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Erschienen im Februar 1986

EE

Lichtbericht 23

Erschienen im Februar 1986 E E Lichtbericht 23 Tageslicht - Produktionslicht. Blick aus einem Nebenraum auf

Tageslicht - Produktionslicht. Blick aus einem Nebenraum auf das Verwaltungsgebäude der Veba Öl AG in Gelsenkirchen. Frieder Blickle fotografierte das Gebäude, das auf den Seiten 25 bis 29 gezeigt wird. Nicht ge- zeigt wird die vorzüglich gestal- tete Außenanlage, aber sie soll wenigstens hier erwähnt wer den.

Inhalt

Zu diesem Heft

1

Ristorante Florian, Frankfurt

2-5

Standlicht

6

Lichtmobil

7

Draufsicht

8

Durchsicht

9

Stadthalle Karlsruhe

10-15

Hi-trac

16-17

Pantrac

18-19

Midipoll

20-21

Graf-Zeppelin-Haus, Friedrichshafen

22-24

Veba Öl AG, Gelsenkirchen

25-29

Sheraton Hotel, Oslo

30-31

Licht für vertikale Flächen

32

Technische Informationen

U3

Fotos: Luc Bernard (S. 10-15, 22-24), Bjørn Blegen (S.30/31), Frieder Blickle (U1, S. 16-21, 25-29, 32), Lars Christ/ERCO (U3), Andreas Horlitz (S. 6-9, U4), Gebhard Krewitt (S. 2-5), Tim Rautert (S. 1), Arne Tangen

(S.30/31).

© 1986 ERCO Printed in W-Germany, Druckhaus Maack KG, 5880 Lüdenscheid, 6248602

in W-Germany, Druckhaus Maack KG, 5880 Lüdenscheid, 6248602 Das neue Technische Zentrum von ERCO, Baubeginn Frühjahr

Das neue Technische Zentrum von ERCO, Baubeginn Frühjahr 1986, soll ein „0verall für Ingenieure“ werden. Architekt: Kiessler und Partner, München.

Zu diesem Heft

Ob das Jahr 1986 für die Bauindustrie ein so gutes Jahr wird, wie es allgemein für die Industrie angenommen wird, bleibt skep- tisch abzuwarten. Sicher, dem gewerblichen Bau wird es besser gehen als dem Wohn- bau, doch insgesamt steht der Branche der Marsch aus der Talsohle noch bevor. Trotz der Schwäche des Baumarktes: Die Beleuchtungsindustrie hat sich behaupten können, wenn auch mit unterschiedlicher struktureller Kennzeichnung. Die Wohnra- umleuchtenhersteller leben beschwerlicher als die Hersteller technischer Leuchten. Architekturbeleuchtung, ein merkwürdiges Wort, aber es kennzeichnet das, was ERCO herstellt, hat weiter wachsende Bedeutung, bedingt zum einen durch steigendes Licht- bewußtsein, zum anderen durch neue Leuchtmittel, die energiesparend und damit kostensparenddie Planer zur Entwicklung neuer Lichtkonzepte anregen. Um dem steigenden Bedarf, aber auch den steigenden Anforderungen im tech-

Repräsentation angelegt ist. Durch freiwerdende Flächen in der Pro- duktion wird dort auch die Kapazität ver- größert und durch z. T. völlig neue Mög- lichkeiten bei der Entwicklung von Pro- dukten die technische Kompetenz, so hof- fen wir, des Unternehmens erhöht. Große und wichtige Projekte, die 1985 realisiert wurden, aber auch große und wichtige Projekte, die jetzt vor uns liegen, machen immer deutlicher, daß die tech- nischen Anforderungen an die Produktent- wicklung weiterhin rasant steigen werden. Auch die Lampenentwicklung, die in den nächsten Jahren zu erwarten ist, deutet an, daß die technischen Herausforderungen an das Leuchtendesign weiterhin steigen werden, und auch die Projekte, die wir in diesem Lichtbericht wieder vorstellen, untermauern die qualitative Weiterentwick- lung. Diese Entwicklung muß mit Engagement und Qualität fortgesetzt wer- den.

muß mit Engagement und Qualität fortgesetzt wer- den. nischen Bereich gerecht zu werden, begin- nen wir

nischen Bereich gerecht zu werden, begin- nen wir bei ERCO im Frühjahr mit der Er- richtung eines neuen Gebäudes, das als Technisches Zentrum den Elektrolabors, Photometrielabors, den technischen Ab- teilungen wie Konstruktion, Lichttechnik, Entwicklung und Werkzeugbau ein Gehäuse bieten soll. Gleichzeitig wird das neue Gebäude Schulungs- und Konferenzräume enthalten, die Abteilung Marktvorbereitung aufnehmen sowie die technische Datenverarbeitung. 1 1/2 Jahre Bauzeit sind veranschlagt, um das 6500 qm große Gebäude zu bauen, und als Architekt zeichnet sich Uwe Kiessler verantwortlich, der durch so unter- schiedliche Gebäude wie den Bau der Bayerischen Rückversicherung oder Ri- schart´s Backhaus in München bekannt wurde. Einen Overall für Ingenieure zu schaffen, so lautet die Aufgabenstellung für Uwe Kiessler, also ein Gebäude, das als Workshop genutzt wird und weniger auf

Ein Projekt, das wir im nächsten Licht- bericht vorstellen werden, nämlich die Hongkong-Shanghai Bank, die nach 4jähri- ger Bauzeit fertiggestellt wurde, untermau- ert die These von der Innova- tionsnotwendigkeit und Innovationsfreude der Lichtmacher.

Bis zum nächsten Heft Ihr Klaus J. Maack

von der Innova- tionsnotwendigkeit und Innovationsfreude der Lichtmacher. Bis zum nächsten Heft Ihr Klaus J. Maack
War das Mahl vorzüglich, die Speisenfolge abwechslungsreich, die Zutaten erlesen, der Service zuvorkommend, kurz: wenn

War das Mahl vorzüglich, die Speisenfolge abwechslungsreich, die Zutaten erlesen, der Service zuvorkommend, kurz: wenn wir ein rundherum gelungenes Essen ge- nossen haben, so sprechen wir von einem lukullischen Genuß. Und das gut 2043 Jahre nach dem Tod des Mannes, der seinen Namen als Synonym für kulinarische Köst- lichkeiten gegeben hat. Lucius Licinius Lucullus (117-57v. Chr.) war römischer Politi- ker und Feldherr zur Zeit Caesars. Und ein wohlhabender dazu, denn sonst wäre er wohl nicht zu so legendärem Ruhm gelangt. Die große Masse der Römer der Antike ernährte sich im Gegensatz zu Lucullus sehr einfach, ja fast kärglich. Haupt-nahrungsmit- tel war ein Getreidebrei, der aus Dinkelmehl hergerichtet und Puls genannt wurde. Dazu aß man Gemüse aus eigenem Anbau, Zwie- beln, Knoblauch und Käse. Fleisch gab es nur bei Opfern und an Festtagen. Später trat an die Stelle des Puls das gebackene Brot. In Rom gab es mindestens seit etwa 170 v. Chr. gewerbsmäßige Bäckereien. Die reichen Römer - wie eben Lu-cullus - pflegten dagegen einen exquisiten Tafellu- xus, wobei griechischer Einfluß un- verkennbar ist. Wie im hellenistischen Griechenland galt die besondere Vorliebe der Römer den Tieren des Meeres. Besonders geschätzt waren Goldbrasse und Muräne. Als Lecker - bissen galten daneben vor allem Geflügel und Wild. Aber auch Haselmäuse, die in einer besonderen Art von Tongefäßen ge- züchtet und gemästet wurden. Die Mahlzeiten selbst glichen einer theaterähnlichen Inszenierung. Die Dekoration der Speisen war auf Effekte aus und nahm Bezug auf die Kostümierung der servierenden Dienerschaft. Charakteristisch war das Auftragen ganzer gebratener Tiere, denen dann zur Überraschung der Gäste lebendige Drosseln entflogen. Die heutige italienische Küche ist we-

Drosseln entflogen. Die heutige italienische Küche ist we- Ristorante Florian, Frankfurt Architektur und

Ristorante Florian, Frankfurt

Architektur und Beleuchtungsplanung:

Victor Martinelli

niger durch ihre Üppigkeit als durch ihre Vielfalt gekennzeichnet. Sie gründet sich auf den Rohstoff-Reichtum des Landes, das Gemüsesorten, Früchte, Fleisch, Fisch und unzählige andere Produkte in über- wältigender Fülle hervorbringt. Bestimmend für Italiens Küche sind die Oliven, durch die sie zur Ölküche wird, und die Tomaten in Form großer, fleischiger und fester Züchtun- gen. Daneben aber auch Artischocken, Fen- chel, Auberginen, Zucchini, Zwiebeln, Knob- lauch und viele Kräuter, die oft in großer Menge beigegeben werden. Die Kenntnisse nordeuropäischer Gour- mets über die Küche Italiens beschränken sich oft auf Pizza und Nudeln. Die Pasta asciutta ist unbestritten eines der Grundthe- men der italienischen Küche. Die Variationen sind vielfältig und reichen von Ravioli bis Maccheroni, von Agnolini bis Spaghetti und von Lasagne bis Manicotti, um nur einige wenige zu nennen. Eine Untersuchung von 1956 kam auf 326 verschiedene Nudelfor- men. In diesen Arten sicher nicht enthalten war die vom Designer Giugiaro entworfene Nudel „marille“. Daß sich ein Industriedesi- gner mit der Gestaltung einer Nudel befaßt, ist nicht nur ein Zeichen ihres Stellenwertes in Italien, sondern markiert auch einen Schritt in ihrer Produktion weg von der handwerklichen hin zur industriellen Fer- tigung. Nudeln bestehen aus den Grundzutaten Wasser, Weizengrieß und gegebenenfalls Eiern für Eiernudeln. Der Herstel- lungsprozeß ist sehr einfach und hat sich seit der Jahrtausendwende kaum verändert. Waren früher die Nudeln aus Neapel beson- ders begehrt, so sind heute vor allem Liguri- en, Kampanien, Umbrien und Apulien für gute Nudeln bekannt. Meist wird die Pasta asciutta als Vorspeise serviert, aber bei ein- fachen Mahlzeiten gilt sie als Hauptgericht. Bis auf die Nudeln sind viele der Grund- elemente der Küche aus dem antiken Rom noch heute aktuell, wie z. B. die frutti de mare, was bei einem mediterranen Land auch nicht verwundern kann. Aber auch die Vorliebe für Wild, Geflügel und frische Gemüse. Die heutige italienische Küche ist mehr eine regionale als eine nationale Küche. Das erklärt sich zum einen aus den regionalen Unterschieden dessen, was Boden und Natur hervorbringen, zum ande- ren aber auch durch Einflüsse aus Nachbar- ländern. So ist z. B. die Küche Süditaliens und Siziliens dem arabischen Einfluß ausge- setzt, was durch die Verwendung von Pista- zien, Pinienkernen und Rosinen dokumen- tiert wird. Das nördliche Italien wird kulinarisch von Österreich beeinflußt. In der Gegend von Trient z. B. kennt man kleine Knödel- chen, deren Ursprung wohl beim nördlichen Nachbarn zu suchen ist. Sollten die Fotos vom Ristorante Florian sie stimuliert haben, wieder einmal italie- nisch zu essen, so würde uns das

wieder einmal italie- nisch zu essen, so würde uns das Neben der guten Küche ist für

