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SFT Magazin 05 2013

SFT Magazin 05 2013

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Magazin Spile Filme Technik
Magazin Spile Filme Technik

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First-Class-Sound

für Ihr Zuhause
5.1-System, Surround-Soundbar
und Streaming-Dock: Diese
Klangkünstler bieten
allerbesten Ton!
Outdoor-Technik
IM TEST: Robuste Smartphones
und Kameras für die toughsten
Außeneinsätze
Seite 44
Große Tablets für
kleines Geld
IM TEST: 10-Zoll-Display,
Retina-Auflösung und
neueste Android-Version –
schon ab 300 Euro
Seite 40
TEST: Mini-PCs
Schicke und platzsparende
Alternativen
zum klobigen
Desktop-
Computer –
starke Minis Seite 52
FEATURE: RC-GADGETS
Ferngesteuerter Spielzeug-
Spaß für Groß und Klein:
Zu Lande, zu Wasser
und in der Luft – Mario
Kart, Strandbuggys,
Helikopter & Co. Seite 56
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Italien, Portugal,
Spanien € 4,-
nur
2
,9
9
Euro
IM CHECK: Die 2013er-
Generation der großen
Fernseher-Hersteller
+ erste Tests im Heft!
Die TVs
des Jahres
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Unbenannt-3 1 03.04.2013 08:46:25
Knackige Kämpfer/innen: Die Teilnehmer des
„King of Iron Fist Tournament“ stehen bereit.
Sci-Fi Mit der Realverfilmung erfüllt sich für Fans des
erfolgreichsten Beat ’em Up aller Zeiten ein Traum.
R
egisseur Dwight H. Little (Mord im Weißen Haus) geht in seinem
Action-Sci-Fi-Spektakel knallhart und authentisch zur Sache: Im
Jahr 2039 haben Weltkriege die Menschheit nahezu ausge-
löscht. Die Kontinente werden nicht mehr von Regierungen, son-
dern von mächtigen Konzernen wie dem Mishima Zaibatsu
geleitet. Dessen Boss, Heihachi Mishima, ist Veranstalter von
TEKKEN. Der größte Kampfsportwettbewerb soll die Mas-
sen bei Laune halten und verspricht dem Sieger ewige
Anerkennung. Unter anderem zeigen Gary Daniels
(The Expendables), John Foo (Batman Begins) und
Luke Goss (Hellboy 2) ihre Künste und kämpfen
für Freiheit und Ruhm!
G
eorgia der 70er-Jahre: Tim (Kieran Cul-
kin) und Francis (Emile Hirsch),
Schüler einer Klosterschule, lei-
den unter dem eisernen Regiment der stren-
gen Schwester Assumpta (Jodie Foster) und
Pater Casey (Vincent D’Onofrio). Wenig beein-
druckt von der Autorität der Erwachsenen,
vertreiben sie sich ihre Freizeit mit Alkohol,
Mutproben und der Arbeit an ihrem gottesläs-
terlichen Comic Atomic Trinity. Im Zusammen-
halt untereinander finden sie die Unterstützung
und Anerkennung, die sie bisher in ihrem
Leben vermissten. Doch dann entdeckt
Schwester Assumpta eines Tages ihre Zeich-
nungen und nimmt sie an sich. Tim und Francis
sinnen auf Rache. Fasziniert vom Anblick eines
jagenden Pumas, entwickelt Tim einen teufli-
schen Plan, um das Comic-Heft wieder in sei-
nen Besitz zu bringen ...
The Dangerous
Lives of
Altar Boys
Drama Eindringliche Coming-of-Age-Story und
einfühlsames Kino-Erlebnis mit Top-Star-Besetzung.
DVD-Inhalt HEFT-DVD
Atomic Trinity: Die furios animierten Comicszenen sorgen für spektakuläre Effekte.
Tim und Francis – Klosterschüler wider Willen
Die beschriebenen Filme finden Sie auf der mitgelieferten DVD
der vorliegenden Ausgabe. Wenn Ihre Ausgabe keine Disc enthält,
haben Sie sich für die günstigere Magazin-Variante entschieden.
Tekken
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THE DANGEROUS LIVES OF ALTAR BOYS
USA 2001 Darsteller: Jodie Foster,
Vincent D’Onofrio, Kieran Culkin
Regie: Peter Care Laufzeit: ca.
100 Min. Bild: 16:9 (1,78:1) Ton:
Dolby Digital
Georgia der 70er-Jahre: Tim
und Francis, Schüler einer
Klosterschule, leiden unter
dem Regiment der strengen
Schwester Assumpta (Jodie
Foster). Wenig beeindruckt von
deren Autorität, vertreiben sie
sich ihre Freizeit mit Alkohol,
Mutproben und der Arbeit an
ihrem gotteslästerlichen Comic
Atomic Trinity. In ihrem Zusam-
menhalt finden sie die Aner-
kennung, die sie bisher ver-
missten. Doch dann entdeckt
Schwester Assumpta ihre
Zeichnungen und nimmt sie an
sich. Tim und Francis sinnen
auf Rache und entwickeln ei-
nen teuflischen Plan, um das
Comic-Heft wieder in ihren
Besitz zu bringen ...
TEKKEN
USA 2010 Darsteller: John Foo,
Gary Daniels Regie: Dwight H.
Little Laufzeit: ca. 83 Min. Bild:
16:9 (2,35:1) Ton: Dolby Digital
Regisseur Dwight H. Little
(Mord im Weißen Haus) geht
in diesem Action-Sci-Fi-Spek-
takel knallhart zur Sache: Im
Jahr 2039 haben Weltkriege
die Menschheit nahezu aus-
gelöscht. Die Kontinente wer-
den nicht mehr von Regierun-
gen, sondern von Konzernen
wie dem Mishima Zaibatsu
geleitet. Dessen Boss, Heiha-
chi Mishima, ist Veranstalter
von TEKKEN. Der größte
Kampfsportwettbewerb soll
die Massen bei Laune halten
und verspricht dem Sieger
ewige Anerkennung. Hier zei-
gen Gary Daniels (The Ex-
pendables), John Foo (Batman
Begins) und Luke Goss (Hell-
boy 2) ihre Künste und kämp-
fen für Freiheit und Ruhm!
„Emotional anrührend und teuflisch gut“
(TV Spielfilm)
„Für Fans des erfolgreichsten Beat ’em Up
aller Zeiten erfüllt sich ein Traum!“
© 2001/2010 Splendid Films. Alle Rechte vorbehalten.

TEKKEN
THE DANGEROUS
LIVES OF ALTAR BOYS
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Unbenannt-2 1 13.03.2013 10:54:42
EDITORIAL Impressum
6 www.spielefilmetechnik.de 05/13
Fernseherjahr 2013
E
in Jahr ohne zugkräftige Sportwett-
kämpfe wie Olympiade oder Fuß-
ball-Europa- bzw. -Weltmeister-
schaft ist immer eine ganz besondere
Herausforderung für die großen TV-Her-
steller. Neue Fernseher lassen sich ohne
Massenmedien-Ereignisse viel schwerer
verkaufen. Fehlen diese, müssen sich Ent-
wicklungs- und Marketing-Abteilungen
etwas einfallen lassen, um die neuen Fern-
sehermodelle an den Mann zu bringen. So
in diesem Jahr – 2013 setzen die Fernse-
hermacher voll auf „Smart“. Der Ausbau
der Mattscheibe zum zentralen „Smart-
Hub“ im eigenen Zuhause ist in vollem
Gange und viele Anbieter haben ihre
Smart-TV-Portale von Grund auf renoviert.
In Modellen der Mittel- und Oberklasse
arbeiten nun Dual- oder sogar Quad core-
Prozessoren, die Apps und Animationen
deutlich flüssiger erscheinen lassen sol-
len. Zudem wurden Optik und Struktur der
Menüs überarbeitet, was leider in so man-
chem Fall den angestrebten Performance-
Gewinn jedoch wieder zunichtemacht.
Echte Kaufargumente sehen anders aus.
Nichtsdestotrotz bekommen Sie mit der
2013er-Generation so viel TV fürs Geld
wie noch nie. Nach Full HD im letzten Jahr
sind nun Internetkonnektivität und 3D-Fä-
higkeit bis in die Einstiegsklasse zum
Standard geworden. Einige Top-Modelle
sind jetzt zudem mit zwei Triple-Tunern
ausgestattet, die Empfang und Aufnahme
zweier Programme parallel ermöglichen.
Unsere große Übersicht des TV-Mo-
dell-Jahres 2013 wirft ab Seite 18 einen
noch viel detaillierteren Blick auf das viel-
fältige Angebot. Dort haben wir für Sie
über 140 neue Geräte aus mehr als 50
Modellreihen nach allen Regeln der Kunst
auseinanderdividiert und in Ausstattungs-,
Größen- und Preisverhältnissen gegen-
übergestellt. Hier werden Sie sicher
fündig.
Christian Müller
christian.mueller@sft-magazin.de
Christian Müller – Chefredakteur
SFT – Spiele Filme Technik
Ein Unternehmen der MARQUARD MEDIA INTERNATIONAL AG
Verleger Jürg Marquard
Verlag Computec Media AG
Dr.-Mack-Straße 83, 90762 Fürth
Telefon: +49 911 2872-100
Telefax: +49 911 2872-200
E-Mail: redaktion@sft-magazin.de
www.spielefilmetechnik.de
Vorstand Albrecht Hengstenberg (Vorsitzender),
Rainer Rosenbusch, Ingo Griebl
Chefredakteur (V.i.S.d.P.) Christian Müller
verantwortlich für den redaktionellen Inhalt
Adresse siehe Verlagsanschrift
Stellv. Chefredakteur Florian Weidhase
Redaktion Frank Neupert-Paries, Patrick Schmid, Maximilian Brauer
Mitarbeiter dieser Ausgabe Ahmet Iscitürk, Wolfgang Fischer, Thomas Raab, Chris
Knight, Tim Sünderhauf, Emanuel Bergmann, Rüdiger Steidle,
Anne Facompré

Lektorat Claudia Brose (Ltg.), Birgit Bauer, Ina Hulm,
Esther Marsch, Natalja Schmidt, Heidi Schmidt
Layout Alexandra Böhm (Ltg.), Judith Mackowski, Frederick Heinz
Bildredaktion Albert Kraus (Ltg.), Tobias Zellerhoff
Fotografie Titel und Heft Thomas Riese – www.thomasriese.com, Oliver Karl,
Joel Apolinario
Digitale Bildbearbeitung: Albert Kraus
DVD Jürgen Melzer (Ltg.), Alexander Wadenstorfer, Thomas
Dziewiszek, Jasmin Sen, Michael Schraut, Daniel Kunoth
COO Hans Ippisch
Vertrieb, Abonnement Werner Spachmüller (Ltg.), Nikolaus Krier
Marketing Jeanette Haag, Iris Manz
Produktion Martin Closmann (Ltg.), Jörg Gleichmar
www.spielefilmetechnik.de
Entwicklung Markus Wollny (Ltg.), René Giering,
Aykut Arik, Tobias Hartlehnert
Webdesign Tony von Biedenfeld, Emanuel Popa
Anzeigen
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Anzeigenleiter
Gunnar Obermeier
verantwortlich für den Anzeigenteil. Adresse siehe Verlagsanschrift
Anzeigenberatung Print:
Peter Elstner: Tel.: 0911-2872-252; peter.elstner@computec.de
Bernhard Nusser: Tel.: 0911-2872-254; bernhard.nusser@computec.de
René Behme: Tel.: 0911-2872-152; rene.behme@computec.de
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Alto Mair: Tel.: 0911-2872-144; alto.mair@computec.de
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Partner unternehmen DPV Direct GmbH: Post-Adresse: Leserservice Computec, 20080 Hamburg, Deutschland
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Deutschland: E-Mail: computec@dpv.de, Tel.: 01805-7005801*, Fax: 01805-8618002*
Support: Montag 07:00–20:00 Uhr, Dienstag–Freitag 07:30–20:00 Uhr, Samstag 09:00–14:00 Uhr
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Österreich, Schweiz und weitere Länder: E-Mail: computec@dpv.de,
Tel: ++49-1805-8610004, Fax: ++49-1805-8618002
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Leben leicht machen, zugleich eine akustisch überwältigende Performance haben und auch optisch eine schöne Figur
machen will, der ist jetzt am Ziel seiner Wünsche angelangt. www.teufel.de
Nur in Schwarz lieferbar. Darstellung in anderer Farbe soll
allein den Konstruktionsvorteil verdeutlichen.
Unbenannt-3 1 08.04.2013 12:59:44
Die TVs des Jahres 2013 18
INHALT
Test: First-Class-Sound für Zuhause
Test: Outdoor-Kameras 48
36
Test: Outdoor-Smartphones 44
Test: Mini-PCs Test: Laser-Projektor 52 34
AKTUELL
12 All-in-one-PC Dell XPS 18
13 Das Facebook-Phone
14 Neue Full-HD-TVs von Ok.
15 Monster-Androiden
16 Gekürt: Die Jubiläumsgewinner
TECHNIK
HOME ENTERTAINMENT
18
Titel
Die TV-Generation 2013
Über 50 Modellreihen und mehr als 140 Geräte
20
Titel
Sony: Color like no other?
Triluminos-Displays für natürlichere Farben
21
Titel
Philips: Durch die Bank smart
Smarte Funktionen und digitale Triple-Tuner
22
Titel
Panasonic: Doppelt smart
Flexibilität dank doppeltem Sat-Empfang
24
Titel
Toshiba: Generalüberholt
Schöner, smarter und dennoch günstig
26
Titel
LG: Große Modellvielfalt
Fast unüberschaubar & minimal unterschiedlich
27
Titel
Samsung: Chartbreaker
Bildgrößen bis 75 Zoll sprengen den Rahmen
28
Titel
Test: Samsung UE55F8090
Hervorragendes Bild und Top-Ausstattung
30
Titel
Test: Panasonic TX-L50ETW60
Unser erster Kauftipp des neuen TV-Jahres
32
Titel
Test: Philips 47PFL7008K
Tolles Design, viel Ausstattung, gute Bildqualität
34 Test: Full-HD-Beamer LG Hecto
Projektor mit leuchtender Laser-Show
36
Titel
Test: Teufel Central AV Cubycon 2
Das Heimkino-Soundsystem im Soundcheck
38
Titel
Test: Philips Fidelio Soundbar
Surround-Simulation, 3D-BD-Player & Smart-TV
MOBILE
40
Titel
Test: Günstige 10"-Tablets
Top-Technik schon ab 300 Euro?
42 Test: Windows-8-Tablets
Mobilität und Rechenpower unter Windows 8
05/13 www.spielefilmetechnik.de 9
Feature: Stars in Spielen 78 Feature: Brettspiel-Apps 92
Test: Große Tablets für kleines Geld 40 Kino: Star Trek: Into Darkness 64
Feature: RC-Gadgets 56
44
Titel
Test: Outdoor-Smartphones
Widerstandsfähige Rugged-Handys
46
Titel
Test: Sounddock B&W A7
Musik-Streaming von iOS-Geräten
47 Coole Smartphone- & Tablet-Apps
Kreative und nützliche Programme im Test
PC-HARDWARE
52
Titel
Mini-Computer
Platzsparende Alternativen zum Desktop-PC
DIGITAL FOTO & VIDEO
48
Titel
Outdoor-Kameras
Hartgesottene Digicams für jeden Einsatz
TECHNIK
56
Titel
Feature: RC-Gadgets
Ferngesteuerter Spielzeug-Spaß für Groß & Klein
60 Kurztests: Technik-Neuheiten
TESTSPIEGEL
96 Die Besten im Tiefpreis-Check
FILME
62 Kino: Iron Man 3
Besessen, zerstört, allein gelassen!
64 Kino: Star Trek: Into Darkness
Freundschaft, Loyalität, Verlust und Aufopferung
66 Kino: Fast & Furious 6
Es wird gerast, gejagt, gerammt und gerumst.
68 Kino-Highlights im Mai
Weitere wichtige Kinofilme in der Kurzkritik
70 Test: Django Unchained
Tarantinos humorvoll-blutiger Westernmix
72 Test: Gangster Squad
Ein top besetztes Gangster-Epos
74 Test: Jack Reacher
Gradliniger und spannender Tom-Cruise-Thriller
76 BD- & DVD-Neuheiten im Mai
SPIELE
78 Feature: Stars in Spielen
Promis, Sternchen & Videospiele
86 Test: Bioshock Infinite
Verpassen Sie nicht dieses brillante Spiel!
88 Test: Starcraft: Heart of the Swarm
Blizzard lässt Sie Zerg-Luft schnuppern.
90 Spiele-Neuheiten im Mai
92 Feature: Brettspiel-Apps
Die besten Umsetzungen für iOS und Android
94 Test: Spiele-Apps
Redaktions-Geheimtipps jenseits der Hitlisten
RUBRIKEN
6 Editorial und Impressum
8 Termine im Mai
98 Die letzte Seite
AKTUELL Terminkalender
10 www.spielefilmetechnik.de 05/13
Termine im Mai
Mi 1
Do 2
Fr 3
Sa 4
So 5
Mo 6
Di 7
Mi 8
Do 9
Fr 10
Sa 11
So 12
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So 19
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Sa 25
So 26
Mo 27
Di 28
Mi 29
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Fr 31
01.05. Kino-Start | Iron Man 3 – Im dritten Teil der erfolg-
reichen Comic-Verfilmung bekommt es Tony Stark (Robert
Downing Jr.) mit dem Mandarin (Ben Kingsley) zu tun, der
ihm und seiner großen Liebe (Gwyneth Paltrow) nach dem
Leben trachtet. Als Superheld Iron Man bietet er dem
scheinbar übermächtigen Feind die eiserne Stirn. (Seite 62)
10.05. Spiele-Neuerscheinung | The Walking
Dead – PC, PS3, Xbox 360. Das preisgekrönte,
in fünf kurze Episoden unterteilte Spiel kommt
nun erstmals mit deutschen Untertiteln auf den
Markt. Sie spielen einen der wenigen Überle-
benden einer Zombieseuche und müssen oft
schwerwiegende Entscheidungen treffen.
16.05. Kino-Start | Der große Gatsby – Als der wenig
erfolgreiche Schriftsteller Nick Carraway (Toby Maguire)
im Frühjahr 1922 nach New York zieht, trifft er dort auf
seine unglücklich verheiratete Cousine Daisy (Carey
Mulligan) und auf den Millionär Joe Gatsby (Leonardo
DiCaprio), der sich in Daisy verliebt. Langsam wird Carra-
way in einen Strudel aus Intrigen gezogen. (Seite 68)
23.05. DVD- und Blu-ray-Start | Django Unchained – Der
Sklave Django (Jamie Foxx) wird von dem Kopfgeldjäger Dr.
King Schultz (Christoph Waltz) als Gehilfe rekrutiert. Im Gegen-
zug verspricht ihm Schulz, seine ebenfalls versklavte Frau aus
den Fängen des brutalen Plantagenbesitzers Calvin Candie
(Leonardo DiCaprio) zu befreien. Tarantinos fulminante Mi-
schung aus Action-Western und Drama. (Seite 70)
06/13
29.05. Mobil in den Sommer
Wer die Anschaffung eines neuen Tablets
oder Smartphones plant, darf sich auf
unsere Juni-Ausgabe freuen. Wir testen für
Sie unter anderem Asus’ neues 7-Zoll-
Tablet Fonepad sowie die beiden
Samsung-Neuheiten Galaxy Note 8 und
S4. Außerdem stellen wir Ihnen in
unserem Monitor-Special die neue
21:9-Breitbild-Generation vor.
09.05. Kino-Start | Star Trek: Into Darkness
Da Kirk gegen die Richtlinien der Föderation
verstoßen hat, wird er vom Dienst suspendiert,
darf aber an Bord der Enterprise bleiben. Als ein
schwerer Anschlag London erschüttert, versucht
er sich mit einigen Vertrauten den Terroristen
(angeführt von Benedict Cumberbatch) im
Alleingang entgegenzustellen. (Seite 64)
09.05. Messe | High End 2013 – Die größte, dienst-
älteste europäische Spezialmesse für hochwertige
Unterhaltungselektronik und Audio-Produkte öffnet
vom 9. bis 12. Mai in München ihre Pforten. Zum
Rahmenprogramm gehören wie immer Workshops, Vorträge und Live-Musik.
17.05. Spiele-Neuerscheinung | Metro: Last Night
– PC, PS3, Xbox 360. Erforschen Sie die lebensfeindli-
che, radioaktiv verseuchte Welt des Moskau der nahen
Zukunft. Sie müssen dabei gegen Mutanten und verfein-
dete Menschenfraktionen in einer atmosphärisch insze-
nierten, postapokalyptischen Umgebung kämpfen.
24.05. DVD- und Blu-ray-Start | Lincoln – In
Steven Spielbergs Lincoln werden die letzten
Monate im Leben eines der einflussreichsten
Präsidenten der USA beleuchtet. Der Bürgerkrieg
steht kurz vor seinem Ende und Lincoln hat es sich
zur Aufgabe gemacht, die Sklaverei per Gesetz
zu verbieten. (Seite 77)
24.05. Spiele-Neuerscheinung | Resident
Evil: Revelations – PC, PS3, Xbox 360,
Wii U. Revelations erzählt die Ereignisse, die
sich zwischen Teil 4 und 5 des Hor-
ror-Shooters ereignet haben und enthüllt die
Wahrheit über den T-Virus. Der Spieler
schlüpft dabei abwechselnd in die Rolle
verschiedener Charaktere.
29.05. DVD- und Blu-ray-Start | Frankenweenie
– Der kleine Victor und sein Hund Sparky sind beste
Freunde. Als Sparky stirbt, versucht der Junge, ihn
mithilfe der Wissenschaft wieder zurück ins Leben zu
holen. Das Experiment gelingt, doch im Dorf herrscht
helle Aufregung über den untoten Hund. Animations-
spaß von Kultregisseur Tim Burton.
30.05. Kino-Start | Hangover 3 – Der
finale Teil der Hangover-Trilogie von Regis-
seur Todd Phillips startet diesmal mit einer
Beerdigung: Alans Vater ist gestorben, was
ihn völlig aus der Bahn wirft. Selbstver-
ständlich, dass ihm da seine Freunde
Beistand leisten – und natürlich wieder alles aus dem Ruder läuft!
31.05. DVD- und Blu-ray-Start | The Last Stand – Mit The
Last Stand kehrt Schwarzenegger als Provinzstadt-Sheriff
Ray Owen zurück auf die Leinwand. Die ländliche Idylle wird
gestört, als der Drogenboss Cortez dem FBI entwischt und
auf seiner Flucht in das friedliche Städtchen kommt. Zu-
sammen mit seinen Deputys und einem schrägen Waffen-
narren versucht Ray, den Gangster aufzuhalten.
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NETHERREALM STUDIOS LOGO, WB GAMES LOGO, WB SHIELD: ™ & © Warner Bros. Entertainment Inc.
(s13)
INJUSTICE: GODS AMONG US © 2013 Warner Bros. Entertainment Inc. Developed by NetherRealm Studios. All other trademarks and copyrights are the property of their respective owners. KINECT, Xbox, Xbox 360, Xbox LIVE
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facebook.com/injusticegameDE oder www.injustice.com
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Unbenannt-1 1 15.03.2013 10:54:36
AKTUELL Magazin
AKTUELL
Aktuell Dell präsentiert mit dem XPS 18 den derzeit wohl leichtesten und dünnsten All-in-one-PC.
Als felxibles Riesen-Tablet soll er Unterhaltung für die ganze Familie bieten.
D
ank extrem flacher Bauweise,
Touchscreen sowie eingebautem
Akku kann der XPS 18 problemlos
als üppig dimensionierter Tablet-PC ein-
gesetzt werden. Laut Hersteller soll das
mit einer Sichtdiagonale von 46 Zentime-
tern ausgestattete Full-HD-Display über
einen ausreichend großen Sichtwinkel
verfügen, damit auch mehrere Menschen
gleichzeitig Filme und Fotos ansehen oder
zusammen spielen können. Bis auf die
Tatsache, dass der All-in-one-Rechner auf
aktuelle Core-i-Prozessoren der dritten
Generation setzt, gab es seitens des Her-
stellers bis Redaktionsschluss keine wei-
teren Angaben zur Hardware-Ausstattung
des XPS 18. Aufgrund der schlanken
Ausmaße und des geringen Gewichts
gehen wir davon aus, dass ein Solid Sta-
te Drive sowie als Grafikeinheit die aktu-
elle interne Intel-Lösung HD Graphics
4000 verbaut wird. Beim Zubehör ließ Dell
durchblicken, dass ein drahtloses Maus/
Tastatur-Ensemble sowie ein Standfuß
mit integrierter Ladefunktion zum Liefer-
umfang gehören werden. Zum Aufstellen
ist Letzterer aber nicht unbedingt nötig,
da das Riesen-Tablet ausklappbare
Standfüße beinhaltet. Natürlich können
Sie das Gerät auch genau wie iPad und
Co. flach hinlegen oder es auf den Schoß
nehmen. Geht es um die Akkulaufzeit,
liegt der XPS 18 mit fünf Stunden unter
dem Niveau herkömmlicher Tablets, was
im Heimumfeld aber zu verschmerzen ist.
Preis: ab 1.000 Euro. (fn)
12 www.spielefilmetechnik.de 05/13
Lass uns Musik machen oder etwas spielen: Der
App Store des vorinstallierten Windows 8 hält eine
ganze Reihe Apps bereit, die nicht nur touchopti-
miert sind, sondern auch mit zwei oder mehreren
Personen gemeinsam genutzt werden können.
Großer Spaß
im Tablet-Format
Mit dem Standfuß
stellen Sie
den XPS 18 auf wie
einen herkömmli-
chen All-in-
one-PC.
Magazin AKTUELL
Für Augen und Ohren
WEB: www.hp.de PREIS (UVP): € 400
HPs neuer IPS-Monitor glänzt mit einem ganz besonderen Fea-
ture, denn der 27 Zoll große Bildschirm ist mit Beats-Audio-Laut-
sprechern ausgestattet. Die sorgen laut HP für hervorragenden
Klang inklusiver satter Bässe und machen jegliche PC-Lautspre-
cher obsolet. Auch in puncto Design macht der Envy-Monitor eini-
ges her, denn er ist gerade einmal knappe 14 Millimeter tief und hat
eine randlose Glasoberfläche. Der Fuß aus Druckgussaluminium
sorgt außerdem für sicheren Stand, sodass Sie auch bei voller
Lautstärke keine Vibrationen befürchten müssen. Über die Auflö-
sung schweigt sich HP noch aus, wir tippen aber auf Full-HD.
Edles System
WEB: www.samsung.de PREIS (UVP): € 600
Die NX1100 ist das neueste Modell in Samsungs Systemkame-
ra-Serie und glänzt wie alle Knipsen des koreanischen Herstellers
vor allem mit ihren smarten Features. Dazu zählt neben WLAN auch
eine Smartlink-Taste, mit der Sie bei bestehender Internetverbin-
dung – je nach Konfiguration – Ihre Fotos direkt an Facebook, Twit-
ter oder per E-Mail senden. Mit der Allshare-Play-Funktion können
Sie Bilder außerdem direkt von der Kamera aus an einen kompatib-
len Fernseher übertragen, es besteht also keine Notwendigkeit
mehr, die Aufnahmen zunächst auf den Rechner oder einen
USB-Datenträger zu kopieren. Dazu kommt ein 20-Megapi-
xel-APS-C-Sensor, der für knackscharfe Fotos sorgen soll.
Facebook-
Phone
WEB: www.facebook.de
PREIS (UVP): noch nicht bekannt
Marc Zuckerberg persön-
lich präsentierte Mitte April
Facebook Home auf einer
Pressekonferenz. Dabei
handelt es sich um eine
spezielle Android-Benutzer-
oberfläche, die voll auf das
soziale Netzwerk getrimmt
ist und die ab Mai im Play
Store verfügbar sein wird.
Zusätzlich stellte Zucker-
berg mit dem HTC First
auch das erste Handy vor,
das von Haus aus mit Face-
book Home ausgestattet
ist. Es handelt sich beim
First um ein Mittelklas-
se-Gerät mit Dualcore-CPU
und HD-Display. Wann das
neue HTC nach Deutsch-
land kommt, steht aller-
dings noch nicht fest.
+++ JAGGED ALLI ANCE I S BACK Bi t composer Games wi l l den Rundenst r at egi e- Kl assi ker
z usammen mi t dem däni schen I ndi e- St udi o Ful l Cont r ol neu auf l egen +++ CHARLI E SHEEN
AUCH Di e neue Ser i e des Enf ant t er r i bl e gi bt es i n Deut schl and exkl usi v bei Wat chever z u
sehen +++ HOCHKARÄTI GE BESETZUNG El l en Page und Wi l l em Daf oe wer den i m Psycho- Ac-
t i on- Spi el Beyond: Two Soul s di e bei den Haupt f i gur en synchr oni si er en
Hochauflösend
WEB: www.amazon.de PREIS (UVP): € 270
Amazon hat sein Tablet überarbeitet und ver-
kauft fortan mit dem Kindle Fire HD 8.9 ein
neues Spitzenmodell. Verbessert wurde vor
allem das Display, das beim neuen Kindle
jetzt in Full-HD auflöst und noch dazu auf 8,9
Zoll gewachsen ist. Auch am Prozessor wur-
de geschraubt, die neue TI-Omap-4470-Du-
alcore-CPU taktet jetzt mit 1,5 GHz und soll
für einen Leistungsschub sorgen.
AKTUELL Magazin
14 www.spielefilmetechnik.de 05/13
Eingespieltes Ensemble
WEB: www.teufel.de PREIS (UVP): € 800
Das neue Surroundsystem Columa 250 richtet sich an Heimkinofans, die eine leicht
zu bedienende und klangstarke Komplettlösung suchen. Audiospezialist Teufel
verbindet ein stylishes, vollaktives 5.1-Heimkino-Set mit dem AV-Reciever Deco-
derstation 5 Mk2, der über vier analoge sowie vier digitale Audio-Eingänge Signa-
le von Fernsehern, Blu-ray-Playern, Spielkonsolen und anderen Quellen entgegen-
nimmt, um diese direkt an die angeschlossenen Surroundlautsprecher weiterzu-
geben. Im kompakten Gehäuse der Klangzentrale
finden Sie nicht nur Kom-
fortfunktionen wie Equa-
lizer-Einstellungen, son-
dern mit Dolby Digital
oder DTS NEO:6 auch
alle wichtigen Heimkino-
Soundformate. Optisch
wie auch akustisch opti-
mal aufeinader abge-
simmt, verspricht das
Columa 250 Raumklang
aus einem Guss.
Riesenflunder
WEB: www.archos.de PREIS (UVP): € 300
Auf der Cebit präsentierte Archos sein neues
Familypad 2, das laut des französischen Her-
stellers schon „sehr bald“ auf den deutschen
Markt kommen soll. Das Display des neuen
Archos-Tablets hat eine Diagonale von stolzen
13,3 Zoll. Umso verwunderlicher, dass die Auf-
lösung trotzden „nur“ bei 1.280 x 800 Pixeln
liegt. Im Inneren des Riesentablets arbeitet ein
Dualcore-A9-Prozessor mit einer Taktung von
1,6 Gigahertz. Auch die übrige Ausstattung
kann nicht wirklich überzeugen, denn die
Kameraauflösung liegt lediglich bei zwei Mega-
pixeln, der interne Flash-Speicher ist nur acht
Gigabyte groß, kann aber immerhin per Micro-
SD erweitert werden.
Preiswert? Ok.
WEB: www.media-saturn.com. PREIS (UVP): ab € 320
Unter dem Markennamen Ok. stellen die beiden
Elektro fachmarktketten Saturn und Media Markt neue
Full-HD-Fernseher vor, die sich sowohl an
HDTV-Einsteiger als auch an Menschen
richten, die einen günstigen Zweitfernse-
her suchen. Reduziert auf das Wesentli-
che, sucht man bei den vier TV-Geräten
der OLE-Reihe (jeweils zwei in 32 und 39
Zoll) Ausstattungsmerkmale wie Netz-
werkfunktionalität und 3D-Fähigkeit ver-
gebens. Zeitgemäßes Fernsehvergnügen
verspricht der Anbieter dennoch: Alle
Modelle bieten eine Auflösung von 1.920
x 1.080 Pixeln. Wer einen Triple-Tuner
möchte, muss jeweils zur teureren Modell-
variante greifen. Nicht ganz zeitgemäß fällt
das Anschlussangebot mit nur drei HDMI-
Eingängen aus. Die Schnäppchen-TVs
stehen auf einem hochwertigen Glasfuß und sind in den
Farben Schwarz und Weiß erhältlich.
Magazin AKTUELL
+++ DESI GN MUSS SEI N Googl e ha t di e Opt i k s ei nes Pl ay St or es
gr ündl i ch über ar bei t et und ver t ei l t di e gener al über hol t e neue Ver si on
akt uel l f ür al l e Andr oi d- Ger ät e +++ BLACKBERRY WORLD WÄCHST Das
App- Angebot des Bl ackber r y- App- St or es umf asst nach nur ei nem Monat
schon 100. 000 Anwendungen – Tendenz st ei gend +++ UPLAY GEHACKT
Ubi sof t s hausei gene Spi el e- Pl at t f or m wur de von Hacker n angegr i f f en,
wes wegen vor über gehend al l e Downl oads deakt i vi er t wer den musst en.
Das i st ber ei t s der z wei t e Hacker- Angr i f f i nner hal b weni ger Monat e.
Monster-Androiden
WEB: www.easypix.eu PREIS (UVP): € 130 bzw. € 150
Mit schaurig niedlicher Aufmachung sollen die neuen Android-Tablet-PCs von Easypix
Kinderherzen höherschlagen lassen. Abgesehen vom quietschbunten Design werden
sich die lieben Kleinen aber wohl auch für die Leistung der beiden 7-Zoll-Tablets begeis-
tern: Das Premium-Modell Monster Pad Dualcore muss sich mit seinem zweikernigen
Rockchip (1,6 GHz) nicht vor anderen aktuellen Android-Flachmän-
ner verstecken. Die Singlecore-CPU des Einstiegsgerätes EP751 ist
nicht ganz so flott, reicht aber für kindgerechte 2D-Spiele vollkom-
men aus. Beide Tablets setzen auf die performanceoptimierte Ver-
sion 4.1 des Google-OS. Dass die Display-Auflösung nur bei 800 x
480 Pixeln liegt, wird
wohl allenfalls den von
Papas iPad verwöhnten
Kids sauer aufstoßen.
Zum Lieferumfang gehört
eine optisch passende
Transporttasche.
Klötzchen-Alarm
WEB: www.getdigital.de PREIS (UVP): € 25
Der beim Gadget-Versender Getdigital erhältliche
Tetris-Wecker ist das perfekte Geschenk für Nerds
und Videospiel-Nostalgiker. Die aktuelle Zeit wird
permanent mit herunterfallenden Tetris-Steinen
dargestellt, was genauso faszinierend wie ein-
schläfernd wirkt. Sind Sie dann erst einmal einge-
schlummert, werden Sie am nächsten Morgen
selbstverständlich mit der klassichen Tetris-Melo-
die geweckt. Standard-Weckerfunktionen wie
Schlummern sowie eine LED-Beleuchtung sind
natürlich ebenfalls an Bord.
Ohrenschmaus
WEB: www.sony.de
PREIS (UVP): € 300 (CMT-BT60B), € 370 (CMT-BT80WB)
Die beiden neuen drahtlosen Soundsysteme
CMT-BT60B und CMT-BT80WB von Sony kom-
men im schmucken, platzsparenden Design und
bringen Ihre Lieblingsmusik ohne lästige Strip-
pen in jeden Raum Ihres Zuhauses. Während
das günstigere CMT-B60 lediglich Bluetooth als
Verbindungsstandard nutzt, können Sie das
CMT-B80W per WLAN in Ihr Heimnetzwerk ein-
binden, um Netzwerkplatten oder Ihren PC als
Klangquelle zu nutzen. Für Besitzer eines
i-Gerätes steht außerdem der bequeme Über-
tragungsweg mittels Apple Airplay zur Verfü-
gung. Über den eingebauten USB-Anschluss
haben Sie außerdem die Möglichkeit, jedes Tab-
let oder Smartphone aufzuladen. Beide Kom-
paktanlagen sollen laut Hersteller mit kraftvol-
lem, klarem Sound Ihre Ohren verwöhnen. Ob
dies tatsächlich so ist, lesen Sie in unserem Test
in der nächsten Ausgabe.
HTC Desire
HTC Butterfly
Neues aus Taiwan
WEB: www.htc.de PREIS (UVP): noch nicht bekannt
Obwohl HTCs neues Spitzenmodell One gerade erst auf dem Markt ist, prä-
sentierte der Hersteller im April zwei weitere Smartphone-Neuheiten. Das
HTC Butterfly ist bereits seit Ende 2012 im asiatischen Markt verfügbar und
kommt jetzt auch nach Deutschland.
Das fünf Zoll große Smartphone hat
ein Full-HD-Display sowie einen
Snapdragon-S4-Quadcore-Prozes-
sor und eignet sich somit perfekt
als Entertainer für unterwegs. Die
zweite Neuheit ist das Dual-SIM-
Handy Desire SV, bei dem es sich
um ein Einsteigermodell mit Dual-
core-Prozessor handelt. Die Dis-
play-Auflösung liegt bei nicht
mehr zeitgemäßen 480 x 800
Pixeln, immerhin ist aber eine
8-Megapixel-Kamera an Bord.
Beide Modelle werden ab Mai
exklusiv bei Media Markt und
Saturn angeboten, Preise stan-
den zum Redaktionsschluss
noch nicht fest.
AKTUELL Magazin
16 www.spielefilmetechnik.de 05/13
(32, SFT-Abonnent) aus Wüstenrot
geht schon bald ein Licht auf, wenn er seinen neuen Ambilight-Fern-
seher von Philips mit 47 Zoll Bilddiagonale in Betrieb nimmt. Die
Freude über diesen Hauptpreis dürfte besonders groß sein, da Herr
Zimmermann im Online-Fragebogen angibt, dass er keinen Flat-TV
besitzt, eine Anschaffung aber plant. Den Plan kann er jetzt getrost
um einige Jahre verschieben.
(SFT-Abonnent) aus Essen ist mit sei-
nen 16 Lenzen unser jüngster Gewinner. Da dürften bald die Wän-
de im Jugendzimmer gewaltig wackeln, wenn er das Teufel-Sys-
tem aufdreht. In seinem Online-Fragebogen gab er an, dass es ihm
gerade bei Audio-Produkten auf hohe Qualität ankommt. Wir sind
sicher, dass er vom Cubycon Central AV 2 (Test ab Seite 36) kei-
nesfalls enttäuscht wird.
Gewinnspiel Weit über 4.000 Teilnehmer haben an unserer
Leser umfrage teilgenommen und uns ihre Meinung kundgetan.
Zwölf davon dürfen sich über wertvolle Gewinne freuen.
V
or zwei Monaten haben wir die
100. SFT-Ausgabe gefeiert
und Sie um Ihre Meinung zum
Heft gebeten. Wie versprochen prä-
sentieren wir Ihnen nun die Gewinner.
Wenn Sie zu den glücklichen zwölf
gehören, freuen wir uns auf eine
E-Mail und vielleicht ein Foto von Ih-
nen mit Ihrem Gewinn (redaktion@
spielefilmetechnik.de). An dieser
Stelle bedanken wir uns recht herz-
lich für die rege Teilnahme sowie das
wertvolle Feedback zu unserem Ma-
gazin und wünschen den Gewinnern
viel Freude mit den Preisen. (fw)
Im Wert von:
1.500 Euro
Im Wert von:
1.500 Euro
Magazin AKTUELL
05/13 www.spielefilmetechnik.de 17
(58) aus Roitzsch in Sach-
sen-Anhalt darf sich über ein
neues LG-Handy freuen. Laut
Fragebogen besitzt er bereits
ein Smartphone – das Opti-
mus G ist hoffentlich ein will-
kommenes Upgrade. Er scheint
ein Faible für Fotografie zu ha-
ben, denn nur in der Kategorie
Digitalkamera legt er höchsten
Wert auf die Qualität und nicht
das Preis-Leistungs-Verhältnis
(Anm. d. Red.: Wir sind ge-
spannt, was er von der 13-Me-
gapixel-Kamera hält).
(50) aus Kürzell darf
zukünftig mit seiner neuen Canon EOS M
Bilder mit 18 Megapixeln schießen. Das trifft
sich gut, legt er doch bei Digitalkameras
höchsten Wert auf Qualität. Er besitzt laut
Fragebogen schon eine Kompaktkamera
und eine DSLR (Anm. d. Red.: Die System-
knipse dürfte jetzt häufiger genutzt werden,
vereint sie doch ein kompaktes Gehäuse
mit toller Bildqualität).
(41) aus Grevenbroich
(Anm. d. Red.: Wir verkneifen uns eine
Horst-Schlemmer-Anspielung) hat seine SFT
am Flughafen als Bordlektüre erhalten.
(27), SFT-Abon-
nent aus Monheim plant die Anschaffung
eines Tablets – da passt der Bluetooth-Laut-
sprecher ja perfekt dazu!
(29) aus Waldzell im
schönen Österreich will sich einen Smart-TV
zulegen (Anm. d. Red.: Ab Seite 18 zeigen wir
über 140 Fernseher im Überblick).
(52) aus Böblingen hat
uns seinen Vornamen nicht verraten. Den
TV-Empfänger Tizi dürfte die Post aber trotz-
dem zustellen können.
(22), schätzt die präg-
nanten Technik-Tests der SFT, meint aber,
dass wir zu viele Apple-Produkte testen (Anm.
d. Red.: In dieser Ausgabe gibt es nur eins).
(51) aus Aalen ge-
winnt mit alter Technik (Teilnahme per Fax).
Dann sollte die Wahl für die geplante Smart-
phone-Anschaffung auf das iPhone fallen.
könnte sich ihren Preis eigentlich per-
sönlich abholen, wohnt sie doch im benachbarten Nürnberg
(Anm. d. Red.: Da viele Nürnberger Fürth wie der Teufel das
Weihwasser scheuen, haben wir den All-in-one-PC per Post
verschickt). Vielleicht verleitet ihr Glück mit SFT sie ja dazu,
unser Magazin häufiger als nur „selten“ zu kaufen.
aus Dortmund (46) kauft die Magazin-Variante jeder
SFT-Ausgabe am Kiosk (Anm. d. Red.: Ein Abo wäre günstiger), liest sie
alleine und wirft sie nach dem Lesen in den Müll. Im Gegensatz zur
Mehrheit der Umfrage-Teilnehmer möchte er mehr Meinung und Persön-
liches von den Redakteuren erfahren und stört sich am Shooter-lastigen
Spieleteil. Was für ein Glück, dass Herr Tiede Smartphones „sehr inter-
essant“ findet, schließlich hat er ein Sony Xperia V gewonnen.
Im Wert von:
750 Euro
Im Wert von:
550 Euro
Im Wert von:
1.200 Euro
Im Wert von:
600 Euro
Im Wert von je:
80 Euro
Im Wert von je:
120 Euro
18 www.spielefilmetechnik.de 05/13
Das neue
TV-Jahr
Kaufberatung Sechs große Hersteller, über 50 Modellreihen
und insgesamt mehr als 140 Geräte – SFT bietet einen umfas-
senden Überblick der neuen TV-Generation und zeigt, was
Fernseher im Jahr 2013 für neue Tricks auf Lager haben.
TECHNIK
Titelthema im Überblick
Hersteller-Übersicht
Sony ............................................. Seite 20
Philips .......................................... Seite 21
Panasonic ..................................... Seite 22
Toshiba ......................................... Seite 24
LG ................................................ Seite 26
Samsung ...................................... Seite 27
Neue Fernseher im Test ......... ab Seite 28
Ausblick ...................................... Seite 30
TITELTHEMA: TV-Trends 2013 TECHNIK
05/13 www.spielefilmetechnik.de 19
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K
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er erste Eindruck vom neuen TV-Jahr ist
ein ausgesprochen guter! Wir konnten
viele Innovationen bereits Anfang des
Jahres zur Consumer Electronics Show in Las
Vegas in Augenschein nehmen. Und auch
wenn das große Technologie-Thema auf der
Messe Ultra High Definition war, haben die Her-
steller ihre „normalen“ Modellreihen nicht ver-
nachlässigt. Ganz im Gegenteil! Uns freut ins-
besondere, dass durch die Bank alle Hersteller
an der Bedienung gefeilt und diese verbessert
haben. Auch rückt der Traum vom Riesen-TV
für immer mehr Menschen in bezahlbare Regio-
nen. In unserer Übersicht finden sich etliche
50-Zoll-Modelle mit einer unverbindlichen
Preisempfehlung (UVP) von 1.000 Euro oder
weniger. Und schließlich wissen wir aus Erfah-
rung, dass die tatsächlich verlangten Preise bei
Fernsehern deutlich unter der UVP liegen. Es
geht natürlich auch noch größer (und deutlich
teurer): Fernseher mit 60, 65 und gar 75 Zoll
(189 cm) Bilddiagonale finden sich im aktuellen
Angebot. Und das ist nur der Anfang, erwarten
uns doch in diesem Jahr noch UHD-Kolosse
mit bis zu 85 Zoll Bilddiagonale. Auch in punc-
to Ausstattung hat sich viel getan. „Smart“ sind
fast alle TVs und oberhalb der günstigen Ein-
steigerklasse gehört auch die 3D-Darstellung
zur Standardausstattung. Ähnlich sieht es bei
den Empfangsteilen aus: Triple-Tuner für digi-
tales Funk-, Kabel- und Satellitenfernsehen
sind in der großen Mehrheit aller TV-Geräte
verbaut. Samsung und Panasonic gehen sogar
einen gewaltigen Schritt weiter und bieten in
ihrer jeweiligen Oberklasse diese Tuner gar in
Doppelausführung an. In Kombination mit der
ebenfalls zum Standard gewordenen USB-
Aufnahmefunktion können Sie dann ein Pro-
gramm anschauen und eine parallel laufende
Sendung mitschneiden. Für Besitzer von
Smartphone oder Tablet brechen auch bessere
Zeiten an. Viele Fernseher bieten einfache
Wege, um Inhalte vom Mobilgerät auf die Matt-
scheibe zu bringen. Entweder per App oder
über einen Standard wie MHL (per Kabel und
HDMI) oder Miracast (drahtlos, nur für Android-
Geräte ab Version 4.2). Es geht aber auch
andersherum, indem der Fernseher das laufen-
de TV-Programm oder eine Aufzeichnung von
der USB-Festplatte drahtlos auf ein Mobilgerät
streamt. Auf den kommenden Seiten bieten wir
Ihnen einen ausführlichen Modellüberblick der
sechs wichtigsten Hersteller mit Bildschirmgrö-
ße, Preis und Ausstattung für über 140 neue
Fernseher. Die allerersten TVs des Jahres von
Samsung, Philips und Panasonic testen wir ab
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Preis in Euro
32 40 42 46 47 50 55 Bildschirmgröße in Zoll
TECHNIK TITELTHEMA: TV-Trends 2013
20 www.spielefilmetechnik.de 05/13
Color like no other?
