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standpunkt : sozial 1/2013

Sandra Hofhues

52 Thema

At any place, anytime, anywhere?
Plädoyer für eine Hochschulbildung mit Medien
Sandra Hofhues

als die unterschiedlichen Kontexte zugunsten einer Vielzahl von Lernorten zu vermischen2. At any place! An jedem Ort lernen? Beginnen wir mit der ersten Annahme. der bis heute für das orts. aber weitgehend überzogene Annahmen beim Lernen mit Medien stehen. Entsprechend gilt es auch in Hoch2 Etwas anders verhält es sich in der Fort. Lehre besser („effizienter“) zu organisieren und Hoffnungen zum Wandel der Lehr-Lernkultur schüren (z. scheint ein Selbstläufer zu sein: Zu allgegenwärtig sind Computer. stellte sich in der Hochschulpraxis häufig als Blended Learning dar. Internet und digitalen Medien dafür. 2008) nicht zwangsläufig dafür. dem Postulat des „(At) any place“. Allerdings muss diese Nutzung von Lehrenden und Studierenden gewollt sein und Ziele des Medieneinsatzes müssen didaktisch eingeführt bzw. als dass man sich vor ihnen in Wissenschaft und Bildung verschließen könnte (z.und Bildungsprozesse zusammen reflektiert werden. Warum sich also in einem Beitrag erneut mit „den Medien“ beschäftigen. Auf diese Weise wurde der Lern. 95). dass Jugendliche und junge Erwachsene formales Lernen in Bildungsinstitutionen und mediale Freizeitaktivitäten eher trennen. 3. B. in der Fachdiskussion vielmehr der digitalen Medien. dass an allen Orten studiert („gelernt“) wird und ein Bezug zum Fachstudium oder. insbesondere die Verfügbarkeit von Geräten und des WWW als selbstverständlich zu erachten. aber: Was als E-Learning proklamiert wurde. Kollaboration und Reflexion. 2010). insbesondere zur Information. Wenn Lernen an der Hochschule als formales Lernen verstanden wird. die aus dem Englischen stammen und den Charakter der „Neuen Medien“. etwaige Ausstattungsund Nutzungsunterschiede – bei Studierenden und Lehrenden gleichermaßen – zu hinterfragen. In dieser Perspektive sorgt die Verfügbarkeit von Computer. die das mediengestützte Lernen und Lehren funktional („usable“) begleiteten. Wird wirklich an jedem Ort mit Medien gelernt? Die Frage lässt sich eindeutig mit „Jein“ beantworten. als Bildungsinstitution und Diskursort aber nicht in Frage gestellt.und Bildungsort Hochschule um Erfahrungsräume angereichert. (at) any place. Kommunikation. So sorgt die Vielfalt an Medien (Sesink. wenn ihre Potenziale für das Lernen und das Lehren seit längerem bekannt sind und im Kontext Hochschule scheinbar nach und nach zur Entfaltung kommen? Wahrscheinlich sind es drei gängige Annahmen. dass Lernen zwar an vielerlei Orten stattfinden kann. ihr tatsächlicher Nutzen für Lern. zum Kontext Hochschule gegeben ist. sodass Präsenzlehre lediglich um virtuelle Lern. die „den Medien“ in „der Lehre“ per se einen größeren Stellenwert einräumten. die Orte und die eingesetzten Medien aber in Zusammenhang mit der Hochschule als Bildungsinstitution stehen. 2008). anywhere. Medien im E-Learning gelten als Mittler für fachbezogene und fachübergreifende Inhalte und als Orte der „virtuellen“ Kommunikation und Kollaboration. Schelhowe. oft auch institutionengebundene Erfahrung (Schelhowe. 2. ist Lernen eine orts. Um die Jahrtausendwende wurde dazu der Begriff des E-Learnings geprägt. 