Neben der guten Küche ist für den Gast vor allem das Ambiente eines Restaurants von Bedeutung. Damit es ein Genuß für Gau- men und Auge wird, sollte man auch erken- nen können, was da so liebevoll zubereitet auf dem Teller liegt.

freuen. Die Bildcollage auf dieser Seite zeigt Ihnen die Zubereitung eines einfachen Gerichtes, das in der Regel als Vorspeise angeboten wird. Sollten Sie Lust haben, ein- mal selber „Zucchini alla paesana, also Zucchini nach Bauernart zu kochen, so bedienen Sie sich des folgenden Rezeptes, welches uns Antonio Desiderato aus dem Repertoire der Küche des Ristorante Flo- rians verraten hat. Wenn es Sie allerdings danach gelüsten sollte, eine besondere Spe- zialität dieses Hauses auszuprobieren, so empfehlen wir Ihnen „Brasato di coda de bue al barolo“, was so viel heißt wie Och- senschwanz-Schmorbraten mit Barolo. Zum Essen empfehlen wir einen der vielen guten italienischen Rotweine und als Abschluß einen Grappa und/oder Espresso. Buon appetito!

als Abschluß einen Grappa und/oder Espresso. Buon appetito! Antonio Desiderato, der Koch des Ristorante Florian, verriet
als Abschluß einen Grappa und/oder Espresso. Buon appetito! Antonio Desiderato, der Koch des Ristorante Florian, verriet
als Abschluß einen Grappa und/oder Espresso. Buon appetito! Antonio Desiderato, der Koch des Ristorante Florian, verriet
als Abschluß einen Grappa und/oder Espresso. Buon appetito! Antonio Desiderato, der Koch des Ristorante Florian, verriet

Antonio Desiderato, der Koch des Ristorante Florian, verriet uns, wie er „Zucchini alla paesana“ zubereitet.

Zucchini alla paesana ist eine einfache Vor- speise, die es in vielen Variationen gibt, ent- sprechend der gewählten Zutaten.

Italiens Köche arbeiten vorwiegend mit Oli- venöl, was den an Butter gewöhnten Nord- europäern anfangs Probleme bereiten kann.

gewöhnten Nord- europäern anfangs Probleme bereiten kann. Zucchini alla paesana Zutaten: 1 Pfund Zucchini, Mehl, Öl
gewöhnten Nord- europäern anfangs Probleme bereiten kann. Zucchini alla paesana Zutaten: 1 Pfund Zucchini, Mehl, Öl

Zucchini alla paesana Zutaten:

1 Pfund Zucchini, Mehl, Öl zum Fritieren, Salz, Pfeffer, Olivenöl, aceto balsamico (oder Weinessig), 1-2 Schalotten. Zucchini waschen und in runde Schei- ben schneiden. Anschließend mit einem Tuch abtrocknen. Die Scheiben in Mehl wenden und in heißem Öl fritieren, bis sie goldgelb sind. Dann aus der Pfanne nehmen und auf Küchenpapier legen, damit das überflüssige Öl aufgesaugt wird. In einer Terrine eine Salattunke anrichten aus:

Olivenöl, Salz, Pfeffer, aceto balsamico (oder Weinessig) und feingewiegten Schalotten. Die fritierten Zucchini hineingeben und 4-5 Stunden marinieren lassen.

Zucchini hineingeben und 4-5 Stunden marinieren lassen. Zu den Spezialitäten des Ristorante Florian gehören

Zu den Spezialitäten des Ristorante Florian gehören Fischgerichte wie z. B. Coda di Rospo al pepe verde und Wild wie z. B. Quaglie al rosmarino.

Brasato di coda di bue aI barolo Zutaten:

3-4 Pfund Ochsenschwanz in Stücken geschnitten, 1 Stange Sellerie, 1 Möhre, 1-2 Zwiebeln, 1 Lorbeerblatt, einige Sal- beiblätter, Salz, Pfeffer, 1 Flasche Barolo (oder einen anderen starken Rotwein), 2-3 Eßlöffel Öl. Aus Wein, Gemüsen und Gewürzen eine Marinade anrichten, in der man den in Stücke geschnittenen Ochsenschwanz ca. 12-24 Stunden marinieren läßt. Danach herausnehmen, abtropfen las- sen und abtrocknen. Öl in eine Pfanne geben und das Fleisch anbraten. Dann die ganze Marinade mit Gewürzen und Gemü- sen dazugießen, in den heißen Ofen (200- 220°C) schieben und 2-3 Stunden braten las- sen. Soweit notwendig, heiße Brühe oder Wasser hinzufügen. Dazu ißt man je nach Jahreszeit Polenta oder Kartoffelbrei und Gemüse.

heiße Brühe oder Wasser hinzufügen. Dazu ißt man je nach Jahreszeit Polenta oder Kartoffelbrei und Gemüse.

Standlicht

Standlicht Viele Menschen beklagen, daß das Bild in den Städten und Industriegebieten nicht mehr durch die

Viele Menschen beklagen, daß das Bild in den Städten und Industriegebieten nicht mehr durch die Gaslaterne des Karl Auer von Welsbach geprägt ist. Dieser hatte durch die Erfindung des Glühstrumpfes einen wichtigen Abschnitt in der Beleuch- tungstechnik für den öffentlichen Raum markiert, denn der Glühstrumpf machte aus wenig Energie vielfache Lichtstärke. Dies freute insbesondere die Stadtväter, die damit Straßen, Fußgängerbereiche, Objekte und Industrieanlagen beleuchten ließen, zur Sicherheit der Menschen. Heute werden dazu vorwiegend Na- triumdampf-Lampen und Quecksilberdampf- Hochdrucklampen eingesetzt. Die Diskussi- on über die so beleuchtete Umwelt ist dadurch allerdings nicht kühler, geschweige denn sachlicher geworden. Für den Naturliebhaber ist das, was hier so energiesparend und effektiv eingesetzt leuchtet, schlichtweg Frevel an der Umwelt. Für die Menschen, die in den In- dustriezentren leben, oft schon seit ihrer Geburt, haben die künstlich entstandenen Lichtstimmungen dagegen einen eigen- tümlichen visuellen Reiz, der ihnen vertraut ist und den sie lieben.

Lichtmobil

Reiz, der ihnen vertraut ist und den sie lieben. Lichtmobil Nahezu überall auf der Welt bringen

Nahezu überall auf der Welt bringen heute Mähdrescher die Ernte ein: Nicht nur in Getreide, sondern auch in Mais und Reis, in Grassamen, Raps und Sonnenblumen arbei- ten diese modernen Landmaschinen, die „in einem Arbeitsgang“ mähen, dreschen, Korn und Stroh voneinander trennen, das Korn reinigen und sammeln sowie das Stroh in Schwaden ablegen. Üblicherweise endet die Arbeitszeit des Mähdreschers zwar vor Einsetzen stärkerer Abendfeuchte, also bei Helligkeit. Denn durch zunehmende Feuchtigkeitsgehalte von Stroh und Korn wird das Dreschen erschwert und die Verlustgefahr steigt. Vor allem aber muß das Korn mit nicht unerheb- lichem Kostenaufwand nach-getrocknet wer- den, um lagerfähig zu sein. In Jahren mit anhaltend ungünstiger Witterung während der begrenzten Erntezeit ist es aber nicht immer zu umgehen, daß auch noch abends oder gar nachts weiterge- arbeitet werden muß. Und da geht es dann eben nicht ohne zusätzliche Beleuchtung.

Draufsicht

Draufsicht Veränderte Arbeitsbedingungen bedingen ein verändertes Freizeitverhalten. Galt es früher, seine ganze Kraft

Veränderte Arbeitsbedingungen bedingen ein verändertes Freizeitverhalten. Galt es früher, seine ganze Kraft ausschließlich für die Arbeit einzusetzen, so tritt heute zu- nehmend der Wunsch in den Vordergrund, die in ihrer Quantität steigende freie Zeit sinnvoll zu nutzen. Nicht erst seit der Trimm-Dich-Bewe- gung wenden sich die Menschen in ihrer Freizeit dem Sport zu, denn sportliches Han- deln ist Aktivität zum Wohl der Gesundheit - so die öffentliche Meinung. Dabei sind einige Sportarten zum Volks- sport geworden, die früher nur bestimmten Bevölkerungsschichten offenstanden und als elitär galten. Tennis ist dafür wohl das populärste Beispiel, aber auch Schwimmen fällt in diese Kategorie. Es ist allerdings zu vermuten, daß unsere Eltern und Großeltern weniger an der kreislaufaktivierenden Wirkung des Schwimmens als an dem kühlenden Effekt des Wassers interessiert waren. Dazu reichte an heißen Sommertagen eine seichte Stelle im Fluß oder ein schat- tiger See. Die Kommunen haben sich auf diese Entwicklung eingestellt. Jede Stadt verfügt heute über ein Freibad. Und damit man auch abends und im Winter seinem Freizeitvergnügen nach- gehen kann, wird das Angebot an Hallenbä- dern sowohl qualitativ als auch quantitativ ausgeweitet. Zur Freude der Schwimmer, die die Nacht zum Tag machen.

Durchsicht

der Schwimmer, die die Nacht zum Tag machen. Durchsicht Die Geschichte des Aquariums ist eng ver-

Die Geschichte des Aquariums ist eng ver- knüpft mit der des Goldfisches. Die ältesten Berichte über den „goldenen Fisch“ stam- men aus der Sung-Dynastie (960- 1126). Die Fische wurden als himmlische Wunder von Mönchen und Priestern betreut und gefüt- tert. Es war bei schwerer Strafe verboten, sie für profane Speise -zwecke zu fangen. Nach Europa gelangte der auffällige Fisch wahrscheinlich durch Marco Polo. Es ist überliefert, daß etwa in der Mitte des 18. Jahrhunderts Madame de Pompadour am Hofe Ludwig XV. aus China einen Goldfisch als Geschenk erhielt. Zyniker vermuten, daß dabei ihr bürgerlicher Name Jeanne Antoi- nette Poisson der Anlaß gewesen sein soll. Das Wort „Aquarium“ taucht erstmals Mitte des 19. Jahrhunderts auf. Es wurde möglich, Fische durch Glas hindurch auch von der Seite zu beobachten. Davor hatte man sich darauf beschränkt, die Fische von oben zu betrachten und sie so zu züchten, daß sie eben von oben schön aussahen. Das erste öffentliche Schauaquarium hatte übrigens die Stadt Berlin. Es wurde 1869 von A1fred Brehm mit einem Kosten- aufwand von drei Millionen Goldmark er- öffnet. Der einfache Mann beschränkte sich auf Zuckergläser oder Aquarien aus flecken- losem Spiegelglas, wovon im Jahre 1855 kleinere 7 Taler und größere 24 Taler geko- stet haben.

