -1,43
Fundament ........................EUR* 125,07 119,11 0,00 10,71
FvS European Opp.I ...........EUR 150,06 142,91 0,00 30,27
FvS European Opp.P..........EUR 140,82 134,11 0,00 26,62
Multiple Opp. F ..................EUR 147,63 140,60 0,31 9,72
Multiple Opp. R..................EUR 143,97 137,11 0,00 9,31
Stiftung..............................EUR 100,07 99,08 2,24 -2,04
Wachstum F ......................EUR 112,35 107,00 1,54 1,58
Wachstum R......................EUR 110,42 105,16 1,14 1,47
Wandelanl.Global F............EUR 145,78 138,84 2,61 0,76
Wandelanl.Global I .............EUR 146,94 139,94 2,80 0,80
Wandelanl.Global P............EUR 128,32 122,21 5,16 0,02
Fonds Direkt Sicav
Skyline Dynamik................EUR* 139,19 132,56 0,00 41,98
Skyline Klassik ..................EUR* 127,39 122,49 0,00 12,56
AL FT Chance ....................EUR* 52,86 50,34 0,00 0,00
AL FT Stabilität ..................EUR* 53,97 51,89 0,00 0,00
AL FT Wachstum................EUR* 54,10 51,77 0,22 0,00
ATS balance.......................EUR* 48,61 46,74 0,00 0,00
ATS defensiv......................EUR* 51,82 50,31 0,00 0,00
ATS dynamic .....................EUR* 45,87 43,69 0,00 0,00
AW Glob.Inv.Basic+ ...........EUR* 44,91 43,39 0,26 0,00
AW Global Dynamic+.........EUR* 32,66 31,10 0,00 0,00
Basis-Fonds I.....................EUR* 137,93 137,93 2,32 0,00
BHF Tot. Return FT.............EUR* 58,10 56,41 0,31 0,19
CH Global ..........................EUR* 39,72 37,83 0,09 0,00
EDG Abs.Ret.Strat. .............EUR* 98,79 95,91 0,39 -0,55
efv-Perspektive I................EUR* 39,45 37,57 0,00 0,00
efv-Perspektive II ...............EUR* 45,47 43,30 0,07 0,00
efv-Perspektive III ..............EUR* 29,02 27,64 0,07 0,00
ETFplus Portf Balance........EUR* 53,98 52,41 0,46 -21,74
Flexibility-Fonds.................EUR* 50,30 47,90 0,10 0,00
FMM-Fonds .......................EUR* 395,13 376,31 0,00 16,15
FondsSecure Syst. .............EUR* 45,82 43,64 1,31 0,00
FT AccuGeld I ....................EUR* 50,38 50,38 0,27 0,00
FT AccuGeld PA .................EUR* 50,29 50,29 0,35 0,00
FT AccuGeld PT .................EUR* 70,61 70,61 0,34 0,00
FT AccuZins.......................EUR* 235,24 228,39 4,99 0,00
FT AmerikaDynamik...........EUR* 28,89 27,51 0,00 -36,54
FT DollarGeld.....................USD* 71,21 71,21 0,11 0,00
FT Euro High Div. ...............EUR* 57,70 54,95 0,00 17,30
FT EuroGovernm. M...........EUR* 51,43 49,93 0,89 0,00
FT EuroZins .......................EUR* 25,01 24,28 0,42 0,00
FT EuropaDynamik I ..........EUR* 57,21 57,21 0,00 0,00
FT EuropaDynamik P .........EUR* 191,91 182,77 0,00 17,36
FT EuroRendite..................EUR* 50,14 48,68 0,00 0,00
FT EuroZins K....................EUR* 109,67 108,58 0,12 0,00
FT FlexInvest Clas..............EUR* 40,83 38,89 0,04 -13,89
FT FlexInvest ProP.............EUR* 46,58 44,36 0,09 -28,88
FT Frankfurter-Eff. .............EUR* 178,91 170,39 0,00 2,30
FT GlobalDynamik..............EUR* 33,32 31,73 0,00 -147,05
FT Global HighDiv ..............EUR* 62,25 59,29 0,00 15,30
FT Gl.InfraSt.Div.I ...............EUR* 62,24 62,24 0,00 0,00
FT Gl.InfraSt.Div.P..............EUR* 64,72 61,64 0,00 0,00
FT InterSpezial ..................EUR* 23,07 21,97 0,00 -24,50
FT Liquima ........................EUR* 60,56 60,56 0,00 0,00
FT MA VolaTarget 5............EUR* 50,95 48,52 3,37 0,00
FT MA VolaTarget 9............EUR* 53,29 50,75 8,72 0,00
FT Navigator Sust. .............EUR* 52,24 50,72 0,19 0,00
FT Navigator 100...............EUR* 45,14 42,99 0,00 0,00
FT Navigator 25.................EUR* 52,55 50,77 0,68 0,00
FT Navigator 40.................EUR* 58,51 56,26 0,09 0,00
FT Navigator 70.................EUR* 55,41 53,02 0,00 0,00
FT New Generation............EUR* 19,37 18,45 0,02 -79,74
FT NipponDynamik ............EUR* 29,40 28,00 0,00 -71,65
GlobalTrendsbalanc ...........EUR* 42,39 40,37 0,00 0,00
GlobalTrendsdefens ...........EUR* 49,74 47,37 0,09 0,00
GlobTrends dynamik ..........EUR* 35,73 34,03 0,15 0,00
GWP-Fonds FT...................EUR* 112,04 107,73 0,13 20,30
HL BasisInvest FT ..............EUR* 56,40 55,84 0,67 0,00
HL MaxInvest FT................EUR* 30,92 30,02 0,00 -70,94
HL MediumInv. FT..............EUR* 46,85 45,93 0,23 -20,31
KapitalPrivatPortf ...............EUR* 45,74 43,56 0,18 0,00
KlawInvest-Trading............EUR* 28,65 27,29 0,00 0,00
PINTER Selection ...............EUR* 45,23 43,08 0,00 -6,55
Portf. Opportunity...............EUR* 53,70 51,14 0,00 -60,77
PTAMStratPortfDef .............EUR* 48,07 45,78 0,26 0,00
R1 Value Portfolio ..............EUR* 46,71 44,49 0,00 0,00
Renditefonds Celle.............EUR* 56,52 53,83 0,13 0,00
S&H GlobaleMaerkte..........EUR* 45,69 43,51 0,10 0,00
Sch&Ptnr Glob Def .............EUR* 61,40 58,48 0,03 0,00
Schmitz&PtnrGloOff ...........EUR* 47,67 45,40 0,00 0,00
Substanz-Fonds.................EUR* 738,79 717,27 7,37 24,42
UnternehmerWerte.............EUR* 51,25 48,81 0,00 -1,99
Vermögens-Fonds..............EUR* 536,96 521,32 4,78 0,00
WFPortf.Ausgewogen.........EUR* 44,47 44,47 0,11 0,00
FRANKFURT-TRUST Invest Luxemburg AG
FT ABS-Plus ......................EUR* 35,71 34,67 0,00 -19,31
FT EmergingArabia ............EUR* 32,51 30,96 0,06 -43,12
FT EmergingArabia ............USD* 52,79 50,28 0,00 -3,61
FT EuroCorporates.............EUR* 54,95 53,35 1,98 0,00
FT Europazins....................EUR* 137,71 133,70 0,20 0,00
FT Protect.Growth..............EUR* 98,35 93,67 0,00 72,13
FT-Rendite Plus .................EUR* 65,82 65,49 0,11 0,00
SMS Ars selecta ................EUR* 43,47 41,80 0,00 1,69
FRK Mut.Europ. A a............EUR* 18,40 17,43 0,00 18,19
FRK Mut.Gl.Disc.Aa............EUR* 12,70 12,03 0,00 25,98
FRK TEM Gl F.St.Aa............EUR* 7,95 7,53 0,08 5,24
TEM Asian Gr. A a ..............USD* 39,70 37,62 0,00 69,34
TEM China A a...................USD* 29,02 27,50 0,00 63,21
TEM East.EuropeA a ..........EUR* 31,60 29,94 0,00 51,65
TEM Euroland A a ..............EUR* 14,13 13,39 0,00 -12,44
TEM Frontier Mrkt..............USD* 18,53 17,56 0,00 42,28
TEM Gl.(Eur) A a ................EUR* 13,29 12,59 0,00 -4,06
TEM Gl.Bond A d................USD* 21,31 20,67 0,32 0,00
TEM Gl.Tot.Re. A a .............USD* 26,20 25,41 1,63 2,35
TEM Growth(Eur) Aa...........EUR* 10,31 9,77 0,00 -3,75
Temp.Grth.Inc.A.................USD* 21,17 19,95 0,00 -21,09
TEM L.America A a ............USD* 101,39 96,07 0,00 65,08
Galileo China Reg. .............USD* nv. 8,12 nv. nv.
Galileo Japan.....................EUR* nv. 46,53 nv. nv.
Glb.Nat.Res.Fd Reg............EUR* nv. 2,41 nv. nv.
F-Junior A..........................EUR* 8,51 8,02 nv. 21,07
F-Junior B .........................EUR* 6,98 6,98 nv. 17,91
F-Junior C .........................EUR* 7,67 7,67 nv. 17,78
F-Maxi-Bond A ..................EUR* 6,47 6,10 0,04 0,11
F-Maxi-Bond B ..................EUR* 5,40 5,40 0,02 0,11
F-Maxi-Bond C ..................EUR* 9,71 9,71 0,03 0,11
F-Top 100 A.......................EUR* 8,27 7,80 nv. 14,37
F-Top 100 B ......................EUR* 6,65 6,65 nv. 11,46
F-Top 100 C ......................EUR* 6,55 6,55 nv. 10,40
Med. G. Five Count ............EUR* 10,89 10,33 nv. 4,67
Med. G. Flex Strat ..............EUR* 11,82 11,20 nv. 5,41
MxFd Asien InternA............EUR* 13,13 12,38 nv. 39,14
MxFd Asien InternB............EUR* 7,99 7,99 nv. 36,24
MxFd Asien InternC............EUR* 7,63 7,63 nv. 35,83
Take Off Wrld Pf A..............EUR* 7,15 6,74 nv. 15,07
Take Off Wrld Pf B .............EUR* 6,05 6,05 nv. 13,18
Take Off Wrld Pf C .............EUR* 7,00 7,00 nv. 13,69
Asia Pacific € A..................EUR* 10,07 9,59 0,00 85,90
Cont.European € A.............EUR* 6,02 5,73 0,00 0,14
Cont.European € A1...........EUR* 6,02 5,73 0,01 0,33
EM. Markets € A................EUR* 11,40 10,86 0,00 56,80
Global Focus € A................EUR* 6,79 6,46 0,01 7,28
Global Focus € A1..............EUR* 6,78 6,46 0,00 29,30
Latin American € A ............EUR* 19,15 18,24 0,00 51,10
Pan Eur.Sm.Co. € A............EUR* 7,28 6,93 0,00 38,40
US Opport. € A...................EUR* 5,53 5,26 0,08 35,21
G&P-FE Gl.All.BalA.............EUR* 12,18 11,60 0,03 3,40
G&P- Flex VV Fds I .............EUR* 1017,74 1007,66 0,00 2,79
G&P- Flex VV Fds R............EUR* 51,59 50,09 0,00 2,44
G&P Inv.Struktur A .............EUR* 11,92 11,35 0,16 -13,50
G&P-Univ.Aktien A .............EUR* 64,76 61,68 0,05 -87,31
AktivMix Ertrag ..................EUR* 57,92 56,23 0,36 -0,69
AktivMix Vario Sel ..............EUR* 57,92 56,23 0,33 -1,00
Balance .............................EUR 55,43 55,43 0,04 5,64
C.+E.Europ.Bonds D..........EUR* 160,55 155,87 1,94 0,00
C.+E.Europ.Equit.D............EUR* 258,85 246,53 0,00 62,58
Cap.Mkt Strategies ............EUR* 118,48 112,84 0,00 9,62
Dynamik............................EUR 42,42 42,42 0,00 16,91
Dynamik Europa ................EUR 47,82 47,82 0,00 11,91
Dynamik Global .................EUR 39,66 39,66 0,24 13,25
GaranT 1 DX......................EUR* 108,54 105,38 0,54 0,00
GaranT 2 DX......................EUR* 102,94 99,94 0,75 0,00
GaranT 3 DX......................EUR* 108,77 105,60 0,69 0,00
GaranT 4 DX......................EUR* 101,92 98,95 0,63 0,00
GaranT 5 DX......................EUR* 99,81 96,91 0,55 0,00
Geldmarkt Euro..................EUR* 59,23 59,23 0,29 0,00
German Equities DX...........EUR* 99,22 94,49 0,00 -7,55
Gl.Multi Utilit.DX ................EUR* 189,12 180,11 0,00 55,61
Wachstum .........................EUR 53,87 53,87 0,00 10,83
investments@goam.de
Gothaer Euro-CashA ..........EUR* 104,16 104,16 1,67 0,00
Gothaer Euro-Rent .............EUR* 53,12 51,08 0,83 0,00
Griffin Umbrella Fund plc
East.Europ. Val.Fd..............EUR* 449,94 428,51 0,04 3,20
Eastern European A ...........EUR* 607,78 578,84 0,00 7,20
Eastern European B...........EUR* 130,94 124,70 0,00 5,39
European Opport. A............EUR* 130,74 124,51 0,00 5,49
European Opport. B ...........EUR* 98,96 94,25 0,01 5,03
Ottoman Fund....................EUR* 140,12 133,45 0,00 5,95
Gutmann Kapitalgesellschaft
PRIME Val Growth T ...........EUR 113,45 108,00 0,00 6,51
Prime Values Inc T.............EUR 130,95 124,65 0,35 4,34
HANSAINVEST
4Q-SMART POWER............EUR* 55,04 52,42 0,00 13,99
Active DSC Ret T ...............EUR* 73,89 70,04 0,00 0,00
Active DSC Opp T ..............EUR* 76,58 72,59 0,00 0,00
ALPINE ALPHA ACTIVE .......EUR* 113,37 110,07 0,00 8,39
ARTUS Europa Core ...........EUR* 51,03 48,60 0,46 -0,30
ARTUS GlobalSelect ...........EUR* 51,14 48,70 1,53 -10,43
ARTUS Welt Core ...............EUR* 47,57 45,30 0,29 -0,29
BAC List.Infrast.3...............EUR* 107,01 100,95 0,00 -3,76
Best-of-TwoClassic............EUR* 113,19 109,89 0,09 0,00
C-Q.Abs.Euro CCW A .........EUR* 83,18 79,22 0,00 -822,07
C-Q.Abs.Euro CCW T..........EUR* 76,41 72,77 0,00 1196,24
C-Quad.ARTS TRFl A..........EUR* 103,56 98,63 0,00 -1,13
EURO ZINS PLUS ...............EUR* 97,66 91,15 0,00 0,93
Glob.Renten HI Fds ............EUR* 50,62 49,15 0,54 -2,28
HANSA D&P.......................EUR* 34,76 33,10 0,00 -64,63
HANSAaccura ....................EUR* 59,39 57,94 0,59 0,00
HANSAamerika ..................EUR* 35,63 33,93 0,00 -48,99
HANSAasia ........................EUR* 33,43 31,84 0,00 -71,54
HANSAbalance...................EUR* 64,03 61,86 0,59 -1,55
HANSAcentro.....................EUR* 53,95 51,38 0,39 -3,20
HANSAdynamic..................EUR* 41,55 39,57 0,12 -4,22
HANSAeuropa....................EUR* 42,40 40,38 0,00 -53,71
HANSAgarant 2013............EUR* 109,24 105,04 0,00 0,00
HANSAgeldmarkt ...............EUR* 50,44 50,19 0,28 0,00
HANSAgold ........................USD* 92,58 89,02 16,43 3,66
HANSAimmobilia................EUR* 49,32 46,97 0,11 1,86
HANSAinternat. A...............EUR* 18,77 18,14 0,19 0,00
HANSAinternat. I ................EUR* 18,31 18,31 0,00 0,00
HANSArenta.......................EUR* 23,62 22,82 0,24 0,00
HANSAsecur ......................EUR* 32,33 30,79 0,00 36,38
HANSAzins.........................EUR* 24,95 24,70 0,13 0,00
HI Donner Devisen.............EUR* 97,39 94,55 0,00 0,00
HI Donner Optimix .............EUR* 129,24 123,09 0,00 -6,30
HI Donner Substanz ...........EUR* 109,17 103,97 0,24 -0,14
HI Donner Wachstum.........EUR* 122,20 116,38 0,36 -4,60
HI Topselect D....................EUR* 44,46 42,34 0,11 -6,75
HI Topselect W...................EUR* 55,01 52,39 0,19 -4,00
HI ZertGlobal D&P..............EUR* 44,23 42,12 0,00 7,41
Konz. Europa plus..............EUR* 15,81 15,50 0,00 32,66
Konz. privat .......................EUR* 44,38 43,51 0,07 -14,79
Konz. Pro-Select ................EUR* 18,97 18,60 0,00 -89,77
SI BestSelect .....................EUR* 86,80 82,67 0,09 -32,10
SI ÖkoSelect ......................EUR* 120,39 114,66 0,00 20,91
SI SafeInvest......................EUR* 87,11 82,18 0,00 -0,55
SIGMA II Rl.MAS HI ............EUR* 10,03 9,74 0,01 -1,32
S VI MAS-HI .......................EUR* 9,39 8,94 0,03 -2,76
SuperfdAbsReturn I............EUR* 96,11 91,53 2,25 4,56
Wölbern Glob.Bal. ..............EUR* 96,61 94,72 0,00 48,63
HANSAINVEST LUX S.A
CARAT Global One .............EUR* 47,61 46,22 0,00 1,80
HNLux Nr.3 Strateg............EUR* 119,74 116,25 0,02 3,40
Interbond...........................EUR* 78,52 75,86 1,32 0,00
Fairassetman.Caut. ............EUR* 97,08 95,18 0,39 2,40
H&A Lux Wandel ................EUR* 71,61 69,52 0,00 6,24
H&A Lux Wandel CI ...........EUR* 55,38 53,77 0,00 -1,88
HAIG Eq.Val. Inv.B ..............EUR* 65,46 62,34 0,00 30,50
HAIG MB Flex Plus.............EUR* 56,45 55,89 0,45 -0,06
HAIG MB Max Global..........EUR* 57,87 55,11 0,03 15,91
HAIG MB Max Value...........EUR* 122,16 116,34 0,00 31,43
HAIG MB S Plus .................EUR* 104,29 99,32 0,00 16,36
HAIG Return Global ............EUR* 157,20 157,20 1,70 42,59
HAIG Untern.fds I A ............EUR* 183,99 175,23 0,00 46,41
HAIG Untern.fds I B............EUR* 97,01 92,39 0,00 -3,49
HSBC Trinkaus Investment Managers
Glb Inv Dollar Mi. ...............USD* 169,26 165,94 0,35 12,07
Glb Inv Euro Bonds ............EUR* 126,52 124,04 0,15 -1,75
Glb Inv h.-y.Gov. ................USD* 219,03 212,65 0,61 0,00
Global Strategy..................EUR* 85,18 81,12 0,10 0,83
Golden Opportunit..............USD* 152,62 152,62 0,00 15,34
HWB Alex.Str.Ptf R .............EUR* 84,48 80,46 0,00 -39,91
HWB Alex.Str.Ptf V..............EUR* 84,48 80,46 0,00 -36,83
HWB DfdsV.V.Vici R ............EUR* 67,01 63,82 0,00 -31,55
HWB DfdsV.V.Vici V.............EUR* 67,01 63,82 0,00 -31,51
HWB Gold&Silber+ R .........EUR* 30,31 29,43 0,63 34,64
HWB Gold&Silber+ V..........EUR* 30,31 29,43 0,63 39,78
HWB Immob Plus R............EUR* 94,16 91,42 0,28 14,01
HWB Immob Plus V............EUR* 94,13 91,39 0,25 13,97
HWB Pf. Ex.Plus R..............EUR* 86,69 82,56 0,00 -12,13
HWB Pf. Ex.Plus V..............EUR* 86,70 82,57 0,00 -12,62
HWB Pf. Plus CHF ..............CHF* 68,11 64,87 0,00 -12,54
HWB Pf. Plus R ..................EUR* 83,82 79,83 0,00 35,57
HWB Pf. Plus V...................EUR* 83,82 79,83 0,00 32,57
HWB QuoVadis R ...............EUR* 53,06 50,53 0,02 -10,59
HWB QuoVadis V................EUR* 53,06 50,53 0,01 -8,88
HWB RentenPf.+ R ............EUR* 50,66 48,95 0,16 1,87
HWB RentenPf.+ V.............EUR* 50,68 48,97 2,71 0,38
HWB Vict.Str.Pf. R ..............EUR* 1324,48 1261,41 0,00 -3,54
HWB Vict.Str.Pf. V...............EUR* 1324,47 1261,40 0,00 -16,16
iii-inverstments
INTER ImmoProfil...............EUR 57,60 54,86 0,00 -0,52
IFM Independent Fund Management AG
ACATIS FV Akt.Gl................EUR* 149,75 142,62 0,00 27,93
INKA Intern.Kapitalanlageges.
Aktien Welt ........................EUR* 37,11 35,34 0,03 -9,45
Antecedo Euro Eq ..............EUR* 113,37 113,37 0,00 5,82
Antecedo Ind.Inv.A.............EUR* 132,41 128,55 0,32 0,05
apo Kupon Plus I................EUR* 9669,60 9573,86 102,00 0,00
AR Inter .............................EUR* 91,94 88,83 0,00 -19,37
DuoPlus.............................EUR* 57,87 55,11 0,27 8,40
EMCORE TOBa I .................EUR* 105,48 105,48 1,76 -0,65
EMCORE TOBa R................EUR* 105,00 105,00 1,34 -0,66
GET-Capital Ren.1..............EUR* 11,42 10,88 0,00 8,87
HiYld Spez INKA.................EUR* 11807,66 11245,39 484,41 0,00
INFLATION .........................EUR* 107,66 105,55 2,02 -17,17
INKA Ret.Strat. +...............EUR* 1020,86 991,13 0,00 7,68
INKA Tertius.......................EUR* 1190,27 1112,40 0,00 -2,66
Rendite Strateg.Pl ..............EUR* 1133,94 1100,91 8,36 0,00
StSk. Dü. Abs. Ret..............EUR* 130,94 124,70 3,34 5,52
ToB-Portfolio INKA .............EUR* 117,39 109,71 0,61 1,58
Val. Select Europe..............EUR* 58,28 55,50 0,00 -23,65
International Fund Management S.A. Lux.
2-Chancen Garant .............EUR* nv. 96,58 0,00 0,00
1822 Str.Cha.Pl..................EUR* 78,17 75,16 0,07 27,27
1822 Str.Chance................EUR* 64,70 62,51 0,37 15,09
1822 Str.Ert.Pl. ..................EUR* 53,58 52,27 1,48 3,45
1822 Str.Wachstum...........EUR* 61,48 59,69 1,48 8,87
EuroProtect 8/2013 ...........EUR* 95,62 92,39 0,00 0,00
Haspa TrendKonzept ..........EUR* 101,92 98,00 0,30 0,29
HMI Chance.......................EUR* 49,88 48,43 0,10 20,47
HMI Chance+ ....................EUR* 43,82 42,34 0,03 -1,36
HMI Ertrag+.......................EUR* 38,70 37,94 0,50 3,79
HMI Wachstum ..................EUR* 43,89 42,82 0,37 8,95
Köln Str.Chance .................EUR* 47,74 46,80 0,34 19,46
Köln Str.ChancePlus...........EUR* 32,59 31,95 0,02 30,95
Köln Str.Ertrag ...................EUR* 51,17 50,17 1,56 2,85
Köln Str.Wachstum ............EUR* 50,62 49,63 1,25 9,75
LBBW Bal. CR 20...............EUR* 41,31 40,50 0,70 8,05
LBBW Bal. CR 40...............EUR* 41,79 40,97 0,68 14,47
LBBW Bal. CR 75...............EUR* 41,88 41,06 0,16 25,45
Ludwigsburg BoG 1 ...........EUR* 103,04 99,56 0,00 0,00
Ludwigsburg BoG 2 ...........EUR* 102,11 98,66 0,00 0,00
Ludwigsburg BoG 3 ...........EUR* 101,54 98,11 0,00 0,00
Naspa Str.Chan.Pl. .............EUR* 64,67 63,40 0,10 22,19
Naspa Str.Chance ..............EUR* 41,24 40,43 0,09 18,73
Naspa Str.Ertrag ................EUR* 48,25 47,30 0,52 3,70
Naspa Str.Wachstum .........EUR* 46,04 45,14 0,42 17,08
Abs.Ret.Bond A..................EUR* 2,95 2,80 0,03 nv.
ASEAN Equity A .................USD* 112,68 107,06 nv. 54,89
Asia Infrastruct A ...............USD* 17,30 16,44 -0,27 43,17
Asia Opport.Eq A................USD* 111,45 105,89 -1,81 59,84
Asian Equity A....................USD* 6,44 6,12 nv. 67,25
Bal Risk Alloc A..................EUR* 12,94 12,29 0,47 -0,56
Bond A...............................USD* 30,27 28,76 0,42 nv.
Cap.Shield 90(€) A.............EUR* 11,83 11,24 0,16 nv.
Cap.Shield 90(€) C.............EUR* 12,24 11,63 0,17 nv.
Con.Eur.SmCap Eq A..........USD* 177,96 169,08 nv. 71,70
Cont.Europ.Eq A.................EUR* 5,88 5,59 nv. 30,89
Em Mkt Quant Eq A ...........USD* 13,45 12,78 -0,02 20,32
Emerg.Europe Eq A............USD* 14,23 13,52 -0,22 58,14
Emerg.Loc.Cur.Db A...........USD* 16,18 15,37 0,37 nv.
Emerg.Markets Eq A..........USD* 43,56 41,39 nv. 69,01
Energy A............................USD* 32,57 30,95 -0,43 76,30
Euro Corp.Bd A ..................EUR* 14,14 13,43 0,10 nv.
Euro Infl-Linked Bd A.........EUR* 15,17 14,41 0,13 nv.
Europ.Growth Eq A.............EUR* 16,06 15,26 -0,25 32,31
European Bd A...................EUR* 5,18 4,92 0,02 nv.
Gbl Inv Gr CorBd A.............USD* 11,12 10,57 0,14 nv.
Gilt A .................................GBP* 13,40 12,73 0,07 nv.
Gl.Bond A...........................USD* 5,61 5,33 0,04 nv.
Gl.HealthCare A .................USD* 79,41 75,45 nv. 44,62
Gl.High Income A...............USD* 13,82 13,13 0,28 -0,72
Gl.Leisure A .......................USD* 20,86 19,82 -0,32 39,10
Gl.RealEstSe A Hdg............EUR* 9,94 9,64 nv. -9,12
Gl.Select Eq A....................USD* 10,95 10,40 nv. 37,72
Gl.SmCap Eq A ..................USD* 104,81 99,58 nv. 57,16
Gl.SmCap.Value.................USD* 42,47 42,47 nv. 25,57
Gl.Structured Eq A .............USD* 32,46 30,84 -0,38 -9,98
Gl.Technology A.................USD* 12,74 12,10 nv. 52,22
Gl.Value Equity...................USD* 42,15 42,15 nv. 18,75
Gold & Prec Met A .............USD* 13,31 12,65 0,04 20,66
Greater China Eq A ............USD* 40,78 38,75 -0,65 71,98
India Equity A.....................USD* 47,60 45,23 -0,77 29,13
Japan. Eq.Advtg.................JPY* 1734,00 1734,00 nv. 3,85
Japan SmMdCp Eq A.........USD* 21,88 20,79 nv. -0,58
Japanese Eq A...................USD* 18,09 17,19 nv. 4,32
Japanese Eq Core A...........USD* 1,59 1,51 nv. 35,12
Japanese Val.Equ. .............JPY* 747,00 747,00 nv. 3,63
Korean Eq A.......................USD* 32,07 30,47 nv. 81,96
Latin Americ Eq A ..............USD* 12,46 11,84 -0,21 16,00
Nipp.Select Eq A................JPY* 198,00 188,00 -3,66 -28,61
Nipp.SmMdCp Eq A ...........JPY* 598,00 568,00 -1,62 -13,14
Pacific Eq A .......................USD* 44,58 42,36 nv. 58,32
Pan Eur.Eq A......................EUR* 12,88 12,24 -0,20 37,84
Pan Eur.Eq Inc A ................EUR* 8,47 8,05 -0,17 -21,89
Pan Eur.High Inc A .............EUR* 14,20 13,49 0,11 5,70
Pan EurSmMdCp Eq A........EUR* 13,94 13,24 -0,21 45,97
PRC Equity A......................USD* 56,94 54,10 nv. 76,64
UK Equity A........................GBP* 5,59 5,31 nv. 23,20
UK Inv.Grade Bd A..............GBP* 0,89 0,85 0,01 nv.