S
chon zu Röhrenzeiten gelang es Sony, mit
einer modifizierten Bildschirmtechnik für
mehr Bildqualität zu sorgen – der Name
Trinitron wurde zum Synonym für hochwertige
TV-Geräte. Diese Erinnerung wurde bei uns
sofort wach, als wir die Bezeichnung Triluminos
zum ersten Mal hörten, geht es doch wieder um
Displays und mehr Bildqualität (und der Name
fängt auch mit „Tri“ an). Triluminos-Displays sind
den Oberklasse-Reihen (W9 und X9) vorbehalten
und sollen einen größeren Farbraum und somit
naturgetreuere Nuancen darstellen können.
Erreicht wird dies durch eine spezielle Harz-
schicht zwischen LED-Hintergrundbeleuchtung
und LC-Display. Wir konnten zwar bereits Trilu-
minos-Fernseher auf Messen begutachten und
MODELLBEZEICHNUNG LESEN:
KDL: Produkt kennung
für Sony-TVs
BILDSCHIRM-
GRÖSSE IN ZOLL
KDL - 5 5 W8 0 5
SERIENKENNUNG: Je weiter hinten der Buchstabe im Alphabet
und je höher die folgende Zahl, desto hochwertiger das Gerät.
Die zweite und dritte Ziffer kennzeichnen Modellvarianten. 05
sind schwarze, 07 silberne Geräte. Bravia heißen alle Sony-TVs.
W655:
Display: Full HD, LED-LCD, 200 Hz (MXR*), lokale Helligkeitssteuerung
Tuner: DVB-T/-C/-S (Unicable-tauglich)
Anschlüsse: 2x HDMI (MHL), 3x USB, WLAN
Funktionen: Smart-TV, USB-Aufnahme
Besonderheiten: Screen-Mirroring (Android)
Bildqualität: X-Reality Pro
W805/W807: Ausstattungsunterschiede zu W655
Display: 400 Hz (MXR*)
Anschlüsse: 4x HDMI (MHL)
Funktionen: 3D (Polarisation, 4 Brillen im Lieferumfang)
Besonderheiten: NFC, Screen-Mirroring (Android)
W805: Schwarz, W807: Silber
W905: Ausstattungsunterschiede zu W805/W807
Display: 800 Hz (MXR*)
Funktionen: 3D (Active Shutter, 40 Zoll: 2 Brillen,
46/55 Zoll: 4 Brillen im Lieferumfang)
Besonderheiten: Triluminos-Display
X9:
Sonys X9-Serie mit Ultra-HD-Display (3.840
x 2.160 Pixel) wird es später im Jahr in
den Größen 55 und 65 Zoll geben. Preise
und endgültige Ausstattung sind noch nicht
bekannt. 3D wird hier über die passive
Polarisationstechnik dargestellt.
haben auch tolle (Test-)Bilder gesehen. Wie viel
Triluminos in der Praxis an Bildqualität bringt,
kann jedoch nur ein Test zeigen, den wir Ihnen
voraussichtlich in der kommenden Ausgabe lie-
fern können. Für Besitzer eines aktuellen Sony-
Smartphones oder -Tablets bietet sich mit den
neuen Fernsehern die Möglichkeit eines sehr
einfachen Zusammenspiels: Fernbedienung und
Mobilgerät müssen nur aneinandergehalten wer-
den, um die drahtlose Verbindung herzustellen.
Das funktioniert per NFC in den Serien W8, W9
und X9. Einmal verbunden, kann der komplette
Bildschirminhalt vom Smartphone oder Tablet
auf dem TV-Schirm angezeigt werden (Screen
Mirroring). Das funktioniert aber auch ohne NFC
per Android-App. Ebenfalls spannend ist die
neue Sideview-App für Android und iOS. Diese
zeigt auf einem Mobilgerät zusätzliche Informa-
tionen zum aktuell laufenden TV-Programm
sowie einen ausführlichen elektronischen Pro-
grammführer (EPG) an. Nebenbei fungiert die
App als Fernbedienung mit Zeigerfunktion, Text-
eingabe und sprachgesteuerter Suche.
Sony In den Top-Serien verspricht Sony mit Triluminos-Displays eine natürlichere Farbdarstellung.
LEGENDE:
Verbindet Geräte einer Serie
(jede Serie in einer anderen Farbe)
Markiert Preis (UVP) und Bildschirmgröße (in Zoll)
einzelner Modelle einer Serie
Preis geschätzt, da vom Hersteller
noch nicht veröffentlicht
* MXR steht für Motionflow XR – Hertzangaben sind nur bei
Geräten eines Herstellers vergleichbar.
Preis in Euro
Bildschirmgröße in Zoll
TITELTHEMA: TV-Trends 2013 TECHNIK
05/13 www.spielefilmetechnik.de 21
Durch die Bank smart
Philips Alle 2013er-Modelle bieten smarte Funktionen und digitale Triple-Tuner.
W
ichtige Ausstattungsmerkmale wer-
den 2013 bei Philips konsequent bis
in die Einsteiger-Modelle herunterge-
reicht. Alle Philips-Fernseher sind smart, bieten
Satellitenempfang und setzen auf LED-
beleuchtete LC-Displays. Die Miracast-Tech-
nik, mit der neuere Android-Geräte (ab Android
4.2 ist Miracast Bestandteil des Betriebssys-
tems) ihren Bildschirm nebst Ton direkt auf den
Fernseher übertragen können, ist ebenfalls bei
allen Philips-TVs an Bord. Die größten Unter-
schiede zwischen den einzelnen Serien finden
sich in der Bildqualität, die bei Philips gut an
der verbauten Bildelektronik ablesbar ist (siehe
Zeile „Bildqualität“ im Diagramm unten). Zwar
klingen die Namen „Digital Crystal Clear“ und
MODELLBEZEICHNUNG LESEN:
BILDSCHIRM-
GRÖSSE IN ZOLL
TUNER: Der nachgestellte Buchstabe zeigt die Tuner-
Konfiguration. K = Triple-Tuner, S = Triple-Tuner
mit DVB-T2 (in Deutschland nicht relevant).
5 5 PF L 8 0 0 8 S
PFL steht für Phi-
lips Flat TV, PDL für
Philips Design Line
SERIENKENNUNG: Je höher die erste Zahl, desto hochwertiger
das Gerät (derzeit von 3000 bis 8000, 9000 folgt in der zweiten
Jahreshälfte). Die zweite und dritte Ziffer in der vierstelligen
Zahl dienen zur weiteren Unterscheidung innerhalb einer Serie
(Ausstattung, Vertriebskanäle).
MODELLJAHR:
8 = 2013, 7 = 2012
32 39 40 42 46 47 50 55 60
PDL8908S:
Die Philips Design Line basiert technisch auf der Serie 8008S. Im direkten
Vergleich fehlt nur die integrierte Skype-Kamera. Zu Redaktionsschluss
waren die Preise für die PDL-Geräte noch nicht bekannt.
500
1.000
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1.700
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1.900
2.100
2.200
2.300
2.400
2.600
2.700
2.800
2.900
500
1.000
1.500
2.000
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0
100
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900
1.100
1.200
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1.400
1.600
1.700
1.800
1.900
2.100
2.200
2.300
2.400
2.600
2.700
2.800
2.900
„Pixel Plus HD“ toll – Geräte mit dieser Bildver-
arbeitung sind jedoch nur (gutes) Mittelmaß.
Wer großen Wert auf ein tolles Bild liegt, sollte
nach „Pixel Precise HD“ (ab Serie 6008K) oder
„Perfect Pixel HD“ (ab Serie 7008K) Ausschau
halten. Für den Sommer hat Philips ein span-
nendes Software-Update angekündigt, mit der
sich das TV-Bild von einem Philips-Fernseher
zum anderen übertragen lässt. Das ist beson-
ders praktisch, um in Räumen ohne Sat- oder
Kabel-Buchse fernzuschauen. Geräte ab der
Serie 6000 können als Server fungieren, als
Empfänger kann jeder Philips-TV aus dem Jahr
2013 dienen. Dass in unserem Überblick die
9000er-Serie fehlt, ist fast schon Tradition. Wir
rechnen zur IFA – also im Spätsommer – mit der
neuen Top-Serie. Diese wird aller Wahrschein-
lichkeit nach mit einem Ultra-HD-Display auf-
warten (3.840 x 2.160 Pixel).
LEGENDE:
Verbindet Geräte einer Serie
(jede Serie in einer anderen Farbe)
Markiert Preis (UVP) und Bildschirmgröße (in Zoll)
einzelner Modelle einer Serie
Preis geschätzt, da vom Hersteller
noch nicht veröffentlicht
* PMR steht für Perfect Motion Rate – Hertzangaben sind
nur bei Geräten eines Herstellers vergleichbar.
PFL8008S: Ausstattungsunterschiede zu PFL7008K/PFL7108K
Display: 1.400 Hz (PMR*)
Funktionen: 3D (Active Shutter, 2 Brillen im Lieferumfang)
Bildqualität: Perfect Pixel HD Engine
PFL7008K/PFL7108K: Ausstattungsunterschiede zu PFL6008K
Display: 700 Hz (PMR*)
Besonderheiten: 3-seitiges Ambilight XL, integrierte Skype-Kamera, Fernbedienung
mit Tastatur und Zeigefunktion. PFL7008K: Schwarz, PFL7108K: Weiß
PFL6008K: Ausstattungsunterschiede zu PFL5008K
Display: 500 Hz (PMR*); Anschlüsse: 4x HDMI, 3x USB
Funktionen: 3D (Polarisation, 4 Brillen im Lieferumfang)
Bildqualität: Pixel Precise HD
Besonderheiten: 2-seitiges Ambilight XL, Fernbedienung mit Tastatur, Dual-Core-Prozessor
PFL5008K: Ausstattungsunterschiede zu PFL4508K
Display: 300 Hz (PMR*)
Funktionen: 3D (Polarisation, 2 Brillen im Lieferumfang)
Besonderheiten: 2-seitiges Ambilight
PFL4508K: Ausstattungsunterschiede zu PFL4208K
Funktionen: 3D (Active Shutter, keine Brillen im Lieferumfang)
Bildqualität: Pixel Plus HD
PFL4208K: Ausstattungsunterschiede zu PFL3208K
Display: 200 Hz (PMR*), lokale Helligkeitssteuerung (Micro Dimming)
Anschlüsse: 3x HDMI, 2x USB, WLAN integriert
PFL3208K:
Display: Full HD, LED-LCD, 100 Hz (PMR*); Tuner: DVB-T/-C/-S
(Unicable-tauglich); Anschlüsse: 2x HDMI, 2x USB, WLAN-ready
Funktionen: Smart-TV, USB-Aufnahme; Bildqualität: Digital Crystal Clear
500
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2.900
500
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2.500
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0
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800
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1.100
1.200
1.300
1.400
1.600
1.700
1.800
1.900
2.100
2.200
2.300
2.400
2.600
2.700
2.800
2.900
Preis in Euro
32 39 42 47 50 55 60 Bildschirmgröße in Zoll
TECHNIK TITELTHEMA: TV-Trends 2013
22 www.spielefilmetechnik.de 05/13
Sat im Doppelpack
Panasonic Doppelter Sat-Empfang sorgt für flexiblen Fernsehspaß – sogar auf dem Tablet.
MODELLBEZEICHNUNG LESEN:
Das E am Ende einiger Serien ist nicht von
Bedeutung.
TX-L55ETW60
MODELLJAHR:
6 = 2013,
5 = 2012
SERIENKENNUNG: Drei Buchstaben sind
besser als zwei oder einer. Je weiter hinten die
Buchstaben im Alphabet, desto besser das
Gerät. Ausnahme: DTW60 ist besser als ETW60
und bei Plasma-TVs (nicht in dieser Übersicht)
ist die GTW60-Serie besser als STW60.
TX ist die Produktkennung für Panasonic-TVs, das nachfolgende L
steht für LCD. Steht hier ein P, handelt es sich um eine Plasma-Gerät.
BILDSCHIRM-
GRÖSSE
IN ZOLL
B6:
Display: Full HD (32 Zoll: HD-ready), LED-LCD, 50 Hz
Tuner: DVB-T/-C; Anschlüsse: 2x HDMI, 1x USB
Bildqualität: First
EM6: Ausstattungsunterschiede zu B6
Display: 100 Hz (blb*)
Anschlüsse: 2x USB
EW6: Ausstattungsunterschiede zu EM6
Tuner: DVB-T/-C/-S (Unicable-tauglich)
Anschlüsse: 3x HDMI, WLAN
Funktionen: Smart-TV, USB-Aufnahme
Bildqualität: Next
ETW60: Ausstattungsunterschiede zu EW6
Display: 600 Hz (bls*)
Anschlüsse: SD-Kartenleser
Funktionen: 3D (Polarisation, 2 Brillen im Lieferumfang)
Bildqualität: Prime
DTW60: Ausstattungsunterschiede zu ETW60
Display: 42-55 Zoll: 1.600 Hz (bls*), 60 Zoll: 1.000 Hz (bls),
lokale Helligkeitssteuerung
Tuner: 2x DVB-T/-C/-S (Unicable-tauglich), 2x CI+
Funktionen: 3D (Polarisation, 4 Brillen im Lieferumfang)
Anschlüsse: 3x USB (davon 1x USB 3.0)
Besonderheiten: Flash-Browser, Touchpad-Controller mit Mikro
Bildqualität: Reference
WTW60: Ausstattungsunterschiede zu DTW60
Display: 3.600 Hz (bls*)
Besonderheiten: integrierte Kamera
N
a endlich! Haben wir im letzten Jahr
noch gemahnt, dass Fernseher sich
mehr auf ihre Kerntugenden besinnen
sollten, wurden wir mit der neuen TV-Generati-
on erhört. Zwei Sat-Tuner, gepaart mit einer
USB-Festplatte, ermöglichen in den Top-Gerä-
ten von Panasonic paralleles Aufnehmen und
Anschauen von zwei Programmen. Dabei geht
der Hersteller diesen Weg einen Tick konse-
quenter als Konkurrent Samsung, der ebenfalls
Sat-Doppeltuner anbietet, und spendiert den
Fernsehern auch zwei Einschübe für Decoder-
karten (CI+), womit der parallele Betrieb von
zwei Aboangeboten (hierzulande Sky und HD+)
möglich ist. Der Doppeltuner bietet noch eine
weitere spannende Funktion. Während ein TV-
Programm auf dem Fernseher läuft, kann ein
zweites via Netzwerk live auf ein Tablet oder
Smartphone (iOS, Android) gestreamt werden.
Auch Aufnahmen kann man sich am Mobilgerät
von der am Fernseher angeschlossenen Fest-
platte ansehen. Das Smart-TV-Portal wurde
komplett überarbeitet und verfügt über einen
anpassbaren Homescreen mit skalierbarem
Fernsehbild. So kann man auch mal nebenbei
durch das Online-Angebot stöbern, ohne die
TV-Welt dabei zu verlassen. Den Fernsehern
der Oberklasse (DTW60 und WTW60) liegt eine
zweite Fernbedienung mit Touchpad und Mik-
rofon bei. Über Letzteres lässt sich der TV auch
per Sprache herumkommandieren. Panasonic
kategorisiert alle TV-Geräte in vier Qualitätsstu-
fen (siehe Zeile Bildqualität im Diagramm
unten): First (Einsteiger-Klasse), Next (untere
Mittelklasse), Prime (gehobene Mittelklasse)
und Reference (Oberklasse).
LEGENDE:
Verbindet Geräte einer Serie
(jede Serie in einer anderen Farbe)
Markiert Preis (UVP) und Bildschirmgröße (in Zoll)
einzelner Modelle einer Serie
* blb steht für Backlight Blinking, bls für Backlight Scanning.
Hertzangaben sind nur bei Geräten eines Herstellers
vergleichbar.
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1.300
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1.900
2.100
2.200
2.300
2.400
2.600
2.700
2.800
2.900
32 39 40 50 58 Bildschirmgröße in Zoll
Preis in Euro
TECHNIK TITELTHEMA: TV-Trends 2013
24 www.spielefilmetechnik.de 05/13
Generalüberholt
Toshiba Schöner und smarter als im Vorjahr, aber immer noch vergleichsweise günstig.
MODELLBEZEICHNUNG LESEN:
DG ist die Modellkennung für Deutschland, Österreich und Schweiz.
SERIENKENNUNG: W = Einsteiger-
Klasse mit HD-ready-Bildschirm,
L = LED-LCD, M = Modelle für den
Fachhandel. Je höher die erste Ziffer
der vierstelligen Zahl, desto hochwer-
tiger das Gerät. Die dritte Ziffer kenn-
zeichnet die Tuner-Variante: 6 = Triple-
Tuner (DVB-T/-C/-S), 3 = Doppel-
Tuner (DVB-T/-C). Die letzte Zahl ist
ein Farb-Code: 3 = Schwarz, 4 = Weiß.
5 8 L 7 3 6 3 DG
BILDSCHIRMGRÖSSE IN ZOLL MODELLJAHR: 3 = 2013.
Toshiba hat die Modell-
kennung gegenüber
2012 komplett geändert.
2012 bestand die Seri-
enkennung aus zwei
Buchstaben (z.B. TL, UL
und XL), gefolgt von
einer dreistelligen Zahl,
von der die erste Ziffer
die Jahreskennung war
(9 = 2012).
W2333DG:
Display: HD-ready, LED-LCD, 50 Hz
Tuner: DVB-T/-C
Anschlüsse: 1x HDMI (MHL), 2x USB
L2333DG: Ausstattungsunterschiede zu W2333DG
Display: Full HD, 100 Hz (AMR*)
Anschlüsse: 2x HDMI (MHL), 1x USB
L4363DG: Ausstattungsunterschiede zu L2333DG
Tuner: DVB-T/-C/-S (Unicable-tauglich)
Anschlüsse: 4x HDMI, 2x USB, WLAN
Funktionen: Smart-TV, USB-Aufnahme
M6363DG: Ausstattungsunterschiede zu L4363DG
Technisch identisch mit L4363, jedoch ein Fachhandels-
produkt mit drei Jahren Garantie.
L7363DG: Ausstattungsunterschiede zu M6363DG
Display: 200 Hz (AMR*)
Funktionen: 3D (Active Shutter, keine Brillen im Lieferumfang)
M8365DG: Ausstattungsunterschiede zu L7363DG
Display: 400 Hz (AMR*)
Funktionen: 3D (Active Shutter, 2 Brillen im Lieferumfang)
Besonderheiten: 3 Jahre Garantie (Fachhandelsprodukt)
M9363DG/M9365DG (58, 65 und 84 Zoll):
Display: Ultra HD, 800 Hz (AMR*)
Funktionen: 3D (58M9365DG: Active Shutter, 2 Brillen;
65/84M9363DG: Polarisation: 4 Brillen im Lieferumfang)
Anschlüsse: SD-Kartenleser
Besonderheiten: 3 Jahre Garantie (Fachhandelsprodukt)
Die Preise für die UHD-Geräte sind noch nicht bekannt.
W
er auf der Suche nach einem günsti-
gen Fernseher war, lag in der Vergan-
genheit bei Toshiba fast immer richtig.
Zwar mischten die Modelle des japanischen
Herstellers selten in der Noten-Oberliga mit,
boten aber meist die beste Ausstattung ihrer
Preisklasse. Dafür mussten Käufer aber auch
mit einem recht altbackenen Menü und nur sehr
rudimentären Internetfunktionen leben. 2013
macht der Hersteller fast alles anders. Wieso nur
fast? Vergleicht man Ausstattung und Preise mit
der Konkurrenz, scheint Toshiba auch in diesem
Jahr am meisten Fernseher fürs Geld zu bieten.
Neue, grafisch ansprechende Bildschirmmenüs
ersetzen den alten Text-Look und ein völlig über-
arbeitetes Online-Portal namens Cloud-TV lie-
fert deutlich mehr Inhalte in sichtbar anspre-
chenderer Optik als im Vorjahr. Teil von Cloud-
TV ist ein Empfehlungsdienst, der TV-Sendungen
auf Basis der Sehgewohnheiten vorschlägt. Ob
und wie gut das funktioniert, kann erst ein Test
zeigen. Ebenfalls an Bord ist eine medienüber-
greifende Suche, die neben dem elektronischen
Programmführer auch angeschlossene Festplat-
ten, Video-on-Demand-Dienste und Netzwerk-
Computer nach dem gewünschten Inhalt durch-
forstet. Etwas später in diesem Jahr wird Toshi-
ba gleich drei Ultra-High-Definition-Fernseher in
den Handel bringen – in 58, 65 und 84 Zoll. Die
erwartungsgemäß hohen Preise für diese TV-
Riesen wurden – wie bei der Konkurrenz – noch
nicht bekannt gegeben, dürften aber in jedem
Fall fünfstellig ausfallen.
LEGENDE:
Verbindet Geräte einer Serie
(jede Serie in einer anderen Farbe)
Markiert Preis (UVP) und Bildschirmgröße (in Zoll)
einzelner Modelle einer Serie
* AMR steht für Action Motion & Resolution – Hertzangaben
sind nur bei Geräten eines Herstellers vergleichbar.
¡
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Agenten auf der ganzen Welt
in Lebensgefahr und auch der
MI6 selbst wird angegriffen. Von
Feinden umgeben, hat M nur
noch einen Verbündeten, dem sie
trauen kann: 007, Daniel Craig
ist zurück als James Bond – dank
oscargekrönter Regie, einem
großartigen Cast und Schau-
plätzen um die ganze Welt ist Sky-
fall der beste Bond aller Zeiten.
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1.800
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2.100
2.200
2.300
2.400
2.600
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0
100
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1.800
1.900
2.100
2.200
2.300
2.400
2.600
2.700
2.800
2.900
32 39 42 46 47 50 55 60 Bildschirm-
größe in Zoll
Preis in Euro
TECHNIK TITELTHEMA: TV-Trends 2013
26 www.spielefilmetechnik.de 05/13
Große Modell-Vielfalt
LG Das Angebot ist unüberschaubar groß und einzelne Serien unterscheiden sich oft nur minimal.
W
ir mussten für diese Übersicht –
damit es denn eine bleibt – etliche
Serien von LG ausblenden. Insge-
samt sind es nämlich 26, die sich sowohl im
Preis als auch in der Ausstattung oft nur in
Nuancen unterscheiden. Wir haben vor allem
im sehr breiten Angebot der Einstiegsgeräte
mit HD-ready-Bildschirm den Rotstift ange-
setzt. Zwar verwirrt diese Vielfalt zunächst,
bietet aber auch mehr Auswahl. So unterschei-
den sich die Geräte der insgesamt fünf Serien
von LA6608 bis LA6928 nur in Design und Far-
be. Auch funktioniert bei LG nicht immer die
Gleichung: höhere Zahl = besseres Gerät.
Unser Diagramm zeigt, dass die etwas günsti-
geren Geräte der Serien LN5758 und LN5778
mit smarten Zusatzfunktionen und WLAN kom-
MODELLBEZEICHNUNG LESEN:
BILDSCHIRM-
GRÖSSE IN ZOLL
SERIENKENNUNG: Je höher die erste Ziffer der vierstelligen
Zahl, desto hochwertiger das Gerät (Ausnahme LA6136). Die
folgenden Zahlen dienen zur Unterscheidung verschiedener
Ausstattungs- und Designmerkmale. Weiße Geräte werden an
der dritten Stelle durch eine 7 gekennzeichnet.
5 5 L A7 4 0 8
LA bezeichnet LCD-3D-Fernseher, steht
hier ein LN, ist der LCD-TV nicht 3D-fähig.
MODELLJAHR: Vorjahresgeräte hießen LM oder LS, gefolgt von
einer dreistelligen Zahl
LN5758/LN5778:
Display: Full HD, LED-LCD, 100 Hz (MCI*); Tuner: DVB-T/-C/-
S (Unicable-tauglich); Funktionen: Smart-TV, USB-Aufnahme
Anschlüsse: 3x HDMI (MHL), 3x USB, WLAN
Besonderheiten: Dual-Core-Prozessor (M13); LN5778: Weiß
LA6136: Ausstattungsunterschiede zu LN5758/LN5778
Funktionen: 3D (Polarisation, 2 Brillen im Lieferumfang),
keine Smart-TV-Funktionen, keine USB-Aufnahme
Anschlüsse: 3x HDMI, 2x USB, kein Netzwerk
LA6208/LA6408/LA6418: Ausstattungsunterschiede zu LA6136
Display: 200 Hz (MCI), 60 Zoll: 800 Hz (MCI*); Funktionen: 3D (Polarisati-
on, 4 Brillen im Lieferumfang), Smart-TV, USB-Aufnahme
Anschlüsse: 3x HDMI (MHL), 3x USB, WLAN
Besonderheiten: Dual-Core-Prozessor (M13)
LA6608/LA6678/LA6908/LA6918/LA6928:
Ausstattungsunterschiede zu LA6208/LA6408/LA6418
Display: 400 Hz (MCI*), lokale Helligkeitssteuerung
Funktionen: 3D (Polarisation, 4 Brillen + 2 Dual-Play-Brillen im Lieferumfang)
Besonderheiten: Integrierter Tieftöner, Magic Remote
Die unterschiedlichen Modellnummern unterscheiden sich in Design und Farbe
LA7408: Ausstattungsunterschiede zu LA6608/LA6678/LA6908/LA6918/LA6928
Display: 800 Hz (MCI*)
LA7909: Ausstattungsunterschiede zu LA7408
Anschlüsse: 4x HDMI (MHL), 3x USB (davon 1x USB 3.0)
Besonderheiten: Dual-Core-Prozessor (H13, schneller als M13)
LA8609: Ausstattungsunterschiede zu LA7909
Besonderheiten: Integrierte Kamera
LA9609: Ausstattungsunterschiede zu LA8609
Display: 1.000 Hz (MCI*), verbesserte lokale
Helligkeitssteuerung (Nano Full LED)
men, die LA6136-Modelle jedoch nicht smart
sind, dafür aber 3D bieten. In höheren Preisge-
filden unterscheiden sich die Geräte noch
weniger in der Ausstattung, dafür aber umso
mehr im Preis. So darf die integrierte Kamera
in der Serie LA8609 und dem damit verbunde-
nen Aufpreis von 200 Euro durchaus als Luxus-
Update bezeichnet werden. Wir sehen es lieber
andersherum: Wer auf Skype am Fernseher gut
und gerne verzichten kann, spart einen Haufen
Geld. Wie schon im letzten Jahr liegt auch 2013
vielen LG-Fernsehern die Zusatzfernbedienung
Magic Remote bei. Diese funktioniert ähnlich
wie ein Wii-Controller und steuert einen Zeiger
flink und präzise über den TV-Schirm. So las-
sen sich Texte – zum Beispiel zur Eingabe von
Webadressen oder Facebook-Updates –
schnell und sicher eingeben und Apps viel
flotter auswählen als mit dem klassischen Steu-
erkreuz auf einer normalen Fernbedienung.
Kurzum: Für Smart-TVs ist diese Steuerungs-
methode in unseren Augen die derzeit beste.
LEGENDE:
Verbindet Geräte einer Serie
(jede Serie in einer anderen Farbe)
Markiert Preis (UVP) und Bildschirmgröße (in Zoll)
einzelner Modelle einer Serie
Preis geschätzt, da vom Hersteller
noch nicht veröffentlicht
* MCI steht für Motion Clarity Index – Hertzangaben sind nur
bei Geräten eines Herstellers vergleichbar.
55LA9609:
55 Zoll, 3.200 Euro
60LA8609:
60 Zoll, 3.200 Euro
Preis in Euro
Bildschirmgröße in Zoll
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1.500
2.000
2.500
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1.600
1.700
1.800
1.900
2.100
2.200
2.300
2.400
2.600
2.700
2.800
2.900
32 39 40 42 46 50 55 60 65 75
TECHNIK
05/13 www.spielefilmetechnik.de 27
Chartbreaker
H
ier passen etliche Modelle nicht in unser
Preis/Größen-Schema – um den teuers-
ten Full-HD-Fernseher von Samsung
(UE75F8090) darstellen zu können, reicht nicht
einmal die Seite aus. Das liegt aber nicht daran,
dass Samsung im Vergleich zur Konkurrenz viel
teurer wäre, sondern vielmehr daran, dass kei-
ne andere TV-Marke derart viele großformatige
Geräte im Angebot hat. In den Top-Serien (ab
F7090) hat Samsung etliche Besonderheiten zu
bieten. Wir finden vor allem die doppelte Tuner-
Ausstattung spannend, mit der parallel ein Pro-
gramm geschaut und eins aufgezeichnet wer-
den kann. Auch beherrschen alle Smart-TVs
das Streamen von Live-TV auf Mobilgeräte –
leider beschränkt sich Samsung hierbei jedoch
auf die hauseigenen Smartphones und Tablets
MODELLBEZEICHNUNG LESEN:
SERIENKENNUNG: Je höher die erste Ziffer der vierstelligen Zahl,
desto hochwertiger das Gerät. Die folgenden Zahlen dienen zur
Unterscheidung verschiedener Ausstattungs- und Designmerkmale.
UE5 5 F 8 0 9 0
UE bezeichnet LED-LCD-
Fernseher. Steht hier PS,
handelt es sich um
einen Plasma-TV.
MODELLJAHR:
F = 2013,
E = 2012
BILDSCHIRM-
GRÖSSE
IN ZOLL
der Galaxy-Familie. Auch in puncto Steuerung
haben die Koreaner nachgelegt. Zwar bieten
einige Top-Geräte wie im Vorjahr auch 2013
noch Sprach- und Gestensteuerung. Diese hal-
ten wir jedoch eher für eine Spielerei. Viel bes-
ser gefällt uns da die neue hochwertige Zusatz-
fernbedienung mit Touchpad (ab Serie F6470),
die vor allem die Bedienung der
neu gestalteten Smart-TV-
Oberfläche erleichtert. Apropos
Smart-TV: Für Vorjahresmodelle
mit Evolution-Steckplatz (ab ES7090) bietet
Samsung für 299 Euro ein Modul an, das alle
smarten Funktionen (inklusive Speicher und
Prozessor) von 2013 nachrüstet. Diese
Zukunftssicherheit bieten auch in diesem Jahr
nur die Top-Modelle (ab F7090).
LEGENDE:
Verbindet Geräte einer Serie
(jede Serie in einer anderen Farbe)
Markiert Preis (UVP) und Bildschirmgröße (in Zoll)
einzelner Modelle einer Serie
* CMR steht für Clear Motion Rate – Hertzangaben sind nur
bei Geräten eines Herstellers vergleichbar.
F5370/F5570:
Display: Full HD, LED-LCD, 100 Hz (CMR*); Tuner: DVB-T/-C/-S (Unicable-
tauglich); Funktionen: Smart-TV, USB-Aufnahme
Anschlüsse: 3x HDMI, 2x USB, WLAN-ready (F5370, ca. 50 Euro günstiger),
WLAN (F5570); Besonderheiten: Dual-Core-Prozessor
F6170: Ausstattungsunterschiede zu F5370/F5570
Display: 200 Hz (CMR*); Funktionen: 3D (Active Shutter, 2 Bril-
len im Lieferumfang), kein Smart-TV, keine USB-Aufnahme
Anschlüsse: 2x HDMI, 1x USB, kein Netzwerk
F6270/F6370: Ausstattungsunterschiede zu F6170
Display: F6270: 100 Hz (CMR*), 60F6370: 200 Hz (MCI);
Funktionen: kein 3D, Smart-TV, USB-Aufnahme
Anschlüsse: 4x HDMI, 3x USB, WLAN;
Besonderheiten: Dual-Core-Prozessor
F6470: Ausstattungsunterschiede zu F6270/F6370
Display: 200 Hz (CMR*); Funktionen: 3D (Active Shutter, 2
Brillen im Lieferumfang)
Anschlüsse: 4x HDMI, 3x USB, WLAN;
Besonderheiten: Sprachsteuerung, Touch-Fernbedienung
F6500/F6510/F6890: Ausstattungsunterschiede zu F6470
Display: 400 Hz (CMR*); Die drei Modellreihen sind technisch
identisch und unterscheiden sich nur im Design. Geräte der Serie
F6890 sind ca. 130 Euro teurer als die TVs der Serie F6500.
F7090: Ausstattungsunterschiede zu F6500/F6510/F6890
Display: 800 Hz (CMR*), lokale Helligkeitssteuerung (Micro Dim-
ming); Tuner: 2x DVB-T/-C/-S (Unicable-tauglich); Anschlüsse:
4x HDMI (MHL); Besonderheiten: Quad-Core-Prozessor, Sprach-
und Gestensteuerung, integrierte Kamera, Evolution-Ready
F8090: Ausstattungsunterschiede zu F7090
Display: 1.000 Hz (CMR*), verbesserte lokale
Helligkeitssteuerung (Micro Dimming Ultimate)
F8590:
Technisch identisch mit F8090, jedoch in einem
sehr hochwertigen Metallgehäuse
S9:
Ein 85-Zoll-UHD-Fernseher wird im Laufe
des Jahres in Deutschland verfügbar sein.
Die Ausstattung orientiert sich am Topmodell
F8090, der Preis ist noch nicht bekannt.
UE55F8590:
55 Zoll,
3.500 Euro
UE60F7090:
60 Zoll,
3.500 Euro
UE75F8090:
75 Zoll, 8.000 Euro
UE75F6470:
75 Zoll, 6.000 Euro
UE65F8090:
65 Zoll,
4.200 Euro
Samsung Mit 60, 65 und 75 Zoll Bilddiagonale sprengt Samsung unser Diagramm.
28 www.spielefilmetechnik.de 05/13
Die neuen
Fernseher
LCD-TVs Den Anfang der TV-Test-Riege 2013 machen Samsung, Panasonic und Philips.
N
eue rein, alte raus – auch wenn
noch einige Vorjahresmodelle im
Handel zu haben sind, müssen
die Regale nun leergeräumt werden, um
Platz für die TV-Neuheiten zu machen.
LG, Toshiba und Sony sind einen Tick
später dran und haben es zu dieser Aus-
gabe nicht in den Test geschafft – wir
rechnen mit Mustern für die kommende
SFT. Immerhin konnten wir drei topaktu-
elle Fernseher von Panasonic, Philips
und Samsung testen. Alle drei Geräte
sind unterschiedlich groß und während
der Samsung UE55F8090 ganz klar in
der Oberliga spielt, sind die Fernseher
von Panasonic und Philips eher in der
gehobenen Mittelklasse anzusiedeln. Ein
klassischer Vergleich ist dies also nicht.
Wir freuen uns natürlich, Ihnen direkt
zum Marktstart die ersten Tests präsen-
tieren zu können. Der frühe Termin hat
aber auch einen Nachteil. Die Software
der Fernseher wird konstant weiterent-
wickelt und bietet so früh oft nicht alle
Funktionen. So klappte das Streaming
des TV-Programms auf Mobilgeräte nur
bei Philips. Panasonic und Samsung
können das angeblich auch, im Test
funktionierte es bei beiden nicht. Auf-
merksamen Stammlesern wird eine
Änderung bei unseren TV-Tests auffallen.
Die bisher separat ausgewiesene
3D-Note und der dazugehörige
3D-Check fallen in diesem Jahr weg. Die
dreidimensionale Darstellung ist tech-
nisch ausgereift und gehört bei den
meisten Geräten – so auch bei den drei
Fernsehern in diesem Artikel – zur Stan-
dardausstattung. Die 3D-Bildqualität
fließt ab sofort direkt in die Endnote ein.
Wir wünschen viel Spaß mit den ersten
Tests der neuen TV-Generation. (fw)
*Per Adapter
Samsung UE55F8090
WEB: www.samsung.de PREIS (UVP, ONLINE): € 2.900, noch kein Internetpreis
Mit dem UE55F8090 hat uns Marktführer Samsung das Flaggschiff im diesjährigen Full-
HD-Line-Up geschickt – der Anspruch lautet ganz klar: Oberklasse! Die umfangreiche Aus-
stattung mit Extras wie Zweitfernbedienung mit Touchpad, integrierte Skype-Kamera und
vor allem dem verbauten Digital-Tuner in Doppelausführung unterstreicht diesen Anspruch.
In unserem Test haben wir ein Programm auf USB-Festplatte mitgeschnitten, während wir
ein anderes live gesehen haben. Ganz perfekt ist die Tuner-Funktion leider nicht: Es lassen
sich nicht zwei Sendungen parallel aufnehmen oder das Live-Programm pausieren, wäh-
rend im Hintergrund eine Aufzeichnung läuft. Warum das so ist, konnten wir nicht in Erfah-
rung bringen – Receiver mit Doppeltuner und USB-Aufnahme beherrschen diese Tricks. Im
Auslieferungszustand erscheint das Bild zu rot und besonders im TV-Betrieb überschärft.
Beide Mängel lassen sich über das übersichtliche Menü schnell beheben (Rot-Grün-Balan-
ce und Schärfe). Dann zeigt der UE55F8090 ein sehr brillantes, (nicht mehr zu) scharfes
und detailreiches Bild mit überzeugendem Schwarzwert und butterweicher Bewegtbild-
darstellung, das auch im 3D-Modus restlos überzeugt. Nicht abstellen lässt sich die starke
Blickwinkelabhängigkeit des Panels. Je weiter seitlich man sitzt, desto flauer erscheinen
die Farben. Erschwerend kommt hinzu, dass der Fernseher sich auf seinem starren Tisch-
fuß nicht drehen lässt. Zum Oberklasse-Anspruch passen diese Punkte ebensowenig wie
die rückseitige Blende über den Anschlüssen, die bei eingestecktem CI-Modul nicht mehr
passt, oder die allgegenwärtigen kryptischen Abkürzungen in den Bildschirmmenüs. Das
neue Smart-Hub mit seiner riesigen App-Auswahl ist gelungen. Die sinnvolle Unterteilung
auf mehrere Homescreens sorgt für bessere Übersicht. So sehen Sie auf der „Social“-
Seite beispielsweise Facebook- und Twittter-Nachrichten aus Ihrem Netzwerk. Damit bei
mehreren Familienmitgliedern jeder seine eige-
nen Passwörter nutzen kann, gibt es ein globa-
les Samsung-Konto, mit dem sich andere
Dienste verknüpfen lassen. Da die An- und
Abmeldung tief im Menü versteckt ist, haben
wir einen Grund gefunden, doch die Sprach-
steuerung (Kommando „Anmelden“ und „Ab-
melden“) zu benutzen. Warum man jedoch
sein Skype-Konto hier nicht hinterlegen kann,
ist uns vollkommen schleierhaft.
FAZIT: Trotz kleiner Praxismängel sichert sich
der UE55F8090 mit seinem hervorragenden
Bild und der Top-Ausstattung mit Doppeltuner
einen Spitzenplatz.
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Technische Daten
Display 55 Zoll (ca. 140 cm), LCD Edge-LED-
Backlight und Local Dimming, 3D
(Active Shutter, 2 Brillen mitgeliefert),
1.920 x 1.080 Pixel (Full-HD), 1.000 Hz
Videoanschlüsse 4x HDMI, Komponente/Comp.*, Scart*
Audioanschlüsse Digital-Audio-Out (opt.), Kopfhörer
Weitere Anschlüsse 3x USB (Medien, Aufnahme, Tastatur),
Ethernet und WLAN (DLNA, HbbTV, In-
ternet), Bluetooth, integrierte Kamera
Empfangsteil Analog, 2x DVB-T/-C/-S, CI+
Energieeffizienz Klasse: A+
Maße/Gewicht
(inklusive Fuß)
122,4 x 74,2 x 31 cm/18,3 kg
Bildschirmtiefe: 3,5 cm
Besonderheiten Evolution-Kit-Einschub, IR-Blaster (zur
Steuerung einer Settop-Box), Sprach-
und Gestensteuerung, Zweitfernbe-
dienung mit Touchpad
TECHNIK TEST: TV-Neuheiten 2013
TEST: TV-Neuheiten 2013 TECHNIK
SAMSUNG UE55F8090
Sehr gute Bildqualität
Umfangreiche
Ausstattung
Doppeltuner
Guter Klang
Panel nicht
blickwinkelstabil
SEHR GUT
NOTE 1,3
05/13 www.spielefilmetechnik.de 29
Neben einer im Ver-
gleich zum Vorjahr
geschrumpften Stan-
dard-Fernbedienung
bekommen Kunden der
Samsung-Oberklasse
auch die schicke Touch-
pad-Fernbedienung
spendiert. Diese stellt
ganz im Gegensatz zur
Sprach- und Gesten-
steuerung eine echte
Erleichterung dar.
Auf sanften Druck gleitet die Kamera aus dem oberen Gehäuserand. Die Linse ermög-
licht neben der Gestensteuerung auch Videotelefonate via Skype. Die dazugehörige
App haben wir im letzten Jahr dafür gelobt, dass sie als einzige auch Textnachrichten
unterstützt – 2013 fehlt diese Funktion. Ärgerlich.
TECHNIK TEST: TV-Neuheiten 2013
30 www.spielefilmetechnik.de 05/13
*Per Adapter
Panasonic TX-L50ETW60
WEB: www.panasonic.de PREIS (UVP, ONLINE): € 1.400, ab € 1.400
Mit dem 50-Zöller der ETW60-Serie schickt Panasonic einen Fernse-
her der Mittelklasse zum Test. Im Vergleich zu höheren Serien muss
man hier auf den vierten HDMI- und den dritten USB-Anschluss so-
wie die zusätzliche Fernbedienung mit Touchpad und die doppelte
Ausführung der Digitaltuner verzichten. Der schmale Alurahmen und
die transparente Zierleiste an der Unterseite verleihen dem Fernseher
eine edle, hochwertige Anmutung. Das kann man leider von der et-
was schlicht geratenen, aber sehr funktionellen Fernbedienung nicht
behaupten. Sehr positiv überrascht waren wir
von der Erstinstallation, die einem in Tutorial-
Form das neue Homescreen-Konzept erklärt.
Auf Wunsch startet der Fernseher nämlich im
Smart-TV-Portal mit verkleinertem TV-Bild. Der
übrige Platz wird genutzt, um Wetter, Kalender,
Apps, Browserlesezeichen, die Kanalliste oder
etliche andere Infohappen anzuzeigen. Sie ha-
ben die Wahl zwischen einigen vorgefertigten
Homescreens, können einen eigenen entwer-
fen oder aber ganz klassisch mit dem TV-Voll-
bild starten. Auch im Bildtest hat der TX-
L50ETW60 einen guten Eindruck hinterlassen.
Vor allem das ab Werk bereits sehr gut abge-
stimmte Bild hat uns gefallen: leuchtende, aber natürliche Farben,
guter Schwarzwert und hoher Kontrast. Die Bewegungskompensati-
on arbeitet gut und beruhigt das Bild sichtbar, die Darstellung könnte
aber noch flüssiger und etwas schärfer ausfallen. Selbst bei schräger
Betrachtung bleibt das Bild kräftig, was dem verbauten IPS-Panel
zuzuschreiben ist. Im komplett dunklen Raum übertreibt es die auto-
matische Helligkeitssteuerung etwas und dunkelt das Bild für unse-
ren Geschmack zu sehr ab. Für die 3D-Wiedergabe nutzt der TX-
L50ETW60 die passive Polarisationstechnik,
zwei Brillen liefert Panasonic mit. Bei dieser
Form der 3D-Darstellung reduziert sich die Auf-
lösung um die Hälfte, da jedes Auge nur jeweils
die Hälfte der Bildzeilen sieht – der Schärfever-
lust fällt bei normalem Betrachtungsabstand
jedoch kaum auf. Dank der hohen Helligkeit
macht das fehlerfreie dreidimensionale Filmbild
sogar tagsüber richtig viel Spaß.
FAZIT: Trotz Mittelklasse-Preis schafft es der
TX-L50ETW60 mit gutem Bild und einfacher
Bedienung fast in die Noten-Oberliga. Das ist
uns einen Kauftipp wert!
Wie Sie unseren Übersichten entnehmen können, haben die Hersteller noch nicht alle
TV-Modelle für 2013 angekündigt. Das war auch in den Vorjahren nicht anders,
schließlich will man ja noch auf der IFA in Berlin (6. bis 11. September 2013) mit
Neuheiten aufwarten können. Den vielen Ankündigungen zufolge dürfen wir auf die
Schlacht der Ultra-High-Definition-Fernseher gespannt sein. Im Prinzip ist Ultra High
Definition eine tolle Sache – viermal so viel Auflösung wie Full-HD ermöglicht super-
scharfe Bilder im Riesenformat. Neben dem anfänglich ebenso riesigen Preis (je nach
Modell werden in der Gerüchteküche Zahlen zwischen 8.000 und 40.000 Euro gehan-
delt) trüben Unsicherheiten bei Kompressionsstandards und Übertragungswegen die
Vorfreude auf die UHD-TVs. Derzeit ist H.264 der gängige Videokompressionsstandard,
am Nachfolger H.265 wird aber schon fleißig gearbeitet. Warum ist das wichtig? Je
nach Videomaterial soll H.265 die Datenmenge im Vergleich zu H.264 um 30 bis 50
Prozent verringern. Im Optimum (50 Prozent) hieße das für UHD, dass Filme nicht die
vierfache (4x Full-HD), sondern nur die doppelte Größe hätten. So wären Blockbuster
in 3.840 x 2.160 Pixel Auflösung sogar auf einer Blu-ray speicherbar, auch wenn es
dafür neue Abspielgeräte bräuchte. Der zweite Knackpunkt ist der Übertragungsweg.