Nach langer Vorbereitungs- und vierjähriger Bauzeit hat die Stadt Karlsruhe am 23. August 1985 den

Nach langer Vorbereitungs-

und vierjähriger Bauzeit hat die Stadt Karlsruhe am 23. August

1985 den Bau ihrer neuen Stadt-

halle vollendet. Sie soll den Kar- lsruher Bürgern und den Be- suchern der Stadt als Haus der Künste, der Feste, der Bildung dienen. Der Entwurf der Architekten Hermann Rotermund und seiner Frau Christine Rotermund-Lehm- bruck basiert auf wenigen Grundgedanken, die von der ursprünglichen Planung bis hin zur Ausführung über die reine Erfüllung des Raumprogramms hinaus den Maßstab für alle Entscheidungen bildeten. Dazu gehörten die Respektierung und der Dialog mit dem denkmalsgeschützten Teil des Altbaus, der Säulenhalle der alten Stadthalle, die von den Architekten Curjel und Moser im Jahre 1915 erbaut wurde. Dialog insofern, als nicht nur die Fassa- de und Außengestaltung in Pro- portion, Reliefierung und Materi- al auf die Säulenhalle abge- stimmt sind, sondern auch die Größenordnung und das kon- struktive Gerüst im Innern aus der Gesetzmäßigkeit und den Maßen des Altbaus abgeleitet wurden. Sie nehmen Bezug auf die vorgegebene klassische Grundhaltung der Architektur. Das neue Kongreßhaus be- inhaltet 7 Säle mit insgesamt

7000 Plätzen, ein in 3 Räume

teilbares Restaurant, ein Pres- sezentrum, eine Vielzahl von Seminar- und Büroräumen sowie die getrennt nutzbaren Foyers. Durch die Schichtung der Säle in 3 Ebenen übereinander ergab sich bei allen bauaku- stischen und -konstruktiven Schwierigkeiten eine klare Ge - samtlösung. Sie ermöglichte die getrennte und kreuzungsfreie Erschließung und Versorgung der einzelnen Funktionsbereiche sowie die autarke Nutzung der verschiedenen Saalebenen. Sämtliche Säle

Nutzung der verschiedenen Saalebenen. Sämtliche Säle sind konstruktiv vollkommen unabhängig und berührungslos
Nutzung der verschiedenen Saalebenen. Sämtliche Säle sind konstruktiv vollkommen unabhängig und berührungslos
Nutzung der verschiedenen Saalebenen. Sämtliche Säle sind konstruktiv vollkommen unabhängig und berührungslos

sind konstruktiv vollkommen unabhängig und berührungslos aufeinander gestapelt. Geteilte Stützen und zweischalige, fe- dernde, abgehängte Decken las- sen Parallelveranstaltungen in den einzelnen Räumen ohne Störung zu.

Die Säle sind in einem mit weißem Marmor verkleideten, skulptural gestalteten Kernbau zentral angeordnet, der vom umlaufenden Foyerbau durch eine Lichtschneise getrennt wird, die ihr Licht durch ein geneigtes Glas- dach erhält. Brücken und Treppen zur Verbindung von Saal und Foy- erbau überspannen sie. So ent- steht der Eindruck eines Hauses im Haus, eines urbanen Raums, als kleine Stadt in der Stadt. Die Abschirmung des In- nenraums durch die geschlos- senen steinernen Außenwände, seine Aufweitung im inneren Bereich, sollen neben der Über- schaubarkeit ein Raumerlebnis bieten, das eine Atmosphäre der Sammlung und zu- gleich der Freiheit erzeugt. Die Raumwirkung wird ge- steigert durch den Lichteinfall von oben und dessen Reflektion an der schneeweißen, kristalle-

Stadthalle

Karlsruhe

Architekten: Hermann Roter- mund, Christine Rotermund- Lehmbruck, Karlsruhe Beleuchtungsplanung: Licht- design, Köln Baudaten:

Architekten-Wettbewerb:

Auftragserteilung an Archi- tekten:

Rohbaubeginn:

Grundsteinlegung:

Richtfest:

Einweihung:

Umbauter Raum:

Nutzfläche:

Gesamtkosten:

Bauherr:

Heizung, Klima, Sanitär:

Stark- und Schwachstrom- technik:

Akustik:

Bühnentechnik:

Bauphysik:

Februar 1978

Dezember 1979 Januar 1982 Juni 1982 November 1983 23.August 1985 167382 m³ 32148 m² 132 Mio. DM Stadt Karlsruhe Schneider + Ebinger, Ber. Ing. VBI, Karlsruhe Hans Brand, Ing.-Ges. mbH Ing.-Büro f. Elektrotechnik VDE, Karlsruhe Müller BBM, Schalltechnisches Beratungsbüro Ulrich Opitz, Planegg Dipl-Ing. Manfred Weidner, Wernau Dipl.-Ing. Hans W. Bobran, Dipl.-Ing. Rittwagen, Nürtingen

Opitz, Planegg Dipl-Ing. Manfred Weidner, Wernau Dipl.-Ing. Hans W. Bobran, Dipl.-Ing. Rittwagen, Nürtingen 10 11
Eine Natursteinverkleidung aus grünem Ihrler Sandstein kenn- zeichnet die Fassade des neuen Saalbaus in der

Eine Natursteinverkleidung aus grünem Ihrler Sandstein kenn- zeichnet die Fassade des neuen Saalbaus in der Stadthalle Karls- ruhe.

nen Verkleidung des Saalbaus. Die Aufweitung des Rau- mes ergibt sich durch die un- terschiedliche Grundrißform der Säle und den dadurch er- forderlichen Rückgang vom Achteck im Erdgeschoß zum Quadrat im Obergeschoß, das voutenartig ausgebildet ist. Für eine optische Erweite- rung sorgen große Spiegel - wände, die diese Vouten in den Saal projizieren. Der so geschaffene Groß- raum wird erlebbar von allen Foyerebenen, Galerien und Brücken und vermittelt den Eindruck eines offenen Hauses. Das Lichtdesign des Hauses nimmt die Geometrie des Grun- drasters, das Quadrat und die Diagonale, den 90° und 45°Win- kel auf und kombiniert Lichtlini- en in Form langgestreckter Leuchten für Leuchtstofflampen - Lichtpunkte als Downlights oder freiabstrahlende Niedervolt- Halogen-Glühlampen - Licht- flächen und Lichtkörper als hin- terleuchtete Glasflächen - zu einer LICHTGEOMETRIE, die auf die Maßordnung und Grundhal- tung der Architektur und auf den Formen- und Materialkanon ein- geht.

Die Säle sind in drei Ebenen übereinander geschichtet und bilden ein Haus im Haus.

übereinander geschichtet und bilden ein Haus im Haus. Durch die Kombination die- ser Lichtbauformen ergeben sich
übereinander geschichtet und bilden ein Haus im Haus. Durch die Kombination die- ser Lichtbauformen ergeben sich

Durch die Kombination die- ser Lichtbauformen ergeben sich in den unterschiedlichen Räu- men immer wieder neue abwechslungsreiche Eindrücke, eine Lichtstimmung sui generis. Zylindrische Downlights für

2

kompakte Leuchtstoff-Lampen

9

W in den modular geteilten

Rasterdecken der Foyers schaf- fen ein ruhiges Umfeld für den skulpturhaft ausgebildeten Saal- baukern, der durch Halogen- strahler vom Fußpunkt des Gla- soberlichtes in der Nacht ange- strahlt wird. In die schräg verlau- fenden, marmorverkleideten Flächen des Kerns wurden frei abstrahlende Halogen- Glühlampen zu einem flächigen „Kronleuchter“ formiert und geben den Foyers zusammen mit den für diesen Bau ent-

und geben den Foyers zusammen mit den für diesen Bau ent- wickelten maßstabbildenden Standleuchten ein festliches
und geben den Foyers zusammen mit den für diesen Bau ent- wickelten maßstabbildenden Standleuchten ein festliches

wickelten maßstabbildenden Standleuchten ein festliches Gepräge, das sich wirkungsvoll und überraschend in den großen Spiegelflächen wiederholt. Der Duktus und die Neigung des schräg verlaufenden Glasda- ches der Lichtschneise wird durch frei abstrahlende Slimline- Lampen betont. Sie sind wesentliches Mittel für die

Unterstreichung der Nachtar- chitektur des Gebäudes. Dies gilt in besonderem Maße auch für die Lichtbügel in den Spitzen der prismenartig verglasten Trep- penhäuser. In den beiden großen Sälen des Hauses, dem Johannes Brahms-Saal und dem Friedrich Weinbrenner-Saal, wurden zwei alternative Lichtsysteme

installiert: Ellipsoid-Reflektor Downlights mit kleiner Licht- austrittsöffnung für Halogen- Glühlampen in Verbindung mit flächigen oder räumlich ausge- bildeten hinterleuchteten, mo- dulargeteilten Glasdecken, für eine stimmungsbetonte Be- leuchtung bei Konzerten, Ban- ketten, Vorträgen. Die, auf die Deckenteilung bezogen, in geo-

Eine Lichtschneise trennt den Saalbau vom ringförmig umlau- fenden Foyer.

metrischen Pattern angeordne- ten Darklightraster-Leuchten für Leuchtstofflampen schaffen die für die Kongreß- und

metrischen Pattern angeordne- ten Darklightraster-Leuchten für Leuchtstofflampen schaffen die für die Kongreß- und Konfe- renznutzung der Säle notwen- digen höheren Beleuchtungs- stärken. Frei abstrahlende Halogen- Glühlampen, die einen licht- geometrischen Rasterpunkt bilden, dienen auch hier der festlichen Beleuchtung - als Licht zum Ansehen. Frei abstrahlende Nieder- volt-Halogen-Glühlampen eignen sich, wenn sie kontrolliert und diszipliniert in Verbindung mit Primär-Lichtsystemen eingesetzt werden, durch ihre kleinen Abmessungen und ihr brillantes Licht ganz besonders für licht- geometrische Formationen, die in ihrer räumlichen Wirkung

durch zusätzliche Glaselemente, wie z. B. in den Restauranträu- men dieses Hauses, noch ge- steigert werden konnten.

Hans T. von Malotki

noch ge- steigert werden konnten. Hans T. von Malotki Findet im Brahms-Saal ein Kon- zert statt,
noch ge- steigert werden konnten. Hans T. von Malotki Findet im Brahms-Saal ein Kon- zert statt,

Findet im Brahms-Saal ein Kon- zert statt, können bis zu 1800 Personen zuhören.

Parallelveranstaltungen lassen sich in den einzelnen Räumen ohne Schwierigkeiten durch- führen.

zuhören. Parallelveranstaltungen lassen sich in den einzelnen Räumen ohne Schwierigkeiten durch- führen. 14 15

Hi-trac

Hi-trac Stranggepreßtes Aluminiumprofil als Leer- oder Stromschie- nenprofil für ober- oder unter- seitige Einsätze in

Stranggepreßtes Aluminiumprofil als Leer- oder Stromschie- nenprofil für ober- oder unter- seitige Einsätze in Standard- längen zwischen 2 und 4 m.

seitige Einsätze in Standard- längen zwischen 2 und 4 m. 3-Phasen-Stromschiene als 5-Leiter-Schiene mit 3 getrennt

3-Phasen-Stromschiene als 5-Leiter-Schiene mit 3 getrennt schaltbaren Stromkreisen; Ge- samtbelastung max. 3 x 16 A (25A) 3 ^= 3500 W (5500 W).

Ge- samtbelastung max. 3 x 16 A (25A) 3 ^= 3500 W (5500 W). Leerprofil mit

Leerprofil mit unterseitigem Kleinlampeneinsatz 8 x 2 W/ 12V, E 10 (Länge 1000 mm) oder 16 x 2W 12V, E10 (Länge 2000 mm). Lampenabstand 125 mm; Betrieb an externem Transformator.