US Sm.Cap Growth............USD* 48,00 48,00 nv. 26,03
US Val. Equity ....................USD* 22,54 22,54 nv. 19,34
USD Reserve A ..................USD* 87,00 87,00 nv. nv.
INVESCO Kapitalanlagegesellschaft
Fonds f. Stiftungen INV ......EUR* 55,14 53,53 0,38 15,38
INV Europa Core ................EUR* 99,74 94,99 nv. -338,51
INV Glob. Dynamik.............EUR* 131,32 125,07 nv. -41,15
INV Umwelt&Nachh............EUR* 63,63 60,60 nv. -132,02
Mercedes-Benz Bk Z .........EUR* 107,10 102,00 0,25 nv.
Orden&Ökum.INVESCO ......EUR* 40,70 40,70 0,30 -10,91
Sachwerte Portfolio ...........EUR* 50,69 49,21 0,29 2,69
apo Medical Opp. ..............EUR 72,56 69,10 0,00 23,88
apo VV Prem-Privat............EUR* 71,98 68,55 0,05 23,68
Ceros-Gl.Ass.Man.D...........EUR 111,43 106,12 0,00 7,82
CMT-Europ MM Yield .........EUR 109,35 104,14 0,00 -3,67
FG&W-Salm G C Bal. .........EUR* 73,07 69,92 0,00 2,02
Fides - Europa...................EUR 146,80 139,81 0,00 48,33
Lacuna-Adam A P H...........EUR 119,25 113,29 0,00 7,16
Lacuna-Adam G Medt........EUR 145,29 138,03 0,00 19,85
Multiadv-Esprit ..................EUR 91,06 86,72 0,00 37,09
Multiadv-Priv. Inv...............EUR 217,37 207,02 0,00 41,34
MVM Independ Def. ...........EUR* 46,64 44,42 0,00 -4,75
MVM IndependGlob A.........EUR* 44,90 42,76 0,00 -12,67
MVM LUX S-frontr e...........EUR* 11,27 10,73 0,00 -14,66
MVM LUX S-frontr g...........EUR 7,47 7,11 0,00 -147,45
Öko-Aktienfonds................EUR 114,68 109,22 0,00 36,14
PVV CLASSIC .....................EUR* 43,51 41,44 0,00 -17,17
PVV Untern. Plus................EUR 52,50 50,97 0,00 0,01
Stabilit.Gold&ResP.............EUR 67,69 64,47 0,00 -63,75
Stabilit.Sil&WeißP ..............EUR 72,09 68,66 0,00 -39,89
TOMAC-OFFENSIV .............EUR* 31,09 29,61 0,00 42,85
Türkei 75 +.......................EUR 132,89 127,78 0,00 57,57
VR Dink.World Sel..............EUR* 34,26 33,59 0,39 5,57
Telefon 069-2713680
Führ-Corp.Bond-LBB..........EUR* 32,32 31,38 0,64 0,00
J. Führ-UI-Aktien ...............EUR* 91,16 86,82 0,00 -6,45
J. Führ-UI-Renten ..............EUR* 43,50 42,65 0,73 0,00
J. Führ Opt.Strat.M............EUR* 60,49 57,34 0,65 8,35
JF Renten W. .....................EUR* 103,06 101,04 2,01 0,00
JF-Mittelst.Rent P..............EUR* 35,78 34,74 0,14 0,00
JF India Adist.....................USD* 86,02 81,51 nv. 58,87
JPM Ea Eur Adis € .............EUR* 52,13 49,40 nv. 60,58
JPM EmMk Adis $ .............USD* 36,07 34,18 nv. 67,11
JPM EmMtsDbt Ainc ..........EUR* 9,63 9,30 0,57 nv.
JPM EmMtsLcCrDt A..........EUR* 13,19 12,75 0,92 0,00
JPM EmMtsLcCrDt A h.......EUR* 10,42 10,07 0,30 nv.
JPM EmMtsSmCap A.........EUR* 8,41 7,97 nv. 12,08
JPM EU Str G Adi ...............EUR* 8,74 8,28 nv. 41,30
JPM EU Str V Adi ...............EUR* 12,39 11,74 nv. 19,41
JPM Euro Eq Adi ................EUR* 35,92 34,04 nv. 23,50
JPM Euro Gov Liq Aacc......EUR* 10389,12 10389,12 8,51 nv.
JPM Europe Dyn A dist ......EUR* 12,94 12,26 nv. 39,93
JPM Gb CaPre€ Adis..........EUR* 106,60 101,01 0,29 0,97
JPM Gb Dy Adis $..............USD* 16,54 15,67 nv. 36,54
JPM Gb Focus Adis............EUR* 22,22 21,05 nv. 41,94
JPM Highbrd. St Mt N A.....EUR* 114,31 108,33 nv. nv.
JPM Inc. Opp. A dis............EUR* 131,20 126,74 0,63 0,27
JPM US Sel Eq A dis..........USD* 126,60 119,97 nv. 20,27
Allround QUADInv.B ...........EUR* 129,79 129,79 1,04 14,52
Allround QUADInv.C ...........EUR* 130,59 130,59 1,16 14,58
JB CF £ GBP-GBP/B...........GBP* 2284,45 2284,45 8,79 0,00
JB CF CHF-CHF/B..............CHF* 1474,02 1474,02 8,02 0,00
JB CF Dollar-USD/B ...........USD* 1812,37 1812,37 19,94 0,00
JB CF Euro-EUR/B .............EUR* 2062,00 2062,00 8,23 0,00
Asia Pacific Cl. L................USD* 25,79 24,56 0,00 63,09
China Sus.Growth L...........USD* 11,26 10,72 0,00 12,82
China Sus.Gwth L A...........EUR* 10,07 9,59 0,00 13,75
ClimateChngSolLEUR.........EUR* 9,38 8,93 0,00 0,00
Euro. Abs.Ret. L A ..............EUR* 10,85 10,33 0,00 16,33
European Growth I .............EUR* 20,31 19,34 0,00 25,68
European Growth L............EUR* 16,44 15,66 0,00 20,15
EuropeanOpp. I ..................EUR* 16,85 16,05 0,00 23,40
EuropeanOpp.L..................EUR* 14,86 14,15 0,00 17,18
Global Equities...................EUR* 12,14 11,56 0,00 24,93
Global Equities USD...........USD* 12,24 11,66 0,00 23,43
GlobalFinancials.L..............EUR* 8,79 8,37 0,00 22,48
India Select L.....................USD* 154,55 147,19 0,00 0,00
Japan Select EUR ..............EUR* 11,84 11,28 0,00 13,60
New Europe L....................EUR* 8,81 8,39 0,00 36,41
No. American Eq USD ........USD* 12,80 12,19 0,00 35,71
grundinvestFonds ..............EUR 58,57 55,52 0,00 -1,22
US-grundinvest Fd. ............USD 23,72 22,48 0,00 0,00
KAS Investment Servicing GmbH
ComfortInvest C.................EUR 42,33 40,31 0,16 nv.
ComfortInvest P.................EUR 48,24 45,94 0,16 nv.
ComfortInvest S.................EUR 56,79 55,14 0,78 nv.
Euro Anlage AAll B.............EUR* 99,99 99,99 0,00 0,60
Euro Anlagef A B................EUR* 106,99 106,99 0,00 5,88
Euro Anlagef C B ...............EUR* 98,30 98,30 1,90 0,00
Euro Anlagef G...................EUR* 100,47 100,47 0,94 0,00
Euro Anlagef P B................EUR* 97,82 97,82 1,22 0,00
FM Core Ind.Select ............EUR 63,14 60,71 0,05 nv.
G&H VV Balance.................EUR 49,28 46,93 0,51 nv.
G&H VV Chance .................EUR 46,29 44,09 0,11 nv.
Geneon Inv Ren Sel ...........EUR* 100,96 98,98 0,61 1,00
H&S FM Global 100 ...........EUR 96,79 92,18 0,23 nv.
H&S FM Global 60 .............EUR 103,01 100,01 0,91 nv.
MultiManager 1 .................EUR 61,11 59,33 0,25 nv.
MultiManager 2 .................EUR 61,48 59,40 0,17 nv.
MultiManager 3 .................EUR 63,10 60,67 0,56 nv.
MultiManager 4 .................EUR 56,05 53,64 0,04 nv.
MultiManager 5 .................EUR 49,46 47,10 0,03 nv.
KBL EUROPEAN PRIVATE BANKERS
KBC equity L Europe..........EUR* 554,39 554,39 nv. 1,16
KBC equity L Japan ...........JPY* 14997,00 14997,00 nv. -52,69
KBC equity L N. Americ......EUR* 688,32 688,32 nv. 14,87
KBC equity L N. Americ......USD* 1009,21 1009,21 nv. 21,83
KBL Bond Alloc. .................EUR* 488,55 488,55 11,31 0,01
KBL epb Flex.25/75...........EUR* 333,41 333,41 1,38 -20,27
KBL epb Flex.50/50...........EUR* 259,36 259,36 0,21 29,72
KBL Gov. Bd.......................EUR* 502,77 502,77 5,77 nv.
KBL Gov. Bd.......................USD* 519,26 519,26 3,61 nv.
KBL key East. Europe.........EUR* 2711,51 2711,51 0,00 -19,64
KBL key Euro.SmComp......EUR* 1181,08 1181,08 0,00 4,50
KBL key Europe .................EUR* 751,29 751,29 0,84 39,32
KBL key Far East ...............USD* 1752,71 1752,71 4,82 10,36
KBL key Major Em.Mkts.....USD* 796,68 796,68 0,00 0,89
KBL key Natural Res. .........EUR* 605,76 605,76 1,94 -96,01
KBL key Natural Res. .........USD* 673,94 673,94 2,15 -92,61
KBL key North America......EUR* 468,09 468,09 0,00 1,37
KBL key North America......USD* 502,48 502,48 0,00 -8,12
KBL SeI.Inv.Grd.Crp............EUR* 523,67 523,67 6,29 -0,00
KBL Up.Inv.Grd .Crp ...........EUR* 544,76 544,76 6,25 nv.
LBB-INVEST
Das Ertragsausgleichsverfahren im Sinne des § 9 Satz 2 InvStG
wird angewendet
Best-Inv. Bd.Sat. ................EUR* 49,05 47,62 0,99 0,04
Best-INVEST 100 ...............EUR* 36,91 35,49 0,00 25,31
Best-INVEST 30 .................EUR* 46,09 44,75 0,00 8,70
Best-INVEST 50 .................EUR* 44,69 43,18 0,00 13,30
Deutschland -Invest...........EUR* 73,09 69,61 0,00 14,42
Euro Geldmarkt-Inv. ...........EUR* 34,36 34,36 0,03 0,00
Europa-Invest ....................EUR* 50,85 48,43 0,00 -45,44
EuroRent-Invest .................EUR* 45,40 44,08 1,11 0,00
Führ-Corp.Bond-LBB..........EUR* 32,32 31,38 0,64 0,00
Go East Invest....................EUR* 101,83 96,98 0,00 58,90
Gothaer Global ...................EUR* 63,26 60,83 0,20 -1,88
Keppler Em. Mkts ..............EUR* 39,06 37,20 0,00 26,76
Keppler Glbl.Value .............EUR* 24,89 23,70 0,00 -22,34
Lingohr-Am.-Sys................EUR* 81,38 77,50 0,00 -3,81
Lingohr-Asien-Sys. ............EUR* 77,10 73,43 0,00 15,68
Lingohr-Europa-Syst. .........EUR* 54,62 52,02 0,00 44,90
Lingohr-Syst.-Invest...........EUR* 95,85 91,29 0,00 36,23
Multirent-Invest .................EUR* 38,44 37,32 1,23 0,00
Multizins-Invest .................EUR* 37,27 36,18 2,52 0,00
PBP Chance.......................EUR* 78,75 74,29 0,00 15,04
PBP Ertrag.........................EUR* 52,18 50,17 1,64 0,35
Stratego Chance................EUR* 29,73 28,45 0,57 6,45
Stratego Ertrag ..................EUR* 29,78 28,91 0,98 -0,11
Stratego Grund ..................EUR* 30,09 28,66 0,26 -1,20
Stratego Konservativ..........EUR* 30,22 29,20 0,86 2,15
Stratego Wachstum ...........EUR* 30,40 29,23 0,65 4,37
TopPortfolio-Invest .............EUR* 34,58 32,93 0,00 -40,88
WachstumGlobal-INV .........EUR* 20,85 19,86 0,00 -174,89
WeltKap-Invest ..................EUR* 43,73 42,05 1,15 -13,66
Weltzins-INVEST ................EUR* 30,79 29,89 1,39 0,00
Akt. Deutschland ...............EUR* 139,24 132,61 0,00 19,84
Akt. Dyn. Europa................EUR* 19,14 18,23 0,00 -70,97
Akt. S&M Deutschl.............EUR* 21,17 20,16 0,00 32,59
Aktien Europa....................EUR* 30,12 28,69 0,00 -20,46
Div. Str. Eurol. R.................EUR* 35,99 34,28 0,00 24,76
Div. Str. Eurol. RT ...............EUR* 28,26 26,91 0,00 8,26
Europa Select Plus.............EUR* 24,25 23,37 0,00 1,97
FP Kontinuität ....................EUR* 59,30 57,29 0,78 3,89
FP Rendite.........................EUR* 52,92 51,13 0,59 2,75
FP Wachstum ....................EUR* 46,40 44,83 0,21 5,65
Garantie Welt 2012............EUR* 101,86 98,42 0,00 0,00
Geldmarktfonds R..............EUR* 50,23 50,23 0,08 0,00
Global Warming .................EUR* 30,60 29,14 0,00 14,51
H&A Fonds-Select..............EUR* 51,88 47,85 0,44 -0,93
Konsum Dyn. Global...........EUR* 29,62 28,21 0,00 11,31
Multi Global .......................EUR* 89,30 87,98 0,31 7,20
Nachh. Aktien R.................EUR* 73,93 70,41 0,00 26,20
RentaMax R.......................EUR* 66,11 63,87 1,40 0,00
Renten Euro Flex ...............EUR* 30,34 30,34 0,26 0,00
Renten Euro Kurzl. .............EUR* 67,15 67,15 0,27 0,44
Rohstoffe & Ress. ..............EUR* 35,26 33,58 0,07 32,94
Rohstoffe 1 R.....................EUR* 59,78 56,93 0,23 0,00
RW Rentenstrategie...........EUR* 110,84 109,74 1,35 -0,32
W&W €land-Renditefd .......EUR* 51,45 49,71 0,23 -5,13
W&W Dachfd Str.lex...........EUR* 55,24 52,61 0,94 -7,70
W&W Dachfonds Basis ......EUR* 57,90 55,14 0,43 0,24
W&W Dachfonds Gl.+€......EUR* 54,72 52,11 0,00 11,22
W&W Europa-Fonds...........EUR* 48,51 46,20 0,13 -12,13
W&W Global-Fonds............EUR* 44,01 41,91 0,06 -18,95
W&W ImmoRent ................EUR* 54,93 52,82 0,56 -1,38
W&W Intern.Rentenfd ........EUR* 43,51 42,00 0,19 -5,70
W&W Qua.Sel.Ak.Eu.€ .......EUR* 31,70 30,19 0,00 -50,86
W&W Qua.Sel.Ak.Welt........EUR* 45,29 43,13 0,00 -12,87
WAVE Multi Quant R...........EUR* 53,52 51,96 0,28 0,33
WAVE Total Return R..........EUR* 52,55 51,02 0,54 0,17
Zanonia-Deep-Fonds .........EUR* 120,78 118,41 0,00 0,00
Zyklus Strategie R .............EUR* 57,23 54,50 0,03 0,30
Legg Mason Dublin Funds
BM AsPac Eq At .................USD* nv. 121,90 nv. nv.
BM IntLaCap At..................USD* nv. 80,55 nv. nv.
BM EmMk Eq A t ...............USD* nv. 94,91 nv. nv.
BM Euro Eq At ...................USD* nv. 77,47 nv. nv.
BW Gl Fi In Aa(S)................USD* nv. 126,04 nv. nv.
CB US Ag Gr At ..................USD* nv. 103,77 nv. nv.
CB US Appr At....................USD* nv. 103,11 nv. nv.
CB US FunVal At ................USD* nv. 93,74 nv. nv.
CB US LCapGr At ...............USD* nv. 103,70 nv. nv.
CM Growth Fd At ...............USD* nv. 67,44 nv. nv.
CM Opport. Aa(A) ...............USD* nv. 210,44 nv. nv.
CM Value At ......................USD* nv. 60,75 nv. nv.
GC Gl Eq At ........................USD* nv. 81,39 nv. nv.
Roy.USSCapOp At .............USD* nv. 106,16 nv. nv.
Royce GlSmCo At...............USD* nv. 142,61 nv. nv.
Royce Sm Co At.................USD* nv. 119,34 nv. nv.
WA Asian Op Aa(D).............USD* nv. 120,58 nv. nv.
WA DivSt In Aa(M)..............USD* nv. 98,17 nv. nv.
WA ECore+Bd Aa(D)...........EUR* nv. 87,48 nv. nv.
WA Em Mkt Bd Aa(M) ........USD* nv. 105,83 nv. nv.
WA GlBChip A t ..................USD* nv. 108,68 nv. nv.
WA Gl HY Aa(M) .................USD* nv. 97,65 nv. nv.
WA Gl M St Aa(M) ..............USD* nv. 106,53 nv. nv.
WA Inf Mgt Aa(A)................USD* nv. 108,36 nv. nv.
WA US Adj Rate At .............USD* nv. 97,00 nv. nv.
WA US CorBd Aa(D) ...........USD* nv. 93,56 nv. nv.
WA US Cor+Bd Aa(D) .........USD* nv. 103,87 nv. nv.
WA US HY Aa(D).................USD* nv. 86,36 nv. nv.
WA US MMkt Aa(D) ............USD* nv. 1,00 nv. nv.
WA US STGov Aa(D) ...........USD* nv. 101,52 nv. nv.
Legg Mason Luxembourg Funds
Asset Allocation
MM Balanced At ................EUR* 121,72 117,04 0,45 20,67
MM Conservative At...........EUR* 118,64 114,63 0,56 16,55
MM Conservative At...........USD* 122,16 118,03 0,56 11,45
MM Performance At ...........EUR* 126,09 120,66 0,32 26,26
Equity Funds
Emerg.Mkts.Eq At ..............USD* 409,84 390,32 nv. 53,96
Euroland Equity At .............EUR* 112,02 106,69 nv. 11,08
Global Equity At .................EUR* 154,19 146,85 nv. 11,72
Global Equity At .................USD* 228,68 217,79 nv. 11,71
US Growth & Val At ............USD* 116,15 110,62 nv. 27,30
Money Funds
Euroland Cash At ...............EUR* 135,00 135,00 0,08 nv.
Euroland Cash At (D)..........EUR* 103,84 103,84 0,06 nv.
Weitere Anteilsklassen und Fonds unter www.LeggMason.de
Lehman Brothers-GLG Partners
GLG Balanced Fd. ..............EUR* 124,59 124,59 0,00 23,91
GLG Cap.Appreciat. ...........EUR* 157,43 157,43 0,00 88,36
GLG European Eq...............EUR* 211,21 211,21 2,24 -22,82
GLG Glob.Convert. .............EUR* 207,22 207,22 20,42 9,16
GLG Performance ..............EUR* 193,14 193,33 0,00 233,37
MultiLeadersFund R...........EUR* 106,71 101,39 0,51 18,39
LiLux
LiLux Convert ....................EUR* 172,34 167,32 0,00 2,03
LiLux Priv.Pf.25..................EUR* 46,78 45,42 0,11 8,83
LiLux Priv.Pf.50..................EUR* 46,87 45,50 0,08 12,43
LiLux Priv.Pf.100................EUR* 41,17 39,97 0,00 35,00
LiLux Rent .........................EUR* 154,75 150,24 4,61 0,79
LRI Invest S.A.
A.C.-Fonds.........................CHF* 891,53 849,08 0,00 -5,94
Alpha Stable € -T- .............EUR* 47,46 46,53 0,46 -9,73
Deutsche AktTotRet ...........EUR* 101,60 99,61 1,87 35,30
E&G Global Bonds..............EUR* 55,55 53,93 1,46 0,00
E&G Global Stocks.............EUR* 53,29 50,75 0,00 -3,07
E&G Im.akt.Eu.Cl.C ............EUR* 180,01 171,44 0,00 -16,26
E&G Pro.St.As.Cl.C.............EUR* 68,20 64,95 0,00 -25,55
Glb Family Protect .............EUR* 89,83 85,55 0,00 -21,15
Gul.Dem.Sicherheit ............EUR* 103,72 101,19 4,05 -2,38
Gul.Dem.Wachstum...........EUR* 94,04 89,56 2,39 -15,87
LBBW Alpha Dyn. T............EUR* 39,22 37,35 0,00 -38,67
LBBW Bond Sel. I...............EUR* 56,11 56,11 1,02 -0,12
LBBW Bond Sel. T..............EUR* 55,46 53,84 0,83 -0,08
LBBW Equity Sel. I .............EUR* 48,69 48,69 0,00 -12,33
LBBW Equity Sel. T ............EUR* 47,60 45,33 0,00 -17,62
LBBW Opti Ret. A...............EUR* 55,95 55,12 0,00 -0,05
LBBW Opti Ret. T ...............EUR* 56,72 55,88 0,00 -0,04
LBBW Tot.Ret.Dyn. T..........EUR* 54,17 52,59 0,56 -2,77
M&W Capital......................EUR* 71,91 69,14 0,00 25,04
M&W Privat C....................EUR* 150,88 145,08 0,00 11,27
NW Global Strategy............EUR* 42,18 40,17 0,00 -24,85
VermögensPtf. Ulm............EUR* 1165,05 1165,05 3,47 13,06
Volando Strat. QED ............EUR* 98,87 95,07 0,00 0,83
GIP
ABCInv.-Rend.Plus .............EUR* 78,51 73,84 0,00 0,23
Europe Portfolio .................EUR* 6,52 6,21 0,00 16,76
Internat.Portfolio ................EUR* 5,83 5,55 0,00 25,77
Massiv...............................EUR* 47,68 45,41 0,09 7,40
Special Portfolio.................EUR* 6,10 5,81 0,00 36,75
Zeit und Wert .....................EUR* 6,47 6,16 0,00 -0,96
Lupus alpha Investment S.A.
Sm. Eu. Champ. A..............EUR* 126,57 120,54 0,00 51,43
Sm. German Champ. ........EUR* 152,04 144,80 0,00 53,42
Lupus alpha Kapitalanlagegesellschaft mbH
LS Durat.Corp.Inv...............EUR* 102,17 98,24 1,97 0,00
LS Duration Invest .............EUR* 100,80 97,86 1,35 0,00
Lupus alpha DynInv ...........EUR* 102,15 98,22 3,92 -35,51
Lupus alpha StrInt .............EUR* 111,99 107,68 0,69 0,00
Lupus alpha StrInv.............EUR* 146,27 140,64 0,96 -19,24
Volatility Invest ..................EUR* 108,82 104,63 0,67 0,00
Euro-Kurzläufer..................EUR* 27,71 27,63 0,53 0,00
Europa-Aktien....................EUR* 17,64 16,76 0,00 0,26
Euro-Renten ......................EUR* 29,08 28,21 0,39 0,00
Inter-Aktien........................EUR* 14,31 13,59 0,00 0,19
Inter-Renten ......................EUR* 27,84 27,00 0,30 0,00
ProBasis ............................EUR* 22,63 21,84 0,20 0,02
ProFutur ............................EUR* 21,63 20,87 0,07 0,17
M & G International
American A........................EUR* 8,81 8,81 0,00 41,12
American A........................USD* 10,25 10,25 0,00 17,10
American Fund A-H ...........EUR* 10,89 10,89 0,00 16,63
Asian A..............................EUR* 25,44 25,44 0,00 60,32
Corporate Bond A ..............EUR* 12,51 12,51 0,45 0,00
Eur. Index Track A ..............EUR* 12,56 12,56 0,00 36,65
Europ. Sm. Comp. A...........EUR* 18,11 18,11 0,00 43,64
Europ.Corp.Bond A.............EUR* 13,56 13,56 0,40 0,00
Europ.Corp.Bond C ............EUR* 14,55 14,55 0,47 0,00
Europ.High Yi.Bd.A.............EUR* 20,23 20,23 0,83 0,02
Europ.High Yi.Bd.C.............EUR* 18,86 18,86 0,83 0,02
Europ Inf Lk CoBd A...........EUR* 10,43 10,43 0,02 0,00
Europ.Sp.Sit. A...................EUR* 8,27 8,27 0,00 -5,65
Europ.Strat.Value A............EUR* 10,15 10,15 0,00 60,10
European A........................EUR* 10,16 10,16 0,00 25,69
Gl. Em. Mkts Fd A..............EUR* 21,79 21,79 0,00 47,51
Gl. Em. Mkts Fd A..............USD* 25,07 25,07 0,00 52,07
Glob Dynamic All A ............EUR* 10,80 10,80 0,07 2,05
Global Basics A..................EUR* 24,88 24,88 0,00 62,38
Global Basics A..................USD* 13,07 13,07 0,00 32,83
Global Conv. A....................EUR* 10,91 10,91 0,02 1,53
Global Dividend A ..............EUR* 13,28 13,28 0,00 39,50
Global Dividend A ..............USD* 12,42 12,42 0,00 28,77
Global Growth A................EUR* 14,85 14,85 0,00 29,73
Global Growth A................USD* 16,39 16,39 0,00 31,34
Global Leaders A................EUR* 11,75 11,75 0,00 35,21
Global Leaders A................USD* 9,11 9,11 0,00 7,70
HighYield CoBd A-H ...........EUR* 10,42 10,42 0,20 0,00
Japan A.............................EUR* 7,71 7,71 0,00 39,32
Japan Sm. Comp. A ...........EUR* 9,89 9,89 0,00 -9,48
N. American Val. A .............EUR* 8,48 8,48 0,00 52,89
N. American Val. A .............USD* 8,40 8,40 0,00 70,03
Optimal Income A-H...........EUR* 14,17 14,17 0,31 0,32
Pan European A .................EUR* 11,98 11,98 0,00 36,04
Pan European Div A ...........EUR* 10,71 10,71 0,00 12,57
Recovery A ........................EUR* 21,23 21,23 0,00 46,51
UK Growth Fund A .............EUR* 8,69 8,69 0,00 14,71
EuroBalance ......................EUR* 41,92 40,31 0,54 -25,30
EuroErtrag .........................EUR* 54,21 52,38 1,38 -6,00
EuroFlex ............................EUR* 51,63 51,12 1,89 0,00
EuroInvest A ......................EUR* 67,52 64,30 0,00 17,86
EuroKapital ........................EUR* 57,30 54,57 0,00 -42,59
EuroMediorent ...................EUR* 56,04 54,67 0,00 0,00
EuroRent A.........................EUR* 30,85 29,81 1,26 0,08
Floor EuroAktien ................EUR* 48,58 46,49 0,03 -9,23
GlobalBalance DF ..............EUR* 43,50 41,83 0,56 22,19
GlobalChance DF ...............EUR* 34,89 33,23 0,00 22,23
MEAG FairReturn A ............EUR* 54,63 53,04 0,55 0,45
Nachhaltigkeit A ................EUR* 65,51 62,39 0,00 21,87
Osteuropa A.......................EUR* 45,10 42,95 0,00 -14,95
ProInvest ...........................EUR* 110,03 104,79 0,00 -7,03
ProZins A...........................EUR* 50,26 50,26 0,47 0,00
Meridio Funds
Meridio Global Vision .........EUR* 75,75 72,14 0,00 21,96
Meridio Green Balance ......EUR* 71,78 69,02 0,00 6,77
Metzler Investment GmbH
Aktien Deutschl.AR............EUR* 134,25 127,86 0,00 2,90
Aktien Europa AR...............EUR* 90,49 86,18 0,00 -52,65
Argentum Perf Navi ...........EUR* 119,52 115,48 0,08 28,65
Europa Value AR ................EUR* 45,63 43,46 0,00 -18,80
Expert Select .....................EUR* 30,43 28,98 0,00 -1,95
Geldmarkt..........................EUR* 67,14 67,14 0,31 0,00
Priv Portf Plan 1.................EUR* 49,14 47,48 0,00 0,00
Renten Allstyle...................EUR* 38,94 37,26 0,47 0,00
RWS-Wachstum MI............EUR* 81,53 77,65 0,00 -76,71
TORERO Global Prot...........EUR* 107,42 103,79 0,00 0,00
TORERO MultiAsset............EUR* 106,03 102,44 0,00 -13,30
Wachstum Internat. ...........EUR* 97,29 92,66 0,00 -122,99
Metzler Ireland Ltd.