2003).und Arbeitsphasen angereichert wurde (z. Die drei Annahmen lassen sich mit drei Schlagworten auf den Punkt bringen. die jährliche Auflistung von Jane Hart: http://c4lpt.uk/top100tools/ (13. und viele Plattformen entstanden. Lehre auch außerhalb der Präsenzzeit zu begleiten.co. die auf Lernund Kompetenzziele fokussiert ist und meist auch über-/geprüft werden muss. Digitale Werkzeuge können zu unterschiedlichen Zwecken. 2008. genutzt werden.standpunkt : sozial 1/2013 Sandra Hofhues Aus der Perspektive von Medienpädagogik/-didaktik über die Potenziale digitaler Medien im Hochschulkontext zu schreiben. Internet und digitale Medien. 2. B. wo häufig gezielt Freiräume zum Lernen genutzt werden. Auch gibt es eine jährlich wachsende Zahl technischer Geräte und digitaler Werkzeuge1. ohne die Zugänglichkeit schnellen Internets. Vielmehr geht man heute davon aus. die den Begründungszusammenhang für die erneute Auseinandersetzung liefern und mich zu diesem kurzen und an manchen Stellen sicher überspitzten Artikel veranlassen. Die grundlegende technische Ausstattung und technisch-instrumentelle Fähigkeiten in der Mediennutzung sind aber essentiell. B. 2013) durchaus zueigen machen kann: Geräte wie Smartphones oder Tablet-PCs unterstützen z. zeige ich im Folgenden auf. In der Anfangszeit des E-Learnings wurden daher mediendidaktische Konzepte entwickelt. deren Funktionalitäten sich Lehre 1 für eine Übersicht siehe z. S. Zu deutlich liegen die Chancen des pädagogisch intendierten Medieneinsatzes auf der Hand. Mayrberger. um sich im Kontext Hochschule überhaupt mit Medien auseinanderzusetzen. wenn sie beispielsweise helfen.B.oder kontext-. anytime.und Weiterbildung. 53 Thema . den Zugriff auf die oben genannten Lernplattformen von zuhause oder unterwegs und helfen mit. allgemeiner gesprochen. B. Reinmann-Rothmeier. Warum diese Schlagworte für typische.(und zeit-) unabhängige Lernen mit Medien ausgehend von Bildungseinrichtungen steht. Genauso verleitet die Allgegenwart von Medien dazu. am deutlichsten hervorheben: 1.

mit den Chancen. 98) verändern. 2010) zu schaffen.. Schulmeister. als dies auf den ersten Blick erscheint. 2009. die man bei aller medialer Verfügbarkeit respektieren und lediglich wohl begründet und gut begleitet aufbrechen sollte. gemeinsame Wissensproduktion mit Medien im Hochschulstudium? Etc. bezogen auf Recherchetätigkeiten von Lehrenden und Studierenden.standpunkt : sozial 1/2013 Sandra Hofhues 54 Thema schulen mediale Bildungsräume (Spanhel. Anytime! Jederzeit lernen? Kommen wir zur zweiten Annahme. ihrer Allgegenwart. scheint nicht zuletzt aufgrund empirischer Befunde der letzten Jahre (z. 104) ist ein aktuelles und weiterhin wichtiger werdendes Metathema einer Hochschulbildung. 2012. bieten Internet-Plattformen Möglichkeiten zur Auseinandersetzung mit Wissenschaft und ermöglichen etwa studentische Online-Zeitschriften Einblicke in das Wesen von Lehre und Studium abseits bürokratischer Studien. dass „jederzeit“ gelernt wird. Die ständige Zugänglichkeit digitaler Medien kann „kulturelle Praktiken“ (Schelhowe. Donk (2012) spricht in dieser Hinsicht von „digitised science“ (ebd. S. 2007). dass jede/r um die Potenziale ihres Einsatzes über den technischen Gebrauch hinaus weiß und hierzu kritische Stellung bezieht. B. Prinzipiell erlauben ausgeklügelte Datenbanksysteme unterschiedliche Formen der Recherche auch außerhalb der Hochschule. 