Zwar können aktuelle HDMI-Anschlüsse Videos in UHD transportieren, sind dabei aber
auf 30 Bilder pro Sekunde (fps, frames per second) beschränkt. Jetzt mag man mei-
nen, dass dies kein wirkliches Problem sei, da heutige Blu-rays auch nur 24 fps
ausgeben. Das ist durchaus richtig, sofern man nur von 2D spricht und davon ausgeht,
dass ein Film wie Der Hobbit mit seinen 48 fps eine Ausnahme in Hollywood bleibt.
Eine Videoübertragung mit 30 Bildern pro Sekunde ist einfach nicht zeitgemäß und
bietet keine Zukunftssicherheit! Aber auch an dieser Baustelle wird emsig gearbeitet
und es ist durchaus im Bereich des Möglichen, dass HDMI 2.0 mit UHD-Unterstützung
bis 60 fps noch in diesem Jahr das Licht der Welt erblickt. Da sowohl Videokompres-
sion als auch HDMI-Anschluss eigene Hardware voraussetzen, wird ein UHD-Fernse-
her auch in Zukunft nur wirklich viel Freude bringen, wenn die entsprechende Technik
bereits an Bord ist. Die ersten bereits verfügbaren UHD-Modelle von Sony und LG
dürfen getrost als Produkt gewordene Machbarkeitsstudie bezeichnet werden und
sind in naher Zukunft – sobald die neue HDMI-Revision und H.265 verfügbar sind –
veraltet. Bleibt abzuwarten, ob Sony, Samsung, LG und Co. sich mit der Einführung
neuer UHD-Fernseher gedulden können, bis die Übertragungs- und Kompressions-
technik aufgeholt hat. Wir befürchten, dass dies nicht der Fall sein wird und sich die
Geschichte wiederholt. Die ersten HD-TVs gab es noch ohne HDMI zu kaufen und von
geeigneten Inhalten war die Film- und Fernsehindustrie noch Jahre entfernt.
Das TV-Jahr 2013 hat gerade erst angefangen ...
Im weiteren Verlauf des Jahres bringen fast alle großen Hersteller Fernseher mit Ultra-High-Definition-Auflösung auf den Markt. Die Vorfreude auf die neue
Ära von riesigen TVs mit extrem scharfen Bildern wird jedoch von noch nicht ausgereifter Technik getrübt.
Samsungs S9-Serie sieht aus wie eine
Mischung aus Staffelei und antiker Schul-
tafel. Für Deutschland wurde bisher „nur“
ein 85-Zöller (216 cm) angekündigt. In den
USA wird es das UHD-Bild auch in 110 Zoll
(279 cm) geben.
Technische Daten
Display 50 Zoll (ca. 127 cm), LCD Edge-LED-
Backlight, 3D (Polarisation, 2 Brillen
mitgeliefert), 1.920 x 1.080 Pixel
(Full-HD), 600 Hz (bls)
Videoanschlüsse 3x HDMI, Komponente/Comp., Scart*
Audioanschlüsse Digital-Audio-Out (opt.), Kopfhörer
Weitere Anschlüsse 2x USB (Medien, Kamera, Aufnahme,
Tastatur), Ethernet und WLAN (DLNA,
HbbTV, Internet), SD-Karteneinschub
Empfangsteil Analog, DVB-T/-C/-S, CI+
Energieeffizienz Klasse: A++
Maße/Gewicht
(inklusive Fuß)
123,8 x 71,4 x 28 cm/19,5 kg
Bildschirmtiefe: 3,5 cm
Besonderheiten Anpassbares Startmenü mit skalier-
barem TV-Bild
KAUFTIPP
05/2013
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PANASONIC
TX-L50ETW60
Durch die Bank gutes
Bild
Einfache Bedienung
Blickwinkelstabiles
Display
Flottes, umfangreiches
Online-Portal
Dürftiger Klang
GUT
NOTE 1,6
Den Geräten der ETW60-Serie liegt nur die Standardfernbedienung bei. Smartphone-Besitzer sollten die
Vieraremote App 2 herunterladen (iOS, Android). Diese erleichtert die Steuerung enorm.
TEST: TV-Neuheiten 2013 TECHNIK
05/13 www.spielefilmetechnik.de 31
TECHNIK TEST: TV-Neuheiten 2013
32 www.spielefilmetechnik.de 05/13
PHILIPS 47PFL7008K
Gute Bildqualität
Gute Bewegungskom-
pensation
Design & Ambilight
Blickwinkelstabiles
IPS-Panel
Ruckelige Menü-
animationen
GUT
NOTE 1,5
Von vorne sieht die Philips-
Fernbedienung ganz normal
aus, auf der Rückseite findet
sich jedoch eine vollständige
Tastatur (das freie Feld in der
Mitte ist das Batteriefach).
Clever: Berührt man die OK-
Taste, kann man ganz im
Wii-Stil einen Cursor durch
kleine Bewegungen präzise
steuern. Das klappt in der
Praxis gut, wenn auch nicht
ganz so flott wie bei LGs
Magic Remote.
Über die Linse an der Unterseite las-
sen sich via Skype Videotelefonate
führen. Wie bei Samsung beherrscht
die Skype-App keine Übermittlung von
Textnachrichten, was die Freude am
sonst so tollen Dienst trübt. F
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THE headphone company
www.ultrasone.com
www.ultrasone-fanpage.com
Unbenannt-3 1 05.04.2013 12:34:10
TEST: TV-Neuheiten 2013 TECHNIK TECHNIK TEST: TV-Neuheiten 2013
Philips 47PFL7008K
WEB: www.philips.de PREIS (UVP, ONLINE): € 1.600, ab € 1.600
Schick sind alle drei Fernseher in diesem Test, unsere Designkrone geht
jedoch an Philips. Die durchgehende Frontscheibe ist von einem hauch-
dünnen Metallrahmen eingefasst, der ebenfalls aus Metall gefertigte
Fuß ist trotz seiner filigranen Optik standfest und stabil. Das hochele-
gante Äußere wird durch das dreiseitige Ambilight perfekt abgerundet.
Wie das Panasonic-Testgerät spielt auch der 47PFL7008K in der geho-
benen Mittelklasse. In puncto Ausstattung übertrumpft Philips den Kon-
kurrenten dank größerem Anschlussangebot (Kamera, vier HDMI- und
drei USB-Buchsen). Auch beim Zubehör sammelt der 47PFL7008K
Punkte, liegt doch eine Fernbedienung mit Tastatur und Zeigefunktion
(siehe Kasten links) ebenso im Karton wie vier
Polarisationsbrillen für die 3D-Wiedergabe. In der
Werkseinstellung wirkt das TV-Bild etwas flau
(Bildmodus Standard). Wie bei den Philips-TVs
des Vorjahres hilft auch hier ein Umschalten auf
die Voreinstellung „Natürlich“. Diese macht ihrem
Namen alle Ehre, zeigt sie doch sehr angenehm
ausbalancierte Farben. Bei Helligkeit und Brillanz
ändert sich je nach Umgebungslicht die Darstel-
lungsqualität. Im lichtdurchfluteten Raum ist das
TV-Bild zwar ausreichend hell, strahlt aber nicht
so brillant wie beim Panasonic-Kontrahenten.
Das genaue Gegenteil bei wenig Licht: Hier über-
zeugt Philips mit dem höheren Kontrast, der je-
doch auf Kosten eines nicht ganz so satten Schwarzwerts geht. Durch
die Bank fällt jedoch auf, dass Philips das etwas schärfere Bild zeichnet.
In der Disziplin 3D-Wiedergabe liegen beide Fernseher gleichauf. Die
Bewegungskompensation leistet solide Dienste und sorgt für scharfe,
ruckelfreie Bilder. Hier und da sind jedoch leichte Flimmerkonturen zu
sehen. Im Vergleich zu den Vorjahresmodellen sind diese aber deutlich
weniger präsent. Bei der Bedienung geht Philips – wie so oft – eigene
Wege. Die horizontale Anordnung der Menüpunkte ist gewöhnungsbe-
dürftig und die ruckeligen Animationen empfinden wir als unschön und
störend. Im gut sortierten Smart-TV-Portal geht die Steuerung dank
Mauszeiger und vollwertiger Tastatur angenehm
flott von der Hand. Bei der Endnote liefert sich
Philips ein Kopf-an-Kopf-Rennen mit dem etwas
größeren, aber prinzipiell vergleichbaren Panaso-
nic-Fernseher. Bei nahezu gleicher Bildnote
schneidet der 47PFL7008K aufgrund der besse-
ren Ausstattung ein Pünktchen besser ab –
kostet aber bei drei Zoll weniger Diagonale 200
Euro mehr.
FAZIT: Tolles Design, umfangreiche Ausstat-
tung und gute Bildqualität – einzig die etwas
hakelige Bedienung trübt den ansonsten guten
Gesamteindruck.
*Per Adapter
Technische Daten
Display 47 Zoll (ca. 119 cm), LCD Edge-LED-
Backlight und Local Dimming, 3D
(Polarisation, 4 Brillen mitgeliefert),
1.920 x 1.080 Pixel (Full-HD), 700 Hz
Videoanschlüsse 4x HDMI, Komponente*, Scart*
Audioanschlüsse Digital-Audio-Out (opt.), Audio-In
(Miniklinke), Kopfhörer
Weitere Anschlüsse 3x USB (Medien, Tastatur, Maus, Auf-
nahme), Ethernet und WLAN (DLNA,
HbbTV, Internet), integrierte Kamera
Empfangsteil Analog, DVB-T/-C/-S, CI+
Energieeffizienz Klasse: A+
Maße/Gewicht
(inklusive Fuß)
106,4 x 69,6 x 22,5 cm/16,6 kg
Bildschirmtiefe: 3,25 cm
Besonderheiten 3-seitiges Ambilight XL, Fernbedie-
nung mit Tastatur und Zeigefunktion
THE headphone company
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Unbenannt-3 1 05.04.2013 12:34:10
TECHNIK TEST: Full-HD-Beamer LG Hecto
34 www.spielefilmetechnik.de 05/13
LGs leuchtende
Produktinfo LG Hecto
Webseite www.lg.de
Preis (UVP, Online) € 8.000, ab € 8.000
Technische Daten
Chiptechnik/
Objektiv
1x 0,65-Zoll-DLP/1,23:1
Lichtstärke/
Kontrast
2.000 Ansi-Lumen/1.000.000:1
(Herstellerangabe)
Bildformate/
Auflösung
16:9 (nativ), 4:3
1.920 x 1.080 Pixel (nativ)
Lens-Shift –
Videonormen Full-HD, PAL, NTSC, SECAM
Anschlüsse 3x HDMI, VGA, Komponente,
Composite, USB
Maße/Gewicht 55 x 15 x 41 cm/14,0 kg
Lieferumfang Leinwand (100 Zoll), Fernbedienung,
Magic Remote, Handbuch
Besonderheiten Kurzdistanz-Projektion, motorisierte
Abdeckung
oder LEDs, sondern Laser. Die brennen mit
2.000 Lumen nicht nur besonders hell, son-
dern mit bis zu 20.000 Stunden auch beson-
ders lange. Normale Birnen geben schon
nach rund 3.000 Stunden den Geist auf;
LEDs sind langlebiger, aber vergleichsweise
schwach. Darüber hinaus brauchen die
Laser nur wenig Frischluft. Bei maximal 26
Dezibel arbeitet der Hecto angenehm leise.
Einziger Nachteil: Mit zunehmender Einsatz-
dauer gerät bei manchen Laser-Modellen
die Farbbalance etwas aus den Fugen. Ob
das auch auf den Hecto zutrifft, konnten wir
im Testzeitraum nicht ermitteln. Immerhin
lassen sich die Farben und viele andere Bild-
optionen in den umfangreichen, allerdings
allzu verschachtelten Menüs nach Gusto
anpassen. Neben einer detaillierten Farbka-
librierung für Experten hat LG brauchbare
Voreinstellungen sowie verständliche
Schnelleinstellungen für Einsteiger integriert,
etwa für Hauttöne, Himmel und Grünpflan-
zen. In den Menüs findet sich außerdem eine
Zwischenbildberechnung, die für halbwegs
flüssige Kameraschwenks und Bewegun-
gen sorgt, in höheren Einstellungen aller-
dings unschöne Bildfehler fabriziert. Die
Bedienung erfolgt wahlweise über eine
Standard-Fernbedienung oder über LGs
gelungene Magic Remote, die ähnlich wie
eine Computermaus funktioniert.
TV-Alternative ohne TV
Dass LG den Hecto als TV-Alternative sieht,
zeigt sich auch an der übrigen Ausstattung.
So verfügt das Gerät über ein eingebautes
Sound-System, das klanglich zumindest mit
Beamer Der LG Hecto soll die Vorteile
von Beamern und Fernsehern kombinie-
ren und ein riesiges Zwei-Meter-Bild
malen, dabei aber tageslichttauglich
und langlebig bleiben. Ob das gelingt?
A
uch wenn LG den Hecto als „Laser
Display“ bewirbt, ist er im Kern seines
Wesens ein Projektor – allerdings kein
gewöhnlicher: Anders als ein herkömmlicher
Beamer wird der schwarze Kasten nicht an
der Rückwand des Heimkinos verankert,
sondern nur wenige Zentimeter vor der Lein-
wand platziert (ideal: 55 cm Abstand). Das
Prinzip ist als „Short Throw“ oder Kurzdis-
tanz-Projektion bereits bekannt, kommt aber
hauptsächlich bei Büro- und Präsentations-
geräten zum Einsatz. LG hat den Hecto hin-
gegen voll auf Filmvergnügen getrimmt und
liefert gleich eine speziell abgestimmte Lein-
wand mit. Diese besteht aus dunkelgrauem
Metall, misst satte 100 Zoll in der Diago-
nale (2,54 Meter) und weist einen hohen
Reflexionsgrad auf (Gain-Faktor 1,04),
der auch in hellen Umgebungen für
leuchtende Farben sorgen soll.
Die erste und größte Hürde ist
es, die beiden Komponenten
aufeinander abzustimmen.
Wer sich die Fummelarbeit
mit der beiliegenden Mon-
tageschablone ersparen
möchte, sollte auf Unterstützung vom Fach-
händler zurückgreifen. Denn ist die Leinwand
nicht optimal installiert, leidet die Bildqualität
sichtlich. Mit der digitalen Trapezkorrektur
lassen sich zwar kleine Unstimmigkeiten
ausgleichen, das trübt aber die Schärfe. Uns
ist es jedenfalls im Test nicht gelungen, die
Projektion in allen Bereichen hundertprozen-
tig scharf zu stellen. Obendrein weist der
Hecto anders als herkömmliche Modelle
dieser Preisklasse keine Linsenverstellung
auf. Man kann ihn also nicht seitlich oder
vertikal versetzt platzieren, sondern nur mit-
tig vor der Leinwand auf einem Tisch mit der
passenden Höhe. Normale Beamer zeigen
sich da deutlich flexibler, genauso wie Fern-
seher. In puncto Aufstellung kombiniert der
Hecto also keineswegs deren Vor-, sondern
eher die Nachteile.
Tageslichttauglich
Ist die Einrichtung überstanden, kann der
Hecto seinen ersten Pluspunkt ausspielen:
Er malt anders als typische Beamer auch
tagsüber noch ausreichend helle Bilder.
Starke Lichteinstrahlung sollte man freilich
vermeiden, da sich direkte Lichtquellen in
der Projektionsfläche spiegeln. Moderne
Fernseher im Hochglanz-Finish sind für sol-
che Störeinflüsse aber noch anfälliger. Im
Dunkeln schneidet der Hecto dann gleich
noch mal so gut ab. Das verdankt der Kan-
didat nicht nur der speziellen Leinwand, die
das Licht auf den Betrachter fokussiert, son-
dern auch seiner besonderen Beleuchtungs-
technik. In dem Short-Throw-Beamer strah-
len nämlich keine gewöhnlichen Gaslampen
LG legt
sowohl
eine gewöhn-
liche Fernbedie-
nung als auch eine
Magic Remote bei
(im Bild). Letztere
funktioniert ähnlich wie
eine Computer-Maus und
eignet sich besonders zur
Steuerung von LGs App-Portal.
Ein Parabolspiegel reflektiert die Projektion schräg
nach oben. Dadurch wird der LG Hecto unterhalb
der Leinwand platziert – und nicht wie ein nor-
maler Beamer gegenüber.
TEST: Full-HD-Beamer LG Hecto TECHNIK
LGs leuchtende Laser-Show
typischen Fernsehern mithalten, wenn auch
keine Surround-Anlage ersetzen kann.
Außerdem beherrscht der Hecto diverse
Multimedia-Kunststückchen wie Zugriff auf
Netzwerk- oder USB-Medien sowie ein
App-Portal mit ansehnlichem Angebot.
Eines allerdings fehlt dem Multitalent: ein
TV-Empfangsteil. Kurioserweise besaß
unser (koreanisches) Testgerät einen einge-
bauten Kabel-Tuner, die finale deutsche
Version muss aber leider ohne auskommen.
Natürlich lässt sich ein externer Empfänger
via HDMI anschließen, eine interne Lösung
wäre aber zweifellos komfortabler.
Bleibt der wichtigste Punkt: die Bildquali-
tät. Von den eingangs erwähnten Schärfe-
problemen abgesehen, schlägt sich der
Hecto gut, erreicht aber nicht den Level
anderer Beamer oder Fernseher dieser
Preisklasse. Die anfangs allzu künstlich-
knalligen Farben lassen sich mit etwas
Feintuning auf ein natürliches Niveau
dämpfen. Die dunkle Leinwand hilft dem
Beamer, seinen sehr guten Schwarzwert
zu erreichen, lässt aber gleichzeitig helle
Bildbereiche etwas trüb erscheinen; der
Kontrast kann sich dennoch sehen lassen.
Wohl auch aufgrund der nicht ganz per-
fekten Kalibrierung traten beim Test in
Randbereichen leichte Farbsäume auf,
zudem störte der typische DLP-Regenbo-
geneffekt den Filmgenuss. Das ist
aber Jammern auf hohem Niveau.
Schwerer wiegt das Fehlen
eines 3D-Modus – für 8.000
Euro gehört 3D zur Pflichtaus-
stattung. (rs)
MEINT:
Gut gemeint ist nicht unbedingt gut gemacht. Die
Vorteile von Fernsehern und Beamern zu ver-
einen, ist ein hehres Ziel – leider erreicht LG es
nicht ganz. Auf der Habenseite verbucht der
Hecto die große Diagonale und seine hohe,
wenn auch nicht spitzenmäßige Bildqualität –
selbst bei Tageslicht. Dazu kommen Komfort-
funktionen wie die Multimedia- und Netzwerk-
fähigkeiten, die sonst fast ausschließlich TVs
vorbehalten bleiben, sowie der mit einem
Fernseher vergleichbare Platzbedarf und die
ähnliche Aufstellung. Gerade Letztere zeigt aber
auch schon den ersten Nachteil: Für Otto Nor-
malverbraucher ist die Installation einfach zu
kompliziert. Dass ein Tuner genauso fehlt wie
ein 3D-Modus, ist ebenso unverständlich wie
unverzeihlich. So können wir den Hecto nur als
ersten Schritt in die richtige Richtung betrach-
ten – sein Ziel erreicht er aber noch nicht. Wir
würden den stolzen Betrag von 8.000 Euro eher
in einen herkömmlichen Riesenfernseher mit
größerem Komfort oder in einen normalen Be-
amer mit besserem Bild stecken.
LG HECTO
Geringer Platzbedarf
Leiser Betrieb
Leuchtende Farben,
auch bei Tageslicht
Komplizierte Aufstel-
lung
Kein 3D, kein TV-Tuner
GUT
NOTE 1,8
TECHNIK TEST: Heimkinosystem Teufel Central AV Cubycon 2
36 www.spielefilmetechnik.de 05/13
TEUFEL CENTRAL
AV CUBYCON 2
Mächtiger,
dynamischer Bass
Exzellente
Detailzeichnung
Klarer, natürlicher
Klang
Pegelfest
Beansprucht nur
wenig Platz
Komplizierte Menüs
SEHR GUT
NOTE 1,3
Fest für
die Ohren
Heimkinosystem Sie möch-
ten sich echte Kino-Atmo-
sphäre nach Hause holen?
Dann könnte das Surround-
Set von Teufel genau das
Richtige für Sie sein. SFT
macht den Soundcheck.
D
as Heimkinokomplettsystem aus
dem Hause Teufel besteht aus dem
Satellitenset CUB 2, dem Subwoo-
fer US 5305/6 SW sowie dem AV-Receiver
Decoder Station 7. Sämtliche Komponen-
ten werden an die Basseinheit ange-
schlossen. Während der Decoder über
Cinch-Eingänge Kontakt aufnimmt, wer-
den die Satelliten mittels Schrauban-
schlüssen mit dem Subwoofer verbunden.
Die Verkabelung geht schnell und einfach
vonstatten und stellt auch für Einsteiger
kein Problem dar. Als weniger einsteiger-
freundlich empfinden wir die komplexen,
oftmals wenig selbsterklärenden Einstell-
menüs. Wahlweise über das OSD oder
über das zweizeilige Decoder-Display
können Sie eine Vielzahl an Anpassungen
vornehmen: Surround, Klangsteuerung,
Pegeljustierung, Quellenpegel, Audio-
Zuordnung und so weiter. Im Surround-
Menü helfen immerhin die Bezeichnungen
„Movie“ und „Music“, die passenden
Raumklang-Modi für den Musik- und Film-
einsatz zu finden. Ansonsten bleiben Ihnen
nur Ausprobieren und ein Blick ins (aus-
führliche) Handbuch. Wen das abschreckt,
der kann auch zunächst lediglich den
gewünschten Surround-Modus auswählen
und die restlichen Einstellungen im Werks-
zustand belassen, da das System so
bereits hervorragend klingt. Wir haben das
Cubycon 2 per HDMI-In mit einem Blu-ray-
Player verbunden und über HDMI-Out
(Audio Return Channel) an einen Fernse-
her angeschlossen. Beim Filmtest mit Ava-
tar hat uns der übermächtige Bass regel-
recht umgehauen. Der 350-Watt-Subwoo-
fer sorgte dafür, dass die Luftschiffe über
uns hinwegdonnerten, beinahe konnten
wir den Wind der Rotorblätter spüren.
Auch der Raumeindruck ist hervorragend,
die Pfeile der Na’vi zischten nur so an
unseren Ohren vorbei. Jedes Detail bildet
das System klar und sauber ab. Dabei hat
uns auch die Pegelfestigkeit beeindruckt.
Mehr Kino-Feeling in den heimischen
Wänden geht kaum! Zum Musikhören
können wir das Cubycon 2 außerdem
wärmstens empfehlen. Schließen Sie die
Augen und Sie fühlen sich wie inmitten
eines Konzertes. Kaufempfehlung! (fn)
Produktinfo Teufel Central AV Cubycon 2
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Preis (UVP, Online) € 1.500, ab € 1.500
Technische Daten
Satelliten (vordere) Zwei-Wege-Bassreflex,
200 bis 22.000 Hz, 4 bis 8 Ohm,
19 x 9,5 x 9,5 cm/1,20 kg
Center Zwei-Wege-Bassreflex,
200 bis 22.000 Hz, 4 bis 8 Ohm,
19 x 9,5 x 9,5 cm/1,20 kg
Subwoofer Frontfire, Bassreflex,
33 bis 250 Hz,
49,2 x 21 x 50 cm/16,4 kg
Decoder-Standards Dolby True HD, Digital Pro Logic II,
DTS, Neo 6, 96/24
Anschlüsse 3x HDMI-In, HDMI-Out, 2x Digital-
koaxial-In, Digital-optisch-In etc.
Lieferumfang Handbuch, Anschlusskabel
Die Satelliten kommen mit einer Gewindebohrung auf
der Rückseite für die Montage eines Wandhalters
oder Standfußes. Passendes Zubehör erhalten Sie im
Webshop des Herstellers.
Im Vergleich zu den
kompakten Satelliten
wirkt der über 16 Kilo-
gramm schwere Tieftö-
ner geradezu riesig. Alle
Komponenten punkten
mit stimmigem Design
und äußerst robuster
Verarbeitung.
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TECHNIK TEST: Philips Fidelio Soundbar Home Entertainment System
38 www.spielefilmetechnik.de 05/13
PHILIPS FIDELIO
SOUNDBAR HOME
ENTERTAINMENT
SYSTEM
3D-Blu-ray-Player
Sehr gute Ausstattung
Druckvoller Bass
Gelungene Surround-
Simulation
Auch zum Musikhören
geeignet
Wenig Eingänge
SEHR GUT
NOTE 1,4
Starker Auftritt
Heimkinosystem Philips vereint Surround-Simulation, 3D-Blu-ray-Player
und Smart-TV-Funktionen in einer platzsparenden Lösung.
A
ufbau und Einrichtung des Home-
Entertainment-Systems sind kin-
derleicht und im Nu erledigt.
Zunächst verbinden Sie die Soundbar mit
dem Stromnetz und dem mitgelieferten
Subwoofer. Da die Fidelio Soundbar über
einen eingebauten 3D-Blu-ray-Player ver-
fügt, empfiehlt sich der Anschluss an den
Fernseher per HDMI (ARC – Audio Return
Channel). Um Ton, beispielsweise von
einem externen Wiedergabegerät oder
einer Spielkonsole, zu übertragen, stehen
wahlweise ein Stereo-Cinch- sowie ein
optischer Eingang bereit. Nach dem Ein-
schalten führt Sie ein Set-up-Assistent in
wenigen Schritten durch den Einrichtungs-
prozess. Für eine optimale Klangentwick-
lung müssen Sie einige simple Fragen zur
Position von Soundbar und Hörer im Raum
beantworten. Anschließend haben Sie die
Möglichkeit, das Fidelio-System per Ether-
net-Kabel oder WLAN ins heimische Netz-
werk einzubinden. Nach ein paar Minuten
ist die Prozedur abgeschlossen und Sie
sehen das übersichtlich gestaltete grafi-
sche Hauptmenü. Über die einzelnen Icons
können Sie unter anderem Medien von
DVDs und USB-Geräten abspielen oder
Produktinfo Fidelio Soundbar Home Ent. Sys.
Hersteller Philips
Webseite www.philips.de
Preis (UVP, Online) € 1.000, ab € 950
Technische Daten
Leistung 4 x 90 Watt (Soundbar), 120 Watt
(Subwoofer)
Dekoder-
Standards
Philips Ambisound, Dolby Digital 5.1,
Dolby Digital Plus, Dolby Digital Prologic
II, Dolby True HD, DTS Digital Surround,
DTS-HD
Schnittstellen USB 2.0, Music iLink, Docking-
Anschluss für iPod/iPhone, LAN, WLAN,
SD-Kartenleser
AV-Eingänge Stereo-Cinch, Optisch-Digital
AV-Ausgänge HDMI-Out (ARC), Composite
Maße/Gewicht 927 x 150 x 87 mm/5,0 kg (Soundbar),
196 x 396,5 x 300 mm/4,8 kg (Subwoofer)
Besonderheiten Integrierter 3D-Blu-ray-Player, Halte-
rungen für Wandmontage
Internet-Radio hören. Außerdem erhalten
Sie Zugriff auf im selben Netzwerk befind-
liche Geräte wie PCs, um Musik, Videos
und Bilder zu streamen, was im Test tadel-
los funktionierte. Keine Probleme bereitete
auch die Smart-TV-Funktion, die zahlreiche
Anwendungen bietet wie Facebook, Wet-
ter, Mediatheken, VoD-Dienste etc. sowie
einen einfachen Internet-Browser (der
Webseiten aber – falls verfügbar – immer in
der mobilen Version darstellt).
Toller Klang, gute Surround -Simulation
Bei Filmen erzeugt die Soundbar/Tiefton-
Einheit dank kräftigem, erhabenem Bass
und einem offenen, räumlichen Klangbild
echtes Kino-Feeling. Der selbst in den
Standardeinstellungen (Regler auf Mittelpo-
sition) sehr ausgeprägte Hoch- und Mittel-
tonbereich sorgt allerdings dafür, dass
Stimmen stark in den Vordergrund gemischt
werden und bisweilen etwas künstlich klin-
gen. Kein großes Problem, denn über das
ebenfalls vorbildlich klar strukturierte
Soundmenü lassen sich diese Frequenzen
bei Bedarf entsprechend herunterregeln.
Als Musikanlage liefert das Philips-Ensem-
ble eine fabelhafte Leistung ab. Selten haben
wir von einem Heimkino-Soundsystem
Rock-, Pop- und Klassik-Stücke in derart
luftiger und schillernder Qualität genießen
dürfen. Hier entpuppt sich die Betonung von
Mitten und Höhen übrigens ganz klar als Vor-
teil. Weiterhin müssen wir die exzellente
Detailzeichnung und den prägnanten, aber
nie aufdringlichen Bass loben. Das Fidelio
eignet sich perfekt für alle, die ein kompaktes
Soundsystem für den Heimkino-, Multime-
dia- und Netzwerk-Einsatz suchen. (fn)
Hauptsächlich werden Sie die Fidelio Soundbar mit der
beiliegenden Fernbedienung steuern. Alternativ hält die
Oberseite (an der sich auch der Einschub für den 3D-Blu-
ray-Player befindet) Sensortasten für die wichtigsten
Grundfunktionen (An/Aus, Lauter/Leiser, Play etc.) parat.
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TECHNIK TEST: Preiswerte Android-Tablets im 10-Zoll-Format
Groß, günstig und gut?
Tablet-PCs Nicht nur im 7-Zoll-Segment wächst das Angebot an
preiswerten Android-Tablets, wie diese beiden 10-Zöller beweisen.
S
ie suchen nach einem
erschwinglichen Tablet im gro-
ßen 10-Zoll-Format, mit dem
Sie in Sachen Leistung und Ausstat-
tung möglichst keine Kompromisse
eingehen müssen? Das Clanga 097
der österreichischen Firma CMX ver-
spricht genau dies: Retina-Auflösung
wie beim aktuellen iPad, dazu gibt’s
Quadcore-Rechenpower – und das für
300 Euro? Klingt fast zu schön, um
wahr zu sein. Wir prüfen, was Sie von
dem vermeintlichen Schnäppchen
erwarten dürfen und wie gut sich die
100 Euro günstigere Alternative aus
dem Hause Trekstor demgegenüber
schlägt. (fn)
CMX Clanga 097-2016
WEB: www.cmx.de PREIS (UVP, ONLINE): € 300, ab € 300
Eines vorneweg: Wer sich für das Clanga 097 aus dem Hause CMX entscheidet, sollte unbedingt das kürzlich
erschienene Firmware-Update aufspielen. Bei unserem ersten Test erlebten wir Abstürze, Bildfehler, Perfor-
mance- und Hardware-Probleme (WLAN, Kamera-Modul). Der Hersteller bestätigte, dass die Software der
derzeit auf dem Markt befindlichen Geräte im Auslieferungszustand fehlerhaft ist, und stellte eine Aktualisie-
rung bereit. Diese kann allerdings nicht direkt auf dem Tablet ausgeführt werden, sondern muss umständli-
cherweise mithilfe eines PCs und einer Zehn-Schritte-Anleitung im PDF-Format bewerkstelligt werden. Die
Installation des Updates klappt glücklicherweise einwandfrei, Stabilitäts-, Darstellungs- und Hardware-
Probleme sind anschließend passé. Richtig rund läuft das Android-4.1-OS aber trotzdem nicht. Während der
Menü-Navigation tauchen immer wieder kleine Ruckler auf, das Scrollen von Webseiten gerät zum Teil zu
einer regelrechten Zitterpartie, auch Apps starten mit einer leichten Verzögerung. Besser sieht es im Spiele-
betrieb aus: Bei aufwendigen Titeln wie Dead Trigger zeigt das mit einer vierkernigen A7-CPU bestückte
Clanga nur minimale Ruckler. Nichts zu meckern gibt es an der Video-Wiedergabe: Das Tablet kommt mit
allen gängigen Formaten zurecht und meistert auch Full-HD-Filme. Ein echtes Highlight stellt das Display dar,
das genau wie das aktuelle iPad eine Größe von 9,7 Zoll im 4:3-Format bietet und mit der gleichen ultrafeinen
Auflösung von 2.048 x 1.536 Pixeln aufwarten kann. Schriften sehen dank der hohen Pixeldichte in allen
Größen gestochen scharf aus, Grafiken und HD-Filme wirken sehr plastisch und detailliert. Auch das direkte
Ansprechverhalten bei Toucheingaben sowie die gute Leuchtkraft überzeugen. Auf der Habenseite steht
weiterhin ein robust gearbeitetes Aluminiumgehäuse. Weniger angetan waren wir von der Akkulaufzeit, die
mit knapp sechs Stunden Surf- und Video-Betrieb allenfalls durchschnittlich ausfällt.
Hochauflösendes Display Gute Multimedia-Qualitäten Ruckelige Bedienung Mäßige Laufzeit
BEFRIEDIGEND
NOTE 2,7
40 www.spielefilmetechnik.de 05/13
Technische Daten
Display 9,7 Zoll (24,6 cm), 2.048 x
1.536 Pixel (263 ppi), LCD mit
LED-Beleuchtung
Mobilfunk Nicht verfügbar
Prozessor/
Taktung
Allwinner A31, Cortex A7,
Quadcore, 1,5 GHz
Interner Speicher 16 GByte (erweiterbar)
Foto/Video 2-Megapixel-Kamera,
Gesichtserkennung, Videoauf-
nahme (720p), Frontkamera für
Videotelefonie
Ausmaße/Gewicht 24 x 18,7 x 0,9 cm/648 g
Betriebssystem Android 4.1.1
Akkulaufzeit/
Kapazität
Ca. 6 Std. (Dauerbetrieb)/
8.000 mAh
Verbindungen und
Schnittstellen
Micro-USB, Mini-HDMI, SD-
Kartenleser, WLAN, Bluetooth
Lieferumfang USB-Kabel, USB-Adapter-
Kabel (Micro auf Normalgröße),
Netzteil
Benchmark-
Ergebnisse
6.326 Pkt. (GL Benchmark)
10.554 Pkt. (Antutu)
TEST: Preiswerte Android-Tablets im 10-Zoll-Format TECHNIK
05/13 www.spielefilmetechnik.de 41
Trekstor Surftab Ventos 10.1
WEB: www.trekstor.de PREIS (UVP, ONLINE): € 200 , ab € 200
Einen Tick größer als das Clanga und dennoch 100 Euro günstiger? Mal sehen,
wie sich der Trekstor-Kandidat in puncto Ausstattung gegenüber dem teureren
Konkurrenten von CMX schlägt: Das Gehäuse besteht hier schon mal nicht
komplett aus Metall. Eine Aluminiumplatte verstärkt die Rückseite des Kunst-
stoffmantels, dadurch macht die Verarbeitung insgesamt einen recht stabilen
Eindruck. Mit 1.280 x 800 Bildpunkten löst das 10,1-Zoll-LCD deutlich niedriger
auf als die 9,7-Zoll-Variante des Clangas. Als Prozessor kommt hier „nur“ eine
Zweikern-CPU zum Einsatz. Bei Speicherplatz, Schnittstellen, Kameras sowie
Akkukapazität gibt es hingegen kaum Unterschiede. Kommen wir zur Praxis:
Aufgrund der geringeren Pixeldichte von 149 ppi kann das Surftab nicht mit der
Wie-gedruckt-Bildqualität des Clangas mithalten. Kleine Schriften wirken im
Vergleich etwas unscharf, was aber nichts an der insgesamt guten Lesbarkeit
ändert. Hochauflösende Videos werden nicht ganz so knackig, aber immer
noch tadellos dargestellt. Für sich genommen also ein gelungenes Display, das
außerdem Toucheingaben zuverlässig umsetzt sowie mit ordentlicher Helligkeit,
hohem Kontrast und natürlichen Farben punktet. Dass dem Surftab lediglich
zwei Rechenkerne zur Verfügung stehen, wirkt sich nicht nachteilig aus. Der
auf der aktuelleren ARM-Generation A9 basierende Dualcore ist laut Bench-
marks sogar minimal schneller als der A7-Quadcore des Konkurrenten.
Ganz ohne Ruckler bewegen wir uns leider auch hier nicht durch die Menüs.
Immerhin geht die Webnavigation flüssiger von der Hand als beim CMX-Ta-
blet, wenn auch längst nicht so geschmeidig wie auf einem iPad oder unse-
rer Android-Referenz Nexus 10. Als mobile Spielemaschine macht das Surf-
tab eine sehr gute Figur, Die HD-Video-Performance lässt ebenfalls keine
Wünsche offen. Obwohl der Akku genauso stark ist wie beim Clanga, kön-
nen Sie mit dem Surftab deutlich länger, nämlich bis zu zehn Stunden, sur-
fen, Videos schauen und spielen.
Gutes Display Sehr ordentliche Gesamt-Performance
Lange Ausdauer Menü- und Webnavigation nicht ruckelfrei
F
o
t
o
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Teurer ist nicht im
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er besser
Bei einem Unterschied von 100 Euro kann man in diesem Preissegment
von einer kleinen Welt sprechen. Da dürfen Sie natürlich erwarten, dass
ein um diesen Betrag teureres Tablet auch mehr zu bieten hat. Für unse-
re beiden Testgeräte trifft dies grundsätzlich auch zu – zumindest auf
dem Datenblatt: Das 300-Euro-Tablet kommt mit einer ultrahohen Auf-
lösung jenseits von Full HD und Vierkern-Rechenpower, der 200-Euro-
Kandidat liefert lediglich die kleine HD-Qualität und arbeitet mit zwei
Kernen. Ansonsten unterscheiden sich beide Geräte nur unwesentlich.
Teurer also gleich besser? In diesem Fall nicht. Okay, das Clanga bietet
die feinere Bildqualität, aber kann ich die wirklich vollends genießen,
wenn bei der Webnavigation immer wieder starke Ruckler auftauchen?
Vier Rechenkerne klingen erst mal gut, aber wenn diese – aufgrund
veralteter Technik – nicht mehr Leistung bringen als ein neuerer Dualcore
und zudem den Akku offensichtlich so stark fordern, dass dem Tablet
nach sechs Stunden die Puste ausgeht, erscheint dieses zunächst ver-
heißungsvolle Ausstattungsmerkmal auf einmal in einem ganz anderen
Licht. In den Kerndisziplinen Bedienung und Ausdauer schlägt sich das
günstigere Surftab teilweise deutlich besser, mobilen Film- und Spiel-
spaß bekommen Sie obendrein sowie ein tadelloses Display.
GUT
NOTE 1,9
Technische Daten
Display 10,1 Zoll (25,7 cm), 1.280 x
800 Pixel (149 ppi), LCD mit
LED-Beleuchtung
Mobilfunk Nicht verfügbar
Prozessor/
Taktung
Rockchip, Cortex A9 Dualcore,
1,6 GHz
Interner Speicher 16 GByte (erweiterbar)
Foto/Video 2-Megapixel-Kamera, Videoauf-
nahme (1.080p), Frontkamera
für Videotelefonie
Ausmaße/Gewicht 25,7 x 17,1 x 0,95 cm/622 g
Betriebssystem Android 4.1.1
Akkulaufzeit/
Kapazität
Ca. 10 Std. (Dauerbtrieb)/
8.000 mAh
Verbindungen und
Schnittstellen
Micro-USB, Mini-HDMI, SD-
Kartenleser, WLAN, Bluetooth
Lieferumfang USB-Kabel, USB-Adapter-
Kabel (Micro auf Normalgröße),
Netzteil
Benchmark-
Ergebnisse
6.377 Pkt. (GL Benchmark)
10.800 Pkt. (Antutu)
TECHNIK TEST: Windows-8-Tablets
42 www.spielefilmetechnik.de 05/13
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Kacheln hoch zwei
Tablets Mit den Tablet-PCs
von Acer und Asus soll
Ihnen die ganze Welt von
Windows 8 offenstehen.
U
nsere zwei Test-Tablets könnten
eigentlich kaum unterschiedli-
cher sein: Das eine leicht und
handlich, aber mit eher schwacher Per-
formance, das andere bietet hingegen
starke Rechenpower auf Ultrabook-
Niveau, dafür müssen Sie ein nicht
mehr transportfreundliches Gewicht
und klobige Ausmaße in Kauf nehmen.
Ihre Gemeinsamkeit: Beide setzen auf
Windows 8 als Betriebssystem. Wir
haben die Kachel-Computer zum Tab-
let-Check geschickt. (fn)
Asus Vivo Tab Smart ME400C
WEB: www.asus.de PREIS (UVP, ONLINE): € 500, ab € 400
In der Höhe misst das Vivo Tab gerade mal zehn Millimeter und liegt
dank griffiger Rückseite und recht angenehmen 570 Gramm gut in der
Hand. Das Plastikgehäuse gibt bei Fingerdruck nach und fühlt sich da-
her nicht wirklich stabil an. Meckern müssen wir außerdem über die
Schutzabdeckung des HDMI-Ausgangs, die sich nur mit starken Fin-
gernägeln öffnen lässt. Das 10-Zoll-Display gefällt dank einer Pixel-
dichte von 156 ppi mit gutem Detailgrad. Kontrast, Farbdarstellung
und Leuchtkraft sind über jeden Zweifle erhaben, genauso wie das
Ansprechverhalten bei Touch-Eingaben. Bei der Wahl des Prozessors
entschied sich Asus für eine stromsparende Atom-Dualcore-CPU. So
kann sich die Akkulaufzeit des Vivo Tab Smart mit bis zu acht Stunden
auch durchaus sehen lassen. Die Rechenleistung ist weniger überzeu-
gend, was sich in kümmerlichen 311 Benchmark-Punkten im 3D Mark
zeigt. Wer spielen möchte, sollte 2D-Titel der Marke Angry Birds bevor-
zugen, in unserem Test lief schon das grafisch eher anspruchslose
3D-Rennspiel Riptide nicht flüssig. Reibungslos gestaltet sich dagegen
die Windows-8-Modern-UI- und Webnavigation. Auch mit Full-HD-Vi-
deos kommt das System zurecht. Fazit: Als mobile Surf- und Office-
Maschine eignet sich das handliche Asus-Tablet auf jeden Fall, reichen
Ihnen zur Spieleunterhaltung simple Casual Games aus dem Windows
App Store, können Sie mit dem Vivo Tab auch durchaus Spaß haben.
Leicht und flach Gutes, helles Display Gehäuse wirkt fragil
Sehr schwache Gaming-Performance
Technische Daten
Display 10,1 Zoll (25,7 cm), 1.366 x
768 Pixel (156 ppi), LCD mit
LED-Beleuchtung
Mobilfunk 4G/LTE nur in ME400CL-Version
enthalten (Aufpreis: € 100)
CPU/GPU/
Arbeitsspeicher
Intel Atom, Z2760 (1,8 GHz),
Dualcore/PowerVR SGX545/
2 GByte RAM
Interner Speicher 64 GByte SSD (erweiterbar)
Foto/Video 8-Megapixel-Kamera, Videoauf-
nahme (1.080p), Frontkamera
für Videotelefonie
Ausmaße/Gewicht 26,6 x 17,1 x 1,0 cm/0,62 g
Betriebssystem Windows 8
Akkulaufzeit
Minimal/Last
7 Std. 48 Min. /3 Std. 57 Min.
Verbindungen und
Schnittstellen
Micro-USB 2.0, Micro-HDMI,
Kartenleser, WLAN, Bluetooth
Lieferumfang USB-Kabel, Netzteil
Benchmark-
Ergebnisse
3D Mark 06: 311 Punkte
Cinebench R 11.5
(CPU-Test): 0,55 Punkte
GUT
NOTE 2,2
Pimp my Vivo
Asus bietet als optionales Zubehör
eine Kombination aus Bluetooth-
Tastatur samt eingebautem Akku und
einer Schutzhülle an. Letztere kann
dank Faltfunktion als Ständer für Ihr
Vivo Tab genutzt werden. Das Trans-
sleeve Keyboard genannte Set kostet
rund 110 Euro.
Asus Vivo Tab Smart ME400C
TEST: Windows-8-Tablets TECHNIK
05/13 www.spielefilmetechnik.de 43
Acer Iconia W700
WEB: www.acer.de PREIS (UVP, ONLINE): € 900, ab € 880
Um es gleich vorwegzunehmen: Wer von seinem Tablet mobile Qualitäten der Marke iPad oder Android-Tablet erwartet,
wird mit dem W700 nicht glücklich. Das 11,6-Zoll-Gerät bringt selbst ohne mitgeliefertes Bluetooth-Tastatur-Cover fast
1.000 Gramm auf die Waage. In Kombination mit dem Eingabegerät wiegt das W700 über 1,5 Kilogramm. Also so viel
wie ein Ultrabook! Das tadellos gearbeitete Aluminiumgehäuse kommt zudem mit einer für Tablets ungewohnt klobigen
Gehäusehöhe von 1,2 Zentimetern. Warum das Anschlussangebot trotz der üppigen Ausmaße noch nicht mal einen
Kartenleser hergibt und nebst Mini-HDMI lediglich einen Full-Size-USB-Port
umfasst, verstehen wir nicht – entsprechender Platz wäre ja vorhanden. In
Sachen Hardware-Ausstattung muss man hingegen keine Kompromisse ein-
gehen: Der schnelle Core-i5-Prozessor liefert gemeinsam mit der 128-GByte-
SSD sowie der aktuellen Intel-GPU eine für Tablets sehr hohe Rechenleis-
tung, die mit der jedes Ultrabooks konkurrieren kann. Entsprechend stellt das
W700 HD-Videos, Casual Games und einfachere 3D-Spiele wie Riptide voll-
kommen flüssig dar, für aktuelle Titel oder aufwendigen Videoschnitt reicht
die Leistung aber nicht. Multitouch-Eingaben über das mit einer gestochen
scharfen Optik punktende Full-HD-LCD werden butterweich umgesetzt, die
allgemeine Arbeitsweise des Systems gestaltet sich angenehm flott. Die
hohe Leistung führt leider auch zu zwar nicht lauten, aber ständig hörbaren
Lüftergeräuschen. Unterm Strich sollten Sie das W700 eher als Notebook mit
Touchfunktion sehen. Wenn Sie ein Windows-8-Tablet mit guten Mobilquali-
täten suchen, dann fassen Sie lieber das Vivo Tab Smart ins Auge.
