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2009 02 Tiroler Schützenzeitung

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Tiroler Schützenzeitung Nr. 2/2009
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Bozen Taxe percue - Tassa pagata

Mitteilungsblatt der Schützen der Alpenregion
Nummer 2 Bozen, Innsbruck, Weyarn, Kronmetz im April 2009 33. Jahrgang

Protestmarsch in Bruneck ……………………… 4

Die Bundesstandarte neigt sich vor dem Denkmal Andreas Hofers am Bergisel. (Fotos: Michael Wedermann)

Festlicher Auftakt zum Tiroler Gedenkjahr 2009
Landesgedenkfeier in Innsbruck . . .
INNSBRUCK - Der heurige Andreas-Hofer-Gedenktag war der Auftakt zum Gedenkjahr, das in Erinnerung an den Freiheitskampf vor 200 Jahren begangen wird. Zahlreiche Veranstaltungen finden im Bundesland Tirol und in den Autonomen Provinzen Südtirol und Trient statt. Der geschichtsträchtige Innsbrucker Bergisel präsentierte sich tief verschneit, als die Repräsentanten der drei Tiroler Landesteile, angeführt von Tirols LHptm. Günther Platter, Südtirols LHptm. Dr. Luis Durnwalder und Landesrat Franco Panizza aus dem Trentino in Begleitung zahlreicher Traditionsverbände und vieler anderer prominenter Festgäste am Denkmal Andreas Hofers zu seinem 199. Todestag einen Kranz niederlegten. Im Innsbrucker Dom zu St. Jakob zelebrierte anschließend Bischof Manfred Scheuer unter Anwesenheit der gesamten Tiroler Landesregierung und des Landtagspräsidenten DDr. Herwig van Staa die traditionelle Landesgedenkfeier, die von den Wiltener Sängerknaben musikalisch eindrucksvoll gestaltet wurde. Seine Predigt widmete Diözesanbischof Manfred Scheuer dem Thema „Freiheit und Glaube“. „Es ist ein Wert, sich für Freiheit und Unabhängigkeit zu entscheiden und dafür auch zu kämpfen“, betonte er. Freiheit schließe „Unabhängigkeit von fremden Machthabern“ ebenso ein wie „innere Freiheit von herrschenden Meinungen und von den Zwängen der Strukturen“. Scheuer wörtlich: „Wer ich bin und wer wir im Lande sind, das lassen wir uns nicht von anderen definieren. Wir sind immer mehr als die Meinung der anderen über uns, mehr als Ideologien.“ Freiheit bedeutet, laut Scheuer, „andere nicht als Mittel für eigene Interessen zu missbrauchen“ und „andere nicht hörig oder abhängig zu machen“. Freiheit sei gefährdet, wenn sie auf „Egoismus reduziert“ oder „von einem reinen Anspruchs- und Versorgungsdenken geprägt“ werde. Dem gegenüber führe ein Verständnis von Freiheit, das sich an der Botschaft Jesu ausrichtet, „in menschliche Nähe, in die Solidarität, in das Teilen der Zeit, das Teilen der Begabungen und auch der materiellen Güter [...]“

Berichte aus Bayern ……………………………… 13 Buchvorstellungen ……………………………… 6 Tiroler Landesschießen ……………………… 7 Regimenter, Bataillone und Bezirke …… 9 Die Seite der Marketenderinnen und Jungschützen ……………………………… 10 „Anno Dazumal“ ……………………………… 12 200 Jahre Gebirgsschützenkorps ……… 15 Wir gratulieren ………………………………… 17 Gesamttiroler Schützenchronik ………… 21 Totengedenken ………………………………… 29 Termine 2009 …………………………………… 31 Ehrungen für langjährige Treue ……… 32

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Die Wiltener Schützenkompanie gab mit ihrer Salve den „Startschuss“ zum Gedenkjahr 2009.

„Die Freiheit zeigt sich auch in der Ehrenamtlichkeit, in der GratisGabe von Zeit“, führte der Bischof weiters aus und strich diesen Wert als herausragendes Merkmal der TirolerInnen, nicht nur in Katastrophen-Zeiten, heraus. Anschließend wurde in der „Schwarzmander-Kirche“ am Grab Andreas Hofers in stillem Gedenken von den Landeshauptleuten und den Landeskommandanten ein Kranz niedergelegt. Im feierlichen Rahmen wurden anschließend in der Dogana die Ehrenzeichen des Landes Tirol verliehen.

Abt Raimund von Wilten segnete im Beisein der Landesvertreter und der Landeskommandanten die Grabstätte Andreas Hofers in der „SchwarzmanderKirche“.

Repräsentanten aller Tiroler Landesteile waren mit den LKdt. der drei Tiroler Schützenbünde zum Festakt am Bergisel angetreten.

Die Predigt von Diözesanbischof Manfred Scheuer war dem Thema„Freiheit und Glaube“ gewidmet.

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. . . und in Meran
MERAN - An die 1.000 Schützen aus allen Landesteilen sowie zahlreiche Zivilpersonen waren auch heuer wieder der Einladung des SSB zur Andreas-Hofer-Landesfeier nach Meran gefolgt. Die Ehrenformation stellte wie alle Jahre die Kompanie Meran unter Hptm. Renato des Dorides. Die Musikkapelle Rabenstein umrahmte die Veranstaltung. Den Gedenkgottesdienst hielt Landeskurat Kanzler Paul Rainer. „Wenn man das gesamte Land Tirol im Blick hat, dann ist Gott mitten unter uns. Den Himmel über uns, die Heimat im Hirn und den Glauben im Herzen: Andreas Hofer hat dies glasklar gesehen, er hatte keine Binde vor den Augen“, sagte der Schützenkurat in seiner Predigt. Die Gedenkrede hielt der Alt-LHptm. von Tirol, Dipl.-Ing. Dr. Alois Partl in der Schützentracht seiner Heimatkompanie Lans. Darin sagte er, dass jeder Einzelne angehalten sei, Gelöbnis auf Land und Heimat, Familie als Grundzelle von Volk, Staat und Kultur, Würde des Menschen und Achtung vor dem Herrgott zu erneuern. Auch ließ er die Geschichte der letzten 200 Jahre Revue passieren. Partl betonte zudem, dass er mit großer Bewunderung vor der Tatsache stehe, dass sich die Deutschen und Ladiner im südlichen Tirol trotz 90-jähriger Trennung ihre Lebens- und Eigenart bewahrt haben.

Vom Hohen Haus der Politik waren gekommen die LAbg. Roland Tinkhauser, Dr. Ulli Mair, Dr. Eva Klotz, Seppl Lamprecht, Alt-LR Dr. Bruno Hosp, Alt-LHptm. Dr. Alois Partl, LHptm. Dr. Luis Durnwalder, die LAbg. Veronika Stirner, der Kammerabgeordnete DDr. Karl Zeller und Senator Manfred Pinzger (v.l.).

Nach der Gedenkrede folgten die Heldenehrung mit Kranzniederlegung und das Abspielen der Tiroler Landeshymne. Abschließend marschierten die Schützen zum „Alten Meraner Kurmittelhaus“, wo im Bürgersaal die Verdienstmedaillen des SSB verliehen wurden. Mit dem Ehrenkranz des Südtiroler Schützenbundes ausgezeichnet wurden: KR Arthur Thöni, Telfs; Reinhold Jaksch, Salzburg und Dr. Margareth Lun aus Eppan. Die Verdienstmedaille des SSB in Silber für Verdienste um das Südtiroler Schützenwesen auf Bezirksebene erhielten: Christian Laner, Lana und Walter Depentori aus Kaltern. Die Verdienstmedaille des SSB in Bronze für Verdienste um das Südtiroler Schützenwesen auf Kompanieebene wurde verliehen an: Helmut Taschler, Toblach; Josef Gasteiger, St. Johann; Kurt Gasteiger, St. Johann; Albert Agreiter, St. Andrä; Georg Faller, Schalders; Alois Meraner, Eppan; Siegfried Mangger, Meran/Untermais; Sepp Schwienbacher, Schenna; Hans Hörmann, Schenna; Karl Federspiel, Latsch; Oskar Tanzer, Prad und Alois Rungg aus Prad.

Stark präsentierten sich im heurigen Gedenkjahr die Schützen und Zivilisten bei der Andreas-Hofer-Landesfeier in Meran.

Alt-LHptm. Dr. Alois Partl hielt heuer die Gedenkrede, daneben LKdt. Paul Bacher und Landeskurat Prof. Dr. Paul Rainer.

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2. Kundgebung „Gegen FaschismusFür Tirol“ in Bruneck
BOZEN/BRUNECK - Drei Monate nach dem Protestmarsch in Bozen „Gegen Faschismus - Für Tirol“ stellen die Schützen ihre neue Initiative gegen faschistische Relikte vor. Nachdem die Bilanz der damals von politischer Seite angekündigten Initiativen und Gesprächen mehr als dürftig ausgefallen ist, will man am Samstag, dem 25. April 2009, wieder auf die Straße gehen. Diesmal in Bruneck, wo seit über 70 Jahren ein Denkmal des faschistischen Regimes steht. Dieses erinnert an Feldzüge der 30erJahre in Afrika, wo es zu schrecklichen Kriegsverbrechen gekommen war. Waren es in Bozen vor allem Schützen und Zivilisten, die sich in Ansprachen zum Thema zu Wort gemeldet haben, wird in Bruneck auch ein hoher Gast aus dem betroffenen Land seine Stimme gegen die Verherrlichung von Kriegsverbrechen erheben. Prinz Asfa-Wossen Asserate, Großneffe des letzten äthiopischen Kaisers Haile Selassie, wird sowohl in einer Gedenkansprache als auch in der anschließenden Podiumsdiskussion die Lage aus der Sicht der direkt Betroffenen beleuchten und unmissverständlich zu den faschistischen Relikten in Süd-Tirol Stellung nehmen. „Vielleicht können wir damit in der aktuellen, sehr zögerlich geführten Diskussion dem Gedächtnis so mancher Parteien ein wenig auf die Sprünge helfen“, meint Elmar Thaler, BGf. des SSB. Italiens Erinnerungskultur wirke nämlich sonderbar gespalten. Der „Resistenza-Mythos“ lebt alljährlich am 25. April wieder auf - und verstellt zugleich den Blick auf die dunklen Seiten der italienischen Vergangenheit. Er lässt vergessen, dass Italien auch eine Täternation ist. Vor allem seine Kolonialgeschichte kennt monströse Verbrechen, die bis heute heftig verdrängt werden - vor allem auch wenn es um faschistische Relikte in Süd-Tirol geht. In Bruneck wird sich der Protest der Schützen vor allem gegen den „Kapuzinerwastl“, einen in Stein gehauenen Alpinisoldaten, richten. Errichtet vom faschistischen Regime mit erpressten Spendengeldern der umliegenden Gemeinden, erinnert er an die „Divisione Pusteria“. Diese Einheit war 1935 eigens für den Abessinienkrieg aufgestellt worden und am Feldzug Italiens in Afrika mit schrecklichen Giftgasangriffen und Kriegsverbrechen beteiligt. Zwischen 1935 und 1941 fielen zwischen 350.000 und 760.000 Äthiopier diesem Angriffskrieg zum Opfer. Keinem italienischen Soldaten wurde deswegen je der Prozess gemacht. Während man heute in Deutschland die Verbrechen der Waffen-SS aufgearbeitet und verurteilt hat, in Frankreich und Belgien die eigene blutige Kolonialgeschichte weiter aufgearbeitet wird, war die Schreckensherrschaft Roms in Äthiopien für die Italiener nie ein Thema. Nur so ist es zu erklären, dass am Kapuzinerplatz in Bruneck immer noch ein solches Monument steht und weder Passanten noch Politiker wissen, welchen Untaten das Monument diesen Standort verdankt. Es ist eine Veranstaltung der Pusterer Schützen, zu der Kameraden und Zivilisten des ganzen Landes eingeladen sind. Italien ist noch immer nicht gewillt, seine Vergangenheit aufzuarbeiten - Grund genug und höchste Zeit, sich von diesem „demokratischen Land“ zu verabschieden. Der Südtiroler Schützenbund will im Rahmen der Kundgebung „Gegen Faschismus - Für Tirol“ am 25. April in Bruneck ein Zeichen der Solidarität setzen. Es werden während der Kundgebung und bei der anschließenden Podiumsdiskussion Spenden für die German Church School in Addis Abeba gesammelt. Diese Aktion ist in Zusammenarbeit mit Univ.-Doz. Dr. Mag. Gerald Steinacher und dem österreichischen Botschafter in Äthiopien, Rudolph Agstner, zu Stande gekommen.

Vortrag „Versteinerter Faschismus“
ANDRIAN - In der ältesten Weinkellerei Süd-Tirols fand am 14. Januar 2009 ein Informations- und Diskussionsabend zum Thema „Versteinerter Faschismus“ statt. Die von der Kompanie Andrian organisierte und von Roland Stauder moderierte Veranstaltung begann mit der Vorführung eines Kurzfilms der Schützen über den Protestmarsch „Gegen Faschismus – Für Tirol“ vom 8. November letzten Jahres. Im Anschluss erklärten der Bozner Bgm. Luigi Spagnolli, sein Stellvertreter Oswald Ellecosta, der Journalist Lucio Giudiceandrea und Elmar Thaler, BGf. des Schützenbundes, kurz ihre Positionen zum Thema. Der Bozner Bgm. Luigi Spagnolli nannte das Siegesdenkmal eine

Am Podiumstisch (v.l.) Lucio Giudiceandrea, Bgm. Luigi Spagnolli, Moderator Roland Stauder, Bgm.-Stv. Oswald Ellecosta und BGf. Elmar Thaler.

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Geschichtsverfälschung, da Süd-Tirol nie von Italien besiegt worden sei. Auch sein Bekenntnis zur Tiroler Kultur und sein Selbstverständnis, Welsch-Tiroler zu sein, brachten ihm große Sympathien ein. Als Hauptgrund für den Hang vieler Italiener zu faschistischen Denkmälern sehe Spagnolli den Geschichtsunterricht an italienischen Schulen. Eine endgültige Lösung für die faschistischen Relikte könne, so Spagnolli, nur durch Gespräche zwischen den Menschen aller Lager und Volksgruppen gefunden werden. Vize-Bgm. Oswald Ellecosta meinte, er sehe es als unerlässlich an, dass sich die Italiener in Süd-Tirol endlich mit der Tiroler Kultur, einschließlich der Ortsnamen, auseinandersetzen. Zurzeit sei, laut Ellecosta, eine Diskussion über die faschistischen Denkmäler mit den italienischen Linksparteien schwierig. Diese hätten nämlich berechtigte Angst, im Falle eines Abrisses oder einer Museisierung der Monumente den Großteil ihrer Wähler an die rechten Parteien zu verlieren. Am Ende seines Referats stellte Ellecosta klar, dass die SVP das Referendum zur Rückbenennung des Siegesplatzes zwar zur Kenntnis genommen, aber nie akzeptiert habe. Laut Journalist und Autor Lucio Giudiceandrea sei das Festhalten vieler Italiener an den faschistischen Monumenten dadurch zu erklären, dass in Italien nach dem Krieg nicht über den Faschismus diskutiert, sondern nur mit der antifaschistischen Keule eingeschlagen wurde. Als Beispiel für eine gelungene Auseinandersetzung mit der Vergangenheit beschrieb Giudiceandrea den Kniefall Willy Brandts vor dem Warschauer Ghetto, in dem dieser sich für die Verbrechen seines Landes entschuldigt habe. In Italien habe es solche Bekenntnisse nie gegeben. Im Gegenteil, im italienischen humanistischen Gymnasium von Bozen stehe immer noch eine Tafel, auf der die gefallenen Studenten fürs Vaterland geehrt werden. Diese seien aber für ein falsches Ideal von „Vaterland“ gefallen. Der BGf. des SSB, Elmar Thaler, forderte den Abriss des Siegesdenkmales und schlug einen Platz der Begegnung an Stelle des Denk-

Zahlreiche Interessierte besuchten den Vortrag in Andrian.

mals vor, wie ihn der Schützenbund schon mehrmals gefordert habe. An diesem solle es eine Säule mit drei Seiten geben, auf denen jede Sprachgruppe ihrer Gefallenen aller Kriege gedenken könne. Thaler prangerte es als Doppelmoral an, dass an den Mauern des ehemaligen Bozner Durchgangslagers der Opfer des Nationalsozialismus und des Faschismus gedacht werde - aber nur ein paar hundert Meter weiter Mussolini von einem öffentlichen Gebäude grüße. Nach den Vorträgen kam es zu einer regen Diskussion. LKdt. Paul Bacher meinte, er vermisse die Unterstützung der Südtiroler Landesregierung. Auch die Landtagsabgeordneten Sven Knoll und Siegmar Stocker waren anwesend und brachten sich ein. Es war das erste Mal, dass ein Bozner Bgm. sich mit den Schützen an einen Tisch setzte und über konstruktive Lösungen diskutierte. Laut Elmar Thaler muss ein Umdenken bei den Bozner Italienern forciert werden. Dies sei aber Aufgabe der italienischen Parteien, da eine grundlegende Veränderung nicht von außen erzwungen werden könne.

Andreas-Hofer-Bund Tirol renoviert das Hofer-Ehrengrab in Wien
Die Überschrift „Wiener lassen Hofers Ehrengrab am Zentralfriedhof vergammeln“ in der Zeitung „Die Neue“, rief den Andreas-HoferBund von Tirol auf den Plan. Es handelt sich dabei um den Sohn des Freiheitshelden Andreas Hofer, Johann Hofer, Edler von Passeyer, geb. 26. 12. 1794, gest. 15. 4. 1855, Großgutsbesitzer in Fischamend und Tabakhauptverleger in Wien. Der österreichische Kaiser gab Johann Hofer den für seinen Vater bestimmten Adelstitel. 2006 beschloss der Tiroler Landtag, diese Grabanlage nicht mehr betreuen zu wollen. Der Schriftführer und Pressesprecher des AHB Tirol, Sitz Innsbruck, Ing. Winfried Matuella, leitete alles in die Wege, um das Grabmal zu retten. Dank zahlreicher Spender, darunter namhafte Privatpersonen, Politiker und Geschäftsleute, konnte die für die Restaurierung notwendige Summe von EUR 6.500,– aufgebracht werden. Nun erstrahlt das Grabmahl zur 200Jahr-Feier wieder in neuem Glanz. Zu finden ist es im Zentralfriedhof in Wien in der Gruppe 21, Reihe 1 Grab 4. Weitere Gräber von Nachfahren des Andreas Hofer: Andreas, Edler von Hofer, Sohn des Johann, geb. 27. 9. 1833, gest. 25. 6. 1881 und dessen Ehefrau Albertina. Andreas nahm an der Tiroler Landesverteidigung 1848 teil und rückte im Feldzug 1866 als Hptm. der Passeirer Schützen aus. Er war Doktor der Rechte, Notar in Amstetten, wurde 1870 als Abgeordneter des Adeligen Grundbesitzes in den Tiroler Landtag gewählt und 1877 in gleicher Eigenschaft in den österr. Reichsrat gewählt. Carl Franz Josef, Edler von Hofer, 2. Sohn des Johann, geb. 21. 5. 1824 gest. 30.3.1887; war Montanbeamter in Salzburg und Direktor des Finanz-Archives in Wien. Adele, Edle von Hofer, Tochter des Johann, geb. 16. 11. 1841, gest. 14. 1. 1904, war Patenkind Kaiser Ferdinands I. und wurde auch die „kleine Schwarz-Gelbe“ genannt.