Hi-trac ist ein architektonisch elegantes Paneelsystem mit 3- Phasen-Stromschienen, Klein- lampeneinsätzen und Pro- filabdeckungen. Das strangge- preßte Aluminiumprofil wird weiß pulverbeschichtet oder poliert eloxiert geliefert. Außer Strahlern und Kleinlampen als punktförmige Reizlichtquellen gehören zum Programm:

Up- Lights für Bestückung mit kompakten Leuchtstoff- oder Halogen-Glühlampen. Doppelzylinder- Downlights für Halogen-Reflektorlampen 50 W/12 V, B 15 d, 10° oder 30° Ausstrahlungswinkel. Kennzeichnend für das System sind große Spannweiten bis zu 4 m. Folglich läßt sich mit weni- gen Abhängepunkten aus dem System Hi-trac eine sehr trans- parente und vielfältig kombinier- bare Beleuchtungsanlage errich- ten.

vielfältig kombinier- bare Beleuchtungsanlage errich- ten. 3-Phasen-Stromschiene mit oberseitig aufgesetztem Up- Light

3-Phasen-Stromschiene mit oberseitig aufgesetztem Up- Light für flächige Indirekt- beleuchtung von Decken und Gewölben; Bestückung mit kom- pakten Leuchtstofflampen 18 W oder Halogen-Glühlampen 150 W, E 27.

Leuchtstofflampen 18 W oder Halogen-Glühlampen 150 W, E 27. Leerprofil mit unter- und ober- seitigen

Leerprofil mit unter- und ober- seitigen Kleinlampeneinsätzen 8/16 x 2 W 12 V, E 10. Betrieb an externem Transformator.

8/16 x 2 W 12 V, E 10. Betrieb an externem Transformator. Hi-trac ist ein architektonisches
8/16 x 2 W 12 V, E 10. Betrieb an externem Transformator. Hi-trac ist ein architektonisches

Hi-trac ist ein architektonisches Lichtsystem, welches die Ein- satzmöglichkeiten der Licht- schiene erweitert und sich so- wohl in alte wie in moderne Architektur integrieren läßt.

wohl in alte wie in moderne Architektur integrieren läßt. Leerprofil mit oberseitig aufge- setztem Up- Light

Leerprofil mit oberseitig aufge- setztem Up- Light für flächige Indirektbeleuchtung in Verbin- dung mit unterseitigem Ab- deckprofil.

in Verbin- dung mit unterseitigem Ab- deckprofil. Leerprofil mit unter- und ober- seitigen Abdeckprofilen.

Leerprofil mit unter- und ober- seitigen Abdeckprofilen.

1987 jährt sich das Gründungs- jahr der Stadt Berlin zum 750. Mal. Anlaß genug für eine gründ- liche Instandsetzung alter erhal- tenswerter Bauten.

gründ- liche Instandsetzung alter erhal- tenswerter Bauten. Auch das Bundeshaus in Berlin, 1895 fertiggestellt, wird zur

Auch das Bundeshaus in Berlin, 1895 fertiggestellt, wird zur Zeit generalüberholt. Als denkmals- wertes Gebäude genießt es heute Bestandsschutz.

denkmals- wertes Gebäude genießt es heute Bestandsschutz. Mit dem Hi-trac-System, das eine Kombination von Reizlicht,
denkmals- wertes Gebäude genießt es heute Bestandsschutz. Mit dem Hi-trac-System, das eine Kombination von Reizlicht,

Mit dem Hi-trac-System, das eine Kombination von Reizlicht, Akzentlicht und Indirektbeleuch- tung ermöglicht, konnte ERCO die Beleuchtungsaufgabe lösen.

ermöglicht, konnte ERCO die Beleuchtungsaufgabe lösen. Strahler aus zwei verschiedenen Richtungen verleihen der

Strahler aus zwei verschiedenen Richtungen verleihen der Skulp- tur eine ausgewogene pla- stische Wirkung, die durch den Einsatz von Skulpturenvorsätzen noch verstärkt werden kann.

von Skulpturenvorsätzen noch verstärkt werden kann. Gleichzeitig den Reiz der alten Architektur zu erhalten und
von Skulpturenvorsätzen noch verstärkt werden kann. Gleichzeitig den Reiz der alten Architektur zu erhalten und

Gleichzeitig den Reiz der alten Architektur zu erhalten und das Gebäude mit dem Komfort der modernen Beleuchtung auszu- statten, war die Aufgabe von ERCO.

Beleuchtung auszu- statten, war die Aufgabe von ERCO. Anfang der 50er Jahre wurde der Sitzungssaal des

Anfang der 50er Jahre wurde der Sitzungssaal des Hauses mit Garderobenräumen und Neben- gelaß repräsentativ ausgebaut.

der 50er Jahre wurde der Sitzungssaal des Hauses mit Garderobenräumen und Neben- gelaß repräsentativ ausgebaut. 16

Pantrac

Pantrac Das Grundprofil besteht aus zwei miteinander verbun- denen Profilhalbseiten. Längen: 1560 mm und 3120 mm

Das Grundprofil besteht

aus zwei miteinander verbun- denen Profilhalbseiten. Längen:

1560 mm und 3120 mm zur Aufnahme der ober- und unter- seitigen Einsätze.

mm zur Aufnahme der ober- und unter- seitigen Einsätze. Unterseite: 3-Phasen-Strom- schiene mit Einspeisung und

Unterseite: 3-Phasen-Strom- schiene mit Einspeisung und

Endplatte, in den Längen 1560

mm und 3120 mm. Die

5-Leiter-Schiene mit drei ge- trennt schaltbaren Stromkreisen ist bis max. 3 x 16 A (25 A) belastbar.

Stromkreisen ist bis max. 3 x 16 A (25 A) belastbar. Unterseite: Glühlampeneinsatz 6x40W, E14, Länge

Unterseite: Glühlampeneinsatz 6x40W, E14, Länge 1560 mm. Reihenschaltung von je zwei Lampen zur Verlängerung der Lampenlebensdauer. Alternativ:

Einsatz von Kleinlampen 12 x 2 W/12 V, E 10 zum Betrieb an externem Transformator.

Pantrac ist ein Paneelsystem aus stranggepreßtem Aluminium, weiß, pulverbeschichtet. Die Pro- fileinsätze umfassen Stromschie- nen, Leuchtstofflampen, Glühlampen und Klein -lampen für die Montage in der oberen oder unteren Profilöffnung. Zahl- reiche Verbindungsteile ermögli- chen den Bau von architekto- nisch anspruchsvollen Lichtstruk- turen. Optisch geschlossene Deckenstrukturen werden durch Querlamellen gebildet. Wirt- schaftliche Bürobeleuchtung mit hohem Sehkomfort erreicht man durch den Einsatz von Visionair- Leuchten mit Darklight-Reflekto- ren.

Einsatz von Visionair- Leuchten mit Darklight-Reflekto- ren. Unterseite: Leuchtstoffarmatur 1 x 58 W, werkzeuglos einzu-

Unterseite: Leuchtstoffarmatur 1 x 58 W, werkzeuglos einzu- rasten. Leuchtenabschluß, mit Lamellenraster, Kunststoff opal oder rauchgrau.

mit Lamellenraster, Kunststoff opal oder rauchgrau. Oberseite: Einsatz von 3-Pha- sen-Stromschiene mit Einspei-

Oberseite: Einsatz von 3-Pha- sen-Stromschiene mit Einspei- sung und Endstück für den Ein- satz von Strahlern. Unterseite:

Abschluß, durch Abdeckprofil.

von Strahlern. Unterseite: Abschluß, durch Abdeckprofil. Pantrac ist ein Beleuchtungs- system, welches zugleich als
von Strahlern. Unterseite: Abschluß, durch Abdeckprofil. Pantrac ist ein Beleuchtungs- system, welches zugleich als

Pantrac ist ein Beleuchtungs- system, welches zugleich als Decke, architektonische Struk- tur und Lichtsystem fungieren kann.

architektonische Struk- tur und Lichtsystem fungieren kann. Unterseite: Leuchtstofflampen- Armatur 1 x 58 W mit

Unterseite: Leuchtstofflampen- Armatur 1 x 58 W mit Lamellen- raster, Kunststoff opal oder rauchgrau. Oberseite: Leuchtstofflampen- Armatur mit Prismenabdeckung.

Oberseite: Leuchtstofflampen- Armatur mit Prismenabdeckung. Unterseite und Oberseite: Glühlampeneinsatz 6 x 40 W, E 14.

Unterseite und Oberseite:

Glühlampeneinsatz 6 x 40 W, E 14. Alternativ:

Kleinlampeneinsatz 12 x 2 W, 12 V, E 10 zum Betrieb an exter- nem Transformator.

Auf einer Insel inmitten der Isar steht der 460 Meter lange Kom- plex des Deutschen Museums München.

460 Meter lange Kom- plex des Deutschen Museums München. Ziel des Museums ist es, die Vielfalt
460 Meter lange Kom- plex des Deutschen Museums München. Ziel des Museums ist es, die Vielfalt

Ziel des Museums ist es, die Vielfalt technischer Systeme durchschaubar zu machen.

die Vielfalt technischer Systeme durchschaubar zu machen. Das 100jährige Jubiläum des Autos wird auch im Deutschen

Das 100jährige Jubiläum des Autos wird auch im Deutschen Museum mit einer neuen, stän- digen Ausstellung gewürdigt. Bis dahin bleiben die Ausstel- lungsstücke noch in schützender Folie verpackt.

Ausstel- lungsstücke noch in schützender Folie verpackt. Die 33Abteilungen des Hauses erschließen die Entwicklung
Ausstel- lungsstücke noch in schützender Folie verpackt. Die 33Abteilungen des Hauses erschließen die Entwicklung
Ausstel- lungsstücke noch in schützender Folie verpackt. Die 33Abteilungen des Hauses erschließen die Entwicklung

Die 33Abteilungen des Hauses erschließen die Entwicklung der Flugzeuge, Schiffe und Auto- mobile ebenso wie die Ge- schichte des Bergbaus.

und Auto- mobile ebenso wie die Ge- schichte des Bergbaus. Den beleuchtungstechnischen Rahmen lieferte ERCO mit
und Auto- mobile ebenso wie die Ge- schichte des Bergbaus. Den beleuchtungstechnischen Rahmen lieferte ERCO mit

Den beleuchtungstechnischen Rahmen lieferte ERCO mit sei- nem Pantrac-System, das eine direkte und indirekte Be- leuchtung ermöglicht.

Midipoll

Midipoll Das Leerprofil baut sich aus Modulen von 312,5 mm auf und wird in Standardlängen von

Das Leerprofil baut sich aus

Modulen von 312,5 mm auf und

wird

in Standardlängen von 1250

mm

bis 3125 mm geliefert. Zur

Stabilität werden alle Profile stirnseitig mit gelochten Druck- gußringen ausgerüstet. Damit ist auch ein Verdrehen der Lichtaustrittsöffnung in 15°- Schritten möglich.

der Lichtaustrittsöffnung in 15°- Schritten möglich. Einsatz von 3-Phasen-Strom- schiene mit Einspeisung und

Einsatz von 3-Phasen-Strom- schiene mit Einspeisung und Endplatte bis zu Längen von 1 562,5 mm.

mit Einspeisung und Endplatte bis zu Längen von 1 562,5 mm. Einsatz von Leuchtstofflampen- Armatur 36/58
mit Einspeisung und Endplatte bis zu Längen von 1 562,5 mm. Einsatz von Leuchtstofflampen- Armatur 36/58

Einsatz von Leuchtstofflampen- Armatur 36/58 W, 1- oder 2lam- pig. Leuchtenabschluß mit Dark- light-Reflektor, Kunststoff ver- chromt.