Chinese Equity...................EUR* 73,24 69,75 0,00 34,94
Eastern Europe A...............EUR* 141,74 134,99 0,00 41,94
Europ.Small Comp.A..........EUR* 149,03 141,93 0,00 64,68
European Growth A............EUR* 101,84 96,99 0,00 43,35
Focus Japan......................EUR* 40,37 38,45 0,00 -28,05
Global Selection.................EUR* 59,47 56,64 0,21 6,59
Internat. Growth.................EUR* 35,47 33,78 0,00 29,61
Japanese Equities A ..........EUR* 29,11 27,72 0,00 -43,67
m4 Alpha- Bonds CF..........EUR* 105,22 102,16 0,00 -1,23
m4 Alpha-Bonds I ..............EUR* 102,47 102,47 1,05 -1,10
MK LUXINVEST S.A.
IAM-Novum .......................EUR* 7,87 7,48 0,56 3,67
Monega Kapitalanlageges.mbH
50+ Ruhestandsplan .........EUR* 52,32 50,31 0,94 0,23
Euro-Duraflex Mo ..............EUR* 106,79 103,68 1,95 -0,28
Eur-Rend.-Flex. Mo............EUR* 100,81 96,93 1,15 5,66
DEVK Verm.Classic ............EUR* 51,57 50,07 0,61 0,49
Lupus alpha ReturnI...........EUR* 101,67 97,76 1,73 0,00
Lupus alpha ReturnR .........EUR* 50,66 48,71 0,71 0,00
Monega BestInvest ............EUR* 56,12 56,12 0,00 -0,28
Monega Chance.................EUR* 32,82 31,41 0,00 -17,71
Monega Ertrag...................EUR* 56,47 54,56 1,13 0,47
Monega Euro-Bond............EUR* 55,30 53,69 1,11 0,00
Monega Euroland...............EUR* 36,50 35,27 0,00 -21,22
Monega FairInv.Akt ............EUR* 40,07 38,16 0,00 -31,03
Monega Germany ..............EUR* 57,82 55,86 0,00 8,61
Monega Innovation ............EUR* 38,39 37,09 0,00 11,07
Monega Wachstum............EUR* 40,72 39,15 1,63 -4,14
MonegaBestInvEur A..........EUR* 57,97 55,21 0,00 1,64
OptiAnlage Ausg. T ............EUR* 54,18 53,12 1,59 -0,51
Rendite FX Plus I ...............EUR* 100,18 100,18 1,26 0,00
Rendite FX Plus R..............EUR* 51,56 49,82 0,40 0,00
Short-Track A.....................EUR* 50,63 50,13 0,78 0,00
Short-Track T-Net-.............EUR* 50,69 50,69 0,72 0,00
Sparda Maxxima................EUR* 55,89 54,79 1,16 1,00
Sparda-MünchenVerm.......EUR* 52,27 51,50 1,36 -1,32
Sparda M.nh.Verm.............EUR* 49,97 49,23 0,00 0,42
Sparda OptiAnAusEA..........EUR* 55,16 54,08 1,46 0,94
Strat.Sentim. LS R .............EUR* 101,94 97,09 0,00 0,00
Strategy Active+ D ............EUR* 92,72 89,15 0,13 11,13
StrategyActive+ RD ...........EUR* 76,24 73,31 0,00 -19,20
Strategy Trend + D............EUR* 87,94 85,38 0,00 0,00
VM Sterntaler.....................EUR* 110,79 106,53 0,00 6,50
MPC Competence
MPC Europa Meth..............EUR* 165,29 157,42 0,00 2,42
MPC Europa Meth.I ............EUR* 1326,36 1263,20 0,00 19,79
MPC Gr. Pf. AMI .................EUR* 62,76 59,77 0,49 14,23
MultiSelect
MS Absolute Ret I ..............EUR* 55,32 52,69 0,24 0,04
MS Europa-Aktien I............EUR* 52,29 49,80 0,66 6,25
MS Global-ChancenI ..........EUR* 57,19 54,47 0,62 23,70
MS Global-ChancenS.........EUR* 48,64 46,32 0,52 8,38
MS Welt-Aktien I ................EUR* 58,16 55,39 0,62 13,83
Nomura Asset Management Deutschland
Asia Pacific........................EUR* 111,10 105,81 0,00 35,33
Asian Bonds ......................EUR* 57,99 56,30 2,09 0,00
Euro Convertible ................EUR* 44,47 43,17 0,03 0,00
Fundamental Europe..........EUR* 46,98 44,74 0,00 -9,25
Fundamental Japan...........EUR* 37,56 35,77 0,00 -37,12
Japan Equity......................EUR* 26,19 24,94 0,00 -141,13
Medio Rent ........................EUR* 66,12 64,82 0,12 0,00
Real Protect.......................EUR* 112,37 110,17 9,46 0,00
Real Return........................EUR* 572,05 560,83 65,77 0,00
NORAMCO Asset Management
Quality Funds USA.............EUR* 5,23 4,97 0,00 -40,10
Quality Fd.Europe ..............EUR* 11,12 10,56 0,00 -8,28
Norddeutsche Landesbank Luxembourg S.A.
N.Lux Pro 30 .....................EUR* 1115,45 1115,45 0,00 11,26
N.Lux Pro 60 .....................EUR* 1093,31 1093,31 0,00 15,98
N.Lux Pro 100 ...................EUR* 886,03 886,03 0,00 20,17
N.Lux Renten Cap..............EUR* 68,04 68,04 0,76 0,02
N.Lux Renten Dis. ..............EUR* 41,26 41,26 1,88 0,02
NORDLB HorizontCFA.........EUR* 105,53 102,46 0,00 0,48
NORDLB HorizontCFB ........EUR* 104,02 100,99 0,00 0,49
NORDLB HorizontTFA.........EUR* 102,11 102,11 0,00 0,45
NORDLB HorizontTFB.........EUR* 100,63 100,63 0,00 0,46
Klima.................................EUR* 38,06 36,25 0,00 -37,55
New Energy EUR................EUR* 6,23 5,87 0,00 25,57
OekoVision Gar20C............EUR* 112,96 107,58 0,68 -3,72
ÖkoTrust ............................EUR* 114,53 109,08 0,00 -1,96
Ökotrend Bonds.................EUR* 53,16 51,36 1,15 0,00
ÖkoVision Classic ..............EUR* 93,78 89,31 0,00 59,90
ÖkoVision Europe...............EUR* 34,34 32,70 0,00 -51,26
Water For Life C.................EUR* 101,86 97,01 0,00 -0,93
adv. dynamisch OP ............EUR* 37,97 36,16 1,83 -0,53
adv.konservativ OP ............EUR* 50,65 49,17 1,54 -18,81
Albatros EUR......................EUR* 63,44 60,42 0,08 -5,29
Albatros Euro. OP...............EUR* 37,09 35,32 0,00 -46,48
Bond Global Opp................EUR* 44,24 42,95 0,00 0,00
Bond Spezial K ..................EUR* 58,28 57,70 0,30 0,00
DELB.B.Maf. I.rent .............EUR* 55,81 53,92 0,25 -1,45
DELB.B.Maf.Clas.OP ..........EUR* 34,65 33,64 0,00 -17,96
FFPB Wachstum OP...........EUR* 67,10 63,90 0,00 -9,17
FFPB Substanz ..................EUR* 10,22 9,73 0,17 -3,96
FVV Select OP....................EUR* 55,44 52,80 0,19 -5,53
Inovesta Classic OP ...........EUR* 36,38 34,65 0,17 1,59
Inovesta Opport.OP............EUR* 27,28 25,98 0,00 -29,90
Japan Eq.Quant R..............EUR* 25,55 24,33 0,00 -219,69
NOAH-MIX OP....................EUR* 64,52 62,04 0,00 20,51
OP America-Equit. .............EUR* 91,54 87,18 0,00 -0,11
OP Bond Active..................EUR* 50,10 48,64 0,27 0,00
OP Bond Euro K.................EUR* 41,94 41,52 0,00 0,00
OP Bond Euro L .................EUR* 58,96 57,24 0,64 0,00
OP Bond Euro Plus.............EUR* 68,05 65,75 2,32 -0,39
OP DAX-Werte ...................EUR* 202,36 192,72 0,00 -19,35
OP East Asia ......................EUR* 122,16 116,34 0,00 52,65
OP Eur.Mid&Sm.Caps ........EUR* 83,56 79,58 0,00 27,69
OP Euroland Werte.............EUR* 61,18 58,27 0,00 -41,02
OP Europa Balanced..........EUR* 54,30 52,21 0,75 24,87
OP Exklusiv AktSel .............EUR* 110,84 105,56 0,00 8,84
OP Exklusiv AssAll .............EUR* 110,68 107,46 1,61 21,38
OP Extra Portf. ...................EUR* 51,48 49,98 1,79 0,00
OP ExtraBond.Euro ............EUR* 55,35 53,74 0,80 0,00
OP Food.............................EUR* 166,38 158,46 0,00 35,96
OP FX Opportuni. ...............EUR* 58,79 57,08 0,14 0,00
OP Global Securiti ..............EUR* 82,04 78,13 0,00 -72,05
OP MoneyMarket Eu. .........EUR* 49,94 49,94 0,00 0,00
OP Select Global ................EUR* 51,37 48,92 0,00 158,25
OP Value Europ. Eq ............EUR* 42,29 40,28 0,00 -44,77
Oppenh. DA EUR................EUR* 38,88 37,75 0,17 -13,15
Oppenheim Portf. E............EUR* 27,76 26,95 0,26 -9,37
Rent.-Konz.Stift. ................EUR* 97,88 96,91 0,67 0,00
RSI Internat.OP ..................EUR* 52,53 50,03 0,00 45,93
Spezial 3 ...........................EUR* 102,29 99,31 0,00 9,36
Strategieko.Stift.................EUR* 99,96 98,00 0,74 0,95
Strategiekonz. III ................EUR* 52,26 49,77 0,11 0,46
Oppenheim Asset Mgmt. Serv. S.à r.l.
AbsReturnCommOPI ..........EUR* 112,20 106,86 0,35 0,00
AbsReturnCommOPR.........EUR* 119,28 113,60 1,17 0,00
AbsReturnCommOPV .........EUR* 121,13 115,36 0,33 0,00
AbsReturnComOPII.............EUR* 105,09 100,09 0,36 0,00
Aktienstrat.MM.OP.............EUR* 51,67 49,21 0,00 6,76
Best Bal. Concept O...........EUR* 116,80 111,24 0,51 3,88
Best Em.Mk.Con OP...........EUR* 220,11 209,63 0,00 54,99
Best Eur. Con. OP...............EUR* 149,53 142,41 0,00 33,93
Best Gl. Con. OP ................EUR* 117,75 112,14 0,00 34,93
Best Gl.Bd.Con. OP ............EUR* 121,16 117,63 0,50 0,37
Best Opp.Con. OP ..............EUR* 121,14 115,37 0,00 28,74
Best Spe.Bd.Con.OP ..........EUR* 120,56 117,05 0,42 32,43
Cash Plus ..........................EUR* 101,44 99,94 0,36 0,00
Commodity Alpha OP.........USD* 159,24 151,66 0,00 0,00
CONREN Fortune................EUR* 108,65 103,48 0,00 -5,58
ERBA Invest OP..................EUR* 46,19 46,19 0,59 -6,84
Eu. Fl.Abs.Ret.OP...............EUR* 45,13 42,98 0,00 52,09
Eur.BonusStratOP I.............EUR* 103,50 100,00 0,00 0,00
Eur.BonusStratOP R ...........EUR* 65,62 63,40 0,00 0,00
EuroSwitch Bal.Pf. .............EUR* 53,47 51,17 0,00 1,21
EuroSwitch Def.C...............EUR* 53,91 52,09 0,45 0,71
EuroSwitch Subst. .............EUR* 53,33 50,79 0,00 -11,09
EuroSwitch WldProf.OP......EUR* 50,15 47,65 0,00 0,24
FFPB Dynamik...................EUR* 8,97 8,54 0,00 -18,29
FFPB Fokus .......................EUR* 8,73 8,31 0,00 -36,51
FFPB Kupon.......................EUR* 11,43 10,89 0,17 -1,87
FFPB MTrend Dplus ...........EUR* 10,50 10,00 0,01 4,50
FFPB MTrend Plus .............EUR* 11,52 10,97 0,00 3,66
FFPB Rendite.....................EUR* 12,00 11,43 0,08 -9,05
FFPB Variabel ....................EUR* 10,01 9,53 0,00 2,15
FFPB Wert..........................EUR* 9,74 9,28 0,00 -8,96
Flaggsch.Ausgew. OP ........EUR* 45,98 43,79 0,28 -19,21
Flaggsch.Dyn.OP ...............EUR* 36,72 34,97 0,00 10,86
Flaggsch.Wachst.OP..........EUR* 41,36 39,39 0,00 -13,72
Gl.Trend Equity OP.............EUR* 58,05 55,29 0,00 16,73
Global Abs.Ret. OP.............EUR* 49,54 47,18 0,00 20,21
Greiff Def.Plus OP..............EUR* 52,74 51,20 0,00 7,61
Greiff Dyn.Plus OP .............EUR* 42,12 40,11 0,00 -29,31
MedBioHealth EUR.............EUR* 143,69 136,85 0,00 49,65
MedBioHealth EUR H .........EUR* 156,45 149,00 0,00 50,68
MedBioHealth I ..................EUR* 146,92 139,92 0,00 47,93
MedBioHealth I H...............EUR* 167,59 159,61 0,00 38,89
Mercedes-Benz Bk A .........EUR* 99,72 96,58 0,02 12,87
Mercedes-Benz Bk B.........EUR* 96,93 93,43 0,00 10,46
Mercedes-Benz Bk C.........EUR* 96,67 92,29 0,00 23,48
M-Fonds Aktien .................EUR* 50,25 47,86 0,00 12,81
M-Fonds Balanced.............EUR* 72,10 70,00 0,22 8,37
München Rohstofffd ..........EUR* 129,51 129,51 0,00 -0,01
AHW SICAV LRII
Telefon 01805/23 82 82
www.ahw-capital.com
www.alceda.lu
alceda@alceda.lu
Tel. 00352 248 329 301
www.allianzglobalinvestors.de
www.bantleon.com
Tel +49 (0)69 7538-1111 www.credit-suisse.com/de
www.dje.lu
info@dje.lu
Tel. 00352 26925220
Tel.: 069 / 7147-652
www.deka.de
Tel.: 0180 - 30 40 500
e-Mail: direkt@postbank.de
Internet:www.postbank.de
Tel.: 01803 - 10 11 10 11
Fax: 01803 - 10 11 10 50
www.dws.de info@dws.de
Tel. 0800 / 000 65 66
(gebührenfrei)
www.fidelity.de
www.fvsag.com +49 221 33 88 290
www.frankfurt-trust.de Tel.: 069/92050-200
Tel. 0800 / 073 80 02
www.franklintempleton.de
info@franklintempleton.de
Tel. Deutschland: 0800/0107107
Tel. International: 00498996011-230
www.gamax.lu
Telefon +49-(0)69-714005-0
www.gartmore.com
Tel. 069- 963648- 0 Tel. 069- 963648- 0 · www.gp-ag.de
Tel: 01801 / 16 36 16
www.geninvest.de
www.hua-invest.lu
Tel.: (069) 29 807 800
www.de.invesco.com
Die Fonds-Designer
www.ipconcept.lu
www.jpmam.de
funds@swissglobal-am.com www.jbfundnet.com
Tel. +49 69 50 50 50 111
www.jupiterinternational.com
Tel. + 44 20 74 120 703
Tel. 0711/22910- 3110 www.lbbw-am.de
Telefon 01802 / 145 145 www.oppenheim-fonds.de
Fonds Anzeige
Name Whrg. Ausg. Rückn. Zwg. Aktg.
/Img.
* Preise vom Vortag/letzt verfügbar 29.04.11
Name Whrg. Ausg. Rückn. Zwg. Aktg.
/Img.
* Preise vom Vortag/letzt verfügbar 29.04.11
Name Whrg. Ausg. Rückn. Zwg. Aktg.
/Img.
* Preise vom Vortag/letzt verfügbar 29.04.11
Name Whrg. Ausg. Rückn. Zwg. Aktg.
/Img.
* Preise vom Vortag/letzt verfügbar 29.04.11
Name Whrg. Ausg. Rückn. Zwg. Aktg.
/Img.
* Preise vom Vortag/letzt verfügbar 29.04.11
Name Whrg. Ausg. Rückn. Zwg. Aktg.
/Img.
* Preise vom Vortag/letzt verfügbar 29.04.11
Name Whrg. Ausg. Rückn. Zwg. Aktg.
/Img.
* Preise vom Vortag/letzt verfügbar 29.04.11
Name Whrg. Ausg. Rückn. Zwg. Aktg.
/Img.
* Preise vom Vortag/letzt verfügbar 29.04.11
Investmentfonds
Multi Inv Spez OPF ............EUR* 51,07 49,58 0,00 -2,41
Mu.In.Spezial OP R............EUR* 64,50 61,28 0,00 42,08
Mult.Inv.Global OP .............EUR* 48,55 46,13 0,00 11,17
Multi Invest OP F ...............EUR* 51,06 49,57 0,00 -3,08
Multi Invest OP R...............EUR* 43,96 41,77 0,00 21,51
OCP International...............EUR* 54,88 52,27 0,00 27,66
OP Cash Euro Plus.............EUR* 32,99 32,66 0,41 0,00
OP GlStr Worldwide............EUR* 112,86 112,86 0,23 8,23
OP-Invest (CHF) .................CHF* 152,82 147,65 0,39 0,12
OPti Cash R .......................EUR* 103,83 98,89 0,00 0,77
Pf Defensiv OP...................EUR* 53,49 51,93 0,13 -6,47
Pf Dynamisch OP...............EUR* 50,52 48,11 0,00 40,43
Pf Moderat OP ...................EUR* 49,35 47,00 0,00 -4,84
PHARMA/HEALTH...............USD* 282,89 277,34 0,00 31,99
PTAM Bal. Pf. OP................EUR* 57,62 54,88 0,05 24,79
PTAM Def.Portf.OP.............EUR* 49,81 47,44 0,15 9,10
R&G Best Select OP...........EUR* 87,42 84,06 0,03 5,29
Rentenstrat.MM.OP............EUR* 54,79 52,68 1,07 -2,67
Sel. Dynamic OP................EUR* 102,71 97,82 0,00 8,95
Sel. Protection OP..............EUR* 105,35 105,35 0,00 -4,47
Selecta Val Opp OP............EUR* 107,36 102,25 0,00 6,08
spec. situations .................EUR* 62,59 59,61 0,02 25,74
Special Opp. ......................EUR* 48,62 46,30 0,00 43,23
Str.Verm. OP RT 10............EUR* 962,54 916,70 0,00 -1,58
Str.Verm. OP RT 14............EUR* 957,66 912,06 0,00 -4,04
Str.Verm. OP RT 2..............EUR* 958,80 913,14 5,74 -1,15
Str.Verm. OP RT 20............EUR* 976,10 929,62 0,00 2,19
Str.Verm. OP RT 6..............EUR* 962,98 917,12 1,04 -3,33
Swiss Opportunity..............CHF* 177,95 169,48 0,00 37,53
Tb Commodity A IV ............EUR* 112,91 107,53 0,16 0,00
Tib. Commodity A. I............EUR* 114,79 109,32 0,28 0,00
Tib. Commodity A. R ..........EUR* 109,86 104,63 0,06 0,00
Tib.Act.Commodity.............USD* 140,21 133,53 0,00 0,00
Tib.EuroBond OP I..............EUR* 121,56 118,02 2,85 0,00
Tib.EuroBond OP R ............EUR* 120,50 116,99 2,83 0,00
Tib.Int.Bond OP I ................EUR* 121,82 118,27 2,76 0,00
Tib.Int.Bond OP R ..............EUR* 120,50 116,99 2,75 0,00
Top Ten Balanced ..............EUR* 59,33 57,32 0,00 16,43
Top Ten Classic..................EUR* 72,18 68,74 0,00 13,08
US Opportunities OP ..........USD* 174,96 166,63 0,00 23,60
Verm.Strat.RT 2 OP............EUR* 1036,83 987,46 1,27 -0,94
Verm.Strat.RT 6 OP............EUR* 1045,78 995,98 0,41 0,38
Verm.Strat.RT 10 OP..........EUR* 1049,66 999,68 0,00 0,36
Weisenh.Europa.................EUR* 29,37 28,24 0,00 46,79
3 V Swiss S&M Cap...........CHF* 142,58 139,78 0,00 -57,68
Payden & Rygel Global Ltd.
Gl.Em.Mkts Bd € A.............EUR* 16,41 16,41 0,62 0,00
Gl.Em.Mkts Bd € A.............EUR* 17,01 17,01 0,28 0,00
Global HY Bond EUR ..........EUR* 13,66 13,66 nv. 0,00
Global HY Bond USD..........USD* 17,74 17,74 0,00 0,00
International Bd $..............USD* 19,73 19,73 1,07 0,00
International Bd €..............EUR* 13,26 13,26 0,39 0,00
Charisma AHM Dach A.......EUR* 1408,39 1341,32 0,00 0,11
Ideal Global........................EUR* 131,54 125,28 0,00 47,22
PEH Quintessenz SICAV
PEH Q-Europa....................EUR* 69,42 66,75 0,00 10,98
PEH Q-Goldmines ..............EUR* 92,76 89,19 0,00 26,61
PEH Q-Renten Glb I............EUR* 102,44 98,50 0,00 -0,08
PEH Q-Renten Glb P ..........EUR* 102,95 98,99 0,00 -0,04
PEH SICAV
Infl Lkd Bonds Flex P.........EUR* 99,13 95,32 0,00 0,00
Infl Lkd Bonds Flex I ..........EUR* 99,67 95,84 0,00 0,00
PEH Empire .......................EUR* 87,92 84,54 0,00 25,72
PEH Renten EvoPro P.........EUR* 109,53 105,32 0,87 0,00
PEH RentenEvoPro VR........EUR* 50,56 49,33 0,49 0,00
PEH Renten EvoPro VR2.....EUR* 49,36 48,16 0,48 0,00
Strat.Flexibel I ...................EUR* 109,46 105,25 0,00 9,03
Strat.Flexibel P d ...............EUR* 72,22 69,44 0,00 20,60
PEH Trust SICAV
PEH Trust Balanced............EUR* 102,69 98,74 0,00 3,58
PEH Trust Chance ..............EUR* 105,42 101,37 0,00 6,09
PEH Trust Rendite Plus.......EUR* 103,80 99,81 0,00 -0,01
Nach Auskunft des Emittenten wurde das Ertragsausgleichsverfahren
für die u.g. Fonds angewendet
$ Governm.Bds-P dy..........USD 384,31 373,12 6,32 0,01
$ Liquidity-P dy .................USD 84,76 84,76 0,34 0,00
$ Short MT Bd-P dy...........USD 101,99 99,02 0,57 0,00
$ Sov. Liqui.-P dy ..............USD 100,17 100,17 0,07 0,00
€ Gov. Bds-HP CHF ............CHF 110,43 107,21 2,14 0,00
€ Infl.Lkd Bd-P dy..............EUR* 106,42 103,32 0,00 0,04
€ Short MT Bd-P dy...........EUR 92,24 89,55 1,81 -0,03
Ab.Ret.Gl.D. P EUR.............EUR* 121,45 115,67 0,17 -3,15
As.Eq.Ex-Jap P EUR...........EUR* 136,72 130,21 0,00 34,01
As.Loc.Cu.D. P USD ...........USD* 147,37 143,08 1,70 0,31
Asn Loc.Cur.Debt-P dy$.....USD* 133,00 129,13 1,54 0,32
Biotech P EUR....................EUR 237,01 225,72 0,00 31,86
Biotech P USD ...................USD 351,31 334,58 0,00 39,30
CHF Bds-P.........................CHF* 439,22 426,43 4,80 -0,24
CHF Bds-P dy ....................CHF* 397,98 386,39 4,37 -0,26
CHF Liquidity-P..................CHF 124,19 124,19 0,71 0,00
CHF Liquidity-P dy.............CHF 93,05 93,05 0,53 0,00
Clean Energy P USD ..........USD* 89,00 84,76 0,00 -15,09
Clean Energy-P EUR ..........EUR* 59,91 57,06 0,00 -15,09
Digital Com. P EUR ............EUR* nv. 106,51 0,00 49,41
Digital Com. P USD............USD* 166,12 158,21 0,00 49,41
East.Europe P EUR.............EUR* 427,76 407,39 0,00 65,71
Em.Loc.Cu.D. P USD..........USD* 194,76 189,09 6,95 0,01
Em.Loc.Cur.Deb-Pdy$........USD* 156,60 152,04 5,66 0,01
Em.Mrkts Idx P USD ..........USD 293,51 279,53 0,00 56,05
Em.Mrkts P EUR ................EUR* 456,46 434,72 0,00 37,72
Em.Mrkts P USD................USD* 678,03 645,74 0,00 63,50
EUR Bds-P dy ....................EUR* 289,97 281,52 6,21 -1,73
EUR Bonds P .....................EUR* 408,47 396,57 8,66 -1,08
EUR Corp. Bds-P dy ...........EUR 104,26 101,22 2,28 -0,03
EUR Corp.Bonds P .............EUR 159,87 155,21 3,45 -0,02
EUR Gov. Bds-P dy.............EUR 100,37 97,45 1,98 0,00
EUR Governm. Bd. P ..........EUR 118,95 115,49 2,32 0,00
EUR Hi. Yield P...................EUR 186,06 180,64 5,73 -0,61
EUR High Yld-P dy .............EUR 96,41 93,60 3,02 -1,02
EUR Inf.Lkd.Bd. P...............EUR* 114,71 111,37 0,00 0,03
EUR Liquidity P..................EUR 136,65 136,65 1,02 0,00
EUR Liquidity-P dy.............EUR 96,57 96,57 0,72 0,00
EUR Sh.Mid T.Bd. P............EUR 124,92 121,28 2,43 -0,03
EUR Sov. Liq.-P dy.............EUR* 100,12 100,12 0,09 0,00
EUR Sover.Liqu. P ..............EUR* 102,64 102,64 0,10 0,00
Euro.Eq.Sel. P EUR.............EUR 489,63 466,31 0,00 21,38
Euro.Sus.Eq. P EUR............EUR* 159,92 152,30 0,00 14,26
Euroland Idx P EUR............EUR* 101,30 96,48 0,00 -14,26
Europe Idx P EUR...............EUR 122,36 116,53 0,00 13,90
Generics P EUR..................EUR* 107,18 102,08 0,00 24,84
Generics P USD .................USD* 159,21 151,63 0,00 26,41
Gl Em.Debt P USD .............USD 274,68 266,68 7,60 0,00
Gl. Em.Debt-P dy $............USD 169,75 164,81 4,78 0,00
Gl.Em.Debt-HP EUR ...........EUR 196,18 190,47 5,35 0,00
Great.China P EUR.............EUR* 293,86 279,87 0,00 48,20
Great.China P USD.............USD* 436,51 415,72 0,00 57,74
Indian Eq. P EUR................EUR* 283,40 269,90 0,00 49,29
Indian Eq. P USD................USD* 420,96 400,91 0,00 65,59
Ja.Eq.130/30 P EUR ..........EUR* 38,54 36,70 0,00 -74,30
Ja.Eq.130/30 P JPY...........JPY* 4678,79 4455,99 0,00 -26,06
Ja.Eq.Sel. P EUR................EUR* 63,39 60,37 0,00 -98,07
Ja.Eq.Sel. P JPY ................JPY* 7696,42 7329,92 0,00 -27,29
Ja.M.Sm.Cap P EUR ..........EUR* 64,87 61,78 0,00 -95,71
Ja.M.Sm.Cap P JPY...........JPY* 7877,11 7502,01 0,00 -30,07
Japan Idx P JPY.................JPY* 8904,99 8480,94 0,00 -20,29
M.E.a.NAfr. P EUR..............EUR* 36,77 35,02 0,00 6,88
MidEast&NAfr.-P $.............USD* 53,85 51,29 0,00 6,88
Pac.ExJa.Idx P USD ...........USD* 361,36 344,15 0,00 47,35
Piclife-P CHF......................CHF* 831,10 791,52 4,65 0,00
Pictet-AsEq-HP €...............EUR* 155,74 148,32 0,00 29,26
Pictet-AsnEq-P $ ...............USD* 203,09 193,42 0,00 56,94
Pictet-Biot-HP €.................EUR 265,31 252,68 0,00 32,05
Pictet-Gener-HP €..............EUR* 125,69 119,70 0,00 11,17
Pictet-JpESe-HP €.............EUR* 53,63 51,08 0,00 -148,29
Pictet-Water-P EUR............EUR* 152,45 145,19 0,00 41,56
Prem.Brands P EUR...........EUR* 97,90 93,24 0,00 42,58
Russian Eq-P $..................USD 91,96 87,58 0,00 -12,89
Russian Equ. P EUR ...........EUR 62,03 59,08 0,00 -12,89
Security P USD ..................USD* 147,35 140,33 0,00 30,49
Sm.Cap Euro. P EUR..........EUR* 633,75 603,57 0,00 50,58
US Eq Gwth Sel.HP€ ..........EUR 94,55 90,05 0,00 15,89
US Eq.G.Sel. P USD............USD 125,74 119,75 0,00 17,83
USA Idx P USD...................USD* 117,22 111,64 0,00 17,24
USD Governm.Bd. P...........USD 554,25 538,11 9,03 0,00
USD Liquidity P..................USD 131,32 131,32 0,52 0,00
USD Sh.Mid T.Bd. P............USD 127,62 123,90 0,71 0,00
USD Sov.Liqu. P.................USD 101,68 101,68 0,05 0,00
Wld Gov.Bds-P dy $...........USD* 143,53 139,35 2,09 0,02
Wld.Gov.Bd. P USD ............USD* 181,78 176,49 2,62 0,02
PF Comm. Alpha ................EUR* 50,58 48,63 nv. nv.