Sehr hohe Leistung Brillanter Full-HD-Schirm
Mageres Anschlussangebot Schwer und unhandlich
Technische Daten
Display 11,6 Zoll (29 cm), 1.920 x
1.080 Pixel (189 ppi), LCD mit
LED-Beleuchtung
Mobilfunk Nicht verfügbar
CPU/GPU/
Arbeitsspeicher
Intel Core-i5-3317U (1,8 GHz)/
Intele HD Graphics 4000/
4 GByte
Interner Speicher 128 GByte SSD
Foto/Video 5-Megapixel-Kamera, Videoauf-
nahme (1.080p), Frontkamera
für Videotelefonie
Ausmaße/Gewicht 29,5 x 19,1 x 1,2 cm/0,9 kg,
inklusive Tastaturcover: 1,5 kg
Betriebssystem Windows 8
Akkulaufzeit/
Minimal/Last
8 Std. 12 Min./4 Std. 23 Min.
Verbindungen und
Schnittstellen
Mini-HDMI, USB 3.0 (Fullsize),
WLAN, Bluetooth
Lieferumfang USB-Kabel, Netzteil,
Tastatur-Cover
Benchmark-
Ergebnisse
3D Mark 06: 3.444 Punkte
Cinebench 11.5
(CPU-Test): 2,09 Punkte
BEFRIEDIGEND
NOTE 2,5
Acht gewinnt?
Bei Windows 8 sind Sie nicht wie bei
ARM-basierten Geräten auf kompa-
tible Software aus dem angeschlos-
senen App-Store beschränkt. Sie
dürfen also jedes Windows-Pro-
gramm und -Spiel installieren. Für
Tablets mit vollwertigem Microsoft-
OS gibt es so gesehen mehr Apps
und Spiele als für Windows RT, iOS
und Android zusammen – theore-
tisch zumindest. Denn: Weder das
Vivo Tab noch das deutlich schnelle-
re W700 ist für den überwiegenden
Teil aktueller Spiele geeignet. Auch
für anspruchsvollen Videoschnitt
reicht die Leistung bei aktuellen
Modellen nicht aus. Am besten
arbeiten Windows-Tablets derzeit
mit Anwendungen aus dem Win-
dows App Store zusammen, der
aber besonders im Vergleich mit den
Apple- und Google-Angeboten nicht
gut bestückt ist. Ein echter Vorteil ist
gegenüber den ARM-basierten Vari-
anten also nicht auszumachen.
Die Batterie
der in das
Cover integ-
rierten Blue-
tooth-Tastatur
wird per mit-
geliefertem
USB-Kabel
über den Akku
des Tablets
geladen. Ver-
arbeitung und
Tastendruck
sind sehr
gelungen.
Acer Iconia W700
TECHNIK TEST: Outdoor-Smartphones
D
isplay-Schäden sind einer der häu-
figsten Gründe für Handy-Repara-
turen, denn oftmals reicht schon
ein unglückliches Aufprallen aus geringer
Höhe aus, um das Glas des Bildschirms
brechen oder reißen zu lassen. Der zweite
Todfeind moderner Smartphones ist Was-
ser. Ein Bad im Spülbecken, der Bade-
wanne oder unter Umständen auch ein
starker Regenguss beschädigen in der
Regel die Technik im Inneren des Geräts.
Trotz dieser Empfindlichkeit ist der Markt
für robustere Outdoor-Smartphones noch
recht überschaubar. Sony lieferte im letz-
ten Jahr mit dem Xperia Go (SFT 09/12)
eines der wenigen Highlights in dieser
Produktkategorie. Jetzt wollen sowohl
Samsung mit der zweiten Version seines
Galaxy Xcover als auch Caterpillar mit
seinem B15 neue Glanzpunkte setzen.
Beide Geräte kommen mit ähnlicher Aus-
stattung (Prozessor, Display-Auflösung)
und haben außerdem die aktuelle Andro-
id-Version Jelly Bean an Bord. In unserem
Test verraten wir Ihnen, wie robust die
Geräte wirklich sind und wie sie sich im
Vergleich mit der aktuellen Handy-Gene-
ration schlagen. (ps)
Samsung Galaxy Xcover 2
WEB: www.samsung.de PREIS (UVP, ONLINE): € 380, ab € 250
Die erste Ausgabe von Samsungs Galaxy Xcover hatten wir im SFT-Test seinerzeit durch
einen Sturz beschädigt. Mit dem Galaxy Xcover 2 ist uns das diesmal allerdings nicht
gelungen, denn sowohl mehrfaches Fallenlassen als auch ein längeres Wasserbad konn-
ten dem Telefon nichts anhaben. Äußerlich ist das neue Modell dem Vorgänger sehr
ähnlich: Das Smartphone fühlt sich äußerst robust an und liegt mit seiner gummierten
Rückseite sehr sicher in der Hand. Der Akkudeckel wird nach wie vor durch ein Drehschloss
versiegelt, sodass die empfindlichen Anschlüsse für Akku, SIM-Karte und Micro-SD vor
eindringendem Wasser geschützt sind. Deutlich verändert hat sich dagegen die Hardware-
Ausstattung, denn während im ersten Xcover noch ein Singlecore-Prozessor arbeitete und
das Display mit 320 x 480 Pixeln sehr grob auflöste, gibt es jetzt immerhin eine Dualcore-
Recheneinheit sowie eine 480x800er-Auflösung. Toll ist außerdem, dass Samsung die
aktuelle Android-Version Jelly Bean vorinstalliert und diese mit cleveren Features (Smart
Stay, Face Tag) und Apps (Apemap, ADAC Maps) anreichert. Auch in puncto Leistung gibt
es wenig zu meckern, denn alle getesteten Spiele, darunter auch grafisch anspruchsvolle
Titel wie Dead Trigger, liefen so gut wie ruckelfrei. Unterm Strich ist das Xcover 2 ein sehr
solides Smartphone, das im Internet bereits für faire 250 Euro zu haben ist.
Sehr widerstandsfähig und wasserdicht
Ordentliche Leistungsfähigkeit
Aktuelles Betriebssystem
Unzeitgemäße Display-Auflösung
Bärenstark
Outdoor-Smartphones Moderne
Technik kann auch viel aushalten, wie
Samsung und Caterpillar mit ihren
beiden Rugged-Handys beweisen.
Wenn Sie ein widerstandsfähiges
Telefon suchen, sind Sie hier richtig.
GUT
NOTE 2,2
Samsung lieferte uns zusätzlich zum
Xcover-2-Muster auch gleich noch ein
passendes Testumfeld. Beide Smart-
phones überstanden sowohl ein Bad
im „Mini-Aquarium“ (oben rechts) als
auch einen „Sandsturm“ (unten
rechts) ohne Beschädigungen. Und
auch die aufblasbare Keule konnte
den Handys nichts anhaben.
TEST: Outdoor-Smartphones TECHNIK
05/13 www.spielefilmetechnik.de 45
* Benchmarks nur für Android verfügbar. Referenz: HTC One mit 22.445 (Antutu) und 12.079 (Quadrant) Punkten.
Technische Daten Samsung Galaxy Xcover 2 Caterpillar Cat B15
Display 4 Zoll (ca. 10,2 cm), 480 x 800 Pixel (233 ppi), TFT 4 Zoll (ca. 10,2 cm), 480 x 800 Pixel (233 ppi), TFT
Mobilfunk GSM (Edge), UMTS (HSDPA, HSUPA) GSM (Edge), UMTS (HSDPA, HSUPA)
Prozessor/Taktung Cortex A9/Dualcore, 2x 1,0 GHz Cortex A9/Dualcore, 2x 1,0 GHz
Interner Speicher 4 Gigabyte (erweiterbar) 4 Gigabyte (erweiterbar)
Foto/Video 5-Megapixel-Kamera/HD-Videoaufnahme (720p),
Frontkamera für Videotelefonie
5-Megapixel-Kamera/HD-Videoaufnahme (720p),
Frontkamera für Videotelefonie
Ausmaße/Gewicht 130 x 67,7 x 12 mm/148 g 125 x 69 x 14 mm/170 g
Betriebssytem Android 4.1.2 (Jelly Bean) Android 4.1.2 (Jelly Bean)
Akkulaufzeit/Kapazität bis zu 570 Stunden (Standby)/1.700 mAh bis zu 228 Stunden (Standby)/2.000 mAh
Verbindungen und
Schnittstellen
Micro-SIM, Klinke (3,5 mm), Micro-USB, WLAN, GPS,
DLNA, Bluetooth
Dual-SIM, Klinke (3,5 mm), Micro-USB, WLAN,
Bluetooth
Outdoor-
Spezifikationen
IP67-Zertifizierung: staub- und schmutzgeschützt,
wasserdicht (bis zu 1m, 30 Min.)
IP67-Zertifizierung: staub- und schmutzgeschützt,
wasserdicht (bis zu 1 m, 30 Min.), sturzgeschützt bis
1,8 m Fallhöhe, betriebsfähig von -20°C bis +55°C
Lieferumfang Netzteil, USB-Kabel, Ohrhörer Netzteil, USB-Kabel, Ohrhörer
Benchmark-
Ergebnisse*
6.568 Punkte (Antutu)
2.977 Punkte (Quadrant)
6.593 Punkte (Antutu)
2.943 Punkte (Quadrant)
Caterpillar Cat B15
WEB: www.catphones.com PREIS (UVP, ONLINE): € 330, ab € 300
Caterpillar ist eigentlich bekannt für schwere Maschinen und Bau-Zubehör, vertreibt aber
seit Kurzem auch Outdoor-Handys. Bereits im letzten Jahr erschien das Cat B10, das
allerdings aufgrund leistungsschwacher Hardware und veralteten Betriebssystems nur
wenig überzeugen konnte. Das soll sich mit dem Nachfolger B15 ändern, der von einer
Dual core-CPU angetrieben wird und außerdem mit Android Jelly Bean läuft. Die gesamte
Ausstattung ist nahezu identisch zu Samsungs Galaxy Xcover 2, jedoch hat das Cat B15
ärgerlicherweise keinen LED-Blitz und somit auch keine Taschenlampenfunktion. Als
Pluspunkt gegenüber dem Xcover 2 gibt es dagegen einen zweiten SIM-Slot sowie einen
etwas größeren Akku zu vermerken. Auch in puncto Robustheit hat das Caterpillar-Handy
die Nase vorn, denn es übersteht Stürze aus bis zu 1,8 Metern Höhe und ist selbst bei
extremen Temperaturen von Minus 20 oder Plus 55 Grad Celsius noch betriebsfähig.
Aufgrund dieser großen Widerstandsfähigkeit ist das B15 aber auch deutlich dicker und
klobiger als das Xcover 2. Leistungsmäßig gibt es kaum Unterschiede zwischen beiden
Geräten, wie neben den getesteten Anwendungen auch die sehr ähnlichen Benchmark-
Ergebnisse verraten. Mit einem Internetpreis von rund 300 Euro ist das B15 zwar etwas
teurer, die enorme Robustheit kann diesen Aufpreis allerdings rechtfertigen.
Extrem robustes Gehäuse
Ordentliche Leistungsfähigkeit
Aktuelles Betriebssystem
Kein LED-Blitz
GUT
NOTE 2,2
TECHNIK TEST: Airplay-Lautsprecher Bowers & Wilkins A7 TECHNIK TEST: Airplay-Lautsprecher Bowers & Wilkins A7
46 www.spielefilmetechnik.de 05/13
B & W A7
Edles, dezentes Design
Sehr hohe
Ausgangsleistung
Pegelfest
Druckvoller, klarer,
ausgewogener Klang
Einfache Einrichtung
SEHR GUT
NOTE 1,1
Kleiner Kraftprotz
Airplay-Lautsprecher Das A7 bietet Musik-Streaming von iOS-Geräten in genialer Qualität.
B
eim A7 der Klangspezialisten
Bowers & Wilkins handelt es sich
um einen reinen Airplay-Lautspre-
cher, auf eine Dockingstation verzichtete
der Hersteller. Dank seines dezenten,
edlen Designs fügt sich das Soundsystem
perfekt in jede Wohnumgebung ein. Darü-
ber hinaus ist die Verarbeitung absolut
hochwertig. Nachdem Sie den A7 ans
Stromnetz angeschlossen haben, müssen
Sie ihn in das heimische WLAN-Netzwerk
einbinden. Das funktioniert dank der im
Apple-App-Store erhältlichen kostenlosen
B & W Control App, die Sie auf Ihr iOS-
Gerät laden, schnell und einfach. Starten
Sie die Anwendung und ein Assistent führt
Sie Schritt für Schritt durch den Einrich-
tungsprozess. Außerdem gibt Ihnen die
App die Möglichkeit, mehrere drahtlose
Soundsysteme von B & W in verschiede-
nen Räumen zu verwalten, dabei können
Sie jedes Gerät frei benennen (zum Bei-
Produktinfo A7
Webseite www.bowers-wilkins.de
Preis (UVP, Online) € 800, ab € 790
Technische Daten
Leistung 150 Watt
Verbindungen LAN, WLAN, Airplay, Aux (analog,
optisch digital), USB 2.0
Besonderheiten Keine
Lieferumfang Netzteil, Handbuch, Fernbedienung
Maße/Gewicht 22 x 36 x 16 cm/5,7 kg
Egal, wo Sie den
A7 aufstellen: Eine
spezielle Röhre – die
hauseigene Nautilus-
Technologie – verhin-
dert, dass nach hinten
abgestrahlter Schall
reflektiert wird und den
Klang beeinträchtigt.
spiel Büro, Wohnzimmer etc.). Alternativ zu
iPod, iPhone und iPad lassen sich auch
Macs sowie Windows-PCs mit installiertem
iTunes als Quelle einsetzen. An der Sound-
box selbst gibt es außer den dezent in die
silbrige Zierleiste eingearbeiteten Lautstär-
ke-Tasten keine weiteren Knöpfe. Sie
bedienen die Air-Play-Box entweder mit
der stylishen Fernbedienung oder komplett
über Ihr Apple-Gerät.
Spielt auf wie ein Großer
Im Inneren verbergen sich fünf Lautspre-
cher: je zwei Hoch- und Mitteltöner sowie
ein Tieftöner. Zusammen bringt es das
Ensemble auf eine Gesamtausgangsleis-
tung von muskulösen 150 Watt. In der Pra-
xis bedeutet dies, dass Sie ohne Weiteres
für die Beschallung einer Party in einem
mittelgroßen Raum sorgen können. Dabei
müssen Sie die Lautstärke noch nicht mal
voll aufdrehen, drei Viertel sind vollkommen
ausreichend. Kommen wir zum Klang: Die
Bässe sind druckvoll, jederzeit dynamisch
und harmonieren prächtig mit den ausgewo-
genen Hoch- und Mitteltönern. Instrumente
und Gesang werden natürlich und klar wie-
dergegeben, auch kleinste Details unter-
schlägt der A7 nicht. Klasse: Diese Qualitä-
ten bleiben auch bei sehr hohem Pegel
bestehen. Trotz der kompakten Ausmaße
überzeugt auch der Stereo-Eindruck. Für
einen Airplay-Lautsprecher dieser Güte ist
der hohe Preis absolut gerechtfertigt. (fn)
KAUFTIPP
05/2013
TEST: Smartphone-Apps TECHNIK
05/13 www.spielefilmetechnik.de 47
Feedly
News In Kürze stellt Google seinen Google Reader ein. Feedly ist die perfekte Alternative.
E
rst kürzlich hat Google bekannt ge-
geben, dass der hauseigene RSS-
Dienst Google Reader zum 1. Juli
2013 eingestellt wird. Das ist für Millionen
Leser und vor allem für die Anbieter von
mobilen News-Clients ein Problem. Alle
darauf basierenden Reader-Apps werden
dann nicht mehr funktionieren. Die User
von Feedly müssen sich darüber keine
Sorgen machen, denn hier wird bereits
SYSTEM (PREIS)
iOS, Android (Gratis)
VERGLEICHBAR MIT
Reeder, Mr. Reader, Pulse
ANBIETER
DevHD Inc
SPRACHE
Mehrsprachig
WEBSEITE
www.feedly.com
der Wechsel zum sogenannten Norman-
dy-Backend vorbereitet. Am 1. Juli wird
einfach nur ein Schalter umgelegt und
alles läuft für die Nutzer weiter wie bisher.
Natürlich gibt es auch andere RSS-Apps,
die ohne Google Reader existieren kön-
nen. Die App Reeder setzt hierfür auf
Feedbin – um nur ein Beispiel zu nennen.
Das Besondere an Feedly sind aber nicht
die Nachrichtenquellen. Das Einzigartige
sind die wunderbar in-
tuitive Oberfläche und
eine elegante Aufberei-
tung der Inhalte. Nicht
nur die Artikel-Quellen
lassen sich den eigenen
Wünschen entspre-
chend wählen, sondern
auch Design, Bedie-
nung und Sharing-Opti-
onen. Inhalte können
Sie unter anderem via
Twitter, Facebook und
Google+ teilen und
auch zu Instapaper
oder Pocket übertra-
gen. Wollen Sie Artikel
schließen, indem Sie
zweimal auf den Screen
tippen oder doch lieber
mit einer Wischbewe-
gung nach oben? Alles kein Problem. Be-
sonders praktisch ist, dass Feedly auch
als Browser-Plugin für Safari, Firefox und
Chrome erhältlich ist. Änderungen, die Sie
dort beispielsweise bei den News-Quellen
vornehmen, werden automatisch auch in
die mobile App übernommen. Fazit:
Feedly ist wunderschön, wirklich einfach
zu bedienen und unser neuer Lieb-
lings-RSS-Reader. (ai)
Moves
LIFESTYLE
SYSTEM iOS • ANBIETER ProtoGeo • PREIS Gratis
Fitness- und Aktivitäts-Tracker wie Fitbit Flex oder Nike
Fuelband kosten mehr als 100 Euro. Moves ist gratis und
Sie müssen nicht mal ein zusätzliches Gerät herumtragen.
Moves erstellt quasi eine All-
tags-Chronik, indem es Ihre
Bewegungen anal ysi ert.
Schrittzähler und zurückge-
legte Strecken sind aber nicht
alles. Moves erkennt automa-
tisch, ob Sie zu Fuß, auf dem
Rad oder im Auto unterwegs
sind. Zudem merkt es sich
Orte und benennt diese bei
einem erneuten Besuch auto-
matisch. Wirklich smart! (ai)
GUT
NOTE 1,6
Meine Einkäufe
SHOPPING
SYSTEM Android • ANBIETER Christian Arndt • PREIS Gratis
Googles Play-Store bietet zwar eine Übersicht, die alle ge-
ladenen Apps für einen Account anzeigt, allerdings lässt
sich diese nicht filtern. So werden Gratis- und Kauf-Apps
wild durcheinandergewürfelt. Meine Einkäufe schafft Abhil-
fe und zeigt beispielsweise alle Apps, die nicht auf dem
Gerät installiert sind. Das Ganze ist
werbefinanziert, doch für 0,99 Euro
lassen sich die Ads deaktivieren. (ai)
GUT
NOTE 1,8
App des Tages
SHOPPING
SYSTEM iOS, Android • ANBIETER AppTurbo • PREIS Gratis
Die App des Tages-App erlaubt es Ihnen, jeden Tag eine
bestimmte kostenpflichtige App zum Nulltarif herunterzula-
den. Interessant: Während des Testzeitraums waren unter
den vermeintlich exklusiven
Umsonst-Angeboten auch ein
paar Apps zu finden, die so-
wieso kostenlos sind. So ganz
wird das Produktversprechen
von den Machern also nicht
eingehalten. Dennoch haben
wir durch App des Tages mehr
als nur ein paar Cent gespart.
Ein täglicher Blick in die Gra-
tis-App lohnt sich also in je-
dem Fall. (ai)
SEHR GUT
NOTE 1,4
FEEDLY
Fantastisches Design
Intuitive Bedienung &
smartes Interface
Sehr schnell
Google-unabhängig
Lässt sich den eigenen
Vorlieben anpassen
SEHR GUT
NOTE 1,2
Das Design ist schlicht und elegant. Artikel lassen sich natürlich teilen. Das Themenspektrum ist breit gefächert.
TECHNIK TEST: Outdoor-Kameras
48 www.spielefilmetechnik.de 05/13
Das TG im Namen der Olympus-Kamera steht für „tough“ und ge-
nau so kommt die TG-2 auch daher. Das Metallgehäuse ist extrem
robust und kratzresistent, einige „versehentliche“ Stürze in den Re-
daktionsräumen hinterließen keinerlei Spuren an der neuen Stylus-
Cam. Die Abdeckungen für Akku und HDMI- beziehungsweise
USB-Anschlüsse sind sehr dicke Klappen, die zusätzlich durch ei-
nen „Lock“-Mechanismus gesichert sind, sodass die TG-2 die vom
Hersteller angegebene Tauchtiefe von 15 Metern locker verkraften
sollte. Technisch macht die Olympus ebenfalls einiges her, lediglich
beim Sensor unterliegt sie mit „nur“ 12 Megapixeln dem übrigen
Testfeld. Dafür punktet die Stylus mit einem sehr lichtstarken (F/2,0)
25-Millimeter-Weitwinkel-Objektiv inklusive 4-fachem optischem
Zoom sowie integriertem GPS. Für Schnorchler interessant sind
außerdem die vier verschiedenen Unterwasser-Aufnahmemodi. Die
Fotos der TG-2 überzeugen mit guter Schärfe und vielen Details,
Rauschen unterdrückt die Kamera bis zu einer ISO-Empfindlichkeit
von 1.600 ebenfalls sehr ordentlich. Bei der Maximaleinstellung
von ISO 3.200 gehen jedoch viele Details verloren und das Grießeln
stört deutlich, sodass die Bilder auch zur Weiterbearbeitung kaum
noch brauchbar sind. Lobend erwähnen müssen wir noch den
Super-Makro-Modus, bei dem Objekte selbst bei einem Zentimeter
Linsenabstand noch scharfgestellt werden können.
Die Olympus TG-2 ist nicht nur vor Schmutz
und Staub geschützt, die Knipse hält auch
Temperaturen von bis zu minus zehn Grad
Celsius oder Stürze aus zwei Metern Höhe
problemlos aus.
Sehr widerstandsfähiges Gehäuse Lichtstarkes Objektiv 4 Unterwasser-Modi Ab ISO 1.600 Rauschen und Detailverlust
Olympus Stylus TG-2
WEB: www.olympus.de PREIS (UVP, ONLINE): € 400, ab € 400
GUT
NOTE 2,0
TEST: Outdoor-Kameras TECHNIK
05/13 www.spielefilmetechnik.de 49
Kräftige Knipskästen
Outdoor-Kompaktkameras Egal ob unter Wasser, im Schnee oder bei eisigen
Temperaturen, mit diesen hartgesottenen Digicams machen Sie überall schöne Fotos.
A
uch wenn der Winter nicht enden zu
wollen scheint, die warme Jahreszeit
steht definitiv bevor und mit ihr auch
die Bergsteig- und Badesaison. Zwar könn-
ten Sie mit den hier vorgestellten Kameras
auch im Tiefschnee oder auf der Skipiste
gefahrlos fotografieren, bei schönem Wetter
und Sonnenschein macht das Knipsen aber
doch gleich viel mehr Spaß. Bei allen fünf
getesteten Kameras handelt es sich um aktu-
elle Neuauflagen letztjähriger Modelle, die
meist nur Detailverbesserungen erfahren
haben. Besonders an den Outdoor-Spezifika-
tionen der Kameras hat sich im Vergleich zur
letzten Generation nur sehr wenig geändert:
Stoßfestigkeit bis zwei Meter Fallhöhe, Kälte-
resistenz bis minus zehn Grad Celsius und
Wasserdichte bis zu 18 Metern Tiefe haben
auch einige der älteren Modelle bereits gebo-
ten. Neu hingegen sind höher auflösende
Sensoren (bis zu 18 Megapixel), lichtstärkere
Objektive (ab F/2,0) und clevere Zusatz-
features wie eingebaute GPS-Empfänger
oder WLAN-Module. Gerade das Drahtlos-
netzwerk wird im Kamerabereich immer
wichtiger, denn es ermöglicht nicht nur eine
einfache und schnelle Bildübertragung an
PC, Tablet oder Smartphone, sondern die
Cam kann dank spezieller Apps sogar mit
diesen Geräten ferngesteuert werden. Scha-
de, dass nur Panasonic und Nikon ihren
Modellen FT5 und AW110 einen solchen
Drahtlosnetzwerk-Zugang spendieren, bei
den übrigen Tough-Kameras müssen Sie in
diesem Jahr noch auf WLAN verzichten. Ob
die übrigen genannten Features ein Upgrade
eines älteren Modells wert sind und wie sich
die fünf Outdoor-Knipsen von Nikon, Olym-
pus, Panasonic, Pentax und Sony in puncto
Bildqualität, Widerstandsfähigkeit und Pra-
xis tauglichkeit schlagen, verraten wir Ihnen
auf den folgenden Seiten. (ps)
Die Coolpix AW110 kommt gleich in fünf verschiedenen Varianten,
darunter auch die unten abgebildete Version im Tarnfarben-Look.
Das Gehäuse fühlt sich genauso robust an wie bei Olympus’ TG-2,
der größte optische Unterschied ist, dass sich die Linse bei der
AW110 nicht mittig, sondern an der oberen Gehäusefront befindet.
Auch Nikon hat die offenen Anschlüsse seiner Outdoor-Kamera gut
geschützt, diese befinden sich unter einer seitlichen Klappe, die mit
einem Drehradverschluss gesichert ist. Gerade beim einhändigen
Fotografieren ist das Rädchen etwas störend, da sich die geriffelte
Oberfläche bei fester Kamerahaltung unangenehm auf der Haut an-
fühlt. Ein weiterer kleiner Kritikpunkt ist der Auslöser, der bei unse-
rem Testgerät sehr schwergängig war. Diese kleinen Mankos macht
die Kamera dafür mit ihrer hervorragenden Bildqualität wieder wett,
denn der 16-Megapixel-Sensor macht sehr scharfe Fotos, die ins-
besondere mit vielen Details und natürlichen Farben überzeugen
können. Trotz einer Lichtstärke von nur F/3,9 schlägt sich das
28-Millimeter-Weitwinkel-Objektiv auch bei schlechten Lichtverhält-
nissen sehr ordentlich, Bildrauschen ist bis ISO 800 kein Problem.
Weitere Pluspunkte verdient sich die Coolpix AW110 für
ihre üppige Ausstattung. Nikon spendiert der Outdoor-
Knipse nämlich sowohl einen eingebauten GPS-Empfän-
ger als auch ein WLAN-Modul zur drahtlosen Bildübertra-
gung. Auch das OLED-Display kann trotz mittelmäßiger
Auflösung (610.000 Bildpunkte) mit gutem Blickwinkel und
sehr kontrastreicher Darstellung
überzeugen. Unter dem Strich
bietet die Nikon somit das beste
Paket und kann sich deshalb den
begehrten SFT-Testsieg sichern.
Nikon Coolpix AW110
WEB: www.nikon.de PREIS (UVP, ONLINE): € 350, ab € 300
Gute Bildqualität
Top-Ausstattung mit WLAN
und GPS Robust
verarbeitetes Gehäuse
Schwergängiger Auslöser
TESTSIEGER
05/2013
GUT
NOTE 1,7
TECHNIK TEST: Outdoor-Kameras
50 www.spielefilmetechnik.de 05/13
Panasonic Lumix FT5
WEB: www.panasonic.de PREIS (UVP, ONLINE): € 400, ab € 360
Optisch ähnelt die FT5 der AW110 deutlich, aller-
dings hat die Panasonic eine Griffwölbung an der
rechten Seite, während Nikons Kamera auf diese
verzichtet. Die Lumix-Kamera hat zwei große Vor-
teile gegenüber allen anderen Kameras im Testfeld:
Zum einen speichert sie Full-HD-Videos mit 50 Bil-
dern in der Sekunde, während alle anderen Cams
maximal 30 Frames bieten, zum anderen ist die Pa-
nasonic die einzige, die einen manuellen Aufnahme-
modus mitbringt. Das freut besonders Experten, die
gerne selbst mit Blende und Belichtungszeit spielen. Für alle Ein-
steiger ist selbstverständlich auch ein Automatikmodus an Bord,
der im Test ebenfalls sehr ordentliche Ergebnisse lieferte. Bei der
Bildqualität muss sich die Lumix knapp der Nikon-Konkurrentin
geschlagen geben, denn die Panasonic macht zwar sehr dynami-
sche und auch in höheren ISO-Bereichen rauscharme Fotos, die
Vergleichsaufnahmen der AW110 waren aber stets einen Tick
schärfer. Nichtsdestotrotz ist auch die Lumix FT5 eine sehr gelun-
gene Outdoor-Kamera mit tollen Zusatzfeatures wie WLAN und
GPS, die man besonders fortgeschrittenen Fotografen als Beglei-
terin für extreme Aufnahmesituationen ans Herz legen kann.
Robustes Gehäuse mit Handgriff 50-FPS-Videos
Manueller Aufnahmemodus Fotos fehlt ein Tick Schärfe
Pentax WG-3 GPS
WEB: www.pentax.de PREIS (UVP, ONLINE): € 350, ab € 320
Das extravagante, längliche Design der WG-3 ist bereits von den Vor-
gängermodellen bekannt, hat aber wenig von seiner Faszination ein-
gebüßt. Dazu trägt neben den rund um das Objektiv angebrachten
Leucht-LEDs vor allem das kleine LC-Display bei, das Pentax seiner
diesjährigen Outdoor-Knipse spendiert hat. In der Praxis hat der Mini-
bildschirm aber relativ wenig Nutzen, denn er zeigt lediglich die aktu-
elle Uhrzeit an. Der Sensor der Pentax-Kamera löst mit guten
16 Megapixeln auf und genau wie die Olympus TG-2 hat das 25-Mil-
limeter-Objektiv eine hervorragende Lichtstärke von F/2,0. Nicht ganz
so toll ist das rückseitige 3-Zoll-Display mit lediglich 460.000 Bild-
punkten – hier bieten alle anderen Hersteller im Testfeld mehr Auflö-
sung. In der Praxis etwas ärgerlich ist das ganz am linken Gehäu-
seende angebrachte Stativgewinde, durch das die Kamera bei
unseren Testaufnahmen immer leicht schräg stand. Wenig
Kritik gibt es dafür an der Qualität der Aufnahmen, denn die
sind ordentlich scharf und rauschen bis ISO 800 kaum. Le-
diglich die deutlich sichtbaren Farbsäume an Kontrastkan-
ten sorgen für kleinere Abzüge. Unter dem Strich ist die
WG-3 aber eine robuste Outdoor-Kamera mit coolem De-
sign. Sparfüchse, die auf das GPS-Modul verzichten kön-
nen, dürfen vom aktuellen Internetpreis um die 320 Euro so-
gar noch einmal 50 Euro abziehen.
Optisch interessantes Design Leucht-LEDs und Front-LCD
Platzierung des Stativgewindes Display-Auflösung
GUT
NOTE 2,1
GUT
NOTE 1,8
TEST: Outdoor-Kameras TECHNIK
05/13 www.spielefilmetechnik.de 51
Produktinfo Nikon Coolpix AW110 Panasonic Lumix FT5 Olympus Stylus TG-2 Pentax WG-3 GPS Sony Cyber-shot TX30
Webseite www.nikon.de www.panasonic.de www.olympus.de www.pentax.de www.sony.de
Preis (UVP, Online) € 350, ab € 300 € 400, ab € 360 € 400, ab € 400 € 350, ab € 320 € 350, ab € 350
Technische Daten
Foto-/
Videoauflösung
16 Megapixel/
1.920 x 1.080 Pixel (30 FPS)
16 Megapixel/
1.920 x 1.080 Pixel (50 FPS)
12 Megapixel/
1.920 x 1.080 Pixel (30 FPS)
16 Megapixel/
1.920 x 1.080 Pixel (30 FPS)
18 Megapixel/
1.920 x 1.080 Pixel (25 FPS)
Brennweite/Zoom/
Lichtstärke
28-140 mm/5-fach/
f/3,9-4,8
28-128 mm/4,6-fach/
f/3,3-5,9
25-100 mm/4-fach/
f/2,0-4,9
25-100 mm/4-fach/
f/2,0-4,9
26-130 mm/5-fach/
f/3,5-4,8
Display 7,6 cm (3 Zoll), ca. 520 x 390 Pixel
(610.000 Bildpunkte*)
7,6 cm (3 Zoll), ca. 480 x 230 Pixel
(460.000 Bildpunkte*)
7,6 cm (3 Zoll), ca. 520 x 390 Pixel
(610.000 Bildpunkte*)
7,6 cm (3 Zoll), ca. 480 x 230 Pixel
(460.000 Bildpunkte*)
8,4 cm (3,3 Zoll), ca. 800 x 480 Pixel
(1.229.000 Bildpunkte*)
Belichtung Programmautomatik Programmautomatik, manuell Programmautomatik Programmautomatik Programmautomatik
Schnittstellen Micro-USB, Micro-HDMI, GPS, WLAN Micro-USB, Micro-HDMI, GPS,WLAN, NFC Micro-USB, A/V-Out, Micro-HDMI Micro-USB, Micro-HDMI, GPS Micro-USB, Micro-HDMI
Speicher/intern SDXC/21 Megabyte SDXC/15 Megabyte SDXC/22 Megabyte SDXC/70 Megabyte Micro-SDXC, Sony MS/19 Megabyte
Outdoor-
Spezifikationen
Wasserdicht (18 m, 60 Min.),
temperaturbeständig (–10 °C bis +40
°C), stoßfest
Wasserdicht (13 m), temperaturbestän-
dig (–10 °C), staubgeschützt, stoßfest
(2 m Fallhöhe), belastbar (100 kg)
Wasserdicht (15 m), temperaturbestän-
dig (–10 °C), staubgeschützt, stoßfest
(2,1 m Fallhöhe), belastbar (100 kg)
Wasserdicht (14 m), temperaturbestän-
dig (–10°C), staubgeschützt, stoßfest
(2 m Fallhöhe), belastbar (100 kg)
Wasserdicht (10 m), gegenüber Staub,
Frost und Erschütterungen beständig
Maße/Gewicht 110 x 65 x 24 mm/193 g 109 x 67 x 29 mm/212 g 112 x 66 x 29 mm/230 g 125 x 64 x 32 mm/229 g 96 x 59 x 15 mm/140 g
TESTURTEIL GUT 1,7 GUT 1,8 GUT 2,0 GUT 2,1 GUT 2,2
* Herstellerangabe 1 Pixel = 3 Bildpunkte
Sony Cyber-shot TX30
WEB: www.sony.de PREIS (UVP, ONLINE): € 350, ab € 350
Sonys Cyber-shot TX30 tanzt optisch etwas aus der Reihe und
sieht auf den ersten Blick gar nicht aus wie eine Outdoor-Kame-
ra. Der japanische Hersteller gibt für seine Kompaktknipse auch
keinerlei Zertifizierungsdaten an, auf dem Gehäuse findet sich
lediglich ein „Wasserdicht bis 10 Meter“-Schriftzug. Gegenüber
Staub, Frost und Erschütterungen ist die Kamera laut Sony da-
gegen nur „beständig“. Dafür ist die TX30 aber die mit Abstand
kompakteste Outdoor-Cam im Testfeld und gefällt vor allem mit
einer Dicke von nur 15 Millimetern sowie der cleveren Objektiv-
klappe. Eine weitere Besonderheit ist das kapazitive (auf Berüh-
rung reagierende) OLED-Touch-Display auf der Rückseite mit
der überragenden Auflösung von 1.229.000 Bildpunkten. Der
Bildschirm ist gleichzeitig die einzige Steuerungsmöglichkeit der
Kamera, Tasten gibt es außer dem Einschalter sowie dem Auslö-
ser nämlich nicht. Die Bedienung funktioniert weitestgehend gut,
hin und wieder reagiert der Screen beim Menüwechsel aber et-
was langsam. Der Sensor der TX30 sorgt neben dem Display für
einen weiteren Bestwert, denn er löst mit satten 18 Megapixeln
auf. Trotzdem fehlte es unseren Testaufnahmen etwas an Schär-
fe, vor allem am Rand. Bei schlechten Lichtverhältnissen macht
sich außerdem ab ISO 800 leichtes, ab ISO 1.600 starkes Grie-
ßeln bemerkbar. Dynamikumfang und Details der Aufnahmen
waren hingegen sehr ordentlich. Schade, dass Sony auf jegliche
Sonderausstattung verzichtet. Die Cyber-shot TX30 ist nämlich
die einzige Outdoor-Kamera im Testfeld ohne integriertes GPS,
auch WLAN sucht man leider vergeblich.
Sehr kompaktes Gehäuse Tolles OLED-Display
Nur bedingt outdoortauglich Kein GPS, kein WLAN
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NOTE 2,2
TESTSIEGER
05/2013
TECHNIK TEST: Mini-PCs
52 www.spielefilmetechnik.de 05/13
Bonsai-Computer
Mini-PCs Sie möchten sich einen
neuen Rechner anschaffen, ein klo-
biger Tower kommt für Sie aber
nicht infrage? Wie wäre es statt-
dessen mit einem Mini-PC? SFT
testet vier aktuelle Geräte.
N
atürlich gibt es auch noch andere
platzsparende und schicke Alterna-
tiven zu herkömmlichen Desktops:
All-in-one-PCs und Notebooks. Bei diesen
Systemen zahlen Sie unter Umständen
jedoch für Komponenten, die Sie gar nicht
benötigen, da Sie bereits Maus/Tastatur und
einen Monitor – der mit Sicherheit größer
sein wird als der eines Laptops – zu Hause
haben. Mini-PCs sind im Grunde aufs
Wesentliche reduzierte Computer, die sich
dank Ihrer Kompaktheit problemlos im
Wohnzimmer oder auf einem Schreibtisch
aufstellen lassen. Manche Modelle können
sich praktisch unsichtbar machen, indem
sie sich an der Rückseite Ihres Bildschirms
befestigen lassen – so erhalten Sie quasi
einen All-in-one-PC! Und das bereits zu
einem Bruchteil der Kosten, die beim Kauf
einer solchen Komplettlösung anfallen wür-
den. Denn mit 350 Euro gestaltet sich der
Einstieg in die Welt der Minis äußerst güns-
tig. Sollte Ihnen der Computer alleine nicht
reichen, haben wir für Sie zu den vier Test-
kandidaten noch den Preis für eine Konfi-
guration mit entsprechendem Zubehör
dazugestellt. Es geht übrigens auch noch
günstiger: Wer in erster Linie einen Wohn-
zimmer-PC sucht und etwas Bastelei nicht
scheut, kann sich mithilfe des Kleinstrech-
ners Raspberry Pi sein eigenes Media-
Center zusammenbauen. Lediglich rund 60
Euro Materialkosten und eine halbe Stunde
Zeit müssen Sie dafür investieren (eine aus-
führliche Anleitung finden Sie in Ausgabe
02/13). (fn)
Bei Displays mit
flacher Gehäuserück-
seite und VESA-
Standard (eine Befes-
tigungsnorm, die vier
Bohrungen auf der
Rückseite beinhaltet)
lässt sich die Zbox
platzsparend und
dezent direkt am
Monitor anbringen.
Das dafür nötige Zube-
hör hat der Hersteller
mit in den Karton
gepackt.
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NOTE 2,1
ZOTAC ZBOX NANO XS PLUS
+ 22-Zoll-Monitor:
ab € 110,-
+ Maus und Tastaur:
ab € 20,-
+ Windows 8:
€ 70,-
Gesamtpreis:
550,-
TEST: Mini-PCs TECHNIK
05/13 www.spielefilmetechnik.de 53
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-Computer
Giada D2305 Mini-PC
WEB: www.giada-deustchland.de PREIS (UVP, ONLINE): € 800, ab € 800
Bevor wir Ihnen Features und Leistung des Mini-PCs aus dem Hause Giada näher-
bringen, steigen wir zunächst direkt in ein wichtiges Praxis-Thema ein: Geräusch-
entwicklung. Bereits beim Einschalten heulen die Lüfter laut auf. Das ist bei vielen
Computern so, legt sich meist nach kurzer Zeit aber wieder. Der schwarze Kasten
will sich aber auch nach längerem Betrieb unter Normallast einfach nicht beruhigen.
Wir messen eine Dauerbeschallung zwischen 1,7 und 2,1 Sone. Steigt die Prozes-
sorlast, zeigt das Messgerät über drei Sone an! Im Grunde disqualifiziert sich der
D2305 damit sowohl als Wohnzimmer- als auch als Schreibtisch-PC. Bei Spielen
und Mediennutzung haben Sie wenigstens die Möglichkeit, der Geräuschbelästigung
entgegenzuwirken, indem Sie PC-Boxen beziehungsweise das Heimkinosystem auf
hohe Lautstärke einstellen oder gleich Kopfhörer aufsetzen. Aber Sie möchten ja
vielleicht auch einfach mal arbeiten oder im Netz surfen. Schade, denn in puncto
Ausstattung gehört der D2305 zu den leistungsfähigsten derzeit erhältlichen Mini-
PCs. Neben einem flinken Core-i5-Prozessor steht ihm als einzigem Kandidaten
eine den integrierten Varianten haushoch überlegene dedizierte Grafik (GT 640) zur
Verfügung. Casual Games und ältere Spiele mit komplexer Grafik meisterte er damit
mühelos, auch den ein oder anderen neuen Titel dürfen Sie dem System durchaus
zumuten. Die HD-Entertainment-Qualitäten überzeugen ebenso, zumal der D2305
ein Blu-ray-Laufwerk besitzt. Die Bedienung des von uns installierten Windows 8
klappte insgesamt sehr flüssig. Gefallen hat uns außerdem das robuste Metall-
gehäuse mit seinem klaren Design (die vorderen Anschlüsse verbergen sich hinter
einer Klappe) sowie die zahlreichen Anschlussmöglichkeiten.
Robustes, ansprechendes Gehäuse Hohe Multimedia-Leistung
Blu-ray-Player In allen Betriebsarten viel zu laut
BEFRIEDIGEND
NOTE 2,6
Zotac Zbox Nano XS Plus
WEB: www.zotec.de PREIS (UVP, ONLINE): € 350, ab € 350
Vor gut einem Jahr erschien die erste Version des Bonsai-Computers, der
in der Fläche kaum mehr Platz einnimmt als ein Bierdeckel und in der Höhe
nur vier Zentimeter misst. Die neueste Zbox Nano unterscheidet sich op-
tisch und anschlussseitig nicht von den Vorgängermodellen: Den Mini-PC
umschließt nach wie vor ein stabiler Aluminium-Rahmen, außerdem bietet
er für seine Größe mit insgesamt fünf USB-Ports, HDMI, Ethernet und Mul-
tikartenleser ein sehr gutes Schnittstellen-Angebot. Wer mit seiner Zbox
kabellos ins Netzwerk und die beiliegende Fernbedienung nutzen möchte,
muss allerdings je eine USB-Buchse für die mitgelieferte Wi-Fi-Antenne und
den IR-Empfänger opfern. Damals wie heute setzt der Hersteller auf AMDs
Brazos-Technologie. Dabei handelt es sich um eine Kombination aus Du-
alcore-CPU und interner Radeon-HD-Grafikeinheit. Gleich geblieben ist
auch der Umstand, dass der Mini-Rechner ohne Betriebssystem ausgelie-
fert wird (für unseren Test haben wir Windows 8 installiert). Das aktuelle
Zbox-Modell arbeitet mit einem E2-1800, einer laut Hersteller „getunten“
Version der Brazos-Plattform, die schneller sein soll als die E-450-Variante
in den Vorgängern. Der Geschwindigkeitsvorteil fällt mit 0,66 Benchmark-
punkten im Cinebench R 11 gegenüber 0,61 Punkten allerdings nur minimal
aus und bleibt somit auf einem im Vergleich zu den Modellen mit Intel-Core-
i-Technologie recht schwachen Niveau. Dass die Arbeitsweise bei typischen
PC-Aufgaben unter Windows 8 doch halbwegs flott vonstattengeht, liegt
an der eingebauten SSD (die aber nur 64 Gigabyte fasst). Kommt bei Spie-
len und Videos die Grafikeinheit zum Einsatz, zeigt sich: Als HD-Film-Un-
terhalter macht die Zbox eine gute Figur, 2D-Games und weniger aufwen-
dige 3D-Titel stellen kein Problem dar, aber schon das ältere Hitman – Blood
Money zwingt das System in die Knie.
Extrem kompakte Bauweise Für die Größe viele Anschlüsse
Wenig interner Speicher Mäßige Performance
Mini-PCs auf dem Prüfstand
Was Sie erwarten dürfen
• Mini-PCs beanspruchen durch die Bank nur sehr wenig Platz.
• Beim Anschlussangebot müssen Sie im Vergleich zu herkömmlichen Computern
und Notebooks kaum Kompromisse eingehen.
• Zu den Kommunikationsstandards gehört neben Ethernet auch WLAN (gerade
bei Desktop-PCs auch heutzutage noch keine Selbstverständlichkeit).
• Videos in HD und Full HD bereiten keine Probleme. Geht es ums Spielen, fühlen
sich die Minis in der Welt der Casual Games am wohlsten: zum Beispiel Angry
Birds oder das grafisch etwas aufwendigere Arcade-Rennspiel Riptide.
• Office-, Internet- und andere typische PC-Aufgaben meistern die Minis.
Worauf Sie (oftmals) verzichten müssen
• Im Hinblick auf eine möglichst kompakte Bauweise werden häufig keine optischen
Laufwerke verbaut.
• Unter den engen Platzverhältnissen leidet die Erweiterbarkeit, was beispielswei-
se den Einbau einer zusätzlichen Festplatte unmöglich machen kann.
• Nur bei wenigen Geräten gehören Maus und Tastatur zum Lieferumfang.
• Mit anspruchsvollem Videoschnitt sind Minis in der Regel überfordert.
• Zum Spielen aktueller Grafikschwergewichte sind Mini-PCs nicht geeignet. Kleiner
Trost: Ältere Titel mit zum Erscheinungszeitpunkt aufwendiger Optik können je nach
Modell durchaus spielbar sein. Entsprechend haben wir für den Test
Hitman – Blood Money (2006) und Lara Croft – Guardian of Light (2010) ausgewählt.