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Midipoll ist ein Rohrsystem zur direkten und indirekten Be- leuchtung mit 36/58 W Leucht- stofflampen, 1- oder 2lampig, auch in Verbindung mit Strom- schieneneinsätzen. Farbe: weiß pulverbeschichtet. Lichtlenkung und Blendungsbegrenzung erfol- gen im direkten Ausstrah- lungsbereich durch formschlüs- sige prismatische Softec-Medi- um -Linsen, Abblendung 30° oder durch Darklight-Reflektoren mit 40° Abblendung. Für voll- kommen gleichmäßige Decken- aufhellung durch Indirektbe- leuchtung kommen Softec- Flood-Linsen zum Einsatz.

leuchtung kommen Softec- Flood-Linsen zum Einsatz. Einsatz von Leuchtstofflampen- Armatur für 36/58 W, 1- oder
leuchtung kommen Softec- Flood-Linsen zum Einsatz. Einsatz von Leuchtstofflampen- Armatur für 36/58 W, 1- oder

Einsatz von Leuchtstofflampen- Armatur für 36/58 W, 1- oder 2lampig. Leuchtenabschluß mit Softec-Medium -Linse aus kla- rem Acryl.

mit Softec-Medium -Linse aus kla- rem Acryl. Leuchtstoffleuchte direkt-, indi - rekt-strahlend 36/58 W,
mit Softec-Medium -Linse aus kla- rem Acryl. Leuchtstoffleuchte direkt-, indi - rekt-strahlend 36/58 W,

Leuchtstoffleuchte direkt-, indi- rekt-strahlend 36/58 W, 1- oder 2lampig. Leuchtenabschluß mit Darklight-Reflektor und Flood- Linse.

Leuchtenabschluß mit Darklight-Reflektor und Flood- Linse. Midipoll ist die konsequente Weiterentwicklung der Licht-
Leuchtenabschluß mit Darklight-Reflektor und Flood- Linse. Midipoll ist die konsequente Weiterentwicklung der Licht-

Midipoll ist die konsequente Weiterentwicklung der Licht- rohre Monopoll und Varipoll. Der größere Rohrdurchmesser ist von uns durch entsprechend kompliziertere Lichttechnik ge- nutzt worden.

entsprechend kompliziertere Lichttechnik ge- nutzt worden. Leuchtstoffleuchte direkt-, indi- rekt-strahlend, 36/58 W,
entsprechend kompliziertere Lichttechnik ge- nutzt worden. Leuchtstoffleuchte direkt-, indi- rekt-strahlend, 36/58 W,

Leuchtstoffleuchte direkt-, indi- rekt-strahlend, 36/58 W, 1- oder 2lampig. Leuchten -abschluß mit Softec-Medium- und Flood- Linsen.

Leuchten -abschluß mit Softec-Medium- und Flood- Linsen. Leuchtstoffleuchte indirekt-strah- lend 36/58 W, 1- oder
Leuchten -abschluß mit Softec-Medium- und Flood- Linsen. Leuchtstoffleuchte indirekt-strah- lend 36/58 W, 1- oder

Leuchtstoffleuchte indirekt-strah- lend 36/58 W, 1- oder 2lampig. Leuchtenanschluß mit Softec- Flood-Linse. Unterseite mit 3- Phasen-Stromschiene.

Softec- Flood-Linse. Unterseite mit 3- Phasen-Stromschiene. Die Strukturen des Midipoll- Systems passen zu der High-
Softec- Flood-Linse. Unterseite mit 3- Phasen-Stromschiene. Die Strukturen des Midipoll- Systems passen zu der High-

Die Strukturen des Midipoll- Systems passen zu der High- Tech-Architektur dieses Mode- geschäftes.

zu der High- Tech-Architektur dieses Mode- geschäftes. Das Krankenhaus für Sport ver- letzte in
zu der High- Tech-Architektur dieses Mode- geschäftes. Das Krankenhaus für Sport ver- letzte in

Das Krankenhaus für Sport ver- letzte in Lüdenscheid-Hellersen ist weit über die Landesgrenzen hinaus bekannt. Bundesliga Fuß- baller und andere Spitzensportler lassen ihre Verletzungen hier von Spezialisten operieren und später in der neuen Gymnastik- halle nachbehandeln.

und später in der neuen Gymnastik- halle nachbehandeln. In Neu-Ulm ist das Modehaus Walz als gute

In Neu-Ulm ist das Modehaus Walz als gute Adresse für junge, attraktive und ausgefallene Klei- dung bekannt.

für junge, attraktive und ausgefallene Klei- dung bekannt. Midipoll kommt aufgrund seiner Dimensionen besonders in
für junge, attraktive und ausgefallene Klei- dung bekannt. Midipoll kommt aufgrund seiner Dimensionen besonders in

Midipoll kommt aufgrund seiner Dimensionen besonders in großzügigen Architekturen zur Geltung.

besonders in großzügigen Architekturen zur Geltung. Auch das Licht trägt in der Halle dazu bei, Kranken
besonders in großzügigen Architekturen zur Geltung. Auch das Licht trägt in der Halle dazu bei, Kranken

Auch das Licht trägt in der Halle dazu bei, Kranken und Verletzten die langsame Eingewöhnung an neue körperliche Aktivitäten zu erleichtern.

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Zwei Leitgedanken bestimmten unsere Arbeit am Graf-Zeppelin- Haus: Die Vorstellung von einem harmonisch in die

Zwei Leitgedanken bestimmten unsere Arbeit am Graf-Zeppelin- Haus: Die Vorstellung von einem harmonisch in die Bodensee- Landschaft eingefügten Gebäude und die Idee eines weiten, heite- ren und lichten Hauses. In ihm sollte man ebenso Feste feiern wie ernste Musik hören, Theater spielen oder Kongresse abhalten können. Kunstausstellungen soll- ten dort ebenso wie Industrie- Ausstellungen möglich sein. Ein Haus für vielerlei Zwecke also sollte es werden, jedoch mit einem unverwechselbaren Aus- sehen. Es sollte also alle geforder- ten räumlichen und technischen Funktionen erfüllen - und doch mehr sein: Ein festliches Haus, erbaut mit den eher kargen architektonischen Mitteln, die uns heute zur Verfügung stehen. Seinen räumlichen Ausdruck soll- te das Haus weniger durch die Verwendung aufwendiger Mate- rialien erhalten, als durch die Bewegtheit der Formen, die dif- ferenzierte Führung des Ta - geslichts und den Einsatz der heute hoch entwickelten Kunst- licht-Technik. Im Innern des Gebäudes entstand eine Folge von ab- wechslungsreichen Räumen ver- schiedener Größe und ver- schiedenen Zuschnitts, die, so- weit dies verwirklicht werden konnte, fließend ineinander über- gehen. Das Raumprogramm führte zu einem Entwurf, dessen Eigen- art es ist, daß das Gebäude im Gegensatz zu vielen anderen Stadthallen von oben betreten wird. Man gelangt also von Nord-Osten her in die große oder kleine Eingangshalle und schreitet dann über großzügige Treppen hinab ins Foyer, von dem aus sich der Blick öffnet auf den See, auf die Seeterrasse und das Alpen-Panorama. Infolge des schrägwinkligen, organischen Grundrisses hat der Besucher, wenn er das

organischen Grundrisses hat der Besucher, wenn er das Graf-Zeppelin-Haus, Friedrichshafen Architekten: Hartmut

Graf-Zeppelin-Haus,

Friedrichshafen

Architekten: Hartmut Breu-

ning, Hildegard Breuning- Aldinger, Klaus Büchin, Stutt- gart

Beleuchtungsplanung:Licht-

design, Köln Baudaten:

April 1978

Architekten-Wettbewerb:

Februar 1982

Rohbaubeginn:

Oktober 1982

Grundsteinlegung:

Oktober 1983

Richtfest:

17. Oktober 1985

Einweihung:

168373 m³

Umbauter Raum:

72765

(davon Tiefgarage):

30223

Nutzfläche:

13741

(davon Tiefgarage):

93 Mio. DM

Gesamtkosten:

Stadt Friedrichshafen

Bauherr:

Ing.-Büro Rentschler + Riedes-

Lüftung und Sprinkleranlage:

ser, Stuttgart

Sanitär und Heizungsanlage:

Ing.-Büro Grad, Friedrichshafen Dipl.-Ing. Manfred Weidner,

Bühnentechnik und Elektro- planung Teil I:

Wernau Ing.-Büro Auerhammer + Wei-

Elektroplanung Teil II:

land, Friedrichshafen

Akustik:

Ing.-Büro Müller BBM, Planegg Dipl.-Ing. H. Bobran, Nürtingen

Bauphysik:

Hartwig TrolI, Überlingen

Gartengestaltung:

Hartwig TrolI, Überlingen Gartengestaltung: 22 Gebäude durchschreitet, über- raschend sich ändernde

22

Hartwig TrolI, Überlingen Gartengestaltung: 22 Gebäude durchschreitet, über- raschend sich ändernde

Gebäude durchschreitet, über- raschend sich ändernde Raum- Eindrücke, er erlebt den Wech- sel des verschieden geführten Tageslichts und hat stets neue Ausblicke auf See oder Land- schaft. So ist schon von der großen

Eingangshalle aus das helle Licht

des Sees wahrzunehmen

Foyer stehend, erlebt man einen bewegten, hohen Raum, in dem sich das Tageslicht in vielfältiger Weise darstellt; als direktes Licht über die voll verglaste Süd- fassade, in gedämpfter, schim- mernder Reflektion über die Lamellen der Dachoberlichter oder indirekt über den begrünten Lichthof. Einen ganz wesentlichen Anteil an der Gestaltung der

Im

Innenräume hat das Kunstlicht. Es wurde vom Büro für Lichtde- sign, Köln, als integraler Be- standteil der Architektur gestal- tet. Die Innenräume sollten ja nicht nur am Tage durch das dif- ferenziert einfallende Licht leicht und transparent wirken, sie soll- ten auch in den Abend -stunden festlich und heiter stimmen. Es wurden sowohl für die Primär- Beleuchtung, das heißt, für das Licht zum Sehen, als auch für die Festbeleuchtung (für das Licht zum Ansehen) Halogenlam- pen unterschiedlicher Leistungs- stufen verwendet. Für die Grundbeleuchtung wurden vorwiegend Einbau - leuchten mit Ellipsoid-Reflektor verwendet, die eine kleine Licht- Austritts-Öffnung gestat-

verwendet, die eine kleine Licht- Austritts-Öffnung gestat- Der Große Saal (Hugo-Eckener- Saal) ist ein Raum, der

Der Große Saal (Hugo-Eckener- Saal) ist ein Raum, der symme- trisch und sehr breit angelegt ist und in dem sich die Zuschauer arenenartig in einem Viertelkreis um die Bühne versammeln. Die Decke des Großen Saales, deren Gestaltung sehr stark von den Forderungen der Akustik und der Lüftungstechnik bestimmt wurde, spannt den gespreizten Raum in großen Bögen aus und gibt ihm damit seine Großzügig- keit.

bestimmt wurde, spannt den gespreizten Raum in großen Bögen aus und gibt ihm damit seine Großzügig-
bestimmt wurde, spannt den gespreizten Raum in großen Bögen aus und gibt ihm damit seine Großzügig-

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24 ten und sich unauffällig in die Architektur einfügen. Für die Festbeleuchtung dienen Nieder-

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ten und sich unauffällig in die Architektur einfügen. Für die Festbeleuchtung dienen Nieder- volt-Halogen-Glühlampen mit sehr kleinen Wendel-Abmes- sungen, die einen brillanten Lichtpunkt bilden und die im Großen Saal den Konturen der Decke folgen und sie zu einem großflächigen „Kronleuchter“ machen. Die gleiche Lichtquelle er- scheint in Verbindung mit Glas- Lamellen im Großen Foyer, die in freier Form zu einem Licht- see angeordnet wurden. Aus diesem Lichtsee entwickelte sich eine Lichtspirale, die das Thema Glas und Licht zu einer räumlichen Struktur formt und die den strahlenden Mittelpunkt des Foyers bildet. Die Halogen- Lichtpunkte werden durch eine zarte Lichtstruktur, die gleich- zeitig der Stromzuführung dient, verbunden. Ihr Licht spiegelt sich vielfach in den Glaslamellen und wird an den Lichtleitern entlanggeführt. So entsteht ein wohlüberlegter Zusammenklang des Lichtes und der Architektur.

