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Ubungen zur Atom und Molekulphysik¨

SS 2009

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4. Ubungszettel, Abgabe bis 18.5., 14:00 Uhr

1.) Bildpotentialzust¨ande An manchen einkristallinen Metalloberfl¨achen k¨onnen Elek- tronen knapp unterhalb der Vakuumenergie nur schwer ins Volumen eindringen. Sie sind dann senkrecht zur Oberfl¨ache in einem Potentialtopf gefangen, der durch das attrakti- ve Bildpotential und die repulsive Metalloberfl¨ache gebildet wird. Parallel zur Oberfl¨ache k¨onnen sich die Elektronen frei bewegen. Ist der Abstand des Teilchens zur Oberfl¨ache z, so ist das Potential n¨aherungsweise gegeben durch:

V (z) =

z > 0

e

2

4 · z

+

:

:

z 0

metal
metal

vacuum

e

a)

(3

P) Stellen Sie die (zeitunabh¨angige) Schr¨odinger-Gleichung fur¨

dieses System auf

und zeigen Sie, dass

 
 

φ n ( r) = C n z R n,l=0 (z/4)e ik x x+ik y y

 
 

L¨osungen sind. Hierbei ist C n konstant und die R n,l=0 (z/4) sind die Radiall¨osungen

 

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des Wasserstoffproblems (siehe: letzter durch z/4)

Ubungszettel, beachte die Ersetzung von r

b)

(2

P) Berechen Sie die Eigenwerte (Energien) und plotten Sie die Aufenthaltswahr-

scheinlichkeiten in z-Richtung fur¨

die ersten drei gebundenen Bildpotentialzust¨ande

(n

= 1, 2, 3).

c)

(1

P) Diskutieren Sie warum die gr¨oßte Bindungsenergie der Zust¨ande 16 mal kleiner

ist als die des 1s-Zustands im Wasserstoffatom.

2.) Kugel߬achenfunktionen

a)

b)

(1

Hierbei sind die Y m (ϑ, ϕ) die Kugelfl¨achenfunktionen. In Mathematica werden sie mit SphericalHarmonicY[l, m, ϑ, ϕ] oder der besseren Schreibbarkeit wegen mit SphericalHarmonicY[l, m, t, u] bezeichnet. Wie lauten die Funktionen explizit fur¨ die Indices (l, m) = (1, 1), (2, 1) und (3, 3)?

(2

P) Die Y m (ϑ, ϕ) bilden ein vollst¨andiges Orthonormal-System. Damit l¨aßt sich

P) Die Wellenfunktionen des H-Atoms lauten ψ n,l,m (r, ϑ, ϕ) = R n,l (r) Y m (ϑ, ϕ).

l

l

l

jede quadratintegrable Funktionf (ϑ, ϕ) durch eine Linarkombination der Y m (ϑ, ϕ) entwickeln. Die Entwicklungskoeffizienten a l,m ermittelt man durch das Integral

l

a l,m = 4π (Y m

l

(ϑ, ϕ)) f (ϑ, ϕ) d.

Geben Sie die Entwicklungskoeffizienten von f (ϑ, ϕ) = sin(ϑ 2 ) fur¨ l 5 numerisch an. Hinweis: Konjugiert komplex heisst: Conjugate[ ] und nicht vergessen den Raumwinkel dΩ in Kugelkoordinaten auszudrucken.¨

Bitte wenden.

3.) Rydbergatome (3P) Plotten Sie fur¨ ein Wasserstoffatom die Aufenthaltswahrscheinlichkeiten r 2 |R n,l (r)| 2 fur¨ n = 100 und l = 0, 50, 90, 99 sowie |Y m (ϑ, ϕ)| 2 fur¨ l = 5 und 0 m 5. Welche dieser Funktionen kommen der klassischen Beschreibung einer Kreisbahn am n¨achsten? Hinweis: Verwenden Sie in Mathematica SphericalPlot3D zur Darstellung der Winkel- funktionen.

l