PF Global Ecology..............EUR* 162,69 154,94 nv. -29,39
PF Global Select ................EUR* 56,56 53,87 nv. -17,83
PF US Pioneer Fund...........EUR* 4,36 4,15 nv. 25,33
PI German Equity...............EUR* 139,70 133,05 nv. 22,90
PI Total Return ...................EUR* 49,81 48,36 0,61 -0,86
Worldwide Investors Portfolio Sicav -
Transfer Agent: Sal Oppenheim jr. & Cie. Lux. S.A.
Tel. +352 22 15 22 - 441; Fax: +352 22 15 22 - 600
Em. Mkt Fix Inc. A..............EUR* 15,54 15,01 0,67 0,00
Em. Mkt Fix Inc. A..............USD* 19,11 18,46 0,02 0,00
Em. Mkt Fix Inc. I ...............USD* 18,52 18,52 0,02 0,00
Em. Mkt Fix Inc.AX.............USD* 21,45 20,72 1,02 0,00
Em. Mkt Fix Inc.IX..............USD* 26,22 26,22 0,15 0,00
Gl. RealEst. Sec.A ..............EUR* 8,33 7,93 0,00 30,57
Gl. RealEst. Sec.A ..............USD* 12,52 11,92 0,00 31,10
Gl. RealEst. Sec.I................USD* 11,79 11,79 0,00 27,03
Gl. RealEst. Sec.IX..............USD* 13,13 13,13 0,00 33,19
Mid Cap Gr. Fd A................EUR* 22,92 21,83 0,00 20,91
Mid Cap Gr. Fd A................USD* 34,81 33,15 0,00 27,61
Mid Cap Gr. Fd I .................USD* 36,18 36,18 0,00 27,37
Opp.Eq. Fd A......................EUR* 41,62 39,64 0,00 40,60
Opp.Eq. Fd A......................USD* 63,58 60,55 0,00 38,00
Opp.Eq. Fd I .......................USD* 68,77 68,77 0,00 42,20
US High Yield A..................USD* 8,41 8,13 0,01 1,82
US High Yield AX................USD* 9,03 8,72 0,23 1,84
US High Yield I ...................USD* 8,29 8,29 0,01 1,53
US High Yield IX.................USD* 12,51 12,51 0,05 2,30
TMW Immo.Weltfd. ............EUR* 50,65 48,24 0,29 0,34
Pro Fonds (LUX) Sicav
ProFonds-Emerg M B.........EUR* 264,74 252,13 0,00 48,28
ProFonds-Inter B A.............CHF* 98,90 96,02 1,78 -0,06
ProFonds-Inter B B ............CHF* 217,76 211,42 4,04 -0,07
ProFonds-Inter B I..............CHF* 1,04 0,97 0,01 0,04
ProFonds-Prem. B..............EUR 64,59 62,11 0,00 12,83
RREEF Investment
grundbesitz eur RC............EUR* 43,23 41,17 0,05 0,00
grundbesitzglob RC............EUR* 55,27 52,64 0,24 2,56
Santander Consumer Bank AG
Sant. Europ.Akt.OP ............EUR* 130,33 124,12 0,00 -41,68
Sant. EurRent. Ext ..............EUR* 90,23 87,60 2,11 0,00
Sant. Mix OP......................EUR* 41,52 39,54 0,09 -33,02
Sant. Rent OP ....................EUR* 54,53 52,94 0,40 0,00
Sant.Asiat. Aktien...............EUR* 106,84 101,75 0,00 46,36
Sar BondSar USD...............USD* 105,58 100,55 2,30 0,00
Sar BondSar Wrld ..............EUR* 147,22 140,21 2,46 0,00
Sar Curr Oppor CHF B........CHF* 98,37 93,69 0,46 0,00
Sar Curr Oppor CHF F........CHF* 99,42 94,69 1,12 0,00
Sar Curr Oppor EUR...........EUR* 114,74 109,28 1,90 0,00
Sar Emerging-Gl ................USD* 396,88 377,98 0,00 18,64
Sar EmerSar NF.................USD* 156,89 149,42 0,00 10,52
Sar Eq-IIID EUR..................EUR* 143,72 136,88 0,00 8,88
Sar EquiS-Int.In B ..............EUR* 105,80 105,80 0,01 6,10
Sar EquiSar-Gl A................EUR* 140,58 133,89 0,00 34,39
Sar EquiSar-Gl F ................EUR* 141,63 134,89 0,00 19,38
Sar Gl Opt EUR ..................EUR* 114,42 108,97 0,30 9,05
Sar Gl Ret (EUR).................EUR* 123,59 117,70 1,57 -1,27
Sar Gl Ret (EUR) F..............EUR* 117,85 117,85 0,89 0,00
Sar Glob Vill-Opp ...............EUR* 122,13 116,31 0,00 -0,43
Sar Glob. IIID (EUR) ............EUR* 261,21 248,77 0,37 18,75
Sar Glob.IIID (CHF) .............CHF* 348,58 331,98 0,07 9,40
Sar New Power Fd A..........EUR* 60,15 57,29 0,00 -72,54
Sar New Power Fd B..........EUR* 60,07 57,21 0,00 -73,29
Sar New Power Fd F..........EUR* 61,69 58,75 0,00 -72,67
Sar Oeko Eq-Gl ..................EUR* 117,71 112,10 0,00 11,90
Sar Oeko Eq-Gl B...............EUR* 117,85 112,24 0,00 9,13
Sar Oeko Portf. ..................EUR* 162,80 155,05 0,89 14,13
Sar Real E Gl A ..................EUR* 109,36 104,15 0,00 18,83
Sar Real E Gl B..................EUR* 119,25 113,57 0,00 17,16
Sar Struct.Ret.EUR.............EUR* 117,65 112,05 0,92 -7,14
Sar Sust. Bond CHF ...........CHF* 160,98 153,31 2,21 0,06
Sar Sust. Bond EUR ...........EUR* 107,27 102,16 2,23 0,00
Sar Sust. Eq. - Eur A..........EUR* 70,16 66,82 0,00 16,48
Sar Sust. Eq. - Eur B..........EUR* 70,75 67,38 0,00 8,12
Sar Sust. Eq. - Gl ...............EUR* 94,94 90,42 0,00 15,29
Sar Sust. Eq. - Gl EMA B....USD* 115,22 109,73 0,00 10,18
SarSust.Eq-Gl EM M..........USD* 110,03 110,03 0,00 3,18
Sar Sust. Eq. - RE Gl ..........EUR* 101,18 96,36 0,00 -30,28
Sar Sust. Eq. - USA............USD* 116,14 116,14 0,00 14,25
Sar Sust. Water A...............EUR* 110,09 104,85 0,00 5,41
Sar Sust. Water F...............EUR* 105,88 105,88 0,00 11,93
Sarasin Multi Label SICAV
Sar OekoFlex (EUR)............EUR* 47,18 44,48 0,00 -13,36
Tel.: 0800 1685555 www.sauren.de
Sauren Abs.Return A..........EUR* 10,57 10,26 0,00 3,69
Sauren Abs.Return D .........EUR* 10,57 10,26 0,00 3,70
Sauren Gl.Balanc.A............EUR* 14,94 14,23 0,18 17,58
Sauren Glob Defe A ...........EUR* 14,52 14,10 0,20 6,99
Sauren Glob Defe D...........EUR* 10,84 10,52 0,11 -0,21
Sauren Glob Opport ...........EUR* 24,64 23,47 0,00 48,02
Asset Selection Fd.............EUR* 14,20 14,20 nv. nv.
SEB Aktienfonds ................EUR* 75,13 72,24 0,04 15,70
SEB Conc. Biotech. ............EUR* 32,74 32,74 nv. nv.
SEB deLuxe MA Bal. ..........EUR* 60,42 60,42 nv. nv.
SEB deLuxe MA Def...........EUR* 54,46 54,46 nv. nv.
SEB deLuxe MA Def.+.......EUR* 57,65 57,65 nv. nv.
SEB EastEur.exRuss...........EUR* 3,27 3,27 nv. nv.
SEB EastEuropeSCap.........EUR* 3,50 3,50 nv. nv.
SEB Ethical Europe ............EUR* 2,17 2,17 nv. nv.
SEB Euro.Chan.Risk...........EUR* 1148,74 1148,74 nv. nv.
SEB Euro.Eq.Sm.Cap .........EUR* 140,44 140,44 nv. nv.
SEB EuroCompanies ..........EUR* 51,04 48,61 0,02 -25,54
SEB Europafonds ...............EUR* 45,00 43,27 0,00 -51,38
SEB Gl.Chance/Risk...........EUR* 0,73 0,73 nv. nv.
SEB High Yield...................EUR* 37,68 37,68 nv. nv.
SEB ImmoInvest ................EUR* 58,99 56,05 0,00 5,19
SEB Nordic Fund................EUR* 7,16 7,16 nv. nv.
SEB ÖkoLux.......................EUR* 26,54 26,54 nv. nv.
SEB ÖkoRent .....................EUR* 45,98 45,98 nv. nv.
SEB Optimix Chance..........EUR* 60,40 58,36 0,08 0,00
SEB Optimix Ertrag ............EUR* 54,34 52,50 0,11 0,00
SEB Optimix Subst.............EUR* 50,09 48,40 0,00 0,00
SEB Optimix Wachst ..........EUR* 62,11 60,01 0,00 0,00
SEB REEq Global................EUR* 33,60 32,00 0,01 -63,42
SEB Strat Aggress. ............EUR* 35,77 35,77 nv. nv.
SEB Tot Ret Quandt............EUR* 988,68 959,88 29,75 0,00
SEB Total Return Bd...........EUR* 26,95 25,91 0,34 0,00
SEB TrdSys®Rent.I ............EUR* 53,29 53,29 nv. nv.
SEB TrdSys®Rent.II ...........EUR* 53,29 53,29 nv. nv.
SEB Zinsglobal...................EUR* 26,81 25,78 0,36 0,00
SC Argos............................EUR 1357,69 1318,15 6,59 nv.
SC BondValue UI ................EUR* 68,77 66,77 1,26 0,22
SC Huber-Strategy1...........EUR* 1121,17 1088,51 0,00 7,01
SC Pergamon.....................EUR 1910,53 1819,55 0,00 49,18
SC Priamos........................EUR* 1523,83 1451,27 0,00 20,09
SC SIC.Ger.Masters............EUR* 93,48 89,03 0,00 45,96
SC SIC.Starpoint ................EUR* 1639,43 1561,36 0,00 34,47
SC SIC.Winbonds+ ............EUR 1448,05 1405,87 120,22 0,79
SC Special Values..............EUR 1611,50 1534,76 1,94 24,29
StarPlus Allocator ..............EUR* 1316,09 1277,76 244,66 1,06
CH Eq Fd Green Inv ...........CHF* 96,77 92,16 -0,03 12,29
Bond Invest EUR A.............EUR* 68,50 65,24 2,21 0,00
Eq Fd Climat.Inv.B .............EUR* 80,60 76,76 0,00 -32,26
Eq.Green Inv EM B.............USD* 149,44 142,32 0,00 30,04
Eq.-Water Inv.B..................EUR* 97,14 92,51 0,00 -8,70
PF Green In.YieldA .............EUR* 105,50 100,48 2,07 -1,41
Pf. F.Gre.In.Eq.A.................EUR* 99,18 94,46 0,00 24,22
Pf. F.Gre.In.Inc.A ................EUR* 112,08 106,74 3,16 0,00
Pf.F.Gr.Inv.Bal.A..................EUR* 90,00 85,71 0,76 11,96
Tweedy Browne
Gl. High Div. Val. ................EUR* nv. 9,23 0,00 -50,93
Int`l EUR Inv. Cl. .................EUR* nv. 60,60 0,00 23,33
Int`l SFR Inv. Cl. .................CHF* nv. 29,01 0,00 12,65
USA Val. Inv. Cl...................USD* nv. 172,31 0,00 23,51
UBS Fund Services Lux, S.A.
UBS (L) EM Eq P AA...........USD* nv. 112,18 0,00 6,64
UBS (L) EM Eq P XA...........USD* nv. 111,55 0,00 5,24
UBS (L) GCB AD T2 ............EUR* 113,26 113,26 2,70 -0,11
Eq Global Opp....................EUR* 97,31 93,57 0,00 -66,46
MESINA-Aktienfds .............EUR* 74,93 74,93 0,00 22,32
MESINA-Rentenfds ............EUR* 60,61 60,61 0,58 0,00
Mixed Plus I.......................EUR* 57,38 55,71 0,00 0,00
Mixed Plus III .....................EUR* 61,71 59,91 0,00 0,00
Sauerb. Rent......................EUR* 59,99 57,13 0,36 0,00
Sauerb. Renten II ...............EUR* 58,31 55,53 0,22 0,00
Sauerb. Stft. I.....................EUR* 52,62 50,11 1,11 0,05
Sauerb. Stft. II....................EUR* 45,90 43,71 0,10 -15,96
Sauerb. Synt. Lq ................EUR* 53838,67 51274,92 500,23 0,61
Sauerb. VS I .......................EUR* 52,34 49,85 0,35 24,01
Sauerb. VS II ......................EUR* 53,77 51,21 0,18 41,27
Sauerb. VS III .....................EUR* 52,94 50,42 0,40 -5,12
Sauerb. VS IV.....................EUR* 48,85 46,52 0,29 -9,37
Sauerb. VS V......................EUR* 44,54 42,42 0,21 -10,76
Sauerb. VS VI .....................EUR* 51,52 49,07 0,08 -1,66
Sauerb. VS VII ....................EUR* 49,57 47,21 0,40 -10,14
Sauerb. VS Aktieno. ...........EUR* 55,67 53,02 0,05 4,61
Sauerb. VS Flexibel ............EUR* 53,27 50,73 0,09 0,32
UBS(D)Akt.Spez. I ..............EUR* 452,65 435,24 0,00 31,39
UBS(D)E.A.-Balance...........EUR* 113,98 107,53 2,43 -110,54
UBS(D)E.A.-Dynamik..........EUR* 113,74 107,30 2,06 -79,83
UBS(D)E.A.-Subst...............EUR* 115,04 108,53 3,18 4,44
UBS(D)Eq.M.C.Ger. .............EUR* 208,72 200,69 0,00 54,15
UBS(D)Eq.Sm.C.Ger ...........EUR* 313,08 301,04 0,00 29,74
UBS(D)Konz.Euro. +...........EUR* 43,17 41,15 0,44 21,92
UBS(D)Konzept I.................EUR* 33,13 31,86 0,08 30,24
UBS(D)Konzept III ...............EUR* 56,25 54,09 0,36 -2,00
UBS(D)Konzept IV...............EUR* 56,22 54,06 0,37 15,92
UBS(D)Konzeptf. V..............EUR* 51,33 49,36 0,24 24,46
UBS(D)Rent-Euro ...............EUR* 56,20 54,25 0,51 0,00
UBS(D)Rent-Internat. .........EUR* 43,08 41,58 0,38 0,00
UBSD SBEUR Branch. ........EUR* 52,40 49,90 0,07 0,00
BBBank Chance Uni...........EUR* 27,30 26,63 0,01 28,28
BBBank Dyna.Uni...............EUR* 35,31 34,45 0,17 18,63
BBBank Kont.Uni. ..............EUR* 59,57 58,40 1,19 11,81
BBBankRenSel 2015..........EUR* 44,82 43,72 0,09 0,00
BBBank Wach.Uni. .............EUR* 45,04 43,94 0,86 22,39
BBV-Fonds-Union...............EUR* 43,88 42,60 0,66 0,00
BBV-Invest-Union...............EUR* 104,66 99,68 0,01 27,12
Condor-Fd.Union................EUR* 47,15 45,78 0,58 -6,04
Delbrück Renten................EUR* 54,08 52,50 0,95 0,00
FLEXIB.-NET ......................EUR* 44,91 44,91 0,63 -8,81
Flexibel ..............................EUR* 45,38 44,06 0,85 -8,52
FVB-Dt. Aktienfonds...........EUR* 39,11 38,16 0,00 -10,34
FVB-Dt. Rentenfonds .........EUR* 40,19 39,60 0,07 0,00
Geno AS:1..........................EUR* 48,63 47,21 0,21 -7,46
GenoEuroClassic................EUR* 47,95 46,55 0,22 1,39
GenoEuroClassic II .............EUR* 44,86 43,55 0,56 -4,71
Global ................................EUR* 38,40 37,28 0,00 -2,20
Global -net- .......................EUR* 38,07 38,07 0,00 -2,70
Invest Euroland..................EUR* 43,31 42,05 0,00 -32,09
Invest Global......................EUR* 48,84 47,42 0,03 -10,42
KasselerB.UniSel................EUR* 28,73 28,17 0,08 3,38
KCD Uni. Aktien .................EUR* 32,20 32,20 0,00 -40,53
KCD Uni.Renten+...............EUR* 47,92 47,92 0,87 0,00
KCD-Union-AS...................EUR* 48,84 47,42 0,26 -9,49
KCD-Union Nachh.Mix .......EUR* 50,06 48,60 1,21 -1,76
KURPFALZ-SELECT ............EUR* 44,66 44,00 0,19 1,05
LIGA-Pax-Aktien-U. ............EUR* 30,04 30,04 0,00 -15,39
LIGA-Pax-Bal.S.U. ..............EUR* 30,01 30,01 0,64 -46,08
LIGA-Pax-K-Union..............EUR* 39,41 38,83 1,14 0,00
LIGA-Pax-Rent-Unio...........EUR* 25,06 24,33 0,72 0,00
MultiStratGloUnion.............EUR* 75,02 73,55 1,84 -2,37
Münch.Bk.Glob.Sel. ...........EUR* 45,65 44,32 0,28 -1,72
MVB Union Global + ..........EUR* 38,43 36,95 0,00 -29,91
MVB Union Renten +.........EUR* 56,10 55,00 1,29 0,00
Priv.Fonds:Flex...................EUR* 101,43 101,43 0,00 1,94
Priv.Fonds:FlexPro .............EUR* 106,14 106,14 0,00 1,80
Priv.Fonds:FlexPro .............EUR* 106,14 106,14 0,00 1,80
Priv.Fonds:Kontr. ................EUR* 102,85 102,85 0,13 2,86
Priv.Fonds:Kontr. ................EUR* 108,02 108,02 0,00 5,05
Pro Mundo Fonds ..............EUR* 49,87 48,65 0,82 0,00
Regio-Global Invest............EUR* 47,94 46,32 0,57 18,82
SüdwBk.Intershare ............EUR* 39,00 37,86 0,00 -27,71
UniBalancePlus..................EUR* 108,45 105,80 1,43 -5,67
UniDeutschland .................EUR* 136,69 131,43 0,36 15,42
UniDeutschland XS ............EUR* 77,00 74,04 0,00 43,59
UniEu.Rent.Ab.Ret..............EUR* 40,87 39,68 0,61 0,00
UniEu.Renta-net- ...............EUR* 45,91 45,91 0,85 0,00
UniEuroAktien....................EUR* 52,40 49,90 0,00 -22,09
UniEuroBond......................EUR* 68,81 66,81 1,37 0,00
UniEuroRenta.....................EUR* 64,46 62,58 1,01 0,00
UniEuroRentaHigh Y...........EUR* 36,06 35,01 1,31 0,00
UniEuropa-net- ..................EUR* 45,87 45,87 0,02 -10,41
Unifavorit: Aktien ...............EUR* 64,80 61,71 0,00 43,35
UniFonds ...........................EUR* 42,18 40,17 0,00 31,80
UniFonds-net-....................EUR* 61,42 61,42 0,00 15,72
UniGlobal ...........................EUR* 116,87 111,30 0,13 8,47
UniGlobal-net- ...................EUR* 67,31 67,31 0,06 1,82
UniJapan ...........................EUR* 28,81 27,44 0,00 -82,94
UniKapital ..........................EUR* 107,53 105,42 1,54 0,00
UniKapital-net- ..................EUR* 43,37 43,37 0,56 0,00
UniNordamerika.................EUR* 123,18 117,31 0,01 -10,14
UnionGeldmarktfonds ........EUR* 50,70 50,70 1,29 0,00
UniRak...............................EUR* 84,94 82,47 0,79 27,39
UniRak -net-......................EUR* 44,91 44,91 0,33 -2,45
UniReits.............................EUR* 69,96 67,27 0,00 -44,24
UniRenta............................EUR* 18,08 17,55 0,22 0,00
UniSel. Global I ..................EUR* 39,00 37,86 0,00 25,76
UniStrat.Offensiv................EUR* 29,59 28,73 0,00 3,30
UniStrat: Ausgew. ..............EUR* 42,02 40,80 0,63 7,59
UniStrat: Dynam. ...............EUR* 33,34 32,37 0,27 8,19
UniStrat: Konserv. ..............EUR* 53,72 52,16 0,94 8,94
Uni21.Jahrh.-net- ..............EUR* 22,13 22,13 0,00 -48,13
VB Mittelh.Prof-Bal ............EUR* 52,21 51,19 0,57 13,20
VR Main.Sel.Union .............EUR* 53,21 53,21 0,62 7,72
VR WestMünsterland..........EUR* 49,65 48,70 0,25 -1,88
VR-BK RH.-NK.UNI.BA........EUR* 112,52 109,51 1,45 0,43
Union Investment Luxemburg
AAA-Zinsstrat-Inv...............EUR* 9202,16 9202,16 172,00 0,00
Berliner VB Garant .............EUR* nv. 123,72 0,00 0,00
Commodities Invest ...........EUR* 83,19 83,19 0,00 0,00
Deutschl. (2016)II ..............EUR* nv. 97,62 0,00 0,00
Divid. Ass A Net .................EUR* 49,81 49,81 0,00 3,16
DividendenAss A................EUR* 50,80 48,85 0,00 4,08
EM-Invest 2016.................EUR* 108,17 106,93 5,82 0,00
EuropeanEquities A............EUR* 60,91 58,57 0,00 12,21
EuroRent.Corp.2012 ..........EUR* nv. 43,38 0,30 0,00
FairWorldFonds..................EUR* 45,34 44,23 0,93 0,46
Gl. Hi.Yi. Invest...................EUR* 41,21 41,21 2,49 0,00
Instit.Opti-Cash I ................EUR* 104,23 104,23 0,12 2,77
Klimawandel 2014.............EUR* nv. 101,14 0,00 0,00
LIGA-Pax-Cattol.-U.............EUR* 1191,23 1170,74 0,00 5,52
LIGA-Pax-Corp.-U. .............EUR* 40,65 39,47 0,94 0,00
PrivatFd:Konseq.pro...........EUR* 101,55 101,55 0,46 3,29
PrivatFd:Konsequent ..........EUR* 99,82 99,82 0,61 0,86
Quon.S.-Eu.FI Cred ............EUR* 1126,66 1124,41 29,94 0,00
Quon.S.-Eu.FI MM .............EUR* 1101,80 1100,70 4,97 0,00
S-Trm Corp.Inv M ..............EUR* 41,34 41,34 4,26 0,00
UCC Europ.Eq.-Inv. ............EUR* 5914,52 5914,52 0,05 11,87
UG BestofA Kon.2015 ........EUR* 0,00 114,69 3,69 0,00
UG: Com.2017 IV ...............EUR* nv. 98,40 0,23 0,00
UG:BRIC 2017 II .................EUR* nv. 93,10 0,24 0,00
UG:Europa 2015 ................EUR* 0,00 102,78 0,19 0,00
UGaTop: Europa III..............EUR* 108,75 103,52 1,33 -4,73
UGDouble(2011) ................EUR* 0,00 99,14 0,16 0,00
UGGTitan(2011) .................EUR* nv. 99,52 0,00 0,00
UGGTitan(2011)II................EUR* 0,00 98,84 0,12 0,00
UGP BoA K. 2015 II ............EUR* nv. 102,36 0,23 0,00
UGP:BestofA2014 II ...........EUR* nv. 99,35 0,00 -0,09
UGP:Commod.2012 II ........EUR* nv. 129,55 0,00 0,00
UGP:D.-St. 2013 ................EUR* nv. 104,25 0,00 0,00
UGP:D.-St. 2013 II .............EUR* nv. 101,77 0,00 -0,02
UGP:Deutschl. 2012...........EUR* nv. 102,92 0,00 0,00
UGP:Klimawand2013.........EUR* nv. 100,22 0,00 0,00
UGPBestofAss(2014) ..........EUR* nv. 100,14 0,00 0,01
UGPBestW(2011) ...............EUR* 0,00 117,08 0,00 0,00
UGPBestW(2014) ...............EUR* nv. 99,50 0,00 0,00
UGPEurop(2011) ................EUR* nv. 122,24 0,00 -9,77
UGPEurop(2011)II...............EUR* 0,00 131,72 1,74 3,75
UGTEuropa ........................EUR* 123,65 117,70 0,24 0,10
UGTEuropa II......................EUR* 112,49 107,08 0,22 -3,08
UGTop:Europa V .................EUR* 112,29 106,89 0,23 -3,99
UMM:Eur-Corporates .........EUR* 39,00 39,00 0,00 0,00
Uni.Gar+ Reits 2012..........EUR* nv. 103,17 0,00 0,00
UniAsia ..............................EUR* 44,00 41,90 0,00 36,30
UniAsia Pacif. net...............EUR* 95,31 95,31 0,00 51,02
UniAsia Pacific A................EUR* 96,77 93,05 0,00 50,92
UniCommodities ................EUR* 86,55 82,43 0,00 0,00
UniConvert.-Invest .............EUR* 95,40 92,62 0,00 -2,99
UniConvertibles A...............EUR* 52,57 51,04 0,00 0,00
UniDoubleChance ..............EUR* 46,13 43,93 0,00 13,07
UniDyn.Eur-net A ...............EUR* 34,74 34,74 0,00 33,39
UniDyn.Europa A................EUR* 57,72 55,50 0,00 35,38
UniDyn.Gl.-net- A..............EUR* 20,34 20,34 0,00 24,78
UniDynamic Gl. A...............EUR* 32,43 31,18 0,00 26,73
UniEM Fernost ...................EUR* 1183,78 1127,41 0,00 48,65
UniEM M.East&N.Af. ..........EUR* 44,89 42,75 0,00 -4,34
UniEM Osteuropa...............EUR* 2776,23 2644,03 0,00 28,88
UniEMGlobal ......................EUR* 81,24 77,37 0,01 45,38
UniEu.Kap.Co.net A............EUR* 36,84 36,84 1,46 0,00
UniEu.Re.Governm. A.........EUR* 69,08 67,07 1,13 0,00
UniEu.Rent.Corp.M.............EUR* 9797,88 9797,88 761,16 0,00
UniEuRe.Corp.50 15 ..........EUR* 105,45 101,36 3,89 0,00
UniEuReal Zins-net ............EUR* 58,91 58,91 6,85 0,00
UniEuRenta Em.Mkt. ..........EUR* 54,67 53,08 2,92 -0,02
UniEurKap Corp-A..............EUR* 36,91 36,19 1,49 0,00
UniEurKapital-net- .............EUR* 42,85 42,85 0,58 0,00
UniEuroAspirant .................EUR* 52,29 50,77 2,64 0,00
UniEuroFlex .......................EUR* 966,86 957,29 44,05 0,00
UniEuroKapit. 2013............EUR* 98,60 98,60 2,20 0,00
UniEuroKapital ...................EUR* 67,64 66,31 1,00 0,00
UniEuropa..........................EUR* 1441,45 1372,81 0,37 18,47