Grab von Hofers Enkel Andreas, Edler von Hofer, Sohn des Johann, geb. 27. 9. 1833, gest. 25. 6. 1881 und dessen Ehefrau Albertina.

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Die Andreas-Hofer-Gedenkmedaille
Feierliche Übergabe an die Landeshauptleute
Zum Gedenkjahr 2009 geben die Organisatoren des Andreas-HoferVolksschauspiels eine spezielle Gedenkmedaille in einer limitierten Auflage von 2.009 Stück heraus. Der Verkauf dieser Medaille dient ausschließlich zur Mitfinanzierung des Volksschauspiels. Die Gedenkmedaille erinnert durch ihr Motiv und ihre Inschrift an Andreas Hofer, eine bedeutende Persönlichkeit und die Ereignisse seiner Zeit in Tirol. Anlässlich der Eröffnungsfeier des erweiterten Andreas-Hofer-Museums am 21. Februar in St. Leonhard in Passeier wurden die drei ersten Exemplare der Gedenkmedaille feierlich an die drei Landeshauptleute übergeben. Die LHptm. Dr. Luis Durnwalder, Günther Platter und Lorenzo Delai waren von der Medaille und im Speziellen von der besonderen künstlerischen Gestaltung begeistert. Im Rahmen eines nachfolgenden Gespräches betonten sie nochmals ihre Unterstützung für das Volksschauspiel Andreas Hofer, welches am 15. Mai in Algund seine Premiere feiert. Für den Entwurf und die Gestaltung der Münze konnte der bekannte Künstler Friedrich Gurschler gewonnen werden. Gurschler, 1923 in Unsere Frau in Schnals geboren, studierte nach dem Besuch der Kunstschule in St. Ulrich, Gröden, an der Akademie für bildende Künste in Nürnberg Bildhauerei. Nach Abschluss seines

Die Landehauptleute der drei Tiroler Landesteile zeigten sich von der Qualität der „Andreas-Hofer-Gedenkmünze“ beeindruckt.

Studiums kehrte er nach Südtirol zurück. Friedrich Gurschler lebt und arbeitet als freischaffender Künstler in Töll-Partschins. Technische Daten zur Medaille: Silber massiv 925, Durchmesser 40 mm, Gewicht ca. 40 gr., doppelseitig massiv geprägt von Medaillen Aurum Schlanders. Der Preis für eine Medaille beträgt EUR 95,–. Es wird auch eine Kleinstauflage in Gold 999 herausgegeben. Vorbestellungen per E-mail: info@andreashofer2009.info Informationen und Kartenvorverkauf unter: www.andreashofer2009.info

Farbenprächtiges Buch zum Gedenkjahr

Tirol 1809-2009: Vom Freiheitskampf zum Kassenschlager
KUFSTEIN – Der Freiheitskampf von 1809, inklusive Vorgeschichte und Auswirkungen in 32 kurzen und prägnanten Kapiteln mit 442 bisher meist unveröffentlichten Bildern, wurde am Montag im Rathaussaal Kufstein präsentiert. Über 35.000 begeisterte Besucher haben bisher bereits die Wanderausstellung „Tirol 1809-2009: Vom Freiheitskampf zum Kassenschlager“ gesehen. Bis Dezember wird die Ausstellung insgesamt in 24 Tiroler Orten zu besichtigen sein. Nun ist das Begleitbuch zur Ausstellung erschienen. Es wurde am Montag von den Autoren Martin Reiter und Pater Thomas Naupp im Rathaussaal Kufstein der Öffentlichkeit vorgestellt. Mit 442 Bildern ist es unter den bisher zum Gedenkjahr veröffentlichten Publikationen das farbenprächtigste Werk. Es behandelt das Gedenkjahr 1809 aus verschiedensten Blickwinkeln, vom Landlibell des Jahres 1511 bis zur Vermarktung Andreas Hofers 2009. Auf 192 Seiten im Format DINA4 finden sich kurze, pfiffige, interessante und leicht lesbare Texte sowie 442 Farbbilder, von denen keines bisher veröffentlicht wurde. Zum Beispiel auch Hofers Pfeife, sein Bierkrug, die Stiefelsporen oder sein Schlüssel zum Sandwirt. Von Waffen des Jahres 1809 bis zu Reklametafeln des beginnenden 20. Jahrhunderts, von unbekannten Bildern, Münzen und Büchern bis zum Andreas-Hofer-Gulden aus Schokolade oder Feng-Tirolis-Produkten mit Hofer-Konterfei. Alles in allem eine äußerst amüsante, kurzweilige und vor allem ausgezeichnet bebilderte Dokumentation der Jahre 1809 bis 2009.

Die Autoren Martin Reiter (l.) und Pater Thomas Naupp präsentieren ihr druckfrisches Werk zum Gedenkjahr. (Foto: Reiter)

„Tirol 1809–2009: Vom Freiheitskampf zum Kassenschlager“, hart gebunden, Format A4, 192 Seiten, 442 Bilder (meist Farbe), Verlag Edition Tirol, ISBN-13 978-3-85361-136-4, EUR 27,50 Infos über die Wanderausstellung unter: www.wanderausstellung.at

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1767–1810 Andreas Hofer und der Tiroler Freiheitskampf
Die Geschichte Andreas Hofers als Comic
BOZEN - Der Südtiroler Schützenbund hat zur Erinnerung an die Erhebung Tirols von 1809 das Comic, das vor 50 Jahren im Jahre 1959 erstmals veröffentlicht wurde, neu aufgelegt. Es ist nun koloriert und mit wissenschaftlichen Anmerkungen versehen.

Tiroler Landesschießen 2009
Das Landesschießen im heurigen Gedenkjahr steht unter ganz besonderen Vorzeichen. Neben der gemeinsamen Rückbesinnung auf unsere Geschichte wollen wir auch versuchen, Antworten auf die Fragen der Gegenwart und der Zukunft zu finden. Diese Zukunft wird unseren ganzen Einsatz und Kraft beanspruchen - vergleichbar etwa mit einem Sportschützen, der im entscheidenden Augenblick der Schussabgabe seine ganze Erfahrung, Kraft und Konzentration fokussiert, um sein Ziel, die Zehn, zu treffen.

Die Zeichnungen wurden von Georg Trevisan erstellt, den Text hat Hans Seiwer verfasst. Mit diesem 232 Seiten umfassenden Werk, das die Geschehnisse jener Zeit als Bildgeschichte wiedergibt, soll vor allem auch jene Leserschicht angesprochen werden, die für herkömmliche Geschichtsbücher nicht so leicht zu gewinnen ist. Mögen möglichst viele Menschen - jung und alt - dadurch ihre Liebe zur Heimat entdecken und Geschichte auf bekömmliche Art und Weise neu erleben. Das Buch ist im guten Buchhandel sowie beim Südtiroler Schützenbund und in den Bezirken um EUR 20,– erhältlich.

Ankündigung:

Das diesjährige Landesschießen findet entgegen der bisherigen Gepflogenheit nicht nur an einem Ort statt. Die sportlichen Aktivitäten sind über das ganze Land auf verschiedene Schießstände verteilt. Diese Idee geht auf die seinerzeitige Einberufung der Kämpfer im ganzen Land zurück. Und zum Gedenken an diese streitbaren Männer treffen sich die Schützen bei diesem Landesschießen zum sportlichen Wettkampf. Unter dem Motto „Geschichte trifft Zukunft“ heißen wir alle Teilnehmer herzlich willkommen und wünschen „Gut Schuss“ und viele schöne Treffer. (Vorwort der LHptm. Dr. Luis Durnwalder und Günther Platter im Ladschreiben.)

Das nächste Alpenregionsfest findet am 29. und 30. Mai 2010 in Fulpmes statt.

Nähere Infos: LSM Arno Gufler Tel. 0043 / (0)676 / 86 25 11 23 e-Mail: ajg@sg-hall.at

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Redaktionsübergabe der Tiroler Schützenzeitung
Mit dieser Ausgabe der TSZ beende ich meine Tätigkeit als Redakteur nach 22 Jahren und über hundert Zeitungen, anlässlich meines Alters von 70 Jahren. Der offizielle Abschluss erfolgt bei der Bundesversammlung, am 26. April 2009. Ich bedanke mich bei den Verantwortlichen der anderen Bünde, Schriftleiter Martin Huber vom SSB und bei Hptm. Hans Baur vom BBGSK für die gute Zusammenarbeit, die schon seit Jahren ohne Reibungen vonstatten ging. Das große Vertrauen und die Hilfe, die die Landeskommandanten Walter Zebisch, Emmerich Steinwender und Otto Sarnthein meiner Arbeit entgegenbrachten, kann ich nicht hoch genug einschätzen. Ganz besonders danke ich den Lesern unserer Zeitung für ihr Wohlwollen und den vielen Berichterstattern aus den Kompanien und Baonen für ihre Beiträge und letztendlich auch für die dadurch bewirkte Inhaltsgestaltung. Ohne die gute Zusammenarbeit und das Vertrauen vieler, welches mir so viele Jahre entgegengebracht wurde, wäre die unentgeltliche Redaktionsarbeit an der Tiroler Schützenzeitung, die sechsmal jährlich erscheint, sicher nicht möglich gewesen. Euer Karl Pertl

Verehrte Schützenkameraden, geschätzte Marketenderinnen.
Es ist mir eine große Ehre, nach Erscheinen dieser Ausgabe der Tiroler Schützenzeitung die redaktionelle Betreuung dieses wichtigen Kommunikationsmittels zu übernehmen. Dabei stehe ich nicht an, einzugestehen, dass die Fußstapfen, die Mjr. Karl Pertl hinterlassen hat, sehr groß sind und möchte ihm in aller Form für seine Arbeit in den vergangenen Jahren und die Unterstützung, die ich von ihm noch benötigen werde, danken. Kurz zu meiner Person: Mein Name ist Stephan Gstraunthaler, Jahrgang 1980, seit zwölf Jahren Mitglied der Schützenkompanie Landeck. Beruflich bin ich im Journalismusbereich tätig und betreue u.a. das Mitgliedermagazin des Landes-Feuerwehrverbandes Tirol, „Tiroler Florian“. Gerade aus dieser Tätigkeit glaube ich, einiges an Fachwissen mitbringen zu können, um die Tiroler Schützenzeitung in gewohnt hoher Qualität fortführen zu können. Ich danke allen Schützenkameraden und Marketenderinnen bereits im Vorfeld für ihre Unterstützung bei dieser Aufgabe und hoffe auf eine gedeihliche Zusammenarbeit. Schützen Heil! Stephan Gstraunthaler

Tätigkeitsbericht des Herz-Jesu-Notfonds des Jahres 2008
BOZEN - Im vergangenen Jahr konnte einer unverschuldet in Not geratenen Schützenfamilie finanziell geholfen werden. So wurde am 3. April 2008 der Familie Pichler in Gummer eine Sofortspende in Höhe von EUR 7.500,– übergeben. Im Februar war der Vater von Schützenkamerad Lukas Pichler, Gottfried, im Alter von 49 Jahren verstorben. Neben der Trauer und dem seelischen Schmerz seiner Ehefrau und der beiden Kinder waren es vor allen die finanziellen Verpflichtungen, die die junge Familie vor große Schwierigkeiten stellte. Durch die darauf folgende Schützensammlung sind EUR 1.560,– zusammengekommen, die der Familie ebenfalls übergeben wurden. Zu Weihnachten wurde wieder eine Weihnachtskartenaktion durchgeführt, bei der durch den Verkauf der Karten vor allem an Schützenkompanien der Reinerlös in den Fonds eingeflossen ist. Die Schützenkompanien von Kaltern und Lana haben die Weihnachtskarten in der Adventszeit vor Ort angeboten und an die 500 Karten verkauft. Insgesamt sind bei der Weihnachtskarten-Aktion EUR 3.306,30 eingegangen. Im Jahr 2008 wurden insgesamt EUR 5.877,– an Mitgliedsbeiträgen, EUR 1.560,– an zweckgebundenen Spenden und EUR 6.720,85 an nicht zweckgebundenen Spenden eingezahlt. Der Kontostand belief sich mit 1. 1. 2008 auf EUR 25.822,55 und am 31. 12. 2008 auf EUR 34.167,73. Die eingezahlten Spendengelder waren von großem Nutzen und aus diesem Grund sind alle Schützen und Schützenfreunde gebeten, den Herz-Jesu-Notfonds weiterhin zu unterstützen. Denn jeder - wir wollen es nicht hoffen - kann einmal in Not sein und wäre dann über Unterstützung froh.

DANKE! Ein besonderer Dank ergeht an dieser Stelle an folgende Schützenkompanien, die den Herz-Jesu-Notfonds im heurigen Jahr mit der Einzahlung der Mitgliedsbeiträge finanziell unterstützt haben: Ehrenburg (400,–), Anpezo Hayden (308,–), Schabs (300,–), Meran (285,–), Laas (255,–), St. Gertraud (250,–), Göflan (250,–), Unteres Ahrntal (245,–), Bozen (235,–), Tramin (230,–), Taufers i.P. (215,–), Brixen (210,–), Rein (210,–), Kurtatsch (205,–), Pfalzen (200,–), Lana (185,–), Schlanders (180,–), Enneberg (160,–), Radein (160,–), Gummer (150,–), Buchenstein (150,–), St. Andrä (140,–), Prettau (130,–), Margreid (130,–), Gries (125,–), Neustift (125,–), Karneid-Kardaun (120,–), Steinhaus (120,–), Laag (120,–), St. Pankraz (115,–), Wangen (110,–), Aldein (110,–), Andrian (105,–), St. Ulrich (105,–), Kortsch (105,–), Schalders (100,–), Toblach (100,–), Altrei (100,–), Schluderns (100,–), Trens (100,–), Mareit (95,–), 2Mühlbach (95,–), Montan (95,–), Vintl (90,–), Klausen (85,–), Eppan (80,–), Leifers (75,–), Ritten (75,–), Jenesien (65,–), Mühlwald (65,–), Schenna (55,–), Eyrs (50,–), Steinegg (45,–), Onach (45,–), Neumarkt (45,–), Innichen (35,–), Glurns (30,–), Prad (30,–), Vahrn (20,–), Terenten (20,–), Lichtenberg (20,–), Marling (10,–), Pfunders (10,–), Feldthurns (5,–), St. Johann (5,–), Uttenheim (5,–), Tschengls (5,–). Insgesamt sind damit EUR 8.198,– eingegangen.
Vergelt’s Gott und Schützen Heil! Richard Andergassen, Obmann

SPENDENKONTO Herz-Jesu-Notfonds: Südtiroler Volksbank, Fil. Bozen, L. Da Vinci Str. 2 IBAN: IT06J 05856 11601 050570013850, SWIFT: BPAAIT2B050

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Regimenter, Bataillone und Bezirke
Großer Festakt in Landeck
LANDECK - Am 20. Juni 2009 findet anlässlich des Gedenkjahres 2009 ein großer Festakt mit den drei Schützenkompanien Landeck, Zams und Hochgallmigg und den drei Musikkapellen Landeck, Perjen und Haiming sowie allen Fahnenabordnungen des Schützenbezirkes in Landeck statt.

Gratulation den Tagessiegern: v.l. Mjr. Hubert Danzl, Bgm. Stefan Messner, Karin Niedrist, Bgm. Josef Hausberger, Obm. Gottfried Prantl

Eben-Maurach; Jungschützen II: 1. Lukas Müller, St.Margarethen; Jungschützen III: 1. Christoph Sattler, Eben-Maurach; Marketenderinnen: 1. Karin Niedrist, Pertisau; AK IV: 1. Albert Künig, Achenkirch; AK III: Erich Kern, Achenkirch; AK II: 1. Bgm. Stefan Messner, Achenkirch; AK I: 1. Alois Windisch, St. Margarethen; Allgem. Klasse: 1. Benjamin Brunner, Eben-Maurach; Jugend: 1. Michael Geisler, Weerberg; Snowboard: 1. Christoph Obrist, Eben-Maurach; Tagesschnellste: Karin Niedrist, Tagesschnellster: Bgm. Stefan Messner.

Fähnriche beim Regimentsfest 2008.

(Foto: Günther Kramarcsik)

Den Beginn des Festaktes werden kurze Konzerte der Kapellen in der Malserstraße bilden. Anschließend wird in die Pontlatzkaserne marschiert, wo dann der eigentliche Festakt mit einer Kranzniederlegung und Festansprachen stattfinden wird. Enden wird der Festakt dann mit dem „Großen Österreichischen Zapfenstreich“.

Die schnellste Kompanie des Bataillons Schwaz mit den Gratulanten.

Schirennen des Bataillons Schwaz
MAURACH a. A. - Am 7. Feber 2009 fand das Baonsschirennen am Rofan mit zwei Durchgängen auf der Gschöllkopfabfahrt in Maurach am Achensee statt. Das Rennen wurde von der Schützenkompanie Eben-Maurach und dem Sportverein Achensee organisiert und durchgeführt. Bei besten Wetter- und Pistenbedingungen starteten die 58 Teilnehmer zu einem fairen und unfallfreien Wettkampf. Bei der Preisverteilung im Gasthof „Hanslwirt“ konnten wieder viele Pokale und Gutscheine den Gewinnern der einzelnen Klassen vom Baon-Kdt. Mjr. Hubert Danzl und vom Bgm. der Gemeinde Eben am Achensee, Josef Hausberger, übergeben werden. Sieger in den einzelnen Klassen: Jungschützen I: 1. Manuel Huber,

Schnellste Kompanie: 1. Eben-Maurach mit Benjamin Brunner, Hans Prantl, Christoph Sattler und Obm. Gottfried Prantl. Besten Dank an die vielen Spender und den Sportverein Achensee. Ein besonderer Dank gilt Walter Foidl, der die Preise gesammelt hat.

Große Aufgaben für das Baon Stubai
NEUSTIFT i. ST. - Die Offiziere und Funktionsträger des Schützenbataillons Stubai führten im Jänner die Jahreshauptversammlung im Hotel Sonnhof in Neustift ab. Die wichtigsten Punkte waren die Neuwahl der Spitze des Bataillons und die Tätigkeitsberichte der Hauptleute der fünf Kompanien des Stubaitales. Einstimmig in seiner Funktion bestätigt wurde Mjr. Johann Steuxner als Kdt. des Bataillons Stubai. Ebenso einstimmig wurde Hptm. Johann Schmoller aus Mieders zum Kdt.-Stv. gewählt. Der Ausschuss wurde wiedergewählt, neu im Team ist Schriftführer Michael Huter aus Fulpmes.

