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Wellendimensionierung – Gruppe C 24

Die Dimensionierung der in MKL II gegebenen Welle wird durch den Spannungsvergleich auf Dauerfestigkeit überprüft und nachgewiesen. Die Berechnung nach DIN 743 geht vom Nennspannungskonzept aus (auf der Spannungsseite wird nur mit der Nennspannung gearbeitet)

Geometrie

Zuerst ist eine Vordimensionierung notwendig, um die Wellenberechnung durchzuführen. Dazu werden die bereits vordefinierten Werten der Welle auf Abb. 1 verwendet.

Welle:

Dazu werden die bereits vordefinierten Werten der Welle auf Abb. 1 verwendet. Welle: Abb. 1 –

Abb. 1 – Vordimensionierte Welle

Randbedingungen

Die Randbedingungen sind an den Angriffspunkten der Wirkungslinien von Lager- und Außenkräfte gegeben. Dieses Schema stellt Abb. 2 dar.

und Außenkräfte gegeben. Dieses Schema stellt Abb. 2 dar. M t [Nm] F rad1 [N] F

M t [Nm]

F rad1 [N]

F rad2 [N]

F ax [N]

120

100

130

10000

Beanspruchung

Abb. 2 - Randbedingungen

Es sollen die dynamischen und statischen Beanspruchungen betrachtet und deren Verläufe gezeigt werden.

Torsion

Biegung

und deren Verläufe gezeigt werden. Torsion Biegung τ t Spannung auf Grund von Torsion M t

τ

t

Spannung auf Grund von Torsion

M

t

Torsionsmoment

W

t

Widerstandsmoment

σ

b

Spannung auf Grund von Biegung

M

b

Biegmoment

W

b

Widerstandsmoment

Kritische Stellen

Kritische Stellen treten an den Stellen minimaler Widertandsmomente sowie maximaler Biege- und Torsionsmomente auf, unter Berücksichtigung von Kerbformfaktoren und Durchnittsgeometrie .

Minimale Widerstandsmomente

und Durchnittsgeometrie . Minimale Widerstandsmomente Aus der Proportionalität zwischen Widerstandsmoment und

Aus der Proportionalität zwischen Widerstandsmoment und Durchmesser folgt, dass der Betrag des Widerstandmomentes bei Verkleinerung des Wellendurchmessers minimal wird. Der kleinste Durchmesser an unserer Welle ist im in rot markierten Bereich zu finden (Abb. 3).

Welle ist im in rot markierten Bereich zu finden (Abb. 3). Damit lassen sich folgende Werte

Damit lassen sich folgende Werte berechnen:

Abb. 3 – minimalen Wellendurchmesser

W t [mm 3 ]

5301,4376

W b [mm 3 ]

2650,7188

Maximale Biege- und Torsionsmomente

Die Stellen maximaler Momente werden mittels Untersuchung der Momentenverläufe bei Biegung und Torsion gewonnen.

Auf Grund eines einzigen auftretendes Torsionsmomentes ist dieser auf der ganzen Wellenlänge konstant und beträgt das vom Motor mit der Übersetzungszahl i = 100 übersetzte Drehmoment von 1,2 [Nm].

M t [Nm]

120

Für die Biegemomentverläufe macht sich die Berechnung der Lagerkräfte notwendig.

Aus der Bedingung von statischen Kräfte- und Momentengleichgewicht (Abb. 4) erhalten wir 2 Gleichungen, die die Lagerkräfte bestimmen:

(1)

∑F y = 0

(2)

o M = 0

F rad1 + F lager2 = F lager1 + F rad2

F lager1 99,75 + F rad2 314 = F lager2 282,5

Nach Auflösung der Gleichungen folgt: Abb. 4 - Lagerkräfte F lager1 [N] 176,9904 F lager2

Nach Auflösung der Gleichungen folgt:

Abb. 4 - Lagerkräfte

F lager1 [N]

176,9904

F lager2 [N]

206,9904

Somit sind die berechneten Momentenverteilungen - nach dem Buch „Konstruktionselemente des Maschinenbaus - Band 1“ - in den nächsten 2 Abbildungen dargestellt.

- Band 1“ - in den nächsten 2 Abbildungen dargestellt. Abb. 5 – Momentenverteilung auf Einfluss

Abb. 5 – Momentenverteilung auf Einfluss von F rad1

5 – Momentenverteilung auf Einfluss von F r a d 1 Abb. 6 – Momentenverteilung auf

Abb. 6 – Momentenverteilung auf Einfluss von F rad2

Die gesamte auftretende Momentenverteilung ergibt sich aus der Superposition der vorherigen Momentenverläufe, wie in der nächsten Abbildung (Abb. 7) gezeigt wird.

Abb. 7 - Momentenverteilung auf Einfluss von F r a d 1 + F r

Abb. 7 - Momentenverteilung auf Einfluss von F rad1 + F rad2

Diese Momentenverteilung kann ferner an Hand von folgende 3 Gleichungen beschrieben werden:

1-2

M b = x F rad1 = x (-100) = -100 x

2-3

M b = F lager1 (x – 99,75) + F rad1 x = 76,9904 x -17654,7924

3-4

M b = F lager2 (x – (182,75 + 99,75)) + F lager1 (x – 99,75) + F rad1 x = -130 x + 40819.9956

M b (1 - 2) [Nmm]

-130x

M b (2 - 3) [Nmm]

76,9904x - 17654,7924

M b (3 - 4) [Nmm]

-130x + 40819,9956

Kerbformfaktoren

Es sind an der Welle 6 verschiedene Kerbwirkungsstellen zu finden, die in Abb. 8 dargestellt werden:

zu finden, die in Abb. 8 dargestellt werden: Abb. 8 - Kerbwirkung Es soll nun, wie

Abb. 8 - Kerbwirkung

Es soll nun, wie früher erklärt, die Widerstandmomente dieser Kerbformfaktoren ausgerechnet werden, um ihren entsprechenden Spannungen zu finden.