UniEuropaRenta.................EUR* 42,60 41,36 0,62 0,00
UniEuroRenta 2014............EUR* 105,05 101,48 1,71 0,00
UniEuroRenta 5J................EUR* 48,68 46,79 0,17 0,00
UniEuroRenta Co.11...........EUR* 0,00 41,77 1,00 0,00
UniEuroRenta Co.16...........EUR* 43,34 42,08 1,74 0,00
UniEuroRenta Sp.13...........EUR* 129,80 125,34 3,06 0,00
UniEuroRentaCor.A.............EUR* 44,01 42,73 3,26 0,00
UniEuroRentaCor.T.............EUR* 85,67 83,17 6,47 0,00
UniEuroSt.50 A ..................EUR* 43,93 42,24 0,00 15,63
UniEuroSt.50-net ...............EUR* 36,17 36,17 0,00 14,44
UniEurR.Corp.40/14...........EUR* 111,87 107,52 3,17 0,00
UniEurRentRealZins ...........EUR* 59,07 57,35 6,81 0,00
UniExtra EuroSt.50.............EUR* 85,04 81,77 0,12 1,11
UniFavorit: Renten .............EUR* 29,68 28,82 0,95 0,00
UniFlex EuroAktien.............EUR* 47,16 45,35 0,00 3,51
UniGar 3Chan 2016 ...........EUR* 0,00 101,44 1,19 0,00
UniGar.Deutschl.16 ............EUR* nv. 138,26 0,94 0,00
UniGar.Europa 2016...........EUR* nv. 107,64 0,47 0,00
UniGar.Top: Eur.IV...............EUR* 114,90 110,48 0,22 -5,00
Unigar: BRIC 2017 .............EUR* 0,00 91,96 0,39 0,00
UniGar: D 2012 II ...............EUR* 0,00 109,37 1,10 0,00
UniGar: Dtl.(2012) ..............EUR* nv. 100,18 1,27 0,00
UniGar:D 2012 III ...............EUR* 0,00 101,92 1,40 0,00
UniGar:Europ.2016II...........EUR* 0,00 93,02 0,32 0,00
UniGarant:3Chancen..........EUR* nv. 101,23 1,40 0,00
UniGarant:BEOW2016........EUR* 0,00 96,45 0,17 0,00
UNIGARANT:BRIC2018 .......EUR* nv. 94,40 0,00 0,00
UniGarant: Deut. ................EUR* nv. 99,05 0,00 0,00
UniGarant:Deut.2015 .........EUR* 0,00 103,18 0,19 0,00
UniGarant+ BRIC 14 ..........EUR* nv. 112,47 0,00 0,00
UniGl.Tit.50-net-A..............EUR* 23,97 23,97 0,00 -11,97
UniGl.Titans50 A ................EUR* 24,20 23,27 0,00 -11,79
UniM.&S.Caps:Eur..............EUR* 33,39 32,11 0,00 39,11
UniMoneyM.: USD..............USD* 991,32 991,32 7,47 0,00
UniMoneyM.:EURO A..........EUR* 498,69 498,69 18,46 0,00
UniOpti4 ............................EUR* 102,05 102,05 0,41 0,00
UniOptima..........................EUR* 736,40 729,11 2,60 0,00
UniOptimus-net- ................EUR* 727,11 727,11 5,13 0,00
UniOptiRenta 2013 ............EUR* 110,79 106,48 0,00 0,21
UniOptiRenta 2015 ............EUR* 115,11 110,64 0,27 0,43
UniOptiRenta 4J.................EUR* 55,48 53,85 0,17 0,00
UniProfiAnl. 2017...............EUR* 96,92 96,92 0,39 1,17
UniProfiAnl. 2021...............EUR* 91,79 91,79 1,02 1,80
UniProfiAnl. 2025...............EUR* 85,90 85,90 0,96 2,40
UniProfiAnl.2015II ..............EUR* 99,06 99,06 0,37 0,49
UniProfiAnlage2011...........EUR* nv. 102,40 0,13 -9,00
UniProfiAnlage2012...........EUR* 101,78 101,78 0,30 -2,36
UniProfiAnlage2015...........EUR* nv. 96,77 0,17 -10,01
UniProfiAnlage2016...........EUR* 96,46 96,46 0,35 -3,12
UniProfiAnlage2017...........EUR* 97,02 97,02 0,14 0,36
UniProfiAnlage2019...........EUR* nv. 90,09 0,21 -14,97
UniProfiAnl.2019II ..............EUR* 94,32 94,32 0,12 0,69
UniProfiAnlage2020...........EUR* 87,81 87,81 0,38 -3,42
UniProfiAnlage2023...........EUR* nv. 90,52 0,39 -16,43
UniProfiAnl.2023II ..............EUR* 88,72 88,72 0,15 0,96
UniProfiAnlage2024...........EUR* 82,13 82,13 0,42 -4,84
UniProfiAnlage2027...........EUR* 81,96 81,96 0,13 1,27
UniProt.Europa II ................EUR* 115,52 112,16 0,90 3,26
UniProtect:Europa..............EUR* 115,10 111,75 0,11 -1,60
UniRak EM net A................EUR* 149,57 149,57 0,96 30,60
UniRak Em. Mkts ...............EUR* 156,95 150,91 1,30 30,83
UniRenta Corp A ................EUR* 68,68 66,68 2,80 0,00
UniRentaEURPlus 5J ..........EUR* 101,64 99,65 0,00 0,00
UniSec. Bas. Ind.................EUR* 93,44 89,85 0,00 42,90
UniSec. BioPha. .................EUR* 47,62 45,79 0,00 8,43
UniSec. Cons.Goods...........EUR* 65,22 62,71 0,00 30,22
UniSec. Finance.................EUR* 35,12 33,77 0,00 -32,49
UniSec. GenTech A.............EUR* 50,28 48,35 0,02 21,27
UniSec. High Tech. .............EUR* 35,85 34,47 0,00 21,24
UniSec. MultiMe. ...............EUR* 19,31 18,57 0,00 11,25
UniSec.Klimawandel ..........EUR* 27,44 26,38 0,00 -62,60
UniVa. Europa A .................EUR* 41,52 39,92 0,00 7,55
UniVa. Global A ..................EUR* 54,70 52,60 0,01 28,40
UniVa.Euro.-net-A..............EUR* 40,83 40,83 0,00 7,33
UniVa.Glb-net-A.................EUR* 53,08 53,08 0,01 27,84
UProInv:Akt net..................EUR* 115,82 115,82 0,00 9,25
UProInv:Aktien ...................EUR* 120,81 116,16 0,00 9,36
Wirtsch. Aspirant ...............EUR* 48,85 47,43 1,45 0,00
Union Investment Real Estate
UniImmo:Europa ................EUR* 59,97 57,11 0,26 1,54
UniImmo:Global .................EUR* 54,18 51,60 0,11 -4,45
UniImmo:Dt. ......................EUR* 100,70 95,90 0,55 1,11
Acatis 5 SterneUI ...............EUR* 70,71 67,34 0,00 12,63
ACATIS AKT.GL.UI A............EUR* 188,39 179,42 0,00 26,85
BW-Renta-Internat.............EUR* 42,03 41,00 0,40 0,00
BW-Renta-Univ. .................EUR* 26,07 25,43 0,40 0,00
Concept Aurelia Gl .............EUR* 143,66 136,82 0,00 22,33
DammRumpfHer.-Univ .......EUR* 29,93 28,50 0,00 -16,00
Degussa Univ.Renten.........EUR* 39,83 39,05 0,91 -6,80
Fiduka Univ.I ......................EUR* 111,47 105,16 0,00 -1,78
FIVV Aktien Gl.Sel ..............EUR* 56,54 54,37 0,51 19,19
FIVVAktienChinaSel ............EUR* 64,73 61,65 0,00 29,96
Glob. Best.Adv. UI ..............EUR* 53,31 51,26 0,20 2,94
Grüner Fisher Gl.UI ............EUR* 44,47 42,35 0,00 -14,22
H&A Akt.Eurol.-UI...............EUR* 140,57 133,88 0,00 -19,93
H&A Univ.Geldmarkt ..........EUR* 47,82 47,82 3,70 0,00
HLB-Univ.-Strat.TS.............EUR* 103,69 100,67 1,63 2,77
hp&p://-Euro-Sel. ..............EUR* 74,43 70,89 0,00 45,33
HWG-Fonds .......................EUR* 402,98 387,48 0,80 -6,94
J. Führ-UI-Aktien ...............EUR* 91,16 86,82 0,00 -6,45
J. Führ-UI-Renten ..............EUR* 43,50 42,65 0,73 0,00
J.Führ Opt.Strat.M.............EUR* 60,49 57,34 0,65 8,35
LAM-EU-Rent.Univ. ............EUR* 113,54 110,23 2,57 0,00
LAM-EURO-GELD. UNI........EUR* 1105,73 1105,73 0,00 0,00
MF Stiftungsf. UI ................EUR* 47,69 45,42 0,99 -6,70
MF Vario A.R.UI(A) ..............EUR* 122,82 116,97 0,20 5,59
MF Vario A.R.UI(B)..............EUR* 106,35 105,30 0,41 0,18
MF VV Taktik UI ..................EUR* 88,73 83,71 1,29 0,39
Moeller Mitarb.Univ............EUR* 32,74 31,79 0,05 -18,03
PH-Univ.ValueStrat.............EUR* 125,46 120,63 0,00 1,16
quantumX Global UI ...........EUR* 92,26 89,57 0,00 1,05
SC BondValue UI ................EUR* 68,77 66,77 1,26 0,22
Spiekerm.& Co Str .............EUR* 104,22 99,26 0,65 -3,95
Trendco.-U.-A.-Eur. ............EUR* 68,53 65,27 0,00 -15,48
Trendco.-U.-EU-Bd.............EUR* 54,25 52,42 0,64 0,01
Vermögensmgt-UniFd ........EUR* 105,01 105,01 0,00 -6,81
Universal-Investment-Luxembourg S.A.
CondorBalance-UI ..............EUR* 55,05 52,43 0,35 42,81
CondorChance-UI...............EUR* 35,07 33,40 0,01 33,82
CondorTrends-UI ................EUR* 42,20 40,19 0,00 44,35
TC Sel.Systematic..............EUR* 75,27 71,69 0,00 17,43
VERITAS
A2A Aggressiv ...................EUR* 10,63 10,03 0,00 -7,88
A2A Basis..........................EUR* 15,03 14,45 0,00 -2,22
A2A Chance.......................EUR* 15,69 14,80 0,00 9,79
A2A Defensiv.....................EUR* 12,60 12,23 0,00 1,64
A2A Wachstum..................EUR* 15,00 14,29 0,01 -5,51
ASS-Global ........................EUR* 31,59 30,09 0,00 26,93
ETF-Dachfd AktienP...........EUR* 12,27 12,27 0,00 10,45
ETF-Dachfd RentenP..........EUR* 10,59 10,59 0,00 -0,46
ETF-DACHFONDS P............EUR* 13,81 13,81 0,00 13,24
ETF-Dachfonds VDH...........EUR* 14,00 14,00 0,00 15,02
ETF-PTFOLIO GLOBAL........EUR* 10,66 10,66 0,00 -5,76
RWS-BALANCE ..................EUR* 15,25 14,66 0,00 12,91
RWS-DYNAMIK ..................EUR* 23,26 22,15 0,00 23,91
RWS-ERTRAG ....................EUR* 13,50 13,11 0,02 2,02
VERI-COUPONS..................EUR* 34,21 32,89 0,17 0,00
VERI-Eurovaleur.................EUR* 22,56 21,28 0,00 -38,79
VERIFONDS........................EUR* 139,07 132,45 0,40 -36,78
VERI-GLOBAL.....................EUR* 16,05 15,29 0,00 -109,87
VERI-LIQUIDE.....................EUR* 30,75 30,60 0,06 0,00
VERI-SELECT .....................EUR* 21,56 20,73 0,00 13,93
VERI-TRESOR.....................EUR* 36,02 34,63 0,05 -66,28
VERI-VALEUR .....................EUR* 82,91 78,22 0,00 -30,35
AbsRetBdCHF B.................CHF* 104,87 104,87 2,16 0,00
AbsRetBdEUR B.................EUR* 149,96 149,96 3,63 0,00
Bd Select (EUR) B ..............EUR* 119,14 119,14 3,01 0,00
BelvistaCom B ...................USD* 118,51 118,51 0,00 0,00
C&EastEurEq B ..................EUR* 137,50 137,50 0,00 -41,72
ChinaStarEq B ...................USD* 147,79 147,79 0,00 30,97
Def Bal Pf CHF B ...............CHF* 99,04 99,04 0,23 -10,72
Def Bal Pf EUR B ...............EUR* 83,54 83,54 0,56 -5,62
DivAlpha B.........................EUR* 98,01 98,01 0,00 0,02
DynCapPfEUR B.................EUR* 102,29 102,29 0,76 1,24
East Europ Bd B.................EUR* 131,34 131,34 4,14 0,00
EmergMktsBd B.................USD* 107,49 107,49 1,62 0,00
EmergMktsEq B.................USD* 635,51 635,51 0,00 40,70
Euro Bd B..........................EUR* 291,92 291,92 5,80 0,00
Euro Mid Yld Bd B..............EUR* 122,75 122,75 0,00 0,00
Euro Money B....................EUR* 128,60 128,60 1,45 0,00
Europ Eq B ........................EUR* 230,34 230,34 0,00 -22,44
Europ M&S Cap Eq B.........EUR* 132,69 132,69 0,00 19,43
EuropVal Eq B....................EUR* 163,64 163,64 0,00 -10,60
Far East Eq B.....................USD* 364,96 364,96 0,00 33,44
GlConvBd B .......................EUR* 117,52 117,52 0,00 0,00
GlReAsxJpEq B..................USD* 221,51 221,51 0,00 55,34
GlReEuropEq B ..................EUR* 136,34 136,34 0,00 25,14
GlReIntlEq B.......................USD* 118,94 118,94 0,00 17,12
GlReUSEq B.......................USD* 157,40 157,40 0,00 36,13
GlTrClTech B......................EUR* 164,70 164,70 0,00 40,72
GlTrFutRes B......................EUR* 192,06 192,06 0,00 48,86
GlTrNewPow B...................EUR* 106,64 106,64 0,00 -1,20
GlValEq B...........................USD* 145,18 145,18 0,00 8,39
GlValEq xUS B....................USD* 201,51 201,51 0,00 5,71
Japanese Eq B...................JPY* 4100,00 4100,00 0,00 -91,50
Swiss Franc Bd B ..............CHF* 213,30 213,30 2,12 0,00
Swiss Money B..................CHF* 113,91 113,91 0,75 0,00
Swiss Stars Eq B ...............CHF* 221,34 221,34 0,00 -11,78
SwissMd&SmCapEq B.......CHF* 121,89 121,89 0,00 9,82
Target Ret EUR B...............EUR* 98,63 98,63 0,99 1,72
US Dollar Bd B...................USD* 262,77 262,77 5,96 0,00
US Dollar Money B.............USD* 126,51 126,51 0,80 0,00
US Eq B.............................USD* 115,66 115,66 0,00 5,64
US Value Eq B....................USD* 519,08 519,08 0,00 -1,39
Acatis AktienD ELM ...........EUR 160,06 151,72 0,00 62,83
Lux Euro-Europ P I.............EUR 70,50 70,50 0,00 0,00
Lux Euro-Europ P P ...........EUR 71,12 69,05 0,85 0,00
Wallb. Acatis V I .................EUR 65,00 61,61 0,00 9,84
Wallb.AfricanASt P.............EUR 11,97 11,40 0,00 20,65
Wallb.Gl.Mircof.F. ...............EUR* 109,34 106,16 0,90 -0,01
Wallb.Real Asset P.............EUR* 10,01 9,53 0,08 -2,18
Wallberg ProtManSe ..........EUR* 97,26 92,19 0,00 34,34
Tel.: +43 (55 17) 202-01
www.walserprivatbank.com
WALSER EUR C. AT T .........EUR 667,65 661,04 2,15 0,00
Walser Pf Akt.Eur. ..............EUR* 74,92 71,35 0,00 36,28
Walser Pf.Cap.USD ............USD* 183,08 177,75 3,40 0,00
Walser Pf.Class.NA ............USD* 134,58 128,17 0,00 88,23
Walser Pf.EmMkt.Se ..........EUR* 99,70 94,95 0,00 -3,57
Walser Pf.Germ.Sel ............EUR* 182,25 173,57 0,07 30,60
Walser Pf.Gl.St.S................EUR* 112,01 106,68 1,46 2,15
Walser Pf.Rent Eur.............EUR* 129,78 126,00 2,66 0,00
Walser Pf.Rent Gl...............EUR* 107,69 104,55 1,55 0,00
Walser Valor AT -V-............EUR 89,29 85,04 0,31 7,80
Advisor Global....................EUR* 47,70 45,43 0,00 4,85
AE&S Struktur Sel..............EUR* 43,03 40,98 2,22 0,33
AE&S Substanz Sel ............EUR* 48,86 46,53 0,00 -1,83
Aequo Global I ...................EUR* 40,10 39,70 0,00 -12,41
AES Rendite Selekt ............EUR* 53,07 51,52 0,00 -0,69
AES Selekt A1....................EUR* 40,11 38,20 0,66 -6,64
AFA GlobalSelec.................EUR* 14,17 13,36 0,00 -4,66
Aktien Europa....................EUR* 104,66 99,68 0,02 -1,63
Alstertor Portfolio Fl ...........EUR* 11456,07 10807,61 60,66 2,62
Alstertor Portfolio Ka..........EUR* 11186,53 10553,33 0,00 8,12
Amerak..............................EUR* 42,38 40,36 0,00 -151,42
Bremen Trust .....................EUR* 20,68 20,08 0,09 -30,60
BUND TREND as I ..............EUR* 10452,00 10452,00 0,00 0,00
BUND TREND as R.............EUR* 107,00 103,88 0,00 0,00
Bund Trend Dynamic..........EUR* 93,51 90,79 0,69 0,00
Classic...............................EUR* 16,39 15,61 0,05 -45,40
Daxtrend............................EUR* 42,78 40,74 0,00 16,26
Defensiv ............................EUR* 28,68 27,06 0,00 -111,56
Degussa Pf.Priv.Ak.............EUR* 90,74 86,42 0,65 -8,40
Duo Best Select. R.............EUR* 105,44 101,38 1,10 -0,37
ELEATIS Perf Pro................EUR* 105,23 100,22 0,00 3,18
Euro Renten-Trend.............EUR* 120,00 116,50 0,90 0,00
Euro-Stoxx50-Trend...........EUR* 16,43 15,65 0,00 -3,83
Fundamentum...................EUR* 52,19 49,70 0,90 3,67
Glb Div.Portf. I ....................EUR* 95,36 90,82 0,00 -3,51
Glb Div.Portf. II ...................EUR* 96,32 91,73 0,00 -5,26
Glb Div.Portf. III ..................EUR* 94,82 90,30 0,00 -12,47
Global Alpha Strat ..............EUR* 89,90 85,62 0,16 -12,33
Global Economic P. ............EUR* 49,09 46,75 0,49 -9,14
Liquid ................................EUR* 64,88 64,88 0,19 0,00
MA RISK MAN R.................EUR* 103,11 99,14 0,00 -0,12
MA RISK MAN. I .................EUR* 99,93 99,93 0,22 0,26
MPF Global ........................EUR* 31,61 30,69 0,00 -6,53
Multi-Asset Select .............EUR* 60,52 57,64 1,17 -54,53
Multi-Genuss .....................EUR* 39,99 38,83 0,20 0,00
ORDO - Rentenfonds .........EUR* 25,85 25,10 0,45 0,00
OSWA - Fonds ...................EUR* 43,60 41,52 0,00 -8,04
PrivatConsult .....................EUR* 54,89 52,28 0,10 -6,43
Profil - Fonds.....................EUR* 83,17 80,75 0,15 -0,02
Progress............................EUR* 50,91 48,49 0,00 -21,95
Renten Plus .......................EUR* 34,07 33,08 0,34 -17,73
RP Glbl Abs. Ret.................EUR* 95,06 90,53 0,07 -1,60
RP Glob Abs Ret Bd ...........EUR* 114,17 110,84 0,89 -0,01
RP Glbl Real Est.T..............EUR* 107,46 102,34 0,95 -2,09
Sachw Global ....................EUR* 106,90 101,81 0,22 0,99
Sachw Global Def. .............EUR* 106,18 101,12 0,00 0,19
Target Return A..................EUR* 49,96 48,50 0,30 -11,26
Trend Alloc. Plus ................EUR* 134,79 129,61 0,47 0,00
Trend Return Plus ..............EUR* 114,37 109,97 0,00 4,00
U.S. Treasury Bnds ............USD* 95,84 93,05 0,86 0,00
US-Diversified....................EUR* 30,62 28,89 0,00 -9,65
Valexx Adv.Konserv...........EUR* 102,79 99,80 0,81 -2,27
Valexx Advant.Dyn. ............EUR* 107,09 101,99 0,00 4,35
VGR Aktien Europa.............EUR* 37,11 35,34 0,00 -38,28
Wachstum-Strategie..........EUR* 27,15 26,11 0,00 13,46
WARBURG SELEKT I...........EUR* 105,85 102,77 0,00 -1,05
WI Selekt C - A -................EUR* 46,03 43,84 0,00 -8,19
WI Selekt D - A - ...............EUR* 52,77 51,23 0,00 -3,29
World-Top-Defensiv ...........EUR* 102,11 97,25 0,00 -5,43
Zinstrend-Fonds ................EUR* 102,93 99,93 0,55 0,00
Zukunft-Strategie ..............EUR* 34,43 33,19 0,00 10,20
WARBURG INVEST LUXEMBOURG S.A.
ISP Intern.Stock.................EUR* 6,48 6,17 0,00 27,32
MC Internat. Fund..............EUR* 82,91 78,96 0,00 -29,32
MC Inflation Con.B.............EUR* 63,64 61,79 0,00 0,00
RP GlMarkSel R (D) ............EUR* 89,53 85,27 0,05 78,66
RP GlSecRot R (D)..............EUR* 85,07 81,02 0,39 41,91
WestInv. InterSel. ...............EUR* 51,41 48,73 0,26 -0,64
W&W International Asset Management AG Lux
W&W Akt.Pr.B....................EUR* 90,26 85,96 0,00 -60,54
W&W Euro. Akt.Pr.A ...........EUR* 103,13 98,22 0,00 -50,12
W&W Europarent A ............EUR* 52,60 51,07 0,00 0,00
W&W Europarent B............EUR* 983,36 954,72 19,33 0,00
W&W Global Opp. ..............EUR* 54,65 52,05 0,00 -11,79
W&W Globalrent EUR.........EUR* 101,26 97,84 0,57 3,35
W&W Asset Management Dublin
Euro Corporate Bd. ............EUR* 8,41 8,41 0,18 -0,01
SouthEast Asian Eq............EUR* 81,14 81,14 0,02 45,19
US Equity Fund..................EUR* 6,10 6,10 0,01 7,14
WWK Investment S.A.
WWK Sel-Balance..............EUR* 11,43 10,89 0,05 19,41
WWK Sel-Chance...............EUR* 9,50 9,05 0,00 24,93
WWK Sel-EuRe B...............EUR* 10,17 9,87 0,17 0,00
WWK Sel-EuRe C I .............EUR* 9,80 9,80 0,17 0,00
WWK Sel-TopTen ...............EUR* 7,91 7,53 0,00 13,03
HEDGE-FONDS
HI VB Global Trend ............EUR* 116,48 110,93 0,00 0,00
HIVarengoldCTAHdgB.........EUR* 125,03 118,51 0,00 2,87
SONSTIGE FINANZPRODUKTE
apano Hedgefonds
JPMo-Str.Indexzert. ...........EUR* nv. 0,77 nv. nv.
Protect.IP220 I ...................EUR* nv. 1507,64 nv. nv.
Protect.IP220 II ..................EUR* nv. 1448,26 nv. nv.
Protect.IP220 III .................EUR* nv. 1354,97 nv. nv.
Protect.IP220 IV.................EUR* nv. 1531,31 nv. nv.
Protect.IP220 V..................EUR* nv. 1276,37 nv. nv.
Protect.IP220 VI .................EUR* nv. 1115,49 nv. nv.
ProtIP220 StratSE..............EUR* nv. 1174,42 nv. nv.
ProtIP220 StratSE2............EUR* nv. 1173,91 nv. nv.
Luxembourg Placement Funds
Solitär................................EUR* nv. 1423,73 nv. nv.
Solitär II .............................EUR* nv. 1219,64 nv. nv.
Convert. America ...............USD* 137,38 137,38 0,42 0,00
Convert. Global ..................EUR* 124,46 124,46 0,31 0,60
Convert. Japan ..................EUR* 1223,33 1223,33 0,00 4,07
Gl. Futures XI .....................EUR* nv. 1988,30 nv. 0,00
Man AHL Trend CHF D .......CHF* nv. 97,39 0,00 0,00
Man AHL Trend EUR I .........EUR* nv. 102,32 0,00 0,00
Man AHL Trend GBP D .......GBP* nv. 103,73 nv. 0,00
Man AHL Trend USD D.......USD* nv. 103,20 0,00 0,00
Man AHL Trend USD I.........USD* nv. 103,96 0,00 0,00
Man Lg/Sh Europe D..........EUR* nv. 100,89 nv. 0,00
Man Lg/Sh Europe I ...........EUR* nv. 102,05 nv. 0,00
Man Multi Manager D........EUR* nv. 85,75 0,00 0,00
Superf.A Ind.Zert. ..............EUR* nv. 104,64 nv. 0,00
Superf.B Ind.Zert. ..............EUR* nv. 108,56 nv. 0,00
Superf.C Ind.Zert. ..............EUR* nv. 98,52 nv. 0,00
Superf.Garant Zert .............EUR* nv. 112,20 nv. 0,00
°= geschlossene Fonds
Allgemeine Erläuterungen:
Whrg. = Währung
Ausg. = Ausgabepreis
Rückn. = Rücknahmepreis
Zwg. = Zwischenergebnis
Aktg. = Aktiengewinn
Img. = Immobiliengewinn
nv. = nicht verfügbar
Investmentfonds nach Investmentgesetz (InvG.)
Alle Angaben ohne Gewähr. AG und IG sind Prozentzahlen und werden mit
zwei Nachkommastellen angegeben und kaufmännisch gerundet.
Weitere Fonds-Informationen (z.B. Stammdaten, Fondsmanagement,
Pflichtpublikationen, Performance- und Strukturdaten, akkumulierte
ausschüttungsgleiche Erträge) auf
www.fazfinance.net/fonds
Die Auswahl der veröffentlichten Fonds unterliegt
den Fondgesellschaften selbst.