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Walter Nickmann, seit 1982 Baon-Kdt.-Stv., wurde auf Antrag des Baon-Kdt. Mjr. Wolfram Vindl zum Ehrenmajor des Bataillons Ehrenberg ernannt.

Für die nächsten drei Jahre an der Spitze des Baon Stubai: Baon-Kdt. Mjr. Johann Steuxner (l.) und sein Stv. Hptm. Johann Schmoller.

Der Höhepunkt dieses Jahres wird der Festumzug im September in Innsbruck sein. Auch 2010 wird das Baon Stubai im Schaufenster der Öffentlichkeit stehen, findet doch im Mai das Alpenregionsfest in Fulpmes statt. Baon-Kdt. Mjr. Johann Steuxner wird federführend dieses Großereignis für die Schützen aus Bayern, Ost-, Nord-, Süd- und Welsch-Tirol organisieren.

Baon-Kdt. Wolfram Vindl gratuliert dem neuen Ehrenberger EMjr. Walter Nickmann (v.r.). (Foto R. Bader)

Versammlung der Ehrenberger
REUTTE - Das Bataillon Ehrenberg hielt zu Jahresende in der Bezirkshauptmannschaft Reutte seine Bataillonsversammlung ab. Neben allen Kompanien nahmen auch Bez.-Hptm. Dr. Schennach, Bgm. Wiesenegg und die Schützenführung des Viertels Oberland mit BMjr. Horst Strobl, Regiments-Kdt. Mjr. Fritz Gastl und ELKdt. EMjr. Emmerich Steinwender teil. Neben den Berichten des Baon-Kdt. Mjr. Wolfram Vindl und der Kompanieführungen standen auch Neuwahlen auf der Tagesordnung. Auf eigenen Wunsch schied der langjährige Stv. EHptm. Walter Nickmann aus und wird nun durch EHptm. Karl Rauter aus Lermoos ersetzt. Der Wahlvorschlag wurde einstimmig angenommen. Schwerpunkte für das neue Schützenjahr sind die Feierlichkeiten zum Gedenkjahr 2009 und das Bezirksschützenfest vom 3. bis 5. Juli 2009 in Reutte.

Führung des Ehrenberger Baons (v.l.): Kassier Herbert Schweißgut, Fhr. Karl Schonger, Baon-Kdt. Mjr. Wolfram Vindl und sein Stv. EHptm. Karl Rauter.

Die Seite der Marketenderinnen und Jungschützen
Speckbacher gingen Nachtrodeln
INNSBRUCK/ALTER SCHIESSSTAND - Am 5. Jänner 2009 organisierten die JS-Betr. der „Speckbacher“ Kompanie „Alter Schießstand“ ein Nacht-Rodeln für ihre jungen Schützen. Es ging auf die „Nösslach-Hütte“. Erstaunlich war, das unser Manuel Gasser trotz Gehbehinderung den kompletten Anstieg zur Hütte selbstständig meisterte, die Jungschützen und Betreuer haben ihn mit großem Applaus empfangen und einhellig war zu hören: „Wir sind sehr stolz auf dich!“ Das Rodeln stellte den Auftakt für ein bewegtes Schützenjahr 2009 dar und ging, Gott sei Dank, auch unfallfrei und mit viel Spaß über die Bühne.

Schützen sind für den Jugendschutz
Kompanie führte Aufklärungsarbeit bei Jung- und Altschützen durch
INNSBRUCK/ALTER SCHIESSSTAND - Seitens des Landes Tirol sind die Tiroler Schützen gebeten worden, das Jugendschutzgesetz den Schützenkameraden, ob jung oder alt, sowie dessen unterstützenden Mitgliedern darzubringen. In einer ersten Runde setzten sich am 30. Jänner 2009 die Jungschützen der „Speckbacher“ Schützenkompanie „Alter Schießstand“ mit ihren JS-Betr. und dem Hptm. zusammen. Dabei wurde das Gesetz und dessen Auswirkungen erläutert. In weitere Folge stellten sich die

Ein Spaß für die Jungschützen, JS-Marketenderinnen und ihre Betreuer war das Nachtrodeln von der „Nösslach-Hütte“.

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Angeregte Diskussionen führten die jungen Kameraden mit den Betreuern, dem Hptm. Alexander Mitterer und dem ELt. GR Christoph Kaufmann.

Die Jungschützen mit der Fahnenpatin Regina Rudigier und Betreuer sowie Baon-Kdt. Karl Schöpf.

Betreuer, der Hptm. und unser ELt. Christoph Kaufmann den kritischen Fragen der Jugendlichen. Es entwickelte sich eine interessante Diskussion, die zum folgenden Ergebnis führte: „Wir sind für den Jugendschutz und wir bestätigen dies mit unserer Unterschrift“. Als Jugendschutzbeauftragte der Kompanie haben sich Lt. Walter Parth, Lt. Chris Neuner sowie die JS-Mark. Celina Theimer zur Verfügung gestellt. In der nachfolgenden Monatsversammlung der Altschützen wurde ebenfalls dieses Thema erläutert. Auch hier unterschrieben alle Anwesenden das Jugendschutzplakat des Landes Tirol.

Wir stellten nicht nur die teilnehmerstärkste Kompanie, sondern auch noch den jüngsten Teilnehmer und konnten mit hervorragenden Platzierungen acht Preise mit nach Hause nehmen. Die Ergebnisse für die jungen Roppener: Jungschützen I: 1. Kevin Pfausler; 4. Benjamin Köll; 5. Mathias Pfausler; 6. Daniel Lehner; Marketenderinnen I: 3. Stefanie Kapferer; 4. Sabine Rudigier; 5. Lisa Riha; 6. Lara Neururer.

Rodelausflug des Bezirkes Pustertal
TAISTEN - Am 4. Januar 2009 fand in Taisten ein Rodelausflug der Jungschützen und Marketenderinnen des Schützenbezirkes Pustertal statt.

Jungschützenkette Petersberg
ROPPEN - Beim Bezirks- und Baonfest der Petersberger Schützen wurde zum 1. Mal die Baon-Jungschützenkette, gewidmet von LAbg. Claudia Hirn, überreicht.

Großen Spaß bereitete den jungen Schützen und Marketenderinnen der Rodelausflug auf die „Brunnerwiesenalm”.

BMjr. Strobl Horst, Bgm. Ingo Mayr, Baon-Kdt. Karl Schöpf und die Spenderin der Jungschützenkette, LAbg. Claudia Hirn, gratulierten dem Gewinner der Baon-JS-Kette Lukas Raggl.

Lukas Raggl aus Roppen konnte beim vergangenen Leistungsschießen in Mötz die Jungschützenkette gewinnen. Wir möchten uns auf diesem Wege bei Claudia Hirn, der Spenderin der Jungschützenkette, herzlichst bedanken.

30 Personen folgten der Einladung der JS-Betr. Sandra Rabensteiner und Mark.-Betr. Karin Unterpertinger. Die Marketenderinnen beteiligten sich heuer erstmals an diesem Rodelausflug. Die Jungschützen, Marketenderinnen und Betreuer trafen sich um 11.00 Uhr auf dem Parkplatz des „Mudlerhofes“ in Taisten. Von dort ging es dann ca. eineinhalb Stunden auf die „Brunnerwiesenalm“. Nach einer kurzen Rast setzten sich die Teilnehmer auf ihre Rodeln und fuhren die abenteuerreiche Rodelbahn hinunter. Unten gab es noch eine kleine Stärkung für alle. Sandra und Karin bedanken sich für die Teilnahme und freuen sich auf das nächste Mal.

2. Gesamt-Tiroler Wintersportfest
ROPPEN - Wir hatten die Mühe nicht gescheut, uns um 5 Uhr früh auf die Socken zu machen, um bei unseren Freunden im Grödnertal beim Gesamt-Tiroler Wintersportfest dabei zu sein.

Besuch der Bergiselschanze
STANS - Mit 10 Jungschützen und fünf Betreuern fuhren wir am 3. Jänner 2009 nach Innsbruck zum Training der Vierschanzentournee. Den Jungschützen hatte es sichtlich Spaß gemacht, und mit einem Wiener Schnitzel gestärkt ging es ab nach Hause!

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„Anno dazumal“
Die Tiroler Jahrhundertfeier 1909

Ausspeisung der Schützen beim Festzug
Aus: Innbrucker Nachrichten, 30. August 1909 Die Veteranen, Schützen und Landstürmer, welche am Festzuge teilnahmen, waren vom Lande eingeladen, ein Mittagessen gratis zu sich zu nehmen. Dieses bestand aus einer Gollasch-Konserve mit einem kleinen Laib Brot. Die Massenausspeisung fand auf der Wiese unterhalb des Löwenhauses statt. Die Stadt Innsbruck hatte dort einfache Holztische in langen Reihen aufstellen lassen, damit die Leute bequem essen konnten. Bänke waren allerdings keine da, dafür konnte man sich aber am Boden oder auf der benachbarten Wiese lagern. Man bekam dort in einigen Buden auch Bier und Wein zu kaufen. Die Konservenbüchsen wurden von Militärmannschaften in Feldküchen in heißem Wasser gesotten und den Leuten in Tonschüsseln verabreicht. Den meisten hat das Essen gut geschmeckt, nicht bloß wegen der guten Qualität der Militärkonserven, sondern vornehmlich wohl deswegen, weil alle schon seit dem frühen Morgen auf den Beinen waren und bis zum Ende des Festzuges - halb 3 Uhr - nichts zu genießen bekamen. Von der Einladung machten ziemlich viele Festzugsteilnehmer Gebrauch. Verbraucht wurden im ganzen rund 28.000 Konserven. Die Ausspeisung ging glatt und ohne Hindernisse vor sich, trotzdem die hungrigen und durstigen „Mander“ manchmal recht stürmisch waren. Der Ausspeisungsplatz bot ein recht lebhaft bewegtes Bild. Da und dort, an der Straße und auf den Wiesen standen Gewehr-Pyramiden, auf den Wiesen labten sich auch die Pferde und die buntgekleideten Schützen brachten ein reges Leben in die Gegend.

Landhause eingetroffen und wurde über Weisung des Präsidialbureaus auf den Bergisel gebracht, wo er besichtigt werden kann. Er soll als ein Wahrzeichen Tirols nicht nur eine Sehenswürdigkeit Innsbrucks, sondern auch als eine Mahnung bedeuten, nichts zu unterlassen, um die dem deutschen Südtirol und ihm geraubte Freiheit wiederzugeben.

Stutzen wurde an Erzherzog Franz Joseph übergeben
Vom Schützenkamerad und Chronist Alfons Putzer aus Münsterkam die Abbildung der Entschuldigungskarte der Gemeinde Wilten, die anlässlich des 50-jährigen Regierungsjubiläums von Kaiser Franz Joseph 1898 erschien und für uns Schützen auf eine interessante Begebenheit hinweist.

Plakat aus dem Buch „Alt-Tirol im Plakat“ von Meinrad Pizzinini

Der Tiroler Adler in Gefangenschaft
Aus den „Innsbrucker Nachrichten“ vom 24. Juli 1919: Ein sinniges Geschenk hat ein warmer Freund der Tiroler Landesregierung gemacht: Einen lebendigen Tiroler Adler. Die Widmung erfolgte mit der ausdrücklichen Bestimmung, den Raubvogel solange gefangenzuhalten, bis Deutschsüdtirol befreit ist, dann aber das Tier in den Südtiroler Bergen in Freiheit zu setzen. Der Adler, ein stattliches Tier, ist am 19. Juli in Innsbruck wohlbehalten im

Bayerische Gebirgsschützen
Bund der Bayerischen Gebirgsschützenkompanien

Patronatstag 2009 der Bayerischen Gebirgsschützen
ELBACH - Am Südwestfuß des Schwarzenberges, überragt vom Breitenstein, liegt im oberen Leitzachtal der bereits um 1079 urkundlich erwähnte Ort Elbach mit seiner prächtigen, 1689 von Johann Mayr d. Ä. errichteten, barocken Wandpfeilerkirche St. Andreas mit dem eleganten Doppelzwiebel auf dem erst 1722 fertiggestellten Turm, dessen herrliches Geläut erhalten blieb und der von Jörg Zwerger 1670 erbauten, reich mit Miesbacher Stuckaturen ausgestatteten Heilig-Blut-Kapelle. Die Pfarrei Elbach umfasste damals das Bayrischzeller Tal und das Gebiet bis zum ehemaligen Rosenheimer Seebecken. Heute ist Elbach, neben anderen Ortschaften wie Aurach, Hammer, Birkenstein, Marbach, Hundham und Wörnsmühl ein Teil der Gemeinde Fischbachau. Nach Fischbachau verlegte 1085 Gräfin Haziga von Scheyern-Wittelsbach das Benediktinerkloster Bayrischzell. Im Jahre 1110 wurde die Klosterkirche, die älteste und besterhaltene romanische Basilika Oberbayerns, dem heiligen Martin geweiht und erhielt später ein barockes Stuckkleid, das um 1700 von den Meistern der weltberühmten Wessobrunner Schule im Stile des Rokoko herrlich ausgemalt und stuckiert wurde. Die Klosterbauten, die sich an die Kirche anschließen, stammen aus dem 18. Jahrhundert. Fischbachau war bis 1803 ein Priorat von Scheyern. Die Friedhofskapelle „Mariä Schutz“ wurde 1087 erbaut und birgt einen sehenswerten, spätgotischen Schutzmantelmadonna-Altar. Hier ist auch der frühest bekannte Stuck der Miesbacher Schule, Wandgemälde aus dem 15. Jahrhundert, ein barockes Kruzifix sowie eine kleine Rokokoorgel aus dem Jahre 1750 zu bewundern. Etwas oberhalb von Fischbachau liegt eine der beliebtesten Gnadenstätten Bayerns, Maria Birkenstein. Die um 1700 entstandene, dem heiligen Haus in St. Loreto nachgebildete Barockkirche, mit dem aus dunklen Holzschindeln bestehenden Zwiebeltürmchen und Dach, zeigt in seinem Inneren eine prunkhafte, goldstrotzende Ausstattung aus der Zeit zwischen 1754 und 1762. Die Wallfahrt zur heiligen Maria auf dem Birkenstein entstand 1673, als dem damaligen Pfarrvikar von Fischbachau die Gottesmutter im Schlaf erschien und ihm bedeutete, wo sie verehrt werden wollte. Das gotische Gnadenbild, eine gekrönte Muttergottes mit Kind, vom Sternenkranz überstrahlt in weitgespannten Prunkmantel und von musizierenden Engeln umgeben, wurde aus Fischbachau hierher überführt. Eine Abbildung dieser Madonna prägt das Festzeichen des Patronatstages 2009. Das obere Leitzachtal liegt zwischen Bayrischzell und Irschenberg im bayerischen Oberland und ist weithin bekannt für den Fassadenschmuck seiner stolzen Bauernhöfe. „Lüftlmalereien“ sind sehr häufig zu sehen, wobei der bekannte „Jodlhof“ in Hagnberg mit seinen biblischen Figuren sowie der hübsch und originell bemalte „Wiedenhof“ bei Hundham besonders erwähnenswert sind. Es ist, überragt vom Breitenstein und Wendelstein, eine der schönsten Landschaften des Alpenvorlandes und liegt auf einer Höhenlage von 750–850 m über NN. Die Gemeinde Fischbachau hat ca. 6.000 eher konservative Einwohner, die ein bodenständiges Brauchtum pflegen und dehnt sich auf einer Fläche von 7.600 ha aus. Den Feriengästen werden, neben 2.000 Gästebetten in Hotels, Gasthäusern und Privatquartieren, zahlreiche Erholungsmöglichkeiten geboten.

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Berichte aus Bayern Wiedergründung einer Gebirgsschützenkompanie. Ein provisorischer Ausschuss nahm die Organisation in die Hand und so konnte am 14. März 1909 um 3 Uhr im Gasthaus Wörnsmühl, mit Unterstützung der nicht aufgelösten Kompanien von Gmund und Schliersee, die Gründungsversammlung der „Gebirgsschützenkompanie Wörnsmühl-Niklasreuth“ stattfinden. Franz Matt wurde der erste Hptm. Die Uniformierung erfolgte nach dem althistorischen Muster von Gmund. Während des I. Weltkrieges ruhte die Kompanie. Im Jahre 1919 kam sie wieder einigermaßen in die Geleise. Die Kompanie bestand mittlerweile aus mehr als 100 Mitgliedern, größtenteils Leuten aus Elbach, Fischbachau und Wörnsmühl. Aus diesem Grunde wurde das Vereinslokal 1922 nach Elbach verlegt, der Name der Kompanie in „Gebirgsschützenkompanie Wörnsmühl-Elbach“ umbenannt und die Beschaffung einer Fahne beschlossen.