GIADA D2305 MINI-PC
+ 22-Zoll-Monitor:
ab € 110,-
+ Maus und Tastaur:
ab € 20,-
Gesamtpreis:
930,-
TECHNIK TEST: Mini-PCs
54 www.spielefilmetechnik.de 05/13
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Apple Mac Mini
WEB: www.apple.de. PREIS (UVP, ONLINE): € 1.180, ab € 1.180
Mit seinem komplett aus robustem Aluminium gefertigten Gehäuse und der eleganten Form-
gebung trumpft der Mac Mini mit dem gelungensten Design im Testfeld auf. Das An -
schlussangebot lässt ebenfalls keine Wünsche offen. Wir notieren unter anderem vier USB-
Eingänge, die Hochleistungsschnittstelle Thunderbolt sowie HDMI. Auf ein optisches
Laufwerk müssen Sie wie bei allen aktuellen Macs verzichten. In unserer Ausstattungsvari-
ante arbeitet der Mini mit der pfeilschnellen, vierkernigen Intel-CPU Core i7. Damit schlägt
der Apfel-Rechner in der Disziplin Rechenpower die drei Konkurrenten. Aber auch dem Mac
Mini steht zur Pixelbeschleunigung genau wie den Rivalen von Acer und Zotac nur eine in-
terne Grafiklösung zur Verfügung. Ein echtes Highlight stellt das in unserer Testkonfiguration
verbaute sogenannte Fusion Drive dar. Das Hybrid-Laufwerk vereint eine herkömmliche
1-Terabyte-Festplatte mit einer 120-GByte-SSD und sorgt damit für kürzere Bootzeiten und
eine insgesamt höhere Arbeitsgeschwindigkeit. Gefühlt läuft das System so schnell wie ein
reiner SSD-Computer. Ein kompletter Systemstart geht mit 16 Sekunden sehr fix (ein Win-
dows-8-Rechner mit HDD benötigt zwischen 20 und 25 Sekunden). Programme starten
augenblicklich. Arbeiten, Surfen etc. läuft unter Mac OS X wie geschmiert. Spaß macht der
Mini dank astreiner HD-Video-Performance auch. Angry Birds und Riptide sind keine He-
rausforderung. Ein anspruchsvollerer Titel wie Lara Croft – Guardian of Light ist zwar spielbar,
läuft aber nicht mehr ganz so rund. Während der Mac Mini im Normalbetrieb praktisch keinen
Mucks von sich gibt, sind unter Volllast doch deutliche Lüftergeräusche zu hören. Mit 2,0
Sone bewegen sich diese aber auf einem noch akzeptablen Niveau.
Edles Design Top-Verarbeitung Hohe Rechenleistung
Deutlich hörbare Lüftergeräusche unter Last
Am stilreinsten, aber auch am teuersten ist es, wenn Sie Ihren Mini mit
Bildschirm, Maus und Tastatur von Apple kombinieren. Sie können auch
jedes andere USB-Eingabegerät oder PC-Display anschließen. Für eine
optimale Bedienung von Mac OS sollte es aber die Apple-Tastatur sein.
SEHR GUT
NOTE 1,4
APPLE MAC MINI
+ 27-Zoll Apple Tunderbolt Display:
ab € 1.000,-
+ Apple Magic Mouse und
Apple Wireless Keyboard:
€ 140,-
Gesamtpreis:
2.320,-
TESTSIEGER
05/2013
TEST: Mini-PCs TECHNIK
05/13 www.spielefilmetechnik.de 55
Produktinfo Mac Mini Revo RL80 Zbox Nano XS Plus D2305 Mini PC
Hersteller Apple Acer Zotac Giada
Webseite www.apple.de www.acer.de www.zotac.de www.giada-deutschland.de
Preis (UVP, Online) € 1.180 , ab € 1.180 (Testsystem);
ab € 630 (Core i5, 2,5 GHz, 1-TB-
HDD ohne Fusion Drive)
€ 500, ab € 450 € 350, ab € 350 € 800, ab € 800
Technische Daten
System Intel Core i7-3615QM (2,6 GHz),
4 GByte RAM Arbeitsspeicher,
Festplatte: 1Tyte HDD, 120 GByte
SSD Fusion Drive
Intel Core i3-2377M (1,5 GHz),
4 GByte RAM Arbeitsspeicher,
Festplatte: 500 GByte HDD
AMD E2-1800 (1,7 GHz),
2 GByte RAM Arbeitsspeicher,
Festplatte: 64 GByte HDD
Intel Core i5-3317U (1,7 GHz),
4 GByte RAM Arbeitsspeicher,
Festplatte: 500 GByte HDD
Grafik Intel HD Graphics 4000 Intel HD Graphics Radeon HD 7340 Nvidia Geforce GT640
Optisches Laufwerk Keines DVD-Brenner Keines Blu-ray-Kombo
Geräuschpegel
Normal/Last/DVD*
0,2/2,0 Sone 0,3/0,7 Sone 0,6/2,1 Sone 1,9/3,4 Sone
Systemleistung 3D Mark 2006 (Standard): nicht
durchführbar, Cinebench R 11.5:
6,65 Punkte
3D Mark 2006 (Standard): 3.143
Punkte, Cinebench R11.5: 1,35
Punkte
3D Mark 2006 (Standard): 2.459
Punkte, Cienebench R 11.5: 0,66
Punkte
3D Mark 2006 (Standard): 11.477
Punkte, Cinebench R 11.5: 2,34
Punkte
Schnittstellen 4x USB 2.0, Thunderbolt, HDMI,
Firewire, Kartenleser, Kopfhörer,
Mikrofon, LAN, WLAN, Bluetooth
4x USB 2.0, 2x USB 3.0, DVI, HDMI,
SPDIF, Kopfhörer, Mikrofon, Kartenle-
ser, LAN WLAN, Bluetooth
2x USB 3.0, 3 x USB 3.0, HDMI, ESA-
TA, Kartenleser, Kopfhörer, Mikrofon,
über USB: IR, WLAN
3x USB 3.0, 2x USB 2.0, DVI, HDMI,
SPDIF, Kopfhörer, Mikrofon, Karten-
leser, LAN, WLAN, Bluetooth
Betriebssystem OSX Mountain Lion Windows 8 Nicht enthalten (Windows 8 ready) Windows 7 (Windows 8 ready)
Maße/Gewicht 19,7 x 19,7 x 3,6 cm/1,3 kg 21 x 21 x 3,5 cm/1,58 kg 10,7 x 10,7 x 4,2 cm/0,34 kg 23 x 17,4 x 5,4 cm/1,8 kg
TESTURTEIL SEHR GUT 1,4 GUT 1,7 GUT 2,1 BEFRIEDIGEND 2,6
* 0,1 - 1,0 = kaum hörbar, 1,1 - 2,5 = hörbar, ab 2,6 = deutlich hörbar (störend)
Fazit
Apples Mac Mini machte das Ren-
nen, da er nicht nur kaum nennens-
werte Schwächen aufweist, sondern
auch mit dem attraktivsten Design
und der schnellsten Arbeitsweise
glänzt. In unserer Testkonfiguration
ist er aber mit Abstand der teuerste
Bonsai-PC. Möchten Sie in erster
Linie surfen und Videos schauen und
können eine eher mäßige Perfor-
mance verschmerzen, finden Sie in
der Zbox einen der derzeit kleinsten
und günstigsten Mini-PCs. Das beste
Preis-Leistungs-Verhältnis bietet
Acers Revo: Für faire 450 Euro
bekommen Sie ordentliche Unterhal-
tungsqualitäten und einen DVD-
Brenner. In Sachen Ausstattung,
Verarbeitung und Performance ist der
Giada eigentlich top, aufgrund seiner
hohen Lautheit können wir ihn aber
nicht empfehlen.
Acer Revo RL80
WEB: www.acer.de PREIS (UVP, ONLINE): € 500, ab € 450
Im Unterschied zur Konkurrenz setzt Acer beim Gehäuse seines Revos
ausschließlich auf Plastik. Mittels Klavierlack-Elementen und der kup-
ferfarbenen Zierleiste verleiht ihm der Hersteller immerhin eine ganz
passable Optik. Die Verarbeitung ist überdies tadellos. Insgesamt haben
Sie drei Möglichkeiten, den Revo zu platzieren: Entweder legen Sie ihn
flach mit der glänzenden Seite nach oben auf einen Tisch (die gummier-
te Unterseite verhindert Verrutschen) oder bringen den Standfuß an, um
den Mini-PC vertikal aufzustellen. Weiterhin können Sie ihn mittels
VESA-Halterung an einen kompatiblen Bildschirm montieren (entspre-
chendes Zubehör befindet sich im Lieferumfang). Im Paket liegt weiter-
hin ein kabelloses Maus/Tastatur-Ensemble, das wir aufgrund billiger
Haptik und schwammiger Tastaturdruckpunkte aber nicht gerade pri-
ckelnd finden. Im Inneren stellt ein Core-i3-Prozessor mit 1,5 GHz die
Rechenleistung bereit, die Grafikeinheit bildet eine interne Intel-Lösung.
Mit fünf USB-Buchsen, DVI, HDMI, LAN, WLAN und analogen sowie
digitalen Audio-Anschlüssen zeigt sich der Revo sehr kontaktfreudig.
Hinzu kommt ein DVD-Brenner. Die Modern-UI-Oberfläche des vorins-
tallierten Windows 8 lässt sich geschmeidig bedienen, unter dem alter-
nativen Desktop reagiert der Mini-PC allerdings etwas behäbig. Wie
steht es um das Unterhaltungspotenzial? Auf Schweine mit wütenden
Vögeln feuern oder in Riptide übers Wasser jagen macht Laune, visuell
anspruchsvollere Titel wie Hitman – Blood Money ruckeln zwar nicht
ganz so stark wie bei der Zbox, der Spielspaß leidet aber auf jeden Fall.
Hochauflösende Filme gibt das System anstandslos wieder. Lobens-
wert: Der Revo arbeitet angenehm leise und bleibt als einziger Testkan-
didat in allen Betriebsmodi unter einer Lautheit von 1,0 Sone.
Gute Ausstattung Flexible Platzierungsmöglichkeiten
Geringe Geräuschentwicklung Arbeitsweise z. T. etwas träge
GUT
NOTE 1,7
ACER REVO RL80
+ 22-Zoll-Monitor:
ab € 110
Maus und Tastatur:
enthalten
Gesamtpreis:
570,-
TESTSIEGER
05/2013
TECHNIK FEATURE: RC-Gadgets
56 www.spielefilmetechnik.de 05/13
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Ferngesteuerter Spaß
RC-Gadgets Egal ob am Boden, im Wasser oder in der Luft: Diese
coolen kabellosen Spielzeuge bringen nicht nur Ihre Katze ins
Schwitzen, sondern bieten auch viel Spaß für Groß und Klein.
Der beim Gadget-Versender Radbag erhältliche Vaporizr ist ein ferngesteuertes Amphibienfahrzeug, denn er
kann sich sowohl zu Lande als auch im Wasser fortbewegen. Gelenkt wird er mit einer leider sehr minderwertig
anmutenden Plastikfernbedienung, die beide Achsen unabhängig voneinander steuert. Dadurch lässt sich das
Fahrzeug jederzeit um 360 Grad drehen, allerdings fällt gerade das Navigieren durch enge Passagen ziemlich
schwer. Der Vaporizr selbst besteht ebenfalls zum Großteil aus Plastik, die wichtigen Anschlüsse wie etwa für
den Akku und die Antenne sind aber speziell abgedichtet, sodass diese auch beim Fahren durch Wasser nicht
beschädigt werden können. Im Garten kann man mit dem akkubetriebenen Nikko-Rennwagen viel Spaß ha-
ben, für die Indoor-Benutzung ist er aufgrund seiner eingeschränkten Navigierbarkeit kaum geeignet.
SFT meint: Netter, aber wenig hochwertiger RC-Racer, der eigentlich nur für den Außen-
einsatz geeignet ist. Für Kinder ist die 2-Achsen-Steuerung zu kompliziert.
WEB: www.radbag.de PREIS (UVP, ONLINE): € 80, ab € 45
Nikko Vaporizr
FEATURE: RC-Gadgets TECHNIK
05/13 www.spielefilmetechnik.de 57
Ferngesteuerter Spaß
Sphero ist eine Roboterkugel, die sich per App sowohl mit iOS-
als auch mit Android-Geräten fernsteuern lässt. Im Lieferumfang
befindet sich eine Induktions-Ladeschale, in welcher der Sphero
an die drei Stunden ruhen muss, bis er einsatzbereit ist. Dafür
reicht eine Ladung für bis zu eine Stunde Rollzeit. Die Verbindung
mit dem mobilen Gerät wird über Bluetooth hergestellt, was lei-
der gleichzeitig auch die Reichweite des Spheros auf rund 15
Meter beschränkt. Im Inneren der kleinen Kugel befindet sich ei-
ne LED, deren Farbe Sie völlig frei bestimmen können. Neben
der Standard-App gibt es zahlreiche weitere Sphero-Anwendun-
gen, darunter auch diverse Augmented-Reality-Spiele (Bild).
FAZIT: Cooles, aber auch sehr teures Gadget. Die
App-Auswahl dürfte dank einer engagierten Ent-
wicklergemeinde bald deutlich größer werden.
WEB: www.radbag.de PREIS (UVP, ONLINE): € 130, ab € 130
Nach dem Öffnen der Verpackung der Simulus-Kampfhubschrauber macht
sich zunächst große Ernüchterung breit, denn die Fernbedienungen wirken
sehr billig verarbeitet und besonders die Abdeckung des Batteriefachs machte
bei einem der beiden Geräte mit einem durchdrehenden Schraubgewinde Pro-
bleme. Dass es sich dabei um keinen Einzelfall handelt, verriet uns eine kurze
Internetrecherche. Für eine UVP von stolzen 80 Euro darf man hier eigentlich
höhere Qualität erwarten. Trotz der Verarbeitungsmängel kann man mit dem
Hubschrauberset viel Spaß haben, denn die beiden Helis lassen sich mit etwas
Übung sehr gut steuern. Der Clou an den Simulus-Helis ist der „Kampfmo-
dus“, denn über eine Schultertaste an der Fernbedienung können Sie virtuell
auf den anderen Helikopter feuern und bei einem Treffer beginnt dieser zu tru-
deln und langsam in Richtung Boden abzusinken. Eine Akkuladung sorgt für
rund zehn Minuten Flugspaß, anschließend müssen die Helis circa eine halbe
Stunde über die batteriebetriebenen Fernbedienungen geladen werden.
SFT meint: Spaßige Helikämpfe. An der Langlebigkeit der schlecht
verarbeiteten Fernbedienungen muss gezweifelt werden.
WEB: www.monsterzeug.de PREIS (UVP, ONLINE): € 80, ab € 50
Simulus Kampfhubschrauber
Orbotix Sphero
TECHNIK FEATURE: RC-Gadgets
58 www.spielefilmetechnik.de 05/13
Deskpets Trekbot
Deskpets Tankbot
Deskpets Skitterbot
Der Trekbot vervollständigt das
Deskpet-Trio und ist mit seinen
großen Rädern ebenfalls flott
unterwegs. Dazu kommt, dass
er als einziges Deskpet nicht
umfallen kann, denn egal ob er
von einer Stufe oder über eine
Teppichkante fährt, der Trekbot
landet stets auf seinen Reifen.
Die Steuerung ist wie beim Skit-
terbot etwas gewöhnungsbe-
dürftig, weshalb der Trekbot
gerade für kleine Kinder eher
frustrierend als spaßig ist.
SFT meint: Hakelige Steue-
rung, öde Optik. Wenn Sie
ein Deskpet möchten, kau-
fen Sie den Skitterbot.
WEB: www.getdigital.de
PREIS (UVP, ONLINE): € 23, ab € 21
Der Tankbot lässt sich, genau wie die beiden anderen auf dieser Seite vorge-
stellten Deskpets, dank einer speziellen App mit Android- beziehungsweise
Apple-Geräten fernsteuern. Die Lenkung funktioniert gut, wahlweise können
Sie den Tankbot aber auch automatisch fahren lassen, denn aufgrund eines
integrierten Annäherungssensors erkennt er Hindernisse und versucht auto-
matisch, diese zu umfahren. Etwas störend ist hingegen der eingebaute
Lautsprecher, der permanent Geräusche von sich gibt.
SFT meint: Witziger Bot, der mit seinem Bewegungssensor
sogar durch aufgebaute Labyrinthe navigieren kann. Auf Dauer
aber eher langweilig, außerdem nervt die „Sprachausgabe“.
WEB: www.getdigital.de PREIS (UVP, ONLINE): € 25, ab € 22
Laut Hersteller ist der Skitterbot der
schnellste sechsbeinige Spinnenro-
boter der Welt und tatsächlich ist er
mit einer Geschwindigkeit von etwa
30 Zentimetern pro Sekunde auf fast
jedem Untergrund sehr flott unter-
wegs. Bevor Sie mit der Mini-Spinne
Ihre Katze ärgern oder die Nach-
barskinder erschrecken können,
müssen Sie den Bot rund 10 Minu-
ten an der mitgelieferten Fernbedie-
nung per USB aufladen. Anschlie-
ßend hat er genug Power für 15 Mi-
nuten Rennspaß. Ladeart und
-dauer sind übrigens bei allen drei
Deskpets identisch.
SFT meint: Das coolste der
drei Deskpets. Sieht mit sei-
nen Leuchtaugen witzig aus
und krabbelt richtig schnell.
WEB: www.getdigital.de
PREIS (UVP, ONLINE): € 23, ab € 23
TECHNIK FEATURE: RC-Gadgets FEATURE: RC-Gadgets TECHNIK
05/13 www.spielefilmetechnik.de 59
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Tomy Mariokart Racer
Kennen Sie die beliebten Mario Kart-
Spiele, die für diverse Nintendo-Kon-
solen erschienen sind? Bei diesen Ar-
cade-Rennspielen geht es nicht nur
da rum, den ersten Platz zu erreichen,
Sie können auch Ihre Kontrahenten
mit lustigen Spezialgegenständen wie
Schildkrötenpanzern oder Bananen-
schalen malträtieren. Dieses Video-
spiel-Feeling möchten die ferngesteu-
erten Mariokart-Racer nun ins echte
Leben übertragen und das gelingt
wirklich gut. Im Lieferumfang befindet
sich ein Papp-Bastelsatz, mit dem Sie
Ihre eigene Strecke (Bild) kreieren kön-
nen. Anschließend brauchen Sie nur
noch die beiden Mini-Autos rund 10
Minuten mit den batteriebetriebenen
Fernbedienungen zu laden und schon
kann das Rennen losgehen. Die Spezi-
algegenstände wurden toll umgesetzt,
denn alle paar Sekunden blinkt ein an-
deres Po wer-Up auf der Fernbedie-
nung auf, das Sie dann virtuell auf Ih-
ren Gegner feuern und so dessen Kart
kurzzeitig rückwärts fahren lassen oder
außer Gefecht setzen. Die Steuerung
der Karts geht nach einiger Übung
ebenfalls gut von der Hand und auf-
grund der langsamen Fahrgeschwin-
digkeit machen die Mariokart-Racer
auch Kindern sehr viel Spaß.
SFT meint: Auf den ersten Blick
eher unspektakulär, im Renn-
einsatz dafür umso lustiger.
Toller Spaß für Groß und Klein!
WEB: www.getdigital.de
PREIS (UVP, ONLINE): € 55, ab € 55
Für den großen Geldbeutel: Parrot AR Drone 2.0
Ganz sicher kein Kinderspielzeug. Die AR-Drohne ist ein teurer Spaß für Erwachsene.
Bei Parrots AR-Drohne handelt es sich um einen Quadrocopter, also einen Mini-Hubschrauber
mit vier Rotoren, die rund um das „Cockpit“ angebracht sind. Die Propeller sind außerdem durch
eine Schaumstoff-Ummantelung geschützt, diese lässt sich auf Wunsch aber auch abnehmen. Gesteuert
wird der Quadrocopter mit dem Smartphone oder Tablet über eine spezielle App und dort wahlweise über
zwei virtuelle Steuerknüppel oder per Neigungssensor. Die Lenkung funktioniert nahezu perfekt, bei der
aktuellen Version gibt es sogar einen Knopf, mit dem die Drohne einen Salto in der Luft ausführt. Zusätzlich
hat der Parrot-Quadrocopter eine Kamera an Bord, mit der Sie aus schwindelnder Höhe HD-Videos auf-
nehmen können. Den ausführlichen Test zur AR-Drohne finden Sie in der SFT-Ausgabe 06/12.
TECHNIK Kurztests
60 www.spielefilmetechnik.de 05/13
Kurztests
Vermischtes An dieser Stelle nehmen wir für Sie regelmäßig
interessante Produktneuheiten des Monats unter die Lupe.
In-Ear-Kopfhörer
Ultrasone Tio
WEBSEITE: www.ultrasone.de PREIS (UVP, INTERNET): € 350, ab € 350
Sie wollen auch unterwegs Ihre Musik ohne Einschränkungen genießen? Dann
können wir Ihnen den Tio wärmstens empfehlen. Die im Lieferumfang enthaltenen
zwei Schaumstoff- sowie fünf Silikon-Ohrpolster-Paare helfen, die für Sie optima-
le Passform zu finden. Zusätzlich liegt eine hochwertige Transporttasche sowie ein
Flugzeug- und ein OMTP-Adapter für kompatible Smartphones im Paket. Wie von
Ultrasone gewohnt, zeigt sich der Tio hervorragend verarbeitet und edel designt.
Soundtechnisch spielt der In-Ear-Kopfhörer absolut auf Hi-
Fi-Niveau: Sie dürfen sich auf ein angenehm luftiges, sehr
natürliches Klangbild mit feiner Detailzeichnung und einem
dynamischen Bass freuen. Ein bisschen mehr Druck hätte
Letzterem allerdings nicht geschadet, wie wir finden. Das
ändert aber nichts am insgesamt sehr guten Eindruck.
Sehr natürlicher Klang Hochwertige Bauweise
Flexibles Ohrpolster-System
GUT NOTE 1,5
SEHR GUT NOTE 1,4
KAUFTIPP
05/2013
Outdoor-Lautsprecher
JBL Charge
WEBSEITE: www.jbl.com
PREIS (UVP, INTERNET): € 150, ab € 150
Obwohl der Charge lediglich etwas größer ist als
eine Getränkedose, kann er mit einem starken
6000-mAh-Akku aufwarten, der eine kabellose
Laufzeit von bis zu zwölf Stunden ermöglicht. Hin-
zu kommen zwei Lautsprecher mit je einem
5-Watt-Verstärker sowie eine Bassreflexöffnung.
Letztere entfaltet besonders bei der Wiedergabe
tieferer Frequenzen ihr Potenzial. Der Clou:
Smartphones, MP3-Player und Co. können
über die eingebaute USB-Buchse geladen
werden. Leider ist nur diese Schnittstelle
vor Staub und Wasser geschützt, das
hätten wir uns auch für den rückseitigen
Stromanschluss und den Aux-Eingang
gewünscht. Für den Transport liegt eine
Neopren-Schutzhülle bei. Die Blue tooth-
Verbindung ist schnell eingerichtet, Musik
wird bei Zimmerlautstärke klar und kraftvoll
wiedergegeben, bei höherem Pegel verliert der
Klang jedoch deutlich an Dynamik.
Sehr lange Akkulaufzeit
Kompaktes und praktisches Design
Ladefunktion für externe Geräte
Mehr Leistung, als der Klang verträgt
Kurztests TECHNIK
05/13 www.spielefilmetechnik.de 61
3D-Blu-ray-Player
Philips Fidelio BDP9700
WEBSEITE: www.philips.de PREIS (UVP, INTERNET): € 550, ab € 480
Der BDP9700 gehört genau wie das in dieser Ausgabe getestete, sehr
gelungene Soundbar Home Entertainment System (S. 36) zu Philips’
Premium -Familie Fidelio und bietet neben seinen Kernfunktionen ebenfalls
Smart-TV- Anwendungen sowie Medien-Streaming von Geräten innerhalb des
Netzwerks (per Kabel oder WLAN). Inhalte lassen sich außerdem mittels
Front-USB zuspielen. Zwei HDMI-Ausgänge, 7.1-Surround-Out sowie ein op-
tischer Ausgang runden das Anschlussangebot ab. Die Bedienung ist dank
aufgeräumter, selbsterklärender Menüs ein Klacks, an der Bild- und Ton-Qua-
lität gibt es nichts zu beanstanden. Bis eine Blu-ray oder DVD eingelesen und
startbereit ist, vergehen lediglich 13 Sekunden – ein sehr guter Wert.
Hochwertige Metall-Bauweise Komfortable Bedienung

Gute Ausstattung Hervorragende Bild- und Tonqualität
Gaming-Maus
Func MS-3
WEBSEITE: www.func.net
PREIS (UVP, INTERNET): € 70, ab € 70
Man sieht der Func MS-3 an, dass sie
gerne bei den High-End-Gaming-Mäu-
sen mitspielen will. Auf den ersten
Blick will das jedoch nicht ganz gelin-
gen: Die zehn Tasten könnten sich
wertiger anfühlen, die Druckpunkte
ausgewogener sein. Ein Gewichtssys-
tem ist bei Geräten in diesem Preis-
segment normalerweise Standard. Für
die MS-3 gilt dies leider nicht, weshalb
Sie sich mit den recht schweren 127
Gramm wohl oder übel anfreunden
müssen. Weiterhin wirkt die Abtastrate
von 5.670 dpi etwas niedrig, vor allem
bei Shootern könnten Profi-Gamer das
als zu träge empfinden. Erfreulich: Die
Maus fasst sich sehr komfortabel an.
Das liegt sowohl an der Form, durch
die alle Finger auf der Maus ruhen
können, als auch an der gummierten
Oberfläche. Drei Makro-Profile finden
auf dem 512 Kilobyte großen Speicher
Platz. Programmiert werden diese über
die mitgelieferte, sehr übersichtliche
Software. Func hat hier eine ordentli-
che Gaming-Maus abgeliefert, deren
Preis aber zu hoch angesetzt ist.
Hervorragende Ergonomie
Viele Tasten
Schlechte Druckpunkte
Zu teuer
PC-Stereo-Lautsprechersystem
Kef X300A
WEBSEITE: www.kef.com PREIS (UVP, INTERNET): € 800, ab € 800
Wenn es um Klangqualität geht, möchten Sie auch an Ihrem PC
keine Kompromisse eingehen? Das Desktop-Lautsprecherset
X300A von KEF wird diesem Anspruch voll gerecht. Die beiden
extrem robust verarbeiteten Boxen verfügen jeweils über zwei
eingebaute Verstärker für Bass- und Hochtonbereich. Durch die
leistungsfähige Audiotechnik ergibt sich nicht nur ein Gewicht von
wuchtigen siebeneinhalb Kilogramm pro Stück bei einer Bauhöhe
von 30 Zentimetern, jeder Lautsprecher benötigt außerdem eine
Anbindung ans Stromnetz. Der Anschluss an den PC erfolgt über
USB, nachdem Sie das Boxen-Paar (ebenfalls per USB-Kabel)
miteinander verbunden haben. Anschließend haben Sie noch die
Möglichkeit, die Tieftonwiedergabe mittels der beiliegenden
Schaumstoffpfropfen, die in die rückwärtigen Bassreflexrohre ein-
geführt werden, zu dämpfen. Damit verhindern Sie, dass das
X300A dröhnt, falls es nahe an einer Wand steht. Das Soundwun-
der brilliert mit einem ausgewogenen, enorm detailfreudigen Klang-
bild, das von einem souveränen, kräftigen Bass getragen wird.
Spiele- und Film-Fans, aber auch Musikliebhaber kommen voll auf
Ihre Kosten, weshalb der Preis mehr als gerechtfertigt ist.
Exzellente Verarbeitung Ausgezeichneter Klang
Pegelfest Relativ hoher Verkabelungsaufwand
SEHR GUT NOTE 1,3
GUT NOTE 2,3
SEHR GUT NOTE 1,4
KAUFTIPP
05/2013
62 www.spielefilmetechnik.de 05/13
Iron
Man
Action Besessen, zerstört, allein gelassen: In Teil 3
muss sich Iron Man seiner alten Stärken besinnen!
T
ony Stark (Robert Downey Jr.) hat
sich nach den Ereignissen in Iron
Man 2 und The Avengers aus allen
Geschäften seiner Firma zurückgezogen.
Verbissen, ja fanatisch arbeitet er an der
Perfektionierung seiner Iron-Man-Rüstung.
Derweilen leitet Pepper Potts (Gwyneth
Paltrow) Stark Industries. Sie und Tony
sind inzwischen ein Liebespaar, doch Pep-
per macht sich wachsende Sorgen über
Tonys Besessenheit, seine Superhelden-
Rüstung betreffend. Er schläft nicht mehr,
er denkt an nichts anderes mehr, und das
belastet ihre Beziehung. Als der geheim-
nisvolle Mandarin (Ben Kingsley) in einem
Akt des Terrors zuschlägt, droht Tony alias
Iron Man ihm im TV, ihn zur Strecke zu brin-
gen. Daraufhin attackiert der Mandarin
Tonys Anwesen und zerstört es inklusive
aller Stark-Technologie. Im folgenden
Kampf Iron Man gegen den Mandarin, bei
dem Tony streckenweise auf sich allein
gestellt ist, kommt dem von dem Wissen-
schaftler Aldrich Killian (Guy Pearce) ent-
wickelten Extremis-Programm eine
bedeutende Rolle zu: eine direkt in die
menschliche DNA eingreifende Bio-Tech-
Waffe, welche die Stärke erhöhen, Wun-
den heilen und sogar Gliedmaßen regene-
FILME
3
ORIGINALTITEL
Iron Man 3
VERGLEICHBAR MIT
Iron Man, Thor, The Avengers
DARSTELLER
Robert Downey Jr., Gwyneth
Paltrow, Ben Kingsley, Guy
Pearce, Rebecca Hall, Don
Cheadle, Jon Favreau
REGIE
Shane Black
PRODUKTION
USA, 2013
LAUFZEIT FSK
140 Min. N. n. b.
WEBSEITE
www.ironman3-derfilm.de
KINOSTART
01.05.2013
„Das Beste am
Mandarin ist seine
Rücksichtslosigkeit
gegen Tony Stark“
Kevin Feige ist der Produktionschef
der Marvel Studios und war als sol-
cher Verantwortlicher bei Leinwand-
erfolgen wie Iron Man 1 & 2, Thor
und The Avengers. Ein Gespräch mit
ihm über Iron Mans Entwicklung,
das Besondere am dritten Teil und
den neuen Bösewicht Mandarin.
Mr. Feige, welche Art Charak-
terentwicklung wird Tony Stark in
Iron Man 3 durchmachen?
K. F.: Da muss ich ausholen. Die prä-
gendsten Momente in der Iron-Man-
Saga sind aus meiner Sicht im ersten
Teil, wo man Tony hinten im Humvee
sitzen sieht, Seite an Seite mit Soldaten.
Zu diesem Zeitpunkt ist er an der Spitze
der Welt, ein unglaublich berühmter,
KINO-VORSCHAU: Iron Man 3 FILME
Neuer Regisseur mit neuen
Ideen: Statt einen Aufguss
der Reihe verspricht dieser
Superhelden-Film frischen
Wind und eine interessan-
te Weiterentwicklung der
Figur des Iron Man.
PROGNOSE:
SEHENSWERT
Wind in das Franchise. Black verspricht in
seinem „Technologie-Thriller“, wie er es
nennt, aus der üblichen Formel der Super-
helden-Filme auszubrechen. Man darf
also gespannt sein. Dank der Idee, Iron
Man wieder mehr auf sich allein zu stellen,
sollte die Gefahr einer Enttäuschung auf
jeden Fall klug abgewendet worden sein.
Im Gegenteil: Iron Man 3 verspricht ganz
im Stile des ersten Teils sowie von The
Avengers ein krachiges Vergnügen zu wer-
den. Erste Ausschnitte deuten eine gelun-
gene Mischung aus Spektakel und Cha-
rakterstory mit Hirn und Humor an. (ts)
05/13 www.spielefilmetechnik.de 63
rieren kann. Und auch die Wissenschaftle-
rin Maya Hansen (Rebecca Hall) hat hier
ihre Finger im Spiel – und bringt die Lie-
besbeziehung zwischen Tony und Pepper
aufgrund ihrer gemeinsamen Vergangen-
heit mit Tony zusätzlich durcheinander.
Da Iron Man 3 der internationalen Presse
erst kurz vor Kinostart gezeigt werden
wird, muss eine Bewertung des Films an
dieser Stelle entfallen. Klar ist: Mit dem
neuen Regisseur Shane Black, mit dem
Robert Downey Jr. schon für Kiss Kiss
Bang Bang gut zusammenarbeitete und
der Jon Favreau ablöste, kam frischer
erfolgreicher, aber auch furchtbar
ignoranter Typ. Doch dann wird er in
eine Höhle geworfen, an einen Stuhl
gefesselt und ihm ein Sack überge-
stülpt – das ist das erste Bild, das wir
zu Gesicht bekommen, bevor in Iron
Man die Opening Credits erscheinen.
Wir fanden es inte ressant, Tony nun
erneut in eine Ecke zu stecken, ihm
all seine Spielzeuge und immensen
Reichtümer zu nehmen, bis nur noch
sein Verstand übrig ist, dessen allein
er sich dann bedienen muss. In den
Trailern zum dritten Teil war ja bereits
zu sehen, dass es einen Angriff auf
Tonys Villa geben wird. Zum Ende
des ersten Aktes hin ist das Haus
völlig zerstört, genauso wie sämtli-
che Technologie und bald darauf
sogar die Iron-Man-Rüstung.
Anschließend findet sich unser Play-
boy in Rose Hill, Tennessee wieder,
wo er mit defektem Iron-Man-Anzug
eine Ermittlung über den Terroristen
Mandarin startet, mit dem Ziel
herauszufinden, wo dieser sich auf-
hält. Also schleppt er seinen Metallan-
zug in eine Hütte, schnappt sich eine
Axt und öffnet die Rüstung. Es ist
wirklich unterhaltsam, Tony in dieser
befremdlichen Umgebung zu beob-
achten und zu sehen, wie er Gegner,
die ihn dann attackieren, ganz ohne
Anzug zu besiegen versucht. Aus wel-
cher Höhle muss sich Tony Stark
diesmal kämpfen und wie stellt er es
an? Dieses Story-Element ist in Iron
Man 2 und The Avengers nicht wirk-
lich aufgetaucht – in Iron Man 3 steht
es dafür wieder ganz oben.
Spielt dann die Rüstung
überhaupt keine Rolle mehr?
K. F.: Doch, sogar sehr. Wie ich schon
sagte, ist eines der besten Elemente
des Franchises, dass Tony diese Art
Bastler ist, ein Mechaniker, dessen
Technologie sich stets weiterentwi-
ckelt. Zu Beginn des Films arbeitet
Tony an einer Methode, seine Iron-
Man-Rüstung so schnell wie möglich
anzulegen. In Iron Man musste er
noch in einem Gerüst stehen und sich
die Teile an den Körper anlegen las-
sen und auch in Iron Man 2 nahm
dieser Prozess noch recht viel Zeit in
Anspruch. In The Avengers sehen wir
dann einen kleinen Fortschritt in der
Technologie, als Loki Tony aus dem
Fenster wirft und dieser in seinem Fall
seine neue Rüstung, den Mark-7-An-
zug, per Knopdruck aktiviert. In einem
kleinen Koffer stürzt sich die Rüstung
dann zu ihm in die Tiefe, entfaltet sich
und schließt sich um seinen Körper.
Dieses Konzept hat Tony in Iron Man 3
weitergesponnen und so einen
Anzug entwickelt, dessen Teile sich
einzeln an seinem Körper anfügen.
Noch ist diese Rüstung nicht völlig
ausgereift, aber Tony nutzt die Tech-
nologie im Verlauf des Films trotz-
dem. Es gibt da eine fantastische
Szene, in der er den Anzug zu sich
ruft, aber nur ein Handschuh und ein
Stiefel ankommen. Mit diesen beiden
muss Tony dann eine ganze Armada
an Gegnern über winden.
Warum wählten Sie diesmal
den Mandarin als Bösewicht?
K. F.: Der Mandarin ist in den Comics
ohne Frage Tony Starks größter Geg-
ner. Regisseur Shane Black hatte die
Idee, ihn als eine Figur zu inszenieren,
von der man zuerst nicht weiß, woher
sie kommt. Der Mandarin scheint eine
Art Militär-Offizier zu sein, der seiner
Einheit den Rücken gekehrt hat und
nun die Ikonografie und Symbole
anderer Kulturen nutzt, um die der
USA zu pervertieren. Er ist ein zutiefst
angsteinflößender, moderner Anar-
chist, der alle möglichen internationa-
len Terror-Motive für seine eigenen
Vorstellungen missbraucht. Und das
Beste am Mandarin, wie auch in den
Comics, ist seine Rücksichtslosigkeit
gegenüber Tony Stark.
ÜBERSETZUNG: M. CRONER
Marvel-Studios-Produzent Kevin Feige
Tony Stark (R. Downey Jr.) und Kumpel Jim Rhodes (D. Cheadle, r.). Pepper Potts (G. Paltrow) vor den Überresten des Stark-Anwesens. Mit dem Mandarin (B. Kingsley) bricht Terror in den USA aus.
Ein Paar mit Problemen: Iron Man und Pepper Potts.
FILME KINO-VORSCHAU: Star Trek: Into Darkness
64 www.spielefilmetechnik.de 05/13
K
aum eine Science-Fiction-Reihe ist so
krisenfest wie Star Trek. Wir erinnern
uns: Das Phänomen nahm in den
Sechzigerjahren mit Gene Roddenberrys
TV-Serie Raumschiff Enterprise seinen
Anfang und wurde im Laufe der Jahrzehnte
so etwas wie ein globaler Kult. Als Lost-
Schöpfer J. J. Abrams 2008 einen neuen
Star Trek-Kinofilm vorstellte, gelang ihm
damit ein kleines Wunder. Das neue Aben-
teuer machte Star Trek für eine neue Gene-
ration zugänglich und blieb dennoch den
grundsätzlichen Ideen der Reihe treu.
Was erwartet uns also im nun kommenden
zweiten Teil? Die bisherigen Szenen wirken
merklich düsterer und der Film heißt zudem
noch Into Darkness. „Ja“, erklärt Abrams im
Interview mit SFT, „der zweite Film ist dunk-
ler. Im ersten Film ging es um die Ursprünge
der Charaktere, daher hatten wir den Luxus,
Science-Fiction Das zweite Abenteuer der jungen Crew um
Captain Kirk und Mr. Spock verspricht eine typische Star Trek-
Story um Freundschaft und Loyalität, Verlust und Aufopferung.
Star Trek
Into Darkness
Drei, die zusammenhalten: Die jungen
James T. Kirk (C. Pine), Nyota Uhura (Z.
Saldana) und Spock (Z. Quinto, v. l. n. r.)
KINO-VORSCHAU: Star Trek: Into Darkness FILME
05/13 www.spielefilmetechnik.de 65
Nach den Anleihen des
ersten Films bei Star Wars
verspricht der zweite mehr
typische Star Trek-Hand-
lung und -Atmosphäre zu
haben. Die Action wird
zudem auch diesmal nicht
zu kurz kommen.
PROGNOSE:
PACKEND
ORIGINALTITEL
Star Trek: Into Darkness
VERGLEICHBAR MIT
Star Trek, Battlestar Galactica
DARSTELLER
Chris Pine, Zachary Quinto, Zoe
Saldana, Benedict Cumber-
batch, Simon Pegg, Karl Urban,
John Cho, Anton Yelchin, Alice
Eve, Bruce Greenwood
REGIE
J. J. Abrams
PRODUKTION
USA 2013
LAUFZEIT FSK
129 Min N. n. b.
WEBSEITE
www.star-trek-film.de
KINOSTART
9. Mai
schlicht und einfach eine Gruppe von Figu-
ren einzuführen und zusammenzubringen.
Das hat an sich eine gewisse Leichtigkeit.“
Mit der Fortsetzung wollten Abrams und
sein Team vor allem den Charakteren neue
Nuancen abgewinnen. „Die besten Fortset-
zungen gehen immer etwas mehr in die Tie-
fe als der erste Teil“, erklärt uns Alex Kurtz-
man (Transformers), einer der Drehbuchau-
toren. „Man denke nur an Superman II oder
Das Imperium schlägt zurück. Wir wollten
unsere Charaktere vor eine fundamentale
Herausforderung stellen, die an ihr tiefstes
Inneres geht.“ Hierbei wird dem Aspekt Gel-
tung verschafft, dass die Besatzung der
Enterprise im Grunde als eine Familie funk-
tioniert. „Als der Film anfängt“, so Abrams,
„hat die Crew in Teil eins bereits gemeinsam
viel durchgemacht. Wenn jetzt einem von
ihnen etwas zustoßen sollte, würde das die
anderen emotional viel mehr mitnehmen als
noch im ersten Film. Wir bringen sie also nun
in eine Situation, wo es um Leben oder Tod
geht. Im Grunde handelt der Film von Loya-
lität, von Verlust und von Aufopferung. Wie
weit würden Sie für die Menschen gehen,
die Ihnen am nächsten stehen?“
Doch jeder Held ist immer nur so interessant
wie der Schurke, gegen den er antritt. Der
Bösewicht wird diesmal von Benedict Cum-
berbatch gespielt, der seit seiner Paraderolle
des Sherlock Holmes in der BBC-Serie Sher-
lock groß angesagt ist (in Peter Jacksons
Hobbit-Trilogie haucht er dem Drachen
Smaug mittels Motion-Capture-Verfahren
Leben ein). Cumberbatch ist zweifellos ein
Ausnahmeschauspieler, bereits seine Eltern
arbeiteten im Theater. Er gibt den neuen Star
Trek-Schurken mit einer bedrohlichen Inten-
sität und einer fast religiösen Besessenheit.
Dabei, so Cumberbatch gegenüber SFT, will
er bei Bösewichten vorsichtig sein. „Sie kön-
nen schnell zweidimensional wirken. Aber
das Drehbuch, dass J. J. mir gezeigt hat, ging
sehr in die Tiefe. Die Welt, die in dem Film
gezeigt wird, war sehr gut ausgearbeitet.
Meine Figur geht sehr brutal vor, aber es gibt
für alles einen Grund, eine Intention. Dieser
innere Bruch war für mich sehr spannend.
Der Mann hat einen Daseinsgrund, er ist nicht
einfach nur ein Gegenspieler.“
Der Mann, den Cumberbatch spielt, wird im
Presseheft nur „John Harrison“ genannt. Es
ist ein Tarnname, denn die Produktion will die
Identität des Schurken möglichst lang
geheim halten. „Im Film wird alles klar wer-
den“, erklärt Abrams. „Ich persönlich mag es
nicht, wenn ich als Zuschauer bereits im Vor-
feld alles weiß.“ Natürlich heizte gerade das
die Gerüchteküche weiter an. Fans mutma-
ßen, dass Cumberbatch einen jugendlichen
Khan Singh spielt, den Star Trek-Fans noch
aus Star Trek II: Der Zorn des Khan (1982)
kennen. Dieser ist ein im Labor gezüchteter,
genetisch veränderter Übermensch, der einst
als eine Art perfekter Soldat der Menschheit
dienen sollte, sich jedoch gegen seine
Schöpfer auflehnte und am Ende der Raum-
schiff Enterprise-Folge Der schlafende Tiger
(1967) von Kirk auf einen fernen Planeten
verbannt wurde. Seitdem nun die ersten Aus-
schnitte des neuesten Films zu sehen sind,
vermuten die Fans, dass Cumberbatch in
dessen Fußstapfen treten soll. Wir halten uns
bei dieser Prognose noch zurück. Weder
Abrams noch seine Autoren oder Darsteller
wollen dazu Stellung nehmen. Das Geheim-
nis soll gewahrt bleiben, gibt es doch bei
einer so bekannten Reihe wie Star Trek
ansonsten nicht mehr viel, mit dem sich noch
überraschen lässt. Und die Erwartungen der
Fans sind trotzdem riesig. Dazu Kurtzman:
„Für uns sind diese Erwartungen keineswegs
eine Limitierung. Wir wollen das respektieren.
Aber wir wollen das Material auch für uns neu
interpretieren. Für uns ist es so, als würden
wir eine Cover-Version eines klasse Songs
spielen. Ja, wir spielen hier was von Bob
Dylan. Aber hoffentlich so, wie Sie es noch
nie gehört haben.“ (eb)
Der Captain der Enterprise und seine
Crew geraten einmal mehr in Not. Ein
erneuter Absturz des Raumschiffes droht.
Benedict Cumberbatch (M.) spielt den eiskalt-berechnenden Widersacher.
Kommunikati-
onsoffizierin
Uhura kommt
neben Kirk und
Spock eine
besondere Rolle
im Film zu.
Das Geheimnis hinter Cumberbatchs Rolle wird erst im Film gelüftet werden. Der zweite Teil verspricht viel Star Trek-Atmosphäre.
FILME KINO-VORSCHAU: Fast & Furious 6
66 www.spielefilmetechnik.de 05/13
Action Das bewährte Team setzt auf bewährten Stil:
Einmal mehr wird gerast, gejagt, gerammt und gerumst.
S
chnell, wild und ohne Ende: Die Fast
& Furious-Reihe um getunte Boliden,
scharfe Bräute und rasante Action
geht in die sechste Runde und führt zu die-
sem Zweck das altbekannte Team wieder
zusammen. Der Streetracing-Legende
Da weiß man, was man
hat: Auch Teil 6 verspricht
wieder jede Menge flotte
Fahrgestelle sowie
Poweraction ohne Rück-
sicht auf Verluste.
PROGNOSE:
GIBT GUT GUMMI
ORIGINALTITEL
Fast & Furious 6
VERGLEICHBAR MIT
Fast & Furious 1-5
DARSTELLER
Vin Diesel, Dwayne Johnson,
Paul Walker, Luke Evans,
Michelle Rodriguez, Jordana
Brewster, Tyrese Gibson
REGIE
Justin Lin
PRODUKTION
USA, 2013
LAUFZEIT FSK
N. n. b. N. n. b.
WEBSEITE
upig.de/micro/fast-furious-6.html
KINOSTART
23. Mai
Im sechsten Gang
Seit zwölf Jahren rast die PS-starke
Reihe über die Leinwände. Ein Überblick:
1 The Fast and the Furious (2001)
O’Conner (Paul Walker) macht als Underco-
ver-Agent Jagd auf den Autorenn-Ganoven
Dominic Toretto (Vin Diesel), wird sein Freund
und verliebt sich in dessen Schwester.
2 2 Fast 2 Furious (2003)
Erneuter Undercover-Einsatz von O’Conner,
diesmal in der Street-Racing-Szene von Mia-
mi. Das Sequel fand ohne Vin Diesel statt.
3 The Fast and the Furious:
Tokyo Drift (2006)
Justin Lin übernahm die Regie und entführ-
te das Franchise nach Japan, diesmal gänz-
lich ohne die Besetzung aus Teil 1 und 2.