Hartmut Breuning

Offensichtlich heiter wie das Licht, der Lichtplaner und Klaus Büchin, einer der drei Partner der Architektengruppe bei der Eröffnung.

der drei Partner der Architektengruppe bei der Eröffnung. Veba Öl AG, Hauptverwal- tung Gelsenkirchen Architekten:

Veba Öl AG, Hauptverwal- tung Gelsenkirchen

Architekten: Prof. Kraemer, Sieverts & Partner und Stjepan Cadez, Braun- schweig/Köln Beleuchtungsplanung: HL-Technik, Bartenbach, Düsseldorf/München

Großprojekte haben oft eine lange Vorge- schichte. Die der Hauptverwaltung der Veba Öl AG reicht bis in das Jahr 1969 zurück, als im Zuge des Unternehmensaus- und - umbaus die alte Hauptverwaltung nicht mehr ausreichte und Platz für neue Mitarbei- ter geschaffen werden mußte. Das Gebäu- de, das sich heute als neues Domizil der Veba Öl AG präsentiert, ist das Ergebnis die- ses lang andauernden Ent- wicklungsprozesses. Geblieben sind die Architekten, die schon 1969 den Wettbe- werb um den Neubau gewonnen hatten. Verändert haben sich der Standort und das Büroraumkonzept des Gebäudes. Die Veba Öl AG ist Teil des Veba-Kon- zerns, der mit ca. 77200 Mitarbeitern zu den größten Konzernen der Bundesrepublik gehört. Wie die Muttergesellschaft ist auch die Tochter ein Konzern mit namhaften Beteiligungsgesellschaften. Zu unter- schiedlichen Anteilen gehören die Mark Pro- ducing, die Veba Oil Nederland, die Deut- sche Erdölversorgungsgesellschaft, die Veba Öl Poseidon Schiffahrt Pipeline Gesellschaft, die Veba Oil International, die Ruhr Öl, die Erdöl-Raffinerie Neustadt und die Oberrhei- nischen Mineralölwerke ebenso zur Veba Öl AG wie Raab Karcher, Aral und die Veba Öl Entwicklungs-Gesellschaft. Mit rund 6000 Mitarbeitern hat der Kon- zern 1984 einen Umsatz von 21,2 Mrd. DM erzielt. Hervorgegangen ist die Gesellschaft aus dem 1935 errichteten Hydrierwerk Scholven der Hibernia, der Steinkoh- lenbergwerksgesellschaft des Preußischen Staates. Aus dem Unternehmen, das noch vor und während des Zweiten Weltkrieges Benzin aus Kohle im Hochdruck-Hydrier- verfahren herstellte, ist heute eine der größ- ten deutschen Mineralölgesellschaften geworden. Mit der Ruhr Öl GmbH, der größ- ten deutschen Mineralölraffinerie, hat sie ihren Sitz in Gelsenkirchen. Der durch den Unternehmensausbau Ende der 60er Jahre beschlossene Umbau

der Hauptverwaltung mußte jedoch immer wieder zurückgestellt werden: wegen erneuter Unternehmenserweiterungen und - als Folge der ersten Ölkrise - wegen Ver- schlechterung der Ertragslage. Erst 1979 faßten Vorstand und Aufsichtsrat den Ent- schluß, für die verschiedenen Abteilungen der Hauptverwaltung nun endgültig ein zen- trales Gebäude zu errichten. Im April 1981 konnte mit den Bauarbeiten begonnen wer- den. Vergeben wurde das

mit den Bauarbeiten begonnen wer- den. Vergeben wurde das Projekt an das Architektenteam, das schon 1969

Projekt an das Architektenteam, das schon 1969 den damals ausgeschriebenen Wett- bewerb für sich entscheiden konnte. Im Januar 1984 konnten die rund 900 Mit- arbeiter, die 1983 in zwei benachbarten Gemeinden an sechs Standorten und in 23 Gebäuden untergebracht waren, nach fast dreijähriger Bauzeit Einzug halten. Der reizvolle Flachbau am Nordrand von Gelsenkirchen, der sich in einen südlichen und einen nördlichen Bauteil gliedert, erhebt sich auf einem 133 000 qm großen Grund- stück, das sich schon vorher zum größten Teil im Besitz des Konzerns befand. Vor- stand und Sonderraumbereiche wie EDV, Kasino und Cafeteria, Schulung, Konferenz, Zentralregistratur, Büromaterial, Handwerker u. a. sind im nördlichen, vorgelagerten Teil untergebracht. Die Geschoßhöhen in den drei Etagen dieses Traktes betragen 4,50 Meter und mehr. 100 Arbeitsplätze konnten hier eingerichtet werden. Der südliche Kom- plex, in dem die

betragen 4,50 Meter und mehr. 100 Arbeitsplätze konnten hier eingerichtet werden. Der südliche Kom- plex, in

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Büroräume untergebracht sind, ist vierge- schossig. Rund 900 Mitarbeiter sind hier überwiegend in 1- und 2-Personen-Büros von 17 und 23 qm untergebracht. Eine zwischengelagerte Halle verbindet die bei- den Teile der Hauptverwaltung miteinan- der.

Während das Rechenzentrum voll, Kasi- no, Cafeteria, Schulungs-, Konferenz- und Gästebereich teilklimatisiert sind, kommt der gesamte Bürobereich ohne Klimaanlage aus. Die Fenster in den jeweiligen Räumen lassen sich individuell öffnen und schließen, Außenjalousien und Heizungen nach Bedarf einstellen. Ein kommunikationsförderndes Bauprinzip, einfache Orientierung und störungsfreie Arbeitsbedingungen mit mög- lichst natürlichen Umweltzuständen waren die vordringlichen Ziele bei der Planung. Die Natur wurde großzügig in die Bebauung mit- einbezogen. Grünanlagen und gärtnerisch gestaltete Innenhöfe bestimmen wesent- lich das Erscheinungsbild des Gebäu- des.

Schon der Parkplatz ist bemerkenswert. In seiner Gestaltung erinnert er an ein klei- nes Wäldchen. Ein breiter Grün-streifen, der mit Büschen und Bäumen bepflanzt ist, trennt die Parkstreifen voneinander. Den Weg zum Eingang säumen gepflegte Baum- reihen. Mitarbeiter und Gäste betreten die Eingangshalle durch einen verglasten Wind- fang. Nach wenigen Schritten befindet man sich in der Verteilerhalle, deren Südwand

ebenfalls verglast ist. Große Pflanzen in tos- kanischen Keramiktöpfen und hinter der Glaswand angepflanztes Grün, das an den Streben der Fensterputz-Balkone empor rankt, leiten optisch zu den angrenzenden Büroräumen über. In Kontrast zu diesem Geranke vor und hinter der Glaswand steht die Rückwand der Verteilerhalle, die wie alle Fronten des Gebäudes aus Klinker gestaltet ist. Wie pfeilerartige Wandverstärkungen wirken die schmalen hervortretenden Klin-

ker-

wirken die schmalen hervortretenden Klin- ker- 26 Die tragenden Konstruktionselemente ver- lieren in dem

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wirken die schmalen hervortretenden Klin- ker- 26 Die tragenden Konstruktionselemente ver- lieren in dem
wirken die schmalen hervortretenden Klin- ker- 26 Die tragenden Konstruktionselemente ver- lieren in dem

Die tragenden Konstruktionselemente ver- lieren in dem weiträumigen Gebäude jeg- liche Schwere.

Horizontalwege machen die neue Hauptver- waltung der Veba Öl AG sehr „fußläufig“.

bänder. Geschaffen wurde diese Struktur von Professor Hartmut Böhm. Der Hallenfußboden besteht aus Klein - pflaster und keramischen Platten. Ein Lauf- steg, der in etwa vier Metern Höhe über der Halle schwebt, führt direkt in die dritte Etage des Bürotraktes und ins Obergeschoß des Kopfbaues, des nördlichen, vorgelager- ten Komplexes. Allein der Kopfbau ist unter- kellert. Werkstätten, Druckerei, Maschi- nenraum des Rechenzentrums, Zentral- archiv, Heizung, Klimaanlage und Garage sind hier untergebracht. Den östlichen Teil des Erdgeschosses nehmen Kasino, Cafe- teria, Küche und Schulungszone ein. Rechenzentrum, Erste-Hilfe-, Arztzimmer und Ruheraum für werdende Mütter sind im westlichen Teil des Erdgeschosses un- tergebracht. Darüber finden die Büros des Vorstandes und - im westlichen Teil - die Bibliothek mit der Konferenzzone und dem Gästebereich ihren Platz. Der Bürotrakt gruppiert sich in drei großen Waben um verschieden gestaltete Innenhöfe. Zur Vereinfachung der Kommu- nikation hat jede Wabe einen Kennbuch- staben und eine eigene Leitfarbe. Farb- streifen an den Wänden, Hinweiszeichen und Türschilder erleichtern die Orientierung. Das gewählte Grundrißprinzip -wenige Geschosse und deutliche horizontale Aus- dehnung - bietet Gelegenheit zur Bewegung und zur Begegnung. Dazu kommen die Vor- teile kürzerer Wegezeiten, da Horizontalwe- ge zwar länger, dafür aber

ohne Aufzugswartezeiten weniger zeitauf- wendig sind. Der längste Weg, der sich von Büro zu Büro überhaupt denken läßt, beträgt 240 Meter. Die Arbeitsplätze im Bürotrakt sind, auch im Hinblick auf die Landschaft, gleich- wertig angelegt. Von jedem Platz aus ist ein Einblick in die Umgebung gewährleistet:

entweder in einen der drei quadratischen oder einen der beiden dreieckigen Innen - höfe oder aber in die parkähnliche Außenan- lage. Jeder der drei quadratischen Höfe hat sein eigenes Thema. Im „Seerosenhof“ fin- det man ein diagonal angelegtes Was- serbecken, der „Moorhof“ besitzt einen echten Moorbiotop und im „Brunnenhof“ plätschert das Wasser fortlaufend in einen Graben, der sich schneckenförmig windet. Ebenso angenehm ist der Blick auf die dreieckigen Innenhöfe mit ihren Wasser - becken vor der Verteilerhalle. Ein etwa 5000 qm großer See mit einer Vielfalt von Was- ser-, Ufer- und Sumpfpflanzen ziert die Nord- seite des Gebäudes. Blumenwiesen geben den Außenanlagen ein eigenes Gepräge. Durch einen bis zu acht Meter hohen, bepflanzten Wall wird die Verwaltung vor dem Lärm der nahen, verkehrsstarken Straße geschützt. Für den Fall, daß innerhalb des Büro- bereichs aus organisatorischen Gründen später ein Umbau erforderlich sein sollte, wurden schon vorsorglich verschiedene Vor- kehrungen getroffen. Unter anderem wurde Gipskarton, der bei Bedarf leicht

Kasino und Cafeteria des Hauses werden im Free-flow-System mit bargeldloser Ab- rechnung geführt.

bei Bedarf leicht Kasino und Cafeteria des Hauses werden im Free-flow-System mit bargeldloser Ab- rechnung geführt.
bei Bedarf leicht Kasino und Cafeteria des Hauses werden im Free-flow-System mit bargeldloser Ab- rechnung geführt.