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Im Sommer stehen das Warmfreibad, Wandermöglichkeiten, Bergtouren, Tennis und Minigolf und im Winter ein Schlepplift, Langlaufloipen, Eissport und Pferdeschlittenfahrten zur Auswahl. Wie in ganz Bayern, reichen auch hier die wehrhaften Formationen der Bürger- und Bauernschaft viele Jahrhunderte zurück. Ob sie nun Landfahnen, Landesdefension oder Gebirgsschützen genannt wurden, sie hatten alle die Aufgabe, ihre unmittelbare Heimat, ihre Familien und ihren Besitz zu verteidigen. Im 30-jährigen Krieg (1618-1648), im Spanischen Erbfolgekrieg (1703-1706), der durch den Bauernaufstand 1705/1706 und die damit verbundene „Sendlinger Mordweihnacht“ in bleibender Erinnerung ist und auch im österreichischen Erbfolgekrieg von (1740–1748), waren unter diesen Gebirgsschützen auch Männer aus dem Leitzachtal. Mit Aufruf des Präsidenten des kurfürstlich bayerischen Generalkommissariats, Reichsfreiherr von Weichs, wurden die Bewohner der bayerischen Gebirge am 17. Oktober 1805 aufgefordert, im Krieg gegen Österreich (Napoleonische Kriege) die Waffen zu ergreifen und sich gegen den Tiroler Landsturm zu verteidigen. Daraufhin formierten sich im Leitzachtal Gebirgsschützenkompanien in Wörnsmühl, Niklasreuth, Hundham, Fischbachau und Bayrischzell. Wir konnten deshalb bereits im Jahr 2005 voller Stolz auf das 200jährige Bestehen von Gebirgsschützenkompanien im Leitzachtal zurückblicken. Diese militärische Ausrichtung der Gebirgsschützen endete am 1. Januar 1870 mit der „Auflösung der Landwehr“ und der damit verbundenen Auflösung der meisten Gebirgsschützenkompanien; auch derjenigen im Leitzachtal. Die wenigen, nicht aufgelösten Kompanien stellten sich von da an die Aufgabe, Traditionen und Sitten zu wahren und überlieferte Kultur und Moralanschauungen an nachfolgende Generationen weiterzugeben. Sie rückten nur noch bei festlichen Anlässen aus, wie z.B. bei Fronleichnamsprozessionen, weshalb sie auch oft „Antlass-Schützen“ genannt wurden. Angeregt durch die im Jahre 1905 stattfindenden Gedenkfeiern zu der Sendlinger Mordweihnacht von 1705, bei der die wenigen noch bestehenden Gebirgsschützenkompanien wegen ihrer historischen Monturen in den Festzügen die Hauptaufmerksamkeit auf sich zogen, erwachte vielerorts der Wunsch, aufgelöste Kompanien wiederzugründen. Auch im Leitzachtal rührte sich das Bestreben, an alte Traditionen anzuknüpfen. Der Bergmann Franz Matt und einige Gesinnungsgenossen gaben den Anstoß zur

Am 5. Juni 1922 wurde in Elbach die Fahne im Beisein von 28 Gebirgsschützenkompanien und Vereinen feierlich geweiht. 1926 stiftet Peter Maier die heute noch verwendete Schützenkette, die beim Königsschießen am 30. Mai 1926 das erste Mal ausgeschossen wurde. Am 26. März 1951 wurde die 1. Hauptversammlung nach dem II. Weltkrieg einberufen und mit einer großen Teilnehmerzahl abgehalten. Hptm. Xaver Pötzinger eröffnete die Versammlung mit den Worten: „Nachdem nun endlich der grauenhafte Krieg und die schwierige Nachkriegszeit überstanden und die allgemeine Lage friedlicher ist, ist es wieder am Platze, die alte Tradition der Gebirgsschützen zu erwecken und weiterzumachen.“ Sie ist eine der 10 bayerischen Kompani-

en, die am 3. Mai 1951 in Reichersbeuern den „Bund der Bayerischen Gebirgsschützenkompanien (BBGSK)“ gründeten. In einer außerordentlichen Mitgliederversammlung am 16. Mai 1965 wird mit 70 % der abgegebenen Stimmen die Einführung eines Schützenmantels, wie er in vielen Kompanien üblich geworden war, statt der bisherigen Joppe beschlossen. Damit wurde die heutige Montur eingeführt. Da der Sitz der Kompanie Elbach ist und bleibt, es aber mehrere Elbach gibt und das ganze, im Lande wohlbekannte Leitzachtal mittlerweile durch Zusammenlegungen eine Gemeinde bildet, wird in der Hauptversammlung am 19. März 1977 unter Hptm. Georg Kobinger beschlossen, die Kompanie in „Gebirgsschützenkompanie Elbach-Leitzachtal“ umzubenennen. Auch der Kauf und die Weihe einer neuen Kompaniefahne wurde beschlossen. Am 19. Juni 1977 trafen sich 20 Gebirgsschützenkompanien und die Dorfvereine zur Fahnenweihe. In der Hauptversammlung am 16. April 2000 wurde der damals 31-jährige Georg Gruber das erste Mal zum Hptm. gewählt und hat dieses Amt heute noch inne. Die Kompanie zählt derzeit ca. 200 Mitglieder, sie rückt ca. 50 mal im Jahr in einer Stärke von bis zu 60 Mann aus. Den Anlass geben Feiern runder Geburtstage älterer Kompaniemitglieder, Beerdigungen von Kompaniemitgliedern und Persönlichkeiten anderer Kompanien, kirchliche Feste (Fronleichnam, Leonhardi in Hundham und in Lippertskirchen oder Fischhausen), die Bergmesse am Schwarzenberg, der Volkstrauertag, der eigene Jahrtag und der Jahrtag der Gaukompanien, sowie Gründungsfeste neuer Kompanien, Fahnenweihen, Jubiläen und sonstige Feste in Oberbayern und Tirol. Sie ist bei allen Patronatstagen und Alpenregionstreffen vertreten. Sie trifft sich jährlich zur Hauptversammlung und ggf. zu weiteren Mitgliederversammlungen. Außerdem hält sie von November bis März ca. 15 Kranzlschießen im Gasthof „Sonnenkaiser“ ab. Sie beteiligt sich bei den Gau- und Bundesschießen und dem Vorderladerschießen in Geitau. Der Salutzug trifft sich jährlich zu 4–6 Salutübungen. Anlässlich ihres 100-jährigen Bestehens wird die GSK Elbach-Leitzachtal vom 30. April bis 4. Mai 2009 eine Festwoche mit Festzelt in der Streitwies bei Elbach veranstalten, bei der sie, als Höhepunkt, am 2. und 3. Mai 2009 die Ehre hat, den 58. Patronatstag des Bundes der Bayerischen Gebirgsschützenkompanien auszurichten.

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Berichte aus Bayern

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200 Jahre Gebirgsschützenkorps

Division umfasste die Landgerichte Rosenheim, Miesbach, Tölz und Wolfratshausen. Hier kommandierte Forstinspektor Schmid von München mit seinen Hauptleuten Oberförster von Erdt aus München, OberDas Jahr 2009 steht in Tirol ganz im Zeichen des Gedenkens an den förster Dach aus Tegernsee und Förster Moosmiller von der Riss. Die Volksaufstand von 1809. Denn Tirol gründet sein staatliches Selbstdritte Division war für die Gerichte Werdenfels , Weilheim und Schonverständnis und seine nationale Identität zu einem guten Teil auf seigau zuständig. Sie stand unter dem Kommando von Forstinspektor nen gegen Bayern und Frankreich gerichteten Befreiungskampf von Balbier von Garmisch. Oberförster Heldenberg aus Starnberg und die 1809, getragen von den Tiroler Schützen. - Aber auch für die BayeriFörster Ehrenthaler aus Beuerberg und Wolfram von Diessen waren bei schen Gebirgsschützen ist das Jahr 1809 von gewichtiger Beihm die Hauptleute. Den Oberbefehl über das gesamte Korps deutung. erhielt der Oberstbrigadier Max Graf Arco. Die napoleonischen Kriege brachten auch für den Und es gelang Arco, mit seiner vergleichsweise schmalen bayerischen Alpensaum und das kleinen Mannschaft die Angriffe einzudämmen bayerisch-schwäbische Voralpengebiet immer und sie schließlich endgültig abzustellen. Nach wieder gefährliche Bedrohungen durch feindden erfolgreichen Gefechten am 17. Juli bei liche Kräfte, die das Land zwischen Lindau Kochel und am 18. Juli bei Murnau-Spatund Tegernsee bis weit hinaus ins Vorland zenhausen war die Ruhe in den Grenzgedurchstreiften. bieten wiederhergestellt. Das GebirgsBayern war gegen diese Angriffe aus schützenkorps hat seine große Bedem Süden völlig wehrlos, weil es keine währungsprobe bestanden. Truppen zum Schutz der Bevölkerung im Mit der Installierung des freiwilligen bayerischen Voralpenland zur Verfügung Gebirgsschützenkorps durch königlichen hatte. Gerade als die Einfälle ins südliche Erlass ist der Auftrag der bis 1805 nur loBayern einsetzten, stand das aktive kal aufgestellten und nur zum Schutz der bayerische Heer gerade mitten in Niederengeren Heimat eingesetzten Gebirgsbayern und musste sich am 18. April bei schützen zur Landesverteidigung erweitert Landshut gegen eine mehr als sechsfache worden. Mit der erstmalig überregionalen Übermacht der am 9. April ins bayerische Organisation, mit der Verwendung der GeKernland einmarschierten österreichischen Inbirgsschützen an der gesamten bayerischen vasionsarmee behaupten. Südgrenze von Reichenhall bis Garmisch Wie also sollte die bedrängte Bevölkeund vor allem mit der Formulierung eines rung im südlichen Oberbayern vor feindklaren Auftrags an dieses Korps hat König lichen Übergriffen geschützt werden? Die Max I. Josef dieser im Kern bürgerlichen bayerische Regierung erinnerte sich in ihOrganisation hoheitliche Autorität verlieMaximilian Graf von Arco rer Not an die auf früheren Vorgängerforhen und die Bayerischen Gebirgsschützen mationen aufbauende Landesdefension zu einer Institution in Bayern gemacht. Obwohl die Gebirgsschützen des 17. und des 18. Jahrhunderts und an die schon 1805 zumindest als staatliche Organisation mit Wirkung 1. Januar 1870 aufgelöst worauf dem Papier umgesetzte Idee eines Korps bayerischer Gebirgsschütden sind, haben sie durch ihre enge Verbindung zum königlichen Haus zen. und zum bayerischen Staat sowie durch ihre tiefe Verwurzelung in der So erging also am 7. Mai 1809 ein Erlass über die Errichtung eines bayerischen Gesellschaft ihren institutionellen Charakter bis heute befreiwilligen Gebirgsschützenkorps. Es wurde ein in drei Abteilungen wahren können. bzw. Divisionen gegliedertes Gebirgsschützen-Korps zu insgesamt Die Bayerischen Gebirgsschützen werden am 11. Juli 2009 in Ko2.500 Mann aufgestellt, dem die Verteidigung der Grenze von Reichel der erfolgreich bestandenen Bewährungsprobe im Jahr 1809 mit chenhall bis Garmisch anvertraut war. Die erste Abteilung war zueinem Festakt gedenken. ständig für die Landgerichte Reichenhall, Traunstein und Trostberg. Martin Haberfellner Der Forstinspektor von Traunstein war ihr Kommandant. Die zweite

Tirol unter dem Bayerischen Löwen
Die Geschichte einer wechselhaften Beziehung
Der Tiroler Volksaufstand von 1809 bildet den Kern eines Buches des Regensburger Pustet Verlages (www.pustet.de), das mit wissenschaftlichem Hintergrund, aber auch für Laien verständlich, verfasst wurde und die damaligen Ereignisse beschreibt. Der Autor Reinhard Heydenreuter hat mit dem Buch eine Gesamtbetrachtung der Beziehungen zwischen Bayern und Tirol, von der bajuwarischen Einwanderung im 6./7. Jahrhundert bis ins 19. und 20. Jahrhundert verfasst. Den Schwerpunkt bildet die Zeit von 1805 bis 1814: - Tirol als Preis für Bayerns napoleonische Gefolgschaft - Die Jahre unter der bayerischen Obrigkeit - Der Aufstand 1809: Ein kleines Volk lehrt Generäle das Fürchten - 1814: Bayerns Auszug aus Tirol Ein empfehlenswertes Buch, das die Beziehung Bayerns zu Tirol in einen größeren historischen Zusammenhang stellt. Prof. Dr. Reinhard Heydenreuter ist Jurist und Historiker. Er war bis Ende 2007 Archivdirektor am Bayer. Hauptstaatsarchiv. Er ist Dozent für Neuere und Bayerische Geschichte an der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt und an der Universität Passau.

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Berichte aus Bayern

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Neuer Hptm. in Inzell
INZELL - Der Gründungs-Hptm. der GSK Inzell, Heinrich Maier, übergab sein Amt an seinen Nachfolger Edmund Holzner. Maier, der die Geschicke der Kompanie seit dem 28. Juni 1980 mit großem Einsatz gelenkt hat, übergibt eine intakte Kompanie mit 94 aktiven und 50 passiven Gebirgsschützen. Neben vielen Einsätzen war sicherlich die 25-Jahr-Feier 2005 einen der Höhepunkte seines Wirkens.

Seltenes Jubiläum
TEGERNSEE - Anton Wackersberger ist seit 70 Jahren Mitglied der GSK Tegernsee. Damit ist er einer der wenigen Gebirgsschützen, die auf eine so (Foto: Rowley) lange aktive Dienstzeit Anton Wackersberger zurückblicken können. Wir wünschen unserem rüstigen Gebirgsschützenkameraden noch viele Ausrückungen bei bester Gesundheit.

Wackersberger schossen dem Jubilar einen Ehrensalut und LHptm. Karl Steininger überbrachte die Wünsche des Bundes der Bayerischen Gebirgsschützenkompanien.

EHptm. Hans Baader †
KÖNIGSDORF - Die GSK Königsdorf trauert um ihr Gründungsmitglied und EHptm. Hans Baader, der am 10. 1. 2009 im Alter von 83 Jahren plötzlich verstorben ist. Hans war Gründungsmitglied und führte die Kompanie von 1970 bis 1989 19 Jahre lang als Hptm. Neben zahlreichen Auszeichnungen wurde er nach seiner Amtszeit zum EHptm. ernannt. Von einer großen TrauEHptm. Hans Baader † ergemeinde, Fahnenabordnungen, Musikkapelle, Trommlerzug, Abordnung von Bund und Gau sowie seiner Gebirgsschützenkompanie wurde er mit einem Ehrensalut auf seinem letzten Weg begleitet. Die bayerischen Gebirgsschützen werden ihm ein ehrendes Andenken bewahren.

Hptm. Heinrich Maier (l.) übergab die Kompanie Inzell an Edmund Holzner.

EHptm. Josef Egold - 70
KÖNIGSDORF - Die GSK Königsdorf gratulierte im November 2008 ihrem EHptm. Josef Egold mit einem dreifachen Salut zum 70. Geburtstag. Wir wünschen dem Sepp weiterhin viel Gesundheit und (Foto: Rowley) dass er noch lange beim EHptm. Josef Egold ist 70. Ausrücken dabei sein kann.

In Anerkennung seiner Verdienste hat ihm die Gemeinde die Ehrenmedaille verliehen, die ihm von Bgm. Hobmaier vor der angetretenen Ehrenformation der Kompanie feierlich überreicht wurde. Der neu gewählte Hptm. Edmund Holzner war von 1980 bis 2002 Fhr. und von 2005 bis zu seiner Wahl zum Hptm. Oberleutnant der GSK Inzell. Neuer Olt. wurde Florian Holzner.

Bataillon Werdenfels bestätigt Führung
PARTENKIRCHEN - Der Baon-Kdt. des Gebirgsschützenbataillons Werdenfels, Hans Jais aus Eschenlohe, wurde von den neuen Kompanien in seinem Amt bestätigt. Hptm. Thomas Maurer von der GSK Garmisch bleibt sein Stv. Hptm. Anton Witting von der GSK Partenkirchen fungiert erneut als Adjutant. Damit setzten die Werdenfelser Schützen auf die bewährten Kräfte bei der Führung ihres Bataillons.

Alois Fertl †
KÖNIGSDORF - Die GSK Königsdorf trauert um ihren Lt. und ehemaligen Kompanieschreiber Alois Fertl, der am 12. 2. 2009 im Alter von 62 Jahren nach schwerer Krankheit verstorben ist. Alois war seit 1975 Mitglied der Kompanie, davon neun Jahre als Kompanieschreiber im Vorstand. Durch seine Verdienste wurde er zum Lt. befördert. Von einer großen Trauergemeinde und Fahnenabordungen wurde er mit einem Ehrensalut verabschiedet. Wir werden ihm immer ein ehrendes Andenken bewahren.
Alois Fertl †

Thomas Simon - 60
WACKERSBERG - Der Hptm. der Antlassschützenkompanie Wackersberg und GauHptm. des Isargaues feierte im Kreise der Familie und der Kompanie seinen 60. Geburtstag. Thomas Simon ist auch Mitglied des Kuratoriums der KiemPa u l i - S t i f (Foto: Rowley) tung des Hptm. Thomas Simon - ein 60er. BBGSK. Die

(Foto: Rowley) Die Baon-Führung (v.l.): die Hptm. Thomas Maurer, Hans Jais, Anton Witting

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Wir gratulieren
EBaon-Kdt. Luis Schönauer - 90
TIERS – EBaon-Kdt. Luis Schönauer feierte am 31. Dezember 2008 seinen 90. Geburtstag.

Baon-Kdt. Mjr. Hubert Danzl - 80
SCHWAZ - Kurz vor Weihnachten feierte der Baon-Kdt. von Schwaz, Mjr. Hubert Danzl, seinen 80sten Geburtstag. Er wurde am 11. 12. 1928 in eine Schützenfamilie – sein Vater war Hptm. und lange Jahre Mjr., seine zwei Brüder wurden Hauptleute der 1. Schwazer Schützenkompanie - hineingeboren.

EBaon-Kdt. Luis Schönauer und Bez.-Major Karl Marmsoler bei der Überreichung der Ehrenscheibe zum 90. Geburtstag in Tiers. Zu diesem Anlass gratulierten die Schützenkameraden des Baon Eggental, Baon-Kdt. Erich Pichler, Bez.-Mjr. Karl Marmsoler und der Bgm. der Gemeinde Tiers, Karl Markus Villgrattner. Im Südtiroler Freiheitskampf der 60er Jahre musste Luis die Widerrechtlichkeit des italienischen Staates durch Freiheitsentzug erleben. Als Schütze leistete Luis stets Dienste in Bozen, in der Bezirksleitung und im Baon Eggental, welches er 1984 mitgründete. Er war von 1984 bis 1999 Baon-Kdt. des Eggentales, EKdt. und Träger der höchsten Auszeichnungen des Südtiroler Schützenbundes. Am 15. August 2003 wurde an Luis Schönauer in der Hofburg zu Innsbruck die Verdienstmedaille des Landes Tirol verliehen. Der Jubilar ist über die Grenzen Süd-Tirols bekannt, er pflegte persönliche Bekanntschaft mit Papst Johannes Paul II. in Rom und mit Bundespräsident Kurt Waldheim in Wien. Die Schützenkameraden des Baon Eggental und des Bezirkes Bozen wünschen dem Kameraden Luis Schönauer und seiner Gattin Helene für die Zukunft beste Gesundheit und noch viel Lebensfreude im Kreise der Schützen.

Baon-Kdt.-Stv. Karl Josef Schubert meldet dem Jubilar Hubert Danzl die angetretenen Formationen. Durch den 2. Weltkrieg konnte er erst 1945 das erste Mal ausrücken und er blieb seiner Kompanie bis heute treu. In der Kompanie machte er alle Stationen bzw. Funktionen durch. Als Lehrer übernahm er bald die Jungschützen in der Kompanie bzw. etwas später die des Baons. In der Kompanie war er Schriftführer, Obm. und dann Hptm. In dieser Zeit war er auch als Schriftführer bis 1973 Mitglied der Bundesleitung. In diesem Jahr wurde er zum Baon-Kdt. gewählt. Bis heute führt er das Bataillon mit 16 Kompanien und 1.200 Schützen. Zu seinem Geburtstag marschierten sie auf: Stadtmusikkapelle (bei ihr ist er Ehrenmitglied), seine 1. Schwazer Schützenkompanie, die Fahnenabordnungen aller Kompanien, die Abordnung der bayrischen

Ehrenkranzträger Alois Markt – ein Achtziger
AXAMS - Im Jänner feierte der Ehrenkranzträger der „Georg Bucher“ Schützenkompanie Axams, Alois Markt, zusammen mit seiner Frau Marianne, den 80. Geburtstag. Der Langzeitobmann der Bundesmusikkapelle Axams und langjährige Obmann des Kulturausschusses der Gemeinde Axams war stets um eine gute Zusammenarbeit mit den Schützen bemüht und den Werten und dem Gedankengut des Tiroler Schützenwesens eng verbunden.
Gratulation an Alois Markt zum 80. Geburtstag

Bgm. und Baon-Kdt.-Stv. Karl Josef Schubert, LKdt. Otto Sarnthein, BGf. Josef Haidegger, Stadtrat Hans Reiter (v.l.).