4 Fast & Furious – Neues Modell.
Originalteile (2009)
Diesmal führte Regisseur Lin mit Vin Diesel,
Paul Walker, Michelle Rodriguez und Jordana
Brewster das Team aus Teil 1 wieder zusam-
men: im Kampf gegen die Drogenmafia.
5 Fast & Furious Five (2011)
Wieder Lin, der Diesel und Walker erneut ein
Kartell bekämpfen lässt, mit Dwayne John-
son als toughen FBI-Jäger auf beider Fersen.
Fast &
Furious 6
Dominic Toretto (Vin Diesel) wird von FBI-
Agent Luke Hobbs (Dwayne Johnson) über-
raschend eine Offerte gemacht: Der Star-
Driver soll dem Ermittler helfen, eine gefähr-
liche Gruppe Autobahn-Terroristen um den
eiskalten Ex-Militär Shaw (Luke Evans) zur
Strecke zu bringen. Das Lockmittel: Torettos
große Liebe Letty (Michelle Rodriguez), die
der Muscel-Car-Held wie auch der Zuschau-
er seit Teil 4 tot wähnten, lebt und scheint
mit Shaw gemeinsame Sache zu machen.
Rasch trommelt Toretto seine Adrenalinjun-
kie-Freunde zusammen, da runter Kumpel
Brian O’Conner (Paul Walker) und Schwes-
terherz Mia (Jordana Brewster), um das
Geheimnis hinter Letty und Shaw zu lüften.
Es folgen jede Menge Speed-Racing- und
Brachial-Action-Einsätze, bei denen auch
Militärflieger und Panzer zum Einsatz kom-
men … Zu sehen gab es für uns davon leider
nur Ausschnitte, doch das Motto „Drive &
Destruct“ der Reihe dürfte wieder auf neue
Höhepunkte zurasen. Daneben gibt es aber-
mals reihenweise sexy Körper beiderseiti-
gen Geschlechts und eine All-Star-Beset-
zung, die Fans des Franchises das Herz
höherschlagen lassen sollte. (ts)
Nur fliegen ist schöner:
Wenn Panzer zum Ein-
satz kommen, muss
man schon mal kurz
den Wagen verlassen.
FBI-Kampfmaschine Hobbs (D. Johnson, M.) muss einen Ex-Militär zur Strecke bringen.
Was für ein Spiel spielt Letty (M. Rodriguez)?
Speed-Dating: Toretto (V. Diesel, r.), O’Conner (P. Walker).
¡
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SFT-Abo_jederzeit_kündbar_0513.indd 67 11.04.2013 16:10:09
FILME KINO-VORSCHAU: Kino-Highlights im Mai
Kino-Highlights im Mai
Vorschau Weitere wichtige Kinofilme in der SFT-Kurzkritik
ab 25. April ab 25. April
Side Effects
Tödliche Nebenwirkungen
Als eine depressive Patientin (Rooney Mara, die
Lisbeth Salander aus Verblendung) unter dem
Einfluss eines neuen Medikaments ihren Mann
ersticht, muss sich auch ihr Arzt (Jude Law) vor
Gericht verantworten. Doch der fängt an, auf
eigene Faust nach den Hintergründen der fal-
schen Wunderpille zu forschen. Solide insze-
nierter, streckenweise cleverer Thriller mit kom-
plexer Story und überraschendem Ende.
TESTURTEIL: GUT
ab 2. Mai
Scary Movie 5
Ein junges Elternpaar erlebt mysteriöse Dinge in
seinem Haus und heuert daher einen zwielichti-
gen Geisterjäger an. Der fünfte Teil der Hor-
ror-Persiflage wartet erneut mit einer Aneinander-
reihung zahlreicher Albernheiten und Gags unter
der Gürtellinie auf, bei denen diesmal Filme wie
Paranormal Activity, Black Swan und 127 Hours
verulkt werden. In Gastrollen dabei: die Skandal-
nudeln Charlie Sheen und Lindsay Lohan.
TESTURTEIL: BEFRIEDIGEND
Passion
Eine erfolgreiche Geschäftsfrau (Rachel
McAdams) nimmt eine naive Angestellte
(Noomi Rapace) unter ihre Fittiche und
benutzt diese zur eigenen Karriereförde-
rung. Als ein Mann ins Spiel kommt, hat
dies katastrophale Konsequenzen. Ma-
nipulativer Psychoterror mit zwei attrak-
tiven Stars und viel Erotik, der aber –
auch wegen holpriger Dialoge – nie so
recht mitzureißen vermag.
TESTURTEIL: BEFRIEDIGEND
ab 16. Mai Der Große Gatsby
Neuverfilmung des berühmten Romans von F. Scott
Fitzgerald: In den Roaring Twenties schmeißt der mys-
teriöse Lebemann Jay Gatsby (Leonardo DiCaprio)
pompöse Tanzpartys für die gehobene Gesellschaft,
ist aber selbst nur davon beseelt, seine große, ander-
weitig verheiratete Liebe (Carey Mulligan) zurückzuge-
winnen. Mit augenzwinkerndem Humor und pompö-
sem Aufwand inszenierter Mix aus Lustspiel und
Romantikdrama, vom Regisseur von Moulin Rouge.
PROGNOSE: GROSSE BILDERSHOW
ab 16. Mai
Evil Dead
Fünf Freunde suchen eine abgelegene Wald-
hütte auf und stoßen dort auf ein Buch, durch
das sie eine dämonische Macht erwecken. Ge-
konnt inszeniertes Remake des gleichnamigen
Films von Sam Raimi von 1981: ein Fest der
Widerlichkeiten, das Fans des abgründigen
Splatter-Horrors das Herz höherschlagen las-
sen dürfte. Für alle anderen: Finger weg!
TESTURTEIL: GUT
ab 23. Mai
Der Dieb der Worte
Vielschichtiges, gut besetztes Romantik-Drama über
die Unabänderlichkeit des Vergangenen: Ein erfolg-
loser Schriftsteller (Hangover-Star Bradley Cooper)
findet zufällig ein altes, handgeschriebenes Manu-
skript aus dem Paris der Nachkriegszeit. Als er den
Roman als seinen eigenen ausgibt und berühmt
wird, taucht der wahre Autor (Jeremy Irons) auf.
TESTURTEIL: GUT
Dieses und viele weitere Games: unter
GAMES.SATURN.DE
Mit kooperativem und
kompetitivem Mehrspielermodus
Tag und Nachtwechsel
© 2013 Paradox Interactive. „Cities in Motion 2“ is a registered trademark of Paradox Interactive. All rights reserved.
Dynamische Städte
ANZ games-saturn-de - Cities in Motion 2 - 215x267.indd 1 11.04.2013 14:31:15
W
illkommen in einer neuen eigen-
willigen Geschichtsstunde von
Regie-Genie Quentin Tarantino:
Diesmal geht es den weißen Rassisten im
Amerika des 19. Jahrhunderts ähnlich an
den Kragen wie den Nazis in Inglourious
Basterds. Der deutschstämmige Zahnarzt
Dr. King Schultz (C. Waltz) tourt 1858 als
Kopfgeldjäger auf der Suche nach verbre-
cherischen Schurken durch die Südstaa-
ten. Sein neuestes Ziel sind die Brittle-
Brüder, drei unerbittliche Sklavenschinder,
auf die eine hohe Prämie ausgesetzt ist.
Um ihnen auf die Spur zu kommen, benö-
tigt Schultz die Hilfe des Sklaven Django
(J. Foxx), der als einer der wenigen weiß,
wie sie aussehen.
Die beiden gehen einen Deal ein: Django
unterstützt Schultz bei der Verbrechersu-
che – und im Gegenzug schenkt der Deut-
sche ihm die Freiheit und hilft ihm, seine
Frau Broomhilda (K. Washington) wieder-
zufinden, die vor Jahren von Sklavenhänd-
lern verschleppt wurde. Klar, dass Django
schnell Gefallen daran findet, weiße Män-
ner für ein saftiges Kopfgeld aus dem Weg
zu räumen. Doch die Feuertaufe steht ihm
noch bevor: Denn Broomhilda wurde aus-
gerechnet an den kapriziösen Widerling
Calvin Candie (L. DiCaprio) verkauft, der
auf seiner berüchtigten „Candyland“-Plan-
tage als Lieblingszeitvertreib schwarzen
Sklavenkämpfern dabei zusieht, wie sie
sich die Köpfe einschlagen.
Unerhört gute Laune
Tarantino zieht mal wieder alle Register,
mixt wild Western-Elemente mit US-Skla-
vengeschichte und reichert das Ganze
FILME BLU-RAY-/DVD-TEST: Django Unchained
70 www.spielefilmetechnik.de 05/13
Django Unchained
ORIGINALTITEL
Django Unchained
VERGLEICHBAR MIT
Zwei glorreiche Halunken,
Kill Bill
DARSTELLER
Jamie Foxx, Christoph Waltz,
Leonardo DiCaprio
REGIE
Quentin Tarantino
PRODUKTION
USA 2012
BILDFORMAT
2,40:1 (16:9)
TONFORMAT
BD: DTS 5.1 HD (D, E) u. a.
DVD: DD 5.1 (D, E, TUR)
LAUFZEIT FSK
BD: 159 Min Ab 16
DVD: 164 Min Ab 16
WEBSEITE
www.djangounchained.de
PREIS
BD: € 18 (1 Disc)
DVD: € 17 (1 Disc)
IM HANDEL
23. Mai
Western Tarantino schickt in
seinem humorvoll-blutigen
Westernmix Jamie Foxx und
Christoph Waltz auf die Jagd.
ACTION
GGG
HUMOR
GGG
SPANNUNG
GGG
EROTIK
GGG
ANSPRUCH
GGG
Grandiose Darsteller
Unverschämt guter Hu-
mor, trotz der Thematik
Herrliche Dialoge
Typischer Tarantino-Stil
Stellenweise äußerst
blutig und brutal
SEHR GUT
NOTE 1,3
Tarantinos Django Unchained-Darsteller-Riege kann sich sehen lassen: Neben den Hauptdarstellern Jamie Foxx, Christoph Waltz, Leonardo DiCaprio und Kerry Washington
glänzen in Nebenrollen unter anderem auch Samuel L. Jackson und Achtzigerjahre-Superstar Don Johnson (Bild ganz links), der mit Miami Vice weltberühmt wurde.
BLU-RAY-/DVD-TEST: Django Unchained RESSORT
noch mit deutscher Sagenkultur an: Als
Dr. Schultz erfährt, dass Djangos Frau
einst deutschen Herren diente und so an
ihren Namen kam, erzählt er ihm die
Legende Siegfrieds, der für Brunhildes
Rettung den Drachen besiegte – eine Pa-
rallele zu dem, was Django bevorsteht.
Christoph Waltz ist für die zahlreichen
teutonischen Anspielungen in Tarantinos
Skript natürlich genau die richtige Beset-
zung und es ist ein Heidenspaß, ihm dabei
zuzusehen, wie er mit verdutzten Süd-
staatlern mit einem strammen „Prost“
anstößt oder ihnen offenbart, dass sein
Pferd Fritz heißt. Sein erneuter Oscar-
Gewinn als bester Nebendarsteller war
daher mehr als gerechtfertigt. Für einen
Film, bei dem das Thema Sklaverei im
Mittelpunkt steht, legten Tarantino und
seine Schauspieler zudem eine unerhört
gute Laune an den Tag. Waltz und DiCa-
prio überbieten sich derweilen mit exzen-
trischen Dialogduellen – und in einer der
witzigsten Szenen streiten sich ein paar
Rassisten über die schlecht geschnitte-
nen Sichtschlitze in ihren Ku-Klux-Klan-
artigen Kutten. Doch obwohl über weite
Strecken mehr gesprochen als geschos-
sen wird, ist Django Unchained, der mit
dem Siebzigerjahre-Franco-Nero-Western
nur den Namen der Hauptfigur gemein-
sam hat, nichts für sanfte Gemüter: Ganz
im Sinne seiner stilistischen Vorbilder
lässt Tarantino das Blut nur so spritzen.
Als Bonus warten auf der Blu-ray einige
Featurettes. Das Szenenbild, die Kostü-
me, aber auch die Neuerfindung des
Spaghettiwesterns werden darin unter
anderem thematisiert. Eine umfangrei-
che Special Edition, wie noch bei Ing-
lourious Basterds, scheint in naher
Zukunft nicht geplant zu sein. (fg, tr)

„Django war ein Synonym für Coolness“
Nach seinem Oscar als „Bester Nebendarsteller“ in Inglourious Basterds spielte Christoph Waltz
ein weiteres Mal in einem Film von Quentin Tarantino mit und erhielt erneut einen Goldjungen. Wir
sprachen mit Waltz über sein Verhältnis zum Regisseur, den Spaghettiwestern und die Oper.
Herr Waltz, haben Sie erwartet, dass Tarantino
Sie nach Inglourious Basterds anruft? Wären Sie belei-
digt gewesen, wenn er nicht angerufen hätte?
CHRISTOPH WALZ: Es hätte mich zutiefst verletzt!
(schmunzelt) Nein, ich habe es nicht erwartet. Aber ich
glaube, wir kennen uns mittlerweile so gut, Quentin und
ich, dass ich vollständig und blind darauf vertraue, dass
er mich anruft, falls er eine Rolle für mich haben sollte.
Und wenn er keine Rolle hat, dann nicht …
Können Sie uns ein wenig erzählen, wie es ist,
mit ihm zusammenzuarbeiten? Sie kennen sich mitt-
lerweile sehr gut, das macht es sicher einfacher …
C.W.: Nein, nicht unbedingt. Die Arbeit erfordert immer
volle Aufmerksamkeit. Aber natürlich gibt es Dinge, die
ich selbstständig machen kann, weil ich weiß, dass er sie
von mir erwartet. Im ersten Film dauerte es eine Weile,
diese Beziehung aufzubauen. Aber jetzt, wenn ich etwas
lese und sehe, wie er die Einstellung plant, dann habe ich
eine Ahnung, was er sich vorstellt.
Mussten Sie für diese Rolle viel recherchieren?
C.W.: Absolut. Das war eigentlich der schwierigste Aspekt
für mich. Nicht nur historisch, sondern auch geografisch.
Bei unserem ersten Film ging ich nach dem Drehtag ein-
fach nach Hause. Hier ging ich in eine Wohnung irgendwo
in New Orleans und es war heiß und das Essen war fettig
und unverdaulich und der Alkohol war in einer misslichen
Weise gemischt … tja, das ist nun mal Amerika.
Und dann die Historie – damit sind Sie nicht auf-
gewachsen …
C.W.: Nein, und ich bin froh deswegen. Das war gut
so. Es war interessant, aus einer Vielzahl von Grün-
den. Mir fiel es leichter zu verstehen, warum dieses
Land so ist, wie es heute ist. Nicht, dass ich abso-
lut alles verstanden habe, aber vieles ist mir jetzt
klarer, was ich zuvor nicht verstanden hatte – und
ich war immerhin 16 Jahre mit einer Amerikanerin
verheiratet. Aber mich mit den historischen Details
auseinanderzusetzen, das war außerordentlich
interessant. Noch interessanter war es, zu
sehen, wie die Amerikaner heute
mit ihrer Geschichte umgehen.
Bei diesem Film
scheint es einen schma-
len Grat zu geben zwi-
schen Komödie, Drama
und Satire …
C.W.: Sehen Sie, es ist
beides und nichts. Oder
alles zusammen. Es ist
Quentin. Wir reden hier
über blutrünstige Brutali-
tät und es überrascht
mich nicht, dass Quentin
dieser Frage mittlerweile
überdrüssig ist. Er sieht
seinen Stil als operetten-
haft an. Seine Filme sind
wie Opern, ein großes,
theatralisches Ereignis.
Auch Django ist kein Film, der die Realität darstellen soll.
Es ist eine theatralische Realität. Der Film will keine Wirk-
lichkeit dokumentieren.
Apropos Oper: Sie sollen Quentin mal in die Oper
mitgenommen haben …
C.W.: Wir gingen da zusammen hin. Vielleicht hat er ja
mich mitgenommen!
Warum gingen Sie mit ihm in die Oper?
C.W.: Ich mag die Oper. Ich gehe oft, so oft ich kann. Und
ich kannte da Leute. Sie haben mich zum Ring eingela-
den und ich hatte den gesamten Ring-Zyklus noch nie im
Zusammenhang gesehen. Sie führten alle vier Teile in einer
Woche auf. Also bin ich hin und Quentin kam mit.
Was bedeutet Ihre Zusammenarbeit mit Taranti-
no für Ihre Karriere?
C.W.: Im Moment alles. Vorher nichts. Es war für mich
eine komplette Wandlung. Ich hätte sicher so weiterma-
chen können wie vorher und dabei wäre ich vielleicht
immer frustrierter geworden und bitter und aggressiv und
knorrig und ein schwieriger Arbeitskollege oder jemand,
mit dem man nur noch schwer zusammenleben kann.
Aber dann kam mein weißer Ritter auf seinem weißen
Pferd, besiegte den Drachen, ließ mich auf sein Pferd und
ritt in den Sonnenuntergang.
Kommen wir mal zum Thema Spa ghettiwestern
allgemein: Haben Sie die früher geschaut?
C.W.: Nein. Ich trug als Kind Lederhosen (grinst). Aber
klar, ich kannte schon einige Western. Ich bin
1965 zur Welt gekommen. Als die Filme
mit Franco Nero rauskamen, war ich also
noch jung. Aber ich erinnere mich, dass
Franco Nero durch sie zu einem der größ-
ten Stars in Europa wurde. Alle Frauen
zwischen 12 und 82 flatterten mit den
Augenlidern, wenn sie den Namen Franco
Nero hörten. Einige von ihnen hatten sogar
das Glück, ihn kennenzulernen (schmun-
zelt). Wir kannten also Franco Nero. Als wir
klein waren, spielten wir Cowboys und
Indianer. Wir hatten eigentlich unse-
re eigene Version des Westerns,
die Karl-May-Western. Die habe
ich natürlich alle gesehen. Aber
Django nicht. Dennoch war
Django ein Synonym für Cool-
ness, als ich ein Kind war.
Reden wir noch kurz
über Ihre kommenden Pro-
jekte. Was steht bei Ihnen
als Nächstes auf der Agen-
da?
C.W.: Als Nächstes drehe
ich in Rumänien. Ein Film mit
Terry Gilliam. Zero Theorem.
Ein Independent-Film.
INTERVIEW:
EMANUEL BERGMANN
Der Inbegriff der Coolness: Auch Franco Nero, der
Ur-Django, hat einen kleinen Gastauftritt.
FILME BLU-RAY-/DVD-TEST: Gangster Squad
72 www.spielefilmetechnik.de 05/13
Gangster Squad
ORIGINALTITEL
Gangster Squad
VERGLEICHBAR MIT
The Untouchables,
Public Enemies
DARSTELLER
Sean Penn, Ryan Gosling,
Josh Brolin, Emma Stone,
Frank Grillo, Giovanni Ribisi
REGIE
Ruben Fleischer
PRODUKTION
USA 2012
BILDFORMAT
2,40:1 (16:9)
TONFORMAT
BD: DD 5.1 (D u. a.); DTS 5.1 HD (E)
DVD: DD 5.1 (D, E, SPA)
LAUFZEIT FSK
BD: 113 Min. Ab 16
DVD: 108 Min. Ab 16
WEBSEITE
www.gangstersquad.war-
nerbros.com
PREIS
BD: € 17 (1 Disc)
DVD: € 15 (1 Disc)
IM HANDEL
24. Mai
D
rogenumschlag, Prostitution, Waf-
fenhandel – kaum ein illegales
Geschäft des Jahres 1949, in dem
Gangsterboss Mickey Cohen (S. Penn)
nicht seine Finger im Spiel hat. Die Stra-
ßen von Los Angeles sind fest in der Hand
seiner Killer und Schläger und auch Poli-
zisten, Richter und Politiker stehen auf
seiner Lohnliste. Bis Polizeichef „Whiskey“
Bill Parker (Nick Nolte) die Nase voll hat
und den knallharten Kriegsveteranen John
O’Mara (J. Brolin) damit betraut, Mickey
Cohen das Leben schwer zu machen – mit
allen Mitteln. O’Mara versammelt eine
Handvoll Freiwilliger (unter anderem
gespielt von Giovanni Ribisi, Michael Peña
und Robert Patrick) um sich, darunter den
smarten Sergeant Jerry Wooters (Ryan
Gosling). Mit seiner „Gangster Squad“
genannten Spezialeinheit beginnt er einen
Straßenkampf gegen die Mafia. Die Aus-
einandersetzung wird schnell immer bru-
taler. Während Jerry eine Affäre mit dem
Gangster-Liebchen Grace (E. Stone)
anfängt, setzt Cohen seine Männer auf die
Familien der Gangster Squad an …
Brian De Palmas The Untouchables lässt
grüßen, wenn ein kleines, eingeschwore-
nes Team harter Hunde gegen die mäch-
tige Unterwelt in den Krieg zieht. Regis-
seur Ruben Fleischer (Zombieland) und
Drehbuchautor Will Beal (TV-Serie Castle)
begeistern allein schon durch die Auswahl
der hochkarätigen Besetzung des Strei-
fens. Der Amoklauf von Aurora in den USA
sorgte zwar für eine Verschiebung des
Kinostarts, da eine beinahe mit der Tat
identische Szene nachgedreht werden
musste, aber das Gangster-Epos litt da-
runter kein bisschen. Fleischer legte gro-
ßen Wert auf Details und größtmögliche
Authentizität, auch wenn die Parallelen
zum realen Mickey Cohen nur sporadisch
vorhanden sind. Die Darsteller-Riege
überzeugt dennoch durch jede Menge
Charisma und die Story ist cool.
Bis Redaktionsschluss lag leider noch
kein finales Muster der Blu-ray vor, wes-
wegen wir noch keinen ausführlichen
Blick auf die Extras werfen konnten.
Neben entfallenen Szenen und einem
Feature über die harten Kerle der Squad
finden sich auf der Disc auch jede Menge
Originalaufnahmen von Mickey Cohen
und der Eliteeinheit und entsprechende
Fokuspunkte, die weitere Hintergrund-
infos liefern. (tr)
ACTION
GGG
HUMOR
GGG
SPANNUNG
GGG
EROTIK
GGG
ANSPRUCH
GGG
Packendes Mobster-Epos
Action, Spannung, Sprü-
che: Hier stimmt alles!
Spitzen-Star-Ensemble
Perfekt inszeniert
Die Charaktere sind
recht klischeebehaftet.
SEHR GUT
NOTE 1,4
Thriller Ein top besetztes Gangster-Epos, das auf wahren Begebenheiten basiert
Gangster-Squad-
Leiter O’Mara (Josh
Brolin, rechts) hat
Mickey Cohen (Sean
Penn, links) gestellt.
Mr. Lin, Mr. McCormick, erzählen Sie
uns etwas zu dem Projekt. Wie kam es
zustande?
DAN LIN: Der Film basiert auf einer Serie von
Los Angeles Times-Artikeln eines Journalisten
namens Paul Lieberman. Ich produzierte gera-
de Sherlock Holmes und las einen der Artikel
in der Airport-Lounge. Bevor ich in meinen Flie-
ger nach L. A. stieg, schickte ich Kevin eine
E-Mail. Ich sagte ihm, ich hätte eine erstaunli-
che Reihe von Artikeln gelesen und ich wollte
mit ihm darüber reden, sobald ich wieder in der
Stadt bin. Kevin ist Produktionschef bei Warner
und er hat die Rechte für uns gesichert.
Ich habe mich im Vorfeld gefragt, ob es
Zufall war, dass dieser Film ausgerechnet
von Warner gemacht wurde, die vor rund 80
Jahren mit Gangsterfilmen große Erfolge
feierten …
KEVIN MCCORMICK: Dan und ich, wir beide
wissen, dass bestimmte Dinge einfach in der
DNA von Warner stecken. Gangsterfilme und
Bette Davis hielten das Studio während der
Weltwirtschaftskrise der Dreißiger am Leben –
und diese Tradition hat das Studio bis in die
Fünfziger aufrechterhalten.
DAN LIN: Nicht nur die Klassiker der Dreißiger.
Das Studio hat im Laufe der Zeit viele klassi-
sche Gangsterfilme wie Departed und Good-
fellas produziert.
Aber Departed ist eine ganz andere Art
von Film. Gangster Squad hingegen hat eine
einfache, robuste, eher simpel gestrickte
Handlung … oder irre ich mich?
DAN LIN: Sie haben Recht, es ist eher ein klas-
sischer Western. Departed und Goodfellas sind
typische Ostküsten-Mafia-Filme. L. A. ist eine
große Stadt im Westen des Landes. Während
der Wirtschaftskrise der Dreißiger kamen Leu-
te aus allen Teilen Amerikas hierher, aber im
Grunde ist sie eine riesige Western-Stadt.
KEVIN MCCORMICK: Die wichtigste Entschei-
dung, die wir in dem Film getroffen haben, war
der Stil. Als wir Ruben Fleischer mit an Bord
holten, beschlossen wir, einen klassischen Film
aus den Vierzigerjahren zu nehmen und ihn für
die heutige Generation neu zu inszenieren. Wir
wollten den Gangsterfilm für die jetzige Gene-
ration neu machen.
Was war für Sie das Herz der Geschich-
te von Gangster Squad?
DAN LIN: Es ist eine Liebeserklärung an die
Stadt. Die These ist, dass L. A. heute nicht die-
selbe Stadt wäre, wenn diese Jungs, dieser
Geheimtrupp, nicht das getan hätten, was sie
getan haben. Hinzu kam: Sollte ihnen ihr Job
gelingen, würde später niemand wissen, wer
sie waren. Würden sie aber versagen, würde
sich erst recht niemand an sie erinnern. Sie
konnten eigentlich nichts gewinnen. Sie waren
echte Helden.
Es ist eine klassische Heldengeschichte. L. A.
ist eine Stadt in Bedrängnis. Die Gangster hat-
ten sich bereits New York und Chicago unter
den Nagel gerissen, L. A. sollte als Nächstes
drankommen. Doch dann entstand die Gangs-
ter Squad und nahm den Kampf gegen Mickey
Cohen und Bugsy Siegel auf …
Ich kann mir vorstellen, dass es bei
wahren Geschichten sehr schwierig ist zu
wissen, wann man von den Fakten abwei-
chen sollte und wann man sich näher an der
Wahrheit orientieren muss …
KEVIN MCCORMICK: Es ist immer so, man
muss immer etwas anpassen. Wir beide haben
bereits eine Menge Sachbücher verfilmt, zum
Beispiel Der Sturm. Manchmal kann man nur
erahnen, was sich wirklich abgespielt hat. Man
braucht einen begabten Drehbuchautor mit viel
Fantasie. Dann gräbt man gemeinsam nach
Gold. Man muss wissen, wann man sich von
der Wahrheit entfernen und etwas Neues
schaffen sollte. Eine Verfilmung darf nie zu
werkgetreu sein.
INTERVIEW: EMANUEL BERGMANN
BLU-RAY-/DVD-TEST: Gangster Squad FILME
05/13 www.spielefilmetechnik.de 73
„Sie konnten eigentlich nichts gewinnen“
Der Mobster-Thriller Gangster Squad beruht
auf einer wahren Geschichte. Wir setzten
L.A.-Korrespondent Emanuel Bergmann,
einen Kenner der Geschichten um Mafioso
Mickey Cohen, auf die beiden Produzenten
Dan Lin und Kevin McCormick an.
Gansger-
Liebchen
Grace (E.
Stone) ver-
dreht den
Cops den
Kopf.
Das Elite-Polizei-Team der Gangster Squad will verhindern,
dass Los Angeles in die Hände der Ostküsten-Mafia fällt.
Gangster-Squad-Mitglied Jerry (R. Gosling) lässt ungern etwas
anbrennen und genießt das Leben in vollen Zügen.
Mafia-Pate Mickey
Cohen regiert Hollywood
mit brutaler Gewalt.
FILME BLU-RAY-/DVD-TEST: Jack Reacher
74 www.spielefilmetechnik.de 05/13
ACTION
GGG
HUMOR
GGG
SPANNUNG
GGG
EROTIK
GGG
ANSPRUCH
GGG
Starke Handlung
Harte Action sorgt für
Heimkino-Spaß
Spannungsgeladen
Körperlich wirkt Cruise
etwas mickrig
GUT
NOTE 2,0
Jack Reacher
Thriller Gradlinig und spannend: Ein Top-Thriller, der
die Intelligenz des Publikums nicht unterschätzt.
D
er Kriegsveteran James Barr
(Joseph Sikora) wird angeklagt,
fünf Menschen wahllos erschossen
zu haben. Diese Tat ist das Erste, was uns
der Film zeigt: ein Scharfschütze in einem
Parkhaus, der methodisch sein Gewehr
lädt und damit auf Leute in einem nahe
gelegenen Park zielt. Er sucht sich seine
Opfer aus, dann drückt er ab … Packen-
der kann der Einstieg in einen Film eigent-
lich gar nicht sein. James Barr, der ver-
meintliche Killer, wird schnell geschnappt.
Der Fall scheint klar zu sein: Der Kriegs-
held ist durchgeknallt, ein Trauma hat sein
Tun ausgelöst. Doch Barr gesteht nicht,
nennt nur einen Namen: Jack Reacher.
Die Behörden sind ratlos. Wer ist dieser
Reacher? Als sich dieser bei der Polizei
ORIGINALTITEL
Jack Reacher
VERGLEICHBAR MIT
Faster; Transporter
DARSTELLER
Tom Cruise, Rosamund Pike,
Richard Jenkins, Werner
Herzog, David Oyelowo,
Robert Duvall
REGIE
Christopher McQuarrie
PRODUKTION
USA 2012
BILDFORMAT
2.35:1 (16:9)
TONFORMAT
BD: DD 5.1 (D u. a.); DTS 7.1 HD (E)
DVD: DD 5.1 (D, E, TUR)
LAUFZEIT FSK
BD: 130 Min Ab 16
DVD: 125 Min Ab 16
WEBSEITE
www.jackreachermovie.com
PREIS
BD: € 22 (1 Disc)
DVD: € 18 (1 Disc)
IM HANDEL
6. Mai
meldet, hilft das auch wenig. Ebenfalls ein
Veteran, ein Ex-Soldat, hat Reacher der
Gesellschaft den Rücken gekehrt. Nur:
Was hat er jetzt vor?
Jack Reacher ist ein beliebter Serienro-
manheld des Autoren Lee Child. Er
beschreibt seinen Hauptakteur in den
Büchern als knallharten, toughen Kerl, der
nach seinen eigenen Regeln spielt und
dessen bloße Erscheinung Freund wie
Feind erzittern lässt. In dieser – rein opti-
schen – Hinsicht erweist sich Tom Cruise
nicht als Idealbesetzung. Doch Cruise
spielt hervorragend, der Plot und die
Action sind stimmig. Jack Reacher ent-
puppt sich als Thriller alter Schule mit
packenden Action-Sequenzen, einer
durchdachten und spannenden Handlung
und guten Nebenfiguren. DVD und Blu-ray
können technisch in jeder Hinsicht über-
zeugen. Als Boni warten auf dem HD-
Medium neben einem Audiokommentar
von Regisseur Christopher McQuarrie und
Komponist Joe Kraemer noch drei kurze
Featurettes. Diese gehen näher auf die
Figur Jack Reacher und das Roman-Phä-
nomen ein. Die DVD bietet hingegen nur
eines der Specials. (tr)
Reacher (T. Cruise, links) stellt sich. Aber warum?
Cruise gleicht körperliche Defizite mit Waffen aus.
Reacher am Apparat? Was wird in dem Thriller gespielt?
Von Bond zu Reacher: Rosamund Pike als toughe Braut.
Werner Herzog in der Rolle des Superschurken.
S
eit über einem Jahrzehnt steht die Marke
Xbox schon als Synonym für Gaming.
Dass Microsoft mit Xbox Live schon sehr
früh auf fortschrittliche Online-Features gesetzt
hat, kommt aber nicht nur Millionen Spielern
zugute. Keine andere Plattform bietet einen der-
art komfortablen und unkomplizierten Zugriff auf
ein breit gefächertes Musik-, Film- und Serien-
Angebot. So lassen sich allein über Xbox Video
bereits mehr als 150.000 Titel abrufen. Darunter
viele Klassiker und jede Menge Neuheiten –
manchmal schon bevor diese auf DVD oder Blu-
ray erhältlich sind. Besonders praktisch: Xbox
Video liefert auch Streams in Full HD (1080p)
ganz ohne lästige Download-Ladezeiten.
ENTERTAINMENT OHNE GRENZEN
Xbox Video macht Ihre Filme und Serien auf
unterschiedlichsten Geräten zugänglich. Wird
die Wiedergabe auf einem Gerät pausiert,
lässt sich das Video auf einem anderen Gerät
an derselben Stelle fortsetzen. Egal ob auf
Tablet, Computer oder Fernseher.
INTUITIVE BEDIENUNG
Sie möchten keine weitere Fernbedienung
auf dem Wohnzimmertisch? Kein Problem,
denn die Steuerung ist dank Smartglass-App
auch per Tablet und Smartphone kinderleicht.
Unser Favorit: Mit dem preisgekrönten Kinect
Sensor lässt sich das Ganze mit simplen
Handbewegungen und kurzen Sprachbefeh-
len bedienen. Einfacher geht’s nicht!
PROMOTION
05/13 www.spielefilmetechnik.de 75
Microsofts Kinect
ermöglicht auch
Kinospaß ganz ohne
Fernbedienung. Die
raffinierte Sprach -
steuerung und eine
smarte Gestenerken-
nung machen dies
möglich. Xbox hat
also nicht nur das
Gaming revolutioniert.
Genial einfach: Hier bekommen Sie die neuesten TV- und Film-
Apps, ohne erst lange danach suchen zu müssen.
Nicht nur das Angebot von Lovefilm ist einen genaueren Blick wert.
Xbox Live bietet Zugriff auf unterschiedlichste Anbieter und Medien.
Sie können sich nicht entscheiden? Unter „Alle Empfehlungen“
finden Sie zahlreiche Tipps für jeden Geschmack.
Xbox
LIVE
Fernsehen neu definiert: Neben Video-on-Demand-Angeboten wie
Xbox Video oder Lovefilm bietet die Konsole auch Zugriff auf Online-
Mediatheken vieler TV-Sender. So lassen sich selbst ältere Fernseh-
geräte ganz einfach um moderne Smart-TV-Features erweitern.
Natürlich können Sie die Filme und Serien nicht nur über die
Xbox-360-Konsole selbst abspielen, sondern auch per PC und
Tablet. Unabhängig vom Gerät lassen sich gekaufte Videos an
der Stelle fortsetzen, an der sie das letzte Mal pausiert wurden.
Xbox Live Xbox hat Gaming
salon fähig gemacht und einen
völlig neuen Zugang zur Welt
des Entertainment geschaffen.
FILME TESTÜBERSICHT: Mai 2013
76 www.spielefilmetechnik.de 05/13
Blu-rays und DVDs im Mai
Beasts of the Southern Wild
DRAMA
Die kleine Hushpuppy (bezaubernd: Quvenzhané
Wallis, die für ihre Rolle eine Oscar-Nominierung er-
hielt) erzählt uns hingebungsvoll ihre wundersame
Geschichte: Tief in den Sümpfen von Louisiana, jen-
seits der Deiche wohnt sie im „Badetrog“ mit ihrem
Vater und einigen Lebenskünstlern ohne Besitz und
Hightech. Sie genießen und feiern jeden Tag ihr Le-
ben in der Natur mit all ihren Wunderlichkeiten. Die
zauberhafte Welt wird bedroht. Hushpuppy stellt sich
selbstverständlich mit viel Mut und Kraft den aufkom-
menden Gefahren. Benh Zeitlins originelles Regiede-
büt muss man einfach gesehen haben. Als Specials
sind Making-of, entfallene Szenen, Featurettes und
ein Kurzfilm angekündigt. (jm, tr)
ANBIETER Ascot • IM HANDEL 7. Mai • PREIS Blu-ray ca. € 18 (1 BD), DVD ca. € 15 (1 DVD)
LÄNGE 98 Min. (Blu-ray), 93 Min. (DVD) • FSK Blu-ray ab 12, DVD ab 12
TESTURTEIL NOTE
SEHR GUT 1,4
ACTION
GGG
HUMOR
GGG
SPANNUNG
GGG
EROTIK
GGG
ANSPRUCH
GGG
THRILLER
Zwei unbedarfte Gauner begehen einen vermeintlich
todsicheren Raubüberfall, der die Glücksspielszene
von New Orleans ins Chaos stürzt und einen
sanft-melancholischen Killer (Brad Pitt) auf den Plan
ruft. Was zunächst sehr interessant klingt, löst im wei-
teren Verlauf des Thrillers vom Autorenfilmer Andrew
Dominik (Die Ermordung des Jesse James) aber kei-
ne rechte Begeisterung aus. Der Handlung und der
Regie fehlt es an Dynamik und trotz mancher cooler
Sprüche wirken die politisch-gesellschaftlichen Bezü-
ge aufgesetzt. In der Summe reicht das aber noch,
um aus dem Einerlei der Gangsterfilme herauszura-
gen. Bei den Extras bleibt es solide: entfallene Sze-
nen, Behind-the-Scenes-Making-of, Trailer. (tr)
ANBIETER Universum • IM HANDEL 17. Mai • PREIS Blu-ray ca. € 17 (1 BD), DVD ca. € 14 (1 DVD)
LÄNGE 101 Min. (Blu-ray), 97 Min. (DVD) • FSK Blu-ray ab 16, DVD ab 16
TESTURTEIL NOTE
GUT 2,4
ACTION
GGG
HUMOR
GGG
SPANNUNG
GGG
EROTIK
GGG
ANSPRUCH
GGG
Unter einer hippen und stylishen Verkleidung verbirgt sich ein bedingt origineller Gangs-
terfilm mit ein paar besonderen Momenten, für die auch Ray Liotta (rechts) sorgt.
Killing them softly
Die Schicksale zweier mächtiger Familien, der Graystones und der Adamas (Bild: Sam
Adama, gespielt von Sasha Roiz), sind in Caprica untrennbar miteinander verstrickt.
Die Welt von Caprica ist von Hightech und Terror geprägt. Bei einem Anschlag kommt
auch die Tochter des Wissenschaftlers Daniel Graystone ums Leben.
Das Remake der Siebzigerjahre-Serie
Battlestar Galactica sorgte ab 2003 für
Begeisterungsstürme. Nach vier Staffeln
war 2008 dann Schluss. Zwei Jahre später
versuchten die Battlestar-Macher, mit
dem Spin-off Caprica die Erfolgsstory zu
wiederholen. Caprica spielt rund 60 Jahre
vor Battlestar Galactica. Auf dem Planeten
Caprica, einer von insgesamt zwölf Kolo-
niewelten der Menschheit, arbeitet Daniel
Graystone an der Entwicklung von künst-
licher Intelligenz. Als Graystones Tochter
bei einem Terroranschlag ums Leben
kommt, setzt der Wissenschaftler alles
daran, sein Kind in die Welt zurückzuho-
len. Er entdeckt eine lebensnahe Kopie
seiner Tochter in einer virtuellen Welt, in
der diese sich vor ihrem Tod aufgehalten
hat. Mit diesen Daten experimentiert
Graystone an seiner neuesten Entwick-
lung: einem Kampfroboter namens Zylon.
Der Erzählstil von Caprica ist ähnlich,
aber anders als bei Battlestar liegt das
Hauptaugenmerk der Serie nicht auf Ac-
tion, sondern erinnert eher an ein Cha-
rakterdrama. Nach nur einer Staffel wur-
de Caprica wegen schlechter Quoten
schließlich wieder abgesetzt. Viel zu früh,
denn das Battlestar-Spin-off besitzt jede
Menge Potenzial und baut viel Spannung
auf. Das 5-DVD-Set beinhaltet zudem
viele Extras. (tr)
Caprica – Die komplette Serie
DRAMA/SCIENCE-FICTION
ANBIETER Universal • IM HANDEL 23. Mai • PREIS DVD ca. € 23 (5 DVDs)
LÄNGE 855 Min. (DVD) • FSK DVD ab 12
TESTURTEIL NOTE
GUT 1,9
ACTION
GGG
HUMOR
GGG
SPANNUNG
GGG
EROTIK
GGG
ANSPRUCH
GGG KAUFTIPP
05/2013
TESTÜBERSICHT: Mai 2013 FILME
05/13 www.spielefilmetechnik.de 77
Testübersicht SFT präsentiert die Highlights unter den Blu-ray- und DVD-Veröffentlichungen.
Lincoln
DRAMA/HISTORIENFILM
Ein typisches Spielberg-Epos, das sich mit ideal be-
setzten Darstellern einem wichtigen Kapitel der US-Ge-
schichte widmet. Wie Daniel Day-Lewis als einer der
bekanntesten Staatenlenker der Weltgeschichte mit
allen Mitteln versucht, sein Herzensthema – die Ab-
schaffung der Sklaverei – durchzusetzen, ist nicht nur
ein Lehrstück gewitzter Politschacherei, sondern auch
eine brillante Schauspielleistung, für die er zu Recht
den Oscar erhielt. Day-Lewis überzeugt als leiden-
schaftliches und sensibles US-Staatsoberhaupt, das
auch mit familiären Problemen zu kämpfen hat. Um-
fangreiche Extras rund um die Entstehung des Films
und vor allem die Herangehensweise von Day-Lewis
an die Rolle bieten tollen Mehrwert. (ee, tr)
ANBIETER Fox • IM HANDEL 24. Mai • PREIS Blu-ray ca. € 17 (1 BD), DVD ca. € 13 (1 DVD)
LÄNGE 150 Min. (Blu-ray), 146 Min. (DVD) • FSK Blu-ray ab 12, DVD ab 12
TESTURTEIL NOTE
GUT 1,7
ACTION
GGG
HUMOR
GGG
SPANNUNG
GGG
EROTIK
GGG
ANSPRUCH
GGG
Der ehemalige konföderierte Soldat Cullen Bohannon (Anson Mount) sucht beim Eisenbahn-
bau nach den Nordstaatlern, die schuld am Tod seiner Frau im US-Bürgerkrieg sind.
Der frühere Sklave Elam (Rapper Common, M.) und seine farbigen Brüder müssen beim
Bau die Drecksarbeit übernehmen – und begehren dagegen immer mehr auf.
Auf der Suche nach den Männern, die
im Sezessionskrieg seine Frau ermorde-
ten, schließt sich der Ex-Konföderierte
Cullen Bohannon einer der größten Un-
ternehmungen in der Geschichte der
USA an: dem Bau der transkontinenta-
len Eisenbahn von Ost nach West. Zum
Vorarbeiter ernannt, erfährt der Süd-
staatler in der Folgezeit die ganze Härte
des Lebens im Eisenbahnerlager: Dreck
und Verkommenheit, Prostitution und
Alkoholismus, Gier und Korruption. Und
während Bohannon weiter auf Rache
sinnt, müssen er, der alles leitende Ge-
schäftsmann Durant (Star Trek-„Chief“
Colm Meaney), der Ex-Sklave Elam und
die schöne Landvermesser-Witwe Lilly
mit tödlichen Unfällen, Massakern
durch Cheyenne und rivalisierenden
Arbeitern fertigwerden.
So schmutzig und abgründig – und da-
bei so verdammt realistisch – wurde der
Wilde Westen seit der Serie Deadwood
nicht mehr dargestellt. Weitestgehend
klischeefrei, vor allem aber ungemein
spannend zeigen die zehn Episoden der
ersten Staffel, wie Weiße und Rothäute,
Nord- und Südstaatler, reiche Pfeffersä-
cke und arme Einwanderer, ehemalige
Herren und Ex-Sklaven das Leben und
die knüppelharte Arbeit im stetig weiter-
reisenden Zeltlager erlebten. Blu-ray
und DVD beinhalten jeweils über zwei-
einhalb Stunden Extras über die Entste-
hung der Serie und den Dreh. (ts)
Hell on Wheels – Staffel 1
WESTERN
ANBIETER WVG Medien • IM HANDEL 26. April • PREIS Blu-ray ca. € 29,- (3 BDs), DVD ca. € 28,- (3 DVDs)
LÄNGE 428 Min. (Blu-ray), 412 Min. (DVD) • FSK Blu-ray ab 16, DVD ab 16
TESTURTEIL NOTE
SEHR GUT 1,4
ACTION
GGG
HUMOR
GGG
SPANNUNG
GGG
EROTIK
GGG
ANSPRUCH
GGG
KOMÖDIE, DRAMA
Weil er den Liebhaber seiner Frau allzu heftig vermö-
belt hat, landet Pat in einer Nervenklinik. Acht Mona-
te später steht der Lehrer vor den Trümmern seines
Lebens, kommt bei den Eltern unter und will seine
Nikki um jeden Preis zurückerobern. Also bittet er die
smarte Tiffany, der Ex einen Brief zu übermitteln, und
im Gegenzug muss der unruhige Pat mit ihr an einem
Tanzwettbewerb teilnehmen. Regisseur David O.
Russell (The Fighter) liefert einen Ensemblefilm, der
von pointierten Dialogen und glänzenden Darstellern
lebt. Jennifer Lawrence wurde für ihre Performance
mit dem Oscar belohnt. Eine durchweg sympathi-
sche, harmonisch austarierte Tragikomödie von For-
mat mit Audiokommentar als einzigem Bonus. (ch, tr)
ANBIETER Senator • IM HANDEL 31. Mai • PREIS Blu-ray ca. € 17 (1 BD), DVD ca. € 14 (1 DVD)
LÄNGE 122 Min. (Blu-ray), 117 Min. (DVD) • FSK Blu-ray ab 12, DVD ab 12
TESTURTEIL NOTE
SEHR GUT 1,3
ACTION
GGG
HUMOR
GGG
SPANNUNG
GGG
EROTIK
GGG
ANSPRUCH
GGG
Die mitreißende Romantikkomödie unterhält glänzend mit äußerst schrägen, aber durch-
weg liebenswerten Figuren, etwa Pat (Bradley Cooper) und Tiffany (Jennifer Lawrence).
Silver Linings
KAUFTIPP
05/2013
KAUFTIPP
05/2013
Modisch: Karl
Lagerfeld fällt
nicht nur durch
seine Mode auf,
sondern auch
durch seine extra-
vagante Art und
durch polarisieren-
de Äußerungen. In
GTA 4 gibt er den
Radiomoderator.