104). den bisher ungenutzten Potenzialen einer „digital science“ (Donk. Anywhere! Überall lernen? Auch die dritte Annahme „Anywhere“ bedarf einer Überprüfung mit der institutionellen Brille der Hochschule: Lässt sich überall mit Medien lernen und werden damit womöglich formale Bildungseinrichtungen in Frage gestellt? Die Formalisierung von Lernen und Bildung in dafür vorgesehene Bildungseinrichtungen auf der einen Seite und die Vision des Überall-Lernens mit Medien auf der anderen Seite stehen durchaus in klarerem Widerspruch zueinander. Davon auszugehen.und Prüfungsordnungen. Lehrenden und Studierenden zusätzlich zu den sogenannten analogen Medien offen stehen.und Bildungsprozessen sowie Formate wissenschaftlicher Wissensproduktion. Schorb. die für den Bildungskontext Hochschule als traditionsreicher Ort wissenschaftlicher Wissensproduktion essentiell ist. 2012. im Besonderen Computer und Internet. 2008. 2008.B. gelten hier „als erkenntnisgenerierende Technologien“ (Donk. S. dass die Verfügbarkeit von Medien „rund um die Uhr“ aber dazu führt. also von der veränderten Zugänglichkeit von Informationen und von grenzenlosen Möglichkeiten zur interpersonalen Kommunikation mittels digitaler Medien. 184) bezogen auf Studium und Lehre umgehen. sozialen.und Bildungsprozessen abgesprochen und dessen Verzahnung mit dem Formalen durch die Allgegenwart von Computer. die früher etwa den Besuch der Bibliothek umfassten und sich heute mitunter auf (wissenschaftliche) Suchmaschinen und digitale Datenbanken beschränken. Genauso erfordert formales Lernen angesichts der Vielzahl anderer Verpflichtungen bei Studierenden und bei Lehrenden mitunter Auszeiten. Der Widerspruch besteht nicht darin. die „über den Tellerrand“ der eigenen Disziplin blickt und sich aktuellen gesellschaftlichen. technologischen und ökonomischen Tendenzen widmet. Zu fragen ist aber. Auf diese Weise erhält die zuvor skizzierte medienpädagogische Perspektive auf mediale Bildungsräume eine erkenntnistheoretische Untermauerung. 2010. S. die Forschenden. die (nicht mehr ganz so) neuen medialen Möglichkeiten ins Fachstudium eingebettet? Welche Bedeutung hat die Wissensgenerierung bzw. die ich oben mit „Anytime“ bezeichnet hatte und die gegenüber der ersten Annahme vor allem den zeitlichen Aspekt der Mediennutzung für die Hochschulbildung thematisiert. wurde doch formales Lernen gleich zu Beginn als orts. Demnach müsste die Allgegenwart von Medien dazu führen. Medien. Schelhowe. B. S. Denn die Auseinandersetzung mit Medien. Wie sind z. z. 104). wie Studierende und Lehrende mit der Verfügbarkeit von Informationen und Wissen „‚on demand’ und ‚just in time’“ (Herzig & Grafe.und institutionengebundene Erfahrung in Anlehnung an Schelhowe (2008) beschrieben. dass die herausragende Bedeutung des Informellen gegenüber formalen Lern. sodass manches wissenschaftliches Wissen erst durch die stetige Anwendung und reflexive Nutzung von Medien generiert wird. B. aber auch Grenzen medialer Verfügbarkeit. die ein Lernen und Lehren mit Medien ausgehend von der Technik über die Gestaltung und Produktion bis hin zu ihrer Untersuchung und kritischen Reflexion ermöglichen und Chancen wie auch Grenzen „der Medien“ für Wissenschaft und Bildung thematisieren – technisch-instrumentelle und kritischreflexive Medienkompetenzen von Studierenden und Lehrenden als Zieldimensionen im Blick (z. S. 2011) zu kurz zu greifen. Internet und (digitalen) Medien . Auch ändern sich sukzessive Formen der Zusammenarbeit und der (gemeinsamen) Reflexion von Lern. Schulmeister & Metzger.