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Gebirgsschützen vom Tegernsee unter der Leitung von Hptm. Fredi Baier. Den Bund der Tiroler Schützenkompanien repräsentierten LKdt. HR Dr. Otto Sarnthein, Gf. Pepi Haidegger und der LJS-Betr. Max Raich. In den Park bei der Pfarrkirche waren auch alle Traditionsvereine der Stadt Schwaz mit Bgm. Dr. Hans Lintner, den Vertretern des Stadt- und Gemeinderates, ebenso die Vertreter des Bezirkes mit Bez.Hptm. HR Dr. Karl Mark sowie die Politiker des Bezirkes und viele Bürgerinnen und Bürger der Stadt - es dürften an die 400 Gratulanten gewesen sein - gekommen. Baon-Kdt.-Stv. Karl Josef Schubert erstattete die Meldung. Der LKdt., der Bgm. und der Jubilar schritten die Formationen ab und es erfolgte die offizielle Gratulation mit dem Marsch „Dem Land Tirol die Treue“. Baon-Kdt. Danzl war auch 24 Jahre erfolgreicher und beliebter Bürgermeister von Schwaz. Für all sein Wirken in der Gemeinde bei den Schützen und vor allem bei verschiedenen Sozialeinrichtungen wurde Danzl mit dem Ehrenzeichen des Landes Tirol, der Ehrenbürgerschaft der Stadt Schwaz, dem Ehrenring des Tiroler Gemeindeverbandes, der „Goldenen“ der bayerischen Gebirgsschützen und natürlich auch des Bundes der Tiroler Schützenkompanien ausgezeichnet. Hubert Danzl blickt zurück auf ein Leben für die Gemeinschaft und das von ihm so geschätzte Tirol, immer treu den Grundsätzen der Schützen verbunden: Treue zum Glauben, zur Heimat und Kameradschaft.

Fhr. Alfred Auer feiert 60er
HATTING - Am 17. Jänner 2009 feierte Fhr. Alfred Auer seinen 60sten Geburtstag. Es war selbstverständlich, dass die Kompanie Hatting dazu gratulierte und ihm die „Ehrenscheibe 2009“ gewidmet wurde. Seine Frau Rosmarie, die Fahnenpatin bei den Hattinger Schützen, bekam einen schönen Blumenstrauß überreicht. Für Alfred und Rosemarie sind die Hattinger Schützen ein wichtiger Bestanteil ihres Lebens.

Zgf. Josef Horvarth - 80. Geburtstag
VÖLS – Josef Horvarth, ein gebürtiger Ungar, 43 Jahre bei den Völser Schützen, feierte mit seinen drei Töchtern, deren Familien und vielen Freunden, der Kommandantschaft und der ausgerückten Musikkapelle seinen 80. Geburtstag. Joschi, wie ihn alle Völser nennen, flüchtete 1951 aus dem von den Russen besetzten Ungarn nach Österreich und schlug sich nach Tirol durch. Hier war er einige Zeit bei der französischen Besatzung am Innsbrucker Flughafen beschäftigt. Er kam dann nach Völs, wo er bald auf Grund seiner freundlichen und fröhlichen Art in die dörfliche Gemeinschaft aufgenommen wurde. Als Zimmermann war Joschi bei vielen Häuslbauern ein überaus gefragter Fachmann auf seinem Gebiet. Sein Fleiß, den er auch beim Bau seines Eigenheimes bewies, war sprichwörtlich.

Gratulation für Fhr. Alfred Auer (v.l.): EHptm. Alois Springer, Olt. Josef Sailer, Fahnenpatin Rosemarie Auer, der Jubilar Fhr. Alfred Auer, Obm. Karl Venier jun. und Hptm. Herbert Häfele (vorne).

Seine bisherigen Tätigkeiten: Schütze seit 1965, Obm. und Schriftführer von 1986–1989, Fhr. seit 1992. Wir wünschen Alfred noch viele gesunde Jahre und viel Freude bei den Hattinger Schützen.

Hptm. Willi Schößer feiert 60er
WEERBERG - Kürzlich feierte der Hptm. der Kompanie Weerberg, Willi Schößer, seinen 60. Geburtstag. Seine Schützenkameraden überraschten ihn mit einem Empfang und einer Ehrensalve. Auch Bgm. Ferdl Angerer sowie der Baon-Ausschuss mit dem Kdt. Mjr. Hubert Danzl waren anwesend, um die Glückwünsche im Namen der Gemeinde bzw. des Baons Schwaz zu überbringen. Als Überraschungsgast stellte sich der Hptm. der Südtiroler Freundschaftskompanie Prettau ein. Willi trat der Kompanie Weerberg 1961 als Jungschütze bei. Von 1972 bis 1977 war er unter Hptm. Hansjörg Kohler als JS-Betr. tätig. Im Jahr 1981 wurde er zum df. Oj. befördert. Den Höhepunkt seiner „Schützenkarriere“ erreichte er am 16. Mai 1993 mit der Wahl zum Hptm. Willi Schößer ist seit 1999 Mitglied des Bataillonskommandos.

Der Jubilar Josef Horvarth mit der Völser Kommandantschaft.

Hptm. Thomas Wirth dankte Zgf. Joschi Horvarth für seine jahrzehntelange Verlässlichkeit beim Ausrücken, ebenso für seinen unentwegten Eifer bei den vielen notwendigen Arbeitseinsätzen. Die Kompanie Völs gratuliert ihrem ältesten Mitglied und wünscht ihm alles Gute zu seiner anstehenden Herzoperation, verbunden mit dem Wunsch, dass Joschi bald wieder in Schützentracht, ausgerüstet mit Lederschurz und Beil, die Ausrückungstermine wahrnehmen kann.

Hptm. Willi Schößer wird anlässlich seines 60. Geburtstages gratuliert und ein Geschenk überreicht.

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Fhr. David Kreidl begeht 60er
STANS - Am 18. Februar feierte Schützenkamerad David Kreidl seinen 60. Geburtstag. David ist seit 1969 aktives Mitglied, seit 1982 Fhr. und Ausschussmitglied. Er zählt zu den treuesten und vorbildlichsten Mitgliedern der Kompanie. Lieber David, deine Schützenkameraden wünschen dir und deiner Familie alles Gute und noch viele gemeinsame, gesunde und glückliche Jahre.

Mjr. Karl Marmsoler - 50 Jahre
ST. PAULS - Kürzlich feierte der Bez.-Mjr. des Schützenbezirkes Bozen, Karl Marmsoler, seinen 50. Geburtstag. Zu diesem runden Jubiläum lud Bez.-Mjr.-Stv. Reinhard Gaiser zu einer Feierstunde in den „Paulser-Hof“ nach St. Pauls. Zugegen war auch die gesamte Bezirksleitung. Als Geschenk erhielt Marmsoler eine von Bezirksschießreferent Walter Depentori gefertigte Geburtstagsscheibe.

Jubilar David Kreidl mit dem Staner Ausschuss.

Die Gratulanten überreichten dem Jubilar Bez.-Mjr. Karl Marmsoler eine Ehrenscheibe zu seinem Geburtstag.

Aufgrund des Schriftleiterwechsels der Tiroler Schützenzeitung (siehe Seite 8!), bitte in Zukunft alle Artikel und Bilder zu: Stephan Gstraunthaler, Korngasse 13/4, A-6063 Rum, Tel. 0650/445 88 00, e-mail: zeitung@tiroler-schuetzen.at Die Redaktion bedankt sich im Voraus und hofft auch in Zukunft auf eine gute Zusammenarbeit!

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Redaktionsschluss ist der jeweils 20. der Monate Feber, April, Juni, August, Oktober und Dezember. Fotos von Verstorbenen können auf ausdrücklichen Wunsch retourniert werden. Namentliche Beiträge müssen nicht die Meinung der Redaktion wiedergeben. In der TSZ abgedruckte Bilder und Texte unterliegen dem Urheberrecht und dürfen nur mit Zustimmung der Schriftleiter reproduziert werden. Eigentümer und Herausgeber: Bund der Tiroler Schützenkompanien, Bozner Platz 6/III, Innsbruck, und Südtiroler Schützenbund, Schlernstr. 1, Bozen Eingetragen beim Landesgericht Bozen, Nr. 6/77. Verantwortlicher Schriftleiter im Sinne des Pressegesetzes Hartmuth Staffler. Die Tiroler Schützenzeitung versteht sich als Mitteilungsblatt des Südtiroler Schützenbundes, des Welschtiroler Schützenbundes, des Bundes der Tiroler Schützenkompanien und des Bundes der Bayerischen Gebirgsschützenkompanien. Schriftleiter SSB: Martin Huber; BTSK: OSR Karl Pertl; BGK: Hans Baur. Schrift: Rotis Serif von Otl Aicher Herstellung: dtp Tyrol, Klaus Leitner, Innsbruck - Druck: Athesia, Bozen

Die Alpenregion der Schützen
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Viertel Osttirol

Brixen

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EObm. Hermann Junker
TULFES – Hermann Junker war mehr als drei Jahrzehnte Obmann der „Speckbacher“ Schützenkompanie Tulfes und wurde daher bei der Jahreshauptversammlung am 4. November 2007 zum Ehrenobmann ernannt. Hermann Junker ist seit 1959 Mitglied und wurde 1975 zum Obm. gewählt. Zusammen mit Hptm. Josef Reichler organisierte er mit dem Ausschuss das Schinkenwatten, Fußballspiele Musik gegen Schützen, Mondscheinrodeln als Kameradschaftspflege, seit 1979 wurde wieder der Schützenball abgehalten, Schützenschimeisterschaften am Glungezer, Rodelmeisterschaften und vieles mehr.

Schützenhochzeiten
GRINZENS - Am 21. Juni 2008 gaben sich die ehemalige Marketenderin Marina Kapferer und Thomas Rieser das „Ja-Wort“. Die Fahnenabordnung der Schützen gratulierte und überreichte dem glücklichen Paar einen Blumenstrauß und ein kleines Hochzeitsgeschenk.

Die Fahnenabordnung der Schützenkompanie Grinzens gratulierte Maria und Thomas . . .

GRINZENS - Am 30. August 2008 sagten Patrick Schaffenrath und Bettina Korsitzky „Ja“ zueinander. Auch diesem jungen Paar gratulierte die Kompanie und wünschte mit einem kleinen Geschenk alles Gute für die Zukunft.
Hptm. Ludwig Kössler überreicht EObm. Hermann Junker (mit Frau und Fahnenpatin Maria-Luise Junker) bei der Ehrung in Tulfes die Ehrenurkunde.

Hermann organisierte auch seit 1983 die Friedhofsammlung für das „Schwarze Kreuz“, betreute die Jungschützen viele Jahre sehr erfolgreich und sorgte dafür, dass die Krapfen für die Speckbachermesse im Voldertal, die meist von Schützenfrauen gebacken wurden, ausreichend vorhanden waren. Große Momente seiner Obmannschaft waren: 1983 - Besuch der letzten Kaiserin Österreichs, Zita von Habsburg in Tulfes; 1984 - Übersiedlung von der alten Volksschule (Dachboden) in das neue Schützenheim und Magazin; 1988 - Fahnenweihe, wo er die Silberne Verdienstmedaille des Bundes der Tiroler Schützenkompanien verliehen bekam und seine Frau Maria Luise als Fahnenpatin fungierte. Bei der „Maria-Namen-Prozession“ am 15. September 2008 durfte die Tulfer Schützenkompanie ihm die Urkunde zum Ehrenobmann überreichen und sich für die jahrzehntelange Treue und Bereitschaft bedanken.

. . . und Bettina und Patrick zur Vermählung.

Die Poster „Andreas Hofer” (zwei verschiedene Varianten: „Portrait“ und „Oberkommandierender von Tirol 1809“, mit Säbel), „Kleiner Kriegsrat”, „Historischer Tiroler Adler” und „Aquila Tirolensis” sowie der Aufkleber „Tiroler Schütze” (auch als Anstecker für das Rockrevers) sind in den Bundeskanzleien des Südtiroler Schützenbundes in Bozen (Tel. ++39/ 0471/974078, e-mail: info@schuetzen.com) und des Bundes der Tiroler Schützenkompanien in Innsbruck (Tel. ++43/(0)512/566610, e-mail: kanzlei@tiroler-schuetzen.at) erhältlich.

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Gesamttiroler Schützenchronik
50 Jahr-Feier der Kompanie Bozen
BOZEN – Auf den Tag genau, nämlich am 4. Februar 2009, feierte die Kompanie Bozen die 50-jährige Wiedergründung. Zu dieser Feier konnte Hptm. Arthur Bacher folgende Ehrengäste begrüßen: LKdt. Paul Bacher, Bez.-Mjr. Karl Marmsoler, die Hauptmänner der Kompanien Gries, Sarntal und Terlan, Dekan Bernhard Holzer, Altdekan und Ehrenmitglied Johannes Noisternigg, Prof. Dr. Roland Riz, der die Gründungsversammlung vor 50 Jahren leitete, die LAbg. Eva Klotz und Elmar Pichler Rolle, die Stadträte Greti Rottensteiner und Klaus Ladinser, die Fahnenpatin Martha Ebner sowie Ehrenmitglied Arch. Marius Scrinzi.

Angelobung bei der neugegründeten Kompanie Graun. Die TSZ wünscht der jungen Kompanie alles Gute.

zum Lt. Mario Thöni, zum Fhr. Erwin Federspiel und zum Oj. Daniel Stecher gewählt. Marketenderin Tamara Eller wurde zur JS-Betr. bestimmt. Mit dem Absingen der Tiroler Landeshymne wurde die Gründungsversammlung abgeschlossen.

Die Hochkapelle wird wieder aufgebaut!
BRIXLEGG - 64 Mitglieder zählt die Schützenkompanie Brixlegg unter Obm. Hermann Thumer und Hptm. Alois Haberl. Der Nationalfeiertag gilt als ihr Feiertag mit Kirchgang und Generalversammlung. Der 64 Mitglieder starke Verein rückte 14-mal mit der ganzen
Alle Anwesenden erhoben sich zu einer Gedenkminute für die Verstorbenen von den Sitzen.

Nach einer Gedenkminute für die verstorbenen Mitglieder der Kompanie folgte die Zeitgeschichte über 50 Jahre Schützenkompanie Bozen durch eine Power-Point-Präsentation, vorgebracht von Hptm. Arthur Bacher. Er gab bekannt, dass die Einweihung des von Bomben zerstörten Aufsatzes des „Peter-Mayr-Denkmals“ am 21. Februar 2010 stattfinden wird. Den Ehrengästen überreichte der Hptm. jeweils ein Schützenbuch und die Erinnerungsmedaille. Mit dem Absingen der Landeshymne endete der offizielle Teil der Versammlung.

Schützenkompanie Graun gegründet
GRAUN - Eine erfreuliche Nachricht gibt es aus dem oberen Vinschgau. In der Gemeinde Graun wurde eine Schützenkompanie gegründet. Die neue Kompanie besteht vorerst aus 28 Mitgliedern. Auffallend sind die vielen Jugendlichen, die sich durch die Gründung einer Schützenkompanie offen zu Tirol bekennen und sich dafür in Zukunft auch einsetzen wollen. Am 12. Dezember 2008 wurde die Gründungsversammlung abgehalten. Einleitend begrüßte Bez.-Mjr. Christian Stricker die rund 50 anwesenden Personen und der BGf. des SSB, Elmar Thaler, zeigte sich über die so zahlreiche Teilnehmerzahl erfreut. Nach dem Appell der Gründungsmitglieder las Thaler das Gründungsprotokoll vor, das von allen 28 Mitgliedern genehmigt und unterzeichnet wurde. Im Dorf Sankt Valentin auf der Haide, das zur Gemeinde Graun gehört, gibt es noch eine alte Schützenfahne, die der neu gegründeten Schützenkompanie Graun von Albert Waldner und Helmut Stecher überreicht wurde. Die Fahne wurde im Jahre 1959 und 1984 beim Landesfestumzug in Innsbruck mitgetragen. Höhepunkt der Veranstaltung war die Angelobung der Neumitglieder. Die Wahlen bei der Gründungsversammlung brachten folgendes Ergebnis: Zum Hptm. wurde Christian Eberhart, zum Olt. Jonas Eberhart, zum Flt. Roman Stecher,
Marsch der Kompanie mit den Ehrengästen zur Jahreshauptversammlung.

Ehrungen bei der Kompanie Brixlegg (v.l.): Gerhard Prosch, Hannes Bangheri, Obm. Hermann Thumer, Christian Innerbichler, Hptm. Alois Haberl, Peter Schießling, GR Otto Mühlegger, Baon-Kdt. Hermann Egger, EObm. Konrad Kirchmair, Franz Laimböck, EHptm. Heinz Samer.

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Kompanie aus, zu 100 % anwesend waren Alois Haberl, Hermann Thumer, Peter Schießling, Roman Haberl und Anna Unterrainer, die mit Geschenken bedacht wurden. Ehrungen standen im Mittelpunkt für die sehr lange der Kompanie zugehörenden Mitglieder: (Langjährigkeitsehrungen siehe letzte Seite!) Die Verdienstmedaille in Bronze erhielt Franz Laimböck, das Verdienstkreuz in Silber Hannes Bangheri und Peter Schießling. Die Hochkapelle, die 2007 abgebrannt ist, wird von den Schützen wieder aufgebaut und soll im Herbst 2009 eingeweiht werden, dies versicherte Hermann Thumer. Baon-Kdt. Hermann Egger sprach das Gedenkjahr 1809 mit Festzug am 20. September an, welches zugleich das 50. Jubiläumsjahr des Bataillons ist. E. Sternat

Silberene Verdienstmedaille des BTSK für verantwortungsvolle Tätigkeit
FIEBERBRUNN - Für 30-jährige Tätigkeit als Kassier erhielt der Lt. der „Christian Blattl“ Schützenkompanie Fieberbrunn Robert Hörl die „Silberne Verdienstmedaille“ des Bundes der Tiroler Schützenkompanien.