Legendär: Einer der
wohl besten Bands
aller Zeiten wurde in
Rock Band ein Denk-
mal gesetzt – den
Beatles.
78 www.spielefilmetechnik.de 05/13
SPIELE
Feature Sie verprügeln aufdringliche Paparazzi, steigen unten ohne aus Limousinen, lassen sich Star-
bucks-Filialen in ihre Villen pflanzen. Manche von ihnen vererben ihren Haustieren Millionenbeträge, grün-
den Klamotten-Labels oder leisten sich mal eben eine pazifische Insel. Stars und Sternchen treiben aller-
lei seltsame Dinge – und Gamer begegnen ihnen immer häufiger auch bei ihrem liebsten Hobby.
Stars,
Sternchen
& Videospiele
D
ass Schauspieler, Rockstars
und andere Promis irgend-
wann in Video- und Compu-
terspielen auftauchen mussten, war
ein logischer Schritt für die Macher:
Bekannte Gesichter verkaufen sich
eben besser als Nobodys – und
treue Fans zücken für ihre Lieblinge
gerne den Geldbeutel. Wegweisend
für diese Entwicklung dürfte sicher-
lich die MS-DOS-Weltraum-Oper
Wing Commander 3: Heart of the
Tiger aus dem Jahr 1994 sein.
Bekannte Mimen wie Mark „Luke
Skywalker“ Hamill, Tom Wilson
(Zurück in die Zukunft 1–3), John
Rhys-Davies (Jäger des Verlorenen
Schatzes, Herr der Ringe) und Mal-
colm McDowell (Clockwork Orange)
sowie Pornodarstellerin Ginger Lynn
verhalfen dem Entwickler Origin zu
einem der ersten wirklich interakti-
ven „Spiel-Filme“ überhaupt. Zwar
brachte das Spiel dem alternden
Star Wars-Helden Hamill nicht den
erhofften Karriere-Kick, dennoch
denken wir immer noch gerne an die
Begegnungen mit Captain Blair,
Maniac und Co. zurück. Doch auch
wenn Wing Commander 3 bis heute
als Software-Meilenstein gilt, sind
nicht alle medialen Fremdgehversu-
che diverser Stars und Sternchen
geglückt. Es ist nichts Neues, dass
Berühmtheiten aus Musik, Sport
und insbesondere Film und Fernse-
hen nicht bei ihren Leisten bleiben
und gewagte Vorstöße in andere
Gefilde des Entertainment-Bereichs
wagen. Goldkehlchen Mariah Carey
kann zwar toll singen, sorgt mit
ihrem Schauspiel-Ausflug Glitter
aber für schlimmere Leinwand-
Albträume als die Kleine aus The
Ring. Und das größte zu klärende
Verbrechen in der CSI-Folge mit
Justin Bieber ist der Gastauftritt des
Sängers an sich. Absturzkönigin
Lindsay Lohan ging – wahrschein-
lich torkelnd – den umgekehrten
Weg von Hollywood ins Tonstudio
und nahm peinlich belanglose
Popschnulzen auf. Nicht zu verges-
sen diejenigen unter den Reichen
und Berühmten, die weder schau-
spielern noch singen können, bei-
des jedoch mit erschreckender
Beharrlichkeit angehen. Wie Paris
Hilton, die mit ihrem Auftritt im Hor-
rorstreifen House of Wax und dem
Song „Stars are Blind“ grauenvolle
Unterhaltung garantiert. Doch wenn
Superstars in andere Ecken der
Branche hineinschnuppern, muss
das nicht zwangsläufig peinlich sein.
Mitunter bereichern die bekannten
Talente eine Produktion.
Hey, Mr. Superstar
„Für die jungen Leute bin ich wie ein
Idol“, gab einmal Karl Lagerfeld von
sich, „weil sie mich unkonventionel-
le Dinge sagen hören. Ich bin eben
nicht Establishment, ich finde das
ganz amüsant, die duzen mich ein-
fach.“ Die Mode-Ikone mit dem
Sonnenbrillenfaible bringt auf den
Punkt, weshalb Berühmtheiten
zunehmend auch im Games-
Bereich aktiv sind. Aus der Sicht von
Herstellern und Entwicklern ist das
eine ebenso einleuchtende wie loh-
nende Rechnung. Ein prominenter
Name bedeutet Aufmerksamkeit für
das Produkt. Unlängst bewiesen
das Schlagzeilen rund um die deut-
sche Schauspielerin Nora Tschirner,
bekannt aus Zweiohrküken. Medien
wie die Süddeutsche berichteten
von der deutschen Lara-Croft-Stim-
me, denn für die deutsche Fassung
von Tomb Raider lieh Nora der
Archäologin ihr Stimmorgan. Für die
Hersteller von Videospielen hat eine
solche Kollaboration eindeutige Vor-
teile. Durch die Beteiligung eines
Prominenten färbt dessen Glanz auf
das Spiel ab, das Ganze wird cool,
weil ein Vorbild involviert ist. Hard-
core-Fans saugen oftmals alles auf,
was mit dem oder der Angehimmel-
ten zu tun hat. Marketing-Strategen
wissen das und tun alles, um Stern-
chen für ihr Produkt zu gewinnen.
Letztlich handelt es sich also auch
immer um eine Form der Werbung.
Kate & Ashley Sweet 16: Licensed to Drive
Weibliche Zwillinge werden oft zur plumpen Männerfantasie degradiert – dabei können
sie einem auf so viele andere Arten schlaflose Nächte bereiten. Erinnert sich noch jemand
an die zwei nervigen Mädels aus der TV-Serie Full House? Für das Duo Mary-Kate und
Ashley Olsen war das Kinderschauspieler-Gruselkabinett erst der Anfang. Fortan spielten
die Olsens in zahlreichen Filmen und Serien mit, bekamen stilecht einen gemeinsamen
Wikipedia-Eintrag, erhielten wegen ihrer Fellmode-Passion den Spitznamen „Pelzhexen
aus der Hölle“ verpasst und gründeten ein Unternehmen. Unter dem Markennamen
„mary-kateandashley“ suchen seit 2000 Kleidung, Parfüm, Kosmetikprodukte, Modepup-
pen, CDs und vieles mehr kaufkräftige Eltern durchdrehender Teenager heim. Und was
schenkt man sich selbst, wenn man schon jeden Pelz im Schrank hat? Eben: ein eigenes
Videospiel. Mary-Kate & Ashley Sweet 16: Licensed to Drive heißt das spielerische Klein-
od für Gamecube und Playstation 2, in dem die Kinderstars gerade 16 geworden sind und
– zum Leidwesen aller anderen Verkehrsteilnehmer – endlich legal hinters Steuer eines
Wagens dürfen. Mit ihren Mädels tuckern die beiden durch die Stadt und sammeln Freun-
de ein, damit ihre Geburtstagsfeier zum regelrechten Zusammenschnitt der besten
Momente aus My Super Sweet 16 gerät. Dazu fackelt der Mario Party-Klon ein Feuerwerk
von Minispielen ab, in dem die reichen Teenager tun, was reiche Teenager eben so tun:
Jet-Ski-Rennen absolvieren, Felsen erklimmen und Geländewagen manövrieren. Wer die
meisten Freunde auf die Party schleppt, gewinnt – fast so wie im echten Leben. Kurioser
Aufdruck der Spielhülle: „Real Games for Real Girls“ – irgendwie beleidigend für weibliche
Zocker, die sich mit mehr als Lockenwicklern und Pelzmänteln beschäftigen.
FEATURE: Stars in Spielen SPIELE
05/13 www.spielefilmetechnik.de 79
Verspielt: Für Werbespots zu World of Warcraft engagierte
Blizzard neben A-Team-Star Mr. T auch Chuck Norris.
Bieber-Ball: NBA 2K13 verzückt mit dem freispielbaren Justin-Bieber-
Charakter auch Teenager-Herzen. Ob das den durchschnittlichen
Sportspiel-Fan anspricht, ist fraglich.
Mein Haus, mein Auto, mein Spiel
Nicht umsonst findet im TV-Spot der
Ex-Leverkusen-Geschäftsführer
Reiner Calmund seine „Jungs von
Flüge.de“ so unfassbar toll, nicht
umsonst rühren Gina-Lisa und
Micaela Schäfer für Redcoon die
Werbetrommel. Als Eli Roths
Gewalt orgie Hostel in die Kinos
kam, war auf Plakaten und in Fern-
sehspots der Schriftzug „Quentin
Tarantino präsentiert“ zu lesen.
Beteiligung oder Segen beliebter
Menschen sollen beim Verbraucher
Gefühle von Sicherheit bezüglich
der Produktqualität liefern – nach
dem Motto: Wenn der da seinen
Namen für hergibt, muss das ja gut
sein. Und so wundert es nicht, dass
Promis auch in Werbung für Video-
spiele involviert sind. Tennis-Legen-
de Steffi Graf schürte zum Weih-
nachtsgeschäft 2011 die Begeiste-
rung für Nintendos Wii, zeigte sich
in der Fernsehwerbung sportlich vor
der Konsole. „Ich war überrascht,
wie viele Möglichkeiten die Wii bie-
tet“, meinte Graf damals. „Da sind
zum einen die Spiele, an denen die
ganze Familie zusammen ihren
Spaß hat. Zum anderen gefallen mir
aber auch die Bewegungsübungen
mit Wii Fit Plus und dem Wii-
Balance- Board.“ In Werbekampag-
nen zu World of Warcraft fragten
Entertainment-Größen wie Mr. T,
William Shatner und sogar Chuck
Norris: „Was spielst du?“. Während
die Stars aus diesen Beispielen
„nur“ in der Vermarktung von
Games tätig sind, beteiligen sich
Voice Actors, also Personen, die
einer Spielfigur ihre Stimme leihen,
natürlich aktiv am Produktions-
prozess.
Die Stimme kenne ich doch!
Aufmerksame Film-Junkies kennen
das: den Die-Stimme-kenne-ich-
doch-Moment. Vivica A. Fox,
bekannt aus Quentin Tarantinos Kill
Bill, sprach eine der verruchten
Saints-Auftragsmörderinnen in Hit-
man: Absolution. Mafia-Boss Toni
Cipriani aus Grand Theft Auto 3
spricht hingegen mit dem Organ von
Michael Madsen, Filmfans ein
Begriff durch seine Rollen in Sin City,
Kill Bill oder auch Reservoir Dogs.
Wer in Grand Theft Auto 4 den
Radiosender K109 einschaltet,
staunt nicht schlecht, wer da mit
heftigem deutschen Akzent Mode-
tipps verteilt. „Ich hoffe, ihr Frauen
da draußen wisst, dass Kleider kom-
biniert mit Turnschuhen einfach
furchtbar aussehen“, tönt es da aus
dem Radio – niemand Geringeres
als eben zitierte Ikone Karl Lagerfeld
ist es, die da nörgelt. Allerdings stellt
der Modezar hier eine Ausnahme
dar, wurde er doch nicht durch
Schauspielerei berühmt. Denn die
überwiegende Mehrheit der Stimm-
leiher kommt aus dem schauspiele-
SPIELE FEATURE: Stars in Spielen
80 www.spielefilmetechnik.de 05/13
Tanzbar: Vor Zeiten peinlicher Auftritte animierte Britney Spears in Britney’s
Dance Beat Zocker zum Tanzen. Veröffentlicht wurde der Titel von THQ.
Playboy: The Mansion
Den ganzen Tag in einem roten Bademantel daheim sitzen, umgeben von platinblonden
Frauen – das mag für manch einen eher nach Hartz IV denn nach Glamour klingen. Doch
eine Villa wie die von Playboy-Chef Hugh Hefner zahlt wohl kein Amt dieser Welt. Zocker
dieser Mixtur aus Wirtschafts- und Lifestyle-Simulator für PC, PS2 und Xbox erwarten
laut Produktbeschreibung „anspruchsvolle erotische Inhalte“. Doch in Wirklichkeit sieht’s
an der Sex-Front im Spiel ähnlich düster wie in der berühmten Grotte auf dem Anwesen
des weißhaarigen Magazingründers aus, denn tatsächliche Nacktheit enthält die Simu-
lation nicht. Dafür warten eher nüchterne, wenig erotisch prickelnde Aufgaben wie die
Heftplanung der kommenden Playboy-Ausgabe, für die Interviews mit Stars geordert und
Fotostrecken erstellt werden wollen. Freilich darf ganz im Sims-Stil, bei dem sich The
Mansion großzügig bedient, auch in einer erfundenen Quatsch-Sprache gebrabbelt und
geflirtet werden, von Sex und Erotik sieht man aber nichts. Auch im Add-on Private
Party wurde es nicht wirklich heiß. Da gab es zwar nackte Pixelfiguren zu sehen, allerdings
mit unkenntlich gemachten primären und sekundären Geschlechtsmerkmalen.
Michael Jackson’s Moonwalker
Er hat alles erreicht, wovon gewöhnliche Menschen kaum zu träumen wagen. Mit einer
anderen Hautfarbe sterben als mit der, die man bei der Geburt hatte, Kleinkinder aus
Hotelfenstern baumeln lassen, sich einen Kumpel-Affen in Pullovern halten. Und nicht zu
vergessen: Er hat sich einen eigenen Vergnügungspark und Zoo auf seinem Anwesen
errichtet. Für den verstorbenen Moonwalk-König Michael Jackson war ein eigenes
Videospiel also gar keine so große Sache. Wer mit MJs skurrilem Leben vertraut ist, wird
ob der seltsamen Handlung des Lizenzspiels Michael Jackson’s Moonwalker mit keiner
Wimper zucken. Das Spiel zum Film begleitet die Legende bei einer waghalsigen Ret-
tungsaktion, in der er entführte Kinder aus den Klauen eines gewissen Mr. Big rettet – nein,
das ist wohl nicht der Kerl aus Sex and the City. In dem 2D-Titel tanzt Michael die Kid-
napper eher um, als dass er sie schlägt. Wie echte Entführer darauf reagieren würden?
Wer weiß. Sicher ist hingegen, dass Exemplare des unter anderem für Commodore 64
erschienenen Titels auf Ebay für bis zu 14.000 US-Dollar über die digitale Theke gehen.
Mein Haus, mein Auto, mein Spiel
Mein Haus, mein Auto, mein Spiel
rischen Umfeld. Neben dem Werbe-
faktor durch den guten Namen des
Stars haben Videospielhersteller
nämlich einen zweiten, sehr triftigen
Grund, insbesondere auf Holly-
wood-Größen zu setzen: die Profes-
sionalität. Das gerühmte Talent der
Sternchen ermöglicht es ihnen, rein
durch ihre Stimme eine Figur zu prä-
gen, ihr Leben einzuhauchen. Für
die Sprecher selbst ist die Spiele-
Synchronisation eine willkommene
Herausforderung, denn viele kom-
men aus dem Bereich Film, Fernse-
hen und Theater, agieren also auch
stark durch Gestik und Mimik. Bei
der Spielproduktion sind die Schau-
spieler hingegen auf ihre Stimme
reduziert. Wenn dann noch ein
spannender Charakter hinzukommt,
motiviert das zusätzlich, wie Nora
Tschirner als Lara Croft beweist: „Ich
stehe generell auf Action, aber Lara
ist keine eindimensionale Figur, die
sich einfach nur durch Gegnerhor-
den ballert. Sie ist ein sehr viel-
schichtiger Charakter.“
Mehr als nur eine Figur
Wenn ein Star wie der Clockwork
Orange- Protagonist Malcolm
Mc Dowell in God of War 3 dem Bau-
meister Dädalus seine Stimme
schenkt, fließt in einen solchen Pro-
zess so gut wie immer jede Menge
Herzblut. Aber der Verschmelzung
von Voice Actor und Videospielcha-
rakter sind auch Grenzen gesetzt.
Zumeist wird der Sprecher natürlich
typgerecht ausgesucht, seine Stim-
me muss zur dargestellten Figur
passen. Die Stimme von Paris Hilton
wäre wenig überzeugend für jeman-
den wie Lara Croft, die im neuen
Tomb Raider ums Überleben kämp-
fen muss. In den genannten Fällen
sind die Hollywood-Schauspieler
darauf beschränkt, sich selbst nur
akustisch einbringen zu können.
Wenn Kiefer Sutherland den Ser-
geant Roebuck in Call of Duty:
World at War spricht, erhält er als
Voice Actor im Normalfall Informa-
tionen über seine digitale Rolle, die
Handlung und Szenenkontexte,
bevor die Aufnahmen beginnen.
Doch es gibt Fälle, in denen steckt
mehr Promi im Spiel als nur sein
Stimmorgan. Im Action-Abenteuer
Brütal Legend ergab sich dieser
Mehrwert an Stars im Verlauf der
Produktion. Den Protagonisten
Eddie Riggs, der sich für den welt-
besten Roadie hält, verschlägt es in
eine stark von Heavy-Metal-Ästhetik
beeinflusste Fantasiewelt. Motör-
head-Sänger Lemmy Kilmister, Ozzy
Osbourne und weitere Szenegrößen
vertonen Figuren im Spiel, der Held
wird unterdes vom School of Rock-
Schauspieler Jack Black gespro-
chen. Für den Spielhelden existier-
FEATURE: Stars in Spielen SPIELE
05/13 www.spielefilmetechnik.de 81
Wu Tang: Taste the Pain
Was passiert, wenn ein Haufen Rapper zu oft Prügelspiele spielt? Ganz einfach: Wu
Tang: Taste the Pain (Playstation, hierzulande nie erschienen). Als RZA, Ghost Face
Killah, Method Man und Konsorten kloppen sich Spieler mit Schwertern oder Vorschlag-
hämmern durch Arenen, schlitzen Leute auf und reißen Rüben von Schultern. Clan-
Mitglied GZA schnetzelt sich mit einer Mikrofon-Kettensäge-Kombi-Waffe durch,
Reakwon kocht seine Gegner hingegen lieber in einem großen Topf. So bewaffnet galt
es in diesem mit bis zu vier Teilnehmern spielbaren wilden Geprügel, sich durch die 36
Chambers zu kämpfen – eine Anspielung auf einen Filmklassiker, nach dem der
Rapper-Clan auch sein erstes Album benannte. Musik der Prügelknaben gab’s natürlich
auch auf die Ohren. Von den Medien wurden die Wu-Tang-Randale überwiegend
positiv aufgenommen. Highlight: die Spezial-Edition des Games, der ein Controller in
Form des charakteristischen „W“-Logos der Formation beilag (Bild oben).
Mein Haus, mein Auto, mein Spiel
Verdrahtet: Für die Arbei-
ten an Beyond: Two Souls
wurden Mimik und Körper-
bewegungen der Holly-
wood-Darsteller Ellen
Page und Willem Dafoe
eingefangen.
SPIELE FEATURE: Stars in Spielen
82 www.spielefilmetechnik.de 05/13
Infiziert: Mike Patton ist nicht nur Sänger der Band Faith No More, aus seiner Kehle
stammen auch die grotesken Geräusche der Zombies aus dem Koop-Shooter Left 4
Dead. Übrigens leiht Mike auch der Finsternis aus The Darkness die markante Stimme.
Home Improvement
Dinosaurier, Säure spuckende Mumien, Roboter: Bei diesen Monstren kommt einem
einiges an Assoziationen in den Kopf, aber ganz sicher nicht die Neunzigerjahre-Heim-
werker-Sitcom Hör mal, wer da hämmert. Trotzdem rückt man im passenden SNES-Spiel
gegen genau diese bestialischen Gegner aus. Warum? Aus demselben Grund, aus dem
die modifizierte Kettensäge im Spiel Energiewellen aussendet: keinem, den man jemals
nachvollziehen könnte. Zumindest dürfen Fans in die Haut von Tim Allen schlüpfen, der
jüngeren Semestern hauptsächlich durch seine Sprechrolle als Captain Buzz Lightyear
aus Toy Story bekannt sein dürfte. Neben seiner durchwachsenen Qualität bleibt das
Tim-Allen-Spiel vor allem durch einen damals sehr unüblichen Umstand in Erinnerung.
Dem Titel lag keinerlei Gebrauchsanleitung bei. Was heutzutage durch eine Google-Suche
sofort gelöst wäre, stellte 1994 jedoch mangels spärlicher Internetstruktur ein echtes
Problem dar. Wer wissen wollte, wie man bestimmte Spezialmanöver gleich noch mal
ausübte, schaute in die Röhre und wurde obendrein von einem lustig gemeinten Bei-
packzettel verhöhnt. Letzterer besagte, echte Männer bräuchten keine Anleitung. Dieses
verkorkste Spiel brauchen sowohl Männer als auch Frauen allerdings auch nicht.
Michael Jordan: Chaos in the Windy City
Manch einer mag dem Irrtum erliegen, der Fantasy-Animationsfilm Space Jam sei die
einzige kolossale Peinlichkeit in der Karriere von Basketball-Legende Jordan. Gegen
Michael Jordan: Chaos in the Windy City ist sein Ausflug in die Cartoon-Welt von Bugs
Bunny und Konsorten aber fast schon richtig cool. Worum geht’s? Ähnlich wie in Space
Jam muss MJ auch hier den Tag retten, denn Mitglieder seines All-Star-Teams sind von
einem gewissen Dr. Max Cranium entführt worden. Dabei wollte er mit den Hünen doch
ein Charity-Spiel veranstalten. Damit die Waisenkinder (oder wer auch immer) nicht
traurig aus der Wäsche schauen, begibt sich der Held natürlich prompt auf Rettungsein-
satz. Für die Side-Scroller-Action hat der Star einige spezielle Bälle im Gepäck, die das
Regelwerk der NBA regelrecht mit Füßen treten. Explosionen, Feuer, Eis, das den Boden
gefriert: In den kugeligen Spielgeräten steckt definitiv so mächtiges Zauberwerk, dass
man meinen könnte, Jordan praktiziere abseits vom Platz dunkle Magie. Vielleicht ist das
auch gar keine so üble Idee, schließlich wollen ihm in seinem Spiel modrige Zombies an
die übergroßen Sneakers. Richtig cool war das SNES-Game selbst im Erscheinungsjahr
1994 nicht, aber für einen Trash-Doppelabend mit Shaq Fu ist’s bestens geeignet.
Irre: Dädalus erscheint in God of War 3 als Architekt, der Zeus ein Laby-
rinth erbaute, auf dass dieser ihm seinen Sohn Ikarus zurückbringe. Zeus
hielt sich nicht an den Pakt, Dädalus wurde wahnsinnig – gesprochen
von Clockwork Orange-Star Malcolm McDowell.
Mein Haus, mein Auto, mein Spiel
Mein Haus, mein Auto, mein Spiel
ten anfänglich Entwürfe, in denen
Riggs noch sehr Lemmy glich. Je
weiter die Produktion voranschritt,
desto mehr von Sprecher Jack
Black brachten die Designer in das
Äußere Eddies ein, denn immerhin
ist der Komiker selbst ein großer Fan
des Metal-Genres. Auch Blacks mit-
unter extreme Mimik und „all die
verrückten Sachen, die er mit seinen
Augenbrauen macht“ haben die
Spieldesigner durch intensives Stu-
dieren von Videomaterial einzufan-
gen versucht. Was dabei herum-
kam? Ein digitaler Mischling aus
Jack Black und Sänger Glenn Dan-
zig, der für Black-Fans sicher gera-
de durch dieses Aussehen großen
Reiz erhält. Und Star-Faktor gibt’s in
vielen anderen Games auch. Wer in
True Crime: Streets of L.A. 30 „Dogg
Bones“ sammelt, schaltet beispiels-
weise das Abbild eines Stars aus
einer anderen Musikrichtung frei:
Rapper Snoop Dogg. Aufmerksame
Gamer werden den „Doggfather“
ebenso noch aus Def Jam: Fight for
NY in Erinnerung haben, wo er mit
Method Man, Redman, DMX,
Ludacris, Carmen Electra, Danny
Trejo und anderen nur einer unter
vielen war. Und Bruce Willis ballerte
sich schon 1998 in der Rolle von
Trey Kincaid durch das Playstation-
Actionspiel Apocalypse, wurde digi-
tal verblüffend gut getroffen und lieh
seinem Spiele-Alter-Ego auch seine
Stimme – in der deutschen Version
kam demgemäß Willis-Sprecher
Manfred Lehmann zum Einsatz. Sol-
che virtuellen Gastauftritte sind zwar
für Anhänger sicher interessant, ver-
blassen aber im Gegensatz zu dem,
was passiert, wenn Star und digitale
Figur verschwimmen, Videospiel-
charaktere durch aufwendige tech-
nische Methoden zum Digital zwilling
ihrer Real-Life-Ebenbilder werden.
Schauspielern mit allen Sinnen
„Hallo, Jodie. Mein Name ist Nathan.
Nathan Dawkins. Ich dachte, es
wäre eine gute Idee, wenn wir ein
wenig plaudern und uns besser ken-
nenlernen würden. Jodie, mein Job
ist es, ungewöhnliche Dinge zu
untersuchen und dann zu versu-
chen, sie zu erklären.“ Der Mann mit
der schwarz umrandeten Brille tippt
mit dem Zeigefinger auf eine Strich-
männchen-Zeichnung, offenbar
angefertigt von dem kleinen Mäd-
chen, das ihm gegenübersitzt. „Die-
ses Ding hier ist dein Freund und es
ist mit dir über eine Art Strippe ver-
bunden. Hat er das mit dir
gemacht?“ Sie blickt zu ihm auf, mit
ernstem Blick: „Nein, das waren die
Monster.“ Doch nicht nur das schrä-
ge Mädchen irritiert beim Betrach-
ten dieser Szene aus Beyond: Two
Souls, dem psychologischen Thriller
und neuesten Projekt der Heavy
Rain-Macher Quantic Dream. Denn
den paranormalen Ermittler mit der
Brille erkennen Filmfans im allerers-
ten Moment als Willem Dafoe,
berühmt für seine Rollen in Anti-
christ, Der blutige Pfad Gottes und
auch den Spider Man-Filmen. Bei-
nahe erschreckend realistisch mus-
tert sein digitales Abbild Nathan sein
junges Gegenüber. Die charakteris-
tische Mimik Nathans, so viel ist
beim Betrachten sofort klar, kann
unmöglich auf einer halbherzigen,
auf einigen Fotos Dafoes basieren-
den Animation beruhen. Der Realis-
mus des Playstation-3-Exklusivtitels
ist beeindruckend, brilliert durch
Gesichtsanimationen, welche sogar
die von Rockstars L.A. Noire über-
trumpfen. Eingefangen wurden
Mimik und Gestik der Schauspieler
Willam Dafoe und Ellen Page, die die
Hauptfigur verkörpert, über Motion-
Capturing-Verfahren. Bei den Auf-
nahmen befinden sich die Holly-
wood-Größen in schwarzen, eng
anliegenden Anzügen, ihre Gesich-
ter muten an, als wollen sie einen
Piercing-Weltrekord aufstellen.
Doch die vielen runden Kugeln auf
Stirn, Wangen, Nase und Kinn die-
nen nicht der Körpermodifikation,
sondern fangen die Gesichtszüge
der Darsteller ein, die dann digitali-
siert und ins Spiel übertragen wer-
den. Bereits mit Fahrenheit und
Heavy Rain verwischten David Cage
und sein Team bei Quantic Dream
durch einen extrem cineastischen
Look die Grenzen zwischen Film
und Spiel, in Beyond verfolgen sie
diesen Pfad stetig weiter. Dass das
so wahnsinnig real aussieht, liegt
auch am Einsatz der Kara-Engine
sowie bestimmten Aufnahmeverfah-
ren. „Was wir Full Performance Cap-
ture nennen“, so Cage, „heißt Kör-
per, die Stimme und das Gesicht zur
selben Zeit aufzunehmen. Ein Groß-
teil der Studios in der Games-Indus-
trie setzt derzeit auf das, was wir
Split-Performance nennen, das
heißt, man nimmt Stimme und
Gesicht auf und dann anschließend
den Körper. Aber man macht es
nicht in einem Take. Aus diesem
Grund haben wir stark in unser
FEATURE: Stars in Spielen SPIELE
05/13 www.spielefilmetechnik.de 83
Jackie Chan’s Action Kung Fu
Jackie Chan ist ein seltsamer kleiner Mann. Er strahlt die meiste Zeit noch enthusiasti-
scher als die Babyface-Sonne im Teletubbie-Land, hat die meditativ-neugierige Aus-
strahlung eines Insektenforschers während eines Waldspaziergangs und hilft sicherlich
alten Damen über die Straße, wenn
ihm gerade langweilig ist. Und den-
noch könnte er wahrscheinlich ganze
Familien mit dem Nagel seines klei-
nen Fingers auslöschen und tritt in
unzähligen Filmen Bösewichtern
jedweder Couleur in den Hintern. Der
Seitwärts-Scroller Jackie Chan’s
Action Kung Fu ist von derselben
ei gentüml i chen Ambi val enz
gezeichnet. Fünf große Abschnitte,
etwa einen Shaolin-Tempel oder
eine Höhle, muss Jackie durchque-
ren, um seine neue Flamme aus
den Fängen eines fiesen Zaube-
rers zu retten. Mit dem Jackie-
Chan-Dauerlächeln auf den Lip-
pen verprügelt die Spielfigur
mitunter arg merkwürdige Geg-
ner wie fliegende Augäpfel, pinke
Fledermäuse, Yetis und bissige
Tiger. Zudem glänzt das Jump & Run mit sehr
intensiven Farben, sodass das Hüpfspiel fast
schon Super Jackie Land heißen könnte. Ab
und an laufen Comic-Chan auch Frösche über
den Weg, aus deren Mäulern nach einem
harten Schlag Items herauspurzeln. Aber der
Haudrauf-Meister aus Fernost machte nicht
nur NES und Turbografx-16 unsicher. Jackie
Chan Stuntmaster für die Playstation ist ein
weiteres Chan-Game, in dem viel gekloppt
wird, allerdings im Gegensatz zu Jackie
Chan’s Action Kung Fu ohne große Sprung-
passagen, mit erwachsenerem Look und
einem Stakkato an doofen Sprüchen, das
die Schlag-Action begleitet.
Spaßmacher: Mark Hamill, der als Jedi-Ritter Luke Skywalker 1977 Weltruhm erlangte,
gab für die Vertonung des Jokers in Batman: Arkham City seine Stimme her.
Legendär: Im PC-Weltraum-Epos Wing Commander 3: Heart of the
Tiger von 1994 hatten zahlreiche Hollywood-Stars einen Auftritt,
darunter Mark Hamill (Luke Skywalker) als Captain Blair.
Mein Haus, mein Auto, mein Spiel
SPIELE FEATURE: Stars in Spielen
84 www.spielefilmetechnik.de 05/13
Megan Fox und ihr alberner Gamertag: Zockende Stars
Wer früher aufmerksam MTV Cribs geschaut hat, weiß es schon: Viele Celebritys lieben
Videospiele. Vielleicht hat manch einer sogar schon mit einem Star gezockt, ohne es zu
wissen. Für diejenigen, die sich schon immer gefragt haben, wie sie Megan Fox nahe
kommen könnten – eine Partie Halo: Reach könnte es richten. Aber freundlich bleiben,
gerade wenn es um lustige Gamertags geht, denn das sagt Megan zu ihrer Passion: „Ich
habe Halo: Reach, aber ich spiele online. Ich spiele den Story-Modus nicht mehr wirklich.
Die Zocker auf Xbox Live haben ja keine Ahnung. Sie machen sich über meinen Gamertag
lustig, weil er zu albern ist. Die sind ein Haufen Kerle, es ist ihnen klar, dass ich ein Mäd-
chen bin, und sie machen sich über meinen Gamertag lustig – und wissen gar nicht, über
wen sie sich lustig machen.“ Trotz der doofen Sprüche ist Megan „absolut süchtig“ nach
Reach. Ihre Games-Leidenschaft teilt sie mit Superbad-Komiker Seth Rogen, der seit
seiner ersten Begegnung mit Pong im Alter von vier Jahren leidenschaftlicher Spieler ist.
Besonders Shooter haben es dem Kanadier angetan: „Ich liebe alle Teile von Call of Duty.
Ich bekomme ziemlich leicht einen Schreck während des Zockens, weil ich die Spiele
nachts mutterseelenallein daddle, nachdem meine Freundin ins Bett gegangen ist.“ Seths
Liebe geht so weit, dass er für seine Hochzeit eine Videospiel-Lounge forderte. Und wenn
Justin Bieber nicht gerade Popsongs trällert oder sich mit Gasmaske von Paparazzi ablich-
ten lässt, hängt der Jungspund auch am liebsten vor der Konsole ab – besonders auf Tour.
Vielleicht kommt er ja deswegen in letzter Zeit manchmal zu spät auf die Bühne. Bei
spontanem Übermaß an Narzissmus kann der Bieber-Bub in NBA 2K13 sogar in die
eigenen digitalen Sneaker schlüpfen, denn das Sportspiel enthält neben Rapper Jay-Z
auch Justin als spielbaren Charakter. Und wer in Grand Theft Auto 4 mal einen der Come-
dy-Clubs besucht, staunt nicht schlecht darüber, dass dort Ricky Gervais auf der Bühne
steht, bekannt aus The Office und Nachts im Museum.
Gastauftritt: In True Crime: Streets of L.A. könnt ihr Rapper und
Neu-Reggae-Star Snoop Dogg/Lion freischalten.
Shaq Fu
„Ich bin in Tokio, Downtown, und checke die lokalen Sehenswürdigkeiten am Tag meines
All-Star-Charity-Spiels aus, als ich auf ein Kung-Fu-Dojo aufmerksam werde.“ So beginnt
die komplett absurde Story von Shaq Fu, einem Prügelspiel für Super Nintendo und Sega
Mega Drive mit Basketball-Star Shaquille O’Neal in der Hauptrolle. Der alte Kauz im Dojo
hält Shaq für einen großen Krieger, von dem die Sterne künden. Er soll irgendeinen
Bengel namens Nezu retten, doch „ich bin nur hier, um vor dem Spiel ein bisschen
Sightseeing zu machen“. Als der mysteriöse Alte entgegnet, es bleibe keine Zeit und
Shaq solle sofort durch das magische Portal hinter dem Mann treten, gehorcht der Hüne
stoisch. Warum auch nicht, vielleicht ist ja noch gut Zeit über, bis das Charity-Duell beginnt.
Plötzlich findet er sich in einem fernöstlich angehauchten Fantasieland wieder, legt sich
mit Prinzen an, die ihr Outfit bei Disneys Aladdin abgeschaut haben, streitet mit zickigen
Magierinnen und Techno-Cyber-Kerlen, die sich auch bei den X-Men gut machen würden.
Wieso die Bewohner der Magiewelt so mies drauf sind, weshalb ausgerechnet ein
amerikanischer Basketball-Profi der legendäre Erlöser sein soll und vor allem wieso das
Portal keinem der Dojo-Besucher jemals aufgefallen ist? Eigentlich alles total egal. Denn
Shaq Fu hat so ziemlich alles, was Trash-Fans lieben dürften. Nämlich einen gealterten
Sportler, der Fantasy-Trottel aus keinem ersichtlichen Grund verprügelt. Irgendetwas
muss 1994 seltsam schiefgelaufen sein, weil mit Michael Jordan: Chaos in the Windy
City im selben Jahr ein ebenso eigentümliches Spiel rund um einen Basketball-Profi, ein
All-Star-Charity-Spiel und skurrile Fantasy-Wesen in die Läden kam.
Mein Haus, mein Auto, mein Spiel
Motion-Capture-Studio investiert.
Heavy Rain wurde mit 28 Kameras
gemacht, nun haben wir das Studio
auf 65 Kameras erweitert. Dadurch
können wir mehrere Schauspieler
gleichzeitig filmen, ihre Körper und
deren Gesicht. Das ist keine kleine
Veränderung und dieselbe Art, mit
der Filme wie Avatar und Tim und
Struppi gedreht wurden.“ Vorteil:
Quantic Dream kann die schauspie-
lerischen Leistungen von Dafoe und
Page ohne große Kompromisse
einfangen und dank starkem Tech-
nikgerüst würdig ins Spiel integrie-
ren. Von dieser Glaubwürdigkeit
profitieren sowohl Schauspieler als
auch Zocker. Willem Dafoe ist beein-
druckt vom interaktiven Thriller:
„Weil der Spieler am Szenario teil-
nimmt und die Aktionen der Spielfi-
gur auswählt, sind die Möglichkei-
ten, wohin die Story sich entwickelt,
einfach fantastisch.“ Ellen Page
schwärmt: „Es war eine Möglichkeit,
etwas komplett anderes zu machen,
und hat meine Erwartungen um Län-
gen übertroffen.“ Dieses Herzblut
sieht man Beyond schon jetzt an. So
wie Film und Spiel sich in dem Pro-
jekt mehr und mehr annähern, so
wird auch professionelle Schau-
spielkunst im Medium Videospiel
zunehmend zum ausschlaggeben-
den Qualitätsfaktor. Wo einst hier
und da mal ein Star mit kleinem
Gastauftritt im Spiel für Aufsehen
sorgte, verkörpern mittlerweile etab-
lierte Hollywood-Stars sogar ganze
Spielfiguren, legen wie im Film oder
am Theater eine ganzheitliche Per-
formance hin und verleihen Spielen
so immense Intensität und emotio-
nale Tiefe. Denn zu einer starken
Geschichte gehören auch stets star-
ke Figuren, die diese Handlung tra-
gen. Man darf gespannt sein, ob der
ambi tionierte Ansatz von Beyond
Schule macht. Eines hingegen ist
sicher: Stars und Sternchen werden
auch in Zukunft nicht nur RTL Exklu-
siv unsicher machen, sondern auch
in Spielen immer wieder für Furore
sorgen. (bpf)
Dieses und viele weitere Games: unter
GAMES.SATURN.DE
Intuitiver Map-Editor
Riesige Auswahl an
Maps und Spielmodi
© 2012 Ubisoft Entertainment. All Rights Reserved. Ubisoft, Ubi.com, Nadeo, the Ubisoft logo and the Nadeo logo
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SPIELE TEST: Bioshock Infinite
86 www.spielefilmetechnik.de 05/13
Bioshock Infinite
Action Die fiktive Himmelsstadt Columbia steht
vor dem Zusammenbruch. Sie sind mittendrin,
um eine ganz besondere Dame zu retten …
GENRE
Action
SYSTEM (PREIS)
PC (€ 50), Xbox 360 (€ 59),
PS3 (€ 59)
SPIELER
1
VERGLEICHBAR MIT
Bioshock, Dishonored
STUDIO
Irrational Games
ANBIETER
2K Games
SPRACHE FSK
Deutsch Ab 18
WEBSEITE
www.bioshockinfinite.com
IM HANDEL
Bereits erhältlich
Die Vigor-Kräfte
BEHERRSCHUNG
Mit der Fähigkeit Beherrschung zwingen
Sie Feinde, auf Ihrer Seite zu kämpfen.
Endet die „Beherrschung“, begehen die
Gegner umgehend Selbstmord. Makaber,
aber überaus praktisch!
TEUFELSKUSS
Recht banal: Sie werfen Feuerkugeln
oder setzen explosive Feuerfallen. Einige
Feinde sind dagegen aber immun und
die Explosionen sind relativ schwach.
Wurde deshalb von uns kaum genutzt.
KILLERKRÄHEN
Spektakulär: Sie hetzen Krähen auf Ihre
Gegner, die diese ablenken und gleich-
zeitig schwer verletzen. Vor allem wenn
diese Kraft „aufgepowert“ wurde, lässt
sich damit richtig Schaden verursachen.
SHOCK JOCKEY
Per Elektroschock lassen sich bestimmte
Türen öffnen und natürlich auch Gegner
elektrifizieren. Nicht wirklich spektakulär,
aber auch nicht völlig nutzlos. Quasi eine
Mittelklasse-Fähigkeit.
Booker DeWitt, der neue
Star am Bioshock-Himmel,
muss Elizabeth aus Colum-
bia befreien. Booker ist
aber wahrlich kein Gut-
mensch. Vielmehr steht er
bei ein paar sehr mächtigen
Leuten in der Kreide und
diese bieten ihm einen Deal
an: „Bring uns Elizabeth und
wir sind quitt.“ Wird Booker
das Richtige tun?
J
eremiah Fink ist ein herzloser Indus-
trieller, wie er im Buche steht. Über-
heblich, aalglatt und völlig schmerz-
frei, wenn es darum geht, Profit aus
seinen Mitarbeitern zu quetschen.
Mister Fink hätte Sie gerne als
Sicherheits-Chef und hat sich
dafür ein ganz besonderes Bewer-
bungsprozedere ausgedacht: Ein Kampf
auf Leben und Tod. Wenn Sie gewinnen,
haben Sie den Job. Ganz schön fies,
nicht wahr? Bioshock Infinite bietet
jede Menge Sozialkritik, skurrile Figu-
ren, ausgefeilte Dialoge, tonnenweise
Kreativität und Charme. Mit der Waffe im
Anschlag besuchen Sie die Wolkenstadt
Columbia, um ein Mädchen namens Eliza-
beth aufzugabeln und nach New York zu
bringen. Dass Elizabeth übersinnliche
Fähigkeiten besitzt, macht den Job etwas
komplizierter. Die Kleine kann nämlich Ris-
se im Raum-Zeit-Gefüge verursachen und
das ruft wiederum die Gegenseite auf den
Plan. Wer lässt sich so ein Wesen schon
gerne vor der Nase wegschnappen? Mehr
wollen wir zur vielschichtigen und stellen-
weise verwirrenden Story nicht verraten.
Schade ist jedenfalls, dass die
Spielmechanik mit der narra-
TEST: Bioshock Infinite SPIELE
05/13 www.spielefilmetechnik.de 87
BOCKENDER BRONKO
Genial: Feinde werden in die Luft beför-
dert, wo sie kurze Zeit verharren. Nun
lassen sie sich viel einfacher ausschal-
ten. Erinnert ein wenig an Epics Bullet-
storm und ist definitiv unser Favorit.
LADUNG
Die einzige Nahkampfkraft. Sie spurten
auf den Gegner zu und rammen ihn von
der Bildfläche. Macht Spaß, sollte aller-
dings nur in Verbindung mit einem aus-
gebauten Schild genutzt werden.
SOG
Die perfekte Fähigkeit, um Feinde über
Abgründe zu blasen oder um „Tentakel“
aus Wasser zu erzeugen. Der Einsatz
sieht nicht nur interessant aus, sondern
macht echt Spaß.
ZURÜCK AN ABSENDER
Damit errichten Sie einen undurchdring-
lichen Schutzschild und schleudern
absorbierten Schaden auf den Gegner
zurück. Eine viel zu mächtige Fähigkeit,
die Sie deshalb erst spät erhalten.
tiven Brillanz nicht mithalten kann. Im End-
effekt scheucht Sie das Spiel von einer
Standard-Schießerei zur nächsten, hin
und wieder stellen sich auch Boss-Gegner
in den Weg. Da die Widersacher zwar
zahlreich, aber nicht gerade vielfältig
unterwegs sind, zeigen sich vor allem im
Mittelteil deutliche Ermüdungserscheinun-
gen. Das Waffenarsenal wird aber durch
„Kräfte“ ergänzt, die den Auseinanderset-
zungen mehr Tiefgang verleihen. Bei-
spielsweise können Sie Feinden einen
Oberflächlich betrachet ist Columbia eine Traum-
stadt, die noch für echte Werte steht. In Wirklichkeit
ist das System marode und völlig korrupt.
DER 1999-MODUS
Nach einmaligem Durchspielen
wird ein neuer Modus aktiviert.
Bioshock Infinite ist stellenweise
etwas zu einfach – vor allem, wenn
Sie die Kräfte ordentlich ausgebaut
haben. Deshalb sollten Sie den
höchsten Schwierigkeitsgrad wäh-
len. Falls Ihnen das immer noch nicht reicht, wäre eventuell der 1999-Modus interessant. Hier sind
die Kämpfe schwerer und das Wiederbeleben nach dem virtuellen Tod kostet mehr Geld. Ist das
Portemonnaie leer, geht es nach dem Exitus zurück ins Hauptmenü. Allerdings ist das Spiel dann
nicht wirklich vorbei, denn über den Startbildschirm dürfen Sie jederzeit wieder ins Spiel einsteigen.
mörderischen Krähenschwarm entgegen-
schleudern oder eine Art magischen
Schutzschild errichten. Zudem steht Ihnen
Elizabeth mit ihren Kräften zur Seite und
„beamt“ auf Wunsch Kampfdrohnen, Waf-
fenkisten oder Medizin aufs Schlachtfeld.
Rein auf die Spielbarkeit bezogen hätte
der Titel maximal ein „Gut“ verdient, doch
Inszenierung, Story und Atmosphäre glei-
chen die Gameplay-Schwächen locker
aus. Wann haben Sie zum letzten Mal mit
jemandem über die Story eines Video-
spiels diskutiert? Bioshock Infinite sorgt
für Gesprächsstoff und fordert den Spieler
geistig, da seine komplizierte Geschichte
viel Raum für Interpretation lässt. Dass
Columbia ein Zerrbild der USA darstellen
soll, ist dabei noch die einfachste Erkennt-
nis. Fazit: Bioshock Infinite ist in erster
Linie ein klassischer Ego-Shooter, der
spielerisch keine Maßstäbe setzt. Das
Drumherum ist für Videospiel-Verhältnisse
aber geradezu brillant und sollte auf kei-
nen Fall verpasst werden. (ai)
Zu Beginn streifen Sie noch relativ ungestört mit Elizabeth durch Columbia. Hier lässt sich die Kleine von
Musikanten betören. Eine neue Erfahrung, da sie viele Jahre lang in einem Turm eingesperrt war.
Der Handy Man gehört zu den gefährlichsten Gegnern im Spiel und taucht gleich
mehrmals auf. Er ist ziemlich zäh und für seine Größe überraschend flink.
ACTION
GGG
HUMOR
GGG
SPANNUNG
GG
GEWALT
GGG
ANSPRUCH
GGG
Fantastisches Design
Vielschichtige Story
mit netten Wendungen
Geniale Atmosphäre
Wenig zu entdecken
Spielerisch nicht sehr
anspruchsvoll
SEHR GUT
NOTE 1,4
SPIELE TEST: Starcraft 2: Heart of the Swarm
88 www.spielefilmetechnik.de 05/13
Starcraft 2
Heart of the Swarm
Strategie Blizzard bringt
endlich die Erweiterung
seines Sci-Fi-Hits auf den
Markt und lässt die Spieler
Zerg-Luft schnuppern.