Kerbe

Durchmesser

Widerstandmoment

τ

t

Widerstandmoment bei Biegung [mm 3 ]

M

b

σ

b

[mm]

bei Torsion [mm 3 ]

[N/mm 2 ]

[Nmm]

[N/mm 2 ]

1

27

3864,7480

31,05

1932,3740

-1950,0000

1,01

2

47

20385,5984

5,89

10192,7992

-12285,0000

1,21

3

49,6

23959,3438

5,01

11979,6719

-9570,8004

0,8

4

54,6

31960,0771

3,75

15980,0385

-3411,5684

0,21

5

42

14547,1448

8,25

7273,5724

2901,6444

0,4

6

35,6

8858,9017

13,55

4429,4509

2079,9956

0,47

Spannung durch Axialkrafteinfluss

Die Spannungsformel lautet σ n = F ax

Berechnung der Spannung vereinfacht.

. Da F ax = 10000 [N] stetig durch die Welle verläuft, wird die

Kerbe

Fläche [mm 2 ]

σ n [N / mm 2 ]

1

572,5566

17,4655

2

1661,9064

6,0172

3

1932,2097

5,1754

4

2341,4031

4,2709

5

1385,4456

7,2179

6

995,3845

10,0464

Die maximale auftretende statische bzw. dynamische Spannung an der Kerbwirkungsstellen lässt sich mit folgender Formel errechnen, wobei ein Faktor α aus der nächstehenden Tabellen zu wählen ist.

Torsion

α aus der n ächstehenden Tabellen zu wählen ist. Torsion Biegung Nach einsetzen der Werte, erhalten
α aus der n ächstehenden Tabellen zu wählen ist. Torsion Biegung Nach einsetzen der Werte, erhalten

Biegung

der n ächstehenden Tabellen zu wählen ist. Torsion Biegung Nach einsetzen der Werte, erhalten wir die

Nach einsetzen der Werte, erhalten wir die folgende Tabelle

Kerbe

D [mm]

d [mm]

d / D

r [mm]

t

r / t

α

σ

α

τ

1 30

 

27

0,9

1,5

1,5

1

1,7917

1,3805

2 50

 

47

0,94

r / d = 0,03

1,9132

1,4218

3 50

 

49,6

0,99

1 0,2

 

5

1,1885

1,1533

4 55

 

54,6

0,99

1 0,2

 

5

1,1885

1,1533

5 45

 

42

0,93

1,5

1,5

1

1,9178

1,4120

6 36

 

35,6

0,99

1

0,2

5

1,1884

1,1527

Mit den entsprechenden Multiplikationen erhalten wir für σ τ und σ b :

 

σ bmax [N / mm 2 ]

σ τmax [N / mm 2 ]

1

1,8093

42,8645

2

2,3150

8,3744

3

0,9508

5,7780

4

0,2496

4,3249

5

0,7671

11,6490

6

0,5585

15,6191

Die markierten Zeilen zeigen die Stellen, an denen die maximalen Spannungen bei Biegung und Torsion auftreten. Diese Stellen werden in Abb. 9 dargestellt.

auftreten. Diese Stellen werden in Abb. 9 dargestellt. Abb. 9 – maximale Spannung auf Grund von

Abb. 9 – maximale Spannung auf Grund von Kerbwirkung

Nun werden die Werkstoffeingenschaften überprüft, um die Wellenberechnung zu bestätigen.

Statischer Festigkeitsnachweis

Werkstoff

42CrMo4

Elastische Streckgrenze R p0,2 [N / mm 2 ]

900

Sicherheit S gegen Fließen

2

Die maximal zulässige Spannung ist σ max = σ t (1) = 42,8645 [N/mm 2 ]

Da R p0,2 = 900 ≥ S σ max gilt, ist die statische Festigkeit nachgewiesen.

Dynamischer Festigkeitsnachweis

Die maximal zulässige Spannung ist σ max = σ b (2) = 2,3150 [N/mm 2 ]

Obenflächeneinfluss (C o ) und Größenfaktor (C d ) werden aus den folgenden Tabellen entnommen.

[N/mm 2 ] Obenflächeneinfluss (C o ) und Größenfaktor (C d ) werden aus den folgenden
Mit einer Wechselfestigkeit W f e s t von 550 [N / mm 2 ]

Mit einer Wechselfestigkeit W fest von 550 [N / mm 2 ] und einem Ringquerschnitt δ t0,2

[N / mm 2 ] und einem Ringquerschnitt δ t 0 , 2 von 1,04, erhalten

von 1,04, erhalten wir für

σ w = C d C o W fest δ t0,2 = 428,9657 [N / mm 2 ]

Die Gestaltfestigkeit folgt:

Zugfestigkeit R m = 1100 [N / mm 2 ]

σ ak = σ w (1 – σw / (2 R m - σ w )) = 325,0651 [N / mm 2 ]

Da σ max S = 2,3150 2 [N/mm 2 ] ≤ σ ak gilt, ist auch die dynamische Festigkeitsbedingung erfüllt.