55 Thema Plädoyer für eine Hochschulbildung mit Medien Meine skizzierte Zurückhaltung gegenüber „den Medien“ liegt weniger an der mangelnden Verfügbarkeit technischer Geräte oder infrastruktureller Ausstattung als am Willen und an den Möglichkeiten „der Hochschule“ zur Veränderung. für die ein HochschulstuVerhältnisse zwischen dium nicht erreichbar oder zu teuer ist. 110). da Medien ein Studium in der Regel nicht ersetzen. Überall mit Medien zu lernen sollte daher gegenüber formalen Bildungsangeboten als komplementäre oder vertiefende Chance verstanden werden. Nutzenden ermöglichen. dass sich die MOOCs nutzen Fachdiskussion um die die GemeinTechnik Bedeutung von Hochschule schaft der Lerund Hochschulbildung (z. nenden zur den einen Tenorth. die eine Auseinan- . das sich Massive Open Online Course (kurz: unserer Sinne auf die MOOC) nennt3. Allein So kommt es nicht von eine neue konnektivistische ungefähr. wenn überhaupt. stützten Massenveranstaltungen Eine Rückkopplung mit Lehin Deutschland eine schon beim renden erfolgt. interessegeleitet und dann werden sich in dieser bedarfsorientiert zu lernen.B. wohl aber zur eingehenden Beschäftigung mit Themen oder Inhalten in geeigneten Lernszenarien anregen (Schelhowe. spruch zwischen formal(isiert)er 2. nach der Rolle der involvierten organisieren – eine Perspektive auf (Lehr-)Personen oder (Ziel-)GrupLernen und Bildung. Dabei Besuch eines MOOCs nicht ist das Lernen in MOOCs häufig das Fachstudium ersetzt. 2010) ermöglichen Medien unabhängig von einer Hochschule überall Lernprozesse. sei kultur an Hochschues in einfachen Rückmeldungen len verbinden lässt „Wenn oder umfassendem Feedback. die pen genauso nach sich zieht wie sich nur schwer mit den Herausforderungen bei der AnerBemühungen um einen kennung des Gelernten.de/konferenzen/-/k/14469 (13. Während MOOCs auf diese terung Weise ihre Daseinsberechtigung einzelner erhalten. Sie sprechen vor allem bestimmten Kultur neue solche Teilnehmenden an. etwas ältere (weitestgehend) automatisiert Diskussion wieder zutage: nämlich und Teilnahmezertifikate werdie über die Bedeutung instituden selten ausgestellt.und Bildungsangeboten zu daktischen Planung und Reduktifolgen und das eigene Lernen zu on. der Fragen nach der diLern. sei es in Wandel der Lehr-LernZertifikaten oder Zeugnissen. oder anderen men reibt. (vgl. MOOCs eignen sich daher 3 siehe hierzu den Vortrag von Rolf Schulmeister auf der Campus Innovation 2012: http://lectureexemplarisch. 2013) Bildung und dem Überall-Lernen zu verdeutlichen: Als Inhalt und Mittler (Spanhel. dass die Identifikation von Medien und medialen Phänomenen.uni-hamburg. die allerdings einer subjektiven Einordnung bedürfen. deren kritische Reflexion und Einordnung sowie das Sich-zu-eigen-machen von Medien zum Bestandteil eines Hochschulstudiums gehören. führen die mediengeFragestellungen. da der tionell geprägter Bildung. 2012) derzeit Bewältian einem Medienphänogung. die Beteiligung allen unseren Sinnen renommierter Wissenschaftler/innen oder Hochschulen einstellen. Geht man nämlich normativ davon aus. Im Rahmen formaler Bildung werden Studierende zusätzlich durch Lehrende dazu angeregt. MOOCs wollen einer Masse an soziale Umwelt ausweitet. 2010. um den Wider2go. sich über die bloße Anwendung oder Nutzung hinaus kritisch-reflexiv mit Medien auseinanderzusetzen und Fähigkeiten in der Beurteilung und Bewertung von Medien(-angeboten) zu entwickeln. um den offenen werden. gilt es mediale Bildungsräume nicht nur in der Schule. S. oben). frontal und kognitivistisch orgaVielmehr muss der Widerspruch nisiert und erfordert hohe Lernim Überall-Lernen selbst gesehen voraussetzungen. denn: Eine Hochschulbildung mit Medien würde der Auseinandersetzung mit Medien(-angeboten) gegenüber einem bloßen technischen Einsatz von Geräten und digitalen Werkzeugen einen eigenen Wert zuschreiben. sondern gerade auch in der Hochschule zu schaffen.standpunkt : sozial 1/2013 Sandra Hofhues als wenig relevant erachtet würde.“ Veran den MOOCs suggeriert tiedie Qualität des Angebots und fung soll Vergleichbarkeit zu formaMarshall McLuhan oder len Bildungsangeboten schafErweifen. 2008. E-Learning geführte.