F
ast drei Jahre mussten Starcraft 2-
Fans auf die erste Erweiterung Heart
of the Swarm warten, doch es hat
sich gelohnt. Das Add-on knüpft direkt an
Wings of Liberty an: Nicht immer nachvoll-
ziehbar, aber stets flott erzählt, erleben Sie
Kerrigans Rückkehr in den Zerg-Schwarm
– ein Wandel, der sich über 20 Story-Mis-
sionen vollzieht. Blizzards RTS-Ingenieure
erschufen ein routiniertes Spektakel, das
1
Heart of the Swarm setzt die Star-
craft 2-Geschichte fort und konzen-
triert sich dabei auf die Zerg.
Wer waren die Vorfahren der Zerg?
Was treibt sie an?
Abwechslungsreiche
Missionen
Kerrigan als Helden-
Einheit in der Schlacht
Einheiten mit Upgrades
Viel zu leicht
Vorhersehbare Story
SEHR GUT
NOTE 1,4
ACTION
GGG
HUMOR
GGG
SPANNUNG
GGG
GEWALT
GGG
ANSPRUCH
GGG
TEST: Starcraft 2: Heart of the Swarm SPIELE
05/13 www.spielefilmetechnik.de 89
zwar kaum spielerische Überraschungen
bietet, aber extrem geschliffen und ausge-
klügelt wirkt. Dass die Echtzeitstrategie-
schlachten zum Besten gehören, was das
Genre zu bieten hat, versteht sich dabei
von selbst. Schaurig-schön: Zwischen
den Missionen können Sie in einer Brut-
kammer an ihren Einheiten herumdoktern,
um diesen neue Fähigkeiten einzutrich-
tern. Die wichtigste Waffe im Spiel ist aber
Kerrigan selbst, denn die Monsterbraut
mischt in fast jeder Mission als aktive Ein-
heit mit und lässt sich so komfortabel
steuern wie einst die Helden aus Warcraft
3. Die Zerg-Führerin sammelt zwar keine
Erfahrungspunkte, wird aber für erfüllte
Haupt- und Nebenmissionsziele befördert
und so immer mächtiger. Irgendwann
räumt die Anti-Heldin im Alleingang ganze
Feindbasen auf. Damit wären wir schon
Zerg-Evolution
Im Verlauf der Einzelspieler-Kampa-
gne erhält die Zerg-Anführerin und
selbst ernannte Königin der Klingen
Sarah Kerrigan regelmäßig neue
Einheiten für ihre Monster-Armee. In
der sogenannten Evolutionskammer
1
lassen sich die unterschiedlichen
Truppentypen in schaurig-schöner
Nahaufnahme betrachten. Durch
das Anklicken einer Einheit öffnet
man ein Upgrade-Menü
2
. Darin
können Sie zwischen drei Upgrades
wählen, um Ihren Untertanen bei-
spielsweise mehr Angriffskraft oder
zusätzliche Lebenspunkte zu verlei-
hen. Diese Einstellungen darf man
beliebig zwischen den Missionen
wechseln – sehr nützlich bei höhe-
ren Schwierigkeitsgraden. Hin und
wieder werden auch Evolutionsmis-
sionen für jede der sieben Einheiten
freigeschaltet. In diesen speziellen
Mini-Einsätzen lernen Sie zwei mög-
liche Upgrades für die jeweilige Ein-
heit kennen. In unserem Fall
3

kommt eine Schaben-Mutation zum
Einsatz, die Gegner mit einem unap-
petitlich wirkenden Strahl drastisch
verlangsamt. Anschließend dürfen
Sie bestimmen, welche der beiden
Mutationen für Ihre Armee freige-
schaltet werden soll
4
. Ein wirklich
tolles System!
bei unserem größten Kritikpunkt: Die Ein-
zelspieler-Kampagne ist zu einfach und
infolgedessen zu schnell durchgespielt.
Wir empfehlen deshalb, direkt mit einem
der höheren Schwierigkeitsgrade einzu-
steigen. Ansonsten gibt es aber recht
wenig zu meckern. Die 20 Missionen sind
sehr abwechslungsreich, wobei der
Schwerpunkt ganz klar auf Action liegt.
Wer am liebsten ganze Stunden mit dem
Bau seiner Basis verbringt, wird vom tem-
poreichen Einzelspieler-Modus nicht
abgeholt. Diejenigen dürften sich aller-
dings im Mehrspielerbereich des Titels
pudelwohl fühlen, wobei dieser nicht nur
Profis gefallen wird. Dank hilfreicher
Übungsmissionen, ausgeklügelten Coa-
ching-Systems und gelungenen Match-
makings entdecken auch Starcraft-Neulin-
ge die Faszination am Multiplayer. (ai)
2
3
4
Während des
Tutorials flüch-
ten Sie aus
einem For-
schungslabor,
Kerrigan macht
in fast jedem
Einsatz als
mächtige akti-
ve Einheit mit.
SPIELE TESTÜBERSICHT: Mai 2013
90 www.spielefilmetechnik.de 05/13
Spiele-Highlights im Mai
Dead or Alive 5 Plus
PRÜGELSPIEL
Hinter Dead or Alive 5 Plus verbirgt sich eine Por-
tierung der bereits im Herbst 2012 veröffentlich-
ten PS3-Vorlage: dieselben Arenen, dieselben
Kämpfer und dasselbe Kampfsystem. Cool ist,
dass Sie online gegen PS3-Besitzer antreten und
Spielstände oder DLC-Kostüme mit beiden Fas-
sungen gleichzeitig nutzen können. Zudem wur-
den der Plus-Edition einige Extra-Inhalte ver-
passt, zum Beispiel ein Tutorial-Modus und
Combo-Herausforderungen. Den Vogel schießen
allerdings die Touch-Battles ab, in denen Sie aus
der Ego-Perspektive antreten und Gegner mit
den Fingerspitzen attackieren. Völlig meschugge,
aber als optionaler Bonus wirklich witzig. Insge-
samt ein sehr empfehlenswertes Paket für
Prügel spiel-Fans. (ai)
SYSTEM Playstation Vita • ANBIETER Tecmo • IM HANDEL Erhältlich • PREIS € 39 • USK ab 16
TESTURTEIL NOTE
SEHR GUT 1,4
ACTION
GGG
HUMOR
GGG
SPANNUNG
GGG
GEWALT
GGG
ANSPRUCH
GGG
ARMY OF TWO: THE DEVIL’S CARTEL
ACTION
Bei ihrem Kampf gegen den skrupellosen Boss
eines mexikanischen Drogenkartells dürfen die
sprücheklopfenden Söldner der T.W.O.-Einheit
wieder ballern, was das Zeug hält. Während die
beiden Vorgänger definitiv Spielspaß-Potenzial
hatten und durch den Koop-Kniff nicht ganz so
stumpf wirkten, hat der dritte Teil der Reihe deut-
lich abgebaut. Mit einem KI-Partner oder
menschlichen Mitspieler hetzen Sie durch lang-
weilig designte Abschnitte und blasen mexikani-
sches Fallobst gleich dutzendweise aus den
Socken. Herausragende Elemente? Fehlanzeige!
Im Alleingang sinkt die Motivation quasi im Mi-
nutentakt, doch zu zweit lassen sich unterhaltsa-
me Stunden aus dem Spiel kitzeln. Einen vierten
Teil kann sich EA aber getrost sparen. (ai)
SYSTEM PS3, XBOX 360 • ANBIETER EA • IM HANDEL Erhältlich • PREIS € 60 • USK ab 18
TESTURTEIL NOTE
BEFRIEDIGEND 3,2
ACTION
GGG
HUMOR
GGG
SPANNUNG
GGG
GEWALT
GGG
ANSPRUCH
GGG
Stellen Sie sich Borderlands als MMO-Spiel vor, dann wissen Sie ungefähr, was Sie hier
spielerisch erwartet. Leider ist das Ganze bei Defiance nicht halb so charmant verpackt.
Beim Basteln des eigenen Charakters hat man nicht gerade viele Möglichkeiten. Das
Design der Figuren könnte man als Sci-Fi-Standard bezeichnen.
Ein MMO-Shooter, der gemeinsam mit
einer TV-Serie konzipiert wurde? Klingt
spannend! Spiel und Fernsehserie sol-
len sich gegenseitig beeinflussen, aller-
dings hoffen wir, dass die Serie besser
als das Spiel ausfällt. Defiance ist nicht
wirklich schlecht, bietet jedoch in seiner
aktuellen Form keine Elemente, die uns
wieder vor den Screen locken würden.
Zu Beginn des Spiels erstellen Sie eine
Spielfigur und erhalten einfache Aufträ-
ge mit Tutorial-Charakter. Mal sollen Sie
bestimmte Gegner ausschalten, dann
wieder irgendwelche wichtigen Gegen-
stände einsammeln, in die Luft spren-
gen oder markieren. Das ist zwar bei
anderen Genre-Vertretern auch nicht
anders, doch bei denen werden diese
Aufgaben fesselnder verpackt. De-
fiance wird deshalb schnell langweilig
und daran ändern auch die Racing-Ne-
benmissionen nichts. Interessant fan-
den wir den „Archenfall“. Dieses dyna-
mische Event entpuppt sich als
großformatige Massenschlacht und hält
im Falle eines Sieges tolle Boni für die
Spieler parat. Es bleibt abzuwarten, ob
es den Machern gelingen wird, die
Spielwelt durch Software-Updates inte-
ressanter zu gestalten. Schließlich wäre
Defiance nicht das erste MMO-Game,
das anfangs enttäuscht, aber mit der
Zeit doch noch auf Kurs kommt. (ai)
Defiance
MMO-SHOOTER
SYSTEM PC, PS3, XBOX 360 • ANBIETER Trion Worlds • IM HANDEL Erhältlich • PREIS € 50 • USK ab 18
TESTURTEIL NOTE
BEFRIEDIGEND 3,1
ACTION
GGG
HUMOR
GGG
SPANNUNG
GGG
GEWALT
GGG
ANSPRUCH
GGG
Befinden Sie sich in der Nähe einer Wand, lässt sich der Gegner auf spektakuläre Art
dagegen schleudern. Manchmal öffnet das auch den Weg in neue Arena-Abschnitte.
TESTÜBERSICHT: Mai 2013 SPIELE
05/13 www.spielefilmetechnik.de 91
Testübersicht SFT informiert Sie über die wichtigsten Neu erscheinungen für alle Systeme.
Sniper 2: Ghost Warrior
EGO-SHOOTER
Sie schlüpfen erneut in die Uniform eines Scharf-
schützen, der nur mit Messer, Pistole und Sni-
per-Gewehr gegen eine Vielzahl von Gegner beste-
hen muss. Da die Ausrüstung nicht für eine direkte
Konfrontation ausgelegt ist, gilt es, heimlich zu
agieren und Feinde bereits aus der Ferne auszu-
schalten. Dabei unterscheidet sich die Spielmecha-
nik je nach gewähltem Schwierigkeitsgrad: Bei den
ersten beiden Stufen zeigt ein roter Punkt an, wo
die Kugel einschlagen wird, und Feinde sind auf der
Karte markiert. Das genaue Gegenteil davon stellt
der höchste Schwierigkeitsgrad dar, bei dem ganz
ohne Hilfestellung jeder Schuss genauestens ge-
plant werden muss. Dann macht das Ganze sogar
Spaß! Dass die Checkpoints recht weit auseinan-
derliegen, zerrt jedoch am Nervenkostüm. (ai)
SYSTEM PC, PS3, XBOX 360 • ANBIETER City Interactive • IM HANDEL Erhältlich • PREIS € 50 • USK ab 18
TESTURTEIL NOTE
BEFRIEDIGEND 3,4
ACTION
GGG
HUMOR
GGG
SPANNUNG
GGG
GEWALT
GGG
ANSPRUCH
GGG
Schleudern Sie Ihren Gegner im Level Arkham Asylum durch eine bestimmte Wand,
mischt sich Bösewicht Scarecrow kurz mit ein. Ein wirklich nettes Detail.
Haute Couture extrem: Alle Charaktere verfügen über freischaltbare Alternativ-Kostüme.
Killer Frost trägt ihre Haare normalerweise nicht im gewagten Irokesen-Stil.
Die Netherrealm Studios sind vor allem
durch die berühmt-berüchtigte Mortal
Kombat-Serie bekannt. Bei der Arbeit
an Injustice ließ man abgehackte Glied-
maßen und Blutkonserven aber zu Hau-
se und packte dafür jede Menge DC-
Comics-Flair rein. Zur Story: In einer
alternativen Realität ist Superman zu
einem kontrollsüchtigen Diktator mu-
tiert. Als Batman, Joker und Co. durch
einen Zwischenfall in diese andere Welt
geschleudert werden, bilden sich neue
Fronten – ehemalige Feinde arbeiten
nun zusammen gegen den größen-
wahnsinnigen Superman. Die Kamera-
den wider Willen treten in Arenen gegen
Supermans Schergen an. Das
Kampfsystem ist relativ simpel und na-
türlich haben die einzelnen Kämpfer
charakteristische Spezialmanöver auf
Lager. Richtig gut sind die interaktiven
Schauplätze. So lassen sich unter an-
derem Umgebungsobjekte wie Rake-
ten, Fernseher oder Schweinehälften
auf die Feinde werfen, aber auch Teile
der Umgebung zerstören. Spektakulä-
res Beispiel: In Aquamans Unterwas-
serheimat zerdeppern Sie ein riesiges
Aquarium, um Gegner wegzuspülen.
Fazit: Die motivierende Keilerei ist we-
der technisch noch spielerisch exzel-
lent. DC-Fans werden das Superhel-
den-Gekloppe dennoch lieben. (ai)
Injustice: Götter unter uns
PRÜGELSPIEL
SYSTEM PS3, XBOX 360 • ANBIETER Warner Bros • IM HANDEL Erhältlich • PREIS € 50 • USK ab 16
TESTURTEIL NOTE
GUT 2,2
ACTION
GGG
HUMOR
GGG
SPANNUNG
GGG
GEWALT
GGG
ANSPRUCH
GGG
The Walking Dead: Survival Instinct
EGO-SHOOTER
Sie schlüpfen in die Redneck-Haut von Daryl Dixon,
der unter Fans der TV-Serie als Favorit gilt. Die Pi-
xel-Version wird von Original-Schauspieler Norman
Reedus synchronisiert und auch sein Bruder Merle
entspricht der Vorlage. Während das Walking
Dead-Adventure von Telltale Games zu Recht mit
Lob überschüttet wurde, ist dieser Ego-Shooter
nicht sehr empfehlenswert. Das beginnt bereits bei
der altbackenen Grafik, den langweiligen Kulissen
und der mangelnden spielerischen Abwechslung.
Meistens metzeln Sie sich im Nahkampf durch die
Zombie-Horden, da Schusswaffenlärm noch mehr
wandelnde Leichname anlockt. Dabei agiert die
Gegnerschar sogar für untote Verhältnisse extrem
hirnlos. Kurz: Zombies, die keine Furcht einflößen,
sondern Langeweile bringen. (ai)
SYSTEM PC, PS3, XBOX 360 • ANBIETER Activision • IM HANDEL Erhältlich • PREIS € 50 • USK ab 18
TESTURTEIL NOTE
AUSREICHEND 4,2
ACTION
GGG
HUMOR
GGG
SPANNUNG
GGG
GEWALT
GGG
ANSPRUCH
GGG
Leider liegt der Titel weder optisch noch spielerisch auf einem befriedigenden Level.
Selbst eingefleischte Fans der Vorlage sollten sich einen Kauf gut überlegen.
92 www.spielefilmetechnik.de 05/13
Die Umsetzung vom beliebten Spiel des Lebens gefällt vor allem durch
ihre hübsche Grafik und schönen Animationen. Die Brettspielvorlage
wurde detailgenau portiert und kann sowohl lokal mit
Freunden als auch gegen den Computer gespielt wer-
den. Ein Online-Multiplayer fehlt leider.
Die verbotene Insel ist ein kooperatives Brettspiel, das es anno 2011
immerhin auf die Nominierungsliste zum Spiel des Jahres geschafft
hat. Ziel der Spieler ist, vier Artefakte von einer Insel zu retten. Das
Problem dabei: Das Eiland versinkt nach und nach im Meer. So entsteht
ein Wettlauf gegen die Zeit, den die Spieler nur gewinnen können, wenn
sie gut zusammenarbeiten und die Spezialfähigkeiten ihrer Figuren klug
kombinieren. Die Umsetzung des spannenden Spielprinzips ist auch auf
dem iPad hervorragend. Nette Animationen und hochauflösende Retina-
Grafik sorgen auf dem Tablet für großen Spielspaß. Die aktuell leider nur
auf Englisch erhältliche App bietet außerdem ein interaktives Tutorial, in
dem die nicht allzu komplexen Regeln ausführlich und verständlich darge-
legt werden. Leider gibt es keinen Online-Mehrspielermodus, lokal dürfen
Sie dafür mit bis zu vier Freunden von der Insel fliehen.

Forbidden Island
(Die verbotene Insel)
Entwickler: Button Mash Games Inc.
€ 4,49 (iPad)
Spiele
des Jahres
Klassische Brettspiele
Die hier gelisteten Spiele-Apps sind Umsetzungen von Titeln,
die den „Spiel des Jahres“-Award erhalten haben.
Carcassonne
Entwickler: Coding Monkeys (iOS)/Exozet (Andr.)
iPad: € 8,99, Android: € 3,99
Spiel des Lebens
Entwickler: EA
iPad: € 4,49, Android: € 4,49
Rummikub
Entwickler: Games
Factory Online
€ 5,99 (iPad), € 2,99 (Android)
Scotland Yard
Entwickler: Ravensburger Digital
€ 5,49 (iOS universal)
Café International
Entwickler: ASH Software GmbH
€ 4,49 (iPad)
Catan
Entwickler: United Soft Media
€ 4,49 (iPad), € 2,99 (Android)
Tikal
Entwickler: Codito Development Inc.,
€ 3,59 (iOS universal)
Ticket to Ride (Zug um Zug)
Entwickler: Days of Wonder Inc.
€ 5,99 (iPad), € 1,79 (iPhone)
Zooloretto
Entwickler: Chillingo Ltd., € 3,59 (iPhone)
Keltis
Entwickler: United Soft Media
€ 3,59 (iPad), € 1,79 (iPhone)
Kingdom Builder
Entwickler: Queen Games, € 5,99 (iPad)
Rummikub
Entwickler: Games Factory Online
€ 5,99 (iPad), € 2,99 (Android)
Monopoly
Entwickler: EA
€5,99 (iPad), € 4,49 (Android)
Risiko
Entwickler: EA
€5,99 (iPad), € 2,69 (Android)
Mensch ärgere Dich nicht
Entwickler: B-Interaktive GmbH
€ 4,49 (iOS), € 3,99 (Android)
Kniffel
Entwickler: B-Interaktive GmbH
€ 4,49 (iOS), € 3,99 (Android)
Uno
Entwickler: Gameloft
€ 4,49 (iOS), € 0,89 (Android)
Apps Von Bohnanza bis Monopoly – wir präsen-
tieren Ihnen die gelungensten Brettspiel- Um-
setzungen für iOS- und Android-Geräte.
SPIELE FEATURE: Brettspiele-Apps
Auf iOS eine hervorragende Umsetzung des beliebten Lege-
spiels mit lokalem und Online-Mehrspielermodus sowie inter-
aktiver Regelerklärung. Die Android-Version ist
deutlich günstiger, verzichtet dafür aber auf die
beiden oben genannten Features.
FEATURE: Brettspiele-Apps SPIELE
05/13 www.spielefilmetechnik.de 93
Small World
Entwickler: Days of Wonder Inc.
€ 5,99 (iPad)
Le Havre
Entwickler: Codito Development Inc.
€ 4,49 (iOS universal)
Small World zeigt, wie man ein Brett-
spiel optimal für das iPad umsetzen
kann. Der Tablet-PC dient bei dem
Zweispielertitel nämlich als virtuelles Spiel-
brett, an dem sich die beiden Kontrahenten
gegenübersitzen. Dann wird im Stile des Klas-
sikers Risiko um eine Fantasy-Welt gekämpft,
aber mit dem großen Unterschied, dass jeder
Spieler ein Volk mit Spezialfähigkeiten steuert.
Die iPad-Umsetzung ist so beliebt, dass aktu-
ell ein Nachfolger über die Crowd-Funding-
Plattform Kickstarter finanziert wird.
Das aktuell leider nur in englischer
Sprachversion erhältliche Le Havre ist
ein weiteres Beispiel für eine nahezu
perfekt gelungene Umsetzung. Ziel des Spiels
ist es, ankommende Waren weiterzuverkaufen
und mit dem Gewinn seine persönlichen Pro-
duktions- und Handelsgebäude zu verbes-
sern. Die iPad-Version kann sowohl offline mit
bis zu fünf Spielern als auch online über das
Game Center gespielt werden. Da verschie-
denste Strategien zum Sieg führen, ist Lang-
zeitmotivation garantiert.
Bang!
Entwickler: SpinVector S.p.A.
€ 2,69 (iPad/iPhone)
Bang! ist ein schnelles Karten-
spiel mit Western-Setting, bei
dem Sie entweder in die Rolle
des Sheriffs oder eines Banditen
schlüpfen und jeweils die andere Partei
ausschalten müssen. Die iOS-Umset-
zung macht viel Spaß, online dürfen Sie
sogar gegen PC-Spieler antreten.
Puerto Rico
Entwickler: Ravensburger
€ 5,99 (iPad)
Bei Ravensburgers Puerto Rico
handelt es sich um ein komplexes
Strategiespiel, das unter ande-
rem den Deutschen Spielepreis 2002
gewann. Die Portierung auf Apples iPad
ist gut gelungen, allerdings benötigt man
selbst als Kenner des Brettspiels einige
Zeit, um alle Optionen zu durchblicken.
Das Kartenspiel Bohnanza ist
sowohl bei Gelegenheits- als
auch Vielspielern sehr beliebt.
Es geht darum, verschiedene Bohnen-
sorten anzupflanzen und zu ernten,
wobei regelmäßiges Handeln für viel
Interaktion sorgt. Leider hat die iOS-
Version keinen Online-Modus.
Bohnanza
Entwickler: Aspirement
€ 4,49 (iPad), € 3,59 (iPhone)
Caylus ist ein anspruchsvolles
Strategiespiel, das vor dem Los-
legen ein intensives Regelstudi-
um erfordert. Dafür wird man anschlie-
ßend auch auf dem iPad mit einem
großartigen und motivierenden Aufbau-
spiel belohnt, das sowohl offline als
auch online spielbar ist.
Caylus
Entwickler: Big Daddy’s Creations
€ 4,49 (iOS universal)
SPIELE TEST: Spiele-Apps
94 www.spielefilmetechnik.de 05/13
Stickman Golf 2
Geschicklichkeit Für Solisten ein netter Snack, für Mehrspieler-Fans eine Offenbarung!
D
er Vorgänger Super Stickman Golf
wurde über eine Million Mal herun-
tergeladen und auch dem Nachfol-
ger steht eine rosige Zukunft bevor. Hoffen
wir zumindest, denn was Noodlecake Stu-
dios an Spielspaß in diese kleine App ge-
stopft haben, grenzt an Hexerei. An der
Grundmechanik hat sich nichts geändert:
Vor dem Abschlag wählen Sie die Rich-
tung, anschließend füllt sich eine Anzeige,
welche die Schlagstärke repräsentiert.
Nun gilt es, im richtigen Augenblick den
Screen anzutippen, damit der Ball hoffent-
lich auf dem Grün landet. Anfangs ist das
noch relativ einfach, da die Parcours über-
schaubar und mit wenigen Hürden verse-
SYSTEM
iOS, Android
SPIELER
1 - 8
VERGLEICHBAR MIT
Super Stickman Golf, Worms
Crazy Golf, Flick Golf
STUDIO
Noodle Cake Studios
ANBIETER
Noodle Cake Studios
SPRACHE
Englisch
PREIS
Gratis (Android), € 0,89 (iOS)
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Ab 4 Jahren
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Die 2D-Grafik ist extrem simpel gestaltet und wirkt geradezu vorsintflutlich. Dafür
bleibt die Übersicht jederzeit gewahrt und Spaß macht das Ganze trotzdem.
Der Race-Modus erlaubt es vier Spielern, simultan anzutreten. Wer zuerst einlocht,
gewinnt die Partie. Leider bleibt dieser Modus iOS-Spielern vorbehalten.
hen sind. Die späteren Kurse sind mit fan-
tasievollen Gemeinheiten gespickt, die
zwar mit echtem Golf nichts zu tun haben,
aber die Schwierigkeit deutlich erhöhen.
Die 180 Löcher des Einzelspielermodus
hatten wir relativ schnell durch. Was uns
aber noch für Wochen und Monate an den
Touchscreen fesseln dürfte, ist der absolut
fantastische Mehrspielermodus. Hier kön-
nen Sie beispielsweise online oder per
Bluetooth-Direktverbindung rundenweise
gegen andere Spieler antreten. Diese Zug-
um-Zug-Mat ches si nd zudem
plattformunabhängig. Android-User gegen
iPhone-Besitzer? Na klar! Unser absoluter
Favorit ist allerdings der „Race“-Modus.
Dieser erlaubt simultanes Online-Gaming
für maximal vier Spieler. Diese stehen
gleichzeitig auf dem Platz und der erste
Spieler, der den Ball ins Loch bekommt,
wird zum Sieger gekürt. Schade ist, dass
genau dieser Modus in der Android-Versi-
on nicht enthalten ist. Ein weiterer Wer-
mutstropfen: Im Ingame-Store warten
viele witzige, aber auch nützliche Boni und
Gegenstände auf Sie. Diese lassen sich
nur zum Teil mit jenen „Golf-Bux“ bezah-
len, die Sie beim Spielen verdienen. Zwar
muss man nicht allzu tief in die Tasche
greifen, doch es riecht trotzdem ein klein
wenig nach Abzocke. Fazit: trotz In-App-
Kauf eine Pflicht-App! (ai)
M&M: Clash of Heroes
PUZZLE-STRATEGIE
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iOS (Android in Kürze)
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ALTERSEMPFEHLUNG
Ab 9 Jahren
Might & Magic: Clash of Heroes für iOS entspricht (bis auf
die Steuerung) 1:1 den PC- und Konsolen-Versionen. Sie
erleben einen Mix aus Strategie- und Puzzle-Schlachten,
die liebevoll präsentiert werden und auch spielerisch durch
jeder Menge Finesse glänzen. Dazwischen bewegen Sie
sich auf vorgegebenen Pfaden durch die Fantasy-Welt,
halten Schwätzchen mit anderen Charakteren und folgen
der Story. Seit Version
1.3.0 ist das Ganze endlich
auch bugfrei möglich. (ai)
SPIELSPASS NOTE
SEHR GUT 1,4
The Silent Age
ADVENTURE
SYSTEM
iOS
ANBIETER
House on Fire
IM HANDEL
Erhältlich
PREIS
Gratis
ALTERSEMPFEHLUNG
Ab 9 Jahren
Stellen Sie sich vor, Sie hätten ein kleines Gerät in der
Hosentasche, das Zeitreisen ermöglicht. Genau das ist in
diesem kostenlosen Point&Click-Adventure der Fall. Der
Zeitsprung-Kniff entpuppt sich als Kernelement der Rät-
sel. So müssen Sie beispielsweise in der Gegenwart ein
Gewächs vergiften, damit dieses in der Zukunft nicht den
Weg blockieren kann. Die Rätsel sind allesamt logisch und
auch für Laien zu schaffen,
die Atmosphäre ist einfach
grandios. Bravo! (ai)
SPIELSPASS NOTE
SEHR GUT 1,3
STICKMAN GOLF 2
Gute Lernkurve
Simple Steuerung
Extrem umfangreich
Genialer Multiplayer
In-App-Kauf-Optionen
etwas zu präsent
SEHR GUT
NOTE 1,2
NightSky
GESCHICKLICHKEIT
SYSTEM
iOS
ANBIETER
Nicalis
IM HANDEL
Erhältlich
PREIS
4,49 €
ALTERSEMPFEHLUNG
Ab 4 Jahren
Noch eine App, die bereits als PC- und Konsolen-Spiel für
Furore sorgte. Sie steuern eine Kugel durch eine atmosphä-
risch fesselnde Welt voller kleiner Rätsel. Die realistische
Physik macht das Erlebnis intuitiv und faszinierend zu-
gleich. Von den unterschiedlichen Steuermethoden gefiel
uns „Swipe“ am besten. So lässt sich die Geschwindigkeit
durch Wischbewegungen besser dosieren, wenn es etwa
darum geht, eine Holzlatte
umzustoßen und in eine
Brücke zu verwandeln. (ai)
SPIELSPASS NOTE
GUT 1,5
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Samsung MV800 € 120 01/12 1,7
Nikon Coolpix S6300 € 110 06/12 1,8
Fujifilm Finepix T400 € 90 06/12 1,9
Canon Powershot A3400 IS € 80 06/12 2,0
Panasonic Lumix FS22 € 150 09/11 2,0
KOMPAKTKLASSE BIS € 300
PRODUKT PREIS (INTERNET) TEST IN NOTE
Samsung EX2F € 280 12/12 1,3
Nikon Coolpix S100 € 220 11/11 1,3
Canon Ixus 230 HS € 200 11/11 1,4
Panasonic Lumix TZ31 € 250 06/12 1,4
Canon Ixus 310 HS € 160 07/11 1,5
Nikon Coolpix S9400 € 230 04/13 1,6
Panasonic Lumix FX80 € 250 04/12 1,6
Olympus SZ-31MR € 190 06/12 1,6
Neu: Nikon Coolpix AW110 € 300 05/13 1,7
Sony Cyber-shot 200 € 200 04/13 1,7
KOMPAKTKLASSE ÜBER € 300
PRODUKT PREIS (INTERNET) TEST IN NOTE
Sony Cyber-shot RX100 € 520 09/12 1,1
Sony RX1 € 2.800 03/13 1,2
Fujifilm Finepix X10 € 370 02/12 1,2
Olympus Stylus XZ-2 € 450 12/12 1,3
Fujifilm XF1 € 340 12/12 1,3
Fujifilm X-S1 € 500 06/12 1,3
Canon Powershot G1 X € 500 05/12 1,3
SYSTEMKAMERAS
PRODUKT PREIS (INTERNET) TEST IN NOTE
Fujifilm X-Pro1 € 1.360 06/12 1,1
Fujifilm X-E1 € 900 02/13 1,2
Panasonic Lumix GH3 € 980 02/13 1,2
Olympus OM-D E-M5 € 900 06/12 1,2
Sony NEX-7 € 930 04/12 1,2
Sony NEX-6 € 660 03/13 1,3
Pentax K-01 € 350 06/12 1,3
Samsung NX20 € 510 09/12 1,3
Olympus PEN Lite E-PL5 € 600 02/13 1,4
Sony NEX-5R € 500 01/13 1,4
Olympus PEN Mini E-PM2 € 500 02/13 1,5
E-BOOK-READER MOBILE
PRODUKT PREIS (INTERNET) TEST IN NOTE
Pocketbook Touch € 100 08/12 1,3
Amazon Kindle Paperwhite € 130 (UVP)² 01/13 1,4
Kobo Glo € 130 12/12 1,4
Sony Reader PRS-T2 € 120 12/12 1,5
Amazon Kindle € 80 (UVP)² 12/12 1,8
Pocketbook Basic € 70 12/12 1,9
¹ Stand: 10.04.2013; ² Unverbindliche Preisempfehlung des Herstellers, kein Onlinevertrieb
Edle High-End-Knipse
Die OM-D-Systemkamera von Olym-
pus hält sich auch nach knapp einem
Jahr immer noch unter den Top-Mo-
dellen, schreckte viele potenzielle
Käufer aber durch ihren nicht gerade
günstigen Preis von rund 1.100 Euro
ab. Innerhalb des letzten Monats ist
dieser jedoch um stattliche 200 Euro
gefallen, sodass Sie die OM-D bei di-
versen Internethändlern jetzt bereits
für 900 Euro erstehen können. Das ist
zwar nach wie vor kein Pappenstiel,
dafür erhalten Sie aber eine absolute
High-End-Systemkamera mit überra-
gender Bildqualität und fantastischer
Ausstattung. Dazu kommt eine hohe
Flexibilität dank des weitverbreiteten
Micro-Four-Thirds-Objektivbajonetts.
Mai 2013 TESTSPIEGEL
05/13 www.spielefilmetechnik.de 97
HI-FI-KOPFHÖRER HOME ENTERTAINMENT
PRODUKT PREIS (INTERNET) TEST IN NOTE
Ultrasone Edition 10 € 2.000 12/10 1,0
Ultrasone Signature Pro € 900 12/11 1,3
Philips Fidelio X1 € 260 12/12 1,3
Sony MDR-1RNC € 320 03/13 1,4
Ultrasone Signature DJ € 800 12/12 1,4
Focal Spirit One € 200 11/12 1,4
Beyerdynamic Custom One Pro € 180 11/12 1,4
AKG K701 € 200 06/11 1,4
Philips Fidelio M1 € 110 11/12 1,8
PC-LAUTSPRECHERSYSTEME HOME ENT.
PRODUKT PREIS (INTERNET) TEST IN NOTE
Bose Companion 5 € 330 10/10 1,1
Audyssey Media Speakers € 170 04/12 1,3
Audioengine 5+ € 290 02/13 1,4
Edifier Spinnaker € 350 12/12 1,9
LC-MONITORE PC-HARDWARE
PRODUKT PREIS (INTERNET) TEST IN NOTE
LG M2550D € 230 06/11 1,4
Samsung T27A950 € 600 06/12 1,5
Samsung T27A550 € 290 06/12 1,6
Acer M242HML € 290 06/12 1,7
Philips Gioco 278G4 € 340 02/13 1,7
TABLET-COMPUTER MOBILE
7 ZOLL
PRODUKT PREIS (INTERNET) TEST IN NOTE
Apple iPad Mini € 310 12/12 1,3
Google Nexus 7 € 180 12/12 1,5
Kobo Arc 32 GB Go € 250 03/13 1,5
Samsung Galaxy Tab 2 7.0 € 170 07/12 1,6
Ionik TP7-1500DC-Metal € 120 03/13 1,9
Acer Iconia B1 € 110 03/13 2,0
10 ZOLL
PRODUKT PREIS (INTERNET) TEST IN NOTE
Apple iPad (4. Generation) € 450 12/12 1,1
Asus Transformer Pad Infinity € 500 09/12 1,4
Google Nexus 10 € 490 01/13 1,4
Fujitsu Stylistic M532 € 400 09/12 1,4
Asus Transformer Pad TF300T € 300 07/12 1,5
Apple iPad 2 € 360 04/12 1,5
Samsung Galaxy Note 10.1 € 380 09/12 1,5
Sony Xperia Tablet S € 360 11/12 1,6
Acer Iconia Tab A700 € 350 11/12 1,6
Dell XPS 10 € 400 03/13 1,8
Neu: Trekstor Ventos 10.1 € 200 05/13 1,9
Samsung Galaxy Tab 2 10.1 € 270 07/12 1,9
Samsung Galaxy Tab 10.1N € 350 04/12 2,1
Archos 101 G9 16 GB Turbo € 280 05/12 2,1
Acer Iconia Tab A501 € 460 04/12 2,1
Microsoft Surface € 480 (UVP)² 12/12 2,2
Medion Lifetab S9512 € 230 07/12 2,3
GAMING-MÄUSE PC-HARDWARE
PRODUKT PREIS (INTERNET) TEST IN NOTE
Roccat Kone + € 60 09/11 1,2
Roccat Pyra € 25 06/10 1,2
Raptor-Gaming M3 Platinum € 40 09/10 1,3
Roccat Kone Pure € 60 04/13 1,5
NOTEBOOKS PC-HARDWARE
ULTRABOOKS
PRODUKT PREIS (INTERNET) TEST IN NOTE
Apple Macbook Air 13" € 1.060 08/12 1,2
Dell XPS 12 € 1.100 01/13 1,5
Asus Zenbook UX32VD € 810 08/12 1,5
HP Envy X2 € 780 03/13 1,6
Acer Aspire S3-391 € 800 08/12 1,6
Dell XPS 13 € 1.000 (UVP)² 05/12 1,6
Dell XPS 14 € 780 09/12 1,6
Hewlett-Packard Spectre XT € 770 09/12 1,7
Lenovo Idea Pad U310 € 390 08/12 1,7
Samsung Ativ Smart PC € 550 01/13 1,8
Asus Taichi 21 € 1.190 01/13 1,9
Sony Vaio Duo 11 € 1.070 01/13 1,9
ÜBER 15 ZOLL
PRODUKT PREIS (INTERNET) TEST IN NOTE
Apple Macbook Pro Retina € 1.900 08/12 1,2
Acer Timeline U M5-581TG € 750 09/12 1,5
GAMING-NOTEBOOKS
PRODUKT PREIS (INTERNET) TEST IN NOTE
Alienware M17x € 1.500 06/12 1,2
Asus N56VZ € 950 02/13 1,4
Asus G55VW € 1.280 06/12 1,4
Dell Inspiron 17R Special E. € 780 (UVP)² 02/13 1,6
Schenker XMG A522 € 790 02/13 1,7

Windows to go
Der Samsung Ativ Smart PC ist ein Tablet mit Tasta-
turdock und vollwertigem Windows 8. Im Hybriden
werkelt ein für Alltagsaufgaben ausreichender In-
tel-Atom-Prozessor, der einfache Spiele sowie HD-
Videos problemlos meistert. Die Möglichkeit, über Mo-
bilfunk zu surfen, sowie die ordentliche Akku-Laufzeit
von zehn Stunden garantieren eine hohe Mobilität. Der
Internetpreis ist im Vergleich zum Vormonat um 80 Euro
gefallen und liegt jetzt bei attraktiven 550 Euro.
SMARTPHONES MOBILE
ANDROID
PRODUKT PREIS (INTERNET) TEST IN NOTE
Sony Xperia Z € 540 03/13 1,1
HTC One € 590 04/13 1,1
LG Optimus G € 440 04/13 1,2
Samsung Galaxy S3 € 360 07/12 1,2
HTC One X+ € 520 12/12 1,2
Samsung Galaxy Note 2 € 460 12/12 1,2
Asus Padfone 2 € 640 12/12 1,3
Google Nexus 4 € 340 12/12 1,4
LG Optimus 4X HD € 300 08/12 1,4
HTC One XL € 390 09/12 1,4
Motorola Razr i € 330 12/12 1,5
LG Optimus Vu € 340 11/12 1,6
Huawei Ascend G 615 € 270 02/13 1,6
Sony Xperia V € 440 03/13 1,6
Sony Xperia T € 330 12/12 1,6
Sony Xperia Ion € 320 10/12 1,6
Huawei Ascend D1 Quad XL € 300 02/13 1,7
Motorola Razr HD € 430 12/12 1,7
Huawei Ascend P1 € 220 09/12 1,8
Asus Padfone € 500 09/12 1,8
Samsung Galaxy S2 Plus € 240 04/13 1,9
Samsung Galaxy S3 Mini € 220 01/13 2,0
WINDOWS PHONE 8
PRODUKT PREIS (INTERNET) TEST IN NOTE
Nokia Lumia 920 € 450 12/12 1,4
Samsung Ativ S € 370 03/13 1,5
HTC 8X € 380 12/12 1,6
HTC 8S € 220 02/13 2,0
WINDOWS PHONE 7
PRODUKT PREIS (INTERNET) TEST IN NOTE
Nokia Lumia 800 € 200 12/11 1,4
HTC Titan € 220 12/11 1,5
Nokia Lumia 900 € 270 08/12 1,6
BLACKBERRY
PRODUKT PREIS (INTERNET) TEST IN NOTE
Blackberry Z10 € 500 04/13 1,5
Blackberry Porsche Design P9981 € 1.340 03/12 1,8
IOS
PRODUKT PREIS (INTERNET) TEST IN NOTE
Apple iPhone 5 € 600 11/12 1,1
Apple iPhone 4S € 520 11/11 1,2
Apple iPhone 4 € 380 02/11 1,5
Apple iPhone 3GS € 250 02/11 2,5
OHRHÖRER HOME ENTERTAINMENT
PRODUKT PREIS (INTERNET) TEST IN NOTE
Fischer Amps FA-3E € 330 06/12 1,1
Sony XBA 4 € 230 06/12 1,2
Monster Turbine Pro Copper € 260 06/10 1,2
Neu: Ultrasone Tio € 350 05/13 1,4
IOS-DOCKS HOME ENTERTAINMENT
PRODUKT PREIS (INTERNET) TEST IN NOTE
Bose Sounddock Serie III € 250 04/13 1,4
Altec Lansing Inmotion 630 € 40 12/11 1,4
Pioneer X-SMC3 € 160 12/11 1,7
JBL On Beat Venue LT € 170 04/13 1,8

DRAHTLOS-SOUNDSYSTEME HOME ENT.
PRODUKT PREIS (INTERNET) TEST IN NOTE
Neu: Bowers & Wilkins A7 € 790 05/13 1,1
Monster Clarity HD Model One € 450 10/11 1,1
Teufel iTeufel Air € 500 05/12 1,2
Philips Fidelio Soundsphere DS9800W € 560 10/11 1,2
Bowers & Wilkins Zeppelin Air € 590 06/11 1,2
Philips Fidelio AW 5000 € 300 10/12 1,3
Pure Sensia 200D Connect € 270 10/12 1,4
Sony RDP XA-900 iP € 350 10/12 1,5
Sony SA-NS510 € 200 12/12 1,5
Creative Soundblaster AXX SBX 20 € 120 10/12 2,2
JBL On Beat Air € 150 12/11 2,4
Gut und günstig
In unserer letzten Ausgabe (SFT 04/13)
hinterließ das LG Optimus G einen
hervorragenden Eindruck und sicherte
sich verdient den Testsieg im Smart-
phone-Vergleich. Während der Preis im
Vormonat noch bei stattlichen 600 Euro
lag, ist er innerhalb der letzten vier
Wochen um stolze 160 Euro gefallen.
Angesichts der 13-Megapixel-Kamera,
des Quadcore-Prozessors sowie des
knackscharfen 4,7-Zoll-True-HD-Dis-
plays ist das Optimus G für Kaufinte-
ressierte definitiv einen Blick wert.
ZULETZT Mai 2013
98 www.spielefilmetechnik.de 05/13
Es werde Licht
Gagagadget Eine Lampe zum Selbstzusammenbauen? Aus leuch-
tenden Tetrissteinen? Ein Muss für Nerds und Videospielfans!
V
ideospiel-Merchandise-Produkte gibt es
wie Sand am Meer – kein Wunder, denn
gerade beliebte Protagonisten von Block-
bustern wie den Mario- oder Pokémon-Games
lassen sich leicht zu Plastikfigürchen oder Stoff-
tieren verarbeiten. Wenn man aber coole Fanarti-
kel für ein abstraktes Spiel wie Tetris produzieren
möchte, sieht das Ganze schon deutlich schwieri-
ger aus. Klar, T-Shirts sind kein Problem und auch
der beliebte Soundtrack lässt sich mit Sicherheit
auf CD pressen und verkaufen, doch wer hätte
gedacht, dass Tetris auch als Lampe funktioniert?
Stein auf Stein zum LED-Schein
Die Idee hinter der von Getdigital vertriebenen Te-
tris-Lampe ist genauso simpel wie genial: Man
nehme die Formen der bekannten Bausteine, ste-
cke eine LED ins Innere und versehe die einzelnen
Klötze mit einer stromleitenden Metall-Legierung
an der Seite – fertig ist die Selbstbau-Leuchte. Die
Grundlage für die Bastellampe bildet dabei immer
der lange blaue Stein, der als einziger einen Strom-
anschluss sowie einen An/Aus-Schalter hat. Alle
übrigen Klötze können in beliebiger Art und Weise
auf den Ausgangsstein gelegt werden und fangen,
sobald sie mit diesem in Berührung kommen, an
zu leuchten. Da jedoch nur die Ränder den Strom
leiten, muss man beim Basteln stets darauf ach-
ten, dass diese sich berühren. Das kann je nach
Komplexität der gewünschten Form auch schon
mal in etwas Fummelei ausarten, aber so hat man
neben der hübschen Lampe auch gleichzeitig
noch ein kleines Gedulds- und Geschicklichkeits-
spiel. Übrigens lassen sich auch mehrere Lampen
miteinander kombinieren, sodass sich auch Tet-
ris-Profis nach Belieben austoben können. Der
Preis liegt bei 35 Euro, für das richtige Feeling beim
Lampenbau sollten Sie sich aber unbedingt noch
den Original-Soundtrack organisieren, der wird
nämlich leider nicht mitgeliefert. (ps)
TECHNIK INFOBITS
SFT VOR FÜNF JAHREN
Zur Mai-Ausgabe 2008 herrschte großes
Fußballfieber. Neben großen TVs und
High-End-Beamern testete SFT seinerzeit
sogar die besten Tischkicker. Einer davon
steht übrigens heute noch in der Redakti-
on und sorgt hin und wieder für Ablenkung
vom stressigen Arbeitsalltag.
DIE ZAHL DES MONATS
Den Preis so vieler Fernseher hat unser
TV-Experte Florian Weidhase für das
Titelthema dieser Ausgabe recherchiert.
Wenn Sie sich einen Überblick über Modelle,
Features und Preise verschaffen wollen,
durchstöbern Sie die Strecke ab Seite 18.
iPHONE MIT RUNDUM-DISPLAY?
Wie jetzt bekannt wurde, reichte Apple
bereits 2011 einen Patentantrag für ein
Smartphone mit Rundum-Display ein.
Zukunftsvision oder Wunschtraum?
143
DVD: Thriller & Action
Filmfans dürfen sich auf Joe the King –
König der Außenseiter sowie den Erotik-
Action-Streifen Killerlady freuen.
Widescreen-Monitore
Monitore im 21:9-Format wirken auf den
ersten Blick etwas befremdlich. Wir verraten,
was die Ultra-Widescreen-Displays taugen.
Neue Tablet-PCs
Mit Samsungs Galaxy Note 8.0 und dem Asus
Fonepad präsentieren wir Ihnen in der kom-
menden SFT zwei neue Tablet-Highlights.
Samsung Galaxy S4
In der nächsten Ausgabe ist es endlich so
weit. Wir haben Samsungs neues High-
End-Smartphone im ausführlichen Test.
Die nächste erscheint am 29. Mai 2013
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