Frankfurter Allgemeine Zeitung GmbH
Investmentfonds Service
Info: +49 (0) 69 7591 2522
investmentfonds@faz.de
www.pictetfunds.com
Tel +41 (58) 323 3000
Telefon 08008881928
vertrieb@weltfonds.de
www.weltfonds.de
www.sarasin.de
Tel. 01801 / 777 999
Info@SEBAM.de
www.SEBAssetManagement.de
0800- 6941900
Ab
Tel.: 0180 3 95 95 00
(EUR 0,09 pro Minute)
www.union-investment.de
www.universal-investment.de
Kontakt für B2B-Partner:
Tel. 069/71043-900
Vontobel
www.vontobel.com
+41 (0)58 283 74 77
Tel.: +49-80 22-187 05-00 info@wallberg.eu www.wallberg.eu +352273572- 1 info@wallberg.eu www.wallberg.eu
Telefon 01802 116116 · warburg-fonds.com Telefon +49 40 3282-5100 · warburg-fonds.com
Tel. 0211/88288500
info@westinvest.de
www.westinvest.de
Tel: 0800 000 1334 www.superfund.de
Attr. charmante Kosmopolitin
50, 1.72, schlank, sportlich (Golf, Ski,
etc.) unkonventionell mit Herz +
Humor, finanz. + zeitlich unabhängig,
sucht adäquates Pendant (40–60) mit
Stil + Niveau + Kultur + Sinnlichkeit.
BmB an: sentimentalgirl@web.de
oder Zuschriften unter 26034909 ·
F.A.Z. · 60267 Ffm.
®
0172/8048778
www.christa-appelt.de
Zauberhaftes Geschöpf, 30 / 169, Schweizerin, würde
nach längerem berufl. Aufenthalt in Deutschland für ihren ‘Mr.
Right’ zurückkehren! Sie ist eine attraktive, fesche junge
Traumfrau mediterranen Typs, mit sprühendem Temperament
und tiefen Gefühlen, beruflich zig Millionen händelnd (keine
Bankerin), sucht IHN, der weiß, worauf es im Leben ankommt,
sinnlich, zärtlich, romantisch wie sie, mit beiden Beinen down
to earth. Rufen Sie eines unserer Büros an, oder per e-mail::
info@christa-appelt.de Mehr können Sie nicht tun für Ihr Glück!
Berlin Unter den Linden 16
T 030/21 47 85 87
Hamburg Neuer Wall 50
T 040/822 186 328
Düsseldorf KÖ 106
T 0211/13 27 02
München Brienner Str. 48
T 089/41 90 08 87
Frankfurt Bettinastr. 30
T 069/97 46 11 76
Zürich T +41/44/214 64 95 Salzb. T +43/662/903 332 003 B. Baden T 07221/924 98 08 Wien T +43/1/740405760
Ein Traum-Mann zum Verlieben, Ende 30 / 182,
blendend aussehend, charismatisch, mit jenem ‘inneren Feuer’
und selbstsicheren Auftreten eines Gewinners, das seine
Herkunft verrät (allerbester Unternehmer-Background), nach sei-
nem mehrjährigen Londonaufenthalt heute beruflich auf dem
Höhepunkt seiner Karriere stehend... denkt an Familiengründung.
ER sucht SIE - stilvoll, intelligent, eigenständig, adäquat - seine
anspruchsvolle ‘Lady’, die Luxus liebt und damit umgehen kann.
Erkennen Sie HIER Ihre Chance! Elternanfragen erwünscht.
...auch in der Schweiz ein Begriff: Großes Interview in der
renommierten CH-Frauenzeitschrift ‘Annabelle’ 6/11
ANWALT & NOTAR, 53/185,
Dr. jur., sehnt sich nach verarbeiteter Scheidung
wieder nach einer Gefährtin an seiner Seite u. wenn
es passt, könnte er sich gut eine Wiederheirat vor-
stellen. Vorstellen darf sich die Leserin mit ihm einen
attraktiven u. sportlichen Mann, auf dessen Wort
absolut Verlass ist. Schauen Sie einmal auf nachste-
hender Homepage unter Anzeigen „Herren“, denn
dort stellt er sich ausführlicher vor! Gebührenfrei
0800/5208501 auch Sa./So., Original
Akademiker-KREIS seit 1983, Connect
GmbH, Dr. Müller, erreichbar in den
Offices: M/ S/ F/ B / D/ MS/ BI/ H
CH: Zürich - A: Salzburg / Wien
www.Akademiker-KREIS.com
Sie suchen eine schöne Frau, 30-40
Jahre jung? Bei mir finden Sie sie.
Klug, attraktiv, ohne Kinder, teilweise mit
Familienwunsch. Verraten Sie mir Ihre
Wünsche. Ich erfülle Sie Ihnen. Einfach und
schnell. Rufen Sie an, wir freuen uns auf Sie.
Maria Klein 004171 671 2807
Wir sind in D & CH bekannt durch Presse &TV
Buchtipp: Die Liebe findet jeden von maria-klein.de
First-Class-Partnervermittlung · seit 1985
für christliche Akad./Unternehmer/-innen
ట02102/5284-52 · Infoband 02102/5284-14
bundesweit · www.harmonia-institut.de
ERNESTINE GMBH
exklusive Partnerwahl
Abteilg. VIP

1. WITWER - internat. Unternehmer 65/
183.
2. VICE -Präsident, Akademiker, 59/ 186.
3. Fabrikant 45/183 mehrf. Millionär.
4. Starnberg: Geschäftsmann, 60/185.
5. Charismat. international s. erfolgr. Un-
ternehmer 47/184.
6. Aus Hamburg: Fabrikant 74, weltweit
tätiger Unternehmer.
7. Aus Hannover: Unternehmerin, 50/170
blond + s. wohlhabend.
8. Aus Düsseldorf: Unternehmer-Witwe
9. Aus Stuttgart: Kinderlose Witwe 55, s.
vermögend...

Näheres u. www.pvernestine.de
Anwalt und Hochschullehrer, 49 Jahre
alt, kinderlos geschieden, wohnhaft in
Berlin, überregional und international
tätig (West- und Osteuropa, USA),
1,80, sportlich fit (Marathon), kulturell
interessiert und engagiert (Oper,
Musik, Theater, Literatur), feinfühlig
und familienorientiert, sucht patente,
attraktive Partnerin mit ähnlichen
Interessen im Alter von ca. 30-45, sehr
gern auch mit Kinderwunsch, die sich
eine Lebenspartnerschaft (auch Ehe)
vorstellen kann. Bild - Zuschriften
erbeten unter 26038666 · F.A.Z. ·
60267 Ffm.
Glücksgen Waagemann
ehem. Unternehmer aus Karlsruhe,
NR, anfang 70, 1,82, gesund, sucht
eine zuverlässige und aufgeschlos-
sene Frau, zw. 50 und 60 J., zwecks
gemeinsamer Interessen wie Tennis,
Fitness, Konzerte, Opern, Reisen.
Vielleicht kann man sich noch einmal
verlieben. Bildzuschriften unter
26038990 · F.A.Z. · 60267 Ffm.
Traumfrau gesucht
Erfolgreicher Facharzt (u.a. eigene Praxis),
53 J., schlank/ sportlich (178/ 75) verwitwet,
sucht lieb-ehrliche Partnerin (ca. 40-55 J.,
evtl. langes Haar, schlank, attraktiv, gerne
Kollegin,Krankenschwesterod.andererBe-
ruf) für denRest des Lebens,gernemit Kind
(erfüllter Kinderwunsch), bevorzugt Mittel-
hessen/ Rhein-Main(+200km).LiebeBild-
zuschr.bittean26038744· F.A.Z.· 60267Ffm.
Gutaussehende, natur- u. tierliebende,
kunstinteressierte, erfolgreiche Frau, 40
J., sucht ehrlichen, attraktiven, humor-
vollen und ungebundenen Mann
zwecks Familiengründung ’auf Augen-
höhe’. Zuschriften bitte mit Bild.
Zuschriften erbeten unter 26039228 ·
F.A.Z. · 60267 Ffm.
Seelenverwandter gesucht
kann ich stehen, aber eine Schulter
wünsche ich mir. Ich bin 55 J., sport-
lich, engagiert und würde mich über
eine Bereicherung (auch gerne jünger)
freuen. Zuschriften unter Mail
eigenstaendig56@web.de oder
Zuschriften erbeten unter 26039753 ·
F.A.Z. · 60267 Ffm.
Auf eigenen Füßen
Die Liebe hat zwei Töchter:
die Güte und die Geduld. Gütige und
geduldige Frau wünscht sich einen
guten Mann(68 ±), der schon mit den
Füßen scharrt, auf Dauer! Zuschrif-
ten an erika.EB48@gmx.de oder
26039206 · F.A.Z. · 60267 Ffm.
Sie, 39, schlank, brünett
wünscht sich einen Partner, dem Liebe,
Treue und Geborgenheit viel bedeuten.
Haben wir etwas gemeinsam? Dann wäre
es schön, Dir zu begegnen. Zuschriften er-
beten unter 26039542 · F.A.Z. · 60267 Ffm.
Ich, eine charmante
attraktive 50-erin, Ärztin, 178 mit sehr
guter Figur, wünsche mit einen ebenso
humorvollen wie klugen großen
Gentleman (ohne Altlasten) mit
Niveau und Tiefgang für eine wunder-
volle zugehörige atmende Liebe.
Bitte schreiben Sie mit Bild an
26039427 · F.A.Z. · 60267 Ffm.
Suche Wwr., NR, Rm. Stuttgart
Immo-Besitzer, gute Rente, gepfl.,
gebildet, 68- 75 J., ab 170 cm. Sie (72)
bietet das gleiche für Partnerschaft.
Zuschr. erbeten an 26038767 F.A.Z.
60267 Ffm. hortensie722010@web.de
Bezaubernde junge Frau sucht einen
nicht berufstätigen Mann bis 60. Sie möchte mit Ihnen
Reisen, auch im Wohnmobil, die Natur erleben, ein
unkompliziertes Leben führen. Andrea 45/163, kinderlos,
finanziell unabhängig und offen für die große Freiheit mit
Ihnen! Ein absoluter Glücksfall für Sie. Rufen Sie an.
Maria Klein 004171 671 2807
Wir sind in D & CH bekannt durch Presse und TV
Buchtipp: Die Liebe findet jeden von maria-klein.de
www.Akademiker-KREIS.com
Hier finden Sie unter dem Link
„Anzeigen“ zahlr. Biographien
unserer aktuellsten Klientel
Vita
Für alles, was das Leben schöner macht
Denn hier treffen kluge Köpfe Gleichgesinnte:
für Ehewünsche und Partnerschaften, für Freizeit
und Hobby. Jeden Samstag und Sonntag.
Ihre Fragen beantworten wir gerne
unter Telefon: (069) 75 91-33 44
F
.
A
.
Z
.
Institute
Er sucht Sie
Sie sucht Ihn Sie sucht Sie
Buchen Sie Ihre Anzeige
in F.A.Z.-Vita.

Anzeigenschluss: donnerstags, 10.00 Uhr.
Füllen Sie nebenstehenden Coupon aus
und schicken ihn an:
Frankfurter Allgemeine Zeitung GmbH
Anzeigen
60267 Frankfurt am Main
Telefon: (069) 7591-3344
Telefax: (069) 75 91-80 89 23
Buchen Sie Ihre Anzeige auch online:
www.faz.net/anzeigen
Anzei genauftrag
Ja, ich bestelle eine Anzeige
für die Rubrik Vita in Kombination
am Samstag und Sonntag.
20 mm, 152,32 € (farbig 196,35 €)
30 mm, 228,48 € (farbig 294,53 €)
40 mm, 304,64 € (farbig 392,70 €)
60 mm, 456,96 € (farbig 589,05 €)
Weitere Formate in 20 mm-Schritten
Schwarz-Weiß-Anzeige
Farbanzeige
Rubrik
Er sucht Sie
Sie sucht Ihn
Er sucht Ihn
Sie sucht Sie
Freizeitgestaltung
Bitte nur bei Kontoabbuchung ausfüllen
Bitte schreiben Sie den Anzeigentext in Druckbuchstaben mit jeweils einem Leerkästchen zwischen jedemWort oder Satzzeichen.
Name
Meine Adresse
Kontonummer
20 mm, 152,32 € (farbig 196,35 €)
Überschrift
Bankleitzahl
Bank
Unterschrift
Erscheinungstermin
Vorname
Straße, Nummer
PLZ, Ort
Telefon, E-Mail
30 mm, 228,48 € (farbig 294,53 €)

Datum
Die genannten Preise (inkl. MwSt.) gelten für private Anzeigen und beinhalten zwei Veröffentlichungen: samstags in der F.A.Z. und
sonntags in der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung – Anzeigenpreise gemäß F.A.Z.-Preisliste Nr. 71 gültig ab 1. Januar 2011.
Bitte beachten Sie, dass wir Ihre Anzeige automatisch um den Chiffrezusatz ergänzen. Chiffregebühren (inkl. MwSt.): Zustellung ins
Inland 9,40 €, Zustellung ins Ausland 15,59 €.
Das F.A.Z.-Bühnenarchiv
Das neue Bühnenarchiv der F.A.Z. ist eine einzigartige
Informationsquelle für alle Kulturgenießer.
www.faz-archiv.de/buehne
Online Anzeigen buchen:
www.faz.net/anzeigen Die F.A.Z. im Internet: www.faz.net
Nichts mehr
verpassen.
Das F.A.Z.-Update
Verpassen Sie nie wieder die
wichtigen Artikel zu Ihren
Themen. Nutzen Sie unseren
persönlichen Nachrichtendienst
F.A.Z.-Update am Computer
oder per Smartphone. Für
Premium- und Businesskunden.
www.faz-archiv.de/mobile
FRANKFURTER ALLGEMEI NE ZEI TUNG SAMSTAG, 30. APRI L 2011 · NR. 100 · SEI TE 29 Sport
chwb. FRANKFURT. Die DTM hat vor
demAuftakt in ihre neue Saison an diesem
Wochenende in Hockenheim nicht nur ein
größeres Problem. Es sind zwei. Denn die
eine Attraktion ist der Tourenwagenserie
vor der neuen Saison abhandengekommen:
Paul di Resta, der Meister des Vorjahres aus
Schottland, erhält zwar weiterhin Vortrieb
durch Mercedes-Motoren, dreht seine Run-
den aber mittlerweile für Force India in der
Formel 1. Es gibt also keinen Titelverteidi-
ger, auf den die Konkurrenz Jagd machen
könnte. Nochschwerer wiegt, dass die ande-
re Attraktion, die längst in aller Munde ist,
noch ein Jahr auf sich warten lässt. 2012
wird aus dem Hersteller-Doppel Mercedes
und Audi, das seit 2006 in durch Mangel an
Mitbewerbern erzwungener Zweisamkeit
seine Runden dreht, wieder ein Trio. BMW
wird mit dem Modell M3 in die Serie zu-
rückkehren – und damit anknüpfen an die
vielfach verklärte „gute alte“ und tatsäch-
lich recht wilde Zeit der Deutschen Touren-
wagen Meisterschaft Ende der achtziger,
Anfang der neunziger Jahre, als die sport-
lich spektakulären Duelle der drei deut-
schen Premiumhersteller auf den Rennstre-
ckendie Massenbegeistertenund dauerhaf-
tes Gezänk um Reglement und Posten hin-
ter den Kulissen für viel böses Blut sorgte.
Eine Wiederholung ist nun ausdrücklicher-
wünscht – auf der sportlichen Seite.
Angesichts des Lärms um die Zukunft
mühen sich die Verantwortlichen, die nun
bevorstehende Saison nicht allzu trist er-
scheinen zu lassen. Selbstverständlich wer-
de es wieder ein spannendes Jahr, sagt Mer-
cedes-Motorsportchef Norbert Haug,
schließlich sei es im Duett mit Audi nie
langweilig geworden – wohl wissend, dass
für die Spannung 2010 allein seine Piloten
zuständig waren. Neun von elf Rennen ge-
wannen Fahrer mit dem Stern am Kühler,
der Engländer Gary Paffett und der Kana-
dier Bruno Spengler machten di Resta den
Titel bis zum letzten Rennen streitig. Beide
haben nun in Absenz des schottischen
Champions gute Chancen, es in diesem
Jahr noch besser zu machen. Eine Wieder-
holung des Vorjahresergebnisses ist den-
noch ausgeschlossen, die Serie beschränkt
sich in diesem Jahr auf zehn Rennen – er-
zwungenermaßen. Der wiederum als Sai-
sonabschluss mit dem Gedanken an chine-
sische Autokäufer geplante Auftritt Anfang
November in Schanghai musste abgesagt
werden, nachdem es wegen einer Termin-
kollision mit der Tourenwagen-Weltmeis-
terschaft keine Genehmigung der Motor-
sportbehörden gegeben hatte. So endet die
nächste DTM-Ausgabe am 23. Oktober,
wie sie beginnt, auf dem Hockenheimring.
Amehestenwirdden Audi-PilotenMatti-
as Ekström und Timo Scheider, beide be-
reits zweimal Championatssieger, und
Mike Rockenfeller zugetraut, Mercedes den
Titel wieder wegzunehmen – immerhin ge-
wannen Ekström und Scheider zwischen
2007 und 2009 für Audi drei Meisterschaf-
ten in Serie. Für die meisten der 18 Piloten
aber wird es darum gehen, ihren Arbeits-
platz über die aktuelle Saison hinaus zu si-
chern. Wenn BMW kommendes Jahr tat-
sächlich am Start steht, schicken Mercedes
und Audi nur noch sechs statt neun Fahr-
zeuge ins Rennen. Unter Erfolgsdruck steht
deshalb auch Ralf Schumacher, der seit
2008 für Mercedes fährt, es in den drei Jah-
ren bislang aber nicht auf das Siegerpodest,
geschweige denn zu einem Sieg gebracht
hat. Immerhin, in seiner Erfolglosigkeit ist
Schumacher nicht allein. AuchDavid Coult-
hard, der zweite dank Formel-1-Vergangen-
heit prominente Name, fuhr im vergange-
nen Jahr nur ein Mal in die Punkteränge.
Bei Audi bewerben sichdrei Neulinge für
eine langfristige Cockpitperspektive. Ne-
ben dem Portugiesen Felipe Albuquerque
und dem Italiener Edo Mortara bekommt
die 25 Jahre alte Schweizerin Rahel Frey
eine Chance. Sie setzt mit der Schottin Su-
sie Stoddart, bereits im sechsten Jahr bei
Mercedes unter Vertrag, die Tradition der
Pilotinnen in der DTM fort. Susie Stoddart
sammelte 2010 mehr Punkte als Coulthard
und Schumacher. Doch die einzige DTM-
Siegerin bleibt bis auf weiteres Ellen Lohr,
1992. Wie sehr sich alle Beteiligten nach ei-
nemähnlichenWettbewerbwie damals seh-
nen, und wie schwierig es war, die Serie zu-
letzt am Leben zu erhalten, bringt Norbert
Haug auf den Punkt: „Ich kann es kaum
glauben, dass manfünf Jahre so durchgehal-
ten hat.“ Die Ausdauer muss noch ein wei-
teres Jahr reichen.
LEIPZIG. Totilas ist nicht am Start beim
Weltcup-Finale der Dressurreiter, das ge-
rade in Leipzig ausgetragen wird. Er war
nie dafür vorgesehen. Doch der ungleiche
Wettbewerb, den der schwarze Pferdestar
gerade andernorts bestreiten muss, be-
herrscht auch hier die Diskussionen. Toti-
las geht im Moment nur Schritt – aber die
Zeit galoppiert. Der Stress, den das offen-
bar kompliziert verheilende Hufgeschwür
des Pferdes verursacht, ist groß. So groß,
dass die Veranstalter des Turniers in Ha-
gen, wo der Zehn-Millionen-Hengst kom-
mende Woche seine Wettkampfpremiere
mit dem Kronberger Matthias Alexander
Rath im Sattel hätte geben sollen, am
Rande des Hallen-Championats sogar
eine Pressekonferenz gaben. Paul Scho-
ckemöhle, Mitbesitzer von Totilas, be-
schwor noch einmal das Vertrauensver-
hältnis zwischen ihm, dem Reiter und sei-
ner Familie. Dessen Stiefmutter Ann-Ka-
thrin Linsenhoff ist Mitbesitzerin, sein
Vater Klaus-Martin Rath der Trainer.
„Manchmal schweißen Probleme auch zu-
sammen“, sagte Schockemöhle. Die Sze-
ne tuschelt. Probleme? Gibt es etwa noch
andere Schwierigkeiten als die minder
schwere Malaise am Huf? Erst im Juni,
heißt es jetzt, werde die Dressur-Welt die
Kombination Rath/Totilas erstmals unter
Wettkampfbedingungen erleben. Zwei in-
ternationale Turniere wollen die beiden
noch vor den deutschen Meisterschaften
Mitte Juni bestreiten. Da wird die Zeit
knapp, und die Stunde der Wahrheit
naht.
Klaus Balkenhol, international erfah-
rener Trainer, wollte sich eigentlich her-
aushalten aus der Geschichte. Er hat frü-
her immer wieder mit Rath gearbeitet,
doch seit der Reiter Totilas übernahm,
hat er nichts mehr von ihm gehört. Doch
natürlich beschäftigt auch ihn die Ent-
wicklung. „Ich weiß nicht, ob sich Matthi-
as damit einen Gefallen tut“, sagt er nur.
„Er ist noch kein einziges Mal gestartet,
und schon wird vom Olympiasieg gere-
det. Er wäre der Erste, der in einer sol-
chen Situation keinen Druck verspürt.
Ich hoffe, er hält das aus.“ Niemand in
der eigentlich als kommunikativ bekann-
ten Szene weiß etwas Genaues, doch die
düsteren Wolken über Raths Großpro-
jekt werden genau registriert.
Das Turnier in Hagen am Teutoburger
Wald bekommt den Totilas-Effekt, auf
den ursprünglich alle gehofft haben, nun
unangenehm zu spüren. Eigentlich hatte
die ARD eine fast einstündige Sendung
über das Turnier geplant, obwohl am
fraglichen Sonntag bei der Konkurrenz
von RTL ein Formel-1-Rennen läuft. Mit
dem populären Rappen als Zugpferd
wollte der Sender um 16 Uhr der Motor-
sport-Nachberichterstattung Zuschauer
abwerben. Nun wackelt die gesamte
Übertragung, zu der auch eine Etappe
der Spring-Serie Riders Tour gehört.
„Durch die Absage ist die Kombination
über den Haufen geworfen worden“, sagt
Ulrich Bäder, der das Turnier in Fernseh-
fragen berät. Das Springen allein dürfte
gegen die Formel 1 untergehen.
„Wer hoch fliegt, kann tief fallen“, sagt
Balkenhol. Isabell Werth, prägende deut-
sche Dressurreiterin der vergangenen
fünfzehn Jahre, gibt sich angesichts der
Entwicklung gelassen. „Ich amüsiere
mich eher.“ Die Aufmerksamkeit, die
dem Pferd entgegengebracht werde, sei
„marketingtechnisch ganz offensichtlich
gewollt“. Als im vergangenen Jahr Paul
Schockemöhle das Pferd gekauft hatte,
mit dem der Niederländer Edward Gal in
Kentucky dreifacher Weltmeister wurde,
hatte er es zunächst der fünfmaligen
Olympiasiegerin angeboten. Die 41 Jah-
re alte Reiterin winkte ab – sie zieht es
vor, ihre Pferde selbst zu entwickeln.
„Das ist nicht unsere Philosophie.“ Dar-
um verspürt sie auch wenig Mitgefühl an-
gesichts der misslichen Lage, in der sich
nun der Totilas-Clan befindet. „Das ist
selbstgemachtes Schicksal aller Beteilig-
ten“, sagte sie in Leipzig. Mit ihrem sieb-
zehnjährigen einstigen Weltmeisterpferd
Satchmo belegte sie vor der entscheiden-
den Kür an diesem Samstag den vierten
Platz. Auf Platz acht liegt Edward Gal,
der sich nun mit Sisther de Jeu, der
Schwester seines einstigen Hochglanz-
Rappens, trösten muss. Sie ist ein Nerven-
bündel auf vier Beinen. Dafür ist der Rei-
ter die Ruhe selbst. EVI SIMEONI
Mercedes-Pilot
Ralf Schumacher
steht in der neuen
DTM-Saison
schwer unter
Erfolgsdruck.
Foto dpa
A
n solchen Tagen spüren auch
Eiskunstlauf-Ignoranten, wel-
che Faszination, welche Eleganz und
welche Dynamik diesem Sport zu ei-
gen sind. Hätten die nun dreimaligen
Eiskunstlauf-Weltmeister Aljona
Savchenko und Robin Szolkowy ihre
Kunst zu der Zeit aufs Eis gezaubert,
in der Marika Kilius und Hans-Jür-
gen Bäumler ein deutsches „Traum-
paar“ waren, ihr Triumph in Moskau
am frühen Donnerstagabend wäre
auch ein bewegendes Fernsehereig-
nis für Millionen gewesen. Als die
Hessin und der Bayer 1963 und 1964
wie gekrönte Häupter des Sports
massenhaft gefeiert wurden,
lechzten die Menschen nach solchen
Aufführungen des schönen Scheins.
In Moskau werden sich Savchenko/
Szolkowy am Tag nach ihrem Tri-
umph, dem royalen Hochzeitstag in
London, vermutlich ganz beschei-
den und praktisch gefragt haben,
was denn ihre Rückkehr auf den
Paarlauf-Thron für sie bedeute. Dass
die beiden Chemnitzer, wohl das bes-
te deutsche Paar, das jemals tiefe
Spuren auf dem Eis hinterließ, bis zu
den Olympischen Winterspielen in
Sotschi 2014 weiterlaufen werden,
ist das eine. Ob die zwei unter der
Anleitung ihres Trainers Ingo Steuer
endlich auch jenseits der Eisbahn zu
zwei nationalen Sportgrößen aufstei-
gen können oder wollen, bleibt die
andere Frage.
Bisher fand die spektakuläre Klas-
se der Weltmeister noch keinen ange-
messenen öffentlichen Resonanz-
raum. Nach Jahren, in denen Steuers
Vergangenheit bei der Stasi der Popu-
larität des Paars im Wege stand, in
denen aber auch von den Meisterläu-
fern selbst kein starker Impuls aus-
ging, mehr aus sich zu machen, könn-
te die Zeit gekommen sein, in die ers-
te Liga der allseits beliebten deut-
schen Sportstars aufzusteigen. Mag
auch die Sportart Eiskunstlauf ihre
großen Jahre hinter sich haben, so
bleiben deren Trendsetter doch inter-
national gefeierte Protagonisten. Pa-
trick Chan zumBeispiel, der neue ka-
nadische Weltmeister, begeistert da-
heim die Massen so wie die koreani-
sche Olympiasiegerin Yu-Na Kim
überall als Symbol für die funkelnde
Ästhetik dieses Sports gefeiert wird.
In Deutschland aber, wo sich ARD
und ZDF bei den Kunstlauf-Großver-
anstaltungen zuletzt immer häufiger
ausgeblendet haben, müssen Sav-
chenko/Szolkowy stärker als ihre
Weltmeister-Kollegen aus anderen
Ländern um Anerkennung und Wer-
beverträge kämpfen. Am Donners-
tag hat außer dem seit Jahren treuen
Begleitsender Eurosport auch die
ARD die Kür der Paarlauf-Weltmeis-
ter zur besten Sendezeit live übertra-
gen. Die Chemnitzer Champions ha-
ben die Gelegenheit genutzt und ihr
Können und ihr Charisma auf der
ganz großen Kürbühne gezeigt. Es
ist nun an ihnen, daraus das Beste
für sich und ihren Sport zu machen.
Dressurreiterin
Isabell Werth gibt
sich angesichts
der Aufregung um
Totilas gelassen.