Alt-LHptm. und Ehrenmitglied Alois Partl (verdeckt), LT-Präs. Herwig van Staa und Msgr. Hermann Steidl schreiten beim landesüblichen Empfang die Front der Formationen ab. (Foto: Herbert Tiefenbacher)

Robert Hörl

(Foto: Hans Kowatsch)

Er übergibt eine gut gefüllte Kasse an seinen Nachfolger Johann Eder. Robert Hörl ist seit zwei Jahren auch Kassier des WinterstellerBaons. Hans Kowatsch, Pressereferent des Wintersteller-Bataillons

50 Jahre Kompanie Hochgallmigg
HOCHGALLMIGG - Zahlreiche Gäste und Abordnungen trafen sich in Fließ, um gemeinsam ein rundes Gründungsjubiläum zu feiern. Ein Rückblick auf ereignisreiche Jahre und zahlreiche Ehrungen standen im Mittelpunkt. Bei herrlichem Herbstwetter fand sich am 26. Oktober bei der Barbarakirche in Fließ eine große Gästeschar ein, die der Schützenkompanie Hochgallmigg bei der groß angelegten Feier zu ihrem 50-jährigen Bestehen die Ehre gaben. Die traditionelle Festmesse, zelebriert von Msgr. Dr. Hermann Steidl, bildete den Auftakt. Der Kanzler der Diözese Innsbruck, der der Kompanie seit Jahrzehnten sehr nahe steht, krönte die Messe mit einer beeindruckenden Predigt. Der Kirchenchor Ötz sorgte für die musikalische Umrahmung der Messe. Nach dem Gottesdienst erfolgte die Begrüßung durch die Musikkapelle Fließ, die bis in den Nachmittag hinein den musikalische Rahmen gestaltete.

Beim landesüblichen Empfang bildeten die 20 Fahnenabordnungen und zahlreiche Offiziere der Talschaften im Bezirk Landeck, von Bezirk, Regiment und im Bund der Tiroler Schützenkompanien ein buntes und würdiges Spalier. Die Fahnen repräsentierten alle Kompanien, wo die SK Hochgallmigg in ihren Bestandsjahren als Ehrenkompanie eingeladen war. Zusätzlich waren die Schützenkompanie Ötztal Bahnhof, die heuer gegründet wurde, und die Schützenkompanie Pettneu, die heuer ebenfalls im 50. Jahr der Gründung steht, bei der Feier vertreten. Nach dem traditionellen Teil der Jubiläumsfeier erfolgte der Einzug zur Hauptschule in den Kultursaal der Gemeinde Fließ. Mit einem Gedicht von Emmo Lenz und kurzen einführenden Worten von Hptm. Alfons Krismer jun. wurde die Festgemeinde im Kultursaal begrüßt. Nach einem vorzüglichen Mittagessen wurde ein Film über das Entstehen der Herz-Jesu-Kapelle gezeigt. ELKdt. und EHptm. des Kompanie Hochgallmigg, Emmerich Steinwender, bot einen Rückblick auf die vergangenen 50 Jahre der Kompanie. Ausführlich und in seiner teils launigen Art berichtete er von der Gründung, den tragenden Persönlichkeiten, den verschiedenen freudigen und traurigen Ereignissen sowie von Ideen, Projekten und Vorhaben, die nicht immer nur zur Freude aller umgesetzt wurden. Im Mittelpunkt der nachmittäglichen Feier standenn die zahlreichen Ehrungen. Besonders geehrt wurden die in der Kompanie noch aktiven Gründungsmitglieder. Ihnen wurde ein Bronzerelief von Walter File als Geschenk überreicht. Da es EHptm. Josef TrenLuise van Staa, Tochter von Alt-LHptm. Eduard ker aus gesundheitliWallnöfer und Ehefrau von Herwig van Staa, ist chen Gründen nicht seit 26. Oktober 2008 Ehrenmitglied der Schütmöglich war, bei der zenkompanie Hochgallmigg. (Foto: Hartwig Röck) Feier dabei zu sein,

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trafen sich die Gründungsmitglieder wenige Tage danach nochmals bei der Herz-Jesu-Kapelle in Hochgallmigg, so dass allen das Relief übergeben werden konnte. Für besondere Verdienste um die Schützenkompanie Hochgallmigg wurden mit dem Ehrenkranz des Bundes der Tiroler Schützenkompanien ausgezeichnet: Die Glockenpatin der „Herz-Jesu-Kapelle“ Martha Orgler, Erwin Bouvier sen. und Bgm. Hanspeter Bock. Die Kompanie hat somit neben Alt-Bgm. Otto Gitterle und Martha Schmid, geb. Krismer, insgesamt fünf Ehrenkranzträger. Es ist dies die höchste Auszeichnung, die im Schützenwesen für Nichtschützen vergeben wird. Den Höhepunkt des Nachmittags bildete die Aufnahme eines neuen Ehrenmitgliedes in die Schützenkompanie Hochgallmigg. Frau Luise van Staa, Frau von LT-Präs. Herwig van Staa und Tochter von AltLHptm. Eduard Wallnöfer, wurde ob ihrer persönlichen Verdienste und der Verdienste ihrer gesamten Familie um die Kompanie Hochgallmigg ehrenhalber in die Kompanie mit aufgenommen. Als Ehrengeschenk wurde ihr ein Aquarell von Alt-Bischof Reinhold Stecher, der der Kompanie ebenfalls seit Jahren sehr nahe steht, übergeben. Das Aquarell zeigt die Kirche von Hochgallmigg mit Blick auf den Parseier im Abendlicht.

Die „Georg Bucher“ Schützen aus Axams stellten die größte Formation bei der Andreas-Hofer-Gedenkfeier in Naturns.

Gedenkfeier in Naturns
NATURNS/AXAMS - Die „Georg Bucher“ Schützenkompanie Axams war am 22. Feber 2009 zu den Andreas-Hofer-Gedenkfeiern in Naturns eingeladen.

sinne, die uns Wohlstand und Wiederaufbau nach zwei Weltkriegen gebracht haben. Dass die Trennung Tirols noch immer nicht in allen Bereichen überwunden sei, war ebenfalls Teil seiner Ausführungen. Neben den offiziellen Terminen kam aber auch der gemütliche Teil nicht zu kurz und die Gastgeber aus Naturns mit Bgm. Andreas Haidegger und Vize-Bgm. Helmut Pirchner bemühten sich um ein entsprechendes Rahmenprogramm.

Sebastianiprozession und Enthüllung einer Gedenktafel
SCHABS - Am 19. Jänner wurde in Aicha die Sebastianiprozession und anschließend die JV begangen. Die Kompanie „Peter Kemenater“ Schabs sowie die Abordnungen der Kompanien „Alte Pfarre“ Natz und „Katharina Lanz“ Spinges trafen sich, um nach der Prozession und dem Gottesdienst die neue Gedenktafel einzuweihen.

Der Axamer Bgm. Rudolf Nagl, Festredner Alt-LHptm. Dipl.-Ing. Dr. Alois Partl und der Naturnser Bgm. Andreas Haidegger (v.l.).

Die Gemeinde Naturns gedachte dabei des 199. Todestages des Tiroler Freiheitshelden und führte diese Feier anlässlich des Gedenkjahres „1809-2009 - 200 Jahre Tiroler Freiheitskampf“ in besonders feierlicher Form durch. Neben der Kompanie Axams unter Hptm. Mag. Christian Holzknecht und Obm. Reinhold Haider, die die stärkste Abordnung stellte, nahm auch eine starke Delegation des Axamer Gemeinderates unter Führung von Bgm. Rudolf Nagl an den Feierlichkeiten teil. Die Gemeinde Naturns war neben den offiziellen Gemeindevertretern mit der Schützenkompanie und der Musikkapelle Naturns, Abordnungen der Feuerwehren und des Weißen Kreuzes sowie Pfandfindern und Frontkämpfern vertreten. Festredner war der Alt-LHptm. von Tirol, Dipl.-Ing. Dr. Alois Partl. Er ging gewohnt wortgewaltig auf den Themenbereich „Heimat - Gedenkjahr - Frieden“ ein und betonte die Bedeutung solcher Veranstaltungen als Instrument, langjährigen Frieden und relative wirtschaftliche Sicherheit gerade in Zeiten wie diesen auch der Jugend nahe zu bringen. Wichtig sei, so Partl, dass man sich wieder jener Werte be-

Der Kampf um die „Ladritscher Brücke“ 1809.

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Sie erinnert an die Kämpfe um die „Ladritscher Brücke“ im Jahre 1809. Marketenderin Barbara Kier schilderte den Anwesenden den Inhalt der Gedenktafel: „Diese wichtige Verbindung der Pusterer- und Brennerstraße war in den Tiroler Freiheitskriegen mehrmals hart umkämpft. Nach der Schlacht bei Spinges am 2. April 1797 haben die Franzosen auf ihrem Rückzug ins Pustertal die Brücke niedergebrannt. Am 10. April 1809 flüchteten die mit den Franzosen verbündeten Bayern, die Tirol seit dem Pressburger Friedensdiktat von 1805 besetzten, vor der anrückenden österreichischen Armee aus dem Pustertal. Sie versuchten, die Ladritscher Brücke zu zerstören, um den Österreichern das Nachrücken zu erschweren. Sie wurden daran von der „Oberpfarrlinger Sturmschützenkompanie“ - zusammengesetzt von Schützen aus Aicha, Schabs, Natz, Viums, Raas, Elvas und Kranebitt - unter der Führung von Hptm. Peter Kemenater, Sternwirt von Schabs, gehindert. Unterstützt wurde diese Kompanie von Schützen aus Rodeneck, Mühlbach, Vintl und Schalders. Es kam hier am 10. und 11. April 1809 zu den ersten größeren Gefechten der Tiroler Erhebung.“ Das Tiroler Gedenkjahr hat die Kompanie Schabs zum Anlass genommen, das Kriegerdenkmal und den Gedenkstein im Friedhof in Aicha renovieren zu lassen. Im Frühjahr ist die Sanierung des alten Steiges zum Aichner Wetterkreuz geplant.

Anschließend an die Messe wurde in Anwesenheit der vielen Messebesucher und der Schützenkompanie die Urne von Sr. Veronika feierlich beigesetzt. An dem Stein zur Erinnerung an die Renovierung durch die Schützen wurde nun eine Gedenktafel an die überaus geschätzte Sr. Veronika angebracht. Hans Kowatsch, Pressereferent des Wintersteller-Bataillons

Crëp de Santa Grazia Felsen der Göttlichen Hilfe
Neue Gedenkstätte an der Grenze des deutschladinischen Sprachraums
ST. LORENZEN/ENNEBERG - Am 27. September 2008 folgten zahlreiche Interessierte der Einladung der Kompanien Enneberg und Michelsburg St. Lorenzen, zur Einweihung der neu errichtete Gedenkstätte „Crëp de Santa Grazia - Felsen der Göttlichen Hilfe“. Dieser geschichtsträchtige Ort liegt zwischen Maria Saalen und Enneberg. Neben den Abordnungen der benachbarten Schützenkompanien waren auch Vertreter der Politik anwesend: Bgm. Helmut Gräber (St. Lorenzen) und Vize-Bgm. Paul Valazza (Enneberg). Anwesend waren auch der Grundeigentümer Josef Grünbacher vom benachbarten Übersteiner-Hof und Dr. Lois Ellecosta, der einen historischen Rückblick hielt. Der Ortspfarrer Franz Künig segnete die Gedenkstätte. Umrahmt wurde die Feier von der Enneberger Böhmischen. Am „Felsen der Göttlichen Hilfe“ spielte sich im April 1458 ein dramatisches Ereignis ab, das als „Schlacht von Enneberg“ in die Geschichte Tirols einging. Mehr als fünfzig Enneberger Bauern und Soldaten des Klosters Sonnenburg wurden von den Söldnern des Bischofs von Brixen, Kardinal Nikolaus Cusanus, unter der Führung von Gabriel von Prack wegen ihres Ungehorsams grausam bestraft und erschlagen. An derselben Stelle gelang es in den Jahren 1797 und 1813 den Enneberger Schützen mit Hilfe ihrer Frauen und Kinder, napoleonische Soldaten in die Flucht zu schlagen. Mit Steinlawinen konnten sie den weiteren Einmarsch ins Gadertal verhindern. Seit diesem Ereignis wird die Stelle als „Crëp de Santa Grazia – Felsen der Göttlichen Hilfe“ bezeichnet. In einer Felsnische oberhalb des Weges standen früher die Statuen der zwölf Apostel und ein Holzkreuz. Die Figuren wurden jedoch im Jahre 1985 entfernt.

Letzte Ehre für Sr. Veronika
ST. JOHANN i. T. - Mit drei Böllerschüssen hat sich die „Feller“ Schützenkompanie von Sr. Veronika (Christine Karner), der Einsiedlerin von St. Johann in Tirol, verabschiedet und ihr durch die Teilnahme bei der Urnenbeisetzung die letzte Ehre erwiesen. In den sieben Jahren als Einsiedlerin in St. Johann in Tirol hat sich eine Freundschaft, mit großem gegenseitigen Respekt, zwischen der Ordensfrau und den Schützen entwickelt. Die Schützen haben durch ihren Einsatz bei der Renovierung der Einsiedelei, in den Jahren 1992 bis 1996, die Voraussetzung geschaffen, dass die Räume wieder bewohnbar wurden.

Gedenktafel für Sr. Veronika

(Fotos: Hans Kowatsch)

Sr. Veronika kam nach vielen anstrengenden Jahren im Spitalsdienst und als Erzieherin bei schwer erziehbaren Kindern und Jugendlichen 2001 nach St. Johann in Tirol. Als Einsiedlerin war sie eine gesuchte Gesprächspartnerin für Personen in seelischen Nöten. Für Vereine gestaltete sie Andachten und im Besonderen die jährliche Einstimmung der „Feller“ Schützen auf die Advents- und Weihnachtszeit. So sehr lag ihr dies am Herzen, dass sie in ihrem letzten Lebensjahr, bereits schwer gezeichnet von ihrer Krankheit, das Krankenhaus kurz verlassen hat, um mit den Schützen die alljährliche Andacht zu halten. Jeweils am 30. Dezember feiern die Freunde der Einsiedelei eine hl. Messe, zelebriert vom Dekan und Schützenkurat Dr. Johannes Trausnitz und musikalisch umrahmt vom St. Johanner Viergesang.

Crëp de Santa Grazia - Felsen der Göttlichen Hilfe

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2008 errichteten die Kompanien Enneberg und Michelsburg St. Lorenzen eine neue Gedenkstätte. Die neuen Holzfiguren des Grödner Schnitzers Heinrich Demetz stellen den auferstandenen Jesus und die zwölf Apostel dar. Ein Gemälde des Enneberger Malers Herbert Brandlechner zeigt Szenen aus den beiden geschichtlichen Ereignissen.

50-Jahr-Feier zu Sebastiani
TRAMIN - Am 18. Januar 2009 feierte die Schützenkompanie ihren Schutzpatron, den Hl. Sebastian, und ihr 50-jähriges Bestehen.

Tiroler Kompanie mit bayerischem Hauptmann
TELFS - Die Telfer Schützenkompanie weist eine Besonderheit auf, die es sonst in keiner Tiroler Schützenkompanie gibt und die gerade im Gedenkjahr 2009 eine ganz eigene Bedeutung erlangt: Sie hat einen bayerischen Hauptmann!

Angelobung am Hauptplatz von Tramin.

Der Telfer Bürgermeister Dr. Stephan Opperer überreicht dem gebürtigen Bayern und seit einigen Jahren Hptm. der Komp. Telfs, die Friedensglocke. (Foto: Sepp Fleischer)

Franz Grillhösl stammt aus dem niederbayerischen Wegscheid. Im Laufe seiner schulischen Ausbildung kam er nach Stams, lernte seine spätere Frau Renate aus Telfs kennen und ist seit 1973 als Lehrer in Mittenwald tätig. Im Kulturbereich seiner neuen Wahlheimat Telfs war er von Anfang an aktiv (Jugendchor und beim Kirchenchor). 1980 war er bei der Fasnacht Mitglied bei den „Saufensteinern“, deren damaliger Gruppenführer Pepi Trostberger war, der auch der Schützenkompanie angehörte. Ab dieser Zeit war Franz auch öfter im Schützenheim zu finden. 1984 stellte er den Antrag, in die Schützenkompanie aufgenommen zu werden, dem der Vorstand nahezu einhellig zustimmte. Ein Bayer in einer Tiroler Kompanie - daran musste man sich erst gewöhnen. Das Schützenwesen wurde bald ein starker Faktor in seinem Leben und nach anfänglicher Mitarbeit beim damaligen Schießwart Josef Steinacher wurde Franz 1986 zum Schießwart gewählt. Auch im Hörtenberger Baon ist er ein aktiver Mitarbeiter im Vorstand, zunächst ab 1988 als Schießwart-Stellvertreter und seit 1995 als Baon-Schießwart. Im Jahre 2000 legte Josef Trostberger sein Amt als Hptm. zurück und Franz Grillhösl wurde zu seinem Nachfolger gewählt. Für seine vielfältigen Verdienste um das Tiroler Schützenwesen, für die er bereits mehrere Auszeichnungen erhielt, wurde ihm von Bgm. Dr. Stephan Opperer mit den launigen Worten: „So weit wie bei uns ist die Versöhnung zwischen Bayern und Tirol seit 1809 nirgends fortgeschritten“ eine Friedensglocke überreicht.

Nach der hl. Messe marschierten die Kompanie und Abordnungen zum Hauptplatz. LKdt. Paul Bacher hielt die Gefallenenehrung, die von der Bürgerkappelle begleitet wurde. Im Anschluss daran wurden einige Neuzugänge angelobt. Bez.-Mjr. Thomas Winnischhofer las die Gelöbnisformel vor, die von den Schützen nachgesprochen wurde. Nach der Feier am Hauptplatz wurde zum Bürgerhaus abmarschiert. Im großen Saal konnte Hptm. Richard Enderle zahlreiche Schützen, Marketenderinnen, Gäste und Ehrengäste begrüßen. Schriftführer Stefan Zelger trug den Tätigkeitsbericht vor und blickte auf ein ereignisreiches Jahr 2008 zurück. Als Höhepunkte nannte Zelger das Bezirksfest in Tramin sowie den Protestmarsch „Gegen Faschismus, für Tirol“ Anfang November. Sodann hielt Lt. Franz Josef Roner eine Vorschau auf das große Gedenkjahr 2009, in dem die Kompanie einige Aktionen organisieren wird. Nach diesem Exkurs erfolgten Gruß- und Dankesworte von LKdt. Paul Bacher, Bez.-Mjr. Thomas Winnischhofer, Bgm. Werner Dissertori, Dekan Alois Müller, Gründungsmarketenderin Rosa Gutmann Roner sowie den befreundeten Schützen aus Hall in Tirol und der Schützengilde Colmberg. Im Anschluss an die Grußworte wurden langjährige verdiente Mitglieder und Gönner geehrt. Schriftführer Stefan Zelger trug mit einer stimmungsvollen Bildpräsentation die Geschichte der Kompanie vor. Eine Erfolgsgeschichte von 50 Jahren Väterglauben, Traditionsbewahrung, Deutschtum und gelebten Kameradschaft in Tramin. Mit dem Absingen der Landeshymne endete der formelle Teil der Feier.