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Hinter einem verglasten Windfang öffnen sich Eingangs- und Verteilerhalle. Bürotrakt und Kopfbau bilden optisch eine
Hinter einem verglasten Windfang öffnen sich Eingangs- und Verteilerhalle. Bürotrakt und Kopfbau bilden optisch eine

Hinter einem verglasten Windfang öffnen sich Eingangs- und Verteilerhalle.

Windfang öffnen sich Eingangs- und Verteilerhalle. Bürotrakt und Kopfbau bilden optisch eine Einheit: durch

Bürotrakt und Kopfbau bilden optisch eine Einheit: durch gärtnerisch gestaltete Innen- höfe und die zwischengelagerte verglaste Halle.

Das Licht zum Hinsehen lenkt die Auf- merksamkeit des Betrachters auf wichtige Gebäudedetails.

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entfernt werden kann, als Material für die Bürotrennwände gewählt. Die Flurwände sind als Scheiben gestaltet. Die Ausspa- rungen, die sich jeweils zwischen zwei Scheiben befinden, können entweder durch eine Tür oder durch Gipskartonplatten geschlossen werden. Dieses Prinzip gewährleistet, daß Trennwände grund- sätzlich in jeder Achse errichtet werden kön- nen. Ferner wurde in der vierten Etage des Bürobereichs völlig auf Stützen verzichtet, um hier bei Bedarf jederzeit auch größere Räume bilden zu können. Ein rotbrauner keramischer Fußboden und eine orangefarbene Rasterkassetten- decke verleihen Kasino und Cafeteria ein einladendes Aussehen. Die Fenster lassen einen Blick auf die gepflegte Teichanlage vor der Verwaltung zu. 200 Stühle im Kasino und 92 in der Cafeteria stehen den Mitarbei- tern zur Verfügung. Bei schönem Wetter lädt eine ausgedehnte Terrasse zum Verwei- len im Freien ein. Neben zwei Standardgerichten bietet das Kasino ein reichhaltiges Angebot an Vor- speisen, Suppen, Fisch, Grillgerichten und Beilagen an. Jeder Mitarbeiter kann sich seine Mahlzeiten selbst zusammenstellen. In der Küche, die mit modernsten techni- schen Geräten ausgerüstet ist, macht eine Abzugsdecke die üblichen Abzugs -hauben über den Herden und Kesseln überflüssig. Die Spülküche ist durch eine Glas -wand von der Kochküche abgetrennt. Der Boden ist rotbraun gefliest, beige Platten bedecken die Wände. Durch große Fenster fällt das Tageslicht bis ans Ende des Raumes ein. Außer Kasino und Cafeteria stehen den Mitarbeitern 20 Teeküchen zur Verfügung. Ausgerüstet sind sie jeweils mit einer Kaf- feemaschine, einem Geschirrspülautomaten und einem Kühlschrank mit zwölf ver- schließbaren Kühlfächern. Genau wie in den anderen Bereichen nutzte die Veba Öl AG auch bei der Be- leuchtungstechnik die neuesten Entwick- lungen. Neben Wirtschaftlichkeit und op- timalen Lichtverhältnissen wurde beson- derer Wert auf das gestalterische Element der Leuchten und eine angenehme Raum - atmosphäre gelegt. In entscheidendem Maße trug auch ERCO zur Lösung der viel- fältigen Beleuchtungsaufgaben in der neuen Hauptverwaltung bei. Rund 200 A- Lampen- Downlights, etwa 200 HAL Downlights und ca. 300 Meter Monopoll-Stromschienen mit Logotec Strahlern stammen von ERCO. Geschaffen wurde

mit Logotec Strahlern stammen von ERCO. Geschaffen wurde Auf der rechten Seite der Eingangshalle ist der
mit Logotec Strahlern stammen von ERCO. Geschaffen wurde Auf der rechten Seite der Eingangshalle ist der

Auf der rechten Seite der Eingangshalle ist der Bereich des Pförtners untergebracht.

Eingangshalle ist der Bereich des Pförtners untergebracht. eine Beleuchtungskonzeption, die nicht nur ausgezeichnete

eine Beleuchtungskonzeption, die nicht nur ausgezeichnete Lichtverhältnisse an den Arbeitsplätzen garantiert, sondern auch die unterschiedlichsten Möglichkeiten bei der Raumgestaltung zuläßt. Ein weiches, blendfreies Licht fällt asymmetrisch auf die Schreibtische und gewährleistet eine optimale Ausleuchtung der Arbeitsflächen. Die installierte Licht- abschaltautomatik, die auf die Überschrei- tung einstellbarer Außenhelligkeitswerte anspricht, unterstützt die Wirtschaftlichkeit des Beleuchtungskonzeptes. In der Eingangshalle und in den öffent- lichen Bereichen sorgen die ERCO Down- lights auch bei geringerer Außenhelligkeit für ein tageslichtähnliches Milieu. Genau wie die schwebend wirkenden Metall- deckenelemente werden sie direkt in die Raumgestaltung miteinbezogen. Das ERCO Monopoll-Lichtsystem, das mit seinen unter- schiedlichen Varianten die verschiedensten lichttechnischen Funktionen erfüllen kann, setzt in der Verwaltung reizvolle Akzente. Eine Vielzahl interessanter Montage- und Anordnungsmöglichkeiten des Systems wurde genutzt. In Verbindung mit den Logo- tec Strahlern von ERCO entsteht hier ein „Licht zum Hinsehen“, das im Raum gezielt Akzente zu setzen vermag. So hat die Architektengemeinschaft Prof. Kraemer, Sieverts & Partner und Dipl.- Ing. Cadez mit der Veba Öl-Hauptverwaltung ein Gebäude geschaffen, das sich harmonisch und großzügig in die Landschaft

das sich harmonisch und großzügig in die Landschaft eingliedert. 4000 Bäume, 2000 Sträucher sowie 62 000
das sich harmonisch und großzügig in die Landschaft eingliedert. 4000 Bäume, 2000 Sträucher sowie 62 000
das sich harmonisch und großzügig in die Landschaft eingliedert. 4000 Bäume, 2000 Sträucher sowie 62 000

eingliedert. 4000 Bäume, 2000 Sträucher sowie 62 000 Bodendecker, Stauden und Wasserpflanzen unterstreichen den beson- deren Stellenwert, den die Umwelt bei der Planung und Gestaltung hatte. Zusammen zehnmal so groß wie die 10 800 qm große Fläche, die das Verwaltungsgebäude ein- nimmt, sind die 54 000 qm große Rasen- fläche und die 40 000 qm großen Bepflanzungen der Außenanlagen, für die die Landschafts- architekten Bödeker-Boyer-Wagenfeld & Partner (Düsseldorf/Mettmann) verant- wortlich waren. So entstand ein Verwal- tungsgebäude, das im wahrsten Sinne des Wortes Profil hat.

tungsgebäude, das im wahrsten Sinne des Wortes Profil hat. Toskanische Pflanzenkübel, gepflegtes Grün auch im Inneren

Toskanische Pflanzenkübel, gepflegtes Grün auch im Inneren — die Natur wird großzügig in die Gestaltung miteinbezogen.

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Sheraton Hotel, Oslo

Architekten: Platou Arkitekter A/S, Oslo Beleuchtungsplanung: Lighting Design Partnership, Edinburgh

Beleuchtungsplanung: Lighting Design Partnership, Edinburgh Die Gesamtkonzeption des Sheraton Hotels ist auf die
Beleuchtungsplanung: Lighting Design Partnership, Edinburgh Die Gesamtkonzeption des Sheraton Hotels ist auf die
Beleuchtungsplanung: Lighting Design Partnership, Edinburgh Die Gesamtkonzeption des Sheraton Hotels ist auf die
Beleuchtungsplanung: Lighting Design Partnership, Edinburgh Die Gesamtkonzeption des Sheraton Hotels ist auf die

Die Gesamtkonzeption des Sheraton Hotels ist auf die Beleuchtung ausgerichtet. Geschickt werden durch das Licht die Qua- litäten des Aufregenden und Bizarren genutzt.

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die Qua- litäten des Aufregenden und Bizarren genutzt. 30 Anklänge an das Wien der Jahrhundert- wende
die Qua- litäten des Aufregenden und Bizarren genutzt. 30 Anklänge an das Wien der Jahrhundert- wende

Anklänge an das Wien der Jahrhundert- wende und ein exzentrischer Hauch von Post-Moderne bestimmen das Design des Hauses.

Hauch von Post-Moderne bestimmen das Design des Hauses. Die Anklänge an das Atrium des altitalischen Hauses

Die Anklänge an das Atrium des altitalischen Hauses sind unverkennbar. Ursprünglich als Wohnraum der Familie genutzt, diente der säulengeschmückte Innenhof seit dem 2. Jahrhundert v. Chr. als Empfangshalle, an die sich der Wohnbereich anschloß. Funkti- on und in weitestem Maße auch Aussehen des antiken Atriums haben sich im Sheraton Hotel in Oslo erhalten. Dem italischen Vor- bild gemäß fällt auch im Sheraton Tageslicht über eine Dachöffnung in die Halle ein. Vor- handen sind die Säulen, die schon in der Antike das Atrium zierten. Geblieben ist die einstige Bestimmung: den Gast zum Eintre- ten und Sichwohlfühlen einzuladen. Das Atrium ist im Osloer Sheraton Hotel der ästhetische Anziehungspunkt eines Hotels, das nicht mit einer erheben- den Aussicht auf die Fjorde oder Berge auf- warten kann. Eine schlichte Außenansicht und der Standort zwischen einer Autobahn und einem Ausstellungszentrum außerhalb Oslos verstärkten die Notwendigkeit, im Innern Akzente zu setzen und die Qualitäten des Aufregenden und Bizarren zu nutzen. Ergebnis ist ein Design, das sich mit dem der Grandhotels des späten 19. Jahrhun- derts messen kann. Ein „Eiskristall“, der am Tage eine hoch reflektierende, bei Nacht eine strahlende Erscheinung hat. Dem Licht kam bei dieser Gestaltung eine besondere Bedeutung zu: deutlich bereits am Atrium zu erkennen, das sich nicht zuletzt durch die Beleuchtung als wah- res „Chamäleon“ präsentiert. Mit Hilfe eines Lichtsteuersystems wurde in der Halle eine Atmosphäre geschaffen, die sich mit dem Tageslicht ändert. Allerdings so langsam, daß diese Veränderungen nicht bewußt wahrgenommen werden. Die Lichtszenen, die dem Tagesablauf folgen, reichen von der „Frühen Morgendämme- rung“ bis zum „Späten Abend“. Wird in den Tagesszenen noch das künstliche mit dem natürlichen Licht kombiniert, vermittelt abends eine rote Beleuchtung

Licht kombiniert, vermittelt abends eine rote Beleuchtung den Eindruck eines Sonnenuntergangs. Spätabends geht die

den Eindruck eines Sonnenuntergangs. Spätabends geht die rote Sonne in einen tiefblauen Nachthimmel über, und Sterne erscheinen. Ein Schauspiel, das die Gäste, auch wenn sie sich nicht im Atrium auf- halten, mitverfolgen können: aus ihren Zim- mern, die sich mit Paaren von rechteckigen Fenstern an den vier Seiten der Halle erhe- ben.