Foto Michael Kretzer
I
ngo Steuer hatte schon während der
brillanten Kür Tränen in den Augen,
küsste Aljona Savchenko dann über-
schwänglich und drückte Robin Szol-
kowy herzlich an sich. „Ich habe schon
früher gesagt, in Russland zu gewinnen
ist das Größte. Wir haben heute in der
Höhle des Löwen gesiegt, das ist einfach
genial“, sagte der überglückliche Trai-
ner, der nach einer verkorksten Olym-
pia-Saison die von einer Reihe von Ex-
perten schon abgeschriebenen Chemnit-
zer zum dritten Mal zu Weltmeistern ge-
macht hatte.
„Es ist sensationell, was beide gezeigt
haben. Alles war perfekt, so wie man es
sich als Trainer zum Saisonabschluss
wünscht“, sagte Steuer. Mit einer flüssi-
gen und temporeichen Darbietung zum
„Rosaroten Panther“ schraubten die Sach-
sen am Donnerstag in Moskau den Welt-
rekord auf exzellente 217,85 Punkte. Zwi-
schen den famosen und blitzsauberen
Sprüngen war es mucksmäuschenstill in
der mit 12 000 Zuschauern gut gefüllten
Megasport-Arena. Lediglich die Auslöser
der Fotografen waren zu hören. „So et-
was gelingt nur wenigen Sportlern, sie
haben die Symbiose aus Sport und Kunst
geschafft“, schwärmte Udo Dönsdorf,
Sportdirektor der Deutschen Eislauf-Uni-
on (DEU).
Marika Kilius und Hans-Jürgen Bäum-
ler gelang der WM-Coup 1963/64 nur
zweimal. Zuletzt hatten Maxi Herber und
Ernst Baier vor 73 Jahren dreimal für
Deutschland im Paarlauf gesiegt. Doch
der Vergleich ist unfair – die körperliche
Höchstleistung der heutigen Eiskunstläu-
fer ist nicht vergleichbar mit früher. So
werden Savchenko/Szolkowy auch keine
Pause auf dem Weg zu den Olympischen
Winterspielen 2014 in Sotschi einlegen:
„Das Paarlaufen ist das Schwierigste, wir
müssen uns immer weiterentwickeln“,
sagte die 27 Jahre alte Ausnahme-Läufe-
rin, die mit ihrem unbändigen Ehrgeiz
die Triebfeder in der Verbindung ist.
„Dieser dritte Titel wird in die deutsche
Geschichte eingehen“, sagte die gebürti-
ge Ukrainerin voller Stolz. Ihre Eltern
und Brüder waren angereist, ein wenig
war es auch für sie ein Heimspiel – zu-
mindest feuerte das faire Publikum sie so
an. In den nächsten Jahren werden ihnen
die russischen WM-Zweiten Tatjana Wo-
lososchar/Maxim Trankow, die die nach
der Kurzkür führenden chinesischen Ti-
telverteidiger Pang/Tong auf Rang drei
verwiesen, weiter auf den Leib rücken.
Steuer formte die talentierte Tatjana
Wolososchar zwei Jahre, bis sie vor die-
ser Saison mit Trankow zusammenkam.
Die Neulinge legten eine exzellente „Ro-
meo-und-Julia“-Kür hin. „Wenn wir in
Sotschi nicht nach oben wollten, hätten
wir uns nicht zusammengetan“, kündigte
Trankow an. Auch der 31 Jahre alte Szol-
kowy ließ keinen Zweifel an seinem Er-
folgshunger: „Das ist klar, dass wir bis da-
hin dabei sein werden.“
Die DEU freute sich am Donnerstag
auch über drei Startplätze für die Welt-
meisterschaft 2012 in Nizza, auch wenn
Maylin Hausch und Daniel Wende
(Oberstdorf/Essen) auf Rang zwölf deut-
lich unter ihren Möglichkeiten liefen.
„Vielleicht inspiriert das einige Läufer bei
uns, doch zum Paarlaufen zu wechseln“,
sagte Dönsdorf. Der einzige Makel des
Abends mit dem grandiosen Triumph:
Niemand hatte an den Sekt gedacht. „Ich
bin völlig alle, ich geh einfach schlafen“,
sagte der nüchterne Steuer. (dpa)
Kein Sekt da nach der Champagner-Kür
Der Deutsche Fußball-Bund (DFB)
hat den Vertrag mit Sportdirektor Mat-
thias Sammer vorzeitig um drei Jahre
bis 2016 verlängert. Das teilte der Ver-
band am Donnerstag mit. „Matthias
Sammer ist einer der wichtigsten sport-
lichen Köpfe unseres Verbandes, der
im Bereich der Jugend- und Talentför-
derung ausgezeichnete Arbeit leistet
und viel bewegt“, sagte DFB-Präsident
Theo Zwanziger. Der 43 Jahre alte
Sammer hatte sein Amt im April 2006
angetreten und war in der Winterpau-
se als möglicher Sportdirektor beim
Bundesligaklub Hamburger SV im Ge-
spräch. Doch kurz vor der Vertrags-
unterzeichnung zog er es überra-
schend vor, beim DFB zu bleiben. Und
das obwohl Löw zuvor die Zuständig-
keit für die U-21-Nationalmannschaft
übertragen bekam. (dapd)
Sjöberg missbraucht
Zwölf Jahre nach seinemKarriereende
berichtet der ehemalige Hochsprung-
Weltrekordhalter Patrik Sjöberg (46),
von seinem Trainer und Stiefvater Vil-
jo Nousiainen sexuell missbraucht wor-
den zu sein. Sjöberg gewann 1987 in
Rom den WM-Titel und holte sich im
selben Jahr mit 2,42 Meter den Weltre-
kord. In seinem Memoirenbuch „Was
du nicht gewusst hast“ berichtet Sjö-
berg detailliert darüber, wie Nousiai-
nen ihn vom 12. oder 13. Lebensjahr
an bis hin zu „Spermientests“ sexuell
missbraucht habe. „Ich wünschte, ich
hätte den Mut gehabt, mit diesen Din-
gen schon zu Viljos Lebzeiten an die
Öffentlichkeit zu treten“, sagte Sjö-
berg. Seine Angaben wurden von den
früheren Hochspringern Yannick Tre-
garo und Christian Skaar Thomassen
aus eigenen Erfahrungen mit ihrem
Trainer Nousiainen bestätigt. (dpa)
Baszanowski gestorben
Der polnische Gewichtheber-Olympia-
sieger Waldemar Baszanowski ist am
Freitag nach langer schwerer Krank-
heit im Alter von 75 Jahren in einem
Warschauer Krankenhaus gestorben.
Das bestätigte ein Sprecher des polni-
schen Gewichtheber-Verbandes. Basza-
nowski war in den 60er Jahren einer
der Stars des Gewichthebens und wur-
de 1964 sowie 1968 Olympiasieger im
Leichtgewicht. Nach seiner sportli-
chen Karriere war er zwischen 1999
und 2007 Präsident des Europäischen
Gewichtheber-Verbandes. (dapd)
Sport in Kürze
Aufstieg
in die erste Liga
Von Roland Zorn
Rosarote Glücksgefühle: Aljona Savchenko und Robin Szolkowy bei ihrer Weltmeister-Kür Foto Witters
klw. NEW YORK. Es hat ein paar Be-
gegnungen gedauert, bis die Dallas Ma-
vericks die beste Methode gefunden
hatten, umdie hartnäckigen und beweg-
lichen Portland Trail Blazers in den
Griff zu bekommen. Umso mehr konn-
ten sie das Ergebnis am Donnerstag-
abend im sechsten Spiel genießen. Zu-
mal beim 103:96-Erfolg in der Halle
des Gegners so gut wie jeder in der
Mannschaft von Dirk Nowitzki seinen
Anteil an dem guten Resultat gehabt
hatte – nicht nur der deutsche Kapitän,
der sich nicht von der harten Gangart
der Blazers einschüchtern ließ und 33
Punkte beisteuerte.
Wie schon in der vierten Auseinan-
dersetzung lagen die Mavericks in der
zweiten Halbzeit mit beträchtlichem
Vorsprung in Führung. Und wieder
schienen sie Portlands Aufholjagd nur
wenig entgegenzusetzen und leisteten
sich auch noch leichte Ballverluste.
Doch anders als bei der Niederlage am
vergangenen Samstag stoppten sie dies-
mal beimStand von 86:85 Portlands An-
sturm. Mit dem Auswärtssieg beendete
Dallas die Serie mit einer Bilanz von
4:2-Siegen und qualifizierte sich für die
Runde der letzten acht in der nordame-
rikanischen Basketball-Profiliga
(NBA) gegen die Los Angeles Lakers,
den Vorjahresmeister.
„Das Publikum war toll“, sagte Dirk
Nowitzki. „Als wir nach dem Sieg vom
Platz gingen, haben viele gerufen:
,Schlagt die Lakers!‘“ Das populärste
Team der Liga ist im Nachbarstaat Ore-
gon ziemlich unbeliebt. Das könnte al-
lerdings ein frommer Wunsch bleiben –
bereits in der Normalrunde hatten die
Mavericks nur eine der drei Begegnun-
gen gegen das Team von Kobe Bryant
gewonnen. „Wir werden alle Hände
voll zu tun haben“, sagte Nowitzki nach
dem Spiel, mit dem die Mannschaft die
enttäuschenden Play-off-Erfahrungen
der vergangenen Jahre hinter sich ließ.
„Das wird hart“, ergänzte Trainer Rick
Carlisle und fügte in Anspielung auf
die Erstrunden-Serie gegen die NewOr-
leans Hornets hinzu, in der es eine zeit-
weilig erstaunlich wacklige Lakers-
Mannschaft zu sehen gab: „Sie haben
zwar zwischendurch Probleme gehabt,
aber sie sind wieder auf dem richtigen
Weg.“ Nowitzki gab noch in Portland
die Devise für die Aufgabe gegen die La-
kers aus: „Wir müssen uns gleich imers-
ten Spiel reinhängen. In dieser Serie
willst du gar nicht erst in Rückstand ge-
raten.“
Sammer verlängert bis 2016
MÜNCHEN (dpa). Die beiden Bayreu-
ther Tennisprofis Philipp Petzschner
und Florian Mayer kämpfen bei den
BMWOpen an diesemSamstag umden
Einzug ins Endspiel. Der an Nummer
fünf gesetzte Mayer gewann am Freitag
sein Viertelfinal-Match gegen den Bul-
garen Grigor Dimitrow mit 7:6 (7:4),
3:6 und 6:4. Petzschner setzte sich ge-
gen den Italiener Potito Starace mit 7:6
(7:3), 7:6 (8:6) durch.
Nun kommt es in der Vorschlussrun-
de des mit 450 000 Euro dotierten Sand-
platzturniers zur Bayreuther Stadtmeis-
terschaft. „Ich hätte gerne noch einen
Turniersieg mehr in meiner Sammlung.
Es ist jetzt erst einer“, sagte Petzschner.
2008 hatte er seinen einzigen Turnier-
sieg im Einzel in Wien gefeiert.
Petzschner wehrte gegen Starace zwei
Satzbälle im zweiten Durchgang mit
zwei Assen nacheinander ab.
Gegen Geheimfavorit Dimitrow
machte es der derzeit beste deutsche
Tennisspieler Mayer in einem Klasse-
Duell spannend. Im ersten Durchgang
musste der 27-Jährige, der noch auf sei-
nen ersten ATP-Turniersieg wartet, ei-
nen Satzball abwehren, ehe er den Tie-
break für sich entschied. Nachdem der
Bulgare, der in seiner Spielanlage an
den jungen Roger Federer erinnert, den
zweiten Satz holte, schlug Mayer zu-
rück. Mayer behielt im entscheidenden
Satz trotz eines zwischenzeitlichen
Wutausbruchs, den er an seinem Schlä-
ger ausließ, letztlich die Nerven gegen
den 19-Jährigen. Nach 2:22 Stunden
verwandelte er den ersten Matchball.
Mavericks
im Viertelfinale
Jetzt gegen die Lakers
Durchhalten, wieder mal
DTM freut sich schon auf 2012
Zwei Attraktionen fehlen beim Saisonstart in Hockenheim
„Wer hoch fliegt, kann tief fallen“
Die zwei Seiten des Totilas-Effekts
Isabell Werth „amüsiert“ vom Trubel um den Dressur-Star
Bayreuther
Stadtmeisterschaft
SEI TE 30 · SAMSTAG, 30. APRI L 2011 · NR. 100 FRANKFURTER ALLGEMEI NE ZEI TUNG Sport
Zweite Bundesliga 32. Spieltag
Alem. Aachen – R.-W. Oberhausen Fr., 18.00
Karlsruher SC – Fortuna Düsseldorf Fr., 18.00
VfL Bochum – 1. FC Union Berlin Fr., 18.00
Hertha BSC – TSV München 1860 Fr., 18.00
SC Paderborn – VfL Osnabrück Fr., 18.00
FSV Frankfurt – MSV Duisburg Sa., 13.00
Greuther Fürth – Arminia Bielefeld Sa., 13.00
FC Ingolstadt – Erzgebirge Aue Sa., 13.00
Energie Cottbus – FC Augsburg Mo., 20.15
Verein Sp. g. u. v. Tore Punkte
1. Hertha BSC 31 21 5 5 64:25 68b
2. FC Augsburg 31 18 7 6 54:23 61b
3. VfL Bochum 31 17 5 9 40:33 56b
4. Greuther Fürth 31 15 9 7 41:25 54
5. Erzgebirge Aue 31 15 7 9 38:35 52
6. Energie Cottbus 31 15 6 10 59:46 51
7. Fort. Düsseldorf 31 15 3 13 43:35 48
8. München 1860 31 13 9 9 45:31 46
9. MSV Duisburg 31 13 7 11 45:34 46
10. Alem. Aachen 31 12 8 11 52:56 44
11. 1. FC Union Berlin 31 10 9 12 33:37 39
12. FSV Frankfurt 31 11 5 15 41:46 38
13. FC Ingolstadt 31 9 8 14 39:44 35
14. SC Paderborn 31 8 9 14 27:42 33
15. Karlsruher SC 31 7 8 16 40:66 29
16. VfL Osnabrück 31 7 7 17 38:58 28b
17. R.-W. Oberhausen 31 7 7 17 28:54 28b
18. Arminia Bielefeld 31 3 7 21 25:62 13b
bAufstiegsplätze bRelegation b Abstiegsplätze
TSV 1860 München: 2 Punkte Abzug wegen Verstößen im Lizenzierungsverfahren;
Arminia Bielefeld: 3 Punkte Abzug wegen Inanspruchnahme des Sicherungsfonds
Nächste Spiele: Sonntag, 8.5., 13.30 Uhr: München –
Ingolstadt, Aue – Hertha BSC, Oberhausen – Fürth,
Union Berlin – Cottbus, Düsseldorf – Aachen, Duis-
burg – Paderborn, Augsburg – Frankfurt, Osnabrück –
Bochum, Bielefeld – Karlsruhe
DORTMUND. Es trifft sich gut für Borus-
sia Dortmund, dass der einzig verbliebene
Verfolger im Kampf um die deutsche Fuß-
ballmeisterschaft nicht FC Bayern heißt.
Es bedarf keiner allzu blühenden Phanta-
sie, sich vorzustellen, wie die Münchner
Abteilung Attacke die psychologische
Kriegsführung gestalten würde. Spätes-
tens jetzt, nach der überraschenden Dort-
munder Niederlage gegen den Abstiegs-
kandidaten Mönchengladbach, würden
die Bayern vermutlich in Statistiken kra-
men und darauf hinweisen, was Mann-
schaften unter der Regie des Trainers Jür-
gen Klopp alles verspielt haben. Mainz 05
hat zweimal auf der Zielgeraden den
scheinbar sicheren Aufstieg in die erste
Liga verpasst, und am letzten Spieltag der
ersten Dortmunder Klopp-Saison unter-
lief dem BVB ein Fehler in der taktischen
Kalkulation, der den Einzug in die Europa
League kostete.
Klopp geht also historisch nicht ganz un-
belastet in den Endspurt. Neben dem ge-
schichtlichen hat die kleine Schwächepha-
se auch einen realen Hintergrund: Trotz
weiterhin reichlich vorhandener Chancen
schießt Dortmund nicht mehr so viele
Tore wie in besten Zeiten; in den zurücklie-
genden sechs Spielen reichte der Aufwand
nur zu einem Ertrag von acht Punkten.
Doch da die Bayern längst aus dem Ren-
nen sind und der aktuelle Zweite Leverku-
sen sich auf Psychospielchen nicht ver-
steht, kann der Dortmunder Trainer die
letzten drei Runden angehen, ohne im
Lichte der aktuellen Rezession allzu heftig
mit demScheitern früherer Jahre konfron-
tiert zu werden.
Trotz der jüngsten Niederlage haben
sich die wesentlichen Eckdaten aus Dort-
munder Sicht nur moderat verschlechtert.
Der Sicherheitsabstand ist von acht Punk-
ten auf fünf Zähler geschrumpft. Ein sol-
cher Vorsprung hat den Leverkusenern
vor neun Jahren nicht gereicht, den ersten
Platz bis zum Schluss zu behaupten – im
Zweikampf mit Borussia Dortmund. Doch
die Knautschzone scheint immer noch aus-
reichend. Mit einem Heimsieg an diesem
Samstag über den 1. FC Nürnberg kann
der BVB vorzeitig deutscher Meister wer-
den, falls Leverkusen nicht in Köln ge-
winnt. Also gibt Klopp den Fußball-Enter-
tainer, der über den Dingen steht oder zu-
mindest den Eindruck erweckt, alles im
Griff zu haben und anderen beizustehen,
wenn von außen Zweifel gesät werden.
„Die Leute sind ein bisschen unruhiger“,
sagt der Trainer. In der vorigen Woche
(nach dem Sieg über Freiburg) habe er
„Glückwünsche abwehren“ müssen, in
den vergangenen Tagen dagegen sei er
ganz anders gefordert gewesen. „Ich muss-
te Leute beruhigen.“ Wenn Klopp „Leute
beruhigt“, wirkt er fast wie ein routinier-
ter Landarzt, dessen Praxis in der Erkäl-
tungssaison voller hustender Patienten ist,
der sich aber von der Ansteckungsgefahr
nicht verunsichern lässt. „Es bleibt eng.
Wer das nicht ertragen kann, der muss
sich eine andere Sportart suchen“, sagt
Klopp. Er sehe keinen Anlass zu klagen.
Mit fünf Punkten Vorsprung ins drittletzte
Spiel zu gehen – diese Prognose hätte er
vor Saisonbeginn „niemandem abge-
kauft“. Wie es scheint, ist Nervosität eine
zu vernachlässigende Größe. „Aufgeregt
war ich vor dem Abitur, weil ich schlecht
vorbereitet war“, sagt Klopp, „jetzt bin ich
angespannt.“ Aber mit dem Anpfiff werde
sich die Anspannung schon lösen.
Über weite Strecken des Prologs wirkte
der Trainer souverän. „Der ist wirklich
so“, versichert Sportdirektor Michael
Zorc. Wie Klopp „wirklich ist“, zeigt sich
aber auch in weniger überzeugenden Sze-
nen, so etwa, wenn es um die neuralgi-
schen Positionen im personellen Puzzle
der Mannschaft geht. Nuri Sahin zu erset-
zen, den wohl besten Mittelfeldspieler der
Bundesliga, wäre für jeden eine schwere
Aufgabe; auch seinem Vertreter Antonio
da Silva fällt es nicht leicht, diese Heraus-
forderung zu bewältigen. In Gladbach ge-
hörte da Silva neben Jakub Blaszczy-
kowski und Robert Lewandowski, demEr-
satzmann für Torjäger Lucas Barrios, zu
den Schwachpunkten. Das wird auch
Klopp nicht entgangen sein. Der Versuch,
davon abzulenken und seine Ersatzkräfte
stark zu reden, ist legitim. Auch Sahin
habe „nicht immer die Sterne vom Him-
mel gespielt“, sagt Klopp. Er beherrscht al-
lerlei verbale Finten und Finessen, um
von den Schwächen seiner Elf abzulen-
ken. Aber unter Druck leidet auch seine
Geschmeidigkeit ein wenig. So etwa,
wenn er einen Reporter abkanzelt und be-
schimpft, nur weil der Mann, ein ausgewie-
sener BVB-Kenner, den zutreffenden wie
zugespitzten Befund formuliert hat, da Sil-
va könne Sahin mit einer Leistung wie in
Gladbach nicht ersetzen.
Abseits der Pointen offenbart sich bei
Klopp vielleicht doch ein wenig mehr inne-
re Unruhe als sonst, wenn einzelne Spie-
ler kritisiert werden, die dringend ge-
braucht werden, obwohl sie nicht erste
Wahl sind. Darauf lassen zumindest
schwerverständliche Sätze wie dieser
schließen: „Nuri hat in Gladbach nicht ge-
fehlt, weil er nicht da war.“ Fest steht: Sa-
hin wird bis zum Saisonende fehlen.
Wenn er an Krücken amSpielfeldrand ent-
langhumpelt, muss das aber kein Sinnbild
sein. „Wir haben Ausfälle immer so ver-
kraftet, dass sie gar nicht als Ausfälle
wahrgenommen wurden“, behauptet
Klopp. Mit Blick auf seine Improvisations-
kunst in anderen Fällen zumindest hat er
recht. Die abermalige Verletzung von Ka-
pitän Kehl und der Mittelfußbruch des bes-
ten Hinrundenspielers, Shinji Kagawa, ha-
ben sich nicht über einen längeren Zeit-
raum nachteilig auf die Gesamtleistung
ausgewirkt.
Basketball, nordamerikanische Profiliga NBA,
Playoff (Best of 7), Viertelfinale, 6. Spieltag: Eas-
tern Conference: Atlanta – Orlando 84:81 (Stand
4:2) – im Halbfinale: Boston, Chicago, Miami, At-
lanta. – Western Conference: New Orleans – Los
Angeles Lakers 80:98 (2:4); Portland – Dallas
96:103 (Stand: 2:4). – im Halbfinale: Oklahoma ,
Los Angeles Lakers, Dallas.
Eishockey, nordamerikanische -Profiliga NHL,
Western Conference, Playoff (Best of 7), Viertelfi-
nale, 7. Spieltag: Vancouver Canucks – Chicago
Blackhawks 2:1 n.V. ; (Stand: 4:3) – im Halbfinale:
Detroit Red Wings, Nashville Predators, San José
Sharks, Vancouver Canucks.
Eiskunstlauf, Weltmeisterschaften in Moskau,
Damen, Kurzprogramm: 1. Kim Yu-Na (Südko-
rea) 65,91 Pkt., 2. Ando (Japan) 65,58, 3. Makaro-
wa (Russland) 61,62, 4. Czisny (USA) 61,47, 5.
Leonowa (Russland) 59,75, 6. Kostner (Italien)
59,75, 7. Asada (Japan) 58,66, 8. Flatt (USA)
57,22, ...12. Hecken (Mannheim) 52,73.
Golf, European und Asian Tour in Incheon/Süd-
korea (2,205 Mio. Euro, Par 72), Stand nach der
2. Runde: 1. Rumford (Australien) 134 (71+63)
Schläge, 2. Kjeldsen (Dänemark) 137 (71+66)
und Jimenez (Spanien) 137 (70+67), ...11. West-
wood (England)140 (72+68) . . . 47. u. a. Siem(Ra-
tingen) 144 (76+68).
Rad, Tour de Romandie, 3. Etappe, Thierrens -
Neuchâtel (165,7 km): 1. Winokurow (Kasachs-
tan) - Astana 3:47:55 Std., 2. Cherel (Frankreich) -
Ag2r, 3. Martin (Kreuzlingen/Schweiz) - HTC-
Highroad, 4. Swift (Großbritannien) - Sky, 5. Frei-
re (Spanien) - Rabobank, 6. Vigano (Italien) - Leo-
pard Trek, ...62. Gerdemann (Münster) - Leo-
pard-Trek alle gl. Zeit.
Gesamtwertung: 1. Brutt (Russland) - Katusha
12:31:34 Std., 2. Winokurow (Kasachstan) - Asta-
na + 0:32 Min., 3. Cunego (Italien) - Lampre-ISD
+ 0:38, 4. Evans (Australien) - BMC + 0:42, 5. Ver-
dugo (Spanien) - Euskaltel-Euskadi + 0:46, 6. Mo-
rabito (Schweiz) - BMC + 0:50, ...21. Martin
(Kreuzlingen/Schweiz) - HTC-Highroad +
1:18,...25. Gerdemann (Münster) - Leopard-Trek
+ 1:39.
Tennis, ATP-Turnier der Herren in München
(450 000 Euro/Sand), Viertelfinale: Petzschner
(Bayreuth) – Starace (Italien) 7:6 (7:3), 7:6 (8:6),
Mayer (Bayreuth) – Dimitrow (Bulgarien) 7:6
(7:4), 3:6, 6:4.
ATP-Turnier der Herren in Belgrad (416 650
Euro/Sand), Achtelfinale: Tipsarevic (Serbien) –
Zverev (Hamburg) 6:2, 6:0.
WTA-Turnier der Damen in Estoril (220 000 Dol-
lar/Sand), Halbinale: Barrois (Bous) – Larsson
(Schweden) 7:6 (7:2), 6:4.
MADRID (dpa). José Mourinhos Aus-
raster beimChampions-League-Halbfi-
nale zwischen Real Madrid und dem
FC Barcelona hat eine Schlamm-
schlacht zwischen beiden Klubs ausge-
löst. Nach den Vorfällen rund um das
Spiel am vergangenen Mittwoch reich-
te zunächst Barça formal Beschwerde
bei der Europäischen Fußball-Union
(Uefa) ein, Real reagierte prompt mit
einer Gegenklage. Die Uefa eröffnete
am Donnerstagabend ein Disziplinar-
verfahren gegen die Klubs. Barcelonas
Vizepräsident Carles Vilarrubí warnte
vor einem „ernsthaften institutionellen
Konflikt zwischen beiden Klubs“.
Spaniens Weltmeister-Trainer Vicen-
te del Bosque sorgt sich unterdessen,
dass es zu einem Zerwürfnis auch im
spanischen Nationalteamkommen kön-
ne. „Wir könnten ein Problem haben“,
zitierte die Zeitung „Marca“ del Bosque
am Freitag.
Mourinho hatte nach der 0:2-Nieder-
lage Manipulation zugunsten Barcelo-
nas unterstellt, den deutschen Schieds-
richter Wolfgang Stark harsch kritisiert
und sein Gegenüber Josep Guardiola
angegriffen. Real wiederumwarf Barce-
lona „unsportliches Verhalten“ vor. Die
Barça-Spieler hätten ständig vorge-
täuscht, Ziel von Aggressionen zu sein,
„mit dem einzigen Ziel, den Schieds-
richter zu Fehlentscheidungen zu verlei-
ten, was zu der offensichtlich ungerech-
ten Entscheidung geführt hat, unseren
Spieler Pepe des Platzes zu verweisen“.
MÜNCHEN. Was hat der deutsche Fuß-
ball-Rekordmeister mit einer rumäni-
schen Maurerkolonne gemeinsam? Fast
jede Woche eine neue Baustelle. Allein in
den vergangenen zwei Monaten gab es
beim FC Bayern genug Probleme, um ei-
nen weniger gefestigten Verein zu zerrüt-
ten: Feindseligkeiten zwischen Präsident
und Trainer, zwischen Präsident und
Fans, zwischen Fans und möglichem neu-
en Torwart; eine halbe Trainerentlassung
und eine vollständige Trainerentlassung;
die Demontage der Abwehr und die eines
jungen Torwarts; den Kontrollverlust des
Flügelstars und das Aus in allen drei Wett-
bewerben. Nun kommt noch eins dazu. Es
ist die Frage, wer auf der Großbaustelle
das Sagen hat.
Führungsspieler? Was ist das, braucht
man das? Diese immer wieder beliebte
Grundsatzdiskussion im Fußball hat Ar-
jen Robben am Mittwoch neu eröffnet.
Der Holländer, der an diesemSamstag ge-
gen Schalke erstmals seit seiner Schieds-
richterbeleidigung vor drei Wochen in
Nürnberg wieder imTeamstehen wird, er-
klärte abermals sein Bedauern über den
Abgang des Landsmanns Mark van Bom-
mel im Winter – und verband das erst-
mals mit einer Kritik an den beiden Kolle-
gen, die seitdem als Bauleiter vorgesehen
sind, an Philipp Lahm und Bastian
Schweinsteiger: „Wir haben unsere Kapi-
täne, aber Mark van Bommel war ein ech-
ter Führungsspieler. So einer fehlt jetzt.“
Lahmzeigte sich tags darauf pikiert: „Das
geht auch gegen meine Person.“ Er wahr-
te aber wie üblich wohlerzogen die Form,
indem er dozierte: „Ein Führungsspieler
ist jemand, der die Gespräche sucht und
Leistung bringt. Ich habe diese Eigen-
schaften und glaube, dass ich ein guter Ka-
pitän bin. Ich denke, dass ich der Richtige
für diesen Job bin.“ Dann kündigte er wie
zumBeweis an, das Gespräch mit Robben
zu suchen.