über Medien kontextsensitiv anzustreben und aus medienpädagogisch-didaktischer Sicht auch systematisch zu fördern.). Juni 2012 (S. 1.0 (S. 2008). z. In B.und Handlungsorientierung die Selbstorganisation des Lernens in kleineren oder größeren Gruppen ermöglichen und zum Rollenwandel von Hochschullehrenden beitragen (Hofhues & Schiefner-Rohs. wenn man wissenschaftspropädeutische Angebote als Kern der Auseinandersetzung mit bzw. 2008: Bedarfsanalyse für das Projekt i-literacy: Empirische Untersuchung der Informationskompetenz der Studierenden der Universität Augsburg (Arbeitsbericht Nr. S. über Medien im Hochschulstudium feststellt und sich darüber hinaus nur wenige Angebote ausmachen lassen (z. 2. D. 2013). 2003: Didaktische Innovation durch Blended Learning. & Grafe. Wiesbaden: VS. um Charakteristika der Medien im Austausch mit Lehrenden und Peers zu „be-greifen“ (Schelhowe. 19). 6. insbesondere von technischen Geräten und digitalen Werkzeugen. M.pdf (13. Heinze. Auswege aus der Verschulungsmisere. 55-56) Anschluss an bisherige Lern.0“. M. 2010: Digitale Medien in Schule und Alltagswelt. Heinze.standpunkt : sozial 1/2013 Sandra Hofhues 56 Thema dersetzung mit/über Medien über die Dauer des Hochschulstudiums hinweg ermöglichen. Frederic Adler und Heidi Faust. etwa bezogen auf Support und Tutorien. sich zwischen diversen Medien (-angeboten) zu entscheiden. In H. Hofhues. Wiesbaden: VS. 6. Jahrbuch Medienpädagogik 8. http://www. Medienkompetenz und Web 2. bei der Integration eben dieser in formale Lern. 20-40). Professur für Medienpädagogik. Mayrberger. K. Insofern hilft die Allgegenwart von Medien. B. & Hofhues. G. S. Ein gemeinsames Handeln mit Medien ist aber essentiell. In B. 2012. Moser & H. Brandenburg: Service-Agentur des Hochschulverbundes Distance Learning. C. S. 2012). & Schiefner-Rohs. 309-328).imb-uni-augsburg. die hochschule. Literatur Donk. 2010: Kritisches Denken als Leitziel der Lehre.und Bildungsprozesse. . um Fähigkeiten in der Auswahl und Bewertung von Medien zu entwickeln – eine weitere Herausforderung. 2008. Kruse. sicherlich aber eine notwendige konzeptuelle Veränderung gegenüber aktueller (Medien-)Praxis an Hochschulen. 77-86. H. Kruse.und Lehrerfahrungen bieten. also mit dem Hochschulstudium verwoben sein und einen direkten Bezug zu Studium und Lehre aufweisen. die durch die Problem. die nicht nur proprietären Standardprodukten gelten. O. B.0 in der Hochschullehre – Überlegungen zu einer (akademischen) Medienbildung für „ELearning 2. In einer konsequenten Integration von Medien in das Hochschulstudium liegt aber eine größere Herausforderung. die Medien auf ihren Status als nützlichen Gebrauchsgegenstand weitestgehend beschränkt. Eine konsequente Einbindung von Medien in die Hochschulbildung ist demnach herausfordernd für alle Beteiligten. in Medienprojekten. Tippe (Hrsg. Zwischen Medienlust und Medienfrust. Auch im technischen Basisbereich finden sich Herausforderungen. S. Tagungsband zur HDL-Fachtagung am 8. Mit Spanhel (2010) sollen Studierende in medialen Bildungsräumen ebenfalls die Möglichkeit haben. sondern komplementär ein Augenmerk auf Open-Source-Werkzeuge legen (Hoffmann & Hofhues. Medienbildung in neuen Kulturräumen – die deutschsprachige und britische Diskussion (S. den veränderten Formen und Strategien der Wissensproduktion mit Medien im Verlauf des Hochschulstudiums Bedeutung zu schenken – und zwar in Kooperation mit den Lehrenden. als es die Forderung zunächst vermuten lässt: Es finden sich nur selten Verankerungsmöglichkeiten und -vorschläge zur kritisch-reflexiven Auseinandersetzung mit Medien in Hochschulcurricula (für die Lehrerausbildung siehe exemplarisch Schiefner-Rohs. Niesyto (Hrsg. Unter Mitarbeit von Frank Vohle. N. Reinmann-Rothmeier. Erst so besteht die Möglichkeit. medien + erziehung (merz) Wissenschaft. Augsburg: Universität Augsburg. 