Ähnlich eindrucksvoll wurde der Zugang zu einem Feinschmecker-Restaurant am Rande des Atriums gestaltet. Mit einem Paar kurzer Säulen, die eine reizvolle „Ein- gangskolonnade“ bilden und die Blicke der Vorübergehenden auf sich ziehen. Der Gang durch den Korridor, in den die „Kolonnade“ mündet, wird durch das Licht ebenfalls zu einem Erlebnis. Die Erwartung auf das, was im Inneren folgt, wird schon hier gesteigert. Vom ersten Eindruck blauer, mit Argon gefüllter Kalt-Kathoden-Lampen hinter Mes- singleisten wird der Gast visuell wieder zu Wärme und Gemütlichkeit geführt. Zwangs- läufig wird der Blick dabei vom zentralen offenen Kamin des Restaurants angezogen. Durch das Lichtsteuersystem, das in allen öffentlichen Bereichen des Hotels installiert wurde, kann auch in diesem Raum die At- mosphäre mit fortschreitender Stunde ver- ändert werden. Richtungsweisend wird das Licht im Rezeptionsbereich eingesetzt. Niedervolt- Downlights von ERCO bilden hier einen leuchtenden Drehpunkt, der die Gäste auch ohne Hinweisschild direkt zum Empfang und zu den Aufzügen leitet. Sollen die Eintreten- den über die Garderobe unmittelbar in die Wandelhalle geführt werden, nutzt das Hotel wiederum die Möglichkeiten des Lichtsteuersystems: sämtliche Downlights, die die Säulenelemente überfluten, erlö- schen langsam. Die Garderobe wird dadurch optisch stärker hervorgehoben und wirkt einladender. Wie selbstverständlich gehen die Gäste auf sie zu. Im Wandelgang rund um das Atrium umfängt

Gäste auf sie zu. Im Wandelgang rund um das Atrium umfängt den Gast dann ein warmes,

den Gast dann ein warmes, angenehmes Ambiente. ERCO Downlights im mittleren Bereich und Tisch-Beleuchtung entlang der Peripherie schaffen eine Mischung von akti- vem Raum und ruhiger Zone. Auf die Umhergehenden fällt ausreichendes Licht, Ausruhende finden die nötige Muße. Außer den Niedervolt- Downlights wur- den auch ERCO Richtstrahler im Sheraton Hotel in Oslo eingesetzt. Im Rahmen einer gelungenen Beleuchtungskonzeption tragen sie dazu bei, daß die gestalterischen Mög- lichkeiten, die sich durch den richtigen Ein- satz von Licht ergeben, hier genutzt werden können.

Ein- satz von Licht ergeben, hier genutzt werden können. Im Theater folgt die Beleuchtung der Aktion

Im Theater folgt die Beleuchtung der Aktion auf der Bühne. Im Atrium des Sheraton Hotels paßt sie sich dem Tagesablauf an.

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Licht für vertikale Flächen

Licht für vertikale Flächen 32 Wenn man die Empfehlungen für Beleuchtungsstärken der ein- zelnen Länder durchliest,
Licht für vertikale Flächen 32 Wenn man die Empfehlungen für Beleuchtungsstärken der ein- zelnen Länder durchliest,

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Wenn man die Empfehlungen für Beleuchtungsstärken der ein- zelnen Länder durchliest, bekommt man den Eindruck, daß die wichtigste Sehaufgabe des Auges die Betrachtung ho- rizontaler Flächen ist. Die täg- liche und natürlich vor allem die nächtliche Realität sieht aller- dings so aus, daß die vertikalen Flächen den größten Anteil an

Die unterschiedlichen Hel- ligkeitsanforderungen bei der Ausleuchtung von Wänden er- fordern ein Repertoire von licht- technischen Lösungen, die von der Beleuchtung sensibler Ob- jekte, wie z. B. von Aquarellen, und damit Beleuchtungsstärken von 50 Lux bis zur starken Aus- leuchtung von Wandreliefs mit Beleuchtungsstärken von

Aus- leuchtung von Wandreliefs mit Beleuchtungsstärken von der Wahrnehmungsleistung unseres Auges haben. Aus diesem

der Wahrnehmungsleistung unseres Auges haben. Aus diesem Grunde haben wir bei ERCO schon immer un- ser besonderes Augenmerk da- rauf gerichtet, lichttechnische Lösungen anzubieten, die das Sehen und Wahrnehmen von vertikalen Flächen besonders erleichtern und unterstützen. Gleichmäßige Beleuchtungs- stärken auf Wänden sind z. B. das Ziel bei der Entwicklung von Wandflutern - ungeachtet, ob sie bündig in der Decke eingebaut sind oder an Stromschienen montiert werden.

z.B. 250 bis 300 Lux reichen. Ob für Leuchtstofflampen, Glühlampen oder Halogenlam- pen - das Ziel der jeweils be- rechneten Reflektoren ist es, das Licht gleichmäßig auf die Wand zu verteilen.

ist es, das Licht gleichmäßig auf die Wand zu verteilen. Technische Information In den letzten Jahren

Technische

Information

In den letzten Jahren ist eine

Reihe von energiesparenden kompakten Leuchtstofflampen auf den Markt gekommen. Sie

können in Downlights und Strah- lern eingesetzt werden, die bis- her ausschließlich den Glühlam- pen vorbehalten waren. Da diese neuen Lampen in einer breiten Leistungspalette von 5 W bis 36

W zur Verfügung stehen, ist es

auch möglich, hierfür Leuchten mit kompakter Bauform zu kon- struieren. Dies ermöglicht den Planern und Architekten eine freie Gestaltung des Deckenbil- des. Die sogenannten Langfeld- leuchten, mit mehr oder weniger linearer Anordnung, können nun durch die neuen, richtungsneu- tralen Leuchten ersetzt werden. Neben der Energie- und damit verbundenen Kostenein- sparung - ca. 25 % Stromver- brauch von Glühlampen - ergibt sich auch durch die hohe Lebensdauer von 5000 Stunden ein weiterer wirtschaftlicher Vor- teil.

von 5000 Stunden ein weiterer wirtschaftlicher Vor- teil. Kompakte Leuchtstofflampen TC Kompakte Leuchtstofflampen

Kompakte Leuchtstofflampen TC Kompakte Leuchtstofflampen gibt es in den Leistungen 5,7, 9 und 11 W. Sie sind 107 bis 237 mm lang. Der als Zündhilfe benötigte

Starter ist im Sockel G 23 ein- gebaut. Die Lampen 5, 7 und 9W können in Einzel- wie auch

in Reihenschaltung betrieben

werden, die 11 W-Lampe nur in Einzelschaltung. Zur Kompen- sation von Leuchten muß je Vor- schaltgerät ein 2µF-Kon-densator eingesetzt werden.

Combinair-Leuchten für 2- oder 3lampige Bestückung mit TC-L- Lampen werden mit Hilfe eines Darklight-Reflektors auf 30/40° abgeblendet. Zur Reduzierung der Lampenleuchtdichten wer- den serienmäßig Softec-Linsen eingesetzt.

wer- den serienmäßig Softec-Linsen eingesetzt. Kompakte Leuchtstofflampen mit doppeltem Lampenrohr TC-D

Kompakte Leuchtstofflampen mit doppeltem Lampenrohr TC-D Extrem kurze kompakte Leucht- stofflampen mit doppeltem Lam- penrohr werden in den Lei- stungen 10W und 13W mit einer Lampenlänge bis 140 mm ange- boten. Der Starter ist im Sockel G24d-1 eingebaut. Die Lampen

werden in Einzelschaltung betrieben und benötigen zur Kompensation einen 2µF-Kon- densator.

und benötigen zur Kompensation einen 2µF-Kon- densator. Downlights mit horizontal ein- gesetzten TC- Lampen haben
und benötigen zur Kompensation einen 2µF-Kon- densator. Downlights mit horizontal ein- gesetzten TC- Lampen haben

Downlights mit horizontal ein- gesetzten TC- Lampen haben bei Abblendwinkel bis 40° geringe Einbautiefen bis 180 mm.

bei Abblendwinkel bis 40° geringe Einbautiefen bis 180 mm. Downlights mit TC- Lampen und senkrechter Lampenanordnung
bei Abblendwinkel bis 40° geringe Einbautiefen bis 180 mm. Downlights mit TC- Lampen und senkrechter Lampenanordnung

Downlights mit TC- Lampen und senkrechter Lampenanordnung sind 1- bis 4lampig bestückt und je nach Einbautiefe 30° oder 40° abgeblendet.

den in der Lichtfarbe „warm-

den in der Lichtfarbe „warm-

weiß“ bei Farbwiedergabestufe

1 angeboten; TC-L- Lampen in

2 Lichtfarben „warmweiß‘ und

einer Lichtfarbe „neutralweiß‘ mit der Farbwiedergabestufe 1.

Kompensationskondensatoren für TC-L- Lampen:

P Lampe

Parallel

Reihe

[W]

[µF]

[µF]

 

18

4,5

2,9

Kompakte Leuchtstofflampen in

24

3,6

2,9

längerer Ausführung TC-L Mit hohem Lumenpaket und den Leistungen 18,24 und 36 W ent- sprechen die kompakten Leucht- stofflampen TC-L leistungsmäßig den 2seitig gesockelten stabför- migen Lampen. Mit Lampenlän- gen bis 435 mm ist auch mit die- sen Leuchtmitteln die Konstruk- tion kompakter Leuchten mög- lich. Mit dem Sockel 2 G 11 und externem Starter ergeben sich gleiche Schaltungen wie bei stabförmigen Leuchtstofflam- pen. Die ersten Lampenserien 18-36W wurden mit einem Sockel G 32 ausgeliefert. Für spätere Ersatzbestückung wird ein Adapter G 32 auf 2 G 11 angeboten. Die TC- und TC-D- Lampen wer-

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4,5

3,6

34 Flamingos in der Stadt, Ver- kehrserschließung am Kölner Dom und am Hauptbahnhof in Hannover.
34 Flamingos in der Stadt, Ver- kehrserschließung am Kölner Dom und am Hauptbahnhof in Hannover.

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34 Flamingos in der Stadt, Ver- kehrserschließung am Kölner Dom und am Hauptbahnhof in Hannover. Ein
34 Flamingos in der Stadt, Ver- kehrserschließung am Kölner Dom und am Hauptbahnhof in Hannover. Ein

Flamingos in der Stadt, Ver- kehrserschließung am Kölner Dom und am Hauptbahnhof in Hannover. Ein Auto fährt durch Trier, und Menschen bestaunen das nächtliche Szenario der Gär- ten in Herrenhausen. Andreas Horlitz fotografierte für uns nach Sonnenuntergang.

Andreas Horlitz fotografierte für uns nach Sonnenuntergang. E ERCO Leuchten GmbH Postfach 2460 D-5880 Lüdenscheid

E

ERCO Leuchten GmbH Postfach 2460 D-5880 Lüdenscheid

Telefon 02351/551-0 Telefax 02351/551300 Telex 826722-0 Teletex 235132