Schweinsteiger dagegen reagierte in
eine andere Stoßrichtung und in einer an-
deren, emotionaleren Weise, die zeigte,
wie viel Druck im Bayern-Kessel ist –
Druck, der sich derzeit nicht wie gewohnt
durch Erfolge ablassen lässt. „Ich bin kein
Chefchen“, schimpfte er in Anspielung
auf die Bezeichnung, die ein Sportmaga-
zin für ihn gewählt hatte. Mit wüsten Wor-
ten beleidigte er den Autor des Artikels,
der ihn innerhalb des Teams als „Ich-AG“
mit Vorliebe fürs „Schickimicki-Leben“
dargestellt hatte. „Ich bin lange genug da-
bei. Jeder hört in der Kabine auf das, was
ich sage“, sagte Schweinsteiger, ehe er flu-
chend den Raum verließ.
Zieht man von dieser Szene die aktuel-
len Aufgeregtheiten und die manchmal ir-
rationalen Reaktionen im Reizverhältnis
von Fußballprofis und Journalisten ab, so
bleibt unter dem Strich doch der Ein-
druck, dass Schweinsteiger mit seiner neu-
en Rolle manchmal überfordert scheint.
Schon nach dem Aus in der Champions
League gegen Inter Mailand mussten ihn
Kollegen von einer Frustattacke auf den
Italiener Marco Materazzi abhalten. An je-
nem Abend, als mit dem Kollaps gegen
ein schwaches Team die letzte Hoffnung
auf eine Rettung der Saison erstarb, wur-
den die Risse im Team sicht- und hörbar:
Robben schimpfte auf die Abwehr, die zu
viel zuließ, Lahm auf den Angriff, der zu
viel ausließ. Und Schweinsteiger räumte
ein, wie wenig es ihmund Lahmgelungen
sei, das Team zu führen. Niemand, klagte
er, habe auf ihre Anweisungen gehört, die
in der zweiten Halbzeit auseinanderfal-
lenden Defensivlinien wieder zu schlie-
ßen.
Anders als die Spieler durchschnittli-
cher Vereine sind es die Stars des FC Bay-
ern nicht gewohnt, mit Frust umzugehen.
Sie haben keine Erfahrung damit, sich
von Titelträumen schon nach zwei Drit-
teln einer Saison zu verabschieden und
diese dann noch mit Anstand zu Ende zu
bringen. Derzeit geht es deshalb nicht nur
um das letzte Minimalziel, Platz drei. Es
geht auch darum, ein Jahr nach der ge-
fühlt besten Saison der jüngeren Klubge-
schichte die gefühlt schlechteste ohne wei-
tere Schäden im Binnenklima zu überste-
hen.
Schon wartet die nächste Gefahr, die
nächste Baustelle – an diesem Samstag
kehrt Manuel Neuer mit Schalke nach
München zurück. Die harten Fans der
„Schickeria“ haben wie vor zwei Mona-
ten, als Schalke das Pokalhalbfinale in
München gewann, konzertierte Proteste
gegen die geplante Verpflichtung des Tor-
warts angekündigt – eine Frage, die zum
Zerwürfnis zwischen Präsident Uli Hoe-
neß und dem damaligen Trainer Louis
van Gaal ebenso beitrug wie zu dem zwi-
schen Hoeneß und den Hardcore-Fans.
Nun könnte Neuer, einfach nur, indem er
seine Arbeit täte und so brillant hielte
wie am Dienstag gegen Manchester Uni-
ted, seinem möglichen künftigen Klub
die Laune völlig verderben – und sich
selbst die Chance nehmen, kommende
Saison Champions League zu spielen.
Die Münchner Ultras lehnen ihn ab,
weil er alter Schalker ist, die Schalker Ul-
tras haben ihm die Mitgliedschaft gekün-
digt, weil er nach München will. Keiner
hält derzeit besser als Neuer, dennoch
scheint es, als könne er es keinem recht
machen – ein Gefühl, an das er sich ge-
wöhnen muss, wenn er zu den Bayern
geht. Das Fußballer-Leben ist eine Bau-
stelle, auch dort. CHRISTIAN EICHLER
LISSABON (dpa). Portugal jubelt:
Nach den Halbfinal-Hinspielen in der
Europa League deutet alles darauf hin,
dass sich zwei portugiesische Klubs am
18. Mai in Dublin imFinale treffen wer-
den. Der FC Porto schlug am Donners-
tagabend den spanischen Tabellenvier-
ten Villarreal 5:1 und steht damit vor al-
lem dank der vier Tore des kolumbiani-
schen Nationalstürmers Radamel Fal-
cao fast schon im Endspiel. „Tschüss
Villarreal. Dublin ist Portugal“, titelte
das Sportblatt „Record“ am Freitag.
Denn rund 300 Kilometer südlich von
Porto verschaffte sich unterdessen im
zweiten Halbfinale Benfica Lissabon
im landesinternen Duell mit Sporting
Braga mit einem 2:1-Erfolg vor eige-
nem Publikum durch Tore von Jardel
(50.) und Oscar Cardozo (59.) bei ei-
nem Gegentreffer durch Vandinho
(53.) eine gute Ausgangsposition für
das Rückspiel am kommenden Don-
nerstag. Bisher hatten nur die vier gro-
ßen Fußball-Nationen England,
Deutschland, Spanien und Italien ein
europäisches Endspiel „unter sich“ aus-
machen dürfen.
Der Kolumbianer Falcao besiegte Vil-
larreal mit seinen vier Toren (49./Foul-
elfmeter, 67., 75. und 90.) fast alleine.
Den kolumbianischen Abend machte
sein Landsmann Freddy Guarin per-
fekt, der vor 45 000 Zuschauern in der
61. Minute nach Villarreals Führung
durch Cani (45.) das 2:1 erzielte. „Ich
werde dieses Spiel nie vergessen“, sagte
Falcao. Der 25-Jährige warnte aber:
„Wir dürfen nicht entspannt nach Vil-
larreal fahren. Zu Hause sind sie sehr,
sehr stark.“ Doch Porto ist nach nun 13
Siegen in Pflichtspielen in Folge mehr
denn je Favorit auf den Europa-Lea-
gue-Titel. „Das Team ist stärker als bei
unserem Champions-League-Sieg“,
tönte Klubchef Jorge Pinto da Costa.
2004 hatte Porto unter José Mourinho
die Königsklasse gewonnen. Die Mann-
schaft des 33 Jahre alten Trainers An-
dré Villas-Boas steht seit Anfang April
als Meister fest und verlor kein einziges
Liga-Spiel. In der Europa League ge-
wann sie 13 von 15 Begegnungen.
í Samstag
ARD: 13.30 Uhr: Sportschau, Deutsches Touren-
wagen-Masters in Hockenheim, Qualifikation,
erster Lauf und Reiten, Weltcup-Finale in Leip-
zig.
N-TV: 11.10 Uhr: Motor, Formel 3 in Hocken-
heim, Rennen.
EUROSPORT: 11 Uhr und 20 Uhr: Snooker, WM
in Sheffield, Halbfinale: Williams – Higgins. 14
Uhr und 18.30 Uhr: Eiskunstlauf, WM in Mos-
kau/Russland. 15.30 Uhr und 17 Uhr: Handball,
Champions League, Viertelfinale: Chehovskie
Medvedi Moskau – HSV Hamburg und Montpel-
lier HB – Rhein-Neckar Löwen.
SPORT1: 12.45 Uhr: Tennis, ATP-Turnier der Her-
ren in München, Halbfinale. 14 Uhr, 14.50 Uhr
und 16.05 Uhr: Motorrad, WM in Estoril, Qualifi-
kation. 18.15 Uhr: Basketball, Bundesliga, Viertel-
finale: ALBA Berlin – EWE Baskets Oldenbur.
20.15 Uhr: Eishockey, WM in Bratislava/Slowakei:
Norwegen – Schweden.
í Sonntag
ARD: 13.55 Uhr: Sportschau, Deutsches Touren-
wagen-Masters in Hockenheim, erster Lauf und
Reiten, Weltcup-Finale in Leipzig.
N-TV: 11.10 Uhr: Motor, Formel 3 in Hocken-
heim, Rennen.
EUROSPORT: 12.45 Uhr: Motor, Formel Renault
3.5 in Spa/Belgien, Rennen. 14 Uhr: Rad, Präsi-
dentschafts-Tour der Türkei, achte Etappe von
Side nach Alanya. 15 Uhr und 20 Uhr: Snooker,
WM in Sheffield, Finale. 17 Uhr und 18.30 Uhr:
Handball, Champions League, Viertelfinale: BM
Ciudad Real – SG Flensburg-Handewitt und
THW Kiel – FC Barcelona.
SPORT1: 13 Uhr, 13.45 Uhr und 15.15 Uhr: Mo-
torrad, WM in Estoril, Rennen. 16.30 Uhr und 20
Uhr: Eishockey, WM in Bratislava: Slowenien –
Russland und Slowakei – Deutschland.
(Durch kurzfristige Absagen oder Verschiebun-
gen können sich Übertragungszeiten ändern.)
Ausreichend Knautschzone?
Gute Haltungsnoten – aber mit dem Toreschießen tut sich die Borussia, hier Lucas Barrios, neuerdings schwer. Foto Robertodiaz
Sport in Ergebnissen
Viel Ärger nach
dem„clásico“
Sogar del Bosque sorgt sich
Kontrollverlust auf der Großbaustelle
Schon wartet die nächste Gefahr auf die Bayern – Manuel Neuer kehrt mit Schalke nach München zurück
Falcao schlägt
Villarreal
Vier Tore für den FCPorto
Sport live imFernsehen
Bundesliga 32. Spieltag
1. FC Kaiserslautern – FC St. Pauli Fr., 20.30
Werder Bremen – VfL Wolfsburg Fr., 20.30
Hannover 96 – Bor. Mönchengladbach Sa., 15.30
Hamburger SV – SC Freiburg Sa., 15.30
1. FC Köln – Bayer Leverkusen Sa., 15.30
FSV Mainz 05 – Eintracht Frankfurt Sa., 15.30
Borussia Dortmund – 1. FC Nürnberg Sa., 15.30
1899 Hof fenheim – VfB Stuttgart Sa., 15.30
Bayern München – FC Schalke 04 Sa., 18.30
Verein Sp. g. u. v. Tore Punkte
1. Bor. Dortmund 31 21 6 4 62:19 69b
2. Bayer Leverkusen 31 19 7 5 62:41 64b
3. Hannover 96 31 18 3 10 45:41 57b
4. Bayern München 31 16 8 7 67:37 56b
5. FSV Mainz 05 31 15 4 12 44:37 49b
6. 1. FC Nürnberg 31 13 8 10 45:38 47
7. Hamburger SV 31 12 7 12 44:48 43
8. SC Freiburg 31 12 5 14 39:47 41
9. 1899 Hof fenheim 31 10 10 11 46:44 40
10. FC Schalke 04 31 11 7 13 35:35 40
11. Werder Bremen 31 9 11 11 43:57 38
12. FC Kaiserslautern 31 10 7 14 41:48 37
13. VfB Stuttgart 31 10 6 15 55:55 36
14. 1. FC Köln 31 10 5 16 41:61 35
15. Eintr. Frankfurt 31 9 7 15 30:41 34
16. VfL Wolfsburg 31 7 11 13 38:45 32b
17. Mönchengladbach 31 8 5 18 44:64 29b
18. FC St. Pauli 31 8 5 18 33:56 29b
bChampions League bQualifikation Champions League
bEuropa League bRelegation bAbstiegsplätze
Nächste Spiele: Samstag, 7.5., 15.30 Uhr: Stuttgart
– Hannover; Frankfurt – Köln; Mönchengladbach – Frei-
burg, Leverkusen – Hamburg, Wolfsburg – Kaiserslau-
tern, Nürnberg – Hoffenheim, Bremen – Dortmund,
Schalke – Mainz, St. Pauli – München
Bis jetzt sind die
jüngsten Dortmunder
Schwächen nur Kratzer
im Lack. Doch was
passiert, wenn die
Stürmer weiter spärlich
treffen oder Sahin nicht
ersetzt werden kann?
Trainer Klopp wirkt ein
bisschen unruhig.
Von Richard Leipold
Torhüter Manuel Neuer könnte den Bayern die Laune endgültig verderben. Foto sampics
FRANKFURTER ALLGEMEI NE ZEI TUNG SAMSTAG, 30. APRI L 2011 · NR. 100 · SEI TE 31 Sport
FRANKFURT. Am Freitag saßen sie
wieder an einemTisch, doch das Tisch-
tuch zwischen ihnen scheint zerschnit-
ten: Theo Zwanziger, der Präsident des
Deutschen Fußball-Bundes (DFB),
und Rainer Koch, der Präsident des
Bayerischen Fußball-Verbandes und
DFB-Vizepräsident für Rechts- und Sat-
zungsfragen, trauen sich nicht mehr
über den Weg. Wieder einmal ging es
bei der turnusmäßigen Präsidiumssit-
zung unter anderem um eine Persona
non grata, die sich diese Woche per
Selbstanzeige beim DFB-Kontrollaus-
schuss in der Frankfurter Verbandszen-
trale zurückgemeldet hat: Manfred
Amerell, den skandalumtosten frühe-
ren Obmann im Schiedsrichteraus-
schuss, der nach Bekanntwerden sei-
ner (erzwungenen oder nicht erzwun-
genen) sexuellen Beziehung zum ehe-
maligen Bundesliga-Unparteiischen
Michael Kempter 2010 von allen Äm-
tern im DFB zurückgetreten ist. Der 64
Jahre alte Augsburger, einst selbst Bun-
desliga-Schiedsrichter, prozessiert
noch immer gegen Kempter und ist auf
dem Rechtsweg mit seinen Vorwürfen
gegen Zwanziger gescheitert. Unge-
straft darf der DFB nach Entscheidun-
gen des Landgerichts Augsburg und
des Oberlandesgerichts München be-
haupten, dass sich Amerell in seiner
Zeit als Mitglied des Schiedsrichteraus-
schusses „mehrere Pflichtverletzun-
gen“ hat „zu Schulden kommen las-
sen“ und „über Jahre hinweg seine
Amtspflichten – als ein Obmann der
jungen Schiedsrichter – verletzt“ habe.
Während der zu Beginn der Affäre
von einem Teil der Medien heftig atta-
ckierte DFB-Präsident sich inzwischen
in seiner Einschätzung bestätigt fühlen
darf, war von Zwanzigers Stellvertre-
ter Koch öffentlich kein Wort zu hö-
ren. Dabei hatte sich der Strafrichter
am Oberlandesgericht München 2007
dafür eingesetzt, dass der damals
schon stark umstrittene Amerell gegen
den Widerstand einer breiten Mehr-
heit im DFB-Präsidium noch einmal in
den Schiedsrichterausschuss berufen
wurde. Koch hatte dabei in einer DFB-
Präsidiumssitzung versprochen, bei ei-
ner „weiteren Verfehlung“ Amerells
„umgehend die erforderlichen Schrit-
te“ einzuleiten.
Der bis dahin auch für die Schieds-
richter zuständige Koch trat am 10.
Februar 2010 von dieser Aufgabe zu-
rück, weil er über Kempters Erstmel-
dung, von Amerell sexuell belästigt
worden zu sein, an den damaligen
Schiedsrichterausschussvorsitzenden
Volker Roth zu spät informiert worden
sei. Als Zwanziger um seine Reputati-
on in dieser Angelegenheit kämpfte,
war von Koch nichts mehr zu hören.
Seitdem ist die Beziehung zwischen
den beiden Fußballfunktionären zerrüt-
tet. Karl Rothmund, der Präsident des
Niedersächsischen Fußball-Verbandes
und DFB-Vizepräsident für sozial- und
gesellschaftspolitische Fragen, sagt:
„Die Stimmung im Präsidium ist nicht
gut. Koch ist dort ziemlich isoliert.“
Während sich der Präsident immer
grimmiger gefragt habe, warum ihm
Koch in seiner schweren Zeit nicht bei-
gesprungen sei, sagte der Jurist aus
Poing dieser Zeitung: „Ich teile Zwanzi-
gers Auffassung, dass bei Amerell ein
Fall von Amtsmissbrauch vorlag. Ich
habe es aber auch aus sehr persönli-
chen Gründen für besser gehalten,
mich da ein bisschen zurückzunehmen.
Ich wollte kein Öl ins Feuer gießen und
will auch jetzt keine Eskalation.“ Koch
weiß, dass um ihn herum getuschelt
wird, ob er Amerell nicht über Gebühr
protegiert habe, vielleicht sogar selbst
irgendwie involviert sei und unter
Druck stehe. Dem entgegnet er: „Sol-
che Behauptungen haben mich persön-
lich getroffen. Es gibt nicht einen einzi-
gen Fakt für die Dinge, die mir unter-
stellt werden. Und den wird es auch in
Zukunft nicht geben. Ich lege großen
Wert darauf, dass Menschen erst dann
etwas zum Vorwurf gemacht werden
kann, wenn der auch belegbar ist.“ Mit
Amerell habe er sich nie privat getrof-
fen und imVorjahr nur zweimal auf Ini-
tiative des vormaligen Schiedsrichters
gesprochen.
Zwanziger jedenfalls traut Koch
nicht mehr, und Koch glaubt sich zu
Unrecht „in die Isolation gebracht“.
Bei der Präsidiumssitzung am Freitag
bekam der in Kiel geborene Bayer
eine praktische Konsequenz des Un-
muts über ihn im Präsidium zu spüren:
Nach acht Jahren im Disziplinaraus-
schuss der Europäischen Fußball-Uni-
on soll Rainer Koch dort in Zukunft
durch Hans E. Lorenz, den Vorsitzen-
den des DFB-Sportgerichts, ersetzt
werden. ROLAND ZORN
Geht auf Ab-
stand zu seinem
Vizepräsidenten
Rainer Koch:
DFB-Chef Theo
Zwanziger.
Foto dpa
In welchem Land waren Sie denn zu-
letzt?
In Panama. Ich habe sieben Länder in
Mittelamerika besucht.
Waren Sie auf Stimmenfang für den
Wahlkongress am 1. Juni in Zürich?
Nein. Eigentlich stand die Reise schon
im Juni letzten Jahres auf dem Programm
und wurde dann verlegt. Ich habe Projek-
te des Entwicklungshilfeprogramms
„Goal“ eröffnet, die schon lange geplant
waren. Sieben Länder in sechs Tagen.
Was? Sechs Länder in sieben Tagen?
Nein, sieben Länder in sechs Tagen, an
einemTag war ich in zwei Ländern, in Be-
lize waren wir nur einige Stunden.
Eigentlich kein Wunder, dass Ihr 62 Jah-
re alter Gegenspieler Mohamed bin
Hammam gesagt hat, Sie seien er-
schöpft. Haben Sie mit 75 Jahren immer
noch nicht genug von solchen präsidia-
len Gewalttouren?
Ich bin weniger erschöpft als die Leute,
die mich begleiten, obwohl sie eine bis an-
derthalb Generationen jünger sind. Das
ist meine innere Uhr, die ständig tickt.
Wenn ich beim Fußball und meinen Pro-
jekten bin, wo ich mit vielen jungen Leu-
ten zu tun habe, ermüdet mich das nicht.
Das gibt mir Energie.
Kinder begrüßen Sie, Staatspräsidenten
hofieren Sie – wie erklären Sie sich ei-
gentlich, dass der Fußball so beliebt ist
und die Fifa gleichzeitig einen so schlech-
ten Ruf hat?
Das ist natürlich nicht sehr angenehm.
Aber wo hat die Fifa einen schlechten
Ruf? Sicher nicht auf der ganzen Welt. Im
deutschen Sprachgebiet ist er schlecht,
Richtung Frankreich schon besser, die
englische Presse geht auf und ab. Doch
der Fußball ist eine Institution, die man
pflegen muss. 300 Millionen Menschen
gehören zur Fußballfamilie. Er setzt heu-
te weltweit 300 Milliarden Dollar im Jahr
um – ein Großteil durch die Fans, die ih-
ren Mannschaften nachreisen. Der Fuß-
ball hat eine sozialkulturelle und eine po-
litische Dimension, die ich noch weiter
vertiefen möchte.
Trotz all dieser Leistungen wird das Sys-
tem Fifa aber vor allem als korrupt gese-
hen, und das ja nicht ohne Grund.
Das sagt sich so leicht. In unserem Fi-
nanzbericht kann man nachlesen, dass 70
Prozent unserer Einnahmen direkt an
den Fußball zurückgehen. Die guten Wer-
ke will ich gar nicht alle aufzählen. Natür-
lich kann man nicht sagen, unter 300 Mil-
lionen Menschen sind alle gut. Es gibt na-
türlich immer schwarze Schafe.
Peinlich aber, wenn die schwarzen Scha-
fe in der Exekutive sitzen wie die bei-
den, die von der Ethikkommission im
vergangenen Dezember wegen Bestech-
lichkeit ausgeschlossen wurden. Könn-
ten Sie sich vorstellen, dass sich nach
dieser Erfahrung in Zukunft an der Ver-
gabe von Weltmeisterschaften etwas än-
dern wird? Könnten in Zukunft nicht ein-
fach die 208 Verbände im Kongress ent-
scheiden?
Das ist ein Projekt, das ich im Hinter-
kopf habe. Ich würde gerne das Beispiel
vom Internationalen Olympischen Komi-
tee übernehmen, um künftig zu vermei-
den, was jetzt stattgefunden hat. Die Exe-
kutive bekommt zehn oder zwölf Kandida-
turen, schaut sie sich an, schlägt die besten
vor, und lässt dann die Vollversammlung
wählen. Das wäre eine Lösung für die Fifa,
etwas Positives. In Anbetracht der unkom-
fortablen Situation, die ich am 2. Dezem-
ber hier in Zürich hatte, ist das eine Idee.
Auch die Fifa-Funktionäre, denen nach-
gesagt wird, vom Rechtevermarkter ISL
Millionen an Bestechungsgeldern erhal-
ten zu haben (1989 bis 2001), helfen
nicht gerade, das Image zu verbessern.
Wir haben zum ISL-Fall mehrmals ge-
sagt, was es zu sagen gibt. Der Fall ist ab-
geschlossen.
Aber der Geist, den das vermittelt, ist
trotzdem da.
Das mag sein.
Könnte eines Tages entdeckt werden,
dass auch Sie auf einer solchen Liste ste-
hen?
Der Oberauditor (des ISL-Falles) hat
gesagt: Sie können noch jahrelang herum-
laufen, den Namen Blatter werden sie auf
dieser Liste nicht finden. Wissen Sie was?
Wenn ich jemals Geld genommen hätte,
das ich nicht verdient habe, würden mei-
ne Eltern auferstehen und mit einer Ga-
bel auf mich losgehen.
Trotzdem wird Ihnen das angelastet, Sie
gelten als Vater eines korrupten Haufens.
Das ist Ihre Meinung. Meine ist es
selbstverständlich nicht.
Dennoch haben alle Vorwürfe den Ruf
der Fifa erheblich beschädigt.
Da haben Sie recht. Jetzt müssen wir
versuchen, diesen Ruf zu verbessern.
Was werden Sie tun?
Ich werde dem Kongress ein Gremium
vorstellen, eine Art übergeordnetes Or-
gan, das im Sinne von Corporate Gover-
nance und Compliance die Glaubwürdig-
keit der Fifa zurückbringen soll. Es soll
eine Institution sein, die außerhalb unse-
rer Stammesordnung tätig wird. Ein „Rat
der Weisen“, aber mit etwas mehr Power.
Es werden Leute sein, die nicht aus dem
Fußball kommen. Den Präsidenten habe
ich bereits gefunden, den Namen kann
ich Ihnen aber noch nicht sagen. Er wird
die Mitglieder zusammenstellen. Sie sol-
len etwas vom Fußball verstehen, aber
hauptsächlich die Glaubwürdigkeit wie-
derbringen. Diesen Vorschlag habe ich be-
reits im Januar eingebracht.
Zur Corporate Governance, die man viel-
leicht mit Fair-Play-Regeln für Unter-
nehmen umschreiben könnte, gehört
aber auch, dass die Einkommen der Füh-
rungskräfte offengelegt werden. Bin
Hammam hat diese Absicht bereits er-
klärt. Wollen Sie das auch tun?
Wenn der Kongress das entscheidet, ge-
ben wir diese Zahlen bekannt. Aber wenn
wir uns vergleichen mit anderen börsen-
notierten internationalen Firmen, sind
wir Schulknaben, was die Bezahlung an-
geht.
Haben Sie auch nichts dagegen, dass die
Öffentlichkeit erfährt, was der Präsident
verdient?
Nein.
Dann können Sie es doch auch gleich sa-
gen.
Eine Million Dollar. Vielleicht auch ein
bisschen mehr. Ich schäme mich auch
nicht dafür.
Glauben Sie, die Exekutivmitglieder
wollen das? Auch die Boni?
Da bin ich mir nicht sicher.
Das IOC hatte seine große Glaubwürdig-
keitskrise 1999. Damals wurde vieles re-
formiert. Zum Beispiel werden seitdem
Athleten als temporäre Mitglieder aufge-
nommen, der Vorsitzende der Athleten-
kommission ist Exekutivmitglied. Wäre
so etwas nicht auch geeignet, die Legiti-
mation der Fifa-Führung zu stärken?
Wir haben eine Abmachung, ein Memo-
randum of Understanding, mit der Fifpro,
dem Syndikat der Berufsspieler, das ein
großes Gewicht hat zum Beispiel in der
Auseinandersetzung mit der EU. Und wir
haben in der Exekutive immer noch Mi-
chel Platini, einen Spieler.
Einen Ex-Spieler.
Ja. Aber wir haben eine Arbeitsgruppe
gegründet unter dem Titel „Fifa Task For-
ce Football 2014“ um das Spiel zu verbes-
sern, eine wichtige, notwendige Reform.
Und es wäre eine Lösung, dass der Chef
dieser Task Force in der Exekutive sitzt.
Aber das ist Franz Beckenbauer, der
doch gerade aus der Exekutive zurückge-
treten ist.
Er hätte keine Stimme. Wir könnten
ihn aber nach Bedarf aufrufen, um das
Exko über die aktuellen Vorgänge zu in-
formieren.
Warum nicht mit Stimme?
Dazu müssten wir die Statuten ändern,
und dafür bräuchten wir eine Dreiviertel-
mehrheit. Das ist nicht einfach.
Sie sagen, Ihre Mission ist noch nicht be-
endet. Warum haben Sie das in 13 Jah-
ren Amtszeit nicht geschafft?
Eine Mission ist nie erfüllt. Ich habe
2005 ein Programm vorgestellt unter
dem Titel „das Spiel entwickeln, die Welt
berühren, eine bessere Zukunft gestal-
ten“. Wenn ich am Ende der kommenden
vier Jahre sagen kann, jetzt ist auch der
dritte Teil, eine bessere Zukunft gestal-
ten, erfüllt, also der Fußball als sozialkul-
turelles Phänomen anerkannt, dann
habe ich den letzten und sehr wichtigen
Teil meiner Mission beendet. Unsere Pro-
gramme „Football for Hope“ und „Foot-
ball for Health“ bedeuten mir auch per-
sönlich sehr viel, dabei arbeiten wir mit
Erziehungs- und Gesundheitsbehörden
zusammen. Wir propagieren Fußball als
Lebensschule und entwickeln Program-
me, um Kinder gesund zu erhalten oder
medizinisch behandeln lassen zu kön-
nen. Die Fifa aber wird sich immer wei-
ter entwickeln.
Es heißt, bin Hammam sei Ihr Freund
gewesen und diese Freundschaft sei zer-
brochen. Was ist da passiert?
Es stimmt, ich kenne ihn seit 1995, ich
war noch Generalsekretär. Damals konn-
ten wir die Junioren-Weltmeisterschaft
nicht wie geplant in Nigeria