2. Gesamttiroler Winterfest der Schützen in Wolkenstein
WOLKENSTEIN – Die Kompanie Wolkenstein veranstaltete heuer das 2. Gesamttiroler Winterfest. Der Riesentorlauf wurde am 18. Januar 2009 auf dem Dolomitihang auf dem Piz Sella in Wolkenstein ausgetragen. Am Start waren 120 Schützen, Marketenderinnen, Jungschützen und Gäste. Grußworte hielten der Bgm. von Wolkenstein, Roland Demetz, LR Dr. Florian Mussner, der Obm. des GTSB, Hermann Huber und der Bez.-Mjr. des Bezirkes Bozen, Karl Marmsoler, in Vertretung des SSB. Die Sieger der einzelnen Kategorien: Kevin Pfausler - Roppen; Hannes Junker - Tulfes, Bernadette Pfister - Stumm; Marta Trebo - Enneberg; Hermann Arnold - Tulfes; Martin Rütz - Sellrain; Walter

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Mitglieder der Kompanien Vielgereuth/Folgaria und der „Sonnenburger“ aus Sistrans nach einem gemeinsamen Marsch durch Folgaria. Bez.-Mjr. Karl Marmsoler, Olt. Dietmar Insam und Bgm. Roland Demetz mit den strahlenden Siegern beim 2. Gesamttiroler Wintersportfest in Wolkenstein.

Hofer - St. Johann in Ahrn; Olivio Daberto - Buchenstein; Thomas Ploner - Enneberg; Ivan Ellecosta - Enneberg; Ludwig Kofler - Sellrain (Gäste). Gesamttiroler Meister 2009 wurde Olivio Daberto - Buchenstein, Gesamttiroler Meisterin (Tagesbestzeit): Bernadette Pfister Stumm i. Z. Mannschaftswertung: 1. Schützenkompanie St. Johann in Ahrntal.

Tanzmusik, wo unser Bgm. Josef Kofler ein Erinnungsgeschenk seines Kollegen aus Folgaria erhielt. Am darauffolgenden Wandertag gewannen wir in der Wanderklasse (3,2 km) mit eigener Schützenwertung auch heuer wieder alles, was zu gewinnen war. Ergebnisse Damen: 1. Lotte Raitmair, 2. Anni Kofler, 3. Agathe Astner - Herren: 1. Hans Astner, 2. Peter Zabernig, 3. Hans Kirchmair. Die Rennklasse (9 km) gewann der Bergweltmeister von 1996 in Telfes, Antonio Molinari. Obm Olt. Hans Kirchmair

Pastoralbesuch des Bischofs
SULZBERG – Der Bischof von Trient, Luigi Bressan, stattete am 14. September 2008 den Bürgern von Sulzberg einen Pastoralbesuch ab. Auf dem Dorfplatz wurde er von der Kompanie Sulzberg gebührend empfangen.

Schützenjahrtage
RADEIN - Am 6. Februar 2009 fand im Schützenlokal die ordentliche Versammlung der Schützenkompanie Radein/Kaltenbrunn statt. Hptm. Josef Darocca begrüßte alle anwesenden Mitglieder sowie die Ehrengäste. Nach der Gedenkminute folgten die umfassenden Tätigkeitsberichte und der detaillierte Kassabericht. Im Rahmen der Versammlung wurden besonders verdiente Mitglieder geehrt: das Gründungs- und langjährige Ausschussmitglied Hubert Daldos erhielt die Ehrenmitgliedschaft. Die Schützen Peter Darocca und Michael Lantschner erhielten die Urkunde und Medaille für 30 Jahre Treue zur Kompanie, Mark. Doris Zwischenbrugger wurde die Urkunde für 10 Jahre Treue überreicht. Der Bez.-Mjr. lobte die vier neuen Mitglieder der Kompanie an: Amplatz David, Anton Gallmetzer, Jonas Lutz und Anna Darocca. Mit Applaus wurden sie von den neuen Kameraden begrüßt. PFLERSCH - Unter dem Motto „Glaube, Heimat und Tradition“ hielt die Kompanie Pflersch kürzlich im Vereinshaus ihre Jahreshauptversammlung ab.

„Schnearöaf“ in Vielgereuth
FOLGARIA/SISTRANS - Mitglieder der „Sonnenburger“ Kompanie Sistrans haben mit ihren Frauen bereits zum zweiten Mal beim „Schnearöaf“, einer Schneeschuhwanderung mit 500 Teilnehmern, entlang der Stellungen des I. Weltkrieges, teilgenommen. Bestens organisiert wird diese Veranstaltung von der Kompanie „Gen. Ignaz von Verdross“ Vielgereuth-Folgaria unter deren Hptm. Paolo Dalprá. Nachbargemeinden sind u. a. Lavarone (Lafraun) und Luserna (Lusern). Diese Gegend birgt viele Zeugnisse aus der Zeit des I. Weltkrieges. Die Festung Werk Gschwent (Forte Belvedere) bei Lavarone war eines von insgesamt sieben Sperrwerken des österreichischungarischen Festungsriegels am Rande der Hochebenen. Bereits am 10. Jänner Nachmittag begann die Veranstaltung mit einem Umzug der Musikkapelle und Schützenkompanien von Folgaria und Sistrans durch das Dorf. Darauf folgte ein gemütlicher Abend mit

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Hptm. Reinhard Öttl konnte unter den Ehrengästen Landesschützenkurat Kanonikus Paul Rainer, Pfarrer Stefan Stoll, den Hptm. der Kompanie Obernberg Andreas Annewanter und den stv. Wipptaler Bez.-Mjr. Alex Molling begrüßen. Es folgte eine Gedenkminute für die verstorbenen Kameraden. Schriftführer Markus Pallestrong wies in seinem Jahresbericht auf die gelungene 50-Jahr-Feier der Kompanie hin und berichtete von 52 weiteren Tätigkeiten. Diese umfassende Tätigkeit lobten die Gastredner in ihren Ansprachen, sie sei ein Ergebnis der tüchtigen Führungsmannschaft um Hptm. Reinhard Öttl. Die Schützen von Pflersch nahmen auch am Protestmarsch in Bozen „Gegen Faschismus - Für Tirol“ teil. Drei Schützen, ein Jungschütze, eine Jungmarketenderin und eine Marketenderin wurden neu aufgenommen. Hptm. Öttl wies abschließend auf das heurige Tiroler Gedenkjahr hin und kündigte die Teilnahme am Festumzug in Innsbruck und am Bataillonsfest der Schützen in Obernberg an. Die Versammlung schloss mit dem Lied „Dem Land Tirol die Treue“. FIEBERBRUNN - Höhepunkt des Schützenjahres war das Fest der 50-jährigen Wiedergründung, berichtete Hptm. Leo Trixl anlässlich der JHV der „Christian Blattl“ Schützenkompanie Fieberbrunn, und im Besonderen das Tongemälde „Heb Herz und Hand für’s Vaterland“ (Die TSZ berichtete darüber).

Die Schützenkompanie Mieders 1909.

In der JHV der Kompanie Mieders am 7. Dezember wurden der Ausschuss und die Offiziere in ihren Funktionen bestätigt. Hptm. Johann Schmoller trägt seit 24 Jahren die Verantwortung für die Kompanie er ist der längstdienende Kommandant des Baon Stubai, wo er auch als stellvertretender Baon-Kdt. seine Erfahrungen und sein Wissen für die Schützen einbringt. Nach den Berichten meinte Baon-Kdt. Mjr. Steuxner: „Der Jahresbericht von Hptm. Schmoller hat wieder gezeigt, welche positive Kraft für das Bat. Stubai zu spüren ist“. Er bat die Kameraden, weiterhin für das Dorf und das Tal bereit zu stehen. „Gerade im Jahr 2009 müssen wir deutlich zeigen, was Schützen für die Gemeinschaft bereit sind zu tun.“ Zum Abschluss der JHV überreichte Vize-Bgm. Gerhart Eberl Hptm. Johann Schmoller ein historisches Bild der Miederer Schützen. Die Aufnahme zeigt das Ausrücken anlässlich der Hundert-Jahr-Feier am Berg Isel 1909. Dieses Foto illustriert die Tiefe und jahrhundertlange Verankerung der Miederer Schützen. Lt. Ing. Herbert Genser

Die Geehrten mit v.l. Obm. Georg Fleckl, Baon-Kdt. Josef Pockenauer und Hptm. Leo Trixl (Foto: Hans Kowatsch)

Die Generalversammlung war auch der würdige Rahmen für Ehrungen: Kassier Robert Hörl und Fhr. Ulli Wimmer wurden mit der Silbernen Verdienstmedaille und Hans Astl und Walter Astner mit der Bronzenen Verdienstmedaille des BTSK ausgezeichnet. Mit dem „Katharina-Lanz“-Verdienstzeichen wurden die Marketenderinnen Kathrin Danzl, Tanja Danzl, Claudia Schwaiger geehrt. (Langjährigkeitsmedaillen siehe letzte Seite!) Mit Christian Dötlinger, Andreas Hofer, Martin Lindner, Michael Reiter, Anton Seidl und Thomas Trixl wurden sechs neue Schützenkameraden angelobt. Nach Zuwächsen bei den aktiven und gönnenden Mitgliedern hat die Kompanie nun einen Stand von 192 Mitgliedern. Die Neuwahl ergab die einstimmige Wiederwahl des „alten“ Vorstandes mit Leo Trixl als Hptm., Georg Fleckl als Obm. und Hptm.-Stv., Johann Eder als Kassier und Martin Wimmer als Schriftführer. Nach einer Idee von EObm. Hans Maierhofer gab es zum Jubiläum für die vier Gründungsmitglieder (Sebastian Foidl, Johann Gollner, Christian Pletzenauer und Josef Steinacher) ein Preisschießen mit dem Ausrückungsgewehr M95 auf eine Ehrenscheibe, die vom Schützenkameraden Walter Astner gestaltet wurde. Sieger wurde Sebastian Foidl. Hans Kowatsch, Pressereferent des Wintersteller-Bataillons

MÜNSTER - Obm. Josef Zeindl eröffnete am 9. Jänner 2009 im Schützenheim die gut besuchte JHV. Besonders gedacht wurde an die Schützenkameraden bzw. an die fördernden Mitglieder Josef Praxmarer und Josef Lechner. Die umfassenden Berichte wurden mit einem herzlichen Danke für die geleistete Arbeit zur Kenntnis genommen. Den Vorsitz für die Neuwahl der Kompanieführung übernahm Bgm. Werner Entner. Obm. Josef Zeindl und Hptm. Erich Wohlfahrtstätter dankten für die überaus gute Zusammenarbeit in der Kompanie, der Gemeinde und dem BTSK für die Unterstützungen und luden zu einem gemütlichen Beisammensein herzlich ein.

Kompanie Mieders - Anno 1909
MIEDERS - Schon 1909 war die Schützenkompanie Mieders am Berg Isel anlässlich der Hundert-Jahr-Feier der Berg-Isel-Schlacht von 1809 vertreten.

V.l.: Schriftführer Horst Nageler, Kassier und Lt. Franz Mai, Lt. Alfons Putzer, Bgm. Werner Entner, JS-Betr. Lt. Gerhard Schmidhofer, Obm.-Stv. Lt. Peter Kostenzer, Obm. Olt. Josef Zeindl, Schriftf.-Stv. Lt. Mag. Franz Mair, Lt. Hannes Schatz, Waffen-, Lokal- und Zeugwart Winfried Tangl, Hptm. Erich Wohlfahrtstätter. Nicht im Bild bzw. verhindert: Fhr. Josef Ampferer, Fhr.-Stv. Ludwig Mai und Fourier Franz-Josef Hacher.

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Raffelsberger, Kassier-Stv. Christoph Trostberger, Schriftführer Hubert Kobler, Schriftführer-Stv. und Chronist Sepp Fleischer, Waffenmeister Immanuel Steffan (neu), Gewandmeister Albert Platter, Schießmeister Josef Grimm, Zeremonienmeister Lukas Pfister (neu), JS-Betr. Alexander Neuner und Daniel Struggl (neu). AXAMS - Anfang März hielt die „Georg Bucher“ Schützenkompanie Axams ihre JHV ab. Bei den turnusmäßigen Neuwahlen wurden Hptm. Mag. Christian Holzknecht und der Großteil des Ausschusses in ihrem Amt bestätigt. Roland Saurwein übernahm die Funktion des Obmannes von Reinhold Haider. Haider steht aber der Kompanie weiterhin als Olt. zur Verfügung. Ebenfalls neu in den Ausschuss kamen Hans-Peter Prandstätter als Obm.-Stv. und Raimund Falkner als Kassier.

Amtsübergabe in Hochgallmigg
HOCHGALLMIGG - Bei der Jahreshauptversammlung am Montag, dem 8. Dezember 2008, im Gasthof Alpenrose gab es einen bemerkenswerten Führungswechsel in der Schützenkompanie Hochgallmigg. Nach 30 Jahren hat Alfons Krismer jun. (im Bild r.) das Kommando über die Kompanie an den neu gewählten Hptm. Albert Birlmair übergeben. Nach einstimmiger Wahl hat Olt. Peter Walser (nicht im Bild) die wichtige Funktion des Obmannes übernommen, die er in früheren Jahren schon einmal bekleidete.

TELFS - Bei der traditionellen JHV der Kompanie Telfs am Sebastianitag (20. Jänner) wurden unter anderem von Hptm. Franz Grillhösl Ehrungen und Auszeichnungen überreicht sowie Beförderungen und Angelobungen durchgeführt. An Olt. Isidor Hofer übergab er die Ernennungsurkunde zum EOlt. und an Ferdinand Koch die Ernennungsurkunde zum Ehrenmitglied der Kompanie. Weitere Ehrungen gab es für langjährige Mitgliedschaften (siehe letzte Seite!), Beförderungen gab es für Daniel Struggl und Alexander Neuner zu Ptf., Manfred Unterburger, Alfred Haid und Thomas Gspan zu Uj. sowie Peter Pichler und Prof. Peter Reitmeir zu Zgf. Markus Waldhart wurde als Schütze angelobt. Als neue Mitglieder wurden Christian Schatzer, Thomas Scharmer, Herbert Segat und Andreas Scheiring und als Jungschütze Leo Grillhösl in die Kompanie aufgenommen. Dem ebenfalls anwesenden EHptm. der Kompanie, Josef Trostberger, überreichte Hptm. Grillhösl die Insignien eines Majors, da dieser bei der Sitzung des Vorstandes des Bataillons Hörtenberg am 17. Dezember 2008 in Wildermieming zum EMjr. des Bataillons ernannt wurde. Im Jänner wurden bei der Kompanie Telfs Neuwahlen des Vorstandes durchgeführt. Dabei wurde Grillhösl in seinen Ämtern als Hptm. und Obm. bestätigt. Zum Olt. wurde Lt. Otto Neuner, zu Lt. Oswald Oberleitner, Josef Grimm und Christoph Trostberger gewählt. Als Baon-Fhr. wurden Martin Stadler und als Kompanie-Fhr. Karl Willard bestätigt. Weitere Funktionen: Kassier Peter EOlt. Isidor Hofer

Der neue Obmann Roland Saurwein (l.) und der Kassier Raimund Falkner.

Bgm. Rudolf Nagl dankte in seiner Ansprache der Kompanie und ihren Funktionären, die die Gemeinde Axams auch nach außen immer wieder perfekt repräsentieren und erinnerte besonders an das gelungene Bataillonsfest im vergangenen Jahr. Kulturreferent HR Mag. Dr. Anton Zimmermann wies in seinen Grußworten auf die Bedeutung der Schützen als Kulturträger hin und dankte für die Bereitschaft, zusammen mit der Gemeinde einige Akzente im Gedenkjahr 1809–2009 zu setzen. TAUFERS i. P. - Zur diesjährigen JHV der Kompanie Taufers konnte Hptm. Rudolf Oberhuber neben den aktiven Mitgliedern auch zahlreiche Ehrengäste begrüßen. Die Berichte von Hptm. Rudi Oberhuber, JS-Betr. Martin Unterweger, Oj. und Kassier Arthur Mittermair sowie des Schieß-Betr. Richard Stocker informierten über die umfangreiche Tätigkeit des abgelaufenen Jahres. Insgesamt wurden 123 verschiedene Termine wahrgenommen. Die Mark. Gudrun Mairl, Anna Niederwolfsgruber und Maria-

v.l. Hptm. Rudi Oberhuber, die geehrten Karl Mittermair, Franz Maurberger, Wilhelm Mairl und Olt. Anton Mittermair.

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luise Oberhammer, die Jung-Mark. Lara Pescosta, die Jungschützen Früh Maximilian, Mirco Pescosta und die Schützen Hugo Bachmann, Manuel Mölgg, Markus Reichegger und Hannes Schier konnten heuer in die Kompanie aufgenommen werden. In feierlicher Weise erfolgte die Angelobung der Mark. Jennifer Mair. Im heurigen Tiroler Gedenkjahr ist ein Freundschaftstreffen mit den Zillertalern im Herbst, die Restaurierung des „Nepomukstöckls“, das an den Freiheitskämpfer von 1809 Anton Warscher aus Assling erinnert, und der Ankauf einer Böllerkanone geplant. LANA - „73 aktive Mitglieder, 21 unterstützende Mitglieder und 13 Ehrenmitglieder zählt die Kompanie „Franz Höfler“ Lana“, bilanzierte Hptm. Eduard Graber am 25. Jänner im Rahmen der JHV. Insgesamt 107 Ausrückungen, Veranstaltungen, Sitzungen, Marsch- und Exerzierproben hatte die Kompanie zu verzeichnen. 54-mal wurde in Tracht ausgerückt, davon 15-mal in Kompaniestärke und 39-mal als Abordnung. Die stärkste Ausrückung war bei der 50-Jahr-Feier am 9. März in Lana mit 61 Mann. Im vergangenen Jahr konnte die Kompanie sechs Neuaufnahmen verzeichnen, darunter die Mark. Sarah Gamper und Veronika Malleier sowie Tobias Gruber, Markus Kofler, Werner Wenin und Günther Raich. Höhepunkte waren die Herausgabe der

224-Seiten umfassenden Kompaniechronik, der 3. Platz beim Landesmarschierwettbewerb in Bozen sowie die Errichtung des Hofmann-Gedenksteins in Lana. Sarah Gamper, Tina Gruber, Thomas Frei und Rudi Pilser wurden angelobt.

Angelobung der Neumitglieder (v.l.): Bez.-Mjr. Helmut Gaidaldi, Fhr. Matthias Pixner, die Neumitglieder Tina Gruber, Sarah Gamper, Rudi Pilser und Thomas Frei.