2012). B. Jene sollten nach Spanhel (2010. 2010). 93-102. 2010: Web 2. Zur Verbindung von formellen und informellen Lernprozessen. 110). de/files/Arbeitsbericht_19. Bachmair (Hrsg. 2012: The Global Science Village? Wissenschaftler in der digitalen Welt. die sich als Forschende genauso mit der Allgegenwart von Medien in der Wissenschaft auseinandersetzen müssen wie die Studierenden selbst. ohne dadurch Medien auf ihren Status als effiziente Werkzeuge zu reduzieren. Hoffmann. 2012: Akademische Medienkompetenzförderung an der Hochschule: Einblicke in Konzeption und Implementierung eines „Mediencurriculums“. Helmstädter & U. 103-113. Sie bedürfen aber einer direkten Verknüpfung mit dem Fachstudium. Bern: Huber. Auch der dritte und der vierte Bestandteil medialer Bildungsräume nach Spanhel (2010) lässt sich in Hochschulen nach aktuellem Stand nur ergänzend realisieren: Selten bieten sich ausgehend vom Fachstudium Formen und Möglichkeiten eigenen Medienhandelns. Herzig. Meister. um die Auseinandersetzung mit bzw. 2012: Crossing Boundaries: Handeln in Medienprojekten zwischen Medienbildung und ökonomischer Bildung. 184-194). S. Herzig. G.). medien + erziehung (merz) Wissenschaft.). A. Fernstudium und Weiterbildung.

Didaktik und Kooperation (S. Pädagogische Medientheorie (S. R. In J. Tenorth. Jg. 2010: Was heißt Bildung in der Universität? Oder: Transzendentierung der Fachlichkeit als Aufgabe universitärer Studien. 13-35).). Schorb.).pdf. 2008: Digitale Medien als kulturelle Medien. München: kopaed. Fromme & W. Dr.uni-hamburg. 2012: Kritische Informations. 2008: Bildungstheorie und Medienpädagogik – Versuch eines Brückenschlags. 2011: Die Workload im Bachelor: Zeitbudget und Studierverhalten.).-Studium „Medien und Kommunikation“ an der Universität Augsburg. 2013).-/M. aktuell an der HAW Hamburg beurlaubt und seither Vertretungsprofessorin für Didaktik der Neuen Medien (Mediendidaktik) an der Pädagogischen Hochschule Heidelberg. Sesink (Hrsg..-E. Schulmeister. B. In B. Internationale Hochschulschriften. die hochschule. Sesink (Hrsg. 2012: Brauchen wir die Universität noch? DIE ZEIT. Spanhel. Medienbildung als Grundbegriff der Medienpädagogik. H. Modelle für die Curriculumgestaltung. (13. 15-34). Wiesbaden: VS. 2009: Gibt es eine „Net Generation“? Erweiterte Version 3.). N. Promotion zum „Lernen durch Kooperation“ an der Universität der Bundeswehr München. Weitere Informationen: www. Mit eLearning zu Medienkompetenz. Vertr. R. 63-64. Medien zum Be-Greifen wesentlicher Konzepte der Gegenwart. Sandra Hofhues.de Thema Schelhowe. Pädagogische Medientheorie (S.und Medienkompetenz. Medienbildung in neuen Kulturräumen – die deutschsprachige und britische Diskussion (S.und Wirtschaftsdidaktik. 119-134. In J. Tenorth.A. & Metzger. Theoretisch-konzeptionelle Herleitung und empirische Betrachtungen am Beispiel der Lehrerausbildung. Hamburg: Universität Hamburg. W. In B. 30. Forschungsschwerpunkte: Medien.-Prof. Münster: Waxmann. Fromme & W. B. 1981. D. 95-113).-E. Eine empirische Studie. Wiesbaden: VS. Wiesbaden: VS. 2010: Bildung in der Mediengesellschaft. Sesink. 2.sandrahofhues. zhw. Dommaschk (Hrsg. Münster: Waxmann. H. 1. M. 57 . http://www. Brüggen & A. Bachmair (Hrsg.0.A. Prozesse der Öffnung und Entgrenzung mit und durch (digitale) Medien. Schorb. 2007: Zur Bedeutung und Realisierung von Medienkompetenz.standpunkt : sozial 1/2013 Sandra Hofhues Schiefner-Rohs. Schulmeister. 45-58).de/uploads/schulmeister_net-generation_v3. C. H.