Wir gedenken unserer Verstorbenen
Peter Mascher
ANRAS - Am 22. Oktober 2008 verstarb unser Gründungsmitglied Peter Mascher vlg. Steidler Peter im 86. Lebensjahr. Er war 45 Jahre lang aktives Mitglied der Schützenkompanie Anras. Seit 1981 war der „Rauch Luis“ aktives Mitglied. Die Kompanie begleitete ihn am 3. Dezember auf seinem letzten Weg. Zum Abschied und als letzten Gruß senkte sich die Fahne am offenen Grab. Unsere Anteilnahme gilt der Ehefrau und seinen Kindern, von denen zwei Söhne auch aktive Mitglieder sind. Wir werden dem Luis ein ehrendes Andenken bewahren.
Lt. Emanuel Brandhofer †

Mit einer Ehrensalve und einem Fahnengruß am offenen Grabe erwiesen die Kameraden der Kompanie Elbigenalp unserem Kameraden Emanuel die letzte Ehre.

ertragener Krankheit im 75. Lebensjahr. Abordnungen aus dem gesamten Lechtal sowie befreundete Schützen aus Bayern begleiteten ihn auf seinem letzten Weg. Pepi ist 1970 unserer Kompanie beigetreten, war Hptm.-Stv. und viele Jahre Obm. wofür ihm auch mehrere Auszeichnungen zuerkannt wurden. Josef wurde unter großer Anteilnahme der Bevölkerung zu Grabe getragen. Zum Abschied wurde die Kompaniefahne über dem offenen Grabe geneigt und drei Ehrensalven abgeschossen.

EMjr. und EHptm. HR Dr. Ernst Eigentler
INNSBRUCK - Am 16. Feber 2009 verstarb der langjährige Leiter der Landeskulturabteilung HR. Dr. Ernst Eigentler. Das Sonnenburger Baon unter der Führung von LAbg. Mjr. Toni Pertl, bot die Fahnenabordnungen seiner Kompanien auf und die Schützenkompanie Götzens unter Hptm. Haller Franz stellte die Ehrenformation, um ihrem allseits beliebten EMjr. und EHptm. die letzte Ehre zu erweisen. Das Requiem wurde von zahlreichen Priestern mit Abt Raimund und Abt German von Stams in der Wiltener Stiftskirche im Beisein der Verwandten,

Mjr. Josef Wasle
Peter Mascher †

Sein aktives Mitwirken bei allen Ausrückungen und seine Treue zur Kompanie machten ihn zu einem wertvollen und vorbildlichen Kameraden. Peter Mascher war ein pflichtbewusster Schütze und ein echter Tiroler. Peter, du wirst uns immer ein Vorbild bleiben.

Alois Rauch †

ELBIGENALP-GRÜNAU - Am 24. 2. 2008 verstarb Mjr. Josef Wasle nach langer, mit Geduld

Lt. Emanuel Brandhofer
ELBIGENALP-GREISSAU Am 12. 11. 2007 verstarb Lt. Emanuel Brandhofer im 75. Lebensjahr nach langer schwerer Krankeit. Mandl war einer der letzten Wiedergründungsmitglieder der Kompanie Elbigenalp und somit auch unser ältester aktiver Schütze.

Alois Rauch
BURGSTALL - Am 1. Dezember 2008 verstarb im Alter von 74 Jahren nach langer Krankheit unser Kamerad Alois Rauch.

Mjr. Josef Wasle †

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EMjr. und EHptm. HR Dr. Ernst Eigentler †

den Ordensbrüdern vom Heiligen Grab zu Jerusalem, dem LT-Präs. Dr. Herwig van Staa, Alt-LHptm. Dr. Alois Partl, Vertretern der Bundesleitung und einer großen Schar seiner Freunde und Weggefährten gefeiert. Abt Raimund beschrieb den Verstorbenen in wenigen Worten treffend: „... Heute tragen wir einen aufrechten und engagierten Tiroler zu Grabe. Er war eine jener Persönlichkeiten, die durch ihre Tugenden ausstrahlen und beispielgebend sind: Menschen mit Handschlagqualität, mit feinem und einfühlsamem Charakter, hilfsbereit und dankbar und vor allem tief fromm. ...“ Mjr. Toni Pertl ging in seinen Worten, auf die Nähe Dr. Ernst Eigentlers zu seinen Schützen, zu seinem Baon und zu seiner Heimatgemeinde Götzens ein. „Für unseren Kameraden Ernst Eigentler, der 1926 als siebtes Kind der Eheleute Josef und Rosalie Eigentler in Götzens geboren wurde, waren die Treue und das Bekenntnis zu seiner Tiroler Heimat in seinem Beruf als Leiter der Kulturabteilung des Amtes der Tiroler Landesregierung und in seinem Privatleben wesentliche Bestandteile. ... So unterstützte er unter anderem die kulturellen Aktivitäten der Gemeinde Götzens in vielerlei Hinsicht, die Restaurierung der Götzner Pfarrkirche in den Jahren 1984 bis 1986 war ihm ein besonderes Herzensanliegen. 1974 wurde HR Dr. Eigentler zum EHptm. der Kompanie Götzens ernannt und 1989 wurde ihm die Ernennungsurkunde zum EMjr. des Baons überreicht. Der Bund der Tiroler Schützenkompanien bedankte sich bei Hofrat Eigentler im Jahre 1980

mit seiner höchsten Auszeichnung, der Goldenen Verdienstmedaille und 1984 wurde ihm das Goldene Jungschützenehrenzeichen verliehen ... “. LT-Präs. DDr. van Staa sprach über den Verstorbenen und sein Engagement als Mensch für Heimat und Glaube, als Schütze und als Landesbeamter. Nach der Einsegnung wurde die sterbliche Hülle von EMjr. Dr. Ernst Eigentler zum Friedhof der Wiltener Basilika begleitet, die Kompanie Götzens schoss ihrem EHptm. eine letzte Ehrensalve und die Fahnen der Kompanien seines Baons senkten sich über seinem Grabe.

nie „Alte Pfarre“ Natz, eine starke Vertretung der Freundschaftskompanie von Igls/Vill, Abordnungen der Nachbarkompanien mit Bezirksfahne, die Musikkapelle Natz, der Kirchenchor von Natz sowie seine Jagdkameraden. Mit einer Ehrensalve seiner Schützenkameraden, der Weise vom „Guten Kameraden“ sowie einem Lied der Jagdhornbläser nahmen wir Abschied von EHptm. Jakob Auer.
Paul Vorhauser †

Ernst Stürzl †
SCHNANN a. A./RUDERATSHOFEN: Die Schützenkompanie Schnann gedenkt nachträglich Ernst Stürzl, welcher am 20. Dez. 2007 gestorben ist.

Norbert Andergassen
KALTERN - Am 21. Jänner 2009 ist der langjährige Oj. Norbert Andergassen plötzlich durch Herzversagen verstorben.

und langjähriger Kassier. Sein Fleiß und sein Einsatz waren stets vorbildlich. Mit dem Fahnengruß verabschiedeten wir uns von unserem Kameraden. Unsere tief empfundene Anteilnahme gilt den Angehörigen.

EHptm. Jakob Auer †
NATZ - Die Schützenkompanie „Alte Pfarre“ Natz trauert um ihren Kameraden Jakob Auer, Flötscher in Viums, der im Alter von 84 Jahren am 9. Oktober 2008 verstorben ist. Seit der Wiedergründung der Kompanie im Jahr 1959 bis zu seiner Wahl zum Hptm. im Jahre 1984 bekleidete er den Rang des Olt. Als Hptm. führte er die Kompanie neun Jahre in vorbildlicher Art und Weise und wurde dafür zum EHptm. ernannt. Bis zu seinem Tode stand er der Kompanie immer mit Rat und Tat zur Seite. Aufgrund seiner Tiroler Gesinnung und in Anbetracht seiner Verdienste wurde er mit der Silbernen Verdienstmedaille des Südtiroler Schützenbundes geehrt und mit der Verdienstmedaille des Landes Tirol ausgezeichnet. Auf seinem letzten Weg begleitete ihn die Schützenkompa-

Ernst Stürzl †

Norbert Andergassen †

Norbert war ein Vorbild in Bezug auf Kameradschaft und seit 16 Jahren Mitglied der Kompanie Kaltern. Über viele Jahre arbeitete er in der Kommandantschaft sowie in mehreren örtlichen Ausschüssen und Vereinen. Wir verlieren mit Norbert einen lieben Kameraden und unser ganzes Mitgefühl gilt seiner jungen Frau und seinen zwei kleinen Kindern. Norbert hinterlässt eine große Lücke in unseren Reihen. Wir werden unseren „Notschi“ stets in guter Erinnerung behalten.

Bei seinem ersten Urlaub in Schnann im Jahre 1961 - bei unserem heutigen EHptm. Hubert Strolz - kam der Kontakt mit der Kompanie Schnann zustande. Sogleich vertiefte sich diese Verbindung und es entstand eine Freundschaft mit dem Schützenverein von Ruderatshofen - den Rottensteinern - welche bis heute noch immer gepflegt wird. Die Kompanie Schnann und seine Schützenfreunde in Ruderatshofen werden stets seiner gedenken.

Hermann Zangerl
SEE i.P. - Am 3. Oktober ist das Gründungsmitglied der „Albert Waibl“ Schützenkompanie See an den Folgen eines tragischen landwirtschaftlichen Unfalles verstorben. „Christl’s Hermann“, wie er von allen genannt wurde, trat schon bei der Gründung der Schützenkompanie See im Jahre

Paul Vorhauser
NALS – Die Schützenkompanie Nals trauert um ihren Kameraden Paul Vorhauser. Er war Gründungsmitglied

EHptm. Jakob Auer †

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Zgf. Michael Kofler
SISTRANS - Am 13. März 2009 verstarb unser Gründungsmitglied Zgf. Michael Kofler. Nicht nur als verlässlicher Pionier bei Ausrückungen, sondern vor allem bei allen baulichen Aktivitäten der Kompanie wie die Renovierung der „Gletscherkapelle“ und der „Kriegergedenkkapelle“ konnte die Kompanie auf seine unentgeltliche Mitarbeit als Maurer zählen. Über 70 Häuser hat er in Sistrans errichtet und damit vielen jungen Familien in finanziell schwierigen Zeiten geholfen. Dafür wurde er von der Gemeinde Sistrans mit dem Ehrenzei-

chen der Gemeinde ausgezeichnet. „Much“, wir danken dir und werden dich nie vergessen!

Olt. Max Volgger
TAUFERS i. P. - Die Kompanie Taufers i. P. trauert um ihren Kameraden Olt. Max Volgger, der im Alter von 84 Jahren am 9. Februar 2009 verstorben ist.

Lt. Herbert Leutgeb
STANS - Lt. Herbert Leutgeb wurde nach schwerer Krankheit am 9. 12. 2008 heimgerufen in Gottes ewigen Frieden.

Hermann Zangerl †

1956 dieser bei. Als verlässlicher und treuer Fahnenbegleiter begleitete er die „Seeaber Schützen“ bis zum Jahre 1998. Seit dieser Zeit blieb Hermann den Schützen als inaktives Mitlied weiterhin treu. Die überaus große Anteilnahme, weit über die Gemeinde hinaus, bei seiner Beerdigung am 5. Oktober war Ausdruck der besonderen Wertschätzung seiner Person. Wir danken dir, lieber Hermann, für deinen eifrigen und pflichtbewussten Einsatz und werden dich stets in ehrenvoller Erinnerung behalten. Die „Albert Waibl“ Schützenkompanie See

Olt. Max Volgger †

Lt. Herbert Leutgeb †

Zgf. Michael Kofler †

45 Jahre hat er dem Tiroler Schützenwesen die Treue gehalten. Mit ihm hat die Schützenkompanie ein beliebtes und wertvolles Mitglied verloren. In unserer Komponie werden wir dir immer ein ehrendes Andenken bewahren.

Max war seit 39 Jahren Mitglied der Kompanie. Seit langem konnte er nicht mehr aktiv ausrücken, kam aber sehr gerne zu den Jahreshauptversammlungen. Zur Beerdigung waren die Kompanie Taufers sowie 15 Fahnenabordnungen des Bezirkes angetreten um ihm die letzte Ehre zu erweisen. Mit einer Ehrensalve und dem Fahnengruß verabschiedeten wir unseren Kameraden Max.

Termine 2009
19. April: Gedenkfeier in St. Romedi im Nonstal (Welschtirol) 25. April: Protestmarsch „Gegen Faschismus - Für Tirol“ in Bruneck 26. April: Bundesversammlung des BTSK in Innsbruck 3. Mai: Bundesversammlung des SSB in Bozen Patronatstag in Bayern 10. Mai: 50-Jahr-Feier der Schützenkompanie Taisten 17. Mai: 50-Jahr-Feier der Schützenkompanie Spinges 50-Jahr-Feier der Schützenkompanie Untermais 21. Mai: Gedenkfeier in Waidring 24. Mai: 50-Jahr-Feier der Schützenkompanie Kurtatsch 29. Mai: Landesschießen am Bergisel 31. Mai: 50-Jahr-Feier der Schützenkompanie Schluderns Landesfestumzug in Salzburg 7. Juni: Gründungsfest der Schützenkompanie Langkampfen 40-Jahr-Feier der Schützenkompanie Oberwielenbach 50-Jahr-Feier der Schützenkompanie Lajen 13. Juni: Tirol grüßt Wien in Wien 21. Juni: Gedenkjahr 2009 - Kirchliche Feier in Bozen 28. Juni: Bataillonsfest Innsbruck in Innsbruck-Arzl Bataillonsfest Hörtenberg in Inzing Bataillonsfest Lienzer Talboden in Schlaiten 50-Jahr-Feier der Schützenkompanie Pfunders 8. Juni: 50-Jahr-Feier der Schützenkompanie Afers Tal-, Bezirksfest Pitztal in Arzl im Pitztal 2–5. Juli: SSB-Jungschützenzeltlager in Eppan 5. Juli: Bat. Ehrenberg/Bezirksfest in Reutte Bataillonsfest Schwaz in Vomp Bataillonsfest Sonnenburg in Götzens Bataillonsfest Oberes Zillertal in Finkenberg 12. Juli: Bataillonsfest Wintersteller in Kitzbühel 19. Juli: Bataillonsfest Oberes Iseltal in Prägraten Bataillonsfest Ötztal in Längenfeld Bataillonsfest Wipptal-Eisenstecken in Obernberg 26. Juli: Bataillonsfest Stubai in Neustift Talschaftsfest Pontlatz in Serfaus Bataillonstreffen Vorderes Zillertal in Fügen Bataillonsfest Oberland-Pustertal in Außervillgraten 2. Aug.: Bataillonstreffen Mittleres Zillertal in Aschau i. Z. Bataillonsfest Kufstein in Breitenbach 8. Aug.: Gedenkfeier Pontlatz 1809-2009 in Prutz „Hoher Frauentag“ in Innsbruck 20. Sept.: Landesfestumzug in Innsbruck 11. Okt.: Gesamttiroler Schützenwallfahrt in Absam

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Nr. 2/2009

Für langjährige Treue zur Kompanie wurden geehrt:
Aldein: Olt. Albert Daum, Hptm. Christian Pichler (25 J.) Anras: Gottfried Gietl (50 J.); Johann Kraler, Josef Bürgler (40 J.); Andreas Kraler, Josef Weiler, Johann Webhofer (25 J.); Werner Kollreider (15 J.); Mark. Andrea Kraler (Verdienstzeichen) Brixlegg: Gerhard Prosch (25 J.); Christian Innerbichler (15 J.) Fieberbrunn: EObm. Olt. Johann Maierhofer (50 J.) Glurns: Herbert Prieth (50 J.); Bernhard Pircher (15 J.) Gossensass: Hptm. Kurt Egartner, Leonhard Teissl (40 J.); Franz Plattner (15 J.) Kastelbell: Roland Rechenmacher (15 J.) Kortsch: Rudolf Pedross, Johann Trafoier (50 J.); Heinrich Mair, Florian Pircher, Peter Gruber, Erich Trafoier (25 J.); Martin Pircher, Stefan Gemassmer (15 J.) Kurtatsch: Herbert Terzer, Alfons Terzer, Adolf Kofler, Theo Sanin (50 J.); Ewald Vigl, Erich Peer (40 J.); Josef Schiefer (25 J.); Jörg Kofler (15 J.) Landeck: Josef Bock (50 J.); Max Mader (40 J.); Christian Handle, Bernhard Partl, Helmut Spiss (25 J.); Florian Grießer, Hermann Kuen, Daniel Pflaume, Gottfried Raass, Johannes Schönherr (15 J.) Latsch: Hermann Lampacher, Johann Tscholl (50 J.) Lichtenberg: Engelbert Riedl (50 J.) Mals: Oskar Tarneller (25 J.); Richard Hirschberger, Manfred Gruber (15 J.) Mölten: Hptm. Walter Frick (15 J.); Elisabeth Innerhofer (10 J.) Montan: Andreas Varesco, Werner Thaler (15 J.) Morter: Hanspeter Rinner (25 J.); Heinrich Stricker (15 J.) Nals: Oskar Windegger, Klaus Vorhauser, Harald Psenner (25 J.) Oberwielenbach: Willi Niederbacher, Paul Steiner, Alois Schneider (40 J.); Klaus Grassl (25 J.); Magdalena Laner, Andreas Niederwolfsgruber (15 J.); Helene Niederwolfsgruber (10 J.) Onach: Bernhard Agreiter, Georg Leimegger (15 J.) Partschins: Manfred Pircher (15 J.) Prettau: Vinzenz Klammer, EHptm Johann Hofer (50 J.); Wolfgang Kofler, Michael Heel, Heinrich Grießmair, Martin Hofer, Norbert Innerbichler (15 J.) Riffian: Reinhard Gufler (25 J.); Olt. Stefan Gufler (15 J.) Schalders: Anton Kinigadner, Paul Brugger (40 J.) St. Martin i. Pass.: Rudolf Rier, Martin Pichler, Josef Verdorfer, Matthias Plangger, Leonhard Pichler (50 J.); Manfred Ploner (25 J.); Siegfried Kofler, Alexander Gufler, Martin Ennemoser, Michael Raich, Franz Ploner, Stefan Falck (15 J.); Daniela Krezdorn (10 J.) St. Nikolaus i. Ulten: Klara Egger, Sidonia Gamper, Alfred Gruber (25 J.); Maria Paris (10 J.) Taufers i. Münstertal: Theodor Spiess (50 J.); Paul Karner (40 J.); Rosmarie Joos (25 J.) Telfs: Sepp Steinacher (60 J.); Herbert Staudacher (50 J.); Hansjörg Hofer (40 J.); Franz Grillhösl (25 J.); Alfred Kluckner (15 J.) Terenten: Christoph Oberhauser (15 J.) Tiers: EBaon-Kdt. Alois Schönauer, Olt. Ernst Villgrattner, FLt. Franz Pattis , Walter Pattis (50 J.), Helmut Werner (40 J.), Oskar Pattis, Armin Villgrattner, Johann Villgrattner, Hptm. Hermann Mahlknecht (25 J.), Oj. Alois Antholzer, Josef Antholzer (15 J.) Tulfes: Franz Reichler (40 J.); Manfred Arnold, Reinhard Arnold, Hansjörg Erlacher, Markus Wieser, Josef Wildauer (25 J.) Tschars: Albin Unterweger (50 J.) Villnöss: Marlies Tschisner (10 J.) Walten: Hans Gufler, Josef Haller, Josef Lanthaler (50 J.); Armin Klotz (15 J.) Wilten: Peter Gamauf, Uj. Werner Luif (25 J.); Markus Emmer, Alfons Oberhofer, Johannes Platzer (15 J.)

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